<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:blogger="http://schemas.google.com/blogger/2008" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823</atom:id><lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2026 17:44:25 +0000</lastBuildDate><category>Alltag</category><category>Evo Evo Evo</category><category>Gedanken</category><category>Frösche Kröten und andere Katastrophen</category><category>Frau Eiskalt</category><category>Die Untermieterin.</category><category>Herr Wunderbar</category><category>Chaos</category><category>Kiss &amp; Stay</category><category>Herzschmerz</category><category>stoffwechsel</category><category>Herzklopfen</category><category>auf die Augen</category><category>aus und vorbei</category><category>geliebt und zitiert</category><category>Merke</category><category>Männer</category><category>auf die Ohren</category><category>Vergangenes</category><category>Kugelstoßerin Eiskalt</category><category>56 Päckchen Butter</category><category>Bilderrätsel</category><category>Blitzschlag</category><category>Patchwork</category><category>Erinnerungen</category><category>Phase II</category><category>Tante Evo</category><category>Realtalk</category><category>Liebes Tagebuch</category><category>Stöckchen</category><category>Dating over 40</category><category>Kopfkrieger</category><category>Geständnis</category><category>Kiss &amp; Arrive</category><category>Postcrossing</category><category>Anekdoten.</category><category>Konfettibombe</category><category>Projekt 52</category><category>Strategin Eiskalt</category><category>Podcasts</category><category>Gastbeiträge</category><category>Travelbuddy</category><category>Alltagsmomente.</category><category>Gesundheit</category><category>Sous Chef Eiskalt</category><title>Frau Eiskalt</title><description>Nobody said it was easy, &#xa;It&#39;s such a shame for us to part.&#xa;Nobody said it was easy, &#xa;No one ever said it would be this hard.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1658</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-583913578925031445</guid><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:06:59 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-22T18:06:59.595+02:00</atom:updated><title>samstagsdate. </title><description>Wenn der Mann fragt, ob ich am Wochenende mit ihm zu &lt;a href=&quot;https://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/02/beziehungstest.html&quot;&gt;IKEA&lt;/a&gt; komme und wir das schon länger nicht mehr gemacht haben. Natürlich habe ich sofort zugesagt, zum Yoga kann ich schließlich immer gehen. Gemeinsam seelenruhig durch Wohnwelten schlendern, Dinge kaufen, die wir vorher nicht brauchten und die nicht auf der Einkaufsliste stehen und zum krönenden Abschluss einen absolut mittelmäßigen Hotdog. Romantik kann so einfach sein. Das Leben ist schön. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/samstagsdate.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6337814173476064252</guid><pubDate>Tue, 21 Jul 2026 14:14:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-21T16:36:07.428+02:00</atom:updated><title>narbenschmerz. </title><description>An manchen Tagen sind Narben nur feine Linien. Blass. Ruhig. Unauffällig. Man weiß, dass sie da sind, aber man spürt sie nicht. Sie gehören zum Körper wie alles andere, was irgendwann passiert und geblieben ist. Man lebt irgendwann darüber hinweg. Zieht sich an. Geht arbeiten. Kauft Brot. Lacht. Schafft und sammelt neue Erinnerungen. Führt Gespräche, in denen niemand ahnt, wie viel Vergangenheit unter einer ganz normalen Haut Platz findet. Und dann gibt es diese anderen Tage. Da verändert sich irgendetwas. Ein Geruch. Ein Satz. Ein Bild. Manchmal nicht einmal das. Manchmal kommt es einfach. Erst als Ziehen unter der Haut. Dann mit einer Wucht, die keinen Abstand mehr zulässt. Dann fühle ich den Verlust. Dann sehe ich die Verzweiflung. Dann spüre ich wieder diesen Druck auf meiner Brust, als würde die Luft im Raum plötzlich nicht mehr für mich reichen. Ich höre meine eigenen Schreie. Sehe die Tränen. Spüre den Aufprall auf den Boden. Nicht wie eine Erinnerung, die ich von außen betrachte. Ich bin wieder dort. Für einen Moment gibt es kein Damals. Mein Körper kennt offenbar keine Kalender. Er weiß nicht, wie viele Jahre vergangen sind. Er erinnert sich an die Enge. An die Hilflosigkeit. An dieses verzweifelte Nichtbegreifen. An den Augenblick, in dem etwas zerbrach und ich trotzdem irgendwie weiter atmen sollte. Mein Verstand weiß, dass es vorbei ist. Mein Körper weiß noch, wie es sich angefühlt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist das Beschissene an Narben. Sie zeigen, dass eine Wunde sich geschlossen hat. Aber sie versprechen nicht, dass sie nie wieder schmerzt. Lange dachte ich, Heilung müsse bedeuten, dass all das irgendwann keine Macht mehr über mich hat. Dass ich ruhig darüber sprechen kann. Abgeklärt. Fast sachlich. Als wäre Schmerz erst dann wirklich vergangen, wenn er sich ordentlich erzählen lässt. Heute glaube ich, Heilung sieht anders aus. Vielleicht ist sie der Moment, in dem mich die Erinnerung wieder mit voller Kraft trifft und ich irgendwann trotzdem erkenne, ich bin hier. Nicht dort. Ich höre die Schreie, aber sie sind nicht mehr real. Ich spüre den Druck, aber die Luft kommt zurück. Ich sehe die Tränen und diesmal bin ich nicht allein mit ihnen. Ich bin heute bei mir. An manchen Tagen zerreißt es mich noch immer. Dann fühle ich alles gleichzeitig. Den Verlust, den Schmerz, die Angst, die Verzweiflung und diese unfassbare Leere danach. Aber irgendwann wird der Raum wieder größer. Ich atme ein. Ich atme aus. Die Gegenwart legt sich langsam um mich. Die Narbe bleibt. Der Schmerz kommt manchmal zurück. Aber ich komme auch immer wieder. Zu mir. In diesen Raum. In dieses Leben. Zu den Menschen, die heute an meiner Seite sind.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/narbenschmerz.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3085676006525314036</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 11:44:03 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:44:28.633+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Postcrossing</category><title>südkorea. </title><description>Ich darf als Nächstes eine Postkarte nach Südkorea schicken, an jemanden, der gerade ganz frisch mit Postcrossing angefangen hat. Und ich finde das irgendwie besonders schön. Vielleicht wird meine Karte eine ihrer ersten sein. Vielleicht liegt sie irgendwann zwischen vielen anderen aus der ganzen Welt und erinnert daran, wie alles angefangen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebe die Idee, winzig kleine Sequenzen und Augenblicke aus unserem Leben loszuschicken und dafür Geschichten aus Orten zu bekommen, die ich vielleicht nie selbst sehen werde. Handschriften, Briefmarken, Stadtansichten, kleine Gedanken von fremden Menschen. Ein Stück Welt im eigenen Briefkasten. Ich mag das. Am schönsten finde ich die persönlichen Details. Welches Lied hört jemand gerade rauf und runter? Welches Gericht könnte er ständig essen? Wie sieht ein ganz normaler Tag aus? Und dann ist da das Aussuchen der Postkarte. Welche passt zu diesem Menschen und Profil? Was möchte ich von meiner Stadt, meinem Leben, meiner kleinen Ecke der Welt zeigen? Das macht mir meistens so viel Freude. Es ist ein tolles Hobby. Bester Tipp vom Mann, der mir das schon vor längerer Zeit mal für den Teenie empfohlen hatte - dieses Jahr endlich ausprobiert und schockverliebt. Der Teenie hat längst ihr eigenes Konto und testet nun den Travelmodus.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/sudkorea.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4634479182355313436</guid><pubDate>Sun, 19 Jul 2026 14:17:47 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:44:39.653+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>fassade. </title><description>Heute unter der Dusche musste ich an einen meiner früheren besten Freunde denken. Vor einigen Jahren stand er vor mir, sah mich an und fragte: „Ist das Dein fucking Ernst? Was tust Du hier? Wer bist Du überhaupt geworden? Warum gibst Du Dir so viel Mühe, nach außen das perfekte Leben zu inszenieren? Und wo ist die krasse Frau, die ich einmal kannte? Das wirkt, als müsstest Du Dich selbst von Deinem Leben überzeugen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheiße, war ich sauer. Das hat mich voll getroffen. Ich konnte und wollte damals nicht sehen, was er sofort gesehen hat. Ich war zu beschäftigt damit, alles am Laufen zu halten. Gut ein bis zwei Jahre später fiel mein Leben komplett auseinander und mir um die Ohren. Rückblickend war es das Beste, was mir passieren konnte. Ich hatte mich in diesem Leben fast vollständig aufgelöst. Wir haben danach nie wieder miteinander gesprochen. Das ist inzwischen fast zehn Jahre her.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/fassade.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3289311520493666545</guid><pubDate>Sat, 18 Jul 2026 16:27:31 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:45:07.569+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Gedanken</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Konfettibombe</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Realtalk</category><title>reichtum. </title><description>Gestern hatte ich den besten Abend. Mein Geburtstags-Sit-in mit den Mädels. Nur der engste Kreis. Menschen, die ich inzwischen seit acht, zehn, teilweise zwölf Jahren kenne. Vor fünfzehn Jahren bin ich in diese Stadt gezogen. Damals kannte ich hier niemanden. Außer den Ex. Und heute sitze ich in einem Raum voller Frauen, mit denen ich inzwischen halbe Leben geteilt habe. Es ist schon verrückt, wie sich so etwas entwickelt. Erst kennt man sich lose. Dann kennt man irgendwann die Geschichten. Die Familien. Die Muster. Die Katastrophen. Die Männer. Die noch schlechteren Entscheidungen. Und irgendwann kennt man sich so gut, dass ein Blick reicht und niemand mehr so tun muss, als wäre alles in Ordnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind miteinander durch einige ziemlich tiefe Täler gelaufen und durch viele schöne Momente. Sie mit mir durch meine, auch in Zeiten, in denen ich mich selbst kaum wiedererkannte. Ich mit ihnen durch ihre. Nicht immer elegant, aber zuverlässig. Gestern habe ich Karten bekommen, so schön und wertschätzend, dass ich kurz nicht wusste, wohin mit mir. Es war wirklich rührend. Darin stand noch einmal schwarz auf weiß, welchen Platz ich in ihrem Leben habe. Ich bin die Freundin, die man anrufen kann. Und ich komme. Ohne große Fragen. Mit einer Schaufel, Taschentüchern, einer Flasche Rum und Limetten. Je nachdem, was die Lage erfordert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich weiß, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Da wird schon mal alles stehen und liegen gelassen, und fünfzehn Minuten später steht jemand vor meiner Tür, trocknet Tränen, kocht Tee, läuft mit mir Kilometer durch den Wald oder übernimmt vorübergehend die Erwachsenenaufsicht. Damals bei der Trennung war das eine richtig üble Zeit. Aber sie waren an meiner Seite. Auch wenn ich das meiste trotzdem mit mir selbst ausgemacht habe. Mein persönlicher Lernbereich ist weniger das Geben. Das kann ich richtig gut - ich gebe gern, wenn ich jemanden in unser Leben lasse. Mein Lernbereich ist das Annehmen. Wirklich anzurufen. Zu sagen, ich brauche Dich. Nicht erst dann, wenn ich schon alles allein getragen, dreimal analysiert und vorsichtshalber noch den Müll rausgebracht habe. Das musste ich erst lernen. Und ich übe stetig weiter. Es kostet mich jedesmal Überwindung und ist ein Kampf mit mir selbst, aber ich werde allmählich besser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gestern saß ich da, zwischen diesen Frauen, diesen Geschichten und diesen völlig übertrieben schönen Karten, und dachte: &quot;Fuck. So sieht echter Reichtum aus. Die lieben mich. Ich bin ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.&quot; Und es ist einfach schön zu erleben, dass Menschen gern bleiben.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/reichtum.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-8725879980635815920</guid><pubDate>Thu, 16 Jul 2026 10:09:37 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:45:23.664+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>brechstange. </title><description>Es gibt Morgen, da kommt man in die Firma und braucht ungefähr drei Sekunden, um festzustellen, dass nachts jemand versucht hat einzubrechen. Nicht mit Dietrich, Hightech oder einem dieser lautlosen Geräte, die in Filmen immer sehr professionell aussehen. Nein. Mit einer Brechstange. Ganz klassisch und oldschool. Man sieht es sofort. Tür und Schloss haben ordentlich gelitten. Metall verbogen, Holz ist gesplittert und rausgebrochen, Spuren am Rahmen, alles ein bisschen gewaltsam und brachial. Die gute Nachricht, sie sind nicht reingekommen. Die massive Außentür hat standgehalten. Die Eisenbeschläge auch. Und die Sicherheitstüren dahinter hoffentlich sowieso. Man kann sagen, was man will. Deutsche Sicherheitsarchitektur hat selten Charme, aber ist offenbar sehr belastbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war nicht der erste Versuch. Vor Jahren hatte der Vermieter die Tür bereits mit allem verstärken lassen, was nach Mittelalter, Baumarkt und Belagerungszustand aussieht. Wir selbst haben zusätzlich Sicherheitstüren einbauen lassen. Damals dachte ich noch, das sei vielleicht ein bisschen viel. Heute Morgen dachte ich: Nein. Alles richtig gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich beginnt man dann trotzdem sofort zu überlegen, was passiert wäre, wenn sie reingekommen wären. Was sie gesucht hätten. Was sie mitgenommen hätten. Ob sie überhaupt etwas gefunden hätten, das ihren nächtlichen Einsatz rechtfertigt. Vermutlich wären sie irgendwann zwischen Aktenordnern, Kabeln und alten Präsentationsunterlagen zusammengebrochen und hätten aus Frust den Kaffeevollautomaten mitgenommen. Oder sie hätten sich durch meine Ablage gearbeitet und danach freiwillig die Polizei gerufen. Der eigentliche Schaden war also überschaubar. Tür kaputt. Schloss kaputt. Der Summer funktioniert nicht mehr. Mein Nervensystem war sofort hellwach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während andere Menschen ihren Kreislauf morgens mit Sport, kaltem Duschen oder Zitronenwasser aktivieren, reichte bei mir heute ein Einbruchsversuch. Kann ich nicht empfehlen, dann doch lieber Sport. Der Tag kann weg.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/brechstange.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4955101046101854808</guid><pubDate>Wed, 15 Jul 2026 15:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:47:25.566+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><title>zwischenfrage. </title><description>&lt;p&gt;Das Kind kam ins Zimmer und fragte: „Hast Du kurz Zeit?“&lt;/p&gt;&lt;p data-end=&quot;1098&quot; data-start=&quot;859&quot;&gt;Diese Frage ist bei Teenagern nicht messbar. Sie kann bedeuten: Wo ist mein Ladekabel? Oder, ich habe eine komplexe moralische Situation, drei Freundinnen sind beteiligt und Du musst sämtliche Vorgeschichten seit der fünften Klasse kennen.&lt;/p&gt;&lt;p data-end=&quot;1113&quot; data-start=&quot;1100&quot;&gt;Ich sagte ja. Es war das Ladekabel. Ich war fast enttäuscht.&lt;/p&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/zwischenfrage.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4852795642606449727</guid><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-14T09:00:00.116+02:00</atom:updated><title>kühlkette.</title><description>Ich stand mit offener Kühlschranktür da und wusste nicht mehr, was ich wollte. Also schaute ich hinein, als könnte der Kühlschrank mich erinnern. Er konnte nicht. Dafür sah ich Dinge, die dringend gegessen werden müssen, und schloss die Tür wieder. Manchmal ist Selbstfürsorge auch, Probleme kurz wieder kaltzustellen.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/kuhlkette.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6664944245927812099</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 13:45:54 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-20T13:47:50.396+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltagsmomente.</category><title>rückgeld. </title><description>Vor mir an der Kasse stand heute morgen ein älterer Mann, der sein Kleingeld sehr sorgfältig sortierte. Hinter ihm wurden Menschen bereits körperlich ungeduldig. Dieses leichte Gewichtsverlagern. Seufzen. Blick zur Nebenkasse. Als hinge die gesamte persönliche Zukunft an diesen vierzig Sekunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann bedankte sich, steckte sein Portemonnaie ein und ging langsam hinaus. Ich dachte: Vielleicht ist das später einmal der eigentliche Luxus. Sich nicht mehr hetzen zu lassen von Menschen, deren Namen man nicht kennt.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/ruckgeld.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-5722266920933573570</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:50:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-11T00:42:41.720+02:00</atom:updated><title>treibenlassen. </title><description>Geburtstagswochenende. Zeit ist gerade ein bisschen knapp, das Leben dafür umso voller. Ich wünsche mir überhaupt nichts Großes. Kein Programm, das man schon morgens um neun ambitioniert abarbeiten muss. Kein Ereignis, das später unbedingt eine gute Geschichte ergeben soll. Kein Freizeitstress mit hübscher Kulisse. Nur einen Tag, an dem wir uns einfach treiben lassen. Zusammen. Ohne Uhr im Nacken, ohne Pflichtgefühl, ohne dieses ewige innere Abhaken, das selbst aus schönen Dingen eine To-do-Liste macht. Ein bisschen schauen. Ein bisschen stehen bleiben. Irgendwo etwas essen. Weitergehen. Lachen. Vielleicht falsch abbiegen und noch eine Runde drehen. Vielleicht irgendwo länger sitzen bleiben als gedacht. Müde werden, ohne erschöpft zu sein. Eventuell treffen wir wieder den „weltbesten“ Panflötenspieler. Vielleicht ist Glück manchmal genau das: kein besonderer Plan. Nur die richtigen Menschen und genug Zeit, ihn nicht zu brauchen. Ich freu mich so richtig.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/treibenlassen.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-9085992166260494019</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 16:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-09T18:00:00.119+02:00</atom:updated><title>intensität.</title><description>Ich stand heute im Aufzug mit einem Mann, der sehr intensiv nach Aftershave roch. Nicht schlecht. Nur entschlossen. So ein Duft, der nicht fragt, ob er mitfahren darf. Er steigt ein, übernimmt die Hausordnung und gründet spätestens im dritten Stock eine Bürgerinitiative.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann sagte: „Ganz schön warm heute.“&lt;br /&gt;Ich sagte: „Ja.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mehr war nicht nötig. Manchmal ist Smalltalk ja nur ein soziales Nicken in Richtung Apokalypse. Wir fuhren gemeinsam fünf Etagen. Beide schweigend. Sein Aftershave bleibt vermutlich noch bis morgen im Aufzug zurück und wird dort Pakete entgegennehmen. Oben angekommen stieg ich aus und dachte: Menschen hinterlassen Spuren. Manche in Herzen. Manche in WhatsApp-Verläufen. Und manche in schlecht belüfteten Aufzügen. Alles nur eine Frage der Intensität.&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/intensitat.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1722744045235794396</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 08:54:48 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-09T10:55:47.436+02:00</atom:updated><title>45. </title><description>Geburtstage sind seltsam. So viel Aufmerksamkeit auf einmal. Nachrichten, Anrufe, Glückwünsche, kleine liebe Sätze aus allen Richtungen. Ich freue mich wirklich. Und gleichzeitig sitzt irgendwo im inneren Maschinenraum ein kleines Wesen mit Klemmbrett und ruft: &quot;Bitte einzeln eintreten, das System verarbeitet noch.&quot; Mich überfordert das jedes Jahr. Vielleicht war genau deshalb dieser Abend so wunderschön. Nicht groß. Nicht laut. Nicht perfekt inszeniert. Kein Geburtstagsprogramm mit emotionaler Anwesenheitspflicht. Keine Show. Kein „jetzt muss es aber besonders werden“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach wir drei. Essen. Reden. Lachen. Zusammen am Tisch sitzen. Dieses leise Nebeneinander, das manchmal so viel größer ist als alles, was man planen könnte. Mehr wollte ich gar nicht. Kein Spektakel. Keine Überraschung. Keine Konfettikanone. Kein Beweisstück für ein gelungenes Leben. Nur einen ruhigen Abend. Mit den beiden Menschen, die mir am nächsten sind. Und ich hab die besten persönlichen Geschenke und das leckerste Essen bekommen. Ich liebs einfach.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;45, here we go! Ich mag die Zahlenkombi irgendwie so richtig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/45.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-8797879000563851025</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 12:36:40 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-08T14:36:40.617+02:00</atom:updated><title>wirkungsketten.</title><description>Ich glaube, Wirkungsketten in Beziehungen werden massiv unterschätzt. Nicht diese großen, dramatischen Momente mit Blitz, Donner und Menschen, die durch Regen rennen. Sondern diese kleinen Verschiebungen. Ein Satz. Ein Ton. Ein Angebot. Eine Unsicherheit. Mein alter Reflex, der sich sofort meldet und sagt: &quot;Sei weniger. Regel das allein. Sei nicht auch noch ein Problem!&quot; Und schon ist man nicht mehr im Jetzt, sondern irgendwo in einem alten Kellerraum, in dem noch sehr viel Zeug steht. Ich finde das lästig, weil ich gern behaupten würde, ich habe meine Innenausstattung inzwischen vollständig verstanden. Aber ich kenne offensichtlich nur die Lichtschalter besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann gibt es diesen Satz, der erst einmal wunderschön klingt. Du bist nicht mehr allein. Warm. Beruhigend. Fast wie eine Decke. Bis man merkt, dass darin nicht nur Trost steckt, sondern auch viel Verantwortung. Weil Nähe eben keine Einbahnstraße mit hübscher Bepflanzung ist. Wenn einer explodiert, bekommt der andere den Luftdruck mit. Wenn einer aus Stress knapp wird, landet das nicht im Nirgendwo, sondern irgendwo im Körper des Menschen, der daneben steht und versucht, es nicht direkt persönlich zu nehmen. Meistens ist es überhaupt nicht böse gemeint. Das ist vielleicht das Anstrengendste daran. Viele Dinge sind nicht böse gemeint und wirken trotzdem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstehe oft sehr viel. Manchmal vielleicht zu schnell. Aber verstanden werden möchte ich eben auch.  Vielleicht ist genau das erwachsene Liebe. Merken, dass das eigene Chaos nicht an der eigenen Haut endet. Dass Stress nicht privat bleibt, wenn man liebt. Dass Rücksicht nicht bedeutet, sich unsichtbar zu machen. Und dass „nicht mehr allein“ nicht nur ein schöner Satz ist, sondern manchmal auch eine ziemlich praktische Zumutung. Weil auf einmal alles Wirkung hat und zwar in beide Richtungen. Immer. Auch das Gute. Vor allem das Gute.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/wirkungsketten.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-9113738315990018084</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 21:50:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-07T00:31:37.487+02:00</atom:updated><title>44. </title><description>Heute ist mein letzter Abend mit 44. Ich sitze noch im Workshop, irgendwo zwischen Moderationskarten, fremden Menschen und diesem Gesicht, das man macht, wenn man professionell wirkt, obwohl innen längst jemand die Jahresbilanz auf den Tisch kippt. Es ist viel passiert. Es hat sich viel entwickelt. In mir. Um mich herum. Zwischen Menschen. In Beziehungen. In diesem merkwürdigen Feld zwischen Abschied und Anfang, in dem man manchmal morgens traurig ist und abends trotzdem lachen kann, ohne dass eins davon gelogen ist. Ich lasse die Monate nochmal vor meinem inneren Auge vorbeiziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte morgen gern anders aufwachen. Nicht im Hotel. Nicht allein. Sondern neben dem Menschen, bei dem sich mein Leben gerade sehr leise und sehr deutlich neu sortiert. Dieses völlig unspektakuläre Glück. Aufwachen. Nähe. Kein großes Ding. Genau deshalb ein großes Ding. Stattdessen sitze ich hier mitten in der Pampa. Und ja, ein Teil von mir findet das traurig. Vielleicht sogar mehr als nur ein bisschen. Aber ein anderer Teil mag diese Ruhe. Diese Stille, in der niemand etwas von mir will. Kein Smalltalk, kein gut gemeintes Gruppengefühl mit fremden Menschen, die spontan laut und euphorisch singen, mit denen ich eben noch über norwegische Strompreise gesprochen habe. Ich mag Geburtstage, aber ich mag sie leise.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ich, 44 und ein Jahr, das allmählich langsam ausläuft. Es wird der zweite Geburtstag, an dem ein vertrauter Anruf fehlen wird. Das tut weh. Aber morgen Abend bin ich wieder zu Hause. Bei meinen Lieblingsmenschen. Rückblickend kann ich sagen, es war ein gutes Jahr, dafür bin ich dankbar - so darf es weitergehen.&lt;div class=&quot;qMYqUG_convSearchResultHighlightRoot qMYqUG_convSearchResultTextHighlightSafari&quot;&gt;&lt;div data-is-intersecting=&quot;true&quot; data-turn-id-container=&quot;request-6a4c1ca1-7c88-83eb-a4c5-d1d0bc958fc6-7&quot;&gt;&lt;section class=&quot;text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;amp;:has([data-writing-block])&amp;gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]&quot; data-testid=&quot;conversation-turn-20&quot; data-turn-id-container=&quot;request-6a4c1ca1-7c88-83eb-a4c5-d1d0bc958fc6-7&quot; data-turn-id=&quot;request-6a4c1ca1-7c88-83eb-a4c5-d1d0bc958fc6-7&quot; data-turn=&quot;assistant&quot; dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;div class=&quot;text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)&quot;&gt;&lt;div class=&quot;[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn&quot; data-conversation-screenshot-content=&quot;&quot;&gt;&lt;div class=&quot;z-0 flex min-h-[46px] justify-start&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;mt-3 w-full empty:hidden&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/section&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/heute-ist-mein-letzter-abend-mit-44.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2657762945469261978</guid><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 05:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-05T07:00:00.118+02:00</atom:updated><title>post.</title><description>Ich wollte nur ein Paket abholen. Nur. Dieses Wort ist der Anfang vieler sehr schlechter Entscheidungen. Die Post-Filiale ist gleichzeitig Kiosk, Lottoannahmestelle, Hermes-Außenstelle und offenbar auch eine Art psychosoziale Beratungsstelle für Menschen mit verlorenen Retourenscheinen. Vor mir ein Mann, der nicht wusste, ob sein Paket an ihn, seine Frau, seine Firma oder seinen Nachbarn adressiert war. Hinter mir jemand, der sehr laut telefonierte und dabei erklärte, dass „die da wieder alles falsch gemacht haben“. Alter.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stand da mit meinem Ausweis in der Hand und diesem Gesichtsausdruck, den Frauen ab vierzig entwickeln, wenn sie äußerlich ruhig bleiben, innerlich aber bereits eine komplette Prozessoptimierung entworfen haben und nervigen Menschen einfach kommentarlos ins Gesicht schießen möchten. Der Mann hinter der Theke sagte: „Hausnummer?“ Ich antwortete. Er verschwand. Kam zurück. Verschwand wieder. Kam mit einem Paket zurück, das ungefähr die Größe eines Hamsters hatte. Ich hatte Schuhe bestellt. Für einen Moment dachte ich, entweder ist das der Beginn einer Reklamation oder meine Füße haben heimlich abgenommen. Samstagvormittag in der Post und ich weiß wieder, warum ich andere Menschen nicht mag.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/post.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1621783416314767099</guid><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 12:29:23 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-04T14:29:23.557+02:00</atom:updated><title>ratio. </title><description>Manchmal ist Schmerz nicht laut. Manchmal sitzt er einfach mit am Tisch. Er trinkt keinen Kaffee, sagt nichts, macht sich aber breit. In einer Ecke des Körpers. Zwischen den Rippen. Hinter den Augen. In diesem kleinen Moment, in dem man eigentlich funktionieren müsste, aber plötzlich wieder irgendwo steht, wo man nie wieder stehen wollte. Manchmal ist er ein Geruch. Ein Satz. Ein Datum. Ein Lied im Supermarkt. Eine fremde Handbewegung. Ein Foto oder ein Bild, das man weder gesucht noch darum gebeten hat. Eine Erinnerung, die nicht anklopft, sondern einfach die Tür eintritt. Schmerz ist ein seltsames Tier. Man denkt, man hätte ihn irgendwo abgelegt. In alten Jahren. In Krankenhausfluren. In Friedhofserde. In vergangenen Lieben. In Entscheidungen, die richtig waren und trotzdem viel gekostet haben. In Gesprächen, nach denen man anders war als vorher. Und dann steht er plötzlich wieder da. Nicht mit Musik, eher so nebenbei. Mitten im Alltag. Zwischen Espresso, Kalender, Meetings und irgendeinem schwarzen Rechteck, das mal wieder niemand richtig zuordnen kann. Manchmal reicht ein Satz. Eine Bewegung. Ein Detail, das nicht eingeordnet ist. Und schon ist der Kopf nicht mehr im Heute, sondern irgendwo, wo ich überhaupt gar nicht hinwollte. Das Ärgerliche ist, man weiß es. Man weiß, dass alte Bilder keine Gegenwart sind. Dass der Kopf manchmal aus einer Lücke eine ganze Katastrophe baut. Trotzdem greift das Ratio manchmal nicht.  </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/ratio.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-150832073125749572</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 06:20:54 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-03T08:22:29.409+02:00</atom:updated><title>bäckerschlange.</title><description>Es gibt kaum einen besseren Ort für Gesellschaftsstudien als eine Bäckerschlange am frühen Morgen. Menschen mit unausgesprochenen Brötchenkonzepten, Kinder mit Croissantverhandlungsmandat, Männer, die „nur schnell“ sagen und dann acht verschiedene Körnerbrötchen nicht unterscheiden können. Ich stehe dazwischen, noch halb im Bett, aber innerlich bereits mitten in einer ethnografischen Feldstudie. Dabei wollte ich nur schnell ein Brötchen und ins erste Meeting.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/backerschlange.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-8496184307231125601</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 06:29:17 +0000</pubDate><atom:updated>2026-07-02T08:29:17.456+02:00</atom:updated><title>mitreisende. </title><description>Manchmal denke ich, das Leben besteht aus lauter Versionen von uns, die irgendwo zurückgeblieben sind. Eine an einem Krankenbett. Eine in einer alten Liebe. Eine in einem Gespräch, das zu spät kam. Eine in einer Nacht, in der sie etwas erfahren hat, was sie nie wissen wollte. Eine mit einem Kind an der Hand. Eine mit einem Koffer. Eine mit einem Lächeln, das noch nicht wusste, was kommt. Und viele weitere. Und dann muss man all diese Versionen irgendwie mitnehmen, ohne dass sie einem ständig ins Steuer greifen. Das ist Arbeit.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/07/mitreisende.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2435053977107286142</guid><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 06:38:30 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-30T08:38:30.977+02:00</atom:updated><title>idealistin eiskalt. </title><description>Ich glaube weiterhin, dass man sehr viel sehr gut hinbekommen kann, wenn zwei Menschen wirklich beteiligt sind. Nicht halb. Nicht nebenbei. Nicht mit offenem Hinterausgang. Sondern da. Wirklich da. Mit beiden Füßen. Ich rede von dieser Für-immer-Beziehung. Von gemeinsam alt werden. Von bleiben, auch wenn es unbequem wird. Von gemeinsamer Arbeit, Nähe, Wahrheit und der Entscheidung, nicht bei jedem Sturm innerlich den Fluchtweg zu suchen oder zuzumachen. Ich wünsche mir, dass man sich immer wieder füreinander entscheidet. Nicht aus Pflicht. Nicht aus Angst. Nicht aus Gewohnheit. Sondern weil man sich gut tut. Weil man einander bereichert. Weil das Leben durch den anderen nicht kleiner, sondern größer wird. Ein Stück wärmer. Klarer. Lebendiger. Weil man etwas miteinander baut, das größer ist als der Reflex zu fliehen.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Vielleicht bin ich auch einfach besonders bescheuert und die größte Idiotin von allen, weil ich weiter daran glauben möchte. Vielleicht bin ich aber auch nur nicht bereit, mich mit weniger zufriedenzugeben. Ich weiß was es kostet. Und ich will es trotzdem.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/idealistin-eiskalt.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4767767568838291595</guid><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 09:48:47 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-29T11:54:10.802+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Patchwork</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Travelbuddy</category><title>langfristig.   </title><description>Als wir letzten Sommer im Urlaub am Meer waren, rief der Mann an und fragte, ob wir uns vorstellen könnten, ihn im nächsten Sommer vielleicht mitzunehmen. Ich weiß noch, wie wir Mädels den abendlichen Spaziergang zum Strand machten und ich die Untermieterin fragte, wie sie das finden würde und ob, sie sich das überhaupt grundsätzlich vorstellen kann. Sie blieb stehen, schaute mich lange prüfend an und meinte völlig trocken: &quot;Na, ER plant ja sehr langfristig.&quot; Ich lieb sie einfach. Es war dieser typische Teenager-Moment, in dem in einem einzigen Satz mehr Analyse steckt als in drei Beratungsterminen und einer mittelgroßen PowerPoint-Präsentation. Mittlerweile hat sie ihren ganz persönlichen Countdown und gibt uns jede Woche ein Update, wie viele Tage es noch bis zum Urlaub und den Sommerferien sind. Die beiden freuen sich den Arsch ab, dass wir zu dritt verreisen. Fühlt sich sehr gut an. Das wird die beste und entspannteste Zeit. Es ist so richtig schön normal. Danach sind wir wahrscheinlich alle Schach-Meister und vielleicht lese ich endlich doch noch das Buch, was ich letzten Sommer nicht geschafft habe bzw. einfach nicht reinkam. Am Ende gibts eine Buchpräsentation, weil sie sich seit einem Jahr gemeinsam über mich lustig machen - &quot;Bestes Buch 2025.&quot;&amp;nbsp;</description><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3501799538019480491</guid><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 12:48:37 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-29T11:54:35.006+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Gedanken</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Patchwork</category><title>luxus.</title><description>Ich glaube, kleiner Luxus wird gern unterschätzt. Nicht Hotel, Spa, Champagner, Infinitypool. Eher: frische Bettwäsche. Eine kalte Flasche Eistee bei 38Grad oder Wein. Niemand will gerade etwas. Raum und Luft. Die Küche ist für sechs Minuten sauber. Ein Paket kommt wirklich an. Das Kind schreibt freiwillig eine Nachricht. Der Mann fragt: „Soll ich was mitbringen?“ Das sind keine großen Dinge. Aber große Dinge sind sowieso oft überbewertet. Sie machen Lärm, kosten Geld und brauchen meistens Schuhe, in denen man nicht gut laufen kann. Kleiner Luxus kommt leiser. Er steht in der Küche. Liegt auf dem Bett. Klingelt kurz. Schiebt einem ein Glas hin. Merkt, dass man müde ist. Ich werde offenbar älter. Früher habe ich vielleicht mehr Glanz gebraucht. Heute denke ich manchmal, wenn jetzt noch jemand die Spülmaschine ausräumt, ist das hier praktisch Versailles.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/luxus.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2760292328601430383</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 07:44:30 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-29T11:54:52.647+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>präsenz. </title><description>Ich glaube, ich verstehe immer besser, wie wichtig mir echte Präsenz ist. Nicht als großes Konzept. Nicht als Forderung. Nicht als weiterer Punkt auf der ohnehin schon absurden Liste dessen, was Menschen angeblich alles leisten müssen, um beziehungstauglich zu sein. Eher als etwas sehr Einfaches. Da sein, wenn man da ist. Das klingt so schlicht, dass man es fast überlesen könnte. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Anwesenheit können viele. Körper im Raum, Kopf woanders. Neben jemandem sitzen und trotzdem nicht wirklich dort sein. Das passiert. Mir auch. Das Leben ist laut, der Kopf ist voll, das Handy blinkt, irgendeine innere ToDo- oder Einkaufsliste führt immer Protokoll. Präsenz ist für mich etwas anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Präsenz ist eher, den anderen bei all dem alltäglichen Wahnsinn nicht ganz aus dem Blick zu verlieren. Zwischen Arbeit, Terminen, Nachrichten, Verantwortung, Stress, eigenen Gedanken und diesem ganzen Grundrauschen, das einen enger macht. Oder wieder hinzuschauen, wenn man merkt, dass man kurz verschwunden war. Sie beginnt in diesen kleinen Momenten, in denen jemand merkt, dass ein Satz nicht nur ein Satz ist. Dass ein „alles gut“ vielleicht gerade nur mittelgut konstruiert wurde. Dass jemand kurz leiser wird, obwohl er nach außen noch hervorragend funktioniert. Ich brauche keine Daueraufmerksamkeit. Überhaupt nicht. Keinen emotionalen Butler, keine Dauerschalte in meine Innenwelt, keine Panflöte im Hintergrund. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich merke, dass es mich tief beruhigt, wenn jemand wirklich da ist. Nicht perfekt. Nicht immer. Aber echt. Manchmal heißt Präsenz einfach nur, ich halte diesen Moment mit Dir aus. Keine Filmszene. Zu wenig Regen, zu wenig Bahnhof, zu wenig Mantelkragen. Eher Küchenlicht. Müde Gesichter. Wassergläser. Halbe Sätze. Ein Blick, der bleibt. Jemand, der fragt und nicht nur auf die nächste Gelegenheit wartet, selbst etwas zu sagen. Ich traue diesen kleinen Momenten mehr als jedem großen Versprechen. Weil Alltag so viel ehrlicher ist als Feuerwerk. Im schönen Licht kann man viel fühlen. Im normalen Licht zeigt sich, ob man wirklich miteinander da sein kann. Mit beiden Füßen im Raum. Nicht immer glänzend. Nicht immer souverän. Nicht immer sofort richtig. Aber anwesend. Vielleicht ist genau das der Teil, der etwas weiter wachsen lässt.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/prasenz.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1976281628784856944</guid><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 15:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-25T17:00:00.120+02:00</atom:updated><title>lebensentscheidung. </title><description>Ich habe heute zwei Wassermelonen gekauft. Das klingt erstmal nicht weiter berichtenswert. Ist es vermutlich auch nicht. Aber bei Temperaturen, bei denen selbst meine Gedanken keine Hosen oder kurze Kleidchen tragen wollen, wird Wassermelone plötzlich zur Lebensentscheidung. Ich stand also morgens im Supermarkt und klopfte auf Melonen. Als hätte ich Ahnung. Habe ich nicht. Ich klopfe immer sehr konzentriert auf Obst und hoffe, dass niemand merkt, dass ich keinerlei System habe. Es klingt entweder dumpf oder anders dumpf. Daraus leite ich dann eine Entscheidung ab, die ich später zuhause für Schicksal halte, falls die Melone nichts kann. Erwachsene Menschen machen so etwas.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Zu Hause habe ich die Melone aufgeschnitten und war kurz stolz, als hätte ich sie selbst erfunden. Rot. Kalt. Süß. Manchmal ist Glück nicht kompliziert. Manchmal steht es auf einem Schneidebrett, tropft auf die Arbeitsplatte und man isst direkt im Stehen über der Spüle, weil Teller bei der Affenhitze völlig überbewertet sind.&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/lebensentscheidung.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7550006711987879479</guid><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 15:04:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-25T11:35:35.093+02:00</atom:updated><title>kühlkette. </title><description>Ich glaube, ich bin heute kurz aus der Kühlkette gefallen. Keine großen Schäden. Nur dieses leichte Schmelzen an den Rändern, wenn man bei zu viel Grad versucht, Unterlagen fertig zustellen, spontan Feuerwehr zu spielen, freundlich zu bleiben und nebenbei ein erwachsener souveräner Mensch zu sein. Erwachsensein bei so krasser Hitze ist sowieso irgendwie ein Konzeptfehler. Man soll Termine einhalten, E-Mails beantworten, an Meetings teilnehmen, lächeln, Projekte vorbereiten und vorantreiben, Dinge sortieren und gleichzeitig nicht aussehen wie ein nasser Waschlappen. Ich habe mein Bestes gegeben. Mehr war temperaturbedingt nicht drin. Das Hirn wechselt spätestens jetzt final in den Gemüsemodus. Die Tetris-Melodie lief schon seit dem Mittag.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mit das Beste heute, der Mann, der als erstes aufzählte, was unsere Homeoffice-Mittagsküche heute und morgen Leckeres servieren wird. Ich liebs einfach.&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/kuhlkette.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3106694932508312828</guid><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 07:33:31 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-23T17:04:58.951+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>miteinander. </title><description>Manchmal reicht es, sich einfach hinzusetzen und zu reden. Ich mag es sehr, wie wir miteinander sprechen. Wie wir zuhören, nachfragen, sortieren. Einordnen. Wie wir versuchen, nicht in alten Mustern hängen zu bleiben, sondern Dinge besser zu machen. Zu lernen. Zu verstehen. Und es ist irre, was daraus entsteht. Nicht immer leicht. Aber sehr wir. Und vielleicht genau deshalb unsere Superpower.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/miteinander.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>