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	<title>better media &#8211; The Quality Content Company</title>
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		<title>Schlagzeilen im Journalismus: Die Headline des Jahres 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 08:22:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
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		<category><![CDATA[taz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Print stirbt, Kreativität nicht. Die taz beweist mit der Schlagzeile „Die Auspuffmutter“, dass gute Sprache auch unter Druck funktioniert. Weiterhin entstehen großartige Schlagzeilen im Journalismus. Warum „Die Auspuffmutter“ für mich die Headline des Jahres ist, weshalb ich weiter an Print glaube und mit KI arbeite. Die Zeiten, in denen Papier bedruckt wurde, um Informationen zu verbreiten, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/12/schlagzeilen-im-journalismus-die-headline-des-jahres-2025/">Schlagzeilen im Journalismus: Die Headline des Jahres 2025</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="642" data-end="682"><strong>Print stirbt, Kreativität nicht. Die <em data-start="568" data-end="573">taz</em> beweist mit der Schlagzeile „Die Auspuffmutter“, dass gute Sprache auch unter Druck funktioniert. Weiterhin entstehen großartige Schlagzeilen im Journalismus. Warum „Die Auspuffmutter“ für mich die Headline des Jahres ist, weshalb ich weiter an Print glaube und mit KI arbeite.</strong></p>
<p data-start="684" data-end="1120"><a href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/12/schlagzeilen-im-journalismus-die-headline-des-jahres-2025/taz-auspuffmutter-2025-12-17/" rel="attachment wp-att-17800"><img loading="lazy" class="alignleft wp-image-17800 size-full" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17.png" alt="Gute Schlagzeilen im Journalismus: Die Auspuffmutter bei der taz (Bildschirmfoto)" width="2032" height="878" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17.png 2032w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17-300x130.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17-1024x442.png 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17-768x332.png 768w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/taz-Auspuffmutter-2025-12-17-1536x664.png 1536w" sizes="(max-width: 2032px) 100vw, 2032px" /></a><br />
Die Zeiten, in denen Papier bedruckt wurde, um Informationen zu verbreiten, gehen ihrem Ende entgegen. Das ist keine kulturpessimistische Behauptung, sondern ein nüchterner Befund. Alle Tageszeitungen verlieren Auflage, die gedruckte Ausgabe der <em data-start="930" data-end="935">taz</em> wurde im Oktober dieses Jahres eingestellt. Die Gründe sind bekannt und gut dokumentiert – unter anderem von der <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/taz-tageszeitung-100.html" target="_blank" rel="noopener"><em data-start="1049" data-end="1061">Tagesschau</em>, die den Schritt als ökonomisch unausweichlich beschreibt</a>.</p>
<p data-start="1122" data-end="1414">Mit dem Ende der Druckausgabe verschwinden nicht nur Maschinen und Logistik, sondern auch Erlöse. Für Redaktionen bedeutet das: weniger Geld, weniger Spielraum, mehr Druck. Umso bemerkenswerter ist, dass sich dieser Druck nicht zwangsläufig in geistiger Verarmung niederschlägt. Im Gegenteil.</p>
<h3 data-start="1421" data-end="1459">Ein Kofferwort mit Sprengkraft</h3>
<p data-start="1461" data-end="1533"><a href="https://taz.de/Die-Auspuffmutter/!6134661/" target="_blank" rel="noopener">Am 17.12. titelte die <em data-start="1483" data-end="1488">taz</em></a> anlässlich des Rückzugs vom Verbrennermotor:</p>
<blockquote>
<p data-start="1535" data-end="1557"><strong data-start="1535" data-end="1557">Die Auspuffmutter</strong></p>
</blockquote>
<p data-start="1559" data-end="1902">Ein großartiges Stück Zeitungssprache. Das Kofferwort aus <em data-start="1617" data-end="1626">Auspuff</em> und <em data-start="1631" data-end="1643">Puffmutter</em> funktioniert auf mehreren Ebenen zugleich. Technisch verweist es auf das Ende des Verbrenners, politisch auf Brüssel, personell auf Ursula von der Leyen. Vor allem aber ist es eine satirische Zuspitzung, die Macht sichtbar macht, ohne sie erklären zu müssen.</p>
<p data-start="1904" data-end="2355">Die Schlagzeile verlässt bewusst die reine Sachebene und wechselt in die Metaebene der politischen Inszenierung. Dass dabei eine sexualisierte Konnotation mitschwingt, ist kein Zufall, sondern Teil der Provokation – gerade weil sie einer Politikerin gilt, die sich ansonsten jeder persönlichen Zuschreibung entzieht und gern als moralische Instanz inszeniert. An ihr kommt derzeit niemand vorbei, wenn von „europäischen Werten“ die Rede ist. Die Headline bringt das in einem Wort auf den Punkt.</p>
<p data-start="2357" data-end="2398">Für mich ist das die Headline des Jahres.</p>
<h3 data-start="2405" data-end="2447">Warum Print trotzdem nicht tot ist</h3>
<p data-start="2449" data-end="2865">Auch ich arbeite weiterhin mit Print – und lasse mich von seinem Niedergang nicht bange machen. Denn es gibt nach wie vor gute Gründe, Papier zu bedrucken. Überall dort, wo Informationen dauerhaft aufbewahrt werden sollen, wo Verbindlichkeit zählt, wo Inhalte nicht im Strom der Timeline verschwinden sollen. <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/07/wie-entsteht-ein-konzept-fuer-einen-jahresbericht/" target="_blank" rel="noopener">Geschäftsberichte sind ein klassisches Beispiel</a>. Print ist langsamer und haltbarer, aber genau darin liegt in diesen Anwendungsfällen seine Stärke.</p>
<h3 data-start="2872" data-end="2903">Für gute Schlagzeilen im Journalismus hilft KI</h3>
<p data-start="2905" data-end="3240">Mein Dank gilt in diesem Jahr zugleich der größten Arbeitserleichterung seit der Erfindung des PCs: ChatGPT. Nicht wenige Kollegen fürchten oder verdammen KI. Ich halte das für grundfalsch. Ich nutze sie nicht als Texter, sondern als Sparringspartner. Solange man nichts direkt übernimmt, sondern im konstruktiven Dialog mit der Maschine bleibt, entstehen Ideen, Perspektiven, Reibung – zum Beispiel für treffende Schlagzeilen.</p>
<p data-start="3242" data-end="3320">Mein Art Director hat das längst erkannt – und mir dazu dieses Bild geschickt.</p>
<p><a href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/12/schlagzeilen-im-journalismus-die-headline-des-jahres-2025/blog-kai-ai/" rel="attachment wp-att-17799"><img loading="lazy" class="alignleft size-full wp-image-17799" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/Blog-Kai-AI.jpg" alt="" width="1107" height="804" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/Blog-Kai-AI.jpg 1107w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/Blog-Kai-AI-300x218.jpg 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/Blog-Kai-AI-1024x744.jpg 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/12/Blog-Kai-AI-768x558.jpg 768w" sizes="(max-width: 1107px) 100vw, 1107px" /></a><br />
Wenn Sie irgendwo eine bessere Schlagzeile gelesen haben, <a href="mailto:mail@better-media.de" target="_blank" rel="noopener">schreiben Sie mir</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Wenn „no way“ zu „kein Weg“ wird: Wie Journalisten im Englischen straucheln</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2025/10/no-way-kein-weg-woertliche-uebersetzung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 22:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[englisch-deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[ntv]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie man mit einer wörtlichen Übersetzung daneben liegt: „no way“ mit „kein Weg“ zu übersetzen ist sprachlich schief und journalistisch schwach. Wer Verständlichkeit will, braucht Sinn statt Silbenzählen. Ich habe ja schon mehrfach angemerkt, dass alle so tun, als wäre ihr Englisch „verhandlungssicher“. Ebenso oft habe ich Beispiele gesehen, die dieses Selbstbewusstsein als eitles Geschwätz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/10/no-way-kein-weg-woertliche-uebersetzung/">Wenn „no way“ zu „kein Weg“ wird: Wie Journalisten im Englischen straucheln</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie man mit einer wörtlichen Übersetzung daneben liegt: „no way“ mit „kein Weg“ zu übersetzen ist sprachlich schief und journalistisch schwach. Wer Verständlichkeit will, braucht Sinn statt Silbenzählen.</em></p>
<p><a href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/10/no-way-kein-weg-woertliche-uebersetzung/ntv-no-way-kein-weg-okt-25/" rel="attachment wp-att-17788"><img loading="lazy" class="alignleft size-full wp-image-17788" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/10/ntv-no-way-kein-weg-Okt.-25.png" alt="" width="1406" height="420" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/10/ntv-no-way-kein-weg-Okt.-25.png 1406w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/10/ntv-no-way-kein-weg-Okt.-25-300x90.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/10/ntv-no-way-kein-weg-Okt.-25-1024x306.png 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/10/ntv-no-way-kein-weg-Okt.-25-768x229.png 768w" sizes="(max-width: 1406px) 100vw, 1406px" /></a>Ich habe ja schon mehrfach angemerkt, dass alle so tun, als wäre ihr Englisch „verhandlungssicher“. Ebenso oft habe ich Beispiele gesehen, die dieses Selbstbewusstsein als eitles Geschwätz entlarven. Nun liefert ein Kollege ein Paradebeispiel aus dem Übersetzungs-Labor:</p>
<blockquote><p><strong>Top-Republikaner Johnson sieht „keinen Weg“ für dritte Trump-Amtszeit</strong></p></blockquote>
<p>Wenn da „kein Weg“ steht, dann meinte Johnson im Original sehr wahrscheinlich <em>no way</em>. Und wer ein bisschen Sprachgefühl mitbringt, merkt: Das ist idiomatisch, und eine wörtliche Übersetzung ist unpassend – es heißt sinngemäß „auf keinen Fall“ oder „keine Chance“, jedoch nicht „kein Weg“.</p>
<p>Was spricht gegen eine deutsche Überschrift mit Bedeutung statt Buchstaben-Zählerei? Zum Beispiel:</p>
<ul>
<li><strong>Johnson: „Keine Chance für dritte Trump-Amtszeit“</strong></li>
<li><strong>Dritte Amtszeit? Trump auf verlorenem Posten</strong></li>
</ul>
<p>Beides ist knapp, idiomatisch und für Leser sofort verständlich. Die wörtliche Variante klingt dagegen, als hätte man das Wörterbuch rückwärts gelesen.</p>
<h3>Übersetzen ist Handwerk – nicht Copy &amp; Paste</h3>
<p>Das Problem ist kein Einzelfall. In vielen Online-Redaktionen gilt Übersetzen nicht mehr als Sprachleistung, sondern als Routine. Dabei braucht gute Übersetzung Mut zur Deutung: Kontext erkennen, Ton treffen, Leser führen. Wer idiomatische Wendungen wörtlich nimmt, produziert Stolperfallen statt Klarheit. Wörtliche Übersetzung führt leider in der Mehrzahl der Fälle vom richtigen Weg weg.</p>
<h3>Was der Redakteur statt wörtlicher Übersetzung besser machen könnte</h3>
<ol>
<li><strong>Idiom erkennen:</strong> <em>no way</em> ist feststehend – bedeutet „auf keinen Fall/keine Chance“.</li>
<li><strong>Deutsch denken:</strong> Zieltext zuerst – <em>wie</em> würde man es im Deutschen sagen?</li>
<li><strong>Kürzen statt kleben:</strong> Schlagzeilen brauchen Tempo, kein Wörterbuchdeutsch.</li>
<li><strong>Lesertest:</strong> Liest sich die Überschrift laut sinnvoll? Wenn nicht: neu.</li>
</ol>
<h3>Mini-Glossar: typische Stolperfallen</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Englischer Ausdruck</th>
<th>Wörtlich</th>
<th>Idiomatiche Entsprechung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td><em>no way</em></td>
<td>kein Weg</td>
<td>keine Chance; auf keinen Fall</td>
</tr>
<tr>
<td><em>to make a point</em></td>
<td>einen Punkt machen</td>
<td>ein Argument vorbringen; verdeutlichen</td>
</tr>
<tr>
<td><em>to take a stand</em></td>
<td>einen Stand nehmen</td>
<td>Stellung beziehen</td>
</tr>
<tr>
<td><em>to have a stake in sth.</em></td>
<td>einen Pflock in etw. haben</td>
<td>ein Interesse an etw. haben; betroffen sein</td>
</tr>
<tr>
<td><em>to come to terms with</em></td>
<td>zu Begriffen kommen</td>
<td>sich mit etw. abfinden; zurechtkommen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Fazit</h3>
<p>Wer Sprache formt, formt Verständnis. Und wer „no way“ zu „kein Weg“ verdreht, zeigt, wie schnell Sinn hinter Silben verschwindet. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Mut zur Bedeutung lässt sich das sofort ändern.</p>
<p>Hier geht’s zur <a href="https://www.n-tv.de/politik/Trump-trolle-Demokraten-Top-Republikaner-Mike-Johnson-sieht-keinen-Weg-fuer-dritte-Trump-Amtszeit-article26125790.html">Quelle</a>. Und hier zu <a href="https://www.better-media.de/bmwp/tag/ubersetzen/" target="_blank" rel="noopener">weiteren Beispielen</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/10/no-way-kein-weg-woertliche-uebersetzung/">Wenn „no way“ zu „kein Weg“ wird: Wie Journalisten im Englischen straucheln</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jahresbericht-Konzept: Wie erzählt man ein Geschäftsjahr?</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2025/07/wie-entsteht-ein-konzept-fuer-einen-jahresbericht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2025 14:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Jahresbericht kann vieles sein – Pflichtübung oder Prestigeprojekt. Damit aus Zahlen und Themen ein stimmiges Ganzes wird, braucht es ein klares Konzept. Am Beispiel des Jahresberichts-Konzepts der Thüga zeigt sich, wie Dramaturgie und Struktur zum roten Faden werden. Die Herausforderung: Struktur für ein komplexes Jahr Wie verdichtet man zwölf Monate voller Projekte, Entwicklungen, Diskussionen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/07/wie-entsteht-ein-konzept-fuer-einen-jahresbericht/">Jahresbericht-Konzept: Wie erzählt man ein Geschäftsjahr?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahresbericht kann vieles sein – Pflichtübung oder Prestigeprojekt. Damit aus Zahlen und Themen ein stimmiges Ganzes wird, braucht es ein klares Konzept. Am Beispiel des Jahresberichts-Konzepts der Thüga zeigt sich, wie Dramaturgie und Struktur zum roten Faden werden.</p>
<h3><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-full wp-image-17774" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover.png" alt="Abbildung des Titelbild des Thüga Jahresberichts 2024" width="1280" height="863" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover.png 1280w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover-300x202.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover-1024x690.png 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/07/Thüga-Jahresbericht-2024-Cover-768x518.png 768w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></h3>
<h3>Die Herausforderung: Struktur für ein komplexes Jahr</h3>
<p>Wie verdichtet man zwölf Monate voller Projekte, Entwicklungen, Diskussionen und Entscheidungen so, dass daraus ein lesbarer, verständlicher und spannender Bericht wird?</p>
<p>Diese Frage steht jedes Jahr am Anfang der Arbeit am Thüga-Geschäftsbericht. Nicht als rhetorische, sondern als konzeptionelle Herausforderung – denn es geht nicht nur darum, Inhalte aufzubereiten, sondern sie erzählerisch zu verbinden.</p>
<p>Das Ziel: <strong>Ein roter Faden, der Lesern Orientierung gibt – ohne zu vereinfachen. Aber auch ohne sich zu verlieren.<br />
</strong></p>
<h3>Die Lösung: Vier Bücher, ein Spannungsbogen</h3>
<p>Die Antwort auf die Strukturfrage war in diesem Jahr schnell klar: Der Bericht sollte sich laut Konzept für den Jahresbericht in <strong>vier Bücher</strong> gliedern, die jeweils ein zentrales Thema aufgreifen. Der Clou: Die Kapitel werden nicht einfach nur eingeleitet, sondern mit einer gestalteten Doppelseite inszeniert.</p>
<p>Die vier Begriffe entstanden in enger Zusammenarbeit im Redaktionsteam – diskutiert, verworfen, neu sortiert. Erst kurz vor Redaktionsschluss stand die finale Alliteration:</p>
<ul>
<li><strong>Kontext</strong> – Wo stehen wir?</li>
<li><strong>Kompetenz</strong> – Was können wir?</li>
<li><strong>Kooperation</strong> – Wie arbeiten wir zusammen?</li>
<li><strong>Kompass</strong> – Wo wollen wir hin?</li>
</ul>
<p>Jeder dieser Begriffe schlägt eine inhaltliche Brücke – vom Blick nach außen bis zur strategischen Ausrichtung. Und gemeinsam bilden sie ein schlüssiges Narrativ für das Geschäftsjahr 2024.</p>
<h3>Im Jahresbericht-Konzept trifft Gestaltung auf Inhalt</h3>
<p>Die vier Bücher werden jeweils durch eine einheitlich konzipierte Doppelseite eingeleitet. Diese visuelle Klammer macht aus der Kapitelstruktur ein gestalterisches Leitsystem – ideal für den Einstieg, hilfreich zur Orientierung. Vier Leitfarben, die jedes Kapitel durchziehen, und eine aufsteigende Nummerierung verbesseren die Lesefreundlichkeit zusätzlich.</p>
<p>Für die digitale Kommunikation wurde diese Logik in ein Swipe-Carousel auf LinkedIn übersetzt. So entsteht auch dort ein lineares Leseerlebnis – kanal- und zielgruppengerecht.</p>
<h3>Fazit: Konzept schlägt Sammlung</h3>
<p>Der Thüga-Geschäftsbericht zeigt: Ein guter Jahresbericht braucht mehr als Themenvielfalt oder Chronologie. Er braucht ein starkes Konzept, das Orientierung bietet und Zusammenhänge sichtbar macht.</p>
<p>Mit der Gliederung in vier zentrale Begriffe ist ein Modell entstanden, das Klarheit schafft – nach innen wie nach außen.</p>
<p>Wie das Ganze im Ergebnis aussieht? Die Antwort finden Sie <a href="https://www.thuega.de/downloads/" target="_blank" rel="noopener">hier auf der Thüga-Webseite.</a></p>
<p>Und wenn Sie einen Blick auf <a href="https://www.better-media.de/showroom/" target="_blank" rel="noopener">frühere Ausgaben</a> werfen möchten, geht das natürlich auch.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/07/wie-entsteht-ein-konzept-fuer-einen-jahresbericht/">Jahresbericht-Konzept: Wie erzählt man ein Geschäftsjahr?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kulturschaffender – ein Wort, das kein Bild ergibt</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2025/05/kulturschaffender-ein-wort-das-kein-bild-ergibt/</link>
					<comments>https://www.better-media.de/bmwp/2025/05/kulturschaffender-ein-wort-das-kein-bild-ergibt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 15:34:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[treffendes Wort]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer oder was ist eigentlich ein Kulturschaffender? Ein persönlicher Blick auf ein schwammiges Wort und ein Plädoyer für klare Sprache. Worte mit Bildkraft – oder eben nicht Des Öfteren stoße ich auf das Wort Kulturschaffender. Freunde dieses Blogs und Kenner meiner Arbeit wissen, dass ich ein Freund des treffenden Wortes bin. Das schließt ein, Wörter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/05/kulturschaffender-ein-wort-das-kein-bild-ergibt/">Kulturschaffender – ein Wort, das kein Bild ergibt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer oder was ist eigentlich ein <em>Kulturschaffender</em>? Ein persönlicher Blick auf ein schwammiges Wort und ein Plädoyer für klare Sprache.</strong></p>
<div id="attachment_17757" style="width: 1014px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/05/Kulturschaffender-Kuenstler.png"><img aria-describedby="caption-attachment-17757" loading="lazy" class="size-full wp-image-17757" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/05/Kulturschaffender-Kuenstler.png" alt="Kulturschaffender: stilisierte, symbolische Illustration im Vektorstil" width="1004" height="764" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/05/Kulturschaffender-Kuenstler.png 1004w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/05/Kulturschaffender-Kuenstler-300x228.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2025/05/Kulturschaffender-Kuenstler-768x584.png 768w" sizes="(max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></a><p id="caption-attachment-17757" class="wp-caption-text">Malt er, fotografiert er oder musiziert er – auf jeden Fall ist er (oder sie) kein Kulturschaffender.</p></div>
<h3>Worte mit Bildkraft – oder eben nicht</h3>
<p>Des Öfteren stoße ich auf das Wort <em>Kulturschaffender</em>. Freunde dieses Blogs und Kenner meiner Arbeit wissen, dass ich ein Freund des treffenden Wortes bin. Das schließt ein, Wörter zu verwenden, unter denen sich der Leser etwas vorstellen kann. Dies wird von Fall zu Fall je nach Bildung und Intelligenz unterschiedlich ausfallen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es nicht wenige gibt, die sich wie ich fragen, was sie sich unter einem <em>Kulturschaffenden</em> vorstellen sollen – und ob man möglicherweise etwas anderes sagen könnte?</p>
<h3>Meine Faustregel für gute Sprache</h3>
<p>Meine Faustregel dazu lautet: Ein Wort ist schlecht, wenn kein Bild dazu entsteht. Das ist beim Kulturschaffenden recht eindeutig der Fall. Also googelte ich – und fand dazu eine Menge. Was der Begriff alles umfasst, ist in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturschaffender" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a> nachzulesen – vor allem sein Ursprung in, äh, kollektivistischen Staatsformen. Und das wandelte mich immer schon an: <em>Kulturschaffender</em> – das klang nach DDR.</p>
<h3>Kulturschaffender klingt inklusiv, ohne es zu sein</h3>
<p>Zweifellos spielt bei der zunehmenden Verwendung eine Rolle, dass der Kulturschaffende inklusiv und genderneutral wirkt, argumentiert die Historikerin <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/kulturschaffende-warum-dieser-begriff-eine-alternative-100.html" target="_blank" rel="noopener">Historikerin Isolde Vogel auf DLR-Kultur</a>. Wobei das nur auf den ersten Blick gilt. Zwar endet das Wort im Nominativ auf -e, was vermeintlich feminin wirkt. Und es lässt sich die Form <em>der oder die Kulturschaffende</em> bilden, doch schon beim unbestimmten Artikel legt sich Staub auf den Glanz: Dann ist es <em>ein Kulturschaffender</em>, also in der unerwünschten männlichen Form, und <em>eine Kulturschaffende</em>.</p>
<h3>Warum nicht einfach: Künstler?</h3>
<p>„Nun ist der Kulturschaffende nichts anderes als ein Künstler“, meint Rolf Schneider, wiederum in einem <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-kulturschaffenden-ein-kollektivbegriff-der-abgeschafft-100.html" target="_blank" rel="noopener">Beitrag auf DLR-Kultur</a>. Dem würde ich mich anschließen – und als erste und nahezu uneingeschränkte Alternative anbieten.</p>
<h3>Klarheit vor Chiffren</h3>
<p>Und sollte die Person, der dieser Beruf zugeschrieben wird, etwas anderes als ein Künstler sein, fühlen Sie sich frei, sie so zu bezeichnen: Als Bildhauer, Fotograf, Maler, Musiker, Museumsshopbetreiber – was auch immer es sein mag. Klarheit gewinnt, auch wenn es heute nicht mehr populär ist, so zu denken. Ich empfehle es dennoch, weil unsere Sprache es ermöglicht. Warum sollte man sie dann nicht so nutzen?</p>
<p>P.S. Alle Überlegenungen bis hierher gelten selbstredend auch für die Medienschaffenden, von denen ich keiner bin, sondern Autor, Texter, Konzeptioner oder Projektmanager – ganz wie Sie mögen, je nach Aufgabe.</p>
<p>Hartnäckiger Beliebtheit unter den unzutreffenden Wörtern erfreuen sich die zusammengesetzten Formen mit Nicht-, wenn Sie an Nichteinhaltung denken wollen, mit der eine Missachtung gemeint ist. Mehr dazu <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2014/07/eintragung-ueber-nichts/" target="_blank" rel="noopener">in diesem Beitrag</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2025/05/kulturschaffender-ein-wort-das-kein-bild-ergibt/">Kulturschaffender – ein Wort, das kein Bild ergibt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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		<title>Starker Tobak – warum die Redensart oft falsch verwendet wird</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2024/11/starker-tobak-warum-die-redensart-oft-falsch-verwendet-wird/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 17:29:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Adjektiv]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[ntv]]></category>
		<category><![CDATA[Redewendung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Überschrift]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutsche Sprache steckt voller Redewendungen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Doch nicht jede wird korrekt gebraucht. Ein Klassiker: Statt „starker Tobak“ liest man nicht selten „harter Tobak“. Warum das falsch ist und wie es dazu kommt, erklärt dieser Beitrag. Was ist eigentlich „starker Tobak“? Die Redensart „starker Tobak“ beschreibt eine grobe Unverschämtheit, eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/11/starker-tobak-warum-die-redensart-oft-falsch-verwendet-wird/">Starker Tobak – warum die Redensart oft falsch verwendet wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die deutsche Sprache steckt voller Redewendungen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Doch nicht jede wird korrekt gebraucht. Ein Klassiker: Statt „starker Tobak“ liest man nicht selten „harter Tobak“. Warum das falsch ist und wie es dazu kommt, erklärt dieser Beitrag.</strong></p>
<div id="attachment_17746" style="width: 1404px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20.png"><img aria-describedby="caption-attachment-17746" loading="lazy" class="size-full wp-image-17746" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20.png" alt="Bildschirmfoto eine Beitrages auf ntv mit der Überschrift „Harter Tobak“" width="1394" height="492" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20.png 1394w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20-300x106.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20-1024x361.png 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/11/Starker-Tobak-ntv-2024-11-20-768x271.png 768w" sizes="(max-width: 1394px) 100vw, 1394px" /></a><p id="caption-attachment-17746" class="wp-caption-text">Starker vs. harter Tobak: Auf Teufel komm raus verwechselt</p></div>
<h3>Was ist eigentlich „starker Tobak“?</h3>
<p>Die Redensart „starker Tobak“ beschreibt eine grobe Unverschämtheit, eine Zumutung oder etwas Außergewöhnliches. Ihre Wurzeln reichen bis ins Frühmittelalter zurück: In einem Schwank täuscht ein Jäger den Teufel, indem er sein Gewehr als Tabaksdose ausgibt. Als der Teufel eine Prise verlangt, feuert der Jäger ihm ins Gesicht. Verdutzt ruft der Teufel: „Das ist starker Tabak!“ Auch der Dichter August Kopisch greift diese Geschichte auf und lässt den Teufel einen Schuss in die Nase verlangen, worauf dieser niest und ausruft: „Ein starker Tabak, ein Teufelstabak.“ So steht&#8217;s geschrieben bei Lutz Röhrich im Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Herder-Verlag, Freiburg (ISBN-Nr. 3-451-05400-0), sagt <a href="https://www.bo.de/lokales/ortenau/haetten-sies-gewusst-14#" target="_blank" rel="noopener" class="broken_link">baden online</a>.</p>
<p>Die Bedeutung hat sich seither gehalten, doch die Formulierung wird aktuell in den Medien immer wieder mal verfälscht.</p>
<h3>Starker Tobak: Beispiele für den falschen Gebrauch</h3>
<p>In einem Freischreiber-Newsletter vom Oktober 2024 heißt es:</p>
<blockquote><p>„Was sich einerseits so locker flockig liest, ist ganz schön harter Tobak: unser Honorarreport 2024.“</p></blockquote>
<p>Auch eine Tatort-Besprechung auf <a href="https://www.n-tv.de/leute/tv/Richtig-harter-Tobak-article24853027.html" target="_blank" rel="noopener">ntv.de</a> nutzt die falsche Variante, nicht nur im Text, sondern auch in der Überschrift &#8211; s. Bildschirmfoto:</p>
<blockquote><p>„Die angedeuteten Gewaltvideos sind richtig harter Tobak.“</p></blockquote>
<p>Selbst die URL enthält den Fehler. In beiden Fällen wäre „starker Tobak“ korrekt gewesen, denn es geht um außergewöhnliche Inhalte, die Leser emotional aufrütteln.</p>
<h3>Warum ist „harter Tobak“ falsch?</h3>
<p>Der Fehler könnte auf eine Verwechslung mit anderen Redewendungen zurückzuführen sein, die das Adjektiv „hart“ verwenden, wie „harte Nuss“ oder „harte Wahrheit“.</p>
<p>Zudem klingt „hart“ in modernen Sprachkontexten direkter und kraftvoller, was es für viele intuitiv richtiger erscheinen lässt.</p>
<p>Und schließlich muss man zugestehen, dass die einsilbigen und mit einem kurzen Vokal ausgestatteten Adjektive <em>stark</em> und <em>hart</em> zum Verwechseln ähnlich <em>klingen</em> – da kann schon mal was durcheinandergehen. Sprachlich korrekt bleibt jedoch „starker Tobak“, da sich die Redensart auf die ursprüngliche Geschichte mit dem Teufel und dem kräftigen Tabak bezieht.</p>
<h3>Fazit: Genau hinsehen lohnt sich</h3>
<p>„Starker Tobak“ gehört zu den Redensarten, die mit ihrer bildhaften Herkunft und Bedeutung fest in der deutschen Sprache verankert sind. Der Wandel zu „harter Tobak“ mag nachvollziehbar sein, doch er ignoriert die sprachgeschichtlichen Wurzeln und verfälscht die Ausdruckskraft der Originalform. Ein genauer Blick auf die Herkunft und den Kontext solcher Wendungen hilft, sie präzise und wirkungsvoll einzusetzen.</p>
<p>Neben den traditionellen Redewendungen gibt&#8217;s auch die saisonal wechselnden, vorzugsweise aus dem angelsächsischen Raum importierten – zum Beispiel <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2020/12/fein-sein-jetzt-sinds-auch-medien/" target="_blank" rel="noopener">fein sein</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/11/starker-tobak-warum-die-redensart-oft-falsch-verwendet-wird/">Starker Tobak – warum die Redensart oft falsch verwendet wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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		<title>Claim für den Arzt – ein Werkstattbesuch</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2024/09/claim-fuer-den-arzt-ein-werkstattbesuch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 12:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schilder & Plakate]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Claim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn der Name eines Produkts, Herstellers oder Dienstleisters einen Claim nahelegt, wäre es schade, ihn nicht zu nutzen. Anderenfalls geht kommunikative Kraft verloren. Neulich war ich im schönen Wien zu Besuch. Ich war unter anderem zu Fuß im 16. Bezirk unterwegs. Heiß wars, aber das nur nebenbei. Dabei kam ich an einer Autowerkstatt vorbei, deren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/09/claim-fuer-den-arzt-ein-werkstattbesuch/">Claim für den Arzt – ein Werkstattbesuch</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn der Name eines Produkts, Herstellers oder Dienstleisters einen Claim nahelegt, wäre es schade, ihn nicht zu nutzen. Anderenfalls geht kommunikative Kraft verloren.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_17737" style="width: 1622px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-17737" loading="lazy" class="size-full wp-image-17737" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt.jpg" alt="Bild des Werkstattors mit Claim" width="1612" height="773" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt.jpg 1612w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt-300x144.jpg 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt-1024x491.jpg 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt-768x368.jpg 768w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/09/Autoarzt-Ausschnitt-1536x737.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1612px) 100vw, 1612px" /></a><p id="caption-attachment-17737" class="wp-caption-text">Ein Claim und seine Bedeutung (Werkstatt in Wien)</p></div>
<p>Neulich war ich im schönen Wien zu Besuch. Ich war unter anderem zu Fuß im 16. Bezirk unterwegs. Heiß wars, aber das nur nebenbei. Dabei kam ich an einer Autowerkstatt vorbei, deren Claim auf dem Werbeschild über dem Eingang mir ins Auge fiel.</p>
<blockquote><p>Autoarzt 16<br />
Wir bewegen Sie in die richtige Richtung.</p></blockquote>
<p>An und für sich hatte <a href="https://www.autoarzt16.at/" target="_blank" rel="noopener">Autoarzt</a> eine gute Idee, im Zusammenhang mit Autos eine Zeile mit Bewegung zu texten. Gut ist daneben, dass der Claim dem Kunden verspricht, ihn seinem Ziel näher zu bringen. Denn dafür ist ein Auto da, und die Werkstatt offenbar auch.</p>
<h3>Wenn das Auto zum Arzt muss . . .</h3>
<p>Was ich gleichzeitig dachte: Wenn ich Autoarzt heiße, könnte der Claim doch auch einen Bezug dazu haben. Analog zur ärztlichen Behandlung wäre das Auto der Patient, den Meister oder Geselle als Mediziner wiederherstellen. Die Bewegung in die richtige Richtung hat diesen starken, naheliegenden Zusammenhang nicht.</p>
<p>Es ist kurios, denn auf dem Foto sieht man eine rote gezackte Linie, die ein Kardiogramm darstellen könnte. Da ist man doch schon halb auf dem Weg zum Arzt. Warum dann nicht auch den Claim anschließen?</p>
<ul>
<li>Wir machen Ihr Fahrzeug wieder fit.</li>
<li>Wir haben das richtige Mittel für Ihr Fahrzeug.</li>
<li>Wir machen ihr Auto heil.</li>
</ul>
<p>Oder auch etwas länger getext, damit die Sorgfalt der Behandlung und ärztliche Kompetenz eingeschlossen ist:</p>
<blockquote><p>Ihr Auto in besten Händen – wir machen Fahrzeuge wieder fit!</p></blockquote>
<p>Das sind vier Vorschläge schnell aus der Hüfte geschossen. Selbstverständlich lassen sich mehr Varianten denken, auch raffiniertere. Doch jeder dieser Claims schließt die Verbindung zur Medizin ein, die den Namen der Werkstatt und das Leistungsversprechen stärker zusammenbindet als die aktuelle Lösung.</p>
<p>Eine Wir-Aussage ist dabei ein Ansatz, der im Trend liegt. Hier geht&#8217;s zu einem <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2018/01/wir-sind-wieder-mehr/" target="_blank" rel="noopener">weiteren Beitrag</a> dazu.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/09/claim-fuer-den-arzt-ein-werkstattbesuch/">Claim für den Arzt – ein Werkstattbesuch</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Cover-Gestaltung: Karma Chamäleon</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2024/07/cover-gestaltung-karma-chamaeleon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2024 08:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Content Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Thüga]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
		<category><![CDATA[Titelbild]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschrift]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was bedeutet es konkret, wenn man abstrakte Themen anschaulich erklären will? Ein Werkstattblick anhand der neuen Ausgabe des Thüga-Magazins „Netzwerk“ und wie dessen Cover entstand. Beim Thüga-Partnermagazin „Netzwerk“ stehen wir, der freundliche Art Direktor und ich, regelmäßig vor der Aufgabe, komplizierte Themen zur Energiewende anschaulich und verständlich aufzubereiten. Genauer gesagt, dreimal jährlich. Das gilt vor [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/07/cover-gestaltung-karma-chamaeleon/">Cover-Gestaltung: Karma Chamäleon</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was bedeutet es konkret, wenn man abstrakte Themen anschaulich erklären will? Ein Werkstattblick anhand der neuen Ausgabe des Thüga-Magazins „Netzwerk“ und wie dessen Cover entstand.</strong></p>
<div id="attachment_17729" style="width: 1250px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-17729" loading="lazy" class="size-full wp-image-17729" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel.jpg" alt="Abbildung vom Cover mit Chamäleon" width="1240" height="1654" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel.jpg 1240w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel-225x300.jpg 225w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel-768x1024.jpg 768w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Thuega_Netzwerk_2_24_Titel-1152x1536.jpg 1152w" sizes="(max-width: 1240px) 100vw, 1240px" /></a><p id="caption-attachment-17729" class="wp-caption-text">Cover der Thüga-Netzwerk-Ausgabe 2/24: Chamäleon als Symbol für Anpassung</p></div>
<p>Beim <a href="https://www.thuega.de/" target="_blank" rel="noopener">Thüga</a>-Partnermagazin „Netzwerk“ stehen wir, der freundliche Art Direktor und ich, regelmäßig vor der Aufgabe, komplizierte Themen zur Energiewende anschaulich und verständlich aufzubereiten. Genauer gesagt, dreimal jährlich.</p>
<p>Das gilt vor allem für die Visualisierung – generische Bilder ohne Aussage lassen den Betrachter unbeteiligt zurück. Man geht einfach drüber hinweg. Unsere Erfahrung und Überzeugung ist demgegenüber, dass Emotionen und Überraschungen eine Verbindung herstellen. So öffnen wir den Zugang zu den Entscheidern in Kommunen und Stadtwerken, die wir ansprechen wollen. Und die wir, da sie nicht nur eine Funktion haben, sondern auch Menschen sind, so erreichen können.</p>
<h3>Dynamische Tarife als Titelgeschichte</h3>
<p>Das war die Ausgangsposition für die Cover-Gestaltung der neuesten Netzwerk-Ausgabe. Einer von zwei Kandidaten für die Titelgeschichte war ein Beitrag zu so genannten dynamischen Tarifen in der Stromversorgung, die Stadtwerke ab 2025 verpflichtend anbieten müssen. Mit wechselnden Preisen sollen u.a. Anreize geschaffen werden, die Stromnachfrage gleichmäßiger zu verteilen, um Überlastung im Netz zu vermeiden. Ziel ist also, das Verbraucherverhalten zu ändern.</p>
<p>Gedanklich wurde in der Kreation als zentraler Aspekt klar, dass es in mehrfacher Hinsicht um Anpassung geht, und zwar von</p>
<ul>
<li>Tarifen</li>
<li>Verbraucherverhalten</li>
<li>Netzauslastung.</li>
</ul>
<h3>Wie das Chamäleon aufs Cover kam</h3>
<p>Okay, cool. Jetzt die große Frage: Wie lässt sich Anpassung bebildern?​ Da kommt der menschliche Moment ins Spiel, das zielgerichtete Nachdenken, das Assoziieren, die Suche nach der Idee. Wie wäre es mit Camouflage in der Natur? Einem Bild, das ein Tier zeigt, das sich perfekt seiner Umgebung anpassen kann. Zum Beispiel einem Chamäleon! Tja, warum nicht? Zugleich ist ein Tier lebendig und weckt Sympathien – sogar ein Chamäleon.</p>
<p>Dann kam noch kurz der Text ins Spiel! Versteht sich, dass die Anpassung noch in der Zeile aufgefangen werden musste. Da darf man den Leser nicht allein stehen lassen. Gleichzeitig darf man nicht mit dem Holzhammer texten. Die Lösung</p>
<blockquote><p>Dynamische Tarife – so passen sie sich an</p></blockquote>
<p>erfüllte beide Vorgaben und hatte in seinem doppelten Bezug auf Tier und Tarife näherungsweise Wortspielcharakter.</p>
<p>Ganz ehrlich: Ich hatte noch Restzweifel, als wir mit dem Vorschlag in die Abstimmung gingen. Wegen des Tiers. Passt das zu der seriösen, fachlichen Ausrichtung des Magazins? Zum Glück war er schnell ausgeräumt: Der Kunde verliebte sich auf Anhieb in die Idee. Hoffentlich auch die Leser.</p>
<p>Sie interessieren sich für das Fachliche? Den Beitrag finden Sie auf der <a href="https://www.thuega.de/stadtwerke-der-zukunft/flexible-tarife-so-passen-sie-sich-an/" target="_blank" rel="noopener">Thüga-Webseite</a>. Die „Netzwerk“-Ausgabe steht leider nur registrierten Usern zur Verfügung.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2024/07/cover-gestaltung-karma-chamaeleon/">Cover-Gestaltung: Karma Chamäleon</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fragen in Überschriften: Wie Sie Unsicherheit besser vermitteln können</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2024/07/fragen-in-ueberschriften-wie-sie-unsicherheit-besser-vermitteln-koennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 08:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Nachricht]]></category>
		<category><![CDATA[ntv]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagzeile]]></category>
		<category><![CDATA[treffendes Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Überschrift]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fragen in Überschriften sind oft das bessere Mittel, um Unsicherheit ausdrücken. Hier finden Sie Beispiele, wie Sie mit Fragen rhetorisch überzeugender formulieren können. Das Problem mit „soll“ Hin und wieder fallen mir auf Nachrichtenportalen wie ntv.de Überschriften mit dem Hilfsverb „sollen“ auf. Ich habe mal drei Beispiele gesammelt: „Til Schweiger soll erneut in Klinik sein“ [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fragen in Überschriften sind oft das bessere Mittel, um Unsicherheit ausdrücken. Hier finden Sie Beispiele, wie Sie mit Fragen rhetorisch überzeugender formulieren können.</strong></p>
<h3><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Fragen-in-Überschriften-ntv-2024-07-12.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-full wp-image-17726" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Fragen-in-Überschriften-ntv-2024-07-12.png" alt="" width="630" height="203" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Fragen-in-Überschriften-ntv-2024-07-12.png 630w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2024/07/Fragen-in-Überschriften-ntv-2024-07-12-300x97.png 300w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a>Das Problem mit „soll“</h3>
<p>Hin und wieder fallen mir auf Nachrichtenportalen wie <a href="https://www.n-tv.de/" target="_blank" rel="noopener">ntv.de</a> Überschriften mit dem Hilfsverb „sollen“ auf. Ich habe mal drei Beispiele gesammelt:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.n-tv.de/leute/Til-Schweiger-soll-erneut-in-Klinik-sein-article24977553.html" target="_blank" rel="noopener">„Til Schweiger soll erneut in Klinik sein“</a></li>
<li><a href="https://www.n-tv.de/leute/Ben-Affleck-soll-seine-Siebensachen-gepackt-haben-article25051567.html" target="_blank" rel="noopener">„Ben Affleck soll seine Siebensachen gepackt haben“</a> und</li>
<li><a href="https://www.n-tv.de/leute/Joost-Klein-soll-wohl-angeklagt-werden-article24938673.html" target="_blank" rel="noopener">„Joost Klein soll wohl angeklagt werden“</a>.</li>
</ul>
<p>Dieses <em>soll</em> bildet eine Vermutung ab. Durch die Formulierung sichert sich der Redakteur ab, indem er die direkte Behauptung vermeidet. Nicht ohne Grund: Gerade bei Berichten über Prominente sind bei Falschdarstellungen presserechtliche Konsequenzen wie die Gegendarstellung, eventuell auch eine Abmahnung und Geldstrafe im Wiederholungsfall zu befürchten.</p>
<p>Doch für den Leser bleibt oft unklar, wie sicher die Information wirklich ist. Zudem kann es die Aussagekraft der Nachricht schwächen. Gerade, wenn wie im Beispiel mit Joost Klein, das <em>soll</em> noch mit einem <em>wohl</em> steht. Hier scheint die Nachrichtenlage besonders dünn.</p>
<p>Sie kennen das in einem anderen Zusammenhang durch die häufig auftauchende Kombination <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2018/06/mutmassungen-ueber-das-mutmassliche/" target="_blank" rel="noopener">mutmaßlich und Täter</a>. Hier ist der Grund ein anderer: Niemand soll vorverurteilt werden, wobei es unfreiwillig komisch wird. Denn das <em>mutmaßlich</em> wird häufig schon automatisch mitgeschrieben, obwohl es im Kontext keineswegs immer nötig wäre. Außerdem bedaure ich, dass das treffende Substantiv <em>Verdächtiger</em> aus dem medialen Wortschatz verschwunden ist. Denn nichts anderes ist ein mutmaßlicher Täter.</p>
<h3>Fragen in Überschriften als Lösung</h3>
<p>Fragen in Überschriften hingegen machen sofort deutlich, dass es sich um eine unbestätigte Information handelt. Sie sprechen den Leser direkt an und wecken Neugier. Beispielsweise: „Ist Til Schweiger erneut in der Klinik?“ oder „Hat Ben Affleck wirklich seine Siebensachen gepackt?“</p>
<p>Ich halte diese Lösung in mehrerlei Hinsicht für zielführend. Da ist erstmal die Eleganz. Sie können die Aussage direkt formulieren, nur mit einem Fragezeichen hinten dran, und vermeiden das holprige Hilfsverb. Fragen ziehen den Leser stärker in die Geschichte und verdeutlichen die Unsicherheit der Information auf elegante Weise. Sie schaffen Klarheit und vermeiden Missverständnisse.</p>
<h3>Beispiele im direkten Vergleich</h3>
<p>Vergleichen wir die ursprünglichen Überschriften mit der Frage-Version:</p>
<p>&#8211; Original: „Til Schweiger soll erneut in Klinik sein.“</p>
<p>Verbesserung: „Ist Til Schweiger erneut in der Klinik?“</p>
<p>&#8211; Original: „Ben Affleck soll seine Siebensachen gepackt haben.“</p>
<p>Verbesserung: „Hat Ben Affleck wirklich seine Siebensachen gepackt?“</p>
<p>&#8211; Original: „Joost Klein soll wohl angeklagt werden.“</p>
<p>Verbesserung: „Wird Joost Klein angeklagt?“</p>
<p>Fazit: Fragen in Überschriften wecken nicht nur das Interesse des Lesers, sondern stellen auch die Unsicherheit der Meldung eindeutig heraus. Die Macht der Frage ist ein effektives Mittel, um präziser und ansprechender zu kommunizieren.</p>
<p>Unsicherheit wird nicht nur mit <em>mutmaßlich</em>, sondern auch Adverben wie <em>offenbar</em> oder <em>vermutlich</em> ausgedrückt. Auch hier hilft die Frage, wie mein <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2017/03/vermutungen-spekulationen-fragen/" target="_blank" rel="noopener">Blogbeitrag von 2017</a> zeigt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Muss ich das Mitglied gendern?</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2024/03/muss-ich-das-mitglied-gendern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 08:35:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Gendern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Wörter rufen Verunsicherung hervor, wenn es um das Gendern geht. Dazu gehört das Wort Mitglied, da sein Plural auf -er endet, was als Indikator missverstanden wird. Ein Fallbeispiel. Obwohl Gendern in Umfragen nach wie vor hohe Ablehnungsraten in der Bevölkerung hat, ist der Wunsch nach korrektem Ausdruck in Unternehmen und Organisationen weiterhin hoch. Vergangenes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche Wörter rufen Verunsicherung hervor, wenn es um das Gendern geht. Dazu gehört das Wort Mitglied, da sein Plural auf -er endet, was als Indikator missverstanden wird. Ein Fallbeispiel.</strong></p>
<p>Obwohl Gendern in <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100297052/gendern-80-prozent-der-deutschen-lehnen-es-ab-exklusive-t-online-umfrage.html" target="_blank" rel="noopener">Umfragen</a> nach wie vor hohe Ablehnungsraten in der Bevölkerung hat, ist der Wunsch nach korrektem Ausdruck in Unternehmen und Organisationen weiterhin hoch.</p>
<p>Vergangenes Jahr hatte ich für einen Kunden schon die Druckfassung eines Flyers unter Dach und Fach gebracht, als mich meine Ansprechpartnerin anrief und ein paar letzte Korrekturen durchgab. Dabei war ihr aufgefallen, dass einige Formulierungen noch ungegendert waren.</p>
<p>Unter anderem hatten wir die Wörter Einkäufer und Teilnehmer nicht gegendert, was am Ende des Telefonats zur Folge hatte, dass <em>Einkäufer von Morgen</em> nun die <em>Einkäufer:innen von Morgen</em> waren. Das bedauerte ich, denn wo es vielleicht mal knackig sein sollte, bringt Gendern den Rhythmus zum Stolpern.</p>
<p>Doch der Aufhänger für diesen Beitrag war ihre folgende Frage: „Müssen wir <em>Mitglied</em> auch gendern?“ Hintergrund: Im Text stand das Wort im Plural, also <em>Mitglieder, </em>was männliches Geschlecht anzuzeigen schien<em>.</em> „Sagen Sie es ganz offen, Sie sind der Experte.“</p>
<h3><strong>Warum Mitglied nicht gegendert werden muss</strong></h3>
<p>Ich verneinte, denn entscheidend ist nicht die Endung -er, an der man quasi-intuitiv Korrekturbedarf zu erkennen meint, sondern das grammatische Geschlecht. Beim Gendern sollte man eigentlich nur Wörter männlichen Geschlechts um eine weibliche Endung erweitern, etwa den Bürgermeister oder den Arzt. Das Mitglied ist Neutrum. Im wahren Leben kann es ein Mann oder eine Frau sein, beide biologischen Geschlechter werden damit bezeichnet. Insofern konnte ich Entwarnung geben. Das bestätigt auch ganz offiziell der <a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/%E2%80%9ELiebe-Mit%C2%ADglieder%C2%ADinnen-und-Mit%C2%ADglieder%E2%80%9C-%E2%80%93-Personen%C2%AD%C2%ADbezeich%C2%ADnungen" target="_blank" rel="noopener">Duden</a>.</p>
<p>Anderenfalls müsste man sonst auch <em>Kinder</em> zu <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/gruene-kinderinnen-kinder-101.html" target="_blank" rel="noopener">Kindern und Kinderrinnen</a> machen – was offensichtlich unsinnig ist (aber schon vorgekommen).</p>
<h3><strong>Fazit: Was Gendern mit sich bringt</strong></h3>
<p>Die Frage lässt tief blicken, denn sie zeigt</p>
<ol>
<li>eine ungewisse Unsicherheit im Umgang mit der deutschen Grammatik</li>
<li>die Neigung zur Vereinheitlichung aller Schreibungen aus optischen Gründen, statt inhaltlich den Einzelfall zu prüfen. Nur weil <em>Einkäufer</em> gegendert werden, müssen es <em>Mitglieder</em> eben nicht; doch die Intention war da.</li>
<li>die Verunsicherung oder gar Furcht vor öffentlicher Missbilligung. Selbst wenn <em>Mitglied</em>, <em>Einkäufer</em> oder <em>Teilnehmer</em> ungegendert blieben, ginge die Welt nicht unter. Doch die Angst, einen Fehler zu machen und dafür verantwortlich zu sein, sitzt tief.</li>
</ol>
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			</item>
		<item>
		<title>Heiße Temperaturen, hitzige Diskussion</title>
		<link>https://www.better-media.de/bmwp/2023/06/heisse-temperaturen-hitzige-diskussion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Bargmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 16:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Adjektiv]]></category>
		<category><![CDATA[ntv]]></category>
		<category><![CDATA[treffendes Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Vokabular]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gibt es heiße Temperaturen? Die Wahl des richtigen Wortes ist eine zentrale Aufgabe beim Texten, geht aber oft schief. Ein Fallbeispiel samt hitziger Diskussion. Wieder mal ist Sommer. Ich verstehe, dass man an heißen Tagen wie diesen nicht so konzentriert wie sonst ist. Ich verstehe auch, dass man nicht immer auf den Punkt formuliert, wenn [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gibt es heiße Temperaturen? Die Wahl des richtigen Wortes ist eine zentrale Aufgabe beim Texten, geht aber oft schief. Ein Fallbeispiel samt hitziger Diskussion.</strong></p>
<div id="attachment_17701" style="width: 1254px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29.png"><img aria-describedby="caption-attachment-17701" loading="lazy" class="size-full wp-image-17701" src="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29.png" alt="Bildschirmfoto der Schlagzeile" width="1244" height="530" srcset="https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29.png 1244w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29-300x128.png 300w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29-1024x436.png 1024w, https://www.better-media.de/wp-content/uploads/2023/06/heisse-temperaturen-2023-06-29-768x327.png 768w" sizes="(max-width: 1244px) 100vw, 1244px" /></a><p id="caption-attachment-17701" class="wp-caption-text">Wenn das Thermometer nur eine Richtung kennt: Texten in Zeiten des Klimawandels</p></div>
<p>Wieder mal ist Sommer. Ich verstehe, dass man an heißen Tagen wie diesen nicht so konzentriert wie sonst ist. Ich verstehe auch, dass man nicht immer auf den Punkt formuliert, wenn es schnell gehen muss. Und doch . . . gutes Handwerk ist Ehrensache. Gerade bei Online-Beiträgen könnte man auch nachträglich kurz aktualisieren, wenn einem eine bessere Lösung einfällt. Das hätte im folgenden Fall vielleicht geschehen sollen, der, wie ich meine, augenfällig ist.</p>
<p>Da schrieb nämlich neulich ein Redakteur über die <a href="https://www.n-tv.de/regionales/berlin-und-brandenburg/Heisse-Temperaturen-und-Gewitter-in-Berlin-und-Brandenburg-article24200212.html" target="_blank" rel="noopener">Wetteraussichten der folgenden Tage</a>:</p>
<blockquote><p>Heiße Temperaturen und Gewitter in Berlin und Brandenburg</p></blockquote>
<p>Und ich meine, das geht nicht. Schon beim ersten Lesen stolperte ich über die heißen Temperaturen &#8211; die sind natürlich hoch, so wie der Wetterbericht ja gern von Höchsttemperaturen spricht. Und nur der Topf kann heiß sein, nach dem Kochen zum Beispiel. Aber dann stünde da:</p>
<blockquote><p>Hohe Temperaturen und Gewitter in Berlin und Brandenburg</p></blockquote>
<p>Das ist natürlich ziemlich lahm, wenn man Klicks erzielen möchte. Im Zuge der allgemeinen Erregung über den Klimawandel ist <em>heiß</em> zweifellos das stärkere Zugpferd. Aber <em>heiß</em> <em>und Gewitter</em> – eine Reihung zweier verschiedener Wortarten, hier Adjektiv und Substantiv, geht grundsätzlich nicht. Doch die Überlegung bringt die Lösung näher:</p>
<blockquote><p>Hitze und Gewitter in Berlin und Brandenburg</p></blockquote>
<p>Diese Substantivreihung hätte auch noch den Charme, dass zweimal ein kurzes i der tragende Vokal ist und so ein kleiner Binnenreim entsteht.</p>
<p>Nicht selten höre ich, die Kritik in diesem Blog sei kleinlich, oder die Beispiele haarspalterisch. Auf den ersten Blick mag das so scheinen. Doch das ist meines Erachtens zu kurz gedacht. Die Fälle sollen für Entwicklungen stehen. Seit langem beobachte ich, wie das Vokabular schrumpft – denken Sie an <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2011/03/am-tiefpunkt-der-hohepunkt/" target="_blank" rel="noopener">negative Höhepunkte</a>, wenn Tiefpunkte gemeint sind.  Oder wie falsche Adjektive benutzt werden – <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2012/03/dunkel-bedrohlich-popular-massiv/" target="_blank" rel="noopener">massiv</a> wird gern eingesetzt, wenn stark gemeint ist. Und auch Präpositionen werden immer häufiger falsch verwendet &#8211; dazu folgt demnächst ein eigener Beitrag. Und so steht dieses Beispiel eben auch für diese Minderleistung, und dann auch noch von einem Profi.</p>
<p>Die Gründe sind stets dieselben: Der Einfluss des allgegenwärtigen Englischen – <em>massive</em> lässt sich 1:1 übertragen, auch wenn es derselbe Fehler ist. Verstehen Sie mich richtig: Ich liebe Englisch, spätestens seit meinen <a href="https://www.better-media.de/bmwp/2019/02/silbernes-jubilaeum-25-jahre-schreiber/" target="_blank" rel="noopener">Korrespondententagen</a> in den USA. Einen guten Texter macht es aber gerade aus, dass er zwischen den Sprachen und den Regeln, wie sie verwendet werden, unterscheiden kann. Damit zeigt er, dass er seine Muttersprache beherrscht. Und natürlich der Einfluss des Smartphones – allein die automatische Großschreibung führt dazu, dass man immer häufiger groß geschriebene Adjektive und Verben sieht. Von der Verarmung des Vokabulars durch hastig hingeworfene Phrasen oder Emojis gar nicht zu reden.</p>
<p>Insofern bleibt auch mein Texterrat derselbe: Immer noch mal drüberlesen, ob die Sprache geläufig und verständlich ist. Und übrigens: Ich rege mich nicht ernsthaft auf, sondern beobachte und dokumentiere. Insofern war diese Diskussion auch gar nicht hitzig, sondern lauwarm.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de/bmwp/2023/06/heisse-temperaturen-hitzige-diskussion/">Heiße Temperaturen, hitzige Diskussion</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.better-media.de">better media - The Quality Content Company</a>.</p>
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