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	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Mehr als 4000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
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		<title>The Killer</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/29/the-killer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 04:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
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					<description><![CDATA[HK 1989 R: John Woo, D: Chow Yun Fat, Danny Lee, Sally Yeh 110 Min. Mitte der Achtziger revolutionierte eine Handvoll von Regisseuren aus Hongkong das Actionkino. Hart, brutal und mit einer großen Portion Stilbewusstsein sog das Hongkong-Kino Hollywood-Konventionen auf und drehte sie auf zwölf. Einer der jungen Wilden jener Zeit war John Woo. Mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">HK 1989 R: John Woo, D: Chow Yun Fat, Danny Lee, Sally Yeh 110 Min.</p>
<p>Mitte der Achtziger revolutionierte eine Handvoll von Regisseuren aus<br />
Hongkong das Actionkino. Hart, brutal und mit einer großen Portion<br />
Stilbewusstsein sog das Hongkong-Kino Hollywood-Konventionen auf und<br />
drehte sie auf zwölf. Einer der jungen Wilden jener Zeit war John Woo.<br />
Mit „City Wolf“ (A Better Tomorrow), „Hard Boiled“ und „The Killer“<br />
schuf der Regisseur Meilensteine, die das Actionkino überall in der Welt<br />
für Jahre prägen sollten. Nach „Hard Boiled“ kommt nun auch „The Killer“<br />
von 1989 in einer restaurierten Fassung erneut in die deutschen Kinos.<br />
Wie schon bei „City Wolf“ produzierte Tsui Hark und Chow Yun Fat<br />
übernahm die Hauptrolle, der wie kein Zweiter zum Posterboy des<br />
Hongkong-Kinos avancierte. Fat spielt den Killer Jeff, der auf die<br />
Nachtclubsängerin Jennie (Sally Yeh) trifft. Für sie ist er bereit, das<br />
tödliche Handwerk an den Nagel zu hängen. Doch um ihr Augenlicht zu<br />
retten, muss er einen letzten Auftrag annehmen. Der bringt ihn ins<br />
Fadenkreuz der Triaden und der Polizei unter Inspektor Lee (Danny Lee).<br />
Das Zusammenspiel von Killer und Cop macht den größten Reiz dieses<br />
zeitlosen Actionspektakels aus. Stylische Schießereien und wilde<br />
Verfolgungsjagden wechseln sich im Minutentakt ab. Dazwischen ist Raum<br />
für Trauer um den Verlust von Mitgefühl, Ethik und Ehre unter Gangstern.<br />
Eine Killerballade, die auch das Ende einer Ära einläutet. Die Tage<br />
Hongkongs waren gezählt. 1997 wurde die Sonderverwaltungszone von den<br />
Briten an die chinesische Regierung übertragen. John Woo ging nach<br />
Hollywood und mischte dort das Actionkino mit Filmen wie „Face/Off – Im<br />
Körper des Feindes“ und „Operation Broken Arrow“ auf. „The Killer“<br />
bleibt ein Klassiker des Genres, der seine Mitwirkenden auf ihrem<br />
kreativen Höhepunkt zeigt und zugleich ein neonleuchtendes Hongkong auf<br />
die Leinwand bringt, das längst verschwunden ist.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Other Mommy</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/29/other-mommy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 03:40:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6868</guid>

					<description><![CDATA[USA 2026 Regie: Rob Savage, D: Jessica Chastain, Jay Duplass, Arabella Olivia Clark, Karen Allen, Arian Moayed, 93 Min. Die achtjährige Bela (Arabella Olivia Clark) ist es gewohnt, ihre Mutter (Jessica Chastain) kaum zu Gesicht zu bekommen. Während sie an ihrer Karriere feilt, kümmert sich der Vater (Jay Duplass) um die Tochter und den Haushalt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">USA 2026 Regie: Rob Savage, D: Jessica Chastain, Jay Duplass, Arabella<br />
Olivia Clark, Karen Allen, Arian Moayed, 93 Min.</p>
<p>Die achtjährige Bela (Arabella Olivia Clark) ist es gewohnt, ihre Mutter<br />
(Jessica Chastain) kaum zu Gesicht zu bekommen. Während sie an ihrer<br />
Karriere feilt, kümmert sich der Vater (Jay Duplass) um die Tochter und<br />
den Haushalt. Beziehungsweise sollte er das, kifft aber lieber am<br />
Vormittag und macht dann ein Nickerchen. So auch als Bela in der Küche<br />
überraschend auf ihre Mutter trifft, die sich eigentlich eben<br />
verabschiedet hatte. Doch irgendwas ist anders. Ihre Mutter beginnt<br />
unvermittelt zu weinen und kocht Pasta ohne Wasser, was beinahe einen<br />
Brand auslöst, den ihr Vater gerade noch verhindern kann. Als er die<br />
Mutter mit verdrehten Gliedmaßen unter dem Küchentisch entdeckt,<br />
begreift auch er, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die beiden suchen das<br />
Weite und rufen die Polizei. Die erscheint – und kurz darauf auch die<br />
Mutter, die plötzlich wieder ganz normal wirkt.</p>
<p>Das Vertrauen der kleinen Bela ist erschüttert, obwohl sie weiß, dass es<br />
sich bei dem Ding in der Küche nicht um ihre echte Mutter handelt.<br />
Vielmehr ist es die »andere Mutter«, die Bela aus einer Parallelwelt in<br />
ihre Realität geholt hat. Die überforderten Eltern suchen fortan nach<br />
einem Weg, die dämonische Entität wieder loszuwerden. Die Story ist<br />
Quark, die Versuche der Familie, den Dämon zu bekämpfen reichlich<br />
albern. Aber das Drehbuch ist sich dessen durchaus bewusst und dreht den<br />
Irrsinn auf Zwölf. Jessica Chastain hat einen Heidenspaß daran, in ihrer<br />
Doppelrolle von der Businessfrau in eine groteske Karikatur zu<br />
schlüpfen. Arabella Olivia Clark überzeugt rundum in der Rolle der<br />
verängstigten Tochter und Jay Duplass gibt den hilflosen Doofus. Die<br />
Schockeffekte sind solide, das CGI-Monster durchaus furchteinflößend.<br />
Das alles ist hochgradig sinnentleert, aber doch irgendwie unterhaltsam.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die andere Seite</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/29/die-andere-seite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 03:38:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6867</guid>

					<description><![CDATA[D/AT 2026 R: Mariko Minoguchi, D: Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi, Barbara Petritsch, 106 Min. Wie ein scheues Tier steht Hanna im Wald, häutet einen Hasen und hält dabei immer wieder inne, um nach Geräuschen zu lauschen. Als sie Schüsse hört und Hundegebell, packt sie hastig alles zusammen und flieht. Durch den Wald, den Hang [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D/AT 2026 R: Mariko Minoguchi, D: Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi,<br />
Barbara Petritsch, 106 Min.</p>
<p>Wie ein scheues Tier steht Hanna im Wald, häutet einen Hasen und hält<br />
dabei immer wieder inne, um nach Geräuschen zu lauschen. Als sie Schüsse<br />
hört und Hundegebell, packt sie hastig alles zusammen und flieht. Durch<br />
den Wald, den Hang hinauf, doch der Hund ist ihr auf den Spuren und nur<br />
dank ihrer Beute lässt er von ihr ab. Der schmerzhafte Verlust ist<br />
spürbar, noch schmerzhafter allerdings der Stock, der sich in ihren<br />
Unterschenkel gerammt hat, den sie unter Tränen entfernt, die Wunde<br />
desinfiziert und näht. Es geht um alles – das wird auch ohne Worte<br />
schnell klar in Mariko Minoguchis („Mein Ende. Dein Anfang.“) zweitem<br />
Spielfilm. Das existentialistische Drama entfaltet sich allmählich. Es<br />
gibt einen Virus, Hanna war Ärztin und ist jetzt Ausgestoßene, da sie<br />
den Erreger in sich trägt. Über rund zwei Stunden entspinnt sich ein<br />
Kampf ums Überleben in der Wildnis der Alpenregion. Die traurigen Augen<br />
von Nina Hoss zeugen vom Leid, dass sie gesehen haben. Endzeitdramen<br />
rund um tödlichen Viren hat es schon viele im Kino gegeben, aber selten<br />
wurde das Szenario so trostlos geschildert.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heimsuchung &#8211; Eine Jahrhundertgeschichte</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/29/heimsuchung-eine-jahrhundertgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 03:37:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6866</guid>

					<description><![CDATA[D/F 2026 R: Volker Schlöndorff, D: Lars Eidinger, Martina Gedeck, Susanne Wolff, 121 Min. In ihrem 2007 erschienenen Roman „Heimsuchung“ rollt Jenny Erpenbeck die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts auf und schildert sie aus der Perspektive eines Grundstücks am Scharmützelsee. Dort lebt zunächst ein jüdischer Tuchfabrikant mit seiner Familie. Als die Nazis an die Macht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D/F 2026 R: Volker Schlöndorff, D: Lars Eidinger, Martina Gedeck,<br />
Susanne Wolff, 121 Min.</p>
<p>In ihrem 2007 erschienenen Roman „Heimsuchung“ rollt Jenny Erpenbeck die<br />
deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts auf und schildert sie aus der<br />
Perspektive eines Grundstücks am Scharmützelsee. Dort lebt zunächst ein<br />
jüdischer Tuchfabrikant mit seiner Familie. Als die Nazis an die Macht<br />
kommen, muss er das Grundstück verkaufen. Ein Architekt errichtet dort<br />
ein Haus für seine zweite Ehefrau. Nach dem Krieg zieht eine<br />
Schriftstellerin und überzeugte Kommunistin mit ihrer Familie ein und<br />
erlebt, wie die großen Visionen eines sozialistischen Staates zerfallen.<br />
In rund zwei Stunden Film goss Regisseur Volker Schlöndorff den Stoff.<br />
Er behält die Erzählerinnenstimme bei, was dem Film etwas altmodisch<br />
Lehrbuchhaftes gibt. Mascha Schilinski war da mit ihrem ähnlich<br />
gelagerten Cannes-Gewinner „In die Sonne schauen“ wesentlich<br />
eindringlicher. Was bleibt, ist ein hervorragendes Ensemble, hübsche<br />
Naturpanoramen und die Chronik des Übergangs vom National- zum<br />
Sozialismus, die im deutschen Kino immer noch untererzählt ist.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Materia Prima</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/29/materia-prima/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 03:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6865</guid>

					<description><![CDATA[D 2026 R: Jens Schanze, 89 Min. Eindrucksvoll erstrecken sich die Salzseen über die unendlichen Ebenen Boliviens und vereinen sich am Horizont mit dem Himmel. Hier, am höchsten Ort der Welt, schlummert ein Reichtum an Rohstoffen unter der Erde. Das weckt Begehrlichkeiten und so stehen die Vertreter der Welt Schlange, um Handelsabkommen mit dem Binnenstaat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026 R: Jens Schanze, 89 Min.</p>
<p>Eindrucksvoll erstrecken sich die Salzseen über die unendlichen Ebenen<br />
Boliviens und vereinen sich am Horizont mit dem Himmel. Hier, am<br />
höchsten Ort der Welt, schlummert ein Reichtum an Rohstoffen unter der<br />
Erde. Das weckt Begehrlichkeiten und so stehen die Vertreter der Welt<br />
Schlange, um Handelsabkommen mit dem Binnenstaat im Herzen von<br />
Lateinamerika zu schließen. Eine Gruppe europäischer Unternehmer und<br />
Diplomaten erkundet das mit geschätzt 23 Millionen Tonnen größte<br />
Lithiumvorkommen der Welt im Andenhochland Boliviens. Von dem wollen<br />
auch die Bewohner der indigenen Dorfgemeinschaften profitieren. Denn<br />
obwohl das Land reich ist an Silber, Zinn und Zink, lebt die Bevölkerung<br />
in Armut. Dokumentarfilmer Jens Schanze begleitet die Europäer bei ihrer<br />
Reise und die Einheimischen in ihrem Kampf. Dazwischen zeugen immer<br />
wieder Briefe des indigenen Autors Felipe Guamán Poma de Ayala aus dem<br />
16. Jahrhundert von der Ausbeutung der Kolonialherren. „Materia Prima“<br />
macht nachdenklich, auch über die Rolle, die wir als Konsumenten in dem<br />
Kreislauf spielen.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alte Liebe</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/10/08/alte-liebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 08:17:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6864</guid>

					<description><![CDATA[D 2026, R: Andreas Dresen, D: Dagmar Manzel, Joachim Król, Anna von Seld 111 Min. Lore (Dagmar Manzel) und Harry (Joachim Król) sind seit 40 Jahren verheiratet. Ein altes Ehepaar wie es im Buche steht. Er meckert gern, sie kritisiert ihn häufig. Aber eigentlich lieben sie sich und halten die gegenseitigen Marotten aus. Der Pensionär [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026, R: Andreas Dresen, D: Dagmar Manzel, Joachim Król, Anna von Seld<br />
111 Min.</p>
<p>Lore (Dagmar Manzel) und Harry (Joachim Król) sind seit 40 Jahren<br />
verheiratet. Ein altes Ehepaar wie es im Buche steht. Er meckert gern,<br />
sie kritisiert ihn häufig. Aber eigentlich lieben sie sich und halten<br />
die gegenseitigen Marotten aus. Der Pensionär kümmert sich am liebsten<br />
um seinen Rittersporn im Garten, während die Bibliothekarin vergeblich<br />
versucht, ihren Gatten mal zu einer Lesung zu bewegen. Lore träumt von<br />
einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. Sie fühlt sich kraftlos<br />
und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Harry trinkt sein<br />
Bier, raucht, schweigt. Als eine Einladung zur Hochzeit ihrer Tochter im<br />
Briefkasten liegt, hat er nur Abfälliges für den zukünftigen<br />
Schwiegersohn übrig: Wessi, reich geerbt, klein und untersetzt. Obwohl<br />
Lore zieht und zerrt, lässt er sich nicht dazu bewegen, zur Feier nach<br />
Leipzig zu reisen. Aber die ist ja auch erst im Herbst und es ist Frühling.</p>
<p>Der Film begleitet das Paar mit wundervollem lakonischen Humor durch die<br />
Jahreszeiten. Mit klugen, lebensnahen Dialogen ist die Adaption des<br />
Romans von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder ein Zweipersonenstück,<br />
das sich fast ausschließlich im schönen Ostberliner Häuschen (mit<br />
Garten) abspielt. Die Szenen und Dialoge erzählen beiläufig auch viel<br />
über die DDR und das Heute. Ein Stoff wie geschrieben für Andreas<br />
Dresen, der nah am Buch inszenierte. Dagmar Manzel und Joachim Król<br />
spielen das ganz wundervoll, ehrlich und ohne Eitelkeit. Eine „Alte<br />
Liebe“ verbindet unterdessen auch Regisseur Andreas Dresen und<br />
Drehbuchautorin Laila Stieler. Seit mehr als 20 Jahren schreiben sie<br />
zusammen. Das Thema Liebe im Alter behandelten sie bereits mit »Wolke<br />
Neun« aufrichtig und einfühlsam. Ihre künstlerische Harmonie sorgt auch<br />
hier für jene Handschrift für die das Publikum ihre Filme schätzt und<br />
liebt und auch diesen in ihr Herz schließen wird.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über Unterbiberger</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/09/28/uber-unterbiberger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 02:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6863</guid>

					<description><![CDATA[D 2026 R: Matthias Ditscherlein V: Filmperlen 92 Min. Volksmusik – Ein Heiligtum (süd)deutscher Identität. Als Außenstehender verbindet man die Blasmusik eher mit Bier und Oktoberfest. Franz Himpsl macht Volksmusik. Mit seiner Frau Irene und den beiden Söhnen hat er die Unterbiberger Hofmusik gegründet. Aber die Himpsls haben in ihrem Repertoire nicht nur Volkslieder, sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D 2026 R: Matthias Ditscherlein V: Filmperlen 92 Min.</p>
<p>Volksmusik – Ein Heiligtum (süd)deutscher Identität. Als Außenstehender<br />
verbindet man die Blasmusik eher mit Bier und Oktoberfest. Franz Himpsl<br />
macht Volksmusik. Mit seiner Frau Irene und den beiden Söhnen hat er die<br />
Unterbiberger Hofmusik gegründet. Aber die Himpsls haben in ihrem<br />
Repertoire nicht nur Volkslieder, sie spielen auch Jazz und Klezmer in<br />
Marokko, Ägypten und dem Iran. Wie aus dem Lehrer in einer bayrischen<br />
Kleinstadt ein musikalischer Botschafter wurde, der um die Welt reist<br />
und mit den Größen des Jazz spielt, erzählt Matthias Ditscherlein in<br />
seinem mitreißenden Dokumentarfilm „Über Unterbiberger“. Über zehn Jahre<br />
begleitete er die Familie bei ihren Reisen und in ihrem Umfeld in dem<br />
Vorort von München. Er fängt die großen Augen und überraschten Gesichter<br />
ein, wenn Franz in Lederhose die Saz – eine orientalische Laute – zückt<br />
und darauf, wechselnd mit der Trompete, seine Interpretation türkischer<br />
Volkslieder singt. Ist ist aber auch im Breisgau bei den Freunden der<br />
Familie, backstage in Marrakesh und bei der Arbeit mit Kindern im<br />
ägyptischen Shibin el-Kaum dabei. So entsteht ein Porträt, das ebenso<br />
umtriebig ist wie sein Protagonist. Franz ist der Zampano, der die<br />
Familie auf Trapp hält und auch gern den Mittelpunkt der Doku einnimmt.<br />
Seine Bereitschaft zum musikalischen Austausch ging soweit, dass er<br />
neben Türkisch auch Arabisch lernte, um auch den Zugang zu den Kindern<br />
zu finden und in ihnen die Leidenschaft für Musik zu wecken. Mit Respekt<br />
und Offenheit verbinden die Himpsls Kulturen über die einende Sprache<br />
der Musik. „Nur nicht in die Hosen scheißen“, ist das Motto, immer<br />
neugierig darauf neue Kulturen aufzusaugen. „Über Unterbiberger“, der<br />
die Hofer Filmtage eröffnete, mag eine etwas einseitige Geschichte<br />
erzählen. In seiner Begeisterung ist er aber ein beseeltes Plädoyer für<br />
das was uns verbindet.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Corpus Delicti</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/09/28/corpus-delicti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 02:39:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6862</guid>

					<description><![CDATA[D  2026, R: Lena Stahl, D: Hannah Herzsprung, Damian Hardung, Alexander Fehling, 100 Min. Freiheit und Sicherheit sind zwei gesellschaftliche Ziele, die immer wieder für Diskussionen sorgen. In der nahen Zukunft, die die Schriftstellerin Juli Zeh in ihrem Roman „Corpus Delicti“ entwirft, wurde zugunsten der Sicherheit auf Freiheit verzichtet. „Die Methode“ beherrscht das Leben der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">D  2026, R: Lena Stahl, D: Hannah Herzsprung, Damian Hardung, Alexander<br />
Fehling, 100 Min.</p>
<p>Freiheit und Sicherheit sind zwei gesellschaftliche Ziele, die immer<br />
wieder für Diskussionen sorgen. In der nahen Zukunft, die die<br />
Schriftstellerin Juli Zeh in ihrem Roman „Corpus Delicti“ entwirft,<br />
wurde zugunsten der Sicherheit auf Freiheit verzichtet. „Die Methode“<br />
beherrscht das Leben der Menschen, ein Regelwerk, das als unfehlbar<br />
gilt. Verbrechen sind ein Relikt der Vergangenheit. Wer aus diesen<br />
Regeln ausbricht, wird drakonisch bestraft. Mia Holl (Hannah Herzsprung)<br />
opfert ihr Leben voll und ganz der Methode. Ihr Bruder Moritz (Damian<br />
Hardung) will auf seine Freiheit nicht verzichten. Als er des Mordes an<br />
einer Frau bezichtigt wird, beginnt auch Mia an der Methode zu zweifeln.<br />
Das Konzept eines dystopischen Überwachungsstaat ist nicht neu, wird in<br />
der Adaption von „Corpus Delicti“ aber überzeugend um- und eindrucksvoll<br />
in Szene gesetzt. Hannah Herzsprung („Vier Minuten“) überzeugt in der<br />
Wandlung von der Devoten zur Zweiflerin. Die übrigen Figuren sind<br />
allerdings flach und die Inszenierung schlägt mitunter über die Stränge.<br />
„Corpus Delicti“ ist durchaus spannendes Unterhaltungskino. Zu mehr<br />
fehlt es an Tiefe.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>All You Need Is Kill</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/09/24/all-you-need-is-kill/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:16:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6861</guid>

					<description><![CDATA[J 2026 R: Ken&#8217;ichirô Akimoto, Yukinori Nakamura, 86 min Das japanische Studio 4°C, welches in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, hebt sich mit seinen Produktionen seit jeher angenehm ab vom Anime-Mainstream. Die Figuren in Filmen wie „Mindgame“, »Mutafukaz« oder »Tekkonkinkret« sind kantiger, der Stil surrealer, visuell aufregender und unverkennbar. Das gilt auch für das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post">J 2026 R: Ken&#8217;ichirô Akimoto, Yukinori Nakamura, 86 min</p>
<p>Das japanische Studio 4°C, welches in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag<br />
feiert, hebt sich mit seinen Produktionen seit jeher angenehm ab vom<br />
Anime-Mainstream. Die Figuren in Filmen wie „Mindgame“, »Mutafukaz« oder<br />
»Tekkonkinkret« sind kantiger, der Stil surrealer, visuell aufregender<br />
und unverkennbar. Das gilt auch für das Regiedebüt von Ken&#8217;ichirô<br />
Akimoto und Yukinori Nakamura. Sie haben sich den in Japan äußerst<br />
populären Roman »All You Need Is Kill« von Hiroshi Sakurazaka<br />
vorgenommen, erzählen die Story aber aus weiblicher Perspektive. Die<br />
rothaarige Rita, eine junge Rekrutin in der Vereinigten<br />
Verteidigungseinheit, wacht eines Morgens auf und muss feststellen, dass<br />
sie in einer Zeitschleife gefangen ist. Eine außerirdische Macht tötet<br />
sie und ihre Einheit. Kurz darauf erwacht sie wieder am Morgen zuvor und<br />
muss den Tag erneut durchlaufen. Außer ihr scheint niemand davon<br />
betroffen. Also entwickelt sie mit jedem Tod neue Strategien und<br />
trainiert, um gegen die pflanzenartigen Killer bestehen zu können –<br />
allerdings vergeblich. Rita beißt regelmäßig ins Gras. Bis sie entdeckt,<br />
dass ihr Schicksal mit dem des Computernerds Keiji verbunden ist.<br />
Gemeinsam versuchen sie fortan die Aliens zur Strecke zu bringen und dem<br />
Loop zu entkommen.</p>
<p>Wer jetzt denkt, die Story gab es doch schon mal mit Tom Cruise und<br />
Emily Blunt: Richtig, auch der Realfilm »Edge of Tomorrow« von Doug<br />
Liman basiert auf derselben Romanvorlage. Nun sind die Rollen verdreht<br />
und die launische Rita ist die eindeutig interessantere Protagonistin.<br />
Die mürrische Einzelgängerin schottet sich am liebsten von der Außenwelt<br />
ab. Bis sie dazu gezwungen ist, sich aus ihrem Schneckenhaus zu bewegen.<br />
Das ist (in der deutschen Synchronisation) alles ein wenig zu<br />
offensichtlich behandelt und ausgesprochen. Visuell ist „All You Need Is<br />
Kill“ aber eine wahre Wucht mit abgedrehten Ideen und<br />
schwindelerregenden Actionszenen.</p></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Primetime</title>
		<link>https://www.filmtabs.de/ft/2026/09/24/primetime/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Tuncay]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:46:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritiken LT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.filmtabs.de/ft/?p=6860</guid>

					<description><![CDATA[ USA 2026 R: Lance Oppenheim, D: Robert Pattinson, Merritt Wever, Skyler Gisondo, 110 min Mit dem Format »To Catch a Predator« für den TV-Sender NBC machte der US-Journalist Chris Hansen Mitte der 2000er Jahre eine Form der Selbstjustiz salonfähig, indem er Pädophile in eine Falle lockte und öffentlich bloßstellte. Über Chats und Foren gewannen seine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="postie-post"> USA 2026 R: Lance Oppenheim, D: Robert Pattinson, Merritt Wever,<br />
Skyler Gisondo, 110 min</p>
<p>Mit dem Format »To Catch a Predator« für den TV-Sender NBC machte der<br />
US-Journalist Chris Hansen Mitte der 2000er Jahre eine Form der<br />
Selbstjustiz salonfähig, indem er Pädophile in eine Falle lockte und<br />
öffentlich bloßstellte. Über Chats und Foren gewannen seine Mitarbeiter<br />
das Vertrauen der Triebtäter und vereinbarten ein Treffen, bei dem<br />
Hansen sie vor laufender Kamera zur Rede stellte.</p>
<p>Die Reality-Show sorgte für Diskussionen darum, wie weit das Fernsehen<br />
gehen darf und sollte. Im vergangenen Jahr rollte der Regisseur David<br />
Osit in seinem Dokumentarfilm »Predators« den Fall neu auf.<br />
Dokumentarfilmer David Osit sprach mit Mitwirkenden und auch mit Hansen<br />
selbst und zeichnete ein ambivalentes Bild. Ging es den Machern wirklich<br />
um Aufklärung oder nur um die Befriedigung der Sensationslust des<br />
Millionenpublikums? Heiligt der Zweck jedes Mittel? Osit gelang es mit<br />
seinem Film die Kontroverse aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten<br />
und den Betrachter zum Nachdenken anzuregen.</p>
<p>Nun hat sich der Dokumentarfilmregisseur Lance Oppenheim an eine<br />
Fiktionalisierung des Stoffes gewagt. Er schildert die Ereignisse hinter<br />
den Kulissen und macht daraus einen hochspannenden Thriller. An dessen<br />
Anfang ist Chris Hanson (Robert Pattinson) noch ein aufstrebender<br />
Fernsehjournalist mit zweierlei Visionen. Er will pädophile Triebtäter<br />
zur Strecke bringen und die Welt verbessern. Daneben geht es ihm aber<br />
auch darum, dass seine journalistische Arbeit endlich die Anerkennung<br />
erhält, die sie in seinen Augen verdient. Hansons Ambitionen machen vor<br />
allem seiner Produzentin Andie Bender (Merritt Wever) das Leben schwer.<br />
Der Getriebene entscheidet erratisch und ist zunehmend abgelenkt von<br />
einem anonymen Anrufer, der dem verheirateten Vater droht, seine<br />
Liebesaffäre auffliegen zu lassen.</p>
<p>Robert Pattinson spielt das hervorragend mit der von ihm schon aus „Das<br />
Drama“ oder „Die My Love“ bekannten Mischung perfider Hilflosigkeit. Er<br />
spielt Hanson als einen Mann, der bereit ist, alle mit sich in den<br />
Abgrund zu reißen. Die Inszenierung mit den grobkörnigen Aufnahmen aus<br />
den Überwachungskameras und extremen Close-Ups sorgt für Beklemmung. Die<br />
Figur des »Decoy-Dan« (Skyler Gisondo), einem jugendlich-naiv wirkenden<br />
Lockvogel, verleiht der Geschichte zusätzliche Tragik. Wer die Doku<br />
allerdings bereits gesehen hat und weiß, welchen Ausgang Hansons<br />
Karriere nahm, der findet auf Seiten der Story nur wenig Neues. Ein<br />
unangenehmes Kinoerlebnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.</p></div>
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