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	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Mehr als 4000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
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		<title>Wir glauben euch</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/05/05/wir-glauben-euch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 03:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[(On vous croit) B 2025 R: Charlotte Devillers, Arnaud Dufeys, D: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, 78 Min. Tränen der Verzweiflung laufen das Gesicht von Alice (Myriem Akheddiou) herunter. Ihr Sohn Etienne (Ulysse Goffin) sitzt auf der Straße und rührt sich nicht. Nur widerwillig begleitet der Junge seine Mutter und die 17-jährige Schwester Lila [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">(On vous croit) B 2025 R: Charlotte Devillers, Arnaud Dufeys, D: Myriem<br />
Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, 78 Min.</p>
<p>Tränen der Verzweiflung laufen das Gesicht von Alice (Myriem Akheddiou)<br />
herunter. Ihr Sohn Etienne (Ulysse Goffin) sitzt auf der Straße und<br />
rührt sich nicht. Nur widerwillig begleitet der Junge seine Mutter und<br />
die 17-jährige Schwester Lila (Adèle Pinckaers) in das Gerichtsgebäude.<br />
Dort wird das Sorgerecht der beiden Kinder zwischen Alice und ihrem<br />
Vater (Laurent Capelluto) verhandelt. Gegen den Vater läuft seit zwei<br />
Jahren ein Strafverfahren. Alice und die Kinder sind angespannt. Das<br />
Warten im Vorraum wird zur Qual. Obwohl sich insbesondere Etienne<br />
deutlich dagegen ausgesprochen hat, treffen sie dort auf den Vater und<br />
seine Anwältin. Am liebsten würden die Kinder ihn nie wiedersehen. Doch<br />
ihre Wünsche und Aussagen bleiben ungehört.</p>
<p>Über den Zeitraum von rund einer Stunde entspinnt sich ein<br />
Familiendrama. Ruhig und konzentriert fängt der Film die Aussagen der<br />
Anwält*innen und der Eltern ein. In den langen, emotionalen Monologen<br />
entfaltet sich die Vorgeschichte. Nüchtern, fast dokumentarisch im<br />
Bildformat 4:3 fängt Kameramann Pépin Struye den Wortwechsel ein und<br />
ruht lange auf den Gesichtern der Protagonist*innen. Der Betrachter hat<br />
so die Möglichkeit, ihre Regungen zu studieren. Die Kamera bleibt dabei<br />
meist bei Alice, die von Myriem Akheddiou („Zwei Tage, eine Nacht“)<br />
eindringlich gespielt wird. Ihre Schilderungen lassen Bilder im Kopf des<br />
Betrachters formen, die am Ende ein Ganzes ergeben. Die Perspektive ist<br />
zwar subjektiv konzentriert auf Alices Perspektive, aber aufrichtig, nie<br />
manipulativ. So dass man am Ende auch mit Blick auf die überzeugend<br />
agierenden Kinderdarsteller*innen sagen kann: „Wir glauben euch“. Seine<br />
Premiere feierte das Regiedebüt von Charlotte Devillers und Arnaud<br />
Dufeys in der Sektion „Encounters“ der letztjährigen Berlinale.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Rose</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/04/29/rose/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:46:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[AT/D 2026 R: Markus Schleinzer, D: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, 94 Min. Dreißig Jahre Krieg. Undenkbar. Inmitten dieses »ersten großen Krieges« im 17. Jahrhundert taucht der Soldat Rose in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf. Rose behauptet, der rechtmäßige Erbe eines seit langer Zeit verlassenen Gutshofs zu sein. Seinen Anspruch macht er mit einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">AT/D 2026 R: Markus Schleinzer, D: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa<br />
Growaldt, 94 Min.</p>
<p>Dreißig Jahre Krieg. Undenkbar. Inmitten dieses »ersten großen Krieges«<br />
im 17. Jahrhundert taucht der Soldat Rose in einem abgelegenen<br />
protestantischen Dorf auf. Rose behauptet, der rechtmäßige Erbe eines<br />
seit langer Zeit verlassenen Gutshofs zu sein. Seinen Anspruch macht er<br />
mit einem Dokument geltend. Rose strebt nach Anerkennung und Integration<br />
in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft. Sein Erscheinen zieht jedoch<br />
deren Misstrauen auf sich. Den Fremden umgibt ein Geheimnis –<br />
tatsächlich steckt hinter Rose eine Frau, die eine falsche Identität und<br />
ein anderes Geschlecht angenommen hat, um ihr Glück zu finden.</p>
<p>Mit der Figur des Soldaten Rose hat die Charakterdarstellerin Sandra<br />
Hüller eine neue Herausforderung gefunden. Nach der Frau eines<br />
SS-Kommandanten in »Zone of Interest« und einer angeklagten Witwe in<br />
»Anatomie eines Falls« stellt sie in Markus Schleinzers »Rose« eine<br />
»Frau, die vorgibt, ein Mann zu sein« dar, wie Hüller im Rahmen der<br />
Pressekonferenz der diesjährigen Berlinale betonte. »Ich spiele keinen<br />
Mann.«. Und doch ist diese Rolle für sie auch eine auch körperliche<br />
Transformation. Nicht nur die Stimme wirkt fester, betonter, auch ihr<br />
Schauspiel trägt männliche Züge, solange sich Rose als Mann ausgibt. Für<br />
den österreichischen Regisseur Markus Schleinzer war Hüller die einzige<br />
Wahl für die Rolle der Rose. Er schätzt an ihr »dieses enorme Talent,<br />
die bezwingende Logik gepaart mit einer extremen Ehrlichkeit und<br />
Uneitelkeit in ihrem Spiel.« Hüller, so habe er im Gespräch mit anderen<br />
Darstellerinnen erfahren, sei zudem enorm wichtig »für nachfolgende<br />
Generationen an Schauspielerinnen.«</p>
<p>Schleintzer hatte vor acht Jahren mit seiner Recherche zu »Rose«<br />
begonnen. Auf Basis der Informationen, die er in alten Schriften und<br />
Nacherzählungen fand, begann er ein Romanfragment zu schreiben. Mehr als<br />
1.000 Seiten umfasste am Ende die Geschichte der fiktiven Figur Rose,<br />
von der Geburt bis zum Tode. Mit dem Drehbuchautor Alexander Brom<br />
konzentrierte er sich auf das letzte Kapitel ihres Lebens. »Ich bin auf<br />
an die 300 Geschichten von Frauen gestoßen, die über etwa drei<br />
Jahrhunderte hinweg, aus unterschiedlichsten Gründen ›den Weg in die<br />
Hose‹ genommen haben.« Gründe für Frauen »in die Hose zu steigen« waren<br />
mannigfaltig, so Schleintzer. »Es erleichterte den Zugang zu Arbeit. Es<br />
war die Hoffnung, Vergewaltigungen oder Zwangsheiraten zu entgehen,<br />
dadurch selbstbestimmter zu leben«, die Frauen antrieb. »Wer ein<br />
selbstbestimmtes Leben führen, Zugang zu Bildung und Besitz haben<br />
wollte, der tat gut daran, ein Mann zu sein oder zumindest eine Hose zu<br />
tragen.« Immer wieder stellte er fest, »in dem Moment in dem sie sich<br />
dieses Stückchen Stoff angelegt haben, war diese Freiheit, diese<br />
Autonomie sofort gegeben.«</p>
<p>Bereits mit seinem letzten Film »Angelo« behandelte Markus Schleinzer<br />
einen historischen Stoff. Darin wird zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein<br />
afrikanischer Sklavenjunge von einer europäischen Comtesse ausgesucht,<br />
um getauft und ausgebildet zum Wiener Hofmaskottchen zu werden. Diesmal<br />
setzte Schleintzer die Geschichte in starken Schwarz-Weiß-Bildern in<br />
Szene. Weniger, um das Historische zu unterstreichen, sondern vielmehr<br />
für die Fokussierung. »Es bringt die Geschichte manchmal zurück zu den<br />
Menschen. Wir konzentrieren uns ganz auf die Handlung, nicht darauf,<br />
welche Farbe ein Kleid oder eine Uniform hat.« Für »Rose« holte er auch<br />
Robert Gwisdek und Godehard Giese ins Ensemble. Caro Braun ist als Roses<br />
Partnerin Suzanna eine Entdeckung. Marisa Growaldt führt als Erzählerin<br />
durch die Geschichte. Dadurch gewinnt der Film die Hoheit der Narration,<br />
die Distanz des Blicks auf die Ereignisse. Vor allem Hüllers Spiel geht<br />
unter die Haut.</p>
<p>Gedreht wurde im Harz in Sachsen-Anhalt und in Niederösterreich. Die<br />
Leipziger ROW Pictures, die bereits »3 Tage in Quiberon« und »Irgendwann<br />
werden wir uns alles erzählen« mit Regisseurin Emily Atef, sowie Sandra<br />
Hüller in »Zwei zu Eins« produzierte, war mit an Bord. Auch die<br />
Tonbearbeitung entstand in Leipzig.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Frosch und das Wass</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/04/29/der-frosch-und-das-wass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6830</guid>

					<description><![CDATA[Deutschland/Japan 2025 R: Thomas Stuber, D: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, 100 Min. Stefan Busch (Aladdin Detlefsen), den alle nur „Buschi“ nennen, lebt in einer betreuten Wohngruppe. Bei einem Ausflug nach Köln macht sich Buschi selbständig und steigt in den Bus einer japanischen Reisegruppe. An Bord ist der schweigsame Hideo Kitamura (KanjiTsuda). Obwohl die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">Deutschland/Japan 2025 R: Thomas Stuber, D: Aladdin Detlefsen, Kanji<br />
Tsuda, Bettina Stucky, 100 Min.</p>
<p>Stefan Busch (Aladdin Detlefsen), den alle nur „Buschi“ nennen, lebt in<br />
einer betreuten Wohngruppe. Bei einem Ausflug nach Köln macht sich<br />
Buschi selbständig und steigt in den Bus einer japanischen Reisegruppe.<br />
An Bord ist der schweigsame Hideo Kitamura (KanjiTsuda). Obwohl die<br />
beiden einander nicht verstehen können, entwickelt sich eine behutsame<br />
Freundschaft zwischen ihnen. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang<br />
geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren,<br />
blüht in dieser fremden Umgebung auf. Hideo wiederum hat persönliche<br />
Gründe für diese Reise, den Verlust seines Bruders.</p>
<p>Gotthard Kuppel, Seiltänzer, Kabarettist, Theaterschauspieler und<br />
-regisseur, reiste 1972 als Teil der Olympiaauswahl im Judo nach Japan.<br />
Als er einmal im Zug sitzend beobachtete, wie sich zwei Reisegruppen<br />
begegneten, eine deutsche und eine aus Japan. stellte er sich vor, wie<br />
es wäre, wenn einer der Touristen plötzlich kehrt machen und sich der<br />
anderen Gruppe anschließen würde. Aus dieser Tagträumerei entstand ein<br />
Drehbuch. Mit Kuppels Engagement im Bremer Blaumeier-Atelier, einer<br />
Institution in der seit vierzig Jahren Menschen mit und ohne<br />
körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen Theater und Musik machen,<br />
wurde aus dem Protagonisten seiner Geschichte ein Held mit Downsyndrom.<br />
Gemeinsam mit dem Leipziger Regisseur Thomas Stuber („In den Gängen“)<br />
erzählt Kuppel ein lakonisches Roadmovie in der Tradition von<br />
Filmemachern wie Jim Jarmusch, Aki Kaurismäki und nicht zuletzt Takeshi<br />
Kitano. Der Blaumeier-Schauspieler Aladdin Detlefsen und der japanische<br />
Charakterdarsteller Kanji Tsuda („Onoda – 10.000 Nächte im Dschungel“)<br />
entwickeln eine wundervolle Chemie auf der Leinwand. Wer sich auf den<br />
ruhigen Ton und das gemächliche Tempo dieser charmanten<br />
Reisegesellschaft einlässt, findet eine berührende Komödie mit leisem Humor.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Magier im Kreml</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/04/10/der-magier-im-kreml/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 10:27:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[(The Wizard of the Kremlin) F/USA 2025 R: Olivier Assayas, D: Paul Dano, Alicia Vikander, Tom Sturridge Einen Film über eine noch lebende und noch dazu umstrittene Persönlichkeit zu drehen, ist ein heikles Unterfangen. Der französische Politfilmer Olivier Assayas („Carlos – Der Schakal“) scheint da der richtige Mann auf dem Regiestuhl. Er adaptierte den Roman [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">(The Wizard of the Kremlin) F/USA 2025 R: Olivier Assayas, D: Paul Dano, Alicia Vikander, Tom Sturridge</p>
<p>Einen Film über eine noch lebende und noch dazu umstrittene Persönlichkeit zu drehen, ist ein heikles Unterfangen. Der französische Politfilmer Olivier Assayas („Carlos – Der Schakal“) scheint da der richtige Mann auf dem Regiestuhl. Er adaptierte den Roman „Der Magier im Kreml“ von Giuliano da Empoli, der den Aufstieg Vladimir Putins nachzeichnet. Ähnlich wie zuletzt Ali Abbasi bei „The Apprentice – The Trump Story“ erzählt das Buch die politische Karriere des russischen Präsidenten aus der Perspektive seines Vertrauten, des Medienunternehmers Wladislaw Surkow, der hier Vadim Baranov heißt. Paul Dano spielt den Präsidentemacher teuflisch gut mit sonorer Stimme. Jude Law als Putin überzeugt ebenso. Trotzdem bleibt der fade Nachgeschmack eines verfilmten Wikipedia-Eintrags: Informativ, aber dröge.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arco</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/04/10/arco/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 10:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[B 2025 R: Ugo Bienvenu, 88 Min. Europäischer Filmpreis, Oscarnominierung, Preise bei allen wichtigen Animationsfilmfestivals und viel Applaus von Künstlerinnen und Künstlern wie Alfonso Cuarón oder Thomas Bangaltar: »Arco« ist wirklich etwas Besonderes. Bild für Bild handgemalt und animiert, ist in den Trickfilm des französischen Comic-Autos Ugo Bienvenu enorm viel Liebe geflossen. Ähnlich wie das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">B 2025 R: Ugo Bienvenu, 88 Min.</p>
<p>Europäischer Filmpreis, Oscarnominierung, Preise bei allen wichtigen Animationsfilmfestivals und viel Applaus von Künstlerinnen und Künstlern wie Alfonso Cuarón oder Thomas Bangaltar: »Arco« ist wirklich etwas Besonderes. Bild für Bild handgemalt und animiert, ist in den Trickfilm des französischen Comic-Autos Ugo Bienvenu enorm viel Liebe geflossen. Ähnlich wie das Katzenabenteuer »Flow«, für das der Lette Gints Zilbalodis im vergangenen Jahr den Oscar erhielt, ist auch »Arco« komplett unabhängig produziert, abseits der großen Studios, und größtenteils handanimiert von einem Team aus Kunststudenten. Durch seinen kindlichen Stil und eine recht konventionelle Erzählung ist Bienvenus Zeitreiseabenteuer aber deutlich zugänglicher als Zilbalodis’ wortloses Werk. Für seine Geschichte um einen Jungen aus einer fernen Zukunft, der auf dem Regenbogen durch die Zeit reist und mit einem einsamen Mädchen Freundschaft schließt, ließ sich Bienvenu von den großen des Fachs wie Hayao Miyazaki (»Das Schloss im Himmel«) und Steven Spielberg (»E.T. – Der Außerirdische«) inspirieren. Die Welt, die er schafft, ist einzigartig und gegenwärtig, geht es hier doch auch darum, wie wir unsere Zukunft gestalten. Mit viel Liebe zum Detail und zu seinen Figuren, erweckte das Team um Bienvenu diese Welt zum Leben. »Arco« verbindet ernste Themen mit viel Witz und visuellen Spielereien, ein Kunstwerk für die ganze Familie, das große und kleine Kinogängerinnen und Kinogänger berühren wird.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>De magie van de Amstel Gold Race &#8211; Leo&#8217;s laatste ronde</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/04/07/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Günter H. Jekubzik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 16:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken GHJ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6822</guid>

					<description><![CDATA[30 Jahre Koersdirektor Leo van Vliet? (Tom Dumoulin übernimmt von Leo van Vliet) Am 10. April 2026 feiert die Sport-Dokumentation „De magie van de Amstel Gold Race – Leo’s laatste ronde“ im Heerlener Royal-Kino im Rahmen des „Dutch Mountain Fiets Film Festival“ (DMFFF) Premiere. Der Film zeichnet ein nahes, durchweg sympathisches Porträt von Leo van [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">30 Jahre Koersdirektor Leo van Vliet?<br />
(Tom Dumoulin übernimmt von Leo van Vliet)</p>
<p>Am 10. April 2026 feiert die Sport-Dokumentation „De magie van de Amstel Gold Race – Leo’s laatste ronde“ im Heerlener Royal-Kino im Rahmen des „Dutch Mountain Fiets Film Festival“ (DMFFF) Premiere. Der Film zeichnet ein nahes, durchweg sympathisches Porträt von Leo van Vliet, der das einzige niederländische WorldTour?Eintagesrennen drei Jahrzehnte lang geprägt hat. Von 1996 bis 2026 war er Koersdirektor – eine Ära, die der Film mit großer Zuneigung, aber ohne kritische Schärfe nacherzählt. Er begleitet van Vliet auf seinen letzten Wegen rund um den Cauberg und durch Limburgs Radsportlandschaft.</p>
<p>Die Dokumentation blättert durch van Vliets Geschichte wie durch ein persönliches Album. Sie besucht „seinen“ Platz im Ferienhauspark auf dem Cauberg, zeigt ihn im Gespräch mit Wegbegleitern und lässt ihn durch die Orte wandern, die sein Berufsleben bestimmt haben. Für den Autor dieser Zeilen verbindet sich die Dokumentation mit einer eigenen Erinnerung: Bei einem Event von „Limburg Crossboarder Cycling“ saß er selbst neben van Vliet, der damals sichtbar mit der Entscheidung rang, das Ziel erneut zu verlegen. Die Verschiebung vom Cauberg nach Vilt erwies sich später als kluger Schritt, weil das Rennen dadurch an Attraktivität gewann und die Entscheidung nicht mehr bis zum allerletzten Meter hinausgezögert wurde. Solche Momente der Weitsicht tauchen im Film immer wieder auf, ohne dass sie laut betont würden.</p>
<p>Auch van Vliets eigene Karriere als Fahrer wird liebevoll nachgezeichnet. Er erscheint als Teamplayer im legendären TI?Raleigh?Rennstall von Peter Post, an der Seite von Jan Raas und Gerrie Knetemann, mit einer Mischung aus Respekt und Furcht vor dem Mannschaftszeitfahren mit diesen dominanten Figuren. Seine beste Platzierung im Amstel Gold Race war ein achter Platz – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Raas das Rennen in jener Zeit mit fünf Siegen in das „Amstel Gold Raas“ verwandelte.</p>
<p>Ein großer Reiz des Films liegt in der Einbettung in die regionale Radsportkultur. Rund um den gefürchteten Cauberg und das „berühmteste Dorf der Rad-Welt“ Valkenburg entsteht ein atmosphärisches Bild, das zeigt, wie sehr dieses Rennen Teil der Identität Limburgs geworden ist. Van Vliet erscheint als Organisator ohne Starallüren, der überall freundlich begrüßt wird und offensichtlich bis heute ein Teamplayer geblieben ist. Der Film zeigt ihn bei tausend kleinen Aufgaben: bei einem Spaß-Zeitfahren am Cauberg, beim Entfernen von Verkehrs-Mobiliar von der Strecke, bei organisatorischen Details, die sonst niemand wahrnimmt. Gleichzeitig erinnert er an existenzielle Herausforderungen wie die BSE?Krise oder die Corona-Pandemie, die einschneidende Maßnahmen erforderten, um das Rennen überhaupt durchführen zu können. Auch die Tourenfahrer-Version mit ihren 15.000 Teilnehmenden findet ihren Platz und unterstreicht die enorme Breitenwirkung des Events.</p>
<p>Begleitet wird van Vliet im letzten Jahr seiner Amtszeit von Regisseur Bernard Krikke, der in diesem Jahr voller Huldigungen und Begegnungen stets an seiner Seite ist. Ein Veteranentreffen des alten TI?Raleigh?Teams setzt einen weiteren warmen Akzent. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Der populäre Giro?Sieger Tom Dumoulin und Roy Packbier übernehmen künftig die Verantwortung – ein Übergang, den der Film ruhig und ohne Pathos markiert.</p>
<p>Auffällig ist, dass die vom radaffinen Regionalsender L1 (Redaktion Jelle Kleinen) co-produzierte Dokumentation konsequent positiv bleibt. Kleine Misstöne – etwa der Windschatten, den der spätere Sieger Tadej Pogacar einst hinter dem Rennleiterwagen erhielt – werden nicht thematisiert. Auch emotional bleibt der Film eher sachlich, obwohl van Vliet selbst durchaus zu Tränen neigt. Die Regie entscheidet sich für Zurückhaltung, was einerseits sympathisch wirkt, andererseits aber verhindert, dass der Film größere Tiefe oder Reibung entwickelt. Spektakuläre Rennbilder sucht man vergeblich; stattdessen folgt die Kamera einem bodenständigen Menschen zu Fuß durch seine Welt.</p>
<p>Am Ende bleibt eine nette, respektvolle Vorstellung eines der größten Sportereignisse der Region und seines unersetzlichen Organisators. Die Dokumentation ist kein kritisches Werk, sondern eine liebevolle Verabschiedung. Sie zeigt, warum so viele Menschen Leo van Vliet dankbar sind – und warum sein Abschied eine Zäsur darstellt.</p>
<p><a href="https://www.dmff.eu/films/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde/">www.dmff.eu/films/de-magie-van-de-amstel-gold-race-leos-laatste-ronde/</a>?<br />
De magie van de Amstel Gold Race &#8211; Leo&#8217;s laatste ronde * Dutch Mountain Film Festival<br />
dmff.eu<br />
<a href="https://www.dmff.eu/events/dmff-fiets/">www.dmff.eu/events/dmff-fiets/</a>?<br />
DMFF Fiets<br />
dmff.eu</p>
<p>Disclaimer: Der Autor dieser Kritik wurde selbst bei einem Open?Zeitfahren mit Profis am Cauberg Achter – hinter dem bekannten Aachener Bergfahrer Roger Uhle.</p>
<div class="postie-attachments"><a href="https://www.filmtabs.de/ft/?attachment_id=6823"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6823" src="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706-300x150.jpeg" alt="" width="300px" height="150px" srcset="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706-300x150.jpeg 300w, https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/5c0b1e7d-3caf-4d5f-b00f-904428855706.jpeg 320w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
<a href="https://www.filmtabs.de/ft/?attachment_id=6824"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6824" src="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1-300x111.jpeg" alt="" width="300px" height="111px" srcset="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1-300x111.jpeg 300w, https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/DMFF-2023-email-nieuwsbrief-header-scaled-1.jpeg 320w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
<a href="https://www.filmtabs.de/ft/?attachment_id=6825"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6825" src="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht.jpeg" alt="" width="240px" height="240px" srcset="https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht.jpeg 240w, https://www.filmtabs.de/ft/wp-content/dmff-fiets-amstel-gold-overzicht-150x150.jpeg 150w" sizes="(max-width: 240px) 100vw, 240px" /></a></div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alpha</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/03/29/alpha-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 01:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/?p=6821</guid>

					<description><![CDATA[Alpha F 2025 R: Julia Ducournau, D: Mélissa Boros, Tahar Rahim, Golshifteh Farahani, 126 Min. Die französische Regisseurin Julia Ducournau („Titane“) macht fühlbare Filme, körperliche Grenzerfahrungen. Auch „Alpha“ macht da keine Ausnahme, aber die Empathie für die Figuren will sich nicht so recht einstellen. In den 1980ern wächst die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros) bei ihrer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">Alpha F 2025 R: Julia Ducournau, D: Mélissa Boros, Tahar Rahim,<br />
Golshifteh Farahani, 126 Min.</p>
<p>Die französische Regisseurin Julia Ducournau („Titane“) macht fühlbare<br />
Filme, körperliche Grenzerfahrungen. Auch „Alpha“ macht da keine<br />
Ausnahme, aber die Empathie für die Figuren will sich nicht so recht<br />
einstellen. In den 1980ern wächst die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros)<br />
bei ihrer alleinerziehenden Mutter und dem heroinabhängigen Onkel auf.<br />
Eine mysteriöse Seuche geht um, zu der es kein Heilmittel gibt. Die<br />
Infizierten verwandeln sich allmählich zu Stein, der sich in rotem Sand<br />
auflöst. Alpha flieht vor der finsteren Realität in den Alkohol. Als sie<br />
nach einem Rausch erwacht, trägt sie ein Tattoo, ein blutiges A, auf dem<br />
Oberarm. Die Gefahr, dass sie sich an der Nadel infiziert hat, ist real.<br />
Ihre Mitschüler beginnen sie auszugrenzen.</p>
<p>Heroin und HIV – Ducournau geht nicht gerade subtil vor. Das Trauma der<br />
beherrschenden Epidemien der Achtziger verarbeitet sie aus der<br />
Perspektive eines Kindes. Der Film trägt ihr Elend zwei Stunden zur<br />
Schau. Am Ende werden die durchaus vielversprechenden Ansätze höchst<br />
unbefriedigend zusammengeführt.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blue Moon</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/03/24/kritiken-lt-blue-moon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 02:47:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken GHJ]]></category>
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					<description><![CDATA[USA/IRL 2025 R: Richard Linklater, D: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, 100 Min. Sie waren das Traumpaar des Broadways: Zwischen 1919 und den frühen 1940er Jahren schufen Richard Rogers und Lorenz Hart einige der größten Hits des 20. Jahrhunderts. Hart schrieb die cleveren Texte, Rogers komponierte die unvergessenen Melodien. Aus ihrer Feder stammen Evergreens [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">USA/IRL 2025 R: Richard Linklater, D: Ethan Hawke, Margaret Qualley,<br />
Bobby Cannavale, 100 Min.</p>
<p>Sie waren das Traumpaar des Broadways: Zwischen 1919 und den frühen<br />
1940er Jahren schufen Richard Rogers und Lorenz Hart einige der größten<br />
Hits des 20. Jahrhunderts. Hart schrieb die cleveren Texte, Rogers<br />
komponierte die unvergessenen Melodien. Aus ihrer Feder stammen<br />
Evergreens wie »My Funny Valentine« und »Blue Moon«. Für zahlreiche<br />
Musicalerfolge schrieben sie gemeinsam über 500 Songs. Regisseur Richard<br />
Linklater hegte schon länger den Wunsch, das tragische Leben von Lorenz<br />
Hart zu verfilmen, aber erst als sein Freund und Stammschauspieler Ethan<br />
Hawke das richtige Alter erreicht hatte, war es soweit. Wie so oft hat<br />
sich die bemerkenswerte Geduld, die Linklater (»Boyhood«) bei seinen<br />
Projekten an den Tag legt, gelohnt.</p>
<p>Hawke glänzt als Hart und feuert ein Stakkato an cleveren Dialogen ab,<br />
die ihm Drehbuchautor Robert Kaplow, mit dem Linklater bereits für „Ich<br />
&amp; Orson Welles“ zusammenarbeitete, in den Mund legt. Er zeichnet Hart<br />
als einen ebenso bemitleidens- wie liebenswerten Künstler, der neun<br />
Monate vor seinem frühen Tod bei der Premierenparty von »Oklahoma!« ein<br />
Comeback versucht. Doch seine Liebe zum Alkohol hat einen Keil zwischen<br />
ihn und Rogers (Andrew Scott) getrieben. Der feiert mit seinem neuen<br />
Partner Oscar Hammerstein II (Simon Delaney) inzwischen noch größere<br />
Erfolge. Seine angebetete Elizabeth (Margaret Qualley) sieht in Hart<br />
nicht mehr als einen guten Freund, auch wenn seine lebendige Phantasie<br />
das anders sieht. So bleibt ihm nur die Gesellschaft des Bartenders Eddy<br />
(Bobby Cannavale) und des Pianisten Morty Rifkin (Jonah Lees). „Blue<br />
Moon“ ist ein Kammerspiel, das – wie so oft bei Linklater – vom<br />
Dauerfeuer seiner Dialoge lebt. Am Ende schwirrt einem der Kopf. Hawks<br />
einnehmende Darstellung, für die er auch für den Oscar nominiert wurde,<br />
bleibt einem aber noch lange in Erinnerung.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pillion</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/03/24/pillion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 02:44:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[GB/IRL 2025 R: Harry Lighton, D: Alexander Skarsgård, Lesley Sharp, Harry Melling, 107 Min. Der schüchterne Colin lebt in einer Kleinstadt im Haus seiner Eltern. Im örtlichen Pub trifft er eines Abends auf Ray. Colin ist sofort fasziniert von dem muskulösen Biker und findet sich kurz darauf in einer Seitengasse auf den Knien vor Ray [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">GB/IRL 2025 R: Harry Lighton, D: Alexander Skarsgård, Lesley Sharp,<br />
Harry Melling, 107 Min.</p>
<p>Der schüchterne Colin lebt in einer Kleinstadt im Haus seiner Eltern. Im<br />
örtlichen Pub trifft er eines Abends auf Ray. Colin ist sofort<br />
fasziniert von dem muskulösen Biker und findet sich kurz darauf in einer<br />
Seitengasse auf den Knien vor Ray wieder, der ihn erst erniedrigt und<br />
dann ignoriert. Der Beginn einer unterwürfigen Beziehung, in der sich<br />
Colin von Ray wie ein Hund halten lässt. Er kümmert sich um den Haushalt<br />
und schläft auf dem Boden zur Füßen Rays. Auf der anderen Seite lernt<br />
Colin aber auch unter den Bikern eine vollkommen neue Welt aus<br />
Freundschaft, Anerkennung und Leidenschaft kennen. Basierend auf der<br />
preisgekrönten Romanvorlage »Box Hill« von Adam Mars-Jones erzählt<br />
Regisseur Harry Lighton mit viel Verständnis, Charme und Witz eine<br />
dominante Beziehungsgeschichte. Dabei spart Lighton auch nicht Colins<br />
Eltern aus, die sich zunächst liebevoll um seine Bedürfnisse sorgen,<br />
aber dann doch erschrocken reagieren, als sie Ray kennenlernen. Der<br />
Regisseur vermeidet aber melodramatische Momente bis hin zum schlüssigen<br />
Finale. Harry Melling, der als Dudley Dursley in den »Harry<br />
Potter«-Filmen begann, zieht als Colin die Sympathien auf sich. Der<br />
»Northman« Alexander Skarsgård spielt hingebungsvoll und mit vollem<br />
Körpereinsatz. Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde das Regiedebüt<br />
gefeiert und erhielt den Drehbuchpreis in der Sektion »Un Certain Regard«.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Maysoon</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/03/19/maysoon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 14:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[D 2026 R: Nancy Biniadaki, D: Sabrina Amali, Florian Stetter, Susanne Bormann, 121 Min. Maysoon (Sabrina Amali) und ihr Partner Tobi (Florian Stetter) verbringen mit ihren beiden Kindern einen idyllischen Tag am See. Doch die Idylle trügt. Man spürt, dass sie sich auseinandergelebt haben. Tobi ist immer öfter länger im Büro, Maysoon meist alleine mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026 R: Nancy Biniadaki, D: Sabrina Amali, Florian Stetter, Susanne<br />
Bormann, 121 Min.</p>
<p>Maysoon (Sabrina Amali) und ihr Partner Tobi (Florian Stetter)<br />
verbringen mit ihren beiden Kindern einen idyllischen Tag am See. Doch<br />
die Idylle trügt. Man spürt, dass sie sich auseinandergelebt haben. Tobi<br />
ist immer öfter länger im Büro, Maysoon meist alleine mit dem Alltag.<br />
Als er eines Abends spät nach Hause kommt und gleich ins Bett<br />
verschwinden will, stellt ihn Maysoon zur Rede. Es kommt, wie es kommen<br />
muss: Tobi gesteht ihr eine Affäre und Maysoon verliert jeden Halt. In<br />
der Wut, Trauer und Verzweiflung hat sie sich selbst nicht mehr unter<br />
Kontrolle. Hinzu kommt, dass sie ihren Aufenthaltsstatus erneuern muss.<br />
Doch bei der Flucht aus Ägypten hat sie alle Dokumente zurückgelassen<br />
und ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit hindert sie daran, mit<br />
ihrer Familie Kontakt aufzunehmen. Eine Menge Stoff hat sich Nancy<br />
Biniadaki da für ihr Spielfilmdebüt vorgenommen. Amali und Stetter<br />
spielen das Beziehungsdrama intensiv und überzeugend. Der Plot ist<br />
allerdings hoffnungslos überladen und der emotionale Ritt über zwei<br />
Stunden strengt an.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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