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		<title>Exc16 Aktuell</title>
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		<description>Aktuelles aus dem Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration"</description>
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			<title>Exc16 Aktuell</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 13 Jan 2016 17:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Vom sehr Kleinen bis zum ganz Großen</title>
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			<description>Franco Moretti (Stanford) hält siebte Wolfgang-Iser-Lecture am Montag, 13. Juli 2014....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Der international renommierte Literaturprofessor Prof. Dr. Franco Moretti hält am Montag, 13. Juli 2014, die diesjährige Wolfgang-Iser-Lecture mit dem Titel „Micromégas: the very small, the very large, and the space of digital humanities“. Die Veranstaltung in englischer Sprache wird um 19 Uhr im Senatssaal der Universität Konstanz (Raum V 1001) stattfinden.</p>
Mit dem Ausdruck Micromégas, der die griechischen Wörter für „klein“ und „groß“ verbindet, will Moretti die vergleichsweise junge Forschungsrichtung der Digital Humanities („digitale Geisteswissenschaften“) charakterisieren. 
<blockquote>„Ein Verfahren, in dem sehr kleine Einheiten sich zu einem einzigen sehr großen System zusammenfügen, ist inzwischen typisch für die Digital Humanities, fast ein Markenzeichen ihrer Herangehensweise an Literatur“, erklärt der Literaturprofessor, der an der amerikanischen Standford University forscht und lehrt.</blockquote>
Die Besonderheit der interdisziplinär ausgerichteten Digital Humanities ist, dass sie computergestützte Verfahren und digitale Ressourcen auf geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsgebiete anwenden. Durch diesen Zugang versprechen sich die Forschenden neue Erkenntnisse. Anders als bei traditionellen Textinterpretationen erhalten laut Moretti besonders kleine Einheiten und extrem große Quantitäten in den Digital Humanities besondere Aufmerksamkeit. In seinem Vortrag widmet er sich einigen übergreifenden Fragen, die sich aufgrund dessen im Bereich der Literaturwissenschaft stellen: Was heißt es, Literatur unter diesen neuen Koordinaten zu erforschen? Wie wandelt sich Literatur, wenn sie heruntergebrochen wird auf Tabellen und Diagramme?
Einmal im Jahr wird an der Universität Konstanz in Erinnerung an den renommierten Konstanzer Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Iser ein Vortrag gehalten – die nach ihm benannte Wolfgang-Iser-Lecture. Neben damaligen Mitgliedern der von Iser mitgeprägten Forschergruppe Poetik und Hermeneutik kommen Wissenschaftler zu Wort, die heute eine ähnlich richtungsweisende Stellung in der geisteswissenschaftlichen Forschung innehaben. Moretti hat den Begriff des „distant reading“ geprägt. Dabei werden große Textmengen mit quantitativen und statistischen Methoden erfasst, im Gegensatz zum herkömmlichen „close reading“, mittels dessen geringere Textmengen detailliert und qualitativ betrachtet werden.
Die Wolfgang-Iser-Lecture wird vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz organisiert und gefördert. Sie steht allen Interessierten offen.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 Jul 2015 11:40:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Bella Germania – eine deutsch-italienische Liebeserklärung</title>
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			<description>Das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz lädt am 7. Juli 2015 zur Werkstattlesung mit Autor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz lädt ein zur Werkstattlesung mit Autor Daniel Speck.</p>
Einen einzigartigen Einblick in das Entstehen eines historischen Romans gibt am 7. Juli 2015 um 20 Uhr Daniel Speck. Der Autor liest aus seinem noch unveröffentlichten Manuskript, das er als Artist-in-Residence am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz schreibt, und diskutiert anschließend mit Prof. Dr. Juliane Vogel über Themen, die er darin behandelt: Italienische Gastarbeiter in Deutschland, ihre Integration und ihre Darstellung in der Literatur.<br />Die öffentliche Veranstaltung findet in der Konstanzer Zimmerbühne in der Niederburg (St. Johanngasse 2) statt.
<blockquote>„Gleis 11 im Münchner Hauptbahnhof war das Ellis Island von Deutschland. Jeden Tag kam ein Sonderzug aus Süditalien an. Aber wo die Amerikaner eine Statue errichteten, die ihre Einwanderer stolz begrüßte, schickten die Deutschen uns in den Bunker.“</blockquote>
Der Sizilianer Giovanni ist 21 Jahre alt, als er in einem Sonderzug zusammen mit Hunderten von arbeitssuchenden Italienern in Deutschland ankommt. In dem neuen Roman „Bella Germania“ erzählt Daniel Speck, bekannt als Drehbuchautor des Kinofilms „Maria, ihm schmeckt’s nicht“, eine Familiengeschichte, die Deutschland und Italien zueinander in Beziehung setzt, mal konfliktreich, mal verbindend.
„Der Part, den ich in der Konstanzer Lesung vortragen werde“, kündigt Speck an, „spielt in den 1950er Jahren, als das Wirtschaftswunder-Deutschland eine aktive Anwerbepolitik betrieb und mit Werbefilmen in der ‚Wochenschau‘ um Arbeitskräfte aus Süditalien warb. Der Sizilianer Giovanni, Zwillingsbruder der Protagonistin Giulietta, ist einer der ersten Pioniere, die ihr Glück im Norden suchen.“
Dieser Schritt führt trotz Opfern und Konflikten letztlich zu einer für ihn erfolgreichen Integrationsgeschichte, deren Hintergrund ein Deutschland ist, das seinerseits den Umgang mit Einwanderung seit den 1950er Jahren verstärkt und immer wieder neu zu überdenken und politisch wie gesellschaftlich zu verhandeln hatte.
In Specks Werken spielen oft Beziehungen interkultureller Art eine wichtige Rolle, was nicht nur persönliche Gründe hat: „Starke Geschichten brauchen starke Konflikte. Wenn Menschen aus Milieus mit unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Moralvorstellungen sich begegnen, entsteht emotionale Reibung.“ Seit Mai letzten Jahres ermöglicht ihm das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz, als Artist-in-Residence an seinem Romanprojekt konzentriert zu arbeiten, das er diesen Herbst zu vollenden plant. Das Kulturwissenschaftliche Kolleg ist eine Forschungseinrichtung des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz und besteht seit 2006 in Konstanz mit Sitz in der Bischofsvilla am Seerhein.
Der Eintritt zu der öffentlichen Veranstaltung ist frei.
Ein Interview mit Daniel Speck sowie Informationen zur Veranstaltung sind zu finden unter: <link 5191 - internal-link "zum Interview">https://www.exzellenzcluster.uni-konstanz.de/speck-bella-germania-interview.html</link> 
Der Autor steht im Vorfeld für Fragen der Presse zur Verfügung. Anfragen bitte an:<br />Claudia Marion Voigtmann, Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz: Tel.: 075 31/ 88 47 41, E-Mail:&nbsp; claudia.voigtmann@uni-konstanz.de]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 13:36:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Die Organisation hinter der Tötungsmaschinerie</title>
			<link>http://rz145.wwwdns.rz.uni-konstanz.de/54.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2015&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=06&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2651</link>
			<description>Auftakt des Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Wie war der Holocaust möglich? Eine Erklärung aus soziologischer Sicht gibt Prof. Dr. Stefan Kühl von der Universität Bielefeld. Sein Vortrag über „Ganz normale Organisationen“ am Mittwoch, 17. Juni 2015, um 18 Uhr bildet den Auftakt zum „Konstanzer Kulturwissenschaftlichen Kolloquium“ in diesem Sommersemester. </p>
Die Veranstaltungsreihe stellt Austausch und Diskussion über spannende kulturwissenschaftliche Fragen in den Vordergrund. Im Juni und kommenden Juli werden zwei Vorträge der Reihe stattfinden – jeweils in Raum Y 311 der Universität Konstanz –, die allen Interessierten offen stehen.
Weswegen waren während der Zeit des Nationalsozialismus so viele Deutsche bereit, sich an der Vernichtung der europäischen Juden aktiv zu beteiligen? 
<blockquote>„Das Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten wurde über ganz normale Organisationen abgewickelt,“ meint Kühl, dessen Forschungsschwerpunkt auf der Organisationssoziologie liegt. „Mithilfe soziologischer Theorieansätze bin ich der Frage nachgegangen, wie Personen durch die Einbindung in Organisationen dazu gebracht wurden, Dinge zu tun, die sie sich außerhalb von Organisationen nicht hätten vorstellen können.“</blockquote>
Laut Kühl, der 2014 das Buch „Ganz normale Organisationen“ veröffentlichte, hat gerade die Einbindung in Einrichtungen des NS-Staates Menschen dazu bewegt, sich an Deportationen und Massenerschießungen zu beteiligen: 
<blockquote>„Die individuellen Motive dafür waren sicher unterschiedlich, ob jemand etwa Befehlen oder dem Gruppendruck nachgab, sich finanzielle Bereicherung versprach oder sich an die Brutalität gewöhnte. Das war für die Organisationen des NS-Staates jedoch letztlich zweitrangig.“</blockquote>
Das zweite Kulturwissenschaftliche Kolloquium in diesem Sommersemester führt thematisch in den Mittelmeerraum der frühen Neuzeit. Der Pariser Historiker Prof. Dr. Wolfgang Kaiser wird am 8. Juli 2015 zum Thema „Wenn drei sich streiten. Rechtsvielfalt und Konfliktregelung im frühneuzeitlichen Mittelmeerhandel“ sprechen. Bis heute ist das Mittelmeer ein Projektionsraum in der europäischen Vorstellungswelt, wo er meist entweder als geopolitische Bühne eines säkularen Konflikts zwischen Christen und Muslimen oder aber – im positiven Sinne – als kosmopolitischer Raum des Zusammenlebens erscheint. 
Diese „großen Erzählungen und Sinnstiftungen“ will der Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Paris 1 (Panthéon-Sorbonne), Frankreich, unterlaufen, indem er den Blick auf die konkreten Bedingungen, die vielfältigen Institutionen und rechtlichen Traditionen der Handelsplätze richtet. Wie wurden Handelsstreitigkeiten zwischen christlichen, jüdischen und muslimischen Kaufleuten ausgetragen und gelöst? Welche rechtlichen Ressourcen haben die Beteiligten mobilisiert? Dies will der Vortrag, den der Historiker um 18 Uhr in Raum Y 311 der Universität hält, beantworten.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Jun 2015 14:23:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Askese – ein umstrittenes Thema seit der Antike</title>
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			<description>Eröffnung der Tagung „Kinless Worlds?“  mit einem Vortrag über Martin Luther. Pressemitteilung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Mit einem Vortrag über „Martin Luther: Vom Mönch zum Familienvater“ eröffnet am Donnerstag, 4. Juni 2015, Prof. Dr. Volker Leppin, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Tübingen, eine internationale Tagung über Familienlosigkeit und asketische Milieus von der Spätantike bis zum Spätmittelalter. Die Auftaktveranstaltung, die sich an die interessierte Öffentlichkeit richtet, beginnt um 20.00 Uhr im Wolkensteinsaal des Kulturzentrums am Münster. Gefördert wird die Tagung vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz.</p>
<blockquote>„Über die familienfeindlichen und in diesem Sinn desintegrativen Tendenzen des Christentums ist in den letzten Jahrzehnten viel spekuliert, aber insgesamt erstaunlich wenig systematisch geforscht worden“, </blockquote>
stellt Prof. Dr. Gabriela Signori, Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Konstanz fest. Zu diesem Thema organisiert sie zusammen mit Dr. Steffen Diefenbach, Juniordozent für politische Kulturen der Antike, die Tagung vom 4. bis 6. Juni im Konstanzer Kulturzentrum am Münster. 
„Meist folgt die Forschung darin Max Weber, der einen strukturellen Gegensatz von christlicher Gemeinde und Sippengemeinschaft behauptet“, erklärt Signori und räumt ein, dass es zwar nicht zu bestreiten sei, dass die im Sinne einer asketischen Ethik normativen Texte eine Trennung von der Familie einforderten. „Doch es fällt auf“, so die Historikerin, „dass selbst sie es gewöhnlich vermieden, ihre Forderungen mit den biblischen Schlüsseltexten zu unterfüttern, auf die sich Weber bezieht.“
Im Zentrum der Tagung steht die Frage, in welchen Formen biblische Forderungen und kulturelle Leitbilder von Familienfeindlichkeit aus der Perspektive unterschiedlicher historischer Gesellschaften aufgenommen, angepasst und weiterentwickelt wurden. Vor allem die Wechselbeziehungen zwischen Diskursen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sollen schärfer gefasst werden: 
<ul><li>Wie beeinflussten diese Rahmenbedingungen den Umgang mit dem biblischen Erbe? </li><li>Und in welcher Weise wirkten die Diskurse auf die Positionierung von Asketen und asketischen Gemeinschaften in einer Gesellschaft zurück?</li></ul>
Der Eröffnungsvortrag nimmt Martin Luther als historische Persönlichkeit am Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit in den Blick, die sich in ihrem Leben zunächst zu asketischem Mönchtum berufen glaubte, die Familienlosigkeit des Klerus aber später öffentlich verwarf. Die historischen wie biografischen Hintergründe dieses Wandels, der den öffentlichen Diskurs europaweit befeuern sollte, erörtert Prof. Dr. Volker Leppin, dessen Forschungsschwerpunkt im Spätmittelalter und der Reformationszeit liegt.]]></content:encoded>
			<category>Startseite</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Thu, 28 May 2015 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Karikatur – Gegenkunst und Provokation</title>
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			<description>Auftakt der Reihe „Foyer Forschung“ des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Konstanz. Pressemitteilung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Spannende Einblicke in die „Kunstform“ Karikatur und ihre Aktualität gibt Prof. Dr. Thomas Steinfeld, Titularprofessor für Kulturwissenschaften an der Universität Luzern, in seinem öffentlichen Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Foyer Forschung“. <br />Im anschließenden Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Stiegler, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Konstanz, entwickelt er den Aufstieg dieser „halb erloschenen Kunstform“, die heute noch provoziert, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Die öffentliche Veranstaltung findet am Dienstag, 2. Juni 2015, um 20 Uhr im Wolkensteinsaal des Kulturzentrums am Münster statt. Der Eintritt ist frei.</p>
Thomas Steinfeld, der viele Jahre lang das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung leitete, geht in seinem Vortrag der Karriere einer so streitbaren wie umstrittenen Kunstform nach: der Karikatur. Ihr Aufschwung war eng mit der Erfindung des Buchdrucks verbunden, der ihre massenwirksame Verbreitung auf Flugblättern und in Zeitungen erst ermöglichte. Gesellschaftlich hing ihre Breitenwirkung mit der erstarkenden bürgerlichen Öffentlichkeit zusammen, ab dem 18. Jahrhundert in England, Frankreich und später im Deutschland des Vormärz.
<blockquote>„Die Karikatur war eine Gegenkunst“, erklärt Steinfeld. „Sie entstand aus einer Revolte gegen eine idealisierende, mit der Wirklichkeit nur selektiv umgehende Malerei. Sie blühte auf im Widerstand gegen die Zensur, sie erkannte in den Figuren der Macht die Verstellung, die repräsentative Pose und die Heuchelei.“</blockquote>
An Karikaturen scheiden sich nach wie vor die Geister, obwohl sie ihren wesenhaften Charakter als Gegenkunst verloren haben. Weshalb gilt sie trotzdem weiterhin als Maßstab der Meinungsfreiheit, wie etwa in Reaktion auf das Attentat auf Charlie Hebdo weltweit beschworen? Wie kann ein künstlerisches Genre, das schon Karl Kraus für beendet hielt, für das Selbstverständnis demokratischer Gesellschaften so wichtig sein? Und was hat die Karikatur damit zu tun, dass diese Gesellschaften zunehmend in Bildern auf sich selbst reflektieren? 
Diesen Fragen widmen sich Thomas Steinfeld und Bernd Stiegler in der Auftaktveranstaltung zur Reihe „Foyer Forschung“. In dieser neuen öffentlichen Veranstaltungsreihe lädt das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz, das vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz getragen wird, einmal pro Semester ein, mehr über seine Forschungsthemen zu erfahren und mitzudiskutieren. Im Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz forschen jährlich rund zwanzig nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Projekten zum Dachthema „Kulturelle Grundlagen von Integration“.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 26 May 2015 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Nenne mich nicht Zigeuner!</title>
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			<description>Öffentliche Generalprobe zum Konzert des Universitätschors mit Hintergrundgespräch. Pressemitteilung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Am Sonntag, 17. Mai 2015, lädt der Universitätschor Konstanz unter der Leitung von Musikdirektor Peter Bauer zu einer besonderen Veranstaltung mit dem Leitmotiv „Zigeuner“ ein: Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr im Audimax der Universität Konstanz mit einer öffentlichen Generalprobe zu einem Konzert des Universitätschors.</p>
Dieses findet mit verschiedenen Solisten am darauffolgenden Montag statt, 18. Mai 2015, um 20.15 Uhr, ebenfalls im Audimax. Um 16 Uhr, direkt anschließend an die Generalprobe, führt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Norina Procopan in Hörsaal A 703 ein Gespräch mit Nedjo Osman, Roma-Lyriker, Schauspieler und Regisseur. Das Thema liefert die Frage: Wie sieht die Realität der in Deutschland eingewanderten Roma aus? Die Veranstaltung wird gefördert von dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“.
„Du weißt, wie ich heiße?“ lautet der Titel seines Gedichtes, das Nedjo Osman zu Beginn der Generalprobe – wie auch des Konzerts am Montag – vortragen wird, auf das die Zigeunerlieder (op. 103) von Johannes Brahms und Leoš Janà?eks Liederzyklus „Tagebuch eines Verschollenen“ folgen. Zur Stimme der Musik gesellen sich die aktuellen Worte des Roma-Lyrikers, der schon in besagtem Gedicht fordert: „Nenne mich nicht Zigeuner!“&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
Im anschließenden Hintergrundgespräch unter der Leitung von Norina Procopan, die am Konstanzer Alexander-von-Humboldt Gymnasium unterrichtet, erläutert er, weshalb er sich gegen die Bezeichnung „Zigeuner“ wehrt. Wie gehen Roma damit um, dass der Ausdruck „Zigeuner“ entweder auf ablehnendes Vorurteil oder romantische Verklärung stößt? Wie verarbeiten sie ihre Geschichte, die von Migration und Verfolgung geprägt ist? Was hält er von politischen und gesellschaftlichen Forderungen, dass sich die Roma hier integrieren sollen?
In Skopje (Mazedonien) geboren arbeitete Osman nach dem Studium an der Film- und Theaterakademie in Novi Sad (heute Serbien) in seiner Heimat sehr erfolgreich als Schauspieler, bis der Jugoslawien-Krieg ausbrach. Dann kam er als Ensemblemitglied des Pralipe-Theaters nach Deutschland, an das Theater in Mülheim an der Ruhr. Seit 1995 ist er zusammen mit der Regisseurin Nada Kokotovi? künstlerischer Leiter des Theaters TKO in Köln. Seit 2000 leitete und moderierte er Sendungen in Romanes beim Radio Multikulti in Berlin, seit 2002 auch bei der Deutschen Welle in Bonn.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 11 May 2015 12:22:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Institutionen hinterfragt</title>
			<link>http://rz145.wwwdns.rz.uni-konstanz.de/54.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2015&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=19&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2518</link>
			<description>Buchpräsentation und Publikumsgespräch „Vorgestellte Institutionen“ als Kooperation des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Am 25. Januar 2015 präsentiert das Künstlerduo Bernhard Herbordt und Melanie Mohren das Projekt „Die Institution“ und das daraus hervorgegangene Buch im Foyer des Stadttheaters Konstanz. Zu der öffentlichen Veranstaltung über Voraussetzungen, Ziele und notwendige Veränderungen von Institutionen lädt der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz ein, der das Buchprojekt mit gefördert hat. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.</p>
Welche Aufgaben erfüllen Institutionen? Was ist an ihnen zu kritisieren? Wie könnten sie anders entworfen werden? Diese Fragen lagen dem theatralischen Installations-Projekt „Die Institution“ zugrunde, das Bernhard Herbordt und Melanie Mohren als künstlerische Leiter im Sommer 2013 elf Tage lang in Stuttgart durchführten. Begleitet wurde diese Performance von Gesprächen zwischen Künstlern, Kuratoren und Wissenschaftlern, die zusammen mit Szenenbeschreibungen und Archivmaterial Eingang gefunden haben in das Buch „Vorgestellte Institutionen“.
Das Projekt „Die Institution“ verstand sich als öffentliches Labor, Theaterbühne und Zuhause zugleich. In individuellen Theatervorstellungen konnten die Besucher an der wachsenden Installation mitwirken, sich in lokalen wie globalen Nachbarschaften wiederfinden oder sich auf Spurensuche nach der fiktiven Institution im Archiv begeben. So sollte das alternative Modell einer Einrichtung entstehen, die Ausgeschlossenes integriert und von vornherein als vorübergehend entworfen wird, um nicht Gefahr zu laufen, selbst wieder autoritär zu werden. Projekt und Buch, das im Januar 2015 im Alexander Verlag Berlin erscheint, reflektieren die Produktionsbedingungen von Kunst, ihre Möglichkeiten und Grenzen.
Der Soziologe Dr. Robert Seyfert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“, wird mit einem Kommentar auf die Präsentation antworten, bevor sich die Diskussion dem Publikum öffnet. Durch den Abend führt Martina Grohmann, Intendantin am Stuttgarter Theater Rampe.
Die Publikation „Vorgestellte Institutionen“ ging aus der Arbeitsgruppe „Kunst als Forschung?“ der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deut-schen Akademie der Naturforscher Leopoldina hervor und wurde vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz unterstützt.
Die Veranstaltung findet am 25. Januar 2015 um 18.00 Uhr im Foyer des Stadttheaters Konstanz, Konzilstr. 11 in Konstanz statt. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden kommen der Save-me-Kampagne zur Unterstützung von Flüchtlingen in Konstanz zugute. Weitere Informationen zu Buch und Projekt sind zu finden auf <link http://www.die-institution.org/>www.die-institution.org</link>.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			<category>KuKo</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Jan 2015 15:20:00 +0100</pubDate>
			
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