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	<title>Daniel Bouhs</title>
	
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	<description>Journalist ∙ Producer</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:50:13 +0000</pubDate>
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		<title>Der Zufall hört mit</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 00:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Mediaanalyse ist für Radiosender überlebenswichtig - ihre Methodik allerdings fragwürdig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Mediaanalyse ist für Radiosender überlebenswichtig - ihre  Methodik allerdings fragwürdig.</strong></p>
<p><em>Veröffentlicht in<br />
<img class="alignnone" title="Berliner Zeitung" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/blz.gif" alt="" width="150" height="23" /></em> <em><br />
am 11. März 2010</em></p>
<p>Jetzt jubeln sie wieder, und diesmal sogar noch lauter als sonst. Gestern hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (MA) die neuen Hörer-Zahlen vorgelegt. Dem größten Privatsender, dem hessischen Radio FFH, war das sogar eine &#8220;Blitz-Meldung&#8221; wert, mit der er die Redaktionen bombardierte: &#8220;Zum 30. Mal Marktführer in Hessen!&#8221; Tatsächlich sind die Zahlen, vorgelegt im halbjährlichen Rhythmus, diesmal für die gesamte Branche äußerst erfreulich. Verlierer gibt es kaum, fast nur neue Bestwerte. Der Grund ist so einfach, wie die Jubelstöße durchschaubar sind: Zum ersten Mal berücksichtigen die Marktforscher nicht nur Hörer mit deutschem Pass, sondern daneben auch hierzulande lebende Ausländer. Zumindest, wenn sie aus EU-Staaten zugezogen sind.</p>
<p>Das Ergebnis: Insgesamt gelten nun in Deutschland 69 Millionen Menschen im weitesten Sinn als Radiohörer. Täglich schalten 58 Millionen das Gerät ein. Beide Werte stiegen um etwa drei Prozent, zurückzuführen eben vor allem auf die neue Datengrundlage. Sie wäre gewiss nochmals größer, wenn auch Migranten aus Ländern wie der Türkei oder dem sonstigen Nahen Osten mitgerechnet würden.</p>
<p>Die Methode aber passt trotz der längst überfälligen Erweiterung nicht allen in der Hörfunk-Szene, die in Deutschland so vielfältig ist wie in kaum einem anderen Land der Erde. Der Berliner Sender MotorFM, ausgerichtet auf eine vergleichsweise junge und mobile Zielgruppe, hat zwar mit den gerade vorgestellten Daten ebenfalls zugelegt. Ihn schalteten der vagen Statistik zufolge täglich 164 000 Menschen ein, was einem Plus von 37 Prozent entspricht. Markus Kühn, der Chef des Senders, hat dennoch gehörig etwas zu meckern.</p>
<p>Die MA-Methodik mache es Sendern wie MotorFM nicht einfach, sagt Kühn. Wie viele andere kleinere Sender, darunter auch das Berliner JazzFM, kritisiert er, wie die MA zu ihrer Erhebung kommt, die vor allem für die Preisverhandlungen mit den Werbekunden wichtig sind: Telefonisten klappern wie bei Wahl-Umfragen per Zufallsgenerator Anschlüsse ab. Entscheidend ist dann die Frage, welchen Sender der Befragte hört - und zu welchen Zeiten.</p>
<p>Das Problem, so Kühn: &#8220;Die MA-Telefonisten rufen ausschließlich auf Festnetz-Apparaten an. In unseren Hörer-Milieus haben viele aber gar keinen Festnetz-Anschluss mehr, sondern nur noch Handys.&#8221; Mit anderen Worten: Sender, die eine junge und meist auch konsumfreudige Gruppe an Hörern erreichen, werden derzeit von der MA bestraft. Profiteure dieses Mangels sind Sender, die es auf Familien oder Senioren abgesehen haben - vor allem viele ARD-Wellen. Ungerecht sei das, findet Kühn. Auch der Chef der privaten FFH-Gruppe, Hans-Dieter Hillmoth, fordert: &#8220;Die MA muss schleunigst auch Hörer per Handys abfragen, um das junge Publikum vernünftig zu erreichen.&#8221;</p>
<p>Das ist nicht das einzige Manko der MA. Gar nicht erfasst werden derzeit Webradios, die über keine Frequenz verfügen, sondern nur im Netz laufen. Von denen betreibt die ARD mehr als ein Dutzend. Auch Hillmoth hat großes Interesse an einer Überarbeitung der MA-Methodik: Neben dem Sender FFH und harmony.fm, einem Oldie-Kanal, betreibt er auch Planet Radio; zusammen erreichen sie laut aktueller MA täglich mehr als 3,5 Millionen Hörer.</p>
<p>Bei den Media-Agenturen, die Werbekunden vermitteln und so Einfluss auf die Existenz vor allem privater Sender haben, ist die MA &#8220;als Währung gesetzt&#8221;, moniert MotorFM-Chef Kühn. Wer von aber nur unzureichend abgebildet wird, bekommt weniger vom Werbekuchen ab. &#8220;Unser Glück ist, dass unsere Kunden nicht nur nach Quantität buchen, sondern Qualität suchen&#8221;, sagt Kühn. MotorFM ruft dennoch nach Alternativen - und bringt die &#8220;Radio-Uhr&#8221; ins Gespräch, die in der Schweiz bereits die Telefonabfrage ersetzt.</p>
<p>Für die Sender ist die Radio-Uhr ein kleines Wundergerät, das annähernd so funktioniert, wie die Quotenerhebung für die deutschen Fernsehsender: Marktforscher wählen nach einem fixen Schlüssel ein paar tausend Testpersonen aus und installieren bei ihnen die Radio-Uhren. Die Geräte registrieren, was um sie herum läuft und gleichen das mit dem ab, was erfasste Programme gerade senden.</p>
<p>Während für die MA derzeit allein das Erinnerungsvermögen der von ihr zufällig Angerufenen zählt, und die Sender das mit teils nervtötenden Image-Kampagnen just zum Befragungszeitraum befeuern, weist die Uhr Exakteres aus. FFH-Chef Hillmoth, der auch der Radiolobby im Privatsenderverband VPRT vorsteht, betont hingegen, die Radio-Uhr komme bisher nur in der Schweiz zum Einsatz, einem vergleichsweise überschaubaren Markt, und werde in einigen Regionen der USA getestet. Sie sei &#8220;noch nicht so weit ausgereift, dass sie für einen so komplexen Markt wie den unseren taugt&#8221;. Die MA in ihrer derzeitigen Form sei &#8220;der verlässliche Standard&#8221;, sagt Hillmoth. Die Erhebungsmethode müsse aber den &#8220;neuen Gegebenheiten&#8221; angepasst werden.</p>
<p>Wie schwer das werden könnte, erklärt Kühn, der mahnt: Jüngere Menschen seien es gewohnt, ihre Programme über Internet oder auf ihrem Handy zu hören. Die MA frage in ihren Umfragen aber nur danach, ob Radio gehört worden sei. &#8220;Jüngere Hörer assoziieren Radio mit dem Radiogerät. Wer im Web oder auf dem iPhone hört, der gibt häufig nicht an, dass er Programmen wie dem unserem folgt.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0311/medien/0010/index.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf berliner-zeitung.de</a></p>
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		<title>Bund und Länder streiten über Medienregulierung</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 16:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Medien-Staatssekretär des Ministeriums, Hans-Joachim Otto (FDP), griff die rheinland-pfälzische Staatskanzlei scharf an, die die Federführung für die Medienpolitik der Länder hat. "Ich vermisse bei den Ländern, insbesondere bei der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, das Bemühen um eine neue Medienordnung", sagte Otto bei einer Diskussion, an der sich auch der Chef der angegriffenen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), beteiligte. Der konterte mit den Worten: "Wir sind nicht auf einer grünen Wiese, auf der wir eine neue Welt entwerfen könnten."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Verbreitet vom<br />
<img class="alignnone" title="epd" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/epd.gif" alt="" width="78" height="44" /><br />
am 10. März 2010</em></p>
<p>Das Bundeswirtschaftsministerium streitet mit den Ländern über die Frage, ob die Medienaufsicht in Deutschland neu organisiert werden sollte. Der Medien-Staatssekretär des Ministeriums, Hans-Joachim Otto (FDP), griff am Mittwoch in Berlin die rheinland-pfälzische Staatskanzlei scharf an, die die Federführung für die Medienpolitik der Länder hat. &#8220;Ich vermisse bei den Ländern, insbesondere bei der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, das Bemühen um eine neue Medienordnung&#8221;, sagte Otto bei einer Diskussion, an der sich auch der Chef der angegriffenen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), beteiligte. Der konterte mit den Worten: &#8220;Wir sind nicht auf einer grünen Wiese, auf der wir eine neue Welt entwerfen könnten.&#8221;</p>
<p>Otto sagte, Fernsehen und Internet griffen heutzutage vielfach ineinander. &#8220;Die Regulierung bildet diese technische Entwicklung aber überhaupt nicht ab&#8221;, kritisierte er. Die jüngsten Novellen des Rundfunkstaatsvertrags seien lediglich ein &#8220;Klein-Klein und nicht der große Wurf. Mir fehlt die große Perspektive.&#8221; Otto forderte als ersten Schritt, neben den Privatsendern künftig auch ARD und ZDF, die bisher von ihren jeweiligen Rundfunkräten bzw. vom Fernsehrat beaufsichtigt werden, von den Landesmedienanstalten kontrollieren zu lassen. Es fehle eine &#8220;unabhängige Kontrolle der Öffentlich-Rechtlichen&#8221;, sagte Otto: &#8220;Deshalb ist in den vergangenen Jahren auch so viel schiefgelaufen.&#8221;</p>
<p>Stadelmaier bezeichnete die Regulierung als in vielen Bereichen zeitgemäß. Er erinnerte daran, dass die Landesmedienanstalten längst länderübergreifend zusammenarbeiteten. Auf die Gremien von ARD und ZDF wolle er nicht verzichten. Diese repräsentierten in ihrer Zusammensetzung die Gesellschaft. Ihnen komme eine andere Aufgabe zu als den Landesmedienanstalten.</p>
<p>In Deutschland sind die Länder für die Medienpolitik zuständig. Otto hatte bereits im November eine Neuordnung der Medienaufsicht gefordert. Er plädierte damals dafür, die Kontrolle von Medien- und Telekommunikationsunternehmen zusammenzulegen, um dem Zusammenwachsen dieser Bereiche Rechnung zu tragen. Der Staatssekretär setzt sich für eine gemeinsame Behörde ein, die für die Regulierung von Telekom-Firmen, privaten Sendern sowie ARD und ZDF zuständig sein soll. Stadelmaier nannte diesen Gedanken bereits damals &#8220;großen Unsinn&#8221;.</p>
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		<title>Döpfner: kein Interesse mehr an N24</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 13:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Axel Springer will erklärtermaßen expandieren, ein Kauf-Interesse am Nachrichtensender N24 bestehe aber nicht mehr. Die Vorstellungen von ProSiebenSat.1 hätten in Sondierungsgesprächen nicht überzeugt, so Döpfner bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verlags. Stattdessen setzt Döpfner große Hoffnungen in Tablet-PCs, wie das kommende iPad, warnte aber gleichzeitig vor Monopol-Tendenzen bei Apple. Er begrüße es, wenn im Segment der neuen Geräte ein Wettbewerb auch um Konditionen entstehe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Veröffentlicht auf<br />
<img class="alignnone" title="MEEDIA" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/meedia.gif" alt="" width="128" height="28" /><br />
am 10. März 2010</em></p>
<p><strong>Axel Springer will erklärtermaßen expandieren, ein Kauf-Interesse am Nachrichtensender N24 bestehe aber nicht mehr. Die Vorstellungen von ProSiebenSat.1 hätten in Sondierungsgesprächen nicht überzeugt, so Döpfner bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verlags. Stattdessen setzt Döpfner große Hoffnungen in Tablet-PCs, wie das kommende iPad, warnte aber gleichzeitig vor Monopol-Tendenzen bei Apple. Er begrüße es, wenn im Segment der neuen Geräte ein Wettbewerb auch um Konditionen entstehe.</strong></p>
<p>&#8220;Ich glaube, dass da eine sehr spannende Phase beginnt, die mit einem inhaltlichen Wettbewerb wie auch einem Wettbewerb um die Konditionen die Chance bietet, visuell attraktiven Journalismus anzubieten - und damit vielleicht auch das Internet in eine neue ästhetische und kreative Phase zu führen&#8221;, so Döpfner. Bisher hätten viele Webseiten ja &#8220;ausgesehen wie Flugblätter aus den siebziger Jahren&#8221;, sagte der Konzernchef weiter. &#8220;Da haben wir jetzt wirklich ganz andere Möglichkeiten, die wir schnell mit eigenen Angeboten nutzen wollen. Wir bereiten das vor.&#8221; Ob nun aber Bild oder Welt oder gar beide Titel zusammen den Start machen werden, wollte Döpfner noch nicht preisgeben.</p>
<p>Obwohl Döpfner auf dem iPhone einen großen Erfolg feiern kann und dort binnen eines Monats mehr als 100.000 Apps gegen Gebühr verkaufte, will er sich nicht allein an Apple binden. Im Gegenteil: Der Verlagsboss wünscht sich Wettbewerb. &#8220;Wir freuen uns, dass es bereits eine gewisse Wettbewerbssituation mit anderen Tablets gibt – ob mit Amazon, Microsoft oder Google&#8221;, so Döpfner. Ihn ärgert vor allem, dass sich Apple derzeit als Quasi-Monopolist auf dem Markt der Apps herausnehmen kann, zu entscheiden, welche Inhalte überhaupt an die Kundschaft kommen darf und welche nicht.</p>
<p>Wir erinnern uns: Apple hat etwas gegen erotische Inhalte auf seinem iPhone. Der US-Konzern sperrte für kurze Zeit die App des Stern ohne Vorwarnung, weil in einer Bildergalerie halbnackte Brüste zu sehen waren. Mit der Bild-App wiederum können die Nutzer das &#8220;Bild-Girl&#8221; durch Schütteln des Telefons Schritt für Schritt ausziehen. Doch so barbusig, wie die Girls schon in der gedruckten Bild daherkommen, sind sie auf dem iPhone nicht. Damit Apple die Bild-App nicht zensiert, leistet die Berliner Redaktion vorauseilenden Gehorsam – und legt Lichtblitze über die Oberweite der Damen.</p>
<p>Döpfner kündigte in Berlin für das laufende Jahr ein Wachstum im digitalen Geschäft an, ohne konkret zu werden. Der Springer-Verlag hat jedenfalls wieder die Möglichkeit, zu wachsen. Die Bilanz 2009 weist einen Rückgang der Verschuldung von 370 auf 193 Millionen Euro aus. Finanzvorstand Lothar Lanz erklärte dazu: &#8220;Axel Springer verfügt über erhebliche Spielräume zur Finanzierung des weiteren Wachstums&#8221;, auch weil die Kreditlinie bis 2010 auf 1,5 Milliarden Euro gesichert sei.</p>
<p>In jedem Fall nicht mehr im Sichtfeld sei jedoch der Newskanal N24. &#8220;Was N24 betrifft: nein!&#8221;, sagte Döpfner auf Nachfrage. &#8220;Die Vorstellungen und Konditionen, die man sich da bei eventuellen Veränderungen vorstellt, die haben uns in Sondierungsgesprächen nicht überzeugt.&#8221; Grundsätzlich wäre N24 aber eine sinnvolle Erweiterung des Konzerns. Döpfner kündigte an, stattdessen das eigene Geschäft mit Bewegtbildern ausbauen zu wollen.</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/dpfner--kein-interesse-mehr-an-n24_100026739.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf meedia.de</a></p>
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		<title>Sensationell schlecht</title>
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		<comments>http://www.daniel-bouhs.de/2010/03/10/sensationell-schlecht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 00:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Frankfurter Rundsch.]]></category>

		<category><![CDATA[ARD-aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[Deutsche Presse-Agentur (dpa)]]></category>

		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<category><![CDATA[Wolfgang Storz]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Studie wirft dpa und ARD ein Versagen in der Berichterstattung über die Finanzkrise vor. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Studie wirft dpa und ARD ein Versagen in der Berichterstattung über  die Finanzkrise vor. </strong></p>
<p><em>Veröffentlicht von<br />
<img class="alignnone" title="Frankfurter Rundschau" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/fr.gif" alt="" width="150" height="19" /><br />
am 10. März 2010</em></p>
<p>Als hätten Deutsche Presse-Agentur und &#8220;Tagesschau&#8221; nicht genug Probleme am Hals! Bei der dpa bereiten sie in Hamburg und Frankfurt gerade den Umzug nach Berlin vor. Und bei ARD-aktuell ist soeben der Versuch gescheitert, TV- und Onlineredakteure in einem Newsroom unterzubringen – weil die Kulturen nicht zusammenpassten.</p>
<p>Just in dieser Stimmung legt die Otto-Brenner-Stiftung nun eine Studie zur Frage vor, wie die Medien die Krise am globalen Finanzmarkt bewältigten und vor allem, ob sie das Grauen kommen sahen. Autoren sind der einstige FR-Chefredakteur Wolfgang Storz und der Kommunikationsforscher Hans-Jürgen Arlt. Sie testieren dem größten Newslieferanten und der Nachrichtensendung ein &#8220;eklatantes journalistisches Versagen&#8221;.</p>
<p>So werfen die beiden Autoren der dpa vor, sich bei der Finanzmarktpolitik der Interpretationslinie der Regierung derart zu folgen, &#8220;wie der Autofahrer im Nebel dem weißen Mittelstreifen&#8221;. Sie habe zudem &#8220;selten und wenn, dann nur unzureichend Zusammenhänge hergestellt&#8221;. Bei den abklopften Ausgaben von &#8220;Tagesschau&#8221; und &#8220;Tagesthemen&#8221; sei das ähnlich.</p>
<p>Vorwürfe, die sich die dpa nicht gefallen lässt. Sie reagierte mit einem ganzen Dossier. Storz und Arlt hätten bloß Zusammenfassungen im Ticker ausgewertet, also aktuelle Berichte, aber Analysen der Reporter und gesendete Interviews mit Experten einfach ignoriert, heißt es darin. Dort hätten sich indes sehr wohl bereits vor dem GAU des Banken- und Kreditwesens deutliche Hinweise auf drohende Krisen und deren Folgen gefunden. Die dpa belegt das mit zahlreichen Beispielen.</p>
<p>&#8220;Wir haben eben das Kerngeschäft der Agentur untersucht, das die Kunden als erstes im Blick haben&#8221;, sagt Storz. Ihm gehe es vor allem darum, das Material zu diskutieren, das die meiste Verbreitung in Zeitungen und auf Onlineportalen finde. &#8220;Und da hat sich ein Ausmaß an Unverständlichkeit gezeigt, dass mich überrascht hat.&#8221;</p>
<p>Das Ergebnis solle kein Bashing sein, sondern Grundlage für eine Diskussion. Die Printmedien hätten auch lange geschlafen und das Thema &#8220;Finanzkrise&#8221; erst gesetzt, als der Prozess schon in vollem Gange war. Sie seien aber Ende 2008 aufgewacht – im Gegensatz zu dpa und ARD, die &#8220;nicht aus ihrer Routine herauskamen&#8221;.</p>
<p>Die ARD will sich zu den Vorwürfen vorerst nicht äußern. Kai Gniffke, Chef der Redaktion ARD-aktuell, sagt, dafür müsse die Studie erst im Detail ausgewertet werden. &#8220;Ich kann heute nur sagen: Die Finanzberichterstattung vor und während der Krise war sicher für den gesamten Journalismus kein Ruhmesblatt.&#8221; Er sehe da aber &#8220;keine Sonderrolle&#8221; für &#8220;Tagesschau&#8221; und &#8220;Tagesthemen&#8221;. Storz bleibt dabei und spricht von &#8220;sensationell schlechten Sendungen und Berichten&#8221;.</p>
<p>Allerdings: Bei den Zeitungen war ebenfalls nicht alles rosig. Einzige Ausnahme: die Financial Times Deutschland. Hier sei, sagt Storz, auch vor dem Kollaps des Kapitalmarktes &#8220;ein Spektrum aus unterschiedlichsten Deutungen erkennbar gewesen, das andere Blätter nicht transportierten&#8221;. Nur die taz anfangs, so Storz. &#8220;Aber der ist in der Krise einfach die Kraft ausgegangen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/2403213_Berichterstattung-Finanzkrise-Sensationell-schlecht.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf fr-online.de</a></p>
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		<item>
		<title>Die zwei Seelen in Michelsens Brust</title>
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		<comments>http://www.daniel-bouhs.de/2010/03/05/die-zwei-seelen-in-michelsens-brust/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 00:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

		<category><![CDATA[EKD]]></category>

		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<category><![CDATA[NDR]]></category>

		<category><![CDATA[Uwe Michelsen]]></category>

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		<description><![CDATA[EKD-Ratsvize gibt Redaktionsleitung im NDR ab - viel zu spät.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>EKD-Ratsvize gibt Redaktionsleitung im NDR ab - viel zu spät.</strong></p>
<p><em>Veröffentlicht in<br />
<img class="alignnone" title="Berliner Zeitung" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/blz.gif" alt="" width="150" height="23" /><br />
am 5. März 2010</em></p>
<p>Fast fünf Monate schlummerte im NDR ein starker Interessenkonflikt, der erst jetzt aus dem Weg geräumt wurde: Uwe Michelsen war nicht nur Chef der Redaktion &#8220;Religion und Kirche&#8221;, sondern auch Teil des obersten Leitungsgremiums der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem EKD-Rat.</p>
<p>Weil sich diese Doppelrolle nicht mit dem Grundsatz der Unabhängigkeit im Journalismus vertrug, sollen Redakteure des Senders interveniert haben. Doch nichts geschah. Michelsen verordnete sich in dieser Zeit lediglich eine &#8220;absolute Totalabstinenz&#8221; zu EKD-Themen, wie er sich vom Evangelischen Pressedienst zitieren ließ. Erklären, wie er trotz der massiven Präsenz der eigenen Glaubensgemeinschaft im Sendegebiet den Job als Redaktionsleiter für Religionsthemen ausfüllen konnte, wollte er indes nicht: Eine entsprechende Anfrage ließ Michelsen unbeantwortet.</p>
<p>Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann vom Amt der EKD-Ratsvorsitzenden, rückte ihr Vize Nikolaus Schneider auf, während Michelsen wiederum seit vergangenem Sonnabend Stellvertretender Chef der protestantischen Exekutive ist. Damit hat erstmals in der Geschichte der EKD ein Journalist den stellvertretenden Vorsitz im Rat übernommen.</p>
<p>Im NDR ging es daraufhin wieder heiß her, wie auch in der Programmdirektion des Senders. Zusammen mit Michelsen beschloss die NDR-Führung, dass er seinen Posten als Chef der Redaktion &#8220;Religion und Kirche&#8221; aufgeben werde. Er selbst sagt, er habe sich keine bessere Lösung vorstellen können. Und ein Sprecher des NDR sagt, dass der Kirchenfunktionär nun seinen Posten räumen muss, sei in absolutem Einvernehmen mit dem Betroffenen entschieden worden. Er werde künftig nicht mehr mit Kirchenthemen in Kontakt kommen und stattdessen in der Abteilung &#8220;Dokumentation und Reportage&#8221; tätig sein.<br />
<strong><br />
Früher wäre besser gewesen</strong></p>
<p>Kritiker im Sender sagen, das hätte schon im Oktober geschehen müssen - oder viel besser noch früher. Immerhin leitete er auch die Arbeitsgruppe &#8220;Öffentlichkeitsarbeit&#8221; der Nordkirche mit. Vor zehn Jahren zitierte ihn bereits das Hamburger Abendblatt als Vorsitzenden des Medienausschusses der damaligen Nordelbischen Kirche. Michelsen forderte damals, die &#8220;auf Kommunikation ausgerichtete Kirche&#8221; müsse ihre Botschaft mit Hilfe des Internets verbreiten. Er war also schon zu dieser Zeit PR-Mann seiner Glaubensgemeinschaft und NDR-Kirchenberichterstatter in Personalunion.</p>
<p>Ungewöhnlich ist das alles freilich nicht. In den Sendern kollidieren immer wieder die Interessen der Redakteure mit ihren Arbeitsgebieten. So interviewt etwa ein Journalist des Bayerischen Rundfunks Top-Funktionäre des Deutschen Skiverbandes - steht aber zugleich seinem regionalen Skiverband vor. Und fast schon legendär ist der Fall Volker Angres: Der Leiter der ZDF-Umweltredaktion versorgte die Mainzer CDU in der hitzigen Debatte um ein geplantes Kraftwerk mit Argumenten. Schon damals übrigens empörte sich Nikolaus Brender - der nie parteiisch sein wollte und auf Druck einiger CDU-Politiker Ende dieses Monats seinen Posten als ZDF-Chefredakteur räumen muss.</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0305/medien/0035/index.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf berliner-zeitung.de</a></p>
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		<title>SID startet mit Video-Angebot durch</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 20:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[MEEDIA]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball-WM]]></category>

		<category><![CDATA[Michael Cremer]]></category>

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		<category><![CDATA[Sport Informations Dienst (sid)]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Stand heraus hat es der Sport-Informations-Dienst (SID) geschafft, einen profitablen Videodienst zu starten. Die Agentur, die bisher lediglich für Texte und Bilder bekannt war, stieg mit den nun auslaufenden Olympischen Spielen in diesen Markt ein – und lieferte prompt Sendern wie N24 und DSF zu sowie den Portalen von Spiegel, Focus, T-Online, dem Kicker und der Welt. Wie SID-Chef Michael Cremer MEEDIA bestätigte, wirft der Dienst trotz Einführungspreisen bereits Gewinn ab – eine Erfolgsgeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Veröffentlicht auf<br />
<img class="alignnone" title="MEEDIA" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/meedia.gif" alt="" width="128" height="28" /><br />
am 27. Februar 2010</em></p>
<p><strong>Aus dem Stand heraus hat es der Sport-Informations-Dienst (SID) geschafft, einen profitablen Videodienst zu starten. Die Agentur, die bisher lediglich für Texte und Bilder bekannt war, stieg mit den nun auslaufenden Olympischen Spielen in diesen Markt ein – und lieferte prompt Sendern wie N24 und DSF zu sowie den Portalen von Spiegel, Focus, T-Online, dem Kicker und der Welt. Wie SID-Chef Michael Cremer MEEDIA bestätigte, wirft der Dienst trotz Einführungspreisen bereits Gewinn ab – eine Erfolgsgeschichte.</strong></p>
<p>Cremers Lieblings-Video zeigt Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma bei ihrer Ankunft in Vancouver. Sie steht da noch im Flughafen und wird von drei Kameras umringt. ARD und ZDF sind dabei, aber unter den Mikros ist auch ein Neuling zu entdecken: der SID. Die 33-Jährige sagt, es sei &#8220;wichtig, dass ich mich auf die Spiele konzentrieren tue&#8221;. Ein Beitrag, der solide daherkommt und der auch auf vielen Onlineportalen zu sehen war. Cremer stößt nämlich mit seinem neuen Angebot auf viel Interesse.</p>
<p>Knapp 100 Beiträge hat SID-Images in den vergangenen Wochen aus Kanada abgesetzt - stets sowohl in der nötigen Qualität für Webportale und TV-Sender. Alle Beiträge sind zwischen zwei und drei Minuten lang. Sender können neben geschnittenen Filmen auch das Rohmaterial abrufen.</p>
<p>Damit das klappt, hat Cremer in einem ersten Schwung bereits gut eine Handvoll Mitarbeiter zu sogenannten Videojournalisten ausgebildet, die bisher lediglich als Textredakteure in die Tasten griffen. Sie haben gelernt, Kameras zu bedienen und ihre Aufnahmen an Laptops selbst zu schneiden und zu vertonen. Treibende Kraft war auch SID-Chefredakteur Timon Saatmann, der bis zum Jahreswechsel noch Sportchef von N24 war.</p>
<p>An den Olympia-Standorten Whistler und Vancouver war der SID mit drei eigenen Kamerareportern präsent. Zusätzlich nahm Saatmann ab und an die Kamera in die Hand. Außerdem tauschten die SID-Reporter ihr Material mit dem von zwei Videojournalisten der Agence France-Presse (AFP) aus. Der SID ist eine 100-prozentige Tochter der deutschen AFP GmbH und vertreibt sein Videomaterial über AFP-Server. Zusätzlich zum eigenen Material verkauft der SID auch DSF-Material (künftig Sport1) im Ausland.</p>
<p>Cremer sagte MEEDIA, der Dienst sei bereits profitabel - und das, obwohl die Abnehmer derzeit nur Einführungspreise bezahlen müssten. Ein Erfolg, der den Geschäftsführer beflügelt: Aus dem Testprojekt wird per sofort ein kontinuierlicher Dienst. Das nächste Großereignis, bei dem der SID starke Video-Präsenz zeigen will, steht zudem mit der Fußball-WM in Südafrika bereits in gut 100 Tagen vor der Tür. Cremer kündigte im Gespräch mit MEEDIA an, etwa 170 Videos von diesem Event zu liefern - ebenfalls in Kooperation mit dem Videodienst des AFP-Konzerns.</p>
<p>Für die WM rüstet Cremer weiter auf: Im März solle weiteren sechs SID-Agenturjournalisten der Umgang mit den Video-Kameras und der mobilen Schnitt-Technik beigebracht werden. Außerdem sollen noch im Februar zusätzlich zu den bisher drei Kamera-Sets des SID noch zwei weitere angeschafft werden. Künftig soll an jedem SID-Standort (Hamburg, Berlin, Frankfurt, München und in der Zentrale in Neuss bei Köln) mit Equipment ausgestattete Videojournalisten sitzen, die von ihren Terminen nicht nur per Text sondern auch in Bewegtbild berichten können.</p>
<p>Der SID kann allerdings meist nicht direkt über Wettkämpfe im bewegten Bild reportieren, weil ihm dafür die Rechte fehlen. Er will stattdessen Trainingsberichte, das Geschehen am Rande der Spielfelder und auf Pressekonferenzen liefern sowie Interviews mit Sportlern, Trainern, Managern und Funktionären. Um dennoch das Geschehen auf den Plätzen zu zeigen, baut der SID seine eigenen Fotos in die Beiträge mit ein, die für die TV-Ausstrahlung im Einzelkauf etwa 500 Euro kosten. Der SID bietet sie jedoch auch im Paket zu individuellen Preisen an.</p>
<p>Stolz ist Cremer vor allem auf einen Kunden: Servus TV in Salzburg. Der Privatsender hat zusätzlich zu den Nachrichtenbeiträgen individuelle Produktionen aus Vancouver und Whistler bestellt. Dafür sprechen die SID-Reporter die Themen mit den Salzburgern ab und setzten bei den Exklusivproduktionen auch einen Servus-TV-Windschutz auf dem Mikro ein.</p>
<p>Der Markt für Bewegtbilder ist vor allem im Internet eng. Wirklich durchgesetzt hat sich als Content-Lieferant bisher nur Reuters, weil die Nachrichtenagentur auf umfassendes Material zurückgreifen kann, das sie ohnehin für TV-Stationen produziert. Auf dem Markt versucht sich auch die AFP. Die dpa hat ein vor wenigen Jahren gestartetes Projekt weitgehend zurückgefahren und arbeitet derzeit an einem Nachfolger. Im Sport produzieren zudem Spiegel und Kicker gemeinsam &#8220;kicker.tv&#8221;.</p>
<p>Außerdem stellen Bild und Welt sporadisch eigene Sport-Filme ins Netz. Die Welt-Gruppe hat derzeit mit Christian Putsch zudem einen Mitarbeiter fest in Südafrika, der nicht nur für die Blätter und den Online-Auftritt schreibt, sondern auch als Videojournalist kleine Filme dreht.</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/sid-startet-mit-video-angebot-durch_100026519.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf meedia.de</a><br />
<a href="http://www.daniel-bouhs.de/tag/nachrichtenagenturen/" target="_self">» mehr Recherchen zu Nachrichtenagenturen</a></p>
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		<title>Verschärfte Regeln</title>
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		<comments>http://www.daniel-bouhs.de/2010/02/27/verscharfte-regeln/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 13:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

		<category><![CDATA[Bezahlsysteme]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Online-Auktionshaus Ebay will Kunden zu seinem Bezahlsystem Paypal drängen. Das Kartellamt ermittelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Online-Auktionshaus Ebay will Kunden zu seinem Bezahlsystem  Paypal drängen. Das Kartellamt ermittelt.</strong></p>
<p><strong></strong><em>Veröffentlicht in<br />
<img class="alignnone" title="Berliner Zeitung" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/blz.gif" alt="" width="150" height="23" /><br />
am 27. Februar 2010</em></p>
<p>Den mündigen Internetnutzer scheint es nicht zu geben - glaubt zumindest die Auktionsplattform Ebay. Anders lässt sich der jüngste Schritt des milliardenschweren Konzerns jedenfalls nicht erklären: Wer mal eben seinen Schallplattenspieler, sein betagtes Sofa oder seine alte wuchtige Fernseh-Röhre loswerden will, den zwingt Ebay neuerdings, den Käufern seinen eigenen Bezahldienst Paypal mindestens als Option anzubieten. Zumindest, wenn er noch kein Stammkunde ist. Warum? Weil das Unternehmen Käufer und Verkäufer vor Betrügern schützen und Vertrauen aufbauen will.</p>
<p>Zahlt ein Käufer sein neues Bügelbrett, den gebrauchten Videorekorder oder den Strampelanzug über Paypal, übernimmt Ebay die Haftung. Sieht der Strampler anders aus als beschrieben, platzt die Zahlung oder kommt das Paket gar nicht erst an, bekommt der geprellte Geschäftspartner sein Geld zurück. In einem Kosmos, in dem einander unbekannte Menschen handeln, will Paypal eine Art Vertrauensperson sein.</p>
<p>Das aber ist nur auf den ersten Blick ein selbstloser Service. Denn Ebay verdient bei Abwicklungen über seinen Dienst mit. Allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres setzte das Unternehmen mit Paypal knapp 800 Millionen US-Dollar um. Ebay-Boss John Donahoe hat den Dienst längst zum zweiten Kerngeschäft erklärt, der auch von Dritten genutzt werden kann. Wenn Ebay Privatnutzer dazu verpflichtet, den eigenen Dienstleister zu offerieren, will er dafür mindestens 1,9 Prozent des ersteigerten Kaufpreises abgreifen. Da läppern sich rasch auch Kleinstbeträge zu riesigen Summen.</p>
<p>Ebay kann sich dieses Diktat erlauben, weil sich im Netz monopolartige Strukturen herausbilden: Für fast jede Branche steht ein unangefochtener Marktführer - für Suchmaschinen Google, für klassisches Shopping Amazon und für Auktionen Ebay. Haben sie diesen Status erreicht, können sie die Regeln verschärfen.</p>
<p>Das versucht jetzt auch Ebay. Weil daran nicht jeder glaubt, regt sich Widerstand: Nutzer beschwerten sich beim Kartellamt. Das kündigte gestern an, den Vorgang zu prüfen. Vielleicht darf dann auch die Kundschaft wieder selbst entscheiden, wie sie ihre Geschäfte abwickeln will. Die Sache ist ziemlich einfach: Wer auf Sicherheit setzt und Paypal einer Direktzahlung vorzieht, der kann vermeintlich unseriösen Käufern schon jetzt aus dem Weg gehen, die sich dieser Möglichkeit verweigern.</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0227/seite1/0087/index.html" target="_blank">» zum Originalbeitrag auf berliner-zeitung.de</a></p>
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		<title>AFP-Präsident Louette wechselt zur France Télécom</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 13:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[epd medien]]></category>

		<category><![CDATA[Agence France Presse (AFP)]]></category>

		<category><![CDATA[France Télécom]]></category>

		<category><![CDATA[Nachrichtenagenturen]]></category>

		<category><![CDATA[Pierre Louette]]></category>

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		<description><![CDATA[Reformprozess der Nachrichtenagentur stockt - Neues Konzept für April angekündigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reformprozess der Nachrichtenagentur stockt - Neues Konzept für April angekündigt.</strong></p>
<p><em>Veröffentlicht in<br />
<img class="alignnone" title="epd medien" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/epd_medien.gif" alt="" width="150" height="23" /><br />
am 26. Februar 2010</em></p>
<p>Der Präsident der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP), Pierre Louette, hat überraschend seinen Abschied angekündigt. Er werde zur France Télécom wechseln, teilte Louette am 24. Februar mit. Dabei deutete er einen Zusammenhang seines baldigen Abgangs mit dem umstrittenen Reformprozess des AFP-Mutterkonzerns an, der ins Stocken geraten ist.</p>
<p>Louette wechselt zum April dieses Jahres zum größten französischen Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen. Den Angaben zufolge wird er in der Konzernleitung als Generalsekretär die strategischen Entwicklungen des Unternehmens leiten. Der 47-Jährige war seit Ende 2005 Président-Directeur Géneral der weltweit operierenden Agentur, die auch in Deutschland einen Dienst betreibt. Louette bereitete zuletzt eine Reform der AFP-Zentrale in Paris vor, die von der Regierung Frankreichs initiiert wurde.</p>
<p>Die AFP ist per Statut aus dem Jahre 1957 öffentlich-rechtlich verfasst. Sie arbeitet unter einem gesetzlichen Auftrag. Diese Konstruktion lässt sich mit den Staatsverträgen von ARD und ZDF vergleichen, wobei der Auftrag der AFP nicht bei den Landesgrenzen endet. Ihrer aktuellen rechtlichen Grundlage nach darf AFP kein Kapital bilden und auch keine langfristigen Kredite buchen. Kritiker dieses Modells, zu dem die französische Regierung ebenso zählen wie Louette, bemängeln, der AFP würden in Zeiten der neuen Justierung des Medienmarktes nachhaltige Investitionen erschwert.</p>
<p>Louette legte im März 2009 einen ersten Entwurf für die anstehende Reform vor. Sie sieht die Umwandlung der AFP in eine Kapitalgesellschaft vor. Einlagen sollten jedoch lediglich öffentliche Banken und Beteiligungsfonds tätigen dürfen. Zudem sollte ein Stiftungsrat die Unabhängigkeit der Redaktionen beaufsichtigen und eventuell sogar über ein Vetorecht verfügen. Louette warb für dieses Modell. Einige Abgeordnete des französischen Parlaments befürchteten hingegen, eine Kapitalgrundlage aus staatsnahen Mitteln könnte dem Ansehen der Agentur schaden.</p>
<p>Dieses Konzept stieß auch bei vielen Mitarbeitern der Agentur auf heftigen Widerstand. Mehrfach legten hunderte von ihnen für kurze Zeit aus Protest die eigene Arbeit nieder. Gewerkschaften befürchteten zudem, dieses Modell könnte schleichend zu einer Privatisierung des Konzerns führen und so die Unabhängigkeit der Redaktionen gefährden.</p>
<p><strong>Nachfolge noch nicht geklärt</strong></p>
<p>Louette teilte nun mit, der diskutierte Reformprozesses sei &#8220;der Hintergrund des Rücktritts&#8221;. Er sagte außerdem: &#8220;Ich denke, dass es einen neuen Präsidenten geben sollte, der die Pläne zur Reform und Entwicklung der Agentur vollendet, sie durch das Parlament bringt und sie in den nächsten Jahren umsetzt.&#8221; Derzeit arbeitet auf Wunsch des französischen Kulturministeriums ein Gremium aus Journalisten und Medienmanagern an einer neuen Version, die für April angekündigt wurde.</p>
<p>Wer auf Louette folgt, ist unklar. Den Nachfolger bestimmt der Verwaltungsrat. Ihm gehören acht Vertreter der französischen Presse an, zwei Vertreter des Rundfunks sowie drei Gesandte der französischen Regierung und zwei Vertreter der AFP-Belegschaft.</p>
<p>Die AFP setzte im Jahr 2009 weltweit gut 270 Millionen Euro um und beschäftigt etwa 1.200 feste Mitarbeiter. Etwa 110 Millionen pro Jahr führt der französische Staat der AFP per Abonnement zu. Diese Zufuhr ist gesetzlich verankert, aber auch umstritten. Nur zwei Tage vor Louettes überraschender Mitteilung hatten die deutschen Nachrichtenagenturen ddp und DAPD bei der EU-Kommission eine Beschwerde eingereicht, weil AFP aus ihrer Sicht illegale Subventionen erhalte, die den Wettbewerb verzerrten (epd 14/10).</p>
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		<title>Mehr Gehalt für alle ddp-Mitarbeiter</title>
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		<comments>http://www.daniel-bouhs.de/2010/02/25/mehr-gehalt-fur-alle-ddp-mitarbeiter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[MEEDIA]]></category>

		<category><![CDATA[Cord Dreyer]]></category>

		<category><![CDATA[Deutsche Presse-Agentur (dpa)]]></category>

		<category><![CDATA[Deutscher Auslands-Depeschendienst (DAPD)]]></category>

		<category><![CDATA[Deutscher Depeschendienst (ddp)]]></category>

		<category><![CDATA[Froben Homburger]]></category>

		<category><![CDATA[Martin Vorderwülbecke]]></category>

		<category><![CDATA[Nachrichtenagenturen]]></category>

		<category><![CDATA[Personalpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Peter Zschunke]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Vorderwülbecke hat zur Abwechslung positive Nachrichten für seine Leute im Gepäck: ddp-Redakteure erwarten Prämien und Gehaltserhöhungen. Außerdem will er in seiner Agentur-Allianz zehn neue Stellen besetzen, darunter Korrespondenten-Plätze. Mit dem neuen Gruppen-Chefredakteur Dreyer, der früher kommen darf als erwartet, will er "einen Nachrichtenanbieter von Weltniveau" formen. Der Druck auf die dpa erhöht sich - sie bekommt indes selbst Top-Leute wie Homburger und Zschunke eher als geplant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Veröffentlicht auf<br />
<img class="alignnone" title="MEEDIA" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/meedia.gif" alt="" width="128" height="28" /><br />
am 25. Februar 2010</em></p>
<p><strong>Martin Vorderwülbecke hat zur Abwechslung positive Nachrichten für seine Leute im Gepäck: ddp-Redakteure erwarten Prämien und Gehaltserhöhungen. Außerdem will er in seiner Agentur-Allianz zehn neue Stellen besetzen, darunter Korrespondenten-Plätze. Mit dem neuen Gruppen-Chefredakteur Dreyer, der früher kommen darf als erwartet, will er &#8220;einen Nachrichtenanbieter von Weltniveau&#8221; formen. Der Druck auf die dpa erhöht sich - sie bekommt indes selbst Top-Leute wie Homburger und Zschunke eher als geplant.</strong></p>
<p>Bei den Nachrichtenlieferanten dreht sich das Personal-Karussell weiter: Die Agentur-Allianz ddp/DAPD hat bekanntgegeben, dass ihr neuer Gruppen-Chefredakteur Cord Dreyer bereits zum April antreten wird. Nach MEEDIA-Informationen dürfen im Gegenzug die beiden DAPD-Vizes Froben Homburger und Peter Zschunke zum Juli zu dpa wechseln, wo Dreyer herkommt.</p>
<p>Ursprünglich sollte Dreyer erst im August die Fronten wechseln. Der 47-Jährige ist derzeit Chefredakteur und Geschäftsführer der Finanzagentur dpa-AFX. Er wird beide Funktionen bei der frisch geschmiedeten Agentur-Allianz ddp/DAPD besetzen - ergänzend zu den Chefredakteuren Joachim Widmann (ddp) und Peter M. Gehrig (DAPD). Von einem &#8220;Chefredakteurs-Triumvirat&#8221; war bereits bei der ersten Ankündigung dieser Personalie die Rede. Neben Dreyer bleiben zudem Franz Maurer und Agenturinhaber Martin Vorderwülbecke Geschäftsführer der Agenturen.</p>
<p>In einem internen Memo an die Belegschaft, das MEEDIA vorliegt, kündigte Vorderwülbecke an, Dreyer werde gemeinsam mit Widmann und Gehrig sowie den Mitarbeitern &#8220;eine zukunftsweisende und wettbewerbsfähige Gesamt-Strategie für DAPD und ddp&#8221; entwickeln. Vorderwülbecke notierte weiter, beide Redaktionen würden dafür &#8220;in einzelnen Bereichen verstärkt&#8221;. So sollen insgesamt zehn Stellen besetzt werden, unter anderem um &#8220;durch Kündigungen entstandene Lücken zu schließen&#8221;.</p>
<p>Nach MEEDIA-Informationen fallen vier dieser Stellen dem ddp zu, davon zwei am Desk, eine im Vermischten und eine im Spätdienst - drei davon waren allerdings bereits im Sommer ausgeschrieben, aber nie besetzt worden. Dem DAPD werden sechs Stellen zugeschrieben: Drei in der Inlandsredaktion sowie drei im Ausland, darunter Korrespondenten-Stellen in Brüssel und London. Außerdem soll der DAPD nach Jahren der Auszeit wieder Volontäre ausbilden.</p>
<p>Diese Nachrichten haben jedoch auch eine Schattenseite: Beim DAPD wurden seit Übernahme durch Vorderwülbecke und dessen Partner Peter Löw im Dezember etwa 40 Mitarbeitern gekündigt, darunter den meisten Fotografen und - mit einer Ausnahme - dem kompletten Schweizer Dienst. Gerade traf es zudem noch sechs weitere Mitarbeiter, darunter vier Vertriebsmitarbeiter des DAPD-Foto-Dienstes (sie sollen künfitg für ddp images arbeiten) sowie zwei Redaktions-Assistenten. Außerdem wanderten bis dato zwölf Mitarbeiter freiwillig ab, viele davon zu dpa. So auch die beiden Stellvertreter von Chefredakteur Gehrig, Homburger und Zschunke.</p>
<p>Wie MEEDIA erfuhr, dürfen sie als Teil des Dreyer-Deals statt zum Jahresende jetzt bereits zum 30. Juni zu dpa wechseln - und damit pünktlich zum Start der neuen dpa-Zentralredaktion in der Berliner Axel-Springer-Passage. Homburger wird dort das neue Top-Themen-Ressort leiten, das die Berichterstattung der wichtigsten aktuellen Themen über Redaktionsgrenzen und alle Mediengattungen hinweg koordinieren soll. Zschunke wird Chefkorrespondent des ebenfalls neuen Netzwelt-Ressorts.</p>
<p>In seinen jüngsten internen Schreiben kündigte Inhaber Vorderwülbecke für die Zukunft seiner Agentur-Allianz an, die Kombination aus einer &#8220;profilierten, Leser-orientierten Inlandsberichterstattung und einem im deutschen Agenturmarkt einzigartigen Auslandsangebot&#8221; werde der Gruppe &#8220;großartige neue Marktchancen&#8221; eröffnen. Die Kunden erwarte künftig &#8220;im Inland wie im Ausland eine breitere und vertiefte Berichterstattung in allen Ressorts&#8221;, darunter &#8220;mehr Hintergründe, mehr Analysen und deutlich mehr exklusive Geschichten&#8221;.</p>
<p>Wie bereits Anfang Februar bekannt wurde, soll der ddp dafür die Basis-Berichterstattung aus dem Inland liefern, wie bisher also. Die Reporter des DAPD (ehemals AP-Deutschland) teilt Vorderwülbecke derzeit in zwei neue Gesellschaften auf: DAPD-International für Basis-Berichte aus dem Ausland, die sich vor allem aus den lizensierten Meldungen der US-Agentur Associated Press speisen sollen, und DAPD-&#8221;Korrespondenz und Recherche&#8221;. Diese Redaktion soll Inlands- und Auslandsberichte von ddp und DAPD mit eigenen Recherchen, Hintergründen und Reportagen ergänzen. Die klassische Inlandsberichterstattung, die DAPD bisher zusätzlich zu dem ddp-Angebot liefert, fällt dann weg.</p>
<p>Jetzt sprach Vorderwülbecke angesichts der neuen Allianz von einem &#8220;gesteigerten Selbstbewusstsein&#8221; seiner Gruppe. Er bat seine Mitarbeiter &#8220;herzlich um Geduld&#8221;, bis das neue Konzept stehe. Das sollte in ersten Überlegungen bereits Ende Februar vorliegen. Der neue Chefredakteur Dreyer will jedoch selbst daran arbeiten. Damit dürfte es noch bis Ende April oder gar Anfang Mai dauern, bis sowohl die Mitarbeiter, aber auch die Kunden bei Zeitungen und Sendern wissen, was auf sie zukommt. Der Eigentümer ließ sein Personal wissen, sie hätten &#8220;gemeinsam die Chance, einen neuen schlagkräftigen und wettbewerbsfähigen Nachrichtenanbieter von Weltniveau zu formen&#8221;.</p>
<p>Die Mitarbeiter des ddp immerhin dürfen etwas Erleichterung spüren: Vorderwülbecke stellte ihnen per Memo höhere Gehälter in Aussicht. Vom Oktober 2010 an sollen alle ddp-Gehälter, die anders als bei den Ex-AP-Mitarbeitern deutlich unter Tarif liegen, um 1,5 Prozent steigen. Auch in den Folgejahren plant Vorderwülbecke den eigenen Worten zufolge &#8220;abhängig von der wirtschaftlichen Lage und Möglichkeiten&#8221;, das ddp-Gehaltsniveau &#8220;systematisch weiterzuentwickeln, ohne dazu aber feste Zusagen machen zu können&#8221;.</p>
<p>Der ddp meldete 2004 Insolvenz an. Seitdem verzichten die Mitarbeiter auf Tarif-Gehälter. Sie sollen nun auch &#8220;als Anerkennung für die Leistungen der letzten Jahre und aus Anlass der DAPD-Übernahme&#8221; eine einmalige Prämie erhalten: Für jedes volle Jahr Betriebszugehörigkeit seit &#8220;Neustart&#8221; im November 2004 gibt es laut Vorderwülbecke 100 Euro brutto. Auszahlung im Mai dieses Jahres.</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/mehr-gehalt-fr-alle-ddp-mitarbeiter_100026472.html" target="_blank">» zum Originaltext auf meedia.de</a><br />
<a href="http://www.daniel-bouhs.de/tag/nachrichtenagenturen/" target="_self">» mehr Recherchen zum Thema &#8220;Nachrichtenagenturen&#8221;</a></p>
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		<title>ddp beschwert sich bei EU-Kommission über AFP</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 14:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Bouhs</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Im Streit über angeblich illegale staatliche Subventionen für die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) hat der Deutsche Depeschendienst (ddp) bei der EU-Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde eingelegt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Verbreitet vom<br />
<img class="alignnone" title="epd" src="http://www.daniel-bouhs.de/img/logos/epd.gif" alt="" width="78" height="44" /><br />
am 23. Februar 2010</em></p>
<p>Im Streit über angeblich illegale staatliche Subventionen für die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) hat der Deutsche Depeschendienst (ddp) bei der EU-Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde eingelegt. Das Schreiben sei bereits am Montag abgeschickt worden, bestätigte ein ddp-Sprecher. In der Beschwerde, die dem epd vorliegt, wirft die von Privatleuten getragene Agentur dem französischen Staat vor, AFP systematisch mit großen Subventionen zu fördern, die &#8220;als Gebühr getarnt&#8221; seien. AFP betreibt auch einen deutschen Dienst, der unter anderem mit dem ddp und dessen Schwesteragentur Deutscher Auslands-Depeschendienst (DAPD) konkurriert.</p>
<p>Die Wettbewerbsbeschwerde hat die Großkanzlei Gleiss Lutz verfasst. Aus einer dem Papier beigefügten Tabelle geht hervor, dass staatliche Stellen in Frankreich Dienste der AFP im Wert von 113 Millionen Euro pro Jahr beziehen. Der ddp und die im Dezember übernommene Agentur AP Deutschland, die heute DAPD heißt, setzten zuletzt pro Jahr zusammen 29 Millionen Euro um, die deutsche AFP-Tochter indes nur 7,32 Millionen Euro. Der ddp geht davon aus, dass die deutsche AFP für die Übernahme der Auslandsmeldungen der Mutteragentur nur geringe Lizenzgebühren zahlt. Der ddp-Eigentümer Martin Vorderwülbecke sprach wiederholt von Dumpingpreisen.</p>
<p>Die Geschäftsführung der deutschen AFP hatte betont, es gebe &#8220;keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Nutzung der französischen, englischen oder spanischen Texte des AFP-Mutterhauses durch die deutsche AFP GmbH adäquat honoriert wird&#8221;. Die AFP GmbH leiste einen &#8220;angemessenen Beitrag&#8221;, wolle diesen aber nicht offenlegen. Sie werde nicht subventioniert, sondern führe seit Jahren sogar Gewinne nach Paris ab. Zusammen mit Lizenzgebühren für die Auslandsmeldungen, Zinszahlungen und Gebühren für technische Dienstleistungen seien dies im Jahr 2009 etwa 2,2 Millionen Euro gewesen.</p>
<p>Vergangene Woche hatte der Präsident der französischen AFP, Pierre Louette, an den ddp-Eigner Vorderwülbecke geschrieben. Er rief diesen auf, die Drohung einer EU-Beschwerde zurückzunehmen und &#8220;die unhaltbaren Anschuldigungen&#8221; nicht zu wiederholen. In dem Schreiben, das dem epd vorliegt, hieß es weiter: &#8220;Widrigenfalls werden wir uns in der Medienöffentlichkeit sehr offensiv zur Wehr setzen und auch prüfen, ob juristische Schritte angebracht sind.&#8221; Louette betonte, AFP erhalte weder &#8220;staatliche Zahlungen, die gegen das EU-Recht oder gegen nationales Recht verstoßen&#8221;, noch transferiere die AFP Mittel in die &#8220;gewinnbringenden Aktivitäten in Deutschland&#8221;.</p>
<p>Nach epd-Informationen ist Vorderwülbecke vor allem an einer Kooperation mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) interessiert, einer Tochtergesellschaft der AFP. Die neue Agentur-Allianz aus ddp und DAPD will den Marktführer Deutsche Presse-Agentur (dpa) nach eigenen Angaben &#8220;verzichtbar&#8221; machen. Um Volldienstleister zu werden, fehlt ihr jedoch die Sportberichterstattung.</p>
<p><a href="http://www.daniel-bouhs.de/tag/nachrichtenagenturen/" target="_self">» weitere Hintergründe zum Thema &#8220;Nachrichtenagenturen&#8221;</a></p>
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