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	<title>Die Welt um mich herum.</title>
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		<title>Last Christmas &#8211; Alle Jahre wieder.</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 08:33:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Weihnachten, das Fest der Liebe, der Familie, des Essens und der heimeligen Musik. In Wirklichkeit gibt es meist familiären Streit, Völlerei und &#8222;Last Christmas&#8220; in Dauerschleife. Hätten George Michael und&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/12/02/last-christmas-alle-jahre-wieder/">Read more <span class="screen-reader-text">Last Christmas &#8211; Alle Jahre&#160;wieder.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1983&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1511504536466_35502">Weihnachten, das Fest der Liebe, der Familie, des Essens und der heimeligen Musik. In Wirklichkeit gibt es meist familiären Streit, Völlerei und &#8222;<em>Last Christmas</em>&#8220; in Dauerschleife. Hätten <em>George Michael</em> und <em>Andrew Ridgeley</em> die Tragweite ihres Songs jemals ermessen können? Nein, es war ihnen nicht bewusst, welches &#8222;Monster&#8220; sie da geschaffen haben. Ein scheinbar zeitloses Liebeslied, welches in einer Art Perpetuum Mobile die Menschheit seit über 30 Jahren regelmäßig in der Adventszeit heimsucht.</p>
<p>Überall begegnet es uns im Radio, im Kaufhaus, auf öffentlichen Toiletten, an den Glühweinbuden der Weihnachtsmärkte und natürlich in den Wohnungen weihnachtskonditionierter Menschen. Man kann diese Lied lieben oder hassen, es bleibt ein Ohrwurm. In der Weihnachtszeit kann man sich diesem Dauerbrenner einfach nicht entziehen. Hand aufs Herz, irgendwann hat jeder diesen Song gut gefunden und sei es nur für einen klitzekleinen Augenblick.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1511504536466_35699" dir="ltr">Man hörte von Menschen, die mitten in der Nacht schweißgebadet aufwachen, weil sie im Traum beim Neudreh des Videos mitspielen mussten. Gerüchte sprechen von Fällen blutender Ohren nach Hören des Songs. Geheimdienste sollen den sechs Minuten langen &#8222;<em>Pudding Mix</em>&#8220; nutzen, um Geständnisse zu erpressen. Familienfeiern eskalierten, während der Song im Radio lief. Von Beziehungsdramen gar nicht zu reden.</p>
<p dir="ltr">Dennoch ist der Song ein Riesenerfolg. Seit 1984 fließen jährlich etwa 8 Millionen Euro Tantiemen in den Nachlass des leider zu früh von uns gegangenen <em>George Michael</em>. Er war Komponist des Stückes und sein Ex-Band Kollege <em>Andrew Ridgeley</em> geht leer aus. Tragisch, aber wahr.</p>
<p dir="ltr">Kurioserweise war der Song von <em>Wham!</em> nie an der Spitze der Charts, denn im Dezember 1984 nahm &#8222;<em>Do they know it&#8217;s Christmas</em>&#8220; des <em>Bob Geldof</em> Projektes <em>Band Aid</em> die Spitzenstellung ein, die den dritten Weihnachtshit &#8222;<em>The Power of Love</em>&#8220; von <em>Frankie goes to Hollywood</em> vom Thron auf den dritten Platz verdrängten. Anfang Januar 1985 war Weihnachten dann kein Thema mehr und <em>Foreigner</em> schnellten mit ihrer sehnsüchtigen Ballade &#8222;<em>I want to know what love is</em>&#8220; auf den Spitzenplatz. Dennoch wurden allein im ersten Jahr 1,6 Millionen Tonträger von &#8222;<em>Last Christmas</em>&#8220; verkauft. Für ein saisonales Lied ist das Weltklasse.</p>
<p dir="ltr">In diesem Sinne lassen wir die Glöckchen klingen und singen alle gemeinsam voller Inbrunst: &#8222;<em>Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day you gave it away&#8230;</em>&#8222;</p>
<hr />
<p dir="ltr"><span style="text-decoration:underline;">Exkurs:</span> Im Video sind <em>Helen „Pepsi“ DeMacque</em> und <em>Shirlie Holliman</em> zu sehen, die zu jener Zeit Backgroundsängerinnen von <em>Wham!</em> waren. Nach Auflösung von <em>Wham!</em> fanden sie sich als <em>Pepsi &amp; Shirlie</em> zusammen und hatten im Jahr 1987 Hits wie <i>Heartache</i> (Platz 2 in UK) und <em>Goodbye Stranger</em> (Platz 9 in UK). Wer genau hinschaut, erkennt im Video <em>Martin Kemp</em> (Bassist von <em>Spandau Ballet</em>), der im Jahr 1988 <em>Shirlie Holliman</em> heiratete. Musik verbindet eben.</p>
<p dir="ltr"><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/erinnerungen/'>Erinnerungen</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1983/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1983&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Herbstnebelgespenst.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Nov 2017 19:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hobbykosmonaut]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Müde stehen die Weiden und Schwarzerlen am Rande des Sees. Im Sommer spiegelten sie sich mit ihrem prächtiges Laubkleid im Wasser. Jetzt stehen dort kahle Gerippe aus Ästen und Zweigen, welche sich im grauen Wasser verlieren. Der Herbst hat das Wasser des Sees ergrauen lassen. Blätter schwimmen darinnen und bilden eine blasse gelb-rot-braune Wasserwiese. In der Nähe spottet der Eichelhäher laut sein &#8222;gärr-gärr&#8220;. Wahrscheinlich häht er gerade Eicheln. Auf der anderen Seite des Sees hämmert ein Buntspecht eifrig Morsezeichen in einen Stamm. Ein winziger Farbklecks an diesem grauen Tag. Ich versuche, die Klopfbotschaft des Spechtes zu entschlüsseln, doch ich bin eben kein geübter Funker und erkenne keine sinnvollen Mitteilungen. Aber bestimmt meiselt er den neuesten Waldtratsch in die mürbe Rinde des Baumes.</p>
<p>Langsam bricht der Abend herein und der Nebel kriecht aus den Büschen, wie ein lautloses Gespenst. Ein Gespenst, welches wie der süße Brei immer mehr und größer wird. Wenn ich jetzt nicht weiter laufe, wird es mich verschlingen und ich werde niemals den Weg nach Hause finden. Die Nacht wird sicher dunkel, denn die Wolken lassen weder den Mond, noch die Sterne auf die Erde scheinen. Der Nebel tut sein Übriges. Mein Schritt wird schneller. Inzwischen sind auch die Vögel verstummt und die Nebelschwaden haben die Herrschaft über die Landschaft übernommen.</p>
<p>Der Weg in die Zivilisation erscheint mir endlos und ich hoffe, dass ich in der Dunkelheit nirgendwo falsch abbiege. Nach etlicher Zeit sehe ich ein mattes gelbes Licht, welches sich kurz danach als Straßenlaterne entpuppt. Ich habe es geschafft, ich bin den Fängen des Herbstnebelgespenstes entkommen. Ob es Schweiß oder Nebel ist, den ich mir nun von der Stirn wische, ist mir jetzt auch egal.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/naturbeobachtungen/'>Naturbeobachtungen</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1885/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1885/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1885&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Elternabend oder Apocalypse Now.</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Sep 2017 17:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hobbykosmonaut]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum hat das neue Schuljahr begonnen, dauert es nur ein paar Tage, bis die Einladung zum Elternabend folgt. Jedes Mal hole ich tief Luft, rolle laut hörbar mit den Augen&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/09/13/elternabend-oder-apocalypse-now/">Read more <span class="screen-reader-text">Elternabend oder Apocalypse&#160;Now.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1928&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum hat das neue Schuljahr begonnen, dauert es nur ein paar Tage, bis die Einladung zum Elternabend folgt. Jedes Mal hole ich tief Luft, rolle laut hörbar mit den Augen und sage dennoch zu. Schließlich will man ja wissen, was den Kindern und den Eltern die nächste Monate alles widerfahren wird.</p>
<p>Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, ein Schulgebäude zu betreten, egal, wie lange der Schulabschluss her ist. Die unterbewussten Ängste stecken tief. Sehr tief. Im Klassenzimmer angekommen, sitzen die übereifrigen (und später auch nervige Fragen stellenden) Eltern schon in den kniearthroseförderlichen Stühlen eingezwängt an den Tischen. Zum Glück ist bei meinen Kindern die Grundschulzeit vorbei und das Gestühl sind nicht mehr so ganz niedrig. Dafür kleben regelmäßig Kaugummi oder Popel unterm Tisch. Aber das war vor Jahrzehnten auch schon so. An den Wänden hängen die Arbeiten unseres Nachwuchses. Naive Kunst ist auch schön, es sind ja unsere Kinder.</p>
<p>Die Klassenlehrerin, nennen wir sie Frau D., begrüßt die Eltern und es folgen Termine ohne Ende, als wären unserere Kinder Vorstände einer Weltfirma: Unterrichtsfreie Tage, Wandertage, Schulfeiern, Schließtage und so weiter. Irgendwann beginnt der spannende Teil, bei der die Lehrerin, versucht, anonym die Missetaten einiger Schüler dem geneigten Publikum nahe zu bringen. Allerdings kennen die Eltern inzwischen ihre Pappenheimer und Frau D. könnte die Namen auch gleich nennen. Aber die Erziehungsberechtigten der Raufbolde fehlen sowieso immer.</p>
<p>Highlight der Berichterstattung war für mich diesmal, dass ein Schüler einem anderen Jungen die volle Blumengießkanne über den Kopf ausschüttete, nur um ihm zu zeigen, wie doof er mit nassen Haaren aussieht. Das ist ein sehr seltsamer Humor, aber man muss auch nicht alles verstehen. Gleich darauf wurde ein Teil der Hausordnung vorgelesen, danach die Strafen, die daraus erwachsen können. Es fielen Begriffe wie Schulverweis, Nachsitzen und Schreiben mit Faktor 10. Also seine Verfehlungen zehnmal aufschreiben. Das erinnert mich an die Lausbubenfilme mit <em>Hansi Kraus</em> und <em>Harald Juhnke</em>. Apropos <em>Harald Juhnke</em>: Hätte ich nur vor dem Elternabend einen Schnaps getrunken.</p>
<p>Inzwischen ist eine knappe Stunde vergangen. Die Themen Klassenfahrt, Schulessen, Drogen, Liebschaften und das Mitleidheischen für die überforderten FSJler, die erst im Frühjahr ihr Abitur geschafft haben und gerade dem Schulmoloch entkommen sind, wurden noch nicht einmal angesprochen. Ich muss tief durchatmen.</p>
<p>Der Elternrat hatte sich schon Ende des letzten Schuljahres bereit erklärt, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Ich jubiliere innerlich, wieder etwas Zeit gespart.</p>
<p>Jetzt kommt das Schulessen dran. Jedesmal ist es dasselbe: Es wird gejammert, dass es nicht schmeckt, die Kinder würden es nicht essen wollen. Dabei ist es an dieser Schule Pflicht, sich wenigstens einen Kosteklecks geben zu lassen und diesen zu probieren. Hier sehe ich einen richtigen pädagogischen Ansatz. Aber Großküchenessen wird nun mal nicht in einem Sternerestaurant gekocht. Das müssten die Eltern inzwischen wissen. Ich werde ja auch jeden Tag in der Kantine daran erinnert.</p>
<p>So langsam werde ich müde. Das Thema Hausaufgaben wird aufgerufen. Die Stimme der Klassenleiterin ist zum leichten Rauschen geworden. Begierige Eltern stellen Fragen, die ich mir nicht mal erträumt hätte. Zum Glück ist das Thema Drogen an der Schule kein Problem, so dass an dieser Stelle nicht viel zu sagen ist. Das Thema Liebe ist bei pubertierenden Kinder schon präsent, Frau D. beruhigt die Eltern, was nicht ganz so einfach ist, wenn ich die eine oder andere Mutter leicht transpirierend am Tisch sitzen sehe.</p>
<p>Inzwischen ist die Zwei-Stunden-Grenze überschritten. Langsam könnte die Veranstaltung seinem Ende entgegen gehen. Ich melde mich zu Wort und sage, dass die Eltern gern noch untereinander die Schulwegsstreitereien diskutieren können. Aber bitte nach dem offiziellen Teil. Die Klassenleiterin blickt mich dankbar an. Das Ende ist nah. Alle Themen sind besprochen.</p>
<p>Frau D. bedankt sich bei den Anwesenden und wünscht uns einen schönen Heimweg. Zwei Stunden und fünfzehn Minuten dauerte das Schauspiel. Ich verlasse fluchtartig das Gebäude, bevor sich die apokalyptischen Reiter von den Stühlen erheben und sich in Einzelgesprächen auf die Klassenleiterin stürzen. Mit Mühe und Not erreiche ich mein Zuhause. Jetzt brauche ich einen Schnaps. Am besten einen Doppelten.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/dies-und-das/'>Dies und Das</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1928/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1928/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1928&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Zucchini Dilemma.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Aug 2017 17:36:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr, sobald die Sonne den Erdboden ausreichend gewärmt hat, wird man mit ihnen überschwemmt. Diese dunkelgrünen Zeppeline, die zu 93% aus Wasser bestehen und geschmacksneutral sind. Jeder Zweite fragt,&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/08/15/das-zucchini-dilemma/">Read more <span class="screen-reader-text">Das Zucchini Dilemma.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1904&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr, sobald die Sonne den Erdboden ausreichend gewärmt hat, wird man mit ihnen überschwemmt. Diese dunkelgrünen Zeppeline, die zu 93% aus Wasser bestehen und geschmacksneutral sind. Jeder Zweite fragt, ob man nicht ein paar dieser Kürbisgewächse haben möchte. &#8218;Nein!&#8216; schrillt mein Gehirn und plötzlich halte ich zwei Zucchini in den Händen, die fast so lang sind wie meine Unterarme. Mein gequältes Dankeschönlächeln nimmt die Freizeitgärtnerin mit einem süffisantem Grinsen entgegen.</p>
<p>&#8218;Dann gibt es heute Abend wieder Auflauf, obwohl erst gestern der Zucchinieintopf nach drei Tagen alle geworden war.&#8216; denke ich so bei mir. Immerhin sind die Früchte aus biologischem Anbau, handgewässert, mit Liebe bedacht und voller Vitamine. Noch ahne ich nicht, dass meine Frau vier von diesen Mörderteilen mit nach Hause bringt.</p>
<p>Am Wochenende wollen wir grillen. Auf dem Grill müssen meine Steaks den Platz mit Zucchinischeiben teilen. Der martialische Akt des Grillens von Fleisch, der uns Männer ein kleines bisschen urwüchiger erscheinen lässt, mutiert so zum Kaffeekränzchen. Zum Glück muss ich keinen Eierlikör trinken, aber wer weiß, wo das alles noch hinführt.</p>
<p>Unsere Küche gleicht inzwischen einem Gemüseladen, der sich auf Zucchini spezialisiert hat. Die Früchte stapeln sich an jedem freien Platz, kaum dass ich das Radio bedienen kann. In dieser Zeit träume ich nachts von Killerzucchini und anderen schlimmen Dingen, die ich an dieser Stelle nicht näher ausführen möchte, da die Handlungen massiv jugendgefährdend sind. Jedenfalls bin ich morgens meist ziemlich verstört und wenn ich die Küche betrete, zucken meine Mundwinkel nervös.</p>
<p>Die größte Datenbank im Internet listet 12.809 verschiedene Rezepte des Kürbisgewächses. Knapp die Hälfte davon muss ich jedes Jahr probieren und meistens auch selbst zubereiten. Weil es gesund ist und schmeckt, sagt die Frau. Dabei habe ich festgestellt, je höher der Fleischanteil im Zucchinigericht ist, desto leckerer wird es. Vielleicht kann ich die Zucchini irgendwann doch ganz durch Fleisch ersetzen. Träume darf ich schließlich noch haben.</p>
<p>Allerdings habe ich mich zu früh gefreut. In der Küche wird gerade Zucchini-Ananas-Marmelade gekocht. Dann soll ich auch gleich ein paar der grünen Dinger reiben, denn unsere Gäste sollen morgen einen Zucchini-Schoko-Kuchen kredenzt bekommen. Als dann noch verkündet wird, dass es in Zukunft Zucchini-Aufstrich fürs Frühstücksbrötchen gibt, macht mein Kreislauf schlapp. Eine Überdosis Zucchini zwingt meinen Körper in die Knie.</p>
<p>Als ich wieder zu mir komme, nehme ich gar liebliche Gerüche wahr, die meine Sinne erwachen lassen. Es gibt Spiegelei mit kross gebratenem Schinken. Ohne Zucchini, nur mit einem Hauch frischer Petersilie obenauf.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1904/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1904/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1904&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gefangen im Licht.</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 15:50:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es war einer dieser heißen Sommertage, bei denen man sich schon am Morgen den Feierabend sehnlichst herbeiwünscht. Aber man hat in der Regel weder eine Fee, noch eine Elfe zur&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/06/23/gefangen-im-licht/">Read more <span class="screen-reader-text">Gefangen im Licht.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1219&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser heißen Sommertage, bei denen man sich schon am Morgen den Feierabend sehnlichst herbeiwünscht. Aber man hat in der Regel weder eine Fee, noch eine Elfe zur Hand, die einem da weiter helfen kann. Irgendwann war dann doch der Feierabend da und die Arbeitskollegen wollten in den Biergarten, da musste man mich nicht lange überreden. Natürlich war aufgrund der überragenden Wetterlage kaum ein Platz frei, aber wir fanden noch einen Tisch, ließen uns nieder, aßen, tranken, lachten, lästerten. Was man eben so unter Männern tut. Die Zeit rannte, es wurde dunkel und endlich angenehm kühl. Da wir den nächsten Tag wieder unseren Arbeitgeber beglücken wollten, machten wir uns auf den Heimweg.</p>
<p>Mit dem Rad fuhr ich ein Stück den Elbradweg entlang, später bog ich ab und kam durch ein kleines Wäldchen. Dort war es nahezu stockdunkel. Nur das Licht meiner Fahrradlampe strahlte ein weißes Licht auf den Weg. Ein kurzes Knacken im Unterholz ließ meinen Blick nach rechts schweifen. Dort geisterten kleine weiße Punkte umher. Ich hielt an, um mir das Schauspiel von Nahem anzusehen. Ich stellte mein Rad an einen Baum und ging vorsichtig in den Wald. Am Anfang ahnte ich noch einen schmalen Pfad, der aber wenige Meter weiter von Farnen, Moosen und anderen Pflanzen verschluckt wurde und sich im Nichts verlor.</p>
<p>Die kleinen weißen Lichter tanzten etwas unrhythmisch durch das Unterholz. ‚Glühwürmchen. Es sind Leuchtkäfer, die auf Partnersuche sind.‘ kramte ich aus meinen Kopf. Die leuchtenden Weibchen locken die Männchen zur Begattung an und nur die am hellsten leuchtenden Weibchen bekommen einen Partner. Diese lassen sich aus etwa zwei Meter Höhe auf die Weibchen fallen. Soweit konnte ich mich noch an mein erweitertes Schulbuchwissen erinnern. Dann fiel mir ein, dass heute Johannisnacht ist, die Nacht, in der die Glühwürmchen am aktivsten sind. Mich wunderte nur, dass es so unglaublich viele leuchtende Käfer waren. Einen langen Augbenblick genoss ich den wundersamen, aber zugleich fesselnden Anblick.</p>
<p>Ich wollte gerade umkehren, da formierten sich die Glühwürmchen zu einem Kreis und tänzelten fast nicht mehr. Sogleich glomm ein zartes Licht aus der Mitte des Kreises auf, welches immer intensiver wurde und sich als wunderschöne blonde Frau in weißen Gewändern manifestierte. &#8218;Eine richtige Elfe.&#8216; staunte ich leise vor mich hin. Sie hatte genauso spitz zulaufende Ohren wie ich. Ob mein erhöhter Bierkonsum Schuld an diesen Bildern war, konnte ich nicht sagen, aber die Erscheinung reichte mir die Hand und ich nahm sie an. Die Hand war weich und irgendwie heiß. Ich spürte eine wahnsinnige Energie in mir, meine Sinne schwanden. Plötzlich wurde alles schwarz um mich herum.</p>
<p>Keine Ahnung was dann mit mir passiert ist. Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf dem Waldboden und über mir schwebten viele kleine Glühwürmchen. Alles an mir schien in Ordnung zu sein, ich fühlte keine äußeren Verletzungen. Ein wenig benommen stand ich auf und suchte den Weg zu meinem Fahrrad. Ein Blick zurück ins Unterholz zeigte mir scheinbar unschuldig tänzelnde Leuchtkäfer. Ich stieg auf mein Fahrrad und trat in die Pedalen. Meine Lenden schmerzten ein wenig. Seltsam.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/kurzgeschichten/'>Kurzgeschichten</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/naturbeobachtungen/'>Naturbeobachtungen</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1219/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1219&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>So nah und doch so fern. ﻿</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 19:15:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sonnenstrahlen fallen durch die kleinen Löcher des Faltrollos und kitzeln meine Nase. Ich muss niesen und bin sogleich wach. Ein kurzer Blick zum Wecker sagt mir, dass ich noch über&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/06/16/so-nah-und-doch-so-fern-%ef%bb%bf/">Read more <span class="screen-reader-text">So nah und doch so fern.&#160;﻿</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1872&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sonnenstrahlen fallen durch die kleinen Löcher des Faltrollos und kitzeln meine Nase. Ich muss niesen und bin sogleich wach. Ein kurzer Blick zum Wecker sagt mir, dass ich noch über eine Stunde schlafen könnte. Aber draußen gurren sich die Tauben heiser an und die Elstern streiten sich lautstark darum, wer die glänzendsten Löffel stibizt hat. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf und versuche, wieder einzuschlafen.</p>
<p>Plötzlich schrillt der Wecker. „Es war doch noch über eine Stunde Zeit.“ brummele ich vor mich hin. Schlaftrunken rolle ich aus dem Bett und öffne das Fenster. Kein Taubengegurre, kein Elstergezanke. Ich höre Möwengekreische und Meeresrauschen. Verwirrt von den Geräuschen, suche ich meine Brille, um visuell das Gehörte zu verifizieren. Tatsache, vor meinem Fenster liegt ein weißer Sandstrand und dahinter kräuseln sich sanfte Meereswellen. ‚Eine Sinnestäuschung.‘ denke ich so bei mir, während ich meine Hose suche. Ich verlasse die Wohnung, der Strand beginnt gleich vor der Haustür. Barfuß renne ich durch Sand direkt bis ans Wasser. Das Nass ist eisig kalt, dafür bin ich wach. Meine Füße tragen mich an der frühmorgendlichen Sandküste entlang. Der Wind säuselt mir sanft um den Kopf. Ab und zu fliegt eine Möwe an mir vorbei. Ich drehe mich um: Das Haus ist inzwischen nur ein kleiner Punkt. Mir geht es gut. Ach was sage ich, mir geht es super gut.</p>
<p>Plötzlich vermischt sich das Meeresrauschen mit einem mir bekannten Weckerklingeln, welches alsbald unerträglich laut wird. Mühsam erreicht meine Hand die Snoozetaste. Durch das gekippte Fenster höre ich das heisere Rucksen der Ringeltauben. Wenigstens sind die Elstern ruhig. Es ist 6.15 Uhr. Zeit zum Aufstehen und Fertigmachen für die Arbeit. Ich schlurfe noch etwas schlaftrunken ins Bad. Der Spiegel zeigt mir zersaustes Kopfhaar. Ein Blick nach unten offenbart mir feinen weißen Sand zwischen meinen Zehen.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/kurzgeschichten/'>Kurzgeschichten</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/naturbeobachtungen/'>Naturbeobachtungen</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1872/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1872/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1872&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mit Steve Naghavi im Kino &#8211; Ein Konzertbericht.</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Apr 2017 07:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hobbykosmonaut]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Freude war groß, als Steve Naghavi, der Mastermind von And One, Anfang Dezember letzten Jahres offiziell verkündete, seinen lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen und eine &#8222;Live and&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/04/13/mit-steve-naghavi-im-kino-ein-konzertbericht/">Read more <span class="screen-reader-text">Mit Steve Naghavi im Kino &#8211; Ein&#160;Konzertbericht.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1856&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1492060398728_8200" dir="ltr">Meine Freude war groß, als <em>Steve Naghavi</em>, der Mastermind von <em>And One</em>, Anfang Dezember letzten Jahres offiziell verkündete, seinen lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen und eine &#8222;Live and Relaxed&#8220; Tour durch die deutschen EBM-Hochburgen zu veranstalten. Die Wartezeit zog sich ziemlich in die Länge und gestern war es dann endlich soweit: Gemeinsam mit Keyboarder <em>Nico Wieditz</em> standen sie vor der Kinoleinwand in der Dresdner <em>Schauburg</em>. Wohnzimmergemütlichkeit aus längst vergangenen Tagen brachten das rotkarierte Sofa, der Röhrenfernseher, der Plattenspieler und die monumentale stoffbespannte Stehleuchte.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1492060398728_9849" dir="ltr">Pünktlich 20 Uhr betritt <em>Steve Naghavi</em> im schickem Zwirn die Bühne, setzt sich auf einen geflochtenen Barhocker und meint, dass er von seiner traurigen Kindheit, der Trennung von seiner ersten Freundin und anderen schlimmen Dingen erzählen wird und er nur ein fröhliches Lied zu Gehör bringt. Der langjährige Konzertbesucher weiß natürlich, dass der Sänger viel erzählt und dabei Wahrheit und Spinnerei mischt, wie andere ihr Frühstücksmüsli. Unser kleiner persischer Prinz darf extrovertiert und ein wenig arrogant sein. So kennen und lieben ihn die Fans.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1492060398728_10301" dir="ltr">Drei Stunden Konzert vergehen wie im Flug. Natürlich gibt es nach 90 Minuten eine 20-minütige Pause, wie es eben bei einem Film mit Überlänge immer der Fall ist. Außerdem ist <em>Steve Naghavi</em> nach eigenen Angaben auch nicht mehr der Jüngste. Das Publikum amüsiert sich prächtig, es wird viel gelacht und auf Wunsch des Meisters werden auch Zwischenrufe geduldet, wie bei den echten <em>And One</em> Konzerten eben. Es werden seltene Stücke gespielt wie die Urversion von &#8222;<em>Krieger</em>&#8220; oder &#8222;<em>Dein Duft</em>&#8222;. Deutschsprachige Songs überwiegen, was nicht schlecht ist, denn die harten Beats zeigen, dass hier keine Schlagerveranstaltung geboten wird. <em>Steve Naghavi</em> kennt keine Berührungsängste mit dem Publikum, er schreitet selbstbewusst durch die Reihen, flirtet mit sich selbst und den weiblichen Wesen. Bei einem 8-jährigen Mädchen blitzt er auf die Frage, ob sie ihn heiraten wolle, mit den Worten: &#8222;Das kannst du knicken!&#8220; gnadenlos ab. Er ist kurz sprachlos, kompensiert dies aber sogleich mit dem Vortragen eines pseudotraurigen Songs.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1492060398728_12056" dir="ltr">Der Abend hätte noch länger gehen können, aber wie Steve ab und an hämisch bemerkt: &#8222;Ihr müsst ja morgen wieder arbeiten gehen!&#8220;. Damit hat er recht, viel Abend ist am Ende auch nicht mehr übrig, denn kurz nach 23 Uhr wird die Stehlampe ausgeknipst und die Band entlässt uns in die regnerische Nacht.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/rezensionen/'>Rezensionen</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1856/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1856/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1856&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Meerliebe.</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2017 18:09:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es war ein warmer Spätsommer. Wir fuhren spontan für ein verlängertes Wochenende nach Hiddensee. Einfach mal ausspannen und die Natur genießen. Kaum angekommen, zieht es uns zum Strand. Mit nackten&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2017/02/14/meerliebe/">Read more <span class="screen-reader-text">Meerliebe.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1819&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein warmer Spätsommer. Wir fuhren spontan für ein verlängertes Wochenende nach Hiddensee. Einfach mal ausspannen und die Natur genießen. Kaum angekommen, zieht es uns zum Strand. Mit nackten Füßen laufen wir durch den Sand, der die Wärme der Sommersonne in sich trägt. Wir suchen Hühnergötter, sie findet natürlich mehr als ich.</p>
<p>Langsam naht der Abend und wir setzen uns in den Sand und beobachten die Sonne, die wie ein riesiger Feuerball langsam im Meer versinkt. Sie legt ihren Kopf auf meine Schulter, ich halte sie mit einem Arm umschlungen. Schweigend sehen wir auf das Meer. Im flachen Wasser tauchen zwei Enten nach Futter. Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh. Genau, wie das Kinderlied es beschreibt.</p>
<p>Gleichmäßig schwappen die Wellen ans Ufer, wie Zungen, die noch Süßigkeiten erhaschen wollen, sich aber dann wieder erfolglos und enttäuscht zurückziehen. Sie hinterlassen feuchten, glatten Sand, auf dem die Möwen sogleich kryptische Botschaften mit ihren Füßen schreiben. Am Horizont tuckert ein Fischereiboot entlang. Als sich einige Haufenwolken vor die Abendsonne schieben, entsteht ein aberwitziges Farbenspiel, so dass selbst das Meer in kitschiger Romantik ersäuft. Sie kuschelt sich noch dichter an mich heran. Es wird frisch, als die Sonne hinter dem Meer verschwindet.</p>
<p>Eine Weile bleiben wir noch sitzen, es war ein wunderbarer langer Augenblick großer Glückseligkeit, den wir miteinander genießen durften. Aber nun wartet die gebratene Scholle in dem kleinen Restaurant direkt hinter der Düne auf uns. Meeresluft und Liebe machen nämlich hungrig.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/naturbeobachtungen/'>Naturbeobachtungen</a>, <a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/reisetagebuch/'>Reisetagebuch</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1819/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1819&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Let it snow.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2016 12:35:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die kleine Pyramide mit dem Holzsammler, dem Jäger und der Pilzsammlerin dreht sich emsig im Kreis. Ein nimmermüdes Weihnachtskarussell möchte man meinen, doch wenn die Kerzen herunter gebrannt sind, bleiben&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2016/12/04/let-it-snow/">Read more <span class="screen-reader-text">Let it snow.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1806&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_104347" dir="ltr">
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1476421702160_19041" dir="ltr">Die kleine Pyramide mit dem Holzsammler, dem Jäger und der Pilzsammlerin dreht sich emsig im Kreis. Ein nimmermüdes Weihnachtskarussell möchte man meinen, doch wenn die Kerzen herunter gebrannt sind, bleiben die Figuren stehen und die heimelige Atmosphäre ist hinüber. Doch jetzt kreisen sie stumm Runde um Runde und es wundert mich, dass es den drei Leuten nicht schwindelig wird von der ganzen Dreherei. Aber sie schauen seit jeher freundlich stur geradeaus. Die Kerzen flackern ganz leicht.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1476421702160_19217" dir="ltr">Im Hintergrund singt Dean Martin etwas pathetisch <em>Let It Snow.</em> Es ist eines der wenigen Lieder, welches in mir weihnachtliche Stimmung auslöst. Dabei fällt mir ein, dass ich mir dieses Jahr mal wieder den sehr einfühlsamen Weihnachtsklassiker <em>Stirb langsam</em> anschauen sollte, denn in diesem Film ist der Song mehrfach an markanter Stelle zu hören. Bisher nahm ich an, dass <em>Frank Sinatra</em> das Lied als Erster zu Gehör brachte, aber dem ist nicht so, denn der Sänger, Trompeter und Orchesterleiter <em>Vaughn Monroe</em> nahm den Titel Ende Oktober 1945 zuerst auf. Der Song avancierte damals zur Weihnachtshitsingle. <em>Frank Sinatra</em> coverte den Song bereits 5 Wochen später, doch seine Version konnte die <em>Monroe&#8217;sche</em> Version nicht toppen. Wahrscheinlich ist deshalb im Film auch das Original zu hören. Aber sei es drum. Bei mir läuft die Fassung von <em>Dean Martin</em> im Player, vor allem deswegen, weil auf dem Silberling noch <em>White Christmas, Winter Wonderland,</em><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_111576"><em> Jingle Bells</em> und vor allem </span><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_111378"><em><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_111577">Rudolph, The Red-Nosed Reindeer</span></em> zu hören sind. Mit seiner beruhigenden Stimme bringt mich Mister <em>Martin</em> in eine seltsame Weihnachtsmelancholie und Vorfreude zugleich. Aber ich schweife ab.</span></p>
</div>
<div id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_112550" dir="ltr"><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_111378">Weihnachten hat Rituale. Deswegen sitze ich am Küchentisch und enthäute frisch gekochte Pellkartoffeln, die später in einen leckeren Kartoffelsalat münden werden, der zum Heiligabend etliche Familienmitglieder in ein Tage andauerndes Fresskoma schicken wird. Mich natürlich einbegriffen.<br />
</span></div>
<div id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_112799" dir="ltr">
<p><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_113746">Doch der Kartoffelsalat und die dazu gereichten Würstchen sind nur der Anfang einer langen Völlerei. Es naht der erste Feiertag bei den Schwiegereltern, die das ganze Jahr auf diesen einen Tag essensversorgungstechnisch hingearbeitet haben. Am zweiten Weihnachtsfeiertag, der zugleich Geburtstag meiner Mutter ist, wird so manches Fünf-Sterne-Restaurant vor Neid erblassen. Nächtens werde ich von gebratenen Gänsekeulen, Rindsrouladen und Wiener Würstchen träumen, die ein Weihnachtsballett aufführen und sich anschließend einen erbitterten Schwimmwettkampf </span><span id="yiv1458739771yui_3_16_0_ym19_1_1476335100195_113747">in der Rotweinsauce liefern. Diese kulinarische Alpträume werden mich bis ins neue Jahr begleiten, aber das werde ich hoffentlich überleben. Ich habe ja 51 Wochen Zeit, mich davon zu erholen.</span></p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1476421702160_27795" dir="ltr">Inzwischen schneide ich die Kartoffeln in Scheiben und vermenge sie mit den anderen Zutaten zu einem leckeren Salat. &#8222;Fröhliche Weihnachten!&#8220; ruft mir <em>John McClane</em> mit seinem schelmischen Lächeln zu. Im Hintergrund läuft dank der Repeat-Funktion des CD-Players erneut <em>Let it snow</em>. Draußen fangt es ganz sachte an zu schneien.</p>
</div><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1806/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1806/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1806&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ersatzteilkauf.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 14:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Hobbykosmonaut]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es begann vor einigen Monaten. Ich schob es auf die anstrengenden Arbeitstage am Computer. Leichte Kopfschmerzen suchten mich regelmäßig heim, wenn ich lange am PC saß. Immer öfter merkte ich,&#8230; <a class="read-more" href="https://brunoremix.wordpress.com/2016/11/07/ersatzteilkauf/">Read more <span class="screen-reader-text">Ersatzteilkauf.</span> &#8594;</a><img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1809&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1478521122920_3026" dir="ltr">Es begann vor einigen Monaten. Ich schob es auf die anstrengenden Arbeitstage am Computer. Leichte Kopfschmerzen suchten mich regelmäßig heim, wenn ich lange am PC saß. Immer öfter merkte ich, dass ich die kleine Schrift auf den Lebensmittelverpackungen nicht recht entziffern konnte. Egal, ich esse auch abgelaufene Nahrungsmittel und die mit Geschmacksverstärkern und viel Zucker.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1478521122920_8243" dir="ltr">Sogar das Zeitunglesen bereitete mir Schwierigkeiten, aber das war wiederum nicht so schlimm, weil so viele positive Dinge stehen da auch nicht mehr drin und wenn Dynamo gewann, war die Überschrift auch ohne Brille lesbar. Wurde das Licht schummrig, war es dann ganz vorbei mit dem Lesen. Zur Not half das Hochschieben der Fernbrille und das Ganz-nah-ans-Auge-Halten des Schriftstücks. Aber das wollte ich in der Öffentlichkeit nicht tun, immerhin bin ich erst gefühlte 26 Jahre alt (ausgeschlafen, nur am Wochenende).</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1478521122920_4852" dir="ltr">So quälte ich mich einige Wochen herum, bis ich den Entschluss fasste, doch zum Optiker zu gehen. Dieser bestätigte mir, dass ich alt bin. Natürlich sagte er es nicht so plump, er meinte ganz selbstverständlich: &#8222;Es ist Zeit für eine Gleitsichtbrille.&#8220; Meine innere Jugend bröckelte ins Nichts wie der Kreidefelsen auf Rügen nach einer stürmischen See. Mein bisheriges Leben zog im Zeitraffer an meinem trüben Auge vorbei. &#8222;Es ist nur eine Gleitsichtbrille.&#8220; hörte ich den Fachmann des Nasenfahrrades wie durch Watte reden, als er meinen leeren Blick sah.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1478521122920_8333" dir="ltr">Ich fügte mich meinem Schicksal und setzte mich auf den Stuhl, um das Ausmaß meiner Nahsehunfähigkeit messen zu lassen. &#8222;Es ist nicht sehr schlimm, aber eine Gleitsichtbrille wird ihnen wieder mehr Lebensqualität geben.&#8220; Der Optiker nahm wieder das böse Wort in den Mund. Aber er wollte mir helfen und natürlich ein wenig Geld an mir verdienen.</p>
<p id="yui_3_16_0_ym19_1_1478521122920_8775" dir="ltr">Eine reichliche Woche später konnte ich meine neue Sehhilfe abholen. Natürlich hatte ich mir ein schickes Gestell ausgesucht. Schließlich muss ich ja davon ablenken, dass es eine Gleitsichtbrille ist. Und es ist wirklich wahr: Die Gläser sehen aus, wie bei einer ganz normalen Brille. Allerdings ließ der Preis des Sehwerkzeuges meinen Kontostand schmelzen wie die Julisonne das Softeis. Ersatzteile sind eben teuer. Aber jetzt sehe ich wieder in der Ferne und in der Nähe scharf. Nun macht es mir auch nichts mehr aus, dass ich in Wirklichkeit 46 Jahre alt bin.</p><br />Einsortiert unter:<a href='https://brunoremix.wordpress.com/category/das-leben/'>Das Leben</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brunoremix.wordpress.com/1809/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brunoremix.wordpress.com/1809/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://pixel.wp.com/b.gif?host=brunoremix.wordpress.com&#038;blog=12433198&#038;post=1809&#038;subd=brunoremix&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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