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	<title>BILDblog</title>
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	<description>Ein Watchblog für deutsche Medien</description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Jul 2026 06:23:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kanzleramt vs. Abgeordnetenwatch, Bahn kritisiert ZDF-Doku, Comedy</title>
		<link>https://bildblog.de/154123/kanzleramt-vs-abgeordnetenwatch-bahn-kritisiert-zdf-doku-comedy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 06:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Wie das Kanzleramt gegen abgeordnetenwatch vorgeht (abgeordnetenwatch.de, Martin Reyher) Die Bundesregierung plane, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) massiv einzuschränken. Doch bereits jetzt sei der Zugang zu Informationen oftmals erschwert. So erhebt die Organisation &#8220;Abgeordnetenwatch&#8221; in einem Text in eigener Sache schwere Vorwürfe gegen das Bundeskanzleramt: &#8220;Vor Gericht versucht das Kanzleramt schon jetzt, den Zugang zu Unterlagen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/informationsfreiheit/wie-das-kanzleramt-gegen-abgeordnetenwatch-vorgeht" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Wie das Kanzleramt gegen abgeordnetenwatch vorgeht</strong></a><br />
<em>(abgeordnetenwatch.de, Martin Reyher)</em><br />
Die Bundesregierung plane, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Informationsfreiheitsgesetz" target="_blank">das Informationsfreiheitsgesetz</a> (IFG) massiv einzuschränken. Doch bereits jetzt sei der Zugang zu Informationen oftmals erschwert. So erhebt die Organisation &#8220;Abgeordnetenwatch&#8221; in einem Text in eigener Sache schwere Vorwürfe gegen das Bundeskanzleramt: &#8220;Vor Gericht versucht das Kanzleramt schon jetzt, den Zugang zu Unterlagen zu erschweren &#8211; und behauptet: abgeordnetenwatch hat seinen eigenen IFG-Antrag gar nicht selbst gestellt.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/107277/deutsche_bahn_kritisiert_hayalidoku_im_zdf_als_unserioes/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Deutsche Bahn kritisiert Hayali-Doku im ZDF als &#8220;unseriös&#8221;</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Alexander Krei)</em><br />
Die Deutsche Bahn habe die am Dienstag ausgestrahlte ZDF-Dokumentation <a href="https://www.zdf.de/video/reportagen/am-puls-100/am-puls-mit-dunja-hayali-deutsche-bahn-verspaetung-100" target="_blank">&#8220;Unsere Bahn: Geliebt, verflucht &#8211; und gefährlich?&#8221;</a> von Dunja Hayali als &#8220;unseriös&#8221; und einseitig kritisiert. Der Film klammere Fortschritte aus, beruhe auf unzutreffenden Zahlen und stelle unfaire Vergleiche an. Das ZDF weise die Hauptkritik zurück und betone die journalistische Sorgfalt. Man habe jedoch online in der Streamingfassung nachträglich Korrekturen an Grafiken und Zahlenangaben vorgenommen.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/tiktok-kulturstaatsminister-wolfram-weimer-will-ein-tiktok-europa-schaffen-a-34fd3a5e-022b-4bde-8c38-03ce1af1cd63" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Kulturstaatsminister Weimer will europäische Eigentümerstruktur für TikTok</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordere die Überführung der Social-Media-Plattform TikTok in eine europäische Eigentümerstruktur. Weimer sehe in einem &#8220;TikTok Europa&#8221; den effektivsten Weg, um europäisches Datenschutz-, Medien- und Jugendschutzrecht gegenüber der chinesischen Muttergesellschaft ByteDance durchzusetzen. Seine Kritik richte sich gegen den uneingeschränkten Zugriff chinesischer Behörden auf die Daten europäischer Nutzerinnen und Nutzer sowie gegen die Gratisnutzung journalistischer Inhalte.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://taz.de/Gerichtsvorladung-zurueckgezogen/!6198754/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Erfolg für &#8220;New York Times&#8221; bei Streit mit Trump-Regierung</strong></a><br />
<em>(taz.de)</em><br />
Das US-Justizministerium habe nach juristischem Widerstand der &#8220;New York Times&#8221; (&#8220;NYT&#8221;) Vorladungen gegen mehrere Reporter zurückgezogen. Die Bundesstaatsanwaltschaft habe versucht, die Journalisten nach Enthüllungen über Sicherheitsmängel an der neuen Präsidentenmaschine von Donald Trump zur Aussage vor einer Grand Jury zu zwingen. Die &#8220;NYT&#8221; habe den Schritt als rechtswidrigen Einschüchterungsversuch kritisiert. Der zuständige Richter habe mit einer Nichtigkeitserklärung der Vorladungen gedroht, bevor die US-Regierung schließlich eingelenkt habe.</p>
<p><a href="https://setup-punchline.de/thesen-comedy-verfassung-wie-geht-comedykritik/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Das Comedy-Grundgesetz</strong></a><br />
<em>(setup-punchline.de, Bernhard Hiergeist)</em><br />
Bernhard Hiergeist formuliert in seinem Branchen-Newsletter &#8220;Setup/Punchline&#8221; 15 Thesen als &#8220;Comedy-Grundgesetz&#8221;. Er fordert darin, Stand-up-Comedy als eigenständige Handwerks- und Kunstform ernst zu nehmen. Sie müsse nach ihren formalen sowie strukturellen Kriterien und nicht bloß nach moralischen Aussagen oder bloßen Themen bewertet werden. Außerdem kritisiert Hiergeist das deutsche Feuilleton für dessen ahistorisches Verständnis und die reflexhaften Tucholsky-Zitate (&#8220;Satire darf alles&#8221;).<br />
Weiterer Hörtipp: In Holger Kleins Podcast &#8220;Wrint&#8221; geht es fast zwei Stunden um <a href="https://wrint.de/2026/07/17/comedy-mit-bernhard-hiergeist/" target="_blank">&#8220;Geschichten aus dem Joke-Bergwerk&#8221;</a> mit Bernhard Hiergeist (wrint.de, Audio: 1:44:48 Stunden).</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=u9KG3BDw2JM" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Fame &#038; Verlogen &#8211; Warum Influencer ständig lügen</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Sashka, Video: 19:52 Minuten)</em><br />
Die Creatorin Sashka beschäftigt sich mit dem aktuellen Skandal um die Medfluencerin Alina Walbrunn, die auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XEQsPeyiTjw" target="_blank">einen Prank des YouTubers Marvin Wildhage</a> reingefallen sei und für eine erfundene Krankheit (&#8220;postvirale nasale Hypersensibilität&#8221;) geworben habe. Sashka wertet Walbrunns bisherige Auffälligkeiten als Symptom eines strukturellen Problems in der Influencer-Blase.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>KW 30/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende</title>
		<link>https://bildblog.de/154110/kw-3026-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 09:22:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154110</guid>

					<description><![CDATA[Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung! *** 1. Was haben wir gelacht: Humor und Macht in den 90ern (laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 28:00 Minuten) Seit dem 16. Juli läuft der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!</em></p>
<p align="center">***</p>
<p><a href="https://laeuft-programmschau.podigee.io/85-was-haben-wir-gelacht-humor-und-macht-in-den-90ern" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Was haben wir gelacht: Humor und Macht in den 90ern</strong></a><br />
<em>(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 28:00 Minuten)</em><br />
Seit dem 16. Juli läuft der Dokumentarfilm &#8220;Was haben wir gelacht&#8221; der Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider im Kino. Dort berichten fünf Frauen kritisch über das teilweise sexistische Unterhaltungsfernsehen der 90er-Jahre: Maren Kroymann, Gaby Köster, Esther Schweins, Bettina Böttinger und Hella von Sinnen. Podcast-Host Alexander Matzkeit hat sich mit Regisseurin Eva Müller darüber unterhalten, wie es zu dem Film kam und was sie dabei gelernt hat.</p>
<p><a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ad8db5c00b51bf72/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Gläserner Staat oder blickdichte Behörde? Streit ums IFG</strong></a><br />
<em>(ardsounds.de, Jasmin Brock &#038; Johannes Leininger, Audio: 28:24 Minuten)</em><br />
Bei &#8220;BR24 Medien&#8221; geht es um die drohenden Beschneidungen des Informationsfreiheitsgesetzes: &#8220;Wo kommt das Gesetz her, wofür ist es gut? Was ist die Kritik an der bisherigen Fassung, die die Bundesregierung anführt? Und: Wie steht es eigentlich in Bayern um die Transparenz?&#8221; Unter anderem mit Arne Semsrott von &#8220;FragDenStaat&#8221;, Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD, und Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag.</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/37uX66gZxhSeGHK3rvWm4T?autoplay=true" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Anna-Lena von Hodenberg (HateAid) &#8211; Wer traut sich noch etwas zu sagen?</strong></a><br />
<em>(spotify.com, Matze Hielscher, Audio: 1:06:20 Stunden)</em><br />
Bei &#8220;Hotel Matze&#8221; ist die Journalistin Anna-Lena von Hodenberg zu Gast, die Mitbegründerin der gemeinnützigen GmbH HateAid ist: &#8220;Wir haben in Bochum auf der Bühne vom &#8216;Gutes Morgen Festival&#8217; über Deepfakes, Shitstorms und Meinungsfreiheit gesprochen &#8211; und darüber, warum Hass oft nicht nur verletzen, sondern still machen soll. Am Ende geht es um eine einfache Frage: Was können wir tun, wenn andere angegriffen werden?&#8221;</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-toene-texte-bilder/audio-zdf-krisenkommunikation-und-klassismus-im-journalismus-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. ZDF-Krisenkommunikation und Klassismus im Journalismus</strong></a><br />
<em>(wdr.de, Sebastian Sonntag, Audio: 43:41 Minuten)</em><br />
Die aktuelle Ausgabe des WDR5-Medienmagazins &#8220;Töne, Texte, Bilder&#8221; widmet sich dem Krisenmanagement des ZDF nach der Ausladung der Musiker Danger Dan und Igor Levit aus der 100. &#8220;Anstalt&#8221;-Sendung sowie den Gefahren und Schutzmöglichkeiten rund um Künstliche Intelligenz. Zudem thematisiert die Folge eine neue Studie zu sozialer Herkunft und Klassismus im Journalismus und betrachtet die Situation des in der Türkei bedrohten Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludağ.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=lawNaCod-N4" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Mediensucht: Wenn du dein Leben verpasst</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Helena Brinkmann, Video: 29:52 Minuten)</em><br />
In der Reportage des &#8220;Y-Kollektivs&#8221; geht es anhand realer Beispiele aus dem Leben um die Grenzen zwischen ungesundem medialem Nutzungsverhalten und echter Mediensucht. Experten und Präventionsberater betonen, dass eine Abhängigkeit vor allem dann vorliege, wenn Alltagsverpflichtungen vernachlässigt werden, das Verhalten verheimlicht wird und bei Verzicht Entzugserscheinungen auftreten.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=7n5psnQqIwA" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. AUS AUS AUS &#8211; Das Finale für Andreas Ulrich</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Jörg Wagner &#038; Philipp Nitzsche, Video: 39:47 Minuten)</em><br />
Die Karriere von Andreas Ulrich ist bemerkenswert: Mehr als 40 Jahre war er Radiomoderator für DT64, MDR Sputnik, den ORB und den rbb. Doch nun habe er (nicht ganz freiwillig) aufhören müssen: Freiberufler dürften beim rbb nur noch bis zum Renteneintritt arbeiten. Jörg Wagner hat einige Momente aus Ulrichs Abschiedssendung zusammengeschnitten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dobrindts Pläne, Burda fusioniert, Irritierendes Autokraten-Interview</title>
		<link>https://bildblog.de/154093/dobrindts-plaene-burda-fusioniert-irritierendes-autokraten-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 06:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Dobrindt will Transparenz-Plattformen aus dem Weg räumen (netzpolitik.org, Tomas Rudl) Recherchen des MDR zufolge plane das Bundesinnenministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) eine weitgehende Beschneidung des Informationsfreiheitsgesetzes. Wie aus internen Vermerken hervorgehe, wolle das Ministerium Auskunftsrechte für Medien und Abgeordnete stark einschränken. Durch eine Ausweispflicht solle es Anbietern wie &#8220;FragDenStaat&#8221; unmöglich gemacht werden, Anträge für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/fragdenstaat-co-dobrindt-will-transparenz-plattformen-aus-dem-weg-raeumen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Dobrindt will Transparenz-Plattformen aus dem Weg räumen</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Tomas Rudl)</em><br />
Recherchen <a href="https://www.tagesschau.de/investigativ/mdr/ifg-bundesinnenministerium-100.html" target="_blank">des MDR zufolge</a> plane das Bundesinnenministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) eine weitgehende Beschneidung des Informationsfreiheitsgesetzes. Wie aus internen Vermerken hervorgehe, wolle das Ministerium Auskunftsrechte für Medien und Abgeordnete stark einschränken. Durch eine Ausweispflicht solle es Anbietern <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/ifg-attacke-3/" target="_blank">wie &#8220;FragDenStaat&#8221;</a> unmöglich gemacht werden, Anträge für Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Außerdem sei geplant, die Stelle beim Datenschutzbeauftragten, die Personen unterstützt, wenn Behörden Infos verschweigen, abzuschaffen.<br />
Weiterer Lesetipp: Auch der Deutscher Journalisten-Verband (DJV) <a href="https://www.djv.de/news/pressemitteilungen/press-detail/djv-schockiert-ueber-innenministerium/" target="_blank">zeigt sich schockiert</a> über die Pläne des Innenministeriums: &#8220;Das ist eine Liste der Grausamkeiten&#8221;, so der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster, &#8220;die niemals Realität werden darf. Das wäre das faktische Ende der Informationsfreiheit.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/auskunftsrecht-der-presse-warum-medien-mehr-rechte-haben-als-sie-denken-102.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Warum Medien mehr Rechte haben als sie denken</strong></a><br />
<em>(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 38:42 Minuten)</em><br />
Jost Müller-Neuhof ist &#8220;Tagesspiegel&#8221;-Redakteur und rechtspolitischer Korrespondent des Blatts. Er hat den Eindruck, dass sich Journalistinnen und Journalisten zu schnell von Behörden abwimmeln lassen. Doch was können Medienschaffende von Behörden erwarten? Und was können sie verlangen? Darüber spricht Müller-Neuhof mit Deutschlandfunk-Redakteurin Brigitte Baetz.</p>
<p><a href="https://www.turi2.de/aktuell/burda-fusioniert-burdaverlag-und-burdaforward-stefan-ottlitz-wird-digitalchef/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Burda fusioniert BurdaVerlag und BurdaForward &#8211; Stefan Ottlitz wird Digitalchef</strong></a><br />
<em>(turi2.de)</em><br />
Der Burda-Konzern baue seine Strukturen grundlegend um und lege den BurdaVerlag sowie die Digitalsparte BurdaForward zu einem integrierten Medienhaus zusammen. Damit löse das Unternehmen die bisherige Trennung zwischen Print und Online auf. Angebote wie der gedruckte &#8220;Focus&#8221; und &#8220;Focus Online&#8221; sollen zu gemeinsamen Marken verschmelzen, das Medienhaus soll in Sparten wie Lifestyle, Yellows und Screens gegliedert werden. Neuer Digitalchef und Markenverantwortlicher für &#8220;Focus&#8221; werde Medienmanager Stefan Ottlitz, der zuvor eine führende Position beim &#8220;Spiegel&#8221; bekleidet hatte.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101356726/schauspielerin-caro-cult-verliert-ard-rolle-wegen-schwangerschaft.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Schauspielerin Caro Cult verklagt Produktionsfirma nach Kündigung</strong></a><br />
<em>(t-online.de)</em><br />
Schauspielerin Caro Cult habe 2024 kurz vor Drehbeginn eine ARD-Hauptrolle verloren, nachdem sie der Produktionsfirma ihre Schwangerschaft mitgeteilt habe. Der Streit vor dem Arbeitsgericht Berlin sei mit einem Vergleich geendet, bei dem Cult die Hälfte der Gage zugesprochen worden sei. Die Produktion rechtfertige die Umbesetzung mit organisatorischen Hürden und Mutterschutzauflagen. Die Schauspielerin ordne das Vorgehen anders ein: Ihr sei unter anderem abgesprochen worden, als Schwangere den nötigen &#8220;Sex-Appeal&#8221; für die vorgesehene Rolle zu besitzen.</p>
<p><a href="https://www.derstandard.at/story/3000000332641/presse-redaktionsausschuss-irritiert-von-ceo-nowaks-vucic-interview" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. &#8220;Presse&#8221;-Redaktionsausschuss &#8220;irritiert&#8221; von CEO Nowaks Vučić-Interview</strong></a><br />
<em>(derstandard.at, Oliver Mark)</em><br />
Rainer Nowak, Geschäftsführer der &#8220;Presse&#8221; und Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen, habe zum Start seiner neuen Reihe &#8220;Rainer Nowaks Meisterklasse&#8221; den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić interviewt, dabei jedoch auf kritische Nachfragen zu dessen autoritärer Politik verzichtet. Der &#8220;Standard&#8221; hat Nowak dazu befragt: &#8220;Warum starten Sie die neue Reihe ausgerechnet mit einem Autokraten, der von vielen sogar als Diktator gesehen wird und der mit Gewalt gegen Proteste der Bevölkerung und der Opposition vorgeht?&#8221;</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bgh-vizr9325-helene-fischer-persoenlichkeitsrechte-schutz-der-familie-rtl" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Keine Gel­dent­schä­d­i­gung für Helene Fischer wegen Baby­fotos</strong></a><br />
<em>(lto.de, Shayan Mirmoayedi)</em><br />
Wie &#8220;Legal Tribune Online&#8221; berichtet, habe der Bundesgerichtshof (BGH) im Fall einer Klage von Sängerin Helene Fischer gegen den Sender RTL entschieden. Die Veröffentlichung von Paparazzi-Fotos, die Fischer beim Stadtbummel mit ihrem Neugeborenen zeigen, verletze zwar ihr Persönlichkeitsrecht, begründe jedoch keinen Anspruch auf Geldentschädigung. Für eine solche Entschädigung fehle es an der erforderlichen Schwere des Eingriffs, da die Aufnahmen keine intimen Momente zeigen würden, und RTL positiv berichtet habe. Zudem sehe der BGH die Beeinträchtigung durch eine vom Sender abgegebene strafbewehrte Unterlassungserklärung als ausreichend ausgeglichen an.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Falscher Weg, Auswärtiges Amt &#8220;sehr irritiert&#8221;, Abgelehnter &#8220;Exxpress&#8221;</title>
		<link>https://bildblog.de/154063/falscher-weg-auswaertiges-amt-sehr-irritiert-abgelehnter-exxpress/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 06:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154063</guid>

					<description><![CDATA[1. Frankreich wählt den falschen Weg (netzpolitik.org, Sebastian Meineck) Sebastian Meineck kritisiert die neuen Social-Media-Regelungen in Frankreich. Das vom französischen Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren greife zu kurz und setze falsche Prioritäten. Es schütze Minderjährige nicht, da es leicht umgangen werden könne, und bedrohe durch invasive Alterskontrollen die Privatsphäre aller [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/social-media-verbot-bis-15-jahre-frankreich-waehlt-den-falschen-weg/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Frankreich wählt den falschen Weg</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Sebastian Meineck)</em><br />
Sebastian Meineck kritisiert die neuen Social-Media-Regelungen in Frankreich. Das vom französischen Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren greife zu kurz und setze falsche Prioritäten. Es schütze Minderjährige nicht, da es leicht umgangen werden könne, und bedrohe durch invasive Alterskontrollen die Privatsphäre aller Nutzerinnen und Nutzer. Sinnvoller und nachhaltiger wären aus Meinecks Sicht strengere Vorgaben für Plattformbetreiber, ein Ausbau digitaler Medienkompetenz sowie eine einheitliche Regulierung auf EU-Ebene.</p>
<p><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4279/nach-morddrohungen-lokaljournalist-erschossen" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Nach Morddrohungen: Lokaljournalist erschossen</strong></a><br />
<em>(reporter-ohne-grenzen.de)</em><br />
Wie die Organisation Reporter ohne Grenzen berichtet, ist der mexikanische Lokaljournalist Josué Martínez Contreras, am 16. Juli im Bundesstaat Puebla erschossen worden. Die bislang unidentifizierten Täter seien auf einem Motorrad geflohen. Contreras, der unter anderem zu Kommunalfinanzen und Umweltvergehen recherchiert habe, habe bereits zuvor Morddrohungen wegen seiner Berichterstattung erhalten. Er sei bereits der sechste im Jahr 2026 in Mexiko ermordete Pressevertreter.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/ausland/alican-uludag-deutsche-welle-journalist-wieder-frei-auswaertiges-amt-sehr-irritiert-a-eb0bc282-8178-489f-808f-b6a35493c009" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. DW-Journalist Alican Uludağ wieder frei, Auswärtiges Amt »sehr irritiert« über Festnahme</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Der in der Türkei festgenommene Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludağ sei unter Auflagen, darunter ein Ausreiseverbot, wieder auf freiem Fuß. Die türkische Justiz werfe dem Investigativreporter unter anderem die Verbreitung von Falschinformationen vor. Das Auswärtige Amt in Berlin zeige sich über das Vorgehen gegen den DW-Journalisten &#8220;sehr irritiert&#8221;. Uludağ selbst bestreite die Vorwürfe.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.derstandard.at/story/3000000332429/exxpress-20-millionen-qualitaetsjournalismusfoerderung-vergeben" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Exxpress&#8221; abgelehnt: 20 Millionen Qualitätsjournalismusförderung vergeben</strong></a><br />
<em>(derstandard.at, Harald Fidler)</em><br />
Die österreichische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikationsbehörde_Austria" target="_blank">Medienbehörde KommAustria</a> habe dem rechtspopulistischen Portal &#8220;Exxpress&#8221; die &#8220;Qualitätsjournalismusförderung&#8221; für 2026 gestrichen. Der Grund sei die redaktionelle Hervorhebung von User-Kommentaren, die zu Hass und Gewalt aufstacheln. Die Fördergelder in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro sollen stattdessen überwiegend an etablierte Verlagsgruppen wie Mediaprint, RMA und Styria gehen.</p>
<p><a href="https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/gruendergeist-findet-man-bei-journalisten-kaum/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. &#8220;Gründergeist findet man bei Journalisten kaum&#8221;</strong></a><br />
<em>(journalist.de, Catalina Schröder)</em><br />
Im Interview mit dem Fachmagazin &#8220;journalist&#8221; fordert Sebastian Turner, Gründer von <a href="https://table.media/" target="_blank">&#8220;Table.Briefings&#8221;</a>, mehr unternehmerisches Denken und Innovationsgeist in der Medienbranche. Technisch und finanziell sei es nie einfacher gewesen, neue Medien zu gründen. Allerdings bremse eine traditionelle Berufskultur bei Journalistinnen und Journalisten häufig den Aufbau eigener Projekte aus. Turner spricht sich entschieden gegen staatliche Mediensubventionen aus. Diese würden die Unabhängigkeit gefährden und Fehlanreize setzen.<br />
Weiterer Lesetipp: <a href="https://taz.de/Zuwachs-bei-Politico/!6197945/" target="_blank">Michael Bröcker wechselt von Table Media zu Axel Springer</a>: &#8220;Michael Bröcker verlässt Table Briefings als Chefredakteur und wechselt zu Axel Springer. Er übernehme zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Position des übergreifenden Politikchefs der Premium-Gruppe und werde zugleich Chefredakteur von Politico Deutschland, teilte das Medienhaus mit.&#8221; (taz.de)</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/magazin/107217/wie_verbreiten_sich_empoerungswellen_auf_social_media/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Wie verbreiten sich Empörungswellen auf Social Media?</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Simon Pycha)</em><br />
Anhand des Auftritts der Rapperin Ikkimel im ZDF-&#8220;Morgenmagazin&#8221; dekonstruiert Simon Pycha den typischen Phasenverlauf digitaler Entrüstung. Am Anfang stehe ein polarisierendes Starter-Ereignis, das binnen 24 Stunden von <a href="https://www.dwdl.de/magazin/103061/cultural_tastemaker_wie_entstehen_trends_auf_social_media/" target="_blank">&#8220;Cultural Tastemakern&#8221;</a> aufgegriffen, skandalisiert und von journalistischen Accounts validiert werde. Es würden Gegentrends und die Verwertung in Nischen-Communitys folgen, bevor die Debatte nach drei bis sieben Tagen verpuffe oder als Referenz in der Popkultur verbleibe.</p>
<p><a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-danger-dan-keine-angst.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>7. Danger Dan spricht von Zensur, das ZDF von einem möglichen Gewaltaufruf: Wer hat recht?</strong></a><br />
<em>(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:12 Minuten)</em><br />
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins ordnet der &#8220;6-vor-9&#8221;-Kurator die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit aus der 100. Ausgabe der ZDF-Satire &#8220;Die Anstalt&#8221; ein. Der Vorwurf der Zensur greife nicht. Zudem sei die Absage des Senders wegen kalkulierter Zweideutigkeiten und Anspielungen auf gewaltsame Selbstjustiz im Songtext in der Sache nachvollziehbar. Allerdings habe das ZDF durch sein spätes Handeln den Künstlern ungewollt den &#8220;Nimbus des Verbotenen&#8221; und maximale Aufmerksamkeit beschert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geplante Zerschlagung, Festnahme, Konstruktiver Datenjournalismus</title>
		<link>https://bildblog.de/154049/geplante-zerschlagung-festnahme-konstruktiver-datenjournalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 06:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154049</guid>

					<description><![CDATA[1. Die geplante Zerschlagung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (journalist.de, Michael Kraske) Im Fachmagazin &#8220;journalist&#8221; analysiert Michael Kraske die medienpolitischen Pläne der AfD vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland. Für den Fall einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern kündige die Partei an, die Medienstaatsverträge auflösen zu wollen, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu destabilisieren und durch ein geschrumpftes, angeblich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/die-geplante-zerschlagung-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Die geplante Zerschlagung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks</strong></a><br />
<em>(journalist.de, Michael Kraske)</em><br />
Im Fachmagazin &#8220;journalist&#8221; analysiert Michael Kraske die medienpolitischen Pläne der AfD vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland. Für den Fall einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern kündige die Partei an, die Medienstaatsverträge auflösen zu wollen, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu destabilisieren und durch ein geschrumpftes, angeblich steuerfinanziertes &#8220;Grundfunk&#8221;-Modell zu ersetzen. Sendervertreter und Juristen würden vor schwerwiegenden Konsequenzen warnen.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/107242/tuerkischer_dwkorrespondent_uluda_erneut_festgenommen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Türkischer DW-Korrespondent Uludağ erneut festgenommen</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Uwe Mantel)</em><br />
Nur zwei Monate nach seiner Entlassung aus einer mehrmonatigen Untersuchungshaft sei der türkische Korrespondent der Deutschen Welle, Alican Uludağ, erneut festgenommen worden. Senderleitung und Journalistenverbände würden das Vorgehen der türkischen Behörden scharf verurteilen. Außerdem würden sie die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze für Uludağ fordern, der erst vor wenigen Tagen mit dem Pressefreiheitspreis 2026 der Türkischen Journalistenvereinigung ausgezeichnet worden sei.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/ausland/frankreich-parlament-beschliesst-social-media-verbot-fuer-jugendliche-a-d64103fb-04c3-4c86-948a-16eb53565148" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Frankreich verbietet Social Media für Jugendliche</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Frankreich führe als erster EU-Staat ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendlich unter 15 Jahren ein. Nach dem Senat habe auch die Nationalversammlung mit breiter Mehrheit für den Gesetzentwurf gestimmt, der nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron bereits nach den Sommerferien greifen solle. Die Umsetzung sei jedoch noch offen. Die Europäische Kommission habe bereits vor nationalen Alleingängen gewarnt. Die technische Altersverifikation falle unter EU-Zuständigkeit, weshalb die praktische Durchsetzung als weitgehend ungeklärt gelte.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://blog.medientage.de/was-zeitschriftenverleger-von-der-politik-einfordern" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Was Zeitschriftenverleger von der Politik fordern</strong></a><br />
<em>(medientage.de, Petra Schwegler)</em><br />
Petra Schwegler fasst die politischen Kernforderungen zusammen, die der Medienverband der freien Presse (MVFP) beim Jahrestreffen des MVFP Bayern präsentiert hat. Der MVFP-Vorsitzende Lars Joachim Rose sowie der bayerische Medienminister Florian Herrmann hätten insbesondere eine Absenkung oder Streichung der Mehrwertsteuer auf Presseerzeugnisse als Ausgleich zur steuerlichen Begünstigung großer Tech-Konzerne gefordert. Außerdem habe es Forderungen nach einer Nachschärfung des Kartellrechts zur Einhegung digitaler Gatekeeper sowie einem Schutz verlegerischer Inhalte gegeben.</p>
<p><a href="https://www.media-lab.de/de/blog/warum-konstruktiver-datenjournalismus-die-zukunft-ist/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Warum konstruktiver Datenjournalismus die Zukunft ist</strong></a><br />
<em>(media-lab.de, Tanika Trum)</em><br />
In einem Beitrag für das &#8220;Media Lab&#8221; plädiert Tanika Trum auf Basis ihrer Masterarbeit für die Verbindung von konstruktiver Berichterstattung und Datenjournalismus. Angesichts einer verstärkten aktiven Nachrichtenvermeidung könne die Kombination empirischer Daten mit lösungsorientierten Perspektiven bei der Entpolarisierung helfen. Trum fordert eine feste Verankerung konstruktiver Ansätze in Redaktionsstatuten, gezielte Ausbildungsangebote und die Bereitstellung von Kapazitäten für aufwändige Recherchen.</p>
<p><a href="https://www.turi2.de/heute/fuer-uns-ist-das-wetter-selbst-der-treibstoff-warum-wetteronline-chef-joachim-klassen-die-zero-click-aera-nicht-fuerchtet/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. &#8220;Für uns ist das Wetter selbst der Treibstoff&#8221; &#8211; Warum &#8220;WetterOnline&#8221;-Chef Joachim Klaßen die Zero-Click-Ära nicht fürchtet</strong></a><br />
<em>(turi2.de)</em><br />
Im Interview mit &#8220;turi2&#8221; blickt Joachim Klaßen, Gründer und Chef von &#8220;WetterOnline&#8221;, gelassen auf die neuen digitalen Herausforderungen. Trotz des Booms von KI-Chatbots und der Sorge der Branche vor einer &#8220;Zero-Click&#8221;-Ära sieht er das eigene Geschäftsmodell nicht gefährdet. Da sich das Wetter ständig ändere, würden die Menschen das Angebot direkt als täglichen Begleiter nutzen. Mit rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setze Klaßens Unternehmen auf eigene Datenberechnungen aus Rohdaten, den Ausbau des &#8220;WetterRadars&#8221; sowie ein werbefinanziertes Modell mit ergänzendem Premium-Abo.</p>
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		<title>Brief gegen ZDF-Entscheidung, KI-Zeitung, Kloppo-Soap im Stadion</title>
		<link>https://bildblog.de/154027/brief-gegen-zdf-entscheidung-ki-zeitung-kloppo-soap-im-stadion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 06:54:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154027</guid>

					<description><![CDATA[1. &#8220;Wir halten die Absage für einen Fehler&#8221; (netzpolitik.org, Erik Tuchtfeld) In einem offenen Brief an ZDF-Intendant Norbert Himmler kritisieren mehrere Mitglieder des ZDF-Fernsehrats die Ausladung der Künstler Danger Dan und Igor Levit aus der 100. Ausgabe der Satire-Sendung &#8220;Die Anstalt&#8221;: &#8220;Wir befürchten, dass dies auch abschreckende Auswirkungen auf andere Formate haben kann. Auch aufgrund [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/wir-halten-die-absage-fuer-einen-fehler/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. &#8220;Wir halten die Absage für einen Fehler&#8221;</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Erik Tuchtfeld)</em><br />
In einem offenen Brief an ZDF-Intendant Norbert Himmler kritisieren mehrere Mitglieder des ZDF-Fernsehrats die Ausladung der Künstler Danger Dan und Igor Levit aus <a href="https://www.zdf.de/shows/die-anstalt-104" target="_blank">der 100. Ausgabe der Satire-Sendung &#8220;Die Anstalt&#8221;</a>: &#8220;Wir befürchten, dass dies auch abschreckende Auswirkungen auf andere Formate haben kann. Auch aufgrund des konkreten Verfahrens und der Kurzfristigkeit der Absage entsteht zudem der öffentliche Eindruck, dass diese notwendige Debatte unterbunden werden soll. Wir halten die Absage daher für einen Fehler.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/konstantin-wecker-gewinnt-gegen-sueddeutsche-zeitung-vor-lg-berlin-ii" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Warum Kon­stantin Wecker kein &#8220;MeToo&#8221;-Fall sein soll</strong></a><br />
<em>(lto.de, Max Kolter &#038; Felix W. Zimmermann)</em><br />
Das Landgericht Berlin habe der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; untersagt, weiter über jahrzehntelang zurückliegende sexuelle Kontakte des Liedermachers Konstantin Wecker zu damals 17-jährigen Frauen zu berichten. Der Artikel, der über Kontakte aus den Jahren 1990 bis 2015 berichte und ein Machtgefälle beschreibe, verletze Weckers Privatsphäre, so die Entscheidung des Gerichts. Es habe befunden, dass die Schilderungen vorrangig die Neugier der Leserschaft bedienen würden und keinen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung böten. Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; habe den Gerichtsentscheid als &#8220;Ausreißer-Urteil&#8221; bezeichnet und Berufung beim Kammergericht eingelegt.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/kultur/kino/warner-und-paramount-us-gericht-stoppt-geplante-milliardenfusion-vorlaeufig-a-5721e8de-6940-4d73-a096-171dd035e7c7" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. US-Richterin stoppt Warner-Übernahme durch Paramount vorläufig</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Eine US-Bundesrichterin habe den geplanten, rund 111 Milliarden US-Dollar schweren Deal zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery nach einer Klage von zwölf Bundesstaaten vorläufig gestoppt. Hinter Paramount stehe die Familie des Trump-Unterstützers Larry Ellison. Als Folge der Übernahme würden Kritiker eine marktbeherrschende Stellung bei Kinofilmen und die Schwächung der redaktionellen Unabhängigkeit des Nachrichtensenders CNN befürchten.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://taz.de/Eine-Zeitung-aus-Italien-veroeffentlicht-seit-2025-KI-generierte-Texte---hier-erklaert-der-Chefredakteur-warum/!6194907/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Künstliche Intelligenz ist wie ein Scharfschütze&#8221;</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ambros Waibel)</em><br />
In einem Interview mit der &#8220;taz&#8221; verteidigt Claudio Cerasa, Chefredakteur der italienischen Tageszeitung &#8220;Il Foglio&#8221;, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus als Chance für mehr Kreativität. Das Blatt veröffentliche seit März 2025 regelmäßig KI-generierte Inhalte. Alle Artikel würden auf Cerasas eigenen Prompts basieren und redaktionell geprüft: &#8220;Der Artikel kann überarbeitet, durch einen anderen ersetzt oder korrigiert werden. Bei offensichtlichen Fehlern lassen wir diese jedoch stehen, um den Lesern die Möglichkeit zu geben, künstliche Intelligenz auch anhand ihrer Schwächen zu studieren.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.djv.de/news/pressemitteilungen/press-detail/fuer-nachhaltigkeit-unverzichtbar/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Für Nachhaltigkeit unverzichtbar</strong></a><br />
<em>(djv.de, Hendrik Zörner)</em><br />
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) unterstützt <a href="https://initiative18.org" target="_blank">die &#8220;Initiative 18&#8221;</a>, die eine Erweiterung der UN-Nachhaltigkeitsziele fordere. Unabhängige Medien und Pressefreiheit sollen demnach als 18. Sustainable Development Goal (&#8220;Free, Safe &#038; Sustainable Media&#8221;) festgeschrieben werden. Der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster betont, dass freier Journalismus eine unverzichtbare Grundlage für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und fundierte gesellschaftliche Debatten sei. Das geforderte Ziel umfasse unter anderem den Schutz von Journalistinnen und Journalisten vor Zensur und Gewalt, den Erhalt der Medienvielfalt sowie den Kampf gegen Desinformation.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/meinungen/107224/klopposoap_im_stadion_der_deus_ex_machina_von_magenta/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Kloppo-Soap im Stadion: Der Deus ex Machina von Magenta</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Alexander Krei)</em><br />
Alexander Krei blickt auf die ungewöhnliche Rolle von Jürgen Klopp während der Fußball-WM zurück. Als Experte für MagentaTV habe dieser die Vorberichterstattung in eine Art Seifenoper verwandelt, in der er selbst als künftiger Bundestrainer im Mittelpunkt gestanden habe. Nachdem Klopp früh mit kritischen Äußerungen den damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann unter Druck gesetzt habe, sei er nach dem DFB-Aus im Sechzehntelfinale vollends als Retter ins Zentrum gerückt. Für die Telekom habe sich die Verpflichtung als Glücksgriff erwiesen, da man über die Verhandlungen zwischen dem DFB und Klopp aus erster Hand habe berichten können.</p>
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		<item>
		<title>Anstalt vs. &#8220;Anstalt&#8221;, Unmut beim DLF, Trump verhökert seine Posts</title>
		<link>https://bildblog.de/153995/anstalt-vs-anstalt-unmut-beim-dlf-trump-verhoekert-seine-posts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 06:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=153995</guid>

					<description><![CDATA[1. Wir­k­lich ein &#8220;Ein­griff in die Mei­nungs- und Kunst­f­rei­heit&#8221;? (lto.de, Jacob Hoffmann) Das ZDF hat einen geplanten Auftritt des Rappers Danger Dan und des Pianisten Igor Levit in der 100. Ausgabe der Satire-Sendung &#8220;Die Anstalt&#8221; kurzfristig gestrichen. Die Musiker wollten dort Danger Dans antifaschistischen Song &#8220;Keine Angst&#8221; präsentieren, der sich mit dem Widerstand gegen Rechtsextremismus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/zdf-danger-dan-ausladung-kunstfreiheit-meinungsfreiheit-rechtsextremismus-antifaschismus" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Wir­k­lich ein &#8220;Ein­griff in die Mei­nungs- und Kunst­f­rei­heit&#8221;?</strong></a><br />
<em>(lto.de, Jacob Hoffmann)</em><br />
Das ZDF hat einen geplanten Auftritt des Rappers Danger Dan und des Pianisten Igor Levit in der 100. Ausgabe der Satire-Sendung &#8220;Die Anstalt&#8221; kurzfristig gestrichen. Die Musiker wollten dort Danger Dans <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Gg-SCpXba64" target="_blank">antifaschistischen Song &#8220;Keine Angst&#8221;</a> präsentieren, der sich mit dem Widerstand gegen Rechtsextremismus befasst. Die ZDF-Intendanz untersagte den Auftritt mit der Begründung, der Text überschreite die Grenze zum Aufruf zu Gewalt und zur Selbstjustiz, was den hauseigenen Programmrichtlinien widerspreche. Jacob Hoffmann ordnet das Geschehen juristisch ein.<br />
Weiterer Lesetipp: Das ZDF hat in einem Beitrag in eigener Sache Stellung bezogen: <a href="https://www.zdfheute.de/in-eigener-sache/danger-dan-die-anstalt-ausladung-reaktion-100.html" target="_blank">&#8220;Keine Angst&#8221;: Warum das ZDF keinen Gewaltaufruf sendet</a>.<br />
Und noch ein Gucktipp: In der ZDF-Sendung &#8220;Aspekte&#8221; hat Jo Schück <a href="https://www.zdf.de/play/reportagen/aspekte-106/meinungsfreiheit-musik-100" target="_blank">mit Expertinnen und Experten gesprochen</a>: &#8220;Was sind die Hintergründe für diese Entscheidung? Wie ist dieser Song juristisch einzuschätzen? Wo sind die Grenzen der Kunstfreiheit? Und welche Mittel sind im Kampf gegen den Rechtsextremismus erlaubt?&#8221; (zdf.de, Video: 15:11 Minuten)</p>
<p><a href="https://taz.de/Programmreform-beim-Deutschlandfunk/!6192475/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Funken für die neue Medienwelt</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ann-Kathrin Leclere)</em><br />
Der Deutschlandfunk plane ab dem 30. November eine umfassende Programmreform, die tägliche Fachmagazine wie &#8220;Forschung aktuell&#8221; oder das Medienmagazin &#8220;Mediasres&#8221; streiche und deren Inhalte stattdessen in größere Informationsstrecken sowie monothematische Hintergrund-Podcasts einbette. In der Belegschaft und bei der Freienvertretung rege sich massiver Unmut. Auch der Deutsche Journalisten-Verband warne vor einem Verlust an publizistischer Vielfalt und fachlicher Tiefe.</p>
<p><a href="https://kobuk.at/2026/07/verzerrte-studien-im-boulevard/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Wissenschaftsjournalismus aus der Hölle: Der Boulevard und seine &#8220;Studien&#8221;</strong></a><br />
<em>(kobuk.at, Sophie Tiganas)</em><br />
Eine Analyse des Medienblogs &#8220;Kobuk&#8221; entlarvt den österreichischen Boulevard (&#8220;Krone&#8221;, &#8220;Oe24&#8221;, &#8220;Heute&#8221;) und dessen systematisch irreführende Berichterstattung über wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Jahr 2025 hätten demnach fast die Hälfte von rund 1.500 untersuchten Artikeln Studien verzerrt, unvollständig oder schlicht falsch präsentiert. Die Redaktionen hätten dabei verharmlosende Werbeumfragen von Dating-Plattformen oder Firmen als &#8220;Schock-Studien&#8221; genutzt, massive methodische Mängel verschwiegen oder komplexe Nuancen in Panik-Schlagzeilen verwandelt.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://medien.epd.de/article/4939" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Untersuchung: ARD und ZDF berichten weniger über Klimakrise</strong></a><br />
<em>(medien.epd.de)</em><br />
Eine automatisierte Programmanalyse der Initiative &#8220;Klima vor acht&#8221; zeige, dass die öffentlich-rechtliche Klimaberichterstattung im ersten Halbjahr 2026 deutlich abgenommen habe. Die Kürzungen träfen laut der Untersuchung ausgerechnet ein Halbjahr mit extremen Hitzewellen. Klimafragen hätten fast nur noch dann mediale Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie an politische Konflikte gekoppelt gewesen seien, wie den Koalitionsstreit um das Heizungsgesetz oder den Petersberger Klimadialog.</p>
<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/meinungsfreiheit-wie-wir-hass-bekaempfen-ohne-die-freiheit-des-wortes-zu-verlieren/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Wie wir Hass bekämpfen, ohne die Freiheit des Wortes zu verlieren</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Johannes Masing)</em><br />
In einer Grundsatzrede auf dem Kongress &#8220;Wehrhafte Demokratie&#8221;, dokumentiert von netzpolitik.org, warnt der Rechtswissenschaftler und ehemalige Bundesverfassungsrichter Johannes Masing vor einer inhaltlichen Aushöhlung der Meinungsfreiheit durch den Staat. Das Grundgesetz gewähre die Meinungsfreiheit im Vertrauen auf die freie Auseinandersetzung prinzipiell auch den Feinden der Freiheit. Inhaltliche Grenzen würden für Bürgerinnen und Bürger als Individuen oder Vereinigungen nicht existieren, solange Äußerungen friedlich bleiben und nicht in aggressive Rechtsgutverletzungen umschlagen.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/web/donald-trump-will-sich-expresszugriff-auf-seine-social-media-posts-bezahlen-lassen-a-2e83850e-a7b7-4d59-b48d-5a11183179f0" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Trump will sich Expresszugriff auf seine Social-Media-Posts bezahlen lassen</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
US-Präsident Donald Trump wolle über sein Medienunternehmen Trump Media &#038; Technology Group künftig den schnellen Zugriff auf seine eigenen Onlinebotschaften monetarisieren. Mit dem neuen Bezahlangebot &#8220;Truth API&#8221;, das am 1. August starten soll, könnten Abonnentinnen und Abonnenten gegen Gebühr einen lizenzierten Echtzeitzugriff auf die Beiträge reichweitenstarker Konten der Plattform Truth Social erhalten. Da Trumps Äußerungen regelmäßig weltweite Schlagzeilen auslösen und Finanzmärkte bewegen, richte sich der Dienst vor allem an Börsenhändler und Finanznachrichtendienste, für die ein Zeitvorsprung im Sekundenbruchteil entscheidend sein kann.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>KW 29/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende</title>
		<link>https://bildblog.de/153976/kw-2926-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 11:17:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=153976</guid>

					<description><![CDATA[Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung! *** 1. Berichten über Rechtsaußen: Wie covert man die AfD? (youtube.com, Maria Exner, Video: 1:16:23 Stunden) Im Interview mit Maria Exner von Publix berichtet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!</em></p>
<p align="center">***</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=XqlJ2rNfUvM" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Berichten über Rechtsaußen: Wie covert man die AfD?</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Maria Exner, Video: 1:16:23 Stunden)</em><br />
Im Interview mit Maria Exner von <a href="https://www.publix.de/" target="_blank">Publix</a> berichtet &#8220;Spiegel&#8221;-Politikredakteurin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ann-Katrin_Müller" target="_blank">Ann-Katrin Müller</a> über ihren von massiven Sicherheitsmaßnahmen geprägten Alltag als AfD-Reporterin. Die extreme Rechte nutze kritische Journalistinnen und Journalisten gezielt als Feindbild und werfe sie der eigenen Anhängerschaft &#8220;zum Fraß vor&#8221;. Dass ihr dennoch regelmäßig exklusive Enthüllungen gelingen, liege an den brutalen internen Machtkämpfen der Partei: &#8220;Die hassen sich untereinander mehr als mich.&#8221; Müller kritisiert zudem die sprachliche Verharmlosung in den Leitmedien. Der Begriff &#8220;rechtspopulistisch&#8221; greife längst zu kurz, die AfD sei eine rechtsextreme Partei.<br />
Weiterer Gucktipp: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dMdNdy8AoRY" target="_blank">Melanie Amann &#8211; Müssen wir anders mit der AfD umgehen?</a>: &#8220;Brauchen wir den klassischen Journalismus überhaupt noch, wenn Podcaster mit stundenlangen Höcke-Interviews ein Millionenpublikum erreichen? Melanie Amann, Chefredakteurin Digital der Funke Mediengruppe und langjährige &#8216;Spiegel&#8217;-Journalistin, stellt sich im Podcast &#8216;Zwischen den Zeilen&#8217; bei Bettina Böttinger der existenziellen Krise ihrer Branche.&#8221; (youtube.com, Bettina Böttinger, Video: 1:11:58 Stunden) </p>
<p><a href="https://leibniz-hbi.de/podcast/wen-erreichen-newsfluencer-und-news-creator-und-warum/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Wen erreichen Newsfluencer und News Creator und warum?</strong></a><br />
<em>(leibniz-hbi.de, Kristina Kobrow, Audio: 44:01 Minuten)</em><br />
Laut der deutschen Teilstudie des Digital News Report 2026 des Reuters Institute (<a href="https://leibniz-hbi-de.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/AP83_DNR26_Deutschland.pdf" target="_blank">PDF</a>) nutzen 13 Prozent der erwachsenen Internetuser in Deutschland Inhalte von sogenannten Newsfluencern oder News Creatoren. Bei den 18- bis 24-Jährigen seien es sogar 30 Prozent. Im Podcast &#8220;BredowCast&#8221; betonen Julia Behre und Sascha Hölig, dass diese Internet-Persönlichkeiten klassische Nachrichtenangebote nicht ersetzen, sondern vielmehr das Spektrum stark nachrichteninteressierter Menschen erweitern würden. Das Vertrauen in etablierte Medien leide durch die Nutzung nicht. Ausschlaggebend für den Erfolg von Newsfluencern seien andere Nutzungsmotive: Ihre Inhalte würden oft unterhaltsamer, verständlicher und leichter zugänglich wirken.</p>
<p><a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:bf674ef9be7bd04c/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Entertainment und zu viele Experten: Die Medienbilanz der Fußball-WM</strong></a><br />
<em>(ardsounds.de, Ingo Lierheimer, Audio: 27:16 Minuten)</em><br />
Das Magazin &#8220;BR24 Medien&#8221; zieht eine kritische Medienbilanz der fünfwöchigen Fußball-Weltmeisterschaft. Trotz massiver politischer Zündstoffthemen abseits des Rasens hätten Medien das von FIFA-Chef Gianni Infantino forcierte Superlativ-Narrativ bereitwillig bedient. Statt investigativer Tiefe habe in der Berichterstattung die reine Event-Inszenierung dominiert. Kritisiert wird zudem eine regelrechte Inflation an Studio-Expertinnen und -Experten, die kaum Mehrwert böten, sowie ein zur Unterhaltung neigender Sportjournalismus, der sich zum PR-Verlängerungsarm der FIFA-Interessen mache.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=iYp7zhYKVBE" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Lokal ist nicht egal! (mit Dennis Rink)</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Tanjev Schultz &#038; Markus Wolsiffer, Video: 1:05:52 Stunden)</em><br />
&#8220;Wer verstehen will, wie Demokratie funktioniert, muss nicht nach Berlin schauen. Oft reicht ein Blick vor die Haustür, in den Stadtrat, in die Ortsbeiräte um die Ecke. Genau dort entsteht Politik, die die Menschen im Alltag betrifft. Doch wer berichtet darüber? Wer schaut den Verantwortlichen auf die Finger? Und wer macht Themen sichtbar, die sonst kaum jemand bemerken würde?&#8221; Darüber sprechen die &#8220;Medienversteher&#8221; Tanjev Schultz und Markus Wolsiffer mit Dennis Rink, dem Chefredakteur Rheinland-Pfalz VRM (&#8220;Allgemeine Zeitung&#8221; und &#8220;Wormser Zeitung&#8221;).</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=FbHuL0tDK_o" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Wie gefährlich ist Social Media für Kinder, Herr Korte?</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Alexander Armbruster &#038; Carsten Knop, Audio: 33:37 Miniten)</em><br />
Im &#8220;FAZ&#8221;-Podcast &#8220;Digitalwirtschaft&#8221; fordert der Neurobiologe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Korte" target="_blank">Martin Korte</a> ein klares Alterslimit für Soziale Medien und unterstützt die Verbotspläne der EU. Bei Kindern unter zwölf Jahren zeige die Bildschirmzeit ausschließlich negative Effekte auf Sprachkompetenz und Gefühlsverarbeitung. Zudem sei das jugendliche Gehirn in der Pubertät durch den Umbau des Stirnlappens extrem anfällig für digitale Suchtreize. Plattformen wie TikTok oder Instagram würden ihre Produkte bewusst so designen, dass das Belohnungssystem getriggert werde. Korte plädiert neben einer strikten Alterszulassung für Software vor allem für die Vorbildfunktion der Eltern.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rtaQyH3dQ1A" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Hermine trifft Jesse Pinkman: Deutsche Stimmen im Talk</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Charles Rettinghaus, Video: 1:04:44 Stunden)</em><br />
Im Podcast &#8220;Hollywoodgeflüster&#8221; von Charles Rettinghaus machen die Synchronsprecher <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gabrielle_Pietermann" target="_blank">Gabrielle Pietermann</a> (deutsche Stimme von Emma Watson/Hermine, Selena Gomez, Emilia Clarke) und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Collé" target="_blank">Marcel Collé</a> (deutsche Stimme von Ashton Kutcher, Aaron Paul/Jesse Pinkman) Front gegen die umstrittenen KI-Klauseln von Streaming-Giganten wie Netflix. Collé stellt klar, dass es für ihn &#8220;keine angemessene Vergütung gibt, sich selbst abzuschaffen&#8221;, und lobt die aktuelle Haltung und den Zusammenhalt innerhalb der Sprechergemeinschaft, die das Unterschreiben dieser Verträge größtenteils verweigere. Neben der Branchenpolitik geht es in der Episode auch um die Anfänge der beiden im Studio sowie um skurrile Anekdoten um &#8220;Harry Potter&#8221; und &#8220;Two and a Half Men&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Danger Dan und das ZDF, USA schränken ein, Neuer &#8220;Standard&#8221;</title>
		<link>https://bildblog.de/153950/danger-dan-und-das-zdf-usa-schraenken-ein-neuer-standard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 06:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=153950</guid>

					<description><![CDATA[1. Danger Dan und Igor Levit werfen ZDF Eingriff in die Kunstfreiheit vor (zeit.de, Sarah Kohler) Der Musiker Danger Dan und der Pianist Igor Levit hätten der ZDF-Intendanz einen &#8220;Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit&#8221; vorgeworfen. Nach Angaben der Künstler habe der Sender kurz vor der Aufzeichnung der Jubiläumssendung von &#8220;Die Anstalt&#8221; einen Auftritt mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.zeit.de/feuilleton/film/2026-07/danger-dan-igor-levit-zdf-die-anstalt-kunstfreiheit" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Danger Dan und Igor Levit werfen ZDF Eingriff in die Kunstfreiheit vor</strong></a><br />
<em>(zeit.de, Sarah Kohler)</em><br />
Der Musiker Danger Dan und der Pianist Igor Levit hätten der ZDF-Intendanz einen &#8220;Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit&#8221; vorgeworfen. Nach <a href="https://www.facebook.com/dangerdan666/posts/pfbid022FZ2bWZ8K5uSoNJ8pT9dVQvGEGsfpCN7YRyusvS3HpdEYZWoxSoncrG1sLV51dcQl" target="_blank">Angaben der Künstler</a> habe der Sender kurz vor der Aufzeichnung der Jubiläumssendung von &#8220;Die Anstalt&#8221; einen Auftritt mit dem antifaschistischen Lied <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Gg-SCpXba64" target="_blank">&#8220;Keine Angst&#8221;</a> verboten, obwohl der Hausjustiziar bereits grünes Licht gegeben habe. Das ZDF <a href="https://www.zdfheute.de/in-eigener-sache/die-anstalt-danger-dan-ausladung-keine-angst-100.html" target="_blank">rechtfertige</a> die Ausladung mit dem Argument, der Songtext könne &#8220;als Aufruf zu Gewalt verstanden werden&#8221;. Die Künstler sprächen von einem besorgniserregenden, &#8220;autoritären Akt&#8221; des öffentlich-rechtlichen Senders. </p>
<p><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4275/rsf-kritisiert-nachrichtendienstreform" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. RSF kritisiert Nachrichtendienstreform</strong></a><br />
<em>(reporter-ohne-grenzen.de)</em><br />
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) habe die geplante Reform des Nachrichtendienstrechts scharf kritisiert. Der Entwurf erweitere die Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Verfassungsschutzes, baue aber den Quellenschutz und die Kontrolle systematisch ab. RSF bemängele insbesondere den geplanten Einsatz automatisierter Datenanalysen zur Erstellung von Risikoprofilen potenzieller Informanten sowie den Einsatz von BND-Trojanern gegen Journalistinnen und Journalisten. Die Stellungnahme ist <a href="https://media.reporter-ohne-grenzen.de/production/6396/01KXJSJZPFEVEBEA0BMZWJKX1S.pdf" target="_blank">hier abrufbar (PDF)</a>.</p>
<p><a href="https://www.tagesspiegel.de/internationales/neue-regeln-usa-schranken-aufenthaltszeit-fur-studenten-und-medien-ein-15847954.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Neue Regeln: USA schränken Aufenthaltszeit für Studenten und Medien ein</strong></a><br />
<em>(tagesspiegel.de)</em><br />
Die US-Regierung schränke die Aufenthaltszeiten für ausländische Studierende sowie für Medienvertreterinnen und -vertreter künftig stärker ein. Bislang hätten Inhaber der betroffenen Visa-Klassen für die gesamte Dauer ihrer Ausbildung oder ihres Arbeitsauftrags ohne feste Befristung im Land bleiben dürfen. Mit der Neuregelung werde der Aufenthalt für Studierende nun auf maximal vier Jahre sowie für Journalistinnen und Journalisten auf 240 Tage begrenzt. </p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/einladen-oder-canceln-wie-umgehen-mit-der-afd-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Wie umgehen mit der AfD?</strong></a><br />
<em>(deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 34:00 Minuten)</em><br />
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts &#8220;Nach Redaktionsschluss&#8221; geht es um die Frage, ob man der AfD angesichts des neuesten Gutachtens der Gesellschaft für Freiheitsrechte noch eine mediale Bühne bieten sollte. Es diskutieren DLF-Hörer Alexander Pleschka, Ann-Katrin Müller vom &#8220;Spiegel&#8221; und Korbinian Frenzel von Deutschlandfunk Kultur.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/kultur/steidl-verlag-aus-goettingen-meldet-vorlaeufige-insolvenz-an-a-c5f659ca-23a2-45db-bb61-f54fcec2d249" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Steidl-Verlag aus Göttingen meldet vorläufige Insolvenz an</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Der Göttinger Steidl-Verlag befinde sich in finanziellen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Göttingen habe am vergangenen Freitag ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen des Verlags eröffnet. Grund dafür seien unter anderem unbezahlte Sozialabgaben. Außerdem stünden seit Monaten Gehaltszahlungen aus. Das 1969 von Gerhard Steidl gegründete Traditionshaus halte unter anderem die Weltrechte am Werk von Günter Grass und sei weltweit für seine hochwertigen Fotobücher (unter anderem von Karl Lagerfeld) bekannt.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/oesterreichs-standard-in-deutschland-108501" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Österreichs &#8220;Standard&#8221; in Deutschland</strong></a><br />
<em>(verdi.de, Danilo Höpfner)</em><br />
Die Schweizer &#8220;NZZ&#8221; habe den deutschen Markt mit großem Marketingaufwand erobert. Der österreichische, liberal-progressive &#8220;Standard&#8221; verfolge mit seinem Onlineableger in Deutschland eine andere Strategie: Die deutsche Ausgabe diene vor allem als risikofreie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sandbox" target="_blank">Sandbox</a> für technologische und wirtschaftliche Experimente, um das Kerngeschäft in Österreich nicht zu gefährden. So würden in Deutschland Cloud-Infrastrukturen, programmatische Vermarktung und ein Algorithmus getestet, der die Startseite vollautomatisch bestücke. Besucherinnen und Besucher aus Deutschland würden inzwischen für acht bis zehn Prozent des &#8220;Standard&#8221;-Onlinetraffics sorgen.</p>
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		<title>Nachrichtendienstrecht, &#8220;Berliner Appell&#8221;, Streit um Merz-Zitate</title>
		<link>https://bildblog.de/153934/nachrichtendienstrecht-berliner-appell-streit-um-merz-zitate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 06:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=153934</guid>

					<description><![CDATA[1. Schutz von Journalisten unzureichend (djv.de, Hendrik Zörner) Gemeinsam mit weiteren Medienverbänden warnt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) vor erheblichen Lücken beim Schutz von Journalistinnen und Journalisten im neuen Referentenentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts. Zwar sei die Einführung eines Schutzes für Berufsgeheimnisträger grundsätzlich zu begrüßen, dieser bleibe für Medienschaffende jedoch im Gegensatz zu Geistlichen, Anwälten oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.djv.de/news/pressemitteilungen/press-detail/schutz-von-journalisten-unzureichend/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Schutz von Journalisten unzureichend</strong></a><br />
<em>(djv.de, Hendrik Zörner)</em><br />
Gemeinsam mit weiteren Medienverbänden warnt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) vor erheblichen Lücken beim Schutz von Journalistinnen und Journalisten im neuen Referentenentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts. Zwar sei die Einführung eines Schutzes für Berufsgeheimnisträger grundsätzlich zu begrüßen, dieser bleibe für Medienschaffende jedoch im Gegensatz zu Geistlichen, Anwälten oder parlamentarischen Abgeordnete nur relativ. &#8220;So notwendig die Anpassung des Nachrichtendienstrechts an die digitale Entwicklung sein mag, so wichtig ist der Schutz der Medienschaffenden und ihrer Informanten&#8221;, so der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. Die komplette Stellungnahme gibt es <a href="https://www.djv.de/fileadmin/user_upload/DJV/INFORMATIONEN/medienpolitik/Stellungnahmen/260714_DJV-Stellungnahme_zum_BMI_RefE_zum_Nachrichtendienstrecht.pdf" target="_blank">hier (PDF)</a>. </p>
<p><a href="https://medien.epd.de/article/4926" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. &#8220;Ohne freie Presse keine freie Gesellschaft&#8221;</strong></a><br />
<em>(medien.epd.de)</em><br />
Rund 350 deutsche Presseverlage hätten im &#8220;Berliner Appell&#8221; des Medienverbandes der freien Presse ein medienpolitisches Sofortprogramm gefordert. Um die verfassungsrechtlich garantierte Pressefreiheit zu sichern, würden die Verlage von Bund und Ländern konkrete Entlastungen sowie Urheber- und Vergütungsrechte gegenüber generativer KI verlangen. Zudem plädiere der Verband für eine Modernisierung des Pressekartellrechts zur Erleichterung von Kooperationen sowie für eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Presseprodukte auf null Prozent.</p>
<p><a href="https://www.wp.de/sauer-und-siegerland/article412588562/kanzler-merz-nennt-es-hintergrundgespraech-die-wp-widerspricht.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Kanzler Merz nennt es Hintergrundgespräch &#8211; die WP widerspricht</strong></a><br />
<em>(wp.de, Martin Korte)</em><br />
Ein lokaler Pressetermin von Bundeskanzler Friedrich Merz im Sauerland sorge für Streit über die Zitatfreigabe. Die &#8220;Westfalenpost&#8221; kritisiert, dass Journalistinnen und Journalisten ihre wörtlichen Zitate vorab dem Bundespresseamt vorlegen sollten, obwohl das Gespräch als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unter_drei" target="_blank">&#8220;unter eins&#8221;</a>, also uneingeschränkt zitierfähig, deklariert gewesen sei. Während Merz bei seiner Sommerpressekonferenz entgegnet habe, es habe sich um ein &#8220;Pressehintergrundgespräch&#8221; gehandelt, widerspricht die Zeitung vehement. Der Termin sei als normales Pressegespräch ausgewiesen gewesen. Außerdem habe der Kanzler am Ende sogar offizielle O-Töne vor Kameras und Mikrofonen gegeben, was eine nachträgliche Autorisierung widersinnig mache.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://de.ejo-online.eu/pressefreiheit/der-ukrainische-journalismus-zwischen-krieg-reform-und-ueberleben" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Der ukrainische Journalismus zwischen Krieg, Reform und Überleben</strong></a><br />
<em>(de.ejo-online.eu, Oleksandra Yaroshenko)</em><br />
Der ukrainische Journalismus stehe im Krieg vor extremen Herausforderungen, schreibt die Medienwissenschaftlerin Oleksandra Yaroshenko. Zwar würden Reformen den früheren Oligarchen-Einfluss zurückdrängen, doch die Pressefreiheit leide. Die kollaborative Sendeinitiative <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_vereinten_Nachrichten" target="_blank">&#8220;United News Marathon&#8221;</a> gerate wegen mangelnder Meinungsvielfalt in die Kritik, eine schwere Wirtschaftskrise treibe Redaktionen in den Ruin. Zudem wandere das Publikum rasant zu intransparenten, oft anonymen Telegram-Kanälen ab. Yaroshenkos Fazit: &#8220;Zuverlässiger Journalismus bleibt eine der wichtigsten Ressourcen, die der ukrainischen Gesellschaft in Kriegszeiten zur Verfügung stehen.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/107176/liebesaus_reiche_und_zu_guttenberg_gehen_gegen_bunte_vor/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Liebes-Aus? Reiche und zu Guttenberg gehen gegen &#8220;Bunte&#8221; vor</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Unternehmer Karl-Theodor zu Guttenberg würden sich juristisch gegen eine exklusive Titelstory des Klatschmagazins &#8220;Bunte&#8221; wehren. Das Blatt habe unter der Überschrift &#8220;Liebes-Aus nach 2 Jahren Glück&#8221; behauptet, das Paar habe sich getrennt. Medienanwalt Christian Schertz weise die Berichterstattung im Namen seiner Mandanten als völlig haltlos zurück. Man fordere nun einen prominent platzierten Widerruf auf der Titelseite sowie ein vollständiges Verbot der Falschmeldung.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/grossbritannien-ausgangssperre-auf-social-media-fuer-16-jaehrige-regierung-plant-regelung-a-c5560856-55c3-4186-b8a1-2dc276f77905" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Ausgangssperre auf Social Media für 16-Jährige? Britische Regierung plant Regelung</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Die britische Regierung plane nach dem bereits angekündigten Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weitere Einschränkungen für Jugendliche: Für 16- und 17-Jährige solle künftig eine Art nächtliche Online-Ausgangssperre zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens gelten, um deren Schlaf zu schützen. Zudem sollen suchterzeugende Funktionen wie das endlose Scrollen standardmäßig deaktiviert und die Nutzung von KI-Chatbots für Minderjährige durch Pflichtpausen eingeschränkt werden.</p>
<p><a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-sommerpressekonferenz-merz.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>7. Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Sommerpressekonferenz</strong></a><br />
<em>(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 3:46 Minuten)</em><br />
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins kommentiert der &#8220;6-vor-9&#8221;-Kurator die gestrige Sommerpressekonferenz von Bundeskanzler Friedrich Merz. Gefragt wurde zu allem, innen wie außen. Merz kam mit frischen Reformbeschlüssen, aber auch mit der Weltlage. Bemerkenswert war diesmal vor allem, wann er Antworten auf die Fragen der anwesenden Journalistinnen und Journalisten hatte und wann nicht.</p>
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