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	<title>Charming Quark</title>
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		<title>Fragmente #24 - Fensterwetter</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2023/03/19/fragmente-24-fensterwetter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 22:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur & Lyrik]]></category>
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					<description><![CDATA[Fensterwetter &#8230; Schön anzusehen, zu kalt, um rauszugehen. &#8230; Fensterwetter. Es ist nicht reizvoll, auch nicht erbärmlich, sondern ein Zustand, in dem einem die halbwegs ernsthafte Hoffnung abhandenkommt, dass der Winter vorbei ist und das Leben zurückkehrt. Es ist das Gegenteil von Ostern. (aus Sarah Moss &#187;Sommerhelle Nächte - Unser Jahr in Island&#171;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Fensterwetter &#8230; Schön anzusehen, zu kalt, um rauszugehen. &#8230; Fensterwetter. Es ist nicht reizvoll, auch nicht erbärmlich, sondern ein Zustand, in dem einem die halbwegs ernsthafte Hoffnung abhandenkommt, dass der Winter vorbei ist und das Leben zurückkehrt. Es ist das Gegenteil von Ostern.<br />
(aus Sarah Moss &#187;Sommerhelle Nächte - Unser Jahr in Island&#171;</p></blockquote>
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		<title>Fragmente #23 - Julmond, Schnee und Safran</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2022/12/09/fragmente-23/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 08:10:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Privates]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Morgen begann sehr schön. Als erstes mit dem Fensterausblick, als ich die Augen aufschlug. Ich schlafe und liege so, dass mein erster Blick des Tages direkt auf eines der großen Fenster und hinaus in meine kleine Welt fällt. Es begann gerade so eben hell zu werden, was alles in ein ganz spezielles blaues Licht&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2022/12/09/fragmente-23/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #23 - Julmond, Schnee und Safran</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Morgen begann sehr schön. Als erstes mit dem Fensterausblick, als ich die Augen aufschlug. Ich schlafe und liege so, dass mein erster Blick des Tages direkt auf eines der großen Fenster und hinaus in meine kleine Welt fällt. Es begann gerade so eben hell zu werden, was alles in ein ganz spezielles blaues Licht hüllte. Darin standen die noch nachtschwarzen Stämme und Äste der über hundertjährigen Kastanien. Auf den Ästen eine ordentliche Ladung Schnee, wegen des Lichts noch leicht bläulich, und zwischen den Zweigen hindurch leuchtete der volle Julmond sanft auf mich herab. Ich schätze es sehr, auf diese Weise in den Tag zu gleiten. </p>
<p>Das Zweite, das mich wenige Minuten später erfreute, war ein Link zu einem Artikel, auf den <a href="https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2022/12/journal-donnerstag-8-dezember-2022-wachs-glueck.htm" rel="noopener" target="_blank">Frau Kaltmamsell</a> hinwies. Dieser Link führte mich nach dem Blau zur zweiten Farbe meines heutigen Tages, nämlich dem Rot des Safrans. Ich liebe den fragilen, äußerst wertvollen und geschmacklich einzigartigen Safran schon lange. Zum einen, weil ohne ihn Schwedische Lussekatter, die an keinem Luciadag fehlen dürfen, keine echten Schwedischen Lussekatter sind, zum zweiten, weil er ein wichtiges Gewürz in der orientalischen Küche ist, die ich sehr schätze, zum dritten, weil mich schon von Kind an die Geschichte des Safrans und seiner Gewinnung und Verbreitung zutiefst fasziniert hat, und zum vierten, weil ich den Duft und Geschmack von Safran sehr liebe, denn damit entführt er mich in Sekundenbruchteilen in eine andere Welt und in nostalgische Kindheitserinnerungen. Von letzteren habe ich nicht allzu viele gute, aber die mit dem Safran verbundenen sind schön. Jedenfalls las und versank ich mit großer Freude in <a href="https://www.esskultur.at/der-letzte-safran-meiner-mama/" rel="noopener" target="_blank">diesem</a> und <a href="https://www.derstandard.at/story/3130633/roter-faden-des-guten-geschmacks" rel="noopener" target="_blank">diesem</a> Artikel, auch wenn ich kurz ein paar innere Tränen vergoß, dass ich nicht früh genug von den einhundert kostbaren Safran-Döschen erfahren habe, um ebenfalls eins zu ergattern. So ein Döschen hätte sich wunderbar eingefügt in meine kleine Safranwelt und wäre angemessen wertgeschätzt worden. So freue ich mich nun einfach still für all jene, die mehr Glück hatten, und eines dieser doppelt besonderen Döschen ihr Eigen nennen können.</p>
<p>Und jetzt bin ich gespannt, welche Farben mir dieser Tag noch bringen wird, denn ich bin eine Farbensammlerin, nicht nur im Winter.</p>
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		<title>Fragmente #22</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/04/26/fragmente-22/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2021 06:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
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					<description><![CDATA[Spät erst eingeschlafen (gegen halb zwei in der Nacht), um Punkt 4 Uhr wieder aufgewacht. Nicht wieder einschlafen können. Um Viertel vor 5 aufgegeben und etwas gelesen. Um 6:30 Uhr aufgestanden. Immerhin, dem ersten Vogel am Morgen zuhören können. Die Singdrossel war&#8217;s! Gesehen, wie der blasse Fast-Vollmond im Schein der aufgehenden Sonne plötzlich goudagelb wurde,&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/04/26/fragmente-22/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #22</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spät erst eingeschlafen (gegen halb zwei in der Nacht), um Punkt 4 Uhr wieder aufgewacht. Nicht wieder einschlafen können. Um Viertel vor 5 aufgegeben und etwas gelesen. Um 6:30 Uhr aufgestanden. </p>
<p>Immerhin, dem ersten Vogel am Morgen zuhören können. Die Singdrossel war&#8217;s! Gesehen, wie der blasse Fast-Vollmond im Schein der aufgehenden Sonne plötzlich goudagelb wurde, und die wenigen Wolken sich in zuckerwatterosa hüllten, bevor sie nach kurzer Zeit zu milchweißen Schlieren zerflossen. </p>
<p>Die Kastanienwipfel glühen im morgendlichen Licht, und das eigentlich frische helle Grün der sich nur millimeterweise hervorschiebenden Blätter wirkt schlammiggelb. Ab und zu fliegen große dunkle Vögel in großer Eile vorbei, als müssten sie zu einem morgendlichen Appell. Der Buchfink schreit fortgesetzt nach seinem Weizenbier. </p>
<p>So beginnt die neue Woche und lässt keine verlässlichen Rückschlüsse darüber zu, was sie bringen wird. Sicher scheint nur, wir alle werden weiter leiden unter der gegenwärtigen Klaustrophobie des Raumes und der Zeit. Wobei die Klaustrophobie der Zeit schwerer zu ertragen ist. </p>
<p>Die Zeit scheint stillzustehen und zugleich zu verschwimmen. Ein andauernder Murmeltiertag, eine Zeitschleife, in der wir gefangen sind. Längst raten wir nur noch welcher Wochentag, welcher Monat wohl gerade ist, und halten vergeblich Ausschau nach dem Zukunftshorizont. Vielleicht ist es aber auch eine Gnade, dass wir den (noch) nur ahnen können. So können wir ihn uns wenigstens noch eine Weile schönmalen - als Silberstreif.</p>
<p>Wo ist oben, wo ist unten, was ist gut und was ist böse, was ist klug und sinnvoll, was ist dumm und leichtsinnig? Wer weiß das schon so genau in diesen Tagen. Wir reden uns nur ein, wir wüssten ganz genau Bescheid. Und je weniger wir tatsächlich wissen, desto aggressiver verteidigen wir unsere (Schein)Positionen. Die Entfremdung greift um sich und treibt uns vor sich her.</p>
<p>Ein jeder steigt auf seine Weise auf sein Surfboard, versucht die Wellen der Pandemie zu reiten, irgendwie. Hauptsache, am Ende noch am Leben. Ein Spaß ist dieser wilde Ritt nun leider nicht. Doch es hilft alles nichts, wir müssen, egal wie sehr die Muskeln und die Seele schmerzen, wie müde wir den Ritt, die Wellen längst sind. </p>
<p>Vorwärts müssen wir, immer vorwärts, immer weiter. Oder ist es eher ein Dürfen? Wir sind noch da! Wir kämpfen noch. Wir stehen wieder auf. Wir steigen wieder auf das Surfboard, oder klammern uns zumindest daran fest. </p>
<p>Es ist Montag, der 26. April 2021 und wir leben noch. </p>
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		<title>Fragmente #21</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/03/08/fragmente-21/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 11:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal stelle ich mir vor, dass es vielleicht Vögel gibt, die als Hobby &#187;Humaning&#171; betreiben. Also Menschen beobachten. Die sitzen dann irgendwo in einem Baum, oder einem Strauch, oder auf einem Zaunpfahl, beobachten, was wir Menschen so machen, wir wir aussehen und uns unterscheiden, und wie wir uns verhalten. Im Kopf haben sie vielleicht auch&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/03/08/fragmente-21/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #21</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal stelle ich mir vor, dass es vielleicht Vögel gibt, die als Hobby &#187;Humaning&#171; betreiben. Also Menschen beobachten. </p>
<p>Die sitzen dann irgendwo in einem Baum, oder einem Strauch, oder auf einem Zaunpfahl, beobachten, was wir Menschen so machen, wir wir aussehen und uns unterscheiden, und wie wir uns verhalten. </p>
<p>Im Kopf haben sie vielleicht auch eine mentale &#187;Artenliste&#171;, auf der sie ihre Entdeckungen abhaken. &#187;Ah, endlich hab ich einen Schwaben entdeckt!&#171; oder &#187;Mir fehlt nur noch ein Luxemburger, dann habe ich aus jedem europäischen Land einen Menschen gesehen!&#171; </p>
<p>Manche hätten sich noch weiter spezialisiert. Brautwerbung oder Aufzuchtverhalten bei Menschen. </p>
<p>Dann frage ich mich, zu was für &#187;Erkenntnissen&#171; diese Vögel wohl kämen, wenn sie mich beobachten. </p>
<p>Perspektivwechsel sind manchmal ganz spannend.</p>
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		<title>Fragmente #20</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/03/04/fragmente-20/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 15:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich mag Vögel, manche noch ein bisschen mehr. So wie die kleine Blaumeise, die meist kommt, wenn die anderen mit Fressen am Meisenbällchen durch sind. Dann futtert sie, und dann bleibt sie noch minutenlang sachte am Meisenbällchen schaukelnd dort und träumt in die Gegend. Little Introvert! Wenn ich sehe, dass sie da ist, nehme ich&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/03/04/fragmente-20/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #20</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag Vögel, manche noch ein bisschen mehr. So wie die kleine Blaumeise, die meist kommt, wenn die anderen mit Fressen am Meisenbällchen durch sind. Dann futtert sie, und dann bleibt sie noch minutenlang sachte am Meisenbällchen schaukelnd dort und träumt in die Gegend. Little Introvert! </p>
<p>Wenn ich sehe, dass sie da ist, nehme ich mir das meist als Anstoß selbst eine kleine mentale Pause einzulegen. Ich beobachte sie und atme ein und atme aus und entspanne meine Muskeln und beobachte sie weiter, und wenn sie dann genug geträumt hat und wieder weg fliegt, dann mach auch ich weiter. Buddies!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Fragment #19</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/03/01/fragment-19/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 17:38:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur & Lyrik]]></category>
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					<description><![CDATA[Gently disintegrate me &#8230; W. S. Graham, aus: Enter a Cloud oder auf deutsch: Zerlegt mich sacht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gently disintegrate me &#8230;<br />
<small>W. S. Graham, aus: Enter a Cloud</small></p></blockquote>
<p>oder auf deutsch: </p>
<p>Zerlegt mich sacht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Fragment #18</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/02/27/fragment-18/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 23:14:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur & Lyrik]]></category>
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					<description><![CDATA[Quartet ist ein Online Lyrik Journal, das viermal im Jahr erscheint. Es wird publiziert von vier Frauen, die langjährige Freundinnen sind und sich zu diesem Unternehmen verschworen haben. Das Besondere an diesem Journal ist, dass es ganz der Lyrik von Frauen über 50 Jahren gewidmet ist. &#187;Gail, Linda, Wendy, and Jane bring a variety of&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/02/27/fragment-18/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragment #18</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.quartetjournal.com/" rel="noopener" target="_blank">Quartet</a> ist ein Online Lyrik Journal, das viermal im Jahr erscheint. Es wird publiziert von vier Frauen, die langjährige Freundinnen sind und sich zu diesem Unternehmen verschworen haben. Das Besondere an diesem Journal ist, dass es ganz der Lyrik von Frauen über 50 Jahren gewidmet ist. </p>
<p>&#187;Gail, Linda, Wendy, and Jane bring a variety of experience to their poetry journal. In their lives they have been daughters, wives, mothers, grandmothers, aunts, sisters, divorcees, and widows. They have served as teachers, piano instructors, child advocates, medical supervisors, disability warriors, riding instructors, organizers, poetry teachers, and public relations mavens. As individuals they’ve been published in numerous journals, won poetry contests, been awarded fellowship grants. Among them they have published seven books/chapbooks of poetry. &#8230;</p>
<p>We believe that at this time in a woman’s life we begin to surge, to come into our own. We believe experience speaks for itself, that by fifty we’ve accumulated enough courage to revel in our talents. We want to read poems that tackle difficult themes, that bend or honor traditional forms, that surprise and illuminate, that are genuine, that have momentum and play with language. &#8230; We read to learn and to survive.&#171;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Fragmente #17</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/02/22/fragmente-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2021 00:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es einem in dieser Pandemie-Zeit gut geht, und sei es nur für einen Tag, oder eben mehr, dann scheinen viele zu denken, das muss einem in den Schoß gefallen sein. Dass es einem nur gut gehen kann, weil man über wer weiß was für Privilegien verfügt. Oder, dass man ignorant durch diese Welt und&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/02/22/fragmente-17/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #17</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es einem in dieser Pandemie-Zeit gut geht, und sei es nur für einen Tag, oder eben mehr, dann scheinen viele zu denken, das muss einem in den Schoß gefallen sein. Dass es einem nur gut gehen kann, weil man über wer weiß was für Privilegien verfügt. Oder, dass man ignorant durch diese Welt und das Leben gehen muss, weil sonst könnte es einem ja gar nicht gut gehen. </p>
<p>Es ist dieses schwarz-weiß-Denken, dieses entweder-oder-Denken, das hinter vielen aktuellen Konflikten zwischen Menschen steckt. </p>
<p>Und natürlich, wie könnte irgendjemand in dieser Weltgegend behaupten, dass Privilegien keine Rolle spielten. Aber sie sind eben nicht alles, denn dann müssten wir alle super drauf und glücklich sein. </p>
<p>Wir sind alle miteinander süchtig. Süchtig nach dem Drama. So süchtig, dass wir es ohne Drama kaum aushalten. So süchtig, dass wir das Drama notfalls selbst inszenieren, oder die von anderen inszenierten Dramen dankbar aufnehmen. Nur Dauerdrama ist anstrengend und ermüdet. Aber wir können und wollen oft auch gar nicht anders. Wer Drama um sich hat, ist ja auch viel interessanter, als diejenigen, die Tag ein, Tag aus, ganz undramatisch ihr Leben leben. Die werden oft als langweilig verunglimpft. </p>
<p>Wir wollen die Geschichtenerzähler, vor allem die, die dramatisch erzählen können, inklusive Cliffhanger und am besten natürlich auch noch mit Happy End. </p>
<p>Nichts gegen Geschichten, nichts gegen gute Geschichtenerzähler, das ist Teil der Menschheits-(Achtung!)Geschichte. Aber wenn alles von möglichst allen irgendwie zur Geschichte, zum Cliffhanger und zum Drama aufgeblasen werden muss, dann stimmt irgendwas nicht mehr. Und erst recht nicht, wenn wir nicht mehr unterscheiden können, was Geschichte und was Fakt ist, was erzähltes oder gar erfundenes Drama ist, und was nicht. Wenn alle Energie, alles Engagement, alle Zeit und alles Geld dafür verbraucht werden, mit diesen Scheindramen zu agieren und umzugehen, müssen wir uns nicht wundern, wenn andere Dinge übersehen, vernachlässigt und nicht angegangen werden. Dinge, die uns wirklich weiterbringen würden, die wirklich etwas verbessern würden. Auch das können wir im Kleinen wie im Großen beobachten. Sei es im öffentlichen Leben, in der Politik oder auch im privaten Bereich. </p>
<p>Dieser Drama-Ansatz, diese Sucht nach Drama ist überall zu beobachten. Auf Twitter, auf Facebook und anderen Plattformen, in den Talkshows, in Nachrichtensendungen und Zeitungsartikeln, in persönlichen Gesprächen. Das schürt viel unnötige Unruhe, Ängste und auch Konflikte. Und am Ende wundern wir uns, wenn es uns allen eben nicht mehr gut geht, und fühlen uns wohlmöglich sogar irgendwie schuldig, wenn wir nicht mit Drama aufwarten können. </p>
<p>Manche, sind dann irgendwann so erschöpft und ermüdet von dem ganzen Drama, dass sie sich zurückziehen, dass sie die Notbremse ziehen, ihre Twitter- und Facebook-Accounts schließen, und von nichts mehr irgendwas wissen wollen. Auch über sie werden häufig vernichtende Urteile gefällt. Ignorant ist noch harmlos. Du engagierst Dich nicht? Du schürst das Feuer des Dramas nicht weiter mit an? Wie kannst Du nur?! </p>
<p>Warum trauen sich viele Menschen kaum zu sagen, dass es ihnen (gerade) gut oder schlecht geht? Warum können sich so wenige mitfreuen, oder aufrichtig Anteil nehmen, wenn jemand sagt, es geht im gut oder schlecht? Ist dieser jemand zufällig die beste Freundin, der beste Freund, oder jemand, der uns sympathisch ist, dann schaffen wir es vielleicht, uns mitzufreuen und das sogar zu sagen, oder demjenigen beizustehen, aber je fremder uns der oder die andere sind, desto schneller regen sich Missgunst und Anschuldigungen.</p>
<p>Und überhaupt dieser furchtbare Mechanismus, der überall ebenso zu beobachten ist. Jemand sagt, ihm geht es gut und schon regen sich zig andere, denen es vielleicht gerade - aus guten Gründen nicht gut geht - auf und fühlen sich angegriffen. Warum fällt es immer mehr Menschen offensichtlich immer schwerer zu ertragen, dass beides möglich ist? Warum wird auch das gleich wieder zum Konfliktfeld? Du darfst Dich nicht gut fühlen, wenn es mir gerade nicht gut geht und umgekehrt, Dir darf es nicht schlecht gehen, wenn es mir doch gerade gut geht! Tue das oder lass das, damit es Dir wie mir geht! Dass beides parallel sein kann übersteigt mittlerweile bei vielen den Vorstellungshorizont. Dass der bloße Fakt, dass es jemandem gut oder schlecht geht, noch kein Angriff auf den eigenen Befindlichkeitszustand bedeutet, kein Vorwurf ist, dass man etwas &#187;falsch&#171; macht, weil man nicht auch gut drauf ist (oder eben schlecht), das begreifen viele nicht (mehr). </p>
<p>Ja, für viele ist es schon undenkbar, dass es einem innerhalb eines Tages gut und schlecht gehen kann. Wir sind Menschen mit Gefühlen und Emotionen und die kommen und gehen. Ich kann morgens aufwachen, und es geht mir gut, und ich bin glücklich. Und dann passiert irgendeine Kleinigkeit, und es geht mir unter Umständen schon nicht mehr ganz so gut, und ich bin nicht mehr ganz so glücklich. </p>
<p>Dummerweise haben wir Menschen die Tendenz, dass uns das Negative stärker in Erinnerung bleibt, als das Positive. Psychologen können das ganz gut erklären und belegen. Wir haben die Tendenz, uns am Negativen festzuhaken. Das kann man ganz leicht überprüfen. Man hat eigentlich einen schönen Tag, es geht einem gut, und dann sagt oder tut irgendjemand etwas, das uns ärgert, oder verletzt, und den Rest des Tages ärgern wir uns weiter, denken daran herum und haben schlechte Laune. Fünf Minuten, oder lass es eine Stunde sein, die unangenehm und unschön war, lassen uns den ganzen Tag &#187;in die Tonne treten&#171;. </p>
<p>Wir vergessen oft, dass wir diese Tendenz haben, und so verbringen wir viel Zeit in und mit diesem Negativen. </p>
<p>Übrigens, wenn wir die Sucht nach dem Drama in den Griff bekommen, graben wir gleichzeitig auch all jenen das Wasser ab, die mit voller Absicht die Dramen schüren, um alle und alles zu destabilisieren und zu zerstören. Aber es ist eben leider bei vielen schon lange nicht mehr nur eine schlechte Angewohnheit, das Drama zu mögen und zu zelebrieren. Es ist eine Sucht und Menschen, die süchtig sind, verhalten sich nun mal leider meist nicht mehr rational und vernünftig. Selbst wenn sie ahnen oder wissen, das ihnen etwas sehr schadet, sie können und wollen nicht davon lassen. </p>
<p>Die gute Nachricht ist: Wir können uns selbst entscheiden. Wir haben eine Wahl. Wir können selbst entscheiden, wie viel Zeit und Raum wir den Dingen einräumen, wie lange wir im negativen Bereich bleiben wollen. Wir können uns entscheiden und sagen, &#187;Okay, das war jetzt wirklich sehr unerfreulich, das hat mich geärgert oder was auch immer, aber jetzt ist auch gut damit&#171; und uns wieder dem Positiven zuwenden.<br />
Es geht nicht darum, das Negative zu verneinen oder nicht anzuerkennen. Es geht darum, es nicht künstlich zu verlängern, nicht aus jedem noch so kleinen Anlaß ein Drama zu machen und dann ständig das Drama weiter zu befeuern. </p>
<p>Wenn es uns gelingt, unsere Sucht nach dem Negativen und dem Drama zu überwinden, wird es uns besser gehen, den Menschen um uns herum ebenso, viele Konflikte werden beigelegt oder entstehen gar nicht erst, und wir haben es alle miteinander leichter.<br />
Es sich nicht unnötig schwerer zu machen, als es gerade eh schon ist, sollte doch eigentlich unser aller Ziel sein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Fragmente #16</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/02/21/fragmente-16/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2021 01:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur & Lyrik]]></category>
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					<description><![CDATA[When Death Comes When death comes like the hungry bear in autumn; when death comes and takes all the bright coins from his purse to buy me, and snaps the purse shut; when death comes like the measle-pox when death comes like an iceberg between the shoulder blades, I want to step through the door&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/02/21/fragmente-16/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #16</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>When Death Comes</strong></p>
<p>When death comes<br />
like the hungry bear in autumn;<br />
when death comes and takes all the bright coins from his purse</p>
<p>to buy me, and snaps the purse shut;<br />
when death comes<br />
like the measle-pox</p>
<p>when death comes<br />
like an iceberg between the shoulder blades,</p>
<p>I want to step through the door full of curiosity, wondering:<br />
what is it going to be like, that cottage of darkness?</p>
<p>And therefore I look upon everything<br />
as a brotherhood and a sisterhood,<br />
and I look upon time as no more than an idea,<br />
and I consider eternity as another possibility,</p>
<p>and I think of each life as a flower, as common<br />
as a field daisy, and as singular,</p>
<p>and each name a comfortable music in the mouth,<br />
tending, as all music does, toward silence,</p>
<p>and each body a lion of courage, and something<br />
precious to the earth.</p>
<p>When it&#8217;s over, I want to say all my life<br />
I was a bride married to amazement.<br />
I was the bridegroom, taking the world into my arms.</p>
<p>When it&#8217;s over, I don&#8217;t want to wonder<br />
if I have made of my life something particular, and real.</p>
<p>I don&#8217;t want to find myself sighing and frightened,<br />
or full of argument.</p>
<p>I don&#8217;t want to end up simply having visited this world.<br />
<small>Mary Oliver</small></p></blockquote>
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		<title>Fragmente #15</title>
		<link>https://www.charmingquark.de/2021/02/20/fragmente-15/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2021 10:09:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur & Lyrik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.charmingquark.de/?p=7693</guid>

					<description><![CDATA[To Begin With, the Sweet Grass 1. Will the hungry ox stand in the field and not eat of the sweet grass? Will the owl bite off its own wings? Will the lark forget to lift its body in the air or forget to sing? Will the rivers run upstream? Behold, I say—behold the reliability&#8230; <a href="https://www.charmingquark.de/2021/02/20/fragmente-15/" class="more-link">Weiterlesen <span class="screen-reader-text">Fragmente #15</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>To Begin With, the Sweet Grass</strong></p>
<p>1.<br />
Will the hungry ox stand in the field and not eat<br />
    of the sweet grass?<br />
Will the owl bite off its own wings?<br />
Will the lark forget to lift its body in the air or<br />
    forget to sing?<br />
Will the rivers run upstream?</p>
<p>Behold, I say—behold<br />
the reliability and the finery and the teachings<br />
    of this gritty earth gift.</p>
<p>2.<br />
Eat bread and understand comfort.<br />
Drink water, and understand delight.<br />
Visit the garden where the scarlet trumpets<br />
    are opening their bodies for the hummingbirds<br />
who are drinking the sweetness, who are<br />
    thrillingly gluttonous.</p>
<p>For one thing leads to another.<br />
Soon you will notice how stones shine underfoot.<br />
Eventually tides will be the only calendar you believe in.</p>
<p>And someone&#8217;s face, whom you love, will be as a star<br />
both intimate and ultimate,<br />
and you will be both heart-shaken and respectful.</p>
<p>And you will hear the air itself, like a beloved, whisper:<br />
oh, let me, for a while longer, enter the two<br />
beautiful bodies of your lungs.</p>
<p>3.<br />
The witchery of living<br />
is my whole conversation<br />
with you, my darlings.<br />
All I can tell you is what I know.</p>
<p>Look, and look again.<br />
This world is not just a little thrill for the eyes.</p>
<p>It&#8217;s more than bones.<br />
It&#8217;s more than the delicate wrist with its personal pulse.<br />
It&#8217;s more than the beating of the single heart.<br />
It&#8217;s praising.<br />
It&#8217;s giving until the giving feels like receiving.<br />
You have a life—just imagine that!<br />
You have this day, and maybe another, and maybe<br />
   still another.</p>
<p>4.<br />
Someday I am going to ask my friend Paulus,<br />
the dancer, the potter,<br />
to make me a begging bowl<br />
which I believe<br />
my soul needs.</p>
<p>And if I come to you,<br />
to the door of your comfortable house<br />
with unwashed clothes and unclean fingernails,<br />
will you put something into it?</p>
<p>I would like to take this chance.<br />
I would like to give you this chance.</p>
<p>5.<br />
We do one thing or another; we stay the same, or we<br />
   change.<br />
Congratulations, if<br />
   you have changed.</p>
<p>6.<br />
Let me ask you this.<br />
Do you also think that beauty exists for some<br />
   fabulous reason?</p>
<p>And, if you have not been enchanted by this adventure—<br />
   your life—<br />
what would do for you?</p>
<p>7.<br />
What I loved in the beginning, I think, was mostly myself.<br />
Never mind that I had to, since somebody had to.<br />
That was many years ago.<br />
Since then I have gone out from my confinements,<br />
   though with difficulty.<br />
I mean the ones that thought to rule my heart.<br />
I cast them out, I put them on the mush pile.<br />
They will be nourishment somehow (everything is nourishment<br />
somehow or another).</p>
<p>And I have become the child of the clouds, and of hope.<br />
I have become the friend of the enemy, whoever that is.<br />
I have become older and, cherishing what I have learned,<br />
I have become younger.</p>
<p>And what do I risk to tell you this, which is all I know?<br />
Love yourself. Then forget it. Then, love the world.</p>
<p><small>Mary Oliver</small></p></blockquote>
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