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	<title>Autor ohne Talent</title>
	
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	<description>Ein hoffnungsloser Versuch zu schreiben</description>
	<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 11:59:35 +0000</pubDate>
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		<title>Reise in die Kindheit</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 16:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Familie Weibel, ich läute, die Klingel ist nicht mehr die selbe, moderner, in einem langweiligen grauen Farbton und mit einheitlicher Beschriftung, nicht mehr von Hand geschriebene Zettelchen. Die Türe öffnet sich, es ist noch die selbe. Das hölzerne Treppenhaus, mit seinen sparsamen Verzierungen kommt mir nicht mehr sonderlich bekannt vor. Ich steige hoch in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Familie Weibel, ich läute, die Klingel ist nicht mehr die selbe, moderner, in einem langweiligen grauen Farbton und mit einheitlicher Beschriftung, nicht mehr von Hand geschriebene Zettelchen. Die Türe öffnet sich, es ist noch die selbe. Das hölzerne Treppenhaus, mit seinen sparsamen Verzierungen kommt mir nicht mehr sonderlich bekannt vor. Ich steige hoch in den 3. Stock. Am Licht scheint sich nichts geändert zu haben, es ist düster und man sieht die Stufen kaum. Ob Schaffners noch da wohnen? An der Türe im 2. Stock gibt es kein Schild, womöglich sind sie noch hier.</p>
<p><span id="more-65"></span></p>
<p>3. Stock, neben der Türe steht ein Schuhregal, es müssen wohl zwei oder drei Kinder hier wohnen. Durch einen Spalt zwischen Türe und Rahmen schaut mich verwundert eine Junge Frau an. Sie ist blond und etwas kleiner als ich. Ja? Fragt sie mich. Ich begrüsse sie und sage ihr meinen Namen. Ich habe mal genau hier in ihrer Wohnung gewohnt, sage ich ihr, interessiert öffnet sie die Tür ein wenig mehr. Entschuldigen sie die Störung, ich wohnen seit langer Zeit im Ausland und bin auf Besuch in meinem alten Leben und da habe ich mir gedacht, so komisch das auch klingen mag, ich könnte mich ein wenig auf den Spuren meiner Kindheit bewegen. Da hinten rechts war unser Kinderzimmer, dann die Wohnstube, das Elternschlafzimmer, das Bad und da ganz links die Küche. Und das alte Telefon links im Gang an der Wand, ich brauchte immer einen Stuhl um es zu erreichen. Da hängt es jetzt noch, sagt sie und bittet mich herein.</p>
<p>Überrascht und zugleich von einem komischen Gefühl über kommen, trete ich ein. Das Telefon ist tatsächlich noch das selbe. Sofort erinnere ich mich an einen Sturz vom Stuhl, als ich einmal den Hörer abhob. Ich erzähle es ihr und auch dass ich es danach nicht zugab, obwohl man es durch die Leitung gehört hatte. Sie lachte ein wenig.</p>
<p>Wissen sie, ich schreibe, sage ich ihr. Ich schreibe oft Geschichten aus meiner Kindheit, aber es wird immer schwieriger sich zu erinnern. Ja so geht es uns allen, sagt sie. Und dann stehen wir auch schon in der Küche, die Küchengeräte sind neuer, man braucht keine Streichhölzer mehr für den Herd. Nur eine Spühlmaschine gibt es immer noch nicht. Sie bietet mir einen Kaffee an, doch ich hänge mit meinen Gedanken schon ganz wo anders und betrachte die Birke im Garten, welche mir noch mächtiger vorkommt als damals. Ob man sie damals hier aus der Küche sah? Ich weiss es nicht mehr.</p>
<p>Oh, ja gerne, einen Kaffee wäre sehr nett, darf ich mir einen Blick in den Garten, von der Terrasse aus genehmigen? Natürlich. Ich glaube es sieht aus wie damals, nur ohne den kleinen runden Marmortisch und den Holzstuhl mit dem schwarz und weiss bestickten Überzug. Die Terrasse ist von alten Fenstern umschlossen, sie wirken immer noch so zerbrechlich wie damals und wenn man mit dem Finger draufdrückt, knirschen sie lustig. Wie oft hatte ich diese Fenster mit Fingerfarben bemalt, im Winter mit Schneeflocken und Schneemännern und im Sommer mit Sonne und Blumen.</p>
<p>Sie fragt nochmal nach meinem Namen und es scheint mir, als überlege sie, ob sie mich vielleicht kenne. Sie ist nicht viel jünger als ich, wer weiss, vielleicht gingen wir in die selbe Schule. Sie fragt wo ich wohne und wie es dazu kam und was mich die Leute sonst noch so fragen, welche immer in der Schweiz gewohnt haben. Ich gebe ihr bereitwillig Antwort, schliesslich bin ich Gast. Wir unterhalten uns ein wenig und stossen noch auf gemeinsame Bekannte.</p>
<p>Dann habe ich genug und frage sie, ob ich nicht noch einen Blick ins Wohnzimmer werfen dürfe. Sie willigt ein und ich folge ihr in die Stube. Es ist ähnlich eingerichtet wie es bei meinen Eltern war, wahrscheinlich mangels Alternativen, der Platz ist begrenzt.</p>
<p>Minuten später stehe ich wieder draussen. Die andere Strassenseite scheint eine andere Welt zu sein. Die modernen neuen Häuser wollen so gar nicht ins Bild meiner Erinnerung passen. Aber daran muss ich mich wohl gewöhnen.</p>
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		<title>Im Zug</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 20:24:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Titel des Buches kann man nicht erkennen, immer wieder schmunzelt die Leserin. Ihr entspanntes Lächeln, weisst darauf hin, dass die Geschichte zu Ende geht. Die Verwicklungen lösen sich langsam aber sicher auf, die Hauptfigur hat ihren Schatz gefunden. Aber das ist nur eine Idee zu dem Buch. Vielleicht hat die Leserin auch einfach Spass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Titel des Buches kann man nicht erkennen, immer wieder schmunzelt die Leserin. Ihr entspanntes Lächeln, weisst darauf hin, dass die Geschichte zu Ende geht. Die Verwicklungen lösen sich langsam aber sicher auf, die Hauptfigur hat ihren Schatz gefunden. Aber das ist nur eine Idee zu dem Buch. Vielleicht hat die Leserin auch einfach Spass am lesen von mathematischen Formeln.</p>
<p><span id="more-63"></span></p>
<p>Links von ihr eine nette Frau, wohl Ende fünfzig. Ihre Lektüre heisst &#8220;Sexualität&#8221; und scheint so etwas wie eine Informationsbroschüre zu sein. Vertieft in ihre Lektüre scheint sie ihre Umgebung trotzdem noch zu kontrollieren. Gerne hilfts sie einem jungen Mann.<br />
Der junge Mann starrt mit fragendem Blick die Schilder in Baden an, er kann sich knapp zu einem &#8220;Brugg?&#8221; durchringen. Er scheint nicht von hier zu sein, vielleicht nicht einmal ein Schweizer, aber wie soll man das schon wissen.</p>
<p>Die hübsche junge Dame auf der anderen Seite des Ganges, zieht sich sofort die Schuhe aus, als die Plätze visavis frei werden, um dann gemütlich die Füsse hochzulegen. Aber nur für einige Sekunden, denn neue Reisende kommen in den Zug. Es sind aber genügend andere freie Plätze vorhanden, so kann sie nach einigen Minuten ihre Position wieder einnehmen.</p>
<p>Nächster Halt, Frick, heisst es schon vom Lautsprecher. Wie schnell die Zeit vergeht denke ich bei mir. Die Leserin klappt ihr buch zu, die Sexuallektüre verschwindet und schon beginnt der Zug zu bremsen.</p>
<p>Als der Zug weiterfährt sitzt nur noch die junge hübsche Frau da und deshalb habe ich nun besseres zu tun als zu schreiben.</p>
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		<title>Mal auf mal ab production präsentiert - Das Leben</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 20:41:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ist das Leben hart. Manchmal läuft alles schief. Und wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, stirb noch der Hamster. Und egal was man macht, man reitet sich mit jedem Wort und mit jeder Tat noch mehr in den Sumpf. Und irgendwann fragt man sich ob man träumt.

Manchmal ist das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist das Leben hart. Manchmal läuft alles schief. Und wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, stirb noch der Hamster. Und egal was man macht, man reitet sich mit jedem Wort und mit jeder Tat noch mehr in den Sumpf. Und irgendwann fragt man sich ob man träumt.</p>
<p><span id="more-61"></span></p>
<p>Manchmal ist das Leben schön. Wenn einem alles Glück dieser Erde zuzufliegen scheint. Wenn einem alles einfach von der Hand geht. Wenn sich die Dinge von alleine zum Guten wenden. Man schwebt Federleicht, vom eigenen Lächeln getragen durch die Strassen. Dann fragt man sich ob man nicht etwa nur träume.</p>
<p>Und manchmal ist das Leben einfach leben. Die Dinge bleiben wie sie sind. Und nach einer Weile erwacht man und merkt, dass das Leben ohne auf und ab langweilig ist und man Zeit verlohren hat.</p>
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		<title>Von einem der Selbstmord beginnen will</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 14:59:11 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seit einer Stunde sass er nun da oben. Das sagte ihm der leise Glockenschlag aus der Ferne. Mehr als eine Stunde. Er war, und das wusste er schon lange, ein verdammter Feigling. Er war zu feige um sein Leben zu leben und nun war er zu feige um eben jenes zu beenden. Nur 30 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit einer Stunde sass er nun da oben. Das sagte ihm der leise Glockenschlag aus der Ferne. Mehr als eine Stunde. Er war, und das wusste er schon lange, ein verdammter Feigling. Er war zu feige um sein Leben zu leben und nun war er zu feige um eben jenes zu beenden. Nur 30 Zentimeter trennten ihn vom sicheren Tod. Über 80 Meter geht es hier in die Tiefe. Das hat noch keiner überlebt. Klar, zu beneiden war er nicht. Seine Frau war schon eine ganze Weile weg, seine Kinder kannten ihn nicht, sein Job war der mieseste den er kannte und die dreckige Wohnung im Rotlichtmilieu der Stadt wurde mit der Zeit auch nicht besser. Und seit er wieder anfing zu rauchen, musste er sich hin und wieder zwischen einer Mahlzeit und einer Schachtel Zigaretten entscheiden. Letzteres hatte für ihn dabei oft die besseren Argumente bereit.</p>
<p><span id="more-57"></span></p>
<p>Noch einmal fing er an zu lachen. Wie einfach das nur war auf dieses Dach zu gelangen. Wenn er erst mal gesprungen ist, würden die Sicherheitsbestimmungen sicher verschärft werden. Wenn die Verantwortlichen feststellen, dass er hier nicht angestellt war oder sonst zum Zutritt berechtigt gewesen war. Dies war ihm aber eigentlich auch egal. Würden andere Selbstmörder nach ihm eben nicht so ein Glück haben. Sollte ein Selbstmörder Glück haben? Nein. Das wäre schlecht für das Selbstmörder Selbstvertrauen. Hätte er Glück, so müsste er nicht springen. Glück ist also etwas für Lebenswillige, nicht für Lebensmüde.</p>
<p>Bei diesem Gedanken blickte er noch einmal zwischen seinen Beinen, hinunter auf die leere Strasse. Ob hier der richtige Ort für den Sprung sei, fragte er sich nochmal selbst. Die Parkbank auf dem Gehweg bereitet ihm ein wenig Sorge. Was wenn er genau dort aufschlagen würde? Eine ziemlich hässliche Angelegenheit würde das ganze in jedem Fall werden, dessen war er sich bewusst. Und die Person die ihn finden würde, tat ihm jetzt schon leid. Doch ein Aufprall, quer über diese Parkbank konnte nur noch schlimmer sein. Sowohl für den der ihn findet, wie auch für den der ihn für die Beerdigung etwas zurecht machen müsste. Ausserdem stellte er sich generell die Frage, ob er sein Leben auf einer Parkbank beenden wollte. Andererseits war die Parkbank auch einige Meter vom Gebäude entfernt und er würde vielleicht nie so weit nach vorne fliegen. Vielleicht sollte er sich eher fragen, ob ihm nicht wohl auf halbem Weg noch ein Fensterbrett in den Weg kommen könnte. Dann lieber auf die Parkbank.</p>
<p>Erneut hörte er die Kirchenglocken. Er wusste nicht woher. Er hatte sie nie zuvor gehört. Einen Moment lang dachte er, sie läuteten nur für ihn, damit er wisse, dass er sich beeilen musste. Ob alle Selbstmörder so lange brauchen bis sie springen? 30 Zentimeter trennten ihn von dieser Welt. Und ob die anderen Typen auch soviel nachdachten. Vielleicht dachten seine Vorgänger auch an ihre Vorgänger. Aber vielleicht kamen diese auch einfach auf ein Hochhaus oder an eine Klippe gelaufen, sagten sich, dass es nun endlich geschafft sei und alle Leiden nun ein Ende finden würden, darauf nahmen sie einen beherzten Sprung und waren ihrem überdrüssigen Leben für immer entflohen.</p>
<p>Woher kam nur dieser Glockenschlag? Er konnte sich nicht erinnern, wann er zum letzten mal eine Glocke läuten gehört hatte. Ob diese verdammte Stadt so laut war oder ob man die Glocken wohl leiser machte? Er hatte keine Ahnung.</p>
<p>Was für eine schöne Nacht es doch war. Eigentlich hätte er viel früher hier her kommen sollen, damals als sein Leben noch lebenswert war. Der Blick über die Stadt war fantastisch. Die ganzen Lichter, in allen Farben und Formen, ein wahres Lichtermeer. Ein Mann in glücklicherer Lage könnte sich hier das Herz erfreuen. Könnte über die Schönheit des Lebens sinnieren und Pläne für seine rosige Zukunft schmieden.</p>
<p>All die Jahre, dachte er, sie zogen fast alle an ihm vorbei. Bestimmt die Hälfte, Kategorie nicht lebenswert. Da würde sich doch so mancher Gedanken über die Weiterführung dieses lächerlichen Daseins machen. Niemand steckt ein solches Leben einfach so weg, ohne die Idee des frühzeitigen Endes. Schlimmer konnte es ja kaum werden. Nochmals steckte er sich eine Zigarette an. Es würde seine letzte sein, die Schachtel war leer. Nochmals dachte er an die Bank, weit unten auf dem Gehweg. Ach was, es war doch nun wirklich egal wie er danach aussehen würde. Zurecht machen würde man ihn sowieso nicht mehr. Wer sollte denn zu seiner Beerdigung kommen. Man würde seinen alten, entstellten Körper verbrennen. Die Urne würde man irgendwo in eine Ecke stellen, irgendwo, wo er auch nach seinem Tode niemanden im Weg stand. Dort wo man wohl auch die Überreste der anderen, in Ungnade gefallenen Mitbürger unterbrachte. Es spielte also keine Rolle, wo er aufschlagen würde. Auf dem Boden, auf der Parkbank oder auf dem einen oder anderen Fensterbrett.</p>
<p>Tief unter ihm ertönte das leise Zischen einer Bustüre. Jemand stieg aus, überquerte die Strasse und verschwand in einem Haus. Zuerst sah man ein dumpfes Licht aus den Fenstern zum Treppenhaus. Dann Licht aus einer Wohnung im dritten Stock. Kurze Zeit später war alles wieder dunkel. Im Haus wo er wohnte, war immer Licht im Treppenhaus, er fragte sich ob es überhaupt Lichtschalter gab. Es war auch immer laut in diesem Haus. Die Freier und die Nutten gingen die ganze Nacht ein und aus.</p>
<p>Schon vier Uhr, langsam musste er handeln. Er war ja kein Unmensch. So wollte er weder jemandem auf den Kopf springen und diesen mit ziemlicher Sicherheit töten, noch wollte er jemanden erschrecken, weil er ihn springen oder noch schlimmer, aufschlagen sehen würde.</p>
<p>Der letzte Zug an der Zigarette schmeckte ihm nicht mehr. Er schmeckte bitter, wie das Leben. Nichts schmeckte ihm mehr. Selbst die frische Luft in dieser luftigen Höhe schien zu stinken. Er ärgerte sich. Schon viel zu lange sass er da oben. Wo war sein Selbstmörder Selbstvertrauen? 30 Zentimeter, das ist weniger als ein kleiner Schubser. Den Körper ein wenig anheben, mit den Füssen etwas abstossen und schon würde er der Freiheit entgegen fliegen. Den Aufprall spüre man nicht mehr, hatte er gelesen. Da ist man schon vorher weg. Ob er schreien würde? Aus Angst? Vor Freude? Oder einfach weil man schreit wenn man fällt?</p>
<p>Der glühende Zigarettenstummel flog langsam auf die Strasse runter. Er zählte langsam. Wahrscheinlich würde er schneller sein, dachte er. Vier&#8230; fünf&#8230; dann sah er die Zigarette nicht mehr, sie war einfach zu klein und seine Augen waren auch nicht mehr die selben wie früher.</p>
<p>Er griff in seine Hosentasche und holte eine Münze raus. Er fragte sich ob er wohl den Aufprall hören würde. Wahrscheinlich nicht. Ausserdem würde kein Geld für so was verschwenden. Vielleicht würde er es noch brauchen.</p>
<p>Weit hinter der Stadt, nach Feldern und Wald, hinter den Hügeln am Horizont sah er wie sich der Himmel rötlich färbte. Kalt lief es ihm den Rücken herunter und alle Haare standen von seinem Körper ab. Es war Zeit für ihn zu gehen.</p>
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		<title>Valerie</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 20:55:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viel Freude beim lesen meiner bescheidenen Werke. Die &#8220;besten&#8221; kennst du ja bereits. Es hat mich ausserordentlich gefreut, dich persönlich oder sollte ich sagen noch persönlicher kennen gelernt zu haben!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel Freude beim lesen meiner bescheidenen Werke. Die &#8220;besten&#8221; kennst du ja bereits. Es hat mich ausserordentlich gefreut, dich persönlich oder sollte ich sagen noch persönlicher kennen gelernt zu haben!</p>
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		<title>Mein erster Roman</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 10:19:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Geschichte aus frühen Jugendzeiten. Die Geschichte erzählt von meinem ersten Versuch etwas zu schreiben. Zu dem Zeitpunkt hatte ich natürlich noch weniger Ahnung vom Schreiben als jetzt. Irgendwie kamen wir zu dieser Zeit wohl an eine alte Schreibmaschine und mir schien es irgendwie logisch diese auch zu benutzen. Und so sass ich dann auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Geschichte aus frühen Jugendzeiten. Die Geschichte erzählt von meinem ersten Versuch etwas zu schreiben. Zu dem Zeitpunkt hatte ich natürlich noch weniger Ahnung vom Schreiben als jetzt. Irgendwie kamen wir zu dieser Zeit wohl an eine alte Schreibmaschine und mir schien es irgendwie logisch diese auch zu benutzen. Und so sass ich dann auch eines schönen Tages vor jener schönen alten Schreibmaschine und versuchte meine Fantasie wirken zu lassen.</p>
<p><span id="more-49"></span></p>
<p>Und wie ich so nachdachte, sah ich plötzlich dieses typische englische Landhaus vor meinem geistigen Auge. Auf der Terrasse sass der Herr des Hauses, Hauptfigur dieses grossartigen Romans, denn ein Roman musste es natürlich werden, seines Zeichens übrigens selbst Romanautor. Und er sass da auf seiner Terrasse, sah auf sein Land, seinen Besitz und liess sich vom Butler Tee servieren. Das Wetter war schön, untypisch für diese Jahreszeit und diesen Ort. Und wie er da so in die Ferne sah, ergab er sich seiner Fantasie, jagte diesem und jenem Gedanke nach, um diese gleich für den nächsten wieder zu vergessen.</p>
<p>Nach einer Weile wurde mir klar, dass ich niemals auch nur einen Gedanken meiner Romanfigur würde fassen können, da ich diesen Romanautor, der da auf seiner Terrasse sass, nicht kannte. Ich kannte weder seine Vergangenheit, noch seine Zukunft. Ich kannte nicht mal seinen Namen. Wie zum Teufel sollte ich also über ihn schreiben?</p>
<p>Nun, man könnte nun sagen, dass es nicht einfach ist, glich mit einem Kriminalroman zu beginnen. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass es auf jeden Fall sinnlos ist, zu schreiben ohne eine Idee zu haben. Ein englisches Landhaus ist da wohl einfach zu wenig. Ausserdem war ich zu diesem Zeitpunkt noch nie in England gewesen und meine Vorstellung eines englischen Landhauses, kam wohl dem Weissen Haus noch am nächsten.</p>
<p>So stellte ich die Schreibmaschine wieder weg, welche in der Folge nie mehr wieder gebraucht wurde. Zu schreiben begann ich erst wieder Jahre später, inspiriert durch Max Frisch und als Mittel gegen die Langeweile im Militärdienst. Jetzt schreibe ich über meine Gedanken, über Erlebnisse und Erfahrungen. Das scheint mir mit meiner begranzten Fantasie das beste zu sein.</p>
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		<title>Aus dem Leben</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 18:14:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Und wieder einmal sitze ich hier und denke darüber nach, was ich schreiben soll. Und mir schwirren tausend Gedanken und Geschichten durch den Kopf. Und ich beginne zu schreiben, dieses und jenes Erlebnis. Die Worte scheinen nur so aufs Papier zu fliegen, bis ich wieder an dem Punkt ankomme, wo ich feststelle, dass die Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder einmal sitze ich hier und denke darüber nach, was ich schreiben soll. Und mir schwirren tausend Gedanken und Geschichten durch den Kopf. Und ich beginne zu schreiben, dieses und jenes Erlebnis. Die Worte scheinen nur so aufs Papier zu fliegen, bis ich wieder an dem Punkt ankomme, wo ich feststelle, dass die Geschichte weder interessant ist, noch über eine Moral verfügt. Kein Ende, keine Pointe.</p>
<p><span id="more-44"></span></p>
<p>Und da stelle ich mir jedes Mal die Frage, ob ich überhaupt jemals etwas gelernt hatte. All diese Erlebnisse und Geschichten, welche ich zweifellos erlebt habe. Was brachten sie mir, ausser Unterhaltung.</p>
<p>Was brachten mir meine Reisen, ausser der Erkenntnis, dass ich ein Süchtiger bin, dass ich mich auf Kosten von Freundschaft an den vielen Bekanntschaften aufgeile und dass ich verrückt nach Zuneigung bin. Erkennen ist nicht lernen stelle ich fest, denke ich darüber nach. Ich habe nicht gerlernt mit meinen Süchten umzugehen, nicht gelernt sie zu verstehen. Nur kennen gelernt habe ich sie.</p>
<p>Natürlich habe ich rechnen gelernt, mir die Schuhe zu binden oder wie die Länder Afrikas heissen. Ich habe Deutsch gelernt, Französisch, Englisch und Spanisch. Und doch verstehe ich niemanden. Ich verstehe zwar die Worte des Amerikaners, aber niemals komme ich dahinter, was in ihm vorgeht. Und so habe ich trotz Physik, Biologie und Sprachen nie gelernt das Leben zu verstehen.</p>
<p>Und dann erwache ich aus meinen Gedanken und kehre zu meinem Papier zurück, erfinde ein lehrreiches Ende für meine Geschichte und hoffe ihr erkennt meinen Schwindel nicht. Oder dass ihr zumindest meinem guten Willen sieht und für mich hofft, dass ich eines Tages alles verstehen werde. Somit wisst ihr nun, dass ich nichts weiss. Und es ist nun euch überlassen, ob ihr meine Worte gerade deswegen lesen mögt oder ob ihr mich einfach für einen ungebildeten Lump halten wollt.</p>
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		<title>Ich laufe</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 17:19:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich laufe so schnell wie ich kann ohne mich umzudrehen. Und irgendwann kann ich nicht mehr laufen, dann gehe ich mit schnellen Schritten. Dann werde ich müde und gehe langsam, ohne Blick zurück. Und erst wenn ich keine dieser bekannten Stimmen hören kann, dann traue ich mich zu rasten.

Dann vernehme ich neue Stimmen. Und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich laufe so schnell wie ich kann ohne mich umzudrehen. Und irgendwann kann ich nicht mehr laufen, dann gehe ich mit schnellen Schritten. Dann werde ich müde und gehe langsam, ohne Blick zurück. Und erst wenn ich keine dieser bekannten Stimmen hören kann, dann traue ich mich zu rasten.</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p>Dann vernehme ich neue Stimmen. Und ich bin überrascht von der Vielfältigkeit, entzückt von der Schönheit einiger Stimmen. Und ich lausche den Stimmen, lasse mich führen und treiben, geniesse die Wärme allmählich bekannter Stimmen. Bis ich erwache und erkenne, dass ich nun alle kenne.</p>
<p>Und dann erhebe ich mich und laufe so schnell ich kann, entfliehe diesen bekannten Stimmen, bevor sie sich anfangen zu wiederholen. Und ich laufe ohne Halt und ohne Blick zurück.</p>
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		<title>Alternatives Ende?</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 13:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ganz kurz]]></category>

		<category><![CDATA[alternativ]]></category>

		<category><![CDATA[ende]]></category>

		<category><![CDATA[schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal schreibt man und man sucht nach dem passenden Ende und findet einfach keins. Und manchmal schreibt man und findet dieses und jenes Ende und der eine oder andere wird dann sagen aber eine Geschichte hat nur ein Ende (nur die Wurst hat zwei). Aber mir gefallen manchmal auch die Geschichten ohne Ende. Wie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal schreibt man und man sucht nach dem passenden Ende und findet einfach keins. Und manchmal schreibt man und findet dieses und jenes Ende und der eine oder andere wird dann sagen <em>aber eine Geschichte hat nur ein Ende</em> (nur die Wurst hat zwei). Aber mir gefallen manchmal auch die Geschichten ohne Ende. Wie auch immer. Alternatives Ende Teil 1.</p>
<p><span id="more-40"></span></p>
<p>Wieder einmal sucht er nach dem richtigen Augenblick, um die die Worte auszusprechen, für welche es keinen richtigen Augenblick gibt. Und er sucht nacht Worten welche nicht schmerzen, für eine Sache welche nur schmerzhaft sein kann.</p>
<p>Die Suche nach dem Moment war wieder erfolglos.</p>
<p>Darum&#8230;</p>
<p><strong>nimmt er sich am Morgen bevor er geht ihren Einkaufszettel und schreibt &#8220;Schatz, hab die Butter (wieder) vergessen&#8230;</strong></p>
<p><strong>wirft er ihr am nächsten Tag eine CD in den Briefkasten, der einzige Song heisst &#8220;I gonna leave you baby&#8221;&#8230;</strong></p>
<p><strong>vergisst er sein schlechtes Gewissen, schläft am nächsten Tag wieder mit der Sekretärin und wartet bis sie es selbst herausfindet&#8230;</strong></p>
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		<title>Der Fluss des Lebens</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 23:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

		<category><![CDATA[alltag]]></category>

		<category><![CDATA[fluss]]></category>

		<category><![CDATA[gewohnheit]]></category>

		<category><![CDATA[leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Und dann reisse ich aus. Befreie mich von den Fesseln des Alltags. Begebe mich vom sicheren Hafen in den reissenden Fluss des Lebens. Die Sinne sind wieder frei für das was da kommen wird. Und wenn auch der letzte Strick zum Alltag gerissen ist, lasse ich mich treiben. Reite die Welle des Lebens und geniesse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann reisse ich aus. Befreie mich von den Fesseln des Alltags. Begebe mich vom sicheren Hafen in den reissenden Fluss des Lebens. Die Sinne sind wieder frei für das was da kommen wird. Und wenn auch der letzte Strick zum Alltag gerissen ist, lasse ich mich treiben. Reite die Welle des Lebens und geniesse jedes Auf und Ab gleichermassen. Und dann wiederum paddle ich wie verrückt um die Steine im Fluss und wenn ich doch einmal einen streife, dann ist das längst nicht das Ende. Mein Schiff ist stark, sein Name ist Freiheit.</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<p>Und dann steuere ich diesen und jenen Hafen an und geniesse die Ruhe vor dem nächsten grossen Sturm des Lebens. Und ich gehe sobald mich die Fesseln der Gewohnheit zu drücken beginnen. Und so reise ich mit und durch das Leben, um zu finden was ich suche, was keinen Namen trägt und mich doch stetig antreibt.</p>
<p>Womöglich ist der Weg das Ziel, vielleicht aber auch die Befreiung vom Drang zu suchen. Hat man einmal einen Grund gefunden, sich dem Alltag und den Gewohnheiten vollends zu ergeben, scheint mir das Leben einfacher zu sein. Doch scheint mir dies auch nicht der Sinn zu sein.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FZEN-Fluss-Lebens-Ursula-Kohaupt%2Fdp%2F389008303X%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1219694708%26sr%3D1-4&#038;site-redirect=de&#038;tag=autorohne-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Der Fluss des Lebens bei Amazon</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=autorohne-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
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