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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"><channel><title>Arthur Schopenhauer</title><link>http://arthur-schopenhauer.blog.de/</link><description>Arthur Schopenhauer : Lebensphilosophie</description><language>de-DE</language><generator>MokoFeed</generator><ttl>10</ttl><image><title>Arthur Schopenhauer</title><link>http://arthur-schopenhauer.blog.de/</link><url>http://data5.blog.de/design/preview/17/ab970ea07c5324a625b757bfe52c8d_160x200.jpg</url></image><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/ArthurSchopenhauer" /><feedburner:info uri="arthurschopenhauer" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item><title>Hund und Mensch</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/D_rfgEDHuJg/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-05-01:/2011/05/01/hund-mensch-11081892/</guid><pubDate>Sun, 01 May 2011 09:56:35 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ich muss es aufrichtig gestehen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, schrieb Arthur Schopenhauer in seinen letzten Manuskripten, &lt;em&gt;&lt;strong&gt;der Anblick   j e d e s  Tieres  erfreut mich unmittelbar, und mir geht dabei das Herz auf; am meisten der der Hunde ...&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mit seiner Tierliebe, vor allem aber mit seiner großen Zuneigung zu Hunden, stand Schopenhauer einsam in der Reihe der bedeutenden Denker seiner Zeit, ja wahrscheinlich ist er in dieser Hinsicht auch heute noch unter den weltberühmten Philosophen einmalig.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kein Zweifel, Schopenhauer liebte Hunde, insbesondere dann, wenn er an die hässlichen Eigenschaften mancher Menschen dachte: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Woran sollte man&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, fragte er, &lt;em&gt;&lt;strong&gt;sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen darf?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Dieses Menschenbild wird sicher manche Leser schockieren. Andererseits dürfte Schopenhauer auch vielen aus dem Herzen gesprochen haben, und zwar vor allem denen, die mit anderen Menschen schlechte Erfahrungen machen mussten und nur noch einen einzigen Freund haben: ihren Hund. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf meinen Spaziergängen treffe ich oft Hunde, die mich - besonders wenn sie mich schon kennen - mit ihrem, wie es Schopenhauer beschrieb, "so eindrucksvollen, wohlwollenden grundehrlichen Wedeln" begrüßen. Allerdings gehe ich dabei nicht ganz so weit wie Schopenhauer, der "auf das Schwanzwedeln eines ehrlichen Hundes" mehr gab, "als auf hundert Demonstrationen und Gebärden&lt;em&gt;&lt;strong&gt;" &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;seiner Mitmenschen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Arthur Schopenhauer war jedoch weit mehr als nur normaler Hundefreund, sondern er war wohl der erste westliche Philosoph, der Hunde und auch andere Tiere zum Thema philosophischer Betrachtungen machte. Seine damit verbundenen, sehr tiefen Erkenntnisse stehen im völligen Gegensatz etwa zur Bibel, aber auch zur Meinung des ansonsten von ihm hochverehrten Philosophen Kant, für die Tiere kaum mehr als seelenlose Gebrauchsgegenstände waren. Schopenhauer hingegen sah in den Tieren etwas ganz anderes, nämlich das hinter allen äußeren Erscheinungsformen liegende Metaphysische. Voller Verwunderung, ja Ergriffenheit rief er aus: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Welch ein unergründliches Mysterium liegt doch in jedem Tiere!&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So war für Schopenhauer auch der Hund ein &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mysterium&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, denn &lt;em&gt;&lt;strong&gt;aus seinen Augen leuchtet das unzerstörbare Prinzip in ihm, der  Archäus&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, also die Urkraft in allem Lebendigen. Es ist bezeichnend, dass Schopenhauer sich so in seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" äußerte, und zwar in einem der  wichtigsten Kapitel: "Über den Tod und sein Verhältnis zur Unzerstörbarkeit unsers Wesen an sich". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Arthur Schopenhauer und seine Hunde, die Hundebilder in seinem Zimmer, die Pudel, die ihn auf seinen einsamen Spaziergängen begleiteten - alles das sind Themen, bei denen man auch heute noch glaubt, sich über Schopenhauer lustig machen zu dürfen. Mir scheint das weniger lustig als vielmehr Ausdruck dafür zu sein, wie wenig doch manche Leute von diesem Philosophen begriffen haben. Schon der Name &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Atma&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, den Schopenhauer  seinen Hunden gab, war den meisten seiner Zeitgenossen völlig unverständlich. Gerade diese Bezeichnung weist auf den Kern der Philosophie Schopenhauers und der von ihm überaus hoch geschätzten altindischen   &lt;em&gt;&lt;strong&gt;&gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer : Upanishaden" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Upanishaden/upanishaden.html"&gt;Upanishaden&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; hin: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Atma&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, genauer &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Atman&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, bedeutet in etwa Einzelseele. Dazu fassen die Upanishaden ihre tiefste Erkenntnis in die Worte:  &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer : Upanishaden" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Upanishaden/schopenhauer-upanishaden.html"&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Tat twam asi&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &lt;/a&gt; - &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das bist Du&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; - Die Einzelseele ( &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Atman&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; ) ist identisch mit der Weltseele ( &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Brahman&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; )! Das gilt für den Menschen, für den Hund, ja für jedes Lebewesen. Vielleicht, meiner Meinung nach sogar sicherlich, ist das,  was Schopenhauer als "unzerstörbares Prinzip", als "Archäus" (Urkraft), aus den Augen eines Hundes leuchten sah, nicht verschieden von dem, was die Upanishaden als &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Brahman&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, Weltseele, bezeichnen.   &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich muss zugeben, mir selbst waren solche Aussagen früher ziemlich unverständlich. Ich fand sie schon auf Grund meiner naturwissenschaftlichen Orientierung eher als weltfremde Spinnerei. Doch eines Tages blickte mir ein Hauskaninchen, das ich zu betreuen hatte, in die Augen. Es war wie eine Offenbarung und damit der entscheidende Schritt zu einem völlig neuen Verständnis des im Grunde esoterischen Kerns der Upanishaden und der Philosophie Schopenhauers!  So hatte ich von einem Tier mehr gelernt als es aus bloßem Bücherstudium möglich gewesen wäre. Seitdem bin ich - wie Arthur Schopenhauer - von der Wesensgleichheit alles Lebendigen überzeugt. Deshalb sehe ich auch das Verhältnis von Mensch und Hund nicht unter dem Gesichtspunkt von Über- und Unterordnung, wie sie etwa in der Bezeichnung " Herrchen" für die "Besitzer" von Hunden zum Ausdruck kommt. Einen Hund zu "besitzen" ist kein Naturrecht des Menschen, sondern - dessen sind sich leider viele nicht bewusst - die Übernahme einer Sorgepflicht!&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres &lt;/strong&gt;zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de "&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Arthur Schopenhauer Studienkreis&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; stellt sich vor &gt; &lt;a title="Herbert Becker : Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tierethik und Philosophie&lt;/strong&gt; : Arthur Schopenhauer &gt; &lt;a title="Tierethik und Philosophie : Arthur Schopenhauer" href="http://tierethik.blog.de/2011/04/14/tierethik-philosophie-arthur-schopenhauer-11002577/"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/05/01/hund-mensch-11081892/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/D_rfgEDHuJg" height="1" width="1"/&gt;</description><category>tier</category><category>tiere</category><category>atman</category><category>hund</category><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>brahman</category><category>mensch</category><category>upanishaden</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/05/01/hund-mensch-11081892/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/05/01/hund-mensch-11081892/</feedburner:origLink></item><item><title>Philosophieren - warum?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/oVKKPMhPtjY/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-04-18:/2011/04/18/philosophieren-11021959/</guid><pubDate>Mon, 18 Apr 2011 10:19:07 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Es kann viele Gründe zum Philosophieren geben: Oft ist es die Schule oder die Universität, wo man sich mit Philosophie beschäftigt. Manche philosophieren aus beruflichen Gründen, also um damit ihr Brot zu verdienen. Arthur Schopenhauer hat sich über solche " Philosophen " etwas geringschätzig geäußert, denn diese würden nicht  &lt;strong&gt;für&lt;/strong&gt; die Philosophie, sondern  &lt;strong&gt;von &lt;/strong&gt;der Philosophie leben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jedoch was heißt &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Philosophieren&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; ?  Das "Philosophische Wörterbuch” übersetzt das griechische Wort &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Philosophie &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;mit &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Liebe zur Wahrheit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, wobei das Wort "philosophos” zuerst vom vorsokratischen Philosophen Heraklit im Sinne von "ein nach der Natur der Dinge Forschender” verwendet worden sei. Demnach verstehe ich unter &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Philosophieren&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; das Suchen nach der Wahrheit, nach der wahren Natur unseres Daseins. Hierzu gehört vor allem auch die Frage nach dem Ende des Daseins , dem Tod. Gerade diese Frage hat seit jeher die Menschen, und zwar seit sie wissen, dass sie sterblich sind, zutiefst bewegt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So stand die Tatsache, dass unser Dasein untrennbar mit Leid und Tod verbunden ist, am Anfang des Philosophierens. Arthur Schopenhauer:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;" ... ohne Zweifel ist es das Wissen um den Tod, und neben diesem die Betrachtung des Leidens und der Not des Lebens, was den stärksten Anstoß zum philosophischen Besinnen und zu metaphysischen Auslegungen der Welt gibt. Wenn unser Leben endlos und schmerzlos wäre, würde es vielleicht Keinem einfallen zu fragen, warum die Welt gerade diese Beschaffenheit habe; sondern eben auch sich Alles von Selbst verstehen."&lt;br&gt;&lt;span&gt;Arthur Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Werke in zehn Bänden, Diogenes: Zürich 1977, Band III, S. 187 f.&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;In der Frühzeit der Menschheit war es aber nicht die Philosophie, sondern die Religion, mit der die Menschen versuchten, Antworten auf Leid, Not und Tod, also auf ihre existentiellen Probleme, zu finden. Jedoch irgendwann reichte ihnen die Religion nicht, denn - so Arthur Schopenhauer:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Mit der Unfähigkeit zum Glauben wächst das Bedürfnis der Erkenntnis. Es gibt einen Siedepunkt auf der Skala der Kultur, wo aller Glaube, alle Offenbarung, alle Auktoriäten (Autoritäten) sich verflüchtigen, der Mensch nach eigener Einsicht verlangt, belehrt, aber auch überzeugt sein will. Das Gängelband der Kindheit ist von ihm abgefallen. Dabei ist sein metaphysisches Bedürfnis so unvertilgbar, wie irgend ein physisches. Dann wird es Ernst mit dem Verlangen nach Philosophie ... Mit hohlem Wortkram und impotenten Bemühungen geistiger Kastraten ist da nicht mehr auszureichen; sondern es bedarf dann einer ernstlich gemeinten, d. h. einer auf Wahrheit, nicht auf Gehalt und  Honorare gerichteten Philosophie, die daher nicht frägt, ob sie Ministern oder Räten gefalle, oder dieser oder jener Kirchenpartei der Zeit in ihren Kram passe..."&lt;br&gt;&lt;span&gt;Arthur Schopenhauer, a. a. O., Band V, S. 138 f.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So wurde - vielleicht nicht für alle Menschen, zumindest aber für eine geistige Elite - das Philosophieren zu einem Bedürfnis. Da es hierbei um die Suche nach der Wahrheit geht, fällt mir dazu ein Ausspruch des ZEN - Meisters Sosan ein, der vor fast 1500 Jahren erklärte:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ihr braucht die Wahrheit nicht zu suchen,&lt;br&gt;Wenn ihr nur keinen vorgefassten &lt;br&gt;Urteilen und Meinungen anhängt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja, &lt;strong&gt;LOSLASSEN&lt;/strong&gt;, darauf kommt es an! Doch können wir so einfach loslassen? Mit dieser Frage, die letztlich eine metaphysische ist, sind wir wieder beim Philosophieren. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Philosophie" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Arthur Schopenhauer Studienkreis&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; stellt sich vor &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis : Vorstellung" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/04/18/philosophieren-11021959/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/oVKKPMhPtjY" height="1" width="1"/&gt;</description><category>philosophieren</category><category>tod</category><category>schopenhauer</category><category>wahrheit</category><category>metaphysisch</category><category>not</category><category>dasein</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>leid</category><category>philosophie</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/04/18/philosophieren-11021959/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/04/18/philosophieren-11021959/</feedburner:origLink></item><item><title>Menschenbild</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/ZWzC1kgjBcA/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-03-29:/2011/03/29/menschenbild-10908727/</guid><pubDate>Tue, 29 Mar 2011 11:01:59 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mancher würde erschrecken, wenn er den Andern sähe, wie er ist. &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Laut Arthur Schopenhauer, von dem obiges Zitat stammt, sehen wir die Menschen nicht so, wie sie sind, sondern nur so, wie wir sie sehen wollen. Oft stellt es sich erst spät, zuweilen zu spät heraus, wie der Mensch, dem wir vertrauten, vielleicht sogar liebten, wirklich ist. Dann kann die Enttäuschung und der Schaden groß sein. Ein Beispiel, das mich sehr betroffen macht, las ich dazu in der "Berliner Zeitung" vom 19./20. März 2011. Es geht hierbei um den Ex-Chef des Berliner Tierheims, der wegen Veruntreuung von 150.000 Euro verurteilt wurde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Tierheim gehört dem Berliner Tierschutzverein, der mit etwa 15.000 Mitgliedern der größte Tierschutzverein in Deutschland ist. Da ich dort bereits seit 45 Jahren Mitglied bin und ich diesen, nunmehr verurteilten ehemaligen Leiter des Tierheims aus zahlreichen Veranstaltungen des Tierschutzvereins kenne, ist meine Enttäuschung besonders groß. Wie ist es möglich, dass jemand, dem ausgesetzte und verstoßene, oftmals mißhandelte Tiere anvertraut wurden, diese Ärmsten der Armen um ihr Geld bringt? Wie ist ein Mensch charakterlich veranlagt, wenn er Spenden, die das völlig überfüllte Tierheim dringendst benötigt, z. B. in Japan für den Kauf teurer seidener Unterwäsche verwendet?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mitleid, ohne welches Tierschutzvereine nicht existieren würden, ist wie Habgier eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Im vorliegenden Fall hat sich offenbar trotz der alltäglichen Konfrontation mit dem Tierelend die Habgier durchgesetzt. Daran zeigt sich erneut, dass - wie Schopenhauer meint - der Charakter eines Menschen sich nur in Ausnahmefällen wirklich grundlegend ändert. Wer hofft, er könne durch Belehrungen oder bloßes Argumentieren den Charakter eines Menschen ändern, wird zumeist vergeblich hoffen.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie dem auch sei, gerade solche Enttäuschungen, wie oben geschildert, trugen dazu bei, dass sich mein Menschenbild immer mehr dem Schopenhauers annäherte. Ein positives Menschenbild finde ich zwar gut, aber blinder Glaube an das Gute im Menschen kann bitter enttäuscht werden. Enttäuschungen jedoch, wenn man aus ihnen lernt, können auf dem Wege zur Wahrheit sehr hilfreich sein. Auch das ist eine Erkenntnis, die ich bei Arthur Schopenhauer gefunden habe und die ich im Laufe meines Lebens oft bestätigt fand.   &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/29/menschenbild-10908727/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/ZWzC1kgjBcA" height="1" width="1"/&gt;</description><category>menschen</category><category>menschenbild</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>charakter</category><category>habgier</category><category>mitleid</category><category>schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/29/menschenbild-10908727/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/29/menschenbild-10908727/</feedburner:origLink></item><item><title>Sexualität - Geschlechtsliebe</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/QrDtGoJo2xw/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-03-17:/2011/03/17/sexualitaet-geschlechtsliebe-10843209/</guid><pubDate>Thu, 17 Mar 2011 10:54:05 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wenn man ... die wichtige Rolle betrachtet, welche die Geschlechtsliebe &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;(so nennt  Arthur Schopenhauer die Sexualität )&lt;em&gt;&lt;strong&gt; in allen ihren Abstufungen und Nuancen, nicht bloß in Schauspielen und Romanen, sondern auch in der wirklichen Welt spielt, ... da wird man veranlaßt auszurufen: Wozu der Lärm? Wozu das Drängen, Toben ... ? Es handelt sich ja bloß darum, daß jeder Hans seine Grete finde: weshalb sollte eine solche Kleinigkeit eine so wichtige Rolle spielen und unaufhörlich Störung und Verwirrung in das wohlgeregelte Menschenleben bringen?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nur eine &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kleinigkeit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;? - Keineswegs, denn immerhin hat Schopenhauer dem Thema Sexualität ein ganzes Kapitel ( &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Metaphysik der Geschlechtsliebe&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; ) in seinem Hauptwerk &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Welt als Wille und Vorstellung&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; eingeräumt. Dort hebt er hervor: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Endzweck aller Liebeshändel ... ist wirklich wichtiger als alle andern Zwecke im Menschenleben, und daher des tiefen Ernstes, womit jeder ihn verfolgt, völlig wert. Das nämlich, was dadurch entschieden wird, ist nichts Geringeres als die Zusammensetzung der nächsten Generation.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach Arthur Schopenhauer beruht Geschlechtsliebe nicht bloß auf chemischen und physikalischen Vorgängen, sondern primär auf etwas Metaphysischem, das hinter allen Erscheinungen dieser Welt steht. Schopenhauer bezeichnet es als &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wille&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, weil dieses Metaphysische sich vor allem im &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Willen zum Leben&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; äußert. Deutlichster Ausdruck dieses Willens zum Leben und damit der Lebensbejahung ist der Geschlechtstrieb. Dieses Thema spielt eine zentrale Rolle in der Philosophie Schopenhauers. Seine Philosophie trug wesentlich dazu  bei, dass in der Folgezeit - insbesondere im Zusammenhang mit der Lehre von Sigmund Freud - Sexualität neu bewertet wurde. Freud selbst hat ja auf die Übereinstimmung seiner Lehre mit Schopenhauers Philosophie hingewiesen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Biologisch gesehen, setzte die Entwicklung zu komplexen höheren Lebensformen zwei Geschlechter und mithin Sexualität voraus. Dementsprechend wird auch das Leben der Menschen - denn sie sind untrennbarer Teil der Natur - trotz aller individuellen Unterschiede mehr oder weniger weitgehend durch Sexualität beeinflusst. Es stellt sich dabei die Frage: Ist der Mensch, der von Sexualität beherrscht wird, wirklich der Treibende oder ist er nur der Getriebene? Jedenfalls ist das für mich ein weiterer Grund, an der vermeintlichen Freiheit des menschlichen Willens zu zweifeln.  Ja, je älter ich werde und je länger ich die Welt und ihre Menschen betrachte, desto mehr stimme ich auch bei diesem Thema Schopenhauer zu. Dieser hielt den Glauben, der Mensch habe einen freien Willen, für einen Wahn.  Die moderne Hirnforschung scheint Schopenhauer zu bestätigen. Übrigens, Forschungen ergaben: Sexualität spielt sich weitgehend im Kopf ab, so dass dieser auch hierbei (trotz manch gegenteiliger Behauptung) der wichtigste Körperteil ist. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/17/sexualitaet-geschlechtsliebe-10843209/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/QrDtGoJo2xw" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schopenhauer</category><category>sexualit%C3%A4t</category><category>wille</category><category>geschlechtstrieb</category><category>sigmund-freud</category><category>geschlechtsliebe</category><category>metaphysik</category><category>philosophie</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>freud</category><category>wille-zum-leben</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/17/sexualitaet-geschlechtsliebe-10843209/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/03/17/sexualitaet-geschlechtsliebe-10843209/</feedburner:origLink></item><item><title>Karlheinz Deschner : Aphorismen</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/Bsstxxyz9N8/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-02-21:/2011/02/21/karlheinz-deschner-aphorismen-10646575/</guid><pubDate>Mon, 21 Feb 2011 10:39:27 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Karlheinz Deschner, einer der bedeutendsten Kirchenkritiker unserer Zeit, gehört zu den vielen Querdenkern, die von Arthur Schopenhauer geprägt, ja - wie Deschner selbst äußerte - "aufgewühlt" wurden. Wie sehr Arthur Schopenhauer ihn geprägt hat, wurde mir besonders deutlich, als ich vor einigen Tagen Deschners &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Bissige Aphorismen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; las. Dort fand ich viele Sprüche, die mich in Inhalt und Stil an Schopenhauers Aphorismen erinnerten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Vor allem Deschners wirklich bissige Aphorismen zum Thema  "Religion und Klerus" sind, wie ich meine, ganz im Sinne Schopenhauers.  Dazu einige Kostproben:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Es ist bekannt, doch darf daran erinnert werden: Die Freiheit eines Christenmenschen beginnt mit der Zwangstaufe.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Sie verzeihen es mir nie, daß sie so abscheulich sind, wie ich sie geschildert habe.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Von allen Heiligen mag ich allein die heiligen Kühe; doch die andern Kühe gelten mir genausoviel.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Theologe - einziger Experte ohne Ahnung von seinem Forschungsobjekt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ein fortschrittlicher Theologe: ein Widerspruch in sich. Wenn ein Theologe fortschreitet, ist er kein Theologe mehr.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Übrigens, Karlheinz Deschners Schrift "Für einen Bissen Fleisch -  Das schwärzeste aller Verbrechen " enthält Aphorismen, die wohl  jedem Tierrechtler aus dem  Herzen gesprochen sind. Auch dort zeigt sich die enge Nähe Deschners zu Schopenhauer. Es ist gerade seine konsequente Tierliebe, seine immense Kenntnis der Kirchengeschichte, die Deschner zum entschiedenen Gegner der Kirche, ja zur christlichen Religion machten. Wer sein mehrbändiges Hauptwerk  "Kriminalgeschichte des Christentums" gelesen hat, müsste seine Abneigung gegen die Kirche und die hinter ihr stehende Religion verstehen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als ich kürzlich in Deschners Aphorismen blätterte, fiel mein Blick auf den Spruch:&lt;br&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &lt;br&gt;Ist das so? Wie dem auch sei, Schlachthäuser und Schlachtfelder haben einen Urheber: der Mensch, die  " Krone der Schöpfung ". Wo es aber eine Schöpfung und somit einen Schöpfer gibt, gibt es einen letztlich Verantwortlichen, der auch die eigentliche Schuld für Schlachthäuser und Schlachtfelder trägt. Dazu fällt mir ein anderes Deschner-Zitat ein:&lt;br&gt; "&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Um Gottes Willen!&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;"&lt;em&gt;&lt;strong&gt; - bedeutet das je etwas Gutes? &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; &gt;&lt;a title="Karlheinz Deschner , Arthur Schopenhauer und die Tierethik" href="http://www.tierrechte-tv.de/Karlheinz-Deschner/karlheinz-deschner.html"&gt; Karheinz Deschner , Arthur Schopenhauer und die Tierethik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs  &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/21/karlheinz-deschner-aphorismen-10646575/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/Bsstxxyz9N8" height="1" width="1"/&gt;</description><category>religion</category><category>bissige-aphorismen</category><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>aphorismen</category><category>deschner</category><category>karlheinz-deschner</category><category>kirche</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/21/karlheinz-deschner-aphorismen-10646575/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/21/karlheinz-deschner-aphorismen-10646575/</feedburner:origLink></item><item><title>Herz und Kopf</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/s-IHLwO7loY/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-02-08:/2011/02/08/herz-kopf-10542716/</guid><pubDate>Tue, 08 Feb 2011 09:25:34 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Was dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Arthur Schopenhauer hat hier eine Wahrheit ausgesprochen, die für das Denken und Handeln des Menschen von größter Bedeutung ist. So habe ich bei meiner  Öffentlichkeitsarbeit für den Tierschutz immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass selbst die besten Argumente und eindringlichsten Bilder nichts helfen, wenn die Menschen sich einfach weigern, diese zur Kenntnis zu nehmen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was Schopenhauer hier als &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Herz &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;bezeichnet, symbolisiert  das Innerste des Menschen. &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Im Herzen steckt der Mensch, nicht im Kopf&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; - womit sich Schopenhauer auf das eigentliche Wesen des Menschen bezieht. Es äußert sich in seinem Charakter, in seinen Gefühlen.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Gegensatz zu fast allen bedeutenden Philosophen seiner Zeit erkannte Schopenhauer, dass der Mensch weit mehr von seinen Gefühlen geleitet wird als von seinem Intellekt. Diese damals geradezu revolutionäre Erkenntnis wird heute mehr und mehr von der Wissenschaft bestätigt. Der Mensch ist nicht das durch und durch rationale Wesen, für das er sich oftmals hält, sondern Gefühle - auch wenn sie unterdrückt werden - beherrschen ihn weitgehend. Sie sind daher ein äußerst wichtiger Teil seines evolutionären Erbes.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Herz und Kopf&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, so Arthur Schopenhauer,&lt;em&gt;&lt;strong&gt; bezeichnen den  ganzen Menschen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;. Beide unterscheiden sich aber fundamental voneinander:&lt;em&gt;&lt;strong&gt; Bei der Erziehung läßt sich der Kopf aufhellen, die Einsicht berichtigen, nicht aber das Herz bessern.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Das zeigt sich auch am oben erwähnten Beipiel, denn wer kein &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Herz für Tiere&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; hat, bei dem bleiben alle &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kopfargumente&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; wirkungslos, der Kopf läßt diese einfach nicht ein. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Umgang mit Menschen habe ich im Laufe meines Lebens eine weitere Weisheit Schopenhauers bestätigt gefunden: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das Gedächtnis des Herzens ist intimer als das des Kopfes.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Herzensangelegenheiten werden zeitlebens nicht vergessen, was hingegen nur eine Sache des Verstandes ist, oft sehr bald. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Quellenangaben und weitere &lt;strong&gt;Schopenhauer - Zitate&lt;/strong&gt; zu diesem Thema &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer : Zitate" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Herz-Kopf/herz-kopf.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zu Arthur Schopenhauer und seiner &lt;strong&gt;Philosophie&lt;/strong&gt; &gt;&lt;a title="Arthur Schopenhauer " href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt; hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/08/herz-kopf-10542716/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/s-IHLwO7loY" height="1" width="1"/&gt;</description><category>herz-und-kopf</category><category>herz</category><category>kopf</category><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/08/herz-kopf-10542716/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/02/08/herz-kopf-10542716/</feedburner:origLink></item><item><title>Jainismus - Religion ohne Gewalt</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/8EzNxaOQpUg/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2011-01-06:/2011/01/06/jainismus-religion-gewalt-10313815/</guid><pubDate>Thu, 06 Jan 2011 13:01:57 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Von Natur, meinte Arthur Schopenhauer, würde nicht das Recht, sondern die Gewalt auf Erden herrschen. Auch heute noch stoßen wir in allen Bereichen des Lebens auf Gewalt. Das gilt mehr oder minder auch für die Religionen, verdanken sie doch selbst ihre weltweite Verbreitung in starken Maße der Gewalt. So zeigt ein Blick in die Geschichte, dass die konfessionelle Verteilung in der Welt, auch in Deutschland,  weitgehend das Ergebnis von Kriegen, das heißt der erfolgreichen Ausübung von Gewalt ist. Eine unerfreuliche und im Sinne politischer Opportunität unerwünschte, aber leider wahre Feststellung. Um so ermutigender ist die Tatsache, dass es Ausnahmen gibt. Eine solche Ausnahme, und zwar in sehr eindrucksvoller Weise, ist eine uralte indische, auch heute noch existierende, durchaus lebendige Religion, nämlich der Jainismus.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schon vor fast 200 Jahren erwähnte Schopenhauer diese, dem Buddhismus nah verwandte Religion. Jedoch im Gegensatz zum Buddhismus ist die Religion der Jainas bei uns immer noch ziemlich unbekannt. Das ist auch deshalb bedauerlich, weil es sich beim Jainismus nicht nur um eine der ältesten Religionen der Welt handelt, sondern weil es eine Religion ist, die sich - konsequent und so allumfassend wie keine andere - für Gewaltlosigkeit und dementsprechend entschieden für den Vegetarismus einsetzt,  wobei sie von ihren Anhängern sogar die vegetarische Lebensweise fordert. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Anfänge des Jainismus liegen im Dunkeln. Einer ihrer ersten historischen Persönlichkeiten war wohl Parshva, der um 800 v. u. Ztr. in Indien  lebte und als einer der "Tirthankaras" (Furtbereiter, d. h. Gründer) des Jainismus gilt. Sein bis heute bedeutendster Nachfolger war Mahavira, der etwa zur Zeit des Buddha, also um 550 v. u. Ztr.,  in Nordindien wirkte. Somit ist der Jainismus erheblich älter als der Buddhismus. Das erklärt vielleicht auch manche Unterschiede, die trotz vieler Gemeinsamkeiten zwischen Jainismus und Buddhismus bestehen. Es sind wohl diese Gemeinsamkeiten, die Arthur Schopenhauer glauben ließen, dass die Jainas "nur dem Namen nach von den Buddhaisten verschieden sind". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Gerade in ihrer allumfassenden Ethik sowie ihrer Ablehnung des brahmanischen Tieropfers und Kastenwesens stimmen Jainismus und Buddhismus überein. Hierbei ist die Gewaltlosigkeit, im altindischen Sanskrit &lt;em&gt;&lt;strong&gt;AHIMSA&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; genannt, das zentrale ethische Prinzip des Jainismus. Dieses Prinzip gilt im fundamentalen Gegensatz  zu den bei uns herrschenden Religionen gegenüber allen Lebewesen. Die AHIMSA äußert sich noch konsequenter als beim Buddhismus in allen Lebensbereichen der Jainas.  Dementsprechend ist, wie oben bereits erwähnt, bei ihnen die vegetarische Lebensweise eine Selbstverständlichkeit. Aber nicht nur für den Vegetarismus, sondern auch in vielen anderen Bereichen setzen sich Jainas für den Tierschutz ein. So unterstützen sie in Indien seit  jeher Tierkrankenhäuser, worüber sich - was bezeichnend ist - "Westler" schon vor Jahrhunderten wunderten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Durch ein solches Tierkrankenhaus wurde ich erstmals auf den Jainismus aufmerksam: Tief beeindruckt las ich 1970 einen Zeitungsbericht über ein Vogelhospital, das die Jainas in Indien unterhalten. Das führte dann dazu, dass ich mich für den Jainismus näher interessierte und dann in Vorträgen, Artikeln usw. über diese einmalige Religion berichtete.  Übrigens kam ich dadurch, welch` ein Zufall (?), zu Schopenhauer, und zwar im Zusammenhang mit meinem Beitrag in "Der Vegetarier" (Heft 2/1977) über "Vegetarismus und Tierschutz in der Jaina-Religion". Von diesem Artikel, das sei hier angemerkt, wurde kürzlich ein etwas veränderter Auszug durch die Jain Association International auf der Website vom Vegetarierbund Deutschland (&gt;&lt;a title="Jainismus und Vegetarismus" href="http://www.vebu.de/tiere-a-ethik/religion/jainismus"&gt;hier&lt;/a&gt;) veröffentlicht. Vor Erscheinen meines Artikels in der genannten Zeitschrift hatte ich (1976) eine Diskussion mit dem damaligen Redakteur, Professor Brockhaus. Es ging dabei um einige tiefergehende philosophische Fragen, die weit über den Jainismus hinaus von Bedeutung sind. Schließlich fand ich dazu bei Schopenhauer Antworten, die nicht nur mich, sondern - wie mir schien - auch den Professor zufrieden stellten. Nun sind inzwischen 35 Jahre vergangen, doch das Thema " Jainismus " und Schopenhauers Philosophie sind seitdem für mich unverändert aktuell geblieben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was mich als Tierrechtler besonders am Jainismus fasziniert, ist die Konsequenz, mit der die Jainas ihren Grundsatz der Gewaltlosigkeit ( &lt;em&gt;&lt;strong&gt;AHIMSA&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; ) seit mehr als 2500 Jahren auch auf nichtmenschliche Wesen ausdehnen. Eine solche allumfassende Ethik, und zwar nicht nur gepredigt, sondern auch praktiziert, dürfte in der Religionsgeschichte einmalig sein! Voll und ganz kann ich dem zustimmen, was ich in einer Veröffentlichung der Jainas las:&lt;br&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wenn jemand seinen Körper durch das Fleisch anderer Lebewesen mästet, so ist seine Verehrung der AHIMSA in Wahrheit Scheinheiligkeit.&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;hb&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;br&gt; zum Jainismus &gt; &lt;a title="Jainismus" href="http://www.tierrechte-tv.de/Themen/Jainismus-Tierschutz/jainismus-tierschutz.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs: Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis&lt;/strong&gt;: Die vollständige Fassung meines o. g. Beitrages " Vegetarismus und Tierschutz in der Jaina-Religion " (in: "Der Vegetarier" Nr.3/1977) wurde vom Vegetarierbund Deutschland auch im Internet veröffentlicht. &gt; &lt;a title="Vegetarismus und Tierschutz in der Jaina-Religion" href="http://www.vebu.de/alt/nv/dv/dv_1977_3__Vegetarismus_und_Tierschutz_in_der_Jaina-Religion.htm"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/01/06/jainismus-religion-gewalt-10313815/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/8EzNxaOQpUg" height="1" width="1"/&gt;</description><category>ahimsa</category><category>jainismus</category><category>religion</category><category>tierschutz</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>vegetarismus</category><category>gewalt</category><category>jaina-religion</category><category>vegetarier</category><category>schopenhauer</category><category>gewaltlosigkeit</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/01/06/jainismus-religion-gewalt-10313815/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2011/01/06/jainismus-religion-gewalt-10313815/</feedburner:origLink></item><item><title>Kalenderspruch</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/7HuQpUYh1qI/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-12-25:/2010/12/25/kalenderspruch-10251893/</guid><pubDate>Sat, 25 Dec 2010 09:24:11 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Das könnte auch von Arthur Schopenhauer sein:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Weise Weihnacht wäre wichtiger als weiße Weihnacht.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt; &lt;em&gt;Klaus Klages&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/25/kalenderspruch-10251893/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/7HuQpUYh1qI" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/25/kalenderspruch-10251893/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/25/kalenderspruch-10251893/</feedburner:origLink></item><item><title>ZEN und Schopenhauer</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/q8HbgNXDxJk/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-12-21:/2010/12/21/zen-schopenhauer-10228835/</guid><pubDate>Tue, 21 Dec 2010 10:33:50 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Im Mittelpunkt dieses Blogs steht Arthur Schopenhauers praxisorientierte Lebensphilosophie. Schon deshalb ist der folgende Beitrag keine wissenschaftlich-theoretische Abhandlung über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ZEN und Schopenhauer.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;ZEN, entstanden im Laufe von fast zwei Jahrtausenden aus buddhistischer und taoistischer Mystik, ist Spiritualität, welche die Grenzen des in Worten Beschreibbaren überschreitet. Dennoch gibt es inzwischen derart viele Bücher über ZEN, dass ganze Bibliotheken damit gefüllt werden können. Ich möchte nun gar nicht erst versuchen, das Unbeschreibbare zu beschreiben, sondern mich darauf beschränken, hier nur etwas von meinen persönlichen Eindrücken und Begegnungen mitzuteilen:  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf meinem kleinen Bücherbord am Esstisch, stets im Blickfeld, ist Arthur Schopenhauer präsent. Neben ihm ist noch etwas Platz. Zwei Bücher habe ich gewählt, die diesen Platz ausfüllen. Sie erschienen mir passend zu sein, um neben Schopenhauer zu stehen. Es sind uralte spirituelleTexte: " Shinjinmei ", eine "Gedichtsammlung vom Glauben an den Geist". Dieser älteste überlieferte Grundtext des ZEN stammt von Meister Sosan und ist etwa 1400 Jahre alt. Daneben steht das " Lankavatara-Sutra " mit dem Titel "Die makellose Wahrheit erschauen". Es ist ebenfalls einer der wichtigsten heiligen Texte des Buddhismus. Der indische Mönch Bodhidharma brachte diese Schrift aus Südindien nach China, wo sie später zum Grundstein für den ZEN - Buddhismus wurde. Je mehr ich diese Urtexte auf mich einwirken lasse, desto deutlicher wird mir die enge spirituelle Nähe zu Schopenhauers "Die Welt als Wille und Vorstellung" - und das, obwohl weit mehr als ein Jahrtausend dazwischen liegt und zwischen der buddhistischen und unserer zutiefst vom Christentum geprägten Kultur eine Kluft besteht, die kaum zu überbrücken ist. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eigentlich hatte ich nicht vor, mich über ZEN in diesem lebensphilsophischen, auf den Alltag bezogenen Blog zu äußern.   Ein Artikel in der "Berliner Zeitung" vom 14.12.2010 veranlasst mich jedoch, hier über eine persönliche  Erfahrung zu berichten, die vielleicht von allgemeinem Interesse ist. Der Zeitungsartikel trägt die Überschrift "Die Knie müssen den Boden berühren  - Bei einer Zen-Meditation ist jedes Detail festgelegt". Da ich selbst vor vielen Jahren Vorstandsmitglied der "Buddhistischen Gesellschaft Berlin" war und einen "Buddhistischen Arbeitskreis" geleitet hatte, kam ich öfters auch mit Praktizierenden des ZEN zusammen. Sie erzählten mir dabei einiges von ZEN - Veranstaltungen, was weitgehend mit der zitierten Artikel-Überschrift übereinstimmt. Hierzu ist mir vor allem ein Erlebnis bis heute nachhaltig im Gedächnis geblieben: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In meinem Arbeitskreis war ein Teilnehmer, der vom ZEN kam und mir durch sein besonderes Interesse auffiel. Er nahm auch an unseren Meditationen teil. Eines Tages bat er mich um ein Gespräch unter vier Augen. Was er mir mitzuteilen hatte, war erschütternd: Er könne nicht mehr an unseren Treffen und den Meditationen teilnehmen. Heftige Hustenanfälle und andere Beschwerden würden es ihm unmöglich machen. Auch bei ZEN - Sitzungen wäre er deshalb schon seit einiger Zeit nicht dabei, weil, wie er meinte, er dort wohl als störend empfunden werde. Er hätte eine Krankheit, die (jedenfalls zur damaligen Zeit)  unheilbar zum Tode führe: Aids! Ihm wäre es aber sehr wichtig, mit mir allein zusammenzukommen und über Schopenhauer zu sprechen. So trafen wir uns dann öfters an einem ruhigen Ort, und Schopenhauer war unser zentrales Thema. Dann näherte sich das Ende. Bei unserem letzten Treffen lasen wir gemeinsam, und zwar auf seinen Wunsch hin, Schopenhauer. Es war das Kapitel, das auch der Lübecker Ratsherr Buddenbrook in Thomas Manns gleichnamigen Roman während der letzten Stunden seines Lebens gelesen hatte: "Über den Tod und sein Verhältnis zur Unzerstörbarkeit unsers Wesens an sich". Am nächsten Tag rief mein ZEN -Freund mich an, um sich zu bedanken - und  sich von meiner Frau und mir zu verabschieden ...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf Wunsch seiner Schwester und seines Freundes hatte ich, als sich alle, die ihm nahestanden, zu seinem Gedenken versammelten, Worte des Abschieds gesprochen. Übrigens, von seinen ZEN - "Freunden", die sicherlich von seinem Tod informiert waren, hatten wir dort niemand gesehen. Vielleicht war er für sie nicht mehr von Interesse, denn bei den letzten ZEN - Sitzungen konnte er nicht mehr ruhig sitzen und vom "richtigen Sitzen" solle ja, wie manche Anhänger des ZEN behaupten, alles abhängen. Dementsprechend heißt es im bereits erwähnten Zeitungsbericht über eine ZEN - Veranstaltung: "Die Haltung ist das Glaubensbekenntnis". Sollte es dabei wirklich nur um "Haltung" gehen und dabei der Mitmensch, die Mitwesen vergessen werden, dann allerdings sehe ich einen Abgrund zwischen ZEN und Schopenhauer. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Vielleicht ist vieles, was sich bei uns als " ZEN " ausgibt, gar nicht ZEN, sondern cleveres Ausnutzen eines menschlichen Bedürfnisses, nämlich des Suchens nach Sinn und Wahrheit im Leben. Wundern würde mich das in unserer vom Kommerz beherrschten Zeit nicht. Inzwischen hat ja das Gewinnstreben alle Bereiche unserer Gesellschaft erfasst. Wenn möglich, versuche ich, solchem Zeitgeist auszuweichen. Deshalb  meide ich Veranstaltungen, die zwar einen spirituellen Anstrich haben, aber auf mich einen ziemlich geschäftigen Eindruck machen.  Ich denke dabei an die Worte des ZEN - Meisters Sosan:  "Der Weise ist frei von Geschäftigkeit". Das Zitat habe ich einem kleinen Büchlein entnommen, das den Titel trägt: "Augenblicke der Stille". Solche Augenblicke wünsche ich für die Weihnachtstage und das bald beginnende neue Jahr allen Freunden und Lesern dieses Blogs!&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/21/zen-schopenhauer-10228835/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/q8HbgNXDxJk" height="1" width="1"/&gt;</description><category>shinjinmei</category><category>buddhismus</category><category>schopenhauer</category><category>lankavatara-sutra</category><category>meister-sosan</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>lebensphilosophie</category><category>zen</category><category>spiritualit%C3%A4t</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/21/zen-schopenhauer-10228835/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/21/zen-schopenhauer-10228835/</feedburner:origLink></item><item><title>Tierschutz nur zweitrangig?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/CXr9ymOSKaU/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-12-12:/2010/12/12/tierschutz-zweitrangig-10167224/</guid><pubDate>Sun, 12 Dec 2010 11:06:28 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;In seinem Leben und in seiner Philosophie hatte sich Arthur Schopenhauer nachdrücklich für den Tierschutz eingesetzt. Zahlreiche Belege aus Schopenhauers Leben und Werken zeigen, dass Tierschutz für ihn kein nebensächliches Thema war. Schopenhauer stand damit im Gegensatz nicht nur zu fast allen anderen bedeutenden Philosophen, sondern auch zu den   vorherrschenden, im Grunde tierverachtenden Auffassungen seiner Zeit.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Heute werden tierabwertende Meinungen vielleicht nicht so offen zum Ausdruck gebracht, aber dennoch ist der Tierschutz kein vordringliches Thema unserer Gesellschaft. Zwar steht inzwischen der Tierschutz als Staatsziel im deutschen Grundgesetz, jedoch in der Praxis, also dann, wenn es wirklich darauf ankommt, hat der Tierschutz zumeist das Nachsehen. Andererseits gibt es zahlreiche Organisationen, von denen man annehmen darf, dass sie sich vorrrangig für den Schutz der Tiere einsetzen. Ist das aber wirklich der Fall? Hierzu einige Beispiele, die mich nachdenklich stimmen: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich habe mich viele Jahre aktiv für die &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Tierschutzpartei&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) eingesetzt und unterstütze diese Partei auch heute noch, weil ich hoffe, dadurch den Tierschutz in Deutschland politisch voranzubringen. Inzwischen muss ich aber feststellen, dass diese Partei sich immer weniger &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Tierschutzpartei &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;nennt, sondern stattdessen immer mehr die Langbezeichnung in der Formulierung " Partei ergreifen für Mensch Umwelt Tierschutz " verwendet. Offenbar meinen die Verantwortlichen, dass Tierschutz nicht genügend attraktiv ist und man deutlicher - und zwar vorrangig - Mensch und Umwelt betonen muss. Ob die Partei damit bei den Wählern mehr Erfolg haben wird, dürfte sich bereits bei der nähsten Wahl (Landtagswahl in Baden-Württemberg) erweisen. Wie dem auch sei, oben genannte, von der Partei gewählte Formulierung lässt in ihrer Reihenfolge den Schluss zu, dass Tierschutz für die Partei nicht erst- , ja auch nicht zweit-, sondern drittrangig geworden ist.  Ich hoffe, dass ich mich mit dieser Einschätzung täusche, fürchte aber, dass ich damit Recht habe. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein weiteres Beispiel - für mich als Veganer von besonderem Interesse -  ist die kürzlich gegründete &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Vegane Gesellschaft Deutschland e.V.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;. Laut ihrer Satzung fördert sie die vegane Lebensweise, vor allem um die menschliche Ernährungssituation zu verbessern und den Welthunger zu überwinden. Erst an zweiter Stelle und damit als zweitrangiges Ziel steht die "Förderung der Überwindung des Leidens und Tötens der Tiere durch Menschen". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Um nicht mißverstanden zu werden: Ich halte es durchaus für sehr wichtig und notwendig, sich für hungernde und leidende Menschen sowie für den Umweltschutz einzusetzen. Doch erscheint es mir angebracht, darauf hinzuweisen, dass auch die obigen Organisationen den Tierschutz nicht als erstrangiges Ziel ansehen und somit auch dort der von Tierrechtlern kritisierte Anthropozentrismus (Der Mennsch ist das Maß aller Dinge), wenngleich in sehr abgemilderter Form, fortbesteht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Selbst bei Tierschutzvereinen, deren Vereinszweck schon aus dem Namen eindeutig hervorgeht, ist der Anthropozentrismus zu erkennen, denn von ihnen wird, wie schon zu Schopenhauers Zeit, oft der Tierschutz mit Menschenschutz begründet. Dazu schrieb Arthur Schopenhauer : &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt; Die Tierschutzgesellschaften, in ihren Ermahnungen, brauchen  noch immer das schlechte Argument, daß Grausamkeit gegen Tiere zu Grausamkeit gegen Menschen führe; - als ob bloß der Mensch ein unmittelbarer Gegenstand der moralischen Pflicht wäre, daß Tier bloß ein mittelbarer, an sich eine bloße Sache! Pfui! &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;( Arthur Schopenhauer , Parerga und Paralipomena II, Hrsg. v. Julius Frauenstädt, 2. Aufl., Neue Ausg. Leipzig 1919, S. 404.)&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;Als Tierrechtler kann ich den Standpunkt Schopenhauers gut verstehen. Dennoch: Die Argumente mögen anthropozentrisch sein und der Tierschutz nicht an erster Stelle stehen, wichtig ist, dass dabei den Tieren überhaupt geholfen wird! &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt;&lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt; hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/12/tierschutz-zweitrangig-10167224/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/CXr9ymOSKaU" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>anthropozentrismus</category><category>tierschutzvereine</category><category>vegane-gesellschaft</category><category>tierschutzpartei</category><category>tierschutz</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/12/tierschutz-zweitrangig-10167224/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/12/tierschutz-zweitrangig-10167224/</feedburner:origLink></item><item><title>Gesundheit - kein Thema?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/9NyXLNJCxNQ/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-12-07:/2010/12/07/gesundheit-thema-10132244/</guid><pubDate>Tue, 07 Dec 2010 10:12:40 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Aus Anlass einer Erkrankung, weshalb ich übrigens auch hier beim Blog eine mehrmonatige Zwangspause einlegen musste,  schaute ich mal in philosophischen Büchern nach, was diese zu dem für uns alle lebenswichtigen Thema " Gesundheit " mitzuteilen haben. So griff ich zum  "Philosophischen Wörterbuch" (21. Aufl., Stuttgart 1982) und zum "Wörterbuch  der philosophischen Begriffe" (2. Aufl., Hamburg 1955). Überrascht stellte ich fest, dass in beiden Standardwerken das Stichwort  "Gesundheit " fehlt. Offenbar ist Gesundheit für die akademische Philosophie kein Thema, was wiederum zeigt, wie abgehoben, d. h. lebensfremd, solche Art des Philosophierens sein kann. Völlig anders jedoch bei Arthur Schopenhauer:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nicht nur gelegentlich, sondern an zahlreichen Stellen seiner philosophischen  Werke ging Schopenhauer auf die überragende Bedeutung ein, welche die Gesundheit für unser Leben und auch für unsere geistige Erfassung dieser Welt hat. Oft sind wir uns aber dessen nicht bewusst. Solange wir gesund sind, nehmen wir unsere Gesundheit nicht besonders wahr und halten sie für eine Selbstverständlichkeit, was sie jedoch keineswegs ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So werden wir, schrieb Arthur Schopenhauer,&lt;strong&gt; "&lt;em&gt;der drei größten Güter des Lebens, Gesundheit, Jugend und Freiheit, nicht als solcher inne, so lange wie wir sie besitzen; sondern erst nachdem wir sie verloren haben ... Daß Tage unsers Lebens glücklich waren, merken wir erst, nachdem sie unglücklichen Platz gemacht haben." &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;span&gt;( Arthur Schopenhauer , Die Welt als Wille und Vorstellung II, Zürcher Ausg., S. 673)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;Ja, jeder ernsthaft Kranke, dauerhaft Behinderte wird Schopenhauer da aus eigener Erfahrung zustimmen müssen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Gesundheit ist zwar nicht alles, aber sie ist wichtiger als vieles, was uns sonst im Leben als wichtig erscheint. Schopenhauer hat das sehr deutlich hervorgehoben: &lt;strong&gt;&lt;em&gt;"Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußern Güter so sehr, daß wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist, als ein kranker König." &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;( Hierzu und den folgenden Schopenhauer - Zitaten : Arthur Schopenhauer , Aphorismen zur Lebensweisheit , Zürcher Ausg., S. 348 ff.)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Übrigens hat Schopenhauer sich in obigem Zitat nur auf die "äußern" Güter bezogen - eine entscheidende Einschränkung, die beweist, dass es Schopenhauer hier nicht um ein bloßes egoistisches Gesundheitsstreben ging, denn gerade in seiner auf Mitleid beruhenden Ethik gibt es höhere Werte, die es rechtfertigen können, Leben und Gesundheit einzusetzen. Ich habe beispielsweise im Tierschutz Menschen kennengelernt, die sich aus Mitleid mit hilflosen, leidenden Tieren fast schon aufopferten. Hier sprach dann das Herz und nicht der nur dem eigenen egoistischen Wohlergehen dienende Verstand! &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ansonsten aber ist es, wie Schopenhauer bemerkte,&lt;strong&gt;&lt;em&gt; "weiser ... auf die Erhaltung seiner Gesundheit und auf die Ausbildung seiner Fähigkeiten, als auf die Erwerbung von Reichtum hinzuarbeiten"&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;.  Gesundheit sei wesentlich für unser Glück:&lt;strong&gt;&lt;em&gt; "Hieraus aber folgt, daß die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei, für Erwerb, Beförderung, für Gelehrsamkeit, Ruhm, geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse ..." &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;An diese Worte Schopenhauers musste ich denken, als am letzten Samstag die tragische Meldung kam, dass ein junger Mensch für eine Wette im Rahmen der ZDF-Spielshow "Wetten, dass ...?" schwer verletzt wurde und - falls er überlebt - wohl dauerhafte gesundheitliche Schäden davontragen wird. Ich kann und will hier nicht über die Risikobereitschft des Verunglückten urteilen. Fest steht aber für mich, dass unsere nach "flüchtigen Genüssen" gierende Gesellschaft  solche traurigen Vorfälle provoziert. So ist es und so war es auch zu Schopenhauers Zeiten, denn die Menschen mit allen ihren Torheiten haben sich seitdem nicht grundsätzlich geändert. Schon deshalb ist Arthur Schopenhauer ein aktueller Lebensphilosoph geblieben.   &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de "&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/07/gesundheit-thema-10132244/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/9NyXLNJCxNQ" height="1" width="1"/&gt;</description><category>gesundheit</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/07/gesundheit-thema-10132244/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/12/07/gesundheit-thema-10132244/</feedburner:origLink></item><item><title>Religionen und Toleranz</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/9nax2Plbq6c/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-09-04:/2010/09/04/religionen-toleranz-9307360/</guid><pubDate>Sat, 04 Sep 2010 09:56:24 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Ob und inwieweit Religionen tolerant sind, ist ein altes und dennoch aktuelles Thema. Es ist verständlich, dass in Religionen die Toleranz besonders dann ausgeprägt ist, wenn sie als Minderheit auf die Toleranz der andersgläubigen Mehrheit angewiesen sind. Das wäre jedoch dann nur Taktik und keine Tugend. Sind Religionen aber wirklich, also von ihrer Glaubensüberzeugung her, tolerant? Arthur Schopenhauer hatte da seine Zweifel und wies hierzu auf einen grundsätzlichen  Unterschied hin:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"In der Tat ist Intoleranz nur dem Monotheismus wesentlich: ein alleiniger Gott ist, seiner Natur nach, ein eifersüchtiger Gott, der keinem andern das Leben gönnt. Hingegen sind die polytheistischen Götter, ihrer Natur nach, tolerant: sie leben und lassen leben: zunächst dulden sie gern ihre Kollegen, die Götter derselben Religion, und nachher erstreckt diese Toleranz sich auch auf fremde Götter, die demnach gastfrei aufgenommen werden und später bisweilen sogar das Bürgerrecht erlangen; wie uns zunächst das Beispiel der Römer zeigt, welche phrygische, ägyptische und andere fremde Götter willig aufnahmen und ehrten. Daher sind es die monotheistischen Religionen allein, welche uns das Schauspiel der Religionskriege, Religionsverfolgungen und Ketzergerichte liefern, wie auch das der Bilderstürmerei und der Vertilgung fremder Götterbilder, Umstürzung indischer Tempel und ägyptischer Kolosse, die drei Jahrtausende hindurch in die Sonne gesehen hatten; weil nämlich ihr eifriger Gott gesagt hatte: ´ Du sollst dir kein Bildnis machen ` ..."   &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Noch deutlicher wurde Schopenhauer, indem er auf "Giordano Brunos  und Vavinis Scheiterhaufen" hinwies: "... auch diese nämlich waren jenem Gott geopfert worden, für dessen Ehre, ohne allen Vergleich, mehr Menschenopfer geblutet haben, als auf den Altären aller heidnischen Götter beider Hemisphären zusammengenommen". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schopenhauers Krititik wiegt auch deshalb schwer, weil er kein fanatischer Gegner des Christentums war, sondern dessen unentbehrliche Bedeutung im Leben vieler Menschen durchaus anerkannte. Inwieweit Arthur Schopenhauer mit seinem Urteil über die Toleranz der Religionen recht hatte, davon mag sich jeder selbst überzeugen, sofern er diese Religionen nicht nur nach ihren wohlklingenden Worten, sondern auch nach ihrer Praxis in Vergangenheit und Gegenwart wertet.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie dem auch sei, eine pluralistische Gesellschaft, in der Religionen, wenn überhaupt, nur sehr begrenzte Macht haben und bloß Privatangelegenheit sind, scheint mit die beste Gewähr für Toleranz zu sein, denn  - so eine Lebenserfahrung - Schwäche zwingt zur Toleranz. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs &gt; Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/09/04/religionen-toleranz-9307360/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/9nax2Plbq6c" height="1" width="1"/&gt;</description><category>toleranz</category><category>religion</category><category>schopenhauer</category><category>religionen</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/09/04/religionen-toleranz-9307360/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/09/04/religionen-toleranz-9307360/</feedburner:origLink></item><item><title>Lebensweisheit : Verborgene Wahrheit</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/h23zmes0Ppc/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-08-28:/2010/08/28/lebensweisheit-verborgene-wahrheit-9265999/</guid><pubDate>Sat, 28 Aug 2010 10:26:54 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Bei Arthur Schopenhauer las ich eine alte Lebensweisheit, die wohl jeder, der mit kritischem Blick unsere Welt betrachtet, bestätigen kann:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Wahrheit steckt tief im Brunnen, hat Demokritos gesagt, und die Jahrtausende haben es seufzend wiederholt: aber es ist kein Wunder; wenn man, sobald sie heraus will, ihr auf die Finger schlägt.&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;hb&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/28/lebensweisheit-verborgene-wahrheit-9265999/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/h23zmes0Ppc" height="1" width="1"/&gt;</description><category>wahrheit</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>lebensweisheit</category><category>schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/28/lebensweisheit-verborgene-wahrheit-9265999/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/28/lebensweisheit-verborgene-wahrheit-9265999/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauerianer fand Ermutigung</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/Ghy2FHhlUh4/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-08-21:/2010/08/21/schopenhauerianer-fand-ermutigung-9218770/</guid><pubDate>Sat, 21 Aug 2010 16:47:03 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Als in Deutschland um 1840 die ersten Tierschutzvereine entstanden, war Arthur Schopenhauer einer ihrer ersten Mitglieder. Darüber war Schopenhauer mit seiner auch die Tiere einschließenden Philosophie ein geistiger Wegbereiter für die in den letzten Jahrzehnten sich mehr und mehr entfaltende Tierrechtsbewegung. Obwohl Schopenhauer dem Fortschrittsgedanken im allgemeinen eher skeptisch gegenüberstand, glaubte er, dass der Tierschutz eine Zukunft hat. Solche Gedanken gingen mir durch den Sinn, als ich heute das Vegan-Vegetarische Sommerfest besuchte, der auf einem der verkehrsreichsten Plätze in Berlin stattfand. Viele vegetarische bzw. vegane Gruppen und auch Tierschutzvereine sowie die Tierschutzpartei nahmen daran teil. Vor allem fielen mir die vielen jungen Leute auf, die auf mich einen sehr interessierten und engagierten Eindruck machten. Das lässt für die Zukunft hoffen!  Im übrigen traf ich auf diesem Sommerfest manche mir seit Jahren bekannte Mitstreiter aus der Tierrechtsszene. Normalerweise gehe ich Menschenansammlungen aus dem Wege, aber heute waren für mich die menschlichen Begegnungen eine Ermutigung. Ich glaube, Schopenhauer, der ansonsten Menschenmassen meidete, hätte das auch so empfunden.  &lt;br&gt;&lt;a href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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	&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/21/schopenhauerianer-fand-ermutigung-9218770/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/Ghy2FHhlUh4" height="1" width="1"/&gt;</description><category>tierschutz</category><category>tierschutzpartei</category><category>schopenhauer</category><category>tierschutzvereine</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/21/schopenhauerianer-fand-ermutigung-9218770/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/21/schopenhauerianer-fand-ermutigung-9218770/</feedburner:origLink></item><item><title>Kirche - teurer Luxus?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/zTOXZ-ZPYao/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-08-06:/2010/08/06/kirche-teurer-luxus-9132275/</guid><pubDate>Fri, 06 Aug 2010 09:03:00 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Eine längst prophezeite Epoche ist eingetreten: die Kirche wankt, wankt so stark, dass es sich frägt, ob sie den Schwerpunkt wiederfinden werde: denn der Glaube ist abhanden gekommen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, stellte schon vor über 150 Jahren Arthur Schopenhauer fest. Die steigende Zahl der Kirchenaustritte scheint Schopenhauers Ansicht zu bestätigen, aber "wankt" deshalb die Kirche? Ich bezweifele das, denn trotz erheblichen Mitgliederschwundes ist die Kirche in Staat und Gesellschaft überaus einflussreich geblieben. Auch wenn vielen Kirchenmitgliedern der Glaube weitgehend "abhanden gekommen" ist, so bleiben sie ihrer Kirche als Steuerzahler bzw. über Taufen, kirchliche Trauungen, Beerdigungen usw. verbunden. Vor allem sind die großen Kirchen durch rechtliche Privilegien und erhebliche finanzielle Förderung des Staates bestens abgesichert. Die Kirche muss sich also um ihre Existenz keine Sorgen machen, womit ich natürlich nur die großen "Volkskirchen" meine. Das Urteil - oder sollte ich besser sagen die Hoffnung - Schopenhauers war wohl verfrüht.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie sehr sich Schopenhauer, was die Zukunft der Kirche angeht, irrte, wurde mir aus einem Artikel der "Berliner Zeitung" vom 29. Juli 2010 deutlich: Unter der bezeichnenden Überschrift "Segensreiche Pfründe" meldete die Zeitung, dass die Bundesländer (außer Bremen und Hamburg) in diesem Jahr knapp 460 Millionen Euro Staatsleistungen an die Kirchen abführen müssen. Es sind, wie der Bericht erläuterte, "öffentliche Mittel, die nicht etwa den kirchlichen Sozialeinrichtungen wie der Caritas oder der Diakonie zugute kommen - die werden mit zusätzlichen Milliarden an staatlicher Hilfe betrieben. Auch staatliche Zuschüsse für die Instandhaltung und Restaurierung von Kirchen kommen noch einmal drauf."  Das in Zeiten knapper öffentlicher Kassen, in denen die Kommunen wegen fehlender Mittel ihre sozialen Aufgaben kaum noch erfüllen können! Doch gibt es dafür eine Rechtfertigung: den Reichsdeputationshauptschluß von 1803 !!! So muss der Steuerzahler seit mehr als 200 Jahren die damalige Enteignung kirchlicher Güter immer noch ausgleichen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auch wenn es die Steuerzahler nicht einsehen, sie werden für den Reichsdeputationshauptschluß von 1803 weiter zahlen, denn, so die Zeitung, "wie es aussieht, werden die Kirchen auch künftig nichts zu fürchten haben". Falls die historische Begründung nicht reichen sollte, warnte vorsorglich der CSU-Bundestagsabgeordnete Geis davor, den Kirchen die finanzielle Grundlage zu entziehen, da sie eine stabilisierende Kraft in der Gesellschaft seien. So ist es dann nicht verwunderlich, wenn durch den Staat auch weiterhin das finanzielle Wohlergehen der Kirchen gesichert, ja eigentlich schon fast garantiert wird. Übrigens, für die Kosten der  großzügigen Kirchensubventienierung müssen - zumindest indirekt - alle Steuerzahler aufkommen, also auch die nichtkirchensteuerpflichtigen Andersgläubigen bzw. Atheisten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was finanziert eigentlich der Steuerzahler, wenn er die Kirche unterstützen muss? Finanziert er Luxus, d. h., ist die Kirche selbst ein Luxus? Sicher nicht für Kirchengläubige. Die Kirche vermittelt ihnen Religion und hat damit eine wichtige Aufgabe, nämlich - worauf Arthur Schopenhauer besonders hinwies - die Befriedigung metaphysischer Bedürfnisse. Religion ist, so Schopenhauer, Metaphysik fürs Volk und kann deshalb nicht durch bloße Philosophie und schon gar nicht durch materialistische Weltanschauungen ersetzt werden. Verständlich, wenn den Gläubigen ihre Kirche "lieb und teuer" ist. Gewiss, die Ausgaben der Kirche sind groß, doch frage ich mich: Geht es hierbei wirklich um Gottes Willen oder vielmehr um Gottes Villen? &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/06/kirche-teurer-luxus-9132275/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/zTOXZ-ZPYao" height="1" width="1"/&gt;</description><category>arthur-schopenhauer</category><category>kirche</category><category>schopenhauer</category><category>metaphysik</category><category>religion</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/06/kirche-teurer-luxus-9132275/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/08/06/kirche-teurer-luxus-9132275/</feedburner:origLink></item><item><title>Zoodirektor - ein Tierfeind?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/0xPDwcpz1fQ/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-07-27:/2010/07/27/zoodirektor-tierfeind-9048790/</guid><pubDate>Tue, 27 Jul 2010 11:37:12 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Wer sich als Tierschützer intensiv mit der Problematik von Zoos auseinandergesetzt hat, weiß, dass diese nicht unbedingt Einrichtungen des Tierschutzes sind. Als Tierrechtler wird man die Zoos ohnehin als Stätten bloßer Zurschaustellung ihrer Freiheit beraubter Tiere ablehnen. So habe ich, was Zoos angeht, schon lange keine Illusionen. Was ich aber in der heutigen "Berliner Zeitung" unter der Überschrift "Jagd im Tierpark. Staatsanwaltschaft ermittelt wieder gegen Blaszkiewitz" las, hat mich doch schockiert:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zoodirektor Blaszkiewitz wurde von Tierschützern angezeigt, weil im Berliner Tierpark Füchse und Kaninchen illegal abgeschossen worden seien.  Der Zoodirektor begründete dies mit dem angeblichen Schutz von Zootieren, was jedoch nach Meinung der zuständigen Behörde auch durch dichte Umzäunung möglich gewesen wäre. Das Verhalten des Zoodirektors, meinte Edmund Haverbeck von der Tierrechtsorganisation Peta, spreche deutlich für dessen tierfeindliche Gesinnung.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist nicht das erste Mal, dass gegen diesen Zoodirektor ermittelt wird. So wurde er, wie die Zeitung berichtet, bereits 2008  wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Der Zoodirektor hatte im Tierpark junge Katzen durch Genickbruch getötet. Außerdem gab es Anzeigen wegen Verdachtes auf illegale Tierversuche. Auch die Art und Weise, wie er als Zoodirektor Tierhandel betrieb, stieß auf Kritik. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für mich ist das eine erneute Bestätigung, was ich durch Arthur Schopenhauer ohnerhin schon weiß, nämlich dass Mitgefühl mit Tieren, ja Tierliebe, nicht durch Studium der Veterinärmedizin oder Zoologie erworben wird, sondern diese ethische Einstellung im Charakter des Menschen angelegt ist - oder dort, wie offenbar im obigen Beispiel, fehlt. Derartige Charaktermängel sind nicht durch gut gemeinte Appelle an das Gewissen oder irgendwelche anderen Moralpredigten aufzuheben. Gerade auf Grund solcher Beispiele und nach vielen, mitunter sehr bitteren Lebenserfahrungen muss ich mich leider immer mehr der Auffassung Schopenhauers anschliessen, dass - von Ausnahmen abgesehen - der Charakter eines Menschen im wesentlichen nicht änderbar ist. Was hingegen verändert werden kann, ist das Verhalten eines Menschen, z. B. durch Androhung rechtlicher Sanktionen. Hierzu ist es, soweit mir bekannt ist, im Fall des Zoodirektors (noch?) nicht gekommen. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die für den Berliner Zoo Verantwortlichen, dass ein solcher Mann Zoodirektor werden konnte und es immer noch bleiben darf. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Übrigens, nach obigem Zeitungsbericht fiel mir ein, was Gustav Friedrich Wagner in seinem " Schopenhauer - Register" unter Hinweis auf Schopenhauers "Schriften zur Naturphilosophie und zur Ethik" geschrieben hat: "Zoolog, mancher ist nichts weiter als ein Affen-Registrator; man kann ein vollkommener Zoolog und doch ein unwissender Mensch sein." Ich glaube, viele Menschen, die mit einem Haustier eng zusammenleben, wissen über Tiere vielleicht weniger als studierte Zoologen, aber das, was sie wissen, ist wesentlicher, denn es betrifft das Wesen des Tieres als Lebewesen. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/27/zoodirektor-tierfeind-9048790/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/0xPDwcpz1fQ" height="1" width="1"/&gt;</description><category>arthur-schopenhauer</category><category>schopenhauer</category><category>tierliebe</category><category>tierschutz</category><category>charakter</category><category>tiere</category><category>zoo</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/27/zoodirektor-tierfeind-9048790/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/27/zoodirektor-tierfeind-9048790/</feedburner:origLink></item><item><title>Jean Améry und Arthur Schopenhauer</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/QOKg0IYD5fg/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-07-24:/2010/07/24/jean-amery-arthur-schopenhauer-9030414/</guid><pubDate>Sat, 24 Jul 2010 11:04:10 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Beim Durchstöbern meiner Bibliothek stieß ich auf ein Buch, das mich vor über 30 Jahren  tief beeindruckt hatte und auch heute noch sehr berührt. Es ist ein 1976 unter dem Titel "Hand an sich legen" erschienener radikaler Essay über den Freitod. Sein Autor, Jean Améry , wusste worüber er schrieb, denn zwei Jahre später nahm er sich selbst das Leben - und das, nachdem er Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen überlebt hatte. Er wählte den Freitod nicht wegen mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung, denn er gehörte in den 60er und 70er Jahren zu den bedeutendsten europäischen Intellektuellen - nein, die Gründe dafür sind wohl Erkenntnisse, die er in seinem oben genannten  &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Diskurs über den Freitod&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; zum Ausdruck brachte. Seine Schrift beginnt mit dem Leitwort:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen. &lt;br&gt;Wie auch beim Tod die Welt sich nicht ändert, sondern aufhört. &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dieses Zitat ist nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, von Arthur Schopenhauer, sondern von Ludwig Wittgenstein. Jedoch am Ende des Buches, also dort,  wo es um letzte Gedanken und Erkenntnisse geht, bezieht sich Améry auf Schopenhauer und dessen zutiefst metaphysische Willenslehre. Es ist es daher für mich selbstverständlich, dass, wenn ich Améry lese, auch an Schopenhauer denke. Ich frage mich dann, wieviel Schopenhauersches war in Améry? Eine Antwort darauf gab Améry selbst, und zwar in  der "Basler Zeitung" vom 24.12.1977:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Hier ( in Arthur Schopenhauers  &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Aphorismen zur Lebensweisheit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; ) ist einer, der uns anspricht wie ein Freund in vertieften Abendstunden; kein Lehrer, der vom Katheder herab harte Systempanzer uns über die Köpfe stülpt. Weisheit, für einmal, anstatt vorgeblichen Wissens; stets fortschreitendes Erkennen, nicht dogmatisierende Erkenntnis. Menschlichkeit, wo sonst menschenfremder Begriffsstolz so schemenhaft wie roh uns überwältigt ...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Er ( Arthur Schopenhauer ) war, wie Ludwig Marcuse es treffend gesagt hat, &lt;em&gt;&lt;strong&gt;der &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;rationalste Philosoph des Irrationalen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; : jenes Irrationalen, das er aufgestöbert hat in seinem Dunkel, das er anleuchtete mit dem grellen Scheinwerfer seiner Intelligenz und also ´rationalisierte `. Ohne Schopenhauer kein Bergson, kein Freud, kein Heidegger, auch kein Sartre ...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und schließlich ( Artur Schopenhauer ) der Schriftsteller. Wir werden seinesgleichen kaum noch schauen. Er dachte so weit, so tief, so ergreifend wie irgendeiner der ganz großen Philosophen vor ihm und nur wenige nach ihm; aber er schrieb eine Sprache von reinstem Kristall. Als einziger deutscher Moralist fand er den Ton eines Montaigne: schlicht und witzig, eindringlich und diskret, elegant und im besten Sinne   ´gentlemanlike `. Ihn zu lesen, bedarf  keiner fachlichen Vorbildung ...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Spreche ich für ihn als einen Erzieher, dann denke ich nicht zuletzt an seine ( Schopenhauers ) Rolle als Lehrer all derer, die da schreiben. Sehe ich ihn als Aufklärer, so meine ich nicht den Systematiker, der er war, sondern den Schilderer menschlicher Befindlichkeit, den Ritter mit Tod und Teufel, den &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mann der intellektuellen Tapferkeit und Aufrichtigkeit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Überflüssig zu sagen, daß man sich nicht mit Wollust an Schopenhauer verlieren darf, so wie andere, unendlich viel Zahlreichere sich an Hegel verloren. Die größte Ehre, die wir ihm erweisen können, ist die kritisch-wache Lektüre seines Werkes. Sind wir nur rechte Atheisten, dann lassen wir auch keinen Gott Schopenhauer gelten." &lt;br&gt;&lt;span&gt;(Aus: " Über Arthur Schopenhauer ". Hrsg. v. Gerd Haffmans. 3. Aufl., Diogenes: Zürich 1981, S. 165 ff.) &lt;br&gt;&lt;span&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der  Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/24/jean-amery-arthur-schopenhauer-9030414/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/QOKg0IYD5fg" height="1" width="1"/&gt;</description><category>freitod</category><category>schopenhauer</category><category>amery</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>jean-amery</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/24/jean-amery-arthur-schopenhauer-9030414/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/24/jean-amery-arthur-schopenhauer-9030414/</feedburner:origLink></item><item><title>Menschen und andere Tiere</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/OUxecK6cD88/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-07-09:/2010/07/09/menschen-tiere-8942349/</guid><pubDate>Fri, 09 Jul 2010 12:12:02 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Zugegeben, der Titel mag etwas provozierend sein, aber er trifft genau das Problem, nämlich den Menschen, der in seinem Hochmut daran glaubt, er sei "die Krone der Schöpfung". Ich kam auf diesen Titel, als ich in der "Berliner Zeitung" vom 17. Juni 2010 eine Buchbesprechung las, und zwar  unter der Überschrift "Der Mensch ist auch nur ein Tier": &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ging dabei um ein Buch von John Gray, das in seiner deutschen Übersetzung den aufschlussreichen Titel trägt: "Von Menschen und anderen Tieren. Abschied vom Humanismus". Das Buch, so schrieb die Zeitung, sei ein "Frontalangriff  auf das humanistische Weltbild". Im heutigen Humanismus würde der "Kardinalirrtum" des Christentums, der Mensch würde anders als alle anderen Tiere sein, eine Wiederbelebung erfahren. So beruhe das Menschenbild des Humanismus auf einer Illusion. Ja, sogar der Mensch selbst "ist ein in Illusionen befangenesTier, das fortwährend versucht, dem Bild, das er von sich selbst hat, zu entfliehen". In Wirklichkeit bleibe der homo sapiens eigentlich das, was er immer war, "der räuberische und zerstörende Mensch, ein Ausbeuter der Natur und seiner eigenen Gattung".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zu Recht wird am Ende dieser Buchbespechung angemerkt, dass Grays Kritik des Abendlandes und des dort vorherrschenden Menschenbildes ganz so neu nicht sei, wobei auf Arthur Schopenhauer verwiesen wird. Für Schopenhauer, auf den sich Gray oft beruft, war "das Wesentliche und Hauptsächliche im Tier und im Menschen das Selbe". Was Mensch und Tier unterscheide,  liege "nicht im Primären, ... im innern Wesen, ... sondern allein im Sekundären, im Intellekt, im Grad der Erkenntniskraft". Zu Schopenhauers Zeit war eine solche Feststellung geradezu revolutionär, denn sie stand im schärfsten Gegensatz zum herrschenden Christentum und damit zu fast zwei Jahrtausenden abendländischer Geistesgeschichte. Religion und Wissenschaft hatten alles getan, um den Menschen aus der Natur herauszuheben und ihn in seinem Größenwahn zu bestärken, dass der Mensch Alles, das Tier aber kaum mehr als ein belebtes Nichts sei.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang wandte sich Arthur Schopenhauer mit Empörung gegen "frömmelnde" Zoologen, die behaupteten, es gäbe einen absoluten und radikalen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Die Ursache für die auch in der Umgangssprache zum Ausdruck kommende Diskriminierung der Tiere sei, so Schopenhauer, "jener elende Kunstgriff", der "ohne Zweifel das Werk europäischer Pfaffenschaft (ist), die ... nicht glaubt weit genug gehen zu können im Verleugnen und Lästern des ewigen Wesens, welches in allen Tieren lebt." Hierdurch hätten sie (die christlichen Theologen)   "den Grund gelegt zu der in Europa üblichen Härte und Grausamkeit gegen Tiere". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wer diese Aussagen Schopenhauers für zu radikal hält, dem empfehle ich die kleine Schrift des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner "Für einen Bissen Fleisch. Das schwärzeste aller Verbrechen". Deschner beginnt  ganz im Sinne Schopenhauers mit der Feststellung: "Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, lässt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen." Hat Deschner Recht? Andererseits möchte ich auch hier ungerechte Pauschalurteile vermeiden, denn es gibt in in dieser Hinsicht durchaus auch positive Beispiele. Ich denke dabei unter anderem an die Tierschützerin und ehemalige Pfarrerin Christa Blanke. Sie ist allerdings - wohl als Konsequenz ihrer Tierliebe -  inzwischen (2000) aus der Kirche ausgetreten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Übrigens, ich selbst bezeichne die Menschen nicht als "andere Tiere", sondern halte mich an Schopenhauers Ausspruch  &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Tiere sind die Brüder des Menschen&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; . Hierdurch wird, wie mir scheint, die Nähe zu den Tieren auch gefühlsmäßig deutlich. Darauf kommt es mir an, denn Mitgefühl ist, wie Arthur Schopenhauer immer wieder hervorhob, die Grundlage der Ethik, also auch für den Tierschutz.  &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/09/menschen-tiere-8942349/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/OUxecK6cD88" height="1" width="1"/&gt;</description><category>menschen</category><category>christa-blanke</category><category>gray</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>tiere</category><category>schopenhauer</category><category>karlheinz-deschner</category><category>christentum</category><category>deschner</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/09/menschen-tiere-8942349/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/07/09/menschen-tiere-8942349/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Alles nur Zufall ?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/fQ8f4CDEf5g/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-06-29:/2010/06/29/schopenhauer-zufall-8883444/</guid><pubDate>Tue, 29 Jun 2010 10:06:41 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Wer auf ein langes Leben voller Ereignisse zurückblicken kann, wundert sich zuweilen, wie oft sein Leben durch einen Zufall entscheidend bestimmt wurde, ja mitunter verlief das Leben dadurch in eine ganz andere Richtung. War das alles wirklich nur Zufall? Je älter ich werde und je mehr ich über manche schicksalhafte Begebenheiten in meinem Leben nachdenke, desto bedeutsamer werden für mich die Gedanken und Einsichten, die Arthur Schopenhauer unter der Überschrift "Über die anscheinende Absicht im Schicksale des Einzelnen" geäußert hatte.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für die Frage, ob alles nur Zufall sei, müssen wir von unserem Lebenslauf ausgehen. Wenn wir dabei "manche Szenen unserer Vergangenheit genau durchdenken", dann, so meinte Schopenhauer, würde "uns alles wie in einem recht planmäßig angelegten Roman" erscheinen.  Hierbei  könnten manche Begebenheiten in unserem Leben, besonders wenn sie häufiger vorkamen, uns allmählich zu der Ansicht, ja zur Überzeugung führen, dass unser "Lebenslauf, so verworren er auch scheinen mag, ein in sich übereinstimmendes Ganzes sei" und dieses Ganze eine "bestimmte Tendenz" und einen "belehrenden Sinn" habe. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es geschieht oft sehr Sonderbares im Leben. Dann fällt es schwer, noch an bloßen Zufall zu glauben. Zum Beispiel hatte Wilhelm von Scholz in seinem Buch "Der Zufall und das Schicksal. Die geheimen Kräfte des Unwahrscheinlichen" eine Sammlung solcher merkwürdiger Vorkommnisse zusammengetragen: So kaufte ein Kunstfreund in München ein altes Vasenfragment. Jahre später schenkte ihm ein Freund ein in Athen gekauftes Vasenfragment. Wie sich dann herausstellte, passte die Scherbe aus Athen genau in die Bruchstelle des in München erworbenen Stückes. Scholz fragte sich nun, ob das Zufall sei oder eine "geheime Kraft" die beiden Bruchstücke, vielleicht nach Jahrtausenden, wieder zusammengeführt habe. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Arthur Schopenhauer dachte wohl an ähnliche höchst verwunderliche Fälle, denn er schrieb dazu: "Vielleicht wird jeder, bei gehörigem Nachdenken, in seinem eigenen Lebenslaufe analoge Fälle finden können ... Gar mancher aber wird hiedurch zu der Annahme getrieben werden, dass eine geheime und unerklärliche Macht alle Wendungen und Windungen unseres Lebenslaufes, und zwar sehr oft gegen unsere einstweilige Absicht, ... leitet."  Dieser Gedanke kann, wie Schopenhauer meinte, sehr trostreich sein, denn zu unserer Beruhigung sei nichts wirksamer, "als das Betrachten des Geschehenen aus dem Gesichtspunkte der Notwendigkeit, aus welchem alle Zufälle sich als Werkzeuge eines waltenden Schicksals darstellen".  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang verwies Schopenhauer auf eine Redensart, die wohl jeder von uns schon gebraucht hat, wenn die Dinge ganz anders als geplant gelaufen sind: "... dann sollte es eben nicht sein!" Vielleicht ist das nicht bloß eine Redensart, sondern Ausdruck einer instinktiv gespürten Wahrheit. Jedenfalls fand ich in meinem Leben oftmals bestätigt, was Schopenhauer durch ein Gleichnis beschrieben hatte:&lt;br&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themenübersicht" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/29/schopenhauer-zufall-8883444/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/fQ8f4CDEf5g" height="1" width="1"/&gt;</description><category>zufall</category><category>leben</category><category>schopenhauer</category><category>lebenslauf</category><category>schicksal</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/29/schopenhauer-zufall-8883444/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/29/schopenhauer-zufall-8883444/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Lebensweisheit in uns</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/8y7NDTgEiII/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-06-18:/2010/06/18/schopenhauer-lebensweisheit-8826747/</guid><pubDate>Fri, 18 Jun 2010 11:44:40 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Als ich wieder einmal in Arthur Schopenhauers  " Aphorismen zur Lebensweisheit " las und dabei auf mein bisheriges Leben zurückschaute, stieß ich auf ein Schopenhauer - Zitat, das mich sehr nachdenklich stimmte: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Übrigens gibt es in unserem Lebenslaufe noch etwas, welches über alles hinausliegt. Es ist nämlich eine triviale und nur zu häufig bestätigte Wahrheit, dass wir oft törrichter sind, als wir glauben: hingegen ist, dass wir oft weiser sind, als wir selbst vermeinen ... Es gibt etwas Weiseres in uns, als der Kopf ist. Wir handeln nämlich, bei den großen Zügen, den Hauptschritten unsers Lebenslaufes, nicht sowohl nach deutlicher Erkenntnis des Rechten, als nach einem innern Impuls, man möchte sagen Instinkt, der aus dem tiefsten Grunde unsers Wesens kommt ... &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Inzwischen hat auch die moderne Verhaltensforschung immer mehr Hinweise, dass Entscheidungen "aus dem Bauchgefühl" durchaus richtiger sein können als lang durchdachte Entschlüsse. So wurden dazu in "GEO Wissen" (Heft 45/2010) mehrere Artikel veröffentlicht. Einer hat die Überschrift  "Der sechste Sinn. Die Macht der Intuition&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;". Hiernach steuert uns das Unbewusste "wie ein Autopilot durch weite Teile des Lebens". Bewusstes Denken kann dabei jedoch die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein stören, ja das Bewusstsein kann sogar "die emotionalen - oft weit genaueren - Signale aus dem Unbewussten" übertönen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Oft beruhen Ahnungen auf Hinweisen, die wir bewusst kaum wahrnehmen, aber für unser Leben von entscheidender Bedeutung sein können. So erklärte der Züricher Neurobiologe, Peter Brugger, dass die Fähigkeit des Unbewussten intuitiv zu handeln und blitzschnell zu urteilen, bereits unseren Vorfahren geholfen hätte. Schon damals wäre es manchmal besser gewesen, falsch zu liegen, als langsam und akkurat zu entscheiden: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wer den gut getarnten Tiger im Gras nicht erkennt, ist tot. Wer Tiger sieht, wo keine sind, läuft häufiger weg, aber bleibt am Leben.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auch bei diesem Thema zeigt sich erneut, wie aktuell Arthur Schopenhauer geblieben ist. Seine Philosophie ist eben nicht bloß Teil der Philosophiegeschichte für akademische Seminare, sondern sie ist eine Lebensphilosophie für hier und heute, ja für morgen und übermorgen.&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Überblick&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/18/schopenhauer-lebensweisheit-8826747/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/8y7NDTgEiII" height="1" width="1"/&gt;</description><category>bewusstsein</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>schopenhauer</category><category>lebensphilosophie</category><category>unbewusstes</category><category>lebensweisheit</category><category>aphorismen-zur-lebensweiheit</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/18/schopenhauer-lebensweisheit-8826747/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/18/schopenhauer-lebensweisheit-8826747/</feedburner:origLink></item><item><title>Vögel haben Mitleid</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/tEjbZEAFhf8/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-06-02:/2010/06/02/voegel-mitleid-8718829/</guid><pubDate>Wed, 02 Jun 2010 11:37:30 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mitleid &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, so erklärte Arthur Schopenhauer , &lt;em&gt;&lt;strong&gt;ist eine unleugbare Tatsache des menschlichen Bewußtseins, ist diesem wesentlich zu eigen, beruht nicht auf Voraussetzungen, Begriffen, Religionen, Mythen, Erziehung und Bildung; sondern ist ursprünglich und unmittelbar, liegt in der menschlichen Natur selbst.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich möchte Schopenhauers positiver Meinung zur menschlichen Natur nicht widersprechen, obgleich ich manche Menschen kennen gelernt habe, in deren Verhalten ich kaum Mitleid entdecken konnte. Seit längerer Zeit frage ich mich jedoch, ob Mitleid ein Gefühl ist, das nur in der menschlichen Natur liegt, also nur bei Menschen anzutreffen ist. Nun las ich dazu in der gestrigen Ausgabe der "Berliner Zeitung" einen erstaunlichen Artikel, und zwar unter der Überschrift &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Vögel haben Mitgefühl&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;. Dort heißt es:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Raben gelten nicht nur als besonders intelligent, sie sind offensichtlich auch in der Lage, sich in andere hineinzuversetzen. Dieser Fähigkeit zur Empathie sind Wissenschaftler der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle der Universität Wien jetzt auf der Spur. Sie fanden heraus, dass Raben ihre Freunde trösten, wenn die bei einem Konflikt eins auf den Schnabel bekommen haben. Geraten sie selbst in eine missliche Lage, dann suchen sie ebenfalls Trost bei jenen Artgenossen, die sie gut kennen. ...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Über ein Jahr lang hatten die Wissenschaftler ... das Verhalten von jungen Raben beobachtet. Sie hielten fest, wie die Tiere sich nach Konflikten verhalten. Vor allem bei sehr heftigen Streitereien trösteten die am Streit  unbeteiligten Raben die zerrupften Verlierer durch Berührungen - und zeigten damit ein gewisses Maß an Mitgefühl.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Diese menschliche Fähigkeit kann man auch bei Affen beobachten. Die Empathie der Raben geht nach Ansicht der Wiener Forscher jedoch noch darüber hinaus."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich halte diese Feststellung für sehr aufschlussreich, weil Vögel - im Gegensatz zu Affen - entwicklungsgeschichtlich weit vom Menschen entfernt sind. Jedenfalls deuten obige Forschungsergebnisse darauf hin, dass Empathie und damit auch die Fähigkeit zum Mitleid schon ziemlich früh in der biologischen Entwicklungsgeschichte angelegt waren. Im Laufe dieser Entwicklung hat sich das Empfinden von Mitleid offenbar immer stärker herausgebildet, so dass es schließt nicht nur auf Artgenossen beschränkt bliebt. So gäbe es zum Beispiel ohne ein solches artenübergreifendes Mitleid keine Tierschutzvereine. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Trotz aller äußeren Unterschiede zeigt das Verhalten der Raben, dass sie uns sehr viel näher stehen, als es manche Menschen wahrhaben wollen. Inzwischen hat die Forschung eine kaum noch zu überblickende Zahl von Beweisen vorgelegt, die darauf hindeuten, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier nicht - wie vor allem von den bei uns herrschenden Religionen behauptet wird - absolut, sondern nur ralativ ist. Arthur Schopenhauer wußte das schon vor mehr als 200 Jahren, und zwar durch bloße Anschauung, etwa in dem er einem Hund in die Augen blickte. Es war deshalb durchaus konsequent, dass Schopenhauer die Tiere in seine Mitleidsethik voll einbezog und forderte, das Lebensrecht der Tiere zu achten. Verständnis dafür fand er zu seiner Zeit jedoch kaum. Zutreffend schrieb hierzu einer der bedeutendsten Vorkämpfer für den Tierschutz in Deutschland, &gt; &lt;a title="Magnus Schwantje : Arthur Schopenhauer" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Magnus-Schwantje/magnus-schwantje.html"&gt;Magnus Schwantje&lt;/a&gt; : &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mit seinen Ansichten vom Recht der Tiere eilte Schopenhauer seinen Zeitgenossen weit voraus.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Wenn ich daran denke, wie es heute um den Tierschutz steht, dann muss ich leider hinzufügen, auch den meisten Menschen unserer Zeit ist Schopenhauer immer noch weit, ja, viel zu weit voraus!&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Überblick &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/02/voegel-mitleid-8718829/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/tEjbZEAFhf8" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schwantje</category><category>mitgef%C3%BChl</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>schopenhauer</category><category>empathie</category><category>magnus-schwantje</category><category>mitleid</category><category>mitleidsethik</category><category>tierschutz</category><category>tiere</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/02/voegel-mitleid-8718829/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/06/02/voegel-mitleid-8718829/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Paradoxe Wahrheit</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/0q_zYeW0fmk/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-05-19:/2010/05/19/schopenhauer-paradoxe-wahrheit-8624990/</guid><pubDate>Wed, 19 May 2010 14:26:42 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Das Eigenschaftswort " paradox " bedeutet laut DUDEN "(scheinbar) widersinnig"  oder umgangssprachlich "sonderbar". Diese Erklärung trifft auf manche Aussagen von Arthur Schopenhauer zu, denn bei oberflächlicher Betrachtung scheint gerade der Kern der Philosophie Schopenhauers mitunter widersinnig, zumindest aber sonderbar zu sein. Ob eine Aussage vielen Menschen auf den ersten Blick widersinnig  oder sonderbar erscheint, sagt jedoch nichts über ihren Wahrheitsgehalt aus. Ja, es ist sogar eine alte Lebenserfahrung, dass Wahrheiten, die zunächst den üblichen Ansichten widersprechen und deshalb abgelehnt wurden, ihre Zeit brauchen, bis sie, wenigstens von Einsichtigen, als wahr anerkannt werden.  So schrieb dazu Arthur Schopenhauer:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;In allen Jahrhunderten hat die arme Wahrheit darüber erröten müssen, dass sie paradox war: und es ist doch nicht ihre Schuld. Sie kann nicht die Gestalt des thronenden allgemeinen Irrtums annehmen. Da sieht sie seufzend auf zu ihrem Schutzgott, der Zeit, welcher ihr Sieg und Ruhm zuwinkt, aber dessen Flügelschläge so groß und langsam sind, dass das Individuum darüber hinwegstirbt, So bin denn auch ich mir des Paradoxen &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;(in meiner Philosophie)&lt;em&gt;&lt;strong&gt; ...sehr wohl bewusst, kann jedoch nicht der Wahrheit Gewalt antun. &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;( Arthur Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Band VI, Preisschrift über die Grundlage der Moral, § 22, S. 314)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sich auf den sogenannten gemeinen Menschenverstand zu berufen, hielt auch der von Schopenhauer hoch verehrte Kant für problematisch, weil dieses wäre "bei Lichte besehen ... nichts anderes, als die Berufung auf das Urteil der Menge; ein Zuklatschen, über das der Philosoph errötet."   Platon, der wohl bedeutendste aller abendländischen Philosophen, weigerte sich sogar den innersten Kern seiner Lehre einer Schrift anzuvertrauen und damit dem Unverständnis der Menge preiszugeben. Mich erinnert das an einen anderen altgriechischen Philosophen, der auf dem Marktplatz seine Erkenntnisse verkündete und dafür großen Beifall der Menge erhielt. Er fragte daraufhin einen seiner Schüler: "Was habe ich falsch gesagt?"  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist daher nicht verwunderlich, dass zwar Schopenhauers leicht verständliche &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Aphorismen zur Lebensweisheit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; große Verbreitung und Anerkennung gefunden haben, dass aber sein philosophisch weit tieferes und bedeutenderes Werk, nämlich &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Welt als Wille und Vorstellung&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, erheblich weniger von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das hängt wohl damit zusammen, dass, wie Schopenhauer meinte, seine Lehre denen "paradox ... scheinen mag, die nicht auf den Kern der Sache gehn, sondern bei der Schale stehn bleiben&lt;em&gt;&lt;strong&gt;".&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &lt;br&gt;&lt;span&gt;( Arthur Schopenhauer , Zürcher Ausgabe, Band IX, Parerga und Paralipomena II, Kap. 14, § 163, S. 342)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wahrheiten können derart paradox erscheinen, dass sie auf den Unkundigen schon lächerlich wirken. Eine solche Schrift voll paradoxer Wahrheiten ist das TAO TE KING des Laotse. Dessen 41. Spruch beginnt mit den Worten:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Hören hohe Meister vom TAO, &lt;br&gt;Werden sie angeregt und handeln danach,&lt;br&gt;Hören mittlere Meister vom TAO,&lt;br&gt;So bewahren sie es  bald, bald verlieren sie es,&lt;br&gt;Hören niedere Meister vom TAO&lt;br&gt;So lachen sie gewaltig darüber.&lt;br&gt;Würden sie nicht lachen,&lt;br&gt;So wäre es nicht das TAO. &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Übrigens, sollte ich je auf eine einsame Insel verbannt werden und dürfte ich dabei nur ein einziges Buch mitnehmen, so wäre es das TAO TE KING. Warum? - Gerade weil es voller lachhafter Weisheiten ist.&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/19/schopenhauer-paradoxe-wahrheit-8624990/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/0q_zYeW0fmk" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schopenhauer</category><category>wahrheit</category><category>paradoxe-wahrheit</category><category>tao-te-king</category><category>tao</category><category>wahrheiten</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/19/schopenhauer-paradoxe-wahrheit-8624990/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/19/schopenhauer-paradoxe-wahrheit-8624990/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Gelassenheit - Gleichmut</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/w4LCm3hsM9k/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-05-13:/2010/05/13/schopenhauer-gelassenheit-gleichmut-8578157/</guid><pubDate>Thu, 13 May 2010 09:41:41 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Wir alle haben wohl schon Situationen erlebt, in denen  Gelassenheit die einzig angemessene Reaktion ist, um die Lage nicht noch zu verschlimmern. Gelassenheit ist, so Arthur Schopenhauer, wenn "Einer, nach vorhergegangener Überlegung, gefaßtem Entschluß oder erkannter Notwendigkeit, das für ihn Wichtigste, oft Schrecklichste kaltblütig über sich ergehen läßt oder vollzieht".  Das dürfte einfacher gesagt als getan sein, denn wer bringt z. B. bei tief aufwühlenden menschlichen Auseinandersetzungen eine solche Kaltblütigkeit auf?  Hingegen kann es einfach sein, gegenüber Menschen, die einem gleichgültig sind, mit größerer Gelassenheit zu reagieren. So hat Gelassenheit auch etwas mit Gleichgültigkeit zu tun, wobei jedoch beide deutlich voneinander zu unterscheiden sind.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Gelassenheit hat nicht nur einen positiven Aspekt, denn sie kann auf Gefühlskälte oder, worauf Arthur Schopenhauer hinwies, "auf Phlegma und Stumpfsinn" beruhen. Urspünglich jedoch hatte das Wort "Gelassenheit" eine sehr tiefe Bedeutung. Laut "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" war "Gelassenheit ein Ausdruck von Mystik und Pietismus für die durch den Abstand von irdischen Dingen erworbene Ruhe in Gott".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine ähnlich tiefe Bedeutung wie in der Mystik findet sich auch in dem von Schopenhauer hoch geschätzten Buddhismus. Dort wird das altindische Pali-Wort "Upekkha" verwendet, welches zumeist mit " Gleichmut "  übersetzt wird. Gleichmut ist eine der Eigenschaften, die im Buddhismus am höchsten gepriesen werden. Sie gehört nach der alten buddhistischen Lehre neben der Achtsamkeit zu einer der sieben Voraussetzungen, die zur Erleuchtung führen. Gleichmut, Güte, Mitleid und Mitfreude sind im Buddhismus die vier ?Göttlichen Zustände?. Hierbei darf jedoch Gleichmut ebenso wie Gelassenheit keinesfalls mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Die folgende Erzählung bringt das, in der für Zen charakterischen Weise, nämlich ohne lehrbuchhaftes Moralisieren, zum Ausdruck: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Zen - Meister Hakuin (1685-1768) wurde ob seines untadligen Lebenswandels allenthalben gepriesen. Ein schönes japanisches Mädchen, Tochter eines Lebensmittelhändlers, wohnte in der Nachbarschaft. Eines Tages entdeckten die Eltern, daß ihre Tochter schwanger war. Über den Vater schwieg sich das Mädchen aus, machte dem Ärger aber schließlich  ein Ende, indem sie Hakuin benannte. Zornig eilten die aufgebrachten Eltern zu dem Meister.&lt;br&gt;"Ist es so?" Das war alles, was er sagte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Kind wurde geboren und zu Hakuin gebracht, der zu dieser Zeit seinen guten Ruf schon verloren hatte, was ihn aber nicht weiter störte. Rührend sorgte er für das Baby. Ein Jahr später beichtete die reuige Mutter ihren Eltern, daß der echte Vater des Kindes ein junger Mann sei, der auf dem Fischmarkt arbeitet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Eltern eilten sofort zu Hakuin, fragten ihn nach dem Kind und sagten, sie wollten es wieder zurück haben.&lt;br&gt;"Ist es so?" Das war alles, was er sagte, als er ihnen das Kind reichte. &lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;(Aus: Augenblicke der Stille, Worte und Gedanken großer Zen - Meister,&lt;br&gt; ausgewählt und herausgegeben von Manfred Kluge, 1986, S. 104.)&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/13/schopenhauer-gelassenheit-gleichmut-8578157/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/w4LCm3hsM9k" height="1" width="1"/&gt;</description><category>zen</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>gleichg%C3%BCltigkeit</category><category>mystik</category><category>schopenhauer</category><category>buddhismus</category><category>upekkha</category><category>gleichmut</category><category>gelassenheit</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/13/schopenhauer-gelassenheit-gleichmut-8578157/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/13/schopenhauer-gelassenheit-gleichmut-8578157/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Entsagung - Loslassen</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/jhJa13JfVTI/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-05-06:/2010/05/06/schopenhauer-entsagung-loslassen-8525251/</guid><pubDate>Thu, 06 May 2010 08:47:26 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Keine Angst, das soll hier keine Predigt werden, obwohl Entsagung und Loslassen besonders in den Religionen von zentraler Bedeutung sind. Hier geht es im Sinne der Lebensphilosophie von Arthur Schopenhauer weniger um ein forderndes "Du sollst!", sondern vielmehr um "Was ist möglich?" &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist eine mitunter ziemlich bittere Lebenserfahrung, dass man vieles von dem, was man haben will, nicht erhält und von dem, was man bereits hat, vieles wieder verliert. Von dieser Erfahrung ausgehend, verweist Schopenhauer auf ein Wort des altgriechischen Philosophen Epiktet: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Nicht die Armut bereitet Schmerz, sondern die Begehrlichkeit.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Daher wussten, wie Schopenhauer erläuterte, schon die Philosophen des Altertums, "dass die Entbehrung, das Leiden, nicht unmittelbar und notwendig hervorging aus dem Nicht-haben; sondern erst aus dem Haben-Wollen und doch nicht haben; dass also dieses Haben-wollen die notwendige Bedingung ist, unter der allein das Nicht-haben zur Entbehrung wird, und den Schmerz erzeugt". Dennoch kann uns "jede einzelne Entbehrung für den Augenblick ziemlich leicht, aber jede Entsagung entsetzlich schwer sein". &lt;span&gt;&lt;br&gt;( Arthur Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Die Welt als Wille und Vorstellung I, 1. Buch, § 16, S. 129 f. und 4. Buch, § 55, S. 375.)&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;Entsagung ist "das Ablassen von Wünschen und Hoffnungen, das Aufgeben der Sehnsucht, ein Gefühlszustand, in dem die Unmöglichkeit der Verwirklichung erstrebter Werte erlebt wird". &lt;span&gt;(&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Wörterbuch der philosophischen Begriffe&lt;/span&gt;&lt;span&gt;) &lt;/span&gt; Wie "entsetzlich schwer" es sein kann, sich von Wünschen und Hoffnungen, ja von Lebenszielen zu verabschieden, haben wohl die meisten von uns bereits erfahren müssen. Es gibt in der Geschichte viele Beispiele, und manche von uns haben es vielleicht schon selbst erlebt, wie Religions- und Weltanschauungsapostel von ihren Gläubigen Entsagung forderten, aber diese nicht vorlebten, d. h., dass sie zwar Wasser predigten, jedoch selbst Wein tranken. Auch hieran zeigt sich, dass zwischen Theorie und Praxis Welten liegen können. Mir persönlich ist das im Laufe der Jahre immer deutlicher geworden. Dementsprechend ist auch meine Skepsis gegenüber den Heilsbotschaften mancher Prediger gewachsen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Nicht-haben-wollen hat - wie das Wort besagt - mit dem Willen zu tun, also mit der für die Philosophie Schopenhauers zentralen Frage nach dem  " Willen " und der Willensfreiheit. Entsagung ist nach Schopenhauer ein Anzeichen dafür, dass der für alles Leid verantwortliche " Wille "  sich in positiver Richtung zu wandeln beginnt. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass wohl in allen Religionen und Erlösungslehren, zu denen auch Schopenhauers Philosophie gehört, Entsagung in Form von Askese als spirituell heilsam bewertet wird. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie sehr es sich bei der Entsagung vor allem um ein geistiges LOSLASSEN handelt, mag folgende Geschichte aus dem ZEN verdeutlichen:&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Tanzan und Ekido wanderten einmal eine schmutzige Straße entlang. Zudem fiel auch noch heftiger Regen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Als sie an eine Wegbiegung kamen, trafen sie ein hübsches Mädchen in einem Seidenkimono, welches die Kreuzung überqueren wollte, aber nicht konnte. "Komm her, Mädchen", sagte Tanzan sogleich.  Er nahm sie auf die Arme und trug sie über den Morast der Straße.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ekido sprach kein Wort, bis sie des Nachts einen Tempel erreichten, in dem sie Rast machten. Da konnte er nicht länger an sich halten. "Wir Mönche dürfen Frauen nicht in die Nähe kommen", sagte er zu Tanzan, "vor allem nicht den jungen und hübschen. Es ist gefährlich. Warum tatest du das?" "Ich ließ das Mädchen dort stehen", antwortete Tanzan, "trägst du sie noch immer?" &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;span&gt;(Paul Reps, Ohne Worte - ohne Schweigen, 4. Aufl. 1982, S. 35.)&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;hb&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/06/schopenhauer-entsagung-loslassen-8525251/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/jhJa13JfVTI" height="1" width="1"/&gt;</description><category>religionen</category><category>wille</category><category>zen</category><category>schopenhauer</category><category>entsagung-loslassen</category><category>entbehrung</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>lebensphilosophie</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/06/schopenhauer-entsagung-loslassen-8525251/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/05/06/schopenhauer-entsagung-loslassen-8525251/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Wahrheit - Anschauung - Erkenntnis</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/YcbWKHYJkiI/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-04-28:/2010/04/28/schopenhauer-wahrheit-anschauung-erkenntnis-8469867/</guid><pubDate>Wed, 28 Apr 2010 09:23:30 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Worauf beruht Wahrheit? Wie können wir sie erkennen? Wie kommt es zu einer solchen Erkenntnis?  Ganz im Sinne von Arthur Schopenhauer gab dazu  Pestalozzi die Antwort: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Anschauung ist das Fundament aller Erkenntnis.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schopenhauer hatte sich hierzu ausführlicher geäußert:&lt;br&gt; &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Es kann keine Wahrheit geben, die unbedingt allein durch Schlüsse herauszubringen wäre; sondern die Notwendigkeit, sie bloß durch Schlüsse zu begründen, ist immer nur relativ, ja subjektiv. Da alle Beweise Schlüsse sind, so ist für eine neue Wahrheit nicht zuerst ein Beweis, sondern unmittelbare Evidenz&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; (= Augenscheinlichkeit, höchste, im Bewusstsein erlebte und zur  Gewissheit führende Einsichtigkeit) z&lt;em&gt;&lt;strong&gt;u suchen... Durch und durch beweisbar kann keine Wissenschaft sein; so wenig als ein Gebäude in der Luft stehn kann: alle ihre Beweise müssen auf ein Anschauliches ... zurückführen. Denn die ganze Welt der Reflexion &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;(= prüfendes  und vergleichendes Nachdenken)&lt;em&gt;&lt;strong&gt; ruht und wurzelt auf der anschaulichen Welt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;(Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Die Welt als Wille und Vorstellung I, 1. Buch, § 14, S.104)&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;Schopenhauers obige Darlegungen sind ziemlich einleuchtend, aber sie sind auch problematisch: Wenn die Erkennntnis der Wahrheit von der Anschauung abhängt, dann kann diese Erkenntnis nur insoweit richtig sein wie die Anschauung richtig ist. Daher ist z. B. &lt;em&gt;&lt;strong&gt;rechte Anschauung &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;ein sehr wichtiger Teil des Edlen Achtfachen Pfades, der im Mittelpunkt der von Arthur Schopenhauer so hoch geschätzten buddhistischen Lehre steht. " Rechte Anschauung " ist dort Meditation, bei Schopenhauer das kontemplative ("willensfreie") Betrachten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn in der Philosophie eine solche rechte Anschauung  fehlt und diese sich im rein Begrifflichen erschöpft, kann es leicht zu einer Denkakrobatik kommen, deren Ergebnisse kaum nachvollziehbar sind. Mir fällt dazu eine bissige Aussage Schopenhauers zu Fichte ein, nämlich &lt;em&gt;&lt;strong&gt;eine Phrase ..., welche Fichte, wann er seine dramatischen Talente auf dem Katheder produzierte, mit tiefem Ernst, imponierendem Nachdruck und überaus studentenverblüffender Miene so auszusprechen pflegte: "es ist, weil es ist; und ist wie es ist, weil es so ist." &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;(Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Parerga und Paralipomena II, Kap. 3, S. 43)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ehrlich gesagt, ich habe den tieferen Sinn - sollte es den überhaupt geben - von Fichtes Satz bisher nicht gefunden. Vielleicht ist dieser Satz, wie Schopenhauer meinte, nur eine "Phrase". Dann allerdings hat sie mit  meinem Leben und mit Lebensphilosophie nichts zu tun. Lebensphilosophie ist ja keine "jämmerliche Kathederhanswurstiade" (Schopenhauer), sondern beruht vor allem auf Lebenserfahrung, auf " rechter Anschauung " des Lebens. Jedoch ist für Wahrheiten, die so durch das Leben selbst gelehrt werden,  mitunter teures Lehrgeld zu zahlen. Im übrigen ist es mit der Wahrheit auch sonst nicht einfach, denn: &lt;br&gt; &lt;em&gt;&lt;strong&gt;" Die Wahrheit steckt tief im Brunnen", hat Demokritos gesagt, und Jahrtausende haben es seufzend wiederholt: aber es ist kein Wunder; wenn man, sobald sie heraus will, ihr auf die Finger schlägt."&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;span&gt;&lt;br&gt;(Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Über den Willen in der Natur, Physiologie und Pathologie, S. 219)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/28/schopenhauer-wahrheit-anschauung-erkenntnis-8469867/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/YcbWKHYJkiI" height="1" width="1"/&gt;</description><category>wahrheit</category><category>anschauung</category><category>schopenhauer</category><category>erkenntnis</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>lebensphilosophie</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/28/schopenhauer-wahrheit-anschauung-erkenntnis-8469867/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/28/schopenhauer-wahrheit-anschauung-erkenntnis-8469867/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Lebenskraft und Gesundheit</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/sG91MMGP49U/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-04-23:/2010/04/23/schopenhauer-lebenskraft-gesundheit-8433965/</guid><pubDate>Fri, 23 Apr 2010 08:35:30 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Durchaus ernst gemeint, aber dabei mit dem ihm eigenen Humor schrieb Arthur Schopenhauer: " Das heut zu Tage Mode gewordene Polemisieren gegen die Annahme einer &lt;strong&gt;Lebenskraft &lt;/strong&gt;verdient, trotz seiner vornehmen Mienen, nicht sowohl falsch als geradezu dumm genannt zu werden. Denn wer Lebenskraft leugnet, leugnet im Grunde sein eigenes Dasein, kann sich also rühmen, denhöchsten Gipfel der Absurdität erreicht zu haben. Sofern aber dieser freche Unsinn von Ärzten und Apothekern ausgegangen ist, enthält er überdies den schnödesten Undank; da die Lebenskraft es ist, welche die Krankheiten überwältigt und die Heilungen herbeiführt, für welche jene Herren nachmals das Geld einstreichen und quittieren." &lt;br&gt;&lt;span&gt;(Arthur Schopenhauer, Zürcher Ausgabe, Parerga II, § 94)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich glaube, Arthur Schopeenhauer hat, insbesondere was die Rolle der Ärzte und Apotheker angeht, manchem aus dem Herzen gesprochen.  Sicher haben sich die meisten von uns nach überstandenen Krankheiten schon gefragt: War es der Arzt oder "die Natur", die geholfen hat? Oft haben wir dabei den Eindruck, dass eigentlich die Natur, die Lebenskraft in uns, geholfen hat und der Arzt dabei zwar ein wichtiger, aber nicht der entscheidende Helfer war. Auch wenn sich das in vielen Fällen nicht eindeutig klären lässt, wird kaum jemand bestreiten können, dass die Lebenskraft für uns von existentieller Bedeutung ist. Andererseits ließe sich hierzu einwenden, dass der Begriff "Lebenskraft" nicht eindeutig genug definiert und daher unwissenschaftlich sei. Aber kann man ihre Existenz deshalb einfach ableugnen? Arthur Schopenhauer hielt die Lebenskraft für eine unerklärliche und unvergängliche Naturkraft, wobei es ein großer Irrtum sei, sie abzuleugnen und auf physische und chemische Kräfte zurückführen zu wollen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bereits der altgriechische Philosoph Aristoteles  nahm an, dass es eine "besondere" elementare Kraft gäbe, die das Leben bewirke, wobei sie sich nicht aus mechanischem Kräften ableiten läßt. Die Lebenskraft, so heißt es im "Wörterbuch der philosophischen Begriffe", ist "das lebenschaffende und -erhaltende Prinzip, die Ursache der Lebenserscheinungen". Diese Auffassung war besonders zur Zeit Schopenhauers als sogenannter " Vitalismus " weit verbreitet. Später entwickelte sich daraus, und zwar u. a. auch auf Grund  experimenteller Forschung, der "Neuvitalismus". Hiernach können die Lebenserscheinungen nicht allein aus physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten erklärt werden, sondern folgen einer "eigenen, die physikalisch-chemisch übergreifenden Gesetzlichkeit (Ganzheitskausalität)". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;EIne solche Erklärung des Lebens dürfte meiner Meinung nach durchaus im Sinne  Arthur Schopenhauers sein, denn seine Lebensphilosophie beruht auf einer Ganzheitslehre, wie sie konsequenter nicht sein kann. Ich habe oftmals in meinem Leben im Umgang mit Kranken und auch Sterbenden die Schopenhauersche Wahrheit bestätigt gefunden: Keine Speise, keine Arznei, kann Lebenskraft erteilen oder ersetzen. Die Ursache aller Lebenskraft, so erkannte Arthur Schopenhauer, liegt viel, viel tiefer - im " Willen zum Leben ".&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/23/schopenhauer-lebenskraft-gesundheit-8433965/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/sG91MMGP49U" height="1" width="1"/&gt;</description><category>wille-zum-leben</category><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>vitalismus</category><category>gesundheit</category><category>lebenskraft</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/23/schopenhauer-lebenskraft-gesundheit-8433965/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/23/schopenhauer-lebenskraft-gesundheit-8433965/</feedburner:origLink></item><item><title>Ein Schopenhauerianer zur Tierschutzpartei</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/IIxYbGjwOh0/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-04-18:/2010/04/18/schopenhauerianer-tierschutzpartei-8395389/</guid><pubDate>Sun, 18 Apr 2010 17:14:49 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Wenn man sich im Sinne von Arthur Schopenhauer dafür einsetzt, dass Tiere geschützt und geachtet werden, dann ist natürlich eine Partei, bei welcher - im Gegensatz zu anderen Parteien - der Tierschutz ein wesentlicher Programmpunkt ist, von besonderem Interesse. Dementsprechend hatte ich mich schon mal über die Tierschutzpartei in diesem Blog geäußert. Nun besteht wieder Anlass dazu, und zwar durch die Landtagswahl in NRW am 9. Mai 2010.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bereits im Vorfeld finden dazu in Blogs Diskussionen statt, an denen ich mich beteilige. Ich hoffte dort auf einen sachlich orientierten Meinungsaustausch, bei dem selbstverständlich auch Kritik an der Tierschutzpartei nicht ausgeklammert wird. Meine Hoffnung wurde schwer enttäuscht, denn in den Blogs begegnete ich zum Thema " Tierschutzpartei " nicht nur sehr viel Unverständnis, sondern ein Maß an Verunglimpfung, ja Bösartigkeit, dass es schwer wird, bei einem positiven Menschenbild zu bleiben. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Andererseits hat Enttäuschung ja auch etwas Positives, nämlich sie hilft, durch Überwindung der Täuschung der Wahrheit näher zu kommen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sich über Menschen zu täuschen, kann zu den bittersten Erfahrungen des Lebens gehören. Bitter ist es aber auch erleben zu müssen, wie manche Menschen glauben, sich über die Tierschutzpartei, ja schlimmer noch, über deren Anliegen, nämlich den Tierschutz, lustig machen zu können. Sie dürfen es auch, denn Tiere haben (wie Sachen) in unserer Rechtsordnung keine Würde. Arthur Schopenhauer war der erste bedeutende westliche Philosoph, der diesen im wahrsten Sinne des  Wortes würdelosen Zustand anprangerte. Diesen Zustand endlich auf politischem Wege (und nur so ist es möglich!) zu ändern, ist Ziel der Tierschutzpartei. Es dürfte daher verständlich sein, wenn ich als Schopenhauerianer dieser Partei zur NRW-Wahl die Daumen drücke. &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs : Themen" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis " href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/18/schopenhauerianer-tierschutzpartei-8395389/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/IIxYbGjwOh0" height="1" width="1"/&gt;</description><category>arthur-schopenhauer</category><category>tiere</category><category>schopenhauerianer</category><category>schopenhauer</category><category>tierschutzpartei</category><category>tierschutz</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/18/schopenhauerianer-tierschutzpartei-8395389/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/18/schopenhauerianer-tierschutzpartei-8395389/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauers Lebensweisheit : Die Stachelschweine</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/jVJE3wNLEfU/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-04-14:/2010/04/14/schopenhauers-lebensweisheit-stachelschweine-8369778/</guid><pubDate>Wed, 14 Apr 2010 14:08:28 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Arthur Schopenhauer gehört zu den wenigen Philosophen, die über die engen Grenzen akademischer Fachkreise hinaus in breiten Bevölkerungsschichten bekannt wurden. Vor allem seine  &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Aphorismen zur Lebensweisheit &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; machten Schopenhauer seit Mitte des 19. Jahrhundert geradezu populär. Auch heute noch gibt es kaum eine Zitatensammlung oder ein Kalender mit Lebensweisheiten, der nicht wenigstens einen Spruch von Schopenhauer enthält. Mitunter wird hierbei sein Gleichnis von den Stachelschweinen erwähnt. Es bezieht sich auf ein Problem, von dem wir mehr oder weniger alle im Leben betroffen sind, nämlich unser menschliches Miteinander. Außerdem ist dieses Gleichnis bezeichnend für die Persönlichkeit Schopenhauers, der zwar nicht wie ein Eremit in Abgeschiedenheit, aber doch in einer gewissen Zurückgezogenheit lebte. Das folgende Zitat ist nicht aus Arthur Schopenhauers berühmten &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Aphorismen zur Lebensweisheit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, sondern aus einem anderen Teil der &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Parerga&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;, die sein Hauptwerk &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Welt als Wille und Vorstellung&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; sehr anschauich und lebensnah ergänzt: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;" Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. - So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;keep your distance!&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; (Wahren Sie den Abstand!) - Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. - Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen. " ( Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena II, Zürcher Ausgabe, S. 708 f.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die "mittlere Entfernung", den angemessenen Abstand zur Gesellschaft muss jeder für sich selbst herausfinden. Oft erzwingen berufliche Notwendigkeiten, wie etwa die im Berufsleben immer mehr erforderliche Teamarbeit, engen Kontakt zu den Mitmenschen. Andererseits ist es für den, der über sich und seine Umwelt etwas tiefer nachdenken möchte, der nach Besinnung und Lebensorientierung sucht, unbedingt notwendig, sich von Zeit zu Zeit vom Treiben, vom Jubel und Trubel der Gesellschaft fernzuhalten. Das ist zwar nicht immer möglich, aber dann, wenn sich eine solche Möglichkeit ergibt, sollte diese Chance zur Besinnung wahrgenommen werden. Auch sonst sollte der, welcher sich in einer Gesellschaft nicht wohlfühlt, diese möglichst meiden. Er hilft so sich und anderen, die Stimmung nicht zu verderben. Dadurch nimmt man Rücksicht auf sich und zugleich auch auf seine Mitmenschen. In diesem Sinne verstehe ich Schopenhauers Ratschläge zur Lebensphilosophie.&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabt. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs.: Themenübersicht" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/14/schopenhauers-lebensweisheit-stachelschweine-8369778/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/jVJE3wNLEfU" height="1" width="1"/&gt;</description><category>schopenhauer</category><category>lebensweisheit</category><category>aphorismen-zur-lebensweisheit</category><category>stachelschweine</category><category>gleichnis</category><category>arthur-schopenhauer</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/14/schopenhauers-lebensweisheit-stachelschweine-8369778/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/14/schopenhauers-lebensweisheit-stachelschweine-8369778/</feedburner:origLink></item><item><title>Schopenhauer : Mitleid und Kampf ums Dasein</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/5u8ALjfublQ/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-04-08:/2010/04/08/schopenhauer-mitleid-kampf-ums-dasein-8328398/</guid><pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:05:27 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Für Arthur Schopenhauer war das Mitleid die "allein echte moralische Triebfeder" und damit Grundlage der Ethik. An diese Aussage Schopenhauers erinnerte ich mich, als ich in der Zeitschrift "Gehirn und Geist" (1/2009, Dossier, S. 94 ff.) las, dass nicht nur Menschen, sondern auch Primaten, ja sogar Nagetiere Mitleid empfinden können. Das ist eine für die Wissenschaft vielleicht sogar bahnbrechende Erkenntnis, denn lange Zeit wurde von Zoologen bezweifelt, dass Tiere so etwas wie Einfühlungsvermögen besitzen. Bereits das Erwähnen von Gefühlen bei Tieren galt als Ketzerei. Inzwischen belegen jedoch immer mehr Studien die empathischen Fähigkeiten von Tieren. Allerdings Tierschützer sind - vielleicht im Gegensatz zu vielen Wissenschaftlern - schon seit geraumer Zeit davon überzeugt, dass zumindest hochentwickelte Tiere ein dem Menschen durchaus vergleichbares Gefühlsleben haben.Sie stehen uns darin sehr nahe, jedenfalls viel näher, als es menschlicher Hochmut und Bibel wahrhaben wollen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn wir uns in der Natur umschauen, dann sehen wir ein Geschehen, was unsere Gesellschaft möglichst verdrängt und schon gar nicht auf das menschliche Miteinander übertragen will, nämlich den Kampf ums Dasein. " Kampf ums Dasein "-  ist ein Begriff, der besonders im letzten Jahr durch die Medien neue Aktualität gewann, denn 2009 war das Darwin-Jahr: 150 Jahre vorher, also 1859, veröffentlichte Charles Darwin sein Buch "Über den Urprung der Arten". In Darwins epochalem Werk ist der Kampf ums Dasein  (struggle of life) von zentraler Bedeutung. Arthur Schopenhauer lernte es noch in seinem letzten Lebensjahr (1860) durch einen ausführlichen Artikel in der Times kennen. Gerade Schopenhauer hatte sehr anschaulich beschrieben, wie sich der Kampf ums Dasein in allen Bereichen der Natur bis hin zum Menschen jeden Tag abspielt:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Die deutlichste Sichtbarkeit erreicht dieser allgemeine Kampf in der Tierwelt, welche die Pflanzenwelt zu ihrer Nahrung hat, und in welcher selbst wieder jedes Tier die Beute und Nahrung eines anderen wird ...indem jedes Tier sein Dasein nur durch die beständige Aufhebung eines fremden erhalten kann."  (Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung I, § 26)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Kampf ums Dasein geht es um die Selbsterhaltung, und zwar oft um Leben und Tod. Wie kann es da zum Mitleid kommen?  Ein Raubtier in freier Wildbahn kann sich kein Mitleid mit seinen Beutetieren erlauben, wenn  es nicht verhungern will. Gilt das aber auch für Menschen? Nein, zumindest nicht überall und nicht in dieser unerbittlichen Konsequenz. Wenigstens bei uns und in anderen Wohlstandsländern gibt es durchaus Möglichkeiten, auf andere Wesen Rücksicht zu nehmen. So leben zum Beispiel zunehmend mehr Menschen vegan, d. h., sie vermeiden alle Produkte, die vom Tier stammen und zwangsläufig mit Tierleid verbunden sind. Auch das ist Ausdruck von Mitleid und ein Beweis für die Möglichkeit, den Daseinskampf nicht mit voller Härte und Erbarmungslosigkeit zu führen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Selbst wer davon überzeugt ist, dass der Kampf ums Dasein untrennbar mit der Existenz unserer Welt verbunden ist oder, wie  der altgriechische Philosoph Heraklit meinte, "der Vater von allem"" sei, kann dennoch bemüht sein, fremdes Leben zu achten und zu schonen. Allein die Tatsache, dass dazu viele Menschen bereit sind, gibt Grund zur Hoffnung. Jedenfalls was mich persönlich betrifft, fühle ich mich hierbei durch Arthur Schopenhauer und seine Lebensphilosophie bestärkt.&lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht &lt;/strong&gt;(alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Themen der Arthur Schopenhauer Blogs" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Philosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de "&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/08/schopenhauer-mitleid-kampf-ums-dasein-8328398/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/5u8ALjfublQ" height="1" width="1"/&gt;</description><category>tiere</category><category>kampf-ums-dasein</category><category>schopenhauer</category><category>arthur-schopenhauer</category><category>mitleid</category><category>heraklit</category><category>vegan</category><category>daseinskampf</category><category>darwin</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/08/schopenhauer-mitleid-kampf-ums-dasein-8328398/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/04/08/schopenhauer-mitleid-kampf-ums-dasein-8328398/</feedburner:origLink></item><item><title>Ein Schopenhauerianer und Veganer freut sich!</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/ArthurSchopenhauer/~3/vMBi1vS7YQs/</link><guid isPermaLink="false">tag:arthur-schopenhauer.blog.de,2010-03-29:/2010/03/29/schopenhauerianer-veganer-freut-8267980/</guid><pubDate>Mon, 29 Mar 2010 10:19:35 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Noch vor dem Frühstück hatte ich Grund zur Freude, nämlich als ich die Überschrift meiner Tageszeitung las. Nicht immer sind deren Überschriften erfreulich, aber heute morgen konnte ich mich wirklich freuen:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Schöner leben: Berlin wird Hauptstadt der Veganer" - heißt die erste Nachricht auf Seite 1 der "Berliner Zeitung". Diese in Berlin und Brandenburg viel gelesene Zeitung widmet dem Thema " Veganismus "  ihre gesamte Seite 3! Bereits die Überschrift stimmte mich sehr optimistisch: "Das gute Leben. Gemüse ist das neue Fleisch: Immer mehr Menschen ernähren sich vegan - um die Tiere zu schonen. Und weil es schick ist".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jedoch nicht nur seine Überschrift, sondern auch sonst vermittelt dieser Artikel ein durchaus positives Bild der veganen Lebensweise. Ich finde, das ist ein sehr wichtiger Beitrag, weil er breite Bevölkerungsschichten erreicht und objektiv aufklärt über den Veganismus, der im Gegensatz zum Vegetarismus leider immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist. An meiner veganen Lebensweise ändert der Artikel nichts, aber er beweist mir, dass das Thema " Veganismus " zunehmend in unserer Gesellschaft, und zwar besonders unter jungen Menschen, auf Verständnis stößt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auch als Schopenhauerianer, der sonst nicht gerade vom Fortschrittsglauben durchdrungen ist, bin ich zuweilen, wenn dazu Grund besteht, optimistisch. Man kann sich über Fortschritte, selbst wenn sie nur gering sind, freuen, ohne dabei in bloßes Wunschdenken zu verfallen. Für mich gehört das zu Arthur Schopenhauers Lebensphilosophie, die ich sehr gut mit meinem Leben als Veganer und Tierrechtler verbinden kann.  &lt;br&gt;&lt;a title="Herbert Becker" href="http://www.schopenhauer-buddhismus.de/Herbert_Becker/herbert_becker.html"&gt;&lt;em&gt;hb&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Übersicht&lt;/strong&gt; (alphabet. in Stichworten) zu den Themen der Arthur Schopenhauer Blogs &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Blogs (Themen)" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Blog/schopenhauer-blog.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiteres&lt;/strong&gt; zu Arthur Schopenhauer und seiner Lebensphilosophie &gt; &lt;a title="Arthur Schopenhauer Studienkreis" href="http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/03/29/schopenhauerianer-veganer-freut-8267980/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/ArthurSchopenhauer/~4/vMBi1vS7YQs" height="1" width="1"/&gt;</description><category>arthur-schopenhauer</category><category>vegane-lebensweise</category><category>veganer</category><category>schopenhauer</category><category>schopenhauerianer</category><category>veganismus</category><category>lebensphilosophie</category><comments>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/03/29/schopenhauerianer-veganer-freut-8267980/#comments</comments><feedburner:origLink>http://arthur-schopenhauer.blog.de/2010/03/29/schopenhauerianer-veganer-freut-8267980/</feedburner:origLink></item></channel></rss>

