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	<title>Abspannsitzenbleiber</title>
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	<description>Geist ist geil</description>
	<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 21:14:49 +0000</pubDate>
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		<title>Trailerschau für Filmstarts vom 11.3.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 21:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trailerschau]]></category>

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		<description><![CDATA[  
Im Kino sehen:
Un prophète (Ein Prophet): Gewinner des Grand Prix von Cannes, Abräumer bei den Césars und BAFTAs, bei den Oscars nominiert, aber leer ausgegangen. Das französische Drama um einen Mann, der vom Knast-Neuling zum Premium-Gangster aufsteigt, wird fast überall sehr gelobt (&#8220;Universal acclaim&#8221;). Tobias Kniebe zieht Parallelen zu Scarface und Der Pate. Ziemlich [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/trailerschau_20090311.jpg" height="215" width="410" border="1" /></p>
<p><strong>Im Kino sehen:</strong><br />
<em><a href="http://trailers.apple.com/trailers/sony/aprophetunprophete/">Un prophète</a> (Ein Prophet)</em>: Gewinner des Grand Prix von Cannes, Abräumer bei den Césars und BAFTAs, bei den Oscars nominiert, aber leer ausgegangen. Das französische Drama um einen Mann, der vom Knast-Neuling zum Premium-Gangster aufsteigt, wird fast überall sehr gelobt (<a href="http://www.metacritic.com/film/titles/prophet?q=prophet">&#8220;Universal acclaim&#8221;</a>). <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/339/505530/text/">Tobias Kniebe</a> zieht Parallelen zu <em>Scarface</em> und <em>Der Pate</em>. Ziemlich harter Stoff, zweieinhalb Stunden lang, könnte sich lohnen.</p>
<p><strong>Auf die DVD warten:</strong><br />
<em><a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/anvilthestoryofanvil/">Anvil! The Story of Anvil</a> (Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft)</em>: Doku über eine kanadische Metal-Band aus den 80ern, die mal kurz am Erfolg riechen durfte, diesen aber nie erreicht hat. Heute sind die Jungs über 50, Familienväter, spielen aber immer noch. Eine Geschichte über die unglamourösen Seiten des Rock-Business, dabei aber sehr menschlich und warmherzig. Das <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/anvil_the_story_of_anvil/">Tomatometer</a> kommt auf fabulöse 98%.</p>
<p><em><a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/ajami/">Ajami</a></em>: Trat für Israel bei den Oscars an, handelt vom Nahostkonflikt und ist ein Paradebeispiel für Aussöhnung: Das Autoren-Regisseurs-Duo besteht aus einem Juden und einem Palästinenser. Der Film ist jedoch kein süßliches Versöhnungsdrama, sondern ein spannender Episodenthriller mit dokumentarischem Einschlag. </p>
<p><em><a href="http://www.diefremde.de/">Die Fremde</a></em>: Sibel Kekili (<em>Gegen die Wand</em>) soll ganz großartig sein in diesem Film. Es geht um eine junge türkische Frau, die aus einer unglücklichen Zwangsehe mit ihrem Kind nach Deutschland flieht, um dort ein freieres Leben führen zu können. Ein bisschen riecht das nach Thesenpapier zum Thema Ehrenmorde, soll aber weitgehend gelungen sein. Die Kritik ist sich uneins: <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32699">Peter Praschl</a> (<em>SZ-Magazin</em>) findet den Film &#8220;beängstigend gut. Er fuchtelt nicht, er empört sich nicht, er will nicht überzeugen noch urteilen; er zeigt.&#8221; <a href="http://www.tip-berlin.de/kino-und-film/die-fremde-mit-sibel-kekilli-im-kino">Robert Weixlbaumer</a> (<em>tip</em>) meint dagegen: &#8220;Dieser ungenaue Film illustriert mit den besten Intentionen doch nur Sarrazin-Klischees.&#8221;</p>
<p><strong>Vielleicht mal im Fernsehen:</strong><br />
<em><a href="http://www.agora-derfilm.de/">Ágora</a> (Agora - Die Säulen des Himmels)</em>: Aufwändiges Sandalen-Spektakel von Alejandro Amenábar (<em>The Others, Daas Meer in mir</em>), das im Jahr 319 in Alexandria spielt, welches von radikalen Religionskriegern erobert wird, die Zauselbärte tragen und jede Toleranz ablehnen. Damals waren das Christen statt Muslime, aber die Parallelen zur Jetztzeit sind sicher kein Zufall. Wer Historienfilme mag, könnte hier einen passablen Vertreter des Genres erwischen.</p>
<p><em><a href="http://www.parkour-film.de/trailer.html">Parkour</a></em>: ist eine coole Action-Sportart, die sich auf der Leinwand ziemlich toll umsetzen lässt. Ob das auch für einen Film reicht, der um die Actionszenen ein Twentysomething-Charakterdrama herumstrickt, kann man in dem Debüt des Jungregisseurs Marc Rensing sehen.</p>
<p><strong>Muss nicht sein:</strong><br />
<em><a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/edgeofdarkness/">Edge of Darkness</a> (Auftrag Rache)</em>: Mel Gibson steht nach längerer Pause wieder vor der Kamera und spielt (mal wieder) einen Mann auf Rachemission, nachdem seine Tochter von bösen Industriellen ermordet wurde. Der Film basiert auf einer britischen Miniserie aus den 80ern. Regie damals wie heute: Martin Campbell, der inzwischen als Bond-Regisseur größere Bekanntheit erlangt hat. Ein vermutlich halbwegs solider Thriller, der mich aber nicht die Bohne interessiert.</p>
<p><em><a href="http://www.jerrycotton.film.de//">Jerry Cotton</a></em>: Nach Winnetou und Edgar Wallace ist nun die nächste Erfolgsfilmreihe aus Nachkriegsdeutschland an der Reihe, die in verwitzelter Form an Zuschauer gebracht wird, deren Humorzentrum von Fun-Freitagen konditioniert wurde. Besetzt mit einer namhaften deutschen Filmstarriege inklusive Christian Ulmen, den ich ja eigentlich mag, der hier aber auf den Spuren von Mike Myers ganz fürchterlich herumclownt.</p>
<p><em><a href="http://www.case39movie.com/intl/uk/mainsite/index.html">Case 39</a> (Fall 39)</em>: B-Movie-Horror mit der ollen Renee Zellweger, Untergenre &#8220;Böse Kinder&#8221;. Der deutsche Regisseur Christian Alvart hatte neulich mit <em>Pandorum</em> schon nicht viel Glück, hier wird&#8217;s wohl auch nicht viel anders laufen.</p>
<p><em><a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/extraordinarymeasures/">Extraordinary Measures</a> (Ausnahmesituation)</em>: Zwei Kinder haben seltene tödliche Krankheit. Heldenhafter Vater kämpft aufopferungsvoll gegen böse Pharma-Industrie, genialer Wissenschaftler hilft. Klebrig-amerikanisches Gesülze mit Harrison Ford und Brendan Fraser. Ekelhaft.</p>
<p><em><a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/teufelskicker/">Teufelskicker</a></em>: Alte Filmmarkt-Weisheit: &#8220;Was funktioniert, wird kopiert&#8221;. Also auch Kinderaction mit Fußball! Wie <em>Wilde Kerle</em>, nur mit neuen Kindern und schön multi-ethnisch zusammengestellt wie die United Colours of Benetton, inklusive Quotenmädchen. Dazu noch ein paar Kunststückchen, die im Schneideraum von <em>Shaolin Soccer</em> auf den Boden gefallen sind. Uärgs.</p>
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		<title>Heute abend: Schwammerlfußball</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 06:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[geknipst]]></category>

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		<description><![CDATA[  
Hab ich es nicht geahnt, damals?
 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/champignonsleague.jpg" height="596" width="410" border="1" /></p>
<p>Hab ich es nicht geahnt, <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2006/01/15/mmmh/">damals</a>?</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Abspannsitzenbleiber/~4/CHIdRphuaNo" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Trailerschau für Filmstarts vom 4.3.</title>
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		<comments>http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/03/07/trailerschau-fur-filmstarts-vom-43/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trailerschau]]></category>

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		<description><![CDATA[  
Im Kino sehen:
Alice in Wonderland (Alice im Wunderland): Tim Burton könnte auch die AGB von T-Mobile verfilmen, ich würd&#8217;s mir ansehen. Sein neuer Film ist ein Big-Budget-3D-Spektakel, das den Kinderbuchklassiker von Lewis Carroll nicht direkt adaptiert, sondern fortschreibt. Mit Einschränkungen sehr gelungen und sehenswert, siehe meine Filmkritik. 
The Men who stare at Goats (Männer, [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/trailerschau_20100304.jpg" height="207" width="410" border="1" /></p>
<p><strong>Im Kino sehen:</strong><br />
<em><a href="http://www.apple.com/trailers/disney/aliceinwonderland/">Alice in Wonderland</a> (Alice im Wunderland)</em>: Tim Burton könnte auch die AGB von T-Mobile verfilmen, ich würd&#8217;s mir ansehen. Sein neuer Film ist ein Big-Budget-3D-Spektakel, das den Kinderbuchklassiker von Lewis Carroll nicht direkt adaptiert, sondern fortschreibt. Mit Einschränkungen sehr gelungen und sehenswert, siehe meine <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/03/04/im-kino-alice-in-wonderland-alice-im-wunderland/">Filmkritik</a>. </p>
<p><em><a href="http://www.apple.com/trailers/independent/themenwhostareatgoats/">The Men who stare at Goats</a> (Männer, die auf Ziegen starren)</em>: Lose basierend auf einem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Men_Who_Stare_at_Goats">Sachbuch</a> geht es hier um eine geheime Spezialeinheit der US-Army, die sich in esoterischen Psi-Praktiken übt. Top besetzt mit Jeff Bridges, George Clooney, Kevon Spacey und Ewan McGregor. Wenn der Film humormäßig hält, was der Trailer verspricht, freue ich mich sehr darauf.</p>
<p><strong>Auf die DVD warten:</strong><br />
<em><a href="http://www.apple.com/trailers/fox_searchlight/crazyheart/">Crazy Heart</a></em>: Nochmal Jeff Bridges, und dazu noch die bezaubernde Maggie Gyllenhall. Es geht um einen abgehalfterten, saufenden Ex-Country-Star, der noch einmal ein Comeback angeht, weshalb der Film öfter mit <em>The Wrestler</em> verglichen wird. Bridges wird sich für diesen Film am Sonntag seinen Oscar abholen. Die Story scheint mit den Schauspielerleistungen nicht ganz mithalten zu können und Country ist jetzt auch nicht so mein Ding. Für einen guten DVD-Abend sollte das aber allemal ausreichen.</p>
<p><strong>Vielleicht mal im Fernsehen:</strong><br />
<em><a href="http://derraeuber.de/">Der Räuber</a></em>: Basierend auf der wahren Geschichte von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Kastenberger">&#8220;Pumpgun-Ronnie&#8221;</a>, der zwei Lieblingsbeschäftigungen hatte: Marathonlaufen und Banken ausrauben. Von Benjamin Heisenberg im Stil der &#8220;Berliner Schule&#8221; umgesetzt als sehr nüchternes und kühles Drama über einen Getriebenen, der nicht anders kann. Einer der wenigen Filme auf der letzten Berlinale, die fast einhellig gelobt wurden, z.B. von Lukas Foerster beim <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/118_bleibt_immer_trocken%3A_benjamin_heisenbergs_%27der_raeuber%27">Perlentaucher</a>. Sicher ein bisschen sperrig, aber bestimmt sehenswert.</p>
<p><em><a href="http://www.boxhagener-platz-film.de/vorschau/">Boxhagener Platz</a></em>: Der &#8220;Berliner Heimatfilm&#8221; spielt 1968 in Ost-Berlin, im Mittelpunkt stehen ein 12-jähriger Junge und seine Oma. Die komische Milieustudie wird von der Kritik überwiegend <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21283/BOXHAGENER-PLATZ/Kritik/">gelobt</a>, vor allem auch deshlab, weil sie ohne nervige Ostalgie auskommt.</p>
<p><em><a href="http://www.flyingmoon.com/de/film_details.php?film_id=21">Pink Taxi</a></em>: In Moskau gibt es ein Taxiunternehmen, dessen Fahrezuge rosa angestrichen sind, alle Fahrer sind weiblich, und die Passagiere meistens auch. Der Dokumentarfilmer Uli Gaulke porträtiert Chauffeurinnen und Fahrgäste.</p>
<p><strong>Muss nicht sein:</strong><br />
<em><a href="http://www.hierkommtlola.film.de/">Hier kommt Lola!</a></em>: Ordentliches Kinderkino für Mädchen, basierend auf einer erfolgreichen <a href="http://www.lola-club.de/">Buchreihe</a>. Zum Glück weit weg von rosaroter Lillifee-Niedlichkeit: &#8220;Kotzkacke blöde, fett fischig stinkende, furzfiese Kuh!&#8221; Hätte ich kleine Nichten, würd ich mit ihnen reingehen.</p>
<p><em><a href="http://www.henri-vier.com/">Henri 4</a></em>: Deutsch-französischer Historienschinken von Jo Baier nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Jugend_des_K%C3%B6nigs_Henri_Quatre">Romanzweiteiler</a> von Heinrich Mann (der auch in anderer Schnittfassung als TV-Mehrteiler kommen wird). Es geht um König <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_IV._%28Frankreich%29">Henri IV</a> von Frankreich, der sich um ein vernünftiges Miteinander von Katholiken und Protestanten verdient gemacht hat. Der Film scheint einen gehörigen Trash-/Camp-Faktor zu haben, was manche Kritiker durchaus toll finden, andere gar nicht. <a href="http://www.artechock.de/film/text/kritik/h/he4.htm">Rüdiger Suchsland</a> meint: &#8220;Ein billig wirkender, langatmiger, in vielem hundsmiserabler Film, und eine Verschwendung von Fördergeld, wie man sie lange nicht erlebt hat.&#8221;</p>
<p><em><a href="http://www.zwischenhimmelunderde.ch/?wahl=40">Zwischen Himmel und Erde - Anthroposophie heute</a></em>: Schweizer Doku über die Follower von Rudolf Steiner, die sieben Einzelpersonen beobachtet und zu Wort kommen lässt, darunter immerhin auch einen Ex-Anthroposophen, der die Bewegung heute kritisiert.</p>
<p><em><a href="http://www.engel-derfilm.com/">Engel mit schmutzigen Flügeln</a></em>: Ein recht eigenartiges Ding: unabhängig finanzierte deutsche Indie-Produktion um drei Frauen, die ein ungezügeltes Leben mit viel Motorrad und Sex führen wollen. Der Berliner <a href="http://www.tip-berlin.de/kino-und-film/im-kino-engel-mit-schmutzigen-flugeln">Tip</a> bezeichnet den Film als &#8220;populär-esoterischen Sexploitation-Essay&#8221;. Würde vermutlich keinen Menschen interessieren, wenn <em>Bild </em>hier keinen <a href="http://www.filmjournalisten.de/2009/11/20/um-himmels-willen/">Pseudo-Skandal</a> angezettelt hätte.</p>
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		<title>Im Kino: Alice in Wonderland (Alice im Wunderland)</title>
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		<comments>http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/03/04/im-kino-alice-in-wonderland-alice-im-wunderland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 19:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[geguckt]]></category>

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		<description><![CDATA[  
DISNEYs Alice in Wonderland steht groß auf den Plakaten, und in 3D kommt er daher. Man könnte also befürchten, dass hier ein grellbuntes Popcornspektakel für Kinder auf dem Programm steht und man nicht viel davon merkt, wer Regie geführt hat: Tim Burton nämlich, der bekanntlich für eher düster-morbide Stoffe steht. Die Furcht ist allerdings [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/aliceinwonderland.jpg" height="206" width="410" border="1" /></p>
<p>DISNEYs <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt1014759/">Alice in Wonderland</a></em> steht groß auf den Plakaten, und in 3D kommt er daher. Man könnte also befürchten, dass hier ein grellbuntes Popcornspektakel für Kinder auf dem Programm steht und man nicht viel davon merkt, wer Regie geführt hat: Tim Burton nämlich, der bekanntlich für eher düster-morbide Stoffe steht. Die Furcht ist allerdings unbegründet: zwar geht seine <em>Alice</em> durchaus als Popcornspektakel durch, aber Burton hat deutlich seine Fußabdrücke hinterlassen. </p>
<p>Schon in den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alice%27s_Adventures_in_Wonderland">Büchern</a> von Lewis Carroll ist das Wunderland keine rosarote Heitidei-Welt, sondern hat seine verstörenden und erschreckenden Seiten. Diese hebt Burton nun hervor, was zur Folge hat, dass der Film für sehr kleine Kinder eher nicht geeignet ist (die FSK-Freigabe &#8220;ab 12&#8243; finde ich trotzdem überraschend &#8212; genauere Infos für Eltern gibt&#8217;s bei der britischen <a href="http://bbfc.co.uk/website/Classified.nsf/0/7bcfb1e063b1f34f802576cc00604c1e?OpenDocument">BBFC</a>, die ein PG-Certificate vergeben hat). <em>Alice in Wonderland</em> ist keine direkte Adaption der beiden bald 150 Jahre alten, x-mal verfilmten Bücher von Lewis Carroll, sondern eine Fortschreibung, die den Konventionen des modernen Fantasyfilms folgt und trotzdem den Geist der Carroll&#8217;schen Vorlage bewahrt. </p>
<p>Die Titelheldin ist hier kein kleines Mädchen mehr, sondern eine 19jährige junge Frau, die gerade einen öffentlichen Heiratsantrag von einem schnöseligen Adligen bekommt. Aus der peinlichen Situation flieht sie, indem sie dem berühmten weißen Kaninchen in seinen Bau folgt. Von nun an sind wir in Underland, wo Alice schon sehnlichst erwartet wird. Nur ganz dunkel kann sie sich erinnern, schon einmal hier gewesen zu sein. Aber eigentlich dachte sie, das sei nur im Traum gewesen (und als kleines Mädchen hatte sie offenbar den Namen &#8220;Underland&#8221; falsch verstanden). Es sieht nicht gut aus in Underland: die Rote Königin (fantastisch gemimt von Helena Bonham-Carter) hat eine Schreckensherrschaft errichtet, unterdrückt und terrorisiert ihr Volk, auch mit Hilfe des schrecklichen Monsters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jabberwocky">Jabberwocky</a>. Alice sei auserwählt, so sagt man ihr, mit Hilfe eines magischen Schwertes das Monster zu besiegen und das Volk zu befreien. </p>
<p>Hier sind wir auf ganz und gar klassischem Fantasy-Terrain: Der Held, bzw. die Heldin, der es vorbestimmt ist, das Böse zu besiegen, nachdem ein magischer Gegenstand gefunden und von A nach B gebracht worden ist. Dieser allzu vorhersehbare Standardplot, der in ein etwas seelenloses Finale mündet, ist die größte Schwäche des Films. Bei Carroll ist davon nichts zu lesen: seine Bücher haben kein klares Gut-gegen-Böse-Schema und folgen keinem stringenten Handlungsfaden, sondern springen scheinbar willkürlich von Szene zu Szene. Das wollten die mächtigen Hollywood-Bosse dann wohl doch nicht. Ansonsten aber blieb bei dieser sauteuren Produktion erfreulich viel Burton- und Carroll-Geschmack übrig. Wohlbekannte Figuren wie die Cheshire-Katze, das Raupentier, Tweedledee und Tweedledum und natürlich der verrückte Hutmacher, von Johnny Depp mit viel Freude am Overacting verkörpert, sorgen für die richtige Atmosphäre, es gibt reichlich skurrilen Humor und immer wieder schöne Anspielungen auf das Original. Die englische Fassung (die ich hiermit jedem sehr ans Herz lege) ist mit wunderbaren Sprechern für die digital animierten Fabelwesen besetzt: der Bass von Alan Rickman und die schmeichlerische Stimme von Stephan Fry als Grinsekatze sind herrlich anzuhören. </p>
<p>Auch optisch kann sich <em>Alice in Wonderland</em> sehen lassen. Underland und seine Bewohner sind größtenteils am Rechner entstanden und animiert und fügen sich stilistisch gut ins Gesamtwerk von Tim Burton ein. Die Verschmelzung von Real- und  Animationsfilm erreicht dabei fast <em>Avatar</em>&#8217;sche Qualitäten. 3D ist hier, wie eigentlich immer, ein nettes Zusatzfeature, das aber nicht unbedingt sein muss. Es ist klar, dass dieses High-Tech-Design nicht den Charme entfaltet, den z.B. Burtons Stop-Motion-Film <em>Corpse Bride</em> auszeichnet. Das ist schade, aber alles in allem macht <em>Alice in Wonderland</em> viel zu viel Spaß, um sich darüber lange zu grämen. Down the rabbit hole!</p>
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		<title>Oscar-Prognose 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[gefragt]]></category>

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		<description><![CDATA[  Die Firma, die gutschein-codes.de betreibt, hat Filmblogger eingeladen*, ihre Prognose für die Oscars 2010 abzugeben. Für richtige Tipps gibt es Punkte, für falsche gibt es Minuspunkte, deshalb sind hier nicht alle Kategorien aufgeführt. Hier sind meine Tipps für Sonntagnacht:
Bester Film: Avatar
Beste Regie: Kathryn Bigelow – The Hurt Locker
Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges – Crazy Heart
Beste [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Die Firma, die <a href="http://www.gutschein-codes.de/">gutschein-codes.de</a> betreibt, hat Filmblogger eingeladen*, ihre <a href="http://www.gutschein-codes.de/gewinnspiel/oscar-gewinnspiel">Prognose</a> für die Oscars 2010 abzugeben. Für richtige Tipps gibt es Punkte, für falsche gibt es Minuspunkte, deshalb sind hier nicht alle Kategorien aufgeführt. Hier sind meine Tipps für Sonntagnacht:</p>
<p><strong>Bester Film: </strong>Avatar<br />
<strong>Beste Regie:</strong> Kathryn Bigelow – The Hurt Locker<br />
<strong>Bester Hauptdarsteller:</strong> Jeff Bridges – Crazy Heart<br />
<strong>Beste Hauptdarstellerin:</strong> Sandra Bullock – Blind Side<br />
<strong>Bester Nebendarsteller:</strong> Christoph Waltz – Inglourious Basterds<br />
<strong>Beste Nebendarstellerin:</strong> Mo’Nique – Precious<br />
<strong>Bestes Originaldrehbuch:</strong> Mark Boal – The Hurt Locker<br />
<strong>Bestes adaptiertes Drehbuch:</strong> Jason Reitman und Sheldon Turner – Up in the Air<br />
<strong>Bester Animationsfilm:</strong> Up – Pete Docter<br />
<strong>Bester fremdsprachiger Film:</strong> Un prophète – Frankreich<br />
<strong>Bester animierter Kurzfilm:</strong> Wallace &#038; Gromit: A Matter of Loaf and Death – Nick Park<br />
<strong>Bestes Szenenbild:</strong> Avatar – Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair<br />
<strong>Beste Kamera:</strong> Avatar – Mauro Fiore<br />
<strong>Bester Dokumentarfilm:</strong> The Cove – Louie Psihoyos und Fisher Stevens<br />
<strong>Bester Schnitt:</strong> Inglourious Basterds – Sally Menke<br />
<strong>Beste Filmmusik:</strong> Up – Michael Giacchino<br />
<strong>Bester Filmsong:</strong> „The Weary Kind“ (Crazy Heart) – Ryan Bingham und T-Bone Burnett<br />
<strong>Bester Ton:</strong> Avatar<br />
<strong>Bester Tonschnitt:</strong> Avatar<br />
<strong>Beste visuelle Effekte:</strong> Avatar – Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham und Andrew R. Jones</p>
<p>(Ich wünsche mir so sehr, dass ich mit meinem &#8220;Best Picture&#8221;-Tipp danebenliege. Aber ich fürchte, dass die Chancen für <em>Avatar</em> gut stehen, vor allem weil man in dieser Kategorie auf 10 Nominierungen aufgestockt hat. Das heißt wahrscheinlich, dass sich die Stimmen für die Konkurrenz verteilen werden und Cameron schon mal eine Dankesrede in Na&#8217;vi-Sprache einstudieren kann. Leider.)<br />
___<br />
* Disclosure: Ich bekomme für die Teilnahme an diesem Tippspiel einen 15-Euro-Gutschein geschenkt.</p>
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		<title>Letzte Woche gelernt (14)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 19:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Auf Prince of Persia wird man verzichten können. Auf einer Pressevorführung letzte Woche wurden 20 Minuten vorab gezeigt. Mein Eindruck: seelenloses Effektspektakel, ein in sandgelb getauchter Mix aus Fantasy, Action und Orientklischees. Bruckheimer halt.

Es ist wichtig für Jörg Haider zu beten. Damit Gott uns die Kraft gibt und zum Ziel führt, aber auch damit Jörg [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<li>Auf <em>Prince of Persia</em> wird man verzichten können. Auf einer Pressevorführung letzte Woche wurden 20 Minuten vorab gezeigt. Mein Eindruck: seelenloses Effektspektakel, ein in sandgelb getauchter Mix aus Fantasy, Action und Orientklischees. Bruckheimer halt.</p>
<li>
<blockquote>Es ist wichtig für Jörg Haider zu beten. Damit Gott uns die Kraft gibt und zum Ziel führt, aber auch damit Jörg Fürsprache für unsere Seelen einlegen kann. Je mehr wir beten, umso mehr Wunder (auch wichtig für die Selig- und Heiligsprechung) kann es geben!</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt die <a href="http://heiligerhaider.wordpress.com/">Dr. Jörg Haider Gebetsliga</a>. Kein Scheiß!</p>
<li>Chang and Eng Bunker, auf die der Begriff &#8220;Siamesische Zwillinge&#8221; zurückgeht, lebten nach einer Showkarriere in den 1830 Jahren als Farmer auf dem Land in North Carolina und gründeten dort zusammen mit zwei Schwestern zwei Familien. Bizarr, aber erfolgreich: sie teilten sich ein Bett für vier und bekamen zehn bzw. elf Kinder. Als sich die Frauen zerstritten, bezog man getrennte Häuser und Chang und Eng lebten jeweils drei Tage hier, drei Tage dort. Genial.<br />
(habe ich, zusammen mit viel anderem unnützen Wissen, aus <em><a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/listhc/buch.php?id=9744&#038;page=buchthemen&#038;sort=autor&#038;auswahl=A&#038;pagenum=1">Britannica &#038; ich</a></em> von A.J. Jacobs, steht aber natürlich auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chang_and_Eng_Bunker">hier</a>.)</p>
<li>Uncoole Werbung macht coole Leute uncool. So wie Christoph Grissemann und seine <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=klarmobil+grissemann&#038;search=Search">Mobilfunk-Spots</a>.
<li>Man sollte wieder mehr Kinks hören.
</ul>
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		<title>Trailerschau für Filmstarts vom 25.2.</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  
Im Kino sehen:
Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans (Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen): Mit einem Remake, das kein Remake ist, dreht Regie-Sonderling Werner Herzog einen Mainstream-Film, der kein Mainstream-Film ist: Nicolas Cage als drogensüchtiger Cop in New Orleans kurz nach Katrina. Die Starbesetzung ist eher abschreckend: Cage und Eva Mendes waren zuletzt [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/badlieutenant.jpg" height="220" width="410" border="1" /></p>
<p><strong>Im Kino sehen:</strong><br />
<em><a href="http://www.apple.com/trailers/independent/badlieutenantportofcallneworleans/">Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans</a> (Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen)</em>: Mit einem Remake, das kein Remake ist, dreht Regie-Sonderling Werner Herzog einen Mainstream-Film, der kein Mainstream-Film ist: Nicolas Cage als drogensüchtiger Cop in New Orleans kurz nach Katrina. Die Starbesetzung ist eher abschreckend: Cage und Eva Mendes waren zuletzt gemeinsam in der Gurke <em>Ghost Rider</em> zu sehen. Aber Herzog-Filme sind immer was Besonderes und die Kritiker sind überwiegend begeistert: 85% auf dem <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/bad_lieutenant_port_of_call_new_orleans/">Tomatometer</a>, 72 Punkte bei den <a href="http://www.cargo-film.de/neu-im-kino/">Cargo-Ratings</a>. Ekkehard Knörer schreibt in seinem nicht ganz einfachen <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6036.html">Text</a>: &#8220;Ein Hollywoodfilm voller &#8216;Stellen&#8217;, d.h. devianten Momenten, an denen, was ohne sie eine fast normale Noir-Cop-Story sein könnte, aufs irritierendste aufbricht, Blasen wirft, fantastische Blüten treibt und in der Summe aus diesem vermeintlichen Genre-Film ganz etwas andres und ziemlich Jenseitiges macht.&#8221;</p>
<p><em><a href="http://www.apple.com/trailers/paramount/shutterisland/">Shutter Island</a></em>: Ich verstehe ja immer noch nicht, was Marty Scorsese an Leo diCaprio findet. Er hat ihm schon wieder eine Hauptrolle gegeben. Hier ermittelt er in den 50er Jahren als traumatisierter Polizist in einem Mordfall, der sich in einer psychiatrischen Hochsicherheitsanstalt abgespielt hat. Auch wenn Scorseses Glanzzeiten schon länger vorbei sind, sieht das trotzdem nach einem soliden Noir-Horror-Thriller aus.</p>
<p><strong>Auf die DVD warten:</strong><br />
<em><a href="http://www.apple.com/trailers/focus_features/9/">9</a> (#9)</em>: Shane Acker hat 2005 einen vielbeachteten, düsteren <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5IQcMeNh7Hc">Puppentrick-SF-Kurzfilm</a> gedreht. Nun durfte er eine Langversion machen, mit Computeranimation statt Stop-Motion, begleitet von zwei prominenten Produzenten: Tibur Bekmambetov (<em>Wächter der Nacht, Wanted</em>) und Tim Burton. Aussehen tut das richtig, richtig gut &#8212; der Geschichte allerdings soll, wie man hört, die Streckung von 11 auf 79 Minuten nicht so gut getan haben. Würde ich trotzdem gerne gucken &#8212; doch leider haben es Trickfilme, die nicht für Kinder sind, bei uns immer noch sehr schwer, darum läuft <em>#9</em> nur in einem Kino in Berlin, ist also mal wieder eher Vorab-Promo für den DVD-Release als ein ernsthafter Kinostart. Schade!</p>
<p><strong>Vielleicht mal im Fernsehen:</strong><br />
<em><a href="http://www.unsere-ozeane.de/">Oceans</a> (Unsere Ozeane)</em>: Nach <em>Nomaden der Lüfte</em> widmen sich Jacques Perrin und Jacques Cluzaud jetzt den Weltmeeren und haben wieder sehr spektakuläre Bilder gefunden, die hier noch nichtmal allzu sehr vom Off-Kommentar kaputtgeredet werden. Ist bestimmt sehr schön anzusehen, manche <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21279/UNSERE-OZEANE/Kritik/">Rezensenten</a> bemängeln allerdings eine gewisse Konzeptlosigkeit.</p>
<p><em><a href="http://www.plastic-planet.de/">Plastic Planet</a></em>: Doku aus Österreich, die uns bewusst machen will, wie viel Plastik wir Tag für Tag verwenden und warum das nicht gut für die Umwelt ist. Regisseur Werner Boote wählt einen Michael-Moore-artigen Ansatz, stellt sich also selber ins Zentrum, verwendet Humor und Polemik und legt keinen Wert auf Objektivität. Je nachdem, wie man zu der Grundthese des Films steht, wird das dann erfreulich oder ärgerlich sein.</p>
<p><strong>Muss nicht sein:</strong><br />
<em><a href="http://www.therainbowmaker.alpha-medienkontor.de/index.php?id=23">The Rainbowmaker</a></em>: Magischer Realismus aus Georgien, für den Ulrich Kriest im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10541">film-dienst</a> harte Worte findet: &#8220;kalkuliert inszeniertes Kunstgewerbe für ein an billigen Exotismen interessiertes Arthouse-Publikum mit Zivilisationsüberdruss&#8221;.</p>
<p><em><a href="http://kino-zeit.de/filme/trailer/wiegenlieder">Wiegenlieder</a></em>: Mehr Film-Essay als Doku, bei dem es augenscheinlich um Wiegenlieder gehen soll, die man kleinen Kindern vorsingt. Die Macher haben aber derart viel Kunstwillen in ihren Film gepackt, dass schon die Besichtigung des Trailers eine sehr anstrengende Beschäftigung ist.</p>
<p><em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PqXeJyb7GuY">Antônia</a></em>: Girl-Band aus den Favelas von Sao Paulo wittert den großen Durchbruch, scheitert dann aber an den realen Gegebenheiten. Sozialdrama für eine jugendliche Zielgruppe, dem laut <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?pos=Kurz&#038;nr=10524">film-dienst</a> &#8220;der Balanceakt zwischen realistischer Milieuschilderung und märchenhafter Aufstiegsfantasie misslingt&#8221;.</p>
<p><em><a href="http://www.apple.com/trailers/weinstein/nine/">Nine</a></em>: In <em>30 Rock</em> gab es kürzlich einen Preis für die beste Verfilmung eines Musicals, das auf einem Film basiert. Und genau so etwas haben wir hier. Das Musical <em>Nine</em> beruht lose auf Fellinis <em>8 1/2</em>, war am Broadway sehr erfolgreich und wurde nun von Chicago-Macher Rob Marshall mit beeindruckender Starpower verfilmt. Daniel Day-Lewis wird umgeben von Penelope Cruz, Nicole Kidman, Spohia Loren, Judi Dench und weiteren Diven. Musicals mag ich nicht besonders, aber vielleicht könnte ich stattdessen mal eine Bildungslücke schließen und <em>8 1/2</em> anschauen.</p>
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		<title>Im Kino: Up in the Air</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 22:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  
Ryan Bingham (George Clooney) arbeitet sehr erfolgreich für eine Firma, die für andere Firmen die komplette Abwicklung übernimmt, wenn es um Kündigungen geht. Er darf also Arbeitnehmern, die er nicht kennt, mehr oder weniger einfühlsam erklären, dass sie entlassen werden; dabei fliegt er kreuz und quer durch die USA und fühlt sich nirgendwo heimischer [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/upintheair.jpg" height="208" width="410" border="1" /></p>
<p>Ryan Bingham (George Clooney) arbeitet sehr erfolgreich für eine Firma, die für andere Firmen die komplette Abwicklung übernimmt, wenn es um Kündigungen geht. Er darf also Arbeitnehmern, die er nicht kennt, mehr oder weniger einfühlsam erklären, dass sie entlassen werden; dabei fliegt er kreuz und quer durch die USA und fühlt sich nirgendwo heimischer als in Flugzeugen und -häfen. Sein großes Ziel im Leben: mehr als zehn Millionen Flugmeilen zu sammeln und damit in den exklusiven Vielflieger-Club seiner Stamm-Airline aufgenommen zu werden.</p>
<p><em><a href="http://www.imdb.com/title/tt1193138/">Up in the Air</a></em> von Jason Reitman beginnt als Porträt eines nicht ganz unsympathischen Zynikers und könnte durchaus als satirische Kapitalismuskritik durchgehen. Wenn wir die Kündigungsgespräche sehen (in denen die Entlassenen überwiegend von Laiendarstellern gespielt werden), ahnen wir, was es bedeutet, wenn Arbeitnehmer nur noch als Humankapital behandelt werden. Aber Reitman interessiert das eigentlich gar nicht, er will auf etwas anderes hinaus und fragt: Kann ein Mensch glücklich werden, wenn er extrem individualistisch und damit auch recht einsam ist?</p>
<p>Bingham bekommt es deshalb mit zwei Frauen zu tun: Natalie, eine angehende Karrierefrau, die gerne genauso effizient-zynisch wäre wie Bingham, aber feststellen muss, dass sie dafür nicht kalt und hart genug ist, und Alex, das weibliche Ebenbild zu ihm &#8212; genauso erfolgreich, genauso individualistisch, die perfekte Affäre. Anna Kendrick und Vera Farmiga spielen diese beiden Rollen punktgenau und eindrucksvoll und übertrumpfen dabei mühelos Hauptdarsteller Clooney &#8212; der ist zwar auch toll, muss dafür aber nicht viel tun, weil seine Rolle so angelegt ist, dass Clooney einfach nur Clooney sein muss.</p>
<p>Bis hierhin wäre <em>Up in the Air</em> ein sehr guter Film, doch leider schickt Reitman seine Hauptfigur im letzten Drittel noch durch einen Läuterungsprozess, der auf einer Familienfeier stattfindet und ein sanftes Herz unter der rauhen Schale freilegt. Und hier wird&#8217;s dann doch sehr hollywoodesk, auch wenn der Film auf das ganz große Happy End verzichtet. Ziemlich merkwürdig: kurz vor Schluss gibt es nochmal Statements einiger entlassener Arbeitnehmer, deren Tenor ist, so schlimm sei das letztlich doch gar nicht gewesen. Und so werde ich den Verdacht nicht los, dass hier am Ende doch sehr konservative bis neoliberale Werte hochgehalten werden, nur eben angenehm verpackt in einer konsensfähigen Wohlfühl-Kuschel-Kapitalismuskritik. Die Academy wird&#8217;s mögen.</p>
<p>Positiv in Erinnerung bleiben sehr gute Schauspielerleistungen und einige tolle Bilder, wie z.B. die bizarren Luftaufnahmen amerikanischer Städte und Landschaften und die großartige Flughafen-Choreografie, in der Bingham demonstriert, wie elegant er den Parkour aus Check-In, Sicherheitskontrollen und Absperrungen bewältigen kann.</p>
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		<title>Im Kino: Sherlock Holmes</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 14:08:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
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Man kann mit Fug und Recht einiges kritisieren an Guy Ritchies Version von Sherlock Holmes. Zum Beispiel die eher uninspirierte Krimihandlung und natürlich die Tatsache, dass der Superdetektiv hier zum prügelnden Actionhelden mutiert und damit eher wenig Wert auf Werktreue zu Sir Conan Doyles Geschichten gelegt wird. Das Ergebnis ist aber ein sehr gut [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/sherlockholmes.jpg" height="213" width="410" border="1" /></p>
<p>Man kann mit Fug und Recht einiges kritisieren an Guy Ritchies Version von <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt0988045/">Sherlock Holmes</a></em>. Zum Beispiel die eher uninspirierte Krimihandlung und natürlich die Tatsache, dass der Superdetektiv hier zum prügelnden Actionhelden mutiert und damit eher wenig Wert auf Werktreue zu Sir Conan Doyles Geschichten gelegt wird. Das Ergebnis ist aber ein sehr gut funktionierender Popcorn-Film, der bestens unterhält, ohne ärgerlich zu sein. Man muss nur einmal an zwei ähnlich gelagerte Filmgurken denken, die modernes Blockbuster-Entertainment vor viktorianischer Kulisse bieten wollten. Im Vergleich zu <em><a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2006/09/18/auf-dvd-van-helsing/">Van Helsing</a></em> oder <em>League of Extraordinary Gentlemen</em> ist Sherlock Holmes nämlich geradezu ein Meisterwerk.</p>
<p>Die Action ist ordentlich inszeniert (Schweinehälften! Hurra!), die Kulissen sehen toll aus, aber vor allem punktet Ritchies <em>Holmes</em> durch Robert Downey Jr. als Holmes und Jude Law als Dr. Watson, die ihre Rollen hervorragend ausfüllen, mit viel Spielfreude agieren und dafür sorgen, dass die Chemie zwischen diesen beiden Figuren einfach stimmt. Das Drehbuch spendiert den beiden etliche knackige Onliner und nette Dialoge mit viel Augenzwinkern, die viel Spaß machen und dem Film sehr gut tun. Worum es in der Story eigentlich genau geht, habe ich mittlerweile schon fast wieder vergessen &#8212; das spricht nicht für den Plot und zeigt, dass der Film sicher noch ein ganzes Stück besser hätte werden können. Aber eben auch viel, viel schlechter. Also haben wir hiermit halt einen neuen, frischen Popcorn-Holmes, angesiedelt irgendwo zwischen James Bond und Batman &#8212; und genau wie in <em><a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2008/08/24/auf-dvd-batman-begins/">Batman Begins</a></em> gibt es hier eine Schlussszene, die auf einen zweiten Teil verweist und ankündigt, dass dann der Erz-Widersacher (bei Batman der Joker, bei Holmes Professor Moriarty) eine Hauptrolle spielen wird.</p>
<p><em>(Aus der Reihe <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/02/24/filme-in-zehn-satzen/">Filme in zehn Sätzen</a>)</em></p>
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		<title>Im Kino: Zombieland</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abspannsitzenbleiber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[geguckt]]></category>

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		<description><![CDATA[  
Die Vereinigten Staaten sind Zombieland, viel erklären muss man da nicht &#8212; hier gelten Genreregeln, nicht Logikregeln. Die meisten Menschen sind also infiziert und zu fleischgierigen Untoten mutiert, nur ein paar besonders wachsame Zeitgenossen sind noch übrig. Der wachsamste von allen ist Columbus (Jesse Eisenberg), ein nerdiger Schluffi-Teenager &#8212; er hat für sich selbst [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.abspannsitzenbleiber.de/images/zombieland.jpg" height="195" width="410" border="1" /></p>
<p>Die Vereinigten Staaten sind <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt1156398/">Zombieland</a></em>, viel erklären muss man da nicht &#8212; hier gelten Genreregeln, nicht Logikregeln. Die meisten Menschen sind also infiziert und zu fleischgierigen Untoten mutiert, nur ein paar besonders wachsame Zeitgenossen sind noch übrig. Der wachsamste von allen ist Columbus (Jesse Eisenberg), ein nerdiger Schluffi-Teenager &#8212; er hat für sich selbst ein strenges Regelwerk aufgestellt, dessen penible Einhaltung ihm das Überleben sichert. Zufällig begegnet er Tallahassee (Woody Harrelson), einem Redneck vom Typ &#8220;harter Hund&#8221;, der sich richtig freut, dass mit den Zombies nun endlich genügend Leute herumlaufen, denen er ungestraft mit dem Baseballschläger eins überbraten kann. Gemeinsam machen sich die beiden auf eine Roadmovie-Reise durch ein Amerika der Untoten und dürfen dabei nicht nur Zombies kloppen, sondern auch Mädchen retten.</p>
<p>Die Story bleibt dabei jederzeit sehr simpel und unspektakulär, das große Plus des Films ist sein erfrischender Humor. Ein Diplom in Zombiewissenschaften ist nicht erforderlich, und auch zartbesaitetere Filmfreunde, die um Blut und Gedärm lieber einen Bogen machen, können einen Blick wagen, weil der Film auf allzu heftige Splatterszenen verzichtet. Immer mit dabei: Columbus&#8217; goldene Regeln, die immer dann, wenn sie angewandt werden, in grafisch sehr fescher Manier eingeblendet werden. Äußerst unterhaltsamer Genrespaß, viel Comedy mit wenig Horror, der dem famosen <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2006/02/02/auf-dvd-shaun-of-the-dead/">Shaun of the Dead</a> zwar nicht das Wasser reichen kann, aber dennoch sehr gut unterhält. Sahnehäubchen obendrauf: einer der herrlichsten Gastauftritte eines Hollywoodstars, die man je gesehen hat.</p>
<p><em>(Aus der Reihe <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/02/24/filme-in-zehn-satzen/">Filme in zehn Sätzen</a>)</em></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Abspannsitzenbleiber/~4/8cbE4YvWocc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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