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Comscore hat die 5 grossen europäischen Märkte analysiert und kommt auf einen Anteil von 5% an der gesamten Internet Mediennutzung durch Smartphones und Tablets.
Ein guter Daumenwert um die Bedeutung von Mobile heute einzuschätzen.
Die Studie analysiert weiter den Anteil der unterschiedlichen mobilen Betriebssysteme, wie iOS oder Android, und hebt die Bedeutung der Apple Produkte hervor.
Hier geht es zur Pressemeldung
Der Dienst socialbakers liefert Statistiken und Infos rund um facebook.
Bemerkenswert ist die Seite http://www.socialbakers.com/facebook-pages/brands/germany/ , auf der die Anzahl Fans deutscher Marken nachgehalten wird.
Mit weitem Abstand führt der Fussballclub Bayern München das Feld an. Offenbar übersetzen sich FußballFANS leicht in FacebookFANS. An 2. Stelle (etwas überraschend) eine Fangemeinde, die sich um den Actionfilm Fast and Furious gebildet hat.
Echte Händler finden sich unter dem TOP50 nur vereinzelt: dm Drogeriemarkt führt die Handelsliste mit 205 Tsd Fans, dicht gefolgt von OTTO. Daneben finden sich nur Esprit, DOUGLAS und Lidl unter den führenden Marken. Die knapp 66 Tsd Fans bei LIDL sind im Verhältnis der Millionen von täglichen Kunden allerdings eher ein kleiner Ausschnitt als ein repräsentativer Blick.
So langsam wird es ernst und die Allianzen zeichnen sich ab:
Die Netzbetreiber treiben ein gemeinsames Produkt voran, seit die Deutsche Telekom nun ebenso wie die Gründungspartner Vodafone und Telefónica O2 Germany auf das mobile Bezahlsystem mpass setzt.
Heute dann findet sich die Meldung im Wall Street Journal, daß Google sein Android - System mit Mastercard und Citigroup payment tauglich machen wird.
Bleibt abzuwarten, ob iPhone 5 mit NFC - Chip ausgestattet sein wird und wer dann die Partner von Marktführer Apple sind.
Im Umfeld der Jahrespressekonferenz und den Bilanzzahlen des Metro Konzerns hat Hagen Seidel für die Zeitung Die Welt einen informativen Hintergrundbericht zur Entscheidungsstruktur bei MediaMarkt/Saturn und der Metro geschrieben.
Eine der zentralen Studien im e-Commerce Forschungsbereich des EHI ist die Betrachtung und Analyse der TOP1000 Online – Shops. In einer Mischung aus Händlerbefragung und Ansicht der Online-Shops im Internet ergeben sich wesentliche Erkenntnisse für die Branche.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der deutsche E-Commerce-Markt der wichtigste Umsatztreiber des Versandhandels ist.
Die Top 1.000 Online-Shops erwirtschafteten in 2009 einen Gesamtumsatz von rund 20 Mrd. Euro. Davon entfielen im Umsatz-Ranking auf die Top 10 Online-Händler 6,2 Mrd. Euro, was einen Anteil von fast 31 Prozent ausmacht. Der größte deutsche Online-Shop war wie schon im Vorjahr Amazon.de mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von knapp 9 Prozent am untersuchten Gesamtmarkt. Die 100 größten Anbieter erwirtschaften mit 13,9 Mrd. Euro mehr als zwei Drittel der Marktumsätze. Die Shops Nr. 501 bis 1.000 generieren zusammen etwa so viel Umsatz wie die Nummer 2 Otto.de allein mit 1,2 Mrd. Euro. Die meisten Shops (43,9 Prozent) haben als Internet-Pure-Player begonnen. Mit dem schönen Begriff des „Long Tail“, also dem Markterfolg von vielen, vielen leinen spezialisierten Nischenanbietern, ist es also zumindest im Augenblick nicht weit her. Es wird zu beobachten sein, ob der Konzentrationsprozess anhält und wie sich der vermehrte Einstieg von stationären Händlern niederschlagen wird.
33 Prozent der Shops haben ein Facebook-Profil, 21 Prozent nutzen Twitter. Wenn man sich die Anzahl von Freunden oder Fans anschaut, sind niedrige maximal 4 stellige Zahlen die Regel und geben ein ernüchterndens Bild ab. Die Untersuchung der Bewertungssysteme (z.B. eKomi) zeigt, dass 16,4 Prozent der Shops Shopbewertungen anzeigen, 13,4 Prozent Produktbewertungen und 4,0 Prozent Shop- und Produktbewertungen sammeln. Das Gütesiegel „EHI Geprüfter Online-Shop“ erfreut sich bei den 1.000 größten Online-Händlern zunehmender Beliebtheit. Aktuell vertrauen 28,0 Prozent der Online-Händler auf die positive Wirkung des Gütesiegels. Diese Händler erwirtschafteten 37 Prozent des Marktumsatzes.
Die Versandart Deutsche Post ist mit einem Anteil von 40,7 Prozent am häufigsten vertreten. Beim Thema Transparenz haben einige Shops noch einen Nachholbedarf, der ohne großen Aufwand zu beheben wäre. Es fällt auf, dass ein großer Teil (43,1 Prozent) der Online-Shops auf ihrer Website keine Angaben zu Versandbedingungen macht oder diese Informationen nur sehr schlecht zugänglich sind. Ein Berufstätiger, der gerne eine Packstation oder einen Paket-Shop nutzt oder darauf angewiesen ist, möchte darüber informiert werden, ob der Shop an eine solche Adresse liefert.
Bei den angebotenen Bezahlverfahren werden Vorauskasse (68,5 Prozent) und Kreditkarte (67,1 Prozent) am häufigsten angeboten. Danach folgen Nachname (59,0 Prozent), das Internetbezahlsystem PayPal (50,3 Prozent) und die vielen weiteren Verfahren wie Lastschrift, Rechnung und Sofortüberweisung.de. Es ist damit zu rechnen, dass sich durch den neuen Personalausweis, den Einsatz des Smartphones als Zahlungsmittel an der stationären Kasse und durch den steigenden Werbedruck der Zahlungs-Anbieter neue Impulse für das Online-Payment ergeben werden.
Co-Autor: Lars Hofacker
Die Plattform handelsdaten.de wurde im Februar 2010 ins Leben gerufen. Dort finden sich Statistiken und Studien zum Einzelhandel und e-Commerce.
Die Anzeige der Statistiken und Graphen erfolgte bisher flash-basiert und war somit auf iPhone und iPad nicht anwendbar.
Zum einjährigen Geburtstag ist handelsdaten jetzt flashfrei und damit auch mobil auf den aktuellen Geräten des Marktführers Apple zu nutzen.
Auch zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise gilt es über die Folgen nachzudenken. Während der Konsument wieder in guter Kauflaune ist und der Handel folgerichtig trotz Schneechaos ein erfreuliches Weihnachtsgeschäft vermeldet hat, schwächelt der Immobilienmarkt. Genauer ist es die Sicherstellung der Geldzufuhr durch offene Immobilienfonds, die ungewiss erscheint. Das könnte wiederum zu einem veränderten Shopping-Center Markt führen.
Drei in Deutschland angebotene Fonds werden abgewickelt, insgesamt sind in sieben Immobilienfonds knapp 25 Mrd EUR, etwa ein Drittel der Anlagesumme, eingefroren und damit unsicher. Ob nun damit das ganze Geschäftsmodell des Offenen Immobilienfonds gescheitert ist oder eine Marktbereinigung stattfindet, bei der die Fonds gut dastehen, die in hervorragende Lagen mit guten Mieterstrukturen investiert sind, bleibt abzuwarten.
Nicht von der Hand zu weisen ist aber, dass diese Anlageklasse, die bis zu den ersten Verlusten 2006 den Nimbus der Unfehlbarkeit trug, viel an Vertrauen und damit an Attraktivität für den Anleger eingebüßt hat. Der Nachschub an frischem Kapital könnte also ins Stocken geraten, was dazu führte dass für die wirklich guten Projekte zwar noch Geld da wäre, aber für die anderen nicht.
Der Shopping-Center Markt in Deutschland ist seit 1990 kontinuierlich mit 10-15 Centern pro Jahr gewachsen, anfänglich in den Großstädten und als diese voll waren, dann zunehmend auch in Mittelstädten. Zum 01.01.2011 zählen wir laut EHI Shopping-Center Report 436 Einkaufszentren mit insgesamt 13,7 Mio qm Fläche.
Wann immer wir diese Zahlen veröffentlichen, erreichen uns Fragen von Journalisten, die in etwa lauten: “Brauchen wir noch neue Center?”, “Haben wir nicht schon genug Ladenfläche?”, “Wer soll das alles mieten und wer soll da alles einkaufen?”. Und tatsächlich beobachtet man nun die ersten Center, die ungewohnte Leerstände aufweisen und bei denen die Kalkulation nicht aufzugehen droht.
Es sind diese zwei sich abzeichnenden Entwicklungen, der langsamere Kapitalzufluss und die Sättigung an Ladenflächen, die zu einer neuen Situation am Shopping-Center Markt führen: Ohne Zweifel wird es auch in Zukunft gute und prominente und vielsprechende Neueröffnungen geben, aber sehr viel mehr Augenmerk wird auf die Qualität der neuen, aber auch der bestehenden Center gelegt.
Investitionen in bestehende Shopping - Center werden anziehen, weil vergleichsweise gering gegenüber Neuinvestitionen und weniger riskant, man kennt das Center schließlich. Revitalisierungen sind ein notwendiger Schwerpunkt der Branche in den kommenden Jahren und bedeuten ein Denken in Qualität und nicht in Quantität, was in unserer Gesellschaft des Überflusses wohl auch als zeitgemäß gelten kann.
Weihnachten ist in jedem Jahr ein Stresstest für Handel und Kunden gleichermaßen.
Seit nun etwa 10 Jahren gibt es aber für den Kunden eine echte Alternative zu überfüllten Geschäften, Schlangen an der Kasse oder Parkplatzmangel in den Innenstädten. Online Shopping verspricht nervenschonende Bequemlichkeit - wenn es denn klappt der pünktlichen Lieferung.
Daß der e-Commerce Handel sich auch in diesem Jahr auf ein umsatzreiches Weihnachtsfest vorbereitet, geht aus den aktuellen Indizes zum Online-Handel hervor. Mit einem Indexwert von 126,7 sehen die Online – Shops erwartungsvoll auf das Fest. Noch viel positiver ist aber der d-Kix (www.d-kix.de) ausgefallen, der die Erwartung der Dienstleister in e-Commerce misst. So vermeldet der von Ifh, EHI und Postbank P.O.S. Transact gemessene d-Kix einen Wert von 137,7.
Aber warum erwarten die Dienstleister eine so gute Geschäftsentwicklung? Für die Antwort muss man sich die das Versprechen und die Herausforderung der pünktlichen Lieferung einmal genauer ansehen.
Nach der druckfrischen Erhebung des EHI zu den TOP1000 Online Shops in Deutschland machen alleine diese 1.000 Shop einen Umsatz von 19,3 Mrd EUR. Davon kann man 12,5% im Dezember unterstellen, eine Zahl die sich in den letzten Jahren verfestigt hat. Das macht einen Dezemberumsatz (eigentlich gedrängt auf die ersten beiden Dezemberwochen) von 2,4 Mrd EUR oder bei einem Warenkorbwert von 60 EUR knapp 40 Millionen Bestellungen. Um diesen Peak abzuarbeiten sind nicht nur Sonderschichten beim Online-Händler gefragt, sondern auch skalierbare Hochleistungssysteme beim Dienstleister. Hinter jeder einzelnen dieser 40 Millionen Bestellungen im Shop-System hängt ein vollständiger Fulfillmentprozess, der die notwendige Kundenkommunikation ebenso umfasst wie die logistische und finanzielle Transaktion. Und jeder einzelnen dieser 40 Millionen Käufe ging ein Kommunikationsprozess um das Finden von Produkte, wettbewerbsfähige Preise und ein pünktliches Lieferversprechen voraus.
Dass hier die Stunde der Dienstleister schlägt ist klar. Der Handel optimiert sich auf die Grundlast eines derzeit stetig wachsenden Jahresgeschäft, für den Sonderfall des Jahresendgeschäftes ist er auf den Dienstleister angewiesen, der ihm die zusätzlichen Kapazitäten einräumt.
Eines ist klar, neben der direkten finanziellen Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes, ist die Erfüllung des Leistungsversprechens die Grundlage der positiven Kundenbeziehung im gesamten, nächsten Jahr. Wer hier versagt, kann kaum mit dem Kundenvertrauen im nächsten Jahr rechnen, wer sich bewährt um so mehr. So wird sich denn auch in diesem Jahr wieder die Spreu vom Weizen trennen und zur Bereinigung des Online Marktes beitragen.
Der Einzelhandel in den USA war in den letzten 24 Monaten stark angeschlagen durch die Finanzkrise. Der verschuldungsgewöhnte, mehrkreditkartenbesitzende amerikanische Konsument verweigerte sich dem Konsumangebot und stellte den Einzelhandel vor unbekannte Herausforderungen. In dieser Hinsicht sind Deutschland und die USA zwei völlig unterschiedliche Märkte. Wir kennen bei uns seit Anfang der Neunziger Jahre – also nunmehr fast zwanzig Jahre – einen preisbewussten Konsumenten und eine Stagnation der Einzelhandelsumsätze im Gesamten. Entsprechend gibt es eine Erfolgsstory von Discountformate in fast allen Branchen. Die USA setzten dagegen in den letzten 20 Jahren auf einen kontinuierlich wachsenden Binnenabsatz, entwickelten munter ihre Handelsimmobilien und das Flanieren, Essen und Kaufen im Shopping-Center ist fester Bestandteil der Freizeit eines erheblichen Teil des Bevölkerung gewesen. Um so härter der Einbruch im Umsatz durch das Platzen der Immobilienblase und der folgenden Bankenkrise.
Ein Lichtstreif bietet das aktuelle Weihnachtsgeschäft, welches traditionell nach Thanksgiving beginnt. Dieses als Black Friday bezeichnete Wochenende sah nach Angaben der National Retail Federation (NRF) in diesem Jahr 212 Millionen Amerikaner in den Geschäften (195 Millionen im Vorjahr) und Ausgaben pro Käufer von leicht über 365 US$ (343 US$ im Vorjahr). Alleine an diesem Wochenende gab es einen Umsatz von 34 Mrd. EUR, was immer 8,5% des deutschen Einzelhandelsumsatzes 2010 entspricht.
Besonders deutlich wird der Einfluss veränderter Rahmenbedingungen in den USA an einem der zentralen und bekanntesten Knotenpunkte der Welt, dem Times Square in New York. Da löste im Juni 2010 Forever21 Virgin als Mieter einer 8.400 Quadratmeter großen Fläche ab. Der Mega Store Virgin, das Unternehmen des Vorzeige-Briten Richard Bransons , gab diesen Standort unter dem Druck der internetinduzierten Rückgänge im stationären Geschäft mit Büchern, Filmen und Musik an eben die Bekleidungskette ab, die derzeit den anderen US amerikanischen Textilhändlern wenn noch im Umsatz, dann doch in der Wahrnehmung den Rang abläuft und durch die Expansion nach Europa nun in den Ring mit den hier etablierten Playern wie H&M oder Topshop steigt. Neben den üblichen Erfolgsrezepten eines vertikal aufgestellten Textiliten, wie schnell wechselnde, hoch modische Sortimente, geringe Fertigungszahlen und damit eine Vermeidung von Restposten, Eigenmarken, niedrige Preise etc. ist die Integration mit dem Online-Auftritt, das Online-Anteasern von Produkten und die Nutzung der Plattform für das Bewerben stark limitierter Artikel zentral für den Erfolg.
Aber auch in der Krise gibt es eine Gegenbewegung zum schnelllebigen Hektikkonsumenten mit engem Budget. Starbucks, immerhin Inbegriff der ubiquären Massenfilialisierung führt still und beinahe unbemerkt mit 15th Avenue ein uriges, rustikales Kaffehauskonzept ein, das auf handgeschriebenen Plakaten mit local food wirbt und mit viel Holz zumindest naturverbunden und nachhaltig ausschaut. Ein Experiment – auch in Glaubwürdigkeit, das sich zu Verfolgen lohnt.
Zum Schluss noch ein Blick auf die deutschen in den USA, vor allem Aldi und Trader’s Joe, den etwas anderen Aldi-Verwandten. Beide blicken mit einem Wachstum von 12,6 bzw. 10,2 Prozent und einem nunmehr gemeinsamen Umsatz von fast 14 Mrd US$ auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Auch unser wettbewerbsgewöhnten, preisorientierten Händler aus Deutschland profitieren vom krisengeschwängerten Klima in den USA. Wobei vielleicht ein sprachlicher Hinweis hier noch angebracht ist. Der Begriff Discount wird in Verbindung mit den Erfolgsrezepten in der Krise kaum verwendet, vielmehr spricht man dort von Value Shopping, stellt also einen Zusammenhang zwischen der Leistung und dem Preis her. Etwas was uns in Deutschland sicher auch gut zu Gesicht stehen würde, bevor wir weiter eine Preisspirale drehen, die in einem Analogkäse und Gel-Schinken Brei endet.
Der Anteil des Lebensmittelmarktes am gesamten Einzelhandel beträgt traditionell etwa ein Drittel. Ein solch großes unerschlossenes Potenzial steht natürlich immer wieder im Fokus der Online-Händler und ihrer Fantasien. Das war übrigens auch in den Fünfziger Jahres bereits so als mit dem Siegeszug von Otto, Quelle oder Beate Uhse der Versandhandel erstmals blühte, dann mit dem Entstehen des e-commerce um die Jahrtausendwende. Im Wesentlichen sind es die logistischen Herausforderungen, die man kaum in den Griff bekommt. Sie müssen zum Beispiel verschiedene Kühlungen beherrschen: Tiefkühlung und Pluskühlung und Frische für O&G und ohne Kühlung für das normale Trockensortiment. Sie müssen zum Beispiel eine 100% Lieferquote bieten: Fehlt eine Zutat für eine Essen muss der Kunde doch losfahren und selber einkaufen, dann spart er sich lieber die Lieferung. Sie müssen – ein letztes Beispiel – mit Lieferungen von Kastenware ohne Fahrstuhl in den vierten Stock rechnen: Das erleichtert dem Kunden das Leben, aber zerschießt jede wirtschaftliche Kalkulation.
Es ist einfach so, dass die letzte Meile immer die teuerste ist, und bisher leistet der Kunde hier die Wertschöpfung, indem er im Laden die Ware fein kommissioniert und damit sogar die Qualitätssicherung durchführt, eine Bezahlung vor Ort vornimmt dann alles nach Hause transportiert, wobei das Risiko durch das Unterbrechen der Kühlkette selbstverständlich akzeptiert wird. Diese Leistung übernimmt der Kunde für den stationären Händler und diese Leistung kann der Versandhändler nur mit substantiellen Mehrkosten organisieren. Mehrkosten, die der deutsche Verbraucher en gros bisher nicht tragen möchte.
Mit dem Markteintritt von amazon ist endlich wieder Bewegung da und man sucht verstärkt nach Lösungen. Die hohe Durchdringung des Internets in unser aller Leben und die Möglichkeit mit auch nur 2% des Gesamtmarktes schon ordentliche Umsätze zu generieren, sind eine Chance für Innovatoren. Ein Markt sind sicherlich die Spezialitäten, also Produkte, die Sie nicht vor der Haustür erhalten. Eine etwas spannender Ansatz wäre die Vernetzung von Kühlschrank und Supermarkt und die automatische Lieferung von Basisartikeln, wie Milch oder Brot oder Wasser und Bier. So etwas sehe ich aber eher über lokale Lieferstrukturen bei einem zentral organisierten Bestellsystem – schwierig. Aber einen sehr bodenständigen Vorschlag habe ich auch: Gerade selbstständige Kaufleute sollten sich auf Service konzentrieren und ihren Kunden eine Hauslieferung anbieten – sofern sie das nicht ohnehin schon immer als selbstverständlich taten.