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	<title>Alex Kahl - Social Media und Enterprise 2.0</title>
	
	<link>http://alex-kahl.digital-dictators.de</link>
	<description>Strategie, Beratung, Schulung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Jul 2010 15:57:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Sache mit dem toten Pferd reiten im Projektmanagement</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 15:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Dakota Indianer]]></category>
		<category><![CDATA[totes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja ein begeisteter Reiter. Irgendwo zwischen Freizeit- und Westernreiten und Horsemanship. Von daher kann ich auch sagen, dass ich mich ein klein wenig mit Pferden auskenne. Einiges davon habe ich auf meinem privaten Blog www.der-probefahrer.de notiert (ja richtig gelesen &#8211; probefahrer, nicht probereiter :) Autos sind das Kernthema des Blogs). In den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja ein begeisteter Reiter. Irgendwo zwischen Freizeit- und Westernreiten und Horsemanship. Von daher kann ich auch sagen, dass ich mich ein klein wenig mit Pferden auskenne. Einiges davon habe ich auf meinem privaten Blog <a href="http://daslebenistmeinponyhof.digital-dictators.de/category/sport/reiten/">www.der-probefahrer.de</a> notiert (ja richtig gelesen &#8211; probefahrer, nicht probereiter :) Autos sind das Kernthema des Blogs).</p>
<p>In den letzten Jahren habe ich auch einige Perönlichkeiten aus der Pferdeszene kennen gelernt: Reitlehrer, Horsemanship-Ausbilder, Wanderreiter die über 25.000km geritten sind und Coaches für Führungskräfte, die mit dem Pferd als Co-Trainer arbeiten (es ist faszinierend, wie die Tiere einen spiegeln können). Aber keiner von denen kannte diese wunderbaren Weisheiten der Dakota-Indianer &#8211; übertragen aufs Projektmanagement :)</p>
<blockquote><p>“Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!”</p></blockquote>
<p>1. Sie besorgen sich eine stärkere Peitsche.</p>
<p>2. Sie wechseln den Reiter.<br />
3. Sie sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.<br />
4. Sie gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.<br />
5. Sie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.<br />
6. Sie erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.<br />
7. Sie schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.<br />
8. Sie bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.<br />
9. Sie kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.<br />
10. Sie stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.<br />
11. Sie ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist.<br />
12. Sie schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.<br />
13. Sie erklären: Kein Pferd kann so tot sein, dass wir es nicht mehr reiten können.<br />
14. Sie erklären: Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.<br />
15. Sie machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.<br />
16. Sie machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Reiter gibt.<br />
17. Sie machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere tote Pferde gibt.<br />
18. Sie überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.<br />
19. Sie erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere tote Pferde.<br />
20. Sie bilden einen Qualitätszirkel, um eine alternative Verwendung von toten Pferden zu finden.<br />
21. Sie sagt eigentlich, dass man tote Pferde nicht reiten kann?<br />
22. Sie lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.<br />
23. Sie richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.<br />
24. Sie vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.<br />
25. Sie entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.<br />
26. Sie frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten<br />
27. Sie bilden einen Gebetskreis der unser Pferd gesund betet.<br />
28. Sie erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.<br />
29. Sie strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.<br />
30. Sie stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines, und außerdem war es schon immer so tot wie jetzt.<br />
31. Sie stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!<br />
32. Sie ändern die Anforderung von “reiten” in “bewegen” und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag.<br />
33. Sie sourcen das Pferd aus, denn wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch vielleicht wenigstens eine Kutsche ziehen.</p>
<p>Die Liste habe ich schon vor über einem Jahr im SYNAXON Wiki gepostet. Gerade begegnete sie mir <a href="http://www.werbeagentur.de/blog/allgemein/wenn-du-ein-totes-pferd-reitest-steig-ab/2010/06/29/">hier</a> wieder, ich musste grinsen und habe sie gleich mal übernommen.</p>
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		<title>Können Journalisten von Einzelhändlern lernen?</title>
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		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2010/06/07/konnen-journalisten-von-einzelhandlern-lernen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 19:57:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online Shops]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[billig schreber]]></category>
		<category><![CDATA[demandmedia]]></category>
		<category><![CDATA[Foursquare]]></category>
		<category><![CDATA[Gowalla]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalisierungsdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Demandmedia ist ein Dienst, der Web-Content billigst erstellen läßt. Ein Ratgber-Posting á la &#8220;Wie binde ich eine Krawatte&#8221; bringt 15 Dollar oder ein kurzes Video 20$. Die Themen werden mit einem Algorhitmus danach ausgewählt, was gerade besonders nachgefragt wird. Sogar automatisch generierte Sportberichte sind in der Mache, um Journalisten ganz weg zu rationalisieren. Genaueres dazu schrieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.demandmedia.com">Demandmedia</a> ist ein Dienst, der Web-Content billigst erstellen läßt. Ein Ratgber-Posting á la &#8220;Wie binde ich eine Krawatte&#8221; bringt 15 Dollar oder ein kurzes Video 20$. Die Themen werden mit einem Algorhitmus danach ausgewählt, was gerade besonders nachgefragt wird.</p>
<p>Sogar automatisch generierte Sportberichte sind in der Mache, um Journalisten ganz weg zu rationalisieren. Genaueres dazu <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/demand-media--ende-des-journalismus_100026997.html">schrieb Meedia</a> im März und die FTD nennt das Unternehmen &#8220;<a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:agenda-der-totengraeber-des-journalismus/50091405.html">den Totengräber des Journalismus</a>&#8220;.</p>
<p>Warum ich das mit Elektronikhändlern vergleiche? Weil ich einige Jahre in der Branche gearbeitet habe. Die im Meedia-Artikel beschriebenen Probleme erinnern mich stark an Händler, die durch Preissuchmaschinen und Onlineshops seit Jahren gezwungen sind, sich alternative Geschäftsmodelle und Herangehensweisen an Kunden zu überlegen, sowie neue Serviceleistungen zu entwickeln.</p>
<p>Schon sehr viel länger dran sind Plattenfirmen, die lange Zeit nicht verstehen wollen, dass sie ihr Geschäftsmodell überarbeiten müssen. Nicht nur wegen böser MP3-Sharing Plattformen. Sondern bsw. weil teure Studioaufenthalte wegfallen, weil in heutigen Home-Studios mit wenigen tausend Euro heute Aufnahmen gemacht werden können, die vor 15 Jahren noch Milionen Dollar Equipment vorausgesetzt hätten. Oder wegen dem Wegfall von Distributionswegen. Heute braucht eine Band um erfolgreich zu sein nunmal keine sündhaft teure Werbekampagne mehr (wenn sie bereit ist, sich auf Deutsch gesagt, den Allerwertesten abzuspielen).</p>
<p>Aber zurück zu den Journalisten und den billig produzierten Texten von Unternehmen wie Demandmedia. Die Nachfrage nach Ratgeber-Texten und Filmchen wird in den nächsten Jahren sicherlich weiter steigen. Die althergebrachten personifizierten &#8220;Ratgeber&#8221; wie Familie, Freunde, Nachbarn fallen immer mehr weg. Wir können uns doch alle noch an Zeiten erinnern, als man den Maurer oder Elektriker von nebenan bei Heimwerkerfragen um seine Meinung angehauen hat.</p>
<p>Heute fragt man entweder im Internet &#8211; oder bei OBI. Wenn es finanzielle Probleme gab, rief man bei der Oma an, die aushalf. Heute gibt es Kreditcommunities. Wenn die Probleme zu arg wurden, gab es einen gut gemeinten und Augen öffnenden Anschiss vom Onkel, der Unternehmer was. Heute bewirbt man sich bei der RTL Schulden-Gameshow und läßt sich von Peter Zwegat zusammenfalten.</p>
<p>Das sind aber auch alles Inhalte &#8211; bzw. Dienstleistungen, für die es nunmal keine top-ausgebildeten Journalisten braucht, sondern Menschen, die sich für das gefragte Thema begeistern oder alternativ einfach gerne anderen etwas erklären. Für die Frage nach &#8220;Wie koche ich ein perfektes Risotto&#8221; ist ein bloggender Hobbykoch, der sein Wissen kostenlos zur Verfügung stellt, fachlich geeigneter als ein Journalist und ein Niedriglohnschreiber weniger überqualifiziert. Blogs wie <a href="http://www.lifehacker.net">Lifehacker</a> oder Webseiten wie <a href="http://www.wikihow.com">WikiHow</a> und <a href="http://www.instructables.com">instructables</a> bieten seit jeher hochwertige Erklär-Bär Inhalte an und verbreiten sie kostenlos. Von Nischenbloggern, die als Experten über Ihr Fachgebiet schreiben ganz zu schweigen. Wenn ich Ratgeber Informationen zu welchem Thema auch immer haben möchte, werde ich im Web auch in der Regel fündig.</p>
<p>Den Elektronik- und Computerhändlern wird durch Onlineshops und Preisvergleiche die Grundlage zur Produktschau im Regal finanziert durch entsprechend hohe Verkaufs-Preise entzogen. Da muss man sich was neues einfallen lassen, wie man kaufende Kundschaft in den Laden kriegt, die bereit ist Preise zu zahlen, die höher als im Online-Shop sind. Alternativ geht man im Handel vor Ort auf ein ähnliches Preisniveau herunter und bietet Zusatz-Dienste an, die auf der physikalischen Anwesenheit basieren: Garantieleistungen, Sonderberatungen, Schulungen, persönliche Ansprache, Notdienste usw.</p>
<p>Genauso gibt es auch schon reichlich Journalisten dort draussen, die sich auf neue Wege zum Leser, Fan, Zuschauer einlassen. Eigentlich denke ich mir, sollten die Journalisten doch froh sein. Sie müssen sich nun nicht mehr mit dem Kleinkram aufhalten, sondern können sich um die wirklich wichtigen Themen kümmern:</p>
<p>* Nachrichten<br />
* Investigationen<br />
* Politik<br />
* Wirtschaft<br />
* Kultur</p>
<p>Habe ich da gerade jemanden murmeln gehört, das interessiert doch niemanden und läßt sich schwer verkaufen? Mein Verständnis von Journalismus ist, dass Ihr Geschichten und Sachverhalte erfasst, versteht, bewertet und danach Leser- und Zuschauerinnen erklärt. Und zwar interessant, spannend, witzig und verständlich. Wenn diese Aufgabe entsprechend erfüllt wird, dann läßt sich das Ergebnis auch verkaufen. Und Themen, die zunächst einmal nicht interessant genug sind, müssen entweder wegfallen oder querfinanziert werden. Oder an die Wünsche der Leser angepasst. Wenn Ihr Euch wundert, dass Billigcontent Euch den Rang abläuft&#8230; Pech würde ich sagen. Da hilft aber auch kein rumheulen, erzürnen oder klagen. Nur aufstehen, schütteln, weiter rödeln. Und seinen Job jeden Tag neu erfinden.</p>
<p>Eine interessante Parallele habe ich vorhin in einem Blogposting meines alten Chefs, SYNAXON CEO Frank Roebers festgestellt. <a href="http://blog.synaxon.de/index.php/2010/06/07/kommt-eine-renaissance-des-facheinzelhandels-durch-neue-webdienste/">Er beschreibt dort</a>, wie Lokalisierungsdienste wie <a href="http://foursquare.com">Foursquare</a> und <a href="http://www.gowalla.com">Gowalla</a> dem stationären Handel und Gastronomen neue Kunden bringen und als einfache Kundenbindungsmaßnahme genutzt werden können.</p>
<p>Diese Dienste funktionieren so:</p>
<p>Mit meinem internetfähigen Handy, das meine genaue Position per Satellitenortung bestimmen kann, melde ich mich bsw. in meinem <a href="http://foursquare.com/user/-1374995">Foursquare-Profil</a> an. Stehe ich in einem besonders guten Laden oder in einer schönen Gastronomie, teile ich der Foursquare Seite mit. dass ich mich tatsächlich grade physikalisch an diesem Ort befinde und kann noch diverse Bewertungen und Kommentare zu der Lokalität abgeben.</p>
<p>Im Prinzip ist das ganze so etwas wie die Bewertungen auf Google Maps. Nur in Echtzeit und mit mehr Dynamik. Denn mein Standort wird wenn ich das möchte, automatisch in andere Netzwerke und Dienste wir Facebook und Twitter weiter verteilt. So bekommt ein großer Teil meines Netzwerks zunächst mal mit, wo ich mich grade aufhalte und eine qualitative Bewertung, wie ich es dort finde. Sollte ich besonders oft bsw. in ein Cafè gehen erhält die Information auch noch eine quantitative Dimension und der Wirt könnte mein <a href="http://foursquare.com/user/-1374995">foursquare-Profil</a> verfolgen und mir nach 10 Besuchen ein Getränk ausgeben.</p>
<p>Was hat das ganze mit Journalismus zu tun?</p>
<p>Ganz einfach: So wie sich die stationären Einzelhändler vom Online-Handel durch physikalische Präsenz vor Ort abheben können, haben auch Journalisten diverse Möglichkeiten, um persönliche Verbindungen zu Stammlesern aufzubauen und diese als Multiplikatoren zu nutzen. Ein Journalist kann dokumentieren, dass er tatsächlich vor Ort eines Nachrichtenschauplatzes war und seiner Geschichte dadurch mehr Glaubwürdigkeit verschaffen.</p>
<p>Nutzt der Journalist gezielt soziale Netzwerke, um seinen Lesern eine Anlaufstelle zu geben, ist es durchaus denkbar, dass sich der Autor dadurch eine echte Unabhängigkeit zu seinem Verlagshaus schafft und selber als &#8220;Marke&#8221; wahrgenommen wird. Die Person des Autors wird wichtiger, als das Medium, für das er arbeitet. Ich kaufe eine Robbie Williams CD ja auch nicht nur aus dem Grund, weil sie von EMI verlegt wird. Genau genommen ist es mir sogar relativ egal, welche Plattenfirma dahinter steht.<br />
Vorteil für den Journalisten: Nachweisbare Leserschaft, die sich in Honorarverhandlungen sicherlich positiv auswirken dürfte.</p>
<p>Persönliche Beziehungen, Untermauerung der Glaubwürdigkeit und nachvollziehbare Hintergründe sind neben qualitativ  meiner Meinung nach die großen Vorteile, die professionelle Journalisten durch das Web gewinnen können. Und mit denen Sie sich von den Billigschreibern einer Demandmedia absetzen. Resultierend in Vertrauen, Sympathie und der Bereitschaft des Lesers, seine bevorzugten Autoren und Medien zu unterstützen.</p>
<p>Sei es durch den Kauf von Papier, Klicken von Werbung oder Weiterempfehlung von Inhalten und ganzen Medienseiten.</p>
<p>Oder stelle ich mir das mal wieder alles viel zu leicht vor? ;)</p>
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		<title>Lernt man Führen nur durch Scheitern?</title>
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		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2010/02/25/lernt-man-fuhren-nur-durch-scheitern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 12:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Demut]]></category>
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		<category><![CDATA[Führung]]></category>
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		<category><![CDATA[Scheitern]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Frage stellt Jochen Mai vom Blog Karrierebibel grade sich und seinen Lesern. Witzig dabei ist, dass ich gerade heute ein sehr langes und intensives Gespräch über das Thema geführt habe. Wenn man sich mal anschaut, wie besonders erfolgreiche Menschen aufgewachsen sind: Arnold Schwarzenegger, Will Smith, Richard Branson &#8211; alle diese Menschen sind weder mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage stellt <a href="http://karrierebibel.de/lehrstunde-keine-fuhrung-ohne-niederlage/">Jochen Mai vom Blog Karrierebibel grade sich und seinen Lesern</a>.</p>
<p>Witzig dabei ist, dass ich gerade heute ein sehr langes und intensives Gespräch über das Thema geführt habe. Wenn man sich mal anschaut, wie besonders erfolgreiche Menschen aufgewachsen sind: Arnold Schwarzenegger, Will Smith, Richard Branson &#8211; alle diese Menschen sind weder mit dem golden Löffel geboren, noch wurde ihnen Erfolg in die Wiege gelegt. Aber eins haben alle gemeinsam:</p>
<p>Ihnen wurde nie erzählt, zu scheitern wäre etwas negatives. Sie wurden immer bei ihren Vorhaben unterstützt und ermutigt. Sie haben die Möglichkeit des Scheiterns akzeptiert, haben sich davon aber nicht bremsen lassen. Geschweige denn Angst vorm Scheitern aufgebaut.</p>
<p>Aber: Letztendlich geht es bei diesen Beispielen um Geld, Ruhm, Erfogl im Sport etc. Das Beispiel, dass Jochen Mai von Karrierebibel  aus dem Film &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Core">The Core</a>&#8221; anführt ist von einem ganz anderen Schlag und betrifft auch ganz andere Entscheidungen:</p>
<blockquote><p>Zugegeben, der Film “The Core” entstand nicht gerade in einer der Sternstunden Hollywoods, aber er enthält eine denkwürdige Szene, über die es sich nachzudenken lohnt. In der besagten Einstellung unterhalten sich der erfahrener NASA-Pilot Robert Iverson (gespielt von Bruce Greenwood, hier nicht zu sehen) und seine junge, äußerst ehrgeizige Co-Pilotin Rebecca Childs (gespielt von Hilary Swank, rechts) über die neue Mission, die Childs unbedingt befehligen will. Doch Iverson ist anderer Meinung:</p>
<p>RI: “Sie können üben, solange Sie wollen. Das macht Sie noch lange nicht zum Commander…”</p>
<p>RC: “…woran Sie mich ständig erinnern.”</p>
<p>RI: “Wissen Sie, ich bezweifle ja, dass Sie darauf hören werden, aber ich versuch’s trotzdem: Bei der Führung geht es nicht um Fähigkeiten, sondern vielmehr um Verantwortung.”</p>
<p>RC: [ironisch] “Verstanden, Sir.”</p>
<p>RI: “Nein, haben Sie nicht, Major! Man ist nicht nur verantwortlich für die richtigen Entscheidungen, sondern auch für die schlechten. Das gehört nun mal zum Geschäft. Man muss bereit sein, beschissene Entscheidungen zu treffen.”</p>
<p>RC: “Wie kommen Sie darauf, dass es bei mir anders sein könnte?”</p>
<p>RI: “Weil Sie so gut sind. Ihnen ist noch nichts begegnet, womit Sie nicht fertig geworden sind. [...] Es ist so, dass Sie ans Siegen gewöhnt sind. Und man kann erst dann wirklich führen, wenn man mal verloren hat.”</p></blockquote>
<p>Zunächst mal sollten hier Entscheidungstypen unterschieden werden:</p>
<p>Entscheidungen über <strong>Geld</strong> vs. Entscheidungen über <strong>Menschen(-Leben)</strong><br />
<strong>kurzfristige Auswirkungen</strong> der Entscheidung vs. <strong>langfristige Auswirkungen</strong> der Entscheidung<br />
<strong>selbstreferenzierte</strong> Entscheidungen vs. Entscheidungen, die<strong> andere betreffen</strong></p>
<p>Meine Eingangsbeispiele erfolgreicher Menschen unterscheidet sich ganz erheblich von dem in Jochen Mais Filmzitat: Auf der einen Seite geht es wie gesagt um den eigenen Ruhm, den eigenen Erfolg, das eigene Geld. Also selbstbezogen, mit meist kurzfristigen Auswirkungen (ein Film ist ein mal Flop aber anspruchsvoll, der nächste wieder ein finanzieller Erfolg).</p>
<p>Auf der anderen Seite geht es um die richtige Entscheidung mit langfristigen Folgen für andere: Das Leben der Untergebenen, das Ende der Welt, alles was sich Hollywood in diesen konstruierten Filmsituationen, die erstmal ausweglos erscheinen, noch so an heroischem Material einfallen lässt.</p>
<p>Dann stellt Jochen die These auf: &#8220;Niederlagen sorgen dafür, dass Führungskräfte demütig werden vor dem Scheitern.&#8221;</p>
<p>Da muss ich schon die Frage stellen was ist hier mit Demut genau gemeint? Demut als das Gegenteil der Arroganz? Ok. Das kann ich unterschreiben. Demut im Sinne von &#8220;Dienstwilligkeit&#8221; oder &#8220;Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demut">Wikipedia</a>) ist im Bezug auf das Scheitern meiner Meinung nach unangebracht. Warum erkläre ich in zwei Absätzen.</p>
<p>Jochen kommt über diesen Weg dann wieder zu der Erkenntnis, die ich wieder absolut teilen kann: &#8220;Durch scheitern werden Führungskräfte verständnisvoller gegenüber der Imperfektion der Menschen im Allgemeinen und ihren Mitarbeitern im Besonderen.&#8221; Sie lassen also ihre Mitarbeiter das Scheitern im Zweifel erleben um zu zeigen, dass es danach weiter geht. Um Risikofreudigkeit  zu fördern. Oder aus dem Bauch heraus zu wissen, wann Scheitern weh tut und wann nicht. Scheitern ist nicht schlimm. Nur wer das Scheitern akzeptiert kann gute Entscheidungen treffen. Und um das Scheitern überhaupt beurteilen zu können, muss ein Mensch schon einmal ein Scheitern durchlebt haben.</p>
<p>So, wie es im Filmzitat auch gesagt wird.</p>
<p>Sei es, dass ein Projekt gescheitert ist. Eine Firma vor die Wand gesetzt, ein Auto zu Schrott gefahren wurde oder eine Beziehung gescheitert ist. Das einzige, was man aus dem Scheitern an Meta-Information mitnehmen sollte ist, die Angst vorm Scheitern zu verlieren, weil es gar nicht so schlimm ist. Die Angst vor dem Unbekannten nach dem Scheitern ist größer, als die Situation die tatsächlich eintritt.</p>
<p>Im Geschäfts- und Privatleben hat das auch alles Hand und Fuß. Jetzt kommen wir aber nochmal kurz zurück zu Menschen, die über andere Menschenleben entscheiden müssen. Das gibt es nicht nur im Film. Sondern auch im wirklichen Leben. Polizei, Piloten, Bundeswehr &#8211; um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.</p>
<p>Ich kenne Vertreter aller drei genannten Berufe und eines ist da ganz deutlich:</p>
<p>Ein sehr viel größerer Respekt vor der Entscheidung. Eine viel VIEL intensivere Vorbereitung der Entscheidung. Und zwar nicht, um sich hinter zu rechtfertigen und ein Scheitern mit &#8220;<em>ich habe hier aber ALLE Kennzahlen erhoben und alle Stakeholder in den Prozess mit einbezogen</em>&#8221; zu entschuldigen, wie es im Business gerne getan wird. Nein, um die Chance des Scheitern zu minimieren und das Risiko zu kalkulieren. Entscheidungen werden im Voraus gefällt (Canned Decisions) und aus den historischen Fehlern und vorliegenden Lageberichten eine Entscheidungsgrundlage geschaffen.</p>
<p>Zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen. Die eine sorgt im eher &#8220;unwichtigen&#8221; Bereich Geld/Ruhm für Erfolge durch Risikofreudigkeit und Herausstechen aus der Masse. Würde aber dort, wo es um Menschenleben und die Verantwortung für dieselben geht, Katastrophen verursachen.</p>
<p>Die Entscheidungsfindung von der militärischen geprägten Seite minimiert die Möglichkeit des Scheiterns und die zu erwartenden Verluste. Führt im Business aber eher zu verlangsamten Prozessen, Überdokumentation und durch Behäbigkeit der Organisation frustrierter Mitarbeiter.</p>
<p>Ursprünglich bedeutet &#8220;Zu scheitern werden&#8221; übrigens, wenn ein Schiff in Stücke bricht. Und da hat auch schon Herr von und zu Goethe festgestellt, daß sich aus dem Scheitern noch etwas &#8220;Positives&#8221; ergeben kann:</p>
<p>&#8220;So klammert sich der Schiffer endlich noch am Felsen fest, an dem er scheitern sollte.&#8221; (Johann Wolfgang von Goethe)</p>
<p>Je öfter jemand mit einem positiven Ergebnis gescheitert ist und die Konsequenzen akzeptiert hat, oder sogar etwas von anderen zum Scheitern verurteiltes Unterfangen erfolgreich gemeistert hat &#8211; desto mutiger wird dieser Jemand und lässt anderen (seinen Mitarbeitern, Kindern, Freunden) den Freiraum zum Ausprobieren.</p>
<p>Demut ist demnach in der Karriere eher fehl am Platze, auf einer Weltrettungsmission im Bohrfahrzeug &#8220;Virgil&#8221; auf dem Weg zum Mittelpunkt der Erde manchmal angebracht.</p>
<p>Zwei interessante Lesetipps, die mir beim recherchieren für dieses Posting gerade über den Weg gelaufen, bzw. wie eignefallen sind:</p>
<p><a href="http://zweitwissen.blogspot.com/2009/02/freude-am-uberleben-in-zeiten-der-krise.html">Lexikon des Überlebens &#8211; Handbuch für Krisenzeiten</a></p>
<p><a href="http://www.ktisis.de/day_82.html">Schwärmende Intelligenz in Gruppen</a> (Daily Dueck 82, Januar 2009) &#8211; eine der Kolumnen meines Lieblings-Sachbuchautoren Gunter Dueck</p>
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		<title>40 (+20) Gründe warum die Chefs der alten Schule gerne die Gelben Seiten benutzen</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 20:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gelbe Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Social Network]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeff Bullas hat ein köstliches Posting geschrieben, das ich hier gerne einmal übersetzen möchte. Er hat mit einem Augenzwinkern einige Gründe und Fragen herausgearbeitet, die er aus den Reihen der &#8220;alten Schule von Managern und Geschäftsführern&#8221; bezüglich Social Media Engagement schon gehört hat und diese in Zusammenhang mit einem der ältesten Tools gebracht, die es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://jeffbullas.com/2010/01/11/40-reasons-why-the-ceo-still-uses-the-yellow-pages-and-not-social-media/">Jeff Bullas hat ein köstliches Posting</a> geschrieben, das ich hier gerne einmal übersetzen möchte.</p>
<p>Er hat mit einem Augenzwinkern einige Gründe und Fragen herausgearbeitet, die er aus den Reihen der &#8220;alten Schule von Managern und Geschäftsführern&#8221; bezüglich Social Media Engagement schon gehört hat und diese in Zusammenhang mit einem der ältesten Tools gebracht, die es im Verkaufsbereicht gibt &#8211; die &#8220;Gelben Seiten&#8221;.</p>
<p>Wie gesagt &#8211; augenzwinkernd. Keiner will Branchenbücher überflüssig machen, oder jemanden vorführen. Sondern vielmehr ein bisschen zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.</p>
<p>1. In den &#8220;Gelben Seiten&#8221; kann man keine Kommentare schreiben<br />
2. Die &#8220;Gelben Seiten&#8221; sind einfach zu bedienen (und man kann sie als Türstopper nehmen)<br />
3. Sie sehen ganz gut im Bücherregal aus (und ich hab echt hübsche Bücherregale)<br />
4. Was meinst Du mit E-Book?<br />
5. Man kann sie wirklich hoch stapeln<br />
6. Die Kinder können Pappmaché aus den alten Ausgaben machen<br />
7. &#8220;Social&#8221; und &#8220;Community&#8221; sind nicht wirklich messbar<br />
8. Das Buch ist groß und dick und bequem (wie meine Puschen)<br />
9. Man sie recyclen (Versuch mal Bits and Bytes zu recyclen!)<br />
10. Veränderung ist und bleibt ein böses Wort!<br />
11. Es ist schwer zur Anzeigenverkäuferin der &#8220;Gelben Seiten&#8221; Nein zu sagen, sie is SO süß<br />
12. Da sind nette Bilder drin (sogar hoher Qualität!)<br />
13. Man kann schönes Geschäftsdeutsch in den &#8220;Gelben Seiten&#8221; benutzen<br />
14. Es ist eine 100% sichere, einseitige Kommunikationsmöglichkeit<br />
15. Wie alles werden sie irgendwann wieder in Mode kommen &#8220;Du wirst schon sehen, junger Mann&#8221;<br />
16. Digital und Social Meida ist viel zu sehr eine Modeerscheinung und &#8220;Generation Y&#8221;<br />
17. Ich werde langsam taub. Da kann ich nicht bei einem Webinar zuhören<br />
18. Ich werde langsam blind. Die kleinen youtube Videos kann ich kaum noch erkennen<br />
19. Die &#8220;Gelben Seiten&#8221; brauchen keine Batterien (wie mein Hörgerät)<br />
20. Werbesendungen funktionieren seit 30 Jahren für uns<br />
21. &#8220;Schau, ich kann unser Firmenlogo bald auch im Fernsehen sehen&#8221;-Einstellung<br />
22. Als ich diese Firma gegründet habe, habe ich mit den &#8220;Gelben Seiten&#8221; und einem Telefon angefangen. Also mach Telefonkaltakquise<br />
23. Was meinst Du mit Blog? Soll ich mir was auf einen Zettel schreiben?<br />
24. Facebook ist doch nur was für Kinder und passt nicht in unsere Zielgruppe<br />
25. Sie sind alt. (Entschuldigung. Erwachsen.)<br />
26. Nach der Wirtschaftskrise ist konservativ wieder cool<br />
27. Sie haben einen Desktop. Keinen Laptop.<br />
28. Ein Tablet ist etwas, was sie vor dem zubettgehen nehmen<br />
29. &#8220;Neu&#8221; bedeutet furchteinflössend. Ich bevorzuge unkomfortabel<br />
30. Ein Auge schielt schon auf die Pension<br />
31. Sie haben nur ein Auge<br />
32. E-Mail ist doch sicher! (irgendwie.)<br />
33. Was vor 10 Jahren funktioniert hat (im letzten Jahrhundert) funktioniert auch heute<br />
34. &#8220;New Media&#8221; oder &#8220;Social Media&#8221; buchstabieren wird schon schwer<br />
35. Google brabbeln höchstens Babies vor sich hin<br />
36. Die Kapitalrendite von Social Media kann man nicht messen<br />
37. An die Kosten von Ignoranzrendite hat noch niemand gedacht<br />
38. &#8220;SEO? Was soll das heissen?&#8221;<br />
39. &#8220;Wir können doch unseren Katalog nicht online zugägnlich machen. Unsere Wettbewerber würden uns doch Ideen klauen.&#8221; &#8211; Ach sach bloß. Das haben sie schon längst.<br />
40. &#8220;Mobiles Marketing klingt gut &#8211; wo bewegen wir die mobilen Plakatwände hin?&#8221;</p>
<p>Ich glaube die Liste liesse sich noch belieig erweitern :) Zum Beispiel mit einigen Ideen aus den Kommentaren zu Jeffs Posting und einigen meiner eigenen Erfahrungen. Der eine oder andere Leser hat sicher auch noch eine Erweiterung der Liste zum besten zu geben ;)</p>
<p>41. Wie stellen wir denn sicher, dass die Newsletter nicht alle vom Verteilserver in den Müll geworfen werden?<br />
42. Unser Zielgruppe liest niemals Blogs<br />
43. Zum Blogbeiträge schreiben habe ich keine Zeit (Lieber versende ich 23 mal E-Mails mit identischem Inhalt)<br />
44. Wieso sollte ich mit meinen Kunden denn reden?<br />
45. Zuhören? Wass sollten die Kunden mir denn schon zu sagen haben?<br />
46. Innovation? Unsere Produkte sind doch gut wie sie sind.<br />
47. Wir können doch unsere Kunden nicht in den Entwicklungsprozess mit einbinden. Das wäre ja noch schöner.<br />
48. Wir machen einfach sowas virales.<br />
49. Schreiben Sie bitte Blogartikel zu diesem, jenen und dem Thema für mich<br />
50. unsere Marketing-Strategie auf das 21. Jahrhundert auszurichten hat für uns noch keine Priorität<br />
51. Ich verstehe nicht, wo da der Sinn für unsere Kunden ist<br />
52. Es kann nicht besser sein als Klinkenputzen sonst würdest Du ja genauso viel oder mehr noch als meine Vertriebler verdienen<br />
53. Das sind doch nur Tätigkeiten um Zeit zu verträdeln<br />
54. Unsere Kunden benutzen dieses Social Media nicht<br />
55. Wir arbeiten nur mit Geschäftskunden. Passt also leider nicht zu uns.<br />
56. Was, wenn ein ehemaliger Angestellter schlechte Einträge über uns verbreitet?<br />
57. Oder schlimmer: Was, wenn ein Wettbewerber etwas auf unsere Homepage schreibt???<br />
58. Unsere Mitarbeiter können doch nicht für das Unternehmen sprechen!<br />
59. Die Gelben Seiten haben jedenfalls Bestand und ändern sich nicht andauernd.</p>
<p>und schließloch dann doch:<br />
60. Ich glaube, wir sollten vielleicht doch etwas mit diesem Web zwnazig machen.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/AlexKahl/~4/C24GAFb9dOM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ergonomische Steharbeitsplätze müssen nicht teuer sein</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/AlexKahl/~3/5rFqCEWXAdQ/</link>
		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2010/01/23/ergonomische-steharbeitsplatze-mussen-nicht-teuer-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 07:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktivität und DGK]]></category>
		<category><![CDATA[Ergonomie]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA LACK]]></category>
		<category><![CDATA[Steharbeitsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Stehpult]]></category>

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		<description><![CDATA[Als jemand der extrem viel am Rechner arbeitet bin ich natürlich für jeden Einfall dankbar, wie ich rückenschonender und entspannter arbeiten kann. Auf smashingmagazine.com fand ich eben einen link auf die Seite buildinternet.com mit wertvollen Tips. Da fehlt mir allerdings eines: Die Möglichkeit während der Arbeit zu stehen. Hin und wieder muss das einfach sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als jemand der extrem viel am Rechner arbeitet bin ich natürlich für jeden Einfall dankbar, wie ich rückenschonender und entspannter arbeiten kann. Auf <a href="http://www.smashingmagazine.com/">smashingmagazine.com</a> fand ich eben einen link auf die Seite <a href="http://buildinternet.com/2010/01/five-minute-upgrade-make-your-workstation-more-ergonomic/">buildinternet.com</a> mit wertvollen Tips.</p>
<p>Da fehlt mir allerdings eines: Die Möglichkeit während der Arbeit zu stehen. Hin und wieder muss das einfach sein, um meinen Rücken zu entlasten und etwas zusätzliche Bewegung zu verschaffen.</p>
<p>Und ein Stehpult / Steharbeitsplatu muss nichtmal teuer sein. 10 Euro in einen IKEA LACK Tisch sind gut investiertes Geld für die Gesundheit des Rückens. Den Lack stelle ich mir einfach auf jeden beliebigen Schreibtisch und habe die (zumidnest für mich) perfekte Stehhöhe. Die Arbeitsfläche von 60x60cm reicht dabei für meine Ansprüche vollkommen aus.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/probefahrer/4296278678/" title="IMG_0495.JPG von probefahrer.alex bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4017/4296278678_6ab6ba344f.jpg" width="375" height="500" alt="IMG_0495.JPG" /></a></p>
<p>Bei der Arbeit mit dem Notebook kann ich flexibel innerhalb von wenigen Sekunden zwischen stehender und sitzender Position wechseln.</p>
<p>Mit einem Desktop-Rechner mit externem Monitor und Verkabelung ist es allerdings etwas mehr Aufwand. Aber auch hier läßt sich der Rechner auf dem Tisch platzieren und die Peripherie relativ fix auf den Zusatz-Tisch hiefen.</p>
<p>Ein paar gute Tips in deutscher Sprache gibt es sonst noch bei <a href="http://www.business-wissen.de/personalmanagement/ergonomischer-arbeitsplatz-haltung-bewahren-auch-im-buero/">business-wissen.de</a>, <a href="http://www.netzwelt.de/news/74705-ergonomie-arbeitsplatz-sitzen-fortgeschrittene.html">netzwelt</a> und <a href="http://blog.styleranking.de/lifestyle/stylische-ideen-fur-2010-tipps-fur-einen-schonen-arbeitsplatz/">styleranking</a> sorgt auch noch dafür, dass Ergonomie gut aussieht ;)</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/AlexKahl/~4/5rFqCEWXAdQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Telefon vs. Social Media @thlang @jkrisch</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/AlexKahl/~3/voXP15Kd0hQ/</link>
		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2010/01/15/telefon-vs-social-media-thlang-jkrisch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schweizer Blogger Marcel Bernet hat auf der LeWeb Richard Binhammer (Leiter Public Affairs bei DELL) interviewt. Das Eingangszitat Für die Benutzung des Telefons setzt niemand eine eigene Abteilung ein. Genau so muss es sein für Social Media: Das ist einfach ein Bestandteil der täglichen Arbeit. haben unter anderem Thomas Lang, Jochen Krisch und dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Blogger <a href="http://bernetblog.ch/">Marcel Bernet</a> hat auf der LeWeb <a href="http://richardatdell.blogspot.com/">Richard Binhammer</a> (Leiter Public Affairs bei DELL) <a href="http://bernetblog.ch/2010/01/12/getroffen-richard-binhammer-halt-dell-im-dialog/">interviewt</a>. Das Eingangszitat</p>
<blockquote>
<p>Für die Benutzung des Telefons setzt niemand eine eigene Abteilung ein. Genau so muss es sein für Social Media: Das ist einfach ein Bestandteil der täglichen Arbeit.</p>
</blockquote>
<p>haben unter anderem <a href="http://twitter.com/thlang/status/7682917508">Thomas Lang</a>, <a href="http://twitter.com/jkrisch/status/7684061536">Jochen Krisch</a> und dann <a href="http://twitter.com/probefahrer/status/7722384952">ich getwittert</a>.</p>
<p>
<img src="http://alex-kahl.digital-dictators.de/files/2010/01/internet-phone.jpg" width="480" height="360" alt="internet-phone.jpg" /></p>
<p>Auf <a href="http://www.facebook.com/alexander.kahl?v=feed&amp;story_fbid=253397952364&amp;ref=mf">meiner Facebook Pinnwand</a> kamen zu dem Tweet dann einige interessante Kommentare (danke Jungs!) via Facebook, die mir dann doch keine keine Ruhe und mich ausführlicher nachdenken gelassen haben:</p>
<blockquote>
<p>Sebastian Baumer Äh. Die eigene Abteilung für die Benutzung des Telefons heißt Sekretärin. Also ich würd da nicht jeden dran gehen lassen (mich nicht). Also ans Telefon. Mi um 22:39 · ￼</p>
<p>Alexander Lohr Viele Unternehmen die professionell Kunden über das Telefon erreichen wollen nennen die entsprechenenden Abteilungen Call Center. ;) Mi um 22:56 · ￼</p>
<p>Jan Westerbarkey Biete Telefonzentrale an…. die twittert übrigens :-)) Gestern um 21:27</p>
</blockquote>
<p>Interessante Gedanken. Aber werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Beziehungsweise Kommunikationsmittel (Telefon und Social Media) mit Kommunikationsaufgaben:</p>
<p>Über das Telefon wird letzten Endes nur Sprache übertragen. Über Social Media etwas mehr: gesprochene Sprache, Texte, Bilder, Videos. Es sind also Werkzeuge zur Kommunikation.</p>
<p>In den o.g. &#8220;Abteilungen für das Telefon&#8221; werden bestimmte Aufgaben mit diesem Werkzeug erledigt.</p>
<p><b>Call Center</b></p>
<ul>
<li>Kundengewinnung</li>
<li>Kundenservice</li>
<li>Kundenberatung</li>
<li>Eskalation und Relevanzfilter</li>
<li>Auftragsannahme</li>
<li>zentrale Bündelung bestimmter Anfragen</li>
<li>Informationsverteilung</li>
</ul>
<p><b>Sekretärin</b></p>
<ul>
<li>Terminverwaltung</li>
<li>Kommunikationsfilter</li>
<li>Relevanzbewertung von Informationen</li>
<li>Planungsaufgaben</li>
<li>Arbeitsaufträge verteilen</li>
<li>Informationsumwandlung (Telefonisches Memo in Dokument umwandeln)</li>
</ul>
<p><b>Telefonzentrale</b></p>
<ul>
<li>Kommunikationsverteilung</li>
<li>Relevanz-Filter</li>
<li>oft auch Empfangsaufgaben</li>
</ul>
<p>Diese Auslagerung von Kommunikationstätigleiten kann unterschiedliche Gründe haben:</p>
<ul>
<li>Arbeitsorganisation</li>
<li>24/7 Erreichbarkeit</li>
<li>Kostenersparnis durch Niedriglohnländer</li>
<li>Entlastung von Führungskräften</li>
<li>etc</li>
</ul>
<p>Was Richard Binhammer und damit das Zitat ja meint ist: Social Media sollte als Kommunikationswerkzeug genauso in den Unternehmensalltag integriert werden, wie das Telefon, E-Mail oder Zettel und Stift. Für die unterschiedlichsten Aufgaben.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MG2PSMIzdvo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/MG2PSMIzdvo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344" /><br />
</object></p>
<p>Klar hat er da leicht reden. DELL startete schließlich selbst vor gut 3 Jahren mit einer eigenen Social Media Abteilung von der aus sich die neuen Methoden immer weiter ins Unternehmen verbreiteten.</p>
<p>Die besondere Herausforderung gegenüber Telefon, E-Mail und anderen Werkzeugen ist natürlich, dass wir es hier mit einer ganzen Palette an Tools zu tun haben, die sich zudem noch ständig verändern. Manche verschwinden ganz, werden durch neue ersetzt usw.</p>
<p>Bernet schließt sein Posting mit der Erkenntnis:</p>
<blockquote>
<p>Die meisten Unternehmen und Organisationen stehen noch am Anfang dieser Lernkurve. Und viele werden bezüglich Social Media gar nie so weit gehen, wie es für das Geschäftsmodell von Dell Sinn macht.</p>
</blockquote>
<p>Das heißt eine &#8220;Social Media Abteilung&#8221; ist nicht unbedingt von Nöten. Wohl aber eine Abteilung Unternehmenskommunikation, die nicht nur für die Tätigkeit des Versendens von Pressemitteilungen übernimmt, sondern alle anfallenden Konversationsaufgaben und -Kanäle prüft, Werkzeuge bewertet und Prozesse optimiert und Social Media nicht nur zum schnellen Rausfeuern von Produktwerbung via RSS-Feed verwendet.</p>
<p>Also: Zuhören, Lernen, Mitmachen</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/AlexKahl/~4/voXP15Kd0hQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Unterschiede zwischen Web- und Print Design</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/AlexKahl/~3/7q6qhf2EHZI/</link>
		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2010/01/09/unterschiede-zwischen-web-und-print-design/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 17:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktivität und DGK]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[Wen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wissen es zwar alle, aber in dieser Präse hier werden die wesentlichsten Unterschiede zwischen Web Design und Print Design ziemlich anschaulich auf knapp 40 Folien gegen über gestellt. Web vs. Print View more documents from Bruce Clary.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen es zwar alle, aber in dieser Präse hier werden die wesentlichsten Unterschiede zwischen Web Design und Print Design ziemlich anschaulich auf knapp 40 Folien gegen über gestellt.</p>
<div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_2819527"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/claryb/web-v-print" title="Web vs. Print">Web vs. Print</a><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=web-v-print-100103002933-phpapp01&#038;stripped_title=web-v-print" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=web-v-print-100103002933-phpapp01&#038;stripped_title=web-v-print" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/claryb">Bruce Clary</a>.</div>
</div>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/AlexKahl/~4/7q6qhf2EHZI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zweckpessimismus muss nicht sein. Danke an @SaschaLobo @kathrinpassig</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/AlexKahl/~3/1NrRhoABdBY/</link>
		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2009/12/07/zweckpessimismus-muss-nicht-sein-danke-an-saschalobo-kathrinpassig/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 14:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Payback]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL Ausgabe 50 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Technologiekritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gefühlte Informationsüberflutung und Kulturpessimismus gehen seit jeher Hand in Hand. Diejenigen, die sich von Information bis Oberkante Unterlippe geflutet fühlen japsen und gurgeln noch etwas von &#8220;Früher war alles besser&#8221; und &#8220;Anarchie&#8221; und &#8220;Wir werden alle im Chaos enden&#8221;. Überforderung durch Innovationen, die nicht verstanden werden (wollen). &#8220;Früher sind wir ja auch ohne ausgekommen&#8221; meint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefühlte Informationsüberflutung und Kulturpessimismus gehen seit jeher Hand in Hand. Diejenigen, die sich von Information bis Oberkante Unterlippe geflutet fühlen japsen und gurgeln noch etwas von &#8220;Früher war alles besser&#8221; und &#8220;Anarchie&#8221; und &#8220;Wir werden alle im Chaos enden&#8221;.</p>
<p>Überforderung durch Innovationen, die nicht verstanden werden (wollen). &#8220;Früher sind wir ja auch ohne ausgekommen&#8221; meint eigentlich &#8220;Ich habe weder Lust, noch Zeit mich damit auseinander zu setzen, geschweige denn möchte ich mir die Blöße geben, einen 17-jährigen um Hilfe zu bitten&#8221;</p>
<p><a href="http://twitter.com/saschalobo/status/6425669891">Sascha Lobo</a> setzt sich in der aktuellen Ausgabe 50 des Spiegels direkt mit Frank Schirrmachers Buch &#8216;Payback&#8221; auseinander. Er stellt bei einem kleinen Exkurs über Platon fest, dass selbst die alten Griechen (Betonung liegt besonders auf alt) schon zum Kulturpessimismus neigten und Sokrates befürchtete, die Einführung der Buchstaben und des Schreibens würden dem Volk das Auswendiglernen aberziehen und nur zu Belanglosen Texten führen (wer hätte gedacht, dass die heutige Hauptkritik an Blogs, Twitter usw. schon vor 2.400 Jahren an den weißen Haaren herbei gezogen wurde). Ich interpretiere das mal als antike Version von Volksverdummungshysterie (s.u.).</p>
<p>Ist das, was das Volk verdummen läßt, nicht vielmehr das Aufzwingen des Festhalten am Althergebrachten? Kirche statt Aufklärung, Pferd statt Auto, Fernsehkonsum statt eigener Produktivität und Kommunikation.</p>
<p>Der Beherrschbarkeit der Umwelt näher zu kommen sei das Ziel der intellektuellen Elite, vermutet Lobo. Ich glaube, derzeit ist für die intellektuelle Elite (zu der sich auch Schirrmacher vermutlich zählt) eine ganz neue Gefahr udn Konkurrenz hinzugekommen: Die Publikationsfähigkeit der Massen. Heute ist es nicht mehr nur einem bestsellertauglichen Autor oder einem elfenbeinturmerprobten Akademiker vorbehalten, öffentlich schwarz auf weiß für 24,80 EUR seine Gedanken loszuwerden und v.a. zu verkaufen.</p>
<p>Sascha Lobo hat es sich durch seine Online-Aktivitäten und Publikationen ermöglicht, eine Gegenrede auf den im Printbereich (noch) sehr viel etablierteren Frank Schirrmacher im Spiegel zu platzieren.</p>
<p>Mir ist es möglich auf beide Bezug nehmend, hier meine Gedanken öffentlich zu machen. Sicher nicht mit der gleichen Reichweite, aber mit der gleichen Nachhaltigkeit.</p>
<p>Die Gefahr für die beschriebene intellektuelle Elite ist v.a. das Wegfallen Ihrer Alleinstellungsmerkmale und die Hoheit über Kommunikationskanäle. Sei es in der Herrschaft über Veröffentlichungen und Filterungen, als auch in der Vorgabe von Relevanz durch Redaktionen. Wie Lobo treffend beschreibt sieht sich die etablierte Medienlandschaft nicht nur einer massiven technologischen Veränderung gegenüber, sondern auch einer sozialen. Die Massen können gezielter wählen, kommentieren und selbst Inhalte in diese Medienlandschaft einbringen. Von einer einfachen Bewertung eines Artikels, über Kommentare und Videobeiträge bis hin zu eigenen Artikeln und sogar Büchern.</p>
<p>Und:<br />
Die Eliten können öffentlich kritisiert, in Frage gestellt und mit oder ohne sie argumentiert werden.</p>
<p>Dadurch entsteht für den pessimistischen Betrachter eine Spirale aus immer schlechter überschaubaren und bewertbaren Inhalten, Aussagen und Meinungen, die sich gegenseitig potenzieren. Bei realistischer Einschätzung und mittelmäßigem technischen Hintergrundwissen stellt man sehr schnell fest, dass sich schon mit wenig Arbeit ein Überblick und Filtersystem aufbauen läßt, mit denen jeder Einzelne die <strong>ewige Informationsflut </strong>(die Lobo klasse mit dem Beispiel der Bibliothek von Alexandria und ihren geschätzten 4000km Textrollen belegt) zum ersten mal in der Geschichte selbstständig in den Griff bekommen kann.</p>
<p>Und auch im Fazit gebe ich Lobo Recht. Wir, die wir mit dem digitalen Löffel im Mund geboren wurden und mit der Technologie aufgewachsen sind, aber auch noch die herkömmlichen Kommunikationsmittel wie unsere Vorgängergenerationen (die Lobo wunderbar formuliert &#8220;vordigital Geprägte&#8221; nennt) genutzt haben, sollten für den Brückenschlag sorgen und unterstützen. Zugangsbarrieren abschaffen, Technik vereinfachen und die Angst nehmen, den Anschluß zu verlieren.</p>
<p>Wie muß sich ein Journalist oder Autor der alten Schule fühlen, der sich ein Leben lang darauf verlassen konnte mit Schreiben auf Papier sein Leben zu bestreiten, wenn er plötzlich von einigen 100 Millionen Konkurrenten überspült wird? Nicht die direkte Konkurrenz wird da gefürchtet, sondern das buchstäbliche Untergehen in der Masse.</p>
<p>Von den rein Konsumierenden mal ganz zu schweigen. Deren gefühlte Informationsbeschaffungspflicht sich früher auf Tageszeitung, Tagesschau und Tagestratsch am Gartenzaun beschränkte und nun um Blogs, RSS-Feeds, Twitter und Podcasts erweitert werden soll. Gefolgt von der nötigen Medienkompetenz zu entscheiden, welches Medium von welchem Autor gerade glaubwürdig und relevant ist.</p>
<p>Da kann man schonmal pessimistisch werden ;) Und jemand wie ich muß sich mit dem Evangelisieren und schlichtem Abtun der Bedenken und Vorbehalte schwer zurück halten, um jemand aus der Gruppe der Vor-Digitalen nicht gleich persönlich zu überfordern.</p>
<p>Sascha Lobos Autorenkollegin Kathrin Passig (mit der zusammen er das Buch &#8220;Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin&#8221; geschrieben hat und zusammen das Blog <a href="http://riesenmaschine.de/">Riesenmaschine</a> betreibt &#8211; welches er übrigens sehr geschickt als &#8220;selbst geschaffene Riesenmaschine der Zivilisation&#8221; auf Seite 142 in SPIEGEL 50/2009 unterbringt *g*) machte sich kürzlich ganz ähnliche Gedanken in Ihrer internetkolumne auf merkur-online mit dem Titel <a href="http://online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm"><strong>Standardsituationen der Technologiekritik</strong></a><strong> </strong></p>
<p>Dort teilte sie zunächst die Ausprägungen von Innovationskritik in mehrere Stadien ein, die ich hier zur eigenen Erinnerung mal eben in eigenen Worten zusammenfassen möchte:</p>
<p>1. Zunächst fragen sich die Kritiker: &#8220;Wofür soll DAS bitte gut sein?&#8221;<br />
2. Wenn der Nutzen verstanden wurde, wird die Hinterfrage personenbezogen &#8220;Wer will so etwas?&#8221; und kommt dann<br />
3. zu dem Schluss: &#8220;Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.&#8221; und hofft<br />
4. Dass das ganze als Modeerscheinung bald wieder vorbeigeht<br />
5. Etabliert sich die Innovation dann doch, werden die Auswirkungen als marginal herabgespielt, um Schlimmeres zu verhindern<br />
6. Zwischendurch stellt man sich schon das erste Mal die Frage, ob sich da nicht vielleicht zumindest Geld verdienen läßt<br />
7. Stellt sich die Frage nach der Qualität und ob das Neue einfach nicht gut genug sei und auf Dauer viel zu teuer käme<br />
8. Das Neue ist natürlich störanfällig und viel zu kompliziert (s.o.) und wird sich dementsprechend nicht durchsetzen<br />
9. Gilt das Neue als nicht vertauenswürdig &#8211; vgl. mit Wegweisern, die von Saboteuren in falsche Richtungen gedreht werden, um den offensichtlichen Nutzen zu diskreditieren<br />
10. Diese Irreleitung schlägt sich dann auf all die &#8220;Schwächeren&#8221; (gemeint sind hier imho diejenigen, die nicht alles hinterfragen, sondern einfach machen, ausprobieren) nieder, die mit dem Neuen nicht umzugehen wissen. Geschweige denn es kritisch beurteilen würden.<br />
11. Bald schon wird das Neue in alte Verhaltensregeln gepresst und eine &#8220;Etikette&#8221;, ein Knigge für den richtigen Umgang entwickelt<br />
12. Das Neue wird den bisherigen Umgang mit dem betreffenden Thema zum schlchten ändern. Seien es Denk, Lese und Schreibtechniken, die Art und Weise des Autofahrens, des Musizierens, der Kindererziehung usw.</p>
<p>Schaut man sich aktuelle Bestsellerlisten an, dann wäre es eine schlichte Untertreibung von einer pessimistischen Prägung zu sprechen. Gnadenlose Nörgelei und Früher-war-alles-besser-Literatur trifft es da schon genauer. Es müssen nicht zwangsläufig alle der o.g. Stadien durchlaufen werden, um ein solche &#8220;kulturkritisches Werk&#8221; auf die Beine zu stellen, aber das besonders häufig auftauchende Thema &#8220;Verblödung&#8221; verrät meist schon, wohin die Reise geht. Statt ernst zu nehmende, konstruktive Auseinandersetzung mit Innovationsansätzen zu betreiben, also den Blick nach vorne zu richten, wird Lexikonwissen auf ein Podest gestellt, ordentlich auf neue Fähigkeiten, Methoden und Umgangsweisen mit Wissen eingeprügelt, ans Altbewährte aus Opas Zeiten geklammert und die Verdummungsinquisition durch&#8217;s Moderne herauf beschworen:</p>
<p>&#8220;Alles blöd außer ich und was ich kenne.&#8221;</p>
<p>Vor ein paar Wochen bin ich 35 geworden und bin somit altersmäßig noch weit davon entfernt, mich in die Riege der Status-Quo-Erhalter einsortieren zu müssen. Ich hoffe noch ein paar Jahre mit Innovationen und interessanten Entwicklungen herumspielen zu dürfen und verspreche mein Bestes zu geben noch so lange wie möglich bei letzterem zu bleiben. Für die Ecke der Konservierungsbefürworter bin ich einfach zu neugierig.</p>
<p>Und sonst muß eben verlernt werden. Ein besseres Schlußwort, als das was Kathrin Passig bereits in Ihrem Artikel gefunden hat kann ich nicht liefern, deswegen zitiere ich einfach. Nicht weil ich durch zuviel Neues mittlerweile zu blöd wäre, mir etwas eigenes einfallen zu lassen, sondern weil ich dank des Internets zitieren und verlinken kann.</p>
<p>Also lege ich dem geneigten Leser hier nahe, auch <a href="http://online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm">Frau Passigs großartigen Text</a> vollständig mitzunehmen. Am besten ausdrucken und bei aufkeimenden &#8220;Was ist das für neumodischer Krams&#8221;-Gedanken erst nochmal lesen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wer darauf besteht, zeitlebens an der in jungen Jahren gebildeten Vorstellung von der Welt festzuhalten, entwickelt das geistige Äquivalent zu einer Drüberkämmer-Frisur: Was für einen selbst noch fast genau wie früher aussieht, sind für die Umstehenden drei über die Glatze gelegte Haare. So lange wir uns nicht wie im Film Men in Black blitzdingsen lassen können, müssen wir uns immer wieder der mühsamen Aufgabe des Verlernens stellen. Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.saschalobo.de">Herrn Lobos</a> Text gibt es aktuell wohl nur am Kiosk. Und ihc stelle gerade die Frage, ob sich hier eine signifikante Verkaufssteigerung durch die Onlinediskussion zum Artikel ergeben mag?</p>
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		<item>
		<title>Schöne Social Media Aktion von IKEA auf Facebook @tspe</title>
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		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2009/11/20/schone-social-media-aktion-von-ikea-auf-facebook-tspe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 14:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fallbeispiel]]></category>
		<category><![CDATA[Foto Tagging]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben habe ich tspe bei Twitter eine sehr intelligente Social Media Aktion von IKEA auf Facebook entdeckt. Erstaunlich, daß hier einer der ganz großen Konzerne auf diese idee gekommen ist, denn eigentlich wäre die Aktion predestiniert für kleinere Unternehmen. IKEA hat sich auf intelligente Art und Weise eine Funktion von Facebook (und vielen anderen Social [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben habe ich tspe bei Twitter eine sehr intelligente Social Media Aktion von IKEA auf Facebook entdeckt. Erstaunlich, daß hier einer der ganz großen Konzerne auf diese idee gekommen ist, denn eigentlich wäre die Aktion predestiniert für kleinere Unternehmen. IKEA hat sich auf intelligente Art und Weise eine Funktion von Facebook (und vielen anderen Social Networks) zu Nutze gemacht:</p>
<p>Das Foto Taggen. Bedeutet: Ich verlinke einen bestimmten Bereich eines Fotos mit meinem Profil. Dieses Feature ist eigentlich dafür vorgesehen, in Social Networks mein eigenes Gesicht auf Bildern von anderen zu markieren.</p>
<p>IKEA hat die Funktonalität etwas abgewandelt und 12 Katalogbilder zu Facebook hochgeladen. Wer zuerst sein Fototag auf ein Möbelstück gesetzt hat, hat das IKEA-Produkt gewonnen. Damit gab es nicht nur mehrere 1.000 Teilnehmer an dem Gewinnspiel selbst. Mit der Markierungmedlung im eigenen Newsfeed haben die Nutzer natürlich alle ihre Freunde auf die Katalog-Bilder aufmerksam  gemacht. Genial oder?</p>
<p>Die Facebook-User betteln jetzt schon um neue IKEA Bilder :) So macht man sich Social Media Mechaniken zusammen mit dem natürlichen Jagdtrieb des Menschen zu Nutze. Social Schnäppchen Hunting sozusagen. Mehr davon!</p>
<p>Im Nachgang hat IKEA die gelungene Aktion in einem kurzen Video dokumentiert, erläutert und das Video über youtube verbreitet.Über diesen Weg ist es dann auch zu mir gekommen. Der eigentliche Mehrwert für mich bsw. ist gar nicht mal ein IKEA Möbelstück zu gewinnen, sondern diese nette Idee hier fest zu halten.</p>
<p>Trotzdem erreicht IKEA damit eine Mehrfachverwertung sowohl auf direkter Kunden, als auch auf der Marketing-Meta-Ebene.</p>
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<p>via <a href="http://tspe.posterous.com/ikea-entdeckt-die-moglichkeiten-von-facebook">tspe posterous</a></p>
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		<title>Selbst der Hype hat das Bloggen unterschätzt</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/AlexKahl/~3/JPihX4VtcKA/</link>
		<comments>http://alex-kahl.digital-dictators.de/2009/11/11/selbst-der-hype-hat-das-bloggen-unterschatzt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 19:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enterprise 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Basic]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem bemerkenswerten Posting über den vorübergegangenen Hype der Blogs und was vom Blogge übrig blieb schreibt Robert Basic auf seinem Blog (sorry, Rob, wenn ich Dir im Titel schon Deine Pointe wegnehme *g*): Nur wir ahnen, was es bedeutet, wenn sich Menschen zunehmend vernetzen, informieren, organisieren und austauschen. Wir ahnen und übertreiben gerne. Doch am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem bemerkenswerten <a href="http://www.robertbasic.de/2009/11/was-ist-aus-den-blogs-geworden/" target="_blank">Posting über den vorübergegangenen Hype der Blogs</a> und was vom Blogge übrig blieb schreibt Robert Basic auf seinem Blog (sorry, Rob, wenn ich Dir im Titel schon Deine Pointe wegnehme *g*):</p>
<p>Nur wir ahnen, was es bedeutet, wenn sich Menschen zunehmend vernetzen, informieren, organisieren und austauschen. Wir ahnen und übertreiben gerne. Doch am Ende haben wir meistens recht, selbst wenn wir es “damals” nicht rational begründen konnten. Wir werden lernen, damit umzugehen. Und diese Kulturtechnik in eine nachvollziehbare, erlernbare Struktur pressen. Blogs im Sinne eines digitalen Publizierens steht demnach ihre Blütezeit erst noch bevor? Anzunehmen, aber in Form des heute so genannten “Bloggens” als vernetzte Kommunikationsform?</p>
<p>Der Gedanke, der mir dabei kam: Ist dieses öffentliche Ahnen und vor allem aussprechen und öffentliche Äußern unserer Ahnungen in Blogs &#8211; also in nachhaltiger Öffentlichkeit und Kommunikation ein crowdgesourcetes, kollaboratives Bauchgefühl? In dem wir alle unsere Ahnungen teilen und massenweise unsere Gedanken für jeden zugänglich niederschreiben und vernetzen, schaffen wir damit den Nährboden, um aus Ahnungen Vorhersagen und aus gemeinsamen Vorhersagen Konzepte und aus diesen Konzepten Realität zu machen.</p>
<p>Wir gestalten die zukunft des Bloggens selbst. Durch Bloggen. Durch Ausprobieren und das MACHEN aus intrinsischer Motivation wie es so schön heißt. Aus spass am Vernetzen, am Diskutieren von Gedanken und der gegenseitigen Vermittlung und Bewertung von Information.</p>
<p>Ich glaube, auf der grünen Wiese, auf der bisher gebloggt wurde, sind grade  mal die ersten Ackerfurchen gepflügt worden. Klar, das eine oder andere Güllefaß wurde schon ausgekippt und Nährboden ist reichlich da. Interessant wird es jetzt zu kucken, was  wächst, wenn die Monokulturen der stark selbstreferenzierten Social-Media und Blogosphäre Früchte trägt und immer mehr alltägliche Blüten und Nischenpflänzchen trägt.</p>
<p>Meine Wunschvorstellung der Bloglandschaft ist die, in der ich zu jeder Hunderasse, internationalen Küche, jedem Hobby und jeder Kunstrichtung, Fernsehsendung und Handwerkersparte mehrere Nischenblogs finde in denen sich  Leute Gedanken und Mühe machen über IHR Thema zu schreiben und sich auszutauschen. Öffentlich. Nicht um AdWords zu platzieren sondern, weil sie sich gerne unterhalten. Weil sie Spaß daran haben täglich neue, spannende Details aus ihrem Tätigkeitsfeld zu veröffentlichen. Auch wenn wir hier schon eine große Vielfalt haben, wird der nächste (inhaltliche) Hype ein Variabilitätshype sein.</p>
<p>Denkt doch nur mal an alle der Generation jenseits der 60. Wieviel (Lebens-)Erfahrung und Geschichten, Wissen und Rückblicke noch warten ihren Weg ins Netz zu finden.</p>
<p>A-Blogs wird es dann immer noch geben. Wie es immer Meinungsführer gibt. Oder Unterhalter. Oder Goldsucher. A-Blogger sind für mich so etwas wie die Stefan Raabs des Web. Sie suchen die besonders interessanten Dinge raus. Die lustigen und unterhaltsamen. Das komprimierte Wissen und liefern kompakte Überblicke. Das ist eine Dienstleistung und die meisten erbringen diese Dienstleistung auch nur aus Spaß an der Sache. Sind sie dabei besonders geistreich, witzig, fleißig mit guter Nase für Themen werden sie auch sehr erfolgreich. Zu recht wie ich finde. Oder sie bekommen interessante Frisuren. Auch zu recht wie ich finde ;)</p>
<p>Das heißt noch lange nicht, daß hier auch gleich eine Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung einher geht. Muß auch gar nicht. Viele Blogger tauschen einfach nur zeit ein. Zeit, die sie sonst mit dem Konsum von Medien wie TV, DVDs, Büchern und Web 1.0 Seiten verbracht hätten. Statt sich nur mit Content zuballern zu lassen, setzen sich die Leute eben hin und ballern zurück. Dazu zähle ich mich selber auch. Statt Robs Beitrag zu lesen, darüber nachzudenken und seit gut 25 Minuten runter zu schreiben, hätte ich auch Trödeltrupp oder Bauer sucht Sau kucken können. Mache ich aber nicht. Ich produziere selbst etwas. Trage einen winzigkleinen Teil bei, setze gleich meinen Link und den Trackback und warte, ob Rob oder jemand aus den Kommentaren meine Meinung teilt, vehement widerspricht oder noch Argumente und Sichtweisen in die Diskussion mit einbringt, die ich bisher vergessen habe.</p>
<p>That&#8217;s Blogging Baby! Und das ist für mich SEHR wirtschaftlich, weil ICH mich dadurch weiterentwickle, neue Menschen und ihre ideen kennen lerne und daraus sicher irgendwann auf einem Weg, der mir jetzt noch gar nicht bewußt ist, wertschöpfung für mich generiere. Und sei es nur, irgendwann mal irgendwo mit irgendwem eine gute Tasse Kaffee zu trinken und ein interessantes Gespräch zu führen.</p>
<p>Womit Rob natürlich auch Recht hat ist die momentane Rat-, Konzept- und Ideenlosigkeit von Wirtschaftselite und (vieler aber nicht aller) Agenturen. Das wird schon Rob. Gib ihnen Zeit. Und ausserdem hätten Leute wie ich ja sonst nichts zu tun :)</p>
<p>Die Frage, warum wir in .de ausser Rivva und ansatzweise yigg keinen wirklichen Verteiler-Hub kennen, der vergleichbar mit alltop, popurls, digg, reddit, stumbleupon usw. für gemeinschaftliche Resonanz sorgt, kann ich mir auch nicht beantworten. Vermutlich fehlt hier einfach noch die Masse an qualitativ hochwertigen und kreativen Nischenbeiträgen, die auf solch einer Social Recommendation Plattform verbreitet werden könnten. Der Bedarf ist einfach noch nicht groß genug, die Übersicht behält man mit seinen Stammblogs noch ganz gut. Im Vergleich zu den sowohl zahlen,als content- und kreativitätsmäßig weit überlegenen Amis. Dann kommt natürlich dazu, dass deutschsprachige Blogger, die auf WIRKLICH große Reichweite und Leserzahen schielen gut beraten sind einfach gleich englisch und mit internationaler Ausrichtung loszubloggen.</p>
<p>Rob sieht in seiner Kristallkugel eine lange Lebensdauer und weitere Verbreitung des Virus, den wir heute als Blogging bezeichnen. Denn die letzten 10 Jahre und ihre Entwicklungen (Foren, Chats, Communities, Blogs, Social networks, Twitter, Posterous&#8230;) waren nur ein Vorläufer, eben der Pflug, der die bunte Wiese der Kommunikation annfängt umzupflügen und die Saat von Vernetzung und Verständigung in den Boden bringt.</p>
<p>Ein besseres Schlußwort kann ich nicht finden als <a href="http://www.robertbasic.de/2009/11/was-ist-aus-den-blogs-geworden/" target="_blank">Robert es schon geliefert</a> hat:</p>
<p>Der Hype ist dem Bloggen nie gerecht geworden. Selbst der Hype hat dieses Thema weit unterschätzt.</p>
<p>Interessante Gedanken dazu hat sich auch <a href="http://blog.zdf.de/3sat.neues/2009/11/die-informationskrise-hat-uns.html">Markus Fuchs vom Blog der 3sat Sendung neues</a>, vor allem in Richtung Kombination Journalismus und Bürgerjournalismus gemacht. Allerdings frage ich mich auf Grund von Markus Verständnis von Robs Äußerungen zur Hypefrage, ob markus den Artikel bis zu Ende gelesen hat ;)</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow-x: hidden; overflow-y: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Der Hype ist vorbei &#8211; aber bloggen machen wir!</p>
<p>In einem bemerkenswerten Posting über den vorübergegangenen Hype der</p>
<p>Blogs und was vom Tage übrig blieb schreibt Robert Basic in seinem</p>
<p>posting:</p>
<p>Nur wir ahnen, was es bedeutet, wenn sich Menschen zunehmend vernetzen,</p>
<p>informieren, organisieren und austauschen. Wir ahnen und übertreiben</p>
<p>gerne. Doch am Ende haben wir meistens recht, selbst wenn wir es</p>
<p>“damals” nicht rational begründen konnten. Wir werden lernen, damit</p>
<p>umzugehen. Und diese Kulturtechnik in eine nachvollziehbare, erlernbare</p>
<p>Struktur pressen. Blogs im Sinne eines digitalen Publizierens steht</p>
<p>demnach ihre Blütezeit erst noch bevor? Anzunehmen, aber in Form des</p>
<p>heute so genannten “Bloggens” als vernetzte Kommunikationsform?</p>
<p>Der Gedanke, der mir dabei kam: Ist dieses öffentliche Ahnen und vor</p>
<p>allem aussprechen und öffentliche Äußern unserer Ahnungen in Blogs -</p>
<p>also in nachhaltiger Öffentlichkeit und Kommunikation ein</p>
<p>crowdgesourcetes, kollaboratives Bauchgefühl? In dem wir alle unsere</p>
<p>Ahnungen teilen und massenweise unsere Gedanken für jeden zugänglich</p>
<p>niederschreiben und vernetzen, schaffen wir damit den Nährboden, um aus</p>
<p>Ahnungen Vorhersagen und aus gemeinsamen Vorhersagen Konzepte und aus</p>
<p>diesen Konzepten Realität zu machen.</p>
<p>Wir gestalten die zukunft des Bloggens selbst. Durch Bloggen. Durch</p>
<p>Ausprobieren und das MACHEN aus intrinsischer Motivation wie es so</p>
<p>schön heißt. Aus spass am Vernetzen, am Diskutieren von Gedanken und</p>
<p>der gegenseitigen Vermittlung und Bewertung von Information.</p>
<p>Ich glaube, auf der grünen Wiese, auf der bisher gebloggt wurde, sind</p>
<p>grade  mal die ersten Ackerfurchen gepflügt worden. Klar, das eine oder</p>
<p>andere Güllefaß wurde schon ausgekippt und Nährboden ist reichlich da.</p>
<p>Interessant wird es jetzt zu kucken, was  wächst, wenn die Monokulturen</p>
<p>der stark selbstreferenzierten Social-Media und Blogosphäre Früchte</p>
<p>trägt und immer mehr alltägliche Blüten und Nischenpflänzchen trägt.</p>
<p>Meine Wunschvorstellung der Bloglandschaft ist die, in der ich zu jeder</p>
<p>Hunderasse, internationalen Küche, jedem Hobby und jeder Kunstrichtung,</p>
<p>Fernsehsendung und Handwerkersparte mehrere Nischenblogs finde in denen</p>
<p>sich  Leute Gedanken und Mühe machen über IHR Thema zu schreiben und</p>
<p>sich auszutauschen. Öffentlich. Nicht um AdWords zu platzieren sondern,</p>
<p>weil sie sich gerne unterhalten. Weil sie Spaß daran haben täglich</p>
<p>neue, spannende Details aus ihrem Tätigkeitsfeld zu veröffentlichen.</p>
<p>Auch wenn wir hier schon eine große Vielfalt haben, wird der nächste</p>
<p>(inhaltliche) Hype ein Variabilitätshype sein.</p>
<p>Denkt doch nur mal an alle der Generation jenseits der 60. Wieviel</p>
<p>(Lebens-)Erfahrung und Geschichten, Wissen und Rückblicke noch warten</p>
<p>ihren Weg ins Netz zu finden.</p>
<p>A-Blogs wird es dann immer noch geben. Wie es immer Meinungsführer</p>
<p>gibt. Oder Unterhalter. Oder Goldsucher. A-Blogger sind für mich so</p>
<p>etwas wie die Stefan Raabs des Web. Sie suchen die besonders</p>
<p>interessanten Dinge raus. Die lustigen und unterhaltsamen. Das</p>
<p>komprimierte Wissen und liefern kompakte Überblicke. Das ist eine</p>
<p>Dienstleistung und die meisten erbringen diese Dienstleistung auch nur</p>
<p>aus Spaß an der Sache. Sind sie dabei besonders geistreich, witzig,</p>
<p>fleißig mit guter Nase für Themen werden sie auch sehr erfolgreich. Zu</p>
<p>recht wie ich finde. Oder sie bekommen interessante Frisuren. Auch zu</p>
<p>recht wie ich finde ;)</p>
<p>Das heißt noch lange nicht, daß hier auch gleich eine</p>
<p>Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung einher geht. Muß auch gar nicht.</p>
<p>Viele Blogger tauschen einfach nur zeit ein. Zeit, die sie sonst mit</p>
<p>dem Konssum von Medien wie TV, DVDs, Büchern und Web 1.0 Seiten</p>
<p>verbracht hätten. Statt sich nur mit Content zuballern zu lassen,</p>
<p>setzen sich die Leute eben hin und ballern zurück. Dazu zähle ich mich</p>
<p>selber auch. Statt Robs Beitrag zu lesen, darüber nachzudenken und seit</p>
<p>gut 25 Minuten runter zu schreiben, hätte ich auch Trödeltrupp oder</p>
<p>Bauer sucht Sau kucken können. Mache ich aber nicht. Ich produziere</p>
<p>selbst etwas. Trage einen winzigkleinen Teil bei, setze gleich meinen</p>
<p>Link und den Trackback und warte, ob Rob oder jemand aus den</p>
<p>Kommentaren meine Meinung teilt, vehement widerspricht oder noch</p>
<p>Argumente und Sichtweisen in die Diskussion mit einbringt, die ich</p>
<p>bisher vergessen habe.</p>
<p>That&#8217;s Blogging Baby! Und das ist für mich SEHR wirtschaftlich, weil</p>
<p>ICH mich dadurch weiterentwickle, neue Menschen und ihre ideen kennen</p>
<p>lerne und daraus sicher irgendwann auf einem Weg, der mir jetzt noch</p>
<p>gar nicht bewußt ist, wertschöpfung für mich generiere. Und sei es nur,</p>
<p>irgendwann mal irgendwo mit irgendwem eine gute Tasse Kaffee zu trinken</p>
<p>und ein interessantes Gespräch zu führen.</p>
<p>Womit Rob natürlich auch Recht hat ist die momentane Rat-, Konzept- und</p>
<p>Ideenlosigkeit von Wirtschaftselite und (vieler aber nicht aller)</p>
<p>Agenturen. Das wird schon Rob. Gib ihnen Zeit. Und aussedem hätten</p>
<p>Leute wie ich ja sonst nichts zu tun :)</p>
<p>Die Frage, warum wir in .de ausser Rivva und ansatzweise yigg keinen</p>
<p>wirklichen Verteiler-Hub kennen, der vergleichbar mit alltop, popurls,</p>
<p>digg, reddit, stumbleupon usw. für gemeinschaftliche Resonanz sorgt,</p>
<p>kann ich mir auch nicht beantworten. Vermutlich fehlt hier einfach noch</p>
<p>die Masse an qualitativ hochwertigen und kreativen Nischenbeiträgen,</p>
<p>die auf solch einer Social Recommendation Plattform verbreitet werden</p>
<p>könnten. Der Bedarf ist einfach noch nicht groß genug, die Übersicht</p>
<p>behält man mit seinen Stammblogs noch ganz gut. Im Vergleich zu den</p>
<p>sowohl zahlen,als content- und kreativitätsmäßig weit überlegenen Amis.</p>
<p>Dann kommt natürlich dazu, dass deutschsprachige Blogger, die auf</p>
<p>WIRKLICH große Reichweite und Leserzahen schielen gut beraten sind</p>
<p>einfach gleich englisch und mit internationaler Ausrichtung</p>
<p>loszubloggen.</p>
<p>Rob sieht in seiner Kristallkugel eine lange Lebensdauer und weitere</p>
<p>Verbreitung des Virus, den wir heute als Blogging bezeichnen. Denn die</p>
<p>letzten 10 Jahre und ihre Entwicklungen (Foren, Chats, Communities,</p>
<p>Blogs, Social networks, Twitter, Posterous&#8230;) waren nur ein Vorläufer,</p>
<p>eben der Pflug, der die bunte Wiese der Kommunikation annfängt</p>
<p>umzupflügen und die Saat von Vernetzung und Verständigung in den Boden</p>
<p>bringt.</p>
<p>Ein besseres Schlußwort kann ich nicht finden als Rob es schon</p>
<p>geliefert hat:</p>
<p>Der Hype ist dem Bloggen nie gerecht geworden. Selbst der Hype hat</p>
<p>dieses Thema weit unterschätzt.</p></div>
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