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	<title>Blog von Dr. Christoph Thoma</title>
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		<title>Israel, oder: Was Menschen einander antun können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Feb 2024 05:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus. Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Israel beginnen im Krieg. Mit Israel beginnen im Krieg. Und nicht beginnen mit den anderen. Nicht mit denen, die am 07. 10. 2023 die Täter waren. Denn der Maßstab – der Beginn, weil Ursprung – des Eigenen darf nicht das Böse sein. Und dürfen nicht sein die bösen Täter. Von dem und von denen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/israel-oder-was-menschen-einander-antun-koennen/">Israel, oder: Was Menschen einander antun können</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt;"><strong> Mit Israel beginnen im Krieg.</strong></span></p>
<p>Mit Israel beginnen im Krieg.<br />
Und nicht beginnen mit den anderen.<br />
Nicht mit denen, die am 07. 10. 2023 die Täter waren.</p>
<p>Denn der Maßstab – der Beginn, weil Ursprung – des Eigenen darf nicht das Böse sein.<br />
Und dürfen nicht sein die bösen Täter.<br />
Von dem und von denen sich abzuwenden in Israel und in deutsch-österreichischen Andersorten schicklich ist.<br />
Und richtig ist.<br />
Und selbstverständlich.</p>
<p>Aber der Kampf gegen Antisemitismus ist nicht das Bombardieren Gazas durch Israel.<br />
Weshalb dieses falsch und jener richtig sein kann.<br />
Und sie sind es.</p>
<p>Das Massakrieren von 1.200 Israelit:innen ist mörderisch und böse.<br />
Das Zerfetzen von 28.000 Gaza-Bewohner:innen ist es auch.</p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Zum eigenen Maßstab gemacht.</strong></span></p>
<p>Zum eigenen Maßstab gemacht – zum Maßstab gemacht des eigenen Tuns und Lassens –  hat Israel hier und jetzt und seit vielen Jahren schon und sehr oft nicht das Eigene. Sondern das Böse. Die Mörder.</p>
<p>Es hat jene zum Maßstab des Eigenen gewählt, von denen es traumatisiert wurde.<br />
Und meint, es noch immer zu sein.<br />
Und es noch immer sein zu müssen.</p>
<p>Es hat jene zum Maßstab des Eigenen gemacht, von denen es sich zugleich abgrenzt und abwendet.<br />
Und meint, von ihnen abgegrenzt und abgewendet zu sein:<br />
Das Land der Guten und Richtigen gegen das Land oder die Länder des Bösen und Falschen zu sein.</p>
<p>Oder auch: Der Reflex eines Opfers, das beschlossen hat, immer und für alle Zukunft Opfer zu sein.<br />
Weil es meint, es sein zu müssen.<br />
Und meint, es sein zu können.</p>
<p>Ein Reflex (Trauma), der die einstigen Opfer und Traumatisierten zu den neuen Tätern macht.<br />
Zu denen, die neu traumatisieren.<br />
Aber mit anderem Vorzeichen.</p>
<p>Das dauertraumatisierte Israel setzt als eigene Rechtsinstanz ein: Sein Trauma.<br />
Das immerwährend immer wehrt.</p>
<p>Traumatisch traumatisiert reinszeniert Israel jene Reduktion des Menschen, die den mörderischen KZ-Systemen einst immer zu eigen war:<br />
Die Reduktion des Menschen zu einer bloßen, unterschiedslosen Biomasse, zu einem ‚nackten Leben‘.<br />
Und ohne Existenzrecht.<br />
Und ohne Recht auf den eigenen Tod.</p>
<p>Israel traumatisiert. Mit anderen Vorzeichen.<br />
Weswegen Israel Gaza-Lager errichtet und bewacht. Und bombardiert.</p>
<p>Und weswegen Israel, orthodox gesiedelt, im Westjordanland Palästinenser tötet.<br />
Deren Existenz im Heiligen Land nicht heilig ist noch sein kann.<br />
Meint Israel.</p>
<p>Und weswegen Israel Justizreformen macht.<br />
Also das Recht bricht.</p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Übrigens.</strong></span></p>
<p>Übrigens: In Deutsch-Österreich-Land – dem Land der Täter, der einstig Traumatisierenden und Massakrierenden – heißt das und ist dies immer noch der Kitt einer Gesellschaft, die krank ist und brutal:<br />
Verdrängt-Abgewehrt-Tätiges, das immer – und wirklich: Immer! – wiederkehrt.</p>
<p>Wiederkehrt als Psychoklasse oder Biomasse der neuen Täter.<br />
Die sich einander bestärken, indem sie ebenso einander zurufen: „Nie wieder“ und „Kampf gegen Antisemitismus“.<br />
Um dann nicht aufzuwachen, wenn es mindestens 30 Jahre lang – spätestens also seit Haider-Schüssel-FPÖÖVP – täglich wieder dunkler wird und brauner.</p>
<p>Und wiederkehrt als Psychoklasse oder Biomasse der anderen neuen Täter.<br />
Die sich einander bestärken, indem sie – also FPÖAfD – ebenso einander zurufen: „Immer wieder!“ und „Reimmigration!“</p>
<p>Keiner merkt, dass ihm das eigene Wasser abgegraben wird.<br />
Von den Leuten, die für die eigenen Leute gehalten werden und für national.<br />
Weshalb sie immer mehr werden können:<br />
Die Leute, die das Wasser abgraben und es abgegraben bekommen.</p>
<p>Verdrängt-Abgewehrtes, das wiederkehrt. Immer immer wieder wiederkehrt.</p>
<p>In Deutsch-Österreich-Land.</p>
<p>In Israel.</p>
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		<title>Aschermittwoch, oder: Der menschliche Mensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 09:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Schule und Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asche, die wir auf den Straßen oder in der Kirche empfangen: Asche, aus der wir sind, und Asche, zu der wir werden. Alpha und Omega. Asche also, die wir sind. Wer Asche ist: Dieser Mensch hat vor allem eines verloren (oder nie besessen: Die Heiligen also der vergangenen und auch der heutigen Tage): Seine oder ihre</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/aschermittwoch-oder-der-menschliche-mensch/">Aschermittwoch, oder: Der menschliche Mensch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Asche, die wir auf den Straßen oder in der Kirche empfangen:<br />
Asche, aus der wir sind, und Asche, zu<em> </em>der wir werden.<br />
Alpha und Omega.<br />
Asche also, die wir sind<em>.</em></p>
<p>Wer Asche ist: Dieser Mensch hat vor allem eines verloren (oder nie besessen: Die Heiligen also der vergangenen und auch der heutigen Tage): Seine oder ihre Souveränität. Die Macht über sich selbst. Und die Macht über andere.<br />
Oder auch: Asche ist der Mensch so, wie er aus der Hand Gottes kommt.<br />
Sie widerspricht und widersteht dem Ruf der Macht, der Verführung des Managements.<br />
Auch dem taktischen Geschick.</p>
<p>Asche, die wir empfangen und die wir sind, ist dem Leben kein Widerspruch. So, wie es das Sterben ja auch nicht ist.<br />
Asche, die wir empfangen und die wir sind, ist des Lebens – vielleicht – tiefstes Geheimnis. Von dem aber gesprochen werden kann. Und gesprochen werden muss.<br />
Klar und deutlich gesprochen werden kann und gesprochen werden muss, ohne Kompromiss.<br />
Der hier ein stets fauler wäre: Ein fauler Kompromiss und geboren aus der Faulheit, aus der Bequemlichkeit des ‚Lieber-mal-so-weiter‘. Das nicht nur bequem, sondern sich seiner (eigenen) Sache auch ziemlich sicher ist: Sicher der Umstände, die ihm zugeneigt sind und günstig sein mögen.</p>
<p>Daher und stattdessen kommen Christ:innen heute auf den Straßen oder in den Kirchen zusammen: Nicht, um die Asche zu betrauern, sondern um sie zu feiern. Die Asche, die wir sind. Und die Asche, die wir empfangen.<br />
Weshalb sie, die sie nun zu fasten beginnen, ein Lächeln auf ihrem Gesicht tragen und ein Lachen. Und das Festtagsgewandt angelegt haben.<br />
Kein Trübsinn und kein Trauergram.<br />
Und keine Bescheidenheit und keine Demut, die nach Außen sich kehrten. Um dort hochmütig zu sein und stolz.</p>
<p>Als tiefstes Geheimnis des Lebens spricht die Asche also auch von dem, was der Mensch nicht ist und nicht sein darf: Der Souverän. Die Herrschermacht.<br />
Und nicht Manager:in im eigenen Tun und Sein. Noch Manager:in im Tun und Sein anderer. Und keine Isolationskapsel.<br />
Und kein permanentes (und auch kein &#8211; vorgeblich bescheiden &#8211; permanent verschwiegenes, verstecktes, unter den Teppich gekehrtes) „Ich bin“.<br />
Also auch und schon gar nicht ein permanentes „Ich bin im Recht und nehme es in Anspruch“. Auf das zu berufen zur diabolischen Logik moderner Zeitgeistigkeit geworden ist.</p>
<p>Stattdessen: Mensch sein aus Asche inmitten von Menschen, die aus Asche sind. Zu der wir alle werden.</p>
<p>Das tiefste Geheimnis des Lebens: Der menschliche Mensch.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Joseph Ratzinger, oder: Glaube, Religion und Kirche fern der Straßen</title>
		<link>https://www.christophthoma.eu/josef-ratzinger-oder-glaube-religion-und-kirche-fern-der-strassen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2023 16:33:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Ratzinger]]></category>
		<category><![CDATA[Meister Eckhart]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Ratzinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vernunft mit dem Glauben habe er vermittelt. So wird es jetzt allseits gesagt. Ein großer Theologe sei er gewesen und intellektuell. So wird es jetzt allseits gesagt. Gar ein Heiliger sei er gewesen. Und daher auch so zu sprechen. Und das subito. So wird es jetzt gesagt (aber nicht allseits). Wer aber Gott recht</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/josef-ratzinger-oder-glaube-religion-und-kirche-fern-der-strassen/">Joseph Ratzinger, oder: Glaube, Religion und Kirche fern der Straßen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vernunft mit dem Glauben habe er vermittelt. So wird es jetzt allseits gesagt.<br />
Ein großer Theologe sei er gewesen und intellektuell. So wird es jetzt allseits gesagt.<br />
Gar ein Heiliger sei er gewesen. Und daher auch so zu sprechen. Und das subito. So wird es jetzt gesagt (aber nicht allseits).</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.<br />
</em></p>
<p>Christen sprechen über ihre Toten und ehren sie, weil sie vom Leben sprechen und es ehren. Zu dem der Tod gehört. Der daher nicht die Negation oder Kontradiktion des Lebens noch des Glaubens ist.<br />
Christen sprechen über ihre Lebenden und ehren sie, weil sie vom Leben sprechen und es ehren. Zu dem das Lebend-Lebendige gehört. Das daher nicht die Negation oder Kontradiktion des Lebens noch des Glaubens ist.</p>
<p><em>Wer Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Christen sprechen über ihre Toten und ehren sie, weil sie vom Schmerz auch jenes Lebens wissen, dem das Ich-Sterben und Ich-Lassen fremd, Gott aber umso bekannter ist.<br />
In dessen Namen es daher – und nicht mit eigener Stimme – es all das tut und tun zu müssen meint, was es tut.<br />
Eine Stimme und ein Ich daher, die bloße Leerstellen sind, Platzhalter oder Stellvertreter: Sie nennen Gott, wiederholen aber lediglich sich selbst.<br />
Ein Ich, eine Stimme und das Leben als Taschenspielertrick.<br />
In jedem Fall: Kein Ich, das werden könnte. Wo Es war.<br />
In jedem Fall: Ein Ich, das stets zur größeren Ehre Gottes ermahnt. Der sich nicht wehren kann.<br />
Oder auch: Hochmut der Demut.</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Christen sprechen über ihre Toten und ehren sie, weil sie vom Schmerz auch jenes Lebens wissen, dem das Lebend-Lebendige des Lebens fremd ist.<br />
Vor dem es daher warnen muss. Und nicht müde wurde, es zu tun.<br />
Sie sprechen über den Schmerz der Leerstelle. Über den Schmerz dieses Lebens und ihren Schmerz mit diesem Leben.</p>
<ul>
<li>Lehrverbot Halbfas. Zu wenig Glaubenswahrheit, zu viel Symbolhermeneutik.</li>
<li>Flucht aus Tübingen. Denn da waren die 68-er (Hans Küng blieb).</li>
<li>Lehrverbot Küng: Zu wenig Unfehlbarkeit.</li>
<li>Lehrverbot Boff: Zu viel Marxismus.</li>
<li>…</li>
</ul>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Was all jene eint: Ihm zu viel Vernunft. Die dieses nämlich ist: vernünftig und nicht bloß eine patristische Requisite oder Reliquie.<br />
Zu denen alles Patristische und alles andere Lebend-Lebendige wird, das der Vernunft abseits ist, die je ist und je werden wird.<br />
Und der die Vernunft Joseph Ratzingers floh. Sogar und gerade dann, wenn er sie zitierte. Denn da war sie vorher zur Karikatur geworden.<br />
Der gegenüber es tatsächlich keines allzu hellen Lichtes bedarf, um strahlen zu können.<br />
Josef Ratzinger strahlte.</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Die Vernunft Joseph Ratzingers: Eine (nicht allzu helle) Konserve. Also eher dunkel. Fürs Strahlen hats gereicht.<br />
Die Vernunft Joseph Ratzingers: Die mit dem Glauben niemals die Vernunft, also auch nicht die Straßen der Welt vermittelte.<br />
Was es eh nicht geben kann.<br />
Denn wie könnte der Glaube außerhalb der Vernunft oder der Welt stehen.<br />
Was er ja tun können müsste, um (erst noch) mit ihnen vermittelt werden zu können.</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>In der Vernunft der Straßen dieser Welt stattdessen und als sie ist der Glaube.<br />
Also in keiner Vernunft, die jene Joseph Ratzingers sein könnte. Sondern in einer Vernunft, die ihrer Wissenschaft folgt. Sie also kennt. Der Philosophie. Die (nicht zur Karikatur gemacht, sondern) als helles Licht genommen wird.<br />
Auch im Glauben und für ihn. Auch in der Religion und für sie. Auch in der Kirche und für sie: Glaube, Religion und Kirche.<br />
Die alle drei daher mit der Moderne so oft – und bei Joseph Ratzinger: immer – ihre Probleme hatten. Also ihre blinden Flecken. Denen es also an Glauben fehlte.</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Die Moderne: Nicht ist hier vom technisch-ökonomischen Machbarkeits-, Wachstums- und Herrschaftswahn die Rede. Dem auch Joseph Ratzinger (zu Recht) abzuschwören stets aufforderte.<br />
Die Moderne: Die Höhen des Begriffs. Aus denen und als welche die Theologie zu sprechen hätte. Die sie zu sein hätte.<br />
Eine Theologie, die keine bloße Glaubensreflexion ist. Sondern Wissenschaft, Philosophie, Vernunft, Denken, Wort: Theologie sagt Allgemeines und Notwendiges. Und das je Heute. Seit dem 13. Jahrhundert.<br />
Weshalb es Universitäten und Theologische Fakultäten gibt. Die keine Requisite sind noch Reliquie noch Konserve. Aber immer wieder dazu gemacht werden. Oder sich so verhalten.</p>
<p><em>Wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten.</em></p>
<p>Glaube, Religion und Kirche, die keine Konserven sind (und keine Requisiten noch Reliquien).<br />
Glaube, Religion und Kirche, die die Straße der Welt sind: Die Moderne, die Säkularität.</p>
<p><em>Mit wem es recht steht, wahrlich, dem ist’s an allen Stätten und unter allen Leuten recht.</em></p>
<p><em>Mit wem es aber unrecht steht, für den ist’s an allen Stätten und unter allen Leuten unrecht.</em></p>
<p><em>Wer aber recht daran ist, der hat Gott in Wahrheit bei sich; wer aber Gott recht in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße und bei allen Leuten ebensogut wie in der Kirche oder in der Einöde oder in der [Kloster-]Zelle; wenn anders er ihn recht und nur ihn hat, so kann einen solchen Menschen niemand behindern.</em></p>
<p><em>Warum?</em></p>
<p><em>Weil er einzig Gott hat und es nur auf Gott absieht und alle Dinge ihm lauter Gott werden.</em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: 12pt;"><em>Meister Eckhard (ca. 1260 – 1328),<br />
</em>Dominikanermönch</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Professor der Philosophie und Theologie</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Universität Paris; Dominikanerschule Köln</span><br />
<span style="font-size: 12pt;">Traktat: Reden der Unterweisung, 6: Von der Abgeschiedenheit, in:<br />
Deutsche Predigten und Traktate. Herausgegeben und übersetzt von Josef Quinn, Zürich (Diogenes), 58f.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/josef-ratzinger-oder-glaube-religion-und-kirche-fern-der-strassen/">Joseph Ratzinger, oder: Glaube, Religion und Kirche fern der Straßen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Krise, oder: Der Teufel in uns</title>
		<link>https://www.christophthoma.eu/krise-oder-der-teufel-in-uns/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 08:46:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Segnungen des Marktes: Rohstoffe billig importieren. Energie billig importieren. Absatzmärkte schaffen (und schützen). Segnungen des Marktes: Verhungern und Krepieren dort. Umverteilung von Vermögen und Einkommen hier. Und das zugunsten derer, die schon viel haben. Segnungen des Marktes: In Krisenzeiten Gutscheine zugunsten der Sicherung des sozialen Friedens verteilen können. Hier. Die anderen kennen ihn nicht. Dort.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/krise-oder-der-teufel-in-uns/">Krise, oder: Der Teufel in uns</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Segnungen des Marktes: Rohstoffe billig importieren. Energie billig importieren. Absatzmärkte schaffen (und schützen).</p>
<p>Segnungen des Marktes: Verhungern und Krepieren dort. Umverteilung von Vermögen und Einkommen hier. Und das zugunsten derer, die schon viel haben.</p>
<p>Segnungen des Marktes: In Krisenzeiten Gutscheine zugunsten der Sicherung des sozialen Friedens verteilen können. Hier. Die anderen kennen ihn nicht. Dort. Den sozialen Frieden.</p>
<p>Bürgerkriege daher und Flucht dort. Wen wundert’s? Die hier: Die vom Markt gesegnet sind. Nicht die dort.</p>
<p>Segnungen des Marktes: Der Zaubertrank. Und die Pferdetränke: Nur für Menschen mit gierigem Magen, großem Kopf und kleinem Hirn (Pferde haben wenigstens Herz und Sinn. Und vielleicht sogar Humor).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie dumm kann man sein?</p>
<p>Wie dumm!</p>
<p>Wie gierig kann man sein?</p>
<p>Wie gierig!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gaslieferungen (und vieles Billiges mehr) von russischen Schurkenregierungen.</p>
<p>Masken- und Medizinproduktionen (und vieles Billiges mehr) von chinesischen Schurkenregierungen.</p>
<p>Und Absatzmärkte hüben wie drüben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mitten drin: Russland. China. Andere Schurkenregierungen.</p>
<p>Mittendrin: Diktaturen. Autokratien.</p>
<p>Fast mittendrin: Trump-Amerika.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie genau hat man sich das vorzustellen: Jahrzehnte marktliberal-globalisierter Ausbeutung der einen dort? Und hier die nicht-globalisierte Schutzburg des Wohlstandes und des sozialen Friedens (der es also nicht ist)?</p>
<p>Wie genau hat man sich das vorzustellen: Rechtsverbindlichkeit von Verträgen mit Schurkenregierungen? Die vor allem eines nicht kennen: Das Recht, das mehr ist als sich selber Recht zu geben. Die also immer Recht haben.</p>
<p>Wie genau hat man sich das vorzustellen: Rechtsverbindlichkeit von Verträgen mit Schurkenregierungen? Die mit ihren Füßen die Menschenrechte treten und die Menschen. Und denen die Gerichtsbarkeit ein Marionettentheater ist.</p>
<p>Wie genau hat man sich das vorzustellen: Schurkenregierungen sanktionieren, ohne von ihnen sanktioniert zu werden?</p>
<p>Wie genau hat man sich das vorzustellen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie dumm kann man sein?</p>
<p>Wie dumm!</p>
<p>Wie gierig kann man sein?</p>
<p>Wie gierig!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gesellschaften, die permanenter Energie- als Kapitalzufuhr bedürfen, um zivilisatorisch-friedlich bleiben zu können, sind vor allem eines: Krank. Und tödlich. Also beides.</p>
<p>Ein sozialer Friede, der abhängig ist von permanenter Energiezufuhr, ist vor allem eines: Nicht vorhanden.</p>
<p>Menschen, deren Seelenfrieden aus niedrigen Benzinpreisen und sommerwarmen Winterwohnungen resultiert, sind vor allem eines: Unzufrieden. Mit der Situation insgesamt. Also mit sich.</p>
<p>Eine entropische Gesellschaft: Ist gefräßig und der Teufel in uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Krisen sind da, wo Herausforderungen sind. Oder Handlungssituationen.</p>
<p>Für manche musste es erst Krise heißen, um Politik auf den Plan zu rufen.</p>
<p>Aber immerhin: Man darf es Krise nennen. Und muss nicht Spezialoperation sagen.</p>
<p>Soviel zu den Russlandfreunden. Und den Chinafreunden. Und den Türkeifreunden. Und den anderen Trollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Apfel, der vom Baum fällt, ist keine Krise. Auch nicht des Bauern, der sich bücken muss.</p>
<p>Ein steigender Gaspreis ist keine Krise. Zumindest nicht außerhalb des Wohlstandsrausches permanente Energie- und Kapitalzufuhr.</p>
<p>Eine Krise ist: Das gleichgeschaltete Menschentum in den Autokratien und Diktaturen. Chinesischen, russischen, türkischen oder anderen Zuschnitts.</p>
<p>Eine Krise ist: Die dumpfsinnige Masse schwellenfüßiger Springerstiefel, bereit und fähig, zu zertreten, was anders ist als sie: Anders ist als dumpfsinnig und schwellenfüßig. FPÖ_AFD_TÜRKIESSCHWARZ_RUSS_CHIE_TÜRK_UNG_POL.com</p>
<p>Eine Krise ist: Die Menschenverachtung der Facebook-Trolle und -Algorithmen: Der Sprache Ratten, der Meta-Mobb.</p>
<p>Oder auch: Krise ist jede Segnung des Marktes, des Teufels in uns.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/krise-oder-der-teufel-in-uns/">Krise, oder: Der Teufel in uns</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Papst Ratzinger-Benedikt, Odysseus und der Sex</title>
		<link>https://www.christophthoma.eu/papst-ratzinger-benedikt-odysseus-und-der-sex/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 07:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.christophthoma.eu/?p=4576</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Sirenen Gesänge ertönen. Doch Ratzinger-Benedikt widersteht. Er widersteht dem Bösen und der Sünde. Er widersteht dem Begehren und der Lust. Er widersteht der Natur. Die ihm zum bösen Anderen geworden ist. Er widersteht dem Leben. Das ihm zum bösen Anderen geworden ist. Moralgesättigt und moralüberhöht widersteht er den Rufen der Sirenen. Aus der menschlichen</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-large-font-size"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen</strong>.</span></p>



<p>Doch Ratzinger-Benedikt widersteht.</p>



<p>Er widersteht dem Bösen und der Sünde.</p>



<p>Er widersteht dem Begehren und der Lust.</p>



<p>Er widersteht der Natur. Die ihm zum bösen Anderen geworden ist.</p>



<p>Er widersteht dem Leben. Das ihm zum bösen Anderen geworden ist.</p>



<p>Moralgesättigt und moralüberhöht widersteht er den Rufen der Sirenen.</p>



<p>Aus der menschlichen Fähigkeit zur Selbstzivilisation ist bei Ratzinger-Benedikt die unmenschliche Fähigkeit zur Selbstzerstörung geworden. Und deren Verwechselung mit dem Heiligen.</p>



<p>Moralgesättigt, also des Glaubens Feind.</p>



<p>Häresie. ist Sünde.</p>



<p>Angst an allen Orten.</p>



<p>Schwacher Sinn folgt dem schwachen Gemüt. Unsinn auch.<br /><br /></p>





<p class="has-large-font-size"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen.</strong></span></p>



<p>Doch Ratzinger-Benedikt widersteht.</p>



<p>Der Frau. Dem Mann. Oder wem auch sonst.</p>



<p>Widerstehen und ausblenden.</p>



<p>Männergeweihte Männerbündige folgen dem Männerbündischen.</p>



<p>Moralgesättigt, also des Lebens Feind.<br /><br /></p>



<p class="has-large-font-size"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen.</strong></span></p>



<p>Fesseln lassen an den Mast.</p>



<p>Wenigstens der ist aufrecht und darf es sein.</p>



<p>Gefesselt also an ihn. Und an ihn gebunden bleiben können.</p>



<p>Nicht loskommen müssen also von ihm. Ob man will oder ob man nicht will.</p>



<p>Und der Sirenen Gesänge fortwährend im Ohr.</p>



<p>Armer Odysseus. Armer Benedikt.</p>



<p>Grausame Wiederkehr alles Widerstandenen.<br /><br /></p>







<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen.</strong></span></p>
<p>Lieber grausam sein als gar nicht: Das Schicksal derer, die morden. Oder vergewaltigen. Oder missbrauchen. Oder (weiter) morden, vergewaltigen oder missbrauchen lassen.</p>
<p>Oder das Schicksal deren, denen Schuld nichts Eigenes und Individuelles, sondern ein Teuflisches und Allgemeines ist.</p>



<p>Und immer das Schicksal derer, die sich selbst fesseln lassen müssen. Blick voraus. Am Mast. Wenigstens das. Aber abgeschnürt. Von Blut und Leben. Vom Fleisch und Wort. Der Freiheit entmannt. Von ihr entfraut eh.</p>



<p>Selbst die Entschuldigugen, die dem Mund dieses Mannes entweichen, sind Verhöhnungen der Opfer. Und ein Versteckspiel vor sich selbst. Vor Gott eh.</p>



<p>Kein Leben und kein Glaube.</p>



<p>Häresie. ist Sünde.<br /><br /></p>



<p class="has-large-font-size"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen.</strong></span></p>



<p>Gott ist lebendig.</p>



<p>Ratzinger-Benedikt ist es nicht.</p>



<p>Odysseus ahnt wenigstens noch, es (wieder) sein zu können.</p>



<p>Ratzinger-Benedikt ahnt es nicht, ist beschäftigt mit dem anderen.</p>



<p>Gegen das zu kämpfen er sich einzig zutrauen konnte und kann.</p>



<p>Kampf der bösen Natur. der bösen Freiheit. dem bösen Begehren. dem bösen Sex. dem bösen Tiefen.</p>



<p>Kampf als der einzige Weg, das Bekämpfte nicht ganz verlieren zu müssen. Also am Mast gefesselt bleiben zu können.<br /><br /></p>



<p class="has-large-font-size"><span style="font-size: 14pt;"><strong>Der Sirenen Gesänge ertönen.</strong></span></p>



<p>Der Glaubenskongregations-Inquisitor war gut beschäftigt.</p>



<p>Er hat sie alle gerufen.</p>



<p>Zu Recht und Ordnung. Zum Gesetz und dessen Buchstaben.</p>



<p>Auch zum Theolog:innen-Eid.</p>



<p>Gerufen und fesseln lassen: An den Mast mit allen!</p>



<p>Wenn schon nicht auf den Scheiterhaufen.</p>



<p>Küng. Boff. Drewermann. Etc.</p>



<p>Ratzinger-Benedikt: Der endlose Versuch, das Leben in die fixierten Formen der eigenen Angst zu pressen.</p>



<p>Das eigene Leben zu pressen und das Leben der anderen.</p>



<p>Der kleine Josef. Der Ratzinger. Der Benedikt. Endlos wiederholt.</p>



<p>Armer Ratzinger-Benedikt.</p>
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		<title>Von der Lichtgestalt zum Schattenkanzler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2021 09:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lichter leuchten.Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.Lichtkanzler war er nur für jene, die nichts anderes kennen und können.Nichts anderes können und kennen, als sich im Licht eines anderen zu sonnen.Lichtkanzler konnte er nur für jene sein, die führerselig waren.Wie dunkel kann jemand sein?Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht. Wer keine Moral hat,</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lichter leuchten.<strong><br>Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.</strong><br>Lichtkanzler war er nur für jene, die nichts anderes kennen und können.<br>Nichts anderes können und kennen, als sich im Licht eines anderen zu sonnen.<br>Lichtkanzler konnte er nur für jene sein, die führerselig waren.<br><strong>Wie dunkel kann jemand sein?<br>Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht.</strong></p>



<p>Wer keine Moral hat, leuchtet nicht.<br><strong>Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.</strong><br>Als Mitglied einer Regierung gegen deren Arbeit zu „zündeln“<br>und zum „Zündeln“ aufzufordern,<br>den eigenen Parteichef einen „Arsch“ zu nennen.<br><strong>Wie dunkel kann jemand sein?<br>Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht.</strong></p>



<p>Wer hohl ist, leuchtet nicht.<br><strong>Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.</strong><br>Hohl sein kann man im Kopf.<br>Hohl sein kann man als Mensch, weil Maskengänger.<br>Und beides.<br><strong>Wie dunkel kann jemand sein?<br>Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht.</strong></p>



<p>Wer Ämter hat, die eigene Hohlheit zu verbergen, leuchtet nicht.<br><strong>Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.</strong><br>Vor dem Recht sind alle gleich. Fürwahr.<br>Nur nicht jene, die es untergraben.<br>Und deren Handeln das Recht braucht, weil es keine Moral kennt.<br><strong>Wie dunkel kann jemand sein?<br>Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht.</strong></p>



<p>Wer Öffentliches mit seiner Familie durchtränkt, leuchtet nicht.<br><strong>Insofern war es beim Exkanzler schon immer dunkel.</strong><br>Die Familie der Gefährten (oder sind es schon Ärsche?).<br>Sie zersetzt das, was öffentlich ist.<br>Und dem jedes politische Handeln zu gelten hätte.<br><strong>Wie dunkel kann jemand sein?<br>Kurz: Der Schatten, der kein Licht braucht.</strong></p>



<p>Aber auch: Wie dunkel ist es wohl beim Thomas Schmid?!<br>Am Morgen.<br>Zu Mittag.<br>Am Abend.<br>Keine Sonne, die zu scheinen vermöchte.<br><strong>Für wahr: Eine Familie.</strong></p>
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		<title>Quo vadis Austria?</title>
		<link>https://www.christophthoma.eu/quo-vadis-austria/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2021 05:08:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz warnt vor einem Linksrutsch.In Deutschland.Mit Markus Söder warnt er.Zwei die warnen.Mit dem Brett vor dem Kopf: Man sieht nicht, dass man nicht sieht.Oder auch: In der Nacht sind alle Kühe schwarz. Wo ist links?Links ist da, wo mehr links ist als Kurz.Kurz ist: Rechts und Rechter.Söder ist: Rechts und Rechter.Kurz und Söder: Egomanen. Und</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/quo-vadis-austria/">Quo vadis Austria?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Kurz warnt vor einem Linksrutsch.<br>In Deutschland.<br>Mit Markus Söder warnt er.<br>Zwei die warnen.<br>Mit dem Brett vor dem Kopf: Man sieht nicht, dass man nicht sieht.<br>Oder auch: In der Nacht sind alle Kühe schwarz.</p>



<p>Wo ist links?<br>Links ist da, wo mehr links ist als Kurz.<br>Kurz ist: Rechts und Rechter.<br>Söder ist: Rechts und Rechter.<br>Kurz und Söder: Egomanen. Und noch Schlimmeres.<br>Die Mitte ist linker als rechts.<br>Die Mitte ist links – Links ist die Mitte.</p>



<p>Linker als rechts ist da, wo<br>Menschen aus Afghanistan aufgenommen werden.<br>Linker als rechts ist da, wo<br>Menschlichkeit ist. Und Menschenrechte sind.<br><a>Links ist die Mitte – die Mitte ist links.</a><br><a>Türkies-Kurze sind nicht die Mitte.</a></p>



<p>Linker als rechts ist da, wo<br>Rechtsstaatlichkeit vom Rechtswillen lebt.<br>Linker als rechts ist da, wo<br>keine Lücken gebohrt sind, das Gesetz zu hintergehen.<br>Links ist die Mitte – die Mitte ist links.<br>Türkies-Kurze sind nicht die Mitte.</p>



<p>Linker als rechts ist da, wo<br>(Höchst-)Gerichtsurteile befolgt werden. Klaglos und ohne Protest.<br>Linker als rechts ist da, wo<br>Emails nicht in Kartons übergeben werden. Und nicht nach der Zeit.<br>Links ist die Mitte – die Mitte ist links.<br>Türkies-Kurze sind nicht die Mitte.</p>



<p>Linker als rechts ist da, wo<br>Ehefrauen bei Hausdurchsuchungen keine Laptops im Kinderwagen spazieren fahren.<br>Linker als rechts ist da, wo<br>kein Blümel-Blümle ist.<br>Links ist die Mitte – die Mitte ist links.<br>Türkies-Kurze sind nicht die Mitte.</p>



<p>Linker als rechts ist da, wo<br>Öffentlichkeit Öffentlichkeit ist.<br>Linker als rechts ist da, wo<br>Kurzes Familienidyll nicht an die Stelle öffentlicher Interessen geschoben wird.<br>Links ist die Mitte – die Mitte ist links.<br>Türkies-Kurze sind nicht die Mitte.</p>



<p>Quo vadis Austria!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/quo-vadis-austria/">Quo vadis Austria?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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		<title>Allein die Sprache dieser Leute ist so widerwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2021 07:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Allein die Sprache dieser Leuteist so widerwärtig […]aus allen diesen Leuten kommt immer nur Unrat herauswas sie denken ist Unratund wie sie es aussprechen ist auch Unrat.“Prof. Robert, in: Thomas Bernhard, Heldenplatz.   2015 darf sich nicht wiederholen.Sagt der Kurz.Und sagen die Kurzen. Die Jubel-Kurzen. Die Kurz-Dummies.Die zu Kurz Gekommenen. Dummies: Das sind die, die</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/allein-die-sprache-dieser-leute-ist-so-widerwaertig/">Allein die Sprache dieser Leute ist so widerwärtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[


<blockquote>
<p>„Allein die Sprache dieser Leute<br />ist so widerwärtig […]<br />aus allen diesen Leuten kommt immer nur Unrat heraus<br />was sie denken ist Unrat<br />und wie sie es aussprechen ist auch Unrat.“<br />Prof. Robert, in: Thomas Bernhard, Heldenplatz.</p>
</blockquote>
<p> </p>
<p>2015 darf sich nicht wiederholen.<br />Sagt der Kurz.<br />Und sagen die Kurzen. Die Jubel-Kurzen. Die Kurz-Dummies.<br />Die zu Kurz Gekommenen.</p>
<p>Dummies: Das sind die, die so tun als ob sie wären.<br />Und es nicht sein müssen, wenn es kracht.<br />Obwohl sie am Steuer sitzen.<br />Hohlgestalten in jedem Fall.<br />Bis es kracht.</p>
<p>Danach: „Ich bin es nicht gewesen“ – „Dabeigewesen bin ich nicht“.<br />Lehren. Aus der Geschichte. Und der Gegenwart.<br />Autoritarismus ist rechts. Faschismus auch.<br />Die zu Kurz Gekommenen.</p>
<p>Österreich: Ein Land auf der Teststrecke der Hohlgestalten.<br />Die am Steuer sitzen. Aber keine Teststrecke in Sicht.<br />Wo kein Geist ist.<br />Herrscht der Instinkt.</p>
<p>Österreich: Das Land der Familie.<br />Derer, die dazu gehören.<br />99,4%<br />ÖVP-Familie.</p>
<p>Wir. Wir werden verfolgt.<br />Sagt der Kurze. Unwidersprochen.<br />99,4%<br />ÖVP-Familie.</p>
<p>Keine Menschen aus Afghanistan aufnehmen.<br />Menschenrechte sind Rechte sind Pflichten. Nicht für sie.<br />99,4%<br />ÖVP-Familie.</p>
<p>Wo kein Geist ist.<br />Herrscht der Instinkt.</p>
<p>Wo kein Geist ist.<br />Hat der Rechtsstaat keine Chance. Und die Demokratie.<br />Lehren. Aus der Geschichte. Und der Gegenwart.<br />Autoritarismus ist rechts. Faschismus auch.</p>
<p>Allein die Sprache dieser Leute ist so widerwärtig.</p>
<p> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/allein-die-sprache-dieser-leute-ist-so-widerwaertig/">Allein die Sprache dieser Leute ist so widerwärtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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		<title>Lügen haben Kurze(ns) Beine, oder: Eine Republik am Gängelband der Willfährigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 08:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu lesen: Des Staates staatstragenden Männer schreiben einander in einer Wörter Wahl, die vor allem eines ist: Lächerlich.Der Staat in den Händen lächerlicher Männer.Lächerliche Männer haben das Sagen (solange man sie lässt).Seelenverunsicherte Kleinkinder im Erwachsenengewand haben das Sagen (solange man sie lässt).Sind Lächerlichkeit und Seelenverunsicherung ein Straftatbestand? Nein.Kann und sollte aber geheilt werden.Es ist nie</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zu lesen: Des Staates staatstragenden Männer schreiben einander in einer Wörter Wahl, die vor allem eines ist: Lächerlich.<br>Der Staat in den Händen lächerlicher Männer.<br>Lächerliche Männer haben das Sagen (solange man sie lässt).<br>Seelenverunsicherte Kleinkinder im Erwachsenengewand haben das Sagen (solange man sie lässt).<br>Sind Lächerlichkeit und Seelenverunsicherung ein Straftatbestand? Nein.<br>Kann und sollte aber geheilt werden.<br>Es ist nie zu spät.</p>



<p>Auch zu lesen: Des Staates staatstragenden Männer fordern Gefolgschaft ein und Knechte.<br>Verteilen Zuckerbrote. Oder die Peitsche.<br>Entbunden von der Pflicht zur Argumentation. Die sie eh nicht beherrschen. Und nicht wollen.<br>Sind Dummheit und Nicht-Argumentieren ein Straftatbestand? Nein.<br>Kann und sollte aber beschult werden.<br>Es ist nie zu spät.</p>



<p>Zu sehen und zu hören: Türkise Jung-Kohorten jubeln Ihrem Jung-Gott zu, um sein zu können wie er.<br>Um Macht und Mächtigkeit zu spüren.<br>Wenn schon nicht im eigenen Leben, dann wenigstens in Amt und Würden.<br>Herr und Frau zu sein in Amt und Würde statt im eigenen Haus.<br>Entmannt. Entfraut.<br>Geliehene Stärke.<br>Vor allem also eines: Lächerlich.<br>Und dumm.<br><br>Lächerlichkeit und Dummheit. Ohnmachtskinder aus des Kindes Tagen:<br>Verzweifelte Anpassung an eine Mama-und-Papa-Welt, die sie nicht gemeint hat, nicht den Jung-Gott einst und nicht seine Jung-Kohorten heute.<br>Sind Ohnmacht und Kohortentum ein Straftatbestand? Nein.<br>Zumindest nicht die Ohnmacht.</p>



<p>Zu lesen, zu sehen, zu hören: Schwarze Landespolitiker, denen ganz türkis wird:<br>Sie hängen am Gängelband der Bundes-Finanzzuwendungen.<br>Entmannt und entfraut auch sie.<br>Wenn und solange, wie Mann und Frau es mit sich geschehen lassen.<br>Türkiser Lächerlichkeit wird ganz schwarz vor Augen: Lächerlichkeit und Kohortentum auch da.<br><br>Zu kuschen ist keine Tugend.<br>Kuschen tun auch die Hunde. Die noch besser.<br>Sind eben Hunde. Die bellen ohne zu beißen.<br>Die anderen aber beißen ohne zu bellen.</p>



<p>Jene beißen, deren Augen Blicke nicht Kurzens Binnen-Zucht gilt.<br>Sondern den anderen. Also den anderen Menschen.<br>Denen, die keine bloße Kohorte sind.<br>Und nicht der Binnen-Zucht entstammen, es auch nicht wollen.<br>Nicht jeder gibt sich der Lächerlichkeit preis oder will es.<br>Und nicht jeder will Finanzminister sein und alles vergessen.<br>Nicht alle sind entmannt. Nicht alle sind entfraut.<br><br>Der Augen Blicke, die den anderen Menschen gelten.<br>Zum Beispiel jenen in Griechenland und den Balkanländern.<br>Blicke vieler.<br>Blicke auch der <a href="https://www.caritas.at/auslandshilfe/katastrophenhilfe-humanitaere-hilfe/laender-brennpunkte/fluechtlingshilfe-griechenland/"><em>katholischen Caritas</em></a>. <br>Der Augen Blicke auch des <a href="https://www.dibk.at/Meldungen/Die-Zeit-des-geduldigen-Wartens-geht-zu-Ende"><em>Bischofs der Diözese Innsbruck</em></a>.<br><br>Der Augen Blicke auch derer, die Christen sind. Und katholisch.<br>Und wahlberechtigt. Und Stimme-erheb-berechtigt.<br>Bürger nicht der zweiten Klasse.<br>Denn die gibt es nicht. Die zweite Klasse.<br>Bürger sie alle.<br>Keine Kohorten-Jünger Kurzens.<br>Kein Zuckerbrot und keine Peitsche.</p>



<p>Warum sollte die Kirche schweigen? Warum die Christen?</p>



<p>Die Türkisen. In Anzug und mit Handy. Das Geldköfferchen neben sich.<br>Lächerlich.<br>Gefährlich aber auch.<br>Sie beißen. Immer wieder zu.<br>Wenig Blut vor den Augen.<br>Solange sie nicht hinsehen.<br>Zum Beispiel nach Griechenland und auf den Balkan.</p>



<p>Des Staates staatstragenden Männer. Und jene, die sie wählen.<br>Muss man nicht. Darf man nicht.<br>Lächerlichkeit gehört bestraft.<br>Dummheit, Kohorten-Sein und Beißen auch.</p>



<p>Mir wird nicht schwarz vor Augen.<br>Türkis schon gar nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/luegen-haben-kurzens-beine-oder-eine-republik-am-gaengelband-der-willfaehigkeit/">Lügen haben Kurze(ns) Beine, oder: Eine Republik am Gängelband der Willfährigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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		<item>
		<title>Wir segnen</title>
		<link>https://www.christophthoma.eu/wir-segnen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Thoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 11:42:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Schule und Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Empfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Segnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. März wurde von der Kongregation für die Glaubenslehre der katholischen Kirche die als „Responsum ad dubium“ vorgelegte Frage negativ beschieden, ob die Kirche die ‚Vollmacht‘ habe, „Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen“. Den meisten Menschen ist die Sexualmoral der katholischen Kirche – bzw. genauer: des hierarchischen Lehramtes der katholischen Kirche – überflüssig</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/wir-segnen/">Wir segnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 15. März wurde von der Kongregation für die Glaubenslehre der katholischen Kirche die als „Responsum ad dubium“ vorgelegte Frage negativ beschieden, ob die Kirche die ‚Vollmacht‘ habe, „Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen“. Den meisten Menschen ist die Sexualmoral der katholischen Kirche – bzw. genauer: des hierarchischen Lehramtes der katholischen Kirche – überflüssig geworden. Den meisten Menschen, auch den Schüler*innen des Religionsunterrichts. Ihnen gilt diese Sexualmoral als hoffnungslos rückständig bzw. einfach als falsch.</p>



<p>Zum einen, weil sie Verbote im Bereich lustvoll und einvernehmlich praktizierter Sexualität grundsätzlich für gegenstandlos halten: <strong>„Wer maßt sich an, Lust und Sex oder irgendetwas an Lust und Sex zu verbieten?“</strong></p>



<p>Zum anderen, weil sie ihre Sexualität und die Lust an ihr entdecken und entwickeln wollen:<strong> „Wer maßt sich an, mein Vertrautwerden mit mir zu behindern, mir einzureden, es wäre schlecht und falsch, das Empfinden zu empfinden, mit mir oder mit anderen?“</strong></p>



<p>Zum anderen, weil sie zölibatär lebende Männer grundsätzlich für sexualitäts-gespräch-inkompetent halten: <strong>„Wer maßt sich an, das zu verurteilen, was er nicht kennt?“</strong></p>



<p>Zum anderen, weil sie einer Institution, welche die Hälfte der Menschheit, die Frauen, unter Berufung auf göttliche Willensbekundungen diskriminiert, nicht zuhören wollen, wenn sie über die Diskriminierten spricht: <strong>„Wer maßt sich an, Sexualität(en) von Frauen zu verurteilen?“</strong></p>



<p>Zum anderen, weil sie nach den vielen Missbrauchs- oder Missbrauchsverdunklungstaten von zölibatär lebenden Priester-, Bischofs- und Papstmännern keinen von diesen ein Wissen über lustvoll gelebte Sexualität erwachsener und erwachsen gereifter Männer zutrauen: <strong>„Wer maßt sich an, Sexualität(en) von Männern zu verurteilen?“</strong><br><strong><br></strong></p>



<p>Besagtes Dokument des römischen Lehramtes spricht von den Sakramentalien und davon, dass sie auf den Empfang eines Sakramentes (vorbereitend) hinführen. So zB bereite der Brautsegen auf den Empfang des Ehesakramentes vor.</p>



<p>Und es spricht davon, dass Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht zum Sakrament der Ehe führen, also zu unterlassen seien. Wobei dieses Argument natürlich unvollständig ist. Es fehlt zumindest ein Satz. Denn Argumente bestehen wenigstens aus drei Sätzen. Es braucht ja einen Mittelbegriff, den man streichen kann. Und eine Mitte gibt es zwischen zweien (ergibt zusammen drei).</p>



<p>Versteckt enthalten ist hier die Behauptung (die Mitte), eine kirchliche Eheschließung gleichgeschlechtlicher Partner sei unmöglich, sei gegen den göttlichen Willen. An den gebunden zu sein der zuständige vatikanische Kurienkardinal Marcello Semeraro am drauffolgenden Tag zu betonen nicht müde wird.</p>



<p>Vermutlich schon die meisten Maturaprüfungen in Religion, erst Recht aber jede Vorlesungsprüfung in Fundamentaltheologie an (mehr oder weniger) jeder Universität wären nicht bestanden, argumentierte die/der Kandidat*in auf dem Niveau der Herrn Kardinals: Die katholische Kirche wäre „an die Heilige Schrift gebunden, an das Wort Gottes“, sie könnte „keine Verbindung anerkennen, die von der Heiligen Schrift nicht vorgesehen ist“.</p>



<p>Ziemlich wenig katholisch, diese Voraussetzung. Denn Gott offenbart sich, zumindest den Katholiken, in Schrift <em>und </em>Tradition.</p>



<p>Und ziemlich sprachlos, diese Voraussetzung: Denn Sprache wird verstanden, ist ja keine Coladose (und auch kein Brett vor dem Kopf). Die katholische Theologie als Theologie ist Frucht dieser Erkenntnis. Weshalb zB Thomas und Scotus den Aristoteles lasen. Und ihn beide verstanden. Nur eben der eine anders als der andere. Ist so. Weshalb sich in Europa die Universitäten gründeten, als Stätten der Forschung: Das Verstehen versteht sich nicht von selbst, sondern muss verstanden werden. Erst Recht das Verstehen von Texten. Sogar Gott muss verstanden werden. Aber der spricht keine Wörter. Sondern das Wort. Das ist Fleisch geworden. Und keine Coladose.<br><br></p>



<p>Worum es (mir) eigentlich geht:</p>



<p>Unsäglich sind mir der Gedanke und der Wunsch, Menschen würden einander den Segen dessen nicht vermitteln, von dem sie gesegnet sind.</p>



<p>Unsäglich sind mir der Gedanke und der Wunsch, Menschen würden anderen Menschen die Vermittlung des Segens dessen, von dem sie gesegnet sind, vorenthalten.</p>



<p>Unsäglich sind mir der Gedanke und der Wunsch, Menschen würden meinen, des Segens dessen, von dem sie gesegnet sind, nicht würdig zu sein (und Würde ist etwas ganz anderes als Wert).</p>



<p>Wenn irgendetwas in dieser Welt des Teufel ist, dann dieses: Am Segen Gottes zu zweifeln. Und ihn irgendeinem Menschen abzustreiten. Der Glaube zweifelt. Nicht Gott.</p>



<p>Der Mensch ist, weil er gesegnet ist. Nichts, was der Mensch ist, fällt außerhalb des Segens (oder außerhalb Gottes).</p>



<p>Nicht Menschen schenken sich einander den Segen. Sondern sie schenken einander die Zuwendung, in der der Segen wohnt.</p>



<p>Und sie verweisen einander auf den, der ihnen zum Segen ist und zum Segen werden will.</p>



<p>Wir Christen segnen. In der Zuwendung (und vielleicht auch beim Sex).</p>



<p>Wir Christen segnen. Die Zuwendung, in der Menschen leben.</p>



<p>Wir Christen segnen. Die Menschen, die einander Segen sind.</p>



<p>Wir Christen segnen. Auch in der Kirche. Auch in den Sakramenten. Auch im Ehesakrament.</p>



<p>Wir Christen segnen. Mann und Frau. Und Männer oder Frauen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.christophthoma.eu/wir-segnen/">Wir segnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.christophthoma.eu">Christoph Thoma</a>.</p>
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