<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:blogger="http://schemas.google.com/blogger/2008" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823</atom:id><lastBuildDate>Mon, 02 Nov 2026 19:53:05 +0000</lastBuildDate><category>Alltag</category><category>Evo Evo Evo</category><category>Gedanken</category><category>Frösche Kröten und andere Katastrophen</category><category>Frau Eiskalt</category><category>Die Untermieterin.</category><category>Herr Wunderbar</category><category>Chaos</category><category>Kiss &amp; Stay</category><category>Herzschmerz</category><category>stoffwechsel</category><category>Herzklopfen</category><category>aus und vorbei</category><category>Merke</category><category>Vergangenes</category><category>Männer</category><category>Patchwork</category><category>Blitzschlag</category><category>Kopfkrieger</category><category>Erinnerungen</category><category>Phase II</category><category>Strategin Eiskalt</category><category>Realtalk</category><category>Liebes Tagebuch</category><category>Postcrossing</category><category>Dating over 40</category><category>Kiss &amp; Arrive</category><category>Travelbuddy</category><category>Konfettibombe</category><title>Frau Eiskalt</title><description>Nobody said it was easy, &#xa;It&#39;s such a shame for us to part.&#xa;Nobody said it was easy, &#xa;No one ever said it would be this hard.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1727</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4418769610367218588</guid><pubDate>Mon, 02 Nov 2026 08:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-11-02T09:46:24.418+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Strategin Eiskalt</category><title>zuständigkeit. </title><description>Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe zu oft etwas zu schnell, ordentlich und ohne Beschwerden erledigt. Seitdem bin ich offenbar für alles zuständig, was andere nicht können, nicht wollen oder beeindruckend lange ignorieren.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/11/zustandigkeit.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7471849174662338191</guid><pubDate>Sun, 01 Nov 2026 10:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-11-01T11:39:24.347+01:00</atom:updated><title>regeneration. </title><description>Ich habe heute nichts vor. Ein Satz, den ich ausgesprochen gern sage. Und anschließend meistens doch ungefähr drei Stunden lang Dinge erledige, die ich seit Dienstag erfolgreich ignoriert habe. Ich muss u.a. gleich erstmal einmal fix in die Firma. Fragt nicht! Danach zaubere ich Königsberger Klopse.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/11/regeneration.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4443010934421171628</guid><pubDate>Sun, 01 Nov 2026 02:17:23 +0000</pubDate><atom:updated>2026-11-01T11:39:50.398+01:00</atom:updated><title>papierwände. </title><description>Die Untermieterin gestern beim Frühstück: „Denkt bitte heute Abend daran, dass euer Schlafzimmer direkt ans Wohnzimmer grenzt und diese Wand aus Papier ist. Wir schlafen da. Bleibt vielleicht einfach in der Küche, wenn ihr Dinge tut.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste erst mal mein Wasser abstellen. Dann haben wir alle sehr gelacht. Und selbstverständlich ausführlich darüber diskutiert, was wir auf gar keinen Fall tun sollten. Und wo. Und wie laut. Ich finde es ja grundsätzlich schön, dass mein Kind so offen mit uns spricht. Hätte allerdings nicht gedacht, dass ich mit 45 noch mal eine Einweisung in rücksichtsvolles Verhalten im Schlafzimmer bekomme, wenn wir Gäste haben. Von meiner 15-jährigen Tochter. Beim Frühstück.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir haben uns die Hinweise jedenfalls zu Herzen genommen. Man ist schließlich lernfähig. Die Beiden quatschen und kichern übrigens immer noch nebenan. Ich liebs. Aber gut. Die Nachtruhe gilt auch nur für Erwachsene. &lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/11/papierwande.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6252564686600000784</guid><pubDate>Sat, 31 Oct 2026 11:56:20 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-31T12:56:20.839+01:00</atom:updated><title>oktober. </title><description>Reicht jetzt. Heute ist der letzte Tag im Oktober. Ich finde, das ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Nicht, dass der Monat schlecht gewesen wäre. Im Gegenteil. Ich war in Lissabon. In Wien. Habe gearbeitet, Urlaub gemacht, Menschen getroffen, Koffer gepackt, ausgepackt und mich ungefähr zwölfmal gefragt, warum ich eigentlich so viele Dinge gleichzeitig mache. Die Antwort ist einfach. Weil ich es kann. Leider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe diesen Monat wieder einiges über Menschen gelernt. Beispielsweise, dass Kommunikation offenbar weiterhin als freiwillige Zusatzleistung betrachtet wird. Und dass manche Menschen Probleme lösen, indem sie möglichst ausführlich erklären, warum sie selbst keines haben. Interessantes Konzept. Ich habe diskutiert. Mich geärgert. Sehr viel gelacht. Manchmal Tränen. Und manchmal alles innerhalb von zehn Minuten. Ich habe Dinge ausgesprochen, die andere vermutlich lieber nicht gehört hätten. Und andere Dinge für mich behalten. Letzteres möchte ich ausdrücklich als persönliche Weiterentwicklung gewertet wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab auch Momente, in denen ich dachte, ich müsste vielleicht etwas gelassener werden. Habe den Gedanken dann aber verworfen. Ich habe schließlich Gefühle. Und Meinungen. Vor allem Meinungen. Die kommen bei mir gelegentlich schneller als die Gefühle. Dafür sind sie meistens hervorragend formuliert. Manchmal sogar rechtzeitig. Ich habe mich diesen Monat auch daran erinnert, dass nicht jede Stille ein Problem ist. Dass man nicht alles sofort besprechen, klären oder organisieren muss. Eine Erkenntnis, die ich theoretisch sehr überzeugend finde. An der praktischen Umsetzung arbeite ich noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann gab es natürlich die schönen Dinge. Gute Gespräche. Spontanes Lachen. Vertrautheit. Abende, an denen ich nichts mehr musste. Und Menschen, mit denen selbst Nichtstun erstaunlich gut funktioniert. Davon hätte ich gern mehr. Ansonsten war ich müde. Glücklich. Genervt. Ungeduldig. Gelegentlich ausgesprochen zufrieden mit mir selbst. Und manchmal alles gleichzeitig. Das muss man auch erst einmal hinbekommen. Zwischen Arbeit, Familie, Alltag und dem Versuch, gelegentlich acht Stunden zu schlafen, blieb erstaunlich wenig Zeit für gepflegte Langeweile. Dabei wäre ich darin vermutlich richtig hervorragend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist Halloween. Ich könnte mich als entspannte, geduldige und vollkommen unkomplizierte Frau verkleiden. Eine, die nicht alles hinterfragt, nicht widerspricht, zu allem freundlich nickt und gelegentlich einfach mal die Klappe hält. Aber wir wollen es mit der Fantasie nicht übertreiben. Ich bleibe einfach Team &quot;sexy Unterwäsche&quot; - ist deutlich authentischer. Lieber Oktober, es war nett mit Dir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;November, Du bist dran. Ich hätte gern etwas weniger durchgetaktetes Programm, etwas mehr Schlaf und möglichst wenige Menschen, die meine Fähigkeit zur Selbstbeherrschung als persönliche Herausforderung verstehen. Ich möchte schließlich auch im nächsten Monat noch als gesellschaftsfähig durchgehen. Zumindest überwiegend. Noch vier Wochen Zeit für Adventskalender! Boah, auf die Zeit freue ich mich so richtig.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/oktober.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2726528550941756177</guid><pubDate>Thu, 29 Oct 2026 05:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-29T09:09:54.916+01:00</atom:updated><title>messerscharf. </title><description>Ich bin wahnsinnig schlagfertig. Schon immer. Leider in Ausnahmefällen mit einer Bearbeitungszeit von bis zu 48 Stunden. Über all die schlagfertigen Antworten, die einem zuverlässig erst einfallen, wenn das Gespräch längst vorbei ist. Im Auto. Unter der Dusche oder zwei Tage später beim Gemüseputzen. Messerscharf. Intelligent. Ein bisschen böse. Genau die richtige Mischung aus Humor und gepflegter Unverschämtheit. Ich halte dann innerlich stehende Ovationen für mich selbst ab.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/messerscharf.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-5948971313034392721</guid><pubDate>Wed, 28 Oct 2026 16:26:47 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-28T20:16:07.178+01:00</atom:updated><title>abwehr.</title><description>Irgendwo auf der Rückreise habe ich gestern offenbar im Durchzug gesessen. Mich hat&#39;s über Nacht etwas umgekachelt. Ich könnte jetzt problemlos eine 0190er-Nummer betreiben und hocherotischen Telefonsex verkaufen. Zumindest stimmlich wären die Voraussetzungen gegeben. Ich habe beschlossen, nicht krank zu werden. Das ist keine Hoffnung, sondern eine Entscheidung. Mein Körper wurde darüber informiert. Nach Wochen zwischen Arbeit, Flughäfen, Hotels und einer eher symbolischen Anzahl erholsamer Nächte scheint mein Immunsystem ernsthaft über eine Kündigung nachzudenken. Nicht mit mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also habe ich frische Zitronen und Orangen ausgepresst, Ingwer gekocht und das Ganze mit Honig zu einem Getränk verarbeitet, mit dem man vermutlich auch einen mittelgroßen Abfluss freibekäme. Drei Liter habe ich inzwischen getrunken. DREI. Meine Nieren haben bereits eine Betriebsversammlung einberufen. Natürlich beschränkt sich mein Gesundheitsmanagement nicht auf Getränke. Ich habe auch die übrigen Maßnahmen berücksichtigt. Vitamine. Frische Luft. Gesundes Essen. Schlaf. Bewegung. Entspannung. Sex. Vor allem Sex. Der Liebste muss schließlich auch seinen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten. Ich kann hier nicht allein die gesamte Immunabwehr organisieren. Küssen zur Stressreduktion. Umarmungen fürs Nervensystem. Körperliche Betätigung zur Förderung der Durchblutung. Und alles Weitere selbstverständlich vorwiegend aus medizinischen Gründen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überlege, ob ich dafür einen Behandlungsplan aufstelle. Dreimal täglich Zuneigung, bei Bedarf häufiger. Nebenwirkungen ausdrücklich erwünscht. Ansonsten habe ich heute Morgen beschlossen, Stress konsequent zu vermeiden. Das funktioniert hervorragend, solange ich weder meine E-Mails öffne noch mit anderen Menschen kommuniziere. Ruhe wäre natürlich ebenfalls sinnvoll. Mein Gehirn hat allerdings noch keinen passenden Termin dafür gefunden. Ich bin jedenfalls bestens vorbereitet. Mein Körper wurde mit Vitaminen versorgt, mein Immunsystem zur Mitarbeit aufgefordert und der Liebste vorsorglich in die Therapie eingebunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde sagen, das könnte glatt funktionieren. Drückt mir die Daumen! Und falls nicht, habe ich immerhin noch eine berufliche Alternative mit der 0190er-Nummer.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/abwehr.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-8753384430296190973</guid><pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-26T07:00:00.201+01:00</atom:updated><title>kontrollverlust.</title><description>Ich bin eine sehr unabhängige Frau. Außer wenn ich gerade sehr dringend in den Arm genommen werden möchte. Am liebsten sofort. Ohne lange Erklärungen. Dann ist Unabhängigkeit vorübergehend nicht zuständig. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/kontrollverlust.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-643975836687774531</guid><pubDate>Sun, 25 Oct 2026 22:57:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:57:51.122+01:00</atom:updated><title>beweismaterial.</title><description>Ich habe gestern versucht, ein schönes Foto vom Teenie und mir zu machen. Eigentlich eine überschaubare Aufgabe. Zwei Menschen, ein Handy, der Stephansdom im Hintergrund. Wien bei Nacht. Sogar die Beleuchtung stimmte. Gut, es regnete. Aber man kann ja nicht alles haben. 47 Fotos später war ich mir da nicht mehr so sicher.Das Problem ist nämlich, dass wir offenbar nicht gleichzeitig gut aussehen können. Auf Foto 1 sehe ich aus, als hätte ich gerade meine Steuererklärung geöffnet. Das Kind sieht bezaubernd aus. Auf Foto 7 habe ich endlich einen vernünftigen Gesichtsausdruck. Dafür schaut meine Tochter, als hätte ich sie gegen ihren Willen auf einen Betriebsausflug mitgenommen. Foto 12 wäre perfekt gewesen. Hätte ich nicht gerade gesprochen. Mein Gesicht befindet sich irgendwo zwischen Zahnarztbesuch und Schlaganfall. Auf Foto 23 sehe ich richtig gut aus. Das Kind leider, als wäre es gegen seinen Willen mit mir verwandt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischendurch diskutieren wir über Kamerawinkel, Licht und die Frage, warum ich das Handy immer so komisch halte. Ich halte es überhaupt nicht komisch. Ich halte es so, dass mein Doppelkinn möglichst wenig Gelegenheit bekommt, sich öffentlich zu präsentieren. Die Untermieterin hat solche Probleme nicht. Sie kann sich innerhalb von Sekunden von einem reizenden jungen Mädchen in eine Person verwandeln, die aussieht, als würde sie gleich die Weltherrschaft übernehmen. Oder mich enterben. Je nachdem, was schneller geht. Ich hingegen brauche inzwischen eine gewisse Vorbereitungszeit, um mein Gesicht in eine halbwegs fototaugliche Position zu bringen. Irgendwann haben wir angefangen, Grimassen zu schneiden. Und siehe da. Plötzlich funktionierte es. Keine Diskussionen über Winkel. Keine kritischen Blicke auf das Display. Keine Versuche, möglichst vorteilhaft auszusehen. Einfach zwei alberne Menschen vor einer ziemlich beeindruckenden Kirche. Ich habe die Fotos später noch einmal durchgesehen. Das schönste ist übrigens nicht das, auf dem wir beide besonders hübsch aussehen. Sondern das, auf dem wir lachen. Natürlich ist es verwackelt. Man kann nicht alles haben.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Morgen dann der Endgegner: Fotoautomat :)&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/beweismaterial.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-953501697020483422</guid><pubDate>Fri, 23 Oct 2026 04:17:42 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-23T06:17:42.782+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><title>mädelszeit. </title><description>Wir fliegen gleich los. Mutter und Tochter. Ein paar Tage unterwegs, nur wir zwei. Ich freue mich darauf. Auf eine andere Stadt, gutes Essen, Herumlaufen ohne wirkliches Ziel und die üblichen Diskussionen darüber, ob wir jetzt wirklich noch in dieses Geschäft müssen. Müssen wir natürlich. Je nachdem, wer gerade fragt. Mit einem Teenager zu verreisen ist ohnehin eine interessante Angelegenheit. Man hat eine Reisebegleitung, die einerseits erstaunlich erwachsen ist, andererseits bei bestimmten Gelegenheiten schlagartig wieder fünf wird. Vorzugsweise dann, wenn Hunger im Spiel ist. Ich übrigens auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag diese Zeit mit ihr. Nicht, weil wir ununterbrochen tiefgründige Gespräche führen oder besonders wertvolle Mutter-Tochter-Momente produzieren müssten. Manchmal laufen wir einfach nebeneinander her. Erzählen Unsinn. Lachen über Dinge, die außer uns vermutlich niemand lustig findet. Oder sind still. Und manchmal erzählt sie plötzlich etwas, von dem ich nicht einmal wusste, dass es sie beschäftigt. Meistens zwischen zwei völlig belanglosen Bemerkungen. Man muss ein bisschen aufpassen, um diese Momente nicht zu verpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wird größer. Selbstständiger. Hat ihre eigene Meinung, ihren eigenen Geschmack und gelegentlich eine bemerkenswert ausgeprägte Vorstellung davon, wie ich mich zu verhalten habe. Keine Ahnung, von wem sie das hat. Ich weiß, dass diese gemeinsamen Reisen irgendwann seltener werden. Weil sie eigene Pläne haben wird, andere Menschen wichtiger werden und das ist okay. Bis dahin genießen wir die Zeit.  Ein paar Tage nur wir zwei. Ohne Alltag, ohne Termine, ohne den üblichen organisatorischen Wahnsinn. Gut, ganz ohne Diskussionen wird es vermutlich nicht gehen. Wir sind schließlich verwandt.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Here we go!&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/madelszeit.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-9176880126900630722</guid><pubDate>Thu, 22 Oct 2026 13:00:47 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-22T15:00:47.354+02:00</atom:updated><title>erschöpfung. </title><description>Lissabon war gut. Sehr gut sogar. Und nun bin ich müde. Nicht dieses angenehme Müde, wenn man abends ins Bett fällt und weiß, dass man einen guten Tag hatte. Sondern dieses tiefe, alles umfassende Müde, bei dem selbst Kleinigkeiten plötzlich erstaunlich viel Kraft kosten. Die vergangenen Tage waren supervoll. Mit Arbeit, Menschen, Gesprächen, Entscheidungen und Dingen, die dringend erledigt werden mussten. Wie immer eigentlich. Ich funktioniere ziemlich gut. Das ist eine meiner besseren und gleichzeitig schlechteren Eigenschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Körper hat inzwischen allerdings eine andere Meinung dazu. Gestern Abend hat der Liebste mich in zwei Decken gewickelt, weil ich einfach nicht warm wurde. Ich saß da wie ein dick verpacktes Paket und habe darauf gewartet, dass meine Betriebstemperatur irgendwann wieder ein halbwegs menschliches Niveau erreicht. Offenbar reicht es inzwischen nicht mehr, einfach nur müde zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze hier, bin völlig erledigt und mache eine kleine Liste. Postkarten. Wem ich von meiner nächsten Reise schreiben möchte. Eine harmlose Beschäftigung. Sollte man meinen. Ein paar Namen, ein paar Adressen. Menschen, denen ich gern eine Freude mache. Und dann denke ich ganz selbstverständlich, Oma muss ich auch noch schreiben. Ein Gedanke, der so vertraut ist, dass er einfach auftaucht, ohne vorher anzuklopfen. Nur ist sie seit Januar 2025 tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich starre auf meine Liste. Es ist nicht so, dass ich das vergessen hätte. Natürlich weiß ich, dass sie nicht mehr da ist. Ich weiß es jeden einzelnen Tag. Aber offenbar gibt es irgendwo in meinem Kopf noch eine Abteilung, in der sie lebt. In der ich ihr Karten schreibe, sie anrufe und ihr erzähle, wo ich gerade bin. Eine Abteilung, die sich beharrlich weigert, ihre Unterlagen zu aktualisieren. Normalerweise kann ich mit solchen Momenten ganz gut umgehen. Ich lächle manchmal sogar darüber. Heute nicht. Heute sitze ich einfach da und vermisse sie. Und plötzlich merke ich, wie erschöpft ich wirklich bin. Weil es manchmal gar nicht die großen Dinge sind, die einen aus der Bahn werfen. Nicht die anstrengenden Arbeitstage, nicht der Schlafmangel, nicht die hundert Kleinigkeiten, die gleichzeitig Aufmerksamkeit verlangen. Sondern ein Name, den man auf eine Liste schreiben möchte. Und eine Adresse, an die man nie wieder eine Postkarte schicken kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, heute mache ich einfach mal nichts mehr, außer packen und atmen.&lt;div style=&quot;-webkit-text-stroke-width: 0px; caret-color: rgb(0, 0, 0); color: black; font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-decoration-line: none; text-decoration-style: solid; text-decoration-thickness: auto; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/erschopfung.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-5961671815922744950</guid><pubDate>Sat, 17 Oct 2026 21:51:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-18T00:31:57.558+02:00</atom:updated><title>handgepäck. </title><description>Ich packe meinen Koffer und nehme mit: drei bis vier Outfits, fünf Ladekabel, diverse Adapter, mein Notebook, sämtliche Eventualitäten und die leise Hoffnung, dass am Zielort inzwischen irgendjemand weiß, was eigentlich final beschlossen wurde und ob alles rund läuft. Beruflich verreisen klingt immer so wahnsinnig interessant. Internationale Projekte. Andere Länder. Flughäfen. Hotels. Menschen, die einem auf Englisch erklären, warum eine Entscheidung von Dienstag am Donnerstag leider nicht mehr gilt. Privat fragen alle, ob man auch etwas von der Stadt sieht. Ja, selbstverständlich. Den Flughafen. Das Hotel. Den Veranstaltungsort. Mit etwas Glück noch die örtliche Taxiinfrastruktur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe inzwischen eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie man drei Tage Abwesenheit organisatorisch vorbereitet. Es ist ungefähr der Aufwand einer kleinen Auswanderung. Nur ohne den Vorteil, anschließend wirklich weg zu sein. Jetzt fehlt nur noch das Packen. Der Koffer steht bereits da und schaut mich erwartungsvoll an. Soll er ruhig. Ich habe schließlich Urlaub vom Privatleben und fahre zur Arbeit. Der Teenie hat bereits eine Freundin zum Mittagessen eingeladen während ich weg bin. Das läuft hier. Der Liebste und sie freuen sich schon auf die Tage zu zweit und haben bereits Pläne.&amp;nbsp;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/handgepack.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-6232546790607030805</guid><pubDate>Tue, 13 Oct 2026 20:00:29 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-13T22:01:23.832+02:00</atom:updated><title>dienstag. </title><description>Dienstag 18.30Uhr und ich weiß immer noch nicht, ob ich fliegen muss oder nicht. Allmählich bin ich nur noch ungehalten und habe keinen Bock mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstagabend 20.00Uhr. Nach wochenlangen Abstimmungen steht nun tatsächlich fest, dass ich beruflich nach Portugal fliege. Vier Tage Vorlauf für eine internationale Veranstaltung, die seit Monaten geplant wird. Kann man sich nicht ausdenken. Andere planen in der Zeit einen Restaurantbesuch. Ich organisiere mal eben eine Dienstreise ins Ausland und den ganzen privaten Ratenschwanz. Ich werde das professionell lösen. Freundlich lächeln, souverän abliefern und mir meinen Teil denken. Letzteres wird zunehmend abendfüllend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann habe ich heute erst mal geheult. Nicht wegen der Arbeit, sondern weil mir jemand ganz selbstverständlich den Rücken freihält. Ohne Diskussion. Ohne Theater. Ohne schlechtes Gewissen, Ganz selbstverständlich. Einfach so. Frau Eiskalt, 45 Jahre alt. Beruflich kriege ich so ziemlich alles organisiert. Privat bin ich offenbar noch dabei zu lernen, dass ich nicht mehr alles allein stemmen muss. Das Kind ist übrigens völlig entspannt. Ihre einzige Sorge ist, dass während meiner Abwesenheit ausreichend Wäsche gewaschen wird. Schließlich möchte sie nicht nackt nach Wien fliegen. Ich liebe die Beiden. Immerhin wissen hier alle, wo die Waschmaschine steht und wie man sie bedient. Die vergangenen Jahre waren nicht umsonst. Manche Dinge lassen sich eben doch langfristig und erfolgreich vorbereiten. Im Gegensatz zu einigen internationalen Veranstaltungen.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/dienstag.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4776822510088505290</guid><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 10:19:33 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:42:38.230+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Strategin Eiskalt</category><title>müde. </title><description>Die Frage der Woche: Fliege ich nun nach Portugal oder fliege ich nicht nach Portugal? Ich wollte wirklich noch nie so wenig an einem internationalen Kundenprojekt vor Ort teilnehmen wie an diesem. Und das will etwas heißen. Drei Tage Lissabon. 26 Grad, Sonne, fantastisches Lebensgefühl. Eigentlich müsste ich vor Vorfreude im Dreieck springen. Stattdessen frage ich mich, ob man berufliche Anwesenheit nicht inzwischen auch gedanklich erledigen kann. Diese Projektleiterin schafft mich. Wirklich. Jeden Tag irgendein neues Theater. Was gestern noch galt, ist heute wieder offen. Entscheidungen werden vertagt, Dinge dreimal besprochen und zwischendurch darf man sich überlegen, wie man aus dem ganzen Durcheinander noch eine vernünftige Veranstaltung macht. Ich bin müde. Ich mache diesen Job lange genug, um zu wissen, dass nicht immer alles glattläuft. Muss es auch nicht. Aber irgendwann ist mein Vorrat an Geduld und professioneller Freundlichkeit eben auch mal aufgebraucht. Und ganz ehrlich? Ich würde inzwischen lieber hierbleiben. Wäre deutlich entspannter, zumal ich zwischen zwei Reisen ohnehin nur einen Tag zum Umpacken habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Ich habe mittlerweile mehr Lust auf eine verbindliche Entscheidung als auf drei Tage portugiesische Sonne. Das muss man auch erst mal schaffen. Ich mag meinen Job wirklich gern. Aber manche Projekte sind wie ein Einkaufswagen mit vier kaputten Rollen. Man schiebt und schiebt, korrigiert ständig die Richtung und kommt irgendwie vorwärts. Nur Spaß macht es irgendwann nicht mehr, wenn die Verantwortung immer nur einseitig verteilt wird und noch mehr Flexibilität gefordert wird.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/mude.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7941056343665794605</guid><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 13:20:20 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:40:45.690+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kiss &amp; Stay</category><title>parallelbetrieb. </title><description>Zusammen sein, ohne ständig etwas zusammen machen zu müssen. Beide am Tisch oder im selben Raum. Jeder wurschtelt vor sich hin und macht seins. Zwischendurch ein Kuss, irgendein blöder Spruch, ein bisschen Quatsch. Kurz anfassen. Funktioniert erstaunlich gut. Unaufgeregt. Manchmal reicht es völlig, dass der andere einfach da ist. Und zwar gern. Ich mag unseren Parallelbetrieb gerade sehr. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/08/parallelbetrieb.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1757237287759816380</guid><pubDate>Thu, 08 Oct 2026 11:50:37 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:42:18.905+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>versorgungslage.</title><description>Der Kühlschrank enthielt Senf, Hoffnung und eine halbe Zucchini mit ungeklärter Zukunft. Ich habe die Zucchini heute Mittag gegessen. Damit ist zumindest eine offene Frage geklärt. Der Senf bleibt. Die Hoffnung auch. Ich würde sagen, die Versorgungslage mit frischem Gemüse ist angespannt, aber die Geschäftsführung sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Gurkentruppe mit Fell sieht das vermutlich ein bisschen anders.&lt;br /&gt;Morgen!</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/versorgungslage.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2119462342025552323</guid><pubDate>Wed, 07 Oct 2026 12:53:27 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:42:07.594+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Gedanken</category><title>soulfood.  </title><description>Es gibt Tage, da braucht man keine Lösung. Man braucht Nudeln. Heute ist so ein Tag, wo alles explodiert und besonders nervig ist. Ich brauche nicht dieses symbolische „Ich tue mir jetzt etwas Gutes“-Ding. Sondern Nudeln mit Garnelen. Knoblauch. Chili. Oder mit Oliven und Kapern. Vielleicht ein bisschen Zitrone. Salz. Viel Geschmack. Wenig Diskussion. Ich liebe Essen, das keine Fragen stellt. Nudeln mit Garnelen sagen nicht: &quot;Hast du das schon geklärt?&quot; Sie sagen nicht: &quot;Du solltest aber auch mal!&quot; Sie sagen: &quot;Hier. Warm. Scharf. Gut. Iss!&quot; Und ganz ehrlich, das ist heute vermutlich genau die Art von Unterstützung, die ich brauche.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/soulfood.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7613219447534295788</guid><pubDate>Tue, 06 Oct 2026 08:15:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:41:16.139+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>morgenrosa.</title><description>Gestern früh habe ich das Kind kurzfristig zum See gefahren. Eigentlich nichts Besonderes. Ihre Mitfahrgelegenheit war ausgefallen, also saß ich zu einer Uhrzeit im Auto, zu der ich sonst meistens noch nicht wirklich Teil des Tages bin. Über den Dächern hing noch leichter Nebel. Nicht viel. Gerade genug, dass die Stadt ein bisschen weicher aussah als sonst. Darüber dieser rosa Himmel, erst ganz blass und dann plötzlich in Farben, bei denen man kurz denkt, jemand hätte es mit dem Filter übertrieben. Hatte aber niemand. Ich mag solche Morgen über der Stadt. Häuser, Ampeln, Dächer, irgendwo schon Menschen auf dem Weg irgendwohin. Und darüber veranstaltet der Himmel völlig unbeeindruckt sein eigenes Spektakel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kind neben mir war naturgemäß weniger ergriffen. Teenager am frühen Morgen haben andere Prioritäten. Wachwerden zum Beispiel. Oder schweigen. Also fuhr ich, guckte immer wieder nach oben und dachte, dass man erstaunlich viel Schönes verpasst, wenn der Alltag immer zur gleichen Uhrzeit beginnt. Manchmal braucht es nur eine ausgefallene Mitfahrgelegenheit, um die eigene Stadt kurz anders zu sehen.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/morgenrosa.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3568722330053034388</guid><pubDate>Mon, 05 Oct 2026 13:01:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:41:27.593+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Strategin Eiskalt</category><title>diplomatie.</title><description>Aktuell schreibe ich primär E-Mails und spiele politische Spielchen. Ich meine diese spezielle Form von beruflicher Diplomatie, bei der alle Beteiligten ungefähr wissen, was vereinbart war, aber irgendjemand trotzdem versucht, die Realität ein kleines Stück in seine Richtung zu schieben. Dann sitzt man da, öffnet Outlook und formuliert Sätze wie „Just to clarify“, „As discussed“ oder „As planned“. Was übersetzt ungefähr heißt: Nein. Das haben wir anders besprochen. Das mache ich nicht heute. Und bitte versuch nicht, mir gerade Arbeit unterzuschieben und anschließend so zu gucken, als hätte sie schon immer bei mir gewohnt. Natürlich schreibt man das nicht. Man schreibt freundlich. Sehr freundlich sogar. Je genervter man ist, desto höflicher wird es. Das ist vermutlich irgendeine Form evolutionärer Anpassung an Projektarbeit. „Thanks for flagging“ zum Beispiel. Ein großartiger Satz. Klingt offen, kooperativ und lösungsorientiert und kann innerlich trotzdem problemlos von einem sehr deutlichen „Ach, verpiss dich doch“ begleitet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt besteht mein Arbeitstag aktuell aus erstaunlich viel Übersetzungsleistung. Menschen schreiben „Could you please…“ und ich lese „Kannst Du das übernehmen, damit ich es nicht machen muss?“ Jemand setzt eine Deadline und ich verbringe anschließend Zeit damit, höflich zu erklären, dass diese Deadline zwar hübsch aussieht, aber leider frei erfunden ist. Dann wird noch jemand ins CC genommen, damit ausreichend viele Menschen gleichzeitig sehen können, wie professionell wir alle damit umgehen. Früher dachte ich bei politischen Spielchen an Hinterzimmer, Zigarren und Männer in schlecht sitzenden Anzügen, die sich gegenseitig Ministerposten versprechen. Mittlerweile weiß ich: Es reichen ein Laptop, ein Projekt und zwei Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen davon, wem eine Aufgabe gehört. Und dann beginnt das eigentliche Spiel. Wer antwortet zuerst? Wen setzt man ins CC? Wen bewusst nicht? Wie oft darf man „as agreed“ schreiben, bevor es passiv-aggressiv wird? Ab wann ist „just to clarify“ eine Kriegserklärung? Und wie viele freundliche Wörter braucht man, um ein Nein so einzupacken, dass es noch nach Zusammenarbeit aussieht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin darin erschreckend gut. Schon immer. Heute schrieb jemand sinngemäß, sie hätte etwas gern sofort. Ich saß vor dem Rechner, las es, trank einen Schluck Tee und dachte: Nein. Dann schrieb ich natürlich nicht Nein. Ich schrieb: „In the next few days, as planned.“ Diplomatie kann so schön sein. Und als wäre das nicht schon genug, kommen in internationalen Projekten noch kulturelle Unterschiede dazu. Viele Nationalitäten, viele Kommunikationsstile, viele sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was höflich, klar, direkt, verbindlich oder eben schon ziemlich forsch ist. Die einen formulieren so weich, dass ich dreimal lesen muss, ob sie gerade etwas von mir wollen oder mir nur einen schönen Nachmittag wünschen. Die anderen schreiben drei Wörter mit Punkt und erzeugen damit sofort das Gefühl, irgendwo sei etwas eskaliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazwischen sitze ich und betreibe berufliche Simultanübersetzung. Nicht nur Englisch nach Deutsch, sondern Ton nach Absicht. Ist das gerade wirklich dringend oder klingt es nur dringend? Ist „would be great“ ein Wunsch, eine Erwartung oder bereits eine Deadline mit Schleifchen? Bedeutet „just checking in“ tatsächlich „ich wollte nur mal nachfragen“ oder doch eher „warum ist das noch nicht fertig“? Und ist „no worries“ wirklich no worries oder muss ich jetzt anfangen, mir Sorgen zu machen? Das Schöne ist, ich darf niemanden beleidigen. Niemanden brüskieren. Niemandem das Gefühl geben, ich hätte gerade den inneren Mittelfinger ausgeklappt. Man muss also gleichzeitig klar, freundlich, bestimmt, diplomatisch, interkulturell sensibel und möglichst unmissverständlich sein. Was ungefähr so einfach ist, wie auf einem Gymnastikball sitzend einen IKEA-Schrank aufzubauen, während jemand daneben freundlich fragt, ob man das nicht ein bisschen schneller machen könne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kommt noch das eigentliche Sahnehäubchen: die schiere Zeitverschwendung. Dieses endlose Bullshit-Bingo aus „alignment“, „ownership“, „next steps“, „stakeholder management“, „quick sync“, „touch base“ und „just a heads-up“. Man verbringt zwanzig Minuten damit, eine Mail zu formulieren, die inhaltlich aus einem einzigen Satz besteht: Nein, das ist nicht meine Aufgabe. Danach folgen drei Antworten, zwei CC-Erweiterungen und ein Termin, um zu klären, wer jetzt eigentlich klärt, wer zuständig ist. Es ist teilweise absurd. Nicht kompliziert, nicht anspruchsvoll, nicht strategisch. Einfach nur aufwendig. Sehr viel Luftbewegung um erstaunlich wenig Substanz. Man könnte manche Schleife vermutlich in vier Minuten lösen, wenn alle Beteiligten kurz sagen würden, was sie eigentlich wollen und was sie nicht machen möchten. Aber nein. Stattdessen tanzt man den professionellen Regentanz um Zuständigkeiten, Befindlichkeiten und Formulierungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders hübsch wird es, wenn alle überzeugt sind, sie hätten sich glasklar ausgedrückt. Dann steht irgendwo „to be discussed“, jemand liest „to be delivered“, jemand anders versteht „already agreed“ und zwei Tage später darf ich wieder eine Mail schreiben, die mit „Just to clarify“ beginnt. Internationales Projektmanagement ist deshalb im Grunde weniger Organisation als angewandte Sprachwissenschaft mit politischem Einschlag und gelegentlichen Bingo-Runden. Ich finde das tatsächlich spannend. Meistens jedenfalls. Außer wenn ich merke, dass ich seit einer Stunde sehr professionell kommuniziert habe und wir exakt da stehen wie vorher.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dann denke ich kurz: &quot;Bullshit&quot; und schreibe: „As planned.“&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/diplomatie.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3221975914826439908</guid><pubDate>Fri, 02 Oct 2026 06:20:28 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:41:43.450+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>haushaltskompetenzen. </title><description>Sollte morgen die Sonne scheinen, wird der Haufen Teenager übrigens sehen, wie hervorragend schlecht ich das Küchenfenster diese Woche schnell geputzt habe. Im Schatten dachte ich noch: läuft, sieht voll gut aus. Im Sonnenlicht sieht das vermutlich eher nach abstrakter Kunst mit Schlieren aus. Man muss dazu sagen, dass es gestern auch den ganzen Tag geschüttet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss gerade selbst lachen. Da bereitet man tagelang einen 15. Geburtstag vor und am Ende erzählt das Fenster die ganze Wahrheit über die eigenen Haushaltskompetenzen. Vielleicht einfach Deko davor hängen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin habe ich heute ein unerwartetes Zeitfenster gewonnen. Vier ausgefallene Schulstunden. Andere nennen es Unterrichtsausfall. Ich nenne es inzwischen Ressourcenmanagement. Win-win. Wir sind dann mal eben den letzten Rest einkaufen. </description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/haushaltskompetenzen.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-4337623466744208140</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 06:05:59 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:39:34.987+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Die Untermieterin.</category><title>speed. </title><description>In zwei Tagen hat das Kind Geburtstag und ich fühle mich wie ein Eichhörnchen auf Speed. Ich schlafe kaum. Mein Kopf ist knallvoll. Hier noch etwas besorgen, da noch etwas vorbereiten, zwischendurch arbeiten, organisieren, umplanen, erinnern. Ich denke an zwölf Dinge gleichzeitig und vergesse dabei zuverlässig das dreizehnte. Sie wird einfach &lt;a href=&quot;https://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2011/10/mathilda.html&quot;&gt;fucking 15&lt;/a&gt;. Fünfzehn. Ich weiß nicht genau, wann aus dem kleinen blonden Wirbelwind dieser ziemlich großartige Teenie geworden ist, der mir zwischendurch ein Glas hinstellt, einen Eiswürfel reinwirft und offenbar besser erkennt als ich selbst, wann meine Belastungsgrenze erreicht ist.&amp;nbsp;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und gleichzeitig verschiebt sich gerade so viel. Nicht nur bei ihr. Es ist der erste Teenie-Geburtstag, den wir so richtig zu dritt feiern. Mit Frühstück. Mit einem gemütlichen Abend. Mit allem dazwischen. Mit diesem neuen Selbstverständnis, dass wir inzwischen ein richtiges kleines Team sind. Gestern Abend haben wir schon die Geschenke eingepackt. Mit Getränk daneben, Geschenkpapier überall und regelmäßigem „Finger drauf“, um die Schleifenbänder festzuziehen. War richtig schön. Und immerhin ist dieser Stress schon mal weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte, dass es wie immer richtig schön wird. Nicht perfekt. Eigentlich weiß ich das. Nur hat mein Gehirn diese Information offenbar nicht erhalten und betreibt weiterhin Hochleistungslogistik. Vielleicht ist das auch ein bisschen der eigentliche Punkt. Sie wird 15 und bewegt gerade wahnsinnig viel. Wird größer, selbstständiger, klarer. Probiert aus, grenzt sich ab, kommt wieder zurück. Und während sie sich verändert, verändert sich unser Leben einfach mit. Warum macht das eigentlich jedes Jahr aufs Neue so emotional?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht weil ich plötzlich nicht nur auf diesen einen Geburtstag schaue. Sondern auf den ganzen Weg bis hierhin. Auf das, was sie in den letzten Jahren getragen hat. Auf das, was sie daraus gemacht hat. Und auf die Person, die da gerade immer deutlicher zum Vorschein kommt. Noch zwei Tage. Dann ist sie 15. Und vermutlich werde ich irgendwann zwischen Frühstück und Geburtstagskerzen kurz dastehen, sie ansehen und sentimental denken: „Ach. Da bist Du ja. So groß schon. Und wahnsinnig wunderbar.“&lt;/div&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/10/speed.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-39035818543665160</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 09:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:39:00.147+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Alltag</category><title>shoppinglogik.</title><description>&lt;p&gt;Ich gehe mit einer Liste los. Das gibt mir Struktur. Ich komme mit Dingen zurück, die nicht auf der Liste standen. Das gibt mir Persönlichkeit. Beides zusammen nennt man vermutlich ausgewogenes Konsumverhalten.&lt;/p&gt;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/09/shoppinglogik.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-1968283124137795450</guid><pubDate>Mon, 28 Sep 2026 05:23:35 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:38:44.271+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>erwachsenenfreude.</title><description>Dinge, über die ich mich mit Mitte 40 ernsthaft freue. Einen Parkplatz direkt vor der Tür. Frische Bettwäsche. Hübsche Blumen auf dem Tisch. Ein leerer Kalenderabend. Gutes Brot. Kerzen. Musik in der Küche. Wenn einer kocht und der andere Wein einschenkt. Einen Termin, der abgesagt wird. Einen Spaziergang ohne Ziel. An seiner Brust liegen. Ein Wochenende ohne Programm. Zusammen einschlafen. Morgens noch zehn Minuten liegenbleiben. Einen Kuss im Flur. Gute Gespräche am Küchentisch, im Auto, im Bett oder zwischendurch. Dieses Gefühl, dass man sich wirklich meint und nicht nur Informationen austauscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte früher über diese Liste gelacht. Heute finde ich sie hervorragend und denken oft: &quot;Ziemlich gutes Leben eigentlich.&quot;</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/09/erwachsenenfreude.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-3010418409896956500</guid><pubDate>Sun, 27 Sep 2026 10:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:38:00.567+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>nebensache.</title><description>Als Kind dachte ich oft, die schönen Dinge müssten groß sein. Reisen. Events. Besonderer Abend. Irgendwas mit Plan. Heute freue ich mich über ein Glas Wein, Sonne im Gesicht, einen guten Satz, einen vollen Tisch, jemanden neben mir und den Moment, in dem gerade nichts dringend ist. Keine große Erkenntnis. Nur praktisch.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/09/nebensache.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-7281376018141485789</guid><pubDate>Sat, 26 Sep 2026 05:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2026-10-25T23:38:19.103+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><title>samstagskompetenz.</title><description>Ich habe inzwischen eine erstaunlich hohe Kompetenz darin entwickelt, einen freien Tag nicht komplett durchzutakten und trotzdem nicht einfach nur auf dem Sofa zu sitzen. Heute also ein bisschen in die Stadt. Einkaufen. Dinge erledigen, die unter der Woche erstaunlich zuverlässig liegen bleiben. Vermutlich irgendwo noch kurz stehen bleiben, obwohl ich eigentlich „nur schnell“ etwas holen wollte. Früher hätte ich wahrscheinlich gedacht, man müsse aus einem freien Tag mehr machen. Frühstück irgendwo. Markt. Stadt. Später essen gehen. Hauptsache Programm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute reicht mir dieses Dazwischen ziemlich gut. Ein bisschen unterwegs. Ein bisschen Alltag. Kein großes Event. Kein Gefühl, aus dem Tag noch irgendetwas Besonderes herauspressen zu müssen. Und dann noch ein bisschen Deko basteln für die &quot;Party to die for&quot; fürs Kind. Ich habe Farb-Spraydosen, Federn und Perlen. Es gibt also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass aus „ein bisschen Deko“ im Laufe des Tages ein leicht eskalierendes Kreativprojekt wird. Später ein Glas Wein im Kiez. Mit Begleitung. Das klingt ziemlich unspektakulär. Ist aber genau die Art Samstag, die ich inzwischen sehr mag. Nicht nichts. Nur angenehm viel.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/09/samstagskompetenz.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-79326308090448823.post-2233469825697945084</guid><pubDate>Fri, 25 Sep 2026 12:58:54 +0000</pubDate><atom:updated>2026-09-25T15:03:16.725+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Frau Eiskalt</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Kopfkrieger</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Phase II</category><title>schutzlücke. </title><description>K.-o.-Tropfen ins Getränk. Ein Mensch wird betäubt, verliert Kontrolle, wird wehrlos gemacht. Und genau dieser Zustand wird anschließend für eine Vergewaltigung ausgenutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und im deutschen Strafrecht war bislang ausgerechnet die Frage relevant, ob diese Substanz ein „gefährliches Werkzeug“ ist. Der BGH verneinte das 2024 für über Getränke verabreichte narkotisierende Substanzen. Deshalb griff der Qualifikationstatbestand mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren nicht automatisch. Solche Fälle konnten unter einen Tatbestand mit mindestens drei Jahren fallen. Die Bundesregierung will diese Lücke nun schließen und ausdrücklich auch gefährliche „Mittel“ erfassen. Der Gesetzentwurf wurde am 23. September 2026 erstmals im Bundestag beraten. Gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gleichzeitig denke ich: &quot;2026. Ernsthaft? WTF?&quot; Denn über fünf Jahre kann man ohnehin diskutieren. Eine Haftstrafe ist irgendwann abgesessen. Die Folgen einer solchen Tat interessieren sich dafür eher wenig. Albträume haben keinen Entlassungstermin. Panikattacken keine Verjährungslogik. Schutzmechanismen verschwinden nicht, weil irgendwo fünf Jahre vergangen sind. Angst hält sich ebenfalls eher ungern an Strafrahmen. Menschen lernen damit zu leben. Manche ziemlich gut. Das bedeutet nur leider nicht, dass es weg ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Staat nun endlich ausdrücklich erfassen will, dass es für die Schwere einer solchen Tat keinen entscheidenden Unterschied macht, ob jemand einen gefährlichen Gegenstand benutzt oder einem Menschen heimlich die Fähigkeit nimmt, sich überhaupt noch wehren zu können, ist richtig. Dass dafür im Jahr 2026 noch eine Gesetzesänderung notwendig ist, finde ich weniger bemerkenswert als schlicht beschämend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwann bleibt die grundsätzlichere Frage. Wann schaffen wir es eigentlich, Frauen besser zu schützen, bevor wieder eine Gesetzeslücke geschlossen werden muss, deren Folgen andere längst getragen haben? Denn nach der Tat zu erklären, wie ernst wir Gewalt nehmen, ist vergleichsweise einfach. Vorher wäre interessanter. Und entscheidend. Wir diskutieren bei sexualisierter Gewalt sehr schnell über Täter, Strafrahmen, Beweise und Verurteilungen. Alles notwendig. Aber erstaunlich selten steht genauso lange die andere Frage im Mittelpunkt: &quot;Was braucht der Mensch, dem das angetan wurde?&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag schon das Wort „Opfer“ nicht. Es macht aus einem Menschen schnell einen Zustand. Dabei muss dieser Mensch anschließend weiterleben. Arbeiten. Beziehungen führen. Schlafen. Vertrauen. Nähe zulassen. Vielleicht Therapie machen. Und irgendwie einen Körper davon überzeugen, dass heute nicht mehr damals ist. Und noch immer müssen Betroffene viel zu häufig erklären, warum sie sich so oder so verhalten haben. Warum sie geblieben sind. Warum sie gegangen sind. Warum sie nicht sofort angezeigt haben. Warum sie sich an etwas erinnern und an anderes nicht. Dabei sind sie diejenigen, denen etwas angetan wurde. Vielleicht wäre das tatsächlich mal ein guter Ausgangspunkt für Opferschutz.</description><link>http://evolution-eiskalt-abgebloggt.blogspot.com/2026/09/schutzlucke.html</link><author>noreply@blogger.com (Frau Eiskalt)</author><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>