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	<title>Haseblog</title>
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	<description>Hase erklärt uns seine Welt!</description>
	<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 23:06:04 +0000</pubDate>
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		<title>Hamburg vor der Wahl - Klippschule für alle?</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 13:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

		<category><![CDATA[Klippschule]]></category>

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		<category><![CDATA[Wahl 2008]]></category>

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		<description><![CDATA[In Folge meiner pers&#246;nlichen Situation bekomme ich den Wahlkampf, der bis Sonntag Hamburg unerbittlich sch&#252;ttelt, hautnah mit. Die Stimmungen sind verbissen, auch wenn man bei jeder Gelegenheit, bei der man von einem unschuldigen Journalisten ein Mikrofon an die Lippen gedr&#252;ckt bekommt, von den vermeitlichen ekstatischen Erfolgen geradezu &#252;berw&#228;ltigt wird. In Wirklichkeit bibbern die in Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Folge meiner pers&#246;nlichen Situation bekomme ich den Wahlkampf, der bis Sonntag Hamburg unerbittlich sch&#252;ttelt, hautnah mit. Die Stimmungen sind verbissen, auch wenn man bei jeder Gelegenheit, bei der man von einem unschuldigen Journalisten ein Mikrofon an die Lippen gedr&#252;ckt bekommt, von den vermeitlichen ekstatischen Erfolgen geradezu &#252;berw&#228;ltigt wird. In Wirklichkeit bibbern die in Zukunft verhofften Abgeordneten. Traurig wird es ja immer, wenn man nach der - eigentlich bei jeder Partei in ihren Augen ausgeschlossenen - Niederlage seinen Schreibtisch r&#228;umen und stempeln gehen muss, weil man Zeit seines Lebens es nicht geschafft hat, neben seiner politischen Karriere noch eine Ausbildung oder einen Hochschulabschluss zu ergattern.<br />
Wenig erstaunlich ist es daher, dass die populistisch formulierten Wahlziele jeden Morgen dem Wind nach ausgerichtet werden. Dabei gibt es in diesem Wahlkampf doch so erschreckend wenige davon: Die CDU stellt quasi in Ermangelung eines Programms ihre Leitfigur Ole von Beust auf die B&#252;hne und hofft das Beste. L&#228;sst man die zum teil hoch unsachlichen und hetzerischen Beschuldigungen, die Ole von Beusts Sexualleben oder seine h&#228;ufigen Reisen nach Sylt betreffen, einmal weg, so beschleicht mich trotzdem ein merkw&#252;rdiges Gef&#252;hl, wenn der amtierende B&#252;rgermeister in der Wahlkampfhitze in einem Fernsehinterview tats&#228;chlich zugibt, dass ihn der Umweltschutz &#8220;ehrlich gesagt nie sonderlich ber&#252;hrt hat&#8221;, bis er einen Kinofilm sah. Die FDP spannt Sky DuMont vor den Karren und hofft, dass die wirklich wichtigen Themen schon irgendjemand anderes von der CDU anpackt und l&#228;sst Spitzenkandidat Hinnerk Fock Flyer in Handschuhen verteilen (zu einer Passantin: &#8220;Mit Handschuhen ist das jetzt schlecht, Ihnen das zu zeigen. Aber Sie finden das schon im Flyer!&#8221;) und f&#252;r die Aufhebung des Rauchverbots in Eckkneipen streiten. Die Opposition macht das, was sie am besten kann: Dagegen sein. Egal, gegen was. Den aus einer innerparteilichen Not in Folge eines Stimmzettelskandals geborenen Spitzenkandidaten der SPD kann man am h&#228;ufigsten in Begleitung einer der Pers&#246;nlichkeiten aus Berlin bewundern. Dann muss er wenigstens nichts sagen, was leider im Widerspruch zum Parteiprogramm steht. Die hohen Herren und Damen aus Berlin bem&#252;hen sich allerdings partei&#252;bergreifend um die Gunst der Hamburger W&#228;hler in Anbetracht auf die schlimme Wahl 2009: So kam sogar die Physikerin aus dem Osten viermal angereist, um f&#252;r Ole von Beust zu werben. Obwohl sie doch damals festgestellt hat, dass man Homosexualit&#228;t zwar tollerieren, aber nicht akzeptieren k&#246;nne. Naja, ist ja Wahlkampf und der Wind kommt von vorne.<br />
Das Z&#252;glein an der Waage allerdings m&#246;chten die Gr&#252;nen werden: Beseelt vom Gedanken der Machtergreifung wird mit schreckengeweiteten Augen festgestellt, dass es eventuell f&#252;r die Rot-Gr&#252;ne-Koalition nicht reichen k&#246;nnte. Die Begr&#252;ndung ist schnell gefunden, so h&#228;tten die Linken die ganzen Stimmen gemoppst, Herr Naumann sei vielleicht auch nicht so toll und vielleicht ist ja noch irgendwo eine heimt&#252;ckische Intrige von &#8220;Kohleole&#8221; am k&#246;cheln, dem Spitzenkandidatin Christa Goetsch locker vorwirft, er k&#246;nne &#8220;wahrscheinlich nur Quickies&#8221;. Aber wenn es f&#252;r Rot-Gr&#252;n nicht reicht, hat man bei der GAL ein Problem, falls sie versch&#228;mt doch mit einem verschmitzten L&#228;cheln zu &#8220;Kohleole&#8221; r&#252;berschaut: &#220;ber was soll man denn jetzt herziehen? 90 Prozent aller Reden, die ich geh&#246;rt habe, handelten nicht von eigenen Ideen, sondern von den &#8220;schlimmen Dingen&#8221;, die &#8220;Kohleole&#8221; verbrochen hat.<br />
Als Letztes haben wir da noch die Linken, die zur heimlichen Auferstehung der DKP avanciert, aber hierin sind sich alle Parteien einmal scheinbar einig: Mit den Linken wollen sie nicht arbeiten, auch wenn sie doch die ganzen Stimmen geklaut haben. Dass es eventuell aber so sein k&#246;nnte, dass man sich notgedrungen mit den Linken verb&#252;nden m&#252;sste, um zu einer regierungsf&#228;higen Mehrheit zu gelangen, daran scheint niemand gedacht zu haben. Aber jede Partei erkl&#228;rt ja sowieso mit einem selbstverliebten L&#228;cheln, dass es schon mit der gew&#252;nschten Kombination Rot-Gr&#252;n bzw Schwarz-Gelb reichen wird, obwohl ich das Gef&#252;hl habe, dass der eine odere andere schon im stillen K&#228;mmerlein die Zahlen zusammenrechnet und einen Schwei&#223;ausbruch bekommt.<br />
Die eher unscheinbaren und eher stiefm&#252;tterlich diskutierten Themen des Baus des Kohlekraftwerks oder die auch immer nicht gekl&#228;rte Frage nach dem Mindesteinkommen oder des sozialen Wohnungsbaus, Elbvertiefung und Co stehen allerdings f&#252;r mich pers&#246;nlich im Schatten der drohenden Schulreform. Jede Partei hat f&#252;r dieses schlimme Thema ein eigenes Leitbild, und das Eine ist schrecklicher als das Andere. W&#228;hrend Deutschland unter dem sog. &#8220;Turboabi&#8221; nach 12 Jahren und der einhergehenden scheinbar unzumutbaren Belastung der armen Sch&#252;ler leidet, da die s&#252;&#223;en Spr&#246;&#223;linge mit etwa 30-35 Wochenstunden &#252;berfordert seien und nur noch zu Hause sitzen und lernen w&#252;rden (ich hatte &#252;brigens sogar noch Samstags in der Oberstufe Unterricht, sa&#223; unter der Woche auch bis um teilweise 16 Uhr im Unterricht - und zwar nicht nur Sport - und geschadet hat es mir mit Sicherheit nicht), kommen geisterhafte Utopien auf den Markt, die Abhilfe schaffen sollen, dass die Hamburger Schulabschl&#252;sse dem Nihilismus verfallen und Sch&#252;ler mit Migrationshintergrund und solche aus sozial schw&#228;cheren Schichten unter einer Chancenungleichheit leiden.<br />
Allen Vorschl&#228;gen gemeinsam liegt die Idee der Ausbauung der doch eigentlich offiziell gescheiterten Gesamtschulpolitik zu Grunde.   Die CDU tr&#228;umt von einem zwei-S&#228;ulen-Modell, einer Einheitsschule, die munter zusammengew&#252;rfelt alle Sch&#252;ler der bislang existierenden Schulformen etappenweise einen Abschluss hinterwirft und in 13 Jahren zum Abitur f&#252;hren soll, sowie die erkl&#228;rte Eliteschule in Form des Gymnasiums, das in 12 Jahren den Sch&#252;lern das Abiturzeugnis in die H&#228;nde dr&#252;ckt. Der Aufschrei des Potests, damit ein &#8220;Zwei-Klassen-Abitur&#8221; zu schaffen und somit wieder eine Chancenungleichheit zu produzieren, leuchtet ein. Wenn immer die Sprache &#252;brigens darauf kommt, murmelt man sich bei der CDU etwas in den Bart und geht schnell zum n&#228;chsten Thema &#252;ber. Statt sich etwas auf ihren Vorwurf allerdings auszudenken, schreitet man in der Opposition - besonder die GAL prescht mit diesem Thema &#252;ber die Br&#252;stung - zur weiteren Fokussierung: Wenn Frau Christa Goetsch, ihres flammenden Zeichens ehemalige Lehrerin f&#252;r Physik, obwohl sie Bio und Chemie studiert hat, den Stuhl der Bildungssenatorin besetzt, dann gibt es sogar gleich nur noch eine Schule, die nach dem Motto &#8220;9 macht klug&#8221; alle Sch&#252;ler zusammen unterrichten will, mit dem eindringlichen Hinweis, dass es in Schweden, Finnland und Norwegen doch auch da so gut geklappt h&#228;tte. Dass in den besagten Bildungsinseln die &#228;u&#223;eren Umst&#228;nde auch ganz andere, hier nicht zu erreichende, sind, l&#228;sst man dabei einfach unter den Tisch fallen. Man hat auch schon ein Vorzeugeobjekt, das bereits klammheimlich nach diesem Vorbild die Jugend verpfuscht: Die Max-Brauer-Gesamtschule. Unter der strahlenden Leitung einer ehemaligen Hauptschuldirektorin sind alle Segel auf easy gehisst: Unterricht als Solches gibt es eigentlich keinen mehr. Die Figur des Lehrers stilisiert zur blassen Aufsichtsperson, klassische Unterrichtsf&#228;cher werden zu sog. Lernwerkst&#228;tten aufgeweicht. Die Begr&#252;ndung f&#252;r die Abschaffung der &#8220;Schule von gestern&#8221; liegt in der doch so ausgepr&#228;gten Individualit&#228;t eines jeden Sch&#252;lers. Man m&#252;sste halt auch einfach mal akzeptieren, dass nicht jeder Sch&#252;ler in allen F&#228;chern gleich ist, ganz unterschiedliche Begabungen besitze und es gelte, diese zielorientiert auszubauen. Und damit das Ganze klappt, bringen sich einfach die Sch&#252;ler alles selbst oder gegenseitig, was aufs Gleiche hinausl&#228;uft, bei. Wahrscheinlich auf der Grundlage eines ausgefeilten tiefenpsychologischen Profils wird f&#252;r jeden Sch&#252;ler (!) ein eigener (!) Lernplan f&#252;r die Woche aufgestellt, den jeder Lehrer mit jedem (!) Sch&#252;ler einzeln einmal pro Woche hinsichtlich seiner Fortschrittene und Niederlagen besprechen soll. Somit wird der Lernprozess von dem angeprangerten &#8220;Gleichschritt&#8221; befreit, denn jeder Sch&#252;ler macht unterschiedlich lange unterschiedliche Dinge. Es ist nat&#252;rlich klar, dass die Leistungs&#252;berpr&#252;fung dann etwas schwierig wird, und somit gibts es auch keine Noten. &#220;ber den Eintrag &#8220;ich kann jetzt Br&#252;che k&#252;rzen&#8221; darf man sich also genauso freuen wie &#252;ber eine 2. Klassenarbeiten kann es dann  nat&#252;rlich auch nicht geben, denn die Sch&#252;ler lernen ja schlie&#223;lich entsprechend ihrer eigenen Individualit&#228;t und das solange, bis er oder sie dann endlich die geforderten F&#228;higkeiten aufweisen kann. Es steht vollkommen ausser Frage, dass ein Gro&#223;teil der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler offensichtlich nicht in der Lage ist, sich eigenst&#228;ndig Lerninhalte zu erschlie&#223;en bzw. dass das selbstst&#228;ndige Lernen unzureichend angeprangert wird und das man das auch im Hinblick auf sp&#228;tere universit&#228;re Ausbildungen bedeutend st&#228;rken muss, aber durch die Idee der Selbstautonomie wird den Kindern auch noch ein weiteres Geschenk gereicht: Es ist mir absolut schleierhaft, wie ein Kind, Jugendlicher oder Heranwachsender eine Pers&#246;nlichkeit ausbilden soll, die ein Behaupten ausserhalb der sicheren Schulhallen erm&#246;glichen muss, ohne mit an ih/ihr herangetrangenen Leistungsdruck fertig werden bzw. dem standhalten zu k&#246;nnen. Da man ein Klassenziel nat&#252;rlich nicht mehr verfehlen kann, drohen keine Sanktionen und wenn der Junge oder das M&#228;dchen halt einfach keine Mathematik mag, dann muss es das halt auch nicht lernen. Es ist ja individuell. Wie m&#246;chte man denn <em>da</em> etwas vergleichen?<br />
Mir reichen ehrlich gesagt schon die jetzigen Eskapaden. Die Nietenbude ist gegenw&#228;rtig voll von Gesamtsch&#252;lern, die in Schleswig-Holstein dieses Jahr estmalig das Zentralabitur schreiben d&#252;rfen und selbst die Sch&#252;ler haben schon ein Magengrummeln , wenn sie ihren ehemaligen Hauptschullehrer vorne stehen sehen, der ihnen in der heimischen Gesamtschule im Leistungskurs Themen verschweigen muss, da er selbst nicht in der Lage ist, die l&#228;cherlichen Aufgaben im Geometrie-Buch zu l&#246;sen - und das auch noch offen zugibt.<br />
Warum denkt eigentlich man eigentlich den eingeschlagenen Weg nicht weiter und besch&#228;ftigt sich nur mit den Sch&#252;lern, sondern auch mit den Lehrern? In Hamburg gibt es seit diesem Wintersemester nicht mehr den ausgewiesenen Studiengang des Lehramts f&#252;r die Gymnasiale Oberstufe. Im Zuge der gro&#223;en internationalen Bachelor-Angleichung d&#252;rfen zuk&#252;nftige Lehrer einen Bachelor in einem (!) Fach erwerben und in einem Aufbaustudium (dem Master), werden diese dann erstmalig mit Erziehungswissenschaft und Praktika konfrontiert. Auch die bis dato bestehende Lehrerausbildung in Hamburg l&#228;sst mich ab und an sprachlos in den Seminarr&#228;umen stehen, wenn ich erkennen muss, dass die mir anvertrauten Studenten der Mathematik mir auch aus unverst&#228;ndlichen Gr&#252;nden selbst nicht in der Lage sind, in den Seminaren eine simple quadratische Gleichung (Jahrgangsstufe 9) fehlerfrei aufzul&#246;sen. Von dem Stoff, um den es eigentlich in den Vorlesungen geht, spricht man lieber nicht. Erschreckend ist auch der Anteil an osteurop&#228;ischen Studenten, die der deutschen Sprache auch nur sehr sporadisch m&#228;chtig sind und dann vor eine deutsche Klasse treten wollen.<br />
Aber am besten fand ich gestern abend auf Hamburg 1 den Spitzenkandidaten der FDP, der sich bez&#252;glich der Schulform-Frage dahingehend &#228;u&#223;erte, dass jede Schule mal selbst entscheiden solle, was sie mache. Genau. Ist ja auch alles individuell. </p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Nachmittag beim Frisör</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 17:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auch immer ein Evergreen]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie ist es doch immer sch&#246;n. Wenn man den Schn&#228;ppchentempel des Fris&#246;rs erklimmt, kommt man als h&#228;ssliches durchgetretenes Etwas an und geht als sterbender Schwan. Irgendwie auch be&#228;ngstigend, wenn man sich die Aufmerksamkeit erkauft, schlie&#223;lich bezahlt man ja daf&#252;r. Denn ein pures Haareschneiden ist es bei Chantal irgendwie nie.
Heute musste ich um die 15 Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie ist es doch immer sch&#246;n. Wenn man den Schn&#228;ppchentempel des Fris&#246;rs erklimmt, kommt man als h&#228;ssliches durchgetretenes Etwas an und geht als sterbender Schwan. Irgendwie auch be&#228;ngstigend, wenn man sich die Aufmerksamkeit erkauft, schlie&#223;lich bezahlt man ja daf&#252;r. Denn ein pures Haareschneiden ist es bei Chantal irgendwie nie.<br />
Heute musste ich um die 15 Minuten warten, bevor sich die Schere meines Vertrauens an meinem Kopf durchqu&#228;len durfte. Schon das Warten in dem leicht von Ger&#252;chen &#252;berlagerten Raum ist hochinteressant. Neben mir sitzt Papa mit einem Bibliotheksbuch und begutachtet, wie sein Sohn von der Auszubildenden entschlossen die Haare abgerupst bekommt und w&#228;hrend er eine Seite seines Romans umbl&#228;ttert, pustet er ein &#8220;Sch&#246;n still sitzen, Pierre-Kevin!&#8221; durch den Raum. Ob Pierre-Kevin das geh&#246;rt hat, bleibt zu bezweifeln.<br />
Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass offensichtlich eine neue Ladung Tuffis angekarrt wurde, denn das androgyne Etwas am Waschbecken knabbert vor Verlegenheit am Daumennagel, als er zu mir her&#252;ber stiert. Den vollgesabberten Daumen wischt er sich elegant an seinem Arscht&#228;schchen ab und wirft seine merkw&#252;rdig rosa gef&#228;rbten Haare zur&#252;ck, bevor er den Wasserhahn wieder aufdreht.<br />
Pl&#246;tzlich kommt Bewegung in den Raum: Der Fleischberg mir schr&#228;g gegen&#252;ber auf dem Operationsstuhl kommt in Wallung, als der s&#252;dl&#228;ndisch anmutende Fris&#246;r (von Chantal habe ich erfahren, dass der <em>mit Sicherheit</em> nicht schwul ist) fast im Mamboschritt auf das dicke M&#228;dchen zuschwingt. Pl&#246;tzlich richtet sich das dicke M&#228;dchen auf, und ohne auf den klirrenden Spiegel zu achten, den sie durch den Impuls&#252;bertrag auf die Wand in Schwingungen versetzt hat, streift sie mit einem dicken Pattscherchen die fettigen Zotteln zur&#252;ck.<br />
&#8220;Hi!&#8221; dr&#246;hnt es aus dem aufgedunsenen Gesicht und sie f&#228;hrt sich fast beil&#228;ufig &#252;ber die dicken Schenkel, die in einer &#252;berdimensionalen Jeans eingewickelt sind. &#8220;Ich bin wieder da! Du erinnerst dich doch bestimmt an mich. Ich bins, Ramona!&#8221; Ramona reibt sich weiterhin die Schenkelchen, als sie dem Fris&#246;r erkl&#228;rt, dass sie nur die Spitzen geschnitten bekommen m&#246;chte. Aus ihrer K&#246;rpersprache k&#246;nnte man interpretieren, wenn man es nicht geh&#246;rt h&#228;tte, dass es um andere K&#246;rperregionen als das d&#252;nne Gefusel auf ihrem Kopf drehen k&#246;nnte. Der Latino verlagert sein Gewicht auf das linke Bein, f&#228;hrt sich einmal durch die angeklatschte schwarze M&#228;hne und l&#228;sst ein &#8220;vorher aber unbedingt waschen, Madame!&#8221; aus seinem verkniffenen L&#228;cheln fallen.<br />
Leider kommt in dem Moment Chantal und bevor ich noch etwas Begr&#252;&#223;endes h&#228;tte sagen k&#246;nnen, vertraut sie mir an: &#8220;Er hat mich verlassen! Kannst du dir <em>das</em> vorstellen? Er hat mich einfach verlassen!&#8221;  Jetzt ist der Kunde in einer Zwickm&#252;hle: Einerseits hat er daf&#252;r zu sorgen, dass seine Fris&#246;rin ohne seelische Belastung ihr Werk vollbringen kann (sonst k&#246;nnte es dabei zu Zwischenf&#228;llen kommen), andererseits ist man dann gezwungen, sich durch seelische Traumata zu schlagen und kann selbst nicht die kleinen allt&#228;glichen Zwischenf&#228;lle loswerden, &#252;ber die man sich den Tag &#252;ber verteilt aufgeregt hat. Also lasse ich mir das Drama noch vor dem obligatorischen Haarewaschen erz&#228;hlen. Wie immer hat Chantal einen Typen in irgendeinem Internetforum aufgegabelt, wie immer fand sie ihn vorher nicht gerade berauschend (&#8221;aber der Sex war toll!&#8221;) und irgendwie war es diesmal allerdings so, dass sich Chantal durchaus h&#228;tte mehr vorstellen k&#246;nnen. Leider zwei Tage <em>vor</em> meinem Besuch hat der Gute dann mit ihr Schluss gemacht. Zaghaft rege ich an, dass der Nickname <em>wetslipharburg</em> eventuell nicht gerade optimal gew&#228;hlt wurde, um einen Partner f&#252;rs Leben zu finden, versuche dann allerdings beschwichtigende Worte zu finden, als ich sehe, wie die Schere anf&#228;ngt zu zittern.<br />
Im Folgenden kann ich das Thema zwischen dem bevorstehenden Weihnachtsfest (&#8221;ich fahr wie immer auf Sylt&#8221;), der Wahl ihrer M&#228;nner (&#8221;alles Schweine, kann <a href="http://www.dervanil.de"  class="alinks_links" onclick="return alinks_click(this);" title=""  style="padding-right: 13px; background: url(http://www.haseblog.de/hase/wp-content/plugins/alinks/images/external.png) center right no-repeat;" rel="external" target="_blank" target="_blank">Dervanil</a> nicht hetero werden?&#8221;) und dem zur&#252;ckligenden Urlaub auf Ibiza (&#8221;war nix dolles dabei&#8221; - bezieht sich anscheinend nicht auf das Wetter) ab und an noch auf meine Frisur lenken und &#252;berzeuge Chantal, dass die etwas l&#228;ngeren Haare mir nicht stehen.<br />
Nach der Schlacht kommt das Erste-Ausbildungsjahr-M&#228;dchen mit dem Knopf in der Lippe auf mich zu, verr&#228;t mir zum bestimmt zwanzigsten Mal unaufgefordert, wie sie hei&#223;t und darf mir noch einmal die Haare sp&#252;len und sie anschlie&#223;end f&#246;nen. Den Euro f&#252;r ihr demonstrativ aufgestelltes Sparschwein auf dem Tresen in Gedanken fest anversiert, schenkt sie mir ihr strahlendes L&#228;dcheln und streicht sich einmal &#252;ber den schmalen Hintern.<br />
Als ich im Mantel den Akt des Bezahlens auf mich nehme (&#8221;ach, was hatten Sie denn? hihi&#8230; Naja, soviel wars ja bestimmt nicht&#8230;hihi&#8221;), rauscht Ramona mit einem beleidigten Gesichtsausdruck an mir vorbei in Richtung T&#252;r und st&#246;&#223;t mit ihrem ausladenden Hinterteil einen Zeitschriftenst&#228;nder um. Im Vorbeifliegen erkenne ich einen kleinen Zettel, auf dem eine Telefonnummer zu stehen scheint. &#8220;<em>Dann</em> eben nich!&#8221; st&#246;&#223;t sie mit fleckigen Wangen aus und knallt die T&#252;r zu.<br />
An der T&#252;r angelangt, muss ich an dem neuen Tuffi vorbei. Mit einem grazilen Liderschwung (sind die echt?) haucht er mir &#8220;ciaoi&#8230;und ein ganz besonders sch&#246;nes Wochenende f&#252;r Sie!&#8221; zu und guckt mit einem angewiderten Gesichtsausdruck auf die wenigen Haare auf dem Kopf von Pierre-Kevins Papa.<br />
Wie gesagt: Irgendwie hat so ein Firs&#246;rbesuch Unterhaltungswert.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Im Büro von Herrn Prof. Dr.</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 13:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[M&#246;chte man eine Pr&#252;fung ablegen, so ist man immer gut beraten, wenn man eine Vorbesprechung mit seiner Heiligkeit anstrebt. Man kann sich dann n unauff&#228;llig in dem Raum umgucken, in dem man den hohen Instanzen Rede und Antwort stehen muss und kann die Atmosph&#228;re von Herrn Prof. Dr. aufsaugen, die stets eine andere ist, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M&#246;chte man eine Pr&#252;fung ablegen, so ist man immer gut beraten, wenn man eine Vorbesprechung mit seiner Heiligkeit anstrebt. Man kann sich dann n unauff&#228;llig in dem Raum umgucken, in dem man den hohen Instanzen Rede und Antwort stehen muss und kann die Atmosph&#228;re von Herrn Prof. Dr. aufsaugen, die stets eine andere ist, als wenn man in der Arena des Zirkus ist (auch H&#246;rssal genannt). Zudem lohnt sich eine Absprache der Literatur, die aus verschiedenen (mir oftmals unverstandenen) Gr&#252;nden von den Angaben w&#228;hrend einer Vorlesung abweichen kann und pl&#246;tzlich oftmals ganz andere Schwerpunkte gesetzt werden.<br />
Heute hatte ich die gro&#223;e Vorbesprechung mit dem Starprof. live from Russia bez&#252;glich meiner Theoriepr&#252;fung.<br />
Die T&#252;r stand offen, von Herrn Prof. Dr. leider keine Spur - bis er um die Ecke fegte und mich wie gewohnt sprachgewaltig begr&#252;&#223;te.<br />
&#8220;Goood moooornin&#8217; - wir heute Pr&#252;fung? Ich gar kein Beisitzer!&#8221;<br />
&#8220;Nee, Vorbesprechung!&#8221;<br />
Gewandt wie eh und je ging man mit dieser neuen Sachlage um und ich wurde gestammelt ins B&#252;ro gebeten. B&#252;ro ist zuviel gesagt, eher M&#252;llhalde. Der ber&#252;hmte runde Ikeatisch, den scheinbar alle Professoren f&#252;r Pr&#252;fungen in ihrem Reich stehen haben, war kaum unter sich t&#252;rmenden Zettelhaufen auszumachen, und da das Fenster offenstand, wurden die Stapel von f&#252;nf schmutzigen Teetassen am Davonflattern gehindert. Ob er ihn f&#252;r die Pr&#252;fung freir&#228;umt - oder sitzen wir dann auch wie zwei hilflose Besucher an seinem Schreibtisch h&#252;bsch nebeneinander, wie bei der Besprechung? Sein Schreibtisch ist &#228;hnlich &#252;berladen, vor mir liegt ein Zettel, auf dem gro&#223; zu erkennen ist, dass Omega ungef&#228;hr 2 ist. Mit einem zielsicheren Griff in das Chaos wird unter einem Zungenschnalzen das ebenso ber&#252;hmte schwarze Kalenderbuch rausgefischt und Herr Prof Dr guckt mich aufmunternd an. &#8220;Waaaan?&#8221; entf&#228;llt seinem Mund. Anscheinend geht es jetzt um den Termin.<br />
&#8220;Sie fahren doch jetzt in die Staaten, haben Sie mir gesagt&#8230;&#8221; (eher geschrieben: &#8220;Ich bin am 3 September in Institut. Wir k&#246;nnen kurtz sprechen. Danach ich bin in USA.&#8221;)<br />
&#8220;Jaaa&#8230;&#8221;, der ber&#252;hmte Zeigefinger des Nachdenks schnellt in die H&#246;he. &#8220;Ah, ich fliege hier zur&#252;ck&#8230;hm&#8230;also 13 Stunden ich bin weg und dann&#8230;ah, n&#228;chster Tag. Ich mittags wieder hier und dann so drei Uhr?&#8221; Der Kugelschreiber (Werbegeschenk) flattert unschl&#252;ssig in der Luft.<br />
&#8220;Meinen Sie, dass es so toll ist, wenn Sie aus den Staaten wiederkommen und dann gleich ins B&#252;ro kommen, um mich zu pr&#252;fen? Dann sind Sie bestimmt grummelig!&#8221; versuche ich die Katastrophe abzuwenden.<br />
Ich erinnere mich noch, wie die erbitterten Verhandlungsversuche f&#252;r den Termin der 2. Klausur seiner tollen Vorlesung scheiterten: &#8220;Ruuuhe! Nix diskutieren, ich m&#252;de!&#8221;<br />
Ein Schatten der Vorsehung verdunkelt sein Gesicht. &#8220;Ja, dann wohl m&#252;de!&#8221; Er bl&#228;ttert weiter und stoppt vor einer komplett wei&#223;en Seite. &#8220;Da&#8230; hm.. ich meine, da schon Pr&#252;fung!&#8221; Die Kugelschreiberspitze wandert zu seinem ratlosen Mund und hinterl&#228;sst f&#252;r den Rest des Tages einen blauen Strich. Energisch wird sich aus dem Stuhl gewuchtet und der PC befragt. &#8220;Ah, da Pr&#252;fung. Nur steht nich, wann&#8230; Ah, ich werde Student schreiben und sagen, 14 Uhr! Dann danach?&#8221;<br />
Mit Schrecken sehe ich den Kugelschreiber wieder &#252;ber dem wei&#223;en Kalenderblatt schweben. 15 Uhr Pr&#252;fung? Danach wird man mich gleich auf einer Bahre aus dem B&#252;ro tragen k&#246;nnen. Das Kapitel habe ich einmal durch und noch einmal werde ich nicht einen Tag durch die Wohnung laufen und am Ende nicht mehr wissen, wie ich hei&#223;e, geschweige denn, wie ich zum Pr&#252;fer gelangen soll. Ich erinnere mich noch sehr genau an meinen kleinen Spaziergang und daran, wie ich mich auf dem Gel&#228;nde des DESYs am Pr&#252;fungstag verlaufen habe. Nix da.<br />
&#8220;Nee, das geht nicht. Dann bin ich nerv&#246;s. Haben Sie denn nicht vielleicht vormittags was frei?&#8221; Angesichts des komplett leeren Kalenders eine eher rhetorische Frage.<br />
Herr Prof Dr schmunzelt und zu meiner gro&#223;en Verbl&#252;ffung legt er mir eine Hand aufs Knie. &#8220;Aaaaah&#8221;, seine gurrende Stimme l&#228;sst mich ungewollt an die Beruhigung von Fl&#252;chtlingen w&#228;hrend der Oktoberrevolution denken und ich muss mir auf die Zunge bei&#223;en, um nicht loszuprusten. &#8220;Nur ruuuuhig. Ist doch nur m&#252;ndliche Pr&#252;fung. Nuuur m&#252;ndliche Pr&#252;fung. Wird nichts passieren. Wir reden &#252;ber Physik. Ich frage bisschen was und Sie antworten. Aaaalles gaaanz entspannt!&#8221;<br />
Entschlossen wird das Buch genommen und mir aufmunternd auf die Knie gelegt. &#8220;Sie tragen ein, wann Sie wollen. Einfach Zeit und Name. Sie sehen, alles frei&#8230; hihi!&#8221;<br />
Wahllos suche ich einen Termin raus und mache entschieden einen Kringel bei elf Uhr. Ich werde aufgefordert, Name, Telefonnummer und Email-Adresse einzutragen. Bei letztem kommt von ihm: &#8220;Aaahh.. Sie bei Physnet?&#8221; (lokaler Server). Auf mein Kopfsch&#252;tteln hin bekomme ich unter einem Sto&#223;gelache &#8220;Noooch nich!&#8221; zu h&#246;ren.<br />
Nachdem dieser Kraftakt des Terminsuchens hinter uns liegt, kommt das eigentlich interessante f&#252;r mich, die Literaturabsprache und damit auch indirekt der Stoffumfang. Auch hier ist Herr Prof Dr bestens instruiert. Mit beruhigendem Armwedeln bekomme ich mitgeteilt, dass die Pr&#252;fung nur &#8220;zentraaale Setz&#228;&#8221; beinhalten wird. Ich gucke unschl&#252;ssig. Die Hand von Herrn Prof Dr schwebt wieder &#252;ber meinem Knie.<br />
&#8220;Wir machen einfach. Nolting, Sie wissen schon!&#8221; Ich kann mein Gl&#252;ck nicht fassen, die Lehrbuchreihe besticht durch nicht unbedingte Tiefe und vor allen Dingen eher flapsigen Umgang mit der &#8220;harten&#8221; theoretischen Physik. Normalerweise habe ich das Ding immer gelesen, um mich irgendwo einzuarbeiten, bevor man sich dann zu weiteren Werken schleppt. Wenn das der Kurt w&#252;sste! Nix &#252;ber Tensorkategorien, Noetherstr&#246;me und &#252;ber die von mir verhassten differentiellen, partiellen und totalen Wirkungsquerschnitte  irgendwelcher merkw&#252;rdigen Streuprozesse, die mich eh nie interessierten.<br />
In den folgenden f&#252;nf Minuten verr&#228;t mir Herr Prof Dr mehr oder weniger unverhohlen, was f&#252;r Fragen mich erwarten. &#8220;Sie nix rechnen. Nur ein Beispiel. Da ich Sie fragen&#8230;&#8221; Ah ja. Ungefragt werde ich auch von meiner letzten Angst befreit, gewisse Theoreme herleiten zu m&#252;ssen. Die knappe - erstaunlich deutsche Antwort - &#8220;N&#246;!&#8221; l&#228;sst mich von dem Nachsatz &#8220;Lernen Sie nicht zu viel!&#8221; begleitet mit einem Schmunzeln das B&#252;ro verlassen. Ich habe zwar noch nicht die leiseste Ahnung, was das Ganze wird, aber auf alle F&#228;lle wird es viel zu Lachen geben. Los gehts!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Empathogene Stimulantia I versus Easy Pillenkloppen auffa Pardy</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2007 10:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auch immer ein Evergreen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dervanil war gestern Moderator einer Podiumsdiskussion zum umstrittenen Thema Drug-checking. Somit fand ich mich gegen 19 Uhr (ohne Abendessen) im Hamburger Rathaus ein und war schier erschlagen von der Masse an B&#252;rgern, die dieser Diskussion lauschen wollten: Keiner. Anwesend war der &#8220;Mann aus Berlin&#8221; von Eve&#038;Rave eV Berlin, ein inzwischen emiritierter Professor des Instituts f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dervanil.de"  class="alinks_links" onclick="return alinks_click(this);" title=""  style="padding-right: 13px; background: url(http://www.haseblog.de/hase/wp-content/plugins/alinks/images/external.png) center right no-repeat;" rel="external" target="_blank" target="_blank">Dervanil</a> war gestern Moderator einer Podiumsdiskussion zum umstrittenen Thema <em>Drug-checking</em>. Somit fand ich mich gegen 19 Uhr (ohne Abendessen) im Hamburger Rathaus ein und war schier erschlagen von der Masse an B&#252;rgern, die dieser Diskussion lauschen wollten: Keiner. Anwesend war der &#8220;Mann aus Berlin&#8221; von Eve&#038;Rave eV Berlin, ein inzwischen emiritierter Professor des Instituts f&#252;r Rechtsmedizin der Uni Hamburg, die Organisatoren der Runde sowie ein neben mir sitzender Jugendlicher, der wie vor der letzten Instanz des Mongolismus wirkte und meine Wenigkeit. Wie immer, wenn sich niemand der &#214;ffentlichkeit f&#252;r den ganzen Kram interessiert, wird an dem starren Modell der Podiumsdiskussion sklavisch festgehalten: Die Vortragenden vorne, die sich alle h&#252;bsch einzeln vorstellen und dann ein mehr oder weniger schleppendes Gespr&#228;ch in Gang halten und die zwei oder drei anwesenden Zuh&#246;rer im leeren Publikumssaal. Ich pers&#246;nlich empfinde die ganze Situation dann meist ungemein erheiternd auf Grund ihrer Groteskheit und komme aus dem Schmunzeln kaum heraus. Dieses Mal allerdings musste ich versuchen, einem Lachkrampf Einhalt zu gebieten.<br />
Zun&#228;chst wurde von dem Mann aus Berlin in fast flappsigem Sprachfluss das Projekt vorgestellt. Wir erfuhren anhand einer Powerpoint-Pr&#228;sentation, dass in &#214;sterreich und der Schweiz mittlerweile weitgehende Zugest&#228;ndnisse des Drogenkonsums stattfinden und auf Techno-Parties mobile Labore die Pillen der Raver einer schnellen oberfl&#228;chen chemischen Analyse unterziehen und die kritischen Konsumenten dann anonym an einer Pinnwand erfahren, was f&#252;r Sch&#228;tzchen denn in ihren Mercedes-Pillchen enthalten sein k&#246;nnten (oder aber auch nicht). Ein gleichgelagertes Projekt ist in Berlin am Rande der Illegalit&#228;t auf Grund der ausdr&#252;cklichen Untersagung durch die politische F&#252;hrung vorbeigeschrammt. Am meisten anst&#246;&#223;ig fand ich die Suggestion des Pharmazeuten, dass der Konsum von Partydrogen eigentlich ganz easy und nicht weiter bemerkenswert ist.<br />
Als Bilder von der tats&#228;chlichen Umsetzung auf dem Projektor gezeigt wurden, fiel der ansonsten bis dahin teilnahmslose Professor  fast vom Stuhl, als der Vortragende meinte, dass dies Prof Sowieso aus Sowieso sei.<br />
Nach der letzten Folie (&#8221;Und was macht Hamburg?&#8221;) war der Apotheker entlassen und nun kam die gro&#223;e Stunde von Herrn Prof. Dr. Er h&#228;tte glatt einer der Theorieprofessoren aus dem physikalischen Institut sein k&#246;nnen und irgendwie kam ich mir schlagartig wie in einer Vorlesung vor. Mit leiser Stimme (Mikro fehlte ja) begann Herr Doktor, den zuvor Vortragenden auszuz&#228;hlen wie einen mittelm&#228;&#223;igen Studenten in einer Pr&#252;fung (&#8221;Ja k&#246;nnen Sie denn blabla-dioxy-blabla damit nachweisen? K&#246;nnen Sie blabla nachweisen? Offensichtlich nicht!&#8221;). Auch Herr Doktor hatte eine Powerpoint-Pr&#228;sentation vorbereitet: Gro&#223; sein Name und dadrunter chemische Formeln im Lewis-Formalismus. Irgendwie kam es, dass Herr Dr. sich pl&#246;tzlich in einem Monolog &#252;ber die Nachweisbarkeit von chemischen Stoffen befand, die bei dem &#8220;Konsum von psychotroper Stimulantia&#8221; anfallen (angestachelt habe ich heute mal meine Chemie-Kenntnisse aufgefrischt: Ecstasy - 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin - geh&#246;rt zur Gruppe der entaktogenen Amphetamine, die mit 1-Phenylpropan-2-amin ein Homologon des Phenylehtylamin darstellt; wie sch&#246;n, dass ich in der Schule Chemie-LK hatte) und der Jugendliche neben mir schaltete ab und besch&#228;ftigte sich mit seinen Fingern&#228;geln. Dervanil griff in seiner Funktion als Moderator behutsam ein und regte an, da man ja eh schon in der Diskussionsrunde sei, diese dann auch offiziell einzuberufen (hei&#223;t, alle setzen sich artig vorne in eine Reihe, einer sagt was und mit aufmunternden S&#228;tzen wie &#8220;was sagen Sie denn dazu?&#8221; werden die anderen Vortragenden dazu angeregt, mit &#8220;Nun ja, &#228;h&#8230;&#8221; ihre Meinung dazu darzulegen), mit der stillen Nahfrage, ob er denn sonst noch mehr Folien h&#228;tte. Da kam Herr Doktor richtig aus sich heraus, fingerte hektisch mit dem Laser herum und gab zur Antwort, dass er ja noch die Wirkungsweisen der einzelnen Stoffe vorbereitet h&#228;tte, aber das k&#246;nne er auch ein &#8220;bisschen schneller&#8221; machen. Ich war schon die ganze Zeit leicht belustigt von dem Treiben vorne und der beherzten Frage einer der Organisatorinnen, die mit &#8220;Hab ich Sie jetzt richtig verstanden, Sie denken, das&#8230;&#8221; versuchte, die akademischen Feldz&#252;ge der organischen Chemie auf das &#8220;Ja, hier kommt einer mit seiner Pille und legt die da auf die Waage&#8221;-Geplapper des Eve&#038;Rave-Mannes herabzubrechen, aber als Herr Doktor dann flott die n&#228;chste Folie mit den Wirkungsweisen von Ecstasy (das Wort fiel eigentlich nie, sondern MDMA (siehe oben) ) anknippste und das mit den Worten &#8220;Das kennen Sie ja mit Sicherheit alles schon!&#8221; umriss und sich auf der Leinwand nur lateinische Fachbegriffe tumelten, war es vorbei. Ich erntete einen fragenden Blick von Herrn Professor auf mein Lachen hin (Fragen und Kommentare sind in Vorlesungen nur unter &#228;u&#223;ersten Ausnahmezust&#228;nden eine tolerierte Teilnahme), doch nachdem wir einige medizinische Fachausdr&#252;cke hinter uns hatten, half nichts und dervanil brach das Ganze ab. Danach pl&#228;ttscherte ein Zwiegespr&#228;ch zwischen Herrn Prof Dr und dem Eve-Mann dahin, bis die Zeit um war, Herr Doktor seinen geschenkten Biowein in die Vorlesungsmappe quetschte und der Eve-Mann seinen Eastpak-Rucksack schulterte.<br />
Dass die gesamte Veranstaltung irgendwie das eigentliche Ziel verfehlt hatte, kam zum Ausdruck, als der Jugendliche neben mir (mit, wie es Herr Prof wahrscheinlich ausdr&#252;cken w&#252;rde,einer chirurgischen Resektion einer Cheilognathopalatoschisis) aufgeregt stammelte: &#8220;Ist Spritzen jetzt denn erlaubt?&#8221;<br />
Ohne Worte.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Tuffi’s Day: CSD 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 17:27:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder feiern die Schwulen und Lesben im Sommer ein zweites Weihnachten: Mit geradezu hypnotischer Gewalt wird lautstark der Christopher-Street-Day (CSD) begangen. Die politischen Parolen sind handfest - Die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, das Adoptionsrecht sowie Subvention und Engagement bei dem Finden der sexuellen Identit&#228;t im Akkommodationsprozess des Coming-Outs -, an der Umsetzung hapert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder feiern die Schwulen und Lesben im Sommer ein zweites Weihnachten: Mit geradezu hypnotischer Gewalt wird lautstark der Christopher-Street-Day (CSD) begangen. Die politischen Parolen sind handfest - Die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, das Adoptionsrecht sowie Subvention und Engagement bei dem Finden der sexuellen Identit&#228;t im Akkommodationsprozess des Coming-Outs -, an der Umsetzung hapert es allerdings leider gewaltig: Unter dem Deckmantel einer politischen Demonstration lassen die meisten der Betroffenen hemmungslos die Sau raus, so dass man sich als Aussenstehender fragen kann, ob man tats&#228;chlich die Hedonie pur unterst&#252;tzen sollte. Denn das politische Engagement und damit auch s&#228;mtliche Ideale sind leider schnell mit Proseccogl&#228;sern unter der Beschallung von Schlagersternchen die Alster runtergesp&#252;lt.<br />
Der CSD ist kr&#246;nender Abschluss einer ganzen Woche, die sich ausschlie&#223;lich mit homosexuellen Fragestellungen besch&#228;ftig, die sog. Pride-Week. Am Donnerstag vor der Parade war man sich auf einer Podiumsdiskussion noch &#8220;total sicher&#8221;, dass das Homogl&#252;ck im vor dem Feuer l&#252;mmelnden Labradorhund in Verbindung mit einem H&#228;uschen im Gr&#252;nen (einen selbstverst&#228;ndlich perfekten Partner an der Seite, den man so ganz frei von Zwang von seinem wei&#223;en Schimmel runtergehieft hat) seine stilisierte Erf&#252;llung erfahren w&#252;rde. In der anschlie&#223;enden gro&#223;en Buchlesung &#8220;S&#252;dlich von Hetero&#8221; wurden so scheinbar &#8220;ganz furchtbar schreckliche Comingout-Szenarien&#8221; vorgelallert. Mir kamen fast die Tr&#228;nen, als ich von dem Mobbelchen h&#246;ren musste, dem irgendwo in einem Dorf in der Zone zwei Tr&#228;nchen &#252;ber die geschminkten Pausb&#228;ckchen liefen, da einer der Bauern im Vor&#252;bergehen das Wort &#8220;Arschficker&#8221; aus dem Mund hat fallen lassen. Wenn das <em>alles</em> ist, was einem kleinen fetten Jungen in seiner Kindheit widerfahren kann, dann habe ich irgendwas in meiner Kindheit falsch in Erinnerung. Der Selbstbetrug ging sogar so weit, dass einer der reizenden Buchautoren die Pistole auf die schlimme Medienlandschaft richtete, und der CSD-Fernseh&#252;bertragung einen Tunnelblick vorwarf. &#8220;Die zeigen nur die affektierten H&#228;schen! Ich war auf der Parade und im nachhinein sahs im Fernsehen alles <em>ganz</em> anders aus!&#8221; Im Anschluss an diesen informativen Abend w&#228;re ich fast vor lauter Harmonie in die Weinflasche gefallen.<br />
Schade, dass ich keine Videokamera dabei hatte am Wochenende.<br />
Die Parade begann mit der Erkenntnis, dass zwischen den diversen Getr&#228;nkekisten nicht eine einzige Flasche war, die keinen Alkohol beinhaltete. Dem entsprechend hatten die Gespr&#228;che nach einer Stunde unter der brennenden Sonne irgendwie an Niveau eingeb&#252;&#223;t. &#8220;Ich war ja mit zwei Schwarzen verheiratet, ne? Und ich [kurzes r&#252;lpsen] kannir sagn, dasses stimmt, was man so sacht &#252;ber die Schwarzen!&#8221; Leicht geschockt wechselte ich schnell den Platz und fand Olivia Jones, die von vier strammen Jungs in einem Fetzchen von einer roten Shorts auf einer S&#228;nfte &#8220;getragen&#8221; wurde. Ich habe schnell die betr&#252;gerischen Rollen gefunden.<br />
Auf dem Weg fanden wir ein paar Bekannte auf der Stra&#223;e langtorkeln, die allesamt aussahen, als ob sie kurz vor dem Eimer w&#228;ren. &#8220;Was tringsn da?&#8221; wurde der Gespr&#228;ch er&#246;ffnet. &#8220;Appolinaris&#8221;, meine Antwort, auf die ich ein &#8220;was willsn mit sunner Franzosenpisse?&#8221; erntete.<br />
Trotz der Tatsache, dass ich einen albernen Cowboyhut trug und dazu eine Sonnenbrille, wurde ich von Passanten tats&#228;chlich wiedererkannt. Ich glaube, n&#228;chstes Jahr trage ich eine Scream-Maske.<br />
Aber man muss sagen, dass das anschlie&#223;ende Stra&#223;enfest auf dem Jungfernstieg sch&#246;n war und man die Sonne am Alsterufer genie&#223;en konnte. Man durfte allerdings blo&#223; nicht auf die Idee kommen, irgendwas fl&#252;ssiges kaufen zu wollen - jedenfalls nicht, wenn man naiv einfach losgelaufen ist. Es gab n&#228;mlich scheinbar geschlechtsspezifische Jeverst&#228;nde. Am ersten bedienten die besoffenen Lesbobabes auch nur diejenigen Frauen, die sich mit knappen Top oder aber auch mal gar nix anstellten. Beim zweiten war ich schlauer und hab dem h&#228;sslichen dicken Entlein, das verloren den Zapfharn putzte, zweimal zugezwinkert und bekam meine Cola.<br />
An einem Parteistand entdeckte ich die Frau, die mir intime Geheimnisse aus dem Sexualleben mit ihren schwarzen Ehem&#228;nnern ungefragt anvertraut hatte. Ich versuchte, die anfallenden &#252;berschw&#228;nglichen Begr&#252;&#223;ungen im Keim zu ersticken und guckte verlegen zu ihrem Opfer, dem sie gerade eine Unterschrift zur Aidspr&#228;vention abringen wollte. &#8220;Nun unterschreib doch ma!&#8221; Vorwurfsvoll st&#252;tzte sie sich auf die Sektflasche, die sie mittlerweile mehr oder weniger unverhohlen auf dem Tisch stehen hatte (ohne Glas). Als ihr Opfer den Fehler beging und sie fragte, wie lange sie denn wohl noch hier sein w&#252;rde, beugte sie sich &#252;ber den Tisch (Pattscher an der Flasche), stie&#223; eine Wolke aus Sprit aus, die selbst mich umnebelte, obwohl ich einen Meter neben ihr stand und meinte: &#8220;Schassi, ich bin <em>immer</em> hier&#8230; kanns jederseid wiherkomm!&#8221;<br />
Peinlich ber&#252;hrt habe ich die Biege gemacht und bin nach Hause gefahren, Abendessen und ausruhen, bevor es die letzte Bastion zu erklimmen galt: Die unwahrscheinlich unbeschreibliche Aftershow-Party.<br />
F&#252;r unbeschreiblich g&#252;nstige 10 Euro (an der Abendkasse 12) wurde mir Einlass gew&#228;hrt auf das riesige Areal des Edelfettwerks, das wirklich nett hergemacht eine sehr sch&#246;ne Abendkulisse f&#252;r eine Party bietet (Man darf allerdings auch hier nicht auf die irrige Idee gekommen, was zu trinken bestellen zu wollen. Obwohl ich w&#228;hrend der halben Stunde, die ich f&#252;r die zwei Biere anstand, einiges geboten bekam: Ein selbst betitelte &#8220;Manager einer gro&#223;en Firma&#8221; stritt mit der &#252;berforderten Barfrau um den Gehalt des Wodkas in seinem Drink. &#8220;Nee komm, mach man nochn bisschen mehr rein. Is auch teuer!&#8221; war das schlagende Argument, dass er noch einen Schuss mehr bekam und dann auch artig meinte: &#8220;Du, das find ich voll toll von dir. Sehr professionell, meine Liebe!&#8221;). Nat&#252;rlich geht es wie bei immer solchen Partys nicht um die Party selbst, sondern um zu sehen und gesehen zu werden. Singles nutzen diesen Abend selbstverst&#228;ndlich f&#252;r andere Dinge (Habe ich auf dem Klo festgestellt. War der Labrador festgekettet am Rohr?), wenn sie auf dem Stra&#223;enfest noch nichts abbekommen haben.<br />
Als mich ein Mann ansprach, dass wir uns doch irgendwoher kennen m&#252;ssten und dies mit der Frage: &#8220;Sach ma, ham wir schon mal gev&#246;gelt?&#8221; umriss, fiel mir sofort wieder die Podiumsdiskussion ein.<br />
Ob er morgen den Bausparvertrag abschlie&#223;t?</p>
<p>P.S. Die  Fotos des gesamten Spektakels sind auf der einschl&#228;gigen Seite von <a href="http://www.dervanil.de"  class="alinks_links" onclick="return alinks_click(this);" title=""  style="padding-right: 13px; background: url(http://www.haseblog.de/hase/wp-content/plugins/alinks/images/external.png) center right no-repeat;" rel="external" target="_blank" target="_blank">dervanil</a> selbstverst&#228;ndlich zu sehen.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich bin wieder hier….</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jul 2007 17:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Woche des Semesters ist stets gepr&#228;gt von den Nachwehen der Klausuren und dem leicht nostalgischen Gef&#252;hl, am Ende eines Abschnitts angelangt zu sein. Besonders merkte man das bei Kurt, der am Donnerstag die wahrscheinlich letzte Vorlesung seines Lebens hielt. Dienstag wurden wir noch vom Gro&#223;meister in den H&#246;rsaal gerufen, um seine letzte Klausur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzte Woche des Semesters ist stets gepr&#228;gt von den Nachwehen der Klausuren und dem leicht nostalgischen Gef&#252;hl, am Ende eines Abschnitts angelangt zu sein. Besonders merkte man das bei Kurt, der am Donnerstag die wahrscheinlich letzte Vorlesung seines Lebens hielt. Dienstag wurden wir noch vom Gro&#223;meister in den H&#246;rsaal gerufen, um seine letzte Klausur zu schreiben. Getreu &#8220;was ich noch sagen wollte&#8221; durfte man 10 wundervolle Aufgaben bewundern - und nicht vergessen, sie vor Verz&#252;ckung auch zu l&#246;sen. Wie gewohnt spann Kurt einen gro&#223;en Reigen, angefangen von der Herleitung der Hamiltonfunktion eines geladenen Teilchens im elektromagnetischen Feld, &#252;ber molekulare Schwingungen im Morsepotential und Kreiseltheorie bishin zu Eulerschen Bewegungsgleichungen war mal wieder alles versammelt. Als Kurt sich selbstgef&#228;llig in seinen Stuhl l&#252;mmelte, verdunkelte sich der Himmel und die Himmelsschleusen &#246;ffneten sich. Leider hatte Kurt nach zwei Stunden keine Aufgabe mehr und so machte ich mich im str&#246;menden Regen auf zum Desy. Heute durfte ich Versuchskaninchen spielen und einen neuen Versuch erproben. Ich konnte mein Gl&#252;ck nicht fassen, im Raum mit meinem Versuchspartner zusammen mit der Flasche von Versuchsassistent alleine den Nachmittag zu bringen zu d&#252;rfen. Der kleine s&#252;&#223;e Junge war mal wieder so aufgeregt, dass er sich erstmal einen Tee brauen musste und dann gings auch schon los. Ungehindert der Information, dass wir den Kurs &#252;ber Laserphysik noch nicht absolviert haben, wurden wir &#252;ber virtuelle Gitter in einem Wasserglas ausgequetscht. Der kleine S&#252;&#223;e merkt aber vor lauter Aufregung (&#8221;Quantenmechanik hab ich nicht geschafft&#8221; - &#8220;Und wie kommst du dann in die Forschungsgruppe des Laserinstituts?&#8221; - &#8220;Das wei&#223; ich auch nicht, hihi&#8230;&#8221;) gar nicht, dass man l&#228;ngst nicht mehr zuh&#246;rt. Nach zweimaligen Versuchen, ihm zu erkl&#228;ren, dass wir keine Ahnung &#252;ber das Gebiet haben, fragte er weiter und weiter. Mein Versuchspartner spielte mit einem Stift und ich guckte angestrengt aus dem Fenster. Als nach 10 Minuten Schweigen niemand etwas sagte, beendete ich das Spiel mit &#8220;Nun spucks schon aus, die Spannung ist ja unertr&#228;glich!&#8221; und beleidigt ging unser S&#252;&#223;er wieder Tee brauen. Irgendwann war der Unsinn vorbei und damit auch meine Karriere in den Versuchslaboren des Desy. Endlich.<br />
Mittwoch war einer der heroischen Tagen. Scheinvergabe im Theoriekurs &#252;ber Quantenmechanik. Wir haben so manche Aufgabe gel&#246;st, aber sind nie auf die Antwort der Frage gekommen, ob Herr Doktor nur ein einziges Hemd besitzt. Feierlich stand Herr Doktor vorne und einem Ritterschlag gleich wurde einem der gro&#223;e Leistungsschein &#252;berreicht. Da sind also die Studiengeb&#252;hren hingewandert: Die Scheine, komplett in Farbe mit dickem Emblem.<br />
Donnerstag brachten wir die Feierlichkeit hinter uns: Klausurr&#252;ckgabe von Kurt. Mit einem bitteren Nachgeschmack nahm ich zur Kenntnis, dass es anscheinend komplett egal war, was man geleistet hatte und die gr&#246;&#223;ten Trottel bekamen den Schein. Ob jemand, der in beiden Klausuren, in denen zusammen 170 Rohpunkte erzielt werden konnten, ganze 45 schreibt und dann mit sunnem Zettel den Kurs verl&#228;sst, halte ich doch f&#252;r ein bisschen gewagt. Da fragt man sich, ob man das Ganze nicht auch einfacher h&#228;tte haben k&#246;nnen. Kurt nennt das einen &#8220;Engagement-Schein&#8221;. Ich nenne es hinterher geworfen.<br />
In der angek&#252;ndigten &#8220;allerletzten&#8221; Vorlesung von Kurt erwartete ich fast, dass er anfing zu heulen. Ein letztes Mal entf&#252;hrte uns Kurt in sein kryptisches Tafelbild, die netten Anekdoten aus seiner Zeit des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Direktors des 1. Theoretischen Instituts und nat&#252;rlich - wie k&#246;nnte ich es vergessen - die tiefen Gehemnisse der Quantenmechanik. Wie immer fragte ich mich, warum der Mann denn nicht einfach dann auch die Vorlesung zur Quantenmechanik liest, wenn das eh eigentlich alles ist, was ihn interessiert? Student: &#8220;Ja, man k&#246;nnte doch jetzt numerisch versuchen, hier &#8230;&#8221; Kurt: &#8220;F&#252;r jemanden wie mich, der aus der Quantenmechanik kommt, ist das unverst&#228;ndlich!&#8221; Nachdem wir schon die Feyman&#8217;sche Pfadintegralmethode, die Spinorgruppe und das Analogon der Eikonalgleichung durchgekaut hatten, kamen zum Schluss und kr&#246;nendes Highlight die Heisenberggleichungen. Und so endete die &#196;ra von Kurt mit dem Hinweis, dass man ja noch einen kleinen Ferienkurs machen k&#246;nnte, da ja nicht alles geschafft worden sei.<br />
Vor lauter Sentimentalit&#228;t stellte ich mich dann noch bis 18 Uhr in die Uni und brach mit meinen Studenten zu einer rauschenden Reise durch die Analysis auf. Wir machten an ein paar diskreten Stellen halt und besprachen dazu die Wegstrecke anhand eines Lageplans (auch Aufgabe genannt).<br />
Und Freitag betrat ich frohlockend das Geb&#228;ude und k&#228;mpfte mich in den dritten Stock, wo ich schon die Witzfigur von &#220;bungsgruppenleiter zur Festk&#246;rperphysik verzweifelt an der Tafel stehen sah. Ich hatte durchaus schon &#252;berlegt, ob ich zur Feier des Tages einen Anzug tragen sollte. Nie wieder w&#252;rde ich diese Inkompetenz, diese Schlampigkeit und nie wieder Festk&#246;rperphysik selbst ertragen m&#252;ssen. Aber in der letzten Sitzung lief das Mobbelchen doch zur gro&#223;en Form auf: Er war vorbereitet! Mit Unterlagen! Wahrscheinlich hat er die 0 Punkte bemerkt, die ihm jemand bei der Evaluation gegeben hat <img src='http://www.haseblog.de/hase/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> Aber auch heute machte Mobbelchen dem etwas absolutistischen Satz &#8220;schwach angefangen, stark nachgelassen und die H&#228;lfte schon wieder vergessen&#8221; alle Ehre. Ausarbeitungen falsch, Tafelbild beschissen, rhetorische eine Niete. Bei einer Frage st&#252;tzte er seine Pattscher mit den abgenagten Fingern&#228;geln auf meinen Tisch. Ein letztes Mal umwehte mich eine Wolke von ungewaschener Kleidung und eingeschlossenem K&#246;rper, einem billigen Axe-Deo, gemischt mit dem durchdringenden Geruch einer vollgepissten Jeans. Auch dieses Mal gab er sich die Bl&#246;&#223;e, die Aufgaben selbst nicht verstanden zu haben. &#8220;Ich hab lange &#252;berlegt, aber ich habe die Aufgabe nicht l&#246;sen k&#246;nnen!&#8221; - Diesen Satz bekamen wir das gesamte Semester mehr oder weniger (meist weniger) klausuliert zu h&#246;ren. Wenn mein &#220;bungsgruppenleiter selbst zu d&#228;mlich ist, die Aufgaben zu l&#246;sen, hat der Veranstalter dann nicht den Sinn einer &#8220;&#220;bung&#8221; verfehlt, als er den Trottel einstellte? Man sollte doch hier die M&#246;glichkeit haben, Fragen zu stellen und meistens hatte ich eher das Gef&#252;hl, dass Mobbelchen selbst die eine oder andere Frage hatte. Aber Ende gut, alles gut: &#8220;Ich hab die Scheine mit!&#8221; Schlagartig nahm ich eine geordnete Haltung ein und starrte gebannt auf Mobbelchen. &#8220;Das kommst du ja mal richtig aus dir heraus&#8230; willst du noch was sagen?&#8221; - Hase: &#8220;Nee, <em>dazu</em> f&#228;llt mir nun wirklich nichts mehr ein!&#8221;<br />
Geschafft. </p>
<p>P.S.: Einen lieben Gru&#223; &#252;brigens an meine Lesergemeinde aus Dortmund. Ein unersch&#246;pflicher Quell der Freude. Weiter so. Du schaffst es immer wieder, mich zu &#252;berraschen. Ich wei&#223;, ich war 2004 nicht auf der Beerdigung. Ich glaube, deine lasse ich auch aus. Arschficker haben da ja eh Deiner Ansicht nach nichts zu suchen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>“Sie können das Blatt auch quer legen!” - oder ein Wochenrückblick</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2007 09:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag
Vormittags gelernt, kurz in der Uni gewesen: Zettel zur &#220;bung von Kurts gro&#223;er Vorlesung abgegeben und seine Vorlesung geh&#246;rt in der Hoffnung, etwas &#252;ber die am Dienstag anstehende Klausur zu erfahren. &#8220;K&#246;nnen Sie was zur Klausur morgen sagen?&#8221; - Prof: &#8220;N&#246;!&#8221;.
Danach bis um 16:00 Uhr meine verzweifelten Studenten unterrichtet. Erfahren, dass sie selbst zu bl&#246;d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Montag<br />
Vormittags gelernt, kurz in der Uni gewesen: Zettel zur &#220;bung von Kurts gro&#223;er Vorlesung abgegeben und seine Vorlesung geh&#246;rt in der Hoffnung, etwas &#252;ber die am Dienstag anstehende Klausur zu erfahren. &#8220;K&#246;nnen Sie was zur Klausur morgen sagen?&#8221; - Prof: &#8220;N&#246;!&#8221;.<br />
Danach bis um 16:00 Uhr meine verzweifelten Studenten unterrichtet. Erfahren, dass sie selbst zu bl&#246;d zum differenzieren sind.<br />
Ab 16:30 - 18:00 Uhr Vorbereitung f&#252;rs gro&#223;e DESY-Praktikum. Beschlossen, das neue Heft zu vergessen, da keine Zeit, die acht-seitige Vorbereitung zu schreiben.<br />
Ab 20:00 Uhr Lekt&#252;re von Kurts Skript und paralleles Lernen aus B&#252;chern. 24:00 Uhr: Heiapuh.</p>
<p>Dienstag<br />
Vormittags gelernt. Kann Herleitung der Lagrange-Gleichungen aus Hamiltonprinzip auswendig. Um 12:00 Uhr (eine Zigarettenschachtel sp&#228;ter) Aufschlagen im Theoretischen Institut. Kurt ist schon da und wirft die zusammengetackerten Zettel auf die Tische. Merkt, dass er eine Kopie zu wenig hat. Macht ja nix. Auch nich, dass eine Aufgabe vollkommener Schwachsinn ist. F&#228;llt Kurt aber nich auf. - Vorschau auf Freitag abend: Wundere mich immer noch, mit welcher Intention einige Aufgaben auf dem Klausurbogen Eingang gefunden haben. Was hat das 3. Keplergesetz und seine eingeschr&#228;nkte G&#252;ltigkeit mit der Vorlesung zu tun? Genauso die Frage nach den Erhaltungsgr&#246;&#223;en eines Massensystems im Gravitationsfeld, das sich auf einem Quader bewegt. Gibt keine. Wie lustig. Trotzdem kritzel ich die ganzen Seiten voll. Um 14:30 Uhr sitze ich im Bus nach Bahrenfeld - die DESY-Tour.<br />
Letzter Versuch der L&#246;t-Reihe. Der Assistent beginnt den Versuch mit &#8220;ich hab mir sagen lassen, dass der Versuch ganz schnell geht!&#8221; Damit signalisiert er, dass er mal wieder keine Ahnung hat, was zu tun ist. So ist es auch. Um 19:00 verschwinde ich entnervt nach drau&#223;en, um eine zu rauchen. Ab 18:00 Uhr werden &#252;brigens im Laser-Institut die T&#252;ren automatisch dicht gemacht. Hab ich auch rausgefunden. &#220;berlege, ob ich schon eine Halluzination habe, als zwei Sportler in Turnhosen durch das Institut laufen. Scheinbar nicht, denn sie lassen mich wieder rein, da die T&#252;ren von innen ge&#246;ffnet werden k&#246;nnen. Stehe dann allerdings eine gute Viertelstunde vor dem Praktikumstrakt, da auch die abgeschlossen ist, bis einer auf Klo muss und ich im Gang stehend gesehen werde. Um 20:30 Uhr verlasse ich maulig die Veranstaltung und bin um 21:00 Uhr zu Hause. Bis Mitternacht: Sitze am Schreibtisch und r&#228;tsel &#252;ber die kryptische Aufgabe zu den Heisenbergoperatoren.</p>
<p>Mittwoch<br />
7:30 Uhr. Sitze am Schreibtisch und l&#246;se die Aufgabe zu den Heisenbergoperatoren. Bringe meine L&#246;sungen zu &#220;bungsserie 7 bis um 10:00 in eine leserliche Form und fahre ins theoretische Institut. Unser hochmotivierter &#220;bungsleiter in der Quantenmechanik kritzelt Tips zu den neuen Aufgaben an die Tafel. Es geht um die Kovarianz der Schr&#246;dinger-Gleichung unter Lorentzeichung. Wir erleben einen intellektuellen Orgasmus der Quantenelektrodynamik. Danach wird das vorletzte Aufgabenblatt besprochen, nachdem das letzte abgegeben wird. Ich werde hellh&#246;rig. Jetzt m&#252;sste die gro&#223;e Offenbarung erfolgen hinsichtlich der Zeitentwicklung des furchtbaren Gau&#223;pakets mit diesen komischen Faktoren im Exponenten, die die Rechnerei schier unm&#246;glich machen. Ich habs damals nach dem f&#252;nften Versuch aufgegeben, da die zweite Fouriertransformation leider keine quadratintegrable Funktion unter dem Integral ergeben hat, wenn man den Erwartungswert des Ortsoperators ausrechnen m&#246;chte/muss. Mit schreckgeweiteten Augen registriere ich die L&#246;sung unseres &#220;bungsleiters, der statt 1/wurzel(a*wurzel(2pi))*exp(-(x-x0)^2/4a^2 + i/h(quer)p0*x) nach der ersten Fouriertransformation einfach A und B f&#252;r mehrgliedrige Ausdr&#252;cke schreibt, die sonst gar nicht in eine Zeile passen. Zuhause rechne ich nach, dass das leider auch zu meinem besagten Problem f&#252;hrt. &#8220;Sehen Sie, wenn das alles so l&#228;nglich ist, dann legen Sie doch einfach beim Rechnen das Blatt quer, dann passt die Gleichung eher drauf und es ist &#252;bersichtlicher, als wenn Ihre Integrale &#252;ber f&#252;nf Zeilen gehen!&#8221; An diese M&#246;glichkeit hatte ich noch nie gedacht. Wie auch immer, es steht letzendlich an der Tafel ein riesiger Ausdruck, den man nun integrieren m&#252;sste. Student: &#8220;Ist das denn auch so und so richtig?&#8221; - &#8220;Kann ich nicht nachpr&#252;fen. Wie soll man diese Aufgabe eigentlich korrigieren&#8230; - Ich kopiere Ihnen meine L&#246;sung!&#8221;<br />
Gest&#228;rkt von diesen intellektuellen H&#246;henfl&#252;gen ab 15:00 das Kontrastprogramm in Form der verbl&#246;deten Sch&#252;ler, die nicht in der Lage sind, die Gerade y = 2x - 3 zu zeichnen. Im Laufe des Nachmittages stelle ich fest, dass auch der Leistungskurs zu bl&#246;d zum differenzieren ist. Aber immerhin kann die neue Folge von Will&#038;Grace zusammengefasst werden. Immerhin ja was.<br />
Um 19:30 sitze ich in dem schmuddeligen Zug nach Hause.<br />
Abends sitze ich sogar nur bis um 23:30 Uhr am Schreibtisch, nachdem ich noch f&#252;r Kurt ein Funktional minimiert habe unter isoperimetrischer Nebenbedingung. Free und easy sozusagen. </p>
<p>Donnerstag<br />
Wie immer ist am Donnerstag um 8:30 das gro&#223;e Pr&#252;fungskolloquium, das Kurt herablassend &#8220;&#220;bung&#8221; nennt. Wie immer gibt es neben den abzugebenden Aufgaben eine, die m&#252;ndlich vorzubereiten war und wahllos wird einer aus der Gruppe nach vorne zitiert, der dann Rede und Antwort stehen muss, wobei die Aufgabe nur schm&#252;ckendes Beiwerk ist.<br />
Heute allerdings gibts die Klausur wieder. Um mich herum platzen die Tr&#228;ume wie Seifenblasen. Kurt l&#228;sst auch irgendwann bei mir die Zettel auf den Tisch segeln und mit gro&#223;er Verwunderung und Freude registriere ich, dass ich offenbar gar nicht schlecht abgeschnitten habe, auch wenn mir die dumme folgende Aufgabe Punktabzug gebracht hat (naja, es gab ja noch fast ein Dutzend anderer Aufgaben):</p>
<blockquote><p>Betrachten Sie ein ebenes mathematisches Pendel der Masse m und der Pendell&#228;nge l. Das kartesische Koordinatensystem sei wie &#252;blich so gew&#228;hlt, dass die y-Achse in Richtung des Erdmittelpunktes zeigt. Der Aufh&#228;ngepunkt A dieses Pendels f&#252;hre auf der y-Achse periodische Schwingungen mit der Amplitude a und der Kreisfrequenz omega aus. Stellen Sie die Lagrangegleichungen auf.</p></blockquote>
<p>Wie sich herausstellte, hat Kurt das Ding im Fernsehen letztens gesehen. Stolz wird berichtet, dass die M&#246;nche so das Weihrauchschw&#228;nken vollziehen auf diesem Pilgerpfad in Italien. Als ob die M&#246;nche erst mal diese nicht-lineare Differentialgleichung 2. Ordnung l&#246;sen w&#252;rden, wenn sie mit diesem Zeugs rump&#252;ttschern.<br />
Bis um 14:00 Uhr rumlungern in der Uni. Vorlesungen h&#246;ren und dann schreckliches Seminar, in dem allerlei Leute irgendwas vor sich hin stottern.<br />
Bis abends Schreibtischarbeit.</p>
<p>Freitag<br />
Ich bin so erschlagen, dass ich gro&#223;z&#252;gig die Festk&#246;rperphysik-&#220;bung bei diesem Gott von &#220;bungsleiter ausfallen lasse.<br />
Um halb zwei will ich nach Oldesloe fahren. Wird aber doch erst viertel nach zwei was, da die beschissene Bahn mal wieder nix auf die Beine bekommt. Unterrichten in der Nietenbude. Um halb sieben die gleiche Fahrt in die andere Richtung. Zug f&#228;llt aus. Um halb neun bin ich zu Hause.</p>
<p>Und da sage noch mal jemand, wir w&#252;rden ja eh nix tun.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neues aus der Nietenbude</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 14:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das dicke M&#228;dchen sitzt immer noch da. Die Haare - so fettig wie einst. Mir ist, als ob die Tage nie verstrichen w&#228;ren. Wir qu&#228;len uns durch die Prozentrechnung. &#8220;Ey, schei&#223;-Aufgabe hier&#8230; und sowieso. Hatten wir nich!&#8221; Nee, stimmt&#8230; Erst seit der 7. Klasse zyklisch immer wiederkehrend wie ein Alptraum. Wie auch vor drei Monaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das dicke M&#228;dchen sitzt immer noch da. Die Haare - so fettig wie einst. Mir ist, als ob die Tage nie verstrichen w&#228;ren. Wir qu&#228;len uns durch die Prozentrechnung. &#8220;Ey, schei&#223;-Aufgabe hier&#8230; und sowieso. Hatten wir nich!&#8221; Nee, stimmt&#8230; Erst seit der 7. Klasse zyklisch immer wiederkehrend wie ein Alptraum. Wie auch vor drei Monaten scheitern wir an meiner tollen Aufgabe: &#8220;Artikel X (f&#252;r die  Hauptschule: 7 Klasse = Zigarettenpackung, 8. Klasse = Antibabypille, 9. Klasse = Kosten der Abtreibungsklinik; Realschule: Wendyheft und Gymnasium: Die Menge X) wird um 10 Prozent erh&#246;ht und dann um 10 Prozent reduziert. Wie teuer ist X?&#8221; Es f&#228;llt ihr eine fettige Haarstr&#228;hne auf die dicke Backe, als sie sagt: &#8220;gleich teuer!&#8221;<br />
Gegen&#252;ber sitzt das andere Extrem: Nuttig aufgedonnert bis unter die gef&#228;rbten Haarspitzen zielt sie mit der Nagelpfeile auf das Monstrum: &#8220;Is doch schei&#223; egal, ey&#8230; ich kauf immer, wenn der Preis runter geht! Diesen Gucci-Schl&#252;sselanh&#228;nger gabs damals sogar f&#252;r umsonst dazu!&#8221;<br />
In der anderen Raumrichtung lauert die n&#228;chste Gefahr f&#252;r meine Nerven: Der F&#252;nftkl&#228;ssler schlackert spastisch mit dem Kopf hin<br />
und her und l&#228;sst die Zunge heraus h&#228;ngen. Auf meine Ermahnung ernte ich ein &#8220;immer locker durchn Schl&#252;bber!&#8221; als Antwort. F&#252;r einen Moment habe ich das Bild eines blutverschmierten Baseballschl&#228;gers vor Augen.<br />
Von Seiten der Eltern nimmt man das Ganze &#228;u&#223;ert &#8220;locker durchn Schl&#252;bber&#8221; hin. Es w&#228;re ja nicht so, dass man mit den Eltern kein Gespr&#228;ch gesucht h&#228;tte. Wagemutig habe ich sogar den Besuch eines Psychologen vorgeschlagen. Ich sehe die Mutter noch vor mir, wie sie mit zusammengepressten Knien von der Karriere ihres Sohnes sprach wie etwas Gottgegebenes und sie der Meinung ist, dass sich ihr Sohn schon gebessert habe, &#8220;seit wir seinen Vater &#8230; seit er und ich das Schwein hinter uns gelassen haben&#8230; -&#8221; Im gleichen Atemzug teilte sie mit, dass sie jetzt ja auch wieder eine Ganztagsstelle hat (&#8221;es ist ja auch alles so teuer&#8221; - mit bedeutungsschwangerem Blick auf den Raum). Kein Wunder, dass sie dann davon ausgeht, dass alles &#8220;locker durchn Schl&#252;bber&#8221; ist, wenn sie ihren Sohn nie sieht.<br />
Nach insgesamt 90 Minuten habe ich es &#252;berstanden und darf freudig feststellen, dass alle Kinder auf die T&#252;r zusteuern.<br />
Als n&#228;chstes rollert die 11. Klasse an. Da letztes Mal doch recht hohe Fehlzeiten mir auffielen, interviewe ich die Sch&#252;ler, wo sie denn wohl waren: Das M&#228;del l&#252;mmelt sich im Stuhl und spielt sich am knappen Top rum, als sie meint: &#8220;Tja ne, da konnte ich nich&#8230; war glaube ich wegen Schule oder sunner Schei&#223;e!&#8221; Mit einer obsz&#246;nen Mundbewegung in Richtung seiner Vorrednerin offenbart ein Junge, dass er &#8220;beim gro&#223;en Bewerbungstest&#8221; war. Auf meine fragenden Blicke hin werde ich aufgekl&#228;rt: &#8220;Na f&#252;rn Sport-Leistungskurs, ey. Da nehmen sie nich jeden&#8230;!&#8221; Um das Ganze nicht weiter ausufern zu lassen, werfe ich einen Arbeitsbogen auf die Tische. &#8220;Damit Sie nicht bald noch mehr Bewerbungstests machen m&#252;ssen&#8230;&#8221;<br />
Also Fazit: Alles wie gehabt. Free und easy und locker durchn Schl&#252;bber.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Proportionalitäten stimmen…</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 13:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feiertage und sonstige Katastrophen]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hat man schwei&#223;treibende N&#228;chte. Man tr&#228;umt davon, dass man eventuell bei der zehngliedrigen Fehlerberechnung irgendwo ein Komma falsch eingetippt haben k&#246;nnte. Man k&#246;nnte sogar die Wurzel vergessen haben. Man sp&#252;rt einen Anflug von &#220;belkeit, wenn der Assistent das eigene Heft in den H&#228;nden h&#228;lt und es zur&#252;ckgeben will. Diese Dinge geh&#246;ren offensichtlich der Vergangenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat man schwei&#223;treibende N&#228;chte. Man tr&#228;umt davon, dass man eventuell bei der zehngliedrigen Fehlerberechnung irgendwo ein Komma falsch eingetippt haben k&#246;nnte. Man k&#246;nnte sogar die Wurzel vergessen haben. Man sp&#252;rt einen Anflug von &#220;belkeit, wenn der Assistent das eigene Heft in den H&#228;nden h&#228;lt und es zur&#252;ckgeben will. Diese Dinge geh&#246;ren offensichtlich der Vergangenheit an.<br />
Der Festk&#246;rper-Heini ging sogar soweit, vollmundig verlauten zu lassen, dass man sich bei ihm in der Forschungsgruppe sogar damit zufrieden geben w&#252;rde, wenn die Theorie auch nur ansatzweise in der Praxis der gebenen Tendenz entsprechen w&#252;rde. &#8220;Zahlenfaktoren interessieren mich nicht! - Ob nun nur der erste Oktant oder der ganze reelle Raum, is doch eh nur ne Zahl!&#8221; Also fliegen jetzt an der Tafel auch gar keine Formeln mehr durch die Gegend, sondern nur noch &#8220;ist proportional zu&#8221;-Symbole. Das schl&#228;gt sich auch in der &#220;bungsgruppe nieder. Bei der Berechnung irgendwelcher Dinge muss man erleben, dass ein Student angibt zu wissen, dass bei der Berechnung der eine Faktor &#8220;mit der Wurzel&#8221; geht und somit wird aus 6*(pi)^2 schnell man 1 gemacht. &#8220;Ist ja nur nen Faktor!&#8221; Das ist ja fast so wie bei den Elementarteilchenphysikern, die gro&#223;z&#252;giger weise die Lichtgeschwindigkeit mit dem Planckschen Wirkungsquantum gleichsetzen und damits nich so schwierig wird, daf&#252;r den Wert 1 annehmen (beide Werte liegen tats&#228;chlich 42 Zehnerpotenzen auseinander)<br />
Begleitet von dem Hintegrundgebrabbel (&#8221;k&#246;nnen sich eigentlich auch 4 Phononen ausl&#246;schen?&#8221; - &#220;bungsleiter: &#8220;Dar&#252;ber denke ich auch gerade nach!&#8221;) verlasse ich die Veranstaltung. In der Theorie gibt es solche Probleme nicht: &#8220;Ich lass die Formel jetzt mal so [nur Differentiale an der Tafel], denn wir wollen ja eh nie damit rechnen!&#8221;<br />
Aber der Assistent vom Laserinstitut hat es erkannt, als ich verzweifelt mit dem L&#246;tkolben in der Hand vor den Platinen stand: &#8220;Sie sehen so aus, als ob sie noch nie einen Kolben in der Hand gehalten h&#228;tten - einen L&#246;tkolben meine ich  [kichert albern]. Sie sind wohl auch eher im Hilbert-Raum unterwegs, was?&#8221;<br />
- Da gibts wenigstens keine Zahlen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Was für ein Mann</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2007 12:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hase</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auch immer ein Evergreen]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r einen eher theoretisch angehauchten Physiker sind Vorlesungen in Experimentalphysik mehr ein notwendiges &#220;bel als gern besuchte Veranstaltungen. Die Vorlesung zur Festk&#246;rperphysik toppt allerdings momentan alles. Die Vorlesung als Solche ist schon eine Zumutung: Herr Professor Doktor versucht hingebungsvoll, allerlei Eigenschaften von Festk&#246;rpern in die K&#246;pfe seiner Zuh&#246;hrer zu manifestieren und da es ja alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r einen eher theoretisch angehauchten Physiker sind Vorlesungen in Experimentalphysik mehr ein notwendiges &#220;bel als gern besuchte Veranstaltungen. Die Vorlesung zur Festk&#246;rperphysik toppt allerdings momentan alles. Die Vorlesung als Solche ist schon eine Zumutung: Herr Professor Doktor versucht hingebungsvoll, allerlei Eigenschaften von Festk&#246;rpern in die K&#246;pfe seiner Zuh&#246;hrer zu manifestieren und da es ja alles so schlimm ist, lockert er seine Vorlesung gerne mit eher fragw&#252;rdigen didaktischen Mitteln auf. Fragw&#252;rdig deshalb, weil man aus der Vorlesung geht und sich fragt, ob es jetzt wirklich hat sein m&#252;ssen, 30 Minuten &#252;ber das Verm&#246;gen von Gekkos, sich an der Wand festzusaugen, zu referieren oder &#252;ber seine jugendlichen Reisen nach Idaoberstein, da es dort doch die sch&#246;nsten Diamanten gibt. Auch bei den w&#246;chentlich zu bearbeitenden &#220;bungsaufgaben vermisste ich jene Fragen nach den Kosten, ein NaCl-Kristall zur Anschauung herzustellen, oder die Berechnung der thermisch bedingten Ausdehnung eines Erd&#246;lschiffes; schmerzlich entt&#228;uscht war ich &#252;ber das Fehlen des R&#228;tsels, warum Herr Professor Doktor keinen F&#252;hrerschein besitzt. Am meisten schockiert bin ich allerdings, dass mir niemand erkl&#228;rt hat, warum ich es verdient habe, einen &#252;beraus ach so kompetenten &#220;bungsgruppenleiter zu bekommen.<br />
Schon die &#228;u&#223;ere Erscheinung l&#228;sst mich schier in Extase geraten: Abgebrochene 1,70 und Kampfgewicht bestimmt 80 Kilo. Als Unterstreichung seines gepflegten &#196;u&#223;eres darf sein Gegen&#252;ber einen verfilzten, wuchernden Bart bewundern und speckiges, ungewaschenes Haar, das elegant mit einen 10-cent-Gummiband zu einem chicken Zopf geschn&#252;rt ist. Auch sein Kleidungsstil ist modisch und ansprechend: Seit Semesterbeginn tr&#228;gt man einen in beige gehaltenen Kaputzenpulli (als Accessoire mit Taschen vorne, damit keiner sieht, wenn er Faust ballt, wenn er eine Frage nicht beantworten kann) und irgendwelche abgewetzten Winterstiefel, die so fertig sind, dass man kein Schuhband mehr durch die &#214;sen f&#252;hren kann.<br />
Gestern hat man sich allerdings ins Zeug gelegt, denn die Sitzung musste fr&#252;hzeitig wegen einer Wohnungsbesichtung abgebrochen werden. Als unser Leiter direkt vor mir stand und ich Einblick in seinen falsch zugekn&#246;pften Hosenschlitz und das fast faustgro&#223;e Loch der Jeans nahe des Schritts gewann, habe ich neben der Bek&#228;mpfung des Brechreizes &#252;berlegt, spontan mitzukommen und dem Verantwortlichen dringend davon abzuraten.<br />
Auch fachlich kann man unseren &#220;bungsleiter eigentlich nur in den h&#246;chsten T&#246;nen loben: </p>
<p>Es geht um einen bestimmten Bindungswinkel. Neben dem Ausrechnen dessen ist auch die Frage nach Beispielen aus der organischen Chemie, wo dieser besagte Winkel auch auftritt. Stolz verk&#252;ndet er: &#8220;Methan! Auch Ammoniak!&#8221;<br />
Hase: &#8220;Also bei der sp3-Hybridisierung!&#8221;<br />
&#220;bungsleiter: &#8220;Das wei&#223; ich jetzt nicht&#8230;&#8221;<br />
Hase: &#8220;Methan und Ammoniak haben doch nur diesen Winkel, weil sie sp3-hybridisiert sind!&#8221;<br />
&#220;bungsleiter: &#8220;Oh&#8230;&#8221;</p>
<p>Zur Auflockerung zeigt man tolle Computerausdrucke von irgendwelchen Experimenten, die er im Zuge seiner Diplomarbeit macht. Lang und breit versucht unser &#220;bungsleiter stotternd, irgendwas zu erz&#228;hlen. Im Plenum taucht die Frage auf, ob man dem Effekt einen Namen geben k&#246;nnte. Es folgt ein R&#228;tselraten.<br />
Hase: &#8220;Das ist doch der Skin-Effekt, oder nicht?&#8221;<br />
&#220;bungsleiter: &#8220;Ach ja, so hei&#223;t der. Woher wei&#223;t du das denn schon?&#8221;<br />
Hase: &#8220;Das hat man in der 9. Klasse!&#8221;<br />
&#220;bungsleiter: &#8220;Oh&#8230;&#8221;</p>
<p>In einer Aufgabe soll man die Mollwo-Beziehung durch eine doppelt-logarithmische Graphik erl&#228;utern. Meine L&#246;sung wird als &#8220;nicht nachvollziehbar&#8221; korrigiert.<br />
&#8220;Ja, wie soll das denn gehen, wenn da nen exponentieller Zusammenhang besteht? Das ist ja ne Gerade bei dir!&#8221;<br />
Hase: &#8220;Ja klar&#8230; Wenn man beide Seiten der Gleichung logartihmiert, kommt ja auch ne Gerade raus&#8230;&#8221;<br />
&#220;bungsleiter: &#8220;Echt?&#8221;</p>
<p>Auch Allgemeinwissen steht hoch im Kurs. Zur zus&#228;tzlichen Spannung wird bei einer Aufgabe wahllos irgendein Student nach vorne gerufen.<br />
&#8220;Wie hei&#223;t du denn?&#8221;<br />
Der Student brummelt irgendwas unverst&#228;ndliches und nach erneutem Fragen bekommt er zur Antwort: &#8220;Wie unser ehemaliger Pr&#228;sident!&#8221;<br />
Der Student rechnet irgendwas an der Tafel und wird letzendlich entlassen. Der &#220;bungsleiter muss jetzt noch auf seiner Liste einen dokumentierenden Strich machen und fragt: &#8220;Schr&#246;der war der Name, oder?&#8221;</p>
<p>Ohne Worte.</p>]]></content:encoded>
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