<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" version="2.0">

    <channel>
    
    <title>Achgut: Spotlight</title>
    <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php</link>
    <description>Spotlights der Mitglieder des publizistischen Netzwerks Die Achse des Guten</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:creator>info@achgut.de</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2009</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-27T08:37:00+01:00</dc:date>
    <admin:generatorAgent rdf:resource="http://expressionengine.com/" />
    

    <atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" href="http://feeds.feedburner.com/AchgutSpotlight" type="application/rss+xml" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com" /><item>
      <title>Hurra, der Umsatz sinkt!</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/hurra_der_umsatz_sinkt/</link>
      <author>dmaxeiner@achgut.de (Dirk Maxeiner)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/hurra_der_umsatz_sinkt/#When:08:37:00Z</guid>
      <description>(Dirk Maxeiner) &lt;p&gt;Von Maxeiner &amp;amp; Miersch, erschienen in DIE WELT vom 28.03.09
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor 20 Jahren lag die deutsche Planwirtschaft und mit ihr die DDR in ihren letzten Zügen. Egal, ob Autos, Eier oder Socken - es hieß: Hoch lebe die Erfüllung des Plansolls! Am Ende dieser Bemühungen stand die Staatspleite. In unserem heutigen Umweltministerium 2009 sind diese Zusammenhänge offenbar ein wenig in Vergessenheit geraten, es muss so etwas wie eine Generalamnesie geben. Die Vorschläge aus dem Hause Gabriel im Entwurf des neuen Energieeffizienzgesetzes klingen jedenfalls so.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Energielieferanten - von der Tankstelle bis zum Stromkonzern - sollen dazu verpflichtet werden, jedes Jahr ein Prozent weniger Energie an ihre Endkunden zu liefern. Praktisch würde das den Unternehmen eine wahrhaft revolutionäre Geschäftsstrategie vorschreiben. Der Chef stellt sich dann zum Neujahrsempfang vor die Belegschaft und verkündet stolz: Unser Ziel für das kommende Jahr ist erneut weniger Umsatz als im Vorjahr! Der Gedanke ist bestechend: irgendwann kein Umsatz mehr, ergo kein Energieverbrauch mehr! Vorwärts auf dem Weg zur Selbstabschaffung! Plansoll erfüllt, alles wird gut, Deutschland macht das Licht aus. Das Ganze ist ausbaufähig und könnte auf die Restwirtschaft ausgedehnt werden. Die Herstellung einer Zeitung ist ja auch mit Energieverbrauch verbunden. Verantwortlicher Journalismus heißt dann: jedes Jahr weniger Auflage!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
An eine direkte Rationierung und Zuteilung von Energie für jeden Bürger traut man sich im Umweltministerium offenbar noch nicht heran, also sollen das die Unternehmen unauffällig erledigen. Schließlich haben die alle Möglichkeiten, uneinsichtige Verbraucher loszuwerden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Man kann zum Beispiel einfach nicht mehr ans Telefon gehen, wenn jemand Heizöl bestellen will. Oder die Tankstelle nur noch dienstags und donnerstags öffnen. Wir sehen schon die neuen Werbeslogans: Bei uns ist die Kohle garantiert am teuersten! Wir bieten den schlechtesten Service! Erleben Sie mit uns einen Blackout!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da der Entwurf des Energieeffizienzgesetzes auf einen ordnungspolitischen Restverstand stieß, wurde er erst einmal auf Eis gelegt. Wie üblich werden die Protagonisten jetzt versuchen, möglichst viele ihrer Vorstellungen durch die kalte Küche, das heißt auf dem Umweg über Europa, doch noch durchzusetzen. Dabei gibt es im deutschen Energiegesetzesdschungel schon genügend Dummheiten. Darunter eine grundsätzliche: Einerseits soll ein Emissionshandel ermöglichen, dass Bürger und Unternehmer die intelligentesten und effizientesten Energiesparmethoden am Markt herausbilden. Doch das können sie gar nicht, weil diese Methoden durch andere Gesetze von vornherein immer detaillierter vorgeschrieben werden. Die eine Methode führt die andere zielsicher ad absurdum.
&lt;br /&gt;

&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/U8XpjuskIXtVCH0QZ012gfL79LI/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/U8XpjuskIXtVCH0QZ012gfL79LI/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/U8XpjuskIXtVCH0QZ012gfL79LI/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/U8XpjuskIXtVCH0QZ012gfL79LI/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=_vK1okUXOrQ:f9xGwKpxBYI:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=_vK1okUXOrQ:f9xGwKpxBYI:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=_vK1okUXOrQ:f9xGwKpxBYI:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=_vK1okUXOrQ:f9xGwKpxBYI:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Wirtschaft</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-27T08:37:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Klicken Sie auf den Evoluzzer!</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer2/</link>
      <author>mmiersch@achgut.de (Michael Miersch)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer2/#When:22:26:00Z</guid>
      <description>(Michael Miersch) &lt;p&gt;Wie funktioniert Evolution? Michael Miersch fragt  Josef H. Reichholf, den Mann, der für alles eine natürliche Erklärung hat.
&lt;br /&gt;
Jeden Mittwoch erscheint auf WELT-Online eine neuer Videoclip unter dem Titel: 
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fenster zur Evolution - Professor Reichholf erklärt die Rätsel der Natur&lt;/b&gt;  
&lt;br /&gt;
Den dritten Clip  finden Sie hier: &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3441511/Warum-haben-Voegel-eigentlich-Federn.html"&gt;http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3441511/Warum-haben-Voegel-eigentlich-Federn.html&lt;/a&gt;
&lt;br /&gt;
Diesmal lautet die Frage: Warum haben Vögel Federn? Die Evolution hat keinen Plan und kein Ziel. Federn entstanden in der Saurierzeit, Millionen Jahre bevor der erste Vogel sich in die Luft erhob. Wozu waren sie gut?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fzNUuB_nuD_IKnYTDizvohI6Mgk/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fzNUuB_nuD_IKnYTDizvohI6Mgk/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fzNUuB_nuD_IKnYTDizvohI6Mgk/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fzNUuB_nuD_IKnYTDizvohI6Mgk/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=hO0kDR4BJTQ:6fosZ5GtX_k:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=hO0kDR4BJTQ:6fosZ5GtX_k:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=hO0kDR4BJTQ:6fosZ5GtX_k:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=hO0kDR4BJTQ:6fosZ5GtX_k:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Wissen</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-25T22:26:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Ein Mann, der einfach nicht geht</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ein_mann_der_einfach_nicht_geht/</link>
      <author>info@achgut.de (Gastautor)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ein_mann_der_einfach_nicht_geht/#When:21:53:00Z</guid>
      <description>(Gastautor) &lt;p&gt;Immer dann, wenn persönliche Schuld nicht ertragen werden kann, müssen wolkige Kategorien her, philosophisch-luftige Begriffe, die persönliche Schuld auflösen und quasi in Naturereignisse uminterpretieren, “Unglücke”, die über einen gekommen sind, so wie Tsunami oder Stürme einen heimsuchen können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Deutschen sind da ja Fachleute: Wer auf Kriegsdenkmäler schreibt “Für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft” wo eigentlich stehen müsste: “Für die Opfer deutscher Kriege und deutscher Gewaltherrschaft”, der kennt sich mit sowas aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein paar Etagen drunter macht Dieter Althaus dasselbe. Er redet von “Tragik” und “Unglück”, so als gäbe es kein persönliches Fehlverhalten, als dessen Ergebnis eine Tote auf der Piste zurückblieb.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es ist kein tragisches Unglück über Althaus gekommen. Einfach so. Er ist der fahrlässigen Tötung schuldig und zurecht vorbestraft.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine bewährte Möglichkeit Schuld abzutragen, ist Demut. Und Schweigen. Doch Politiker können nicht schweigen, von Berufs wegen nicht. Und deshalb läuft die Dieter-Althaus-Interpretationsmaschine bereits auf Hochtouren. Von was man nicht schweigen kann, davon soll man reden, reden, reden: Neues von Althaus. Jeden Tag. Wie geht’s denn Althaus heute? Wieder ein bisschen besser, Gottseidank.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Schwer zu glauben, dass da nicht auch PR-Strategen mitbasteln.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Schwer zu ertragen ist ein Ministerpräsident Althaus, wegen etwas, das er noch gar nicht gemacht hat, aber in Zukunft machen wird: In Kürze wird der Mann über die Marktplätze ziehen müssen. Und er wird ein paar Sätze über den Unfall verlieren müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und das wird so klingen: In den Abgrund habe er geschaut. Er sei reifer geworden. Er wisse jetzt, wie vergänglich alles ist und genieße das Leben ganz anders. Jeder Tag könne ja der letzte sein.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ob Althaus das bezweckt oder nicht, ob er es will oder nicht: Althaus wird klingen, als wolle er den Unfall als etwas verkaufen, das einem großartigen Ministerpräsidenten noch ein bißchen besser gemacht hat. Das ihm eine ganz neue Tiefe, eine Menschlichkeit und eine Reife gegeben hat, also zu einer Charakterfigur gemacht hat, in einem Milieu, der Politik, dem es doch so an Charaktertypen und gereiften Mensche fehle.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Hoffentlich sagt dann dem Althaus mal einer, dass persönliche Reifungsprozesse, für die andere mit dem Leben bezahlt haben, keine so schöne Sache sind.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein Polititiker mit Tiefe und Lebensweisheit, kein abgehobener Staatsmann: Marketing-Vorteil fahrlässige Tötung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es wird erscheinen, als würde Althaus den Unfall instrumentalisieren, so wie er es jetzt in langen Interviews mit der Bild-Zeitung gemacht hat, an deren Ende man sich dabei erwischt, wie man wirklich, etwas benebelt, ausruft: Der arme Mann!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im Bild-Zeitungsinterview erscheint doch tatsächlich die Pistensau Althaus am Ende als Opfer. Was für eine Umkehrung der Verhältnisse.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Gern wüßte man, was wohl der Mann zum gereiften Althaus sagt, dessen Frau tot ist und dazu nichts mehr sagen kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nein – Althaus: Der geht einfach nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EvrrD73TiSwNYV22vVtnBH1juMc/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EvrrD73TiSwNYV22vVtnBH1juMc/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EvrrD73TiSwNYV22vVtnBH1juMc/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EvrrD73TiSwNYV22vVtnBH1juMc/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=Nr6oJZmbjt0:2ZfhFRJbxis:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=Nr6oJZmbjt0:2ZfhFRJbxis:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=Nr6oJZmbjt0:2ZfhFRJbxis:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=Nr6oJZmbjt0:2ZfhFRJbxis:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Inland</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-22T21:53:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Ein höllisch guter Film</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ein_hoellisch_guter_film/</link>
      <author>dmaxeiner@achgut.de (Dirk Maxeiner)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ein_hoellisch_guter_film/#When:08:20:00Z</guid>
      <description>(Dirk Maxeiner) &lt;p&gt;Von Maxeiner &amp;amp; Miersch erschienen in  DIE WELT vom 19.3.2009
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Seit dem 11. September 2001 ist Religion ein Dauerthema. In den Jahrzehnten davor wurden fromme Neigungen eher wie ein kurioses Hobby betrachtet. Heute brüstet man sich wieder mit strammem Glauben. Die Wiederkehr der Frömmigkeit in die gebildeten Kreise wird von raunenden Geistern von Botho Strauß bis Peter Scholl-Latour begrüßt. Sie sind davon überzeugt, dass man den islamischen Gotteskriegern nur standhalten könne, indem man sich wieder um das Kreuz schart.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da kommt zur rechten Zeit ein Film, der mit viel Witz dagegenhält und ein paar fundamentale Fragen stellt. Zum Beispiel: Was glaubt ihr da eigentlich? Er heißt &amp;#8220;Religulous&amp;#8221; und stammt von dem amerikanischen Regisseur Larry Charles, der den Kabarettisten und Talkmaster Bill Maher auf eine denkwürdige Reise schickte. Maher besucht Fernsehprediger, Rabbiner, Imame, Jesusdarsteller, Devotionalienverkäufer, Ex-Satanisten und was die Welt der (Aber-)Gläubigen sonst noch zu bieten hat. Er liest seinen Gesprächspartnern Zitate aus ihren heiligen Büchern vor und fragt, ob und warum sie daran glauben. Das ist wunderbar komisch und zeigt: Um all das ernsthaft zu glauben, muss man den Verstand unterdrücken.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ja, stimmt schon, natürlich gelingt es manchen Menschen auch unter Benutzung ihres Verstandes zu glauben. Wir wissen auch, dass die schrecklichsten totalitären Regime des 20. Jahrhunderts nicht religiös waren (obwohl sie viele ersatzreligiöse Züge trugen). Dennoch kann man nicht behaupten, dass die Welt durch die Rückkehr der Religion auf die Tagesordnung irgendwie besser geworden sei. Es bleibt eine Tatsache, dass die meisten Massenmörder unserer Zeit glauben, in Gottes Auftrag zu handeln.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;#8220;Religulous&amp;#8221; hat sich die Absurdität göttlicher Aufträge zum Thema gemacht. Natürlich suchten sich Maher und Charles besonders schräge Vögel aus: Schwule, die mithilfe von Jesus hetero wurden, Rabbiner, die Ahmadinedschad umarmen oder britische Rapper, die um Verständnis für islamischen Terror werben. Doch durch die Hervorhebung des Bizarren wird kenntlich, was es bedeutet, Irrationalität als geistiges Fundament zu akzeptieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Manche Gläubige kommen in dem Film durchaus sympathisch rüber. Die schwergewichtigen Jungs in einer kleinen Trucker-Kirche in North Carolina möchte man gern zum Kumpel haben. Zwei hochrangige Gelehrte des Vatikans glänzen mit Klugheit und Humor. Und der Vertreter der niederländischen Cannabis-Kirche wirkt angenehm entspannt. Der Schwerpunkt liegt natürlich bei den anderen: den Scharlatanen, den Abzockern und den Fanatikern, die sich im Besitz ewiger Wahrheiten wähnen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Schade, dass viele Menschen auf der Welt diesen Film nicht sehen dürfen. Gut, dass er uns daran erinnert, dass der Westen zwar jüdisch-christliche Wurzeln besitzt, durch die aber zum Glück der Lebenssaft der Aufklärung fließt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/SV4HJaSacAKzhwQewA908_LrsNI/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/SV4HJaSacAKzhwQewA908_LrsNI/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/SV4HJaSacAKzhwQewA908_LrsNI/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/SV4HJaSacAKzhwQewA908_LrsNI/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MFBhCoWDO_U:1wzXBkZxqzs:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MFBhCoWDO_U:1wzXBkZxqzs:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MFBhCoWDO_U:1wzXBkZxqzs:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=MFBhCoWDO_U:1wzXBkZxqzs:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-20T08:20:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Klicken Sie auf den Evoluzzer!</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer1/</link>
      <author>mmiersch@achgut.de (Michael Miersch)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer1/#When:11:02:00Z</guid>
      <description>(Michael Miersch) &lt;p&gt;Jeden Mittwoch erscheint auf WELT-Online eine neuer  Videoclip unter dem Titel: 
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fenster zur Evolution - Professor Reichholf erklärt die Rätsel der Natur&lt;/b&gt;.&amp;nbsp; 
&lt;br /&gt;
Den zweiten finden Sie hier: &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3397169/Waren-unsere-Urahnen-Vegetarier.html"&gt;http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3397169/Waren-unsere-Urahnen-Vegetarier.html&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Warum haben Vögel Federn? Warum leben so viele Tiere in Städten? Machen Tiere Müll? Diese und andere Fragen stelle ich Josef H. Reichholf, dem Mann, der für alles eine natürliche Erklärung hat. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der zweiten Folge lautet die Frage: Waren unserer Urahnen Vegetarier? Menschen haben kein Raubtiergebiss, sind wir also von Natur aus Pflanzenfresser?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Falls die Videoclips bei den Nutzern von WELT-Online ankommen wird die evolutionäre Fragestunde fortgesetzt. Mir würde das viel Vergnügen bereiten. Also, liebe AchGut-Leser: Klicken sie auf den Evoluzzer! Und sagen Sie es Freuden und Bekannten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/7M_jfdkUl0K5KjJZPcTVPclj6ug/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/7M_jfdkUl0K5KjJZPcTVPclj6ug/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/7M_jfdkUl0K5KjJZPcTVPclj6ug/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/7M_jfdkUl0K5KjJZPcTVPclj6ug/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MZnhVvqodF0:-L0f0MGQj70:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MZnhVvqodF0:-L0f0MGQj70:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=MZnhVvqodF0:-L0f0MGQj70:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=MZnhVvqodF0:-L0f0MGQj70:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Wissen</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-18T11:02:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Es lebe die Arbeitsteilung!</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/es_lebe_die_arbeitsteilung/</link>
      <author>mbroder@achgut.de (Henryk M. Broder)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/es_lebe_die_arbeitsteilung/#When:16:02:00Z</guid>
      <description>(Henryk M. Broder) &lt;p&gt;Erschienen in DIE WELTWOCHE vom 12.3.2009
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Älteren unter den WeWo-Lesern werden sich noch an die Zeiten erinnern, da man ständig in Sachen „Internationale Solidarität“ unterwegs war. Da es das Internet noch nicht gab, war persönliches Erscheinen Pflicht. Man traf sich bei Demonstrationen für die Befreiung von Angola und Mosambik vom kolonialen Joch, für die Unabhängigkeit von Ost-Timor und Eritrea. Man rief „Hände weg von...!“, wobei dann nur noch das aktuelle Ziel der imperialistischen Aggression eingesetzt werden musste, und „Hoch die internationale Solidarität!“
&lt;br /&gt;
Diese Zeiten sind längst vorbei. Die ausgebeuteten und unterdrückten Kolonien des Imperialismus sind unabhängige Staaten geworden, wobei es deren ehemalige Freunde nicht einmal einen feuchten Dreck kümmert, von wem und wie sie geführt werden. Hauptsache, sie regieren sich selbst. Und außerdem gibt es ja das Internet, in dem man sich zu allerlei Soli-Demos treffen kann, ohne vom Sofa aufstehen und die Fernbedienung fürs Fernsehen aus der Hand legen zu müssen. Das ist nicht nur bequem, es ist auch effektiv.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In diesem Jahr wird das Europa-Parlament neu gewählt. Es ist vermutlich nicht die wichtigste europäische Institution, aber doch eine mit einer großen symbolischen Bedeutung. 736 Angeordnete aus 28 Ländern repräsentieren die Idee der Vereinigten Staaten von Europa.
&lt;br /&gt;
Die Wahlen finden erst im Juni statt, dennoch ruft eine Initiative die Kandidaten jetzt schon dazu auf, sich eines wichtigen Themas anzunehmen. Was, liebe WeWo-Leser, glauben Sie, könnte es sein? Der Kampf gegen den wirtschaftlichen Abschwung? Für grenzüber-schreitende Maßnahmen gegen die ebenfalls grenzüberschreitende organisierte Kriminalität? Für mehr Investitionen im Bildungsbereich? Gegen noch mehr staatliche Eingriffe in das Privatleben der Bürger? Nichts von alledem. Die Organisatoren der Initiative appellieren an die Kandidaten für das EU-Parlament, sich dafür einzusetzen, dass die Hamas „sofort und bedingungslos“ von der Liste der terroristischen Organisationen gestrichen wird. Unter allen Problemen, von denen Europa derzeit geplagt wird, ist dieses gewiss das dringlichste. Denn die Hamas, so heißt es in dem Appell, sei „eine legitime Stimme für den Anspruch des palästinensischen Volkes auf nationale Befreiung&amp;#8221;.
&lt;br /&gt;
Klingt doch irgendwie bekannt, oder?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bis in die 90er Jahre, also bis zum so genannten Oslo-Abkommen, galt der Satz, die PLO sei „die einzige legitime Vertretung der Palästinenser“ und müssen deswegen „sofort und bedingungslos“ von der EU anerkannt und die in die Bemühungen um eine Lösung des Nahostkonflikts einbezogen werden. Erst seitdem die PLO die Bereitschaft zeigt, sich mit der Existenz eines jüdischen Staates in Palästina de facto abzufinden, nimmt ihre Beliebtheit im anti-imperialistischen Lager ab. Die inzwischen in die Jahre gekommenen europäischen Anti-Imperialisten sind fest entschlossen, bis zum letzten Blutstropfen für die Befreiung Palästinas zu kämpfen – so lange es nicht ihr Blut ist, das vergossen wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Forderung nach einer sofortigen und bedingungslosen Anerkennung der Hamas ist eine euphemistische Formel für die sofortige und bedingungslose Aufgabe Israels durch die EU. Es geht nicht darum, die Palästinenser zu befreien, sondern Israel verschwinden zu lassen. Die Liste der Unterzeichner ist ein „Who is Who?“ der Antizionistischen bzw. Antisemitischen Internationale. Angeführt wird sie von dem portugiesischen Literaturnobelpreisträger  Jose Saramago, der vor einigen Jahren erklärt hat,  Israels Aktionen in den besetzten Gebieten seien vergleichbar mit den Verbrechen, die in Auschwitz und anderen NS-Lagern verübt worden sind; da Saramago Buchenwald überlebt hat, kann er kein Antisemit sein, also ist er nur ein Antizionist. Im Gegensatz zu dem deutschen Politiker Jamal Karsli, einem Freund des tödlich abgestürzten Jürgen W. Möllemann, der nach einer Entscheidung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts als Antisemit bezeichnen werden darf. Zwischen diesen beiden findet man alle Schattierungen des Ressentiments, das „Zionist“ sagt und „Jude“ meint. Auch ein Kontingent österreichischer Antiimperialisten ist dabei, während der deutsche Grüne Jürgen Trittin eigene Wege geht. In einem Beitrag für das Magazin der grünen Fraktion fordert der  ehemalige Umweltminister die Aufnahme „direkter Kontakte“ mit der Hamas und behauptet, gemäßigte Hamas-Politiker hätten Israel „indirekt anerkannt“. – Hoch die internationale Arbeitsteilung!
&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;

&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YebECFC_LSPSRT1L0q8RVWKu9CE/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YebECFC_LSPSRT1L0q8RVWKu9CE/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YebECFC_LSPSRT1L0q8RVWKu9CE/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YebECFC_LSPSRT1L0q8RVWKu9CE/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=shvgxmfIpmM:cURAQvxGuiU:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=shvgxmfIpmM:cURAQvxGuiU:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=shvgxmfIpmM:cURAQvxGuiU:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=shvgxmfIpmM:cURAQvxGuiU:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Ausland</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-15T16:02:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Klicken Sie auf den Evoluzzer!</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer/</link>
      <author>mmiersch@achgut.de (Michael Miersch)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/klicken_sie_auf_den_evoluzzer/#When:22:58:00Z</guid>
      <description>(Michael Miersch) &lt;p&gt;Ab heute erscheint auf WELT-Online jeden Mittwoch eine neue Folge von kurzen Videoclips unter dem Titel: Fenster zur Evolution - Professor Reichholf erklärt die Rätsel der Natur. Die Clips werden auf der Wissenschaftsseite ( &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/"&gt;http://www.welt.de/wissenschaft/&lt;/a&gt; ) erscheinen. Den ersten finden Sie hier: &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3352490/Warum-gibt-es-ueberhaupt-Schoenheit.html"&gt;http://www.welt.de/wissenschaft/evolution/fenster-zur-evolution/article3352490/Warum-gibt-es-ueberhaupt-Schoenheit.html&lt;/a&gt; 
&lt;br /&gt;
Warum haben Vögel Federn? Warum leben so viele Tiere in Städten? Machen Tiere Müll? Diese und andere Fragen stelle ich Josef H. Reichholf, dem Mann, der für alles eine natürliche Erklärung hat. Die erste lautet: Warum bringt die Natur Schönheit hervor? Ich wollte wissen, warum sich im Wettbewerb ums Überleben manchmal das Ästhetische durchsetzt. Welchen Vorteil hat das bunte Gefieder des Glanzfasans? Falls die Videoclips bei den Nutzern von WELT-Online ankommen wird die evolutionäre Fragestunde fortgesetzt. Mir würde das viel Vergnügen bereiten. Also, liebe AchGut-Leser: Klicken sie auf den Evoluzzer! Und sagen Sie es Freuden und Bekannten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/z35gzgyNPUOiLC440TTjFMT4i4I/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/z35gzgyNPUOiLC440TTjFMT4i4I/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/z35gzgyNPUOiLC440TTjFMT4i4I/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/z35gzgyNPUOiLC440TTjFMT4i4I/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=l-qQYwhieg8:URkK2sSr-uA:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=l-qQYwhieg8:URkK2sSr-uA:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=l-qQYwhieg8:URkK2sSr-uA:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=l-qQYwhieg8:URkK2sSr-uA:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Wissen, Hausnachrichten</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-11T22:58:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Deutschland-ein Psychokrieg</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/deutschland_ein_psychokrieg/</link>
      <author>info@achgut.de (Gastautor)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/deutschland_ein_psychokrieg/#When:14:32:00Z</guid>
      <description>(Gastautor) &lt;p&gt;&lt;b&gt;Von Jost Kaiser&lt;/b&gt;
&lt;br /&gt;
Seit sieben Jahren steht die Bundeswehr in Afghanistan. Lange Zeit, ohne dass die deutsche Öffentlichkeit irgendein Interesse für den Krieg am Hindukusch gezeigt hätte. Auch das afghanische Volk, seit Jahrzehnten vom Krieg gequält, löste keinerlei Empathie in Deutschland aus. Schließlich haben die Afghanen keinen schicken Buddhismus im Gepäck, der müde Manager und esoterische Omas wieder munter macht, so wie das tibetische, das zudem noch einen eloquenten Wanderprediger aufzuweisen hat. 
&lt;br /&gt;
Nein, der aktuelle Liebling unter den edlen Wilden, das sind die Afghanen, diese Looser der Weltgeschichte nicht, obwohl dieses Volk unsere Sympathie und Aufmerksamkeit so dringend nötig hätte.
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Deutschen mit Afghanen und Afghanistan beschäftigten, dann schlossen sie sich einfach den Ethno-Fachleuten Helmut Schmidt und Peter Scholl-Latour an. Deren dumpfe Erkenntnisse gehen im Wesentlichen so: Der Araber und auch der Afghane, die können qua genetischer Prägung einfach keine Demokratie, die brauchen keine Menschenrechte. Ein Irrer, der denkt, man könne solche in diesen Ländern verbreiten. 
&lt;br /&gt;
Dass diese Meinung ein schlimmer Rassismus ist – wer würde sich trauen Helmut Schmidt das ins Gesicht zu sagen?
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit haben die Deutschen nun doch einen empathischen Zugang zum Geschehen am Hindukusch gefunden. Und wie immer geht es dabei ausschließlich um sie selbst. Es ist das Thema der traumatisierten Bundeswehr-Soldaten. Meistens wird das Thema mit dem simpelsten aller journalistischen Tricks aufgepeppt: Angeblich sei das ganze ein Tabu. Männer, die nicht zeigen dürfen, wie es ihnen wirklich geht in der Macho-Domäne Armee.
&lt;br /&gt;
Nun sind die Themen die als “Tabu” angekündigt werden eines nie: ein wirkliches Tabu. Seit Jahren wird über das Thema in langen Reportagen und zuletzt sogar in einem abendfüllendem Film berichtet. Und das ist gut.
&lt;br /&gt;
Die Entdeckung und Behandlung dieser Krankheit (posttraumatisches Stressyndrom) ist ein Fortschritt der Medizin und zu begrüßen. Traumatisierte Soldaten müssen behandelt werden und man muss sie sozial absichern.
&lt;br /&gt;
Dennoch hat die journalistische Modewelle, sich dem Aghanistan-Einsatz über das Thema “Traumatisierung der Soldaten” zu nähern etwas Seltsames. Vielleicht ist es einfach so, dass Deutsche sich mit einer Sache vor allem dann gut beschäftigen können, wenn sie selber im Geschehen eine Rolle als Opfer beanspruchen können.
&lt;br /&gt;
Dann hat dieser Zugang zudem noch die Anmutung erheblichen gesellschaftskritischen Potentials – und das lieben Medien: Da seien “Kämpfertypen”, gefangen in ihrer Männlichkeit, deren Selbstbild es widerspräche zum Psychiater zu gehen, so raunt es aus den Blättern. 
&lt;br /&gt;
Seit 40 Jahren wird Männlichkeit demontiert. Von Tabubruch kann also gar keine Rede sein, wenn über traumatisierte Soldaten berichtet wird.
&lt;br /&gt;
Böse Zungen würden behaupten: Das mit dem Gefangensein in der eigenen Männlichkeit kann so nicht stimmen, den genau dieser Typus ist in der Bundeswehr selten anzutreffen. 
&lt;br /&gt;
Wiederum böse Zungen behaupten: zu selten. Stattdessen herrscht in der Bundeswehr der sozialwissenschaftliche Sound der “interkulturellen Kompetenz”. Der “Staatsbürger in Uniform” ist weit entfernt von den Fightern, deren Aufgabe Donald Rumsfeld einst so umschrieben hatte: “To killl as many Talibans as possible”.
&lt;br /&gt;
Nicht der Traumatisierte ist, wenn es um die Bundeswehrberichterstattung geht das Tabu, sondern der gut ausgebildete Kämpfer, der um das Risiko des Einsatzes weiß, und sich sogar in ihm beweisen will. Es gibt ihn in der Bundeswehr.
&lt;br /&gt;
Das Tabu in Deutschland ist, dass Soldaten dazu ausgebildet werden, um zu töten, und dass sie getötet werden können. Das Tabu ist, dass dieses Jobprofil in bestimmten weltpolitischen Konstellationen eine nützliche Fähigkeit ist. Wir brauchen diese Leute.
&lt;br /&gt;
Totalitäre Gesellschaften ziehen aus sich heraus einen Typus heran, der zu töten bereit ist.
&lt;br /&gt;
Liberale Gesellschaften haben das Töten ausgegliedert in spezielle Berufsgruppen, wie zum Beispiel in die der Soldaten. Das Tabu ist: wir brauchen diese Tötungsspezialisten. Und wir machen selbstverständlich von ihnen Gebrauch. 1977 in Mogadischu zum Beispiel.
&lt;br /&gt;
Dass es sie gibt und dass wir sie brauchen, das ist in Deutschland das Tabu, ganz abgesehen davon, dass es auch ein Tabu ist, deutsche Interessen zu definieren, und was wir bei der Durchsetzung dieser Interessen auch an Menschenleben zu opfern bereit sind. 
&lt;br /&gt;
Auch ist es ein seltsamer psychologisierender Monolog dieser Gesellschaft, angesichts der Tatsache, das ganze Völker traumatisiert sind, zum Beispiel das afghanische, sich immer nur mit den eigenen Traumatisierungen zu beschäftigen. Diese Gesellschaft hat eine Obesession: Sie will Opfer sein.
&lt;br /&gt;
Die Amerikaner hatten 58.000 Tote in Vietnam und bis heute ca. 2300 Tote in Irak. Es ist unser Glück, dass wir in dieser furchtbaren Statistik mit unter 30 Toten zurückfallen. Wir haben in Wahrheit eine äußerst kommode Rolle in Weltpolitik: eine Mittelmacht, die die Großmacht USA aus sicherer Position unablässig kritisieren kann, ohne beweisen zu müssen und zu können, dass sie es besser kann. 
&lt;br /&gt;
Daher ist es seltsam, dass wir bereits so tun, als sei Afghanistan unser Vietnam. Eine komische Selbststilisierung.
&lt;br /&gt;
Vielleicht gibt es ja eine psychoanalytische Erklärung für das Phänomen.
&lt;br /&gt;
Geht es um eine deutsche Armee im Krieg, kann es gar nicht anders sein, als dass die schlimme deutsche Vergangenheit in der Berichterstattung mitschwingt.
&lt;br /&gt;
Die obsessive Berichterstattung über die traumatisierte Armee, von durch Tod und Töten traumatisierten jungen Männern ist eine nachgeholte Widerstandshandlung, die nichts kostet. Sie kommt 65 Jahre zu spät. 
&lt;br /&gt;
Eine ganze Generation von jumgen Deutschen hat einst nicht nur einen ganzen Kontinent traumatisiert, sondern auch sich selbst. Deshalb müssen wir jetzt bei der Bundeswehr zeitverschoben drüber reden. Obwohl es um eine andere Zeit und andere Armee geht, nämlich die demokratischste und zivilste deutsche Armee aller Zeiten. Seltsames Land.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mehr von Jost Kaiser: &lt;a href="http://jostkaiser.tumblr.com/"&gt;http://jostkaiser.tumblr.com/&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/VHtcOgvOS2RlBtrqkYbgSruN3Lc/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/VHtcOgvOS2RlBtrqkYbgSruN3Lc/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/VHtcOgvOS2RlBtrqkYbgSruN3Lc/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/VHtcOgvOS2RlBtrqkYbgSruN3Lc/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=9v6mJ3NoFhg:1t1CXrghgq4:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=9v6mJ3NoFhg:1t1CXrghgq4:7Q72WNTAKBA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?d=7Q72WNTAKBA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?a=9v6mJ3NoFhg:1t1CXrghgq4:V_sGLiPBpWU"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/AchgutSpotlight?i=9v6mJ3NoFhg:1t1CXrghgq4:V_sGLiPBpWU" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Inland, Ausland</dc:subject>
      <dc:date>2009-03-05T14:32:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Über eine Million Seitenzugriffe bei achgut.com</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ueber_eine_million_seitenzugriffe_bei_achgutcom/</link>
      <author>mmiersch@achgut.de (Michael Miersch)</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/ueber_eine_million_seitenzugriffe_bei_achgutcom/#When:09:24:00Z</guid>
      <description>(Michael Miersch) &lt;p&gt;Bilanz für Januar 2009
&lt;br /&gt;
Seitenzugriffe (Page impressions): 1 255 949
&lt;br /&gt;
Besucher (Unique visits): 523 900
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir danken allen alten und neuen Lesern herzlich!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Diejenigen unter Ihnen, die die finanzielle Möglichkeit dazu haben, bitten wir einmal nachzudenken, ob sie nicht in Aufklärung und kritischen Journalismus investieren möchten. Bisher entsteht achgut.com immer noch in unserer (oft knappen) Freizeit. Dafür sind wir nicht schlecht. Aber wie viel besser würde diese Website sein, wenn wir uns Zeit dafür nehmen könnten?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Hier gibt es noch ein paar &lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/nachtrag_zu_achgutcom_knackt_die_million/" title="zusätzliche Informationen"&gt;zusätzliche Informationen&lt;/a&gt; zum Erfolg von achgut.com.&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/4RfeGjh2frGopt59uua2GW254eU/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/4RfeGjh2frGopt59uua2GW254eU/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/4RfeGjh2frGopt59uua2GW254eU/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/4RfeGjh2frGopt59uua2GW254eU/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=pcoye3aG"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?d=41" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=VgjYozvo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?d=50" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=rv0DT7hV"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?i=rv0DT7hV" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Hausnachrichten</dc:subject>
      <dc:date>2009-02-05T09:24:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Echte und modische Allergien</title>
      <link>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/echte_und_modische_allergien/</link>
      <author>bmstadler@achgut.de (Prof. Dr. Beda M. Stadler (Gastautor))</author>
      <guid>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/echte_und_modische_allergien/#When:22:31:00Z</guid>
      <description>(Prof. Dr. Beda M. Stadler (Gastautor)) &lt;p&gt;Allergien scheinen zu grassieren. Kaum einer, der sich nicht damit brüstet, gegen irgendetwas allergisch zu sein. Zum Wunsch, gesund sterben zu wollen, kommt die Einsicht, an etwas leiden zu müssen, was aber höchst selten jemanden umbringt. Mit einer Allergie lässt sich oft gut leben. Vor Gesundheit strotzende Menschen haben schliesslich etwas Arrogantes.
&lt;br /&gt;
Eine Zeitlang schien es, der Übeltäter, der uns mit Allergien bedroht, könnte gefasst sein. Man glaubte, es sei die Umweltverschmutzung. Allergologen stürzten sich auf die Umwelthypothese. Eine Münchner Kollegin schrieb eine aufsehenerregende Arbeit, in der sie nach dem Berliner Mauerfall die Allergiehäufigkeit bei Ossis und Wessis untersuchte. Man vermutete, die armen Ossis hätten derart unter rauchenden Kaminschloten, giftigen Trabi-Auspuffen, Kohleheizungen und allen anderen kommunistischen Errungenschaften gelitten, dass sie nur so von Allergien strotzen müssten. Herausgekommen ist das Gegenteil: Die Wessis hatten mehr Allergien. 
&lt;br /&gt;
Weltweit bestätigten seither Wissenschaftler, dass selbst in Neuseeland, wo die Luft kristallklar ist, Allergien am Zunehmen sind und dass selbst die Einwohner von Moskau im Vergleich zu uns Mitteleuropäern wesentlich weniger Allergien haben. Seither sucht man nach neuen Übeltätern und nach neuen Hypothesen, wobei bis heute niemand erklären kann, warum es zu einer Zunahme vor allem von sogenannten Inhalationsallergien gekommen ist. Wen erstaunt es noch, dass neuerdings einige Allergologen behaupten, die Allergienzunahme sei eine Folge der Klimaerwärmung? Persönlich warte ich darauf, dass ein Kollege behauptet, die Dinosaurier seien wegen Allergien ausgestorben, weil es damals so schön warm war. Der Gipfel aller Verschwörungstheorien ist allerdings die Behauptung, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel würden vermehrt zu Allergien führen.
&lt;br /&gt;
Simulanten auf der Spur
&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde die Häufigkeit der Allergien überschätzt. Ein Problem könnte darin bestehen, dass den Allergologen Labortests zur Verfügung stehen, die sehr empfindlich feststellen, ob jemand auf einen allergenen Stoff sensibilisiert ist. Das heisst aber nicht, dass er deswegen Symptome hat.
&lt;br /&gt;
Ein anderes Problem besteht darin, dass selbst ein Allergologe oft nicht unterscheiden kann, ob sein Patient nun ein echter Allergiker oder bloss ein cleverer Simulant ist. Da eine Allergie eine Krankheit ist, für die man sich nicht schämen muss, wird sie gerne missbraucht. Oft tun Mitmenschen dies unbewusst. Hasst jemand Knoblauch, kann er behaupten, allergisch zu sein. Eine liebe Freundin weist mich jeweils darauf hin (nachdem ich gekocht habe), allergisch gegen Petersilie zu sein. Wäre dem so, würde sie wahrscheinlich ebenfalls mit Sellerie, Kamille, Karotte, Anis, Dill, Koriander, Fenchel, Kümmel und Sonnenblumenkernen ein Problem haben: Mehr als 95 Prozent der über tausend allergenen Stoffe sind heute bekannt und charakterisiert. Diese kann man aber auf rund hundert allergene Strukturen, die vom menschlichen Immunsystem erkannt werden, zusammenfassen. Da verschiedene Delikatessen etwas Petersilie benötigen und man dieses Kraut aus Sauce, Suppe oder Terrine nicht mehr herauskriegt, lüge ich sie jedes Mal an. In all den Jahren ist sie nach meinen Kochkünsten stets symptomfrei geblieben.
&lt;br /&gt;
Hier ein paar Merkmale für den Eigen- und Hausgebrauch, wie man diese Simulanten entlarven kann: Betritt ein Katzenallergiker Ihre Wohnung und beklagt sich sogleich über eine rinnende Nase, brennende Augen oder gar Atembeschwerden, kündigen Sie ihm die Freundschaft. Er hat bloss den Schwanz Ihrer Katze unter dem Sofa gesehen. Bei einer echten allergischen Reaktion braucht es mindestens zehn bis zwanzig Minuten, bis Symptome auftreten. So lange dauert es, bis die Allergene in den Katzenhaaren via Lunge oder andere Eintrittsstellen in den Körper gelangt sind und dort jene Zellen anregen, welche die Substanzen ausschütten, die zu den typischen allergischen Symptomen führen. Simulanten schaffen dies aber alleine mit ihrem Gehirn, was auch bestens erforscht ist. Die gleichen Zellen, die auf Allergene reagieren, können mit Gehirnsignalen stimuliert werden. Bereits im neunzehnten Jahrhundert hat ein französischer Professor so seine Studenten verblüfft, als eine vermeintliche Rosenallergikerin im Vorlesungssaal wegen einer Rose aus Pappmaché von der Schiessbude einen Asthmaanfall produzierte. Kinder, die diesen Trick raushaben, terrorisieren ihre Eltern gerne mit ebensolchen Anfällen. Auch Erwachsene unterliegen manchmal der Versuchung, zu derartigen Sozialterroristen zu werden. Wie oft liefert der Sport das schlechte Vorbild: Unter Spitzensportlern finden sich überproportional viele Asthmatiker, die zum Siegen den Lungenspray brauchen.
&lt;br /&gt;
Das Paradebeispiel für den allergischen Sozialterrorismus ist der Gast mit Nussallergie im mondänen Restaurant. Normalerweise würde diese graue Maus von niemandem beachtet werden, da aber ihr Leben auf dem Spiel steht, muss der Küchenchef am Tisch antraben, damit nirgendwo auch nur die Spur eines Nüsschens vorhanden sein wird. Eine Nussallergie verleiht das Recht, das Menü inklusive Sitzordnung im Restaurant zu verändern. Der Simulant erhält ungeteilte Aufmerksamkeit und kriegt obendrein das Mitgefühl oder gar die Liebe und Barmherzigkeit aller Anwesenden. Hätte die graue Maus eine richtige Krankheit, zum Beispiel Hämorrhoiden, würde ihr der gleiche Trick im Restaurant buchstäblich in die Hosen gehen. 
&lt;br /&gt;
Es gibt sie doch 
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich gibt es echte Allergiker. Sie leiden, und einige sind tatsächlich vom Tod bedroht, falls ihre Sensibilisierung weit fortgeschritten ist. Es sterben in der Schweiz leider Allergiker an Bienenstichen, aber meines Wissens ist bei uns noch nie jemand an einer Erdnuss gestorben (ausser Kleinkinder, die daran ersticken, weil die Nuss genau in ihre Luftröhre passt). Selbst in Amerika, wo tonnenweise Erdnussbutter verzehrt wird, sind fatale Folgen der Erdnussallergie selten. Trotzdem haben amerikanische Fluggesellschaften die Erdnüsse von Bord verbannt. Welch ein Witz! Als ob amerikanische Flugreisen sicherer als das Knabbern von Erdnüssen wären. 
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem der Allergieeuphorie besteht darin, dass der Volksmund jegliche Art von Überempfindlichkeit als Allergie bezeichnet. Nahrungsmittelintoleranzen sind keine echten Allergien, aber sie können zu ähnlichen Symptomen führen. Wer eine Laktoseintoleranz hat, der muss Milchprodukte meiden. Das Gleiche gilt für die Gluten- oder Sucroseintoleranzen bis hin zu Intoleranzen gegen Medikamente wie Aspirin. Weil bei diesen Intoleranzen das Meiden des verursachenden Stoffs zur Symptomfreiheit führt, galt dies jahrelang auch als Dogma für die echten Allergiker. Die Allergologen haben ihren Patienten ausnahmslos geraten, dem Allergen aus dem Weg zu gehen. Manch einer hat sich darauf ein Auto mit Pollenfalle angeschafft und sein Domizil in eine Pollenfestung verwandelt, damit er dann zwischen Haustüre und parkiertem Auto genau diejenige Menge Pollen abkriegt, um sich weiter zu sensibilisieren. Da jeder von uns die letzte Nacht mit Hausstaubmilben im Bett verbracht hat, ist es für andere allergene Stoffe ebenso nicht möglich, ihnen wirklich aus dem Weg zu gehen. Vielleicht war der ärztliche Ratschlag, das Allergen zu meiden, nicht besonders intelligent, und man hätte den Patienten beim Auftreten der ersten Symptome eher raten sollen, vermehrt Kontakt zu suchen. Während des letzten Weltkrieges gab es offensichtlich keine Kartoffelallergiker, und solange Reis in Japan das fast ausschliessliche Grundnahrungsmittel war, gab es dort keine Reisallergiker. Bei einem Kind, das früher Kuhmilch nicht vertrug und deswegen schrie, tröstete man sich damit, dass es wenigstens starke Lungen bekommen würde. Die Mütter rannten deswegen nicht gleich zum Pädiater, der das arme Baby auf Sojamilch umstellte, damit es später eine Sojaallergie entwickelte.
&lt;br /&gt;
Diese Einsicht scheint nun langsam auch unter Allergologen Oberhand zu gewinnen. Mein Kollege Thomas E. Platts-Mills, eine Allergologenkapazität aus Charlottesville, Virginia, ist jahrelang an Wissenschaftskongresse getingelt und hat gepredigt, man solle Katzen baden. Bei Allergien gegen Haustiere ist die Compliance der Patienten besonders schlecht, also kam er auf diese abstruse Idee, bei der ich immer zwischen Abscheu vor dieser Tierquälerei und der Ulkigkeit einer nassen Katze hin- und hergerissen war. Platts-Mills, bekannt für seinen britischen Humor, hat seine Patienten in den letzten Jahren etwas genauer angeschaut, und zwar vor allem jene, die eben nicht nur eine Katze, sondern mehrere Katzen oder Hunde hatten. Er musste feststellen, dass es diesen eigentlich besser ging, worauf er konvertierte und nun den Katzenallergikern rät, sich nicht nur eine, sondern gleich mehrere Katzen anzuschaffen. Jüngere Allergologen folgen langsam dieser Einsicht, die unter Immunologen längst eine Binsenwahrheit war: Die Patienten müssen eine immunologische Toleranz entwickeln. 
&lt;br /&gt;
Das massenhafte Auftreten von Allergikern liegt womöglich daran, dass kein Interesse besteht, die Häufigkeit auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren. Allergologen und Hausärzte sind einem Gewissenskonflikt ausgesetzt. Ihnen kann es egal sein, ob der Patient ein echter Allergiker oder nur ein Simulant ist. Dem echten Allergiker kann er zwar mit Medikamenten und Therapien helfen, dem Simulanten nicht. Aber er verdient mehr an ihm bis er zur Alternativmedizin wechselt. Genau dies tun die Simulanten früher oder später mit dem Argument, die Schulmedizin habe nicht geholfen. Im Schosse der Irrationalität nützen dann die abstrusesten Therapien wie etwa Bioresonanz, eine Art technischer Voodoo, oder sie schlucken Similasan und merken gar nicht, dass der Hersteller sich über sie lustig macht, da das Wort «Simulant» im Medikamentennamen steckt. Ich gebe zu, bei diesen Pseudoallergikern wirkt die Alternativmedizin, weil eine Einbildung mit jedem beliebigen Wässerchen therapierbar ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Zuerst erschienen in Die Weltwoche 28.01.2009, Ausgabe 05/2009&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zdoMldn4xLKRvFr4hN7Y1zyi5Rc/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zdoMldn4xLKRvFr4hN7Y1zyi5Rc/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zdoMldn4xLKRvFr4hN7Y1zyi5Rc/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zdoMldn4xLKRvFr4hN7Y1zyi5Rc/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=xZFAfLq5"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?d=41" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=fryRLpRH"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?d=50" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?a=60wftgj0"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~f/AchgutSpotlight?i=60wftgj0" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <dc:subject>Wissen</dc:subject>
      <dc:date>2009-02-02T22:31:00+01:00</dc:date>
    </item>

    
    </channel>
</rss>
