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	<title>Finanzdiskurs</title>
	
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	<description>Ethisch motiviertes Engagement in der Finanzbranche</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Apr 2013 08:50:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Doping für die Konzernbilanz?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 08:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Allfinanz]]></category>
		<category><![CDATA[DVAG]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Legaler Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mich ereilte eine Email von einem Kollegen, der wahrscheinlich eingedenk meines Beitrages zur Ergo Ergo: Warum eigentlich? fragte: „Warum eigentlich?“ Dass wir ein Leben ohne die Ergo Gruppe verschmerzen könnten, ist bekannt. Die Ergo ist aber nicht allein. Auch die Deutsche...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/doping-fur-die-konzernbilanz/">Doping für die Konzernbilanz?</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mich ereilte eine Email von einem Kollegen, der wahrscheinlich eingedenk meines Beitrages zur Ergo <a title="Ergo: Warum eigentlich?" href="http://www.finanzdiskurs.de/ergo-warum-eigentlich/" target="_blank">Ergo: Warum eigentlich?</a> fragte: „Warum eigentlich?“ Dass wir ein Leben ohne die Ergo Gruppe verschmerzen könnten, ist bekannt. Die Ergo ist aber nicht allein. Auch die Deutsche Vermögensberatung AG trägt den Keim des Absurden in sich und wird sich – gerne früher als später – reduzieren.</p>
<p>Einstweilen war zu lesen: <a title="Cash: DVAG erzielt Rekordergebnisse" href="http://www.cash-online.de/berater/2013/dvag-rekordergebnisse-2013/117515" target="_blank">Cash: DVAG erzielt Rekordergebnisse</a></p>
<p>Wenn ich was dafür könnte, würde ich mich jetzt in aller Form entschuldigen. Ich war das aber nicht.</p>
<p>Wenn ich das nicht war, stelle ich mir die Frage: Wer war das dann? Wer verkauft da? Und ebenso unverständlich: wer kauft da?</p>
<p>Wenn es sich um Sport handelte, würde ich Doping unterstellen. Wie kann denn jemand, der nur Hammerwerfen trainiert, in der Spitzengruppe im Ironman Triathlon landen? Sähe sicher witzig aus, ein Mensch mit schlanken 130kg, der inmitten einer Gruppe von Menschen, die die Hälfte wiegen, in guten acht Stunden 3,86 km schwimmt, 180,25 km Rad fährt und 42,2 km läuft.</p>
<p>All das gibt es in der Versicherungsbranche.</p>
<p>Die DVAG ist registriert als gebundener Versicherungsvertreter. Das heißt, sie kuschelt mit ihren „Premium-Partnern“ und vertritt die Interessen des jeweiligen Partners gegenüber den Kunden. Die Interessenlage ist übrigens einfach und in einem Wort erklärt: verkaufen.</p>
<p>Dem Kunden gegenüber heißt das dann „Allfinanzberatung“. Das heißt einfach nur, dass Kunden in allen Sparten, in denen die Versicherer Bedarf haben, zu verkaufen, ein Produkt kaufen sollen.</p>
<p>Das ist nicht böse – ja, ich weiß, die Forschung sagt, das Gehirn könne „nicht“ nicht verarbeiten; ein Schelm der Böses &#8230;</p>
<p>Das ist einfach genau das, was viele andere Versicherer auch machen. Bei der Allianz heißt das eben einfach nur nicht „Deutsche Allianz Beratung“ sondern schlicht: Allianz.</p>
<p>Wer das in Anbetracht der vielen Premium-Partner kaum glauben kann, möge gerne die Probe aufs Exempel machen und versuchen eine Santander Haftpflichtversicherung, eine Advo Card Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Central Lebensversicherung und eine Aachen Münchener Baufinanzierung abzuschließen.</p>
<p>Warum das scheitern wird? Weil die DVAG größtenteils nur einen Partner pro Sparte hat. Und ich war jetzt natürlich so gemein, Konstellationen zu wählen, die nicht funktionieren.</p>
<p>Damit wäre aber immer noch nicht geklärt, warum die DVAG funktioniert?</p>
<p>Wir kommen erneut zurück auf das Thema Transparenz. Ich bin mir sicher, dass auch die Kunden der DVAG nicht im Detail verstehen, was sie da eigentlich kaufen. Und ich kann mir vorstellen, dass auch die Verkäufer vor allem im Verkaufen, nicht aber im Beraten geschult sind und somit selbst keinen Weitblick haben.</p>
<p>Gut, das ist bei der Allianz auch nicht anders. Ein Allianz Verkäufer wird auch nicht um die Stärken und Schwächen von Basler Produkten wissen. Bei Licht betrachtet ist aber ja auch die Allianz nicht unerfolgreich.</p>
<p>In jedem Falle trifft „Ich-weiß-nicht“ auf „Ich-kann-nicht“. Da die beiden aber nicht allein sind, sondern „Ich-brauch-aber“ und „Mir-wurde-beigebracht-dass-Kunden-sowas-unbedingt-brauchen-wegen-versteh-ich-auch-nicht-so-recht“ mit im Raum stehen, mündet das in Rekordergebnissen.</p>
<p>Ich hoffe nur, dass die Erfolgreichen unter den DVAG Verkäufern wenigstens ihr verdientes Geld freudig verkonsumieren. Dann hat wenigstens die deutsche Volkswirtschaft inmitten all der suboptimal beratenen Kunden noch was davon.</p>
<p>Was wir da tun können? Noch viel mehr Transparenz einfordern, wann immer es möglich ist.</p>
<p>Dazu gehört auch eine gesteigerte Medienkompetenz im Umgang mit Finanzthemen. Ich bin der Freude voll, wenn finanzdiskurs.de weitergesagt wird. Und ich bin einigermaßen beruhigt, dass unter dem DVAG Blog noch weniger Kommentare zu finden sind, als unter meinem.</p>
<p>Apropos deren Blog. Am 17. April 2013 wurde unter dem Titel „Lebensversicherer auf Abwegen?“ die absurde Ausbuchstabierung der DVAG offenbar.</p>
<p>„Deutsche Vermögensberatung“ ist traurigerweise nämlich gar nicht verkehrt. Gerade wir Deutschen bilden uns nach wie vor vorwiegend ein, dass es Geldanlage ist, wenn Geld auf dem Sparbuch liegt und dass es sinnvolle Altersvorsorge ist, eine Kapitallebensversicherung zu besparen. Nur: In den meisten Fällen ist das nicht so. – Übrigens, auch das war ich nicht.</p>
<p>Insofern kommen hier durchaus eine Menge von Menschen, die Quatsch verkaufen und eine Menge von Menschen, die Quatsch kaufen, zusammen.</p>
<p>Im konkreten Beispiel wird ein Lobgesang auf den legalen Betrug gesungen. Und Versicherer, die durch den niedrigen Leitzins gezwungen sind, ihre Kunden nicht länger legal zu betrügen, werden auf Abwegen gesehen. Und besonders wichtig: Die DVAG berichtet freudig, dass sie den Produkten der Aachen Münchener sei Dank ihre Kunden weiter legal betrügen können. Es wird also weiterhin fröhlich drauf los garantiert, dass Kunden am Ende der Laufzeit vor Steuern noch nicht einmal einen Inflationsausgleich für ihre Einzahlungen bekommen.</p>
<div id="attachment_614" class="wp-caption alignleft" style="width: 620px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/3880095452.jpg"><img class="size-full wp-image-614" alt="Quelle: Map-Report/ F.A.Z." src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/3880095452.jpg" width="610" height="376" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Map-Report/ F.A.Z.</p></div>
<p>Super Garantie.</p>
<p>Details zur klassischen Lebensversicherung beispielsweise nachzulesen hier:</p>
<p><a title="Produkte mit absurdem Deckungsstock" href="http://www.finanzdiskurs.de/produkte-mit-absurdem-deckungsstock/" target="_blank">Produkte mit absurdem Deckungsstock</a></p>
<p>Nun sollen Mitarbeiter der DVAG gemäß Website handeln wie Unternehmer. Einen Unternehmer zeichnet nach landläufiger Meinung aber nicht aus, dass er nie Fehler macht. Sondern einen Unternehmer zeichnet aus, dass er analysiert und einsieht, wenn er einen Fehler gemacht hat, um dann eine andere Entscheidung zu treffen.</p>
<p>So erscheint mir das Verkaufen von Produkten mit absurdem Deckungsstock reichlich absurd. Schließlich werden sie nicht besser dadurch, dass es sie lange und in großer Zahl gibt und man sich seit Jahren schon vergewissern kann, dass die Ablaufleistung geringer wird.<br />
Warum also noch DVAG? Wie gesagt, ich war das nicht. Und ich wüsste auch nicht warum.</p>
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		<title>Mit großer Unabhängigkeit kommt große Selbstverantwortung</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 19:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Einstein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Makler]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Eingangs möchte ich eine Lanze brechen für die wirklich tollen Angebote rund um Kultur und Bildung, die von Stiftungen wie der Körber Stiftung Körber Stiftung oder der Friedrich Naumann Stiftung gemacht werden Friedrich Naumann Stiftung Hingehen, zuhören, mitmachen. Und wenn die...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/mit-groser-unabhangigkeit-kommt-grose-selbstverantwortung/">Mit großer Unabhängigkeit kommt große Selbstverantwortung</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_607" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/freiheit.jpg"><img class="size-full wp-image-607" alt="Quelle: stipendiumplus.de" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/freiheit.jpg" width="540" height="85" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: stipendiumplus.de</p></div>
<p>Eingangs möchte ich eine Lanze brechen für die wirklich tollen Angebote rund um Kultur und Bildung, die von Stiftungen wie der Körber Stiftung <a title="Körber Stiftung" href="http://www.koerber-stiftung.de" target="_blank">Körber Stiftung</a> oder der Friedrich Naumann Stiftung gemacht werden <a title="Friedrich Naumann Stiftung" href="http://www.freiheit.org/Aktuell/11c/index.html" target="_blank">Friedrich Naumann Stiftung</a></p>
<p>Hingehen, zuhören, mitmachen.</p>
<p>Und wenn die Runde für Fragen geöffnet wird, gerne Fragen stellen und nicht einen eigenen Vortrag halten. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Am gestrigen Abend jedenfalls sprach Prof. Karl-Heinz Paqué zum Thema: „Fortschritt – Die Zukunft der liberalen Ordnungspolitik“. Alles ganz prima.</p>
<p>Das Punctum, wie der Philosoph Roland Barthes sagen würde, das also, was mich getroffen, angepiekt und berührt hat bestand insbesondere in der liberal-politischen Ausbuchstabierung der Erkenntnis, die Spiderman jüngst im Kino machen musste: „With great power comes great responsibility.“</p>
<p>Es ist nämlich so, dass „Freiheit“ ungemein positiv konnotiert ist. Wer würde schon behaupten: „Ne, lass mal. Freiheit find ich doof“?<br />
Nun. Jetzt biste frei. Fang mal was damit an. „Wie jetzt?“<br />
Genau.</p>
<p>Interessanterweise gibt es Freiheit auch nicht umsonst. Wer viel darf und kann, wird ertragen müssen, dass man ihn mit seinen Entscheidungen und Handlungen konfrontiert. Schließlich hat er sich frei dafür entscheiden. „So ein Schietkram. Jetzt muss ich mir also vorher überlegen, wofür ich mich entscheide, weil ja die Gefahr besteht, dass hinterher einer die Sesamstraße mit mir macht: Warum?“</p>
<p>Hier bilden Demokratie, soziale Marktwirtschaft und Versicherungsvermittlung mit einem Mal eine Schnittmenge. Das bietet ungemein großen Anlass zur Freude. Und es birgt Hürden und Herausforderungen.</p>
<p>Denn es ist ja so, dass Menschen in Deutschland gerne unabhängig beraten werden wollen, wenn es um Versicherungen und Geldanlage geht. Gemäß Umfragen, die ich noch nicht einmal recherchieren mag, ist ihnen das sogar 50 € wert. Nun.</p>
<p>Menschen, die unabhängig beraten <i>können </i>sind übrigens Versicherungs<i>makler</i>, die arbeiten ohne, dass Versicherer ihnen Geld geliehen haben.</p>
<p>Mit der Unabhängigkeit kommt dann mit einem Mal die Eigenverantwortung. Die des jeweiligen Maklers sowieso. Von dem erwartet man das als Experte ohnehin.</p>
<p>Und jetzt kommt das Perfide: Vom Kunden ebenso. Im Idealfall ist es nämlich so, dass den Makler nicht weiter kümmert, für welches Produkt der Kunde sich am Ende entscheidet, solange es qualitativ hervorragt. Sein Auftrag ist lediglich der des Informationstransfers: „Wenn ich an Stelle des Kunden wäre. Eingedenk allem, was ich über die entsprechenden Angebote weiß, wofür würde ich mich entscheiden?“</p>
<p>Ein richtig guter Makler, wird es also schaffen, dem Kunden die Informationen an die Hand zu geben, die es ihm ermöglichen so zu entscheiden wie der Makler, wenn der Makler nicht der Makler sondern der Kunde wäre aber so viel wüsste wie der Makler.</p>
<p>Das ist nicht nur nicht einfach zu lesen.<br />
Das setzt außerdem einen richtig guten Berater voraus.<br />
Und: einen Kunden der dafür offen ist. Einen Kunden, der es mit Immanuel Kant hält:</p>
<p>Der wünscht, den „Ausgang [...] aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist dies Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. <i>Sapere aude!</i> Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“</p>
<p>Soeben verschwindet die Sonne am Hamburger Horizont und taucht den Himmel in güldenes Licht und im Einklang entbehrt das durchaus nicht einer gewissen Romantik.</p>
<p>Der Ansprechpartner in Versicherungsdingen nicht als Klaus <a title="Was Vertreter beruflich machen" href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vertreter-beruflich-machen/" target="_blank">Was Vertreter beruflich machen</a> und <a title="Was Vermittler beruflich machen reloaded" href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vermittler-beruflich-machen-reloaded/" target="_blank">Was Vermittler beruflich machen reloaded</a> sondern als Aufklärer.</p>
<p>Wie das alles enden soll? In Wohlgefallen und in einem weiteren Zitat.</p>
<p>Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.<br />
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann.<br />
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.<br />
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.<br />
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolge haben.<br />
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.<br />
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte<br />
Erregung des eigenen Erfolgs, statt die dumpfe Ruhe Utopiens.<br />
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.<br />
Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.<br />
Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch.<br />
– Albert Einstein</p>
<p>So ist Unabhängigkeit also ein Segen. Ich finde super, wenn ein Kunde erstmals mein Büro betritt und alle Möglichkeiten offen stehen. Ich weiß aber auch, dass Unabhängigkeit vom Mitmachen lebt.</p>
<p>Mit einem Kunden, der Selbstverantwortung schätzt, ist der Beruf des Versicherungsmaklers erfreulich erfüllend.</p>
<p>Mehr davon!</p>
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		<title>Was Vermittler beruflich machen reloaded</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 21:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsunfähigkeitsversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Existenzschutzversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Handwerkskammer]]></category>
		<category><![CDATA[KLV]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Super-Versicherungs-Klaus ist unverwüstlich. Und so nimmt es nicht Wunder, dass er einem „I‘ll be back“ auf finanzdiskurs.de alle Ehre macht. Was zuvor passierte: WiWi und Hau-ruck sind bei einem Versicherungsmakler beraten und haben sich als Handwerker selbständig gemacht. Bei der...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vermittler-beruflich-machen-reloaded/">Was Vermittler beruflich machen reloaded</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Super-Versicherungs-Klaus ist unverwüstlich. Und so nimmt es nicht Wunder, dass er einem „I‘ll be back“ auf finanzdiskurs.de alle Ehre macht.</p>
<div id="attachment_599" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/Ill_Be_Back.jpg"><img class="size-full wp-image-599" alt="Quelle: sonic.wikia.com" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/Ill_Be_Back.jpg" width="540" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: sonic.wikia.com</p></div>
<p>Was zuvor passierte: WiWi und Hau-ruck sind bei einem Versicherungsmakler beraten und haben sich als Handwerker selbständig gemacht. Bei der Handwerkskammer gerieten sie an Klaus, den Vertreter einer Versicherungsgesellschaft, die eine Kooperation mit der Handwerkskammer hat. Dann passierte: Verkauf.</p>
<p>Es passierte nicht: Beratung. Was so‘n Stück weit blöd ist, weil WiWi und Hau-ruck mit den Worten: „Wir möchten gerne fachkundig beraten werden“ den Raum betreten haben werden und nicht mit „Klaus, verkauf uns bitte was. Egal was. Hauptsache Du machst Dir die Taschen voll.“</p>
<p>Der Bereich der sogenannten „biometrischen Risiken“, wo es also um Gesundheitsrisiken geht, ist nachzulesen in Teil 1:</p>
<p><a title="Was Vertreter beruflich machen" href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vertreter-beruflich-machen/" target="_blank">Was Vertreter beruflich machen</a></p>
<p>Hier ging es in die nächste Runde. Es stellte sich heraus, dass Klaus das Kostümchen offenbar nie auszieht. Er sei Profi, irgendein Vertreter solle den Kunden nicht verunsichern und über die Existenzschutzversicherung seien alle wichtigen Risiken abgesichert. Zu einem günstigen Preis.</p>
<p>Richtig. Und manchmal gilt in der Tat: Was nichts kostet, ist nichts wert.</p>
<p>Während WiWi und Hau-ruck aus ihren bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherungen Geld bekommen, wenn sie ihren Beruf zu mehr als 50% über 6 Monate nicht mehr ausüben können, leistet des Super-Versicherungs-Klaus liebstes Produkt bei &#8230; Trommelwirbel &#8230; 50% Invalidität durch einen Unfall für mindestens 3 Jahre.</p>
<p>Und wie überbrücken WiWi und Hau-ruck im schlimmsten Falle 3 Jahre?</p>
<p>Außerdem, so Klaus, seien selbstverständlich psychische Risiken mit abgedeckt. Das Augenmerk darauf ist deswegen so wichtig, weil Stress, Depressionen und der salonfähige Burnout die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit zu werden drohen.</p>
<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/Ursachen-Berufsunfähigkeit1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-604" alt="Ursachen-Berufsunfähigkeit" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/Ursachen-Berufsunfähigkeit1.jpg" width="540" height="238" /></a></p>
<p>Wann leistet denn nun die Super-Versicherungs-Klaus-Police?</p>
<ol>
<li>Wenn ein gesetzlicher Betreuer bestellt wurde</li>
<li>Wenn der Versicherte in die geschlossen Nervenheilanstalt eingewiesen wird</li>
<li>Wenn der Versicherte zeitlich und räumlich völlig unorientiert ist</li>
</ol>
<p>Bis das passiert, muss es beim Burnout aber hell und heiß gebrannt haben.<br />
Meine Herren, Klaus. Ein Mal mit Profis arbeiten. Nur fünf Minuten &#8230;<br />
Ach so, aber Profi wollte er ja sein, der Klaus. Insbesondere für‘s Handwerk.</p>
<p>Dann gibt es bei Klaus‘ Lösung ja bestimmt noch einen Schnaps oben drauf, wenn es zu einem Bandscheibenvorfall kommt?</p>
<p>Nein, gibt es nicht. Es wird nämlich noch „professioneller“.</p>
<p>Bei einem Bandscheibenleiden gibt es Geld nur dann, wenn der Bandscheibenvorfall durch einen Unfall passiert. Unter Unfällen verstehen Versicherer etwas, das plötzlich, unfreiwillig von außen auf den Körper einwirkt. Wenn man sich also blöd bewegt, oder verhebt, oder man einfach den konkreten Auslöser des Bandscheibenvorfalls nicht an einem bestimmten Unfallereignis festmachen kann, zahlt der Versicherer:<br />
0 €.</p>
<p>Nun, auch ein Super-Versicherungs-Klaus hat mal einen schlechten Tag.</p>
<p>Vielleicht ist ja der langfristige Vermögensaufbau seine Stärke<br />
Überraschung!<br />
Nein, ist er nicht.</p>
<p>Hau-ruck bespart einen Vertrag, der den Vorteil hat, dass für Hau-ruck transparent ist, wie sich die Anlage in seinem Vertrag entwickelt. Hier hatte Hau-ruck einen guten Zeitpunkt erwischt, um einzusteigen und konnte sich über eine knapp zweistellige Jahresrendite freuen.</p>
<p>Toll daran ist außerdem, dass Hau-rucks Vermögen sicher ist im Falle der Insolvenz des Versicherers, es fließt dem Betriebsvermögen nicht zu.</p>
<p>„Never keep a winning team“ denkt sich Klaus. „Das machen wir jetzt ganz anders: Bespar doch lieber den legalen Betrug <a title="Der König ist tot, lang lebe der König" href="http://www.finanzdiskurs.de/der-konig-ist-tot-lang-lebe-der-konig/" target="_blank">(Der König ist tot, lang lebe der König</a>). Da verschenkst Du Deine Beiträge an das Betriebsvermögen des Versicherers. Was damit passiert, erzählt Dir niemand. Dafür fließt es im schlimmsten Falle der Insolvenzmasse zu. Und Du bekommst gleich zwei Garantien, dass Dein Geld verbrannt wird.</p>
<p>In der linken Ecke sehen Sie: Die Garantieverzinsung. Der Garantiezins liegt in Deutschland aktuell bei 1,75% p.a. Vor Kosten. Nach Kosten wären das bei Wiwis und Hau-rucks Verträgen 1,06% p.a. Deutlich geringer also als die durchschnittliche Inflationsrate.</p>
<p>In der rechten Ecke sehen Sie: Das Kapital, das während einer Rentengarantiezeit auch dann an Hinterbliebene ausgezahlt wird, wenn der Rentner stirbt. Garantiert wird hier ein Verlust von 12.000 € gegenüber den eingezahlten Beiträgen.“</p>
<p>Ich denke, es ist klar geworden, dass Super-Versicherungs-Klaus in der Spielecke mit bunten Klötzen besser aufgehoben ist, wo er sich sicher im Zahlenraum von 1-10 bewegen kann. Zinseszins war dann doch einen Zacken zu scharf.</p>
<p>In den Mittelpunkt rücken möchte ich aber WiWi und Hau-ruck. Das Problem hätten am Ende nämlich sie gehabt und nicht Klaus.</p>
<p>Und das hat zwei Gründe.</p>
<ol>
<li>Sind Versicherungsprodukte so unverständlich, dass Super-Versicherungs-Klaus viel erzählen konnte und sich das irgendwie gut angehört hat.<br />
Es braucht den Kunden, der eigenverantwortlich handeln will. Es braucht aber auch Produkte, die so gebaut sind, dass es nicht nur dem Experten möglich ist, zu bewerten sich für die passende Lösung zu entscheiden.</li>
<li>Es wird, einmal mehr eingedenk der Intransparenz, fürchterliches Schindluder getrieben mit Instituten, Namen von Versicherungsablegern, Testsiegeln usw.<br />
Wie sollen Kunden jemals gut beraten werden, wenn Stiftungen oberflächlich und bewerten, wenn jede Versicherung mit x Testsiegeln aufwarten kann und wenn Versicherer sich durch das Erfinden vermeintlich professionell arbeitender Tochterunternehmen irreführend positionieren?<br />
Nur weil das Ding „Deutsche Ärzteversicherung“ heißt, hat die Axa trotzdem nicht über alle Sparten die besten Produkte. Auch nicht für Ärzte. Das nämliche gilt für die Signal Iduna und Handwerker. Klaus: q.e.d.</li>
</ol>
<p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vermittler-beruflich-machen-reloaded/">Was Vermittler beruflich machen reloaded</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p><div class="feedflare">
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		<title>Was Vertreter beruflich machen</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/was-vertreter-beruflich-machen/</link>
		<comments>http://www.finanzdiskurs.de/was-vertreter-beruflich-machen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 09:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsunfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Existenzschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Handwerkskammer]]></category>
		<category><![CDATA[Makler]]></category>
		<category><![CDATA[Umorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Vertreter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Einen guten Berater, was Versicherungen und Geldanlage angeht, stelle ich mir so vor: Er macht dem Kunden Handlungsalternativen transparent und lässt sich vor allem langfristig und nachhaltig an Ergebnissen messen. Das kann der Preis sein, das können Renditen sein oder...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/was-vertreter-beruflich-machen/">Was Vertreter beruflich machen</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Einen guten Berater, was Versicherungen und Geldanlage angeht, stelle ich mir so vor: Er macht dem Kunden Handlungsalternativen transparent und lässt sich vor allem langfristig und nachhaltig an Ergebnissen messen. Das kann der Preis sein, das können Renditen sein oder das kann die die Zeiten überdauernde Qualität von Leistungskatalogen bzw. Bedingungswerken sein.</p>
<p>Klingt gut. Ist in der Realität häufig aber nicht so.</p>
<p>Wir schauen uns das an einem jener Realität entlehnten Beispiel an und schauen durch die Brille von Klaus. Klaus arbeitet im Auftrag einer Versicherung, die einen ganz besonderen Trick auf Lager hat: Sie kooperiert mit der Handwerkskammer.</p>
<p>Wie genau das mit der Unabhängigkeit von Kammern auszusehen hätte, weiß ich nicht, das sei für den Moment aber auch dahingestellt, denn es geht ja um den nächsten Kunden.</p>
<p>Versicherungs-Klaus bekommt eines Tages also Besuch von zwei jungen Männern. Der eine hat gerade sein betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen – nennen wir ihn WiWi – der andere arbeitet zur Stunde schon handwerklich – nennen wir ihn Hau-ruck – und die beiden machen sich selbständig in einem handwerklichen Beruf.</p>
<p>„Super! Kundschaft“, denkt sich Klaus. Zumal die Kooperation für WiWi und Hau-ruck ja suggeriert: hier kennt man sich mit Handwerkern richtig gut aus.</p>
<p>Nun sind WiWi und Hau-ruck vielleicht etwas zu euphorisch an die Sache herangegangen. Die Mischkalkulation behält auch bei Kooperationen natürlich ihre Gültigkeit. Klaus‘ Versicherung kann ja gar nicht in jeder Sparte bei besten Leistungen günstiger sein als der Markt, sonst würde sie am Ende draufzahlen. Sie wird also hier und da gute Angebote haben, andererseits aber überteuerte Produkte, die so viel Geld in die Kassen spülen, dass sie sich leisten können, in anderen Sparten etwas günstiger zu sein.</p>
<p>Klaus, WiWi und Hau-ruck sitzen also zusammen und besprechen Versicherungsdinge. Gerade Handwerker, die körperlich arbeiten, müssen natürlich ihre Arbeitskraft absichern. Außerdem kommt es irgendwann, das hoffentlich dicke Ende der Erwerbstätigkeit. Altersvorsorge ist das Zauberwort.</p>
<p>Nun muss Klaus leider feststellen, das WiWi und Hau-ruck bei einem Versicherungsmakler beraten wurden. Das ist natürlich doof, denn ein Makler hat ja gar nicht von Seiten einer Versicherung den Auftrag, ihre Produkte zu verkaufen, sondern muss im Auftrag des Kunden nach objektiven Kriterien ausgesuchte Lösungen anbieten. Oh, oh.</p>
<p>Aber, Klaus ist ja nicht auf der Suppe hergesegelt. Mit dem Wind der Kooperation im Rücken schaut er sich die bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherungen an. „Hmm &#8230; das ist ja blöd“, wird der erste Gedanke gewesen sein. Sowohl WiWi als auch Hau-ruck haben richtig gute Verträge – die vor allem, oh Wunder, deutlich günstiger sind als das Angebot seines Versicherers. Tolle Wurst, tolle Kooperation. 35 € und 65 € an monatlicher Prämie stehen 145 € bei Klaus‘ Versicherung gegenüber. Und dann kann Klaus‘ Versicherung noch nicht einmal auf Seite der Leistungen punkten.</p>
<p>Einschub: Der große Preisunterschied von 35 € zu 145 € kommt daher, dass WiWi und sein Makler richtig clever waren und die Versicherung schon zu Zeiten des Studiums beantragt haben. Da Studenten nicht handwerklich arbeiten, ist WiWis Vertrag deutlich günstiger als Hau-rucks und günstiger als Klaus‘ Angebot sowieso. Einschub Ende.</p>
<p>Klaus löst die Krawatte, reißt sein Hemd auf und zum Vorschein kommt ein blaues Spandex-Oberteil, auf der Brust ein rotes „S“ umrahmt von „V“ und „K“. Super-Versicherungs-Klaus.</p>
<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/43239-superman-logo-wallpaper-superman-images-gallery_1280x7201.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-594" alt="Super-Versicherungs-Klaus" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/43239-superman-logo-wallpaper-superman-images-gallery_1280x7201.jpg" width="540" height="405" /></a></p>
<p>Bei der Macht der Kooperation kauft Klaus ein „E“ und möchte lösen: Existenzschutzversicherung heißt das „Aveda Kedavra“ für die bestehenden BU-Verträge. Für knapp 30 € im Monat kann er mehr Rente anbieten, einer sog. Multi-Rente sei Dank. Mulitrentenprodukte heißen so, weil es sich im Grunde um eine Unfallversicherung mit Unfallrente handelt. Dazu kommen dann noch einige weitere Leistungsauslöser wie zum Beispiel Krebs oder giftige Gase, Strahlen etc.</p>
<p>Je nach Statistik, die man sich anschaut, werden all jene Auslöser zwischen 10% und 15% der Gründe einer Berufsunfähigkeit ausmachen.</p>
<p>Super-Versicherungs-Klaus: gut gemacht. Nicht. Ausrufezeichen.</p>
<p>Zumal Klaus gegen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verstößt – ich wies an anderer Stelle bereits auf den Passus hin (Kommentar 1 unter dem Beitrag):</p>
<p><a title="Berufsunfähigkeit: Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe." href="http://www.finanzdiskurs.de/berufsunfahigkeit-und-das-ist-alles-was-ich-dazu-zu-sagen-habe/" target="_blank">Berufsunfähigkeit – Und das ist alles, was ich dazu zu sagen habe</a></p>
<p>Aber darin ist Klaus ohnehin richtig super. Insbesondere bei WiWi musste Klaus ja noch zusätzlich einen raushauen. 30 € ist gegenüber 35 € ja noch nicht die Wahnsinnsersparnis. „Ha, hab ich Dich“, meint Klaus. Denn, WiWi ist ja noch als Student abgesichert. „Dann greift die BU ja gar nicht.“ Und: „Es gibt da diese Klausel, gemäß der Du als Selbständiger bei Berufsunfähigkeit nur jemanden einstellen musst, der für Dich arbeitet, dann bist Du gar nicht mehr bu.“</p>
<p>Lieber Klaus, Du hast nicht mehr die Wahl zwischen dem Umschlag und Tor 3. Über den Zonk müssen wir noch verhandeln, aber geh jetzt bitte einfach.</p>
<p>Denn es ist ja so. Wenn auch der Makler nicht auf der Suppe hergeschwommen ist, ist in WiWis Vertrag immer der zuletzt ausgeübte Beruf versichert. Eine Meldung des Berufswechsels ist nicht nötig. Das steht so auch in §3 der Versicherungsbedingungen.</p>
<p>Beantragen kann man ja alles und ich möchte hiermit die Einführung einer 6 Minus beantragen. Genau das ist das fachlich nämlich.</p>
<p>Und auch im zweiten Punkt ist klar im Vorteil, wer lesen kann. Diese Klausel gibt es zwar. Die Umorganisation des Arbeitsplatzes muss aber zumutbar sein. Bei einem Zweimann-Unternehmen ohne vorhandene Angestellte ist kaum zumutbar, jemanden zu bezahlen, der so gut arbeitet, dass er einen der beiden Inhaber ersetzt. Mehr als 20% Einkommenseinbußen sind nämlich nicht zumutbar. Das steht so in den Bedingungen und auch dazu gibt es Rechtssprechung vom Oberlandesgericht Koblenz:</p>
<p><a title="Urteil OLG Koblenz – Umorganisation des Arbeitsplatzes" href="http://www3.mjv.rlp.de/rechtspr/DisplayUrteil_neu.asp?rowguid=%7BB7D5A11E-17BD-489C-8872-F4F8657317DB%7D" target="_blank">Urteil OLG Koblenz – Umorganisation des Arbeitsplatzes</a></p>
<p>Revision wurde nicht zugelassen.</p>
<p>Super-Versicherungs-Klaus: richtig super!</p>
<p>Was Klaus beruflich macht? Keine Ahnung. Hoffentlich nichts mit Versicherungen.</p>
<p>Den Bereich Altersvorsorge gerne in einem nächsten Beitrag, zumal wenn alle so „Yay!“ geschrien haben werden. Im Internet macht man das, indem man auf den Like-Button klickt, oder den Beitrag bei Twitter verbreitet und gerne Facebook-Fan wird:</p>
<p><a title="finanzdiskurs.de bei facebook" href="https://www.facebook.com/pages/finanzdiskursde/168911336469488" target="_blank">finanzdiskurs.de bei facebook</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gastbeitrag: Die Rente – Spielball zwischen Politik und Versicherungen?</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/gastbeitrag-die-rente-spielball-zwischen-politik-und-versicherungen/</link>
		<comments>http://www.finanzdiskurs.de/gastbeitrag-die-rente-spielball-zwischen-politik-und-versicherungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 08:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[bAV]]></category>
		<category><![CDATA[betriebliche Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Spätestens seit der &#8220;Agenda 2010&#8243; sollte jedem Arbeitnehmer klar geworden sein, dass die sichere staatliche Rente in dieser Form nicht für eine Versorgung im Alter ausreichen wird. Es wird deshalb von staatlicher Seite stark darauf gedrängt, sich privat für das...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/gastbeitrag-die-rente-spielball-zwischen-politik-und-versicherungen/">Gastbeitrag: Die Rente &#8211; Spielball zwischen Politik und Versicherungen?</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Spätestens seit der &#8220;Agenda 2010&#8243; sollte jedem Arbeitnehmer klar geworden sein, dass die sichere staatliche Rente in dieser Form nicht für eine Versorgung im Alter ausreichen wird. Es wird deshalb von staatlicher Seite stark darauf gedrängt, sich privat für das Alter abzusichern. Dafür werden einige sehr interessante Modelle angeboten, die dem Arbeitnehmer die Absicherung ihres Ruhestands erleichtern sollen.</i></p>
<div id="attachment_590" class="wp-caption alignleft" style="width: 530px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/rente.jpg"><img class="size-full wp-image-590" alt="Bildquelle: Thorben Wengert  / pixelio.de" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/04/rente.jpg" width="520" height="590" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: Thorben Wengert  / pixelio.de</p></div>
<p><strong>Für und Wider der betrieblichen Altersvorsorge</strong><br />
Dies beginnt mit der steuerlichen Absetzbarkeit der Vorsorgeaufwendungen. Aber welcher Arbeitnehmer weiß schon, dass er einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge hat?</p>
<p>Die Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmern eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten und diese ggf. auch zu subventionieren. Das trifft sie aber selbst auch nicht allzu hart: Die Beiträge für die Aufbaurente ihrer Mitarbeiter sind für den Arbeitgeber steuerlich absetzbar. Besonders interessant ist hierbei für beide Seiten das Instrument der &#8220;<b>Entgeltumwandlung</b>&#8220;. Hinter diesem sperrigen Begriff versteckt sich ein scheinbar genialer Trick: Die vom Arbeitnehmer aufzuwendenden Beiträge für die Altersvorsorge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Netto hat der Arbeitnehmer also nicht den gleichen Betrag weniger in der Tasche, der ihm vom Bruttogehalt abgezogen wurde. Da aber das Bruttogehalt durch den Vorsorgeanteil reduziert wird, sinken auch die Lohnnebenkosten. Das macht sich auch auf der Arbeitnehmerseite &#8211; aber ganz besonders auf der Arbeitgeberseite bemerkbar. Genauere und weitreichendere Informationen zu diesem Thema gibt es auf dem Informationsportal <a title="die-gehaltsabrechnung.de" href="http://www.die-gehaltsabrechnung.de/" target="_blank">die-gehaltsabrechnung.de</a>.</p>
<p>Aufsummiert ergibt sich insgesamt dadurch folgendes Bild: Durch die Entgeltumwandlung hat der Arbeitnehmer zunächst einmal etwas weniger auf der Lohnabrechnung als vorher. Die vom Bruttogehalt abgezogene Summe zahlt er aber voll in seine Altersvorsorge ein.  Schließlich erhält der Arbeitnehmer für seine eingezahlten Summen auch noch eine Verzinsung.</p>
<p><em>Kritische Aspekte:</em></p>
<ul>
<li>Die Einzahlungssummen sind begrenzt. 2011 lagen die Summen noch bei 220 Euro auf der Arbeitnehmerseite und 44 Euro Zuschuss des Arbeitgebers.</li>
<li>Mit einer Entgeltumwandlung senkt man seine Sozialbeiträge und damit auch die Beiträge in die Rentenversicherung. Die ohnehin schon geschwächte staatliche Rente schwächt man sich damit um ein weiteres Mal, wenn man nicht ohnehin oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient. Man muss also äußerst exakt rechnen, um wirklich die Modelle gegeneinander vergleichen zu können.</li>
<li>Das Problem der Verzinsung: Garantiert sind – vor Steuer – heute nur noch 1,2-2,2% in Deutschland. Das gleicht nicht einmal die Inflationsrate aus.</li>
<li>Die Steuer: Zwar wird bei der Entgeltumwandlung durch die Bruttoverkürzung auch die Steuer gespart &#8211; die Rente werden aber ihrerseits wiederum komplett versteuert, wozu auch die erwirtschafteten Zusatzbeiträge gehören.</li>
</ul>
<p>Was also vom Versprechen der betrieblichen Altersvorsorge übrig bleibt, muss vorher genau berechnet werden. Aber welcher durchschnittliche Arbeitnehmer kann eine solche komplexe Rechenleistung erbringen?</p>
<p>Was letztlich als wirkliches Ärgernis zurückbleibt, ist der niedrige Garantiezins. Eine Altersvorsorge ist schließlich kein Tagesgeldkonto oder ein Sparbuch, auf das man täglich zugreifen könnte. Im Gegenteil: Man gibt als Arbeitgeber über Jahrzehnte hinweg einen garantierten Kredit an ein Versicherungsunternehmen und bekommt ihn zu absolut marginalen Zinsen vergütet. Die Versicherungsunternehmen bekommen also eine mehrfach gesicherte und subventionierte Zuwendung, mit denen sie &#8211; beispielsweise durch Kreditvergabe &#8211; arbeiten können. Es ist wohl kaum anzunehmen, dass deren Verzinsung sich in einem ähnlichen, einstelligen Betrag abspielen wird.</p>
<p><strong>Wer profitiert (noch) davon?</strong><br />
Aber wenn man einmal davon ausgeht, dass Entgeltverkürzung, Arbeitgeberzulage, staatlicher Zuschuss und Verzinsung eine sehr interessante Zusatzrente generieren, welche zudem nicht übermäßig durch die Versteuerung wieder gekürzt wird, bleibt eine Frage offen: Wer kann hiervon noch wirklich in den Genuss kommen?</p>
<p>Zahlreiche, ehemals durch hohe Beschäftigungsrate ausgezeichnete Regionen stehen vor einem schmerzhaften Strukturwandel. <a title="Opel in Bochum" href="http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-gm-will-milliarden-in-opel-investieren-keine-hoffnung-fuer-bochum_aid_957541.html" target="_blank">Opel in Bochum</a> ist hier nur ein Beispiel dafür, wie es, trotz aller konjunktureller Beteuerungen, in vielen Teilen Deutschlands wirklich aussieht: Die Beschäftigung ist auf dem Rückzug. Monate- und jahrelange Arbeitslosigkeit ohne jede Chance auf Rentenzusatzleistungen wird zunehmend die Realität für viele Arbeitnehmer. Zeitarbeit mit permanenten Arbeitsortwechseln und stetiger Ungewissheit über die eigene Jobsicherheit sind heute Gang und gäbe. Das gilt inzwischen auch für Facharbeiter und Akademiker. Betriebliche Altersvorsorge ist also eine gute Sache &#8211; für die, die wirklich so feste Beschäftigungen haben, dass sie bis zum Ende ihrer Arbeit eine Jobgewissheit haben. Davon kann aber leider immer weniger die Rede sein.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gute Vorsorge ist die halbe Pflege</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/gute-vorsorge-ist-die-halbe-pflege/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 20:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialsystem]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8230; oder Miete bezogen auf die Unterbringung in einem Pflegeheim. Nachdem mich der guten Dinge drei als Impulse ereilten nun also: Internet auf für das Thema Pflege. Zunächst erwähnte Prof. Joachim Weimann gestern bei seinem Vortrag en passant, dass die...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/gute-vorsorge-ist-die-halbe-pflege/">Gute Vorsorge ist die halbe Pflege</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/2013-01-30-13.54.58.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-584" alt="Pizza" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/2013-01-30-13.54.58.jpg" width="540" height="403" /></a></p>
<p>&#8230; oder Miete bezogen auf die Unterbringung in einem Pflegeheim.</p>
<p>Nachdem mich der guten Dinge drei als Impulse ereilten nun also: Internet auf für das Thema Pflege.<br />
Zunächst erwähnte Prof. Joachim Weimann gestern bei seinem Vortrag en passant, dass die Wahrscheinlichkeit älter als 100 Jahre alt zu werden für heute Geborene bei 0,5 liegt. Anders gesagt, jeder zweite heute Geborene wird wahrscheinlich älter als 100 Jahre alt werden. So gerne ich mit Prof. Weimann in ein Loblied auf Geld und den medizinischen Fortschritt, den es ermöglicht hat, einstimme, so unmittelbar war mein Gedanke aber auch: „Oh, oh, wie die dann mit ihren 100 Lenzen wohl alle drauf sind?“<br />
<a title="ZBW: Geld macht doch glücklich" href="http://www.zbw.eu/kataloge/econis_select/econisselect_docs_2013/gro-geld-gluecklich.htm" target="_blank">ZBW: Geld macht doch glücklich</a><br />
Dann entnahm ich meinem Twitter Stream ein Video der SWR Mediathek: „Die Last mit den Eltern – Wenn Mutter plötzlich Pflege braucht“<br />
<a title="SWR: Die Last mit den Eltern – Wenn Mutter plötzlich Pflege braucht" href="http://www.swr.de/betrifft/-/id=98466/did=11060670/pv=video/nid=98466/1on6uhk/index.html" target="_blank">SWR: Die Last mit den Eltern – Wenn Mutter plötzlich Pflege braucht</a><br />
Schließlich hat ein Kollege von mir seine Diplomarbeit zu jenem Thema geschrieben, die ich dankenswerterweise lesen durfte.<br />
Die Einleitung in Kürze: Das Pflegerisiko gibt es, es ist sogar recht wahrscheinlich und es kann bei unvorbereitetem Eintritt zu ausgesprochen unschönen Szenarien führen.</p>
<p>Persönlich finde ich das Pflegethema übrigens gruselig. Und eine Pflegeeinrichtung möchte ich als Patient/Bewohner nicht von innen sehen. Im weiteren handelt es sich aber um genau das, ein sehr persönliches Thema und da ich noch nicht mit jedem Leser eine Limonade getrunken habe, enthalte ich mich der weiteren Bewertung.</p>
<p>Dass einen das Pflegerisiko ohne weiteres heimsuchen kann, erinnert niemand gerne, mindestens im erweiterten Bekanntenkreis werden die meisten es aber zur Kenntnis genommen haben. Anders als das Erreichen des Rentenalters und die Notwendigkeit zur Altersvorsorge besteht aber immerhin die Möglichkeit, dass man selbst und die eigene Familie verschont bleiben.<br />
So kommt es, dass „die Anzahl der abgeschlossenen Pflegezusatzversicherungen, beispielsweise im Vergleich zu Zahnzusatzversicherungen, gering ist“, wie ich besagter Diplomarbeit entnehme. Dabei ist es viel teurer gepflegt zu werden, als neue Zähne zu bekommen. – Nicht, dass das günstig wäre.<br />
Die stationäre Versorgung der Pflegestufe III kostet nämlich im Durchschnitt 3.217,54 € im Monat. Davon kann man sehr schnell ganz viele Zähne bezahlen.<br />
Zieht man die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung ab, bleibt eine Lücke von guten 1.600 €. Monatlich. Und jährlich ziemlich genau 20.000 €.<br />
Die durchschnittliche Pflegedauer liegt bei 8,2 Jahren und somit lässt sich das Gesamtrisiko auf 164.000 € beziffern.<br />
Selbst, wenn man die durchschnittliche Höhe der gesetzlichen Rente mit einbezieht, bleibt eine riesige Lücke. Dabei kann „Durchschnitt“ immer auch bedeuten, dass die eigenen Kosten im schlimmsten Falle höher liegen.</p>
<p><a title="Wer soll das bezahlen?" href="http://www.finanzdiskurs.de/wer-soll-das-bezahlen/" target="_blank">Wer soll das bezahlen?</a></p>
<p>Nun, zunächst immer derjenige der gepflegt wird. Sind keine Ersparnisse vorhanden oder sind sie nach einiger Zeit dahin, springt das Sozialamt ein – allerdings nicht, ohne zu prüfen, ob es nicht Kinder gibt, die für Unterhaltszahlungen herangezogen werden können. Denn:</p>
<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/kinder-haften-für-eltern.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-583" alt="kinder haften für eltern" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/kinder-haften-für-eltern.jpg" width="578" height="236" /></a></p>
<p>&#8220;Dabei kann selbst der Ehepartner des Kindes indirekt unterhaltspflichtig sein.&#8221;</p>
<p>Es ist also der Fall, dass der Pflegefall nicht nur emotional belastet, sondern auch finanziell. Beim SWR sieht man in einer Dreiviertelstunde sehr unschön, was das für Jahre des Alltags bedeuten kann.</p>
<p>Warum lässt der Gesetzgeber das zu? Nun. Zunächst muss man froh sein, dass es eine Pflegepflichtversicherung überhaupt gibt. Sie wurde nämlich erst 1995 und somit rund ein Jahrhundert nach den anderen Zweigen der Sozialversicherungen eingeführt.</p>
<p>Darüber hinaus ist es so, dass die gesetzliche Pflegeversicherung &#8220;von Anfang an nicht auf Bedarfsdeckung ausgelegt war, sondern auf Budgetierung.&#8221; Sie soll den Versicherten also nur in die Lage versetzen, das finanzielle Risiko aus eigenen Mitteln überhaupt zu wuppen.</p>
<p>Pflegepflichtversichert ist man übrigens zumeist da, wo man krankenversichert ist. – Und jetzt kommen wir endlich zur Pizza. Weil nämlich privat Krankenversicherte in ein kapitalgedecktes System einzahlen und gesetzlich Versicherte in ein Umlagesystem.<br />
Das führt dazu, dass die gesetzliche Pflegeversicherung ein Finanzierungsproblem hat. &#8220;Für die private Pflegeversicherung bedeutet die demographische Entwicklung [...] vorerst keine große Problemstellung. Sei hat seit 1995 jedes Jahr Überschüsse zwischen 1,2 und 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftete und bis 2009 Altersrückstellungen für spätere Leistungszahlungen an ihre Versicherten in Höhe von 20,4 Milliarden Euro gebildet.&#8221;</p>
<p>Wie auf finanzdiskurs.de vielfach erläutert, ergibt es unheimlich viel Sinn, Geld anzusparen und es für sich arbeiten zu lassen, anstatt die Altersstruktur der Gesellschaft von sich zu schieben und unter dem Deckmantel der Solidarität fahrlässig mit den jüngeren Generationen zu verfahren. – Ich schrieb erst vor kurzem davon.<br />
<a title="Solidarischer Sozialstaat – Ist nicht" href="http://www.finanzdiskurs.de/solidarischer-sozialstaat-ist-nicht/" target="_blank">Solidarischer Sozialstaat – Ist nicht</a></p>
<p>Ausgedrückt in Pizza bedeutet das nämlich, dass eine Runde von Pizzafreunden gemeinsam essen geht und für die Rechnung zusammenschmeißt. Da es mindestens in Hamburg Restaurants gibt, die ihre Pizzen in Wagenradgröße verkaufen, bietet sich das geradezu an. Das funktioniert so lange toll, wie ausreichend Pizzaesser dabei sind, die mit beiden Beinen auf der Karriereleiter stehen und die gerne einen Schnaps mehr bezahlen, damit arme Studenten mit von der Partie sein können. Sobald zu viele Studenten mit dabei sind, heißt es unweigerlich: &#8220;Ab in die Küche! Der Abwasch wartet! Avanti!&#8221;</p>
<p>Analog ist es – nicht nur, aber auch – um die gesetzliche Pflegeversicherung bestellt. Die finanzielle Unsicherheit der Versicherten ist jetzt schon sicher – und in der Lage, noch abwaschen zu können, werden die wenigsten der Leidtragenden sein.</p>
<p>So wird es also Zeit, dass sich Politik, Internet und jeder Einzelne zwei Gedanken zum Thema Pflege machen. Damit sind übrigens nicht heiße Tropfen auf den Steinholzofen gemeint à la &#8220;Pflege-Bahr&#8221;.</p>
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		<item>
		<title>Solidarischer Sozialstaat – Ist nicht</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/solidarischer-sozialstaat-ist-nicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 10:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.finanzdiskurs.de/?p=570</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich habe bereits vielfältig bestritten, dass die Solidargemeinschaft innerhalb des deutschen Sozialstaates solidarisch genannt werden darf. Solidarsystem auf finanzdiskurs Spätestens seit 2006 ist das in einer wissenschaftlichen Arbeit belegt worden; das wusste ich nur nicht, weil ich die Arbeit eines...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/solidarischer-sozialstaat-ist-nicht/">Solidarischer Sozialstaat – Ist nicht</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_571" class="wp-caption alignleft" style="width: 530px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/solidaritaet-mit-taka-tuka-land_DLF127355.jpg"><img class="size-full wp-image-571" alt="Quelle: linke-t-shirts.de" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/02/solidaritaet-mit-taka-tuka-land_DLF127355.jpg" width="520" height="520" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: linke-t-shirts.de</p></div>
<p>Ich habe bereits vielfältig bestritten, dass die Solidargemeinschaft innerhalb des deutschen Sozialstaates solidarisch genannt werden darf.</p>
<p><a title="Solidarsystem auf finanzdiskurs" href="http://www.finanzdiskurs.de/tag/solidarsystem/" target="_blank">Solidarsystem auf finanzdiskurs</a></p>
<p>Spätestens seit 2006 ist das in einer wissenschaftlichen Arbeit belegt worden; das wusste ich nur nicht, weil ich die Arbeit eines Kollegen erst jetzt gelesen habe:</p>
<p><i>Greshams Law: Der Sozialstaat verdrängt freiwillige Solidarität</i></p>
<p>Sie zu lesen, war spannend und hatte erfreuliche Überschneidungen zum Gedankenaustausch mit <a title="buchstabe27.de" href="http://www.buchstabe27.de" target="_blank">buchstabe27.de</a> von vor zwei Jahren:</p>
<p><a title="Demokratisierung des Fiskalsystems" href="http://www.finanzdiskurs.de/demokratisierung-des-fiskalsystems/" target="_blank">Demokratisierung des Fiskalsystems</a></p>
<p><a title="Oikodizee von Buchstabe27" href="http://www.finanzdiskurs.de/oikodizee-von-buchstabe27/" target="_blank">Oikodizee von Buchstabe27</a></p>
<p>Zunächst die Legitimation des Beitragstitels: Der Sozialstaat ist <i>nicht</i> solidarisch, weil für Solidarität immer Freiwilligkeit Voraussetzung ist. Insofern ist ein Solidarprinzip, in das man hineingeboren wird, genau das nicht, was es vorgibt zu sein.</p>
<p>Zumindest nicht, bis man wählen kann, geboren zu werden. Ich für meinen Teil, möchte in Deutschland und insbesondere in Hamburg sehr gerne geboren werden.</p>
<p>Beispiele für solidarisches Handeln hingegen sind Spenden oder der freiwillige Beitritt in eine Solidargemeinschaft wie WWF, Greenpeace oder <a title="Basketball Aid" href="http://www.basketball-aid.de" target="_blank">Basketball Aid</a>.</p>
<p>Das heißt nun nicht, dass der demokratische und soziale Bundesstaat aus Art. 20 des Grundgesetzes schlecht wäre. Immerhin ist er sozial.</p>
<p>Wo nun das Solidarprinzip herkommt?</p>
<p>Der politische Pragmatismus und Opportunismus war‘s. Wie argumentiert wird, befinden sich Politiker in einer „Dilemmasituation, in der sich die Maximierung der Wiederwahlchancen und das Eintreten für das Gemeinwohl gegenüberstehen.“ In der Pointiertheit klingt das erschütternd, ist aber durchaus kongruent mit meiner Wahrnehmung von aktuellen politischen Prozessen, in denen von höchster Stelle vielfach „volles Vertrauen“ ausgesprochen wurde, das dann schon eine Woche später keinen Menschen mehr interessiert hat – vor allem nicht diejenige, die das Vertrauen ausgesprochen hat. Wir können also gespannt sein, wie Frau Schavan das volle Vertrauen überstehen wird.</p>
<p>Weiter heißt es: „Ein Politiker kann dadurch, dass er sich populistisch für bestimmte Ziele von Verbänden einsetzt, seine Wiederwahlwahrscheinlickeit erhöhen, da er dann vermehrt Wählerstimmen der Verbandsmitglieder erhält. Um <i>jedoch </i>(Hervorhebung von mir) für das Gemeinwohl einzutreten, <i>müsste </i>(Hervorhebung von mir) er einen enorm hohen Moralwert besitzen.“</p>
<p>Das führt dazu, dass das Greshamsche Gesetz am Werk zu beobachten ist. Das schlechte Produkt (der Sozialstaat) verdrängt das gute Produkt (Solidarität im tatsächlichen Sinne).</p>
<p>Einschränkend ist zu sagen, dass eine vollkommene Abkehr vom Sozialstaat ein zu großes Wagnis wäre – zumindest ohne Mechanismen, die sicherstellen, dass es auch ohne Zwangsabgaben mit intransparenter Verwendung noch sozial und demokratisch zugeht.</p>
<p>Außerdem ist nicht der Fall, dass der Sozialstaat zu einer völligen Verdrängung der Spendenkultur geführt hätte (Full Corwding Out). Es wird nach wie vor gespendet. Die Frage ist nur, wofür? Russell Roberts gibt zu bedenken, dass Spendenrekorde in den USA in den 1980er Jahren größtenteils religiösen, künstlerischen, bildungs- oder gesundheitsspezifischen Bereichen zugute gekommen seien. Das sei dem signifikanten Anstieg der Sozialleistungen in den USA in und während er Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren geschuldet.</p>
<p>Demgegenüber gab es in der Depression von 1890-1894 ein massives Aufkommen von Spenden mit sozialem Zweck aus privater Hand.</p>
<p>Wir können also eine Verantwortungsdiffusion beobachten. Wo man das Gefühl hat, schon viel geleistet zu haben, indem man Steuern gezahlt hat, sucht man sich eher Spaßthemen, um zu spenden. Mein erstes Spendenengagement war in der Tat die Förderung des Thalia Theaters.</p>
<p>Erschwerend hinzu kommt, dass Beiträge auf finanzdiskurs.de nicht müde werden, zu argumentieren, dass das Solidarsystem nicht nur <i>nicht </i>solidarisch ist, weil es <i>nicht </i>freiwillig ist, sondern weil es <i>nicht </i>solidarisch ist im besten Musketierschen Sinne: „Einer für alle und alle für einen.“</p>
<p>Tatsächlich wird ein pathologisches System am Leben erhalten für all diejenigen, die als Rentenempfänger – die zugleich den größten Teil der Krankheitskosten verursachen – jetzt davon profitieren. Dies geschieht in vollem Wissen und Bewusstsein, dass nachfolgende Generationen vor einem immer größeren Problem stehen: Altersarmut, sinkendes Niveau der gesetzlichen Krankenkassen, Herkulesaufgabe Pflegekosten.</p>
<p>Vielleicht bestünde die Lösung darin, Solidargemeinschaften zu bilden, die das <i>nicht</i>-solidarische Sozialsystem stützen? Vielleicht sollte man in der Tat darüber nachdenken, eine gesetzliche Rente ablehnen und abtreten zu dürfen: „Nein, Danke, ich habe gut und gerne in Deutschland gelebt. Ich verfüge über genügend eigenes Vermögen und möchte meine Rentenansprüche gerne dem maroden Sozialversicherungssystem zugute kommen lassen.“</p>
<p>Meinungen, Wünsche, Ideen zu mir – oder zu „the people in charge“, wie es in <i>The Wristcutters </i>so schön heißt.</p>
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		<title>Kreative Zerstörung</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/kreative-zerstorung/</link>
		<comments>http://www.finanzdiskurs.de/kreative-zerstorung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 12:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Fondspolice]]></category>
		<category><![CDATA[KLV]]></category>
		<category><![CDATA[kreative Zerstörung]]></category>
		<category><![CDATA[prognostizierte Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Freund von mir schrieb dereinst eine Diplomarbeit zum Thema „Kreative Zerstörung“. Dabei geht es (sicherlich zu) knapp umrissen darum, dass es nicht nur hinnehmbar sondern sogar förderlich ist, wenn Unternehmen vom Markt verschwinden – um dabei Platz zu machen...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/kreative-zerstorung/">Kreative Zerstörung</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/Teambindung.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-565" alt="Teambindung" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/Teambindung.jpg" width="540" height="503" /></a></p>
<p>Ein Freund von mir schrieb dereinst eine Diplomarbeit zum Thema „Kreative Zerstörung“. Dabei geht es (sicherlich zu) knapp umrissen darum, dass es nicht nur hinnehmbar sondern sogar förderlich ist, wenn Unternehmen vom Markt verschwinden – um dabei Platz zu machen für Neues, Innovatives. Gerade im recht traditionellen Deutschland wird nur zu häufig festgehalten an Dingen, nicht weil sie so hervorragend sind, sondern weil sie schon so lange da sind.</p>
<p>Jener Diskurs ließe sich nun gewinnbringend und kontrovers auf das Geschehen in der Finanz- und Bankenkrise übertragen und es ließe sich trefflich streiten, wer gerettet oder aufgefangen werden darf, muss und nicht sollte.</p>
<p>Das führt hier aber zu weit.</p>
<p>Stattdessen kann man in der Versicherungsbranche derzeit zumindest den Trend zur Zerstörung beobachten und ich hoffe doch sehr, dass Menschen in der Folge kreativ werden, um innovativ eigentlich Selbstverständliches zu leisten.</p>
<p>Es war auf finanzdiskurs.de unlängst schon die Rede vom umjubelten Ende der Kapitallebensversicherung (KLV):</p>
<p><a title="Der König ist tot, lang lebe der König" href="http://www.finanzdiskurs.de/der-konig-ist-tot-lang-lebe-der-konig/" target="_blank">Der König ist tot, lang lebe der König</a></p>
<p>Als eine Ursache, die das untermauert wird heute im Versicherungsjournal hingewiesen:</p>
<p><a title="Versicherungsjournal: Fluch der prognostizierten Werte" href="http://www.versicherungsjournal.de/vertrieb-und-marketing/der-fluch-der-prognostizierten-leistung-114375.php" target="_blank">Versicherungsjournal: Fluch der prognostizierten Werte</a></p>
<p>Schuld sei nämlich der Fokus auf prognostizierte Ablaufleistungen.</p>
<p>Nun. Womit hätte man den Käse auch sonst verkaufen sollen? Mit einem Fokus auf Garantien, die nach Kosten gerade noch so viel wert sind wie ein Kopfkissen, unter das man sein Erspartes legt?</p>
<p>Zur Erklärung. In KLV gibt es immer mindestens zwei Werte. Einen garantierten, das ist die Summe, die dem Versicherten bei Ablauf (vor Steuern) auf jeden Fall zusteht. Der ist in den überwiegenden Fällen nur nicht der Rede wert. Ferner einen prognostizierten Wert, das ist im Grunde eine Fantasiezahl, die man auch würfeln könnte. Sicher, bei solch langen Anlagezeiträumen ist egal jeder Wert immer falsch und nähert sich im besten Falle ordentlich an die Realität an. Es ist nur so, dass KLV vollkommen intransparent sind. Man weiß, dass es gesetzliche Vorschriften gibt, in welche Anlageklassen investiert werden muss/darf, was genau mit dem Geld der Versicherten passiert, bleibt aber eine Wundertüte.</p>
<p>Nun wurde also eine Wundertüte verkauft, deren Inhalt wenig zu Begeisterung verleitet.</p>
<p>Da trägt die vermittelnde/verkaufende Zunft die Schuld doch aber schlichtweg selbst. Aus Abneigung, Kunden ausführlich zu beraten, wurden teure, intransparente und legal betrügende Produkte verkauft, die den Versicherern jetzt auf die Füße fallen.</p>
<p>Zumal auch kaum Gelegenheit zu erhellenden Serviceterminen bestand. Zum einen sind Gespräche zwischen Vermittler und Kunde, die einzig dem Service gewidmet sind, ohnehin selten an der Tagesordnung. Und zum anderen: was hätte der Vermittler dem Kunden auch erzählen sollen? Er weiß schließlich genauso wenig wie der Kunde, wie die jährlich aktualisierten garantierten und prognostizierten Werte erwirtschaftet werden.</p>
<p>Ich hoffe es wird hinreichend plastisch, dass die Zerstörung im Werk am Werk ist bzw. immer schon gewesen sein wird.</p>
<p>Was die Kreativität angeht, zeigt sich ein Silberstreif Hoffnung am Horizont, gleichwohl die Finanzdienstleistungsbranche das noch nicht verstanden hat.</p>
<p>Gestern war dem Versicherungsjournal nämlich zu entnehmen, dass es den Fluchtreflex in die Fondspolice gebe:</p>
<p><a title="Versicherungsjournal: Fluchtreflex Fondspolice" href="http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/fluchtreflex-fondspolice-114353.php" target="_blank">Versicherungsjournal: Fluchtreflex Fondspolice</a></p>
<p>Das wird insofern in der Branche offenbar einhellig kritisch gesehen, als Fondspolicen mit so viel Beratungs- und Serviceaufwand verbunden sei:</p>
<p>„Der Beratungsaufwand bei der Vermittlung von Rentenpolicen sei gigantisch und Kunden seien nicht bereit, diesen Aufwand separat zu zahlen“, so Stephan Naskowiak, Direktor Produktmanagement Deutschland beim AWD (Swiss Life Select).</p>
<p>Ja Himmel Herrgotts Sakra! Will mir die Versicherungsbranche denn allen Ernstes erzählen, dass Beratung für den Kunden zu viel verlangt ist? Und welchen Schuss hat man beim AWD eigentlich nicht gehört, dass auch noch zusätzlich Geld verdient werden soll, wenn deren Berater offenbar erstmals das tun sollen, was das Wort suggeriert – beraten? Eingedenk, wir bewegen uns in Zeiten, in denen eher die Meinung vorherrscht, dass Vermittler <i>zu viel</i> Geld verdienen.</p>
<p>Mir erscheint das wie irgendwas zwischen richtig mutig, richtig dreist und richtig kurzsichtig.</p>
<p>Kreativer Gegenvorschlag: Wie wäre es denn, wenn Vermittler sich richtig Zeit nähmen, ihre Kunden ordentlich und bedarfsgerecht zu beraten? Wie wäre es ferner, wenn man sich nicht nur ein Mal im Leben, sondern immer mal wieder sieht, um gemeinsam zu bewerten, ob der eingeschlagene Weg in der Altersvorsorge unverändert zielführend ist?</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass kein Verbraucherschützer und vor allem kein Kunde dann das Gefühl hätte, dass sein Vermittler zu viel Geld verdient.</p>
<p>Seid also kreativ und zerstöret.</p>
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		<title>Wer soll das bezahlen?</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/wer-soll-das-bezahlen/</link>
		<comments>http://www.finanzdiskurs.de/wer-soll-das-bezahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 21:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[demographische Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[GKV]]></category>
		<category><![CDATA[notwendig]]></category>
		<category><![CDATA[PKV]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8230; Wer hat so viel Geld? Mit Blick auf die medizinische Versorgung handelt es sich begrüßenswerterweise um eine Frage, die man sich nicht stellen muss. Seit dem 01.01.2009 gilt in Deutschland sogar Versicherungspflicht und nicht krankenversichert zu sein, ist teuer...</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/wer-soll-das-bezahlen/">Wer soll das bezahlen?</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_562" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><a href="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/IMG_0502.jpg"><img class="size-full wp-image-562" alt="Quelle: Hamburger Abendblatt 23.01.2012" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/IMG_0502.jpg" width="540" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Hamburger Abendblatt 23.01.2012</p></div>
<p>&#8230; Wer hat so viel Geld? Mit Blick auf die medizinische Versorgung handelt es sich begrüßenswerterweise um eine Frage, die man sich nicht stellen muss. Seit dem 01.01.2009 gilt in Deutschland sogar Versicherungspflicht und nicht krankenversichert zu sein, ist teuer – Beiträge werden recht humorlos und mit Säumniszuschlag nachgefordert.</p>
<p>Kurzum, wer in Deutschland krank ist, geht zum Arzt und ihm wird geholfen. Abgesehen von Selbstbehalten und Eigenanteilen zahlt die jeweilige gesetzliche Krankenkasse bzw. die private Krankenversicherung.</p>
<p>Beide Formen der Krankenversicherung werden stetig teurer – was schlichtweg daran liegt, dass medizinischer Fortschritt Geld kostet und Ärzte ganz ordentlich bezahlt werden. Andererseits rate ich jedem, der dem Jammern anheimfallen möchte, weil er so viel arbeitet und so wenig schläft, sich mit einem Assistenzarzt in der Unfallchirurgie zu unterhalten. Mit einem Mal ist man gar nicht mehr so müde und kaputt &#8230;</p>
<p>Nach welchen Kriterien aber wird entschieden, welche Leistungen bezahlt werden?</p>
<p>Hier gibt es unterschiedliche und weitreichende Ansätze in der GKV respektive der PKV.</p>
<p>In der GKV gilt das sogenannten Wirtschaftlichkeitsgebot (SGB V §12 Abs. 1):</p>
<p>„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“</p>
<p>Viele GKV-Versicherte wissen das nicht und reagieren entrüstet. – Und so richtig nett liest sich das ja auch nicht. „Sorry, Dich zu operieren ist mit zu geringen Erfolgsaussichten verbunden und dabei zu teuer. Das ist unwirtschaftlich.“ Na, besten Dank.</p>
<p>Nun war dem <i>Hamburger Abendblatt</i> aber immerhin zu entnehmen, dass auch eine 72-Jährige, sofern topfit unter Umständen Anspruch hat auf eine Stammzellenbehandlung – die 110.000 € kostet. Allerdings erst, nachdem sie geklagt hatte. Ihre Kasse hatte mit Verweis auf oben zitiertes Wirtschaftlichkeitsgebot zunächst abgelehnt. Und hätte die Versicherte an Leukämie sterben lassen.</p>
<p><a title="Abendblatt: Stammzellen für alte Dame" href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/gesundheit/article113074204/Kasse-muss-Stammzellen-fuer-alte-Dame-zahlen.html" target="_blank">Abendblatt: Stammzellen für alte Dame</a></p>
<p>In der PKV gilt das Prinzip der medizinischen Notwendigkeit. Auch „Notwendigkeit“ lässt jetzt nicht unbedingt Partystimmung aufkommen. Aber: Das Kriterium ist eindeutig medizinischer Natur und nicht wirtschaftlicher. Versicherte werden also wie Patienten behandelt und nicht wie ein bewegliches Wirtschaftsgut mit Verfallsdatum.</p>
<p>Was eine Behandlung kostet ist hier nachrangig. Geprüft wird, ob der Versicherte krank ist.  Als krank gilt: „anormaler Körper oder Geisteszustand, der eine nicht ganz unerhebliche Störung [...] mit sich bringt.“</p>
<p>Und, ob es sich bei der gewünschten Behandlung um eine Heilbehandlung handelt: „jegliche ärztliche Tätigkeit [...] die auf Heilung, Besserung oder Linderung einer Krankheit abzielt.“</p>
<p>In einem Urteil vom 2.10.2012 wurde daher einem privat Versicherten Recht gegeben, der die Kosten seiner LASIK-Augen-OP erstattet haben wollte. Er war nicht altersbedingt weitsichtig und konnte Brille und Kontaktlinsen nicht ohne Beschwerden tragen.</p>
<p><a title="openjur.de: LASIK" href="http://openjur.de/u/554520.html" target="_blank">openjur.de: LASIK</a></p>
<p>Dies scheint der entscheidende Punkt gewesen zu sein. In anderen Verfahren war dem Versicherer Recht gegeben worden, der vertreten hatte, dass es sich um keine medizinisch notwendige Behandlung handle, da vergleichsweise einfach mit Brille oder Kontaktlinsen Abhilfe geschaffen werden könne.</p>
<p><a title="Versicherungsjournal: Wenn der Krankenversicherer die Leistung verweigert" href="http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/wenn-der-private-krankenversicherer-die-leistung-verweigert-114346.php" target="_blank">Versicherungsjournal: Wenn der Krankenversicherer die Leistung verweigert</a></p>
<p>Wer soll das bezahlen?</p>
<p>Noch zahlen sie, die gesetzlichen Kassen. In Anbetracht der demographischen  Entwicklung, die ja nicht nur für die Gesetzliche Rentenversicherung sondern gleichermaßen für die Gesetzliche Krankenversicherung große Hürden bereithält, muss man allerdings gespannt sein, wie es zukünftig um die „Wirtschaftlichkeit“ von Behandlungen bestellt sein wird.</p>
<p>Private Krankenversicherer haben deutlich weniger Spielraum. Wenn ein Versicherter krank ist und die Behandlungsmethode zielführend ist, wird gezahlt – vorausgesetzt die Behandlung ist Bestandteil der versicherten Leistungen.</p>
<p>In beiden Fällen scheint absehbar ratsam, über eine Rechtsschutzversicherung nachzudenken. Eine Heilbehandlung haben zu wollen und sie zu bekommen, sind nicht immer kongruent.</p>
<p>Außerdem empfiehlt es sich, als privat Versicherter vorab (!) zu klären, ob der Versicherer für die Behandlung aufkommt.</p>
<p>Am allerbesten bleiben wir alle einfach gesund und munter.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Tochter der Freiheit</title>
		<link>http://www.finanzdiskurs.de/eine-tochter-der-freiheit/</link>
		<comments>http://www.finanzdiskurs.de/eine-tochter-der-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 13:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Lotze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[KSK]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlersozialkasse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.finanzdiskurs.de/?p=554</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gemeint ist die Kunst. Zumindest Friedrich von Schiller hat das so gesehen. Im Sozialversicherungssystem läuft das anders. Da sollen Künstler nämlich freiwillig in die Künstlersozialkasse gezwungen werden. Das bringt zweierlei mit sich: Die Töchter der Freiheit werden ihrer Freiheit beraubt....</p><p>The post <a href="http://www.finanzdiskurs.de/eine-tochter-der-freiheit/">Eine Tochter der Freiheit</a> appeared first on <a href="http://www.finanzdiskurs.de">Finanzdiskurs</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/eine-tochter-der-freiheit/tn_534_534_berlin-hamburger-bahnhof-die-kunst-ist-super-1/" rel="attachment wp-att-557"><img class="alignleft size-full wp-image-557" alt="Kunst ist super" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/tn_534_534_berlin-hamburger-bahnhof-die-kunst-ist-super-1.jpg" width="534" height="534" /></a></p>
<p>Gemeint ist die Kunst. Zumindest Friedrich von Schiller hat das so gesehen.</p>
<p>Im Sozialversicherungssystem läuft das anders.</p>
<p>Da sollen Künstler nämlich freiwillig in die Künstlersozialkasse gezwungen werden. Das bringt zweierlei mit sich:</p>
<ol>
<li>Die Töchter der Freiheit werden ihrer Freiheit beraubt.</li>
<li>Künstler werden unternehmerisch für unmündig erklärt.</li>
</ol>
<p>Jetzt könnte man erwarten, dass künstlerisch tätige Menschen das ziemlich doof finden – nicht zuletzt weil sich vielleicht der eine oder andere Individualist mehr unter ihnen befindet als das bei den Wirtschaftsprüfern der Fall ist.</p>
<p>Man erwartet fehl. Die meisten Künstler, mit denen ich darüber spreche finden die KSK super. Häufig stellt sich allerdings auch heraus, dass das nur so ist, weil in dem Wort sowohl „Kunst“ als auch „sozial“ vorkommen. Das kann dann ja so verkehrt nicht sein.</p>
<p>Zudem hat irgendjemand mit Sicherheit mal erzählt, dass man da was geschenkt bekommt, in dieser Künstlersozialkasse.</p>
<p>Das Geschenk ist ähnlich großzügig wie das eines jeden Arbeitgebers an seinen Angestellten.</p>
<p>Die KSK zahlt (fast) die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrages und die Hälfte des Rentenversicherungsbeitrages.</p>
<p>Das Geschenk kann sich allerdings als Danaergeschenk herausstellen. Ähnlich, wie man sich in Troja über dieses riesige Holzpferd gefreut hat und begonnen hat zu feiern, kann das Erwachen ärgerlich sein, wenn man mit einem Mal Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen muss.</p>
<p>In Zahlen (ich unterschlage im Folgenden die Pflegeversicherung): Wer sich als Selbständiger freiwillig gesetzlich krankenversichert, bezahlt dafür 14,9% von seinem Arbeitseinkommen (Umsatz &#8211; Ausgaben; vor Steuern). Das ist eine ganze Menge.</p>
<p>Der Deal, den die KSK vorschlägt, besteht in einem Eigenanteil von 8,2% zur gesetzlichen Krankenversicherung + verpflichtende 9,8% in die gesetzliche Rentenversicherung.</p>
<p>Macht unter dem Strich: 18%. Wir sehen und stutzen: 18% sind mehr als 14,9%.</p>
<p>Es drängt sich die Frage auf, warum der ganze Quatsch? Das hat mit s.o. 2. zu tun. Der Gesetzgeber glaubt, dass künstlerisch und publizistisch tätige Menschen fragile Pflänzchen sind, die im Grunde nicht in der Lage sind, Geld zu verdienen.</p>
<p>Eine Lösung, die Beiträge nach dem Einkommen bemisst, zielt daher sinnvollerweise darauf ab, dass Menschen mit geringem Einkommen einen geringen Beitrag bezahlen.</p>
<p>– Und Menschen mit einem hohen Einkommen einen hohen Beitrag bezahlen.</p>
<p>Nur mal angenommen es gäbe also eine Tochter der Freiheit, die unternehmerisch nicht auf der Suppe hergeschwommen ist und nach zehn Jahren brummt der Laden und sie erzielt einen Gewinn von 70.000 € im Jahr, zahlt sie jeden Monat 568,40 € in die gesetzliche Rentenversicherung und 322,88 € in die gesetzliche Krankenversicherung.</p>
<p>891,28 € im Monat liest sich jetzt nicht mehr so richtig wie „geschenkt“.</p>
<p>Das trifft natürlich nicht auf jeden Künstler zu. Und es wird Lebensentwürfe geben, für die eine Mitgliedschaft in der KSK der passende Deckel ist.</p>
<p>Es gibt aber auch Künstler, die Kunst können. Und Geld verdienen. Oftmals geht das dann sogar schneller als binnen zehn Jahren. Für die wäre die Mitgliedschaft in der KSK ein teures Unterfangen – zumal das Geld in ein System fließt, das nachhaltig nicht funktioniert.</p>
<p>Es ist also nicht <i>alles immer </i>super auf dem „Kunst“ und „sozial“ steht und nicht alle Künstler sind geschäftlich unmündig.</p>
<p>Das führt dazu, dass Künstler, die sowieso kein Geld verdienen wollen, gerne ihr Heil in der KSK suchen sollten. Sie sollten nur darauf achten, das geforderte Mindesteinkommen von 3.900 € im Jahr (2012) zu erreichen.</p>
<p>Das führt aber auch dazu, dass alle anderen sich überlegen sollten, wo die Reise langfristig hingeht.</p>
<p>Ich schließe mit einem Zahlenbeispiel. Mit Betonung auf Beispiel. Unsere Tochter der Freiheit ist 30 Jahre alt.</p>
<p><a href="http://www.finanzdiskurs.de/eine-tochter-der-freiheit/tabelle-2/" rel="attachment wp-att-556"><img class="alignleft size-full wp-image-556" alt="tabelle" src="http://www.finanzdiskurs.de/wp-content/uploads/2013/01/tabelle1.jpg" width="607" height="182" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich schließe allerdings nicht, ohne zu erläutern.</p>
<p>Man sieht, dass eine Mitgliedschaft in der KSK von Vorteil sein kann. Oder von Nachteil. Oder für einige wenige Jahre von Vorteil und dann viele Jahre von Nachteil.</p>
<p>Bemerkenswert ist allerdings in der Tat der Vorteil bei einem Gewinn von 1.000 €. Selbständige, die nicht künstlerisch tätig sind, zahlen nämlich Beiträge die sich auf mindestens 2.021,25 € bemessen – also mindestens 301,77 € mtl. Hier sind KSK Mitglieder deutlich besser gestellt.</p>
<p>Ich bin allerdings auch gespannt, wie lange das so bleibt. Juristen könnten auf die Idee kommen, dass das nicht ganz konform mit dem Grundgesetz ist – wir erinnern uns: Artikel 3 Abs. 1: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.</p>
<p>Ob KSK oder nicht, beantworten am trefflichsten übrigens auch die Juristen: Es kommt drauf an.</p>
<p>Währet den Pauschalurteilen, währet dem Scheren über einen Kamm.</p>
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