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	<description>Das Medienblog aus Dresden</description>
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		<title>Mindbox wird zebra white: zebra bündelt alles unter einer Marke</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 12:50:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die zebra group stellt sich neu auf: Aus MINDBOX wird zebra white, der Chemnitzer Hauptstandort firmiert als zebra black. Unter der gemeinsamen Marke zebra will die Agenturgruppe Strategie, Kreation und Technologie stärker verzahnen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://zebra.de" target="_blank" rel="noopener">zebra group</a> hat sich neu geordnet und ausgerichtet: Die Agenturgruppe mit Standorten in Chemnitz und Dresden firmiert k&uuml;nftig unter der gemeinsamen Marke zebra. Die Dresdner Digitalagentur Mindbox GmbH tritt k&uuml;nftig als zebra white GmbH auf, der Chemnitzer Hauptstandort wird zu zebra black GmbH.</p>
<p>Laut Pressemitteilung ist die Neuausrichtung Teil einer neuen Wachstumsphase - die wiederum sei auf eine positive Gesch&auml;ftsentwicklung der vergangenen Monate sowie die Gewinnung einer Reihe von Neukunden zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.</p>
<h2>Eigenmarke statt Gruppe</h2>
<p>Zuletzt hatte die Agenturgruppe unter anderem das Mandat f&uuml;r die Arbeitgeberkommunikation des AOK-Bundesverbandes gemeinsam mit muehlhausmoers und chemmedia gewonnen. Au&szlig;erdem ist zebra mit der Entwicklung der k&uuml;nftigen Landesmarke Th&uuml;ringens beauftragt.</p>
<p>"Die Einmarkenstrategie ist unsere Antwort auf Wachstum und steigende Nachfrage nach integrierten L&ouml;sungen", wird Joerg G. Fieback, CEO und Co-Gr&uuml;nder der zebra group, in der Mitteilung zitiert. Kundinnen und Kunden suchten heute keine einzelnen Agenturdisziplinen mehr, sondern Partner, "die Strategie, Technologie, Daten, Content, KI und Kreation wirksam miteinander verbinden k&ouml;nnen".</p>
<h2>Mindbox ist Geschichte</h2>
<p>Entsprechend bilden die beiden Standorte eine "integrierte Markenorganisation mit den Kompetenzfeldern Strategie, Kreation und Technologie". Daf&uuml;r gibt es k&uuml;nftig drei Leistungsbereiche: MIND, IDEA und TECH. MIND steht f&uuml;r Strategie, Markenf&uuml;hrung und Beratung, IDEA f&uuml;r Kreation, Kampagnen und Content, TECH f&uuml;r Plattformen, Daten, KI, E-Commerce und digitale Systeme.</p>
<p>F&uuml;r den Dresdner Standort bedeutet die Umbenennung zugleich das Ende des bisherigen Auftritts als MINDBOX. zebra hatte sich 2009 an der Dresdner Digitalagentur beteiligt (vgl. FLURFUNK vom 29.9.2009: "<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2009/09/29/mindbox-christian-scheibe-steigt-aus-zebra-ein/" target="_blank" rel="noopener">Mindbox: Christian Scheibe steigt aus, Zebra ein</a>"), sp&auml;ter wurde sie Teil der Gruppe.</p>
<p>Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Lars Schmiedgen spricht in der Mitteilung vom &bdquo;n&auml;chsten logischen Schritt&ldquo;.</p>
<h2>Hintergrund zu zebra</h2>
<p>Die zebra group wurde 1991 von Joerg G. Fieback und Thomas Pfefferkorn in Chemnitz gegr&uuml;ndet. Heute arbeiten nach Unternehmensangaben rund 120 Mitarbeitende an den Standorten Chemnitz und Dresden f&uuml;r die Gruppe. Zu den Kunden z&auml;hlen unter anderem EDEKA Nordbayern-Sachsen-Th&uuml;ringen, mehrere AOK-Verb&auml;nde, die enviaM-Gruppe, der Freistaat Sachsen mit der Standortkampagne &bdquo;So geht s&auml;chsisch.&ldquo;, die Wirtschaftsf&ouml;rderung Mecklenburg-Vorpommern sowie weitere Unternehmen und Institutionen.</p>
<p>Die Ver&auml;nderung wird auch ausf&uuml;hrlich in einem Beitrag im Agentur-Blog vom 15.6.2026 erl&auml;utert: "<a href="https://zebra.de/blog/agenturgruppe-buendelt-marken-unter-eigener-flagge" target="_blank" rel="noopener">zebra group b&uuml;ndelt Marken unter einer Flagge</a>".</p>

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		<title>FLURFUNK-Newsletter: Keinen Beitrag mehr verpassen!</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 07:29:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[FLURFUNK-Newsletter]]></category>
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<p>Der Newsletter ist die zuverl&auml;ssigste Art, FLURFUNK mitzulesen &ndash; er erscheint auch wirklich nur, wenn wir Beitr&auml;ge ver&ouml;ffentlicht haben.</p>
<h2>Exklusive Meldungen bei Telegram</h2>
<p>Wer nicht bis zum n&auml;chsten Tag warten mag, kann uns auch auf Telegram folgen. Dort verbreiten wir exklusive News immer zuerst. Obacht: Hintergrundst&uuml;cke verbreiten wir dort gew&ouml;hnlich nicht.</p>
<p>Hier geht es zum FLURFUNK-Telegram-Kanal:<em>&nbsp;<a href="https://t.me/flurfunkdd" target="_blank" rel="noopener">t.me/flurfunkdd</a>.</em><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/ef221fd290384754b27f62fe0b3c1c37" alt='"' width="1" height="1"></p>
<hr>
<p>P.S.: Wer unsere Arbeit sch&auml;tzt, darf sich auch gern erkenntlich zeigen &ndash; ob einmalig oder dauerhaft. Hier entlang <a href="https://www.flurfunk-dresden.de/unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener">zur Unterst&uuml;tzungsseite</a>.</p>
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		<title>Christian Fischer übernimmt Kommunikation im Bistum Dresden-Meißen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 07:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Bistum Dresden-Meißen]]></category>
		<category><![CDATA[CDU Fraktion des Sächsischen Landtags]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Fischer]]></category>
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					<description><![CDATA[Christian Fischer übernimmt zum 1.8.2026 die neu geschaffene Stelle des Leiters Kommunikation im Bistum Dresden-Meißen. Er berichtet direkt an Bischof Heinrich Timmerevers.

Fischer kommt von der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtags, wo er bislang als Pressesprecher arbeitet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Christian Fischer &uuml;bernimmt zum 1.8.2026 die neu geschaffene Stelle des Leiters Kommunikation im <a href="https://www.bistum-dresden-meissen.de" target="_blank" rel="noopener">Bistum Dresden-Mei&szlig;en</a>. Er berichtet direkt an Generalvikar Andreas Kutschke.</p>
<p>Fischer kommt von der CDU-Fraktion des S&auml;chsischen Landtags, wo er bislang als Pressesprecher arbeitet. Die Stelle hatte er im Januar 2016 &uuml;bernommen (vgl. FLURFUNK vom 14.12.2015: "<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2015/12/14/christan-fischer-wird-neuer-presseprecher-der-cdu-landtagsfraktion/" target="_blank" rel="noopener">Christian Fischer wird neuer Presseprecher der CDU-Landtagsfraktion</a>"). Zuvor war er als Chefreporter und Chefkorrespondent Politik "<a href="http://www.bild.de" target="_blank" rel="noopener">BILD Ostdeutschland</a>" t&auml;tig.</p>
<p>Wer ihm in der Landtagsfraktion nachfolgen wird, ist nicht bekannt.</p>

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		<title>Presseclub Dresden lädt zum 18. SommerSchwatz am 15.6.2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 20:06:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Erich-Kästner-Preis]]></category>
		<category><![CDATA[George Pesek]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel INNSIDE by Meliá]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Presseclub Dresden e.V. l&#228;dt f&#252;r Montag, den 15.6.2026, zum 18. SommerSchwatz ein &#8211; und es gibt noch Tickets. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Hotel INNSIDE by Meli&#225; am Neumarkt in Dresden (Salzgasse 4, 01067 Dresden), Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. In der Einladung hei&#223;t es: "Beim SommerSchwatz treffen sich&#160;<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2026/06/08/presseclub-dresden-laedt-zum-18-sommerschwatz-am-15-6-2026/" class="read-more">Continue Reading</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.presseclub-dresden.de" target="_blank" rel="noopener">Presseclub Dresden e.V.</a> l&auml;dt f&uuml;r Montag, den 15.6.2026, zum 18. SommerSchwatz ein &ndash; und es gibt noch Tickets.</p>
<p>Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Hotel INNSIDE by Meli&aacute; am Neumarkt in Dresden (Salzgasse 4, 01067 Dresden), Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr.</p>
<p>In der Einladung hei&szlig;t es:</p>
<blockquote><p>"Beim SommerSchwatz treffen sich Journalisten und Pressesprecher, Vertreter der Landeshauptstadt Dresden und Pers&ouml;nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. L&auml;ngst hat sich die Veranstaltung als eine Plattform f&uuml;r pers&ouml;nliche Begegnungen und Gespr&auml;che etabliert. In den letzten Jahren war sie immer ausverkauft. Das best&auml;rkt uns in unserem Anliegen, mit unseren Veranstaltungen den konstruktiven Austausch in der Gesellschaft im Sinne von Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit zu f&ouml;rdern. Der SommerSchwatz versteht sich aber auch als Rahmen f&uuml;r ein entspanntes Plaudern, um Kontakte zu kn&uuml;pfen und zu pflegen. Wir w&uuml;rden uns sehr freuen, wenn Sie dabei w&auml;ren!"</p></blockquote>
<p>F&uuml;r die musikalische Begleitung sorgt Multi-Instrumentalist George Pesek. Das INNSIDE Hotel richtet die Veranstaltung erneut aus, au&szlig;erdem gibt es u.a. ein Buffet, Sushi von &bdquo;Sushi &amp; Wein&ldquo;, Radeberger Bier mit und ohne Alkohol sowie alkoholfreie Getr&auml;nke von Oppacher. Unterst&uuml;tzt wird der SommerSchwatz von Vonovia, SachsenEnergie, der Osts&auml;chsischen Sparkasse Dresden und PostModern.</p>
<p>Tickets kosten 48 Euro, f&uuml;r Mitglieder des Presseclubs 30 Euro. Der Erl&ouml;s flie&szlig;t vollst&auml;ndig in die Finanzierung des Preisgeldes f&uuml;r den Erich-K&auml;stner-Preis, der am 30.8.2026 zum 27. Mal verliehen wird.</p>
<p>Anmeldungen sind per E-Mail an <a href="mailto:info@presseclub-dresden.de">info@presseclub-dresden.de</a> m&ouml;glich. Angegeben werden sollen Vor- und Nachname der teilnehmenden Person oder Personen sowie bei Anmeldungen im Firmenkontext Name und Anschrift der Firma.</p>
<p>Termin: 18. SommerSchwatz des Presseclub Dresden e.V., Montag, 15.6.2026, 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Hotel INNSIDE by Meli&aacute; am Neumarkt, .</p>

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		<title>Warum setzt Radebeul auf eine App?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 07:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Bollmann]]></category>
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		<category><![CDATA[maximal zwei bis drei Fachbegriffe. Für den Text wären das: Radebeul]]></category>
		<category><![CDATA[Radebeuler BürgerApp]]></category>
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		<category><![CDATA[Verstanden. Künftig nur Eigennamen]]></category>
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					<description><![CDATA[K&#246;nnen Kommunen auch ohne Social Media? Die Stadt Radebeul setzt f&#252;r ihre rund 34.000 Einwohner auf eine eigene App, die Radebeuler B&#252;rgerApp. Die App gibt es bereits seit 2021 und erg&#228;nzt die klassische Kommunikation aus Pressemitteilungen, Amtsblatt und Webseite. Der Weg &#252;ber die App war damals eine bewusste Entscheidung gegen die sozialen Netzwerke. Technischer Anbieter&#160;<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2026/06/08/58361/" class="read-more">Continue Reading</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_58365" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.radebeul.de/app"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-58365" class=" wp-image-58365" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-320x400.png" alt="" width="250" height="313" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-320x400.png 320w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-240x300.png 240w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-768x961.png 768w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-588x735.png 588w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1-344x430.png 344w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0689-2-1.png 1199w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-58365" class="wp-caption-text">Screenshot der Radebeuler B&uuml;rgerApp (7.6.2026)</p></div>
</p><p>K&ouml;nnen Kommunen auch ohne Social Media? Die <a href="https://www.radebeul.de" target="_blank" rel="noopener">Stadt Radebeul</a> setzt f&uuml;r ihre rund 34.000 Einwohner auf eine eigene App, die <a href="https://www.radebeul.de/app" target="_blank" rel="noopener">Radebeuler B&uuml;rgerApp</a>. Die App gibt es bereits seit 2021 und erg&auml;nzt die klassische Kommunikation aus Pressemitteilungen, Amtsblatt und Webseite.</p>
<p>Der Weg &uuml;ber die App war damals eine bewusste Entscheidung gegen die sozialen Netzwerke. Technischer Anbieter ist die Firma Egotec, die auch die st&auml;dtische Website betreut &ndash; es handelt sich bei der App in dem Fall um eine Eigenentwicklung.</p>
<p>Aber funktioniert das?&nbsp;Daniela Bollmann, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Radebeul beantwortet diese Frage im Interview.</p>
<h2>"Direkt, datenschutzkonform und niedrigschwellig"</h2>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Warum setzt Radebeul auf eine App?</em></p>
<p><strong>Daniela Bollmann:</strong> Wir haben auf das ver&auml;nderte Mediennutzungsverhalten unserer Einwohner reagiert. Die Entscheidung f&uuml;r eine eigene App fiel bereits vor dem viel diskutierten Facebook-Verbot f&uuml;r Kommunen. Uns war wichtig, einen schnellen, verl&auml;sslichen digitalen Kanal anzubieten, der m&ouml;glichst viele Menschen erreicht &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob sie bei einem bestimmten sozialen Netzwerk angemeldet sind. Soziale Medien schienen uns aufgrund von Kurzlebigkeit, hohem redaktionellem Aufwand, fehlender Barrierefreiheit und Risiken durch Falschinformationen nicht der ideale Weg. Unsere App ist dagegen direkt, datenschutzkonform und niedrigschwellig.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Wie viele Nutzer gibt es? Wie ist bei der Nutzung die Entwicklung?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Aktuell hat die App rund 3.000 Nutzerinnen und Nutzer. Das ist f&uuml;r uns ein zufriedenstellendes Ergebnis, und die Entwicklung ist positiv &ndash; das Interesse ist klar vorhanden.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Wie reagieren die B&uuml;rger insgesamt auf die App? Ist das Kommunikationsmittel massentauglich?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Die Resonanz ist gut. Ein besonders deutliches Beispiel: Die Stadtratsunterlagen wurden &uuml;ber unser Ratsinformationssystem im gesamten Jahr 2020 nur 40 Mal aufgerufen. Durch die App und die damit verbundenen Push-Nachrichten wurden diese Unterlagen in nur sieben Monaten im Jahr 2021 rund 13.000 Mal angeklickt. Dies hat sich in den Folgejahren so fortgesetzt. Weiterhin erhalten wir aktiv Anfragen oder Hinweise &uuml;ber die App, z.B auf Schreibfehler. Das zeigt, dass die Menschen Informationen &uuml;ber die App lesen und sehr gut annehmen &ndash; und dass das politische Geschehen dadurch an Transparenz deutlich gewonnen hat. Wir halten die App f&uuml;r massentauglich, auch wenn sie nat&uuml;rlich nicht jeden erreicht. Das schafft kein Medium allein. Sie ist mittlerweile ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer Kommunikationsstrategie.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Gibt es Dinge, die die App nicht kann und wo andere Wege der Kommunikation n&ouml;tig sind?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Selbstverst&auml;ndlich. Die App ersetzt nicht das pers&ouml;nliche Gespr&auml;ch, nicht die klassische Pressearbeit und nicht das Amtsblatt. Sie ist ein zus&auml;tzlicher, digitaler Kanal. F&uuml;r sehr detaillierte oder komplexe Sachverhalte, f&uuml;r Rechtsinformationen oder f&uuml;r Menschen ohne Smartphone bleiben die klassischen Wege unverzichtbar.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Wie ist der finanzielle Aufwand f&uuml;r die Stadt &ndash; ist sowas teuer, etwa im Vergleich zu Social Media?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Der finanzielle Aufwand ist &uuml;berschaubar und f&uuml;r uns gut kalkulierbar. Da die App eine Eigenentwicklung unseres Website-Betreibers Egotec ist, entstehen keine externen Lizenzkosten. Ein direkter Vergleich zu Social Media ist schwierig, da dort vor allem hohe personelle Ressourcen f&uuml;r die permanente Bespielung, Moderation und das Monitoring anfallen &ndash; und verbunden mit Datenschutzrisiken. Wir sehen unsere App als wirtschaftliche und vor allem strategisch als saubere L&ouml;sung.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Wie ist der Stand beim Thema Datenschutz &ndash; sind die Daten wirklich sicher?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Ja, die Daten sind sicher. Datenschutz war f&uuml;r uns ein zentrales Argument f&uuml;r die eigene App. Wir umgehen damit die bekannten Datenschutzproblematiken, die beispielsweise bei Facebook-Fanpages bestehen. Die App wird von einem deutschen Anbieter betreut, die Datenverarbeitung erfolgt nach DSGVO. Wir nehmen das Thema sehr ernst.</p>
<p><strong>FLURFUNK:</strong> <em>Hat sich der Einsatz bew&auml;hrt? K&ouml;nnen Sie das anderen St&auml;dten und Kommunen empfehlen?</em><br>
<strong>Bollmann:</strong> Ja, aus unserer Sicht hat sich der Einsatz eindeutig bew&auml;hrt. Die App erreicht die B&uuml;rger dort, wo sie sich digital aufhalten, sie erh&ouml;ht die Transparenz &ndash; etwa bei Ratsinformationen &ndash; und sie ist ein verl&auml;sslicher Kanal, der nicht von externen Plattformen abh&auml;ngt. Ich w&uuml;rde anderen St&auml;dten und Gemeinden durchaus empfehlen, eine eigene App zu pr&uuml;fen. Allerdings muss jede Kommune f&uuml;r sich entscheiden, ob sie den personellen und technischen Aufwand leisten kann und will. F&uuml;r uns war es der richtige Weg.</p>
<p><strong>FLURFUNK: </strong><em>Vielen Dank f&uuml;r das Interview.</em></p>

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		<title>FLURFUNK-Podcast: Vom Blog zur Marke am Beispiel des FLURFUNK (DigiMi)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 16:38:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aufzeichnung des Digitalen Mittag vom 18.5.2026 &#8211; eine Veranstaltung von &#8288;STAWOWY-Seminare&#8288;. Wie wird aus einem Blog eine Marke? Darum ging es beim Digitalen Mittag der STAWOWY-Seminare am 18.5.2026. Die Aufzeichnung des Gespr&#228;chs ist jetzt als FLURFUNK-Podcast erschienen. Ausgangspunkt ist dieses Mal die Geschichte des FLURFUNK selbst: Das Medienblog von Peter Stawowy gibt es seit 2010.&#160;<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2026/06/07/flurfunk-podcast-vom-blog-zur-marke-am-beispiel-des-flurfunk-digimi/" class="read-more">Continue Reading</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufzeichnung des Digitalen Mittag vom 18.5.2026 &ndash; eine Veranstaltung von &#8288;<a href="https://www.stawowy-online.de/Seminare/" target="_blank" rel="noopener">STAWOWY-Seminare</a>&#8288;.</p>
<p>Wie wird aus einem Blog eine Marke? Darum ging es beim Digitalen Mittag der <a href="https://www.stawowy-online.de/Seminare/" target="_blank" rel="noopener">STAWOWY-Seminare</a> am 18.5.2026. Die Aufzeichnung des Gespr&auml;chs ist jetzt als FLURFUNK-Podcast erschienen.</p>
<p>Ausgangspunkt ist dieses Mal die Geschichte des FLURFUNK selbst: Das Medienblog von <a href="https://www.stawowy-online.de" target="_blank" rel="noopener">Peter Stawowy</a> gibt es seit 2010. Es ist eng mit seiner Person verbunden und hat sich &uuml;ber die Jahre aber zu einer eigenst&auml;ndigen Marke entwickelt. Zugleich ist daraus im Laufe der Jahre mehr geworden: ein Podcast, zeitweise eine gedruckte Zeitschrift, einzelne Bloggerkonferenzen und inzwischen auch die STAWOWY-Seminare.</p>
<p>"Ich habe den FLURFUNK gegr&uuml;ndet, weil ich in der Selbstst&auml;ndigkeit schnell gemerkt habe, dass mir das Journalistische fehlt. Und weil mich gefuchst hat, wie wenig Wissen &uuml;ber die Medienlandschaft vorhanden war&ldquo;, erz&auml;hlt er. Dann geht es in die Diskussion: Wie wird aus einem Blog, das vor allem aus Neugier gef&uuml;hrt wird, mehr?</p>
<h2>Ausdauer und Wissen</h2>
<p>Dabei wurde deutlich: Wer ein eigenes Medium aufbauen will, ben&ouml;tigt m&ouml;glichst ein Alleinstellungsmerkmal, eine erkennbare Haltung und vor allem Ausdauer.&nbsp;Warum sollten Menschen regelm&auml;&szlig;ig wiederkommen? Was unterscheidet das Angebot von anderen? Und f&uuml;r wen ist es eigentlich relevant?</p>
<p>F&uuml;r den FLURFUNK war Reichweite nie ein Kriterium. Entscheidend war immer die Relevanz der Themen in einer recht klar umrissenen Zielgruppe.</p>
<p>Der FLURFUNK berichtete von Beginn an &uuml;ber die Medienbranche in Sachsen &ndash; ein Themenfeld, das in dieser Form kaum jemand regelm&auml;&szlig;ig bearbeitete. Dadurch entstand &uuml;ber die Jahre ein Expertenstatus, der sich nicht allein in Klickzahlen ausdr&uuml;cken l&auml;sst.</p>
<h2>Community und Einnahmen</h2>
<p>Eine zentrale Rolle spielt in der Diskussion auch das Thema Communitypflege: Gerade bei kleineren Blogs, lokalen Medien oder Fachangeboten gehe es nicht zuerst um Masse, sondern um Bindung. Wer regelm&auml;&szlig;ig relevante Informationen liefert, wird f&uuml;r eine bestimmte Zielgruppe wichtig &ndash; selbst dann, wenn die absoluten Zugriffszahlen &uuml;berschaubar bleiben.</p>
<p>Das f&uuml;hrte direkt zur Frage der Monetarisierung. In der Diskussion berichten mehrere Teilnehmende von eigenen Erfahrungen mit Lokalblogs, Campusmedien oder Stadtteilprojekten.</p>
<p>Viele dieser Angebote entstehen aus Leidenschaft &ndash; und genau darin liegt St&auml;rke und Problem zugleich. Denn Leidenschaft tr&auml;gt ein Projekt oft &uuml;ber Jahre, ersetzt aber kein Gesch&auml;ftsmodell.</p>
<h2>Digitaler Mittag von STAWOWY-Seminare</h2>
<p>Die Folge ist ein Mitschnitt des &bdquo;Digitalen Mittags&ldquo; der <a href="https://www.stawowy-online.de/Seminare/" target="_blank" rel="noopener">STAWOWY-Seminare</a> vom 18.5.2026. Die Dozenten der STAWOWY-Seminare Peter Stawowy, Frank Sch&uuml;tze und Dr. Christopher Brinkmann diskutieren dabei regelm&auml;&szlig;ig im Zoom-Call mit dem Publikum &uuml;ber zentrale Fragen rund um Medien, Kommunikation und PR.</p>
<p>Der Podcast ist hier bei <a href="https://open.spotify.com/episode/6xGWeHwelRrinKeGP8bu4e?si=4e25b9413e47414b" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a> zu h&ouml;ren und &uuml;berall, wo es Podcast gibt:</p>
<p><span class="iframe-wrapper"><iframe loading="lazy" style="border-radius: 12px;" src="" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-testid="embed-iframe" data-src="https://open.spotify.com/embed/episode/6xGWeHwelRrinKeGP8bu4e?utm_source=generator" data-cookiecategory="functionality" data-cookiescript="accepted"></iframe><span class="iframe-wrapper-info"><span><strong>Externe Inhalte</strong><br><br>Bitte <a href="javascript:CookieScript.instance.acceptAction(%5B'functionality'%5D)">akzeptieren Sie "Externe Medien"-Cookies</a> um den Inhalt zu sehen.<br><br><small>Ich bin einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden und personenbezogene Daten an Dritte laut den <a href="https://www.flurfunk-dresden.de/datenschutzerklaerung/" target="_blank">Datenschutzbestimmungen</a> &uuml;bermittelt werden. </small></span></span></span></p>

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		<title>Die Zeit von Social Media ist vorbei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 15:10:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Warum wir alle dringend prüfen sollten, ob wir uns nicht von den sozialen Netzwerken abwenden können. Allen voran die Verwaltung sollte über einen geordneten Rückzug nachdenken.

Ein Meinungsbeitrag von Peter Stawowy]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum wir alle dringend pr&uuml;fen sollten, ob wir uns nicht von den sozialen Netzwerken abwenden k&ouml;nnen. Allen voran die Verwaltung sollte &uuml;ber einen geordneten R&uuml;ckzug nachdenken.</strong></p>
<p><em>Von Peter Stawowy</em></p>
<div id="attachment_58322" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-58322" class=" wp-image-58322" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-357x400.jpg" alt="" width="300" height="336" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-357x400.jpg 357w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-268x300.jpg 268w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-768x859.jpg 768w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-657x735.jpg 657w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642-384x430.jpg 384w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_0642.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-58322" class="wp-caption-text">Bei TikTok wird der Vorsitzende einer Oppositionspartei aus dem Bundestag getragen. Der Beitrag ist als Anzeige gekennzeichnet und bewirbt ein Getr&auml;nk.</p></div>
<p>Fr&uuml;her h&auml;tte ich von dem Termin live getwittert. Ein Foto, der passende Hashtag, ein paar zugespitzte S&auml;tze, vielleicht h&auml;tte sich neben der Live-Debatte auch eine kleine Online-Diskussion mit Beitr&auml;gen von au&szlig;en entwickelt. Vielleicht w&auml;re auch bei Facebook oder LinkedIn etwas mitgelaufen &ndash; manchmal auch erst am Folgetag unter dem eigentlichen Posting.</p>
<p>Fr&uuml;her. Denn so war das mal. Das hat gro&szlig;en Spa&szlig; gemacht und brachte meist auch echte Mehrwerte.</p>
<p>Diese Woche Montag war das anders. Ich sitze beim Treff des Presseclub Dresden, es geht um Social Media, und ich frage mich: Wo sollte ich das jetzt eigentlich posten? Und noch grunds&auml;tzlicher: Warum eigentlich?</p>
<p>Die Frage mag nach Altersmilde oder Mediennostalgie klingen. Ich meine das aber ernst.</p>
<h2>Die Zeit von Social Media ist vorbei</h2>
<p>Ich stelle mal die steile These auf: Die gro&szlig;e Zeit von Social Media ist vorbei. Nicht nur, weil Angebote wie Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn oder X schon morgen verschwinden oder sich grunds&auml;tzlich ver&auml;ndern k&ouml;nnten (wie wir es bei X und davor schon anderen Netzwerken erlebt haben). Sondern weil das alte Versprechen kaputt ist.</p>
<p>Das Versprechen lautete mal: Hier entsteht eine neue und freie &Ouml;ffentlichkeit. Hier kommen Menschen ins Gespr&auml;ch und tauschen sich aus, ohne sich vorher gekannt zu haben. Hier bekommt man zus&auml;tzliche Einblicke und Informationen, die man vorher nicht hatte.</p>
<p>Das alte Versprechen war au&szlig;erdem: In den Sozialen Netzwerken lassen sich Informationen schnell, niedrigschwellig und dialogisch verbreiten.</p>
<p>Das galt auch und vor allem f&uuml;r Verwaltung und Institutionen, die ich in der Anfangszeit h&auml;ufig geschult habe. Mit dem Aufkommen von Social Media konnte man pl&ouml;tzlich beweisen, dass da auch nur Menschen arbeiten. Und das Verwaltung tats&auml;chlich ganz sch&ouml;n nahbar sein kann. Und man konnte ein neues Publikum erreichen, das vorher gef&uuml;hlt unendlich weit entfernt war.</p>
<h2>Die Ausgangslage war anders</h2>
<p>Vor 15 Jahren habe ich an der Hochschule f&uuml;r Verwaltung dutzendweise Menschen aus Ministerien und Verwaltung geschult. Parallel dazu habe ich in Vortr&auml;gen und Workshops f&uuml;r Beh&ouml;rden, Unternehmen, Verb&auml;nde und Vereine dar&uuml;ber referiert. Mancher hat unter meiner Anleitung seinen ersten Tweet oder sein erstes Facebook-Posting abgesetzt.</p>
<p>Damals habe ich gesagt: Ja, geht in die sozialen Netzwerke! Wartet nicht darauf, dass die klassische Presse eure Geschichte erz&auml;hlt &ndash; im Zweifel auch noch so, wie ihr sie nicht h&ouml;ren wollt! Baut besser eigene Kan&auml;le auf und kommuniziert direkt mit dem Publikum!</p>
<p>Damals war das richtig. Heute w&uuml;rde ich das nicht mehr so formulieren. Im Gegenteil: Ich w&uuml;rde abraten und empfehlen, nach anderen M&ouml;glichkeiten zu schauen.</p>
<p>Die Ausgangslage war damals eine andere. Die Themenkorridore in den klassischen Medien wurden immer enger, der Kontakt zum einfachen Publikum &ndash; besonders f&uuml;r Verwaltung &ndash; war lange im Vorfeld verloren worden. Es gab schlicht zu wenig Kommunikationskan&auml;le. Social Media wirkte damals wie die schl&uuml;ssige Antwort auf diese L&uuml;cke.</p>
<p>Jetzt ist die Situation aber eine andere. Die Antwort passt nicht mehr zu der Frage und dem eigentlichen Anliegen.</p>
<h2>Wem dient die Reichweite?</h2>
<p>Damals war die Frage: Wie erreichen wir die Menschen besser mit unseren Themen?</p>
<p>Heute muss die Frage hei&szlig;en: Was richten wir eigentlich an, wenn wir unsere &ouml;ffentliche Kommunikation von Plattformen abh&auml;ngig machen, deren Logik wir nicht kontrollieren, deren Werte wir nicht teilen und deren Gesch&auml;ftsmodell oft gegen unser Gesellschaftsmodell, die Demokratie, arbeitet?</p>
<p>Beim Presseclub-Abend wurde eine Reihe guter Beispiele f&uuml;r angeblich gelungene Social-Media-Kommunikation durch Verwaltungen genannt. Ehrlich: Ich kannte keines. Ich w&uuml;rde von mir behaupten, dass ich ziemlich viel in sozialen Netzwerken unterwegs bin und beruflich ohnehin auf solche Dinge achte. Nur: Ich hatte nach Schilderung der Beispiele auch nicht das Gef&uuml;hl, etwas verpasst zu haben.</p>
<p>Klar, das ist ein subjektiver Eindruck. Trotzdem die Frage: K&ouml;nnte es sein, dass wir die Wirkung des eigenen Contents massiv &uuml;bersch&auml;tzen? Dass der Aufwand, der in die Netzwerke investiert wird, um m&ouml;glichst gro&szlig;e Reichweite zu bekommen, sich am Ende gar nicht richtig auszahlt?</p>
<p>Sondern uns allen am Ende sogar noch schadet?</p>
<h2>Die neue W&auml;hrung hei&szlig;t &bdquo;Wut&ldquo;</h2>
<p><a href="https://www.unglaublich.de/die-grosse-taeuschung-warum-wir-den-medien-misstrauen-sollen/"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-58328 size-medium" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-04-um-17.07.04-300x265.png" alt="" width="300" height="265" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-04-um-17.07.04-300x265.png 300w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Bildschirmfoto-2026-06-04-um-17.07.04.png 436w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Ich habe das an anderer Stelle schon aufgeschrieben (unglaublich.de vom 14.3.2026: &bdquo;<a href="https://www.unglaublich.de/die-grosse-taeuschung-warum-wir-den-medien-misstrauen-sollen/" target="_blank" rel="noopener">Die gro&szlig;e T&auml;uschung: Warum wir den Medien misstrauen sollen</a>&ldquo;): Die neue W&auml;hrung, die von den Sozialen Netzwerken geliebt und gepflegt wird, hei&szlig;t Misstrauen. Misstrauen und Wut.</p>
<p>Die Plattformen haben erkannt, dass sich Erregung besonders lohnt. Sie belohnen also Zuspitzung, Emp&ouml;rung, Skandalisierung, Verdacht und Konflikt. F&uuml;r die Demokratie besonders sch&auml;dlich: Verbindet der Absender sein Misstrauen noch mit der Behauptung, einen Blick &bdquo;hinter die Kulissen&ldquo; und zur &bdquo;eigentlichen Wahrheit&ldquo; zu geben, belohnen das die Netzwerke mit einer besonderen Portion Reichweite.</p>
<p>Eine Ausnahme gibt es, auch diese Erfahrung habe ich j&uuml;ngst erst wieder gemacht: &Auml;u&szlig;ert man sich kritisch &uuml;ber die sozialen Netzwerke, f&uuml;hrt das zu auff&auml;lliger Unauff&auml;lligkeit des Beitrags. Es gibt kaum Klicks, kaum Reichweite, wenig Kommentare.</p>
<p>Ein Schelm, wer darin Absicht oder &bdquo;h&ouml;here Kr&auml;fte&ldquo; vermutet.</p>
<h2>Was macht das mit der Demokratie?</h2>
<p>Verwaltung und Institutionen k&ouml;nnen in diesem Rennen um Aufmerksamkeit und Reichweite im Grunde nur noch verlieren. Zumal die Netzwerke Politik-Themen generell inzwischen mehr und mehr an den Rand dr&auml;ngen.</p>
<p>F&uuml;r demokratische Institutionen aber ist das ein massives Problem, dass Misstrauen und Wut die neuen Aufmerksamkeitsw&auml;hrung sind. Denn Verwaltung soll erkl&auml;ren und im Idealfall ansprechbar sein. Sie soll ihr Vorgehen nachvollziehbar machen und damit Vertrauen in das eigene Handeln schaffen.</p>
<p>Sie soll aber bitte nicht im Wettbewerb mit Ragebaitern, Influencern, Verschw&ouml;rungserz&auml;hlern und Emp&ouml;rungsunternehmern um Aufmerksamkeit buhlen.</p>
<h2>X ist nur ein Beispiel</h2>
<p>Das beste Beispiel ist die Plattform X. Wer sich dort noch aufh&auml;lt, braucht ein dickes Fell. Verwaltungen, aber auch andere Institutionen haben dort nichts mehr zu suchen.</p>
<p>Die Frage betrifft mehr und mehr auch die anderen Plattformen: Teilen die Konzerne hinter Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn oder YouTube heute noch die Werte, die die Demokratie ausmachen? Dienen sie wirklich dazu, zum Gemeinwohl beizutragen, f&uuml;r Transparenz zu sorgen und damit zur demokratischen Willensbildung&ndash; wie es zum Beispiel Verwaltungskommunikation tun sollte?</p>
<p>Der Medienwissenschaftler Bernhard P&ouml;rksen spricht mit Blick auf Big Tech von einer neuen Art digitaler Feudalherrschaft (<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/activity:7467431743340310528/?trk=viral_reaction" target="_blank" rel="noopener">hier bei LinkedIn</a>): Einige wenige Plattform-Oligarchen entscheiden dar&uuml;ber, wer sichtbar wird, welche Regeln gelten, welche Standards aufgehoben, ver&auml;ndert oder durchgesetzt werden. Das ist eine Machtverschiebung, die wir noch gar nicht vollst&auml;ndig begriffen haben. Und die wir nicht durch unser Handeln unterst&uuml;tzen sollten.</p>
<h2>Abgeordnete werden aus dem Bundestag getragen</h2>
<p>Zunehmend sehe ich in den Netzwerken Videos, die sich nicht durch den sechsten Finger oder starre Augen aussortieren lassen. Immer h&auml;ufiger bem&uuml;he ich selbst erstmal die Suchmaschine, bevor ich eine Information aus TikTok oder Instagram glaube.</p>
<p>Ein prominentes Beispiel: Bei TikTok wird mir diese Tage immer wieder angezeigt, wie Tino Chrupalla angeblich aus dem Bundestag getragen wird. In dem Video berichtet sogar die Tagesschau &ndash; erst ab der Stelle erkennt man den Fake, vor allem an der Stimme.</p>
<p>Etwas sp&auml;ter h&auml;lt mir ein prominenter Wirtschaftsboss angeblich seinen Reisepass in die Kamera, um zu beweisen, dass er wirklich echt sei. Ich sei einer von nur 100 auserw&auml;hlten, die dieses Video zu sehen bek&auml;men &ndash; das sei meine Chance, unendlich reich zu werden. Hunderte Kommentare und tausende Likes strafen die erste Aussage L&uuml;gen. KI l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.</p>
<h2>Es wird immer schlimmer</h2>
<p>Die gro&szlig;e Welle an falschen und verf&auml;lschten Inhalten, die durch KI entstehen werden, steht f&uuml;r uns erst noch bevor. Sie wird das ganze Social-Media-Game noch einmal ordentlich durchwirbeln, wenn nicht sogar wegschwemmen. Ich vermute: Mit der Zeit werden sich mehr und mehr Menschen abwenden und in private Kommunikationsr&auml;ume zur&uuml;ckziehen.</p>
<p>Unabh&auml;ngig davon ist die &ouml;ffentliche Kommunikation in den sozialen Netzwerken so oder so total vergiftet. Das f&uuml;hrt zur Nachrichtenvermeidung, News Avoidance, die ich auch inzwischen aktiv betreibe. Fr&uuml;her habe ich morgens als erstes Schlagzeilen gelesen. Heute lasse ich es oft bleiben, um mir den Tag nicht gleich zu ruinieren. Ich suche gezielt, wenn mich ein Thema interessiert. Ich lese nach, pr&uuml;fe, vergleiche.</p>
<p>Ich will mich einfach nicht mehr permanent in Emp&ouml;rung und Untergangsstimmung hineinziehen lassen.<br>
Und ja: Selbst Instagram, lange Zeit das eher lebensfrohe und unkritische Netzwerk, ist inzwischen voller Spam, Hate und Missgunst. Dazu nervt die dauernde Werbung. Bei LinkedIn, das nach Twitter/X und Facebook als zentrales Netzwerk empfohlen wird, &uuml;bert&ouml;nen sich die Selbstdarsteller und -beweihr&auml;ucherer mit immer schrilleren Hooks.</p>
<p>Aber keine Sorge, die Erfahrung lehrt mich: Das ist endlich. Dann kommt halt was anderes, neues.</p>
<h2>Wer kommentiert da wirklich?</h2>
<p>An dieser Stelle k&ouml;nnte jetzt das Argument kommen: Aber die Menschen sind nun einmal dort, dann m&uuml;ssen wir auch da sein! Das stimmt irgendwie, irgendwie aber auch nicht. Angesichts der j&uuml;ngsten Entwicklungen in den Netzwerken wie auch deren Konzernzentralen, komme ich zu dem Punkt, dass mir das als Begr&uuml;ndung nicht mehr reicht.</p>
<p>Ist eigentlich bekannt, dass nur ein sehr kleiner Teil &ndash; man spricht von bis zu f&uuml;nf Prozent &ndash; den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Kommentare in den sozialen Netzwerken produziert? Am laufenden Band wird &ouml;ffentliche Meinungsbildung simuliert und die ber&uuml;hmte Schweigespirale instrumentalisiert. Die Rolle von Bots und Kommentarfabriken im Ausland, die als Mittel der peripheren Kriegsf&uuml;hrung im Einsatz sind, ist da noch gar nicht vollst&auml;ndig untersucht.</p>
<p>Menschen sind im &Uuml;brigen auch in Einkaufszentren, Bahnh&ouml;fen, Kneipen, Fu&szlig;ballstadien, Stra&szlig;enbahn und Wartezimmern anzutreffen. Trotzdem muss &ouml;ffentliche Verwaltung nicht &uuml;berall pr&auml;sent sein. Entscheidend ist, ob ein Ort f&uuml;r verl&auml;ssliche &ouml;ffentliche Kommunikation geeignet ist. Und da f&auml;llt die Bilanz sozialer Netzwerke immer schlechter aus.</p>
<p>Ich habe mich am Ende des Presseclub-Abend gemeldet und den Vertreter der Verwaltung gefragt: &bdquo;Sag mal, habt ihr einfach mal &uuml;berlegt, es zu lassen?&ldquo;</p>
<h2>Eigene Kan&auml;le first</h2>
<p>Ich denke, wir sollten die Frage dringend und mal ganz ernsthaft diskutieren. Ich wei&szlig; schon, der Vorschlag es ganz sein zu lassen, ist im Moment zu radikal. Ich bin auch kein Freund davon, halbwegs funktionierenden Strukturen einfach den Stecker zu ziehen. Aber ich bin ein Freund der kritischen Reflexion. Denn genau dieses &bdquo;halbwegs&ldquo; ist das eigentliche Problem.</p>
<p>Mein Eindruck ist: Die Diskussion um X/Twitter ist im Grunde durch. Wer jetzt noch dort verbleibt, wird zunehmend feststellen, dass ihm das richtige Gegen&uuml;ber und ein realistischer Resonanzboden fehlt. Kann man machen, ist dann halt Zeit- und Kraftverschwendung. Die gleiche Diskussion aber, ob ein Netzwerk noch den eigenen Zielen zutr&auml;glich ist und wirkliche Effekte hat &ndash; zum Beispiel mehr origin&auml;re B&uuml;rgerkontakte oder sinnvolle Beitr&auml;ge bei Beteiligungsverfahren &ndash; sollte auch f&uuml;r die anderen Netzwerke gef&uuml;hrt werden.</p>
<p>Denn es gibt noch jede Menge andere M&ouml;glichkeiten. Und da hatte die Social-Media-Zeit auch ihr Gutes: Denn wir haben viel dar&uuml;ber gelernt, wie Kommunikation mit B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern funktioniert, etwa welche Sprache ankommt und welche nicht.</p>
<p><a href="https://www.flurfunk-dresden.de/unterstuetzen/"><img decoding="async" class=" wp-image-58238 alignright" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-400x400.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-400x400.png 400w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-300x300.png 300w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-150x150.png 150w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-768x768.png 768w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-735x735.png 735w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-430x430.png 430w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung-80x80.png 80w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/Blog-Banner-FLURFUNK-Unterstuetzung.png 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Vielleicht m&uuml;ssen wir auch noch mal neue Instrumente erfinden &ndash; oder bestehende, die noch nicht so auf dem Schirm sind, gr&uuml;ndlich pr&uuml;fen. So oder so: Es darf kein R&uuml;ckschritt in die alte Elfenbein-Mentalit&auml;t sein. Aber ehrlich: Zwischen &bdquo;Wir rennen wie bekloppt der (ungewissen) Reichweite hinterher&ldquo; und &bdquo;Wir machen aber doch ein Amtsblatt und manchmal Pressemitteilungen&ldquo; liegt ein ziemlich gro&szlig;es Feld.</p>
<p>Es wird Zeit, dieses Feld zu bearbeiten.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/49019bb44c35474396c20f5c0e16fc3e" alt='"' width="1" height="1"></p>

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			</item>
		<item>
		<title>Krise? Welche Krise? Zur Situation der sächsischen Filmbranche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 16:48:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[AG Animationsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[André Naumann]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Richter]]></category>
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		<category><![CDATA[So geht sächsisch]]></category>
		<category><![CDATA[WIbewegt]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinkende Budgets und steigende Produktionskosten machen der sächsischen Filmszene das Leben schwer. Besonders hart trifft das Sparprogramm des MDR. 

Ein Beitrag zur aktuellen Situation der sächsischen Filmbranche. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Sinkende Budgets und steigende Produktionskosten machen der s&auml;chsischen Filmszene das Leben schwer. Besonders hart trifft das Sparprogramm des MDR. Doch die Branche ist einiges gewohnt.</h4>
<p><em>Von Peter Stawowy</em></p>
<h2>Ritterschlag vs. Remix</h2>
<p>Vor drei Jahren, 2023, gewann der Dresdner DJ Purple Disco Machine einen Grammy f&uuml;r einen Remix. Seine Heimatstadt feierte ihn gro&szlig;, er trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein und die Imagekampagne &bdquo;So geht s&auml;chsisch&ldquo; machte ihn gleich mal zum Gesicht und Botschafter des Freistaats.</p>
<p>Vergleichbare Reaktionen h&auml;tte sich der Dresdner Filmproduzent Ralf Kukula sicherlich auch gew&uuml;nscht. Im November 2025 brachte er einen International Emmy f&uuml;r die Serie &bdquo;Auf Fritzis Spuren &ndash; Wie war das so in der DDR?&ldquo; aus New York mit. Die goldene Troph&auml;e hierher zu holen, kommt f&uuml;r die s&auml;chsische Filmbranche einem Ritterschlag gleich. Sie ist der Beweis: Wir sind Weltklasse!</p>
<p>&Ouml;ffentlich und von politischer Seite aber blieben Jubel und Gl&uuml;ckw&uuml;nsche eher verhalten. Ein Gratulationsschreiben des s&auml;chsischen Wirtschaftsministers und eines der Kulturministerin, ein Gl&uuml;ckwunsch-Schreiben von Dresdens Kulturb&uuml;rgermeisterin &ndash; viel mehr kam im ersten Schwung nicht. Immerhin: der Intendant des MDR nahm sich ausf&uuml;hrlich Zeit. Denn der Emmy gilt weltweit als die h&ouml;chste Auszeichnung im Fernsehbereich &ndash; und der MDR bekam ihn das erste Mal. Besser geht es nicht.</p>
<h2>&Uuml;berschaubare Gr&ouml;&szlig;e</h2>
<div id="attachment_58313" style="width: 283px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-58313" class="size-large wp-image-58313" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026-273x400.png" alt="" width="273" height="400" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026-273x400.png 273w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026-205x300.png 205w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026-502x735.png 502w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026-294x430.png 294w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/06/Ausloeser-1-2026.png 643w" sizes="(max-width: 273px) 100vw, 273px" /><p id="caption-attachment-58313" class="wp-caption-text">Dieser Beitrag ist Titelgeschichte des aktuellen "Ausl&ouml;ser" des Filmverband Sachsen.</p></div>
<p>Die verhaltene Resonanz seitens der Landespolitik auf den &bdquo;s&auml;chsischen Oscar f&uuml;rs Fernsehen&ldquo; irritiert: W&auml;hrend ein einzelner Erfolg eines DJs umgehend f&uuml;r Standortmarketing genutzt wird, zeigt sich die W&uuml;rdigung der traditionsreichen Filmbranche eher zur&uuml;ckhaltend. Das ist umso bemerkenswerter, als im Koalitionsvertrag der amtierenden Landesregierung aus CDU und SPD ausdr&uuml;cklich festgehalten ist, dass man den Medienstandort &bdquo;insbesondere im Bereich Kinder-, Kurz- und Animationsfilm&ldquo; weiterentwickeln wolle.</p>
<p>Das Beispiel zeigt: Sachsens Filmbranche hat offenkundig nicht genug politisches Gewicht. Das liegt sicherlich auch an den Zahlen: Im Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht des Freistaats von 2024 rangiert sie mit gesch&auml;tzt rund 165 Millionen Euro Umsatz eher im hinteren Feld der Teilm&auml;rkte &ndash; weit hinter der Gamesbranche oder auch dem Kunsthandwerk. Erwirtschaftet wird der Umsatz von fast 640 Unternehmen mit etwas mehr als 2.000 Besch&auml;ftigten; mehr als die H&auml;lfte davon sind Solo-Selbstst&auml;ndige. Der allergr&ouml;&szlig;te Teil der Branche sitzt in Leipzig, danach folgt Dresden.</p>
<p>Wer von &bdquo;der s&auml;chsischen Filmbranche&ldquo; spricht, meint also viele kleine Einheiten: Produzent*innen, Werbefilmfirmen, Dienstleister, Regisseur*innen, Cutter*innen, Tonleute, Animationsstudios, Kinos. Auch die selbstst&auml;ndigen B&uuml;hnenk&uuml;nstler*innen z&auml;hlen in der Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft dazu.</p>
<h2>Abh&auml;ngigkeit vom MDR</h2>
<p>Viele der Filmschaffenden im Freistaat h&auml;ngen dabei am Mitteldeutschen Rundfunk. Er ist der gro&szlig;e Geldgeber in der Region. Die &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt aber steht gerade m&auml;chtig unter Druck: Auf 160 Mio. Euro bel&auml;uft sich das laufende Sparprogramm, das bis 2028 umgesetzt werden muss, das sind j&auml;hrlich 40 Mio. Euro. Besonders die aktuelle Debatte um die Rundfunkbeitr&auml;ge machen der Rundfunkanstalt zu schaffen. Die Situation k&ouml;nnte sich zeitnah noch drastisch versch&auml;rfen: Weil die Politik die Beitragserh&ouml;hung zum 1. Januar 2025 bislang nicht umgesetzt hat, haben die &Ouml;RR-Anstalten Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Jetzt wartet man auf eine Entscheidung. Sollte die empfohlene Erh&ouml;hung geringer als urspr&uuml;nglich von KEF und also vom MDR geplant ausfallen, was politisch erwartet wird, m&uuml;sste der Sender weitere 30 Mio. Euro einsparen. Kommt gar keine Erh&ouml;hung, was ebenfalls im Bereich des M&ouml;glichen liegt, d&uuml;rften es sogar 60 Mio. Euro sein.</p>
<p>Joachim G&uuml;nther ist Vorsitzender des S&auml;chsischen Filmverbands und wei&szlig; um die Situation der Branche. Er sagt: &bdquo;Wer nur am MDR h&auml;ngt, erlebt die Lage derzeit als &uuml;beraus krisenhaft.&ldquo; G&uuml;nther berichtet von ersten Abg&auml;ngen von Top-Leuten aus der Branche, die lieber ein festes stabiles Einkommen wollen als weiter in der Filmbranche auf Auftr&auml;ge zu hoffen. L&auml;ngst w&uuml;rden auch die ersten Firmen um ihre Existenz k&auml;mpfen, so G&uuml;nther &ndash; er rechnet damit, dass es noch dieses Jahr das eine oder andere Firmenende gibt.</p>
<h2>Intendant will heimische Branche f&ouml;rdern</h2>
<p>Da nutzt auch das Versprechen von MDR-Intendanten Ralf Ludwig nur begrenzt, dass er 2023 im Rahmen seiner Kandidatur als Intendant abgegeben hatte: 70 Prozent der Mittel, die der MDR f&uuml;r Produktionen ausgibt, sollen bis 2030 auch wirklich in der Region bleiben.</p>
<p>Davon ist die Anstalt bis jetzt noch ein gutes St&uuml;ck entfernt: Im MDR-Produzentenbericht 2024 weist der Sender f&uuml;r Auftrags-, Ko-, Misch- und Lizenzproduktionen selbst 60,23 Millionen Euro aus. Das sind 41,4 Prozent der Produktionsaufw&auml;nde des MDR; 58,6 Prozent gingen an Firmen au&szlig;erhalb. Gegen&uuml;ber 2023 ist das zwar eine Steigerung (damals waren es 37,6 Prozent). Gleichzeitig ist die Gesamtsumme aber auch gesunken.</p>
<p>Laut Produzentenbericht f&uuml;r 2023 hatte der MDR noch 64,44 Millionen Euro f&uuml;r Produktionen insgesamt ausgegeben. Die Rundfunkanstalt verweist allerdings darauf, dass die Vergleichbarkeit der Berichte nur eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich sei, weil der aktuelle Bericht einer neuen Gliederung der Programminhalte und Pr&auml;sentationsformen folgt.</p>
<p>Und auch das geh&ouml;rt zur Wahrheit dazu: Die Gesamtsumme der MDR-Produktionen unterlag in den vergangenen Jahren immer wieder Schwankungen. 2021, 22 und 23 war sie teils etwas h&ouml;her als 2024, im Jahr 2020 deutlich niedriger als im aktuellen Bericht. Wie hoch der Betrag im Produzentenbericht 2025 ausf&auml;llt, der aktuell in Arbeit ist, mag man in der Leipziger Kantstra&szlig;e indes noch nicht verraten.</p>
<h2>Die rein s&auml;chsische Perspektive</h2>
<p>Und doch hat das Wort von Ralf Ludwig Gewicht: Denn inzwischen ist in den Redaktionen angekommen, dass Auftr&auml;ge st&auml;rker in der Region landen sollen. Die Bem&uuml;hungen des Intendanten haben aber auch Nebeneffekte: Gro&szlig;e Player der Branche, die sonst in den Hotspots K&ouml;ln, M&uuml;nchen, Hamburg oder Berlin sitzen, haben Dependancen in Leipzig gegr&uuml;ndet und dort auch durchaus Personal installiert. Folglich gelten sie damit als regional und k&ouml;nnen wieder auf gro&szlig;e Projekte wie die MDR-Tatort-Produktion zugreifen. F&uuml;r die eigentliche Produktion aber holen sie dann ihre etablierten Teams aus den Hotspots ran. Die tats&auml;chlich hier gewachsenen Firmen kommen so wieder nicht zum Zug.</p>
<p>Auch dieses Problem ist inzwischen erkannt. Die AG &bdquo;regionale Kooperation&ldquo; aus MDR und den mitteldeutschen Branchenverb&auml;nden diskutiert intensiv dar&uuml;ber, wie die Bedingungen verbessert werden k&ouml;nnen. Was aber besonders die s&auml;chsische Landespolitik noch begreifen darf: Dass das Denken in Landesgrenzen bei solchen Entwicklungen manchmal eher hinderlich ist.</p>
<h2>Die Krise ist viel gr&ouml;&szlig;er</h2>
<p>Annegret Richter von der AG Animationsfilm best&auml;tigt das. Sie bewundert vor allem die Widerstandsf&auml;higkeit und das Durchhalteverm&ouml;gen der Kolleg*innen. &bdquo;Die Sachsen stecken nicht mehr und nicht weniger in der Krise als der Rest der Branche in Deutschland&ldquo;, sagt sie. Die nationalen Zahlen geben ihr recht: Die Produktionsallianz meldete Ende 2025, dass 85 Prozent der befragten Produktionsunternehmen die wirtschaftliche Lage der deutschen Filmwirtschaft f&uuml;r schlecht oder sehr schlecht halten. Als Faktoren nennen die befragten Produzent*innen sinkende Budgets und insgesamt kleinere Auftragsvolumina bei deutlich steigenden Herstellungskosten.</p>
<p>Da d&uuml;rfte der &bdquo;Durchbruch bei der Filmf&ouml;rderung&ldquo;, wie ihn die Bundesregierung benennt, zumindest etwas Hoffnung machen. Auch wenn sicherlich noch dauern wird, bis alle Ver&auml;nderungen hier in der Region wirken. Zu den positiven Effekten geh&ouml;rt etwa, dass die F&ouml;rderinstrumente des Bundes jetzt geb&uuml;ndelt sind. Auch wird ein erheblicher Teil der Bundesmittel k&uuml;nftig automatisch vergeben. Und Drehbuchautor*innen und Regie k&ouml;nnen k&uuml;nftig an Referenzmitteln beteiligt werden.</p>
<p>Weitere Reformschritte d&uuml;rften erst mit der Zeit Wirkung entfalten: Anfang Februar 2026 haben sich Koalition und Fraktionen im Bund endlich auf eine gesetzliche Investitionsverpflichtung f&uuml;r die sogenannten Mediendiensteanbieter verst&auml;ndigt. Hei&szlig;t: Streamingdienste und Sender m&uuml;ssen k&uuml;nftig wahrscheinlich um die acht Prozent ihres Umsatzes in Film- und Serienproduktionen in Deutschland investieren. Wer noch mehr ausgibt (die Rede ist hier von zw&ouml;lf Prozent), bekommt im Gegenzug etwa weniger strenge Vorgaben bei Sprache und Rechteteilung.</p>
<p>Zus&auml;tzlich hat der Bund die wirtschaftliche Filmf&ouml;rderung deutlich auf 250 Mio. Euro erh&ouml;ht. Das ist nach Darstellung der Bundesregierung nahezu eine Verdoppelung gegen&uuml;ber dem bisherigen Niveau.</p>
<h2>Steueranreiz fehlt nach wie vor</h2>
<p>Was weiterhin fehlt, ist aus Sicht vieler Produzent*innen vor allem ein international konkurrenzf&auml;higes, verl&auml;ssliches Steueranreizmodell. Das benennt Annegret Richter als gr&ouml;&szlig;ten Kritikpunkt an den Neuregelungen. Vorbilder sind hier L&auml;nder wie Spanien, Belgien oder Ungarn, wo Produktionsfirmen einen festen Prozentsatz ihrer Ausgaben &uuml;ber das Steuersystem und ohne kompliziertes Antragsverfahren zur&uuml;ckerstattet bekommen. Das mache Produktionen dort g&uuml;nstiger und sei ein klarer Vorteil gegen&uuml;ber deutschen Produzent*innen, so Richter. Denn gerade gro&szlig;e Produktionen sind h&auml;ufig auf viele Geldgeber und also internationale Kooperationen angewiesen. Wer aber das meiste Geld einbringt, hat gew&ouml;hnlich den Hut auf.</p>
<p>An solchen Projekten sind Produktionsfirmen in Sachsen aber sowieso noch viel zu selten beteiligt: Hier w&auml;ren nur wenige Player in der Lage, solch internationalen Projekte &uuml;berhaupt stemmen zu k&ouml;nnen. Annegret Richter formuliert es so: &bdquo;Bislang konnten hier in den letzten 30 Jahren Produzent*innen kaum etwas Gr&ouml;&szlig;eres aufbauen, weil sie sich immer von einem kleinen Projekt zum n&auml;chsten hangeln m&uuml;ssen und wenig Kontinuit&auml;t m&ouml;glich ist. Um aber dauerhaft gr&ouml;&szlig;ere Produktionen umzusetzen, wie das in M&uuml;nchen oder K&ouml;ln passiert, br&auml;uchte es mehr Vertrauen in die regionalen Produzent*innen und gezielte Investitionsmittel.&ldquo;</p>
<h2>Folge: Der Nachwuchs wandert ab</h2>
<p>Diese fehlenden Strukturen haben auch Auswirkungen in einem anderen Bereich, der Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht formuliert das ungew&ouml;hnlich klar: Es fehle an produzierenden Strukturen, junge Talente wanderten oft in andere Bundesl&auml;nder ab, hei&szlig;t es da. Genau daraus entsteht wiederum ein vergleichbarer Kreislauf wie bei den Produktionen: Denn nahezu die ganze Branche im Freistaat klagt, dass der wirklich gute Nachwuchs inzwischen fehlt.</p>
<p>Dabei wird f&uuml;r den Nachwuchs viel getan, wie die Mitteldeutsche Medienf&ouml;rderung MDM betont: Gerade erst hat die Fakult&auml;t Medien der Hochschule Mittweida den MediaTechSpace in Leipzig er&ouml;ffnet. Dort wird der berufsbegleitende Masterstudiengang Media Productions angeboten. Au&szlig;erdem unterst&uuml;tzt die MDM u.a. eine Weiterbildungsinitiative mit dem Titel WIbewegt, in der mehrere Partner Netzwerke f&uuml;r nachhaltige Qualifizierung in Ostdeutschland aufbauen. Und seit 2021 hilft die MDM mit ihrem Programm MediaStart jungen Unternehmen und Starts-ups im Medienbereich etwa durch Mentoring und bei der Entwicklung der Gesch&auml;ftsmodelle.</p>
<h2>Die gro&szlig;e St&auml;rke: Durchhalteverm&ouml;gen</h2>
<p>Immerhin, und auch das muss betont werden: Die Kameras stehen nicht still. Aktuell wird in Leipzig, G&ouml;rlitz und anderswo viel gedreht, betont MDM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Andr&eacute; Naumann. Er kommt deswegen zu dem Schluss: &bdquo;Von einer Krise zu sprechen, wird der Realit&auml;t nicht gerecht. Die mitteldeutsche Filmbranche, insbesondere in Sachsen, ist stabil und lebendig.&ldquo; Aus Sicht der MDM spiegelten die F&ouml;rderzahlen insgesamt eher &bdquo;eine resiliente Branche im Aufwind&ldquo; wider, so Naumann weiter: &bdquo;Wir sehen eine wachsende Nachfrage nach F&ouml;rderung, hochkar&auml;tige Produktionen, die in der Region entstehen, und produktive Strukturen zwischen Talenten, Ausbildungsst&auml;tten und Unternehmen, die sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt haben.&ldquo;</p>
<p>Die Zahlen der MDM unterstreichen seine Argumentation: 2024 hat die Medienf&ouml;rderung nach eigenen Angaben mehr als 19,4 Millionen Euro f&uuml;r 174 Film- und Medienprojekte bewilligt, nach &uuml;ber 18 Millionen Euro im Jahr 2023. Die MDM weist ihr Budget allerdings nicht nach Bundesl&auml;ndern getrennt aus. F&uuml;r Sachsen allein l&auml;sst sich die Summe also nicht beziffern. Auch die S&auml;chsische Landesmedienanstalt, die j&auml;hrlich 140.000 Euro f&uuml;r den Nachwuchs bereitstellt, meldet mit 30 Antr&auml;gen im Jahr 2025 so viele wie nie zuvor.</p>
<p>Dass die Branche nicht aufgibt, ist vermutlich ihr auff&auml;lligstes Merkmal. Man wei&szlig; zu k&auml;mpfen, seit &uuml;ber 35 Jahren. Annegret Richter berichtet von einer Reihe von Aktivit&auml;ten, die Hoffnung machen: Das Netzwerk mitteldeutscher Filmverb&auml;nde hat sich zusammengefunden und dr&auml;ngt etwa auf eine abgestimmte Medienpolitik bis 2030, auf mehr Mittel f&uuml;r F&ouml;rderung, auf eine st&auml;rkere Rolle der MDM als Standortagentur, auf bessere Aus- und Weiterbildung und darauf, Filme aus der Region &ouml;fter auch von Menschen aus der Region produzieren zu lassen.</p>
<p>Besonders im Animationsbereich liegt hier eine Chance, wie die Emmy-Troph&auml;e f&uuml;r Balance-Film aus Dresden zeigt. Sachsen hat mit einer langen Tradition, mit Studios, bekannten Festivals und Stoffen ein Profil, das zu f&ouml;rdern lohnt. Das betrifft auch die anderen eher nischigen Bereiche wie Kinder- und Kurzfilm.</p>
<p>Und noch ein Aspekt kommt dazu, der sogar die s&auml;chsische Medienpolitik begeistern d&uuml;rfte: Die Verbindung mit der Games-Branche birgt ein sehr gro&szlig;es Potential. Die Games-Kolleg*innen erwirtschaften inzwischen mit fast 1,4 Mrd. Euro den gr&ouml;&szlig;ten Teil in der s&auml;chsischen Kultur- und Kreativbranche. Erste Verkn&uuml;pfungen sind hergestellt. Da k&ouml;nnten demn&auml;chst auch die rasanten Entwicklungen der k&uuml;nstlichen Intelligenz eine Rolle spielen, die bei einzelnen Produzenten langsam, aber sicher das Experimentier-Stadium verl&auml;sst.</p>
<p>Denn das ist ja hinl&auml;nglich bekannt: Die Sachsen sind nicht nur ein k&auml;mpferisches, sondern auch ein erfindungsreiches V&ouml;lkchen.</p>
<p><em>Hinweis: Der folgende Beitrag ist zuerst in "Ausl&ouml;ser 1/2026", dem Magazin des <a href="https://www.filmlandsachsen.de" target="_blank" rel="noopener">Filmverband Sachsen</a>, erschienen. Das Magazin kann <a href="https://www.filmlandsachsen.de/ausloeser/" target="_blank" rel="noopener">hier bestellt werden und ist auch als Download erh&auml;ltlich</a>.</em></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/5132eb461d214f0ebc29ab3b6a171d16" width="1" height="1" alt="&gt;&lt;/p&gt;
"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>DJV Sachsen: Anja Neubert übernimmt Vorsitz von Ine Dippmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 20:06:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Neubert]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Gutjahr-Almaguer]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Hirschfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[DJV Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Edgar Lopez]]></category>
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		<category><![CDATA[Ine Dippmann]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Freienrat]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[MDR aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Sächsische Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Tenzler-Heusler]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wolf]]></category>
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					<description><![CDATA[Der DJV Sachsen hat auf seiner Mitgliederversammlung am Samstag (30.5.2026) den Vorstand neu gewählt. Neue Vorsitzende ist die freie Journalistin Anja Neubert, die vor allem für MDR Aktuell tätig ist.

Sie folgt als Vorsitzende auf Ine Dippmann, den den Journalistenverband insgesamt 14 Jahre geführt hat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der DJV Sachsen hat auf seiner Mitgliederversammlung am Samstag (30.5.2026) den Vorstand neu gew&auml;hlt. Neue Vorsitzende ist die freie Journalistin Anja Neubert, die vor allem f&uuml;r MDR Aktuell t&auml;tig ist.</p>
<p>Sie folgt als Vorsitzende auf Ine Dippmann, die den Journalistenverband insgesamt 14 Jahre gef&uuml;hrt hat. </p>
<p>Auch der &uuml;brige Vorstand wurde neu gew&auml;hlt: Als zweite Vorsitzende w&auml;hlte der Verband Claudia Gutjahr-Almaguer, freie Journalistin beim MDR und Mitglied des Leipziger Freienrates des Senders, dritte Vorsitzende ist jetzt Susanne Tenzler-Heusler, Autorin und Kommunikationsberaterin. Als neuen Schatzmeister w&auml;hlte die Mitgliederversammlung Ulrich Wolf, Redakteur der S&auml;chsischen Zeitung mit langj&auml;hrigem Schwerpunkt Recherche.</p>
<p>Als Beisitzer im Vorstand wurden Henrik Merker, Online- und Fernseh-/Videojournalist aus Leipzig und Dan Hirschfeld, Fernseh- und H&ouml;rfunkjournalist f&uuml;r MDR und Deutsche Welle, wiedergew&auml;hlt. Zu ihnen gesellt sich Edgar Lopez, der als freier Journalist mit dem Schwerpunkt Recherche ebenfalls &uuml;berwiegend f&uuml;r den MDR arbeitet.</p>
<p>In der Mitteilung des DJV Sachsen hei&szlig;t es: </p>
<blockquote><p>"Mit Ine Dippmanns Amtszeit sind unter vielem anderem ein deutlich verbesserter Schutz von Journalistinnen und Journalisten bei gef&auml;hrlichen Demonstrationen und Situationen durch Zusammenarbeit mit der s&auml;chsischen Polizei, der kontinuierliche Einsatz f&uuml;r faire und angemessene Arbeitsbedingungen und Verg&uuml;tung der Kolleginnen und Kollegen in s&auml;chsischen Medien und die tiefe Verankerung des DJV Sachsen als gesch&auml;tzter und gefragter Ansprechpartner in beruflichen und medienpolitischen Belangen im Freistaat verbunden."</p></blockquote>

]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>SLM-Hörfunkpreis erstmals auch für sächsische Podcasts</title>
		<link>https://www.flurfunk-dresden.de/2026/05/28/slm-hoerfunkpreis-erstmals-auch-fuer-saechsische-podcasts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:22:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Felsenkeller]]></category>
		<category><![CDATA[Hörfunk]]></category>
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		<category><![CDATA[Markus Heinker]]></category>
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		<category><![CDATA[Sächsische Landesmedienanstalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sächsischer Hörfunkpreis]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuerung beim Sächsischen Hörfunkpreis der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM): Für die Ausgabe des Preises 2026 sind erstmals auch Podcast aus Sachsen zugelassen. Bislang war der Preis nur an Radioschaffende vergeben worden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neuerung beim S&auml;chsischen H&ouml;rfunkpreis der <a href="https://www.slm-online.de" target="_blank" rel="noopener">S&auml;chsischen Landesmedienanstalt</a> (SLM): F&uuml;r die Ausgabe des Preises 2026 sind erstmals auch Podcast aus Sachsen zugelassen. Bislang war der Preis nur an Radioschaffende vergeben worden.</p>
<p>Ab sofort und bis zum 13.7.2026 k&ouml;nnen sich festangestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Redakteurinnen und Redakteure, Moderatorinnen und Moderatoren kommerzieller H&ouml;rfunkveranstalter mit ihrem auf Sachsen ausgerichteten Programm f&uuml;r den Preis bewerben.</p>
<p>Erstmals k&ouml;nnen sich aber auch "kommerzielle Medienschaffende und kreative Teams, die Podcast-Formate realisieren", bewerben. Voraussetzung: Die eingereichten Audio-Formate behandeln s&auml;chsische Themen und sind ans s&auml;chsische Publikum gerichtet.</p>
<p>In der <a href="https://www.slm-online.de/presse-und-infothek/presse/meldung/bewerbungsphase-fuer-den-saechsischen-hoerfunkpreis-2026-gestartet-339" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung der SLM</a> ist deren Pr&auml;sident Markus Heinker, zitiert:</p>
<blockquote><p>"Der S&auml;chsische H&ouml;rfunkpreis w&uuml;rdigt die besondere Rolle der Medien bei der Darstellung regionaler Identit&auml;t und Vielfalt und ber&uuml;cksichtigt dabei die heutigen Medienrealit&auml;ten."</p></blockquote>
<p>Die SLM vergibt den S&auml;chsischen H&ouml;rfunkpreis zum f&uuml;nften Mal. In den f&uuml;nf Kategorien "Radiomoment des Jahres", "Personality des Jahres", "Beste journalistische Leistung", "Beste Comedy" und "Beste Werbung" werden Preisgelder in H&ouml;he von insgesamt 14.000 Euro vergeben.</p>
<p>Die Beitr&auml;ge d&uuml;rfen allerdings nicht l&auml;nger als 30 Minuten sein und m&uuml;ssen nach dem 30.6.2025 produziert und gesendet bzw. verbreitet worden sein.</p>
<p>Die Bekanntgabe der Preistr&auml;ger erfolgt im Rahmen einer Gala-Veranstaltung am 12. November 2026 im "Felsenkeller" in Leipzig. Die Ausschreibung und weitere Informationen zu den Teilnahme&shy;bedingungen <a href="https://www.slm-online.de/foerderung-und-programm/wettbewerbe/saechsischer-hoerfunkpreis-2026-ausschreibung" target="_blank" rel="noopener">sind hier zu finden</a>.</p>

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		<title>MZ und Volksstimme begleiten Wahl mit Podcast „2,1 Millionen“ und Newsletter „Update Sachsen-Anhalt“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 09:39:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Update Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Volksstimme]]></category>
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					<description><![CDATA[MZ und Volksstimme begleiten die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September mit dem Podcast „2,1 Millionen“ und dem Newsletter „Update Sachsen-Anhalt“. Die beiden Regionalzeitungen setzen damit auf ein gemeinsames crossmediales Angebot.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-58272" src="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-630x354.jpg" alt="" width="630" height="354" srcset="https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-630x354.jpg 630w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-300x169.jpg 300w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-768x432.jpg 768w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-980x551.jpg 980w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie-573x322.jpg 573w, https://www.flurfunk-dresden.de/wp-content/uploads/2026/05/2-1-Millionen-Podcast-Kopie.jpg 1024w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bereits Mitte April ist der <a href="https://open.spotify.com/episode/5Gzoj5i2p8i6yFC8SC2npI?si=dc17587aa7974d3a" target="_blank" rel="noopener">erste Trailer</a> erschienen, die erste Folge dann am 24.4.2026: Die beiden gro&szlig;en Regionalzeitungen in Sachsen-Anhalt, die <a href="https://www.volksstimme.de" target="_blank" rel="noopener">Magdeburger Volksstimme</a> und die <a href="https://www.mz.de" target="_blank" rel="noopener">Mitteldeutsche Zeitung</a> (MZ), haben das Podcast-Projekt "2,1 Millionen" gestartet. Der Name des Podcasts bezieht sich auf die Einwohnerzahl des Bundeslandes.</p>
<p>Der Podcast selbst ist als Interview-Podcast angelegt. Die vier Hosts stammen aus den Redaktionen der beiden Zeitungen, die beide zur <a href="https://www.bauermedia.de/portfolio" target="_blank" rel="noopener">Bauer Media Group</a> geh&ouml;ren: Lena Bellon, Reporterin bei der Volksstimme, Elisa Schulz, Reporterin der Volksstimme in der Altmark, Max Hunger, Reporter bei der MZ in Halle und Jan Schumann, Politikredakteur bei der MZ wechseln sich ab und empfangen pro Folge einen Gast.</p>
<h2>Regionalzeitungen setzen auf Podcast und Newsletter</h2>
<p>Die G&auml;ste sollen vor allem aus den Redaktionen der beiden Zeitungen stammen, um einen tiefen Blick auf die relevanten Themen zur Wahl zu werfen. Dazu z&auml;hlen laut Ank&uuml;ndigung Landespolitik, Kommunen, Wirtschaft und gesellschaftliche Themen.</p>
<p>In einem Ank&uuml;ndigungsbeitrag auf mz.de ist zum Podcast zu lesen:</p>
<blockquote><p>"Fast jedes politische Thema, das in Sachsen-Anhalt diskutiert wird, ist aufgeladen: Migration, Sicherheit, Strukturwandel, Bildung, Klima, soziale Gerechtigkeit, l&auml;ndlicher Raum. Die Meinungen gehen weit auseinander, einfache Antworten greifen selten. '2,1 Millionen' will diese Realit&auml;t nicht zuspitzen, sondern erkl&auml;ren, hinterfragen, einordnen und die gro&szlig;en Fragen, die die Menschen vor der Wahl besch&auml;ftigen, beantworten."</p></blockquote>
<p>Das Projekt ma&szlig;geblich entwickelt hat ein Team um <a href="https://www.linkedin.com/in/frank-rugullis-87b7a4200/" target="_blank" rel="noopener">Frank Rugullis</a>, der zuvor lange Jahre Digital-Chef und Redakteur beim MDR in Sachsen-Anhalt war. Rugullis war Anfang 2026 als Head of Editorial Development zur Mitteldeutschen Verlags- und Druckhaus GmbH (MVD) gewechselt.</p>
<h2>Newsletter "Update Sachsen-Anhalt" seit M&auml;rz online</h2>
<p>In dem MZ-Beitrag hei&szlig;t es, der Podcast sei "eingebettet in das gesamte Wahlangebot von MZ und Volksstimme. Print, Website, App, Newsletter, Social Media, Audio und Video greifen ineinander und weisen aufeinander hin. Ziel ist es, im Wahljahr 2026 das relevanteste journalistische Angebot zu Sachsen&#8209;Anhalt zu schaffen &ndash; f&uuml;r Menschen im Land und dar&uuml;ber hinaus."</p>
<p>Bereits Mitte M&auml;rz haben Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme den t&auml;glichen Politik-Newsletter "Update Sachsen-Anhalt" gestartet. Der Newsletter erscheint immer morgens und ist kostenlos.</p>
<p>Hier geht es zum Bericht zum Start des Newsletters vom 16.3.2026 auf mz.de: "<a href="https://www.mz.de/newsletter/update-sachsen-anhalt/update-sachsen-anhalt-politik-in-sachsen-anhalt-jetzt-auch-als-newsletter-4214083" target="_blank" rel="noopener">Politik in Sachsen-Anhalt &ndash; jetzt auch als Newsletter</a>".</p>
<p>Hier findet sich der Podcast auf den Seiten der Zeitung (mz.de vom 16.4.2026): "<a href="https://www.mz.de/podcast/wahljahr-2026-2-1-millionen-der-neue-politik-podcast-zur-wahl-in-sachsen-anhalt-4233077" target="_blank" rel="noopener">2,1 Millionen &ndash; der neue Politik-Podcast zur Wahl in Sachsen-Anhalt</a>".</p>
<p>Der Podcast ist u.a. auch bei <a href="https://open.spotify.com/show/130ewkoRTdLNnZdJSFRQYC?si=c951c805efce4a95" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a> und bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ke8qMcveWf0&amp;list=PLiYkcVkyQONhexr8NL7qgqSiYN8NLoeaZ&amp;index=1" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a> zu finden &ndash; den Trailer binden wir unten ein.</p>
<p><span class="iframe-wrapper"><iframe loading="lazy" style="border-radius: 12px;" src="" width="100%" height="352" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-testid="embed-iframe" data-src="https://open.spotify.com/embed/episode/5Gzoj5i2p8i6yFC8SC2npI?utm_source=generator" data-cookiecategory="functionality" data-cookiescript="accepted"></iframe><span class="iframe-wrapper-info"><span><strong>Externe Inhalte</strong><br><br>Bitte <a href="javascript:CookieScript.instance.acceptAction(%5B'functionality'%5D)">akzeptieren Sie "Externe Medien"-Cookies</a> um den Inhalt zu sehen.<br><br><small>Ich bin einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden und personenbezogene Daten an Dritte laut den <a href="https://www.flurfunk-dresden.de/datenschutzerklaerung/" target="_blank">Datenschutzbestimmungen</a> &uuml;bermittelt werden. </small></span></span></span></p>
<div style="border: 1px solid #ccc; background: #f7f7f7; padding: 14px 18px; margin: 20px 0;">Am 6.9.2026 wird in Sachsen-Anhalt gew&auml;hlt. So eine Landtagswahl ist immer auch ein gro&szlig;es Medienereignis. Verschiedene Medienh&auml;user haben eigene Projekte zur Wahl vorbereitet oder bereits gestartet. In dieser Serie stellt FLURFUNK ausgew&auml;hlte Angebote vor. Wir haben etwas &uuml;bersehen? Wir freuen uns &uuml;ber Hinweise an <a href="mailto:owy@flurfunk-dresden.de">owy@flurfunk-dresden.de</a>.</div>
<h3>In dieser Serie schon erschienen:</h3>
<p>&bull; &bdquo;<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2026/03/26/dazwischen-detektor-fm-startet-regionalpodcast-fuer-sachsen-anhalt/" target="_blank" rel="noopener">DAZWISCHEN: detektor.fm startet Regionalpodcast f&uuml;r Sachsen-Anhalt</a>&ldquo; (FLURFUNK vom 26.3.2026)</p>
<hr>
<p><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/4b9e3afd34d24522990058ddc1bcf686" alt='"' width="1" height="1"><em>Erfahren Sie von Aktualisierungen im FLURFUNK-Blog immer zuerst in unserem Telegram-Kanal: <a href="https://t.me/flurfunkdd" target="_blank" rel="noopener">t.me/flurfunkdd</a>.</em><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/ef221fd290384754b27f62fe0b3c1c37" alt='"' width="1" height="1"></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/e1c0848c60bb4546a89872e1362d86eb" alt='"' width="1" height="1"></p>

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		<title>Lückenfüller – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[owy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 11:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Funke Mediengruppe Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Greenhouse Report]]></category>
		<category><![CDATA[Greiz]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatbote Vogtland]]></category>
		<category><![CDATA[Malte Werner]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Ostthüringer Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Pink-Slime-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schnedler]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Funke Mediengruppe Th&#252;ringen bezeichnete es damals als Modellversuch: Im Fr&#252;hjahr 2023 wurde in elf Gemeinden rund um Greiz die Zustellung der gedruckten Ostth&#252;ringer Zeitung eingestellt (vgl. FLURFUNK vom 9.3.2023: "Funke stellt OTZ-Verteilung im Landkreis Greiz teilweise ein"). Rund 300 Abonnentinnen und Abonnenten waren betroffen. Ziel war die Umstellung auf digitale Angebote. Das Ergebnis: 47&#160;<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2026/05/13/lueckenfueller-was-kommt-wenn-die-lokalzeitung-geht/" class="read-more">Continue Reading</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://thueringen.funkemedien.de/de/" target="_blank" rel="noopener">Funke Mediengruppe Th&uuml;ringen</a> bezeichnete es damals als Modellversuch: Im Fr&uuml;hjahr 2023 wurde in elf Gemeinden rund um Greiz die Zustellung der gedruckten Ostth&uuml;ringer Zeitung eingestellt (vgl. FLURFUNK vom 9.3.2023: "<a href="https://www.flurfunk-dresden.de/2023/03/09/funke-stellt-otz-verteilung-im-landkreis-greiz-teilweise-ein/" target="_blank" rel="noopener">Funke stellt OTZ-Verteilung im Landkreis Greiz teilweise ein</a>").</p>
<p>Rund 300 Abonnentinnen und Abonnenten waren betroffen. Ziel war die Umstellung auf digitale Angebote. Das Ergebnis: 47 Prozent der Abos gingen verloren. Die Meldung vom Ende der Zustellung hatte 2023 f&uuml;r heftige Reaktionen in der Branche gesorgt.</p>
<p>Nun ist der Abschlussbericht des Forschungsprojektes &bdquo;Leben ohne Lokalzeitung?&ldquo; erschienen, das Thomas Schnedler und Malte Werner f&uuml;r das <a href="https://netzwerkrecherche.org" target="_blank" rel="noopener">Netzwerk Recherche</a> durchgef&uuml;hrt haben.</p>
<p>Der Bericht tr&auml;gt den Titel: "L&uuml;ckenf&uuml;ller &ndash; Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht?"</p>
<h2>&Auml;ltere f&uuml;hlen sich abgeh&auml;ngt</h2>
<p>Die beiden haben in Gruppendiskussionen mit insgesamt 50 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern aus der Region gesprochen. Dabei haben sie abgefragt, wie sich die Menschen heute lokal informieren und welche Erwartungen sie an Journalismus haben.</p>
<p>Ihre Beobachtung: Vor allem &auml;ltere Menschen verlieren durch den Wegfall der Lokalzeitung zunehmend den Anschluss. Viele empf&auml;nden die Digitalisierung als weiteren Schritt des Abgeh&auml;ngtseins im l&auml;ndlichen Raum. J&uuml;ngere Menschen wiederum w&uuml;rden lokale Informationen h&auml;ufig &uuml;ber Social Media beziehen &ndash; oft von nicht-journalistischen Akteuren und mit wenig kritischer Quellenpr&uuml;fung.</p>
<p>&Uuml;ber die Zielgruppe der J&uuml;ngeren hei&szlig;t es weiter:</p>
<blockquote><p>"Das Interesse unserer jungen Gespr&auml;chspartner:innen an klassischen Lokalnachrichten war gering ausgepr&auml;gt. Und weil in den Elternh&auml;usern kaum noch Zeitung gelesen wird, entsteht keine Bindung zu dieser verl&auml;sslichen Informationsquelle. Weil es die Lokalzeitung aktuell nicht in ausreichendem Ma&szlig;e schafft, ihre Inhalte entsprechend des Mediennutzungsverhaltens junger Menschen zu konfektionieren (kurze Videos), bezieht diese Altersgruppe ihre Informationen zum Teil von nicht-&#8203;journalistischen Akteur:innen auf Social Media und zeigt dabei einen eher unkritischen Umgang mit Quellen."</p></blockquote>
<h2>Pseudojournalistische Angebote</h2>
<p>Der Bericht beschreibt au&szlig;erdem, wie kommunale Amtsbl&auml;tter, Anzeigenbl&auml;tter und pseudojournalistische Angebote in diese L&uuml;cken sto&szlig;en. Konkret genannt wird zum Beispiel der "Heimatbote Vogtland", ein von AfD-Politikern betriebenes Lokalmedium im Internet. Laut der Studie sehen Expertinnen dort "viele Merkmale von Pink-Slime-Journalismus" gegeben &ndash; damit ist gemeint, dass die Angebote journalistisch aufgemacht sind, aber journalistische Standards nicht einhalten.</p>
<p>Ebenfalls auff&auml;llig: Viele Befragte w&uuml;nschen sich mehr lokale Recherchen, mehr Hintergrundberichterstattung und mehr Perspektivenvielfalt. Gleichzeitig nehmen sie wahr, dass Lokalredaktionen schlie&szlig;en, Zeitungen d&uuml;nner werden und lokale Inhalte zur&uuml;ckgehen.</p>
<p>Der vollst&auml;ndige Bericht &bdquo;L&uuml;ckenf&uuml;ller &ndash; Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht?&ldquo; ist online als Greenhouse Report Nr. 4 abrufbar. Hier geht es zur <a href="https://netzwerkrecherche.org/wir-staerken/lokaljournalismus/dialogprojekt-leben-ohne-zeitung/" target="_blank" rel="noopener">&Uuml;bersichtsseite mit Link zum PDF</a>.</p>

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