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	<description>Das Corporate Blog der CLAYTEC e. K.</description>
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		<title>Deutsch-israelische Lehm-Freundschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2018 06:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Gruppe hochkarätiger israelischer Lehmbauspezialisten war zu einem überaus konstruktiven Arbeitsbesuch in der CLAYTEC Zentrale in Viersen am Niederrhein. Bei der anschließenden Betriebsführung in der CLAYTEC Produktionsstätte im Alten Ringofen zeigten sich die Besucher begeistert und wissbegierig angesichts der Dimensionen der industriellen Fertigung von Lehmbaustoffen, die sie dort erlebten. Ein Höhepunkt für den Blogautor: die...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2018/06/deutsch-israelische-lehm-freundschaft/" title="Read Deutsch-israelische Lehm-Freundschaft">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Gruppe hochkarätiger israelischer Lehmbauspezialisten war zu einem überaus konstruktiven Arbeitsbesuch in der CLAYTEC Zentrale in Viersen am Niederrhein. Bei der anschließenden Betriebsführung in der CLAYTEC Produktionsstätte im Alten Ringofen zeigten sich die Besucher begeistert und wissbegierig angesichts der Dimensionen der industriellen Fertigung von Lehmbaustoffen, die sie dort erlebten. Ein Höhepunkt für den Blogautor: die erstmalige persönliche Begegnung mit einem Facebook-Freund.</strong></p>
<div id="attachment_3423" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01811-01_1000.jpg"><img class="wp-image-3423" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01811-01_1000.jpg" alt="Die Besucher aus Israel hatten viele Fragen zur Produktion von Lehmbaustoffen bei CLAYTEC." width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01811-01_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01811-01_1000-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01811-01_1000-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Besucher aus Israel hatten viele Fragen zur Produktion von Lehmbaustoffen bei CLAYTEC.</p></div>
<p><span id="more-3415"></span></p>
<p>Guy Reuveni ist gewisssermaßen der israelische Peter Breidenbach. So wie Breidenbach im Deutschland der späten 1980er-Jahren gemeinsam mit den Jugendfreunden Ulrich Röhlen und Michael Peschgens für sich das Bauen mit Lehm entdeckte und damit den Baustoff Lehm nach vielen Jahren wieder in den Fokus brachte, tat sich um die zwanzig Jahre später in Israel auch Reuveni mit ein paar Freunden zusammen, um sich ganz dem ökologische Bauen und insbesondere dem Baustoff Lehm zu widmen. In Deutschland entstand CLAYTEC, in Israel <a href="http://www.ecoart.co.il/" target="_blank" rel="noopener">Eco Art</a>.</p>
<div id="attachment_3419" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01709_1-01_1000.jpg"><img class="wp-image-3419" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01709_1-01_1000.jpg" alt="Lehmbau-Charakterköpfe: Eco Art Inhaber Guy Reuveni (re.) und sein ehemaliger Kompagnon Nitzan Iserovitch" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01709_1-01_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01709_1-01_1000-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01709_1-01_1000-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Lehmbau-Charakterköpfe: Eco Art Inhaber Guy Reuveni (re.) und sein ehemaliger Kompagnon Nitzan Iserovitch</p></div>
<p>Jetzt war der eine Gründer zum Arbeitsbesuch beim anderen. Guy Reuveni hatte die Lehmbaustoffe &#8222;Made in Germany&#8220; schon längere Zeit zuvor entdeckt. Seitdem vertreibt er CLAYTEC Produkte in seinem Unternehmen Eco Art und sorgt so dafür, dass das CLAYTEC Produktportfolio auch in Israel zunehmend an Bekanntheit und Bedeutung gewinnt. Der Besuch Reuvenis und seiner Begleiter hatte einen konkreten Grund. Daheim in Israel betreut Eco Art aktuell ein größeres Bauprojekt, ein Wohnhaus in Holzbauweise mit Strohballendämmung. Im Zuge der Realisierung ergaben sich zahlreiche Fragen zur praktischen Umsetzung. Die entsprechenden Support-Anfragen landeten auf dem Schreibtisch von Claytec-Berater Manfred Lemke, im Unternehmen zuständig für internationale Kontakte.</p>
<div id="attachment_3418" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/gespraech_1000.jpg"><img class="wp-image-3418" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/gespraech_1000.jpg" alt="Konstruktives Arbeitstreffen: (v. li.) Gräfix-Mitarbeiter Florian Breun, Manfred Lemke (Claytec), Strohballen-Spezialist Adrien Delecourt und Guy Reuveni (Eco Art)" width="500" height="274" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/gespraech_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/gespraech_1000-300x164.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/gespraech_1000-768x420.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Konstruktives Arbeitstreffen: (v. li.) Gräfix-Mitarbeiter Florian Breun, Manfred Lemke (Claytec), Strohballen-Spezialist Adrien Delecourt und Guy Reuveni (Eco Art)</p></div>
<p>Mit Strohballen gedämmte Wände, da ist Lehmputz von innen die eine ganz natürliche Option. Zugleich gilt es, Wetterbeständigkeit von außen zu gewährleisten. Die Idee Manfred Lemkes dazu: die Kalkputz-Spezialisten von Gräfix mit den Bauverantwortlichen aus Israel an einen Tisch zu bringen. Im CLAYTEC Besprechungszimmer fand sich schließlich diese illustre Runde zusammen: Adrien Delecourt, beim Bauprojekt zuständig für die Ausführung der Strohballendämmung, Eco Art Inhaber Guy Reuveni und der vom Bauherren eingesetzte Bauleiter Ariel Elzam. Die israelische Delegation komplettierte Lehmbauer und Lehmbau-Schulungsspezialist Nitzan Iserovitch, langjähriger Geschäftspartner Reuvenis, den es im vergangenen Jahr der Liebe wegen nach Süddeutschland verschlagen hatte. Die Gelegenheit zum Wiedersehen mit seinen Landsleuten mochte er sich nicht entgehen lassen. Ebenfalls aus Süddeutschland angereist: die Kalkputz-Spezialisten von Gräfix, Alois Erhart &#8211; Leitung Marketing und Verkauf sowie Florian Breun &#8211; Innendienstmitarbeiter und zuständig für Exportgeschäfte.</p>
<div id="attachment_3424" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01730-01_1000.jpg"><img class="wp-image-3424" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01730-01_1000.jpg" alt="Nach dem Meeting folgte die obligatorische Betriebsbesichtigung in der CLAYTEC Produktionsstätte am Alten Ringofen" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01730-01_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01730-01_1000-300x168.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01730-01_1000-768x431.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Nach dem Meeting folgte die obligatorische Betriebsbesichtigung in der CLAYTEC Produktionsstätte am Alten Ringofen</p></div>
<p>Der Begrüßungs-Kaffee war noch nicht ganz in den Tassen, da waren alle Anwesenden schon im lebhaften Austausch über technische Abläufe und Vorgehensweisen beim Dämmen mit Strohballen. Wie werden die Putzschichten aufgebaut? Welche Kalkfarbe empfiehlt sich, welches Armierungsgewebe? Es entwickelte sich eine Arbeitsmeeting von geradezu rasanter Dynamik, befeuert von den kurzen Wegen, welche die digitalen Kommunikationstechniken heute ermöglichen. Da ließ sich Gräfix-Mann Breun englischsprachige Technikanweisungen zu konkreten Fragestellungen kurzerhand auf sein Smartphone mailen, während Bauleiter Elzam mit seinen Auftraggebern telefonisch diejenigen Materialbestellungen abstimmte, die sich eben erst aus dem gemeinsamen Gespräch ergeben hatten. Für mich als Zaungast war es ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis, mitzuerleben, wie konstruktiv hier miteinander zielführende Lösungen entwickelt wurden.</p>
<div id="attachment_3420" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01716-01_1000.jpg"><img class="wp-image-3420" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01716-01_1000.jpg" alt="Strohballenbau-Spezialist Adrien Delecourt begutachtet frisch verputzte Lehmwand" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01716-01_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01716-01_1000-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01716-01_1000-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Strohballenbau-Spezialist Adrien Delecourt begutachtet frisch verputzte Lehmwand</p></div>
<p>Grund zur Freude hatte ich ohnehin, bot das Treffen doch eine Gelegenheit meinen Facebook-Freund <a href="https://nitzaniserovitch.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener">Nitzan Iserovitch</a> einmal persönlich kennenzulernen. Nitzan engagiert sich seit Jahren in Sachen Lehmbau. Als ausführender Handwerker, Schulungs- und Workshop-Leiter und -Organisator sowie in diversen Inititiativen, Fach- und Interessensgruppen rund um nachhaltiges Bauen und naturnahes Leben. Seit er 2017 seinen Lebensmittelpunkt von Israel nach Süddeutschland verlagert hat, ist er auch hierzulande sowie europaweit äußerst umtriebig und in zahlreichen Projekten aktiv beteiligt. Zuletzt etwa an diesem Bauvorhaben im <a href="https://www.facebook.com/nitzan.iserovitch/posts/10156003383254843" target="_blank" rel="noopener">Ecovillage Bhrugu Aranya in Polen</a> (Facebook-Link).</p>
<div id="attachment_3421" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01775-01_1000.jpg"><img class="wp-image-3421" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01775-01_1000.jpg" alt="Mit allen Sinnen bei der Sache: Bauleiter Ariel Elzam" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01775-01_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01775-01_1000-300x168.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/06/DSC01775-01_1000-768x431.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Mit allen Sinnen bei der Sache: Bauleiter Ariel Elzam</p></div>
<p>An das erfolgreich absolvierte Arbeitstreffen mit den Gräfix-Mitarbeitern schloss sich die obligatorische Werksbesichtigung in der Produktionsstätte am Alten Ringofen in Viersen an. Hier hat CLAYTEC Berater Manfred Lemke im Laufe der Jahre schon so manche Besuchergruppe durchgeführt, entsprechend kurzweilig und informationsgespickt gestaltet er seine Rundgänge. Die zahlreichen Fakten weiß er stets mit unterhaltsamen Anekdoten auszuschmücken, kann bei Bedarf aber auch mit harten Zahlen aufwarten. Und für diese interessieren sich die Israelis durchaus; wissbegierig sogen die vier Lehmbau-Charakterköpfe die Informationen auf: Lagerung, Mischprozesse, Verpackung, Energiebilanz &#8211; da war kaum ein Thema, zu dem es keine Fragen gab. Manfred Lemkes Fähigkeiten als wandelnde Lehmbaustoff-Enzyklopädie &#8211; hier konnte er sie wahrlich ausspielen.</p>
<p>Leider konnte ich beim abschließenden gemeinsamen Essen nicht mehr teilnehmen. Bei der telefonischen Nachbesprechung am nächsten Tag verriet mir Manfred ein witziges Detail: &#8222;Als wir uns verabschiedeten, fragten sie mich nach dem ihrem Hotel am nächsten gelegenen Baumarkt: &#8218;Wir wollen noch ein bisschen Shoppen gehen&#8216;, meinten sie.&#8220;</p>
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		<title>CLAYTEC Oberflächen-Wettbewerb : &#8222;Alle hätten einen Preis verdient gehabt!&#8220;</title>
		<link>http://www.clayblog.de/2018/05/oberflaechenwettbewerb_2018/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2018 12:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Premiere des CLAYTEC Wettbewerbs Oberflächenwerkstatt Lehmputz geriet zu einem Highlight des Lehmbau-Jahres 2018. Beim Finale in der CLAYTEC Produktionsstätte im Zieglerhaus von 1908 am Alten Ringofen in Viersen schufen enthusiastische Teilnehmer in einer einzigartigen und kollegialen Arbeitsatmosphäre begeisternde Wettbewerbsbeiträge. Die Besten zu wählen &#8211; keine leichte Aufgabe für die kompetente Fachjury. &#8222;An der Umsetzung der...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2018/05/oberflaechenwettbewerb_2018/" title="Read CLAYTEC Oberflächen-Wettbewerb : &#8222;Alle hätten einen Preis verdient gehabt!&#8220;">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Premiere des CLAYTEC Wettbewerbs <em>Oberflächenwerkstatt Lehmputz</em> geriet zu einem Highlight des Lehmbau-Jahres 2018. Beim Finale in der CLAYTEC Produktionsstätte im Zieglerhaus von 1908 am Alten Ringofen in Viersen schufen enthusiastische Teilnehmer in einer einzigartigen und kollegialen Arbeitsatmosphäre begeisternde Wettbewerbsbeiträge. Die Besten zu wählen &#8211; keine leichte Aufgabe für die kompetente Fachjury.</strong></p>
<div id="attachment_3396" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC00108-1.jpg"><img class="wp-image-3396" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC00108-1.jpg" alt="Schufen beeindruckende Arbeiten: die Finalisten des CLAYTEC Wettbewerbs Oberflächenwerkstatt" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC00108-1.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC00108-1-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/DSC00108-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Schufen beeindruckende Arbeiten: die Finalisten des CLAYTEC Wettbewerbs Oberflächenwerkstatt</p></div>
<p><span id="more-3388"></span>&#8222;An der Umsetzung der Idee habe ich ein Jahr gearbeitet.&#8220; Architekt Hartwig Ballis agiert beim Lehmbaustoffhersteller CLAYTEC als Ansprechpartner für diejenigen seiner Berufskollegen, die dem ältesten Baustoff der Menschheit in ihren Projekten einen besonderen Platz einräumen möchten. Seitdem hat er zahlreiche Planer in Sachen Lehmbau beraten. CLAYTEC-intern  vertritt er engagiert die Belange seiner Zunft. &#8222;Initialzündung für die Idee zum Oberflächen-Wettbewerb war der Auftrag zur Gestaltung einer Lehmputzwand für ein Café&#8220;, erinnert er sich. Aufgabenstellung war, eine besondere Wirkung zu erzielen, die an die Optik von Stampflehm erinnert. Gemeinsam mit CLAYTEC Malermeisterin Iris Hartmann entwickelte Ballis seinerzeit ein archaisch anmutendes Dekor aus verschiedenfarbigen Lehmputzen. &#8222;Diese Erfahrung führte mich fast zwangsläufig zu dem Gedanken: Es kann doch nicht sein, dass man mit dem unfassbar variablen Material Lehm immer nur die Varianten &#8218;gerieben&#8216; oder &#8218;geglättet&#8216; realisiert. Ich dachte an die mehreren Hundert CLAYTEC Handwerkspartner und war mir sicher, dass dort ein riesiger Schatz von Ideen nur darauf wartet, gehoben zu werden.&#8220;</p>
<div id="attachment_3397" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/jury.jpg"><img class="wp-image-3397" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/jury.jpg" alt="Die Jury machte sich die Entscheidungen nicht leicht." width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/jury.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/jury-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/jury-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Jury machte sich die Entscheidungen nicht leicht.</p></div>
<p>Ein Jahr später hält sich der Ideengeber beim Wettbewerb weitgehend im Hintergrund und genießt schweigend. Denn ein Genuss wurde es tatsächlich, dieses zweitägige Zusammentreffen ganz unterschiedlicher Charaktere mit einer Gemeinsamkeit: der Leidenschaft für das Arbeiten mit dem Baustoff Lehm. Nach einem Resümee zur Veranstaltung gefragt, spricht CLAYTEC Technikleiter Ulrich Röhlen von einer &#8222;Sternstunde&#8220; im Lehmbau. Diese Aussage scheint nicht übertrieben. Tatsächlich ist die besondere Atmosphäre dieses Zusammentreffens von Lehmbau-Hochkarätern förmlich greifbar. Insbesondere am zweiten Tag, der für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz im Zeichen des praktischen Arbeitens steht, baut sich eine kreative und handwerkliche Dynamik auf, die alle Anwesenden mitreißt.</p>
<div id="attachment_3398" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/arbeiten.jpg"><img class="wp-image-3398" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/arbeiten.jpg" alt="Die überaus kollegiale und wertschätzende Atmosphäre schien Kreativität und handwerkliches Geschick der Finalisten zusätzlich anzufachen." width="500" height="293" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/arbeiten.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/arbeiten-300x176.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/arbeiten-768x450.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Die überaus kollegiale und wertschätzende Atmosphäre schien Kreativität und handwerkliches Geschick der Finalisten zusätzlich anzufachen.</p></div>
<p>Schon am Tag zuvor bei der Vorstellung der besten Zehn aus der Vorrunde zeichnete sich die Intensität dieses Wettbewerbsfinales ab. Die Vorstellungsrunde geriet weit über ein rein informatives Kennenlernen hinaus. Die Möglichkeit, die zuvor begutachteten Mustertafeln nun mit konkreten Persönlichkeiten zu verbinden, weckte spürbar die gespannte Erwartung der Jurymitglieder. Von Beginn an nutzten diese die Gelegenheit für konstruktiv-kritische Nachfragen nicht nur zu Technik, Material und handwerklicher Umsetzung des jeweiligen Wettbewerbsbeitrags. Immer wieder wurden die Finalisten aufgefordert darzulegen, warum sie sich für gerade dieses Material oder jene Technik entschieden hatten. Besonders Diplom-Farbdesigner und Fachbuch-Autor Wolfgang Raith forderte beharrlich und mit Nachdruck Stellungnahmen zur gestalterischen Intention, zur anvisierten Kunden-Zielgruppe und zum vorgesehenen Anwendungs-Szenario des jeweiligen Beitrags ein.</p>
<div id="attachment_3399" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/alex_tschofen.jpg"><img class="wp-image-3399" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/alex_tschofen.jpg" alt="Trickig: Alexander Tschofen mit zur &quot;Druckform&quot; umfunktionierten Textiltapete" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/alex_tschofen.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/alex_tschofen-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/alex_tschofen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Trickig: Alexander Tschofen mit zur &#8222;Druckform&#8220; umfunktionierten Textiltapete</p></div>
<p>Nach diesem intensiven Auftakt ging es am zweiten Tag mit ungebremstem Schwung weiter. Die Aufgabenstellung: das zum Wettbewerb eingereichte Muster im DIN-A4-Format raumhoch im Baudenkmal Zieglerhaus an die Wand bringen. Würde der Entwurf gestalterisch auch auf der Fläche bestehen und wie verhielt es sich mit der handwerklichen Umsetzung unter Realbedingungen? Um es vorwegzunehmen: Ausfälle gab es keine, alle Arbeiten konnten sowohl ästhetisch als auch handwerklich überzeugen. So etwa die floralen Ornamente, die der Vorarlberger Alexander Tschofen (<a href="http://www.alex-malerkiste.at/" target="_blank" rel="noopener">Alex Malerkiste</a>) sich frech von einer zur &#8222;Druckform&#8220; umfunktionierten Textiltapete &#8222;ausborgte&#8220;. Oder die linear strukturierte Lehmputz-Fläche des Niederländers Peter van Hemert (<a href="http://ecowonen.net/" target="_blank" rel="noopener">Ecowohnen</a>). In ihrer harmonischen und doch keineswegs gleichförmigen Struktur spiegelt sie die ganze handwerkliche Erfahrung van Hemerts. Ähnlich souverän löst auf seiner Wandfläche auch der österreichische Baumeister Roland Klima (<a href="http://www.klimabau.at/" target="_blank" rel="noopener">KlimaBau</a>) die Aufgabenstellung &#8222;gleichmäßige Ungleichmäßigkeit&#8220;.</p>
<div id="attachment_3400" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/baumeister_klima.jpg"><img class="wp-image-3400" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/baumeister_klima.jpg" alt="War ebenso wie Alexander Tschofel aus Österreich angereist: Baumeister Roland Klima" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/baumeister_klima.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/baumeister_klima-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/baumeister_klima-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">War ebenso wie Tschofen aus Österreich angereist: Baumeister Roland Klima</p></div>
<p>Dass ausnahmslos alle Beiträge sich auf diesem und ähnlich hohem Niveau bewegten, mag zum Teil auch in der ganz besonderen Atmosphäre begründet sein, die sich im Verlauf des erstmals ausgetragenen Wettbewerbs entwickelte. Die stets spürbare gegenseitige Wertschätzung und große Kollegialität schien Kreativität und handwerkliches Geschick der Finalisten zusätzlich anzufachen und auf ein besonderes Level zu heben. Dazu kam das große Engagement einer kompetenten Jury, die sich begeistern ließ vom Enthusiasmus der Finalisten und der außergewöhnlichen Qualität der Ergebnisse. Die Entscheidung für die Preisträger fiel entsprechend nicht leicht. Hartwig Ballis: &#8222;Alle Teilnehmer hätten einen Preis verdient gehabt.&#8220;</p>
<div id="attachment_3401" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sonderpreis-schmidt.jpg"><img class="wp-image-3401" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sonderpreis-schmidt.jpg" alt="Erhielt den Sonderpreis für herausragende künstlerische Gestaltung: der Berliner Designer Jens Schmidt" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sonderpreis-schmidt.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sonderpreis-schmidt-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sonderpreis-schmidt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Erhielt den Sonderpreis für herausragende künstlerische Gestaltung: der Berliner Designer Jens Schmidt</p></div>
<p>Am Ende waren es Nuancen, welche die Siegerbeiträge aufs sprichwörtliche Treppchen hoben. Auch CLAYTEC Inhaber Peter Breidenbach zeigte sich begeistert vom hohen Niveau des Wettbewerbs und ließ es sich folgerichtig nicht nehmen, die Preise persönlich an die Gewinner zu überreichen. Den Sonderpreis für herausragende künstlerische Gestaltung &#8211; CLAYTEC Baumaterialien im Gegenwert von 1000 Euro &#8211; erhielt der Berliner Designer Jens Schmidt (<a href="http://cargocollective.com/StudioJens/index" target="_blank" rel="noopener">Studio Jens</a>). Sein Wettbewerbsbeitrag, in dem er mit außergewöhnlichen Materialien wie schwarzer Tusche und Messingwolle experimentierte, überzeugte schon auf der kleinen Mustertafel, an der Wand entfachte er geradezu archaische Wucht. Jeweils mit einem zweiten Preis (Materialwert 2500 Euro) wurden die Arbeiten des oberbaierischen Malermeisters Florian Epple (<a href="http://www.malerbetrieb-epple.de/" target="_blank" rel="noopener">Maler Epple</a>) und seiner jungen Mitarbeiterin Michaela Huber ausgezeichnet. Beide hatten sich unabhängig voneinander am Wettbewerb beteiligt. Florian Epple begeisterte die Jury mit einem handwerklich anspruchsvollen und extrem akkurat umgesetzten vertikalen Streifendekor, das ästhetische Anleihen bei historischen Schmucktapeten mit einem erfrischend modernen Look verband. Michaela Huber wusste mit einer weißen Oberfläche von zartem Charakter zu überzeugen. Deren filigrane Beschaffenheit, die an die Struktur von Leder erinnerte, erzielte die frisch gebackene Malermeisterin durch den Einsatz von zerknittertem Zeitungspapier, dessen Struktur sie mittel einer Walze auf den noch feuchten Lehm-Feinputz übertragen hatte.</p>
<div id="attachment_3402" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/preistaeger.jpg"><img class="wp-image-3402" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/preistaeger.jpg" alt="Große Freude bei den Preisträgern im Moment der Verkündung: Florian Epple, Michaela Huber (li.,beide 2. Platz) und Sieger Thomas Glück (in rot)" width="500" height="284" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/preistaeger.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/preistaeger-300x170.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/preistaeger-768x435.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Große Freude bei den Preisträgern im Moment der Verkündung: Florian Epple, Michaela Huber (li.,beide 2. Platz) und Sieger Thomas Glück (in rot)</p></div>
<p>Der erste Preis (Materialwert 4000 Euro) ging an einen Routinier, der hier seine ganze Erfahrung auszuspielen wusste: Thomas Glück (<a href="http://www.lehmbau-glueck.de/" target="_blank" rel="noopener">Lehmbau Glück</a>) aus dem Schwarzwald hat es einfach drauf! Mit Lehmfarbputz grob gestaltete er seine Wandfläche überaus gekonnt. Eine grobe Anmutung zu erzielen, ohne dass es schluderig wirkt, das ist überaus schwierig &#8211; Thomas Glück gelang es: Er erzielte überragende Qualität bei absoluter Alltags- und Baustellentauglichkeit und das auch noch schnell und dementsprechend preiswert. Verdienter Favoritensieg für Glück, den Tüchtigen! Fazit: überaus gelungene Premiere für ein in der deutschen Lehmbau-Szene bislang einmaliges Wettbewerbsformat. Das macht Appetit auf die Wiederholung.</p>
<div id="attachment_3403" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sieger_details.jpg"><img class="wp-image-3403" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sieger_details.jpg" alt="Erster und zweite Preise im Detail. Von links: Thomas Glück, Michaela Huber und Florian Epple" width="500" height="167" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sieger_details.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sieger_details-300x100.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/05/sieger_details-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Erster und zweite Preise im Detail. Von links: Thomas Glück, Michaela Huber und Florian Epple</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wo der Prof die Praxis lernte &#8211; Alanus-Studenten am Alten Ringofen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2018 10:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gemeinsam mit einer Studierenden-Gruppe der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alster besuchte Architektur-Professor Swen Geis die CLAYTEC-Produktionsstätte am Alten Ringofen in Viersen am Niederrhein. Für den Dozenten gab es ein Déjà-vu-Erlebnis, für die Studentinnen und Studenten reichhaltige Informationen zur Herstellung, Produktvielfalt und Verarbeitung der aktuellen Inkarnation des ältesten Baustoffs der Welt. &#8222;Vorhin beim Reinkommen...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2018/05/wo-der-prof-die-praxis-lernte-alanus-studenten-am-alten-ringofen/" title="Read Wo der Prof die Praxis lernte &#8211; Alanus-Studenten am Alten Ringofen">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gemeinsam mit einer Studierenden-Gruppe der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alster besuchte Architektur-Professor Swen Geis die CLAYTEC-Produktionsstätte am Alten Ringofen in Viersen am Niederrhein. Für den Dozenten gab es ein Déjà-vu-Erlebnis, für die Studentinnen und Studenten reichhaltige Informationen zur Herstellung, Produktvielfalt und Verarbeitung der aktuellen Inkarnation des ältesten Baustoffs der Welt.</strong></p>
<div id="attachment_3376" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/fuehrung_roehlen_1000.jpg"><img class="wp-image-3376" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/fuehrung_roehlen_1000.jpg" alt="Die Studierenden verfolgten interessiert die Ausführungen von CLAYTEC Technikleiter Ulrich Röhlen." width="500" height="294" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/fuehrung_roehlen_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/fuehrung_roehlen_1000-300x176.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/fuehrung_roehlen_1000-768x452.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Studierenden verfolgten interessiert die Ausführungen von CLAYTEC Technikleiter Ulrich Röhlen.</p></div>
<p><span id="more-3373"></span></p>
<p>&#8222;Vorhin beim Reinkommen habe ich der alten Mischmaschine einen freundschaftlichen Klaps gegeben. Schließlich musste ich mich an ihr damals eine Woche bewähren.&#8220; Mit &#8222;damals&#8220; meint Professor Swen Geis die 1980er-Jahre, als er beim damaligen Viersener Unternehmen &#8222;Lehmbau Peter Breidenbach&#8220; seinen ersten Semesterferienjob antrat. Weitere sollten Folgen. Wie viele seiner Kommilitonen, mit denen er in jener Zeit an der TH Darmstadt Architektur studierte, interessierte ihn der gleichsam historische wie ökologische Baustoff, dem die niederrheinischen Lehmbau-Spezialisten da gerade zu einer Renaissance verhalfen.</p>
<div id="attachment_3378" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/Prof_Swen_Geis_III.jpg"><img class="wp-image-3378" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/Prof_Swen_Geis_III.jpg" alt="Für Prof. Swen Geiss - hier rechts im Gespräch mit CLAYTEC Inhaber Peter Breidenbach und Architekt Hartwig Ballis (li.) - war der Besuch mit Erinnerungen an seine Studienzeit verbunden." width="500" height="283" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/Prof_Swen_Geis_III.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/Prof_Swen_Geis_III-300x170.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/Prof_Swen_Geis_III-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Für Prof. Swen Geiss &#8211; hier rechts im Gespräch mit CLAYTEC Inhaber Peter Breidenbach und Architekt Hartwig Ballis (li.) &#8211; war der Besuch mit Erinnerungen an seine Studienzeit verbunden.</p></div>
<p>An der <a href="https://www.alanus.edu/">Alanus-Hochschule</a> in Alster hat er derzeit eine Professur im Fachbereich Architektur inne.  Sowohl im Rahmen dieser Lehrtätigkeit als auch in seiner Eigenschaft als Mitbetreiber zweier <a href="http://www.team51-5.com/">Architekturbüros in London und Wuppertal</a> zählen nachhaltiges Bauen im Bestand und die Denkmalpflege zu den Schwerpunkten seiner Arbeit. Damit bleibt Prof. Swen Geiss dem Thema Lehmbau eng verbunden. Im Rahmen eines Lehmbau-Workshops seiner Studentinnen und Studenten nutzte er jetzt die alten Kontakte, um Informationen aus erster Hand zu Produktion und Verarbeitung des variantenreichen Baustoffs Lehm zu vermitteln.</p>
<div id="attachment_3379" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/versuchslabor.jpg"><img class="wp-image-3379" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/versuchslabor.jpg" alt="In der Versuchswerkstatt gab es Einblicke in mögliche neue Produktentwicklungen." width="500" height="266" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/versuchslabor.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/versuchslabor-300x160.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/versuchslabor-768x409.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">In der Versuchswerkstatt gab es Einblicke in mögliche neue Produktentwicklungen.</p></div>
<p>Bei einer Betriebsführung erläuterte CLAYTEC Technikleiter Ulrich Röhlen die Produktions-, Aufbereitungs- und Mischprozesse vom angelieferten Rohlehm bis zu den verschiedenen Endprodukten. Von erdfeucht bis getrocknet, von Sack- und Eimerware bis hin zu BigBags. Glücklicher Zufall: Durch das am Folgetag stattfindende Finale des Oberflächen-Gestaltungswettbewerbs konnten die Studierenden auch die kreativen Wettbewerbsbeiträge der Finalisten in Augenschein nehmen. In der Versuchswerkstatt erlangten die Studierenden Einblick in experimentelle Versuche zu möglichen zukünftigen Produkten. Im Anschluss an eine Praxisvorführung durch CLAYTEC-Techniker und Malermeister Phillip Meier gab es schließlich noch die Gelegenheit für Interessierte, selbst Hand anzulegen und Lehm-Designputz auf eine vorbereitete Musterfläche aufzubringen.</p>
<div id="attachment_3381" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/vorführung_1000.jpg"><img class="wp-image-3381" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/vorführung_1000.jpg" alt="Nach der Praxisvorführung konnten die Studierenden sich selbst am Material probieren." width="500" height="295" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/vorführung_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/vorführung_1000-300x177.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/04/vorführung_1000-768x453.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Nach der Praxisvorführung konnten die Studierenden sich selbst am Material probieren.</p></div>
<p>&#8222;Viele Architekturstudenten denken beim Thema Lehmbau zuerst an konstruktive Anwendungen wie etwa die Errichtung von Stampflehm-Wänden oder den Kuppelbau mit Lehmsteinen. Deshalb habe ich das Programm bewusst an den für uns deutlich relevanteren Themen Innenausbau und Wandgestaltung mit Lehmputzen orientiert&#8220;, sagt Ulrich Röhlen. Er zeigte sich hochzufrieden mit der Resonanz auf die von ihm vermittelten Inhalte: &#8222;Mehrere der jungen Leute hatten bereits Erfahrung in der Verarbeitung unserer Lehmbaustoffe. Alle waren begeistert bei der Sache! &#8222;</p>
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		<title>Messenachlese DACH+HOLZ 2018</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 08:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Fachmesse DACH+HOLZ 2018 setzte CLAYTEC diesmal ganz auf den Holz- und Trockenbau mit Lehm. Das kam beim Fachpublikum in Köln überaus gut an. Zahlreiche Verarbeiter und Planer aus der Dach- und Innenausbau-Branche nutzten die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Know-how, die Lösungsansätze und die Produkte der Lehmbau-Spezialisten vom Niederrhein zu verschaffen. Für...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2018/02/messenachlese-dachholz-2018/" title="Read Messenachlese DACH+HOLZ 2018">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Fachmesse DACH+HOLZ 2018 setzte CLAYTEC diesmal ganz auf den Holz- und Trockenbau mit Lehm. Das kam beim Fachpublikum in Köln überaus gut an. Zahlreiche Verarbeiter und Planer aus der Dach- und Innenausbau-Branche nutzten die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Know-how, die Lösungsansätze und die Produkte der Lehmbau-Spezialisten vom Niederrhein zu verschaffen.</strong></p>
<div id="attachment_3359" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/riesenstand.jpg"><img class="wp-image-3359" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/riesenstand.jpg" alt="Gute Resonanz beim Fachpublikum: CLAYTEC auf der DACH+HOLZ 2018" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/riesenstand.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/riesenstand-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/riesenstand-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Gute Resonanz beim Fachpublikum: CLAYTEC auf der DACH+HOLZ 2018</p></div>
<p><span id="more-3353"></span></p>
<p>Für CLAYTEC war die DACH+HOLZ in diesem Jahr in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn: In hoher Frequenz besuchten zahlreiche interessierte Fachbesucher den Messestand. Der war ganz auf die diesjährigen Schwerpunktthemen Holz- und Trockenbau ausgelegt. Dementsprechend stellten uns die Besucher immer wieder qualifizierte Fragen zu Lösungen für ihre konkreten Projekte. Die Supporter Stefan Funkenberg und Roland Trotzek sowie Ulrich Röhlen, Leiter Technik und Vertrieb, konnten in zahlreichen Beratungsgesprächen Hilfestellung zur praktischen Umsetzung leisten. Unsere Malermeister Phillip Meier und Iris Hartmann lockten mit ihren Praxisvorführungen, etwa zum Thema Armierung im Lehm-Trockenbau, viele Interessierte an den CLAYTEC Stand.</p>
<div id="attachment_3361" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_gespraeche.jpg"><img class="wp-image-3361" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_gespraeche.jpg" alt="Im Dialog mit Besuchern: MalermeisterPhillip Meier und Supporter Stefan Funkenberg (re.)" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_gespraeche.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_gespraeche-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/zwei_gespraeche-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Im Dialog mit Besuchern: MalermeisterPhillip Meier und Supporter Stefan Funkenberg (re.)</p></div>
<p>Sehr gefragt war bei den Besuchern auch die von den Befestigungsspezialisten WÜRTH gemeinsam mit CLAYTEC entwickelte Broschüre &#8222;Befestigungen im Lehmbau&#8220;. Das positive Feedback der anwesenden Innenausbau-Spezialisten war einhellig: Endlich, so der Tenor, gibt es konkrete, belastbare Angaben zu dem Thema, das nur scheinbar randständig ist, im Alltag aber immer wieder zu Unsicherheiten führte: Wie schwer darf das Bild sein, dass ich aufhängen möchte? Was tun, wenn gar ein schweres Hängeregal seinen Platz an der Lehmwand finden soll? Die WÜRTH-Broschüre zeigt die passenden Lösungen für Praktiker auf und war entsprechend gefragt.</p>
<div id="attachment_3358" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/gespraeche_01.jpg"><img class="wp-image-3358" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/gespraeche_01.jpg" alt="Es gab zahlreiche Beratungsgesprächen zur praktischen Umsetzung konkreter Projekte." width="500" height="303" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/gespraeche_01.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/gespraeche_01-300x182.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/gespraeche_01-768x465.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Es gab zahlreiche Beratungsgespräche zu konkreten Projekten.</p></div>
<p>Durch ihren Schwerpunkt Holz und das Wegfallen anderer Formate hat sich die im Zweijahresrhythmus stattfindende Fachmesse für Holzbau, Ausbau und Trockenbau mehr und mehr auch zum Branchentreff relevanter Akteure des ökologischen und nachhaltigen Bauens entwickelt. Bei der aktuellen Auflage in Köln war die Präsenz der Öko- und Naturbauszene deutlich spürbar. So gab es zusätzlich zu spannenden Begegnungen mit interessierten Verarbeitern und Planern artverwandter Gewerke auch reichlich Gelegenheit zu guten Gesprächen mit langjährigen Wegbegleitern.</p>
<div id="attachment_3357" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/baukraft.jpg"><img class="wp-image-3357" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/baukraft.jpg" alt="Begegnungen mit Wegbegleitern der Ökobau-Szene: Dipl.-Ing. Oliver Ney (Mitte) und Dipl.-Ing. Tanya Mitchell, die Geschäftsführer unserer Kölner Handelspartner Baukraft Naturbaustoffe, im Gespräch mit CLAYTEC Supporter Roland Trotzek." width="500" height="481" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/baukraft.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/baukraft-300x289.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/baukraft-768x739.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Begegnung mit Wegbegleitern der Ökobau-Szene: Dipl.-Ing. Oliver Ney (Mitte) und Dipl.-Ing. Tanya Mitchell, die Geschäftsführer unserer Kölner Handelspartner <a href="http://www.baukraft-naturbaustoffe.de" target="_blank" rel="noopener">Baukraft Naturbaustoffe</a>, im Gespräch mit CLAYTEC Supporter Roland Trotzek.</p></div>
<p>Fazit: In dem Maße wie universell ausgerichtete Großveranstaltungen im Messekalender an Relevanz verlieren, steigt der Bedarf an spezialisierten Branchentreffs wie der DACH+HOLZ. Der konkrete Austausch von Spezialist zu Spezialist in der persönlichen Begegnung dort wird &#8211; insbesondere im Handwerk &#8211; auf absehbare Zeit unersetzbar bleiben.</p>
<div id="attachment_3360" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/schablone_logo.jpg"><img class="wp-image-3360" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/schablone_logo.jpg" alt="Für CLAYTEC war die DACH+HOLZ in diesem Jahr in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn." width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/schablone_logo.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/schablone_logo-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2018/02/schablone_logo-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Für CLAYTEC war die DACH+HOLZ in diesem Jahr in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn.</p></div>
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		<title>Fachwerk ist Sinnstiftung</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 07:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dr. Michael Willhardt, Inhaber einer Kommunikations-Agentur in Duisburg, ist dem Unternehmen Claytec seit vielen Jahren verbunden &#8211; als Kommunikations-Spezialist aber auch als Freund des Firmengründers Peter Breidenbach. Zum Fachwerk-Symposium in Freudenberg zog es ihn auch als interessierten Bauherren: Im thüringischen Ohrdruf restauriert Willhardt derzeit das alte Logierhaus &#8222;Villa Ihler&#8220;, ein historisches Fachwerkgebäude. Nachfolgend sein Clayblog-Gastbeitrag...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/11/fachwerk-ist-sinnstiftung/" title="Read Fachwerk ist Sinnstiftung">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Dr. Michael Willhardt" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2014/02/willhardt.png" alt="Dr. Michael Willhardt" width="113" height="149" /><em>Dr. Michael Willhardt, Inhaber einer Kommunikations-Agentur in Duisburg, ist dem Unternehmen Claytec seit vielen Jahren verbunden &#8211; als Kommunikations-Spezialist aber auch als Freund des Firmengründers Peter Breidenbach. Zum Fachwerk-Symposium in Freudenberg zog es ihn auch als interessierten Bauherren: Im thüringischen Ohrdruf <a href="http://www.clayblog.de/2016/02/ueberraschung-im-puppenhaus/" target="_blank" rel="noopener">restauriert Willhardt derzeit das alte Logierhaus &#8222;Villa Ihler&#8220;</a>, ein historisches Fachwerkgebäude. Nachfolgend sein Clayblog-Gastbeitrag zum Symposium.</em></p>
<p>Das Technikmuseum in Freudenberg war wahrlich ein gelungener Ort für die zweite Veranstaltung der diesjährigen Staffel des Claytec Fachwerksymposiums. In der Nähe der Fachwerk-Altstadt im Siegerland gelegen, fanden die Teilnehmer im Fachwerk-Altbau mit modernem Veranstaltungstrakt einen großen Spielplatz für Männer und für technikbegeisterte Frauen &#8211; inklusive einer schönen Sammlung von Dampfmaschinen, mit denen wir in unserer Jugend so gerne gespielt haben.</p>
<div id="attachment_3342" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01177.jpg"><img class="wp-image-3342" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01177.jpg" alt="Kindheitstraum: historische Dampfmaschine im Technikmuseum" width="500" height="375" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01177.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01177-300x225.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01177-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Kindheitstraum: historische Dampfmaschine im Technikmuseum</p></div>
<p><span id="more-3340"></span>Die Gäste des Symposiums trafen zudem auf Gastgeber und Betreiber, die mit Herzblut für ihr Museum und für den Veranstaltungsort einstehen. Besonders nennen dürfen wir den Hans-Dampf in allen Gassen Herrn Geldsetzer, der Nachtwächter, Fremdenführer und Pyrotechniker von Freudenberg sowie Mädchen für alles am Veranstaltungsort in einer Person ist. Für die Claytec-Veranstaltung war alles aufs Beste vorbereitet, hervorragende Technik im Veranstaltungssaal und eine umsichtige Bewirtung rund um den Tag.</p>
<p>Die 64 Teilnehmer erwartete ein fundiertes Plädoyer für den Fachwerkbau. Claytec konnte den &#8222;Fachwerkpapst&#8220; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Gerner" target="_blank" rel="noopener">Prof. Manfred Gerner </a>auch in dieser Staffel dafür gewinnen, den Eingangsvortrag zu halten. Wir hoffen, ihn nicht zum letzten Mal überredet zu haben, hat er doch seiner Familie versprochen, sich mit seinen 80 Jahren vielleicht doch zur Ruhe zu setzen. Ankündigen dürfen wir an dieser Stelle, dass der Vortrag von Prof. Gerner als Videoclip aufbereitet zur Verfügung gestellt wird.</p>
<div id="attachment_3347" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01200.jpg"><img class="wp-image-3347" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01200.jpg" alt="Herr Geldsetzer, die gute Seele des Technikmuseums Freudenberg" width="500" height="375" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01200.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01200-300x225.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01200-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Herr Geldsetzer, die gute Seele des Technikmuseums Freudenberg</p></div>
<p>Interessant ist eine Zahl, die Prof. Gerner in seinem Vortrag in Freudenberg nannte. Bekannt war, dass wir alleine in Deutschland ca. 2,5 Mio Fachwerkgebäude haben. Die Zahl bekommt jedoch eine ganz anderes Gewicht, wenn wir sie in Relation zum Gesamtbestand aller Gebäude in der Republik setzen: Der Anteil am Bestand beträgt bemerkenswerte 15%. Und weil viele dieser Häuser in einem Dornröschenschlaf auf ihre Wiedererweckung warten, ist das eine Herausforderung für Bauleute und Handwerk. Bei guter Pflege kommen Fachwerkgebäude der Ewigkeit nahe. Die ältesten und noch immer bewohnten und genutzten Gebäude sind 850 Jahre alt. Keine andere Bauweise kann in großer Zahl ähnliches bieten.</p>
<div id="attachment_3343" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01160.jpg"><img class="wp-image-3343" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01160.jpg" alt="Begeisterte durch Kompetenz: &quot;Fachwerkpapst&quot; Prof. Gerner" width="500" height="349" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01160.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01160-300x209.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01160-768x535.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Begeisterte durch Kompetenz: &#8222;Fachwerkpapst&#8220; Prof. Gerner</p></div>
<p>Fachwerkgebäude sind lebendig und sie werden mit den ältesten Baustoffen der Menschheit gebaut, Holz und Lehm passen perfekt zusammen und sie machen viele Veränderungen mit, ohne an Charme zu verlieren. Fachwerkhäuser werden anheimelnd erlebt und das nicht nur, wenn sie gut von innen gedämmt sind. Fachwerkhäuser und ihr artgerechter Erhalt sind ohne engagierte Bauleute nicht denkbar. Entweder liebt man Fachwerk und entscheidet sich bewusst für diese Baukonstruktion &#8211; oder man lässt die Finger davon.</p>
<p>Die meisten Fachwerkhäuser werden heute gezielt von Käufern erworben, weil sie die besondere Atmosphäre und Lebendigkeit, das menschliche Maß dieser Gebäude schätzen. Und weil die Objekte oft auf Grund ihrer langen Geschichte an besonderen Orten mitten im Dorf, in der Stadt oder in der Landschaft eingebettet liegen. Die heute meist neuen Eigentümer &#8211; die Sanierung eines geerbten Hauses dürfte eher selten sein &#8211; “leben” das Haus in doppelter Weise, weil sie bereits bei der Sanierung viel Liebe ins Detail stecken und damit für die Familie und ihre Gäste einen Wohlfühlort schaffen, von dem alle nach Fertigstellung begeistert sind.</p>
<div id="attachment_3348" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01157.jpg"><img class="wp-image-3348" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01157.jpg" alt="Aufmerksam folgte ein wissbegieriges Auditorium den Vorträgen der Referenten" width="500" height="302" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01157.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01157-300x181.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01157-768x463.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Aufmerksam folgte ein wissbegieriges Auditorium den Vorträgen der Referenten</p></div>
<p>Weil die heutigen Nutzer von Fachwerkgebäuden Überzeugungstäter sind und mit ihrer Entscheidung wissen, dass sie viel Lebenszeit in ihr Ambiente stecken werden, ist es auch eine Lebensaufgabe. So gesehen sind sie die Avantgarde einer zukunftsfähigen Gesellschaft, die ihren Lebenssinn nicht allein im Gelderwerb und im Konsum von Waren sieht. Einen nennenswerten Teil seiner Lebenszeit darauf zu verwenden, die vielen Schätze, die wir haben, zu erhalten und zu nutzen, das gibt Sinn und das ist praktizierte Nachhaltigkeit. Dafür gibt der Veranstaltungsort Technikmuseum ein beredtes Beispiel, weil hier engagierte Vereinsmitglieder neben ihrem Beruf oder als Ruheständler das Museum betreiben. Ohne dieses Engagement wäre die Existenz dieses schönen Reliktes nicht möglich.</p>
<p><strong>Fundiertes Fachwerk</strong></p>
<p>Der Vortrag von Prof. Gerner beschrieb die globale Vielfalt und Schönheit des Fachwerkbaus in einer Dichte, die nur zustande kommen kann, wenn ein gelernter Zimmermann aus einer Zimmermannsdynastie sich auch als späterer Architekt mehr als sechs Jahrzehnte diesem Thema mit Enthusiasmus widmet. Sein Wissen ist ein zukunftsweisendes Fundament.<br />
Gleichzeitig gibt es neben diesem Wissen und der Expertise über Bestand auch systematisierte Verfahren zur Bauphysik, sodass niemand sich allein auf Tradition und praktische Erfahrung stützen muss. Nicht zuletzt, und dafür steht Claytec mit seinem Namen und seiner Unternehmenstradition, sind heute Lehmbaustoffe in einer Qualität verfügbar, wie niemals zuvor. Davon künden die beiden anderen Schwerpunkte des Tages.</p>
<p><strong> WTA</strong></p>
<p>Der Vortrag <em>Bautechnik und Bauphysik des Fachwerkhauses</em> von <a href="http://www.tha-essmann.de/index.php/qualifikation.html" target="_blank" rel="noopener">Frank Eßmann</a> widmete sich Fragestellungen, die bei der Instandsetzung und Sanierung von Fachwerkgebäuden auftreten, auch hinsichtlich der heute einzuhaltenden Regeln (etwa beim Brandschutz) bzw. dem aktuellen Stand der Technik. Die <a href="http://wta-international.org/" target="_blank" rel="noopener">Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V.‚ München</a> (WTA) hat bislang allein 14 so genannte WTA-Merkblätter zur Fachwerksanierung heraus gegeben, in denen der Stand des Wissens systematisch festgehalten ist. Diese stellte Frank Eßmann den Teilnehmern trotz der technischen Trockenheit der Materie kurzweilig anhand von Praxisbeispielen vor. Nie zuvor stand mehr gesichertes Wissen im weiten Bogen zwischen Schlagregen über Brandschutz und Materialkunde bis hin zur Innendämmung zur Verfügung. Das gibt den Bauleuten Sicherheit, um Fachwerk hervorragend und sachgerecht zu sanieren aber auch die Handhabe, um die heutigen Anforderungen an modernes Wohnen zu realisieren. Vorbei sind die Zeiten, wo wir mit vielen Menschen auf kleiner Fläche in zugigen Wohnungen wohnen mussten (auch wenn bei dieser Entwicklung die individuell genutzte Fläche heute vielleicht etwas groß geraten ist).</p>
<p><strong>Perfekte Baustoffe</strong></p>
<p>Nicht zuletzt macht eine dritte Tatsache die Sanierung, den Erhalt und die Weiterentwicklung von Fachwerk heute so perfekt möglich, wie nie zuvor. Ulrich Röhlen, technischer Leiter des Hauses Claytec und Spiritus Rector des Symposium Fachwerk, stellte Lehmbaustoffe und Techniken für Fachwerkhäuser vor. Die ältesten Lehmausfachungen‚ die durch das Handwerksuntemehmen <em>Lehmbau Peter Breidenbach</em> instand gesetzt wurden, waren mehr als 700 Jahre alt. Auch moderne Restaurierungen mit Lehm haben sich seit vielen Jahren bewährt. Dies gilt für die Ausfachungen mit Fachwerk-Lehmsteinen nach DlN ebenso wie für Kalk-Außenputze, die in der schwierigen Anwendung des bewitterten Sichtfachwerks ihre Eignung seit Jahrzehnten unter Beweis stellen. Aus einfachen Strohlehm-lnnenputzen wurden wirksame und fehIertolerante Innendämmsysteme entwickelt. Lehmputze und Oberflächen schaffen authentische Räume. Auch die Bestandserhaltung historischer Lehmbauteile ist heute kein Problem mehr. Ulrich Röhlen, gemeinsam mit Prof. Ziegert auch Verfasser des Grundlagenwerkes “Lehmbau-Praxis”, bot einen kompakten Überblick zu modernen Lehmbausystemen und Anwendungen für die Fachwerkrestaurierung heute. Da Claytec alle Baustoffe herstellt und vertreibt, die für die sachgerechte Sanierung oder den Umbau erforderlich sind, konnte die Dramaturgie des Vortrages von der Dreiecksleiste bis zum YOSIMA Lehmdesign-Oberflächenfinish folgen.</p>
<p><strong>Werktisch</strong></p>
<p>Nach der Mittagspause mit üppigem Buffet ging es in die Praxis. Im Werkraum des Museums im ersten Obergeschoss wurden die wichtigsten Arbeitsgänge der Fachwerkrestaurierung mit Lehm gezeigt. Auf dem WERKTISCH wurden historische und neue Lehmbaustoffe für das Fachwerk sorgfältig und liebevoll präsentiert &#8211; Baustoffkunde zum Anfassen. Claytec Veranstaltungen genießen in Fachkreisen einen herausragenden Ruf, weil es neben Theorie und Materialkunde stets einen anschaulichen praktischen Teil gibt, in Freudenberg vorgeführt durch Handwerker- und Architekten-Supporter Stefan Funkenberg, unterstützt von seinem Claytec-Kollegen Phillip Meier.</p>
<div id="attachment_3344" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01241.jpg"><img class="wp-image-3344" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01241.jpg" alt="Praxisteil mit Claytec Supporter Stefan Funkenberg" width="500" height="313" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01241.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01241-300x188.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01241-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Praxisteil mit Claytec Supporter Stefan Funkenberg</p></div>
<p><strong>Fachwerkstadt Freudenberg<br />
</strong><br />
Dass die Teilnehmer in jeder Hinsicht gut aufgehoben und am richtigen Ort waren, zeigte sich schon vor der Mittagspause. Nachdem ein Referent für den Nachmittag wegen Krankheit kurzfristig abgesagt hatte, wurde ohne zu zögern das Programm umgebaut. So kamen die Teilnehmer zu einem ungeplanten aber um so spannenderen weiteren Höhepunkt.  Der schon genannte Hans Dampf in allen Gassen Herr Geldsetzer führte die Teilnehmer gemeinsam mit Ulrich Röhlen auf den Schieferberg. Von diesem wunderbaren Aussichtspunkt aus bietet die Fachwerkstadt Freudenberg hervorragendes Anschauungsmaterial zum Thema. Hier hat man einen großartigen Überblick über die Altstadt mit ihrem weißen Gefachen und das heute praktisch bei allen Fassaden frei gelegte Fachwerk.</p>
<div id="attachment_3346" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01231.jpg"><img class="wp-image-3346" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01231.jpg" alt="Ulrich Röhlen (vorne) mit den Seminarteilnehmern auf dem Weg zum Schieferberg" width="500" height="318" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01231.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01231-300x191.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC01231-768x488.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Ulrich Röhlen (vorne) mit den Seminarteilnehmern auf dem Weg zum Schieferberg</p></div>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Auf dem heutigen Stand des Wissens und dank gesicherter und standardisierter Techniken sowie nicht zuletzt mit den ausgereiften modernen Lehmbaustoffen von Claytec kann die Gemeinde der Fachwerkliebhaber weiter wachsen. Die meisten der früher vor allem von Architekten vorgebrachten bauphysikalischen Bedenken konnten entkräftet werden, und so können noch mehr Bauleute, die sich nach einer sinnstiftenden Aufgabe sehnen, gemeinsam mit dem Handwerk Schätze bergen und zu neuem Leben erwecken. Heute können wir das Wissen unserer Vorfahren mit den Ansprüchen von heute in Einklang bringen. Die Probleme eindringender Feuchtigkeit sind ebenso lösbar, wie wir sichere Maßgaben für den Einbau von Innendämmungen im Fachwerk zur Verfügung haben. Zudem stehen uns in unserer heutigen Wissensgesellschaft und mit der vorhandenen Logistik adäquate Baustoffe jederzeit und überall zur Verfügung. Wissen plus Verfügbarkeit der richtigen Baumaterialien machen es heute in jedem Fall möglich, sachgerecht zu sanieren.</p>
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		<title>Bauherr trifft Architektin – nach mehr als 20 Jahren</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 09:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal bekommt eine Story im Verlauf der Recherche einen ganz neuen Dreh. Eigentlich sah im Sommer dieses Jahres, 2017, alles lediglich nach einer guten Gelegenheit aus, das erfolgreiche fachliche Zusammenwirken unterschiedlicher Spezialisten zur Lösung eines denkmalpflegerischen Problems zu dokumentieren. Am Ende wurde es auch die Geschichte eines Wiedersehens nach über 20 Jahren. 1992 war bei...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/11/bauherr-trifft-architektin-nach-mehr-als-20-jahren/" title="Read Bauherr trifft Architektin – nach mehr als 20 Jahren">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal bekommt eine Story im Verlauf der Recherche einen ganz neuen Dreh. Eigentlich sah im Sommer dieses Jahres, 2017, alles lediglich nach einer guten Gelegenheit aus, das erfolgreiche fachliche Zusammenwirken unterschiedlicher Spezialisten zur Lösung eines denkmalpflegerischen Problems zu dokumentieren. Am Ende wurde es auch die Geschichte eines Wiedersehens nach über 20 Jahren.</strong></p>
<div id="attachment_3323" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/kuhlenhof_leusch.jpg"><img class="wp-image-3323" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/kuhlenhof_leusch.jpg" alt="Historisches Kleinod - der Kuhlenhof in Korschenbroich" width="500" height="375" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/kuhlenhof_leusch.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/kuhlenhof_leusch-300x225.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/kuhlenhof_leusch-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Historisches Kleinod &#8211; der Kuhlenhof in Korschenbroich</p></div>
<p><span id="more-3322"></span>1992 war bei Restaurierungsarbeiten im historischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuhlenhof_(Korschenbroich)" target="_blank" rel="noopener">Kuhlenhof</a> in Korschenbroich am Niederrhein ein bis dahin nicht bekanntes Boden-Mosaik aus Rheinkiesel (Kiesel im Lehmbett) zum Vorschein gekommen. Darin eingefügt: die Jahreszahl 1571 sowie das aus Schieferplatten gefertigte Wappen des Erbauers Werner von Dülken. Dieser Kieselboden war seinerzeit aufwändig restauriert worden und befand sich seitdem in regelmäßiger Nutzung. Durch alltägliches Betreten kam es im Laufe der Jahre dazu, dass sich einzelne Steine lösten. Um diese Gebrauchsspuren dauerhaft zu reparieren wandte sich Bauherr Reiner Leusch an die Spezialisten vom <a href="http://www.baltes-wegberg.de/" target="_blank" rel="noopener">Baufachhandel Baltes</a> in Wegberg und initiierte damit eine beispielhafte Kooperation ganz unterschiedlicher Spezialisten aus Baustoffhandel, -produktion und -verarbeitung. Gemeinsam entwickelte man eine innovative Problemlösung, die schließlich zu einem rundweg zufriedenstellenden Ergebnis führte.</p>
<p><strong>Beispielhafte Zusammenarbeit der Spezialisten</strong></p>
<p>Wohl wissend um dessen langjährige Erfahrung mit dem Baustoff Lehm in der Denkmalpflege trug Baltes-Mitarbeiter Markus Finken die Problematik zunächst CLAYTEC-Inhaber <a href="http://www.claytec.de/unternehmen/unternehmensgeschichte.html" target="_blank" rel="noopener">Peter Breidenbach</a> vor. Auch weil er wusste, dass dieser schon auf der Ursprungsbaustelle mit allen Lehmbauarbeiten des anspruchsvollen Bauvorhabens betraut war. Später erst wurde aus dem Lehmbau-Fachbetrieb &#8222;Lehmbau Breidenbach&#8220; der Lehmbaustoff-Hersteller CLAYTEC. Breidenbach empfahl, zur Ausbesserung des Kiesel-Lehmbodens einen geschmeidigen Mörtel aus Claytec-Lehmkleber und kaltgepresstem Leinöl anzumengen. Dieser Empfehlung folgend kontaktierte Markus Finken daraufhin Markus Brühl vom Leinöl-Produzenten <a href="http://www.leinoelpro.de/" target="_blank" rel="noopener">leinölpro</a>, der seinerseits praktische und fachliche Ratschläge zur Verwendung „seines“ Materials zusammen mit Lehm ergänzte.</p>
<div id="attachment_3326" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/reparatur.jpg"><img class="wp-image-3326" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/reparatur.jpg" alt="Detail Kiesel-Mosaik: erfolgreiche Reparatur nach Anleitung" width="500" height="375" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/reparatur.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/reparatur-300x225.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/reparatur-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Detail Kiesel-Mosaik: Reparatur nach Anleitung&#8230;</p></div>
<p>Gemäß Peter Breidenbachs Rezeptvorschlag entstand schließlich dieses Lehm-Leinöl-Gemisch: 40 % Claytec-Lehmkleber zu 60 % Wasser, das mit rohem, kaltgepresstem Leinöl mit ca. 5 % Volumenanteil des Lehmanteils versetzt wurde. Kieselsteine derselben Art, wie sie im Jahrhunderte alten Bodenmosaik verwendet worden waren, sammelte Hofeigentümer Rainer Leusch persönlich am Rheinufer bei Zons auf. Den Tipp hatte er bereits anlässlich der ursprünglichen Restaurierung bekommen – von einer Akteurin, die im weiteren Verlauf dieses Berichtes noch vorgestellt werden wird. Die Kiesel setzte er entsprechend des umgebenden Musters in die eingetragene Lehm-Spachtelmasse ein. Nach einigem Experimentieren mit den Leinölfarben von leinölpro fand Leusch schließlich einen Farbton, der ganz nah am Original lag. Nachdem die derart ausgebesserten Stellen damit endbehandelt waren, ergab sich ein harmonisches Gesamtbild, sodass Leusch den zunächst angedachten Plan zur Komplettfärbung des gesamten Bodens wieder verwarf. Denn, so der zufriedene Bauherr und Restaurator am Schluss seiner Dokumentation des Sanierungsprojekts: „Das Ergebnis war sowohl im Detail als auch in der Gesamtfläche absolut zufriedenstellend.“</p>
<div id="attachment_3333" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_komplett.jpg"><img class="wp-image-3333" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_komplett.jpg" alt="...erfolgreich!" width="500" height="375" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_komplett.jpg 800w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_komplett-300x225.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_komplett-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">&#8230;gelungen!</p></div>
<p>Wie eingangs erwähnt: So hatte eine schöne, runde Geschichte einen erfreulichen Abschluss gefunden. Dieses erfolgreiche Zusammenspiel unterschiedlicher Spezialisten wollte nun nur noch dokumentiert werden. Also nichts wie ran und fix einen Termin gemacht, um alle Beteiligten vor Ort auf ein gemeinsames Foto zu bringen. Das aber erwies sich in der Folge als ungeahnt schwierig. Beim Hausbesitzer-Ehepaar stand eine Urlaubsreise an, dann war der leinölpro-Mann verhindert und schließlich hatte auch Claytec-Inhaber Peter Breidenbach Reisepläne, kurzum: Ein gemeinsamer Termin mit Allen war partout nicht hinzubekommen. Peter Breidenbach war es schließlich, der entschied: „Bevor ihr den Termin immer weiter verschiebt, verabredet euch bitte ohne mich. Und ruf bitte unbedingt auch meine Mutter an, das Thema dürfte sie sehr interessieren. Schließlich hat sie seinerzeit das Bauvorhaben als verantwortliche Architektin begleitet.“</p>
<p><strong>Unermüdlich im Einsatz: Architektin Inge Breidenbach</strong></p>
<p>Inge Breidenbach ist in ihren Achtzigern und verschwendet doch nicht einen Gedanken an einen möglichen Ruhestand, im Gegenteil: Auch heute noch, nach über 50 Berufsjahren als Architektin ist sie im unermüdlichen Einsatz für Denkmalpflege und historisch authentisches Bauen. Bei der Restaurierung des Kuhlenhofes war Anfang der 1990er-Jahre ihr ganzes Fachwissen gefragt. Sie war es auch, die damals schon den Bauherren Reiner Leusch zum Kieselsteine sammeln an den Rhein schickte. Denn ihr war klar: Kiesel in dieser charakteristisch flach geschliffenen Form, wie sie im Mosaik verwendet waren „die finden Sie in keiner Kiesgrube.“ Als ich ihr von meinen Besuchsplänen für den Kuhlenhof berichte, zeigt sie sich hoch erfreut.</p>
<div id="attachment_3327" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/besucher_mai.jpg"><img class="wp-image-3327" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/besucher_mai.jpg" alt="Treffen in Korschenbroich: Waltraud und Reiner Leusch (li.), Architektin Inge Breidenbach (Mitte) mit Begleiterin, Architekt Olaf Paproth" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/besucher_mai.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/besucher_mai-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/besucher_mai-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Treffen in Korschenbroich: Waltraud und Reiner Leusch (li.), Architektin<br /> Inge Breidenbach (Mitte) mit Begleiterin, Architekt Olaf Paproth</p></div>
<p>Die Freude ist durchaus beidseitig. Hausbesitzer Reiner Leusch ist in den Jahren der Instandsetzung seines historischen Kleinods zum Experten für Denkmalpflege und Baugeschichte geworden. Er hat zwischenzeitlich sogar ein Buch veröffentlicht, in dem er die Ergebnisse umfangreicher Recherchen zur 400-jährigen Geschichte des Kuhlenhofs und seiner Bewohner präsentiert. Leusch ist begeistert, als ich ihm vorschlage, „seine“ damalige Architektin Inge Breidenbach mitzubringen. Im historischen Fachwerkhof veranstaltet er regelmäßig Führungen, in denen er sein mit den Jahren erworbenes historisches Wissen mit interessierten Besuchern teilt. Und doch sagt er jetzt: „Aber wenn Sie die Frau Breidenbach mitbringen, wird die ihnen den Kuhlenhof noch viel besser erklären können als ich.“</p>
<p>Am Ende war unsere kleine Besuchergruppe ganz anders zusammengesetzt als ursprünglich geplant: Peter Breidenbach weilte in Österreich, Markus Brühl von leinölpro war leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Markus Finken kam in Begleitung des Architekten Olaf Paproth (<a href="http://olaf-paproth.com/" target="_blank" rel="noopener">Die Lehmbau-FAQs</a>), meine Lebensgefährtin und ich hatten Inge Breidenbach abgeholt, die sich mit umfangreichen Original-Unterlagen zum einstigen Bauvorhaben „bewaffnet“ hatte. Die Eheleute Leusch empfingen uns herzlich. Reiner Leusch war bald in seinem Element und begann seinen Vortrag mit der Geschichte von Hochzeit und Hauskauf in den späten 1980er-Jahren.</p>
<div id="attachment_3328" style="width: 291px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_begutachten_mai.jpg"><img class="wp-image-3328" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_begutachten_mai.jpg" alt="Gemeinsame Begutachtung des Rheinkiesel-Mosaiks. Hinten: Markus Finken vom Baufachhandel Baltes" width="281" height="500" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_begutachten_mai.jpg 562w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_begutachten_mai-169x300.jpg 169w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/boden_begutachten_mai-300x534.jpg 300w" sizes="(max-width: 281px) 100vw, 281px" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsame Begutachtung des Rheinkiesel-Mosaiks.<br /> Hinten: Markus Finken vom Baufachhandel Baltes</p></div>
<p>Als der Hausherr von den Ursprüngen der ehemaligen Vogtei der Freiherren zu Myllendonk berichtete, fühlte man sich in der Zeit zurückversetzt. Seine Erläuterungen zum repräsentativ überkragenden Obergeschoss und der Vier-Gebinde-Konstruktion ließen in den Köpfen der Zuhörer das Bild einer belebten Baustelle im 16, Jahrhundert entstehen. Nun sahen wir sie förmlich vor uns, die Ochsen, die eingespannt wurden, um die fertig gezimmerten Holzständerwände aufzurichten. Eine Besonderheit sind die vier Kaminzüge im Haus. Das Obergeschoss niederrheinischer Hofanlagen diente für gewöhnlich ausschließlich als Lagerraum. Im Kuhlenhof wurden sowohl Erd- als auch Obergeschoss für Wohnzwecke genutzt, sodass hier beide Etagen beheizt werden mussten.</p>
<div id="attachment_3329" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/unterlagen_mai.jpg"><img class="wp-image-3329" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/unterlagen_mai.jpg" alt="Die Architektin hatte zahlreiche Originalunterlagen zum Bauvorhaben mitgebracht" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/unterlagen_mai.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/unterlagen_mai-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/unterlagen_mai-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Architektin hatte zahlreiche Originalunterlagen zum Bauvorhaben mitgebracht</p></div>
<p>Besonders aufmerksam verfolgte Inge Breidenbach die Ausführungen Leuschs. Schließlich spielten sich beide die sprichwörtlichen Bälle zu. Insbesondere zu ihrer damaligen Entdeckung, dem spektakulären Kieselmosaik wusste die Architektin spannende Details zu berichten. Wie sie seinerzeit durch das abrupte Ende der säulenförmigen Konsolen zu dem Schluss kam: „Die hören niemals so auf, die müssen noch ein gutes Stück weiter gehen.“ Beobachtung und Schlussfolgerung bestätigten sich später durch die Entdeckung des einen halben Meter tiefer liegenden ursprünglichen Rheinkiesel-Fußbodens. Der wurde schließlich quadratmeterweise freigelegt.</p>
<div id="attachment_3330" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/artefakte_mai.jpg"><img class="wp-image-3330" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/artefakte_mai.jpg" alt="Konserviert im Jahrhunderte alten Kellerboden: historische Artefakte und Alltagsgegenstände" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/artefakte_mai.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/artefakte_mai-300x169.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/artefakte_mai-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Konserviert im Jahrhunderte alten Kellerboden:<br /> historische Artefakte und Alltagsgegenstände</p></div>
<p>Das beispielhaft gute Zusammenspiel und das im Verlauf eines komplexen Bauvorhabens stetig gewachsene gegenseitige Verständnis und Vertrauen von Bauherrschaft und Architektin hat im Fall des Kuhlenhofes zu einem besonders glücklichem Ergebnis geführt: Vorgefundene Zeitzeugnisse unterschiedlicher Bauzustände verschiedener Epochen blieben erhalten, und so wurde das Haus gewissermaßen zu einem Kalender der bautechnischen Entwicklung durch die Jahrhunderte. Besonders eindrucksvoll auch die historischen Artefakte und Alltagsgegenstände, die Rainer Leusch heute in Vitrinen und Regalen den Besuchern präsentiert. Die waren ursprünglich nichts als Scherben und Schutt, konserviert im über Jahrhunderte aufgehäuften Staub auf dem Boden des einstigen Kartoffelkellers. Heute zeugen die gereinigten Perlen, Münzen und Messer sowie zahlreiche &#8211; teils in akribischer Kleinarbeit neu zusammengefügten &#8211; Keramikgefäße und Pfeifenköpfe vom Leben vieler Generationen. Nicht nur die Architektin Inge Breidenbach zeigte sich erfreut über diese Würdigung der historischen Fundstücke.</p>
<p>Fotos:<br />
1, 2, 3 &#8211; Reiner Leusch<br />
4, 5, 6, 7 &#8211; Dieter Mai</p>
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		<title>Die Latzhosen-Ära ist perdu – 25 Jahre Dachverband Lehm</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Nov 2017 08:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Der Dachverband Lehm ist erwachsen geworden. Die Latzhosen-Ära ist endgültig perdu.“ – so fasst Dr. Michael Willhardt sein Erleben eines denkwürdigen Wochenendes zusammen. Willhardt, PR-Spezialist aus Duisburg und selbst Mitglied in der deutschen Lehmbau-Institution, war wie zahlreiche Lehmbau-Freunde Ende Oktober nach Dresden gereist, um im Rahmen der alljährlichen Mitgliederversammlung gemeinsam auch das 25-jährige Bestehen des...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/11/die-latzhosen-aera-ist-perdu-25-jahre-dachverband-lehm/" title="Read Die Latzhosen-Ära ist perdu – 25 Jahre Dachverband Lehm">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Dachverband Lehm ist erwachsen geworden. Die Latzhosen-Ära ist endgültig perdu.“ – so fasst Dr. Michael Willhardt sein Erleben eines denkwürdigen Wochenendes zusammen. Willhardt, PR-Spezialist aus Duisburg und selbst Mitglied in <strong>der</strong> deutschen Lehmbau-Institution, war wie zahlreiche Lehmbau-Freunde Ende Oktober nach Dresden gereist, um im Rahmen der alljährlichen Mitgliederversammlung gemeinsam auch das 25-jährige Bestehen des Verbandes zu feiern.</p>
<div id="attachment_3309" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010783_Schloss.jpg"><img class="wp-image-3309" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010783_Schloss.jpg" alt="Besondere Location zum besonderen Anlass: das Lingnerschloss im Elbtal" width="500" height="323" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010783_Schloss.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010783_Schloss-300x194.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010783_Schloss-768x497.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Besondere Location zum besonderen Anlass: das Lingnerschloss im Elbtal</p></div>
<p><span id="more-3308"></span>Zum besonderen Jubiläum hatten die Organisatoren eine standesgemäße Location gewählt: Das <a href="http://www.lingnerschloss.de/" target="_blank" rel="noopener">Lingnerschloss</a>, in exponierter Lage an zentraler Stelle des vorübergehenden Weltkulturerbes Dresdner Elbtal gelegen, bot das adäquat-gediegene Ambiente für die Zusammenkunft einer illustren Schar verdienstvoller Lehmbau-Koryphäen und engagierter „nachrückender“ Lehmbau-Enthusiasten.</p>
<div id="attachment_3310" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010719_Umtrunk.jpg"><img class="wp-image-3310" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010719_Umtrunk.jpg" alt="Hatten Grund zum Feiern: Gastgeber Michael Weser – Lehmwerkstatt (li.), Ulrich Röhlen – Claytec, Uta Herz – FAL e.V." width="500" height="325" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010719_Umtrunk.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010719_Umtrunk-300x195.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010719_Umtrunk-768x499.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Hatten Grund zum Feiern: Gastgeber Michael Weser – Lehmwerkstatt (li.), Ulrich Röhlen – Claytec, Uta Herz – FAL e.V.</p></div>
<p>Stellvertretend für die erste Gruppe seien Uta Herz vom <a href="http://fal-ev.de/" target="_blank" rel="noopener">FAL e.V.</a> oder auch der DVL-Ehrenvorsitzende <a href="http://www.uni-weimar.de/architektur/oekologisches_bauen/03_kontakt/03_mitarbeiter_schroeder_de.htm" target="_blank" rel="noopener">Horst Schröder</a> genannt. Zwar nicht persönlich anwesend aber doch allzeit präsent: die Magdeburger Architektin <a href="http://schreckenbach.info/" target="_blank" rel="noopener">Hannah Schreckenbach, </a>die auch als Mittachtzigerin noch wertvolle Verbandsarbeit leistet. In der Festrede widmete ihr die Verbandsvorsitzende Constanze Küsel das Eröffnungszitat und dankte ihr für die Erstellung der 25-Jahre-Chronik.</p>
<div id="attachment_3311" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010762_Gruppenfoto.jpg"><img class="wp-image-3311" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010762_Gruppenfoto.jpg" alt="Gruppenbild: Gründergeneration und „nachrückende“ Lehmbau-Enthusiasten" width="500" height="290" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010762_Gruppenfoto.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010762_Gruppenfoto-300x174.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010762_Gruppenfoto-768x445.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Gruppenbild: Gründergeneration und „nachrückende“ Lehmbau-Enthusiasten</p></div>
<p>Festrednerin Dr. Constanze Küsel selbst zählt ebenso wie ihre Vorstandskollegen Prof. Dr.-Ing. Christof Ziegert und Dipl.-Ing. Stephan Jörchel zu den ideellen Erben jener Gründergeneration, die vor nunmehr einem Vierteljahrhundert den Lehmbau aus seinem Dornröschenschlaf wiedererweckte. Der Berliner Architekt Christoph Ziegert genießt nicht nur in Fach- und Kollegenkreisen einen ausgezeichneten Ruf und wirkt auch durch seine Beteiligung in diversen DIN Gremien als wertvoller Multiplikator für die Lehmbau-Sache.</p>
<div id="attachment_3312" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010777_EPD.jpg"><img class="wp-image-3312" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010777_EPD.jpg" alt="Horst Schröder (li). und Manfred Lemke stellten ihr EPD-Projekt vor. Rechts Prof. Dr.-Ing. Christof Ziegert" width="500" height="266" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010777_EPD.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010777_EPD-300x159.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010777_EPD-768x408.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Horst Schröder (li). und Manfred Lemke stellten ihr EPD-Projekt vor. Rechts Prof. Dr.-Ing. Christof Ziegert</p></div>
<p>Neben dem Feiern wurde aber auch handfeste Verbandsarbeit gemacht. So stellten etwa Dr. Horst Schroeder und Manfred Lemke ein durch sie bearbeitetes Projekt vor, das eine wichtige Lücke schließt: Sie entwickeln den Rahmen für verbindliche Ökobilanzierungen und Umweltproduktdeklarationen (UPD) für Lehmbaustoffe. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Bald wird die Umwelt- und Ressourcenschonung beim Einsatz von Lehmbaustoffen hieb- und stichfest belegbar sein.</p>
<div id="attachment_3313" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010839_Farben.jpg"><img class="wp-image-3313" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010839_Farben.jpg" alt="In der Naturfarbenwerkstatt" width="500" height="306" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010839_Farben.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010839_Farben-300x183.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010839_Farben-768x469.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">In der Naturfarbenwerkstatt</p></div>
<p>Keine Jahrestagung ohne Exkursionen: Auch hier konnte das Veranstalter-Team um Stefan Jörchel, passend zum besonderen Anlass, mit einem Highlight aufwarten: Vor dem abschließenden, alle Sinne anregenden Besuch in der <a href="http://www.naturfarbenwerkstatt.de/" target="_blank" rel="noopener">Naturfarbenwerkstatt </a>von Farbdesignerin Anka Böthig fanden sich die Tagungsteilnehmer unversehens inmitten hochkarätiger Zeitzeugnisse der bildenden Kunst wieder. Die <a href="http://www.galerie-hieronymus.de/" target="_blank" rel="noopener">Galerie Hieronymus</a> stand in erster Linie als Musterbeispiel eines Fachwerk-Neubaus auf dem Exkursions-Programm. Dass sie dort mit der eigens um einen Tag verlängerten Ausstellung früher Werke des in diesem Jahr verstorbenen großen Malers A.R. Penck überrascht wurden, sorgte für Begeisterung bei den Tagungsteilnehmern.</p>
<div id="attachment_3314" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010797_Galerie.jpg"><img class="wp-image-3314" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010797_Galerie.jpg" alt="Highlight zum Schluss: Ausstellung A.R. Penck" width="500" height="307" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010797_Galerie.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010797_Galerie-300x184.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/P1010797_Galerie-768x471.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Highlight zum Schluss: Ausstellung A.R. Penck</p></div>
<p><em>Fotos: DVL / Willhardt</em></p>
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		<title>Bauen für die Ewigkeit &#8211; ein Besuch im Benediktinerkloster Reichenstein</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 07:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Chance, die sich voraussichtlich in den nächsten 300 Jahren nicht wieder ergeben wird, würden wohl die meisten ergreifen. Als wir davon erfuhren, dass eine der derzeit interessantesten Lehm-Baustellen bald nicht mehr für jedermann zugänglich sein würde, war deshalb nicht nur für mich, sondern auch für Claytec-Inhaber Peter Breidenbach sowie die Kollegen Hartwig Ballis und...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/11/bauen-fuer-die-ewigkeit-ein-besuch-im-benediktinerkloster-reichenstein/" title="Read Bauen für die Ewigkeit &#8211; ein Besuch im Benediktinerkloster Reichenstein">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Chance, die sich voraussichtlich in den nächsten 300 Jahren nicht wieder ergeben wird, würden wohl die meisten ergreifen. Als wir davon erfuhren, dass eine der derzeit interessantesten Lehm-Baustellen bald nicht mehr für jedermann zugänglich sein würde, war deshalb nicht nur für mich, sondern auch für Claytec-Inhaber Peter Breidenbach sowie die Kollegen Hartwig Ballis und Iris Hartmann klar: Das mussten wir uns anschauen.</p>
<div id="attachment_3295" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02098_portal_1000.jpg"><img class="wp-image-3295" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02098_portal_1000.jpg" alt="Da war das Tor noch offen: Portal zum Kloster Reichenstein" width="500" height="272" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02098_portal_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02098_portal_1000-300x163.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02098_portal_1000-768x417.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Da war das Tor noch offen: Portal zum Kloster Reichenstein</p></div>
<p><span id="more-3294"></span>„Das“ ist das <a href="http://www.kloster-reichenstein.de/" target="_blank" rel="noopener">Benediktinerkloster Reichenstein</a> in der Eifel. Kurz nach unserem Besuch  ist es nach über 200 Jahren Unterbrechung im Oktober 2017 erstmals wieder als Kloster eingesegnet worden. War die Klosterbaustelle zuvor für Touristen, Wanderer und Interessierte frei zugänglich, schlossen sich mit der Klostersegnung die Pforten für Außenstehende.  Wenige Tage vor dem Einweihungstermin nahm also unsere kleine Claytec-Delegation den Bau ein letztes Mal in Augenschein, bevor sich die Tore für die nächsten Jahre verschlossen.</p>
<p><strong>Beten und Arbeiten</strong></p>
<p>Der streng geregelte Tagesablauf des Klosterlebens ist nicht jedermanns Sache. Würden Sie gerne morgens um halb fünf aufstehen &#8211; jeden Tag? Zum Ausgleich dürften Sie sich bereits gegen 20 Uhr allmählich wieder  zur Ruhe begeben, und um 21 Uhr würde das Licht ausgemacht. Schließlich ginge es ja am nächsten Tag wieder früh raus. In der Zwischenzeit stünden mindestens 6 Stunden Gebet und Gottesdienst in lateinischer Sprache an, der verbleibende Rest des Tages wäre der Arbeit und der Aufnahme der Mahlzeiten gewidmet. Was für die meisten von uns schwer vorstellbar ist, bedeutet für Andere den höchsten Grad der Verwirklichung ihres Glaubens. Der hier grob umrissene Stundenplan bildet das Grundgerüst des Lebens wie es die traditionalistischen Benediktiner-Mönche führen, die ab sofort das ehemalige Prämonstratenserkloster im Monschauer Vorort Kalterherberg bewohnen werden.</p>
<div id="attachment_3300" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02050_benediktiner_1000.jpg"><img class="wp-image-3300" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02050_benediktiner_1000.jpg" alt="Der Tagesablauf der Benediktinermönche folgt strengen Regeln" width="500" height="270" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02050_benediktiner_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02050_benediktiner_1000-300x162.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02050_benediktiner_1000-768x415.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Der Tagesablauf der Benediktinermönche folgt strengen Regeln</p></div>
<p>Bei unserer Ankunft steht draußen, außerhalb der Klosternmauern, ein schlichtes aber geräumiges weißes Festzelt, wie man es von Stadt- oder Schützenfesten kennt. Hier werden in einigen Tagen, am  Samstag, dem 14. Oktober 2017, die Feierlichkeiten zur Einweihung des neuen Klosters stattfinden. Als solches wurde das weiträumige Gebäudeensemble in den letzten 200 Jahren nicht mehr genutzt.  Nach über sechsjährigen Bauarbeiten ist die Restaurierung des Klosters zwar bei Weitem noch nicht abgeschlossen, die Wiederbelebung steht dennoch bereits jetzt auf dem Plan. Damit soll, so der Wunsch der Benediktinermönche,  das Jubiläum der 100sten Wiederkehr der Marienerscheinung von Fátima gewürdigt werden. Fünf Brüder aus dem französischen Stammhaus, dem Kloster <em>Unserer Lieben Frau von Bellaigue</em> in der Auvergne, sind bereits vor Ort. Ihr Orden erwarb 2008 die Klosteranlage in der Eifel, um auch in Deutschland eine Niederlassung zu gründen, die sich, ganz wie das Mutterhaus, der ursprünglichen Regel des Heiligen Benedikt und dem überlieferten lateinischen Ritus der heiligen Messe verpflichtet. Die Fünf bilden gewissermaßen die Keimzelle für das künftige Klosterleben. Später sollen hier einmal 20 Brüder leben, beten und arbeiten.</p>
<div id="attachment_3301" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02058_gespraech_1000.jpg"><img class="wp-image-3301" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02058_gespraech_1000.jpg" alt="Lehm-Experten unter sich: (von links) Peter Breidenbach und Hartwig Ballis von Claytec, Lehmbau-Spezialist Thomas Glück" width="500" height="274" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02058_gespraech_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02058_gespraech_1000-300x164.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02058_gespraech_1000-768x421.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Lehm-Experten unter sich: (von links) Peter Breidenbach und Hartwig Ballis von Claytec, Lehmbau-Spezialist Thomas Glück</p></div>
<p>Seit 2010 wird hier daran gearbeitet, die alten Klostergebäude wieder bewohnbar zu machen. Die Bauarbeiten werden von den Ordensbrüdern selbst weder ausgeführt noch geleitet, denn das Stundenkontingent, das im streng geregelten Tagesablauf für die Arbeit vorgesehen ist, wird vollständig für die Bewirtschaftung der klostereigenen Forstflächen und die Organisation des Klosterhaushalts benötigt.  Zur Aufrechterhaltung des Klosterbetriebes sind die Mönche auf die Einnahmen aus dem Holzverkauf angewiesen, einzige weitere Einnahmequelle sind Spenden von Gläubigen. Für die Leitung der Bauarbeiten haben sich die Benediktiner deshalb die Unterstützung eines befreundeten Glaubensbruders gesichert: Bauleiter Pater Peter Lang ist Mitglied der Priesterbruderschaft St. Pius X. und ausgebildeter Bauingenieur.</p>
<div id="attachment_3302" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02128_bauleiter_1000.jpg"><img class="wp-image-3302" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02128_bauleiter_1000.jpg" alt="Packt auch selbst mit an: Bauleiter Pater Lang ist ausgebildeter Bauingenieur." width="500" height="270" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02128_bauleiter_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02128_bauleiter_1000-300x162.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02128_bauleiter_1000-768x415.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Packt auch selbst mit an: Bauleiter Pater Lang ist ausgebildeter Bauingenieur.</p></div>
<p><strong>Gespräche am Kaffeetisch </strong></p>
<p>Am Nachmittag bittet uns Pater Lang zu Kaffee und Kuchen. Ein Einladung, der wir gerne folgen, hatte uns doch zuvor beim Gang über die Baustelle ein kühler Eifelwind an das endgültige Ende dieses Spätsommers erinnert. Mit uns an der Kaffeetafel sitzen der Prior des Klosters, Pater Bernhard, ein weiterer Bruder aus dem französischen Stammhaus und die aktuell auf der Baustelle beschäftigten Arbeiter und Handwerker. In der sich entwickelnden Tischkonversation macht Pater Lang keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen den „weichgespülten“ Katholizismus der aktuellen katholischen Kirche. Er strahlt, als er uns glaubhaft versichert, wie groß seine Freude ist, an der Wiederbelebung eines Klosters mitzuwirken, in dem ein traditionelles Ordensleben mit strengen Regeln nach altüberlieferter lateinischer Liturgie praktiziert wird.</p>
<div id="attachment_3303" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02024_kaffeetafel_1000.jpg"><img class="wp-image-3303" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02024_kaffeetafel_1000.jpg" alt="Gemeinsame Kaffeetafel mit Besuchern, Ordensbrüdern und Handwerkern" width="500" height="268" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02024_kaffeetafel_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02024_kaffeetafel_1000-300x161.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02024_kaffeetafel_1000-768x412.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsame Kaffeetafel mit Besuchern, Ordensbrüdern und Handwerkern</p></div>
<p>Jenseits dieser kompromisslosen Auffassung vom rechten Glauben ist uns Besuchern der von Pater Lang beschriebene Ansatz eines ebenso entschleunigten wie nachhaltigen Bauens auf Anhieb sympathisch: Unter seiner Leitung werden alle anfallenden Arbeiten von zwei universell einsetzbaren Bauarbeitern ausgeführt. Selbst beim am stärksten geschädigten und deswegen teilweise neu errichteten Südflügel wurde jeder einzelne Stein ausschließlich von denselben beiden Arbeitern gemauert, jede Kelle Putz von Hand an die Wand gebracht. „Die Geschwindigkeit spielt für uns nicht so eine Rolle, wie bei einem Bau ‚draußen‘  in der freien Wirtschaft. Entscheidend ist, dass das Ganze 300 Jahre hält. Das darf dann ruhig seine Zeit brauchen“, erklärt Pater Lang. Im Gespräch mit Peter Breidenbach bringt er die 300 Jahre ein weiteres Mal ins Spiel: „&#8220;Auf so eine Zeitspanne umgerechnet fallen auch eventuelle Mehrkosten für eine nachhaltige, ökologische Lehmbauweise nicht ins Gewicht.&#8220; Tatsächlich fühlt sich beim Gang durch die weitläufige Klosteranlage auch in den frisch restaurierten Gebäudeteilen irgendwie alles auf eigentümliche Weise nach „Ewigkeit“ an. Beeindruckend.</p>
<div id="attachment_3304" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02009_suedfluegel_1000.jpg"><img class="wp-image-3304" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02009_suedfluegel_1000.jpg" alt="Der Südflügel musste teilweise neu errichtet werden." width="500" height="284" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02009_suedfluegel_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02009_suedfluegel_1000-300x170.jpg 300w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/11/DSC02009_suedfluegel_1000-768x436.jpg 768w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Der Südflügel musste teilweise neu errichtet werden.</p></div>
<p>Nur in Sachen Lehmbau setzt der Bauleiter auf Spezialisten: Ebenso lange wie die Baustelle besteht, ist CLAYTEC Handwerkspartner <a href="http://www.lehmbau-glueck.de/" target="_blank" rel="noopener">Thomas Glück </a>mit wechselnden Mitarbeitern in das Bauvorhaben involviert. Zwischen vier und sechs Wochen im Jahr ist der Lehmbauspezialist hier mit seinen Leuten beschäftigt. Im historischen Bau kommt fast die gesamte Palette von Lehmbau-Techniken zur Anwendung: Das Ausmauern von Gefachen mit Lehmsteinen führt das Glück-Team ebenso aus wie das Mauern und Verputzen von Bruchsteinmauerwerk mit Lehm oder die Dämmung mit Pavaboard-Holzweichfaserplatten und natürlich alle anfallenden Lehmputz-Arbeiten. „Dazu kommt der Einbau von Wandheizungen in allen Räumen“, berichtet Thomas Glück. Das Arbeiten und zeitweise auch Leben in den Klostermauern ist auch für den lebenserfahrenen Lehmbauspezialisten etwas Besonderes. „Meistens wohne ich im Kloster, wenn ich hier zu tun habe. Das strenge Klosterleben mitzubekommen ist eine interessante Erfahrung. Allerdings behagt die Abgeschiedenheit hier nicht jedem.“ Er erzählt uns von einem Auszubildenden, der nach einigen Wochen Aufenthalt im Kloster inständig darum bat, dort in Zukunft nicht mehr wohnen zu müssen. Diese „Gefahr“ besteht heute ohnehin nicht mehr: Mit der Einweihung des Klosters dürfen dort nur noch Ordensbrüder übernachten, externe Handwerker müssen sich in Zukunft Hotelzimmer in der Umgebung suchen. Auch für die bis dato federführende Architektin heißt es nun Abschied nehmen: Als Frau ist ihr der Zugang untersagt.</p>
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		<title>Lebenswerk Lehm &#8211; zu Besuch auf dem Minke-Gelände bei der documenta 2017</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jul 2017 09:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[documenta]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der documenta 2017 erfährt das Lebenswerk des Lehmbau-Pioniers Gernot Minke eine späte Würdigung. Auf dem Außengelände der Kunsthochschule Kassel wurde ein von Minke konzipierter statisch optimierter Lehm-Kuppelbau aus den frühen 1990er-Jahren restauriert und um ein &#8211; ebenfalls nach Minkes Plänen errichtetes &#8211; kleineres Lehm-Bauwerk zur Installation &#8222;Erde-Raum-Klang&#8220; ergänzt. Beide Bauten thematisieren gleichermaßen die archaische...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/07/lebenswerk-lehm/" title="Read Lebenswerk Lehm &#8211; zu Besuch auf dem Minke-Gelände bei der documenta 2017">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der <strong>documenta 2017</strong> erfährt das Lebenswerk des Lehmbau-Pioniers <a href="http://www.gernotminke.de/">Gernot Minke</a> eine späte <a href="http://www.documenta14.de/de/artists/13548/gernot-minke" target="_blank">Würdigung</a>. Auf dem Außengelände der Kunsthochschule Kassel wurde ein von Minke konzipierter statisch optimierter Lehm-Kuppelbau aus den frühen 1990er-Jahren restauriert und um ein &#8211; ebenfalls nach Minkes Plänen errichtetes &#8211; kleineres Lehm-Bauwerk zur Installation &#8222;Erde-Raum-Klang&#8220; ergänzt. Beide Bauten thematisieren gleichermaßen die archaische Tiefe die dem Baustoff Lehm innewohnt. Das meditative Materialerlebnis beim Besuch der Lehm-Räume ergänzen besondere Klang-Installationen.</p>
<div id="attachment_2878" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/2_tower_1000.jpg"><img class="wp-image-2878" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/2_tower_1000.jpg" alt="Minke-Bauten auf der documenta 2017" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/2_tower_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/2_tower_1000-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Minke-Bauten auf der documenta 2017</p></div>
<p><span id="more-2872"></span></p>
<blockquote>
<div id="attachment_2896" style="width: 130px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/gernotdic07.jpg"><img class="wp-image-2896" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/gernotdic07.jpg" alt="Prof. Gernot Minke" width="120" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Gernot Minke</p></div>
<p><span style="color: #000000;">Mit Prof. Gernot Minke würdigen die documenta-Macher einen wahren Pionier des Lehmbaus. Als Forscher und Praktiker sowie als Autor zahlreicher Publikationen und Fachbücher war Minke maßgeblich mitbeteilgt an der Schaffung der Grundlagen des zeitgemäßen Lehmbaus. Als Dozent und Lehrender gab er sein Wissen an zahllose Studierende, Planer und Handwerker weiter. An der Stätte seiner documenta-Werkschau, der Kunsthochschule Kassel, war Minke lange Jahre Leiter des dortigen Forschungslabors für Experimentelles Bauen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Faszination des Baustoffes Lehm vermittelte er nicht nur in Deutschland. Mit Gastprofessuren u.a. in England, Italien, Mexico, den USA und Brasilien sowie weltweiten Beratertätigkeiten wirkte er rund um den Globus für den Lehmbau. CLAYTEC-Mitbegründer Ulrich Röhlen hebt die konstruktive und pragmatische Mitarbeit Minkes am Lehmbau-Regelwerk zur Normung von Lehmbaustoffen hervor: &#8222;Besonders habe ich dabei immer seine Bereitschaft geschätzt, Neues anzunehmen. Minke beharrte nie auf alten Standpunkten, wenn sich die Anforderungen verändert hatten.&#8220;</span></p>
<div id="attachment_2899" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/publikationen.jpg"><img class="wp-image-2899" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/publikationen.jpg" alt="Gernot Minke ist Verfasser zahlreicher deutschsprachiger und internationaler Publikationen. Sein &quot;Lehmbau - Handbuch&quot; gilt bis heute als Standardwerk." width="500" height="512" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/publikationen.jpg 631w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/publikationen-293x300.jpg 293w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/publikationen-300x307.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Gernot Minke ist Verfasser zahlreicher deutschsprachiger und internationaler Publikationen. Sein &#8222;Lehmbau &#8211; Handbuch&#8220; gilt bis heute als Standardwerk.</p></div></blockquote>
<p>Nach dem zweiteiligen Vorbericht (<a href="http://www.clayblog.de/2017/05/claytec-goes-documenta-teil-1/">Teil 1</a>, <a href="http://www.clayblog.de/2017/05/claytec-goes-documenta-teil-2/">Teil 2</a>), der mit der tatkräftigen Unterstützung von Dr. Michael Willhardt entstand, war ich neugierig, wie sich das Ensemble aus neu errichtetem und historischen Lehm-Bauwerk wohl &#8222;live&#8220; anfühlen mag. Wie es der Zufall wollte, absolvierte ich im Juni eine medizinische Reha-Maßnahme in einer nordhessischen Klinik. Mit einer kunstbegeisteren Mitpatientin wurde kurzerhand ein gemeinsamer Besuch in Kassel auf den Plan gehoben.</p>
<div id="attachment_2884" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07062_Eingang_1000.jpg"><img class="wp-image-2884" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07062_Eingang_1000.jpg" alt="Stampflehmsäulen markieren den Eingang" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07062_Eingang_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07062_Eingang_1000-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Stampflehmsäulen markieren den Eingang</p></div>
<p>Bei unserer Ankunft an der Kunsthochschule Kassel, auf deren Außengelände die Minke-Bauten stehen, beschlich mich ein Déjà-vu der besonderen Art: Der dezent morbide Siebzigerjahre-Baracken-Charme der Künstler-Ausbildungsstätte ließ mich fühlen wie einstmals als Pennäler am Humanistischen Gymnasium meiner Jugendzeit. Dieses war seinerzeit um Anbauten erweitert worden, an deren Ästhetik diese abbröckelnde Heimstätte der Kasseler Kunststudierenden frappierend gemahnte. Derart eingestimmt, verfehlten auch jene Bauwerke ihre Wirkung nicht, die meine Begleiterin und mich hierher geführt hatten.</p>
<div id="attachment_2887" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07115-01_Klangtower_1000.jpg"><img class="wp-image-2887" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07115-01_Klangtower_1000.jpg" alt="Original Minke-Klangtower aus den frühen 1990er-Jahren" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07115-01_Klangtower_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07115-01_Klangtower_1000-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Original Minke-Klangtower aus den frühen 1990er-Jahren</p></div>
<p>Schon beim Betreten des reaktivierten Lehmbau-Refugiums der frühen 1990er-Jahre vermittelt eine Gral-artige Umzäunung und die in verschiedenfarbigen Stampflehm-Schichten gearbeiteten mächtigen Eingangs-Pfeiler des Geländes die archaische Anmutung mythologischer Artefakte. In Verbindung mit den jenseits der Wege wild wuchernden Gräsern, Büschen und Stauden stellt sich unvermittelt eine Art Dschungel-Atmosphäre ein, die durch die aus dem üppigen Grün ragende Bebauung noch verstärkt wird. Afrikanische Volks-Architektur oder doch eher Jedi-Heimstätte aus dem Science-Fiction-Blockbuster? Der größere kuppelförmige Bau weckt beide Assoziationen gleichermaßen.</p>
<div id="attachment_2890" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07099-01-01_Sabina_1000.jpg"><img class="wp-image-2890" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07099-01-01_Sabina_1000.jpg" alt="Klang und Lehm umgeben den Körper" width="500" height="296" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07099-01-01_Sabina_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07099-01-01_Sabina_1000-300x178.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Klang und Lehm umgeben den Körper</p></div>
<p>Beide Gebäude laden den Besucher zum Verweilen, zu Kontemplation und Meditation ein, die Kuppelform sorgt für ein eindringliches Klangerlebnis der von Diego Jascalevich eigens für diesen Zweck komponierten Musik. Besonders intensiv ist die Raum- und Klang-Erfahrung im kaminförmigen kleineren der beiden Gebäude. Hierin findet gerade eben eine Person sitzend Platz. Klang und Material umgeben den Körper dicht. An diesem warmen Sommertag strahlt der Lehm eine angenehme Kühle aus. Der große Kuppelbau aus den Neunzigerjahren wurde anlässlich der documenta mit einer zentral platzierten kreisrunden Sitzfläche ergänzt, ebenfalls aus Lehm geformt. Auf kleinen Sitzkissen können Besucher hier die ausgestellten Gemälde von Gernot Minke betrachten. Diese greifen in ihrer an Mandalas erinnernden Formensprache gleichfalls das Thema Meditation auf.</p>
<div id="attachment_2891" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07139-01_Mandala_1000.jpg"><img class="wp-image-2891" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07139-01_Mandala_1000.jpg" alt="Auch die Bilder Minkes greifen das Thema Meditation auf." width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07139-01_Mandala_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07139-01_Mandala_1000-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Auch die Bilder Minkes greifen das Thema Meditation auf.</p></div>
<p>Mit der Wiederbegehbarmachung des Areals sowie der Errichtung des kleineren zweiten Lehm-Gebäudes und des Stampflehm-Eingangsportals wurde der erfahrene Lehmbauer <a href="https://www.heil-land.com/jetzt/lehm/" target="_blank">Nico von Borstel</a> beauftragt, langjähriger CLAYTEC-Handwerkspartner. Die neben den wiederverwerteten Original-Lehmsteinen benötigten Lehmbaustoffe lieferte CLAYTEC Partnerhändler <a href="http://oeko-zentrum.de/" target="_blank">Öko-Bau-Zentrum Kassel</a>, CLAYTEC sponserte das Projekt mit Sonderpreisen. Fotos: Dieter Mai/CLAYTEC</p>
<div id="attachment_2889" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07146-01_DM_Eingang_1000.jpg"><img class="wp-image-2889" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07146-01_DM_Eingang_1000.jpg" alt="Aus der Reha zur documenta: CLAYBLOG-Autor Dieter Mai" width="500" height="281" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07146-01_DM_Eingang_1000.jpg 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC07146-01_DM_Eingang_1000-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Aus der Reha zur documenta: CLAYBLOG-Autor Dieter Mai</p></div>
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		<title>Von Sportskanonen und Autovermeidern – CLAYTEC radelt!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 May 2017 07:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dieter Mai]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Andere leasen ein Auto über den Arbeitgeber, der Claytec-Kollege Ricardo Valenzisi bevorzugt die Variante „Firmenfahrrad“ und schlug unserem Chef diese etwas andere Dienstfahrzeug-Variante vor. Claytec-Inhaber Peter Breidenbach gefiel der Vorschlag, schlägt der doch in die gleiche Kerbe wie seine Aktion von 2011, als er die Claytec-Mannschaft mit Pedelecs ausstattete. Motiv für den Unternehmer, damals wie...  <a class="excerpt-read-more" href="http://www.clayblog.de/2017/05/von-sportskanonen-und-autovermeidern-claytec-radelt/" title="Read Von Sportskanonen und Autovermeidern – CLAYTEC radelt!">weiterlesen &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Andere leasen ein Auto über den Arbeitgeber, der Claytec-Kollege Ricardo Valenzisi bevorzugt die Variante „Firmenfahrrad“ und schlug unserem Chef diese etwas andere Dienstfahrzeug-Variante vor. Claytec-Inhaber Peter Breidenbach gefiel der Vorschlag, schlägt der doch in die gleiche Kerbe wie seine <a href="http://www.clayblog.de/2011/02/pedelecs-presse-und-ein-alter-fuchs/" target="_blank">Aktion von 2011</a>, als er die Claytec-Mannschaft mit Pedelecs ausstattete. Motiv für den Unternehmer, damals wie heute: Mitarbeiter-Motivierung, positive Auswirkung aufs Betriebsklima und Förderung der Mitarbeiter-Gesundheit.</p>
<div id="attachment_2867" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_panorama_1000.png"><img class="wp-image-2867" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_panorama_1000.png" alt="Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug? Nein, es ist…" width="500" height="316" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_panorama_1000.png 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_panorama_1000-300x189.png 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug? Nein, es ist…</p></div>
<p><span id="more-2866"></span>Einen deutlichen Unterschied zur Pedelec-Aktion gibt es: Ging es damals darum, die Mitarbeiter überhaupt zur Fortbewegung per (motorunterstützter) Muskelkraft zu bewegen, ist die sportliche Ambition beim Kollegen Ricardo ungleich stärker ausgeprägt. Folgerichtig fiel seine Wahl auch nicht auf ein alltagstaugliches Tourenrad, erst recht nicht auf ein strombetriebenes Pedelec. Das Sportgerät seiner Wahl ist vielmehr ein Hitech-Bolide des Herstellers Giant. Gänzlich ohne „eingebauten Rückenwind“, dafür aus Gründen der Gewichtsvermeidung konsequent profane Alltags-Accessoires wie Schutzbleche, Dynamo oder Gepäckträger vermeidend. Karbonrahmen, signalorange und windschnittig, kurzum: eine echte Rakete.</p>
<div id="attachment_2868" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_gross_1000.png"><img class="wp-image-2868" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_gross_1000.png" alt="…Claytec-Mann Ricardo mit seinem edlen Renn-Bike, Marke Giant." width="500" height="333" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_gross_1000.png 1000w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/ricardo_gross_1000-300x200.png 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><p class="wp-caption-text">…Claytec-Mann Ricardo mit seinem edlen Renn-Bike, Marke Giant.</p></div>
<p><strong><br />
Claytec beim Stadtradeln</strong></p>
<p>Als kleine Gegenleistung für die Unterstützung seiner sportlichen Ambitionen durch seinen Arbeitgeber erklärte sich Ricardo bereit, Claytec als Gruppe beim diesjährigen <a href="https://www.stadtradeln.de/" target="_blank">Stadtradeln</a> anzumelden. Das Stadtradeln ist eine bundesweite Aktion, die den CO2-Ausstoß reduzieren und den Radverkehrsanteil steigern will. Dazu sollen Mitarbeiter der Kommunen und Bürger animiert werden, während des Aktionszeitraums möglichst viele Autostrecken durch Fahrten mit dem Rad zu ersetzen.</p>
<p><a href="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/sr_logo.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2869" src="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/sr_logo.png" alt="sr_logo" width="360" height="79" srcset="http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/sr_logo.png 360w, http://www.clayblog.de/wp-content/uploads/2017/05/sr_logo-300x66.png 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></a>Das Stadtradeln findet jährlich zwischen Mai und September statt. In den Kommunen wird dann an 21 aufeinanderfolgenden Tagen geradelt. Den genauen Zeitraum kann die teilnehmende Kommune frei wählen. Im Claytec Firmensitz, dem niederrheinischen Viersen beginnt die Aktion dieses Jahr am 10. Juni. Während der Aktion werden die geradelten Kilometer aller Teilnehmer erfasst, am Ende gewinnt die Kommune mit den meisten gefahrenen Radkilometern pro Einwohner.</p>
<p>Ob Hobby-Radler in Alltags-Kluft, ob Sportskanone im windschnittigen Dress oder auch nur vorübergehender Auto-Stehenlasser: Das Claytec-Team ist hochmotiviert, seine Heimatstadt beim guten Abschneiden zu unterstützen. Der 10. Juni kann kommen! Übrigens: Beim Claytec-Team können sich selbstverständlich auch alle Claytec-Mitarbeiter und -Sympathisanten anmelden, die nicht aus Viersen kommen. Zur Anmeldung geht es <a href="https://www.stadtradeln.de/index.php?&amp;id=171" target="_blank">hier entlang</a> (Bundesland: Nordrhein-Westfalen, Kommune: Viersen im Kreis Viersen, dann &#8222;Team Claytec&#8220; auswählen).</p>
<p>&nbsp;</p>
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