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      <title>ernst schmiederer schreibt</title>
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      <description>ES schreibt. Hier über Ausländer. Also auch über Österreicher im Ausland. es@ernstschmiederer.com</description>
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            <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/</creativeCommons:license><image><link>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/</link><url>http://creativecommons.org/images/public/somerights20.gif</url><title>Some Rights Reserved</title></image><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" href="http://feeds.feedburner.com/ErnstSchmiederer" type="application/rss+xml" /><feedburner:feedFlare href="http://www.newsgator.com/ngs/subscriber/subext.aspx?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FErnstSchmiederer" src="http://www.newsgator.com/images/ngsub1.gif">Subscribe with NewsGator</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.bloglines.com/sub/http://feeds.feedburner.com/ErnstSchmiederer" src="http://www.bloglines.com/images/sub_modern11.gif">Subscribe with Bloglines</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.netvibes.com/subscribe.php?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FErnstSchmiederer" src="http://www.netvibes.com/img/add2netvibes.gif">Subscribe with Netvibes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://fusion.google.com/add?feedurl=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FErnstSchmiederer" src="http://buttons.googlesyndication.com/fusion/add.gif">Subscribe with Google</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.pageflakes.com/subscribe.aspx?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FErnstSchmiederer" src="http://www.pageflakes.com/ImageFile.ashx?instanceId=Static_4&amp;fileName=ATP_blu_91x17.gif">Subscribe with Pageflakes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://add.my.yahoo.com/content?lg=de&amp;url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2FErnstSchmiederer" src="http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/de/my/addtomyyahoo4.gif">Subscribe with Mein Yahoo!</feedburner:feedFlare><item>
         <title>Ruhe in Frieden</title>
         <description>Der Schriftsteller Adam Zielinski wurde zum 80. Geburtstag mit dem Manès Sperber-Würdigungspreis für Leben und Werk ausgezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin in Stryj aufgewachsen, einer Kleinstadt, 80 Kilometer südlich von Lemberg, in der westlichen Ukraine. Von den 19 000 Juden, die einmal dort zuhause waren, haben 42 den Holocaust überlebt. Einer davon bin ich.

Es fällt auf, dass meine Heimat viele Schriftsteller hervorgebracht hat. Ludwig Begleiter, mit dem ich noch gespielt habe, wurde als Louis Begley weltbekannt. Aus Pesach Stark, ebenfalls aus Stryj gebürtig, wurde der berühmte polnische Journalist und Autor Julian Stryikowski. Und Iwan Franko, der Sohn des Dorfschmieds, ist einer der bekanntesten ukrainischen Dichter. Wo wir aufgewachsen sind, zählte nur eines: das Wissen. Man verlangte etwas von den Kindern, sie sollten lernen. Ich habe 200 Gedichte memoriert. Stark beeindruckt war ich von den wandernden Erzählern, die umher zogen, und ihre Geschichten zum Besten zu geben. Faszinierend war, wie eng die jüdischen Erzähler den Kontakt zu den Zuhörern halten konnten. Sie gingen durch die Bankreihen und hielten so die Spannung aufrecht. Mein Erzähldrang geht wohl auf diese Erlebnisse zurück. Leider verstand ich die Sprache der Erzähler nicht. Mein Vater, ein assimilierter Rechtsanwalt, sorgte nicht dafür, dass sein einziger Sohn Hebräisch oder Jiddisch lernte. Abends ging er mit mir auf den Korso, um mich im Gespräch zu bilden. Er wollte einen kleinen Spinoza aus mir machen. Leider blieb bei den Spaziergängen nicht viel Zeit für mich, weil man ihn ständig grüßte. Dennoch verdanke ich ihm, was ich im Leben erreicht habe.

Mein Vater wurde im September 1941 nach dem Einmarsch der Wehrmacht mit hundert anderen kleinstädtischen Intellektuellen verhaftet. Im nahen Holobutow hat man sie alle erschossen. Meine Mutter, die mich über alles liebte, verstarb bald darauf. Mit 13 war ich Vollwaise. Bis Kriegsende hielt ich mich in Lemberg über Wasser und konnte schließlich in Krakau studieren. Nach Holobutow zu kommen, um das Grab meines Vaters zu finden, ist mir damals nie gelungen.

Erst 1998 – da hatte ich drei Jahrzehnte als Geschäftsmann hinter mir und war längst als Schriftsteller tätig – bot sich die Gelegenheit, den Ort zu besuchen. Ich hatte Jahre zuvor meine Erzählung Holobutow geschrieben und mir ausgemalt, wie es dort sein müsste – »wie eine Kulisse für Bilder von Chagall«, hatte ich formuliert. Als ich nun mit einem polnischen Fernsehteam nach Holobutow kam, war alles genau so. Sogar die berühmte Ziege war da. Jede Hütte neigte sich in eine andere Richtung. Dort, wo mein Vater und die anderen Männer im Massengrab ruhen, haben wir einen Obelisk errichtet, einen Stein aus dem Vernichtungslager Belzec. Auf dem steht in drei Sprachen: Shalom. Ruhe in Frieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/06/ruhe_in_frieden.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/06/ruhe_in_frieden.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Belzec</category>
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         <pubDate>Sun, 21 Jun 2009 13:07:44 +0100</pubDate>
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         <title>Auf die Couch während der Krise</title>
         <description>Die 58jährige Psychotherapeutin Mercedes Bourgeot arbeitet besonders gerne mit Frauen aus anderen Kulturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme aus der linken Tradition. Wilhelm Reich, Körperarbeit, an den Aggressionen arbeiten, Psychotherapie mit politischem Bewußtsein zu verbinden - das war mein Programm. 1984 habe ich mit biodynamischen Massagen begonnen und dann 13 Jahre lang mit Kollegen Gruppentherapien angeboten. Inzwischen ist alles anders. 

Die Forschung hat gezeigt, dass Erlerntes im Gehirn Prägungen hinterlässt, wodurch man immer wieder auf bestimmte Gefühlszustände zurückfällt. Schon deswegen will ich Wut oder Aggression nicht mehr zum Ausgangspunkt einer Therapie machen. Ich konzentriere mich heute auf das Positive. Ich will Menschen unterstützen, die sich selbst zum Wohlfühlen verhelfen wollen. Ich schlage ihnen vor, den Tag möglichst schön zu beginnen, weil sie davon den Rest des Tages profitieren. Sie sollen lernen, sich selbst zu achten und womöglich gar Liebe zu empfinden.

Früher hatten wir im linken Jargon eine gemeinsame Sprache. Da kamen Menschen zu mir, die an sich arbeiten wollten. Wachstumsarbeit nannten wir das. Heute kommen Patienten, die sagen: der Arzt schickt mich. Sie brauchen eine Krankheit, eine Diagnose, damit die Krankenkasse die Thearpiekosten übernimmt. Das birgt die Gefahr, dass wir auf das Kranksein starren, anstatt an den großartigen Potentialen des Einzelnen zu arbeiten.

Viele meiner Klienten kommen aus der Intellektuellenszene. Viele sind Ausländerinnen. Besonders faszinierend ist die Arbeit mit meinen türkischen und algerischen Klientinnen. Das sind moderne Frauen, die studiert haben und sehr aufgeklärt sind. Die wollen frei sein und haben im Kopf alles geklärt. Und dennoch gelingt das Leben nicht so, wie sie sich das vorstellen. Sie sind zerrissen, weil die kulturellen Einflüsse plötzlich aus einer ganz anderen Ecke wieder auf sie zukommen. Sie entwickeln ein schlechtes Gewissen, weil sie sich nicht der Norm entsprechend verhalten. Diese Art von Zerrissenheit liebe ich – vermutlich, weil ich sie als Ausländerin selbst kenne.

In Zeiten der Krise kommt eine besondere Herausforderung auf uns zu: Alle haben Angst. Menschen, die besser abgesichert sind, als ich es bin, kommen mit Krisenängsten zu mir. Ich ertappe mich dabei, selbst Angst zu haben. Meine Honorare sind sozial gestaffelt: Diejenigen, die Geld haben, zahlen gut; von den Kassenpatienten nehme ich, was die Kasse gibt; bei jenen, die wenig haben, gehe ich mit dem Preis runter. Jetzt fürchte ich manchmal, dass ich nicht genug verdienen werde, wenn die wohlsituierten Patienten sparen. Früher war mein Leben Rebellion pur und Geld unwichtig. Ich muss gestehen, dass sich das geändert hat: Heute ist Geld wichtig, auch für mich.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/05/auf_die_couch_wahrend_der_krise.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/05/auf_die_couch_wahrend_der_krise.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Sat, 30 May 2009 14:45:36 +0100</pubDate>
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         <title>Flucht eines Pragmatisierten</title>
         <description>Der 59jährige Internist Jonas Zahler leitet die Ambulanz für Präventivmedizin im Herzliya Medical Center.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war eine Art Midlife Crisis, die mich unruhig machte. Als Oberarzt am Wiener AKH wäre ich bis ans Ende meiner Tage pragmatisiert gewesen. Ich war zudem ärztlicher Leiter des Maimonides Zentrums, Vizepräsident der Kultusgemeinde und Kandidat der SPÖ zum Wiener Gemeinderat. Kurzum, ich hatte ein erfülltes Leben. Doch einmal, so dachte ich, müsste noch etwas Neues kommen. Weil meine Frau und ich beide jüdisch sind, war Israel die naheliegende Wahl. Ich ließ mich auf ein Jahr karenzieren und wir zogen mit unseren drei Kindern los. Schon nach einem Monat war klar, dass ich nicht zurück gehen würde. Als ich meine Kündigung am AKH übermitteln wollte, wusste der Sachbearbeiter in der Zentralbesoldungsstelle nichts mit mir anzufangen: Er könne sich nicht erinnern, dass je ein pragmatisierter Beamter gekündigt hätte.

Israel hat es uns leicht gemacht. Die Kinder haben in kürzester Zeit Hebräisch gelernt und waren schnell integriert. Das Dazugehören muss sich hier keiner erkämpfen. Man ist willkommen, und jeder bestätigt einem das. Vom Einwanderungsland Israel lässt sich viel lernen. 

Natürlich vermisse ich Wien. So wie jeder Mensch Vater und Mutter hat, so habe ich auch zwei Staatsangehörigkeiten: Israel ist meine Mutter. Dass mir der Vater manchmal fehlt, ist normal. Wenn mir gelegentlich eine Bekannte, die öfter nach Wien reist,  frische Kaisersemmeln bringt, freue ich mich sehr. Ich war in Wien immer vom Wunsch getrieben, dazu zu gehören. Meine Familie ist eine typisch österreichisch-ungarische Mischung. Meine Großeltern wurden in Auschwitz ermordet. Ich bin im ersten Bezirk aufgewachsen und wollte immer beweisen, dass ich ein echter Österreicher sei. Ich war beim Bundesheer und Skilehrer am Semmering - und gehörte doch immer zur Minderheit. Das war nicht immer von Nachteil, weil man als Exot ja mitunter auch einen Bonus zugesprochen bekommt. Trotzdem ist es anstrengend.

Jetzt bin ich seit 15 Jahren Teil der Mehrheit, lebe also eine Mainstream-Existenz. Wir sind eine typisch israelische Familie. Meine Kinder absolvieren selbstverständlich ihren Militärdienst. Meine Frau, eine Psychologin, führt gemeinsam mit einer argentinischen Juristin eine Boutique. Und ich leite die Ambulanz für Präventivmedizin im Herzliya Medical Center, einem Privatspital in der Peripherie von Tel Aviv. Ausserdem bin ich als Vertrauensarzt der österreichischen Botschaft in den Pensionsangelegenheiten der Altösterreicher tätig.

Einmal im Jahr besuche ich Wien. Wenn ich ins Kaffeehaus gehe, habe ich das Gefühl, dass sich nicht viel verändert hat. Da sitzen dieselben Leute wie im Jahr zuvor. Wenn ich nach ein, zwei Wochen wieder nach Israel zurückkehre, ist dort alles anders. Es gibt neue Geschäfte. Einen neuen Krieg. Eine neue Regierung. Man versäumt hier viel, wenn man kurz mal weg ist.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/05/flucht_eines_pragmatisierten.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/05/flucht_eines_pragmatisierten.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Sat, 30 May 2009 14:12:02 +0100</pubDate>
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         <title>Spanisch, wenn es um die Liebe geht</title>
         <description>Die 29jährige Lyrikerin Zwetelina Damjanova unterstützt Migranten bei der Integration in die Wiener Wirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin 1987 als Achtjährige mit meiner Familie nach Wien gekommen. Mein Vater hat als Journalist für Sophiapress gearbeitet, meine Mutter später an der Wirtschaftsuniversität unterrichtet. Weil sie ihre Jugendjahre in Kuba verbracht hatte, gehörte die spanische Sprache so selbstverständlich zu unserem Leben wie die deutsche und die bulgarische. Ich habe früh zu schreiben begonnen, einfach weil mir Sprache wichtig war. Erst im Lauf der Jahre hat das eine Struktur bekommen. Später studierte ich Romanistik und erarbeitete mir als Linguistin eine Innensicht der Sprache. Deutsch beherrsche ich am besten. Vor dem Bulgarischen hatte ich lange Zeit zu große Ehrfurcht. Da ich fürchtete, dass ich das zum Dichten nötige Niveau nicht erreichen würde, wagte ich nicht, bulgarische Poesie zu schreiben. 

Inzwischen habe ich für jeden Bereich meine eigene Sprache. Über Dinge, die aus meiner bulgarischen Welt kommen, schreibe ich auf Bulgarisch: Erinnerungen an meine Großmutter, der Geruch von Tomaten. Liebe und Erotik sind für mich mit der spanischen Sprache verbunden, schon deshalb, weil mein Mann Spanier ist. Zuletzt habe ich an einem großen dreisprachigen Gedicht gearbeitet: Jede Strophe ist in einer anderen Sprache verfasst, die Übersetzung in die anderen Sprachen steht jeweils daneben. 

Meine Liebe zu den Sprachen ist grenzenlos. In meinen Ohren klingen sie alle schön. Das Portugisische etwa - eine wunderbare Mischung aus einer slawischen Aussprache, dunklen Vokalen und vielen Zischlauten – hat mich so angezogen, dass ich es auch studiert habe.

Derzeit verlege ich meine literarischen Ambitionen in die Nachtstunden, weil ich hauptberuflich den Verein „Wirtschaft für Integration“ führe. Wir wollen Migranten bei der Integration in die Ökonomie der Stadt unterstützen. Es gibt viele Menschen in Wien, die eine gute Ausbildung aus ihren Herkunftsländern mitgebracht haben, diese aber wegen mangelnder Sprachkenntnisse oder Komplikationen bei der Anerkennung von Zeugnissen nicht nützen können. Es ist nicht nur tragisch, sondern auch unwirtschaftlich, wenn man die Potentiale von Menschen mit Berufsabschlüssen vergeudet, in dem man sie in Hausfluren Prospekte verteilen lässt.

Männer mit Migrationshintergrund haben es besonders schwer, eine legale Beschäftigung zu finden. Frauen bringt man meist einen Vertrauensvorschuss entgegen, so dass sie Kinder betreuen oder Kranke pflegen dürfen. Einem erwachsenen Mann stehen solche Jobs nicht offen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns bemühen, solche Menschen in das Wirtschaftsleben zu integrieren.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/04/spanisch_wenn_es_um_die_liebe_geht.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/04/spanisch_wenn_es_um_die_liebe_geht.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Thu, 02 Apr 2009 17:31:20 +0100</pubDate>
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         <title>Im Dschungel helfen</title>
         <description>Die 27jährige Projektmanagerin Elisabeth Reinthaler leitet ein Flüchtlingscamp für Kinder aus dem benachbarten Burma.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war vor Kurzem in Mae Sot, einem kleinen Ort im Nordwesten Thailands, direkt an der Grenze zu Birma. Weil es dort Hilfsorganisationen, Schulen und Spitäler gibt, nutzen viele Birmanen die Chance, um vor dem Militärregime zu flüchten. Sie nehmen dabei in Kauf, dass sie allenfalls als illegale Arbeitskräfte geduldet werden. Sie haben keine Ausweispapiere und werden wie Schmarotzer behandelt. Regelmäßig vertreiben die Behörden in spektakulären Großeinsätzen hunderte Flüchtlinge wieder aus dem Land. 

Ich war in Mae Sot, um bei anderen Hilfsorganisationen zu erfahren, wie sie ihre Arbeit organisieren und Probleme lösen. Mae Sot ist das Epizentrum des Flüchtlingselends. Alles ist dort auf Birma ausgerichtet: In den Restaurants und an den Straßenständen wird birmanisch gekocht, und in den Cafes kleben „Free Burma“-Sticker. 

Ich selbst arbeite in Pa Deng, einem Nest im Süden von Thailand, mitten im Dschungel. Hier leite ich, nur acht Kilometer von der birmanischen Grenze entfernt, im Auftrag des Hilfswerks Austria International und der in Hongkong ansässigen Spendenorganisation Karen Kids Society ein Zentrum, indem etwa 80 Kinder im Alter zwischen drei und 16 Jahren betreut werden. Die Karen sind nach den Birmanen und den Shan die drittgrößte Bevölkerungsgruppe Birmas. Sie werden brutal verfolgt: Militärs brennen ihre Dörfer nieder, Männer werden erschossen, Frauen vergewaltigt. Unter den 600.000 Heimatvertriebenen, die in Thailand Zuflucht suchen, sind die Karen die größte Gruppe.

In Pa Deng bin ich die einzige Ausländerin, alle hier nennen mich Sister Elisabeth. Ich habe sieben bezahlte Mitarbeiter, vom Koch über den Hausmeister bis zum Übersetzer. Wir betreuen die Kinder  und betreiben diverse Infrastrukturprojekte. Wir wollen einen Brunnen schlagen, damit wir nicht mehr mühsam das Wasser vom Fluss in das Lager heraufpumpen müssen. Sobald genügend Spenden beisammen sind, wollen wir auch einen Schulbus anschaffen. Ausserdem werden wir die eigene Lebensmittelproduktion ausbauen - fürs Erste mit einer Hasenzucht, einem Hühnerstall und einem Gemüsegarten. 

Manche Kinder sind seit drei Jahren im Camp, andere sind so neu hier, dass ihre Beine  von den tagelangen Märschen noch zerschunden sind. Die Eltern sind häufig noch in Birma oder leben in der Nähe unseres Zentrums. Einige Kinder sind Waisen oder wurden im Stich gelassen. Die meisten wissen nicht, wann sie geboren wurden. Fast alle kommen ohne Schulbildung ins Camp. Um sie auf ein selbständiges Leben vorzubereiten, wollen wir ein Berufszentrum aufbauen, wo sie als Mechaniker, Elektriker oder Schneider ausgebildet werden.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/03/der_engel_aus_dem_dschungel.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/03/der_engel_aus_dem_dschungel.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Mae Sot</category>
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         <pubDate>Tue, 31 Mar 2009 16:40:04 +0100</pubDate>
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         <title>Der mit dem Possum tanzt</title>
         <description>Der Grafikdesigner Helge Parsch, 66, ist vor zwei Jahrzehnten ausgewandert, um neu zu beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie viele andere Menschen auch haben meine Frau und ich in unseren frühen Vierzigern öfter vom Auswandern gesprochen. Ich war Teilhaber eines gutgehenden Wiener Werbestudios und fragte mich, ob das schon alles gewesen sein könnte. Der Erfolg der politischen Rechten schürte unseren Unmut. Schließlich gab eine Gemengelage aus Tschernobyl-Angst, Waldheim-Skandal und Abenteuerlust den Ausschlag: Mit unseren Kindern, sie waren damals sieben, elf und 15 Jahre alt, sowie der 75jährigen Schwiegermutter machten wir uns vor gut zwanzig Jahren auf die Reise.

Heute sind wir Weltbürger mit australischen Pässen. Aus den Kindern sind eine Ärztin, eine Designerin und ein Historiker geworden. Meine Frau und ich betreuen als „Uncle Heck“ und „Aunt Silvia“ am Sydney Design College Studierende aus aller Welt. Aufgrund unser Leistungen wurde uns als Designern ein Ehrendiplom verliehen. In diesen Tagen beschäftigen uns neben den Abschlussfeierlichkeiten am College aber vor allem Revierkämpfe mit den Possums, diesen kleinen australischen Beuteltieren. Die wollen die Holzterrasse vor unserem Haus übernehmen. Die Possums sind zwar possierlich, aber auch heimtückisch, laut und frech. Wenn nötig, vertreiben wir sie mit Wassergüssen.

Wir leben mitten in der Natur in Avalon, einem sehr grünen Stadtteil an den Northern Beaches, die durch die Fernsehserie „Bay Watch“ weltbekannt geworden sind. Wir füttern Regenbogenpapageien und Kookaburras, eine Eisvogelart, die man im Deutschen Lachender Hans nennt. 

Anfang der siebziger Jahre brachte ich mit Freunden die Popzeitschrift „Playback“ heraus. Das Magazin wurde rasch wieder eingestellt, doch verhalf es mir beim Neustart in Sydney zu meinem ersten Job. Es war für die Australier optisch so ansprechend, dass man mir prompt die Artdirektion für das Stadtmagazin „sydney inc.“ übertrug. Damals waren die Australier in Sachen Gestaltung noch nicht so selbstbewusst. Sie glaubten, dass europäisches Design grundsätzlich besser sei als das eigene. Das hat sich längst geändert.

Kaum eine andere Stadt ist so auf ihren Auftritt bedacht wie Sydney. Ob man das Hafenviertel Darling Harbour als Beispiel nimmt, das in seiner Synthese aus Himmel, Wasser und Licht zu einem Anziehungspunkt für Architekten aus aller Welt geworden ist. Oder die Modewoche in Sydney, die australische Strandkultur in alle Welt exportiert. Australisches Design ist tendenziell besonders leicht, lebenslustig, farbig und sommerlich. Gerade in der aktuellen Weltwirtschaftskrise tut das gut.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/03/der_mit_dem_possum_tanzt.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2009/03/der_mit_dem_possum_tanzt.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">Sydney</category>
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         <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 17:26:16 +0100</pubDate>
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         <title>Schöner leben in LaLa-Land</title>
         <description>Die Marketingexpertin Katrin Klausecker, 36, füllt die Konferenzen der Economist Intelligence Unit mit Teilnehmern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während meines Studiums war ich zum ersten Mal in Asien, sechs Wochen Indien mit dem Rucksack. Das war Liebe auf den ersten Blick. Seither fasziniert mich der Kontinent wie kein anderer. Ich habe einige Jahre in New York gelebt und auch dort schon für die Econimist Intelligence Unit gearbeitet. Als ich eines Tages gefragt wurde, ob ich für das Unternehmen nach Hong Kong wechseln würde, gab es kein Halten mehr. Jetzt lebe ich seit drei Jahren hier und habe bereits Malaysia, Taiwan, Indonesien, China, Singapur, Laos, Kambodscha, Vietnam, Indien, Japan und die Philippinen sowohl beruflich als auch privat bereist. 

Wenn ich im Büro bin, verbringe ich meinen Arbeitstag in internen Projektmeetings und conference calls mit Kunden. Unsere „Intelligence Unit“ ist eine Schwester des britischen Wirschaftsmagazins Economist und versorgt Politiker und Wirtschaftstreibende in 200 Ländern mit Informationen. Ich bin dafür zuständig, dass wir unsere Produkte – Konferenzen, Government Roundtables, Analysen – in Asien gut verkaufen. Das ist ein Job, der mich zehn Stunden am Tag in Anspruch nimmt. Der Rest der Zeit gehört mir. 

Ich lebe auf der Insel Lantau in DB, wie das hier jeder nennt: Discovery Bay ist ein kleiner Ort mit ein paar Restaurants, einer Bank, einem Friseur, einem Pub und einem Supermarkt. Statt Autos gibt es Golfcarts. Und auch sonst ist alles eher unasiatisch, wie in einem Resort, LaLa-Land. Discovery Bay wird auch Delivery Bay genannt, weil hier viele schwangere Frauen auf der Straße zu sehen sind, deren Ehemänner als expats für europäische, australische oder amerikanische Firmen in Hongkong arbeiten. Da es für die Ehefrauen meist sehr schwer ist, einen passenden Job zu finden, nutzen manche diese Jahre eben, um Kinder zu bekommen. 

Mich hat es nach DB gezogen, weil die Mieten eher niedrig sind. Hier kann ich mir eine sonnendurchflutete Wohnung leisten, die sich auf fünf Stockwerke erstreckt: auf vier Etagen jeweils ein Zimmer und oben drauf eine Terasse. Ich blicke aufs Meer und sehe auf der anderen Seite der Bucht die Flugzeuge im Landeanflug. Abends um neun gibt es immer ein Feuerwerk, das im nahegelegenen Disneyland abgeschossen wird. Morgens weckt mich das Lärmen der Kakadurs. Das einzige Problem ist die Luftfeuchtigkeit. Ich muss die Klimaanlage rund um die Uhr laufen lassen, weil sonst meine Bücher verschimmeln würden.

Am Anfang schien es mir immer ein bisschen seltsam, in einer asiatischen Stadt westliche Restaurants zu besuchen. Aber Hong Kong ist voll wunderbarer Lokale. Italiener, Inder, Vietnamesen. Besonders gerne habe ich ein französisches Bistro „The Press Room“, das mich an ein ähnliches Lokal in New York erinnert. 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/09/schoner_leben_in_lalaland.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/09/schoner_leben_in_lalaland.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Tue, 16 Sep 2008 14:57:34 +0100</pubDate>
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         <title>Al Gorama - unser Dreamteam</title>
         <description>Wenn Rebellen zur Kooperation laden, wird man Urlaubsvertreter: Hier die zweite Lieferung für den Schweizer Web-TV-Radio-Magazin-Nachrichten-Kultur-Sender rebell.tv: ein Beitrag zum amerikanischen Wahlkampf aus europäischer Sicht: &lt;a href="http://blog.rebell.tv/p8255.html"&gt;Wir sind bereit&lt;/a&gt;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir, diesseits des Atlantik, sind längst bereit. Wir waren gewiss, dass Hillary Clinton, eine Frau also, das Zeug hätte, im Weißen Haus mit der nötigen Durchsetzungskraft zu agieren. Was Frau Thatcher und Frau Merkel können, so schlossen wir, hätte Frau Clinton auch gekonnt: regieren. 

Jetzt, nachdem uns Hillary als Präsidentschaftskandidatin abhanden gekommen ist, bleiben wir bereit für einen Barack Obama im Weißen Haus. Der Mann wird regieren und seine Hautfarbe wird eine ähnlich geringe Rolle spielen, wie es der katholische Glaube des ersten Katholiken im amerikanischen Präsidentamt getan hat. Wegen seiner Leistungen für den Katholizismus ist John F. Kennedy jedenfalls niemandem in Erinnerung geblieben.
Wir hier sind bereit. So bereit, dass man glauben könnte, wir seien die besseren Amerikaner. Und es scheint, als wüchse unsere eigene Bereitschaft für das, was da kommen möge, immer noch weiter, je öfter wir abwägen, ob die Amerikaner eigentlich bereit sind für einen schwarzen Präsidenten? 

Wir Deutschen, Österreicher, Schweizer müssen uns zum Glück ja keine Gedanken darüber machen, ob ein Mensch mit auffällig anderer Hautfarbe unser Regierungschef werden könnte: das Abstammungsprinzip sorgt in unseren Staatsbürgerschaftsrechten zuverlässig dafür, dass eine Kombination aus dunkler Hautfarbe und, sagen wir mal, österreichischem Pass so selten bleibt wie die blaue Mauritius. Und so sorgen wir uns ersatzweise eben um die anderen. Wir Europäer wären jedenfalls bereit, einen Schwarzen zum US-Präsidenten zu machen. 

Mit politischer Phantasie oder strategischer Weitsicht hat unser diesseitiges Bereitsein nichts zu tun. Eher schon erinnert es an SpongeBob und seinen allmorgendlichen Kampfschrei: „Ich bin bereit, ich bin bereit, ich bin bereit“. Wir schlüpfen in die Rolle des süßen kleinen Schwammkopfs, mutieren also zu Kindern, die in der Erwachsenenwelt alles wieder gut machen wollen.

Unsere Offenheit Obama gegenüber resultiert zum größten Teil wohl aus dem Überdruß mit &lt;a href="http://print.rebell.tv/p127.html"&gt;Bush ...&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/al_gorama_unser_dreamteam.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/al_gorama_unser_dreamteam.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 11:25:56 +0100</pubDate>
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         <title>Draußen im Archiv der "Zeit"</title>
         <description>Drinnen? Draußen? Ein großer Teil der über 100 Portraits aus dieser Serie ist nach wie vor über "Die Zeit" und ihr schönes Online-Archiv zugänglich. Hier ein praktischer &lt;a href="http://www.zeit.de/autoren/S/Ernst_Schmiederer/index.xml"&gt;Link&lt;/a&gt; für Fans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="DrinnenDrau%C3%9FenZeitarchiv.jpg" src="http://www.ernstschmiederer.com/DrinnenDrau%C3%9FenZeitarchiv.jpg" width="475" height="489" /&gt;

&lt;a href="http://www.zeit.de/autoren/S/Ernst_Schmiederer/index.xml"&gt;So schauts aus!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/es_im_archiv_der_zeit.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/es_im_archiv_der_zeit.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 11:11:21 +0100</pubDate>
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         <title>Wenn die Schweizer locken</title>
         <description>Große Ehre! Der Schweizer Weltsender rebell.tv wollte von mir wissen, was es mit dem österreichischen Verlierertum auf sich hat. Ich möge Fußball, &lt;a href="http://www.zugastbeiverlierern.at"&gt;Design&lt;/a&gt; und Politik verrühren, um aus der Masse Neues zu machen.  Einen &lt;a href="http://print.rebell.tv/p126.html"&gt;Wochenkommentar&lt;/a&gt; nämlich. Einen &lt;a href="http://radio.rebell.tv/p296.html"&gt;Hörkommentar&lt;/a&gt;, genauer gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Gast bei Verlierern? Ach, wenn das nur so einfach wäre. 

Also, versuchen wir’s. Zu Gast bei Verlierern. Das ist zunächst eine fette Geschäftsidee. Wie verkauft man Fußballfan-Artikel wenn überall Fußballfan-Artikel verkauft werden? Man entwickelt ein Alleinstellungsmerkmal, ein einzigartiges Verkaufsversprechen. Das hat die Mode-Unternehmerin Stefanie Schöffmann mit ihrer Marke „Zu Gast bei Verlierern“ professionell gemacht. Ihre roten Kappen, Kaputzenjacken, T-Shirts und Sporttaschen sind mir persönlich vielleicht etwas laut. Mir wäre auch nicht wohl bei dem Gedanken, ich könnte jemandem begegnen, der im selben Outfit als Loser gebrandet ist, wie ich selbst. Meinem Steuerberater etwa. Oder dem Religionslehrer meiner Kinder: Ah, auch Sie ein Verlierer! Aber diese individuelle Bedenkenträgerei tut dem Erfolg von Frau Schöffmann keinen Abbruch. Ihre Ware geht in diesen fußballschwangeren Wochen weg wie kaltes Bier. Egal, ob wir Österreicher nun Verlierer sind oder nicht.

Sezieren wir den Erfolg dieser Strategie: die zwei wichtigsten Elemente des Verlierer-Konzepts sind Emotion und Rationalität. Marketing pur, könnte man sagen. 

Emotional trifft die Verlierernummer mitten ins Herz. Es ist, zumal im Sport, berührend, wenn jemand die eigene Schwäche so hemmungslos in den Vordergrund spielt. Und genau darin haben wir Österreicher &lt;a href="http://print.rebell.tv/p126.html"&gt;Übung ...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/wenn_die_schweizer_locken.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/06/wenn_die_schweizer_locken.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Thu, 12 Jun 2008 17:27:27 +0100</pubDate>
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            <item>
         <title>Mit Lederkluft und Krawatte</title>
         <description>Der Statistiker Paul Schreyer, 48, leitet die Abteilung „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung“ bei der OECD in Paris.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon seit meiner Promotion beschäftigt mich das Problem, wie sich Produktivität messen lässt. Ein paar Jahre habe ich am IFO Institut für Wirtschaftsforschung in München in diesem Bereich gearbeitet. Seit 20 Jahren bin ich hier in Paris bei der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Beste daran: Die Arbeit, die ich Tag für Tag tue, kommt meinen Idealvorstellungen immer noch sehr nahe. Diese Mischung aus intellektueller Herausforderung und Internationalität ist sehr reizvoll.

In meiner Abteilung sitzen 25 Leute. Wir stammen aus zehn verschiedenen Nationen und haben ständig mit den Delegierten der 30 OECD-Länder zu tun. Wir sprechen  Englisch und Französisch. Und wir reisen häufig. Ich war zuletzt in Washington, anschließend in Canberra und gestern erst in Luxemburg. Dort ging es um die Frage, wie die Produktion neuer Gesundheitsdienstleistungen adäquat zu messen und ökonomisch zu bewerten ist. Der Gesundheitsbereich unterliegt einem rasanten technologischen Wandel. Die Behandlung eines Herzfehlers erfolgt ja heute vollkommen anders als noch vor zehn Jahren. 

Unsere Aufgabe ist es, mit statistischen Mitteln zu beschreiben, wie sich das Wirtschaftswachstum in den OECD-Ländern verändert. Dafür müsssen wir uns vorab darauf einigen, wie die unterschiedlichen Produkte einer Volkswirtschaft – also beispielsweise Herzoperationen - ökonomisch zu bewerten sind. Bei einer Flasche Wasser ist die Preisänderung über die Jahre einfach zu dokumentieren. Bei einem komplexen Produkt wie einem Computer oder einer Gesundheitsdienstleistung ändern sich aber nicht nur die Kosten, sondern oft auch das Produkt an sich. Wie solche Formen von Produktivität in Zahlen zu fassen sind, muss immer wieder neu verhandelt werden.

Nun darf man sich keiner Illusion hingeben. Wer versucht, mit Zahlen etwas über komplexe Volkswirtschaften auszusagen, der sollte wissen, dass dieser Vorgang notwendigerweise mit Fehlern behaftet ist. Dass unsere Daten oft überinterpretiert werden, ist wohl den Gesetzmäßigkeiten des Politbetriebes und der Medienlandschaft geschuldet. Gerade in Wahlkampfzeiten wird das Ergebnis unserer Arbeit immer wieder mal zweckentfremdet.

Mein Kontrastprogramm zur Statistik heißt BMW RT. Zwischen Wohnung und Büro würde ich fast zwei Stunden mit dem Auto oder weit über eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen. Also ziehe ich die Lederkluft über den Anzug und fahre in 40 Minuten mit dem Motorrad zu meinem Arbeitsplatz, auch im Winter. Anders als in Österreich werden Mopeds und Motorräder hier weniger in der Freizeit, sondern vielmehr in dem sehr dichten Berufsverkehr genutzt. 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/mit_lederkluft_und_krawatte.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/mit_lederkluft_und_krawatte.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#tag">München</category>
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         <pubDate>Thu, 27 Mar 2008 17:15:10 +0100</pubDate>
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         <title>Irgendwann wieder Fußball spielen</title>
         <description>Der 14jährige Mojtaba Tavakoli ist ein „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ und besucht eine Hauptschule in Niederösterreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mit meinem Bruder aus Afghanistan weggegangen. Er ist bei der Überfahrt im Meer ertrunken. Ich kam alleine in das Flüchtlingslager Traiskirchen. Seit einem Jahr lebe ich in einem Heim der evangelischen Diakonie in Mödling. Asyl habe ich bisher nicht bekommen, für mich gilt Paragraf 8. Das heißt, dass ich für ein Jahr bleiben darf, dann wird wieder neu entschieden.

Das Heim ist ein großes Haus, mit zehn oder zwölf oder 15 Zimmern. 38 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben dort. Sie kommen aus der Mongolei, aus Afghanistan, aus Nigeria und aus dem Kosovo. Ich versuche, mit allen Deutsch zu sprechen. Deutsch ist die Sprache, die ich für meine Zukunft brauche. Wenn einer kein Deutsch versteht, spreche ich Englisch, das habe ich von meinem Bruder gelernt. In der Schule lerne ich außerdem Spanisch. Im Internet lese ich die Nachrichten der BBC am liebsten in Farsi, das ist meiner Muttersprache Dari sehr ähnlich.

Ich liebe Fußball. Jeden Dienstag und Mittwoch schaue ich mir die Spiele der Champions League im Fernsehen an. Bis zum vergangenen Herbst habe ich selbst gespielt, beim 1. SVg Guntramsdorf als Stürmer. Doch am 28. November musste ich operiert werden, weil mein linkes Bein nach einem Unfall in der Kinderheit kurz geblieben ist. Wenn ich sitze, brauche ich einen Rollstuhl, weil das sonst unangenehm ist. Ich kann aber schon wieder gehen, mit Krücken eben. Irgendwann werde ich wieder Fußball spielen können.

Im Heim bekomme ich 40 Euro Taschengeld im Monat. Davon kaufe ich jeden zweiten Tag eine Schuljause. Vor einiger Zeit habe ich von diesem Geld ein Buch gekauft, das ich meinen Freunden gebe, damit sie etwas für mich hinein schreiben. Sehr wichtig für mich sind Marion und Bernhard, meine Paten aus dem Projekt &lt;a href="http://www.asyl.at/connectingpeople/"&gt;connecting people&lt;/a&gt;. Sie holen mich am Wochenende nach Wien und auch wenn ich länger schulfrei habe bin ich bei ihnen. Vor meiner Operation haben wir in Salzburg, in Werfenweng, eine Wanderung durch den Schnee gemacht. Die Berge hier begeistern mich, aber Skifahren möchte ich lieber nicht. Ich bleibe Fußballer.

Was mit meinen Eltern passiert ist, weiß ich nicht. Das Rote Kreuz hat uns vor Kurzem benachrichtigt, dass nicht mehr weiter nach ihnen gesucht wird. Nur von einem Onkel, einem Bruder meiner Mutter, habe ich einen Brief bekommen. Ich weiß nicht, in welchem Land meine Familie jetzt lebt.

Später möchte ich Arzt werden. Oder etwas mit Medikamenten machen. Jedenfalls will ich Menschen helfen, weil ich gesehen habe, wie wichtig es ist, dass einem jemand hilft. Deshalb hoffe ich, dass ich in Österreich bleiben darf. Denn wenn man hier etwas wirklich machen will, dann kann man das auch. Das ist in Afghanistan nicht so.


Anmerkung: &lt;em&gt;Connecting people bringt unbegleitete minderjährige und junge erwachsene Flüchtlinge, die sich alleine, ohne Eltern oder sonstige vertraute erwachsene Bezugspersonen in Österreich aufhalten, mit österreichischen Erwachsenen bzw. schon lange hier lebenden MigrantInnen zusammen. Das Projekt wurde von der asykoordination österreich im Jahr 2001 initiiert.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/irgendwann_wieder_fussball_spielen.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/irgendwann_wieder_fussball_spielen.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Sun, 09 Mar 2008 18:25:56 +0100</pubDate>
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            <item>
         <title>Drei Sätze für SMS</title>
         <description>Wenn &lt;a href="http://tv.rebell.tv"&gt;rebell.tv&lt;/a&gt; so schön bittet, dann verweigert man sich nicht! Eigentlich stehen hier - siehe rechts - ja nur Geschichten von Ausländern. Aber ... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... so herum geht das vielleicht: &lt;a href="http://blog.rebell.tv/p7109.html"&gt;Stefan M. Seydel&lt;/a&gt; (alias SMS) ist Ausländer und war obendrein gerade noch in Wien, also tue ich gerne, worum er mich bittet: Ich möge die Sätze 6-8 von der Seite 123 des gerade nächstliegenden Buches hier zitieren. Also:


The only thing more pathetic than Indians on TV is Indians watching Indians on TV. (Thomas Builds-the-Fire played by Evan Adams in Smoke Signals, 1998)

There are different kinds of Indians. But all Indians look alike in war paint and feathers. (Cactus Jack played by Joe Sawyer in The Traveling Saleswoman, 1950)

Killing a white man is a delicate matter. (Stone Calf played by Jimmy Herman in Dances With Wolves, 1990)


Und das Buch? Jim Kane: Western Movie, Wit &amp; Wisdom, erschienen 2007 bei Bright Sky Press (Albany, Texas). Im Vorleben war Kane übrigens Special Agent bei der U.S. Army Intelligence. 


Jetzt zum Schluß: fünf weitere Blogger mögen es mir bitte gleichtun, also die Sätze 6-8 von  Seite 123 des gerade nächstliegenden Buches in ihrem Blog zitieren und jeweils fünf weitere Blogger bitten, eben dies zu tun. So einfach ist es, Wünsche zu erfüllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/satze_fur_sms.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/03/satze_fur_sms.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Sun, 02 Mar 2008 17:41:02 +0100</pubDate>
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         <title>Champion unter den Viren</title>
         <description>Der 63jährige Virologe Peter Palese ist Vorstand des Institut für Mikrobiologie an der Mount Sinai School of Medicine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als junger Forscher war ich richtig gut und flink im Labor. Inzwischen stellen mich die jüngeren mit ihrer Fingerfertigkeit in den Schatten. Sie sind konzentrierter. Aber ich genieße es immer noch, mitten im Labor zu arbeiten. Natürlich könnte ich ein repräsentatives Office haben, aber dann fehlte mir etwas. Zum Glück bin ich mit der Verwaltung nicht allzu sehr belastet. Daher kann ich wie meine 150 Mitarbeiter wirklich forschen. Und das tue ich sechs Tage die Woche von früh bis spät.

Wir konnten zum Beispiel jenes Virus rekonstruieren, das die Spanische Grippe von 1918/19 ausgelöst hat. Es gab viele andere Viren, die weltweite Grippe-Epidemien ausgelöst haben, sogenannte Pandemien. Die Asiatische Grippe von 1957 etwa. Oder die Hongkong Grippe von 1968. Doch kein Erreger war so virulent wie der von 1918. Rund 50 Millionen Tote – so etwas gibt es nur einmal im Millenium. 

Die US-Armee verfügt über ein phantastisches Pathologoie-Archiv. Dort konnte man von Menschen, die 1918 gestorben sind, Gen-Sequenzen jenes Virus gewinnen. Im Labor ist es dann gelungen, es nachzubauen. Wir haben anschließend Tiere infiziert und herausgefunden, warum dieses Virus so besonders war: Eine einzigartige, ideale Konstellation seiner acht Gene machte es so virulent. 

Ein Hochleistungsathlet, der Weltrekord laufen will, braucht außer langen Beinen auch Arme, er braucht eine entsprechende Lungenfunktion und zahlreiche andere Voraussetzungen. Erst die Kombination aller Eigenschaften kann ihn zum Champion machen. Das hat im Fall des Grippeerregers etwas Beruhigendes: Weil es bei Viren auf die richtige Kombination der Gene ankommt, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit eine vergleichbare Pandemie auftritt. Zwar können sich Viren, die Tiere betreffen, so entwickeln, dass sie für den Menschen gefährlich werden – aber die Wahrscheinlichkeit ist gering.

Das heißt nicht, dass wir uns zurücklehnen könnten. Wir müssen die Impfindustrie unterstützen, damit sie in kürzester Zeit das jeweils aktuelle Grippevirus herstellen kann. Jeder Mensch sollte Zugang zu der gewöhnlichen Grippeimpfung haben. Dann gäbe es nur noch einen einzigen Grund, sich nicht impfen zu lassen: Jemand will unbedingt krank werden.

Mein Forschungsfeld ist natürlich auch hinsichtlich biologischer Kriegsführung interessant. Seit 2006 bin ich im Committee on Biodefense tätig, weil diese Viren – ob Grippe oder Ebola – eine potentielle Gefahr darstellen. Was das Virus von 1918 betrifft kann ich aber beruhigen: Das ist für Terroristen völlig uninteressant, weil alle Menschen, die heute leben, eine partielle Immunität entwickelt haben. Trotzdem versteht es sich von selbst, dass mit dem nachgebauten Virus nur unter der höchsten Bio-Sicherheitsstufe 4 gearbeitet wird.   
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/01/champion_unter_den_viren.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2008/01/champion_unter_den_viren.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Draussen</category>
        
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         <pubDate>Sun, 13 Jan 2008 17:18:59 +0100</pubDate>
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         <title>Mit Gott ins Glück</title>
         <description>In Lagos hat der 27jährige Marcelus Ofomata Palmöl verkauft. In Wien verdient er sein Geld mit dem Verkauf von Straßenzeitungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin &lt;em&gt;Augustin&lt;/em&gt;-Verkäufer. Seit drei Jahren findet man mich immer an derselben Stelle, unten in der U-Bahn-Station Schwedenplatz, vor den Rolltreppen, die zur Rotenturmstraße hinaufführen. Montag bis Freitag, morgens von sieben bis zehn, nachmittags von vier bis sieben Uhr. Wenn ich nicht da bin, ruhe ich mich aus, koche und esse. Das Stehen ist anstrengend. Besonders jetzt, wo es kalt ist und windig. Oft habe ich Schmerzen. 

An manchen Tagen verkaufe ich fünf Zeitungen, an anderen zehn. Wenn es gut läuft auch mal zwanzig. Vom Verkaufspreis bleibt ein Euro beim Verkäufer. So verdienen Obdachlose, Arbeitslose und Asylwerber mit der Straßenzeitung Geld.

Ich gehe den Problemen aus dem Weg, ich tue also meine Arbeit und bezahle Monat für Monat die Raten für meine Jahreskarte bei den Wiener Linien. Zum Glück sind die Menschen hier recht nett zu mir. Sie grüßen. Manche kaufen meine Zeitungen. Viele fragen, warum ich so fröhlich bin. Gott, antworte ich dann. Er hilft mir. Er macht mich glücklich. Geld kann uns Menschen nicht glücklich machen, nur Gott kann das. Manchmal kommen Leute und spucken mich an. Beschimpfen mich. Sie rufen "Nigger". Oder: "schwarzer Teufel." - "Geh nachhause", sagen sie. Ich antworte: "God bless you." Ich weiß, dass Gott mir hilft. Einmal wurde ich von fünf Betrunkenen angegriffen, geschlagen. Eine Dame hat die Polizei gerufen. Die hat die Betrunkenen verjagt.

In der Nacht zum Samstag trage ich Zeitungen aus. &lt;em&gt;Krone&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Kurier&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Kleine Zeitung&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Die Presse&lt;/em&gt;. Ich bringe sie zum Postkasten, weil die Menschen am Samstag nicht zur Arbeit gehen. Ein paar Monate lang habe ich auch die Zeitung &lt;em&gt;Österreich&lt;/em&gt; verteilt, von zwei bis sechs Uhr früh. Sechs Nächte die Woche, 200 Zeitungen pro Schicht. Quer durch den vierten Bezirk. Andere Arbeit bekomme ich als Asylwerber nicht. 

In Lagos war ich Geschäftsmann, Ölverkäufer. In meiner Heimatstadt Umuobom haben wir Palmöl erzeugt und in die Hauptstadt transportiert. Dort habe ich es verkauft. In kleinen Mengen. Manchmal auch ein Faß. Wo ich herkomme, im Südosten von Nigeria, war früher Biafra. Zwischen Biafra und Nigeria gab es Krieg. Seither wird für einen unabhängigen Staat Biafra gekämpft. 

Vergangenes Monat habe ich geheiratet. Meine Frau ist Polin. Sie besucht mich manchmal in Wien. Eines Tages möchte ich in Polen leben. Mit meiner Frau. Bis dahin bleibe ich in Wien, um die Menschen hier näher zu Gott zu bringen. 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2007/12/mit_gott_ins_gluck.php"&gt;Original Entry&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; | &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.ernstschmiederer.com/2007/12/mit_gott_ins_gluck.php#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;&lt;img alt="Jetzt online spenden!" src="http://feeds.blinklicht.at/msf-petit1.gif" width="468" height="60" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Eine Website von Ärzte ohne Grenzen &lt;a href="http://www.schnellehilfewirkt.at/?ref=X1012" target="_blank" title="Jetzt online spenden!"&gt;http://www.schnellehilfewirkt.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;powerd by &lt;a href="http://www.blinklicht.at"&gt;Blinklicht&lt;/a&gt; via &lt;a href="http://twitter.com/phreak20/with_friends" target="_blank"&gt;Phreak 2.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
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         <pubDate>Thu, 20 Dec 2007 20:00:22 +0100</pubDate>
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