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	<description>EconoCol Lernaufgaben</description>
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		<title>Warum sind reale Praxisbeispiele im Unterricht wichtig?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2022 14:35:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Lernaufgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Praxisbezug]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsunterricht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Denk mal an deine eigene Schulzeit zurück. An welche Lerninhalte kannst du dich erinnern? Wohl kaum an jene, wo du lange still dagesessen bist und der Lehrer der Klasse lange...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Denk mal an deine eigene Schulzeit zurück.</p>
<p>An welche Lerninhalte kannst du dich erinnern? Wohl kaum an jene, wo du lange still dagesessen bist und der Lehrer der Klasse lange Monologe gehalten hat. Auch nicht an jene, wo du die Zähne aufeinandergebissen hast beim Auswendiglernen und hundertfachen Wiederholen von theoretischen Fakten. Erlerntes bleibt normalerweise länger vorhanden, wenn es einen lebendigen Bezug zum wirklichen Leben hat. So funktioniert unser Gedächtnis, wir erinnern uns an Dinge, mit denen wir uns identifizieren können.</p>
<h4>Warum also sind reale Praxisbeispiele so wichtig?</h4>
<ol>
<li>Es braucht eine direkte Verbindung zwischen abstrakten Lerninhalten und konkreten Beispielen</li>
</ol>
<p>Besonders Lernende höherer Schulstufen erhalten bei kognitiv anspruchsvollen Themen wie beispielsweise der Volkswirtschaftslehre häufig nur abstrakte Ideen, die vage und schwer zu fassen sind. Sie können dann keine direkte Verbindung zwischen der Theorie und dem realen Leben darstellen.</p>
<ol start="2">
<li>Die Frage nach dem «Warum» muss geklärt werden</li>
</ol>
<p>Lernenden benötigen die Antwort auf die Frage, weshalb sie etwas lernen sollten. Mit den Beispielen aus der realen Wert erkennen sie, dass die Problemstellung tatsächlich relevant ist. Ihnen wird klar, dass sie auch außerhalb der Schulstunde auf das Thema stoßen werden, so dass sie sich besser für den Unterrichtsstoff motivieren lassen.</p>
<ol start="3">
<li>Beispiele aus der realen Welt zeigen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit realer Probleme</li>
</ol>
<p>Erfundene oder nur vage an die Realität angelehnte Schulbuchbeispiele sind häufig sehr vereinfacht und stellen das Problem als klar umrissen dar. In der Realität sind die Probleme und die Lösungsansätze dazu aber gar nicht immer so eindeutig. Mit praxisnahen Anwendungsbeispielen können Lernende Lösungsstrategien kennenlernen. Sie realisieren aber auch, dass ein anderer Fall wiederum neues kritisches Denken erforderlich macht.</p>
<ol start="4">
<li>Es braucht im heutigen Zeitalter aktive Lernende</li>
</ol>
<p>Passiv Lernstoff auswendig lernen ist heute passé, dafür hat man das Internet. Lernende von heute müssen aber darauf vorbereitet werden, innovativ, kreativ und problemlösungsorientiert handeln zu können. Das funktioniert nur, wenn sie explizite Fähigkeiten entwickeln und ihnen dazu Werkzeuge an die Hand gegeben werden, die sie weiter anwenden können.</p>
<p>Pädagogische Strategien, um reale Praxisbeispiele in das Schulzimmer zu bringen, gibt es viele. Dazu gehören das Einladen von ExpertInnen ins Schulzimmer, Exkursionen, Simulationen oder Rollenspiele. Teilweise sind diese Methoden aber recht aufwendig und nicht immer umsetzbar. Eine gute zusätzliche Möglichkeit ist deshalb auch die Verwendung von realitätsbezogenen Lernaufgaben, wie ich sie Dir hier zur Verfügung stelle.</p>
<p>Welche Erfahrungen hast Du schon mit realen Praxisbeispielen im Unterricht gemacht? Was sind Deine Tipps?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Maske auf!&#8220; &#8211; Wie ist das Reisen derzeit in Kolumbien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2021 08:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Maske]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unruhen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kann man im Moment nach Südamerika reisen? Und wenn ja: Wie ist es dann im Land und auf was muss man achten? Diese Fragen stellen sich wohl einige, die es...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann man im Moment nach Südamerika reisen? Und wenn ja: Wie ist es dann im Land und auf was muss man achten? Diese Fragen stellen sich wohl einige, die es derzeit nach Südamerika zieht.</p>
<h4>Reisen: ja oder nein?</h4>
<p>Wir standen in diesem Sommer vor der gleichen Situation: Auf Familienbesuch nach Kolumbien sollte es gehen, aber Corona und die landesweiten Unruhen stellten ein doppeltes Risiko dar. Aufmerksam beobachteten wir die politischen und gesundheitlichen Entwicklungen im Land und strichen die Reiseziele auf wenige Destinationen im ruhigeren Norden von Kolumbien zusammen. Vollständig geimpft wagten wir Anfang Juli schliesslich den Flug über den Teich. Dieser Artikel soll denjenigen Hilfestellung bieten, die ebenfalls am Abwägen sind, ob sie reisen sollen. Der Artikel basiert auf unseren persönlichen Erlebnissen in der Zeit zwischen Juli und August 2021. Vielleicht haben bestimmte Regelungen schon wieder geändert, das muss jede/r bitte selbst nachprüfen.</p>
<h4>Ruhige Strände und viel Platz</h4>
<p>Einiges spricht für eine Reise nach Kolumbien: Die Flüge sind günstig und viele Einrichtungen und Dienstleistungen für Touristen wie Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten sind wieder geöffnet. Die Einheimischen sind ebenfalls sehr froh, läuft der Wirtschaftssektor Tourismus wieder an. Wer zudem Massentourismus vermeiden will, kommt jetzt besonders auf die Kosten. Sogar touristische Hochburgen wie das Zentrum von Cartagena sind noch einiges ruhiger als vor der Pandemie. Im Moment sind es vor allem Kolumbianerinnen und Kolumbianer, die innerhalb des Landes Ferien machen. Der internationale Tourismus ist noch wenig spürbar.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1818" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-300x225.jpg" alt="Krokodil am Fluss" width="578" height="433" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-300x225.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-1024x768.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-768x576.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-1536x1152.jpg 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-800x600.jpg 800w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484-700x525.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0484.jpg 2016w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /></p>
<p><em>Der Malecón in Barranquilla: Eine neue Ausgehmeile am Ufer des Río Magdalena</em></p>
<h4>Maske auf!</h4>
<p>Es gibt aber auch Einschränkungen: Maskentragen im öffentlichen Raum ist beispielsweise Pflicht. Und zwar immer und überall, auch draussen bei 30 Grad im Schatten. Weitere Schutzbestimmungen wegen Corona sind einzuhalten: So muss vielerorts zum Beispiel in den Hotels der Schwimmbadbesuch vorreserviert werden. Etwas skurrile Auswüchse der Schutzbestimmungen erlebten wir am Strand des Rodadero in Santa Marta: Pünktlich um 17.30 Uhr schritt die Polizei täglich den Strand von Norden nach Süden ab, um die Leute nach Hause zu schicken. Wer den Strand also nicht während der Bruthitze zur Mittagszeit geniessen wollte, musste frühmorgens antraben: von 5 bis 7 Uhr morgens war der Strandbesuch erlaubt. Um 7 Uhr rollte aber auch da die Polizei an, um den Strand wieder zu schliessen bis 9 Uhr. Der Nutzen der Massnahme blieb mir unklar&#8230; aber ich habe gehört, die Regelung wurde im August (zum Glück) wieder abgeschafft.</p>
<h4><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1821" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-300x225.jpg" alt="" width="591" height="443" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-300x225.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-1024x768.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-768x576.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-1536x1152.jpg 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-800x600.jpg 800w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454-700x525.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0454.jpg 2016w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /></h4>
<p><em>17.40 Uhr: Der Strand wird von der Polizei geräumt</em></p>
<h4>Coronabestimmungen genau lesen</h4>
<p>Bei der Vorbereitung der Flugreise müssen zudem die aktuellen Bestimmungen wegen Corona recherchiert werden. Diese hängen von der gewählten Flugstrecke ab. Kolumbien selbst verlangte für unsere Reise weder eine Impfung noch einen PCR-Test, nur den Eintrag in der kolumbianischen Migrationsapp. Die Rückreise nach Europa aus dem Hochrisikoland war dann etwas komplizierter, viele Formulare mussten ausgefüllt werden. Schlussendlich klappten die Flugreisen aber reibungslos.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1822" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-300x225.jpg" alt="Menschen warten in Einkaufszentrum" width="597" height="447" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-300x225.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-1024x768.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-768x576.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-1536x1152.jpg 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-800x600.jpg 800w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627-700x525.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/08/IMG_0627.jpg 2016w" sizes="(max-width: 597px) 100vw, 597px" /></p>
<p><em>In Kolumbien gehen die Covid-Impfungen voran: Hier warten Impfwillige in einem Einkaufszentrum</em></p>
<h4>Blockierte Strassen</h4>
<p>Was ist mit den sozialen Unruhen? Kolumbien leidet ja derzeit nicht nur unter der Pandemie, sondern hat auch noch hausgemachte sozialpolitische Probleme zu bekämpfen. Wir haben diese nur einmal direkt mitbekommen, als wir mit dem Bus von Barranquilla nach Cartagena reisen wollten und die Strecke von Demonstranten blockiert war. Wer in die Hotspots reist wie Bogota oder Cali, sollte dem Thema aber etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.</p>
<h4>Reisen: jein</h4>
<p>Was ist also mein Fazit: Ist Reisen gut möglich? Meine Antwort dazu ist, eigentlich schon. Die Einschränkung bezieht sich vor allem auf die Atmosphäre, den Groove, den ich derzeit im Land wahrnehme. Es schmerzt zu sehen, dass das Land in den letzten zwei Jahren kaum vorangekommen ist: Die Löcher in den Strassen werden nicht geflickt, vieles verlottert, weil das Geld fehlt. Die Anzahl Bettlerinnen und Bettler auf den Strassen hat definitiv zugenommen. Die Problematik der Venezolanerinnen und Venezolaner, die bereits vor der Pandemie zu Hundertausenden nach Kolumbien geflüchtet sind, wurde ebenfalls nicht gelöst.</p>
<p>Ich habe zudem nie zuvor so viele lautstarke und teilweise auch handgreifliche Streitigkeiten miterlebt: In Santa Marta am Strand gingen frühmorgens zwei Kontrahenten mit Eisenstangen der Strandzelte aufeinander los. Die Nachbarsfamilie im Apartmentblock in Cartagena stritt zudem so heftig, dass der Sicherheitsdienst anrücken musste. Es scheint mir, als brodle etwas im Land, als ob die ganzen Probleme den Kolumbianerinnen und Kolumbianern doch sehr zugesetzt haben&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Warum sind (waren) Mexikaner so glücklich?</title>
		<link>https://econocol.ch/warum-sind-waren-mexikaner-so-gluecklich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2021 11:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mexiko hat eine der höchsten Mordraten weltweit, die im Jahr 2018 zudem den Höchststand ihrer Geschichte erreichte. Auch bei den Zahlen zu Menschenhandel, Raub und Überfällen nimmt das Land vordere...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mexiko hat eine der höchsten Mordraten weltweit, die im Jahr 2018 zudem den Höchststand ihrer Geschichte erreichte. Auch bei den Zahlen zu Menschenhandel, Raub und Überfällen nimmt das Land vordere Plätze auf der Rangliste ein.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Warum also sind die Mexikaner doch so glücklich? Platz 2 gemäss dem Happy Planet Index im Jahr 2016 (nur geschlagen von Costa Rica), Platz 23 von 156 Ländern im World Happiness Report der UN im Jahr 2019.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></p>
<div id="attachment_1759" style="width: 412px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-1759" loading="lazy" class=" wp-image-1759" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-300x124.png" alt="Berechnung HPI" width="402" height="166" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-300x124.png 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-1024x422.png 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-768x316.png 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-1536x633.png 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06-700x288.png 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-13-um-14.07.06.png 1670w" sizes="(max-width: 402px) 100vw, 402px" /><p id="caption-attachment-1759" class="wp-caption-text"><em>Der Happy Planet Index wird berechnet als Produkt aus einem Umfragewert zur Zufriedenheit, der Lebenserwartung, der Gleichverteilung und dem ökologischen Fussabdruck (Quelle: https://happyplanetindex.org)</em></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Subjektive Werte</h4>
<p>Zuerst muss geschaut werden, wie das Glück definiert und gemessen wird. In beiden genannten Indizes sind es Umfragen, mit denen die Zufriedenheit der Mexikanerinnen und Mexikaner erhoben wird. Wenn das Glück und die Zufriedenheit nämlich anhand harter Fakten wie einer tiefen Ungleichheit oder Korruption gemessen werden, stürzt Mexiko in der Rangliste sehr schnell ab. Weshalb also geben die Mexikanerinnen und Mexikaner subjektiv an, zufrieden zu sein, wenn die objektiven Daten doch eine andere Sprache sprechen?</p>
<h4>Die Familie als Zentrum des Glücks</h4>
<p>Der World Happiness Report bringt etwas Licht ins Dunkel. Der Report schaut 6 Felder an: Wirtschaft, Gesundheit, Soziales Netz, Persönliche Freiheit, Grosszügigkeit und Wahrnehmung der Korruption. Dabei wurde besonders das soziale Netz in Mexiko sehr positiv eingestuft. Die Familie wird als sehr wichtig angesehen, das Zusammenkommen mit Familie und Freunden, das Feiern mit Musik und Essen wird als bedeutsamer Teil der Kultur angesehen.</p>
<h4>Hoffen auf bessere Zeiten</h4>
<p>Das gute Abschneiden Mexikos im World Happiness Report 2019 wurde zudem mit der Wahl des neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador begründet. Es ging dabei weniger um die gewählte Person selbst. Die Mexikanerinnen und Mexikaner setzten vielmehr darauf, dass eine Zeit geprägt durch Korruption, Gewaltzunahme und negative ökonomische Entwicklungen nun zu Ende gehen würde. Die Wahlen machten Hoffnung auf eine Veränderung, auf einen Neuanfang.</p>
<h4>Carpe Diem</h4>
<p>Wer bereits in Mexiko oder anderen lateinamerikanischen Ländern unterwegs war oder sogar längere Zeit dort verbracht hat, wird wohl auch dem folgenden Erklärungsansatz zustimmen: Die Lateinamerikaner haben eine andere Wahrnehmung des Lebens. Wo wir unglücklich sind, weil wir uns mit anderen vergleichen und schlechter abschneiden, sind viele Lateinamerikaner bereits zufrieden, wenn ihre Grundbedürfnisse erfüllt sind. Es ist also eine Frage der Erwartungshaltung, etwas sehr Subjektives. Das Beste aus jeder Situation machen, den Tag so nehmen, wie er kommt, darauf hoffen, dass es schon irgendwie gut ausgehen wird – eine Gelassenheit, die in der lateinamerikanischen Kultur tief verankert ist.</p>
<h4>Corona macht unglücklich</h4>
<p>Unerschütterlich ist diese Gelassenheit aber nicht – so stürzte Mexikos Ranking im World Happiness Report im ersten Corona-Jahr 2020 auf den 46. Rang ab. Mexikos Bruttoinlandprodukt schrumpfte im Jahr 2020 um 8 %, ganz Lateinamerika erlebt derzeit die schlimmste ökonomische und soziale Krise der letzten 100 Jahre. Die Reaktionen zeigen sich nicht nur in zunehmenden Unruhen und Protesten in ganz Lateinamerika, sondern auch in solchen Umfragen zu Glück und Zufriedenheit. Der mexikanische Präsident hat sein angekündigtes Projekt eines Glücksindikators zumindest momentan auf Eis gelegt.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p><em>Infos zu Lernaufgaben:</em></p>
<p>-&gt; Mit der Lernaufgabe <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-20/">«Glück anstatt Wirtschaftswachstum?»</a> untersuchen die Lernenden anhand dem Beispiel von Mexiko, ob neue Glücksindikatoren eine Alternative zum Bruttoinlandprodukt sein könnten.</p>
<p>-&gt; In der Lernaufgabe <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-18/">«Der Drogenmarkt ist auch ein Markt»</a> analysieren die Lernenden anhand des Drogenkriegs in Mexiko, wie sich Staatseingriffe auf den Drogenmarkt auswirken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> UNODC. (o. D.). <em>dataUNODC</em>. UNITED NATIONS. Abgerufen am 13. Mai 2021, von https://dataunodc.un.org/</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> New Economics Foundation. (2016, 20. Juli). Mexico. Happy Planet Index. http://happyplanetindex.org/countries/mexico; Helliwell, John F., Richard Layard, Jeffrey Sachs, and Jan-Emmanuel De Neve, eds. (2020). World Happiness Report 2020. New York: Sustainable Development Solutions Network. https://worldhappiness.report/ed/2020/</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> Davies, P. (2021, 22. März). Mexicans turn gloomy; nation plunges 23 places on 2020 World Happiness Report. Mexico News Daily. https://mexiconewsdaily.com/news/coronavirus/mexico-plunges-23-places-on-2020-world-happiness-report/</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></em></p>
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		<title>Ein besonderes kolumbianisches Produkt für den Schweizer Markt: Kaffee!</title>
		<link>https://econocol.ch/ein-besonderes-kolumbianisches-produkt-fuer-den-schweizer-markt-kaffee/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 09:14:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeekonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeemarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>975 Tassen pro Jahr. Fast drei Tassen pro Tag. Soviel Kaffee trinken die Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich. Damit bewegt sich die Schweiz im Vergleich des weltweiten Kaffeekonsums an der Weltspitze.[1]...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://econocol.ch/ein-besonderes-kolumbianisches-produkt-fuer-den-schweizer-markt-kaffee/">Ein besonderes kolumbianisches Produkt für den Schweizer Markt: Kaffee!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://econocol.ch">econocol.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>975 Tassen pro Jahr. Fast drei Tassen pro Tag. Soviel Kaffee trinken die Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich. Damit bewegt sich die Schweiz im Vergleich des weltweiten Kaffeekonsums an der Weltspitze.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Dass Herr und Frau Schweizer gerne Kaffee trinken, ist kein Geheimnis und so erstaunt dieses Resultat nicht. Wer aber wusste, dass Kaffee das wichtigste Handelsgut der Schweiz ist, noch wichtiger als Schokolade und Käse und die Schweiz damit eine Wertschöpfung von knapp 1 % des BIPs erwirtschaftet?</p>
<h4>Exportgut Kaffee</h4>
<p>Die Kaffeebohnen wachsen bekanntlich aus klimatischen Gründen nicht in der Schweiz, was bedeutet, dass jährlich eine beachtliche Menge an Rohkaffee importiert wird. Dieser wird in der Schweiz verarbeitet und geröstet und anschliessend ins Ausland verkauft. Grossen Anteil an den stark gewachsenen Exportzahlen hat dabei das Kaffeeprodukt, das seit längerem von George Clooney beworben wird. Nach brasilianischem Kaffee (ca. 23 %) wird in der Schweiz vor allem kolumbianischer Kaffee (ca. 14 %) verarbeitet<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>. Dazu gehört der Quimbaya Café, ein Kaffee der Schweiz-Kolumbianerin Maite Amrein.</p>
<h4>Ein Kaffee mit Qualität und Herz</h4>
<p>Maite Amrein Diaz ist als Tochter eines Schweizer Vaters und einer kolumbianischen Mutter in den südamerikanischen Anden aufgewachsen. Der Kaffeeanbau bildet seit vielen Jahren die Haupteinnahmequelle der Familie mütterlicherseits. Vor rund 10 Jahren reiste Maite von Kolumbien in die Schweiz, um Deutsch zu lernen. Ende 2018 erschuf sie die Marke «Quimbaya Café», um den Kaffee ihrer Familie in der Schweiz zu vermarkten.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1633" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite-300x286.jpg" alt="Produzentin und Vermarkterin von Kaffee Maite Amrein" width="392" height="373" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite-300x286.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite-1024x978.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite-768x733.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite-700x668.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Maite.jpg 1440w" sizes="(max-width: 392px) 100vw, 392px" /></p>
<p><em>Die Gründerin von Quimbaya Café, Maite Amrein (Bild: Quimbaya Café)</em></p>
<p>Maite ist stolz darauf, dass ihr Kaffee viele Bedürfnisse abdecken kann: «Wir bieten einen biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee, erreichen ein gutes Ranking auf der Qualitätsskala. Einige Kunden suchen aber auch einfach ein Produkt mit einer schönen Geschichte.» Quimbaya Café kann im Kaffeeatelier in Fribourg getrunken werden. Er ist aber auch in Restaurants, Shops und über das Internet erhältlich.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Quimbaya Café ist viel mehr als Kaffee oder Kakao – wir sind eine Kultur, wir sind Menschen, die mit Herz daran arbeiten, ein Erlebnis zu kreieren. Wir sind die Geschichte hinter den Bohnen [&#8230;]&#8220; (<a href="https://quimbayacafe.ch/">Homepage Quimbaya Café)</a></em></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<h4>Herausforderungen für das junge Start-up</h4>
<p>Die studierte Betriebswirtschafterin Maite versuchte ihre Kenntnisse aus dem Studium beim Aufbau ihre Unternehmens anzuwenden, musste aber öfters Pläne wieder revidieren: «Am Anfang wollten wir nur direkt Haushalte ansprechen und unseren gerösteten Kaffee exklusiv unter der Marke verkaufen. Schnell hat sich aber herausgestellt, dass auch andere Interesse an unseren Produkten hatten, sprich Röstereien, die Grünkaffee wollten. Das war ursprünglich nicht unser Ziel. Das Gute daran ist aber, dass Kosten wegfallen und wir die Importmenge erhöhen können, wenn wir Grünkaffee verkaufen.» Maite betont, dass die Anwendung von Theorien aus den Lehrbüchern zwar den Weg weisen könne, aber keine Garantie für Erfolg sei. «Kaffee ist ein derart komplexes Produkt, jede Ernte ist zudem wieder anders, so dass wir unsere Strategien und Pläne ständig überprüfen müssen.»</p>
<h4>Das Herz schlägt für Kolumbien</h4>
<p>Mehr Kaffee importieren würde Maite sehr gerne. Im Moment ist sie Abnehmerin der Ernten von Onkel Vicente und Onkel Baudilio. Sie zahlt ihnen dafür einen Preis, der deutlich über dem Fair-Trade-Marktpreis liegt. Die Bauern werden so gerecht für ihre Qualität entlohnt, können ihre Familien ernähren und wieder investieren. Die Verpackungen für die Produkte liess sie zudem von kolumbianischen Designern erstellen, was für diese wiederum ein dankbare Tätigkeit war. Designer können nach jahrelangem Studium in Kolumbien häufig keine bezahlte Anstellung im Beruf finden.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1634" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte-300x236.jpg" alt="Produkte von Quimbaya" width="495" height="388" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte-300x236.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte-1024x804.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte-768x603.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte-700x550.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Foto-Produkte.jpg 1440w" sizes="(max-width: 495px) 100vw, 495px" /></p>
<p><em>Nebst Kaffee sind bei Quimbaya Café auch Schokolade, Kakao und weitere kolumbianische Produkte erhältlich (Bild: Facebook Quimbaya Café)</em></p>
<h4>Corona verändert den Markt</h4>
<p>Aufgrund von Corona hat die USA einen Grossteil der Kaffeekäufe in diesem Jahr abgesagt. Die kolumbianischen Kaffeebauern bleiben nun auf ihren Bohnen sitzen, so dass Maite viele Anfragen von Kaffeebauern aus der Region erhält. Maite ist jedoch wichtig, dass sie einem Bauern die gesamte Ernte abkaufen kann und nicht nur ein paar Säcke. Erst dann erhält der Bauer eine Planungssicherheit und kann auf nachhaltige Weise Kaffee produzieren. Im Moment ist dieses Ziel für Quimbaya Café aber in die Ferne gerückt, denn Corona hat auch den Absatzmarkt in der Schweiz verändert. Für Maite bedeutet dies, dass sie die Marktstrategie anpassen musste: «Früher gingen wir häufig auf Kultur- und Musikfestivals oder Ausstellungen, um dort den Kaffee anzubieten und bekannt zu machen. Jetzt müssen wir uns stärker digital orientieren.» Derzeit entsteht deshalb eine neue Webseite von Quimbaya Café, die durch ein Crowdfunding finanziert wurde.</p>
<h4>Die Brückenbauerin</h4>
<p>Die 27-jährige Maite hat eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Sie ist einerseits wichtige wirtschaftliche Stütze der Familie in Kolumbien und Vorreiterin für einen nachhaltig angebauten Kaffee in der Region. Auf der anderen Seite ist sie in der Schweiz im hoch kompetitiven Kaffeemarkt tätig, wobei die Lage mit Corona nicht einfacher geworden ist. «Viele wollen so etwas machen wie ich, aber nur die wenigsten schaffen den Spagat zwischen den beiden Welten.»</p>
<p>-&gt; Mit der <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-15/">Lernaufgabe «Ein Marketingkonzept für Quimbaya Café»</a> können die Lernenden die Marketingtheorie auf ein spannendes reales Fallbeispiel anwenden.</p>
<p>-&gt; Wer Maite unterstützen will und dafür tollen Kaffee und weitere kolumbianische Produkte wie Schokolade und Kakao erwerben möchte: <a href="https://quimbayacafe.ch/">Webseite Quimbaya Café</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> CafetierSuisse (Schweizer Cafetier Verband). Medienmappe Jahresmedienkonferenz vom 2. Dezember 2019. Abgerufen unter https://cafetier.ch/wp-content/uploads/2019/11/2019_Medienmappe_CafetierSuisse-Jahresmedienkonferenz.pdf</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Eidgenössisches Finanzdepartement. 2019: Rekordjahr für die Kaffee-Exporte. Medienmitteilung vom 28. April 2020. Abgerufen unter https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/61070.pdf</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></em></p>
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		<title>Wie Lateinamerikaner mit digitalen Freelance-Jobs der Krise trotzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[David Sanchez]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2020 07:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsformen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Freelancer]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marktplatz]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie überstehen die Menschen in den vom Coronavirus hart getroffenen lateinamerikanischen Ländern die aktuelle Zeit? Diese Frage stellen sich wohl manche Europäer, die momentan ein relativ normales Post-Corona-Leben führen und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie überstehen die Menschen in den vom Coronavirus hart getroffenen lateinamerikanischen Ländern die aktuelle Zeit? Diese Frage stellen sich wohl manche Europäer, die momentan ein relativ normales Post-Corona-Leben führen und in den Nachrichten von den steigenden Infektionszahlen aus Brasilien, Mexiko oder Ecuador erfahren.</p>
<h4>Kreative Lösungen</h4>
<p>Dieser Text ist weit davon entfernt, eine Antwort auf diese vielschichtige Frage zu geben. Er soll jedoch ein Phänomen beleuchten, das in vielen lateinamerikanischen Ländern zu beobachten ist. Es scheint nämlich, als komme bei vielen Lateinamerikanern in diesen schwierigen Zeiten eine besondere Stärke zum Tragen: ihre Flexibilität und Kreativität für Lösungen in schwierigen Lebenslagen. So schaffen sie es häufig irgendwie, der Krise die Stirn zu bieten.</p>
<p><img loading="lazy" class=" wp-image-1611" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-300x225.jpg" alt="Strassenkünstler in Cartagena" width="609" height="456" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-300x225.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-1024x768.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-768x576.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-800x600.jpg 800w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f-700x525.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/89df209b-ea28-4339-b240-65bca4d2957f.jpg 1280w" sizes="(max-width: 609px) 100vw, 609px" /></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><i>Dieser Venezolaner suchte wie viele andere eine bessere Zukunft in Kolumbien und verdient seinen Lebensunterhalt als Spiderman-Strassenkünstler (Bild: Econocol)</i></span></p>
<h4>Digitale Nomaden</h4>
<p>Konkret ist zu beobachten, dass die Digitalisierung des Arbeitsmarkts in vielen lateinamerikanischen Ländern momentan einen besonders starken Schub erfährt. Die sogenannten Freelance-Jobs oder Jobs für digitale Nomaden breiten sich stetig aus. Besonders die kolumbianische Jugend, des Mangels an formellen Beschäftigungsmöglichkeiten und anständiger Löhne müde, hat begonnen, in grossem Stil Freelance-Tätigkeiten im Internet anzubieten.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1622" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-300x110.png" alt="Angebote auf fiverr.com" width="780" height="286" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-300x110.png 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-1024x375.png 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-768x281.png 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-1536x562.png 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-2048x749.png 2048w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-03-um-16.59.56-700x256.png 700w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></p>
<p><em>Freelance-Jobs auf dem Online-Marktplatz fiverr.com (Bild: fiverr.com)</em></p>
<p>Ein Beispiel hierfür sind die vielen Kolumbianerinnen und Kolumbianer, die von ihrem Computer aus Nachhilfeunterricht aller Art online anbieten und dafür US-Dollar einkassieren. Fachleute verschiedenster Branchen und Personen, die vielfältige Services aller Art anbieten, tummeln sich beispielsweise auf dem Online-Marktplatz fiverr.com. Es handelt sich dabei nicht nur um bekannte virtuelle Tätigkeiten wie das Programmieren von Webseiten oder Online-Marketing. Stark im Kommen sind auch:</p>
<h5>Virtuelle Radiologen</h5>
<p>Die virtuellen Radiologen werden von Krankenhäusern und Versicherungsunternehmen beauftragt, sie aus der Ferne zu beraten oder zu unterstützen. Dazu werden die Bilder des Patienten digital übertragen, bevor sich der Hausarzt per Videokonferenz zuschaltet.</p>
<h5>Virtuelle technische Redakteure</h5>
<p>Technische Redakteure sind dafür verantwortlich, technische Dokumentationen wie eine Bedienungsanleitung oder einen Projektvorschlag zu verfassen. Sie machen den komplizierten Fachjargon für ein breiteres Publikum verständlich, ohne dass dieser seine Bedeutung verliert.</p>
<h5>Virtuelle Steuerberater</h5>
<p>Unternehmen stellen diese freiberuflichen Fachkräfte ein, um Einkommensteuererklärungen für sie zu erstellen.</p>
<h5>Virtuelle Sexarbeiterinnen</h5>
<p>Junge Frauen bieten sich auf Webseiten für Erwachsene als «Webcam-Modelle» an und verdienen damit bis zu 5000 US-Dollar pro Monat. Sie zahlen dafür aber auch den Preis der Stigmatisierung für den Verkauf ihres Körpers über das Internet.</p>
<h4>Das Internet als Chance</h4>
<p>Die virtuellen Marktplätze sind auch Schauplätze neuer rechtlich oder moralisch zweifelhafter Angebote. Nichtsdestotrotz bieten die Freelance-Jobs über das Internet vielen Menschen, gefangen in den Häusern aufgrund der Ausgehverbote, gerade derzeit einen Ausweg aus einer hoffnungslosen Situation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Info zu Lernaufgaben:</em></p>
<p>In der Lernaufgabe <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-19/">&#8222;Arbeitsvertrag oder Auftrag?&#8220;</a> setzen sich die Lernenden mit den Unterschieden zwischen verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen auseinander. Sie erfahren, welche arbeitsrechtlichen Nachteile solche Freelance-Jobs mit sich bringen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></em></p>
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		<title>Kampf dem kolumbianischen Machismo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 08:07:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Familienformen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechter]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Namensrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsgericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Luis Pérez Rodriguez oder Luis Rodriguez Pérez? Vor Kurzem entschied das kolumbianische Verfassungsgericht, das Namensrecht zu ändern. Kinder erhalten neu nicht mehr automatisch zuerst den ersten Nachnamen des Vaters und...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://econocol.ch/kampf-dem-kolumbianischen-machismo/">Kampf dem kolumbianischen Machismo</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://econocol.ch">econocol.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Luis Pérez Rodriguez oder Luis Rodriguez Pérez? Vor Kurzem entschied das kolumbianische Verfassungsgericht, das Namensrecht zu ändern. Kinder erhalten neu nicht mehr automatisch zuerst den ersten Nachnamen des Vaters und danach denjenigen der Mutter. Es kann auch der erste Nachname mütterlicherseits zuerst genannt werden:</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1581" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/Reihenfolge-Namensrecht-300x131.png" alt="Beispiel Reihenfolge Nachnamen" width="435" height="190" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/Reihenfolge-Namensrecht-300x131.png 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/Reihenfolge-Namensrecht.png 533w" sizes="(max-width: 435px) 100vw, 435px" /></p>
<p>Das Gericht begründete seinen Entscheid damit, dass die bisherige Regelung ein Akt der Diskriminierung von Frauen sei. <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<h4>Der lateinamerikanische Machismo</h4>
<p>Die Machokultur oder spanisch der Machismo – der Duden beschreibt ihn als übersteigertes Gefühl männlicher Überlegenheit und Vitalität – ist in Lateinamerika weit verbreitet. Er zeigt sich im Alltag in vielen Formen, zum Beispiel in der Beliebtheit von Schönheitswettbewerben, dem Hinterherpfeifen von Frauen auf der Strasse, der klassischen Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter oder der hohen Zahl von Gewaltdelikten an Frauen.</p>
<p><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"></a></p>
<h4>Entscheide des Verfassungsgerichts zur Gleichberechtigung</h4>
<p>Das Verfassungsgericht von Kolumbien wurde 1991 geschaffen und garantiert die Verfassungsgerichtsbarkeit der Republik Kolumbien. Es ist somit das letzte Berufungsgericht für Angelegenheiten, die die Auslegung der Verfassung betreffen und überprüft die Verfassungsmässigkeit von Gesetzen, Rechtsbestimmungen und Handlungen. In Artikel 13 der kolumbianischen Verfassung ist die Gleichberechtigung aller Personen verankert. Auf dieser Grundlage traf das Gericht in den letzten Jahren einige Urteile, die gegen den Machismo gerichtet sind.</p>
<h5>Von der Ehe für alle&#8230;</h5>
<p>Das Verfassungsgericht entschied 2016, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht nur eine Lebenspartnerschaft eintragen, sondern auch heiraten können.<a href="#_ftn2" name="_ftnref1">[2]</a> Kolumbien war nach Argentinien, Brasilien und Uruguay somit das vierte Land Südamerikas, das die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubte.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1582" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-300x200.jpg" alt="" width="417" height="279" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-300x200.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-768x512.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-1536x1024.jpg 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-2048x1365.jpg 2048w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/06/nick-karvounis-DUK7XiBpGSY-unsplash-700x467.jpg 700w" sizes="(max-width: 417px) 100vw, 417px" /></p>
<p><em>In Kolumbien können gleichgeschlechtliche Paare seit 2016 sowohl heiraten als auch eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen (Bild: Unsplash)</em></p>
<h5>zur Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen im Sport&#8230;</h5>
<p>Die Liga Pony Fútbol wurde vom Verfassungsgericht zurückgepfiffen, weil sie das Jungen-Team, in dem die 10-jährige María Paz Mora Silva als Goalie (Torwartin) eingesetzt war, nachträglich disqualifizierte und vom Turnier ausschloss. Das Gericht begründete den Entscheid damit, dass Mädchen in Fussballturnieren nicht diskriminiert werden dürfen und somit auch geschlechtergemischte Teams zugelassen sind.<a href="#_ftn3" name="_ftnref1">[3]</a></p>
<h5>zum Recht von Frauen, auch in den sozialen Medien deutlich «Nein» zu sagen&#8230;</h5>
<p>Eine Frau veröffentlichte auf Facebook einen Beitrag, in dem sie einem Mann eine scharfe Abfuhr erteilte. Der Mann hatte geschrieben, dass sie eine Beziehung hätten und miteinander ausgegangen seien. Der Mann erhob daraufhin Klage, weil seine Ehre verletzt worden sei. Das Verfassungsgericht wies die Klage aber ab, da im Netz das Recht auf Meinungsfreiheit herrsche. Vor allem aber seien die sozialen Netzwerke ein wichtiger Ort, um die Diskriminierung der Frauen zu überwinden. Frauen hätten also ein Recht darauf, auch in sozialen Plattformen «Nein» zu sagen.<a href="#_ftn4" name="_ftnref1">[4]</a></p>
<p><a href="#_ftn3" name="_ftnref1"></a></p>
<h5>zu diversen Anpassungen des Zivilgesetzbuchs.</h5>
<p>Das kolumbianische Zivilrecht ist 133-jährig und beinhaltet verschiedene Regelungen, die auf einem patriarchalischen Gesellschaftsverständnis aufbauen. In den letzten Jahren wurden viele dieser Gesetzesbestimmungen angepasst. Das Verfassungsgericht strich kürzlich beispielsweise die Vorgabe aus dem Eherecht, dass die Angetraute den Freunden des Mannes präsentiert und von diesen akzeptiert werden muss.<a href="#_ftn5" name="_ftnref1">[5]</a></p>
<p><a href="#_ftn4" name="_ftnref1"></a></p>
<hr />
<p><span style="color: #000000;">Weitere Infos:</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mit der Lernaufgabe <a style="color: #000000;" href="https://econocol.ch/lernaufgabe-06/">«Namensrecht und Gleichstellung»</a> analysieren die Lernenden das kolumbianische Namensrecht im Vergleich zu ihrem Heimatland. In der Lernaufgabe <a style="color: #000000;" href="https://econocol.ch/lernaufgabe-05/">«Ehe für alle?»</a> setzen sich die Lernenden mit den Familienformen der Ehe und der Lebenspartnerschaft auseinander.</span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Ist der Machismo verschwunden?</h4>
<p>Die drei Richterinnen und sechs Richter des Verfassungsgerichts haben in den vergangenen Jahren also verschiedene progressive Urteile gefällt. Die Frage aber bleibt, ob sie auch von der Bevölkerung mitgetragen werden. Umfragen zeigten zum Beispiel, dass die gleichgeschlechtliche Ehe von der Mehrheit der kolumbianischen Bevölkerung abgelehnt wird.<a href="#_ftn6" name="_ftnref1">[6]</a></p>
<p>Auch die nach wie vor hohe Zahl der Gewaltdelikte gegen Frauen (z. B. 42 Tötungen im März 2020, die meisten davon durch den eigenen Partner<a href="#_ftn7" name="_ftnref1">[7]</a>), ist ein Zeichen dafür, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter von bestimmten Bevölkerungsschichten zwar angestrebt wird, dass sie aber noch lange nicht überall in Kolumbien angekommen ist.</p>
<p><a href="#_ftn5" name="_ftnref1"></a></p>
<p><a href="#_ftn4" name="_ftnref1"></a></p>
<p><a href="#_ftn3" name="_ftnref1"></a></p>
<p><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"></a></p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Sentencia C-519/19, abrufbar unter https://www.corteconstitucional.gov.co/</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref2" name="_ftn1">[2]</a> Sentencia SU-214/16</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref3" name="_ftn1">[3]</a> Sentencia T-366/19</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref4" name="_ftn1">[4]</a> Sentencia T-361/19</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref5" name="_ftn1">[5]</a> Sentencia C-203/19</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref6" name="_ftn1">[6]</a> 600 befragte Personen, vgl. Gallup Colombia. (2018, Abril). Gallup Poll. El matrimonio civil entre parejas homosexuales. #124. S. 82</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref7" name="_ftn1">[7]  </a> https://observatoriofeminicidioscolombia.org</em></p>
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		<title>Der lateinamerikanische Arbeitsmarkt und Corona: eine gefährliche Mixtur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 08:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsproduktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Cartagena]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftssektor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kolumbianische Freunde meldeten sich Mitte März besorgt von Übersee, als die Corona-Fallzahlen in der Schweiz zu steigen begannen. Mittlerweile ist die Situation umgekehrt – während die Schweiz wie viele Länder...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kolumbianische Freunde meldeten sich Mitte März besorgt von Übersee, als die Corona-Fallzahlen in der Schweiz zu steigen begannen. Mittlerweile ist die Situation umgekehrt – während die Schweiz wie viele Länder langsam zur Normalität übergeht, scheint Lateinamerika derzeit im Corona-Sumpf zu versinken.</p>
<p>Dabei verordneten viele lateinamerikanische Regierungen relativ früh konsequente Ausgangssperren (siehe auch den Blogbeitrag <a href="https://econocol.ch/corona-auf-kolumbianisch/">«Corona auf Kolumbianisch»</a>). Warum also bekommen diese Länder das Virus dennoch nicht in den Griff?</p>
<h4>Arbeiten ohne Vertrag oder soziale Absicherung</h4>
<p>Ein grosses Problem ist der stark ausgeprägte informelle Arbeitsmarkt in den Schwellenländern Lateinamerikas. Viele Menschen arbeiten als Hausangestellte, Marktverkäufer, Fischer, Taxifahrer oder ähnliches – ohne Arbeitsvertrag oder irgendwelche soziale Absicherung. Wenn sie nicht arbeiten, verdienen sie auch nichts. In den meisten Fällen haben sie auch nicht viel angespart. So ist es nur logisch, dass viele dieser Personen gezwungen sind, sich über die Ausgangssperren hinwegzusetzen, um ein wenig Geld zu verdienen.</p>
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<video class="wp-video-shortcode" id="video-1558-1" width="1060" height="596" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7028.m4v?_=1" /><a href="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7028.m4v">https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7028.m4v</a></video></div>
<p><em>Strassenmusikanten in Cartagena (Quelle: Eigene Aufnahme)</em></p>
<h4>Ein schwacher formeller Arbeitsmarkt</h4>
<p>In Kolumbien hat knapp die Hälfte der Beschäftigten eine informelle Arbeit.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Im letzten Jahr führten wir mit Dewin Pérez Fuentes, Professor der Volkswirtschaftslehre an der Universität Cartagena und Direktor des «Observatorio del Mercado Laboral» [Observatorium für den Arbeitsmarkt], ein Interview. Wir stellten ihm die Frage, warum in Cartagena, einer kolumbianischen Küstenstadt, die informelle Arbeit so verbreitet ist (51 %!). Der informelle Arbeitsmarkt ist so stark, weil der formelle Arbeitsmarkt so schwach ist – so lautete zusammengefasst seine Antwort.</p>
<h4>Ursachen auf der Angebots- und Nachfrageseite</h4>
<p>Kolumbien hat in den letzten 30 Jahren vor allem auf den ersten Wirtschaftssektor (Bergbau: Abbau von Kohle, Erdöl und Nickel etc.) gesetzt. Der Sektor ist sehr kapital-, aber wenig arbeitsintensiv, so dass wenig Arbeitsstellen generiert werden. In Cartagena gibt es auch viel Petrochemie, die vor allem hochqualifiziertes Personal beschäftigt. Das Bildungsniveau der Personen ist in Cartagena aber generell eher tief, was zudem eine tiefe Arbeitsproduktivität bedeutet.</p>
<p>Viele Personen schaffen es in Cartagena also nicht, eine der begehrten Arbeitsstellen im formellen Arbeitsmarkt zu ergattern und müssen eine Tätigkeit im informellen Arbeitsmarkt ausüben, die zu ihrem Überleben und dem ihrer Familie beiträgt. Es ist in diesem Fall also ein strukturelles Problem, das die lateinamerikanischen Regierungen in Angriff nehmen müssten – sei es durch bessere Bildung, sei es durch Änderungen in der Wirtschaftsstruktur.</p>
<blockquote><p>-&gt; Mit der Lernaufgabe <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-07/">«Beschäftigung im informellen Arbeitsmarkt»</a> können sich die Lernenden ausführlicher mit den Charakteristika und Gründen des informellen Arbeitsmarkts in Kolumbien auseinandersetzen. Wir haben dazu noch vor Corona verschiedene Personen im informellen Arbeitsmarkt der Stadt interviewt, darunter auch Cristobal Morelos. Hoffentlich hatte er bereits vor Corona genügend angespart, um diese Zeit gut zu überstehen.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<hr />
<h3>10. Juni 2019, Cartagena</h3>
<h3>Interview mit Cristobal Morelos, 55 Jahre</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich verkaufe auf der Plaza San Diego an einem Stand Sporttrikots an Touristen und auch an Einheimische, wenn eine Fussballmeisterschaft wie jetzt gerade die Copa América beginnt. Das Trikot von Atlético Nacional Medellín verkauft sich bei den Ausländern besonders gut, weil sich viele noch an den Flugzeugabsturz im Jahr 2016 erinnern, als fast die gesamte Fussballmannschaft des brasilianischen Erstligisten Chapecoense beim Hinflug zu einem Finalspiel mit Atlético Nacional ums Leben kam.</p>
<p>Mein Arbeitstag beginnt um 10 Uhr morgens und dauert bis 18 oder 19 Uhr, je nachdem, ob es ein guter Tag ist. Ich arbeite auf eigene Rechnung, bin aber mit sechs anderen Verkäufern in einer Kooperative organisiert, damit wir von der Stadt eine offizielle Bewilligung für den Standplatz erhalten. An einem sehr guten Tag verdiene ich 150&#8217;000 Pesos<a href="#_ftn2" name="_ftnref1">[2]</a>, wobei ich jeden Tag noch mit Ausgaben in der Höhe von 20&#8217;000 Pesos für das Mittagessen, den Transport und die Lagerung der Ware rechnen muss. Von meinem Einkommen hängen drei Personen ab ­- ich, meine Frau und eine Enkelin, der ich die Kosten für den Schulweg finanziere.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1563" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-225x300.jpg" alt="Strassenverkäufer Cristobal im informellen Arbeitsmarkt" width="371" height="494" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-225x300.jpg 225w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-768x1024.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-1152x1536.jpg 1152w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-1536x2048.jpg 1536w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-600x800.jpg 600w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-700x933.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/IMG_7015-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /></p>
<p><em>Verkäufer Cristobal an der Plaza San Diego (Bild: Eigene Aufnahme)</em></p>
<p>Weil ich keinen Arbeitsvertrag habe, zahle ich weder Steuern noch Abgaben für die Krankenversicherung. Ich bin aber glücklicherweise bei meiner Frau mitversichert, die in einer Firma angestellt ist. Ein bisschen kann ich zudem jeden Monat auf die Seite legen.</p>
<p>Seit 40 Jahren arbeite ich draussen, die Schule habe ich nur bis zur 7. Klasse besucht. Als ich jung war, hätte ich nicht gedacht, dass ich das hier mein ganzes Leben lang machen würde. Die Arbeit gefällt mir aber, denn ich bin von niemandem abhängig und bestimme mein eigenes Tempo. Auch die Kunden muss ich nicht suchen, sondern sie kommen zu mir.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <em>Cartagena cómo vamos (2019). Mercado laboral en Cartagena. Zuletzt abgerufen am 28.05.2020 unter https://www.cartagenacomovamos.org/nuevo/mercado-laboral-en-cartagena/</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref2" name="_ftn1">[2]</a> Umrechnung: 150‘000 COP ≈ 46 CHF ≈ 41 €; Umrechnungskurs: 1‘000 COP ≈ 0.31 CHF ≈ 0.27 € (Stand: Juni 2019)</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Adiós, Cafe Stepping Stone!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 19:30:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Personalentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Personalmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war das erste Mal nach über einem Jahr, dass ich wieder Auberginen ass. Das typische Mittagessen in Kolumbien beinhaltet doch eher Reis, Fleisch und zwei Blätter grünen Salat. Das...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war das erste Mal nach über einem Jahr, dass ich wieder Auberginen ass. Das typische Mittagessen in Kolumbien beinhaltet doch eher Reis, Fleisch und zwei Blätter grünen Salat. Das Cafe Stepping Stone in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena hob sich davon mit seiner vegetarischen Speisekarte deutlich ab. Es richtete sein Angebot damit vor allem an internationale Touristen und Touristinnen.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1475" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone-300x200.jpg" alt="Cafe Stepping Stone" width="482" height="322" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone-300x200.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone-1024x682.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone-768x511.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone-700x466.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cafe-Stepping-Stone.jpg 1080w" sizes="(max-width: 482px) 100vw, 482px" /></p>
<p><em>Eingang des Cafe Stepping Stone (Bild: <a href="http://www.cafesteppingstone.com">Cafe Stepping Stone</a>)</em></p>
<h4>Ein Café als Sozialunternehmen (Social Enterprise)</h4>
<p>Eine weitere Besonderheit des Cafés war, dass es sich um ein Sozialunternehmen handelte. Der erwirtschaftete Gewinn spielte also nur eine Nebenrolle, im Vordergrund standen der soziale Zweck und gesellschaftliche Nutzen der Geschäftstätigkeit. Das Cafe Stepping Stone setzte dabei auf die Berufsqualifizierung benachteiligter junger Erwachsener. Sie fanden im Café einen Ausbildungsplatz als KöchInnen, KellnerInnen etc. Das Café diente damit als Sprungbrett in eine zukünftiges formales Beschäftigungsverhältnis. Gegründet wurde das Sozialunternehmen im Jahr 2017 von drei jungen AustralierInnen, die mit viel Idealismus die Ungleichheit und Armut in Cartagena bekämpfen wollten.</p>
<h4>Zwiespältiges Cartagena</h4>
<p>Cartagena im Norden von Kolumbien an der Atlantikküste besticht durch ein karibisches Flair und eine wunderschöne historische Altstadt, die jedes Jahr mehr Touristen anzieht.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1476" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena-300x170.png" alt="Cartagena als Touristenmagnet" width="579" height="328" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena-300x170.png 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena-1024x579.png 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena-768x434.png 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena-700x396.png 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Cartagena.png 1298w" sizes="(max-width: 579px) 100vw, 579px" /></p>
<p><em>Die Stadt mit ihren Häusern im Kolonialstil ist ein Touristenmagnet (Eigenes Foto)</em></p>
<p>Cartagena ist aber auch die kolumbianische Stadt mit der höchsten Armutsquote. 25,9 % der Einwohner leben unter dem Existenzminimum. Sie verfügen über ein Einkommen von weniger als 257 433 kolumbianischen Pesos (umgerechnet rund CHF 64) pro Monat.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Gerade in den Aussenbezirken von Cartagena sind die Lebensbedingungen prekär, wie wir dies im Blogartikel <a href="https://econocol.ch/die-jugendbanden-von-nelson-mandela/">&#8222;Die Jugendbanden von Nelson Mandela&#8220;</a> auch schon genauer beschrieben haben.</p>
<h4>Mitarbeitende ohne Berufserfahrung gesucht</h4>
<p>Um die Mitarbeitenden zu rekrutieren, arbeitete das Café mit Stiftungen zusammen, die bereits in den ärmeren Vierteln tätig waren. Die Anstellungskriterien lauteten: aus ärmsten Wohnvierteln, 18 bis 25 Jahre alt, ohne Berufserfahrung, kein Schulabschluss, Verantwortung für die Familie, Minderheiten wie Afrokolumbianer oder indigene Abstammung bevorzugt, motiviert und engagiert. In einer zweimonatigen Probezeit wurde geschaut, ob die Mitarbeitenden stetig dazulernen und ihr Wissen in ihrem alltäglichen Leben umsetzen können.</p>
<h4>Trainings zu Gesundheit, Ernährung oder Antidiskriminierung</h4>
<p>Die Mitarbeitenden absolvierten nicht nur Trainings für unmittelbar arbeitsrelevante Tätigkeiten, sondern erhielten auch Trainings zu Themen, die ihr gesamtes Leben betrafen. Der Geschäftsinhaber Tom, mit dem ich im Oktober 2019 ein Interview führte, erläuterte die Idee dahinter: «Ursprünglich war unser Plan, ihnen nur arbeitsbezogene Dinge beizubringen. Wir dachten, sie wissen ja, wie sie ihr Leben zu leben haben. Aber dann hatten wir die Situation, dass einige Mitarbeitende sich weigerten, das Mittagessen aus einem Salat und einer vegetarischen Lasagne zu essen, weil es Gemüse enthielt. Viele wussten auch nicht, dass Zucker Diabetes auslösen kann. Aber alle ihre Väter und Grossväter leiden an Diabetes. Da dämmerte es uns, dass Ernährung vielleicht etwas ist, worüber wir sprechen müssen.»</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1477" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training-300x200.jpg" alt="Schulungseinheit im Cafe Stepping Stone" width="510" height="339" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training-300x200.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training-1024x682.jpg 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training-768x511.jpg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training-700x466.jpg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/05/Foto-Training.jpg 1080w" sizes="(max-width: 510px) 100vw, 510px" /></p>
<p><em>Trainingseinheit der Mitarbeitenden des Cafe Stepping Stone (Bild: Cafe Stepping Stone)</em></p>
<p>Tom erklärte auch, weshalb Sexualkunde auf dem Schulungsplan steht: «Die jungen Leute hier haben alle mit 13, 14, 15 Jahren bereits Kinder. Sie wurden nie informiert über Verhütung etc., weder in der Schule, noch von ihren Eltern. Darum bringen wir ihnen bei, was Familienplanung bedeutet und warum es gut ist, mit Kindern zu warten, bis sie eine Ausbildung abgeschlossen haben. Verhütungsmittel sind hier zudem recht teuer, also stellen wir ihnen Kondome zur Verfügung.»</p>
<blockquote><p>-&gt; Mit der Lernaufgabe <a href="https://econocol.ch/lernaufgabe-13/">«Personalmanagement in einem Sozialunternehmen»</a> können die Lernenden im Wirtschaftsunterricht die Elemente des Personalmanagements des Cafe Stepping Stone genauer analysieren.</p></blockquote>
<h4>Und dann kam das Coronavirus</h4>
<p>Auch das Cafe Stepping Stone wurde von der Corona-Krise hart getroffen. Die Stadt Cartagena, in der 24 % der Arbeitnehmenden im Übernachtungs- und Erholungssektor tätig sind<a href="#_ftn2" name="_ftnref1">[2]</a>, führte am 24. März eine Quarantäne ein (Genaueres im Blogartikel <a href="https://econocol.ch/corona-auf-kolumbianisch/">«Corona auf Kolumbianisch»)</a>. Das Café ging in die Zwangspause. Vergangene Woche las ich dann auf der <a href="https://www.facebook.com/cafesteppingstone/">Facebook-Seite</a> des Cafés, dass es seine Tore per 4. Mai für immer geschlossen hat. So ordentlich und seriös, wie es gewirtschaftet hatte, wollte es auch seine Schliessung abwickeln, nämlich zu einem Zeitpunkt, wo es noch alle Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitenden einlösen konnte.</p>
<p>Das Tragische an der Situation ist, dass Cesar, Yarinis, Oberto &amp; Co. nun wieder ohne Arbeit, Einkommen und Perspektive dastehen. Mit so vielen Personen auf Jobsuche wird es für sie nach Corona umso schwieriger, wieder Fuss zu fassen. Die Stadt Cartagena hat zwar an Tausende der ärmsten Familien Nahrungspakete verteilt, jedoch fehlen nachhaltigere Hilfen wie Kredite für Unternehmen, Arbeitslosengelder etc. Wer etwas beitragen möchte: Unter <a href="https://www.gofundme.com/f/cafesteppingstone">GoFundMe</a> sammeln Tom und seine Mitstreiterinnen Spenden, die direkt an die ehemaligen Mitarbeitenden gehen. Ich kann dies aus ganzem Herzen empfehlen!</p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> http://www.cartagenacomovamos.org/nuevo/como-vamos-en/pobreza/</em></p>
<p><em><a href="#_ftnref2" name="_ftn1">[2]</a> http://www.cartagenacomovamos.org/nuevo/reactivacion-economica-en-cartagena-covid-19/</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vorsicht ist besser als Nachsicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Collenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 11:32:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bekannte in der Schweiz fragen mich häufiger, ob das Leben in Kolumbien als Ausländerin denn nicht gefährlich sei. Ich verspüre dann meist den Impuls, das zu verneinen. Schliesslich sind die...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bekannte in der Schweiz fragen mich häufiger, ob das Leben in Kolumbien als Ausländerin denn nicht gefährlich sei. Ich verspüre dann meist den Impuls, das zu verneinen. Schliesslich sind die Zeiten des blutigen Konflikts im Land Tempi passati (dass der im Jahr 2016 unterzeichnete Friedensvertrag nicht nur Frieden zur Folge hatte, wird dann mal in einem anderen Artikel thematisiert). Zudem haben die Akteure im nach wie vor florierenden kolumbianischen Drogenhandel Lukrativeres zu tun, als unbedarften Touristinnen ein Haar zu krümmen und damit die internationalen Medien auf sich aufmerksam zu machen.</p>
<h4>Ehrliche Finder</h4>
<p>Um meinen Worten Nachdruck zu verleihen, berichte ich dann gerne von einem persönlichen Erlebnis. Meine Schweizer Freundin liess ihr Portemonnaie in einem Strassenrestaurant im einer kleinen kolumbianischen Stadt liegen, was sie erst Stunden später bemerkte. Eine Restaurantangestellte händigte ihr das Portemonnaie jedoch aus, als sie wenig hoffnungsvoll dort nachfragte. Es war von ehrlichen Passanten gefunden und abgegeben worden.</p>
<p>In den letzten Jahren strömten zudem immer mehr Touristen ins Land, was auch damit zusammenhängt, dass viele Orte in Kolumbien sicherer geworden sind.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1430" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10-300x234.png" alt="Zunehmende Touristenströme in Kolumbien" width="550" height="429" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10-300x234.png 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10-1024x797.png 1024w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10-768x598.png 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10-700x545.png 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/Bildschirmfoto-2020-04-27-um-16.40.10.png 1274w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></p>
<p><em>Zunahme der internationalen Touristenströme in Kolumbien (Quelle: https://www.statista.com/statistics/804092/number-international-tourists-colombia)</em></p>
<h4>Wie ist das Sicherheitsgefühl?</h4>
<p>Natürlich aber erreicht Kolumbien in Bezug auf die Sicherheit nicht den Standard der Schweiz oder anderer Industrienationen. Ich erlebte in Kolumbien immer mal wieder Situationen, in denen mich ein leichtes Gefühl von Unbehagen streifte. Zu diesen Unwohlsein-Momenten gehören zum Beispiel die folgenden:</p>
<p>1. Wenn die Software-Programme auf dem Computer ständig doppelt überprüfen, dass man tatsächlich die Person ist, die sich soeben aus Kolumbien ins System einloggen wollte.</p>
<p>2. Wenn kolumbianische Familienangehörige und Freunde die Verabschiedung immer mit «Ten cuidado» («Sei vorsichtig») ergänzen, wenn man das Haus verlässt, auch wenn es nur in den Supermarkt um die Ecke geht.</p>
<p>3. Wenn ich auf dem Trottoir intuitiv zur Seite weiche, wenn mir ein Töff mit Beifahrer entgegenkommt (Überfälle vom Motorrad aus sind sehr häufig – der Beifahrer greift an, springt zurück auf den Beifahrersitz und weg sind sie).</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1433" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/12990934_999030026799537_3956612169115499139_n-800x445-1-300x167.jpg" alt="Männliche Beifahrer auf dem Motorrad sind verboten" width="538" height="301" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/12990934_999030026799537_3956612169115499139_n-800x445-1-300x167.jpg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/12990934_999030026799537_3956612169115499139_n-800x445-1-539x303.jpg 539w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></p>
<p><em>Ein männlicher Sozius auf dem Motorrad ist in einigen kolumbianischen Städten verboten, weil auf diese Art viele Überfälle verübt werden (Quelle: https://www.radioipiales.co/2016/04/decreto-restringe-circulacion-de-motocicletas-con-parrillero/)</em></p>
<p>4. Wenn darauf zu achten ist, dass die Unterschriften auf offiziellen Dokumenten leicht über den gedruckten Text ragen, damit nicht jemand nachträglich eine Unterschrift abändern kann.</p>
<p>5. Wenn ich Fragen von Bekannten und Nachbarn zu Ferienabwesenheiten und längeren Reisen immer ausweichend beantworte, damit keine Informationen rausgehen, wann die Wohnung leer steht.</p>
<p>6. Wenn bei Gewittern bestimmte Stadtviertel zu meiden sind, weil die überfluteten Strassen dazu führen, dass die Polizisten auf den Strassen nicht mehr präsent sind und das von Dieben sofort ausgenutzt wird.</p>
<p>7. Wenn man im Stadtbus die vorderen Plätze in der Nähe des Fahrers bevorzugen sollte, weil sich jemand im hinteren Teil schnell unbemerkt neben einen setzen und bestehlen kann.</p>
<h4>Wie soll man reagieren?</h4>
<p>Ich habe nur einmal erlebt, dass mir ein Motorradfahrer entgegenkam und meine Tasche entreissen wollte. Diesen sehr tölpelhaften Versuch quittierte ich jedoch lediglich mit einem mitleidigen Lachen. Ansonsten ist mir in Kolumbien nie etwas passiert, auch nicht abseits der Touristenpfade. Mit wacher Aufmerksamkeit und einigen Vorsichtsmassnahmen ist man doch (fast immer) auf der sicheren Seite. Es ist nur das leicht beeinträchtigte Sicherheitsgefühl, das für mich als Schweizerin etwas gewöhnungsbedürftig war. Und so soll dieser Artikel auch sicher niemanden von einem (absolut lohnenswerten) Besuch in Kolumbien abhalten!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Quelle Titelbild: </em><em>https://telemedellin.tv/prohibido-parrillero-hombre-bogota/240474/</em></p>
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		<title>Corona auf Kolumbianisch</title>
		<link>https://econocol.ch/corona-auf-kolumbianisch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[David Sanchez]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 12:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Pico y Cedula]]></category>
		<category><![CDATA[Quarantäne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über das Coronavirus wurde bereits viel berichtet. Aber wie ist es wohl, in Kolumbien eine Quarantäne durchstehen zu müssen? Der kolumbianische Präsident Iván Duque kommunizierte am 20. März, dass eine...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Coronavirus wurde bereits viel berichtet. Aber wie ist es wohl, in Kolumbien eine Quarantäne durchstehen zu müssen?</p>
<p>Der kolumbianische Präsident Iván Duque kommunizierte am 20. März, dass eine einmonatige Quarantäne mit Start am 24. März für Kolumbien die beste Option sei, um die Ausbreitung von Covid-19 zu stoppen. Mittlerweile wurde die Massnahme bis zum 26. April verlängert.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-1365" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e6c37a9e2626-300x150.jpeg" alt="Kolumbianer decken sich in der Quarantäne mit Lebensmitteln ein" width="556" height="278" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e6c37a9e2626-300x150.jpeg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e6c37a9e2626-768x384.jpeg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e6c37a9e2626-700x350.jpeg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e6c37a9e2626.jpeg 950w" sizes="(max-width: 556px) 100vw, 556px" /></p>
<p><em>Kolumbianerinnen und Kolumbianer decken sich vor Beginn der Quarantäne mit Lebensmitteln ein (Quelle: <a href="https://www.eltiempo.com/bogota/no-hay-desabastecimiento-de-alimentos-en-bogota-por-coronavirus-472718">https://www.eltiempo.com/bogota/no-hay-desabastecimiento-de-alimentos-en-bogota-por-coronavirus-472718</a>)</em></p>
<h4>«Regeln» der Quarantäne in Kolumbien</h4>
<p>Der Präsident ordnete folgende Massnahmen an, damit die Quarantäne erfolgreich umgesetzt werden konnte:</p>
<h5>1. Hohe Bussen</h5>
<p>Obwohl es schwierig erscheint, konnte die kolumbianische Nationalpolizei die fast 48 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer bisher mehr oder weniger in ihren Häusern halten. Ein Grund dafür ist, dass jemandem, der ohne Bewilligung auf der Strasse erwischt wird, eine Busse von fast einer Million kolumbianischer Pesos (ca. 250 CHF) aufgebrummt wird.</p>
<h5>2. Bewilligung «Pico y Cédula»</h5>
<p>Das eigens für die Quarantäne geschaffene Bewilligungssystem wird «Pico y Cédula» genannt. Aufgrund der langen Warteschlagen vor den Supermärkten und Geldautomaten haben die Behörden verschiedener Städte diese einfache Strategie in Anlehnung an das <a href="https://econocol.ch/272-stunden-im-stau/">Fahrverbot «Pico y Placa»</a> eingeführt. Die Menschen können ihre Häuser für den Einkauf von Lebensmitteln, Bankgeschäfte und Arztbesuche nur dann verlassen, wenn die letzte Nummer ihres Ausweises mit dem entsprechenden Wochentag übereinstimmt. Mit der Endziffer 1 im Ausweis ist beispielsweise der Ausgang in der Stadt Barranquilla nur am Montag und Donnerstag möglich.</p>
<p><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"></a></p>
<p><img loading="lazy" class="wp-image-1367 alignnone" src="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e861ef1b6e26-300x150.jpeg" alt="Ein Polizist kontrolliert die Einhaltung von Pico y Cedula vor einem Supermarkt" width="594" height="298" srcset="https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e861ef1b6e26-300x150.jpeg 300w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e861ef1b6e26-768x384.jpeg 768w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e861ef1b6e26-700x350.jpeg 700w, https://econocol.ch/wp-content/uploads/2020/04/5e861ef1b6e26.jpeg 950w" sizes="(max-width: 594px) 100vw, 594px" /></p>
<p><em>Ein Polizist kontrolliert vor dem Supermarkt die Ausweise der Personen für «Pico y Cédula» (Quelle: <a href="https://www.eltiempo.com/colombia/otras-ciudades/pico-y-cedula-en-colombia-por-cuarentena-480854">https://www.eltiempo.com/colombia/otras-ciudades/pico-y-cedula-en-colombia-por-cuarentena-480854</a>)</em></p>
<h5>3. Staatliche Unterstützung</h5>
<p>Die ärmste Bevölkerungsgruppe sowie Personen, die durch die Krise ihren Job verloren haben, können staatliche Hilfe beantragen. Theoretisch. Selbst in der Quarantäne ist die Korruption in Kolumbien nicht verschwunden. In einem Grossauftrag, den die nationale Regierung an Unternehmen vergab, um auf lokaler Ebene Lebensmittel für die am stärksten betroffenen Personen bereitzustellen, sind auf mysteriöse Art und Weise Milliarden Pesos an Hilfsgütern «verloren» gegangen.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<h4>Hat die Krise auch etwas Gutes?</h4>
<p>Die harten Massnahmen und Rahmenbedingungen der Quarantäne fordern die Menschen im Kolumbien derzeit also ziemlich. Alles hat aber zwei Seiten und so gibt es auch durchaus Positives zu berichten:</p>
<h5>1. Engere Familienbande</h5>
<p>Auch wenn die Statistik zeigt, dass die Gewalt gegen Frauen während der Quarantäne zugenommen hat, konnte ebenfalls beobachtet werden, dass sich die Kommunikation in den Familien erheblich verbessert hat. Gezwungen zu sein, in den Familien gemeinsam unter einem Dach auszuharren und sich die Zeit mit Kartenspiel oder Fernsehschauen zu vertreiben, führte wohl auch dazu, dass man wieder häufiger vertiefte Gespräche geführt hat.</p>
<h5>2. Stärkung des Glaubens</h5>
<p>Die Menschen fühlen sich in ihrem Glauben gestärkt. Die Kolumbianerinnen und Kolumbianer beschreiben sich als Land mit einem heiligen Herzen. Dies hat damit zu tun, dass rund 90 % der Einwohner katholisch sind. Das tägliche Beten, dass die Krise bald aufhört, stärkt die Zuversicht der Menschen und gibt ihnen Halt.</p>
<h5>3. Rückgang der Kriminalität</h5>
<p>Kriminelle Delikte wie Raub, Todschlag und Überfälle sind während der Quarantäne stark zurückgegangen.<a href="#_ftn2" name="_ftnref1">[2]</a></p>
<p>Genau betrachtet, hat Covid-19 also nicht nur Schlechtes nach Kolumbien gebracht. Ich hoffe, dass die Krise bald vorbei ist,  dass aber die positiven Seiten der Quarantäne auch zukünftig noch Bestand haben werden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.elheraldo.co/colombia/vicepresidente-del-senado-pide-que-se-investigue-fraude-en-el-ingreso-solidario-716365">https://www.elheraldo.co/colombia/vicepresidente-del-senado-pide-que-se-investigue-fraude-en-el-ingreso-solidario-716365</a></em></p>
<p><em><a href="https://www.elheraldo.co/colombia/dnp-reconoce-anomalia-en-portal-web-para-entregar-dinero-familias-vulnerables-716309">https://www.elheraldo.co/colombia/dnp-reconoce-anomalia-en-portal-web-para-entregar-dinero-familias-vulnerables-716309</a></em></p>
<p><em><a href="#_ftnref2" name="_ftn1">[2]</a> <a href="https://www.eltiempo.com/justicia/delitos/aislamiento-por-el-coronavirus-reduce-los-indices-de-criminalidad-en-colombia-479240">https://www.eltiempo.com/justicia/delitos/aislamiento-por-el-coronavirus-reduce-los-indices-de-criminalidad-en-colombia-479240</a></em></p>
<blockquote><p>&nbsp;</p></blockquote>
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