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	<title>Axel Kopp</title>
	
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	<description>Blog über Kulturmanagement und Online-Marketing</description>
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		<title>Das Ende der Gratismentalität?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 09:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Unschwer zu erkennen, dass mein letzter Blogbeitrag über Facebooks Premium-Nachrichten nur ein April-Scherz war. Allerdings ein gar nicht so abwegiger, wie sich an Facebooks Bezahlschranken-Experiment für Nachrichten an „Nicht-Freunde“ zeigt. Es muss eben Geld in die Kassen kommen. Dass eine Finanzierung beim Handel mit immateriellen Gütern ausschließlich über Werbung schwierig ist, zeigt sich momentan am Spendenaufruf von netzpolitik.org . Wo es weder Werbung noch Bezahlschranken gibt, da kann es schnell ganz düster werden – so wie im Fall des Google Readers, der in Kürze abgeschaltet wird. Das Ende von Freemium ist das meines Erachtens noch nicht, aber dass „kostenlos“ seine Schwächen hat, wird immer mehr Nutzern immer deutlicher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unschwer zu erkennen, dass mein letzter Blogbeitrag über Facebooks Premium-Nachrichten nur ein April-Scherz war. Allerdings ein gar nicht so abwegiger, wie sich an <a title="t3n.de: Bezahlschranke: Facebook testet kostenpflichtige Nachrichten" href="http://t3n.de/news/bezahlschranke-facebook-testet-455971/" target="_blank">Facebooks Bezahlschranken-Experiment</a> für Nachrichten an „Nicht-Freunde“ zeigt. Es muss eben Geld in die Kassen kommen. Dass eine Finanzierung beim Handel mit immateriellen Gütern ausschließlich über Werbung schwierig ist, zeigt sich momentan am <a title="netzpolitik.org: Investiere in digitale Bürgerrechte: Unterstütze netzpolitik.org" href="https://netzpolitik.org/2013/investiere-in-digitale-burgerrechte-unterstutze-netzpolitik-org/" target="_blank">Spendenaufruf von netzpolitik.org</a> . Wo es weder Werbung noch Bezahlschranken gibt, da kann es schnell ganz düster werden – so wie im Fall des Google Readers, <a title="Google Reader Blog: Powering Down Google Reader" href="http://googlereader.blogspot.de/2013/03/powering-down-google-reader.html" target="_blank">der in Kürze abgeschaltet wird</a>. Das Ende von Freemium ist das meines Erachtens noch nicht, aber dass „kostenlos“ seine Schwächen hat, wird immer mehr Nutzern immer deutlicher.</p>
<h2>Monetarisierung</h2>
<p>In der lesenswerten brandeins-Ausgabe vom Juli 2012 „Geld verdienen im Netz“ (<a title="brandeins.de: digitale Wirtschaft" href="http://www.brandeins.de/magazin/digitale-wirtschaft.html" target="_blank">online kostenlos</a>) sind im Artikel „<a title="brandeins.de: Von Perlen und Luftblasen" href="http://www.brandeins.de/magazin/digitale-wirtschaft/von-perlen-und-luftblasen.html" target="_blank">Von Perlen und Luftblasen</a>“ diverse Monetarisierungsmodelle aufgelistet. Hier ein kurzer Überblick:</p>
<ul>
<li>Online-Handel<br />
Produkte oder Dienstleistungen über die eigene Website verkaufen, wie z.B. Zalando. Problem (bei physischen Produkten): Extremer Preiswettbewerb, komplexe Logistik, teure Retouren.</li>
<li>Provisionen<br />
Eine Plattform errichten, auf denen andere Händler Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, wie z.B. ebay, Amazon Marketplace oder MyHammer, oder eine Provision bei der Nutzung des Angebots verlangen, wie z.B. Paypal. Problem: Einige große Anbieter dominieren den Markt, Händler sind von den Anbietern abhängig.</li>
<li>Werbung<br />
Werbung auf der eigenen Website schalten, wie z.B. Facebook oder SpOn. Problem: Sich rein über Werbung zu finanzieren, gelingt nur Websites mit hohen Zugriffszahlen.</li>
<li>Abonnement / Software as a Service<br />
Entweder Abonnement für alle Angebote einrichten, wie z.B. bei rdio, oder Basis-Funktionen kostenlos anbieten und für Premium-Funktionen Geld verlangen, wie z.B. bei Spotify oder XING. Software as a Service (SaaS) ist im Wesentlichen auch eine Form von Abo – mit dem Unterschied, dass das dahinter liegende Preismodell oft etwas ausgefeilter ist als beim klassischen Abo (siehe auch <a title="Wikipedia: Software as a Service" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_Service#Preismodelle" target="_blank">Wikipedia</a>).</li>
<li>Spenden / Pay What You Want<br />
Auf Spenden hoffen. Möglichkeiten wie Nutzer spenden können, gibt es viele: Überweisung, Bankeinzug, Online-Bezahlsystem, Social Payment Service etc.. Problem: Es funktioniert außer bei Tim Pritlove so gut wie nie.</li>
</ul>
<p>Oben aufgeführt sind bewusst nur Monetarisierungsmodelle, keine Geschäftsmodelle. So lautet das Motto von PR-Doktor Kerstin Hoffmann beispielsweise: <a title="kerstin-hoffmann.de: “Prinzip kostenlos”: Das Buch ist da!" href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/05/22/prinzip-kostenlos-das-buch-ist-da/" target="_blank">„Du kannst (fast) alles verschenken, was du weißt – wenn du das verkaufst, was du kannst!“</a> Und das lebt sie auch. Auf ihrem Blog verschenkt sie Wissen und Expertise, steigert so ihre Bekanntheit und ihren Marktwert – und gewinnt dadurch Kunden, die sie als Beraterin, Sprecherin oder PR-Dienstleistungen engagieren. Auch bei Christian Henner-Fehr ist das ähnlich (wie er <a title="kulturmanagement.wordpress.com: Die Ergebnisse Ihrer Social Media-Aktivitäten als Vorboten des ROI" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2013/04/15/die-ergebnisse-ihrer-social-media-aktivitaten-als-vorboten-des-roi/" target="_blank">hier</a> en passant beschreibt). Beide machen ausgezeichnetes (Content) Marketing und ihre Blogs sind ein wesentlicher Bestandteil davon, aber mir geht es in diesem Artikel nicht um Geschäftsmodelle, sondern um die Monetarisierung von Online-Services und Inhalten.</p>
<h2>Keine Lust auf Werbung</h2>
<p>Dominik Osterholt von Google Germany hat <a title="e-marketingday: Präsentation Dominik Osterholt" href="http://www.e-marketingday.de/files/emarketingday/img/content/Praesentationen/2013-EMD-B1-1_Osterholt-Google.pdf" target="_blank">letztens in einem Vortra</a>g für die Zukunft prognostiziert: „Anzeigen werden freiwillig angesehen“. Dass es gute Werbung gibt, die sich die Leute gerne anschauen, möchte ich gar nicht abstreiten (man denke nur an den Super Bowl), aber das ist der Ausnahmefall. Die allerallermeiste Werbung, die man beim Surfen im Netz eingeblendet bekommt, nervt ganz einfach. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das so schnell ändert.<br />
Jetzt kann man natürlich hergehen, sich <a title="Wikipedia: Adblock Plus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adblock_Plus" target="_blank">Adblock Plus</a> installieren und ist dann mit einem Schlag die ganze Werbung los. Legal ist das zwar, aber in meinen Augen eigentlich moralisch verwerflich, denn damit zerstört man das im Netz am weitest verbreitete Monetarisierungsmodell. Das „eigentlich“ steht allerdings nicht ohne Grund da, denn wenn es keine kostenpflichtige, werbefreie Premium-Funktion gibt, haben es zumindest große Anbieter meines Erachtens nicht anders verdient. Ich denke da in erster Linie an Google/YouTube und Facebook. Gerne würde ich dafür zahlen, um YouTube-Videos ohne Werbung zu sehen, aber es gibt derzeit schlichtweg keine Möglichkeit.</p>
<h2>Paywall ist im Online-Journalismus noch keine Lösung</h2>
<p>Im Online-Journalismus wird über das Für und Wider von Paywalls seit Jahren diskutiert und <a title="wuv.de: &quot;OK! Daily&quot; wird kostenpflichtig" href="http://www.wuv.de/digital/ok_daily_wird_kostenpflichtig" target="_blank">hin</a> und <a title="zeit.de: Die Leser bezahlen ihre eigenen Korrespondenten" href="http://www.zeit.de/kultur/2013-04/online-magazin-de-correspondent" target="_blank">wieder</a> auch ausprobiert. Das Problem scheint mir derzeit allerdings zu sein, dass es noch zu viele gute Angebote gibt. Nur als Beispiel: SpOn, FAZ.net, Zeit Online und Süddeutsche.de unterscheiden sich sicher recht deutlich. Doch würde eines der Angebote wegfallen, wäre der Trennungsschmerz überwindbar. Und deshalb ist für „Online-Tageszeitungen“ eine Paywall derzeit keine Lösung (sofern sie nicht alle einführen, was in Anbetracht der <a title="lumma.de: Huffington Post und die Verkleinerung der Comfort Zone" href="http://lumma.de/2013/05/03/huffington-post-und-die-verkleinerung-der-comfort-zone/" target="_blank">auf den deutschen Markt drängenden Huffington Post</a> sehr unwahrscheinlich erscheint). Bei „Special Interest“-Angeboten wie netzpolitik.org bin ich etwas optimistischer, aber immer noch pessimistisch.<br />
Bei einer Anwendung wie dem Google Reader hingegen, der über Jahre hinweg State of the Art war und von quasi jedem Blogger/Journalisten genutzt wurde, kann ich nicht nachvollziehen, warum man den Dienst abschaltet, anstatt ihn in einen kostenpflichtigen umzuwandeln. Dass sich mit Feedly ein würdiger Nachfolger gefunden hat, finde ich ja toll, aber wie sieht deren Monetarisierungsmodell aus? Wer 1+1 zusammenzählen kann, weiß schon jetzt, dass auch Feedly bald Geld verdienen muss (oder den Dienst nicht ordentlich weiterentwickeln kann). Und dann es einen Aufschrei geben – ganz so wie bei Mitfahrgelegenheit.de, das seit Kurzem elf Prozent für jeden vermittelten Mitfahrer in Rechnung stellen. Wer sich jedoch mal die <a title="spiegel.de: Gebühren: Mitfahrgelegenheit.de verprellt seine Nutzer" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/mitfahrgelegenheit-de-nutzer-beschweren-sich-ueber-gebuehren-a-894046.html" target="_blank">Kommentare auf dem dazugehörigen SpOn-Artikel</a> ansieht, merkt schnell, dass es dort eine nicht unerhebliche Zahl an Leuten gibt, die es ok finden, für so einen Service Geld zu zahlen (über die Höhe lässt sich streiten).<br />
Nachdem die Gründer von Quote.fm bekannt gegeben haben, ihren Dienst aufgrund mangelnder Einnahmen abzugeben, <a title="netzwertig.com: Was Startups vom Fall Quote.fm lernen können" href="http://netzwertig.com/2013/04/29/monetarisierung-ist-nicht-optional-was-startups-vom-fall-quote-fm-lernen-koennen/" target="_blank">mahnt Martin Weigert andere Startups</a>, das Thema Monetarisierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Recht hat er! Dass das möglich ist, zeigt sich an XING, das über <a title="handelsblatt.com: Xing legt stetig zu" href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/karriere-netzwerk-xing-legt-stetig-zu/8166322.html" target="_blank">800.000 zahlende Nutzer</a> hat wie auch an diversen Musik-Streaming-Diensten, die wie Spotify zwar noch ein gutes Stück davon entfernt sind, Gewinn zu machen, die es aber geschafft haben, ihre Nutzer zum Zahlen zu bewegen.</p>
<h2>Fazit: Monetarisierung von Online-Services möglich</h2>
<p>Sascha Lobo behauptet zwar, dass es <a title="spiegel.de: Die Mensch-Maschine: Warum der Begriff &quot;Gratismentalität&quot; Unsinn ist" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-der-begriff-gratismentalitaet-ist-unsinn-a-873520.html" target="_blank">sowas wie eine Gratismentalität im Netz nicht gäbe</a> und versucht diese wegzudefinieren, aber letztlich ist das nur Wortklauberei. Viele Internetnutzer sind noch immer nicht bereit, für Online-Dienste und guten Content Geld zu zahlen. Aber ich habe das Gefühl, dass sich das langsam ändert. Das wurde zwar <a title="spiegel.de: Studie zur Internet-Nutzung: Kostenlos-Mentalität nimmt ab" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/studie-zur-internet-nutzung-kostenlos-mentalitaet-nimmt-ab-a-198362.html" target="_blank">schon 2002 konstatiert</a> und lässt sich nur punktuell belegen, doch es beschleicht mich das Gefühl, dass es hier langsam einen Mentalitätswandel gibt, der damit zusammenhängt, dass Nutzer von Werbung, von schlecht programmierten und unbeständigen Kostenlos-Services und von der Bezahlung mit persönlichen Daten zunehmend genervt sind. Auf gegenteilige Meinungen freue ich mich!</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2013/05/das-ende-der-gratismentalitaet/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1527&amp;md5=4b8f8af6ab06a0751f9cf76db415d5eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Premium-Nachrichtenfunktion: Facebook geht gegen LRKS vor</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2013/04/premium-nachrichtenfunktion-facebook-geht-gegen-lrks-vor/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 07:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Es kommt nicht alle Tage vor, dass Facebook auf die Bedürfnisse seiner Nutzer eingeht, doch die Einführung des „Premium Message Service“ (PMS) überrascht wenig, schließlich handelt es sich um ein Win-Win-Geschäft. Facebook profitiert von zusätzlichen Einnahmen und die Nutzer von relevanten Nachrichten. Da der PMS in Kürze auch FB-Seiten zur Verfügung stehen wird, ist der Dienst auch für Kultureinrichtungen interessant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt nicht alle Tage vor, dass Facebook auf die Bedürfnisse seiner Nutzer eingeht, doch die Einführung des „Premium Message Service“ (PMS) überrascht wenig, schließlich handelt es sich um ein Win-Win-Geschäft. Facebook profitiert von zusätzlichen Einnahmen und die Nutzer von relevanten Nachrichten. Da der PMS in Kürze auch FB-Seiten zur Verfügung stehen wird, ist der Dienst auch für Kultureinrichtungen interessant.</p>
<h2>Facebook-Nutzer von Freunden genervt</h2>
<p>Bereits im April 2012 führte das unabhängige Meinungsforschungsinstituts Poll U.T.E., eine Umfrage unter 1.000 Jugendlichen aus 27 Ländern durch, bei der die Teilnehmer gefragt wurden, was sie an Facebook stört. Dabei gaben satte 89 Prozent an, dass sie von ihren Freunden genervt seien, da diese ihnen über Facebook Messenger belanglose Nachrichten zuschickten. Da die Höflichkeit es aber geböte zurückzuschreiben, würde sich daraus in der Regel ein längerer, oft stundenlanger Chat ergeben, der für beide Seiten oft nur die Erkenntnis brächte, dass man heute wieder nichts geschafft habe. Im deutschsprachigen Internet wird dieses Krankheitsbild „LRKS“ genannt („Lange Rede, kurzer Sinn“). Neu ist es nicht: erstmalige Erwähnung findet es bereits 1799 in Schillers Wallenstein. Im Drama leidet die Figur Buttler unter LRKS.</p>
<h2>Der Premium Message Service im Detail</h2>
<p>Die Funktionsweise des PMS ist schnell erklärt: Die von Nutzern versandten Premium-Nachrichten werden den Empfängern automatisch auf dem Smartphone und auf Facebook eingeblendet – ähnliche wie Pop-Up-Werbung auf Websites. Doch während Werbeeinblendungen unmittelbar nach dem Aufpoppen weggeklickt werden können, werden PMs nach einem Klick auf „Ja, ich habe die PM gelesen“ dem Nutzer noch längere Zeit eingeblendet: pro Zeichen eine Sekunde. Bei einer 140 Zeichen langen Nachricht beträgt diese so genannte After Click Penetration (ACP) entsprechend 140 Sekunden. Dass dieser Dienst nicht gerade preiswert ist, liegt in der Natur des Premiums: pro Zeichen zahlt man einen Cent. Um bei obigem Beispiel zu bleiben: eine 140 Zeichen lange Nachricht kostet 140 Cent. Auf der Pressekonferenz im kalifornischen Palo Alto beschrieb Mark Zuckerberg das Preismodell als „the only simple thing on Facebook“. Auf die Frage, wie Facebook auf diese Innovation gekommen sei, antwortete er: „We were watching videos on YouTube and enjoyed the not-skippable ads a lot.“</p>
<h2>PMS begeistert Frauen</h2>
<p>Die Einführung des Premium Message Service wurde von allen Seiten positiv aufgenommen. An der Börse erhoffen sich Anleger vom neuen Dienst neue Einnahmen und beten, dass sich mit ihm die magische Marke von 38 US-Dollar pro FB-Aktie knacken lässt – dieser Spitzenwert wurde zuletzt bei der Ausgabe der Aktien im Mai 2012 erreicht (derzeit liegt er bei 25 US-Dollar). Auch andernorts wird der Dienst gelobt: Eltern sehen in dem Service eine ganz neue Chance, mit ihren Kindern in Kontakt zu treten. Super Nanny Katharina Saalfrank dazu: „Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass in 97,4 Prozent aller Fälle Kinder ihren Eltern nicht zuhören. PMS ermöglicht es Eltern, die Kernaussagen von Gesprächen zusammenzufassen und sie den Kindern aufs Handy zu beamen. Die Zeiten der stillen Treppen und Wuthöhlen sind damit vorbei.“<br />
Die Facebook Community zeigt sich ebenfalls begeistert. Besonders weibliche Nutzer fühlen sich vom neuen Dienst angesprochen. So herrscht auf der TalkTalkTalk-Seite Einigkeit darüber, dass bislang eine Einladung zum gemeinsamen Kaffeetrinken vorab mindestens drei Mal bestätigt werden mussten: unmittelbar nach Versand der Einladung, einen Tag vor dem Event sowie am Tag des Kaffeetrinkens („Friendly Reminder“). Alice Schwarzer findet PMS gut, weil „wir Frauen dadurch endlich wieder mehr Zeit haben, um uns zu emanzipieren.“ Ob mit den kostenpflichtigen Nachrichten jedoch eine neue Verbindlichkeit und ein sparsamer Umgang mit Kommunikation einhergehen, steht bislang noch in den Sternen.</p>
<h2>Bühnenverein fordert kostenfreie Premium Nachrichten</h2>
<p>Wann der PMS für FB-Seiten genau eingeführt wird, ist noch nicht bekannt. Dass er kommen wird, steht aber fest. Sind Premium-Nachrichten eine Chance für Kultureinrichtungen, die schon seit jeher beklagen, dass sich über Social Media keine Inhalte vermitteln ließen? Der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins Rolf Bolwin glaubt das nicht: „Bei Internetinhalten wird das olfaktorische System des Menschen, das die Vermittlung von schweren und komplexen Inhalten positiv unterstützt, nicht angesprochen. Das Netz ist geruchsneutral, weshalb ich Theatern rate, in Sachen Kommunikation weiterhin auf Print zu setzen.“ Trotz seiner Skepsis hat er bereits einen handschriftlichen Brief an Facebook verfasst, in dem er Mark Zuckerberg persönlich auffordert, allen Theatern 100 Frei-PMs pro Monat zukommen zu lassen. Auf die Frage, warum er dies fordere, argumentierte Bolwin: „Theater muss sein!“</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2013/04/premium-nachrichtenfunktion-facebook-geht-gegen-lrks-vor/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1523&amp;md5=33999218fa46cca8218df133a0442ed4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>15 von 140 Theater-Websites für mobile Geräte optimiert</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2013/01/15-von-140-theater-websites-fuer-mobile-geraete-optimiert/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2013 08:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[mobile Web]]></category>
		<category><![CDATA[mobile Websites]]></category>
		<category><![CDATA[responsive Webdesign]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Web App]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mobile“ war letztes Jahr schon eines der Megathemen im Marketing und wird das die nächsten Jahre auch bleiben. Das bedeutet für Unternehmen und für Kultureinrichtungen gleichermaßen, dass sie sich besser früher als später diesem Thema annehmen sollten. Die erste Aufgabe heißt entsprechend: die eigene Website für mobile Endgeräte optimieren. Zum Jahreswechsel 2012/2013 haben das von 140 untersuchten Theatern in Deutschland 15 schon getan (und eine mobile Website, eine Web-App oder eine responsive Website entwickelt).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Mobile“ war letztes Jahr schon eines der Megathemen im Marketing und wird das die nächsten Jahre auch bleiben. Das bedeutet für Unternehmen und für Kultureinrichtungen gleichermaßen, dass sie sich besser früher als später diesem Thema annehmen sollten. Die erste Aufgabe heißt entsprechend: die eigene Website für mobile Endgeräte optimieren. Zum Jahreswechsel 2012/2013 haben das von 140 untersuchten Theatern in Deutschland15 schon getan (und eine mobile Website, eine Web-App oder eine responsive Website entwickelt).</p>
<p>Um statistisch zu belegen, was eh jeder weiß, nämlich dass die Zugriffe auf Websites von mobilen Endgeräten aus stark zunehmen, hier eine <a title="Webtrekk: Deutsche Webstatistik 4. Quartal 2012" href="http://www.webtrekk.com/fileadmin/pdf/pm/2013/Webtrekk_Langzeitstudie_Q4_2012_DE.pdf" target="_blank">aktuelle Zahl von Webtrekk</a>: im 4. Quartal 2012 erfolgten 13 Prozent aller Zugriffe von Smartphones und Tablets aus. Zum Vergleich: Im 1. Quartal 2012 waren es acht Prozent. Man könnte noch einen Blick auf die Verkaufszahlen von Smartphones und Tables werfen, aber gibt es irgendjemanden, der ernsthaft glaubt, dass die mobile Nutzung des Internets abnimmt? Eben!</p>
<h2>Die beste Lösung: eine responsive Website</h2>
<p>Weil Apps momentan total hip und in aller Munde sind, stellen sich einige die Frage, ob man eine native App entwickeln lassen sollte. Klare Antwort: zuerst auf jeden Fall die eigene Website für mobile Geräte optimieren! Wenn dann noch Geld da ist, dann… (der Rest erübrigt sich, weil bei Theatern eh nie Geld da ist). Drei Möglichkeiten gibt es also:</p>
<ol>
<li>eine responsive Website</li>
<li>eine mobile Website</li>
<li>eine Web-App</li>
</ol>
<p>In den meisten Fällen vermutlich die zunächst teuerste, aber auch die beste Variante ist die erste. Das heißt, man hat lediglich eine Website, die sich aber automatisch an die Größe des Displays anpasst. Jedem Nutzer, egal ob er von einem mobilen Gerät oder vom Desktop-PC auf die Site zugreift, wird die gleiche Website angezeigt – aber immer in einer optimierten Darstellung! Im Fall der analysierten Theater gibt es nur ein Beispiel mit responsive Webdesign: das <a title="harztheater.de" href="http://harztheater.de/" target="_blank">Nordharzer Städtebundtheater</a>. Tipp: Einfach mal auf die Site gehen und das Browserfenster verkleinern! Dann kann man beispielsweise sehen, dass sich zuerst das Menü gruppiert und dann aus dem zweispaltigen Layout ein einspaltiges wird.</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Screenshot_2012-12-31-16-49-05-67.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1507" title="Nordharzer Städtebundtheater" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Screenshot_2012-12-31-16-49-05-67-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a></p>
<p>Der Usability ist eine responsive Website zuträglich, da sich der Nutzer nicht an ein neues Layout gewöhnen muss und außerdem auf alle Inhalte der Website zugreifen kann (mobile Websites sind oftmals inhaltlich abgespeckt). Aus Sicht des Theaters kann man noch positiv die Konsistenz des Auftritts und den geringeren Pflegeaufwand hervorheben, da man sich, wie gesagt, nur um einen Auftritt kümmern muss. Relauncht man seine Website, sollte eigentlich nur ein solches reaktionsfähiges Design in betrachtet gezogen werden.</p>
<h2>Mobile Websites: Online-Ticketing funktioniert nur selten</h2>
<p>Warum man beim Besuch der Website des <a title="theater-kiel.de" href="http://www.theater-kiel.de/" target="_blank">Theaters Kiel</a> mit einem Smartphone nicht automatisch auf die mobile Variante umgeleitet wird, sondern die mobile Ansicht erst auf der Desktop-Variante auswählen muss (was dazu führt, dass der Otto-Normal-Nutzer nicht bemerken wird, dass es überhaupt eine mobile Website gibt), ist mir ein Rätsel. Leicht gemacht hat es sich das <a title="theater-erlangen.de" href="http://www.theater-erlangen.de/" target="_blank">Theater Erlangen</a>, welches das Standard-Angebot von kulturkurier.de wahrgenommen hat. Ob sich eine mobile Website lohnt, bei der man ausschließlich Zugriff auf den Kalender hat? Ich wage es zu bezweifeln. Selbiges gilt für die <a title="vorpommersche-landesbuehne.de" href="http://vorpommersche-landesbuehne.de/" target="_blank">Vorpommersche Landesbühne</a>. So löblich die Idee einer mobilen Website ist, so grottig ist deren Umsetzung.</p>
<p>Besser macht es da das <a title="gorki.de" href="http://www.gorki.de/" target="_blank">Maxim Gorki Theater</a>, das eine gewohnt schicke und im Umfang nicht beschränkte Version mobile Website entwickelt hat. Ein Manko ist aber, dass die Site nur für Smartphones optimiert ist. Geht man mit einem Tablet drauf, werden die Inhalte in einer schmalen Spalte angezeigt und die andere Hälfte des Displays bleibt leer.</p>
<p>Der mobile Auftritt des <a title="staatsballett-berlin.de" href="http://www.staatsballett-berlin.de/" target="_blank">Staatsballetts Berlin</a> krankt daran, dass der Ticketkauf zwar prominent angepriesen, aber online nicht möglich ist. Das Problem hängt aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Ticketing-System von CTS Eventim zusammen, denn auf der mobilen Site des <a title="theaterbremen.de" href="http://www.theaterbremen.de/" target="_blank">Theaters Bremen</a>, die ansonsten durch ihren schnörkellosen Minimalismus eine Augenweide ist, der des <a title="schauspielfrankfurt.de" href="http://www.schauspielfrankfurt.de/" target="_blank">Schauspiels Frankfurt</a>, für die man aufgrund der zu kleinen Schriftgröße eine Lupe braucht, sowie der Web App des Theaters Dortmund (siehe unten) funktioniert der Online-Kartenverkauf ebenfalls (noch) nicht. Komisch allerdings, dass bei den mobilen Websites der <a title="buehnen-halle,de" href="http://www.buehnen-halle.de/" target="_blank">Bühnen Halle</a> und des <a title="theater-oberhausen.de" href="http://www.theater-oberhausen.de/" target="_blank">Theaters Oberhausen</a> der Ticket-Verkauf über Eventim läuft (vielleicht weil die Funktion nicht auf der Website eingebettet ist, sondern die Veranstaltungen nur auf Eventim.de verlinkt werden???). Beim <a title="nationaltheater-mannheim.de" href="http://www.nationaltheater-mannheim.de/" target="_blank">Nationaltheater Mannheim</a>, das mobil sonst eine gute Figur macht, können online ebenfalls keine Tickets gekauft werden.</p>
<p>Nichts zu meckern gibt’s beim <a title="staatstheater-wiesbaden.de" href="http://www.staatstheater-wiesbaden.de/" target="_blank">Staatstheater Wiesbaden</a>, beim <a title="theaterwuerzburg.de" href="http://www.theaterwuerzburg.de/" target="_blank">Theater Würzburg</a> und beim <a title="schauspielhaus.de" href="http://www.schauspielhaus.de/" target="_blank">Schauspielhaus Hamburg</a>.</p>
<h2>Theater Dortmund mit Web App</h2>
<p>Bei einer Web-App handelt es sich technisch gesehen „nur“ um eine mobile Website, aber mit dem Look and Feel einer App. Das Theater Dortmund setzt als einziges darauf und das sieht dann so aus (am Kartenverkauf wird derzeit gearbeitet):</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Screenshot_2012-12-31-16-49-05-39.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1502" title="Web App Theater Dortmund" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Screenshot_2012-12-31-16-49-05-39-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a></p>
<h2>Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht gut</h2>
<p>Rund 90 Prozent aller Theater-Websites sind noch nicht für mobile Endgeräte optimiert. Fünf Theater ohne mobile Website wiesen noch Flash-Inhalte auf. Da diese auch auf Android-Geräten mittlerweile nicht mehr dargestellt werden, sollten sie recht schnell verschwinden bzw. durch andere Techniken wie HTML5-Animationen ersetzt werden. Sehr schlecht navigieren ließ sich die Website des <a title="theater-lueneburg.de" href="http://www.theater-lueneburg.de/" target="_blank">Theaters Lüneburg</a>, die ein Ein- und Auszoomen nicht erlaubte. Bei allen anderen Websites traten beim Navigieren keine größeren Probleme auf. Das ist alles in allem, denke ich, im Rahmen. Ich würde jedenfalls tippen, dass dies bei privatwirtschaftlichen B2C-Unternehmen mit einer vergleichbaren Größe ähnlich aussieht. Nichtsdestotrotz ist die mobile Internetnutzung weiter auf dem Vormarsch und die Theater werden um mobile oder responsive Websites nicht herum kommen. Man kann deshalb nur hoffen, dass möglichst viele bereits für 2013 das notwendige Budget eingeplant haben und dieses Jahr tätig werden. Wenn Eventim &amp; Co. dann noch das mobile Ticketing zum Laufen bekommen, klappt’s auch mit dem Nachbarn.</p>
<p  style=" margin: 12px auto 6px auto; font-family: Helvetica,Arial,Sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 14px; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; -x-system-font: none; display: block;">   <a title="View Mobile Websites von Theater on Scribd" href="http://www.scribd.com/doc/120246648/Mobile-Websites-von-Theater"  style="text-decoration: underline;" >Mobile Websites von Theater</a> by   <a title="View axelkopp's profile on Scribd" href="http://de.scribd.com/axelkopp"  style="text-decoration: underline;" >axelkopp</a> </p>
<p><iframe class="scribd_iframe_embed" src="http://www.scribd.com/embeds/120246648/content?start_page=1&#038;view_mode=slideshow&#038;access_key=key-678l6bbs1cxl8620m9y" data-auto-height="false" data-aspect-ratio="0.635514018691589" scrolling="no" id="doc_5519" width="475" height="633" frameborder="0"></iframe><br />
<a href='http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Theater_Websites.xlsx'>Theater-Websites</a></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2013/01/15-von-140-theater-websites-fuer-mobile-geraete-optimiert/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1501&amp;md5=00595daba281aa1e082c9d7af9d414fe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Theatercamp: Social Media is not everything</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/11/theatercamp-social-media-is-not-everything/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 08:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media und Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 11.11. findet in Hamburg das Theatercamp statt. Mitorganisatorin Karin Janner sagt, es gehe um Theater und das Social Web. Das ist gut, denn das volle Potenzial von Social Media wird noch immer nicht genutzt. Gleichzeitig stellt sich die Frage: was hat sich in den letzten ein, zwei Jahren eigentlich groß im Social Web verändert? Gibt es nichts Spannenderes?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11.11. findet in Hamburg das <a title="timel-ne.de: Theatercamp" href="http://timel-ne.de/theatercamp/" target="_blank">Theatercamp</a> statt. Mitorganisatorin Karin Janner sagt, <a title="blog.iliou-melathron.de: Das Theatercamp in Hamburg: “Social Media und Theater”" href="http://blog.iliou-melathron.de/index.php/2012/10/theatercamp-201/" target="_blank">es gehe um Theater und das Social Web</a>. Das ist gut, denn das volle Potenzial von Social Media wird noch immer genutzt. Gleichzeitig stellt sich die Frage: was hat sich in den letzten ein, zwei Jahren eigentlich groß im Social Web verändert? Gibt es nichts Spannenderes?</p>
<p>Facebook ist weiter gewachsen und hat sich weiter unbeliebt gemacht. Mittlerweile sind wir nicht nur „logged in“, sondern auch „locked in“. Und weil sich alle dort tummeln, kann sich Facebook auch erlauben, den Edgerank nach Belieben zu verändern und so Seitenbetreiber zu verärgern. Im Schnitt werden <a title="wearesocial.de: Facebook-Content: Ganz oder gar nicht!" href="http://wearesocial.de/blog/2012/10/facebook-content-ganz-gar-nicht/" target="_blank">laut we are social</a> nur noch zwölf Prozent der Seitenbeiträge den Fans angezeigt. Wer mehr Sichtbarkeit/Reichweite haben möchte, muss zahlen. <a title="thomashutter.com: Facebook: Der Edge Rank und die fehlende Reichweite, sprechen wir Tacheles" href="http://www.thomashutter.com/index.php/2012/10/facebook-der-edge-rank-und-die-fehlende-reichweite-sprechen-wir-tacheles/" target="_blank">Thomas Hutter findet das nicht schlimm</a>, <a title="indiskretionehrensache.de: On the Edgerank of Gerüchteküche" href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/10/facebook-edgerank/" target="_blank">Thomas Knüwer ist geteilter Meinung</a>.</p>
<h2>„Cat sells“ als Content-Strategie für Facebook?</h2>
<p>Ich persönlich teile die Ansicht von Markus Neubert und glaube <a title="totterturm-pr.de: Facebook – Der EdgeRank, die Reichweite und das Märchen von den guten Inhalten" href="http://totterturm-pr.de/2012/10/18/facebook-der-edgerank-die-reichweite-und-das-marchen-von-den-guten-inhalten/" target="_blank">das Märchen vom guten Content</a> – „Facebook will nur die Qualität der Inhalte steigern“ – nicht. Das Problem ist, dass „gut“ bei Facebook „unterhaltend“ bedeutet. Wer eine hohe Reichweite und vor allem kurzfristig Erfolg haben möchte, sollte sich deshalb bei seinen Posts an die <a title="fbrep.com: Page Post Ad Best Practices Guide" href="http://fbrep.com/SMB/Page_Post_Best_Practices.pdf" target="_blank">offiziellen Tipps für Facebook-Werbung</a> halten: alles immer schön „eye-catching“ und „action-oriented“ gestalten und nur mit wenig Text versehen. Werbung halt.<br />
Oder weniger polemisch: Interaktionen sind gefragt, Content-Strategien müssen her! Statt über den Edgerank zu jammern (man kann ja eh nichts ändern), sollten sich die Theatercamper deshalb fragen, wie sie damit umgehen. Was für Strategien gibt es in den einzelnen Häusern? Wie werden die bisherigen Erfahrungen mit Sponsored/Promoted Posts beurteilt? Gibt es überhaupt welche? Sollte man sich verstärkt mit anderen Plattformen und Netzwerken beschäftigen und idealerweise einen Blog aufsetzen (<a title="kulturmanagement.wordpress.com: Facebook: zurück zur Push-Kultur" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2012/10/21/facebook-zuruck-zur-push-kultur/" target="_blank">wie u.a. Christian Henner-Fehr empfiehlt</a>)? Wie stehen bloggende Theater zu diesem Rat? Allgemeingültige Antworten wird man auf diese Fragen freilich nicht bekommen, aber den Austausch darüber halte ich für extrem wichtig, denn er zeigt, wohin die Reise geht. Und das schöne im Theaterbereich ist ja: man steht nicht in Konkurrenz zueinander und sollte (eigentlich) offen und ehrlich über seine Erfahrungen sprechen können. Und das Beste am Theatercamp ist: viele Experten sind vor Ort und Karin Janner wird eine <a title="timel-ne.de: Session: Community Aufbau im Social Web" href="http://timel-ne.de/theatercamp/session-community-aufbau-im-social-web/" target="_blank">Session über Community Aufbau im Social Web</a> halten.</p>
<h2>QR-Codes: quo vadis?</h2>
<p>Abseits von Social Media ist viel in Bewegung, fangen wir beim Thema QR-Code an: das Startup <a title="liveqr.de: LiveQR auf der (Un-) Konferenz Theatercamp in Hamburg" href="http://www.liveqr.de/blog/2012/10/15/liveqr-auf-der-un-konferenz-theatercamp/" target="_blank">LiveQR wird in Hamburg vor Ort sein</a>. Wie der Name schon andeutet, hat sich das von zwei Kulturmanagement-Studentinnen aus Ludwigsburg mitgegründete Jungunternehmen auf QR-Code-Marketing und Mobile Tagging spezialisiert. Ich persönlich habe allerhöchsten Respekt vor der Ausgründung und bewundere ihren Mut, allerdings reißt mich die Geschäftsidee nicht vom Hocker. Denn erstens ist davon auszugehen, dass Smartphones in wenigen Jahren Texte perfekt scannen und verarbeiten können (so dass QR-Codes für einfache Links nicht mehr benötigt werden), und zweitens kann man sich schon heute QR-Codes kostenlos im Netz erstellen (warum braucht man dann eine Agentur?). Schade, dass ich nicht beim Theatercamp sein kann, denn auf die flammende Gegenrede hätte ich mich gefreut.</p>
<h2>Macht sich livekritik selbst das Leben schwer?</h2>
<p>Ein weiteres Startup ist mit Rod Schmidt von <a title="livekritik.de" href="http://www.livekritik.de/" target="_blank">livekritik.de</a> vor Ort. Auch hier: Chapeau claque! Die Plattform macht im Vergleich zu <a title="nachtkritik.de" href="http://www.nachtkritik.de/" target="_blank">nachtkritik.de</a> einen wesentlich moderneren, schickeren, aufgeräumteren Eindruck, die Lage ist aber ein bisschen wie beim Duell “Facebook vs. Google+”. Die eine Plattform ist etabliert und hat viele Nutzer, die andere ist in vielen Aspekten überlegen, hat aber nur wenig Nutzer. Ja, ok, neben dem Look and Feel ist auch die Zielgruppe von livekritik eine andere; sie ist nicht nur auf Theatergänger, sondern auch auf Besucher von Klassik-, Pop- und Jazzkonzerten, Shows, Ausstellungen und Lesungen ausgelegt; doch warum müssen sich die Zielgruppen überhaupt überschneiden? Wäre es für livekritik nicht wesentlich einfacher und besser gewesen, sich auf den Ausstellungs-/Museumsbereich zu konzentrieren?! Anders ausgedrückt: wir haben in Deutschland über 6.000 Museen und noch viel mehr Ausstellungen, aber keine Plattform, wo darüber geredet wird. Das museale Äquivalent zu nachtkritik fehlt!</p>
<h2>„Mobile is everything“</h2>
<p>Das hat Mark Zuckerberg <a title="t3n.de: Zuckerberg über Facebooks Zukunft: „Mobile is everything“" href="http://t3n.de/news/zuckerberg-facebooks-zukunft-414228/" target="_blank">vor zwei Monaten gesagt</a>. Aber wer sich mit dem Internet beschäftigt, sollte eigentlich schon vorher gewusst haben, dass man um das Thema „Mobile“ nicht drum rumkommt. Das heißt nicht, dass jedes Theater eine App für iOS, Android und Windows8 Phone entwickeln muss (ganz im Gegenteil, ich denke, dass eine App nur in den seltensten Fällen sinnvoll ist), aber es bedeutet, dass jede Kultureinrichtung schauen sollte, dass sich ihre Website auch mit einem Smartphone und Tablet gut bedienen lässt. Das fängt mit der Entfernung aller Flash-Inhalte an und geht weiter mit der Frage, ob man eine mobile Websites erstellt oder gleich seine <a title="computerwoche.de: Responsive Webdesign" href="http://www.computerwoche.de/mittelstand/2523080/" target="_blank">Website relauncht und auf Responsive Design setzt</a> (vermutlich die klügere Wahl). Selbstredend, dass sowas ordentlich Geld kostet, aber es führt wie gesagt kein Weg dran vorbei. Tut mir Leid, liebe Kultureinrichtungen (herzlichen Glückwunsch allen Webdesignern und -entwicklern!).</p>
<h2>Der ROI oder: Battle of the Year</h2>
<p>Ein heißer Kampf könnte auf dem Theatercamp in Bezug auf Sinn und Unsinn des Return On Investments (ROI) ausgetragen werden. Im Ring steht auf der einen Seite Kulturmanagement-Blogger Nr. 1 Christian Henner-Fehr, der es für sinnvoll hält den Wert von <a title="kulturmanagement.wordpress.com: Social Media und der ROI: von Immobilienmaklern und Trivialitäten" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2012/10/29/social-media-und-der-roi-von-immobilienmaklern-und-trivialitaten" target="_blank">Social Media monetär darzustellen</a>, auf der anderen Seite faucht Vioworld-Geschäftsführer und timel-ne-Mitgründer Hagen Kohn, <a title="hagenkohn.com: Der langsame Abschied vom Social Media ROI" href="http://hagenkohn.com/der-langsame-abschied-vom-social-media-roi" target="_blank">der die Sache mit dem ROI für totalen Quatsch hält</a>. In den Kommentaren und <a title="facebook.com: Social Web Investigators: ROI-Diskussion" href="https://www.facebook.com/groups/165992270078129/permalink/513879235289429/" target="_blank">auf Facebook</a> ging es bereits rund, allerdings sah es zuletzt so aus, als ob bei beiden schon jetzt eine vorweihnachtliche Harmoniesucht zum Vorschein kommt. Hoffentlich nicht.</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/11/theatercamp-social-media-is-not-everything/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1495&amp;md5=aa49d827bc0f03986415388e91667186" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Trends und Meme aufgreifen!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2012 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Anzahl an Fans und Followern ist bekanntlich nicht alles, aber sie ist auch nicht nichts. Selbst jene Social Media Experten, die immer sagen, dass es das Ziel sein muss, mehr Interaktionen und Leads zu generieren, fangen an zu sabbern, wenn sie die Liste der 20 Unternehmen/Marken mit den meisten Fans bei Facebook sehen. Und für Chefs sind quantitative Ziele sowieso die wichtigsten. Generelle Tipps wie man Fans und Follower gewinnt und das Engagement steigert, kann man sich ergoogeln. Doch Social Media schön, brav und artig machen, reicht oft nicht, um die Reichweite zu steigern. Um sich von der Masse abzuheben, sollten Unternehmen, Organisationen und Kultureinrichtungen deshalb eine kreative Schippe drauf legen und Meme und Trends aufgreifen. And Boom Goes the Dynamite!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anzahl an Fans und Followern ist bekanntlich nicht alles, aber sie ist auch nicht nichts. Selbst jene Social Media Experten, die immer sagen, dass es das Ziel sein muss, mehr Interaktionen und Leads zu generieren, fangen an zu sabbern, wenn sie die <a title="Statista.com: Die 20 Firmen mit den meisten Fans bei Facebook im September 2012 (in Millionen)" href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/70188/umfrage/top-firmen-nach-der-anzahl-der-fans-bei-facebook/" target="_blank">Liste der 20 Unternehmen/Marken mit den meisten Fans bei Facebook</a> sehen. Und für Chefs sind <a title="Futurebiz.de: Interaktion löst Fan- und Followerausbau als wichtigstes Social Media Ziel ab" href="http://www.futurebiz.de/artikel/interaktion-lost-fan-und-followerausbau-als-wichtigstes-social-media-ziel-ab/" target="_blank">quantitative Ziele sowieso die wichtigsten</a>. Generelle Tipps wie man Fans und Follower gewinnt und das Engagement steigert, kann man sich ergoogeln (siehe <a title="Kerstin-Hoffmann.de: Wie gewinne ich Fans für meine Facebook-Page?" href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/02/24/likes-facebook-page-generieren/" target="_blank">hier</a> oder <a title="t3n.de: Facebook Chronik: 7 Tipps für mehr Fan-Engagement" href="http://t3n.de/news/facebook-chronik-7-tipps-mehr-399240/" target="_blank">hier</a>). Doch Social Media schön, brav und artig machen, reicht oft nicht, um die Reichweite zu steigern. Um sich von der Masse abzuheben, sollten Unternehmen, Organisationen und Kultureinrichtungen deshalb eine kreative Schippe drauf legen und Meme und Trends aufgreifen. <a title="YouTube.com: And Boom Goes the Dynamite!" href="http://www.youtube.com/watch?v=W45DRy7M1no#t=02m28s" target="_blank">And Boom Goes the Dynamite! </a></p>
<h2>Was ist ein Mem?</h2>
<p>Das erklärt <a title="MyVideo.com: Trend der Woche - Internet Memes (Galileo)" href="http://www.myvideo.de/watch/8624737/Trend_der_Woche_Internet_Memes_Galileo" target="_blank">Galileo auf MyVideo</a> (Video lässt sich nicht einbetten). Um eine Übersicht über die bekanntesten Meme seit Beginn der Internetära zu bekommen, kann man sich auf <a title="About.com: The Top Internet Memes of the Last 15 Years" href="http://netforbeginners.about.com/od/weirdwebculture/tp/The-Best-Internet-Memes.htm" target="_blank">About.com die US-amerikanischen Top 45</a> oder auf <a title="Complex.com: The 100 Greatest Internet Memes of All Time" href="http://www.complex.com/tech/2012/06/the-100-greatest-internet-memes-of-all-time/" target="_blank">Complex.com die Top 100</a> anschauen (dauert ca. einen Tag).</p>
<h2>Wie findet man Trends und Meme?</h2>
<p>Themen, über die gerade im Netz viel gesprochen wird, findet man auf Twitter direkt neben der Timeline unter „Trends“. Schaut man sich außerdem nach dem Zähne putzen die <a title="Trendsmap.com: Deutschland" href="http://trendsmap.com/local/germany" target="_blank">Trendsmap Deutschlandkarte</a> an, ist es recht unwahrscheinlich, dass man ein irgendeinen Hype oder ein Internetphänomen verpasst. Größere Meme, die sich länger als nur ein paar Stunden oder Tage halten, greift auch Spiegel.de mit der „<a title="Spiegel.de: Mem-Maschine" href="http://www.spiegel.de/thema/mem_maschine/" target="_blank">Mem-Maschine</a>“ auf (die sich als RSS-Feed abonnieren lässt).</p>
<h2>Was macht man mit den Web-Phänomenen?</h2>
<p>Richtig, man spielt damit. Idealerweise beherrscht die Person, die das macht, Photoshop und ein Programm um Videos zu editieren. Da Meme schnelllebig sind, geht es vor allem um kreative Ideen – und nicht so sehr, um eine grafisch perfekte Umsetzung. Die nachfolgenden Beispiele, sind zwar nicht ganz up to date, aber ich denke, sie zeigen, was ich mit „Trends aufgreifen“ meine:</p>
<p>Die ElGreco-Ausstellung im Museum Kunstpalast ist vorbei! Das Jesus-Bild musste leider renoviert werden.</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Jesus-ElGreco.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1476" title="Jesus ElGreco (Quelle: Aref-Adib)" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Jesus-ElGreco-219x300.jpg" alt="" width="475" height="651" /></a><br />
Zum Vergrößern auf das Bild klicken; <a title="Abendblatt.de: Über diese Restauration lacht die Welt: Rentnerin zerstört Jesus-Bild" href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2380072/Ueber-diese-Restauration-lacht-die-Welt-Rentnerin-zerstoert-Jesus-Bild.html" target="_blank"> Bezug </a>, Quelle: <a title="Aref-Adib.com" href="http://www.aref-adib.com/archives/000809.html" target="_blank">Aref-Adib</a></p>
<p>Wie Clint Eastwood in seiner Rede schon gesagt hat: für die nächste Veranstaltung in der Tonhalle gibt es noch freie Plätze!</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Tonhalle_Eastwood.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1477" title="Eastwood in Tonhalle" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Tonhalle_Eastwood-300x169.jpg" alt="" width="475" height="268" /></a><br />
Zum Vergrößern auf das Bild klicken;<a title="Zeit.de: Tausend leere Stühle für Clint Eastwood" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-08/eastwood-romney-twitter" target="_blank"> Bezug</a>, Foto: Berthold Lietjes (von mir collagiert)</p>
<p>Im Gegensatz zu Bettina Wulff sind wir vom NRW.Forum mit Googles Autocomplete-Funktion sehr zufrieden.</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/google_nrw.forum_.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1479" title="Google NRW.Forum" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/google_nrw.forum_-300x141.jpg" alt="" width="475" height="223" /></a><br />
Zum Vergrößern auf das Bild klicken;<a title="Sueddeutsche.de: Bettina Wulff wehrt sich gegen Verleumdungen" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/klage-gegen-google-und-jauch-bettina-wulff-wehrt-sich-gegen-verleumdungen-1.1462439" target="_blank"> Bezug</a>, (eigene Collage)</p>
<h2>Ein Staatstheater ist nicht der Quatsch-Comedy-Club</h2>
<p>Ja, das ist klar. Und dass es dem Image eines Kunstmuseums nicht zuträglich ist, wenn es jeden Tag ein modifiziertes Lolcat-Video veröffentlicht, ebenso. Aber gelegentlich (vier, fünf Mal im Jahr?) können/sollten/müssen sich Kultureinrichtungen und Unternehmen solche Posts erlauben. Ein bisschen Spaß gehört im Social Web eben auch dazu. Dass die Mischung aus informativen und unterhaltsamen, längeren und kürzeren Inhalten stimmt, dafür sind die Social Media Referenten in den jeweiligen Häusern verantwortlich. Bei all den Schulungen, die meine Blogger-Kollegen geben, mache ich mir da allerdings keine Sorgen. Wer Meme für trivial hält, dem sei außerdem gesagt: „Gerade die Leichtigkeit lässt sich schwer herstellen. Schwer ist leicht was. Aber leicht ist oft am schwersten.“ (<a title="Tonhalle.de: Ehring geht ins Konzert" href="http://www.tonhalle.de/programm/ehring_1" target="_blank">sagt die Tonhalle</a>)<br />
Deshalb kann ich nur erneut appellieren: Mehr Mut, bitte! Das gilt auch im Hinblick auf etwaige rechtliche Probleme (die sich wohl oder übel beim kreativen Remixen von Memen nicht gänzlich vermeiden lassen).</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/10/trends-und-meme-aufgreifen/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1474&amp;md5=4670b99c56139cfb5e6f14eb87cc3e9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Düsseldorf: Millionen für die Hochkultur, Groschen für die Off-Szene</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/08/duesseldorf-millionen-fuer-die-hochkultur-groschen-fuer-die-off-szene/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 07:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zuschüsse]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich im Dezember 2011 frisch hierher gezogen bin, lief gerade die „Dein Düsseldorf“-Kampagne der Stadt. Darin hieß es „Düsseldorf ist Altstadt und Altbier, schickimicki und oberflächlich, spießig und langweilig – wirklich? Alles nur Klischees. Düsseldorf ist viel mehr!“ Das ist richtig. Düsseldorf ist mehr. Aber das liegt nicht an der Stadt und schon gar nicht an ihrer Kultur(förder)politik, sondern an den Ehrenamtlichen, die sich hierfür – mit Verlaub – den Arsch aufreißen, dafür keinen Cent sehen und von der Stadt noch nicht einmal ein Dankeschön erhalten. Die großen Hochkulturpaläste erhalten Millionen, die kleinen (Off-)Kulturvereine kämpfen um Kleckerbeträge. Gefördert werden die Vereine ohnehin nicht, unterstützt werden allenfalls ihre Projekte. Und das auf einem albern niedrigen Niveau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich im Dezember 2011 frisch hierher gezogen bin, lief gerade die <a title="dein.duesseldorf.de" href="http://www.dein.duesseldorf.de/" target="_blank">„Dein Düsseldorf“-Kampagne</a> der Stadt. Darin hieß es „Düsseldorf ist Altstadt und Altbier, schickimicki und oberflächlich, spießig und langweilig – wirklich? Alles nur Klischees. Düsseldorf ist viel mehr!“ Das ist richtig. Düsseldorf ist mehr. Aber das liegt nicht an der Stadt und schon gar nicht an ihrer Kultur(förder)politik, sondern an den Ehrenamtlichen, die sich hierfür – mit Verlaub – den Arsch aufreißen, dafür keinen Cent sehen und von der Stadt noch nicht einmal ein Dankeschön erhalten. Die großen Hochkulturpaläste erhalten Millionen, die kleinen (Off-)Kulturvereine kämpfen um Kleckerbeträge. Gefördert werden die Vereine ohnehin nicht, unterstützt werden allenfalls ihre Projekte. Und das auf einem albern niedrigen Niveau.</p>
<p>Bevor ich gleich richtig loslege, muss ich vorausschicken, dass ich zwar aktiv im „Off-Kulturverein“ <a title="damenundherren.de" href="http://www.damenundherren.de/" target="_blank">damenundherren</a> mitarbeite, dieser Artikel aber ganz allein meine persönliche Meinung widerspiegelt.</p>
<h2>Wohin die Millionen fließen: Kulturförderung in Düsseldorf</h2>
<p>Laut dem <a title="duesseldorf.de: Kulturreport 2009/2010" href="http://www.duesseldorf.de/kulturamt/pdf/kulturreport_2009_2010.pdf" target="_blank">Kulturreport 2009/2010</a> hat die Stadt Düsseldorf im Jahr 2010 rund 122 Mio. Euro für Kultur ausgegeben, bei 592.000 Einwohnern wären das 206 € pro Kopf. Sofern diese Zahlen stimmen, wäre das mächtig gewaltig, denn laut <a title="Statistikportal.de: Kulturfinanzbericht 2010" href="http://www.statistikportal.de/statistik-portal/kulturfinanzbericht_2010.pdf" target="_blank">Kulturfinanzbericht</a> lagen die Ausgaben 2007 noch bei 84 Mio. Euro, respektive 144 € pro Kopf (was damals schon Platz 3 hinter Frankfurt und Leipzig bedeutete). Es würde an dieser Stelle zu weit führen, diese Statistiken genauer zu hinterfragen, deshalb nehme ich einfach mal an, dass die im Kulturreport aufgeführten Zahlen stimmen und die Kulturausgaben zwischen 2007 und 2010 in Düsseldorf um 45 Prozent gestiegen sind.<br />
Die genannten 122 Mio. Euro wurden wie folgt verteilt:</p>
<ul>
<li>57,2 Mio. Euro gingen an das Kulturamt und die städtischen Kulturinstitute (darunter fast alle „Nicht-Kunst-Museen“, die Tonhalle, die Mahn- und Gedenkstätten, das Stadtarchiv sowie die Stadtbüchereien).</li>
<li>64,6 Mio. Euro erhielten die Beteiligungsgesellschaften (Schauspiel, Oper, NRW Forum, Museum Kunstpalast, Schloss Benrath, Kunsthalle, KIT und Quadriennale).</li>
<li>3,7 Mio. Euro bekamen Freie Träger (u.a. Forum Freies Theater, Literaturbüro NRW, tanzhaus nrw und zakk).</li>
</ul>
<p>So viel zur Einstimmung. Ich denke, allein anhand dieser Zahlen kann man sehen, wo der kulturpolitische Fokus in Düsseldorf liegt. In anderen deutschen Städten z.B. in Berlin ist das übrigens kaum anders. Dort sind <a title="labkultur.tv: Grenzen nach unten, Luft nach oben" href="http://www.labkultur.tv/blog/grenzen-nach-unten-luft-nach-oben" target="_blank">95 Prozent aller Ausgaben für die etablierten kulturellen Institutionen eingeplant</a>, nur fünf Prozent stehen der freien Kulturszene zur Verfügung. Doch bleiben wir in Düsseldorf.</p>
<h2>Die (In)Effizienz von Museen und Theatern</h2>
<p>Besucherzahlen sagen nicht wirklich etwas über die künstlerische Qualität einer Ausstellung, einer Inszenierung oder eines Events aus. Das weiß jeder. Das hält aber trotzdem kaum jemanden davon ab, danach zu fragen. Egal ob für (potenzielle) Besucher, die Medien, die Stadt, die Kulturschaffenden oder auch die Künstler: die Besucherzahl ist nicht nur aus finanziellen Gründen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Und wenn es darum geht, die Wirtschaftlichkeit einer Kultureinrichtung zu messen, wird als Erstes gefragt, wie viel ein Besucher die Stadt kostet. Lassen wir uns also auf dieses Spiel ein und nehmen die Zahlen aus dem Düsseldorfer Kulturreport. Demnach hatten</p>
<ul>
<li>die Projekte des Kulturamts und die städtischen Kulturinstitute 2,27 Mio. Besucher (ca. 25 € Zuschuss pro Besucher,</li>
<li>die Beteiligungsgesellschaften 0,88 Mio. Besucher (ca. 73 € Zuschuss pro Besucher) und</li>
<li>die Freien Träger 0,46 Mio. Besucher (ca. 11 € Zuschuss pro Besucher).</li>
</ul>
<p>Zugegeben, der Vergleich hinkt, denn ein Theaterbesucher kostet immer mehr als ein Museumsbesucher. Insofern wird man nicht alle Beteiligungsgesellschaften einfach in Freie Träger umwandeln können und schwupps fall die notwendigen Subventionen von 73 € auf 11 € pro Besucher. Fakt ist aber, dass Freie Träger in der Regel deutlich kosteneffizienter arbeiten als große Institutionen. Nur als Beispiel: die Zuschüsse pro Besucher liegen beim tanzhaus nrw bei 10 € und beim Forum Freies Theater bei 63 € – was im Vergleich zu den 115 € des Schauspielhauses ein gewaltiger Unterschied ist. Bei noch kleineren Kulturvereinen sind die Pro-Kopf-Subventionen noch wesentlich geringer, was daran liegt, dass die Personalkosten (gemeinhin der größte Ausgabenposten von Kultureinrichtungen) gegen Null streben, da die Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und ihre Arbeitszeit i.d.R. spenden. Während die <a title="kulturmarken.de: Professionalisierung von Kulturinstitutionen " href="http://www.kulturmarken.de/fachwissen/fachbeitraege/1626-die-kunst-kultur-zu-managen" target="_blank">Eigeneinnahmen von Museen in Deutschland</a> in der Regel unter 50 Prozent liegen, sind bei kleinen Kulturvereinen 70 Prozent und mehr normal. So viel zum Thema Wirtschaftlichkeit.</p>
<h2>Stimmen die Relationen?</h2>
<p>So toll kleine Kulturvereine auch sind, sie können die großen Kultureinrichtungen nicht ersetzen, denn die Strahlkraft ihrer Projekte reicht nur selten über die eigene Stadtgrenze hinaus. Deshalb möchte ich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und auch nicht alle großen Einrichtungen abschaffen und durch kleine ersetzen. Das wäre Quatsch! Aber ich denke schon, dass sich eine Stadt wie Düsseldorf fragen muss, ob die Relationen der Kulturausgaben stimmen. Und an dieser Stelle sage ich eindeutig Nein! Es muss mehr Geld für die kleinen Kulturvereine und Off Spaces her! Zumal in oben genanntem Kulturreport weder das <a title="damenundherren.de" href="http://www.damenundherren.de/" target="_blank">damenundherren</a>, das <a title="WP8" href="http://www.wp8.org/" target="_blank">WP8</a>, der <a title="reinraum-ev.de" href="http://www.reinraum-ev.de/" target="_blank">reinraum</a>, die <a title="facebook.com: Brause" href="https://www.facebook.com/brause.metzgereischnitzel" target="_blank">Brause</a> (Metzgerei Schnitzel e.V.) noch einige weitere Subkulturvereine aufgeführt sind. Diese werden aus einem ganz einfachen Grund nicht genannt: die von der Stadt zur Verfügung gestellten Mittel sind schlichtweg verschwindend gering. Klar, manche Vereine sind zu links, zu unabhängig, zu ehrenkäsig, zu … und wollen vom Staat überhaupt nicht gefördert werden, andere jedoch – wie z.B. das damenundherren – sind auf Zuschüsse angewiesen, müssen um jeden Cent betteln und werden von der Stadt nur als Bittsteller oder Störenfriede gesehen. Geld gibt es wenig und Anerkennung überhaupt keine. Und das nervt! Zumal wie gesagt extrem viel ehrenamtliches Engagement nötig ist, um einen Verein am Leben zu erhalten und ein Viertel kulturell zu beleben. Dass einzelne Stadtteile durch solche Kulturvereine immens aufgewertet werden und sie die Lebensqualität erhöhen, scheint der Stadt schnurzpiepegal.</p>
<h2>Was fördert die Stadt überhaupt?</h2>
<p>Da fast alle Kulturvereine für ihre Räume regulär Miete zahlen und auch für Strom, Gas, Müllentsorgung etc. aufkommen müssen, liegen die Betriebskosten im Jahr oftmals im fünfstelligen Bereich und bilden den größten Ausgabenposten. Und hier beginnt schon das Problem, denn die Stadt bezuschusst Betriebskosten per se nicht. Auch nicht in der Zeit von Ausstellungen oder an Tagen, an denen Konzerte stattfinden.<br />
Liest man sich die <a title="duesseldorf.de: Förderkriterien des Beirates Bildende Kunst" href="http://www.duesseldorf.de/kulturamt/pdf/foerderkriterien_bildende_kunst.pdf" target="_blank">„Förderkriterien des Beirates Bildende Kunst“</a> durch, weiß man als ehrenamtlicher Kulturschaffender nicht, ob man weinen oder lachen soll. Abgesehen davon, dass ohnehin nur Projekte gefördert werden, wird nur ein „anteiliger Projektkostenzuschuss“ für Technik, Transport und Werbung gewährt. Explizit ausgeschlossen sind Druckkostenzuschüsse, Reisekostenzuschüsse sowie Material- und Produktionskostenzuschüsse. Auf Nachfrage hat man mir beim Kulturamt mitgeteilt, dass auch Künstlerhonorare nicht gefördert werden. Gleichzeitig wird eine „gute künstlerische Qualität des Konzeptes“ gefordert, denn – auch das hat man mir auf Nachfrage gesagt – man wolle schließlich keine Ausstellungen von Hobbykünstlern subventionieren. An dieser Stelle wird es vollends absurd. Noch einmal zum Mitschreiben: Gefördert werden nur Ausstellungen von professionellen Künstlern, wobei nur Technik-, Transport- und Werbekosten bezuschusst werden. Und wer bitteschön bezahlt dann den Künstler? Wer dessen Honorar?? Und wer seine Reise- und Übernachtungskosten??? Klar, natürlich, das hierfür notwendige Geld kommt alles über den Getränkeverkauf während der Vernissage rein. Oder halt durch die Eintrittsgelder der Besucher. Oder eben durch Sponsoring und Spenden. Ist klar. Stellt sich jedoch die Frage, warum diese Finanzierung bei keinem Museum, bei keinem Theater und bei keinem Projekt des Kulturamts funktioniert (siehe oben)?! Liebes Kulturamt, lieber Beirat für Bildende Kunst, habt ihr darüber schon mal nachgedacht?! Habt ihr schon einmal die Abrechnungen der Kulturamtsprojekte angeschaut?!</p>
<p>Die Folge: Jeder kleine Kulturverein muss (!) Partys veranstalten. Anders lassen sich die Betriebskosten und auch die Kosten für Ausstellungen schlichtweg nicht decken. UEFA und FIFA sei Dank ist alle zwei Jahre ein großes Fußballturnier, zu dem sich die Kulturvereine eine Public Viewing Lizenz kaufen und dann alle Spiele live zeigen können. So, und nur so, kann sich ein Kulturverein bzw. ein Off-Space in Düsseldorf finanzieren. Was sich daraus für ein Image ergibt? Richtig: „Ins damenundherren gehen die Leute ja eh nur um billig zu saufen.“ Oder: „Die machen ja Kultur nur nebenher.“ Ergo besteht auch kein Grund, einen solchen Verein zu fördern. Klingt logisch, oder?</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/08/duesseldorf-millionen-fuer-die-hochkultur-groschen-fuer-die-off-szene/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1466&amp;md5=ed0367b7ee4f48d89e594679f628ebc0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Facebook: Time to say Goodbye! Eigentlich.</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/07/facebook-time-to-say-goodbye-eigentlich/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media und Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Friendica]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>

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		<description><![CDATA[Man weiß bei Facebook gar nicht mehr, wo man anfangen soll, sich aufzuregen. Über die letztens eingeführte Stasi-Funktion „Verpfeif‘ deine Freunde!“? Über das automatische Posten von Werbung? Darüber, dass Facebook heimlich die Chats seiner Nutzer überwacht? Oder eher über so olle Kamellen wie versteckte Datenschutzeinstellungen, ständige Neuerungen und Zombie-Freunde? Facebook nervt jedenfalls gewaltig und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Sonja Zietlow „Die 50 größten Facebook-Aufreger“ auf RTL moderiert. Fest steht: es reicht! Austreten! Alle!!! Doch wer macht den Anfang? Und wohin sollen Nutzer und Unternehmen gehen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man weiß bei Facebook gar nicht mehr, wo man anfangen soll, sich aufzuregen. Über die letztens eingeführte <a title="BasicThinking.de: Facebook sucht nach Pseudonymen und die Konkurrenz leidet weiter" href="http://www.basicthinking.de/blog/2012/07/10/facebook-sucht-nach-pseudonymen-und-die-konkurrenz-leidet-weiter/" target="_blank">Stasi-Funktion „Verpfeif‘ deine Freunde!“</a>? Über das <a title="t3n.de: Facebook: Seiten posten automatisch Werbung im Namen von Fans" href="http://t3n.de/news/facebook-seiten-posten-401900/" target="_blank">automatische Posten von Werbung</a>? Darüber, dass Facebook <a title="Spiegel.de: Facebook kollidiert mit dem Grundgesetz" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/die-mensch-maschine-sascha-lobo-ueber-das-telemediengeheimnis-a-844782.html" target="_blank">heimlich die Chats seiner Nutzer überwacht</a>? Oder eher über so <a title="Focus.de: Die größten Facebook-Aufreger... Datenschutz und Pseudo-Freunde: Die größten Facebook-Aufreger - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/internet/facebook/tid-26230/datenschutz-und-pseudo-freunde-die-groessten-facebook-aufreger_aid_770108.html" href="http://www.focus.de/digital/internet/facebook/tid-26230/datenschutz-und-pseudo-freunde-die-groessten-facebook-aufreger_aid_770108.html" target="_blank">olle Kamellen wie versteckte Datenschutzeinstellungen, ständige Neuerungen und Zombie-Freunde</a>? Facebook nervt jedenfalls gewaltig und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Sonja Zietlow „Die 50 größten Facebook-Aufreger“ auf RTL moderiert. Fest steht: <a title="t3n.de: Facebook, es reicht! [Kommentar]" href="http://t3n.de/news/facebook-reicht-kommentar-402498/" target="_blank">es reicht!</a> Austreten! Alle!!! Doch wer macht den Anfang? Und wohin sollen Nutzer und Unternehmen gehen?</p>
<h2>(K)Ein Vergleich mit StudiVZ</h2>
<p>Wir erinnern uns: StudiVZ hatte zu Hochzeiten 16 Millionen Mitglieder. Heute sind es gefühlte null. Doch obwohl StudiVZ läppisch mit Nutzerdaten umging, gravierende Sicherheitslücken aufwies und keine Skrupel hatte, einfach mal die AGBs zu ändern, ist es <a title="elektrischer-reporter.de: 031: ein VZ, eine Verlobung und ein Versuch" href="http://www.elektrischer-reporter.de/phase3/video/268/" target="_blank">daran nicht zu Grunde gegangen</a>. Gründe für das Scheitern waren vielmehr die veraltete Technik, zu wenig Innovation, die ausgrenzende Namensgebung des Netzwerks sowie fehlende Internationalität. An all diesen Punkten wird Facebook nicht scheitern. Wie viele Nutzer „nur“ aufgrund von ein „paar“ „Aufregern“ austreten, kann man deshalb schwerlich sagen. Man kann ihnen aber den Ausstieg schmackhaft machen.</p>
<h2>Daten sichern, schön aufbereiten und leise Servus sagen</h2>
<p>Aus Facebook austreten fällt erstens schwer, weil „alle“ dort sind und zweitens, weil viele Nutzer in den letzten Jahren viele, viele Inhalte auf Facebook hochgeladen, es als Biografie, Chronik und Archiv genutzt haben. Deshalb heißt es jetzt: Daten sichern! <a title="allfacebook.de: Die eigenen Facebook Daten downloaden " href="http://allfacebook.de/features/die-eigenen-facebook-daten-downloaden-facebook-bietet-nun-einen-erweiterten-download-des-eigenen-facebook-profils-an" target="_blank">All die Statusmeldungen, Nachrichten, Fotos, Videos, Freundeslisten etc. pp. als zip-Datei herunterladen</a> und entpacken. Und dann??? Dann hat man html-Dateien, die nicht wirklich Spaß machen und wie eine missglückte Variante von Google+ aussehen:</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Facebook_Download_Screenshot.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1459" title="Screenshot von heruntergeladener Facebook-Datei" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Facebook_Download_Screenshot-300x159.png" alt="" width="475" height="252" /></a></p>
<p>Für Nostalgiker dürften diese Daten nur ein schwacher Trost für den Verlust ihres Facebook-Lebens sein. Aber mittlerweile kann man sich zum Glück <a title="TimelineMovieMaker.com" href="http://www.timelinemoviemaker.com/" target="_blank">für lau ein pathetisches Video</a> und <a title="blog.pixum.de: Neu bei Pixum: Ihre Facebook-Historie als Fotobuch" href="http://blog.pixum.de/index.php/neu-bei-pixum-ihre-facebook-historie-als-fotobuch/" target="_blank">für 50 Euro ein Fotobuch der eigenen Timeline</a> erstellen. Ja, das ist ein wenig wie E-Mails ausdrucken und für Techies sicherlich ein beknackte Idee. Doch zum Großteil sind die 900 Millionen Facebook-Nutzer eben keine Techies und dürften eine solche „Datensicherung auf Papier“ zu schätzen wissen. Und wie gesagt: für die silberne Hochzeit 2039 haben die Kinder immer noch die Möglichkeit, die html-Daten von damals in xhtml500 zu konvertieren und eine Virtual Reality Show draus zu machen. Für jetzt bleibt jedoch festzuhalten: die Archivierung der Daten fällt leichter, als viele denken. Und damit ist der erste Schritt zum Löschen Deaktivieren des Facebook-Accounts getan.</p>
<h2>Google+ ist keine Alternative. Eigentlich.</h2>
<p>Schön wäre es natürlich, wenn man die gespeicherten Facebook-Daten nehmen und direkt in das neue soziale Netzwerk hochladen könnte. Doch in welches denn?! Und das ist das Hauptproblem: es gibt momentan keinen adäquaten Facebook-Ersatz. Technisch, optisch und funktional kann Google+ zwar mit links mithalten, aber wer wechselt schon gerne von der Pest zur Cholera? Ich, als Google-Fanboy, sehe das zwar anders und freue mich, dass <a title="t3n.de: Google+ wächst in den USA um 43% in einem Monat, jetzt größer als Linkedin" href="http://t3n.de/news/google-wachst-usa-um-43-monat-402425/" target="_blank">Google+ in den USA im letzten Monat um 43 % gewachsen ist</a>, nichtsdestotrotz hat auch Google – wie <a title="ftd.de: Google zahlt Millionenstrafe wegen Safari-Trick" href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:datenschutz-im-apple-browser-google-zahlt-millionenstrafe-wegen-safari-trick/70061726.html" target="_blank">der jüngste Vorfall</a> mal wieder beweist – in Sachen Datenschutz keine weiße Weste und ist eben auch: ein Unternehmen. Das ist das entscheidende Problem. Denn sind erstmal „alle“ im sozialen Netzwerks eines Unternehmens (und damit für die Nutzer die sozialen Ausstiegsbarrieren hoch), wird dieses irgendwann Profit daraus schlagen. Und das geht immer auf Kosten der Nutzer. Entweder müssen die dann Geld für einen Premium-Account bezahlen, massenhaft Werbung ertragen oder zulassen, dass ihre Daten verkauft werden. Sind die Nutzer also erstmal im goldenen Käfig gefangen, kann ein Unternehmen innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen ihnen auf der Nase herumtanzen. Also genau das machen, was Facebook derzeit tut. Zu vertrauen, dass Google auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nicht „evil“ wird, zeugt deshalb von einer optimistischen Lebensauffassung. Kleine Prophezeiung am Rande: auch Twitter wird bald Geld verdienen müssen und damit seine Nutzer verärgern.</p>
<h2>Friendica, Diaspora etc.</h2>
<p>Das Problem ist, dass die beiden bekannten Open-Source-Netzwerke <a title="TryFriendica.de" href="https://tryfriendica.de/" target="_blank">Friendica</a> und <a title="JoinDiaspora.com" href="https://joindiaspora.com/ " target="_blank">Diaspora</a> derzeit noch keine Alternativen darstellen. Beide bieten momentan auch keinen „normalen“ Zugang an. Und das nicht ohne Grund. Denn obwohl die Grundfunktionen, also Profil anlegen, Statusmeldungen posten, kommentieren, Freunde hinzufügen oder private Nachrichten senden, in beiden Netzwerken funktionieren, wirken sie nicht rund. Sie machen nicht wirklich Spaß und fühlen sich so 2006 an. Wenn man die nicht-kommerziellen Netzwerke ausprobiert hat, weiß man erst, wie gut Facebook in technischer Hinsicht ist.<br />
Weitere gute Ansätze gibt es mehr als genug und die Liste an <a title="Wikipedia.org: Distributed Social Network" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Distributed_social_network" target="_blank">dezentralen sozialen Netzwerken</a> ist lang, beeindruckend lang, unnötig lang. Denn sie haben ein zentrales Problem: Unausgereiftheit. Es wäre eine gute Idee, allen eine E-Mail zu schreiben und ihnen zu sagen, dass „wir“ keine 20 schlechten Alternativen zu Facebook brauchen, sondern eine gute! ZEIT-Autor Patrick Beuth fordert deshalb zu Recht: <a title="Zeit.de: Netzwerke aller Länder, vereinigt euch" href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-05/facebook-alternativen-social-swarm" target="_blank">„Netzwerke aller Länder, vereinigt euch!“</a><br />
Solange sich Facebook jedoch zehn Mal schneller entwickelt als die ganzen Open Source Varianten, wird die Forderung zum Facebook-Austritt schnell verhallen und die meisten Nutzer werden im goldenen Käfig sitzen bleiben. Datenschutz hin oder her. <a title="YouTube.com: A LIFE ON FACEBOOK by Maxime Luère" href="http://www.youtube.com/watch?v=NfIT1X3lnIY" target="_blank">Scheidet unsere Ehe mit Facebook also erst der Tod?</a> Nein! Das muss nicht sein! Diaspora ist für uns alte Hasen zwar noch zu jungfräulich, aber die Zeit für eine Liebesbeziehung mit Google+ ist reif. Hab ich gerade nicht etwas von Pest und Cholera geschrieben? Ja, hab ich. Aber wer sagt denn, dass die Beziehung mit Google+ auf immer und ewig halten muss?! Hallo?! <a title="Statista.com: Scheidungsquote in Deutschland von 1960 bis 2008" href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76211/umfrage/scheidungsquote-von-1960-bis-2008/" target="_blank">Über 50 % der Ehen werden geschieden</a>, da sollten wir doch auch bereit sein, uns alle paar Jahre von einem sozialen Netzwerk zu trennen!</p>
<p>P.s. Axel, eine Frage zum Schluss: „Wann löschst du eigentlich deinen Facebook-Account?“ Antwort: „Öhhmmm&#8230;.“</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/07/facebook-time-to-say-goodbye-eigentlich/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1457&amp;md5=2b65542b764906dc00ff086604e74aaf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>El Greco, die Moderne und das Storytelling</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/06/el-greco-die-moderne-und-das-storytelling/</link>
		<comments>http://www.axelkopp.com/2012/06/el-greco-die-moderne-und-das-storytelling/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>

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		<description><![CDATA[„Vielleicht würden sich mehr Jugendliche statt für die Nyan-Cat für El Greco interessieren, wenn sie wüssten, was der Mann für ein Freak war“, schreibt Dieter Nuhr (oder sein Ghostwriter). Der These stimme ich zu, würde sogar noch weiter gehen und „Jugendliche“ durch „Leute“ ersetzen. Doch wer bringt denen den El Greco näher? Und wie? Das Museum Kunstpalast hat sich die Beantwortung diese Fragen gespart und stattdessen das Womit beantwortet: mit Social und Cross Media. Das ist schade, denn mit Markus Kottmann hat man nicht nur einen El Greco Besessenen, sondern auch einen Storyteller allererster Kajüte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Vielleicht würden sich mehr Jugendliche statt für die Nyan-Cat für El Greco interessieren, wenn sie wüssten, was der Mann für ein Freak war“, <a title="SMKP.de: Dieter Nuhr zu El Greco" href="http://www.smkp.de/ausstellungen/aktuell/el-greco/dieter-nuhr-zu-el-greco.html" target="_blank">schreibt Dieter Nuhr</a> (oder sein Ghostwriter). Der These stimme ich zu, würde sogar noch weiter gehen und „Jugendliche“ durch „Leute“ ersetzen. Doch wer bringt denen den El Greco näher? Und wie? Das Museum Kunstpalast hat sich die Beantwortung diese Fragen gespart und stattdessen das Womit beantwortet: mit Social und Cross Media. Das ist schade, denn mit Markus Kottmann hat man nicht nur einen El Greco Besessenen, sondern auch einen Storyteller allererster Kajüte.</p>
<h2>El Greco und Social Media, passt das zusammen?</h2>
<p>Die wenig überraschende Antwort von <a title="SMKP.de: Über uns" href="http://www.smkp.de/ueber-uns/team/marketing.html" target="_blank">Marketingleiterin Barbara Wiench</a> lautete: „Ja!“ Denn El Greco sei damals auch sehr modern und seiner Zeit voraus gewesen. Außerdem wolle man junge Leute ansprechen und die seien bekanntlich auf Facebook, YouTube und Co. (&#8230; blabla&#8230;). In der Folge hat das Museum Kunstpalast zusätzlich zum üblichen <a title="SMKP: Museum Kunstpalast 2.0" href="http://www.smkp.de/mkp-20.html" target="_blank">Social Media Gedöns</a> eine native App inkl. QR-Rallye entwickelt und <a title="SMKP.de: El Greco Bildpaten" href="http://www.smkp.de/ausstellungen/ausblick/el-greco/bildpaten.html" target="_blank">zwölf Bildpaten gesucht</a>, die „mit ihrem Facebook Profil von der Ausstellung und ihrem Lieblingswerk berichten“. Wer die meisten Likes erhält, darf nach Toledo in den Urlaub fliegen. Ausgefeilte Marketing-Strategie: Reichweite über die Bildpaten generieren, Multiplikatoreneffekte ausnutzen. Das klappt ganz gut, wie man an der derzeit führenden <a title="Facebook.com: Catherine Yannidakis-Hahne" href="https://www.facebook.com/catherine.yannidakishahne" target="_blank">Catherine Yannidakis-Hahne</a> sieht: 611 Likes und die Pinnwand mit El Greco Werbung überzogen. Auch die Abrufzahlen der <a title="YouTube.com: Museum Kunstpalast" href="http://www.youtube.com/user/museumkunstpalast/videos" target="_blank">dazugehörigen YouTube-Videos</a> sind ok. In anderer Hinsicht klappt das Projekt leider nicht: in der Vermittlung von Inhalten. Denn die Bildpaten rühren zwar kräftig die Werbetrommel, doch heraus kommt keine ausgereifte Percussion, sondern Lärmbelästigung.</p>
<h2><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/ElGreco_Bildpaten.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1442" style="margin-top: 20px; margin-bottom: 20px;" title="El Greco Ausstellung: Bildpaten" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/ElGreco_Bildpaten-300x200.jpg" alt="" width="475" height="317" /></a><br />
(Kein) Storytelling in der Ausstellung</h2>
<p>Wie gesagt: das Marketing-Handwerk beherrscht das Museum Kunstpalast. So hat man es nicht bei der Social Media Geschichte belassen, sondern eine crossmediale Kampagne konzipiert und ein <a title="Facebook.com: Bildpaten-Event" href="https://www.facebook.com/events/324428987639619/" target="_blank">Bildpaten-Event</a> veranstaltet – mit DJ, Sangria, Oliven und Rundum-Sorglos-Paket für alle Blogger (Danke dafür!). Da die erste Führung recht voll war, bin ich erstmal „einfach so“ durchs Museum geschlendert und es war wie so oft: interessante Bilder und staubtrockene Texte. Die Museums-App, die es erstaunlicherweise <a title="Play.Google.com: Museum Kunstpalast App" href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.phonegap.mkp&amp;feature=search_result#?t=W251bGwsMSwxLDEsImNvbS5waG9uZWdhcC5ta3AiXQ.." target="_blank">auch für Android</a> gibt (gut so!), ist technisch gelungen, doch der Audioguide ist furchtbar, furchtbar langweilig und besteht aus lexikalischen Texte, die von maximal neutralen Sprecherstimmen vorgelesen werden. Für die 53 Kunstwissenschaftler und 26 El Greco Verehrer in Deutschland sind solche Audio Guides ein Traum. Nein, ich muss mich korrigieren, sie wären ein Traum. Denn solche Leute haben vor ihrem Museumsbesuch eh schon mindestens ein, zwei El Greco Bücher durchgeschmökert und wissen eh schon alles. Wer also braucht eine solche App? Wer einen solchen Audio Guide??? Und wer braucht Texte an der Wand, die man sich exakt zweieinhalb Minuten merken kann und dann auf immer und ewig vergisst??? Wer??? Hätte mich beim Museumsrundgang nicht <a title="Museumstraum.de: Tanja Neumann" href="http://www.museumstraum.de/about-3/about-2/" target="_blank">Museumstraum Tanja Neumann</a> begleitet, hätte ich mich so sehr gelangweilt, dass ich auf <a title="YouTube.com: Streetart-Künstler übermalt Picasso" href="http://www.youtube.com/watch?v=dhDgxNsLzgM" target="_blank">dumme Ideen</a> gekommen wäre.</p>
<h2><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/ElGreco_MarkusKottmann.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1443" style="margin-top: 20px; margin-bottom: 20px;" title="El Greco: MarkusKottmann" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/ElGreco_MarkusKottmann-300x225.jpg" alt="El Greco: MarkusKottmann" width="475" height="356" /></a><br />
„Kommen Sie näher ran, sonst sehen Sie das nicht!“</h2>
<p>Als ich den Abend in Sachen El Greco innerlich schon abgehakt hatte, kam der Erlöser: Markus Kottmann, der die Museumsführung leitete, nein, der die Besucher packte, ins 16. Jahrhundert entführte, sie auf die Reisen El Grecos mitnahm, dessen Scheitern in Rom nacherlebte, seine malerische Genialität, seinen avantgardistischen Umgang mit Farben, Formen und Perspektiven an einzelnen Gemälden schilderte, von jedem einzelnen Teilnehmer verlangte, sich das <a title="WDR.de: Bildnis des Juristen Jerónimo de Cavallos" href="http://www.wdr.de/tv/westart/dienstag/sendungsbeitraege/2012/0424/el_greco.jsp?pbild=1" target="_blank">Bildnis des Juristen Jerónimo de Cevallos</a> ganz genau und ganz nah anzusehen, und dazwischen von Bild von Bild hetzte (denn das ist verlorene Zeit!). Ich denke, man kann sagen, dass Markus Kottmann ein Freak ist. Aber einer der allerbesten Sorte! Einer der El Greco lebt, mit ihm per Du ist (und ihn folglich „Dominikos“ nennt) und vor allem auch einer ist, der diese Leidenschaft übertragen und die Besucher mitreißen kann.<br />
<a title="Facebook.com: Christian Henner-Fehr " href="https://www.facebook.com/hennerfehr/posts/295771293851990" target="_blank">Patrick Breitenbach schrieb letztens</a>: „Man muss als Social Media Manager selbst nicht das Storytelling beherrschen, sehr wohl aber ein Gespür für gute Stories haben und sie (und ihre Erzähler) im System finden und nach außen vermitteln.“ Mit Markus Kottmann hat das Museum Kunstpalast einen hervorragenden Storyteller mit einem ausgezeichneten Gefühl für spannende Geschichten – und damit ein Juwel, das tausend Mal mehr wert ist, als irgendwelche Bildpatenschaften oder Apps. Denn Markus Kottmann kann nicht nur begeistern, sondern auch Inhalte vermitteln!</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/06/el-greco-die-moderne-und-das-storytelling/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1438&amp;md5=9e7aaf08f7b22eafa632837615d08523" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausbildung zum Social Media Manager (oder so ähnlich)</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/06/ausbildung-zum-social-media-manager-oder-so-aehnlich/</link>
		<comments>http://www.axelkopp.com/2012/06/ausbildung-zum-social-media-manager-oder-so-aehnlich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media und Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema „Qualifikationen und Berufsbilder für digitale Kommunikation für Kunst und Kultur“ steht im Mittelpunkt des nächsten startcamps (im Rahmen der Kölner Internetwochen) im September. Und das ist gut so! Denn momentan sind nicht nur im Kulturbereich Social Media Manager Quereinsteiger (siehe Axel Kopp). Das ist logisch, denn derzeit gibt es für diesen Job weder eine Ausbildung noch ein Studium. Höchste Zeit, das zu ändern! Denn „Learning by Doing“ trägt auf Dauer nicht. Doch was zeichnet einen guten Social Media Manager/Referenten/Redakteur/Beaufragten... aus? Was für Fähigkeiten und Qualifikationen braucht er?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema „Qualifikationen und Berufsbilder für digitale Kommunikation für Kunst und Kultur“ steht im Mittelpunkt des nächsten <a title="Startcampl.posterous.com: stARTschuss für das stARTcamp Köln 2012" href="http://startcampk.posterous.com/startschuss-fur-das-startcamp-koln-2012-thema" target="_blank">startcamps </a>(im Rahmen der <a title="iwcgn.köln.de: Programm" href="http://iwcgn.koeln.de/programm.html" target="_blank">Kölner Internetwochen</a>) im September. Und das ist gut so! Denn momentan sind nicht nur im Kulturbereich Social Media Manager Quereinsteiger (siehe Axel Kopp). Das ist logisch, denn derzeit gibt es für diesen Job weder eine Ausbildung noch ein Studium. Höchste Zeit, das zu ändern! Denn „Learning by Doing“ trägt auf Dauer nicht. Doch was zeichnet einen guten Social Media Manager/ Referenten/ Redakteur/ Beaufragten&#8230; aus? Was für Fähigkeiten und Qualifikationen braucht er?</p>
<h2>Irgendwas mit Social Media – aber was?</h2>
<p>Obwohl <a title="wuv.de: Kein Witz! IHK bildet Social Media Experten aus" href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/kein_witz_ihk_bildet_social_media_experten_aus" target="_blank">am Anfang belächelt</a>, finde ich es gut, dass mein Arbeitgeber, die IHK, seit letztem Jahr einen sieben Module umfassenden <a title="ihk-die-weiterbildung,de: Social Media Manager (IHK)" href="http://www.ihk-die-weiterbildung.de/index.php?id=651&amp;idkurs=664969" target="_blank">Zertifikatslehrgang zum Social Media Manager</a> anbietet. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob ein Zertifikatslehrgang ausreicht oder ob ein Studium nicht geeigneter wäre, um einen Social Media Whatever hervorzubringen. Das Whatever ist dabei das größte Problem – und es lässt sich nicht lösen. Denn die Jobs und damit auch die Anforderungen entstehen gerade erst. Die Unterschiede zwischen einem Community Manager für den Hipp Babyclub (gesucht wird ein stilsicherer Psychologe mit Kind), einem Projektmanager für das nächste Facebook (gesucht wird ein sympathischer BWLer mit IT-Kenntnissen) und einem Content Manager für eon (gesucht wird ein crossmedial versierter Journalist mit Interesse für die Energiewirtschaft) sind enorm – deshalb muss ein Social Media Manager imho ziemlich breit aufgestellt sein.</p>
<h2>Was es nicht schon alles gibt</h2>
<p>Nicht nur die IHK bemüht sich, ein zeitgemäßes Ausbildungsangebot zu schaffen, auch diverse Hochschulen sind dran. Ganz gut zeigt sich das an den vielzähligen und spannenden <a title="HdM-Stuttgart.de: Studienangebot" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/index_html" target="_blank">Bachelor-Studiengängen an der Hochschule der Medien in Stuttgart</a>. Hier eine Auswahl:</p>
<ul>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Audiovisuelle Medien" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550035" target="_blank">Audiovisuelle Medien (B.Eng.) </a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Crossmedia-Redaktion" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550045 " target="_blank">Crossmedia-Redaktion (B.A., Studienstart WS 12/13)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Informationsdesign" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550032" target="_blank">Informationsdesign (B.A.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Medieninformatik" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550033" target="_blank">Medieninformatik (B.Sc.) </a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Mediapublishing" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550038" target="_blank">Mediapublishing (B.Sc.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Medienwirtschaft" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550039" target="_blank">Medienwirtschaft (B.A.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Mobile Medien" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550041" target="_blank">Mobile Medien (B.Sc.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart,.de: Studiengang Online-Medien-Management" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550029" target="_blank">Online-Medien-Management (B.Sc.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Studiengang Werbung udn Marktkommunikation" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550034 " target="_blank">Werbung und Marktkommunikation (B.A.)</a></li>
<li><a title="HdM-Stuttgart.de: Wirtschaftsinformatik und digitale Medien" href="http://www.hdm-stuttgart.de/studienangebot/studiengaenge_aktuell/studiengang_steckbrief?sgang_ID=550028" target="_blank">Wirtschaftsinformatik und digitale Medien (B.Sc.)</a></li>
</ul>
<p>Dass es sich in allen Fällen um interdisziplinäre Studiengänge handelt, die ihre Inhalte aus der Journalistik, den Kommunikationswissenschaften, der Psychologie, dem Mediendesign, der Elektrotechnik, den Rechtswissenschaften, der Mathematik, der BWL und der Informatik speisen, ist logisch. Ebenso, dass die Abschlussbezeichnungen zwischen Bachelor of Arts und Bachelor of Science changieren. „Kultur“ kommt in den Studiengängen nicht vor. Ich denke, bis auf den Punkt „Kulturvermittlung“ (inkl. sachverwandten Themen wie Gamification) ist das auch nicht nötig. Denn soooo viele Besonderheiten hat die Kulturbranche gar nicht. Oder anders herum: die Kluft innerhalb des Kulturbetriebs ist riesig! Ein Popmusiklabel kämpft an ganz andere Fronten (illegale Downloads, Urheberrechte&#8230;) als ein Heimatmuseum (Bedeutungsverlust, vermeintlich langweilige Themen&#8230;).<br />
Aus diesem Grund lasse ich in meinem Curriculum für das Bachelorstudium in Social Media Management (B.A.) die Kultur außen vor. Hier mein Vorschlag:</p>
<p><strong>Modul 1: Kommunikation</strong></p>
<ul>
<li>Medientheorie</li>
<li>Kommunikationstechniken</li>
<li>Grundlagen PR</li>
<li>Unternehmenskommunikation</li>
<li>Grundlagen der off- und online Recherche</li>
<li>Stilistik für Online-Redakteure</li>
<li>Schreiben fürs Netz (suchmaschinenoptimiertes Schreiben, Blogbeiträge, Facebook-Posts etc.)</li>
<li>Community Management</li>
</ul>
<p><strong>Modul 2: Management</strong></p>
<ul>
<li>Managementtheorien</li>
<li>Managementtechniken</li>
<li>Organisationstheorien</li>
<li>Projektmanagement</li>
<li>Projektmanagement in der Praxis (Software &amp; Tools)</li>
<li>Wissens- und Content-Management</li>
<li>Soft Skills</li>
<li>Netzökonomie: Geschäfts- und Erlösmodelle im Social Web</li>
<li>Kreativitätstechniken</li>
</ul>
<p><strong>Modul 3: Marketing</strong></p>
<ul>
<li>Grundlagen des Marketings</li>
<li>Konzept- und Strategieentwicklung</li>
<li>Cross-Media-Prozesse und Storytelling</li>
<li>Monitoring und Controlling</li>
</ul>
<p><strong>Modul 4: IT und Technik</strong></p>
<ul>
<li>Grundlagen HTML und CSS</li>
<li>Grundlagen HTML5</li>
<li>Grundlagen PHP5</li>
<li>Grundlagen JavaScript</li>
<li>Grundlagen Mobile Web</li>
<li>Software-Engineering (App-/Tool-/Game-Entwicklung)</li>
</ul>
<p><strong>Modul 5: Recht</strong></p>
<ul>
<li>Medienrecht</li>
<li>Urheberrecht</li>
</ul>
<p><strong>Modul 6: Netzkultur</strong></p>
<ul>
<li>Geschichte des Internets</li>
<li>Einführung in Netzkultur</li>
<li>Aktueller Diskurs im Web</li>
<li>Aktuelle Trends im Web</li>
</ul>
<p><strong>Modul 7: Medienproduktion</strong></p>
<ul>
<li>Grundlagen Mediengestaltung</li>
<li>Grundlagen Informationsdesign</li>
<li>Crossmedia-Publishing</li>
<li>Webdesign: Konzeption, Gestaltung und Programmierung einer Website</li>
<li>Produktion Audio</li>
<li>Produktion Webcasts/Webinare</li>
<li>Produktion Video</li>
<li>Studiumsbegleitendes Bloggen über alle Semester hinweg</li>
</ul>
<p><strong>Modul 8: Bachelorprüfung</strong></p>
<p>Einige Seminare erfordern sicherlich mehr Zeit als ein Semester (z.B. Produktion Video oder Schreiben fürs Netz). Ich wollte diesen Blogbeitrag jetzt aber auch nicht zu ausführlich gestalten – und habe deshalb auch auf die Verteilung der 180 ECTS-Credits verzichtet. <img src='http://www.axelkopp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Allerdings würde mich brennend interessieren, was ihr von obigem Curriculum haltet! Was fehlt? Was ist überbewertet?</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/06/ausbildung-zum-social-media-manager-oder-so-aehnlich/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1433&amp;md5=71266b4c08c05b1bc16ab45206dcdada" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kultur sponsored by Reemtsma</title>
		<link>http://www.axelkopp.com/2012/05/kultur-sponsored-by-reemtsma/</link>
		<comments>http://www.axelkopp.com/2012/05/kultur-sponsored-by-reemtsma/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 May 2012 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Kopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturfinanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Kultursponsoring]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende hat in Düsseldorf das Variété Liberté gastiert. Aus einem ehemaligen Supermarkt wurde „eine einzigartige Begegnungsstätte für Kulturenthusiasten. Großformatige Rauminstallationen, traumwandlerische Multimedia-Performances und musikalische Delikatessen hauchten dem bis dahin leer stehenden Gebäude eine neue Identität ein“, heißt es auf der Website. Bisschen übertrieben, aber nicht falsch. Gesponsert wurde die Veranstaltung von Gaulloise/Reemtsma. Und das scheint für einige noch immer ein Problem zu sein. Meiner Meinung nach ist es das Gegenteil: eine große Chance!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende hat in Düsseldorf das Variété Liberté gastiert. Aus einem ehemaligen Supermarkt wurde „eine einzigartige Begegnungsstätte für Kulturenthusiasten. Großformatige Rauminstallationen, traumwandlerische Multimedia-Performances und musikalische Delikatessen hauchten dem bis dahin leer stehenden Gebäude eine neue Identität ein“, heißt es auf der <a title="PlaceDeLaCreativite.de" href="http://www.placedelacreativite.de/" target="_blank">Website</a>. Bisschen übertrieben, aber nicht falsch. Gesponsert wurde die Veranstaltung von Gaulloise/Reemtsma. Und das scheint für einige <a title="Twitter.com: Indirekte Kritik" href="https://twitter.com/KunstDUS/status/200176318468464641" target="_blank">noch immer ein Problem</a> zu sein. Meiner Meinung nach ist es das Gegenteil: eine große Chance!</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_0042.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1426" title="Place de la Créativité: Lichtinstallation" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_0042.jpg" alt="" width="475" height="317" /></a></p>
<h2>Künstler: aus Tradition (unnötig) arm</h2>
<p>In einer Umfrage des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) gaben über 90 Prozent der Befragten an, nicht ausschließlich vom Verkauf ihrer Kunst leben zu können (Quelle: <a title="Fluter.de: &quot;Kann man davon leben? - Sechs Fragen an junge Künstler&quot;" href="http://www.fluter.de/de/111/thema/10378/" target="_blank">Fluter</a>). Jetzt kann man sagen: ist normal, war schon immer so, wie bei Spitzwegs armem Poeten eben. Doch ist das gut? Wer das meint, bitteschön, soll gerne als Künstler in Armut leben oder seine Brötchen auf dem Bau oder sonstwo verdienen. Ein besserer Künstler wird er dadurch allerdings nicht! Auch sollte er nicht vergessen, dass viele großen Künstler Auftragsarbeiten angefertigt haben. So wäre vermutlich ohne den <a title="Wikipedia.org: Mona Lisa" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mona_Lisa#Lisa-del-Giocondo-Theorie" target="_blank">Auftrag von Francesco del Giocondo</a> die Mona Lisa nicht entstanden und ohne den von Charles Saatchi hätte Damien Hirst vielleicht niemals einen <a title="Wikipedoa.org: The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living" href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Physical_Impossibility_of_Death_in_the_Mind_of_Someone_Living" target="_blank">Tigerhai eingelegt</a>. Der Unterschied zwischen diesen beiden Aufträgen ist der Unterschied zwischen schlechtem und gutem Kultursponsoring. Während del Giocondo vermutlich explizit ein Portrait der Mona Lisa orderte, hat Saatchi bei Damien Hirst ein Werk für 50.000 Pfund bestellt – und eben keine inhaltliche Vorgaben gemacht. Und so sollte es auch bei Kultursponsoring sein: der Sponsor zahlt, beeinflusst aber den Künstler nicht in seinem Schaffen. Anders als bei Saatchis Auftrag liegt die wahre Gegenleistung beim Kultursponsoring allerdings nicht in der Kunst selbst, sondern im Imagetransfer.</p>
<h2>Die Währung heißt Anwesenheit</h2>
<p>Tabakkonzerne sind als Sponsoren ideal: sie haben Geld und keine andere Wahl. Denn im Radio und Fernsehen dürfen sie nicht werben und zusätzlich haben sie das Problem, dass „geschmackliche und imageorientierte Wahrnehmungsunterschiede zwischen den Zigarettenmarken generell erst bei Produktkenntnis auftreten“ (<a title="Uni-Magdeburg.de: Die Wirkung der Marke auf die Produktwahrnehmung" href="http://www.ww.uni-magdeburg.de/fwwdeka/femm/a2007_Dateien/2007_29.pdf" target="_blank">Müller 2007: 26</a>). Heißt: Zigaretten werden über ihr Image verkauft. Und wer kein Marlboro-Cowboy sein will, sondern ein kreativer Hipster, ist gezwungen, sich an junge Grafikdesigner und Künstler ranzuschmeißen. Deshalb wurde im Variété Liberté auch geknipst und gefilmt, was das Zeug hielt. Kann man nämlich alles schön ins Netz stellen.<br />
Interessanterweise hatte es Gaulloise dabei nicht nur auf Kunst und Künstler abgesehen, sondern auch auf das Publikum, das die Erwartungen erfüllt haben dürfte: jung, hip, schön. Die Statisten wurden damit zu Protagonisten. Die eigentliche Währung, mit der Künstler und Publikum bezahlten, hieß Anwesenheit. Um das zu durchschauen, muss man kein Marketing studiert haben. Doch eben weil jeder halbwegs aufgeklärter Bürger weiß, wie das Spiel funktioniert, kann auch jeder entscheiden, ob er es mitspielt. In diesem Fall dürfte es sich für alle Beteiligten gelohnt haben, eine Win-Win-Win-Situation quasi.</p>
<h2>Leider geil</h2>
<p>Einem <a title="Wikipedia.org: Straight Edge" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Straight_edge" target="_blank">Straight Edge</a> Künstler würde man aus Imagegründen nicht empfehlen, sich von Gaulloise bezahlen zu lassen. Für alle anderen jungen Künstler sind solche Veranstaltungen hingegen ideal, um Kohle zu scheffeln und ihre Kunst der Öffentlichkeit zu zeigen. Denn Geldmangel ist ihr eines Problem, Aufmerksamkeitsdefizit ihr anderes. Insofern helfen solche gesponserten Veranstaltungen den Künstlern gleich doppelt. Sollte es der Sponsor den Künstlern ermöglichen, Ideen zu realisieren, die sonst kaum Chancen auf Umsetzung hätten (zu groß, zu schwer, zu teuer&#8230;), sogar dreifach. Oder um präziser zu sein: sie könnten den Künstler dreifach helfen. Denn Verhandlungsgeschick und Verkaufstalent besitzen leider nur die wenigsten von ihnen. Aber das ist ein anderes Thema.<br />
Für das Publikum sind Veranstaltungen wie das Variété Liberté: leider geil. Kein Eintritt, dafür ein richtig gutes Programm und obendrauf noch zwei Getränkegutscheine. Von der Street Art Führung über die Auswahl der Künstler bis hin zur gesamten Organisation war die Veranstaltung in Düsseldorf einfach top. Da bezahle ich gerne mit meiner Anwesenheit und ziehe zusätzlich meinen kulturmanagerialen Hut!<br />
Krass natürlich auch, wie viel Geld Reemtsma in die Hand nehmen kann, um ein solches viertägiges Event aus dem Boden zu stampfen und einen alten Supermarkt in ein Partyatelier zu verwandeln. Als jemand, der es gewohnt ist, um jeden Cent öffentliche Kulturförderung zu kämpfen, bleibt einem da die Spucke weg. [Conclusio entfällt aufgrund fehlender Spucke]</p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_006.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1427" title="Place de la Créativité: Lichtinstallation" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_006.jpg" alt="" width="475" height="317" /></a></p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_001.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1425" title="Place de la Créativité: Lichtinstallation" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_001.jpg" alt="" width="475" height="317" /></a></p>
<p><a href="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_008.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1424" title="Place de la Créativité: Ausstellung" src="http://www.axelkopp.com/wp-content/uploads/Variete-Liberte_008.jpg" alt="" width="475" height="317" /></a></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: left; margin-bottom: 10px;"><g:plusone size="standard" count="" href="http://www.axelkopp.com/2012/05/kultur-sponsored-by-reemtsma/">{lang: 'de'}</g:plusone></div><p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.axelkopp.com/?flattrss_redirect&amp;id=1420&amp;md5=a46e131bb5600ef0bd01fb7bd8e31507" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.axelkopp.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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