Eigentlich geht es bei Apple im iTunes-Store so zu wie beim Pferdehändler. Das Motto lautet: Gekauft wie gesehen. Eine App, die man einmal gekauft und bezahlt hat, die hat man eben, ob sie einem gefällt oder nicht; ob sie läuft oder nicht.
Ist das wirklich so? Nein!
Etwas versteckt bietet Apple nämlich selbverständlich die Möglichkeit, Apps wieder "zurückzugeben" bzw. sich den Kaufbetrag erstatten zu lassen. Innerhalb von 90 Tagen nach dem Kauf kann man Apps, die beispielsweise statt fürs iPhone für das iPad sind, umtauschen.
Bei meinem letzten Besuch auf amerikanischem Boden saßen wir abends so in netter Runde und John erzählte von seinem Country Club in dem er für 200 Dollar im Monat Golf spielt und auf Tontauben schießt. Cliff erzählte von seiner Gehaltserhöhung von 700 auf 1.000 Dollar in der Woche und Polizist Henry erzählte, daß er mit seiner Arbeit 36.000 Dollar im Jahr "macht". Am gleichen Tisch saßen noch ein Schönheitschirurg und der Inhaber eines Modelabels, die ebenfalls von ihren geschäftlichen Erfolgen in Zahlen berichteten. Das Ganze geschah völlig unverkrampft und soweit ich das beurteilen kann auch völlig neidlos.
Fragen Sie doch einmal Ihren Nachbarn, was er verdient!
Uuuh, für einen Deutschen undenkbar, daß irgendjemand erfahren könnte, wieviel jeden Monat überwiesen wird. Das wäre ja fast so, als müsse man nackt herumlaufen und jeder könnte einen angucken.
Dafür sind die Deutschen auf Preise gedrillt. Da kann man jeden auf jeden beliebigen Gegenstand der Unterhaltungselektronik oder des Hausrates ansprechen, er wird sofort wie aus der Pistole geschossen sagen können, was dieser Gegenstand gekostet hat und was er für ein Schnäppchen damit gemacht hat.
Jeder kennt ja Atze Schröder und seinen Kiosk in Essen-Kray. Nun befindet sich dieser Kiosk natürlich nicht in Essen-Kray, genau so wenig, wie der Schauspieler, der Atze Schroeder verkörpert und der ja namentlich nicht genannt werden darf, aus Essen-Kray kommt. In Wirklichkeit kommt der Atze-Mann aus Emsdetten und der Kiosk steht in Köln.
Man kann im Internet völlig kostenlos Englisch lernen und zwar mit Profi-Lehrer Paul Smith. Schon vor geraumer Zeit hatte ich über OWAD berichtet. OWAD heisst "One word a day", also "Ein Wort jeden Tag". Und genau so funktioniert Paul Smiths bisher bekannter Service. Man abonniert auf seiner Seite den OWAD-Newsletter und bekommt von da an täglich ein kleines Englisch-Quiz zugesandt. Ein Wort und drei Definitionen und man darf raten, welche Antwort die richtige Antwort und anzuklicken ist.
Hat man dann die richtige Antwort getroffen, bekommt man nicht nur Beispielsätze, sondern auch Beispiel der täglichen Anwendung des neu gelernten Wortes, eine Audio-Probe zur Aussprachekontrolle und Erklärungen zur Ethymologie der Vokabel.
Und das alles kostenlos!
Jetzt hat Paul Smith, der sein Geld hauptberuflich durch die Herausgabe von Lernmaterialien und die Veranstaltung von Englisch-Kursen verdient, das Gleiche auch für Business-Englisch entwickelt.
Das Ganze funktioniert genauso, wie bei den Alltagsvokabeln, man bekommt nach Anmeldung jeden Tag ein Quiz per Mail und darf kostenlos lernen und raten. Dieses Mal wird aber auch der Lernfortschritt ermittelt und am Ende der jeweiligen Antwortseite in Form einer kleinen persönlichen Statistik angezeigt.
Besonders schön am kostenlosen Business-English-Quiz ist die Tatsache, daß man Kollegen und Freunde zur eigenen Lerngruppe einladen kann. So steht man quasi im direkten Wettbewerb zu seinen Kollegen und kann die Leistungen vergleichen, was ja ein zusätzlicher Ansporn sein kann.
Wer noch drei oder vier Freunde kennt, denen er OWAD per Mail empfehlen kann, der darf sich drei wertvolle Lernhilfen von Paul SMiths Seiten kostenlos herunterladen.
Es ist ja ein ungeschriebenes Gesetz, daß man im World-Wide-Web sogleich als Nazi beschimpft wird, wenn man sich nicht strikt, der durch eine Minderheit der Gutmenschen diktierten politischen Korrektheit unterwerfen mag. Aber wer mich kennt, der weiß, daß ich alles andere bin, nur eben kein Nazi. Okay, ich trage manchmal dicke Stiefel, ich habe auch nur noch wenig Haare auf dem Kopf und ich gucke oft so böse. Aber ein Nazi bin ich trotzdem nicht. Aber dennoch geht es mir auf den Senkel, daß heutzutage immer noch Judengedenksteine enthüllt werden und Mahnmale errichtet werden, die an die Judendeportationen und den Holocaust erinnern sollen. Warum? Ich frage ernsthaft, warum? Die, die es damals getan haben, die sind tot oder bald tot. Die eigentlichen Täter sind selbst im kleinsten Kaff der Republik namentlich bekannt, geächtet und oft auch abgeurteilt. Nicht gebrandmarkt und abgeurteilt wurden hingegen die vielen Millionen, die einfach nur geduldet und weggesehen haben. Denn eins ist klar: Die Deportationen haben nicht im Verborgenen bei Nacht und Nebel stattgefunden, sondern jeder konnte und musste es wissen, was damals mit den Juden geschah. So konnte ein ganzes Volk zum Täter werden. Aber die Zeit der Volksverblendung ist seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei, wir sind doch alle hübsch gehirngewaschen und demokratisiert worden, schön im Sinne des kalten Krieges, schön als Werkzeuge für die westliche Großmacht. Und überhaupt nur, weil wir als letzter Puffer im Kampf gegen den Kommunismus tauglich waren, hat man uns gnädigerweise für die Amerikanisierung ausgewählt und uns nicht, wie es ja auch mal angedacht war, massenkastriert und als bäuerliche Idioten gehalten. Mal ehrlich, so viel Leid die Deutschen in den Kriegen auch über die Welt gebracht haben, letztlich sind die Deutschen aber auch ein Volk, das sehr viel leiden musste. Strafe muss eben sein, sagt man so.
Natürlich hat die Gemeinde Edingen-Neckarhausen auch eine Homepage. Auf dieser Heimseite können sich Altbürger, Neubürger und wer sich sonst so für Edingen-Neckarhausen interessiert, über die Verwaltung, die Veranstaltungen und das Leben in der Gemeinde informieren. Vielleicht möchte sich der eine oder andere Interessent auch mal ein Foto von ehemals gräflichen Schloss auf seinen Rechner laden, was duch das Urhebergesetz durchaus erlaubt ist, vielleicht möchte aber auch ein stark Sehbehinderter einen Textabschnitt markieren, um ihn sich von einer Sprachsoftware vorlesen zu lassen, vielleicht möchte man aber auch einfach nur einen Link in einem neuen Browserfenster öffnen... Alles Vorgehensweisen, wie sie absolut üblich und sinnvoll sind.
Jedoch haben die Macher der Gemeindehomepage wohl etwas zu viel an Data-Beckers kleinem Homepagebaukasten geschnuppert und ein Javascript-Schnipselchen in den Quellcode eingebaut, der die Benutzung der Maus in geradezu unverantwortlicher Weise einschränkt.
Man kann auf der Seite der Gemeinde Edingen-Neckarhausen weder Texte markieren, noch das auf der rechten Maustaste liegende Kontextmenü aufrufen. Ausgerechnet Behinderte werden unter Umständen so vom Lesen bzw. Vorlesen der Seiten ausgeschlossen. Auch rühmt sich die Gemeinde doch mit einem kecken Schriftzug, eine europäische Gemeinde zu sein. Wieso wird dann bitteschön das Markieren und Rechtsklicken verhindert, wie das sonst fast nur auf Porno- und Pokerseiten aus dem Millieu üblich ist, und so verhindert, daß ausländische Besucher Texte von der Gemeindehomepage markieren und via Google Translator in ihre eigene Sprache übersetzen lassen?
Hier ein Archivbild, weil's immer gleich aussieht.
Diese unendliche Geschichte um den kleinen blauen Richtungszeiger wird so lange fortgesetzt werden, bis die Verantwortlichen endlich darauf kommen, diese unsinnige Verkehrsführung zu bereinigen. Man muss dort in einem völlig unnötigen, "kranken" Bogen abbiegen und einen überflüssigen Schlenker machen. Deutliche Fahrbahnaufmalungen für die von Seckenheim kommenden Linksabbieger könnten ebenso helfen, wie die Beseitigung der kleinen Verkehrsinsel, auf der dieses "Fahrmich doch um"-Schild (das wir Schild Lisa getauft haben) steht.
Irgendwie ändern sich doch die Zeiten... Vor 30 Jahren habe ich morgens manchmal gedacht: Ach nee, nicht DIE! Vor 20 Jahren habe ich morgens manchmal geschworen, nie wieder Alkohol zu trinken.
Und heute?
Heute morgen habe ich mir geschworen, nie wieder so viel Knoblauch auf einem Steak zu nehmen.