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	<title>digitale fotoschule</title>
	
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	<description>vom Schnappschuss zur Ausstellung</description>
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		<title>Muriel Liebmann im Interview</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[© Muriel LiebmannHeute haben wir Muriel Liebmann im Interview, eine Fotografin die sich auf Fashion und People Fotografie spezialisiert, und uns heute von Ihrer Leidenschaft der Fotografie erzählt. Hallo Muriel, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die dich nicht kennen! Hey, mein Name ist Muriel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="352" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/05/muriel-liebmann-nic.jpeg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Muriel Liebmann im Interview" /><span ><p>© Muriel Liebmann</p></span></div><p>Heute haben wir Muriel Liebmann im Interview, eine Fotografin die sich auf Fashion und People Fotografie spezialisiert, und uns heute von Ihrer Leidenschaft der Fotografie erzählt.</p>
<p><strong>Hallo Muriel, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die dich nicht kennen!</strong></p>
<p>Hey, mein Name ist Muriel Liebmann. Ich lebe und arbeite seit bald 10 Jahren in Hamburg, komme gebürtig noch weiter aus dem Norden. Meine erste Kamera, eine Minolta Spiegelreflex, bekam ich im Alter von 10 Jahren von meinem Vater geschenkt. Seitdem fotografiere ich, und kann mir das Leben ohne es in Fotos festzuhalten, kaum mehr vorstellen. Gelernt habe ich anfangs in einem ganz anderen Bereich, als ich jetzt fotografiere, bei einem Interieurfotografen. Danach wollte ich raus in die Welt, frei assistieren und reisen so viel es geht. Für meine eigenen Projekte lasse ich mich von fremden Orten, besonderen Lichtstimmungen, alten Fotografien und den Menschen um mich herum inspirieren.<br />
<span id="more-2356"></span><br />
<strong>Irgendwie habe ich beim durchschauen Deines Portfolios nur zwei Männer gesehen die Du fotografiert hast, die noch dazu nicht bei der Auflistung Deines Portfolios zu sehen sind, sondern nur nach einem durchclicken der letzten Bildserie. Gibt es dafür einen speziellen Grund, oder einfach nicht genug männliche Modelle?<br />
Dein Portfolio ist komplett auf Fashion/People Fotografie ausgelegt. Ist das der einzige Bereich in dem Du fotografisch tätig bist? Oder können wir irgendwo noch andere Sachen von Dir bewundern?</strong></p>
<p>Ich fasse diese beiden Fragen mal in einer Antwort zusammen. Meine Website ist für mich eine Plattform, auf der ich nur die Fotografie präsentieren möchte, in der ich mich in der Zukunft sehe. Ich habe den Schwerpunkt absichtlich auf Fashion/People gelegt. Das Arbeiten macht mir einfach wahnsinnigen Spaß und ich wünsche mir, eines Tages nur damit mein Geld zu verdienen. Heutzutage ist es meiner Ansicht nach wichtig zu zeigen, wo die Stärken liegen und nicht zu vielschichtig aufzutreten. Ich habe auch schon Hochzeiten fotografiert oder Fotos für Bands/Projekte von Freunden gemacht etc. Aber was ich am Liebsten mache, das seht ihr auf meiner Homepage.<br />
Tja, und die Frage zu den Männern, die wurde mir schon öfter gestellt. Und ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Wenn sich in meinem Kopf eine Vision für ein zukünftiges Projekt entwickelt, sehe ich die Umsetzung immer mit weiblichen Models. Mein Stil und meine Ideen kann ich so besser zum Ausdruck bringen. Doch das heißt nicht, daß ich keine Männer fotografiere. Gerade habe ich ein neues Projekt online gestellt, daß noch weiter wächst, und dort sind einige dabei… Und ich bin natürlich offen für alles.</p>
<p><strong>Erzähl uns doch bitte etwas zu der Fotoserie mit den Projektionen. Wie ist es zu der gekommen?</strong></p>
<p>Die Projektionsgeschichte ist in Zusammenarbeit mit Marie Hein, einer Studentin/Freundin entstanden. Für ihre Abschlußarbeit musste sie ein Drehbuch schreiben, und wir haben dazu die fotografische Umsetzung gemacht. Das Konzept gab es also bereits, als ich dazu kam. Zusammen haben wir uns dann die Schlüsselszenen rausgesucht und ich habe tagelang nach geeigneten Bildern zum Projizieren gesucht. Sehr viel Glück hatten wir mit unserem Model, sie passte perfekt in die Geschichte. Erst war ich mir gar nicht sicher, ob ich die Fotos für mich nutzen würde, aber dann sind sie sehr schön geworden und eine meiner Lieblingsstrecken. Das Konkrete und gleichzeitig Abstrakte gefällt mir.</p>
<div class="caption aligncenter"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/muriel-liebmann-KARINA.jpeg" alt="" title="muriel-liebmann-KARINA" width="600" height="801" class="alignleft size-full wp-image-2364" />
<p>© Muriel Liebmann</p>
</div>
<p><strong>Was auffällt, ist dass man nicht viel über Dich im Netz findet, bis auf Dein Portfolio und das Du Assistentin von Paul Ripke und Armin Morbach warst. Wie ist es so als Assistentin für solche großen Namen zu arbeiten? Der Herr Ripky scheint ja immer für einen Spaß zu haben zu sein, ich kann mir vorstellen, dass sowas als Assistentin auch mal anstrengend sein kann.<br />
</strong><br />
Jeder Fotograf hat seine Eigenarten, egal ob großer Name oder nicht. Ich versuche von jedem Shoot etwas für mich mit zu nehmen, das ich erstrebenswert finde. Oft hat es gar nichts direkt mit Fotografie zu tun, sondern zum Beispiel mit der Art sich als Fotograf zu vermarkten, mit Menschen zu kommunizieren, oder einfach nur Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen. Man weiß nie, was einen erwartet, und es bleibt immer spannend und lehrreich. </p>
<p><strong>Wie planst Du Deine Zukunft als Fotografin? Du hast ja, wie in der letzten Frage schon erwähnt, für einige große gearbeitet, wie schiebt man da die eigene Karriere an?</strong></p>
<p>FotografierenFotografierenFotografieren… So viel es geht!  Im Allgemeinen plane ich nicht so weit in die Zukunft, ich lasse die Dinge auch gerne auf mich zu kommen. Ein paar Strecken in Magazinen zu veröffentlichen steht auf jeden Fall weit oben auf meiner Liste, aber ich mag auch kleine, interessante Projekte. Und dann sehe ich weiter. Ich bin gerade von einer langen, sehr ereignisreichen Reise zurückgekehrt und möchte diese neue Energie und Inspiration in meine Fotos stecken.</p>
<p><strong>Deine Bilder haben ein sehr analoges Feeling nach Mittelformatkamera und Film. Wie sieht Dein kreativer Workflow aus? Digital, oder Analog? Wie ist das Verhältnis von der Aufnahme zur digitalen Dunkelkammer? Was für Programme verwendest Du so?</strong></p>
<p>Ich fotografiere fast nur digital, mit Kleinbildkamera. Ab und zu kommt meine alte Polaroidkamera zum Einsatz, die liebe ich sehr. Manchmal nutze ich sie auch einfach nur zur Inspiration. Während des Shootings versuche ich sehr präzise zu arbeiten, vor allem was das Licht angeht. Ich bin kein großer Fan von zu viel Retusche und vor dem Computer sitzen. Je genauer ich arbeite, desto weniger muss ich nachher ausbessern. Aber ohne geht&#8217;s natürlich nicht. Ich setze Capture One und Photoshop bewusst ein, um meine Fotos anschließend zu optimieren. Gleichzeitig liebe ich es zu improvisieren und aus einer Situation heraus ganz neue Bilder zu schaffen. Es gibt immer unvorhersehbare Wendungen &#8211; nicht alles lässt sich planen &#8211; und das bereichert die Fotos.</p>
<div class="caption aligncenter"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/muriel-liebmann-natascha.jpeg" alt="" title="muriel-liebmann-natascha" width="600" height="801" class="alignleft size-full wp-image-2368" />
<p>© Muriel Liebmann</p>
</div>
<p><strong>Wenn Du einem Anfänger einen Tipp geben kannst, der seine Fotos sofort verbessern würde, welcher ist das?</strong></p>
<p>Ich kann nur jedem raten, schon während des Fotografierens alles so genau vorzubereiten und umzusetzen, wie möglich.<br />
Als ich mit Fotografie angefangen habe, wurde noch auf Film fotografiert.  Da war noch nichts mit : &#8220;Jaja, das machen wir nachher in Photoshop&#8221;… Und das habe ich beibehalten. Denn was einen Fotografen meiner Meinung nach auszeichnet, ist die Art zu fotografieren! Und ich finde es schade, dass die Lichtbildkunst bei vielen jungen Leuten verloren gegangen ist. </p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du die Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden?<br />
</strong><br />
Tja, das ist eine gute Frage. Und eine allgemein gültige Antwort habe ich nicht parat.<br />
Ich versuche mir treu zu bleiben und mein Ding durchzuziehen, weil ich glaube, dass man nur wirklich gut ist, wenn man sich nicht all zu sehr verbiegt. Das ist manchmal schwer, aber ich hoffe, es zahlt sich aus.<br />
Und natürlich kann man dieses Meer der Möglichkeiten für sich nutzen. Viele Fotografen sind ja schon über  Blogs, flickr, Onlineplattformen etc bekannt geworden.<br />
Die Fotografie befindet sich in einem steten Veränderungsprozeß. Mit den Digitalkameras kam das Bewegtbild in die Fotografie. Aber ich bin optimistisch, daß der Beruf des Fotografen erhalten bleibt und der Wert für Qualität und Professionalität wieder steigt. Wichtig ist es, mit Leib und Seele dabei zu sein.</p>
<p><strong><br />
Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong></p>
<p>Der Alchimist von Paulo  Coelho ändert bestimmt nicht das Leben, aber die Sicht auf manche Dinge.</p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong></p>
<p>Was ich mir für die Zukunft der Fotografie wünsche. Meine Antwort: Die Rückkehr zur Natürlichkeit. Weniger Retusche, mehr gesunde Models. Ich versuche möglichst keine Magermodels zu buchen und hoffe, daß sich der Blick der Gesellschaft wieder zu einem realistischen Maß entwickelt.</p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten.</strong></p>
<p>Sehr gerne und vielen Dank für euer Interesse!</p>
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		<title>Robert Maschke im Interview</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vaiolino © Robert MaschkeHeutiger Gesprächspartner ist Robert Maschke, seines Zeichens Fotograf mit dem Blick für Details und einem Schwarzgurt in Photoshop. Hallo Robert, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die dich nicht kennen! Geboren 1979 in Wien, wohnhaft in Köln/Berlin, Berufsfotograf aus Leidenschaft. Mit meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="351" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/05/vaiolino.jpg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Robert Maschke im Interview" /><span ><p>Vaiolino © Robert Maschke</p></span></div><p>Heutiger Gesprächspartner ist <a href="http://www.robertmaschke.de/" target="_blank">Robert Maschke</a>, seines Zeichens Fotograf mit dem Blick für Details und einem Schwarzgurt in Photoshop.</p>
<p><strong>Hallo Robert, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die dich nicht kennen!</strong><br />
Geboren 1979 in Wien, wohnhaft in Köln/Berlin, Berufsfotograf aus Leidenschaft. Mit meinen Bildern versuche ich, Emotionen zu bewegen und übliche Schallmauern zu durchbrechen. Fotografieren ist dabei wohl der Hebel, der mein Lebendigsein auf Go setzt. Ich tauche dabei in eine andere Welt, und erinnere mich. Zum Beispiel an die Musik im Treppenhaus und den Blick unter dem Kopftuch der Frau an der Bushaltestelle von heute morgen. An Bilder, die ich gesehen, Bücher, die ich gelesen, Menschen, die ich getroffen, Situationen, die ich beobachtet und Momente, die ich geliebt habe. All dies ist mein gespeichertes Kapital. Davon lebe ich in meinen Bildern. Oder kurz gefasst: ich fotografiere, weil ich lebe. Und ich lebe, weil ich fotografiere.</p>
<p><strong>Wann hat es bei Dir klick gemacht und Du wusstest: Fotografie ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten will? Welche Steine musstest Du auf Deinem Weg beiseite räumen?</strong><br />
Professionalisiert habe ich die Fotografie spätestens 2008, als erste Bilder von mir in Magazinen veröffentlicht wurden. Danach folgten schnell auch Auftragsarbeiten. Ich hab’ schon eine Menge gänzlich anderer Jobs in meinem Leben gemacht, konnte aber Arbeit und Leben nie so gut verbinden wie in der Fotografie. Man sagt, „manche Menschen leben für die Arbeit, manche arbeiten, um zu leben“, für mich ist beides einfach eine Sache geworden.</p>
<p><strong>Im Text zur Charity Versteigerung des Fotos von Lucy Diakovska steht: &#8220;Fotografie, die etwas bewegt, ist letzten Endes kein Resultat der Technik, sondern eine Gabe des Herzens.&#8221; Was ist für Dich die wichtigste Eigenschaft eines Fotografen, und warum?</strong><br />
Ich denke, die wichtigste Eigenschaft ist es, das Bild, das einem im Kopf vorschwebt, mit Hilfe von Kamera und Nachbearbeitung so weit wie möglich umzusetzen. Allerdings benötigt es auch die Grundvoraussetzung, hinter die Oberfläche in die Tiefe, also symbolisch umschrieben „mit dem Herzen sehen“ zu können. </p>
<div class="caption aligncenter"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/lucy.jpg" alt="" title="lucy" width="600" class="alignleft size-full wp-image-2342" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong><br />
Ist nach dem Erfolg der Versteigerung ein weiteres Projekt für den guten Zweck geplant? Vielleicht sogar eine Serie?</strong><br />
Das wird sicherlich nicht das letzte Projekt gewesen sein. Einige neue Ideen sind bereits geschaffen und aktuell in interner Planungsphase. Spätestens zur nächsten besinnlichen Zeit wird es wieder eine Aktion geben.</p>
<p><strong>Bilder Post Processing &#8211; Automatisieren, outsourcen oder doch lieber selbst machen?</strong><br />
Für mich ist das Post-Processing genau so wichtig wie das Fotografieren im Vorfeld, daher würde ich das in der Regel nicht auslagern. Bei Großprojekten ist das zeitlich jedoch nicht immer realisierbar. Dann erstelle ich eine erste Bearbeitung, und lasse die restlichen Bilder diesem Stil anpassen. Kommt allerdings eher selten vor. Automatisieren steht für mich absolut außer Frage, höchstens um den Rohdaten einen „ersten Schliff“ zu verpassen und dem Kunden eine Tendenz vom Look zu demonstrieren. Am Ende gewinnt jedoch immer die Feinarbeit, das wird keine Stapelverarbeitung jemals ersetzen bzw. vereinfachen können.</p>
<div class="caption aligncenter"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/jessica.jpg" alt="" title="jessica" width="532" height="800" class="alignleft size-full wp-image-2346" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong>Bei vielen Fotografen bleibt durch das fotografieren und am Rechner nachbearbeiten die Fitness auf der Strecke. Wenn man Dich auf Fotos sieht, erweckst Du nicht diesen Anschein. Verrate uns Dein &#8220;Geheimnis&#8221;!</strong><br />
Ich muss lachen <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Nun gut, mein Vorteil liegt sicherlich darin, dass ich über 10 Jahren Kraftsport gemacht habe und meine Statur dementsprechend gebaut ist. Jedoch komme ich seit 1-2 Jahren gar nicht mehr wirklich dazu, und das macht sich auch langsam bemerkbar <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe mittlerweile keine „geregelten Arbeitszeiten“ und auch keinen geregelten Tag/Nacht-Ablauf &#8230; da fällt es auch mir oftmals schwer, sich regelmäßig zum Sport aufzuraffen.</p>
<p><strong>Was hat es mit dem Veritas auf Deinem Arm auf sich? Nimmst Du nur die Wahrheit mit Deiner Kamera auf?</strong><br />
Veritas ist tatsächlich ein wichtiger Teil meiner Fotografie und auch meiner Lebensphilosophie. Abseits der oftmals angepassten Hülle unserer Gesellschaft will ich den wahren Kern sehen, in Bildern, in Menschen, in Situationen … Keine Reproduktionen immer gleich schöner Kopien. ‚Veritas’ in der Fotografie bedeutet für mich, Mut zur Wahrheit und Tiefe zu haben, die oftmals abseits des Mainstreams liegen. Ein gutes Bild hält das Leben in genau jenem Augenblick so<br />
gefühlsecht wie möglich fest, muss aber gleichzeitig auch wieder genau soviel Freiraum geben, dass es zum Kontakt mit dem wahren Leben auffordert. Die Kunst dabei ist es, diesen Kern der Lebendigkeit zu bewahren und nicht zu verfälschen.</p>
<p><strong>Welchen Tipp kannst Du einem Anfänger geben, der seine Fotos sofort verbessert? </strong><br />
Nicht so sehr auf das teure Equipment verlassen, mit wenig geht viel mehr, als man glauben mag &#8230; Kreativität fängt beim Umgang mit den vorhandenen Mitteln an. High-touch ist für mich viel entscheidender als Hightech. Sehr wichtig ist der Biss, eigenen Stil zu entwickeln und am Puls zu bleiben. Im Englischen hört man oft den Spruch “Think outside the box”. Ja, ich gehe sogar noch weiter und würde sagen: „Think like there is no box.“ Letzten Endes existieren in der Fotografie keine zehn Gebote. Höchstens eines: Glaube an dich und bleibe dir selbst treu. Und wie Robert Capa sagte: „Wenn ein Bild nicht gut ist, geh näher ran.“ Für mich gilt das oft schon beim Fotografieren selbst, nicht nur beim Betrachten von Bildern.</p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du die Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden?</strong><br />
Interessantes Thema, über das ich ein eigenes Interview geben könnte. Es wird immer einfacher, „irgendwie schöne Bilder“ zu machen, sei es durch Software oder Apps der Smartphones. Dadurch laufen die wirklich guten Bilder tatsächlich manchmal Gefahr, leichter unterzugehen. Meiner Meinung nach wird sich Qualität aber dennoch letzten Endes immer als langlebigeres Prinzip gegenüber Quantität durchsetzen. Konzentrierte Arbeit und ehrliches Bemühen sind noch immer die Parameter, die über den Erfolg einer jeden Arbeit entscheiden. Wenn du nicht in der breiten Masse untergehen willst, musst du Qualität und auch Individualität zu deinem täglichen Gebet machen. Unabhängig ob es eine Kommerz- oder Kunstform ist, mit der du dich auseinandersetzt. Wer das freie Leben und den Höhenflug eines Adlers leben will, muss sich aus der Rolle des angepassten Herdentiers herauswagen, um nicht als Eintagsfliege zu enden. Bedeutet: Mach’ das, was du dich vielleicht nicht traust, weil es nicht der Norm entsprechen könnte! In einer Schafherde sticht auch immer nur das schwarze Schaf wirklich raus <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Trau’ dich, anders zu sein, lass’ dich inspirieren, aber kopiere nicht.  Nacheifern ok, Nachmachen Nogo!</p>
<div class="caption aligncenter">
<img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/sergej.jpg" alt="" title="sergej" width="532" height="800" class="alignleft size-full wp-image-2347" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong>Hier die schnellen 5:<br />
1.Bauch oder Kopf?</strong><br />
Die Kunst ist es, beides in Einklang zu bringen. Gelingt mir nicht immer &#8230; und wenn nicht, dann ziehe ich den Bauch vor. (Passt halt auch mehr rein!) <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
<strong>2.Handwerker oder Künstler?</strong><br />
Ich kann beides, kommt auf den Job an. Aber im Herzen: Künstler.<br />
<strong>3. Schach oder Poker?</strong><br />
No Risk, No Fun &#8211; lieber Poker! Mit einer Prise Schach! <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
<strong>4. Festbrennweite oder Zoom?</strong><br />
Festbrennweite &#8211; für gute Bilder muss man sich bewegen! <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
<strong>5.Boxen oder MMA?</strong><br />
Boxen, hat einfach mehr Stil.<br />
<strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Keine Frage ohne die berühmte Gegenfrage <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ich vertausche gerne mal die Rollen, und frage Euch: Auf welche Art und Weise (Bilder, Projekte, Erweiterungen etc.) würdet Ihr gerne mehr von meiner Fotografie sehen? Ich mag den Dialog mit anderen Menschen, Anregungen nehme ich immer gerne über <a href="http://www.facebook.com/robertmaschkephotography" target="_blank">meine öffentliche Facebook-Seite</a> entgegen.<br />
<strong><br />
Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten.</strong><br />
Vielen Dank, hat mir Spaß gemacht!</p>
<p><strong>Findet Robert hier:</strong><br />
offizielle Webseite: <a href="http://www.robertmaschke.de/" target="_blank">robertmaschke.de</a><br />
facebook: <a href="http://www.facebook.com/robertmaschkephotography" target="_blank">Robert Masche Photography</a><br />
Twitter: <a href="https://twitter.com/#!/robertmaschke" target="_blank">@robertmaschke</a></p>
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		<title>Klaus Pichler im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 09:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klaus Pichler]]></category>
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		<description><![CDATA[© Klaus PichlerKlaus Pichler ist vieles, aber nicht langweilig und ohne Hobbies: Schimmelzüchter, Schrebergartenaufmischer mit geringem Kriminalitätspotential, Kanalisationsdurchforster, hinter die Kulissen-Schauer und Indienreisender, um nur einen kleinen Querschnitt zu nennen, denn da gibt es mehr. Bei all diesen Projekten ist er immer mit seiner Kamera bewaffnet (und das als ehemaliger Zivi) und wer sich so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="431" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/05/7853_03a.jpg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Klaus Pichler im Interview" /><span ><p>© Klaus Pichler</p></span></div><p><a href="http://www.kpic.at/" target="_blank">Klaus Pichler</a> ist vieles, aber nicht langweilig und ohne Hobbies: Schimmelzüchter, Schrebergartenaufmischer mit geringem Kriminalitätspotential, Kanalisationsdurchforster, hinter die Kulissen-Schauer und Indienreisender, um nur einen kleinen Querschnitt zu nennen, denn da gibt es mehr. Bei all diesen Projekten ist er immer mit seiner Kamera bewaffnet (und das als ehemaliger Zivi) und wer sich so über meine Interviewfragen freut, hat sowieso einen Stein bei mir im Brett. In diesem Sinne, genießt die Frage und Antwort Stunde mit dem sympathischen Fotografen aus Wien:</p>
<p><em>Klaus Pichler:</em> Solche Interviews bekomme ich nicht alle Tage, super! Und ich lege gleich los, ok? Und der Abschluss gleich auch noch oben. Passt dir das so?<br />
<strong><em>Sven Goder:</em> Na Sicher!</strong><br />
Es war mir ein Volksfest, deine Fragen zu beantworten! Danke!<br />
<span id="more-2304"></span><br />
<strong>Hi Klaus erzähl doch für alle die Dich noch nicht kennen, was nach den ganzen Features auf sovielen Blogs so gut wie unmöglich sein dürfte, in einem kurzen (Ab-)Satz etwas über Dich und Dein Leben mit der Fotografie.</strong><br />
Ok, ich versuche es: ich bin sozusagen ein Spätberufener, da ich nicht den klassischen fotografischen Ausbildungsweg gegangen bin, sondern ursprünglich Landschaftsplanung studiert habe. Irgendwann habe ich die Fotografie für mich entdeckt und ab da war dann relativ schnell klar, dass das meine Hauptbeschäftigung werden sollte, und nach dem Studienabschluss habe ich es riskiert. Und seit 2006 pendle ich zwischen Auftragsarbeiten und freien künstlerischen Projekten hin und her. Mir macht der Wechsel Spass, weil ich ständig umdenken muss und sich die beiden Arbeitsweisen gegenseitig positiv beeinflussen. In meinem Leben dreht sich (fast) alles um die Fotografie, wobei ich es auch immer wichtig finde, sich mit anderen Sachen zu beschäftigen, weil daraus (zumindest bei mir) Inspiration entsteht. Leute, die mit Kameras umgehen können, gibt es viele; Leute, die eigenständige Ideen entwickeln, schon viel weniger.</p>
<p><strong>Dein letztes Fotoset das durch die Blogs ging ist die Serie rund um unser Essen. Du inszenierst einzelne Lebensmittel, die verrottet sind in typischer Werbeästhetik. In einem Interview für <a href="http://fm4.orf.at/stories/1696906/ " target="_blank">fm4</a> hast Du dazu ja schon viel erzählt. Erzähl uns etwas über dieses Projekt was unbedingt (vielleicht auch noch mal, oder aber erst jetzt) gesagt werden muss!</strong><br />
Hm, das ist schwierig, weil mir gerade bei dieser Serie wichtig war, sehr viel an Hintergrundinfos bereitzustellen, damit man nicht auf der Oberfläche des Ganzen &#8211; den verschimmelten Nahrungsmitteln &#8211; hängen bleibt, sondern sich mit den Hintergründen, eben der globalen Nahrungsmittelverschwendung, beschäftigt. Deswegen auch das <a href="http://www.kpic.at/images/stories/projekte/onethirdpdfs/2.%20project%20statement%20deutsch.pdf" target="_blank">9-seitige Project Statement</a> und das Datenblatt zu jedem einzelnen Bild. Das sind ja alles Bilder, die ich aus einer bestimmten Absicht heraus, mit einem bestimmten Grundgedanken gemacht habe, und diese Absicht musste einfach erklärt werden. Bei der medialen Rezeption der Serie bisher freut mich besonders, dass in so gut wie jeder Erwähnung der Fotoserie die Nahrungsmittelverschwendung auch thematisiert wird &#8211; und das ist mir wirklich wichtig, denn die Tatsache, dass ein Drittel der Lebensmittel weltweit auf dem Müll landet, ist schockierend und es besteht dringender Handlungsbedarf.</p>
<div class="box boxstyle3">
<img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/24.-deep-frozen-cake_fin.jpg" alt="" title="One third  - a project on food waste" width="600"/></p>
<h6>FRUIT CAKE (DEEP FROZEN) © Klaus Pichler</h6>
<p>Place of production: Osnabrueck, Germany<br />
Production method: Factory production  *   Time of production: All- season<br />
Transporting distance: 1.003 km  *   Means of transportation: Refridgerated Truck<br />
Carbon footprint (transport) per kg: 1,09 kg  *   Water requirement (total) per kg: unknown<br />
Price: 10,40 € / kg</p></div>
<p><strong>Hat sich Dein Konsum verändert, wie z.B. dem Griff zu Bio oder mehr lokalen Produkten? Baust Du selbst an? Oder kaufst Du nur weniger?</strong><br />
Für mich war es schon immer wichtig, &#8216;bewusst&#8217; zu essen und mich zu interessieren, wo und wie meine Einkäufe produziert werden. Da ich seit langem fleischlos lebe, war und ist es mir auch wichtig, mich ausgewogen zu ernähren. Das war also schon seit langem Thema. Die die Arbeit und vor allem die Recherche rund um &#8216;One Third&#8217; hat sich das Interesse weiter vertieft und ich bin noch ein wenig genauer geworden, wenn ich einkaufe. Selbst anbauen schaffe ich als Städter leider aus Zeitgründen nicht, vielleicht geht es sich in den kommenden Jahren ja mal aus &#8211; das wäre für mich wirklich wünschenswert.</p>
<p><strong>Wir haben uns im letzten Jahr mal den Ernährungsdoku Flash gegeben und 5 Dokumentationen über unser Essen in kurzer Zeit geschaut. Danach stellt man sich die Frage: Warum essen wir eigentlich Dinge, bei denen klar ist: Wenn ich wüsste wie das produziert wird, dürfte ich es nicht essen. Du hast Dich jetzt soviel mit Essen beschäftig, warum glaubst Du das es den meisten so egal ist wo ihr Essen her kommt, und wo es hingeht?</strong><br />
Das frage ich mich auch oft, ich denke, es ist eine Mischung aus Bequemlichkeit, Verweigerungshaltung, Geiz und Gier, die uns allen Entscheidungen aufzwingt, die weder vernünftig noch nachhaltig sind. Anders kann ich es mir nicht erklären. Generell meine ich, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss, wie er sich ernährt und zu welchen Produkten er greift &#8211; ich will da niemanden zu etwas zwingen. Was ich mir wünschen würde, ist ein Bewusstsein, oder, noch einfacher, eine gewisse Wertschätzung der Nahrung gegenüber. Damit wären bestimmte Produkte oder Lebensweisen von vornherein nicht vereinbar und die Konsumgewohnheiten würden sich verbessern. Aber ich glaube, gerade derzeit ist das Grundgefühl, dass bei der Nahrungsmittelproduktion und den jeweils eigenen Ernährungsgewohnheiten etwas falsch läuft, so stark wie nie und viele Menschen haben für sich bereits beschlossen, etwas anders zu machen. Das merke ich auch in den Kommentaren, wenn die Serie irgendwo verlinkt wird: da ist ein schlechtes Gewissen spürbar, das in weiterer Folge dann hoffentlich zu Veränderungen führen wird. Als einzelner ist die Veränderung der Konsumgewohnheiten vor allem für einen selber gut, wenn aber genügend Leute etwas bei sich ändern, dann wird das aber sehr schnell ein Faktor, der die Produktionsweisen und dadurch das Angebot bestimmt. Unterm Strich sehe ich jedenfalls viele gute Ansätze und unterstützenswerte Initiativen, die derzeit auftauchen.</p>
<p><strong>Warum magst Du es Autodidakt zu sein und sagst es ist gut, dass Du keine fotografische Ausbildung genossen hast?</strong><br />
Ich denke, ich bin grundsätzlich eher ein Typ, der sich nichts zeigen lassen will, sondern sich lieber alles selber beibringt. Ausserdem hat mich die selbständige und damit weitgehend unbeeinflusste Beschäftigung zu einer ganz eigenen Herangehensweise an die Fotografie und damit auch zu einer speziellen Sicht auf die Dinge gebracht. Da kann ich jetzt wirklich aus dem Vollen schöpfen und mich darauf verlassen, dass ich immer wieder Ideen für neue Serien haben werde. Andererseits: ich weiss nicht, ob ich mich, wenn ich jetzt noch am Anfang wäre, wieder für den autodidaktischen Weg entscheiden würde, denn der war schon hart und um einiges länger, als wenn ich mich ausbilden hätte lassen. Vor allem, wenn man den Einfluss von wirklich gutem und engagiertem Lehrpersonal geniessen darf, dann kann eine Ausbildung schon Gold wert sein. Für mich selber ist es so, wie es gelaufen ist, sehr passend, aber ich glaube, das hängt generell eher mit Persönlichkeitsstruktur und grundsätzlichem Zugang zusammen, ob man mehr der Typ ist, der beigebracht bekommen will, oder eher der Individualist.</p>
<p><strong>Projektfotograf ist glaube ich keine schlechte Beschreibung für Deine Vorgehensweise (auch wenn Du immer wieder kommerzielle Arbeiten machst), und jedes dieser Projekte hat einen persönlichen Bezug. Spannend ist dabei, dass Du immer wiederkehrende Elemente hast, was zu folgenden Fragen führt:</p>
<p>1. Respekt. Egal ob Knasttattoo, verstaubtes Museum, oder vergammeltes Essen, wie schaffst Du es immer die nötige Distanz zu wahren, aber trotzdem die Nähe zu entwickeln?</strong><br />
Erstmal Danke, dass du das so schön zusammengefasst und ausformuliert hast! Das versuche ich schon seit langem, es will mir wegen der zu großen Nähe aber nie recht gelingen. Deshalb: Danke!<br />
Zu deiner Frage: das sind alles Dinge, die mich in irgendeiner Weise persönlich betreffen, ob sich mich jetzt einfach nur interessieren, betroffen machen, oder auch, ob ich selber den Drang habe, mehr darüber erfahren zu wollen. Was mich nicht interessiert, das fotografiere ich auch nicht (zumindest bei den freien Arbeiten), und umgekehrt: wenn ich mich mal für ein Thema entschieden habe, dann mag ich nicht &#8216;nur&#8217; Fotos dazu machen, sondern mich in der zeit intensiv mit dem Thema beschäftigen &#8211; alles lesen, was ich dazu in die Finger kriege, Kontakt mit passenden Fachleuten aufnehmen, etc. Für mich ist es nicht nur Ziel, am Schluss eine Serie von Bildern von irgend etwas zu haben, sondern auch, mich in der Zeit zu einem &#8216;Experten&#8217; zu bilden und wirklich viel über das Thema zu wissen. Insgesamt ists eine Mischung aus Erkenntnisinteresse und der Freude daran, Bilder zu machen.<br />
Die Distanz kommt dann ganz bewusst, weil ich es auch wichtig finde, ein Thema zu abstrahieren und so zu verallgemeinern, dass der erste Einstieg ins Thema möglichst vielen Leuten möglich ist. Von dort weg geht es dann in die Tiefe, weil die Arbeiten mit Metaebenen aufgeladen sind (z.B. die Verwendung von Elementen der Tischkultur als Verweis auf eine nahrungsmittelzentrierte Kulturindustrie bei &#8216;One Third&#8217;), die man entschlüsseln kann, aber nicht zwingend muss. Die pure Lust am Bild und die Lust am Inhalt sollte bei meinen Bildern im Idealzustand zu gleichen Anteilen spürbar sein.</p>
<p><strong>2. Soziologie. Das Kleinbürgertum scheint immer der Ursprung für Dein Schaffen zu sein: seine Ideale(Schreibergärten), die Angst vor dem Unbekannten (Tätowierungen), der Ausflug am Wochenende (Idyls), die Leichen im Keller (Museen), und zuletzt dass verschwendete Essen. Ist das eigentlich ein versteckter Zeigefinger, oder so eine Art verspätete Emanzipation und Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit?</strong><br />
Ich denke, am ehesten Letzteres, wobei ich zwar aus einer ländlichen Kleinbürgersiedlung stamme, meine Eltern der ganzen Mittelschichtsidylle aber immer skeptisch gegenübergestanden sind und mich zu einem kritischen Menschen erzogen haben. Da ich selber nie wirklich ein Teil davon war, war auch keine Emanziopation davon nötig. Aber es ist ganz sicher ein Abarbeiten an menschlichem Verhalten, an den individuellen Ausprägungen von Lebensalltag, der je nach Umständen und gesellschaftlicher Wertigkeit und Verankerung sehr unterschiedlich ist. Dabei kommt dann auch eine historische Dimension dazu, denn Lebenswelten und Werthaltungen verändern sich über die Zeit. Ich finde soziale Gruppen mit gleichen Grundhaltungen und Verhaltenskodizes einfach enorm spannend, es ist immer eine Mischung aus Anziehung und Abstoßung, die mich bei der Auseinandersetzung damit antreibt.</p>
<p><strong>3. Inszenierung. Ist Fotografie für Dich Meditation, oder Dialog?</strong><br />
Immer Dialog. Aber nicht nur Fotografie, jede künstlerische Äußerung ist immer Dialog, oder zumindest der Versuch, einen solchen anzustoßen. Zu einem Teil ist es natürlich auch Meditation, weil die Erschaffung eines künstlerischen Konzepts eine sehr selbstreflexive Sache ist, aber letztlich geht es um die Kommunikation einer Idee, eines Gefühls usw. Ich fasse es mal so zusammen: bis ich ein Projekt zu realisieren beginne, ist es Meditation, die Umsetzung und Präsentation passiert dann aber immer mit dem Vorgriff auf den dadurch erwünschten Dialog.</p>
<div class="caption aligncenter"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/skeletons_anika.-12.jpg" alt="" title="skeletons_anika.-12" width="700" height="560" class="size-full wp-image-2311" />
<p>Skeletons in the closet © Klaus Pichler</p>
</div>
<p><strong>Wie sieht Dein Workflow aus, privat Analog, geschäftlich Digital. Was passiert vor der Aufnahme, was bei der Aufnahme und was machst Du mit den Aufnahmen in der Nachbearbeitung?</strong><br />
Ganz genau kann ich das nicht trennen, es gibt sowohl Aufträge, die ich analog fotografiert habe, wie auch freie Arbeiten, die rein digital entstanden sind. Und letztlich wird ja ohnehin alles gescannt, also ist die Frage eigentlich obsolet. Vor der Aufnahme (wenn man es jetzt als Serie fasst) passiert die ganze Denkarbeit und Konzeptfindung, also der theoretische Teil, sodass die Aufnahme selber dann oft gar nicht mehr so spektakulär ist, weil ich eben genau weiss, wies dann aussehen soll. Fotografieren können heisst für mich ja immer, den Zufall auszuschalten (wobei es dann natürlich auch passiert, dass etwas Zufälliges passiert, was das Bild dann oft noch besser macht). Die Nachbearbeitung ist für mich dann so wie &#8216;Wohnungsputz&#8217;, d.h. ich greife in die Grundstruktur des Bildes nicht ein, sondern arbeite an Details, die die Bildaussage stören könnten. Im großen und ganzen bearbeite ich zwar sehr lange nach, es sind letztlich aber nur Kleinigkeiten, die dabei korrigiert werden.</p>
<p><strong>Wie wichtig sind dir Metaebenen in Deinen Fotos? Z.B. Die Aufnahmen der Schrebergärten sind, wenn ich das recht gesehen habe, ja zum Teil Nachtaufnahmen die wie Tage aussehen und durch die neue Farbigkeit ein surreales Gefühl vermitteln.</strong><br />
Metaebenen sind für mich enorm wichtig, je mehr, desto besser! Das ist ja eine tolle Sache, wenn man vor Bildern steht oder sitzt und plötzlich versteht man das Bild auf einer ganz anderen Ebene. Ich bewundere KünstlerInnen, die das Spiel mit Metaebenen perfektioniert haben, enorm. Wenn ich jetzt mal einen sehr populären Vergleich ziehen darf: wenn man sich z.B. die Filme von Tarantion ansieht, dann bleibt bei unbedarftem Ansehen eine gute Handlung. Wenn man sich aber, so wie er, mit B-Movies, Comics, Trashkultur und Undergroundzeugs beschäftigt, dann rattern die Assoziationsketten nur so. Wenn man das jetzt auf Fotografie umlegt, dann meine ich es so: auf den ersten Blick ists ein tolles Bild, und auf den zweiten Blick ist es eine eigene gedankliche Welt, die man betreten kann (aber natürlich nicht muss, wenn man nicht will oder kann). Die besten Bilder und Serien sind für mich diejenigen, die sich mit einem konkreten Thema beschäftigen, aber letztlich mehr Fragen auswerfen, als sie beantworten können.</p>
<p><strong>Du <a href="http://blog.kpic.at/" target="_blank">bloggst selbst seit 2009</a> mehr oder minder regelmäßig, welchen Stellenwert hat Dein Blog für Dich, welchen Dein Portfolio? Du trennst das ja irgendwie ganz klar und verlinkst das Blog auch nicht von Deinem Portfolio.</strong><br />
Ganz einfach gesagt: das Blog ist für Jobs oder freie Sachen, die ich zwar gut und wichtig finde, aber nicht so relevant, dass sie, so wie die Sachen auf der Website, mein ultimatives Portfolio sind. Auf die Website kommen nur Bilder, hinter denen ich zu 100% stehe, der Blog ist eher informell, ebenso meine Bilder auf Tumblr. Der Unterschied zwischen Tumblr und Blog ist einfach, dass auf Tumblr Einzelbilder stehen, während auf dem Blog zusammenhängende Strecken präsentiert werden. Alles zusammen macht mir Spass, wobei natürlich mein Hauptaugenmerk der Website gehört.</p>
<p><strong>Viele Fotografen haben in der ganzen Debatte rund um Verwertung von eigenen Bildern Ihre eigene Position und reagieren ganz unterschiedlich. Egal ob die Angst das jetzt jeder eine Kamera hat und Fotos macht, oder das jemand die Bilder im Internet stiehlt. Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie sieht Du die Zukunft für Fotografen?</strong><br />
Natürlich freut es mich, wenn über die Agentur Geld für die Verwertung meiner Bilder hereinkommt, aber das ist für mich bei den freien Arbeiten nicht der Antrieb, sie zu machen. Dass das Internet frei ist halte ich für eine sehr wichtige Errungenschaft, und die muss auch geschützt werden. Wenn jemand die Bilder digital weiterverbreitet, dann ist das immer auch Werbung für mich, denn in 99% der Fälle sind die Bilder mit einem Link versehen. Ich bin zwar kein glühender Befürworter der &#8216;Gratiskultur&#8217; im Netz, weil ich glaube, dass durch die ständige Verfügbarkeit von allem die Wertschätzung generell sinkt, aber in Summe ist es okay für mich.<br />
Die Zukunft für FotografInnen sehe ich, entgegen vielen anderen Meinungen, eher positiv, da Fotografie beliebter ist als je zuvor und deshalb auch die Gesellschaft immer bildlastiger wird. Und dadurch wissen viel mehr Menschen, was es braucht, um ein &#8216;wirklich gutes&#8217; Bild zu machen &#8211; weil sie es eben selber nicht schaffen, ob aus Ausrüstungsgründen oder mangelndem Talent. Deswegen werden auch diese Leute auf Profis zurückgreifen. Und durch die Bilderflut wird es zwar schwieriger werden, gehört und gesehen zu werden und aus der Masse herauszustechen, insgesamt wird das aber die Qualität heben. Ich sehe die Entwicklung also eher optimistisch und glaube, dass wir derzeit noch gar nicht abschätzen können, was da an unglaublich tollen technischen Neuerungen und Innovationen auf uns zukommen wird. Ich freue mich jedenfalls darauf!</p>
<p><strong>Wenn Du einem Anfänger einen Tipp geben kannst, der seine Fotos sofort verbessern würde, welcher ist das? Egal ob Technik, Bildbearbeitung oder Psychologie/Soziologie.</strong><br />
Das Gehirn einschalten, haha! So blöd das klingt, aber ich glaube, den meisten Leuten mangelts nicht an technischen Skills, sondern daran, dass sie sich zu wenig Gedanken machen, was sie mit ihren Bildern eigentlich aussagen möchten. Ein Bild machen, das kann jeder, ein Bild aber so zu machen, dass dadurch eine Idee oder Absicht transportiert wird, das ist schon schwieriger. Und da fängt es für mich erst an, spannend zu werden. Also: zuerst denken, dann fotografieren! Wirkt Wunder!</p>
<p><strong>In <a href="http://www.wearerebels.com/archives/8998" target="_blank">diesem Interview</a> sagst Du Land Art hat Dich inspiriert. Wen würdest Du lieber porträtieren: Andrew Goldsworthy oder Richard Long? Und wie?</strong><br />
Hui, schwierige Frage! Ich glaube, inhaltlich würde ich Richard Long bevorzugen, pragmatisch wahrscheinlich eher Andrew Goldsworthy, weil seine Kunstwerke kleinteiliger sind und deswegen besser fotografierbar. Inhaltlich, also auf konzeptueller Ebene, finde ich Richard Long spannender, weil aus seinen Kunstwerken die damalige Verweigerungshaltung gegen die Galerienkunst spürbar wird. Deswegen auch die Gigantomanie, damit die Kunstwerke eben niemals in physischer Form in die Galerie können, bestenfalls als Abbildungen. Bei Goldsworthy ist die abschliessende Fotografie schon sehr in den Kunstwerken immanent, d.h. die Inszenierung richtet sich oft nach fotografischen Gegebenheiten. Auch spannend, aber nicht so radikal wie Long.<br />
Wie ich beide fotografieren würde? Long wahrscheinlich in einer Weise, in der er in der Größe seiner Kunstwerke fast verschwindet, und Goldsworthy wahrscheinlich ganz lustig-böse wie ein Babybild von Anne Geddes&#8230;</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong><br />
Ich könnte jetzt alle möglichen schweren Kaliber von Büchern aufzählen, aber ich entscheide mich bewusst für Durchgeknalltes und Unterhaltsames: Alles von Eugen Egner. An der Art, wie Eugen Egner seine skurrilen, absurden und schrulligen Geschichten erzählt, kann man lernen, dass nichts real sein muss, dass alles fiktiv und nichts Tatsache ist, und dass der Wahnsinn kultivierbar ist. Daraus kann man dann die Inspiration ableiten, dass alles formbar und machbar ist. Und das ist meiner Meinung nach für künstlerisches Arbeiten sehr wichtig.</p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und das ist die Antwort.</p>
<p><strong>Eine Frage habe ich aber dann doch noch: Wie hast Du Dich dazu motiviert Dein Studium abzuschließen, wenn für Dich klar war, das die Fotografie für Dich der einzige Weg in die Zukunft ist?</strong><br />
Böse gesagt: die Kotze kurz vorm Gaumen halten und durchbeissen&#8230; Ich habe damals einfach gewusst, dass ich es spätestens fünf Jahre danach bereuen werde, wenn ich alles hinschmeisse, weil ich es überhaupt nicht mag, wenn es in meinem Leben eine unabgeschlossene Sache gibt. Deswegen habe ich geschaut, dass ich alles so schnell wie möglich fertig bekomme. Außerdem war es auch eine Art &#8216;geschützte Werkstätte&#8217; für mich, weil ich nebenher ohne Druck fotografieren und üben konnte und mir so auch Zeit blieb, alle weiteren Schritte genau durchzudenken und zu planen. Direkt nach dem Abschluss habe ich dann noch den Zivildienst gemacht, und das war dann so eine Art &#8216;Pufferzeit&#8217; zwischen Studium und Fotografie, in der ich mich dann innerlich genau auf das, was kommen sollte, einstellen konnte. Das klingt jetzt alles sehr durchdacht und geplant, damals war es aber doch recht chaotisch und von vielen Einfällen und noch mehr Ausfällen begleitet, bis ich endlich das Selbstverständnis entwickelt habe, dass ich wirklich Fotograf bin. </p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten. </strong></p>
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		<title>Pixeldreamer im Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 09:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[© Pixeldreamer - NYCIm heutigen Interview haben wir Pixeldreamer, der schon seit 2007 sein eigenes Fotoblog betreibt, in dem er immer offen und ehrlich seine vor und nach der Dunkelkammer Fotos präsentiert. Hi Klaus, vielen bist Du wahrscheinlich besser als Pixeldreamer bekannt. Erzähl uns doch bitte in einem kurzen (Ab-)Satz etwas über Dich und Dein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="352" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/05/20100801063353_nyc_c2.jpg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Pixeldreamer im Interview" /><span ><p>© Pixeldreamer - NYC</p></span></div><p>Im heutigen Interview haben wir <a href="http://www.pixeldreamer.de" target="_blank">Pixeldreamer</a>, der schon seit 2007 sein eigenes Fotoblog betreibt, in dem er immer offen und ehrlich seine vor und nach der Dunkelkammer Fotos präsentiert. </p>
<p><strong>Hi Klaus, vielen bist Du wahrscheinlich besser als Pixeldreamer bekannt. Erzähl uns doch bitte in einem kurzen (Ab-)Satz etwas über Dich und Dein Leben mit der Fotografie.</strong><br />
<span id="more-2288"></span><br />
Die Fotografie begleitet mich seit über 4 Jahrzehnten. Ich habe damals schon gleich mit einer Spiegelreflexkamera begonnen, eine Minolta SRT 101. Alles manuell einstellen, herrlich, ich erinnere mich gerne daran. Bis Mitte der 90 Jahre haben sich Tausende von Dias angesammelt. Ich kann es nicht erklären, irgendwann habe ich gar nicht mehr fotografiert. Die langweiligen Diaabende an denen man permanent mit dem Schlaf gekämpft hat haben diesen Prozess vielleicht beschleunigt.</p>
<p>Mit Begin des digitalen Zeitalters habe ich wieder angefangen zu fotografieren, anfänglich mit einer Canon IXUS. Ich fand es klasse das Ergebnis gleich am Monitor zu Hause betrachten zu können. Der ernsthafte Einstieg in die digitale Fotografie war einem andern Umstand geschuldet , dazu später mehr. Fotografie ist für mich ein reines Hobby, eine von  vielen Möglichkeiten der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen.</p>
<p><strong>Du betreibst Dein Blog seit 2007, also ca. dem Zeitpunkt zu dem Du Dir eine DSLR zugelegt hast. Hat Dir Dein Blog beim Meistern der Kamera geholfen? Oder wie sonst hat Bloggen Dein Leben beeinflusst?<br />
</strong><br />
Nein, der Blog war mir keine Hilfe mit der Kamera umzugehen. Die Basics der Fotografie und ihre physikalischen Gesetze waren mir schon lange zuvor bekannt. Die Motivation einen eigenen Photoblog zu betreiben hatte einen anderen Ursprung, versprochen, ich komme gleich darauf zu sprechen. Ich würde mich nicht als Blogger in eigentlichem Sinne sehen, dafür schreibe ich zu wenig. Die Zeit lässt das neben all den Verpflichtungen einfach nicht zu. Ich bemühe mich pro Woche ein Bild zu veröffentlichen, mehr ist oftmals einfach nicht drin.</p>
<p>Es gibt eine Handvoll Bloggs und Communities die ich in regel- bzw. unregelmäßigen Abständen besuche um meinen Horizont zu erweitern und Ideen für eigene Bilder zu sammeln. Zum Beispiel 500px.com, Stilpirat.de, foto-radar.de, krolop-gerst.com um nur einige zu nennen. Meist bin ich dort jedoch passiv, sprich ich lese nur.</p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc.jpg"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc-1024x681.jpg" alt="" title="20110314164759_nyc" width="528" height="351" class="alignleft size-large wp-image-2292" /></a></p>
<p><strong>Die ersten Posts Deines Blogs sind extreme HDR Bilder, Du bist über die Jahre dezenter geworden, aber Deine Bilder immer ausdrucksstärker. Wie hast Du Deine Fotografie und Postproduction &#8220;verbessert&#8221;? Workshops, Lesen oder einfach nur viele Bilder machen und ausprobieren?</strong></p>
<p>HDR, das ist das Zauberwort mit dem 2007 alles begann. Ich glaube ich bin damals durch Zufall auf Spiegel.de über eine Bildserie gestoßen. Ich saß mit offenem Mund da und habe mir gedacht, das will ich auch mal versuchen. Eine digitale Kompaktknipse ist damit überfordert, deshalb fiel die Entscheidung pro DSLR nicht schwer. Meine fotografischen Wurzeln haben die Entscheidung vereinfacht da Blende, Verschlusszeit oder ISO alles keine Fremdwörter waren. Sprich die Umstellung auf digitale Technik war überhaupt nicht zeitaufwändig.</p>
<p>Du hast das gut erkannt mit meinen ersten Postings. Anfangs war das wirklich sehr extrem, reflektierend würde ich sagen zu extrem. Manchmal war ich schon versucht die Bilder zu löschen, aber nur so kann man auch eine fotografische Entwicklung verfolgen. Wie so oft im Leben, alles Extreme verliert sich mit der Zeit und man erdet sich wieder, so war das auch bei mir, und das ist gut so. Es gibt auch heute noch Situationen wo durch HDR ein Bild gewinnen kann, aber nur wenn man die Technik dezent und sinnvoll einsetzt. Der Devise folgend, im Tonemapping Dialog alle Regler an den Anschlag, kann ich heute absolut nichts mehr abgewinnen. Ich greife heute lieber zur Bildmontage von unterschiedlich belichteten RAW&#8217;s mit Hilfe von Ebenenmasken in Photoshop.</p>
<p>Ich habe nie einen Workshop besucht oder ein Buch gelesen, zumindest nicht vollständig. Ein einziges Buch von Steve Caplin &#8211; Fotomontagen mit Photoshop &#8211; habe ich mir gekauft, aber nur teilweise gelesen. Ich halte es da eher mit Learning by doing. Anfangs habe ich im Netz Tutorials angeschaut, auch über das Forum von Calvin Hollywood, creative-nonstop.com, habe ich mich mit verschiedenen Techniken auseinandergesetzt. Irgendwann erreicht man jedoch ein Stufe wo man selbst ausprobiert weil man die Hintergründe und Zusammenhänge besser versteht.</p>
<p>Eine gute Beobachtungsgabe als auch die Fähigkeit ein Bild zu analysieren ist meines Erachtens eine der wichtigsten Voraussetzungen um sich fotografisch weiterzuentwickeln. Ich denke das kennt jeder, es gibt Bilder die einem besonders ansprechen oder die man länger als eine Sekunde betrachtet. Hier versuche ich herauszufinden was mich besonders angesprochen hat. Lichtsituation, Bildaufbau, Farbgebung, Bildaussage oder welche Stimmung es bei mir ausgelöst hat. Wenn man das herausfinden und formulieren kann ist der Schritt es auf die eigene Fotografie zu projizieren nicht mehr weit. Trotz digitalem Zeitalter versuche ich mir vor dem drücken des Auslösers Gedanken zu machen was ich auf den Sensor bannen möchte. Für mich ist das eine der Grundbedingungen denn ein wirklich gutes Bild entsteht häufig zuvor im Kopf. Gutes Equipment unterstützt, aber es macht nicht automatisch ein gutes Bild. Mein Standardspruch: Der wichtigste Teil des Fotoapparates sitzt zwischen beiden Ohren.       </p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach.jpg"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach.jpg" alt="" title="20100501162312_miami_beach" width="600" class="alignleft size-full wp-image-2296" /></a></p>
<p><strong>Wie sieht Dein kreativer Workflow aus? Wie ist das Verhältnis von der Aufnahme zur digitalen Dunkelkammer? Was für Programme/Plugins verwendest Du so?<br />
</strong><br />
Jedes Bild durchläuft Lightroom (LR). Ich nutze es seit der 1. Version. Hierüber verwalte ich meine Bilder. Da ich nur in RAW fotografiere läuft die RAW Entwicklung ebenfalls über LR. Ich mag das Spiel mit virtuellen Kopien und Presets in LR. Das ein oder andere Bild entwickle ich nur in LR, das meiste jedoch wandert in meine digitale Dunkelkammer Photoshop. Insbesondere aufwändigere Composings lassen sich nur hier rüber vernünftig realisieren. Das Verhältnis Aufnahme / Entwicklung ist von mehreren Faktoren abhängig. Nur LR, dann geht das meist innerhalb von 5 &#8211; 10 Minuten. Bei Composings liegt das Verhältnis eindeutig auf Seite von Photoshop. </p>
<p>Weitere Plugins nutze ich nicht. In HDR Zeiten habe ich Photomatix benutzt, doch das verstaubt auf meiner Festplatte, habe ich glaube ich vor drei Jahren das letzte Mal benutzt. Wenn man sich in Photoshop etwas besser auskennt benötigt man eigentlich keine Plugins. Die Möglichkeiten durch verschiedene Techniken sind sehr vielfältig.  Der einzige Vorteil den ich bei Plugins sehe, Anfänger kommen schneller ans Ziel. </p>
<p><strong>Wenn Du einem Anfänger einen Tipp geben kannst, der seine Fotos sofort verbessern würde, welcher ist das?<br />
</strong><br />
Fotografisch: lerne Bilder zu analysieren.<br />
Postprocessing: Befasse Dich mit Gradationskurven in LR und Photoshop, ein mächtiges Werkzeug. Eine kleine S-Kurve und schon kann man den Kontrast eines Bildes merklich aufbessern. Als zweites würde ich unter LR den Korrekturpinsel/Verlauf  und unter Photoshop Dogde/Burn (malen mit Schwarz oder Weiss auf einer neutralen Grauebene im Ebenenmodus Ineinanderkopiern oder weiches Licht) als Schlüsseltechnik für mich bezeichnen. Dadurch kann ich punktuell Kontraste anpassen. Ich glaube kein einziges meiner Bilder kommt ohne dieser Techniken aus.</p>
<p><strong>Dich packt öfters das Reise Fieber: Rom, Toskana, Amerika. Wo hast Du die schönsten Motive gefunden? Planst Du Deine Reisen für Fotomotive? Welche Ziele stehen noch auf Deiner Liste?<br />
</strong><br />
Schönste Motive, das kann ich so nicht beantworten. Alle Reisezeile hatten ihren Reiz da ich mich im Vorfeld damit auseinandergesetzt habe. Ich lasse mich gern von Fotos im Netz inspirieren, oder manchmal gehe ich auch in eine Buchhandlung und blättere Bildbände durch. Ziele, da stehen noch eine Menge auf meinem Wunschzettel, bin mir aber nicht sicher ob sich auch alles realisieren lässt. Architektur: Dubai, Stockholm (U-Bahn). Städte: Vancouver, Wien, San Francisco und immer wieder NYC. Landschaft: Dolomiten, Bretagne, Cornwall, Skandinavien, Island, Namibia und etwas weiter weg Patagonien und Neuseeland. </p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2.jpg"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2.jpg" alt="" title="20100314111644_malcesine2" width="600" class="alignleft size-medium wp-image-2293" /></a></p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden? Dein Blog hat zu dem Zeitpunkt des Interview 1291036 Besucher, mehr Menschen als die gesamten Einwohner von Köln haben Deine Fotos gesehen.<br />
</strong><br />
Ich glaube ich muss den Besucherzähler bei Gelegenheit mal entfernen. Der meiste Traffic wird durch unerwünschte Spider und Robots erzeugt die sich nicht an Einträge einer robots.txt halten und selbst IP-Sperren einer htaccess gezielt umgehen.</p>
<p>Zum Glück muss ich mich nicht zu tiefgehend mit dieser Frage beschäftigen, ich lebe nicht von meinen Bildern. In Zeiten in denen sich jeder der einen Auslöser durchdrücken kann als Fotograf bezeichnen darf (ist meines Wissens kein geschützter Begriff) ist das schwierig. Das ist die Kehrseite der digitalen Revolution. Tagtäglich wird das Netz durch Massen von digitalem Material geflutet, nicht immer sehenswert.</p>
<p>Ich bewundere Fotografen die sich durchgekämpft haben gleichzeitig aber auf dem Teppich geblieben sind. Von der Sorte gibt es zum Glück einige. Bis man in der Szene einen Namen hat benötigt man vieles auf einmal. Extrovertiertheit, Mut, Kompetenz, Ausdauer und sehr sehr sehr viel Glück. Ich möchte nicht wissen wie viel Zeit durch Selbstvermarktung und Aktivitäten in Social Networks drauf geht die man gern sinnvoller für die persönliche Weiterentwicklung einsetzten würde. Ich bin aber überzeugt, zum Schluss setzt sich Qualität auf hohem Niveau gegen die Masse durch. Man sollte einen eigenen Stil entwickeln und notfalls auch gegen den Strom schwimmen. Zudem immer offen sein für Neues und nicht zu sehr auf eine Richtung fokussiert sein. Überrasche deine Betrachter. Leicht dahergesagt ich weiß. Aber man kann noch so professionell etwas fotografieren, auf Seite 50 nach Bild 1245 langweilt es dann doch., wenn es immer wieder das gleiche ist.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.<br />
</strong><br />
Weder ein Roman oder Sachbuch, die Bibel. Ganz ernst gemeint. </p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?<br />
</strong><br />
Wie wir auf Deinen Blog aufmerksam geworden sind? Im Kreis der bisher interviewten Fotografen komme ich mir sichtlich deplaziert vor. Und die Antwort darauf müsst Ihr mir geben. <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>[Wie genau, dass ist zulange her. Ich glaube die Fotos die hier in dem Artikel gefeatured sind sprechen eine andere Sprache und das viele Leser von Dir lernen können <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ]</p>
<p>Trotzdem Danke, hat mir Spaß gemacht Eure Fragen zu beantworten.</p>
<p>Alles Gute für Euch .. und ab sofort hat der Pixeldreamer ein neues Lesezeichen in seinem Browser.</p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten.</strong></p>
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		<title>Henning Heide im Interview</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 09:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[© Henning Heide - ShashameHeute haben wir Henning Heide im Interview, der von Banrap repräsentiert wird. Der junge Fotograf aus Hamburg ist gerade aus Äthiopien zurück gekommen und hat uns für dieses Interview sogar ein bisher noch nicht veröffentliches Foto zur Verfügung gestellt. Das Aufmacher Foto zu diesem Artikel ist in Äthiopien in Shashamane entstanden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="306" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/05/shashamane_fin.jpg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Henning Heide im Interview" /><span ><p>© Henning Heide - Shashame</p></span></div><p>Heute haben wir <a href="http://www.henningheide.com/" target="_blank">Henning Heide</a> im Interview, der von <a href="http://www.banrap.com/" target="_blank">Banrap</a> repräsentiert wird. Der junge Fotograf aus Hamburg ist gerade aus Äthiopien zurück gekommen und hat uns für dieses Interview sogar ein bisher noch nicht veröffentliches Foto zur Verfügung gestellt. Das Aufmacher Foto zu diesem Artikel ist in Äthiopien in Shashamane entstanden, dem heiligen Land der Rastafaris. Lest mehr über Henning&#8217;s Gedanken rund um die Fotografie, Reisen und das Leben im folgenden Interview. </p>
<p><strong>Hallo Henning, dann fangen wir das Interview mal mit der allumfassenden Frage an:<br />
Wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die Dich nicht kennen!</strong></p>
<p>Hallo, mein Name ist Henning Heide, Fotograf aus Hamburg mit dem Schwerpunkt People, Portrait und Landschaft. Ich bin 32 Jahre alt und fotografier nun mein halbes Leben. Fotografie ist die wichtigste Konstante in meinem bisherigen Leben gewesen und auch das weitere ist ohne Bilder machen und anschauen nicht vorstellbar.</p>
<p><strong>Du bist ja gerade aus Äthiopien zurück, ist das Land eine Reise wert? Die meisten Europäer kennen das Land ja wahrscheinlich nur von Schreckensmeldungen aus den Nachrichten. Ich bin mir aber sicher, es gibt dort noch viel mehr, und vorallem auch Gutes.</strong><br />
<span id="more-2268"></span><br />
Es gibt für mich kein Land auf dem Planeten, das nicht eine Reise wert ist. Ich würde auch gerne mal nach Nord Korea, Grönland oder Afghanistan. Jedes Land bietet einem Fotografen neue Eindrücke und Motive und einem Menschen neue Erfahrungen. Ich bin hungrig nach anderen Ländern und werd mein Leben lang reisen. Äthiopien ist ein unfassbares Land mit vielen tiefen Eindrücken, toller Landschaft und wunderbaren Menschen. Dort gibt es nahezu keinerlei Tourismus, die sehr wenigen Weißen die man dort sieht, sind meistens von der UN oder Ärzte ohne Grenzen. Logischerweise nix Internet, Telefonnetz hatte ich auch nicht, Bankkarte ging nicht und kaum einer spricht englisch. Meine Einstellung, dass zum Reisen nur eine Bankkarte, Wechselunterhose, Kamera und Reisepass  benötigt wird, wurde ziemlich korrigiert, haha. Neben den fotografischen Erlebnissen zeigt so eine reise aber auch immer wieder wie banal egal die meisten unserer Probleme sind. Dort wird Trinkwasser, Strom und Bildung benötigt, alles ganz dringend und in genau der Reihenfolge. Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung war ja auch Auslöser der Reise, ich bin in Äthiopien für Viva con Agua und die Welthungerhilfe gewesen.</p>
<p><strong>Auf Deiner Webseite findet sich ja neben Deinem Blog mit coolen Webfundstücken und News zu Dir, auch ein beachtliches Portfolio. Egal ob aufnahmen von Menschen in Hamburger Trachten, über schwer arbeitende Asiaten, bis hin zu Portraits von Reinhold Messner. Das führt mich zu den nächsten beiden Fragen:</p>
<p>Wie schaffst Du es das Eis zu brechen und die Modelle über den den ganzen Globus verteilt für Dich einzunehmen? Reiner Charme, oder hast Du Dir dafür ein paar goldene Tricks angeeignet?</strong></p>
<p>Hmm, nöö. Ich versuch nur immer sehr gut vorbereitet zu sein mit meinen Assistenten, so dass der Vorgang des Knipsens dann möglichst wenig chaotisch wird. Und ich bin fest davon überzeugt, dass man bessere Bilder macht, wenn sich alle im Team wohl fühlen. Ist ja eigentlich auch nicht so schwierig: Ich mache als Beruf ja genau das, was ich am meisten liebe, da vermittelt man wahrscheinlich automatische eine gewisse Zufriedenheit. Die Grundregeln sollte man immer beachten und auch dann höflich und respektvoll sein, wenn es kein Prominenter ist, sondern ein südostasiatischer Feldarbeiter. Oder eben gerade dann. Mir gefällt es außerdem nett zu anderen zu sein, insofern ist es kein Kalkül oder socialisen, sondern passiert halt so.</p>
<div class="caption alignleft"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/Henning_Heide_capri.jpg" alt="" title="Henning_Heide_capri" width="600" class="alignleft size-medium wp-image-2275" /></p>
<p>© Henning Heide &#8211; Capri</p>
</div>
<p><strong><br />
Welches Land hat Dir den größten Kulturschock verpasst?</strong><br />
Deutschland, jeden Tag wieder, hahahaha. </p>
<p><strong>Wie ist das (Zeit-)Verhältnis: Auftragsarbeit vs. private Fotografie?</strong><br />
Kann ich nicht trennen. Für mich ist eher das Zeitverhältnis Fotografie vs. Schreibtischarbeit relevant, weil einfach &#8216;ne Menge Vor- und Nachbereitung, Postproduktion und Akquise anfällt. Ansonsten ist das ein fließender Übergang, diverse Projekte sind ohne direkten Auftraggeber und entstehen aus reinem Eigeninteresse und aus Liebe zur Fotografie, haben aber den positiven Nebeneffekt, dass sie als Werbung von mir genutzt werden und andere Aufträge an Land ziehen. Genauso mach ich manchmal auch Bilder, weil ich genau diesen Effekt erzielen will. Private Fotografie gibt’s bei mir kaum.</p>
<p><strong>Was war der Moment, bei dem es für Dich &#8220;Klick&#8221; gemacht hat, und Du wusstest: Fotografie ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdienen möchte!  </strong><br />
Ganz am Anfang schon. Ich hab mit 15 angefangen beim skaten mit ner Kompaktanalogknipse zu fotografieren, daraus mein erster Buch mit Collagen gebastelt, und dann irgendwann eine Nikon F90 von meinem Dad geliehen. Ab da hab ich alles fotografiert und irgendwann stand auch fest, dass ich das mal als Beruf machen möchte. Das war aber noch ein relativ weiter Weg mit &#8216;ner Menge Irrtümern&#8230;<br />
Der größte Irrtum war sicherlich zu denken, dass alles von alleine funktioniert oder ich auf die passenden Gelegenheiten warten müsse. Man wird nie 100%ige Bilder machen, wenn man nicht unzählige male 60% oder 80%ige Bilder gemacht . Das hat lange gedauert, bis ich endlich anfing nicht nur Ausreden zu suchen, sondern einfach mal zu machen. In meiner ganzen Assistenzzeit habe ich mit vielen sehr guten Leuten gearbeitet und davon habe ich mich zu lange bremsen lassen, weil ich plötzlich nicht mehr mit Tageslicht im Park um die Ecke einen Test fotografieren wollte, wenn man auch schon gelernt hat, wie man einen ICE ausleuchtet.<br />
Irgendwann kam dann Paul (Ripke) und hat mir in den Arsch getreten. Danke nochmal, hahaha.</p>
<p><strong>Die digitale Fotoschule richtet sich an Fotografen, die bessere Bilder machen wollen. Hast Du einen Tipp, außer &#8220;mehr fotografieren&#8221;?</strong><br />
Ja. Natürlich ist es super und enorm hilfreich sehr viel zu fotografieren, daran scheitert es ja leider bei vielen. Mindestens genauso wichtig ist es aber sich Menschen im Umfeld zu suchen, die Bilder bewerten können. Für mich ist es sehr wichtig einen Kreis von ungefähr acht Leuten zu haben, die mir schonungslos und ehrlich die Meinung zu meinen Bildern sagen. Das sollten im Idealfall natürlich Personen sein, die sich mit Fotografie, Kunst oder Werbung beschäftigen oder aus anderen Gründen ein gutes Auge haben. Und dann muss man selber die Fähigkeit entwickeln, sich daraus wichtige Lehren zu ziehen und sich zu verbessern.</p>
<p><strong>Viele Fotografen haben in der ganzen Debatte rund um Verwertung von eigenen Bildern Ihre eigene Position und reagieren ganz unterschiedlich. Egal ob die Angst das jetzt jeder eine Kamera hat und Fotos macht, oder das jemand die Bilder im Internet stiehlt. Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie sieht Du die Zukunft für Fotografen?</strong><br />
Eigentlich ganz entspannt. Solange die Bilder nicht kommerziell genutzt werden- und genau dann wäre es ja eh im Bereich des Anwalts- kann man das auch als Kompliment auffassen. Das Bild scheint ja jemandem zu gefallen, sonst wäre es nicht auf 114 tumblr-Blogs. Ich würde mir wünschen, dass erstmal der ideelle Wert von Fotografie wieder steigt und es immer überall Verlinkung und Fotografenhinweise gibt. Das ist unabdingbare Pflicht und dahin sollte es sich im Netz und in Magazinen wieder entwickeln. Während früher Bands oder Labels für Plattencover und Magazine Fotografen bezahlt haben, hat sich heute ein großer Teil davon ins Internet und auf blogs verlagert, dadurch hat die Qualität und die Bezahlung gelitten. Wie Musik wird auch Fotografie als kostenloses Gut angesehen und ebenso wie bei Musik denke ich das beständiges Quengeln darüber nicht hilft. Das Internet hat Fotografen enorme neue Möglichkeiten geschaffen, unsere Welt völlig verändert und jeden Tag nutze ich diese Vorteile für meinen Beruf.</p>
<p><strong>Was macht Deinen Workflow aus? Fotos planen? Oder aus dem Bauch? Post Production selbst machen oder outsourcen? Gibt es einen Weg den Du immer wieder von der Idee zum fertig Bild gehst?</strong><br />
Die meisten in Deutschland entstehenden Bilder sind sehr durchgeplant, selbst wenn es freie Projekte sind. Ich versuche Unsicherheitsfaktoren auszuschließen, zusätzliche Kosten zu minimieren, meinem Team ein gutes Gefühl zu geben und fotografisch so zu arbeiten, dass meine Bildbearbeiter später nicht unscharfe, verwackelte Fotos retten müssen. Bei Jobs bleibt mir ja eh nicht anderes übrig, ich muss ja mit Art Directoren und Redakteuren die Bilder abstimmen und schon vor dem Schaffensprozess gute Konzepte vorlegen. Ich mag das aber auch sehr gerne, in den meisten Fällen sind das ja auch Leute, die sich mit ihrem Job gut auskennen und so ist es für das Ergebnis absolut förderlich und hilft mir weiter. Im Ausland fotografiere ich logischerweise bei einigen Dingen ohne Kunden vor Ort deutlich situativer, aber da fließt dann immer &#8216;ne Menge von der geplanten Vergangenheit mit rein. Ich versuch immer fokussiert und konzentriert zu arbeiten, das erspart &#8216;ne Menge Ärger und Generve bzw ermöglicht gute Bilder.<br />
Meine Postproduction mach ich fast nie selber. Es gibt Leute, deren Beruf das ist, und genau das sieht man dann auch. Meine Bildbearbeiter von POP. haben außerdem neben der Fähigkeit, gute Bilder deutlich besser zu machen, auch ein gutes Auge (bzw. vier&#8230;) und somit immer gute Ideen zur Zusammenstellung von Serien, dem Look und der Verwendung. Wie oben erwähnt ist der Vorgang des Fotografierens zeitlich eher der geringste Teil und es fällt immer &#8216;ne Menge anderes Zeug an. Bei all dem hilft mir meine Repräsentanz Banrap aus Köln aber glücklicherweise, das freut mich sehr.</p>
<p><strong>Was ist Dein Plan/Traum für die nächsten 6-12 Monaten?</strong><br />
Schöne Bilder machen und damit Geld verdienen. Tolle Jobs für gute Kunden machen, interessante Menschen und tolle Landschaft fotografieren. Bei all dem möchte ich auch weiterhin nette Menschen kennenlernen, in der Welt rumkommen und glücklich sein mit dem Beruf den ich habe. Ich werd auch weiterhin eine Menge freie Projekte fotografieren, gerne mindestens eine weitere Ausstellung in diesem Jahr machen und Ende 2012 hoffentlich das Buch über eins der Fotoprojekte veröffentlichen.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong><br />
„Der Mönch der seinen Ferrari verkaufte“ von Robin Sharma. Großartig.</p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Frage: Lieblingsfußballverein? Antwort: FC St. Pauli</p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit allen zukünftigen Projekten.</strong></p>
<p>Easy! Viel Erfolg mit Eurem blog.</p>
<p>Wenn Ihr hier angekommen seid, und immer noch nicht die <a href="http://www.henningheide.com/" target="_blank">offizielle Seite von Henning Heide</a> besucht habt&#8230; macht das jetzt, und wenn Ihr schon dabei seid, schaut Euch auch <a href="http://www.banrap.com/" target="_blank">Banrap</a> an, die haben ein paar klasse Fotografen im Programm, dass sich ein Besuch immer lohnt.</p>
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		<title>Interview mit Serge Ramelli – dem französischen Photoshop Schwarzgurt</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 07:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[Scott Kelby]]></category>
		<category><![CDATA[Serge Ramelli]]></category>

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		<description><![CDATA[Self Portrait © Serge Ramelli[To read this interview in English follow this Link.] Serge Ramelli würde, wenn es für Photoshop Gürtel wie im Kampfsport gebe, mit Sicherheit den schwarzen tragen. In diesem Interview erzählt er wie er zur Fotografie gekommen ist, wem er seine Photoshop Skills zu verdanken hat, wie sich Fotografen für die Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="caption" style="width:528px;"><img width="528" height="419" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/themes/bigfeature/library/timthumb/timthumb.php?src=/wp-content/uploads/2012/04/serge_ramelli.jpg&amp;w=528&amp;zc=1&amp;zcp=1" alt="Interview mit Serge Ramelli - dem französischen Photoshop Schwarzgurt" /><span ><p>Self Portrait © Serge Ramelli</p></span></div><p>[To read this interview in English <a href="http://digitalefotoschule.de/2237/interview-mit-serge-ramelli-dem-franzosischen-photoshop-schwarzgurt/2/">follow this Link.</a>]</p>
<p><a href="http://photoserge.com/" target="_blank">Serge Ramelli</a> würde, wenn es für Photoshop Gürtel wie im Kampfsport gebe, mit Sicherheit den schwarzen tragen. In diesem Interview erzählt er wie er zur Fotografie gekommen ist, wem er seine Photoshop Skills zu verdanken hat, wie sich Fotografen für die Zukunft wappnen können und vieles mehr. Aber lest selbst:<br />
<span id="more-2237"></span><br />
<strong>Hallo Serge, für alle unsere Leser die Dich noch nicht kennen, erzähl uns ein bisschen über Dich.</strong><br />
Ich bin ein französischer Fotograf, der hauptsächlich Interior Design und Landschaften fotografiert und Fotografie unterrichtet. Außerdem habe ich mit ein paar Freunden eine Filmproduktion mit dem Namen <a href="http://alandrafilms.com/" target="_blank">Alandra Films</a> gegründet. Letztes Jahr haben wir 10 Kurzfilme gedreht und finanzieren aktuell zwei Spielfilme. Es ist ein langer Prozess, aber wenn alles gut geht, werden wir unseren ersten Film im August drehen. (Daumen gedrückt) <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <!--more--><br />
Für viele Jahre war ich ein Vertriebler und ziemlich gelangweilt, da ich eigentlich, seit ich ein Kind bin, etwas mit Kino und Fotografie machen wollte, aber leider nie die Chance hatte. Nicht zuletzt, weil ich keine Ahnung hatte, wie ich das mit dem Geld machen soll. Also habe ich als Vertriebler gearbeitet und mir Abends und am Wochenende Fotografie und Filmdrehen beigebracht. Eine Phase, die 5 Jahre von 2005 bis 2010 angehalten hat und in der die sehr große Fotosammlung Paris Cinema entstanden ist, <a href="http://sergeramelli.com/paris/" target="_blank">die Ihr Euch hier anschauen könnt</a>.<br />
2008 habe ich mich mit einem Freund zusammengetan, der TV-Drehbücher schreibt und 2 lange feature Filme fertig geschrieben hatte. Ich las das Script und liebte es, und weil ich viel Erfahrungen im Vertrieb hatte, entschieden wir uns dazu eine Produktionsfirma zu gründen und diese Filme zu produzieren. Leider ist es so, dass es ca. 2-3 Jahre dauert bis man Geld verdient, wenn man einen Film produziert, was ich mir mit 4 Kindern und einem großen Haus nicht leisten konnte. 2010 beauftragten mich viele meiner regulären Kunden (ich verkaufte Webseiten an Hotels in Paris) ihre Hotels zu fotografieren oder kauften meine Fotokunst, und da dies immer häufiger vorkam, kündigte ich meinen Job als Vertriebler und widmete mich der Fotografie in Vollzeit. Die ersten Monate waren hart, da ich viel Geld verdienen musste um meine Rechnungen bezahlen zu können, aber da ich immer bessere Fotografie machte, wurde ich auch immer öfter gebucht und verdiene heute doppelt soviel Geld wie ich damals als Vertriebler bekommen habe.<br />
Eine Lektion die ich gelernt habe ist, dass egal was man machen will, man muss seine Träumen verfolgen. Du kannst nicht 60 Jahre alt werden und dann auf dein Leben zurück schauen und sagen: &#8220;Ich hab es nicht gemacht.&#8221; Wenn Du morgen aufwachst und liebst was Du machst, bist Du besser darin und je besser wird auch das Geld, dass in deine Richtung wandert.<br />
Trotz allem war Geld nie meine Motivation, denn sonst hätte ich auch im Vertrieb bleiben können. Das machen was ich will, egal zu welchem Preis, war meine Motivation, und dass ich jetzt mehr Geld damit verdiene ist ein Bonus, war aber nicht mein Hauptziel.</p>
<div class="caption alignleft"><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/04/quartier-32-675x447.jpg"><img src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/04/quartier-32-675x447.jpg" alt="" title="quartier-32-675x447" width="675" height="447" class="size-full wp-image-2258" /></a>
<p>Coucher de soleil sur le pont des arts © Serge Ramelli</p>
</div>
<p><strong>Du hast, was ich als einen schwarzen Gürtel in Photoshop bezeichnen würde. Wie teilt sich deine Zeit zwischen Fotografieren und Postprocessing in Photoshop?</strong><br />
Ich habe Photoshop studiert und das Lustige ist, dass ich, wenn ich eine neue Photoshop Technik erlernte, dieser verfiel und sie viel zu oft benutzte. So habe ich in den ersten Jahren fast nur HDR Fotos von Paris gemacht, für einige Zeit &#8220;zu viel HDR&#8221;, und dann wurde ich besser. Jetzt benutze ich nur noch Lightroom um die ganze Dynamik des Fotos auszureizen, aber trotzdem eine natürliche Optik zu erhalten. Ich glaube jeder Trick den Du lernst wird erst benutzt, und später nur noch subtil eingesetzt.<br />
Da ich jetzt nur noch Lightroom benutze dauert es nur noch ein paar Minuten bis ein Foto retouchiert ist und die meiste Zeit verbringe ich mit dem warten auf das rechte Licht und fotografieren, was wohl ca. auf ein Zeitverhältnis von 90% Fotos aufnehmen und 10% Lightroom/Photoshop hinausläuft.<br />
<strong><br />
Du bist nicht nur ein Experte wenn es um Photoshop geht, Du unterrichtest es auch. Du hast außerdem einen speziellen Unterrichtsstil: &#8220;1. keine technischen Wörter mit anderen technischen Wörtern erklären, sondern in einfachen Englisch. 2. Keine Theorie, nur praktische und visuelle Beispiele.&#8221; Welchen Tipp hast Du als Lehrer um einem Anfänger dabei zu helfen sofort bessere Fotos zu machen oder sie in Photoshop aufzuwerten, außer eine Kamera zu nehmen und mehr Bilder zu machen.</strong></p>
<p>Ich habe alles von Scott Kelby, Matt Klowkowski und Calvin Hollywood (ein deutscher Typ!) gelernt, die einen sehr visuellen und einfachen Stil des Unterrichtens haben. Ich glaube dass Du, wenn Du Photoshop lernen willst, nicht die Menustrukturen, Filter und was sonst noch macht lernen musst. Man nimmt am besten ein Fotoprojekt und zeigt vom Anfang bis zum Ende welche Schritte nötig sind um ein Foto zu retouchieren. Auf diesem Weg lernt man schneller. Genauso wichtig ist es keine Fachtermini zu benutzen die während der Lektionen nicht verstanden werden und ich versuche immer Worte aus dem Alltag zu finden um technische Begriffe zu erklären.</p>
<p>Um mit dem Retouchieren anzufangen empfehle ich Lightroom, da es relativ günstig und einfach zu benutzen ist, besser noch mit einer guten Anleitung kann man in Minuten anfangen.</p>
<p>Lernen kannst Du mit meinen Materialien, oder denen von Scott Kelby, der Typ ist der beste Lehrer der Welt.</p>
<p><strong>Auf Deiner Webseite steht, dass Du ein Filmproduzent bist, aber es erscheint so als ob Du nicht mehr als einer arbeiten musst. In wie fern hat das Internet und die Chance digitale Fotografie zu unterrichten Dein Leben befreit?</strong></p>
<p>Es ist genau anders herum! Ich liebe es ein Fotograf zu sein, aber mein wahrer und größter Traum ist es ein Filmproduzent und Regisseur zu sein. Jetzt, wo es mit meiner Fotografie so gut läuft habe ich einiges an Zeit übrig um an Filmen zu arbeiten. Ich werde aber nie damit aufhören Fotos zu machen, aber die kommerzielle einstellen, sobald ich mein Geld als Filmproduzent verdienen kann.</p>
<p><strong>Was sagst Du Fotografen, die Angst haben ihre Jobs und ihr Geld durch billigere Kameras, immer mehr Fotografen und Milliarden aufgenommenen Fotos zu verlieren, und deren Bilder noch dazu im Internet gestohlen werden.</strong></p>
<p>Wie oben schon gesagt habe, aber ich kann noch hinzu fügen, dass selbst wenn du auf eine Hochzeit gehst dort 10x mehr Menschen eine DSLR haben und gute Fotos machen. Das eine, was viele Menschen nicht meistern ist gutes Retouchieren, und wenn du als Fotograf Erfolg haben möchtest, musst du ein Experte im Retouchieren werden. Das ist die Zukunft und braucht mehr Erfahrung und Fähigkeiten, die ein einfacher DSLR Besitzer normalerweise nicht meistert.</p>
<p><strong>Du bist ein lebhafter Nutzer von Social Media. Du bist sogar sehr aktiv auf google+. Warum sollte ich als Fotograf dahin, wenn ich schon auf facebook und twitter vertreten bin? Gibt es Vorteile für Fotografen?</strong></p>
<p>Ja es gibt viele Vorteile. Ich verdiene sehr viel mit meinen Webseiten, und meine Webseite ist über facebook und google+ bekannt. Ich wurde erst kürzlich sehr aktiv auf facebook, aber ich glaube es ist noch ein besserer Weg für einen Fotografen, da es soviele Fotografen gibt denen Tausende von Menschen auf google+ folgen. Aber du musst hilfreich sein und oft etwas schreiben. Es gibt ein klasse Buch zu dem Thema mit dem Namen <a href=". http://www.guykawasaki.com/what-the-plus/" target="_blank">What&#8217;s the Plus von Guy Kawazaki</a> das ich empfehlen kann und alles ist was du zum starten brauchst. [Anmerk. das Buch kostet nur 3$ und ist also ein echtes Schnäppchen für jeden, der google+ für sich nutzen will]<br />
<strong><br />
Du lebst im schönen Frankreich. Paris ist eine dieser Städte wo es Dutzende von Photo Locations gibt die umwerfend, aber überfüllt mit Touristen sind. Was sind ein paar der geheimen Ecken in Paris, oder vielleicht sogar ganz Frankreich, die jeder Fotograf gesehen haben muss, aber die nur wenige Touristen kennen.</strong></p>
<p>Es gibt 2 Tipps die ich geben würde: Alle Brücken in Paris sind wunderschön, und selbst wenn dort immer viele Touristen sind findet man leicht Blickwinkel aus denen man fast niemanden sieht. Dann gibt es die Gegend um Montmartre und hinter Montmartre gibt es viele Gegenden wo es fast keine Touristen, aber großartige Aufnahmemöglichkeiten gibt.</p>
<p>Ich habe auf 500px letzten noch einen Bericht über meine Lieblingsspots geschrieben, <a href="http://500px.com/RamelliSerge/stories/33147/my-best-spots-in-paris-to-shoot-photos" target="_blank">den Ihr hier finden könnt</a>.</p>
<p><strong>Erzähl uns etwas über Deine APP&#8217;s und wie Du dazu gekommen bist diese zu produzieren! Das ist etwas, was noch nicht viele Fotografen/Designer machen. Wie hat sich das für dich ausgezahlt?</strong></p>
<p>Ich verkaufe Photoshop Tutorials auf Französisch über eine webseite mit dem Namen tuto.com und hatte die Idee Englische Tutorials zu machen, da ich einige Zeit in LA gelebt habe als ich jung war. Ich habe eine webseite mit dem Namen <a href="www.buzztouch.com" target="_blank">buzztouch.com</a> gefunden und mit etwas Arbeit habe ich Wege gefunden Tutorial APP&#8217;s zu machen, die sich ganz gut verkaufen.</p>
<p><strong>Hast Du irgendwelche neuen Projekte in Planung die Du mit uns teilen möchtest? Oder irgendwelche Orte an denen man Deine Materialien anschauen kann?</strong></p>
<p>Nächste Woche werde ich mit Scott Kelby arbeiten der nach Paris kommt, was mich so aufregt, dass ich kaum noch schlafen kann, fast so wie ein Pop Fan der Michael Jackson trifft!</p>
<p>Ich freue mich auch darauf im August den Film zu drehen. Es wird ein Genremix aus Komödie/Science Fiction mit dem Namen &#8220;The house of time&#8221;.</p>
<p>Meine Lehrmaterialien zur Bildbearbeitung könnt ihr für verschiedene Platformen unter: www.photoserge.com/apps finden</p>
<p>In den nächsten paar Wochen sollte auch noch ein Lightroom 4 Ebook veröffentlich werden.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong></p>
<p>Ich weiss ich bin jetzt nicht sehr originell, aber Photoshop CS5 für Fotografen von Scott Kelby ist das beste Buch um anzufangen. Es hat zumindest mein Leben verändert. </p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Für welchen Presidenten ich am 6. Mai stimmen werde: Nicolas Sarkozy.</p>
<p>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit allen zukünftigen Projekten.</p>
<p>Tku for the interview.</p>
<p>Serge</p>
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		<title>Das Alter spielt keine Rolle für gute Fotos – Steven Taylor [Video]</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:48:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manche Menschen sind jung &#038; dumm, andere jung und erfolgreich. Steven Taylor gehört in die letzte Kategorie &#038; gehört zu den erfolgreichsten jungen Fotografen Amerikas. In diesem Video sieht man ihn mit NAS &#038; Common, zwei der ganz großen HipHoper der letzten Dekade. In seinem Portfolio finden sich die Musiker unserer Zeit, perfekt inszeniert. Seine. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen sind jung &#038; dumm, andere jung und erfolgreich. <a href="http://steventaylorphoto.com/" target="_blank">Steven Taylor</a> gehört in die letzte Kategorie &#038; gehört zu den erfolgreichsten jungen Fotografen Amerikas. In diesem Video sieht man ihn mit NAS &#038; Common, zwei der ganz großen HipHoper der letzten Dekade. In seinem Portfolio finden sich die Musiker unserer Zeit, perfekt inszeniert. Seine. tumblr Account findet ihr <a href="http://steventaylor.tumblr.com/" target="_blank">hier</a>. Anschauen &#038; nicht mehr darüber nachdenken ob Ihr zu jung, oder zu alt seid, Hauptsache Ihr versteht es Euer Talent zu vermarkten, der Rest ist egal.</p>
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		<title>Steve McCurry: Leica Lifetime Award [Video]</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 08:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>
		<category><![CDATA[Steve McCurry]]></category>
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		<description><![CDATA[Steve McCurry: A Retrospective Steve McCurry ist der Empfänger des Leica Hall of Fame award im Jahr 2011. Aus diesem Anlass hat Leica eine schöne Retrospektive in Videoform angefertig, bei der man nochmal seine besten Werke betrachten kann. Die meisten davon sind bekannt, jetzt kann auch der letzte einen Namen damit in Verbindung bringen. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Steve McCurry: A Retrospective</h2>
<p>Steve McCurry ist der Empfänger des Leica Hall of Fame award im Jahr 2011. Aus diesem Anlass hat Leica eine schöne Retrospektive in Videoform angefertig, bei der man nochmal seine besten Werke betrachten kann. Die meisten davon sind bekannt, jetzt kann auch der letzte einen Namen damit in Verbindung bringen.</p>
<h3>Wer ist Steve McCurry?</h3>
<p>Steve McCurry ist ein US-amerikanischer Fotojournalist, der internationale Bekanntheit durch seine Dokumentation der sowjetischen Intervention in Afghanistan erlangte. Für diese Reportage wurde er 1980 mit der Robert Capa Gold Medal ausgezeichnet. McCurry berichtete aus zahlreichen Krisenherden weltweit, unter anderem über den Iran-Irak-Krieg, den Zerfall des früheren Jugoslawiens, aus Beirut, Kambodscha, Tibet, dem Jemen, den Philippinen und dem Golfkrieg. Immer wieder kehrt er nach Afghanistan zurück. McCurrys bekanntestes Foto ist das des “Afghanischen Mädchens”. In dem Flüchtlingslager Nasir Bagh gelang ihm 1984 das Portrait eines jungen Mädchens mit intensiv grünen Augen. Die plakative Wirkung dieses Fotos ist so enorm, dass es im Juni 1985 auf den Titel des National Geographic kam und seitdem unzählige Male gedruckt wurde. Er wurde mehrmals zum Photographer of the Year gewählt und ist seit 2005 Ehrenmitglied der Royal Photographic Society of Great Britain. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_McCurry" target="_blank">*</a></p>
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		<title>Hammer 360° Luftpanoramen [Linktip]</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 11:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[FotoKater]]></category>
		<category><![CDATA[luftaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[non commercial]]></category>
		<category><![CDATA[panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieben russische Fotografen reisen um die Welt (Venezuela, New York, Island, etc. pp.), steigen in Hubschrauber und machen Fotos. Raus kommen dabei wahnsinnig schöne 360° Luftaufnahmen, in die man sich fallen lassen kann. Der ideale kleine Zwischenstop um in der Mittagspause runter zu kommen. Zu finden ist das ganze nach diesem Click auf airpano.ru.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben russische Fotografen reisen um die Welt (Venezuela, New York, Island, etc. pp.), steigen in Hubschrauber und machen Fotos. Raus kommen dabei wahnsinnig schöne 360° Luftaufnahmen, in die man sich fallen lassen kann. Der ideale kleine Zwischenstop um in der Mittagspause runter zu kommen. Zu finden ist das ganze nach <a href="http://www.airpano.com/" target="_blank">diesem Click auf airpano.ru</a>. </p>
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		<title>Neue 41MP Handykamera im Nokia 808 Pureview – Der Gamechanger für Fotografen?</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 18:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik News]]></category>
		<category><![CDATA[41MP]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
		<category><![CDATA[Pureview]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Handy Smartphone bei dem die Zielgruppe wohl klar sein sollte: Fotografen. Nokia hat heute ihr neues Smartphone mit besonderem Augenmerk auf Fotografie-Funktionen vorgestellt. Das Nokia 808 PureView soll die PureView-Technologie einführen, die in Zukunft in andere Nokia-Smartphones integriert werden soll. Nokia 808 Pureview Bestandsaufnahme 41 Megapixel? &#8216;ne Hasselblad in Kleinformat? Wohl eher nicht. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <s>Handy</s> Smartphone bei dem die Zielgruppe wohl klar sein sollte: Fotografen. Nokia hat heute ihr neues Smartphone mit besonderem Augenmerk auf Fotografie-Funktionen vorgestellt. Das Nokia 808 PureView soll die PureView-Technologie einführen, die in Zukunft in andere Nokia-Smartphones integriert werden soll.</p>
<h2>Nokia 808 Pureview Bestandsaufnahme</h2>
<p><strong>41 Megapixel?</strong> &#8216;ne Hasselblad in Kleinformat? Wohl eher nicht. Die maximal nutzbare Pixelanzahl sind 38 Megapixel im 4:3 Seitenverhältnis. Der 41 Megapixel Fotosensor mit 7728 x 5368 Pixeln, soll im Zusammenspiel mit einer Carl-Zeiss-Optik zwar für besonders gute Fotoergebnisse sorgen, aber eigentlich nur im Zoom. Effektiv soll die Auflösung irgendwo im iPhonebereich liegen und ca. 5-8 Megapixel haben. Das Besondere ist, dass der digitale Zoom hier durch die hohe Megapixel-Zahl besonders scharfe Bilder ermöglicht, da einfach in die Aufnahme hineingezoomt werden kann. Auch ist eine nachträgliche Bildbearbeitung möglich, angeblich Verlust der Bildqualität. </p>
<p>Die Carl-Zeiss-Optik ermögliche besonders gute Ergebnisse bei schwachem Licht. Die Fotos können dann auch in kleineren Dateigrößen gespeichert werden, um mit Freunden in sozialen Netzwerken, per E-Mail oder MMS geteilt zu werden, à la iPhone apps. Bei diesem Sensor ist es nur logisch, dass auch die Videoaufnahme in FullHD erfolgt, und eine Tonaufnahme in CD-Qualität möglich sein soll, die Nokia als &#8220;Rich Recording&#8221; bezeichnet. Die Videos können in FullHD 1080p aufgenommen und abgespielt werden, mit einem verlustfreien 4x Zoom. Jetzt das wichtigste: Der Preis soll bei ca. 450€ liegen und es soll im Mai auf den Markt kommen. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Das Nokia 808 Pureview ist natürlich keine Hasselblad in Miniaturausgabe, und über die wahre Qualität der Bilder kann auch nur spekuliert werden, allerdings ist das Konzept des Riesensensors mit nachträglicher Verkleinerung der Bilder definitiv interessant. So wird aus dem gehassen digitalen Zoom eine echte Alternative. Ob es interessant genug ist die verlorenen Marktanteile gegenüber Android und Apple aufzuholen, bleibt abzuwarten, eine nette Spielerei wird es auf jeden Fall. Die &#8220;unbearbeiteten&#8221; Bilder im <a href="http://conversations.nokia.com/2012/02/27/nokia-808-pureview-%E2%80%93-revolutionary-camera-technology-great-smartphone/" target="_blank">Nokia Blog</a> lassen auf einiges hoffen. Vielleicht sehen wir bald mehr Fotografen mit einem Zweithandy von Nokia, anstatt einer Immerdabeiknipse. Wenn die App Anbieter nachziehen, und ihre Software auch für dieses Produkt anbieten, wird das richtig Spannend für das iPhone 4S als Lieblingskind der stylischen Fotografen&#8230; es sind echt sehr viele wenns, warten wir einfach mal ab. <img src='http://digitalefotoschule.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/DigitaleFotoschule/~4/Lg1OpJQDXgA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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