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	<title>Endlosrekursion</title>
	
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		<title>Stallgeruch</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 13:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Randthema?

In der letzten GEO Nr. 43 steht dazu:
„Wie man sich oben bewegt, das lernt man nur, wenn man in diesem Milieu aufgewachsen ist und dessen Codes kennt. Da geht es um den richtigen Habitus, Souver&#228;nit&#228;t und Selbstbewusstsein, den richtigen Dress- und Verhaltenscode“, so Eliteforscher Michael Hartmann. Und:
„ …dass man in Deutschland, um Spitzenmanager zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Ein Randthema?</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">In der letzten GEO Nr. 43 steht dazu:</p>
<p style="text-align: justify">„Wie man sich oben bewegt, das lernt man nur, wenn man in diesem Milieu aufgewachsen ist und dessen Codes kennt. Da geht es um den richtigen Habitus, Souver&#228;nit&#228;t und Selbstbewusstsein, den richtigen Dress- und Verhaltenscode“, so Eliteforscher Michael Hartmann. Und:</p>
<p style="text-align: justify">„ …dass man in Deutschland, um Spitzenmanager zu werden, vor allem eines braucht – die richtige Herkunft“</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Das Rennen an die Spitze beginnt schon sehr fr&#252;h:</p>
<p style="text-align: justify">„NORMALERWEISE m&#252;ssen Arbeiterkinder deutlich bessere Leistungen erbringen als Akademikerkinder, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen“, weiter:</p>
<p style="text-align: justify">„W&#228;hrend bei Akademikerkinder schon 537 Punkte ausreichen, &#252;berzeugen Arbeiterkinder  ihre Lehrer erst bei 614 Punkten“</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Ein Vergleich von M. Hartmann aus 6300 Promotionen ergibt:</p>
<p style="text-align: justify">„Der Sohn eines leitenden Angestellten mit einer Promotion in Jura, Ingenieur oder Wirtschaftswissenschaften hat eine ZEHNMAL so gro&#223;e Chance in die F&#252;hrungsebene…“,</p>
<p style="text-align: justify">Noch deutlicher wird dies lt. M. Hartmann:</p>
<p style="text-align: justify">„ War der Vater selbst schon Vorstandsmitglied oder Gesellschafter eines gro&#223;en Unternehmens, so hat dessen Sohn sogar eine 17-mal so gro&#223;e Chance…“</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Zu konstatieren ist, dass seit dem angeprangerten Bildungsnotstand 1964 sich die Anzahl der Abiturienten von 10% auf 44% erh&#246;ht hat. Doch, und das ist meine Frage, ist das wirklich der Anfang einer Wende?</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Ich glaube nicht und denke, das der Kreislauf der gesellschaftlichen Klasse und Stellung dort aufh&#246;rt, wo er begonnen hat. Wenn tats&#228;chlich Arbeiterkinder durch bessere Bildungschancen die n&#228;chste  gesellschaftliche Stufe erreichen, f&#252;hrt trotzdem der Weg der Kinder oder Kindeskinder wieder in die Arbeiterklasse zur&#252;ck.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Ein sehr komplexes Thema, das sich hier nur ansatzweise anrei&#223;en l&#228;sst.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Schaue sich doch jeder Mal selbst in seinen Bekannten- und Verwandtenkreis um. Wo stehen die heute 30-j&#228;hrigen? Wo stehen ihre Eltern? Wo standen die Gro&#223;eltern? Wieviel % werden die Klasse dauerhaft wechseln k&#246;nnen?</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">In den guten wirtschaftlichen Nachkriegsjahren war es f&#252;r die Arbeiterkinder nicht sonderlich schwer, infolge von Arbeitskr&#228;ftemangel und relativ guter Ausbildung Stufe um Stufe in der Gesellschaft aufzusteigen. Heute reicht eine „relativ gute“ Ausbildung f&#252;r den Klassenerhalt nicht mehr aus. Das sehen scheinbar auch die Eltern so, die ihre Kinder schon im Kindergarten chinesisch lernen lassen, und ihr halbes Monatseinkommen in die Privatschulen ihrer Kinder investieren. Ein eigenes Thema, aber doch mit vielen &#220;berschneidungen zu diesem hier.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Eine andere Behauptung von mir, &#252;ber Funktion und Scheitern des falschen und richtigen Stalls und Stallgeruchs:</p>
<p style="text-align: justify">Im dritten Reich scharrte Hitler M&#228;nner um sich, die seinem Stall und Geruch entstammten und somit erst die Schaffung des Regimes erm&#246;glichten. Die Codes sind in jeder Klasse anders, aber dem Klassenangeh&#246;rigen vertraut, zu dem eine Herkunftsbindung besteht, ein Verbundensein, Vertrautheit. M&#228;nner aus diesem Stall, kaum f&#228;hig zur eigenen Reflektion, zutiefst Lebensunsicher und an den Lippen h&#228;ngend charismatischen und lauten Worten folgen, die jede eigene Verantwortung durch Befehlsgehorsam ersetzen, u.s.w. stellten das Gewaltsystem.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">15 Jahre lang, davon gef&#252;hlte 1500 Jahre zu lang. Gescheitert, wie die meisten &#196;nderungsversuche der gesellschaftlichen Systeme. Flower Power, RAF oder Kommunismus. Heute herrscht wieder der Adel, mit den geneideten Empork&#246;mmlingen, dessen Fall man geduldig in der Herde des eigenen Stalles abwartet</p>
<p style="text-align: justify">Was ist das hier? Ein Ph&#228;nomen, eine Vermutung, eine Regel oder ein Gesetz mit nur scheinbaren Ausnahmen?</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify">Und im Sinne dieses Beitrages ergibt sich doch eine ganz besondere Bedeutung f&#252;r die Fragen:</p>
<p style="text-align: justify">„Wo komme ich her“ – „ Wo gehe ich hin“</p>
<p style="text-align: justify">
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		<title>Nichtigkeiten I</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 17:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit mal wieder etwas Leben in die Bude hier kommt gibt es im Folgenden eine Kurzgeschichte aus der Reihe &#8220;Nichtigkeiten&#8221; zu lesen. Zerst&#246;rerische und erbauliche Kritiken sind gleicherma&#223;en willkommen. Kleine Rechtschreibfehler d&#252;rften sich finden lassen.
Nichtigkeiten – Die Kerze
Die Kerzenflamme zuckte ein wenig, als ob jemand von der Seite mit zu schwachem Atem dagegen gepustet h&#228;tte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit mal wieder etwas Leben in die Bude hier kommt gibt es im Folgenden eine Kurzgeschichte aus der Reihe &#8220;Nichtigkeiten&#8221; zu lesen. Zerst&#246;rerische und erbauliche Kritiken sind gleicherma&#223;en willkommen. Kleine Rechtschreibfehler d&#252;rften sich finden lassen.</p>
<p><strong>Nichtigkeiten – Die Kerze</strong></p>
<p>Die Kerzenflamme zuckte ein wenig, als ob jemand von der Seite mit zu schwachem Atem dagegen gepustet h&#228;tte, jedoch befand sich niemand in der N&#228;he dessen Lungen diesen Luftsto&#223; h&#228;tten hervorbringen k&#246;nnen, sodass man, aus einem Mangel an anderen, ersichtlichen Ursachen, die augenblickliche Unruhe der Flamme, auf undichte Fenster, eine offene T&#252;r oder – was am wahrscheinlichsten schien – auf eine zuf&#228;llige Verwirbelung der Raumluft zur&#252;ckf&#252;hren musste, welche nur einen Moment lang, die ruhige Gleichm&#228;&#223;igkeit, mit der die Flamme ihren feurigen Tanz aufzuf&#252;hren pflegte, gest&#246;rt hat; der mysteri&#246;se Windzug verschwand ebenso pl&#246;tzlich wie er aus der Tiefe des Zimmers herbei gest&#252;rmt war.</p>
<p>Stolz und aufrecht, geradezu majest&#228;tisch reckte sich die gelbe Flammenspitze in die H&#246;he, wie ein Pfeil des Lichts der in der fr&#252;habendlichen Dunkelheit steckte, indessen hielt sich der bl&#228;uliche Unterleib der Flamme an dem gekr&#252;mmten, schwarz-verkohlten Docht fest und verhinderte, dass sich Feuer und Kerze verlieren konnten. Trotz aller M&#252;hsal: das Zimmer war zu gro&#223;, die Decke zu hoch, die Dunkelheit zu gefr&#228;&#223;ig, als dass eine einzelne Kerze den Raum h&#228;tte erhellen k&#246;nnen, die Kraft des weichen Lichts, welches in unmittelbarer N&#228;he der Kerze, die h&#246;lzerne, nackte Tischplatte bedeckte, reichte kaum aus, um das m&#228;chtige, ovale M&#246;belst&#252;ck g&#228;nzlich auszuleuchten. Sitzgelegenheiten die rund um den Tisch angeordnet waren, erfasste das Auge nur als schattenhafte Schemen, deren Ausma&#223;e man absch&#228;tzen konnte ohne allerdings die exakte Beschaffenheit zu erkennen. Anhand der Form der Umrisse lie&#223; sich wohl sagen, dass es sich mindestens um einen Sessel handeln musste, der dort am Ende des Tisches stand. Alles, was sich hinter diesen Umrissen, die gerade noch vom sp&#228;rlichen Kerzenlicht in einen dunklen Grauton geh&#252;llt wurden, befand, blieb dem menschlichen Auge verborgen; die riesenhaften Eichenschr&#228;nke welche im Hintergrund an der Wand lehnten, waren die stillen, unsichtbaren und zudem einzigen Beobachter des &#252;beraus bescheidenen Lichtspektakels.</p>
<p>Wo sind sie hin? Die lebendigen Zuschauer, die and&#228;chtig, wenigstens aber schweigend um den Tisch versammelt sitzen sollten, um mit den Augen, die schlangenhaften Bewegungen der Flamme zu verfolgen. Die Sitzgelegenheiten waren leer.</p>
<p>Wozu hat man sie entz&#252;ndet? Wer hat das R&#228;dchen am Gasfeuerzeug gedreht, das die Kerze zur Pflicht rief, sie aus dem Tiefschlaf weckte; wessen Hand hat den zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmten Streichholz gef&#252;hrt, dessen pechschwarzer Kopf, sanft den Docht k&#252;sste und der Kerze Licht schenkte.</p>
<p>Das Weihnachtsfest? Ein Adventssonntag? Aber die Kerze stand nicht gemeinsam mit ihren drei Schwestern im Adventskranz, noch war sie auf Tannennadeln gebettet, sie stand f&#252;r sich allein, auf einen eisernen Kerzenst&#228;nder gespie&#223;t, von Nacht und Nichts umgeben.</p>
<p>Kaffee und Kuchen. Hat man die Kerze entz&#252;ndet, um Sahnetorten und Streuselkuchen in einen mattgelben Glanz zu tauchen oder etwa, damit sie ein geselliges Beisammensein mit ihrem gold-schimmernden Schein begleitet? Doch wo waren die leeren Teller, die halb gef&#252;llten Kuchenplatten, die dampfenden Tee- und Kaffeetassen, wo waren die zerkn&#252;llten, die zusammengefalteten und unter den Tellerrand gesteckten Servietten, wo war die Dose mit dem Zucker? Der Tisch war l&#228;ngst abger&#228;umt, keine Kuchenkr&#252;mel, keine Kaffeeflecken konnten Auskunft &#252;ber die Ereignisse der letzten Stunden geben.</p>
<p>Die Sitzpolster waren noch warm. Ist der Strom ausgefallen? Hatten Arbeiter mit einer Baumaschine ein elektrisches Kabel im Erdboden gekappt? Hat ein Sturm die filigranen Gerippe der Strommasten umgeworfen und die Hochspannungsleitungen zerfetzt? Nichts dergleichen; man h&#246;rte ja die Elektrizit&#228;t deutlich durch die Leitungen flie&#223;en. Hat man die Kerze umsonst angez&#252;ndet? Man sagt, offene Flammen sollte man niemals unbeaufsichtigt lassen.</p>
<p>Sie brannte und niemand sah sie brennen, entz&#252;ndet und vergessen. Sie war unter ihresgleichen als man sie aus der Pappschachtel zog. Warum sie? Sie lag obenauf, ansonsten war es reiner Zufall, eine Kerze war so gut wie die andere, wenn sie nur ihren Zweck erf&#252;llte; dass sie brennen konnte machte sie austauschbar, beliebig. Ein Obelisk aus Wachs; als der Docht noch wei&#223; war, verj&#252;ngte sich die schlanke, satt-rote Kerze nach oben hin, sodass eine Spitze, einer Krone gleichend, auf ihrem Kopf sa&#223;. Die Hitze der Flamme lie&#223; diese Spitze verdampfen und stumpfte die Oberseite der Kerze ab. Der Docht ragte nun aus einem See von geschmolzenem Wachs, winzige, schwarze Ru&#223;partikel schwammen darin, auch die R&#228;nder, die die Fl&#252;ssigkeit umschlossen und wie kleine Staud&#228;mme ein Auslaufen des fl&#252;ssigen Wachses verhinderten, wurden weicher und weicher; sie gaben nicht nach – noch nicht.</p>
<p>Die Kerze wusste, dass sich der Sinn ihres Daseins in der Lichtspende erf&#252;llte; aber ach, es war niemand da, der die Hand aufhielt um ihre Gaben zu empfangen, wem wollte man seine Geschenke &#252;berreichen, wenn keiner etwas nehmen mochte? Weil sich im Lebenslicht das &#252;ber ihrem Kopf loderte, nicht nur ihr Sinn erf&#252;llte, sondern auch ihr Ende beschlossen war; weil sie geschaffen wurde um zu dienen, ihr jedoch keine Aufgabe zukam und sie sich also einsam verzehren musste, wurde sie tr&#252;bselig, sodass schon bald die noch stabilen Begrenzungsr&#228;nder, welche das fl&#252;ssig gewordene Wachs, das sich um den Docht herum, in bedrohlicher Menge sammelte, am &#252;berschwappen hinderten, von dieser Tr&#252;bseeligkeit angesteckt wurden, auf die Knie fielen und sich schlie&#223;lich im Fluss des Wachses aufl&#246;sten, eins damit wurden.</p>
<p>Dicke Wachstropfen l&#246;sten sich aus der warmen Gemeinschaft ihrer Fl&#252;ssigkeit; ob es sich dabei um Schwei&#223;perlen oder Tr&#228;nen der Kerze handelte, war nicht auszumachen. Der erste Tropfen st&#252;rzte sich eilig an der glatten Kerzenflanke hinunter, verlangsamte sein Tempo, blickte hinter sich, war verdutzt, dass ihm seine Kameraden nicht folgten, wurde in seinen Bewegungen allm&#228;hlich zaghaft und hielt letztlich inne; noch einige wenige Zentimeter trennten ihn vom Erdboden; er blickte nach oben, von wo er gekommen war, sah die wei&#223;liche Spur die er auf dem Rot der Kerze hinterlassen hatte und erwartete sehns&#252;chtig, dass ihm der ein oder andere Artgenosse versp&#228;tet folgen w&#252;rde.</p>
<p>Fast hatte er jegliche Hoffnung aufgegeben, als drei, vier, f&#252;nf weitere Tropfen furchtlos &#252;ber den Kerzenrand sprangen; jetzt wusste er, dass alles seine Ordnung hatte, dass alles gut w&#252;rde, wenn man blo&#223; zusammen unten ank&#228;me, daher holte er einigen Schwung, um den Rest des Weges geschwind herab zu flie&#223;en, wie vorhin, doch  – vergeblich, er war hart geworden und r&#252;hrte sich keinen Millimeter von der Stelle. So erging es manchen Tropfen, zumeist jenen &#228;ngstlichen und z&#246;gerlichen Naturen, die mitten auf dem Weg anhielten, zur&#252;ckblickten, abwarteten; sie machten die glatte, jugendliche Haut der Kerze runzelig und lie&#223;en sie dadurch vorschnell altern.</p>
<p>Die ersten Wachstropfen die am Fu&#223;e der Kerze angelangten, versammelten sich auf dem vorspringenden Podest des Kerzenst&#228;nders und verfestigten sich dort. Die Kerze schrumpfte gem&#228;chlich aber unaufhaltsam, immer neue Tropfen rollten an ihr herab und zeichneten Narben auf ihre Oberfl&#228;che. Der kleine Teller des Kerzenst&#228;nders auf welchem die Kerze steckte und der die Aufgabe hatte, tropfendes Wachs davon abzuhalten, die Tischplatte zu beschmutzen, war bereits unter angetrockneten Wachsmassen begraben, sodass er unf&#228;hig war, seinen Dienst weiter auszu&#252;ben und ohnm&#228;chtig mit ansehen musste, wie der n&#228;chste Wachstropfen, der an der Kerze herunter raste, &#252;ber seine verh&#228;rteten Genossen hinweg, auf den Tisch zu fallen drohte.</p>
<p>Und tats&#228;chlich, der Tropfen purzelte bis zum &#228;u&#223;ersten Rand des Tellers und zerplatzte Wimpernschl&#228;ge sp&#228;ter, nachdem es zun&#228;chst so ausgesehen hatte, als h&#228;tte er sich aus Furcht vor dem Aufprall gegen den Absprung entschieden, auf der blanken, k&#252;hlen Tischplatte, auf der er sich sogleich zu einem starren Schlaf bettete.</p>
<p>Jemand hatte vergessen eine Tischdecke oder zumindest einen Teller unter den Kerzenst&#228;nder zu stellen, um das edle, empfindliche Holz vor den hei&#223;en Fl&#252;chtlingen zu sch&#252;tzen. Viele schafften es nicht, nur wenige, vielleicht ein halbes Duzend Wachstropfen erreichten die Tischoberfl&#228;che.</p>
<p>Man konnte von Gl&#252;ck sagen, dass die Kerze so alleine auf ihrem St&#228;nder brannte, denn w&#252;rde sie inmitten eines Adventskranzes gebrannt haben, so h&#228;tten sich bald die ersten, trocknen Tannennadeln an ihr entz&#252;ndet. In Windeseile h&#228;tte sich das Feuer auf den toten Zweigen ausgebreitet, schon h&#228;tte Brandgeruch das Zimmer erf&#252;llt und die Plastikverzierungen beg&#228;nnen zu Schmelzen und um kurz darauf von gr&#252;nlichen Flammen verzehrt zu werden. Vielleicht w&#228;re der Kranz einfach abgebrannt, man h&#228;tte Tags darauf die verkohlten Zweige gefunden, die Tischplatte w&#228;re von den Flammen geschw&#228;rzt worden, man w&#252;rde sich erschrocken haben, sich geschworen haben, k&#252;nftig besser auf offene Flammen acht zugeben, h&#228;tte endlich den Tisch zum Fr&#252;hst&#252;ck gedeckt und bereits beim Abpellen der Eierschalen das n&#228;chtliche Feuer vergessen.</p>
<p>M&#246;glicherweise h&#228;tte sich aber auch der Tisch durch die starke Hitzeentwicklung entz&#252;ndet, wom&#246;glich w&#252;rde auf dem Tisch ausgebreitetes Geschenkpapier dem Feuer bei seinem Raubzug geholfen haben. Zuerst h&#228;tte der Tisch in hellen, rauschenden Flammen gestanden, dann die Sessel, die Gardinen, die Schr&#228;nke, der Weihnachtsbaum, das Zimmer, die gesamte Etage. Die Fenster w&#228;ren aus den Rahmen geplatzt, die frische Luft lie&#223;e das Feuer wilder und wilder werden. Dicker, bei&#223;ender Rauch h&#228;tte sich auf Zehenspitzen durch die R&#228;ume geschlichen, durch Schl&#252;ssell&#246;cher und T&#252;rspalten gezw&#228;ngt, w&#228;re ohne anzuklopfen, auf leisen Sohlen, in die friedlichen, vom Mondlicht erf&#252;llten Schlafzimmer gedrungen, h&#228;tte sich seinen Weg durch die halb ge&#246;ffneten M&#252;nder und Nasenl&#246;cher, in die Lungen der Schlafenden gebahnt und – um sie vor dem grausamen Feuertod zu retten – in einen ewigen, ozeanisch tiefen Schlaf gewiegt.</p>
<p>Jedenfalls war heute nicht Weihnachten, weshalb die Kerzenflamme vergeblich nach trockenen Tannenzweigen um sich griff. Die Kerze hatte merklich an Gr&#246;&#223;e und F&#252;lle verloren, ihre gerade, gesunde Statur, hatte sich in einen verkr&#252;ppelten, greisenhaften K&#246;rper verwandelt; eine Seite hing nach unten, sodass das Wachs ungebremst wie aus einer Wunde, aus ihr heraus lief, die Substanz des k&#252;mmerlichen Kerzenrestes war weich und musste jede Sekunde endg&#252;ltig zusammenfallen, den Docht unter Wachsmassen begraben und sich auf diese Weise ihr eigenes Licht ausl&#246;schen.</p>
<p>Sie war ganz unten angekommen; die Flamme richtete sich letztmalig auf, hoch auf; der verbliebene Rest an Energie wurde m&#252;hevoll mobilisiert. nicht nur gr&#246;&#223;er wurde die Flamme sondern auch heller, beinahe h&#228;tte man das Muster der Sesselbez&#252;ge erkennen k&#246;nnen, doch schon waren die Kr&#228;fte verbraucht, die Kerze war zerflossen, die Flamme wurde von Fluten fl&#252;ssigen Wachses ers&#228;uft – es wurde dunkel.</p>
<p>Morgen wird man einige Umst&#228;nde haben, der Kerzenst&#228;nder muss von der zerlaufenen Kerze, die seinen zylinderf&#246;rmigen K&#246;rper mit ihren roten, gebrechlichen Armen umspannte, befreit werden. Der unter Wachsbergen versch&#252;ttete Metalldorn auf dem Teller des Kerzenst&#228;nders muss freigelegt werden. Die vereinzelten Wachstropfen m&#252;ssen von der Tischplatte gekratzt werden, vorsichtig, damit das Holz nicht besch&#228;digt wird. In der Pappkiste liegt eine neue Kerze bereit, den Platz der alten einzunehmen, gro&#223;, schlank und von strahlender roter Farbe ist sie; ein schneewei&#223;er, langer Docht ziert ihr Haupt – sie steht ihrer Vorg&#228;ngerin in nichts nach.</p>
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		<title>Freiheit statt Angst</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 22:37:52 +0000</pubDate>
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		<title>Vertrauen als Basis des Politischen?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 09:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man liest immer wieder von Politikern jeder Coleur die in inhaltslosen Interviews oder redebeitr&#228;gen fordern, die Politik m&#252;sse die Akzeptanz des Politischen bei B&#252;rger festigen und Vertrauen schaffen. Messbarometer dieser Akzeptanz und Vertrauens bzw. fehlendem Vertrauens ist die Politikverdrossenheit ausgedr&#252;ckt in der Wahlbeteiligung. Da in nahezu allen diesen &#196;u&#223;erungen Akzeptanz und Vertrauen in einem Atemzug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man liest immer wieder von Politikern jeder Coleur die in inhaltslosen Interviews oder redebeitr&#228;gen fordern, die Politik m&#252;sse die Akzeptanz des Politischen bei B&#252;rger festigen und Vertrauen schaffen. Messbarometer dieser Akzeptanz und Vertrauens bzw. fehlendem Vertrauens ist die Politikverdrossenheit ausgedr&#252;ckt in der Wahlbeteiligung. Da in nahezu allen diesen &#196;u&#223;erungen Akzeptanz und Vertrauen in einem Atemzug mit W&#228;hlermobilisierung und zielgruppenorientierten Wahlkampf f&#228;llt, k&#246;nnen die gro&#223;en Worte der Wortnehmer des Politischen getrost nicht ernst genommen werden. Aber den allein zweckorientierten Parteis&#246;ldnern steht das Heer der Verdrossenen in nicht nach. Der kleine Mann, der sich permanent und zu jeder Zeit als Opfer der da oben sieht, kann Politik auch kaum denken ohne an Steuern und seinen Geldbeutel zu denken.</p>
<p>Meine &#220;berspitzung weist auf ein Problem hin, dass momentan als Zyklus dieses Denken durchbricht: Rechte und Pflichten werden sich gerne gegenseitig in einem ungleichen Verh&#228;ltnis zugeschoben und das Verh&#228;ltnis dieser beiden staatstragenden Grundfesten werden dabei wenig reflektiert.</p>
<p>Doch ab und an kommen die Grundfesten, die Grundrechte und die Verantwortung von Politik, Gesellschaft und System in den Blick. Dies geschieht im Moment, auch wenn Opel und der Geldbeutel sich schon wieder positionieren, um diese unangenehme Diskussion zu verdr&#228;ngen. Gemeint ist die Diskussion um B&#252;rgerrechte und Zensur, den ich enorm ver&#228;rgert schon im <a href="http://www.endlosrekursion.de/513/jetzt-kann-man-einfach-nicht-mehr-die-fresse-halten/">letzten Beitrag </a>thematisiert habe.</p>
<p>Ich habe so reagiert, wie derjenige, der seinem Geldbeutel zu verteidigen sucht, ohne nachzudenken. Denn die Vorst&#246;&#223;e unserer Regierung in einen Bereich, in dem sie auf diese Art meiner Meinung nach nichts zu suchen hat, k&#246;nnen auch anders betrachtet werden. Positiv und als staats- und demokratief&#246;rdernde Strukturen, die das Vertrauen schaffen und nicht untergraben. Man muss sich als B&#252;rger nicht verraten f&#252;hlen und darauf schimpfen,d ass Deutschland immer mehr zur Diktatur verkommt, sich nicht von China unterscheidet und der B&#252;rger immer weiter entm&#252;ndigt wird.</p>
<p>Unser Staat ist n&#228;mlich ein entschieden stabileres System verschiedener Mach- und Kontrollinstanzen, als eine solch negative Darstellung suggeriert.  People in motion hat darauf schon in der Diskussion um <a href="http://www.endlosrekursion.de/237/online-durchsuchung-und-die-verknuepfung-von-recht-und-gesellschaft">Onlinedurchsuchungen</a> hingewiesen und eine differenzierte Darstellung und Diskussion eingefordert. Dies m&#246;chte ich im Folgenden auch ind er Diskussion um die Zensur im Internet tun.</p>
<p>Die Klagen gegen das Internetsperrgesetzt sind in Vorbereitung und in absehbarer Zeit wird dies am Bundesverfassungsgericht verhandelt werden. Dabei ist wohl zu erwarten, dass der Versto&#223; von Ursula von der Leyen in seiner Vehemenz und Rechtebeschr&#228;nkung zur&#252;ckgewiesen und gleichzeitig aber auch die Kompetenz des Staates im Internet aufgezeigt wird. So wie im Streitfall Onlinedurchsuchungen ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationelle_Selbstbestimmung">Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung</a> geschaffen wurde, wird sicherlich im Streitfall Internetsperrung auch eine Grenzziehung der staatlichen Zugriffsm&#246;glichkeiten im Internet passieren. Das Verfassungsgericht wird sich mit Sicherheit der Tragweite einer solchen Auseinandersetzung bewusst sein, auch wenn mit ebensolcher Sicherheit das Internet nicht als der viel beschriehene rechtsfreie Raum best&#228;tigt wird. Eine Abw&#228;gung zwischen staatlichen M&#246;glichkeiten der Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung und der Einhaltung b&#252;rgerlicher Rechte wird dort stattfinden. So wird das Internet eben auch nicht zum b&#252;rgerrechtsfreien Raum.</p>
<p>Wenn man &#252;ber Politik und vertrauen nachdenkt, dann kannman nicht nur den Widerstreit zwischen Politikern und B&#252;rgern thematisieren, sondern muss eben auch die Kontrollinstanzen mit einbeziehen. Es mag bedenklich bezogen auf den Charakter gewisser Politiker sein, dass in Bezug auf das Internet st&#228;ndig Gesetze erlassen werden, die vom Bundesverfassungsgericht in gro&#223;en Teilen wieder kassiert werden und als nicht verfassungskonform zur&#252;ckgewiesen werden. Das Vertrauen in das Politische sollte aber dadurch nicht verloren gehen. Denn Politik in Deutschland ist zum Gl&#252;ck eben nicht die alleinige Auseinandersetzung der Gesetzgebenden und dem W&#228;hler, sondern wird gesteuert, gelenkt udn reglementiert von einer Instanz, die sich gleicherma&#223;en als Stimme des Staates und des B&#252;rgers verstehen muss.</p>
<p>Im Grunde genommen sind also die Vorst&#246;&#223;e von Sch&#228;uble und von den Leyen ein Gl&#252;cksfall, haben sie doch f&#252;r genug &#214;ffentlichkeit und Aufmerksamkeit gesorgt, sodass unsere Gesellschaft als ganze gezwungen ist dar&#252;ber nachzudenken und den immer wichtiger werdenden Bereich des Internets st&#228;rker in unsere rechtliche Balance aufzunehmen. Das macht die zwei oben genannten nicht zu Helden und Zweifel an deren Rechtsstaatlichen Auffassungen sind weiter angebracht, aber es macht den ganzen Vorfall nicht zu einer Vertrauenskrise.</p>
<p>Vertrauen im Politischen kann nur im Streit entstehen, wohlwissend,d ass nicht immer die eigene Meinung die richtige sein kann. F&#252;r das vertrauen ist es nicht wichtig, dass sich die Akteure der gesellschaftlichen Auseinandersetzung gegenseitig vertrauen, sondern nur, dass sie ihre Rechte und Pflichten kennen und respektieren. Diese f&#252;hren manchmal &#252;ber Gericht, meist aber eben auch nicht. Auseinandersetzungen &#252;ber Neues werden meist vehementer diskutiert und so verwundert es kaum, dass sich hier die Lager st&#228;rker gegeneinander positionieren als dies in schon lange w&#228;hrenden Diskussionen und &#8220;alten&#8221; Fragen der Fall ist.</p>
<p>Damit bleibt f&#252;r mich die CDU, die SPD und auch die gr&#252;nen in der kommenden Bundestagswahl unw&#228;hlbar, aber ein f&#252;r alle Zeiten in Zeiten der Ver&#228;rgerung hinauszubr&#252;llen und darauf zu verharren zeugt nicht vom vertrauen in das, was alle auf ihre Weise bef&#246;rdern wollen: die Gesellschaft.</p>
<p>Ich habe jedenfalls die Hoffnung, dass in dieser Wahl die Rechte udn Pflichten im Internet durchaus ein Wahlkampfthema werden und so ein Umdenken stattfinden kann. Noch mag dieses &#246;min&#246;se Dingens wo jeder scheinbar machen kann, was er will, eher dunkles und feindliches Mysterium f&#252;r die einen und demokratisches Selbstverst&#228;ndnis f&#252;r die anderen sein, aber ein respektables Abschneiden der<a href="http://www.piratenpartei.de/"> Piratenpartei</a> bei der Bundestagswahl k&#246;nnte dies &#228;ndern.</p>
<p>Dadurch w&#252;rde aber nicht ein Akteur die B&#252;hne des Politischen betreten, der endlich vertrauen schafft, sondern ein weiterer Akteur, der den wichtigen Themen unserer Gesellschaft zur Stimme verhilft, wie dies mit der &#214;kologie und den Gr&#252;nen in den Neunzigern geschehen ist. Ob dies geschieht ist aber nicht die Entscheidung der b&#246;sen Politiker da oben, sondern die Frage, wie wichtig dem Einzelnen sein Geldbeutel ist, wenn er das Kreuzchen am 27. September macht. vertrauen zu schaffen ist Aufgabe eines jeden Einzelnen, so romantisch sich das auch anh&#246;ren muss. Alle, die meinen, dass die B&#252;rgerrechte im Internet ebenso gelten sollten, sind aufgefordert, dementsprechend auch ihre Stimme abzugeben, um zu verhindern,  dass das Thema wieder in der Versenkung verschwindet. Schreibt, redet, bloggt und &#252;berzeugt eure Mitmenschen. Informiert oder predigt. Tut etwas. Aber nicht um die drohende Apokalypse herauszuz&#246;gern, sondern um der Gesellschaft ein wichtiges Thema mehr zu geben.</p>
<p>Immer im Wissen, dass es auf euch ankommt, ohne zu bef&#252;rchten, dass es nur auf euch ankommen k&#246;nnte. Das ist Vertrauen im Politischen.</p>
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		<title>Jetzt kann man einfach nicht mehr die Fresse halten</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 08:10:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde es kurz gestalten und lieber auf die verlinken, die die Ruhe bewahren k&#246;nnen trotz dieses Angriffs auf die Grundfesten unserer Demokratie. Alles, was ich zu sagen h&#228;tte w&#252;rde nur unfl&#228;tiges Beschimpfen der Ignoranz derer sein, die gestern Abend f&#252;r ein Gesetz gestimmt haben, was eklatant gegen das Grundgesetz verst&#246;&#223;t. Das allein ist aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde es kurz gestalten und lieber auf die verlinken, die die Ruhe bewahren k&#246;nnen trotz dieses Angriffs auf die Grundfesten unserer Demokratie. Alles, was ich zu sagen h&#228;tte w&#252;rde nur unfl&#228;tiges Beschimpfen der Ignoranz derer sein, die gestern Abend f&#252;r ein Gesetz gestimmt haben, was eklatant gegen das Grundgesetz verst&#246;&#223;t. Das allein ist aber nicht Ausl&#246;ser meiner exorbitant geschwollenen Halsschlagader, sondern die Kette von Ereignissen, die dazu gef&#252;hrt haben, dass mein glaube an diese Politik so am Boden liegt, dass ich nicht mehr gewillt bin, nichts zu tun und darauf zu vertrauen, dass die Gr&#252;ndungsv&#228;ter dieser verfassung eine solche Stabilit&#228;t gegeben haben, dass selbst die miesesten Verfassungsfeinde dieser nichts anhaben k&#246;nnen. Aber &#8220;das Gesetz markiert nicht nur ein Versagen, es markiert einen gef&#228;hrlichen Trend&#8221;, schreibt selbst die <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/netzsperren-leyen-alibi">Zeit</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-518" style="border:none;" title="zensursula_erst_wenn_via_pantoffelpunk" src="http://www.endlosrekursion.de/wp-content/uploads/2009/06/zensursula_erst_wenn_via_pantoffelpunk.jpg" alt="zensursula_erst_wenn_via_pantoffelpunk" width="400" height="300" /></p>
<p>Es geht um <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/uberblick-zum-thema-netzsperren/">Zensur des Internets</a> und es ist verdammt nochmal wichtig, selbst f&#252;r diejenigen, die lieber ein gutes Buch lesen, als sich in den Weiten des Netzes zu verirren.  Lest bitte folgende Beitr&#228;ge, auch wenn euch Politik nicht interessiert, lest sie auch wenn ihr gerade etwas Besseres vorhabt, lest sie weil sie den Anfang einer Opposition darstellt, die wir selbst sein m&#252;ssen, weil sie im Bundestag nicht mehr existiert. Wie hat Frank richtig gesagt: &#8220;Mittlerweile w&#252;rde ich sogar die Rentner- oder Tiersch&#252;tzerpartei w&#228;hlen, bevor ich diese Regierung unterst&#252;tze.&#8221; Wir m&#252;ssen etwas tun, denn f&#252;r uns wird nichts mehr getan. Politische Lethargie kann jetzt nicht mehr sein, sich darauf zur&#252;ckzuziehen, dass man eh nichts &#228;ndern kann, auch nicht. Es muss wenigstens &#214;ffentlichkeit erzeugt werden, um zur Bundestagswahl ein Zeichen zu setzen, dass deutlicher ist, als das ignorierte der Europawahl: &#8220;So geht es nicht mehr weiter. Nicht mit uns!</p>
<ul>
<li>Anke Gr&#246;ner: <a href="http://www.ankegroener.de/?p=4678">Der letzte Tag</a></li>
<li>Thomas Kn&#252;wer:  <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2151">Weshalb die Diskussion um Internet-Sperren Deutschlands Politikern Angst machen sollte </a></li>
<li>Frank Helmschrott: <a href="http://helmschrott.de/blog/zieht-euch-schon-mal-warm-an/">Zieht euch schon mal warm an</a></li>
<li>Rene Walter: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">Unabh&#228;ngigkeitserkl&#228;rung des Internets von der deutschen Politik</a></li>
<li>Christoph Thurne:<a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/http://wsdv.wordpress.com/2009/06/18/vielen-dank-ursula-v-d-leyen-ernst-gemeint/');" href="http://wsdv.wordpress.com/2009/06/18/vielen-dank-ursula-v-d-leyen-ernst-gemeint/"> Vielen Dank Ursula v. d. Leyen</a></li>
<li>Metronaut: <a href="http://www.metronaut.de/?p=925">Freiheit ist es wert, niemals zu resignieren</a></li>
<li>Kai Biermann: <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/netzsperren-leyen-alibi">Netzsperren bringen keinen vor Gericht</a></li>
<li>Bj&#246;rn B&#246;hning u. a.: <a href="http://ptrace.fefe.de/Offener%20Brief%20der%20Kandidatinnen%20und%20Kandidaten-1.pdf">Dringende Bitte an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion: „L&#246;schen statt Sperren!“</a></li>
</ul>
<p>Der Tenor ist &#252;berall derselbe. Diese Republik wird nicht untergehen und einige Politiker ohne Verst&#228;ndnis und Anstand werden diese Republik nicht kaputt machen. Aber wir m&#252;ssen etwas tun. Nat&#252;rlich werden in den n&#228;chsten Tagen auch viele die Demokratie beerdigen, aber das kann nicht die Folge daraus sein. Resignation bedeutet in diesen Tagen Niederlage. Es gibt noch den Bundesrat, den Bundespr&#228;sidenten und sollten diese Instanzen auch kein Geh&#246;r und Verstand haben, dann kommt noch das Bundesverfassungsgericht, die ersten Klagen werden ganz sicher in den n&#228;chsten Tagen auf den Weg gebracht.</p>
<p>Aber es kann nichts ein, dass wir Leute w&#228;hlen und an der Spitze <strong>unseres</strong> Staates tolerieren, die sobald sie die M&#246;glichkeit sehen in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden versuchen unsere Grundrechte auszuh&#246;len. Da muss angesetzt werden.</p>
<p>Die Tage vielleicht etwas strukturiertere Gedanken zum Thema, ich gebe Montag meine Bachelorarbeit ab. Jetzt noch die Worte von herrn Tauss:</p>
<p style="text-align: center;"><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/Q_LF6EJqRmU" width="425" height="355" wmode="transparent"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Q_LF6EJqRmU" /></object></p>
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		<title>Entsozialisierung</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort, jetzt im Fernsehen geh&#246;rt, hat mich nur zum stummen und zustimmenden Nicken bewegt.
Heute flie&#223;t die Hilfe zur materiellen Lebenshilfe aus einem anonymen Hahn des &#252;ber Elster (Elektr. Steuer) gespeisten Gemeinschaftstopfes &#8211; entpersonifiziert &#8211; zu einer HartzIV-Nummer &#8211; entindividualisiert.
Entsolidarisiert &#8211; der Mensch -  auch im web. Nur eine www-seite oder ein @-Name.
Wo und wann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort, jetzt im Fernsehen geh&#246;rt, hat mich nur zum stummen und zustimmenden Nicken bewegt.</p>
<p>Heute flie&#223;t die Hilfe zur materiellen Lebenshilfe aus einem anonymen Hahn des &#252;ber Elster (Elektr. Steuer) gespeisten Gemeinschaftstopfes &#8211; entpersonifiziert &#8211; zu einer HartzIV-Nummer &#8211; entindividualisiert.</p>
<p>Entsolidarisiert &#8211; der Mensch -  auch im web. Nur eine www-seite oder ein @-Name.</p>
<p>Wo und wann wird virtuelles Verhalten reales treffen?</p>
<p>Und bei all dem Niemand mehr &#8211; dem man in die Augen schauen muss.</p>
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		<title>Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 14:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[nennt Harald Welzer sein Buch. Die Klimaver&#228;nderung mit der Folge der sich ver&#228;nderten Lebensr&#228;ume- und bedingungen, wie Wasser, Hunger, Rohstoffe, Bildung, soziale Ungleichheiten &#8230;
Die Vorboten zu diesem Szenario sind nicht zu &#252;bersehen. Somalia &#8211; Pirateri. Arme holen sich von Reichen &#8211; mit Gewalt und stark wachsender Tendenz. England &#8211; ein 9 und 11-j&#228;hrige Sch&#252;ler. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nennt Harald Welzer sein Buch. Die Klimaver&#228;nderung mit der Folge der sich ver&#228;nderten Lebensr&#228;ume- und bedingungen, wie Wasser, Hunger, Rohstoffe, Bildung, soziale Ungleichheiten &#8230;</p>
<p>Die Vorboten zu diesem Szenario sind nicht zu &#252;bersehen. Somalia &#8211; Pirateri. Arme holen sich von Reichen &#8211; mit Gewalt und stark wachsender Tendenz. England &#8211; ein 9 und 11-j&#228;hrige Sch&#252;ler. Mit brutalster Gewalt schlagen und foltern sie zwei Mitsch&#252;ler, die nur mehr durch Zufall &#252;berleben. Ein in England mittlerweile vielerorts gegenw&#228;rtiges Problem. Israel &#8211; Gaza. Mit chemischen Waffen gegen Zivilbev&#246;lkerung. Unf&#228;higkeit zur Krisenbew&#228;ltigung. Eine eigene Trag&#246;die der ganz besonderen Art.</p>
<p>Und da sind die zwei Nachbarjungs, gerade 30 geworden. Sympathisch, herzensgut, freundlich, haarlos glattrasiert. Nach der Hauptschule haben sie ihre Lehre gemacht, der eine Kaufmann, der andere Elektriker. Jetzt sind sie selbst&#228;ndig, um sich ihren Traum vom dicken Auto, Haus und Familie zu erf&#252;llen. Sie verkaufen ihre Muskelkraft am Bau. Arbeit finden sie dort noch, weil einer auf den Baustellen der deutschen Sprache, zumindest in Wort, m&#228;chtig sein sollte. Von dem kargen Lohn werden sie heute und morgen kein dickes Auto fahren, viel weniger noch, f&#252;r sp&#228;ter vorsorgen k&#246;nnen. F&#252;r jede Umorientierung sind sie k&#246;rperlich noch zu stark.  Aber wie wird sich ihre Wurt kanalisieren, wenn sie feststellen, das ihr Traum nur ein unerf&#252;llbarer Traum ist?</p>
<p>Der Mensch gilt mit als das anpassungsf&#228;higste Gesch&#246;pf. Ich hoffe, das ihm diese Eigenschaft nie abhanden kommt.</p>
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		<title>*</title>
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		<comments>http://www.endlosrekursion.de/465/immer-diese-relevanz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 00:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es rollt gerade eine Diskussion um das Mitmachen auf die Blogosph&#228;re zu. Ix, Alexander und Cem haben sich zu Wort gemeldet und Kommentare werden noch viele folgen. Dass das auch auf diesen Gemeinschaftsblog zutrifft, ist schon fast m&#252;&#223;ig zu erw&#228;hnen. Ich war auch Mal sauer, so viel Arbeit hier rein gesteckt zu haben, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es rollt gerade eine Diskussion um das Mitmachen auf die Blogosph&#228;re zu. <a href="http://wirres.net/article/articleview/5172/1/6/">Ix</a>, <a href="http://www.ethority.de/weblog/2009/04/05/social-media-ohne-mehr-engagement-droht-krise/">Alexander</a> und <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/04/05/macht-mit/">Cem</a> haben sich zu Wort gemeldet und Kommentare werden noch viele folgen. Dass das auch auf diesen <em>Gemeinschafts</em>blog zutrifft, ist schon fast m&#252;&#223;ig zu erw&#228;hnen. Ich war auch Mal sauer, so viel Arbeit hier rein gesteckt zu haben, die sich nur sehr bedingt gelohnt hat. F&#252;r mich. Von Relevanz zu reden habe ich schon vor l&#228;ngerer Zeit aufgegeben, es sei denn es l&#228;sst sich damit Geld verdienen, dann ist meinetwegen alles Relevant, wenn dir jemand zustimmt. Definitionen helfen da auch nicht weiter.Aber &#196;rger verfliegt und es bleibt dann etwas, dass man Entscheidung nennt, was aber irre f&#252;hrt, das es nur zwei Auswege suggeriert. Man hat derer aber viele. Man kann professionalisieren, sich noch mehr Amateure suchen, es alleine machen, gar nicht mehr machen oder was auch immer. Wen soll das denn bitte interessieren? Warum m&#252;ssen wir immer so tun, als ginge die Welt unter, wenn doch nur einer der eignen Tr&#228;ume gerade zerplatzt ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass damit Engagement nicht gew&#252;rdigt wird, ist doch Bl&#246;dsinn. Es kommen viele, weil es sie interessiert und wen das nicht freut, der hat vielleicht ein wenig zu viel erwartet. Glaubt ihr denn wirklich, nur weil es jetzt digital ist, &#228;ndert der Mensch, &#228;ndern Gesellschaften ihre Handlungsmuster und -strukturen von Grund auf? Mitmachen ist so eine Sache. Kann man n&#228;mlich nur begrenzt im Leben. W&#228;hrend ich hier so einen Schei&#223; schreibe k&#246;nnte ich mir den Hegel nochmal gr&#252;ndlich vornehmen und so meine Welt erweitern, k&#246;nnte neben meiner Freundin im Bett liegen und meinen morgigen Tag erweitern, k&#246;nnte endlich Mal mit dem Buch anfangen, dass ich seit einem Jahr als Idee mit mir herumtrage und mein Leben ver&#228;ndern, k&#246;nnte <em>people in motion</em> anrufen und mich erweitern, k&#246;nnte, k&#246;nnte, k&#246;nnte. Dass das Argument keine Zeit zu haben, immer auch ein wenig mit weniger Lust zusammenh&#228;ngt, liegt in der Natur der begrenzten Zeit. Man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen und manche Br&#228;ute sind eben netter anzuschauen als andere. Der eine mag es &#252;ppig, der andere eher gem&#252;tlich, der n&#228;chste ist politisch und der, der da am Eingang steht, dem ist alles eher egal.</p>
<p style="text-align: justify;">Was soll diese Diskussion bringen, au&#223;er noch mehr &#196;rger? Was soll es bringen mal in die Runde zu fragen, woran es liegt? Das funktioniert nicht beim Bloggen und funktioniert auch nicht beim Fu&#223;ball. Jedes Mal, wenn wir mit der 2. Mannschaft wieder Mal ne Klatsche kriegen, fragt irgendwer in die Runde und nicht selten bin ich das. Was bringt es aber? Vielleicht etwas f&#252;r mich? Sich Gedanken zu machen, ist meine Art, wird die Art derjenigen sein, die die Diskussion um das Mitmachweb ansto&#223;en. Ob das Sinn macht, wei&#223; man immer erst sp&#228;ter. Manchmal geht was, manchmal eben nicht. Aber wie schon erw&#228;hnt, die Welt geht nicht unter, mit ein wenig Abstand nicht einmal die eigene. 6:2 verloren, 9:0 auf den Sack bekommen, wieder ein Monat ohne einen Artikel hier, wieder nicht angerufen. Mit ein wenig Selbstreflexion erkl&#228;rt sich alles, was dahinter steckt. Nicht immer ist es die Tr&#228;gheit der Masse, nicht immer ist es die Angst vorm System oder die Politikverdrossenheit. Manchmal hat man einfach was besseres vor. Manchmal haben eben viele was besseres vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die dennoch weiter machen, neue Ideen entwickeln und nach vorne schauen, wenn es Mal nicht so gelaufen ist. Aber ich ziehe ihn auch vor denen, die sagen, dass sie dann vielleicht doch nicht unbedingt jeden Sonntag auf dem Platz ihren Kindern die gemeinsame Zeit stehlen wollen und das eben dann auch so sagen. Nervig sind nur die, die sagen, dass sie kommen und dann ne halbe Stunde sp&#228;ter anrufen, dass doch irgendein besserer Schei&#223; dazwischen gekommen ist. Die gehen mir auf den Sack, weil sie mir mit ihren Entscheidungen keine eigene Entscheidung mehr erlauben.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist doch irgendwie ganz sch&#246;n, dass jetzt nicht alles anders ist. Die Fu&#223;ballvereine st&#246;hnen, dass die Kids jetzt lieber Online zocken und die Onlinecommunities st&#246;hnen, dass bei gutem Wetter dann doch viele nicht kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will jetzt nicht in eine Relativit&#228;tstheorie der Relevant abrutschen, aber manchmal muss man doch auch drauf hinweisen d&#252;rfen, dass der Enthusiasmus so nicht geteilt wird, ohne dass es so aufgefasst wird, als w&#252;rde man alles schlecht reden oder alles schei&#223;e finden. Und die Berufsn&#246;rgler sind in Deutschland eben nicht nur Lehrer oder am Stammtisch zu Hause. Ob jetzt das Wlan nicht so toll oder ob die ganze re:publica uniteressant war, ist doch selbst nur soweit interessant, wie es einen selbst interessiert. Genauso ist das Desinteresse an der Endlosrekursion auch nur soweit interessant, wie es mich &#228;rgert und ich uneingel&#246;stes Interesse an dieser zeige. Das mag sich zu sehr nach Aufgeben anh&#246;ren, aber das w&#228;re wieder nur die Entscheidung in eingeschr&#228;nkter Sicht. Ich w&#252;rde hier gerne mehr lesen und nicht selbst alle paar Pfingsten Mal einen Pseudobeitrag ins Blau feuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich w&#252;rde jetzt gerne so einen nach Lebenserfahrung klingenden Spruch reinhauen, der irgendwie die eigenen Tr&#228;ume mit den eigenen Kindern vergleicht und und darauf verweist, dass man nur versuchen kann, sein Bestes zu geben, was daraus wird, steht einem nicht mehr zu. Aber das w&#228;re vermessen, genauso wie es vermessen w&#228;re ix oder Cem so einen Beitrag vor den Latz zu knallen, der ihnen sicher auch nicht weiter hilft, weil sie den Brei sicher schon mehr als einmal ausgel&#246;ffelt haben, um den ich hier so blumig herumschreibe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann noch nicht Mal beurteilen, ob diese Konferenzen jetzt toll waren und ich mich da auch engagieren sollte oder nicht, weil ich da so gar nicht f&#252;r bin. Auch wenn mir schon oft vorgenommen habe, mal da hin zu fahren. Aber eigentlich sitze ich eben lieber mit <em>people in motion</em> bei Wein oder Bier und quasssel ihn voll, wie ich mir das mit dem Internet zu vorstelle. Er h&#246;rt mir zu und sagt mir was er f&#252;r Kappes h&#228;lt. Ohne Sessionbegrenzung, ohne hundert andere, die vielleicht auch was dazu zu sagen h&#228;tten. Ist eingeschr&#228;nkt, wei&#223; ich. Ist aber ebenso eine andere Form. Ob man weiter kommt, wie man weiterkommt, ob man &#252;berhaupt weiter will, muss man dann selber beschlie&#223;en. Mit Wut im Bauch geht das aber nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb schreibe ich hier ab und an ins Blaue und wenn jemand meint, er m&#252;sste das auch tun, dann freue ich mich. Bis der dann irgendwann auch nicht emrh so recht will. So ist das eben. Den Spa&#223; am Schreiben nimmt es mir nur kurzfristig. Auf lange Sicht muss man eh machen, was man will, oder was Kohle bringt. So wird es im Internet auch noch kommen, wenn es nicht schon so ist.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">*&#220;berschrift habe ich weggelassen, keine Zeit mehr. Meine Freundin hat mich n&#228;mlich gerufen, ich solle ins Bett, ihr w&#228;re kalt und ich m&#252;sse Morgen fr&#252;h raus.</p>
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		<title>Das Ich als Feinstaubplakette</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 14:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich zu sein ist in Zeiten der fortschreitenden Reflexion auf selbes keine einfache Sache mehr. Durch Beschreibung entsteht Erwartung. Es reicht nicht mehr nach &#252;berstandener Reifepr&#252;fung &#8220;der Starke&#8221;, &#8220;der Mutige&#8221; oder &#8220;der Kluge&#8221; genannt zu werden und somit zu sein. Vielleicht hat dies nie gereicht und meine Vorstellungen von dem Ich fr&#252;herer Tage sind zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich zu sein ist in Zeiten der fortschreitenden Reflexion auf selbes keine einfache Sache mehr. Durch Beschreibung entsteht Erwartung. Es reicht nicht mehr nach &#252;berstandener Reifepr&#252;fung &#8220;der Starke&#8221;, &#8220;der Mutige&#8221; oder &#8220;der Kluge&#8221; genannt zu werden und somit zu sein. Vielleicht hat dies nie gereicht und meine Vorstellungen von dem Ich fr&#252;herer Tage sind zu sehr von Karl May und Star Wars Romanen gepr&#228;gt.</p>
<p>Jedenfalls wird mir jeden Fr&#252;hling, wenn der graue Schleiher des auf sich gesinnten und darin gefangenen Verstandes durch die ersten kr&#228;ftigen Sonnenstrahlen verscheucht wird, bewusst, wie unbewusst doch das vonstatten geht, was ich &#8220;Ich&#8221; zu nennen versuche, wann immer mir klare Gedanken zuteil werden. Reflexion nach Ma&#223; war einst im goldenen zeitalter die Zusammenf&#252;hrung zweier Tugenden: Ma&#223; zu halten und klug zu handeln.</p>
<p>Doch heute ist das Selbst nicht mehr an solche Tugenden gebunden, f&#252;hren sie doch in einem System, das die Tugendhaftigkeit st&#228;ndig bestraft, zum Widerspruch mit sich selbst. Klugheit wird von der Habgier eingenommen und das Ma&#223; wird durch den Konsum ersetzt. Widerspr&#252;che werden mit niedlichen Umschreibungen tief im Selbst verankert: das Leben ist kein Ponyhof und erst recht keine Polly Pocket Insel.</p>
<p>Leckt mich am Arsch. Das Leben ist noch immer existenziell bedrohend, ganz egal ob mein Toaster jetzt auch Internetzugang hat und mein K&#252;hlschrank durch diesen immer mit dem bef&#252;llt werden wird, was ich eben gerne nach Ansicht eines Algorithmus mag. Unser Krieg ist kein spiritueller, unser Krieg ist gegen uns selbst gerichtet. St&#228;ndig m&#252;ssen wir uns selbst optimieren, um in etwa dem zu entsprechen, wie wir uns selbst vorstellen. &#8220;Werde, der du bist&#8221; ist der nihilistische Fluch einer Reflexionsform, die nicht auf sich sondern gegen sich selbst gerichtet ist. Prozac und andere Psychodrogen sind die chirurgischen Eingriffe ins selbst, die Botoxspritzen f&#252;r den Charakter, der einwirft bis er aufgibt und endlich der ist, der es schon immer sein wollte. Nur Chuck Norris bleibt er selbst.</p>
<p>Modern ist die Zerst&#246;rung des Ich durch die Konfrontation seines Selbst mit der materiellen sowie psychologischen Wirklichkeit. Die pragmatische Freiheit wird dem Selbst st&#228;ndig durch Konsumanreiz und Verhei&#223;ung des Paradieses auf Erden korumpiert. Die Aufkl&#228;rung ist zur Hure ihrer eigenen Ideale geworden. Die Welt geht vor die Hunde, wie sie es immer schon getan hat, nur sind wir auf einmal schuld daran. Folgen sind aber nicht eine Reflexion vom Selbst weg hin zu einer handlungsf&#228;higen Gesellschaft, sondern gr&#252;ner Ablasshandel mit Biojoghurt und Bionade. Blo&#223; keine Lebensqualit&#228;t verlieren, sonst ist es aus mit uns.</p>
<p>Mich kotzt mein Selbst als Teil dieser Gesellschaft so sehr an, dass ich es ausbrechen m&#246;chte, um als naiver Idealist wiedergeboren werden zu k&#246;nnen, der Yoga ebensowenig abgeneigt ist, wie dem Gang zur Wahl alle vier Jahre um sich einzubringen in eine Welt, die unser aller Verantwortung braucht, weil sie sonst vor die Hunde geht, wie sonst auch. Nur anders.</p>
<p>Ein anderer sein zu wollen ist das, was das Selbst in diesen Zeiten wohl am besten beschreibt und was bitte bleibt vom Ich, wenn es nicht mehr sein m&#246;chte. Uhren, Schmuck, das richtige Handy und der verdammt nochmal prestigetr&#228;chtige Job haben vernichtet, was vielleicht nie vorhanden war. &#220;ber Generationen hinweg hat sich unsere Gesellschaft in der Bed&#252;rfnisspyramide nach oben gearbeitet und das nur, um festzustellen, dass ganz oben das Nichts wartet, dass nicht nur intellektuell nichtet, sondern uns anschreit, was wir verfickt nochmal kaufen sollen. Dass unfreiwillig komische Typen dann &#8220;sein statt haben&#8221; br&#252;llen, geht unter in der Werbung, die Bretter unserer Welt bedeutet.</p>
<p>Wenn irgendwann einmal das L&#252;genverbot nicht selbst nur L&#252;ge war, so wird es in unserer Zeit ad absurdum gef&#252;hrt durch Versprechen, die gar nicht einzuhalten sind, aber demokratisch legitimiert sind. Dem irgendetwas entgenzuwerfen ist nur dem Sarkastiker m&#246;glich, der sich selbst schon so oft ausgekotzt hat, dass der zwischen sich und seinem Erbrochenem gar keinen Unterschied mehr machen kann und der sich selbst nur noch durch die krative Art und Weise seiner derben Ausdrucksweise bejahen kann, weil da die regulativen Ideen nicht ganz versagen.</p>
<p>Die welt ist nicht schei&#223;e, sondern das Ich, dass sich selbst pervertierend st&#228;ndig das Gegenteil behauptet. Wir brauchen eine neue Wende, und schei&#223; auf Kopernikus, aber keiner wei&#223;, wo er hingehen soll, wenn er sich st&#228;ndig um die eigene Achse dreht, nur um auf keinen Fall die Titten in der Bild oder den Tatort am Sonntag zu verpassen.</p>
<p>Wir sind uns zu nah gekommen, als dass wir noch etwas mit uns anfangen k&#246;nnten. Es ist wohl zeit f&#252;r die atomare Apokalypse, ich habe keine Lust auf die n&#228;chste Sinnflut zu warten.</p>
<p>Wer jetzt meint sich beim Lesen einem Kulturpessimisten aufgesessen zu sein, irrt zwar nicht gewaltig, hat aber auch nicht die Radikalit&#228;t eines Ichs, dass sich selbst nicht mehr wahrnimmt verstanden, denn gut ist dann gar nichts mehr.</p>
<p>Mal angenommen, dass Ich war mal Katalysator des Selbsts, dann ist es nun nicht vielmehr als seine Feinstaubplakette. Ein Aufkleber. Plakativ und doch sinnlos, eingef&#252;hrt mit guten Gr&#252;nden, aufgel&#246;st durch diese selbst.</p>
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		<title>Gottesbeweise*</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 19:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stehe gerade vor dem motivationstechnischen Scherbenhaufen eine Hausarbeit &#252;ber Gottesbeweise schreiben zu m&#252;ssen und habe da ebenso viel Lust drauf, wie mach ein Kicker &#252;ber einen solchen zu latschen, um den Teamgeist zu st&#228;rken. Sicher ist mir bewusst, dass solche Argumentations&#252;bungen sein m&#252;ssen, will man irgendwann professionell die Eulen der Minerva nach Athen tragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe gerade vor dem motivationstechnischen Scherbenhaufen eine Hausarbeit &#252;ber Gottesbeweise schreiben zu m&#252;ssen und habe da ebenso viel Lust drauf, wie mach ein Kicker &#252;ber einen solchen zu latschen, um den Teamgeist zu st&#228;rken. Sicher ist mir bewusst, dass solche Argumentations&#252;bungen sein m&#252;ssen, will man irgendwann professionell die Eulen der Minerva nach Athen tragen, und doch, der Unwille bleibt. Denn so viel zu Gottesbeweisen geschrieben wurde, so gro&#223;e Namen sich auch damit befasst haben, der Sinn, diese Frage nach der Beweisbarkeit Gottes &#252;berhaupt zu stellen, leuchtet mir einfach nicht ein. Denn was w&#252;rden denn alle diese Gl&#228;ubigen tun, wenn einer dieser vielz&#228;hligen Beweise denn wirklich Mal hinhauen w&#252;rde? Nicht mehr glauben? Dann h&#228;tten sie doch das Spiel des Lebens verloren, sieht das doch vor, dass man ganz lange und ganz doll an Gott glaubt und dann noch viel l&#228;nger und doller daf&#252;r belohnt wird. Mit frei zu erfindenden Paradiesen, dem unendlichen Leben und vor allem der Ruhe vor den ganzen Ungl&#228;ubigen, die den Gl&#228;ubigen das Leben erst vermiesen, indem sie ihnen in die Ursuppe spucken.</p>
<p>Aus diesem Grund ist mir auch allein die Pascalsche Wette irgendwie sympathisch, so falsch sie auch sein mag. Aber hier wird vieles offenbar, was sonst hinter gro&#223;en Worten und noch gr&#246;&#223;eren Riten versteckt wird. Dass man glaubt, so irgendwie mehr von der eigenen Existenz zu haben und wenn man auch damit bis nach dem leben warten muss. Dabei soll gar nicht bestritten werden, dass der Glauben an irgendeinen Gott, der immer hilft, an den man alle seine Probleme heften kann und der auch sonst noch so manchen Trick parat hat, nicht zu einem besseren Leben f&#252;hren kann, als dem nackten Dasein ohne Sinn und Ziel in seinen vermoderten Rachen schauen zu m&#252;ssen. Alles eine Frage der Perspektive. Aber manche m&#246;gen&#8217;s hei&#223;t, ihr wisst schon.</p>
<p>Aber die H&#246;lle ist nunmal abgeschafft und da bleibt uns Glaubensversagern nur noch das unendliche Nichts. Es wird also offiziell nicht mehr die Angst der Menschen im Sinne Pascals berufen, sondern an das moderne Ego appelliert. Wer w&#228;re heute im Zeitalter der Superhelden nicht gerne unsterblich. Jesus Christ Superstar also als moderne Actionfigur, die singend und h&#252;pfend das Dogma seiner Herrlichkeit den Kids wieder n&#228;her bringen soll.</p>
<p>Aber eigentlich sollte es darum gar nicht gehen. Stringenz ist also meine St&#228;rke auch nicht. Vielleicht sollte ich die Seite wechseln und flammende Pamphlete f&#252;r die Existenz der Herren halten, denn f&#252;r einen entscheiden k&#246;nnte ich mich nicht. Fr&#252;her konnte ich mich an Fasching auch nie entscheiden, als welcher Held ich denn gehen sollte.</p>
<p>Gottesbeweise also. Im Grunde laufen die doch alle den selben langweiligen Weg und begehen den einen groben Schnitzer. Da werden ellenlange Beweisskizzen erstellt, zigfach die Evidenz angerufen, um am Ende dann doch nur etwas vorzufinden, dass man nicht erkl&#228;ren kann und deshalb Gott nennt, weil Gott unerkl&#228;rlich ist. Bibelzitate werden da ebenso wie Aminos&#228;uren aufgetischt und das ganze riesen Tamtam soll nur verschleiern, dass <em>das Etwas</em>, was entweder Ursache, das H&#246;chste, das Gute oder sonstwas Unbeschreibliches ist, eben nicht damit automatisch ihr Gott ist, um den sie sich so bem&#252;hen, sondern <em>Etwas</em> bleibt.</p>
<p>Denn mit der Existenz von Etwas, das man dann nat&#252;rlich benennen kann wie man m&#246;chte und somit gerne auch Gott preisen kann, ist erstens genau nichts bewiesen, au&#223;er, dass irgendwo genau vor diesem Etwas die Grenze unserer Erkenntnism&#246;glichkeit und somit Beweisbarkeit, Erkennbarkeit und Aussagbarkeit endet und zweitens jede &#220;bereinstimmung mit real existierenden B&#252;chern rein zuf&#228;llig ist. Und dann kann mir die Evidenz dieser Flaschengeister noch so derma&#223;en etwas anderes sagen. Nur weil einige hier aufgef&#252;hrten Eigenschaften auch in diesem veralteten B&#252;chern stehen, ist nichts &#252;ber den Gehalt dieser ausgesagt, sondern nur, dass man allein mit S&#228;ufern&#8230;&#228;h&#8230;T&#228;ufern eben kein Weltreich errichten kann.</p>
<p>Den Beweis allein ins Metaphysische zu dr&#252;cken und etwas von Beweger, Verursacher und immer wieder Liebe zu faseln reicht nicht, wenn Butter bei die Fische Not tut. Und die Fischer f&#252;hren uns immer hinter den brennenden Dornenbusch zur Offenbarung. Denn die allein macht gl&#252;cklich und in dem Fall stimmt das auf mich bezogen sogar, wenn all diese, die vom Lichte des Granatapfels genascht habe bei ihrer Offenbarung auch blieben und ihren Glauben eben nicht mit Wissen verwechseln w&#252;rden. Und ich somit diese Hausarbeit nicht schreiben m&#252;sste. Amen.</p>
<p>Dann w&#252;rde ich gem&#252;tlich an diesem Freitagabend auf der Couch liegen, mit meinem imagin&#228;ren Freund zusammen das Spiel Schalke gegen K&#246;ln kommentieren und sie bei der selben Besch&#228;ftigung ihrem imagin&#228;ren Freund ehrf&#252;rchtig nach jedem Tor f&#252;r die richtige Mannschaft danken, wie g&#252;tig er doch ist und wie sehr sie ihn lieben.</p>
<p>*Wer nach der &#220;berschrift auf eine ausgewogene Abw&#228;gung aller Argumente und eine differenziertere Betrachtung gehofft hat, der sei darauf verwiesen, dass Ironie und bellender Sarkasmus schon immer ein Mittel der Ebenbilder Gottes gewesen ist, um ihrer tristen Umwelt auch ohne Drogen etwas abzugewinnen. Und da ich meine, dass Thomas von Aquin aus einem &#228;hnlichen Anreiz heraus diese plumpen f&#252;nf Wege zur Existenz Gottes aufgeschrieben hat, werde ich wohl mit dem Unverst&#228;ndnis der Leser ebenso wie der gute alte Thomas leben und sterben m&#252;ssen.</p>
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