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<title>Farlion Inside</title>
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<description>Mögest Du in interessanten Hosen leben</description>
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        <title>RSS: Farlion Inside - Mögest Du in interessanten Hosen leben</title>
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    <title>Google Street View - der Aufreger, der es nicht wert ist</title>
    <link>http://farlion.com/archives/178-Google-Street-View-der-Aufreger,-der-es-nicht-wert-ist.html</link>

    <description>
        Seit Google bekanntgegeben hat, dass sie mit ihrem Street View starten wollen, reißen die Diskussionen darum nicht ab. Für die einen ist es ein Verstoß gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, die anderen sehen es nicht ganz so eng - es geht schließlich nur um Gebäude. Die Polizei, in all ihrer unwissenden Naivität, spekuliert sogar, dass Kriminelle es dann einfacher hätten, Wohnungen auszuspähen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache der größten Ängste ist eine Schwemme von Fehlinformationen, die von den Medien zum Teil noch befeuert werden. Na ja, "von den Medien" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. In erster Linie geht es um die laut schreienden, viel rote Tinte benutzenden Boulevardklitschen, wie beispielsweise BILD, tz oder Express. &lt;br /&gt;
Auf die Spitze treibt die BILD jetzt die Meinungsmache, indem sie wahllos Leute nach ihrer Meinung über Street View befragt, die ganz offensichtlich keine Ahnung haben, was das überhaupt ist. BILD geht sogar noch weiter und veröffentlicht die Statements OHNE darüber aufzuklären, wie es sich mit Street View wirklich verhält. Und damit schüren sie wieder die völlig überzogene Angst vor Googles neuester Mapping-Aktion. &lt;br /&gt;
Aber dazu mehr im &lt;a href="http://www.bildblog.de/21374/die-schlechtesten-gruende-gegen-street-view/" title="BILDblog"&gt;BILDblog&lt;/a&gt; und bei &lt;a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/die-konnen-nicht-einfach-mein-haus-ins-internet-stellen/" title="Medienrauschen"&gt;Medienrauschen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist denn jetzt bei Street View so gefährlich? Werden tatsächlich Grundstücke und Wohnungen überwacht, wie es so viele unwissende Yellow-Press-Opfer glauben?&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nein, das ist natürlich absoluter Blödsinn.&lt;/strong&gt; Google hat nicht in jeder Straße fest und dauerhaft Kameras installiert (das wäre tatsächlich ein Verstoß gegen geltende Gesetze), sondern hat seine Kamerawagen durch die Städte geschickt, die Straßenzüge aufgenommen haben. Diese Aufnahmen werden nachträglich noch entschärft, so dass weder Gesichter, noch Kfz-Kennzeichen zu identifizieren sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also absoluter Mumpitz, wenn jemand befürchtet, jetzt beim Nachtsonnen beobachtet zu werden oder befürchtet, seine Kinder würden beim Spielen über Street View überwacht. Warum sich übrigens ausgerechnet Deutschlands A- und B-Prominenz dafür hergibt, in einer Zeitung als völlige Idioten dazustehen, werde ich wahrscheinlich genauso wenig verstehen, wie die Aufregung um Street View selbst. Schließlich kann man über das Satellitenbild in &lt;a href="http://maps.google.de/" title="Google Maps"&gt;Google Maps&lt;/a&gt; sämtliche Häuser schon seit Jahren von oben sehen. &lt;br /&gt;
Oh verdammt, hoffentlich liest BILD das jetzt nicht...  
    </description>
</item>
<item>
    <title>Politik ist böse, Blumen sind schön (Serie Teil 4)</title>
    <link>http://farlion.com/archives/177-Politik-ist-boese,-Blumen-sind-schoen-Serie-Teil-4.html</link>

    <description>
        Viele Bürger in Deutschland sind sauer und resignieren trotzdem fast über die seltsamen Entscheidungen und Ankündigungen, die unsere Politiker täglich von sich geben. Durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten verbreiten sich diese Dinge aber heute schneller in der Bevölkerung. Wo wir früher noch völlig überraschend vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, sind wir heute in der Lage, bereits im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen oder Vorhaben zu erfahren und – das halte ich für das Wichtigste – uns darüber auszutauschen und von Fall zu Fall Initiative zu zeigen. Was früher noch im kleinen Kreis diskutiert wurde, kann heute überregional publik gemacht werden und zeigt, dass man oftmals nicht alleine mit seiner Meinung ist.&lt;br /&gt;
Auch die Politik hätte die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, um Stimmungen und Meinungen einzufangen und sich ein Bild über die Stimmungslage zu machen. Stattdessen verweilt sie in längst vergangenen Zeiten und sonnt sich in der eigenen, für Politiker typischen Arroganz.&lt;br /&gt;
Das ärgert mich gewaltig und das ärgert auch viele andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist nur ein Punkt, der mir bitter aufstößt. Was mir an unserer Politik mächtig auf den Zeiger geht, möchte ich heute abschließend als vierten Teil meiner Miniserie mal auflisten.&lt;br /&gt;
 &lt;strong&gt;Unsere Politik ist überaltert und nicht lernfähig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gerade im Bereich der neuen Informationstechnologien ist unsere Politik viel zu starr in vorsintflutlichen Ansichten gefangen. Das Internet? Das ist von Haus aus böse, muss zu Tode reguliert, kontrolliert, überwacht und zensiert werden. Statt die Chance neuer Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen, wird alles, was moderner als ein Stück beschriebenes Papier ist verteufelt. Und wenn sie dann mal etwas Gutes vorhaben, scheitert es an den falschen Vorstellungen alter Männer und Frauen. Die wenigen potentiell guten Vorhaben werden völlig übertrieben zu Tode konzeptioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Import von Fachkräften – unsinnige Arbeitsmarktpolitik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Unsere Industrie und Wirtschaft klagen ständig über Fachkräftemangel. Was fällt der Politik ein? Der Import ausländischer Fachkräfte. Dabei wäre es bei unserer Arbeitslosenquote wesentlich geschickter, vorhandene Arbeitskräfte zu qualifizieren oder fortzubilden, um auf die Art mehr fachlich versiertes Personal zur Verfügung zu haben und zeitgleich den Arbeitsmarkt zu entlasten. &lt;br /&gt;
Aber dazu müssten Konzepte her, die mit Industrie und Wirtschaft erarbeitet werden müssten. Das ist umständlich, da ist es bequemer, die Greencard zu verteilen.&lt;br /&gt;
Was nicht zieht ist das Argument, Qualifizierungen wären zu langwierig, die Fachkräfte würden sofort gebraucht. Schon  zu Beginn der rot-grünen Regierung wurde über fehlende Fachkräfte gejammert – das ist jetzt über 12 Jahre her. Wer selbst studiert hat kann sich ausrechnen, was in so einem Zeitraum mit Qualifizierungen und Fortbildungen hätte erreicht werden können.&lt;br /&gt;
Die einzigen Qualifizierungen, die unserer Politik seit Beginn der 1980er einfallen sind aber leider nur Massenumschulungen. Da steckt man so lange wahllos Arbeitslose in Umschulungen für einen bestimmten Berufszweig, bis der Markt völlig übersättigt ist und die Leute hinterher trotzdem auf der Straße stehen. Ich habe das Ende der 80er selbst erlebt, als im mich zum Berufskraftfahrer umschulen ließ. Von 28 voll finanzierten Kursteilnehmern arbeiteten ein Jahr später noch zwei als Fahrer. Einer davon war ich. Alle anderen standen auf der Straße, weil sie entweder keinen Job als Fahrer bekamen oder eigentlich nie Fahrer werden wollten und diese Umschulung nur unter Druck machten.&lt;br /&gt;
Sinnvoller wären Qualifizierungen, die auch den Interessen und Fähigkeiten der Arbeitnehmer entsprechen. Da habe ich übrigens auch eine nette Anekdote: &lt;br /&gt;
Als ich 1998 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Fahrer arbeiten konnte, beantragte ich eine Fortbildung im Bereich IT/Onlinemedien, weil ich mich mit beiden Dingen auch als Hobby beschäftigte. Ich wurde nicht mal zum Eignungstest zugelassen. Begründung: &lt;em&gt;"Als LKW-Fahrer sind Sie intellektuell nicht in der Lage, einen Computer zu bedienen."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Ein Jahr später wurde ich, aufgrund meiner privaten Websites, von einer Webagentur eingestellt, ohne mich überhaupt beworben zu haben. Soviel über die fehlende Arbeitsmarktkompetenz, die am Rande gleich noch einige Male Erwähnung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Seilschaften unfähiger Regierungspolitiker&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der nächste Punkt, der mich persönlich sehr ärgert, ist die Tatsache, dass in unseren Regierungen seit vielen Jahren Posten nicht mehr nach Qualifikation, sondern aus "Freundschaftsdienst" vergeben werden. Besonders deutlich sieht man das beispielsweise an Wolfgang Schäuble. Dieser überführte Schwarzgeldkurier war plötzlich Innenminister, weil er, laut Merkel, ja der absolute Experte auf dem Gebiet sei. Was er in der Zeit fabrizierte war allerdings durchweg Murks und brachte der Regierung nicht nur Kritik, sondern auch viel Spott und Häme ein. Jetzt ist Wolfgang Schäuble Finanzminister und Angela Merkel ernennt ihn höchstpersönlich zum Superhirn, denn &lt;em&gt;"...er ist absoluter Experte auf dem Gebiet."&lt;/em&gt;. Ähm..., ja...&lt;br /&gt;
Durch solche Vorgehensweisen, wie sie übrigens auch mit "Zensursula" von der Leyen praktiziert wurde, sinkt mein Vertrauen in die Politik immer gen Nullpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine elitäre Familienministerin, die weder von Familie noch von Politik etwas versteht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wer auf die selten dämliche Idee gekommen ist, Kristina Schröder zur Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu machen, der gehört normalerweise wegen Unfähigkeit aus der Politik entfernt und weggesperrt. Überall jammern die Politiker, dass unsere Geburtenrate sinkt und Deutschland irgendwann vergreist und ausstirbt. Und was macht Frau Schröder? Sie will die Geburtenrate noch weiter senken und Arbeitslosen und Geringverdienern das Elterngeld streichen. Kinder sollte man sich leisten können, meint sie. Na ja, sie brauch sich nicht sorgen, sie KANN sich Kinder leisten - sie will nur scheinbar nicht.&lt;br /&gt;
Mir fällt spontan eigentlich nur ein Grund für dieses Verhalten ein: &lt;br /&gt;
Kristina Schröder arbeitet auf das Aussterben der Deutschen hin und verkauft das Bundesgebiet dann später an Holland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Außen hui, innen pfui – hauptsächlich im Ausland gut dastehe&lt;/strong&gt;n&lt;br /&gt;
Das nächste große Ärgernis ist für mich persönlich das Auftreten unserer Kanzlerin in der internationalen Politik. Wo immer es eine Krise, eine Katastrophe oder eine Staatspleite auftaucht, da springt unsere Kanzlerin sofort auf und preist Deutschland als eins der reichsten Länder, das selbstverständlich sofort mit Milliarden in die Bresche springt. Bei Naturkatastrophen kann ich das verstehen. Menschen, die von Tornados, Zunamis, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen betroffen sind, denen soll geholfen werden.&lt;br /&gt;
Wenn ich aber sehe, wie Banken sich selbst in die Krise spekulieren, die gesamte Weltwirtschaft mit in diesen Strudel ziehen und hinterher vom Staat aufgefangen und nicht konsequent bestraft werden, dann bekomme ich das kalte Kotzen. Auch die Milliarden für Griechenland, in dem sich übrigens nichts gravierendes geändert hat bis jetzt, nehme ich übel angesichts der Tatsache, dass in Deutschland bei den Ärmsten immer mehr eingespart wird, weil ja kein Geld da ist. Außenpolitisch einen auf dicke Hose machen und innenpolitisch nichts auf die Reihe bekommen, das ist das Bild, welches sich bei mir eingeprägt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Arbeiten bis 67 – nach oben offen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Unsere Politiker sehen keinen anderen Weg, als den Arbeitnehmer bis 67 arbeiten zu lassen, eventuell sogar noch länger. Warum? Weil die Renten nicht mehr sicher sind, weil der Nachwuchs fehlt (den Frau Schröder ja noch weiter reduzieren will). Denkt eigentlich einer von diesen Sesselpupsern mal die unzähligen Handwerker, die oftmals schon mit 60 die Knochen kaputt haben? Welcher Fliesenleger kann mit 67 noch auf den Knien kriechen? Wieviele Metzger zeigen schon mit 60 starke Arthritis und Gicht in den Fingern? Und wer fragt die Bauarbeiter, wie sie mit 67 noch die Leiter hoch kommen? Ich könnte die Liste hier noch über Seiten fortsetzen. &lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war der gute, alte Heinz Erhard, der mal ein Gedicht schrieb, das lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class='s9y_typeset s9y_typeset_center' style='text-align: center; margin: 0px auto 0px auto'&gt;Mit Arbeit ist es so auf Erden,&lt;br /&gt;
sie kann sehr leicht zum Laster werden.&lt;br /&gt;
Du kennst die Blumen nicht, die duften,&lt;br /&gt;
du kennst nur ARBEITEN und SCHUFTEN.&lt;br /&gt;
So gehn sie hin, die schönsten Jahre,&lt;br /&gt;
bis endlich du liegst auf der Bahre.&lt;br /&gt;
Und hinter dir, da grinst der Tod,&lt;br /&gt;
kaputt geackert, DU IDIOT !!!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf wird es wohl hinauslaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir jetzt zum letzten Punkt für heute, der mich maßlos aufregt. Dieser Punkt ist ein Mix aus Familien-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mama, Papa, macht mich Bildung&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
Ich weiß, ein völlig falscher Satz. Aber so ähnlich sieht es doch heute aus. Die familiären Bezüge zur Schulbildung der Kinder gehen in zahlreichen Familien heute den Bach runter. Wo Mutti früher das Essen kochte und danach die Hausaufgaben der Kinder kontrollierte, wartet heute, besonders in bildungsschwächeren Familien, mittags der Backofen mit der Tiefkühlpizza und danach sind die Heranwachsenden sich selbst überlassen. Schuld daran ist zum einen die Tatsache, dass in immer mehr Familien mit geringem Verdienst beide Elternteile Vollzeit arbeiten und die Betreuungsmöglichkeiten ab einem gewissen Alter quasi nicht mehr vorhanden sind. Ähnlich verhält es sich bei Alleinerziehenden, die sich teilweise sogar mit zwei Jobs über Wasser halten müssen. Zeit für die Kinder bleibt dann noch am Abend, aber da sind die Eltern dann oft von der Arbeit genervt und mit der Gesamtsituation überlastet.&lt;br /&gt;
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich Befürworter der "Heimchen am Herd"-Zeit bin, aber ich behaupte mal, dass Kindererziehung Sache der Eltern sein sollte und dass sie gefördert statt bekämpft werden muss.&lt;br /&gt;
Heute muss in zahlreichen Familien der PC, die Spielkonsole oder die Straße das Erziehungsmedium vieler Heranwachsender sein. Was darunter leidet ist oftmals nicht nur das Verhalten, sondern auch die schulischen Leistungen der Heranwachsenden. Auf diese Art ziehen wir uns selbst die arbeitslosen Hilfsarbeiter der Zukunft nach. &lt;br /&gt;
Familienpolitik muss wieder pro Familie sein und nicht die Suche nach der schnellstmöglichen Art, beide Elternteile oder Alleinerziehende auf Kosten der Kinder in Steuer bringende Tätigkeiten zu pressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, es reicht für heute. Jetzt ist mir schlecht und ich bin wieder sauer. Ich hätte jetzt Lust drauf, im Dunkeln Politiker zu erschrecken, aber die sind in meiner Gegend so rar. Darum gehe ich jetzt Blumen gucken, denn Politik ist böse und Blumen sind schön. &lt;img src="http://farlion.com/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /&gt;&lt;br /&gt;
 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Subventioniertes Lohndumping – der Staat ist blind und dumm (Serie Teil 3)</title>
    <link>http://farlion.com/archives/176-Subventioniertes-Lohndumping-der-Staat-ist-blind-und-dumm-Serie-Teil-3.html</link>

    <description>
        Im dritten Teil der Serie lasse ich mal meinen Gedanken zum Thema Lohndumping freien Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lohndumping ist eigentlich ein verharmlosendes Wort für den Begriff Ausbeutung. Letzteres Wort wird von Politikern allerdings eher ungern in den Mund genommen. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Prinzip des Lohndumpings von der Politik geschützt und gefördert wird. In der Politik nennt man Lohndumping nämlich nicht "Ausbeutung", sondern "Chance zur Wiedereingliederung" oder "Niedriglohnsparte".&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche hätte ich fast meine Tastatur mit den halbverdauten Resten meiner Mittagsmahlzeit beschmutzt, die sich mit Schwung einen Weg zurück ans Tageslicht bahnen wollte, als ich folgenden Satz las:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Lohnabstandsgebot - dass Transferempfänger nicht mehr Geld erhalten sollen als berufstätige Bürger - sei dabei "eine Leitplanke in der Diskussion"&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz stammt aus dem Ministerium unserer Lügenministerin Ursula von der Leyen (&lt;a href="http://www.fr-online.de/politik/wo-ist-von-der-leyens-coole-karte-/-/1472596/4538156/-/index.html" title="Die Schwedenmodell-Lüge"&gt;Aktuell: Die Schwedenmodell-Lüge&lt;/a&gt;) und mit Transferempfänger sind, wie sollte es anders sein, die ALG-II-Empfänger gemeint, die hier wieder einmal ungeschickt für etwas verantwortlich gemacht werden, was die Politik verbockt hat: den Niedriglohnsektor.&lt;br /&gt;
 Auslöser der Debatte war das Urteil des Verfassungsgerichts, nach die Hartz-4-Sätze neu geregelt werden müssen. Und was bietet sich Politikern da mehr an, als ausgerechnet die Berufstätigen im Niedriglohnsektor gegen die Arbeitslosen auszuspielen?&lt;br /&gt;
Fakt ist, wir haben derzeit in Deutschland immer mehr Arbeitnehmer in Vollbeschäftigung, die trotzdem noch die sogenannten "Transferleistungen", also kommunale oder staatliche Unterstützung, bekommen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Das aber als Anlass zu nehmen, zu behaupten, die Regelleistungen für Arbeitslose wären zu hoch ist nicht nur ein Hohn für die Arbeitslosen, sondern gerade für die Menschen, die sich tagtäglich für irgendwelche Ausbeuterunternehmen den Rücken krumm machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wo findet Lohndumping statt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am häufigsten kommt Lohndumping derzeit im Leiharbeitssektor und im Einzelhandel vor. Aber auch in einigen Handwerkszweigen, beispielsweise bei Frisören, kommt es immer wieder zu Niedrigstlöhnen. Auch im Transportgewerbe geht der Trend in die Richtung. In letzter Branche macht sich das regional mittlerweile stark bemerkbar – es werden Fahrer gesucht, aber aufgrund der teilweise unterirdischen Löhne sind die Bewerbungen rückläufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Leiharbeit – der Mensch als Handelsware&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leiharbeit war über viele Jahre hinweg ein Mittel für Unternehmen, kurzfristige, zum Teil saisonale Spitzen mit Personal überbrücken zu können, ohne sich Gedanken um den verwaltungstechnischen Aufwand dahinter machen zu müssen. &lt;br /&gt;
Mittlerweile ist Leiharbeit allerdings zu einem Geschäftsmodell geworden, von dem Leiharbeitsfirmen und deren Kunden profitieren, allerdings auf Kosten der Leiharbeiter. Immer mehr Betriebe ersetzen eigene Mitarbeiter durch Leiharbeiter und das im Rotationsverfahren. Ein Leiharbeiter geht nach einer bestimmten Frist und wird schon einen Tag später durch den nächsten Leiharbeiter ersetzt. Eine der größten Groß- und Einzelhandelsketten Deutschlands stellt ihr System derzeit nahezu komplett auf dieses Verfahren um. Den Namen zu nennen kann ich mir leider finanziell nicht leisten, ich verfüge nicht über das Geld, um gegen einstweilige Verfügungen mit teuren Anwälten vorzugehen. Ich versichere allerdings, dass diese Information direkt von der Quelle kommt, also von Mitarbeitern der Kette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absurd sind die Forderungen, die einige Leiharbeitsunternehmen dabei in ihren Verträgen stellen. Da gibt es Klauseln, nach denen der Leiharbeiter im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden kann, die Reise- und Unterbringungskosten aber selbst zahlen muss, oder die Klausel, wenn das Leiharbeitsunternehmen mal keine Beschäftigung für einen Mitarbeiter hat, es auch kein Geld gibt. &lt;br /&gt;
In verschiedenen Fällen sollen auch Verzicht auf Urlaubsanspruch und unbezahlte Überstunden an der Tagesordnung sein.&lt;br /&gt;
Der Lohn der Leiharbeiter fällt dabei in der Regel in den Niedriglohnsektor, der Mensch verkommt zur Billigware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Discount und Einzelhandel – nicht nur billige Ware, auch billiger Umgang mit den Mitarbeitern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders Discountketten fallen immer wieder durch die schlechte Bezahlung und Behandlung ihrer Mitarbeiter auf. Egal ob Lidl, KiK, Aldi oder Schlecker – um nur ein paar bekanntere Beispiele zu nennen – sie alle haben Flecken auf ihrer Billigweste, die zu Lasten der Mitarbeiter gehen.&lt;br /&gt;
Hier heißt das Zauberwort „Gewinnmaximierung“. Damit die Manager Millionen ansammeln können, muss beim kleinen Mitarbeiter gespart werden. Der wiederum hält im Normalfall die Klappe, weil er den Job braucht und nicht das Arbeitslosenstigma tragen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hohn dabei ist in dieser Branche, dass viele Politiker gern erklären, dass Arbeitslose und Geringverdiener sich in diesen Discountern ja günstig versorgen können und damit diese Praktiken noch unterstützen. Damit wählt die Politik den bequemen Weg, denn, faire Bezahlung könnte den statistischen Warenkorb verteuern, womit man sich dann intensiver mit den Themen Mindestlohn und Arbeitslosengeld beschäftigen müsste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in dieser Branche bin ich aber auch gezwungen, weit über den Tellerrand hinaus zu schauen. Viele dieser Discounter lassen in Südostasien oder China zu unmenschlichen Bedingungen produzieren. Die Menschen dort arbeiten quasi für ein Almosen, ohne Sozialleistungen und müssen teilweise sogar mit körperlicher Bestrafung rechnen, wenn sie ihr Soll nicht erfüllen. &lt;br /&gt;
Und obwohl schon des öfteren solche Unmenschlichkeiten bekannt wurden, zeigen sich unsere Politiker blind auf beiden Augen und wollen den Menschen die Globalisierung schön reden, die ja selbst den Ärmsten der Armen so große Chancen bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gewerkschaften – machtlos oder willenlos?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Unternehmen mit ausbeuterischen Tendenzen werden Gewerkschaftsmitglieder oft nicht geduldet oder sie werden gemobbt. Einige Unternehmen erkundigen sich sogar bereits bei der Bewerbung nach einer Gewerkschaftsmitgliedschaft und stellen Mitglieder gar nicht erst ein, was allerdings nie als offizieller Grund angegeben wird. Anders kann man es sich nicht vorstellen, dass in Betrieben des Niedriglohnsegments die Gewerkschaften kaum vertreten sind.&lt;br /&gt;
Die Gewerkschaften ihrerseits wollen oder können nichts tun und scheinen sich untereinander spinnefeind. Oder hat schonmal jemand etwas davon gehört, dass die IG-Metall für eine kleinere, nicht so einflussreiche Gewerkschaft eintritt? Ein jeder backe seine eigenen Brötchen, so scheint es mir manchmal. &lt;br /&gt;
Meine Einstellung zu Gewerkschaften ist, aufgrund eigener Erfahrungen, sowieso etwas problematisch. Ich war, zu meiner Fernfahrerzeit, jahrelang Mitglied der ÖTV. Nach einigen Jahren und einigen Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst wagte ich es, auf einer Gewerkschaftsversammlung zu fragen, wie es denn um die Tarife von uns Fahrern bestellt sei und ob es da nicht auch mal an der Zeit wäre, ähnliche Erhöhungen durchzusetzen, stieß auf Ablehnung seitens der Vertreter des öffentlichen Dienst, womit meine gewerkschaftliche Mitgliedschaft Geschichte war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Politik trifft Vernunft kritisch – Arbeitnehmer stirbt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So würde wahrscheinlich die Meldung aussehen, wenn man die aktuelle Politik auf ein Computerspiel übertragen würde. &lt;br /&gt;
Unsere Politiker haben Angst. Nicht vor den Wählern, sie haben Angst um ihre Einkünfte. Wenn wir uns anschauen, wie viele Bundes- und Landtagsabgeordnete in den Vorständen oder im Aufsichtsrat einer oder mehrerer Unternehmen anzutreffen sind, wundert einen nichts mehr. Durch die Lobbyarbeit der letzten Jahrzehnte wurde unser Sozialsystem mehr und mehr aufgeweicht und ein Ende ist nicht in Sicht.&lt;br /&gt;
Da ist es kein Wunder, dass der Mindestlohn nicht für alle Arbeitnehmer eingeführt wird. Ebenso wenig verwundert es, dass gegen Unternehmen, die nachweislich ihre Mitarbeiter ausbeuten, teilweise unter enormem Druck, von politischer Seite her so gut wie nichts unternommen wird.&lt;br /&gt;
Faire Löhne würden übrigens auch höhere Steuereinnahmen und höhere Einnahmen bei Renten-, Kranken- und Sozialversicherung bedeuten, die ja das Sorgenkind unserer Politiker sind. Aber das würden sie sowieso wieder für irgendwelchen Unfug verballern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schluss für heute. Morgen werde ich über die derzeitigen politischen Missstände im Überblick schreiben. Selbstverständlich wieder subjektiv und nur meiner Auffassung entsprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute gibt es ausnahmsweise einen Rattenschwanz voll Links zum Thema:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links zum Thema Zeitarbeit:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&amp;amp;itemid=10015&amp;amp;detailid=771785" title="Zeitarbeitsbranche muss sauberer werden"&gt;Zeitarbeits-Manager: Branche muss sauberer werden&lt;/a&gt; (General-Anzeiger Bonn, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-29073310&amp;amp;Ressort=wi&amp;amp;Ausgabe=&amp;amp;RessLang=&amp;amp;BNR=0" title="Zeitarbeits-Manager kritisiert eigene Branche"&gt;Zeitarbeits-Manager kritisiert eigene Branche&lt;/a&gt; (gleiches Thema, Passauer Neue Presse, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.zeitarbeittransparent.de/2010/03/10/image-zeitarbeit-leiharbeit-aug/" title="Image Zeitarbeit, Leiharbeit, AüG"&gt;Image Zeitarbeit, Leiharbeit, AüG&lt;/a&gt; (Zeitarbeittransparent.de, März 2010)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-08/Kannegiesser" title="Was Zeitarbeitsfirmen zahlen, ist deren Sache"&gt;"Was die Zeitarbeitsfirmen zahlen, ist deren Sache"&lt;/a&gt; (Gesamtmetall-Präsident im Zeit-Interview, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links zum Thema Discounter:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630" title="Die KiK-Story"&gt;ARD-exclusiv: Die Kik-Story&lt;/a&gt; (Reportage, sehr empfehlenswert, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.zeit.de/2008/19/Wallraff-19" title="Wallraff undercover bei Lidl-Zulieferer"&gt;Unser täglich Brötchen&lt;/a&gt; (ZEIT, Günter Wallraff undercover bei Lidl-Zulieferer, empfehlenswert! 2008)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/1000-unbezahlte-ueberstunden/" title="Ausbeutung bei Netto"&gt;Ausbeutung bei Discounter Netto: 1.000 unbezahlte Überstunden&lt;/a&gt; (taz.de, April 2009)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article7097089/Buendnis-klagt-Lidl-wegen-Ausbeutung-an.html" title="Bündnis klagt Lidl wegen Ausbeuung an"&gt;Bündnis klagt Lidl wegen Ausbeutung an&lt;/a&gt; (WELT Online, April 2010)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/preiskampf-der-discounter-preise-senken-angestellte-ausbeuten-654719.html" title="Preiskampf der Discounter"&gt;Preiskampf der Discounter:  Preise senken, Angestellte ausbeuten&lt;/a&gt; (Stern.de, Februar 2009)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3141990/Schwere-Vorwuerfe-gegen-Discount-Haendler-Aldi.html" title="Schwere Vorwürfe gegen Aldi"&gt;Schwere Vorwürfe gegen Discount-Händler Aldi&lt;/a&gt; (WELT Online, Februar 2009)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Allgemeine Links zum Thema Lohndumping/Ausbeutung/Hartz-4:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1106360/Ausbeutung-trotz-Aufschwung%253F#/beitrag/video/1106360/Ausbeutung-trotz-Aufschwung%3F" title="Ausbeutung trotz Aufschwung?"&gt;Ausbeutung trotz Aufschwung?&lt;/a&gt; (Maybrit Illner, ZDF-Talkshow, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EFD309AF2E66C42E5A2AB32458D2DF9B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Lohn von Geringverdienern ist Leitplanke"&gt;Lohn von Geringverdienern ist Leitplanke&lt;/a&gt; (FAZ, 02.08.2010)&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.sozialticker.com/arbeitspflicht-bei-hartz-iv-ein-kretin-als-chef-wirtschaftsweiser_20100809.html" title="Arbeitspflicht bei Hartz IV"&gt;Arbeitspflicht bei Hartz IV – Ein Kretin als Chef-Wirtschaftsweiser?&lt;/a&gt; (Sozialticker, Aktuell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag:&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub8EC3C0841F934F3ABA0703761B67E9FA/Doc~EB0412D4E206C4A6E9A3612AE51103A07~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Ein Fünftel der Deutschen bekommt Niedriglohn"&gt;Ein Fünftel der Deutschen bekommt Niedriglohn&lt;/a&gt; (FAZ vom 05.08.2010) 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Wie man Arbeitslose erschafft - (Serie Teil 2)</title>
    <link>http://farlion.com/archives/175-Wie-man-Arbeitslose-erschafft-Serie-Teil-2.html</link>

    <description>
        Willkommen zum zweiten Teil meiner rein subjektiven Serie über das Zusammenwirken verschiedenster Umstände zur politisch vermurksten Gesamtsituation. Heute mache ich mir ein paar Gedanken über die hohe Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Fortschritt wird nachteilig genutzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie beim schlechten Ruf der Arbeitslosen, gibt es auch hierbei mehrere Faktoren. &lt;br /&gt;
Das Hauptproblem liegt, so bizarr und paradox es sich auch anhört, im technischen Fortschritt. Ich meine damit explizit die fortschreitende Automatisierung, die in den 1970ern begann, in den 1980ern fast explodierte und heute, dank der modernen Computer- und Robotertechnik, nicht mehr aufzuhalten ist. Die Automatisierung hat unzählige Arbeitsstellen gekostet und wird in Zukunft noch mehr Menschen den Job kosten. &lt;br /&gt;
Ich bitte mich hier nicht falsch zu verstehen. Ich bin kein Gegner des technischen Fortschritts. Er hat in der Vergangenheit viel dazu beigetragen, die Gesundheit und das Leben der Menschen zu verbessern – auch arbeitstechnisch. In vielen Berufen, die sich nachhaltig schlecht auf die Gesundheit auswirken, arbeiten heute bereits computergesteuerte Roboter. Ich möchte da nur mal die Schweiß- und Lackierroboter der Autoindustrie als Beispiel anführen.&lt;br /&gt;
Der Trend geht allerdings schon lange dahin, die Automatisierung zu Rationalisierungszwecken einzusetzen. Auch da kann ich ein Beispiel anführen - die Lebensmittelindustrie. Mittlerweile hat jeder Supermarkt seine vertragliche Großbäckerei, viele Großbäckereien haben zudem mit ihren Zweigstellen kleine Handwerksbetriebe verdrängt, die mit dem Preisdruck einer „Brot- und Brötchenschleuder“ einfach nicht mithalten konnten.&lt;br /&gt;
Ich könnte hier noch zahlreiche Beispiele aus allen möglichen Industrie- und Handwerksbereichen anführen, aber das würde zu nichts führen, außer der Verschwendung von Zeit. Aber ich denke, jeder von uns hat schon mal Vollautomaten irgendwo gesehen und weiß, wovon ich rede.&lt;br /&gt;
 Was das erstaunliche daran ist: egal in welche Statistik man schaut, die verlorenen Arbeitsplätze durch Automatisierung werden nicht aufgeführt. Und da haben wir meiner Meinung nach schon einen gravierenden Fehler (einen, von vielen) in der Denkweise unserer Politiker. Die Automatisierung schafft Arbeitsplätze... ab. &lt;br /&gt;
Die zunehmende Automatisierung erfordert in meinen Augen ein grundlegendes Umdenken im Bereich der Arbeits- und Wirtschaftspolitik. Wir brauchen keine höhere Wochenarbeitszeit und wir brauchen keine längere Lebensarbeitszeit. Im Gegenteil, wenn wir Arbeitsplätze schaffen wollen, müssen beide massiv gesenkt werden. Es mag futuristisch klingen und ich habe auch noch kein Universalrezept dafür, aber bei steigender Automatisierung wird die Zahl der Arbeitslosen in einem Maß steigen, in dem sie nicht mehr durch Umschulungen oder Fortbildungen aufgefangen werden können. Unsere Politiker und Wirtschaftsexperten müssten sich also theoretisch langsam an die Arbeit machen und den Fortschritt auch in politische und wirtschaftliche Gebiete ausweiten. Auch wenn es sich nach Science Fiction anhört: die derzeitige Entwicklung läuft eher darauf hinaus, dass entweder alle Menschen in den Industrieländern weniger arbeiten und es dafür auch weniger Arbeitslose gibt, oder es arbeiten immer weniger Menschen immer länger, was dann natürlich auch steigende Arbeitslosenzahlen und somit eine riesige soziale Kluft mit hochexplosivem Potential bedeutet.&lt;br /&gt;
Aber das ist Zukunftsmusik. Zurück zur Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Globalisierung - mehr Fluch als Segen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Ursache für die Arbeitslosigkeit liegt meines Erachtens in der Globalisierung begründet. Die Politik redet immer in blumigen Worten von der "Chance der Globalisierung", davon, dass die reichen Länder den armen etwas abgeben würden und so weiter. Aber wie sieht es wirklich aus? &lt;br /&gt;
Fakt ist, dass beispielsweise seit Ende der 1980er Jahre eine Verlegungswelle von industriellen Fertigungsstätten von Deutschland in Osteuropäische Länder stattfindet, die ihresgleichen sucht. Ich selbst habe den Umzug mehrerer Fertigungsstätten der Metall- und Kunststoffindustrie nach Rumänien, Ungarn und in die Tschechische Republik miterlebt, bei dem lediglich einige deutsche Führungskräfte ihren Arbeitsplatz behielten, die normale Belegschaft aber ersatzlos und ohne Auffangplan auf der Straße landete. Der Hohn dabei ist, dass die Kosten dieser Umzüge und eventuelle Anfangsverluste im Ausland auch noch steuerlich subventioniert werden, sofern das Unternehmen seinen Hauptsitz, also quasi nur die Verwaltung, in Deutschland behält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Einzelhandel nutzt mittlerweile massiv die Möglichkeit der Gewinnmaximierung auf Kosten der Arbeitnehmer. Unternehmen wie KIK, Lidl oder H&amp;M, um nur einige zu nennen, geraten immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie unter unmenschlichen Bedingungen zu Tiefstpreisen im Ausland produzieren lassen und Gewinnspannen in Höhe von mehreren hundert Prozent auf Kosten der Arbeitnehmer im In- und Ausland einfahren. Aber dazu mehr in einem der nächsten Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Politik schießt lieber Böcke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politik macht sich bei der "Schaffung" von Arbeitslosen gleich in mehrerlei Hinsicht mitschuldig. &lt;br /&gt;
Da wäre zunächst eine völlig verfehlte Bildungspolitik. Der Bildungsstandard ist, seit ich die Schule vor fast 30 Jahren verlassen habe, massiv eingebrochen. Ich erlebe heute immer wieder, dass Schüler mit Abitur das Gymnasium verlassen und nicht ansatzweise über das Wissen verfügen, was mir damals in der Realschule vermittelt wurde.  &lt;br /&gt;
Der Grund dafür liegt meiner Meinung nach in der künstlichen Beschönigung von Bildungsstatistiken. Je mehr Schüler ihren Abschluss nicht schaffen, desto weiter werden die Ansprüche durch „Bildungsreformen“ gesenkt. Diese Vorgehensweise hat allerdings auch massiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Früher sagte man Abiturienten gehen studieren, Realschüler gehen in den Handel, Hauptschüler gehen ins Handwerk. &lt;br /&gt;
Durch das gesunkene Bildungsniveau hat sich das geändert. Heute sieht es so aus, dass die viele Unternehmen im kaufmännischen Bereich bereits das Abitur verlangen und immer mehr Handwerksbetriebe den Realschulabschluss voraussetzen. Die Tatsache, dass potentiellen Studenten immer mehr Steine in den Weg gelegt werden (Stichwort Studiengebühren), sorgt dafür, dass immer mehr Abiturienten auf den außerakademischen Arbeitsmarkt drängen. Als Folge davon schwindet die Zahl der akademischen Fachkräfte. &lt;br /&gt;
Aber statt die Bildung wirklich sinnvoll zu reformieren, setzen unsere Regierungen seit Jahren auf den Import ausländischer Fachkräfte. Aber auch dazu mehr in einem der kommenden Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Knackpunkt ist die Kurzsichtigkeit in Bezug auf die Familienpolitik. Unsere Politiker denken streng nach dem Schema: je größer die Zahl der Arbeitnehmer, desto höher die Steuereinnahmen. Aus dem Grund werden mittlerweile selbst Alleinerziehende regelrecht in den Arbeitsmarkt „gepresst“, sobald der Nachwuchs das Alter für die Kinderkrippe/den Kindergarten erreicht hat. Dazu kommt noch die Tatsache, dass in immer mehr Familien, besonders aus der unteren und mittleren Bildungsschicht, beide Elternteile arbeiten müssen, weil das Einkommen sonst nicht mehr zum Leben reicht. Das hat nicht nur Einfluss auf auf die Familie und das Bildungsniveau (Stichwort Kindervernachlässigung), sondern wirkt sich als weiterer Negativfaktor auf den Arbeitsmarkt aus. &lt;br /&gt;
Das Fehlkonzept des 1-Euro-Jobs können wir gleich noch dazu addieren. Ursprünglich als Wiedereingliederungsmaßnahme geplant, werden Arbeitslose mittlerweile von einem 1-Euro-Job in den nächsten geschickt und einige Organisationen und Unternehmen haben diese Billigjobber zum festen Bestandteil ihrer Planung gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fazit:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Einzelnen betrachtet hätten vielleicht einige der hier angeführten Punkte gar keine so gewaltigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Aber es ist die Summe der Faktoren, die erst das fatale Gesamtbild ergibt. Hier wäre es der Politik angeraten, nicht nur den eigenen Standpunkt zu überdenken, sondern sich mit Industrie, Wirtschaft und Gewerkschaften neue Systeme zu entwickeln, die nicht auf reine Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, sondern eine fortschrittlicher und sozialverträglicher orientiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soviel dazu. Morgen dann Teil 3:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Subventioniertes Lohndumping – der Staat ruiniert sich selbst &lt;/strong&gt; 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Der schlechte Ruf der Arbeitslosen – ein Spiegelbild verfehlter Politik (Serie Teil 1)</title>
    <link>http://farlion.com/archives/174-Der-schlechte-Ruf-der-Arbeitslosen-ein-Spiegelbild-verfehlter-Politik-Serie-Teil-1.html</link>

    <description>
        &lt;div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"&gt;&lt;div class="serendipity_imageComment_img"&gt;&lt;!-- s9ymdb:143 --&gt;&lt;img class="serendipity_image_right" width="200" height="145"  src="http://farlion.com/uploads/pics/arbeitslos.jpg" title="So sehen Medien Arbeitslose" alt="So sehen die Medien Arbeitslose" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="serendipity_imageComment_txt"&gt;Bier und Sofa - Medienbild des deutschen Arbeitslosen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Im ersten Teil meiner angekündigten Serie möchte ich mich zunächst damit befassen, warum Arbeitslose in Deutschland einen so schlechten Ruf haben. Ich bitte zu beachten, dass es meine rein subjektive Wahrnehmung ist und ich weder Arbeitsmarktexperte, noch Meinungsforscher bin. Ich denke aber, einige meiner Ansichten dürften nachvollziehbar und nicht prinzipiell falsch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Woher rührt der schlechte Ruf der Arbeitslosen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stigmatisierung der Arbeitslosen begann mit der Umstrukturierung der Arbeitslosenbezüge unter Leitung von Peter Hartz, besser bekannt als Hartz-4-Reform.&lt;br /&gt;
Wo früher die Unterteilung Arbeitslosengeld (im ersten Jahr), Arbeitslosenhilfe (im zweiten Jahr) und Sozialhilfe (ab dem dritten Jahr) griff, wurden Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe nun zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt. Damals galten Sozialhilfeempfänger als schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose, während Arbeitslosenhilfeempfänger wesentlich bessere Karten hatten, noch eine Stelle zu bekommen. Mit der Zusammenlegung galten jetzt Menschen mit mehr als 12 Monaten ohne Beschäftigung bereits als Langzeitarbeitslose, was aus den Köpfen vieler Personalchefs nicht heraus zu bekommen ist. Denn bei ALG-II-Empfängern befürchten viele Unternehmer eine problematische Wiedereingliederung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;strong&gt;Die Boulevardmedien jagen die Sau durchs Dorf&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Hartz-IV war nur der Auslöser. Hauptsächlich verdanken wir dem schlechten Ruf den Boulevardmedien. Da hätten wir beispielsweise Zeitungen wie BILD, die immer wieder den ein oder anderen "faulen Apfel" unter den Arbeitslosen findet und dann gnadenlos und reißerisch über dessen "tolles" Leben berichtet und nebenbei auch gleich die Frage beantwortet, ob das ALG-II nicht viel zu hoch sei. Die Antwort ist in der Regel ein lautes "Ja" und die Berichterstattung unterstellt unterschwellig häufig, dass der Großteil der ALG-II-Empfänger ebenso verfährt.&lt;br /&gt;
Und als wäre das noch nicht genug, schlägt das Proll-TV mit seinen gnadenlos peinlichen und unterirdisch schlechten Talkshows, Doku-Soaps und Boulevardsendungen in die Kerbe. Wer sich mal der Folter ausgesetzt hat und das (ebenfalls unterirdische) Talk-Talk-Talk angeschaut hat, kann sich vorstellen, was ich meine. Man bekommt den Eindruck, die TV-Sender würden mit voller Absicht gezielt Langzeitarbeitslose mit, nennen wir es intellektueller Benachteiligung, als Musterbeispiel für die Arbeitslosen in ganz Deutschland rekrutieren, um diese dann, zunächst Mitgefühl und Verständnis heuchelnd, später als dumm, faul, versoffen und sexuell hyperaktiv darzustellen.&lt;br /&gt;
Gern wird heute auch der Arbeitslose ausgeschlachtet, der sich erdreistet, einen 1-Euro-Job abzulehnen. Dazu werden dann entrüstete Bürger interviewt, die sich im Normalfall in einem festen Arbeitsverhältnis befinden und deutlich mehr verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Politik streut Salz in die Wunde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offenen Wunde der Stigmatisierung geben dann verschiedene Politiker noch den Rest, indem sie beispielsweise Experten heran karren, die der Öffentlichkeit erzählen, der ALG-II-Satz wäre zu hoch und man könne selbst mit nur 1,50 Euro am Tag ein menschenwürdiges Leben führen.&lt;br /&gt;
Beliebt ist auch immer wieder die Argumentation, dass die ALG-II-Empfänger Schuld an der Staatsverschuldung sind. Wer sich die Jahresberichte des Bunds der Steuerzahler anschaut oder die aktuellen Nachrichten der letzten Jahre verfolgt, wird schnell feststellen, dass die Arbeitslosen hier für die verfehlte Politik den Sündenbock spielen dürfen. Milliardenhilfen für die Wirtschaft, die sich mit ihren Fehlspekulationen im Bankenwesen selbst ruiniert hat und Milliardenpakete für EU-Mitglieder, die sich mit ihrer eigenen Unfähigkeit in die Pleite getrieben haben, werden politisch auf die Arbeitslosen abgewälzt.&lt;br /&gt;
Absoluter Spezialist auf dem Gebiet ist übrigens Guido Westerwelle, der pro Tag mehr verdient, als ein ALG-II-Empfänger im Monat und dessen Maßanzüge mit dem Jahresbezug eines ALG-II-Empfängers nicht bezahlbar sind.&lt;br /&gt;
Und wenn sich dann mal ein Arbeitsloser gegen diese Vorwürfe wehren möchte, greifen wieder die Boulevardmedien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Punkte sind meines Erachtens die Hauptursache für den schlechten Ruf der Arbeitslosen. Aber ich mahne zur Vorsicht! Wie sich in den letzten Jahren oft gezeigt hat, kann der Lästerer von heute schon morgen selbst auf der Straße sitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgen folgt dann Teil 2 der Serie, in dem ich dann der Frage nachgehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum haben wir so viele Arbeitslose?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text wird dann leider etwas länger, das Thema ist allerdings auch umfassender.&lt;br /&gt;
 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Deutschland hat Kreislaufbeschwerden</title>
    <link>http://farlion.com/archives/173-Deutschland-hat-Kreislaufbeschwerden.html</link>

    <description>
        Eigentlich wollte ich so schnell nicht wieder richtig politisch werden. Aber momentan hat es mich wieder gepackt. Diesmal liegt mein Schwerpunkt allerdings nicht auf innerer Sicherheit, sondern auf dem unsäglichen hin und her mit Hartz 4, Arbeitslosenzahlen, Fachkräftemangel und Lohndumping. &lt;br /&gt;
Seit Urzeiten schreibe ich meine Texte zunächst offline, weil es einfach bequemer ist. Und seit ich schreibe, werden die brisanteren Themen auch etwas länger und enden in einem Zweiteiler. Was mir jetzt gerade passiert, hatte ich allerdings noch nie: Bei der Konzeptionierung des aktuellen Themas bin ich bei bislang mindestens 5 nötigen Artikeln angekommen, also quasi bei einer Serie. Mein Problem ist derzeit aber die Strukturierung, weil alles irgendwie ineinander fasst. Als Medienamateur eine nicht so einfache Aufgabe. Ich werde morgen mal mit einem Artikel über die Arbeitslosigkeit, ihre Ursachen und ihre Folgen veröffentlichen. Übermorgen folgt dann Teil 2, in dem ich mich dann mit Fachkräftemangel und Bildungspolitik befasse. Wie ich dann die Brücke zu den nächsten Artikeln schlage, wird sich dann noch ergeben. Auf das Ergebnis bin ich selbst gespannt.  
    </description>
</item>
<item>
    <title>Blumenkübelzerstörung erschüttert die Welt</title>
    <link>http://farlion.com/archives/172-Blumenkuebelzerstoerung-erschuettert-die-Welt.html</link>

    <description>
        &lt;div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"&gt;&lt;div class="serendipity_imageComment_img"&gt;&lt;!-- s9ymdb:142 --&gt;&lt;img class="serendipity_image_right" width="200" height="133"  src="http://farlion.com/uploads/pics/blumenkuebel.jpg" title="Blumenkübel" alt="Blumenkübel" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="serendipity_imageComment_txt"&gt;Das Opfer&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie soeben bekannt wurde, fiel im &lt;a href="http://www.muensterschezeitung.de/lokales/neuenkirchen/Grosser-Blumenkuebel-zerstoert;art997,988637" title="Blumentopf zerstört"&gt;westfälischen Ort Neuenkirchen ein großer Blumenkübel einem heimtückischen Attentat&lt;/a&gt; zum Opfer. 60 Liter Blumenerde ergossen sich über den Boden. Alte Menschen, die ihn fanden, mussten psychologisch betreut werden. &lt;br /&gt;
Nach bekannt werden des Vorfalls überschlagen sich weltweit die Stimmen im Internet. Die weltweit größte Nachrichtenagentur &lt;a href="http://twitter.com" title="Twitter"&gt;Twitter&lt;/a&gt; hat den Sonderkanal &lt;a href="http://twitter.com/#search?q=%23Blumenk%C3%BCbel" title="Blumenkübel bei Twitter"&gt;#Blumenkübel&lt;/a&gt; gegründet, in dem mittlerweile Stimmen und Reaktionen aus der ganzen Welt eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die wichtigsten Meldungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ EIL +++ BREAKING +++ Münster: Großer Blumenkübel zerstört +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ EILMELDUNG +++ Gutachter bestätigt: Der #Blumenkübel ist kaputt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++Breaking News +++ Bundesinnenminister de Maizière fordert Überwachungskameras zum Schutz von Blumenkübeln +++ Gärtner entsetzt +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EIL +++ Angela Merkel bricht ihren Urlaub ab +++ Trifft im laufe des Nachmittags beim zerstörten Blumenkübel in Münster ein +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EIL +++ Bundespräsident Wullf spricht von einer nationalen Tragödie und fordert eine rücksichtslose Aufklärung des Blumenkübel Terrors +&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++EIL+++ Blumenkübelkrise: CDU Landrat Öckendröcken spricht sich für generelle Videoüberwachung an Blumenkübeln aus.+++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ++EILMELDUNG Drei Jugendliche bei versuchter Rettung eines Blumenkübels erschlagen. BuPrä Ulff verleiht Verdienstkreuze postmortem +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ #Münster : +++ Erste Bild von Tatverdächtigem im #Blumenkübelmord +++ &lt;a href="http://yfrog.com/863g6jj" title="Blumenkübelmörder"&gt;http://yfrog.com/863g6jj&lt;/a&gt; +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Schrecklicher Verdacht: Duell vor Altenheim Ursache der Blumenkübelzerstörung? Zeugin: "Es gab Ankündigungen auf Twitter!" +++&lt;br /&gt;
+++EIL+++ Neue Informationen: Sturz des Blumenkübels war ein Inside-Job. Außerirdischer Altenheimbewohner soll dahinter stecken. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ n-tv berichtet live aus Münster. Zeugen vor der Kamera. Blaulicht. Blumenkübel wird abtransportiert. Bürgermeister verweigert Rücktritt. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++EIL+++ Kritik an Westerwelle: Kaum ist er mal Aushilfskanzler, kommt es zu zerstörten Blumenkübeln. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ #Blumenkübelkrise weitet sich aus +++ Geschickte Ablenkung von umgefallenem Sack Reis in China? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ EIL + Blumenkübel Tragödie: US Präsident Obama spricht von einer Katastrophe für die westliche Welt + Dies ist ein Angriff auf die Freiheit. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Westerwelle befürwortet gezielte Tötung von #Blumenkübelmördern +++ NATO tritt zur Krisensitzung zusammen +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++EIL+++ Experten haben vor Bau des Blumenkübels davor gewarnt,daß er zerbrechen könnte."Wir haben gleich gesagt: Aus Metall muss er sein." +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Experte sagt: Der Blumenkübel war nicht überfüllt. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ #Blumenkübeldrama: 150 Seelsorger per Hubschrauber in #Münster eingetroffen +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ CSU-Ministerin sagt: Killerspiele sind schuld! +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Von der Leyen will Zugang zu großen #Blumenkübeln in Zukunft sperren +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++EIL+++ @Piratenpartei entgegnet Innenminister, dass große #Blumenkübel niemals ein rechtsfreier Raum waren. +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ #Blumenkübeldrama: OBI-Aktie um 80% gefallen +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++EILMELDUNG Bundesverband der #Blumenkübel: Das geht so nicht. Wir leben in ständiger Angst. Es muß etwas getan werden +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile überschlagen sich die Ereignisse. In New York trat der UN-Sicherheitsrat zu einer Krisensitzung zusammen. Die USA bereiten sich auf einen Einmarsch in Neuenkirchen vor, um die internationalen Blumentopfrechte zu schützen und die EU erwägt den Einsatz der deutsch-französischen Schutztruppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lesen Sie alle News bei Twitter unter:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
#Blumenkübel, #Blumenkübelkrise, #Blumenkübelattentat, #Blumenkübelanschlag, #Blumenkübelmord, #Blumenkübelaffäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; &lt;a href="http://nachrichten.t-online.de/-513-2010-blumenkuebel-umgefahren/id_42441192/index" title="Blumenkübel in Göttingen"&gt;Anschläge in auf Blumenkübel jetzt in ganz Deutschland?&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mit Dank an alle Twitterer, die live berichten. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Rauchen, nein danke - Drogen, ja bitte!</title>
    <link>http://farlion.com/archives/171-Rauchen,-nein-danke-Drogen,-ja-bitte!.html</link>

    <description>
        Seltsames geht gerade in NRW vor. Während in den letzten Tagen fleißig angekündigt wurde, dass in &lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Auch-NRW-will-Rauchverbot-erweitern-id3380400.html" title="Der Westen"&gt;NRW ein Rauchverbot ala Bayern&lt;/a&gt; eingeführt wird, liest man heute, dass die &lt;a href="http://www.rp-online.de/landtagswahl/nachrichten/NRW-will-Drogenpolitik-lockern_aid_889416.html" title="RP Online"&gt;Richtwerte zum Drogenbesitz gelockert&lt;/a&gt; werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein erster Gedanke: Stehen die unter Drogen?  
    </description>
</item>
<item>
    <title>Farliblog kommt wieder</title>
    <link>http://farlion.com/archives/170-Farliblog-kommt-wieder.html</link>

    <description>
        Ich habe mich heute entschlossen, das Farliblog wieder zum Leben zu erwecken. Allerdings werde ich mich darin nicht mehr groß um Politik kümmern, sondern mein zweitliebstes Gebiet unsicher machen: die Medien. &lt;br /&gt;
Kar, die Popularität, die das Farlibog vor 4 Jahren hatte werde ich damit nicht erreichen. Aber machen wir uns nichts vor: für die ernsthaften politischen Themen sind Blogs wie &lt;a href="http://netzpolitik.org" title="Netzpolitik.org"&gt;Netzpolitik.org&lt;/a&gt; mir einfach um Längen voraus. &lt;br /&gt;
Die Medien dagegen sind ein Gebiet, auf dem ich, als anerkannter Verbalterrorist, mich am besten austoben kann. Und machen wir uns nichts vor: unsere Medien haben etwas Mecker hin und wieder durchaus verdient. &lt;img src="http://farlion.com/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /&gt;  
    </description>
</item>
<item>
    <title>Auch Obama ist ein Umfaller</title>
    <link>http://farlion.com/archives/169-Auch-Obama-ist-ein-Umfaller.html</link>

    <description>
        Dass Politiker in Deutschland prinzipiell schon 3 Tage nach der Wahl nicht mehr wissen, was sie am Vortag der Wahl versprochen haben ist ja normal. In den USA war es aber eigentlich immer so, dass je nach regierender Partei die demokratischen, bzw. republikanischen Präsidenten immer Entscheidungen ihrer Vorgänger revidierten oder zumindest abschwächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obama dagegen hatte vor der Wahl versprochen, die Bürgerrechte wieder mehr zu achten, als sein Vorgänger George W. Bush. Dementsprechend überrascht war ich gerade, als ich im &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/technologie/obama-regierung-will-internet-ueberwachung-erleichtern;2627757" title="Handelsblatt"&gt;Handelsblatt&lt;/a&gt; lesen musste, dass Obama dem FBI die Überwachung des Internets in den USA massiv erleichtern will. &lt;br /&gt;
 Mit der geplanten Erleichterung sollen zwar immer noch keine Emails "unschuldiger Bürger" geöffnet werden dürfen, wohl aber der Mailverkehr an sich, also wer wann und wem eine Mail geschickt hat. Und als wär das nicht genug, benötigt das FBI keinerlei richterlichen Beschluss, sondern darf schalten und walten, wie es möchte.Nach mehr Bürgerrechten sieht das verständlicherweise nicht aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obama hat in seiner noch kurzen Amtszeit ja schon einige unpopuläre Entscheidungen getroffen, diese dürfte ihn allerdings etliche demokratische Stimmen bei der nächsten Wahl kosten.&lt;br /&gt;
Ich persönlich hätte etwas mehr von ihm erwartet, ähnlich wie damals Clinton die komplette Politik von George Bush sen. über den Haufen geworfen hat. Die großen Änderungen, die sich viele Obama-Wähler erhofft hatten treten aber bislang nicht ein. Momentan quengelt er sich eigentlich mehr zwischen der alten Bush-Politik und etwas Undurchsichtigem durch, ohne wirklich etwas durchschlagend Neues oder Anderes zu schaffen. &lt;br /&gt;
Er hatte eine Chance, er hat nur nicht mehr viel Zeit, sie zu nutzen. Schade eigentlich... 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Larry, Kings Quest und Co</title>
    <link>http://farlion.com/archives/168-Larry,-Kings-Quest-und-Co.html</link>

    <description>
        Da bin ich beim &lt;a href="http://www.stern.de/digital/computer/scheibe/scheibes-kolumne-larry-laffer-lebt-1588568.html" title="Stern"&gt;Stern&lt;/a&gt; heute über einen schönen Artikel gestolpert, der so richtig nostalgische Gefühle aufkommen ließ. Es gibt eine &lt;a href="http://www.sarien.net/" title="sarien.net"&gt;Seite im Netz&lt;/a&gt;, auf der die guten, alten Sierra-Adventures aus den 80ern des letzten Jahrhunderts als Broswergames umgesetzt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann mich noch lebhaft dran erinnern, wie ich damals vor meiner alten 386er-Kiste gesessen habe und mir über den kniffligen und humorvollen Rätseln so manche Nacht um die Ohren geschlagen habe, bis die Freundin mir auch etwas um die Ohren schlug. &lt;img src="http://farlion.com/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /&gt;&lt;br /&gt;
 Klar, zu Beginn habe ich noch mit einem alten Grünmonitor gearbeitet. Weil aber diese Spiele mit die ersten in (blockpixeliger) Farbe waren und einige der Questitems kaum vom Grün der restlichen Grafik zu unterscheiden waren, musste ein damals schweineteurer 14" Farbmonitor her.&lt;br /&gt;
Goldrush, Leisure Suit Larry, King's Quest, Space Quest...&lt;br /&gt;
All diese liebevoll gemachten Adventures, die damals zu Anfang noch auf Texteingabe setzten, waren noch richtig anspruchsvoll. Mal schnell im Internet nach einer Lösung schauen? Internet gab es da noch nicht. &lt;img src="http://farlion.com/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /&gt; &lt;br /&gt;
Man musste selbst schauen, wie man klar kommt oder, wenn es mal besonders hakte, darauf hoffen, dass ein Spielemagazin (print!) in den nächsten Ausgaben mal eine Lösung oder Tipps bringt. Die Spielezeitschriften kamen damals übrigens noch monatlich auf den Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden solche Spiele leider nicht mehr gemacht. Protzgrafik und möglichst einfache Lösungen gehen heute vor knackigen Rätseln und durchdachten Wortwitz. Wer sich mal etwas Nostalgie antun möchte oder mal die Spiele ausprobieren möchte, die die Eltern früher gespielt haben, der sollte jetzt folgendes tun:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
goto desktop&lt;br /&gt;
examine desktop&lt;br /&gt;
search desktop browser&lt;br /&gt;
use browser&lt;br /&gt;
type &lt;a href="http://www.sarien.net/" title="Sarien.net"&gt;http://www.sarien.net&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
start goldrush&lt;br /&gt;
have fun! 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Bastelarbeiten am Blog</title>
    <link>http://farlion.com/archives/167-Bastelarbeiten-am-Blog.html</link>

    <description>
        Ich bastel mal wieder etwas rum. Das derzeitige Template passt irgendwie nicht zum Blog.  
    </description>
</item>
<item>
    <title>Ich mag die Baseballer vom Handelsblatt</title>
    <link>http://farlion.com/archives/166-Ich-mag-die-Baseballer-vom-Handelsblatt.html</link>

    <description>
        Viele wissen, dass Baseball in den USA Nationalsport ist und dort einen Stellenwert besitzt, wie bei uns der Fußball. Was nur wenige wissen ist, dass auch bei uns Baseball gespielt wird und zwar richtig im Ligabetrieb von der Kreisliga bis hin zur Bundesliga. &lt;br /&gt;
Was noch weniger Menschen in Deutschland wissen ist, dass Deutschland in diesem Jahr die Baseball Europameisterschaft ausrichtet. Diese EM läuft momentan und wird von fast allen Medien konsequent ignoriert, weil Baseballer einfach keine Lobby besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst habe viele Jahre aktiv Baseball gespielt und war sowohl im Verein als auch im Bundesverband aktiv tätig. In meiner Zeit als Leiter des Breitensportausschusses des Deutschen Baseball und Softball Verbandes hat mich die Dreistigkeit einiger Medien schon sehr überrascht. Auf Anfrage hin wollten die Medien, ohne Witz, doch tatsächlich damals Geld für die Berichterstattung über Länderspiele der deutschen Mannschaft. Da sich ein kleiner Amateurverband &lt;em&gt;(Baseball in Deutschland ist noch kein Profisport)&lt;/em&gt; diese Kosten natürlich nicht leisten konnte, wurde auch so gut wie nie über Erfolge oder Misserfolge der Nationalmannschaft berichtet.&lt;br /&gt;
 Um so mehr bin ich jetzt positiv vom Handelsblatt überrascht. Gerade dieser, eher im Businessbereich angesiedelten Zeitung hätte ich wahrscheinlich am wenigsten zugetraut, dass sie über die Baseball-EM berichten. &lt;br /&gt;
Während die meisten großen Zeitungen und Magazine die EM völlig ignorieren, ist zumindest Focus Online mit bislang zwei Artikeln zur EM dabei (&lt;a href="http://www.focus.de/sport/mehrsport/baseball-nationalmannschaft-erfolgreicher-em-auftakt-fuer-deutsche-baseballer_aid_533762.html" title="Erfolgreicher EM-Auftakt für deutsche Baseballer"&gt;Erfolgreicher EM-Auftakt für deutsche Baseballer&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.focus.de/sport/mehrsport/baseball-nationalmannschaft-deutsche-baseballer-in-der-em-zwischenrunde_aid_535382.html" title="Deutsche Baseballer in der EM-Zwischenrunde"&gt;Deutsche Baseballer in der EM-Zwischenrunde&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
Das &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/media/suche/_p=212,query=baseball" title="Baseball im Handelsblatt"&gt;Handelsblatt berichtet dagegen tatsächlich für deutsche Baseballverhältnisse sehr ausführlich&lt;/a&gt; mit mittlerweile fünf Artikeln zur EM. Dafür liebe ich das Handelsblatt schon fast, macht weiter so!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peinlichkeiten der Medienlandschaft am Rande:&lt;br /&gt;
Unsere heißgeliebten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die ja jedes Jahr nach mehr Geld schreien, bringen über die EM im eigenen Land nahezu nichts. Während das Auftaktspiel der ARD wenigstens noch ein paar Sekunden Sendezeit in Form eines &lt;a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4992236" title="Auftaktspiel der Baseball-EM ARD"&gt;Randbeitrags&lt;/a&gt; wert war, verliert das ZDF kein Wort über die Sportart, deren Fangemeinde und Spielerzahl in Deutschland stetig steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast noch peinlicher ist dagegen RP-Online, die in einem&lt;a href="http://www.rp-online.de/sport/mehr/andere/Homeruns-fuer-mehr-Aufmerksamkeit_aid_884902.html" title="RP-Online"&gt; Vorbericht zur EM&lt;/a&gt; das geringe Medieninteresse bedauern und dann während der EM nicht ein Wort darüber verlieren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Übrigens: &lt;br /&gt;
Die deutsche Mannschaft hat in der EM bislang alle Spiele gewonnen und schlug jetzt sogar Frankreich in einem spannenden Duell knapp mit 10:9. Damit ist Deutschland eine Runde weiter. Frankreich gehört mit den Niederlanden zu den absoluten Favoriten des Turniers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich drücke dem deutschen Team fest die Daumen. Vielleicht werden zumindest unsere öffentlich-rechtlichen Ignoranten mal wach, wenn Deutschland es bis ins Finale schaffen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links: &lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.baseball-softball.de/" title="DBV"&gt;Deutscher Baseball und Softball Verband&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.baseball-em.de/" title="Baseball-EM"&gt;Offizielle Website zur Baseball-EM&lt;/a&gt; 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Loveparade - die peinliche Zeit danach</title>
    <link>http://farlion.com/archives/165-Loveparade-die-peinliche-Zeit-danach.html</link>

    <description>
        &lt;em&gt;Kurz vorweg: ich werde jetzt nicht jeden Tag etwas Neues über die frischesten Informationen schreiben. Das Mitschwimmen auf der Sensationswelle liegt mir nicht so besonders. Was ich hier heute von mir gebe, ist nur die Essenz dessen, was ich mir aus den Medien so zusammengelesen habe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschehnisse bei der Loveparade vom Wochenende sind zweifellos tragisch. Peinlich ist allerdings, was sich jetzt im Nachhinein abspielt. Da haben wir beispielsweise die BILD, die sich wieder einmal von der allerübelsten Seite zeigt und schlecht gemachte Bildmanipulationen als Originalfotos verkaufen will (siehe &lt;a href="http://www.bildblog.de/20764/was-von-der-loveparade-uebrig-blieb/?utm_source=feedburner&amp;amp;utm_medium=feed&amp;amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29" title="BILDblog"&gt;Bildblog&lt;/a&gt;). Als wäre das noch nicht peinlich genug, kriecht auch das "christlich hochheilige Ungetüm" Eva Herman aus einem Loch und verhöhnt die Teilnehmer der Loveparade, als hätten sie es verdient für "ihr schamloses Treiben" (siehe &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/eva-herman-vermutet-gott-hinter-massenpanik/" title="Stefan Niggemeier"&gt;Stefan Niggemeier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/07/eva-herrman-und-der-kopp-verlag-die-herren-der-trolle/" title="Indiskretion Ehrensache"&gt;Thomas Knüwer&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
Und als wäre das noch nicht genug, werden jetzt Verantwortlichkeiten hin und her geschoben und niemand will die Schuld übernehmen. Veranstalter Schaller schiebt die Schuld auf die Polizei. Die weist alle Vorwürfe von sich und gibt die Vorwürfe an Schaller und die Stadtverwaltung zurück. Oberbürgermeister Sauerland, der kurz nach dem Unglück die Schuld erstmal proforma auf die Raver schob, gibt sich - wahrscheinlich auch aufgrund dieses Fauxpas - bedeckt und scheut die Öffentlichkeit so gut wie möglich. Im Gegenteil, mittlerweile kommen sogar schon Streitigkeiten wegen eventueller Schadensersatzansprüche ans Tageslicht, die den OB nicht gut aussehen lassen (...Duisburg ist pleite...können keinen Schadensersatz zahlen...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wer hat denn nun letztlich Schuld? Die Frage ist einfach zu beantworten: ALLE.&lt;br /&gt;
Sowohl Veranstalter, als auch Stadt und Polizei. &lt;br /&gt;
Wenn man sich die Fotos und Filmberichte des Geländes anschaut, fällt selbst dem einfältigsten auf, dass dieser Betonschlauch, der als Vorbereich des eigentlichen Eventgeländes genutzt wurde, viel zu verbaut und für den Zweck gar nicht geeignet war. Das hätte die Stadtverwaltung sehen müssen, das hätte der Veranstalter sehen müssen, das hätte die Polizei sehen müssen und das hätten auch die Rettungskräfte im Vorfeld bei einer Begehung sehen müssen. Apropos Begehung - wurde überhaupt eine gemeinschaftliche Begehung mit allen Verantwortlichen unternommen? Wenn man sich die Statements so anhört kann man schnell auf die Idee kommen, das komplette Event wurde, abgesehen vom Veranstalter, von keiner der beteiligten Institutionen mal gemeinschaftlich begutachtet. Ein Plan, wie bei einer Panik vorgegangen werden soll, scheint nicht existent gewesen zu sein. Im Gegenteil, die Menschen waren so eingepfercht, dass nicht mal eine verletzte oder kollabierte Einzelperson von Rettungskräften erreicht werden konnte. &lt;br /&gt;
Dabei wäre es relativ einfach gewesen, in diesem Schlauchbereich mit fest montierten Gittern sowohl Zu- als auch Rücklaufbereiche und sogar Rettungsgassen einzurichten. Auch zwei Erste-Hilfe Bereiche wären auf jeden Fall nützlich und machbar gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verletzte, Kollabierte (gerade bei dem sommerlichen Wetter und aufgeheizte Menschen) und panische Menschen sind bei anderen Großveranstaltungen einer der ersten Punkte, die abgeklärt werden. In Duisburg scheint man über all das aus rein finanziellen Gründen hinweg geschaut zu haben. Sich jetzt aber gegenseitig die Schuld zuzuweisen, statt sich gemeinsam der Verantwortung zu stellen, ist ein Armutszeugnis aller verantwortlichen Beteiligten. &lt;br /&gt;
Schaller will keine neue Loveparade organisieren? Sehr gut, denn wer nach einem Unglück so verfährt, sollte die Finger von solchen Events lassen. &lt;br /&gt;
Was letztlich noch geklärt werden müsste sind die Fragen, wessen Köpfe jetzt rollen. In meinen Augen müssten sowohl der OB, als auch der Polizeichef von Duisburg sowie der zuständige Koordinator der Rettungskräfte ihre Sessel räumen. Nicht etwa weil es passiert ist, nein, weil sie sich jetzt trotzig wie kleine Kinder verhalten und nicht bereit sind, ihren Teil der Verantwortung zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit meine 2 Cent dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pressebeispiele:&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:schuldzuweisungen-schlammschlacht-nach-der-loveparade-katastrophe/50149171.html" title="FTD"&gt;FTD&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/politik/loveparade-tragoedie-politik-will-neue-regelungen;2624938" title="Handelsblatt"&gt;Handelsblatt&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708754,00.html" title="Spiegel Online"&gt;SpOn&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.stern.de/panorama/loveparade-drama-von-duisburg-sauerland-denkt-nicht-an-ruecktritt-1587637.html" title="Stern"&gt;Stern&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14/Doc~E0FA9830A28B64A868CBD9A00B56C0334~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="FAZ"&gt;FAZ&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Alle-Opfer-starben-an-Brustquetschungen_aid_886813.html" title="RP-Online"&gt;RP-Online&lt;/a&gt; 
    </description>
</item>
<item>
    <title>Sommerlochthemenversuch: Mediengleichschaltung</title>
    <link>http://farlion.com/archives/164-Sommerlochthemenversuch-Mediengleichschaltung.html</link>

    <description>
        Gestern schrieb ich noch darüber, dass jetzt wieder die landespolitischen Tunnelgräber &lt;a href="http://www.farlion.com/archives/163-Jetzt-kriechen-sie-wieder-aus-ihren-Sommer-Loechern.html" title="Sommerlöcher"&gt;aus ihren Sommerlöchern hervor kriechen&lt;/a&gt;, um uns mit allem möglichen Unfug zu beglücken. Nicht genug, wünschte ich mir mal ein anderes Thema, als der permanente Ruf nach einem Verbot der "Killerspiele" oder den endlosen Hetztiraden gegen das Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich heute bei &lt;a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/07/pressefreiheit-nein-das-ist-nichts-fur-aygul-ozkan-cdu/" title="Indiskretion Ehrensache"&gt;Thomas Knüwer&lt;/a&gt; lesen durfte, macht eine Politikerin diesen Wunsch wahr und fordert eine quasi Gleichschaltung der Medienberichterstattung, zumindest in Sachen Integrationspolitik. Und weil Sommerlochthemen traditionell immer aus Bayern oder Niedersachsen kommen, Bayern aber gestern bereits dran war, kann es sich eigentlich nur um eine niedersächsische Forderung handeln.&lt;br /&gt;
Richtig, die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, ist es, die diese Schönschreiberei schlechter Nachrichten fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Misslungenes schön schreiben? Kommt mir bekannt vor, hatten wir alles schonmal. Etwas merkwürdig ist dagegen die Berichterstattung der Medien auf das Thema. Nur die &lt;a href="http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2391776/Ministerin+will+Medien+Inhalte+vorgeben.html" title="NWZ"&gt;NWZ&lt;/a&gt; zeigt sich geringfügig kritisch. Bei &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,708168,00.html" title="Spiegel Online"&gt;SpOn&lt;/a&gt; rudert die Ministerin allerdings schon wieder zurück: &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Sozialministerium versucht nun, die empörten Medien zu beruhigen. Der bisherige Text sei nur ein Entwurf gewesen, sagte Özkan. "Die Charta war und ist als eine erste mögliche Diskussionsgrundlage gedacht." Eine dazugehörige Mail an Journalisten habe aber nicht deutlich gemacht, dass es sich um einen Entwurf handeln sollte. "Insofern verstehe ich die Irritation und möchte klarstellen: Nichts liegt mir ferner, als die Unabhängigkeit der Medien in irgendeiner Form zu berühren", sagte Özkan.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Frau Özkan, wenn Sie so schnell aufgeben, werden Sie nie ein echter Sommerlochstar. Bitte etwas mehr Mühe und Durchhaltevermögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notiz am Rande:&lt;br /&gt;
Auch von der FDP kam der Versuch eines Sommerlochfüllers. Der Abgeordnete Erwin Lotter forderte ein &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/politik/fdp-politiker-fuer-pflichtkurse-gegen-fettleibigkeit;2623337" title="Handelsblatt"&gt;Verbot von Fast-Food&lt;/a&gt; für unter 16-jährige. Obwohl in dieser Forderung durchaus Potential für eine unterhaltsame Sommerlochdiskussion steckt, muss Lotter wohl passen, da er sofort von seiner Parteikollegin &lt;a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/FDP-Politikerin-ruegt-Parteikollegen_aid_885271.html" title="RP-Online"&gt;Christel Happach-Kasan&lt;/a&gt; einen verbalen Dämpfer erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin weiter gespannt, welches Thema sich durchsetzt und welcher politische Hinterbänkler in diesem Jahr das Rennen macht.  
    </description>
</item>

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