<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:blogger="http://schemas.google.com/blogger/2008" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823</atom:id><lastBuildDate>Fri, 12 Jun 2026 05:32:51 +0000</lastBuildDate><category>Alltag</category><category>Evo Evo Evo</category><category>Gedanken</category><category>Frösche Kröten und andere Katastrophen</category><category>Frau Eiskalt</category><category>Die Untermieterin.</category><category>Herr Wunderbar</category><category>Chaos</category><category>Kiss &amp; Stay</category><category>Herzschmerz</category><category>stoffwechsel</category><category>Herzklopfen</category><category>auf die Augen</category><category>aus und vorbei</category><category>geliebt und zitiert</category><category>Merke</category><category>Männer</category><category>auf die Ohren</category><category>Vergangenes</category><category>Kugelstoßerin Eiskalt</category><category>56 Päckchen Butter</category><category>Bilderrätsel</category><category>Blitzschlag</category><category>Erinnerungen</category><category>Patchwork</category><category>Phase II</category><category>Tante Evo</category><category>Liebes Tagebuch</category><category>Stöckchen</category><category>Realtalk</category><category>Dating over 40</category><category>Geständnis</category><category>Kiss &amp; Arrive</category><category>Kopfkrieger</category><category>Anekdoten.</category><category>Postcrossing</category><category>Projekt 52</category><category>Strategin Eiskalt</category><category>Konfettibombe</category><category>Podcasts</category><category>Gastbeiträge</category><category>Gesundheit</category><category>Sous Chef Eiskalt</category><category>Travelbuddy</category><title>Frau Eiskalt</title><description>Nobody said it was easy, &#xa;It&#39;s such a shame for us to part.&#xa;Nobody said it was easy, &#xa;No one ever said it would be this hard.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1623</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4532277788891405274</guid><pubDate>Fri, 12 Jun 2026 05:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-12T07:32:51.706+02:00</atom:updated><title>fluchten. </title><description>Manchmal reicht schon eine Stunde irgendwo anders. Ein Drink, ein anderes Viertel, ein Tisch am Fenster, Menschen beobachten, nicht zuständig sein. Kleine Fluchten sind unterschätzt. Nicht, weil man weg will. Sondern weil man sich danach wieder etwas besser mitnimmt.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/fluchten.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3150009330522888764</guid><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 05:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-11T07:30:00.201+02:00</atom:updated><title>straßenbahn. </title><description>Ich liebs, wenn mir schon morgens vor 08.30Uhr fremde Gespräche aufgezwungen werden. In der Straßenbahn saß mir eine Frau gegenüber, die so laut in ihr Handy sprach, dass ich jetzt vermutlich Teil ihrer Familiengeschichte bin. Ich weiß nicht, ob Kevin sich melden wird. Aber ich habe inzwischen eine Meinung dazu.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/straenbahn.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1549429289340690101</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 09:22:09 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-10T12:36:00.629+02:00</atom:updated><title>agentin001. </title><description>Ich wäre übrigens eine richtig gute Agentin geworden. Also wirklich. Das war mit 14 tatsächlich mal mein Plan. Nicht mal unbedingt wegen Waffen, Verfolgungsjagden oder dramatischer Sonnenbrillen-Momente an Flughäfen. Obwohl Menschen ab und zu einen unangespitzten Bleistift in den Hals rammen, würde manchmal einiges einfacher machen. Meine Superkraft ist offenbar eine andere. Ich kann nachts so leise nach Hause kommen, dass niemand etwas mitbekommt. Kein Schlüsselklimpern, kein Türenknallen, kein Absatzgeräusch im Flur. Nur lautlose Präzision. Ich habe mich völlig unbemerkt und lautlos ins Bett gelegt. Wirklich meisterhaft. Bis ich dieses Ding mit dem Ankuscheln gemacht habe und der Mann sich kurz fast zu Tode erschreckt hat, bevor er mich in den Arm genommen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abend hatte harmlos angefangen. Ich wollte gegen 22.20 Uhr austrinken, ein Uber rufen und sehr erwachsen nach Hause fahren. Das war der Plan. Dann eskalierte es plötzlich. Seitdem tanzten alle. Also wirklich alle. Einer muss halt den Anfang machen und das sind irgendwie immer wir. Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und warten ab. Und es gibt uns. Wir betreten einen Raum und irgendwann tanzt plötzlich jemand auf einer imaginären Linie zwischen „noch seriös“ und „was passiert hier eigentlich gerade?“. Irgendwann trugen wir eine Wassermelone. Warum? Weiß ich nicht. Aber in dem Moment fühlte es sich vollkommen logisch an. Es gibt diese Partymomente, in denen niemand mehr fragt, warum eine Wassermelone Teil der Choreografie geworden ist. Man akzeptiert es einfach und tanzt weiter. Man ist quasi Teil eines sozialen Experiments. Besonders spannend war wieder die Dynamik, die entsteht, wenn ordentlich Alkohol über den Tresen geht. Menschen werden lauter, mutiger, weicher, aufdringlicher oder alles gleichzeitig. Und dann gibt es diese wunderbare stille Kompetenz unter einigen Teams, sehr betrunkene, aufdringliche Herren wurden einfach höflich in die Mitte genommen und rausbegleitet. Ohne großes Theater. Ohne Aufsehen. Fast elegant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine beste Entscheidung des Abends war übrigens, das letzte Glas Wein gegen 22.45 Uhr einfach stehen zu lassen und nur noch Wasser zu trinken. Ich möchte nicht sagen, dass ich dadurch heute Morgen topfit war oder jetzt bin. Aber ich war zumindest noch in der Lage, mehrere Minuten lang darüber nachzudenken, wie dieses Online-Portal der Steuerverwaltung heißt. Elster! Eventuell arbeitet mein Gehirn etwas langsamer und zeitverzögert.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War ein guter Abend. Eine gute Party. Gut unterhalten. Viel getanzt. Viel gelacht. Mir sagen lassen, dass ich schon deutlich länger auf Parties geblieben bin. Und am Ende sogar fast ziemlich vernünftig gewesen.&lt;br /&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/agentin001.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-8867673362096721804</guid><pubDate>Mon, 08 Jun 2026 11:51:59 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-08T13:51:59.464+02:00</atom:updated><title>dauerlast.</title><description>Es ist schon heftig, mit welchen Verantwortlichkeiten man sich im Unternehmertum rumschlägt. Nicht mal wegen der einzelnen Themen. Eher wegen der Dauerpräsenz von allem. Entscheidungen, Menschen, Geld, Erwartungen, Risiken, Timing, Fristen. Alles läuft permanent mit. Manchmal bin ich einfach so müde, wenn mich wieder jemand fragend anschaut, weil am Ende vieles bei mir zusammenläuft. Und nebenbei ziehe ich seit acht Jahren allein meine Tochter groß. Ich hätte kurz gern wieder dieses Gefühl von 13 sein. Kein Überblick, kein Plan, keine Rolle. Nur irgendwo sitzen und wissen, jemand anderes hat den Rest im Blick. Heute ist so ein Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt würde ich bitte gern fest in den Arm genommen werden! Einfach nur 7Minuten, danach geht&#39;s wieder. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/dauerlast.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3541631188825689949</guid><pubDate>Sat, 06 Jun 2026 12:53:43 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-06T14:53:43.341+02:00</atom:updated><title>100. </title><description>Post einhundert! Für 2026. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Teenie ist heute das erste Mal beim CSD mit ihrem besten Freund und Kids aus der LGBTQ Community. Ich habe sie ermutigt, sich das einfach mal anzuschauen und mitzugehen. Ich erinnere mich an 1996 zurück als ich zufällig dort hineingeraten bin am Ku&#39;damm. Ich war völlig geflasht und fasziniert von den bunten Wagen und der Stimmung. Abends saß ich stundenlang vor den Nachrichten, um alles darüber herauszufinden. Ich fand&#39;s großartig. Danach bin ich lange regelmäßig jedes Jahr zum CSD mit Freunden. Ich bin gespannt, was die Untermieterin nachher erzählt.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/100.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6637974035085323005</guid><pubDate>Fri, 05 Jun 2026 07:54:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-05T10:01:57.259+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>kö-papageien </title><description>Vor unserem Fenster sitzen Papageien im Baum. Mitten in Düsseldorf. Man muss sich das kurz auf der Zunge zergehen lassen, weil es immer noch klingt, als hätte jemand beim Stadtmarketing zu viel Fantasie gehabt. Aber nein, da sitzen sie wirklich. Nicht einer, nicht zwei, sondern gleich in größeren Gruppen. Grün, laut, sehr von sich überzeugt und vollkommen unbeeindruckt davon, dass ich morgens regelmäßig noch nicht bereit bin für tropische Zustände. Sie kreischen durch den Innenhof, als hätten sie wichtige Nachrichten zu verkünden, während ich versuche, wach zu werden, mir ein Brot zu machen und mein Leben halbwegs zusammenzuhalten. Manchmal wirken sie wie kleine fliegende Ausrufezeichen. Zu laut für die Uhrzeit, zu schön für schlechte Laune und irgendwie genau richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe dann am Fenster oder sitze am Küchentisch und sehe ihnen gern zu, als wäre das mein Naturfilm für Menschen ohne Garten. Sehr urban, sehr improvisiert. Unten rauscht der Verkehr, ein Hund bellt, und mittendrin sitzt diese grüne Bande, als wäre der Rhein eine Nebenstraße des Amazonas. Besonders beeindruckend sind ihre Formationsflüge. Erst sitzen sie noch scheinbar planlos im Baum, alle reden durcheinander, niemand hört zu, sehr kleine, sehr grüne Eigentümerversammlung. Und dann plötzlich: Abflug. Als hätte jemand ein geheimes Zeichen gegeben. Sie schießen los, drehen eine Runde über die Dächer, verschwinden kurz aus dem Blick und tauchen wieder auf, als hätten sie Düsseldorf von oben kontrolliert und für weiterhin bewohnbar befunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sind es Halsbandsittiche. Ursprünglich kommen sie aus Afrika und Südasien, aber irgendwann sind ein paar ausgebüxt oder wurden ausgesetzt, so genau klingt die Geschichte je nach Erzählung ein bisschen unterschiedlich. Seit den 1960er Jahren haben sie sich im Rheinland ausgebreitet, in Düsseldorf wurden sie lange vor allem mit der Kö verbunden. Kö-Papageien. Als hätte selbst die Königsallee irgendwann beschlossen, dass ein bisschen tropisches Durcheinander zwischen Luxusläden und Platanen nicht schaden kann. Inzwischen findet man sie längst nicht mehr nur dort. Sie haben sich weiter vorgearbeitet, Baum für Baum, Innenhof für Innenhof, bis sie irgendwann auch vor unserem Fenster angekommen sind vor 8Jahren. Damals war das noch jedesmal eine richtige Attraktion und seltene Momente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag das. Diese völlige Selbstverständlichkeit, mit der sie hier sind und sich ausgebreitet haben. Zwischen Altbau, Regenrinne, Lieferwagen und halb geöffnetem Fenster sitzen sie da, als wäre Düsseldorf schon immer ihr Revier gewesen. Vielleicht ist das auch der Trick. Einfach irgendwo landen, laut sein, bleiben und irgendwann gehört man dazu. Morgens, wenn ich noch im Handtuch am Fenster stehe und innerlich deutlich weniger sortiert bin als der Tag es von mir erwartet, beruhigt mich das fast ein bisschen. Draußen ist auch nicht alles geordnet. Es hat nur Federn, bessere Farben und macht mehr Lärm.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/ko-papageien.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-9122782018020515438</guid><pubDate>Tue, 02 Jun 2026 06:25:29 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-05T10:02:57.097+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>statik. </title><description>Meine Therapeutin sagte gestern diesen einen Satz: &quot;Sie dürfen erstmal lernen, einen Fuß vom alten Boden zu nehmen und zu merken: Ich stürze nicht sofort, wenn ich nicht alles allein halte.&quot; - der ist hängen geblieben. Nicht springen. Nicht Vertrauen lernen. Nicht loslassen, als hätte man irgendwo einen Schalter übersehen. Sondern erstmal nur einen Fuß vom alten Boden nehmen. Der alte Boden ist dieses jahrelange Funktionieren. Alles sehen. Alles halten. Alles absichern. Möglichst nicht stören. Möglichst nichts brauchen. Erst fragen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Das war lange keine Macke. Das war meine Statik. Und jetzt soll ich einfach nur üben, einen Fuß zu heben. Kurz merken, dass nichts einstürzt, sondern stattdessen sehr tragfähig ist. Nicht sofort wieder alles allein halten. Klingt klein. Ist es aber nicht. Es fühlt sich an wie freier Fall. Sie meint, ich sei bereits mitten im Umbau meines inneren Sicherheitssystems. Und dass Angst an dieser Stelle kein Fehler ist, sondern Teil davon.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/06/statik.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3744690868860572299</guid><pubDate>Sun, 31 May 2026 16:34:51 +0000</pubDate><atom:updated>2026-06-05T10:02:22.699+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Strategin Eiskalt</category><title>entlassung. </title><description>Festgestellt. So ein Kündigungsgespräch kostet mehr Energie, als man vorher denkt. Gerade bei Menschen, die lange da waren. Man entscheidet sachlich, wirtschaftlich, notwendig vielleicht. Auf dem Papier sind sie eine unternehmerische Entscheidung. Im Raum sitzt dann aber ein Mensch, dessen Alltag man aufschneidet und den man gut kennt. Man kann sachlich richtig handeln und sich trotzdem beschissen fühlen. Das ist der Teil, den keine Prozessbeschreibung sauber abbildet. Manchmal ist Führung einfach schwer. Das sind die doofen Tage. Der Mann hat kommentarlos einen Drink gereicht am Freitag. Das war nötig.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/entlassung.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2807662399698257246</guid><pubDate>Sat, 30 May 2026 16:39:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-30T18:40:05.285+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Gedanken</category><title>erkenntnis.</title><description>Es gibt zwei Arten von Entscheidungen: die richtigen und die, aus denen man später etwas lernen musste. Beide bringen einen weiter. Nur auf unterschiedliche Weise.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/erkenntnis.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1764863222656230332</guid><pubDate>Thu, 28 May 2026 12:40:52 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-31T11:31:08.910+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>weich. </title><description>Weich zu sein ist für mich riskanter als stark sein. Stark sein, kenne ich. Stark kann ich organisieren, blind abrufen, zeigen. Ich hab&#39;s von klein auf gelernt. Stark gibt mir Struktur, Abstand, Kontrolle. Es macht mich handlungsfähig und schützt davor, zu viel zu brauchen. Stark sein bekommt Respekt, manchmal sogar Bewunderung. Obwohl mir das egal ist, es macht eher müde und vielleicht auch ein bisschen einsam. Weich sein funktioniert anders. Weich hat keine Rüstung. Keine vorbereiteten Antworten. Keinen inneren Fluchtweg, den ich mir schon zurechtlege, während ich eigentlich Nähe suche. Weich stellt keine Fragen mit Messergriff und sagt nicht: Beweise es! Weich sagt eher: Ich brauche Dich gerade. Ich brauche eine feste Umarmung. Ich bin gerade da. Wirklich da. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau deshalb fällt es mir manchmal so schwer. Nicht, weil ich mich nicht einlassen will. Im Gegenteil. Sondern weil ich lange gelernt habe, mich stets selbst zu halten. Weil Autonomie für mich nicht nur Freiheit ist, sondern auch Schutz. Weil ich weiß, dass ich immer klarkomme, wenn es sein muss. Ich muss mir das nicht mehr beweisen. Die eigentliche Herausforderung ist, in einem Moment nicht sofort zu prüfen, ob ich auch ohne den anderen zurechtkomme. Eben nicht mehr auszuweichen. Nicht schon innerlich den Plan B zu schreiben, falls der andere hinschmeißt. Nicht alles abzusichern, bevor ich etwas Echtes sage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weich sein heißt für mich nicht, mich aufzugeben oder weniger autonom zu sein. Es heißt eher, meine Autonomie nicht mehr ständig als Schutzschild vor mir herzutragen. Einen Moment lang mal nicht vorzubauen. Stehen zu bleiben und ehrlich zu sagen, was gerade ist. Was ich brauche. Nicht dramatisch. Nicht klein. Einfach wahr. Ich übe das. Bestimmt überhaupt nicht elegant, nicht immer freiwillig und sicher nicht ohne zwischendurch trotzdem immer noch hin und wieder wieder nach meiner Rüstung zu greifen. Aber ich übe.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/weich.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6455494310098437719</guid><pubDate>Wed, 27 May 2026 16:40:42 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-31T11:31:21.691+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>nacken. </title><description>Gerade kam der Termin für die Skifreizeit. Das Kind ist dagegen. Nicht „ich hab keine Lust“-dagegen. Eher, warum gibt es das überhaupt noch und warum tun alle so, als sei das selbstverständlich und freiwillig? Ich kann die Frage nicht mal wegwischen. Zu meiner Zeit war das ein freiwilliges Format für 20Kids pro Jahrgang. Weil eine Skifreizeit eben nicht nur ein Termin ist. Eigentlich müssten jetzt Listen entstehen. Kosten. Größen. Fristen. Wer leiht was? Was muss alles gekauft werden? Was ist Pflicht, was optional, was steht nicht in der Mail, kostet aber trotzdem? Nebenbei warte ich noch auf eine Nachricht aus dem Krankenhaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Nacken ist seit Stunden fest. Ich bin völlig verspannt. Als hätte jemand hinten eine Schraube zu fest angezogen und vergessen, sie wieder zu lösen. So fest, dass es weh tut. Und dann sitzt man da zwischen Postfach, Kind, Kalender und Körper und merkt, wie wenig Kapazität man gerade für Systeme hat, die so tun, als sei alles ganz easy, wenn man nur früh genug eine Packliste verschickt. Als hätte jeder ein Kind, das begeistert „Juhu“ ruft. Meins bekommt einen halben Nervenzusammenbruch und hat direkt Stress, wenn sie hört 8Bett-Zimmer, klassenübergreifende Zimmerverteilung und eine Woche skifahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag fing schon beschissen an. Es ist einfach nur dieser ganz normale Wahnsinn. Heute mag ich nicht mehr. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/nacken.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-157734149658846111</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 16:23:40 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-31T11:31:36.111+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>tochtermodus. </title><description>Ich kenne den Krisenmodus. Nur zu gut. Er ist immer wieder Teil meines Jobs. Ich kann organisieren. Telefonieren. Informationen sammeln. Ärzte verstehen. Fragen stellen, wenn andere nur noch nicken. Ich kann nicht weinen, wenn es gerade nicht passt. Ich kann völlig problemlos funktionieren, während innen alle Lampen brennen. Ich kann ruhig klingen, obwohl mein Körper längst verstanden hat, dass etwas nicht stimmt. Aber das hier ist anders, weil es mein Vater ist. Da hilft keine Kompetenz. Keine erwachsene Fassung, die man sich morgens anzieht wie einen Mantel. Ich habe meine Mutter auf unser Mädels-Mantra eingeschworen. Wir nehmen es, wie es kommt und wenn es wie eine Welle kommt, schauen wir, wie wir sie reiten. Nicht, weil das besonders mutig klingt. Nicht, weil wir keine Angst haben, sondern weil keiner von uns das Meer anhalten kann. Morgen drehen sie ihn erneut auf links und suchen. Derweil bekommt er weiter fremdes Blut. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/tochtermodus.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6483849363256191178</guid><pubDate>Mon, 25 May 2026 00:41:52 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:01:03.876+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>sonntage.</title><description>Morgens gemütlich nackt bei tollstem Sonnenschein Arm in Arm im Bett liegen, gemeinsam FAZ und Havard Business Manager hören und die Artikel diskutieren. Irgendwann händchenhaltend zum Bäcker spazieren, um Frühstück zu organisieren und schließlich mit Zeitungen am Tisch sitzen und interessante Stellen vorlesen und besprechen. Liebe alles daran. Bester Start in einen Pfingstsonntag vorm Familienprogramm. Einfach ein bisschen Ruhe und entspannte Zeit zu zweit.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/sonntage.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-877310291176496143</guid><pubDate>Thu, 21 May 2026 06:54:58 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:01:21.012+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>dünnhäutig. </title><description>Panikattacke. Nachts um kurz vor 2.00Uhr hochschrecken mit der plötzlichen Angst, dass mein Vater jetzt sterben könnte. Auf dem Badezimmerfußboden und der Bettkante sitzen, atmen, zählen und versuchen mein Nervensystem irgendwie zu regulieren. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so dünnhäutig macht. Der Mann hat leise geschnarcht, das hatte etwas Beruhigendes. Ankuscheln und fest in den Arm genommen werden, hat nachher geholfen.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/dunnhautig.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-348377880407529444</guid><pubDate>Wed, 20 May 2026 07:19:04 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:01:44.531+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>rollenwechsel. </title><description>Wenn WhatsApp-Nachrichten meiner Mutter morgens um 7:30 Uhr mit „Bitte keinen Schreck bekommen, aber …“ anfangen und ich eine Minute später meine völlig aufgelöste Mutter am Telefon habe. Ihr Einstieg hat nicht so richtig funktioniert, bei mir gingen direkt alle Alarmglocken an. Früher hat man sich Sorgen gemacht, ob man das eigene Leben im Griff hat. Heute macht man sich zusätzlich Sorgen, ob die Eltern ihres noch im Griff haben. Das sind diese Zusatzfunktionen des Erwachsenseins. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/rollenwechsel.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2057019183855850455</guid><pubDate>Tue, 19 May 2026 07:07:15 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:02:09.179+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>konsequenz. </title><description>Parrhesia ist kein großes Konzept. Es ist im Grunde ziemlich einfach. Du sagst, was in Dir ist. Ohne es vorher so zu formen, dass es keine Konsequenzen hat. Die meisten halten sich für ehrlich. Sind sie aber nicht. Sie sind ehrlich, solange es nichts kostet. Solange es die Beziehung nicht gefährdet, die Stimmung nicht kippt, das eigene Bild intakt bleibt. Sobald etwas auf dem Spiel steht, wird es weich. Oder still. Dann wird erklärt, relativiert, eingeordnet. Man findet gute Gründe, warum es jetzt nicht gesagt werden muss. Oder warum es vielleicht gar nicht so wichtig ist. In Wirklichkeit geht es nur darum, die Situation unter Kontrolle zu halten. Parrhesia beginnt genau da, wo diese Kontrolle aufhört. Wenn klar ist, dass das, was gesagt werden müsste, etwas verändern wird. Vielleicht nur leicht. Vielleicht auch grundlegend. Und Du sagst es trotzdem. Nicht laut. Nicht emotional aufgeladen. Auch nicht, um etwas durchzusetzen. Einfach klar. Der Unterschied ist nicht, was Du sagst. Der Unterschied ist, ob Du bereit bist, die Konsequenz auszuhalten. Wenn nichts passieren kann, ist es keine Wahrheit. Dann ist es nur Kommunikation. Wahrheit zeigt sich erst, wenn Du nicht mehr sicher bist, wie der andere reagiert. Wenn Nähe kippen könnte. Wenn Du ein Stück Kontrolle abgibst. Wenn Du Schmerz riskierst. Parrhesia heißt, genau da nicht auszuweichen. Weil genau dort Beziehung beginnt. Nicht in dem, was leicht ist. Sondern in dem, was echt und unbequem ist. Alles andere hält die Situation stabil. Aber nicht Dich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer bist Du, wenn Ehrlichkeit wirklich etwas kostet?</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/konsequenz.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6542880016351914301</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 16:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-18T18:30:00.112+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Postcrossing</category><title>japan. </title><description>Meine nächste Postkarte geht nach Japan, Tokyo. Ich freue mich. So witzig. Wir schauen gerade eine Serie, die in Tokyo spielt. Ich meinte passend dazu erst neulich, dass ich super gern irgendwann mal die Kirschblüte live sehen möchte und die Nachbarn unter uns sind gestern für 3Wochen nach Japan aufgebrochen. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/japan.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7205175319866085993</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 11:13:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:02:24.788+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>integration. </title><description>Freitag gibt es bei meinen Eltern Soljanka. Meine Mutter ist schon leicht aufgeregt, neben der ganzen Vorfreude und hat offenbar beschlossen, den Mann nochmal explizit mit ostdeutscher Küche offiziell in die Familie einzukochen. Ich hatte schon angekündigt, dass sie garantiert irgendwas machen werden, was er mag oder eigens nach seinen Wünschen fragen. ...Soljanka. Ragout Fin. Hat&#39;s ewig nicht mehr gegeben. Diese Förmchen stehen seit meiner Kindheit oben im Schrank. Wahrscheinlich gibt&#39;s noch irgendwas, das „nur schnell“ gemacht wurde und am Ende für 10 Personen reicht. Ich mag das. Nicht, weil es perfekt ist, überhaupt nicht. Sondern weil es genau diese Art von Willkommen ist, die man nicht groß ausspricht. Man stellt einfach einen Topf auf den Tisch. Gibt Schmand dazu. Fragt, ob noch jemand nachnimmt und dann ist eigentlich alles gesagt. Integration galore. &lt;a href=&quot;https://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2025/12/alle-jahre-wieder.html&quot;&gt;Mein Bruder &lt;/a&gt;hat sich schon direkt beschwert, dass es nach Jahren wieder Soljanka gibt, ohne das er eingeladen wurde. Mal schauen, wer nachher alles am Tisch sitzt.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mich fragt lustigerweise direkt niemand mehr. Ich muss nur Kind und Mann mitbringen. Der Mann freut sich. Das wird ein Overkill an Familie am WE.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/integration.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7846922167259792810</guid><pubDate>Sat, 16 May 2026 15:29:45 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:02:41.092+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Anekdoten.</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>gemüsemodus.</title><description>Nach dem ersten Cuba Libre um 17.00Uhr haben wir gestern noch das Bett aufgebaut und am Ende waren exakt vier identische Teile übrig, die ich so überhaupt gar nicht zuordnen konnte. Es sind nie(!) vier identische Teile übrig, sondern maximal diverse Einzelteile zur Reserve. Die Anleitung mehrfach durchgeblättert und beim dritten Mal festgestellt, dass sie bereits äußerst unscheinbar auf Seite 7 verbaut wurden. Ich habe sie einfach völlig übersehen und gar nicht wahrgenommen, aber ich hatte die beste Entschuldigung. Mein Hirn war im Gemüsemodus nach dem intensiven Workshoptag. Wir haben kurz diskutiert, ob die Teile wirklich wichtig und überhaupt notwendig sind - ich bin da sehr pragmatisch und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Der Mann war sehr klar fürs Verbauen. Der Teenie fand unsere Unterhaltung sehr amüsant. Sie meint, wir wären wie eine eigene Sitcom. Zum Glück mussten wir nicht wieder alles auseinander bauen, sondern nur vier Muttern nochmal lösen, war also halb so wild. Das Beste waren vermutlich unsere Gesichter, als ich feststellte, dass vier Teile übrig sind. Der Mann kann diesen Blick der Schande besonders gut.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich mag uns. &lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/gemusemodus.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4029834163615221033</guid><pubDate>Fri, 15 May 2026 05:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:03:06.580+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Postcrossing</category><title>62tage. </title><description>Nach 62 Tagen(!!!) ist meine dritte Postcrossing-Karte doch noch in Washington, USA angekommen. Ich hatte sie innerlich schon fast abgeschrieben und nicht mehr dran geglaubt. Und war ein bisschen traurig, weil sie echt hübsch und besonders war. Aber nein. Sie kam an, ich habe eine richtig nette Mail vom Empfänger bekommen - er hat sich richtig gefreut. 62 Tage. Für eine Postkarte. Andere machen in der Zeit Weltreisen, schreiben Bücher oder verarbeiten Beziehungsmuster. Meine Karte brauchte diese Zeit offenbar. Bestes Trainingslager für meine ausgeprägte Geduld.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/62tage.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-739800464085414658</guid><pubDate>Thu, 14 May 2026 15:28:53 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-27T15:03:27.465+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>beziehungstest. </title><description>Beziehungstest, nächstes Level. Vor ein paar Monaten sind wir das allererste Mal zusammen bei Ikea gewesen. Das war spannend und für mich eine Herausforderung, das ist Reizüberflutung pur. Dieser Ort, an dem Beziehungen entweder reifen oder man sich in der Lampenabteilung innerlich trennt. Spätestens irgendwo zwischen Köttbullar und Hotdog-Romantik, dem Probesitzen auf 27Stühlen, dem Walk durch die Markthalle neben 8976 anderen Menschen und „wir gucken erstmal“ weiß man ungefähr, womit man es zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern wurde final der letzte Schwung angeliefert. Wir haben in den letzten Wochen schon einiges zusammen aufgebaut. Möbel vor allem. Und vielleicht auch ein bisschen diese Routine, bei der keiner heimlich die Anleitung übernimmt, keiner „nur mal kurz“ alles besser weiß und niemand dieses besondere Schweigen anschaltet, bei dem selbst der Akkuschrauber schlechte Stimmung oder Angst bekommt. Wir haben uns zunehmend auf das Betriebssystem des anderen eingestellt. Das ging erstaunlich gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir alle wissen, so ein Aufbau hat durchaus sehr viel Potenzial. Zwei Menschen, ein Brett, das aussieht wie alle anderen Bretter, Schrauben in Tütchen mit Nummern oder Buchstaben, die man nur mit spiritueller Begabung auseinanderhalten kann, drölf Imbusschlüssel und diese eine Zeichnung, die aussieht, als hätte ein sehr stiller Schwede versucht, ein Beziehungsproblem ohne Worte zu erklären. Da redet man dann plötzlich ganz schnell nicht mehr über Seite 14 der Anleitung, sondern über Grundsätzliches. Über Kindheit. Über Bindungsmuster. Und darüber, warum jemand angeblich „nur kurz helfen“ wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nichts. Kein Streit. Kein Drama. Kein „gib mal her, ich mache das selbst!“. Kein genervtes „das gehört aber andersrum“. Kein „ich hab’s doch gesagt“. Kein passiv-aggressives Atmen über Pressspan. Kein schweres Schweigen. Stattdessen: Schrauben sortiert, gelacht, aufgebaut. Nebenbei angeregt über Gott und die Welt geredet. Über alles und nichts. Parallel durch die Anleitungen navigiert und schwedische Piktogramm-Poesie in halbwegs sinnvolle Handgriffe übersetzt, wir bauen gemeinsam. Hand in Hand. Der Mann meinte letzte Woche, wenn wir das auch noch aufgebaut bekommen, ohne uns gegenseitig umzubringen, dann schaffen wir alles. Heute stellte er zwischendurch fest, dass wir immer besser werden. Stimmt. Andere machen Paartherapie. Wir bauen Regale inzwischen entspannter, schneller und souveräner auf, als sie gestern hochgetragen wurden.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es nimmt Form an und wird. Ich bin ziemlich begeistert. Das wird richtig gut. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/beziehungstest.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-5879380083621830057</guid><pubDate>Wed, 13 May 2026 07:54:31 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-14T18:13:32.728+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Gedanken</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Realtalk</category><title>verbindlichkeit. </title><description>Ich glaube, wir haben irgendwann angefangen, Individualität mit Isolation zu verwechseln. Jeder soll besonders sein. Eigenständig. Unabhängig. Emotional autonom. Niemand will mehr „zu viel“ brauchen. Niemand will abhängig wirken. Also bauen Menschen sich Leben, die von außen maximal frei aussehen und innerlich oft erschreckend unverbunden sind. Alles kreist um Selbstverwirklichung, Selbstoptimierung, Selbstschutz. Um Grenzen. Bedürfnisse. Und vieles davon ist wichtig. Wirklich. Aber manchmal frage ich mich, ob wir dabei langsam verlernen, wie sich echtes Miteinander eigentlich anfühlt. Dieses unspektakuläre, nicht performative Dasein füreinander. Ohne strategische Distanz. Ohne permanente Selbstbehauptung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht macht genau das diese Zeit so seltsam müde. Dass jeder gleichzeitig sichtbar sein will, aber möglichst unangreifbar bleibt. Dass Menschen Nähe wollen, aber kaum noch bereit sind, die Unordnung auszuhalten, die echte Nähe automatisch mitbringt. Ich merke das auch bei mir selbst. Wie schnell man sich zurückzieht, sobald etwas emotional relevant wird. Wie tief dieses Bedürfnis sitzt, sich im Zweifel lieber selbst zu regulieren, bevor man jemandem wirklich zumutet, was in einem los ist. Vielleicht ist genau das die traurigste Form von Einsamkeit. Wenn Menschen sich gegenseitig vermissen, während gleichzeitig alle versuchen, möglichst souverän zu wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Begegnungen heute gleichzeitig intensiv und seltsam unverbindlich wirken. Menschen öffnen sich schnell. Erzählen intime Dinge nach wenigen Stunden. Teilen Traumata, Ängste, Sehnsüchte. Aber sobald echte Verbindlichkeit entsteht, sobald etwas beginnt, Konsequenzen für das eigene Leben zu bekommen, ziehen sich plötzlich alle wieder zurück. Als wäre emotionale Tiefe inzwischen erlaubt, solange sie folgenlos bleibt. Ich merke, wie sehr wir gelernt haben, uns selbst zu managen. Gefühle einzuordnen. Bedürfnisse wegzuregulieren. Uns nicht zu sehr zuzumuten. Bloß nicht klammern. Bloß nicht bedürftig wirken. Bloß die eigene Würde behalten. Und gleichzeitig sitzen so viele Menschen nachts alleine mit diesem absurden Wunsch, einfach irgendwo wirklich gemeint zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist genau das die große Erschöpfung unserer Zeit. Dieses permanente Austarieren zwischen Sehnsucht und Selbstschutz. Zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Angst, dabei die Kontrolle über sich selbst zu verlieren. Und manchmal frage ich mich, wie viele Menschen eigentlich gerade parallel nebeneinander leben und sich heimlich nach genau demselben sehnen, während alle so tun, als bräuchten sie niemanden wirklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe selbst Jahre geglaubt, dass Rückzug Sicherheit bedeutet. Dass ich souveräner wirke, wenn ich möglichst wenig brauche. Dass Kontrolle schützt. Bis irgendwann jemand geblieben ist und sich einfach gemütlich dazugesetzt hat, obwohl ich es ihm überhaupt nicht leicht gemacht habe. Und vielleicht hatte ich einfach nur Glück, dass er nicht irgendwann aufgehört hat, gegen meine Mauern anzulaufen. Und richtig spannend wird es erst, wenn zwei Menschen plötzlich merken, wie viel eigene Geschichte mit am Tisch sitzt. Irre. Ich glaube, Nähe ist am Ende gar nichts Spektakuläres. Sie ist einfach nur die seltene Entscheidung, nicht sofort zu verschwinden, sobald es unbequem wird.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/verbindlichkeit.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2677894470908835012</guid><pubDate>Tue, 12 May 2026 19:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-14T18:17:02.973+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Patchwork</category><title>neue gewohnheiten.</title><description>Wenn Du den Tisch schon völlig automatisch für Drei deckst, auch wenn heute mal nur zwei da sind. Der Teenie fand&#39;s lustig. Offensichtlich dran gewöhnt.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/neue-gewohnheit.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7113660401254459196</guid><pubDate>Tue, 12 May 2026 08:25:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-14T18:13:50.181+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>königsdisziplin. </title><description>Es gibt Situationen im Unternehmensalltag, die sofort zeigen, woran moderne Organisationen wirklich hängen. Ein großer Kunde springt ab. Der Drucker streikt im ungünstigsten Moment. Die Kaffeemaschine fällt aus. Und dann die absolute Königsdisziplin. In der kompletten Firma ist das Internet tot. Nicht langsam. Nicht wackelig. Nicht „bei mir lädt Teams gerade nicht“. Sondern: weg. Komplett. Funkstille. Heute. Hier. Keina Ahnung, wo es hakt. Die ersten fahren ins HO. Großartig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Hoch auf den persönlichen Hotspot! Tief durchatmen. Wusa.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/konigsdisziplin.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2630948698417742693</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 12:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-05-11T14:36:07.298+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><title>sichtbarkeit.</title><description>Ich habe nie verstanden, warum Menschen lügen, um geliebt zu werden. Irgendwann kommt doch sowieso alles ans Licht. Immer. Das liegt in der Natur der Sache. Und dann muss man plötzlich nicht nur die Wahrheit aushalten, sondern zusätzlich noch die Enttäuschung verwalten. Vielleicht ist genau das das eigentlich Zerstörerische daran. Nicht der Fehler. Nicht die Schwäche. Nicht einmal der Verrat. Sondern dieses Gefühl, dass man einer Version eines Menschen vertraut hat, die strategisch gebaut wurde. Kuratiert. Geglättet. Emotional optimiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube inzwischen, dass viele Menschen weniger Angst davor haben, abgelehnt zu werden, als davor, wirklich gesehen zu werden. Also machen sie sich passend. Polieren Kanten weg. Verschweigen Bedürfnisse. Spielen Klarheit, während innerlich längst Chaos herrscht. Erfinden emotionale Souveränität, weil Verletzlichkeit sich für viele anfühlt wie Kontrollverlust. Und vielleicht berührt mich das so sehr, weil ich mich darin selbst erkenne. Weil es für mich unfassbar schwer ist, mich wirklich zu zeigen. NICHT die funktionierende Version. NICHT die reflektierte. NICHT die starke. Sondern die unperfekte. Die erschöpfte. Die unsichere. Die, die eben nicht immer alles im Griff, einen Masterplan oder sofort Antworten hat. Wirklich gesehen zu werden, ohne sich vorher zu sortieren, fühlt sich für mich nicht romantisch an. Eher gefährlich. Weil Sichtbarkeit immer bedeutet, dass jemand theoretisch auch entscheiden könnte zu gehen. Vielleicht kontrolliert man deshalb so viel. Vielleicht baut man sich deshalb Versionen von sich selbst, die leichter liebbar wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Nähe funktioniert nicht über perfekte Inszenierung. Jedenfalls keine echte. Nähe entsteht dort, wo etwas unfertig bleiben darf. Wo man nicht permanent versucht, die eigene Wahrheit in eine schöne Form zu bringen. Wo jemand das Chaos sieht beziehungsweise sehen darf und trotzdem nicht sofort die Distanz vergrößert.&amp;nbsp;Und vielleicht ist genau das die eigentliche Tragik. Dass Menschen so sehr geliebt werden wollen, dass sie ausgerechnet das verstecken, was sie überhaupt erst echt macht.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/05/sichtbarkeit.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>