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		<title>Ostsee: Der schleichende Tod der Schweinswale</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 08:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michela]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wie lange wird es diese Spezies in der Ostsee noch geben? Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Deutschland führt aktuell eine Kampagne zu ihrem Schutz durch. Klar ist: Der Mensch ist nicht nur Bewunderer der Schweinswale, sondern vielleicht auch die größte Gefahr für ihr Überleben. Fehmarn. Endlich mal wieder ein sonniger Tag in Norddeutschland. Einer dieser Tage, an denen kaum eine Wolke am Himmel zu sehen ist. Die Sonne zaubert Funken auf die tiefblaue Wasseroberfläche. Da! Plötzlich taucht ein Schweinswal auf. Und noch einer! „Ohhs“ und „Ahhs“ gehen durch die Gruppe begeisterter Touristen an Bord des „Tümmlers“. Wahnsinn! Wer hätte das gedacht? Wale in der Ostsee. Die Gäste werden auf einmal ganz still. Als wollten sie so verhindern, dass die Schweinswale auf Nimmerwiedersehen abtauchen. Genau das könnte schon bald geschehen. Denn die Kleinen Tümmler, wie die Schweinswale auch genannt werden, sind vom Aussterben bedroht. Ihnen droht dasselbe Schicksal wie den Großen Tümmlern, der meistverbreiteten Delfinart, die ebenfalls in der Nord- und Ostsee heimisch war. Die Artgenossen von „Flipper“, dem einstigen Fernsehstar, sind hierzulande bereits vor fünfzig Jahren ausgestorben. Schwankende Populationsschätzungen Heute steht eine bestimmte Schweinswalpopulation, die „Baltic Proper“, auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) leben in der zentralen Ostsee nur noch 497 Individuen. Diese Zahl geht auf die letzte offizielle Zählung (2011-2013) im Rahmen des internationalen SAMBAH Projekts (Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour Porpoise) zurück. Umwelt- und Tierschutzorganisationen vermuten jedoch, dass sich die Anzahl inzwischen weiter verringert hat. Informationsmaterialien des WWF zufolge, leben nur noch 100 bis 400 Tiere in der zentralen Ostsee. Die Populationsschätzung für die zentrale Ostsee schwankt sehr stark. Dies liege vor allem daran, dass es sehr schwierig sei, diese Population zu erfassen. „Sie ist mittlerweile so klein, dass sich traditionelle Zählmethoden, wie zum Beispiel aus dem Flugzeug, nicht mehr lohnen, weil das Gebiet riesig ist und die Wahrscheinlichkeit, einen Schweinswal zu sehen sehr gering.“ Dominik A. Nachtsheim von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Tragödie am Strand Zingst. Es ist ein schöner Sommertag im Juli 2019. Die Sonne strahlt, das Meer funkelt und die Touristen genießen den naturbelassenen Strand zwischen Meer und Wald. Zwei Urlauber spazieren die Küste entlang, als sie eine erschütternde Entdeckung machen: Ein kleiner, weißer Schweinswal liegt leblos vor ihren Füßen. So wie diesen beiden Urlaubern ergeht es inzwischen immer wieder Menschen, wenn sie sich an Deutschlands Küsten aufhalten. Laut BfN lag die Anzahl der gestrandeten Schweinswale an der deutschen Ostseeküste zwischen 2015 und 2019 bei insgesamt 973. Die Zahlen von 2020 liegen noch nicht vor. Die größte Gefahr ist der Mensch Paradoxerweise ist der Mensch der wohl größte Bewunderer und zugleich der größte Risikofaktor für die Schweinswale. Denn natürliche Fressfeinde drohen ihnen derzeit nicht. Es sind vor allem anthropogene Faktoren, die dem Schweinswal das Leben schwer machen. Dazu gehört der Lärm, der unter anderem von Schiffen ausgeht. Er verletzt die Echoortung der Schweinswale: Sie werden taub und können so nicht überleben. Auch die Verschmutzung der Gewässer durch Düngemittel und Müll führt unweigerlich zu ihrem Tod. „Das Plastik, das die Beutefische des Schweinswals fälschlicherweise für Plankton halten und verschlucken, lagert sich über einen gewissen Zeitraum ab. Da es nicht abgebaut werden kann, muss der Schweinswal am Ende mit vollem Magen verhungern.“ Website Stiftung Deutsches Meeresmuseum Zu den größten Bedrohungen jedoch zählt die (Stellnetz-)Fischerei. Laut BfN ist in 50 Prozent der Fälle Beifang als Todesursache auszumachen: „Eine der wesentlichen Gefährdungen von Schweinswalen durch menschliche Aktivitäten geht von der Fischerei mit Kiemen- und Verwickelnetzen aus, in denen sich die Tiere verfangen und ertrinken können.“ In der kommerziellen Stellnetzfischerei treten diese auf, wo sich die Fang- und Verbreitungsgebiete der Schweinswale überlagern, jedoch werde nur ein geringer Teil dieser Beifänge gemeldet. Bei der Untersuchung gestrandeter Totfunde können Netzmarken darauf hindeuten, dass Tiere beigefangen wurden. In der Fischereiindustrie ist von unbeabsichtigtem Fang die Rede, wenn den Fischern etwas ins Netz geht, das nicht dort vorgesehen ist. Aus Angst vor Stigmatisierung, aber auch aus Existenzängsten, die Berufsfischer umtreibt, wird Beifang nicht immer gemeldet. Stattdessen wird er wieder zurück ins Meer geworfen. „Wie in jedem anderen Berufsstand gibt es auch bei uns schwarze Schafe. Jeder weiß, dass Beifang gesetzlich gemeldet werden muss. Dennoch, es ist ein fortlaufender Prozess, um ehrlich zu sein“, räumt Benjamin Schmöde, stellvertretender Vorsitzender des Landesfischereiverbands Schleswig-Holstein, ein. &#8222;Radikale&#8220; Walschützer in der Ostsee Ein See in Niedersachsen. An einem Ort, der aus Sicherheitsgründen geheim bleiben soll, liegt die „MV Emanuel Bronner“ in einem abgesperrten Bereich. Frisch gestrichen, grau wie ihre Schützlinge, 3,60 Meter breit und 12 Meter lang präsentiert sie sich einsatz- und kampfbereit: mit der Fluke am Mast und der Sea-Shepherd-Flagge, die wie eine Piratenflagge aussieht. Nach mehrwöchigen Vorbereitungen sind die Aktivisten startklar und voller Enthusiasmus für ihre „Baltic Sea Campaign“ zum Schutz der Ostseeschweinswale. „Wir sind dabei, sehenden Auges eine Spezies auszurotten. Es ist an der Zeit, aktiv zu werden und mehr zu tun als Schilder hochzuhalten.“ Manuel Abraas, CEO von Sea Shepherd Deutschland e.V. Im vergangenen Jahr mussten sie ihre Kampagne wegen Corona absagen. Dafür wollen sie jetzt „alles geben“. Es gehe in erster Linie darum, Aufklärungsarbeit zu leisten, zu beobachten, zu dokumentieren, Verstöße zur Anzeige zu bringen und Geisternetze zu bergen, in denen sich Vögel und Meeressäuger verheddern und ertrinken können. Sie richten ihr Augenmerk nicht nur auf die Berufsfischer, sondern im Besonderen auf die Nebenerwerbsfischer. „Die haben keinerlei Unrechtsbewusstsein und betreiben rücksichtslosen Raubbau an der Natur“, sagt Robert H., Kapitän bei Sea Shepherd Deutschland. Dank großzügiger Spenden konnte die „Bronner“ mit hochmoderner Navigationstechnik ausgestattet werden. Dazu gehören Nachtsichtgeräte, Kamera und eine digitale Seekarte, die auf den Meter genau orten kann. Für ihre Mission zum Schutz der Ostseeschweinswale haben die Aktivisten Drohnen sowie ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug (ROV) im Einsatz. Damit können sie die Stellnetze abfahren und genau sehen, wer und was sich im Stellnetz verfangen hat. Und zur Not eingreifen: „Wir halten uns stets an die Gesetze. Wenn ich aber ein illegales Stellnetz finden würde, in dem ein Schweinswal, eine Robbe oder ein Vogel ums Überleben kämpft, würde ich auf jeden Fall einschreiten, um das Tier zu befreien und damit dann den Tatbestand Sachbeschädigung in Kauf nehmen.&#8220; Robert H., Kapitän bei Sea Shepherd Deutschland Alles nur dramatisiert? Zurück auf Fehmarn. Hier macht Berufsfischer Frederik Otten, 28, seinen roten „Tümmler“ mit frischer Farbe schick für die Sommersaison. Im Winter ist sein „Tümmler“ Schleppnetzkutter und im Sommer Ausflugsboot für Touristen. Otten hat wenig Verständnis für die Dramaturgie rund um die Schweinswalthematik: „So schlecht kann es den Schweinswalen nicht gehen. Wenn ich rausfahre, treffe ich manchmal auf ganze Schulen mit bis zu 15 Tieren.“ Frederik Otten, Berufsfischer Otten gehört zu den Berufsfischern, die die freiwillige Vereinbarung zum Schutz der Schweinswale und der tauchenden Meeresenten unterzeichnet haben. Entstanden ist diese Vereinbarung 2013 bei Gesprächen zwischen dem Landesfischereiverband Schleswig-Holstein, dem Ostsee Info-Center und dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. In §2 der freiwilligen Vereinbarung heißt es, dass zum Schutz von Schweinswalen die Stellnetzfischerei von Juli bis August die Stellnetzflächen auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus wurde ein anonymes Beifang-Meldesystem eingerichtet. Außerdem kommen in Kooperation mit dem Thünen-Institut sogenannte PAL-(Porpoise Alert-) Warngeräte in den Netzen zum Einsatz, die die Wale fernhalten sollen. Laut Angaben des Thünen-Instituts für Ostseefischerei hat das Forschungsprojekt mit Feldversuchen ergeben, dass der Beifang so um 70 Prozent minimiert wird. Schutzgebiete: Fischen erlaubt &#8211; Paddeln verboten Meeresschützer und BfN stimmen überein, dass es weiterer Maßnahmen, besonders in den Schutzgebieten, bedarf. „Wir fordern, dass Schutzgebiete auch wirklich geschützt werden. Solange der kommerzielle Fischfang hier noch erlaubt ist, kann von Schutzgebiet keine Rede sein“, sagt Abraas von Sea Shepherd Deutschland. Aktuell ist es Berufsfischern nach wie vor gestattet, in Meeresschutzgebieten auf Fang zu gehen. Sea-Shepherd-Kapitän Robert H. macht das wütend: „Was für ein Irrsinn. Was ist das für ein Schutzgebiet, in dem gefischt werden darf, aber ein Paddelboot strengstens untersagt ist?“ Laut einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel werde „in Schutzgebieten sogar intensiver gefischt als außerhalb“. Die Kieler Experten gehen von einer um 40 Prozent stärkeren Fischereiintensität in Meeresschutzgebieten aus. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hält nach eigenen Angaben fischereifreie Zonen beziehungsweise Zonen, in denen Fischereimethoden mit einem hohen Beifangrisiko ausgeschlossen werden, in den ausgewiesenen Schutzgebieten für notwendig. Derzeit prüfe die EU-Kommission den ganzjährigen beziehungsweise saisonalen Ausschluss der Stellnetzfischerei in schwedischen, deutschen und polnischen Schutzgebieten. Von den Forderungen der Meeresschützer und der Umweltpolitik, die Stellnetzfischerei in Schutzgebieten auszuschließen, hält Benjamin Schmöde vom Landesfischereiverband Schleswig-Holstein „absolut rein gar nichts. Da werden noch Konflikte auf uns zukommen. Wir kämpfen für die freie Fischerei. Und mit der freiwilligen Vereinbarung tun wir weit mehr als die EU vorschreibt.“ &#8222;Die Ostsee hat keine Zeit mehr&#8220; Von Organisationen wie Sea Shepherd scheinen die Fischereiverbände grundsätzlich nicht allzu begeistert. „Da wird meiner Meinung nach Schauspiel betrieben. Das sind freiwillige Aktivisten, die keine Ahnung haben. Die haben weder die fachliche noch die rechtliche Eignung“, so Schmöde. Die Fronten zwischen Fischereiindustrie, Politik und Meeresschutzorganisationen sind verhärtet, doch alle sind sich einig, dass die heimischen Schweinswale geschützt werden müssen. Sea-Shepherd-CEO Abraas zufolge seien ohnehin nicht nur die Fischer schuld: „Alle stehen in der Verantwortung und können etwas zum Schutz der Schweinswale beitragen: die Bundesregierung, die EU-Kommission, die Fischer und die Konsumenten. Mit unserer Aufklärungsarbeit möchten wir den Konsumenten ihre Macht bewusst machen. Die Ostsee hat keine Zeit mehr.“ Fehmarn. Der „Tümmler“ erstrahlt in neuem Glanz und ist bereit für die Sommersaison, die im Juni begonnen hat. Bereit für die Urlauber. Bereit für die Ausflüge auf der Ostsee. Bereit für die Ausrufe der begeisterten Touristen, wenn sie Schweinswale sichten. Dieses Glücksgefühl, so ist zu befürchten, dürfte sich in Zukunft noch seltener einstellen als bisher. Background Info Bei diesem Artikel handelt es sich um ein journalistisches Feature. Dieses habe ich als Examensarbeit im Rahmen meiner journalistischen Ausbildung eingereicht (Bewertung 1,0). Wenn du mehr über die Ostsee-Kampagne von Sea Shepherd Deutschland erfahren möchtest, dann folge ihnen doch auf den sozialen Netzwerken. Hier posten sie immer wieder von ihrem Einsatz. Alles über Schweinswale findest du auf der Website von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum zum Beispiel. Erzähl mir gern, was das Geschriebene in dir auslöst und welche Konsequenzen du vielleicht sogar für dich daraus ziehst? Ein weiterer Tipp an dieser Stelle: Watch Seaspiracy auf Netflix! Ich freue mich auf deine Nachricht. Deine Gitaliana Michela</p>
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		<title>Birden statt Bingen: Runter vom Sofa, raus in die Natur</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2020 07:34:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Taimyr-Halbinsel / Sibirien. „Meine Damen und Herren Schnepfen, herzlich willkommen zu Ihrem Flug PS030 nach Spiekeroog. Die Entfernung zu unserem Ziel beträgt 5.000 Kilometer, die wir Non-Stop bewältigen werden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 65 Stundenkilometer. Die Wetteraussichten sind gut, wir starten mit ordentlich Rückenwind und können unser Ziel am Wattenmeer so in drei bis vier Tagen erreichen. Bitte beachten Sie, dass es auf diesem Flug keinen Service und somit keine Verpflegung geben wird. Am Ziel erwartet uns jedoch ein üppiges und proteinreiches „All you can eat“-Buffet. Abflug in fünf Minuten.“ So in etwa stelle ich mir die Ansage der leitenden Pfuhlschnepfe vor, wenn sie den Trupp auf die bevorstehende mühsame Reise einstimmt. Die oben genannten Zahlen sind nicht erfunden. Die Pfuhlschnepfen fliegen tatsächlich ohne Pause von der sibirischen Arktis ans Wattenmeer. Ohne Schlaf. Ohne Essen. Dabei brauchen sie alle Energiereserven auf und „verbrennen“ sogar Teile ihres Brust- und Herzmuskels. Ihre Final Destination ist jedoch nicht die Nordseeküste, sondern ein warmes Winterquartier in Guinea-Bissau in Afrika. Bei uns an der Küste legen Sie eine ausgedehnte Pause ein, um wieder zu Kräften zu kommen. Das Wattenmeer ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt und bietet mit ihrem natürlichen Nahrungsreichtum beste Voraussetzungen dafür. Hier kann das große Fressen beginnen. Schließlich ist ihr Fett auch ihr &#8222;Treibstoff&#8220; und das muss wieder &#8222;aufgetankt&#8220; werden. Im Rhythmus von Ebbe und Flut fressen und schlafen sie. Bei Ebbe bedienen sie sich am reichhaltigen Buffet, das sie mit Muscheln, Krabben, Wattwürmern, et cetera versorgt. Bei Hochwasser ruhen sie sich aus und schlafen. Das tun sie so lange bis sie das Doppelte an Körpergewicht zugelegt haben und wieder bei Kräften sind – für die nächsten 4.000 Kilometer nach Afrika. Im Frühjahr kommen sie dann wieder ans Wattenmeer, bevor es sie zum Brüten zurück in die Arktis verschlägt. Und so wiederholt sich das Ganze Jahr für Jahr. Vogel ist nicht gleich Vogel Immer im Frühjahr und im Herbst zieht es Millionen Zugvögel ans Wattenmeer. Insgesamt 222 verschiedene Arten wurden im Rahmen der Aviathlons in den Vorjahren (jedes Jahr) schon gesichtet. Watvögel, Gänse, Enten, Schwalben, Singvögel, Kormorane, Sterntaucher – sie alle sind so unterschiedlich wie einzigartig. Einige Zugvögel ziehen los, wenn es kalt wird. Andere wiederum folgen einem festen Zugprogramm, das genetisch determiniert ist. Diesem inneren Ruf folgt auch die Pfuhlschnepfe, die Langstreckenzieher ist und zur Ordnung der Watvögel gehört. Ebenso ein Watvogel ist der hübsche Säbelschnäbler. Dieser ist der diesjährige „Titelvogel“ der 12. Zugvogeltage, zu denen der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer lädt. „Er charakterisiert das Wattenmeer“, schwärmt Peter Südbeck, der Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. „Vorige Woche wurden 2.000 Säbelschnäbler vor dem Vareler Turm gesichtet. Sie bleiben allerdings nicht bei uns. Bald zieht es sie nach Portugal, wo sie überwintern.“ Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Nonnengänse, deren abendlicher Einflug in den Dollart oder die Leybucht ein Spektakel für Naturliebhaber ist. Respekt und Distanz sind überlebenswichtig „Jede noch so kleine Störung scheucht die Tiere auf und das ist immer gleichbedeutend mit Energieverlust. Energie, die sie brauchen, um ihre Reise zu machen, ihre Junge großzuziehen und um überhaupt zu überleben.“ betont Südbeck Ohne das geschützte Wattenmeer könnten die Millionen Zugvögel ihrer Bestimmung nicht nachkommen – geschweige denn überleben. Zum Glück steht das Gebiet seit 1986 als Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unter entsprechendem Schutz. Seit 2009 zählt es außerdem zum UNESCO-Weltnaturerbe, zusammen mit dem niederländischen und dem dänischen Wattenmeer, das damit verbunden ist. Die Zugvögel müssen sich darauf verlassen können, ihre Kraftreserven hier in Ruhe wieder auffüllen zu können. Neben dem allgemeinen Schutzgebiet ist es daher ebenso bedeutend, dass ausgewiesene Ruhezonen von Besuchern beachtet und nicht betreten werden. Darüber hinaus finden die Zugvögel nirgends sonst ein so reichhaltiges Nahrungsangebot. Ein weiterer Grund, warum das Wattenmeer bei ihnen so hoch im Kurs steht. Es ist gut und wichtig, dass das niederländische, deutsche und dänische Wattenmeer geschützt ist. Doch das allein genügt nicht. Zugvögel sind darauf angewiesen an jedem Tag ihres Lebens, an jedem Ort, gute Bedingungen vorzufinden. Dies beinhaltet alle Länder und Küsten dieser Welt, an denen sie eine Pause einlegen auf dem Weg zu ihrem Endziel. &#8222;Die globale Intaktheit ist gerade auch für wandernde Arten wie die Zugvögel essentiell. Die ganze Welt ist miteinander vernetzt. Die Zugvögel veranschaulichen das sehr gut&#8220;, so Südbeck. Auf dem ostatlantischen Zugweg rasten sie auf ihrer Reise nach Westafrika neben Deutschland auch in England, den Niederlanden, Frankreich, Portugal und Spanien. Einige Große Brachvögel wurden mit Sendern ausgestattet und so hat nun jeder die Möglichkeit ihnen virtuell zu folgen. Hier kannst du dir in der rechten Leiste einen Brachvogel anhand der Nummerierung aussuchen und schauen, wo er sich aktuell befindet und wo er vorher war. Wie der Klimawandel die Zugvögel beeinflusst All den positiven Aspekten, die Naturschutzgebiete wie das Wattenmeer hierzulande und das Tejo-Astuar Gebiet bei Lissabon, für die Zugvögel bereithalten, stehen jedoch auch negative Aspekte gegenüber &#8211; wie die Auswirkungen des Klimawandels. Das Nahrungsangebot verändert sich, das Zugverhalten und sogar die Anatomie der Zugvögel selbst. So zeigen neueste Forschungsergebnisse, dass der Knutt, eine amselgroße Watvogelart, inzwischen einen kürzeren Schnabel hat. Mit diesem verkürzten Schnabel kommt er in Afrika nicht mehr an die Nahrung, die er braucht. Die Folgen können fatal sein. Über den Einfluss des Klimawandels, die globale Relevanz des Vogelzugs, aber auch über die Frage, was einen jungen Mann dazu veranlasst sich hauptberuflich mit Zugvögeln zu beschäftigen, habe ich mit Dr. Rune Michaelis (32) gesprochen. Hör doch mal rein. Rune Michaelis hat am Alfred-Wegener-Institut auf Sylt promoviert (Dr. rer. Nat) und ist studierter Geoökologe (M. Sc.). Heute ist er für die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer tätig. Mein &#8222;Auslöser&#8220; Wer sich fragt, was mein Interesse an Zugvögeln geweckt hat&#8230; siehe folgendes Video. Hier bereitet ein Schwarm Singvögel sich auf die Reise gen Süden vor – in Lageland vor Groningen in den Niederlanden. Schlaftrunken tappte ich in aller Herrgottsfrühe aus dem Planwagen. Das laute &#8222;Geschnatter&#8220; der Vögel hat mich magisch angezogen. Dieses perfekt inszenierte Ballett und dieser ganz besondere Klang der Flügel, wenn sie sich alle gleichzeitig vom Boden in den Himmel heraufschwingen &#8211; einfach atemberaubend. Eine Stunde lang konnte ich meinen Blick nicht mehr abwenden. Sieh selbst. Die Geschichte der Zugvögel verdeutlicht wie sehr die ganze Welt miteinander vernetzt ist, wie wir alle aufeinander angewiesen sind und wie genial die Natur doch ist. Das ist definitiv etwas für deine Bucket List. Also, runter vom Sofa und raus in die Natur 🙂 Good to know Wenn dich das Fieber jetzt auch gepackt hat oder zumindest ein gewisses Interesse, dann mach deinen nächsten Kurztrip doch ans Niedersächsische Wattenmeer und lass dich von den Zugvögeln begeistern. Mit fachkundiger Begleitung oder individuell. Jetzt im Herbst ist genau die richtige Zeit. Die 12. Zugvogeltage stehen kurz bevor und bieten ein vielfältiges Programm für Laien, Vogelkundler, Erwachsene, Kinder und Familien. Du hast die Wahl zwischen Exkursionen (Wattwanderungen, Schiffstörns, Vogelkunstsafaris für Kinder, usw.), Vorträgen, Ausstellungen und vielem mehr. Zum Programm der 12. Zugvogeltage, die vom 10. bis 18. Oktober 2020 stattfinden, geht es über diesen Link. Die Angebote sind teilweise kostenfrei. So kannst du zum Beispiel an jedem Veranstaltungstag zwischen 10 und 18 Uhr zum Vogelturm am Vareler Watt kommen, um Vögel zu beobachten. Vogelkundler sind dann vor Ort und geben auf Wunsch Auskünfte. Wer dieses Naturschauspiel, das die Zugvögel für uns aufführen, lieber eigenständig erleben möchte, der hat an besonders exponierten Punkten die besten Chancen: auf den ostfriesischen Inseln, an der Kugelbake in Cuxhaven, an der Wurster Nordseeküste, am Jadebusen, an der Leybucht und am Dollart. Die beste Zeit, um ziehende Vögel zu sehen ist am frühen Morgen bei Tagesanbruch. Rastende Vögel, die futtern und schlafen, um wieder zu Kräften zu kommen, beobachtet man am besten zwei Stunden vor der Flut an den Küstengebieten. Da kommen sie langsam immer näher ans Ufer heran. In der Abenddämmerung auf dem Festland kann man gut Gänse beobachten, die zu ihren Schlafplätzen fliegen.</p>
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		<title>Naturspektakel: Millionen Zugvögel am Wattenmeer</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 16:08:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Wurster Nordseeküste. Es ist mitten am Nachmittag und dennoch menschenleer. Außer den Rufen der Vögel, dem Wind und dem Tosen des Meeres ist nichts zu hören. Vereinzelte Sonnenstrahlen bahnen sich vehement den Weg durch die graue Wolkendecke. Am Horizont ein Silberstreif. Der Himmel spiegelt sich im Schlick des Wattenmeers, wo in wenigen Minuten das Wasser auflaufen wird. Eine Schar von Vögeln tummelt sich hier. Gierig und ununterbrochen mausern sie mit ihren teils langen, gebogenen Schnäbeln nach Würmern und Muscheln. Das Wasser treibt sie immer näher. Langsam, aber sicher verdeckt es ihre Festtagstafel. Als würde es ihnen klar machen, dass sie nun genug gegessen haben. Ganz unvermittelt geht ein Ruck auf und Hunderte Vögel schwingen sich mit einem gemeinschaftlich lauten Flügelschlag in die Höhe. Es bildet sich eine dunkle und dichte Wolke, die ein perfekt inszeniertes Ballettstück aufführt. Synchron und scheinbar ohne interne Absprachen bewegen sich all diese Vögel grazil am Horizont. Im Schwarm und doch individuell. Ein Manöver folgt auf das nächste. Ein Spektakel, das nicht nur Ornithologen den Atem raubt. Tierische Urlauber am Wattenmeer Jedes Jahr zieht es im Frühling und im Herbst Millionen Vögel &#8211; 222! verschiedener Arten &#8211; an die heimische Nordseeküste. Die Tiere kommen zum Großteil aus der Arktis ans Wattenmeer, um sich hier für die Weiterreise nach Südeuropa und Afrika zu stärken. Der etwa 345.800 Hektar große Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehört zum UNESCO Weltnaturerbe. Hier können die Watvögel, Gänse, Möwen, Schwalben, Singvögel, Kormorane, Sterntaucher und viele weitere Arten in Ruhe rasten und futtern. &#8222;Vogelzug heißt vor allem: fressen, fressen, fressen. Ein Zugvogel braucht jeden Tag in seinem Leben vernünftige Bedingungen. Jeden Tag. Die Vögel kommen hier -und nur hierher ins Wattenmeer, um sich zu entspannen, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen, die sie buchstäblich in der Luft zwischen der Arktis und unserem Wattenmeer verflogen haben.&#8220; Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer Das Wattenmeer ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt und bietet mit ihrem natürlichen Nahrungsreichtum beste Voraussetzungen für die Zugvögel. Neben mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten, die hier heimisch sind, treibt es jährlich eben auch Millionen Zugvögel an die Strände, die Deiche, die Salzwiesen und die Seen. Faszination Zugvögel erleben Im Oktober kann jede und jeder die Zugvögel in Aktion erleben. Das ist individuell möglich als auch im Rahmen teils kostenfreier Programmangebote. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer lädt vom 10. bis 18. Oktober 2020 zu den 12. Zugvogeltagen ein. Mehr als 250 Programmpunkte für Erwachsene, Kinder, Familien, Vogelliebhaber und Besucher haben die Veranstalter ausgearbeitet. Sie erstrecken sich über ganz Niedersachsen und Bremen, von Balje bis Zetel bis Borkum. An insgesamt 62 Orten lässt sich die Faszination Zugvögel mit einem vielseitigen Programm erleben. Besucher haben die Wahl zwischen Exkursionen, wie Wattführungen und Schiffstörns, Vogelbeobachtungen, Vorträgen, Theaterstücken, Ausstellungen, Zugfolkkonzerten und mehr. „Der Nationalpark Wattenmeer ist Weltnaturerbe-Gebiet, weil seine Einzigartigkeit, sein hoch dynamischer Raum extrem nährstoff- und nahrungsreich ist. Er ist die Voraussetzung dafür, dass Millionen Vögel überhaupt überleben können“, so Südbeck. „Die Zugvogeltage sollen solche Geschichten erzählen, an die Faszination Zugvögel heranführen und die globale Vernetzung verdeutlichen. Was hat es mit den Zugvögeln auf sich? Wo kommen sie her? Warum kommen sie zu uns? Wo wollen sie hin? Was macht den Zugvogel zum Zugvogel? Die Vielfalt wollen wir zeigen – in verschiedenen ansprechenden Formaten.“ Das Programmangebot der 12. Zugvogeltage kann hier eingesehen werden. Um Anmeldung wird gebeten. Die Aktivitäten finden unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen statt. #funfact Wurst bzw. Wurt Die Bezeichnung Wurster Nordseeküste hat nichts damit zu tun, dass die Menschen hier vermeintlich gerne Wurst essen. Es hat gar nichts mit der Wurst zu tun wie wir sie kennen. Die Bezeichnung leitet sich vom niederdeutschen Wort &#8222;Wurt&#8220; ab. Wurten sind künstlich errichtete Hügel. Bevor es Deiche gab, haben die Menschen zum Schutz vor dem Meer Wurten errichtet. Das Wurster Watt ist mit Meer, Moor und Wald landschaftlich reizvoll, aber noch nicht so touristisch erschlossen und bekannt wie Ostfriesland zum Beispiel. Die Gegend eignet sich also perfekt für eine ruhige Auszeit. In die Welt der Zugvögel eintauchen Weitere Impressionen sowie spannende Informationen zur faszinierenden Welt der Zugvögel und ein Kurzinterview mit dem jungen Geoökologen Dr. Rune Michaelis von der Nationalparkverwaltung gibt es hier. Solltest du in der Zwischenzeit schon Fragen haben oder Tipps für deine Bird-Watching-Mission benötigen, meld dich gern. Ich freue mich auf deine Nachricht. Baci &#38; Abbracci, deine Gitaliana Michela</p>
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		<title>Insel*rausch*apfel oder Stadt, Land, Meer – 3 Tipps für deinen Herbsttrip</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2020 14:14:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Der Herbst ist eine besondere Jahreszeit und es gibt Orte, die ihn noch besonderer erscheinen lassen. Drei von diesen Orten – alle in weniger als drei Stunden von Bremen aus erreichbar – möchte ich heute hier vorstellen. Es geht ans Meer, aufs Land und in die Stadt. Die Destinationen unterscheiden sich grundsätzlich, aber was sie eint ist dieser besondere Reiz zur goldenen Jahreszeit. Und das Beste: Sie sind nicht überlaufen. Laut einer Studie von Expedia konzentriert sich die Mehrheit der deutschen Urlauber auf Herbstferien in Bayern, Berlin, München, Hamburg und an der Ostsee. Ein Grund mehr sich klassisch antizyklisch für andere schöne Regionen in Deutschland -und umzu- zu entscheiden. Meine Top 3 Auswahl ist perfekt, um dem Alltag zu entfliehen, um ein verlängertes Wochenende für eine kleine Auszeit zu nutzen und um mal was Neues zu sehen und zu erleben. Ein Tag am Meer (oder zwei oder drei) Einmal ins Apfelparadies bitte Holländisches City-Flair Ein Tag am Meer … an der Nordsee, um genau zu sein und um noch genauer zu sein auf der Insel Langeoog oder wahlweise auf ihrer Nachbarinsel Spiekeroog. Wilde Dünenlandschaften, endlos weite Sandstrände, Wind, bunte Strandkörbe, Ebbe und Flut, eine immer leicht stürmische See und wenig Menschen. Das macht die ostfriesischen Inseln Langeoog und Spiekeroog im Herbst aus. Rüste dich am besten mit einer wetterfesten Jacke und Gummistiefeln aus, wenn du dich bei einem Spaziergang am Strand treiben lassen und alles andere für einen Moment hinter dir lassen willst. Statt die Sorgen im Kopf kreisen zu lassen ist es doch viel faszinierender sich auf das zu konzentrieren was im Moment geschieht, was die Natur zu bieten hat – zum Beispiel das, was bei Ebbe zurückbleibt an leuchtenden Muscheln, Federn, Steinen, etc. Aber hey, vielleicht gehörst du ja zu den Hartgesottenen und springst direkt ins kühle Nass? In dem Augenblick denkst du garantiert an nichts anderes mehr! Im Herbst kannst du auch die Vögel beobachten, die sich auf den Inseln versammeln, um sich auf die große Reise gen Süden vorzubereiten. Mit etwas Glück kannst du vielleicht sogar Robben beobachten. Nach all der frischen Seeluft machst du es dir dann am besten in einer der urigen Teestuben bei einem Friesentee gemütlich. Schau mal in dieses Video, das bringt die besondere Stimmung am feinpudrigen Strand auf Spiekeroog sehr gut rüber! Anreise &#38; Übernachten Als wir vor zwei Jahren auf Spiekeroog waren sind wir ohne Übernachtung einfach mit der Fähre morgens hin und abends zurück. Die Fähre fährt ab Neuharlingersiel, was am besten mit dem Auto erreichbar ist. Parkplätze sind vorhanden. Die Überfahrt mit der Fähre dauert 50 Minuten. Auf „Spoog“ angekommen kann man easy zu Fuß in den Ort und an die Strände. Das Fährticket kostet für die Hin- und Rückfahrt 33,80 EUR pro Person. Erst kürzlich haben wir ein verlängertes Mädelswochenende veranstaltet und haben bei der Gelegenheit einen Tag auf Langeoog verbracht. Übernachtet haben wir vier in einem hübschen Appartement im beschaulichen Ort Esens. Der Slogan Esens besagt zwar „Esens… hier ist immer etwas los“, aber tatsächlich ist dort rein gar nichts los. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, wenn man mit den richtigen Menschen zusammen ist und sich zu beschäftigen weiß. Von Esens aus ist Bensersiel, der Abfahrtsort der Fähre nach Langeoog in nur zehn Minuten Fahrtzeit zu erreichen. Die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa 20-30 Minuten. Auf Langeoog angekommen bringt die bunte, nostalgische Schmalspurbahn dich dann ins Zentrum der Insel, von wo aus du zu Fuß oder mit dem Leihrad deine Erkundungen starten kannst. Das Fährticket kostet für die Hin- und Rückfahrt 30,00 EUR pro Person. Einmal ins Apfelparadies bitte Herbst ist Apfelerntezeit und damit gibt es keinen besseren Moment, um einen Ausflug ins Alte Land zu machen. Jetzt! Mit dem Rad geht es durchs Dorf, vorbei an süßen Fachwerkhäusern, in die Obstgärten. Links und rechts, vor dir und um dich herum, soweit das Auge reicht nur noch Apfelbäume, an denen reife, knackig rote Äpfel hängen. Du tauchst mal eben so in eine andere kleine Welt ab. Eine Welt, in der es nichts als süße Äpfel, grüne Landschaften und (im Idealfall) Sonne gibt. Anreise &#38; Übernachten Das Alte Land liegt südlich der Elbe, vor den Toren Hamburgs und ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Auf der offiziellen Seite des Alten Landes findest du viele unterschiedliche Radtour-Optionen. Wir sind das -wie immer- eher spontan angegangen. Wir hatten über air bnb ein kleines Appartement in Jork angemietet, ein Dorf das nur wenige Fahrminuten von Buxtehude* entfernt liegt. Die Fahrräder hat uns unsere liebe Gastgeberin kostenfrei zur Verfügung gestellt und von da aus sind wir einfach los. *Ja, Buxtehude gibt es wirklich. Scheinbar wird es auch als Klein-Amsterdam bezeichnet, aber das ist eine ganz schöne Übertreibung, um ehrlich zu sein 😉 Buxtehude ist ganz süß, aber abgesehen vom buntesten und süßesten Café ever, gibt es dort nicht viel. Die typischen Touri-Wirtshäuser eben, aber die sind ja nun wirklich nichts Besonderes und mit Amsterdam haben sie auch nicht viel gemein. Im Café Pom Pom gibt es sogar vegane Waffelkreationen und pflanzliche Milchalternativen. Hier kannst du mich übrigens in einer anderen -bunten- Ecke des Cafés sehen und im zweiten Bild die Oreo-Waffel-Kreation, die es für mich zu meinem &#8222;Milch&#8220;kaffee gab. Holländisches City-Flair Wenn ein Ort die Bezeichnung Klein-Amsterdam verdient, dann ist es wohl eher die niederländische Stadt Groningen, die in gerade einmal zwei Stunden Autofahrt von Bremen aus zu erreichen ist. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber in Groningen taucht man tatsächlich in ein ganz anderes Flair ab, was nicht mehr viel mit (nord)deutschen Städten zu tun hat. Die Atmosphäre ist anders, das Stadtbild sowieso und die Menschen auch. Alle und alles wirkt locker und entspannt. Es ist die perfekte Destination für einen Weekend Städtetrip. Du kannst die Grachten entlangschlendern und dabei die Hausboote begucken, du kannst shoppen ohne Ende und außerdem gut essen und trinken. Selbst die Bars und Pubs sind nicht 08/15. Die Stufen rauf ins gusto am geselligen Peoleplein sind mit Kissen ausgelegt, auf denen ich es mir gemütlich mache und mir am Nachmittag schon einen ersten Cocktail genehmige. Mit dem kitschigen Namen &#8222;Copa del Amor&#8220;&#8230; Was wohl in den Köpfen der Menschen vorgeht, wenn sie Cocktails Namen geben? Übernachten Für einen Städtetrip, der Feiern inkludiert, bietet es sich an sich ein Appartement oder Zimmer in der City zu buchen. Wir haben uns am vergangenen Wochenende allerdings für eine andere Art der Übernachtung entschieden. Auf dem Land, etwa 10 Autominuten von Groningen entfernt, in einem Planwagen. Gastgeberin Marion hat hier auf ihrem Grundstück etwas Einmaliges erschaffen, mit ganz viel Liebe zum Detail. In guter Entfernung zu ihrem eigenen Haus steht ein Planwagen mit Terrasse im Garten und mit Blick auf die Felder. In der Nachbarschaft gibt es mehr Pferde, Ponys, Schafe und Kühe als Menschen – aber ohne den sonst so typischen Gestank. Das Bad ist in einer separaten kleinen Hütte ein paar Schritte vom Planwagen entfernt. Ein Detail, das mich bei Übernachtungen normalerweise sehr stört, aber in diesem Fall wäre mir der Zauber des frühen Morgens sonst entgangen. Statt zurück ins Bett zu huschen haben mich die Laute der Vögel und der mystische Nebel über den Feldern magisch angezogen. Eine Stunde lang konnte ich nicht davon ablassen sie zu beobachten, wie sie ihre Versammlungen abhielten und ihre Reise in den Süden planten. Immer wieder schwangen sie sich gleichzeitig auf, was begleitet wurde von einem atemberaubenden Klang, der erzeugt wurde vom Aufschwingen der Flügel in die Luft. Der absolute Wahnsinn. Und das Ganze auch noch vor dieser Kulisse und diesem ganz besonderen Licht, wenn die Sonne langsam aufgeht. Das sind die Momente in denen dir bewusst wird, dass deine kleinen Sorgen unbedeutend sind, dass es so viel Größeres gibt. Die Natur in all ihrer Pracht und Perfektion. Falls du auch mal in so einem Planwagen übernachten möchtest, hier noch ein paar Tipps bzw. Hinweise: Es ist ein bisschen wie Camping. Daher bietet es sich an, das eher bei warmen Temperaturen zu machen. Außerdem sind Mücken ein Thema… Für uns steht fest, wir waren sicher nicht das letzte Mal da. Beim nächsten Mal nehmen wir unser Kanu mit, denn ca. 500 Meter weiter gibt es den Eemskanaal. Na, war da etwas für dich dabei? Gehörst du zu den Kurzentschlossenen, die spontan ausbrechen möchten? Dann nix wie los, solange die Sonne uns noch ihre wärmenden Strahlen schickt. Stadt, Land, Meer warten auf dich! ***Es sind alles Herzensempfehlungen und keine -beauftragte- Werbung*** Solltest du weitere Tipps gebrauchen können oder selbst welche für mich haben, dann freue ich mich auf deine Nachricht. Baci &#38; Abbracci, Deine Gitaliana</p>
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		<title>Unter Tieren: Ein Blick hinter die Kulissen des Bremer Tiergeheges</title>
		<link>https://gitalian.world/unter-tieren-tiergehege-bremen/</link>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 18:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michela]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Travel]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Bei meinem ersten Besuch im Tiergehege in diesem Jahr präsentiert sich mir eine Szenerie wie in einem Bauernhof-Bilderbuch für Kinder. Es ist ein sommerlich warmer Tag im Juni, die Muttersau Bonnie grunzt und wälzt sich vergnüglich im Schlammbecken, um sich abzukühlen. Ihre zehnköpfige Ferkelbande quiekt vergnügt vor sich hin, tollt umher und ärgert die Mama. Kein Wunder, dass hier eine ganze Menschentraube steht. Die Schweinefamilie scheint DAS Sommerhighlight im Bürgerpark zu sein. Wenige Schritte weiter ein Hahn, der auf einen Heuhafen klettert: „Kikeriki! Kikeriki“. Um ihn herum scharen sich weitere Hähne, Hühner und ihre Küken. Bauernhofidylle mitten in der Stadt. Auf dem Weg zu den Zwergziegen und den Alpakas kommt mir ein blau glänzender Pfau entgegen. Mit stolz geschwellter Brust dreht er seine Runden im Freien und mischt sich unter die begeisterte Menschenmenge. Ein beliebtes Ausflugsziel und Bremer Institution Überall Nachwuchs: Süße Tierbabys, die die Besuchermagneten schlechthin sind. Das Tiergehege ist insbesondere unter Einheimischen als beliebtes Ausflugsziel bekannt. Es ist zentral im wunderschön angelegten Bremer Bürgerpark gelegen und jederzeit kostenfrei zugänglich. Wenn du einen Städtetrip nach Bremen unternimmst, solltest du auch einen Besuch im Bremer Bürgerpark und im hiesigen Tiergehege einplanen. Hier leben 80-100 Tiere (je nachdem wie viel Nachwuchs es gibt) 15 verschiedener Arten. Abgesehen vom Damwild und von den Mufflons sind es alles Haustiere, die teilweise zu den bedrohten Rassen gehören, wie die bunten Bentheimer Schweine zum Beispiel. Zu den Bewohnern gehören außerdem noch Zwergesel, Enten, Meerschweinchen, Schafe, Alpakas, Zwergziegen, Zwergzebus und neuerdings auch Shetland Ponys. Seit inzwischen fünf Jahren lebe ich in Bremen und war natürlich auch schon das ein oder andere Mal im Tiergehege, aber so habe ich es noch nie erlebt. Ich beschließe, dass ich mehr darüber erfahren muss und mache ein Treffen mit dem Leiter des Tiergeheges aus. Unter Tieren &#8211; Das Gehege am frühen Morgen Um 7:30 Uhr bin ich da und erlebe wieder ein Novum: Es ist fast menschenleer. Lediglich ein paar Jogger begegnen mir hier und da. Eine kleine Brücke führt zum Tiergehege, wo man direkt von den Eseln begrüßt wird. Einen ersten Rundgang mache ich allein und folge zunächst dem Krähen der Hähne, die ich wenig später im lichten Gebüsch vor dem Damwild Gehege, wo sie umherlaufen, fröhlich vor sich hin picken und ihr Leben leben. A propos den Lauten folgen: Als ich mich umdrehe und wieder in Richtung Haus und Esel gehe, wo ich mit dem Leiter des Tiergeheges verabredet bin, werde ich von lautem Grunzen abgelenkt. Es führt mich in einen friedlichen, fast schon unwirklichen, Moment: Bonnie liegt auf der Seite und füttert ihre zehn Ferkelchen, die quieken, trinken und scheinbar nicht genug bekommen können. Man hört nichts als ihr Grunzen, das Quieken der Kleinen, die Vögel und immer wieder auch das Krähen der Hähne. Nach ein paar Minuten lassen sie schließlich von ihrer Mama ab und springen wild umher. Bonnie schwingt sich mit einem Ruck wieder auf und hält inne. Ihre kleine Rasselbande quetscht sich derweil einer nach dem anderen durch die Gitterstäbe ins Nebengehege. Hier leben Papa, Eber Harry und Sau Bernadette, wie ich später erfahre. Sie werden getrennt gehalten, weil Harry sonst Bonnie gleich wieder „decken“ würde. Tiere mit Personality Um 8 Uhr treffe ich Christian Panhorst zwischen dem Eselgehege und dem Stall. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sarah und Tochter Emma kümmert er sich seit 2003 um die Tiere. Herr Panhorst ist ein schmaler Typ mit sonnengebräunter Haut und fast schulterlangem Haar – immer in Bewegung und dabei doch so gelassen. Während ich die Schwalben im Stall beobachte, setzt er noch schnell Kartoffeln für die Schweine auf. Nebenbei erzählt er mir von seinen Schützlingen und ihren individuellen Charakteren, die er nach nunmehr 17 Jahren sehr gut kennt. Die Eseldamen Letizia und Lotte zum Beispiel sind tiefenentspannt und vermitteln „mit einer besonderen Aura“, wie er es ausdrückt, dass sie alles unter Kontrolle haben. Freddie und Felix hingegen sind eher unruhig, wobei Freddie sogar der Außenseiter ist. Woher sie alle ihre kuriosen Namen haben? „Die Namen bekommen die Tiere alle von unserer Tochter Emma, die hier mit ihnen aufgewachsen ist.“ Die Pfaue namens Pea 1 und Pea 2 -sie sehen sich einfach zu ähnlich- sind Vater und Sohn und fast nie in ihrem Gehege anzufinden. Stattdessen patrouillieren sie gerne im Park und mischen sich unter die menschlichen Besucher, die begeistert ihre Kameras zücken. Herr Panhorst ist schon froh, wenn sie sich überhaupt im Einzugsgebiet des Parks befinden: „Die büchsen gerne auch mal aus. Da bekomme ich dann Anrufe aus Schwachhausen oder auch Findorff, wo sie entdeckt werden. Es klingt amüsant, aber sie zu suchen und dazu zu bewegen nach Hause zu kommen ist nicht so lustig.“ Auch die Hühner und Hähne bewegen sich mit ihren Küken gerne außerhalb ihres Geheges. Spätestens am Abend müssen sie jedoch in ihren Stall gebracht werden. „Eine Nacht im offenen Park würden sie nicht überleben. Die Marder, Krähen oder Füchse, die hier frei leben, würden sie schnappen“, ist er sicher. Eber Harry ist übrigens bei aller „Deckungsfreude“ sehr zurückhaltend und lässt vor allem Menschen nicht gern nah an sich ran, Sau Bernadette ist etwas hibbelig und Muttersau Bonnie ist eine vorbildliche Mama „wie sie im Buche steht“. Cuteness Overload – Die Tierbabys Die Bentheimer Schweine gehören zu den unbestrittenen Publikumslieblingen, allen voran Bonnie und ihr Nachwuchs. Die Sau hat im März zehn Ferkel auf die Welt gebracht, die wild umhertollen und miteinander spielen. Die hibbelige Bernadette von nebenan wird voraussichtlich im Spätsommer selbst Mama. Dann ist die aktuelle Ferkelbande längst nicht mehr da und es wird getauscht: Sie bekommt das Gehege links mit ihrem Nachwuchs und Bonnie zieht zurück zu Harry. Im Frühjahr und Sommer sind alle Jahre wieder die Tierbabys das absolute Highlight im Bremer Bürgerpark. Der neueste Shooting Star heißt Archie, das Shetland Pony Fohlen, das im April geboren wurde und mit seinen Eltern aktuell noch neben den Zwergeseln lebt. Die Shetland Ponys sind erst im Februar 2020 hier eingezogen und gehören somit zu den Newcomern im Park. Bei den Zwergziegen gibt es in diesem Jahr einmal Drillinge (alles Weibchen) und zweimal Zwillinge, die nicht minder süß sind als Archie. Ihre Namen: Dietmar, Bärbel, Luna, Hermine, Ronja, Finja, Ginny. Sie sind inspiriert von Harry Potter und der Serie „Mord mit Aussicht“, wo die Polizisten Dietmar und Bärbel heißen. Besonders frech ist Hermine, die mich immer wieder bespringt. Luna hingegen sieht sich als den Star der Truppe und posiert gekonnt in die Kamera wie man unschwer erkennen kann. Auch bei den Schafen gegenüber gab es Nachwuchs, acht Lämmer um genau zu sein. Du findest sie entweder im hohen Gras versteckt oder unter dem großen Baum. Bei Alpaka Dame Rosalie hat es in diesem Jahr nicht mit Nachwuchs geklappt. Just zu diesem Zweck wurde sie zu einem befreundeten Hof mit Hengst gegeben. „Trotz aller Anzeichen war sie dann doch nicht tragend“, erzählt Herr Panhorst. Zu diesen Anzeichen gehört übrigens das Bespucken des Hengstes, wenn die Stute schon tragend ist oder anders gesagt: „,wenn sie kein Bock mehr hat“. Und was passiert danach mit ihnen? Wie immer interessiert mich im Besonderen die Geschichte hinter der Idylle und so ergeben sich noch zwei Fragen: Was passiert mit den Tierkindern und was gehörte zu seinen skurrilsten Erlebnissen im Tiergehege? Zeit der Realität ins Auge zu sehen: Die Ferkel kommen im Schnitt nach zehn Wochen zu einem befreundeten Bio-Bauern mit Freilandhaltung, wo sie nach einem Jahr geschlachtet werden und auf (deinem?) Teller landen. „Viele Besucher finden das gar nicht gut, aber so ist das nun einmal“, so Herr Panhorst. Ist das Mensch-Tier-Verhältnis nicht ganz schön paradox? Am Nachmittag noch die süßen Schweinchen bewundern und sie kurz darauf in Form einer Bratwurst verspeisen… Aber das ist ein (komplexes) Thema für sich, um das es an dieser Stelle nicht gehen soll. Die anderen Tierkinder kommen zu Privatpersonen, die in der Lage sind, sie artgerecht zu halten. „Mein Anspruch ist es, dass sie in gute Hände kommen. Da schau ich schon immer ganz genau, wohin und an wen ich sie gebe.“ &#8222;I love you donkeys! I love you!&#8220; Und sein skurrilstes Erlebnis? Da muss Herr Panhorst nicht lang nachdenken. Die Story hat er gleich in petto: „Eines Nachts, wir wohnen über den Ställen im Haus gleich neben den Eseln, wurde ich von den lauten Rufen der Esel geweckt. Ich wusste gleich, dass etwas nicht stimmte. Als ich raus ging, sah ich einen Mann, der nichts außer einer Unterhose trug. Er war offensichtlich betrunken über die Zäune zu den Eseln geklettert. Neben ihrem panischen IAIAIAIA lallte er immerzu „I love you donkeys! I love you!“ Einen solchen Anblick hatte ich nun wirklich nicht erwartet.“ A walk in the park &#8211; Deine virtuelle Tour Nützliche Infos für deinen Besuch im Tiergehege im Bremer Bürgerpark Da du die tierischen Bewohner nun schon so gut kennengelernt hast, kannst du ihnen auch gleich einen Besuch abstatten. Der Bürgerpark liegt in der Nähe vom Bremer Hauptbahnhof. Das Tiergehege ist am besten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Parkplätze gibt es in der Nähe und auch die nächste Bushaltestelle (Findorffallee) ist nur etwa 10 Gehminuten entfernt. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Pflege und Futtermittel finanzieren sich über Spenden und den Bremer Bürgerparkverein. Wenn du etwas spenden möchtest, dann kannst du das auf diesem Wege tun. Bitte beachte, dass das Füttern der Tiere verboten ist. In der Vergangenheit hat es einige Tiere schon das Leben gekostet, wenn Menschen ihre Küchenabfälle im Schweinegehege entsorgt haben oder irgendwelche Pflanzen (einige im Bürgerpark sind giftig!) als Futtermittel angeboten haben. Traurig, aber wahr. Die Gehege sind für Besucher nicht zugänglich, das heißt du kannst nicht zu den Eseln rein, um sie zu streicheln zum Beispiel. Die Tiere sollen so wenig wie möglich gestört werden. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von Zoos bin. Dieses Tiergehege jedoch ist anders. Die Bedürfnisse der Tiere werden respektiert, es sind vornehmlich heimische Haustierarten, die bei Herrn Panhorst und seiner Familie in guten Händen sind. Der Bremer Bürgerpark Wenn du schon mal da bist, kannst du auch gleich noch durch den schönen Bürgerpark spazieren. Hier erwartet dich viel Grün, pittoreske Brücken, weitläufige Wiesen, Seen, Cafés, Biergärten (besonders hübsch ist die Waldbühne) und sogar ein Minigolfplatz. Wenn du dann immer noch nicht genug hast, kannst du dir noch ein Ruderboot mieten und den Park aus dieser Perspektive erkunden.</p>
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