<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.google.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799</id><updated>2024-11-01T11:35:56.886+01:00</updated><title type='text'>Akebäcks</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default?redirect=false'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>16</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-4810019437436165123</id><published>2014-04-27T18:07:00.001+02:00</published><updated>2014-04-29T23:51:05.328+02:00</updated><title type='text'>Stillstand aus Angst </title><content type='html'>&lt;br /&gt;
Warum der Westen im Georgienkrieg versagen mußte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(geschrieben am 24. August 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kultur der Wirklichkeiten beginnt zu enden. Der Mensch des 21. Jahrhunderts wird bald – so darf man vermuten – kaum mehr wissen, wie sich die Rinde eines Baumes anfühlt, er wird kaum mehr wissen wie verwesende Blätter riechen. Und er kennt immer weniger die alten Grundbedürfnisse – nach sicherer Bleibe, nach einem geschützten Garten, nach einer friedlichen privaten Umgebung. &lt;br /&gt;
Die Bilder aus Georgien verstören den westlichen Betrachter – es sind Bilder aus einer anderen, längst fremd gewordenen Wirklichkeit. Trotz des offenkundigen Kompetenzverlustes hat im Westen der Glaube an die eigene Weisheit nicht nachlassen. Die scheinbar allumfassende Zuständigkeit bezieht sich nicht so sehr auf die Dinge wie Blätter und Baumrinde als vielmehr auf Gefahren. Der Weltbeobachter, der allseits informierte Bürger westlicher Staaten, sieht allerorten Bedrohungen – er sieht zumindest meist negativ interpretierte Veränderungen. Bjørn Lomborg hat in seinem Buch „Apokalypse No!“ eindringlich anhand zahlreicher Beispiele nachgewiesen, dass die Menschen nur noch die Katastrophen, zumindest die kontinuierliche Verschlechterung erwarten, während tatsächlich die Welt auf nahezu allen Gebieten besser, friedlicher, sauberer und gesünder geworden ist. &lt;br /&gt;
Angst hat sich wie ein grauer Schleier über die Welt gelegt. Jedes Gewitter, jede Anomalie in dieser Welt, und sei sie noch so natürlich, wird als Zeichen kommender Unbill, ja, kommender globaler Katastrophen gewertet. &lt;br /&gt;
Ein paar Flüchtlinge oder ein paar brennende georgische oder südossetische Dörfer sind im Kontext dieser Bedrohungen wohl nur unbedeutende Randerscheinungen. Das stete Umkreisen potentieller Weltgefahren – durch die Politik, durch die Medien, durch die Wissenschaft und natürlich auch durch die Bürger in privaten Gesprächen – ist ein junges kulturelles Phänomen. &lt;br /&gt;
Einst waren Ängste konkreter: die Menschen hatten Angst vor ganz persönlichen Bedrohungen, vor individuellem Hunger oder vor Krankheiten. Konkrete Ängste waren beherrschbar. Wessen Vorratskammer mit Speisen gefüllt war, der braucht sich zumindest eine bestimmte Zeit lang vor dem Hunger nicht ängstigen. Und wer eine Krankheit bekam, der wußte in den meisten Fällen, wie mit ihr umzugehen war. Doch heute scheint überall auf der Welt die schreckliche, unbeherrschbare Pest ausgebrochen zu sein. Voller Angst starren die Menschen auf die Umgebung – und würden sich am liebsten gar nicht mehr bewegen. Auch die Politik wird von der Angst dominiert – die Angst, Verbündete zu erschrecken, die Angst, als zu hart oder als zu weich zu erscheinen. Im System der Angst ist das Stillstehen das richtige Verhalten. Jedes Bewegen provoziert neue Gefahren. Unverständnis löst deshalb jeder aus, der sich tatsächlich bewegt. &lt;br /&gt;
Sowohl Georgiens Einmarsch in Südossetien als auch Russlands Besetzung von Teilen Georgiens sind Verhaltensmuster, mit denen angstgesteuerte Menschen nicht umgehen können. Weshalb hatte Georgien keine Angst vor Russland? Weshalb hat Russland keine Angst, den Weltfrieden zu stören? Als erste Reaktion auf solch unerwartetes Verhalten entwickeln die westlichen Staaten wortreiche Beherrschungsstrategien. Beide Seiten werden in Diskussionen eingebunden, müssen Papiere unterschreiben und zukünftiges Stillstehen versprechen. Russland und Georgien sollen sich beide zurückziehen auf die Positionen, die sie vor dem Krieg innehatten. Angstbeherrschung wird durch die Negation des Krieges, durch die scheinbare Aufhebung seiner Folgen erreicht. &lt;br /&gt;
Tatsächlich hat sich durch den Krieg alles verändert: die Situation vor Ort genauso wie die globale. Straßen, Schienenwege und auch Naturschutzgebiete sind zerstört. Tausende Menschen haben ihr Zuhause verloren und befinden sich auf der Flucht. Das Vertrauen der Menschen untereinander ist ruiniert. Doch aus der distanzierte Sicht der Ängstlichen wird durch den Rückzug, der Stillstand meint, die Welt geheilt. Der Segen des Stillstandes, der kein Segen ist, wurde zuerst im Ersten Weltkrieg geprobt. In den Schützengräben erfuhren die Soldaten, dass jede Bewegung lebensbedrohlich ist. Aber auch das Verharren war kein angenehmer Zustand. Aus dem Schützengraben heraus konnten die Soldaten die detonierenden Geschosse beobachten. &lt;br /&gt;
Wie kein anderer nahm Ernst Jünger die Rolle des Beobachters an. Er schrieb eine Phänomenologie des Krieges, der stillsteht. Jünger und die Soldaten sahen nicht mehr den Feind, sondern sie sahen aus ihren Gräben die mal fernen, mal ganz nahen Explosionen; sie sahen zerstörte Wälder, umgepflügte Kulturlandschaften – und viel Blut auf dem frischen Grün der Natur. Jeder Versuch, aus den Gräben auszubrechen und vorzupreschen, führte zu noch mehr Explosionen, zu noch mehr Tod und mit großer Wahrscheinlichkeit zum Tod. Jedes Stillstehen, jedes Eingraben machte die Schrecken des Krieges scheinbar beherrschbar – und doch stieg die Angst vor dem unsichtbaren Feind, die Angst vor dem offenbar unausweichlichen Tod unermesslich. &lt;br /&gt;
Die Beobachtung des Krieges aus den Schützengräben der westlichen Zivilisation, die jeden Tag millionenfach vor den TV-Geräten stattfindet, schürt eben gerade Ängste. Man sieht das Geschehen und bekommt Angst um den Weltfrieden, Angst um die Zukunft der eigenen Kinder usw. Das unmittelbare Eingreifen in einen Konflikt scheint unmöglich, die Lösung eines Problems durch eigenes Bewegen ist der letzte mögliche Schritt, der mit allen Mitteln vermieden wird. Der russisch-georgische Krieg hat in Westeuropa nicht zu einer Solidarisierung mit Georgien geführt, sondern zu einer allgemeinen dumpfen Angst vor dem Kalten Krieg. Doch damit nicht genug. Je größer die Angst wird, um so ausführlicher nehmen sich die Medien der Thematik an. Je mehr die Menschen in ihrer Angst verharren, um so häufiger werden sie mit gestorbenen Menschen, weinenden alten Frauen und zerschossenen oder brennenden Dörfern vor ihren Fernsehbildschirmen konfrontiert. Der Versuch, die Angst durch Aufklärung zu beherrschen, mündet in immer größeren Bedrohungen, in einer zunehmenden Angst. Die „Geheimwaffe“ der Deutschen, die V-2-Rakete, erschreckte 1944 und 1945 vor allem London und Antwerpen. Dabei war es weniger die reale Zerstörungskraft als vielmehr das unheimliche Heulen, das dem Einschlag folgte, sowie die Nachrichten von möglichen und womöglich gewesenen Zerstörungen, die Anlass gaben, sich zu ängstigen oder die Wissenschaft zu bemühen. Bald schien es gleichgültig, ob die Rakete auch traf – sie tat es zumeist nicht oder kaum zielgenau. Entscheidend für die geheimdienstlichen und öffentlichen Diskussionen, entscheidend für die entstehende Angst war allein ihre nachweisbare Existenz. Das unheimliche Heulen reichte aus, um Angst und um nachfolgend Beherrschungsstrategien auszulösen. Das Modell für das System der globalen, später atomaren Abschreckung, das Modell für den Krieg der Ängste war geschaffen. Eine der technischen Strategien, um die Bedrohung beherrschbar zu machen, war die Entwicklung des Radars. Nun musste man nicht mehr auf das Heulen in der Luft warten, sondern konnte vorher das Flackern auf den Bildschirmen interpretieren. Doch jede Technik, die Angst beherrschbar macht, wird technisch hintergangen. Die amerikanischen Stealth- Bomber F-117, bereits im ersten amerikanischen Golfkrieg eingesetzt, sind auf Radarschirmen kaum noch sichtbar. Ihre Form lässt sie verschwinden – die Bedrohung für den Gegner wächst und wächst. Die Unwägbarkeit und vor allem die Unsichtbarkeit einer Bedrohung lassen diese ins Unermessliche anwachsen. Der Klimawandel ist so gefährlich, da er nicht gesehen wird. Er kommt schleichend, blendet durch schönes Wetter, durch warme Winter – und wird womöglich eines Tages mit Tornados und Tsunamis um so brutaler zuschlagen. Die modernen Kriege, die aus Angst heraus entstanden sind, werden meist gegen einen unsichtbaren Feind gekämpft. Denn vor allem die Unsichtbarkeit erzeugt Angst. Bin Laden ist für die Amerikaner unsichtbar geworden – und hat dadurch seine Gefährlichkeit so sehr gesteigert, dass die Amerikaner den Taliban in ganz Afghanistan den Krieg erklärt haben. Im Irak war die Unsichtbarkeit der schmutzigen Waffen die größte Bedrohung. Um den Krieg zu verhindern, hätte Saddam Hussein ganz sichtbar und ganz offen die gefährlichsten und die schlimmsten Waffen präsentieren sollen. Dann hätte die westliche Welt versucht, durch Drohungen und Diskussionen, durch einen überschäumende Medienberichterstattung und durch Überwachungsflüge, deren Bilder anschließend wortreich interpretiert werden, die Gefahr zu beseitigen. Für einen Krieg hätten dann vermutlich die Argumente gefehlt. Im Irak war gerade die Abwesenheit der Waffen, die scheinbare Unsichtbarkeit, der zwingende Kriegsgrund. &lt;br /&gt;
Das russische Militär hält sich nicht an die Spielregeln des Westens. Es platziert ganz offen und unverfroren seine Panzer in Georgien – und zieht sie nach milden Drohungen halbherzig zurück. Die offen sichtbaren Panzer, die das zivile Leben in Georgien paralysieren, wirken ganz harmlos. Die deutsche Regierung beeilte sich zwischenzeitlich, den Russen das Recht zuzugestehen, in einer Übergangszeit noch mit Militär in Georgien zu bleiben. Der russische Militärschlag gegen Georgien verstärkte eine allgemeine Angst im Westen – und gleichzeitig schwand die konkrete Angst, da die Bedrohung sichtbar wurde und scheinbar beherrschbar ist. &lt;br /&gt;
Russlands Präsident Putin kennt die Mechanismen und spielt mit dem Westen. Erst bewegt er das russische Militär massiv, während der Westen Stillstand erwartet und hilflos protestiert. Dann lässt er das Militär demonstrativ in Georgien stehen – und lässt die Soldaten eine friedliche Ordnungskraft spielen. Der Westen ist froh, dass alles wieder stillsteht und das alles offensichtlich ist. Die konkrete Angst des Westens und seiner Bürger nimmt wieder ab – Putin hat sein Kriegsziel, Georgien zu demoralisieren und zu demontieren, erreicht. Die große allgemeine Weltangst des Westens ist gleichzeitig gestiegen – und jeder Versuch, Putin in die Schranken zu weisen, würde noch größere Ängste hervorrufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIS ASCHENBECK </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/4810019437436165123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/stillstand-aus-angst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/4810019437436165123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/4810019437436165123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/stillstand-aus-angst.html' title='Stillstand aus Angst '/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-8325812876705273427</id><published>2014-04-16T12:44:00.000+02:00</published><updated>2014-04-16T21:32:16.021+02:00</updated><title type='text'>Von der Ukraine lernen</title><content type='html'>Es klingt paradox: Von der Ukraine lernen ... Von diesem fast gescheiterten Staat, dem manche westliche und erst recht östliche Politiker gar die Existenzberechtigung absprechen. Von einer schwachen Ukraine lernen, die tatenlos zusehen musste, wie ihr ein Stück Territorium vom russischen Nachbar geraubt wurde? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit denkbar schlechtesten Voraussetzungen ging die Ukraine in das 21. Jahrhundert. Zwischen 1933 und 1945, das hat der amerikanische Historiker Timothy Snyder eindrucksvoll ausgeführt, war die Ukraine der tödlichste Landstrich Europas. Stalin ließ die Ukrainer verhungern, Hitler erkannte im fruchtbaren Land beiderseits des Dnjeprs künftiges Siedlungsgebiet der Deutschen. In der Ukraine galt damals ein Menschenleben nicht viel, der fruchtbare Boden wurde mit dem Blut der Ukrainer, aber auch mit dem Blut der polnischen und der jüdischen Bevölkerung getränkt.&lt;br /&gt;
Unter sowjetischer Nachkriegsherrschaft kam das Land nicht voran ... Es verfiel in die typische östliche Stagnation, aber es war doch befriedet. Die Menschen konnten langsam wieder anfangen, ihr Leben zu leben, ihr Existenz aufzubauen und vorsichtig in die Zukunft blicken. Doch auch nach dem Ende der Sowjetunion kam für viele nicht die große Erlösung, nicht der private Aufschwung. Oligarchen bedienten sich am Volksvermögen und sorgten dafür, dass wenige reich wurden, dass viele arm blieben ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch haben die Ukrainer stets an die Idee einer besseren Zukunft geglaubt; sie sitzt tief im nationalen Bewusstsein. Janukowitsch hatte mit der Absage des EU-Assoziierungsabkommens weniger tatsächliche Entwicklungen blockiert als vielmehr eine Idee begraben. Seine Unterschriftsverweigerung war eine kleine Tat, die noch nicht viel geändert hatte, die in seiner negativen Präsidentschaftsbilanz kaum weiter auffiel, aber es war eine symbolische Tat, deren Wirkung er offenbar unterschätzt hatte. Die Menschen fühlten sich plötzlich von ihrer Hoffnung beschnitten – der Hoffnung, einst anerkannter Teil eines besseren, weniger korrupten und wohlhabenderen Europas zu werden. Im Putin-Russland sahen und sehen die meisten Ukrainer hingegen kein Muster für ein besseres Leben. Nur diejenigen Ukrainer, die anfällig für russische Propaganda sind, die im Einflussbereich gleichgeschalteter russischer Medien leben und die nicht zum intellektuell geprägten Bürgertum gehören, können auf Putins Versprechen reinfallen, können sich der Anbetung an die Macht hingeben und gleichzeitig die Realitäten ignorieren. Wobei die Realitäten auch für die so genannten Pro-Russen kaum mehr zu übersehen sind: Auf der Krim gibt es Probleme mit der Energie und der Lebensmittelversorgung. Flugverkehr und Postzustellung sind stark eingeschränkt. Junge Krim-Bewohner werden demnächst vom russischen Militär eingezogen ... Aber die Begeisterung für den Anschluss wurde nicht von der Vernunft gesteuert, sie war eine irrationale Machtanbetung, die stärker wog, als das Vertrauen in die eigene Kraft, die stärker wog als ein bürgerliches Selbstbewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grasswurzelbewegung Euromaidan hat es hingegen durch Beharrlichkeit, durch Widerstandskraft und Mut geschafft, einen zum Diktator mutierten Präsidenten zu verjagen. Der Euromaidan hat bewiesen, dass zumindest in der Kiewer Bürgerschaft, aber auch unter den Einwohnern zahlreicher weiterer Orte eine bürgerliche Kraft lauert, die ein Machthaber Janukowitsch vollkommen unterschätzt hat. Menschen hatten bei zweistelligen Minustemperaturen auf dem zentralen Platz Maidan ausgeharrt. Sie hatten sich von Wasserwerfern nassspritzen lassen und waren dennoch nicht gewichen. Sie wurden beschossen, manche verwundet – und waren dennoch geblieben. Vor allem: Sie konnten ohne einen neuen Führer handeln, sie organisierten sich selbst. Klitschko, der eine Art Sprecher der Bewegung wurde, zeigt nicht die Verhaltensmuster eines Mächtigen, dem man blind zu folgen habe. Im Gegenteil: Er wurde eher als schwach wahrgenommen, sein Verhalten wurde diskutiert, in Frage gestellt ... Gerade diese Eigenschaft, so paradox es klingen mag, ist die Stärke der Bewegung. Die Idee und die Kraft einer bürgerlichen Zivilgesellschaft, die wir vielleicht in dieser Form schon aus der Schweiz kennen, wurde ausgerechnet in der Ukraine neu begründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich kann Europa von der Ukraine, vor allem von den Bürgern, die die Euromaidan-Bewegung getragen haben, lernen. Mit der Euromaidan-Bewegung wurde in den vergangenen Monaten der Keim für ein neues, freies, besseres Europa gelegt: für ein Europa der selbstbewussten Bürger, die zur Not oder im Idealfall auch ohne Führung handeln können – zumal ohne korrupte, autoritäre oder gar verrückte Führung. Der Keim der Euromaidan-Bewegung ist derart viril, dass sich das Putin-Russland, das sich selbst in seiner Standfestigkeit bedroht sieht, nur mit grünen Männern und militärischer Drohung zu helfen weiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Euromaidan kann aber nicht nur ein Vorbild für Russland sein (genau das wird Putin fürchten), sie kann auch Vorbild für andere europäische Staaten sein, in denen sich die Bürger von Politikern wie Berlusconi verraten fühlen. Sie ist eine viel bessere Antwort auf Politikverdrossenheit als die Suche nach neuen, unverbrauchteren Autoritäten, wie sie leider derzeit in Frankreich, den Niederlanden oder auch in Ungarn zu beobachten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die westlichen „Putinversteher“ beweisen jedoch, wie sehr inzwischen den Bürgern des Westens die Werte abhanden gekommen sind. Freiheit ist für sie selbstverständlich, Rederecht ist alltäglich, sexuelle Selbstbestimmung steht nicht unter Gefahr. Für alle diese und viele weitere, inzwischen selbstverständlichen Werte muss man nicht mehr kämpfen ... Demokratie scheint, da alltäglich, ein schwächliches Konstrukt. Aber Putin! Der große Führer! Wer ihn anbetet, der kann jede eigene Verantwortung überspielen, sie schließlich ganz vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der selbstorganisierten Euromaidan-Bewegung wurde die Verantwortung nie vergessen; die Mitstreiter mussten sie gar nach Janukowitschs Flucht unmittelbar übernehmen und Regierungsgewalt ausüben. Vermutlich werden in der Übergangsregierung zur Zeit viele Fehler gemacht, vermutlich ist sie nicht die beste Regierung, die man sich vorstellen kann, leider tendieren manche Mitglieder zu einem übertriebenen Nationalismus. Aber die Übergangsregierung setzt doch den Anspruch fort, die Zivilgesellschaft zu entwickeln – ohne auf eine autoritäre Herrschaft und ohne auf eine Machtfigur zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Euromaidan hat den Europäern, die hinschauen und die begreifen wollten, gezeigt, dass man für Ziele einstehen kann und muss. Er hat den Europäern bewiesen, dass die europäische Idee viel weiter reicht als bis zum Euro oder bis zu den Verordnungen aus Brüssel. Der Kern der europäischen Idee ist das Zusammenleben unterschiedlicher Völker und Kulturen, der Austausch, das wirtschaftliche Gedeihen. Europa ist eine Größe, die ohne einen autoritären Führer auskommt, die genau so selbstregulativ sein kann wie der Euromaidan oder die Kantone der Schweiz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europabild des Euromaidans scheint weit besser und entwickelter als das Europabild der EU-Europäer. Millionen werden bei der anstehenden Europawahl Parteien wählen, die gegen Europa und gegen alle Formen der Freiheit eingestellt sind. Teile der europäischen Bevölkerung sind gelangweilt, abgestumpft, fernsehsüchtig. Sie wissen nicht mehr, wofür sie einstehen sollten. Würde Putin mit seinen grünen Männern und seiner „gelenkten Demokratie“ zu ihnen kommen, würden vermutlich viele der medienabhängigen oder shoppingsüchtigen Menschen keinen Widerstand mehr leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland ist die Situation ungleich dramatischer. Russen folgen überwiegend mit Begeisterung der Macht des Führers; sehr schön beschrieben in Lena Kornyeyevas Buch &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Putins-Reich-Neostalinismus-Verlangen-Einf%C3%BChrung/dp/3939401986/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;amp;qid=1397644976&amp;amp;sr=8-4&amp;amp;keywords=putins+reich&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Putins Reich – Neostalinismus auf Verlangen des Volkes“&lt;/a&gt;. Unter Jelzin hatte die Russen zwar einen Hauch der neuen Freiheit erfahren, hatten wirtschaftlichen Handlungsspielraum bekommen, doch eine Zivilgesellschaft konnte sich seitdem kaum ausbilden und wird unter Putin nicht mehr gefördert. Machtanbetung ersetzt bis heute bürgerliches Engagement. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerechnet die Ukraine, gelegen in der Mitte zwischen einem demokratiemüden Westens und einem demokratieunkundigen Osten, zeigt uns jetzt, wie konsequent Bürger für die Werte Europas eintreten können, wie sie einer Vision folgen. Uns sind die Bilder aus Kiew in Erinnerung, wie Musiker vor den vermummten Polizisten aufspielten, wie Flashmobs in U-Bahn-Schächten für die Freiheit skandierten, wie das Volk Essen und medizinische Versorgung ohne Führung, ohne Befehle organisierte ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer hingegen die pro-russische Besatzer in den ostukrainischen Städten betrachtet, die durchaus Anleihen an den Strategien des Euromaidan nehmen, der erkennt das genaue Gegenteil von der Kiewer Bewegung des Jahreswechsel 2013/2014. Vermummte, dunkle Gestalten, die selbsternannten lokalen Führern folgen (die sich teilweise sogar Phantasieorden anheften, um ihre vorgebliche Autorität zu unterstreichen); es sind Gestalten, die nur die Sprache der Gewalt, ja, der Brutalität verstehen. Journalisten werden von den Besatzern bedroht und geschlagen. Auf der Krim hängen Steckbriefe in öffentlichen Gebäuden, auf denen Andersdenkende angeprangert werden (wie auch in Russland, wo Putin-Gegner diffamiert werden). In Charkow war Mitte April eine Ärztin zu sehen, die Menschen, die schwer verletzt am Boden lagen, Fusstritte gab ... Das sind Bilder eines Anti-Europas, Bilder einer dunklen Gesellschaft, gegen die sich der Euromaidan mit guten Grund entschieden hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider zeigt die Geschichte, dass das Gute nicht immer siegt, dass es meist mehrere Anläufe benötigt, bis es eine Chance bekommt. Und so kann es sein, dass die kleine Pflanze einer neuen europäischen bewussten Demokratie, die in Kiew auf dem Euromaidan gewachsen ist, von westlicher Ignoranz und östlicher Aggression im Wachsen behindert wird, dass nach 2004 auch 2014 die gewonnene Freiheit den Menschen wieder zwischen den Fingern zerrinnt. Damit das nicht geschieht, muss Europa das Vorbild der Euromaidan-Ukraine annehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JAN AKEBÄCK</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/8325812876705273427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/von-der-ukraine-lernen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8325812876705273427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8325812876705273427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/von-der-ukraine-lernen.html' title='Von der Ukraine lernen'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-3672602213908694020</id><published>2014-04-06T22:43:00.003+02:00</published><updated>2014-04-06T22:43:52.231+02:00</updated><title type='text'>Ukraine – die falschen Bilder und die Wirklichkeit</title><content type='html'>Seit mehreren Monaten steht die Ukraine nun im Fokus des öffentlichen Interesses. Das Land ringt um die Demokratisierung, muss den Verlust der Krim hinnehmen und befindet sich in einer insgesamt verzweifelten Situation. Die öffentliche Meinung im Westen scheint jedoch mehr den russischen Aggressor zu stützen als die junge ukrainische Regierung, der der Neuanfang gelingen muss, will sie den Staat nicht ins Chaos stürzen lassen. So genannte „Putinfreunde“ oder „Putinversteher“ beherrschen den Diskurs – von Gerhard Schröder bis hin zu Peter Gauweiler. Ukrainefreunde hingegen sind rar. Altkanzler Schmidt spricht in einem ZEIT-Interview der Ukraine das Recht oder die Notwendigkeit staatlicher Integrität ab. Gregor Gysi verunglimpft wie viele andere Vertreter der Linken und der Rechten die neue ukrainische Regierung als Faschisten, obwohl die neuen Rechten in der Ukraine nicht machtvoller sind als beispielsweise in Frankreich oder Schweden. &lt;br /&gt;In der Öffentlichkeit prallt ein tief verwurzeltes positives Russlandbild auf ein negatives Ukrainebild – in Umdrehung der tatsächlichen Situation; der Aggressor bekommt einen Vertrauensvorschuss, der Überfallene und der um seine Existenz Ringende einen Misstrauensvorschuss, der auch mit dem Andauern der Krise nicht schwindet.&lt;br /&gt;Dieses Missverhältnis, das eine klare Politik behindert, das den Aggressor zudem weiter in seinem Handeln ermuntert, hat Gründe. Russland hat es über viele Jahre gut verstanden, die eigenen Vorstellungen in der westlichen Welt zu verbreiten und zu verankern. Ehemalige Politiker werden bezahlt (wie Gerhard Schröder), Wissenschaftler instrumentalisiert (indem sie Berater einer mit Russland verbundenen Industrie wurden) und Journalisten auf einen russlandfreundlichen Kurs ausgerichtet (der Wiener Historiker Michael Moser in einem offenen Brief an den Spiegel: „Ich schreibe diesen Satz sehr ungern, aber: Die letzten Texte von Herrn Klußmann sehen geradezu aus, als ob sie aus Moskau bestellt worden wären.“).&lt;br /&gt;Die Ukraine hingegen hat sich in den gut zwei Jahrzehnten ihrer Unabhängigkeit vor allem mit sich selbst beschäftigt. Ukrainischen Politikern war es allein wichtig, den eigenen Wohlstand zu mehren, das Wohl des Landes, auch die Außenwirkung des Landes schienen zweit- oder drittrangig. Das Desinteresse der vergangenen ukrainischen Regierungen an einer langfristigen und vorausschauenden Westbindung führte dazu, dass westliche Investitionen stockten, dass selbst die zwischenstaatliche Infrastruktur sträflich vernachlässigt wurde. Noch vor wenigen Jahren sucht man in der online-Zielländerauswahl bei einem deutschen Paketdienst nach dem Eintrag Uganda den der Ukraine vergeblich. Heute ist es für viele Privatpersonen einfacher, den zwischen Kiew und Deutschland verkehrenden Bussen Waren oder Dokumente persönlich mitzugeben, als diese einem Paketdienst anzuvertrauen, der dann die Sendungen auf eine lange Reise mit ungewissem Ausgang bringt. &lt;br /&gt;Wo der wirtschaftliche Austausch schon stockt, da ist es auch mit dem Tourismus nicht weit. Menschen aus dem Westen, die in die Ukraine reisten und reisen, erleben ein schönes interessantes Land, aber sie werden nicht abgeholt, nicht mit offenen Armen empfangen, sie finden keine Strukturen vor. Wenn westliche Besucher die kyrillische Schrift nicht beherrschen sind sie in dem Land geradezu verloren ...&lt;br /&gt;Diese Selbstbezogenheit der Ukraine, die mangelnde Öffentlichkeitsarbeit im Westen und die Vernachlässigung einer Vernetzung mit dem Westen haben dazu geführt, dass in den Köpfen der Westeuropäer keine positiven Bilder gewachsen sind. Gerade die Deutsche haben, wenn es um die Ukraine geht, immer noch Bilder im Kopf, die im nationalsozialistischen Deutschand gewachsen sind und gepflegt wurden: ein rohes, wildes Land, dass der deutschen Kultur unterlegen ist. Wenn wir an die Ukraine denken, dann fallen uns Schlägereinen im Parlament, Prostituierte in Bordellen, AIDS-Erkrankte in Odessa und natürlich die Atomkatastrophe von Tschernobyl ein. Positive Assoziationen fehlen meist ganz.&lt;br /&gt;Dabei ist dieses verfestigte Bild, das selbst nach monatelanger Berichterstattung über die Ukraine kaum Risse zeigt, höchst einseitig. Ein positiveres Bild wäre, würden die Menschen die Ukraine besser kennen, naheliegend: Die Ukrainer sind in ihrer Kultur gerade den Deutschen sehr nah. Sie kümmern sich liebevoll um ihre Häuser und um ihre Gärten. In der Ukraine erlebt man als Reisender herzliche Gastfreundschaft. &lt;br /&gt;Die Strände am Schwarzen Meer sind nicht weniger schön als die von Bulgarien – auch wenn die der Krim, zur Zeit unter russischer Zwangshoheit stehen. &lt;br /&gt;Einige Städte in der Ukraine gehören zu den herausragenden touristischen Zielen Europas – und liegen doch meist abseits der Reiserouten. Kiew, Odessa und die Weltkulturerbestadt Lemberg überraschen und begeistern jeden, der sie besucht. In der Ukraine, gerade rund um Odessa oder in Bessarabien gab und gibt es nationale, auch deutsche Minderheiten mit eigener kultureller Ausprägung. Die Karpaten gehören zu den schönsten und einsamsten Gebirgen Europas – kaum erschlossen und von großer Erhabenheit.&lt;br /&gt;Das größte Kapital des Landes sind die freundlichen und tatkräftigen Menschen. Prügelnde Parlamentarier sind nicht repräsentativ für die Bevölkerung eines Landes, das in der Vergangenheit immer auf der Verliererseite der Geschichte lag. &lt;br /&gt;Das Bild im Westen und die Wirklichkeit – bei keinem anderen europäischen Land ist deren Abweichung voneinander so groß wie bei der Ukraine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan Akebäck&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/3672602213908694020/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/ukraine-die-falschen-bilder-und-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/3672602213908694020'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/3672602213908694020'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2014/04/ukraine-die-falschen-bilder-und-die.html' title='Ukraine – die falschen Bilder und die Wirklichkeit'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-4930475570028836187</id><published>2012-10-27T17:25:00.006+02:00</published><updated>2012-10-27T17:25:58.638+02:00</updated><title type='text'>Agent wider Willen</title><content type='html'>Thomas Künzl in der MainPost über das neue Buch von Nils Aschenbeck:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Schafft man den gedanklichen Spagat, James Bond, Axel Springer und Adolf Eichmann in ein einziges Buch zu zwängen? Dabei auch noch zusätzlich die gesamte Geschichte der 20. Jahrhunderts als Hintergrundstory laufen zu lassen. Dem in Bad Kissingen lebenden Autor Nils Aschenbeck ist dieses Wagnis tatsächlich geglückt. ... Aschenbecks Buch enthält eine ungeheure Dichte an historischen Fakten. Die erzählt er in Lockerheit und schafft es trotz aller Dramatik der Geschehnisse ein sympathisches Augenzwinkern beizubehalten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Nils-Aschenbecks-gedanklicher-Spagat;art766,7100169&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zum Artikel.&lt;/a&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/4930475570028836187/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/agent-wider-willen_27.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/4930475570028836187'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/4930475570028836187'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/agent-wider-willen_27.html' title='Agent wider Willen'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-496337658372165469</id><published>2012-10-26T08:43:00.002+02:00</published><updated>2012-10-26T08:43:18.169+02:00</updated><title type='text'>Jugendstil in Görlitz</title><content type='html'>&lt;table align=&quot;center&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiQWQprYvx7TLKux8W30_aXedsZhdNN7FdJJA1J1FGD2U1lhLpG4Goz3aAfzgSPQ8_mQ4PVjCMAl5-TMzG5g89QRs1CVw3hYF2TY2XgMz_QEzD5l9YmKIVjrohQgZpgcAvrpMcfFXT3ot4/s1600/salomonstr2.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiQWQprYvx7TLKux8W30_aXedsZhdNN7FdJJA1J1FGD2U1lhLpG4Goz3aAfzgSPQ8_mQ4PVjCMAl5-TMzG5g89QRs1CVw3hYF2TY2XgMz_QEzD5l9YmKIVjrohQgZpgcAvrpMcfFXT3ot4/s320/salomonstr2.jpg&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Salomonstraße&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;table align=&quot;center&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjsTsMtGPq7WvQL2Yq6_rt-2pHb7lUWFjGb-aGD3kD3VPbH4s7RSeBArqYEVgHmkgFe3dV9MGMOdvbTRvCs4hsrn5sVOvsPcP0PVaj60CGiB5ozsiYX3GfBec1vLb59lG_3qMv3IfJtwa0/s1600/baudetail_salomonstr.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjsTsMtGPq7WvQL2Yq6_rt-2pHb7lUWFjGb-aGD3kD3VPbH4s7RSeBArqYEVgHmkgFe3dV9MGMOdvbTRvCs4hsrn5sVOvsPcP0PVaj60CGiB5ozsiYX3GfBec1vLb59lG_3qMv3IfJtwa0/s320/baudetail_salomonstr.jpg&quot; width=&quot;286&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Salomonstraße, Görlitz&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
In Görlitz soll zwischen der Berliner und der Salomonstraße ein neues Einkaufszentrum entstehen.Die Bilder zeigen das wohl interessanteste Gebäude, das hier bedroht ist: ein Jugendstil-Geschäftshaus aus dem Jahr 1899. Es ist komplett originalgetreu erhalten, steht aber leer. Besonders sehenswert sind die Baudetails - so die Wolken blasenden Engelsfiguren. </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/496337658372165469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/jugendstil-in-gorlitz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/496337658372165469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/496337658372165469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/jugendstil-in-gorlitz.html' title='Jugendstil in Görlitz'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiQWQprYvx7TLKux8W30_aXedsZhdNN7FdJJA1J1FGD2U1lhLpG4Goz3aAfzgSPQ8_mQ4PVjCMAl5-TMzG5g89QRs1CVw3hYF2TY2XgMz_QEzD5l9YmKIVjrohQgZpgcAvrpMcfFXT3ot4/s72-c/salomonstr2.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-6317766827332497137</id><published>2012-10-15T23:15:00.003+02:00</published><updated>2012-10-15T23:15:43.476+02:00</updated><title type='text'>Görlitz</title><content type='html'>&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgmcw2xKNyUKtYMQDm5Ze3euqrRu4zZQQQWXeXNxdvGHbtqOcRwviho1FAbZDJbKjS0EkvnzK1_CdHGiRzZRoLt0x2YpS4GT_kbli397eNL8EDkqb2U765AQVVS7AaYo50CxBHAJDdgnUs/s1600/P9290037.JPG&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;240&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgmcw2xKNyUKtYMQDm5Ze3euqrRu4zZQQQWXeXNxdvGHbtqOcRwviho1FAbZDJbKjS0EkvnzK1_CdHGiRzZRoLt0x2YpS4GT_kbli397eNL8EDkqb2U765AQVVS7AaYo50CxBHAJDdgnUs/s320/P9290037.JPG&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;br /&gt;
Blick aus dem Hotelfenster - so beginnt ein Wochenende in Görlitz ... Morgen mehr. </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/6317766827332497137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/gorlitz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/6317766827332497137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/6317766827332497137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/gorlitz.html' title='Görlitz'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgmcw2xKNyUKtYMQDm5Ze3euqrRu4zZQQQWXeXNxdvGHbtqOcRwviho1FAbZDJbKjS0EkvnzK1_CdHGiRzZRoLt0x2YpS4GT_kbli397eNL8EDkqb2U765AQVVS7AaYo50CxBHAJDdgnUs/s72-c/P9290037.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-8072155524883363902</id><published>2012-10-07T12:30:00.001+02:00</published><updated>2012-10-07T12:30:11.643+02:00</updated><title type='text'>Agent wider Willen</title><content type='html'>Rechtzeitig zur Buchmesse erscheint Nils Aschenbecks neues Buch: Agent wider Willen. Eine erste Lesung findet am 24. Oktober in der Stadtbücherei Bad Kissingen statt (19.00 Uhr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjWxuQjOLwdrkGH0Gqj0R2lD0t_q88w3ru5LEzY9eK0ipik1X2eyWUj5stNzYK_M-cydzuHeUXFXvbxOHHLEv5GLp4NtLKOHDqmNtFOGNGJqseSmyDwdWeqHBlOZrv-VNcM98zHxNUlqKU/s1600/00403.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjWxuQjOLwdrkGH0Gqj0R2lD0t_q88w3ru5LEzY9eK0ipik1X2eyWUj5stNzYK_M-cydzuHeUXFXvbxOHHLEv5GLp4NtLKOHDqmNtFOGNGJqseSmyDwdWeqHBlOZrv-VNcM98zHxNUlqKU/s320/00403.jpg&quot; width=&quot;213&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/8072155524883363902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/agent-wider-willen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8072155524883363902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8072155524883363902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/10/agent-wider-willen.html' title='Agent wider Willen'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjWxuQjOLwdrkGH0Gqj0R2lD0t_q88w3ru5LEzY9eK0ipik1X2eyWUj5stNzYK_M-cydzuHeUXFXvbxOHHLEv5GLp4NtLKOHDqmNtFOGNGJqseSmyDwdWeqHBlOZrv-VNcM98zHxNUlqKU/s72-c/00403.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-5275061462479353216</id><published>2012-02-05T16:18:00.003+01:00</published><updated>2012-02-05T16:18:44.684+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Heute ein kleiner Text zu meinem Großvater. Eingestellt auf der Seite &lt;a href=&quot;http://www.lueben-damals.de/&quot;&gt;lueben-damals.de&lt;/a&gt;, einem bewundernswerten Erinnerungsprojekt zur einst deutschen Stadt Lüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text und vor allem auch die Bilder unter &lt;a href=&quot;http://www.lueben-damals.de/erinnerungen/aschenbeck.html&quot;&gt;www.lueben-damals.de/erinnerungen/aschenbeck.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: large;&quot;&gt;Der Kulturbaumeister Johann Hermann Aschenbeck&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
Kreisbaumeister in Lüben, Baurat in Liegnitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;table cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;float: left; margin-right: 1em; text-align: left;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjtpN1Q8m2vR1K8ae_PEpxdmqjzKlbyCI_CRyNnjugS23yszB4xXtZPje_1Odl1Tzj0ektUi_zG6lIyTh_6OJBnQaXZD91fgZ26LboLbNWWsOmIrpHHskkJxdz-oBhwCtTH1XVnpKiOR88/s1600/familie_aschenbeck_um1930.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjtpN1Q8m2vR1K8ae_PEpxdmqjzKlbyCI_CRyNnjugS23yszB4xXtZPje_1Odl1Tzj0ektUi_zG6lIyTh_6OJBnQaXZD91fgZ26LboLbNWWsOmIrpHHskkJxdz-oBhwCtTH1XVnpKiOR88/s320/familie_aschenbeck_um1930.jpg&quot; width=&quot;228&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Johann Aschenbeck mit seiner ersten Frau&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
Mein Großvater, der am 29. September 1878 geborene Johann Aschenbeck, stammte aus dem kleinen oldenburgischen Dötlingen. Dem auf einem Geestrücken an dem Fluß Hunte gelegenen Dorf kam zur deutschen Olympiade 1936 der zweifelhafte Ruhm zuteil, als deutsches &quot;Musterdorf&quot; bezeichnet und beworben zu werden. Damals sollten sogar ausländische Gäste mit Bussen nach Dötlingen gekarrt werden, damit diese deutsches Bauerntum kennen lernen. Die Busse blieben aus, das &quot;Musterdorf&quot; war nicht mehr als eine fixe Idee, aber Dötlingen war trotzdem schön.&lt;br /&gt;
Johanns Vater Diedrich (1858-1929), mein Urgroßvater, wirkte um 1900 als &quot;Wiesenbauer&quot;. Er organisierte mit großem Erfolg die Dötlinger &quot;Rieselwiesengenossenschaft&quot;. Er plante und realisierte ein Bewässerungssystem, das Huntewasser mittels fein verästelter Gräben über die Wiesen führte. Ziel war, die Heuerträge zu steigern. Bis zur Mechanisierung der Landwirt-schaft waren derartige Bewässerungsgenossenschaften in ganz Deutschland üblich. Allerdings erforderte das empfindliche Grabensystem eine Heuernte von Hand, mit der Sense. Als in den 1950er Jahren die Trecker aufkamen, wurde die Riesel-wirtschaft aufgegeben.&lt;br /&gt;
Diedrichs Haus, die ehemalige Ölmühle, lag direkt an der Hunte und an dem von ihm entworfenen Huntestau. Diedrich hatte zehn Kinder, von denen zwei bei der Geburt starben.&lt;br /&gt;
Johann war der Erstgeborene. Wie sein Vater erlernte Johann den Beruf des Wiesenbauers und besuchte die Wiesenbau-schule in Suderburg. Mit 25 Jahren bekam er Arbeit in der Moorkolonie Bismarck in Ostpreußen. Er war Anfang 30, als er 1910 die zehn Jahre jüngere Hedwig Hahn aus Ischdaggen (Kreis Darkehmen) heiratete. Mit Hedwig hatte er zwei Kinder: Heinz-Dieter (geboren 1910), der Mitte der 1930er Jahre auch die Suderburger Wiesenbauschule besuchte, in dritter Generation, und Christel (1919-2008). Vermutlich um 1932 gingen Johann und seine Familie nach Lüben, wo Johann die Stelle des Kreisbaumeisters übernahm - in der Nachfolge des verstorbenen Baumeisters Zschau.&lt;br /&gt;
Aschenbeck kümmerte sich wie sein Vater vor allem um den &quot;Wiesenbau&quot;, um die Begradigung von Wasserläufen und die Bewässerung der Wiesen. Über Aschenbecks Wirken schreibt Rudolf Schröther in &quot;Die Wasserläufe im Kreis Lüben&quot; im Lübener Heimatblatt 5/1979 S. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Regen Anteil an dem Ausbau der Wasserläufe, der Errichtung von Dränungen und anderen Kulturmaßnahmen hatte der weit bekannte Kulturbaumeister und spätere Baurat Aschenbeck. Ihm oblag auch die Gründung von Genossenschaften, die dann die Entwässerungsmaßnahmen durchzuführen hatten. Nun kann sich auch ein Laie auf diesem Gebiet vorstellen, welche Schwierigkeiten dabei auftraten. Schließlich soll sich jeder Beteiligte je nach dem errechneten Vorteil, den er aus der Entwässerung hatte, an deren Koten beteiligen. Und wenn es dann um diesen Punkt ging, wollte möglichst keiner Nutzen von der Maßnahme haben. Dann war es immer Aschenbeck, der es mit seiner Ruhe und seiner speziellen Art, mit Menschen umzugehen, verstand, die Verhandlungen zu dem gewünschten Abschluß zu bringen. Dabei war er ja nicht einmal Schlesier, sondern stammte aus Oldenburg. Aber in den vielen Jahren, in denen er das Kreisbauamt leitete, hatte er sich in die Denkweise unserer Bauern so eingelebt, daß er manchmal mit ihnen besser als ein Ortsansässiger fertig wurde. Er ließ die vielen Maßnahmen, die durchgeführt werden sollten, nach den damals gültigen Regeln planen und ausführen, wodurch besonders bei Dränungen und Binnenentwässerungen viel Nutzen entstand. Somit hat er zur wirtschaftlichen Verbesserung vieler bäuerlicher Betriebe maßgeblich beigetragen. Er wird sicher noch heute in der Erinnerung vieler Bauern weiterleben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Johann Aschenbecks Jahre in Lüben wissen wir außer diesem kurzen Bericht nur wenig. Nicht einmal der Standort seines Hauses ist überliefert. Ein Foto aus diesen Jahren zeigt uns Christel, wie sie im &quot;Luisenbund&quot; Anschluß an die jungen Frauen der Stadt suchte. Christel, deutlich eine der Jüngsten im Verein, steht viel zu ernst für ihr Alter im Kreis der ausgelassenen einheimischen Frauen. Offensichtlich hat sie zu niemanden der Runde einen engeren Kontakt. Vielleicht zeigt das Bild aber auch ihre anhaltende Trauer über den Tod ihrer Mutter. Hedwig Aschenbeck starb in der ersten Hälfte der 1930er Jahre. Wann genau und was zu ihrem frühen Tod geführt hat, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 heiratete Johann die Lübenerin Helene Tschorsch, die Tochter des Antiquitätenhändlers Tschorsch, der an der Liegnitzer Straße 42 sein Geschäft betrieb. Irmgard Hilbrink erwähnt ihn und sein Geschäft in ihren Erinnerungen.&lt;br /&gt;
Aus dieser zweiten Ehe gingen die Kinder Udo (* 1939 in Liegnitz, † 1995 in Hamburg), Rolf (* 1943 in Liegnitz) und Peter (geboren 1945 auf der Flucht) hervor. Udo Aschenbeck erreichte später eine gewisse Bekanntheit als Schriftsteller (Südlich von Tokio, Frankfurt am Main 1987; Woll, Hamburg 1994).&lt;br /&gt;
Kurz vor Kriegsende wurde Johann zum Baurat in Liegnitz befördert - in der Großstadt konnte er jedoch kriegsbedingt nicht mehr wirken. Sein Sohn Udo bescheibt in &quot;Woll&quot; das nahende Ende:&lt;br /&gt;
&quot;Der Buh kommt! Der Buh kommt!&quot; rief ich wieder, als das Geräusch einer Flugzeugstaffel ins Zimmer drang. &quot;Das sind Flugzeuge, die tun uns nichts, die fliegen weiter nach Polen.&quot; Vater schlug die Wagentür zu.  &quot;Bisher haben wir Glück gehabt. Schlesien ist die reinste Schlafkammer in diesem Krieg.&quot;&lt;br /&gt;
Schnell endete die trügerisch ruhige Zeit. Ende Januar 1945 begab sich die Familie zusammen mit Schwiegervater Tschorsch und Else, der Schwester von Helene, die den Lübener Gärtner Hans Ihm aus der Steinauer Straße geheiratet hatte, auf die Flucht. Dazu benutzten sie das eigene Automobil, vollgepackt mit Lebensmitteln und Alkohol - Tauschware und Überlebenshoffnung in einer ungewissen Zukunft.&lt;br /&gt;
Über die Flucht, die über Sachsen und Bayern nach Dötlingen führte, ist kaum etwas überliefert. Wurde ihnen der Wagen abgenommen? Udo beschreibt eine entsprechende Szene auf dem Dresdener Hauptbahnhof. Unter welchen Bedingungen wurde Peter geboren? Was haben sie erlebt, gesehen? Wie in Millionen anderen traumatisierten Flüchtlingsfamilien wurde darüber nicht gesprochen. Es ist zu bezweifeln, dass unsere Vorstellungskraft ausreicht, sich davon ein Bild zu machen.&lt;br /&gt;
Johann Aschenbeck hatte das Glück, in Dötlingen über ein Erbe zu verfügen: ein großes, direkt an der Hunte gelegenes Grundstück. Johann verkaufte den attraktivsten Teil des Landes an einen Bremer Kaufmann, hatte dadurch genügend Geld für den Kauf von Baumaterialien, und begann auf dem verbliebenen Teil mit dem Bau eines Hauses. Im Alter von 67 Jahren erstellte er mit bloßen Händen, unterstützt von im Dorf lebenden Verwandten, ein Wohnhaus für die siebenköpfige Familie.&lt;br /&gt;
Die Fertigstellung des eigenen Hauses im Jahr 1949 - eines schlichten Ziegelbaus mit Krüppelwalmdach - überlebte er nur um zwei Jahre. Die Strapazen der Flucht und des Hausbaus hatten ihm so zugesetzt, dass er 1951 entkräftet starb.&lt;br /&gt;
Helene Aschenbeck lebte bis Anfang der 1990er Jahre in dem Haus in Dötlingen/Ölmühle. Ihre Schwester Else und ihr ebenfalls aus Lüben stammender Ehemann wohnten genau gegenüber in einem verwunschenen Landhaus mitten im Wald.&lt;br /&gt;
Der zu früh gestorbene Udo Aschenbeck hat sich immer wieder mit seiner Kindheit beschäftigt. Sein Roman &quot;Woll&quot; steckt voller Sehnsucht - Sehnsucht nach Schlesien (&quot;In Schlesien habe ich noch ein Haus&quot;) und Sehnsucht nach Dötlingen, der zweiten oder ersten Heimat.&lt;br /&gt;
&quot;Eines Tages wird er sich endgültig auf den Weg machen&quot;, heißt es über den Protagonisten Gustav, das Alter Ego von Udo, &quot;und der Weg wird über die Sauerlandautobahn führen, über Dortmund und Münster ins Oldenburgische. Wenn der Transit die Autobahn verläßt, das Dorf durchquert, das Haus im Wald gefunden ist, wird der Schlüssel vom Nachbarn geholt. Die klammen Zimmer werden begangen, die Einrichtung gemustert.&quot;  Nach der Hausbesichtigung - seine Mutter ist gerade in ein Pflegeheim gekommen - führt Gustav seinen Freund zum Hof des Großvaters. &quot;Da ist mein Vater geboren, sagte ich, zeigte auf den Hof und den Acker, zum Fluß im Westen, nach Osten, die Straße hoch, auf den Wald zu beiden Seiten, vom Norden im Poggenpohl zum Süden, wo die Rieselwiesen lagen. Die Größe hatte der Hof zu Zeiten meines Großvaters, sagte ich.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JAN AKEBÄCK&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;(unter seinem richtigen Namen ist Jan Akebäck Enkel von Johann)&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/5275061462479353216/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/02/heute-ein-kleiner-text-zu-meinem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5275061462479353216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5275061462479353216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/02/heute-ein-kleiner-text-zu-meinem.html' title=''/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjtpN1Q8m2vR1K8ae_PEpxdmqjzKlbyCI_CRyNnjugS23yszB4xXtZPje_1Odl1Tzj0ektUi_zG6lIyTh_6OJBnQaXZD91fgZ26LboLbNWWsOmIrpHHskkJxdz-oBhwCtTH1XVnpKiOR88/s72-c/familie_aschenbeck_um1930.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-8746211018379510190</id><published>2012-01-18T13:48:00.000+01:00</published><updated>2012-01-18T13:48:00.958+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;http://kmb.raa.se/cocoon/bild/raa-image/16000300017609/normal/1.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;213&quot; src=&quot;http://kmb.raa.se/cocoon/bild/raa-image/16000300017609/normal/1.jpg&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick auf Akebäck (Gotland). Gefunden auf&lt;span style=&quot;font-size: small;&quot;&gt; &quot;Kulturmiljöbild - The Swedish National Heritage Board&#39;s photographic database&quot;. Von Jan. &lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/8746211018379510190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/01/ein-blick-auf-akeback-gotland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8746211018379510190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8746211018379510190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/01/ein-blick-auf-akeback-gotland.html' title=''/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-3129652219329216578</id><published>2012-01-09T23:17:00.001+01:00</published><updated>2012-01-12T18:41:15.088+01:00</updated><title type='text'>Gotland. Ingmar Bergman, der italienische Partisan und die schweigenden Bäcker.</title><content type='html'>&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj-B6vRuvP0sXKBOMFrNEQWnVItUEy_BLSNqGFwcx_8XkR-IddjKQjQrp7KVl08D6_DPoH8BzVToCMj3nBPz7QDFftADLEQSEICLGEPom9G7hfUOc852DUN26XPXThXjv7ye4uwzkXYzYE/s1600/raukar.jpg&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;320&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj-B6vRuvP0sXKBOMFrNEQWnVItUEy_BLSNqGFwcx_8XkR-IddjKQjQrp7KVl08D6_DPoH8BzVToCMj3nBPz7QDFftADLEQSEICLGEPom9G7hfUOc852DUN26XPXThXjv7ye4uwzkXYzYE/s320/raukar.jpg&quot; width=&quot;238&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Wir lagen in den Sesseln der fast leeren Fähre, hatten ein Shrimpssalat hinter uns und sahen schwedisches Kino. Die Schauspieler rannten zwischen den roten Hütten im fahlen Licht der Sommernacht – und sie stritten. Sie schimpften, weinten und manchmal versöhnten sie sich auch, um dann wieder von vorne anzufangen. Ich musste an Ingmar Bergmans Persona denken, ein intensiver, die Grundbedingungen der Existenz bearbeitender Film, der auf Gotland, auf Farö, gedreht wurde. Mir wurde klar, das Gotland nicht Capri ist, hier wartete kein dolce vita, schon gar nicht im November. &lt;br /&gt;
Wir nähern uns der Insel. Kurz vor Mitternacht sehen wir die ersten Lichter der Hansestadt, des Weltkulturerbes. Aber wir waren noch nicht am Ziel. Nachdem wir den im Scheinwerferlicht gleissenden Bauch der Fähre verlassen hatten, tauchten wir ein in die gotländische Dunkelheit, fuhren über leere Landstraßen immer tiefer in die Nacht.&lt;br /&gt;
Eine Insel bildet stets eine Welt für sich – mit eigenem Klima, eigener Kultur und andersartigen Menschen. Nach 40 Minuten Fahrtzeit führte uns das Navigationssystem von der Hauptstraße ab, hinein in eine Wacholderwildnis. Kaninchen rannten dutzendfach durch das Scheinwerferlicht und irgendwann erreichten wir eine kleine Siedlung mit fünf, sechs Ferienhäusern. Endlich Zuhause. Ein Zuhause für 14 Tage. Das Kaminholz lag bereit und wir konnten mit gutem Gefühl in die schnell gemachten Betten sinken. &lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen fuhren wir bei sechs Grad plus in den nächsten Ort. In Ljugarn sollte es einen Bäcker geben. Aber die Tür von Espegards war verschlossen, nur ein Hinweisschild zeigte uns den Weg zur „Bakdörren“. Tatsächlich: Hinter der Hintertür lag die Backstube. Der Bäcker und sein Gehilfe ignorierten uns vollständig. Aber es gab eine Schüssel mit Brötchen, einen Stapel mit Papiertüten und eine Schale für das Geld. Wir bedienten uns – die Schweden lieben Selbstbedienung – verabschiedeten uns mit einem unerwidert bleibenden „hej hej“ und begannen einen sonnige Tag auf neuem Territorium. &lt;br /&gt;
Einst war Gotland die reichst Insel der Welt. Im Mittelalter fraßen die Schweine aus silbernen Trögen, so heißt es. Der dänische König Waldemar Atterdag hatte im frühen 14. Jahrhundert so viel Verlockendes von der reichen Insel gehört, dass sein Begehren endlich gestillt werden musste. 1361 hatte er seine Truppen zusammen und fuhr mit einer Armada in das Zentrum der Ostsee.&lt;br /&gt;
Die gotländischen Bauern, wohlhabender als alle anderen Bauern der damaligen Welt, konnten den Angreifern wenig entgegen setzen; ein friedlicher Menschenschlag, der vom globalen Handel bis zum Schwarzen Meer lebte. Die Gotländer unterhielten keine Truppen, besaßen keine Geschütze und verschanzten sich hinter keinen Festungen. Die alten heidnischen Fornburgen waren längst verwildert. Als die gierigen Soldaten des dänischen Königs in die alten Wikingerhäfen einfielen, stellten die Bauern schnell ein Heer zusammen. Aber die dänischen Soldaten ermordeten die unerfahrenen, oft noch blutjungen Bauernsoldaten und raubten die Schätze – zumindest die, die sie finden konnten. &lt;br /&gt;
Es heißt, dass Atterdags Schiffe schwer beladen mit Gold und Silber zum Rückweg nach Kopenhagen aufbrachen, dann aber in schwerer See untergingen. Immer wieder wurde nach den Schiffen und nach der Ladung gesucht – aber kein goldener Barren und kein einziger silberner Löffel wurden bislang auf dem Grund der Ostsee gefunden. &lt;br /&gt;
Nach einigen Tagen hatten wir uns an den Rhythmus der Insel gewöhnt. Im November blieben unsere Nachbarferienhäuser verlassen. Wir lebten alleine im einsamen Wacholderwald. Der Golfplatz war verwaist, die Restaurants geschlossen. Wir unternahmen lange Spaziergänge an der Ostsee. Besuchten Felsformationen, die in der Brandung stehen, so genannte Raukar, und sammelten Fossilien, die hier überall am Strand liegen. In Ljugarn suchten wir das Wohnhaus des Malers Louis Sparre, der hier eine winzige Künstlerkolonie begründet hatte, und erkundeten eine kleine, zugewachsene Fornburg. Ich erzählte meiner Frau, dass wir nach Maulwurfshügeln Ausschau halten sollen. Vielleicht haben die Maulwürfe ein paar Gold- oder Silbermünzen ans Tageslicht gebracht. Vielleicht. &lt;br /&gt;
Als der dänische König über die Insel zog, hatten die Bauern ihre Schätze im Boden versenkt. Noch immer werden jedes Jahr Silberschätze auf Gotland gehoben. Meist legen Bauern beim Pflügen unerwartete Münzverstecke frei. Bei dieser Funddichte sind aus gutem Grund Metallsuchgeräte verboten – Gotland soll kein Abenteuerspielplatz für die Schatzsucher der Welt werden.&lt;br /&gt;
Der dänische König zog ab, das Land und die Hansestadt waren zerstört, tausende Bauern ermordet und Reichtümer geplündert. Es folgten Jahrhunderte in Armut. Noch heute spürt man eine tiefe Traurigkeit auf der Insel, ein Nachklingen alter, goldener Zeiten. Die Gotländer lebten in den Jahrhunderten nach der Katastrophe von der Landwirtschaft oder vom Kalkbrennen. Mehr schlecht als recht. An der Ostküste erinnern heute verlassene und ruinöse Häfen an den Handel mit gelöschtem Kalk und Kalksteinen. &lt;br /&gt;
In einem der aufgelassenen Fabrikgebäude auf der Insel Furillen ist inzwischen ein Designhotel ansässig, das den industriellen Charme ausnutzt und den passenden Namen „Fabriken“ trägt. Es steht inmitten eines alten Steinbruchs und verwöhnt den Besucher mit einer existentiellen Atmosphäre, in denen man Ingmar-Bergman-Filme sehen sollte. Oder auch nicht, wenn man auf Novemberdepressionen verzichten will. &lt;br /&gt;
Von einer besonderen und tragischen Geschichte erfahren wir auf dem Kirchhof von Östergarn. Hier wurden die deutschen Soldaten beigesetzt, die vor der Ostküste Gotlands in dem von Russen torpedierten Schlachtschiff Albatross gestorben waren. Das war 1915 gewesen, im Ersten Weltkrieg. Auf einem Grabstein an der Kirche lesen wir Löwenberg, Natschke, Hoppe, Laube, Dittmer, Geyer … und weitere 23 deutsche Namen. &lt;br /&gt;
Nach den Kriegen wurde Gotland Zufluchtsort. Für Mitteleuropäer, die den Bombenkrieg erlebt hatten, war Gotland ein abgelegenes Paradies, unberührt von den Schrecken des 20. Jahrunderts. 1948 kam der italienischer Bäcker Luigi Muttoni, der als Partisan in deutschen Gefängnissen gesessen hatte, auf die Insel. Er übernahm Espelgards Café in Ljugarn und bot den Gotländern bis 1979 italienische Backwaren. &lt;br /&gt;
Doch mit dem Kalten Krieg wurde auch das Militär ein wichtiger Arbeitgeber auf der Insel. Ganz Nordgotland wurde als Spergebiet erklärt, überall an der Ostküste entstanden Bunker und Abhöranlagen, von denen aus die Ostsee und der Osten beobachtet wurden. Im Norden von Gotland, mitten im ehemaligen Sperrgebiet, lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2007 Ingmar Bergmann. Hier konnte er ungestört von ausländischen Touristen (sie durften Farö nicht betreten) seine Filme realisieren. In einer ehemaligen Scheune hatte er ein privates Kino eingerichtet, einen Vorführraum für großes Kino – nur für ihn. &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bergmans hat nun ein norwegischer Mäzen sein Anwesen übernommen. Stipendiaten aus dem Film- und Fernsehbereich wohnen und arbeiten nun jeweils eine Saison in dem Landhaus des Regisseurs. In der benachbarten Schule Farö wird nach den Entwürfen der Stockholmer Architekten Tham &amp;amp; Videgard ein Bergman-Museum eingerichtet. Eine leuchtend rote ausgeschlagene Camera Obscura soll in architektonischen Dimensionen entstehen. In der alten Schule finden aber schon jetzt Ausstellungen und Veranstaltungen zu Ingmar Bergmans Werk statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jan Akebäck&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/3129652219329216578/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/01/gotland-ingmar-bergman-der-italienische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/3129652219329216578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/3129652219329216578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2012/01/gotland-ingmar-bergman-der-italienische.html' title='Gotland. Ingmar Bergman, der italienische Partisan und die schweigenden Bäcker.'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj-B6vRuvP0sXKBOMFrNEQWnVItUEy_BLSNqGFwcx_8XkR-IddjKQjQrp7KVl08D6_DPoH8BzVToCMj3nBPz7QDFftADLEQSEICLGEPom9G7hfUOc852DUN26XPXThXjv7ye4uwzkXYzYE/s72-c/raukar.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-1903719414355072710</id><published>2011-12-15T09:20:00.006+01:00</published><updated>2011-12-15T12:51:20.809+01:00</updated><title type='text'>Geerd Koch-Weser in Russland</title><content type='html'>&lt;a onblur=&quot;try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}&quot; href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiOUl2RU1tIeLnSTbWQxTlS8rOQCU1BQYFzHLqXcxvN_xq5tKSzEzZuVVO_A40-UULJ3ZWCX2WYygNc1nrWwApC6pVuJvb8V-A16tXllBhkHWWpZq83q_6Y2knnxFwQWENa7iqE2R2F08k/s1600/archicultura.jpg&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 198px; height: 320px;&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiOUl2RU1tIeLnSTbWQxTlS8rOQCU1BQYFzHLqXcxvN_xq5tKSzEzZuVVO_A40-UULJ3ZWCX2WYygNc1nrWwApC6pVuJvb8V-A16tXllBhkHWWpZq83q_6Y2knnxFwQWENa7iqE2R2F08k/s320/archicultura.jpg&quot; alt=&quot;&quot; id=&quot;BLOGGER_PHOTO_ID_5686268460628600402&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;font-size:100%;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:verdana;font-size:130%;&quot;&gt;Geert Koch-Weser&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;BRIEFE AUS DEM KAUKASUS&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family:verdana;font-size:130%;&quot;&gt;(1927)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-size:130%;&quot;&gt;Erster Brief&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Freitag um elf Uhr nachts fuhr mein Zug in Moskau ab. Abends ging ich noch zum Mausoleum Lenins. Es ist von acht bis neun Uhr geöffnet, um der werktätigen Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ihren toten Führer zu sehen. Ein langer Menschenzug stand vor dem Grabmal im strömenden Regen. Langsam rückte er vorwärts. Nach zwanzig Minuten war man endlich am Eingang angekommen, stieg die Treppe ins Innere hinunter, um an der einbalsamierten Leiche Lenins vorbei und an der anderen Seite hinauszugehen. Die Menschen schienen leider mehr von Neugier als von Andacht beherrscht zu sein, als sie in das schöne, edel geschnittene Gesicht des Toten blickten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Auf dem Wege zum Bahnhof brachte mich das Auto noch einmal über den Roten Platz. Noch einmal sah ich die gewaltigen Mauern und Türme dunkel in den dunklen Himmel ragen und hoch darüber die hell erleuchtete rote Fahne flattern. Dann trug mich der Zug weiter nach Süden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Als ich morgens erwachte, fuhr ich durch weites, flaches Gebiet, in das nur hin und wieder das Wasser kleine Schluchten gerissen hatte. Schilfbestandene Sumpfflächen, Busch und Grasland wechselten miteinander ab, Große Viehherden weideten im Grünen. Schwarze, braune, graue, rote und gescheckte Kühe, dazwischen kleine Trupps von Schafen, und Pferde, die sich mit zusammengekoppelten Vorderbeinen unbeholfen vorwärtsbewegten. Die Hirten lagen irgendwo im Schatten, nur die kleinsten liefen an die Gleise und begrüßten den Zug mit lautem Geschrei. Gemäht werden nur die besten Stellen dieser großen Grasflächen. Vorsichtig führt der Bauer sein kleines Pferd durch das wegelose Gebiet nach Hause; seine Frau blickt auf den Rechen gestützt dem schwankenden, torkelnden Fuder nach.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Dann wieder kommen ausgedehnte bebaute Gebiete, Bauernland. Einzeln oder zu zweien stehen mähende Bauern in der besonnten, goldenen Fläche. In der Ferne zieht wie ein Nebelschleier Regen über die Felder; man sieht ihn und riecht ihn, aber er geht vorbei.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Kleine Dörfer liegen im Gebüsch; die Häuser, die fast nur aus einem Dach bestehen, sehen wie im Grün verstreute Strohhaufen aus. Kein Weg, keine Straße ist sichtbar, Dann wieder größere Dörfer, ein riesenbreiter, dreckiger Weg, links und rechts die Häusergruppen, winzige Lehmwände, große Strohdächer. Auf kleinen Anhöhen hin und wieder eine sechs oder achtflügelige Windmühle oder eine Kirche mit russischem Zwiebelturm.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.9px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Gegen Mittag auf einer kleineren Station großes Geschrei, Zusammenlaufen der Reisenden, Beim Näherkommen sehe ich, was los ist, Ein großer Halbkreis von Dorfbewohnern steht an den Schienen, Frauen in bunten Kopftüchern, kleine Mädchen und alte weißbärtige Männer, Jeder hat einen Teller oder ein Gefäß in der Hand; und jeder preist laut an, was er zu verkaufen hat: Obst, Brot, Eier, Gurken, Milch, gebratene Hühner und anderes. Das Schauspiel wiederholt sich noch an vielen Stationen; Wirtschaften gibt es in Rußland nur an den größeren Bahnhöfen,&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 16.5px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Kurz vor Charkow, der Hauptstadt der Ukraine, zieht ein Gewitter herauf. Der Himmel wird bis auf einen schmalen gelben Streifen am Horizont ganz dunkel. Nur die vielen Sonnenblumen leuchten noch in der Landschaft. Eine Rindviehherde wird schleunigst ins Dorf getrieben, Bauern kommen im Trab vom Felde herein. Der erste Blitz zuckt quer über den ganzen Himmel. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 16.5px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Bisher hatte ich während der ganzen Reise mein Abteil für mich gehabt; nun in Charkow wurde der Zug voll und ich kam mit einer russischen Dame zusammen. Ich hielt das anfangs für ein Versehen, aber dann merkte ich, daß man in den russischen Schlafwagen keine Herren und Damenabteile unterscheidet; eine komische Sache, die besonders komisch dadurch war, daß wir uns auf keine Weise verständigen konnten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 16.5px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Es kam der letzte Tag meiner Reise. Wir fuhren durch wohlhabenderes Land; die Dörfer waren stattlicher, die einzelnen Häuser größer, Weit dehnten sich die Stoppelfelder, Hier war die Getreideernte bereits beendet, in der Moskauer Gegend hatte ich die Bauern mähen sehen, bei Riga waren die Felder noch grün und niedrig gewesen. So sah ich eine lange Entwicklungszeit des Getreides in acht Tage zusammengedrängt.  Die Getreideschläge waren also kahl, aber große Mais und Sonnenblumenfelder standen noch. Auf einer Seite sahen die Sonnenblumen alle zur Bahn hinüber, auf der anderen Seite kehrten alle ihre Gesichter ab. Ein prachtvoller Anblick sind die riesigen, gelben Flächen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 16.3px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Plötzlich taucht hinter den Feldern eine schmale, graue Fläche auf. Ist es ein Fluß, ein See? Wir kommen näher, man erkennt Schiffe; es ist das Meer, das Asowsche Meer, Am Rande des niedrigen, grasbewachsenen Steilufers fährt die Bahn der Donmündung entgegen. Große Herden roten Viehes weiden im sumpfigen Gelände.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 16.3px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Der Zug rollt über die Donbrücke; hinter uns liegt Rostow, lang am Flußufer hingestreckt; vor uns Flachland; man weiß nicht, was ist überschwemrnte Weide, was sind Flüsse und Seen? Dann ein Stück Steppe und dann schönstes Kulturland. Trotz der Hitze tragen die Leute auf den Feldern zum Teil große Pelzmützen. Wir sind auf der Landbrücke zwischen Kaspisee und Schwarzem Meer. Es geht weiter nach Süden. Vor einem leuchtenden Sonnenblumenfeld ein prächtiges Bild. zwei riesige Kamele ziehen mit weitausgreifenden Schritten ein kleines Wägelchen, auf dem der Bauer mit seiner Familie zur Erntearbeit fährt.  Das Ende der Bahnfahrt naht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.6px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Kawkaskaja.  Ein Auto der Konzession wartet am Bahnhof. Die riesenbreiten Straßen der dörflichen Stadt bestehen aus Seen und Morast; es hat viel geregnet. Tief muß das Auto in Wasser und Schlamm hinein, aber fabelhaft zieht der kleine Fordwagen durch. In jedem Dorf schießen von allen Seiten die Dorfköter auf uns zu.  Dann Steppe; Wege gibt es nicht; wie es ihm oder seinen Pferden am richtigsten scheint, fährt jeder eine neue Spur in das weite Grasland. Es geht hügelauf, hügelab; die eigenartigste Autofahrt, die ich je gemacht habe. Endlich kommt die Grenze der Konzession. bald auch Gutshof Nummer eins, Herr D., der Leiter der Konzession begrüßt mich an der Tür des Herrenhauses, Die weite Reise ist beendet, die Landarbeit soll beginnen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.6px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.6px; font: 11px verdana;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;font-size:130%;&quot; &gt;Gefunden in: &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Identit%C3%83%C2%A4t-Flucht-Archicultura-Heft-2/dp/3939401870/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;qid=1323938084&amp;amp;sr=8-1&quot;&gt;Archicultura, Heft 2&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0px; text-indent: 15.6px; font: 11px Arial;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;letter-spacing: 0px;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/1903719414355072710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/geerd-koch-weser-in-russland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/1903719414355072710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/1903719414355072710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/geerd-koch-weser-in-russland.html' title='Geerd Koch-Weser in Russland'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiOUl2RU1tIeLnSTbWQxTlS8rOQCU1BQYFzHLqXcxvN_xq5tKSzEzZuVVO_A40-UULJ3ZWCX2WYygNc1nrWwApC6pVuJvb8V-A16tXllBhkHWWpZq83q_6Y2knnxFwQWENa7iqE2R2F08k/s72-c/archicultura.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-5627648364665833045</id><published>2011-12-13T22:47:00.004+01:00</published><updated>2011-12-14T09:10:50.048+01:00</updated><title type='text'>Winterreise - Mit Goethe auf den Brocken</title><content type='html'>&lt;a onblur=&quot;try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}&quot; href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEildY5smbtT-3pWaIusw1XnD9tI97Kk7XLSxoDiePSrwB2uR2crOmDM9aEc7u55ZdsIP_xAXpsVCC7HNUWzk5w52ahHPdCYNix6yutCeSETwa3giGDgu4pnBis-WeLVmTw0m4-EPQv5kIE/s1600/DerBrockenImSchneeZeichnungJohannWolfgangVonGoetheS96.jpg&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 320px; height: 139px;&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEildY5smbtT-3pWaIusw1XnD9tI97Kk7XLSxoDiePSrwB2uR2crOmDM9aEc7u55ZdsIP_xAXpsVCC7HNUWzk5w52ahHPdCYNix6yutCeSETwa3giGDgu4pnBis-WeLVmTw0m4-EPQv5kIE/s320/DerBrockenImSchneeZeichnungJohannWolfgangVonGoetheS96.jpg&quot; alt=&quot;&quot; id=&quot;BLOGGER_PHOTO_ID_5685734524633181522&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben den Rucksack gepackt und die Wanderschuhe in den Kofferraum gestellt.&lt;br /&gt;Beim Forsthaus Oderbrück lassen wir den Wagen stehen. Wir wollen den Brocken besteigen.&lt;br /&gt;Der November des Jahres 1777 war fast vorüber, als sich Johann Wolfgang von Goethe entschloss, in den Harz zu reisen. »Ich mache mich allein auf, ... den letzten November, zu Pferde, mit einem Mantelsack und ritt durch Schloßen, Frost und Koth auf Nordhausen den Harz hinein in die Baumannshöhle, über Wernigerode, Goslar auf den hohen Harz.«&lt;br /&gt;Ohne lange zu überlegen hatte Goethe eine Weimarer Jagdgesellschaft verlassen, um Einsamkeit zu finden. Damals bereits war er eine der bekanntesten Persönlichkeiten nicht nur in Deutschland. Die »Leiden des jungen Werther«, 1774 erschienen, galten als zutreffende Beschreibung des Lebensgefühls einer jungen, suchenden Generation.&lt;br /&gt;Unter falschem Namen zog er über die Pässe des Mittelgebirges. Niemand sollte von seinem Vorhaben erfahren – nur Charlotte von Stein, die Frau, die er liebte. Goethe nächtigte in dunklen Wirtshausern. Er beobachtete mit dem Interesse des Schriftstellers die einfachen Menschen des Harzes. Er studierte die Erscheinungen der Erde, kroch in Höhlen und lernte manches über Mineralogie. Am 6. Dezember schrieb der 28-jährige Harz-Wanderer an die geliebte Freundin: »Mir ists eine sonderbaare Empfindung, unbekannt in der Welt herumzuziehen, es ist mir als wenn ich mein Verhältnis zu den Menschen und den Sachen weit wahrer fühlte. Ich heise Weber, bin ein Maler, habe iura studiert, oder ein Reisender überhaupt, betrage mich sehr höflich gegen iedermann, und bin überall wohl aufgenommen ... Eine reine Ruh und Sicherheit umgiebt rnich, bisher ist mir noch alles zu Glück geschlagen, die Luft hellt sich aus, es wird diese Nacht sehr frieren.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berge im Nebel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfänglich hatte es mehrere Tage lang gestürmt, gehagelt und geregnet. Das Wetter sei&lt;br /&gt;entsetzlich, niemand sonst sei unterwegs, schrieb Goethe. Doch in der Nacht zum 7. Dezember sank die Temperatur plötzlich – Schnee fiel. Goethe, der sich als Johann Wilhelm Weber, Maler aus Darmstadt, ausgab, ritt in den Hochharz, über Clausthal nach Torfhaus. »Wie ich zum Torfbause kam, sas der Förster bey seinem Morgenschluck in Hemdsermeln, und diskursive redete ich vom Brocken und er versicherte mir die Unmöglichkeit hinauf zu gehn, und wie oft er sommers droben gewesen ware und wie leichtfertig es ware iezt es zu versuchen. – Die Berge waren im Nebel man sah nichts, und so sagte er ists auch iezt oben, nicht drei Schritte vorwärts können Sie sehn. Und wer nicht alle Tritte weis ppp. Da sas ich mit schwerem Herzen, mit halben Gedanken wie ich zurückkehren wollte ... Ich war still und bat die Götter das Herz dieses Menschen zu wenden und das Wetter, und es war still.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erbsensuppe im Brockenbahnhof&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit zwei Tagen hat es immer wieder geschneit. Der ganze weiße Harz scheint der Wirklichkeit entrückt, die hässlichen Spuren des alltäglichen Lebens sind zugedeckt, dem Auge behutsam entzogen. Über 230 Jahre nach Goethe gehört der Brocken zu den beliebtesten Wanderzielen in Deutschland.&lt;br /&gt;Seit am 3. Dezember 1989 die Grenze gefallen ist, kommen Zehntausende jedes Jahr.&lt;br /&gt;Die Welt ist weiß. Nur wenige Meter weit können wir durch das Gestöber blicken. Uns wird leicht zumute, wir erfahren eine neue Dimension. Nie wieder soll sie aufhören, die weiße Unendlichkeit.&lt;br /&gt;Von Schierke aus führt ein Ableger der Harzquerbahn auf den Brocken, direkt auf den Gipfel. Heute muss derjenige, der den Schnee, die Wolken oder den Ausblick erleben will, nicht mehr laufen. Die Schmalspurbahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts von italienischen und kroatischen Arbeitern in den Berg gehauen. Seit dem Sommer 1992 befördern die Züge Menschenmassen nach oben, direkt auf den Gipfel. Eine Dampf- und eine Diesellok ziehen die Waggons. Umweltschützer hatten gegen die Wiederaufnahme des Betriebs, der seit 1961 eingestellt war, protestiert. Sie vertraten die Ansicht, dass sich Naturschutz und Massentourismus nicht miteinander vertragen.&lt;br /&gt;Wer auf die Bahnfahrt verzichtet, der gelangt über den neuen Goetheweg nach oben.&lt;br /&gt;Nach der Öffnung der Grenze wurde der Weg eigens angelegt, damit die Leute nicht den&lt;br /&gt;alten Pfad durch das Naturschutzgebiet nehmen. In den Jahren nach 1990 konnte man hier noch die alten Grenzanlagen betrachten – eine eigene Betonmauer umzog den Gipfel. Fluchtversuche waren damals, zu DDR-Zeiten, beinahe zwecklos, der Zaun war tief in den Boden gegraben und an seiner Oberkante mit elektrischen Drähten unüberwindbar gesichert. Nur die Vögel des Hochharzes waren frei.&lt;br /&gt;Unsere Haare beginnen zu verkrusten. Schnee taut auf der Haut und friert zu Eis. Unsere Ohren schmerzen, durch die Handschuhe kriecht die Kälte. Den Wanderer, der das Ziel erreicht hat, erwartet ein bulliges Bahnhofsgebäude. BROCKEN steht in roten Versalien auf dem Mauerwerk. Es ist ein massives Haus, ein Bollwerk gegen Sturm und Kälte, in dessen Inneren der Brockenwirt Erbsensuppe und manch hochprozentiges Getränk anbietet.&lt;br /&gt;Hier oben wollen wir bleiben. Langsam taut der Schnee von unseren Jacken. Nie wieder, so denken wir nach einer ersten Besinnung, nie wieder wollen wir hinaus in Kälte und Wind.&lt;br /&gt;Johann Wolfgang von Goethe hat am 10. Dezember 1777 den Brocken bestiegen. Es war ihm gelungen, den zögernden Förster zu überreden, ihn bei seiner Wanderung&lt;br /&gt;zu begleiten. Damals galt der Weg auf den Gipfel als waghalsige Strecke. Vertraut man der Oberlieferung, hat Goethe als erster überhaupt den Brocken im Winter bezwungen, als erster den Gang durch Nebel und Schnee gewagt. »Ich habs nicht geglaubt biss auf der obersten Klippe. Alle Nebel lagen unten, und oben war herrliche Klarheit.« Rückblickend schrieb er später: »Ich stand wirklich ... in der Mittagsstunde, grenzenlosen Schnee überschauend, auf dem Gipfel des Brockens, zwischen jenen ahnungsvollen Granitklippen, über mir den vollkommen klarsten Himmel, von welchem herab die Sonne gewaltsam brannte, so dass in der Wolle des Überrocks der bekannte branstige Geruch erregt ward.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast religiöses Gefühl&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Unter mir sah ich ein bewegliches Wogenmeer nach allen Seiten die Gegend überdecken und nur durch höhere und tiefere Lage der Wolkenschichten die darunter befindlichen Berge und Täler andeuten.&quot; Fast war es ein religiöses Gefühl, das Goethe auf dem Gipfel überkam. Er dachte an Charlotte von Stein und er dachte an seine eigene Existenz im fernen Weimar.&lt;br /&gt;»(Ich) sah die Gegend von Teutschland unter mir alles von Wolken bedeckt, dass der&lt;br /&gt;Förster, den ich mit Mühe persuadirt hatte, mich zu führen, selbst vor Verwunderung außer sich kam, sich da zu sehen, da er viel Jahre am Fuße wohnend das immer unmöglich geglaubt hatte.«&lt;br /&gt;Der Abstieg geht schnell. Wir rutschen und fallen durch den neuen Schnee. Wir albern&lt;br /&gt;und tollen – und vergessen die Anstrengung des Aufstiegs.&lt;br /&gt;Plötzlich erblicken wir einen Vogel: Schwarz aufgeplustert sitzt er auf einem der&lt;br /&gt;alten Grenzpfähle und trotzt dem Sturm. Ein Birkhuhn ist es, das uns nachdenklich beäugt.&lt;br /&gt;Am 10. Dezember 1777, in der Nacht nach seiner ersten Brockenbesteigung, zeichnete&lt;br /&gt;Goethe den Berg, der im Mondlicht lag. Das Bild gehort zu seinen schönsten. Es zeigt im&lt;br /&gt;Vordergrund die Schemen schwarzer Fichten, im Hintergrund erhebt sich als weiße Kuppe der Brocken. Unwirklich leicht scheint der Berg – als ob er mehr ein geistiges Phänomen ist denn ein massiver Brocken. »Aber den Einsamen hüll&#39; in deine Goldwolken ...«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schutzhütte Wolkenhaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der winterliche Aufstieg ging Goethe fortan nicht mehr aus dem Kopf. Er nahm das Naturerlebnis zum Anlass, über eine Farbenlehre nachzudenken, die er viele Jahre später ausarbeitete. Ein zweites Mal bestieg Goethe den Brocken im September 1783. An Charlotte von Stein schrieb er einen letzten Brief, bevor er die Wanderung begann. »Das Wetter hat sich überzogen, vielleicht kommt uns das Morgen früh zu Gute denn wir bleiben diese Nacht oben. Oben auf dem Gipfel auf den alten Klippen will ich mich nach deiner Wohnung umsehn und dir die Gedancken der lebhafftesten Liebe zuschicken. Schon vor mehreren Jahren that ich dasselbe, ... lebe wohl meine beste.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(c) Jan Akebäck 2011</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/5627648364665833045/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/winterreise-mit-goethe-auf-den-brocken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5627648364665833045'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5627648364665833045'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/winterreise-mit-goethe-auf-den-brocken.html' title='Winterreise - Mit Goethe auf den Brocken'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEildY5smbtT-3pWaIusw1XnD9tI97Kk7XLSxoDiePSrwB2uR2crOmDM9aEc7u55ZdsIP_xAXpsVCC7HNUWzk5w52ahHPdCYNix6yutCeSETwa3giGDgu4pnBis-WeLVmTw0m4-EPQv5kIE/s72-c/DerBrockenImSchneeZeichnungJohannWolfgangVonGoetheS96.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-5544004731722522632</id><published>2011-12-12T23:02:00.003+01:00</published><updated>2011-12-12T23:06:33.660+01:00</updated><title type='text'>Wiedergelesen: Elementarteilchen</title><content type='html'>Ein altes Buch von Houellebecq, aber es fasziniert immer noch. Harte, klare Offenbarungen über unsere Zeit, über Dekadenz, Sex und Tod. Aber auch, wie Karte&amp;amp;Gebiet, eine Sammlung von Wikipedia-Wissen. Macht das den Roman stärker, intelligenter, kraftvoller? Oder ist das Buch trotz dieser pseudowissenschaftlichen Einschübe großartig, überlebt es die Überfrachtung durch den Autor? Ich befürchte: letzteres. Die Wissens-Einschübe verzögern die Handlung und verdicken das Buch, beides mag sinnvoll sein, aber die Geschichte würde ohne auskommen. Trotzdem ein großer, kontroverser Roman.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/5544004731722522632/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/wiedergelesen-elementarteilchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5544004731722522632'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/5544004731722522632'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/wiedergelesen-elementarteilchen.html' title='Wiedergelesen: Elementarteilchen'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-369991645519102737</id><published>2011-12-09T22:51:00.011+01:00</published><updated>2011-12-11T22:23:27.788+01:00</updated><title type='text'>Aktuell in Arbeit: Der Koreaner ... und andere Geschichten</title><content type='html'>DER KOREANER (Auszug)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;von Jan Akebäck&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;Seit Tagen guckte ich immer wieder durch die kleine Plantage mit den Aprikosenbäumen hindurch zum Nachbargrundstück. Dort stand, undeutlich zwischen Blättern zu erkennen, ein Haus, in der gleichen Art gebaut wie alle anderen in dieser Siedlung. Die Fenster waren zugenagelt, der Putz bröckelte – fast eine Ruine.&lt;br /&gt;„Wohnt dort einer?“, fragte ich Dmitri Anisimowitsch und zeigte Richtung Zaun.&lt;br /&gt;Er blickte mich vielsagend an und zog dann mit zwei Fingern seine Augen in die Länge.&lt;br /&gt;„Chinesen?“, fragte ich, „in der Ukraine?“&lt;br /&gt;„Ein Usbeke“, antwortete er. „Aber eigentlich ein Koreaner.“&lt;br /&gt;„Aha“, sagte ich und verstand nicht.&lt;br /&gt;„In Usbekistan leben viele Koreaner.“&lt;br /&gt;„Aha.“&lt;br /&gt;„Und die usbekischen Koreaner lieben die Ukraine. Kommen hierher, um Gemüse anzubauen.“&lt;br /&gt;„Wieso in die Ukraine?“, fragte ich.&lt;br /&gt;„Hier wächst das Gemüse am besten.“ Dmitri Anisimowitsch lächelte.&lt;br /&gt;„So so.“&lt;br /&gt;„Er kam vor sechs Jahren und hat das Haus gebaut.“&lt;br /&gt;„Und er reist immer aus Usbekistan nach Melitopol, jeden Morgen?“, fragte ich zunehmend verwirrt.&lt;br /&gt;„Was hast Du für Ideen“, lachte Dmitri. „Er lebt in Melitopol, in der Stadt. Dort wartet seine ukrainische Frau auf ihn – und seine beiden Kinder.“&lt;br /&gt;„Wieso wohnt er nicht in seinem Haus?“, fragte ich. „Wenn er es mehr pflegt, wird es wunderschön.“&lt;br /&gt;„Dann könnte alles herausfinden.“ Dimitri grinste verschwörerisch. „Dann könnte sie SIE entdecken.“&lt;br /&gt;„Wer ist SIE?“&lt;br /&gt;„Seine zweite Frau. Eine Kasachin. Mit ihr hat er drei Kinder. Und beide Frauen wissen nichts voneinander. Nur wir bekommen alles mit.«&lt;br /&gt;„Beeindruckend“, behauptete ich. „Kann er sich das denn leisten, ich meine, zwei Familien zu finanzieren?“&lt;br /&gt;Dimitri lachte weiter und schnitt mit einem Messer routiniert die Paprika von den Büschen. „Er ist ein guter Mann,  begabt. Verdient mit seinen Aprikosen doppelt so viel wie wir.“&lt;br /&gt;„Sind sie dicker?“&lt;br /&gt;„Kein Unterschied. Er erzählt die besseren Geschichten. Wenn er mit seinem Früchten auf dem Markt steht, wachsen sie mit seinen Worten  … Erzählen kann er. Das muss er auch können … bei zwei Frauen.“&lt;br /&gt;Kein Wunder, überlegte ich, dass das Haus eine Ruine ist.&lt;br /&gt;„Vor drei Wochen hat er uns besucht“, fuhr Dimitri fort.&lt;br /&gt;„Und?“&lt;br /&gt;„Ein Koreaner eben. Nett und höflich, sehr angenehm. Aber er schien etwas aufgeregt. Wir haben Wareniki mit Kirschen gegessen und uns über das Wetter unterhalten. Weißt du, dieses Jahr mussten wir zwei Mal pflanzen. Der viele Regen  und dann die plötzliche Trockenheit … Ja, und dann sagte er leise zu mir, dass seine Frau ihn besuchen wird.&lt;br /&gt;„Welche Frau?“&lt;br /&gt;„Die Kasachin. Aus Usbekistan.“&lt;br /&gt;„Kommt wohl Ärger auf ihn zu.“&lt;br /&gt;„Mal sehen. Bisher hat es immer geklappt.“&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(c) Jan Akebäck&lt;br /&gt;Der Text ist Teil eines größeren Projektes</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/369991645519102737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/aktuell-in-arbeit-der-koreaner-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/369991645519102737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/369991645519102737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/aktuell-in-arbeit-der-koreaner-und.html' title='Aktuell in Arbeit: Der Koreaner ... und andere Geschichten'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-8864909622027639502</id><published>2011-12-09T22:24:00.000+01:00</published><updated>2011-12-09T22:36:47.872+01:00</updated><title type='text'>Der Polizistenmörder, wiedergelesen</title><content type='html'>Lese nach zwanzig Jahren wieder den &quot;Polizistenmörder&quot; von Sjöwall/Wahlöö. Erster Eindruck: Bin ganz begeistert über die Klarheit der Sprache, über die Stringenz der Handlung, über die die Uninszeniertheit des Grauens, über den souverän eingeflochtenen Humor – und über die latent immer präsente kritische, fatalistische Spiegelung der Gesellschaft. Gerade die späteren Werke der Martin-Beck-Reihe sind Meisterwerke, an denen sich heutige Autoren messen müssen. Ich kennen keinen jüngeren Krimiautor, der dieses Niveau erreicht, auch nicht Mankel oder Larsson. Sjöwall/Wahlöös Bücher sind Literatur – nicht trivial, nicht konsumorientiert. Sie haben, im Gegensatz zu den meisten Nachfolgern, noch ein Anliegen. Das spürt man.&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/8864909622027639502/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/der-polizistenmorder-wiedergelesen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8864909622027639502'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/8864909622027639502'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/der-polizistenmorder-wiedergelesen.html' title='Der Polizistenmörder, wiedergelesen'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1975334065731177799.post-1456500864203397398</id><published>2011-12-09T12:00:00.002+01:00</published><updated>2011-12-14T09:51:04.878+01:00</updated><title type='text'>Rezensionen und mehr</title><content type='html'>&lt;a onblur=&quot;try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}&quot; href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiWHbeIQuUeibVk5Rv58nwxfEvsqf59jIWeuv62zsdQ30A-mkpd75O14KMI196EF_QbMhl8VqbUZHO5Q7n2kSvf_3Ka9n_4ianNFHC1KICnzLdQy-vQMh6jdyrmAv5aR5gHSeuJBy_6t9I/s1600/kissingergesch_cover.jpg&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 190px; height: 320px;&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiWHbeIQuUeibVk5Rv58nwxfEvsqf59jIWeuv62zsdQ30A-mkpd75O14KMI196EF_QbMhl8VqbUZHO5Q7n2kSvf_3Ka9n_4ianNFHC1KICnzLdQy-vQMh6jdyrmAv5aR5gHSeuJBy_6t9I/s320/kissingergesch_cover.jpg&quot; alt=&quot;&quot; id=&quot;BLOGGER_PHOTO_ID_5684083240789747266&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;ab sofort finde Ihr unter AKEBÄCKS Besprechungen aktueller und klassischer Titel. Daneben stelle ich Euch Fundstücke vor und stelle Leseproben von mir online (und erwarte gerne Kritik).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu mir: Ich lebe als freier Autor in Bad Kissingen. Bislang habe ich vor allem als Sachbuchautor und für Tageszeitungen gearbeitet. Nun habe ich angefangen, Romane und Krimis zu schreiben. Ein erster, soeben erschienener Titel ist &quot;Kissinger Geschichten&quot;, die ich zusammen mit Olga Tairowa verfasst habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;a href=&quot;http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Verliebt-in-Bad-Kissingen;art766,6460908&quot;&gt;Main Post &lt;/a&gt;hat über die Buchvorstellung im November geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Jan</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jans-books.blogspot.com/feeds/1456500864203397398/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/rezensionen-und-mehr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/1456500864203397398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1975334065731177799/posts/default/1456500864203397398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jans-books.blogspot.com/2011/12/rezensionen-und-mehr.html' title='Rezensionen und mehr'/><author><name>Akebaeck</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10475108983187001379</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiRm1xriILCGWFF5Y12uy6lminMLKjWATYZ3ikFd8hPJzLbDqi7h-n9pBpP6FDWV0LPN6IwEtHuVwnB5ePAE7wnu7xd-00X4GjQDNzINPp9VCNrF9ZIgg--0jYXOSrn1bs/s220/nils_rauschen.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiWHbeIQuUeibVk5Rv58nwxfEvsqf59jIWeuv62zsdQ30A-mkpd75O14KMI196EF_QbMhl8VqbUZHO5Q7n2kSvf_3Ka9n_4ianNFHC1KICnzLdQy-vQMh6jdyrmAv5aR5gHSeuJBy_6t9I/s72-c/kissingergesch_cover.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>