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    <title>256bit.org Blog</title>
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    <description>Yet another blog in the web</description>
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        <title>RSS: 256bit.org Blog - Yet another blog in the web</title>
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    <title>sslh: SSL und SSH auf einem Port</title>
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            <category>security</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Nette Idee:<br />
Mit <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2896&amp;entry_id=617" title="http://www.rutschle.net/tech/sslh.shtml"  onmouseover="window.status='http://www.rutschle.net/tech/sslh.shtml';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">sslh</a> kann man sowohl ssh als auch einen Webserver mit https auf dem gleichen Port laufen lassen. Das ist ein kleiner Daemon, der auf Port 443 (https) lauscht und bei eingehenden Verbindungen entscheidet, ob es die Verbindung dann an den ssh-Server weiterreicht oder an den Webserver. Damit könnte man dann z.B. aus einem restriktiven Netz über eine scheinbare https Verbindung mit ssh raustunneln bzw. trotzdem per https den Webserver erreichen. 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:11:34 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Vim: Text ausblenden, der das Suchmuster nicht enthält.</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/sjtnLIQM9y4/616-Vim-Text-ausblenden,-der-das-Suchmuster-nicht-enthaelt..html</link>
            <category>Vim</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Mit Vim kann man mittels Folding Text ausblenden. Dafür gibt es<br />
verschiedene Methoden, z.B. anhand der Syntax-Regeln, manueller Regeln, anhand der Einrückung oder anhand eines Ausdrucks.<br />
<br />
Möchte man z.B. nur den Text einblenden lassen, der auf die Suche passt, kann man das so machen:<br />
:set foldmethod=expr<br />
:set foldexpr=getline(v:lnum)!~@/<br />
<br />
Das Problem dabei ist nur, dass dieser Ausdruck nicht jedesmal neu<br />
ausgewertet wird und daher für spätere Suchvorgänge nicht mehr passt.<br />
<br />
Am einfachsten ist es daher diesen Ausdruck per Autocommand ausführen zu lassen:<br />
au CursorHold * :set foldexpr=getline(v:lnum)!~@/<br />
<br />
Dann wird dieser Audruck immer nach einer bestimmten Anzahl Sekunden Inaktivität aktiviert. Nach wieviel Sekunden hängt von der Einstellung updatetime ab:<br />
set updatetime?<br />
4000<br />
hier also 4 Sekunden<br />
 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:10:30 +0100</pubDate>
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    <category>vim</category>

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<item>
    <title>alter Rechner</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/WArNaYcGXIg/615-alter-Rechner.html</link>
            <category>Admin</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Ich hab hier einen alten Rechner stehen, gefühlte 8 Jahre oder so alt. Dem wollte ich wenigstens noch mit etwas RAM aushelfen. DDR-RAM in vernünftigen Größen ist ja schon fast wieder teuer. Wie dem auch sei, Rechner auf, RAM Riegel in die zweite Bank gepackt, Rechner gebootet. RAM wird nicht erkannt. Scheint, als würde das Board kein 1GB Riegel vertragen¹. Also umgetauscht gegen 512 MB. Eingebaut, Windows stürzt beim booten reproduzierbar ab. Hört sich also nach defektem Riegel an. Also umgetauscht. Neuen 512 MB Riegel erhalten und eingebaut. Genau das Gleiche, Windows stürzt beim Booten reproduzierbar ab. Ich war kurz davor, die Riegel zu nehmen und im Müll zu entsorgen, so wichtig war mir der alte PC nicht. Als letzten Versuch, entferne ich den alten 256MB Riegel und packe den 512 MB Riegel rein. Rechner bootet. 256 MB Riegel hinzu, Rechner stürzt ab. WTF? Können Speicherbänke also auch kaputtgehen? Sieht jedenfalls verdammt danach aus. Nun läuft Windows mit 512 MB wenigstens einigermaßen erträglich. 256 MB sind doch so unerträglich langsam, dass ich mich gefragt habe, wie der Besitzer es so lange damit ausgehalten hat.<br />
<br />
¹) Komme mir keiner mit Bios-Update. Das ist so ein dämliches OEM Board, das gibt es nichtmal offiziell vom Hersteller. Bei dem Hersteller des OEM-PCs (einem Markenhersteller mit 2 Buchstaben), findet sich im übrigen auch nichts zum Board. Dann fliegen da im Internet noch diverse BIOS-Updates für das Board rum, welches wohl auch von Medion mal vertrieben wurde. Nur leider andere Versionsnummer. Aber da hab ich mir nicht getraut, das Board damit kaputt zu flashen. Juchu, ein Hoch auf OEM-Boards 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 21:53:37 +0100</pubDate>
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    <category>Bios RAM WTF rant</category>

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<item>
    <title>100 Mbps, 54 MBps oder 100 Bps?</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/0D0vTfnkr0s/614-100-Mbps,-54-MBps-oder-100-Bps.html</link>
            <category>Internet</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Hotel mit LAN bzw. WLAN ist eigentlich nicht schlecht. So kann man abends noch gemütlich im Internet surfen, oder auch mal noch etwas Dienstliches erledigen. Unter anderem deswegen halte ich die Radisson Hotels für recht gut, kostenloses Internet ist ja leider immer noch nicht überall anzutreffen. <br />
<br />
Nur leider häufen sich in letzter Zeit die Probleme mit dem Internetanschluß. 100 Mbps hören sich ja nicht schlecht an, nur leider tröpfeln diese Woche die Bytes nur so herein. Ich fühl mich irgendwie so 1993... 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 21:23:38 +0100</pubDate>
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    <category>hotel</category>
<category>internet</category>
<category>radisson</category>
<category>rant</category>

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    <title>Thomas Brussig: Wasserfarben.</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/jVnzUpG3No8/613-Thomas-Brussig-Wasserfarben..html</link>
            <category>Literatur</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 71px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a title="http://www.amazon.de/gp/product/3746620090/ref=s9_simz_gw_s0_p14_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=1TESCYFGM4PBSRZJN9RY&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375173&pf_rd_i=301128" id="s9yisp262"></a><a class='serendipity_image_link' href="http://blog.256bit.org/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5hbWF6b24uZGUvZ3AvcHJvZHVjdC8zNzQ2NjIwMDkwL3JlZj1zOV9zaW16X2d3X3MwX3AxNF9pMT9wZl9yZF9tPUEzSldLQUtSOFhCN1hGJnBmX3JkX3M9Y2VudGVyLTImcGZfcmRfcj0xVEVTQ1lGR000UEJTUlpKTjlSWSZwZl9yZF90PTEwMSZwZl9yZF9wPTQ2MzM3NTE3MyZwZl9yZF9pPTMwMTEyOA==&amp;entry_id=613"  onmouseover="window.status='http://www.amazon.de/gp/product/3746620090/ref=s9_simz_gw_s0_p14_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=1TESCYFGM4PBSRZJN9RY&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" id="s9yisphref262" onclick="javascript:this.href = this.href + '&amp;serendipity[from]=' + self.location.href;"><!-- s9ymdb:262 --><img class="serendipity_image_right" width="71" height="110" src="http://blog.256bit.org/uploads/wasserfarben.serendipityThumb.jpg" alt=""  /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">(Link zu Amazon)</div></div>Thomas Brussig ist einer der Drehbuchautoren des Films Sonnenallee. Diesen Film mag man entweder oder findet ihn ob der platten Episoden furchtbar. Ich denke, bei dem Buch ist es ähnlich.<br />
<br />
Und auch dieser Roman handelt vom Leben innerhalb der DDR, wenn auch noch nicht so gesellschaftskritisch.<br />
<br />
Der Roman handelt von dem jungen Abiturienten Anton Glienicke, der sich auf sein Abitur vorbereitet. Eigentlich möchte er gern Jounalismus studieren, aber dieser Wunsch wird ihm aufgrund von Westverwandtschaft verwehrt. Und so beschreibt das Buch die Lustlosigkeit und die Unsicherheit des Protagonisten. <br />
<br />
Brussig schafft es, das Leben des Anton Glienicke witzig und sehr authentisch zu beschreiben, wenn es sich auch teilweise um Banalitäten handelt. Viele Probleme werden heutigen Jugendlichen wahrscheinlich auch bekannt vorkommen, während andere Probleme heutzutage einfach unverständlich sind. Dazu gehören die wenigen Episoden, die den Staate DDR beschreiben. <br />
<br />
Das Buch liest sich nicht schlecht, ich bin mir jedoch unsicher, wie ich es bewerten soll. Ich finde das Buch alles in allem eher nicht so gelungen, auch wenn es sich leicht und locker liest. Aber im großen und ganzen handelt es sich doch um zu viele Banalitäten. Ich hätte mir mehr Gesellschaftskritik bzw. Beschreibung das Leben in der DDR gewünscht. 
    <div class="feedflare">
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</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/jVnzUpG3No8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 20:54:48 +0100</pubDate>
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    <category>literatur</category>
<category>thomas brussig</category>
<category>wasserfarben</category>

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<item>
    <title>Adrian Hyland: "Outback Bastard"</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/uyM6PsI9Ocw/612-Adrian-Hyland-Outback-Bastard.html</link>
            <category>Literatur</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 69px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a title="http://www.amazon.de/Outback-Bastard-Emily-Tempest-Krimi-Adrian-Hyland/dp/3518461109/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1255023173&sr=8-1" id="s9yisp260"></a><a class='serendipity_image_link' href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2887&amp;entry_id=612"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[step]=showItem&amp;amp;serendipity[image]=260';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" id="s9yisphref260" onclick="javascript:this.href = this.href + '&amp;serendipity[from]=' + self.location.href;"><!-- s9ymdb:260 --><img class="serendipity_image_left" width="69" height="110" src="http://blog.256bit.org/uploads/outback_bastards.serendipityThumb.jpg" alt=""  /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">(Link zu Amazon)</div></div>Outback Bastard ist das erste Buch des australischen Autors Adrian Hyland. Hyland bekam für sein Werk 2007 den Ned-Kelly Award mit dem in Australien Krimi-Autoren ausgezeichnet werden. Der Krimi spielt im australischen Outback und benutzt wohl auch teilweise den typischen Sprachstil der Aborigines. Ziemlich detailliert wird das Leben der Aborigines beschrieben, inklusive dem überall auftretenden Vorurteilen und Mißverständnissen.<br />
<br />
Die Story fängt zunächst nicht sonderlich spannend an und erzählt die Geschichte von Emily, einer Mitte 20-jährigen Halb-Aborigine. Sie kommt, nachdem Sie lange in der Welt umher gereist ist wieder zurück in den Outback. Doch dort hat sich in der Zeit viel verändert: wenige Aborigine sind im Outback übrig geblieben, andere Siedler wollen das Land und seine Ressourcen ausbeuten und innerhalb der Aborigines gibt es Konflikte. Als kurze Zeit später ihr alter Freund ermordet, begibt sich Emily auf der Suche und möchte den Fall aufklären. Dabei beschwört sie natürlich ziemlich viel Ärger herauf und legt sich mit einer Menge Leute an.<br />
<br />
Zur Mitte hin wird das Buch deutlich spannender und zum Schluß gibt es noch einmal eine überraschende Wendung. Während der ganzen Zeit wird das Leben im Busch beschrieben und man bekommt einen Einblick in die Welt der Aborigines, die sich vor allem um Träume und Magie dreht, völlig anders als das Leben der modernen Menschen.<br />
<br />
Fazit: Nicht überragend, aber zum Schluß ganz spannend. 
    <div class="feedflare">
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</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/uyM6PsI9Ocw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Thu, 08 Oct 2009 19:58:34 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.256bit.org/archives/612-guid.html</guid>
    <category>hyland</category>
<category>krimi</category>
<category>literatur</category>

<feedburner:origLink>http://blog.256bit.org/archives/612-Adrian-Hyland-Outback-Bastard.html</feedburner:origLink></item>
<item>
    <title>mutt und Vim: Anhänge</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/_04RXBtdOIY/611-mutt-und-Vim-Anhaenge.html</link>
            <category>Vim</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    mutt als Mailer und vim als Editor sind ein flexibles Team. In Verbindung mit edit_headers hat man volle Kontrolle über seine Mails (inklusive alle Headerzeilen). Hin und wieder möchte man auch mal eine Datei einer E-Mail anhängen. Normalerweise macht man das dann, wenn die E-Mail fertig geschrieben wurde und man wieder in mutt ist und wenn man Pech hat, vergisst man die Datei anzuhängen und muß eine zweite Mail nachschicken und sich dem Empfänger gegenüber als Depp outen.<br />
<br />
Dabei geht es auch anders. Ein eher weniger bekanntes Feature von mutt erlaubt es nämlich auch Dateien anzuhängen, die über die Headerzeile Attach: Datei angegeben wurden. Nun kann man bereits beim Schreiben der Mail eine entsprechende Anweisung im Header-Kopf der E-Mail hinterlassen und mutt wird automatisch die gewünschte Datei anhängen. So habe ich mir zum Beispiel den Befehl :Attach definiert, der eine entsprechende Kopfzeile in die E-Mail schreibt:<br />
<div class="bb-code-title">CODE:</div><div class="bb-code">command!&#160;-nargs=1&#160;-complete=file&#160;AttachFile&#160;<br />
\exe&#160;"normal&#160;magg}-"&#160;|&#160;call&#160;append&#40;line&#40;'.'&#41;,&#160;'Attach&#58;&#160;&#60;args&#62;'&#41;&#160;|&#160;normal&#160;`a</div><br />
(siehe auch diesen alten <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2882&amp;entry_id=611" title="http://blog.256bit.org/archives/509-mutt-Dateien-anhaengen.html"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/archives/509-mutt-Dateien-anhaengen.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Artikel</a>).<br />
<br />
Leider verhindert dass immer noch nicht, dass man vergisst die Datei anzuhängen und man sich trotzdem zum Deppen macht. Daher habe ich mal eine kleine Funktion <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2885&amp;entry_id=611" title="http://marc.info/?i=20090116091203.GB3197%20()%20256bit%20!%20org"  onmouseover="window.status='http://marc.info/?i=20090116091203.GB3197%20()%20256bit%20!%20org';return true;" onmouseout="window.status='';return true;">geschrieben</a>, welche die Mail scannt und den Nutzer zum Anhängen der Dateien auffordert, wenn sie bestimmte Stichworte findet.<br />
<br />
Gestern nun habe ich daraus ein <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2886&amp;entry_id=611" title="http://www.vim.org/scripts/script.php?script_id=2796"  onmouseover="window.status='http://www.vim.org/scripts/script.php?script_id=2796';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Plugin (CheckAttach.vim)</a> für Vim gemacht. Einfach das Plugin runterladen, in Vim öffenen und einlesen:<div class="bb-code-title">CODE:</div><div class="bb-code">~$&#160;vim&#160;CheckAttach.vba<br />
&#58;so&#160;%<br />
&#58;q!</div><br />
<br />
Dann wird das Plugin automatisch installiert.<br />
<br />
Beim Schreiben von Mails sollte das Plugin dann automatisch aktiv sein. Mit :DisableCheckAttach kann man das Plugin einfach deaktivieren und mit :EnableCheckAttach einfach wieder aktivieren, wenn man es deaktiviert hatte. Eine kleine Hilfe ist auch vorhanden (:h CheckAttach.txt)<br />
<br />
Wenn das Plugin aktiv ist, wird es beim Speichern immer überprüfen, ob die Worte Anhang oder angehängt (bzw. attachment und attach) vorhanden sind und falls es diese findet, wird es den Benutzer auffordern, die Dateien anzugeben. Es generiert dann die entsprechenden Header automatisch. Dabei erlaubt vim Autovervollständigen der Dateien und man kann auch die Shell-Muster * angeben, um mehrere Dateien anzuhängen. Temporär deaktivieren kann man den Check auch wenn man mit ! speichert, also z.B. :w! anstelle von :w.<br />
<br />
Wichtig: Falls der Pfad bzw. der Dateiname Leerzeichen enthalten, werden diese mit einem '\' maskiert. In mutt vor Version 1.5.20 können diese Dateien aber nicht angehängt werden. Das ist leider ein <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2884&amp;entry_id=611" title="http://dev.mutt.org/trac/ticket/3179"  onmouseover="window.status='http://dev.mutt.org/trac/ticket/3179';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Bug</a>. Wenn man mutt vor Version 1.5.20 einsetzt, müssen die Dateien vorher umbenannt werden. 
    <div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?a=_04RXBtdOIY:RRO2XL6CxBw:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/_04RXBtdOIY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Wed, 30 Sep 2009 21:46:50 +0200</pubDate>
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    <category>hacks</category>
<category>mutt</category>
<category>vim</category>

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    <title>Wahlergebnis</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/e05mrULjKNg/610-Wahlergebnis.html</link>
            <category>misc</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Sieht so aus, als würde Schwarz-Gelb unsere nächste Regierung bilden. Wird spannend sein, wie sich das entwickelt. Ich vermute die Bahnprivatisierung wird wieder fortgesetzt, AKWs werden länger laufen und auch sonst werden soziale und ökologische Themen zukünftig eher Randthemen bleiben. Mal sehen, ob die Koalition auch ihr Wahlversprechen einhält, die Steuern zu senken, oder ob nicht schon bald - angesichts leerer Kassen und einer Rekordverschuldung des Staates - nicht neue Steuern erhoben werden (PKW-Maut?) bzw. andere erhöht werden müssen (Einkommenssteuer?).<br />
Ganz besonders spannend ist die Frage, ob und wenn ja in welchem Maße zukünftig in der Innenpolitik weitere Grundrechte eingeschränkt werden. Die FDP sieht sich ja als Bürgerrechtspartei, aber wie schon zuvor angedeutet, habe ich da doch leichte Zweifel. Die FDP ging ja auch in den Wahlkampf mit dem Versprechen, das Zensursula-Gesetz zu kippen. Mal sehen was davon übrig bleibt.<br />
<br />
Schade finde ich, dass die SPD so stark verloren hat. Ich denke, die SPD hat in der Großen Koalition einfach ihr Profil verloren. Dazu kommt, dass wahrscheinlich viele Wähler ihr die Rentenerhöhung und die Agenda 2010 aus der vorigen Legislaturperiode noch übel genommen haben. Interessant wird die Frage, inwieweit es der SPD gelingt, in der Opposition zu einer Erneuerung zu gelangen.<br />
<br />
Ein Wort noch zu den Piraten. Immerhin 2% der Stimmen haben die Piraten bei ihrer ersten Bundestagswahl erreicht (und dabei neben der SPD das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte zu erzielt <img src="http://blog.256bit.org/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" />). Interessant daran ist, dass die Grünen 1980 bei ihrer ersten Bundestagswahl nur 1,5% der Stimmen erreichten. Die Piraten konnten also auf Anhieb das Ergebnis der Grünen übertrumpfen. Mal sehen, wie sich die Entwicklung dort fortsetzt, jetzt wo man im langweiligen Alltag nach der Bundestagswahl angekommen ist und ob es ihr gelingt, auch in anderen wichtigen Bereichen (Innenpolitik, Wirtschaft, Umwelt, Außenpolitik) eine eigene Linie zu finden. Dazu müssen sie aber auch sie aber auch deutlich professioneller handeln und nicht so naiv auftreten, wie es teilweise in letzter Zeit der Fall war (<a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2880&amp;entry_id=610" title="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649770,00.html"  onmouseover="window.status='http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649770,00.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Interview mit Junger Freiheit</a>, sowie der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2881&amp;entry_id=610" title="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,635543,00.html"  onmouseover="window.status='http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,635543,00.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Fall Tauss und der Fall Bodo Thiesen</a>) 
    <div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?a=e05mrULjKNg:YexDSdBK3tM:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/e05mrULjKNg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Mon, 28 Sep 2009 22:14:34 +0200</pubDate>
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    <category>politik</category>

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<item>
    <title>Amen</title>
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            <category>Music</category>
    
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    <author>tb@256bit.org (mr. batschner)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    Ein interessantes Video über ein Drum-Sample, das sicherlich abertausende Male in der Musikgeschichte genutzt wurde.<br />
<br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5SaFTm2bcac&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/5SaFTm2bcac&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<br />
Endlich weiß ich mal, wie das Ding heißt. 
    <div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?a=7gpIvEC6lO0:alD0IWiTJ7M:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/7gpIvEC6lO0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Fri, 25 Sep 2009 12:24:26 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>"Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Fazit</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/ukb3m63B_U0/608-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Fazit.html</link>
            <category>misc</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    So, heute ist Mittwoch, der 23.09. Kurz vor Ende der Frist bekam ich noch die Antworten der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2870&amp;entry_id=608" title="http://blog.256bit.org/archives/606-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Elke-Reinke,-Linkspartei.html"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/archives/606-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Elke-Reinke,-Linkspartei.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Linkspartei</a> und der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2871&amp;entry_id=608" title="http://blog.256bit.org/archives/607-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Wolfgang-Doecke,-FDP.html"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/archives/607-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Wolfgang-Doecke,-FDP.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">FDP</a>. Die Antworten der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2872&amp;entry_id=608" title="http://blog.256bit.org/archives/603-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Andreas-Steppuhn,-SPD.html"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/archives/603-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Andreas-Steppuhn,-SPD.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">SPD</a> und der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2873&amp;entry_id=608" title="http://blog.256bit.org/archives/604-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Undine-Kurth,-Gruene.html"  onmouseover="window.status='http://blog.256bit.org/archives/604-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Undine-Kurth,-Gruene.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Grünen</a> erhielt ich ja bereits am Sonntag bzw. Montag.<br />
<br />
Kurzzeitig habe ich ja gedacht, alle Mails würden versanden und die Aktion wäre ein Reinfall, aber das war sie ja nun doch nicht. Lediglich das Schweigen der CDU hatte ich befürchtet. Scheint so, als haben es die Konservativen nicht so mit neumodischem Kram.<br />
<br />
Im Großen und Ganzen hat das viel Spaß gemacht. Ich weiß jetzt schon, wen ich nicht wählen werde, was keine große Überraschung ist. Aber ich weiß noch nicht, wen ich wählen werde. Ich schwanke da zwischen 2 Parteien. Aufgrund der Antworten hat sich meine ursprüngliche Präferenz zwischen diesen 2 Parteien aber ziemlich genau gedreht.<br />
<br />
Ansonsten kann ich noch den <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2874&amp;entry_id=608" title="http://www.wahl-o-mat.de"  onmouseover="window.status='http://www.wahl-o-mat.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Wahl-O-Mat</a>, <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2875&amp;entry_id=608" title="http://www.abgeordnetenwatch.de/bundestagswahl-951-0.html"  onmouseover="window.status='http://www.abgeordnetenwatch.de/bundestagswahl-951-0.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Abgeordnetenwatch</a> und <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2877&amp;entry_id=608" title="http://www.wen-waehlen.de/"  onmouseover="window.status='http://www.wen-waehlen.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Wen Wählen?</a> empfehlen, um sich einen Überblick zu verschaffen. 
    <div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?a=ukb3m63B_U0:0gbTcM2DkqQ:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/256bitorgBlog?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a>
</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/256bitorgBlog/~4/ukb3m63B_U0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>

    <pubDate>Wed, 23 Sep 2009 22:46:12 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.256bit.org/archives/608-guid.html</guid>
    <category>politik</category>
<category>sachsen-anhalt</category>

<feedburner:origLink>http://blog.256bit.org/archives/608-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Fazit.html</feedburner:origLink></item>
<item>
    <title>"Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Es antwortet Herr Wolfgang Döcke, FDP</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/9U3_tbn1Ato/607-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Wolfgang-Doecke,-FDP.html</link>
            <category>misc</category>
    
    <comments>http://blog.256bit.org/archives/607-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Herr-Wolfgang-Doecke,-FDP.html#comments</comments>
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    "Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Es antwortet Herr Wolfgang Döcke, FDP<br />
<br />
und kurz nach Frau Reinke, traf auch noch die Antwort der FDP ein.<br />
<br />
<div class="bb-code-title">QUOTE:</div><div class="bb-quote"><br />
1)<br />
Antwort: Die Atomenergie ist zweifelsohne mit Risiken behaftet. Diese sehe ich jedoch mehr in der Frage der Endlagerung der Abfälle. Hier ist deutschlandweit nach einer möglichst sicheren Lagerstätte zu suchen. Da können sich auch die süddeutschen Bundesländer nicht ausklammern nach dem Motto Wasch mich, aber mach mich nicht nass.<br />
<br />
Was die Laufzeit der  AKW anbelangt bin ich der Meinung, dass man zunächst für einen Zeitraum von 10 Jahren, neue Technologien verstärkt fördert (insbesondere auch Technologien zur Speicherung von Strom) und dann neue Betrachtungen darüber anstellt, ob die Nutzung der Atomenergie noch von Nöten ist. Ein Alleingang Deutschlands wird das Problem aber nicht lösen. Sinn und Zweck eines Ausstieges kann nicht sein, dass wir künftig Atomstrom aus Frankreich oder Skandinavien beziehen.<br />
<br />
2)<br />
Zunächst sei einmal festgestellt, dass es sich um eine Krise handelt, die von der Finanzwirtschaft ausgeht und Sie ist keineswegs beendet. Das Konjunkturpaket 2 es ermöglicht, in die teilweise maroden Schulen zu Investieren. Schlimm dass es dazu einer Krise bedurfte. Die s.g. Abwrackprämie war ökonomisch und ökologisch eine totale Fehlleistung, mit deren Folge die nächste Bundesregierung befasst sein wird. Durch die sinkende Nachfrage in der nächsten Zeit, wird es Entlassungen und Insolvenzen in der Branche kommen. Eine Chance aus der Krise sehe ich in einem hoffentlich einsetzenden Lernprozess, was man den Banken erlauben kann und was nicht.<br />
<br />
Zur Frage der Erhöhung von Steuern und Schuldenabbau vertrete ich strikt die FDP-Meinung. Die Steuern sollen Runter (z.B. bei Familien ein Eingangssteuersatz erst ab 40.000). Solche Maßnahmen kurbeln die Nachfrage an und bringen dann logischerweise auch höhere Steuereinnahmen.<br />
<br />
3)<br />
 Ich lehne die Sperrung von Webseiten, mittels vom Bundeskriminalamt geführter verpflichtender Sperrlisten ab, da diese Maßnahme nicht geeignet ist, um effektiv die Verbreitung von Kinderpornographie und insbesondere vorangegangenen Missbrauchs von Kindern zu verhindern. Sperrungen von Websites bergen stets die Gefahr von Eingriffen in grundrechtlich geschützte Positionen, wenn versehentlich legale Websites gesperrt werden. Die Erfahrung mit derartigen Sperrungen in anderen Ländern hat gezeigt, dass dies regelmäßig vorkommt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und darf dies auch nicht sein. Aber jede staatliche Maßnahme, die ins Internet eingreift, muss sich an rechtsstaatlichen Maßstäben messen lassen. Die Erfolge der Ermittlungsbehörden in Bund und Ländern in diesem Bereich müssen fortgesetzt werden, insbesondere ist dafür Sorge zu tragen, dass bei Polizei und Staatsanwaltschaften ausreichende personelle und sächliche Mittel zur Verfügung stehen. Gerade die IT-Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden muss verbessert werden. Eine Kultur des Wegschauens darf es nicht geben. <br />
<br />
Übrigens, wo die FDP in Regierungsverantwortung gekommen ist, wie in NRW und Niedersachsen, wurde personellen Defiziten bei der Polizei entgegen gewirkt.<br />
<br />
Alleinerziehende dürfen steuerlich gegenüber Familien ohne Kinder nicht mehr benachteiligt werden! Für uns steht das Kind im Mittelpunkt. Deshalb ist es sinnvoller, für jedes einzelne Kind Bildungs- und Betreuungsgutscheine einzuführen und damit die Subjektförderung zu stärken, statt Einrichtungen zu unterstützen (Objektförderung). Darüber hinaus setzt sich die FDP für einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Kinderbetreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres eines Kindes ab 2013 ein. <br />
<br />
4)<br />
Hierzu verweise ich im Wesentlichen auf meine Antwort zur Frage 3. Die FDP wird immer als Steuerpartei gescholten. Wer sich aber unvoreingenommen mit der Politik der FDP seid Ihres Bestehens beschäftigt wird feststellen, dass die Wahrung der Grund- und Bürgerrechte stets ein Schwerpunkt war und ist. U.A. deswegen bin ich Mitglied der FDP geworden.<br />
<br />
5)<br />
Es ist kein Geheimnis, dass die Harzregion große strukturelle Probleme hat. Ein Wirtschaftszweig hat aber aktuell große Chancen, nämlich der Tourismus. Durch meine Arbeit im Stadtrat Quedlinburg weiß ich aber auch um die Probleme. Als eine vordringliche Aufgabe sehe ich die Vernetzung und gemeinsame touristische Vermarktung der Region. Hier werde ich alle Initiativen unterstützen, die diesen Missstand beseitigen sollen.<br />
<br />
Weiter stelle ich mir vor, dass man durch die Arbeit im Bundestag sehr viele neue Kontakte knüpfen kann. Diese werde ich nutzen um potentielle Investoren für den Harz zu interessieren und zu begeistern. Dabei sollte auch die Kontaktvermittlung zur einheimischen Industrie eine Rolle spielen.<br />
Der Bereich Aschersleben  Quedlinburg  bildet das Zentrum der Züchtungsforschung in Deutschland. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die bisherigen grundgesetzwidrigen Einschränkungen auf dem Gebiet der Grünen Gentechnologie ein Ende haben.<br />
</div><br />
<br />
Vielen Dank Herr Döcke.<br />
<br />
Tja, so kurz die FDP, die schwafeln nicht, sondern bringen es auf den Punkt.<br />
<br />
Antwort 1: Ja, die Endlagerung ist durchaus ein Risiko. Aber die laufenden AKWs sind es auch. Wer kann denn garantieren, dass nicht nochmal ein GAU passieren wird? Und Krümmel ist ja wohl der beste Beweis, dass unsere sicheren AKWs weder hinreichend sicher noch kontrollierbar sind.<br />
<br />
Antwort 2 war ja so auch zu erwarten. Steuern runter klingt ja gut, aber ist das auch realistisch nach den Milliardenausgaben der beiden Konjunkturpakete?<br />
<br />
In Antwort 3 find ich es ja seltsam, dass zwar einerseits keine Objektförderung geben soll, aber andererseits ein Kinderbetreungsplatz ab 2013 gefordert wird. Sollen die Kitas selber sehen, wie sie die nötigen Investitionen tätigen, oder wie? Die ablehnende Haltung zu den Internetsperren hab ich auch fast erwartet.<br />
<br />
Sehr kurze und knappe Antwort 4. Ich möchte ja gern glauben, dass die FDP die Bürgerrechtspartei ist, allein mir fehlt das Vertrauen. Seit dem Rücktritt von Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als Justizministerin habe ich eher das Gefühl, dass man es mit den Bürgerrechten in der FDP nicht mehr so wichtig nimmt. Aktuelles Beispiel: <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2861&amp;entry_id=607" title="http://www.heise.de/newsticker/Schwarz-Gelb-in-Sachsen-will-Internet-Telefonie-besser-ueberwachen--/meldung/145642"  onmouseover="window.status='http://www.heise.de/newsticker/Schwarz-Gelb-in-Sachsen-will-Internet-Telefonie-besser-ueberwachen--/meldung/145642';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Im Koalitionsvertrag zur Bildung der Landesregierung in Sachsen macht die FDP schonmal klar, was davon zu halten ist: Der Stellenabbau der Polizei wird fortgesetzt, Videoüberwachung ausgedehnt, stärkere Überwachung der Internettelefonie</a>. (<a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2862&amp;entry_id=607" title="http://fdp-sachsen.de/online/fdp/cisweb3_Media_fdp.nsf/(File)/18DB28774F480D96C1257634003625AC/$File/Koalitionsvereinbarung%20mit%20Inhaltsverzeichnis.pdf"  onmouseover="window.status='http://fdp-sachsen.de/online/fdp/cisweb3_Media_fdp.nsf/(File)/18DB28774F480D96C1257634003625AC/$File/Koalitionsvereinbarung%20mit%20Inhaltsverzeichnis.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;">Koalitionsvertrag</a> (Entwurf, pdf-Dokument))<br />
<br />
Zu Antwort 5, tja, was soll man dazu sagen: Förderung des Tourismus geht ja prinzipiell erstmal in Ordnung, aber die Förderung der Grünen Gentechnik?<br />
<br />
Ich finde ja, der Begriff Grüne Gentechnik ist schon ein Euphemismus. Wollt ihr das wirklich? Was ist mit den Risiken genmanipulierter Pflanzen für die Umwelt, die Tierwelt, für Euch? Noch mehr Genzeug auf den Feldern? Inklusive den ganzen Problemen, die damit einher kommen, wie zum Beispiel Patente auf genmanipulierte Samen? Denn man muß wissen, wenn man solche Produkte einsetzt, muß man jedes Jahr neue Lizenzen für Saatgut kaufen. Einfach von der eigenen Ernte Saatgut zu nutzen ist nicht mehr. Googelt mal nach Monsanto, die haben da die Marktmacht in den USA und sind wohl mittlerweile weltgrößter Anbieter von (genetisch verändertem?) Saatgut. Und dann weiß man auch wo da der Weg hinführt. <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=607" title="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/genpatente-gegenwind-fuer-biopiraten_aid_206390.html"  onmouseover="window.status='http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/genpatente-gegenwind-fuer-biopiraten_aid_206390.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">hier</a> oder <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2864&amp;entry_id=607" title="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/patente_auf_leben/greenpeace_studie_kosten_genpatente.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/patente_auf_leben/greenpeace_studie_kosten_genpatente.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">hier die Studie von Greenpeace</a> (.pdf) Was bin ich froh, dass der <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2865&amp;entry_id=607" title="http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1326298.html"  onmouseover="window.status='http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1326298.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Anbau von Genmais der Firma im Frühjahr verboten wurde</a>. Aber das ist eigentlich eine Sache für einen eigenen Blogbeitrag.<br />
<br />
Herr Döcke nutzt in seiner E-Mail im Übrigen die Gelegenheit und lädt mich auch gleich zur Wahlparty der FDP ein. Yeah! Wenn ich meine Familie nicht so selten sehen würde, wäre ich glatt dabei. Hey, eigentlich kann ich Sie gleich mitnehmen und mir das mit dem Genzeug noch mal erklären lassen. 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Wed, 23 Sep 2009 22:26:51 +0200</pubDate>
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    <category>politik</category>
<category>sachsen-anhalt</category>

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    <title>"Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Es antwortet Frau Elke Reinke, Linkspartei</title>
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
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    Heute flatterten noch 2 Antworten rein. Zunächst kam die Antwort von Frau Elke Reinke, Linkspartei (Achtung, das wird lang!):<br />
<br />
<div class="bb-code-title">QUOTE:</div><div class="bb-quote"><br />
1)<br />
Der Betrieb von Atomanlagen birgt unverantwortlich hohe Risiken; eine sichere Endlagerung von Atommüll für eine Million Jahre und mehr ist nicht zu gewährleisten. Das Fiasko in den Atommülllagern Asse und Morsleben zeigt, wie fahrlässig die bisherige Praxis ist. DIE LINKE fordert darum die unverzügliche und unumkehrbare Stilllegung aller Atomanlagen sowie ein Verbot für den Export von Atomtechnik. Atommülltransporte müssen bis zu einer verlässlichen Lösung der Endlagerung ausgesetzt werden.<br />
<br />
Eine konsequente Energiewende hin zu erneuerbaren Energien ist eine zentrale Investition in ein ökologisches und friedliches 21. Jahrhundert. Im Kampf gegen den Klimawandel müssen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 halbiert und bis Mitte des Jahrhunderts um mindestens 90 Prozent gesenkt werden. Wer heute auf regenerative Energien setzt und das Wissen für eine nachhaltige Energieversorgung mit Schwellen- und Entwicklungsländern teilt, wird sich morgen nicht an Ressourcenkriegen um Öl und Gas beteiligen. <br />
<br />
Als Etappenziel fordert DIE LINKE für 2020: Im Strombereich soll der Anteil erneuerbarer Energien mindestens die Hälfte, im Wärme- und Kältesektor ein Viertel betragen. Besonders wichtig ist dabei die dezentrale Energieversorgung in öffentlicher Hand: Wir wollen die Energiekonzerne in öffentliches Eigentum überführen und einer demokratischen Kontrolle unterstellen. Das Energiekartell muss entflochten, die Energieversorgung weitgehend rekommunalisiert, die Energiemonopole müssen schrittweise aufgelöst werden.<br />
<br />
 Eine zentrale Aufgabe für die Zukunft wird sein, sich auf den bereits in Gang gesetzten Klimawandel einzustellen. Alle Planungsmaßnahmen zu Raumordnung, Stadtentwicklung, Verkehr, Küstenschutz und Landschaftspflege müssen sowohl Aspekte des Klimaschutzes als auch der Anpassung an den Klimawandel berücksichtigen. <br />
<br />
Die Energiewende kann nur gelingen, wenn gleichzeitig die Energieeffizienz deutlich erhöht und im großen Maßstab Energie eingespart wird. Wir brauchen eine ökologisch-technische Effizienzrevolution, eingebettet in alternative Lebensstile. Mittelfristig muss in Deutschland der komplette Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Eine Energieversorgung aus erneuerbaren Energien ohne Atomkraft und ein mittelfristiger Ausstieg aus der Kohleverstromung sind möglich. Wir wollen sie konsequent betreiben. Wir lehnen daher die Planung und den Bau neuer Kohlekraftwerke ab  ebenso wie die von der Energiewirtschaft propagierte Scheinlösung der Verpressung von Kohlendioxid in den Untergrund. Der notwenige Wandel in den bisher vom Bergbau geprägten Regionen soll ökologisch und sozial ausgewogen gestaltet werden.<br />
<br />
Der EU-Emissionshandel als zentrales Klimaschutzinstrument der EU hat bislang versagt. Er hat zu jährlichen Mitnahmegewinnen der Stromkonzerne in Milliardenhöhe geführt und nicht zum Klimaschutz beigetragen. In Zukunft müssen Kraftwerke und Unternehmen drastisch verschärfte Vorgaben für den Klimagasausstoß erhalten. Der rot-grüne Atomkonsens von 2000 ist Nonsens, denn die garantierten Restlaufzeiten dienen zuallererst den Profitinteressen der Atomindustrie. <br />
<br />
Weitere / Detailliertere Forderungen:<br />
- das Erneuerbare-Energien-Gesetz noch wirksamer ausgestalten; Wärme aus erneuerbarer Energie und Kraft-Wärme-Kopplung vorantreiben; Einführung eines Energiesparfonds mit dem Fokus auf Förderprogramme für einkommensschwache Haushalte; strengere ordnungsrechtliche Standards für den Energieverbrauch von Büro- und Haushaltsgeräten, u. a. ein Verbot sogenannter Stand-by-Schaltungen mit einem Verbrauch von über 1 Watt; »Top-Runner«-Programme für Elektrogeräte, in denen alle drei Jahren das energie- und ressourcensparendste Gerät als gesetzlicher Mindeststandard festgeschrieben wird; energetische Sanierung des Gebäudebestandes und Klimaneutralität von Neubauten; bundesrechtliche Vorgaben für eine ökologische Bauleitplanung; die Endlagerstandorte Gorleben und Schacht Konrad aufgeben; neue Standorte, transparent und gerichtlich nachprüfbar, auf Kosten der Atomindustrie suchen; unverzüglicher und unumkehrbarer Ausstieg aus der Atomwirtschaft; Vergesellschaftung der Strom- und Gasnetze; Rekommunalisierung zentraler Teile der Energieversorgung; Sozialtarife verbindlich einführen, Versorgung mit Strom und Heizenergie für alle garantieren; Besteuerung der Extraprofite der Energiekonzerne aus dem Emissionshandel; Wiedereinführung der Strom- und Gaspreisaufsicht durch die Länder und Schaffung von Verbraucherbeiräten in der Preisaufsicht; Versteigerung statt kostenloser Vergabe von Emissionszertifikaten; Versteigerungserlöse für den Klimaschutz und zur sozialen Abfederung der Energiewende einsetzen; schrittweise schärfere CO2-Vorgaben für Industrie und Individualverkehr machen; keine Agroenergie-Importe aus dem Nicht-EU-Ausland und Fokus bei der Biomassenutzung auf der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme.<br />
<br />
2)<br />
Der Kapitalismus hat die Welt in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren getrieben. Handel und Wirtschaft brechen weltweit ein. Es trifft überall die Ärmsten der Armen. Die gegenwärtige Krise ist mehr als eine Konjunkturkrise. Vieles kommt zusammen, was sich in den vergangenen Jahrzehnten hinter grenzenloser Profitsucht angestaut hatte: Kernschmelze auf den Finanzmärkten, eine tiefe globale Rezession, fortschreitende Umweltzerstörung, Klimawandel und Energiekrise sowie wachsende soziale Polarisierung. Die Krise wird nicht in wenigen Monaten vorbei sein. Die entscheidende Frage ist längst nicht mehr, ob die öffentliche Hand sich wirtschaftlich engagiert, sondern in wessen Interesse, mit welchen Zielen und auf wessen Kosten dies geschieht. Die aktuelle Krise ist die Krise einer Wirtschaftsordnung, die allein für den Profit produziert. Gerade in den letzten zehn Jahren haben sich die Regierungen in den Dienst des Kapitals gestellt. Mit der Agenda 2010 wurde das Lohndumping auf die Spitze getrieben. Zum ersten Mal seit 1945 wurden Löhne in einem Konjunkturaufschwung gesenkt! Dies ist nicht nur sozial hochgradig ungerecht, darüber hinaus begann durch die Schwächung der Binnennachfrage die Wirtschaftskrise bereits im Frühjahr 2008. Das Lohndumping, die damit verbundene Umverteilung, ja, die Enteignung der Menschen in Deutschland und weltweit sind schließlich dafür verantwortlich, dass die Finanzmärkte aufgepumpt wurden. Mit unserem Geld haben die Zocker im Casino ihr Unwesen getrieben. Ein Finanzsystem, das auf der Jagd nach Maximalrenditen Billionen in spekulative Schneeballsysteme versenkt, statt reale Investitionen zu finanzieren, erklärt sich selbst historisch für bankrott.<br />
<br />
Im Herbst und Winter werden die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt in voller Konsequenz durchschlagen. Erst dann wird sich zeigen, unter welch massiven finanziellen Druck die Sozialsysteme geraten werden.<br />
<br />
Wer die aktuelle Krise bekämpfen will, muss mit Sofortmaßnahmen beginnen, die<br />
- mit einem Zukunftsfonds Arbeitsplätze sichern und mit einem öffentlichen Investitionsprogramm neue Arbeitsplätze schaffen: mit Investitionen von 100 Milliarden Euro pro Jahr in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr die Krise bekämpfen<br />
- die sozialen Sicherungssysteme wieder befestigen und das öffentliche Eigentum stärken,<br />
- eine Millionärssteuer einführen, kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden; auf sie dürfen keine höheren Steuern entfallen;<br />
- die Banken vergesellschaften und staatliche Hilfen nur im Tausch gegen entsprechende Eigentumsanteile und Entscheidungsrechte der öffentlichen Hand und Belegschaften vergeben.<br />
<br />
DIE LINKE steht für einen Neuanfang. Die Interessen der Beschäftigten und der großen Mehrheit der Gesellschaft sind in einer anderen Wirtschaftsordnung grundsätzlich besser aufgehoben einer Wirtschaftsordnung, die den Kapitalismus schrittweise überwindet, die in Kernbereichen der Wirtschaft auf öffentlichem und Belegschaftseigentum aufbaut und die Marktsteuerung von Produktion und Verteilung in die soziale und politische Verantwortung demokratischer Institutionen einbindet.<br />
<br />
Wer in der Krise die Gelegenheit versäumt, die Spielregeln grundlegend zu ändern, bereitet durch Unterlassung die nächste Krise vor. Er handelt verantwortungslos gegenüber den Mehrheitsinteressen: Arbeit, Einkommen, Wohlstand, Sicherheit, Gesundheit, Bildung, Kultur in einer gut organisierten Gesellschaft, die in demokratischer Gleichheit aller über ihre öffentlichen Angelegenheit entscheidet, statt von Banken- und Konzernmacht erpresst zu werden.<br />
<br />
DIE LINKE steht für soziale Gerechtigkeit, für den Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, für die Interessen der Lohnabhängigen und für die gleichberechtigte Teilhabe der vom Kapitalismus Ausgegrenzten und Ausgemusterten.<br />
<br />
3)<br />
DIE LINKE steht für die Schaffung einer demokratischen Medienordnung, die die digitale Wissensverarbeitung wieder öffentlicher Regulierung unterstellt. Es geht um nicht weniger, als die Programm und Inhaltsvielfalt zu schützen, die Freiheit im Internet zu erhalten und auszubauen sowie die menschliche Kreativität gegen fortschreitende Kommerzialisierung zu verteidigen.<br />
<br />
Daher unsere eindeutige Forderung: Freiheit im Netz erhalten und ausbauen; Internetsperren verhindern; Netzneutralität technologisch zeitgemäß bewahren.<br />
<br />
DIE LINKE setzt sich für eine emanzipatorische und sozial gerechte Familienpolitik ein. Alle Bürgerinnen und Bürger  gleich welchen Alters  müssen ein Leben in Würde führen und sich optimal entwickeln können. Insbesondere die Rechte der Kinder auf volle Entfaltung ihrer Persönlichkeit müssen ausgebaut werden. Familienpolitik und die Gleichstellung von Frauen und Männern müssen Hand in Hand gehen, Erwerbs- und Familienarbeit gerecht zwischen den Geschlechtern verteilt werden.<br />
<br />
DIE LINKE fordert:<br />
- gebührenfreie, qualitativ hochwertige öffentliche Kinderbetreuung flächendeckend garantieren: Rechtsanspruch auf einen gebührenfreien Ganztagsbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einführen; Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen flexibel gestalten;<br />
- Elterngeld zu einem sozial ausgestalteten: Elterngeldkonto weiterentwickeln: für Väter und Mütter einen nicht übertragbaren gleichen Anspruch auf jeweils zwölf, für Alleinerziehende auf 24 Monate schaffen; Inanspruchnahme in Teilabschnitten von mindestens zwei Monaten bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres des Kindes ermöglichen;<br />
- höherer Regelsatz für Kinder und Jugendliche, die Leistungen nach Hartz IV beziehen: den Regelsatz sofort deutlich anheben; jungen Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr einen Anspruch auf eine eigene Haushaltsführung außerhalb des Elternhauses verschaffen; einen eigenständigen Mindestsicherungsanspruch für Kinder unter Berücksichtigung von eigenem Einkommen und Unterhaltsansprüchen einführen;<br />
- Kinderarmut dauerhaft verhindern: den bedarfsorientierten Kinderzuschlag und das Kindergeld sofort auf je 200 Euro erhöhen; beide Leistungen zu einer bedarfsorientierten Kindergrundsicherung zusammenführen und ausbauen; familienpolitische Leistungen für alle in Deutschland lebenden Kinder und Familien unabhängig von Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsstatus auszahlen;<br />
- finanzielle Situation von Alleinerziehenden erleichtern: Unterhaltsvorschussleistungen nicht beim Wohngeld anrechnen; die volle Anrechnung des Kindergeldes rückgängig machen und die zeitlichen Beschränkungen bei der Bezugsberechtigung abschaffen;<br />
- Ehegattensplitting abschaffen: individuelle Besteuerung einführen; tatsächliche Betreuungs- und Pflegeleistungen sowie das Zusammenleben mit Kindern steuerlich fördern;<br />
- alle Familienformen gleichstellen: Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare einführen.<br />
<br />
4)<br />
DIE LINKE will die BürgerInnenrechte schützen!<br />
Terrorismus, organisierte Kriminalität und Gewaltverbrechen sind ernste Bedrohungen für das friedliche Zusammenleben. Sie schaffen ein Klima der Angst, fördern Misstrauen und lähmen gesellschaftliche Aktivität. Sie müssen wirkungsvoll verfolgt und  bestraft werden. Polizei und Justiz müssen gut ausgebildet und modern ausgerüstet sein. Für die erfolgreiche Bekämpfung von Kriminalität reichen die bestehenden Gesetze aus!<br />
<br />
Die Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität verfehlt ihr Ziel, wenn sie sich im Namen der »Inneren Sicherheit« über Verfassungsgrundsätze und BürgerInnenrechte hinwegsetzt. »Innere Sicherheit« auf Kosten von Rechtsstaatlichkeit, Verhältnismäßigkeit und Freiheitsrechten ist kein Erfolg, auf den eine Demokratie stolz sein kann. Wenn dem Staat als oberstem Schutzherrn der Bürgerrechte die Vorratsdatenspeicherung oder die Online- Durchsuchung recht sind, dann ist offenbar bestimmten Unternehmen wie Lidl, Telekom oder Deutsche Bahn die Überwachung des Personals billig. Der Wert von Grund- und Bürgerrechten bemisst sich aber gerade daran, was sie im Alltag wert sind. Die Trennung von Militär und Polizei, von geheimdienstlicher und polizeilicher Tätigkeit ist für uns unaufgebbare Grundregel eines demokratischen Staatsaufbaus. Diese Trennung ist ebenso eine Lehre aus unserer Geschichte wie die Ablehnung einer zentralisierten Sicherheitsbehörde und des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren für polizeiliche Aufgaben.<br />
<br />
DIE LINKE fordert:<br />
- Polizei und Geheimdienste scharf trennen: wachsende Geheimbereiche der Polizei und unkontrollierbare Kooperationsgremien einschränken und auflösen; Ausbau des Bundeskriminalamtes zu einer zentralisierten Polizei stoppen; perspektivisch alle Geheimdienste abschaffen, bis dahin die demokratische Kontrolle stärken;<br />
- individuelle Kennzeichnungspflicht für uniformierte Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei einführen;<br />
- Datenschutz und Datenschutzrecht modernisieren: Großprojekte, von Gesundheitskarte über biometrische Ausweise bis zu elektronischen Identitätskarten und einheitlicher Steuernummer, überprüfen und nach strengen datenschutzrechtlichen Kriterien korrigieren; wirksamen Arbeitnehmerdatenschutz schaffen; umfassendes Akteneinsichtsrecht und Verbandsklage einführen;<br />
- das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der informierten Bürgerinnen und Bürger verteidigen: die Vorratsdatenspeicherung beenden; auf Online-Durchsuchungen und Zensurmaßnahmen im Internet verzichten, verdeckte Ermittlungsmethoden wie Video-, Späh- und Lauschangriffe und Rasterfahndung abbauen;<br />
- Einsatz der Bundeswehr als »Hilfspolizei« im Inneren verbieten.<br />
<br />
5)<br />
Ich selbst war jahrelang erwerbslos, deshalb ist mir umso wichtiger, dass alle Menschen von ihrer eigen Hände Arbeit leben, nicht nur gerade so überleben, können. Armut trotz Arbeit  das wird es mit der LINKEN nicht geben! Wir sind für einen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro und bessere Arbeitsbedingungen (Arbeitszeitverkürzung, besserer Kündigungsschutz etc.). Aber auch Erwerbslosen muss man Teilhabe an der Gesellschaft garantieren, man darf sie  nicht weiter ausgrenzen und mit Sanktionen schikanieren. Wir brauchen eine wirklich soziale Grundsicherung mit einem Regelsatz von mindestens 500 Euro. Armut trifft jedoch nicht nur viele Familien und Alleinstehende, sondern besonders stark deren Kinder. Ich möchte, dass Kinderarmut entschieden bekämpft wird! Eltern- und Kindergeld müssen erhöht werden, genau so wie die Kinderregelsätze. Am besten wäre eine bedarfsdeckende Kindergrundsicherung über 420 Euro, denn Kinder sind nicht nur kleine Erwachsene. Und natürlich setze ich mich für einen Rechtsanspruch auf einen gebührenfreien, ganztägigen Betreuungsplatz für Kinder aller Altersgruppen ein. Betreuung und Bildung dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen  genau so wenig wie die Gesundheit! Denn: Gesundheit ist keine Ware und darf nicht nur etwas für diejenigen sein, die sie sich finanziell leisten können. Die Altersarmut steigt ebenfalls rapide an: Die gesetzliche Rente muss daher erhöht werden und wieder den Lebensstandard im Alter sichern. Weg mit allen Kürzungen bei Renten! Weg mit der Rente ab 67! Alle Menschen in Ost und West müssen für gleiche Arbeits- und Lebensleistungen die gleichen Löhne und Renten bekommen.<br />
Ich will: Gute Arbeit, gute Renten, gutes Leben für alle Menschen  ohne Ausgrenzung und Armut, dafür mit Teilhabe an unserer Gesellschaft!<br />
<br />
Junge Menschen in Deutschland werden belastet durch Sozialabbau, Erwerbslosigkeit, Leistungsdruck und Perspektivlosigkeit. Ihre Chancen stehen in Abhängigkeit vom Geldbeutel der Eltern  und der wurde beispielsweise durch die Hartz-Gesetze arg geschröpft. Gerade Ostdeutschland dünnt aus, immer mehr Jüngere zieht es in andere Regionen. Daher gilt es, nachhaltige Perspektiven für Jung (und Alt!) auch in Ostdeutschland unter anderem durch die Schaffung von mehr und gut (d.h. wenigstens auf Mindestlohnbasis) bezahlten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie durch gezielte Investitionen in Bildung, Qualifizierung, Forschung und Infrastruktur zu bieten. Sorge bereitet mir die Tatsache, dass junge Menschen immer häufiger  sinnvoller Freizeitgestaltung, z.B. durch Schließung von Jugendtreffs oder Wegfall von Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten, beraubt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass die rechtsextreme Szene diese Lücke nutzt und ihrerseits durch Freizeitgestaltungsangebote eine rechte Alltagskultur etabliert und verunsicherte Menschen auf ihre Seite zieht. <br />
<br />
Durch eine spezielle Ost-Quote könnte eine angemessene Berücksichtigung des Ostens an gesamtdeutschen finanziellen Förderprogrammen sichergestellt werden. DIE LINKE wird den Förderbedarf strukturschwacher Regionen in Europa, darunter vor allem in Ostdeutschland, immer wieder auf die politische Tagesordnung setzten und dafür kämpfen, dass auch ganz konkret mehr Fördergelder fließen und dieser Grundanspruch an die Politik der Europäischen Union bestehen bleibt.<br />
</div><br />
<br />
Vielen Dank für die ausführliche Antwort Frau Reinke.<br />
<br />
<br />
Die Antwort auf Frage 1 ist schon stark. Das ist ja deutlich grüner als Grün <img src="http://blog.256bit.org/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Bei all den verständlichen Forderungen, aber wer soll das alles bezahlen? Und den Atom-Ausstieg gleich als Nonsens disqualifizieren? Man kann doch nicht einfach von heute auf morgen einfach alle AKWs abschalten.<br />
<br />
Okay, Kapitalismuskritik in Antwort 2. Das war zu erwarten. Aber ob die Verstaatlichung von "Kernbereichen der Wirtschaft" wirklich der bessere Weg ist? Und von welcher neuen "Wirtschaftsordnung" redet Sie eigentlich? Planwirtschaft?<br />
<br />
Antwort 3 hört sich auch sehr toll an. Allerdings stelle ich mir wieder die Frage, von was das alles bezahlt werden soll.<br />
<br />
Mit Antwort 4 trifft Sie genau meine Meinung.<br />
<br />
Mit Antwort 5 kann ich jedoch nicht so viel anfangen. Ich habe das Gefühl, da wurde die Frage etwas mißverstanden. Mir ging es eigentlich darum, was genau in unserem Wahlkreis getan werden muß. Den Rest hatte Sie ja bereits in Frage 2 untergebracht.<br />
<br />
Generell habe ich aber das Gefühl, dass hier viel vom Parteiprogramm abgeschrieben wurde und wenig mit eigenen Worten gesagt. Das mag aber auch am Stil liegen: "Die Linke fordert" 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Wed, 23 Sep 2009 21:26:05 +0200</pubDate>
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    <title>Mein Besuch bei Herrn Andreas Steppuhn.</title>
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
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    Kurz nach dem der Bundestag im Juni das Zugangserschwerungsgesetz verabschiedet hat, habe ich dem Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises eine längere Mail geschrieben, warum mir das nicht gefiel. Es dauerte etwas bis Herr Steppuh antwortete. Es war eine längere Antwort, aber auf die Hauptkritikpunkte meiner Mail ging er nicht ein. Kurze Zeit später bekam ich eine 2. Mail, in dem mich Herr Steppuhn zu einem Gespräch einlud. Die Planung zog sich etwas hin und so kam es, dass ich erst am letzten Sonntag die Einladung annehmen konnte. <br />
<br />
Im Laufe des Gesprächs gab Herr Steppuhn zu, dass das Thema für die meisten Abgeordneten kompliziert war und es innerhalb der SPD im Prinzip 2 konträre Meinungen dazu gab und erstaunlicherweise sagte er auch, dass seiner Meinung nach die SPD bei diesem Thema tatsächlich von der CDU getrieben wurde. Hinzu kam das unglaubwürdige Verhalten des Abgeordneten Tauss. Beides führte dazu, dass man sich bei der SPD zu einer Unterstüzung des Gesetzesvorhabens entschloß. Auch er hat im Laufe dieses Prozesses viel gelernt. Seiner Meinung nach wird das Thema in der nächsten Legislaturperiode wieder aktuell werden, mindestens aufgrund der Onlinepetition.<br />
<br />
Diese Aussagen erstaunten mich schon sehr. Falls das tatsächlich so ist, wäre das trotzdem ein großer Erfolg für die Kritiker des Gesetzes. Ansonsten unterhielten wir uns auch ausführlich über das Wahlprogramm der SPD und die Ziele in der nächsten Legislaturperiode.<br />
<br />
Herr Steppuhn hatte ein offenes Ohr für mich und wir konnten uns ausführlich unterhalten. Er war sehr sympathisch, dass er sich extra am Sonntag vor der normalen Bürgersprechstunde noch extra Zeit für mich genommen hatte.  
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Tue, 22 Sep 2009 00:12:08 +0200</pubDate>
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    <category>politik</category>
<category>sachsen-anhalt</category>

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<item>
    <title>"Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Es antwortet Frau Undine Kurth, Grüne</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/256bitorgBlog/~3/riocEoiPYZM/604-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Undine-Kurth,-Gruene.html</link>
            <category>misc</category>
    
    <comments>http://blog.256bit.org/archives/604-Frag-Deinen-Bundestagskandidaten-Es-antwortet-Frau-Undine-Kurth,-Gruene.html#comments</comments>
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
    <content:encoded><![CDATA[
    und gleich flatterte noch die Antwort von Frau Kurth herein. Erstaunlicherweise, als <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2859&amp;entry_id=604" title="http://www.256bit.org/~chrisbra/2009-09-21_Kurth.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.256bit.org/~chrisbra/2009-09-21_Kurth.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">pdf-Dokument</a> inklusive Briefkopf des Deutschen Bundestages. Sieht hoch offiziell aus (und ich fühle mich wichtig <img src="http://blog.256bit.org/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" />. Hier die Text-Version der Antwort (gekürzt um die Fragestellung):<br />
<br />
<div class="bb-code-title">QUOTE:</div><div class="bb-quote"><br />
Sehr geehrter Herr Brabandt,<br />
vielen Dank für Ihre Mail. Ihre Fragen an mich anlässlich der Bundestagswahl 2009 möchte ich wie folgt beantworten:<br />
<br />
1)<br />
Der Atomausstieg muss mit der nötigen Kraft vorangetrieben werden. Die Atomenergie ist nicht sicher, sie löst keine Probleme, weder das des Klimawandels noch das der Energiesicherheit<br />
oder der hohen Energiepreise.<br />
<br />
Eine Laufzeitverlängerung würde den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien weit zurückwerfen. Für uns Grüne ist klar: Wirksamen Klimaschutz gibt es nur durch eine echte Energiewende ohne die Risikotechnologie Atomkraft. Das erfordert eine konsequente Politik für die drei E: den Ausbau der Erneuerbaren bei Strom, Wärme und Verkehr, Energieeinsparung und Energieeffizienz. Aber genau das würde durch ein Festhalten an der Atomkraft verhindert.<br />
<br />
Noch ein Wort zur "billigen" Atomkraft: Die Sanierungskosten in der Asse laufen davon: Ursprünglich auf gut 2 Mrd. Euro geschätzt, werden inzwischen schon 4 Mrd. Euro kalkuliert. Die große Koalition hat, unterstützt von der FDP, Anfang 2009 per Gesetz beschlossen, dass die bis zu 4 Mrd. Euro hohen Sanierungskosten für die Asse komplett auf die Steuerzahler abgewälzt werden.<br />
<br />
2)<br />
Nein  die Krise ist nicht vorbei und wir sollten immer daran denken, dass man Probleme nicht mit dem Denken lösen kann, das die Probleme verursacht hat.<br />
<br />
Das Wort Krise leitet sich vom griechischen Krísis (lat. crisis) ab und heißt der Wortbedeutung nach "Wendepunkt" oder "entscheidende Wendung". Wir Grüne nehmen die Krise beim Wort. Wir müssen jetzt Entscheidungen für die Infrastrukturen der Zukunft, für ökologisches Wirtschaften, für mehr Bildung und für einen erneuerten sozialen Ausgleich treffen. Nur dann hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln nicht bloß einen gigantischen Schuldenberg, sondern auch ein neues Fundament, auf das sie aufbauen können. Wir halten es für falsch mit viel Geld lediglich die Risse im alten Fundament unserer Wirtschaft notdürftig zu kitten, wie es die große Koalition tut. Die Konjunkturpakete I und II sind inhaltlich falsch: Die Koalition bürdet mit ihren Maßnahmen nachfolgenden Generationen drastisch höhere Belastungen auf, ohne dass für diese gleichzeitig ein Nutzen etwa durch ökologische Fortschritte oder verbesserte Bildung entsteht. Notwendig ist ein Grüner New Deal mit Investitionen in die Infrastrukturen und Produkte von morgen - in Klimaschutz, Gerechtigkeit und Bildung.<br />
<br />
3)<br />
Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist ein besonders widerwärtiges Delikt. Das gilt auch für die Verbreitung kinderpornografischer Bilder  sei es in Heften oder in elektronischen Netzen. Kinderpornographie muss auf allen Ebenen verfolgt und bestraft werden. Das beschlossene Gesetz ist in seinen Ansätzen jedoch falsch und die grüne Bundestagsfraktion hat dem Gesetz die Zustimmung verweigert, denn das Gesetz ist rechtstaatswidrig: Die "Sperrung" geschieht ohne jede richterliche Kontrolle. Allein das Bundeskriminalamt (BKA) entscheidet. Das Expertengremium beim Datenschutzbeauftragten kann die richterliche Kontrolle nicht ersetzen. Das BKA erhält - ohne jede Änderung des BKA-Gesetzes - erweiterte Befugnisse: Es darf präventiv tätig werden und es schafft durch die Erstellung der Listen eine ständige Beschlagnahmemöglichkeit für die Polizei.<br />
<br />
Außerdem ist die Sperrtechnik äußerst fragwürdig: Durch die "Sperrungen" werden die Bilder nicht gelöscht, sondern sind nur schwerer zu finden. Jeder kann die "Sperren" binnen Sekunden umgehen. Und: Die Gefahr der "Sperrung" von Seiten ohne kinderpornografischen Inhalt steht im Raum Die Provider werden verpflichtet, eine "Sperr"infrastruktur aufzubauen, die geeignet ist, auch andere Seiten als solche mit Kinderpornografie zu "sperren". Ab jetzt wird Inhaltesperrung für die Provider technisch also machbar und zumutbar sein. Bereits während des Gesetzgebungsprozesses wurde seitens der Großen Koalition laut über Sperrung auch von Glückspiel oder urheberrechtsverletzenden Inhalten nachgedacht.<br />
<br />
Und schließlich: Um Kinderpornographie zu bekämpfen, benötigen wir eine Gesamtstrategie. Zentrale Ansatzpunkte sind dabei die Aufdeckung und Vermeidung von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung, die Identifizierung der Opfer, deren Schutz und Rehabilitation sowie die Strafverfolgung der Täter und ihrer Netzwerke.<br />
<br />
4)<br />
Wir erteilen einer Politik, die den Bürger als Objekt staatlicher Überwachung versteht, eine Absage. Wir stehen für aktive Bekämpfung des Raubbaus an den Bürgerrechten, den die große Koalition betrieben hat. Wir sind gegen Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen, Internetsperren, Kronzeugenregelung, Ausweitung der Sicherungsverwahrung und uferloses Staatsschutz-strafrecht ("Terrorcamps"). Stattdessen wollen wir die Rechtsordnung bürgerrechtlich modernisieren. Dazu gehört u.a. den Grundrechtekatalog zu modernisieren und den Datenschutz und Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen.<br />
<br />
5)<br />
Das Motto Global denken  lokal Handeln war noch nie so aktuell wie heute. Alles was wir hier vor Ort tun, hat Auswirkungen auch auf andere  auf zukünftige Generationen genauso wie auf Mensch und Umwelt an ganz anderen Orten unseres Planeten. So wird der Klimawandel zur lokalen und globalen Herausforderung.<br />
<br />
Ein ökologisch vernünftiges Handeln kann uns dabei allen helfen: Wenn wir hier im Harz richtig mit Energie umgehen und zum Beispiel dafür sorgen, dass öffentliche Gebäude vorbildlich geheizt und beleuchtet werden und dass der jeweilige Fuhrpark sparsame Autos einsetzt, sparen wir nicht nur Geld sondern sind Vorbild für andere. So wird dem regionalen Handwerk und dem Klima gleichermaßen geholfen. In Dardesheim z.B. haben gut ausgebildete Mechaniker und Anlagentechniker im Windpark zukunftssichere Arbeitsplätze. Also gilt es das Vorhaben, den Landkreis Harz als Regenerative Energieregion nach Kräften zu unterstützen.<br />
<br />
Wenn wir es dann noch schaffen, die einmalig schöne Natur vor unserer Haustür zu erhalten und z.B. Nationalpark und Selketal zu schützen, haben wir zum einen eine wichtige Grundlage für unser Leben und gleichzeitig die Grundlage für den Tourismus in unserer Region erhalten.<br />
</div><br />
<br />
Vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme, Frau Kurth.<br />
<br />
Die Frage nach dem Atomausstieg kommt den Grünen natürlich entgegen und die Antwort konnte man so erwarten. Des weiteren sehen sich die Grünen einmal mehr als eine Bürgerrechtspartei (Antwort 4), die sich die Wahrung der Grundrechte auf die Fahnen geschrieben haben. Die Argumentation liest sich auch gleich direkt wie die Kritik aus dem Internet und trifft die richtigen Punkte. Der letzte Satz in Antwort 3 kommt mir dabei etwas kurz. Hier sollte die Betonung liegen, denn die <a href="http://blog.256bit.org/exit.php?url_id=2860&amp;entry_id=604" title="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/ermittlungsstau-oberster-kinderporno-jaeger-kuendigt-ruecktritt-an_aid_432565.html"  onmouseover="window.status='http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/ermittlungsstau-oberster-kinderporno-jaeger-kuendigt-ruecktritt-an_aid_432565.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;"  class="bb-url">Ressourcen fehlen</a>, um Kinderpornographie wirksam zu bekämpfen. Das ganze Geld was für dieses Gesetz vergeudet wurde hätte man dort besser investiert. Oder in Vorsorge. Oder in besserer Betreuung der Opfer. So ein bißchen kommt mir die Antwort vor, als ob die Grünen Angst vor den Piraten haben.<br />
<br />
Aber halt, Frage 3 beinhaltete doch auch noch:<br />
<div class="bb-code-title">QUOTE:</div><div class="bb-quote"><br />
Wie können Familien und Kinder durch den Staat gefördert und unterstüzt werden?<br />
</div><br />
<br />
Antwort 2 verkommt meiner Meinung nach so ein bißchen zu Generalkritik am Kapitalismus, oder? Konkrete Alternativen, wie man in die Krise konkret bekämpfen hätte sollen fehlen leider. Soll man das so verstehen, dass man die Banken hätte hops gehen lassen sollen und damit die Krise eventuell ausgeweitet hätte? Wenn ich mich recht entsinne enthalten die Konjunkturpakete I und II u.a. auch Infrastrukturmaßnahmen aber über die Abwrackprämie kann man ja auch unterschiedlicher Meinung sein. <br />
<br />
Antwort 5 erstaunt mich. In unserer Region scheint tatsächlich auch der Bereich regenerative Energien bereits erfolgreich zu sein. Das könnte sich als wegweisende Investition erweisen. So habe ich z.B. unsere Region noch nicht wahrgenommen. 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Mon, 21 Sep 2009 22:24:00 +0200</pubDate>
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    <category>politik</category>
<category>sachsen-anhalt</category>

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    <title>"Frag Deinen Bundestagskandidaten" - Es antwortet Herr Andreas Steppuhn, SPD</title>
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            <category>misc</category>
    
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    <author>cb@256bit.org (chrisbra)</author>
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    Andreas Steppuhn hat auf meine Fragen bereits am Sonntag geantwortet, ich kam jedoch vorher nicht dazu, die Antwort zu lesen, einzuordnen und zu veröffentlichen:<br />
<br />
<div class="bb-code-title">QUOTE:</div><div class="bb-quote"><br />
Sehr geehrter Herr Brabandt,<br />
<br />
vielen Dank für Ihre E-mail vom 8. September 2009, in der Sie 5 Fragen zu meinen politischen Positionen formulieren. Gerne möchte ich Ihre Fragen beantworten.<br />
<br />
Zu Frage 1:<br />
Das Atomzeitalter ist für mich endgültig vorbei. Der Automausstieg ist beschlossen und daran werden wir auch nicht rütteln, auch wenn Unionspolitiker wie Herr Pofalla betonen: Kernkraft ist für die CDU Ökoenergie. Für uns ist es wichtig, die Umstellung auf regenerative Energien schnellstmöglich voranzutreiben. Atomenergie ist eine gefährliche, schmutzige und innovationshemmende Technologie. Gefährlich und schmutzig, da die Endlagerfrage bis heute nicht zufriedenstellend gelöst werden konnte. Sie sprechen völlig zu Recht die Forschungsanlage Asse an, die sich als ein weiterer gescheiterter Versuch in eine lange Kette von Versuchen einreiht. Innovationshemmend, da nur der Strom aus bereits abgeschriebenen Kernkraftwerken die Energierzeuger von sinnvollen Investitionen in die Zukunft der Energiegewinnung abhält und so die deutsche Spitzenposition bei Wind- und Sonnenenergie gefährdet.<br />
<br />
Bereits jetzt ist der Harz eine Modellregion mit Vorzeigecharakter bei der Erzeugung und Nutzung von regenerativen Energien. Über 50 % der bei uns verbrauchten Energie stammt aus erneuerbaren Energiequellen! Diese Vorreiterrolle müssen wir auch weiterhin durch gezielte Förderung von innovativen Projekten ausbauen. Wer jetzt in diese Technologien investiert, wird in Zukunft mit wirtschaftlichem Erfolg und mit neuen Arbeitsplätzen belohnt. Über das bei uns in der Region Erreichte können wir bereits jetzt stolz sein - ausruhen dürfen wir uns darauf aber nicht.<br />
<br />
Zu Frage 2:<br />
Ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Lehmann-Insolvenz am 15. September 2008 und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind von uns viele Maßnahmen ergriffen worden. Ich halte die Krise jedoch noch nicht für überstanden, es bleibt noch viel zu tun. Auch wenn es uns gelungen ist, die bisherigen Auswirkungen der Krise in Deutschland zu begrenzen und gerade im internationalen Vergleich relativ glimpflich davonzukommen, dürfen wir dennoch nicht zur Tagesordnung übergehen sondern müssen aus dieser Krise lernen und die Ursachen angehen.<br />
<br />
Hierfür sind weitere wichtige Reformen notwendig:<br />
<br />
	Wir müssen die Finanzmärkte an den Kosten der Krise beteiligen. Eine internationale Finanztransaktionssteuer mit einem Steuersatz zwischen 0,01 und 0,05 Prozent auf alle Finanztransaktion könnte für Deutschland jährliche Einnahmen zwischen 10 und 20 Mrd. Euro bedeuten. Unser Ziel ist es, diese Steuer im Rahmen der G20 durchzusetzen, um ein Ausweichen von Spekulanten in andere Länder und so ein Umgehen der Steuer unmöglich zu machen.<br />
<br />
	Über höhere und gerechtere Löhne muss die Binnennachfrage gestärkt werden. Unsere Wirtschaft wird stabiler und gegenüber Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten weniger verwundbar sein, wenn wir die Kaufkraft im eigenen Land stärken. Mit der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns werden wir die Lohnspirale nach unten endlich stoppen und so auch die Binnennachfrage stärken.<br />
<br />
	Finanzprodukte müssen besser überwacht werden. Gerade der Fall der Lehmann-Insolvenz mit sehr vielen geschädigten Kleinanlegern zeigt es: Viele Kleinanleger sind nicht ausreichend informiert und wurden ohne Aufklärung der Risiken zum Kauf der Papiere überredet. Zum bessern Schutz der Verbraucher wollen wir einen Finanz-TÜV einrichten, der Risiken und Auswirkungen von Finanzprodukten dokumentiert und überprüft.<br />
<br />
	Auch Hedge-Fonds und Private Equity-Fonds müssen wirkungsvoller kontrolliert werden. Die hochriskanten Spekulationen und durch Schulden finanzierten Übernahmen von Unternehmen wollen wir begrenzen und kontrollieren. Im Aktienrecht wollen wir festschreiben, dass Unternehmen nicht nur den Aktionären sondern auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Unsere Devise lautet: kein Markt, kein Produkt, kein Akteur, kein Territorium und kein Staat darf in Zukunft unbeaufsichtigt bleiben.<br />
<br />
Steuererhöhungen für Normal- und Geringverdiener wären in der jetzigen Situation das vollkommen falsche Signal. Gerade in der Krise muss sich zeigen, dass der solidarische Lastenausgleich funktioniert. Da die Ursachen der Krise in besonderem Maße im unverantwortlichen Handeln der Finanzmanager und Investmentbanker liegen und die Vermögenden von diesem Fehlverhalten profitiert haben, muss die Politik nun einen zumindest teilweisen Ausgleich erreichen. Wir setzen dabei auf drei Elemente: Die - bereits erwähnte - Besteuerung von börslichen Aktiengeschäften kann Spekulation begrenzen und bringt notwendige Steuereinnahmen zur Finanzierung von Entlastungen. Die Mittel aus der Erhöhung des Spitzensteuersatzes werden wir in die Verbesserung der Bildung investieren. Ferner werden wir verstärkt gegen Steuerhinterziehung vorgehen und Steueroasen weltweit austrocknen.<br />
<br />
Zu Frage 3:<br />
Das Zugangserschwerungsgesetz sehe ich auch weiterhin sehr kritisch. Ich halte seinen Nutzen für sehr begrenzt und verweigere mich strikt, einer Ausweitung des Gesetzes auf andere Gebiete zuzustimmen. Ziel unsere Politik muss es sein, strafbare oder verfassungswidrige Inhalte aus dem Internet löschen zu lassen und nicht eine nationale Zensurinfrastruktur zu schaffen, die den Zugang zum Internet kontrolliert.<br />
<br />
Die Förderung von Familien und Kindern ist eines meiner dringendsten Anliegen. Um Familien und Kinder zu stärken, werden wir Kitas zu Eltern-Kind-Zentren weiterentwickeln, die Beratung, Bildung und Unterstützung für Familien anbieten. Wir werden Alleinerziehenden mit gezielten Maßnahmen helfen: Einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, spezialisierte Betreuung in den Arbeitsagenturen, Flexibilisierung des Unterhaltsvorschusses und Ausweitung des Kinderzuschlages. Des Weiteren werden wir den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in einer Kita ab 2013 durchsetzen, die Qualität in der frühkindlichen Bildung verbessern, den Ausbau von Ganztagsschulen fortsetzen und die Bildung von der Kita bis zur Hochschule gebührenfrei machen.<br />
<br />
Wir werden ein zwischen Bund, Ländern und Gemeinden abgestimmtes Programm gegen Kinderarmut entwickeln. Schwerpunkte neben der Sicherung des Grundbedarfs sind hierbei die Teilhabe von Kindern an Bildung, Kultur und Sport, ein Gesetz zur Gesundheitsprävention mit dem Schwerpunkt auf Kindern und Jugendlichen, eine Ausweitung des Kinderzuschlages, so dass 300.000 Kinder zusätzlich aus der Armutsfalle geholt werden und ein verlässlicher Schutz für Kinder vor Vernachlässigung und Gewalt.<br />
<br />
Um den Interessen von Kindern auch rechtlich mehr Gewicht zu geben, ist es mein Ziel, Kinderrechte als Grundrechte im Grundgesetz verankern.<br />
<br />
Zu Frage 4:<br />
Klare Antwort: Nein.<br />
Die von Ihnen angesprochenen Maßnahmen im Bereich der inneren Sicherheit waren nötig, gingen teilweise aber bereits an den Rand des Vertretbaren. Wir haben nach dem 11. September 2001 mit zwei Sicherheitspaketen zur Terrorismusbekämpfung schnell auf die veränderte Sicherheitslage reagiert. Die Ausstattung und die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden haben wir verbessert. Wir haben den Straftatbestand Bildung einer terroristischen Vereinigung auch auf das Ausland ausgedehnt. Mit der Föderalismusreform I haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das BKA vorbeugend im Kampf gegen den Terrorismus ermitteln darf. <br />
<br />
Im Rahmen des BKA-Gesetztes haben wir das BKA mit neuen Kompetenzen zur Gefahrenabwehr ausgestattet, die aber in wesentlichen auf bereits bestehenden Regelungen der Polizei-Gesetze der Länder beruhten. Bei dem einzigen neuen Instrument, der Online-Durchsuchung, haben wir strikt drauf geachtet, dass Freiheit und Sicherheit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Weitergehende Regelungen  - ob Online oder Offline - lehnen sowohl ich persönlich als auch die gesamte SPD-Bundestagsfraktion ab. Das betrifft sowohl Pläne der Union, Zugangssperren auf andere Bereiche als Kinderpornographische Inhalte hin auszuweiten als auch, den immer wieder von der Union geforderte Bundeswehreinsatz im Inneren. Freiheit und Sicherheit müssen in einem ausgewogenen Gleichgewicht bestehen, denn ohne Freiheit ist Sicherheit nichts.<br />
<br />
Zu Frage 5:<br />
Mit der Abwanderung und der Arbeitslosigkeit sprechen Sie bereits zwei der wichtigsten Aspekte an. Wir müssen den jungen Menschen im Harz wieder eine Perspektive bieten. Dazu gehören eine gute und kostenlose Bildung und die Aussicht auf eine gute und gerecht bezahlte Arbeit von der man auch leben und eine Familie ernähren kann. Die Einkommensunterschiede zwischen Ost und West müssen weiter abgebaut werden - im Bereich der Geringverdiener werden wir dies durch den flächendeckenden Mindestlohn durchsetzen. Doch gute und gerecht bezahlte Arbeit kann es nur geben, wenn überhaupt Arbeitsplätze neu entstehen. Um die Probleme in der Harzregion effektiv angehen zu können, müssen wir die erfolgreichen Branchen und Unternehmen weiter fördern. Gerade der Tourismus aber auch der Bereich der erneuerbaren Energien und der Umwelttechnik bietet ein großes Wachstumspotential für unsere Region. Gerade diese Kompetenzen müssen wir mit gezielter Förderung weiter stärken, um in Zukunft in Form von wirtschaftlichem Wachstum und neu geschaffenen Arbeitsplätzen davon zu profitieren.<br />
<br />
Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten und stehe Ihnen gerne für weitere Fragen oder Anmerkungen zur Verfügung.<br />
<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
<br />
Andreas Steppuhn<br />
</div><br />
<br />
Vielen Dank für diese ausführliche Antwort von Herrn Steppuhn, der sich nebenbei auch noch Zeit genommen hat, mit mir persönlich das Thema Zugangserschwerungsgesetz zu diskutieren, dazu später mehr.<br />
<br />
Die Antwort auf Frage 1 könnte man so wahrscheinlich auch von den Grünen hören. Das hat mich sehr erstaunt. Auch auf die Frage nach dem Zugangserschwerungsgesetz hat er erstaunlich kritisch beantwortet. Die Finanztransaktionssteuer, die auch von vielen Globalisierungsgegnern geforder wird, hört sich sinnvoll an, aber ob so eine Steuer wirklich weltweit eingeführt werden kann, wage ich mal zu bezweifeln. Auch eine bessere Überwachung der Finanztransaktionen und -produkte hört sich sinnvoll an, aber ob diese komplizierten Transaktionen und Produkte wirklich unabhängig überwacht werden können, weiß ich nicht. Aber den Versuch ist es schon wert, finde ich. Die Forderung nach Mindestlohn taucht natürlich auch auf und ist ja auch einer der wenigen Punkte, wo man sich von der CDU/CSU abgrenzen kann.<br />
<br />
Und nun weiter zu Frau Kurth 
    <div class="feedflare">
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    <pubDate>Mon, 21 Sep 2009 19:58:27 +0200</pubDate>
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