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	<title>Curi0usities</title>
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	<description>Der zweite Versuch ein paar Leeren aus meinem Leben zu verbreiten.</description>
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		<title>Ich ist ich ist ich ist</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2025/10/14/ich-ist-ich-ist-ich-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 09:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[gedank]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wer bist Du?“ fragte Ich sich selbst. Triff mich, wie ich ich bin. Nur wo. Oder wann. Bin ich echt, wenn ich beruflich im Termin stecke, „meine“ professionelle Lingo nutze, mehr oder weniger intuitiv „mein“ professionelles Auftreten einsetze? Tell me &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2025/10/14/ich-ist-ich-ist-ich-ist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>„<strong>Wer bist Du?“ fragte Ich sich selbst. </strong></p>



<p>Triff mich, wie ich ich bin. </p>



<p>Nur wo. Oder wann.</p>



<p>Bin ich echt, wenn ich beruflich im Termin stecke, „meine“ professionelle Lingo nutze, mehr oder weniger intuitiv „mein“ professionelles Auftreten einsetze? </p>



<p><em>Tell me lies, tell me sweet little lies</em></p>



<p>Bin ich echt, privat, mit Lieblingsmenschen, wenn ich was auch immer wie auch immer sagemachetue, dass ich dann halt so mache? „ich hasse Menschen. Volle Verachtung.“. Wenn ich das, was ich an mir besonders gut gar nicht leiden kann zumindest in unaufmerksamen Momenten frei lasse und dafür zu recht liebevoll auf die Nase kriege?</p>



<p><em>Lieber peinlich als authentisch<br />Authentisch war schon Hitler</em></p>



<p>Bin ich echt, wenn ich alleine unterwegs bin und trotz resting Bitch Face und ichhassemenschen zumindest glaube, freundlich zu den Bahnpersonen zu sein, die für „der Zug ist ausgefallen“ und „unser Zug hat derzeit eine Verspätung von 74 Minuten“ eben auch nix können (und eigentlich will ich die Pappnase auf dem Sitz vor mir nur für ihr Gepöbel schlagen). </p>



<p><em>Ein bisschen zu kalt und zu schön für die Wahrheit</em></p>



<p>Bin ich echt, wenn ich im Stadion beim Fussball pöbelnd… na ja. (Shoutout an mein Vergangenheits-Ich, dass mal in einer so empfunden sehr zahmen Version davon beim Basketball pöbelte und WIE UNANGENEHM das war). </p>



<p><em>Es ist wahr, es ist wahr<br />Die meisten Menschen wollen nicht in Dortmund leben sondern essen</em></p>



<p>Bin ich echt, während ich das hier schreibe und zwar irgendwie sehr offen bin (glaube ich) und gleichzeitig jeden Satz drei Mal hin&amp;her drehe, anschaue, anpasse oder verwerfe? Jeden Absatz weiter hoch oder runter schiebe, bis der Text das…macht ist sagt kann vermittelt (fühlt!) was ich möchte?</p>



<p><em>Look into my eyes, can&#8217;t you see they&#8217;re open wide?</em></p>



<p>Bin ich echt, wenn ich mit unterschiedlichen Menschen unterschiedlich bin? <em>Jemand</em> unterschiedliches bin. Weil Kontext, gemeinsames, trennendes und keine Ahnung? </p>



<p><em>A mechanism to suspend the guilt<br />Is what you will require but still</em></p>



<p>Am I real?</p>



<p><strong>Die Antwort war ja.</strong></p>

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		<title>Das S in Kompromiss steht für</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2024/12/06/das-s-in-kompromiss-steht-fuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 11:59:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fundis]]></category>
		<category><![CDATA[Realos]]></category>
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					<description><![CDATA[Nehmen wir mal an, ich gründete eine Partei. Weil alles scheiße, irgendjemand muss ja, und überhaupt. In meinem Programm enthalten sind erstmal 10 Punkte, damit es einfach ist und alle es verstehen. Und alle meine Punkte sind gleich wichtig für &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2024/12/06/das-s-in-kompromiss-steht-fuer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Nehmen wir mal an, ich gründete eine Partei. Weil alles scheiße, irgendjemand muss ja, und überhaupt. </p>



<p>In meinem Programm enthalten sind erstmal 10 Punkte, damit es einfach ist und alle es verstehen. Und alle meine Punkte sind gleich wichtig für mich. </p>



<p>Fein so weit. Weil ich der Polit-Messias bin (oder n narzisstisches, aber erfolgreiches Arschloch), lande ich bei den ersten Umfragen direkt bei 10%. Geil. </p>



<p>Aber weil unsere Demokratie unsere Demokratie ist, lande ich damit a. in der Opposition und b. kann dann zwar auf 10% der Sitze meine 10 Programmpunkte herausrufen aber c. na ja. </p>



<p>Ich lerne, dass von allen, die mich nicht wählen, nennenswert viele vor allem ein Problem mit Programmpunkt eins haben. &#8222;Dann können wir den nicht wählen&#8220;. <br>Umfragen sagen, wenn ich Punkt eins knicke, lande ich nicht bei 10% sondern bei 20%. </p>



<p>Und mit 20% habe ich reelle Chancen nicht in der Opposition zu landen, sondern in der Koalition. Und könnte dann Mitregieren. </p>



<p>Also knicke ich (grummelig) einen Programmpunkt, hab nur noch neun, dafür aber 20% der Stimmen. </p>



<p>Wahltag, 20% wählen mich, toll. </p>



<p>Die größte Partei hat 30% und wir steigen in Koalitionsverhandlungen ein. Und weil die halt 30% und ich 20% haben, Läuft es dann halt darauf hinaus, dass von meinen 9 Programmpunkten noch 3 übrig bleiben, so wie ich es mir vorgestellt habe. Drei. Ach ja, und bei zwei Themen kann ich das Gesamtergebnis noch etwas in meine Richtung drängen. </p>



<p>Also am Anfang (&#8222;Wunsch&#8220;) 10 Programmpunkte (alle toll) yaddayaddayadda echtes Leben später noch 3 Programmpunkte (toll) und vor allem viele. Beschissene. Kompromisse. </p>



<p>Und wir sind uns glaube ich alle einig, dass 20% Wahlergebnis eigentlich schon echt ein (großer!) Erfolg ist. </p>



<p>Dennoch nur drei Punkte von 10. </p>



<p>Und die Realität des Regierungslebens hat noch nicht mal begonnen, der gesellschaftliche Diskurs, die demokratische Dynamik, all das wird in den nächsten vier Jahren stattfinden. Und Dinge verlangen und Themen verschieben und und und und alles scheiße. </p>



<p>Aber die wirkliche Welt da draußen, die ich gerade mit viel Glück zu ca. 40% der Regierung irgendwie versuchen kann mit zu beeinflussen. </p>



<p>&lt;&lt; Zurückspulen. &lt;&lt;</p>



<p>Und jetzt? Wie damit umgehen? Wenn ich mir die Welt bei den bekannten Rahmenparametern zeichnen könnte, an welchen Stellen würde ich dann &#8222;ne&#8220; sagen und warum? Was ist da vernünftig?</p>



<p>Ist Programmpunkt 1 schon die Mauer, weil ich will dafür geliebt werden, wie ich bin, und mich nicht verstellen? </p>



<p>Oder ist 3 von 10 besser als 0 von 10 oder gar 3 von den 10 der anderen, die auch 20% hatten, aber halt das Gegenteil von mir sind? </p>



<p>Ich mein klar, wenn ich mir die Welt malen könnte, wären alle da draußen auf meiner Seite und mindestens ähnlich, in dem was sie oder wir wollen. Wenn ich mir die Welt malen könnte, müssten wir danach über 5 meiner 10 Punkte nicht diskutieren, weil eh klar und die anderen 5 na ja, wir finden schon ne Mitte, weil die und ich eben EIGENTLICH sehr nah beieinander. </p>



<p>Aber ich kann nicht malen und die Welt ist die Welt und jetzt was? </p>



<p>Entweder, ich beiß mir auf die Zunge, versuche so viel &#8222;ich hinkriege&#8220; von meinen Punkten irgendwie auf die Welt zu bappen und dann an den Stellen wenigstens etwas mitzumalen, oder ich beiß mir nicht auf die Zunge, stell mich draußen hin, zeig auf die drinnen und pöbele, dass meine 10 Punkte ja besser sind, als alles, was die da drin (das geht so überhaupt nicht, Pack!) machen. </p>



<p>Emotional steh ich eigentlich schon vor der Tür, ihr Penner!</p>



<p>Aber außer emotionaler Gratifikation (&#8222;hab ich Euch doch gleich gesagt!!&#8220;) hab ich dann auch NUR Frust. Weil NIX passiert, wie ich es will.</p>



<p>&lt;&lt; Zurückspulen. &lt;&lt;</p>



<p>Und jetzt? </p>



<p>Erinnert sich noch jemand an die Fundis vs. Realos-Diskussion bei den Grünen? Irgendwie führen viele diese doch jetzt wieder, nur überparteilich.</p>



<p>Und irgendwie hab ich so den Eindruck, dass ich mich jetzt entweder draußen vorstellen kann und bockig &#8222;DAS IST SCHEISSE&#8220; rufen (und hätte damit recht), aber ändern tu ich damit halt nix. </p>



<p>Und irgendwie hab ich so den Eindruck, dass &#8222;in unserer Demokratie&#8220; halt entweder Scheißkompromisse um irgendwas besser zu machen, oder pöbeln und nix oder Revolution. </p>

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		<title>Ohne Worte, aber davon viele</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2022/05/16/ohne-worte-aber-davon-viele/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2022 14:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Männers finden, wenn Menschen mit Uterus ggfs. wegen der Nebenwirkungen dieses Uterus sowas wie &#8222;Menstruations-Auszeiten&#8220; kriegen könnten, wäre das ungerecht und finden, dann sollten sie auch frei machen dürfen, weil sie &#8217;nen Ständer haben. Ich weiß gar nicht, wie laut &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2022/05/16/ohne-worte-aber-davon-viele/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Männers finden, wenn Menschen mit Uterus ggfs. wegen der Nebenwirkungen dieses Uterus sowas wie &#8222;Menstruations-Auszeiten&#8220; kriegen könnten, wäre das ungerecht und finden, dann sollten sie auch frei machen dürfen, weil sie &#8217;nen Ständer haben. </p>



<p>Ich weiß gar nicht, wie laut der nicht gehörte Schuss war, vermutlich ist da schon das Trommelfell geplatzt, aber&#8230; ich weiß nicht mal, wo ich anfangen will, echt jetzt? </p>



<p>Das Schlimme ist ja, dass ich das inzwischen wirklich glaube. Glaube, dass die das nicht nur als &#8222;blöden Spruch&#8220; machen, sondern so meinen. Dass sie wirklich denken, das wäre ungefährvergleichbar. Irgendwas im Unterleib vs. irgendwas im Unterleib quasi. </p>



<p>Ich frag mich ja ernsthaft, ob, wenn Du das für vergleichbar hältst, Du nicht doch mal freundlich beim Urologen anfragen solltest, woher die Schmerzen da unten kommen (oder Ihr googlet mal Priapismus, oder überlegt Euch doch noch mal, ob das mit dem Staubsauger so ne gute Idee&#8230;). Aber maybe that&#8217;s just me. </p>



<p>(nur leicht related: Beim FC St. Pauli gibt&#8217;s <a href="https://www.fcstpauli.com/news/der-fc-st-pauli-stattet-sanitaranlagen-am-millerntor-mit-kostenfreien-periodenprodukten-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neustens Periodenprodukte </a>auf den Sanitäranlagen. Supersache, das!)</p>



<p>On another note: Ich bin ja seit jeher dafür, dass Menschen mit Schmerzen sich eben krank melden, und dann hoffentlich die Schmerzen vorbeigehen, und sie dann produktiver und zufriedener arbeiten können. Das ist ja tatsächlich eigentlich (ich las mal eine Studie eines schwedischen CIA-Mitarbeiters&#8230;) sogar aus kapitalistischer Perspektive besser (PRODUKTIVE MITARBEITER!!1ELF!), UND für die Menschen. (Menschen. Orr.) JA ERWIN, WENN DU AUA AN DER LATTE HAST BIST DU KRANK! </p>



<p>Maybe also just me, aber woher kommt eigentlich dieses zwanghafte Ding, wenn IRGENDWEM was positives passieren könnte laut HIER zu schreien und auch was positives zu verlangen. Hat Deine Schwester immer den Süßkram unterm Weihnachtsbaum bekommen oder was ist Dein Problem? Wenn der Hartz IV-Satz um 3€ erhöht wird rummaulen, dass man ja auch seit nem Jahr keine Gehaltserhöhung und ES IST ALLES SO TEUER! Ja, Wilfried, isses wohl, aber check bitte dennoch erstmal Deine Privilegien und halt am besten einfach die Fresse. </p>



<p>Anderswo glauben andere Menschen immer noch, die Erde sei flach, weil&#8230; ja, warum eigentlich? &#8222;Weil sie es können&#8220; ist da mutmaßlich ein Teil der Analyse. Der andere ist&#8230; tja. </p>



<p>Ich hab ja irgendwann mal Soziologie studiert. Gebe jedoch offen zu, dass ich aus dem &#8222;Analyse gesellschaftlicher Prozesse&#8220;-Ding aber inzwischen so lange raus bin, dass ich da nur noch verstört drauf starre. Was soll diese Ablehnung von. Warum ist das so? Ist das ein Prozess vermeintlicher Emanzipation von Wissenschaft als Übermutter der Rationalität und ein heimlicher Backlash hin zu mehr Spiritualität? Ist Ablehnung von Fakten gleichsetzbar mit dem anscheinend ja durchaus vorhandenen Move hin zu Übersinnlichkeit? Und wenn ja, warum wird dann <strong>argumentiert</strong>, dass die Erde flach sei? Du kannst ja an Dein(e) übersinnliche/s Überwesen glauben, dafür musste doch das offensichtliche nicht in Frage stellen? I mean seriously&#8230; GUCK ZUM FUCKING HORIZONT EY. </p>



<p>Mal ab davon, dass&#8230; aber wem sag ich das eigentlich? </p>



<p>Ach so, und: <em>Ich hab ja keine Ahnung, aber </em>(womit ich natürlich behaupte, dass ich doch wenigstens etwas Ahnung habe, aber&#8230; Ihr durchschaut das doch!), wo war ich? Jedenfalls: Keine Ahnung, ABER: Mein spärliches Verständnis dessen, was ich so aus bibeltreuen Kreisen mitbekomme sagt mir, dass ein &#8222;Mensch&#8220; (also Dings, hier, das wo Euer Gott sich dann sozusagen zuständig fühlen könnte), jedenfalls fängt das Leben wohl π mal Daumen mit dem ersten Atemzug an. Lustig, oder? Ich meine Föten schwimmen ja im Fruchtwasser, da ist mit Atmen bzw. Luft holen natürlich eher nix. TROTZDEM dient Euch diese heilige Schrift oder wenigstens die Berufung darauf ja dazu, Menschen mit Uterus (da sind wir wieder dann doch wieder bei Uteri gelandet) vorschreiben zu wollen (oder schlimmer noch: Vorzuschreiben), was sie mit ihrem Uterus zu machen haben. Merkt Ihr wenigstens, dass das nur ne scheiß Machtnummer ist, oder glaubt Ihr den Bullshit wirklich? Wenn Ihr Euch mit LEBEN mal so intensiv befassen würdet, wie mit UNGEBORENEM LEBEN, könnte die Welt ja an sich ein ganz netter Platz, andererseits&#8230;ach.</p>



<p>Die Masterfrage für mich ist inzwischen ja eh &#8222;Glaubt Ihr den Bullshit da wirklich?&#8220;. Weil &#8230; Herrje. </p>



<p>Apropos &#8222;wirklich&#8220;. Anscheinend denkt die DFL darüber nach (und ehrlich gesagt habe ich gelegentlich so meine Zweifel daran, ob <em>nachdenken </em>da so passend formuliert ist), während des Spiels Interviews mit Spielern via Drone durchzuführen. Ich habe dazu folgenden Fragenkatalog ausformuliert: </p>



<ol class="wp-block-list"><li>Wie interessant finden wir nochmal Interviews direkt nach Abpfiff inkl. der üblichen Nullaussagen? (&#8222;Haben uns nicht belohnt&#8220;, &#8222;Keinen Zugriff gefunden&#8220;, &#8222;Tolles Gefühl&#8220;, &#8222;Manchmal braucht es einfach nen Öffner&#8220;, &#8222;Den Kampf angenommen&#8220;&#8230;) </li><li>Euer Ernst jetzt? </li><li>Was erwarten wir denn jetzt von Simon Terodde (Luft holend), während sein Kollege gerade den Ball zum Einwurf (&#8222;Ja, muss weiter!&#8220;, ab) holt an erhellenden Statements? </li><li>(Das wird etwas whataboutismig, aber:) Hat der deutsche Fußball ECHT keine anderen Probleme? </li><li>Echt jetzt, WIRKLICH Euer Ernst?</li><li>Dronenpyrochoreos now. Stellt Euch mal den Nachthimmel überm Olympiastadion mit hundert brennenden Dronen im Formationsflug&#8230;lassen wir das. Curlingultras FTW. </li><li>Ach so, ich will wirklich sehen, wie die RTL-Drone während des Interviews von Gisela ihrem Bierbecher vom Himmel geholt wird. </li><li>Und als letztes sozusagen unter uns: EUER FUCKING ERNST?</li></ol>



<p>Und dann war da noch der Fahrgastverband, der es für ne gute Idee hielt, Fahrgästen zu empfehlen, doch bitte nicht mit dem Fahrrad per Bahn zu reisen, weil 9 Euro-Ticket und jetzt ja alle und könnte voll werden. </p>



<p>Ja, nee, klar, wer, wenn nicht die, sollte ggfs. mal Infrastruktur und Angebot kritisieren, wenn sie auch den Kund*innen die Schuld geben könnten? Ich bin ehrlich, wenn Dieter mit dem Campingrucksack im Gang steht denke ich auch, dass er doch bitte auf Rollkoffer umsteigen sollte, damit ich seine drecks Rückendeko nicht im 12-Sekunden-Takt in die Fresse bekomme (und Margot von hinten bitte mal aufhört zu drängeln, weil es GEHT ECHT NICHT WEITER GERADE), aber das eigentliche Problem neben &#8222;Menschen&#8220; ist hier halt dann doch auch eher das Angebot und nicht die Nachfrage. </p>



<p>Dass ich in den Relegationen erste vs. zweite bzw. zweite vs. dritte Bundesliga nun gegen alle sein muss ist übrigens auch nicht schön, aber wem sag ich das. Und irgendwie ist das mit Blick auf den Rest da Oben dann doch nur ein ziemliches Firstworldproblem. #keinfussball</p>

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		<title>Im Fluss</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2022/01/19/im-fluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2022 15:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beobachtungen im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.curi0us.net/blog/?p=1750</guid>

					<description><![CDATA[Irgendwann. &#8222;Ich muss Sport machen. Ich bin zu dick. Aber Laufen ist scheiße.&#8220; &#8222;Dann such Dir doch was, das Dir Spaß macht!&#8220; Heute. Aus dem Wasser gesendet. Was ist das eigentlich, &#8222;Spaß&#8220;? Ich bin im Becken, 25m Bahn, schwimmen, Luft &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2022/01/19/im-fluss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Irgendwann.</strong></p>



<p>&#8222;<em>Ich muss Sport machen. Ich bin zu dick. Aber Laufen ist scheiße</em>.&#8220;</p>



<p>&#8222;<em>Dann such Dir doch was, das Dir Spaß macht</em>!&#8220;</p>



<p><strong>Heute. Aus dem Wasser gesendet.</strong></p>



<p>Was ist das eigentlich, &#8222;Spaß&#8220;? Ich bin im Becken, 25m Bahn, schwimmen, Luft holen, schwimmen. Warum mach ich das eigentlich? </p>



<p>&#8222;<em>Ich muss Sport machen. Ich bin zu dick.</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Warum?</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Damit ich abnehme.</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Warum?</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Weil ich dann gesünder bin. Und beweglicher.</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Und wozu?</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Weil ich dann eine höhere Chance habe, (noch) länger zu leben.</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Und wozu?</em>&#8220; </p>



<p>&#8222;<em>Ja&#8230;Weiß nicht. Weil ich noch&#8230; erleben will? Weil&#8230;dings.</em>&#8222;</p>



<p>Was ist der&#8230;was ist <em><strong>mein </strong></em>Zweck? </p>



<p>Wer soll den vergeben, wenn ich nicht selber? Alles hat einen Zweck, einen Sinn, einen Nutzen. Ich geh schwimmen um Muskeln aufzubauen und mein Herz-Kreislauf-System zu aktivieren. </p>



<p>Ich will Muskeln aufbauen, weil so mehr Kcal verbrannt werden. Ich will mehr Kcal verbrennen um abzunehmen. Ich will abnehmen, um gesünder zu sein und beweglicher. Ich will beweglicher sein, um schneller Dinge gelöst zu kriegen. Ich will schneller Dinge lösen, damit ich mehr Dinge machen kann. Ich will mehr Dinge machen, weil irgendwie geht&#8217;s doch darum, oder? </p>



<p>Warum geh ich zum Fußball? Keine Ahnung. Weil es da gut ist. Warum ist es da gut? Wegen der Menschen um mich rum. Wegen Interaktion. Weil es gelegentlich ganz gut tut, etwas verbindendes zu fühlen und daran teil zu haben. Warum ist das so? </p>



<p><strong>Alles hat seinen Zweck.</strong></p>



<p>Aber alle Zwecke werden von außen vergeben. <br>Nichts hat einen inhärenten Zweck. Alles <em>ist </em>einfach. </p>



<p>Während ich darüber nachdenke fällt mir auf, dass die Menschen in meinem Leben (für mich!) keinen &#8222;Zweck&#8220; erfüllen oder erfüllen müssen. Die sind einfach. Und gehören dazu. Das ist gut so. </p>



<p>Aber sobald es um mich geht, sobald ich über mein Handeln, Denken, Fühlen nachgrüble&#8230;<em>warum?</em> Warum Aktion, warum Reaktion, warum Gedanke, warum Gefühl? </p>



<p>Warum die Welt? </p>



<p>Ist halt passiert. Big Bang, Rahmenbedingungen, Zeit, Gravitation, Sterne, Explosionen, neue Sterne, weitere Explosionen, neue Atome, neue Sterne, Planeten, Erde, Aminosäuren, Leben, Menschen. Wir sind <em><strong>einfach so</strong></em> in die Welt gefallen. Wir werden genauso wieder gehen. Und dazwischen? </p>



<p><strong>Momente. </strong></p>



<p>Leben ist die Antizipation von Ereignissen, um uns später daran zu erinnern. </p>



<p>&#8222;<em>Lebe für den Moment.</em>&#8220; </p>



<p>Aber was ist das überhaupt, dieser Moment? Wenn ich &#8222;jetzt&#8220; denke, wenn ich den Gedanken realisiere, ist &#8222;jetzt&#8220; schon lange wieder vorbei. Kein &#8222;im Moment&#8220; sondern zeitversetzt. Wir leben drei Momente in der Zukunft. Warten auf&#8230;ja, was eigentlich? Beim Schwimmen ist das klar: &#8222;<em>Wenn ich das nächste Mal anschlage werde ich 675m geschwommen sein</em>&#8222;. </p>



<p>Nicht &#8222;Im Moment habe ich 663,535498m hinter mir&#8220;. Nie. Und wenn ich das nächste Mal anschlug &#8222;<em>Wenn ich das nächste Mal anschlage werde ich 700m geschwommen sein</em>&#8222;. Schwimmend. Der Moment &#8211; der Anschlag ist vorbei, bevor er begann. </p>



<p>Selbst bei größerem. Wesentlicherem. </p>



<p>Ich weiß nicht, wie viel Prozent die Vorfreude und wie viel Prozent die Erinnerung ausmachen, aber ich weiß, dass sie das sind, was uns trägt. </p>



<p>Nicht &#8222;der Moment&#8220;. </p>



<p>Der Moment zerfällt zu Staub noch bevor wir ihn erreichen. Staub, der sich frisch oben auf den Berg den wir Erinnerung nennen legt, zentnerschwer bedeckt vom Staub vor dem Staub vor dem Staub. <br>Und wenn wir pusten, schwebt die letzte Erinnerung noch einmal kurz, bevor sie sich wieder setzt. Bevor die nächste Erinnerung, der nächste Moment sich drüberlegt. Der Berg aus Staub ist groß, schwer und mächtig. Und dunkel.</p>



<p><strong>Wofür also? </strong></p>



<p>Für die Erinnerung? Für den Berg. </p>



<p>Ich blicke selten zurück. Die Vergangenheit war, die Vergangenheit kann ich nicht ändern. Nur, was ich ändern kann ist es wert, sich damit auseinanderzusetzen. Oder? Den nächsten &#8211; vielleicht eher den fünftnächsten Moment kann ich beeinflussen. Ich kann jetzt entscheiden  hier nicht mehr weiter zu schreiben. Kann entscheiden, was ich schreibe. </p>



<p><em>Oder? </em></p>



<p>Es gibt Forschung, die nahelegt, dass unsere Entscheidungen feststehen, bevor wir davon wissen. </p>



<p>Dass wir Entscheidungen unbewusst, <em>vorbewusst</em>, gefällt werden und unser Bewusstsein dann einen Narrativ erstellt. Eine Geschichte, eine Argumentation, <em>warum </em>wir das entschieden haben. Wenn der Schokoriegel im Einkaufswagen liegt, fällt uns ein, dass wir ja noch einen Snack für nach dem Sport brauchen so ungefähr. </p>



<p>Schiebt das den Moment noch weiter in die Vergangenheit? Auf einer Zeitlinie aus Antizipation, vorbewusster Entscheidung, Aktion und bewusster Auseinandersetzung &#8211; wo ist da der Moment? Wann ist der Moment? <em><strong>Dieser Moment</strong></em>? </p>



<p>Wir können, wenn wir wollen, jede unserer Aktionen dekonstruieren, jedes <em>Warum </em>fragen und beantworten. Aber sind diese Antworten immer so erstrebenswert? </p>



<p>&#8222;<em>Warum?</em>&#8220; fragte der Bär. </p>



<p>&#8222;<em>Weil es so ist.</em>&#8220; sagte der Baum. </p>



<p>&#8222;<em>Dann ist das wohl richtig so&#8230;</em>&#8220; sagte der Bär.</p>

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		<title>Get back up again</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2021/12/11/get-back-up-again/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 17:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[pandemie]]></category>
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					<description><![CDATA[Hey! 2020&#8230;2021&#8230;2022&#8230;Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss und jaaaaichweiß! Wir alle haben irgendwie immer noch März 2020&#8230; Die selbe Wand, der selbe Screen, dasselbe Homeoffice. Mit Unterbrechungen und &#8222;Highlights&#8220; und ein bisschen rauskommen im Sommer (Konzerte! Stadionfußball! Menschen umarmen! &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2021/12/11/get-back-up-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p><em>Hey!</em></p>



<p>2020&#8230;2021&#8230;2022&#8230;<br>Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss und jaaaaichweiß! Wir alle haben irgendwie immer noch März 2020&#8230; Die selbe Wand, der selbe Screen, dasselbe Homeoffice. Mit Unterbrechungen und &#8222;Highlights&#8220; und ein bisschen rauskommen im Sommer (Konzerte! Stadionfußball! Menschen umarmen! Im Meer schwimmen! Bootfahren!). </p>



<p>I<em>&#8218;m not giving up today</em></p>



<p>Aber irgendwie&#8230; erinnert Ihr Euch noch an das Hochgefühl nach der zweiten Impfung? Dieses &#8222;yay, weiter so, alle impfen&#8220;-Ding? </p>



<p>Jetzt ist der Booster drin und es ist weniger &#8222;wir schaffen das&#8220; und mehr &#8222;uff, gegen Delta bin ich dann wohl jetzt wirklich safe und die anderen? Die Hirnis?&#8230; uff.&#8220;.</p>



<p><em>There&#8217;s nothing getting in my way</em></p>



<p>&#8230;und dann kommt Omicron um irgendne Ecke. </p>



<p>Nicht, dass ich nicht irgendwie darauf gewartet hätte. Und mein naturwissenschaftliches Ich feiert das gerade hart als &#8222;boahgeil Evolution in the Making&#8220; und zugucken und miterleben und wow. Aber to be deeply honest: Ich will das nicht mehr. Ich glaub, bald kann ich das auch einfach nicht mehr. Das ist soooo zermürbend. Und &#8211; siehe oben, wo irgendwann im Frühsommer noch sowas wie Optimismus war&#8230;well.</p>



<p><em>And if you knock knock me over</em></p>



<p>Weil irgendwie &#8230; hinfallen, Krone richten, aufstehen, wir kennen das. Aber rumsitzen, Krone richten, sitzen bleiben wird zunehmend anstrengender. Trotz aller guter Ideen, trotz aller Videotresen und Onlinerunden (für die ich wirklich dankbar bin). Trotz Eskapismen und Playstation. Und ja, irgendwie geht&#8217;s mir eigentlich ganz gut dabei, aber</p>



<p><em>I will get back up again</em></p>



<p>die Frage ist eben auch irgendwie, wie lange noch. Und wie oft noch. Also nicht impfen, von mir aus mach ich das alle 3 Monate. Ich seh eh dauernd irgendwelche Arztpraxen von innen. Aber die Frage ist trotzdem wie oft noch&#8230;wieder aufstehen. Wieder Luft holen. Wieder weitermachen wollen. Weil</p>



<p><em>If something goes a little wrong</em></p>



<p>irgendwie das mit dem Wollen ist für mich gerade die Herausforderung. Klar, alternativlos alles. Hab kein Bock, aber was hilft&#8217;s. Irgendwie wirds schon gehen. Aber wie? </p>



<p>Morgens aus dem Bett robben und &#8222;heute wird ein guter Tag&#8220; glauben ist sowieso schwerer im Novemberwintergrauschwarz bei 3° im Regen und drinnen sitzend und nicht mal rausgucken wollen. </p>



<p>Heute wird kein Scheißtag hoffen und das schon als Erfolg werten&#8230;</p>



<p><em>Well you can go ahead and bring it on</em></p>



<p>Und ich weiß, wie privilegiert ich bin. Schaut mal kurz ins Gesundheitssystem&#8230; Die Menschen, die dort seit 2 Jahren über jede persönliche Grenze gehen, die immer weniger Kolleginnen haben, weil immer weniger darauf Bock haben oder noch Kraft haben. Und was machen wir? &#8222;Habe noch Bedenken&#8220; am Arsch. Deine Bedenken und die Deiner Mutuals sind es, die diesen Winter so scheiße werden lassen. </p>



<p><em>&#8218;Cause if you knock knock me over, I will get back up again</em></p>



<p>Und na klar, mein innerer Optimist (der immer leiser wird&#8230;) glaubt gerade noch, dass 2022 ganz okay werden könnte. Omicron-Booster irgendwann im Sommer, im Sommer auch wieder raus können und Dinge tun und mit Menschen mehr als nur &#8222;aufn Kaffee im Nieselregen&#8220; oder halt auffer Couch vorm Fernseher treffen können. <br>Und ja, das ist nicht nur Pandemie- sondern auch simpler Winterfrust, der hier spricht.  </p>



<p>Der nächste Sommer kommt bestimmt. Hoffentlich nicht mehr im März 2020.</p>



<p>Lasst Euch endlich impfen!</p>

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		<title>Vom Können und Wollen</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2021/06/06/vom-koennen-und-wollen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 22:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Nahverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die so: Klimakatastrophe, Dinge, alles ganz schlimm, müssen was machen. Hier, Energieverbrauch (Fossile Energien!!) ganz dringend runterschrauben. Weniger Auto, weniger fliegen, weniger Fleisch, CO2 ist das Problem! Du so: Jaja, klar, ganzganz wichtig, verstehe. Supersache. Aber ich kann leider nicht. &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2021/06/06/vom-koennen-und-wollen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Die so: <em>Klimakatastrophe, Dinge, alles ganz schlimm, müssen was machen. Hier, Energieverbrauch (Fossile Energien!!) ganz dringend runterschrauben. Weniger Auto, weniger fliegen, weniger Fleisch, CO2 ist das Problem!</em></p>



<p>Du so: <em>Jaja, klar, ganzganz wichtig, verstehe. Supersache. Aber ich <strong>kann </strong>leider nicht. </em></p>



<p>Das Klima so: <em>Ups. Achso. Dann äh&#8230; Ja, sorry, ichhabnixgesagt. </em></p>



<p>Ich wohn ja selber aufm Vordorf. Hab das Auto an der Straße stehen und wenn dieser Pandemiebums vorbei ist und das mit dem Homeoffice vielleicht nicht mehr zum täglichen Regelbetrieb gehören sollte, muss/soll/darf/kann ich dann vermutlich auch wieder den &#8222;langen&#8220; Weg in die Stadt und ins Büro auf mich nehmen. </p>



<p><em>&#8222;Kannst Du auf Dein Auto verzichten, Curi?&#8220; </em>&#8211;<em> &#8222;Nee, kann ich nicht!&#8220;</em></p>



<p>Aber eigentlich, ehrlich&#8230; ganz ehrlich? Doch, können könnte ich wohl schon, wollen will ich aber irgendwie dummerweise nur so halb. Hey, Hybrid, vielleicht danach auch ganz Elektro, ich mach doch schon, <em>ich geb&#8216; mir doch Mühe</em>. Pfandflaschen, Biogedöns, Unverpacktläden. Nachhaltigkeit und so. </p>



<p><strong>Jedenfalls</strong>: Ja Johannes, vermutlich wird es ganz arg spürbar teuer, wenn durch wenauchimmer der Benzinpreis jetzt noch mal nennenswert (10 Cent/Liter also äh..Prozentrechnung und so: ca. 7%!!*) angehoben werden wird. Versteh ich. Und wenn Du im Jahr Deine 10.000 Liter verbrauchst sind das natürlich relativ simpel zusammenzurechnende 1.000€ an Mehrkosten. Das ist viel Geld. Für einige sehr viel. Für einige natürlich auch zu viel (im Sinne von: Die <em>können </em>das dann wirklich nicht mehr bezahlen). Verstehe ich. Weiß ich. Isso. </p>



<pre class="wp-block-preformatted">*) Benzinpreisexkurs: Bisschen verkürzend, ABER: Ganz eigentlich hat ja die große Koalition den Benzinpreis schon schrittweise um 15 Cent angehoben und die Grünen wollen wohl auf insgesamt 16 Cent, also EINEN Cent pro Liter mehr. Ich bin zu Faul für Euch prozentzurechnen, aber! </pre>



<p>Für die meisten gilt bei sowas aber erstmal, dass &#8222;kann ich mir nicht leisten&#8220; dann oft eben auch viel mehr ein &#8222;will ich mir nicht leisten&#8220; ist. Weil dann müsste woanders gespart werden. Ist ja auch legitim. Wir alle sind mit genau diesen Gedanken groß geworden. Und für viele ist es bisher ja wirklich so gelaufen, dass &#8222;wenn ich mir &#8217;n neues Smartphone kaufe, kann ich weniger feiern gehen&#8220; das Diskursniveau war. <br>Aber wenn wir uns den Smartphone vs. Feiern-Vergleich mal kurz angucken, ist es ja schon meine Entscheidung. Kauf ich mir &#8217;n neues Telefon, oder geh ich feiern und hab noch ein Jahr lang mein altes Telefon? Was <em>will </em>ich? Was ist mir wichtiger? Ich kann das, was ich will, ich muss mich nur entscheiden. </p>



<p><em>&#8222;Kannst Du auf Dein Auto verzichten, Curi?&#8220;</em></p>



<p>Na ja. Ich könnte mit dem Bus in die Stadt (und ins Büro) fahren. Der fährt halt nur einmal pro Stunde. Ziemlich unkomfortabel. Sehr unkomfortabel. Vor allem sehr unflexibel. Zurückkommen müsste ich dann planen. Wann lass ich den Stift fallen, bzw. klappe ich den Laptop zu? Wie muss ich los, damit&#8230;?  <br>Ich könnte zu Fuß zum Lebensmitteleinkauf gehen. Sollte, wollte ich eh viel häufiger machen. Könnte ich also. Zu Fuß. Klar, schwere Sachen sind dann (ha. Ha.) schwieriger, aber ohne Auto wäre ja sogar gelegentlich mal Geld für ein Taxi drin. Oder die Lieferkosten beim Möbelkauf oder so. Ginge schon. Bestimmt. Irgendwie. <br>Spontan ans Meer (oder in den Harz. Oder in den Freizeitpark&#8230; egal) wird dann auch schwierig. Weil&#8230; aber da fahren irgendwie auch Züge hin. Sollte schon gehen. Ist natürlich unbequemer. Und ich müsste mir die Mühe machen, vorher mal zu gucken, ob Soltau überhaupt einen Bahnhof hat. Und irgendwie ginge mit dem gesparten Geld ja auch mal &#8217;n Mietwagen oder so für nen Ausflug. <br>Freund*innen in der Stadt besuchen ist dann natürlich auch schwieriger. Aber vielleicht, wenn ich lieb frage, krieg ich für ne Nacht ne Couch. Oder &#8211; siehe oben &#8211; nehme mir dann doch mal das Taxi. Weil ehrlich gesagt kostet das Auto** ja heute auch schon ziemlich viel. Kaufpreis und Steuern und Versicherungen und Benzin und Verschleiß und Reparaturen und alles. Tjanun. </p>



<pre class="wp-block-preformatted">**) Und wenn ich "ziemlich viel" schreibe, meine ich ziemlich viel! Je nachdem, wen man so fragt kostet das durchschnittliche Auto die durchschnittliche Autofahrende zwischen 300€ und 500€ im Monat und ist damit noch nicht einen einzigen Kilometer gefahren. Das sind nur Kosten, die gerne verdrängt werden. Anschaffung/Finanzierung, Versicherung, Wartung-&amp; Reparaturkosten, Verschleißteile (Reifen!) etc. Und das sind jetzt auch nur die kosten, die die Autofahrerin dafür hinlegen muss, gesellschaftliche Rahmenkosten fanden da noch gar keine Berücksichtigung. </pre>



<p>Und ja, Johannes, natürlich! Wer fährt dann Deine Kinder zum Sportverein und in die Schule!?  Wie kommst Du täglich die 120 Kilometer zu Deinem Arbeitsplatz und zurück?! <br>Ehrlich. Wirklich wahrhaftig ehrlich: Ich verstehe, dass Du keinen Bock hast und nicht magst und das anstrengend und doof und alles ist. Und dass daran was zu ändern scheiße ist. Aber Du <em>kannst </em>das schon. Du willst nicht. Ist ja okay, wirklich. Aber dann sag&#8217;s doch bitte auch so. </p>



<p>Die so: <em>Klimakatastrophe, Dinge, alles ganz schlimm, müssen was machen. Hier, Energieverbrauch (Fossile Energien!!) ganz dringend runterschrauben. Weniger Auto, weniger fliegen, weniger Fleisch, CO2 ist das Problem!</em></p>



<p>Du so: <em>Jaja, klar, ganzganz wichtig, verstehe. Supersache. Aber ich <strong>will </strong>leider nicht. </em></p>



<p>Weil &#8211; so sorry: Du bist Teil des Problems. (Und ja, natürlich, ich bin das auch. Wir alle sind Teil des Problems!). Wäre aber mal ein Anfang das zu akzeptieren und hinzunehmen. </p>



<p>Und vielleicht wäre es auch mal ne Idee drüber nachzudenken, ob Du Deine Kinder mal fragst, wie sie es finden, wenn Du sie dreimal pro Woche zum Tennisclub fährst und dafür ihr Tennisplatz wenn sie 50 sind voraussichtlich erstmal für ganz lange unter Wasser steht. Und das ganze Dorf drumherum? </p>



<p><strong>Das gilt übrigens nicht nur für Klimaschutz. </strong></p>



<p>Fangt doch bitte alle mal an, zu reflektieren. Was ist <em>können </em>und was ist <em>wollen</em>? <br>Was ist in Wahrheit Eure Prioritätensetzung, die andere ausbaden müssen? <br>&#8222;Sorry, kann nicht anders!&#8220; klingt zwar erstmal schön, aber damit weist Ihr halt auch für alles jegliche Verantwortung von Euch. Ja, natürlich gibt es &#8222;emotionale&#8220; Zwänge, und wir können (ha!) da halt leider oft auch wirklichwirklich nicht aus unserer Haut und die Grenzen sind echt fließend. Aber aufs Auto verzichten oder wenigstens die Nutzung reduzieren könn(t)en die meisten, wollen nur die wenigsten. Und zwar klugerweise (wer Ironie findet, darf sie behalten) obwohl die meisten gleichzeitig eine grüne Stadt wollen und total gerne in Ruhe mitten in der Stadt draußen sitzen würden und den lauen Sommerabend bei einem Glas sonstwas ausklingen lassen. Aber wenn dann jemand auf die Idee kommt für Grünflächen und Außengastro Parkplätze zurückzubauDASGEHTDOCHNICHT!!! DIE WIRTSCHAFT!! WIE KOMMEN DANN KONSUMENTEN IN DIE STADT?!?&#8220;! </p>



<p><em>Aber die Autos! </em></p>



<p>Entschuldigung. Ich schweife ab. </p>



<p>Jedenfalls&#8230; Eigentlich seid Ihr es mindestens Euch selber mal schuldig offen und ehrlich zu sein. Zu Euch! Ehrlich nachgucken, nachfühlen, nachwasauchimmer, was können und was wollen ist. Und eigentlich sollten wir alle doch auch wenigstens gegenüber (engeren) Freund*innen hinkriegen, offen über Dinge zu reden. Nicht nur über Autos. </p>



<p>Chiffriert ist das in vielen Dingen schon drin &#8222;Magst Du Sa. mit mir Eis essen gehen?&#8220; &#8211; &#8222;Sorry, <em>kann </em>nicht, da <em>muss </em>ich zum Fußball&#8220;. Ehhh&#8230; no! Du <em>willst </em>nicht, Du <em>möchtest </em>zum Fußball. Und logisch, bei solchen Aussagen ist das nicht wild und ungefähr jede*r versteht, was dahintersteckt und meist ist das ja auch völlig fein. &#8222;Ich hab schon was vor&#8220;. Aber so globalgalaktisch? </p>



<p>Nur mal drüber nachdenken.</p>

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		<title>Augenblick</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2021/02/24/augenblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2021 23:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Blinzeln null Augen auf.Alles hell, alles neu, alles sehen, nix verstehen.Augen zu.Essen. Schlafen.Augen zu. Blinzeln sechs Augen auf. Straßenverkehr. Augen zu. Augen auf. Notarztwagen.Augen zu.Stimmen.Nimm das Fieberthermometer in den Mund. Es &#8222;piekst&#8220;, wenn es gemessen hat.Augen auf. Weinen. Angst. Augen &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2021/02/24/augenblick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="has-text-align-left">Blinzeln null</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>Alles hell, alles neu, alles sehen, nix verstehen.<br>Augen zu.<br>Essen. Schlafen.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln sechs</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf. Straßenverkehr. Augen zu. Augen auf. Notarztwagen.<br>Augen zu.<br>Stimmen.<br><em>Nimm das Fieberthermometer in den Mund. Es &#8222;piekst&#8220;, wenn es gemessen hat.</em><br>Augen auf. Weinen. Angst. Augen zu. Augen auf.<br>Es piepst, <em>weil </em>es gemessen hat.<br>Augen zu. Einschulung.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln zwölf</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>Augen auf.<br>Treppengeländer, Treppenboden. Augen zu.<br>Papa trägt mich die Treppen wieder hoch.<br>Augen zu.<br>Schon wieder der Notarzt.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Heute gibt&#8217;s irgendwas mit Knödeln. Krankenhausknödel sind eklig.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln achtzehn</p>



<p class="has-text-align-right">Augen zu.<br>Die coolen Kids haben <em>ne große Party</em>.<br>Augen auf. <br>Zuhause am Boden hocken mit den drei besten Freund*innen.<br>Gesellschaftsspiele. Quatsch machen.<br><em>cool</em>.<br>Augen zu.<br>Augen auf. Zivistelle suchen. Bewerben.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Hingehen. Wohngruppe mit Menschen mit schweren Behinderungen.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Eindrücke, so viele Eindrücke. Überforderung.<br><em>Wir besprechen mit den Bewohnern, ob wir Dich mögen und melden uns</em>.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br><em>Wir mögen Dich</em>!<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br><em>Ich fühl mich überfordert. Ich bin nicht der, den Ihr sucht. Sorry</em>.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-right">Ich sag nicht oft, dass ich mich überfordert fühle.<br>Aber da.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln zwanzig</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>Losfahren. Klientin besuchen. Ersatzenkel als Zivijob. Eigentlich ziemlich gut. Wenig &#8222;Arbeit&#8220;, aber irgendwie gelernt. Viel Kleines bewegt. <em>Danke, dass Du immer da warst</em>.<br><em>Danke fürs zuhören</em>.<br>Augen zu.<br>Erwachsen werden.<br>Langsam.<br><br>Augen auf.<br>Erster Uni-Tag.<br>Überall Leute. Überall Treppen. Sitze. Chaos. Nichts. Alles.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln achtundzwanzig</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>Immer noch erwachsen werden.<br>Schreiben. Denken. Abgeben.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Abschlussfeier.<br>Es gab Bifi-Snacks und billigen Sekt, weil das Uni-Sekreteriat es irgendwie verballert hatte.Weil die Hiwis (wir&#8230;) na ja.<br>Bifi-Snacks zum Diplom.<br>Stilvoll.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln dreiundvierzig</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>Porto. Die Atlantikküste.<br>Gestern war Portwein.<br>Heute das Meer.<br>Augen zu.<br>Augen auf.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln sechsundvierzig</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.<br>OP-Tisch. <em>Wir heben Sie kurz rüber</em>.<br> Augen zu.<br>Augen auf.<br>Krankenhausbett. <em>Die OP lief wie gewünscht. Sie bleiben jetzt bitte die nächsten sechs<br>Stunden auf dem Rücken liegen und achten darauf, dass der Druckverband drauf bleibt</em>.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Unbequem.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Acht Stunden später.<br>Augen zu.<br>Augen auf.<br>Neun Stunden später:<br><em>Ja, jetzt kann der ab und Sie dürfen aufstehen</em>.<br>Augen zu.</p>



<p class="has-text-align-right">Augen auf.</p>



<p class="has-text-align-left">Blinzeln</p>



<p class="has-text-align-left">Wann war eigentlich gestern?</p>

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		<title>Homeoff</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2021/02/12/homeoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 20:59:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.curi0us.net/blog/?p=1681</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Wand, alte, blasse Freundin hinter dem großen Bildschirm. Hallo Regale. Darf ich Euch noch Obstkisten nennen? Hallo Bücherrücken. Hallo Yoshi.Hallo Zecki. Hallo Kenny. OH MY GOD, THEY KILLED KENNY! A propos. Hallo Tod. Flashbacks Februar Diskussionen darüber, ob/wie/wann eins &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2021/02/12/homeoff/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Hallo Wand, alte, blasse Freundin hinter dem großen Bildschirm. <br>Hallo Regale. Darf ich Euch noch Obstkisten nennen? <br>Hallo Bücherrücken. <br>Hallo Yoshi.<br>Hallo Zecki. <br>Hallo Kenny. </p>



<p>OH MY GOD, THEY KILLED KENNY!</p>



<p>A propos. Hallo Tod. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="500" height="475" src="http://www.curi0us.net/blog/wp-content/uploads/2021/02/regal.jpg" alt="Ein Bild von einer zum Regal umfunktionierten Obstkiste auf und in der verschiedene Plüschtiere sitzen: Kenny aus Southpark, der Tod aus Nichtlustig. Zecki, das 1.April-FC-St.-Pauli-Maskottchen und Yoshi aus dem Mario-Universum." class="wp-image-1682" srcset="https://www.curi0us.net/blog/wp-content/uploads/2021/02/regal.jpg 500w, https://www.curi0us.net/blog/wp-content/uploads/2021/02/regal-490x466.jpg 490w, https://www.curi0us.net/blog/wp-content/uploads/2021/02/regal-316x300.jpg 316w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption>Was oder wer eins eben so anguckt.</figcaption></figure></div>



<p><em><strong>Flashbacks</strong></em></p>



<p><strong>Februar </strong></p>



<p>Diskussionen darüber, ob/wie/wann eins mal <em>ausnahmsweise </em>im Homeoffice arbeiten darf/kann/sollte. <br>Wie geil <em>wir </em>es finden, wenn Mitarbeiter*innen nicht am Präsenzarbeitsplatz aufschlagen. Außerhalb von &#8222;muss heute von zuhause&#8230;die Heizungsableser*innen&#8220; oder so-Gründen.</p>



<p><strong>März </strong></p>



<p>Und dann ging irgendwie alles ganz fix. <em>&#8222;Wir stellen es jede*r frei, zuhause zu arbeiten&#8220;</em>. Die alte Schreibtischplatte reaktiviert, zwei Böcke zum drunterstellen von Mamas Dachboden später und dank aus dem Büro nach Hause gefahrenem Schreibtischstuhl plötzlich ein &#8222;richtiger&#8220; Arbeitsplatz zuhause. <br>Nicht mehr im Schneidersitz vorm Laptop. <br>Das hat zwar für einen Tag mal funktioniert, aber macht mittelfristig wohl doch eher Rücken als glücklich.</p>



<p><strong>April </strong></p>



<p><em>&#8222;Könnt Ihr mich hören?&#8220; </em></p>



<p>So langsam wird es zur Gewohnheit die Wand anzustarren. </p>



<p>Während ich &#8222;richtig&#8220; im Heimbüro ankomme und wir den Umzug aus dem Präsenzoffice glaube ich ganz gut bewerkstelligen, schlägt einfach der erste &#8222;Lockdown&#8220; (ich möchte es eigentlich &#8222;das Lockdownchen&#8220; nennen) durch. </p>



<p>Gefühlt macht alles Pause. </p>



<p>Und rumsitzen und die Wand anstarren macht (mir) böse Gedanken und Gefühle. Ich kann eh nur begrenzt gut &#8222;nixtun&#8220;. Wochenlang? Uffffff.</p>



<p>Vor allem, wenn gerade eh überall nicht so viel zu tun ist, wie vielleicht sollte. Wenn keine Produktivitätsarbeit dabei nicht mal mit Sozialkontakten kompensiert werden kann. Wenn aus &#8222;jedes Wochenende unterwegs &#8211; Fußball, Fahrten, Freund*innen&#8220; tageintagaus rumsitzen und die Wand (und die Monitore) anstarren wird. </p>



<p>Videocalls werden nicht nur beruflich der neue heiße Scheiß. </p>



<p>Und so schön es ist, so einen Weg zu haben Freund*innen zu sehen und hören und&#8230; zu fühlen irgendwie. So sehr starre ich durch alles durch eben auch und vor allem immer noch auf die Wand. </p>



<p>Und eigentlich gehen auch einfach die Themen aus. <br><br><em>&#8222;Und Du so?&#8220; <br>&#8222;Rumsitzen, Serien gucken&#8220;<br>&#8222;Joah.&#8220;<br>&#8222;Joah&#8230;&#8220;</em></p>



<p><strong>Juli </strong></p>



<p>&#8222;<em>Könnt Ihr meinen Screen sehen?</em>&#8222;</p>



<p>Ja, können wir. Das da, vor der Wand. </p>



<p>Der Sommer macht alles irgendwie&#8230;etwas leichter. <br>Sozialkontakte finden zumindest gelegentlich und mit Distanz und größerer Vorsicht wieder statt. &#8222;Umarmen wir uns?&#8220; &#8211; &#8222;Mh. Mit Maske vielleicht?&#8220; </p>



<p>Aber ehrlich gesagt ist dazwischen die Wand anstarren bei 35° auch nicht signifikant besser als bei 10°. </p>



<p><strong>August </strong></p>



<p><em>&#8222;Ich muss kurz an die Tür, Pakete. Moment!&#8220;</em> </p>



<p>Auf der einen Seite hab ich mich glaube ich an alles ganz gut gewöhnt und mit allem ganz gut arrangiert. Tägliches &#8222;rentnern&#8220; (spazieren, ggfs. mit Supermarktbesuch), um wenigstens irgendwie in Bewegung zu bleiben und mal was anderes zu sehen als die Wand oder die Screens vor der Wand oder die Wand durch die Screens oder die Kolleg*innen in der x-ten Videokonferenz. </p>



<p>Mal ab von allem anderen: Irgendwie entgleist das auch alles. Die Videokonferenzitis strengt mich gelegentlich unfassbar an. Müssen wir echt für <em>Je-des</em> Thema nen &#8222;Call&#8220; machen?</p>



<p>Aber die Wand anschreien ist ja auch keine Lösung. Die Wand kann nix dafür.</p>



<p>Und als dann gerade doch eigentlich mal alles gut ist macht der Körper lustige Dinge und Du liegstsitzt ein sehr langes Wochenende spontan im Krankenhaus und denkst Dir &#8222;upsi&#8220;. <br>(Lauter denken. Und mit mehr Gruseln lesen bitte. Noch mehr Gruseln. Ja. So &#8222;UPSI!&#8220;)</p>



<p>Ich bin geneigt ein &#8222;zum Glück am Ende nichts passiert&#8220; hinterherzuschieben, aber so ganz stimmt das dann wohl doch nicht. Auch wenn&#8217;s mir zum Glück genauso geht wie davor. <br><br>Trotzdem <em>&#8222;Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen Sie erstmal drei Monate kein Fahrzeug führen</em>&#8220; ist doof. (nein, da war kein Alkohol oder sowas im Spiel). Und UPSI! ist jetzt auch nix, was ich noch mal haben will.</p>



<p><strong>September</strong></p>



<p><em>&#8222;Bewegen Sie sich!&#8220;</em></p>



<p>Ich bin noch nie so viel spazieren gewesen, wie im September. Das ist gut, weil ich so keine Wand mehr zum draufstarren vor mir habe. Also außer im Büro. </p>



<p>Ich bin seit März zum zweiten Mal persönlich in der Firma. Wie verstörend. Und alles ist seltsam und ungewohnt und weißichauchnicht. Zu dritt &#8222;bevölkern&#8220; wir die leeren Räume. Jeder im eigenen Büro. Das eine Meeting in der Küche, 3-4m Abstand zwischen allen, Fenster weit auf. Auf ne sehr ruhige Art finde ich Pandemie hochspannend. Auch wenn ich das trotzdem lieber als Doku auf ARTE gesehen hätte. </p>



<p>Die Wand gibt Sicherheit, merke ich. Die Wand kriegt kein Covid und gibts mir vor allem nicht weiter. Die Wand trägt ihre Maske wie vorgeschrieben. Die Wand kommt mir nicht näher als sie soll.  </p>



<p><strong>Oktober </strong></p>



<p><em>&#8222;Das geht ganz schnell und nach einer Nacht dürfen Sie schon wieder nach Hause&#8220;</em></p>



<p>Aus dem August-Upsi ergab sich ein Oktober-sollten wir mal. Spannend, was die moderne Medizin so alles irgendwie nebenher auf die Reihe kriegt. &#8222;<em>und dann gehen wir an der Leiste durch einen kleinen Schnitt durch das große Blutgefäß ins Herz und da&#8230;und nach 20 Minuten wachen Sie wieder auf.</em>&#8220; Jedenfalls hat mir Arzt 1, der mit mir telefonisch den Termin plante versichert, ich wäre nach einer Nacht wieder draußen. Arzt 2, der mir dann nach dem Eingriff auf Station versicherte, es sei alles im Plan wollte mich dann aber &#8222;<em>das ist so üblich</em>&#8220; lieber noch ne zweite Nacht. Ich will mich hier echt nicht beschweren, ich fühlte mich medizinisch meist wirklich gut aufgehoben, aber das mit der Kommunikation ist so ne Sache&#8230;</p>



<p>Die Wand schweigt.</p>



<p>Oktober ging dann trotzdem irgendwie ganz schnell. Trotz Pandemie schien es wieder &#8222;normaler&#8220; zu laufen. Wenigstens am Schreibtisch. Die Blicke auf die Wand wurden seltener,  weil der Screen davor wieder ausreichend Inhalt hatte. Und vielleicht auch, weil der Kopf dadurch nen Fokus hatte. Aus &#8222;vorübergehend zuhause Arbeiten&#8220; wurde irgendwas anderes. Ein neuer Status Quo. Nicht besser oder schlechter. Einfach anders. </p>



<p>Vermisst Ihr Eure Präsenzarbeitsplätze? </p>



<p>Ich vermisse den Küchentalk mit meinem Team, vermisse es &#8222;Dinge mitzukriegen&#8220;, ohne mir Informationen holen zu müssen, weil irgendwer eben darüber redet. Vermisse die gemeinsamen Mittagspausen. Gleichzeitig funktioniert das mit dem Arbeiten doch ziemlich smooth. </p>



<p><strong>November </strong></p>



<p><em>&#8222;Du musst Dich immer noch entmuten!&#8220;</em></p>



<p>Erinnert Ihr Euch an <em>&#8222;drei Monate kein Fahrzeug führen&#8220;</em>? Ich mich jedenfalls besser als ich will. Der Hausarzt meinte schon im August ganz direkt zu mir <em>&#8222;Holen Sie sich jetzt einen Termin beim Spezialexperten, der Ihnen dann die Fahrtauglichkeit wieder bescheinigt. Die sind schwer zu kriegen&#8220;</em>. Faszinierenderweise ging das problemarm und der Termin ist Ende November. </p>



<p>Dachte ich. Also&#8230; nee anders: An einem Montag im November gegen Mittag ist der Termin. Anrufe vor neun empfinde ich als störend. Anrufe vor neun &#8222;<em>Leider ist der Spezialexperte erkrankt</em>&#8220; empfinde ich als unglücklich machend. Neuer Termin Ende Dezember. Ja, geil. Der Spezialexperte hat anscheinend auch keine verfügbaren Spezialexpertenkolleg*innen und überhaupt. Nun. </p>



<p>Übrigens darf auch krankenversicherter Mensch hier den Spezialexperten selbst bezahlen, weil das keine Kassenleistung ist. Also alles andere schon, aber dafür&#8230; Na, ich will mich eigentlich echt nicht beklagen.</p>



<p>Komisch. Die drei Monate ohne Auto gingen ganz leicht. Trotzdem war der &#8222;verschiebe-Anruf&#8220; ein ziemlicher Stimmungskiller. Als hätte ich mich an diesem Termin festgehalten. Na ja. Hilft ja nix. Übertönt irgendwie aber auch alles, was im November sonst noch so war.</p>



<p>Die Wand steht jetzt zwischen meinem Auto und mir. </p>



<p><strong>Dezember</strong></p>



<p><em>&#8222;Wir können Deinen Screen sehen! JA, DAS AUCH!!&#8220;</em></p>



<p>Spektakuläre Änderungen werfen ihre Schatten voraus: Die Wand leuchtet jetzt bunt.</p>



<p>ICH WAR BEIM FRISEUR! Und fühle mich sogar halbwegs frisiert. Highlights, 2020-Style. Wenn die Kolleg*innen das im Videocall sogar wahrnehmen, sagt das ja auch was über Covid-Hairstyles aus. Überlege, ob meine Wand meinen Style mag. Wahrscheinlich isses ihr einfach egal.</p>



<p>Ach und: Können wir bitte endlich aufhören für jeden Scheiß ein Meeting zu machen? Teils sitze ich acht Produktiv-Stunden am Rechner und hab hinterher das Gefühl, nix getan zu haben als in Videocalls zu sitzen. Und ja, bestimmt gehört das auch dazu, aber effektiv geht an Stellen echt auch anders.  </p>



<p>Nach Weihnachten dann wirklich der Termin beim Spezialexperten. Testergebnis wie gewünscht. Yay! Test hätte meiner Meinung nach auch online und zuhause stattfinden können. Aber vermutlich ist der danebensitzende Spezial&#8220;<em>ich schalte den Computer jetzt ein</em> <em>[&#8230;] ich drücke jetzt auf Start</em>&#8222;experte einfach zu wichtig. Wäre für mich klarer Fall von &#8222;und <em>dafür </em>hab ich jetzt studiert?&#8220;&#8230;well. </p>



<p>Rechnung und Gutachten schicken sie mir dann zu. Danke.</p>



<p><strong>Jahreswechsel. Und trotz Pandemie und an-die-Wand-starren ist gerade mal alles fein. </strong></p>



<p><strong>Januar</strong></p>



<p>Ich sag jetzt nicht mehr, dass ich jemanden nicht hören kann. Ich unterstelle jetzt Absicht. Glaube je nach Gegenüber finden Gegenübers das mal mehr, mal weniger schnafte, aber irgendwie ist jetzt auch langsam mal genug mit Education für andere. Fühle mich einfach nicht angesprochen. Funktioniert in der Praxis verstörend gut und ich frag mich inzwischen echt, wie viel Content in Videocalls ich mitkriegen muss, und ob es nicht eigentlich viel schöner wäre, 3/4 der Teilnehmenden einfach random zu muten und zu gucken, was dann produktives passieren könnte. Gelegentlich ist der Blick an die Wand furchtbar attraktiv geworden.</p>



<p><em>&#8222;Können Sie mich hören?&#8220;</em></p>



<p>Überraschung? Ja. </p>



<p>Videocalls (privat, beruflich, whatever) als Sozialexperiment. <br>Ich fange an in Typen zu clustern.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der mit dem wechselnden Hintergrund (quasi die Fips-Asmussen-Variante). </li><li>Der mit dem Kind (abweisend)</li><li>Die mit den Kindern (zugewandt)</li><li>Der Abwesende (der nach 10 Minuten Meeting vergessen hat, worüber wir eigentlich reden, auf Ansprache erstmal hektisch den Entmute-Button sucht, aber dabei schon beginnt zu reden)</li><li>Die mit dem Kaffee (immer ein Getränk in der Hand. Glaube, das bin ich)</li><li>TBD</li></ul>



<p><strong>Februar</strong></p>



<p><em>&#8222;Seid doch alle mal ruhig&#8220;</em></p>



<p>Du kannst halt schon mit 12 Leuten im Videocall sitzen, aber ohne Moderation ist einfach nix. Und wenn alle durcheinander reden hörst Du halt 11x white Noise. Statt den Mute-/Unmute-Button des Mikros sind der &#8222;Kopfhörer-Aus&#8220;-Knopf und ich inzwischen beste Freunde. </p>



<p>Die Wand und ich sind inzwischen sowas wie alte Bekannte. Fast ein Jahr schon. Faszinierend. Gestern den Schreibtischstuhl heimgebracht im letzten März. Vorgestern war ich noch beim Auswärtsderby im Volkspark. Zwischen gestern und Vorgestern noch in voller Gewohnheit im Präsenzoffice. </p>



<p>Mal gucken, wie lange wir uns noch so anstarren. Meine Wand und ich. Wir haben uns aneinander gewöhnt. Hatten gute und schlechte Tage. </p>



<p>Die Rechnung vom Spezialexperten hab ich übrigens immer noch nicht.</p>



<p><em><a href="http://www.curi0us.net/blog/2021/02/12/homeoff/">Wie heißt eigentlich ein Internetausfall im Homeoffice? </a></em></p>



<p></p>

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		<title>Insomnia</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2020/01/30/insomnia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:28:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[22:00 Gute Nacht. Heute ist Tag X von Keineahnung. Mal wieder ein Versuch &#8222;vernünftig&#8220; und vor allem halbwegs früh einzuschlafen. Vermutlich nicht die optimale Startbedingung, wenn man gerade von ner 1,5 tägigen Auswärtsfahrt (ja, inkl. Schlaf) zurückkommt und im Kopf &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/30/insomnia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>22:00</p>



<p>Gute Nacht. Heute ist Tag X von Keineahnung. <br>Mal wieder ein Versuch &#8222;vernünftig&#8220; und vor allem halbwegs früh einzuschlafen. Vermutlich nicht die optimale Startbedingung, wenn man gerade von ner 1,5 tägigen Auswärtsfahrt (ja, inkl. Schlaf) zurückkommt und im Kopf noch irgendwas irgendwie sortiert werden will, von dem ich nicht mal weiß, was es ist. Aber&#8230; </p>



<p>00:31. </p>



<p>Das mit mir und dem Schlafen ist so ne Sache. Eigentlich geht (oder &#8222;ging&#8220;?) das ganz gut. Dachte ich bis neulich. Eigentlich werde ich irgendwann müde, leg mich hin, mach mir ein Hörbuch, Hörspiel, Podcast, Musik an und zZzzzgute Nacht. <br>Uneigentlich schlafe ich dann derzeit mit Glück 15 Minuten und bin wieder wach. HEY! Ohne Glück schlafe ich gar nicht, bin trotzdem wach. </p>



<p>01:17</p>



<p>Ja, na klar sollte ich nicht rumliegen und bloggen sondern rumliegen und versuchen zu schlafen. Aber wenn eins sich einfach hellwach fühlt bringen die geschlossenen Augen erstmal gar nix. Und wenn Hey der Kopf Hey irgendwie denken Hey will und Hey nicht so richtig Hey weiß, Hey, was? Hörbuch ist dann halt auch nix, weil sowieso nie weiter als bis zum zweiten Satz noch Kontext im Kopf entsteht. </p>



<p>09:25</p>



<p>Zerschlagen. Zerlegt. Neben dem nicht dann schlafen, wann ich es sollte und möchte kommen absolut nervige Fressflashs mitten in der Nacht. Drei Shortbread um halbzwei fühlen sich um neun halt auch an, als hätte man nen Elefanten im Bauch. Und ja, ich weiß, dass das dumm ist, aber mein mitten-in-der-Nacht-Ich &#8230;ach. <br>Und müde bin ich auch. Kein Wunder, letzte vitale Lebenszeichen gegen 02:00, dann mit dem Wecker wach geworden. <br>Das mit den Fressflashs passt auch super zum Plan, Abends &#8211; also eigentlich ab 21:00 keine Kohlehydrate mehr zu mir zu nehmen. Von Saft auf Wasser umgestellt, klappt perfekt. Hey Kekse. (Augenrollen)</p>



<p>11:11 </p>



<p>Könnte an sich auch direkt wieder schlafen gehen, wenn da nicht diese Bürosituation&#8230; <br>Und realistisch bin ich gegen Mittag wieder frisch wie ein Baby, gegen 17:00 hundemüde, dann wach, bis ca. 21:30, dann geh ich ins Bett und alles wieder von vorne. </p>



<p>Fun fact: Ich hab auch gerade gar keinen Appetit/Hunger, was vermutlich an dem Snack aus letzter Nacht liegt. Was dann dazu führt, dass ich heute tagsüber &#8222;zu wenig&#8220; essen könnte, was dazu führt, dass ich nächste Nacht wieder aufwache und Hunger&#8230;</p>



<p>13:51</p>



<p>Ich hab mich gezwungen und ordentlich Mittag gegessen. In der Hoffnung, dass ich mich gen Abend noch mal zu ordentlichem Abendessen zwingen kann und des Nachts dann keinen Hunger oder Appetit mehr habe. Schauen wir mal. </p>



<p>15:26</p>



<p>Mal wieder müde. Wenn ich mich jetzt hinlegen würde, könnte ich bestimmt super ein Nickerchen machen. Generell halte ich ja eh viel von der Powernapping-Idee, 20 Minuten Augen zu, ZACK erholt. <br>Aber die Umstände.</p>



<p>18:29</p>



<p>Feierabend aber noch weit weg von zuhause, die Müdigkeit schlägt gerade wieder zu. Kein Plan, wie lang ich die jetzt behalte und was später mit Schlaf wird&#8230;an U-Bahn-Schlaf ist dank Gedanken aber auch nicht zu denken. </p>



<p>19:50</p>



<p>Abendessenvorbereitungen laufen. Vielleicht klappts ja mit dem Plan wegen der Fressflashs. Hunger geht gerade, aber es geht hier schon lange nicht mehr um Hunger sondern um Vernunft. dafür bin ich mal wieder ausreichend frisch um gefühlt die Nacht durchzutanzen&#8230;Immerhin komme ich so nicht in die Gefahr, jetzt noch ein Nickerchen zu machen, dass mich nachher vom Schlafen abhält.</p>



<p>20:30</p>



<p>Ich hab eben &#8222;vernünftig&#8220; gegessen. War sogar lecker, ich musste es mir nicht reinzwingen, alles ist soweit gut. Das mit dem Hunger sollte später also kein Problem sein. Schwanke zwischen wach und schläfrig. Vermutlich schläfrig, bis ich im Bett gelandet bin, und dann ZACK wach. Mal schauen. Mein Kopf gibt auch Ruhe, keine komischen oder wirren Gedanken.</p>



<p>22:00 </p>



<p>Gute Nacht. Heute ist Tag X+1 von Keineahnung. Mal wieder ein Versuch &#8222;vernünftig&#8220; und vor allem halbwegs früh einzuschlafen. </p>

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		<title>Kein Vergeben. Kein Vergessen.</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2020/01/26/kein-vergeben-kein-vergessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 18:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 27. Januar 1945 &#8211; vor 75 Jahren &#8211; wurde das von den Nazis erbaute und betriebene Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. In Auschwitz wurden zwischen 1940 und 1945 irgendwo zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet. Weit überwiegend &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/26/kein-vergeben-kein-vergessen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Am 27. Januar 1945 &#8211; vor 75 Jahren &#8211; wurde das von den Nazis erbaute und betriebene Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. <br />In Auschwitz wurden zwischen 1940 und 1945 irgendwo zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet. Weit überwiegend Juden, aber auch Sinti, Roma, Homosexuelle, andere, die nicht in das Bild der Nazis passten.</p>



<p>Von Deutschen. </p>



<p>1,5 Millionen Menschen. Das ist etwas weniger, als Hamburg Einwohner hat. <br />Das ist 50 Mal das ausverkaufte Millerntor. </p>



<p>Einfach mal am Spieltag umgucken. Drüber nachdenken. Alle Menschen, die im Stadion sind. Tot. Einfach, weil es anderen Menschen so passt. </p>



<p>Einfach mal draußen zuschauen, wie zäh und langsam sich der Vorplatz leert.<br />Wie unfassbar viele Menschen <em>das </em>schon sind. Und das sind vielleicht zweitausend. Zweitausend von 1,5 Millionen. </p>



<p>1,5 Millionen. Weil sie was anderes glauben, weil sie anders sind, weil &#8230; ich weiß nicht, warum eigentlich. Ich kann es nicht verstehen. Ich kann es nur &#8230; nicht vergessen.</p>



<p>Wenn heute Menschen Flüchtlingsheime anzünden, weil darin Menschen leben die vermeintlich <em>anders</em> sind. Wenn Geflüchtete gejagt werden, weil sie <em>anders </em>sind&#8230; Dann sind die Motivationen dahinter wohl ähnliche. Auch deshalb dürfen wir alle Auschwitz und alles, was damit zusammenhängt nicht vergessen. </p>



<p>Wir haben die Verantwortung, dass es nicht noch mal passiert. </p>



<p>Alle. Du auch. </p>



<p>Am 27. Januar 1945  wurde das von den Nazis erbaute und betriebene Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit.  In Auschwitz wurden über eine Millionen Menschen von Nazis ermordet.</p>



<p>Wir haben eine Verantwortung. </p>



<p>Wählt keine Nazis! Gebt Nazis keine Reichweite! Redet nicht mit Nazis! </p>



<p>Ja, wer Nazis wählt ist selber einer. <br />Ja, auch aus Protest Nazis wählen, macht Dich zum Nazi.<br />Nein. Es gibt keine Entschuldigungen.  </p>



<p class="has-medium-font-size">Empfehlungen:</p>



<p><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)" href="https://www.arte.tv/de/videos/RC-018462/75-jahre-nach-der-befreiung-von-auschwitz/" target="_blank">Anschauen (Leider in Teilen nur noch bis heute verfügbar.)</a><br /><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Lesen (opens in a new tab)" href="https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/juedin-regina-steinitz-nazizeit-mein-liebling-auch-du-haettest-dein-maul-gehalten-li.5067" target="_blank">Lesen</a><br /><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Folgen! (opens in a new tab)" href="https://twitter.com/AuschwitzMuseum" target="_blank">Folgen!</a></p>



<p class="has-large-font-size">Kein Fußbreit den Faschisten. <br />Kein Vergeben. Kein Vergessen.</p>

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		<title>Freundschaft</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2020/01/21/freundschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 15:24:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Weil ich drüben gerade mal wieder was außergewöhnlich dummes und verallgemeinerndes zum Thema las, hier mal schnell mein Hot-Take auf Freundschaft. Freundschaft kann so viel sein Sich jeden Morgen ne Guten-Morgen-Nachricht schicken. Sich ein halbes Jahr nicht sprechen und dann &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/21/freundschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Weil ich drüben gerade mal wieder was außergewöhnlich dummes und verallgemeinerndes zum Thema las, hier mal schnell mein Hot-Take auf Freundschaft.</p>



<p>Freundschaft <em>kann </em>so viel sein</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Sich jeden Morgen ne Guten-Morgen-Nachricht schicken.</li><li>Sich ein halbes Jahr nicht sprechen und dann von 0 auf 100 in zwei Zeilen.<br>Und sich dann ein Jahr nicht sprechen.  </li><li>Arm in Arm am Strand liegen und in die untergehende Sonne gucken.</li><li>Auf fünf &#8222;Bist Du noch da?&#8220; nicht reagieren, weil es gerade nicht geht. Fünfmal nicht. </li><li>Beim Zehnten &#8222;Bist Du noch da?&#8220; ganz schüchtern und mit schlechtem Gewissen &#8222;glaube?&#8220; schreiben und da sein.</li><li>Zehn mal &#8222;Bist Du noch da?&#8220; schreiben. Oder zwanzig. Ohne Antwort. </li><li>Oder einundzwanzig. Und &#8222;Ich hör mal auf&#8230;Wenn Du kannst&#8230; melde Dich halt. Heute, morgen, wannauchimmer. Ich werde da sein.&#8220;. Und es so meinen.</li><li>Damit leben, dass die andere Schwächen hat. Und heimlich wissen &#8211; ich auch! Viel zu viele.</li><li>Angst davor haben, dass sie weg ist und gleichzeitig Angst haben, sich zu melden. </li><li>Sie in dem unterstützen, was sie wollen, erstmal unabhängig davon wie ich das finde. </li><li>Ihr ausreden wollen, was sie will, weil Gründe. Oder keine. </li><li>Da sein. Weil.</li><li>Nicht da sein, aus anderen Gründen. Oder weil ich woanders bin.</li></ul>



<p>Seid Ihr noch da? <strong>Wisst Ihr, was mich echt nervt? </strong><br>Diese &#8222;XY ist&#8230;&#8220;-Aussagen (und ja, bestimmt hab ich sowas auch schon mal gemacht/geteilt/lalala). Am besten die &#8222;ECHTE XY ist&#8230;&#8220;-Aussagen.</p>



<p>Freundschaft ist nicht SO UND SO. Meine Freundschaft zu x ist so. Meine Freundschaft zu y anders. Meine Freundschaft zu z ganz anders. Und das ändert sich. Das ist 2020 anders als 2015. <br>Und wird sich ändern. </p>



<p>Und vermutlich sehen x, y und z das auch komplett anders als ich. Weil sie das eben anders wahrnehmen. Weil sie sie sind und nicht ich. Weil ich was anderes in ne Freundschaft mitbringe (mich), als sie (sich). </p>



<p>Und ich hab keine Ahnung wie Freundschaft für ganz andere ist. </p>



<p>Ich hoffe ich bin für meine Freundinnen ein guter Freund. <br><br>Und irgendwie sind wir ja wohl auch deshalb Freundinnen, weil wir hoffentlich ganz gut zueinander passen. Weil es irgendwas gibt, was uns verbindet. Weil Zeit miteinander irgendwie in Momenten besser ist, als Zeit ohneeinander. </p>



<p>Aber ich kann, will und finde ich sollte auch gar nicht definieren, wie gut/schlecht irgendwelche Freundschaften von irgendwelche anderen für diese anderen sind. <br>Ich kann (und will?) vielleicht Freundschaften meiner Freundinnen bewerten. Oder es versuchen. Weil ich sie irgendwie kenne. Weil ich irgendwie merke ob das gut, schlecht oder gar nichts für sie ist. Vielleicht. Ich kann vielleicht sagen &#8222;XY verhält sich gerade nicht wie ein guter Freund&#8220;. <br>Aber dann&#8230; sind gute Freunde nicht die, die bleiben, wenn Du Dich gerade mistig verhältst? Die, die nicht beim ersten oder dritten Problem Reißaus nehmen? </p>

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		<title>Nachhaltigkeit &#8211; die Erste</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2020/01/18/nachhaltigkeit-die-erste/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2020 21:23:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hab hier ja angemerkt, dass ich mehr Mehrweg, weniger Plastik, mehr Stückgut, weniger Verpackungen versuchen will. Und dachte, ich schreib mal auf, was ich wie so mache, einmal weil das mir dann auch selber konstant Motivation verschafft weiter zu &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/18/nachhaltigkeit-die-erste/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Ich hab <a href="http://www.curi0us.net/blog/2020/01/02/2020-neustart/">hier </a>ja angemerkt, dass ich <em>mehr Mehrweg, weniger Plastik, mehr Stückgut, weniger Verpackungen </em>versuchen will. Und dachte, ich schreib mal auf, was ich wie so mache, einmal weil das mir dann auch selber konstant Motivation verschafft weiter zu machen, und auch, weil das Themen sind, bei denen ich Freund*innen fragen konnte und denke, dass vielleicht andere dann hier was lesen, was sie weiter bringt. Oder so. </p>



<p>Zwei Schritte zurück: Was ich schon lange versuche, ist beim Obst- und Gemüse-Einkauf auf Plastik zu verzichten. Eingeschweißtes Gemüse muss echt nicht sein und diese kleinen Plastiktütchen halte ich auch schon länger für verzichtbar. Mal ab davon wäscht man das Zeug doch eh noch mal ab, ob nun in der Tüte oder nicht. Was auch schon länger gut funktioniert sind Bio-Produkte, vor allem Milch und Eier. Bei Fleisch(-Produkten) versuche ich da schon länger drauf zu achten, möchte aber noch deutlich konsequenter werden. </p>



<p>Seit nem Jahr etwa findet sich außerdem ein Mehrwegbecher als ständiger Begleiter in meinem Rucksack, um bei meinem geliebten Coffee-to-Go weniger schlechtes Gewissen zu haben. </p>



<p>Ja, das sind alles kleine Babysteps und es geht viel besser, aber jeder Schritt zählt. </p>



<p>Seit ner Weile verwende ich außerdem statt Zahnpasta Zahnputztabletten (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="diese hier (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dm.de/denttabs-zahnputztabletten-fluoridfrei-p4260066813105.html?wt_mc=pdm.google.onlineshop.pla.Gesundheit.Zahnpflege.Zahnpasta.DENTTABS.4260066813105&amp;erid=Cj0KCQiA9orxBRD0ARIsAK9JDxTTzar6VK2zq6uS8ZiMytIuOVRqZZRuFxrY0baEYZ-aCKqZVbfSKN8aAqy2EALw_wcB&amp;hc_tid=10183206C4751PPC" target="_blank">diese hier</a>), hat gar nicht weh getan, kein Mikroplastik mehr im Mund, keine Plastiktube mehr wegwerfen.</p>



<p>Ganz neu ist bei mir jetzt der Verzicht auf Duschgel, Flüssigseife, Shampoo in Plastikflaschen. Ich hab mir letzte Woche Seife, Duschseife und festes Shampoo gekauft &#8211; alles kommt ohne eigene Plastikverpackung aus und ohne Mikroplastik. Ich war zugegeben etwas skeptisch, wie die Umstellung gelingen würde, weil meine Erinnerungen an Stückseife nicht gar so begeistert waren. Und weil mir das Konzept von Duschseife ehrlich gesagt noch irgendwie komisch vorkam. Aber guck &#8211; nach dem ersten Versuch damit war ich schlimm begeistert. Das Zeug scheint ziemlich ergiebig zu sein und ist in der Anwendung viel praktischer, als ich befürchtete. Die Seife kommt in ein praktisches Seifebeutelchen und hängt halt einfach in der Dusche rum. Beim Shampoo hab ich glaube ich bisher noch nen Hang zum Überdosieren. Die Gewohnheit mit flüssigem Shampoo ist ja, dass man .. na sagen wir mal nen Teelöffel (meine Haarmenge ist nicht sooo riesig) davon auf die Handfläche gibt. Bei dem jetzt eine Teelöffelmenge &#8222;erschäumen&#8220; ist glaube ich etwas irre. Am Ende braucht man jedenfalls ganz wenig und die Haare sind hinterher supersauber. Und gut riechen tuts auch noch. </p>



<p>Dazu kommt gerade noch Deocreme. Auch wieder ohne Verpackungsquatsch. <br>Kann ich aber an sich noch nix sagen, heute das erste Mal benutzt, in der Anwendung unproblematisch, aber der Tag war auch nicht besonders verschwitzt, wie das dann wirkt bleibt für mich noch abzuwarten.</p>



<p>Mal schauen, wie sich das alles in den Alltag einfügt. Ich bin jedenfalls bisher ziemlich zufrieden. </p>



<p>Das ganze Gedöns gibt&#8217;s zum Beispiel in Unverpackt-Läden. In Hamburg zum Beispiel bei <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Stückgut (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.stueckgut-hamburg.de/" target="_blank">Stückgut</a>. </p>



<p>Nächste angedachte Umstellungen betreffen Waschmittel und Geschirrspüler, muss ich mich noch ein wenig reinlesen. Aber bisher: Tut gar nicht weh, macht sogar eher Freude, wenn die Umstellung funktioniert. Und jeder Schritt bringt einen voran.  </p>



<p></p>

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		<title>Aber die Arbeitsplätze&#8230;</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2020/01/13/aber-die-arbeitsplaetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2020 15:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Klimawandel ist ein Ding. Ein wirkliches, aktuelles, echtes Ding. Ich schreibe jetzt nicht &#8222;Wir werden alle sterben&#8220; (doch), aber&#8230;wir werden alle sterben. Und wenn wir alle so weiter machen, eher früher als später. Und je jünger, desto wahrscheinlicher wird das, &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/13/aber-die-arbeitsplaetze/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Klimawandel ist ein Ding. Ein wirkliches, aktuelles, echtes Ding. Ich schreibe jetzt nicht &#8222;Wir werden alle sterben&#8220; (doch), aber&#8230;wir werden alle sterben. Und wenn wir alle so weiter machen, eher früher als später. Und je jünger, desto wahrscheinlicher wird das, was sich da jetzt so wandelt einen sehr direkten Einfluss auf das eigene Leben haben. </p>



<p>Das erklärt sowas wie Fridays for Future. Weil&#8230;klar, mit meinen hoffentlich noch 45-55 Jahren Restleben ist meine Perspektive schon noch eingeschränkter, als mit ner Laufzeit von hoffentlich noch 80-90 Jahren. </p>



<p>Ja, es gibt Gegenmeinungen, vorzugsweise im dummen Teil des politischen Spektrums, aber die ignoriere ich jetzt einfach mal, weil eh nicht wissenschaftlich fundiert oder motiviert. Nehmen wir also einfach mal an, dass sich alle einig sind, was den Klimawandel angeht. Wir <em>werden </em>alle sterben. </p>



<p>Wenn wir nix ändern.</p>



<p>Die Diskussionen darüber, was und wie wir ändern könnten laufen. De facto sehr viele. Und ganz oft bekomme ich in der Diskussion mit, dass wir ja &#8222;an die Arbeitsplätze denken müssen&#8220;. &#8222;Lösungen finden, die sozialverträglich sind&#8220;. Und ganz oft scheint diese Sozialverträglichkeit ungefähr so gedacht, dass diese Arbeitsplätze in Klimaschädlichen Jobs halt bleiben, bis die dort beschäftigten von ganz allein in Rente gehen. (Was passiert eigentlich, wenn das Rentenalter auf dem Weg dahin um 10 Jahre erhöht wird? Verlängern wir dann auch noch mal die Abbaugenehmigungen für Braunkohle?)</p>



<p>Und ganz grundsätzlich kann ich diese Perspektive auch komplett nachvollziehen. Ich hätte auch Angst, arbeitslos zu werden, ich hätte auch wenig Lust darauf, dass &#8211; weil ich halt irgendwann ne falsche Entscheidung was meine Spezialisierung angeht, die damals vielleicht noch gar nicht als falsch absehbar war &#8211; mein Job flöten geht, ich ggfs. in meiner Heimat sonst keine Arbeitgeber habe und mir jetzt aussuchen kann, ob ich bis zum Ende arbeitslos bin, oder mit Glück was neues, aber ganzwoanders finde, oder. Das ist subjektiv finde ich komplett legitim. </p>



<p>Aber es kann und sollte finde ich die Diskussion nicht dominieren. </p>



<p>Natürlich geht es auch darum, Veränderungen möglichst gut abzufedern. Aber &#8222;Weil Menschen dann ihre Arbeit verlieren, werden wir weiter mit Braunkohle Strom erzeugen&#8220; ist einfach ein sehr dummes Argument, wenn man über die nächsten 20 Jahre hinaus denken möchte. Die Adaption unseres Verhaltens an die natürlichen Rahmenbedingungen, innerhalb der wir uns eben bewegen (müssen), wird anstrengend. Und mit anstrengend meine ich teuer. Und wir werden verzichten müssen. Und uns einschränken. Und je später wir das verstehen und damit anfangen, desto warm und desto schneller werden wir alle.. na Ihr wisst schon. </p>



<p>Mal ab davon: Wir werden ja weiter Energie brauchen. Die Diskussion gab&#8217;s bei den AKWs ja so ähnlich auch schon. Was ist denn mit all den armen Säuen, die in der Atombranche arbeiten? </p>



<p>Wenn das ganze geschickt angestellt wird, entstehen doch an einem Ende Arbeitsplätze, die am anderen wegfallen. Umstieg auf Solarenergie, Windkraft, you name it &#8211; all das passiert ja nicht, ohne dass da Menschen Dinge machen &#8211; vulgo: Arbeiten. Und ja, natürlich ist das erstmal übel für die betroffenen, aber das kümmert die Natur halt leider komplett gar nicht. </p>



<p>Noch mal: Wir. Werden. Uns. Alle. Einschränken. Müssen. </p>



<p>Natürlich kann man sich über die Details austauschen, wer sich wo/wie einschränkt, aber wenn wir nicht endlich alle damit anfangen, wird das halt am Ende darauf hinauslaufen, dass es nicht 2-3° wärmer wird, sondern 4-6°. Und dann hatten wir alle vielleicht unsere Arbeitsplätze, aber danach wars das dann. Komplett. Mehr oder weniger.</p>



<p>Wir können auch genauso weiter jede Strecke im Flieger sitzen, (und die umweltbewussteren von uns: &#8222;Kompensieren&#8220;), oder wir können endlich anfangen weniger zu fliegen. Ja, das wird der Luftfahrtindustrie nicht passen, aber dafür haben wir vielleicht ne größere Chance, dass &#8222;Wir&#8220; (ja, &#8222;denkt doch an die Kinder!&#8220;) das zweiundzwandzigste Jahrhundert noch erreichen. Und ja, das bedeutet dann auch, dass &#8222;wir&#8220; nicht jedes Jahr drei Wochen Urlaub in der Sonne machen können. </p>



<p>Ist dann eben so. </p>



<p>Ich bin weit entfernt davon, perfekt zu sein oder perfekt zu handeln. Aber ein System, eine Welt, in der alle alles so weiter machen, wie bisher, macht es jedem einzelnen auch noch mal um Potenzen schwerer, sich &#8222;vernünftig&#8220; zu verhalten. Das fängt mit der Verfügbarkeit von umweltfreundlichen Produkten und hört mit der Nichtverfügbarkeit von Ökostrom noch lange nicht auf. Angeblich verlangt &#8222;Der Markt&#8220; doch jetzt schon nach mehr Ökostrom, als es Anlagen gibt, die sowas herstellen. Supersache, dann noch weiter an Braunkohle festzuhalten.</p>



<p>Fazit? Wir reden die ganze Zeit nur über die Abers. Nur über die &#8222;das geht nicht&#8220;, und wahrscheinlich schaffen wir es, die Aber-Diskussion so lange zu führen, bis eh alles egal ist. Vielleicht wollte ich auch einfach mal meine Genervtheit rauslassen. Danke fürs Zulesen. Weitermachen. Aber bitte nicht wie bisher.</p>

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		<title>2020 #neustart</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jan 2020 12:25:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jahresanfang. Ich halte wenig bis gar nichts, von so &#8222;Aufteilungen&#8220; eigentlich. Neujahr 2020 war auch nur der erste von einigen Mittwochen in diesem Jahr, der halt zufällig mal frei war. Und ich bin seit gestern niemand anders &#8211; oder eben &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2020/01/02/2020-neustart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Jahresanfang. Ich halte wenig bis gar nichts, von so &#8222;Aufteilungen&#8220; eigentlich. Neujahr 2020 war auch nur der erste von einigen Mittwochen in diesem Jahr, der halt zufällig mal frei war. Und ich bin seit gestern niemand anders &#8211; oder eben genau so anders, wie sonst auch, 24 Stunden später als zuvor. Weil irgendwie verändern wir uns doch dauernd. Ein wenig. Aber gestern noch 2019-curi und heute schon 2020-curi? Nee, wir sind uns schon reichlich ähnlich.</p>



<p class="has-medium-font-size">Was war?</p>



<p>Was war 2019? Im Rückblick hab ich immer das Problem, das die Dinge, die in den letzten Monaten waren präsenter sind, als die davor. Trotzdem mal der Versuch einer kurzen Zusammenfassung: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Mehr Fußball: Geht eigentlich schon 2018 los, aber ich war deutlich mehr auswärts. Und hab mir dann im Sommer auch noch die Auswärtsdauerkarte zugelegt. Nicht weil ich jedes-jedes-Spiel fahren wollte, aber schon&#8230;die meisten. Meistens (neben dem Platz) auch sehr gut, meistens (auf dem Platz) in 2019 leider gar nicht so. <br>Diese Pöbelbus-Crew ist schon ganz großartig.</li><li>Mehr Tierärztin: Nachdem im Frühjahr 2018 der Kater verstarb und die Katze an ihrem 1. Krebs (Milz) erkrankte, verbrachte ich viel zu viel Zeit mit der Katze bei Tierärztinnen. Nach dem Milz-Karzinom wurde ein Haut-Krebs diagnostiziert, der nach knapp einem Jahr, zwei Laser-Ops und einer Amputation dann besiegt schien. In der Nachuntersuchung zur letzten Laser-OP wurden dann doch Metastasen in der Lunge gefunden und ein paar Wochen später verstarb die kleine dann. Wenn man so will also &#8222;weniger Katze&#8220;. Hm. </li><li>Mehr Freundschaft: Irgendwie sind 2019 ein paar Menschen in mein Leben getreten oder präsenter geworden. <br>Manche einfach &#8222;nur&#8220; gute Menschen irgendwo da draußen, andere einfach richtig gute Freundinnen Tag für Tag. <br>Gerade das ist ziemlich toll. </li><li>Mehr Internetdingse: Hängt auch an dem Freundschafts-Thema, aber&#8230; mehr Menschen oder so Twitter-Dings-Ereignisse besucht, um Internetmenschen zu treffen. </li><li>Mehr Gelaber: Weiß gar nicht, ob &#8222;mehr&#8220; hier zutrifft, aber der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Millernton  (öffnet in neuem Tab)" href="http://millernton.de/" target="_blank">Millernton </a>läuft in seinem siebten Jahr (und irgendwie ist es Quasigestern, als wir in der Urbesetzung irgendwann 2013 im Fanladen sitzen und quatschen). Gute Sache, macht mir viel Freude und ich glaube, den Hörerinnen auch. </li></ul>



<p class="has-medium-font-size">Was wird?</p>



<p>Und nun 2020? Wird was anders? Na klar. Dauernd. <br>Einige Sachen hab ich mir vorgenommen, nicht als &#8222;Vorsatz&#8220; und nicht an Silvester, sondern einfach in den letzten Monaten.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Awareness: (Noch) mehr darauf achten, was/wie um mich rum passiert. Mehr versuchen, nicht selber Teil eines Problems sondern Teil einer Lösung zu sein. Dazulernen, was eigene Positionen und Privilegien angeht, und was das für mich und andere Bedeutet. Konstant an sich selber arbeiten, und anderen dabei Helfen. </li><li>Bewegen: Nachdem das mit dem Schwimmen vor Jahren mal ganz gut funktioniert hatte, war 2019 da irgendwie eher Mau. Drei bis fünf Versuche, aber Routine kam da nicht rein. Seit längerem &#8222;hätte ich gern&#8220; ein Fahrrad. Eher Renn- als Hollandrad. Aber die Dinger sind&#8230; teuer? Trotzdem&#8230; vielleicht klappt&#8217;s ja in 2020 mit dem neuen Rad und das dann auch in Benutzung bringen. Dazu mehr Rausgehen, was in 2019 schon anfing. Und so albern es ist, aber Pokémon Go ist ne klasse Sache, um sich zu motivieren mal 30 Minuten vor die Tür zu gehen. Vielleicht halte ich das ja in 2020 dann auch das ganze Jahr lang durch.  </li><li>Lernen: An sich gehört da auch die Awareness da oben zu. Mehr über mich, über andere, über Dinge die privat, beruflich, einfach so spannend und wichtig sind lernen. Ich möchte aktiv(er) Ziele formulieren und versuchen sie zu erreichen, als in den letzten Jahren. Möchte versuchen, meine Grenzen zu verschieben. Das wird bestimmt in Teilen anstrengend und führt zu Lernschmerzen. Aber ist nötig und wichtig. <br>Eins, zwei, drei konkretere Ideen hab ich dazu, wohin es gehen soll, aber das ist <em>hier </em>nicht der Ort um darüber zu reden.</li><li>Fußball: Die ADK hab ich ja oben schon erwähnt. Vager Plan für die Rückrunde ist, mal alles mitzumachen. Mal schauen. Aber Fürth ist schon gebucht, Kiel und Volkspark auch wegen der Nähe Nobrainer, Sandhausen ist geplant, Darmstadt und Karlsruhe kann, darf und will ich aus Gründen nicht ausfallen lassen, Hannover ist um die Ecke, Wehen wird der Sonderzug (ich brauch ein Ticket!!) und Bochum ist ne angenehme Fahrt. (Und ich rechne mit Gepöbel (sic) von der Pöbelbus-Crew, wenn ich jetzt kneife. Auch wenn Kiel und Volkspark und Fürth schon mal gar nicht im Bus&#8230; egal.)</li><li>Öko: Puh. Garnichtmal so einfach. Das ist auch so&#8217;n Lernding und ein Schmerzding dazu. Wir sind einfach fucking bequem, alle zusammen. Und es ist so so mühsam aus seiner Komfortzone zu treten. Aber hilft ja nix. Also: Weniger Fleisch (!! Das wird meine größte Challenge, weil Gemüse und ich&#8230; jedenfalls nicht die weltallerbesten Freundinnen sind), mehr Mehrweg, weniger Plastik, mehr Stückgut, weniger Verpackungen, mehr Bio. Und ganz allgemein weniger wegwerfen, mehr aufbrauchen.  </li><li>Weniger haben, mehr sein: Sehr abstrakt, aber ich würde gerne noch mehr Dinge aussortieren. Irgendwie steht so viel rum, und so wenig davon ist in Benutzung. Bewussteres kaufen könnte da ein Plan sein. Mal schauen. </li><li>Gestalten: Mal am Beispiel des Herzvereines &#8211; jemand in meinem Umfeld behauptet ja, es sei ein Mitmachverein. Und was 2019 mit einem Antrag auf der MV begann, geht dann 2020 in die Umsetzung des Antrags. Und das soll nicht nur dieser eine Antrag bleiben. Mal sehen, wo/wie ich mich noch einbringen kann/soll/darf, aber ich möchte weniger &#8222;eins müsste&#8220; sagen können und mehr &#8222;ich/wir mach/en mal&#8220;. </li><li>Freundinnen: Bleiben ganz wichtig. Und gehören zu fast all dem da oben irgendwie dazu. <br>Als Inspiration oder persönliche Influencerinnen, als Begleiterinnen, Kritikerinnen, Ratgeberinnen, mit offenen Ohren, als kein Blatt vor den Mund-Nehmerinnen, mir den Kopf waschenden, aus der Komfort-Zone schubsenden, in den Arm nehmenden.  <br>(Ich hoffe, die richtigen fühlen sich hier angesprochen: Danke! &lt;3)</li></ul>



<p>Achso, der Hashtag im Titel&#8230; #neustart <br>Auch so&#8217;n Gedanke, der&#8230; Mehr reinschreiben hier, vielleicht. Auch wenn viele Dinge, die mich beschäftigen und über die ich schreiben möchte vielleicht zu persönlich sind. Ist jetzt auch nicht das erste Mal, aber das Bewusstsein, dass ich diese Plattform hier habe und nutzen könnte behalten oder verstärken könnte was sein.</p>



<p>Keine Vorsätze, nur Gedanken, Wünsche, Pläne. Aber nun. <br>Und Ihr so?</p>

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		<title>Offene Fragen (unsortiert/random)</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2018/08/21/offene-fragen-unsortiertrandom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2018 13:38:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist wichtiger: Mitgefühl oder Verständnis? Warum lerne ich gefühlt nur noch Menschen von weiter weg kennen, die ich dafür dann zeitweise schlimm vermisse? Hab ich die guten Hamburger in meiner Reichweite schon alle durchgespielt? Wie viele Auswärtsfahrten wären wohl &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2018/08/21/offene-fragen-unsortiertrandom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --></p>
<ul>
<li>Was ist wichtiger: Mitgefühl oder Verständnis?</li>
<li>Warum lerne ich gefühlt nur noch Menschen von weiter weg kennen, die ich dafür dann zeitweise schlimm vermisse?</li>
<li>Hab ich die guten Hamburger in meiner Reichweite schon alle durchgespielt?</li>
<li>Wie viele Auswärtsfahrten wären wohl schöner, wenn das Spiel 3 Minuten vor Anpfiff abgesagt wird?</li>
<li>Wozu war dieser DFB-Pokal noch mal gut?</li>
<li>Warum ist die Äppelwoisituation in Hamburg so kompliziert? Und überhaupt, können wir im Stadion bitte Bembel statt Bier haben?<br />
Wäre auch super mit Blick auf #astraauskippen</li>
<li>Mag man eigentlich die Menschen oder die Aufmerksamkeit die sie einem schenken?</li>
<li>Wie oft muss man Ma..enschen erklären, wie man Emails nach Datum sortiert, bevor man ihren Rechner anzünden darf?</li>
<li>Könnte IKEA bitte eine Familienspur für Menschen, die im Gang stehen und diskutieren wollen und eine Fastlane für Menschen, die wissen was sie tun einführen?</li>
<li>Und warum sind die Auswärtsfahrten, bei denen ich die oben genannten Menschen besuchen oder wenigstens kurz sehen könnte alle erst im nächsten Frühjahr oder aus diversen Gründen nicht möglich?</li>
<li>Was bedeutet &#8222;vernünftig&#8220; eigentlich?<br />
Oft doch auch nur kompliziert für &#8222;tue nicht was Dich jetzt glücklich, sondern was Dich später vielleicht nicht unglücklich macht&#8220;.</li>
<li>Und wie oft macht einen diese Vernunft dann trotzdem jetzt und später nicht glücklich?</li>
<li>Kann es überhaupt vernünftig sein, auf seine Gefühle zu hören?</li>
</ul>
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		<title>Denkt doch an die Kinder</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2018/05/02/denkt-doch-an-die-kinder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 13:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[rant]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf &#8217;ne Art sind Fußballvereine ja emotional auch sowas wie die Kleinkinder der Fans. Alle um Dich rum interessieren sich irgendwie für Deinen Nachwuchs/Deinen Verein, was er gerade macht, was er kann, Erfolge, Misserfolge. Aber es fühlt sich immer eher &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2018/05/02/denkt-doch-an-die-kinder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --><br />
Auf &#8217;ne Art sind Fußballvereine ja emotional auch sowas wie die Kleinkinder der Fans.</p>
<p>Alle um Dich rum interessieren sich irgendwie für Deinen Nachwuchs/Deinen Verein, was er gerade macht, was er kann, Erfolge, Misserfolge.</p>
<p>Aber es fühlt sich immer eher so an, als würde da nur unqualifiziertes Gesabbel kommen. Mischen sich ungefragt ein, wollen mal Streicheln, erklären, wie sie was wahrnehmen, (anders!) machen würden.</p>
<p>Mal ehrlich: Die haben doch wirklich keine Ahnung.</p>
<p>„Die Niederlage am Wochenende war schon verdient, ne?“</p>
<p>„Lass mich. Das ist meine Entscheidung. Ich lass mir nicht in meine Erziehung reinquatschen und weiß eh als einziger, was am besten für…“</p>
<p>Oder so.</p>
<p>Erschwerend kommt bei Fußballvereinen dann ja noch dazu, dass diese im Gegensatz zu Kleinkindern auch noch polarisieren.</p>
<p>Dein Verein ist natürlich super. Der Beste. Welt.<br />
Aber andere werden Deinen Verein genauso intensiv doof finden, wie Du ihn gut. Wegen der Fans oder der Spieler oder der Führung. Wegen persönlicher Erfahrungen („damals, das Auswärtsspiel in&#8230; die Ordner waren schon scheiße und dann&#8230; die Anja, im Kindergarten. Hat mir nie die Tür aufgehalten, obwohl ich ihr immer was zu Trinken mitgebracht habe! So ne doofe Kuh!“). Oder einfach so. Wie bei Menschen. Wie bei Kindern. Man mag einfach nicht jeden. Hey, der X… wie der mich schon immer anguckt. Arschloch!</p>
<p>„Gefallen“ ist dann ja auch irgendwie keine allzu rationale Kategorie.</p>
<p>Und das wird dann eben auch artikuliert.<br />
Du bringst Dein Kind zum Kindergarten und bist gerade stolz wie Bolle, dass es sich heute ganz allein die Schuhe ausgezogen hat, die Hausschuhe an, die Jacke akkurat aufgehängt und lobst ihn: „Toll gemacht!“.<br />
Auftritt Karl Heinz, Vater von Susi, Kalle ist eigentlich ok (und vor allem: Wir mögen Susi!), heute aber mit dem falschen Fuß aufgestanden und „DAS DOOFE SCHEISSBLAG! DAS HAT DEN KLEIDERHAKEN ÜBERHAUPT NICHT VERDIENT! JETZT HAT SUSI KEINEN!“.</p>
<p>Umboxen (nur Karl Heinz, wir mögen Susi!) kann hier eine Lösung sein. Ist aber zivilisatorisch etwas negativ belegt und wird gerade von außenstehenden eher weniger toleriert. Wohin also mit den Emotionen?</p>
<p>Der moderne, medienaffine Mensch flüchtet sich dann eben in die sozialen Medien um sich über die Leistung des Kindes…der Mannschaft&#8230;also jedenfalls die Gefühle müssen raus. Karl&#8230;na Ihr wisst schon. Und vielleicht kann man Susi doch spontan noch etwas beiseite grätschen?</p>
<p>Dumm nur, dass man sich ein Netzwerk aus Eltern anderer Vereine aufgebaut hat, die natürlich (<em>verdammt</em>!) vieles auch noch unqualifiziert (siehe oben) kommentieren müssen.</p>
<p>Und dass Karl Heinz auch dabei ist. (Aber hey, wir mögen Susi! Umgrätschen!!)</p>
<p>Besonders dumm, wenn Dein Kindverein gerade eeecht ne schlechte Phase hat und Du – wenn Du ehrlich bist – ununterbrochen mit ihm schimpfen möchtest, aber aus pädagogischen und prinzipiellen Gründen (oder weil Du gerade nicht mehr die Kraft hast) eben doch nurn Schokoriegel hinlegst und „jaja, Papa hat Dich lieb!“ murmelst.</p>
<p>Oder zumindest nen Scheißtag hatte. Oder eigentlich der Erzieher schuld ist und man da einfach mal Dampf ablassen muss.</p>
<p>Aber Karl und Deine Freunde gucken Dir ja zu&#8230; und Deinem Verein. Und „mboah echt mal, der Kleine war ja letzte Klasse noch ganz gut, aber guck mal… hier Jacke auf’n Haken hängen reicht heute einfach nicht mehr aus, Versetzung gefährdet!“.</p>
<p>Und Du dann eben doch umboxen willst. Oder zumindest mal KLAR MACHEN MUSST, DASS DEIN KLEINER TROTZDEM SCHLAUER IST ALS SUSI! (auch wenn Susi ganz ok ist) UND SUSI DEN DOOFEN KLEIDERHAKEN GEFÄLLIGST DER SCHEISS SCHIRI IST SCHULD UND HÖRT DOCH MAL AUF IMMER ÜBER MEINEN VEREIN ZU LÄSTER&#8230;wartet.</p>
<p>Luft holen.</p>
<p>Geht’s wieder?</p>
<p>Eigentlich isses doch nur Fußball.</p>
<p>Irgendwie.</p>
<p>Wirklich. Nicht so wild. Nicht so ernst nehmen.</p>
<p>Sportlich bleiben.</p>
<p>Darf ich Karl Heinz jetzt endlich umboxen?<br />
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		<title>In welcher Welt&#8230;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 19:10:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Drüben bei Twitter tauchte die Frage auf, was &#8222;Links sein&#8220; ausmache. Was sind eure Ideen von und zu einer politischen Linken? Was macht für euch &#34;Links sein&#34; aus? &#8212; Tante Anna (@rosalaut) January 5, 2018 und wie ich so bin, &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2018/01/05/in-welcher-welt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --><br />
Drüben bei Twitter tauchte die Frage auf, was &#8222;Links sein&#8220; ausmache.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Was sind eure Ideen von und zu einer politischen Linken? Was macht für euch &quot;Links sein&quot; aus?</p>
<p>&mdash; Tante Anna (@rosalaut) <a href="https://twitter.com/rosalaut/status/949337505136087040?ref_src=twsrc%5Etfw">January 5, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>und wie ich so bin, hab ich dann erstmal einen Tweet darauf geschrieben, in dem ich versuchte kurz und knackig meine Position darzustellen.</p>
<p>Danach fing ich dann an nachzudenken.</p>
<p>Fing an, mich zu fragen, was für mich links ist. Ob ich mich als links empfinde, ob mir die Zuordnung zu &#8222;links&#8220; wichtig ist. Schließlich führte mich das zu der vermutlich für &#8222;linke&#8220; wie &#8222;rechte&#8220; unter und hinter ihrer Position stehenden eigentlichen Frage:</p>
<p>In was für einer Welt möchte ich leben?</p>
<p>Tjanun. Ich kann das beschreiben, ich kann Dinge und Umstände benennen, die mir wichtig sind. Ich weiß für viele der Sachen nicht, wie wir sie erreichen können, aber ich möchte dennoch einmal beschreiben, wie ich mir die Welt wünsche.</p>
<p>Kurze Antwort aus meinem Tweet:</p>
<p>https://twitter.com/Curi0us/status/949337856392212480</p>
<p>Lange Antwort:</p>
<p>Ich möchte in einer Welt leben, in der alle Menschen ganz grundlegend für sich selbst entscheiden können, wie sie leben möchten. Allein oder mit anderen, in welchen Partnerschaften und Beziehungen, mit oder ohne Kinder. In einer Welt, in der sexuelle Orientierung ein Thema ist, das ungefähr so spannend diskutiert wird, wie meine aktuelle Frisur. Schlicht hingenommen. für Teilnehmer sexueller Aktionen zwischen individuen relevant, für alle anderen einfach da. Lieb doch, wen Du willst.</p>
<p>Ich möchte in einer Welt leben, in der &#8222;die Gemeinschaft&#8220;, also wir alle, im Zweifel wichtiger ist, als das Individuum. In der also Dinge getan oder gelassen werden, weil es für &#8222;alle&#8220; besser ist, sie zu tun oder zu lassen. In der &#8222;für alle&#8220; Straßen gebaut werden oder Schulen. In der &#8222;für alle&#8220; Lehrende bezahlt werden, &#8222;für alle&#8220; Kinderbetreuung sichergestellt wird, &#8222;für alle&#8220; der Müll abgeholt wird, &#8222;für alle&#8220; Der Bus und die U-Bahn fährt. Auch wenn mir oder Dir oder Ihr oder Ihm nicht gefällt, wenn die U-Bahn dann vor seinem Haus hält. Und in dieser Welt müssen eben auch &#8222;alle&#8220; sich dafür einschränken. Sprich: &#8222;Alle&#8220; müssen zahlen. Wichtig ist, dass dabei die <em>persönliche</em> Individualität nicht eingeschränkt werden muss. Aber ich halte es für wenig Individuell sich eine U-Bahn freie Nachbarschaft zu wünschen. Das hat nichts mit dem Individuum zu tun, sondern viel mit dem Drumherum.</p>
<p>Ich möchte eine Welt, in der es um Ausgleich geht. Den Ausgleich von Möglichkeiten. Anders gesagt: Chancengleichheit.</p>
<p>Das fängt damit an, dass jede*r vergleichbare Bildung genießen kann, jede*r ohne Ansehen von Herkunft, Elternhaus, Haut- oder Haarfarbe etc. eine vernünftige Schule besucht (und dazu zählt für mich auch die Möglichkeit sich relativ sorgenarm weiter zu bilden. Ob nun per Ausbildung, Universität oder sonstwie). Heißt für mich: Bildung z.B. müssen &#8222;alle&#8220; finanzieren.</p>
<p>Ausgleich heißt aber auch, dass nicht alle gleich zur Finanzierung beitragen. Wer mehr hat, trägt mehr bei. Grundlegende  Idee dahinter ist, dass diese &#8222;mehr&#8220; seine Ursache ja darin hat, dass die Welt so ist, wie sie ist. Dass den Mehr habenden dieses Mehr durch die Gesellschaft ermöglicht wurde, und sie deshalb davon an die Gesellschaft auch zurückzahlen müssen.</p>
<p>Chancengleichheit heißt auch, dass alle (und zwar nicht nur am Tag 0 des Lebens) möglichst ähnliche Möglichkeiten bekommen, sich weiter zu entwickeln. &#8222;Weiter zu kommen&#8220;. Jede*r sollte eine realistische Chance auf Wohnraum haben. Jede*r sollte essen können, ohne Sorge, ob am nächsten Tag noch was da ist. Und zwar ohne dafür abgewertet zu werden. Ich glaube derzeit, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen hierfür eine wegweisende Möglichkeit sein könnte. Ich glaube nämlich nicht, dass Menschen aufhören produktiv zu sein, nur weil sie sich weniger Sorgen machen müssen. Zumal wir mittelfristig sowieso anfangen werden müssen, darüber nachzudenken, wie wir mit der fortschreitenden Automatisierung umgehen, ohne irgendwann immer mehr Menschen in der Gesellschaft zu haben, denen wir es trotz gesamtgesellschaftlichem Wohlstands und ohne Ressourcenknappheit nicht ermöglichen, ein menschenwürdiges Leben zu führen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob das BGE die optimale Lösung ist, aber der Grundgedanke, dass &#8222;für Essen, Wohnen und grundlegende Lebensumstände in positiv zumutbarer Weise gesorgt wird&#8220; gefällt mir. Und ich halte Hartz IV und ähnliche Werkzeuge da für den falschen Weg, schon allein weil so Bedürftigkeit produziert wird, weil so Ausgrenzung geschieht.</p>
<p>Ich glaube, dass so etwas, wie das BGE &#8222;ermöglicht, statt einzuschränken&#8220;. Dass Menschen so mit gutem Gewissen und gutem Gefühl Schaffen können, ohne (zu große) Sorgen zu haben. Du willst Malen? Male. Rechne damit, dass Du nicht reich wirst, aber lebe zu würdigen Bedingungen und sei glücklich. Du willst lernen? Lerne. Du willst handwerklich arbeiten? Arbeite! Du weißt nicht, was Du willst? Lebe.</p>
<p>Hartz IV schränkt ein. Sagt &#8222;Hier ist Dein Geld. Und jetzt handle, wie es sich *der Staat* wünscht. Bewirb Dich. Iß billig. Wohne heruntergekommen. Protokolliere Dein Handeln. Sei dem Staat gefällig&#8220;. Das möchte ich nicht.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass es uns allen schlechter geht, nur weil es jedem einzelnen gut oder zumindest aushaltbar geht. Ermöglichen wir, ohne einzuschränken.</p>
<p>Ich will eine Welt, in der dennoch Unterschiede existieren. In der für herausragende Leistungen belohnt wird. Ob nun durch Ansehen, Applaus oder mehr Geld. Ich glaube, dass für viele Menschen so Motivation geschaffen wird, über den Standard hinaus zu wachsen. Und ich bin davon überzeugt, dass das geht, ohne dass es denen, die am wenigsten haben schlecht gehen muss.</p>
<p>Ich will aber auch Ausgleich. Ich glaube nicht, dass jemand, der 10 Millionen verdient bessere Arbeit leistet, als jemand der 2 Millionen verdient. Umgekehrt: Ich glaube, dass leistungsfähige und motivierte Menschen zunächst nicht primär für die monetäre Entlohnung leistungsfähig und motiviert werden. Die irgendwann absurd werdenden Zahlen entstehen schließlich nicht aus der individuellen Motivation, sondern aus dem Wettkampf unterschiedlicher &#8222;Arbeitgeber&#8220; um die aus ihrer Sicht besten Kräfte. Will ich den gefühlt besten haben, muss ich mehr bieten, als sein jetziger Arbeitgeber.</p>
<p>Hier kann die Gesellschaft regulierend eingreifen. Maxima schaffen. Abschöpfen. Wie groß soll die Spreizung zwischen dem, was jeder bekommt und dem was der bekommt, der am Meisten kriegt sein? Hundertfach? Tausendfach? Ich weiß es nicht, aber darüber sollte man reden.</p>
<p>Ich will eine Welt, in der Rationalität wichtig ist. In der Beweise zählen. In der Wissenschaftlichkeit im Zweifel den Ausschlag gibt. In der das, was für &#8222;alle&#8220; gemacht wird (will sagen: Was die Gesellschaft bezahlt) auf Basis rationaler Argumente entschieden wird. (Ja: In der die gesellschaftliche Krankenversorgung sich darauf beruft, was evident &#8211; also beweisbar &#8211; den Zustand verbessert. Auf Zahlenbasis.).<br />
Eine Welt, in der Gefühle ernst genommen werden, weil sie uns (und ja, mich nervt das selber) menschlich machen. Aber wenn es um Entscheidungen für die Gesamtheit geht diese eben nicht auf faktenlosen Einzelpositionen basieren sollen.</p>
<p>Eine Welt, in der Entscheidungen pro oder contra Gentechnologie oder Teilchenbeschleuniger oder Weltraummissionen nicht auf Basis von rein esoterischen Positionen, sondern möglichst informierter Nutzen-Risiko-Abschätzungen getroffen werden. Eine Welt in der Grundlagenforschung wichtig ist und ernst genommen wird. Eine Welt, die nicht den Status Quo konservieren will, sondern nach Veränderungen strebt, nach mehr Wissen, mehr Können.</p>
<p>Ich möchte eine Welt, in der alle ihren Platz finden können. In der alle sich ernst genommen und akzeptiert fühlen. Ob sie nun gute Marktfoscher, gute Fußballer, gute Zuhörer oder gute Redner sind. Gute Freunde oder gute Esser. Eine Welt in der &#8222;All People are equal&#8220; nicht nur gesagt sondern gelebt wird.</p>
<p>Wen ich mag oder nicht ist meine Sache. Aber &#8222;Der Staat&#8220; oder &#8222;Die Gesellschaft&#8220; soll und muss jeden der ihren gleich mögen. (Übrigens führt mich das dann doch wieder zum BGE zurück: Wer Hartz IV &#8218;beantragt&#8216; fühlt sich sicher nicht gemocht. Weil wir alle das Gefühl geben, man läge damit der Gesellschaft auf der Tasche. Beim BGE.. hey, das kriegt jeder. Ich hab ja genauso eines, wie Du. Und wenn ich mehr habe, freue ich mich darüber.)</p>
<p>Ich möchte eine Welt in der wir alle viel mehr darüber reden, was uns glücklich macht und was uns weiter bringt. Und viel weniger darüber reden, was uns stört und nervt und und und. Viel mehr sagen &#8222;das ist toll&#8220; und weniger &#8222;das ist doof&#8220;. Viel mehr Freude daran, jemanden zum Lächeln gebracht zu haben, als sich selbst über jemanden zu erheben.</p>
<p>Ich möchte bestimmt noch viel mehr. Und bestimmt gibt es zu all den Gedanken da oben Menschen, die mehr wissen, mehr können, klügere Ideen haben. Und es heißt immer, die Linke würde immer nur einschränken. Du darfst dieses nicht sagen, Du sollst jenes nicht tun. Warum eigentlich? Ist das da oben nicht, bin <em>ich</em> nicht links?</p>
<p>Reden wir nicht darüber, was wir nicht wollen, reden wir darüber, was wir wollen. Reden wir darüber, was an unserer Welt alles toller und lebenswerter ist, als an dieser. Warum wir die besseren Ideen haben, als die.</p>
<p>Erzählt mal!</p>
<p>Ihr habt Blogs, hier gibt es Kommentare, es gibt soziale Medien. In welcher Welt wollen wir leben?</p>
<p>In welcher Welt wollt <strong>Ihr</strong> leben?<br />
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		<title>2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Dec 2017 21:11:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[war&#8230;durchwachsen. Irgendwie. Aber irgendwie auch ganz gut. Und irgendwie bestimmt auch nicht so gut, aber vielleicht wahrscheinlich bestimmt ist es schlauer, sich an das gute zu erinnern. Also los. Die Highlights in unsortierter Reihenfolge. Ein Wochenende in München mit unfassbar &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2017/12/23/2017/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --><br />
war&#8230;durchwachsen. Irgendwie. Aber irgendwie auch ganz gut. Und irgendwie bestimmt auch nicht so gut, aber vielleicht wahrscheinlich bestimmt ist es schlauer, sich an das gute zu erinnern.</p>
<p>Also los. Die Highlights in unsortierter Reihenfolge.</p>
<ul>
<li>Ein Wochenende in München mit unfassbar vielen unfassbar großartigen Menschen.<br />
Wahrscheinlich müsste und würde ich gerne mit ca. 20-40 von Euch mal ein Wochenende allein irgendwo am Lagerfeuer hocken und quatschen, aber das ergibt sich dummerweise nicht. Und die 20-40 Wochenenden am Lagerfeuer sind ja auch organisatorisch nicht so einfach&#8230;jedenfalls: DANKE! Ihr wisst, schon&#8230;Besonders die Couch-Crew und der Rest der MotelOne-Nacht-um-die-Ohren-Schlag-Hasen. #tkschland</li>
<li>Fest van Cleef im strömenden Regen. Mit einigen derjenigen von da oben. Vielleicht der beste nichtmusikalische Moment, als ich nach ner Stunde in der Gewinnschlange meinen Hauptpreis, einen &#8222;St. Pauli-Fans gegen Rechts&#8220; Aufkleber bekam. Zum Glück gabs noch Musik und tolle Menschen.</li>
<li>Der Auszug der nicht mehr Mitbewohnerin und immer noch besten Freundin. Wie viel Stress und Energie dieses Projekt auch gekostet hat, ein voller Erfolg.</li>
<li>Der <a href="http://blog.uebersteiger.de/millernton-fc-st-pauli-fan-podcast/" target="_blank" rel="noopener">MillernTon </a>insgesamt. Ein paar Folgen aber ganz besonders. Wenn Euch mal langweilig ist und &#8230; ach hört einfach rein. Die 39 mit Timo Schultz und die 49 zum Thema Handball in Ruanda. Und natürlich die erste Show mit echtem Publikum in den Fanräumen. Den Stress der Mikrofon-Rückkopplungsvermeidungs-Verkabelungs-Nummer vorher hat glaube ich keiner mitbekommen. Was wohl auch besser so ist. Danke an alle Hörer für den Support.</li>
<li>Glühwein in der List und Curry in Linden. #tkxmas</li>
<li>Ganz vielleicht die Hinfahrt zum tkxmas mit &#8222;<a href="https://elbblick.org/die-gucken-schon-s01e01" target="_blank" rel="noopener">Die gucken schon EP 1</a>&#8222;. Mal gucken, ob wir das fortsetzen.</li>
<li>Arbeiten. Ja, wirklich. Dieses &#8222;Genau so, genau das!&#8220;-Momente, in denen man weiß, dass man verdammt viel Glück hat, weil man etwas machen darf, dass einem wirklich immer wieder Freude bereitet. Mit einem tollen Team. Ich kann nicht in Worte fassen, wie wichtig mir das ist.</li>
<li>Der Moment, in dem der Fernseher plötzlich an der Wand hing, nach dem ich das ungefähr 12 Stunden lang mit falsch herum montierter Halterung nicht hinbekommen hatte. Erfolgserlebnisse regeln! (und da es hier nicht um negative Erlebnisse geht, belassen wir es jetzt dabei).</li>
<li>Potsdam im Frühjahr. Mit Pulled Pork, Singstar und Couch und schon wieder tollen Menschen.</li>
<li>Ich hab dieses Jahr das erste Mal überhaupt bewusst und mehrere Weihnachtskarten verschickt. Und alle scheinen sich gefreut zu haben. Schön, wenn man mit sowas kleinen für einen Moment ein Lächeln zaubern kann. Sollten wir alle viel häufiger machen.</li>
<li>Fußball. Sowas wie auswärts in Bielefeld 0:5 verlieren, und sich trotzdem über die Menschen, die man da gesehen hat freuen&#8230; Und die letzte Rückrunde war auch leicht phänomenal, von 18 auf 7. Fußball! (Aber die Ultras!!!)</li>
<li>Kino. Ich hab mir so ne Art Kinodauerkarte gegönnt und gehe plötzlich wieder häufiger. Was mich ziemlich freut, weil ich gerne ins Kino gehe und plötzlich mehr Gründe rein zu gehen habe, statt draußen zu bleiben. Nicht jeder Film ist super, aber das &#8222;ins Kino gehen&#8220; ist es.</li>
<li>Menschen. Ganz ganz viele kleine und große Momente. Telefonate, Treffen, Gespräche mit denen von Euch, die mir was bedeuten. Für &#8222;eigentlich hasse ich Menschen&#8220;, macht Ihr mir ganz schön viel Freude.</li>
<li>Lesebrille. Bei allem, was mit meinen Augen in 2017 schief lief, dieser Moment, in dem Du die neue Lesebrille aufhast und denkst &#8222;whut? So scharf war das früher? Oh&#8220;.</li>
<li>Twitter. Wie viele kleine, feine Momente dieser Nachrichtendienst einem bescheren kann. Einmal kurz lachen oder lächeln, weil man einen Tweet liest. Sich so oft für und mit anderen über Dinge freuen. Kindische Witze machen. Oder ein Ventil haben, wenn irgendwas gerade doof ist. Virtuell in den Arm genommen werden.</li>
</ul>
<p>Bestimmt vergesse ich hier unfassbar viel. Aber so als kleiner Reminder, was alles gut war. Das meiste davon lag an einigen bzw. ganz schön vielen von Euch. Danke dafür. Ich freu mich auf ein 2018 in dem ich Euch wieder sehe, oder überhaupt mal sehe. Mit Umarmungen und Gesprächen und Lachen und Lächeln und blöden Witzen und tiefgründigem und Katzen- und Hundebildern. Mit Auto- oder Bahnfahrten an Orte, an die keiner wollen will. Mit Euch.</p>
<p>Danke.<br />
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		<title>Und nu? Unsortiertes zum Spiel in Bielefeld</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2017/12/04/und-nu-unsortiertes-zum-spiel-in-bielefeld/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2017 17:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
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					<description><![CDATA[Auswärts in Bielefeld&#8230; Man soll ja das positive behalten&#8230;. Also: Was gut war Anfahrt mit netter Gesellschaft und ohne größere oder kleinere Katastrophen Erheiternd hilfloser Cop, der zwar die Einfahrt zum Almblick mit Kollegen zustellte, mir aber weder sagen konnte, &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2017/12/04/und-nu-unsortiertes-zum-spiel-in-bielefeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --><br />
Auswärts in Bielefeld&#8230;</p>
<p>Man soll ja das positive behalten&#8230;. Also:</p>
<p><strong>Was gut war</strong></p>
<ul>
<li>Anfahrt mit netter Gesellschaft und ohne größere oder kleinere Katastrophen</li>
<li>Erheiternd hilfloser Cop, der zwar die Einfahrt zum Almblick mit Kollegen zustellte, mir aber weder sagen konnte, ob geöffnet sei, noch wusste, was &#8222;der Almblick&#8220; überhaupt sei.</li>
<li>Einfaches auffinden der späteren Stadionbezugsgruppe vor der BarCelona.</li>
<li>Übereinanderstolpern mit anderen vor dem Stadion.</li>
<li>Überhaupt die Stadionbezugsgruppe. Ganz viel Liebe an die. Auch wenn Teile davon irgendwie zu spät und/oder anderswo rumstanden.</li>
<li>Galgenhumor.</li>
</ul>
<p><strong>Was nicht so gut war</strong></p>
<ul>
<li>Fußball</li>
<li>Dass Teile meiner Auswärtsbezugsgruppe (&#8222;Aber die Ultras!&#8220;) irgendwie ein Timingproblem hatten, weshalb ich sie nicht mehr in den Arm nehmen konnte.</li>
<li>Dass nach dem Spiel vermutlich keiner mehr Lust auf irgendwas außer &#8222;nach Hause&#8220; hatte.</li>
<li>Bielefeld.</li>
<li>Der Gästeblock in Bielefeld.</li>
</ul>
<p><strong>Was ganz übel war</strong></p>
<ul>
<li>Die Bielefelder Torhymne</li>
<li>Der Bielefelder Stadionsprecher</li>
<li>Das Abfeiern der Bielefelder Tore vom Bielefelder Stadionsprecher zur Bielefelder Torhymne.</li>
</ul>
<p><strong>Und sonst so?</strong></p>
<p>Naja. Die Weltfrage ist ja im Moment, woran &#8222;es&#8220; liegt. Es, dieses irgendwas, was da auf dem Rasen gerade passiert.</p>
<p>Systemfrage? Ich glaube inzwischen ehrlich gesagt nicht mal mehr, dass es daran liegt. Natürlich wäre es schön, wenn &#8222;die Mannschaft&#8220; den Eindruck erweckte, sie würden ein System spielen, in dem sich alle wohlfühlen, zurechtfinden, und zumindest in den meisten Momenten auch wissen, was sie tun. Aber derzeit wirkt es eher so, als hätten alle aus irgendwelchen Gründen Angst.</p>
<p>Berlin war echt noch guter Fußball, Regensburg zumindest nach dem 1:2 wieder ansehnlich. Aber Fürth und Bielefeld? Ui. Bis auf die 15 Minuten zu Beginn des Spiels in der Schüco-Arena (lautes husten) war das&#8230; ja, was eigentlich? Verunsichert? Faden verloren? Teilweise wirkte es später fast panisch. Viele Bälle in kritischen Zonen dem Gegner in die Füße, von Spielern, die es eigentlich besser können. Z.B. Flum, und Himmelmann mit sehr rätselhaften Unsicherheiten. Dass sich dann ein junger Spieler wie Zander anstecken lässt passiert dann eben.</p>
<p>Und nochmal: Klar könnte man die Systemfrage diskutieren, aber Du gewinnst Spiele eben nicht nur dank des Systems. Und für mich sieht da gerade vieles nach nem Kopfproblem aus. Woher diese Unsicherheit? Warum fällt alles auseinander, wenn der Gegner gerade mal drei Minuten Druck macht? Dass es &#8222;der Kader&#8220; auch anders kann, haben wir ja schon gesehen. Liegt das an der Negativserie? An den Erwartungen? Am Trainer?</p>
<p>Anderes Thema sind einige Personalentscheidungen, die ich nicht so recht nachvollziehen kann. Liegste auswärts hinten, brauchst irgendwie eigentlich einen Spieler, der nicht nur Ruhe reinbringt, sondern auch noch mal Schwung, und dann kommt Allagui? Ich will dem lieben Sami ja nichts, aber in seinen bisherigen Spielen für uns wirkte er auf mich jetzt not exactly wie ein Agressive Leader, der jetzt das Spiel drehen kann. Und je länger ich auf der Formulierung nachdenke, desto weniger Spieler fallen mir ein, denen ich das in unserem Kader überhaupt zuschreiben würde. Buchti und Lasse machen ab und an mal Alarm und versuchen mitzureißen, aber&#8230;naja, Mark van Bommel sind sie nun auch nicht gerade.</p>
<p>Trainerfrage? Hmm&#8230; Ich hab ja nichts gegen Trainerwechsel, wenn sie mir sinnvoll erscheinen. Aber nicht mehr ganz vereinzelte &#8222;Ewald Lienen&#8220;-Rufe im Block halte ich für kontraproduktiv, der hat uns zwar (mit Olaf Janßen gemeinsam) in der letzten Rückrunde den Arsch gerettet, aber.<br />
Oke sagte auf der JHV *)MV (Grüße an den Kollegen vom Magischen FC-Blog) nicht ganz zu unrecht, dass wir mit 7, 9, vielen Bundesliga-Trainern im Verein da so sportkompetent wie noch nie aufgestellt seien. Und ich glaube da schon dran. Oder will daran glauben, dass hier das Team, das unsere ersten Herren führt da Kompetenz genug hat. Auch um im Zweifel die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und letztlich ist es einfach auch so, dass Trainerwechsel im Mittel wenig bringen.</p>
<p>Aber.</p>
<p>Dann doch die Systemfrage: Ballbesitzfußball? 4-4-2? Mit <em>den</em> Spielern?</p>
<p>Wir konnten mal ganz gut &#8222;Die Null halten&#8220; und vorne half dann wahlweise der liebe Gott oder Aziz Bouhaddouz. Ersterer kann uns nicht leiden, zweiterer ladehemmt gerade kolossal, wenn er überhaupt auf dem Platz steht. Hm.</p>
<p>Und das mit der Null ist jetzt auch so &#8217;ne Sache. Und irgendwie wird es gefühlt jeden Spieltag etwas leichter, uns einen reinzumurmeln.</p>
<p>Erinnert sich noch eins an Stanis &#8222;Resetknopf&#8220;? Irgendwiesowas wäre gerade wohl nötig. Vergesst mal die Scheiße der letzten Spieltage. Besinnt Euch auf das, was Ihr doch könnt, eigentlich.</p>
<p>N. sagt, ich soll pöbeln.</p>
<p>Können wir den Stadionsprecher bitte in &#8230; welcher Fluss fließt eigentlich durch Bielefeld? Jedenfalls darin versenken? Alternativ auch einfach in einem Pool aus Vanillepudding? Und seinen Jingle gleich mit? DAS macht AGGRO! Ich verliere ja so schon euphemistisch gesprochen nur mittelbegeistert, aber dass ich mich spätestens ab dem 3:0 eher über diese SCHEISSSTADIONSHOWKACKE aufregte sagt einiges.</p>
<p>Über den Rest des Spiels pöbeln kann und will mir gerade nicht so gelingen. Ich bin (und war) nicht wütend. Eher hilflos. Was auch ungefähr meiner Interpretation der &#8222;Aufwachen/St. Pauli&#8220;-Rufe nach dem Spiel an die Mannschaft entspricht. Kommt raus aus diesem Tal, aber zügig, bitte. Ob nun durch aufwachen, Mut schöpfen oder Training ist mir eigentlich erstmal egal.</p>
<p>Nicht an spontane Leistungsexplosionen glaubend, hoffe ich nun dennoch auf ein reingemurmeltes 1:0 gegen Duisburg. Fürs Ego. Berappeln und dann mit etwas mehr Selbstvertrauen versuchen wieder Fußball zu spielen.<br />
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		<title>Unqualifiziertes gepöbel</title>
		<link>https://www.curi0us.net/blog/2017/11/22/unqualifiziertes-gepobel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Curi0us]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2017 13:49:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Jahn Regensburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Nervt mich ja kolossal, wenn jemand im Stadion die ganze Zeit motzt, und von mir aus sogar mit dem Gefühl der Motzigkeit meine aktuelle Stimmung trifft, aber dann so &#8222;DU MUSST RANGEHEN!&#8220; (nein, muss er nicht, weil dann hinter dem &#8230; <a href="https://www.curi0us.net/blog/2017/11/22/unqualifiziertes-gepobel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><!-- google_ad_section_start --><br />
Nervt mich ja kolossal, wenn jemand im Stadion die ganze Zeit motzt, und von mir aus sogar mit dem Gefühl der Motzigkeit meine aktuelle Stimmung trifft, aber dann so &#8222;DU MUSST RANGEHEN!&#8220; (nein, muss er nicht, weil dann hinter dem rangehenden Abwehrspieler ein Loch ist, und&#8230;moderner Fußball), &#8222;LAUF!&#8220; (nein, lauf nicht, weil Du gerade genau da stehst, wo Deine Position im System augenscheinlich ist), &#8222;IHR MÜSST DA HINLAUFEN UND MITHELFEN!&#8220; (nein, müssen sie nicht, weil dann Löcher&#8230;moderner Fußball).</p>
<p>Ich bin gemein und das ist bestimmt auf ne Art ableistisch weil &#8222;wenn die keine Ahnung von Fußball haben einfach mal das Maul&#8230;&#8220; und da ich jetzt auch keinen Trainerschein besitze, ist das hier gerade unqualifiziertes Gepöbel über unqualifiziertes Gepöbel, aber!</p>
<p>Es wäre halt schon nice, wenn zumindest so ein bisschen verstanden würde, warum/was/wie gerade passiert. Vielleicht.</p>
<p>Das war das eine.</p>
<p>Schauen wir mal auf den Rasen. Das rechtfertigt dummerweise für mich in Teilen leider fast schon unqualifiziertes Gepöbel. Regensburg? Gesehen? Nicht?</p>
<p>20 Minuten ist das auf dem Platz für mich kaum nachvollziehbar. Berlin war doch fußballerisch eigentlich meist ok. Sah gut aus, bis auf das Gegentor. (herrje. Gegentore nach Ecken/Standards? Kannste auch nicht mehr erklären.)</p>
<p>Aber Regensburg dann, hmmm.. Hühnerhaufen, und in der Offensive hohe Bälle, die an der kopfballstarken Regensburger Abwehr scheiterten. Sobota, Daehli, Allagui, Sahin alle irgendwie nicht die richtigen Spieler für die Taktik. Irgendwie. Zwei Gegentore Später warte ich innerlich eskalierend darauf, dass wir bis zur Pause 4:0 zurückliegen würden, damit ich mich äußerlich eskalierend amoklaufend&#8230;na, es kam ja anders.</p>
<p>Auswechslung Sobota vs. Aziz, das schätze ich so an Janßen, er sieht, was er verändern muss und kriegt das dann auch hin. Wir waren sehr oft nach der Pause besser, als vorher. Und dieser Wechsel passte zu (meiner) der Analyse des Spiels. Aziz kriegt hohe Bälle, macht die fest. Auswechslung Flum vs. Nehrig (verletzt) gefiel mir allein deshalb, weil ich mit Nehrig nichts anfangen kann. Kampfsau, richtig gute, aber das was er mit Ball macht&#8230; Ich hätte seine Frisur vom Haareraufen, wenn ich mehr Fußball gucken würde.</p>
<p>Jedenfalls nach den Wechseln liefs plötzlich. Drei Tore vor der Pause, davon zwei Abseits, davon eines nicht gegeben. Und das war völlig verdient, weil wir plötzlich Fußball spielten. Auch nach der Pause fand ich das/unser Spiel echt ansehnlich, und wenn die Jungs vorne dann nur ein biiiiisschen mehr Abschlussglück oder -Qualität haben, gewinnen wir das Ding.</p>
<p>Aber.</p>
<p>Kein Abschlussglück, zweite Halbzeit torlos, nichtmal ein ungegebenes Abseitstor wurde uns gegönnt, 2:2, ein Punkt, alles wie immer.</p>
<p>Warum kriegen wir gefühlt in jedem Spiel ein Tor nach einer Ecke? Quasi seitdem wir im <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt045-marketing-und-10-siege/" target="_blank" rel="noopener">MillernTon </a>darüber redeten, wie unwahrscheinlich Eckentore sind?</p>
<p>Warum können Trainer und Team wunderbar auf Gegner reagieren, aber man hat immer das Gefühl der &#8222;Nullmoment&#8220; bei Anpfiff gäbe es irgendwie eine Taktik die aber irgendwie&#8230;naja?</p>
<p>Warum spielen die jetzt diesen doofen Slime Song statt Antifa Hooligans (<a href="http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8902" target="_blank" rel="noopener">Lieblingsblog </a>hat die Antwort. Ich möchte dennoch unqualifiziert pöbeln)?</p>
<p>Warum kriegen wir Tore nach Ecken? I mean, hello? Kopfballherrscher Sobiech und so? DAS KANN DOCH NICHT SO SCHWER SEIN?</p>
<p>Schönes Tor übrigens, das von Sobiech.</p>
<p>Noch etwas Gepöbel: Hätten wir aus den letzten fünf Spielen (Die Region, Sandhausen, Aue, blöde Berliner, Regensburg) statistisch adequat Eckengegentore bekommen, hätten wir locker 4-6 Punkte mehr und wären nicht siebter sondern dritter.</p>
<p>Und hört mir auf mit dieser eigentlich ist alles ganz gut &#8211; Zufriedenheit.</p>
<p>JA, IST ES!</p>
<p>NAUND?</p>
<p>Es könnte besser sein. Deutlich. Und es wirkt so, als wären das nur ein, zwei, drei klitzekleine Schritte in der Entwicklung die unsere Mannschaft gerade durchmacht.</p>
<p>Ich will endlich raus aus dieser Drecksliga. Ich will nicht mehr nach Bielefeld, Bochum oder Sandhausen müssen.</p>
<p>&nbsp;<br />
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