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			<title>Grenzerfahrungen</title>
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			<description>Werkstattgespräch mit den Filmemachern Ulrike Ottinger, Ursula Biemann und Shaheen Dill-Riaz....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Unter dem Titel „Reisen in Grenzregionen. Dokumentarische Blicke, mobile Betrachter“ sind am Mittwoch, 30. Mai 2012, Ulrike Ottinger, Ursula Biemann und Shaheen Dill-Riaz im Konstanzer Kulturzentrum am Münster zu Gast.</p>
<p class="bodytext"> Im Fokus des Werkstattgesprächs steht der Zusammenhang zwischen Kunst und Dokumentation einerseits, sowie deren Wirkung und Ziel andererseits: Wie dokumentarisch ist die Kunst und welches Publikum erreicht ein Film bzw. eine Video-Installation? Vermögen bewegte Bilder Weltsichten zu verändern und was wollen engagierte Künstler in der gegenwärtigen geopolitischen Konstellation sichtbar machen oder bewirken? Diesen und anderen Fragen stellen sich die eingeladenen Filmexperten. Dazu werden Ausschnitte aus mehreren Arbeiten von Ulrike Ottinger und Ursula Biemann gezeigt und gemeinsam analysiert.
</p>
<p class="bodytext"> Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und dessen Master-Studiengang „Kulturelle Grundlagen Europas“ an der Universität Konstanz sowie dem Kunstverein, dem Kulturbüro und dem Scala Kinocenter Konstanz. Das Gespräch wird von Deniz Göktürk, University of California, Berkeley, USA, und Sven Sappelt, Universität Konstanz, organisiert.
</p>
<p class="bodytext">Ulrike Ottinger ist seit den frühen 1970er-Jahren Regisseurin. Sie konzentriert sich dabei auf Reisefilme, in denen sich der dokumentarische Blick mit phantastisch- theatralischen Elementen verbindet. Sie hat in der Mongolei, China, Korea und Japan gedreht und ihre Werke werden sowohl im Kino als auch in Kunstausstellungen wie der Documenta gezeigt. Die geborene Konstanzerin filmte gelegentlich auch am Bodensee, zum Beispiel für das Piratendrama „Madame X“ von 1977, in dem der Innenhof der Universität Konstanz zu sehen ist. In den Jahren 1969 bis 1972 betrieb sie einen Filmclub in Konstanz. Ein Gespräch mit Ottinger über bewegte Bilder in Grenzregionen ist daher nicht zuletzt auch ein Ereignis von stadtgeschichtlicher Bedeutung.
</p>
<p class="bodytext">Ursula Biemann verfolgt mit ihren Film-Essays und Video-Installationen seit den späten 1990er-Jahren das Projekt einer Gegen-Geographie. Der globalen Zirkulation von Ressourcen stellt sie die Reflexion über situierte Körper entgegen. In den Arbeiten „Europlex“ (2003) und „Sahara Chronicle“ (2006 bis 2007), die noch bis zum 1. Juli 2012 beim Kunstverein Konstanz zu sehen sind, zeigt sie, wie sich die Außengrenzen der Europäischen Union immer weiter nach Süden in den afrikanischen Kontinent hinein verschieben und eigene ökonomische Strukturen wie Transport- und Versorgungsnetzwerke entstehen lassen.
</p>
<p class="bodytext">Beide Künstlerinnen verbinden dokumentarische Strategien mit ästhetischer Verarbeitung und zeigen ironische Diskrepanzen zwischen gängiger Medienberichterstattung und der alltäglichen Praxis vor Ort. Ursula Biemann, die in Zürich lebt und arbeitet, betrachtet Ulrike Ottinger dabei als eine Wegbereiterin, die das Video in den Kunstraum eingeführt hat. Daraus ergeben sich Korrespondenzen auf inhaltlicher und formaler Ebene zwischen Ottingers Film „Südostpassage“ und Biemanns „Black Sea Files“, einer Videoarbeit über das Leben entlang der Ölpipeline vom Kaspischen Meer bis zum Mittelmeer.
</p>
<p class="bodytext">Shaheen Dill-Riaz wurde 1969 in Dhaka, Bangladesch, geboren. Er war Mitorganisator des International Short Film Festivals Dhaka und arbeitete als Filmjournalist in Bangladesch. 1992 kam er über ein Kultur-Stipendium des Goethe-Instituts Berlin nach Deutschland. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Berlin begann er 1995 ein Kamerastudium in Potsdam- Babelsberg. 2007 realisierte Shaheen Dill-Riaz nach „Sand und Wasser“ und „Die glücklichsten Menschen der Welt“ seinen dritten langen Dokumentarfilm „Eisenfresser“, der die Menschen auf einer bengalischen Schiffsabwrackwerft porträtiert. Der Film wurde bereits auf vielen internationalen Festivals ausgezeichnet. „Korankinder“ aus dem Jahr 2009 ist Dill-Riaz ́ vierter Dokumentarfilm.
</p>
<p class="bodytext">Deniz Göktürk, Professorin für Germanistik, Film und Medien an der University of California, Berkeley, ist derzeit Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg des Exzellenzclusters an der Universität Konstanz. Sie wird das Werkstattgespräch moderieren und in den Kontext von Fragen nach der Bedeutung von Dokumenten und Archiven für Autoren und Betrachter in unserer polyglott-mobilen Welt stellen.
</p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen zu Ulrike Ottinger gibt es unter <a href="http://www.ulrikeottinger.com" target="_blank" >www.ulrikeottinger.com</a>, zu Ursula Biemann unter <a href="http://www.geobodies.org" target="_blank" >www.geobodies.org</a>.
</p>
<h4>Hinweis an die Redaktionen</h4>
<p class="bodytext">Das Werkstattgespräch findet statt am Mittwoch, 30. Mai 2012, von 14 bis 20 Uhr im Wolkensteinsaal im Kulturzentrum am Münster in Konstanz. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
</p>
<h4>Begleitprogramm</h4>
<p class="bodytext">28. Mai 2012, 18 Uhr: „Unter Schnee“, Filmvorführung und Gespräch mit Ulrike Ottinger, Scala Kinocenter
</p>
<p class="bodytext">29. Mai 2012, 20 Uhr: „Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See“, Kinostart, Filmvorführung und Gespräch mit Ulrike Ottinger und Brigitte Kramer, Scala Kinocenter
</p>
<p class="bodytext">4. Mai bis 1. Juli 2012: „Sahara Chronicle“, Ausstellung von Ursula Biemann im Kunstverein Konstanz </p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 22 May 2012 12:34:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Körper in Bewegung – Sport durch die Jahrhunderte</title>
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			<description>Schülerinnen und Schüler forschen beim Universitätstag der Geisteswissenschaften in Konstanz....</description>
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 14:23:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Vom EU-Migrationsrecht bis zum Mythos vom Nichtwissen</title>
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			<description>Auftakt des „Konstanzer Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums“ im Sommersemester 2012....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auftakt des „Konstanzer Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums“ im Sommersemester 2012</h4>
<p class="teaser">Mehrmals pro Semester veranstaltet der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz das „Konstanzer Kulturwissenschaftliche Kolloquium“, so auch im Sommersemester 2012. Die Vortragsveranstaltung gilt als Forum gemeinsamer Diskussion und Verständigung, die nicht nur universitätsweit, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet ist. </p>
<p class="bodytext">Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 9. Mai 2012, um 18 Uhr wird Prof. em. Dr. Kurt Lüscher einen Vortrag zum Thema „Die aktuelle Tragweite des Ambivalenten“ halten. Der ursprünglich in der Psychiatrie entwickelte Begriff der Ambivalenz hat mittlerweile in die Alltagssprache und in zahlreiche wissenschaftliche Diskurse Eingang gefunden, insbesondere auch in die Kulturwissenschaften, allerdings oft ohne genaue inhaltliche Bestimmung. Lassen sich mittlerweile ein gemeinsamer Bedeutungskern und tragende Dimensionen ausmachen? Wie kann die Idee theoretisch fundiert werden? – Kurt Lüschers Antworten auf diese Fragen münden in den Vorschlag, das „Ambivalente“ als ein methodologisches Konstrukt zu verstehen, das insbesondere auch für disziplinenübergreifende Analysen nützlich sein kann. Kurt Lüscher lehrte von 1971 bis 2000 Soziologie an der Universität Konstanz. Ab 1989 war er Leiter des Forschungsschwerpunkts „Gesellschaft und Familie“.
</p>
<p class="bodytext">Am 23. Mai wird Prof. Dr. Daniel Thym einen Vortrag zum „EU-Migrationsrecht zwischen universeller Freizügigkeit und ‚Festung Europa’“ halten. Daniel Thym lehrt seit 2010 Öffentliches Recht, Europaund Völkerrecht an der Universität Konstanz. Er ist zudem Kodirektor des Forschungszentrums Ausländer- und Asylrecht an der Universität Konstanz. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Entwicklung des deutschen, europäischen und internationalen Migrationsrechts, der Rechtsstellung Europas in der Welt sowie dem ebenenübergreifenden Grundrechtsschutz.
</p>
<p class="bodytext">Am 13. Juni geht Prof. Dr. Nico Stehr „Dem Mythos vom Nichtwissen“ auf den Grund. Die Polarisierung von Wissen und Nichtwissen oder Unwissen ist seiner Ansicht nach in der Moderne zu einer Art Leitdifferenz geworden. Dennoch, so möchte er in einer soziologischen Kritik dieser Positionen zeigen, sei es theoretisch und praktisch-empirisch unproduktiv, auf einem Entweder/Oder zu beharren und auf Nichtwissen als Gegensatz von Wissen zu verweisen. Dieser Kontrast führe uns nur in den Abgrund des arbiträren, falschen und ebenso langweiligen Gegensatzes von rational und irrational oder den gegenstandslosen Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Die eigentlich brisante soziologische Fragestellung sei, wie man in der Gesellschaft – unter verschiedenen Rahmenbedingungen – mit der Asymmetrie von Wissen umgehe. Nico Stehr ist Inhaber des Karl-Mannheim-Lehrstuhls für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University Friedrichshafen.
</p>
<p class="bodytext">Schließlich referieren am 27. Juni Dr. Miriam Ronzoni und Dr. Christian Schemmel über „Grundlagen sozialer und globaler Gerechtigkeit“. Begriff und Inhalt sozialer Gerechtigkeit, und insbesondere ihre Verbindung zum politischen Wert der Gleichheit, gehören zu den umstrittensten Themen der politischen Theorie. Gleichzeitig stellt sich in Zeiten globaler Vernetzung und prekärer nationalstaatlicher Handlungsfähigkeit sowohl die Frage nach ihrer andauernden Relevanz als auch nach ihrer adäquaten trans- und supranationalen Einbettung mit zunehmender Dringlichkeit. Der Vortrag geht diesen beiden Themen nach, mit besonderem Augenmerk auf ihre Verbindung, also wie soziale und globale Gerechtigkeit zusammenhängen. Miriam Ronzoni und Christian Schemmel sind Research Fellows in der Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata“ an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
</p>
<h4>Hinweis an die Redaktionen</h4>
<p class="bodytext">Das „Konstanzer Kulturwissenschaftliche Kolloquium“ findet am Mittwoch, 9. und 23. Mai sowie am 13. und 27. Juni 2012 jeweils um 18 Uhr in Raum Y 311 der Universität Konstanz statt. Weitere Informationen s.u. sowie zum Auftaktvortrag am 9. Mai unter <a href="http://www.kurtluescher.de" target="_blank" >www.kurtluescher.de</a>.
</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:20:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Die Vereinten Nationen an der Universität Konstanz</title>
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			<description>Das Planspiel Campus Model United Nations (CampusMUN) im Oktober 2012 wird die erste...</description>
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			<category>Startseite</category>
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:03:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ausstellung Sahara Chronicle</title>
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			<description>Video-Installation von Ursula Biemann in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Kulturelle...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Video-Installation von Ursula Biemann in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz</p>
<p class="bodytext">Mobilität und die Politik der Eindämmung in der Sahara sind die Themen der Video-Installation „Sahara Chronicle“ von Ursula Biemann. Ihre Arbeiten sind vom 5. Mai 2012 bis 1. Juli 2012 im Kunstverein Konstanz in der Wessenbergstraße 39/41 zu sehen. Die Ausstellung wird präsentiert in Kooperation zwischen Konstanzer Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“, seinem Master-Studiengang „Kulturelle Grundlagen Europas“ und dem Kunstverein Konstanz. Auch im Rahmen der Konstanzer „Langen Nacht der Wissenschaft“ am Samstag, 5. Mai 2012, wird die Video-Installation von 17 bis 22.30 Uhr für Besucher geöffnet sein.
</p>
<p class="bodytext">Ursula Biemann setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten seit vielen Jahren mit Fragen der Globalisierung, Migration und Geopolitik auseinander. In der Video-Installation „Sahara Chronicle“ aus dem Jahr 2007 beleuchtet sie die Auswanderung aus Afrika nach Europa. Es werden Transportrouten nachgezeichnet, Stationen porträtiert und Akteure interviewt. So entstehen faszinierende Einblicke in die komplexe Organisation von illegaler Migration in den Ländern südlich der Sahara. Ursula Biemann hat hierfür drei Jahre lang in Ländern wie Marokko, Niger und Mauretanien recherchiert. In der Ausstellung erfährt der Betrachter berührende Details über politische Hintergründe und geografische Herausforderungen – vor allem aber über die Ängste, Sehnsüchte und Imaginationen der Beteiligten. Zu sehen sind zwölf Video-Sequenzen, Fotografien und erläuternde Textausschnitte, die in ihrer räumlichen Anordnung einen multiperspektivischen Blick auf die Geschehnisse nahelegen. Trotz des geradezu wissenschaftlichen Vorgehens sind die Video-Arbeiten leicht zu verstehen und bewusst für ein breites Publikum ohne Vorkenntnisse geschaffen.
</p>
<p class="bodytext">Ursula Biemann studierte Bildende Kunst und Kulturtheorie an der School of Visual Arts und dem Whitney Independent Study Program in New York. Sie arbeitet als Filmemacherin und Kuratorin und beschäftigt sich dabei mit Fragen der Globalisierung, Migration und Geopolitik. Ihre Video-Essays wurden auf zahlreichen internationalen Kunstausstellungen präsentiert – unter anderem der Fundació Antoni Tàpies, Barcelona; den Kunstwerken, Berlin; dem Steirischen Herbst, Graz; den Biennalen in Istanbul, Shanghai und Sevilla. Ursula Biemann lebt und arbeitet in Zürich.<br />Weitere Informationen zur Künstlerin unter <a href="http://www.geobodies.org/" title="zur Webseite von Ursula Biemann" target="_blank" >www.geobodies.org</a>
</p>
<h4>Hinweis an die Redaktionen</h4>
<p class="bodytext">Eine Preview zur Ausstellung gibt es bereits am Donnerstag, 3. Mai 2012, um 18 Uhr [<em>geänderte Uhrzeit</em>] in der Wessenbergstraße 39/41. Die Vernissage findet am Freitag, 4. Mai 2012, um 19 Uhr statt. Nach einer Einführung durch Dr. Sven Sappelt vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ stellt er im Gespräch mit Ursula Biemann ihre Werke vor. Die Ausstellung ist bis 1. Juli 2012 im Kunstverein Konstanz zu sehen.
</p>
<h5>Öffnungszeiten</h5>
<p class="bodytext">Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr. 
</p>
<p class="bodytext">Führungen: </p><ul><li>Samstag, 12. Mai 2012, 15 Uhr (im Rahmen des Kulturfestes), </li><li>Sonntag, 20. Mai 2012, 15 Uhr (im Rahmen des Internationalen Museumstags), </li><li>Donnerstag, 7. Juni 2012, 18.30 Uhr, und </li><li>Sonntag, 24. Juni 2012, 11 Uhr.</li></ul><p class="bodytext">Die Video-Installation „Sahara Chronicle“ ist zudem im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaft“ am Samstag, 5. Mai 2012, von 17 bis 23 Uhr für Besucher geöffnet. Weitere Informationen dazu unter: <a href="http://www.konstanzer-wissenschaftsnacht.de" target="_blank" >www.konstanzer-wissenschaftsnacht.de</a>
</p>
<h4>Kontakt</h4>
<p class="bodytext">Sigrid Elmer<br />Universität Konstanz<br />Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“<br />Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer<br />Universitätsstraße 10<br />78464 Konstanz<br />Telefon: 07531 / 88-4741<br />E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,Ukitkf0GnogtBwpk/mqpuvcpb0fg');" >Sigrid.Elmer[at]uni-konstanz.de</a>
</p>
<p class="bodytext">Dr. Sven Sappelt<br />Universität Konstanz<br />Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“<br />Wissenschaftlicher Koordinator des Master-Studiengangs „Kulturelle Grundlagen<br />Europas“<br />Universitätsstraße 10<br />78464 Konstanz<br />Telefon: 07531 / 88-4763<br />E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,Uxgp0UcrrgnvBwpk/mqpuvcpb0fg');" >Sven.Sappelt[at]uni-konstanz.de</a> </p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
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			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 10:18:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Abschlusstagung des Netzwerkes „Industrielle Krisenkommunikation“</title>
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			<description>Konferenz zur Kommunikation industrieller Katastrophen. Pressemitteilung der Universität Konstanz</description>
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 14:15:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>„A Portrait of the Artist as a Young Mother“</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Exc16Press/~3/DsKC5mHc3l0/54.html</link>
			<description>Foto-Ausstellung von Katharina Bosse im Konstanzer Kulturzentrum am Münster. Pressemitteilung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Unter dem Titel „A Portrait of the Artist as a Young Mother“ hat die Künstlerin Katharina Bosse eine Fotoserie geschaffen, in der sie sich nicht nur selbst portraitiert, sondern zugleich das Spannungsverhältnis von Mutterschaft und künstlerischer Tätigkeit thematisiert. <br />Eine Auswahl der großformatigen Werke ist vom 20. April bis 27. Mai 2012 im Gewölbekeller des Konstanzer Kulturzentrums am Münster zu sehen. </p>
<p class="bodytext">Initiative und Konzept der Ausstellung entwickelten Studentinnen der Universität Konstanz im Rahmen eines Seminars der Literaturwissenschaftlerin Dr. Eva Blome zum Thema „Zeugung, Geburt und Elternschaft“. Unterstützung erhielt die studentische Projektgruppe vom Kulturbüro der Stadt Konstanz; gefördert wird die Veranstaltung vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“, vom Fachbereich Literaturwissenschaft und vom Gleichstellungsrat der Universität Konstanz. 
</p>
<p class="bodytext">„Also brachte ich, im Laufe von fünf Jahren, zwei Kinder und eine Bilderserie zur Welt.“ Mit diesen Worten verknüpft die international renommierte Künstlerin im Vorwort ihres Katalogs zur Werkreihe den kreativen Schaffensprozess mit dem der biologischen Reproduktion. In ihrer zwischen 2004 und 2009 entstandenen Fotoserie „A Portrait of the Artist as a Young Mother“ inszeniert sich die Künstlerin – oftmals nackt und immer in der freien Natur – während ihrer Schwangerschaften und mit ihren zwei Kindern in deren ersten Lebensjahren. Mit den ästhetischen Mitteln der Fotografie reflektiert Bosse auf der Grundlage ihrer persönlichen Erfahrungen das Bild der Mutter als kulturelle Projektionsfigur, die zum Bild der Künstlerin in einer spannungsgeladenen Beziehung steht. Auf künstlerisch innovative Weise verbindet die Werkreihe zwei kulturelle Sphären, die nicht zuletzt aufgrund der männlichen Codierung der Figur des Künstlers, in Kunst und Kultur zumeist getrennt voneinander, ja gar im Widerspruch zueinander stehen. Und genau deshalb wirken Bosses Selbstinszenierungen als Mutter und Künstlerin so irritierend und herausfordernd.
</p>
<p class="bodytext">Die Fotografien regen aber nicht nur zur Diskussion von gesellschaftlichen Normierungspraktiken und Rollenerwartungen an, sie hinterfragen zudem deren kulturgeschichtliche Genese. So erinnern die Selbstportraits vor einer stark stilisierten und exakt durchkomponierten Naturkulisse sowohl an die christliche Ikonografie als auch an Motive aus dem Bereich der Akt und Landschaftsmalerei; zitiert werden etwa Mariendarstellungen oder auch die Szene der römischen Wolfsmutter, die Romulus und Remus säugt. Die – durch die christlich-abendländische Kulturgeschichte inspirierte, aber auch an die Modefotografie angelegte – Bildsprache ruft solche Vorstellungen von Mutterschaft jedoch nicht nur auf: Vielmehr werden diese stets an der Frage nach den Ein- und Ausschlüssen des Weiblichen in der Kunst gebrochen. 
</p>
<p class="bodytext">Katharina Bosse wurde 1968 in Turku, Finnland, geboren und wuchs in Kirchzarten, Deutschland, auf. 1994 graduierte sie in Foto-Design an der Fachhochschule Bielefeld. Unter anderem erhielt sie im Jahre 1997 den Agfa International Award for Photojournalism. Ihre Arbeiten befinden sich u.a. in den Sammlungen des MoMa, New York und des Centre Pompidou, Paris. Zusätzlich zu ihren künstlerischen Werken erschien ihre redaktionelle Arbeit in Magazinen wie Spin, Park Avenue, Wired, Der Spiegel und dem New York Times Magazine. Nachdem sie sechs Jahre in New York gearbeitet hat, lebt Katharina Bosse inzwischen in Bielefeld, wo sie an der Fachhochschule Fotografie unterrichtet. 
</p>
<h4>Hinweis an die Redaktionen</h4>
<p class="bodytext">Bereits am Donnerstag den 19. April 2012 um 18 Uhr findet ein öffentliches Werkstattgespräch im Senatsaal (V 1001) der Universität Konstanz statt, in dem Katharina Bosse in ihre Fotoserie einführt. Die Ausstellung wird am Freitag, 20. April 2012, um 19.30 Uhr im Gewölbekeller des Kulturzentrums am Münster in der Wessenbergstraße 39 in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet. Die Fotografien sind dort bis 27. Mai 2012 zu sehen.
</p>
<h4>Kontakt</h4>
<p class="bodytext">Sigrid Elmer<br />Universität Konstanz<br />Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“<br />Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer<br />Universitätsstraße 10<br />78464 Konstanz<br />Telefon: 07531 / 88-4741<br />E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,Ukitkf0GnogtBwpk/mqpuvcpb0fg');" >Sigrid.Elmer[at]uni-konstanz.de</a>
</p>
<p class="bodytext">Dr. Eva Blome<br />Universität Konstanz<br />Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“<br />Fachbereich Literaturwissenschaft<br />Universitätsstraße 10<br />78464 Konstanz<br />Telefon: 07531 / 88-5184<br />E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,Gxc0DnqogBwpk/mqpuvcpb0fg');" >Eva.Blome[at]uni-konstanz.de</a> <br /><a href="blome.html" title="zur kurzvita" >www.exc16.de/cms/blome.html</a>
</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 12:26:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Ein Leben auf Pump</title>
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			<description>Internationale Tagung „Prekäre Ökonomien“ in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Pressemitteilung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="feedflare">
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			<category>Startseite</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 10:54:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Gerda-Henkel-Stiftung schafft neues Förderprogramm für sicherheitspolitische Forschung</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Exc16Press/~3/-B_yCQlXPFo/54.html</link>
			<description>Unkonventionelle Ideen willkommen. Pressemitteilung der Gerda-Henkel-Stiftung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Unkonventionelle Ideen willkommen</h4>
<h5>Pressemitteilung der Gerda-Henkel-Stiftung</h5>
<p class="bodytext">Büßt der Nationalstaat seine Bedeutung ein? „Zerfallende Staaten“ als Schutzzone für Terroristen und eine Zunahme der transnationalen organisierten Kriminalität in Konfliktgebieten scheinen darauf hinzuweisen. Doch führt die Vielschichtigkeit der Sicherheitsprobleme auch dazu, dass der Staat in manchen Bereichen eher an Bedeutung gewinnt. 
</p>
<p class="bodytext">Die Gerda Henkel Stiftung trägt diesen widersprüchlichen Entwicklungen mit dem neuen Sonderprogramm „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ Rechnung. Damit möchte die Stiftung jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermutigen, unkonventionelle, aber zentrale Fragestellungen zu verfolgen. Erfahrene Forscherinnen und Forscher erhalten die Gelegenheit, für eine begrenzte Zeit intensiv an einer Forschungsfrage zu arbeiten. Angesprochen sind Geistes- und Sozialwissenschaftler aller Disziplinen. Die Bewerbungsfrist endet am 16. Juli 2012. Jährlich stellt die Gerda Henkel Stiftung für das Sonderprogramm „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ bis zu 600.000 Euro zur Verfügung.
</p>
<p class="bodytext">„Es gibt in Europa nur wenige private Stiftungen, die die Verbindung von sicherheitsbezogener Grundlagenforschung und Konzepten für die politische Praxis unterstützen“, so Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. „Dabei verdient das Thema mehr Aufmerksamkeit. Nachdem die Stiftung sich zunächst drei Jahre lang an ausgewählten Projekten zur Konfliktforschung in Form einer operativen Förderung beteiligt hat, haben wir das Forschungsfeld daher nun zu einem offenen Förderprogramm weiterentwickelt.“ Professor Wolfgang Seibel von der Universität Konstanz, einer der wissenschaftlichen Koordinatoren des Programms, ergänzt: </p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">„Eine gut funktionierende Verwaltung kann zum Beispiel ebenso sicherheitsrelevant sein wie funktionierendes Militär oder Geheimdienste. Innere und äußere Sicherheit vernetzen sich, aber der Staat bleibt immer ein entscheidender Akteur.“</p></blockquote><p class="bodytext">Die wissenschaftliche Koordination erfolgt durch Wissenschaftler der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz und „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe- Universität Frankfurt/Main sowie des King’s College, London. Der vollständige Ausschreibungstext ist ab sofort im Internet abrufbar:<br /><a href="http://www.gerda-henkel-stiftung.de/sonderprogramme" target="_blank" >http://www.gerda-henkel-stiftung.de/sonderprogramme</a> </p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Stellen/Stipendien</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:02:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>In Friedensmission</title>
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			<description>Avi Primor referiert an der Universität Konstanz über den Nahost-Konflikt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Mit Avi Primor, Publizist und ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, laden der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region (DIG Bodensee-Region) einen der wichtigsten Partner im deutsch-israelischen Dialog zu einer Vortragsveranstaltung nach Konstanz ein.</p>
<p class="bodytext">Avi Primor stellt sich am Mittwoch, 15. Februar 2012, um 19.30 Uhr im Wolkenstein-Saal im Konstanzer Kulturzentrum am Münster der Frage: „Gibt es noch einen Friedensprozess im Nahen Osten?“. In seinem Vortrag wird er über die aktuelle politische Lage im Nahen Osten nach den Umbrüchen in der arabischen Welt, über Hintergründe und mögliche Auswirkungen auf den Friedensprozess referieren. Der Eintritt ist frei.
</p>
<p class="bodytext">Avi Primor, geboren 1935 in Tel Aviv, studierte Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen in Jerusalem, New York und an der Sorbonne in Paris. Nach Studium und Militärdienst trat er in den Diplomatischen Dienst Israels ein und vertrat sein Land in Benin, Frankreich, Belgien und Luxemburg. Von 1993 bis 1999 war er Botschafter Israels in Deutschland. Seit geraumer Zeit ist er der gefragte Experte für Analysen des politischen Geschehens im Nahost-Konflikt. Avi Primor ist Gründer und Direktor des Trilateralen Zentrums für Europäische Studien, eines israelisch-jordanisch-palästinensischen Kooperationsprojekts an der israelischen Privatuniversität Herzliya Interdisciplinary Center (IDC). Seit 2010 ist er Präsident der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik. Über den Nahost-Konflikt hat er bereits mehrere Bücher veröffentlicht.
</p>
<h4>Literaturhinweis</h4><ul><li>Avi Primor, „… mit Ausnahme Deutschlands. Als Botschafter Israels in Bonn“, Ullstein-Verlag, Berlin, 1997</li><li>Avi Primor, „Europa, Israel und der Nahe Osten“, Droste Verlag, Düsseldorf, 1999</li><li>Avi Primor, „Terror als Vorwand. Die Sprache der Gewalt“, Droste Verlag, Düsseldorf, 2003</li><li>Avi Primor, „Mit dem Islam gegen den Terror“, Droste Verlag, Düsseldorf, 2008.</li></ul><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:07:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Was wäre wenn?</title>
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			<description>Eine neue DFG-Forschergruppe untersucht die Bedeutung von kontrafaktischen Aussagen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="feedflare">
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			<category>Startseite</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>KuKo</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 17:09:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Romanwelten eines Politikers</title>
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			<description>Patrick Bahners interpretiert mit Studierenden im Rahmen der Dahrendorf-Gastprofessur an der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Patrick Bahners interpretiert mit Studierenden im Rahmen der Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz Benjamin Disraeli</p>
<p class="bodytext">Für die Studierenden der Universität Konstanz ermöglicht die Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz ein zusätzliches attraktives Lehrangebot. Patrick Bahners hält im Rahmen der 2011 an der Universität Konstanz zu Ehren eines ihrer wichtigsten Gründerväter eingerichteten Gastprofessur ein Seminar zum englischen Romancier und Politiker Benjamin Disraeli ab. Der Leiter des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wird unter dem Titel „Benjamin Disraeli: Romanwelten eines Politikers“ mit Studierenden Disraelis Romane anhand ausgewählter Partien und unter der Leitfrage nach der Funktion von Fiktionen in der politischen Öffentlichkeit interpretieren. Als weiteren Gastwissenschaftler wird der veranstaltende Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ am 10. und 11. Februar 2012 auch den Potsdamer Historiker Dr. Matthias Oppermann zu diesem Seminar begrüßen können.
</p>
<p class="bodytext">Das Leben Benjamin Disraelis, des getauften Juden und literarischen Abenteurers, der es zum Premierminister Königin Viktorias brachte, liest sich wie ein Roman. Ein eigenes Kapitel darin sind seine eigenen Romane, in denen er seine Karriere vorwegnahm und reflektierte. Disraeli gilt als einer der Begründer des Konservatismus. Die modernen politischen Ideen treten dem Leser in seinen Büchern als Phantasieprodukte entgegen und werden auch als solche ausgewiesen. Darin geht es um die geistesgeschichtliche Lage des klassischen Parlamentarismus („Coningsby“, „Endymion“), die soziale Frage („Sybil“), um jüdische Assimilation und Protozionismus („Alroy“), die spirituelle Dimension des Ost-West-Gegensatzes („Tancred“), die Verführungen des erneuerten Katholizismus („Lothair“) und immer wieder um individuelle Freiheit, erotische Geschäfte und nationale Identität.
</p>
<p class="bodytext">Patrick Bahners, geboren 1967 in Paderborn, studierte Geschichte und Philosophie in Bonn und Oxford, England. 1989 trat er in die Feuilletonredaktion der FAZ ein, seit 1997 ist er dort für „Neue Sachbücher“ verantwortlich und seit 2001 leitet er das Feuilleton. Er veröffentlichte 1998 das Buch „Im Mantel der Geschichte: Helmut Kohl oder die Unersetzlichkeit“ und gab mit Gerd Roellecke die Bände „1848 – Die Erfahrung der Freiheit“ und „Preußische Stile: Ein Staat als Kunststück“ heraus. Mit seinem jüngst erschienenen Buch „Die Panikmacher“, in dem er eindeutig Stellung zur deutschen Islamkritik bezieht, entfachte Patrick Bahners eine lebhafte Debatte um die Integration in Deutschland. 1997 erhielt er den Journalistenpreis des deutschen Anglistenverbandes. Im Laufe des Jahres 2012 wechselt er als Kulturkorrespondent der FAZ nach New York, USA.
</p>
<p class="bodytext">Mit der Dahrendorf-Gastprofessur gedenkt die Universität Konstanz dem Hochschulreformer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ralf Dahrendorf. Der deutsch-britische Soziologe Lord Dahrendorf sprach sich für eine Hochschulpolitik des Umbaues aus. Der 2009 verstorbene Ralf Dahrendorf war von 1966 bis 1969 und von 1984 bis 1987 Professor für Soziologie an der Universität Konstanz.</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:30:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Vom Nutzen der Logik für das Recht</title>
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			<description>Ein deutsch-französisches Forschungsprojekt erforscht unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 13:49:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Auszeichnung auf höchstem Niveau</title>
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			<description>Prof. Dr. Anil Bhatti erhält Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Prof. Dr. Anil Bhatti erhält Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse </p>
<p class="bodytext">Die Republik Österreich zeichnet Prof. Anil Bhatti mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse aus. Bhatti war bis Oktober 2011 Kollegiat am Kulturwissenschaftlichen Kolleg des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und ist Partner im Kooperationsprojekt des Clusters mit der Fritz-Thyssen-Stiftung zum Thema „Ähnlichkeit“. Die Verleihungszeremonie findet am Donnerstag, den 18. Januar 2012 in der Residenz des österreichischen Botschafters in Indien, Dr. Ferdinand Maultaschl, in New Delhi statt.
</p>
<p class="bodytext">Anil Bhatti gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Germanistik-Wissenschaftlern in Indien. Während seiner mehr als 25-jährigen Laufbahn als Professor am Centre of German Studies der Jawaharlal Nehru Universität in New Delhi hat er sich intensiv für eine Vertiefung der Beziehungen zwischen deutschen, österreichischen und indischen Germanisten und Kulturwissenschaftlern eingesetzt. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutschsprachige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Komparatistik und Literaturtheorie sowie vergleichende kulturwissenschaftliche Studien zwischen Europa (Deutschland, Österreich) und Indien.
</p>
<p class="bodytext">Aufgrund seiner wissenschaftlichen Qualifikation und seiner persönlichen Freundschaft zur Alpenrepublik, ist Anil Bhatti in zahlreichen Funktionen mit Österreich verbunden: als Gutachter des Fonds für wissenschaftliche Forschung (FWF) und des Wiener Forschungsförderungsfonds, als Mitglied des International Advisory Board am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und als Kuratoriumsmitglied des Europäischen Forums Alpbach. Zudem hat er im Rahmen seines Forschungsschwerpunkts der vergleichenden Literaturwissenschaften maßgeblich zur Verbreitung österreichischer Literatur in Indien beigetragen, während wiederholter Gastprofessuren an den Universitäten in Wien und Graz aber auch zum Verständnis der indischen Kultur und Literatur in Österreich beigetragen. 
</p>
<p class="bodytext">Ein besonderes Anliegen ist ihm stets auch die Förderung des Verständnisses für neue, konstruktive Zugänge zum multikulturellen Zusammenleben in einer globalisierten Welt, eine Herausforderung sowohl in Indien als auch in Europa. In zahlreichen Publikationen setzt er sich mit dem Thema Multikulturalität, insbesondere transnationale Identitäten und Sprache, auseinander.
</p>
<p class="bodytext">Im Jahr 2001 erhielt Anil Bhatti bereits den Jacob-und Wilhelm-Grimm-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und 2005 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seit Ende vergangenen Jahres ist er zudem Inhaber des Humboldt-Forschungspreises. Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung ehrt damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen. Die Preisträger haben mit ihren grundlegenden Entdeckungen, Erkenntnissen oder neuen Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt. Mit der Preisvergabe wird Anil Bhatti 2012 seine Forschungen über Ähnlichkeit an der Universität Tübingen fortsetzen.</p><div class="feedflare">
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			<category>KuKo</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:07:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Seminar zu Benjamin Disraeli im Rahmen der Dahrendorf-Gastprofessur</title>
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			<description>Am 10. und 11. Februar 2012 wird Patrick Bahners (FAZ) ein Seminar zu Benjamin Disraeli an der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Am 10. und 11. Februar 2012 wird Patrick Bahners (FAZ) ein Seminar zu Benjamin Disraeli an der Universität Konstanz abhalten. Als weiteren Gastwissenschaftler wird der Exzellenzcluster zu diesem Seminar den Potsdamer Historiker Dr. Matthias Oppermann begrüßen können.</p>
<p class="bodytext">Ab kommender Woche werden Textpassagen aus den Romanen Disraelis in einem eigens eingerichteten elektronischen Apparat auf der Webseite der Universitätsbibliothek vorgehalten. <br />Aus organisatorischen Gründen wird um eine persönliche Anmeldung gebeten bei <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,Ukitkf0GnogtBwpk/mqpuvcpb0fg');" >Sigrid.Elmer[at]uni-konstanz.de</a>. Weitere Informationen gehen Ihnen dann zu.<br />
</p>
<h4>Zum Hintergrund</h4>
<p class="bodytext">Die Biographie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Disraeli" title="zur Webseite von Wikipedia" target="_blank" >Benjamin Disraelis</a>, des getauften Juden und literarischen Abenteurers, der es zum Premierminister Königin Viktorias brachte, liest sich wie ein Roman. Ein eigenes Kapitel darin sind die Romane, in denen er seine Karriere vorwegnahm und reflektierte. Disraeli gilt als einer der Begründer des Konservatismus. Die modernen politischen Ideen treten dem Leser in seinen Büchern als Phantasieprodukte entgegen und werden auch als solche ausgewiesen. Es geht um die geistesgeschichtliche Lage des klassischen Parlamentarismus („Coningsby“, „Endymion“), die soziale Frage („Sybil“), um jüdische Assimilation und Protozionismus („Alroy“), die spirituelle Dimension des Ost-West-Gegensatzes („Tancred“), die Verführungen des erneuerten Katholizismus („Lothair“) und immer wieder um individuelle Freiheit, erotische Geschäfte und nationale Identität. <br />Im Rahmen seines Seminars, das unter dem Titel „Benjamin Disraeli: Romanwelten eines Politikers“ steht, wird Patrick Bahners mit Studierenden die Romane anhand ausgewählter Partien und unter der Leitfrage nach der Funktion von Fiktionen in der politischen Öffentlichkeit interpretieren.<br />
</p>
<p class="bodytext">Patrick Bahners, geboren 1967 in Paderborn, studierte Geschichte und Philosophie in Bonn und Oxford. 1989 trat er in die Feuilletonredaktion der FAZ ein, seit 1997 ist er dort für Neue Sachbücher verantwortlich und seit 2001 leitet er das Feuilleton. Er veröffentlichte 1998 das Buch „Im Mantel der Geschichte: Helmut Kohl oder die Unersetzlichkeit“ und gab mit Gerd Roellecke die Bände „1848 – Die Erfahrung der Freiheit“ und „Preußische Stile: Ein Staat als Kunststück“ heraus. Mit seinem jüngst erschienenen Buch „Die Panikmacher“, in dem er eindeutig Stellung zur deutschen Islamkritik bezieht, entfachte Patrick Bahners eine lebhafte Debatte um die Integration in Deutschland. 1997 erhielt er den Journalistenpreis des deutschen Anglistenverbandes. Im Laufe des Jahres 2012 wechselt er als Kulturkorrespondent der FAZ nach New York.</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
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			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 19:43:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Auf der Suche nach der verlorenen Identität</title>
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			<description>Irina Scherbakowa referiert an der Universität Konstanz über das Ende des Sowjetimperiums</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Auf Einladung des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ spricht die Historikerin Prof. Dr. Irina Scherbakowa am Mittwoch, 14. Dezember 2011, im Rahmen des Kulturwissenschaftlichen Kolloquiums an der Universität Konstanz. Thema ihres Vortrags ist „Das Ende des Sowjetimperiums. 20 Jahre Suche nach der verlorenen Identität&quot;. Die Veranstaltung im Raum Y 311 beginnt um 18 Uhr.</p>
<p class="bodytext">Im Dezember 1991 zerfiel die Sowjetunion, in einem rasanten Umbruch und fast gewaltlos, was zwei Jahre zuvor noch niemand prophezeit hätte. Heute wird in Russland in diesem Zusammenhang oft über die „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ gesprochen. „Nostalgische Gefühle gegenüber dem verlorenen Imperium sind nach wie vor ebenso lebendig wie harte Kämpfe zwischen den Stalinisten und Anti-Stalinisten im öffentlichen Diskurs“, schildert Irina Scherbakowa. So wird beispielsweise der alte, am 20. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) im Jahr 1956 entstandene Begriff der „Entstalinisierung“ gegenwärtig im medialen, zivilgesellschaftlichen und politischen Diskurs heftig thematisiert.
</p>
<p class="bodytext">„Nach fast 60 Jahren, die seit dem Tod Stalins 1953 vergangen sind, steht die russische Gesellschaft fast verzweifelt und vor allem zerrüttet vor dem akuten Problem des Umgangs mit der mehr als 20 Jahre zurückliegenden sowjetischen Vergangenheit“, erklärt Irina Scherbakowa. „Eine Erinnerungskultur oder geschweige denn eine Geschichtspolitik existiert nicht. Die Elite kümmerte sich wenig darum, sie war in erster Linie mit dem Aufbau des Marktes beschäftigt, in der Annahme, dass alles andere sich von selbst regeln würde“, führt Scherbakowa weiter aus. Bereits 1993 zeigte sich die tiefe Spaltung: Einerseits wollte die Regierung unzufriedene und nostalgische Teile der Bevölkerung nicht verärgern, – weshalb die weitere Aufarbeitung der Geschichte des Terrors auf der Strecke blieb –, andererseits liebäugelte sie mit den demokratisch-liberalen Gruppen.
</p>
<p class="bodytext">Das Ende der Sowjetunion führte zu einem dramatischen Identitätsverlust der Bevölkerung. „Das einstige ‚Sowjetvolk’ war verschwunden, doch was sollte ein Ersatz dafür sein?“, zeigt Scherbakowa die Problematik auf: „Auf der Suche nach einem ‚Wir’ wandten sich deshalb viele wieder der sowjetischen Vergangenheit zu. Die Erinnerungen an die blutigen und schmutzigen Seiten der Geschichte wurden dabei verdrängt oder verleugnet.“ Im Bewusstsein der neuen Generation, die ihre Sozialisation in den 1990-2000er Jahren erfuhr und die sich an die sowjetische Vergangenheit kaum noch erinnern konnte, nahm diese Vergangenheit leichte Züge eines mythischen „goldenen Zeitalters“ an. Heute stellt sich deshalb die Frage, ob sich Russland ständig im Teufelskreis seiner ewigen historischen „Verspätung“ dreht. Warum bewegt dies die Menschen so und warum dreht sich vieles um genau diese Vergangenheit? Zu diesen und anderen Fragen nimmt Prof. Dr. Irina Scherbakowa in ihrem Vortrag an der Universität Konstanz Stellung.
</p>
<p class="bodytext">Irina Scherbakowa wurde 1949 in Moskau geboren. Sie ist Historikerin, Publizistin und Übersetzerin. Ende der 1970er Jahre begann sie ihre Sammlung von Tonbandinterviews mit Opfern des Stalinismus, seit 1991 forscht sie in den Archiven des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Sie ist Professorin für Zeitgeschichte in Moskau, gehört dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an und ist Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation „Memorial“, die sich für die öffentliche Aufarbeitung des stalinistischen Terrors einsetzt. 2005 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>Sigrid.Elmer@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 10:45:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Chancen für die Moral</title>
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			<description>Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Seibel anlässlich einer Sitzung der Heidelberger...</description>
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			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 11:26:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Ein Kodex für den Nachwuchs</title>
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			<description>Universität Konstanz verpflichtet sich zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses....</description>
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			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 11:31:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Dem Nichtwissen auf der Spur</title>
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			<description>Kulturwissenschaftliches Kolleg startet mit neuem Rahmenthema in das akademische Jahr 2011/2012....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Das Konstanzer Kulturwissenschaftliche Kolleg des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ hat für das aktuelle akademische Jahr eine Gruppe von Gastwissenschaftlern (Fellows) eingeladen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Nichtwissen und Integration/Desintegration beschäftigen.</p>
<p class="bodytext">Das neue Schwerpunktthema wurde im Rahmen eines ersten Arbeitsgesprächs durch Prof. Dr. Birger Priddat von der Universität Witten-Herdecke eröffnet.<br />Ihrer gängigen Selbstbeschreibung zufolge sind moderne Gesellschaften wesentlich „Wissensgesellschaften“. Wissen wird in der Neuzeit, zumal in der Tradition der Aufklärung, als wertvolle Ressource begriffen, die es zu mehren gilt. Unwissen erscheint dagegen als unproduktiv und schädlich. Diese Sichtweise findet sich jedoch mit einer wachsenden Zahl von Problemen ganz unterschiedlicher Art konfrontiert. Zum einen stellt sich angesichts perfektionierter Informations- und Überwachungstechnologien immer dringlicher die Frage nach einem Recht auf passives und aktives Nichtwissen (Datenschutz, Videoüberwachung, Kundenprofile, Gen-Screening, medizinische Prognostik etc.).
</p>
<p class="bodytext">Zum anderen haben moderne Gesellschaften mit dem paradoxen Effekt zu kämpfen, dass sozial produzierte Ungewissheit, etwa im Bereich von Risikotechnologien, eine Folgeerscheinung der rasanten Entwicklung der Wissenschaft ist. Der Zuwachs an Wissen treibt Nichtwissen in einem existentiell bedrohlichen Ausmaß hervor. Deshalb ist inzwischen – in einer ironischen Umkehrung – von unserer Gesellschaft als einer Nichtwissensgesellschaft die Rede (Ulrich Beck).
</p>
<p class="bodytext">Aus dieser zweiten Diagnose folgt, dass man sich gerade im Zeitalter wissensintensiver Technologien auf ein irreduzibles, persistentes Nichtwissen einstellen muss, das neue Formen eines kognitiven und institutionellen Umgangs mit den nicht absehbaren Folgen von wissenschaftlichem Fortschritt notwendig macht. Wie sind unter der Voraussetzung gewussten Nichtwissens Entscheidungen zu treffen und zu rechtfertigen? Diese Frage berührt dort die Problematik der Integration, wo die Folgen nicht von den Entscheidungsträgern allein, sondern von der Gesellschaft oder gar Menschheit zu tragen sind. Nicht zuletzt die Universitäten als Zentren der Wissensproduktion stehen deshalb heute vor der Notwendigkeit, ihre epistemologischen Prämissen einer Revision zu unterziehen und sich für Fragen der „Agnotologie“, der Lehre vom Nichtwissen, zu öffnen.
</p>
<p class="bodytext">Aus diesem Grund hat es sich auch das Kulturwissenschaftliche Kolleg zur Aufgabe gemacht, dieses aktuelle Thema aufzugreifen und im Rahmen von Arbeitsgesprächen und Kolloquien durch ausgewiesene Referenten zu behandeln. Neben dem Politökonom Prof. Dr. Birger Priddat sind dies der Sozialanthropologe Dr. Roy Dilley (St. Andrews), der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Heinrich Trute (Hamburg) sowie der Soziologe PD Dr. Peter Wehling (Augsburg). Daneben werden weitere Gastwissenschaftler für kürzere Aufenthalte die Gruppe ergänzen. Weitere Informationen zum Rahmenthema „Nichtwissen“ des Kulturwissenschaftlichen Kollegs unter: <a href="kolleg-nichtwissen.html" title="über das Rahmenthema Nichtwissen" >www.exc16.de/cms/kolleg-nichtwissen.html</a>.</p><div class="feedflare">
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			<category>KuKo</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 16:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Dabei gewesen</title>
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			<description>Interdisziplinäre Tagung an der Universität Konstanz widmet sich der Rolle des Augenzeugen....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>exc16redaktion@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 16:31:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Indien – ein Subkontinent im Fokus</title>
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			<description>Exzellenzcluster präsentiert Indienwochen vom 25. September bis 9. Oktober 2011 in Konstanz....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Ob Literatur, Musik, Tanz, Film, Religion oder Natur und Landschaft – der Subkontinent Indien fasziniert durch seine unerschöpfliche Vielfalt. Diese Vielfalt steht im Zentrum der Indienwochen vom 25. September bis 9. Oktober 2011 in Konstanz.&nbsp; Veranstaltet werden sie vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft der Stadt Konstanz sowie der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bodensee e.V.</p>
<p class="bodytext">„Während der Indienwochen wartet ein ebenso abwechslungsreiches wie informatives Programm auf die Besucher“, verspricht die Organisatorin, Cornelia Mallebrein vom Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“. Den Rahmen bildet die Ausstellung „Die vertauschten Götter – Religionswechsel im gegenwärtigen Indien“ im BildungsTURM des Kulturzentrums am Münster. Als Auftakt der Veranstaltungsreihe wird sie am Sonntag, 25. September, um 11 Uhr in einer Matinee eröffnet. <br />Die Ausstellung stellt das Phänomen der Konversion – den Wechsel zu einer anderen Religion – im gegenwärtigen Indien vor. Sie thematisiert, weshalb Menschen ihre Religion wechseln, welche Auswirkungen dies für sie und für die Gesellschaft hat und wie der Wechsel vollzogen wird. Die wichtigsten Religionen Indiens&nbsp; – Hinduismus, Islam, Christentum&nbsp; –, aber auch die Religionen der kaum bekannten Adivasis (der Ersteinwohner Indiens) werden behandelt. 
</p>
<p class="bodytext">Am Dienstag, 27. September folgt ein Literaturabend mit Live-Musik und indischem Tanz anlässlich des 150. Geburtstages des indischen Literatur-Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore. Er gilt als einer der bekanntesten Denker und Vorreiter eines modernen Indiens. Als begnadeter Musiker und Komponist schuf er eine eigene Musikgattung, die Rabindrasangeet. 
</p>
<p class="bodytext">Am Freitag, 30. September stellt Ernst Kölnsperger aus München „Richard Wagner und die geistige Welt Indiens“ vor. Nicht erst mit der geplanten Buddha-Oper „Die Sieger“, an deren Konzept Wagner in seinen letzten Lebensmonaten noch arbeitete, hatte sich der Komponist mit der Geisteswelt Indiens beschäftigt. Besonders im „Ring des Nibelungen“ und im „Parsifal“ ist seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Philosophie&nbsp;des Subkontinents spür- und hörbar. 
</p>
<p class="bodytext">Ein Bollywood-Workshop mit Yvonne Monyer entführt am Samstag, 1. Oktober in die farbenfrohe Welt des indischen Films mit seinen charakteristischen Gesangs- und Tanzeinlagen. Eine Anmeldung ist erforderlich. 
</p>
<p class="bodytext">In ihrem Vortrag „Gespräche mit den Verstorbenen – Die Sora von Orissa“ am Sonntag, 2. Oktober stellt Cornelia Mallebrein die Schamanen der Sora von Orissa vor, die in zwei Welten leben, der realen und einer jenseitigen. In eindrucksvollen Trance-Ritualen stellen die Schamanen in ihrer Rolle als Medium den Kontakt zwischen den Lebenden und den Verstorbenen her.
</p>
<p class="bodytext">In seiner Live-Reportage „Indien – der Norden. Zwischen Traum und Wirklichkeit“ am Mittwoch, 5. Oktober führt der vielgereiste Stuttgarter Fotograf Olaf Krüger seine Zuschauer zu weltbekannten Orten wie den Wüstenstaat Rajasthan,&nbsp; der heiligen Stadt Varanasi oder zum legendären Taj Mahal nach Agra. 
</p>
<p class="bodytext">Das dreitägige Symposium „Indien – Porträt eines Subkontinents&quot; in Zusammenarbeit mit der Hochschule Konstanz&nbsp; Technik, Wirtschaft und Gestaltung rundet die Indienwochen ab. Vom Freitag, 7. bis Sonntag, 9. Oktober werden in&nbsp; Vorträgen die Geschichte und Gesellschaft sowie Politik, Wirtschaft und die religiöse Vielfalt Indiens von ausgewiesenen Wissenschaftlern vorgestellt und analysiert. 
</p>
<p class="bodytext">Die Veranstaltungsreihe endet am Sonntag, 9. Oktober um 17 Uhr mit einer Finissage zur Ausstellung „Die vertauschten Götter“. 
</p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen zu den Indienwochen und Details zum Veranstaltungsprogramm finden Sie unter <a href="http://www.indienwochen-konstanz.de" target="_blank" >www.indienwochen-konstanz.de</a>&nbsp; <br />Bei Fragen können Sie sich gern an <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,kpfkgpyqejgpBiockn0eqo');" >indienwochen[at]gmail.com</a> wenden.</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>sigrid.elmer@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 11:26:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Performativity</title>
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			<description>Konstanzer Meisterklasse 2011 befasst sich vom 18. bis 27. Juli mit der richtigen Darstellung....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vom 18. bis 27. Juli 2011 findet die diesjährige Konstanzer Meisterklasse statt, die sich mit Fragen des Performativen beschäftigt. Dabei diskutieren 25 ausgewählte Doktoranden und Postdocs aus zehn verschiedenen Ländern mit den „Meistern“, das heißt, weltweit anerkannten Professoren wie Jeffrey Alexander (Yale University), Elisabeth Bronfen (Zürich), Gerd Althoff (Münster), Richard Schechner (New York) und Christoph Wulf (Berlin).
</p>
<p class="bodytext">Fragen der Inszenierung, Aufführung und Darstellung werden oft nur dem „fiktiven“ Bereich der Kunst und der Unterhaltung zugewiesen, wohingegen das politische und gesellschaftliche Leben möglichst „authentisch“ zu sein hat. Die Soziologie und die Kulturwissenschaft haben jedoch schon früh auf den inszenierten Charakter des Authentischen hingewiesen und erkannt, dass wir alle Theater spielen, wie es der Soziologe Ervin Goffman ausdrückte. Jeder Bereich des gesellschaftlichen Lebens weist performative Aspekte auf und diese können an ihm untersucht werden. Dies schließt die politischen, wissenschaftlichen und juristischen Praktiken genauso ein, wie soziale Revolutionen oder die mediale Vermittlung von Klimakatastrophen.
</p>
<p class="bodytext">Am Montag, 18. Juli 2011, findet die Eröffnungsveranstaltung der Konstanzer Meisterklasse 2011 im Astoriasaal des Kulturzentrums am Münster statt. Hierzu wird Bernhard Giesen in seinem Vortrag „Performativity“ in das Thema einleiten und den Beitrag der Konstanzer Forschung vorstellen. Im Anschluss diskutiert Elisabeth Bronfen, Anglistin der Universität Zürich, in ihrem Beitrag „Still harping on performance“ die Aktualität und Relevanz des Themas. Zum Abschluss wird Jeffrey Alexander von der Yale University, USA, über die performative Herstellung von Bedeutung in Zuständen der sozialen Desintegration sprechen.<br />In einer Reihe von Fallstudien werden die Fellows und Meister Fragen der Performativität an konkreten Fallstudien diskutieren. Hierzu gehören zum Beispiel die Erzeugung „legitimer“ demokratischer Herrschaftsformen, „authentischer“ Erinnerungen durch museale Präsentationen und die performative Vorrausetzung zur Entstehung „revolutionärer“ Bewegungen, wie zur Zeit im arabischen Raum. Diese Themen stehen in einem engen Zusammenhang zur Herstellung sozialer Ordnung und kultureller Identitäten, womit die Meisterklasse einen entscheidenden Beitrag zum Forschungsthema des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ leistet, in dessen Rahmen sie stattfindet.
</p>
<p class="bodytext">Die Konstanzer Meisterklasse wurde 1999 von Bernhard Giesen mit der Idee gegründet, eine Plattform zum Austausch von Nachwuchsforschern und renommierten Wissenschaftlern zu etablieren. Förderer und Schirmherr der Meisterklasse war der 2009 verstorbene Lord Dahrendorf. Bisherige Meister waren außerdem: Mohammed Arkoun, Zygmunt Bauman, Craig Calhoun, Mary Douglas, Shmuel N. Eisenstadt, Clifford Geertz, Wang Hui, Reinhart Koselleck, Thomas Luckmann, John R. Searle und Hayden White.</p><div class="feedflare">
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			<category>Startseite</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			<author>sigrid.elmer@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 13:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Wissenschaft im Visier</title>
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			<description>Eine Vortragsreihe des Exzellenzclusters und des Zukunftskollegs der Universität Konstanz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Eine Vortragsreihe des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und des Zukunftskollegs der Universität Konstanz untersucht das Selbstverständnis von Wissenschaft, ihre Methoden und ihre Geschichte. </p>
<p class="bodytext">Am 20. Oktober nehmen Melissa S. Anderson und Jeff Kochan wissenschaftliche Integrität ins Visier. Zu den Kurzvorträgen um 18.00 Uhr an der Universität Konstanz (Raum D 436) und der anschließenden Diskussion ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. 
</p>
<p class="bodytext">Forscher, die Daten manipulieren, sind Einzelfälle, möchte man meinen, ein paar schwarze Schafe, die ungerechterweise eine ganze Profession in Misskredit bringen. Melissa Anderson begann, sich mit dem Thema „wissenschaftliche Integrität“ auseinanderzusetzen, als ein Skandal um Medikamentenentwicklung die University of Minnesota, an der auch sie lehr­te, erschütterte. In anonymen Umfragen fand ihre Forschungsgruppe heraus, dass wissenschaftliches Fehlverhalten weit öfter vorkommt als erwartet, zumal die Gruppe neben Todsünden wie Datenklau oder -manipulation ihren Blick auch auf nachlässiges, unsauberes Arbeiten richtete. In ihrem Vortrag stellt Anderson nicht nur ihre Forschungs­ergebnisse vor, sondern auch Methoden, um die Arbeitsethik in der Wissenschaft zu stärken.
</p>
<p class="bodytext">Einen anderen Ausgangspunkt wählt Jeff Kochan: am 28. Januar 1986 explodierte die Raumfähre Challenger nur 73 Sekunden nach ihrem Start. Verschuldet wurde die Katastrophe jedoch nicht durch technisches Versagen allein. Eine Schlüsselrolle, so fand die eingesetzte Untersuchungskommission heraus, fiel der Organisationskultur der NASA sowie ihren Entscheidungsprozessen zu. Technische Mängel waren Einzelnen bekannt gewesen, Warnungen vor dem Start ignoriert worden. Ist der Hauptgrund für Fehlleistungen in der Forschung womöglich im Arbeitsumfeld zu suchen – in Betriebsklima, sozialen Dynamiken, Gruppenkulturen? Kochan, der an der Cambridge University in Wissenschaftsphilosophie und Geschichte promovierte, forscht derzeit am Zukunftskolleg der Universität Konstanz über die Rolle von Emotionen in der wissenschaftlichen Entscheidungsfindung.
</p>
<p class="bodytext">Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt mit den Themen „Wissenschaft und Realität“ am 1.12.2010 und „Irrtum als Antrieb? Eine etwas andere Geschichte der Wissenschaft“ am 19.1.2011, jeweils um 18 Uhr an der Universität Konstanz. Die Vorträge des ersten Abends werden in englischer Sprache gehalten.</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>Marion.Voigtmann@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 10:00:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Dr. Brigitte Weiffen erhält Nachwuchspreis der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)</title>
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			<description>Politikwissenschaftlerin für ihre Dissertation „Entstehungsbedingungen von Demokratien. Interne und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="feedflare">
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			<category>Startseite</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 07:30:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Integration Tür an Tür</title>
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			<description>Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster erforscht soziale Integration in multikulturellen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster erforscht soziale Integration in multikulturellen Gesellschaften.</p>
<p class="bodytext">Ein Minarett prägt die Skyline am Konstanzer Seerhein – seit der Schweizer Volksabstimmung gegen Minarette undenkbar in der Nachbarstadt Kreuzlingen. Doch heißt dies, dass die Konstanzer Bevölkerung toleranter ist? Partizipieren diesseits der Grenze mehr Migranten am öffentlichen Leben? Fühlen sie sich in alltäglichen Situationen von den Einheimischen besser akzeptiert?
</p>
<p class="bodytext">Ab 1. April 2010 untersuchen Markus Freitag und Thomas Hinz zusammen mit ihrem Team von der Universität Konstanz diese Fragestellungen im Projekt „Soziale Integration in multikulturellen Gesellschaften. Eine Analyse von Nachbarschaften der Städte Konstanz und Kreuzlingen“. Freitag ist Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Politik und leitet die Forschungsstelle „Bürgerschaftliches Engagement und Sozialkapital“, Hinz ist Professor für Empirische Sozialforschung an der Universität Konstanz. Unterstützt wird das Projekt vom Exzellenzcluster&nbsp; „Kulturelle Grundlagen von Integration“, der Universität Konstanz und den Städten Konstanz und Kreuzlingen.
</p>
<p class="bodytext">Die Wissenschaftler wollen herausfinden, wie sich gesellschaftliche Diversität auf die soziale Integration auswirkt. Was ist neu an ihrem Ansatz? „Die Erforschung dieser Beziehung wurde mit Blick auf die Situationen, Potenziale und Problemlagen in kleinräumigen Lebensbeziehungen, wie wir sie in eng umrissenen Nachbarschaften bzw. Stadtvierteln finden, bislang vernachlässigt,“ erläutert Markus Freitag. Wie viele Deutsche kennen die in Konstanz lebenden Rumänen und Türken? Spielen ihre Kinder miteinander? Gehen die Familien „nach draußen“ und mischen sich unter die einheimische Bevölkerung? Dazu will das Forscherteam ca. 1500 Menschen in ausgewählten Nachbarschaften von Konstanz und Kreuzlingen befragen, statistische Daten auswerten und vor Ort auf Beobachtungsposten gehen. 
</p>
<p class="bodytext">Das Projekt verspricht spannende Einblicke, zumal sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in beiden Städten stark unterscheidet: 12,5% der Konstanzer haben einen Migra­tionshintergrund, während 48,5% der Bewohner Kreuzlingens Ausländer sind. Dazu zählen natürlich auch jeweils die über die Grenze gezogenen Schweizer und Deutschen. Interessanterweise scheinen Letztere in der Schweizer Stadt nicht so integriert, wie die kulturelle Nähe es vermuten ließe. Thomas Hinz erklärt sich dies so: „Aufgrund der geographischen Nähe findet oft keine klare Ablösung vom Alltag in Deutschland statt. Beispielsweise schicken einige ihre Kinder über die Grenze in die deutsche Schule. Die kulturelle Nähe wiederum mag Grund dafür sein, dass man es nicht für nötig hält, in die vorgesehenen Integrationsvereine zu gehen. Genauere Aufschlüsse darüber wird erst die Auswertung der gesammelten Daten geben.“
</p>
<p class="bodytext">In der öffentlichen Debatte geht es immer wieder darum, wie viele Migranten eine Gesellschaft verträgt. Allzu oft wird Heterogenität bzw. Multikulturalität einer Gesellschaft als Gefahr oder zumindest als Risiko betrachtet. Das neue Projekt will etwas zu dieser Debatte beitragen. Die Forscher werden ihre Ergebnisse so aufbereiten, dass praktische Empfehlungen für die Politik gegeben werden können. Welche integrationspolitische Maßnahme hat in einzelnen Stadtteilen etwas gebracht? Fördern beispielsweise ein türkisches Café oder Straßenfeste in einer Nachbarschaft die Integration, schaffen interkulturelle Vereine ein größeres Gemeinschaftsgefühl?</p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>claudia.voigtmann@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 13:00:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Shaheen Dill-Riaz erhält Grimme-Preis für seinen Dokumentarfilm „Eisenfresser“</title>
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			<description>Der Regisseur ist derzeit Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Der Regisseur ist derzeit Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz.</p>
<p class="bodytext">Der Dokumentarfilm „Eisenfresser“ wurde am 10. März 2010 in der Kategorie „Information &amp; Kultur“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Shaheen Dill-Riaz, Autor, Regisseur und Kameramann in einem, wirft darin einen kritischen Blick auf die Arbeitsbedingungen in den Schiffsabwrack-Werften im Süden von Bangladesh. Seine Sympathie gilt vor allem den Tausenden von Arbeitern aus dem Norden, die die Armut an die Strände von Chittagong treibt, wo sie ausgemusterte Tanker und Containerschiffe aus den Industrieländern von Hand zerlegen. Anders als die Einheimischen bekommen sie die schweren, gefährlichen, weniger lukrativen Jobs. Sie arbeiten barfuß und mit bloßen Händen, ohne Sicherung, setzen ihr Leben nicht selten aufs Spiel und können am Ende von dem Lohn oft kaum die Heimreise zahlen. Doch Dill-Riaz’ Perspektive ist nicht voreingenommen: Auch die andere Seite, die der kleinen Subunternehmer und der Werftbesitzer, werde, so die Jury, nicht denunziert.
</p>
<p class="bodytext">In ihrer Begründung hebt die Jury Dill-Riaz’ „poetische Kamera“ hervor, die die Zuschauer zum intensiven Hinsehen führe und damit auch einen genauen Blick auf die Konsequenzen der Wohlstandsgesellschaft ermögliche, welche ihre Problemfälle in andere Länder auslagere.
</p>
<p class="bodytext">„Eisenfresser“, ursprünglich eine Kinoproduktion, die jedoch stets auch das Fernsehformat mitdachte, wurde bereits auf mehreren internationalen Filmfestivals ausgezeichnet. „Der renommierte Grimme-Preis ist für mich eine ganz besondere Würdigung,“ erklärt Dill-Riaz, „weil er beweist, dass die ästhetische Herausforderung, Kino- und Fernsehprojekt zu verbinden, gelungen ist.“ Er freue sich besonders auch im Namen der am Projekt beteiligten Sender, dem Bayerischen Rundfunk, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg und ARTE.
</p>
<p class="bodytext">Der Preisträger ist bis Dezember 2010 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz, einer der tragenden institutionellen Säulen des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz.
</p>
<h4>Kontakt </h4>
<p class="bodytext">Claudia Marion Voigtmann<br />Tel. 07531 88-4741<br /><a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,encwfkc0xqkivocppBwpk/mqpuvcpb0fg');" >claudia.voigtmann[at]uni-konstanz.de</a> </p><div class="feedflare">
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<author>jan.kroeger@uni-konstanz.de</author>
			<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:00:00 +0100</pubDate>
			
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