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	<title>Digitaler Film</title>
	
	<link>http://www.gugelproductions.de/blog</link>
	<description>Film und Fernsehen im digitalen Rauschen.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 16 Aug 2010 20:48:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Video Killed the TV Star</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/video-killed-the-tv-star.html</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 20:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Gastbeitrag für das Blog des Interactive TV Awards der Telekom.
Am 1. August 1981 ging MTV mit Video Killed the Radio Star auf Sendung. Seitdem hat MTV eine Achterbahnfahrt hinter sich. Dem Aufstieg des Musikfernsehens bis 2000 folgte in den letzten Jahren der Fall. Am jetzigen MTV Programmschema kann man den Wandel leicht ablesen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://blog.interactive-tv-award.de/2010/08/16/video-killed-the-tv-star/">Mein Gastbeitrag für das Blog des Interactive TV Awards der Telekom</a>.</em></p>
<p>Am <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Video_Killed_the_Radio_Star">1. August 1981 ging MTV mit <em>Video Killed the Radio Star</em> auf Sendung</a>. Seitdem hat MTV eine Achterbahnfahrt hinter sich. Dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/MTV">Aufstieg des Musikfernsehens bis 2000</a> folgte in den letzten Jahren der Fall. Am jetzigen <a href="http://www.mtv.de/tv/programm">MTV Programmschema kann man den Wandel</a> leicht ablesen &#8211; Musikvideos muss man dort lange suchen. Den neusten Tiefpunkt markierte die Weigerung von <a href="http://mashable.com/2010/08/06/umg-mtv-vevo/">Vevo und Universal Music MTV.com Musikvideos zur Verfügung zu stellen</a>. Musikfernsehen hat <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2010/6/comScore_Releases_May_2010_U.S._Online_Video_Rankings">sich dank Vevo und YouTube vom Fernseher ins Netz verlagert</a> und dort ist MTV nicht mehr erste Wahl.</p>
<p>MTV steht damit exemplarisch für einen Trend den wir in den nächsten Jahren verstärkt beobachten werden: <strong>TV (Bündelung) wird an Bedeutung verlieren und Videos (Einzelinhalte) werden an Bedeutung gewinnen.</strong> Ich werde versuchen einige Gründe für diesen Trend darzustellen und Implikationen aufzuzeigen.</p>
<h3>TV verliert an Bedeutung</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/dump_your_tube1.jpg" alt="dump_your_tube" title="dump_your_tube" width="550" height="241" class="size-full wp-image-1449" /> </p>
<p>Betrachtet man den Fernsehgeräte Markt zeichnen sich zwei große Entwicklungen ab:</p>
<ul>
<li><strong>Der Gerätemarkt wird schnelllebiger.</strong> Normalerweise geht man davon aus, dass sich Konsumenten nur alle 7 Jahre einen neuen Fernseher kaufen. In den letzten Jahren hat sich diese Zeit deutlich reduziert. Der Markt hat gerade erst einen fundamentalen Wandel durchgemacht, so wurden vor fünf Jahren noch <a href="http://www.displaysearch.com/cps/rde/xchg/displaysearch/hs.xsl/pr_2175.asp">95% Röhrenfernseher verkauft</a>. Heute sind es gerade noch 5% und dafür <a href="http://www.displaysearch.com/cps/rde/xchg/displaysearch/hs.xsl/100223_lcdtv_tvs_to_exceed_180_million_units_in_2010.asp">95% Flachbildfernseher</a> (<a href="http://www.displaysearchblog.com/2010/05/crt-still-viable-in-emerging-regions/">gilt nicht ganz für Entwicklungsländer</a>).</li>
<li><strong>TV-Geräte mit eingebauter Internetverbindung.</strong> Internet Obwohl 3D gehyped wird sind Internet-TVs der wirkliche Gamechanger. Netflix ist jetzt schon auf <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/die-naechste-generation-des-paytvs.html">50 Millionen Geräten in den USA</a>. Allein dieses Jahr werden <a href="http://informitv.com/news/2010/07/29/internet-enabledtelevisionswill/">28 Millionen neue Fernseher mit Internetzugang</a> verkauft (<a href="http://www.infosat.de/Meldungen/?msgID=57949">Deutschland 2 Mio</a>).
</li>
</ul>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/dump_to_smartphone.jpg" alt="dump_to_smartphone" title="dump_to_smartphone" width="550" height="412" class="alignleft size-full wp-image-1443" /></p>
<p>Kombiniert man diese beiden Trends kann man die Parallele zum Handymarkt ziehen. Auch dort wurde durch neue Geräte plötzlich das Internet attraktiv, was großen Einfluss auf die Handynutzung insgesamt hatte. Plötzlich ist das Telefonieren nicht mehr das wichtigste Feature sondern nur noch eines von vielen. Gleichzeitig ist z.B. die Videonutzung auf dem Handy rapide angestiegen. Ähnliches steht dem Fernsehen bevor:
<ol>
<li>Fernsehhersteller werden versuchen sich zunehmend über Content in Form von Applikationen, Bewegtbildinhalten und Spielen zu differenzieren.</li>
<li>Das Internet auf dem Fernseher wird dem Fernsehkonsum weh tun. Die Nutzer werden weniger fernsehen und dafür mehr alternative Applikationen und Inhalte nutzen.</li>
</ol>
<p>Neben der neuen Konkurrenz durch das Internet auf demselben Screen sieht sich das <strong>Fernsehen einem massiven <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Unbundling">Unbundling</a> durch das Internet ausgesetzt</strong>. TV ist ein Bündel aus Programmen, das die Auswahl und die zeitlichen Abfolge der Programme dem Konsumenten vorgibt. Diese Logik durchbrechen immer mehr User indem sie sich gezielt einzelne TV-Inhalte über das Internet ansehen. <a href="http://www.emarketer.com/blog/index.php/stats-33-adults-online-watch-fulllength-tv-shows/">33% der Amerikaner (59 Mio. Menschen!) schauen schon TV Serien im Netz</a> insgesamt verschiebt sich die <a href="http://www.emarketer.com/Article.aspx?R=1007745">Videonutzung von User Generated Content hin zu TV-Inhalten</a>.</p>
<p>Ein Trend den <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/08/06/videoportal-von-rtl-und-prosiebensat1-serien-nur-sieben-tage-laenger-nicht-mal-gegen-geld/">RTL und ProSieben mit ihrem angekündigten Joint Venture</a> (<a href="http://netzwertig.com/2010/07/13/videos-im-web-das-lange-warten-auf-ein-europaeisches-hulu/">ein europäisches Hulu?</a>) aufgreifen und forcieren werden. Anbieter wie <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> und <a href="http://www.hulu.com/">Hulu</a> aber auch kommende Startups werden ebenfalls diese Over the Top Chance nutzen und zu neuen <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/die-naechste-generation-des-paytvs.html">Multichannel Video Programming Distributors</a> mit globaler Reichweite und tiefen Taschen werden ohne dafür einen Anschluss oder einen TV-Kanal zu benötigen.
</p>
<h3>Video gewinnt an Bedeutung</h3>
<p>Während das Fernsehen als Institution an Bedeutung verlieren wird werden die Fernsehinhalte in Form von Videos deutlich an Bedeutung gewinnen. Die Nachfrage nach diesen Inhalten steigt stetig &#8211; allein im letzten Jahr hat sich die online Sehdauer verdoppelt.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/online_sehdauer.jpg" alt="online_sehdauer" title="online_sehdauer" width="550" height="412" class="alignleft size-full wp-image-1446" /></p>
<p>Zur Nachfrage der Konsumenten kommt die Nachfrage von Plattformbetreibern und Consumer Electronics Herstellern. Beide benötigen (gute) Inhalte um sich zu differenzieren. Je mehr und einfacher Videos on demand auf den jeweiligen Geräten und Plattformen konsumiert werden können umso attraktiver werden sie für den Konsumenten. Wie weit diese Entwicklung gehen kann zeigt Seagate, die in Zukunft Festplatten nicht mehr <a href="http://www.seagate.com/ww/v/index.jsp?locale=en-US&#038;name=freeagent-seagate-paramount-pictures-films-pr&#038;vgnextoid=59883c36c63e7210VgnVCM1000001a48090aRCRD">leer sondern gefüllt mit Filmen ausliefern werden</a>.</p>
<h3>Chancen</h3>
<p>Aus dem Bedeutungsverlust des Fernsehens und der wachsenden Bedeutung von Videos ergebnen sich meiner Ansicht nach drei Chancen.<br /><strong>Erstens</strong> können Dienste und Services den Fernseher als weitere Plattform mit eigenen Applikationen besetzen. Casual Games, Informationsdienste und TV-Widgets sind nur drei mögliche Typen von Applikationen, die dem Fernsehen den großen Screen im Wohnzimmer streitig machen könnten. <br /><strong>Zweitens</strong> profitieren Online Video Plattformen, wie <a href="http://www.brightcove.com/en/">Brightcove</a>, <a href="http://www.ooyala.com/">Ooyala</a> und <a href="http://theplatform.com/">thePlatform</a> von dieser Entwicklung, denn das Verfügbarmachen von Videos on demand auf verschiedenen Plattformen, Diensten und Geräten will gemanaged werden.<br /><strong>Drittens</strong> profitieren Content Produzenten von der gesteigerten Nachfrage für ihre Inhalte. Auch wenn das Fernsehen perspektivisch an Bedeutung verliert werden sie in Summe besser dastehen als zuvor. Die Herausforderung ist durch geschickte Verhandlungen auf allen Plattformen und Geräten präsent zu sein und davon monetär zu profitieren.</p>
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		<title>Die nächste Generation des PayTVs</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/die-naechste-generation-des-paytvs.html</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 20:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Während die Verlage sich mit mäßigem Erfolg darum bemühen ihre Kunden zum Bezahlen zu animieren gibt es zunehmend Angebote, die mit Erfolg den Zugang zu Film- und TV-Inhalten gegen eine monatliche Gebühr anbieten. Wir erleben gerade die Geburtsstunde des PayTVs im Internet und anders als für Nachrichten sind die Nutzer bereit für Bewegtbildinhalte in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Verlage sich mit <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/jul/20/times-paywall-readership">mäßigem Erfolg darum bemühen ihre Kunden zum Bezahlen</a> zu animieren gibt es zunehmend Angebote, die mit Erfolg den Zugang zu Film- und TV-Inhalten gegen eine monatliche Gebühr anbieten. Wir erleben gerade die Geburtsstunde des PayTVs im Internet und anders als für Nachrichten sind die Nutzer bereit für Bewegtbildinhalte in die Tasche zu greifen &#8211; wenn das Angebot stimmt.</p>
<p>Vor kurzem hat <a href="http://www.hulu.com/">Hulu</a> seinen lang erwarteten Bezahlservice <a href="http://blog.hulu.com/2010/06/29/introducing-hulu-plus-more-wherever-more-whenever-than-ever/">Hulu Plus gelauncht</a>. Interessanterweise ist Hulu Plus <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-07-02/Hulu-Plus-Should-Drop-the-In-Stream-Ads-Immediately/&#038;id=2625">keine werbefreie Version von Hulu</a> sondern bietet einerseits Zugriff auf Katalogware (ganze Seasons alter TV Serien) und andererseits die Möglichkeit Hulu Inhalte auf alternativen Geräten zu konsumieren. Zum Start ist Hulu Plus für das  iPad, das iPhone und Samsung-Geräte verfügbar. Das Interessante an diesem Angebot ist, dass Hulu annimmt den Nutzern sei der einfache Zugriff auf Katalogtitel über alternative Geräten knapp $10 im Monat wert. Sollte sich diese Annahme bestätigen ergeben sich viele neue Modelle, die auf einem ähnlichen Konzept beruhen könnten.</p>
<h3>Deutsche Bemühungen</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/apps_ipad.jpg" alt="apps_ipad" title="apps_ipad" width="550" height="172" class="alignleft size-full wp-image-1414" /></p>
<p>Neben Hulu versuchen auch deutsche Anbieter für den Zugriff auf TV- und Filminhalte auf alternativen Geräten Geld zu verlangen. <a href="http://www.sky.de/web/cms/de/kundencenter-ipad.jsp">Sky hat eine iPad Applikation entwickelt</a>, die Zugriff auf Live Streams und Statistiken von Sportevents bietet. Zwar ist diese Applikation im Moment für Sky Abonnenten kostenlos aber der Test läuft bald aus und es ist zu erwarten, dass sie dann Geld kosten wird (In UK können nicht Sky Abonnenten die <a href="http://www.telegraph.co.uk/technology/apple/7777699/Apple-iPad-Sky-launches-live-TV-sports-app-for-35-per-month.html">Applikation für £35/Monat nutzen</a>).</p>
<p>Auch <a href="http://www.dwdl.de/story/27012/rtl_mit_appoffensive_livetvapp_macht_den_anfang/">RTL versucht sich darin über Applikationen seine Live-Streams zu Geld zu machen</a>. Seit neustem können iPhone Kunden Teile des live Programms über eine iPhone Applikation empfangen. Dafür hätte RTL gerne &#8211; nach 30 Tagen kostenlosem Test &#8211; €1,59 im Monat. Wer nicht jeden Sender Einzel bezahlen möchte kann gleich zu <a href="http://zattoo.com/view">Zattoo</a> greifen. Dort erhält man für €2 im Monat Zugang zu live Streams der etablierten TV Sender und kann über den Browser auf die Programme zugreifen.</p>
<p>Leider ist die Value Proposition dieser Services ist deutlich schlechter als die von Hulu Plus, denn sie bieten weder mehr Inhalt noch weniger Werbung noch Zugang über mehrere Geräte. Die Applikationen erlauben lediglich den Zugriff auf die gleichen Inhalte an <strong>einem</strong> anderen Gerät. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser schwache Mehrwert den Kunden eine monatliche Gebühr entlocken wird.</p>
<h3>Poster Child: Netflix</h3>
<p>Es geht auch anders. Wie man ein erfolgreiches Streaming Angebot aufzieht für das die Kunden bereit sind zu bezahlen macht seit Jahren Netflix vor. Verfolgt der ehemalige DVD-Mailing Dienst seine Streaming-Strategie weiterhin so konsequent wie bisher wird er in Kürze der größte &#8220;PayTV&#8221; Anbieter der Welt werden und das ohne einen einzigen linearen TV Kanal.  Alleine in den letzten drei Monaten hat Netflix über <a href="http://ir.netflix.com/common/download/download.cfm?companyid=NFLX&#038;fileid=388336&#038;filekey=5a274204-ffd6-4d6a-9725-275dd04f9acc&#038;filename=Q2_10_Earnings_Release.pdf">1 Million neue Abonnenten gewonnen (PDF)</a> und verzeichnet nun 15 Millionen zahlende Abonnenten.  Zum Vergleich der größte <a href="http://www.ncta.com/Stats/TopMSOs.aspx">Kabelnetzbetreiber in den USA, Comcast, hat 23,5 Millionen PayTV Abonnenten</a>.  Platziert man Netflix in das Ranking der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Multichannel_video_programming_distributor">Multichannel Video Programming Distributors</a> (MVPD) steht der Dienst an Position #3 nach Comcast (23,5 Mio) und DirectTV (18,6 Mio) und vor Dish Network (14,3 Mio) und Time Warner Cable (12,8 Mio). Doch anders als die klassischen MVPDs wächst Netflix in atemberaubendem Tempo. Den Analysten wurden bis Ende des Jahres <a href="http://ir.netflix.com/common/download/download.cfm?companyid=NFLX&#038;fileid=388336&#038;filekey=5a274204-ffd6-4d6a-9725-275dd04f9acc&#038;filename=Q2_10_Earnings_Release.pdf">18 Millionen Abonnenten versprochen (PDF)</a>, das bedeutet erneut eine Wachstumsrate von über 30% im Jahr &#8211; <a href="http://tvbythenumbers.com/2009/06/08/cable-and-satellite-tv-subscriber-numbers-q1-2009/20282">Werte von denen die klassischen MVPDs nur träumen können</a>.</p>
<p>Netflix hat natürlich einen gänzlich anderen Hintergrund als die MVPDs. Eigentlich verschickte Netflix für eine monatliche Gebühr von $8,99 DVDs per Post an seine Kunden, die diese nach dem Anschauen wieder zurück schickten um die nächste DVD zu erhalten. Dies war der Regelfall bis die Firma vor <a href="http://blog.netflix.com/2007/07/discussion-thread-instant-watching.html">drei Jahren</a> mit <em>Watch Instantly</em> begann. Seitdem können Kunden Titel bei denen die Rechte geklärt sind direkt streamen statt sie sich per Post schicken zu lassen. In den letzten Jahren hat Netflix das streaming Angebot konsequent weiterentwickelt und mittlerweile ist Watch Instantly der <a href="http://www.slideshare.net/reed2002/netflix-business-opportunity?from=ss_embed">wichtigste Treiber hinter dem Kundenwachstum</a>.</p>
<h3>Was macht Netflix so besonders?</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/netflix_devices.jpg" alt="netflix_devices" title="netflix_devices" width="550" height="111" class="alignleft size-full wp-image-1415" /></p>
<p><strong>Watch Instantly ist ein kostenloses Zusatzfeature</strong><br />Von Beginn an hat Netflix von seinen Kunden keine weiteren Gebühren für Watch Instantly verlangt sondern den Service kostenlos als Ergänzung zum existierenden Angebot bereitgestellt. Anders als z.B. RTL, das <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/22/app-solut-rtl-sender-versucht-sich-an-live-streaming-angebot-fuers-iphone-und-scheitert/">Gebühren verlangt um die Entwicklungs- und Distributionskosten wieder hereinzuholen</a>, spart Netflix mit jedem über Watch-Instantly abgespielten Film Geld. Ein <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-07-22/5-Key-Takeaways-from-Netflix-s-Q2-10-Results/&#038;id=2644">Roundtrip per Post kostet Netflix $0,90</a> während die Auslieferung eines Videos lediglich mit einem halben Cent zu Buche schlägt. Es ist also im ureigensten Interesse von Netflix möglichst viele Kunden möglichst schnell vom Streaming zu überzeugen.</p>
<p><strong>Keine Werbung und premium Qualität</strong><br />Obwohl <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-07-02/Hulu-Plus-Should-Drop-the-In-Stream-Ads-Immediately/&#038;id=2625">Hulu betont die Akzeptanz bei einem bezahldienst Werbung</a> zu sehen sei vorhanden, schmälert die Werbung doch die Attraktivität des Dienstes enorm. Netflix hingegen liefert großes Kino über das Internet ohne Werbung oder Ablenkung direkt nach Hause. Dank der Erfahrungen der letzten Jahre kann Netflix zudem mit die beste Videoqualität im Netz ausliefern.</p>
<p><strong>Reiche Content-Auswahl</strong><br />Netflix hat wohl eine der umfangreichsten Streamingbibliotheken der Welt. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Reed_Hastings">Reed Hastings</a> war sogar bereit einen Teil des klassischen Verleihmarkts an <a href="http://www.redbox.com/">Redbox</a> abzugeben (aktuelle Titel) um Zugang zu mehr streaming Inhalten zu erhalten. Die <a href="http://techcrunch.com/2010/01/07/netflix-hollywood-deal/">seiner Zeit scharf kritisierte Entscheidung eine 28 Tage Sperre auf neue DVDs zu akzeptieren</a> um den Studios mehr DVD Käufe zu bescheren erweist sich jetzt als weitsichtig.  Denn als Ausgleich für dieses Entgegenkommen erhielt Netflix <a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/07/netflix-warner-bros-expand-streaming-deal-full-series-of-niptuck-terminator-more.html"> mehr Streamingrechte</a> und exklusiven Zugriff auf TV-Inhalte wie z.B. Nip/Tuck, die Hulu somit verwehrt bleiben. Zudem hat <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-07-22/5-Key-Takeaways-from-Netflix-s-Q2-10-Results/&#038;id=2644">Netflix angekündigt in Zukunft mehr in TV-Inhalte zu investieren und mehr Wert auf Exklusivität zu legen</a>. Mit den 15 Millionen Abonnenten im Hintergrund hat Netflix finanziellen Spielraum um Inhalte (exklusiv) einzukaufen.</p>
<p><strong>Technische Reichweite</strong><br />Netflix hat als einer der ersten Anbieter konsequent einen Multi-Plattform-Ansatz verfolgt um so die Lücke zwischen dem Fernseher und dem Internet zu schließen. Netflix unterstützt <a href="http://www.netflix.com/NetflixReadyDevices">alle drei großen Spielekonsolen, die meisten Internet Fernseher, iPads, Blu-Ray-Player und Internet-Boxen wie Roku</a>. Mit diesen Plattformen ist Watch Instantly auf über <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/07/redboxs-digital-strategy-wont-challenge-netflixs-streaming-service-heres-why.html">50 Millionen Geräten in den USA verfügbar</a> und bis Ende des Jahres sollen es 100 Millionen Geräte sein.  Diese Verbreitung ist eine hohe Eintrittshürde für andere Markteilnehmer. Hulu Plus ist zum Vergleich mit Unterstützung für Samsungs Blu-Ray-Player und iPads/iPhones gestartet. Mit seinem Multi-Plattform-Ansatz hat es Netflix zudem geschafft die klassischen Gatekeeper zum heimischen TV zu umgehen.  Mit 50-100 Millionen Geräten adressiert Netflix einen deutlich größeren Markt als die normalen MVPDs, die meist regionalen Beschränkungen (DirectTV ist die Ausnahme) unterliegen und den Anschluss zusammen mit dem Content verkaufen müssen.</p>
<p><strong>Recommendation Engine</strong><br />Netflix besitzt wohl die ausgefeilteste Film Recommendation Engine weltweit. Allein die Verbesserung des Algorithmus um <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2009/09/21/netflix-awards-1-million-prize-and-starts-a-new-contest/?ref=technology">10% hat in einem weltweiten Wettbewerb 3 Jahre gebraucht und den Gewinnern $1 Mio eingebracht</a>. Im Empfehlungsalgorithmus steckt enorm viel Arbeit, Zeit und Geld und genau dies zahlt sich jetzt auch für den streaming Dienst aus. Müssen sich die Nutzer bei anderen Diensten wie Hulu mühsam ihre Inhalte zusammensuchen kann Netflix durch intelligente Vorschläge den Prozess optimieren und so dem Nutzer ein befriedigenderes Erlebnis verschaffen. Netflix ersetzt somit die lineare Programmierung eines TV-Kanals durch die Recommendation Engine, die den User mit den passenden Inhalten füttert.</p>
<h3>Next Generation PayTV</h3>
<p>Auch wenn sich Netflix wohl nie als PayTV Anbieter sehen wird, zeigt der Service doch wie das Angebot der nächsten Generation von PayTV-Playern aussehen könnte: <strong>Werbefreier Zugang zu einer breiten Auswahl an on demand Bewegtbildinhalten in hoher Qualität und das auf allen Geräten für eine moderate monatliche Gebühr.</strong></p>
<p>Dieser Markt ist extrem attraktiv deshalb wird Netflix nicht mehr lange alleine seine Kreise ziehen. Mit Hulu Plus und <a href="http://newteevee.com/2010/05/11/comcast-to-revamp-its-tv-everywhere-service/">TV Everywhere</a> sind zwei Konkurrenten bereits gestartet und es ist anzunehmen dass <a href="http://newteevee.com/2010/07/08/new-apple-tv-will-push-99-cent-streaming-tv-rentals/">Apple</a>, Sony, <a href="http://www.google.com/tv/">Google</a> und Amazon in Kürze auch entsprechende Angebote launchen werden.</p>
<p><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-die-nachste-generation-des-paytvs/">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></p>
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		<title>Videotechnologien im Kontext</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Videos im Netz sind zum Standard geworden. Doch während es etwas stiller um die Videoseiten wird ergeben sich immer neue Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen im Videobereich. Video wird immer mehr zu einer Basis-Technologie auf die andere Dienste und Angebote aufsetzen. Daraus ergeben sich Geschäftsfelder, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt haben. Allen voran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Videos im Netz sind zum Standard geworden. Doch während es etwas stiller um die Videoseiten wird ergeben sich immer neue Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen im Videobereich. Video wird immer mehr zu einer Basis-Technologie auf die andere Dienste und Angebote aufsetzen. Daraus ergeben sich Geschäftsfelder, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt haben. Allen voran die Videokommunikation, die durch Apple einen deutlichen Push bekommen hat, außerdem haben auch andere Felder wie das Screensharing, die Videotranscodierung oder die Videomanipulation neue Impulse bekommen.</p>
<h3>Videokommunikation</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Videocalls1.jpg" alt="Videocalls" title="Videocalls" width="550" height="296" class="alignleft size-full wp-image-1369" />
<p>Mit dem bevorstehenden Wechsel auf <a href="http://www.google.de/search?q=4g+sprint&#038;hl=en&#038;safe=off&#038;client=safari&#038;rls=en&#038;prmd=nv&#038;source=lnms&#038;tbs=nws:1&#038;ei=Q9owTPilN4_QjAfylaSWBg&#038;sa=X&#038;oi=mode_link&#038;ct=mode&#038;ved=0CAsQ_AU">4G Technologien im Mobilfunk</a> stellt sich natürlich die Frage nach dem Killerfeature. Nachdem sich das Mobile Internet als 3G Treiber erwiesen hat müssen bandbreitenintensivere Dienste für den Abverkauf bei 4G sorgen. Diese Überlegungen hat sich auch <a href="http://www.sprint.com/">Sprint</a> gemacht, die ihre WiMax Initiative mit dem <a href="http://reviews.cnet.com/smartphones/htc-evo-4g-black/4505-6452_7-34026334.html">HTC EVO 4G</a> vorantreiben. Dabei bietet das Gerät zwei wichtige Komponenten, die Video ins Zentrum rücken: Erstens eine Frontkamera zur <a href="http://qik.com/">Videokommunikation über Qik</a> und zweitens einen HDMI Ausgang, der es erlaubt das Gerät direkt an den Fernseher anzuschließen. Diese Features erlauben es mit dem Handy Videocalls zu tätigen und seinen Fernseher bequem und einfach mit Medien zu bespielen indem man das Handy als Set-Top-Box-Ersatz nutzt.</p>
<p>Auch Apple geht mit dem neuen <a href="http://www.apple.com/iphone/">iPhone 4 in diese Richtung</a>. Die Frontkamera ist der zentrale Unterschied zum iPhone 3 und mit <a href="http://www.apple.com/iphone/features/facetime.html">Facetime</a> will Apple der Videokommunikation (endlich) zum Durchbruch verhelfen. Dieses Anliegen hat auch Skype. Mit seiner neuen <a href="http://gigaom.com/2010/07/01/can-skype-pull-a-netflix-for-tv-video-chat/">Plattformstrategie will Skype</a> nicht mehr nur auf dem PC präsent sein sondern versucht direkt auf Consumer Electronic Geräten vorinstalliert zu werden. Dazu wird natürlich auf dem Fernseher die HD-Videochat Funktionalität in den Vordergrund gerückt.</p>
<p>All diesen Entwicklungen liegt eine robuste Videotechnologie zugrunde. Ohne die Fortschritte der letzten Jahre wäre keiner dieser Anwendungsfälle denkbar. Jede dieser Anwendungen benötigt eine schnelle und vor allem hochwertige Videocodierung. Zudem muss der Austausch der Videoinformationen quasi in Echtzeit erfolgen, Latenzzeiten sind vor allem bei Videokommunikation nicht akzeptabel, so dass die Video-Daten nicht nur schnell (de-)codiert werden müssen sondern auch noch schnell übertragen.</p>
<h3>Screensharing</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/onlive.jpg" alt="onlive" title="onlive" width="550" height="343" class="alignleft size-full wp-image-1364" /></p>
<p>Screensharing wäre eigentlich streng genommen ein Unterpunkt der Videokommunikation. Angesichts der Möglichkeiten bietet es sich jedoch an noch einmal tiefer darauf einzugehen. Screensharing erlaubt es den Bildschirminhalt als Videostream an einen anderen Rechner zu übertragen. Die einfachste Form davon ist das klassische Screensharing, wie es zum Beispiel in <a href="http://www.skype.com/intl/de/features/allfeatures/screensharing/">Skype</a> auch <a href="http://www.apple.com/macosx/what-is-macosx/ichat.html">iChat</a> implementiert ist. Mit Hilfe dieser Tools kann man seinen Bildschirm an einen anderen Nutzer übertragen. Doch das ist erst der Anfang.</p>
<p>Richtig Interessant wird es, wenn man Screensharing mit Services in der Cloud kombiniert. Das beste Beispiel dafür ist <a href="http://www.onlive.com/">OnLive</a>. Onlive erlaubt es auf so gut wie jeder Hardware extrem rechenintensive Spiele zu spielen indem der lokale Rechner lediglich den Input weiterreicht und den Videofeed des Servers darstellt. Natürlich ist der Service damit nicht an den Rechner gebunden sondern kann auf so gut wie jeder Plattform, die in der Lage ist Signale zu senden und Videos zu encodieren, genutzt werden. <a href="http://www.gamepro.com/article/news/214111/onlive-demoed-on-stage-on-iphone/">Crysis auf dem iPhone</a> wird so ebenso Realität wie das gleiche Spiel auf dem Fernseher ohne Konsole lediglich mit einer <a href="http://www.onlive.com/service/microconsole">kleinen günstigen Videobox</a>.</p>
<p>Cloud-Gaming ist nicht das einzige Einsatzgebiet für Screensharing. Jede Anwendung, die enorme Rechenpower benötigt und gleichzeitig ein detailreiches Interface anbieten muss kann mittels Screensharing in die Cloud verlagert werden. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Latenzen enorm gering sind, so dass zwischen Eingabe und Anzeige höchstens 250ms vergehen. Um das zu gewährleisten hat Onlive extra einen besonderen Videocodec entwickelt, der nicht auf einer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Group_of_pictures">Group of Pictures</a> Kompression beruht (Spiele lassen sich nicht vorhersagen) und somit jederzeit aktuelle Bilder liefert.</p>
<h3>Videotranscoding und -delivery</h3>
<p>Das Anbieten von Videos im Internet wird im Moment nicht einfacher sondern zunehmend komplizierter. Anders als in der Vergangenheit, wo sich irgendwann ein Format gegen das andere durchgesetzt hat (z.B. VHS vs. Betamax)  ist eine solche Entwicklung im Internet (noch?) nicht abzusehen. Viel mehr noch könnte es passieren, dass immer mehr Formate, Plattformen und Geräte bedient werden müssen. <a href="http://www.theora.org/">Ogg Theora</a>, <a href="http://www.webmproject.org/">WebM</a>, <a href="http://www.divx.com/">DivX</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/H.264/MPEG-4_AVC">H.264</a> sind nur vier der möglichen Videoformate. Hinzu kommen verschiedenste Plattformen für Handys, Fernseher, DVD-Player und Spielekonsolen, die alle bedient werden wollen. Diese Komplexität wird in nächster Zeit noch weiter steigen bevor es besser wird.</p>
<p>Der &#8220;Plattformkampf&#8221; zwischen HTML5 und Flash hat gerade erst eine neue Wendung genommen. Zuerst sah es so aus als sei sich die <a href="http://www.techradar.com/news/internet/web/is-flash-dead-the-future-of-adobe-s-plug-in-692523">Internetgemeinde einig und Flash dem Untergang geweiht</a>. Doch nachdem <a href="http://apiblog.youtube.com/2010/06/flash-and-html5-tag.html">YouTube gerade erklärt hat, warum HTML5 Flash in den nächsten Jahren nicht ersetzen wird dürfte klar sein</a>, dass jeder Publisher von Videoinhalten mindestens zwei Plattformen wenn nicht sogar mehr unterstützen muss, will er dass seine Videos auf allen Geräten abspielbar sind. Das Bedeutet nicht nur, dass Videos zunehmend in unterschiedlichen Formaten vorliegen müssen sondern auch, dass die gesamte Logik um Videos wie Player, Tracking, AdServing und Streaming für jede Plattform aufbereitet werden muss.</p>
<p>Während dies eine schmerzhaft Entwicklung für Videoproduzenten ist, ist sie Vorteilhaft für alle Anbieter von Whitelabel Videolösungen. Nicht umsonst sind <a href="http://www.ooyala.com/">Ooyala</a>, <a href="http://www.brightcove.com/en/">Brightcove</a> und <a href="http://zeec.de/">Co.</a> ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht Videos und Werbung in<a href="http://www.brightcove.com/en/video-platform/solutions/html5"> HTML5 auszuliefern</a> oder Videos auf das iPhone oder Android zu bringen. Je Komplexer die Technologie wird umso mehr werden Videoanbieter versuchen sich externes Know-How und fertige Lösungen einzukaufen um nicht für jede Plattform und jedes Format selbst tätig werden zu müssen.</p>
<h3>Videomanipulation und -analyse</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/augmented_reality.jpg" alt="augmented_reality" title="augmented_reality" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-1365" /></p>
<p>Während es bei der Videokommunikation und beim Screensharing vor allem auf die schnelle Übertragung von Videos ankommt liegt der Fokus bei der Videomanipulation auf der Bildmanipulation und -analyse. Dienste wie YouTube <a href="http://www.youtube.com/t/contentid">analysieren Videos im Detail um zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen festzustellen</a> (Tipp: Gespiegelte Videos erkennt das System (noch) nicht).  Zukünftig sollen diese Systeme auch Fragen beantworten können wie <em>Wer ist Teil des Videos?</em> <em>Welche Szenen beinhaltet das Video?</em> und <em>Welche anderen Videos wurden verarbeitet?</em> um darüber die Videosuche akkurater gestalten zu können.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/kinet.jpg" alt="kinet" title="kinet" width="550" height="199" class="alignleft size-full wp-image-1363" />
<p>Auf der anderen Seite ermöglicht die Videoanalyse und -manipulation in Echtzeit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Augmented_reality">augmented Reality</a> Anwendungen. Die Bilddaten werden dazu entweder ergänzt um zusätzliche Informationen oder mit anderen Videobildern kombiniert, so dass sich eine neue Realität ergibt. Echtzeit ist erforderlich damit der User ein flüssiges Erlebnis erhält. Im einfachsten Fall wird die Videoinformation nur durchgeleitet und neue Ebenen auf das Videobild gelegt. Im komplexesten Fall werden die Bildinformationen analysiert und manipuliert.</p>
<p>Im Moment machen vor allem Spiele von diesen Möglichkeiten gebrauch, die auf den neuen Motion Controllern wie <a href="http://www.xbox.com/en-us/kinect">Microsofts Kinect</a> oder <a href="http://us.playstation.com/ps3/playstation-move/">Sonys PS3 Move</a> basieren und den Nutzer durch eine Kamera ins Spiel versetzen. Daneben nutzen auch <a href="http://mashable.com/2009/12/05/augmented-reality-iphone/">erste Handyanwendungen vergleichbare Technologien</a> und matchen Videos mit Umgebungsinformationen.</p>
<p>Video ist in diesen Bereichen nicht mehr der primäre Fokus der Anwendungen sondern nur noch ein Mittel zum Zweck beziehungsweise lediglich ein &#8220;Hintergrund&#8221; auf den Informationen projiziert  werden.</p>
<h3>Videotechnologie als Enabler</h3>
<p>Die vier angesprochenen Bereiche sollen die Spannweite der Entwicklung zeigen. Während das reine Anbieten von Videos immer mehr zu einer Commodity wird ergeben sich interessante Geschäftsfelder sowohl auf Basis von Videos als auch im Technologie-Bereich der Videos zugrunde liegt. Das eine Feld setzt Videotechnologien für die direkte Kommunikation und das Cloud-Computing ein während das andere Geschäftsfeld versucht Videos zu ergänzen, zu manipulieren und zu veredeln. Beide Felder stehen noch am Anfang haben aber vielversprechende Implikationen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-videotechnologien-im-kontext/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin.</a></strong></p>
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		<title>GoogleTV ist zu klein gedacht!</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/googletv-ist-zu-klein-gedacht.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/googletv-ist-zu-klein-gedacht.html#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 17:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Film]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat in den letzten Wochen ganz klar die Schlagzeilen rund um Internet-TV dominiert. GoogleTV und WebM sind sicherlich zwei wichtige Schritte nach vorne, wenn es darum geht Internet und Fernsehen zusammenzubringen und Video im Netz auf die nächste Stufe zu heben. Allerdings fehlt in den Bemühungen eine extrem wichtige Komponente: die Distribution.
Meiner Meinung nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/media_as_a_service_v09.008-300x225.png" alt="media_as_a_service_v09.008" title="media_as_a_service_v09.008" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-1326" />Google hat in den letzten Wochen ganz klar die Schlagzeilen rund um Internet-TV dominiert. <a href="http://www.google.com/tv/">GoogleTV</a> und <a href="http://www.webmproject.org/">WebM</a> sind sicherlich zwei wichtige Schritte nach vorne, wenn es darum geht Internet und Fernsehen zusammenzubringen und Video im Netz auf die nächste Stufe zu heben. Allerdings fehlt in den Bemühungen eine extrem wichtige Komponente: die Distribution.</p>
<p>Meiner Meinung nach macht Google einen fundamentalen Fehler mit GoogleTV: es verkauft alten Wein in neuen Schläuchen. GoogleTV ist letzten Endes nichts anderes als ein Interface für Fernseher, das den Zugriff auf andere Dienste erlaubt. Während dieses Interface geeignet erscheint zusätzliche Applikationen auf den Fernseher zu bringen löst es keines der existierenden Probleme des Fernsehens und macht den Fernsehkonsum an sich im schlimmsten Fall sogar noch umständlicher. <strong>GoogleTV bringt zwar das Internet und das TV-Gerät zusammen aber nicht das Fernsehen und das Internet.</strong></p>
<p>Fernsehen ist eines der wenigen Medien, das komplett ohne Interface (oder mit einem extrem zurückgenommenen Interface) auskommt. In der Regel bedient der Nutzer seine Fernbedienung und braucht keine weiteres onscreen Interface. Dieses etablierte Bedienparadigma wird durch eine zunehmende Programmvielfalt und immer neue Set-Top-Boxen in Frage gestellt. Doch anstatt dem Nutzer einen wirklichen Mehrwert für seinen TV-Konsum zu bieten fügen die Internet-TV Lösungen in der Regel nur zusätzliche Komplexität hinzu. Das liegt darin begründet, dass niemand das existierende TV-Modell von A-Z hinterfragt sondern lediglich versucht wird on-top einen weitere Services zu etablieren. Ein typisches GoogleTV Setup wird demnach wahrscheinlich so aussehen: <strong>Kabelanschluss > Kabel-Box > DVR > GoogleTV > TV</strong>. Jeder Schritt zwischen Anschluss und TV fügt Komplexität und ein weiteres Interface hinzu.</p>
<p>Während in anderen Bereichen (Software as a Service) versucht wird Logik und offline Ressourcen ins Netz und somit in die Cloud zu verlagern geht Google mit GoogleTV den entgegengesetzten Weg und verlagert die Logik an die Ränder und dezentralisiert den Dienst.</p>
<h3>Hybridmodelle werden scheitern</h3>
<p>Kein <a href="http://www.engadget.com/2010/06/01/steve-jobs-on-tv-no-one-wants-to-buy-a-box/">Wunder also dass Steve Jobs der Meinung ist niemand kaufe sich eine weitere Set-Top-Box</a>. Interessanterweise versucht gerade Apple den entgegengesetzten Ansatz und will TV in die Cloud verlagern. Das neue AppleTV soll dazu auf dem <a href="http://www.engadget.com/2010/05/28/the-next-apple-tv-revealed-cloud-storage-and-iphone-os-on-tap/">iPhone Betriebssystem basieren</a> aber anders als GoogleTV soll die AppleTV Box lediglich die Verbindung zu einem Could-Service herstellen, wo die Inhalte und Abonnements gemanaged werden. Damit greift Apple Google auf einem Feld an das normalerweise zu Googles Kernkompetenzen (Netzinfrastruktur) gehört.</p>
<p>Eine Verbindung von Fernsehen und Internet kann nur funktionieren wenn der komplette Dienst End-to-End neu gedacht wird. Dazu muss die komplette TV-Distribution überdacht und neu gestaltet werden. Hybrid-Modelle (Satellit/Kabel und eine Internet Verbindung) werden es nicht schaffen eine einheitliche Experience zu erzeugen. Nur wenn das Broadcast-Signal über das Internet vertrieben und dort mit weiteren Informationen angereichert wird kann ein entsprechender Dienst von Erfolg gekrönt sein.</p>
<p>Das scheitern von Hybridmodellen liegt in  fehlenden Metadaten und Schnittstellen des Rundfunks begründet.  Schaut man sich heute einmal an, welche <a href="http://www.tvdigital.de/">Metainformationen für TV-Inhalte zur Verfügung</a> stehen sieht es sehr schlecht aus: Titel, Dauer und Startzeit sind die einzigen Informationen die mit Sicherheit für jede Sendung vorliegen. Thumbnail? Beschreibung? Fehlanzeige bei der Mehrzahl der Sendungen. Wüsste Google von jeder Webseite nur den Titel, die Dateigröße und das Datum wäre die Suche längst nicht so akkurat wie sie es heute ist. Solange GoogleTV oder vergleichbare Dienste nur auf diese &#8220;offiziellen&#8221; Metadaten zurück greifen werden sie nie die theoretischen Möglichkeiten ausschöpfen können.</p>
<p>Hinzu kommt, dass es extrem schwierig wird in einem Hybridmodell TV und Internet zu synchronisieren. Dabei kann die Verbindung zwischen Internet und TV in einem solchen Modell immer nur auf dem Endgerät hergestellt werden. Wenn also ein User zum Beispiel auf GoogleTV eine Stelle im TV-Programm kommentiert wäre dieser Kommentar zwar auch im Internet sichtbar aber ohne das dazugehörige Bewegtbild. Letztlich wäre auch eine Deviceshift des Dienstes nicht wirklich möglich. GoogleTV auf dem PC oder dem Handy gibt es nicht in einem Hybridmodell.</p>
<h3>TV neu denken</h3>
<p>Damit GoogleTV und ähnliche Dienste ein Erfolg werden müssen sie tiefer ansetzen. Sie dürfen nicht versuchen lediglich verschiedene lose Enden zusammenzuführen sondern müssen das komplette Problem lösen und das beginnt bei der Auslieferung von Bewegtbild im Internet. <strong>Nur Anbieter, die auch die Distribution der TV-Inhalte über das Netz anbieten werden Erfolg haben.</strong> Internet und TV müssen eins werden und zwar nicht nur im Interface sondern auch in der Distribution. Natürlich bedeutet das eine enorme <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-over-ip-bricht-das-netz-zusammen.html">Herausforderung für das Internet und die Sender</a> aber anders wird es nicht funktionieren.</p>
<h3>Internet und Rundfunk müssen verschmelzen</h3>
<p>Was muss eine entsprechende Lösung leisten? Es gibt bereits erste vielversprechende Ansätze aus ganz anderen Bereichen, die eine Indikation geben. Im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Real-time_web">Realtime- oder Echtzeit-Web</a> wurde die ehemals zeitversetzte Komponente des Netzes ersetzt durch eine Übermittlung von  Daten in Echtzeit. Twitter ist sicherlich der bekannteste Vertreter dieser neuen Generation und ein gutes Beispiel dafür wie man mit TV Streams umgehen könnte.</p>
<p>Twitter schafft es durch die vielen Nutzer quasi einen konstanten Datenstrom zu erzeugen, der in Echtzeit an ein Massenpublikum übertragen wird. Twitter sendet Tweets an über 75 Millionen User und <a href="http://royal.pingdom.com/2010/02/10/twitter-now-more-than-1-billion-tweets-per-month/">verarbeitet pro Sekunde mehr als 440 Tweets</a>. Dieser konstante Strom an Informationen ist vergleichbar mit dem was einen TV-Stream ausmacht. Auch dort werden jede Sekunde Informationen in einer ähnlichen Dimension ausgeliefert.</p>
<p>Jeder dieser Tweets besteht zwar sichtbar nur aus 140 Zeichen aber darunter <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/this_is_what_a_tweet_looks_like.php">liegen sehr viel mehr Informationen</a>. Twitter weiß zum Beispiel von wo ich den Tweet gesendet habe und welches Programm ich dafür genutzt habe. Zudem hat jeder Tweet eine eindeutige ID und eine eigene URL. Darüber hinaus gibt es natürlich noch jede Menge weiterer Metadaten und es geht sogar soweit, dass man mittels <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/what_twitter_annotations_mean.php">Twitter Annotations</a> selbst weitere Felder ergänzen kann. All diese Informationen macht Twitter für Partner in echtzeit zugänglich, so dass sich Twitter von einem <a href="http://blog.twitter.com/2010/05/twitter-platform.html">Dienst hin zu einer Plattform entwickelt hat</a>.</p>
<p>Dieser kleine Exkurs illustriert was dem Rundfunk im Internet fehlt. Während für 140 Zeichen auf all diese Informationen und Möglichkeiten zurückgegriffen werden kann sind Rundfunkinhalte immer noch nicht im Web angekommen. Ja, mittlerweile wurden einige Sendungen im Web platziert aber darum geht es nicht, <strong>der Echtzeitstream des Fernsehens bleibt dem Web im Moment verschlossen. Ein Äquivalent zu <a href="http://techcrunch.com/2010/03/01/twitter-firehose-realtime-search-startups/">Twitters Firehorse</a> oder <a href="http://graph.facebook.com/">Facebooks Graph API</a> fehlt dem Fernsehen komplett</strong>.</p>
<p>Wenn man also TV aus dieser Black-Box befreien will um die Verschmelzung von Internet und Rundfunk voranzutreiben, dann müssen nicht nur die Fernsehstreams ins Internet wandern sondern diese müssen in eine Plattform integriert werden, die zumindest die folgenden drei Kriterien erfüllt:</p>
<ol>
<li><strong>Die Inhalte müssen programmierbar sein.</strong> Das bedeutet andere können über definierte Schnittstellen darauf zugreifen, Inhalte filtern, abrufen und darauf aufbauend Neues erstellen.</li>
<li><strong>Die Inhalte müssen für alle zugänglich sein.</strong> eigentlich sollte jede Sekunde einer Rundfunkübertragung über eine Internetadresse verfügen, denn nur so können andere genau auf diese Sekunde zugreifen, diese Sekunde weiterleiten und anderen Mitteilen.</li>
<li><strong>Müssen die Inhalte über ein Syndikationsmodell verfügen.</strong> Es hilft ja nichts, wenn die Inhalte programmierbar und zugänglich sind aber über juristische Schranken verfügen, die die Verbreitung verhindern.</li>
</ol>
<h3>Fernsehen als gleichberechtigter Teil des Webs</h3>
<p>Wir bewegen uns weg von einem festen Rahmen, der dem Nutzer vorgibt, wann und wie er einen Inhalt zu konsumieren hat. Statt dessen verwenden Nutzer zunehmen <strong>das gerade zur Verfügung stehende Gerät um ihr Konsumbedürfnis zu befriedigen</strong>. Sie sehen den Inhalt den sie wollen, wann immer sie wollen und das <a href="http://www.businessinsider.com/jim-louderback-future-of-cable-tv-2010-4#ixzz0mmo7WfvC">mit dem Geräte das sie gerade JETZT zur Verfügung haben</a>. Das bedeutet letztlich, dass jede Initiative, die nur darauf abzielt Internet und das TV-Gerät zusammenzubringen zu kurz springt.</p>
<p> Die Nutzer wollen die gleiche TV-Experience und die gleichen Möglichkeiten auf dem Handy, dem iPad oder dem Notebook. Sprich Rundfunk und Internet müssen zwangsläufig verschmelzen sonst wird dies nicht funktionieren. Somit sollte es das Ziel sein eine umfassende und fesselnde Experience über alle Geräte hinweg zu erschaffen. <strong>Dazu bedarf es einer WebTV Plattform und nicht einer weiteren Box im Wohnzimmer.</strong></p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-googletv-ist-zu-klein-gedacht/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin.</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>TV over IP: Bricht das Netz zusammen?</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-over-ip-bricht-das-netz-zusammen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 06:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche hatte ich überlegt, wie  Google mit Hilfe der Kabelnetzbetreiber den Telcos das Leben schwer machen könnte. Kerngedanke dabei war es das Fernsehen komplett auf IP umzustellen. Dazu kam natürlich der Einwand: Das Internet wurde nicht für Fernsehen gemacht und kann die benötigten Datenmengen nicht bedienen. Dieses Argument möchte ich einmal näher betrachten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hatte ich überlegt, wie <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/what-would-gugel-do-disrupt-the-telcos.html"> Google mit Hilfe der Kabelnetzbetreiber den Telcos das Leben schwer machen könnte</a>. Kerngedanke dabei war es das Fernsehen komplett auf IP umzustellen. Dazu kam natürlich der Einwand: <em>Das Internet wurde nicht für Fernsehen gemacht und kann die benötigten Datenmengen nicht bedienen</em>. Dieses Argument möchte ich einmal näher betrachten und analysieren, was überhaupt an Bandbreite und Traffic benötigt würde, wenn Fernsehen auf IP umgestellt würde. Dazu gibt es drei Bereiche, die zu betrachten sind: <strong>1) Die Bandbreite auf der Last Mile, 2) die Bandbreite im Backbone und 3) die Kosten</strong>.</p>
<h3>Es gibt nicht genügen Bandbreite auf der &#8220;Last Mile&#8221;.</h3>
<p><a href="http://mediarise.wordpress.com/">Ralf Becker</a> hat zu hat richtigerweise <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/what-would-gugel-do-disrupt-the-telcos.html#comment-86762">folgenden Einwand</a> zum Thema Bandbreite auf der letzten Meile angeführt:</p>
<blockquote><p>Die Annahme, man könne die Kabel-TV-Leitungen wie beim IPTV der Telcos einfach auf IP umstellen funktioniert leider nicht – das ist der Todesstoß für das beschriebene Szenario. Einfacher Grund: im Gegensatz zur Telco-Line sind TV-Kabel shared medium, d.h. das Mehrfamilienhaus (und das ist das Groß der Anschlüsse) hat einmal die x Mbit oder eben das GBit, muss sich diese Bandbreite aber mit allen Parteien teilen.</p></blockquote>
<p>Das Problem beim Kabel liegt daran, dass die Anschlüsse aufgesplittet und dann einzeln mit dem Backbone verbunden werden müssen, sobald die benötigte Bandbreite eines Kabelstrangs die verfügbare Kabelbandbreite überschreitet. Um zu beantworten, wann dies der Fall ist muss man zuerst betrachten, wieviel Bandbreite das Kabel überhaupt bereitstellen kann um dann daraus abzuleiten wieviele Haushalte ein Kabel bedienen kann.</p>
<p>Normalerweise stellt das Kabel zwischen 550 und 700 MHz an Spektrum bereit. Mit dem neuen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DOCSIS">Data Over Cable Service Interface Specification</a> (DOCSIS) 3.0 Standard können beliebig viele Kabelkanäle (6 MHz in den USA und 8 MHz in Europa) für die Datenübertragung verwendet werden. Ein 6 MHz Kabelkanal stellt nach DOCSIS einen Downstream von 42,88 Mbps zur Verfügung. Würden die Kabelnetzbetreiber das komplette Spektrum für den Datenverkehr öffnen könnten sie somit eine <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DOCSIS">Bandbreite zwischen 3,9 Gbps und 5 Gbps mit DOCSIS 3.0</a> erzielen.  Die Kabelnetzbetreiber sind darüber hinaus gerade dabei neue Standards und Wege der Datenübertragung über Kabel jenseits von DOCSIS zu erforschen uns sind <a href="http://www.multichannel.com/article/451860-CableLabs_Next_Gen_Broadband_Project_Envisions_Multigigabit_Speeds.php">sehr optimistisch, dass damit noch deutlich mehr als 5 Gbps möglich sind</a>. Sprich ein Kabel könnte – stand heute – auf jeden Fall mindestens 4-5 Haushalte versorgen, ohne gesplittet zu werden, damit ist es gar nicht mehr so unrealistisch auch Mehrfamilienhäuser damit abzudecken.</p>
<p>Neben den Restriktionen des Kabels wird gerne angeführt, dass die Bandbreite für HD nicht ausreichen würden, vor allem <a href="http://blogmaverick.com/2006/12/24/how-the-broadcast-networks-are-missing-the-hdtv-opportunity/">Marc Cuban wird nicht müde auf diese Probleme hinzuweisen</a>:</p>
<blockquote><p>Deal with it. Internet bandwidth to the home places a cap on the quality and simplicity of video delivery to the home, and to HDTVs in particular. Not only does internet capacity create an issue, but the complexity of moving HDTV streams around the home and tp the HDTV is pretty much a deal killer itself.</p></blockquote>
<p>HD-Streams für digitales Kabel über <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DVB-C#Technical_description_of_the_DVB-C_transmitter">DVB-C können maximal mit 64 Mbps codiert werden</a>. Angenommen man wäre so vermessen und würde im Internet keine Codec-Optimierung betreiben und die Maximalstreams 1:1 gleich codiert ausliefern, könnte man mit 1 Gbps immer noch 15 HD-Streams parallel ausliefern, was für so ziemlich jeden Haushalt ausreichen sollte. Wahrscheinlich würden für die Mehrzahl der Haushalten bereits 500 Mbps oder weniger ausreichen.</p>
<h3>Es gibt nicht genügend Bandbreite im Backbone.</h3>
<p>Marc Cuban betont ebenfalls des öfteren, <a href="http://blogmaverick.com/2010/03/13/dont-waste-the-internet-on-tv-protect-the-future-of-the-internet/">dass man das Internet bitte nicht mit Video- und TV-Traffic überlasten solle</a>:</p>
<blockquote><p>Of course the internet can support video, but it cant do it as well as the current digital cable and satellite distributors can, nor is there a profit model that would ever incent content providers to switch their content from the internet to TV. [...] In the event some form of ubiquitous entertainment comes first ,  takes over the net and saturates it, how is the FCC going to solve the bandwidth traffic jam ? They wont ever be able to put the bandwidth genie back in the bottle. Screaming at broadband providers to spend the money wont work any better than screaming to expand highways helps to alleviate rush hour traffic.</p></blockquote>
<p>Die Antwort auf diese Herausforderung ist deutlich schwieriger. Denn, wie groß ist der Bandbreitenbedarf wirklich? Was kostet es im Vergleich zu den traditionellen Übertragungswegen, und wieviel Traffic kann das Netz verkraften?</p>
<p><iframe width='550' height='600' frameborder='0' src='http://spreadsheets.google.com/pub?key=0AlWbWi9hDX3KdFY2Q202b2F5ZWVEN2pBbGhNYzZwWVE&#038;hl=en&#038;single=true&#038;gid=0&#038;output=html&#038;widget=true'></iframe></p>
<p>Nimmt man die deutschen TV Zuschauer (<a href="http://agf.de/">72,23 Millionen [Alle Zahlen zu Sehern, Haushalten, Sehdauer und Sehbeteiligung kommen von der AGF</a>) und deren Sehdauer auf das Jahr gerechnet, so würde der Fernsehkonsum, wenn jeder einen einzelnen Stream mit 2 Mbps (das entspricht der <a href="http://webvideotechniques.com/123/bigger-and-better-encoding-for-youtube-hd">YouTube HD Bitrate</a>) empfängt, pro Jahr ca.  83.837.361 Terabyte (83,8 Exabyte) an Traffic verursachen. Dahingegen wären es 41.193.243 Terabyte (41,2 Exabyte) pro Jahr, wenn jeder Haushalt nur einen Stream für jeweils diese Sehdauer empfängt. Die korrekte Zahl liegt wohl irgendwo in der Mitte der beiden Extreme. Um die Zahl in Relation zu setzen kann man den gesamten Netz-Traffic betrachten. 2010 soll der <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-481360_ns827_Networking_Solutions_White_Paper.html">globale IP Traffic 256,4 Exabytes sein</a>. Damit würde TV über IP 32% bzw. 16% des gesamten IP-Traffic-Aufkommens 2010 ausmachen.</p>
<p>Die benötigte simultane Bandbreite liegt zwischen 32-65 Terabits pro Sekunde (Tbps), wenn man davon ausgeht, dass 45% der Haushalte und Seher simultan fernsehen. Zum Vergleich Akamais <a href="http://gigaom.com/2010/04/11/akamai-3-4-terabits/">Traffic Peak lag bei 3,45 Tbps</a> und der größte deutsche <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DE-CIX">Internet Knoten DE-CIX</a> hat bis jetzt einen Peak von <a href="http://www.de-cix.net/content/network.html">2 TBps verzeichnet</a>. Aber es gibt Hoffnung: Cisco hat neue Router vorgestellt. Der CRS-3 <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-03-11/Cisco-s-New-CRS-3-Router-Strengthens-Foundation-for-Online-Video-Delivery/&#038;id=2470">kann 322 Tbps verarbeiten</a>, das ist genügend Bandbreite, um jedem Chinesen einen gleichzeitigen Videoanruf zu ermöglichen.</p>
<h3>Die Kosten</h3>
<p>Doch nun zur wichtigsten Frage: Was würde es Kosten TV über IP zu verbreiten? Angesichts des Volumens ist es schwer einen Vergleichswert zu finden aber angenommen ein Gigabyte kostet <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/akamai-now-the-primary-cdn-for-netflix-but-at-a-very-low-price.html">genau soviel wie Netflix dafür bei Akamai bezahlt (1,5 Cent)</a>, dann würden die Auslieferung jedes Jahr zwischen  617 und 1.257 Millionen Euro kosten. Oder anders ausgedrückt kostet es 17,41 Euro im Jahr einen Zuschauer mit IP Streams zu beliefern, das wären 13% der 130 Euro, die die Sender jedes Jahr pro Zuschauer an Werbung einnehmen (9,39 Mrd. Euro Werbemarkt / 72,2 Mio Zuschauer).</p>
<p>Um die Kosten besser einschätzen zu können, auch hier ein paar Vergleichszahlen. <a href="http://www.ses.com/ses/PDFs/MediaRoom/Financial/SES_Report_2009_ENGLISH.PDF">SES Astra, der Satelliten-Betreiber, macht jedes Jahr mit Deutschen Kunden (PDF)</a> 393,3 Millionen Umsatz. Kabel Deutschland machte <a href="http://www.kabeldeutschland.com/fileadmin/redaktionselemente/investor_relations/dokumente/quartalsberichte/kdg_holding/100210_KDH_Financials_091231.pdf">Q2-Q4 2009 mit seinem Kabelgeschäft 677 Mio. Euro Umsatz (PDF)</a>. <a href="http://www.prosiebensat1.com/imperia/md/content/investor_relations/2010/GB/dt_GB09.pdf">ProSiebenSat.1 hatte 2009 einen Marktanteil von 22% und Vertriebskosten (PDF)</a> in Höhe von 396 Millionen (Unter den Vertriebskosten werden im Wesentlichen Übertragungskosten, Personalaufwendungen sowie Marketingaufwendungen ausgewiesen).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Betrachtet man die drei Problemfelder sind wohl die Kosten und die Bandbreite auf der letzten Meile weniger das Problem als viel mehr die Backbone Kapazität, die durch die Umstellung von Broadcast auf IP enorm erhöht werden müsste. Im Moment kann das Internet wohl weder den Traffic noch die Peaks bedienen. Allerdings sind die Technologien vorhanden um es möglich zu machen und die erwartete Verfünffachung des <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-481360_ns827_Networking_Solutions_White_Paper.html">Traffics in den nächsten fünf Jahren spricht eine deutliche Sprache wohin die Reise gehen wird</a>. Wie Marc Cuban richtig anmerkte: Man kann den Geist nicht wieder in die Flasche zurückstecken ;)</p>
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		<title>What would Gugel do? Disrupt the Telcos!</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 06:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[
Google hat ein Problem. Der Federal Court hat gerade festgelegt, dass die FCC (Federal Communications Commission) kein Recht hat die Netzneutralit&#228;t durchzusetzen. Damit haben Comcast und andere ISPs freie Hand, wenn es darum geht z.B. Bittorrent Traffic zu drosseln oder eigene Dienste bevorzugt &#252;ber das Netz zu schicken.
Vor allem seit Google YouTube &#252;bernommen hat findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/IMG_1637.jpg" alt="IMG_1637" title="IMG_1637" width="250" height="203" class="alignleft size-full wp-image-1076" />
<p>Google hat ein Problem. Der Federal Court hat gerade festgelegt, <a href="http://techcrunch.com/2010/04/06/federal-court-tells-fcc-it-does-not-have-authority-to-enforce-net-neutrality/">dass die FCC (Federal Communications Commission) kein Recht hat die Netzneutralit&#228;t durchzusetzen</a>. Damit haben Comcast und andere ISPs freie Hand, wenn es darum geht z.B. Bittorrent Traffic zu drosseln oder eigene Dienste bevorzugt &#252;ber das Netz zu schicken.</p>
<p>Vor allem seit Google YouTube &#252;bernommen hat findet sich der Konzern immer wieder im Kreuzfeuer der ISPs, die behaupten Google w&#252;rde einen &#8220;Free Ride&#8221; auf ihren Netzen vornehmen ohne, dass dabei etwas greifbares f&#252;r die Netzbetreiber herausspringt. Es stimmt zwar, dass Google kaum etwas f&#252;r die benutzte Bandbreite bezahlt, weil es &#252;ber enorme Peering-Kapazit&#228;ten (Traffic-Tausch)  verf&#252;gt, trotzdem erinnert gerade das neuste <a href="http://www.ft.com/cms/s/2/8f5d6128-4400-11df-9235-00144feab49a.html">Lamento der Europ&#228;ischen Telcos</a> sehr an das leidlich bekannte Google-Bashing der Verleger.</p>
<p>Doch anders als die Verleger sind die Telcos (noch) nicht so von Google abh&#228;ngig, dass sie der Suchmaschine durch nachteilige Behandlung des Google-Traffics nicht Schaden zuf&#252;gen k&#246;nnten. Gerade vor diesem Hintergrund macht es Sinn f&#252;r Google nach Wegen zu suchen, wie man die Telcos aus dem Spiel nehmen kann.</p>
<p>Ein erster m&#246;glicher Ansatz wurde in den USA mit dem Gigabit Experiment gestartet. Dabei will <a href="http://googleblog.blogspot.com/2010/03/next-steps-for-our-experimental-fiber.html">Google Haushalte mit einem Gigabit anbinden</a> und stellt nebenbei noch die &#8220;Last Mile&#8221; anderen Netzwerken zur Verf&#252;gung, so <a href="http://www.broadbandprime.com/2010/02/will-that-be-googles-ftth-business-model.html">dass die Netzwerke nicht mehr auf der letzen Meile sonder im Kern konkurrieren</a>. Eine radikale Abkehr von den traditionellen Netzwerkinstallationen in den USA. Nat&#252;rlich sind die 50.000-500.000 Haushalten, die angeschlossen werden sollen, maximal ein Tropfen auf den hei&#223;en Stein, weshalb diese Initiative nicht die ganze Antwort sein kann.</p>
<h3>Welches Produkt bietet Google an?</h3>
<p>Das Experiment gibt jedoch einen Anhaltspunkt darauf, wie Google gedenkt die Telcos aus dem Markt zu dr&#228;ngen. Google geht dabei wie einst Apple vor. Apple war mit dem iPhone und dem iPod nicht der erste Anbieter und auch nicht der Anbieter mit den meisten Features, aber Apple hat die Regeln f&#252;r beide Produktklassen ver&#228;ndert, so dass die etablierten Anbieter pl&#246;tzlich mit Produkten konkurrierten, die in der Wahrnehmung der Kunden Meilenweit der Konkurrenz voraus waren. Etwas &#228;hnliches plant auch Google. Der Zuspruch zum Experiment und die dadurch <a href="http://www.annarbor.com/business-review/a2-fiber-ann-arbor-joins-gold-rush-for-google-fiber-project/">ausgel&#246;ste Euphorie</a> zeigen wie sehnlich <a href="http://www.bmorefiber.com/">Endkunden</a>, <a href="http://thehill.com/blogs/hillicon-valley/technology/86593-franken-goes-to-youtube-in-bid-for-google-fiber">St&#228;dte und Gemeinden</a> auf ein solches Angebot warten (<a href="http://techcrunch.com/2010/03/13/google-czar/">Google Czar?</a>, <a href="http://techcrunch.com/2010/03/01/google-kansas/">Google Kansas?</a>)</p>
<p>Google will mit dem Angebot nicht alten Wein in neuen Schl&#228;uchen verkaufen (Triple-Play oder was auch immer) sondern schafft eine neue Produktklasse mit der die Telcos vorerst nicht konkurrieren k&#246;nnen. Das zeigt der Anspruch einer Gigabite Anbindung deutlich. Google will nicht einfach ein wenig schnelleres Internet in die Wohnungen legen sondern die schnellst m&#246;gliche Anbindung bereitstellen. Und wenn Google soviel Bandbreite in die H&#228;user legt, dann gibt es daf&#252;r nur einen Grund: Google wird &#252;ber diese Leitungen massiv Videos, Filme und andere Bewegtbilder pushen. Diese Anbindung macht nur Sinn, wenn man mit dem Anschluss den entsprechenden Content mitgeliefert bekommt, der die Bandbreite auch aussch&#246;pft.</p>
<p>Gelingt Google diese B&#252;ndelung haben die Telcos ersteinmal nichts mehr zu lachen, denn mit viel Anstrengung k&#246;nnten sie vielleicht eine vergleichbare Bandbreite anbieten aber den Mix aus Bandbreite und bandbreiteninstensiven Services werden sie &#252;ber Jahre hinaus nicht haben.</p>
<h3>Wie kommt Google in den Markt?</h3>
<p>Wie Will Richmond richtig vorrechnet ist es sehr teuer Fiber in jedes Haus zu legen. Er geht davon aus, dass das<a href="http://www.videonuze.com/blogs/?2010-02-10/Google-s-Fiber-to-the-Home-Experiment-Could-Cost-750-Million-or-More/&#038;id=2428"> Experiment bis zu $750 Millionen kosten k&#246;nnte</a>.  Aber gerade in Deutschland gibt es eine g&#252;nstige und sehr attraktive Alternative zu diesem Vorgehen. Google k&#246;nnte in Deutschland mit den Kabelnetzbetreibern kooperieren, denn in jedem Kabelhaushalt liegt bereits ein Anschluss der theoretisch deutlich &#252;ber 1 Gbps Daten transferieren kann: das <a href="http://en.wikibooks.org/wiki/Computer_Networks/Cable#Spectrum_Aallocation">Coaxial-Kabel</a>. Die Kabelnetzbertreiber sind ja bereits dabei ihre Limits auszutesten. 100 Mbps &#252;ber Kabel Deutschland und <a href="http://www.videonuze.com/blogs/?2010-02-26/Cable-s-Faster-Broadband-Speeds-Make-Google-s-Fiber-Project-Look-Even-Sillier/&#038;id=2452">200 Mbps &#252;ber Virgin Media</a> (UK) gibt es bereits.</p>
<p>Um >1 Gbps via TV-Kabel zu &#252;bertragen m&#252;ssen die Kabelnetzbetreiber aber einige &#196;nderungen vornehmen, die gerade die Zusammenarbeit mit Google so wichtig machen.
<ol>
<li>Die Coaxial-Kabel m&#252;ssen relativ schnell nach dem Haus direkt an Backbones angebunden werden, ansonsten seht jedem Haushalt nur die Maximal m&#246;gliche Bandbreite geteilt durch die Teilnehmer zur Verf&#252;gung.</li>
<li>Die Kabel Anbieter m&#252;ssten TV abschalten und Frequenzen f&#252;r den Datenverkehr frei machen.</li>
</ol>
<p>Beim 1. Problem kann Google mit seinen massiven Dark-Fiber Kapazit&#228;ten und den vielen Rechenzentren helfen. Google k&#246;nnte die Konnektivit&#228;t im Backbone somit gew&#228;hrleisten.</p>
<h3>TV Umstellung auf IP</h3>
<p>Die L&#246;sung des 2. Problems ist deutlich komplexer, daf&#252;r aber auch um ein vielfaches disruptiver. Im Moment befinden sich die Kabelnetzbetreiber mitten in einem Technolgiewechsel. Sie m&#252;ssen ihre Kunden davon &#252;berzeugen vom analogen Kabel auf DVB-C umzusteigen. Dazu m&#252;ssen sie ihre Kunden entweder einen DVB-C Reciever zur Verf&#252;gung stellen oder ihnen den Kauf eines solchen nahe legen. Dar&#252;ber hinaus bedeutet diese Umstellung, dass sie im Moment sowohl analoge als auch digitale Sender &#252;bertragen und zus&#228;tzlich dazu auch noch Spektrum f&#252;r IP reservieren m&#252;ssen.</p>
<p>W&#252;rden die Kabelnetzbetreiber jetzt auf IP umsteigen w&#252;rden sie sich meiner Meinung nach einen Umstieg auf eine tote Technologie sparen. Wie Blu-Ray wird DVB-C zwar eine Marktpenetration erreichen, aber <a href="http://9to5mac.com/Steve-Jobs-BluRay-3490436">es ist von Anfang an klar, dass diese nicht von langer Dauer sein wird</a>. Der IP Switch wird kommen und wenn die Kabelnetzbetreiber schnell handeln, sparen sie sich einen Technologiewechsel (DVB-C). Um den Umstieg auf komplett IP zu vollziehen ben&#246;tigen die Kabelkunden eine IP-Box an ihrem Fernseher und hier kommt ebenfalls wieder  Google ins Spiel. Google k&#246;nnte mit der YouTube Infrastruktur, die technische Abwicklung &#252;bernehmen und die notwendigen Boxen bereitstellen. Nicht zuletzt arbeitet Google gerade an einer <a href="http://googlesystem.blogspot.com/2010/03/google-tv.html">eigenen Google TV</a> Set-Top-Box.</p>
<h3>A strategic fit</h3>
<p>Eine Allianz der Kabelnetzbetreiber mit Google in diesem Ausma&#223; h&#228;tte f&#252;r beide Beteiligte enorme Vorteile:</p>
<ul>
<li><strong>Google</strong> h&#228;tte die Kontrolle &#252;ber die Auslieferung seiner Services bis hin zum Endkunden und m&#252;sste sich &#252;ber Netzneutralit&#228;t keine Gedanken machen.</li>
<li><strong>Google</strong> kann noch bandbreitenintensivere Services anbieten (HD-Filme, HDTV, Videokonferenzen, &#8230;).</li>
<li>Die <strong>Kabelnetzbetreiber</strong> k&#246;nnen ihren Kunden ein konkurrenzloses Produkt anbieten, das ihnen die Telcos auf Jahre vom Leib h&#228;lt.</li>
<li>Die <strong>Kabelnetzbetreiber</strong> k&#246;nnen ihren Kunden einen guten Grund liefern in eine direkte Kundenbeziehung einzutreten.</li>
<li>Die <strong>Kabelnetzbetreiber</strong> kooperieren mit einem der Technologief&#252;hrer im Internet und k&#246;nnen so ihre Netze intelligenter und besser machen.</li>
</ul>
<h3>Disrupt the Telcos</h3>
<p>Internetzug&#228;nge werden zur Commodity. Schon Heute sind die Wachstumsraten im Zugangsgesch&#228;ft bescheiden und einziger Silberstreif am Horizont ist das Mobile Internet, bei dem man hofft auf einige Jahre hinaus noch gute Margen zu erzielen, aber auch dort wird die Unterscheidbarkeit schnell nachlassen.</p>
<p>Gerade deshalb w&#228;re der Markteintritt von Google mit einem Entertainment-Produkt, das sich nicht mit den klassischen Telco-Produkten vergleichen l&#228;sst so spannend. Google w&#252;rde zwar zusammen mit den Kabelnetzbetreibern einen Anschluss bereitstellen, aber dies nur um den Nutzer die eigenen bandbreitenintensiven Services (TV, Video, Bewegtbild) in ausreichender Qualit&#228;t zur Verf&#252;gung zu stellen und nicht auf den Goodwill der Telcos angewiesen zu sein. Was dann passiert hat <a href="http://blogs.hbr.org/haque/2010/04/apples_strategic_iparadox.html">Umair Haque sch&#246;n beschrieben</a>:  </p>
<blockquote><p>In a hyperconnected world, as media players are finding out the hard way, mere stuff&#8217;s a commodity. Service economics are superior: services are less risky, less capital intensive, higher skill, higher loyalty, and dramatically less imitable. The result is that service-centric businesses tend to have higher margins and create significantly more value than product-centric businesses. That&#8217;s why every economy (and sector) that transitions past the industrial era is built on them.</p></blockquote>
<p>Es geht also nicht darum noch einen Internetanschluss anzubieten, sondern einen Service, der die User bindet. Was f&#252;r ein gutes Gesch&#228;ft man mit Services machen, kann hat Google <a href="http://www.dailyfinance.com/story/company-news/googles-strong-earnings-beat-expectations-but-its-shares-fall/19441923/">gerade wieder in seinem Quartalsbericht gezeigt</a>.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-what-would-gugel-do-disrupt-the-telcos/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne f&#252;r das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong></p>
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		<item>
		<title>TV as a Service</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-as-a-service.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-as-a-service.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 22:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten beiden Artikeln dieser kleinen Serie hatte ich zuerst die Hardwareplattformen für Internet auf dem Fernseher vorgestellt und dann die verschiedenen Betriebssysteme, die auf dieser Hardware laufen eingeführt. Seit dem letzten Beitrag kam nun heraus, dass Google Android aktiv in Richtung eines TV-Betriebssystems weiterentwickelt.  Das Interessante daran ist, dass alle Kommentatoren die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten beiden Artikeln dieser kleinen Serie hatte ich zuerst die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/missing-link-internet-auf-dem-fernseher.html">Hardwareplattformen für Internet auf dem Fernseher</a> vorgestellt und dann die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an.html">verschiedenen Betriebssysteme</a>, die auf dieser Hardware laufen eingeführt. Seit dem letzten Beitrag kam nun heraus, dass Google <a href="http://www.nytimes.com/2010/03/18/technology/18webtv.html">Android aktiv in Richtung eines TV-Betriebssystems weiterentwickelt</a>.  Das Interessante daran ist, dass alle Kommentatoren die größte Herausforderung nicht bei der Hardware oder beim Betriebssystem sehen sondern im richtigen Interface und der <a href="http://gizmodo.com/5495856/a-google-tv-set+top-box-is-coming">Aufbereitung der Internetinhalte für den Fernseher</a>:</p>
<blockquote><p>Television is a relatively unexplored frontier for Google. It&#8217;s one of the few spaces left in which the company it is yet to extend its services (as well as its advertising.) But Google TV is far from a sure thing. Many companies have struggled to figure out the right user interface to finally make web on TV make sense. Google&#8217;s interfaces tend toward the functional, rather than the beautiful, but on a big screen, the sexiness factor cannot be ignored.</p></blockquote>
<p>Genau um dieses Puzzlestück dreht sich dieser Artikel, es soll geschaut werden was Services auf dem Fernseher ausmachen und wie sich TV dadurch wandelt.</p>
<p>Die neuen Möglichkeiten der Hard- und Software bedeutet zuerst einmal Eines nämlich der Fernseher im Wohnzimmer wird seiner klassischen Funktion beraubt. In der Vergangenheit waren Fernseher und Fernsehen ein und dasselbe. Dies ist nicht mehr der Fall, wenn das Internet auf dem Fernseher Einzug erhält. Genauso wie Telefonieren heutzutage auf Smartphones nur noch ein Applikation von vielen ist, wird Fernsehen zunehmend zu einem Service neben vielen anderen werden. Dies bedeutet der Fernseher wird zu einem zusätzlichen Screen im Wohnzimmer und damit seiner klaren Funktion beraubt. Auf der anderen Seite bedeutet diese Entwicklung aber auch, dass sich das Fernsehen wandeln muss und sich ein neues Selbstverständnis erarbeiten muss. TV wird zu einem Service und damit stellen sich für das Fernsehen die gleichen Herausforderungen wie z.B. Softwarefirmen, Spielehersteller und Telefonanbieter.</p>
<h3>Was ist TV as a Service?</h3>
<p>TV as a Service hat viele Analogien zu Software as a Service (SaaS) von daher kann man versuchen die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_service#Key_characteristics">Charakteristiken von Software as a Service</a> auf TV as a Service zu mappen. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_service#Key_characteristics">Wikipedia führt folgende Merkmale für SaaS an</a>:<em></p>
<ul>
<li>network-based access to, and management of, commercially available software</li>
<li>activities managed from central locations rather than at each customer&#8217;s site, enabling customers to access applications remotely via the Web</li>
<li>application delivery typically closer to a one-to-many model (single instance, multi-tenant architecture) than to a one-to-one model, including architecture, pricing, partnering, and management characteristics</li>
<li>centralized feature updating, which obviates the need for end-users to download patches and upgrades.</li>
<li>frequent integration into a larger network of communicating software &#8211; either as part of a mashup or as a plugin to a platform as a service.</li>
</ul>
<p></em>
</p>
<p>Diese lassen sich wie folgt für TV as a Service adaptieren:</p>
<ul>
<li>TV as a Service erlaubt den Zugriff auf TV-Inhalte über das Internet. Die Inhalte können zudem über das Internet verwaltet, manipuliert und adaptiert werden.</li>
<li>TV as a Service verwaltet den Zugriff zentral und speichert den letzten Zustand des Services und erlaubt es so dem User von überall und mit beliebigen Geräten auf den Inhalt zuzugreifen.</li>
<li>TV as a Service behält &#8211; zumindest in der Standardkonfiguration &#8211; seine Linearität und das Broadcast one-to-many Modell bei.</li>
<li>TV as a Service Inhalte sind tiefer und erlauben es innerhalb des Frameworks mehr zu erleben als im klassischen TV.</li>
<li>TV as a Service lässt sich nahtlos in andere Web- und Internet-Services integrieren, dazu werden Schnittstellen bereitgestellt.</li>
</ul>
<p>TV as a Service ist somit als Komplement zum klassischen TV zu verstehen. <strong>Wenn das Internet auf den Fernseher wandert, muss das Fernsehen ins Internet wandern um seine Bedeutung zu behalten und weiterhin entsprechende Nutzerzahlen aufweisen zu können.</strong> Anders als zum Beispiel bei Print-Inhalten hat es das Fernsehen im Moment noch relativ gut, denn Fernsehen ist noch kein nativer Teil der Netzes geworden. Somit bietet sich die Chance für die TV-Sender diese Zukunft mitzugestalten.</p>
<h3>Implikationen von TV as a Service</h3>
<p>TV as a Service hat weitreichende Implikationen:</p>
<ol>
<li><strong>Das Fernsehen löst sich von seinen klassischen Übertragungswegen</strong>, wie Kabel, Satellit und Terrestrik und betrachtet das Internet als gleichwertigen Teil des Distributionsmixes.</li>
<li><strong>Die geschlossene Struktur des Fernsehens wird aufgebrochen</strong> und es bilden sich neue Dienste und Integrationsmuster. TV Inhalte könnten über APIs angesprochen, referenziert und geremixed werden.</li>
<li><strong>Linearität ist nur noch eine Option.</strong> Während der lineare live Broadcast weiterhin der Standard für den Konsum für TV-Inhalten bleiben wird, fordert TV as a Service die Option alle Inhalte auch on demand zu sehen und das über Sendergrenzen hinweg.</li>
</ol>
<p>Entwickelt sich TV in diese Richtung könnten sich neue Konsumgewohnheiten ergeben. So gibt es  schon jetzt viele Communities Rund um TV und Twitter ist regelmäßig voll von TV-Tweets aber bis jetzt ist immer ein Medienmix notwendig (PC, Handy und Fernseher) um die beiden Welten zu verbinden. Mit TV as a Service könnten integrierte Lösungen entstehen entweder auf dem Fernseher (Twitter-Applikation, die sich ins TV einhängt), oder im Web und auf Mobilengeräten.</p>
<p>Potential liegt zudem in einer offenen Schnittstelle, die Zugang zu den Inhalten, den Metadaten und im Idealfall auch dem Archiv bietet. Wer würde nicht gerne in seine Tweets zum laufenden Programm einen Link einfügen, der den Nutzer direkt dorthin führt?</p>
<h3>Erste Gehversuche</h3>
<p>Die große Mehrzahl der momentan existierenden Services rund um TV lassen den Kern des Fernsehens (Linearität und Distribution) unangetastet. Sie ergänzen entweder das Programm (MLB), verlängern es (iPlayer) oder konkurrieren mit ihm (YouTube, Netflix). </p>
<h4>BBC iPlayer</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/iPlayer.jpg" alt="iPlayer" title="iPlayer" width="550" height="233" class="alignleft size-full wp-image-1233" /></p>
<p>Die <a href="http://www.bbc.co.uk/">BBC</a> ist wieder einmal Vorreiter, wenn es darum geht das Fernsehen weiterzuentwickeln. Der <a href="http://www.bbc.co.uk/iplayer/">BBC iPlayer</a> war ursprünglich für das 7-Tage Catch-up konzipiert, hat sich aber schnell zu mehr entwickelt.  Mittlerweile stellt der iPlayer die BBC Inhalte auf <a href="http://thenextweb.com/uk/2009/11/27/unmissable-bbc-iplayers-success-numbers/">15 verschiedenen Plattformen sowohl als Stream, live Stream oder als Download</a> bereit und unterstreicht damit den Service-Ansatz. Mit dem iPlayer bleibt es dem Nutzer überlassen, wann er welchen Inhalt in welchem Kontext nutzen möchte sei es auf Symbian, dem iPhone, der PS3 oder der Wii. </p>
<p>Dass sich diese alternativen Plattformen durchaus lohnen können, sieht man an den Nutzungszahlen. Die PS3 ist <a href="http://www.cxo.eu.com/news/john-linwood-iplayer/">für 10% des iPlayer Traffics verantwortlich und weitere 7% der Request kommen über das iPhone</a>.</p>
<p>Neben dem iPlayer stellt die <a href="http://ideas.welcomebackstage.com/">BBC Entwicklern Schnittstellen und Informationen</a> bereit mit denen sie Applikationen rund um die BBC-Inhalte entwickeln können. Die Programminformationen sind dabei genauso<a href="http://ideas.welcomebackstage.com/node/3"> zugänglich wie die Tweets der BBC Mitarbeiter</a>.   </p>
<h4>Netflix Watch Instantly</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/ZZ0A575925.jpg" alt="ZZ0A575925" title="ZZ0A575925" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-1234" />
</p>
<p>Während die BBC versucht die eigenen Inhalte zu verlängern, ist <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> dabei mit <a href="http://www.netflix.com/BrowseGenres/Watch_Instantly/">Watch-Instantly</a> die Transformation des eigenen Geschäftsmodells voranzutreiben und den Postversand von DVDs zunehmend durch Streaming zu ersetzen.</p>
<p>Im Zuge dessen ist es für Netflix wichtig seine Filme auf den Fernseher im Wohnzimmer zu schicken. Dazu hat Netflix seine Service-Architektur so aufgesetzt, dass sie mittlerweile auf der XBox, der Wii und der PS3 vertreten sind. Darüber hinaus werden auch mobile Services (<a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-survey-hints-at-iphone-streaming-via-wifi.html">iPhone</a>, <a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-streaming-coming-to-windows-phone-7-series.html">Windows Phone7</a>, <a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-seriously-considering-streaming-on-the-nintendo-ds.html">Nintendo DS</a>) evaluiert. Zudem wird die langjährige <a href="http://www.roku.com/netflixplayer/">Partnerschaft mit Roku</a> gepflegt, der Beginn von Netflixs Einzug ins Wohnzimmer.</p>
<p>Netflixs streaming Volumen ist so stark gewachsen, dass selbst <a href="http://www.akamai.de/">Akamai</a> (Akamai ist bekannt für seine Premium-Preise) seine Preise mehr als halbiert hat um Netflix als Kunden zu gewinnen. <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/akamai-now-the-primary-cdn-for-netflix-but-at-a-very-low-price.html">Netflix bezahlt jetzt bei Akamai nur noch 1,5 Cent pro Gigabyte</a>. Somit können selbst HD-Filme für wenige Cents an den Kunden gestreamt werden, was deutlich günstiger sein dürfte als die Lieferung per Post.</p>
<h4>YouTube</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_xl.jpg" alt="youtube_xl" title="youtube_xl" width="550" height="321" class="alignleft size-full wp-image-1235" /></p>
<p>Anders als die BBC und Netflix musste YouTube relativ wenig dafür tun als Service auf möglichst vielen Geräten im Wohnzimmer vertreten zu sein. Die Marke hat eine solche Strahlkraft, dass kein TV- und Boxen-Anbieter es wagt mit einem Angebot auf den Markt zu kommen, das keinen Zugriff auf YouTube erlaubt. Somit reichten die <a href="http://code.google.com/apis/youtube/overview.html">YouTube API</a> und <a href="http://www.youtube.com/xl">YouTube XL</a> um in eine komfortable Lage zu kommen.</p>
<h4>MLB</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mlb_tv.jpg" alt="mlb_tv" title="mlb_tv" width="550" height="335" class="alignleft size-full wp-image-1236" /></p>
<p><a href="http://mlb.mlb.com/mlb/subscriptions/index.jsp?product=mlbtv&#038;affiliateId=MLBTVREDIRECT">MLB.TV</a> ist ein Paradebeispiel, wenn es darum geht, wie ein TV as a Service Angebot aussehen kann. Schließt man ein MLB.TV Abo ab, kann man nicht nur auf dem Fernseher MLB.TV sehen, sondern auch auf dem PC, dem iPhone oder der <a href="http://www.roku.com/mlb-partner">Roku-Box</a>. Dabei sind die online Dienste deutlich umfangreicher als das Fernsehangebot. Der User kann sich interaktive Statistiken zum Spiel einblenden, mehrere Spiele gleichzeitig sehen, Szenen wiederholen, Highlights abspielen und vieles mehr. Natürlich kann er auch das aktuelle Spiel live und in HD über das Netz sehen.</p>
<p>Gerade haben <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/espn-to-use-mlb-to-stream-all-their-events-drops-support-for-move-networks.html">ESPN und MLBAM</a> (die Firma hinter MLB.TV) bekanntgegeben, dass ESPN auf die Technologie von MLB.TV für die eigene Seite zurückgreifen wird, was wohl ESPN-Kunden in Kürze auch die Möglichkeit geben wird ihren Sport-Kanal als Service auf allen möglichen Geräten zu nutzen. Diese Vereinbarung zeigt zudem, dass sich ein Sender mehr erarbeitet als nur weitere Zuschauer, wenn er den Weg in die TV as a Service Zukunft konsequent verfolgt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Implementation eines TV as a Service Modells von allen Sendern könnte die Entwicklung, die YouTube begonnen hat, zu einem versöhnlichen Abschluss für alle Beteiligten bringen.  Für Fernsehsender bietet sich hier eine einmalige Chance direkte Kundenbeziehungen zu erarbeiten und zusätzliche Nutzer für das eigene Programm zu gewinnen. Daneben bietet sich natürlich für Fremdanbieter die Chance den TV-Sendern ihr Publikum auf dem TV-Screen streitig zu machen und diese Nutzer mit Casual-Games, Video-on-Demand und Kommunikationsdiensten statt TV zu unterhalten.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-tv-as-a-service/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>YouTube Redesign: vollends assimiliert</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/youtube-redesign-vollends-assimiliert.html</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 17:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
		<category><![CDATA[Videohoster]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast vier Jahre sind vergangen seit der Übernahme von YouTube durch Google, doch mit dem momentan stattfindenden Redesign hat es Google endlich geschafft YouTube fast vollständig zu assimilieren.
Der Zeitpunkt passt gut, denn es wird erwartet, dass YouTube dieses Jahr zum ersten Mal schwarze Zahlen schreibt. 2011 wird dann sogar über eine Milliarde Dollar Umsatz erwartet.

Vorbei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast vier Jahre sind vergangen seit der <a href="http://www.google.com/press/pressrel/google_youtube.html">Übernahme von YouTube durch Google</a>, doch mit dem <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2010/01/video-page-gets-makeover.html">momentan stattfindenden Redesign</a> hat es Google endlich geschafft YouTube fast vollständig zu assimilieren.</p>
<p>Der Zeitpunkt passt gut, denn es wird erwartet, dass YouTube dieses Jahr <a href="http://www.broadbandtvnews.com/2010/03/05/youtube-profitable-in-2010/">zum ersten Mal schwarze Zahlen schreibt</a>. 2011 wird dann sogar über eine <a href="http://newteevee.com/2010/03/05/citi-youtube-to-top-1b-in-revenues-in-2011/">Milliarde Dollar Umsatz erwartet</a>.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_vs_google.jpg" alt="youtube_vs_google" title="youtube_vs_google" width="550" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1196" /></p>
<p>Vorbei die Zeiten, in denen YouTube bunte, unaufgeräumte Video-Seiten hatte oder der User auf Hauptnavigation und Kategorien hingewiesen wurde. Das neue Design stellt ganz klar die Suche in den Vordergrund. Zudem wird die Playlist zum Standard, das heißt es spielt in Zukunft fast immer das nächste Video, wenn das momentane zu Ende geht. Wobei sich die Playlist aus dem Kanal, dem Suchergebnis oder verwandten Videos jeweils automatisch ergibt.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_screenshot.jpg" alt="youtube_screenshot" title="youtube_screenshot" width="550" height="330" class="alignleft size-full wp-image-1200" /></p>
<p>Ich hatte letztes Jahr b<a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2009/wandel-in-der-navigationskonzepte.html">ereits auf den Wandel der Navigationskonzepte rund um Internet Videos</a> hingewiesen. Dieses Redesign ist der nächste Schritt in diese Richtung und komplettiert die Reihe.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_navigation.jpg" alt="youtube_navigation" title="youtube_navigation" width="553" height="462" class="alignleft size-full wp-image-1199" />
<p> Viel mehr kann YouTube ja auch nicht mehr weglassen ;)</p>
<h3>Erweiterte Playerfunktionalität</h3>
<p>Während YouTube auf der einen Seite viel Arbeit in die Reduktion der Elemente auf der Seite investiert, sind sie auf der anderen Seite fleißig dabei die Playerfunktionalität weiter auszubauen und diesen mit weiteren Features vollzupacken. Das schlägt sich natürlich auch im Playerdesign nieder, der 2008 auf seinem reduziertesten Stand war. Zu dieser Zeit hatte YouTube zum einzigen Mal auch keine zwei verschiedene Player für Embed-Videos und Videos auf der Seite.</p>
<p>Nach 2008 wächst die Funktionalität rapide und damit auch die Buttons und Elemente im Player. Das jüngst <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2010/03/future-will-be-captioned-improving.html">bekannt gegebene Auto-Captioning</a>, will genauso untergebracht werden wie das Vergößern, der Fullscreeen oder die Auswahl der Videoqualität. Wobei gerade letzteres die Frage aufwirft warum YouTube immer noch keine <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/01/why-cant-youtubes-player-autodetect-when-a-user-should-get-hd-quality.html">automatische Bandbreiten Erkennung durchführt</a> um dem User immer die bestmögliche Qualität anzubieten.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_player_design_06_10_v2.jpg" alt="youtube_player_design_06_10_v2" title="youtube_player_design_06_10_v2" width="550" height="794" class="alignleft size-full wp-image-1197" /> </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist es schlau von YouTube so viel Funktionalität wie möglich im Player zu verankern, ist er doch die kleinstmögliche Einheit mit deren Hilfe YouTube Videos abgespielt werden können. Gerade Embed-Videos können nicht auf Funktionen der Hauptseite zurückgreifen.</p>
<p>Ich bin auf jeden Fall gespannt was dieses Redesign in Bezug auf die Nutzungsdauer bedeutet und könnte mir sehr gut vorstellen, dass diese durch die Playlisten und den Stream an Videos in die Höhe schießen wird.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welches Betriebssystem treibt die Fernseher von Morgen an?</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 19:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Beitrag hatte ich die verschiedene Hardware-Lösungen vorgestellt, die es ermöglichen Internet ins Wohnzimmer auf den Fernseher zu bringen. Allerdings ist die Hardware nur die halbe Miete, das hat Apple mit dem iPhone eindrucksvoll bewiesen, deshalb möchte ich im zweiten Teil dieser kleinen Serie darauf eingehen, welche Software-Plattformen in diesem Feld konkurrieren und was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/missing-link-internet-auf-dem-fernseher.html">Beitrag hatte ich die verschiedene Hardware-Lösungen vorgestellt, die es ermöglichen Internet ins Wohnzimmer auf den Fernseher zu bringen</a>. Allerdings ist die Hardware nur die halbe Miete, das hat Apple mit dem iPhone eindrucksvoll bewiesen, deshalb möchte ich im zweiten Teil dieser kleinen Serie darauf eingehen, welche Software-Plattformen in diesem Feld konkurrieren und was ihre jeweiligen Stärken und Schwächen sind.</p>
<p>Je nach Plattform sind unterschiedliche Schichten und Features bereits implementiert. Prinzipiell kann man bei den Softwareplattformen grob folgende Layer unterschieden:</p>
<ol>
<li><strong>Kernel:</strong> Er erlaubt die Ansprache der Hardware, der Videobeschleunigung und übernimmt das Speichermanagement.</li>
<li><strong>Application-Framework:</strong> Dieser Teil stellt Entwicklern Schnittstellen und Treiber zur Verfügung mit deren Hilfe sie eigene Applikationen für die Plattform entwickeln können. Im Idealfall bietet die Plattform ein Software Developer Kid (SDK), das den Entwicklern die Arbeit erleichtert.</li>
<li><strong>Presentation-Layer:</strong> Dort werden die Inhalte gerendert und dargestelt. Je nach Plattform erlaubt dieser Layer unterschiedliche Freiheitsgrade.</li>
<li><strong>Payment (optional):</strong> Natürlich ist es verlockend als Plattformanbieter auch gleich eine Payment-Schnittstelle anzubieten. Diese ist oftmals direkt in Appstores eingebunden und erlaubt es Entwicklern und Content Anbietern Geld für Applikationen und Inhalte zu verlangen.</li>
<li><strong>Digital Rights Management (DRM) (optional):</strong> Auch wenn ein DRM mittlerweile antiquiert erscheint, hat gerade die Film- und Fernsehindustrie noch Vorbehalte ihre Inhalte ohne DRM anzubieten, deshalb kann eine entsprechende Integration durchaus Sinn machen.</li>
<li><strong>Social Graph (optional):</strong> Eine Verknüpfung der Box mit Social Networks bzw. ein separater Login auf der Box eröffnen eine Vielzahl von Personalisierungsmöglichkeiten, von Favoriten über Empfehlungen bis hin zum persönlichen Programm.</li>
</ol>
<h3>Verhärtete Fronten</h3>
<p>Es ist abzusehen, dass sich der momentan <a href="http://mossblog.allthingsd.com/20090410/the-smartphone-wars/">tobende Plattformkrieg bei den Smartphones</a> auf die Internetboxen ausweiten wird. Erste <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cFHfGuI3VTk">Android Set-Top-Boxen</a> sind bereits in der Mache und die <a href="http://www.cultofmac.com/apple-source-adobes-flash-is-too-buggy-for-the-ipad/28540">Differenzen von Adobe und Apple über Flash</a> könnten auf diesen Geräten noch einmal eine ganz neue Dimension bekommen. Zudem wird nun auch Samsung auf der Party erwartet, denn der <a href="http://www.samsung.com/us/news/newsRead.do?news_seq=16458&#038;page=1">angekündigte Appstore für Fernseher und Blu-Ray Player</a> wird auf lange Sicht  sicherlich mit <a href="http://www.connectedinternet.co.uk/2009/11/13/samsung-joins-smartphone-platform-war-unveils-bada/">einem Handy-Appstore verschmelzen</a>.</p>
<p>Neben der Diskussion um die richtige Softwareplattform gibt es in letzter Zeit eine angeregte Diskussion <a href="http://techcrunch.com/2009/07/06/html-5-ogg-theora-vs-h264-in-the-battle-for-a-web-video-standard/">über den richtigen Videocodec</a>. Gerade erst hat das <a href="http://www.webmonkey.com/blog/Royalty_Deadline_for_HDOT264_Extended__But_It_s_Still_Bad_for_the_Web">MPEG LA die Gebühren für H.264 AVC</a> bis Ende 2016 weiter ausgesetzt, doch die Sorge bleibt, dass es sich hierbei um einen &#8220;<a href="http://newteevee.com/2008/04/29/velocix-takes-drug-dealer-approach/">Drugsdealer Approach</a>&#8221; handelt. Erst den Codec umsonst hergeben, so dass er sich möglichst weit verbreitet um dann im zweiten Schritt horrende Preise dafür zu verlangen.</p>
<p>Leider gibt es im Moment kaum Alternativen zu H.264, denn <a href="http://www.theora.org/">Ogg Theora</a> ist lange nicht so effektiv in der Kompression. Eine Alternative wäre auf den ersten Blick <a href="http://www.on2.com/index.php?599">On2s VP8</a>. Nachdem <a href="http://newteevee.com/2010/02/18/on2-shareholders-finally-agree-to-google-deal-now-what/">Google On2 endgültig gekauft hat</a>, könnten sie wie von der <a href="http://www.fsf.org/blogs/community/google-free-on2-vp8-for-youtube">Free Software Foundation gefordert</a> den Codec als Open Source veröffentlichen. Allerdings stellt dieser Codec im Moment gerade für die Internet-TV-Boxen und Fernseher keine Alternative dar. Fast alle Boxen haben eine eingebaute H.264 Hardwarebeschleuningung, die selbst HD in 1080p ruckelfreie abspielt. Fehlt die Hardwarebeschleuningung wie bei VP8 ist nicht mal mehr ein SD Stream ruckel frei zu sehen.</p>
<h3>Konkurrierende Plattformen</h3>
<h4>Adobe Flash</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ4CB7AF47.jpg" alt="ZZ4CB7AF47" title="ZZ4CB7AF47" width="250" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1175" />Adobe Flash ist mit über <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8287239.stm">75% der ausgelieferten Videos</a>, die dominante Videoplattform im Internet. Mit einer <a href="http://www.adobe.com/products/player_census/flashplayer/version_penetration.html">Plugin-Penetration von >98%</a> kann Adobe auf allen Betriebssystemen und in allen Browsern Videos abspielen.</p>
<p>Woran es bisher gehapert hat war der Flashsupport auf Mobiltelefonen und vor allem auf den CE Geräten. Für diese Geräte hatte Adobe <a href="http://www.adobe.com/products/flashlite/">Flash Lite</a> vorgesehen, allerdings konnte Flash Lite nie an den Erfolg des Browserplugins anknüpfen.</p>
<p>Mit <a href="http://labs.adobe.com/technologies/flashplayer10/">Flash 10.1</a> soll das nun besser werden. Flash 10.1 bietet eine Runtime für alle Geräte und Hardwareplattformen, doch damit nicht genug. Adobe kooperiert mit Intel so dass <a href="http://www.geek.com/articles/chips/intel-atom-ce4100-bringing-flash-3d-and-widgets-to-tv-20090925/">Flash 10.1 nativ auf Intels CE Atom Chips</a> läuft, was den Intel-Chip wiederum mit der ebenfalls integrierten HD Videobeschleunigung zu einem idealen Herzstück für Internet-Link Boxen und Fernseher macht. Zudem Versucht Adobe mit dem <a href="http://www.openscreenproject.org/">Open Screen Project</a> Device übergreifende Applikationen und Funktionen zu forcieren.</p>
<p>Schafft es Adobe Flash 10.1 endlich zur Marktreife zu bringen öffnen sich die Schleusentore auf dem Fernseher. Flash, Adobe AIR und Videoapplikationen laufen mit geringen Interface Anpassungen plötzlich auf dem TV. <small>Genau diese Schleusentore möchte <a href="http://www.cultofmac.com/adobe-theres-no-flash-on-ipad-because-apple-is-protecting-content-revenue/28564">Apple natürlich nicht für das iPhone und das iPad öffnen</a> verdient man doch so gut am Appstore. Deshalb wird Apple wohl weiterhin der einzige Smartphonehersteller ohne Flash Support bleiben.</small></p>
<h4>Apples iPhone OS X</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ6992CED0.jpg" alt="ZZ6992CED0" title="ZZ6992CED0" width="250" height="177" class="alignleft size-full wp-image-1178" /></p>
<p>Das <a href="http://www.apple.com/ipad/">iPad</a> hat gezeigt, dass Apple größere Ambitionen mit dem <a href="http://www.apple.com/iphone/softwareupdate/">iPhone OS</a> hat als nur Handys damit zu bestücken. Auf dem <a href="http://www.apple.com/appletv/">AppleTV</a> läuft es zwar noch nicht aber ich gehe stark davon aus, dass dies nicht mehr lange so sein wird. Momentan handelt es sich beim AppleTV um ein geschlossenes System, für das der User lediglich Inhalte kaufen oder über iTunes einspielen kann.</p>
<p>Da sich alle anderen Angebote zunehmend für Applikationen und Drittanbieter öffnen, fällt das <a href="http://arstechnica.com/apple/news/2010/02/three-years-later-apple-tv-remains-a-hobby.ars">notorisch unerfolgreiche AppleTV</a> noch weiter hinter der Konkurrenz zurück. Dem könnte Apple entgegen wirken indem sie das iPhone OS auf AppleTV portieren und so dem User Zugang zu hunderttausenden Applikationen geben. Gleichzeitig profitieren tausende von Entwicklern von einem weiteren Ausgabegerät. Apple müsste nicht mehr verschiedene Codebasen warten und weiterentwickeln und könnte sich zudem ähnlich wie Adobe mit Flash Gedanken machen, wie sie den Device-Shift am besten lösen – ein Problem, das immer akuter wird.</p>
<h4>Android</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ5F2A9D87.jpg" alt="ZZ5F2A9D87" title="ZZ5F2A9D87" width="250" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1186" /></p>
<p>Was bei Apple noch pure Spekulation ist, ist bei Android bereits Realität. Es existieren <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cFHfGuI3VTk">erste</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vniBJfzdU5A">Set-Top-Boxen</a>, die auf Googles Handy Betriebssystem zurückgreifen. Auch hier erschließt sich den User neben dem Videokonsum gleich noch ein ganzes Universum an weiteren Applikationen, die plötzlich über den Fernseher genutzt werden können.</p>
<p>Android hat seine stärken sicherlich im Google Support und im SDK und erlaubt es so schnell und relativ einfach Boxen auf den Markt zu bringen.</p>
<h4>DivX TV</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ41910970.jpg" alt="ZZ41910970" title="ZZ41910970" width="250" class="alignleft size-full wp-image-1174" /></p>
<p>Als Codec ist DivX heutzutage in fast allen CE-Geräten präsent, so dass DivX Videos auch auf dem Heimischen DVD-Player oder Festplattenrecorder abgespielt werden können. Nachdem das Experiment mit dem Videohosting über <a href="http://www.divx.com/stage6/">Stage6</a>gescheitert ist, will sich DivX nun als Plattform positionieren, die nicht nur den Codec bietet sondern auch gleich <a href="http://www.divx.com/en/electronics/divx-tv/oems">Logik, Billing, Inhalte und Applikationen mitbringt</a>. Während dieser Ansatz sicherlich für die großen CE-Hersteller nicht in Frage kommt könnte das rundum sorglos Paket bei kleineren Anbietern durchaus auf Gegenliebe stoßen.</p>
<h4>XBMC</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ36F7AB10.jpg" alt="ZZ36F7AB10" title="ZZ36F7AB10" width="250" height="134" class="alignleft size-full wp-image-1176" /></p>
<p>Die aus dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/XBMC">XBox Media Center Projekt</a> hervorgegangene Software <a href="http://xbmc.org/">XBMC</a> ist mittlerweile die Grundlage für verschiedene Media Center Lösungen von <a href="http://www.boxee.tv/">Boxee</a> über <a href="http://www.plexapp.com/">Plex</a> bis hin zu <a href="http://www.voddler.com/">Voddler</a>. Dass man auch Boxen mit der Software ausliefern kann, zeigt die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee-Box</a>.</p>
<p>Je nach Derivat der Software sind noch zusätzliche Schichten eingezogen, wie z.B. das Payment und der Social Graph bei Boxee. Diese Schichten sollen den User an den jeweiligen Anbieter binden.</p>
<p>Anders als bei den bisher vorgestellten Plattformen steht hinter XMBC die Open Source Community, ohne dass direkt Konzerninteressen verfolgt werden, wie dies z.B. bei Android der Fall ist. Somit ist auch nicht zu befürchten, dass die Applikationen und Schnittstellen in Zukunft beschnitten oder durch Approval-Prozesse beschränkt werden.</p>
<h4>Browser und CE-HTML</h4>
<p>Mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CE-HTML">CE-HTML</a> gibt es einen HTML Standard mit dessen Hilfe Applikations- und Webseitenentwickler ihre Produkte für den Fernseher optimieren können. Auf der Geräte Seite muss dafür lediglich ein entsprechender Browser integriert werden, der die Webseiten korrekt darstellt. Mit der breiten Adaption dieses Standards ließe sich eine Abkopplung der Applikationen auf dem Fernseher von den Applikationen im Netz vermeiden.</p>
<p>Der Nutzer erhielte über den entsprechenden Browser einfach Zugriff auf das &#8220;normale&#8221; Internet und die jeweiligen Anbieter dort können entscheiden ob sie ihre Seiten für diese Nutzer mit CE-HTML optimieren möchten oder nicht. In meinen Augen ist dies eine der charmantesten Lösungen, allerdings gibt sie natürlich den Hardwareherstellern auch die geringste Kontrolle über das was über ihre Boxen passiert. Aber neben der Schaffung eines künstlichen Walled-Gardens kann ein Hersteller jedoch auch über andere Funktionen einen Login erzeugen. So könnte er z.B. eine ausgefeilte Startseite bereitstellen, die dem User direkt gute Inhalte aus dem Netz vorschlägt oder ähnliche Services anbieten, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten (Mehr zu den Services im nächsten Post).</p>
<h4>Proprietäre Systeme</h4>
<p>Inspiriert von Apples Appstore Erfolg haben sich verschiedenste Anbieter aufgemacht und für ihre Plattformen ebenfalls SDKs herausgebracht. Roku hat sein ehemals geschlossenes System geöffnet und ermutigt nun <a href="http://www.roku.com/developer">Entwickler Applikationen für die Box zu schreiben</a>. Ähnlich ist Vudu verfahren auch dort können Entwickler <a href="http://www.vudu.com/vuduapps.html">Applikationen für die Plattform bereitstellen</a>. Beide Anbieter leiden leider etwas unter ihrer mangelnden Reichweite, denn warum sollte ein Entwickler eine Vudu App schreiben, wenn er statt dessen eine Android, iPhone oder Flash-Applikation entwickeln kann? Natürlich wird es einige Flagship Applikationen für diese Systeme geben, allerdings wird wohl die breite Masse an Entwicklern ausbleiben.</p>
<p>Interessant könnte es rund um <a href="http://www.samsung.com/us/news/newsRead.do?news_seq=16458&#038;page=1">Samsungs Appstore</a> werden, denn über diesen erhalten Entwickler Zugang auf Millionen verkaufter Fernseher und Blu-Ray-Player. Erweitert Samsung das Konzept noch um einen gleich gestrickten Handy Appstore hätte der Hersteller ein sehr interessantes Ökosystem. Ein anderer spannender Aspekt wird zudem an Samsungs Initiative zu beobachten sein. Wenn Samsung mit seinen Appstore Fernsehern in den Markt kommt wird es interessant welchen Appstore die Konsumenten nutzen, wenn sie die Wahl zwischen einem Appstore, der direkt in den Fernseher integriert ist, und einem, der in einer Box oder einem anderen Zusatzgerät steckt, haben.</p>
<h3>Wer gewinnt?</h3>
<p>Anders als bei der Hardware ist das Bild bei der Software nicht so einfach zu deuten. Es wird spannend in welche Waagschale Google seine Ressourcen werfen wird, zwar sind sie immer für ein offenes Internet (Browser&#038;CE-HTML) aber wenn es um die Wahl zwischen dem offenen Internet und Android geht bin ich mir da nicht mehr so sicher. Apples Impact hängt stark davon ab, wie sie mit AppleTV weiter vorgehen. In seiner momentanen Inkarnation wird es keine Rolle spielen, aber das muss nicht so bleiben, sollten sie das iPhone OS auf die Box portieren.</p>
<p>Flash wird definitiv einen großen Einfluss auf die Geräte haben, zum einen bietet es Zugriff auf Millionen Inhalte und Applikationen zum anderen ist die Software für die Box einfach handelbar. Der Erfolg von XBMC wird sehr stark davon abhängen, wie gut es den Startups (Boxee etc.) geht, die auf diese Software setzen. Auf sich alleine gestellt wird XBMC ein Nischenphänomen bleiben. Bei den proprietären Systemen wird definitiv das offenste gewinnen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/gugel/gugel-kolumne-welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong></p>
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		<title>Missing Link: Internet auf dem Fernseher?</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 11:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die CES in Las Vegas, hatte neben Tablet-Computern und 3D Fernsehern ein großes Thema: Die Verbindung zwischen TV Geräten und dem Internet. Die Ankündigungen von Samsung über DivX TV und die Boxee Box waren vielfältig und zeigen in der Summe den Weg auf, den die Branche nehmen wird. Schließlich wird es für die Gerätehersteller immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.cesweb.org/">CES in Las Vegas</a>, hatte neben Tablet-Computern und 3D Fernsehern ein großes Thema: Die Verbindung zwischen <a href="http://lastgadgetstanding.com/">TV Geräten und dem Internet</a>. Die Ankündigungen von <a href="http://www.techradar.com/news/internet/samsung-launches-connected-tv-app-store-661891">Samsung</a> über <a href="http://www.divx.com/en/electronics/divx-tv">DivX TV</a> und die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee Box</a> waren vielfältig und zeigen in der Summe den Weg auf, den die Branche nehmen wird. Schließlich wird es für die Gerätehersteller immer schwieriger sich ohne Zusatzfeatures zu differenzieren und für Content Anbieter wird es immer wichtiger auf weiteren Geräten neben dem PC vertreten zu sein.</p>
<p>Der Trend sich über Medien zu differenzieren, zeigt sich nicht nur bei den Fernsehern sondern fängt bei <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/festplatten-nas/multimedia-tv-festplatten/empfehlungen.html">externen Festplatten</a> an und hört bei Blu-Ray Playern noch längst nicht auf. Angetrieben werden diese Geräteklassen von zunehmend leistungsfähigen Chips, wie dem <a href="http://www.nvidia.com/object/tegra_250.html">NVidia Tegra 2</a> oder <a href="http://www.geek.com/articles/chips/intel-atom-ce4100-bringing-flash-3d-and-widgets-to-tv-20090925/">Intels Atoms</a>, die bereits auf <a href="http://www.broadcom.com/press/release.php?id=s387266">Chipebene wichtige Codecs für den Videokonsum</a> unterstützen und so für ein flüssiges Videoerlebnis sorgen.</p>
<p>Doch damit der TV Screen im Wohnzimmer auch wirklich für andere Dinge als das klassische Fernsehen genutzt werden kann, bedarf es mehr als eines leistungsfähiger Chips. Man kann die Komponenten grob in drei Kategorien gliedern, die das Videoerlebnis komplettieren.
<ol>
<li>Hardware, die den Zugang zum Internet bereitstellt. </li>
<li>Software, die die Inhalte aufbereitet und zugänglich macht. </li>
<li>Services, die Inhalte für die neuen Hardware und Softwareplattformen bereitstellen.</li>
</ol>
<p>Alle drei Felder stellen eine Erweiterung des bisherigen Internet Video Marktes dar, der es bisher kaum über den PC hinaus geschafft hat. In 2010 werden aber zunehmend alternative Abspielgeräte an Bedeutung gewinnen, so dass es sich anbietet die oben genannten Felder in einer Artikelserie näher zu betrachten. Deshalb hier eine Vorstellung der verschiedenen Hardware Player.</p>
<h3>Hardware: Geräteklassen</h3>
<h4>Internet enabled TV Sets</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ0F1B55B4.jpg" alt="ZZ0F1B55B4" title="ZZ0F1B55B4" width="550" height="103" class="alignnone size-full wp-image-1141" /></p>
<p>Die einfachste Möglichkeit das Internet auf den Fernseher zu bringen ist, die direkte Integration in den Fernseher. Alle großen Hersteller bieten mittlerweile entsprechende Modelle an. Besonders erwähnenswert sind hier die neueren Geräte, wie z.B. <a href="http://vizio.com/vf552xvt.html">Vizios Internet Apps</a>, denn diese benötigen keine Kabelverbindung mehr sondern klinken sich per Wlan direkt ins Heimnetz, somit dürften die 2 1/2 Wände zwischen Internetanschluss und Fernseher zunehmend kein Problem mehr darstellen.</p>
<h4>Spielekonsolen</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ686A4466.jpg" alt="ZZ686A4466" title="ZZ686A4466" width="550" height="147" class="alignnone size-full wp-image-1146" /></p>
<p>Im Moment dominieren, jedoch Spielekonsolen den Zugang zum Web im Wohnzimmer. Mit <a href="http://vgchartz.com/">134,7 Millionen verkauften internetfähigen Konsolen</a>, (Wii, XBox 360 und PS3), eröffnen sich hier Möglichkeiten, die oft noch unterschätzt werden. Gerade zu einer Zeit in der sich die Konsolen zunehmend öffnen und Fremdanbieter mit Services zulassen, sollte jeder Inhalteanbieter einen Strategie haben, wie er mit diesen Geräten umgeht.</p>
<p>In Deutschland gibt es im Moment knapp 6 Millionen Konsolen, die leider noch nicht von Drittanbietern bedient werden. Lediglich Sony konnte mit VidZone das Potential kurz anreißen, indem sie <a href="http://www.ps3attitude.com/new/2009/08/vidzone-top-100-million/">100 Millionen Musik-Videoabrufe innerhalb der ersten 8 Wochen</a> erzielten. Es bleibt abzuwarten, wer dieses Potential als erstes voll ausschöpft. <a href="http://skyplayer.sky.com/watch/xbox360/">Sky</a> und die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8357777.stm">BBC</a> sind in England bereits auf vielen Konsolen vertreten, vielleicht schwappt davon etwas über den Kanal.</p>
<h4>Mediacenter-Boxen</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ5B652687.jpg" alt="ZZ5B652687" title="ZZ5B652687" width="554" height="80" class="alignnone size-full wp-image-1140" /></p>
<p>Die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee Box von D-Link</a> hat in Las Vegas für einiges Aufsehen gesorgt, mit Flash 10.1, H.264, WiFi und allen Verbindungen, die man sich nur wünschen kann, ist sie für $200 sicherlich ein attraktives Angebot. Die Boxee Box ist damit das Paradebeispiel einer Gerätekategorie, die drei Dinge tut: 1) Internet und Videoservices auf den Fernseher bringen 2) Externe Festplatten und Speichermedien mit dem Fernseher verbinden und 3) den PC mit dem Fernseher koppeln.</p>
<p>Dabei waren Boxee und D-Link trotz all des Rummels bei weitem nicht die ersten, die dies ermöglichen. Für $79 bekommt man seit 2008 eine <a href="http://www.roku.com/">Roku Box</a>, mit ähnlichem Umfang und Diensten und für etwas mehr die <a href="http://www.vudu.com/">Vudu Box</a>, die ebenfalls Filme, Serien und weitere Applikationen aus dem Internet auf den Fernseher streamt. Und natürlich gehört auch das chronisch vernachlässigte <a href="http://www.apple.com/appletv/">AppleTV</a> in diese Kategorie.</p>
<p>Alle vier Boxen kommen mit einem aufpolierten Interface und einem ausgefeilten Hardwaredesign, und versuchen es so in den Heimvideo-Stack zu schaffen. Zusätzlich zur Box bieten Vudu und Apple auch gleich noch den passenden Content an, den man sich leihen oder kaufen kann. Roku und Boxee hingegen beschränken sich auf die technische Plattform und überlassen das bereitstellen des Contents anderen wie zum Beispiel <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> oder der <a href="http://mlb.mlb.com/index.jsp">MLB</a>.</p>
<h4>Mediacenter PCs</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ5142518E.jpg" alt="ZZ5142518E" title="ZZ5142518E" width="550" height="126" class="alignnone size-full wp-image-1148" /></p>
<p>Seit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Front_Row_(software)">Front Row</a> und <a href="http://www.microsoft.com/windows/windows-media-center/get-started/default.aspx">Windows Media Center Edition</a> stellt sich immer öfter auch die Frage, ob man nicht besser gleich einen ganzen PC ins Wohnzimmer stellt. Der Mac Mini hat mittlerweile in der <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/pc-systeme/mini-pcs/liste.html">PC Welt viele Cousins</a> bekommen und so erhält der User für einen kleinen Aufpreis gegenüber den Boxen gleich einen kompletten PC mit Fernbedienung und ohne Lüfter. Diese PCs sind zum Teil bereits darauf ausgelegt auf der Rückseite eines Flachbildschirms oder LCD Fernsehers montiert zu werden.</p>
<h4>Externe Festplatten und Router</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ29B77867.jpg" alt="ZZ29B77867" title="ZZ29B77867" width="550" height="143" class="alignnone size-full wp-image-1145" /></p>
<p>Nähern sich die PC Hersteller dem Markt von oben, tun es die <a href="http://www.avm.de/de/Produkte/FRITZ_Media/FRITZ_Media_8040/index.php">Router</a>- und <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/festplatten-nas/multimedia-tv-festplatten/empfehlungen.html">Festplattenhersteller</a> von unten. Sie versuchen ihre Produkte durch die Möglichkeit zur Medienwiedergabe aufzuwerten und so entstehen Router mit Medienservern und Festplatten mit Videoplayern und eingebauten Mediatheken, die jeweils direkt an den Fernseher angeschlossen werden können. Entsprechende Lösungen gibt es mittlerweile von von AVM, Netgear, Wester Digital, LaCie und weiteren. Im Gegensatz zu den Mediacenter-Boxen fehlt den Herstellern aber oftmals noch das Gespür für ein gutes Interface und ein gelungenes Hardwaredesign. Des Weiteren sind die Geräte noch nicht primär für die neue Nutzungsszenarien ausgelegt, was man ihnen zum Teil deutlich anmerkt.</p>
<h4>Blu-Ray Player, Reciever und DVRs</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ6B4247FD.jpg" alt="ZZ6B4247FD" title="ZZ6B4247FD" width="550" height="51" class="alignnone size-full wp-image-1149" /></p>
<p>Zu guter Letzt sind natürlich auch die Hersteller von Digitalen Videorecordern (DVR), Recievern und Blu-Ray Playern nicht untätig. Sie alle versuchen ebenfalls das Internet und Zusatzservices in ihre Geräte zu integrieren. <a href="http://www.videoweb.de/">Videoweb</a> hat eine entsprechende Sat-Reciever Lösung für Deutschland im Angebot. Auch die DVRs und Blu-Ray Player bieten zunehmend die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen. Es liegt ja auch nahe, wenn Sony, Samsung, Philipps, Panasonic und LG ihre Internet-TV Lösungen auch in andere Geräte integrieren und sich nicht künstlich auf die integrierten TV-Lösungen beschränken. Im Gegensatz zu fast allen anderen Geräten in dieser Liste haben Reciever, DVRs und Blu-Ray Player sich bereits einen festen Platz im Heimvideo-Stack erkämpft. Ihre Daseinsberechtigung müssen sie dem Konsumenten also nicht erst aufwendig erklären.</p>
<h3>Die Schlacht ums Wohnzimmer</h3>
<p>Wie man an der Bandbreite der Geräte erkennen kann, bringen sich gerade viele Hardwarehersteller in Stellung für den Kampf ums Wohnzimmer. Nicht zuletzt geht es hierbei um einen bedeutenden Markt, bei dem es nicht allein um die Hardware geht sondern auch um die Kontrolle von Zugangspunkten, für die  damit einhergehenden Software und Services.</p>
<p>Will man den Kampf ums Wohnzimmer gewinnen, geht es vor allem darum akute Probleme der Konsumenten, wie die wachsende Komplexität, zu lösen. Ein weiteres allgegenwärtiges Problem ist die Heimverkabelung. In der Regel sind zwischen dem Internetanschluss und dem Fernseher im Wohnzimmer mehrere Meter und mehrere Wände, so dass es nicht ganz einfach ist, die Verkabelung sicherzustellen.</p>
<p>In diesem Umfeld kann es nur wenige Gewinner geben, denn moderne Fernseher haben zwar mehrere HDMI Eingänge aber in den seltensten Fällen sind es mehr als drei, was die Anzahl an Geräten stark einschränkt, die im Wohnzimmer neben dem Fernseher Platz finden werden.</p>
<h3>Wer gewinnt?</h3>
<p>Betrachtet man die verschiedenen Geräteklassen und die Rahmenbedingungen haben die Spielekonsolen im Moment einen deutlichen Vorteil, der sie kurzfristig zum wichtigsten Enabler des Internets auf dem Fernseher macht. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich die Konsolenhersteller mittelfristig selbst im Weg stehen werden, indem sie ihre Plattformen nicht schnell und weit genug öffnen um Drittanbietern einfachen und umfangreichen Zugang zu bieten und eine Win-Win Situation zu schaffen.</p>
<p>Mittelfristig werden somit die offenen Mediacenter Boxen (Roku, Boxee), den Konsolen den Rang ablaufen. Der Konsument profitiert sowohl von der offenen Architektur als auch dem wachsenden Ökosystem um diese Geräte. Zudem sorgt der geringe Preis dieser Boxen für ein low-risk Investment auf Seiten der Konsumenten.</p>
<p>Auf lange Sicht werden die TV- und Router-Hersteller jedoch den Markt dominieren. Beide Anbietergruppen haben momentan noch mit langsamer Hardware, walled-gardens und fehlenden Standards zu kämpfen. Doch das sind alles Punkte, die sich in den nächsten Jahren lösen lassen, so dass in Zukunft nur noch die absolut notwendigen Geräte im Wohnzimmer stehen werden und das ist zum einen der Fernseher selbst und zum anderen der Router, der das Internet überhaupt erst verfügbar macht. Jeder Haushalt wird sich je nach Bedarf und Geldbeutel für einen der beiden Zugangspunkte entscheiden. Die anderen Geräte zwischen Router und Fernseher werden verschwinden, sobald entsprechende Services auf den Routern/Fernsehern sie obsolet machen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/gugel/gugel-kolumne-der-missing-link-internet-auf-dem-fernseher/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong></p>
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