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	<title>360°</title>
	
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	<description>DER KUNSTBLOG</description>
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		<title>Ist das Saarland provinziell?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ralph Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Saarlandmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Saarländischer Kulturbesitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Ralph Melcher ist Vorstand der Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz. Unter ihrem Dach vereint die SSK die wichtigsten Museen des Saarlandes. Doch die Stiftung und ihr Chef haben ein Problem. Schon im letzen Jahr wurde angesichts der Ausschreibung f&#252;r einen vierten Pavillon des Saarlandmuseums heftig gestritten, ob es dabei mit rechten Dingen zuging, weil der Siegerentwurf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Ralph Melcher ist Vorstand der Stiftung Saarl&#228;ndischer Kulturbesitz. Unter ihrem Dach vereint die SSK die wichtigsten Museen des Saarlandes. Doch die Stiftung und ihr Chef haben ein Problem.</p>
<p>Schon im letzen Jahr wurde angesichts der Ausschreibung f&#252;r einen vierten Pavillon des Saarlandmuseums heftig gestritten, ob es dabei mit rechten Dingen zuging, weil der Siegerentwurf nicht den Vorgaben der Wettbewerbsausschreibung entsprach. B&#252;rger und Stadtverwaltung waren mit dem ausgesuchten Entwurf nicht einverstanden, weil man Angst hatte, dass der Anbau nicht in das Stadtbild und zum Museum passen k&#246;nnte. Gerade erst hatten sich die Wogen gegl&#228;ttet. Nun gibt es einen Bericht der saarl&#228;ndischen Rechnungshofes, der das Finanzgebahren der Stiftung unter die Lupe nahm und gleich mehrere Dinge beanstandete.</p>
<p>Die Pr&#252;fer werfen dem promovierten Kunsthistoriker Melcher laut der Saarbr&#252;cker Zeitung vor, auf Dienstreisen in Begleitung seiner Ehefrau Steuergelder verschwendet zu haben. So soll Melcher ins Luxushotels abgestiegen sein und in den teuersten Restaurants diniert haben. Dabei soll er unter anderem in einem Restaurant 594 Euro ausgegeben haben, darunter waren zwei Flaschen Wein f&#252;r jeweils 120 Euro. Bei Reisen nach Marbella, Venedig, London, Berlin, Paris und Wolfsburg soll Melcher schon mal bis zu 465 Euro pro Nacht bezahlt haben. Insgesamt habe Melcher zwischen im untersuchten Zeitraum zwischen 2006 und 2008 119 Belege (rund 20.500 Euro) aus der gehobenen Kategorie abgerechnet haben, darunter auch Einladungen an den ehemaligen Bildungsminister und jetzigen Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Schreiner und die Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer.</p>
<p>Als problematisch gilt auch eine Gehalterh&#246;hung im Jahr 2007 um gro&#223;z&#252;gige 3000 Euro. Melcher erhielt bei seiner Anstellung am 1. Januar 2004 das 1,4 fache der Verg&#252;tungsgruppe I des Bundesangestelltentarifvertrages. Dies bedeutete damals nach Recherchen der SZ rund 6000 Euro monatlich. Doch schon ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages wurde mit Wirkung zum 1. Janur 2008 ein &#196;nderungsvertrag „auf Grund seines au&#223;erordentlichen Engagements f&#252;r die Stiftung“ unterzeichnet. Melcher bekam das 1,85-fache der Entgeltgruppe 15, Stufe 5 des Tarifvertrages der L&#228;nder. Dies d&#252;rfte einem Gehalt von etwa 9500 Euro entsprechen. Schon seit August 2006 wurde Melcher eine zus&#228;tzliche Sonderzahlung von monatlich 1250 Euro gew&#228;hrt. Die Extra-Finanzspritze wurde, so der Rechnungshof, mit „&#252;ber die normalen Dienstaufgaben hinaus gehendem zus&#228;tzlichem Arbeitsaufwand im Rahmen des Bauvorhabens Vierter Pavillon“ begr&#252;ndet.</p>
<p>Unter dem Strich wird Melchers Gehalt auf 10 700 Euro gesch&#228;tzt. Damit geh&#246;re der Stiftungschef nach Feststellungen der Pr&#252;fer im bundesweiten Vergleich zu den Top-Verdienern der Museumsszene. Der Rechnungshof startete eine Umfrage in den Bundesl&#228;ndern mit vergleichbaren Einrichtungen. Resultat: „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand erh&#228;lt kein einziger Leiter der in den bundesweiten Vergleich einbezogenen 21 Einrichtungen ein mit den Bez&#252;gen des SSK-Vorstandes vergleichbares Gehalt.“ Die Forderung des Rechnungshofes ist eine Reduzierung des Gehalts auf etwa 6700 Euro.</p>
<p>Das damit eingesparte Geld soll, so ein Vorschlag der Pr&#252;fer, in die Stelle eines gleichberechtigten und gleichbezahlten kaufm&#228;nnischen Leiters neben dem kunstwissenschaftlichen Vorstand investiert werden. Diese Doppelspitze k&#246;nnte unter dem Strich „kostenneutral“ realisiert werden, denn die Stelle des derzeitigen Verwaltungsleiters solle dann wegfallen. Keine schlechte Idee und bei vergleichbaren Einrichtungen l&#228;ngst Gang und G&#228;be.</p>
<p>Doch der Rechnungshof beanstandet noch mehr. Wegen des Baus des vierten Ausstellungspavillons auf dem Gel&#228;nde des Saarlandmuseums war ein Weiterbetrieb des Restaurants im Saarlandmuseum nicht mehr m&#246;glich. Deshalb wurde der bis zum August 2013 laufende Pachtvertrag vorzeitig im Sommer 2009 aufgel&#246;st. Der P&#228;chter erhielt daf&#252;r eine Entsch&#228;digungszahlung von 310.000 Euro von der Stiftung. Aus Sicht des Rechnungshofs ist die Summe um mindestens 100.000 Euro zu hoch. Der Stiftungsvorstand  habe es vers&#228;umt, den P&#228;chter rechtzeitig zu informieren. Das im August 2003 laufende Pachtverh&#228;ltnis war urspr&#252;nglich auf f&#252;nf Jahre festgelegt, doch der P&#228;chter zog eine vorzeitige Option auf Verl&#228;ngerung, obwohl ihm bekannt gewesen sein m&#252;sse, dass eine Weiternutzung nicht m&#246;glich sei. Der Gastronom wollte eine Abfindung von 539.000 Euro und habe letztlich nach Verhandlungen 310.000 Euro erhalten. Das sei zu hoch, so der Landesrechnungshof, man h&#228;tte es im Zweifelsfalle auf einen Rechtsstreit ankommen lassen sollen, so die Pr&#252;fer. </p>
<p>Inzwischen rumort es im Saarland. SPD-Generalsekret&#228;r Reinhold Jost fordert umfassende Aufkl&#228;rung von der Landesregierung und eine Suspendierung Melchers. Die LINKE ist entsetzt ob der dekadenten V&#246;llerei auf Steuerzahlers Kosten. Staatskanzleichef und Minister f&#252;r Kultur Karl Rauber (CDU) verspricht baldige Aufkl&#228;rung, schont seinen Stiftungsvorstand aber bisher. Den Chef des V&#246;lklinger Weltkulturerbes Meinrad Maria Grewenig packt anscheinend die Angst und er schimpft, dass man so mit F&#252;hrungskr&#228;ften nicht umgehen k&#246;nne: &#8220;Das wirft kein gutes Licht auf das Saarland.&#8221; Grewenig warnt vor &#8220;Provinzniveau&#8221; im Lande.</p>
<p>Und Melcher? Der gibt sich zerknirscht und f&#252;rchtet um seine Karriere. In einem Gespr&#228;ch mit der Saarbr&#252;cker Zeitung betonte er, sicher zu sein, keine juristische Verfehlung begangen zu haben und verspricht, den Schaden wieder gut zu machen. Rund 30.000 Euro m&#252;sste Melcher dann zur&#252;ckzahlen. Er sieht sich im recht, habe sein Spesenkonto nie &#252;berzogen und es gab nie Beanstandungen des Kuratoriums. Kein Wunder. Die ehrenamtlichen Kuratoren haben die Belege nie wirklich gesehen. Melcher gab diese an den ihm unterstellten Verwaltungsleiter weiter und der hatte keine Beanstandungen.</p>
<p>Der Fall wirft zwei Fragen auf. Warum haben die Kontrollinstanzen versagt? Ganz einfach: Weil es keine gab. Der dem Stiftungsvorstand Melcher unterstellte Verwaltungsleiter wird seinen Vorgesetzten kaum anschw&#228;rzen oder ihn wegen seiner Spesenpraxis r&#252;gen. Das Kuratorium der Stiftung und das zust&#228;ndige Ministerium haben sich nie f&#252;r die Spesenpraxis interessiert. Ein leicht zu l&#246;sendes Problem, in dem man die Zust&#228;ndigkeit f&#252;r die Kontrolle des Stiftungsvorstandes in das Ministerium verlagert und einen gleichberechtigten kaufm&#228;nnischen Leiter neben Melcher installiert.</p>
<p>Viel interessanter ist aber die Frage: Wie viel Geld darf der Chef eines Museums f&#252;r Reisen und Restaurantbesuche ausgeben? Ein Museumsdirektor muss viel reisen. Er muss Kontakte pflegen, muss sich mit Sammlern und Leihgebern treffen, wichtige Ausstellungen und Kongresse besuchen, das Land und seine Museen repr&#228;sentieren. Dazu geh&#246;rt auch, dass der Museumsdirektor nat&#252;rlich nicht in einer Jugendherberge schl&#228;ft und G&#246;nner und Kollegen zum Imbiss einl&#228;dt. Wer &#252;ber Millionenwerte verhandelt, sollte sich tats&#228;chlich im entsprechenden Umfeld bewegen d&#252;rfen. Dies muss aber transparent geschehen und nach dem Motto: So viel wie n&#246;tig, so wenig wie m&#246;glich. Doch Melcher hat &#252;berzogen. Zu viele Belege, zu viel Geld f&#252;r ihn und seine Frau mit zu hohen Kosten. Wie will man dem Steuerzahler vermitteln, dass der Museumschef und seine Frau auf Kosten der Steuerzahler f&#252;r knapp 600 Euro speist?</p>
<p>Wahrscheinlich hat Melcher juristisch nichts falsch gemacht, auch wenn die Staatsanwaltschaft vom Anfangsverdacht der Untreue ausgeht und ermittelt. Ein bisschen mehr Fingerspitzengef&#252;hl h&#228;tte aber gut getan. Vielleicht w&#228;re ein Spesenkonto speziell f&#252;r die Repr&#228;sentationspflichten nicht verkehrt und eine L&#246;sung.</p>
<p>Melcher verdient ausgezeichnet und muss viel leisten. Anders als sein Vorg&#228;nger G&#252;se ist er nicht mehr nur f&#252;r das Saarlandmuseum zust&#228;ndig. Dort muss er sich um das Tagesgesch&#228;ft und den Bau des neuen Ausstellungspavillons k&#252;mmern. Au&#223;erdem musste Melcher die zuvor von einem zweik&#246;pfigen ehrenamtlichen Stiftungsvorstand gef&#252;hrten Personal- und Finanzgesch&#228;fte &#252;bernehmen.  Vielleicht war auch das ein Fehler. Man hat Melcher zu viel aufgeb&#252;rdet und ihn dann alleine gelassen. Nicht das Melcher ein Opfer der Umst&#228;nde w&#228;re, doch das sollte man ihm das zu Gute halten. Sollte Melcher bleiben, wird es sich in Zukunft vielleicht wieder mehr um die kunstwissenschaftliche Arbeit k&#252;mmern. Denn da gibt es genug Verbesserungsm&#246;glichkeiten. Sch&#246;ne und innovative Ausstellungen sind harte Arbeit &#8211; nur leider selten in teuren Restaurants. Wie Melcher bei all den anderen Aufgaben noch Zeit als Kuratoren haben sollte, bleibt ein R&#228;tsel.</p>
<p><strong>Ein kleiner Hinweis</strong>: Alle Kommentare, die die sofortige Aufl&#246;sung des Saarlandes fordern, werden von mir als Saarl&#228;nder nat&#252;rlich gel&#246;scht! <img src='http://www.360-grad-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und: nat&#252;rlich ist das Saarland nicht provinziell, sondern ein kleiner, sch&#246;ner und mond&#228;ner Landstrich im Herzen Europas!</p>
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		<title>Liebesgeschichten in Hannover</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 12:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgeschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Liebe geh&#246;rt zu den zentralen Themen der Kunst &#8211; kein Wunder, ist sie doch zentrales Thema des Lebens. Dreht sich nicht alles um Liebe, Sehnsucht und Verlangen? Das Sprengel Museum in Hannover zeigt noch bis zum 15. August 2010 die Ausstellung &#8220;Liebesgeschichten &#8211; Sehnsucht, Hingabe und Erf&#252;llung in Werken von Munch und Nolde bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liebe geh&#246;rt zu den zentralen Themen der Kunst &#8211; kein Wunder, ist sie doch zentrales Thema des Lebens. Dreht sich nicht alles um Liebe, Sehnsucht und Verlangen? Das Sprengel Museum in Hannover zeigt noch bis zum 15. August 2010 die Ausstellung &#8220;Liebesgeschichten &#8211; Sehnsucht, Hingabe und Erf&#252;llung in Werken von Munch und Nolde bis Picasso.&#8221; Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die erste H&#228;lfte des 20. Jahrhunderts und es f&#228;llt sofort auf: Die Liebe war eines der bestimmenden Themen dieser Zeit und doch haben sich die K&#252;nstler der Liebe sehr unterschiedlich gen&#228;hert. Tats&#228;chlich stehen oftmals Liebesgeschichten hinter den Bildern.</p>
<p>In Munchs Werk ist die Liebe meist eng verkn&#252;pft mit Tod, Krankheit, Trauer. Liebe schien f&#252;r Munch keine gro&#223;e Erf&#252;llung zu sein, sein Leben war gepr&#228;gt von eher problematischen Beziehungen zu Frauen.  Munch hatte sich 1899 in Tula Larssen verliebt, eine junge Dame aus besserem Hause. Trotz seiner Aversion gegen die Ehe willigte Munch sogar ein, Tulla zu heiraten, doch f&#252;r ihn war dies nur Fassade, um die Ehre des Fr&#228;uleins zu wahren. Die Beziehung war f&#252;r beide aufreibend und endete im Streit. Larrsen schoss dem Maler bei einem Streit 1902 in die Hand. Es verwundert also nicht, wenn er einen im gleichen Jahr entstandenen weiblichen Halbakt mit dem Zusatz &#8220;Das Biest&#8221; verkn&#252;pfte.</p>
<p><a href="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/lg_2010.01.21.003.jpg" rel="lightbox" title="Pablo Picasso Homme et femme (Mann und Frau) Vallauris, 1962 Wei&#223;e und farbige Kreiden, Bleistift und Wachsstifte, farbige Lavierungen (Grundierung) Sprengel Museum Hannover/ Michael Herling/ Aline Gwose"><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2010/07/lg_2010.01.21.003-1024x770.jpg" alt="" title="Pablo Picasso Homme et femme (Mann und Frau) Vallauris, 1962 Wei&#223;e und farbige Kreiden, Bleistift und Wachsstifte, farbige Lavierungen (Grundierung) Sprengel Museum Hannover/ Michael Herling/ Aline Gwose" width="470" height="353" class="alignnone size-large wp-image-1163" /></a>
<p class="bu">Pablo Picasso, Homme et femme (Mann und Frau), Vallauris, 1962<br />
Wei&#223;e und farbige Kreiden, Bleistift und Wachsstifte, farbige Lavierungen (Grundierung)<br />
Foto: &copy; Sprengel Museum Hannover/ Michael Herling/ Aline Gwose&#8221;</p>
<p>Ganz anders ist Pablo Picassos Umgang mit dem Thema. Sein Werk ist durchzogen von Liebe, Erotik und Sexualit&#228;t. Kein anderer K&#252;nstler hat sich so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, bei keinem anderen ist das k&#252;nstlerische Werk so sehr Spiegel der eigenen Liebesangelegenheiten. Picasso erz&#228;hlt Geschichten von Verlangen und Begierde, von Liebe und Lust. Seine Bilder sind immer auch Spiegel der pers&#246;nlichen Liebesgeschichten: Abgesang auf eine endende Liebe, Vorbote f&#252;r eine neue Liebe, Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualit&#228;t, Verlangen nach dem anderen Geschlecht.</p>
<p>W&#228;hrend f&#252;r die Br&#252;cke-K&#252;nstler Liebe Teil eines utopischen Lebensentwurfes frei von b&#252;rgerlichen Zw&#228;ngen war, war f&#252;r K&#252;nstler wie Otto Dix, Christian Schad oder George Grosz Liebe und Sexualit&#228;t vor allem Spiegel der gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die K&#252;nstler aus dem Kreis der Surrealisten konfrontieren uns mit Tr&#228;umen von der Liebe, begierigen Fantasien aber auch Albtr&#228;umen. Die K&#252;nstler der Nachkriegsgenerationen f&#252;hren dem Betrachter dann existenzielle Fragen der Liebe vor Augen.</p>
<p>Die Ausstellung mit 190 Werken macht deutlich, wie sehr sich die K&#252;nstler mit der Liebe besch&#228;ftigt haben und in welcher Bandbreite es behandelt wurde. Meist sind Kunst, Liebe und Biografie der K&#252;nstler eng verwoben, die Sicht der K&#252;nstler sehr pers&#246;nlich. Anders als die Maler vor ihnen malen die K&#252;nstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr idealisierte Sch&#246;nheiten oder portr&#228;tierten Damen des Hofes, sie malen ihre Geliebten, ihre Frauen, ihre Angebeteten oder M&#228;tressen.</p>
<p>Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Weitere Informationen unter: <a href="http://www.sprengel-museum.de" target="_blank">www.sprengel-museum.de</a>.</p>
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		<title>In eigener Sache: Flattr</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 18:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Flattr]]></category>

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		<description><![CDATA[So, die Arbeiten an meinem Buch gehen dem Ende entgegen, ich habe also wieder mehr Zeit, mich dem Blog zu widmen, den ich in letzter Zeit str&#228;flich vernachl&#228;ssigt habe. Ihr d&#252;rft also k&#252;nftig wieder h&#228;ufiger neue Artikel lesen. Eine kleine Neuerung findet sich rechts in der Sidebar. Dort ist ein kleiner bunter Button von Flattr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, die Arbeiten an meinem Buch gehen dem Ende entgegen, ich habe also wieder mehr Zeit, mich dem Blog zu widmen, den ich in letzter Zeit str&#228;flich vernachl&#228;ssigt habe. Ihr d&#252;rft also k&#252;nftig wieder h&#228;ufiger neue Artikel lesen.</p>
<p>Eine kleine Neuerung findet sich rechts in der Sidebar. Dort ist ein kleiner bunter Button von Flattr, den man allerdings nur sieht, wenn man den Artikel als Einzelartikel liest und nicht, wenn man die Indexseite sieht. Der Grund: Der Blinki-blinki-bunt-bunt-Button sieht nicht so sch&#246;n aus und zerst&#246;rt das Design der Seite.  Flattr ist ein relativ neuer Micro-Paymentdienst oder in verst&#228;ndlichem Deutsch: ein Dienst, mit dem man kleinere Betr&#228;ge f&#252;r Artikel zahlen kann, wenn sie gefallen. Eine kleine Kaffeekasse also. Das Prinzip funktioniert ganz einfach: Man meldet sich bei Flattr an und legt einen Betrag fest, den man monatlich f&#252;r Online-Inhalte ausgeben will. Dann klickt man immer dort, wo einem etwas gut gef&#228;llt, auf den Button. Am Ende des Monats wird die vorher festgelegte Gesamtsumme auf die angeklickten Artikel verteilt. Wer also zwei Euro pro Monat f&#252;r Online-Inhalte ausgeben will und zehn mal geklickt hat, schenkt jedem Autor zwanzig Cent, klickt er zwanzig Mal auf einen Flattr-Button, bekommt jeder Autor bzw. jeder Klick wenn Artikel eines Autors mehrfach angeklickt werden, zehn Cent. Ganz sch&#246;n ist auch die Idee des Gebens and Nehmens, denn man kann nur etwas bekommen, wenn man auch selbst etwas verteilt. Weitere Informationen gibt es bei <a href="http://www.flattr.com" target="_blank">Flattr</a>.</p>
<p>Eine sch&#246;ne Idee, die erst am Anfang steht, aber sich hoffentlich durchsetzt und so Qualit&#228;t im Netz belohnt.</p>
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		<title>Gerhard Richter ./. Christoph Schlingensief</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 17:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Schlingensief]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Venedig]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerhard Richter ist sauer. Der Maler &#228;rgert sich &#252;ber die Einladung von Susanne Gaensheimer an Christoph Schlingensief, den deutschen Pavillon bei der n&#228;chsten Biennale in Venedig im Jahr 2011 zu bespielen. „Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende K&#252;nstler“ und er sieht darin einen &#8220;Niedergang der Malerei&#8221;. Das h&#246;rt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerhard Richter ist sauer. Der Maler &#228;rgert sich &#252;ber die Einladung von Susanne Gaensheimer an Christoph Schlingensief, den deutschen Pavillon bei der n&#228;chsten Biennale in Venedig im Jahr 2011 zu bespielen. „Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende K&#252;nstler“ und er sieht darin einen &#8220;Niedergang der Malerei&#8221;. Das h&#246;rt sich ein bisschen so an, als seien Performance-K&#252;nslter keine K&#252;nstler und zeugt von einer gewissen Ignoranz oder Arroganz. Aber gut. </p>
<p>Dass sich die f&#252;r mich &#252;ber jeden Zweifel erhabene Direktorin des Museums f&#252;r Moderne Kunst in Frankfurt f&#252;r einen Performancek&#252;nstler entschieden hat, kann man ihr kaum vorwerfen, schon gar nicht, wenn man sich die Architektur des Pavillons anschaut, in dem es kaum m&#246;glich ist, Malerei wirklich angemessen zu pr&#228;sentieren. Aber musste es Schlingensief sein? Mich nervt dieses Krawallige bei Schlingensief, das Spektakel, das er veranstaltet und ich glaube, das sind auch die Bedenken von Richter. K&#246;nnte es die Sorge sein, dass der Deutsche Pavillon zum &#8220;Event&#8221; verkommt?  Auch wenn Schlingensief neben seiner Theater-, Opern- und Filmarbeit als Aktionsk&#252;nstler agiert, so w&#252;rde ich ihn doch nicht als Bildenden K&#252;nstler verorten und deshalb auch nicht zur Biennale schicken.</p>
<p>Die Kuratorin hat sich zur Kritik von Richter in einem offenen Brief ge&#228;u&#223;ert und weist diese zur&#252;ck: „Ich sch&#228;tze Gerhard Richter als einen der bedeutendsten lebenden K&#252;nstler des 20. Jahrhunderts. Er hat in der Malerei neue Ma&#223;st&#228;be gesetzt und Perspektiven grundlegend erweitert. Mit Christoph Schlingensief habe ich mich f&#252;r den Deutschen Pavillon ganz bewusst f&#252;r einen K&#252;nstler entschieden, der nicht nur inhaltlich sondern auch formal Eindeutigkeiten hinterfragt und Grenzen &#252;berschreitet. Im Zusammenhang mit dem Deutschen Pavillon verstehe ich seine Arbeit durchaus auch als einen Beitrag zur Diskussion &#252;ber die Entgrenzung der K&#252;nste und nat&#252;rlich auch zur Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst. In diesem Sinne freue ich mich auf eine konstruktive und auch kritische Diskussion.“</p>
<p>Gut, schlimmer als <a href="http://www.360-grad-blog.de/2009/06/20/deutscher-biennale-pavillon-wird-zum-moebelhaus/" target="_blank">Liam Gillicks IKEA-K&#252;che</a> kann es auch nicht mehr werden. </p>
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		<title>Louise Bourgeois gestorben</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 10:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Louise Bourgeois]]></category>

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		<description><![CDATA[Die franz&#246;sische K&#252;nstlerin Louise Bourgeois ist gestern im Alter von 98 Jahren in New York an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Mehr dazu bei ZEIT und FAZ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die franz&#246;sische K&#252;nstlerin Louise Bourgeois ist gestern im Alter von 98 Jahren in New York an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.</p>
<p>Mehr dazu bei <a href="http://www.zeit.de/kultur/kunst/2010-06/louise-bourgeois-tot" target="_blank">ZEIT</a> und <a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E2D7112F3E841439C9CAAA65C68BA0625~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a></p>
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		<title>Ausstellungskataloge gratis</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 08:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen und Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungskataloge]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die Kunsthalle Wien bietet ihre Ausstellungskataloge und &#8220;Texte zur Kunst&#8221; kostenlos zum Herunterladen an. Da bleibt mir die Spucke weg. So viel Nettigkeit ist in Zeiten knapper Kassen selten. Aber seien wir mal ehrlich: Warum machen das nicht mehr Museen? Finanziert wurden sie meist ohnehin aus &#246;ffentlichen Mitteln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die Kunsthalle Wien bietet ihre Ausstellungskataloge und &#8220;Texte zur Kunst&#8221; kostenlos <a href="http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/mediazone/publikationen/list.pl?lang=de" target="blank">zum Herunterladen</a> an. Da bleibt mir die Spucke weg. So viel Nettigkeit ist in Zeiten knapper Kassen selten. Aber seien wir mal ehrlich: Warum machen das nicht mehr Museen? Finanziert wurden sie meist ohnehin aus &#246;ffentlichen Mitteln und die meisten Ausstellungskataloge sind keine Rarit&#228;ten und werden nach ein paar Monaten auf Ramschtischen f&#252;r einen Bruchteil des urspr&#252;nglichen Preises verh&#246;kert.</p>
<p>Gefunden bei J&#246;rn Borcherts <a href="http://joernborchert.twoday.net/stories/kataloge-der-kunsthalle-wien-fuer-lau/" target="_blank">Kulturellen Welten</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/360-grad-blog/fJrr/~4/54eLMztUjSc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Picasso im Metropolitan Museum</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 08:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Metropolitan museum]]></category>
		<category><![CDATA[MoMA]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sammlerin Gertrude Stein hat einmal in Bezug auf das fortschrittliche Museum of Modern Art gesagt, ein Museum k&#246;nne nur modern oder ein Museum sein. Das war f&#252;r sie auch der Anlass ihre beiden Picasso-Werke an das eher konservative Metropolitan Museum zu geben. Das hat in den letzten 60 Jahren aus diesen beiden Werken eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sammlerin Gertrude Stein hat einmal in Bezug auf das fortschrittliche Museum of Modern Art gesagt, ein Museum k&#246;nne nur modern oder ein Museum sein. Das war f&#252;r sie auch der Anlass ihre beiden Picasso-Werke an das eher konservative Metropolitan Museum zu geben. Das hat in den letzten 60 Jahren aus diesen beiden Werken eine Picasso-Sammlung von &#252;ber 500 Werken zusammengehortet. Nur 36 Werke hat man gekauft, die anderen erhielt das Museum geschenkt oder als Dauerleihgabe. Zwar hat das MoMA die bedeutendere Picasso-Sammlung, doch das Metropolitan Museum muss sich nicht verstecken. Insbesondere das Fr&#252;hwerk und die Druckgrafiken des spanischen Malers sind hier gut vertreten.</p>
<p>Nun hat das <a href="http://www.metmuseum.org/special/se_event.asp?OccurrenceId={CD70B3F0-D1B8-4501-9B63-085D213E0E9B}&#038;HomePageLink=special_c2a">Museum in New York</a> sein Depot ge&#246;ffnet und aus den Sch&#228;tzen eine Retrospektive mit 300 Gem&#228;lden, Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken und Grafiken zusammengestellt. Bei so viel geballter Werkschau hat man sich gar nicht erst die M&#252;he gemacht, nach einer Themenstellung f&#252;r kunsthistorische Erg&#252;sse zu suchen, sondern l&#228;sst die Werke chronologisch geh&#228;ngt f&#252;r sich sprechen. Das beginnt mit einem Selbstportr&#228;t des 20-j&#228;hrigen Malers und geht bis zu &#8220;Stehender Akt und sitzender Musketier&#8221; des 87-j&#228;hrigen Picasso. Leider merkt man der Sammlung an, dass sie &#252;berwiegend aus Schenkungen besteht und somit keine klare Sammlungspolitik erkennen l&#228;sst. Die Ausstellung wirkt wie eine Retrospektive, der man die besten St&#252;cke genommen hat. Das ist angesichts der immensen Vorbereitungen mit acht Kuratoren, mehreren Restauratoren und Picasso-Forschern eigentlich ein bisschen wenig. Sehenswert ist die Schau aber trotzdem, denn viele Arbeiten waren bisher nur selten zu sehen. Auch die neuen Erkenntnisse bei einigen Bildern, die durchleuchtet wurden, sind spannend, weil sie zeigen, welche Geheimnisse in und unter den sichtbaren Bildern liegen und Picassos Malweise offenbaren.</p>
<p><object width="500" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0YNYl1aErUQ&#038;rel=0&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xd0d0d0&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0YNYl1aErUQ&#038;rel=0&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xd0d0d0&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="500" height="300"></embed></object></p>
<p>Richtig spannend wird die Ausstellung erst, wenn man r&#252;ber in das MoMA wandert, wo zeitgleich die Ausstellung <a href="http://www.moma.org/interactives/exhibitions/2010/picassoprints/" target="_blank">&#8220;Picasso &#8211; Themen und Variationen&#8221;</a> stattfindet. Deren Erkentnisse sind zwar auch nicht neu, doch es macht Spa&#223;, durch die Ausstellung zu laufen und Picassos Formenvielfalt zu bewundern. Besucht man auch noch die Dauerausstellung mit den Picasso-Highlights, hat man eine einmalige Chance, einen wirklich vollst&#228;ndigen &#220;berblick &#252;ber Picassos Schaffen zu gewinnen. Diese M&#246;glichkeit hat man nicht jeden Tag.</p>
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		<title>Street Art auf arte</title>
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		<comments>http://www.360-grad-blog.de/2010/03/26/street-art-auf-arte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 11:49:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Street Art]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern (Donnerstag, 25. M&#228;rz 2010) lief am sp&#228;teren Abend um 22:00 Uhr auf arte der Dokumentarfilm &#8220;Street Art&#8221;. Die Macher haben in die 58 Minuten alles rein gepackt, was mit Street Art zu tun hat. Welche Spielarten gibt es neben den Grafitti noch? Was treibt die K&#252;nstler um? Wie gehen sie mit Erfolg und Kommerzialisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern (Donnerstag, 25. M&#228;rz 2010) lief am sp&#228;teren Abend um 22:00 Uhr auf arte der Dokumentarfilm &#8220;Street Art&#8221;. Die Macher haben in die 58 Minuten alles rein gepackt, was mit Street Art zu tun hat. Welche Spielarten gibt es neben den Grafitti noch? Was treibt die K&#252;nstler um? Wie gehen sie mit Erfolg und Kommerzialisierung um? Anne B&#252;rger und Benjamin Cantu haben dem Ph&#228;nomen Street Art in den Metropolen dieser Welt nachgesp&#252;rt.</p>
<p>Wer sich daf&#252;r interessiert und die Sendung verpasst hat, kann die Wiederholung am Montag um 11:20 Uhr schauen oder das Video on Demand auf der Webseite von arte ansehen: <a href=http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3112246.html" target="_blank">http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3112246.html</a>.</p>
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		<title>Goya in Zwickau</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst im 18. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im 19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Goya]]></category>
		<category><![CDATA[Zwickau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der spanische K&#252;nstler Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) gilt bis heute als Wegbereiter der modernen Kunst in Europa, war Vorbild f&#252;r K&#252;nstler wie Picasso und hat das Zeitalter der Aufkl&#228;rung entscheidend mitgepr&#228;gt. In dem sozial, religi&#246;s und kulturell zerrissenen Spanien des ausgehenden 18. Jahrhunderts wagte der k&#246;nigliche Hofmaler Goya eine Gratwanderung zwischen klassischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der spanische K&#252;nstler Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) gilt bis heute als Wegbereiter der modernen Kunst in Europa, war Vorbild f&#252;r K&#252;nstler wie Picasso und hat das Zeitalter der Aufkl&#228;rung entscheidend mitgepr&#228;gt. In dem sozial, religi&#246;s und kulturell zerrissenen Spanien des ausgehenden 18. Jahrhunderts wagte der k&#246;nigliche Hofmaler Goya eine Gratwanderung zwischen klassischer Auftragskunst f&#252;r den spanischen Adel und das B&#252;rgertum sowie Sozial- und Gesellschaftskritik, die er oftmals in karikaturhaften Bildern &#8220;versteckte&#8221;. Seine kritischen Arbeiten finden sich vor allem in vier Serien von Aquatintaradierungen wieder, die in einer Sonderausstellung der Kunstsammlungen Zwickau vollst&#228;ndig gezeigt werden.</p>
<p><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2010/03/2C84906D-D064-47F5-946C-40C070C6CB9E.jpg" alt="" title="CAPRICHOS, Blatt 10, El Amor y la muerte, Die Liebe und der Tod, 21,5 x 15 cm, Radierung, Aquatinta poliert, Grabstichel, Harris 45/III, Morat-Institut f&#252;r Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg i.Br." width="401" height="567" class="alignnone size-full wp-image-1119" />
<p class="bu">CAPRICHOS, Blatt 10, El Amor y la muerte, Die Liebe und der Tod<br />
21,5 x 15 cm, Radierung, Aquatinta poliert, Grabstichel, Harris 45/III<br />
Morat-Institut f&#252;r Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg i.Br.</b></p>
<p>&#8220;Los Caprichos&#8221; (&#8220;Einf&#228;lle&#8221;), der aus 80 Bl&#228;ttern bestehende Zyklus, entstand in den Jahren 1797-1799 und zeichnet das Bild einer dekadenten, sich am Abgrund befindenden Gesellschaft nach. &#8220;Los Desastres de la Guerra&#8221; (&#8220;Die Schrecken des Krieges&#8221;), 80-teilig, thematisieren die menschlichen Grausamkeiten und die verheerende Hungersnot w&#228;hrend der napoleonischen Herrschaft und des spanisch-franz&#246;sischen Krieges (1808-1813). Diese bislang noch nie da gewesene Brutalit&#228;t und Direktheit in der Darstellung hat bis in die heutige Zeit hinein zahlreiche K&#252;nstler bewegt und inspiriert. &#8220;La Tauromaquia&#8221; (&#8220;Die Kunst des Stierkampfs&#8221;), zwischen 1814 und 1816 entstanden, erscheint im Vergleich zu den anderen Radierserien beinahe harmlos. Erst auf den zweiten Blick wird die hohe technische Qualit&#228;t der 33 Bl&#228;tter deutlich, die, mit der Fotografie vergleichbar, sekundenschnelle Momente festzuhalten scheinen und die Spannung eines spanischen Stierkampfes meisterhaft wiedergibt. &#8220;Los Proverbios&#8221; (&#8220;Sprichw&#246;rter&#8221;) oder auch &#8220;Los Disparates&#8221; (&#8220;Torheiten&#8221;) ist die wohl r&#228;tselhafteste Serie innerhalb des druckgraphischen Werkes. Die 22 Bl&#228;tter markieren das Sp&#228;twerk Goyas und sind vermutlich in den Jahren von 1815 bis 1824 entstanden. Eigent&#252;mlich fliegende Hexenwesen oder in die Luft gewirbelte Gestalten sind darin h&#228;ufig wiederkehrende Motive, welche die N&#228;he zu Goyas bedeutenden &#8220;Pinturas negras&#8221;(&#8221;Schwarze Gem&#228;lde&#8221;), heute im Prado (Madrid) ausgestellt, aufzeigen.  </p>
<p>Die insgesamt 253 druckgraphischen Bl&#228;tter (es werden auch die zus&#228;tzlichen Bl&#228;tter zu den einzelnen Serien gezeigt) stammen aus dem umfangreichen Bestand des Morat-Instituts f&#252;r Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg im Breisgau und gelten sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch ihrer Qualit&#228;t als einzigartig. Ein wirklicher Leckerbissen, den das Museum da pr&#228;sentiert und f&#252;r Kunstinteressierte ein Muss.  </p>
<p>Zur Ausstellung ist ein reich bebildeter Katalog zum Preis von 20 Euro erschienen: <em>Francisco de Goya – Radierungen. Die Sammlung des Morat-Instituts</em>, Edition Braus, 168 Seiten. Die Ausstellung l&#228;uft noch bis zum 02. Mai 2010. weitere Informationen: <a href="http://www.kunstsammlungen-zwickau.de/" target="_blank">www.kunstsammlungen-zwickau.de</a></p>
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		<item>
		<title>Kunst für ein warmes Plätzchen</title>
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		<comments>http://www.360-grad-blog.de/2010/02/25/kunst-fuer-ein-warmes-plaetzchen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 19:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bülent Gündüz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Performance Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Stuttgart hat eine neue Kunstattraktion. Der s&#252;dkoreanische K&#252;nstler Byung Chul Kim hat im Rahmen des Stuttgarter Stadtteilprojekts Diskret_Ost im Juli 2009 das Performance-Hotel er&#246;ffnet. Die Besonderheit: G&#228;ste d&#252;rfen kostenlos &#252;bernachten, wenn sie eine Performance darbieten. Was die G&#228;ste machen m&#246;chten, bleibt ihnen selbst &#252;berlassen. Malerei, Skulptur, Tanzperformance, Gesang, Theater oder Lesung &#8211; alles ist erlaubt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stuttgart hat eine neue Kunstattraktion. Der s&#252;dkoreanische K&#252;nstler Byung Chul Kim hat im Rahmen des Stuttgarter Stadtteilprojekts Diskret_Ost im Juli 2009 das Performance-Hotel er&#246;ffnet. Die Besonderheit: G&#228;ste d&#252;rfen kostenlos &#252;bernachten, wenn sie eine Performance darbieten. Was die G&#228;ste machen m&#246;chten, bleibt ihnen selbst &#252;berlassen. Malerei, Skulptur, Tanzperformance, Gesang, Theater oder Lesung &#8211; alles ist erlaubt. Etliche K&#252;nstler und K&#252;nstlerinnen haben sich schon am, im und um das Haus ausgetobt. Auch Kochen, Grillen oder die Vorbereitung des Fr&#252;hst&#252;cks gehen bei dem Hotelbesitzer als Performance durch &#8211; wenn es denn gut gemacht ist.</p>
<p><img src="http://www.360-grad-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/performancehotel.jpg" alt="" title="Au&#223;enansicht Performance-Hotel Stuttgart" width="470" height="352" class="alignnone size-full wp-image-1094" />
<p class="bu">Au&#223;enansicht des Hotels<br />Foto: Performance Hotel</p>
<p>Wer nicht k&#252;nstlerisch t&#228;tig werden will, darf nat&#252;rlich auch bezahlen. Die Preise halten sich im Rahmen. Wer Isomatte und Schlafsack mitbringt, zahlt lediglich drei Euro, auf einem Feldbett kann man f&#252;r zehn Euro n&#228;chtigen und f&#252;r 13 Euro schl&#228;ft man auf einer richtigen Matratze. Nat&#252;rlich sieht es Kim aber am liebsten, wenn die Hotelg&#228;ste mit k&#252;nstlerischen  Darbietungen zahlen.</p>
<p>Das Hotel liegt im &#246;stlichen Teil Stuttgarts in der Gablerstra&#223;e und ist einem ehemaligen Winzerhaus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Eine Villa Kunterbunt, zwei Stockwerke hoch, die Fassade tapeziert bis unters Dach mit Kunst und Plakaten. Vor dem Haus ein Pappschild im Barockrahmen mit den Preisen. Besonderen F&#252;nf-Sterne-Luxus bietet das Bad in Altrosa mit dem Fernseher. Au&#223;erdem gibt es eine WG-K&#252;che mit Esstisch, zwei Schlafr&#228;ume und zwei Performance-R&#228;ume. Den Wellnessbereich finden die G&#228;ste im Garten hinter dem Haus. Hier steht eine Badewanne unter freiem (Sternen-)Himmel.</p>
<p>Auch wenn er nichts einnimmt, Angst vor dem Monatsende muss &#8220;Hoteldirektor&#8221; Kim nicht haben. Sein Hotel ist ein Projekt der <a href="http://www.abk-stuttgart.de" target="_blank">Staatlichen Akademie der Bildenden K&#252;nste</a>, die f&#252;r alle Kosten aufkommt. Die Stadt hatte den Studenten das Haus im vergangenen Juli f&#252;r zun&#228;chst ein Jahr &#252;bergeben. Diese renovierten das Haus und statteten es mit M&#246;beln aus. Eigentlich sollten hier Ateliers entstehen, doch dann kam Kim auf die Idee mit dem Performance-Hotel. Er selbst musste hier ein paar N&#228;chte verbringen, weil er keine Wohnung hatte und dachte sich, dass hier eigentlich jeder K&#252;nstler umsonst &#252;bernachten sollte. Nun wird jeder Gast zum K&#252;nstler, wenn er denn m&#246;chte.</p>
<p>Eine wirklich sch&#246;ne Idee als Protest gegen die Kommerzialisierung des &#246;ffentlichen Raumes und so herrlich kreativ. Mehr davon!</p>
<p>Weitere Informationen unter: <a href="http://performancehotel.wordpress.com">performancehotel.wordpress.com</a> und <a href="http://distriktost.wordpress.com" target="_blank">distriktost.wordpress.com</a>.</p>
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