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	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Mehr als 4000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
	<lastBuildDate>Mon, 29 Jun 2026 02:41:02 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Camino-Therapie</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/29/die-camino-therapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 02:31:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[(Compostelle) F/B 2025 R: Yann Samuel, D: Alexandra Lamy, Julien Le Berre, Maëlle Vidou 113 Min. Nach 15 Jahren Unterricht an einer Brennpunkt-Schule wird Fred (Alexandra Lamy) suspendiert. Ihr ist im Affekt die Hand ausgerutscht und sie hat eine Schülerin geschlagen. Erst findet sie die Strafe ungerecht und sucht die Schuld bei den anderen. Aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">(Compostelle) F/B 2025 R: Yann Samuel, D: Alexandra Lamy, Julien Le<br />
Berre, Maëlle Vidou 113 Min.</p>
<p>Nach 15 Jahren Unterricht an einer Brennpunkt-Schule wird Fred<br />
(Alexandra Lamy) suspendiert. Ihr ist im Affekt die Hand ausgerutscht<br />
und sie hat eine Schülerin geschlagen. Erst findet sie die Strafe<br />
ungerecht und sucht die Schuld bei den anderen. Aber schließlich gesteht<br />
sie sich ein, dass es ihr Fehler war, und es ist der Versuch einer<br />
Wiedergutmachung, als sie entschließt, das Angebot ihrer Freundin<br />
anzunehmen: Die Organisation, für die sie tätig ist, begleitet<br />
straffällig gewordene Jugendliche auf dem „Weg der Wandlung“. Für zwei<br />
Monate marschieren die Pädagogen allein mit ihrem Schützling auf dem<br />
Jakobsweg. So lernt Fred Adam (Julien Le Berre) kennen. Der gewalttätige<br />
Jugendliche steht kurz vor seinem 18. Geburtstag und hat schon mehrere<br />
Jugendstrafen kassiert. Die Richterin stellt ihn vor die Wahl: Entweder<br />
Wanderung oder Knast. Entsprechend wenig motiviert und aufmüpfig ist er<br />
auf den ersten Kilometern und treibt Fred an den Rand ihrer Geduld. Sie<br />
setzt ihm klare Grenzen und zeigt Verständnis für seine Situation. So<br />
kommen die beiden sich allmählich näher.</p>
<p>„Ich glaube nicht an Gott.“ – „Er glaubt auch nicht an dich.“ Es sind<br />
die direkten Dialoge zwischen Adam und Fred, die diese Reise so spannend<br />
machen. Adams Gefühle schwanken zwischen den Extremen und Fred begegnet<br />
ihm mit Offenheit. Dramaturgisch folgt der Film von Yann Samuel („Liebe<br />
mich, wenn du dich traust“) bekannten Pfaden. Einem Hoch folgt ein Tief<br />
und es gibt einschneidende Begegnungen auf dem Weg. Adams Leidenschaft<br />
für Rap wirkt mitunter etwas aufgesetzt. Aber der junge Hauptdarsteller<br />
Julien Le Berre ist ein überzeugender Performer und das Zusammenspiel<br />
mit der erfahrenen Alexandra Lamy („Louise und die Schule der Freiheit“)<br />
funktioniert hervorragend. Vincent Gallot („Ghettogangz“) setzt die<br />
Reise einfallsreich und mit großen Naturbildern in Szene.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ingeborg Bachmann &#8211; Jemand, der einmal ich war</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/ingeborg-bachmann-jemand-der-einmal-ich-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:23:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[D 2026 R: Regine Schilling, D: Sandra Hüller, 96 min In diesem Jahr wäre Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Die Dokumentarfilmerin und studierte Literaturwissenschaftlerin Regine Schilling (»Igor Levit – No Fear«), nähert sich der Autorin mit einem experimentellen Porträt, bei dem sie Archivmaterial und Texte mit gespielten Sequenzen vermischt. In denen verkörpert Sandra Hüller [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026 R: Regine Schilling, D: Sandra Hüller, 96 min</p>
<p>In diesem Jahr wäre Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Die Dokumentarfilmerin und studierte Literaturwissenschaftlerin Regine Schilling (»Igor Levit – No Fear«), nähert sich der Autorin mit einem experimentellen Porträt, bei dem sie Archivmaterial und Texte mit gespielten Sequenzen vermischt. In denen verkörpert Sandra Hüller Bachmann in ihren letzten Tagen, allein in einem Appartement in Rom, gezeichnet vom Alkohol- und Tablettenmissbrauch. Schilling selbst nennt dies eine Seance, eine Totenbeschwörung, auf die sich Hüller mit vollem Körpereinsatz einlässt. So entstand ein intimes Bild einer Getriebenen, in dem Bachmann durch ihre Texte lebendig wird und Einblick in ihr Innerstes offenbart. Dazwischen dokumentieren die Fernsehaufnahmen den Weg aus dem ländlichen Kärnten in die Metropole Wien, von der Tochter eines NSDAP-Funktionärs zur gefeierten Lyrikerin. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existentiellen Krisen. Schilling bezieht dabei den Entstehungsprozess ihrer Versuchsanordnung in den Film ein, zeigt Hüller bei der Vorbereitung auf ihre Rolle, in der Maske und bei den Proben. Ein interessantes Werk, das nicht den Anspruch auf Authentizität erhebt, sondern aus seinem künstlerischen Anspruch keinen Hehl macht.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Obsession</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/obsession/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6842</guid>

					<description><![CDATA[USA 2025 R: Curry Barker, D: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, 108 Min. Sei vorsichtig, was du dir wünscht – Diese alte Weisheit bekommt in »Obsession« einen frischen Twist. Der schüchterne »Bear«, wie er von seinen Freunden genannt wird, liebt insgeheim Nikki. Seine Liebe kann er ihr jedoch nicht gestehen, ohne ihre langjährige Freundschaft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">USA 2025 R: Curry Barker, D: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, 108 Min.</p>
<p>Sei vorsichtig, was du dir wünscht – Diese alte Weisheit bekommt in »Obsession« einen frischen Twist. Der schüchterne »Bear«, wie er von seinen Freunden genannt wird, liebt insgeheim Nikki. Seine Liebe kann er ihr jedoch nicht gestehen, ohne ihre langjährige Freundschaft zu gefährden. Also wünscht er sich eines Abends, dass sie nichts in der Welt mehr liebt als ihn. Das harmlos erscheinende Spielzeug »Wishing Willow« erfüllt überraschenderweise sein Versprechen und Nikki weicht fortan wie fremdgesteuert nicht mehr von seiner Seite. Doch »Bear« muss bald begreifen, dass aus Liebe schnell Obsession werden kann, wenn magische Kräfte im Spiel sind, und so wird die Leidenschaft zur Last. Regisseur und Autor Curry Baker, der mit selbstgedrehten Horror-Kurzfilmen auf YouTube virale Hits landete, produzierte seinen ersten Langfilm unabhängig, bevor das Hit-Horrorstudio Blumhouse auf ihn aufmerksam wurde. Das überschaubare Budget sieht man »Obsession« allerdings nicht an. Durch den cleveren Einsatz von Licht und Schatten schafft er eine konstante Bedrohung. Einige Jump-Scares sieht man zwar meilenweit kommen, sie verfehlen jedoch nicht ihre Wirkung. Effektiv ist sein Horror, der ein wenig an den ähnlich gelagerten „Together“ aus dem vergangenen Jahr erinnert, auch aufgrund der entfesselten Darstellung von Hauptdarstellerin Inde Navarette (»Superman and Lois«) und weil er seine Geschichte mit seinem nachvollziehbar handelnden Protagonisten erdet.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Resurrection</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/resurrection/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:08:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[CHN/F/USA 2025 R: Bi Gan, D: Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao, 160 Min. Eine Traumreise durch das Zwanzigste Jahrhundert und 100 Jahre Filmgeschichte – nicht weniger hat sich der chinesische Autorenfilmer Bi Gan („Long Day’s Journey Into Night“) vorgenommen. Schon die ersten Filmminuten sind ein Versprechen: Die Kamera blickt in ein Diorama, eine Opiumhölle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">CHN/F/USA 2025 R: Bi Gan, D:  Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao, 160 Min.</p>
<p>Eine Traumreise durch das Zwanzigste Jahrhundert und 100 Jahre Filmgeschichte – nicht weniger hat sich der chinesische Autorenfilmer Bi Gan („Long Day’s Journey Into Night“) vorgenommen. Schon die ersten Filmminuten sind ein Versprechen: Die Kamera blickt in ein Diorama, eine Opiumhölle vor einhundert Jahren. Eine Hand greift in die Szene und gestaltet sie. Menschen irren durch die Kulisse, die sich für die Protagonistin bald zu einem surrealen Albtraum entwickelt. Sie stößt auf eine entstellte Kreatur, ein Phantasmer, ein Träumer in der Welt jener, die sich vom Träumen entfernt haben, um ewig zu leben.</p>
<p>Durch die Jahrzehnte folgt sie ihm in immer wieder neue Inkarnationen. So wird die Handlung in sechs Kapiteln zum Episodenfilm, der mal einem Taschendieb und Betrüger auf den Straßen folgt, dann einem Grabräuber bei einer übernatürlichen Begegnung in einem Kloster und schließlich einem Paar in der Nacht vor dem Ende des Jahrhunderts.</p>
<p>Es sind immer wieder Figuren einer Halbwelt, die ziellos durch die Zeit driften. Bi Gan inszeniert sie vor dem Hintergrund des sich wandelnden Reichs der Mitte. Sein cineastischer Trip ist aber auch eine Liebeserklärung an das Kino, vom Stummfilm bis zur Gegenwart, verspielt und visuell berauschend in Szene gesetzt von Jingsong Dong („Der See der wilden Gänse“). „Resurrection“ erzählt mit Traumlogik und entzieht sich einer konventionellen Handlung. Lässt man sich darauf ein, zieht einen der Film über seine 160 Minuten und weit darüber hinaus in seinen Bann.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>The Love That Remains</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/18/the-love-that-remains/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:50:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[IS/DK/S/F 2025, R: Hlynur Pálmason, D: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, 109 min Mit nur drei Filmen hat sich der isländische Regisseur Hlynur Pálmason zur festen Größe im europäischen Kino und zum Dauergast im Wettbewerb von Cannes gedreht. Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in »Weißer, weißer Tag«, die Verlorenheit am Ende der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">IS/DK/S/F 2025, R: Hlynur Pálmason, D: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, 109 min</p>
<p>Mit nur drei Filmen hat sich der isländische Regisseur Hlynur Pálmason zur festen Größe im europäischen Kino und zum Dauergast im Wettbewerb von Cannes gedreht. Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in »Weißer, weißer Tag«, die Verlorenheit am Ende der Welt in »Godland« – Pálmason erzählt fast schon beiläufig, mit einem tiefen Verständnis für die Natur des Menschen von einschneidenden Ereignissen. So auch in »The Love That Remains«. Die Ehe zwischen Anna und Magnús ist aus. Seine ständige Abwesenheit durch den Job auf einem Fischkutter mag ein Grund für die Trennung gewesen sein. Wann immer er an Land ist, ist er trotzdem Teil der Familie und für ihre drei Kinder da. Der Schlussstrich unter ihre Beziehung ist für Anna sicherlich deutlicher als für Magnús, der immer noch baggert. Aber beide leben längst unterschiedliche Leben. Während Anna um Anerkennung für ihre Kunst kämpft und nebenher den Haushalt führt, ist Magnús unter Deck mit notgeilen Seemännern. Mit trockenem Humor und menschlicher Wärme erzählt Pálmason von einer Trennung und der Liebe, die bleibt. Wir bekommen einen Einblick in das Leben einer Familie inmitten der rauen Natur Islands, die das Leben der Menschen bestimmt. Mit natürlichen Kinderdarstellern und überzeugenden Erwachsenen entsteht ein Ausschnitt, der fühlbar ein Vorher und Nachher hat und auch auf der Leinwand ewig weiterlaufen könnte.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Truly Naked</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/11/truly-naked/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 01:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[NL/B/F 2026, R: Muriel d‘Ansembourg, D: Caolán O‘Gorman, Andrew Howard, Alessa Savage, 103 min Alec ist ein schüchterner Teenager. Gerade ist er mit seinem Vater aus London in ein verschlafenes Städtchen an der Küste gezogen. In der neuen Schule hält er lieber den Kopf unten. Niemand soll erfahren, womit sein Vater Geld verdient: Als Dylan [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">NL/B/F 2026, R: Muriel d‘Ansembourg, D: Caolán O‘Gorman, Andrew Howard,<br />
Alessa Savage, 103 min</p>
<p>Alec ist ein schüchterner Teenager. Gerade ist er mit seinem Vater aus<br />
London in ein verschlafenes Städtchen an der Küste gezogen. In der neuen<br />
Schule hält er lieber den Kopf unten. Niemand soll erfahren, womit sein<br />
Vater Geld verdient: Als Dylan Savage ist er Pornodarsteller und<br />
Produzent. Seine Filme dreht er in ihrer kleinen Wohnung. Für Alec<br />
gehört das zum Alltag. Er dreht und schneidet die Filme. Doch Dylan ist<br />
alt geworden und die Nachfrage sinkt. Krampfhaft versucht er, das<br />
Geschäft am Laufen zu halten. Als sich Alec in seine Mitschülerin Nina<br />
verliebt, beginnt er, sein vertrautes Leben in Frage zu stellen. Nina<br />
bringt ihm bei, was es bedeutet, wirklich nackt zu sein und gesehen zu<br />
werden. Im Gewand eines Coming-of-Age-Dramas thematisiert die<br />
niederländische Filmemacherin Muriel d’Ansembourg die Suche nach Nähe<br />
abseits pornografischer Reizüberflutung. Ähnlich wie Ninja Thybergs<br />
»Pleasure«, spart auch ihr Debüt dabei keine Details aus und liefert<br />
einige feministische Kommentare zu den patriarchalen Strukturen der<br />
Pornoindustrie. Das ist manchmal arg vordergründig, jedoch insbesondere<br />
von den jungen Hauptdarstellern überzeugend verkörpert. Die unbeholfene,<br />
aufkeimende Liebe zwischen Alec und Nina ist charmant in Szene gesetzt<br />
und steht im Kontrast zu den Sexszenen am Set. »Truly Naked«, zum Teil<br />
mit professionellen Pornodarstellerinnen gedreht, verdammt die Branche<br />
nicht pauschal, sondern bietet einen differenzierten, menschlichen Blick.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dao</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/04/dao/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 15:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6838</guid>

					<description><![CDATA[F/SEN/GUB 2026, R: Alain Gomis, D: Katy Correa, D‘Johé Kouadio, Samir Guesmi, 185 Min. 185 Minuten Film sind ein Versprechen, das es einzulösen gilt. Wer sich als Zuschauer für drei Stunden ins Kino setzt, erwartet zumindest, dass ihn die Story in den Bann zieht, die Charaktere näher rücken und die Zeit verfliegt. Der französische Regisseur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">F/SEN/GUB 2026, R: Alain Gomis, D: Katy Correa, D‘Johé Kouadio, Samir<br />
Guesmi, 185 Min.</p>
<p>185 Minuten Film sind ein Versprechen, das es einzulösen gilt. Wer sich<br />
als Zuschauer für drei Stunden ins Kino setzt, erwartet zumindest, dass<br />
ihn die Story in den Bann zieht, die Charaktere näher rücken und die<br />
Zeit verfliegt. Der französische Regisseur und Autor Alain Gomis stellt<br />
bei »Dao«, der seine Premiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale<br />
feierte, von vornherein klar, dass es sich hier um ein filmisches<br />
Experiment handelt. Zunächst wohnen wir einem Casting bei, bei dem die<br />
Protagonistin Gloria gefunden wird. Gemeinsam mit der Filmtochter reist<br />
sie dann in eine Dorfgemeinschaft in Guinea-Bissau an der afrikanischen<br />
Westküste. Hier werden die beiden in die Arme der Familie geschlossen<br />
und feiern die Beerdigung ihres Vaters in einem mehrtägigen<br />
traditionellen Fest. Zeitlich vermutlich später, im Film jedoch parallel<br />
erzählt, begleiten wir Gloria bei der Hochzeit ihrer Tochter in<br />
Frankreich. Die beiden Anlässe, die Vielzahl verschiedener Figuren und<br />
Leben, Tanz, Musik, Freude und Trauer begleiten uns durch die drei<br />
Filmstunden, die von einer Handlung nur lose zusammengehalten werden.<br />
Das erfordert Aufgeschlossenheit vom Zuschauer, belohnt aber auch mit<br />
einem außergewöhnlichen Einblick in eine exemplarische Familie zwischen<br />
den Kulturen.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aimons-nous vivants</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/05/28/aimons-nous-vivants/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 10:19:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6837</guid>

					<description><![CDATA[F 2025, R: Jean-Pierre Améris, D: Valérie Lemercier, Gérard Darmon, Patrick Timsit, 90 Min. Fast sein gesamtes Leben stand Antoine Toussaint (Gérard Darmon) auf der Bühne. Seine Interpretation des Gassenhauers „Mambo Italiano“ machte ihn unsterblich. Dachte er zumindest. Nach einem Schlaganfall im Rampenlicht sieht sich Antoine allerdings plötzlich mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Er fasst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">F 2025, R: Jean-Pierre Améris, D: Valérie Lemercier, Gérard Darmon, Patrick Timsit, 90 Min.</p>
<p>Fast sein gesamtes Leben stand Antoine Toussaint (Gérard Darmon) auf der Bühne. Seine Interpretation des Gassenhauers „Mambo Italiano“ machte ihn unsterblich. Dachte er zumindest. Nach einem Schlaganfall im Rampenlicht sieht sich Antoine allerdings plötzlich mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Er fasst einen Entschluss: Bevor er als Gemüse endet, will er seinem Leben lieber selbst ein Ende bereiten. Die Koffer sind gepackt, der Termin bei einem Institut für Sterbehilfe gebucht. Im Zug nach Genf trifft er allerdings auf Victoire (Valérie Lemercier), die gerade auf Freigang aus dem Gefängnis unterwegs zur Hochzeit ihrer Tochter ist – und natürlich ist sie Antoines größter Fan. Als sie von seinen Plänen erfährt, weicht sie ihm fortan nicht mehr von der Seite. Sicher, die Basis für die Tragikomödie von Jean-Pierre Améris („Die Anonymen Romantiker“) ist konstruiert und auf dem Weg zum Happy End gibt es allerlei haarsträubende Plot-Twists. Aber das charmante Gespann sorgt für einen ebenso leichten wie höchst vergnüglichen Kinoabend.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verflucht normal</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/05/28/verflucht-normal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 10:15:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6836</guid>

					<description><![CDATA[(I Swear) GB 2025, R: Kirk Jones, D: Robert Aramayo, Maxine Peake, Somerled Campbell, 120 Min. John Davidson geht nervös an den versammelten Menschen vorbei, um seinen Ritterorden in Empfang zu nehmen. Auf dem Weg ruft er ein beherztes »Fuck the Queen!« in den Raum. Davidson leidet an Tourette und hilft anderen in seiner Situation, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">(I Swear) GB 2025, R: Kirk Jones, D: Robert Aramayo, Maxine Peake, Somerled Campbell, 120 Min.</p>
<p>John Davidson geht nervös an den versammelten Menschen vorbei, um seinen Ritterorden in Empfang zu nehmen. Auf dem Weg ruft er ein beherztes »Fuck the Queen!« in den Raum. Davidson leidet an Tourette und hilft anderen in seiner Situation, damit umzugehen. Der Weg hier her war lang und beschwerlich. Im Jahre 1983 war John ein aufgeweckter 14-Jähriger, der von einer Karriere als Profifußballer träumt, als er plötzlich unkontrollierbare Ticks entwickelt. In seiner Heimat Schottland ist Tourette damals noch kein Begriff. Zunächst unterstellen ihm selbst seine Eltern, er würde allen nur etwas vormachen. In der Schule wird er gehänselt, gerät in Schlägereien. Jahre später trifft er auf Dottie, die Mutter seines früheren Schulfreunds und die erste, bei der er sein kann, wie er ist. Doch der Weg zur gesellschaftlichen Anerkennung seiner Krankheit ist weit und steinig. Regisseur Kirk Jones (»Lang lebe Ned Devine!«) erzählt die Lebensgeschichte von John Davidson als flammendes Plädoyer für mehr Aufklärung und Akzeptanz von Tourette. Die Erforschung steht immer noch am Anfang, Therapien sind chronisch unterfinanziert. Davidsons Geschichte kann da auf der Leinwand für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Robert Aramayo, bekannt aus »Game of Thrones« und der »Herr der Ringe«-Serie, wurde für seine eindrucksvolle Darstellung bereits mit dem BAFTA ausgezeichnet. Er ist das Herz des mitreißenden Films, der es immer wieder schafft, die tragischen Momente mit Situationskomik aufzulockern.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Enrico Berlinguer – La Grande Ambizione</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/05/12/enrico-berlinguer-la-grande-ambizione/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 13:21:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6835</guid>

					<description><![CDATA[I/B/BUL 2024 R: Andrea Segre, D: Elio Germano, Stefano Abbati, Francesco Acquaroli, 123 Min. In Zeiten einer rechtskonservativen Regierung ist das Kino in Italien politischer denn je. Andrea Segre („Welcome Venice“) inszeniert in seinem dokumentarischen Drama das Leben von Enrico Berlinguer, dem früheren Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Dabei konzentriert er sich auf den Zeitraum von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">I/B/BUL 2024 R: Andrea Segre, D: Elio Germano, Stefano Abbati, Francesco<br />
Acquaroli, 123 Min.</p>
<p>In Zeiten einer rechtskonservativen Regierung ist das Kino in Italien<br />
politischer denn je. Andrea Segre („Welcome Venice“) inszeniert in<br />
seinem dokumentarischen Drama das Leben von Enrico Berlinguer, dem<br />
früheren Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Dabei konzentriert<br />
er sich auf den Zeitraum von 1973 bis 78 und zeigt den Aufstieg in die<br />
Regierung. Der charismatische Enrico Berlinguer (Elio Germano) träumt<br />
von einem demokratischen Sozialismus. Berlinguer will seinen Arbeiter-<br />
und Bauernstaat auf einem möglichst breiten Fundament errichten – gegen<br />
die Widerstände in seiner eigenen Partei und der Faschisten, die bald<br />
auch sein Leben bedrohen. Für eine zukunftsgerichtete Politik braucht<br />
Berlinguer allerdings den Rückhalt der christlichen Regierungspartei<br />
unter Ministerpräsident Giulio Andreotti (Paolo Pierobon).</p>
<p>„La Grande Ambizione“ – Den großen Ehrgeiz erfasste auch Regisseur und<br />
Autor Andrea Segre, die politische Geschichte Berlinguers möglichst<br />
originalgetreu auf die Leinwand zu bringen. Wie er Berlinguer als<br />
uneitlen Kämpfer für die gute Sache darstellt, ist einnehmend.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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