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	<description>Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.</description>
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		<title>Griechenland</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zwei Jahren vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht irgendwelche Nachrichten aus Griechenland einen ungl&#228;ubig bis kopfsch&#252;ttelnd zur&#252;cklassen. Sp&#228;testens nach der letzten Wahl spitzt sich die Lage aber zu wie nie: Das griechische Volk hat Europas Hilfspolitik deutlich abgew&#228;hlt und wenn man ehrlich ist, kann man es ihm auch kaum verdenken. Seitdem scheiterten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Jahren vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht irgendwelche Nachrichten aus Griechenland einen ungl&#228;ubig bis kopfsch&#252;ttelnd zur&#252;cklassen. Sp&#228;testens nach der letzten Wahl spitzt sich die Lage aber zu wie nie: Das griechische Volk hat Europas Hilfspolitik deutlich abgew&#228;hlt und wenn man ehrlich ist, kann man es ihm auch kaum verdenken. Seitdem scheiterten s&#228;mtliche Koalitionsversuche des neuen Parlamentes und die Wahlen werden wiederholt werden m&#252;ssen.</p>
<p>Unterdessen wird bekannt, dass Griechenland seinen Teil der Abmachung mit denen, die den eigentlich bankrotten Staat dort derzeit mit ihrem Geld k&#252;nstlich am Laufen halten, <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.griechenland-schaeffler-fordert-stopp-der-zahlungen.b80a01d5-ac45-41da-bf51-4a6ae8ec27db.html">gar nicht einh&#228;lt</a>:</p>
<blockquote><p>Frank Sch&#228;ffler (FDP), Finanzpolitiker und Kritiker des Eurokurses der Bundesregierung, ist „absolut dagegen“, dass Griechenland weitere Mittel aus dem Rettungsfonds ausgezahlt werden. „Eine Bedingung daf&#252;r war doch, dass Athen im ersten Halbjahr 2012 eine Steuerreform durchf&#252;hrt. Aber das ist ja gar nicht m&#246;glich, wenn das Parlament aufgrund des Dauerwahlkampfs nicht tagt. Um das festzustellen, braucht man keine Troika“, sagte er unserer Zeitung: Es gelte daher der Grundsatz: „Die Griechen k&#246;nnen die Auflagen nicht einhalten, also muss man die Auszahlungen stoppen.“</p></blockquote>
<p>Frank Sch&#228;ffler da zu widersprechen, ist in der Tat schwierig. Ein Deal ist ein Deal und wenn die eine Seite nicht einh&#228;lt, was sie selbst vereinbart hat, macht sich die andere Seite zum Affen, wenn sie trotzdem liefert. Und signalisiert gleichzeitig, dass sie im Zweifel immer das eine oder andere Auge zudr&#252;cken wird, weil sie einr&#228;umt, dass die Gegenseite irgendwie am l&#228;ngeren Hebel sitzt.</p>
<p>Das man das tun wird, davon geht der Mann aus, der mit einiger Wahrscheinlichkeit bald Regierungschef Griechenlands sein k&#246;nnte &#8211; <a href="http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052702303360504577411170165685052.html">und droht gleichzeitig damit, jede Zahlung an Gl&#228;ubiger auszusetzen</a>, wenn die EU es wagen sollte, ihre Hilfen auszusetzen. Soviel zum Thema Absprachen.</p>
<p>Es sieht so aus, als w&#228;re alles gekommen, wie es kommen musste. Im Prinzip ist die Hilfe f&#252;r Griechenland ohne jede Alternative, weil das Land ansonsten aus Euro und EU austreten m&#252;sste und wohl auch w&#252;rde. Mit der an die Hilfe gekn&#252;pften Bedingungen k&#246;nnen und wollen aber die Griechen nicht leben und darum l&#228;uft es auf folgende beiden M&#246;glichkeiten hinaus:</p>
<ol>
<li>Die Absprachen werden von allen Seiten ignoriert, bzw. nachverhandelt und aufgeweicht, so dass die Hilfe teurer, aber daf&#252;r von den Griechen akzeptiert w&#252;rde oder</li>
<li>Griechenland verl&#228;sst den EURO-Raum und nach derzeitiger Rechtslage auch die EU.</li>
</ol>
<p>Schwer zu sagen, was davon die &#8220;bessere&#8221; Variante w&#228;re. Beide werden allerdings so von sogenannten &#8220;EURO-Kritikern&#8221; seit Jahren vorhergesagt, die sich daf&#252;r regelm&#228;&#223;ig verbale Pr&#252;gel und &#252;belste Beschimpfungen von allen Seiten abholen durften. Wen wollen jene EURO-Nationalisten, denen ein Europ&#228;ischer Zentralstaat wichtiger ist als elementare Freheitsrechte, nun noch beschimpfen? Die Realit&#228;t?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=4001&amp;md5=9bbe5cef5dacc0b4666c2a1d1a8b5615" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>“Blockupy” liegt ja nicht ganz falsch, aber:</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verstehe das Bed&#252;rfnis, Banken im allgemeinen und die EZB im Besonderen "entmachten" zu wollen. Denn das m&#246;chte ich auch.

Banken haben tats&#228;chlich eine solche “Allmacht”, wie Occupy/Blockupy-Randalierer sie nennen. Sie haben ein Monopol und Monopole verursachen immer Probleme, schaffen immer Machtzentren, die zu Unfairness f&#252;hren. Banken kontrollieren - von der Politik Gnaden - unser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe das Bed&#252;rfnis, Banken im allgemeinen und die EZB im Besonderen &#8220;entmachten&#8221; zu wollen. Denn das m&#246;chte ich auch.</p>
<p>Banken haben tats&#228;chlich eine solche “Allmacht”, wie Occupy/Blockupy-Randalierer sie nennen. Sie haben ein Monopol und Monopole verursachen immer Probleme, schaffen immer Machtzentren, die zu Unfairness f&#252;hren. Banken kontrollieren &#8211; von der Politik Gnaden &#8211; unser Geld. Die Zentralbank kann die Menge und damit den Wert unseres Geldes st&#228;ndig ver&#228;ndern und manipulieren. Wir k&#246;nnen praktisch nichts dagegen tun, denn einfach alternative W&#228;hrungen zu entwickeln und zu betreiben ist &#8211; so ist das bei Monopolen &#8211; ja weder erlaubt noch erw&#252;nscht.</p>
<p>Aus dieser Erkenntnis kann man allerdings anscheinend unterschiedliche Schl&#252;sse ziehen. In Frankfurt meint man dieser Tage den “Kapitalismus” bek&#228;mpfen, ja blockieren zu m&#252;ssen. Man setzt also Kapitalismus (oder was man daf&#252;r h&#228;lt) mit Banken gleich, obwohl man eigentlich eher den Staat mit den Banken gleichsetzen m&#252;sste, der sie doch erst mit der entsprechenden Macht ausstattet.</p>
<p>Wenn man sich anschaut, wer hinter den “Blockupy”-Blockaden steht, weiss man auch schnell, warum es ihnen schwer f&#228;llt, den Staat als das Problem zu identifzieren. <a href="http://blockupy-frankfurt.org/de/node/401">Denn die Liste liest sich wie das Who-is-who der linken politischen Bewegungen</a>:</p>
<ul>
<li>Occupy-Bewegung</li>
<li>Erwerbsloseninitiativen</li>
<li>Krisenb&#252;ndnissen</li>
<li>Gewerkschafter</li>
<li>Attac</li>
<li>Umwelt- und Friedensbewegte</li>
<li>antirassistische und migrantischen, antifaschistischen Initiativen</li>
<li>Gruppen und Organisationen der radikalen Linken</li>
<li>Jugend- und Studierendenorganisationen</li>
<li>Aktivisten der verschiedensten lokalen K&#228;mpfe und linker Parteien.</li>
</ul>
<p>Da ist f&#252;r jeden was dabei &#8211; au&#223;er f&#252;r den, der dem einzelnen Menschen mehr zutraut, als dem Staat. Denn in Wirklichkeit setzen alle diese Gruppen auf die Macht des Staates, mit deren Hilfe sie ihre Ziele durchsetzen wollen. Genau wie Banken den Staat nutzen, um ihre Privilegien und ihre Gesch&#228;ftsgrundlage zu sichern.</p>
<p>Lassen wir uns von der in Frankfurt p&#246;belnden Masse nicht irritieren: Die “Macht der Banken” l&#228;sst sich nicht brechen, indem man die Banken noch mehr dem Staat unterstellt, als dass heute der Fall ist. Denn damit s&#228;&#223;en Banken und Staat mehr als heute im selben Boot, w&#252;rden die gleichen Interessen noch st&#228;rker vertreten und im Ergebnis h&#228;tten die Banken und auch der Staat noch mehr Macht &#252;ber unser Geld als heute.</p>
<p>Wer die Macht der Banken brechen will, muss auf Marktwirtschaft setzen.<a href="http://thorstenpolleit.com/TPMvPNov10-II.pdf"> Und die muss in diesem Fall zwangsl&#228;ufig beim Geld beginnen</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3997&amp;md5=4403bd839c61398f2c29cdacaa0f1e2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Zauberlehrling grüßt Stromkundschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Normalb&#252;rger l&#246;sen ernsthafte Probleme normalerweise dadurch, dass wir ihre Ursache ausfindig machen und sie korrigieren oder Abstellen. In der Politik ist das anders. Da kennt man oft die Wurzeln allen &#220;bels ganz genau. Und zwar schon deshalb, weil man sie selbst erzeugt hat - was gleichzeitig der Grund daf&#252;r ist, warum sie eben ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Normalb&#252;rger l&#246;sen ernsthafte Probleme normalerweise dadurch, dass wir ihre Ursache ausfindig machen und sie korrigieren oder Abstellen. In der Politik ist das anders. Da kennt man oft die Wurzeln allen &#220;bels ganz genau. Und zwar schon deshalb, weil man sie selbst erzeugt hat &#8211; was gleichzeitig der Grund daf&#252;r ist, warum sie eben nicht korrigieren oder abstellen will, denn dann w&#252;rde man ja selber bl&#246;d dastehen. In der Konsequenz steht dann meistens der B&#252;rger umso bl&#246;der da und die Politik beschr&#228;nkt sich darauf, ihre Pseudo-L&#246;sungen m&#246;glichst kunstvoll zu verkaufen, auf dass die B&#252;rger gar nicht merken, wie bl&#246;d sie tats&#228;chlich dastehen. So soll es auch in diesem Fall wieder einmal laufen, scheint mir.</p>
<p>Worum geht es? Fangen wir mal mit einer Analogie an: Kriegt ein Spediteur Geld aus irgendwelchen obskuren (und erzwungenen) Umlagen, wenn wegen eines Unfalls (oder so) ne Sra&#223;e vor&#252;bergehend &#8220;ausf&#228;llt&#8221;, die er benutzen wollte? Wohl nicht. Allenfalls zahlt der Unfallverursacher oder der Betreiber der Stra&#223;e (was normalerweise in irgendeiner Form der Staat ist), wenn sich herausstellt, dass die Stra&#223;e die Ursache ist, etwaige Sch&#228;den.</p>
<p>Wenn eine Stromleitung ausf&#228;llt und Erzeuger deswegen ihren Strom nicht verkaufen k&#246;nnen, ist das so &#228;hnlich: Da haftet derzeit der Betreiber des ausgefallenen Netzes. Was eigentlich ja auch vern&#252;nftig ist &#8211; w&#228;re da nicht <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiewende-regierung-plant-neue-umlage-auf-strompreis-11752566.html">folgendes Problem</a>:</p>
<blockquote><p>Weil die Risiken mit einem bis zu dreistelligen Millionenbetrag nur teilweise versicherbar sind und die Wirtschaftlichkeit der Investitionen verschlechtern, hatte der f&#252;r die Nordsee-Anbindung verantwortliche Netzbetreiber Tennet gedroht, den Ausbau einzustellen.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Es ist m&#246;glicherweise unwirtschaftlich, zumindest aber ein hohes wirtschaftliches Risiko, Offhore-Energie ans Stromnetz anzubinden. Jedenfalls nicht unter den derzeitigen Bedingungen. Wenn man Offshore-Strom haben will, muss man also die Bedingungen &#228;ndern. Die scheinbar naheliegende Option w&#228;re, dass die Erzeuger das h&#246;here Risiko in irgendeiner Weise (beispielsweise &#252;ber eine Versicherung oder einfach h&#246;here Geb&#252;hren f&#252;r die Dienstleistung des Netzbetreibers, den Strom zum Kunden zu liefern) zahlen m&#252;ssten.</p>
<p>Der Haken daran ist, dass es sich ja um &#8220;&#214;kostrom&#8221; handelt und f&#252;r den gibts nen staatlich garantierten Abnahmepreis, um ihn k&#252;nstlich wettbewerbsf&#228;hig zu machen &#8211; egal, was er tats&#228;chlich kostet. Man hat also Kosten und Preis voneinander entkoppelt und damit ist die Idee, die Netzkosten da irgendwie zu integrieren, von Vornherein zum Scheitern verurteilt.</p>
<p>Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) hat damit einmal mehr ein Beispiel f&#252;r eine Interventionsspirale geliefert: Die F&#246;rderung einer bestimmten politischen Absicht f&#252;hrt zu Markteingriffen und diese Eingriffe verursachen an anderer Stelle Probleme, denen man mit noch mehr Eingriffen versucht beizukommen.</p>
<p>Die L&#246;sungen, die die Politik derzeit Ger&#252;chten zufolge ersinnt, lesen sich dabei wie die Fortsetzung dieser Spirale, denn anstatt zur&#252;ck zur ersten, fehlerhaften Intervention zu springen und zu schauen, ob man hier nicht bereits Dinge ver&#228;ndern m&#252;sste, soll offenbar ein weiterer Eingriff erfolgen. Und zwar in Form einer speziellen Umlage, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiewende-regierung-plant-neue-umlage-auf-strompreis-11752566.html">die man freundlicherweise wenigstens explizit in der Stromrechnung auszuweisen gedenkt</a>:</p>
<blockquote><p>Der Netzbetreiber k&#246;nnte die Kosten mittels der neuen „Offshore-Anbindungs-Umlage“ auf die Stromrechnung &#252;berw&#228;lzen. Der Betrag w&#252;rde dort separat ausgewiesen, Kunden k&#246;nnten erkennen, welcher Kostenanteil auf diese Umlage entf&#228;llt.</p></blockquote>
<p>Die Idee entstammt &#252;brigens dem Wirtschaftsministerium, ausgerechnet*.</p>
<p>Und sie ist nat&#252;rlich Bullshit. Denn wenn die hier geschilderte Problematik irgendeine Konsequenz haben sollte, dann doch die, die &#8220;Energiewende&#8221; und auch das EEG etwas praxisn&#228;her zu gestalten. Was nicht okay ist, ist, die Realit&#228;t auf Krampf an offensichtlich zweifelhafte Planungen anpassen zu wollen.</p>
<p>Oder in einem Satz zusammengefasst: Entweder, es ist wirtschaftlich, die Nordsee mit Windkraftanlagen zuzupflastern &#8211; oder es ist es nicht.</p>
<p>——</p>
<p><em>*Bei der Gelegenheit eine kleine Bitte: K&#246;nnte jemand mal m&#246;glichst z&#252;gig den Wirtschaftsminister daran erinnern, dass er als Liberaler f&#252;r <strong>weniger </strong>und nicht f&#252;r mehr Zwangsumlagen sorgen will(?!) und dar&#252;berhinaus als FDPler ma&#223;geblich Dank eines &#8220;Mehr Netto!!1elf&#8221;-Versprechens in Amt und Dienstwagen gelangt ist? Beides sollte Gedankeng&#228;nge ausl&#246;sen, die solche Ideen in Zukunft nicht nur ausschlie&#223;en, sondern den guten Mann engagiert dagegen k&#228;mpfen lassen sollten, falls einer der Kollegen (zum Beispiel der gr&#252;ne CDU-Noch-Umweltminister) es wagen sollte, &#228;hnlichen Bl&#246;dsinn auch nur laut zu denken.</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3995&amp;md5=728a611d8f4ccd8bb024e90ba9a1f7d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Kurze Wahlanalyse zur NRW-Wahl</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 17:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein tolles Ergebnis f&#252;r die bereits totgesagte FDP und ein katastrophales Ergebnis f&#252;r die SED, deren Versuch, im Westen dauerhaft Fu&#223; zu fassen, offenbar gerade krachend scheitert, dazu ein peinliches Ergebnis f&#252;r die CDU. Der heutige Wahlabend hat seine H&#246;hepunkte.

Der beeindruckende Sieg der SPD mit Chaos-Kraft an der Spitze allerdings, l&#228;sst uns einmal mehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein tolles Ergebnis f&#252;r die bereits totgesagte FDP und ein katastrophales Ergebnis f&#252;r die SED, deren Versuch, im Westen dauerhaft Fu&#223; zu fassen, offenbar gerade krachend scheitert, dazu ein peinliches Ergebnis f&#252;r die CDU. Der heutige Wahlabend hat seine H&#246;hepunkte.</p>
<p>Der beeindruckende Sieg der SPD mit Chaos-Kraft an der Spitze allerdings, l&#228;sst uns einmal mehr am Verstand der W&#228;hler zweifeln. Die werden jetzt von der Currywurst-Prinzessin regiert, die bisher vor allem dadurch aufgefallen ist, keinen Haushalt zustande zu bringen, der sich mit der Verfassung ihres Landes vereinbaren lie&#223;. Jeder kriegt, was er verdient &#8211; zu bedauern ist die Minderheit der W&#228;hler, die nun das zweifelhafte Vergn&#252;gen hat, von Rot-Gr&#252;n regiert zu werden.</p>
<p>Und w&#228;hrend auf Facebook schonmal spekuliert werden darf, <a href="https://www.facebook.com/questions/3764187059915/">wann der Putsch in der FDP stattfindet</a>, wir uns fragen, warum der uns&#228;gliche Bundesenergiewendeminister R&#246;ttgen, der ein geradezu peinliches Wahlergebnis zu verantworten hat, nicht auch gleich als Minister seinen Hut nimmt, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass die Wahlbeteiligung mal wieder bemerkenswert niedrig ist. Wie in Schleswig-Holstein auch schon, &#252;brigens. Sicher: Wer nicht w&#228;hlen geht, ist selber schuld. Aber wie repr&#228;sentativ ist ein Ergebnis, wenn die H&#228;lfte zuhause bleibt? Und was sagt es &#252;ber die Unterschiede zwischen den Parteien aus? Was bedeutet diese Entwicklung f&#252;r etwaige k&#252;nftige Protestparteien, die das offensichtlich vorhandene Protestpotenzial zu heben verstehen und vielleicht noch harmlos oder bescheuert daherkommen, wie zum Beispiel die &#8220;Piratenpartei&#8221;? Was sollten die Spitzen der Parteien, was ihre Programmatiker daraus f&#252;r Schl&#252;sse ziehen?</p>
<p>Ansonsten bleibt aus liberaler Sicht schlicht festzustellen, dass die neue Regierung Nordrhein-Westfalens ja wenigstens der SPD auf Bundesebene schaden wird, wenn sie weiterhin eine so peinliche Vorstellung abliefert, wie bisher.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3993&amp;md5=bb02250b44d25507a3633df1869cb9c0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Mehr Coolness!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 08:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hier ist nicht der gewohnt bissige typischer Broder-Kommentar, wie wir ihn sonst kennen, sondern viel mehr eine traurige Bestandsaufnahme, wie weit die Abschaffung des Rechtsstaates bereits gediehen ist.

Wenn Provokationen bereits als &#228;hnlich schlimm gilt, als die mit ihr begr&#252;ndete Gewalt, hat die Freiheit doch l&#228;ngst verloren. Was wir Freunde einer freien, offenen Gesellschaft ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article106297746/Gepixelte-Schweine-aus-Respekt-vor-dem-Islam.html">Das hier</a> ist nicht der gewohnt bissige typischer Broder-Kommentar, wie wir ihn sonst kennen, sondern viel mehr eine traurige Bestandsaufnahme, wie weit die Abschaffung des Rechtsstaates bereits gediehen ist.</p>
<p>Wenn Provokationen bereits als &#228;hnlich schlimm gilt, als die mit ihr begr&#252;ndete Gewalt, hat die Freiheit doch l&#228;ngst verloren. Was wir Freunde einer freien, offenen Gesellschaft von Jedermann, ganz gleich welcher Religion er angeh&#246;rt oder welche pers&#246;nlichen Werte ihm wichtig sein m&#246;gen einfordern sollten ist ein gewisses Ma&#223; an Coolness gegen&#252;ber den Dummheiten Anderer. Es muss unmissverst&#228;ndlich klar sein, dass es nunmal nicht okay ist, kurz und klein zu schlagen, was oder wen wir doof finden. Eigentlich eine sehr einfache Regel.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3991&amp;md5=b03ebc395ced55284aaf628196aac4e6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Europa ist nicht EUROpa!</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schleswig-Holstein w&#228;hlt bekanntlich morgen - aber es w&#228;hlen gleichzeitig auch noch Frankreich und Griechenland.

In Frankreich sieht es schwer danach aus, als bek&#228;me es einen neuen Pr&#228;sidenten. Der Mann heisst Hollande und findet Eurobonds toll und den Fiskalpakt eher so geht so. In Sachen W&#228;hrungsrettung wird also sicherlich nachverhandelt werden m&#252;ssen. Bestenfalls steht am Ende ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schleswig-Holstein w&#228;hlt bekanntlich morgen &#8211; aber es w&#228;hlen gleichzeitig auch noch Frankreich und Griechenland.</p>
<p>In Frankreich sieht es schwer danach aus, als bek&#228;me es einen neuen Pr&#228;sidenten. Der Mann heisst Hollande <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/201205030600/3">und findet Eurobonds toll</a> und den Fiskalpakt eher so <em>geht so</em>. In Sachen W&#228;hrungsrettung wird also sicherlich nachverhandelt werden m&#252;ssen. Bestenfalls steht am Ende das, was wir schon haben plus einen bisher nicht n&#228;her definierten &#8220;Wachstumspakt&#8221;, bei dem es, anders, als es der Titel erstmal verspricht, allerdings blo&#223; um eine Art Konjunkturpaket gehen soll. Ich spare mir an dieser Stelle, darauf hinzuweisen, in welchem europ&#228;ischen Land jene Steuerzahler leben, die das haupts&#228;chlich finanzieren werden. Schlimmstenfalls kriegen wir als besonderes &#8220;Geschenk&#8221; aber vielleicht auch einfach diese Eurobonds, mit denen man so einen Wachstumspakt nat&#252;rlich auch finanzieren kann.</p>
<p>Als w&#228;re das, was sich in Frankreich abzeichnet, noch nicht besorgniserregend genug, w&#228;hlt aber wie gesagt auch Griechenland. Erinnern wir uns kurz: Der Vorg&#228;nger des derzeitigen Regierungschefs war der letzte urspr&#252;nglich mal vom Volk gew&#228;hlte. Der hie&#223; Papandreou und wollte das Volk &#252;ber die Durchf&#252;hrung der den Griechen von unserer Regierung verordneten Sparpolitik entscheiden lassen. Daraufhin liefen die &#252;brigen Regierungen Europas quasi Amok, &#252;bten massiven Druck aus und am Ende wurde die Volksabstimmung nat&#252;rlich abgeblasen. Papandreou musste zur Strafe f&#252;r die &#252;beraus dumme Idee, seine B&#252;rger an elementaren Schicksalsfragen zu beteiligen auch gleich gehen und es wurde eine Art <em>Super</em>koalition aus den beiden Parteien, die Griechenland bisher immer regiert (sprich: Das Land in die Scheisse geritten) hatten, gebildet. Die stellte dann eine &#8220;<a href="http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/uebergangsregierung-fuer-griechenland-papandreous-referendum-liegt-auf-eis_aid_680882.html">Expertenregierung</a>&#8220;, die nun wiederzuw&#228;hlen w&#228;re. <a href="http://zettelsraum.blogspot.de/2012/05/marginalie-morgen-wird-es-in.html">Was aber nicht geschehen wird</a>, weil ihre Sparpolitik beim Volk, dass man ja lieber nicht nach der Meinung hatte fragen wollen, &#8220;&#252;berraschenderweise&#8221; durchf&#228;llt. Bei 32 antretenden Parteien und einem System mit 3% H&#252;rde ist es schwer zu sagen, wer am Ende so alles eine gro&#223;e Rolle spielen wird aber einigerma&#223;en gesichert ist schon jetzt, dass die beiden bisher ma&#223;geblichen Parteien (2009 erreichten sie zusammen &#252;ber 77%) und damit ihre Politik ein Desaster erleben werden. Es gibt Umfragen, die beide zusammen bei weniger als 25 Prozent sehen. Man muss nicht Politikwissenschaften studieren um zu ahnen, dass ein solcher Wahlausgang &#8211; selbst wenn es am Ende <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-griechenland-waehlt-ein-neues-parlament_aid_747685.html">durch ein lustiges Wahlrecht</a> vielleicht doch noch knapp f&#252;r ne Mehrheit der derzeitigen Regierungsparteien reichen sollte &#8211; zu umfangreichen Ver&#228;nderungen am derzeitigen Sparkurs (der allerdings ja immer noch lange nicht ausreicht, um Griechenland aus eigener Kraft zu entschulden und seinen B&#252;rgern eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten) f&#252;hren muss.</p>
<p>Ein einziger Tag im Mai droht die bisherigen m&#252;hsam ausgehandelten Konzepte zur Bek&#228;mpfung der EURO-Krise v&#246;llig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Auf die Formel, man h&#228;tte das nicht vorhersehen k&#246;nnen, sollten sich deutsche Parlamentarier und Regierungsmitglieder lieber nicht zur&#252;ckziehen. Denn selbst gro&#223;e Teile der Bev&#246;lkerung haben so etwas ja erwartet und am Kurs der Bundesregierung folgerichtig gezweifelt. Wer von dem, was morgen auf uns zukommen wird, &#252;berrascht wird, ist kurz gesagt nicht ernst zu nehmen. Als Politiker nicht, als Volksvertreter schon gar nicht.</p>
<p>Wir &#8211; und zwar insbesondere unsere Regierung &#8211; haben die Rettung des EUROs, die angeblich die Rettung Europas (vor selbstverursachten Bedrohungen namens Schulden) bedeuten soll, komplett auf Treibsand gebaut und dabei auch noch Meinung und Interessen der B&#252;rger konsequent und mutwillig ignoriert. Es mag nach wie vor die Chance bestehen, dass die Umw&#228;lzungen morgen nicht ganz so heftig ausfallen, wie es zu bef&#252;rchten ist. Aber was heisst das schon? Es werden Wahlen folgen und es wird der Unmut der europ&#228;ischen Bev&#246;lkerung weiter wachsen. Weil die Schuldenlast weiter wachsen wird, ganz gleich, wie sich die Wirtschaft entwickelt. Um die es europ&#228;isch betrachtet allerdings auch nicht besonders vertrauenerweckend steht. Das die politischen Verh&#228;ltnisse in Deutschland noch nicht v&#246;llig aus den Fugen sind, hat vor allem mit der guten wirtschaftlichen Lage zu tun. Wer kann sagen, wie lange das so bleiben wird?</p>
<p>Politisch ist Europa ein Pulverfass geworden. Und die Z&#252;ndschnur brennt alle paar Monate an mehreren Stellen gleichzeitig. Noch gibt es gen&#252;gend Leute, die in der Lage sind, sie rechtzeitig wieder auszutreten aber es sieht doch sehr danach aus, als w&#252;rde die Politik diese Krise &#252;ber kurz oder lang eben nicht mehr bew&#228;ltigen k&#246;nnen, sondern einen Zusammenbruch h&#246;chstens hinausschieben. Richtig w&#228;re jetzt, ein endg&#252;ltiges Scheitern des EUROs zu entsch&#228;rfen, &#252;ber Alternativen nachzudenken und bei der Gelegenheit auch mal damit aufzuh&#246;ren, st&#228;ndig alles gleichzusetzen und zu behaupten, ohne EURO w&#252;rde es praktisch augenblicklich Krieg geben. Ja, vielleicht scheitert mit dem EURO auch die EU. Na und? Die ist nichts Anderes als das aktuelle Bild aus jahrzehntelangen st&#228;ndig angepassten Vertragswerken. Machen wir eben wieder mal neue Vertr&#228;ge. Wenn die EU nur halb so gut ist, wie die behaupten, die vorgeben, sie gl&#252;hend gegen als &#8220;Euroskeptiker&#8221; verschm&#228;hte um die Zukunft besorgte B&#252;rger zu verteidigen, d&#252;rfte das im Interesse aller und selbst bei Eintreten des worst-cases in Sachen W&#228;hrung haupts&#228;chlich eine Formsache sein.</p>
<p>Europa sind weder Merkel und Sarkozy oder Deutschland und die Niederlande. Europa sind hunderte Millionen von B&#252;rgern, denen gr&#246;&#223;tenteils kackegal ist, wie der Name der W&#228;hrung ist, mit der sie morgens ihre Br&#246;tchen bezahlen wollen. Europa geht ohne EURO nicht unter. Es entwickelt sich h&#246;chstens weiter. Allein, jene politische Elite, der die Erdbeben morgen gelten werden, hat andere Vorstellungen vom Ergebnis dieser Entwicklung als die B&#252;rger. Die politische Elite will ein auf Gedeih und Verderb vereintes Europa und scheisst auf die Meinung der B&#252;rger dazu. Das wird entweder demokratisch und friedlich aufgehalten werden m&#252;ssen oder es wird in letzter Konsequenz zu Gewalt auf den Stra&#223;en kommen. Diese beiden Wege jetzt zu erkennen w&#228;re das, was man sich als politisch engagierter Mensch zum Beispiel von seiner eigenen Partei w&#252;nschen w&#252;rde. Leider warte ich darauf schon eine ganze Weile vergeblich.</p>
<p>Wie immer der morgige Tag auch ausgehen wird, f&#252;r mich steht fest: Wer EU und Euro f&#252;r Europa h&#228;lt, ist der wahre Euroskeptiker. Er traut uns, den B&#252;rgern Europas, den Menschen, die wortw&#246;rtlich <em>Europa sind</em>, nichts zu. Er glaubt, dass nur er es ist, der uns davon abh&#228;lt, uns gegenseitig die K&#246;pfe einzuschlagen. Er meint, dass nur er es ist, der uns &#8220;einen&#8221; kann. Er ignoriert, dass wir alle einfach nur in Frieden leben wollen, dass wir regelm&#228;&#223;ig quer durch Europa reisen, nicht nur im Urlaub, sondern oft auch um zu arbeiten. Die Europ&#228;ische Einheit ist l&#228;ngst Realit&#228;t und wir brauchen kein politisches Rahmengebilde dazu, dass uns das in neuen P&#228;ssen vor Augen f&#252;hrt. Schon gar nicht um jeden Preis und insbesondere nicht um den Preis von Hass und Gewalt. Beides s&#228;t aber, wer das Volk so ignoriert, wie die Regierungen Europas es tun.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3989&amp;md5=de4b923e26ca038aa6a0896c8c189fac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Gegen die Pferdesteuer</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 08:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Heimat ist so etwas wie das heimliche Zentrum der Pferdewirtschaft in Niedersachsen (das bekanntlich das Pferdeland schlechthin ist). Luhm&#252;hlen liegt um die Ecke und Winsen selbst soll mehr Pferde beherbergen, als die meisten anderen Gemeinden.

In anderen Gegenden Deutschlands wird offenbar die Einf&#252;hrung von Pferdesteuern diskutiert. Viele Pferde in der Nachbarschaft plus nat&#252;rlich auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Heimat ist so etwas wie das heimliche Zentrum der Pferdewirtschaft in Niedersachsen (das bekanntlich das <a href="http://www.horizont.net/aktuell/agenturen/pages/protected/Ausschreibung-Niedersachsen-sucht-Agentur-fuer-Landeskampagne_102642.html">Pferdeland</a> schlechthin ist). <a href="http://www.luhmuehlen.de/index.asp?tree_id=65&amp;sprache_id=2">Luhm&#252;hlen</a> liegt um die Ecke und Winsen selbst soll mehr Pferde beherbergen, als die meisten anderen Gemeinden.</p>
<p>In anderen Gegenden Deutschlands <a href="http://www.rp-online.de/bergisches-land/remscheid/nachrichten/keine-pferdesteuer-in-remscheid-1.2795919">wird offenbar die Einf&#252;hrung von Pferdesteuern diskutiert</a>. Viele Pferde in der Nachbarschaft plus nat&#252;rlich auch hier steigende Belastungen der Gemeindehaushalte lassen mich, clever wie ich bin, da schnell 1 und 1 zusammenz&#228;hlen und vermuten: Fr&#252;her oder sp&#228;ter werden solche Vorschl&#228;ge auch hier in meiner Umgebung vorgebracht werden.</p>
<p>Ich habe zwar kein Pferd und sofern mein Leben keine v&#246;llig verr&#252;ckten Wendungen nehmen sollte, wird sich daran auch nichts &#228;ndern. Aber nur, weil ich sie nicht zahlen m&#252;sste (vermutlich nicht mal indirekt), muss ich eine neue Steuer ja nicht gut finden. Ich bin der Meinung, dass der Staat insgesamt mehr als genug Geld einnimmt, um seine Aufgaben (inklusive der, die auf Gemeindeebene anfallen) bestens leisten zu k&#246;nnen.</p>
<p>Und schon darum habe ich mich <a href="https://www.facebook.com/pages/Gegen-die-Pferdesteuer/173287966081378">dieser Kampagnenseite gegen die Einf&#252;hrung von Pferdesteuern auf Facebook</a> gern angeschlossen. Nicht ohne<a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=306336499443190&amp;id=173287966081378"> dort bereits ein paar konstruktive Fragen zu stellen</a>, die ich auch hier nochmal in den Raum werfen m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>Mich w&#252;rde mal interessieren, wie die Unterst&#252;tzer dieser Seite beispielsweise die Hundesteuer oder die Hotelbettensteuer sehen, die ja jeweils ebenfalls von den Gemeinden erhoben werden. Und als kommunalpolitisch engagierter B&#252;rger w&#228;ren Alternative Einnahmequellen etwas, das mir sehr weiterhelfen w&#252;rde. Wie sieht es aus mit Privatisierungen, der Erh&#246;hung von Geb&#252;hren (bspw. Kita) oder sollten Gemeinden gar einen Teil der Einnahmen aus der Einkommenssteuer (&#252;ber Hebesatz) erhalten? Bl&#252;ten wie die Pferdesteuer sind ja nichts als der Ausdruck der Verzweiflung vieler hochverschuldeter Gemeinden, die unter immer neuen von Land und Bund aufgedr&#252;ckten W&#252;nschen &#228;chzen. Ist also vielleicht auch einfach n&#246;tig, so Sachen wie die garantierten Kita-Pl&#228;tze zu entfernen oder die Sch&#252;lerzahlen pro Klasse/Lehrer in Gemeindeeigenen Schulen zu erh&#246;hen, um Kosten zu sparen?</p></blockquote>
<p>Wenn die Ablehnung bestimmter Steuern nicht wie schn&#246;de Lobbypolitik aussehen soll, muss man eben auch solche, vielleicht nicht ganz so bequeme Fragen angehen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.jan-filter.de/?flattrss_redirect&amp;id=3986&amp;md5=3e890f8360747c2f67ca85edf9c8ba58" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.jan-filter.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Liebe Unionsfraktion, Du irrst Dich!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 16:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.jan-filter.de/?p=3983</guid>
		<description><![CDATA[Und zwar mehrfach.

1. entscheidest nicht Du, sondern der jeweilige Preisverleiher, wer einen Preis erh&#228;lt und wof&#252;r. Dass der zust&#228;ndige (und &#252;brigens &#252;berfl&#252;ssige) Minister einer aus deinen Reihen ist, &#228;ndert daran nichts. W&#252;rde der Preis k&#252;nftig nach politischen Vorgaben verteilt, w&#228;re meine dringende Empfehlung an die Hersteller ohnehin, einen echte, also freien Preis auszuloben, damit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und zwar <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-CSU-kritisiert-Nominierung-von-Killerspiel-fuer-Computerspielpreis-1558900.html">mehrfach</a>.</p>
<p>1. entscheidest nicht Du, sondern der jeweilige Preisverleiher, wer einen Preis erh&#228;lt und wof&#252;r. Dass der zust&#228;ndige (und &#252;brigens &#252;berfl&#252;ssige) Minister einer aus deinen Reihen ist, &#228;ndert daran nichts. W&#252;rde der Preis k&#252;nftig nach politischen Vorgaben verteilt, w&#228;re meine dringende Empfehlung an die Hersteller ohnehin, einen echte, also freien Preis auszuloben, damit die Kriterien objektiv bleiben und nicht von Leuten erdacht werden, die Computer vor allem als das merkw&#252;rdige Ding kennen, in dass ihre Sekret&#228;rin die ganze Zeit reinguckt.</p>
<p>2. d&#252;rfen sehr wohl auch „Killerspiele“ Preise gewinnen – wenn Dir das nicht passt, verbiete es halt einfach aber solange es legal ist, darf das selbstverst&#228;ndlich so sein.</p>
<p>3. nutzt au&#223;er Dir und vielleicht noch den Flitzpiepen, die Dich f&#252;r so einen Quatsch auch noch w&#228;hlen, eigentlich niemand den Begriff „Killerspiele“ ernsthaft. Weil au&#223;er Euch D&#246;spaddels jedes Kind weiss, dass dabei schlicht und ergreifend niemand zu schaden kommt, es sich also absolut nicht um t&#246;dliche Spiele handelt.</p>
<p>4. wird es echt eklig, wenn Jugendschutz in Erwachsenenbereichen angewandt wird. Spiele erhalten doch bereits eine Altersfreigabe (manchmal eben auch nicht) und jeder kann deutlich sichtbar schon auf der Packung, bzw. der Produktbeschreibung bei Amazon lesen, ob das nach Meinung der Zensoren f&#252;r das eigene Kind geeignet ist oder nicht. Ob das jeweilige Spiel einen Preis gewinnt oder nicht hat mit der Altersfreigabe einfach nichts zu tun, weswegen die von Dir bef&#252;rchtete Erschwerung f&#252;r Eltern, sich gem&#228;&#223; des Jugendschutzes zu verhalten, Unfug ist.</p>
<p>Fast alles, was man von der Union zum Thema Computerspiele so h&#246;rt, ist Bl&#246;dsinn. Faszinierend, wie wenig sich diese Leute zum Beispiel damit besch&#228;ftigen, wie innovativ die Branche gerade in Deutschland in Wirklichkeit ist, w&#228;hrend sie ansonsten nicht m&#252;de werden, jede bl&#246;de Windm&#252;hle anzuhimmeln.</p>
<p>Dass die Union in dieser Hinsicht doof ist, ist bei alledem jedoch trotzdem nur das Zweitschlimmste. Schwerer wiegt, dass es haufenweise Idioten gibt, die diese Herrschaften nicht trotz, sondern wegen derartiger „Meinungen“ auch noch w&#228;hlen.</p>
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		<title>Die große Lindner-Show</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 06:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vordergr&#252;ndig geht es an diesem Wochenende auf dem Karlsruher FDP-Parteitag nat&#252;rlich um das Grundsatzprogramm. Daneben spielen aber noch mindestens zwei weitere Aspekte eine wichtige Rolle: Zum Einen die nahenden Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen nat&#252;rlich, die zu ansonsten eher sinnfreien Gru&#223;worten der beiden jeweiligen Spitzenkandidaten gef&#252;hrt haben. Zum Anderen die schwelende Rivalit&#228;t zwischen Christian ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vordergr&#252;ndig geht es an diesem Wochenende auf dem Karlsruher FDP-Parteitag nat&#252;rlich um das Grundsatzprogramm. Daneben spielen aber noch mindestens zwei weitere Aspekte eine wichtige Rolle: Zum Einen die nahenden Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen nat&#252;rlich, die zu ansonsten eher sinnfreien Gru&#223;worten der beiden jeweiligen Spitzenkandidaten gef&#252;hrt haben. Zum Anderen die schwelende Rivalit&#228;t zwischen Christian Lindner und Parteichef Philipp R&#246;sler.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund habe ich gestern Lindners als „Gru&#223;wort“ getarnte Wahlkampfrede geh&#246;rt. Die, so sind wir das von Christian Lindner gewohnt, rethorisch grandios gewesen ist und inhaltlich ziemlich wischiwaschi daherkam, wie wir es ebenfalls von Lindner gewohnt sind. Er unterscheidet sich darin nicht von Philipp R&#246;sler, bei dem ich ebenfalls st&#228;ndig nach einer deutlichen Linie suchen muss und viel zu oft den Eindruck habe, es ginge einfach darum, den eine Fahne in den Wind zu h&#228;ngen und die eigene Position daran auszurichten, statt sie, wie es die Partei n&#246;tig h&#228;tte, auf liberalen Prinzipien zu fundieren. Dass das Grundsatzprogramm, sofern es denn heute Nachmittag beschlossen wird, wesentlich &#252;ber Prinzipien hinaus, teilweise weit hin ins Konkrete geht und hier und da auch von liberalen Prinzipien abweicht, passt insofern recht gut zu allen beiden.</p>
<p>R&#246;sler f&#252;hlt sich gejagt. Das konnte man bei seiner Rede sp&#252;ren, die anders war als fr&#252;here. Rhetorisch hat er sich verbessert, kommt an Lindner aber trotzdem nicht heran. Wenn man sich den Jubel f&#252;r Lindner nach dessen Rede angesehen hat, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie wohl ein geschickt eingef&#228;delter Machtkampf zwischen Lindner und R&#246;sler ausgehen k&#246;nnte: Den kann Lindner gewinnen, wenn er will.</p>
<p>Christian Lindner hat keine Gr&#252;nde f&#252;r seinen R&#252;cktritt als Generalsekret&#228;r vor ein paar Monaten genannt. Jeder ahnt, dass der Grund R&#246;sler heisst, der Umgang sogar in der &#214;ffentlichkeit zwischen beiden scheint das zu best&#228;tigen. So auch gestern, als Lindner nach seiner Rede von verschiedenen Leuten herzlich begl&#252;ckw&#252;nscht und umarmt wurde, R&#246;sler f&#252;r ihn aber kaum mehr als ein zwar freundschaftlich geplantes, aber eher warnendes, aggressives Knuffen &#252;brig hatte.</p>
<p>Wann wird dieser Konflikt eskalieren? Nach der NRW-Wahl? Vor der Bundestagswahl? Danach? Gelegenheiten, die Parteispitze aus den Angeln zu heben, wird es mutma&#223;lich in n&#228;chster Zukunft gen&#252;gend geben. Mich wundert in Sachen FDP mittlerweile nicht mehr viel und bin da auf alles vorbereitet.</p>
<p>Was bleibt ist aber die Frage, was es der Partei bringen w&#252;rde. Im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen rei&#223;t Christian Lindner etwas, da macht er, rein politisch betrachtet, sicher einen tollen Job. Seine Arbeit als Generalsekret&#228;r jedoch war erheblich weniger erfolgreich, wie man deutlich an der Entwicklung der Umfragezahlen von gut 10 auf 2-3 Prozent, plus diverser Wahlen, die diese Zahlen belegt haben, ablesen kann. Schuld hat daran nicht Lindner allein, das ist klar. Aber was ich bei ihm immer vermisst habe, klare Attacken, die er mit seinem rethorischen Talent zweifellos gut fahren k&#246;nnte, gew&#252;rzt mit auch mal ein bisschen Polemik, das hat der Partei in einer Phase. Er war einfach zu wenig angriffslustig und viel zu sachlich und harmlos &#8211; jedenfalls f&#252;r den Posten. Nicht alles, was sein gestern gew&#228;hlter Nachfolger D&#246;ring so von sich gibt, finde ich hilfreich oder w&#252;rde ich gar so unterschreiben – aber eine Partei, die von allen Seiten gepr&#252;gelt und angegriffen wird, braucht wenigstens einen, der auch mal ordentlich draufhauen kann und da hat D&#246;ring Lindner einiges voraus.</p>
<p>Als Parteichef allerdings k&#246;nnte Lindner die Abteilung Attacke auch weiterhin dem Generalsekret&#228;r &#252;berlassen, so dass dieses Problem nicht so schwer wiegt, wie es das beim Generalsekret&#228;r Lindner wog.</p>
<p>Aber Inhalte? Lindner f&#228;hrt R&#246;sler-Kurs und umgekehrt. Sofern die Bezeichnung „Kurs“ nicht ohnehin sehr &#252;bertrieben gesagt ist. Dass Lindner echte Akzente setzen kann, hat er meines Erachtens bisher nicht bewiesen. R&#246;sler konnte das zwar, der Input dazu kam aber jedes Mal von Anderen, von Rainer Br&#252;derle beim Gauck-Coup etwa oder von Niedersachsens Wirtschaftsminister J&#246;rg Bode als es um die Ablehnung der offenkundig v&#246;llig unsinnigen Schlecker-Transfergesellschaft ging.</p>
<p>Das Einzige, was ein Parteichef Lindner zustande br&#228;chte, w&#228;re voraussichtlich ein weiteres Anlehnen an die &#252;brigen Parteien und damit an den sozialdemokratischen Mainstream. Das ist etwas, dass ich auch Philipp R&#246;sler vorwerfe. Als konkrete Beispiele seien mal die „Energiewende“, die EURO-“Rettung“ oder <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tankstellen-roesler-will-benzinpreise-ueberwachen-11724284.html">der ganz frische Vorsto&#223;, was die staatliche Kontrolle der Spritpreise angeht</a>.</p>
<p>Die Vorstellung, dass ein Christian Lindner an seiner Stelle diese selbstzerst&#246;rerische Strategie m&#246;glicherweise auch noch „erfolgreicher“ betreiben k&#246;nnte, ist allerdings grauenhaft. Damit w&#252;rde die FDP tats&#228;chlich &#252;berfl&#252;ssig werden und mehr Liberale, als es der Partei, die sich „Die Liberalen“ als Titel gegeben hat, lieb sein k&#246;nnte, w&#252;rden den Lindner-Slogan, „Das ist meine FDP“ ab einem gewissen Punkt der Verw&#228;sserung nicht mehr unterschreiben k&#246;nnen und sowohl an der Urne, als auch bei der Mitgliedschaft ihre Konsequenzen ziehen.</p>
<p>Eine bessere FDP wird man also mit einem Parteichef Lindner eher nicht erhalten. Vielleicht erfolgreicher &#8211; aber selbst der Sieg gegen die 5%-H&#252;rde gilt in der leidgepr&#252;ften Partei ja mittlerweile als Erdrutschsieg. Und daf&#252;r auf Ideale und Prinzipien pfeifen?</p>
<p>F&#252;r einen bescheidenen, aber daf&#252;r vermeintlich sicheren Wahlsieg einfach den Weg des geringsten Widerstandes einzuschlagen ist immer verlockend, gerade wenn es nicht so rosig l&#228;uft. Richtiger, wichtiger und langfristig auch erfolgreicher w&#228;re es allerdings, alles zu tun, um die ja unzweifelhaft guten Ideale und Prinzipien konsequent zu vertreten und daf&#252;r zu werben und sie den Leuten endlich offen und ehrlich nahe zu bringen, statt sich daf&#252;r beinahe<a href="http://blog.jan-filter.de/2012/04/19/freiheit-ideologie-der-demut-vor-dem-willen-des-einzelnen/"> schon zu entschuldigen</a>.*</p>
<p>&#8211;</p>
<p><em>* Und dann nat&#252;rlich in Regierungsverantwortung auch so zu handeln, was ich zwar fr&#252;her mal f&#252;r selbstverst&#228;ndlich hielt, man aber offensichtlich gar nicht oft genug betonen kann.</em></p>
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		<title>Freiheit: Ideologie der Demut vor dem Willen des Einzelnen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 08:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[A-Teams Sascha fordert die Parteitagsdelegierten, die sich zum Wochenende nach Karlsruhe zum FDP-Bundesparteitag begeben werden, auf, sich nicht zu sch&#228;men und schon gar nicht zu entschuldigen, wenn sie liberale Positionen vertreten. Ich m&#246;chte das ein wenig erg&#228;nzen, denn diese Regel sollten sich auch Abgeordnete in den Parlamenten zu Herzen nehmen.

Vielleicht trifft es der Begriff ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A-Teams Sascha<a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2012/04/19/schamt-euch-nicht/"> fordert die Parteitagsdelegierten, die sich zum Wochenende nach Karlsruhe zum FDP-Bundesparteitag begeben werden, auf, sich nicht zu sch&#228;men und schon gar nicht zu entschuldigen</a>, wenn sie liberale Positionen vertreten. Ich m&#246;chte das ein wenig erg&#228;nzen, denn diese Regel sollten sich auch Abgeordnete in den Parlamenten zu Herzen nehmen.</p>
<p>Vielleicht trifft es der Begriff <em>sch&#228;men </em>aber auch nicht so ganz. Man hat eher den Eindruck, dass so Mancher fast schon ein schlechtes Gewissen hat, wirklich liberale Politik auch als solche zu verkaufen. So, als w&#228;re das irgendwas Schlechtes. Ja klar: F&#252;r die Presse ist das ja schlie&#223;lich auch tats&#228;chlich so und f&#252;r die meisten B&#252;rger auch. Nur kann das ja f&#252;r die FDP nicht der Ma&#223;sstab sein*. Ihr Ma&#223;stab muss heute mehr denn je Prinzipientreue sein &#8211; und dazu geh&#246;rt eben auch, zu diesen Prinzipien zu stehen und sie als richtig zu verteidigen. Vorher geh&#246;rt allerdings auch unbedingt dazu, sie selber als richtig zu verinnerlichen. In so manchen Talkshows, aber auch Parteitagsdebatten, bekommt man schon daran h&#228;ufig Zweifel.</p>
<p>Zwar habe ich mich bisher nie am Podium an irgendwelchen Parteitagsdebatten beteiligt. Aber das Problem, zur richtigen Sache zu stehen, auch wenn scheinbar alle um mich herum es anderer Meinung sind, kenne ich nat&#252;rlich auch. Ich sogar nehme an, jeder Liberale wird es kennen, weil &#8220;die Anderen&#8221; uns (nat&#252;rlich nur quantitativ) nun einmal mehrfach &#252;berlegen sind. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man sich konsequent selbst treu bleibt und auch tats&#228;chlich meint, was man sagt, am Ende eben doch Menschen &#252;berzeugen kann. Vielleicht nicht v&#246;llig vom eigenen, sehr weit gehenden Freiheitsbegriff, vielleicht auch nicht von den Prinzipien an sich und sicher nicht in jeder einzelnen Detailfrage. Aber der Anfang ist, dass man immerhin als geradlinig respektiert wird, dass Freunde, Bekannte und was uns sonst noch so an Mitb&#252;rgern umgibt, merken, dass man nicht aus Beliebigkeit, Bequemlichkeit oder gar einem Gef&#252;hl der Verpflichtung gegen&#252;ber einzelnen Gruppen heraus bestimmte Meinungen vertritt, sondern weil man sich selbst einem Wertesystem unterordnet, das in sich schl&#252;ssig ist und dessen Ziele die gemeinwohlorientiertesten sind, die man sich vorstellen kann.</p>
<p>Man wird leichter verstanden, wenn die Leute wissen, dass man das, was man sagt, auf einem festen und grunds&#228;tzlich f&#252;r jeden Vorteile bringenden Fundament baut. Wer also liberale Positionen erfolgreich vermitteln will, sollte mindestens ebenso viel Energie darauf verwenden, sein Fundament zu festigen und auch nach au&#223;en vermitteln, dass es sich eben nicht um eine typische Ideologie handelt, sondern dass man die Entscheidung, welches Handeln gut und welches schlecht ist, im Unterschied zu allen anderen eben grunds&#228;tzlich beim B&#252;rger am besten aufgehoben sieht und man darum eben in dieser oder jener tagespolitischen Entscheidung gar nicht anders kann, als die Entscheidung zu treffen, die man trifft.</p>
<p>Die Konkurrenz schafft genau das in ihrem Sinn &#252;brigens permanent. Wenn Sozialdemokraten den n&#228;chsten Umverteilungswahnsinn angehen, brauchen sie l&#228;ngst nicht mehr ausf&#252;hrlich darlegen, warum sie den richtig finden. Es stellt einfach kaum jemand in Frage, dass es das von der Politik vorgegebene Problem wirklich gibt, geschweigedenn, dass es einer teuren, von Steuergeld finanzierten L&#246;sung bedarf, also der Staat ran muss. Sozialdemokratie ist Mainstream, und das ist f&#252;r Liberale das Grundproblem. Wer dem sozialdemokratischen Mainstream einen liberalen Mainstream zur Seite stellen oder ihn gar damit ersetzen will, der muss seinem Publikum zun&#228;chst mal sehr viele grunds&#228;tzliche Dinge erkl&#228;ren.</p>
<p>Wir m&#252;ssen dringend lernen, statt uns f&#252;r unsere Einstellung zu entschuldigen, sie stolz und selbstbewusst in die Welt zu tragen und bei alledem auch noch nicht zu &#252;berheblich zu wirken. Letzteres ist &#252;brigens einfacher, als es sich anh&#246;rt: Der Liberalismus ist, wenn man so will, die Ideologie der Demut vor dem freien Willen und der Vernunft des Einzelnen. Wo Andere den B&#252;rger (auf dessen Kosten) zu seinem Gl&#252;ck zwingen wollen, k&#246;nnen wir uns ein St&#252;ck weit zur&#252;cklehnen und sagen: Wir trauen Dir, B&#252;rger, mehr zu als uns selbst. Wir wissen, dass Du Dich um Deine Angelegenheiten besser, effizienter und f&#252;r Dich passgenauer k&#252;mmern wirst, als wir das selbst mit einem noch so gro&#223;en Beamtenapparat niemals fertig bringen w&#252;rden.</p>
<p>&#8211;</p>
<p><em>* In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, dass selbst die fiesesten Journalisten der FDP ein &#8220;Rekordergebnis&#8221; zugestehen, wenn 85% der W&#228;hler sie nicht w&#228;hlen und momentan die feuchtesten Tr&#228;ume von Wahlk&#228;mpfern der FDP in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen selten &#252;ber eine Ablehnung von sogar 95% hinausgehen. Sicher: Ziel des Ganzen ist, auch die 15% irgendwann zu knacken. Aber um dieses Ziel zu erreichen kann man sich ja nicht achselzuckend hinstellen und so tun, als w&#228;re man sich seines Makels, ein Liberaler zu sein bewusst. Um dieses Ziel zu erreichen muss man zumindest die Sicherheit ausstrahlen, selbst an das zu glauben, was man da erz&#228;hlt.</em></p>
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