<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.google.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434</id><updated>2024-10-24T20:41:38.936+02:00</updated><title type='text'>Die Macht der Babyboomer</title><subtitle type='html'>Demografie und Finanzmärkte. Mit diesem Thema beschäftige ich mich als Anlageberater und als an Ökonomie Interessierter seit vielen Jahren. In diesem Blog geht es vor allem um langfristige Trends an den Finanzmärkten aus dem Blickwinkel des altersabhängigen Verhaltens von Menschen und damit auch um Demografie.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default?redirect=false'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25&amp;redirect=false'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>67</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-7422195394414442741</id><published>2016-06-10T12:45:00.001+02:00</published><updated>2016-06-10T14:11:26.464+02:00</updated><title type='text'>Demografie-Trend bestätigt: Neoliberaler Wahlsieger in Peru</title><content type='html'>&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;&lt;b&gt;Peru bestätigt den demografisch unterlegten Trend in Lateinamerika hin zu mehr
marktwirtschaftlich orientierten und reformfreudigeren&amp;nbsp;Regierungen. Der Goldproduzent Newmont Mining könnte davon profitieren. Mehr zu Lateinamerika &lt;a href=&quot;http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.de/2013/08/lateinamerika-besser-als-asien-und.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; (Stand 2013)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;Gestern gewann der neoliberale
Wirtschaftsexperte Pedro Pablo Kuczynski die Präsidentschaftswahlen gegen die
ebenfalls eher wirtschaftsfreundliche, in der deutschen presse als
nationalpopulistisch bezeichnete Keiko Fujimori. Verlieren der Wahlen waren die
Linken, die bei den Wahlen von 2011 noch triumphiert hatten. 2011 hatten
Kuczynski und Fujimori noch gemeinsam vergeblich gegen die Linken gekämpft. Der
bisherige Präsident Ollanta Humala galt als enger Verbündeter des venezolanischen
Expräsidenten Hugo Chávez. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;Seit den letzten Parlamentswahlen, die zusammen mit der
ersten Runde der Präsidentschaftswahlen stattfand, verfügt Fujimoris Partei Fuerza
Popular (Volkskraft) über mehr als 56 Prozent der Stimmen im Parlament. Kuczynskis
Partei kommt auf knapp 13 Prozent. Können sie sich in den jetzt wichtigen
wirtschaftlichen Fragen einigen, hätten sie eine breite Mehrheit. Kuczynski
soll einerseits für den weiteren Abbau von Rohstoffen sein und auch die
Landwirtschaft sowie den Tourismus fördern wollen. Er hat auch angekündigt, die
starke Abhängigkeit von China zu verringern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;Demografisch ist Peru in einer perfekten Lage. Die gelinde
gesagt umstrittenen Maßnahmen des inzwischen zu 25 Jahren Haft verurteilten
Expräsidenten Alberto Fujimori zur Geburtenbeschränkung könnten nun dem Land
helfen, einen wirtschaftlichen Boom auszulösen. Die derzeitige Bevölkerungsstruktur
ist von einem seit gut 20 Jahren anhaltenden Geburtenrückgang gekennzeichnet.
Seit 2015 sind die 20-24-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe. &lt;a href=&quot;http://www.census.gov/population/international/data/idb/region.php?N=%20Results%20&amp;amp;T=12&amp;amp;A=separate&amp;amp;RT=0&amp;amp;Y=2014,2015&amp;amp;R=-1&amp;amp;C=PE&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;Eine solche Konstellation kann sowohl gewalttätige als auch
friedliche und fortschrittliche Umbrüche zur Folge haben. In westlichen
Demokratien, wo es durch freie und friedliche Wahlen zu Machtwechseln kommen
kann, war meist ein gewaltiger Innovationsschub die Folge. Nur wenn sich die
neue starke Generation mit Anfang 20 nicht in der Lage sah, ihre Ziele
friedlich und gewaltfrei zu erreichen, kam es zu manchmal auch brutalen
Revolutionen. In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich beschrieben, warum sich Südafrika
eine solche negative Revolution ereignen könnte. Dort sieht die schwarze
Bevölkerungsmehrheit derzeit kaum eine Chance, auf friedlichem Wege die wirtschaftliche
Macht zu erlangen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;Eine junge starke Generation versucht in Demokratien meist
durch Innovationen die alten Strukturen zu ihrem Vorteil zu reformieren. Das
beste Beispiel dafür sind die USA im Jahr 1980. Damals gewann Ronald Reagan die
Präsidentschaftswahlen. Die Geldpolitik wurde konservativer. Manager wurde der
Wunschberuf vieler junger Amerikaner. Die Umverteilungspolitik wurde durch eine
inzwischen in Verruf geratene neoliberale und wirtschaftsfreundliche Politik
ersetzt. 1980 waren die US-Babyboomer, geboren um das Jahr 1959, im Median 21
Jahre alt. 1980 war das Jahr, in dem die Altersgruppe der 20-24-Jährigen erstmals
die stärkste Altersgruppe bildete. &lt;a href=&quot;http://www.census.gov/population/international/data/idb/region.php?N=%20Results%20&amp;amp;T=12&amp;amp;A=separate&amp;amp;RT=0&amp;amp;Y=1980&amp;amp;R=-1&amp;amp;C=US&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;236&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgbpRyob0t43iBX1rVzpPQj4q4vd-I4fQtRVPIcCR3Z350lUrOTERYQRWB_76qzfQTG8DSIzSp2jDDbCX2ltfijRpuWW5l6RBvm7LBo4aeJ4DSQ1v9APILj8v-Bv1I5whFjEOGnrXSxFmM/s640/Peru.JPG&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;left&quot;&gt;
Quelle:&amp;nbsp; International Data Base (IDB) US Census Bureau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: &amp;quot;calibri&amp;quot;;&quot;&gt;P.S.: Die in Peru bisher herrschende Linke hatte dem
Bergbaukonzern Newmont Mining die weitere Erschließung der Conga Mine, dem
größten Bergbauprojekt Lateinamerikas, so große Steine in den Weg gelegt, dass
der Konzern vor einigen Wochen die Einstellung des Projekts verkündet hatte. Es
würde ins Bild passen, wenn die neuen Mehrheitsverhältnisse nun zu einer
Wiederbelebung des Conga-Projekts führen würden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/7422195394414442741/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/7422195394414442741' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7422195394414442741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7422195394414442741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2016/06/demografie-trend-bestatigt-neoliberaler.html' title='Demografie-Trend bestätigt: Neoliberaler Wahlsieger in Peru'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgbpRyob0t43iBX1rVzpPQj4q4vd-I4fQtRVPIcCR3Z350lUrOTERYQRWB_76qzfQTG8DSIzSp2jDDbCX2ltfijRpuWW5l6RBvm7LBo4aeJ4DSQ1v9APILj8v-Bv1I5whFjEOGnrXSxFmM/s72-c/Peru.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-5770696332556795688</id><published>2016-06-06T14:46:00.000+02:00</published><updated>2016-06-06T14:46:47.976+02:00</updated><title type='text'>Schwarze Revolution in Südafrika?</title><content type='html'>

&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;&lt;b&gt;Südafrikas Demografie ähnelt sehr stark der von Ländern, in denen revolutionäre Entwicklungen kurz bevorstanden. Die&amp;nbsp;Forderung der radikalen Opposition&amp;nbsp;nach Enteignung der weißen Eliten wird immer&amp;nbsp;stärker.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Heute hört man viel von disruptiven Technologien. Gemeint
sind Innovationen, die eine Branche oder eine Art von Produktion oder
Dienstleistung komplett verändern oder sogar ersetzen kann. Die alte
Bezeichnung dafür war Revolution. Eine erhebliche Veränderung, die Verlierer
und Gewinner kennt und der ein erhebliches Entwicklungstempo zugrunde liegt. Revolutionen
kommen aber nicht nur in der Wirtschaft vor. Das Wort Revolution wird heute meist
immer noch im Zusammenhang mit abrupten gesellschaftlichen Umwälzungen benutzt.
&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Eine Revolution dient einer stärker gewordenen
Bevölkerungsgruppe zur Machtergreifung. Es gibt Gewinner und Verlierer. Meist
ist Gewalt ein Begleiter von Revolutionen. Manchmal gibt es auch weitestgehend
friedliche Revolutionen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Oft entstehen Revolutionen aus einem Generationenkonflikt
heraus. Angefangen von der Französischen Revolution 1789, über die Nationalsozialistische
Revolution 1933, den Fall der Mauer 1989 bis zur Jasminrevolution 2010/2011 waren
es meist neue zahlenmäßig starke Generationen, die mit Mitte 20 so stark wurden,
dass sie ihre Interessen machtvoll durchsetzen konnten. Die unmittelbaren Ziele
dieser Babyboomer waren recht unterschiedlich. Aber immer wurden die herrschenden
Machtstrukturen als untragbar empfunden und rigoros beseitigt. Notfalls mit Gewalt,
wenn die Herrschenden sich zur Wehr setzen. Beispiele: &lt;a href=&quot;http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.de/2011/12/russland-mit-revolutionarer-struktur.html&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;&lt;b&gt;Eine solche Revolution könnte nun auch in Südafrika kurz
bevorstehen.&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;In Südafrika befindet sich die wirtschaftliche Macht auch 22
Jahren ANC-Regierung in den Händen der weißen Bevölkerungsminderheit. Mehr als
80 Prozent der bewirtschafteten Ländereien gehören Weißen. Das soll sich nun
ändern. In der vorletzten Woche (26. Mai 2016) beschloss das südafrikanische Parlament
ein Gesetz, nachdem jetzt der Staat auch gegen den Willen der Eigentümer Land
von einem von der Regierung festgesetzten Preis „erwerben“ kann. Hinter dem
Gesetz steht die Forderung der immer stärker werdenden linksradikalen
Opposition „Economic Freedom Fighters“ (EFF) von Julius Malema. Sie verlangt
seit längerer Zeit eine entschädigungslose Enteignung der weißen Grundbesitzer.
Und sie bekommt immer mehr Zuspruch. &lt;/span&gt;&lt;i style=&quot;mso-bidi-font-style: normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;(Quelle:
F.A.Z. 28.06.2016 „Neues Landgesetz in Südafrika“)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Eigentlich haben alle das warnende Beispiel Simbabwe direkt
vor der Haustür. Dort gilt die Enteignung weißer Farmer als einer der
Hauptgründe für den wirtschaftlichen Abschwung der ehemaligen Kornkammer
Afrikas. Der ANC weiß das natürlich und Präsident Jacob Zuma wird wohl die
Unterzeichnung des Gesetzes so lange wie möglich aufschieben wollen. Doch zeigt
sich hier, wie die jugendliche EFF an Macht und Einfluss gewinnt. Südafrika ist
wirtschaftlich von einer alternden Elite geprägt. Die erste Welle der Empörten
und Enttäuschten richtete sich noch gegen die überwiegend aus Simbabwe
stammenden Einwanderer. Jetzt scheint es so, als würde sich eine Front gegen
die weiße Minderheit aufbauen. Das könnte auch den Rohstoffsektor treffen. Brutale
Streiks in Gold- und Platinminen könnten immer wieder ausbrechen. Die Zulassung
von Sammelklagen wegen Gesundheitsschäden von Bergarbeitern (überwiegend
schwarz) gegen Goldminenbesitzer (überwiegend weiß) ist ein weiteres Indiz für
diese Befürchtung. Am Ende könnte sogar eine Enteignung der Minen stehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Muss es so kommen? Nein, natürlich nicht. Südafrika steht
aber wahrscheinlich vor disruptiven Veränderungen. Ob zum Negativen oder zum Positiven wird
sich in den kommenden Monaten zeigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgHSVK_yDMvl25qAHcvD3G3icmW0rMS2WeblPMsWf6d189RsUvkKmIK6W_UN6JlCHWbWJ7DS5Jl27LXlh58ySPTNC-dl26fo1X46drNpOvufXv8e16bR_7sl-rsTOLYNBFunhmIs5OVEbg/s1600/Torte1.JPG&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;260&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgHSVK_yDMvl25qAHcvD3G3icmW0rMS2WeblPMsWf6d189RsUvkKmIK6W_UN6JlCHWbWJ7DS5Jl27LXlh58ySPTNC-dl26fo1X46drNpOvufXv8e16bR_7sl-rsTOLYNBFunhmIs5OVEbg/s320/Torte1.JPG&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Südafrika nach Bevölkerungsgruppen, Statistics South Africa&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi-fL73FjA8JFU7u0X5hrcwt-tiqP5OKr3cZC9RwsiLNFrbOiohOfau0sIKJapLgT0l0I9pkQWcDtZmj0v_lI3KjAlvP4Kqr50uolS3BzmXWhE_mdQAilGqyN_lVBxtSLuCKlIVnWAPsQ4/s1600/Pyramide1.JPG&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;304&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi-fL73FjA8JFU7u0X5hrcwt-tiqP5OKr3cZC9RwsiLNFrbOiohOfau0sIKJapLgT0l0I9pkQWcDtZmj0v_lI3KjAlvP4Kqr50uolS3BzmXWhE_mdQAilGqyN_lVBxtSLuCKlIVnWAPsQ4/s320/Pyramide1.JPG&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Südafrika, Bevölkerungsgruppe &quot;White&quot;, &quot;Mid-year population estmates by population group, age and sex, 2015&quot;, Statistics South Africa&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZIV68xvpu5IbmRx7dRD-3b9qxl5aLELRrXlvxj_uGG28XpaRXRcOzvKgaXf6hxueUUBlyLBiReA9JhI0ZWPNkfLQfoMq9mfsqTJvxeOhUxOZfCt_LWOw2VJ4v6LDWiGyBEbUcyDoA9lM/s1600/Pyramide2.JPG&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;margin-left: 1em; margin-right: 1em;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;302&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZIV68xvpu5IbmRx7dRD-3b9qxl5aLELRrXlvxj_uGG28XpaRXRcOzvKgaXf6hxueUUBlyLBiReA9JhI0ZWPNkfLQfoMq9mfsqTJvxeOhUxOZfCt_LWOw2VJ4v6LDWiGyBEbUcyDoA9lM/s320/Pyramide2.JPG&quot; width=&quot;320&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Südafrika nach Bevölkerungsgruppen, Bevölkerungsgruppe &quot;Black African&quot;, &quot;Mid-year population estmates by population group, age and sex, 2015&quot;, Statistics South Africa&lt;/div&gt;
&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;u&gt;&lt;/u&gt;&lt;sub&gt;&lt;/sub&gt;&lt;sup&gt;&lt;/sup&gt;&lt;strike&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strike&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/5770696332556795688/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/5770696332556795688' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/5770696332556795688'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/5770696332556795688'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2016/06/schwarze-revolution-in-sudafrika.html' title='Schwarze Revolution in Südafrika?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgHSVK_yDMvl25qAHcvD3G3icmW0rMS2WeblPMsWf6d189RsUvkKmIK6W_UN6JlCHWbWJ7DS5Jl27LXlh58ySPTNC-dl26fo1X46drNpOvufXv8e16bR_7sl-rsTOLYNBFunhmIs5OVEbg/s72-c/Torte1.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-215019858016242387</id><published>2016-05-19T15:22:00.002+02:00</published><updated>2016-05-19T15:22:30.353+02:00</updated><title type='text'>Demografie: Trump for President</title><content type='html'>

&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;b style=&quot;mso-bidi-font-weight: normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Demografische Aspekte
könnten bei der US-Wahl die Entscheidung bringen. Trump und Clinton sichern
sich demografische Gruppen. Vieles spricht für einen Sieg von Donald Trump.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Die ganze Welt wundert sich derzeit über den Erfolg des
Milliardärs Donald Trump im US-Wahlkampf. Was anfangs nach einem schlechten
Scherz aussah, wird nun zu einer immer wahrscheinlicher werdenden Tatsache. Heißt
der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wirklich Donald Trump? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Die Amerikaner verlangen nach Veränderung. Dabei scheint es
keine Rolle zu spielen, ob es eine Veränderung zum Positiven oder zum Negativen
geben soll. Vielen Amerikanern geht es um Veränderungen um der Veränderungen
wegen. Warum ist das so?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Aus demografischer Sicht gibt es derzeit in den USA drei
wichtige Generationen. Das sind die sogenannten Babyboomer, die um das Jahr 1959
geboren wurden und heute zwischen 50 und 60 Jahre alt sind, wobei die Zuordnung
der Generationen zu den Geburtsjahren nicht einheitlich festgelegt ist. Diese
Gruppe wünscht sich derzeit vor allem den Erhalt der bestehenden Verhältnisse.
Die zweite wichtige Generation ist derzeit zwischen 30 und 50 Jahre alt und
wird als Generation X bezeichnet. Sie steht im Schatten der Babyboomer-Generation
und wird oft als Verlierer-Generation bezeichnet. Die Generation Y (Gen Y),
auch „Millennials“ genannt, ist um das Jahr 1990 geboren und heute zwischen 20
und 30 Jahre alt. Über die Gen Y gibt es viele soziale Studien. Diese
unterschieden sich in ihrer Bewertung. Während europäische Studien die Gen Y
als angepasst und freundlich gegenüber der Eltern-Generation beschreiben,
kommen US-Studien zu anderen Ergebnissen. Hier zeigt nicht nur die Bewegung „Occupy
Wall Street“ den generellen Vertrauensmangel gegenüber der Politik. Es scheint
hier Unterschiede zwischen den jüngeren Menschen in Europa und den USA zu
geben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Meine Forschungen haben ergeben, dass sehr oft Macht und
Masse in starkem Zusammenhang stehen. Eine zahlenmäßig starke Generation ist also
fast immer auch gesellschaftspolitisch selbstbewusster als kleinere
Generationen. Vergleicht man nun die Generationenstärke in Deutschland (ähnlich
sieht es für die EU insgesamt aus) und in den USA miteinander, fällt auf, dass die
Altersgruppen in Deutschland zahlenmäßig immer kleiner werden, während in den
USA die Gen Y derzeit die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe bildet. Meiner
Meinung nach, ist das ein wesentlicher Punkt, warum die Generation Y zunehmend
die Entwicklung in den USA bestimmen wird.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;table cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;float: left; margin-right: 1em; text-align: left;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgfTW1FW_4-Px8iPoriv5DVs4Kdg0yt3vLMi4mzjoQrlVVXAtGIn1A-skyh6mq_hMcMqhJD92DmvNWGTELYZ-lkbt5sXr2zLGQoL9NR2N2oDxtFbBTy5jC4yF0mNTM37_stouJ46AmZ5Lo/s1600/Bild.png&quot; imageanchor=&quot;1&quot; style=&quot;clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; height=&quot;240&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgfTW1FW_4-Px8iPoriv5DVs4Kdg0yt3vLMi4mzjoQrlVVXAtGIn1A-skyh6mq_hMcMqhJD92DmvNWGTELYZ-lkbt5sXr2zLGQoL9NR2N2oDxtFbBTy5jC4yF0mNTM37_stouJ46AmZ5Lo/s400/Bild.png&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;i&gt;Quelle: US Census Bureau, Anteil der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung 
in Prozent&lt;/i&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Was hat das nun mit Donald Trump und den US-Wahlkampf zu
tun? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Donald Trump tritt auf den ersten Blick als Anwalt der
Verlierer auf. Das wäre dann die Generation X. Diese Generation ist die
kleinste Generation und Trump hätte als Vertreter dieser Generation eigentlich
keine Chance US-Präsident zu werden. Eigentlich sollte sich, wenn es um die zahlenmäßige
Stärke der Generationen geht, ein Kampf zwischen Bernie Sanders, dem
offensichtlichen Favoriten der Gen Y und Hillary Clinton, der offensichtlichen
Vertreterin des Establishments und damit der Babyboomer entwickeln. Und aus
diesem Kampf sollte eigentlich der Vertreter der zahlenmäßig stärkeren
Generation, also der Gen Y, als Sieger hervorgehen. Merkwürdiger Weise scheint
aber Bernie Sanders gegen Hillery Clinton im Vorwahlkampf zu verlieren. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Das kann zwei Ursachen haben. Einmal spielen in den USA die
unterschiedlichen Ethnien eine wesentliche Rolle (auch ein demografisches
Kriterium). Und hier hat sich Hillery Clinton als Fürsprecherin für die die Gruppe
der Hispanics und der Black Americans erfolgreich angeboten. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Außerdem scheint die Gen Y zumindest teilweise die
sozialistischen Tendenzen von Bernie Sanders abzulehnen. Denn schon lange waren
nicht mehr so viele Berufseinsteiger so von einer ihnen zustehenden leitenden
Rolle überzeugt. Sozialistische Gleichmacherein wäre ihnen mehr Hindernis als
Unterstützung. Der diesjährige Wahlkampf erinnert mich etwas an den Anfang der
1980er Jahre, als ein Teil der Babyboomer gegen den NATO-Doppelbeschluss auf
die Straßen ging, während sich unter den Berufseinsteigern das Berufsziel „Manger“
äußerst populär wurde („…mein Manager erledigt das für mich...“). Damals gewann
Ronald Regan die US-Präsidentschaftswahlen gegen den öffentlich zu beobachtenden
Linksdrall in den USA und kurz darauf wurde Helmut Kohl deutscher
Bundeskanzler.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 8pt;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-family: Calibri;&quot;&gt;Es könnte also sein, dass der Wunsch nach Veränderungen die
Gen Y mit der Gen X vereint. Und sie dann den Präsidentschaftskandidaten ins
Weiße Haus wählen, der für diese Veränderungen steht. Wenn Trump es also
verstehen sollte, dass er nur ein wenig auf die Jüngeren zugehen muss, um sie
für sich zu gewinnen, könnte der nächste Präsident der Vereinigten Staaten tatsächlich
Donald Trump heißen. Aber auch wenn es Hillery Clinton mit den Babyboomern und
den sozial benachteiligten Minderheiten doch ins Präsidentenamt schaffen sollte
(und als weiterer demografischer Fakt spielt die Geschlechterfrage auch eine
wesentliche Rolle und hier führen die Frauen auch in den USA), könnte der Trend
zu massiven Veränderungen in den USA weitergehen. Und das nicht nur durch die
gerade stattfindenden technologischen Quantensprünge. Es spricht einiges für
Trump und noch mehr für eine starke Weltmacht USA.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;u&gt;&lt;/u&gt;&lt;sub&gt;&lt;/sub&gt;&lt;sup&gt;&lt;/sup&gt;&lt;strike&gt;&lt;/strike&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/215019858016242387/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/215019858016242387' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/215019858016242387'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/215019858016242387'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2016/05/demografie-trump-for-president.html' title='Demografie: Trump for President'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgfTW1FW_4-Px8iPoriv5DVs4Kdg0yt3vLMi4mzjoQrlVVXAtGIn1A-skyh6mq_hMcMqhJD92DmvNWGTELYZ-lkbt5sXr2zLGQoL9NR2N2oDxtFbBTy5jC4yF0mNTM37_stouJ46AmZ5Lo/s72-c/Bild.png" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-7522530596266670914</id><published>2015-10-02T16:41:00.001+02:00</published><updated>2015-10-02T16:41:21.750+02:00</updated><title type='text'>Bringt die Überalterung höhere Zinsen und Inflation?</title><content type='html'>&lt;p&gt;“Wir bekommen es von nun an aus demografischen Gründen mit einer neuen Knappheit an Arbeitskräften, stärker steigenden Reallöhnen, einer kräftigeren Zunahme der Geldentwertung und der Produktivität sowie höheren Realzinsen zu tun. Das ist zumindest die These von Charles Goodhart von der London School of Economics, der kürzlich zusammen mit zwei Mitarbeitern für die Investmentbank Morgan Stanley eine Studie zu diesem Thema vorgestellt hatte. Sie sorgt in der britischen Presse für Furore (&lt;a href=&quot;http://www.economist.com/news/finance-and-economics/21667928-demographic-change-will-have-big-economic-impacts-greys-elegy&quot;&gt;&lt;em&gt;Economist&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/ambroseevans_pritchard/11882915/Deflation-supercyle-is-over-as-world-runs-out-of-workers.html&quot;&gt;&lt;em&gt;Telegraph&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/sep/27/the-era-of-cheap-labour-is-over&quot;&gt;&lt;em&gt;Guardian&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://ftalphaville.ft.com/2015/09/16/2140190/&quot;&gt;&lt;em&gt;FT&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;). Hätten die Autoren Recht, könnten Deflationspessimisten wie ich demnächst einpacken.” Quelle: &lt;a href=&quot;http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/10/01/einkommensverteilung-hat-nichts-mit-demographie-zu-tun_8901/comment-page-2#comment-214759&quot;&gt;Zeit&lt;/a&gt; online&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhox2L36wHfX0ci9rDr7Ut4KXIsH5Z5IDN3d1A2pJM_q9RslNDeP6suhWluPDs_p8qac1D7u2AsFjGH2fHBH5ELR9yKvJ9ZImRoc0vtoL6NC4NQE1tQzmBfcLyJK6DfoEI1gR1VnLwpH8g/s1600-h/Fotolia_408082_M%25255B4%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_408082_M&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_408082_M&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiv033rpOVin00x-9ehN8Kw981evLzCBMIUKTjJD-GWRnUhUTRlwqOOElsbpLgOrDDphapZFS0JvSGgU4wEbM8pahvK8qEpWrxsEo9OxRGtRevI7JJ5hmEM3NU_ngBSBOMei38L4Kz0598/?imgmax=800&quot; width=&quot;341&quot; height=&quot;243&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Logik spricht auf den ersten Blick für Goodhart. Ich habe das bisher auch geglaubt. Und in meinem Buch habe ich für Japan auch ein solches Szenario entworfen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Praxis zeigt jedoch, dass es in alternden Gesellschaften bisher nicht zu einem Anstieg bei Inflation, Produktivität oder Realzinsen gekommen ist. Japan hatte sein Geburtenhoch zwischen 1947 und 1949. Japan ist damit mit Finnland das Land mit den ältesten Babyboomern. Japans geburtenstarke Jahrgänge sind bereits im Rentenalter. Besonders die gutverdienenden Mitarbeiter der großen Konzerne wurden recht früh verrentet. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die knapper werdenden Arbeitskräfte schaffen es aber bisher nicht, höhere Löhne durchzusetzen. Von Inflation oder einem Anstieg der Produktivität ist auch nichts zu sehen. Meiner Meinung nach fehlt in alternden Gesellschaften die gesellschaftliche Anerkennung für hohe Lohnzuwächse, die erst durch Streiks durchzusetzen wären. Die Alten bestimmen die allgemeine Stimmung. Für sie wären Preissteigerungen eine Bedrohung. Sie wollen in Ruhe ihren Ruhestand erleben und keinen Aufruhr. Auch bei Reformen, die Grundlage für ein Mehr an Produktivität, treten die Alten eher auf die Bremse. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Alten bestimmen mit ihrer Mehrheit den gesellschaftlichen Mainstream. Das machen sie, seit sie ins Erwachsenenalter eingetreten sind. Erst haben sie alles auf den Kopf gestellt und mit ihrem Wunsch nach Erneuerung den Fortschritt vorangetrieben. Dann haben sie mit Anfang 40 einen Gang zurück geschaltet, angefangen ihre Kredite abzubezahlen, für das Alter vorzusorgen und die nächste (kleinere) Generation davon abgehalten, ihr Erreichtes anzugreifen. Jetzt sind sie in Rente und wollen ihre Ersparnisse möglichst lang behalten. Sie sind scheinbar dazu bereit, auch ihren Konsum einzuschränken. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bin gespannt, wie es in Japan (und Finnland) jetzt weitergehen wird.&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/7522530596266670914/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/7522530596266670914' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7522530596266670914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7522530596266670914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/10/bringt-die-uberalterung-hohere-zinsen.html' title='Bringt die Überalterung höhere Zinsen und Inflation?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiv033rpOVin00x-9ehN8Kw981evLzCBMIUKTjJD-GWRnUhUTRlwqOOElsbpLgOrDDphapZFS0JvSGgU4wEbM8pahvK8qEpWrxsEo9OxRGtRevI7JJ5hmEM3NU_ngBSBOMei38L4Kz0598/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-4080828440165821764</id><published>2015-09-04T15:45:00.001+02:00</published><updated>2015-09-04T15:45:50.786+02:00</updated><title type='text'>Modiglianis Lebenszyklushypothese erklärt anhaltende Nachfrageschwäche in alternden Gesellschaften</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Menschen haben eine recht genaue Vorstellung davon, wann sie in Rente gehen wollen und wie hoch ihr Einkommen dann sein sollte. Aus demografischen Gründen sollen die künftigen Rentner länger arbeiten und weniger staatliche Rente erhalten. Sehr viele werden darauf reagieren, indem sie ihre privaten Sparanstrengungen verstärken. Und das geht nur, wenn sie ihren Konsum und ihre privaten Investitionen einschränken. &lt;/strong&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie wird gespart?&lt;/b&gt; &lt;p&gt;Einige werden ihr Geld in Aktien stecken, weil es dort viele Jahre besonders hohe Gewinne gab. Kommt es aber zu einem Rückgang der Aktienkurse, ist ihr Sparziel gefährdet und sie müssen ihre Sparbemühungen verstärken und ihren Konsum einschränken.  &lt;p&gt;Einige werden ihr Geld in Immobilien stecken, weil es dort viele Jahre hohe Wertsteigerungen gegeben hat und das Geld dort vor Inflation geschützt ist. Kommt es aber zu rückläufigen Immobilienpreisen, ist das Sparziel gefährdet. Oft werden zur Finanzierung der Immobilie Kredite aufgenommen. Diese belasten bei rückläufigen Immobilienpreisen besonders. Um das Altersvorsorgeziel zu erreichen, muss der Kredit schneller zurückgezahlt werden, um dann noch zusätzliches Guthaben für die Privatrente ansparen zu können. Auch dazu ist es notwendig, den Konsum einzuschränken. Auch die Investitionen in Immobilien gehen zurück. &lt;p&gt;Einige werden ihr Geld für die private Altersvorsorge in eine Lebens- oder Rentenversicherung einzahlen. Sinken dort die erwarteten Ablaufleistungen, z.B. weil die Zinsen am Kapitalmarkt sinken, muss ebenfalls die Sparanstrengung durch einen Konsumverzicht erhöht werden. Auch ein Rückgang der Sparzinsen für Fest- oder Tagesgelder hat diesen Effekt.  &lt;p&gt;&lt;b&gt;Diese Entwicklungen haben zusätzlich einen sich selbst verstärkenden Effekt. &lt;/b&gt; &lt;p&gt;Durch die vom Sparen/Konsumverzicht verursachte Nachfragelücke bekommen die Aktiengesellschaften Probleme. Sie kämpfen mit Überkapazitäten und mit Preisdruck. Daher wachsen sie weniger stark und die Gewinne sind permanent unter Druck. Das wirkt sich nachteilig auf die Entwicklung an den Aktienmärkten aus. Auch die Unternehmen werden weniger investieren. &lt;p&gt;Rückläufige Immobilienpreise führen zu einem Rückgang der Immobiliennachfrage und umgekehrt. Auch dieser Effekt verstärkt sich selbst. Die Altersvorsorge durch Immobilieninvestitionen abzusichern wird zunehmend unattraktiv.  &lt;p&gt;Somit konzentriert sich die Bildung von Altersvorsorge-Guthaben zunehmend auf Zinsanlagen. Zinsanlagen sind aber nichts Anderes als Kredite. Ist die Kreditnachfrage gering, weil Unternehmen weniger investieren und auch weniger Immobilien finanziert werden müssen, sinkt der Preis für Kredite, also der Zins. Banken, Lebensversicherungen und Pensionsfonds wollen das stark steigende Guthaben am Kapitalmarkt in Anleihen investieren. Das Angebot an sicheren Anleihen steigt jedoch nicht in gleichem Maße wie die Nachfrage oder geht sogar zurück. Das führt im Extremfall sogar zu negativen Zinsen. Wenn jetzt die Notenbanken durch Anleihekaufprogramme die Menge der sicheren Anleihen weiter reduzieren, sinken die Zinsen Richtung Null. &lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjmmJPBirEdiVuhUVmz5xAvoCOYlF8O7f8w8CkwOWRR-92wnY4XaTVx6ajFkGYTDjX-YEE4t0o9RXyPJmeW2dUn0NeqUJ-g-jqYByzW-Gy6XWifS6bq5sxjhnkioomtxtwLemvdim-GvPY/s1600-h/Fotolia_4104390_M%25255B4%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Promenade retraite sur la plage&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Promenade retraite sur la plage&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi8RsVvgDWd5uuulOnLl-jlXf-U6UhsK9D2UautRIVokK-GL78Z0e5pOeh0b4XOhbCne_ZQUiVyjRPscnN78i9EVWSC9p-ETT21Ega0ylx7uHxhGq5bin7i28TuhPeBu9CPFqrT0wQJ9T4/?imgmax=800&quot; width=&quot;458&quot; height=&quot;322&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Demografie&lt;/b&gt; &lt;p&gt;Derzeit sind besonders viele Menschen in den den meisten europäischen Staaten und in China in einem Alter, in dem besonders viel gespart wird. Diese geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) werden unter den oben beschrieben Bedingungen versuchen, ihre Vorstellungen von Rentenbeginn und Rentenhöhe durch Sparen und Konsumverzicht zu erreichen. In Japan geht der geburtenstärkste Jahrgang seit 2014 in Rente, in Deutschland im Jahr 2031 und in China ab 2032. In den USA gehen die dortigen Babyboomer ab etwa 2024 in Rente. Dort gibt es aber seit 2013 eine neue, größere und jüngere (20-25 Jahre alte) Altersgruppe, die für mehr Innovationen und Investitionen sorgt oder sie durch risikofreudiges Verhalten fördert. &lt;p&gt;&lt;b&gt;Nachhaltige Nachfrageschwäche.&lt;/b&gt; &lt;p&gt;Wenn sehr viele Menschen für längere Zeit sehr viel sparen, kommt es zu einer permanenten Nachfrageschwäche und damit zu immer wiederkehrenden Rezessionen. Das hat zur Folge, dass die Staatseinnahmen zurückgehen und die Sozialkosten steigen. Dadurch wiederum steigt die Staatsverschuldung. Reagiert der Staat darauf mit Sparmaßnahmen, verstärkt er die allgemeine Nachfrageschwäche. Ein Teufelskreislauf.  &lt;p&gt;Eine Lösung des Problems könnte darin bestehen, dass die Nachfrageschwäche durch einen Anstieg der Exporte aufgehoben wird. So haben sich Anfang der 1990er Jahre Finnland und Schweden aus ihrer demografisch bedingten Nachfragekrise befreit. Doch heute befinden sich mit Europa und China zwei der vier größten Wirtschaftsräume in dieser demografischen Phase. Somit ist es nicht einmal theoretisch möglich, dass sich die weltweit vorhandenen Nachfrageprobleme durch Exportüberschüsse lösen lassen. Eine deutliche Erhöhung der Staatsverschuldung kann zumindest vorübergehend die Nachfrageschwäche bekämpfen. Das dürfte aber langfristig zu Problemen führen (Staatsbankrott, hohe Inflation). &lt;p&gt;&lt;b&gt;Franco Modigliani und seine nobelpreisgekrönte Lebenszyklushypothese &lt;/b&gt; &lt;p&gt;Bereits in den 1950er Jahren hat Franco Modigliani seine Lebenszyklushypothese erarbeitet. Im Jahr 1985 erhielt er dafür den Wirtschaftsnobelpreis. „Basis der Untersuchungen bildete das Modell des Haushaltsverhaltens von Irving Fisher. Ziel war es, die Widersprüche aufzuklären, die sich bei der Verbindung der keynesianischen Konsumfunktion mit empirischen Daten zeigten. Fishers Modell nahm an, dass der Konsum eines Individuums von seinem Lebenszeiteinkommen abhängt. Modigliani verfeinerte diese Aussage und betonte, dass das Einkommen einer Person im Laufe ihres Lebens ständigen Veränderungen unterliegt. Allerdings kann die Ersparnis, die durch Sparen in Zeiten höheren Einkommens gewonnen wird, in Lebensabschnitte niedrigeren Einkommens verschoben werden. Diese Annahme bezüglich des Konsumverhaltens diente als Grundlage für die Lebenszyklushypothese.“ Quelle: Wikipedia  &lt;p&gt;Diese These findet ihre Bestätigung im tatsächlichen Verhalten von Menschen. Da die meisten Menschen in den entwickelten Ländern und China davon ausgehen, dass sie ihren Einkommenshöhepunkt erreicht haben und mit geringen Renten auskommen müssen, versuchen sie durch Konsumverzicht und der Bildung von Vermögen einen Teil ihrer jetzigen Einkommen in die Lebensphase mit geringerem Einkommen zu verschieben. Dies ist der&amp;nbsp; Hauptgrund für die anhaltende Nachfragschwäche.   </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/4080828440165821764/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/4080828440165821764' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4080828440165821764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4080828440165821764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/09/modiglianis-lebenszyklushypothese.html' title='Modiglianis Lebenszyklushypothese erklärt anhaltende Nachfrageschwäche in alternden Gesellschaften'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi8RsVvgDWd5uuulOnLl-jlXf-U6UhsK9D2UautRIVokK-GL78Z0e5pOeh0b4XOhbCne_ZQUiVyjRPscnN78i9EVWSC9p-ETT21Ega0ylx7uHxhGq5bin7i28TuhPeBu9CPFqrT0wQJ9T4/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-7681321523487967390</id><published>2015-09-02T15:26:00.001+02:00</published><updated>2015-09-02T15:26:49.286+02:00</updated><title type='text'>Private Altersvorsorge der meisten Deutschen für die Katz</title><content type='html'>&lt;p&gt;Stellen Sie sich vor, sie haben einen sehr netten und vor allem spendierfreudigen Nachbarn. Der gute Mann von nebenan lädt Sie häufiger zum Essen ein, er schenkt ihnen die größten Geburtstagsgeschenke und lebt ganz generell ohne groß über seine Finanzen nachzudenken. Er verdient zwar nicht schlecht, aber das Geld reicht hinten und vorne nicht.  &lt;p&gt;Sie aber sind da ganz anders. Sie sind sparsam und denken langfristig. Ihren 50. Geburtstag haben Sie gerade gefeiert. Die Rente rückt immer näher. Sie machen sich zunehmend Sorgen um Ihre Altersvorsorge.  &lt;p&gt;Als Sie ihrem Nachbarn von Ihren Sorgen erzählen, hat der eine hervorragende Idee. Sie sollen Ihrem Nachbarn Monat für Monat etwas leihen. So 200 oder 300 Euro. Da kommt bis zur Rente ordentlich was zusammen. Und wenn Sie dann in Rente gehen, zahlt er Ihnen dann das Geld von seiner Rente Monat für Monat wieder zurück.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi1CP4eUp-SmPx0C2j2CeY3pnSuTLr7s7ayJLxeCkhX3wT3Q-hytQm9scUY72yDC6hTuZe93M6R8kmer-1oO3GjLTZfo6SxUzW1oqVrO1C9M2Vd6NNURsRUl6SFgx9a-d3K1hK7WzQl4Fs/s1600-h/Fotolia_369751_M%252520H%2525C3%2525A4nde%252520sch%2525C3%2525BCttlen%25255B3%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_369751_M H&amp;auml;nde sch&amp;uuml;ttlen&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_369751_M H&amp;auml;nde sch&amp;uuml;ttlen&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiFfcGvVucXtEW_GKQckiYMDTw2og_59sd-loikab-o8JfAKzLW_u720xIK2-wJqbJd2Pi58VTdzla1w69yxq5UbqdsfKd7oOVrckg7z_8CokMql1SveFW7vXT4g2x2YrMw66aIBKGBipQ/?imgmax=800&quot; width=&quot;470&quot; height=&quot;328&quot;&gt;&lt;/a&gt; &lt;p&gt;Nehmen wir mal an, Sie sind auf das Angebot eingegangen. Sie freuen sich, dass Sie eine tolle Möglichkeit gefunden haben, für Ihr Alter vorzusorgen. Ihr Nachbar freut sich auch und überschüttet Sie ab jetzt mit noch mehr großzügigen Geschenken. Sie leihen Ihrem Nachbarn jetzt jeden Monat 200 oder 300 Euro und müssen sich selbst gar nicht im Konsum einschränken, denn Sie bekommen das Geld, das Sie Ihrem Nachbarn monatlich leihen, ja Monat für Monat als Geschenk in der einen oder anderen Form wieder zurück. Ihr Guthaben bei Ihrem Nachbarn steigt von Monat zu Monat. Es geht Ihnen gut UND Sie sorgen fürs Alter vor.  &lt;p&gt;Das hört sich verrückt an? Sie würden so einen dämlichen Vertrag mit Ihrem Nachbarn niemals eingehen? Natürlich nicht! Weil Ihr Nachbar schon jetzt nicht mit seinem Geld haushalten kann und von seinem im Ruhestand niedrigeren Einkommen niemals wird leben können und wahrscheinlich Privatinsolvenz anmelden wird, wenn Sie auf die Rückzahlung der Schulden bestehen würden! Diese Art der Altersvorsorge wäre nur ein gutes Geschäft, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Ihr Nachbar wird Ihnen nicht nur nicht Ihr Geld zurückzahlen. Ihr Nachbar wird Sie auch nicht mehr mit den vielen schönen Geschenken beglücken. Sie müssten allein von Ihrer mageren Rente leben. Ohne Geschenke. Ohne private Rente vom Nachbarn.  &lt;p&gt;Genau das, was sich in der Geschichte mit dem spendierfreudigen Nachbarn leicht als wenig sinnvoll durschauen lässt, ist das, was viele deutsche Sparer seit Jahren machen. Ohne dass es auffällt.  &lt;p&gt;Die Deutschen sparen vor allem in angeblich sichere Anlagen wie Bankguthaben und Lebensversicherungen. Banken und Lebensversicherer geben dann ihr Geld zu einem beträchtlichen Teil an klamme Staaten als Kredite weiter. Der Staat verschenkt dann einen großen Teil dieser aufgenommenen Schulden wieder durch soziale Wohltaten und weitestgehend kostenlose Dienstleistungen (innere Sicherheit, kostenlose Benutzung der Gehwege…) an die Sparer zurück (nicht nur an die Sparer). Bei den Bürgern wachsen somit die Spar- und Lebensversicherungsguthaben, während sich der Staat immer weiter verschuldet. Da unser Staat jetzt (zumindest vorübergehend) keine neuen Schulden mehr machen will, geben die Banken und Lebensversicherer das Geld halt anderen Staaten. Die freuen sich, dass sie das Geld dann an ihre Bürger verschenken können.  &lt;p&gt;Manche Ökonomen wundern sich, dass Staaten so viele Schulden machen können. Einige Anlageexperten wundern sich auch schon einige Jahre, dass Staaten so viele Schulden machen können. Und nicht nur Ökonomen und Anlageexperten fragen sich, wie lange das mit den Schulden denn noch so weitergehen kann. Die Theorie sagt, dass es bei einer hohen Verschuldung von Staaten zwangsläufig zu einer deutlich höheren Inflation kommen muss. Oder zu einem Staatsbankrott. Oder zu beidem. Doch Japan lebt in dieser Schuldenorgie schon seit mehr als 20 Jahren. Japan ist doppelt so hoch verschuldet wie Italien oder Spanien oder Irland. Und dreimal so hoch verschuldet wie Deutschland. Und Japan macht immer weiter neue Schulden. Und es gibt scheinbar immer noch keine Probleme mit der Inflation. Also! Wie lange kann das gutgehen? Haben die Ökonomen und die Anlageexperten Unrecht mit der kommenden großen Inflation? Alles nur Panikmache mit der Entwertung der Guthaben bei Banken und Lebensversicherungen?  &lt;p&gt;Schauen wir noch einmal auf das Beispiel mit unserem spendierfreudigen Nachbarn. Denn hier wird recht schnell deutlich, wie lange das gutgeht. Beziehungsweise wann der Schwindel auffliegt. In dem Moment, in dem unser Nachbar in den Ruhestand geht, verringert sich sein Einkommen schlagartig. Wenn Sie (böse, böse) im gleichen Moment, in dem ihr Nachbar weniger Geld zur Verfügung hat, auch noch ihr Geld zurückhaben wollen, dann fliegt der Schwindel auf. Sie werden heulen und mit den Zähnen knirschen. Oder anders gesagt: Ihr Geld ist weg!  &lt;p&gt;Wir haben noch einige Jahre Zeit bis unsere Babyboomer ins Rentenalter kommen. Erst im Jahr 2031 wird voraussichtlich unser geburtenstärkster Jahrgang das gesetzliche Rentenalter erreichen. Wenn der Euro bis dahin noch existiert, könnte die große Inflation oder der große Staatsbankrott also noch einige Jahre auf sich warten lassen. Denn in der Summe reichen die Ersparnisse in der Eurozone aus, um die Summe der Staatsverschuldung in den Eurostaaten weiter ansteigen zu lassen. Jedenfalls wenn wir Deutschen weiter unsere Ersparnisse über das Eurosystem (Target 2) oder über die Banken oder über die Lebensversicherer oder auch den berufsständischen Versorgungswerken den klammen Staaten leihen, so dass diese weiter ihre sozialen Wohltaten finanzieren können.  &lt;p&gt;Man könnte also sein Geld jetzt noch ruhig der Bank oder der Lebensversicherung überlassen und auf die anhaltende Ahnungslosigkeit der deutschen Mitmenschen (und Politiker) vertrauen. Könnte man, muss man aber nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht Zwangsmittglied in einem Versorgungswerk für die freien Berufen ist. &lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/7681321523487967390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/7681321523487967390' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7681321523487967390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7681321523487967390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/09/private-altersvorsorge-der-meisten.html' title='Private Altersvorsorge der meisten Deutschen für die Katz'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiFfcGvVucXtEW_GKQckiYMDTw2og_59sd-loikab-o8JfAKzLW_u720xIK2-wJqbJd2Pi58VTdzla1w69yxq5UbqdsfKd7oOVrckg7z_8CokMql1SveFW7vXT4g2x2YrMw66aIBKGBipQ/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-2707026951307530371</id><published>2015-09-02T10:26:00.001+02:00</published><updated>2015-09-02T10:33:22.610+02:00</updated><title type='text'>Joseph A. Schumpeter und was die langen Wellen der Konjunktur mit Demografie zu tun haben</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Für einige war Joseph A. Schumpeter (1883-1950) der größte Ökonom des 20.Jahrhunderts überhaupt. Der Österreicher lehrte u.a. an der Universität Bonn bis er 1927 an die Harvard University berufen wurde. &lt;/font&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Schumpeter erforschte den Kapitalismus, prägte den Begriff der „schöpferischen Zerstörung“ und machte Innovationen als Treiber der menschlichen Entwicklung aus. Er weigerte sich, ökonomische Modelle zu erstellen und war kein Scheuklappen-Ökonom. Vielleicht ist das ein Grund, warum sich heute viele mit seinem Erbe so schwer tun. Er passt in das eher enge, naturwissenschaftliche Grundmuster der heute herrschenden Ökonomie einfach nicht hinein. &lt;/font&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/grosse-oekonomen-und-ihre-ideen-schumpeter-und-die-zivilisationsmaschine/5754644.html&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Link&lt;/font&gt;&lt;/a&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Eines seiner Hauptwerke war „Konjunkturzyklen – eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses“ und erschien 1939 zuerst in Amerika. Es ist ein schwer lesbarer Wälzer von mehr als 1.000 großen Seiten in kleiner Schrift. In dem Buch beschreibt er, wie Wirtschaftszyklen entstehen, sich gegenseitig überlagern und er stellt Vermutungen an, wie diese auf den ersten Blick verschiedenen Zyklen entstehen. Er kommt zu dem Schluss, dass es zwar viele verschiedene Zyklen oder Wellen gibt, diese aber grundsätzlich durch Innovationen entstehen. Die übergeordneten Wellen, die langen Wellen der Konjunktur, benannte Schumpeter nach deren Entdecker Kondratieff. Als Kondratieff-Zyklen sind sie heute auch vielen ökonomischen Laien bekannt. Diese Kondratieff-Zyklen lassen sich bis zur Französischen Revolution zurückverfolgen. &lt;/font&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Die auslösenden Faktoren für diese Wellen von Innovationen, von schöpferischer Zerstörung und wirtschaftlichem Auf- und Abschwung blieben aber auch Schumpeter verborgen. Es gab seitdem zwar Versuche, demografische Wellen (Ernst Wagemann, der Begründer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW in Berlin nannte sie 1948 demodynamische Wellen) für konjunkturelle Wellen verantwortlich zu machen, doch die Versuche waren zu schwach und konnten sich so nicht durchsetzen. Das lag vielleicht auch daran, dass die dafür notwendigen demografischen Daten in der notwendigen Qualität nicht zur Verfügung standen.&lt;/font&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;An der Qualität der Daten hat sich inzwischen vieles zum Positiven gewandelt. Das Internet macht es möglich, dass diese Daten auch relativ leicht zu bekommen sind. Ich habe 2009 erstmals demografische Wellen verschiedener Länder erstellt und diese demografischen Muster mit Mustern ökonomischer Herkunft verglichen. Das Ergebnis war höchst erstaunlich. Die langen Wellen der Konjunktur konnten mit zunehmender Qualität der demografischen Daten mit den demografischen Wellen immer besser in Übereinstimmung gebracht werden. Gerade für die Zeit ab der Weltwirtschaftskrise ist der Zusammenfall der demografischen und der ökonomischen Welle für die USA, der wichtigsten Wirtschaftsmacht der Welt, für jeden eineindeutig sichtbar. Auch für kleinere Volkswirtschaften gibt es scheinbar eigene lange Wellen der Konjunktur, die aber stärker vom Einfluss der größeren Volkswirtschaften beeinflusst werden. &lt;/font&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Diese Wirkung der demografischen Wellen zeigt sich in erster Linie am Aktienmarkt. Seit 1930 gab es zwei lange Aufschwungsphasen am US-Aktienmarkt. Die erste begann etwa 1943, die zweite etwa 1980. Zu beiden Zeitpunkten bildeten die 20-24jährigen die stärkste Altersgruppe (wie heute wieder). Mit ihrem Eintritt ins Erwachsenalter lösten sie jeweils einen neuen Kondratieff-Zyklus aus. Diese Muster haben wir auch in vielen anderen Ländern, wie Japan, Schweden, China oder Brasilien vorgefunden. &lt;/font&gt; &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Aber nicht nur am Aktienmarkt zeigen die demografischen Wellen ihre Wirkung. Auch bei der Inflation, der Entwicklung der Zinsen und am Immobilienmarkt finden sich ähnliche Zusammenhänge.&lt;/font&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfAm1wZ3jL_WfnRRGaDCa9kEsSGIxqSnNWreY8bT8gsIJj3uD8JL7A0Iw66zF3AzQFrASi0iw0m09ZmeQnhQkRMew1JlHOsr1m3282Zo5fOodsHrEvtCnzE_Wk7ukkAJajlzbnyD-PrdQ/s1600-h/image%25255B8%25255D.png&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEijONTeXrZzOEpbN72WBxqOCfo29D1hKU0Hd1MT5CE2pEliQvgs9CdRbOcuC69I5-lEprTiS43DTVQVYOxivoV2W5FWBrJbm3Tv0kAfdD7tYuIzt0RWJGsQHKnQNfD6RElZcUmxgRv0cqI/s1600-h/image%25255B9%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgJc76_likwYiCtQjB3SpUJ3eHOWVRWJqWUj2j2KOnF_j1w44llgitTIzHfeRuHjtH2aZ0XIB0qcShMSGN9zWi8NoUAwIdPovNgVP-n1GzyvRQ8IMLBFWWCUY3fEjIAhzbgsHhmGl7Wmq8/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiDWqrrPrkG2u3rxuhjyfk0g37dNlJ9nL4jYAiKKEUh5zQukgeRzzt4q5AsOBzj8FWW0NyPaEuAGcsYLukaTRsk6NBWls9TYyNc46bNJvoI3k9nOhBRG8JZdRwcnQNHLLbDVtiI6ZJMbUQ/s1600-h/image%25255B2%25255D.png&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjXOZmCYmjh4FHVe3lKvxs5n17LkzUxIPhRSzbB1gz4Il_1jZysMLtxVwWva4v-h2v_-jaxB7NR5g44g5K0YYSJTRXnlwQp6nWcsxkdHJlxtkqqKe4gDo6g9tv_C0r2MRpLRVW39qJQ2L0/s1600-h/image%25255B10%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjX0iD7-BtZZ6FxoOkuM3iTghUYWKik0qVNdcjh8VLeg9QxeHjRE191yF3ItZZ7TxY-xGOZa4H58v4SNRMJ0X-KDO_O_blZIQ9tCnN9mvEBQxoDR1dr4OgFZ-RQaGAOFZw9H9MU2L5Yv8M/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjOmY4Ib8jgqFcpJsoPPFrOiGbVYd5uvJBzX13Zs3DzkLzWxSkX9dGBKAtrOuveclMZK7XswsB_CtScCEThTVFn5pV3OfICi656jzUgiNc9t3BXZL9DXijXON6ZQNgpdYRgAeYRCe6Wpfc/s1600-h/image%25255B5%25255D.png&quot;&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfMGVq-l8Dx9I5GTdYlV1RMH7Q7Ci5QoGy8cL7e-U5Pc4bpOYa5sU1NNry6hbvws99IUkuR3D7DXz4_6Lr1llEanBSEkW7N3dbGYSX9dX6WmTHNp7nWjpA4gkim1yrbpTiQ4SpDp9P8ho/s1600-h/image%25255B11%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhttPc5sMFXcVXSZy4f05aX3dzlmMQtFw1rNqqigPjlxaJNEHoqp9fWdOj4-9ugF5Li7LwVUz73l2v4muA1tjS7b8ePpNNap8ryIkST3ShpNWjXbRMc8LboNtuJCAN9O7IfxqEo06IFffE/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Die erste Grafik zeigt die Entwicklung des Dow Jones Industrial seit 1935. Zwei Superzyklen sind deutlich zu erkennen. Die demografischen Wellen zeigen die Altersgruppenverteilung jeweils zum Beginn der beiden Superzyklen. In beiden Fällen war die Altersgruppe der 20- bis 24jährigen die stärkste Altersgruppe.&lt;/font&gt;&lt;/em&gt; &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Eine demografische Welle entsteht durch schwankende Geburtenzahlen und Migration. Früher waren auch Kriege und Seuchen für sich ändernde Altersstrukturen mit verantwortlich. &lt;/font&gt;&lt;/em&gt; &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;font size=&quot;2&quot;&gt;Hier sind gleitende 5-Jahres-Gruppen dargestellt. Die linke Skala gibt den Anteil der laufenden 5-Jahresgruppen an der Gesamtbevölkerung an, die untere Skala das Alter der Altersgruppen. Datenquelle: US Census Bureau.&lt;/font&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/2707026951307530371/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/2707026951307530371' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2707026951307530371'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2707026951307530371'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/09/joseph-schumpeter-und-was-die-langen.html' title='Joseph A. Schumpeter und was die langen Wellen der Konjunktur mit Demografie zu tun haben'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgJc76_likwYiCtQjB3SpUJ3eHOWVRWJqWUj2j2KOnF_j1w44llgitTIzHfeRuHjtH2aZ0XIB0qcShMSGN9zWi8NoUAwIdPovNgVP-n1GzyvRQ8IMLBFWWCUY3fEjIAhzbgsHhmGl7Wmq8/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-4986594516032064503</id><published>2015-06-26T16:32:00.001+02:00</published><updated>2015-06-26T16:58:13.766+02:00</updated><title type='text'>Wie Demografie die allgemeine Nachfrage schwächt und für niedrige Zinsen sorgt</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Demografie ist der wesentliche Faktor für langfristige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Um die Wirkzusammenhänge erkennen zu können, reichen die derzeit dominierenden Methoden der Ökonomie nicht aus. Altersabhängige Gruppeninteressen verändern die Präferenzen der Individuen.&lt;/strong&gt; &lt;p&gt;Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Arbeitseinkommen der großen Bevölkerungsmehrheit für Nahrung, Bekleidung und Wohnunterkünfte vollständig aufgebraucht. Erst in den 1920er Jahren waren erstmals größere Bevölkerungsgruppen in den USA und dem westlichen Europa in der Lage von ihren Einkommen Ersparnisse zu bilden. In den Roaring Twenties, wie die Goldenen 20er Jahre in den USA genannt werden, wurden diese Ersparnisse von der Wirtschaft regelrecht aufgesogen. Sie waren ein wesentlicher unterstützender Faktor des Wirtschaftsbooms.  &lt;p&gt;Mit der Fähigkeit der breiten Massen Ersparnisse zu bilden, zeigte sich aber auch ein negativer Begleiter der eigentlich positiven volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Sparens. Zu Beginn der Weltwirtschaftskrise von 1929/32 konnten mehr Menschen als je zuvor ihre monatlichen Ausgaben aus Angst vor einer Krise massiv einschränken. Das sogenannte Angstsparen in einer Krisensituation zeigte seine schrecklichen Auswirkungen. Der Prozess der Abwärtsspirale aus Sparen (Nachfrageeinbruch) und wirtschaftlichem Niedergang (Arbeitslosigkeit, Unternehmenspleiten) wurde von John Maynard Keynes ausführlich beschrieben. Seine Empfehlung war, dass der Staat in der Phase des Angstsparens die zu hohen Ersparnisse aufnehmen, sich also verschulden sollte, um mit Konjunkturprogrammen Arbeitsplätze und Unternehmen zu retten, um so die Krisenangst und somit auch das Angstsparen zu bekämpfen. Keynes lieferte damit eine bis heute von den meisten Ökonomen akzeptierte und in der Praxis schon häufig angewandte Möglichkeit der Bekämpfung von Wirtschaftskrisen und deren sozialen Folgen. Die Lösung bezog sich allerdings vordergründig nur auf Rezessionen in einem normalen Konjunkturzyklus.  &lt;p&gt;Neben dem normalen Konjunkturzyklus gibt es noch einen weiteren, viel längeren Zyklus: die langen Wellen der Konjunktur. Der Ökonom Joseph A. Schumpeter beschrieb diese langen Wellen erstmals ausführlich und benannte sie nach dem russischen Ökonomen Kondratieff, der diese in den 1920er Jahren statistisch nachgewiesen hatte. In meinem Buch „Auch die sicheren Häfen sind in Gefahr“ weise ich nach, dass diese langen Wellen demografische Ursachen haben. Demografische Wellen und Kondratieff-Wellen sind seit Ende des 18. Jahrhunderts praktisch identisch. Gegen die Auswirkungen der Abschwungphasen, die 20 oder mehr Jahre andauern können, sind grundsätzlich auch staatliche Ausgabenprogramme hilfreich, diese weisen aber aufgrund der Länge der Abschwungphasen deutlich höhere Risiken auf. Eine Kondratieff-Abschwungphase entstand, wenn eine starke Generation (meist mit geburtenstarken Jahrgängen identisch) mit Anfang 40 ihren Karrierehöhepunkt erreichte. Dann wurde weniger in Innovationen investiert. Bei einem Rückgang der Geburten wurden auch weniger Infrastrukturinvestitionen vorgenommen und die privaten Bauinvestitionen gingen ebenfalls zurück. Gleichzeitig sparen die Menschen im Alter zwischen 40 und Ruhestandsbeginn mehr als alle anderen Altersgruppen. Weniger oder stagnierender Konsum und weniger Investitionen führen zu einer strukturellen, demografisch bedingten Nachfrageschwäche. Angebot und Nachfrage der privaten Haushalte entwickeln sich auseinander. Der Geldüberschuss steigt. Durch die geringe Nachfrage der privaten Haushalte nach Konsum- und Investitionsgütern verringert sich gleichzeitig die Nachfrage der Unternehmen nach Kapital für Erweiterungsinvestitionen. Diese Phase nenne ich die Herbst-Phase. &lt;p&gt;&lt;u&gt;Grundsätzlich bieten sich drei Auswege aus der Herbst-Depression an: &lt;/u&gt; &lt;p&gt;1. Geld- und Güterüberschüsse werden ins Ausland exportiert. Das setzt eine hohe Nachfrage nach heimischen Produkten (bzw. Dienstleistungen) im Ausland voraus (Wettbewerbsfähigkeit).  &lt;p&gt;2. Der Staat springt ein (bei Ländern mit strukturellen Leistungs- bzw. Handelsbilanzdefiziten oft auch mit Hilfe der Notenbanken), leiht sich die Ersparnisse der privaten Haushalte und der Unternehmen und gibt sie direkt oder indirekt für die überschüssigen Güter und Dienstleistungen aus (Konjunkturprogramme, Steuersenkungen, Sozialausgaben, Abwrackprämien, sonstige Wohltaten). Da auch der Staat das geliehene Geld nicht (oder nur teilweise) für sinnvolle Investitionen ausgeben kann, führt der Weg in eine Sachgasse, die letztendlich mit der Entwertung der privaten Ersparnisse (Staatsbankrott, Steuererhöhungen und/oder Inflation) endet.  &lt;p&gt;3. Innovationen erhöhen die Produktivität, benötigen Kapital für Investitionen und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit.  &lt;p&gt;In den Fällen 1 und 3 steigt dann auch das Vertrauen der Verbraucher in die künftige Einkommensentwicklung. Damit springen inländischer Konsum und Investitionen wieder an. Es kommt zu einem nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung.  &lt;p&gt;&lt;u&gt;Beispiele&lt;/u&gt; &lt;p&gt;Deutschland hat, wie in den 1990er Jahren Finnland und Schweden, durch eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit seine demografischen Probleme bisher exportiert. Deutschland hatte aber auch während seiner Umstrukturierungs- und Reformphase seine inländische Nachfrage durch eine Erhöhung der Staatsverschuldung gestützt. Längerfristig sinnvolle Teile des deutschen Kapitalstocks wurden dadurch erhalten. Japan hat nach seiner Krise nur einen Teil der demografischen Nachfrageschwäche durch einen jährlichen Exportüberschuss von 1 bis 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgeglichen und den darüber hinausgehenden Teil über eine Neuverschuldung des Staates. Diese Neuverschuldung lag zwischen 1992 und 2008 bei durchschnittlich 7,4 Prozent des BIP pro Jahr. Der japanischen Wirtschaft ging so zwar ein wesentlicher Teil seiner Innovationskraft verloren, aber negative soziale Auswirkungen wurden vermieden. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhh5gGmcW6WdQiiwPXlk8W2ueNn0WvioLG9r4rmUPj6lmBzcTBH99kY1bzMkcKDDDmTsslMcBotqzKOQejs2mqR9uN3KHMlsFIxIAw-IkyZDgm7YTBq52c8g1G3b7lSPfRr_L0gU_22NV4/s1600-h/clip_image002%25255B4%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image002&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image002&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi9t1DXCOErIh7Zr7FzXJ8AHNQjScmxLnBQDdakbHdLwdrmsqOf8vLJ3t1fUcRC52Br8G7e4zGOB7vwQhk_WQ3yxOtD89-1Dn0_yoKjXbYBq9o1odokSuUBr-7bo6JRdNInat1Mq3ZlmBk/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;237&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquellen: nationale Statistikämter, eigene Berechnungen.&lt;/em&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjGCkISvWvvVtj7Xn4OLw66D3HfZHlLjw5RLrDeeAhX8TZnq5XDXfW-vWow0g750RdYwqdXjRPtMJu4Y81rnz-NbzNx_uZvjuns-8rlQIJFNFysVTDh4O2KIOBV6PDNJpEXMOjM6L0rYfc/s1600-h/clip_image004%25255B4%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image004&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image004&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgVJvdZ6vBBqtGPoIAmVgtLxVM9iIjb7bnvGjtdU-PrINAt699WVB48gnr3jG5kkfGkPmACXaNRY0aoYyDgOf49zLniSKRXwG2lMLjoJWZ5hwR9z0Bq2xRaCmS8f_EYM4rnkomfwJhV_iE/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;226&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Daten: Statistics Japan&lt;/em&gt; &lt;p&gt;Ob es gelingt, in den hochverschuldeten Euro-Staaten gleichzeitig zu sparen und zu reformieren ist fragwürdig, weil durch die dreifach wegbrechende Inlandsnachfrage (privates Sparen aus demografischen Gründen + Angstsparen + Sparen der öffentlichen Haushalte) eine Sparspirale entstehen könnte oder schon entstanden ist, bei der ein langfristig sinnvoller Teil des Kapitalstocks abgeschrieben werden muss. Es besteht die Gefahr, dass ein Land dadurch in seiner Entwicklung massiv zurückgeworfen wird. &lt;p&gt;P.S.: Wahrscheinlich könnte nur eine eigene Währung, also ein Austritt aus dem Euro-Raum, eine solche Entwicklung stoppen (Inflation) oder ein dauerhaft ausreichend hoher Transfer von Überschussländern in Defizitländer. Finnland und Schweden haben es nach ihrer demografisch bedingten Krise (1992) geschafft durch massive Innovationen und der Förderung von Exporten gleichzeitig zu sparen und zu reformieren (geht also doch). Beide Länder hatten jedoch eine eigene Währung, die in dieser Phase abwertete. &lt;p&gt;&lt;u&gt;&lt;strong&gt;Fünf Anmerkungen&lt;/strong&gt; &lt;/u&gt; &lt;p&gt;1. Nachdem sich die USA durch eine neue stärkste Generation (die Generation Y oder Milliennials genannte Generation ist um das Jahr 1990 geboren und seit 2012 die stärkste Altersgruppe in den USA) wieder in den positiven demografischen Sommer zurückversetzt haben, befinden sich derzeit die Eurozone (dort vor allem Deutschland, Italien, Griechenland, Niederlande, Österreich und jetzt auch Frankreich), UK und China in einer Phase mit demografisch bedingter Nachfrageschwäche. Sie können nicht alle ihre Probleme mit einem hohen Exportüberschuss (mindesten 5-7 Prozent wären notwendig) lösen.  &lt;p&gt;2. Die in Punkt zwei genannte Begründung für die derzeit steigende Staatsverschuldung in vielen Ländern überlagert teilweise vorhandene Fehlentwicklungen in der Wirtschaftsstruktur (UK, Japan seit 1992) und wird wahrscheinlich daher von vielen Ökonomen noch nicht ausreichend gewürdigt.  &lt;p&gt;3. Generell ist in alternden Gesellschaften eine zunehmende Vermögensbildung der privaten Haushalte zulasten der Staatsfinanzen zu beobachten. Diese wird tendenziell verstärkt, wenn ein (großer, steigender) Teil der Altersvorsorgesysteme mit Kapitaldeckung arbeitet. Auch weil die Renten aus staatlichen Rentensystemen geringer ausfallen. &lt;p&gt;4. In einer alternden Gesellschaft leidet tendenziell die Bereitschaft zu Innovationen. Innovationen und eine Verbesserung der Möglichkeiten bedingen aber einander.  &lt;p&gt;5. Immer mehr Ökonomen führen die Nachfrageschwäche und daraus folgend die Niedrigzinsen in vielen entwickelten Ländern auf demografische Entwicklungen zurück (&lt;a href=&quot;http://blogs.faz.net/fazit/2015/06/24/die-zinsen-sind-nicht-wegen-der-notenbanken-niedrig-5963/&quot;&gt;Link FAZ&lt;/a&gt;). Hier wird jedoch meist auf das sich verschlechternde Verhältnis von Menschen im arbeitsfähigen Alter und Menschen im Ruhestandsalter hingewiesen. Dieses Verhältnis kann die derzeitigen Entwicklungen jedoch nur zum Teil erklären. Erst wenn man berücksichtigt, dass die verschiedenen Altersgruppen ihre altersabhängigen Interessen der Gesamtgesellschaft insgesamt aufoktroyieren wollen und die jeweils stärkste Altersgruppe dies auch schafft, werden klare Muster erkennbar. Die stärkste Altersgruppe hat somit auf die gesellschaftliche Entwicklung einen größeren Einfluss als das Verhältnis zwischen arbeitsfähiger und nicht mehr arbeitsfähiger Bevölkerung. &lt;strong&gt;&lt;u&gt;Nicht die Summe der Präferenzen der einzelnen Individuen bestimmt die Entwicklung, sondern Gruppeninteressen bestimmen in gewissem Umfang auch die Präferenzen der Individuen. &lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/4986594516032064503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/4986594516032064503' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4986594516032064503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4986594516032064503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/06/wie-demografie-die-allgemeine-nachfrage.html' title='Wie Demografie die allgemeine Nachfrage schwächt und für niedrige Zinsen sorgt'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi9t1DXCOErIh7Zr7FzXJ8AHNQjScmxLnBQDdakbHdLwdrmsqOf8vLJ3t1fUcRC52Br8G7e4zGOB7vwQhk_WQ3yxOtD89-1Dn0_yoKjXbYBq9o1odokSuUBr-7bo6JRdNInat1Mq3ZlmBk/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-3096268093695515913</id><published>2015-05-12T15:07:00.001+02:00</published><updated>2015-05-12T15:22:23.593+02:00</updated><title type='text'>Halbzeit: Zehn Prognosen für das neue Jahrzehnt</title><content type='html'>&lt;p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Zu Beginn eines neuen Jahrzehnts gibt es viele, die längerfristige Pläne aufstellen oder einen weiten Blick in die Zukunft wagen. Anfang 2010 habe auch diesem Impuls nicht widerstehen können und in mehreren Vorträgen (Guliver Investmentabend, Berliner Börsenkreis, Berliner Börsentag) zehn Prognosen für das neue Jahrzehnt formuliert. Die Hälfte des Jahrzehnts ist nun schon Geschichte und es lohnt sich, einmal nachzusehen, inwieweit sich zumindest einige der Prognosen bereits erfüllt haben, sich noch erfüllen könnten oder bereits revidiert werden mussten:  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Prognose: Mega-Crash in China. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjzgAYSBnSWrMfbB13TaZIv9nkEBWk_jL6DK3eCnLdZExyMhc_x0HaxF0GiyMPCuv7dbdGeuIsnPR_oQx3e9ev9jLntV5BOP4xGTlyKPTWMhH2qaMKk14phzDW0k04krxS9RqiwqJyZPrw/s1600-h/Fotolia_4612126_M%25255B21%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;China Flag Banner&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; float: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin-left: auto; display: block; padding-right: 0px; border-top-width: 0px; margin-right: auto&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;China Flag Banner&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiIl11BaumRdB4k_00S0RLKz5fawA8sQDIyhie6jLnvuGQfssMwldVlBAIxAuvBoo3967Vm1IECEVUiknBV-mLoQuKv3aLfV0Q272KJZ6CM4EYTlUKGgGvsZZJMitZMTnHK4yyd8_kPTSQ/?imgmax=800&quot; width=&quot;424&quot; height=&quot;284&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Mega-Crash hat definitiv noch nicht stattgefunden. Nach meinen Berechnungen sollte eigentlich jetzt die Krise beginnen. Vergleicht man den Krisenbeginn in den USA mit der Entwicklung in China, dann stehen wir jetzt etwa im Jahr 2007 der großen Finanzkrise. Die Börsen hatten 2007 noch einmal neue Höchststände erreicht. Die US-Immobilienpreise waren aber seit Sommer 2006 im leichten Sinkflug. So auch jetzt in China. Die Immobilienpreise fallen seit Frühjahr 2014 und die Aktienmärkte haben gerade aufgrund der geldpolitischen Lockerungen neue Höchststände erreicht. Folgt China den USA, dann wäre der Höhepunkt der China-Krise Ende kommenden Jahres erreicht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Japan pleite. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ist Japan schon pleite? Inzwischen finanziert die japanische Notenbank die weiterhin sehr hohen öffentlichen Defizite fast vollständig. Alle Versuche, die steigende Verschuldung in den Griff zu bekommen, sind bisher gescheitert. Selbst die deutliche Anhebung der Mehrwertsteuer führte nicht zur Verringerung des laufenden Defizites. Die Mehrwertsteuererhöhung hatte zwar die Kaufkraft vor allem der Rentner reduziert, aber Inflation ist immer noch nicht in Sicht. Ich halte die Prognose weiter aufrecht. Japan pleite kann heißen, dass der Staat bankrott geht (unwahrscheinlich) oder die Geldmengenausweitung der Notenbank doch noch eine hohe Inflation erzeugt (trifft besonders die Rentner) oder die Japaner ihre Konsumausgaben langfristig immer weiter reduzieren (vor allem die Rentner).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Goldpreis über 5.000 Dollar.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgvpAUsFRwIbeU-ZCkm23IIMxOG01AhsnPM-mXhyphenhyphenNT92bzkKTNwQ14pqEg2cGcTWEjlDe_piD6KUUmhh8v2esjey0J01GXfsTZJnWTToD7Elr9nWvCnL7ogJenXV7MeEnIvyT1_5gvRAss/s1600-h/Fotolia_32313101_XS%25255B4%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_32313101_XS&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; float: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin-left: auto; display: block; padding-right: 0px; border-top-width: 0px; margin-right: auto&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_32313101_XS&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEilh8Fxed7xJLxVi1n4A94sQcyla_Lq_6PM-1JoA5azvE2hSDFsixvTwLh9hgrFZNYvZn_cIXybe8goBehHxnBQZKhGH_VoZm7k5c4-FP-QCKfpbW-LEDWxs2yS_NNlRpDGvqX6J_Z6qiw/?imgmax=800&quot; width=&quot;424&quot; height=&quot;282&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Goldpreis liegt derzeit wieder bei unter 1.200 Dollar je Feinunze, fast genau da, wo er auch schon vor fünf Jahren lag. Die 5.000 sind nicht ansatzweise in Sicht. Krisen in China und den Eurostaaten und die Problematik in Japan könnten den Goldpreis in den kommenden fünf Jahren aber einen erneuten Schub verleihen. Die Prognose würde ich heute so nicht unbedingt mehr wagen. Denn die Grundlage für diese Prognose bildete vor allem die 2010 noch schlechte demografische Aussicht für die USA. Und das betrifft die nächste Prognose.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Dow Jones 2020 unter 10.000. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEikhoWX9UOPDulgHiQlFiNoC8yXDhtCdNbKdKNeeVJtq4NJ3y-X0XxLTUJAqHqvA2jIDMwpjIdfOLBvJaFKAXQ3CYHMDuOqPkVSgiJKPJe5_4wah3-N5ZUTwbEINsg1kguSqR3v0hV2HQQ/s1600-h/Fotolia_5683700_M%25255B8%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_5683700_M&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; float: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin-left: auto; display: block; padding-right: 0px; border-top-width: 0px; margin-right: auto&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_5683700_M&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjKnY031DbrXsk84oDOR5k_Axs1RBxMfFkuM_JJA8RMPjpGH3dGvdEer1OjzEvAxsoX-Ms-fEUG9kxgccQ6Z9qpowOS60XLyCKO_PxfzWyzb6AgNGoe-GRxCJw9G8e1RWEnDBceNABD4hg/?imgmax=800&quot; width=&quot;424&quot; height=&quot;286&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Jahr 2010 sah die offizielle Bevölkerungsvorausberechnung noch so aus, als würden die alten US-Babyboomer noch bis nach der erwarteten China-Krise die stärkste Altersgruppe bilden. Dadurch meine negative Prognose für die Aktienmärkte nicht nur in Amerika. Erst als im Spätsommer 2013 die neuen, auf dem Census von 2010 beruhenden Bevölkerungsprognosen veröffentlicht wurden, ergab sich plötzlich ein viel positiveres Bild. Denn schon seit 2012 sind die “Generation Y” genannten, um das Jahr 1990 geborenen Babyboomer durch Migration zur stärksten Generation geworden. Damit befinden sich die USA seit 2012 wieder im demografischen Sommer und der Aktienmarkt in einem neuen Supertrend, der bis etwa 2031 andauern sollte. Die negative Prognose muss also um 180 Grad gewendet werden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Euro-Zinsen bis 2020 unter 1%.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Diese Prognose hat sich bereits als richtig erwiesen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Deutsche Lebensversicherungen insolvent. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Noch nicht. Da aber die Niedrigzinsphase wahrscheinlich noch etwa 15 Jahre anhalten sollte, dürften sich die zu hohen Garantien der deutschen Lebensversicherer zunehmend als enorm großer Belastungsfaktor erweisen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Irlands Aktien steigen und DAX fällt weiter.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj_CDJmJX_rqd7doeTcsPX2cUN7QNsDITknvrwmfn-X5W02zhXrrsnxum6Pbcmcw4nQ0Uq1z31ITpkrpZMXycbHrIyGxsvDQBI3GxPR-npSxoECdIyadCTz8PqYK_l_VjYgYOfQF5MvLR8/s1600-h/Fotolia_13128568_XL%25255B9%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Wirtschaftskrise&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; float: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin-left: auto; display: block; padding-right: 0px; border-top-width: 0px; margin-right: auto&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Wirtschaftskrise&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhIviTf_79PsecVffGjAt7ZQyYf33SL_300YTO54VLlLH6Kq3gq9_O72NhNtouNqYbqgX6fn2YSqGGVIDl-y0D_1AVfbmqZLTFKjwYVc-plfyqt2hnv5SvSNqeCMsbe1wWtaa9jPQT9e54/?imgmax=800&quot; width=&quot;424&quot; height=&quot;294&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Diese Prognose beruhte auf der Einschätzung, dass Irland als jüngstes Euro-Land am ehesten zu nachhaltigen Reformen bereit sein dürfte. Dieser Teil der Prognose hat sich bereits erfüllt. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Teil zwei der Prognose habe ich bereits im Sommer 2011 revidiert. Deutschland befindet sich zwar weiter im für Aktienmärkte generell nachteiligen demografischen Herbst. Aber die hohen Exportüberschüsse exportieren die inländische Nachfrageschwäche. 2011 fand ich bei der Untersuchung der drei Finanzkrisen in Japan, Schweden und Finnland zu Beginn der 1990er Jahre diese Möglichkeit, dem demografischen Gegenwind auszuweichen. Schweden und Finnland hatten damals durch Reformen einen ähnlich hohen Exportüberschuss (etwa 7 Prozent des BIP) erreicht und konnten trotz des demografischen Gegenwinds weiter wachsen. Japan erreichte nur Überschüsse von etwa 2 Prozent/BIP und musste die darüber hinausgehende Nachfrageschwäche durch eine hohe Staatsverschuldung ausgleichen. Wir sind mit unseren Fonds seit Herbst 2011 in deutschen Aktien investiert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;8. Wirtschaftswunder im Iran.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Iran zeigte im Jahr 2010 die neben Vietnam beste demografische Welle weltweit. Meine Prognose beruhte auf einer in einer solchen Phase oft beobachteten konservativen aber pragmatischen Politik. Die iranischen Babyboomer sind jetzt etwa 30 Jahre alt und im produktivsten Teil ihres Lebens angekommen. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, sich wieder in die Welt der internationalen Arbeitsteilung einzugliedern. Ich halte meine Prognose aufrecht. Die Atomverhandlungen müssen jetzt aber schnell zum Abschluss gebracht werden. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;9. Islamisierung und Boom in der Türkei.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die demografischen Daten sind nicht ganz eindeutig bzw. das Datenmaterial ist nicht besonders zuverlässig. Der Islam hat in den vergangenen fünf Jahren eindeutig an Einfluss gewonnen. Präsident Erdogan scheint fest im Sattel zu sitzen und gleichzeitig wenig wirtschaftlichen Sachverstand zu besitzen. Die Türkei bräuchte eine mutige Reformagenda. Mit unseren Guliver Demografie Fonds bleiben wir in der Türkei investiert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;10. Afrika der große Gewinner des Jahrzehnts.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjxEaZk1VOKPtGYL7tVOPse-SNYX6dStRcttY7mo3oUQoxnj_1V0FnYISEptqXQcdOvI5-OObstJZJ-HFEMCFeUatRvxeWNcMyfWxj8OzaOiCadPCQMzAJCLoolaupCbBNOIx3JDdBphwA/s1600-h/Fotolia_12849888_M%25255B4%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_12849888_M&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; float: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin-left: auto; display: block; padding-right: 0px; border-top-width: 0px; margin-right: auto&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_12849888_M&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEilvfKtkILD7lmbp6XTDnhpmTNeXfaUWL-3ge8ukELrtuCWKyQL9EJIRJzamI8VMM8xUZ-z_33AGTTIDV9QTu-LfceExK7fQBg8zgPcbXrOT8UovdXktRmfBQoVizddMwfZDdgXe7Yl9jg/?imgmax=800&quot; width=&quot;424&quot; height=&quot;284&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch diese Prognose würde ich heute nicht mehr so formulieren. Nord- und Südamerika haben insgesamt jetzt bessere Chancen zum Anlage-Kontinent des Jahrzehnts zu werden. Gut sieht es eigentlich im arabischen Norden (vor allem in Tunesien) und in Südafrika aus. Dazwischen überwiegen die eher negativen demografischen Kriterien (zu viele Kinder).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mit meiner Aussage zu Tunesien lag ich aber schon recht gut: &quot;Neben Tunesien haben vor allem Algerien und Marokko sowie eingeschränkt Ägypten aus demografischer Sicht hervorragende Aussichten auf einen langen wirtschaftlichen Aufschwung.&quot; Ein Jahr nach dieser Aussage begann in Tunesien der arabische Frühling.&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/3096268093695515913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/3096268093695515913' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/3096268093695515913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/3096268093695515913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/05/zehn-prognosen-fur-das-neue.html' title='Halbzeit: Zehn Prognosen für das neue Jahrzehnt'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiIl11BaumRdB4k_00S0RLKz5fawA8sQDIyhie6jLnvuGQfssMwldVlBAIxAuvBoo3967Vm1IECEVUiknBV-mLoQuKv3aLfV0Q272KJZ6CM4EYTlUKGgGvsZZJMitZMTnHK4yyd8_kPTSQ/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-4295874938112865002</id><published>2015-02-17T15:55:00.001+01:00</published><updated>2015-02-17T15:56:35.632+01:00</updated><title type='text'>Warum tut sich Griechenland nur so schwer mit Reformen?</title><content type='html'>&lt;p&gt;Es gibt in der Eurozone Südländer, die muss man zu Reformen zwingen (muss man nicht, aber von allein tun sie es jedenfalls nicht) und es gibt Südländer, die aus eigenem Antrieb schmerzhafte Reformen umgesetzt haben. Doch warum gibt es diesen Unterschied zwischen Griechenland und Italien auf der einen und Spanien und Portugal auf der anderen Seite? Warum gibt es zumindest bis jetzt in Spanien und Portugal noch keine mehrheitsfähige Anti-Reform-Bewegung?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Eine Antwort könnte die Demografie liefern. Denn Spanien und Portugal (auch Irland) sind demografisch viel jünger als Italien und Griechenland. In meinen Untersuchungen zu langfristigen Trends ist mir aufgefallen, dass Reformen immer dann schwierig bis unmöglich waren, wenn in einem Land die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe (Generation) älter als 40 Jahre war. Erst wenn eine neue stärkste Altersgruppe mit Anfang 20 in das politische und wirtschaftliche Geschehen eingriff, löste sich der Reformstau. Manchmal auch in/nach einer friedlichen oder blutigen Revolution. So war die stärkste Altersgruppe in der DDR zum Mauerfall, in der UdSSR zum Beginn der Perestroika oder in Tunesien zum Beginn des arabischen Frühlings jeweils um die 25 Jahre alt. Auch zum Beginn der technischen Revolution Anfang der 1980er Jahre war in den USA die sogenannte Babyboomer Generation gerade Anfang 20. Die stärkste Altersgruppe davor wurde Mitte der 1960er Jahre 40 Jahre alt. Zwischen 1965 und 1980 lag die Phase der Stagnation, als die damals mächtigste Altersgruppe ihre Innovationsphase hinter sich gebracht hatte und die neuen Babyboomer noch Kostgänger ihrer Eltern und des Staates waren (wenig Innovationen, hohe Inflation). Deutschland hat seine wichtigen Reformen zwischen 1995 (Wiedervereinigungskrise) und 2003 (Agenda 2010) auf den Weg gebracht. Im Jahr 2003 wurde Deutschlands stärkster Jahrgang 39 Jahre alt. Seitdem leben wir von diesen Reformen und neue sind nicht wirklich in Sichtweite.  &lt;p&gt;Auch Griechenland und Italien haben im Vorfeld zum Euro Reformen verabschiedet. Die italienischen starken Geburtenjahrgänge sind in einem ähnlichen Alter wie die in Deutschland. Die griechischen sind etwas jünger. Der stärkste griechische Jahrgang erreichte im Jahr 2008 sein 40. Lebensjahr. Zwischen 2010 und 2011 war die Altersgruppe der 40- bis 44jährigen erstmals zahlenmäßig stärker als die Gruppe der 35- bis 39jährigen. &lt;p&gt;Anders als in Deutschland, dessen Konjunktur in einem durch die Wiedervereinigung vom Rest Westeuropas abweichenden Zyklus schwankte, bestand dort mit der Euro-Einführung kein offen sichtbarer Anlass, schmerzliche Reformen umzusetzen. Der demografische Sommerzyklus endete in üblichen Übertreibungen, die sich in der zunehmenden Verschuldung zeigten. Als dann die Krise kam, war man demografisch in der Phase der Besitzstandsbewahrung angekommen (Babyboomer zwischen 40 und Renteneintritt). In dieser Phase sind besonders Reformen im Arbeitsmarkt schwer umsetzbar und die Ersparnisbildung für die Altersvorsorge sowie die Tilgung von Immobilienkrediten führt in dieser Lebensphase zu einer nachlassenden Konsum- und Investitionsnachfrage. &lt;p&gt;Spanien und Portugal sind demografisch deutlich jünger. In Spanien und Portugal wird im kommenden Jahr der stärkste Jahrgang 40. In diesem Jahr (2015) wird die Gruppe der 40- bis 44jährigen erstmals stärker sein, als die Gruppe der 35- bis 39jährigen. Für Spanien und Portugal schließt sich also in diesem bzw. nächsten Jahr das demografische Zeitfenster für relativ leicht umsetzbare Reformen. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEirtXWFZ_xWROwysSjoyMBIFHyLFK0uX54SqWgf0MgXMnsm7FnhnhHnD3P2J8tGp0kOAdhyphenhyphenQW4vHWAnwXt6Tpx3TF3NPwsSx86C7XEjJI1GiUb25T6YElVG1txIy7RX9DpielHiGgzXHkY/s1600-h/image%25255B8%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiP2uRXhsrTSBpLrwKRFpCYnzjBsiZzyxurUClrtPuC0VszvodqKOyLi2h5LQqw9YtnNZquKXiJwkYG_5FZvXBQEkjezuAmnnlz9o177Cg_EqBqxXUI3c9vTYMtYLPv3jvI9n2UNv30tBo/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;173&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiDqxVb-JbxDsWYnSYSI88LjX-h6GwwvTXzU3Y-JNh6N6A9ywDCHs4Cinsg89Bih01cbWldZIB5ADTKRVxkHlVvf0A53QDisutB1ETpCA71MSXaVdVy-zOuy2kU7ALQk9CXwQ00H9CVUHY/s1600-h/image%25255B5%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgXawF3ccMw9wNdzLdL23DpxdPh-HGrgOsgcw8Dxh8UyaBMcosWScbIZTx2Vh97u06Bbz3xAqJ09EW1-hHcwmiXqgrfX1a-S1F9r3Efhy2ZPK0nMamlIlWI48-TgW_s_LIyBcj8VRrBoms/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;171&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEifTwuc3SphUDAKulzulDn7S1Sq2j8J5bUKMxdvozVrSrs9TVhU_IpTLKaWDn5aJntAg2PeP1-sQEmJB64YtDH0w7CLDnI888CuQalA-KGDtUKvqs-zQhJ4a1XCO4zZFVG7ELuzhmYWPzI/s1600-h/image%25255B2%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgQfO2PM2gcukvj6f3_o0keNIyYnsKawkVJfVszBWG75ycLvv9cR4UrQbEjHYCljUy0CJIaZGPZytczTdZtb6Ne7PM99CnnKO9RpZbi_42rwoxyG1wZcgs1fsqg0giLBqgr1J4kIyx72xg/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;174&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.census.gov/population/international/data/idb/informationGateway.php&quot;&gt;US Census Bureau&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/4295874938112865002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/4295874938112865002' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4295874938112865002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4295874938112865002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2015/02/warum-tut-sich-griechenland-nur-so.html' title='Warum tut sich Griechenland nur so schwer mit Reformen?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiP2uRXhsrTSBpLrwKRFpCYnzjBsiZzyxurUClrtPuC0VszvodqKOyLi2h5LQqw9YtnNZquKXiJwkYG_5FZvXBQEkjezuAmnnlz9o177Cg_EqBqxXUI3c9vTYMtYLPv3jvI9n2UNv30tBo/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-5287039538493696402</id><published>2014-12-18T14:36:00.001+01:00</published><updated>2014-12-18T17:02:13.934+01:00</updated><title type='text'>Chinas Immobilienblase: die Krise kommt näher</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Seit Jahren gibt es eine Reihe von Experten, die vor einer chinesischen Immobilienblase warnen und dass diese schon in Kürze platzen würde. Diese Warner haben bisher nicht Recht behalten. Seit 2009 fallen die Immobilienpreise nun zum dritten Mal. Seit die chinesischen Immobilienpreise im April 2014 ein neues Allzeithoch erreichten, sind sie um etwa 4 Prozent gefallen. Bisher konnten staatliche Erleichterungen für Immobilienkäufer helfen, die Schwächephasen zu überwinden. Doch die Blase wächst wieder trotz fallender Verkaufspreise. Es wird deutlich mehr gebaut als verkauft. Die demografische Nachfrage geht aufgrund der Alterung der Bevölkerung zurück.&lt;/strong&gt; &lt;p&gt;.&lt;/p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjor8qEze2JrCHc-_UhkSnEZ3FwmEVfDjzLbDz16JrfI9znULjj2kifMVebHUrTqGivJH52F_WGtneY207NyQHIKh3BeazM-7qlPa0Erqmf1FQtHdO8yajQGDJEVomPAawoBgSYiLWrGuM/s1600-h/clip_image002%25255B8%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image002&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image002&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjGAAjSvudvu3CLiV5JlDJGYqxyusNtzf55dEkGPge1LkteaQh2TSsQnvXf1e6hLIzDzr2aWv9lfKGecQxQqzw5SsTuMkZQdNMxqwJmNdU2gViVddEUzRN9PUfCW-8mrK6Uau8PJ2kqNBQ/?imgmax=800&quot; width=&quot;354&quot; height=&quot;214&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Immobilienpreise Peking, Daten bis September 2014, Quelle: BIZ&lt;/em&gt; &lt;p&gt;Um das Platzen der Immobilienblase (meiner Meinung nach ist die Blase nicht nur Fiktion von Crashpropheten) auch diesmal zu vermeiden, wurden von der chinesischen Regierung wieder Maßnahmen zur Ankurbelung der Immobiliennachfrage getroffen (&lt;a href=&quot;http://www.cnbc.com/id/102043929&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;). Erleichterungen gibt es vor allem für die Finanzierung der Objekte bei Hypothekenzinsen und Mindestanforderrungen für das einzubringende Eigenkapital. Und diese Maßnahmen zeigen auch Wirkung. Die Anzahl der unverkauften Wohnungen sank im Oktober mit 0,9 Prozent zum ersten Mal seit neun Monaten. Die Investitionen in Immobilien stiegen um 11,8 Prozent im Oktober. Besonders stark machten sich die staatlichen Maßnahmen beim Bau von Eigentumswohnungen bemerkbar. Hier sprang der Wachstumswert auf 43 Prozent nachdem er im September noch um 0,2 Prozent gefallen war (&lt;a href=&quot;http://www.cnbc.com/id/102201490&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;, es gibt unzählige statistische Daten zum chinesischen Immobilienmarkt, diese Zahlen konnte ich in den offiziellen Statistiken jedoch nicht finden).  &lt;p&gt;Die meisten großen Investmenthäuser sind nicht beunruhigt, was ein mögliches Platzen der Immobilienblase betrifft. So vertrauen Geldhäuser wie Goldman Sachs darauf, dass der chinesische Staat noch über ausreichend Möglichkeiten einer Marktberuhigung verfügt (&lt;a href=&quot;http://www.cnbc.com/id/102112727&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;). Dass sich der Rückgang der Immobilienpreise von 0,8 Prozent im Oktober auf nur noch 0,5 Prozent im November verlangsamt hat, dürfte die Meinung verstärken, dass sich der chinesische Immobilienmarkt im kommenden Jahr wieder stabilisieren wird.  &lt;p&gt;Die Probleme können aber aufgrund der wieder schneller wachsenden Bautätigkeit erneut zunehmen. Zwar sind die Verkäufe von Wohnimmobilien im November um 13 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen (jetzt kommen Zahlen der offizielle Statistik), sie lagen aber um 26 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Wert der Investitionen in Wohnimmobilien lag im November dagegen um 6 Prozent über dem Vorjahrswert. In diesem Jahr wurden bisher 566 Mrd. Yuan mehr in Wohnraum investiert als durch Verkäufe erlöst wurden. Im gesamten Vorjahr lag dagegen der Verkaufserlös um 874 Mrd. Yuan über den Investitionen. In den ersten elf Monaten 2014 lagen die Verkaufserlöse insgesamt um 10 Prozent unter denen des Vorjahres, die Investitionen lagen aber 10 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Es wird also wieder auf Halde produziert. Sollte die Nachfrage nicht wieder deutlich anziehen, wäre ein weiterer Preisverfall im kommenden Jahr die Folge. &lt;p&gt;Ich warne vor allem aus &lt;u&gt;demografischen Gründen&lt;/u&gt; vor einer schweren &lt;u&gt;Finanzkrise&lt;/u&gt; in China. Denn die Blasen in Japan und den USA platzten jeweils 41 Jahre nach einem mindestens zehnprozentigen und nachhaltigen Geburtenrückgang. Das lässt sich auch ganz gut erklären: Im Alter von etwa 40 Jahren sinken die Immobilieninvestitionen privater Haushalte üblicherweise (ab 45 knicken sie regelrecht ein), weil in diesem Alter die meisten Menschen ihren Karrierehöhepunkt erreichen und die Familien ihre maximale Größe erreicht haben. Dies zeigen Statistiken in verschiedenen Ländern. In China wurden erstmals ab 1973, also vor 41 Jahren, nachhaltig, also für einen längeren Zeitraum, mehr als 10 Prozent weniger Kinder als zu den Boomzeiten geboren. Schon seit 2007 geht die Zahl der Menschen zwischen 25 und 45 Jahren (Altersbereich mit den höchsten Ausgaben für Immobilieninvestitionen) zurück.  &lt;p&gt;Neben den negativen demografischen Daten und den auch nicht besseren realen Immobiliendaten gibt es zwei Aspekte, die für eine weiter hohe Immobiliennachfrage sprechen. Das sind der weiter anhaltende Zuzug vom Land in die großen Städte und das steigende Einkommen vieler Chinesen. Ob diese beiden Effekte ausreichen werden, um eine schwere Krise zu vermeiden, bleibt abzuwarten. China bleibt das größte Risiko für die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhaY61kRgzJ5yb7DI-7XRUWtXBvkhhjiWW1Gp1VSTD-ShhwP5A_t5mkC472B9GioDLlHI9vIV-mDXOMu0ejIJAgrteQcioRpqOo3CH9JvfenpMDp-aWBNJPAqe2hFTq9mbbcZ6ppDxdyMU/s1600-h/clip_image004%25255B4%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image004&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image004&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Z7mM-OZECU5_Lce8M0vLU3gOu9PywebCCQZ7MQxKA8YH7qC5GlxUR76OZy4BGwjz7i2g2zvD_e62rn8ViRVULqJGqfIsQaqX5ptnAOqJCVW8JxA0gJAWYdCvJsTtT6Sg_kVF4HyHXao/?imgmax=800&quot; width=&quot;354&quot; height=&quot;218&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Geburtenstatistik berechnet anhand von Einwohnerzahlen und Geburtenraten&lt;/em&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjl70Iud9I2CV5lj-qdIkLJyFUZrVrC_ZmaqZTiu1epqHWwkZzCEoBspdtnPnhwdppaR43Ynq1pV5CJSus3rFR9wdmGCxMGfXI4bLfmS9Tfsu0iqkQNQNzYrxfkUgzYKkFdnViqUZA5SKY/s1600-h/image%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgfjj3cJvtWNT7hW5Gxo7WQbYBsb4aWEg50HMx5pLp6NMI3CFFTLvKd2HaDJh22VioDsUcNDXhlAhijz_AwMZDej0Pmu3NLrxCIwUTQWe5b948wKJgfskkGLSitg08ypyllYkGnveLK1sc/?imgmax=800&quot; width=&quot;354&quot; height=&quot;196&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: US Census Bureau&lt;/em&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/5287039538493696402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/5287039538493696402' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/5287039538493696402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/5287039538493696402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/12/chinas-immobilienblase-die-krise-kommt.html' title='Chinas Immobilienblase: die Krise kommt näher'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjGAAjSvudvu3CLiV5JlDJGYqxyusNtzf55dEkGPge1LkteaQh2TSsQnvXf1e6hLIzDzr2aWv9lfKGecQxQqzw5SsTuMkZQdNMxqwJmNdU2gViVddEUzRN9PUfCW-8mrK6Uau8PJ2kqNBQ/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-8954742254863789649</id><published>2014-10-31T10:51:00.001+01:00</published><updated>2014-10-31T10:51:25.349+01:00</updated><title type='text'>Japans Schuldenorgie nähert sich ihrem Höhepunkt</title><content type='html'>&lt;p&gt;Heute hat die japanische Notenbank (BoJ) bekanntgegeben, dass sie das Kaufprogramm für Anleihen, vor allem Staatsanleihen, auf 80 Billionen Yen pro Jahr erhöhen wird. Sie will Japan damit aus der Deflation befreien. Seit 20 Jahren sind die Konsumentenpreise in Japan nicht mehr gestiegen. Der Anstieg der Verbraucherpreise zuletzt ist zu einem großen Teil durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 5 auf 8 Prozent zustande gekommen. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhvT4uufq7fODu_ApvkO2RfTTFW3NJYkk-K3A6sfgHAkxUt-oJeyGU5fKuqNxNIz1f-iYJSY3nk4xQW7rP9T8CQQwRUzV74BuIo_xnry9p27q270DCwR5JmnjIE7qGx0vk4cn6fYS3hVso/s1600-h/clip_image002%25255B3%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image002&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image002&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEihnO7d63UoBMAbuDyRseNfkuEI-0GW0UsASYuo8VStXAlbt6mvPxtX_t5sXlXJiuSn7Yhi4OoBxJCnM0mxSiPf8qZffGMyAI4DJwYYMDF6sYvCA4UdQDifclEoAZIUtbuhz7uNo3ApLWI/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;174&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Offiziell soll mit dem Anleihe-Kaufprogramm der BoJ die Konjunktur belebt werden. Ökonomen sehen eine Inflationsrate von 2 Prozent als optimal für eine moderat wachsende Wirtschaft an. Woher diese Zahl kommt? Vernünftige Erklärungen habe ich bisher nicht gefunden. In Japan soll die Kerninflationsrate nach Herausrechnung des Mehrwertsteuererhöhungs-Effekts nur bei 1 Prozent liegen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der wahre Grund für das Anleihe-Kaufprogramm der BoJ wird aber wohl in der immensen Staatsverschuldung Japans liegen. Japan hat sich in seiner Deflationszeit massiv verschuldet. Mit etwa 240 Prozent Schulden im Vergleich zur Wirtschaftskraft liegt Japan unangefochten an erster Stelle weltweit. Italien kommt gerade einmal auf 133 Prozent. Bisher haben die japanischen Sparer genug gespart, um dieses Defizit finanzieren zu können. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die japanischen Sparer mit ihrem massiven Sparen die Wirtschaft so geschwächt haben, dass der Staat sich verschulden musste, um einen Einbruch der Wirtschaft zu verhindern. &lt;p&gt;Inzwischen reicht die japanische Sparquote aber nicht mehr ansatzweise aus, um das immer noch gigantische jährliche Haushaltsdefizit finanzieren zu können. Japans Babyboomer sind inzwischen im Ruhestand und sind vom Spar- in den Entsparmodus gewechselt. Für das gerade laufende Fiskaljahr plant Japan Ausgaben von 95,882 Billionen Yen. 43 Prozent davon (41 Billionen Yen) sollen über die Ausgabe neuer Staatsanleihen finanziert werden (Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/staatshaushalt-japans-ministerien-sparen-ungern-13119404.html&quot;&gt;FAZ&lt;/a&gt;). Wenn die Finanzierung des laufenden Defizites nicht mehr über inländische Sparer möglich ist, müssten die Staatsanleihen am internationalen Kapitalmarkt verkauft werden. Doch dort will keiner japanische Staatsanleihen kaufen. Das Risiko wird inzwischen als recht hoch eingeschätzt und die Zinsen für zehnjährige japanische Staatsanleihen (JGBs) liegen derzeit bei mageren 0,456 Prozent. Dieser Zins würde massiv steigen, wenn der Kapitalmarkt angezapft werden müsste. Ein steigender Zins würde aber den Staatshaushalt noch weiter belasten. Laut Haushaltsplan sind jetzt schon 47,6 Prozent der Steuereinnahmen für den Schuldendienst eingeplant. &lt;p&gt;So bleibt Japan jetzt nur eine Chance, nicht sofort Bankrott anmelden zu müssen. Die JGBs werden von der BoJ aufgekauft. Aber nicht nur die 41 Billionen Yen, die im Staatshaushalt fehlen, sondern fast doppelt so viel sind nun geplant: 80 Billionen Yen. Damit soll auch die Inflation weiter steigen. Zinsen von nahe 0 Prozent und eine Inflation, die jetzt schon bei über 4 Prozent liegt.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhtg7WttYkNiAb1cHgXZ6Lpc8AL_lmaPp9CAMOdF7RBdpBDmgZk6R7WZezoiZy3UHaCzLXTr3NbUA0d2ZXtE7WtOMtCUndtjY4O0ETOaGbnwcDUNlmHVSnv7AFFoACW7u5QF3LvNt0nj28/s1600-h/clip_image004%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image004&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image004&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhgEQlNo0l3i8CytCjmr15jfXLZJhr65uWuFpsBnEbp48nbnxl3zxFoEq2E0nb8Dl5hVX4JJbErUgjq-Bebq-mWHRiwhxzO42EU8sz98a4WB8Vtl624H9uwwYLgfJKl8n78ya4zKCAvLCs/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;148&quot;&gt;&lt;/a&gt; &lt;p&gt;Die Enteignung des japanischen Sparers hat begonnen. Auch die Kapitalflucht der japanischen Sparer hat eingesetzt. Der größte japanische (und weltweite) Pensionsfonds will ebenfalls seine JGBs verkaufen oder bei Fälligkeit nicht verlängern. Für viele Sparer wird es gar nicht möglich sein, ihre Ersparnisse rechtzeitig vor dem totalen Zusammenbruch des Währungssystems in Sicherheit zu bringen. Denn die in Japan beliebteste Sparform ist ein zehnjähriges Festgeld bei der japanischen Postsparkasse. Diejenigen, die mit ihrem Geld noch flüchten können (wie die Pensionsfonds), werden es jetzt aber zunehmend auch tun. Der Yen wird weiter fallen. Der Goldpreis, der in Yen noch unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 1980 liegt, wird deutlich ansteigen.  &lt;p&gt;Ich bin gespannt, wie die japanische Entwicklung von Ökonomen und Politikern interpretiert werden wird.   </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/8954742254863789649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/8954742254863789649' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/8954742254863789649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/8954742254863789649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/10/japans-schuldenorgie-nahert-sich-ihrem.html' title='Japans Schuldenorgie nähert sich ihrem Höhepunkt'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEihnO7d63UoBMAbuDyRseNfkuEI-0GW0UsASYuo8VStXAlbt6mvPxtX_t5sXlXJiuSn7Yhi4OoBxJCnM0mxSiPf8qZffGMyAI4DJwYYMDF6sYvCA4UdQDifclEoAZIUtbuhz7uNo3ApLWI/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-3570682193509223232</id><published>2014-10-29T16:16:00.001+01:00</published><updated>2014-10-29T16:16:01.821+01:00</updated><title type='text'>So funktioniert private Altersvorsorge (nicht)</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Geld verleihen, es vom Schuldner zurückgeschenkt bekommen und dann trotzdem noch auf volle Rückzahlung hoffen? So ähnlich funktioniert die private Vorsorge fürs Alter in vielen Fällen.&lt;/strong&gt; &lt;p&gt;Stellen Sie sich vor, sie haben einen sehr netten und vor allem spendierfreudigen Nachbarn. Der gute Mann von nebenan lädt Sie häufiger zum Essen ein, er schenkt ihnen die größten Geburtstagsgeschenke und lebt ganz generell ohne groß über seine Finanzen nachzudenken. Er verdient zwar nicht schlecht, aber das Geld reicht hinten und vorne nicht.  &lt;p&gt;Sie aber sind da ganz anders. Sie sind sparsam und denken langfristig. Ihren 50. Geburtstag haben Sie gerade gefeiert. Die Rente rückt immer näher. Sie machen sich zunehmend Sorgen um Ihre Altersvorsorge.  &lt;p&gt;Als Sie ihrem Nachbarn von Ihren Sorgen erzählen, hat der eine hervorragende Idee. Sie sollen Ihrem Nachbarn Monat für Monat etwas leihen. So 200 oder 300 Euro. Da kommt bis zur Rente ordentlich was zusammen. Und wenn Sie dann in Rente gehen, zahlt er Ihnen dann das Geld von seiner Rente Monat für Monat wieder zurück.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi1CP4eUp-SmPx0C2j2CeY3pnSuTLr7s7ayJLxeCkhX3wT3Q-hytQm9scUY72yDC6hTuZe93M6R8kmer-1oO3GjLTZfo6SxUzW1oqVrO1C9M2Vd6NNURsRUl6SFgx9a-d3K1hK7WzQl4Fs/s1600-h/Fotolia_369751_M%252520H%2525C3%2525A4nde%252520sch%2525C3%2525BCttlen%25255B3%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Fotolia_369751_M H&amp;auml;nde sch&amp;uuml;ttlen&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Fotolia_369751_M H&amp;auml;nde sch&amp;uuml;ttlen&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiFfcGvVucXtEW_GKQckiYMDTw2og_59sd-loikab-o8JfAKzLW_u720xIK2-wJqbJd2Pi58VTdzla1w69yxq5UbqdsfKd7oOVrckg7z_8CokMql1SveFW7vXT4g2x2YrMw66aIBKGBipQ/?imgmax=800&quot; width=&quot;470&quot; height=&quot;328&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nehmen wir mal an, Sie sind auf das Angebot eingegangen. Sie freuen sich, dass Sie eine tolle Möglichkeit gefunden haben, für Ihr Alter vorzusorgen. Ihr Nachbar freut sich auch und überschüttet Sie ab jetzt mit noch mehr großzügigen Geschenken. Sie leihen Ihrem Nachbarn jetzt jeden Monat 200 oder 300 Euro und müssen sich selbst gar nicht im Konsum einschränken, denn Sie bekommen das Geld, das Sie Ihrem Nachbarn monatlich leihen, ja Monat für Monat als Geschenk in der einen oder anderen Form wieder zurück. Ihr Guthaben bei Ihrem Nachbarn steigt von Monat zu Monat. Es geht Ihnen gut UND Sie sorgen fürs Alter vor. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das hört sich verrückt an? Sie würden so einen dämlichen Vertrag mit Ihrem Nachbarn niemals eingehen? Natürlich nicht! Weil Ihr Nachbar schon jetzt nicht mit seinem Geld haushalten kann und von seinem im Ruhestand niedrigeren Einkommen niemals wird leben können und wahrscheinlich Privatinsolvenz anmelden wird, wenn Sie auf die Rückzahlung der Schulden bestehen würden! Diese Art der Altersvorsorge wäre nur ein gutes Geschäft, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Ihr Nachbar wird Ihnen nicht nur nicht Ihr Geld zurückzahlen. Ihr Nachbar wird Sie auch nicht mehr mit den vielen schönen Geschenken beglücken. Sie müssten allein von Ihrer mageren Rente leben. Ohne Geschenke. Ohne private Rente vom Nachbarn. &lt;p&gt;Genau das, was sich in der Geschichte mit dem spendierfreudigen Nachbarn leicht als wenig sinnvoll durschauen lässt, ist das, was viele deutsche Sparer seit Jahren machen. Ohne dass es auffällt.  &lt;p&gt;Die Deutschen sparen vor allem in angeblich sichere Anlagen wie Bankguthaben und Lebensversicherungen. Diese geben es zu einem beträchtlichen Teil an klamme Staaten als Kredite weiter. Der Staat verschenkt einen großen Teil dieser aufgenommenen Schulden wieder durch soziale Wohltaten und weitestgehend kostenlose Dienstleistungen (innere Sicherheit, kostenlose Benutzung der Gehwege…) an die Sparer zurück (nicht nur an die Sparer). Bei den Bürgern wachsen somit die Spar- und Lebensversicherungsguthaben, während sich der Staat immer weiter verschuldet. Da unser Staat jetzt (zumindest vorübergehend) keine neuen Schulden mehr machen will, geben die Banken und Lebensversicherer das Geld halt anderen Staaten. Die freuen sich, dass sie das Geld dann an ihre Bürger verschenken können. &lt;p&gt;Manche Ökonomen wundern sich, dass Staaten so viele Schulden machen können. Einige Anlageexperten wundern sich auch schon einige Jahre, dass Staaten so viele Schulden machen können. Und nicht nur Ökonomen und Anlageexperten fragen sich, wie lange das mit den Schulden denn noch so weitergehen kann. Die Theorie sagt, dass es bei einer hohen Verschuldung von Staaten zwangsläufig zu einer deutlich höheren Inflation kommen muss. Oder zu einem Staatsbankrott. Oder zu beidem. Doch Japan lebt in dieser Schuldenorgie schon seit mehr als 20 Jahren. Japan ist doppelt so hoch verschuldet wie Italien oder Spanien oder Irland. Und dreimal so hoch verschuldet wie Deutschland. Und Japan macht immer weiter neue Schulden. Und es gibt scheinbar immer noch keine Probleme mit der Inflation. Also! Wie lange kann das gutgehen? Haben die Ökonomen und die Anlageexperten Unrecht mit der kommenden großen Inflation? Alles nur Panikmache mit der Entwertung der Guthaben bei Banken und Lebensversicherungen? &lt;p&gt;Schauen wir noch einmal auf das Beispiel mit unserem spendierfreudigen Nachbarn. Denn hier wird recht schnell deutlich, wie lange das gutgeht. Beziehungsweise wann der Schwindel auffliegt. In dem Moment, in dem unser Nachbar in den Ruhestand geht, verringert sich sein Einkommen schlagartig. Wenn Sie (böse, böse) im gleichen Moment, in dem ihr Nachbar weniger Geld zur Verfügung hat, auch noch ihr Geld zurückhaben wollen, dann fliegt der Schwindel auf. Sie werden heulen und mit den Zähnen knirschen. Oder anders gesagt: Ihr Geld ist weg! &lt;p&gt;In Japan sind jetzt die geburtenstarken Jahrgänge, die in den Jahren 1947 bis 49 geboren wurden, in den Ruhestand gewechselt. Sie bekommen eine recht kleine Rente im Vergleich zu ihrem bisherigen Einkommen. Die japanischen Babyboomer gelten als die reichsten der Welt. Sie haben gespart, während der Staat sich verschuldet hat. Zwei Seiten einer Medaille. Sie haben einen Großteil ihrer Ersparnisse bei der japanischen Postsparkasse angelegt. Sie fangen jetzt an ihre Ersparnisse langsam, Monat für Monat, aufzulösen. Gleichzeitig sinken die Einnahmen des Staates aus der Einkommenssteuer, weil Rentner auch in Japan kaum Steuern zahlen. Da hilft auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer wenig. Der japanische Staat verschuldet sich immer weiter und er verschenkt weiter viel und investiert wenig. Da er kein Geld mehr vom japanischen Sparer bekommt, wäre er jetzt eigentlich pleite. Um das nicht eingestehen zu müssen, lässt er die japanische Notenbank neues Geld drucken. Damit werden jetzt die Geschenke an das Volk (man nennt das natürlich nicht Geschenke sondern Sozialausgaben) finanziert.  &lt;p&gt;Das zeigt nun langsam doch Wirkung. Die japanische Währung, der Yen, fällt schon seit zwei Jahren und die Inflation steigt auch langsam. Noch steigt die Inflation überwiegend wegen der höheren Mehrwertsteuer. Aber das ist nur der Anfang. Und dem japanischen Ruheständler wird es egal sein, warum er sich für seine Ersparnisse, die schon seit vielen Jahren praktisch nicht mehr verzinst werden, immer weniger kaufen kann. Japan steht vor dem Bankrott. Der Schwindel fliegt auf! Die einst so sparsamen japanischen Babyboomer, die die Geschenke des sich immer höher verschuldenden Staates gern angenommen haben, werden heulen und mit den Zähnen knirschen. Oder anders gesagt: Ihr Geld ist weg! &lt;p&gt;Und wir in Deutschland? Wir bekommen die Chance es besser zu machen. Wir haben noch viele Jahre Zeit bis unsere Babyboomer ins Rentenalter kommen. Erst im Jahr 2031 wird voraussichtlich unser geburtenstärkster Jahrgang das gesetzliche Rentenalter erreichen. Wenn der Euro bis dahin noch existiert, könnte die große Inflation oder der große Staatsbankrott also noch einige Jahre auf sich warten lassen. Denn in der Summer reichen die Ersparnisse in der Eurozone aus, um die Summe der Staatsverschuldung in den Eurostaaten weiter ansteigen zu lassen. Jedenfalls wenn wir Deutschen weiter unsere Ersparnisse über das Eurosystem (Target 2) oder über die Banken oder über die Lebensversicherer den klammen Staaten leihen, so dass diese weiter Schulden machen können.  &lt;p&gt;Man könnte also sein Geld jetzt noch ruhig der Bank oder der Lebensversicherung überlassen und auf die anhaltende Ahnungslosigkeit der deutschen Mitmenschen (und Politiker) vertrauen. Könnte man, muss man aber nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht Zwangsmittglied in einem Versorgungswerk für die freien Berufen ist.     </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/3570682193509223232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/3570682193509223232' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/3570682193509223232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/3570682193509223232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/10/so-funktioniert-private-altersvorsorge.html' title='So funktioniert private Altersvorsorge (nicht)'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiFfcGvVucXtEW_GKQckiYMDTw2og_59sd-loikab-o8JfAKzLW_u720xIK2-wJqbJd2Pi58VTdzla1w69yxq5UbqdsfKd7oOVrckg7z_8CokMql1SveFW7vXT4g2x2YrMw66aIBKGBipQ/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-1720888217351905674</id><published>2014-09-29T11:09:00.001+02:00</published><updated>2014-09-29T11:12:28.158+02:00</updated><title type='text'>Frontal 21: Tschernobyl-Belastete leben länger?</title><content type='html'>&lt;p&gt;Haben Sie vielleicht auch den Frontal 21 – Beitrag vom letzten Dienstag (23.09.2014, “&lt;a href=&quot;http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/460#/beitrag/video/2245488/Die-Zahl:-615-Mio-fehlen-f&amp;uuml;r-Tschernobyl&quot;&gt;Unsere Zahl der Woche&lt;/a&gt;”, ) gesehen? Dort ging es wieder einmal um die katastrophalen Folgen des Reaktorunglücks in Tschernobyl. Wir sind uns sicher alle einig, dass dieser Unfall einer der folgenreichsten von Menschenhand verursachten Unfälle aller Zeiten war. Trotzdem war ich schockiert, als dort plötzlich davon die Rede war, dass “..inzwischen … 150.000 Helfer erkrankt oder bereits tot.” sein sollen. 150.000 eindeutige Opfer. Noch eine zweite Zahl wird im Frontal 21 – Beitrag groß und dramatisch eingeblendet. Dazu im Wortlaut: “Rund 600.000 Menschen wurden stark belastet.”&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgJedrI2DCugnq2K_4u3n741MOFHkjenltPiM1INepmIfbPBJFSjWoRnhRzzn4QViH33zWMPnc5n0YxYNLvPdWe-3lz6ibrCBukRVq58dl9qu7Nsgz0eHz_BbtGX7TDxx1x0bcbplT4UJw/s1600-h/150000%252520tot%25255B2%25255D.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;150000 tot&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;150000 tot&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjos7QsNyJzd0CgMVZvqNgkbChgR9UJidryU_rWyQeBXs2sVGzYo5qKZZ2t90GxAujlwIWc04LZ88OI_B2ic13QRz7BAHJhd5-6ktoFUuwmG_Dz8z6IQ-hThG_59mFPDtd1pDo-SuXtNg4/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;139&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Und das machte mich dann doch nachdenklich. Im Jahr 1986, also vor 28 Jahren, wurden durch den Reaktorunfall 600.000 Menschen stark belastet. Ich gehe mal davon aus, dass dazu auch die Helfer gehört haben. Neben den Helfern wurden auch ganz normale Menschen mit Radioaktivität belastet. Kinder, alte und junge Menschen. Von diesen 600.000 Menschen sollen nach Angaben von Frontal 21 also 150.000 schwer erkrankt oder bereits verstorben sein. Die Zahlen stammen scheinbar aus Wikipedia: “Rund 600.000 Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt, von den Helfern sind nach Informationen der WHO heute 150.000 schwer erkrankt.” &lt;sup&gt;&lt;/sup&gt;Die Quellenangabe bei Wikipedia verweist auf einen schon etwas älteren Artikel in Spiegel-Online vom 07.07.2010. Dort ist jedoch nur die Rede von: “Nach Schätzungen wurden rund 600.000 Menschen einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. 125.000 Helfer sind nach Informationen der WHO heute schwer erkrankt” &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/fotostrecke/liquidator-in-tschernobyl-fotostrecke-108832-16.html&quot;&gt;Link&lt;/a&gt; Von Toten steht dort erst einmal nichts, aber das könnte trotzdem stimmen. Dass aus 125.000 erkrankten Helfern nach vier Jahren 150.000 geworden sind, könnte auch stimmen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Aber was sagt uns die Zahl 150.000 wirklich? In der Ukraine lebten vor 27 Jahren 51,218 Millionen Einwohner. Addiert man die Zahl der in der Ukraine verstorbenen Menschen der Jahre 1987 bis 2013, kommt man auf insgesamt 19,4 Millionen Verstorbene. Das sind etwa 38 Prozent der Einwohner von 1987. (Sicher sind auch einige der nach 1987 Geborenen inzwischen verstorben, aber der Großteil dürfte das wohl kaum sein.)&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sollten von den 600.000 stark belasteten Menschen nur 150.000 Menschen bis heute verstorben sein (also nicht nur erkrankt), wären das gerade einmal 25 Prozent. Stimmen diese von Frontal 21 so reißerisch präsentierten Zahlen, würde das bedeuten, dass die Lebenserwartung von stark durch Radioaktivität belasteten Menschen sogar steigen würde. Welch ein Unsinn!!!&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/1720888217351905674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/1720888217351905674' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1720888217351905674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1720888217351905674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/09/frontal-21-tschernobyl-belastete-leben.html' title='Frontal 21: Tschernobyl-Belastete leben länger?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjos7QsNyJzd0CgMVZvqNgkbChgR9UJidryU_rWyQeBXs2sVGzYo5qKZZ2t90GxAujlwIWc04LZ88OI_B2ic13QRz7BAHJhd5-6ktoFUuwmG_Dz8z6IQ-hThG_59mFPDtd1pDo-SuXtNg4/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-2949543263440339664</id><published>2014-09-15T15:10:00.001+02:00</published><updated>2014-09-15T15:30:38.252+02:00</updated><title type='text'>Wann platzt endlich die Blase in China?</title><content type='html'>&lt;p&gt;Neue Zahlen aus China zeigen eine weitere Abnahme der Wirtschaftsdynamik. Mit einem Plus von 6,9 Prozent wuchs die Industrieproduktion im August. Das ist der schwächste Wert seit Dezember 2008. Auch die Investitionssteigerungen in Sachgüter nahmen weiter ab. Die Stromerzeugung lag sogar unter dem Vorjahreswert. Die Immobilienpreise in den meisten großen Städten war ebenfalls rückläufig.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Seit Jahren nimmt die Zahl der Experten zu, die einen unmittelbar bevorstehenden Crash in China vorhersagen. Mal ist eine Blase am Immobilienmarkt, mal eine bei den Schattenbanken und mal eine Blase in der Automobilindustrie (allein VW will in diesem Jahr sieben neue Werke in China eröffnen), die platzen soll.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch bisher hat sich nur das Wachstum von zweistelligen Werten auf Werte um die 7,5 Prozent verringert. Immer wenn die Wirtschaft stärker als geplant schwächelte, wurden neue staatliche Konjunkturprogramme verkündet.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Inzwischen ist aus dem fast schuldenfreien China eines der höchstverschuldeten Länder der Welt geworden. Eine genaue Übersicht über private und öffentliche Schulden gibt es nicht. Alle Schätzungen zeigen aber ein zuletzt wieder rasant zunehmendes Kreditwachstum. Immer mehr Kommunen sind am Ende ihrer auf den Verkauf von Landnutzungsrechten aufbauenden Finanzkraft angekommen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viele Experten betonen, dass die chinesische Planwirtschaft es schaffen könnte, was den freien westlichen Volkswirtschaften meist nicht gelingt: Die staatlich gelenkte Wirtschaft kann Blasen langsam die Luft entziehen und so schlimme Krisen verhindern. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Manchmal wird im Zusammenhang mit einer möglichen China-Krise auch die Demografie genannt. Durch die in den 1980er Jahren eingeführte Ein-Kind-Politik altert China schneller als alle anderen Schwellenländer. Dieser Alterungsprozess könnte die wirtschaftliche Dynamik bremsen. Vergleicht am die Altersstruktur der chinesischen Babyboomer mit denen Japans und Amerikas zu Beginn ihrer großen Krisen, dann wird deutlich, dass die Demografie tatsächlich einen großen Effekt auf die langen Wellen der Konjunktur haben könnte. Ich stelle hier einfach mal einen Vergleich ein, der diesen Zusammenhang sehr deutlich erkennen lässt:&lt;br&gt;&lt;/p&gt; &lt;table cellspacing=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot;&gt; &lt;tbody&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Ereignis&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Japan&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;USA&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;China&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Aktienhoch&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1989&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;2000&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;2008&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Median Babyboomer&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1948&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1959&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;1967&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Alter Babyboomer im Jahr des Aktienhochs&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;41&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;41&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;41&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Geburten nachhaltig 10 Prozent unter Rekordwert&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1950&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1965&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;1973&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Höhepunkt Immobilienmarkt&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1991&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;2006&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;font color=&quot;#c0504d&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;2014 (?)&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Jahre nach Geburtenrückgang&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;41&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;41&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;font color=&quot;#c0504d&quot;&gt;&lt;i&gt;41&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Finanzkrise&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;1992&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;2007&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;font color=&quot;#c0504d&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;2015 (?)&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;271&quot;&gt; &lt;p&gt;Jahre nach Geburtenrückgang&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;42&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;154&quot;&gt; &lt;p&gt;42&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;134&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;font color=&quot;#c0504d&quot;&gt;&lt;i&gt;42&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;strong&gt;Vergleich Demografie und Aktienmärkte, Immobilienmärkte und Finanzkrisen&lt;/strong&gt; in den drei wichtigsten Volkswirtschaften der Welt, &lt;/i&gt;&lt;i&gt;Datenquellen: Aktien: Nikkei aus Wikipedia; S&amp;amp;P Dow Jones Indices; MSCI.com; Geburtenstatistiken: nationale Statistikämter; Beginn der Finanzkrisen: Reinhart/Rogoff; Immobilien: BIZ, S&amp;amp;P Dow Jones Indices.&lt;/i&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/2949543263440339664/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/2949543263440339664' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2949543263440339664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2949543263440339664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/09/wann-platzt-endlich-die-blase-in-china.html' title='Wann platzt endlich die Blase in China?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-1596509093842893011</id><published>2014-09-09T16:52:00.001+02:00</published><updated>2014-09-09T17:09:10.571+02:00</updated><title type='text'>USA: Generation Y baut Vorsprung aus</title><content type='html'>&lt;p&gt;Die Bevölkerungsvorausberechnungen des US Census Bureaus zeigen einen weiter zunehmenden zahlenmäßigen Vorsprung der sogenannten Generation Y vor den weiter alternden Babyboomern. Vergleicht man die jeweils fünf stärksten aufeinander folgenden Jahrgänge miteinander, liegt der Vorsprung der jüngeren Babyboomer per Juni 2014 nun bei stattlichen 379.954 Menschen. Die stärkste junge 5er Gruppe ist jetzt zwischen 21 und 25 Jahre alt und sorgt mit ihrer Innovationskraft für einen weiter anhaltenden Aufschwung der US-Wirtschaft. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Schon seit Oktober 2012 ist die jüngere Gruppe stärker als die um 1960 geborenen Babyboomer. Auch wenn man die jeweils zehn oder auch drei stärksten Jahrgänge miteinander vergleicht, liegen die jüngeren Babyboomer mit wachsendem Abstand vorn.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj3f-adeoH7wTAbirNGWQ7xlcRO6TYrauX3j_bl0u4bcCboMmTFZUkHarpr7VFghggUgcg8PdvFeSraAzU3CdHVdSPRDCOV1-qQH_vsPotsbbHjeAIbXfrt901tTm0Ag1FpIZH7-R_3i-E/s1600-h/image%25255B2%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgQTGyjTUztkZ0LZbEVtRfs6DWkeLrIqQ0iI8VA5AiqiFh8Ks7QbzLgDsebR60YrIynOebl4V2mM_WdZmSbF2qa8V-CSo1gB9VSwKAdzB3zi79ZHuWvhjkJWk9l-BhzrAn2ZkOhF1maOE0/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;148&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Junge und alte Babyboomer im Vergleich, Datenquelle: US Census Bureau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/1596509093842893011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/1596509093842893011' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1596509093842893011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1596509093842893011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/09/usa-genaration-y-baut-vorsprung-aus.html' title='USA: Generation Y baut Vorsprung aus'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgQTGyjTUztkZ0LZbEVtRfs6DWkeLrIqQ0iI8VA5AiqiFh8Ks7QbzLgDsebR60YrIynOebl4V2mM_WdZmSbF2qa8V-CSo1gB9VSwKAdzB3zi79ZHuWvhjkJWk9l-BhzrAn2ZkOhF1maOE0/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-381122140998767681</id><published>2014-05-13T18:50:00.001+02:00</published><updated>2014-05-13T18:53:55.874+02:00</updated><title type='text'>Putins stärkste Waffe heißt Rentenverdopplung!</title><content type='html'>&lt;p&gt;In der Ukraine waren Präsidentenwahlen mit zweifelhaftem Ausgang der Beginn von Großdemonstrationen. Im November 2004 wurde in der Stichwahl zum Präsidentenamt der als russlandfreundlich geltende Wiktor Janukowitsch offiziell zum Sieger erklärt. Nach massiven Protesten und einem Urteil des Obersten Gerichts wurde die Wahl jedoch wiederholt und der eher westlich orientierte Wiktor Juschtschenko wurde diesmal als Gewinner festgestellt. Gut fünf Jahre später schaffte es Janukowitsch dann bei der nächsten Präsidentschaftswahl gegen Julija Tymoschenko im zweiten Anlauf in das Präsidentenamt, wo er dann nach seiner Suspendierung des Assoziierungsabkommens mit der EU von erneuten Protesten aus dem Amt gejagt wurde. &lt;p&gt;In der Ukraine kam es seit 2004 also zu andauernden Richtungswechseln. Mal näherte man sich Russland an, mal sollte es gen Westen gehen. Das Land ist ethnisch geteilt, in einen eher von ethnischen Russen dominierten Osten und einen eher von Ukrainern dominierten Westen. Doch was hat das mit Demografie zu tun? &lt;p&gt;Nach der Volkszählung von 2001 lag der Anteil ethnischer Russen in der Ukraine gerade einmal bei 17,3 Prozent (Wikipedia), der Anteil der Ukrainer bei 77,8 Prozent. Selbst im Oblast Lugansk, dem östlichsten Gebiet der Ukraine, sollen die Ukrainer einen Anteil von 58 Prozent an der Gesamtbevölkerung haben. Nur auf der Halbinsel Krim waren die Ukrainer mit einem Bevölkerungsanteil von 24,3 Prozent klar in der Minderheit. &lt;p&gt;Und nun stellt sich die Frage: Wie kann ein Präsidentschaftskandidat einer Bevölkerungsminderheit von gut 17 Prozent bei Wahlen auf nahe (2004) oder mehr als 50 Prozent (2010) der Stimmen kommen? Wie kann es sein, dass Separatisten in den östlichen Gebieten und im Oblast Odessa ernsthaft davon ausgehen können, eine Mehrheit für einen Anschluss an Russland zu gewinnen?  &lt;p&gt;Ich vermute, dass es hier auch um einen Konflikt zwischen Jung und Alt geht. Zwischen den Jüngeren, die sich nach dem Lebensstandard des Westens sehnen und den Älteren, die sich die guten alten Zeiten der Sowjetunion zurück wünschen. Denn in der Ukraine gibt es derzeit zwei Babyboomer-Generationen. Die erste wurde zwischen 1958 und 1960 geboren und war zahlenmäßig ursprünglich die größere. Diese Gruppe war zum Zeitpunkt der Amtsübernahme von Gorbatschow Mitte 20. Die zweite Phase mit hohen Geburtenzahlen waren die Jahre 1983 bis 1986. Diese Gruppe war zum Beginn der orangenen Revolution im Jahr 2004 zwischen 18 und 21 Jahre alt. &lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg8bY7NYRKAFuo1mR-kox8-yfL1KE2gObP46Z_D_KGuKNsFigRetyoyFojvo7TH-h6DCruJXwHpSIQAVAzOzDRgfcDJdFCL7yY7eIJBdheqwAhss6kTOKLdZh0J9klZ0VF1dRmbY-AmNvA/s1600-h/clip_image002%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image002&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image002&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi4GFk9zJH5Bf60NUkDza-bFja2ms06Ynu3gzi6ZitH8OO8eE8DIbh3ZKEAQOQr9mTi8QBxXtSoOGZ74Du304IJUNVN7ZbKY3uJIY9wmJs6EMEb0n_uO2ndhL0a4sJ2N985omGcE0nXew8/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;148&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;Datenquelle: HMD&lt;/i&gt; &lt;p&gt;Heute sind in der Gesamtukraine die jüngeren insgesamt in der Mehrheit. Vor allem junge Frauen und ältere Russen sind scheinbar seit Gründung der unabhängigen Ukraine ausgewandert und bei den älteren Männern scheint die hohe Sterberate einen Einfluss auf die aktuelle Altersstruktur gehabt zu haben.  &lt;p&gt;Leider habe ich keine Daten zur Altersstruktur in den Ukrainischen Gebieten gefunden, um eindeutig nachweisen zu können, dass es im Westteil eine jüngere und im Osten eine eher ältere Bevölkerung gibt. Eine Tendenz könnten aber die Geburtenziffern geben, die in der „Statistical publication Regions of Ukraine 2011“ für die einzelnen Regionen separat ausgewiesen wurde. Und diese bestätigen die Vermutung. In den westlichen Gebieten wurden im Jahr 2010 je tausend Einwohner bis zu 14,8 Kinder geboren, in den östlichen Gebieten Donezk, Sumi, Charkiw und Lugansk waren es zwischen 8,9 und 9,5. Kiew kam auf einen Wert von 11,5. Der ukrainische Durchschnitt lag bei 10,8 (Deutschland: 8,4). Diese Tendenz ist nicht nur im Jahr 2010 zu erkennen, sondern fortlaufend seit 1995, dem Beginn der Statistik.  &lt;p&gt;Es gibt also gute Gründe anzunehmen, dass der in der Ukraine tobende Machtkampf zwischen Ost und West in erster Linie eine Auseinandersetzung zwischen Alt und Jung ist und die Zuordnung zu Russen oder Ukrainern eher von den Altersgruppen instrumentalisiert wurde. Zumindest ist es merkwürdig, dass sich die Stimmung in den östlichen Gebieten der Ukraine prorussisch änderte, als bekannt wurde, das Putin angeordnet hatte, die Renten auf der Krim bis 2015 zu verdoppeln (auf russisches Niveau) Quelle: &lt;a href=&quot;http://de.ria.ru/politics/20140319/268069594.html&quot;&gt;http://de.ria.ru/politics/20140319/268069594.html&lt;/a&gt;. In Russland liegt das Renteneintrittsalter bei 60 Jahren für Männer und bei 55 Jahren für Frauen. Der geburtenstärkste Jahrgang in der Ukraine ist in diesem Jahr 55 geworden. Zufall?  &lt;p&gt;Auch hier zeigt sich also wieder recht deutlich, wie stark die Demografie auf politische Entwicklungen und Entscheidungen einwirken kann.   </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/381122140998767681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/381122140998767681' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/381122140998767681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/381122140998767681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/05/putins-starkste-waffe-heit.html' title='Putins stärkste Waffe heißt Rentenverdopplung!'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi4GFk9zJH5Bf60NUkDza-bFja2ms06Ynu3gzi6ZitH8OO8eE8DIbh3ZKEAQOQr9mTi8QBxXtSoOGZ74Du304IJUNVN7ZbKY3uJIY9wmJs6EMEb0n_uO2ndhL0a4sJ2N985omGcE0nXew8/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-8102238135496554123</id><published>2014-03-22T11:13:00.001+01:00</published><updated>2014-03-22T13:54:01.103+01:00</updated><title type='text'>Putin gleich Hitler? Krim gleich Sudentenland?</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Putins Verhalten auf der Krim wird oft mit dem Verhaltens Hitlers verglichen, als er mit der „Heimholung“ der Sudeten anfing, Deutschlands Grenzen auszudehnen. Auch die Vorgeschichten Deutschlands und Russlands sind sehr ähnlich. Selbst die Demografie zeigt erstaunliche Parallelen.&lt;/strong&gt;  &lt;p&gt;Der Aufstieg Deutschlands zur führenden kontinentaleuropäischen Macht begann spätestens mit dem Sieg über Frankreich im Jahr 1871. Besiegelt wurde dieser Sieg für alle sichtbar mit der Eingliederung Elsass-Lothringens ins Deutsche Reich und der Kaiserkrönung in Versailles. Zwar kam nach einem kurzen heftigen Aufschwung erst der große Gründerkrach, aber schon kurz danach, um das Jahr 1876, wurde die Generation geboren, die von ihren Eltern und Lehrern im Geiste dieses Sieges über den Erbfeind aufwuchs und mit dem Selbstbewusstsein deutscher Schaffenskraft tatsächlich Deutschland zum modernsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Land Europas machte. Diese Generation mit ihrem Kaiser Wilhelm an der Spitze träumte auch von deutschen Kolonien und kam auf internationaler Bühne der damaligen Großmacht Großbritannien irgendwann zu nah.  &lt;p&gt;Das Ergebnis war der 1. Weltkrieg. Die deutschen Babyboomer waren gerade um die 38 Jahre alt auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft angekommen und zogen voller Überschwang gegen eine nicht weniger überschwängliche Übermacht. Im Vertrag von Versailles wurde dann die Welt aus französischer Sicht wieder zurechtgerückt. Deutschland aber war gedemütigt. Elsass-Lotringen wurde wieder französisch, horrende Reparaturzahlungen wurden den Deutschen auferlegt und Deutschland musste die Alleinschuld für den Weltkrieg auf sich nehmen. Doch der Schmach nicht genug. Teile des Rheinlandes blieben besetzt und als Deutschland seinen Reparationszahlungen nicht mehr nachkommen wollte, wurde im Januar 1923 auch das Ruhrgebiet von französischen und belgischen Truppen besetzt. Frankreich unterstützte sogar aktiv separatistische Bestrebungen zur Errichtung einer frankreichfreundlichen eigenständigen „Rheinischen Republik“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Rheinlandbesetzung). Es begann der Ruhrkampf in deren Verlauf Deutschland die Notenpresse anwarf, auch um die Löhne der streikenden Ruhrarbeiter bezahlen zu können. Erst im Jahr 1930 zogen die Sieger des Krieges aus Deutschland wieder ab.  &lt;p&gt;Zwischen 1900 und 1910 sind in Deutschland besonders viele Kinder geboren worden. Die älteren von ihnen sind zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Anfang der 20er Jahre nach Amerika ausgewandert. In der sich neu bildenden starke Babyboomer-Generation, war letztendlich der 1908er Jahrgang der stärkste. Genau in diesem Jahr ist auch mein Großvater in Duisburg geboren worden. Er erlebte als Sechsjähriger, wie 1914 die deutschen Truppen singend in den Krieg zogen, hoffte und bangte mit den Soldaten. In der Schule wurde jeder Tag mit den neuesten Fronterfolgen begonnen. Als Zehnjähriger erlebte er die Niederlage. Er wuchs weiter auf, unter von der unfassbaren Niederlage gezeichneten ehemaligen Soldaten, die jetzt auch wieder als Lehrer tätig waren. In seinen Memoiren beschreibt er, wie er auf einem Gang mit Freunden durch Duisburg französischen Soldaten frech ein „Revanche!“ zurief, wie er es von seinem Lehrer immer wieder gehört hatte. Als seine Freunde dies am nächsten Tag ihrem Klassenlehrer erzählten, war er der große Held des Tages.  &lt;p&gt;Als diese neue starke Generation erwachsen wurde, begann die Weltwirtschaftskriese. Deutschland wurde immer mehr von radikalen Jugendbewegungen drangsaliert, die zunehmend in die SA strömten. Die Wiederherstellung deutscher Größe, zu der des Kaiserreiches vor dem Weltkrieg, durch Demokratie und Wohlstand, schien gescheitert. Die Alternative lag auf der Hand: Deutschland, und ganz besonders seine im Gefühl ungerecht erniedrigt worden zu sein, aufgewachsenen neuen Babyboomer, wollte die Schmach überwinden, das Reich sollte seine verdiente Großmachtstellung wieder zurück erlangen. Dies war aber scheinbar nur möglich, wenn man zuerst seine geopolitische Macht wieder zurück erlangte. Und dazu musste man sich von den &quot;Fesseln&quot; des Versailler Vertrags freimachen. In diesem Geiste kam es zur „nationalsozialistischen Revolution“, angeführt von den um das Jahr 1908 geborenen Babyboomern. Bei der Machtübernahme der Nazis im Jahr 1933 waren diese Babyboomer knapp 25 Jahre alt. Ein typisches Alter für gewalttätige Umwälzungen. In diesem Alter haben Babyboomer in der Geschichte sehr häufig Revolten und Revolutionen durchgeführt. In Frankreich war es die Französische Revolution von 1789 und die Bürgerliche Revolution von 1848, in der DDR fiel die Mauer, als die Babyboomer Mitte 20 waren und selbst in Tunesien begann der Arabische Frühling, als die tunesischen Babyboomer Mitte 20 waren. Doch während diese Revolutionen meistens die Machterlangung für mehr Freiheit und Wohlstand zum Ziel hatten, war das Ziel der Babyboomer in den 30er Jahren die Wiedererlangung von Macht der deutschen Rasse. Die Kraft und Zielstrebigkeit, mit der diese Babyboomer ihren Plan umsetzten, war unglaublich und lässt sich heute kaum noch verstehen. Diese Sogwirkung der Masse, die zunehmend ein ganzes Volk verblödete, lässt sich aber auch vergleichen, mit der Entfaltung anderer Blasen, z.B. beim Handel mit Tulpenzwiebeln im Holland des 17. Jahrhunderts oder dem Internetaktien-Wahn Ende der 1990er Jahre.  &lt;p&gt;Heute wissen wir, dass dieser Wahnsinn ein furchtbares Ende nahm. Hitler wurde faktisch als Gott angebetet und fühlte sich selbst auch als solcher. Mit ihrem wahnsinnigen Führer verübten die wahnsinnig gewordenen Deutschen unvorstellbare Verbrechen. Erst die zweite Niederlage brachte den Deutschen dann die Kraft zur Demut und Scham. Von einer erneuten Revanche wollte nach dem totalen Niedergang niemand mehr etwas wissen.  &lt;p&gt;&lt;b&gt;Und die Parallelen zu Russland heute?&lt;/b&gt;  &lt;p&gt;Auch für Russland, das zu diesem Zeitpunkt Sowjetunion hieß, begann sein großes Zeitalter mit einem militärischen Sieg. Es war genau der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion, der den Deutschen endlich Friedfertigkeit beibrachte. Dieser Sieg über die deutschen Nazis wurde ähnlich dem Sieg Deutschlands über Frankreich von 1871 auch mit Gebietseroberungen besiegelt. Noch heute ist Königsberg eine russische Stadt. Die von Russland dominierte Sowjetunion wurde zur vorherrschenden Macht in Europa und fühlte sich dazu imstande, selbst den Westen mit den USA an deren Spitze in naher Zukunft überflügeln und die Weltherrschaft entreißen zu können. Ein echter Krieg des irrationalen Überschwangs wurde glücklicherweise durch vor dem Einsatz atomarer Waffen zurückschreckender Politiker verhindert. Trotzdem gab es in diesem kalten Krieg Sieger und Verlierer. Der Westen triumphierte und die Sowjetunion zerfiel. Und wieder fühlte sich der Verlierer zu Unrecht gedemütigt und sich seiner gefühlt berechtigten Großmacht beraubt.  &lt;p&gt;Wie im Deutschland der Weimarer Republik misslang auch in Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Wiederaufstieg durch Demokratie und Wirtschaft. Genauso wie in Deutschland der 1920er Jahre wurde die Demokratie zunehmend als schwach und ungemütlich empfunden. Genauso wie in der Weimarer Republik entstanden in den letzten Jahren paramilitärische, nationalistische Jugendbewegungen, deren Ziel es war und ist, Russland wieder zur Großmacht zu machen.  &lt;p&gt;Auch in Russland sind die neuen Babyboomer, die zwischen 1983 und 1987 geboren wurden, mit Mitte 20 zur politisch relevanten Generation geworden. Sie sind aufgewachsen mit den Erzählungen ihrer Eltern und Lehrer von den guten Zeiten der Sowjetunion. Und so kann es nicht verwundern, dass es Ihr Lebensziel wurde, diese Macht für Russland wieder zurückzugewinnen. Putin hat dies erkannt. Er hat die innere politische Wende vollzogen und setzt nun nicht mehr auf wirtschaftliche Anerkennung, sondern auf die militärische Karte. Sein Volk ist begeistert und gerade dabei, ihm diese auch von Hitler bekannten göttlichen Weihen zu erteilen. Die Russisch-Orthodoxe Kirche unterstützt ihn jedenfalls schon in beängstigender Weise. Putin ist wahrscheinlich kein Überzeugungstäter, wie es Hitler von Anfang an war. Er ist auch sicher kein potenzieller Massenmörder. Er ist aber ganz offensichtlich ein Machtmensch, der diese neue Macht genießt und sich vielleicht zunehmend in einen Rausch hineinsteigert.  &lt;p&gt;Bei der Zurückgewinnung der russischen Großmachtstellung geht Russland jetzt ähnliche Wege, wie es Hitler-Deutschland getan hat. Es werden ethnisch russische Gebiete zurück ins Reich geholt. So, wie der Westen Hilters Treiben zusah, als dieser die Sudeten „befreite“, schaut auch heute der Westen ängstlich in Richtung Krim. So, wie der Westen damals nicht erkannte, dass Hitler längst nicht mehr nur Österreich heim ins Reich holen wollte, erkennt der Westen heute nicht, dass Putin nicht nur die Ukraine gedanklich längst wieder ins russische Reich eingegliedert hat. Wenn der Westen weiter zusieht, wie Putin und Russland sich in einen nationalen Rausch hineinsteigern, könnte das Ende dieser Geschichte furchtbarere Auswirkungen haben, als wir uns heute überhaupt vorstellen können.  &lt;p&gt;Zwischen dem deutschen Sieg über Frankreich im Jahr 1871 und der “Heimholung” des Sudentenlandes ins Reich 1938 lagen 67 Jahre. Zwischen dem Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland und der Heimholung der Krim lagen 69 Jahre. Sind das so etwas wie Kondratieff-Wellen? &lt;p&gt;Geschichtliche Parallelen sind sicher nie perfekt. Aber es gibt sie dann halt doch, die immer wiederkehrenden Muster menschlichen Handelns. Vielleicht ist Putin kein so böser Mensch, wie ich ihn hier gerade beschrieben habe. Vielleicht will er ja wirklich nur Frieden und sein russisches Volk als starker Mann in eine bessere Zukunft führen, ohne Krieg und Verderben als Mittel zum Zweck. Vielleicht ist es so, wie viele deutsche Politiker immer wieder betonen, dass man in Russland nicht mit den gleichen Mitteln Politik betreiben kann, wie bei uns im Westen. Ich hoffe jedenfalls, dass ich mich irre, wenn ich Putin als große kaum noch aufzuhaltende Gefahr sehe. Ich würde mich aber auch sicherer fühlen, wenn der Westen klare rote Linien formulieren würde. Diese roten Linien fehlten gegenüber Nazi-Deutschland in den Jahren 1938/39. Hitler glaubte nicht mehr daran, dass sich ihm vor allem England und Amerika militärisch entgegenstellen würden. Nur so hatten die Nazis den Mut, den schlimmsten aller Kriege anzuzetteln.&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/8102238135496554123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/8102238135496554123' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/8102238135496554123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/8102238135496554123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/03/putin-gleich-hitler.html' title='Putin gleich Hitler? Krim gleich Sudentenland?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-2401144183644841232</id><published>2014-03-11T16:07:00.001+01:00</published><updated>2014-10-27T09:43:33.583+01:00</updated><title type='text'>33 gute Jahre am US-Aktienmarkt in Sicht</title><content type='html'>Dieser Beitrag ergänzt den Blogeintrag vom 20. August 2013 „Neuer Superzyklus an den US-Aktienmärkten?“  Die Faktoren, die für einen neuen Superzyklus am US-Aktienmarkt sprechen, haben sich in den letzten Monaten verfestigt. Zwar ist noch nicht alles so eindeutig, wie ich es gern hätte, aber es spricht sehr viel dafür, dass die jetzt schon fünf Jahre anhaltende Hausse seit dem Zwischentief von 2011 den ersten kleinen Teil dieses neuen Superzyklus bildet.  &amp;nbsp;Hier habe ich einmal die Faktoren, die für und gegen einen neuen Superzyklus sprechen zusammengefasst:  &lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Das spricht dafür:&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;  - Eine neue Babyboomer-Generation hat sich durch eine relativ hohe Geburtenrate (1989-1993), der Einwanderung jüngerer Menschen und der Rückwanderung älterer Menschen (40+) entwickelt und wird immer stärker.  - Die letzten drei Babyboomer-Generationen haben jeweils einen kräftigen Anstieg von mehreren Hundert Prozent am US-Aktienmarkt ausgelöst, nachdem sie mit Anfang 20 ins Berufsleben eingetreten waren.  - Schweden hat in den 1990er vorgemacht, wie nach einer Krise eine neue Babyboomer-Generation durch Einwanderung sich verstärkt hat und einen neuen demografischen Sommer ausgelöst hat.  - Norwegen und Dänemark haben eine demografische Verjüngung aus eigenen Geburten in den 1980er Jahren geschafft.  - Die Akzeptanz neuer Technologien wie dem Fracking bei der Gas-Gewinnung ist typisch für den Beginn eines neuen demografischen Sommers.&amp;nbsp;Risiken werden ausgeblendet. Learning by doing ist typisch für junge Leute. Einfach mal machen ohne Angst vor Verlusten.  - Das Wirtschaftswachstum zieht an und liegt schon wieder bei über 3 Prozent (4. Quartal 2013).  &lt;u&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt;&amp;nbsp;&lt;u&gt;&lt;strong&gt;Das spricht dagegen:&lt;/strong&gt;&lt;/u&gt;  - Der Vorsprung der Jungen Babyboomer ist knapp und beruht auf teilweise nicht wahlberechtigten Einwanderern.  - Es gibt regionale Unterschiede zwischen jungem Südwesten und altem Nordosten.  - Das unterschiedliche Babyboomer-Alter nach Hautfarbe bzw. Herkunft (siehe Charts).  - Das Hauptanliegen der jungen Babyboomer muss nicht Wirtschaftswachstum sein, es kann auch z.B. eine Verbesserung des Sozialstaates sein (schwarze Bevölkerung ist die Sommer-Generation und Obama ist ihr Interessenvertreter).  - Die materiell führende weiße Bevölkerung ist weiterhin klar im Herbst und versucht ihre Machtstrukturen zu verteidigen.  - Die bisher noch niedrigen Zinsen unterstützen den Erhalt alter Strukturen und damit die alten Babyboomer.  &lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjJDxVeCJGLeF3tSLC1OhQUqoLMUPf5oS9N4RGpI2ZPPT0xEUP-2eckl9BtX0h6jsP4Lz9CdMESAFfO4OPLYa3dCKWiA3DfeOHyA5GlRfrmqv-j5ZEFFi1Vn3i4FTTV7hdXO5yzn8MlfSk/s1600-h/image%25255B9%25255D.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;image&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhYEpAEWBsoZb8hmnfqirPCd5A-gxZ79A-o47uH4yi6xnMSXTdklGduPdCiEA3JW-kfNMWknrA3g1WxlvELLVkjT4b2kYK9XHlW0J8DWaUIiq4aoj8ybIxMk9CzX0NT1AM9HXAZWIbYfAQ/?imgmax=800&quot; height=&quot;184&quot; style=&quot;background-image: none; border-width: 0px; display: inline; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 0px;&quot; title=&quot;image&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/a&gt;  &lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj7ttAYkL26Vc_k7v2t7qmIGd_-uelCLkfPO8AKEaLMKCBabGH9_e7SWFPt_D3k9MLlBT4ikHMvnn4tSemyep6eSo2c_WV4SLTVHjSbGRD_IsswimjqyY3mOqzbVX25DUNEUMWZpuT71K8/s1600-h/image%25255B10%25255D.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;image&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg9K8-oysL_7ucwPgQO1OnSm7dEnXHTAJ3jug160ce1ohgKNkBICyin3mhV_s3Dc8BfbHOOboqPHuvHlgKUNY-7mswWhMzVJwkz2NxKiX59aMJCHJo85pSJ_M91rE_rIzHBgHUYQAWZRV0/?imgmax=800&quot; height=&quot;184&quot; style=&quot;background-image: none; border-width: 0px; display: inline; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 0px;&quot; title=&quot;image&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/a&gt;  &lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEim-_ixZYJ9c3CDwbDo9HgaPttFI388jsZAkJq9GKBIiAfnEOqeHzvRhitE9u_0GdK69QCca2782jMp0BMBSce0rmxaJnlSF8wGWupxMoWwfu_1iN_JS4-zH4XxFcfkQvF2tyL0dNacvGg/s1600-h/image%25255B11%25255D.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;image&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiQvB-wsaue-__IKWOLoy8OU6hBn8aOqcXadN0pqQeivh1oltO4shbCfpL5-9H-q0W9wzT2IgeSLZRsJ8TTd_oD_sdNx6akKJgBJ_ryjvDOsjvRhlU5i2USGR-JH2hF3VSb9pLSrYfYykg/?imgmax=800&quot; height=&quot;184&quot; style=&quot;background-image: none; border-width: 0px; display: inline; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 0px;&quot; title=&quot;image&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Charts zeigen die Altersstruktur der US-Bevölkerung per Dezember 2013 in den USA nach Hautfarbe bzw. Herkunft. Die drei wichtigsten Bevölkerungsgruppen leben in jeweils verschiedenen demografischen Jahreszeiten: Die Schwarzen im demografischen Sommer, die Weißen im Herbst und die “Latinos” sind noch im Frühling.&lt;br /&gt;Datenquelle: US Census Bureau&lt;/em&gt;  &amp;nbsp; &lt;strong&gt;&lt;u&gt;Erwartung:&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;  Es kommt zu einer zunehmend normalen Notenbankpolitik. Durch die restriktivere Geldpolitik könnten die Aktienmärkte und auch die Wirtschaft noch einmal schwächeln. Vorstellbar und wünschenswert ist, dass die Anleihekäufe der Fed bis zum Herbst 2014 eingestellt werden und im kommenden Jahr begonnen wird, die kurzfristigen Zinsen auf über 2 Prozent anzuheben. Eine Anpassungsrezession wäre ebenfalls wünschenswert, weil in dieser Rezession vor allem veraltete Strukturen leiden und teilweise abgewickelt werden würden. Dadurch steigen die Ressourcen für den künftigen Aufschwung. Eine Rezession könnte diesen Aufschwung durch einen Produktivitätsschub verstärken.  &lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Bonus&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;  2005 bis 2009 gab es eine weitere geburtenstarke Phase in den USA mit einem neuen Geburtenrekord im Jahr 2007. Wenn diese Babyboomer in gleichem Maße, wie die bisherigen Boomer-Generationen durch Einwanderung Verstärkung bekommen, könnte sie ab 2027, noch vor dem Ende des im Jahr 2012 angebrochenen und eigentlich nur bis 2031 andauernden demografischen Sommers, diesen bis zum Jahr 2047 verlängern. &amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhGBoGKivWiPMDtClIDyPfFklpF0I03UZQ5GhU9Ta5Ebb0sh1krJJ8ToRcAx5YH99q_s-YBBXCyzf345QSUiJYVOsii7gV1VJMQvr6zIFfnudtG_4EMnWbw3jiGlWv7yabqY_CibA1V__s/s1600-h/image%25255B15%25255D.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;image&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjlBZHmI-Zr-8IPDTRC7FNpY5AJmUrJqtE2pwG7EJM1naQ_I7P_-ENH_lGnDE4xwVxpuvGIRo1f5w6a262XC7D_9sm84MjRgrnG_yHcwJ3wVE1_NwL26XOhZRv2wh_Eu556hZnjy2abJHc/?imgmax=800&quot; height=&quot;184&quot; style=&quot;background-image: none; border-width: 0px; display: inline; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 0px;&quot; title=&quot;image&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die jetzt stärkste Altersgruppe wurde um 1990 geboren. Auf dem Chart ist diese Geburtenspitze kaum erkennbar, wurde aber durch Einwanderung aufgepäppelt. Das nächste und jüngste Geburtenhoch stammt aus dem Jahr 2007, dem Jahr vor der Finanzkrise. Datenquelle: US Census Bureau&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
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&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj5AvHLHmuKOgW7u-q9gUMHFLDPlT3Ohd3JKwnxj2DYvL152fgizoVK2fuWzgNrQ-2XGZY6F5S8YppZGQtP-4sAIDpLikbHUyUgMONUMPdYGWPHdgDQNhfixvJNZqpIKPwOt06ngPXGaaY/s1600-h/image%25255B19%25255D.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;image&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgsrbkr_vrMjrg8SihQR4dUbvbsCDD1LhxyswH2hoOffvZyyfbvP8mYt9Tf3Aj-KjLwREMv0IxwPVb9mOy_Yj5g2Kv_e3n7oAIn56-rjylPIr4O0xOOpl1VQMw2y0NC_4QZCSHDwHLqB10/?imgmax=800&quot; height=&quot;184&quot; style=&quot;background-image: none; border-width: 0px; display: inline; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 0px;&quot; title=&quot;image&quot; width=&quot;304&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Chart zeigt die Stärke der jungen und alten Babyboomer-Generation. Es wurden jeweils die stärksten fünf aufeinander folgenden Einzeljahrgänge zusammengefasst. Die jüngeren Babyboomer, auch als Generation Y bezeichnet, sind seit dem Sommer 2012 stärker als die alten Babyboomer. &lt;br /&gt;Datenquelle: Eigene Berechnungen nach Daten des US-Census Bureau&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;b&gt;Wir hätten dann noch 33 überdurchschnittlich gute Jahre am US-Aktienmarkt vor uns und das bei einer weiter eher niedrigen Inflation und etwas höheren Zinsen als heute.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;Auch die wichtigsten Länder Lateinamerikas sind jetzt im Sommer &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: xx-small;&quot;&gt;(Brasilien, Chile) oder in der Übergangsphase zum Sommer (Kolumbien, Mexiko, Peru, Venezuela). Chile dürfte aufgrund des hohen Exportanteils in die krisengefährdeten asiatischen Länder (China, Japan) in den kommenden zwei Jahren die meisten Probleme bekommen. Die anderen Länder könnten mit den USA im kommenden Jahr unter den steigenden Zinsen leiden. Wenn diese Phase vorüber ist, sollte sich der gesamte amerikanische Doppelkontinent als Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft und als bester Ort für Aktieninvestitionen erweisen.&lt;/span&gt;  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/2401144183644841232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/2401144183644841232' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2401144183644841232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2401144183644841232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/03/33-gute-jahre-am-us-aktienmarkt-in-sicht.html' title='33 gute Jahre am US-Aktienmarkt in Sicht'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhYEpAEWBsoZb8hmnfqirPCd5A-gxZ79A-o47uH4yi6xnMSXTdklGduPdCiEA3JW-kfNMWknrA3g1WxlvELLVkjT4b2kYK9XHlW0J8DWaUIiq4aoj8ybIxMk9CzX0NT1AM9HXAZWIbYfAQ/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-4965441448545858898</id><published>2014-02-26T14:54:00.001+01:00</published><updated>2014-02-26T14:56:41.810+01:00</updated><title type='text'>Finnland neues Problemland der Euro-Zone</title><content type='html'>&lt;p&gt;Wenn es um die ältesten Länder der Welt geht, denken die Wenigsten an Finnland. Generell gelten die skandinavischen Länder sogar als recht kinderreiche Länder. In Skandinavien war der Geburtenrückgang tatsächlich wesentlich schwächer als z.B. in Deutschland. Die Geburtenrekorde liegen aber auch wesentlich länger zurück als in Deutschland. Denn während in Deutschland der Jahrgang 1964 der geburtenreichste war, wurden in Skandinavien die meisten Kinder kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geboren, in Finnland in den Jahren 1946 bis 1949. In diesem Jahr geht also der letzte finnische Babyboomer-Jahrgang in Rente.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEidtaC9hoy2oDmQ1M3J9tutivjPkgNhLeLsJdsKZllGE9UJMEoLQ4M0kgoRCGCn6axr5b0vwNzerfBD0fW_LmT-RI85vNxXYpyiCEhAIpIJH9w6YM_2BygIXWCb0-XyyvuuW5J9N93VtyE/s1600-h/clip_image002%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image002&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image002&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgWjtQb_sfZEymwkQsw4ACXUm90DQzNNTUmtjddPlVyQmgBDulmSNxd2jpgcry3-klBi1Gu0hiy3G_XUSfjRM821X1XpOVfl_zM89kDws4LA2NTk41TcnPEf40bRvaK0ZDrPdabqbuUraM/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;153&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: Statistics Finland&lt;/em&gt; &lt;p&gt;Damit wird in Finnland zum ersten Mal weltweit (Japans Babyboomer sind nur wenig jünger) eine Babyboomer-Generation ins Rentenalter übergehen, ohne dass eine neue jüngere und noch stärkere Boomer-Generation sie vorher abgelöst hätte. Schweden, dessen Babyboomer noch ein Jahr älter waren haben durch hohe Geburtenraten Mitte der 1960er Jahre und eine hohe Einwanderung vor Eintritt dieser Generation in das Rentenalter eine neue stärkste Generation entwickelt, ebenso Dänemark und Norwegen. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhnDV9MoYek84fVUVpDDqFywHgyy3s5m3m2cNBqkPha8WWSumlm1MHKrOjc9v0JLe8uNqsXCgebfdhICGAuvx-pqMMA-m8_0c-blBDmfc61fcm9vLalgLT86B3EElo3oE0BHh8Ei9YIY6I/s1600-h/clip_image004%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image004&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image004&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjnvcryKmEFwOuazLlg702OPVoAADEs-mA712c8eh9ndgCxR0ilDuqRod8BU1t13BvZDzf1s95dTLvaaNEeIYvx8a-oB54tpA-bL_U9VGsrC9w5urXYU2LJ8_kJeVGT8yFx5gdnPvi5wtw/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;148&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: Statistics Finland&lt;/em&gt; &lt;p&gt;Finnland geht relativ gut vorbereitet in den demografischen Winter. Nach der schweren Immobilien- und Bankenkrise von 1992 hatte man die Wirtschaft international wettbewerbsfähig gemacht und aus einem leichten Defizit in der Handelsbilanz wurde ein kräftiges Plus von zeitweise über 9 Prozent des Bruttoinlandproduktes. So konnte Finnland, die in dieser Phase typische Nachfrageschwäche, überkompensieren und weiter kräftig wachsen. Auch die in der Krise sprunghaft angestiegene Staatsverschuldung konnte bis 2008 deutlich reduziert werden. Seit 2009 steigt der Verschuldungsgrad nun wieder an. Er liegt aber noch unter der in den Maastricht-Kriterien als Schuldengrenze festgelegten 60 Prozent, was nur wenige andere Euro-Länder geschafft haben (Deutschland: 82 Prozent). &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhXr4WAfzzzhkyrNBj7NPhlF03ddJoFS_49STghUte0VDY54sbHqaCXRkjkkSMiC0x5Jksmpva8QQW1ik3YS6XLqa4vJUW0NF0vu_gf-7nF3GgxClv0LYNK8QR3ALv6QEzJPi0dSyOHa-w/s1600-h/clip_image006%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;clip_image006&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;clip_image006&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhBGNj7_wjlL-GtKUIU-Xo1j6JGWVaiC7fx10GJfghHtsKq7qUTUk4VhkOabCDE7ildnfB2gaEOm4norJtNAnVQpXrNXouyMikx-P8DniGDOkECxecoNUr26oLBE5mz9K27sY4hUsBFnGg/?imgmax=800&quot; width=&quot;244&quot; height=&quot;148&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: Statistics Finland&lt;/em&gt; &lt;p&gt;Finnland ist derzeit sogar das einzige Euro-Land, dass von allen drei großen Ratingagenturen mit der Höchstnote bei einem stabilen Ausblick benotet wird (&lt;a href=&quot;https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=312&amp;amp;subm=laender&amp;amp;sort=2_1&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;). Umso größer war die Überraschung, als das Centrum für Europäische Politik (cep) in ihrer Studie zum „cepDefault-Index 2014“ Finnland in die jetzt acht Staaten zählende Liste der „Problemländer der Euro-Zone“ aufgenommen hat.  &lt;p&gt;Seit 2011 ist nicht nur die Handelsbilanz sondern auch der gesamtwirtschaftliche Finanzierungssaldo negativ. Das heißt, dass Finnland nun schon seit drei Jahren bei der Finanzierung von Konsum und Investitionen auf ausländisches Kapital angewiesen ist. Dies ist jetzt noch nicht weiter problematisch, weil Finnland durch seine jahrelangen Handelsbilanzüberschüsse Auslandsguthaben angehäuft hat. Das cep nennt ein Auslandsguthaben von 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), was im Vergleich zu den hohen Handelsüberschüssen allerdings einige Fragen nach der Rentabilität der Auslandsguthaben aufwirft. Problematisch ist in jedem Fall die extrem hohe Konsumquote von 99,5 Prozent des BIP, ein Wert der deutlich über dem Euro-Raum-Durchschnitt (94,9 Prozent) liegt. Das heißt, Finnland verkonsumiert praktisch seine gesamte Wirtschaftsleistung.  &lt;p&gt;Die abnehmende Kreditfähigkeit, das zunehmende Defizit in der Handelsbilanz und im Finanzierungssaldo sowie die hohe Konsumquote sind auch ein Zeichen für den zunehmenden Alterungsprozess Finnlands. Jetzt, wo die Babyboomer nicht mehr arbeiten, aber weiter konsumieren, wird es immer schwieriger die Wirtschaftsleistung aufrecht zu erhalten. Auch die Staatsverschuldung wird wohl aufgrund tendenziell eher fallender Steuereinnahmen und zunehmender Sozialkosten anwachsen. Damit bleibt neben der mentalen Vergreisung der finnischen Gesellschaft auch immer weniger Risikokapital für produktivitätssteigernde Investitionen. Diese werden in zunehmendem Maße aus dem Ausland kommen müssen.  &lt;p&gt;Finnland steht als erstes Land der Welt im demografischen Winter. Auch wenn das Land sehr klein ist, kann es vor allem für die folgenden Euro-Länder (Deutschlands Babyboomer sind ca. 17 Jahre jünger) als Vorbild dienen. Für Japan mit seiner extremen Überschuldung besteht da wohl weniger Hoffnung.   </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/4965441448545858898/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/4965441448545858898' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4965441448545858898'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4965441448545858898'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2014/02/finnland-neues-problemland-der-euro-zone.html' title='Finnland neues Problemland der Euro-Zone'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgWjtQb_sfZEymwkQsw4ACXUm90DQzNNTUmtjddPlVyQmgBDulmSNxd2jpgcry3-klBi1Gu0hiy3G_XUSfjRM821X1XpOVfl_zM89kDws4LA2NTk41TcnPEf40bRvaK0ZDrPdabqbuUraM/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-1243206614758330004</id><published>2013-12-13T12:32:00.001+01:00</published><updated>2013-12-13T13:39:53.533+01:00</updated><title type='text'>Japans Handelsbilanzdefizit ist demografisch bedingt</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Seit 2011 ist die japanische Handelsbilanz negativ. Als Gründe dafür werden der hohe Import von Erdgas und der schwache Yen genannt. Diese beiden Faktoren haben das Defizit jedoch nur vergrößert. Die Mehrkosten für Japan durch das Abschalten der meisten Atomkraftwerke aus den Energieimporten belaufen sich von 2010 bis 2012 auf ca. 1,7 Bio. Yen. Die Handelsbilanz verschlechtert sich um 14,9 Bio. Yen (ohne Dienstleistungen um 13,8 Bio. Yen). Die Demografie könnte Hauptursache für das Defizit sein. Yen wird weiter fallen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Japan war lange Jahre ein Land mit einem hohem Exportüberschuss. Deutschland und Japan wechselten sich als Exportweltmeister regelmäßig ab. Das letzte Defizit in der Handelsbilanz (inkl. Dienstleistungen) verzeichnete Japan im Jahr 1980. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Seit 2011 ist die japanische Handelsbilanz negativ, mit steigender Tendenz. Als Hauptgrund dafür wird meist der Reaktorunfall in Fukushima genannt. Die durch die Abschaltung der Atomkraftwerke höheren Energieimporte sollen die Handelsbilanz ins Minus gebracht haben. Doch stimmt das? Der Reaktorunfall und das erstmalige Auftreten eines Handelsbilanzdefizites treten gleichzeitig auf. Beides geschah im Jahr 2011. Es ist also nicht verwunderlich, dass hier ein einfach erklärbarer Zusammenhang vermutet wird. Japan muss praktisch alle Energieträger importieren. Das gilt für Kohle, Öl und Gas gleichermaßen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Schauen wir also einmal auf die Zahlen. Die folgende Tabelle enthält die Kosten jeweils in Bio. Yen:&lt;/p&gt; &lt;table cellspacing=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;2&quot; width=&quot;400&quot; border=&quot;1&quot;&gt; &lt;tbody&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Kohle&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Gas&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Öl&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Summe&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2010&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2,1&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;4,2&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;11,0&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;17,3&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2011&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2,5&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;5,7&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;13,6&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;21,8&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2012&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;2,3&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;7,0&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;14,7&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;24,0&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Kostenanstieg seit 2010&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+10%&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+73%&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+36%&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+39%&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;Mengen-anstieg seit 2010&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+/-0&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+25%&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;+2%&lt;/td&gt; &lt;td valign=&quot;top&quot; width=&quot;80&quot;&gt;ca. 9%&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt; &lt;p&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: Japan Department of National Accounts, Economic and Social Research Institute, Cabinet Office.&lt;/em&gt;&lt;/td&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Kosten für Energieimporte sind zwischen 2010 und 2012 um 6,7 Bio. Yen oder 39% gestiegen. Das lag aber kaum am höheren Verbrauch, denn die importierte Menge stieg nur um ca. 9%. Man kann also sagen, dass etwa 3/4 der höheren Kosten für Energieimporte durch höhere Preise am Weltmarkt für Öl und Gas zustande kamen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch der fallende Yen ist nicht die Ursache für das Defizit. Im Gegenteil. Bis zum Ende des Jahres 2012 stieg der Wert des Yen gegenüber dem USD. Erst im November 2012 begann der Yen zu fallen. Der Yen-Effekt spielt also erst für das Jahr 2013 eine wesentliche Rolle.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgBL91tIXuHvOzyYmyVi554-88-xLXgle0UvrLWVavUYSTBNwImVm2yV_fR4A3ep8MQlt9hHVFonz3BETormd44F6f9VwuebLURPer0ojnBdMLNmxwuKHp37CuD6u_dXTFrw9L03u7tTeg/s1600-h/image%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg075TqaKlqHI4vcDD7xJUiFh-4ubBVwUkKmBJD7uLquyrqzZ8sEz4_stjLk8ch7ji0m-8lp9setwkIUFty4xAqnfONCP3ADwNwMNORFaOzEWzz2AcZM_7X9X4MU5H5L3Wl7mCsjIzPk8s/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Handelsbilanz inkl. Dienstleistungen, Datenquelle: Japan Department of National Accounts, Economic and Social Research Institute, Cabinet Office.&lt;/em&gt;&lt;/td&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Jahr 2010 wurden in Japan 17,3 Bio. Yen für Energieimporte ausgegeben, im Jahr 2012 waren es 24,0 Bio. Yen. Also stiegen die Kosten in diesem Zeitraum um 6,7 Bio. Yen. Ca. ein Viertel davon ist auf einen höheren Verbrauch zurückzuführen, das wären also ca. 1,7 Bio. Yen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wie die obenstehende Grafik zeigt, erzielte Japan im Jahr 2010 einen Überschuss von 6,6 Bio. Yen und 2012 ein Defizit von 8,3 Bio. Yen. Die Bilanz verschlechterte sich also um 14,9 Bio. Yen. Davon waren gerade einmal 1,7 Bio. Yen oder 11 Prozent auf die Folgen des Reaktorunglücks in Fukushima zurückzuführen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Hauptgrund für die Verschlechterungen in der Handelsbilanz liegt ganz woanders. Er liegt in der Demografie.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Von den großen Volkswirtschaften hat Japan die ältesten Babyboomer. Daraus erklärt sich auch die Vorreiterrolle, die Japan in vielen wirtschaftlichen Entwicklungen seit dem 2. Weltkrieg gezeigt hat.  &lt;p&gt;Seit dem Platzen der Blase in Japan und der anschließenden schweren Finanzkrise (1990-1993) blieb die japanische Wirtschaft von Konjunkturprogrammen der Regierung abhängig. Die japanische Bevölkerung sparte für die Altersvorsorge, während auf der anderen Seite der Medaille die Staatsverschuldung von 50 auf mehr als 200 Prozent der Wirtschaftsleistung stieg. Trotzdem blieb der japanische Yen eine der stabilsten Währungen mit den niedrigsten Zinsen weltweit. Inflation gab es nicht. &lt;p&gt;Seit dem Jahr 2012 vollenden die japanischen Babyboomer, die zwischen 1947 und 1949 geborenen wurden, ihr 65. Lebensjahr. Durch Frühverrentung und in Japan übliche Teilzeitarbeit für ältere Arbeitnehmer sind ein großer Teil dieser stärksten Altersgruppen in den letzten Jahren zumindest in den teilweisen Ruhestand gewechselt. Sie produzieren nicht mehr oder deutlich weniger, konsumieren aber weiter. Sie sparen auch nicht weiter, sondern nutzen ihre Ersparnisse, um die auch in Japan nicht sehr üppige staatliche Rente aufzubessern. Das Entsparen erfolgt teilweise durch die Auflösung von Auslandsguthaben. Das heißt, die entstandene Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wird zunehmend über Importe gedeckt. Daher ist es ganz logisch, dass die Handelsbilanz sich in einer solchen demografischen Phase verschlechtert.Die Handelsbilanz ist seit 2011 negativ und das Defizit wird 2013 deutlich zunehmen. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir in Finnland. Auch in Finnland sind die Babyboomer Ende der 1940er Jahre geboren worden und gehen jetzt in Rente. &lt;p&gt;Auch der Staatshaushalt leidet unter den steigenden Kosten für die sprunghaft ansteigende Zahl der Ruheständler. Das immer größer werdende öffentliche Defizit wird nun praktisch vollständig von der Notenbank durch Drucken neuen Geldes bezahlt (Kauf von Staatsanleihen). Während der Aktienmarkt sich über das Ende der allgemeinen Nachfrageschwäche freut, hat der japanische Yen einen Sinkflug begonnen, der nur schwer aufzuhalten sein dürfte. &lt;p&gt;Ein deutlicher Anstieg der Inflation bei weiter niedrigen Zinsen wird die Guthaben der Japaner in den kommenden Jahr zunehmend entwerten. &lt;u&gt;Nur der Teil der Ersparnisse, der im Ausland oder in inländischen Sachwerten angelegt wurde, wird den Prozess der Inflationierung überleben.&lt;/u&gt; Der Verfall des Yen hat dem japanischen Anleger, der in Euro angelegt hat, seit Anfang 2012 bereits einen Kursgewinn von über 30 Prozent beschert.    </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/1243206614758330004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/1243206614758330004' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1243206614758330004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/1243206614758330004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2013/12/japans-handelsbilanzdefizit-ist.html' title='Japans Handelsbilanzdefizit ist demografisch bedingt'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg075TqaKlqHI4vcDD7xJUiFh-4ubBVwUkKmBJD7uLquyrqzZ8sEz4_stjLk8ch7ji0m-8lp9setwkIUFty4xAqnfONCP3ADwNwMNORFaOzEWzz2AcZM_7X9X4MU5H5L3Wl7mCsjIzPk8s/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-4962326881330618582</id><published>2013-12-02T12:50:00.001+01:00</published><updated>2013-12-02T14:33:56.127+01:00</updated><title type='text'>Rentenversicherung mit Gold-Reserve demografiefest machen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Überschüsse der Rentenversicherung sollten in einer Demografie-Reserve angelegt werden. Norwegen und Japan haben eine solche Reserve, legen das Geld aber unterschiedlich an. Eine Anlage der Demografie-Reserve in Gold würde gleich mehrere Probleme lösen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Deutschlands gesetzlicher Rentenversicherung soll es ja augenblicklich sehr gut gehen. Das liegt vor allem an der guten Konjunktur (geringere Arbeitslosigkeit) und daran, dass die Erwerbsquote – vor allem der älteren Arbeitnehmer - deutlich gestiegen ist (Grafik 1, blaue Linie). Kaum beachtet wird, dass in Deutschland zuletzt die Kriegs- und Nachkriegsjahrgänge in den Ruhestand gegangen sind und sich dadurch auch die Erwerbsfähigenquote (Grafik 1, rote Linie) leicht verbessert hat. Für einige Jahre gab es mehr Berufseinsteiger als Neurentner (Grafik 2).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhl934Kt-dp8swmMy79QGmfarUpaTZ_Cw3OFUNr_pCog04ZzzeuAgpcHxDzr3AhcpE_UeoevtvehLBwbd-nK-E6UWQe2JVUlsWE0j5tOfAbruVPlm6I2zHmGzPqr8SySdTYEU7dmNDehaM/s1600-h/image19.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgUDjULNgXb2UG4l6TWIZZk2RHrUodDIBSqWuRo7_2MabeJNRAVlXbf7npGN6Iys4WZBJRyGvyLUNe0vBTjWcLJUDXdPZfw84wNA0LdY0N7GetFsVohuehsd7IToBC7ww9tG8rNcIM2bTs/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Grafik 1: Erwerbstätige und Erwerbsfähige im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, Daten: Statistisches Bundesamt, US-Cenus Bureau International Database, Grafik: Guido Lingnau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhzJngxmJwrUZyNdAHYLt-1rz4y0bumERVJ5XevwlyT2PAJ6dSvjaoMDij-nufOGUZJuxKbT-kD9aUy_ZZbX6rPeoo88opfuWVBBWhvPF7xvDYtxxxf5FOqDljrHqVZ33Is4wQS6EiTmBY/s1600-h/image7.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgn23sm78EG5WQzG8qfISPQHYy1p73j4KA31VDa1vEg-qdrtWKTYxz532YxzL-8Gqwb-zhyelpZgDcQnx5O2dKcc4xmjCV1aPBwE1pyfBN90IifWNVnVSjgl6BjeHhHHIWneqhZCZi7YtY/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Grafik 2: Berufseinsteiger und Neurentner, Daten: Statistisches Bundesamt, US-Cenus Bureau International Database, Grafik: Guido Lingnau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch diese paradiesischen Zeiten sind ab sofort vorbei. Seit 2013 steigt die Zahl der Neurentner wieder deutlich und wird im Jahr 2031 ihren Höhepunkt erreichen (stärksten Geburtenjahrgang war 1964 + 67 = 2031). Danach wird sich die Situation ohne neue Reformen aber weiter verschärfen, weil zwar die Zahl der Neurentner abnehmen wird, aber weniger stark als die Zahl der voraussichtlichen Berufsneueinsteiger. Verschärfend kommt noch hinzu, dass die Lebenserwartung wohl weiter steigen dürfte. Grafik 3 zeigt das Verhältnis von Arbeitsfähigen und Ruheständlern. Hier ist der Effekt der steigenden Lebenserwartung mit enthalten. Es ist deutlich zu sehen, dass selbst die volle Rente mit 67 für alle die Problematik aus zu geringen Geburten und längerer Lebenserwartung nicht lösen kann. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjcPCEjI1P2aoOMq2EFPVR7veF3Pl88LzvNLTBnGDEYmv4cAXsTaykxaUc16b6fc6ikJRZL3JtqCtk45sCC86m1uP94S26BUpwLXHoPdXUHSr-Y-yVzCH-Jxes9tseLw3_nGJ1iTdY554I/s1600-h/image15.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjBtaJ8OyNsbMKmkWdgma4vt6xNzj9OB97ErpFLd8wlw7axTHDxWTnHt0xEwIU4PqYsLP8b6IuV46o_4umbB7DrzglUfM4XFmWIe3mAjDsgHSuGv9Ns9HnCIoRyEAm810qtQrDaHscASzk/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Grafik 3: Erwerbsfähige ab 20 je Ruheständler, Daten: Statistisches Bundesamt, US-Cenus Bureau International Database, Grafik: Guido Lingnau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Renten müssen im Verhältnis zum letzten Einkommen weiter fallen, wenn man die Belastung der arbeitenden Bevölkerung nicht überdehnen will. Denn auch im Jahr 2031 wird die politische Mehrheit immer noch vom arbeitenden Teil der Bevölkerung gebildet (auch wenn man die zunehmende Macht der Rentner in den Koalitionsvereinbarungen schon deutlich erkennen kann). &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Schon lange kann sich die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr über ihre Beitragseinnahmen finanzieren. Im Jahr 2012 erzielte die Rentenversicherung zwar einen Überschuss von 5 Mrd. Euro, doch der Bundeszuschuss lag bereits bei enormen 65,5 Mrd. Euro. Das waren immerhin 24 Prozent der gesamten Einnahmen des Bundes. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wenn das gute Verhältnisse sein sollen, was erwartet uns dann in Zukunft? Denn nicht nur die Beitragszahler werden im Verhältnis zu den Rentenempfängern abnehmen, sondern auch die Steuerzahler werden weniger Steuern zahlen. Das Problem wird auf Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung, die auch keine Altersrücklagen bildet, und von einer sehr wahrscheinlich höheren Zinslast der Staatsschulden noch deutlich vergrößert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Daher ist es nicht verwunderlich, dass besonders Interessenvertreter der jungen und mittleren Generation die Bildung einer Demografie-Reserve in der gesetzlichen Rentenversicherung fordern. Diese durchaus sinnvolle Idee hätte man schon längst umsetzen sollen. Die letzte Regierung hat den vorübergehenden demografischen Rückenwind leider ungenutzt verstreichen lassen und die neue große Koalition geht mit der sogenannten “Mütterrente” und der erweiterten Möglichkeit künftig schon ab dem Alter von 63 Jahren in Rente zu gehen sogar einen großen Schritt rückwärts.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Trotz aller gegenläufigen politischen Tendenzen sollte eine Demografie-Reserve weiter eingefordert werden. Gerade die jetzigen Babyboomer (um die 50 Jahre alt) würden davon profitieren. Auch für die gesetzlichen Krankenversicherungen ist eine solche Reserve unbedingt notwendig.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bisher wenig diskutiert wurde, wie eine mögliche Demografie-Reserve angelegt werden könnte. Hier gibt es grundsätzlich zwei Modelle, die bereits praktiziert werden:&lt;/p&gt; &lt;p&gt;1. Das norwegische Modell: Die Anlage erfolgt in ausländischen Aktien (bis 60 Prozent) und Anleihen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;2. Das japanische Modell: Der Fonds investiert überwiegend in inländische Anleihen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Für die demografische Absicherung der Rente eignet sich Modell 1 eindeutig besser. Modell 2 weist zwar grundsätzlich für einen sicherheitsorientierten Privatanleger in normalen Zeiten ein geringeres Risiko auf, aber es verringert nicht eine demografisch bedingte Unterfinanzierung der Rentenversicherung. Denn diese speist sich ja hauptsächlich aus laufenden Beitrags- und Steuereinnahmen aus dem Inland und die Unterfinanzierung ergibt sich genau dann, wenn die Belastung der inländischen Beitrags- und Steuerzahler zu hoch wird, wenn man damit rechnen muss, dass in Zukunft eine Leistung des Staates (z.B. Renten- oder Krankenversicherung) nicht mehr durch höhere Steuern, Abgaben oder Neuverschuldung gewährleistet werden kann. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;In einer solchen Phase müsste also die Demografie-Reserve teilweise aufgelöst werden. Besteht diese aus Staatsanleihen des eigenen Landes, müssen diese Staatsanleihen vom Staat an die Rentenversicherung zurückgezahlt werden. Das würde nur durch eine zusätzliche Belastung der Steuerzahler oder eine höhere Neuverschuldung möglich sein, die aber aufgrund der gleichzeitigen Engpässe gerade nicht möglich ist. Eine Anlage der Demografie-Reserve vor allem in eigenen Staatsanleihen macht also keinerlei Sinn. Auch die Anlage in inländische Aktien oder Unternehmensanleihen ist aus diesem Grund nicht ratsam. Denn gerade in schwierigen Zeiten müssen diese Aktien und Anleihen verkauft werden. Man würde den heimischen Unternehmen Kapital entziehen und das wahrscheinlich zu einem schlechten Kurs. Japan ist gerade in einem solchen Scenario angekommen. Dort löst man das Problem, indem man neue Staatsanleihen von der Notenbank kaufen lässt. Mit ziemlich hoher Sicherheit wird das eine gewaltige Inflation auslösen und die privaten Sparguthaben der Japaner vernichten (und auch die noch im Besitz des staatlichen Rentenfonds befindlichen japanischen Anleihen).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Eine Demografie-Reserve muss also möglichst vollständig im Ausland investiert werden, wobei sich aber wieder neue Probleme ergeben. Wenn alle westlichen Staaten eine staatliche Demografie-Reserve bilden würden, wären bald alle Vermögenswerte weltweit in staatlichem Besitz. Staaten, die besonders unter einem massiven Zufluss ausländischer Gelder leiden, würden sich rechtlich und mit Hilfe der Notenbanken zur Wehr setzen. Brasilien (Steuer auf ausländische Kapitalzuflüsse) oder die Schweiz (druckte Milliarden neuer Franken um die Aufwertung der Währung zu begrenzen) haben solche Maßnahmen bereits ergreifen müssen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Durch den hohen Exportüberschuss Deutschlands entsteht automatisch ein Auslandsguthaben für deutsche Unternehmen oder Privatpersonen. Wie schwer es fällt, die Gelder sicher anzulegen, haben die hohen Verluste in den USA und Griechenland zuletzt deutlich gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Daher könnte man in Deutschland einen anderen Weg gehen, der gleich mehrere Probleme zumindest teilweise lösen könnte: die Anlage der Reserve in Form von Gold (zumindest teilweise).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;u&gt;Für Gold spricht:&lt;/u&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;1. Gold ist inflationssicher.&lt;br&gt;2. Gold ist international als Wert anerkannt.&lt;br&gt;3. Gold hat in der deutschen Bevölkerung ein positives Image und würde die Glaubwürdigkeit in die Rentenversicherung stärken.&lt;br&gt;4. Der Kauf von Gold würde den Handelsbilanzüberschuss Deutschlands verringern.&lt;br&gt;5. Die Verwaltungskosten für eine Gold-Reserve sind geringer als für ein Portfolio aus Wertpapieren.&lt;br&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;u&gt;Ob die Gold-Reserve dann wirklich in den besonders problematischen Jahren veräußert wird oder sich die Menschen in Deutschland langsam an die Notwendigkeit längerer Lebensarbeitszeiten gewöhnen, bleibt abzuwarten. Dass es eine solche Reserve überhaupt gibt und dass diese Reserve unkaputtbar in realem physischem Gold angelegt ist, wird die Zukunftssorgen gerade der jüngeren Deutschen etwas abmildern. Daher ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, eine Gold-Reserve für die gesetzlichen Sozialversicherungen zu diskutieren.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/4962326881330618582/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/4962326881330618582' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4962326881330618582'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/4962326881330618582'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2013/12/rentenversicherung-mit-gold-reserve.html' title='Rentenversicherung mit Gold-Reserve demografiefest machen'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgUDjULNgXb2UG4l6TWIZZk2RHrUodDIBSqWuRo7_2MabeJNRAVlXbf7npGN6Iys4WZBJRyGvyLUNe0vBTjWcLJUDXdPZfw84wNA0LdY0N7GetFsVohuehsd7IToBC7ww9tG8rNcIM2bTs/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-7647158247982532655</id><published>2013-11-28T14:21:00.001+01:00</published><updated>2013-11-28T17:23:12.914+01:00</updated><title type='text'>Iran mit demografischem Rückenwind</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Iran befindet sich schon seit 2009 in einer demografisch-dynamischen Phase. Was 2009 mit der Grünen Revolution noch am Beharrungsvermögen der Etablierten scheiterte, könnte nun endlich Früchte tragen.&lt;/strong&gt;  &lt;p&gt;Bisher wurde in der Finanzmarkt- und Wirtschaftsforschung noch kaum zur Kenntnis genommen, dass das Verhalten von Menschen auch abhängig vom Lebensalter ist: Sowohl die impulsiv/kurzfristigen als auch die strategisch/längerfristigen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen ändern sich im Laufe des Lebens. Das wird auch im Handeln der Menschen sichtbar.  &lt;p&gt;Menschen handeln nicht nur weitestgehend ihrem Lebensalter gemäß, sondern sie versuchen auch andere Menschen dahingehend zu beeinflussen, dass diese sich ähnlich verhalten. So kommt es zu Gruppenbildungen und letztendlich zur Bildung von starken Generationen.  &lt;p&gt;Die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe hat die besten Chancen, die Gesamtgesellschaft nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Über die Politik, die Medien und die Werbung wird politisch korrektes Verhalten definiert. Eine starke Generation übernimmt meist mit ihrem Eintritt ins Erwachsenenalter die gesellschaftliche Gestaltungsmacht bis eine neue und jüngere starke Generation ihnen diese Gestaltungmacht wieder entreißt.  &lt;p&gt;Starke Generationen haben in den letzten beiden Jahrhunderten deutliche Spuren hinterlassen. Sie sind hauptverantwortlich für lange Zyklen, die erstmals von Nikolai Kondratieff beschrieben wurden. Sie haben mit ihrer Gestaltungsmacht technische und politische Revolutionen durchgeführt. Sie haben aus irrationalem Überschwang Kriege begonnen und Spekulationswellen erzeugt. Von der Französischen Revolution, über den Fall der Mauer bis zum Arabischen Frühling haben neue starke Generationen ihren Machtanspruch angemeldet, wenn die bestehenden Machthaber zu wenig offen für Veränderungen waren.  &lt;p&gt;Auch an den Finanzmärkten haben starke Generationen Spuren hinterlassen:  &lt;p&gt;Um das Jahr 1894 kam es in den USA, wahrscheinlich begingt durch die starke Einwanderungswelle, erstmals zur Bildung einer Babyboomer-Generation, die es zeitgleich in anderen Ländern so nicht gab. Diese starke Generation übernahm mit ihrem Eintritt in das Erwerbsleben ab ca. 1913 die Gestaltungsmacht, führte mit ihrer kreativen Zerstörung und Offenheit für Veränderungen neue Produktionsmethoden ein und verursachte mit dem daraus entstandenen irrationalen Überschwang die große Spekulationsblase am amerikanischen Aktienmarkt, die nach ihrem Platzen 1929 die Weltwirtschaftskrise mit sich brachte. Erst als die kommende starke Generation, die um das Jahr 1921 geboren wurde, ins Erwerbsleben eintrat, kam es in den USA zu einem neuen, bis Mitte der 1960er Jahre andauernden Boom. Die um das Jahr 1959 geborene Babyboomergeneration sorgte für die technische Revolution zwischen 1980 und dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000. Japan,, das seinen Babyboom 11 Jahre zuvor verzeichnete (1947-1949), hatte seine besten Jahre dagegen zwischen 1969 und 1989, also 11 Jahre zuvor.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjF4TpKTLRI9K27qsXm32MrRVaQNLzA707SULM93-KeZ0ZkGGdxXMV-hrfiZL6r4bTxhb5L-Lr8nHN9rIV0pLG4cJg0Olbwyko0BFLQT3qxSRSxJB6YSCTP3BpM88cvnD_k_RqfpvYKfl4/s1600-h/image%25255B7%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj5h0hpT4pTDlqLIi-ioiBdjSsLNqeYh4ma4axPOO8saie8OXSTTjpmXVUrPI5RiReU4VLHdroBu34HVwi78E7gnotP7jFmLmRcwuqPRpuaQCmbgPe8EHExsT1Ms50t5aiA9GDZO1FtHVo/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;377&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: US-Census Bureau&lt;/em&gt;  &lt;p&gt;Chinas Babyboomer sind um das Jahr 1967 geboren worden und sorgten ebenfalls für einen echten Sprung nach vorn (1989: Unruhen auf dem Platz des Himmlischen Friedens bis 2008: Aktienspekulation erreicht Höhepunkt).  &lt;p&gt;Die geburtenstarken Jahrgänge in der Türkei und Brasilien waren um das Jahr 1984. Ab 2003 war die jeweils hohe Inflation (mehr als 100 Prozent in der Türkei und mehrere tausend Prozent in Brasilien) plötzlich wie weggeblasen (Werte von unter 10 Prozent) und Wirtschaft und Aktienmärkte legten stark zu.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh-hUidh2MHWkrY8bu6y1x8HSPHLPYmaLZxH6CoK4YnPc7lAVP-iB-KwTp0o8aybtYDVxTSEvUWbOne8b0-5uN5KBL2nNYfE95A_3lMqobTV-7UniQdn8RhWXYjpNtamOBmLLPhzRWNjy8/s1600-h/image%25255B3%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEglfdpT8aJxDVgDmRvWoTa4Y4crDyKe8pe1_2OJbrIVY0-4xdBREdrFaxh4l_8mHnx5puD-sXBkSDMpvAdKv1s76G1OCiAmB4WQgTfyFswcW4pKMrFbdW4ANj60Pbs-NtPKObCX0uYQnUM/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;377&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: US-Census Bureau&lt;/em&gt;  &lt;p&gt;Mit Hilfe der Demografie lassen sich also lange Zyklen erkennen und sogar voraussagen.  &lt;p&gt;Iran befindet sich schon seit 2009 in einer demografisch-dynamischen Phase. Was 2009 mit der Grünen Revolution noch am Beharrungsvermögen der Etablierten scheiterte, könnte nun endlich Früchte tragen. Die Menschen in Iran wollen besser leben und besser arbeiten. Sie werden weiter religiös bleiben, aber mehr auf wirtschaftliche Entfaltungsfreiheiten Wert legen. Wenn die Entscheidungsträger in Iran und den 5+1-Staaten weiter besonnen bleiben, kann Iran in den kommenden noch verbleibenden 15 Jahren in seiner demografisch-dynamischen Phase eine neue Wohlstandsebene erreichen und zum stabilisierenden Faktor in der Region werden.  &lt;p&gt;Noch sind aufgrund der Sanktionen Investitionen am iranischen Aktien- und Rentenmarkt verboten. Doch das dürfte sich hoffentlich schnell ändern. Dann lohnt sich ein Einstieg und wird sehr wahrscheinlich mit Traumrenditen belohnt werden.    </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/7647158247982532655/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/7647158247982532655' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7647158247982532655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7647158247982532655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2013/11/iran-mit-demografischem-ruckenwind.html' title='Iran mit demografischem Rückenwind'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj5h0hpT4pTDlqLIi-ioiBdjSsLNqeYh4ma4axPOO8saie8OXSTTjpmXVUrPI5RiReU4VLHdroBu34HVwi78E7gnotP7jFmLmRcwuqPRpuaQCmbgPe8EHExsT1Ms50t5aiA9GDZO1FtHVo/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-2322359567646806954</id><published>2013-08-20T12:50:00.001+02:00</published><updated>2013-08-28T12:14:15.330+02:00</updated><title type='text'>Neuer Superzyklus an den US-Aktienmärkten?</title><content type='html'>&lt;p&gt;Es gibt einen alten Börsenspruch: „Hustet die Wallstreet, bekommt der DAX eine fette Erkältung.“ Das soll deutlich machen, wie sehr der deutsche Markt (und nicht nur der) vom US-Markt abhängig ist. Das gilt natürlich auch im positiven Sinne: Geht es dem US-Markt gut, tut dies den Finanzmärkten weltweit auch gut.  &lt;p&gt;Die USA sind der mit großem Abstand führende Markt für Aktien und Anleihen. Allein der Aktienmarkt kommt auf eine Marktkapitalisierung von ca. 16 Billionen US-Dollar (Deutschland: ca. 1 Bio. USD), das sind knapp die Hälfte der weltweiten investierbaren Aktienwerte. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgrIKU-qbofnGgUTkWftRpJZfBsjszrUn3D0rWYQZkqGu065qhGl6zXYsLKKiQ_O4en6Ymve3WJO33QO8BuOCw099719scETlMNZF2luQgyuFib-rwXAl8TGUfFuz8DYEHIYXSb-aUzrdM/s1600-h/image%25255B27%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZU2emsfKbGFfc6JTAc0COseZzqpjOqYUhXfAxxLjWhu9Cv1sBVQwQ0eeRxQ0OwmULILGvdq25UUvApiMlum3u02APK-Wo_gQ_eMbusytEmXALi4a7TtlItbTfFs7rpx_6uFl1aE1yp9w/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Datenquelle: MSCI&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die große Finanzkrise, die im Jahr 2008 die USA erschütterte, hatte dadurch auch gewaltige Auswirkungen weltweit. Die Krise hat Investoren nachhaltig verunsichert. Die Folgen der Krise werden noch für viele Jahre zu spüren sein. Vor allem die Staatsverschuldung ist in vielen Ländern deutlich gestiegen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und Banken zu retten.  &lt;p&gt;Wie schön wäre es, wenn es eindeutige Signale geben würden, die einen neuen Superzyklus in den USA anzeigen?! Anleger könnten wieder langfristig planen. Die Palette sinnvoller Kapitalanlagen würde wieder größer und man kann wieder davon ausgehen, dass künftig mehr an Risiko auch mehr Gewinne ermöglicht.  &lt;p&gt;&lt;b&gt;Rückblick:&lt;/b&gt;  &lt;p&gt;In den USA gab es seit der Weltwirtschaftskrise zwei Phasen, in denen Investitionen in den Aktienmarkt eine hohe Rendite einbrachten.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgm5FO3xnUhM67wbhClIx-Fy2mDyoBkRTDH0MgXd81Joe7SYXVATDQGkUw5Xf1D0EB24jGwhd-wzbWcKAXmDww5swNuTQvPpeFHCdpiS1IsrlZ4eXrek_hZekhdlYcKXnS3WPVOFXVP8v4/s1600-h/image%25255B28%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjei4j-G8KPus-Lij3mbYoxQSszxa56UByoTHQ8Mk-lFJUhmIk9int4FA-KATeS4-tgwgbc0jyElnDW3-2Xllk_R2Bnt9JHSyrMJ1KvmNBBajQzY_oV-Xnbw4k4CO5qt4WXmL1haWoaIJE/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;262&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Datenquelle: S&amp;amp;P Dow Jones Indices LLC&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;Der erste Superzyklus begann am 28. April 1942 bei einem Stand des Dow Jones Industrial Index von 92,92 Punkten und endete 24 Jahre später am 25. April 1966 bei 950,55 Punkten. Damit hatte sich Dow in dieser Zeit mehr als verzehnfacht (+923 Prozent). Das entspricht einer durchschnittlichen Kursentwicklung von 10,2 Prozent pro Jahr. Da es sich beim Dow Jones um einen Kursindex handelt, muss für die Ermittlung der Gesamtperformance die Dividendenrendite noch hinzugerechnet werden. Für den US-Aktienmarkt lag die Dividendenrendite Anfang der 40er Jahre bei über 8% und ging dann bis 1962 auf 3 Prozent zurück (&lt;a href=&quot;http://www.vectorgrader.com/indicators/dividend-yield&quot;&gt;http://www.vectorgrader.com/indicators/dividend-yield&lt;/a&gt;). Der Durchschnitt dürfte bei vier bis fünf Prozent gelegen haben. Die Gesamtrendite lag im ersten US-Superzyklus also bei ca. 15 Prozent pro Jahr. Aus einer Anlage von 10.00 USD entwickelte sich ein Betrag von ca. 280.000 USD (ohne Steuern und Gebühren).  &lt;p&gt;Der zweite Superzyklus begann am 12. August 1982 bei einen Dow-Stand von 776,92 (18,3 Prozent unter dem Wert vom Ende des ersten Superzyklus am 25. April 1966) und endete am 6. September 2000 bei einem Stand von 11.310,64 Indexpunkten. Der zweite Superzyklus übertraf den Kursgewinn des ersten recht deutlich. In nur 18 Jahren hatte sich der Dow mehr als vervierzehnfacht (+1.356 Prozent). Pro Jahr waren das 16,0 Prozent. Die Dividendenrendite lag zu Beginn des Zyklus bei über sechs Prozent und sank dann auf nur noch ein Prozent. Im Schnitt dürften es ca. drei Prozent gewesen sein. Die Gesamtrendite für den zweiten Superzyklus stellt somit auf ca. 19 Prozent pro Jahr! Aus einer Anlage von 10.000 USD entwickelte sich bei Wiederanlage der Dividenden ein Betrag von ca. 230.000 USD (wieder ohne Steuern und Gebühren). Für den MSCI USA Gross (inkl. Bruttodividenden) kann man das genauer berechnen (dieser wird seit 1970 berechnet). Das p.a.-Ergebnis lag bei 19,69 Prozent. Aus 10.000 USD wären 258.800 geworden.  &lt;p&gt;Die meisten Beschreibungen setzen den Beginn des Jahrhundertaktienbooms, hier als zweiter Superzyklus benannt, an den US-Aktienmärkten auf dieses Jahr 1982. Wenn man sich den Chart ansieht, kann man das nachvollziehen. Aber: In der Rezession von 1980 fiel der Dow sogar noch tiefer, auf 759,13 Punkte (21. April 1980). Man könnte den Beginn des zweiten Superzyklus also auch auf diesen 21. April 1980 setzen. Dafür spricht, dass wesentliche Reformen, die dann für den Aufschwung an den Aktienmärkten sorgten, schon 1980 erste Ergebnisse zeigten. Ich tendiere auch aus demografischen Gründen für diese Variante. (sieh weiter unten).  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der dritte Superzyklus&lt;/strong&gt;  &lt;p&gt;Um einschätzen zu können, ob nun ein dritter Superzyklus begonnen hat, müsste man den Haupttreiber der beiden bisherigen Superzyklen finden. Darüber wurde schon viel gerätselt. Die wichtigsten wirtschaftlichen Parameter zeigen leider kein eindeutiges Bild. Hier ein Vergleich für die beiden Superzyklen und der Phase dazwischen:&lt;br&gt;&lt;/p&gt; &lt;table cellspacing=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; border=&quot;1&quot;&gt; &lt;tbody&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Erster Superzyklus&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Phase dazwischen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Zweiter Superzyklus&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Ausweitung der Staatsverschuldung (relativ zum BIP)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;br&gt;(sank von 120 auf 43%/BIP)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;br&gt;(sank von 43 auf 33%/BIP)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;br&gt;(stieg von 33 auf 57%/BIP)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Lockere Notenbankpolitik&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA (zumindest anfangs: Finanzielle Repression)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN (zumindest anfangs Straffung)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Sinkende Zinsen (10 Jahre)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN (Anstieg von 2,5 auf knapp 5%)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA (Rückgang von deutlich über 10 auf unter 6%)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Sinkende Inflation&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Am Ende des Booms &lt;br&gt;längerfristiger Anstieg der Inflation (Trendbruch)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;-&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Sinkende &lt;br&gt;Einkommens-steuerbelastung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;NEIN&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;JA (mit zwischenzeitlichem Anstieg)&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Nominales Wirtschaftswachstum durchschnittlich, p.a.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;7,14%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;8,92%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;6,63%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Reales Wirtschaftswachstum durchschnittlich, p.a.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;3,88%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;3,00%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;3,29%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Anstieg der Unternehmensgewinne durchschnittlich, p.a.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;7,28%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;7,57%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;6,33%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Anstieg der Dividenden durchschnittlich, p.a.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;6,16%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;5,53%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;5,19%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt; &lt;tr&gt; &lt;td width=&quot;215&quot;&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;Anstieg der Aktienkurse (Dow Jones Industrial) p.a.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;10,17%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;156&quot;&gt; &lt;p&gt;-1,59%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt; &lt;td width=&quot;192&quot;&gt; &lt;p&gt;14,46%&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt; &lt;p&gt;Um eine Übereinstimmung zwischen beiden Superzyklen zu finden, die eine plausible Erklärung bietet, muss also auf anderen Gebieten gesucht werden.  &lt;p&gt;&lt;b&gt;Demografie&lt;/b&gt;  &lt;p&gt;In den USA gab es zwischen 1914 und 1924 eine Phase mit hohen Geburtenzahlen. Der geburtenstärkste Jahrgang war das Jahr 1921 mit mehr als 3 Mio. Geburten. Ab 1925 setzte ein längerfristiger Geburtenrückgang ein. Zum Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1933 wurden dann nur noch 2,3 Mio. Geburten gezählt. Es gab also eine erste Babyboomer-Generation, von der wir bis heute kaum etwas wissen (nicht einmal, dass sie überhaupt existierte).  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhia4PzcWXWoYRxZM1I1fkfyVQiO4ZzZCN3K5G7q5bBgSQwD8h-p8OSjVEkyveF9Q6_zXZa_bER6lzWIG9Ae2NGPyYQVegna2Y-TFgGjNnQxWic7tT84nq0NKwr2gtYmT_Aosyplz4o4dA/s1600-h/image%25255B29%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjmEpv6qSvUcQtwBRAWiVpa4cKy98hxag-xTsYL8kPwitKWAohCYgKoPjYdpO7781M2hg9yPy4FOo6MWFegR7lBz2oghxGxCtem1YX5hz2OWGbfEs7l3j6uOYbU6yescYG61kpzRRSvrec/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;237&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Datenquelle: US Regierung, Centers for Disease Control and Prevention&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi6w52A40xZGuBRyWVpLt1tE0IP2-JEJGNx7pxYOoFFxqK44eHet_5gDA4V0HCciId9WkafW3TH4Kx84sBiAkaO7FhHKn4uLlXjnXt-4NhyemogfYCkCKjcHALyE_g1_Vs5qZ-tdh0shT0/s1600-h/image%25255B74%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjLFb4Fna-Nd2zriCS5Piz0Ac8VgZbyo0jXv7TAslCLXE8wP0pgE_St-FUjbNhXaEwQBchy6LLno0ZFfGAr2XmTLQ0e38MPIVEP4AJ-n3JV59hZuAT2QNex2ZdyR6WVWh6b5pK5Tb2ZyRM/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;304&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Datenquelle: US Census Bureau&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;Im Jahr 1943 war diese Babyboomer-Generation ergänzt durch Einwanderung erstmals mehrheitlich über 20 Jahre alt.  &lt;p&gt;Die wesentlich bekanntere Babyboomer-Generation wurde ungefähr zwischen 1954 und 1964 geboren, mit dem Geburtenrekord aus dem Jahr 1957. Diese Babyboomer-Generation war wiederum durch Einwanderer gestärkt im Jahr 1980 erstmals über 20 Jahre alt.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjK2lwopfsThvOPZsl3BDrNzX9ejOLldBH8BGpdQU3Rw695Tff__oo98-K4WdQrMbRsjNPikxyqA_EbsrZSk0A0afeCiLTPqtI8pIB1WGFyzdPXZBFlggD13pCDLq32FFwvLbSCeWToXIY/s1600-h/image%25255B75%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEje2mt81pnfjqT2RBccw5_I8wlAN603obHoZnpvGZ2-00h3igWwlnczP8Md1xb-se_24nlYXwxFSwS3K43lTxF5Jvt5bpyLYTO4GYlks85q7F5m-PMXRJQ3xA1BjcfxqvII5Z88AITS_CM/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Datenquelle:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;US Regierung, Centers for Disease Control and Prevention&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjNdAFQTnaHlcHHiy-0konZEZPsQ8mxXsLvNvGe5585rFEzQnSktcZXIQupnvdMpacERWkKsTQBrNHR8TRiibhe_nn0MdnuvT7VD_t-rxH26qw5fPK45AWUOJ_hULBdeqG29buJO89kuoo/s1600-h/image%25255B78%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhlq6hdzufBaayMDALBW2rU525GF7JKIm7rVKK_97FG_eSPqTluQ_M8QCz0022z9xo56muRhq9t-8UguJiVm0FbKVxVTTaPHYtyaHOScM9zKOto6-JTuFBNFEpOvkeu8XDzv1qevU8Wpwc/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;304&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Datenquelle: US Cenus Bureau&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;Am Anfang der beiden Superzyklen an den US-Aktienmärkten gab es also jeweils eine Babyboomer-Generation, die als Produzenten und Konsumenten neu in den Markt eintrat. Diese Babyboomer bestimmten aufgrund ihrer Masse das wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen. Es ist nicht verwunderlich, dass in einer solchen Phase die Risikoneigung und Reformfreude in einer Gesellschaft zunimmt, was dann wiederum zu steigenden Aktienkursen führt. Als diese Babyboomer mit Anfang 40 von Wohlstandswachstum und Karriereaufbau auf Bestandserhaltung und Rentenvorbereitung umschwenkten, war der Anstieg an den Aktienmärkten jeweils vorbei. Da ab Anfang 40 auch die Investitionen in Wohnraum deutlich zurückgehen, kann es am Ende eines Booms an den Aktienmärkten oder wenige Jahre später zu einem Rückgang bei den Immobilienpreisen kommen. Jedenfalls dann, wenn keine neue Babyboomer geboren wurden.  &lt;p&gt;Für diesen Zusammenhang Demografie-Aktien spricht auch die Entwicklung in Japan. Denn dort begann und endete der Boom etwa zehn Jahre früher (1970 -1989). Die japanischen Babyboomer sind um das Jahr 1949 geboren, also ziemlich genau zehn Jahre jünger als die zweite Babyboomer-Generation in den USA.  &lt;p&gt;&lt;b&gt;Ausblick:&lt;/b&gt;  &lt;p&gt;Wenn wir wissen wollen, ob in den USA (oder in anderen Ländern) ein neuer Superzyklus an den Aktienmärkten zu erwarten ist, sollten wir also nach einer neuen Babyboomer-Generation Ausschau halten.  &lt;p&gt;In der folgenden Grafik lassen sich die beiden ersten Babyboom-Phasen deutlich erkennen. Anders als in Europa, Japan und China kam es seit 1973 (3,1 Mio. Geburten) zu einer Trendwende mit wieder deutlich steigenden Geburtenzahlen in den USA. Dies lag vor allem an der relativ hohen Geburtenrate der letzten Babyboomer (2,1 Geburten je Frau). Dazu kommt in den USA eine hohe Migration.  &lt;p&gt;Zwischen 1989 und 1993 wurden wieder mehr als 4 Mio. pro Jahr gezählt. Im Chart sieht es noch nicht nach einer neuen starken Gruppe aus, die man als Babyboomer bezeichnen könnte. Außerdem kam es nach einem kurzen Rückgang ab 1998 wieder zu steigenden Geburtenzahlen. Im Jahr 2007, kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise, wurde sogar der Rekordwert von 1957 mit 4.316.233 Geburten leicht übertroffen. Die USA sind das einzige westliche Land mit einem Geburtenrekord in den letzten 20 Jahren.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi0MeDOYV5xcYUP9iZ_z8epigxMShJzwzlEo6-1aOJLT9nlfg5FO56m-gbHC5WbWL05VKzHvHRdjRWv1v7uJB-bzb33-YMSCAhIeAMIIDLVuJcApF-CATIuYT8MvwZ_uI4jfuMQt60OucE/s1600-h/image%25255B79%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhl9-bC6u1FKa29qXep65reW09owiYfOsndi_5aA2me_W5Wt5QXDuKSgsav2LnkXDN_AyTc9iKw_JVWsAVkFJnoLEMy220pYPgHCsqR3oFyapp0XfExF8SM5UOwpT3UVCi-xkCqOqfvXW0/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Datenquelle:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;US Regierung, Centers for Disease Control and Prevention&lt;/i&gt;  &lt;p&gt;Schon seit dem Jahr 2010 stellen zumindest die Männer bei 20- bis 24jährigen bereits die größte Altersgruppe. Ob darin die illegalen Einwanderer schon enthalten sind, ist der Datenbeschreibung nicht zu entnehmen. Wenn diese noch hinzugerechnet werden, sollte die Gruppe der 20+ bereits insgesamt (inkl. Frauen) größer sein als die bisher dominierenden, jetzt über 50 Jahre alten Babyboomer. Demnach wären die USA bereits seit dem Jahr 2010 in einem neuen, nunmehr dritten Superzyklus angekommen.  &lt;p&gt;Ob dieses bisher nur kleine zahlenmäßige Übergewicht aber ausreicht, um die alten Babyboomer aus ihren Positionen zu vertreiben und die Politik zu Reformen in ihrem Sinn veranlassen kann, ist leider nicht ganz sicher. In Russland kämpfen schon seit einigen Jahren zwei Babyboomer-Generationen um die Vorherrschaft, wobei die jüngere Gruppe es trotz leichter zahlenmäßiger Überlegenheit bisher nicht geschafft hat, sich gegen die Interessen der Etablierten durchzusetzen. Allerdings dürfte es in der wesentlich flexibleren und freieren Gesellschaftsordnung der USA für die Jüngeren leichter sein. In Schweden hat eine Verjüngung durch Einwanderung bereits funktioniert.  &lt;p&gt;Für einen “Sieg” der Jüngeren spricht auch, dass die jetzt stärkste jüngere Altersgruppe wohl auch weiterhin durch billige (meist illegale) Arbeitskräfte aus Lateinamerika und gut ausgebildete und hoch motivierte legale Einwanderer (oft Studenten) aus aller Welt verstärkt wird. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit eines neuen Superzyklus an den Aktienmärkten in den kommenden Jahren. Die Prognose des US Census Bureau zur Altersgruppenaufteilung im Jahr 2020 zeigt erstens, dass die neue Babyboomer-Gruppe (dann um die 30 Jahre alt) deutlich sichtbar wird (und deutlich stärker als die dann fast 60jährigen der jetzt dominierenden Babyboomer) und zweitens, dass eine dann schon vierte Babyboomer-Generation im Entstehen ist. Die USA haben eine fast perfekte demografische Struktur.  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjKKqrHvRLub81zs6-WJO_zqzQ3F3rFGPyttbCUNtsL29c_Z5Les0iJtbQHvK_ZF0yuN17NTqLjsbzh6fR8-bRE6t9ZlnEHM1vVr2eavIu1qOqfz4hL2vPxtLDQc-QDBzLLuruYyDDyM6Y/s1600-h/image%25255B80%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiGOYM7OwJZvvawkYGjQo6lVrTAO_YEZRNRMV2e9BSvEhLc1-7Ph3PuvgNGbti1CV-roZ0n1P1iN1KjoNXTsIbJLJJNYXFjaLX1UMctfodAsDPFFMJhtzd__g58P6g6LcA5nfgP90n4md4/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;297&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Prognose des US Census Bureau zur Altersgruppenaufteilung im Jahr 2020&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;P.S. Es wird wohl demnächst eine neue Bevölkerungs-Prognoserechnung geben, denn die Auswertung des großen 2010er Census und des kleinen 2011er Census haben einige Abweichungen zu den bisher verwendeten Daten ergeben. Es gab zuletzt weniger Kinder und eher mehr jüngere erwachsene Amerikaner. Das Jahr des Beginns des neuen Aktienbooms könnte demnach nicht 2010 sondern erst 2011 gewesen sein.  &lt;p&gt;&lt;u&gt;P.S. vom 28.08.2013&lt;/u&gt; &lt;p&gt;Habe sie gefunden! Es gibt monatliche Bevölkerungsschätzungen, die auf den Ergebnissen der aktuellen Umfragen (Census 2010) aufbauen. Demnach ist die stärkste 5-Jahresgruppe jetzt tatsächlich zwischen 20 und 24. Im Jahr 2011 war die 20-24 erstmals wieder stärker als die 15-19. So habe ich bisher den Beginn eines Superzyklus definiert. &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgw8lLf6hjEK5NKhDg-ZR1i2EPHlm7Fedr-v5ge6HvSJybXzSNXhPitO41nrAaT2_GJkj6QIzhXTTrn1lQuKLY_edbt-aMhdIwcWZ81vogRBCmUnDg4nB03Es0vpVXZlmJ7acTSYTHAo-U/s1600-h/image%25255B4%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj4ibxcW00e6K6r1GnTwyi9_wFA2dqMK7QahQ4xgL_jSDPf0dxROnuvWs-nT-HA81KxcQSXkDQLQ4gTsBiiTPt1sEZ9dEZhjV9jLkC5OFF5xRDySAlY5Zs9R85inwNkB_ZpunNM-vLPS9w/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Source: U.S. Census Bureau, Population Division&lt;br&gt;Release Date: June 2013&lt;/em&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/2322359567646806954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/2322359567646806954' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2322359567646806954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/2322359567646806954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2013/08/neuer-superzyklus-den-us-aktienmarkten.html' title='Neuer Superzyklus an den US-Aktienmärkten?'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZU2emsfKbGFfc6JTAc0COseZzqpjOqYUhXfAxxLjWhu9Cv1sBVQwQ0eeRxQ0OwmULILGvdq25UUvApiMlum3u02APK-Wo_gQ_eMbusytEmXALi4a7TtlItbTfFs7rpx_6uFl1aE1yp9w/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-936375976999512434.post-7140623239373193853</id><published>2013-08-07T17:25:00.001+02:00</published><updated>2013-08-15T09:56:02.369+02:00</updated><title type='text'>Lateinamerika besser als Asien</title><content type='html'>&lt;p&gt;Wenn es um die besten Wachstumschancen geht, steht meist Asien an erster Stelle. China, Indien, Indonesien, Malaysia oder Thailand und nicht zuletzt Korea haben sich in den letzten zehn – fünfzehn Jahren hervorragend entwickelt. Asien ist aber auch der Kontinent mit den meisten Einwohnern, denn deutlich über die Hälfte aller Menschen leben in Asien.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiAVetHuAE-mCKRHPZFauHNPjRUzD6LBLs69qjkhKtWyn6g6VIPNIUk4cTk_URC8Gvba9dDzKWCcSuO4SwHqgtOx8DZUtw4dIWJX5j9m-5QAdp8LSY9Nab7hUMJCA0fbk-IOVnKOWdTtsI/s1600-h/image%25255B6%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi5QT8Hyn29Ier6g6kmUGwBSMYaLHPDkeHy9GTLeKGbiFadPcIidtOuU6ev8yK02yIkSF0Nsn7QCzSuTlyWDhEnH13K5TFD1SofLj10KSV36nSU0WkrHEGhTv-XIHdiWtQ2ScLIlxOLHxo/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: US Cenus Bureau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Asiens&amp;nbsp; hat das von Amerika und Europa bereits überholt und wächst weiter überdurchschnittlich. Im Vergleich zum Bevölkerungsanteil von über 60 Prozent gäbe es allerdings noch erheblichen Nachholbedarf.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgC0AsB6pdOk7enP_5Ulco8VxxF8k8HLxXVZrThE5X43c6vBZ8GueMxMF7fW35CVPOWSP3py0ep3187sTJUrb8Q7sVPBhh-1NdzI_5sK9OKE738qIx8Xocf4NiTNnDqb8HluSnHRnCcEpE/s1600-h/image%25255B7%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEigMjgwYkRZ5b3qBNH_0xJUxXAifhJ-0hj-uKBgqqot1q0ankMnrOMeauuMfLz_TiTs9nNFq9P8KCF7z5BCCaxy6pBb9Ng8wCWvqgHqxxI62Obb6-uQMYhMvTlD08U6s8hDaCLTMqsaLTg/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Datenquelle: Wikipedia / Schätzungen des IWF für 2012 (Stand April 2013)&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In Sachen Marktkapitalisierung der investierbaren Aktiengesellschaften hinkt Asien allerdings weiter vor allem den USA aber auch noch Europa hinterher: Nur knapp 20 Prozent der weltweiten Aktienwerte stammen von asiatischen Unternehmen. Und da sind die japanischen mit derzeit ca. 8 Prozent Anteil schon mit enthalten. Allein Großbritannien, Frankreich und Deutschland kommen schon auf ca. 15 Prozent (Europa insgesamt: 23,9 Prozent). Lateinamerika schafft es nur auf schlappe 2,2 Prozent, obwohl fast 9 Prozent der Weltbevölkerung dort leben und der Anteil am Welt-BIP bei 8 Prozent liegt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg9mBNG4UIg3yU5pW77OEwEpSCd1szZR0FFvU882AZ9Ts2Cx8QcuBXTw-Heu3mECvHJknGvF3ZGzYZLf1UhOX0WjvMOzYKASQiTUSawPX-YIr4SEHRKl_1rPCcSUmrBKa2eiZ0aRjguCsw/s1600-h/image%25255B11%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjizIkCmEcy4grqyc7EnpYevrakBAhvUsuBkEwEZa6cP4nB2u-6nHPKtSMDJyt1xomrvaai7JhOziHNCYqJKc3bXD4Obk5YefSPsflqSOOrvzbLk_xIyRB7_nhBlhLVPVD9B4p0xejE2wI/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: MSCI, Stand 31.07.2013&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Größe, die Dynamik und der Nachholbedarf sprechen recht eindeutig für Asien als künftig interessantesten Kontinent für die Aktienanlage. Im Vergleich dazu sieht es in Lateinamerika auch aufgrund der derzeitigen Schwäche Brasiliens nicht mehr ganz so gut aus.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Warum sollten also Aktieninvestments in Lateinamerika in den nächsten, sagen wir mal zehn Jahren, mehr Chancen und weniger Risiken bieten als Anlagen in Asien (von Europa mal ganz zu schweigen)?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In diesem Blog geht es ja bekanntlich um Demografie und in Sachen Demografie sieht Lateinamerika richtig gut aus, während es in Asien, vor allem in China und Japan echt mies aussieht. Zu den Problemen in diesen beiden Ländern gibt es in diesem Blog bereits mehrere Posts. Aber auch in Thailand, Südkorea und Indonesien steht eine demografische Zeitenwende bevor. In Indien sieht es zwar besser aus, aber die glorreichen Aktienjahre fangen wahrscheinlich erst nach 2020 an. Demografisch top sind nur Vietnam, Iran und die Türkei (wenn man diese nach Asien einordnet).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viel, viel besser sieht es dagegen in Lateinamerika aus. Brasilien hatte ja als erstes Land im Süden Amerikas den demografischen Sommer schon 2003 erreicht und dürfte noch ca. zehn Jahre boomen. Die aktuelle Schwäche wäre also jetzt eine gute Einstiegsmöglichkeit. Als Nummer zwei ist gerade Chile dazu gestoßen. Kolumbien folgt 2014/2015, Für Mexiko ist eine Voraussage schwer möglich, weil dort immer noch viele junge Menschen (vor allem Männer) in Richtung USA meist illegal auswandern. Da seit etwa 20 Jahren die Geburtenzahlen leicht rückläufig sind, könnten die Voraussetzungen für einen demografischen Sommer bereits ebenfalls gegeben sein. Mexiko dürfte zusätzlich von der wieder besseren demografischen Situation in den USA profitieren (wird wohl mein nächster Blogbeitrag).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEijbXVCNrIK-PV2cJS3zbAcxtWK_RYUIgblayVk73lIupWQOj44bjq4cV_fujjaRXre9PkzRUJLF4VxG3eq7c6v-oM0skTPoJ0uxzFw5dgoWiLGSE-215HHZSwp0Q0ZcBSwEkO9I6j0rTo/s1600-h/image%25255B15%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjBmOo3fmDN_hy4zL7ZRKQFBTm5ZKRqRXE_kIPf2vrkYcYmjXLLZ3dofIN1YWSAZG24lTClRNGKrIw_z0yJcrUV2dJFr5K8foIg6ZfD-QxNur2uX5v1ldU73KA7ODzSep3tEO-ww-ZoYa4/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: Wikipedia / Schätzungen des IWF für 2012 (Stand April 2013)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj0GF2JeZe9t7oXtMZugR-QcbE_80W5-tgalPv9uPkoYLJg5b7dtXSssTtShzgaCzHzbbjYIP_CY3TABobrrHpqZydl4n8NOhCIwlVmi5T565fXTZPdXBgntaBpty7O472V8eB7hkXAN-o/s1600-h/image%25255B19%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhRWBzhkDilDhGlxAvHnTD1icwLgkbMRRLaEtLPl6CbTfSzDOpcMh_-wXQ7mw6eROhBRG_WAwkLR_SYaxhFnXEa2DC48yr2wFCz957rYvLy6EXMzhTvdmGa9zPbuhcOF4I9s_Dht24vzCI/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;244&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Datenquelle: MSCI, Stand 31.07.2013&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Selbst für das von der Wirtschaftsleistung viertgrößte Land Lateinamerikas Venezuela sieht es demografisch recht gut aus. Ähnlich wie in Mexiko sinken die Geburtenzahlen seit ca. 20 Jahren, aber Auswanderung lässt den Eintritt in den Sommer (stärkste Altersgruppe erstmals 20-24 Jahre alt) nicht genau vorher bestimmen. &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Argentinien ist ein Beispiel, wie es die Politik so richtig versauen kann. Denn die Demografie sieht dort ähnlich aus wie in Brasilien. Beide Länder gerieten Ende der 1990er Jahre mit der sogenannten Asienkrise in eine schwere Wirtschaftskrise, die durch eine hohe Auslandsverschuldung bei schlechter Wirtschaftsentwicklung und hoher Inflation gekennzeichnet war (ähnlich: Türkei). Ab 2001 verschärfte sich die Situation mit der weltweiten Lage nach dem Platzen der Internetblase dramatisch. Während Brasilien (und die Türkei) diese Krise durch die richtigen Weichenstellungen meisterte und seitdem von der demografischen Dividende lebt, hat es Argentinien mit dem scheinbar leichteren Weg (Auslandsschulden wurden einfach einseitig nicht mehr bedient) bis heute nicht geschafft, seine Wirtschaft wieder flott zu bekommen. Hier ein interessanter Handelsblatt-Artikel aus dem Jahr 2002: &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/archiv/argentinien-vor-haerten-wirtschaftskrise-in-brasilien-zugespitzt/2186254.html&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die folgenden Bevölkerungspyramiden zeigen den demografischen Unterschied der wichtigsten Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas recht deutlich. Die für den Aktienmarkt wichtige Dominanz der Altersgruppen zwischen 20 und 40 finden sich in Brasilien und besonders deutlich in Chile. In China ist die größte Altersgruppe seit 2009 über 40 Jahre alt. Damit ist China im Herbst angekommen und der Aktienmarkt lahmt. Japan betritt mit dem Eintritt in den Winter derzeit Neuland. Ich rechne mit einer hohen Inflation nach einer vorübergehenden Verbesserung.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi4ilPlSzPX5RyzN4tImLokOxQO4Rd84yBi5uWd1C8pf2L0xJ_twxTzA1KPzQ5R9t2GJjnFJ47JDPDxGYjts8ToKuED54DJUQIiNoOEoFO_D2lyi5ZY2nCBaIwbE0wp3ikjwvvWlDkOWqA/s1600-h/image%25255B32%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEilVKoc4MBg902eKYOwafnYzk7lPfFvFR9jn4OIo2Dq_kys860U5VAYfusMKQWf2ijR2rg5e7rHeAEP7TuYLM7KEa62da5e-tSMtQwGJ02wVZbq_fPD7lDz_TC9o61BW9DureO3DumZ8YU/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;296&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Brasilien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgaPE8pTPX81GJUzM8KmFT9Ajltgc2eogb52Uks-lK9J-3uthjKw-iJhnlWT9H36B_e4hWi189HUIRU2olTZ3JHFaZjUFLNdgJy3pb0eTRSn5h7BFOYc_oJM-Ygfp5VesWxfzQxxCMl8HQ/s1600-h/image%25255B42%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgb1eMEKgp97r1j3oMqzoBoDKSEWJXbI-3YwPKdWO5SPPQoEsKLoo_84j7n9fKjOfbrqJdSI6xNY8TbQQpvs5UlcENcqsZloagnpNp8blabGlYGSncdAq9tygkQjSoX5b10WM0vTWHRjcg/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;297&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Mexiko&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiHkAMBkQ0NSLOhaGH20gGzEj8xxrX4fbSmO9Rr5wdczaBM65SsiDszUsYjGmwpOM9RHMuZjWLtwBD3PL-GhXLJkAj637AUAucE8zz9Twsc-IiooXx0jO2JJp6iaB9z7RxXO5LOgylQlOg/s1600-h/image%25255B33%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgB0bglL258i9C57y4BJNyLKd38OhyfF1mAQw_RhWWCe8RDRGUI0lXykSpzNFnwZslNcjskgQnUHDcc73CzTm2lpVlOmPnOI2GSpCALlq4vZ6AXjNIJpsrl8jzi28te5zRckEEbQFCaIuc/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;296&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Chile&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhRQgvfPboB296qdJKtWui01WhA8mVvqh2fGbIJhY16fpLlKgZn0xkC_xRneCzoGLY4y42vFI7CwAt3eAw-raJrC3UDoYG_VRib46Jn6pkEHHL3-Eas6bx24gsbxhEcKkJo7eSS_nQWwO4/s1600-h/image%25255B34%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhzozZMGRRvwB-Oxb2nRDW0kI0WPxjGgl3YAaWJg6AAjPLYTVo2d2M9HMB5NOYcTwEZeFvmxqBbJlqHIrzvCMRvhMvfnevUegu4tgdP-TZ5sjDCuhY5oEnKjEtr0DpWGwNfigEpVrhwYaQ/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;297&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;China&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh_RUJ6QRJ1N4B2ZnLlQ19lcQNIkAU9IFpcXk9i-t-rB8Xq1zuNmu6rm0JDW7cA0BAwZmmvM31Go5vxx8EBP_W_USJnB63YUxtmCHMbWk8jQAxZZ0JZRewCsPdA3deYTIPeLTY7FTcPbTA/s1600-h/image%25255B38%25255D.png&quot;&gt;&lt;img title=&quot;image&quot; style=&quot;border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;image&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhT4TYOkisqvXtqNNbxGEPXsLgbfYyfA5gpMBnSeos2XD9lMpYcHxSVIxIo1-wOU-wIXXgyc73uzpWbsb_D_HDbiuMiw7l7EI8p61a4lu3ZZg3ODbUF4tw7H0l6-iDWluqhzPrz85UThRA/?imgmax=800&quot; width=&quot;404&quot; height=&quot;296&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Japan&lt;br&gt;Quelle jeweils US Census Bureau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Fazit: Nach demografischen Kriterien dürften sich Aktien- und auch Rentenanlagen in Lateinamerika in den kommenden mindestens zehn Jahren lohnen. Rückschläge sind dann Kaufgelegenheiten, wie derzeit in Brasilien. Asien wird wahrscheinlich weiter überdurchschnittlich wachsen. Aber der Aktienmarkt wird dieses Wachstum wohl nicht nachvollziehen.&lt;/p&gt;  </content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/feeds/7140623239373193853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/936375976999512434/7140623239373193853' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7140623239373193853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/936375976999512434/posts/default/7140623239373193853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2013/08/lateinamerika-besser-als-asien-und.html' title='Lateinamerika besser als Asien'/><author><name>Guido Lingnau</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11097752873262269280</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='//blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiKjDVoJPTZwJYkztI0frOeJxMTuPD1vQql8EJ6yD0D4-3fAKDJLVsW1uAvF1Hh7lL6M-T7kht0Ov17J7PoGWD9T-yGgg59h9ObVaPZKs1jVexR0rp8nDkszBpSGv5y1yk/s220/20120814_GuidoLingnau-0023_v.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi5QT8Hyn29Ier6g6kmUGwBSMYaLHPDkeHy9GTLeKGbiFadPcIidtOuU6ev8yK02yIkSF0Nsn7QCzSuTlyWDhEnH13K5TFD1SofLj10KSV36nSU0WkrHEGhTv-XIHdiWtQ2ScLIlxOLHxo/s72-c?imgmax=800" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>