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	<title>draussen</title>
	
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	<description>Entwicklung - Aktivimus - Veränderung</description>
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		<title>Wofür die EU die Türkei wirklich braucht</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 11:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Einem EU-Beitritt der Türkei stehen viele Europäer, Wähler wie Politiker, skeptisch gegenüber. Es geht um Armenien, Angst vor dem Islam und billigeren Arbeitskräften. Das ist alles Quatsch fürs Volk. Leider wird deswegen von der Öffnentlichkeit aber übersehen, wie viel uns das Land strategisch bringen kann.

Wir sollten unsere Interessen nicht aus den Augen verlieren: Europa braucht [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Einem EU-Beitritt der Türkei stehen viele Europäer, Wähler wie Politiker, skeptisch gegenüber. Es geht um Armenien, Angst vor dem Islam und billigeren Arbeitskräften. Das ist alles Quatsch fürs Volk. Leider wird deswegen von der Öffnentlichkeit aber übersehen, wie viel uns das Land strategisch bringen kann.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-337" title="turkey" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2009/07/turkey1.jpg" alt="turkey" width="250" height="188" /></p>
<p>Wir sollten unsere Interessen nicht aus den Augen verlieren: Europa braucht die Türkei in der EU, um einen eigenen außen- und sicherheitspolitischen Pfeiler im Nahen Osten zu haben.</p>
<ul></ul>
<p> </p>
<ul>
<li>Israel: Die Türkei hat ein gutes Verhältnis zu Israel, zum Beispiel im Rüstungsbereich. Bis zum Gazakrieg hat es zwischen Syrien und Israel vermittelt.</li>
<li>Syrien: Wenn Damaskus eines Tages seine Außenwirtschaft komplett öffnet, werden türkische Firmen da den Laden schmeissen. Als EU-Land hätten wir damit dort erheblich mehr Einfluss als jetzt, und könnten Syrien vom Iran wegbewegen.</li>
<li>Iran: Die türkische Diplomatie hat gute Kanäle nach Tehran. Das würde der EU dringend benötigte <a href="http://draussen-blog.net/iran-inflation-und-was-wir-nicht-wissen/">Einblicke </a>verschaffen, und letztlich auch mehr Einflußmöglichkeiten. Wir brauchen iranisches Gas, und mehr Bewegungsfreiheit abseits der amerikanischen Iran-Politik, die einfach zuviel Gepäck aus dem 20. Jahrhundert mit sich herum schleppt.</li>
<li>Russland: Die Türkei ist ein wichtiger Energie-Korridor, durch den Europa Gas aus dem Kaspischen Meer und dem Iran beziehen kann. Das würde unsere Abhängigkeit von Russland reduzieren. (Wenn die EU die Türkei ablehnt, läuft es andersrum, dann werden die türkischen Stimmer lauter werden, die eine Anlehnung an Russland fordern.)</li>
<li>Kaukasus: Georgien ist ebenfalls Teil eines Korridors vom Kaspischen Meer in den Westen. (Siehe die geplante <a href="http://draussen-blog.net/baku-tbilisi-kars/">Eisenbahn </a>von Baku nach Kars, zum Beispiel.) Die Türkei hat hier weniger Einfluss, ist aber zumindest Nachbarland. Russland sieht den Kaukasus seit dem 19. Jahrhundert als sein natürliches Einflußgebiet, und nimmt blutige Konflikte in Kauf &#8211; siehe Tschetschenien. Als EU-Mitglied wäre die Türkei eher bereit &#8211; erste Ansätze gibt es ohnehin schon &#8211; Armenien aus seinem Bündnis mit Moskau zu lösen.</li>
</ul>
<p>Über andere Themen kann man diskutieren: Rolle der Armee, Frauen- und Kurdenrechte. Dazu ein andern Mal mehr auf draussen. Aus sicherheitspolitischer Sicht ist ein EU-Beitritt der Türkei im nächsten Jahrzehnt unerlässlich.</p>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=334&type=feed" alt="" />

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		<title>Sims mir die Kohle</title>
		<link>http://draussen-blog.net/sims-mir-die-kohle/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/sims-mir-die-kohle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 08:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[mobiltelefon]]></category>

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		<description><![CDATA[3.5 Milliarden Kollegen haben kein Bankkonto. 1 Milliarde davon hat aber ein Handy. Also werden in Afrika, Lateinamerika und Asien Bankgeschäfte eben mit dem Handy abgewickelt. Vor allem Überweisungen an die Familie.
Das ist für Telekomfirmen neben den Gebühren vor allem interessant, weil es die Kundenloyalität ungemein erhöht. Orascom Telecom, eine ägyptische Telekomfirma, hat gestern verkündet, [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>3.5 Milliarden Kollegen haben kein Bankkonto. 1 Milliarde davon hat aber ein Handy. Also werden in Afrika, Lateinamerika und Asien Bankgeschäfte eben mit dem Handy abgewickelt. Vor allem Überweisungen an die Familie.</p>
<p>Das ist für Telekomfirmen neben den Gebühren vor allem interessant, weil es die Kundenloyalität ungemein erhöht. Orascom Telecom, eine ägyptische Telekomfirma, hat gestern verkündet, dass sie in Pakistan Bankdienste über sein Handynetz anbieten will.  Ich frage mich, ob OT damit nur die Infrastruktur anbietet, oder selber ins Bankgeschäft will.</p>
<p>Im Westen funktioniert das mit den Bankgeschäften übers Handy noch nicht. Filialen gibt es an jeder Ecke, und Internet-Banking gibt es auch. Außerdem haben gerade in den USA viele Konsumenten Sicherheitsbedenken.</p>
<p>Zum anderen belauern sich Banken und Telekomfirmen. Es wird spannend zu sehen, wie das Geschäftsfeld zwischen beiden eines Tages aufgeteilt wird, in den Entwicklungsländern wie im Westen. Werden die Banken die Dienste bereitstellen? Oder werden die Telekomfirmen zu Banken? So abwegig ist das nicht. Das Massengeschäft der Banken ist ja heute schon mehr IT als alles andere.</p>
<p>Mehr zum Handy in Afrika hat der Kollege im März <a href="http://draussen-blog.net/warum-mobiltelefone-in-afrika-eine-kleine-revolution-darstellen/">gepostet</a>.</p>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=327&type=feed" alt="" />

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Twitter für Menschenrechtler</title>
		<link>http://draussen-blog.net/twitter-fur-menschenrechtler/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/twitter-fur-menschenrechtler/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 17:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ereignisse im Iran haben twitter endgültig auch den breiten Massen geläufig gemacht. Das war gut. Ich war aber eher enttäuscht davon, wie schlecht man über twitter Ereignisse in anderen Ländern verfolgen kann. Und bleibe daher dabei, dass twitter seinen großen Auftritt noch vor sich hat.
Bis dahin liegen seine Stärken woanders, wie dieser Fall zeigt. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ereignisse im Iran haben twitter endgültig auch den breiten Massen geläufig gemacht. Das war gut. Ich war aber eher enttäuscht davon, wie schlecht man über twitter Ereignisse in anderen Ländern verfolgen kann. Und bleibe daher dabei, dass twitter seinen <a href="http://draussen-blog.net/twitter-revolutionen-geschichte/">großen Auftritt </a>noch vor sich hat.</p>
<p>Bis dahin liegen seine Stärken woanders, wie dieser Fall zeigt. Der ägyptische blogger Wael Abbas, einer der prominentesten des Landes, wurde am Kairoer Flughafen (der sich langsam zu einer twitter-Hochburg entwickelt, man denke an der Fall der <a href="http://arabist.net/archives/2009/04/08/gaza-mom-in-detention-at-cairo-airport-with-kids/">Mutter aus Gaza</a>) festgehalten, und der Menschenrechtler und Publizist Hisham Kassem hat über twitter Anwälte und alles weitere organisiert. Via <a href="http://arabist.net/archives/2009/07/01/twittered-out-of-trouble/">arabist.net</a>:</p>
<blockquote><p>It was interesting to see the story unfold from the early morning, when Wael started posting what was happening to him on Twitter, the reaction of the Egyptian Twitosphere, most notably that of <a onclick="pageTracker._trackPageview('/outbound/article/twitter.com');" href="https://twitter.com/hishamkassem">Hisham Kassem</a>, the president of the Egyptian Organization of Human Rights (EOHR), a prominent commentator on Egyptian politics and publisher (he was the CEO al-Masri al-Youm at its launch in 2004 till 2007 and previously owned the Cairo Times). Hisham is also a Twitter addict, and it was fascinating to see him provide Wael and the wider community dispatches about his efforts to dispatch EOHR lawyers, talk to security, and try to get Wael out of his situation.</p>
<p>It may not be a Twitter revolution, but it’s a very practical, transparent and engaging way to rally people around a cause. Congrats to Hisham on getting Wael out of trouble and letting us know how it’s done. And Wael, rest well and I hope you get your laptop back soon!</p></blockquote>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=325&type=feed" alt="" />

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		<title>Weltweite Freiwilligenarbeit mit dem Mobiltelefon</title>
		<link>http://draussen-blog.net/weltweite-freiwilligenarbeit-mit-dem-mobiltelefon/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/weltweite-freiwilligenarbeit-mit-dem-mobiltelefon/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 23:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[freiwilligenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[mobiltelefon]]></category>
		<category><![CDATA[nichtregierungsorganisation]]></category>
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		<category><![CDATA[peer-to-peer]]></category>

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		<description><![CDATA[Während in Deutschland Web 2.0 oder das Mitmach-Web bei Nichtregierungsorganisationen immer noch als Extraarbeit mit wenig Nutzen gesehen wird, entstehen andernorts neue Formen des Ehrenamts. In Afrika suchen sich Dörfer weltweit Expertise für ihre Projekte und in den USA kann an sich jeder in einer kurzen Pause mit dem Mobiltelefon nützlich machen.
Im Mai war ich [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Deutschland Web 2.0 oder das Mitmach-Web bei Nichtregierungsorganisationen immer noch als Extraarbeit mit wenig Nutzen gesehen wird, entstehen andernorts neue Formen des Ehrenamts. In Afrika suchen sich Dörfer weltweit Expertise für ihre Projekte und in den USA kann an sich jeder in einer kurzen Pause mit dem Mobiltelefon nützlich machen.</p>
<p>Im Mai war ich auf einer Tagung der FH Osnabrück zum Thema: <a href="http://www.wiso.fh-osnabrueck.de/tagungsdokumentation.html">Blogs, Communities und das liebe Geld….Wie können Nonprofit-Organisationen das Web 2.0 nutzen?</a> Die Profis aus dem nonprofit-Bereich überlegten und diskutierten, wie sie diese Blogs und sozialen Netzwerke nutzen können. Fundraising stand leider wieder ganz oben auf der Tagesordnung, was die Mitglieder und den Spender oftmals zu passiven Statisten degradiert. Doch es geht auch anders.</p>
<p>Beim globalen Nachbarschaftsnetzwerk <a href="http://www.nabuur.com/">Nabuur</a> unterstützen weltweit 14.000 Ehrenamtliche Projekte von Dörfern in Afrika oder Asien. Doch hier suchen sich die Bewohner der Dörfer die Expertise, die sie brauchen. Bei dieser bottom-up Zusammenarbeit geht es um gemeinsames Lernen und um die Sammlung von Mitteln in einer globalen Nachbarschaftshilfe.</p>
<p>Weitere spannende Ansätze sind <a href="http://www.microvoluntarios.org/">microvoluntarios.org</a> in Spanien und <a href="http://www.theextraordinaries.org/">extraordinaries.org</a> in den USA. In beiden Fällen können Freiwillige sich für eine gute Sache beteiligen. Das können ganz kleine Aufgaben sein, wie Übersetzungen, Design oder Kampagnenvorschläge. Bei den <a href="http://www.theextraordinaries.org/">Extraordinaries</a> geht das sogar über das Mobiltelefon mal kurz beim Warten an der Bushaltestelle.</p>
<p><a href="http://www.nabuur.com/user/siegfried/profile">Sigfried Woldhek</a>, ehemaliger Chef von WWF in Holland, war frustriert, dass er Mitgliedern immer nur Spenden als Beitrag anbieten konnte. Deshalb gründete er Nabuur. Diese Form der Einbindung von Mitgliedern war leider kein Thema der obigen Fachtagung. Hier dominierten klassische Ansätze der Öffentlichkeitsarbeit, die jenseits neuer Modelle der Zusammenarbeit im nonprofit Sektor stehen.</p>
<p>Eine Menge mehr geschieht in Großbritannien, wo bereits weiter gehende Projekte laufen. Zum Beispiel Peer-to-Peer Hilfe in London. Freiwillige registrieren sich mit einer bestimmten Expertise zu einem Ort oder Thema. Ein Hilfesuchender in London kann nun eine Nummer anrufen oder eine Nachricht schicken und bekommt automatisch Ratschläge von dem jeweiligen Experten. Das Beispiel und noch viel mehr illustriert dieses Video:</p>
<p><code><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4489849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4489849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></code></p>
<p><a href="http://vimeo.com/4489849">Us Now</a> from <a href="http://vimeo.com/banyakfilms">Banyak Films</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Wettlauf um Afrika?</title>
		<link>http://draussen-blog.net/neuer-wettlauf-um-afrika/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 13:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Persischer Golf]]></category>
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		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Sheikh kauft ManCity und Robinho. Emir kauft Teil von Porsche oder Volkswagen. Saudischer Milliardär kauft Anteil an HSBC. Nur drei der Schlagzeilen, die Investitionen des golf-arabischen Ölgelds im Westen gemacht haben.
Mit weniger Schlagzeilen läuft eine andere Investitionswelle ab: die Golfstaaten kaufen Land und Landwirtschaftsfirmen in Afrika, dabei konkurrieren sie mit asiatischen Investoren.
Die hohe Inflation und [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sheikh kauft ManCity und Robinho. Emir kauft Teil von Porsche oder Volkswagen. Saudischer Milliardär kauft Anteil an HSBC. Nur drei der Schlagzeilen, die Investitionen des golf-arabischen Ölgelds im Westen gemacht haben.</p>
<p>Mit weniger Schlagzeilen läuft eine andere Investitionswelle ab: die Golfstaaten kaufen Land und Landwirtschaftsfirmen in Afrika, dabei konkurrieren sie mit asiatischen Investoren.</p>
<p>Die hohe Inflation und die hohen Rohstoff-Preise der letzten Jahre haben den Golfstaaten, die zudem unter Wassermangel leiden, die Verwundbarkeit ihrer Lebensmittelversorgung vor Augen geführt. Es gibt wenig landwirtschaftliche Flächen. Jetzt wollen sie selber Land besitzen, als strategische Absicherung ihrer Versorgung. Vor allem im Sudan, dessen landwirtschaftiches Potential wenig genutzt ist, sichern sie sich Flächen.</p>
<p>Abu Dhabi hat im Juli 2008 bekannt gegeben, dass es im Sudan 70,000 acres kultivieren will. China and westliche Fonds investieren auch.</p>
<div id="attachment_308" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-308 " title="2260932212_8e3c706d27_m" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2009/06/2260932212_8e3c706d27_m.jpg" alt="flickr.com / youngrobv" width="240" height="161" /><p class="wp-caption-text">flickr.com / youngrobv</p></div>
<p>Ist das Neo-Kolonialismus? Ich sehe das erstmal nicht negativ. Schlimmer als Kolonialismus und Imperialismus kann es Afrika eigentlich nicht treffen. Investitionen, Zufluß von Kapital und Know-how kann nicht schaden. So hat eine bahrainische Bank ein Abkommen mit einer thailändischen Lebensmittelgruppe geschlossen, um mit dessen Know-How im Nahen Osten und Nord Afrika in Landwirtschaft, Fischzucht und Lebensmittelverarbeitung zu investieren.</p>
<p>Zu befürchten ist aber, dass vor allem die Reichen und die Politiker vor Ort profitieren. Ohne verlässliche Landregister, funktionierende Gerichte und bei weitverbreiteter Korruption nützen ausländische Investitionen immer denselben etablierten Unternehmern und Eliten. Ein Wald in Afrika funktioniert <a href="http://draussen-blog.net/immaterielles-vermogen-wie-ein-wald-produktiver-wird/">anders</a> als ein Wald in den USA.</p>
<p>Vielleicht wird eines Tages fruchtbares Land so wertvoll wie Öl sein. Dann können die Schwächsten nicht mehr bestimmen, wem ihr Land gehören soll. Die Afrikanische Union fürchtet, dass die Regierungen ihr Land <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSLS816189">unter Wert </a>verkaufen.</p>
<p>Das schlimmste Szenario wäre wohl, wenn chinesische Bauern Afrikas Böden bestellen, und die lokalen communities außen vor bleiben.</p>
<p>Daher gibt es Widerstand: im März hat Madagaskar, ein Land, in dem seit Jahren politische Konflikte Staat und Regierung davon abhalten, die einmalige Natur des Landes vor Ausplünderung zu schützen, den Verkauf von etwa 1 Million acres &#8212; laut einigen Quellen die Hälfte seines fruchtbaren Landes &#8212; an Daewoo Logistics aus Südkorea gestoppt.</p>
<div id="attachment_307" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-307 " title="135986166_aba6fb1e11_m" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2009/06/135986166_aba6fb1e11_m1.jpg" alt="flickr.com / dawafree" width="240" height="180" /><p class="wp-caption-text">flickr.com / dawafree</p></div>
<p>Kenianische Aktivisten wehren sich gegen <a href="http://www.thenational.ae/article/20090606/FOREIGN/706059888/1135">Landverkauf an Qatar</a>:</p>
<blockquote><p>Qatar’s emir, Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, may have thought that he had a deal that would help feed his 800,000 people. But he was also about to get a major headache.</p>
<p>In the months since, the proposed land deal in Kenya’s Tana River Delta has been jeopardised by the global economic downturn, tainted by criticism from think tanks, conservationists and civil society and seized upon by locals who have promised to fight it – to the death, if it comes to that.</p>
<p>“No government has ever been able to acquire Tana River Delta land as long as we’ve been alive,” said Omara Kalasinga, a local activist. “No amount of force will get us to give that land to Qatar.”</p></blockquote>
<p>Eine gute Übersicht bietet <a href="http://farmlandgrab.org/">farmlandgrab.org</a>.</p>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=302&type=feed" alt="" />

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		</item>
		<item>
		<title>Iranische Untergrundzeitung</title>
		<link>http://draussen-blog.net/iranische-untergrundzeitung/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/iranische-untergrundzeitung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 18:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommunikation ist nie ganz tot zu kriegen. Wenn Medien ausfallen, weil der Staat sie zensiert oder ihnen ihre Glaubwürdigkeit nimmt (TV, Zeitungen), treten andere, oft flüchtigere, an ihre Stellen (Predigten, twitter, Gerüchte).
Im Iran gibt es eine Untergrundzeitung, &#8220;The Street&#8221; &#8211; hier ein Auszug dieser Übersetzung:
The ultimate demand of this campaign is far from presidency of Mousavi, [...]


No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommunikation ist nie ganz tot zu kriegen. Wenn Medien ausfallen, weil der Staat sie zensiert oder ihnen ihre Glaubwürdigkeit nimmt (TV, Zeitungen), treten andere, oft flüchtigere, an ihre Stellen (Predigten, twitter, Gerüchte).</p>
<p>Im Iran gibt es eine Untergrundzeitung, &#8220;The Street&#8221; &#8211; hier ein Auszug dieser <a href="http://irangcc.wordpress.com/2009/06/21/translating-the-street-newspaper-circulating-among-iran-protesters/">Übersetzung</a>:</p>
<blockquote><p>The ultimate demand of this campaign is far from presidency of Mousavi, even though its official colour is still green.</p>
<p>Velayat-e Faqih or the “<strong>Guardianship of the Islamic Jurists</strong>” is the red line which Mousavi has expressed he won’t cross – this red line is now being crossed by those wearing green.</p>
<p>No longer can either of the political camps – [reformists and conservatives] – control the streets, however both of them are trying to. One with guns and batons, the other by inviting people to mourn for the dead at mosques – which are traditionally the political powerbase for the Revolutionary Guards and Basiji (the voluntary paramilitary group) who are practicing their aiming skills on the bodies of our brother and sisters.</p>
<p>Streets are dangerous, not just for us but more for them. That’s why they are trying to pull us from the street by inviting us to attend the Friday prayers after we have mourned for our dead brothers and cried over our destroyed homes. Ironically it is Mousavi who is inviting us to attend. To make a joke out of our protest, they are inviting us to attend mosques, because they are scared of “streets” but they should know that “we rely on the streets”.</p></blockquote>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=298&type=feed" alt="" />

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		</item>
		<item>
		<title>Iran: Inflation, und was wir nicht wissen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 10:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir wissen immer noch nicht, was bei den Präsidentschaftswahlen im Iran eigentlich passiert ist. Was mittlerweile hinreichend klar sein dürfte: wir wissen wenig über den Iran. Ich habe nicht alles gelesen, und einige Medien holen schneller auf als andere, aber ich finde die Berichterstattung dürftig.
Im Iran gibt es, anders als zum Beispiel in Ägypten und [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen immer noch nicht, was bei den Präsidentschaftswahlen im Iran eigentlich passiert ist. Was mittlerweile hinreichend klar sein dürfte: wir wissen wenig über den Iran. Ich habe nicht alles gelesen, und einige Medien holen schneller auf als andere, aber ich finde die Berichterstattung dürftig.</p>
<p>Im Iran gibt es, anders als zum Beispiel in Ägypten und Thailand, kein stehendes Pressecorps, das auch in den vier oder fünf Jahren zwischen den Wahlen im Land ist, weil von dort aus auch über die jeweilige Region berichtet wird. Das besteht aus den Korrespondenten der großen Zeitungen und Fernsehanstalten, aber auch einer großen Zahl freier Journalisten. Ich glaube, dass sich in diesem Corps über die Jahre eine große Menge an Wissen und Kontakten zu Behörden, lokalen Journalisten und Experten ansammelt und auch kollegial geteilt wird. Das macht am Wahltag dann den Unterschied aus.</p>
<p><span id="more-293"></span></p>
<p>Vor den Wahlen wurde die hohe Inflation oft als Symbol für die (angebliche) Unzufriedenheit des Volks mit Ahmadenijad zitiert. Der Präsident hat zwar die Öleinnahmen des Landes in soziale Ausgaben gepumpt, damit aber die Preise angeheizt, war die Lesart. Hier ein sehr lesenswerter <a href="http://djavad.wordpress.com/2009/03/26/myths-about-irans-economy/">post </a>von Djavad Salehi-Isfahani aus dem März, über Inflation im Iran und die Defizite unsere Auslandsberichterstattung:</p>
<blockquote><p>Every time a reporter mentions Iran’s inflation or unemployment data, they feel obliged to assert, sometimes quoting unnamed experts, that actual numbers are probably twice the official rates.  But most people who work with numbers know well that officials can manipulate one year’s inflation rate or two, but if the rates are misreported for a number of years, the mere effect of compounding will soon reveal their hand. If you take an inflation rate twice the reported rate for the last 15 years, the price level in 2008 would be about 130 times higher than it was in 1993, nearly ten times higher than the official rates indicate. It is easy to show that under reporting inflation by 50% each year for 15 years produces some very absurd results.  For example, think of what such under reporting would do to the purchasing power of unskilled construction workers.   Their wages increased by a factor of (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Dazu passt: Volker Perthes von der swp hat in diesen Tagen eine Meinungsumfrage (von vor den Wahlen) zitiert, in der 46 Prozent der Befragten sagten, dass sie von steigender Inflation nicht betroffen waren, oder sie nicht gefühlt haben.</p>
<p>Die Zeit ist bereits vor zwei Jahren mal genau der <a href="http://www.zeit.de/2007/51/Iran?page=all">Frage </a>nachgegangen, auf die viel intensiver eine Antwort hätte gesucht werden müssen: &#8220;Hat Präsident Ahmadenischad das Los der Armen in den Provinzen verbessert?&#8221;</p>
<p>Die Antwort, auch aus dem Teaser: &#8220;Eine Antwort darauf zu finden ist fast so schwierig, wie die Wahrheit über die iranische Bombe zu entschlüsseln.&#8221;</p>
<p>Ein lesenswerter und lobenswerter Versuch, der scheitert und das zum Thema macht. Ich glaube aber, dass Persien nur dann ein Labyrinth ist, wenn man von draussen (!) darauf schaut.</p>
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		<title>Iran: Wahlfälschung?</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 17:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Juan Cole, Geschichtsprofessor und einer der bekanntesten blogger zum Nahen Osten erklärt sehr ausführlich, warum er die iranischen Wahlergebnisse für gefälscht hält, und spekuliert auch, wie die Fälschung abgelaufen sein könnte.
1. It is claimed that Ahmadinejad won the city of Tabriz with 57%. His main opponent, Mir Hossein Mousavi, is an Azeri from Azerbaijan province, [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Juan Cole, Geschichtsprofessor und einer der bekanntesten blogger zum Nahen Osten <a href="http://www.juancole.com/2009/06/stealing-iranian-election.html">erklärt sehr ausführlich</a>, warum er die iranischen Wahlergebnisse für gefälscht hält, und spekuliert auch, wie die Fälschung abgelaufen sein könnte.</p>
<blockquote><p>1. It is claimed that Ahmadinejad won the city of Tabriz with 57%. His main opponent, Mir Hossein Mousavi, is an Azeri from Azerbaijan province, of which Tabriz is the capital. Mousavi, according to such polls as exist in Iran and widespread anecdotal evidence, did better in cities and is popular in Azerbaijan. Certainly, his rallies there were very well attended. So for an Azeri urban center to go so heavily for Ahmadinejad just makes no sense. In past elections, Azeris voted disproportionately for even minor presidential candidates who hailed from that province.</p></blockquote>
<p>Ich war mal in Tabriz, auch auf dem Land drum herum mögen die Leute die Machthaber in Tehran nicht. Die Azeris hatten sich 1979 mit den Händlern und den Mullahs gegen den Schah verbündet, der ihnen nicht mehr Autonomie geben wollte, wurden dann nach vollbrachter Revolution aber ausgebootet.</p>
<p>Insgesamt bin ich von der Berichterstattung der Medien enttäuscht. Sie zeigt, wie wenig wir über den Iran wissen. Es ist ein Land, dass man nur schwierig beobachten kann. Viele Journalisten scheinen nur für die Wahlen angereist zu sein, und mussten sich auf das verlassen, was sie in Tehran zu sehen und hören bekamen. Ahmadenijad muss aber in den letzten vier Jahren seine Machtbasis unter den Armen auf dem Land gefestigt und ausgebaut haben.</p>
<p>Juan Cole meint an dieser Stelle, dass wir wegen der Wahlfälschungen überrascht waren, nicht wegen mangelnder Berichterstattung. Eine sehr <a href="http://www.juancole.com/2009/06/class-v-culture-wars-in-iranian.html">lesenswerte Analyse </a>der jüngeren politischen Geschichte des Landes!</p>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=290&type=feed" alt="" />

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		<title>Iran: Jetzt erst recht</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 09:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Persischer Golf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem in den letzten Tagen etwas Wandel in der Luft lag, sieht es jetzt nach Ahmadenijad als Gewinner der iranischen Präsidentschaftswahlen aus. Das sollte den Westen, insbesondere Europa, nicht davon abhalten, die Beziehungen zu Iran zu normalisieren. Es gibt viel zu gewinnen:

In Afghanistan gibt es gemeinsame Interessen. Der Iran will vor allem den Drogenschmuggel über [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem in den letzten Tagen etwas Wandel in der Luft lag, sieht es jetzt nach Ahmadenijad als Gewinner der iranischen Präsidentschaftswahlen aus. Das sollte den Westen, insbesondere Europa, nicht davon abhalten, die Beziehungen zu Iran zu normalisieren. Es gibt viel zu gewinnen:</p>
<ul>
<li>In Afghanistan gibt es gemeinsame Interessen. Der Iran will vor allem den Drogenschmuggel über seine Grenzen einschränken. Daran lässt sich anknüpfen.</li>
<li>Bessere Beziehungen zum Iran würden dem Westen anderswo im Nahen Osten wesentlich mehr Spielraum geben. Dabei denke ich weniger an Syrien, Hamas oder den Libanon, als an Saudi-Arabien. Die Saudis könnten dann nicht mehr das Schreckgespenst Iran an die Wand malen. Allerdings hätten sie einen Anreiz weniger, die Ölpreise zu dämpfen. Denn bei niedrigen Preisen kann ihr Erzfeind nicht in seine Energie-Infrastruktur investieren.</li>
<li>Der Iran ist ein großer Markt, der bisher kaum in die Weltwirtschaft integriert ist. Viele Unternehmen scharren schon mit den Hufen. Das würde auch Jobs in Bottrop schaffen.</li>
<li>Der Iran hat nach Russland die größten Gas-Reserven der Welt. Das brauchen wir irgendwann, gerade um weniger von Russland abhängig zu sein.</li>
</ul>
<div id="attachment_287" class="wp-caption alignnone" style="width: 334px"><img class="size-full wp-image-287" title="Iran" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2009/06/Iran.jpg" alt="Copyright flickr.com/Shahram Sherif" width="324" height="216" /><p class="wp-caption-text">Copyright flickr.com/Shahram Sherif</p></div>
<p> Ich hoffe, dass Obama jetzt weiter macht und unabhängig davon die Europäer vorweg gehen.</p>
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		<title>Emissionshandel wie Ölhandel?</title>
		<link>http://draussen-blog.net/emissionshandel-wie-olhandel/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 19:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ölhandel ist dreckig. Mittelsmänner &#8212; oil fixer &#8212; helfen Ölpotentaten ihre Vorräte an Sanktionen, Parlamenten und Ogonis vorbei an internationale Ölfirmen zu verschachern. Aber auch wenn die Lizenzen schon vergeben sind, werden Tankerladungen bilateral verhandelt, um den Globus verschifft und zwischendurch zehn Mal weiter verkauft.
Zu den bekanntesten gehören die Rich Boys aus dem Umfeld von [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ölhandel ist dreckig. Mittelsmänner &#8212; oil fixer &#8212; helfen Ölpotentaten ihre Vorräte an Sanktionen, Parlamenten und Ogonis vorbei an internationale Ölfirmen zu verschachern. Aber auch wenn die Lizenzen schon vergeben sind, werden Tankerladungen bilateral verhandelt, um den Globus verschifft und zwischendurch zehn Mal weiter verkauft.</p>
<p>Zu den bekanntesten gehören die <a href="http://www.businessweek.com/magazine/content/05_29/b3943080.htm">Rich Boys </a>aus dem Umfeld von Marc Rich, den Clinton am letzten Arbeitstag begnadigt hat.</p>
<p>Interessanter Weise ist laut diesem herausragenden Stück in <a href="http://harpers.org/archive/2009/03/0082414">Harper&#8217;s </a>ist einer der wichtigen oil fixer in den Handel mit Emissionsrechten eingestiegen.</p>
<blockquote><p>Calil himself is still a major operator in the oil business, but he also has diversified into a broader range of industries. He told me that he spends more and more of his time “managing my investments.” One of his most promising investments is a company called Green Holdings, which is in the emerging field of carbon trading: buying the rights to pollute from cleaner businesses and selling them to dirtier ones. The firm has struck deals in China and India, and Calil has traveled regularly to both nations on the company’s behalf, hoping to establish business ties and build political support. It is an ironic turn indeed that Ely Calil, who grew so rich off the excesses of the carbon era, should now stand to profit still more from the long struggle to clean them up.</p></blockquote>
<p>Eine energieintensive Firma in Deutschland braucht Emissions-Zertifikate? Also schickt sie jemanden in eine russische oder chinesische Kohlemine, und der besorgt sie für alte Maschinen oder wenig Geld. Also eigentlich das gleiche Metier im gleichen Milieu.</p>
<p>Ich frage mich, ob der Emissionshandel zumindest teilweise die gleiche intransparente, bilaterale Struktur haben wird wie der Ölhandel. Und ob er damit zu Lasten von Korruption geplagter Länder geht.</p>
<p>Im Dezember wird es einen UN-Gipfel zum Klima geben, auf dem folgender Wald-Deal diskutiert werden wird: reiche Länder zahlen Gelder an Länder für den Erhalt deren Regenwalds, und müssen dafür ihre eigenen Emissionen nicht oder weniger reduzieren.</p>
<p>Die Idee dahinter: in den Wäldern ist ja Kohlendioxid gespeichert, das die Emissionen ausgleicht. Aber wenn diesen Wäldern auf einen Schlag massive monetäre Werte zugeschrieben werden, kann dies in Ländern mit unklarer Rechtslage, fehlender Transparenz und verbreiteter Korruption dubiose Zwischenhändler und organisierte Kriminalität anziehen, die die Rechte verschachern. Siehe dieses sehr lesenswerte <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSL171901">Stück</a>:</p>
<blockquote><p>There is growing interest from countries and companies in the developed world to buy the rights to the carbon stored in trees as they grow, to offset their own emissions of the greenhouse gas carbon dioxide.</p>
<p>But development and environment groups have long warned that suddenly placing a big value on rainforests could spur friction and even conflict in some developing nations, because of uncertain tenure rights, corruption and inadequate policing.</p>
<p>At a conference on the Indonesian island of Bali last week, Interpol environmental crime official Peter Younger told Reuters he expected fraudulent trading of carbon credits, as organised crime infiltrates the system of companies and countries in the developed world buying rights to the stored carbon.</p></blockquote>
<img src="http://draussen-blog.net/?ak_action=api_record_view&id=274&type=feed" alt="" />

<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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