<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.google.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491</id><updated>2024-09-05T16:08:20.867+02:00</updated><category term="Dating"/><category term="Dies und das"/><category term="Mr. Wrong and Friends"/><title type='text'>Free Again</title><subtitle type='html'>Meine Erfahrungen mit Dating Portalen, wie es dazu kam und das Leben danach...</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default?redirect=false'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>13</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-2025326963917154531</id><published>2007-10-23T01:22:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:48:54.328+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dies und das"/><title type='text'>Lauter Herbst</title><content type='html'>Wenn ihr einmal im Baumarkt steht und hört, dass ein Mann in Latzhose und Bomberjacke mit einem benzinbetriebenen Gartengerät unterm Arm den Angestellten nicht nach dem Preis, sondern nach der Lautstärke in Dezibel fragt, wundert euch nicht. Die nächste Frage heißt in der Regel: „Gibt’s noch etwas Lauteres? 120 dB müssten es schon sein“, woraufhin  ein strahlender Angestellter ein chromglänzendes Monster aus einem Regal zieht und stolz darauf hinweist, dass dies das absolute High-Tech-Profi-Spitzenmodell sei, mit 12 PS und voll-elektronischer Startautomatik. Den Schalldämpfer und die Dämmmatten könne er ja wie immer selber ausbauen. Ihr wurdet soeben Zeuge der Einkaufszeremonie eines deutschen Hausmeisters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Winter ist eine gute Zeit für den deutschen Hausmeister. Da kann er um 5 Uhr in der Früh mit seinem Minibulldozer und vormontierter Schneeschaufel die Gehwegplatten vom Bürgersteig kratzen. Ja er ist schon sehr früh fleißig, das können alle hören. Anschließend werden drei bis vier Lagen Split flächendeckend mit Hilfe eines automatischen Dosiersystems geräuschvoll auf der geräumten Fläche verteilt. Die kann man dann alle paar schneefreien Tage nämlich mit einer Kehrmaschine wieder beseitigen, natürlich um dieselbe Uhrzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Frühling fängt ziemlich langweilig an. Ein wenig Split abkehren und drei mal in der Woche die diversen Müllbehälter mit dem Minibulldozer einzeln aus der Tiefgarage zerren, natürlich wieder morgens um 5 Uhr, um sie dann geleert abends gegen 9 Uhr wieder nach unten zu ziehen, dieses Mal zusammengehängt, weil das beim runterfahren schöner scheppert, nachdem sie ja jetzt leer sind. So ab Mai kommen dann die ersten zaghaften Rasenmäh- und Heckenschneidübungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sommer eignet sich durchgängig zum Lärm produzieren. Besonders beliebt ist das Abmähen von 20 m² Rasenflächen mit einem Rasentraktor, mindestens dreimal pro Woche, oder das Schneiden der im letzten Jahr gepflanzten Hecke mit einer Motorheckenschere. Für Äste mit mehr als 15 mm Durchmesser wird auch gerne eine Benzinkettensäge zu Hilfe genommen. Der Abend bietet sich dann zum Häckseln der mittags abgeschnittenen Heckenteile an, bevor die Motorpumpe neben dem Brunnen angeworfen wird, um den frisch geschnittenen Rasen kurzfristig in eine Seenlandschaft zu verwandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die mit Abstand schönste Jahreszeit für deutsche Hausmeister ist der Herbst. Kurz vor 12 Uhr mittags versammeln sie sich vor ihren Grundstücken, bewaffnet mit Laubgebläsen und bereiten sich darauf vor, über die Mittagsruhe der Anwohner herzufallen wie weiland die Türken über Wien. Und dann wird auf Kommando Laub geblasen, gnadenlos bis zum Nachbargrundstück getrieben und dort vom mit laufendem Gebläse wartenden Kollegen übernommen. Das Ritual findet täglich statt, solange noch ein einziges Blatt an einem Baum hängt, der sich nicht notwendigerweise auf dem eigenen Grundstück befinden muss. Wetterunabhängig, auch bei strömendem Regen oder Windstärke 12, betreiben die Dezibel-Junkies zwanghaft, einem nicht beherrschbaren Trieb gehorchend ihre akustische Umweltverschmutzung. Das alles geschieht bevorzugt zwischen 12 und 15 Uhr, zu einer Zeit also, in der sich ansonsten liebe Omis bei der Polizei über spielende Kinder beklagen und der Nachbar angezeigt wird, weil er beim Abwaschen zu laut mit den Töpfen klappert. Aber das ist das Revier des deutschen Hausmeisters. Und wenn sich doch mal jemand beschwert, wendet er sich um, mit dem Gebläse drohend auf den Störenfried zeigend, und deutet mit einer Bewegung der freien Hand in Richtung der gehörschutzbewehrten Ohren an, dass er nichts versteht. Der so Bedrohte zuckt kurz zusammen und zieht sich zurück. Weiß er doch, dass er bald wieder jemand braucht, der die Heizventile gängig macht und die Heizkörper entlüftet. Es ist ja schließlich schon Herbst, und wenn schon nicht lau, dann wenigstens laut.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/2025326963917154531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/2025326963917154531' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2025326963917154531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2025326963917154531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/10/lauter-herbst.html' title='Lauter Herbst'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-2941997060730164624</id><published>2007-08-06T00:09:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:48:24.566+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Mr. Wrong and Friends"/><title type='text'>Mr. Wrong  and Friends #4</title><content type='html'>Noch während Julia sich fertig machte kamen ihr die ersten Zweifel. Die Beziehung mit Thomas steckte ihr noch immer in den Knochen, obwohl das jetzt auch schon fast ein Jahr zurück lag. Es war zu viel kaputt gegangen, um es einfach so wegzustecken. Klar, ihre Freundin und Kollegin Laura hatte es natürlich schon vorher gewusst und sie gewarnt. &lt;br /&gt;„Lass die Finger von dem Typen, der ist nichts für dich. Er wird dir nur wehtun.“  &lt;br /&gt;Und jetzt ein Date mit einem Mann, den sie erst am Abend vorher online kennen gelernt hatte. Ausgerechnet bei einer Afterwork Party. Das war so gar nicht ihre Welt. In der Nacht war es echt nett, mit ihm zu chatten, er wirkte schüchtern, fast etwas ängstlich. Aber am nächsten Morgen war er wie ausgewechselt und wenn sich nicht Laura an ihren Rechner gesetzt und weitergemacht hätte, wäre die Unterhaltung schnell zu Ende gewesen. Laura war komplett anders als Julia. Sie genoss das Leben in vollen Zügen und nahm die Typen einfach nicht ernst genug, um sich von ihnen verletzen zu lassen. Da war schon eher das Gegenteil der Fall. Auf jeden Fall hatte sie beschlossen, dass dieser Mann Julia im Moment gut tun würde und ein Date ausgemacht. &lt;br /&gt;„Der Typ bringt dich mal auf andere Gedanken, der scheint ganz witzig zu sein. Außerdem musst du mal wieder unter Leute, basta. Wenn man in deinem Alter nachts nicht schlafen kann und im Internet rumsurfen muss, wird es höchste Zeit. Du brauchst dich ja jetzt wirklich nicht zu verstecken.“ &lt;br /&gt;Laura war ein recht dominanter Typ und ließ keine Widerrede zu. &lt;br /&gt;„Und wenn der Typ der letzte Arsch ist?“ &lt;br /&gt;„Dann lässt du ihn sitzen und fährst nach Hause.“&lt;br /&gt;„Ich weiß ja gar nicht was so ab geht auf so ’ner Afterwork Party.“&lt;br /&gt;„Gott, stell dich nicht so zickig an! Das siehst du, wenn du da bist.“&lt;br /&gt;„Ich habe auch gar nichts zum Anziehen.“&lt;br /&gt;„Ich leihe dir was, Standard-Outfit, kleines Schwarzes, da kannst du nichts verkehrt machen und ein paar Schuhe, die ihn von den Socken hauen. Wenn er da nicht anspringt, vergiss’ es auf der Stelle!“ &lt;br /&gt;Und so kam es, dass Julia am Abend mit einem ihrer Meinung nach völlig unpassenden Outfit in der Straßenbahn saß und Richtung Innenstadt fuhr. Sie hatte kurz überlegt, das Auto zu nehmen, sich dann aber angesichts der Parkplatzsituation in der Innenstadt doch für die öffentlichen Verkehrsmittel entschieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter wartet vor der Weinhandlung und schaute sich vorsichtig um. &lt;br /&gt;„Hallo Herr Kessler, Sie auch hier? Kaufen Sie Wein oder gehen Sie zur Afterwork Party?“&lt;br /&gt;Er schnellte herum. ‚Gott, auch das noch, diese Zicke von Justitiarin aus dem 2. Stock und noch drei andere Leute vom Amt. Wenn die ihn mit Julia sehen, gibt es morgen im Flurfunk wieder eine Menge zu berichten.’ &lt;br /&gt;„Nein, nein, ich warte nur auf, äh, einige Bekannte, wir, äh, wollten zum Essen gehen. Wir wussten gar nicht, äh, dass hier heute eine Veranstaltung ist.“&lt;br /&gt;„Wie jeden Donnerstag, Herr Kessler, Sie gehen wohl selten weg. Na dann, viel Spaß noch. Ach ja, sehr interessante Krawatte, die Sie heute tragen.“&lt;br /&gt;Peter hasste Sie, schon die süffisante Bemerkung über die Krawatte brachte ihn auf die Palme. Er versuchte herauszufinden, wo die vier sich hinsetzen, hatte sie aber im Getümmel schnell verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er sich umdrehte sah er Julia am Eingang stehen und Michael hatte Recht behalten, er erkannte sie sofort. Sie sah wirklich toll aus in dem schwarzen Kleid und den silberfarbenen Pumps mit dem schlanken hohen Absatz. Trotzdem wirkte sie irgendwie ein wenig verloren. Sie fühlte sich nicht wohl in dem Kleid und den Schuhen, die nicht ihr gehörten, zupfte das Kleid in Form, obwohl es perfekt saß und schob mit dem Daumen die BH-Träger wieder zurück unter die Träger des Kleides. Das kleine Gucci-Täschchen, dass ihr Laura ebenfalls überlassen hatte, hielt sie fest an sich gepresst. Aber wie die meisten Jungs nahm Peter diese Signale nicht wahr, er fand, sie sah heiß aus und marschierte entschlossen auf sie zu. ‚Mein Gott, was mache ich hier, ich mache mich doch nur zum Trottel’, dachte Julia und wollte sich gerade umdrehen und gehen, als sie den Typen mit dem unsicheren Lächeln direkt auf sich zukommen sah. Er sah nett aus, anders als sie sich ihn vorgestellt hatte. Groß, schlank, gepflegt, volle Haare, hatte sich gut gehalten für seine 45 Jahre – nur die Krawatte war unmöglich, aber das kann frau ja ändern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Julia? Hallo, ich bin Peter, du siehst ja noch viel besser aus als auf dem Foto“, &lt;br /&gt;war das tollkühnste was Peter im Moment herausbrachte. Dafür hätte er sich am liebsten auf die Zunge gebissen. ‚Mensch, was machst du, selten dämlicher Spruch, reduzierst sie auf Äußerlichkeiten, gleich am Anfang, du Depp. Sag ihr was Persönliches, was Ausgefallenes, etwas womit sie nicht rechnet, aber was bloß’. All die schönen Sprüche, die er sich nach intensivem Google-Studium extra für diesen Augenblick zurechtgelegt hatte, waren urplötzlich weg und das einzige was ihm spontan einfiel war: &lt;br /&gt;„Tolles Kleid, steht dir gut.“ &lt;br /&gt;Danach folgten ein verlegenes Hüsteln und eine lange Pause. Julia gewann ihr Selbstvertrauen zurück und antwortete schließlich: &lt;br /&gt;„Danke, das klingt mir sehr nach dem Peter, mit dem ich gestern Abend gechattet habe. Wer war bloß der Typ von heute morgen?“ &lt;br /&gt;Dabei lächelte sie ihn an und sah ihm in die Augen. Peter wurde rot, sein Verstand setzte für den Bruchteil einer Sekunde aus und er antwortete, bevor sein Gehirn ihn daran hindern konnte: &lt;br /&gt;„Das war wirklich nicht ich, das war mein Freund Michael.“ &lt;br /&gt;Dann sah er ihren überraschten Blick, dachte darüber nach was er gerade gesagt hatte, wurde noch verlegener und stammelte: &lt;br /&gt;„Aber das war keine Absicht, er wusste nicht, dass wir schon nachts miteinander gesprochen haben, äh, ich meine geschrieben und außerdem, kennt er genug…nein…ach Mensch, ich würde dir das so gerne erklären, aber hier ist es so laut und so voll. Also, du magst das hier, ich eigentlich auch…nein…nicht wirklich…ach, ich glaub ich hab’s versaut.“ &lt;br /&gt;Julia sah ihn prüfend an, bemerkte die Verzweiflung und begann zu lachen. &lt;br /&gt;„Du, ich muss dir auch was gestehen. Lass uns doch irgendwo hingehen, wo man in Ruhe miteinander reden kann. Ich glaube, wir haben hier beide nichts zu suchen, zumindest nicht heute.“ &lt;br /&gt;Sie nahm entschlossen seinen Arm, hakte sich ein und zog ihn Richtung Ausgang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter folgte willenlos. Ihm war das alles ziemlich peinlich und er war froh, wieder aus der Halle heraus zu kommen. &lt;br /&gt;„Wo gehen wir hin“, fragte Julia, „ich kenne nicht so viel hier in der Gegend.“ &lt;br /&gt;„Magst du was essen?“ &lt;br /&gt;„Eigentlich nicht, vielleicht können wir irgendwo ein Glas Wein trinken.“&lt;br /&gt;Nachdem Peter auch nichts einfiel und er keine Lust hatte, noch weitere Arbeitskollegen zu treffen, schlug er die Stammkneipe im Westend vor. &lt;br /&gt;„Ich habe mein Auto hier in der Nähe, na ja, ein Stückchen müssen wir schon gehen, kein Parkplatz frei gewesen. Geht das mit den Schuhen?“&lt;br /&gt;Peter hatte bemerkt, dass Julia bereits zweimal leicht umgeknickt war und sich gerade noch an seinem Arm festhalten konnte. Die Schuhe sahen wirklich gut aus, aber selbst Peter hatte mittlerweile bemerkt, dass es offensichtlich nicht ihr normales Outfit war. &lt;br /&gt;„Du das geht schon, die sind neu und noch nicht richtig eingelaufen“, log Julia, „ich bin ja froh, dass du ein Auto da hast und ich nicht wieder mit den Dingern in die Straßenbahn muss.“&lt;br /&gt;Den Rest des Weges unterhielten sie sich über dies und jenes, und einmal legte Peter sogar seinen Arm um ihre Taille, nachdem sie mal wieder kurz neben ihm abgetaucht war und innerlich ihre Freundin verfluchte, die ihr diese Schuhe aufgeschwatzt hatte. Im Westend angekommen, sah er erleichtert, dass Michaels Porsche nicht in der Feuerwehrzufahrt stand. Die beiden hätten ihm jetzt nicht so recht ins Konzept gepasst, wobei er sich eingestehen musste, dass er eigentlich schon längst kein Konzept mehr hatte. Julia gefiel ihm wirklich - nicht nur äußerlich - und das machte ihn noch unsicherer als er sowieso schon war. Er parkte sein Auto wagemutig auf dem Stammparkplatz seines Freundes.&lt;br /&gt;„Das ist eine Feuerwehrzufahrt“, sagte Julia, „könnte teuer werden“.&lt;br /&gt;„Ach da parke ich meistens, ist noch nie was passiert abends. Außerdem bist du mir das wert. Wir wollen doch nicht wieder so einen Gewaltmarsch machen.“&lt;br /&gt;Peter schaute verlegen, aber Julia lächelte nur. ‚Der Typ ist süß’, dachte sie, ‚wieso läuft so was frei rum? Hm, warten wir mal ab wie sich das weiter entwickelt.’&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie das Lokal betraten, war der Stammtisch besetzt. Michael und Konny saßen dort. Michael hatte ein Weißbier vor sich stehen, das heißt er war ohne Auto unterwegs. Peter hoffte, dass sie ihn nicht sofort sehen würden und steuerte einen Tisch am anderen Ende des Raumes an. Heute wollte er alleine sein mit Julia, allerdings war es unmöglich mit ihr an seiner Seite, unauffällig ein Lokal zu betreten. Als er sah, dass Michael aufsprang, verfluchte er die Idee, ausgerechnet hierher gegangen zu sein. Aber Konny hielt Michael am Arm fest und grinste. &lt;br /&gt;„Lass die beiden, die haben sich bestimmt viel zu erzählen, da stören wir nur.“&lt;br /&gt;Michael schaute noch mal rüber, sah Peters panischen Blick und setzte sich wieder hin. &lt;br /&gt;„Hast Recht, wir machen einen Stellungswechsel, wenn wir ausgetrunken haben, sonst ist er den ganzen Abend nervös.“&lt;br /&gt;„Das ist er sowieso, glaub mir“.&lt;br /&gt;Konny lachte, sie stießen miteinander an und winkten der Bedienung zum Zahlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter zog erleichtert den Stuhl ein Stück zurück und bot Julia einen Platz an.&lt;br /&gt;Möchtest du hier sitzen?“ fragte er höflich. &lt;br /&gt;„Wenn es dir nichts ausmacht, möchte ich lieber auf der anderen Seite sitzen.“ &lt;br /&gt;Dieses Mal war es Julia, die verlegen lachte als sie gestand, ungern mit dem Rücken zum Lokal und zur Tür zu sitzen. Obwohl es Peter durchaus etwas ausmachte, überließ er ihr bereitwillig seinen Platz. So saßen sie sich gegenüber und erzählten sich, was am Morgen passiert war. Peter war begeistert von Julia und ließ sie den ganzen Abend nicht mehr aus den Augen, vergaß darüber sogar, sich alle paar Minuten umzudrehen. Er war so fasziniert von dieser Frau, dass er nicht einmal die Polizeistreife bemerkte, die mit eingeschaltetem Blaulicht vor dem Lokal stand und einem in der Feuerwehrzufahrt geparkten Auto ein Ticket unter den Scheibenwischer klemmte.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/2941997060730164624/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/2941997060730164624' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2941997060730164624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2941997060730164624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/08/mr-wrong-friends-4.html' title='Mr. Wrong  and Friends #4'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-2032703980865272651</id><published>2007-07-24T01:55:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:48:24.566+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Mr. Wrong and Friends"/><title type='text'>Mr. Wrong and Friends #3</title><content type='html'>Auf die dunkle Nacht folgte ein heller, sonniger Frühsommertag. Die Wolken hatten sich verzogen und schon während des Chats war die Sonne aufgegangen und Peter hatte tief in die Romantikkiste gegriffen, Goethe zitiert und sogar noch einen Gedichtband von John Keats bemüht, den ihm Konny mal geschenkt hatte. Peter war – für seine Begriffe – zur Höchstform aufgelaufen und fühlte sich trotz der kurzen Nacht total aufgekratzt. Kurz nach sieben hatte sich Miss Mystery, deren richtigen Namen er immer noch nicht kannte, verabschiedet, weil sie sich für die Arbeit fertig machen musste. Aber man wollte sich am Abend unbedingt wieder zum Chat treffen. So stand Peter jetzt fröhlich pfeifend vor dem Badezimmerspiegel und rasierte sich während seine Gedanken immer noch bei Miss Mystery waren. Sie hatte ihm im Chat versichert, dass das im Portal wirklich ihr Foto sei, und er legte sich schon mal die eine oder andere Strategie für die Fortsetzung am Abend zurecht. Sollte er sie heute schon fragen, ob sie mit ihm ausgehen würde oder lieber weiter auf Schüchtern machen. Er hatte den Eindruck, gerade das hätte sie besonders gereizt.&lt;br /&gt;‚Wenn ich zulange warte, geht’s mir am Ende noch wie Konny und sie verliert die Geduld. Wenn ich sie mit der Dampfwalze überfahre wie Michael, ist sie eingeschnappt.’ &lt;br /&gt;Also entschloss er sich, erst mal den Gesprächsverlauf abzuwarten und spontan zu reagieren – wobei Peter und Spontaneität ungefähr so gut zusammenpassen wie Kühe und Ballett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem er sich geistesabwesend soviel Rasierwasser ins Gesicht geklatscht hatte, dass seine Nachbarin den im 3. Stock gemeinsam bestiegenen Fahrstuhl bereits im 2. Stock verließ, um zu Fuß zur Tiefgarage zu gehen, machte er sich auf den Weg in die Arbeit.   Gegen 11 Uhr rief Michael an: &lt;br /&gt;„Hi, denkst du dran, dass wir uns heute Mittag beim Italiener treffen wollten, ich muss euch eine irre Story erzählen.“ &lt;br /&gt;Peter lächelte selig ins Telefon und meinte nur: &lt;br /&gt;„Geht klar, ich auch Jungs, ich auch.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pünktlich um halb eins liefen die drei bei Alfredo ein und setzten sich an ihren Stammtisch, eine Eckbank am hinteren Ende des Lokals, die Peter Rückendeckung mit freier Sicht zur Tür und Michael den Ausblick auf seinen auf dem Gehsteig geparkten Porsche gewährte. Michael und Konny quatschten gleich drauflos, während Peter auf die übliche Frage wartete. Konny stellte sie schließlich: &lt;br /&gt;„Was macht ihr eigentlich heute Abend?“ &lt;br /&gt;Michael und Peter antworteten gleichzeitig: &lt;br /&gt;„Du, ich habe heute Abend keine Zeit, eine Frau, weißt du.“ &lt;br /&gt;Konny schaute die beiden verwundert an und meinte nur: &lt;br /&gt;„Aha, hab’ ich irgendwas verpasst?“ &lt;br /&gt;Peter holte tief Luft und wollte gerade loslegen, als Alfredo mit drei Alibi-Karten unter dem Arm ankam, die er ihnen aber wie üblich gar nicht erst auf den Tisch legte. Dafür fing er sofort an, die in absolut unleserlicher Schrift mit gelber Kreide auf eine grüne Ramazotti-Werbetafel gekritzelte Tageskarte vorzubeten und gleich ein Menü vorzuschlagen. Sehr zu Alfredos Überraschung stimmten die drei sofort zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter und Michael begannen beide wieder absolut synchron zu sprechen: &lt;br /&gt;„Ihr glaubt nicht was mir heute passiert ist.“ &lt;br /&gt;Peter holte wieder tief Luft, aber Michael war wie üblich schneller: &lt;br /&gt;„Da mach’ ich heute früh doch schnell mal mein Skype auf und habe sofort so ’ne Banktussi an der Backe. Keine Ahnung wie die auf meine Kontaktliste geraten ist. Kaut mir ein Ohr ab, wegen letzter Nacht, will wissen, ob ich müde bin. Heißt Julia. Ich habe natürlich sofort gefragt, ob ich ihr Romeo seien darf. Irgendwie hat sie’s nicht gleich kapiert und erzählt mir was von wegen ich sei so anders plötzlich, so frech und dass sie mich gerne kennen lernen möchte. Ich lach mich kaputt, aber ein geiles Foto, ich sag’s euch. Keine Ahnung mit wem die mich verwechselt, egal, heute Abend gehen wir zum Afterwork in die Schrannenhalle.“ &lt;br /&gt;Peter saß noch immer mit offenem Mund da, während Michael munter weiter machte. &lt;br /&gt;„Erst war sie ja ein bisschen verstockt, aber später ist sie dann ganz locker geworden. Du Konny, sie hat am Anfang irgendwas von so ’nem komischen englischen Dichter gefaselt, so ein Romantikgeschwafel, nicht mein Ding. Beauty is truth... oder so ähnlich, du kennst dich bestimmt aus?“ &lt;br /&gt;Konnys Antwort kam wie üblich auf Knopfdruck: &lt;br /&gt;„John Keats, englischer Romantiker, Anfang 19. Jahrhundert, ist nur knapp 26 Jahre alt geworden. Solltest du mal lesen, ich kann’s dir gerne ausleihen, oder frag Peter, dem habe ich mal einen Band geschenkt, hat bestimmt noch nicht reingeschaut bis heute. Aber deine Kleine hat Geschmack.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konny kannte Michaels Geschichten zur Genüge und fragte nun Peter, was er denn heute Abend vorhabe. &lt;br /&gt;„Hey Alter, was ist denn mir dir los, du bist ja weiß wie Alfredos Wand? Hast du ein Gespenst gesehen oder geht’s dir nicht gut?“ &lt;br /&gt;Peter begann zu stottern und war froh als Rosa, Alfredos älteste Tochter, mit dem Essen kam. Normalerweise schaute Peter ihr immer mit einem leicht schmachtenden Blick hinterher, bis sie wieder in der Küche verschwunden war, aber heute vertiefte er sich sofort in seinen Teller und begann die Linguine in sich reinzustopfen, als gäbe es morgen nichts mehr zu essen. Obwohl Konny neugierig war, ließ er Peter zuerst fertig essen. Er kannte seinen Freund und wusste, dass er ihn jetzt nicht löchern durfte. Der würde schon von selbst anfangen, spätestens, wenn der Teller leer ist. Und so war es dann auch. Peter begann langsam und stockend zu erzählen und Konny und Michael hörten gespannt zu, mit leicht aufgeblähten Backen und gesenktem Blick. Sie vermieden es, sich anzuschauen, weil sonst beide vor Lachen sofort auf dem Boden gelegen hätten. Als Peter fertig war brüllten beide los und während sich das ganze Lokal zu ihnen umdrehte, schlug Michael dem vollkommen irritierten Peter kräftig auf die Schulter und sagte: &lt;br /&gt;„Hey Alter, ist doch Ehrensache – du gehst hin! Aber lege dir bitte einen eigenen Skype-Account zu.“ &lt;br /&gt;Dann wurde er wieder vom Lachen überwältigt und Peter konnte schließlich auch nicht anders und lachte mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächste halbe Stunde wurde Peter mit allen wichtigen Details des Münchener Nachtlebens vertraut gemacht. Was zieht man an, welche Drinks bestellt man, wo parkt man am besten, wie verhält man sich auf einer After Work Party, lauter Dinge von denen weder Peter noch Konny auch nur die geringste Vorstellung hatten, aber Michael war party-, lifestyle- und flirterprobt. Und so kam es, dass Peter am Abend mit einer seiner Meinung nach völlig unpassenden Krawatte durchs Gärtnerplatzviertel fuhr um festzustellen, dass Michaels Stammparkplätze allesamt belegt waren oder sich in Halteverbotszonen befanden, was wiederum die hinter ihm Fahrenden nicht abhielt, trotzdem dort zu parken. Er bedauerte, nicht wie üblich mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren zu sein, aber Michel hatte ihm versichert, das sei ein absolutes No-go und keine Frau aus der Szene stünde auf Taxi – oder noch schlimmer – Straßenbahn-Heimfahrten. &lt;br /&gt;„Taxi bedeutet, dass man bei ihr übernachten will, was zwar durchaus wahr seinen kann, aber nicht unbedingt den gewünschten Effekt erzielt. Straßenbahn heißt, keine Kohle haben oder sich als verkappter Öko outen und das funktioniert nun mal bei den Mädels dort nicht.“&lt;br /&gt;Er hatte ihm auch einige Tipps mit auf den Weg gegeben, wie er sich verhalten soll, wenn er Julia zum ersten Mal gegenüber steht, hatte ja schließlich eine knappe Stunde mit ihr gechattet und war voll im Bild. Nachdem Peter endlich einen regulären Parkplatz beim Europäischen Patentamt, nur einen knappen Kilometer entfernt, gefunden hatte, machte er sich auf den Weg in die Schrannenhalle. Natürlich hatte sich Michael bei der Weinhandlung Vinobel verabredet und nichts weiter ausgemacht. &lt;br /&gt;„Wenn du so aussiehst wie auf dem Foto, finde ich dich überall in der Schrannenhalle.“&lt;br /&gt;Typisch Michael, irgendwo bewunderungswürdig, aber heute hasste Peter ihn mal wieder.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/2032703980865272651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/2032703980865272651' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2032703980865272651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/2032703980865272651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/07/mr-wrong-and-friends-3.html' title='Mr. Wrong and Friends #3'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-4052089586680843275</id><published>2007-05-18T19:44:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:48:24.566+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Mr. Wrong and Friends"/><title type='text'>Mr. Wrong and friends #2</title><content type='html'>Freunde der Nacht - endlich ist der zweite Teil der Geschichte fertig. Falls ihr euch nicht mehr an die Charaktere erinnert, findet ihr sie hier im &lt;a href=&quot;http://free-again.blogspot.com/2006/12/mr-wrong-and-friends-1.html&quot;&gt;Teil 1 von Mr. Wrong and Friends&lt;/a&gt;. Inzwischen habe ich auch genug Stoff zusammen, so dass ihr auf die Fortsetzungen nicht mehr so lange warten müsst. Freue mich schon auf eure Mails und jetzt geht&#39;s los... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war dunkel und zwar richtig dunkel, stockdunkel. Peter setzte sich im Bett auf und fühlte sich unbehaglich. Er konnte seine eigene Hand vor Augen nicht sehen und das beunruhigte ihn. Es gibt diese schönen Nächte, in denen alles in ein silbriges Licht getaucht ist, obwohl kein Mond am Himmel zu sehen ist, aber diese Nacht war anders, schwarz, alles verschluckend, bedrohlich. Früher hatte er sich in solchen Nächten immer eng an seine Frau gekuschelt und gefragt: „Liebling, hast du Angst?“ Meist erhielt er zwar nur ein mürrisches Brummeln als Antwort, aber er wertete das als ja und rückte noch ein wenig näher, natürlich nur um sie zu beschützen. Jetzt versuchte er, an etwas Angenehmes zu denken, an Sex zum Beispiel. ‚In so einer Nacht würde man nicht einmal merken, wenn man mit einem Monster im Bett liegt. Nein, falscher Ansatz, Sex, Sex in der Nacht, schwarze Nacht, pitch black, zwecklos. Er tastete nach dem Lichtschalter, schloss für einen Moment geblendet die Augen und torkelte noch nicht ganz wach zur Wohnungstür, um sich zu versichern, dass sie auch wirklich fest verschlossen und die Kette vorgelegt war. ‚Ich werde langsam paranoid’ schoss es ihm durch den Kopf, ‚ich bin zu lange allein’. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter beneidete seine Freunde für deren unerschütterlichen Mut - man könnte es auch als Ignoranz bezeichnen. Einmal hatten sie ein Wochenende auf einer Hütte im Gebirge verbracht, die Michael kostenlos über einen Bekannten organisiert hatte. Den ganzen Tag kreiste Michael fluchend um die Hütte, um einen Netzzugang für sein Handy zu suchen. Und kurz nachdem der Baggerfahrer im Tal das Stromkabel zur Hütte erwischt hatte, wurde es dunkel, verdammt dunkel. Es gab keine Kerzen in der Hütte und auch keine Taschenlampen, zumindest waren im Dunklen keine zu finden. Michaels Fotolicht im Handy versagte eine halbe Stunde später den Dienst, und ein Abstieg ins Tal, wo die Autos standen, war in der Nacht nicht möglich. Als erste Maßnahme entschlossen sich die drei, die reichlich vorhandenen Biervorräte im Kühlschrank vor dem Verderben zu bewahren. Als Peter dann im alkoholisierten Zustand bekannte, dass er sich im Dunklen unwohl fühlt, nahm Konny das sofort zum Anlass, die nächsten beiden Stunden über Special Effects in diversen Horrorfilmen zu referieren und die seiner Meinung nach unglaubwürdigsten Szenen detailliert zu schildern. Auch Michael schien die Dunkelheit nichts auszumachen, dafür war seine Wut auf die alpine Telekommunikations-Infrastruktur viel zu groß.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem auch der zweite Versuch einzuschlafen diesmal an den Erinnerungen an Konnys Splatter-Filme scheiterte, entschloss sich Peter, den Rechner einzuschalten und nachzuschauen wer um vier Uhr in der Früh im Dating Portal online ist. Oh, anscheinend doch eine ganze Menge einsamer Nachtgestalten. Kaum hatte er sich mit dem originellen und fast anonymen Namen Peter45_muc angemeldet, kam auch schon eine Nachricht rein, sehr zum Erstaunen von Peter von einer Miss Mystery. Ein kurzer Blick ins Profil machte in neugierig. 38 Jahre, Single, lange dunkelbraune Haare, auch auf den Fotos offensichtlich schlank, arbeitet bei einer Bank und hat ähnliche Interessen wie Peter, oder wenigstens ähnliche Interessen wie Peter vorgibt, sie zu haben – vermutlich glaubt er es mittlerweile selbst. Der Text der Nachricht ließ ihn erstarren: &lt;br /&gt;‚Hallo Peter, auch Angst im Dunklen? Liebe Grüße Mystery.’ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ok, klar, das war typisch für Konny. Wer sonst von seinen Bekannten ist um die Zeit noch am Rechner und wer sonst ist mit irgendwelchen Fake-Accounts unterwegs. Außerdem kennt er ja auch sein Verhältnis zur Dunkelheit. Und die Frau auf dem Foto entsprach genau seinem Typ, obwohl, Bank passte irgendwie nicht zu Konny. Nach kurzem Zögern schrieb Peter eine Antwort: &lt;br /&gt;‚Hey Konny, alter Junge, glaubst du im Ernst, ich falle auf deine Spielchen rein?’ &lt;br /&gt;Kaum 60 Sekunden später kam eine neue Nachricht an: &lt;br /&gt;‚Ich habe zwar keine Ahnung was du damit sagen willst, aber wenn du auf Jungs stehst ist das auch in Ordnung. Entschuldige, ich bin aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Es ist so entsetzlich dunkel heute und ich fürchte mich ein wenig. Deshalb habe ich einen Gesprächspartner gesucht. Mistery.’&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter war schlagartig hellwach, das war definitiv nicht Konny. Jetzt ja nichts verkehrt machen. &lt;br /&gt;‚Hallo Mystery, tut mir leid, das war dann wohl ein Irrtum, ich dachte, einer meiner Freunde macht sich lustig über mich. Nein, ich habe keine Angst im Dunkeln und werde auf dich aufpassen.’ &lt;br /&gt;Klang das zu heroisch? Nee, sie hatte ja damit angefangen. Also abschicken. Peter wartete und traute sich nicht vom Rechner weg, obwohl er jetzt gerne einen Kaffee gemacht hätte. Fünf Minuten passierte nichts, dann die Antwort: &lt;br /&gt;‚Oh, ein Held. Das ist lieb von dir. Dein Foto gefällt mir. Erzähl doch mal was über dich. Hast du einen Messi?’ &lt;br /&gt;Peter starrte auf den Bildschirm. Was um Himmels Willen meinte sie bloß mit Messi? Wikipedia listete einen argentinischen Fußballer und das Messie-Syndrom. Mist! Google ergab auch nur Fußball-Links und Berichte über falsch geschriebene Messi-Wohnungen. Drei Minuten vorbei, leicht panisch überflog er die Google-Seiten. Dann auf Seite 4 ein Treffer: Hilfe...mein MSN Messi geht nicht mehr. Ein Uralt-Beitrag von einem verzweifelten Mädel, aber immerhin wusste er jetzt, dass Mystery einen Messenger gemeint hatte. Sie wollte mit ihm chatten. Ihm wurde warm. Warum kannte er sich mit so was nicht aus? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moment, Michael hatte doch mal Skype auf seinem Rechner installiert, weil er dringend mit irgendjemand Kontakt aufnehmen musste, während sie eigentlich Pokern wollten. Selbstverständlich hatte Peter darauf bestanden, dass Michael den Zugangsnamen und das Kennwort notiert, wenn er schon etwas auf seinem Rechner installieren will. Nach sieben Minuten waren Recherche und Zettelsuche abgeschlossen und Peter schrieb: &lt;br /&gt;‚Hallo Mystery, noch da? Entschuldige, hatte Probleme mit dem DSL-Modem. Ja, ich habe Skype und mein Log-In ist Cool_guy_munich.’&lt;br /&gt;Manchmal hasste er Michael für seine absolut gedankenlose Art, durchs Leben zu streifen. Meistens bewunderte er ihn aber eben dafür. Die Antwort kam prompt: &lt;br /&gt;‚Hey Cool Guy, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Bist am Ende noch ein Draufgänger? *fg* Na dann bis gleich.’ &lt;br /&gt;Was heißt jetzt *fg*, dachte Peter, notierte sich das Kürzel und fügte hinzu, Konny fragen. Dann startete er Skype und wurde mit der Meldung ‚Miss Mystery möchte zu Ihren Kontakten hinzugefügt werden’ begrüßt. In der Message Box stand: &lt;br /&gt;‚Hallo Peter, wow, 128 Kontakte, du musst ja beliebt sein.’</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/4052089586680843275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/4052089586680843275' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/4052089586680843275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/4052089586680843275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/05/mr-wrong-and-friends-2.html' title='Mr. Wrong and friends #2'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-1394596037893314885</id><published>2007-04-03T00:23:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:48:54.328+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dies und das"/><title type='text'>Ein komischer Typ...</title><content type='html'>Dank &lt;a href=&quot;http://takarina.podspot.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Takarinas Podcast #52 (auf ihrer brandneuen Homepage)&lt;/a&gt; bin ich auf &lt;a href=&quot;http://www.egoload.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;egoload.de&lt;/a&gt; gestoßen und habe jetzt endlich die Bestätigung, warum ich so bin wie ich bin, ja dass ich sogar gar nicht anders kann. Der Test geht auf die Grundausprägungen zurück, die Carl Gustav Jung in seiner Typologie festgelegt hat. Die Damen Meyers und Briggs haben das System später so weit verfeinert, dass man für den Test richtig Kohle verlangen kann. Aber auch der achtseitige Fragebogen, den ich mal im Rahmen eines Assessments für 120 € ausgefüllt habe, brachte kein anderes Ergebnis als der Vier-Fragen-Test von egoload. Vorbei die Zeit der Selbstzweifel und der ewigen Frage nach dem warum – ich bin halt so, es ist meine Veranlagung, meine Typ - ich bin ein „Verträumter Idealist“, kurz ein VI (nein das nichts mit sechs zu tun)!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei einem Blogger-Kollegen habe ich gelesen, der VI sei eine verkrachte Existenz, da ist was dran, obwohl ich es nicht ganz so extrem ausdrücken würde. Wir sind halt einfach an den profanen Dingen des Alltags nicht sonderlich interessiert, Geld ist nur wichtig, soweit wir es zum Leben unbedingt brauchen und eigentlich haben wir meistens höhere Ziele. VIs schreiben gerne, das wird im Profil immer wieder erwähnt, und deshalb ist zumindest die Blogosphäre voll von uns, obwohl wir sonst eher eine Minderheit darstellen. Von den Top 100 Blogs auf egoload sind nicht weniger als 22 von VIs, die Analytischen Denker kommen mit 12 auf Platz 2, die Zahlen sprechen für sich. Mein Blog ist leider noch nicht dabei, dafür habe ich zu wenige Links, aber mit so profanen Dingen wie Pageranking und Verlinkung beschäftige ich mich halt nicht so gerne. „Tendenziell lebt er (der VI) nach der Devise ‚das Genie beherrscht das Chaos’ - was in der Regel auch zutrifft, [...]“ heißt es in der allgemeinen Typ-Beschreibung, und das ist nicht von der Hand zu weisen. Chaos zieht mich magisch an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der sehr umfangreichen Erläuterung zum Berufsleben habe ich mich einige Male wieder erkannt.  „[...] stark von Routine geprägte Berufsfelder bringen deine Stärken nicht so gut zur Geltung. Dazu ist dein Typus zu wenig ‚praktisch’ orientiert. Die Beschäftigung mit trockenen Fakten, tagein, tagaus gleich bleibende Arbeitsabläufe und die Notwendigkeit, sich dauernd mit Details auseinanderzusetzen - alles das ist für dich eine Qual. Viel besser bist du darin, den Sinn im großen Ganzen zu suchen, zukünftige Möglichkeiten zu entdecken und positive Veränderungen in Gang zu bringen. Dabei verlässt du dich vorzugsweise auf deine Intuition.“  Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der dritte Teil widmet sich der Liebe und Partnersuche. In der Bevölkerung sind wir unterdurchschnittlich vertreten und somit quasi zum Aussterben verurteilt, weil ja auch geeignete Partner entsprechend unterrepräsentiert sind. Aber irgendwie haben wir es im Laufe der Jahrhunderte wohl doch geschafft, uns mit unpassenden Partnern fortzupflanzen. Leider trifft auch hier einiges genau zu. „Du gehörst zu den harmoniebedürftigsten Dating-Typen überhaupt. [...] Daher fällt es dir oft schwer, deine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen oder andere in ihre Schranken zu weisen. Speziell zu Beginn einer Beziehung besteht die Gefahr, dass du dein Gegenüber idealisierst. Das Risiko einer späteren Enttäuschung ist daher besonders für dich sehr hoch.“ So’n Mist, so hatte ich mich nicht gesehen, aber jetzt wird mir einiges klar. Diese Rubrik stand beim 120-Euro-Test irgendwie nicht zur Verfügung. Na ja, macht nix, wir sind schließlich auch gnadenlose Optimisten. Wird schon schief gehen.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/1394596037893314885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/1394596037893314885' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/1394596037893314885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/1394596037893314885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/04/ein-komischer-typ.html' title='Ein komischer Typ...'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-6139768781241651566</id><published>2007-02-21T01:29:00.000+01:00</published><updated>2007-11-18T20:48:54.330+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dies und das"/><title type='text'>Der Leuchtturm</title><content type='html'>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;/p&gt;Im Zuge der Aktion „Unsere Büroräume sollen attraktiver werden“ wurden neben den üblichen Aktionen wie Küche streichen und Teppichboden reinigen auch Bilder ab- und Neue aufgehängt. Verschwunden die leicht angegilbten Fotos im roten Rahmen, die frühere und jetzige Mitarbeiter der Firma in jugendlichem Alter bei typischen Tätigkeiten, meist beim Feiern in geselliger Runde zeigten – Kunst ist angesagt. Großformatige Gemälde, die als Auftragskunst selbstverständlich in den CI-Farben gehalten sind, hängen in den öffentlichen Bereichen. Klar, kein Mensch will so ein lieblos runter gepinseltes Machwerk in seinem Büro hängen haben. Auch vor dem Sanitärbereich hat die Verschönerungsaktion nicht halt gemacht. Während ich die Aromaöl-Attentate aufgrund der relativ kurzen Verweildauer in besagten Räumlichkeiten ja gerade noch tolerieren kann, sage ich zur Kunst im Klo eindeutig nein. Und wenn irgendwer es wirklich nicht übers Herz bringt, seine alten Ikea-Bilder zu entsorgen, dann muss er die doch nicht ausgerechnet auf der Herrentoilette aufhängen – zumindest nicht dieses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Bild, das mich da tagtäglich beim Pinkeln anschaut heißt „Le Phare du Four dans la tempête“ und zeigt drei Momentaufnahmen des Leuchtturms von Four, im Norden der Bretagne, während eines Sturms. Und es ist nicht etwa eines dieser schlanken, rot-weiß gestreiften Dinger, die man aus der Bierwerbung kennt, sondern ein massiver Turm aus groben Steinblöcken, die im Original granitgrau, aufgrund der schlechten Qualität des Drucks hier aber fast hautfarben aussehen. Da steht also dieser Turm mit seiner mächtigen Basis und der nach oben nur leicht verjüngten Form und trotzt mit seiner eichelförmigen Kuppel den Naturgewalten. Eine raue, aufgewühlte See bricht gegen das Vorkap, auf dem der Leuchtturm errichtet wurde, so dass die Wellen sich bis über seine Eichel, äh Kuppel, auftürmen, um dort donnernd zusammen zu schlagen, bevor sie ihre Wassermassen über die gesamte Halbinsel ergießen. Im Hintergrund wälzt schon der nächste Brecher auf das sturmerprobte Bauwerk zu. In einer Sequenz von drei Bildern wird detailliert gezeigt, wie sich die gewaltige Wasserwand erhebt, den Turm überragt und schließlich über ihm zusammenfällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dem Anblick soll man in Ruhe pinkeln können? Wir Männer neigen ja jetzt alle zum Vergleichen, doch bei diesem Leuchtturm hat man einfach keine realistische Chance. Man steht und schaut, senkt den Blick, betrachtet nochmals das Bild, ist überwältigt, von Urängsten geplagt und vergisst am Ende, warum man eigentlich hergekommen ist. Dann flüchtet man sich hinter schützende Trennwände, nicht um sich dem Blick der Öffentlichkeit zu entziehen, sondern um das Toben des Sturmes nicht mehr hören zu müssen, um endlich selbst nachgeben zu dürfen. Früher kamen meine Kollegen fröhlich pfeifend und befreit vom stillen Örtchen, meist einen Scherz auf den Lippen. Heute huschen sie nur noch mit gesenktem Blick an einem vorbei und löschen sogar das Licht in der Toilette. Ein untrügliches Zeichen für männlich gefühlte Minderwertigkeit. Kein Mann würde Bier kaufen, wenn die Werbung mit diesem Leuchtturm daher käme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange hatte ich ja eine Frau im Verdacht, das Bild dort als Rache an der Männerwelt platziert zu haben, hinterhältig und durchtrieben. Aber mittlerweile weiß ich, dass es ein Artgenosse war, natürlich einer aus dem anderen Gebäudeteil mit eigener, unbebilderter Toilette und automatischer Wasserspülung. Ich wage gar nicht daran zu denken, welche Auswirkungen dieses Bild in der immer noch männerdominierten Medienwelt auf unsere Umsatzzahlen haben könnte. Schließlich müssen alle Kunden und die halbe Geschäftsleitung diese Toilette benutzen und sich anschließend wieder in Meetings gegenübersitzen. Vielleicht sollte man mal eine psychologische Langzeitstudie über den Zusammenhang von Leuchtturmbildern auf Herrentoiletten und rückläufige Betriebsergebnisse der entsprechenden Firmen in Auftrag geben. Am Ende bekomme ich noch den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, weil ich allein durch konsequentes Eliminieren von Türmen in Toiletten die Umsätze in schwindelnde Höhen getrieben habe. Geldtürme statt Leuchttürme. Sei’s drum, ich denke, ich hänge das Bild morgen einfach ab und lasse es auf dem Weg in die Tiefgarage im Hausmüll-Container verschwinden.&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 10pt; font-family: Verdana; letter-spacing: -0.25pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/6139768781241651566/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/6139768781241651566' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/6139768781241651566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/6139768781241651566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2007/02/der-leuchtturm.html' title='Der Leuchtturm'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-116636625475672540</id><published>2006-12-17T15:33:00.000+01:00</published><updated>2007-11-18T20:48:54.331+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dies und das"/><title type='text'>Lisa ist eine Schlampe...</title><content type='html'>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Warum? Keine Ahnung. Aber seit meiner letzten Fahrt in der Trambahn weiß ich alles über Lisa. Gott sei Dank habe ich dieses Luder nie kennen gelernt. Woher ich das dann weiß? Ok, da muss ich jetzt etwas ausholen. Freitagabend in München und mein Kollege von der Sales-Abteilung&lt;span style=&quot;&quot;&gt;  &lt;/span&gt;hat mich gebeten, mit acht norwegischen Journalisten und potentiellen Kunden zum Essen zu gehen, weil er einen anderen Termin hat, den er nicht verschieben kann. Kein Problem, ich mag Skandinavier und habe ’eh nichts Besseres vor. Ich verbringe also einen sehr angenehmen Abend in der Altstadt und befinde mich auf dem Weg nach Hause. Die Trambahn fährt direkt vom Isartor zum Romanplatz, Fahrzeit 23 Minuten, und da Abende mit Skandinaviern meistens nicht ohne Alkohol abgehen, hatte ich mich entschlossen, das Auto daheim zu lassen. Während ich also so in der Trambahn sitze, ziehe ich meinen neuen Terry Pratchett aus der Tasche und beginne zu lesen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nach einer halben Seite höre ich plötzlich einen von diesen ätzenden Jamba-Klingeltönen und sehe wie der Typ, der schräg vor mir sitzt sein Moto aufklappt. Nachdem ich mich schon immer gewundert habe, was für Leute sich für 4,99 € pro Monat so einen Scheiß runterladen, schaue ich mir den jungen Mann genauer an. Eigentlich unauffällig, Jeans, Pumas, Kaufhausfrisör-Haarschnitt, eine halblange grünliche H&amp;M Jacke und einen Pullover, der aufgrund der Farbauswahl und des Musters so aussieht, als hätte ihn seine farbenblinde Oma selbst gestrickt. So ein Teil, dass man sich einfach nicht wegzuwerfen traut, schon aus Angst, die Müllabfuhr würde nie wieder die Tonnen leeren. Er redet mit einer Aisha, wobei er den schönen Namen so ausspricht als würde man ihn Eischa schreiben, und er redet über Lisa. Scheinbar hat Aisha Empfangsprobleme, was er wiederum durch Lautstärke zu kompensieren versucht. An Lesen ist nicht mehr zu denken. Für einen Augenblick überlege ich, ob ich ihm das Prinzip der Modulation, also der Umwandlung von akustischen Schwingungen in elektrische Impulse, erklären soll und dass das nicht unbedingt lautstärkeabhängig ist, lasse es dann aber lieber sein.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Dann erfahre ich alles über Lisa. Sie ist eine Schlampe, weil sie es mit Mike getrieben hat, könnte auch ein Maik gewesen sein, falls er aus der Uckermark stammt, das war aber nicht rauszuhören. Während ich trotzdem versuche weiter zu lesen höre ich mir Details über Lisas Monatszyklus und, nach Ansicht des jungen Mannes, auf diesen nicht ganz abgestimmte sexuelle Begierden an. Offensichtlich erhält er von Aisha auf seine Feststellung: „ist ja eklig, weißt du?“ nicht das erwartete Feedback und beginnt deshalb die gute Aisha nach ihren sexuellen Vorlieben zu befragen. Nachdem dieser Versuch scheinbar auch ergebnislos verläuft, konzentriert er sich aber schnell wieder auf Lisa. Sie trägt ein Schmetterlingstattoo unterhalb der Gürtellinie und eine Intimfrisur mit dem anschaulichen Namen Irokese (ist ja eklig, weißt du?). Während ich noch an die guten alten Dr. Sommer Zeiten denke und die Frage, ob man vom Küssen schwanger werden könne, erfahre ich weitere Einzelheiten über Lisas Brüste, vor allem über die linke, die etwas kleiner zu sein scheint als ihr rechtes Pendant. Na ja, Mike hat’s scheinbar nicht gestört und einen gewissen, nicht näher bezeichneten anderen Wichser auch nicht. Lisa hat auch ein Muttermal auf dem Rücken, etwa drei Wirbel oberhalb des Steißbeins, leicht nach links versetzt, und dazu ein ziemlich Großes. Inzwischen wäre ich wohl in der Lage, Lisa unter hundert nackten Frauen eindeutig zu identifizieren.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=&quot;font-size: 10pt; font-family: Verdana; letter-spacing: -0.25pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;Ich frage mich nur, was der Typ an dieser Frau gefunden hat, nach all den ekligen Makeln und Gewohnheiten, die sie offensichtlich hat. Ich frage mich auch, was Aisha an diesem jungen Mann findet, da sie sich den Mist ja seit mittlerweile 17 Minuten anhört (wir sind an der Haltestelle Donnersberger Straße). Ebenso wenig kann ich Lisa verstehen. Wie kann sich eine junge Frau mit einem Typen einlassen, der solche Pullover trägt? Am Steubenplatz wird es Aisha dann scheinbar doch zuviel, sie beendet das Gespräch, sehr zum Unverständnis des jungen Mannes, und ich wende mich wieder meinem Buch zu. Kaum zehn Zeilen später, krächzt dieses Jambavieh schon wieder. Lisa ist dran und hat wohl dieselben Empfangsprobleme. Im gleichen Moment biegt die Straßenbahn zum Romanplatz ein und ich bin erlöst. Das letzte was ich höre, nachdem ich die Tram bereits verlassen habe, ist die Aussage: „Eischa ist eine Schlampe, weißt du?“ Auf dem Heimweg überlege ich mir, was ich wohl bisher falsch gemacht habe. Leider habe ich keine Oma mehr, die mir einen Pullover stricken könnte.  Hoffentlich wird mir so schnell keine Lisa vorgestellt, sonst werde ich vermutlich knallrot.</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/116636625475672540/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/116636625475672540' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116636625475672540'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116636625475672540'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/12/lisa-ist-eine-schlampe.html' title='Lisa ist eine Schlampe...'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-116563390394088715</id><published>2006-12-09T04:03:00.000+01:00</published><updated>2007-11-18T20:48:24.566+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Mr. Wrong and Friends"/><title type='text'>Mr. Wrong and friends #1</title><content type='html'>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Freunde der Nacht,&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;obwohl mir inzwischen der Stoff ausgegangen ist, weil mich die Dating-Portale langweilen und ich meine Profile gelöscht habe, möchte ich meine treuen Leser nicht enttäuschen und mache weiter. &lt;b style=&quot;&quot;&gt;Danke für eure Mails&lt;/b&gt;.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Stellt sich also die Frage, womit ich weitermache – mit Dating-Geschichten natürlich, nur nicht mit meinen eigenen, sondern mit denen von drei meiner besten Freunde. Diese Jungs liefern Stoff für ein ganzes Buch, das wurde mir kürzlich bei einem gemeinsamen Besuch unseres Stammlokals im Münchener Westend klar. Keine Ahnung warum ich nicht früher drauf gekommen bin. Dazwischen werde ich locker weitere Geschichten zum selben Thema einstreuen. Die haben aber dann eine andere Überschrift und werden nicht fortlaufend nummeriert.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Ok, dann will ich euch die Protagonisten meines Blogs mal kurz vorstellen:&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Peter, 45 Jahre alt, Jurist, Möchte-gern-Lebemann mit abstrusen Vorstellungen von gutem Sex, seit nunmehr fast acht Jahren glücklich geschieden und in diversen Beziehungen nie wieder glücklich geworden. Peter ist etwas ängstlich, weshalb er es auch nie riskiert hat, sich als Anwalt selbstständig zu machen, sondern lieber eine Festanstellung bei einer staatlichen Dienststelle angenommen hat, um als Beamter Karriere zu machen. Sein Lebensmotto: Egal wie schlimm die Situation auch ist, sie bietet immer noch genug Spielraum, um sich weiter zu verschlechtern. Um dem vorzubeugen sammelt er alles, was er an Daten bekommen kann, fein säuberlich in seinem PDA und kann auf Knopfdruck reproduzieren, wo er im Urlaub 1994 in Meran gegessen hat, wie der Wirt hieß und welche Weine es in der Getränkekarte gab.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Konny, 46 Jahre, PR-Manager, der kopf-gesteuerte Intellektuelle, interessiert sich für alles und gilt als wandelndes Lexikon, solange er sich nicht daran erinnern muss, wo sein Autoschlüssel, seine Lesebrille oder das Handy liegen. Er kann nicht mal in Liebesangelegenheiten den Verstand abschalten und vermasselt so alle seine Chancen. Konny ist nach 15 Jahren Martyrium frisch geschieden. Dabei war seine Ehe eigentlich ein Unfall, weil seine Ex ihm nach dem Kennenlernen einfach nicht genug Zeit zum Nachdenken ließ, sondern ihn quasi en passant geschlagen hat. Konny verliebt sich bevorzugt in die falschen Frauen und ist deshalb seit geraumer Zeit solo, die letzten Jahre seiner Ehe mitgezählt. Er wird deshalb von seinen Freunden gerne als Mr. Monk bezeichnet. Das hasst er zwar fast noch mehr als die kindische Abkürzung Konny, aber irgendwie interessiert das keinen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Michael, 45 Jahre, Journalist, kennt jeden, kommt überall rein und ist ungeheuer wichtig. Er ist grundsätzlich immer erreichbar, hat ständig sein Handy am Ohr oder den Organizer auf dem Tisch, kennt alle Hotspots der Stadt, jeden Herrenausstatter und jeden neuen Trend. Michael hat zwei Scheidungen hinter sich und erzählt am liebsten wie ihn seine beiden Ehefrauen abgezockt haben. Nach der zweiten Scheidung hatte er sogar ein paar Tage mit dem Gedanken gespielt, seinen Porsche zu verkaufen und aus seinem schicken Schwabinger Dachterrassen-Apartment nach Moosach umzuziehen, aber sein Anwalt und sein Steuerberater konnten das dann doch noch verhindern. Michael stürzt sich von einer Beziehung in die nächste und ist abwechselnd total verliebt oder spielt mit dem Gedanken schwul zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Und jetzt zum Abend, an dem Idee zu diesem Blog geboren wurde. Ich hatte wie üblich unseren Stammtisch am Fenster bestellt. Es muss dieser Tisch sein, denn Michael kennt jemand, der im Gebäude gegenüber arbeitet und hat deshalb die Zugangsdaten zu dessen Firmen WLAN, das allerdings nur diesem speziellen Platz mit ausreichender Signalstärke ankommt. Peter nimmt wie üblich neben Michael Platz, weil er es nicht erträgt, mit dem Rücken zur Eingangstür zu sitzen. Außerdem kann er von dort aus direkt auf die Bar schauen und Blickkontakt zu Katja, unserer Lieblingsbedienung aufnehmen, die mittwochs immer dort arbeitet. Katja kennt meinen Blog und begrüßt uns wie gewohnt mit: „Ah Mr. Wrong and friends, grüß euch!“ Sie bringt uns ohne weitere Aufforderung unsere Getränke, zwei dunkle Weißbier, ein Helles und eine Cola light, nachdem sie sich durch einen kurzen Blick aus dem Fenster davon überzeugt hat, dass Michaels Porsche in der Feuerwehrzufahrt zum Firmengebäude gegenüber steht. Peter himmelt sie an. Er ist fest davon überzeugt, dass ihr neuer Freund, den wir vor ein paar Wochen durch Zufall kennen gelernt haben, überhaupt nicht zu ihr passt. Zur Überraschung aller, teilt er uns das mit, sobald sie zur Bar zurückgegangen ist. Konny wirkt wie so häufig in letzter Zeit ein wenig abwesend und versucht wohl gerade wieder eine mathematische Struktur im Muster der Tischdecke zu identifizieren, wobei er sich gedankenverloren eine Zigarette anzündet. „Ich denke, du hast aufgehört“, raunzt ihn Peter, ein militanter Nichtraucher, sofort an. „Ja, hab’ ich auch“, antwortet Konny, schaut für einen Augenblick auf die Zigarette zwischen seinen Fingern und hängt weiter seinen Gedanken nach. Und dann kommt das Gespräch aufs Thema Nr. 1. &lt;span style=&quot;&quot;&gt; &lt;/span&gt;In diesem Moment wusste ich plötzlich wie mein Blog weitergehen wird...&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/116563390394088715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/116563390394088715' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116563390394088715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116563390394088715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/12/mr-wrong-and-friends-1.html' title='Mr. Wrong and friends #1'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-116163126639473652</id><published>2006-10-23T21:16:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:47:17.505+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dating"/><title type='text'>Teil 6: Forever Free?</title><content type='html'>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Freunde der Nacht, lange nichts mehr von mir gehört. Aber keine Angst, Unkraut vergeht nicht und ein Mr. Wrong erst recht nicht. Ihr fragt euch wo Teil 5 ist? Den gibt es auch, er ist aber nur einer bestimmten Person gewidmet und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ;-)&lt;/p&gt;      &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Vielleicht werde ich doch noch eines Tages das Macho-Profil ausprobieren, aber im Moment habe ich gerade keine große Lust auf diese Art von Portalen. Die Unterhaltungen sind eigentlich immer dieselben. Und die Profile sagen definitiv nur in den seltensten Fällen etwas über die Person aus, die dahinter steckt. Ein paar Hinweise an die Unentwegten unter euch seien mir aber noch gestattet:&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bitte liebe Rubensfrauen, wenn ihr euch so bezeichnet, geht doch einmal in die Alte Pinakothek oder ein anderes Museum mit alten Meistern und schaut euch an, wie das Schönheitsideal im frühen 17. Jahrhundert ausgesehen hat. Dann wisst ihr wie sich ein kunstinteressierter Mensch eine Rubensfrau vorstellt, das bedeutet nicht etwa vom Hals abwärts zylinderförmig.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Verehrte Esoterikerinnen, nicht alles, was ihr nicht versteht, ist gleich Esoterik. Manche Dinge haben eine durchaus natürliche Erklärung und bedürfen keiner spirituellen Interpretation. Und nicht jeder Missstand lässt sich durch Schönreden beseitigen, da helfen auch zwei Seiten Profil mit abstrusen Erklärungen nicht weiter. Bekennende männliche Esoteriker habe ich bis heute keine gefunden, wen sprecht ihr also an?   &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Und wenn ihr euch selbst als gebildet beschreibt, weil ihr einen gebildeten Partner oder eine gebildete Partnerin sucht, lasst doch bitte eure Texte von jemand gegenlesen. Einige Texte klingen leider mehr nach Selbsthilfegruppe für Rechtschreib- und Grammatikschwache. Versucht auch nicht mit eben mal schnell angelesenem oder gegoogeltem Wissen zu imponieren. Es kommt der Tag, an dem ihr der- oder demjenigen gegenübersteht, die/der euch genau wegen dieser Inhalte sympathisch findet, und das könnte peinlich werden. Wenn ihr euch als kommunikativ beschreibt, seid es auch und antwortet nicht auf eine Zwei-Meter-Mail mit einem Satz, es sei denn die Mail oder der Verfasser interessieren euch nicht.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Jungs, wenn ihr euch mit dem Gedanken tragt, eure Traumfrau dadurch zu beeindrucken, dass ihr jeden Wunsch von ihren Augen abzulesen versucht – vergesst es. Das ist ein Verhalten, das man allenfalls an guten Freunden schätzt und das euch zu eben so einem macht. Geliebt werden immer nur die Paradiesvögel, die das Blaue vom Himmel versprechen, es aber nie einhalten, die ihre Frauen schlecht behandeln und ihnen somit immer wieder einen Grund zu einer neuen Versöhnung und zum großzügigen Vergeben bieten. Alles andere ist scheinbar langweilig. &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Tja, ich habe inzwischen eine Menge Leute kennen gelernt, bezeichnenderweise aber nicht in Dating Portalen. Deshalb habe ich meinen Blog – oder zumindest den Untertitel – leicht modifiziert und mache trotzdem weiter...&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/116163126639473652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/116163126639473652' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116163126639473652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/116163126639473652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/10/teil-6-forever-free.html' title='Teil 6: Forever Free?'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-115603854267892036</id><published>2006-08-20T03:43:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:47:17.505+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dating"/><title type='text'>Teil 4: Real Men Don&#39;t Wear Pink...</title><content type='html'>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;...they eat it. Habe ich zumindest mal in einem amerikanischen Blog gelesen. Und damit wären wir beim eigenen Geschlecht. Erst habe ich mich gewundert, warum ich so wenig Antworten auf meine Mails bekomme. Nach reiflicher Überlegung habe ich das auf zwei mögliche Ursachen reduziert: entweder ich schreibe den falschen Frauen oder ich bin der falsche Typ. Deshalb habe ich mir mal die Verkaufsargumente des Mitbewerbs genauer angesehen und versucht, die Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren. So suche ich jetzt nach Männern in meinem Alter – um das Bild nicht zu verfälschen natürlich als Frau.&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Im Wesentlichen gibt es zwei Extremausprägungen, zwar mit verschiedenen Abstufungen, aber immer mit der Tendenz zu einer der beiden Kategorien. Zum einen sind das die Typen, die das Feminisierungsprogramm der Neunziger erfolgreich durchlaufen haben und nun – vermutlich sehr zum Entsetzen der Frauen, die ihnen das angetan haben - zu rückgratlosen, Cosmopolitan-konformen, asexuellen Bettvorlegern mutiert sind, weswegen sie dann wiederum verlassen wurden. Die sind sich nicht mal zu schade, in ihren Profilen stolz mitzuteilen, dass sie im Sitzen pinkeln. Was andererseits vermuten lässt, dass sie noch nie ein Badezimmer selber geputzt haben, sonst würden sie das nicht als besondere Leistung, sondern als normale Arbeitserleichterung ansehen. Einige adaptieren sogar das Lyrik-Format, dessen sich die Frauen in ihren Profilen gerne bedienen und das häufig von Antithesen geprägt ist „spontan, aber doch planend; robust und zerbrechlich u.s.w. Bei den Jungs geht das aber meistens in die Hose und klingt nicht gerade viel versprechend: stark aber manchmal auch schwach, mutig aber manchmal auch feige oder - mein absoluter Favorit – lustig aber manchmal auch ernst, eine wahrhaft seltene Kombination. Ich habe sogar einen gefunden, der den Blümchentapeten-Hintergrund ausgewählt hat. Die nennen sich dann Kuschelprinz, schreiben zwei DIN A4 Seiten Profil voll und erklären gerne wie häuslich, geschickt, rücksichtsvoll, anpassungsfähig und sozialverträglich sie doch sind. Mensch Jungs, die Mädels suchen doch keinen Hausangestellten!&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Das andere Extrem sind die echten, bekennenden Machos, die DNA-Streuer, die mehr oder weniger offen ihre sexuellen Deviationen darstellen und damit ihre Ansprüche an die zukünftige Partnerin klar definieren: allzeit bereit, wenn möglich Modelmaße (aber Hauptsache allzeit bereit), zu allem bereit, Bedienung der wichtigsten Haushaltsgeräte wie Mikrowelle, Flaschenöffner und Waschmaschine, Kenntnisse in Automobilpflege und möglichst finanzielle Unabhängigkeit. Diese Jungs geben sich dann gerne martialische Namen wie Jeronimo und Al Capone oder sie benutzen möglichst symbolträchtige, starke Tiere oder technische Assoziationen. Vorsicht geboten ist immer dann, wenn absolute Nebensächlichkeiten oder Selbstverständlichkeiten hervorgehoben werden. Wenigtrinker, heißt vermutlich Gelegenheitssäufer (also säuft bei jeder Gelegenheit). Dass jemand mal ein Glas Bier oder Wein trinkt halte ich für relativ normal und nicht besonders erwähnenswert. Und dass man Alkoholiker ins Profil schreibt, ist wohl eher unwahrscheinlich, es sei denn man sucht Saufkumpanen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Aber eins habe ich beim Lesen erkannt: mein Profil ist viel zu normal, geradezu langweilig. Bestimmt bekommen die Wasserbüffel, Breitschwänze und Steppenlöwen mehr Post. Vielleicht sollte ich mir mal ein Machoprofil zulegen...&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/115603854267892036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/115603854267892036' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115603854267892036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115603854267892036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/08/teil-4-real-men-dont-wear-pink.html' title='Teil 4: Real Men Don&#39;t Wear Pink...'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-115558586322785670</id><published>2006-08-14T21:57:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:47:17.505+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dating"/><title type='text'>Teil 3: Die Leiden des alten W.</title><content type='html'>&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Heute habe ich ein zusätzliches Profil bei einem anderen Anbieter eingerichtet. Laut Test soll das Niveau hier etwas höher sein. Einen niveaugerechten Ersatz für das bescheuerte Foto habe ich natürlich noch nicht gefunden. Gleich auf der Startseite gibt es die ersten Vorschläge, die meinen Suchkriterien entsprechen, und gleich dort habe ich sie gefunden: ein sibyllinischer Name (kein ...chen), ein unwiderstehliches Lachen und am Schluss das Zauberwort: &lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;„Sportmuffel“&lt;/span&gt;. Es gibt sie also doch! Und zum ersten Mal schreibe ich spontan drauf los. Vor lauter Begeisterung bin ich nicht besonders eloquent, aber bereits am nächsten Morgen, 10:38 Uhr, ist eine Antwort da. Schnell einloggen – natürlich beim Passwort vertippt, noch mal, und... Enttäuschung macht sich breit, war wohl nur eine Höflichkeitsantwort, ein Satz, aber immerhin. Zwei weitere Mails bleiben schlichtweg unbeantwortet, obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben habe. Ich leide erst mal drei Tage, dann bin ich über den Berg. Geht doch nichts über ein gesundes Ego und den kleinen Kratzer bemerkt doch keiner. Sind auch schon ein paar deutliche Beulen drin. Ist schließlich ein fast 50 Jahre altes Gebraucht-Ego. Außerdem hätte es ja sein können, dass sie doch nicht die Traumfrau ist, so bleibt wenigstens die Illusion (wie war das mit dem Fuchs und den Trauben?)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dafür habe ich Post aus dem ersten Portal. Da will mich doch tatsächlich jemand kennen lernen. Normaler Name, nichts Auffälliges im Profil und ein Minifoto, auf dem sie ziemlich entfernt aussieht. Das hat sie jetzt davon, die Traumfrau, treffe ich mich halt mit einer anderen. Na ja, war eine nette Abwechslung und ein freundliches Gespräch – kein Funkenflug und nicht Mrs. Right. STOP!!! Ich suche doch gar nicht nach der Traumfrau! Was ist jetzt mit mir los? War wohl doch ein größerer Lackschaden. Zur Sicherheit mache ich ein paar Überstunden mehr und meide Dating-Sites für die nächsten Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Ok, Ego ausgebeult und frisch lackiert. Schnell über die Startseite geklickt und rein in die Suche. An die bunte Tierchen-Welt habe ich mich inzwischen gewöhnt. Was mir hier auffällt ist jedoch die signifikante Häufung der Worte „gut verteilt“ hinter der Gewichtsangabe - das kannte ich bisher nur von Schurzelchen47. 162 cm, 89 kg, gut verteilt (das muss man ja wohl gut verteilen), 172 cm, 59 kg, gut verteilt (das wiederum kann nur gut verteilt sein), 166 cm, 65 kg, gut verteilt (das ist zumindest einen Hinweis wert). Über die genauen Verteilungskriterien schweigt frau sich allerdings aus, für einen Ingenieur ist die Angabe somit wertlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Der zweite Begriff, über den ich stolpere, ist „tageslichttauglich“! Fast alle Mädels sind hier tageslichttauglich. Zweifel nagen, wo bin ich da rein geraten, habe ich das heimliche Vampir-Portal erwischt, und werde ich am Ende ausgesaugt, wenn ich mich mit einer tageslichttauglichen Vampir-Lady treffe? Nach zwei Staffeln „Buffy, the Vampire Slayer“, mit meiner damals 13jährigen Tochter, kenne ich mich aus und weiß solche Hinweise zu deuten. Was soll’s, eigentlich bin ich ja selbst ein Wesen der Nacht, kann also nur besser werden...    &lt;span style=&quot;font-size: 10pt; font-family: Verdana; letter-spacing: -0.25pt;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/115558586322785670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/115558586322785670' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115558586322785670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115558586322785670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/08/teil-3-die-leiden-des-alten-w.html' title='Teil 3: Die Leiden des alten W.'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-115516148393802155</id><published>2006-08-09T23:57:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:47:17.505+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dating"/><title type='text'>Teil2: Neues Portal - neues Glück?</title><content type='html'>&lt;p style=&quot;font-family: verdana;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Es gibt einfach keine vernünftigen Fotos von mir. Mit meinem Pass habe bei der Einreise in die USA jedes Mal Probleme, ein langer fragender Blick, dann die Einsicht, dass schon mehrere Stempel drin sind. Klar, ich kenn den Typen selbst nicht, der mich da anschaut. Das war schon immer so, und selbst ein Profi ist kläglich gescheitert. Deshalb bin ich seit frühster Kindheit etwas fotoscheu. Anfang des Jahres hat mich ein Kollege in Barcelona beim Essen erwischt. Das Bild ist genau so bescheuert wie alle anderen, aber wenigsten neu. Aber wofür arbeitet man im Marketing und wozu gibt es Adobe. Zweimal Unschärfe, damit man den Sonnenbrand nicht gerade so sieht, den Hintergrund ein wenig verschwummert, leicht aufgehellt und schon sieht’s aus wie die meisten miesen Amateurfotos. Vielleicht lag’s ja nur am ersten Bild, das war noch wesentlich schlechter und fünf Jahre alt, aber mann wird ja schließlich reifer.&lt;/p&gt;        &lt;p style=&quot;font-family: verdana;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Also rein ins neue Portal. Gleich zu Beginn eine Künstlerin, interessant bis zum letzten Satz. Sie sucht den Mann, der sie „intelektuell (! Originalschreibweise) und materiell absichert“. Na also, da hätten wir’s doch. Habe keine Ahnung wie man jemand intel(l)ektuell absichert. Ansonsten die gewohnten Knuddeltiere, Kleinnager und alles was so rum fliegt. Bis dato hatten meine bescheidenen Entomologiekenntnisse nur Mai-, Juni- und Julikäfer verzeichnet, jetzt weiß ich, dass es auch Februarkäfer gibt. Wie gesagt, das Suchprofil steht immer noch auf 42 bis 49.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-family: verdana;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;Dafür gibt es hier nach ein paar Tagen Profilvorschläge per E-Mail. Nummer zwei macht mich stutzig - Wonneproppen47. Kein Foto, keine Gewichtsangabe. Aber am Ungedicht erkenne ich doch gleich das Schnurzelchen47 aus Teil 1 des Blogs. Gott sei Dank verwende ich denselben Profilnamen wie vorher und sie schreibt mich (bis heute) nicht an. Ein paar Kilo mehr stören mich nicht, ich bin ja auch kein griechischer Gott, aber irgendwo gibt es Grenzen. (Liebe Schnurzelchen 1 bis 46 und &gt;=48 verzeiht mir, ich rede nicht von euch). &lt;span style=&quot;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style=&quot;font-family: verdana;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Ein Bienchen sucht &lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;„Partner für angeregte Gespräche, z.B. über die Unsinnigkeit von Konsumzwang“&lt;/span&gt;. Ich frage sie, ob sie auch am Weltfrieden interessiert sei. Scheinbar nicht, keine Antwort. Das Foto ist sehr aufschlussreich, neben dem durchaus attraktiven Bienchen steht ein ebensolches pinkfarbenes Prada-Täschchen. Da kenn ich mich aus, so was schleppt meine Tochter immer aus dem Outlet im Tessin an. Um sie anzumailen muss ich erst eine Premium-Mitgliedschaft erwerben. Macht nix, das war’s mir wert. Soviel zur Gleichberechtigung, Frauen dürfen schreiben, Männer müssen zahlen, wenn sie antworten wollen. Da drängt sich doch die Frage auf, ob die Profile und Mails alle echt sind, oder ob da der eine oder andere Portalbetreiber nachhilft, seinen Premium-Mitglieder-Schnitt zu heben.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-family: verdana;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Aha, in diesem Portal gibt es eine Funktion, die einem anzeigt, wer das eigene Profil angeschaut hat. Ein Hasilein, 174 cm (also eher ein großes Exemplar der Familie Leporidae), beschwert sich doch glatt, ich hätte ihr Profil bereits fünf Mal angeschaut und mich nicht gemeldet. So was gibt’s also auch, wusste nicht, dass man dazu verpflichtet ist. Um meinen Premium-Mitglieds-Beitrag auszunutzen antworte ich und weise sie, um ihre Gefühle nicht zu verletzen, auf ihre Suchkriterien hin: &lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;&quot;Größe mindestens 180 cm, sonst keine Antwort!&quot;&lt;/span&gt;  Mein Gewicht passt ja, ich bin einfach drei cm zu klein und alle Hausmittel haben bisher versagt. Ich werde mein Idealgewicht nie erreichen, wenn ich nicht mehr wachse. Meine Waage sagt 182 cm, mein Maßband leider nur 177 cm. Das Argument lässt sie nicht gelten, man könne es ja trotzdem mal versuchen, wenn man Interesse habe. Ich beginne Klischees als Tatsachen zu erkennen...&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p style=&quot;font-family: verdana;&quot;&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 10pt; font-family: verdana; letter-spacing: -0.25pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: verdana;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/115516148393802155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/115516148393802155' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115516148393802155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115516148393802155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/08/teil2-neues-portal-neues-glck.html' title='Teil2: Neues Portal - neues Glück?'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-32090491.post-115455759392315071</id><published>2006-08-03T00:07:00.000+02:00</published><updated>2007-11-18T20:47:17.505+01:00</updated><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="Dating"/><title type='text'>Endlich wieder Single...</title><content type='html'>Da habe ich es nach 20 Jahren Krieg also endlich geschafft:  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;&quot; lang=&quot;EN-GB&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;Free again! Time to have a party!&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;&quot; lang=&quot;EN-GB&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Das bedeutet aber auch, um in der Diktion von Mrs. Streisand zu bleiben: &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Back in circulation now!&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Für mich kein Problem, ich genieße die Freiheit, aber man hat ja noch ein paar Freunde, Kollegen und die sonstigen üblichen Verdächtigen, die sich immer mit gut gemeinten Ratschlägen in anderer Leute Leben einmischen. Und die nehmen es mit der Zirkulation ziemlich ernst. Kein Geburtstagsfest, keine Party, keine Einladung, ohne dass da rein zufällig die frisch verlassene Großcousine dritten Grades anwesend wäre, mit der man dann nach der offiziellen Vorstellung im Garten ganz unauffällig alleine gelassen wird, weil alle was furchtbar Wichtiges zu erledigen haben. Natürlich nichts so Wichtiges, dass man sich nicht an der Wintergartenscheibe die Nase platt drücken könnte. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;In der Regel beginnt mein Körper nach fünf Minuten, von rudimentären Trieben gelenkt, Herzfrequenz und Adrenalinproduktion zu erhöhen. Eine klassische Verhaltensweise des Jägers setzt ein: FLUCHT! An den Frauen, mit denen mich meine Bekannten zu verkuppeln versuchen, merke ich erst wie wenig ich ihnen zu bedeuten scheine. Frauen, denen bei Literatur spontan Hera Lind einfällt oder „Beim nächsten Mann wird alles anders“. Ha, wer’s glaubt! Machen sie doch gerade wieder dieselben Fehler. Nächster Versuch: Kultur! Fünf Kochrezepte später (die Frau meines Freundes hatte ihr erzählt, dass ich auch gern koche...). Wieso klingelt das Handy nicht? Dann endlich! Die 14jährige Tochter des Gastgebers ignoriert die Bemühungen ihrer Eltern und fragt, ob ich ihr eine CD in mp3 rippen kann, weil das bei der CD nicht funktioniert. Aber klar doch, ich mag Kinder und kann ihnen nichts abschlagen. Ich entschuldige mich höflich für eine viertel Stunde. Drei Stunden später ist die CD gerippt, das Betriebssystem optimiert, der Rechner entwurmt und entseucht, 24 Reste von Spieledemos entfernt, der Vogue Schminkbaukasten installiert, die Großcousine weg, die Party vorbei und ein Teenager glücklich. Schöner Abend, ehrlich.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bevor ich jetzt auch noch die letzten Freunde verliere, entschließe ich mich zur Gegenoffensive. Eine Begleiterin muss her. Es muss doch eine Frau geben, die ähnliche Interessen hat, genug Selbstbewusstsein, die Dinge so nehmen wie sie kommen und nicht gleich wieder klammert, die einen zu genau solchen Festen begleitet oder vielleicht sogar dasselbe Problem hat. Wo sucht man so was, wenn man 18 Stunden am Tag online ist? Natürlich im Internet. Da werde ich doch täglich mit Spam von Dating Portalen überschwemmt. Ich entscheide mich also nach einigen Recherchen für einen regionalen Anbieter und richte mein Profil ein.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Mit Ende 40 suche ich natürlich nicht nach dem 22jährigen, finanziell unabhängigen, großzügigen Fotomodell. Ok, ich denke das sucht auch nicht nach mir, und ich will mir nicht gleich am Anfang jede Illusion nehmen. Außerdem habe ich eine 20jährige Tochter, das könnte ich ’eh nicht. Also tippe ich beim Alter 42 bis 49 ein und komme mir ein wenig wie im Versandhauskatalog vor, als ich feststelle, dass ich meine Suche jetzt noch nach Größe, Gewicht, Haarfarbe, Augenfarbe, Entfernung und weiteren Suchbegriffen verfeinern kann. Das lass ich erst mal alles offen (wird sich später noch rächen). Meine eigenen Daten gebe ich so ehrlich wie möglich ein... wer hat da gerade gelacht? Mein Gott, das eine Kilo! Muss doch jeder einsehen, dass 79 kg besser klingt als 80, die Marktwirtschaft macht’s uns doch täglich vor. Und dann schicke ich die Anmeldung ab – nach zwei von Selbstzweifeln gequälten&lt;span style=&quot;&quot;&gt;  &lt;/span&gt;Zigarettenpausen auf dem Balkon und einem Beruhigungsweißbier. Klick! Wech!&lt;span style=&quot;&quot;&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Erste Profilsuche und erster Schock. Es wimmelt nur so von Kuschelbären, diversen Hexenarten, sämtlichen Sorten von Teufelchen und Flotten Bienen (da weiß man wenigstens sofort aus welchem Jahrgang sie kommen). Ich überprüfe meine Angaben bezüglich des Alters und beschließe, nachdem ich sicher gestellt habe, dass ich nicht versehentlich 12 bis 19 eingegeben habe, noch nicht sofort aktiv zu werden, sondern erst mal ein paar Tage zu stöbern.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Dann der zweite Schock. Die Kuschelbärinnen scheinen ausnahmslos Hochleistungssportlerinnen zu sein. Im Feld Interessen stehen so viele Sportarten, dass ich nicht ohne zu scrollen ans Ende der Liste komme. Dabei haben die doch alle gute Jobs wie sie sagen. Wie kann man neben seinem guten Job, der einen ausfüllt, auch noch 24 verschiedene Sportarten betreiben und sich dann wundern, dass man niemand kennen lernt? Vielleicht mal nach links oder rechts schauen, während man auf dem Crosstrainer schwitzt, meine Damen? Als regelmäßiger heißer Favorit für den Unsportler des Jahres kommt das für mich natürlich nicht in Frage. Ich halte meine 79 kg nur aufgrund guter genetischer Vorraussetzungen (danke Opa!). Ich warte weiter. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Dann eines Tages die erste Mail vom Dating Portal: Sie haben Post! Schnurzelchen47 möchte mich kennen lernen. Ein Klick auf das Profil zeigt ein Bild mit seeehr viel Schnurzelchen drauf, Schurzelchen ist 1,56 m groß, Gewicht wird mit „sehr fraulich aber gut verteilt“ beschrieben, und das Foto weist auch auf eine sehr homogene Verteilung hin. Sportarten Badminton und Tennis - das möchte ich wirklich mal live sehen - im Winter Skifahren. Wann sonst? &lt;span style=&quot;&quot;&gt; &lt;/span&gt;Dann folgt als Beschreibung ein Un-Gedicht aus der Rubrik Helden der Lyrik. Ich muss gestehen, obwohl ich mich etwas schäme, dass ich im ersten Schock mein Profil bei diesem Anbieter sofort gelöscht und mich erst eine Woche später beim nächsten angemeldet habe... &lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://free-again.blogspot.com/feeds/115455759392315071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment/fullpage/post/32090491/115455759392315071' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115455759392315071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/32090491/posts/default/115455759392315071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://free-again.blogspot.com/2006/08/endlich-wieder-single.html' title='Endlich wieder Single...'/><author><name>Mr. Wrong</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15077745487174531778</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/6754/3500/320/MrWrong_Jojo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>