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	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Mehr als 4000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
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		<title>Everytime</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/08/04/everytime/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 20:05:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[AT/D 2026, R: Sandra Wollner, D: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristán López, 124 min Eine quadratische Sonne über dem azurblauen Meer. Ein Titel, der alles und nichts sagt. »Everytime« ist ein Rätsel. Der dritte Spielfilm der österreichischen Filmemacherin Sandra Wollner (»The Trouble with Being Born«) ist ein Raum, den man als Betrachter mit seinen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">AT/D 2026, R: Sandra Wollner, D: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristán López, 124 min</p>
<p>Eine quadratische Sonne über dem azurblauen Meer. Ein Titel, der alles und nichts sagt. »Everytime« ist ein Rätsel. Der dritte Spielfilm der österreichischen Filmemacherin Sandra Wollner (»The Trouble with Being Born«) ist ein Raum, den man als Betrachter mit seinen eigenen Gedanken füllen kann. Zunächst einmal ist da der ganz normale Alltag einer dreiköpfigen Familie, den Gregory Oke (»Aftersun«) wunderbar beiläufig filmt, als säße man mit auf dem Sofa. Ella kümmert sich allein um ihre beiden Kinder, Teenagerin Jessie und ihre kleine Schwester Melli. Durch einen plötzlichen Todesfall kommt Jessies Freund Lux in dieses Gefüge und die Verarbeitung von Verlust wird zum Grundthema des Films. Eine surreal-überhöhte Perspektive nimmt den Raum ein. Die Atmosphäre verdichtet sich und bleibt gleichermaßen schwebend. Wer sich an der Handlung festhält, verliert bald das Gleichgewicht. Darauf muss man sich einstellen. Ob man dem Film als Zuschauer bis zur konsequenten Auflösung, die mehr Fragen stellt als Antworten liefert, folgt, ist eine Frage der Offenheit. Ist man bereit, wird man mit einem großartigen, natürlich spielenden Ensemble belohnt, aus dem Birgit Minichmayr als Muttertier heraussticht. In Cannes wurde »Everytime« mit dem Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet. Eine spirituell wie auch formal bereichernde Kinoerfahrung, ein frischer Ansatz, Film neu zu denken, und ein unvergessliches Erlebnis.</p></div>
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		<title>Bitteres Fest</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/07/26/bitteres-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 13:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[E 2026, R: Pedro Almodóvar, D: Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón, 111 min. Der spanische Regisseur und Autor Pedro Almodóvar (»Volver«) hat in seiner langen Karriere immer wieder Filme über das Schreiben und Filmemachen gedreht, die immer auch etwas über ihn selbst erzählen. In „Bitteres Fest“ verschachteln sich diese Ebenen nun noch tiefer. Sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">E 2026, R: Pedro Almodóvar, D: Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón, 111 min.</p>
<p>Der spanische Regisseur und Autor Pedro Almodóvar (»Volver«) hat in seiner langen Karriere immer wieder Filme über das Schreiben und Filmemachen gedreht, die immer auch etwas über ihn selbst erzählen. In „Bitteres Fest“ verschachteln sich diese Ebenen nun noch tiefer. Sein Alter Ego ist der Regisseur und Autor Raúl, der seit Jahren nach einem neuen Stoff sucht. Nun scheint er fündig geworden zu sein und schreibt die Geschichte von Elsa nieder, die ebenfalls Filmemacherin ist und nach einer Panikattacke Zuflucht in einem Haus am Meer sucht, um dort den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Soweit so gut, wäre die Geschichte von Elsa nicht geliehen von den Menschen, mit denen sich der egozentrische Autor Raúl umgibt. Und das öffnet die ewige Frage, ob Kunst, die das Leben inspiriert, auch ebenso vom Leben inspiriert sein darf und sollte. Gewohnt stilsicher und mit seiner typischen Mischung aus Melodram und großen Gefühlen inszenierte Almodóvar ein äußerst verschachteltes Drama um Kunst und Kopie.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Dreams</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/07/24/dreams-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 20:29:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[MEX/USA 2025, R: Michel Franco, D: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, 98 Min. Eine Szene, wie sie sich tagtäglich an der Grenze zu Mexiko abspielt: Ein Lkw steht in sengender Hitze. Darin eine Gruppe Geflüchteter, vereint in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit dem Hereinbrechen der Nacht werden das Klopfen und die Hilferufe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">MEX/USA 2025, R: Michel Franco, D: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, 98 Min.</p>
<p>Eine Szene, wie sie sich tagtäglich an der Grenze zu Mexiko abspielt: Ein Lkw steht in sengender Hitze. Darin eine Gruppe Geflüchteter, vereint in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit dem Hereinbrechen der Nacht werden das Klopfen und die Hilferufe im Inneren lauter. Als schließlich die Tür geöffnet wird, kann Fernando entkommen. Sein Ziel: San Francisco. Dort lebt Jennifer, Tochter eines reichen Unternehmers. In Fernandos Heimat teilten sie ein Zimmer, doch in Jennifers Umfeld hat ihr junger Liebhaber keinen Platz. Während sie mit sich und ihrer Leidenschaft ringt, versucht der talentierte Tänzer eine Karriere am Ballett. Mit Filmen wie »New Order – Die neue Weltordnung« hat sich der mexikanische Regisseur Michel Franco als Meister der provokativen Sozialkritik etabliert. Eindrücklich seziert er die Kluft zwischen Arm und Reich. »Dreams« zeigt die Unterschiede in einem intensiven, körperlichen Beziehungsdrama um Macht und Abhängigkeit. Nicht nur der Altersunterschied und die sozialen Hintergründe der Hauptfiguren stehen im Gegensatz zueinander. Während Jennifers Weg vorbestimmt ist, muss Fernando trotz seiner Fähigkeiten um Geltung ringen. Ein schmerzhaft reales und hochaktuelles Sujet, stark gespielt von Jessica Chastain (»Zero Dark Thirty«) und der Neuentdeckung Isaac Hernández. Die Kamera von Yves Cape (»Holy Motors«) bleibt bewusst auf Distanz, der Film bezieht keine offensichtliche Position. Das macht seine Aussage umso eindringlicher.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Dreams</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/07/19/dreams/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 01:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[MEX/USA 2025, R: Michel Franco, D: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend, 98 Min. Eine Szene, wie sie sich tagtäglich an der Grenze zu Mexiko abspielt: Ein Lkw steht in sengender Hitze. Darin eine Gruppe Geflüchteter, vereint in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit dem Hereinbrechen der Nacht werden das Klopfen und die Hilferufe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">MEX/USA 2025, R: Michel Franco, D: Jessica Chastain, Isaac Hernández,<br />
Rupert Friend, 98 Min.</p>
<p>Eine Szene, wie sie sich tagtäglich an der Grenze zu Mexiko abspielt:<br />
Ein Lkw steht in sengender Hitze. Darin eine Gruppe Geflüchteter,<br />
vereint in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit dem Hereinbrechen<br />
der Nacht werden das Klopfen und die Hilferufe im Inneren lauter. Als<br />
schließlich die Tür geöffnet wird, kann Fernando entkommen. Sein Ziel:<br />
San Francisco. Dort lebt Jennifer, Tochter eines reichen Unternehmers.<br />
In Fernandos Heimat teilten sie ein Zimmer, doch in Jennifers Umfeld hat<br />
ihr junger Liebhaber keinen Platz. Während sie mit sich und ihrer<br />
Leidenschaft ringt, versucht der talentierte Tänzer eine Karriere am<br />
Ballett. Mit Filmen wie »New Order – Die neue Weltordnung« hat sich der<br />
mexikanische Regisseur Michel Franco als Meister der provokativen<br />
Sozialkritik etabliert. Eindrücklich seziert er die Kluft zwischen Arm<br />
und Reich. »Dreams« zeigt die Unterschiede in einem intensiven,<br />
körperlichen Beziehungsdrama um Macht und Abhängigkeit. Nicht nur der<br />
Altersunterschied und die sozialen Hintergründe der Hauptfiguren stehen<br />
im Gegensatz zueinander. Während Jennifers Weg vorbestimmt ist, muss<br />
Fernando trotz seiner Fähigkeiten um Geltung ringen. Ein schmerzhaft<br />
reales und hochaktuelles Sujet, stark gespielt von Jessica Chastain<br />
(»Zero Dark Thirty«) und der Neuentdeckung Isaac Hernández. Die Kamera<br />
von Yves Cape (»Holy Motors«) bleibt bewusst auf Distanz, der Film<br />
bezieht keine offensichtliche Position. Das macht seine Aussage umso<br />
eindringlicher.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Etwas ganz Besonderes</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/07/08/etwas-ganz-besonderes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 20:03:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[D 2026, R: Eva Trobisch, D: Frida Hornemann, Eva Löbau, Max Riemelt, 116 min. Bei einer Talentshow wird Lea (Frida Hornemann) gefragt, was sie ausmacht. Eine Antwort darauf hat sie nicht. Ihre Eltern sind getrennt. Während sie ihr Vater Matze (Max Riemelt) bei ihrem Traum einer Bühnenkarriere unterstützt, kommt es mit ihrer Mutter Rieke (Gina [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026, R: Eva Trobisch, D: Frida Hornemann, Eva Löbau, Max Riemelt, 116 min.</p>
<p>Bei einer Talentshow wird Lea (Frida Hornemann) gefragt, was sie ausmacht. Eine Antwort darauf hat sie nicht. Ihre Eltern sind getrennt. Während sie ihr Vater Matze (Max Riemelt) bei ihrem Traum einer Bühnenkarriere unterstützt, kommt es mit ihrer Mutter Rieke (Gina Henkel) regelmäßig zu Konflikten. Lea lebt bei ihren Großeltern Christel (Rahel Ohm) und Friedrich (Peter René Lüdicke), deren Hof inmitten der thüringischen Idylle vor der Pleite steht. Die einzige wirklich Vertraute der 16-Jährigen ist ihre Tante Kati (Eva Löbau), die aus dem Westen zurück in die Heimat gezogen ist, um das sanierte Stadtschloss als DDR-Museum zu betreiben. Eva Trobisch („Ivo“) ordnet ihre Figurenkonstellation sorgsam an, um die Konflikte zwischen den Generationen auszuspielen. Genau beobachtet, mit spitzen Dialogen und fast beiläufig erzählt sie viel über familiäre und ostdeutsche Identität.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Camino-Therapie</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/29/die-camino-therapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 02:31:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[(Compostelle) F/B 2025 R: Yann Samuel, D: Alexandra Lamy, Julien Le Berre, Maëlle Vidou 113 Min. Nach 15 Jahren Unterricht an einer Brennpunkt-Schule wird Fred (Alexandra Lamy) suspendiert. Ihr ist im Affekt die Hand ausgerutscht und sie hat eine Schülerin geschlagen. Erst findet sie die Strafe ungerecht und sucht die Schuld bei den anderen. Aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">(Compostelle) F/B 2025 R: Yann Samuel, D: Alexandra Lamy, Julien Le<br />
Berre, Maëlle Vidou 113 Min.</p>
<p>Nach 15 Jahren Unterricht an einer Brennpunkt-Schule wird Fred<br />
(Alexandra Lamy) suspendiert. Ihr ist im Affekt die Hand ausgerutscht<br />
und sie hat eine Schülerin geschlagen. Erst findet sie die Strafe<br />
ungerecht und sucht die Schuld bei den anderen. Aber schließlich gesteht<br />
sie sich ein, dass es ihr Fehler war, und es ist der Versuch einer<br />
Wiedergutmachung, als sie entschließt, das Angebot ihrer Freundin<br />
anzunehmen: Die Organisation, für die sie tätig ist, begleitet<br />
straffällig gewordene Jugendliche auf dem „Weg der Wandlung“. Für zwei<br />
Monate marschieren die Pädagogen allein mit ihrem Schützling auf dem<br />
Jakobsweg. So lernt Fred Adam (Julien Le Berre) kennen. Der gewalttätige<br />
Jugendliche steht kurz vor seinem 18. Geburtstag und hat schon mehrere<br />
Jugendstrafen kassiert. Die Richterin stellt ihn vor die Wahl: Entweder<br />
Wanderung oder Knast. Entsprechend wenig motiviert und aufmüpfig ist er<br />
auf den ersten Kilometern und treibt Fred an den Rand ihrer Geduld. Sie<br />
setzt ihm klare Grenzen und zeigt Verständnis für seine Situation. So<br />
kommen die beiden sich allmählich näher.</p>
<p>„Ich glaube nicht an Gott.“ – „Er glaubt auch nicht an dich.“ Es sind<br />
die direkten Dialoge zwischen Adam und Fred, die diese Reise so spannend<br />
machen. Adams Gefühle schwanken zwischen den Extremen und Fred begegnet<br />
ihm mit Offenheit. Dramaturgisch folgt der Film von Yann Samuel („Liebe<br />
mich, wenn du dich traust“) bekannten Pfaden. Einem Hoch folgt ein Tief<br />
und es gibt einschneidende Begegnungen auf dem Weg. Adams Leidenschaft<br />
für Rap wirkt mitunter etwas aufgesetzt. Aber der junge Hauptdarsteller<br />
Julien Le Berre ist ein überzeugender Performer und das Zusammenspiel<br />
mit der erfahrenen Alexandra Lamy („Louise und die Schule der Freiheit“)<br />
funktioniert hervorragend. Vincent Gallot („Ghettogangz“) setzt die<br />
Reise einfallsreich und mit großen Naturbildern in Szene.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ingeborg Bachmann &#8211; Jemand, der einmal ich war</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/ingeborg-bachmann-jemand-der-einmal-ich-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:23:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[D 2026 R: Regine Schilling, D: Sandra Hüller, 96 min In diesem Jahr wäre Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Die Dokumentarfilmerin und studierte Literaturwissenschaftlerin Regine Schilling (»Igor Levit – No Fear«), nähert sich der Autorin mit einem experimentellen Porträt, bei dem sie Archivmaterial und Texte mit gespielten Sequenzen vermischt. In denen verkörpert Sandra Hüller [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026 R: Regine Schilling, D: Sandra Hüller, 96 min</p>
<p>In diesem Jahr wäre Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Die Dokumentarfilmerin und studierte Literaturwissenschaftlerin Regine Schilling (»Igor Levit – No Fear«), nähert sich der Autorin mit einem experimentellen Porträt, bei dem sie Archivmaterial und Texte mit gespielten Sequenzen vermischt. In denen verkörpert Sandra Hüller Bachmann in ihren letzten Tagen, allein in einem Appartement in Rom, gezeichnet vom Alkohol- und Tablettenmissbrauch. Schilling selbst nennt dies eine Seance, eine Totenbeschwörung, auf die sich Hüller mit vollem Körpereinsatz einlässt. So entstand ein intimes Bild einer Getriebenen, in dem Bachmann durch ihre Texte lebendig wird und Einblick in ihr Innerstes offenbart. Dazwischen dokumentieren die Fernsehaufnahmen den Weg aus dem ländlichen Kärnten in die Metropole Wien, von der Tochter eines NSDAP-Funktionärs zur gefeierten Lyrikerin. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existentiellen Krisen. Schilling bezieht dabei den Entstehungsprozess ihrer Versuchsanordnung in den Film ein, zeigt Hüller bei der Vorbereitung auf ihre Rolle, in der Maske und bei den Proben. Ein interessantes Werk, das nicht den Anspruch auf Authentizität erhebt, sondern aus seinem künstlerischen Anspruch keinen Hehl macht.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Obsession</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/obsession/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[USA 2025 R: Curry Barker, D: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, 108 Min. Sei vorsichtig, was du dir wünscht – Diese alte Weisheit bekommt in »Obsession« einen frischen Twist. Der schüchterne »Bear«, wie er von seinen Freunden genannt wird, liebt insgeheim Nikki. Seine Liebe kann er ihr jedoch nicht gestehen, ohne ihre langjährige Freundschaft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">USA 2025 R: Curry Barker, D: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, 108 Min.</p>
<p>Sei vorsichtig, was du dir wünscht – Diese alte Weisheit bekommt in »Obsession« einen frischen Twist. Der schüchterne »Bear«, wie er von seinen Freunden genannt wird, liebt insgeheim Nikki. Seine Liebe kann er ihr jedoch nicht gestehen, ohne ihre langjährige Freundschaft zu gefährden. Also wünscht er sich eines Abends, dass sie nichts in der Welt mehr liebt als ihn. Das harmlos erscheinende Spielzeug »Wishing Willow« erfüllt überraschenderweise sein Versprechen und Nikki weicht fortan wie fremdgesteuert nicht mehr von seiner Seite. Doch »Bear« muss bald begreifen, dass aus Liebe schnell Obsession werden kann, wenn magische Kräfte im Spiel sind, und so wird die Leidenschaft zur Last. Regisseur und Autor Curry Baker, der mit selbstgedrehten Horror-Kurzfilmen auf YouTube virale Hits landete, produzierte seinen ersten Langfilm unabhängig, bevor das Hit-Horrorstudio Blumhouse auf ihn aufmerksam wurde. Das überschaubare Budget sieht man »Obsession« allerdings nicht an. Durch den cleveren Einsatz von Licht und Schatten schafft er eine konstante Bedrohung. Einige Jump-Scares sieht man zwar meilenweit kommen, sie verfehlen jedoch nicht ihre Wirkung. Effektiv ist sein Horror, der ein wenig an den ähnlich gelagerten „Together“ aus dem vergangenen Jahr erinnert, auch aufgrund der entfesselten Darstellung von Hauptdarstellerin Inde Navarette (»Superman and Lois«) und weil er seine Geschichte mit seinem nachvollziehbar handelnden Protagonisten erdet.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Resurrection</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/22/resurrection/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 19:08:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[CHN/F/USA 2025 R: Bi Gan, D: Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao, 160 Min. Eine Traumreise durch das Zwanzigste Jahrhundert und 100 Jahre Filmgeschichte – nicht weniger hat sich der chinesische Autorenfilmer Bi Gan („Long Day’s Journey Into Night“) vorgenommen. Schon die ersten Filmminuten sind ein Versprechen: Die Kamera blickt in ein Diorama, eine Opiumhölle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">CHN/F/USA 2025 R: Bi Gan, D:  Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao, 160 Min.</p>
<p>Eine Traumreise durch das Zwanzigste Jahrhundert und 100 Jahre Filmgeschichte – nicht weniger hat sich der chinesische Autorenfilmer Bi Gan („Long Day’s Journey Into Night“) vorgenommen. Schon die ersten Filmminuten sind ein Versprechen: Die Kamera blickt in ein Diorama, eine Opiumhölle vor einhundert Jahren. Eine Hand greift in die Szene und gestaltet sie. Menschen irren durch die Kulisse, die sich für die Protagonistin bald zu einem surrealen Albtraum entwickelt. Sie stößt auf eine entstellte Kreatur, ein Phantasmer, ein Träumer in der Welt jener, die sich vom Träumen entfernt haben, um ewig zu leben.</p>
<p>Durch die Jahrzehnte folgt sie ihm in immer wieder neue Inkarnationen. So wird die Handlung in sechs Kapiteln zum Episodenfilm, der mal einem Taschendieb und Betrüger auf den Straßen folgt, dann einem Grabräuber bei einer übernatürlichen Begegnung in einem Kloster und schließlich einem Paar in der Nacht vor dem Ende des Jahrhunderts.</p>
<p>Es sind immer wieder Figuren einer Halbwelt, die ziellos durch die Zeit driften. Bi Gan inszeniert sie vor dem Hintergrund des sich wandelnden Reichs der Mitte. Sein cineastischer Trip ist aber auch eine Liebeserklärung an das Kino, vom Stummfilm bis zur Gegenwart, verspielt und visuell berauschend in Szene gesetzt von Jingsong Dong („Der See der wilden Gänse“). „Resurrection“ erzählt mit Traumlogik und entzieht sich einer konventionellen Handlung. Lässt man sich darauf ein, zieht einen der Film über seine 160 Minuten und weit darüber hinaus in seinen Bann.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>The Love That Remains</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/06/18/the-love-that-remains/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:50:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6840</guid>

					<description><![CDATA[IS/DK/S/F 2025, R: Hlynur Pálmason, D: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, 109 min Mit nur drei Filmen hat sich der isländische Regisseur Hlynur Pálmason zur festen Größe im europäischen Kino und zum Dauergast im Wettbewerb von Cannes gedreht. Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in »Weißer, weißer Tag«, die Verlorenheit am Ende der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">IS/DK/S/F 2025, R: Hlynur Pálmason, D: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, 109 min</p>
<p>Mit nur drei Filmen hat sich der isländische Regisseur Hlynur Pálmason zur festen Größe im europäischen Kino und zum Dauergast im Wettbewerb von Cannes gedreht. Der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen in »Weißer, weißer Tag«, die Verlorenheit am Ende der Welt in »Godland« – Pálmason erzählt fast schon beiläufig, mit einem tiefen Verständnis für die Natur des Menschen von einschneidenden Ereignissen. So auch in »The Love That Remains«. Die Ehe zwischen Anna und Magnús ist aus. Seine ständige Abwesenheit durch den Job auf einem Fischkutter mag ein Grund für die Trennung gewesen sein. Wann immer er an Land ist, ist er trotzdem Teil der Familie und für ihre drei Kinder da. Der Schlussstrich unter ihre Beziehung ist für Anna sicherlich deutlicher als für Magnús, der immer noch baggert. Aber beide leben längst unterschiedliche Leben. Während Anna um Anerkennung für ihre Kunst kämpft und nebenher den Haushalt führt, ist Magnús unter Deck mit notgeilen Seemännern. Mit trockenem Humor und menschlicher Wärme erzählt Pálmason von einer Trennung und der Liebe, die bleibt. Wir bekommen einen Einblick in das Leben einer Familie inmitten der rauen Natur Islands, die das Leben der Menschen bestimmt. Mit natürlichen Kinderdarstellern und überzeugenden Erwachsenen entsteht ein Ausschnitt, der fühlbar ein Vorher und Nachher hat und auch auf der Leinwand ewig weiterlaufen könnte.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
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