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									<title>Interview mit Nachtgeschrei</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Mit ihrem vierten Streich Aus Schw&amp;auml;rzester Nacht legten uns die Frankfurter Mittelalter/Folk Rocker vor kurzem ihr bislang stimmigstes und wohl auch abwechslungsreichstes Album vor, das nicht nur personell die eine oder andere Neuerung parat h&amp;auml;lt. Drummer Stefan war so nett unsere Fragen zu beantworten und bringt ein wenig mehr Licht in die Schw&amp;auml;rze der Nacht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Hallo zusammen und als erstes gleich ein dickes Lob f&amp;uuml;r euer neues Werk Aus Schw&amp;auml;rzester Nacht! Hat mir wirklich gut gefallen! Wie sind denn die Reaktionen von Presse und Fans bislang ausgefallen? Gab es da auch harte Worte? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Hallo und vielen Dank! Es freut uns nat&amp;uuml;rlich sehr, dass dir das Album so gut gef&amp;auml;llt. Sicher ist man immer mit dem, was man gerade tut am zufriedensten, aber dieses Mal ist es bei uns noch eine Spur intensiver aufgrund all der Bedingungen unter denen das Album entstanden ist. Nat&amp;uuml;rlich gibt es auch negative Kritik, aber das ist normal und bisher auch wirklich im Rahmen. Wenn jemand seine Meinung nachvollziehbar formuliert, kann man damit durchaus arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Bevor wir uns das Album n&amp;auml;her ansehen, kommen wir zur Frage, die sich als erstes aufdr&amp;auml;ngt. Warum hat denn euer langj&amp;auml;hriger S&amp;auml;nger Holger das Schiff verlassen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Es ist immer etwas schwierig, f&amp;uuml;r jemand Anderen zu sprechen. Man kann sagen, dass Hotti sich in seiner Rolle als Nachtgeschrei-Frontmann wohlgef&amp;uuml;hlt hat. So geht es uns allen: Wenn du morgens aufstehst, musst du f&amp;uuml;r dich entscheiden ob du zufrieden bist und das Richtige tust. Ist das nicht der Fall - musst du etwas &amp;auml;ndern. Da muss jeder auf sich selbst achten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Als Ersatz steht nun Martin LeMar von Mekong Delta hinterm Mikro. Wie kam es denn bitte zu dieser au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen Konstellation?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Das w&amp;uuml;ssten wir auch gerne! Im Ernst: Erik, unser Live-Techniker, ist Gitarrist bei Mekong Delta. Irgendwann, nachdem wir schon laaange auf der Suche waren... kam er um die Ecke und meinte "habt ihr eigentlich schon mal mit Martin gesprochen?" Nun, das hatten wir bis dahin nicht. Wir haben ihm einen Song geschickt, und auf einmal ging alles ganz schnell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Das haut hin mit der Doppelbelastung f&amp;uuml;r Martin? Konflikte was die Terminkalender beider Bands anbelangt werden sich doch da sicherlich nicht ganz vermeiden lassen... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Wir haben uns zusammengesetzt und unsere gemeinsamen Vorstellungen und Ziele besprochen. Darin, dass es mit Nachtgeschrei weiter mit Volldampf nach Vorne gehen soll, sind wir uns einig. Au&amp;szlig;erdem wird sowieso alles immer langfristiger geplant. Von daher k&amp;ouml;nnen wir die Situation gut einsch&amp;auml;tzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Abgesehen davon ist Martin nat&amp;uuml;rlich eine tolle Wahl. Er bringt sp&amp;uuml;rbar frischen Wind in die Band und man k&amp;ouml;nnte fast meinen, dieser Wind hat auch die ganze Mannschaft auf ein neues Level gehoben...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Ein neuer Einfluss beim Songwriting ist das Eine. Mit Martin generell eine neue Person im Bandgef&amp;uuml;ge zu haben, die auch alteingesessene Dinge hinterfragt, ist das Andere. Klar - es zieht jeden von uns mit! Das ist nach dieser langen Durststrecke mehr als nur motivierend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie w&amp;uuml;rdest du selbst die Musik auf dem Album beschreiben? Ist das &amp;uuml;berhaupt noch typischer Mittelalter-Rock?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Nun... ich tu mich schon schwer damit zu sagen, was typischer Mittelalterrock ist. Mir geht es nicht um die etwas nervige Distanzierung, dass wir als Band mit "all diesen Schubladen nichts zu tun haben wollen". Ich denke, man kann es grob als Musik beschreiben, die auf die Zw&amp;ouml;lf geht und mit Instrumenten aus verschiedensten Stilistiken ihren eigenen Sound findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wo liegen deiner Meinung nach die Unterschiede zu den bisherigen Alben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Aus Schw&amp;auml;rzester Nacht br&amp;uuml;llt den Zuh&amp;ouml;rer viel offensiver an als vorherige, speziell der direkte Vorg&amp;auml;nger "Ardeo". Wir haben frische Energie getankt und platzen vor Freude, diese mit dem Album h&amp;ouml;rbar machen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class="bildlinks" src="bilder/002_interviews/493_Nachtgeschrei_Bandfoto.jpg" border="0" alt="Bandfoto Nachtgeschrei" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie seid ihr an das Komponieren heran gegangen? Haben da alle ihre Ideen in einen Topf geworfen oder gibt es jemanden, der in dieser Hinsicht doch die Z&amp;uuml;gel in der Hand hatte? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Weniger ist es so, dass jemand die Z&amp;uuml;gel in der Hand hat - jedoch gibt es Leute, die haupts&amp;auml;chlich Ideen bringen. Oli zum Beispiel ist einer der kreativsten K&amp;ouml;pfe. Joe ist meist f&amp;uuml;r Themen, also die tragenden Melodien der Songs zust&amp;auml;ndig. Sane ist eher der Typ, der einen fertigen Song mitbringt, der dann gemeinsam verfeinert wird. Meine St&amp;auml;rke ist eher das Arrangement. Tilman bringt die etwas deftigeren Parts, Martin viele Details und z.B. auch das Orchester aus dem Bonustrack. Nik ist unser Haupttexter. Du siehst: Jeder hat seine St&amp;auml;rke und bringt sich voll ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Verr&amp;auml;tst du unseren Lesern, mit welchen Nummern sie ganz bestimmt beim n&amp;auml;chsten Konzert rechnen d&amp;uuml;rfen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Mit fast allen des neuen Albums, je nach L&amp;auml;nge des Gigs. Und nat&amp;uuml;rlich einer Auswahl der alten Kracher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Apropos - ist diesbez&amp;uuml;glich schon etwas in Planung? F&amp;uuml;r den Sommer steht doch bestimmt schon die eine oder andere Burg auf eurer Reiseroute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Alles bisher Geplante ist auf unserem Konzertplan unter &lt;a href="http://www.nachtgeschrei.de"&gt;www.nachtgeschrei.de&lt;/a&gt; zu finden. Ein paar kurzfristige Termine stehen noch in Verhandlung, dazu in K&amp;uuml;rze mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Noch kurz ein paar Worte zum Cover-Artwork. Mit Travis Smith habt ihr ja einen echten Szene-Guru in die Pflicht genommen. Wie lief da die Zusammenarbeit? Habt ihr selbst Vorstellungen ge&amp;auml;u&amp;szlig;ert oder habt ihr euch einfach &amp;uuml;berraschen lassen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Mit Travis ist es jedes Mal wieder richtig angenehm. Wir sagen ihm grob (und ich meine grob!), was wir uns vorstellen. Dann schickt er kurz darauf einen Entwurf, den wir uns zu siebt mit offen stehendem Mund anschauen. &amp;Uuml;ber sieben K&amp;ouml;pfen h&amp;auml;ngt dann eine Gedankenblase, in der steht "genau so wollte ich das haben!". Jetzt &amp;uuml;berleg dir mal: Wir sind sieben Leute. Da gibt es in der Regel acht Meinungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was ist dein Lieblingsgem&amp;auml;lde im Repertoire von Travis? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Das ist wirklich schwer zu beantworten. Travis ist einer von wenigen K&amp;uuml;nstlern, die ich kenne, die wirklich durchgehend gute Arbeiten abliefern. Wenn man seinen Stil mag, ist es fast unm&amp;ouml;glich sich f&amp;uuml;r einen Favoriten zu entscheiden. Ihr k&amp;ouml;nnt euch ja mal selbst einen Eindruck unter &lt;a href="http://www.seempieces.com"&gt;www.seempieces.com&lt;/a&gt; machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Welches eurer Lieder erkennst du selbst am ehesten in dem Motiv, das er nun f&amp;uuml;r euch gezeichnet hat?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: "In Die Schw&amp;auml;rze Der Nacht" ist nicht umsonst der mehr oder weniger inoffizielle Titelsong des Albums. Die Textzeile "In Feuer gebadet steigen wir auf" hat f&amp;uuml;r viele Interpretationen gesorgt. Es war eine ganze Zeit lang dunkel, dann war da dieses Licht... und nun sind wir wieder da. St&amp;auml;rker denn je.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Bleibt zu hoffen, dass die Zukunft f&amp;uuml;r Nachtgeschrei nicht so finster aussieht wie dieses Cover. Ich bedanke mich f&amp;uuml;r das Interview und sage weiterhin alles Gute!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stefan: Das hoffen wir auch! Die dunkle Phase d&amp;uuml;rfte erst mal erledigt sein. Jetzt hei&amp;szlig;t es "spielen, spielen, spielen"... und zur&amp;uuml;ck in die K&amp;ouml;pfe der Leute kommen. Dir auch vielen Dank f&amp;uuml;r das Interview und bis bald!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/2Y-Sf0fUiRY" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit Thorngoth</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Die seit zehn Jahren aktiven Thorngoth aus Bad T&amp;ouml;lz liefern kontinuierlich starke Alben ab. Auch das vierte, vor kurzem erschienene Album Schwarz-Karg-Kalt macht da keine Ausnahme, auch wenn es f&amp;uuml;r meinen Geschmack nicht ganz an das 2010er Album Leere heran reicht. Gitarrist Sorath sieht das nat&amp;uuml;rlich etwas anders und hat sich bereitwillig an die Tastatur gesetzt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Hi aus M&amp;uuml;nchen, wie geht's euch in Bad T&amp;ouml;lz?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath:Uns geht's gut soweit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie fielen die Reaktionen auf Schwarz-Karg-Kalt bislang aus und habt ihr diese so "erwartet"?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Insgesamt fielen die Reaktionen bisher wieder sehr positiv aus, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Wir konnten im Vorfeld nicht wirklich einsch&amp;auml;tzen, wie Schwarz-Karg-Kalt aufgenommen wird, da das Album doch etwas anders ist als unsere Vorg&amp;auml;ngeralben. Wir ver&amp;ouml;ffentlichen jedoch nichts, von dem wir nicht vollends &amp;uuml;berzeugt w&amp;auml;ren. Daher musste das Album zumindest ein paar Leuten gefallen, hehe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wo seht ihr die haupts&amp;auml;chlichen Unterschiede zwischen Leere und Schwarz-Karg-Kalt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Auf Leere sind insgesamt eher schnellere Songs zu finden, auf Schwarz-Karg-Kalt tendenziell etwas langsamere. Die Songs auf Schwarz-Karg-Kalt wurden erstmals mit 7-saitigen Gitarren geschrieben, wodurch automatisch mehr Death- und Doom Metal-Elemente in die Musik eingeflossen sind. Weiterhin sind wir bewusst einen etwas experimentelleren Weg gegangen, was sich unter anderem in Songs wie "Todesschrei Der Materie" &amp;auml;u&amp;szlig;ert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Der Titelsong vom aktuellen Album kommt, abgesehen von ein paar Screams, ohne Vocals aus. Von daher ist es eher ungew&amp;ouml;hnlich, einen instrumentalen Song als Einstieg in die Scheibe zu setzen. Was gab hierf&amp;uuml;r den Ausschlag, genau so in das Album einzusteigen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: So ungew&amp;ouml;hnlich finde ich das gar nicht. Ich kenne einige Alben, die mit einem Song mit wenig bzw. ohne Vocals beginnen. Der Titelsong transportiert gleich zu Anfang die Stimmung, die das ganze Album vermittelt. Als Einleitung in das Album ist der Song damit bestens geeignet, unserer Meinung nach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Zwischen Leere (2010) und Schwarz-Karg-Kalt (2013) liegen drei Jahre; was ist in dieser doch langen Zeit bei euch passiert und kann der Nachfolger auch erst wieder in drei Jahren erwartet werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Die ersten Songideen f&amp;uuml;r Schwarz-Karg-Kalt standen bereits vor der Ver&amp;ouml;ffentlichung von Leere. Das ganze Album war gegen Ende 2011 fertig geschrieben. Die Aufnahmen von Schwarz-Karg-Kalt haben sich jedoch &amp;uuml;ber ein Jahr hingezogen. Am meisten Zeit hat der Mix- und Masterprozess von Schwarz-Karg-Kalt  beansprucht. Alleine damit haben wir uns ein halbes Jahr Zeit gelassen.&lt;br /&gt;
Weiterhin haben wir uns unter &amp;uuml;berlegt, wie wir das Album am besten ver&amp;ouml;ffentlichen und uns f&amp;uuml;r die Eigenver&amp;ouml;ffentlichung entschieden. Auch das hat die Ver&amp;ouml;ffentlichung des Albums etwas hinausgez&amp;ouml;gert.&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger von Schwarz-Karg-Kalt kann ich noch gar nichts sagen. Momentan kann ich nicht einsch&amp;auml;tzen, wann damit zu rechnen ist. Das kann bereits in zwei oder auch erst in vier Jahren soweit sein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Auf Rauhnacht habt ihr noch teilweise englische Texte verwendet, seit Leere wird sich ausschlie&amp;szlig;lich unserer Muttersprache gewidmet, was ja nach wie vor eher un&amp;uuml;blich ist. Wie kam es zur Entscheidung, auf deutsch zu singen und werdet ihr dies auch so beibehalten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Einige deutsche Extreme Metal-Bands singen nur auf Deutsch, beispielsweise Agrypnie oder Farsot. Wir haben uns dazu entschieden, weil wir in der Muttersprache qualitativ hochwertigere Texte schreiben k&amp;ouml;nnen als im Englischen. Was beim n&amp;auml;chsten Album f&amp;uuml;r Sprachen verwendet werden, kann ich noch nicht sagen. Jedoch gibt es keinen Grund, davon abzuweichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie beschreibst du die heimische, hier vor allem die bayerische Metal-Szene? Welche Bands sollten unbedingt angetestet werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Aus Bayern kommen einige gute Bands. In einigen sind bzw. waren wir auch selbst involviert: Lost Life, Infestus, Odem Arcarum, Lunar Aurora, Schrat, Amystery - um mal einige aufzuz&amp;auml;hlen. Deutschlandweit gibt es weitere sehr gute Bands wie Secrets Of The Moon, Helrunar, Agrypnie, Bethlehem etc...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie du sagst, sind einige von euch ja auch noch bei Lost Life aktiv, zumindest live. Gibt es da kein Konkurrenzdenken, zumal Nephesus ja vorher bei Thorngoth t&amp;auml;tig war?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Konkurrenzdenken gibt's da ganz sicher nicht. Vielmehr unterst&amp;uuml;tzen wir uns gegenseitig. Stilistisch unterscheiden sich beide Bands mittlerweile eindeutig. Einzig bei Konzerten k&amp;ouml;nnten sich Termine beider Bands &amp;uuml;berschneiden, was bisher aber &amp;auml;u&amp;szlig;erst selten vorkam. Nephesus war au&amp;szlig;erdem kein festes Mitglied von Thorngoth, sondern hat uns bis 2007 als Live-Gitarrist unterst&amp;uuml;tzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: A propos live: auf eurer Homepage sind aktuell keine Livegigs zu finden. Ist da noch etwas in Planung, um Schwarz-Karg-Kalt auch entsprechend live zu promoten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Wir werden voraussichtlich im Juli oder im September selbst ein Konzert veranstalten. Ansonsten liegen uns aktuell noch keine Angebote vor. Veranstalter d&amp;uuml;rfen uns gerne kontaktieren. Wir haben auf jeden Fall vor, ein paar Konzerte zu spielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wir sind ja nun nicht mehr Papst. Wie ist euer Verh&amp;auml;ltnis zur Kirche, vor allem im erzkonservativen Bayern? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Eigentlich interessiert die Kirche uns wenig bis gar nicht. Auch diesen "Kampf" gegen das Christentum, wie das noch viele BM-Bands thematisieren, halte ich f&amp;uuml;r &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig. Zum einen, da man sich auf eine Religion beschr&amp;auml;nkt und meiner Meinung nach alle Religionen Menschen in ihrem Denken und ihrer Freiheit versklaven und daher kritisch betrachtet werden sollten. Zum anderen gibt es immer ein paar Freigeister aber auch Leute, die sich lieber Dogmen und strengen Regeln unterwerfen. Da hilft es auch nichts mehr, wenn man zum 1000ten Mal das Thema neu aufrollt. Das ist einfach schon ausgelutscht. Manche m&amp;ouml;gen Black Metal danach definieren, ob man solche Themen behandelt oder nicht. Aber wir behaupten von uns auch nicht, reinen Black Metal zu machen. Abschlie&amp;szlig;end ist dazu noch zu sagen, dass f&amp;uuml;r mich als Atheist Glaube an sich nicht Schlechtes sein muss, allerdings sollte man nicht alles, ohne zu hinterfragen, annehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Unser geliebter Black Metal wird leider immer wieder gerne von braunen Schafen unterwandert. Wie steht ihr hier zu dieser Entwicklung? Sollte Metal im Allgemeinen - in welcher Form auch immer - politisch sein?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Politik hat im Metal nichts verloren. Einige Metal-Bands wie Napalm Death oder Sepultura nehmen sich sozialkritischer Themen an, daran ist nichts auszusetzen. Aber wirklich politische Themen haben dort nichts zu suchen.&lt;br /&gt;
Rechte Tendenzen in der Black Metal-Szene sind eine Krankheit, die man nicht unterst&amp;uuml;tzen darf. Darunter leidet die ganze Extreme Metal-Szene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Der Winter geh&amp;ouml;rt meiner Meinung nach einfach zum Black Metal. Nachdem sich dieser nun endlich aus unseren Breitengraden verzieht: trauert ihr ihm nach?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Der Winter tr&amp;auml;gt sicher dazu bei, die richtige Stimmung f&amp;uuml;rs Songwriting zu bekommen. Bei uns im Alpenraum h&amp;auml;lt sich der Schnee eh etwas l&amp;auml;nger als in geografisch niederen Gefilden. Nachtrauern muss man dem Winter nicht, er kommt garantiert wieder. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Und: Was machen "Blackies" eigentlich im Sommer?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Das kann man wohl kaum generalisieren. Das, was man im Sommer eben so alles machen kann. Je nach pers&amp;ouml;nlichen Interessen ist das von Bandmitglied zu Bandmitglied unterschiedlich. Grillen und Bier trinken geh&amp;ouml;ren sicher dazu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Vielen Dank, dass du dir f&amp;uuml;r dieses Interview Zeit genommen hast. Was sollte zum Abschluss nicht unerw&amp;auml;hnt bleiben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sorath: Wenn ihr uns unterst&amp;uuml;tzen wollt, schaut bei unserem Bandshop thorngoth.bigcartel.com vorbei. Wenn ihr ein Konzert auf die Beine stellen wollt, d&amp;uuml;rft ihr uns gerne kontaktieren.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/7D4BfDHK-c8" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit Nidingr</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Ein starkes drittes Album, eine neue musikalische Ausrichtung - Grund genug, um mal nachzufragen bei der norwegischen Band Nidingr. S&amp;auml;nger Cpt. Estrella Grasa und Gitarrist / Bassist Teloch erz&amp;auml;hlen von der Band und dem aktuellen Greatest Of Deceivers, nicht selten mit einem Augenzwinkern, was die wichtigste ihrer Aussagen nur untermauert: Nidingr ist KEIN Black Metal!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Hallo zusammen aus Bayern und meine Gratulation zu eurem aktuellen Auswurf Greatest Of Deceivers, das eine sehr intensive Reise durch die dunkelsten Tiefen des extremen Metals geworden ist. Wie sind die Reaktion bislang - von Presse und Fans?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa:  Danke. Das Feedback war gut. Wir haben einige gro&amp;szlig;artige Reviews bekommen und die Fans sind ganz verr&amp;uuml;ckt nach dem Teil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ehe wir in wenig mehr &amp;uuml;ber das Album sprechen, erz&amp;auml;hlt mir doch bitte die Bedeutung eures Bandnamens Nidingr. Das k&amp;ouml;nnte f&amp;uuml;r die Leute interessant sein, die erst jetzt mit der Band in Ber&amp;uuml;hrung gekommen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: Google erz&amp;auml;hlt uns, dass in historischer Sicht in der alten nordischen Gesellschaft "níð" ein Begriff f&amp;uuml;r ein gesellschaftliches Stigma ist, das den Verlust von Ehre und den Status eines B&amp;ouml;sewicht bedeutet. Also auf den Punkt gebracht: Nidingr bedeutet so viel wie B&amp;ouml;se Jungs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Aha. Sind diese b&amp;ouml;sen Jungs denn gegenw&amp;auml;rtig auch noch in anderen Bands aktiv?  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: In der Tat, und zwar bei den Folgenden: Teloch ist bei Mayhem, Umoral, NunFuckRitual und The Konsortium, Blargh und Void sind bei Dodheimsgard, Myrvoll spielt bei Finstad Drumline und Valverde und ich bin bei Captain Starfat &amp;amp; The Cliff Clutchpedal Band.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Habt ihr so etwas wie ein kreatives Haupt in euren Reihen oder leistet jeder seinen Beitrag, wenn es darum geht Songs zu schreiben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: Blargh und Teloch sind verantwortlich f&amp;uuml;r die ganze Musik, w&amp;auml;hrend ich die Vocals und die Adaption der Texte beisteuere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ok. Lasst uns nun &amp;uuml;ber euer drittes und aktuelles Album reden. Wer ist Der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Betr&amp;uuml;ger (Anm.: so der Titel ins Deutsche &amp;uuml;bertragen)? Bitte erz&amp;auml;hlt uns ein wenig &amp;uuml;ber die Idee hinter diesem Titel. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: Der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Betr&amp;uuml;ger ist im Henochischen ein "Engel" des 20. Aethyr (Anm.: der henochischen Sprache bediente sich auch Aleister Crowley, von dem die meisten Texte auf Greatest Of Deceivers stammen). Er spricht: "I am the greatest of the deceivers, for my purity and innocence shall seduce the pure and innocent".&lt;br /&gt;
Als Anmerkung sei noch gesagt, der Koran gibt dazu folgendes an, in S. 3:54: "Wamakaroo wamakara Allahu waAllahu khayru al-makireena".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Aha. &amp;Auml;h, wie?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: Grob &amp;uuml;bersetzt hei&amp;szlig;t das "sie haben betrogen und Gott hat betrogen, und Gott ist der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;te der Betr&amp;uuml;ger". An anderer Stelle wird "makr" auch &amp;uuml;bersetzt mit "T&amp;auml;uschen", "Planen" oder "intrigant" anstelle mit "betr&amp;uuml;gen". Nat&amp;uuml;rlich wird hier&amp;uuml;ber sehr viel diskutiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Nat&amp;uuml;rlich. Sehr wissenschaftlich das alles. Vielleicht kommen wir doch lieber zu etwas Banalerem. Wenn man nun Greatest Of Deceivers mit euren fr&amp;uuml;heren Werken vergleicht - was w&amp;uuml;rdet ihr sagen, sind die wichtigsten Unterschiede?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Der Sound ist der gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Unterschied. Nat&amp;uuml;rlich sind auch die Songs ein wenig anders, da wir als Musiker ja jedes Jahr wachsen und andere Einfl&amp;uuml;sse verarbeiten. Es ist vielleicht das dynamischste und ausgereifteste Album, das wir bislang mit Nidingr gemacht haben. Es scheint, als w&amp;auml;ren wir auf dem richtigen Weg und wir freuen uns schon verdammt darauf, das n&amp;auml;chste Album anzupacken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie ihr ja wisst, ist beinahe jeder Metalfan ein Experte darin, Musik in irgendwelche Schubladen zu packen. Aber stellt euch vor, ihr m&amp;uuml;sstet die Musik auf eurem Album jemandem beschreiben, der absolut nichts mit extremem Metal am Hut hat, ja noch nicht mal mit Metal &amp;uuml;berhaupt. Was w&amp;uuml;rdet ihr der Person sagen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Ich w&amp;uuml;rde sagen, "ich werde dir unsere Band weder vorspielen, noch versuchen sie dir nahe zu bringen. Es ist zu sp&amp;auml;t f&amp;uuml;r dich! Leg dich hin, um zu sterben, alter Mann, aber vorher... kauf eine CD und ein Shirt! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Haha, auf welche Mucke muss man denn dann stehen, damit es noch nicht zu sp&amp;auml;t f&amp;uuml;r einen ist? Mach doch mal ein wenig Werbung. Was sind die Verkaufsargumente f&amp;uuml;r das Album? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Unser Verkaufsargument ist, wie abwechslungsreich das Album ist. Du bekommst alles auf diesem Album - alle Metal-Genres sind abgedeckt. Au&amp;szlig;erdem hat es eine sehr gute Produktion. Wir haben einige Prominente hinzugezogen, um den Sound zu kriegen, den wir wollten. Au&amp;szlig;erdem musst du nat&amp;uuml;rlich verstehen, dass Nidingr die beste Bad auf der Welt ist. Und denk immer dran, wenn du diese Band abcheckst, dass wir KEINE Black Metal Band sind. Also lass diesen ganzen Black-Metal-Nonsens beiseite, wenn du uns abcheckst. Diese Herangehensweise w&amp;uuml;rde nur das H&amp;ouml;rerlebnis ruinieren, das du haben k&amp;ouml;nntest, wenn du dir unsere neue CD reinziehst. Hier ist ein Mantra f&amp;uuml;r jeden Leser und jeden andere Metal-Rezensenten in Deutschland: Nidingr ist KEIN Black Metal, Nidingr ist KEIN Black Metal,  Nidingr ist KEIN Black Metal,  Nidingr ist KEIN Black Metal,  Nidingr ist KEIN Black Metal,  Nidingr ist KEIN Black Metal,  Nidingr ist KEIN Black Metal! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: O.K. - wenn man eure aktuellen Promofotos anschaut, sieht man auch keinen Black Metal, sondern nur drei bescheidene und friedliche Typen. Ich denke mal, vor einigen Jahren h&amp;auml;tten die meisten K&amp;uuml;nstler hinter solch einer Musik versucht, so b&amp;ouml;se wie nur m&amp;ouml;glich zu schauen, um effektive Werbung zu machen. Was denkst du &amp;uuml;ber Corpse Paint, Nieten, Blut und all das Zeug?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Der Gebrauch von Spikes und Corpse Paint ist sehr effektiv f&amp;uuml;r Black Metal-Bands, aber wir spielen eben keinen Black Metal mehr. Wir haben, von 1992 bis 1996. Nun spielen wir etwas Anderes, mit Wurzeln im Black Metal. Und warum sollten wir ver&amp;auml;rgert oder b&amp;ouml;se schauen? Du musst nur einmal unser Album h&amp;ouml;ren und dann kriegst du eh das Gef&amp;uuml;hl, dass wir ein paar fiese Motherfucker sind, zumindest solange du nicht taub bist. Und wenn du taub bist und nur ein Foto hast, um einen Eindruck davon zu bekommen, was wir machen, dann reparier gef&amp;auml;lligst deine Lauscher, Motherfucker!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: N&amp;auml;chstes Thema. Ich mag das Artwork von Greatest Of Deceivers. Zum einen ist da diese heraus stechende Abk&amp;uuml;rzung in fetten Buchstaben, dann die Schlangen und all diese kryptischen Symbole. Wer ist der K&amp;uuml;nstler und was ist seine Intention hinter diesem Motiv?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cpt. Estrella Grasa: Das Artwork f&amp;uuml;r G.O.D. stammt von Valnoir von Metastazis, Paris. Und die Intention ist es, einige Hinweise bez&amp;uuml;glich der Liedtexte zu geben. Die Symbole sind zum Teil aus dem henochischen System der Magie und stammen zum Teil aus Valnoirs krankem Hirn. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Allm&amp;auml;hlich kommen wir zum Ende. Ich denke unsere Leser haben neue Erkenntnisse &amp;uuml;ber eure Band und das neue Album gewonnen. Werden sie auch die M&amp;ouml;glichkeit bekommen, euch live irgendwo in Deutschland zu sehen in n&amp;auml;chster Zeit? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Danke Bruder, nette Fragen! Und danke f&amp;uuml;r das Interesse an Nidingr. Nat&amp;uuml;rlich, wenn Deutschland uns will, dann werden wir kommen und spielen. Und wenn ihr uns dort nicht haben wollt, dann kommen wir trotzdem f&amp;uuml;r ein paar Gigs, nur um euch eins reinzudr&amp;uuml;cken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Lasst uns mal einen kleinen Blick in die Zukunft riskieren. Gibt es dort ein bestimmtes Ziel, das ihr als Band unbedingt noch erreichen wollt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Ein besseres Album als das letzte zu machen, das ist immer ein Ziel. Denn wer zur H&amp;ouml;lle will schon ein schlechteres Album als das letzte machen. Und dann sprechen wir vielleicht auch wieder &amp;uuml;ber Black Metal. Hah! Sieh nur, was ich hier gerade gesagt habe! Haha! Nun, wenigstens habe ich schon einige Pl&amp;auml;ne f&amp;uuml;rs n&amp;auml;chste Album im Kopf. Es wird interessant werden zu sehen, ob wir tats&amp;auml;chlich schaffen, was wir uns vorgenommen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich dr&amp;uuml;cke mal die Daumen, dass das alles hinhaut und sage besten Dank f&amp;uuml;r das Interview. Falls ihr eine letzte Botschaft, oder noch besser, eine universelle Weisheit f&amp;uuml;r unsere Leser parat habt, dann raus damit!  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teloch: Nochmals Danke f&amp;uuml;r das Interview! Dank auch an die Leser und danke an all eure M&amp;uuml;tter! Eines w&amp;uuml;rde ich euch gerne fragen: Wie hoch kann ein Flugzeug?&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/0nbjso2EsbM" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit Dr. Living Dead!</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Die Stockholmer Doktoren Dr. Living Dead! warten dieser Tage mit ihrem zweiten Crossover-Thrash-Frontalangriff Radioactive Intervention auf. Da freut es uns doch, dass uns einer aus der schwedischen &amp;Auml;rzte-Riege - Dr. Rad, Bassist und S&amp;auml;nger - Rede und Antwort stand. Wer wissen m&amp;ouml;chte, was es mit dem "Dr." der lebenden Toten nun tats&amp;auml;chlich auf sich hat und wie Dr. Rad zu den ewigen Vergleichen mit den Suicidal Tendencies steht, dem seien die n&amp;auml;chsten Zeilen ans Herz gelegt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: HeyHo Jungs, von Deutschlands Heavyhardes und meine hochachtungsvollen Gl&amp;uuml;ckw&amp;uuml;nsche zu eurem neuesten Streich Radioactive Intervention. Saubere Arbeit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Vielen Dank!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Zun&amp;auml;chst, was hat es mit dem "Dr." in "Living Dead" auf sich? Welche Behandlung hat er, oder ihr, da ihr ja anscheinend alle Doktoren seid, anzubieten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Bevor er ein Teil jenes Projekts wurde, das ihm &amp;uuml;bermenschliche Kr&amp;auml;fte verlieh, war er ein Doktor der Physik und arbeitete f&amp;uuml;r die US-Regierung. Teile der Story werden im Opener des Albums enth&amp;uuml;llt. Nun entwickelt er sich zu etwas weitaus M&amp;auml;chtigerem - jenseits unser Vorstellungskraft. Er ist jedoch immer noch ein Arzt in dem Sinne, dass er die F&amp;auml;higkeit besitzt, die Menschheit von ihren kranken F&amp;uuml;hrern zu heilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wer hatte die "Dr."-Idee? Wo kam sie urspr&amp;uuml;nglich her? Das erste, was mir dazu einf&amp;auml;llt, sind The Ramones...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Alles fing mit Sketchen unseres leicht "angesengten" Mitbegr&amp;uuml;nders Ape (Drums; Fuxx) an. Er begann nach und nach den Charakter auszubauen, bis er und Toxic (Git; Fuxx) sich dazu entschlossen, das ganze Projekt danach zu benennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Die neue Platte klingt recht abwechslungsreich, ich sehe darauf eine Menge verschiedener Einfl&amp;uuml;sse... von traditionellem Thrash &amp;uuml;ber Speed Metal bis hin zu klassischem Crossover. War das so gewollt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Vielleicht bis zu einem gewissen Grad. Aber insgesamt haben wir nur das gemacht, von dem wir wussten, dass es sich gut anf&amp;uuml;hlt (wie schon beim letzten Mal) und haben versucht, bessere und interessantere Songs zu schreiben. F&amp;uuml;r uns bedeutete es eine nat&amp;uuml;rliche Entwicklung vom Vorg&amp;auml;ngeralbum ausgehend. Wir wollten das Gesamtkonzept auf alle m&amp;ouml;glichen Arten erweitern, sowohl in Hinsicht auf die Musik als auch die Lyrics.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Kannst du uns bitte einen kleinen Einblick geben, wie ihr beim Komponieren und Arrangieren der St&amp;uuml;cke vorgeht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Es differiert von Fall zu Fall, aber normalerweise ist es entweder Ape, Toxic oder ich, der mit einer Idee ankommt. Das k&amp;ouml;nnen ein paar Riffs sein oder auch ein fast fertiger Song¸ wir zocken das dann gemeinsam und sehen, wie es sich anf&amp;uuml;hlt. Wir nehmen danach so lange Ver&amp;auml;nderungen vor, bis jeder gl&amp;uuml;cklich damit ist. Manchmal ver&amp;auml;ndern wir eine Nummer noch nach einem Jahr und manchmal ist alles innerhalb weniger Wochen fertig, es l&amp;auml;uft wirklich immer recht unterschiedlich ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wer schreibt im &amp;Uuml;brigen die Texte? Wenn man sich die Songs anh&amp;ouml;rt und diese dazu liest, finden sich ein paar extra-coole Passagen. Ich denke insbesondere an "They Live", "Life Sucks" oder "Timeless".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: F&amp;uuml;r dieses Album waren es Ape und ich, die die Lyrics verfasst haben, mit ein wenig Input der anderen. Die Tracks, die du erw&amp;auml;hnst, waren haupts&amp;auml;chlich Apes Arbeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Nat&amp;uuml;rlich gibt es immer noch einige Parallelen zum Sound der Suicidal Tendencies - zum Beispiel in "The Meaning Of Life" oder "Suffering". Wollt ihr diesen speziellen Einfluss absichtlich beibehalten oder seid ihr mittlerweile von Fragen zu diesem Thema genervt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Ich bin mir im Klaren dar&amp;uuml;ber, dass man egal, wer du bist, und egal, was du heutzutage tust, IMMER mit anderen K&amp;uuml;nstlern oder Bands verglichen wird. Es macht nicht einmal etwas aus, welchem Musikstil du angeh&amp;ouml;rst. Es st&amp;ouml;rt mich nicht wirklich. Ich kann damit leben. Alles, was ich dazu sagen kann ist, dass wir mit ST aufgewachsen sind und die Band einen gro&amp;szlig;en Einfluss auf uns als Individuen hatte; dass sich dies zu einem gro&amp;szlig;en Teil in der Musik widerspiegelt, ist einfach so. Manche Leute m&amp;ouml;gen uns vielleicht nicht besonders, weil wir unoriginell klingen m&amp;ouml;gen, usw. Lass mich kurz meine Sichtweise dazu darstellen. Zun&amp;auml;chst, ich denke, dass das Wichtigste &amp;uuml;berhaupt beim Musik-Machen ist, ehrlich dabei zu sein. Versuch nicht etwas zu sein, das du nicht bist, denn das merken die Leute. Wenn doch, wird das Ganze fake und langweilig. Damit haben wir nichts am Hut, alles, was mit dieser Band zu tun hat, spiegelt uns als Pers&amp;ouml;nlichkeiten wider und genau so sollte es sein. Zweitens, wie schon erw&amp;auml;hnt, jeder, der die gute alte "Die sind unoriginell und nur ein Rip-Off"-Karte spielen will, sollte versuchen, eine Band, die, sagen wir, in den letzten zehn bis f&amp;uuml;nfzehn Jahren gegr&amp;uuml;ndet wurde, zu nennen, die nicht mit einer anderen Band, die es vorher schon gab, verglichen wurde. Ich meine: das erste, was die Leute sagen, wenn sie etwas Neues h&amp;ouml;ren ist "Mann, das h&amp;ouml;rt sich nach dem und dem an". So ist es einfach, so verhalten sich die Leute einfach. F&amp;uuml;r mich stellt sich hierbei jedoch die Hauptfrage: Ist das wirklich wichtig? So wie ich es sehe, gibt es immer einen Platz f&amp;uuml;r gute, aufrichtige Musik, ganz gleich wie auch immer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Tolles Cover, &amp;uuml;brigens! Passt hervorragend zur Mucke. Wer war daf&amp;uuml;r verantwortlich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Danke! Wie immer zeigte sich Ape f&amp;uuml;r das ganze Artwork, das mit der Band im Zusammenhang steht, verantwortlich. He's the man!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Gibt es in Stockholm ein Publikum f&amp;uuml;r eure Musik? Ich denke, dass in Schweden immer noch die Sleaze- und Melodic-Death-Szene bestimmend ist... ein paar coole Clubs, die man beim n&amp;auml;chsten Urlaub im Norden besuchen k&amp;ouml;nnte?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Na ja, es gibt hier schon Unterst&amp;uuml;tzung f&amp;uuml;r uns. Die H&amp;auml;lfte der Anh&amp;auml;nger kommt jedoch aus der Hardcore-Szene. Wir haben ein paar Shows in diesem Umfeld gespielt, was meistens recht gut lief. Ziemlich viele Leute aus der Metal-Szene m&amp;ouml;gen uns auch. Nat&amp;uuml;rlich dreht sich momentan alles um Occult-Metal usw. in Schweden, das scheint das Ding zu sein. Leute aus dieser Szene interessieren sich aus offensichtlichen Gr&amp;uuml;nden nicht f&amp;uuml;r unsere Mucke. Ich denke allerdings, dass wir nirgends zur G&amp;auml;nze einzuordnen sind, was gut so ist. Damit habe ich keine Probleme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: K&amp;ouml;nntest du so freundlich sein, eine Liste deiner zehn Lieblings-Crossover-Thrash-Alben zusammen zu stellen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Eigentlich interessieren mich Listen nicht, aber ich spiele mit. Keine Reihenfolge oder so etwas ...&lt;br /&gt;
Excel - Split Image und Joke&lt;br /&gt;
Nuclear Assault - Survive&lt;br /&gt;
No Mercy - Widespread Bloodshed&lt;br /&gt;
S.O.D. - Speak English ...&lt;br /&gt;
Acc&amp;uuml;sed - Return&lt;br /&gt;
Suicidal Tendencies - Join The Army, Laugh und Lights, Camera ... ich sollte auch Controlled By Hatred nennen.&lt;br /&gt;
Die paar kommen mir zuerst in den Sinn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Da ich die Produktion der neuen Scheibe ziemlich gelungen finde - genau zwischen "Old-School" und "Modern" - , wie lief der Aufnahme-Prozess? Wart ihr zu jedem Zeitpunkt bei der Produktion involviert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Wir haben erneut mit Fred Estby aufgenommen. Diesmal jedoch in seinem neuen Studio, sodass alles viel lockerer ablief und wir auch viel schneller arbeiten konnten. Wir wussten dar&amp;uuml;ber hinaus genau, was wir im Vergleich zum ersten Album ver&amp;auml;ndern wollten, wir legten also sozusagen sofort los und "machten" einfach. Wir waren diesmal auch beim Mix anwesend, was viel geholfen hat bzw. die Sache f&amp;uuml;r uns und Fred leichter machte. Wir sind sehr gl&amp;uuml;cklich damit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Highroller Records bis dato? Es gibt eine Menge richtig cooler Bands auf eurem Label...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Yeah, ein echt cooles Label. Ihnen geht es um die Musik und das ist letztlich einzig wichtig!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Irgendwelche Pl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r eine Tour im Winter? Wie lief das Hell Inside Festival?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Leider hab ich momentan keine Tourdaten zu verk&amp;uuml;nden. Hell Inside war klasse! Wir hatten eine gute Zeit sowohl auf der B&amp;uuml;hne als auch drum herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Danke, dass du diesen kurzen Fragenkatalog so bereitwillig beantwortet hast. Die letzten Worte geh&amp;ouml;ren dir: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Rad: Danke, dass ihr den Doc unterst&amp;uuml;tzt, checkt das neue Album! Denkt selbstst&amp;auml;ndig und lasst euch nicht verarschen ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/LSfUcyKgwWM" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
									<link>http://feedproxy.google.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~3/LSfUcyKgwWM/interview-490.html</link>
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									<title>Interview mit I Spit Ashes</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Wer sich f&amp;uuml;r modernen und explosiven Metal, der auch mal ein wenig &amp;uuml;ber den Tellerrand schaut, begeistern kann, sollte den oberfr&amp;auml;nkischen Newcomern von I Spit Ashes Geh&amp;ouml;r schenken. Mit einem gelungenen Deb&amp;uuml;t im Gep&amp;auml;ck, das vor nicht allzulanger Zeit &amp;uuml;ber Massacre Records ver&amp;ouml;ffentlicht wurde, entpuppt sich die junge Truppe n&amp;auml;mlich auch als energetische Liveband. Heavyhardes sprach mit Gitarrist Bernhard Lindner, der die Gelegenheit wahrnahm, die Band und ihren Erstling unseren Lesern vorzustellen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="bildlinks" src="bilder/002_interviews/489_ISpitAshes_Band.jpg" border="0" alt="Bandfoto I Spit Ashes" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Hallo und beste Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e aus dem Hause heavyhardes. An erster Stelle m&amp;ouml;chte ich zu eurem Einstand Inhaling Blackness... Reflecting Light gratulieren. Doch bevor wir darauf zu sprechen kommen w&amp;auml;re es sicherlich ganz hilfreich, wenn du die Band unseren Lesern kurz vorstellst. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Erstmal danke f&amp;uuml;r das Lob und auch ein Hallo an alle Leser! Die Band besteht aus f&amp;uuml;nf Mitgliedern! Unser S&amp;auml;nger h&amp;ouml;rt auf den Namen Benedikt Rahtsmann, dann haben wir noch zwei Gitarristen im Angebot, Emanuel Seis und meine Wenigkeit, Bernhard Lindner, gefolgt von unserem Bassist, Benjamin M&amp;uuml;ller, und last but not least unser Drummer Daniel Lammich!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Der Name I Spit Ashes - welchen Hintergrund hat der denn?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Der Name soll absichtlich viel Raum f&amp;uuml;r Interpretationen lassen. F&amp;uuml;r mich pers&amp;ouml;nlich lehnt er ein bisschen an die Geschichte des Ph&amp;ouml;nix an. Dieser steigt aus der Asche auf und leuchtet heller als je zuvor. Man k&amp;ouml;nnte auch sagen: Egal wie tief man f&amp;auml;llt, irgendwann kommt immer der Punkt an dem man wieder aufsteht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie w&amp;uuml;rdest du euren Musikstil im Gro&amp;szlig;en und Ganzen denn selbst bezeichnen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Wir lassen uns nicht so gerne in irgendwelche Schubladen stecken, da uns das nur in unserer k&amp;uuml;nstlerischen Freiheit einengen w&amp;uuml;rde. Deshalb haben wir uns einfach das Genre Metal 2.0 verpasst. Manchen b&amp;ouml;sen Zungen zufolge ist daf&amp;uuml;r unser Label verantwortlich, aber so leid es uns auch tut, wir waren's! Wir wollen mit dieser Genrebezeichnung nicht ausdr&amp;uuml;cken, dass wir das Rad neu erfunden haben. Wir haben es vielmehr einfach weiterentwickelt. Wir bringen die unterschiedlichsten Einfl&amp;uuml;sse mit, nicht nur aus dem Metal, und verarbeiten sie zu etwas Ganzem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Und wie sind so die Geschm&amp;auml;cker innerhalb der Band verteilt? Zieht ihr da alle an einem Strang oder gibt es doch den einen oder anderen Unterschied? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Die pers&amp;ouml;nlichen Geschm&amp;auml;cker sind extrem breit gef&amp;auml;chert und das ist auch gut so. Der eine ist der klassische Metalfan, der andere h&amp;ouml;rt auch mal gern Elektro oder gar Techno. Das ist &amp;auml;hnlich wie bei unserem Genre. Geh&amp;ouml;rt wird, was gef&amp;auml;llt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Gibt es vielleicht eine bestimmte Band, die ihr allesamt als gemeinsamen Nenner habt und als euren Haupteinfluss bezeichnen w&amp;uuml;rdet?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Eher nicht. Wobei wir vielleicht die Gro&amp;szlig;en des Melodic Death schlussendlich alle gerne h&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie funktioniert denn das Songwriting innerhalb der Band? Gibt es da so eine Art Brainbug, der die meisten Ideen liefert?  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Brainbug... cooles Wort! F&amp;uuml;r das Songwriting ist unser Gitarrist Emanuel Seis zust&amp;auml;ndig. Er liefert das grobe Ger&amp;uuml;st, dann gibt jeder noch seinen Senf dazu ab und am Schluss wird das entstandene Lied noch in der Vorproduktion &amp;uuml;berarbeitet. Die Texte schreibt unser S&amp;auml;nger. Beim Songwriting f&amp;uuml;r die IBRL-Scheibe waren mit diesem Prozess fast eineinhalb Jahre besch&amp;auml;ftigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Dann kommen wir doch gleich zu besagtem Deb&amp;uuml;t Inhaling Blackness... Reflecting Light. Auf welche Songs seid ihr denn besonders stolz? Hat das Album eine Art Aush&amp;auml;ngeschild?   &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Wir haben bis jetzt einen Videoclip zu unserem Song "Crossing The Borderline" gemacht. Dieser hat sich mehr oder weniger zum Aush&amp;auml;ngeschild der Scheibe entwickelt, ohne dass das beabsichtigt war. Schaut mal auf YouTube! Das Album ist sehr vielseitig, weshalb der Song alleine gar nicht alles repr&amp;auml;sentieren kann. Wir haben auch noch epische Lieder wie "Eclipse" oder "Towards The Sun" mit dabei. Au&amp;szlig;erdem gibt's auch eine Ballade namens "My Ulysses" und das Instrumental "One Star Per Tear". Richtig auf die Fresse gibt's auch noch in den Songs "Missper" oder "Error Concept I"... und und und...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Das gute St&amp;uuml;ck ist ja nun schon eine Weile erh&amp;auml;ltlich - wie sind denn die Reaktionen von Fans und Presse bislang ausgefallen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Pressetechnisch kommen wir entweder sehr gut an oder sehr schlecht. Dar&amp;uuml;ber freuen wir uns... es gibt nichts Schlimmeres als belanglos irgendwo im Durchschnitt zu schwimmen. Beide Seiten sind uns sehr wichtig... Die Scheibe kommt bei unseren Fans sehr gut an... da haben wir bis jetzt eigentlich noch nichts Schlechtes geh&amp;ouml;rt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Seid ihr und das Label auch mit den Absatzzahlen zufrieden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Bis jetzt k&amp;ouml;nnen wir uns nicht beschweren! L&amp;auml;uft alles wunderbar dank des riesigen Supports unserer Fanbase! Danke!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Worum drehen sich eure Songs im Allgemeinen? Habt ihr so etwas wie einen Themenschwerpunkt? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Unsere Songtexte greifen allgemeine Lebenssituationen auf, in denen sich wohl jeder fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter in seinem Leben wiederfindet. Es ist uns wichtig, dass sich unsere H&amp;ouml;rer mit unserer Musik identifizieren k&amp;ouml;nnen. Berieselungsmusik kann jeder machen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Und dann w&amp;uuml;rde mich auch noch interessieren, welche Idee sich hinter dem Cover-Motiv verbirgt. Das w&amp;uuml;rde ich n&amp;auml;mlich nicht unbedingt mit eurer Art von Musik in Verbindung bringen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Warum? Was w&amp;auml;re denn ein f&amp;uuml;r unsere Musik typisches Cover? Ein Totenkopf, ein paar Wappen und irgendein komischer Schriftzug? So was gibt es schon wie Sand am Meer. Wir wollten mit dem Artwork den Albumtitel widerspiegeln. In einer Welt in der alles immer schlechter und dunkler wird, gilt es ganz einfach all das Negative ins Positive umzuwandeln... Passt auch wie wir finden sehr gut zu unserem Bandnamen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Sehenswert ist nicht nur dieses Artwork, sondern auch I Spit Ashes als Liveband. Ich hab euch k&amp;uuml;rzlich beim Rumpsteak Festival gesehen und war schon ein wenig beeindruckt, muss ich sagen. Ihr fahrt da ja allerhand technisches Spielzeug f&amp;uuml;r Lichteffekte auf. Ich gehe davon aus, ihr habt das alles selbst zusammengetragen und finanziert...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Danke f&amp;uuml;r das Lob! Wir geben unser Bestes unsere Liveshows immer sehenswerter zu machen. Die B&amp;uuml;hnendekoration entstand in Eigenregie und wurde von unserem Bassist entworfen und gebaut. Da hie&amp;szlig; es dann Z&amp;auml;hne zusammenbei&amp;szlig;en als es ums Schleifen, Schwei&amp;szlig;en und L&amp;ouml;ten ging. Viel Arbeit aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Und nur so nebenbei: Mehr ist in Planung! Jeder der uns noch nicht live gesehen hat, sollte sich uns nicht entgehen lassen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Man merkt dadurch jedenfalls, dass ihr die Sache schon mit viel Ehrgeiz und Enthusiasmus angeht. Da liegt eine meiner Standardfragen an eine junge Band nahe: habt ihr euch mit I Spit Ashes ein besonderes Ziel gesetzt? Irgendetwas, das ihr unbedingt erreichen wollt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Unser Hauptziel ist es mit unserer Musik erfolgreich zu werden. Wenn ich in dieser Band etwas gelernt habe, dann ist das, dass wir immer nur kurz zufrieden sind. Erst war unser Ziel der Plattenvertrag mit der Deb&amp;uuml;tscheibe aber jetzt stecken wir unsere Ziele schon lange wieder h&amp;ouml;her ab. Ich denke das ist ein Teufelskreis!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich dr&amp;uuml;ck die Daumen f&amp;uuml;r die Zukunft und sage Danke f&amp;uuml;r das Interview. Die letzten Worte geh&amp;ouml;ren dir. Und falls du f&amp;uuml;r unsere Leser auch noch einen Tipp auf Lager hast, wo man in der Fr&amp;auml;nkischen Schweiz das beste Bier bekommen kann, dann sind die dir bestimmt sehr dankbar!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bernhard: Danke f&amp;uuml;rs Fragen stellen und euch auch noch viel Erfolg f&amp;uuml;r euer Zine. F&amp;uuml;r alle die mal was von uns h&amp;ouml;ren wollen, schaut einfach auf unsere Homepage oder dr&amp;uuml;ckt "Gef&amp;auml;llt mir!" auf Facebook. Dort gibt es auch immer alle aktuellen Nachrichten und Tourdaten! Das beste Bier gibt es bei uns in Pegnitz: B&amp;ouml;heim Flinderer.&lt;br /&gt;
Danke f&amp;uuml;rs Lesen!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/szkKxfFi_GE" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit The Forsaken</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Nun denn, liebe Leserschaft: The Forsaken sind zur&amp;uuml;ck mit einem der besten Alben des Jahres Beyond Redemption. Schon immer war diese Band au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlich und hob sich vom Rest der skandinavischen Szene wohltuend ab. Noch au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlicher ist allerdings das Interview, das wir mit Mastermind und Gitarrist Patrik Persson f&amp;uuml;hren konnten. Selten ist mir solch ein aufgeschlossener und dabei in allen Bereichen interessierter und eloquenter Gespr&amp;auml;chspartner unter gekommen. Seine Antworten d&amp;uuml;rften vielen von uns eins zu eins aus der Seele sprechen. Sei es, wenn es um die Metal-Szene als solche geht, die unstabile politische Lage in so gut wie allen Winkeln dieser Welt oder Musik als Musik, die nicht nur f&amp;uuml;r ihn alles bedeutet. Meine dringliche Bitte: lest dieses Interview! Ihr werdet es in keinem Fall bereuen!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Ein lautes "HeyHo" vom Heavyhardes aus Deutschland an die Adresse der allm&amp;auml;chtigen The Forsaken und allem voran, Gratulation zu eurer neuen Ver&amp;ouml;ffentlichung Beyond Redemption. Von einem pers&amp;ouml;nlichen Standpunkt aus ist die Platte genau das geworden, was ich mir erw&amp;uuml;nscht hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Yo! Vielen Dank f&amp;uuml;r die freundlichen Worte! Wir sind sehr damit zufrieden, wie sich die Platte letztlich darstellt und wie sie von der allm&amp;auml;chtigen Presse aufgenommen wurde!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Es ist eine ganze Weile her, oder? Kann ich sagen, sch&amp;ouml;n, euch "zur&amp;uuml;ck" zu haben, da ihr, wie mir scheint, nie wirklich weg vom Fenster wart, doch die Zeitspanne zwischen Traces Of The Past (2003) bzw. sogar dem Demo von 2006 und der neuen Scheibe war doch recht lang. Da fragt man sich, warum?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Ich w&amp;uuml;rde nicht sagen "zur&amp;uuml;ck", aber vielleicht, sch&amp;ouml;n, uns aus unserem verstaubten Loch kriechen zu sehen, um wieder zur&amp;uuml;ck auf die Szene zu gelangen. Nun, warum die lange Warterei? Nach Traces Of The Past waren wir ziemlich fertig. Wir hatten drei Alben innerhalb weniger Jahre heraus gebracht und zur&amp;uuml;ck blickend wussten wir einfach nicht mehr genau, wie wir uns anh&amp;ouml;ren wollten bzw. unsere Musik. Jede Band empfindet eine bestimmte Notwendigkeit, sich zu entwickeln, wenn auch nur stets ein kleines St&amp;uuml;ckchen, und zu dieser Zeit machte f&amp;uuml;r uns keine Richtung wirklich Sinn. Wir wussten schlicht nie, wie der n&amp;auml;chste Schritt aussehen sollte. Au&amp;szlig;erdem zog ich selbst in eine andere Stadt, um zu studieren und so konnten wir nicht mehr proben wie zuvor. Da wir unser Material immer gemeinsam im Proberaum geschrieben hatten, konnten wir Musik nicht mehr auf dem gleichen Weg erschaffen.&lt;br /&gt;
2005 erkl&amp;auml;rten uns Century Media recht deutlich, dass sie keine Alben von uns mehr auf den Markt bringen w&amp;uuml;rden und ohne die Dringlichkeit, sich an bevorstehende Deadlines zu halten, verlangsamte sich das Songwriting, sagen wir vom Laufschritt zu einem Dahinkriechen. Wir hatten zwar einiges an Material fertig, waren jedoch der Meinung, dass es im Vergleich zu den &amp;auml;lteren Sachen nicht gut genug war. 2005 nahmen wir zwar ein Drei-Track-Demo auf, welches jedoch nie ver&amp;ouml;ffentlicht wurde. Jenes Demo, das du erw&amp;auml;hntest, war nie dazu bestimmt gewesen, &amp;uuml;berhaupt heraus gebracht zu werden, es enthielt jedoch Material, das es auf Beyond Redemption geschafft hat. Der Song "As We Burn" wurde damals aufgenommen. Das Ganze war ein gewisser Wendepunkt f&amp;uuml;r die Band und obwohl wir immer noch langsame Songwriter waren, h&amp;ouml;rte sich das Material deutlich st&amp;auml;rker an als eine lange Zeit davor. Ab diesem Punkt begannen wir wieder St&amp;uuml;cke zu schreiben, die unseren Standards gereichten und die es letztendlich aufs Album geschafft haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ihr habt auch eure Plattenfirma gewechselt und seid von Century Media zu Massacre. Gab es spezielle Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r diesen Schritt? Und dar&amp;uuml;ber hinaus: wie machen sich die Unterschiede bemerkbar, nun mit den Leuten von Massacre zu arbeiten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Massacre ist eine gute und sehr professionelle Plattenfirma, wenn auch nat&amp;uuml;rlich kleiner als Century Media. Die Unterschiede machen sich bemerkbar in kleineren Budgets und einer weniger ausgedehnten Distribution. Doch wir wussten vorher, dass wir, da wir so lange weg waren, die Leiter ein paar Sprossen herunter gefallen waren.&lt;br /&gt;
Bis dato haben Massacre allerdings einen guten Job gemacht und wir haben keinerlei Anlass, uns zu beschweren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Dankenswerterweise gab es bei The Forsaken zwischen 2003 und 2012 wenig Wechsel im Line-Up, allerdings wurde Stefan Holm an der Rhythmus-Gitarre durch Calle F&amp;auml;ldt ersetzt. Warum hat sich Holm also verabschiedet und wie hat sich F&amp;auml;ldt bis jetzt eingef&amp;uuml;gt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Yeah, im Vergleich zu anderen Bands hatten wir ein recht stabiles Line-Up. Neben Bandkollegen sind wir alle gute Freunde, die einen gro&amp;szlig;en Teil unserer Freizeit gemeinsam verbringen. Ein stabiles Line-Up f&amp;uuml;r solch eine lange Zeit zu haben und dann eines der Gr&amp;uuml;ndungsmitglieder zu verlieren, war allerdings ein echter Tiefschlag.&lt;br /&gt;
Stefan hat die Band haupts&amp;auml;chlich aus pers&amp;ouml;nlichen Gr&amp;uuml;nden verlassen. Er hatte genug davon, dass sich die Band in keine Richtung weiter entwickelte, und beschloss, sich auf seinen Job und seine Familie zu konzentrieren. Obwohl wir sehr traurig dar&amp;uuml;ber waren, dass er ging, respektierten wir seine Entscheidung.&lt;br /&gt;
Die Ironie bei der Sache war, dass uns der Schock &amp;uuml;ber seinen Ausstieg von einem Moment auf den anderen zur&amp;uuml;ck in einen kreativen Zustand versetzte. Wir hatten zu dieser Zeit wirklich gutes Material geschrieben und wollten nicht, dass es im M&amp;uuml;ll landet, und so begannen wir uns zusammen zu rei&amp;szlig;en, was letztendlich in Beyond Redemption seinen H&amp;ouml;hepunkt fand.&lt;br /&gt;
Calle arbeitet mit uns wie ein Talisman zusammen. Er ist ein verdammt guter Gitarrist und bringt eine Menge Erfahrung mit aus den Jahren, als er bei Deranged spielte bzw. tourte. Au&amp;szlig;erdem haben er und Anders zusammen in einer Band mit dem Namen Feared Creation zusammen gespielt und so wussten wir, dass er musikalisch einiges drauf hat. Auch als Pers&amp;ouml;nlichkeit hat er sich gut eingef&amp;uuml;gt. Nicke kannte ihn recht gut von einem Treffen auf dem Swedenrock vor einigen Jahren und so war er unsere erste und auch einzige Wahl, was wir nicht bereut haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie ich schon in meinem Review zu Beyond Redmption geschrieben habe, habe ich The Forsaken immer als einen sehr eigenst&amp;auml;ndigen Act innerhalb der skandinavischen Szene gesehen, und die neue Platte gibt mir da meines Erachtens recht. Ihr habt es stets geschafft, eure Songs an jener Schnittstelle zu platzieren, wo sich Black-, Thrash- und Death Metal treffen, was eure Musik so besonders und aufregend macht. Wie lang habt ihr damals gebraucht, um euren eigenen Stil zu finden und wo w&amp;uuml;rdet ihr eure Art von Musik inmitten der Metal-Landschaft ansiedeln? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Wirklich lange haben wir nicht gebraucht. Unser allererstes Demo von 1998 beinhaltete schon all diese Einfl&amp;uuml;sse, aber zu dieser Zeit gelang es uns nicht, alles so zusammen zu f&amp;uuml;gen, wie wir uns das vorstellten. Die Songs unterschieden sich zu sehr untereinander. Einer war purer G&amp;ouml;teborg-Metal, der n&amp;auml;chste h&amp;ouml;rte sich nach Death an und ein anderer ziemlich thrashy. F&amp;uuml;r mich wurde die Band erst richtig mit unserem Reaper-Promo 1999 geboren. Zu dieser Zeit f&amp;uuml;gte sich alles zusammen und wir fingen an, so zu klingen wie heute. Nat&amp;uuml;rlich haben wir uns aber auch ein wenig weiter entwickelt seit damals. Wir haben uns der meisten unserer G&amp;ouml;teborg-Einfl&amp;uuml;sse entledigt und unser Songwriting gesch&amp;auml;rft, aber seit dieser Zeit war die Hauptrichtung f&amp;uuml;r die Band schon weithin deutlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Momentan gefallen mir von der neuen Scheibe speziell "No Dawn Awaits", "Only Hell Remains" und "There Is No God". Kannst du uns die Geschichten hinter diesen Songs verraten? Und: gibt es eine bestimmte Verbindung zwischen diesen St&amp;uuml;cken? Wer schreibt bei euch eigentlich die Lyrics?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: "No Dawn Awaits" ist ein St&amp;uuml;ck, das eine ganze Weile gebraucht hat, um fertig zu werden. Wir hatten das Intro-Riff, wor&amp;uuml;ber wir uns einig waren, dass es ziemlich cool r&amp;uuml;ber kam, aber wir kamen damit nicht so richtig weiter und es gelang uns nicht, das Riff in einen ganzen Song einzubauen. Eine lange Zeit sah es danach aus, als ob es als sowas endet, das es nie in einen fertigen Song schafft, aber in letzter Minute begannen sich die Dinge dann doch zu entwickeln, und heute denke ich, dass dies mein Lieblingsst&amp;uuml;ck auf der Platte ist.&lt;br /&gt;
"Only Hell Remains" ist einer der &amp;auml;lteren Songs auf dem Album, was soviel hei&amp;szlig;t, dass er bereits fertig war und als Demo-Recording vorlag, als wir 2011 bei Massacre unterschrieben. Das Main-Riff der Strophe hat Stefan Holm vor langer Zeit komponiert, wahrscheinlich 2005 oder so &amp;auml;hnlich, zu dieser Zeit dachten wir jedoch, dass es zu sehr im Midtempo-Bereich f&amp;uuml;r uns lag. Vor einigen Jahren erinnerten wir uns an das Riff und diesmal entwickelten sich die Dinge deutlich schneller und nach ein paar Versuchen hatten wir schon das Endergebnis.&lt;br /&gt;
"There Is No God" ist einer jener Songs, die recht schnell geschrieben wurden. Nicke und ich jammten an einem Tag ein wenig und hatten zumindest eine Rohfassung des Songs innerhalb einer Stunde fertig. Es hat eine recht simple Songstruktur und beinhaltet nur sehr wenige Riffs, aber es funktioniert.&lt;br /&gt;
Ich w&amp;uuml;rde nicht sagen, dass diese Songs mehr miteinander in Verbindung stehen als all die anderen St&amp;uuml;cke auf der Scheibe. Wir greifen immer auf alte Riffs zur&amp;uuml;ck und finden daf&amp;uuml;r einen Platz innerhalb unserer Musik, in gewisser Weise so, als w&amp;uuml;rde man eine M&amp;uuml;llhalde pl&amp;uuml;ndern und etwas N&amp;uuml;tzliches dabei finden. Wir haben sicher hundert von Riffs, die da noch herum liegen, die meisten davon h&amp;ouml;chstens Durchschnitt, aber eventuell sind auch einige Diamanten darunter.&lt;br /&gt;
Ich habe die Lyrics f&amp;uuml;r dieses Album geschrieben, Nicke und Anders f&amp;uuml;r alle fr&amp;uuml;heren Scheiben. Ich habe angefangen, ein paar Lyrics zu schreiben - wohl 2005. Ich glaube wir waren dabei, ein Demo aufzunehmen und weder Anders noch Nicke hatten die Zeit daf&amp;uuml;r, und so versuchte ich mich daran. Der erste Song, f&amp;uuml;r den ich die Lyrics geschrieben habe, war "As We Burn" auf diesem Demo. Wenn ich einen Song schreibe und die Struktur entwickle, h&amp;ouml;re ich normalerweise schon, wie die Vocals letztlich klingen sollen. Ihr Rhythmus bzw. ihr Overall-Feeling ist etwas, das sich meistens wie von selbst ergibt, und so kann ich schon sehr fr&amp;uuml;h im Songwriting-Prozess ein paar Nonsense-Lyrics &amp;uuml;ber das St&amp;uuml;ck grunzen, um zu h&amp;ouml;ren, wie es klingt. Danach schreibe ich die Lyrics, sodass sie zum Rhythmus des Demos passen. Ich bin dabei recht r&amp;uuml;cksichtslos, damit sie zum Song passen. Manchmal schreibe ich einen Vers, der sich auf dem Papier gut liest, aber nicht in den Rhythmus, den ich mir vorstelle, passt. In 100 von 100 F&amp;auml;llen wird etwas zusammen gek&amp;uuml;rzt oder durch etwas anderes ersetzt, das singbarer ist. Ich w&amp;uuml;rde mich immer f&amp;uuml;r einen guten Song mit Schei&amp;szlig;-Lyrics als f&amp;uuml;r einen Schei&amp;szlig;-Song mit guten Lyrics entscheiden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Viele der neuen Songs befassen sich, soweit ich sehen kann, mit dem Thema Religion in einem gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Rahmen, oder besser Glauben/Glaubensrichtungen der Menschen. Liege ich richtig? Von daher: w&amp;uuml;rdest du Glauben an sich als etwas Positives oder Negatives einstufen? Eine Projektion? Etwas, das sich die Menschen ausgedacht haben, um sich vor den dringlicheren Problemen zu dr&amp;uuml;cken?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Im Grunde genommen sind wir immer noch quasi S&amp;auml;ugetiere, die nach bestimmten Verhaltensmustern suchen, viele von uns bevorzugen dabei eine schlechte Antwort gegen&amp;uuml;ber keiner Antwort. Das bewahrheitet sich insbesondere, wenn es um die "Gro&amp;szlig;en Fragen" geht, wie nach unserer Herkunft, woher das Universum stammt, und der Frage, was nach unserem Tod geschieht. All diese losen Enden werden letztendlich in einem h&amp;uuml;bschen Knoten mit dem Namen "Gott" verkn&amp;uuml;pft. Nur wenige Leute fragen dabei &amp;uuml;berhaupt nach der Herkunft von Gott selbst...&lt;br /&gt;
Ich denke, dass der Samen aller Religion gepflanzt wurde, als wir uns die ersten paar unbeantwortbaren Fragen zu stellen begannen: "Warum geht die Sonne auf? Also, wenn sich etwas bewegt, muss da einer sein, der das bewegt, es k&amp;ouml;nnte ein gigantischer B&amp;auml;r sein, der die Sonne &amp;uuml;ber den Himmel schubst. Geheiligt sei der allm&amp;auml;chtige Himmels-B&amp;auml;r!".&lt;br /&gt;
Alles soweit in Ordnung, prima, bis dahin, wenn einige Leute behaupten, zu wissen, was der B&amp;auml;r will, oder sogar bestimmte "Verg&amp;uuml;nstigungen" f&amp;uuml;r ihr scheinbares Wissen einfordern. Manch einer wird sogar behaupten, dass der B&amp;auml;r inklusive der Sonne nicht zur&amp;uuml;ck kehren wird, bevor nicht irgendwelche Gef&amp;auml;lligkeiten gew&amp;auml;hrt werden; an diesem Punkt wird Religion unweigerlich zu einem m&amp;auml;chtigen politischen Werkzeug.&lt;br /&gt;
Mich st&amp;ouml;rt der pers&amp;ouml;nliche Glauben Einzelner keineswegs, ich habe viele Freunde, die an die eine oder andere irrationale Religion glauben. Ich habe jedoch ein Problem damit, wenn der Glauben die pers&amp;ouml;nliche Sph&amp;auml;re &amp;uuml;berschreitet und Leute mit hinein gezogen werden, die damit eigentlich nichts zu tun haben wollen. Die meisten Lyrics handeln von jenem schleimigen Graubereich, in dem sich Religion und Politik treffen. Da Schweden zum Gro&amp;szlig;teil frei von solchen Dingen ist, habe ich mich oft mit der politischen Arena in den Staaten befasst und jenem bizarren Zirkus mit dem Namen "Republican Primary Election". Die Scheinheiligkeit ist schier atemberaubend!! Hier haben wir echte, gute Christen (und einen Mormonen), die im Eigentlichen Multi-Million&amp;auml;re sind, und den unteren Schichten bzw. der Mittelschicht erz&amp;auml;hlen, dass das Gesundheitssystem schlecht ist. "The fuckin' nerve these people have! Pisses me off!"&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Die Welt ist momentan in keinem guten Zustand, ich denke du stimmst in diesem Punkt mit mir &amp;uuml;berein. Die Krise in Europa, zuerst der Konflikt in Libyen und nun der Horror in Syrien. In Bahrain werden t&amp;auml;glich Leute ermordet. Was wird dabei herauskommen und wo endet das? Pers&amp;ouml;nlich mache ich mir mehr Sorgen denn je.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Ich stimme mit dir &amp;uuml;berein. Ich denke, dass manche Regime nicht ohne den Einsatz von Gewalt ersetzt werden k&amp;ouml;nnen. Ein totalit&amp;auml;res Regime wird stets alles daf&amp;uuml;r tun, um seine Macht zu erhalten, sich dabei sogar gegen das eigene Volk wenden. Ich denke, dass der Arabische Fr&amp;uuml;hling ein Zeichen gro&amp;szlig;er Eigenkraft der B&amp;uuml;rger jener L&amp;auml;nder ist, was mir Hoffnung f&amp;uuml;r die Zukunft gibt. Dennoch bin ich unglaublich entt&amp;auml;uscht &amp;uuml;ber die fehlende Unterst&amp;uuml;tzung der westlichen Demokratien, die abwarten, ihre Stimme zu erheben, bis sie wissen, wer am Ende gewinnt.&lt;br /&gt;
Wir k&amp;ouml;nnen eine Menge von Tunesien, Libyen, Syrien, &amp;Auml;gypten und all den anderen arabischen L&amp;auml;ndern lernen, wo es zu Aufst&amp;auml;nden kam. Die in der Mehrheit liegende Kraft tritt hier deutlich zu Tage. Nicht die Regierung hat die Kontrolle &amp;uuml;ber ein Land, sondern seine B&amp;uuml;rger. Wenn sich gen&amp;uuml;gend finden, gegen etwas zu protestieren, haben "die M&amp;auml;chtigen" keine andere Chance, als sich dem zu beugen. Die "Occupy-Bewegung" in den Staaten kommt mir in den Sinn als eine westliche Form des Widerstands. Wir haben selbst unz&amp;auml;hlige Dinge, &amp;uuml;ber die wir angepisst sein sollten. Das Problem ist, dass wir ein bestimmtes Level an Komfort erreicht haben und den Arsch nicht hoch bekommen, uns an etwas zu beteiligen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie stellt sich f&amp;uuml;r dich das Medium Musik dar? Als ein Transportmittel? Eine einzigartige Form f&amp;uuml;r den Einzelnen, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinander zu setzen? Als ein politisches Instrument? Oder nur als etwas, einen Raum, in dem jeder zur Ruhe kommen kann?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Musik ist all das, was du erw&amp;auml;hnt hast und mehr. Es gibt so viele Wege Musik zu erleben, wie es Menschen auf der Welt gibt. F&amp;uuml;r mich ist Musik essentiell f&amp;uuml;r meine ganze Existenz, sie beherrscht immer meine Gedanken auf dem einen oder anderen Weg. Wenn ich einen Song im Radio h&amp;ouml;re, zerlege ich ihn sogleich in meinem Kopf, unterteile ihn in die verschiedenen Instrumente, analysiere die Arrangements und h&amp;ouml;re den Chorus bzw. die Melodien heraus. Sie nimmt in meinem Fall solch einen hohen Stellenwert ein, f&amp;uuml;r alles, was ich tue, sodass ich nie ohne sie sein k&amp;ouml;nnte, selbst wenn ich es so wollte. F&amp;uuml;r mich ist sie Selbsterf&amp;uuml;llung in ihrer reinsten Form.&lt;br /&gt;
Nat&amp;uuml;rlich ist sie ebenfalls ein m&amp;auml;chtiges Gef&amp;auml;&amp;szlig; f&amp;uuml;r jede Art von Message. Worte verbunden mit Melodie schafft Energie, weit hinaus reichend &amp;uuml;ber blo&amp;szlig;e Buchstaben auf einem Blatt Papier. Musik ist etwas, an dem sich die Leute beteiligen k&amp;ouml;nnen, um sich einfach st&amp;auml;rker zu f&amp;uuml;hlen bzw. als eine zusammengeh&amp;ouml;rige Gruppe. Musik inspiriert Aktion, wie es blo&amp;szlig;e Buchstaben nicht k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r manche Leute ist die Verbundenheit mit einem bestimmten Musik-Stil ein gro&amp;szlig;er Teil ihrer Identit&amp;auml;t. Speziell beim Metal, der auf viele Arten rebellische Musik ist. Als ich ein Teenager war, habe ich mich nackt gef&amp;uuml;hlt, wenn ich keine schwarzen Jeans und ein T-Shirt einer meiner Lieblingsbands getragen habe. Dies war mein Weg dem Establishment "Fuck You!" entgegen zu schreien. Ich bin wirklich &amp;uuml;berzeugt davon, dass die Metal-Szene eine viel engere Gemeinschaft ist als in den meisten anderen Stil-Bereichen.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite denke ich, dass Musik f&amp;uuml;r viele Leute einfach etwas darstellt, um sich, aus welchen Gr&amp;uuml;nden auch immer, wohl zu f&amp;uuml;hlen. Vielleicht macht der Sound aus dem Radio die t&amp;auml;glichen Arbeiten weniger langweilig, vielleicht macht er den Arbeitsplatz weniger tr&amp;uuml;b und fade oder vielleicht ist Musik einfach dazu da, dazu zu tanzen, wenn du mit Freunden aus bist. Das Gute an Musik ist, dass du nichts &amp;uuml;ber sie wissen musst, um sie genie&amp;szlig;en zu k&amp;ouml;nnen, es gibt kein richtig oder falsch dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: H&amp;ouml;rst du dir viel neuen Black und Death Metal an? Irgendwelche neuen aufregenden Bands, auf die die Leser ein Auge werfen sollten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Ich sch&amp;auml;me mich fast zu sagen, dass ich nicht mehr ganz so auf der H&amp;ouml;he bin, was die Szene anbelangt, wie fr&amp;uuml;her. Trotzdem gibt es da einige Bands, die ich in letzter Zeit entdeckt habe. Eine davon ist Okkultokrati aus Norwegen. Dreckig, punkig, mit einer gesunden Prise Black Metal, ein willkommener Ausrei&amp;szlig;er aus all dem &amp;uuml;berproduzierten, hyper-technischen Metal da drau&amp;szlig;en. Ich mochte ihr Album von den ersten Noten ab und es w&amp;auml;chst f&amp;uuml;r mich immer noch. Nat&amp;uuml;rlich sind da noch andere Bands, die aus der Masse hervor stechen, es sind jedoch meistens die alten Favoriten wie Cannibal Corpse, Vader oder Marduk, die aus meinen Boxen ballern, allerdings tendiere ich heutzutage auch dazu, mehr Non-Metal-Mucke zu h&amp;ouml;ren. Es ist nichts Falsches daran, seinen Horizont von Zeit zu Zeit zu erweitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Den Lesern gefallen schon immer Listen. K&amp;ouml;nntest du von daher so freundlich sein, eine mit den zehn, f&amp;uuml;r The Forsaken einflussreichsten Alben zusammen zu stellen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Listen, huh? Ok, ich kann nicht f&amp;uuml;r den Rest der Band sprechen, aber ich gebe dir meine zehn einflussreichsten Alben. Alben, die absolut pr&amp;auml;gend f&amp;uuml;r mich waren, pers&amp;ouml;nlich und als Musiker.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;10. Iron Maiden: Number Of The Beast&lt;br /&gt;
Vielleicht eine der ersten Metal-Scheiben &amp;uuml;berhaupt, die ich mochte. Meine &amp;auml;ltere Schwester hatte sie und wenn sie gerade mal nicht zu Hause war, stahl ich mich in ihr Zimmer und h&amp;ouml;rte mir die Scheibe mehrmals an. Immer noch meine Lieblings-Maiden-Platte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;9. Metallica: Ride The Lightning&lt;br /&gt;
Das erste Album, das ich mir wirklich selbst gekauft habe. Es ist eine knappe Entscheidung, aber ich denke es ist ihre beste Arbeit. Ein fast perfekter Mix aus Melodien, Speed, roher Energie und wunderbar stimmiger Atmosph&amp;auml;re. Ein Klassiker!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;8. Entombed: Clandestine&lt;br /&gt;
Eines der ersten echten Death Metal-Alben, f&amp;uuml;r die ich mich begeistert habe. Sie waren ohne Frage anderen schwedischen Death Metal-Bands zu dieser Zeit weit voraus. Ich mag sogar die Vocals, obwohl jeder sagt, dass sie schei&amp;szlig;e sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;7. Sepultura: Arise&lt;br /&gt;
Dieses Album hat mir die Augen ge&amp;ouml;ffnet. Es hat mich zum Tempo-Abh&amp;auml;ngigen gemacht - und von schnellen Songs - und brachte mich dazu, an meiner Gitarren-Technik zu arbeiten. Sepultura haben wirklich Arsch getreten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6. Marduk: Those Of The Unlight&lt;br /&gt;
Ihr am meisten melodisches St&amp;uuml;ck Arbeit, aber das war die Art von Metal, die ich mir Anfang der 90er angeh&amp;ouml;rt habe. Mir hat so ziemlich jedes Album gefallen, das sie bis jetzt heraus gebracht haben, aber jenes war so was wie die Einstiegsdroge f&amp;uuml;r mich, die mich zum Black Metal gebracht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;5. Decameron: My Shadow&lt;br /&gt;
Ein recht unterbewertetes Album in meinen Augen. Thrashiger Melodic Death Metal, so wie er damals in den 90ern geklungen hat. Neben ein paar Killer-Melodien war es das musikalische K&amp;ouml;nnen, das mich weg geblasen hat. Eine der besten Drum-Performances &amp;uuml;berhaupt auf einem Death Metal-Album, meiner Meinung nach. Tight, aber trotzdem fuckin' groovy.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. Death: Human&lt;br /&gt;
Welche Death Metal-Band, die auch nur entfernt eine "technische" Spielweise pflegt, hat dieses Album nicht auf ihrer Top-Ten-Liste? Es ist nicht nur die Tatsache, dass es der Konkurrenz um L&amp;auml;ngen voraus war, was die Arbeit an den einzelnen Instrumenten anbelangt, sondern: der patentierte Chuck-Sound ist in jedem Song absolut pr&amp;auml;sent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. Eucharist: A Velvet Creation&lt;br /&gt;
Ein weiterer ungerechtfertigterweise untersch&amp;auml;tzter Edelstein aus der Vergangenheit. Es war Nicke, der mich zuerst dazu gebracht hat, mir diese Band anzuh&amp;ouml;ren, und sie wurde sofort ein "Ohrgasmus" f&amp;uuml;r mich. Ihr erstes Album von nur zweien war ziemlich originell, obwohl es schwedischer Melodic Death Metal war. Ein guter Mix aus folkigen, klassischen und atmosph&amp;auml;rischen Sachen. Nicht einmal die schreckliche Produktion kann die musikalische Qualit&amp;auml;t dieses Albums zerst&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. At The Gates: Slaughter Of The Soul&lt;br /&gt;
Ich kann einfach nicht den Einfluss verleugnen, den dieses Album auf mich ausge&amp;uuml;bt hat. In den ersten paar Jahren unserer Band haben wir viel Inspiration daraus sch&amp;ouml;pfen k&amp;ouml;nnen. Keiner kann die Genialit&amp;auml;t dieses Albums abstreiten, selbst jetzt, da es neu aufgelegt wurde und Gazillionen von Bands versucht haben, den Sound zu kopieren. Ich habe mir das Album trotz allem wohl nicht mehr genau seit ca. zehn Jahren angeh&amp;ouml;rt. Obwohl wir mit ihnen nicht verglichen werden wollen, hat unser erstes Album eine Menge At The Gates-Einfl&amp;uuml;sse zu verzeichnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Dissection: The Somberlain&lt;br /&gt;
Ich war zwar nie ein echter Fanboy irgendeiner Band, wenn ich jedoch irgendwann einer war, dann aufgrund dieses Albums. Ein Monument, das immer noch verdammt brillant klingt, auch nach 20 Jahren noch. Die Kombination aus frostigem Death Metal und Melodien, die dein Blut in Wallung bringen, hat mich umgehauen wie kein Album zuvor. Ich wusste bis dahin nicht, dass es erlaubt war, Melodien zu nutzen, wenn man Death Metal spielt, von daher hat dieses Album absolut meine Augen ge&amp;ouml;ffnet und wurde zum Standard, von dem aus alle anderen Alben beurteilt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Anders' Vocals h&amp;ouml;ren sich auf der neuen Scheibe st&amp;auml;rker denn je an. Irgendwelche Tipps f&amp;uuml;r j&amp;uuml;ngere S&amp;auml;nger, um ihre Stimme so in Form zu halten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Da stimme ich &amp;uuml;berein! Seine Vocals auf der Scheibe lassen alles Vergangene alt aussehen. Ich wei&amp;szlig; nicht, ob er irgendwelche geheimen Tricks au&amp;szlig;er Ingwertee und Honig auf Lager hat. Ich war wirklich ein wenig besorgt, dass seine Vocals nicht auf der H&amp;ouml;he f&amp;uuml;r die Aufnahmen sein w&amp;uuml;rden. Wir haben f&amp;uuml;r dieses Album nicht wirklich hart zusammen geprobt, nicht so wie fr&amp;uuml;her, und so wusste ich nicht, in was f&amp;uuml;r einer Form er sein w&amp;uuml;rde; es hat sich heraus gestellt, dass meine Bef&amp;uuml;rchtungen v&amp;ouml;llig unbegr&amp;uuml;ndet waren.&lt;br /&gt;
Wir haben dieses Mal insgesamt viel Zeit auf die Vocals verwendet. Nicht, weil er keine guten Takes hinbekommen hat, sondern, weil wir schlicht das Beste aus ihm heraus holen wollten. Bei den anderen Alben war der Rest der Band bez&amp;uuml;glich der Vocals kaum involviert. F&amp;uuml;r Traces Of The Past hat Anders die Vocals allein in seinem Studio innerhalb eines Tages aufgenommen. Die anderen von uns haben hier und da ein paar Vorschl&amp;auml;ge eingebracht, aber zu 90% wurden die Vocals innerhalb einer 8-Stunden-Session aufgenommen.&lt;br /&gt;
Dieses Mal haben wir pro Song sicher einen halben Tag ben&amp;ouml;tigt, was sich absolut gelohnt hat. Die Vocals in unserem eigenen Studio, ohne Druck - zeitlich -, aufzunehmen, erlaubte uns, viel mehr zu experimentieren. Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen, wo ich die Vocals in h&amp;ouml;heren Tonlagen haben wollte und wo tiefere Growls angebracht waren, aber die besten Takes kamen dann heraus, wenn ich Anders einfach sagte, dass er sich verausgaben soll. Es gab auch eine Menge Zeit, um die Background-Vocals einzusingen, etwas, das wir davor vernachl&amp;auml;ssigt hatten. Footage von den Recording-Sessions kann man &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ay_TYoQZAk8"&gt;bei YouTube&lt;/a&gt; einsehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was wird die nahe Zukunft f&amp;uuml;r The Forsaken bringen? Ich hoffe, wir m&amp;uuml;ssen nicht erneut so lange auf neue Musik warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Nein!!! Ihr m&amp;uuml;sst nicht mehr so lange warten. Wir werden das n&amp;auml;chste Album diesmal in acht Jahren ver&amp;ouml;ffentlichen! (hehe; Fuxx) Wir haben diesen Sommer noch einige Festival-Gigs und dann geht es daran, neue St&amp;uuml;cke zu schreiben. Wir haben noch ein paar &amp;uuml;brig gebliebene Riffs, die es nicht auf das Album geschafft haben, aber immer noch cool r&amp;uuml;ber kommen, sodass eine gute Basis da ist, um von dort aus zu starten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Irgendwelche Pl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r eine Deutschland-Tour, eventuell durch regionale Clubs?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Es gibt ein paar geheime Pl&amp;auml;ne diesbez&amp;uuml;glich. Anstatt acht Stunden gen Norden zu fahren, haben wir uns dar&amp;uuml;ber unterhalten, das Gleiche gen S&amp;uuml;den nach Deutschland und Holland zu veranstalten. Die Chancen sind immer da, dass wir unsere h&amp;auml;sslichen Gesichter demn&amp;auml;chst bei euch zeigen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Es hat mir wirklich, wirklich Spa&amp;szlig; gemacht, diese Fragen f&amp;uuml;r dich vorzubereiten. Mehr noch: es war mir eine Ehre und ich bin froh, dass ihr wieder da seid! Die letzten Worte geh&amp;ouml;ren dir:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Patrik: Ich danke dir f&amp;uuml;r dieses wohl &amp;uuml;berlegte Interview und auch wir sind froh, wieder da zu sein! Cheers!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/yz5sBulG574" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit Berkowitz</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;F&amp;uuml;r Freunde der gr&amp;ouml;beren Marschrichtung, bei der jedoch auch die Melodie nie zu kurz kommt, k&amp;ouml;nnte das Black-/ Death-Metal-Projekt Berkowitz mit dem Zweitwerk Sent To Dominate eine interessante Anlaufstelle sein. Im Interview mit Mastermind Unas kristallisiert sich schnell heraus, dass es sich durchaus lohnt, bei dieser Formation ein wenig genauer hinzusehen. Denn hinter der plakativen Fassade st&amp;ouml;&amp;szlig;t man auf mehr Tiefgr&amp;uuml;ndigkeit, als man zun&amp;auml;chst erwarten w&amp;uuml;rde...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Hi Unas, viele Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e aus der fr&amp;auml;nkischen Heimat in die Landeshauptstadt! Vor einigen Tagen ging dein zweites Album Sent To Dominate an den Start, doch bevor wir uns damit besch&amp;auml;ftigen vielleicht einiges zu deinem Projekt. Zuerst f&amp;auml;llt einem ja der unkonventionelle Name auf. Im Internet findet man zwei komplett unterschiedliche Pers&amp;ouml;nlichkeiten namens Berkowitz - ein Opfer und einen T&amp;auml;ter. Hast du dich an einer von beiden Personen orientiert oder spielst du gerade mit der Ambivalenz dieses Namens? Oder gibt es einen v&amp;ouml;llig anderen Hintergrund?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Hej und Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e zur&amp;uuml;ck! Die meisten Schreiberlinge gehen bei dem Namen Berkowitz ohne Z&amp;ouml;gern davon aus, dass er sich auf den amerikanischen Serienm&amp;ouml;rder bezieht. Aber im Ernst: wie lahm w&amp;auml;re das denn bitte? Das war vielleicht in den Achtzigern noch cool, aber seit dem Death- und Black-Metal-Boom in den Neunzigern gibt es Hunderte von Bands mit solchen vermeintlich fiesen und furchteinfl&amp;ouml;&amp;szlig;enden Namen. Ich wollte einen Namen, der m&amp;ouml;glichst unterschiedliche Assoziationen hervorruft. Einen, der weder "gut" noch "b&amp;ouml;se" ist - die Welt ist ja auch nicht nur einfach schwarz und wei&amp;szlig;. Das geht am besten mit einem Familiennamen, den m&amp;ouml;glichst verschiedene Menschen getragen haben.   &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was war f&amp;uuml;r dich der entscheidende Impuls Musik zu machen und sie in die &amp;Ouml;ffentlichkeit zu tragen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Ich spiele seit acht Jahren Schlagzeug und habe irgendwann zwischen damals und jetzt angefangen selbst Musik zu schreiben, w&amp;auml;hrend ich parallel eigentlich st&amp;auml;ndig in irgendwelchen Bands gespielt habe. Meine erste Band ist aus einer Scherzidee mit ein paar metalbegeisterten Freunden hervorgegangen. Eigentlich beherrschte keiner sein Instrument richtig, aber wir wollten halt Musik machen. Eine halbwegs demokratische Band bringt jedoch immer Kompromisse mit sich, w&amp;auml;hrend ein Soloprojekt absolute musikalische Freiheit erm&amp;ouml;glicht. Ich wollte meine eigenen Ideen auch mal umsetzen, ohne dass sie von einem Bandkollegen in der Luft zerrissen werden, was dann schlie&amp;szlig;lich zu Berkowitz gef&amp;uuml;hrt hat. Beides hat seine Vorteile und ich m&amp;ouml;chte weder das eine noch das andere missen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Du spielst eine ziemlich deftige Mixtur in der Grauzone aus Death und Black Metal. Gibt es da einige Idole, denen du nacheiferst bzw. die einen bleibenden Eindruck bei dir hinterlassen haben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Jeder hat seine Idole, klar, das ist bei mir auch nicht anders. Slayer haben mich zur dieser Art von Musik gebracht; Marduk und Belphegor haben mir vorgespielt, was ein Blastbeat ist und Napalm Death und Terrorizer haben mir vorgemacht, dass man seine Meinung zu gesellschaftlichen und politischen Themen sehr gut in aggressive Songs packen kann. Ich k&amp;ouml;nnte jetzt aber auf keine Band zeigen und sagen "genau so will ich auch klingen".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: O.k., nun zum aktuellen Werk. In der Presseinformation wurde darauf verwiesen, dass das Album ganz bewusst am 11. September, dem Jahrestag der Anschl&amp;auml;ge auf das World Trade Center, ver&amp;ouml;ffentlicht wird. Dann noch ein aggressiv klingender Titel der Marke Sent To Dominate - damit k&amp;ouml;nnte man, denke ich, manch einen gewaltig vor den Kopf sto&amp;szlig;en. Welche Absichten bzw. Zusammenh&amp;auml;nge stecken denn hinter Album Titel, Ver&amp;ouml;ffentlichungsdatums und schlie&amp;szlig;lich dem lyrischen Gehalt deiner Songs? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: In der Tat hat das Album wohl einigen Leuten vor den Kopf gesto&amp;szlig;en. Erst wollte das Presswerk die Scheibe wegen angeblich bedenklicher Inhalte nicht fertig produzieren, dann hat YouTube das Teaservideo wegen ihrer Richtlinien zu Gewalt gesperrt (man kann es aber mittlerweile auf Dailymotion.com wieder anschauen). Ich meine - geht's noch? Das Video gibt gerade mal einen Bruchteil des Unrechts seit einschlie&amp;szlig;lich 9/11 wieder und zeigt Bilder, die tausendfach um die Welt gegangen sind. Sollen die Nachrichten lieber auch zensiert werden, weil das f&amp;uuml;r unsere armen Mitb&amp;uuml;rger zu viel Gewalt sein k&amp;ouml;nnte? Ein bisschen lachen muss ich dar&amp;uuml;ber aber schon, da die Reaktionen genau das widerspiegeln, was das Album kritisiert.&lt;br /&gt;
Der Titel "Sent To Dominate" ist eine Zeile aus "Paveway To The Gods", welches euphemistisch ausgedr&amp;uuml;ckt von Kollateralsch&amp;auml;den bei den Auslandseins&amp;auml;tzen des US-Milit&amp;auml;rs erz&amp;auml;hlt. Gleichzeitig ist auf dem Cover aber die Szene von 1989 auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking zu sehen, als sich ein einzelner Mann einer Panzerkolonne der Regierung in den Weg stellte. Der Titel bezieht sich also universal auf jede Art von Unterdr&amp;uuml;ckung und Gewalt gegen das einfache Volk und zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs. Die Titelphrase wird auf der R&amp;uuml;ckseite des Booklets mit den Worten "Send Them Back To Hell" abgeschlossen und ergibt somit die Kernaussage des Albums.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Gehen wir noch etwas weiter in die Tiefe, wenn es dir recht ist. Womit befassen sich beispielsweise die Songs "Zehntausenddreihundertf&amp;uuml;nfzehn" oder "Second Class Human Being"?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Der erste Song handelt von der innerdeutschen Teilung. Ich bin kurz vor dem Mauerfall in der damaligen DDR geboren - habe also selber keine Erinnerungen an diese Zeit. Allerdings sehe ich noch heute die Folgen dieser Zeit an den Menschen und frage mich, wie lange es noch dauert, bis man im ehemaligen Westdeutschland nicht mehr von den "doofen Ossis" und im Ostteil nicht mehr von "Besserwessis" spricht. Im Text werden die beiden deutschen Staaten als Br&amp;uuml;der personifiziert, die erst auseinandergerissen werden und sich dann nach Jahren wieder die Hand sch&amp;uuml;tteln d&amp;uuml;rfen und feststellen m&amp;uuml;ssen, wie fremd sie sich einander geworden sind. Wer &amp;uuml;brigens von allein darauf kommt, was es mit dem Songtitel auf sich hat, verdient Respekt, haha.&lt;br /&gt;
"Second Class Human Being" erz&amp;auml;hlt aus der Perspektive des Betroffenen von dem Druck, sich an das g&amp;auml;ngige gesellschaftliche Ideal anzupassen. Durch Einfl&amp;uuml;sse von au&amp;szlig;en sieht sich der Protagonist selbst als minderwertig an, als Mensch zweiter Klasse. Solche angelernten Komplexe gibt es &amp;ouml;fter als man meinen m&amp;ouml;chte und sie gehen oft tragisch aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Mit "Från Helvetet", also "Aus Der H&amp;ouml;lle" befindet sich auch ein schwedischer Titel in der Songliste. Das Instrumentalst&amp;uuml;ck, das sich dahinter verbirgt, z&amp;auml;hlt f&amp;uuml;r mich zu den Highlights des Albums. Aber warum ist der Titel in Schwedisch? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Dieser Song ist das wohl pers&amp;ouml;nlichste St&amp;uuml;ck auf dem Album und ist der einzige Hoffnungsschimmer zwischen all der Negativit&amp;auml;t. Ein Instrumentalst&amp;uuml;ck zu benennen ist nicht gerade einfach und so bekam "Från Helvetet" seinen Namen auch erst nach der Fertigstellung des Albums, als ich gerade in Schweden gelebt habe. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie w&amp;uuml;rden denn deine eigenen Anspieltipps f&amp;uuml;r Sent To Dominate lauten? Gibt es irgendwelche Songs, auf die du besonders stolz bist?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Das wechselt eigentlich jedes Mal, wenn ich mir das Album anh&amp;ouml;re. Jeder Song hat seinen eigenen Charakter und das ist meiner Meinung nach auch die St&amp;auml;rke der Scheibe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was mir an dem Album richtig gut gef&amp;auml;llt, ist dieser morbide Klang. Das ist weder der typische Black-Metal-Underground-Brei, noch eine klinisch-perfekte &amp;Uuml;berproduktion und das verleiht den Songs ein ordentliches Ma&amp;szlig; an Individualit&amp;auml;t. Wie hast du das so hinbekommen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Vielen Dank! Ehrlich gesagt bin ich nicht besonders gut, wenn es ums Mischen usw. geht. Ich habe einfach versucht, die Scheibe so gut wie m&amp;ouml;glich klingen zu lassen und dann nach dem Trial-and-Error-Prinzip so lang herumprobiert, bis ich den Sound in Ordnung fand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Obwohl du, wie schon gesagt, das Meiste selbst in die Hand nimmst, hat N.K. von Der Weg Einer Freiheit die Gitarren und den Bass eingespielt. Woher kennt ihr euch denn?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Nikita und ich kennen uns noch aus meiner Studienzeit in W&amp;uuml;rzburg und sind durch unsere Musikbegeisterung in Kontakt gekommen. Die Szene in W&amp;uuml;rzburg ist recht &amp;uuml;berschaubar und da l&amp;auml;uft man sich dann &amp;ouml;fter mal &amp;uuml;ber den Weg und unterst&amp;uuml;tzt sich gegenseitig. Von mir stammt zum Beispiel auch das Logo von Der Weg Einer Freiheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Kannst du jetzt schon sagen, ob es bei dieser Zusammenarbeit bleiben wird?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Nikita hat jetzt zwei Scheiben wacker eingezockt und es ist eigentlich auch gen&amp;uuml;gend Material f&amp;uuml;r eine dritte CD fertig geschrieben. Dennoch sieht es momentan eher danach aus, Berkowitz in Zukunft in etwas anderer Form weiterzuf&amp;uuml;hren. Aber da ist vieles noch nicht spruchreif, wir werden sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Gibt es denn in dieser Konstellation denn &amp;uuml;berhaupt eine Chance, Berkowitz auch live auf die B&amp;uuml;hne zu bringen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Vermutlich nicht, haha. Ich ziehe in Berlin gerade mit ein paar Jungs eine neue Band auf, von der in Zukunft dann eher mal Liveaktivit&amp;auml;ten zu erwarten sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich denke, wir haben nun ein wenig Licht ins Dunkel rund um Berkowitz gebracht und k&amp;ouml;nnen allm&amp;auml;hlich zum Ende kommen. Hast du dir mit diesem Projekt denn irgendwelche Ziele gesteckt? Gibt es irgendetwas, das du ganz gerne mit deiner Musik erreichen w&amp;uuml;rdest? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Musikalisch gesehen existiert Berkowitz um der Musik willen, Ziele gibt es da keine. Von der inhaltlichen Seite her w&amp;uuml;rde es mich nat&amp;uuml;rlich wahnsinnig freuen, wenn meine Texte ein paar Leute dazu bringen, sich mehr mit dem Weltgeschehen zu befassen und sich eine eigene Meinung zu solchen Dingen zu bilden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich w&amp;uuml;nsche weiterhin alles Gute und sage Danke f&amp;uuml;r das Interview! Falls du noch eine letzte Botschaft an unsere Leser hast, kannst du sie hier gerne loswerden. Und vielleicht hab ich ja auch eine Frage vergessen, die du gerne geh&amp;ouml;rt h&amp;auml;ttest. Also wenn dir noch was auf dem Herzen liegt, dann raus damit...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unas: Danke ebenso, dass du dir Zeit genommen hast! Wenn bei interessierten Lesern noch Fragen auftauchen, beantworte ich diese gern per Mail oder auf Facebook.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/05lD5ifQBUg" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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									<title>Interview mit After All</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Ein Support-Gig f&amp;uuml;r Judas Priest, eine Tour mit Sacred Reich und dann auch noch ein neues Album - After-All-Gitarrist Dries van Damme hatte wirklich allerhand zu erz&amp;auml;hlen, als wir ihn zum Interview luden. Scheinbar immer noch gepl&amp;auml;ttet von all den Ereignissen der letzten Wochen verr&amp;auml;t uns Dries allerhand Details &amp;uuml;ber die Entstehung von Dawn Of the Enforcer und nat&amp;uuml;rlich die Highlights seiner Konzertreisen....&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="bildlinks" src="bilder/002_interviews/486_After_All_Band.jpg" border="0" alt="Bandfoto After All" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Hallo Dries und einen sch&amp;ouml;nen Gru&amp;szlig; aus Bayern! Euer neues Studioalbum Dawn Of The Enforcer wurde vor einigen Tagen ver&amp;ouml;ffentlicht. Was unterscheidet denn das neue Material von seinen Vorg&amp;auml;ngern - gibt es Neuigkeiten oder ist alles beim Alten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Hallo aus Belgien! Obwohl das nun schon unser achtes Album ist, bedeutet es tats&amp;auml;chlich einen Neustart f&amp;uuml;r After All. Es ist unser erstes Album mit unserem neuen S&amp;auml;nger Sammy und unserem neun Bassisten Frederik. Es ist fast, als h&amp;auml;tte man eine neue Band. Besonders die Vocals unterscheiden sich sehr von dem was wir in der Vergangenheit gemacht haben. Davon abgesehen haben wir wirklich darauf geachtet, effektive Thrash-Hymnen zu schreiben, die auf den Punkt kommen. Also alles in allem - wenn du die &amp;auml;lteren Alben mit unserem neuen vergleichst, ist es definitiv ein Schritt nach vorne und zwar in jeder Hinsicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was sind deine Top drei Verkaufsargumente f&amp;uuml;r das Album, um mal eben etwas Werbung zu machen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Also an erster Stelle stehen da die Vocals. Sammy Peleman ist ein wahres Naturtalent. Es wurde schon verglichen mit Rob Halford, John Cyriis, Midnight usw. Und tats&amp;auml;chlich - als wir vor einigen Wochen in der Lotto-Arena hier in Belgien f&amp;uuml;r Judas Priest er&amp;ouml;ffneten, kam Rob Halford raus, um unsere Show von der der Seite der B&amp;uuml;hne anzuschauen. Also yeah, jeder, der auf hohe Metalvocals steht, soll uns mal antesten! Das zweite Verkaufsargument ist die Produktion von Dan Swan&amp;ouml;. Unsere Musik ist tief im 80er-Thrash verwurzelt, aber Dan verpasste ihr einen aktuellen Sound: heavy und voll in die Fresse! Und das dritte Verkaufsargument ist das Artwork von Ed Repka. Wir erinnern uns ja alle an seine klassischen Arbeiten f&amp;uuml;r Megadeth, Evil Dead oder Death, und wir sind so stolz, dass er nun auch ein so cooles Artwork f&amp;uuml;r uns entworfen hat. Du solltest die Vinylversion des Albums sehen mit dem Artwork in voller 12-Inch-Pracht. Es ist fantastisch!     &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie du schon sagtest ist Dawn Of The Enforcer bereits euer achtes Studioalbum, aber ich denke, dass After All bis jetzt noch nicht all seine m&amp;ouml;glichen Fans erschlossen hat bzw. mancherorts noch nicht so popul&amp;auml;r sind. Glaubst du, die Situation k&amp;ouml;nnte sich mit euren neuen Songs &amp;auml;ndern?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Das h&amp;auml;ngt davon ab, wie du Popularit&amp;auml;t definierst. Nat&amp;uuml;rlich sind wir nicht besonders popul&amp;auml;r, wenn du uns mit Iron Maiden vergleichst, haha. Wir sind aber wirklich froh &amp;uuml;ber den heutigen Status der Band. In Belgien z&amp;auml;hlen wir zu den bekanntesten Bands. &amp;Uuml;ber die letzten zehn Jahre oder so haben wir in fast ganz Europa getourt und immer mehr Menschen kommen zu unseren Shows, besonders in Deutschland. Unsere Alben wurden in Europa, Russland und den USA ver&amp;ouml;ffentlicht, daher denke ich schon, dass wir einige Fans haben - und ihre Anzahl steigt! Nat&amp;uuml;rlich hoffen wir, dass wir noch mehr Fans mit unserem neuen Album erreichen. In Belgien und Holland wird das Album &amp;uuml;ber Roadrunner herausgebracht, in Deutschland, &amp;Ouml;sterreich und der Schweiz &amp;uuml;ber Van Records. Jeder arbeitet wirklich hart an der Werbung f&amp;uuml;r das Album, daher denke ich dass wir mit diesem definitiv popul&amp;auml;rer werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Neue Fans zu rekrutieren funktioniert am besten, wenn man seine Songs live auf der B&amp;uuml;hne spielt und gl&amp;uuml;cklicherweise hattet ihr eine gro&amp;szlig;artige Gelegenheit das zu tun. Zun&amp;auml;chst wurde euch die Ehre zu teil, die B&amp;uuml;hne mit keinen geringeren als Judas Priest in der Lotto Arena von Antwerpen Ende Mai teilen zu d&amp;uuml;rfen, wie du ja vorhin schon erz&amp;auml;hlt hast. Was sind deine Eindr&amp;uuml;cke von diesem Event? Hattet ihr Kontakt zu Rob und den anderen?  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Es war wirklich eine gro&amp;szlig;artige Metal-Nacht. Wir h&amp;auml;tten niemals damit gerechnet, einmal zu so einer hochkar&amp;auml;tigen Show eingeladen zu werden. Es war eine der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Shows, die wir bis jetzt gespielt haben - in einer Arena mit 8.000 Metalheads. Wie ich schon vorhin sagte, hat sich Rob Halford unsere Show vom B&amp;uuml;hnenrand angesehen - das war ganz sch&amp;ouml;n surreal! Sp&amp;auml;ter dann sind wir auf Ian Hill und Scott Travis gesto&amp;szlig;en. Wirklich coole Leute! Das Gleiche gilt auch f&amp;uuml;r Priest-Crew. Niemals wurden wir besser behandelt als von dieser Crew. Absolut klasse!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Und danach hattet ihr noch eine kleine Tour als Support f&amp;uuml;r Sacred Reich. Den Termin in N&amp;uuml;rnberg hatte ich mir schon seit Monaten in meinen Kalender geschrieben, aber am Ende musste ich leider genau an diesem Abend arbeiten. Ich hoffe daher, dass du mir einen kleinen Bericht geben kannst, damit ich auch wei&amp;szlig;, was ich verpasst habe... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Nun, um ehrlich zu sein, N&amp;uuml;rnberg war die beste Show der ganze Tour. Die Bude war gerammelt voll mit Thrashern und sie liebten jede Minute unserer Show. N&amp;uuml;rnberg war au&amp;szlig;erdem der Rekord an Merchandise-Verk&amp;auml;ufen f&amp;uuml;r uns!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Na danke, jetzt bei&amp;szlig;e ich mich wirklich in den Arsch, dass ich nicht dort war, haha! Wie war denn die Reaktion der Anwesenden auf das neue Material?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Die Reaktionen lagen weit &amp;uuml;ber unseren Erwartungen, um ehrlich zu sein. Nat&amp;uuml;rlich wussten wir, dass wir einige Killer-Songs geschrieben hatten, aber dennoch - erst wenn du die Fans zu ihnen headbangen und moschen siehst, wei&amp;szlig;t du, dass du gute Arbeit gemacht hast. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Und was waren euere Highlights hinter der B&amp;uuml;hne? Einige urkomische, besoffene Anekdoten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Unsere wildeste Party hatten wir im Bus auf dem Weg von Belgien zu unserer ersten Show in Hamburg. Danach hatten wir alle mehr oder weniger ausgefeiert f&amp;uuml;r den Rest der Woche ... Wir hatten auch eine gro&amp;szlig;artige Nacht in Berlin, wie immer. Aber die beste Show war N&amp;uuml;rnberg, keine Frage!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ok, nun lass uns noch mal zur&amp;uuml;ck aufs Album kommen. Der Sound von dem Teil ist ja wirklich der Hammer! Welche Rolle spielte denn Produzent Dan Swan&amp;ouml; w&amp;auml;hrend eurer Aufnahmen und vielleicht auch f&amp;uuml;r die fertigen Songs?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Dan ist der Wahnsinn. Er hat sich nicht wirklich eingemischt beim Songwriting und bei den Aufnahmen. Andererseits war er ausschlaggebend f&amp;uuml;r den Sound auf dem Album. Er hat alles mit gro&amp;szlig;em Sinn f&amp;uuml;rs Detail abgemischt, sehr heavy, aber stets dynamisch und niemals zu komprimiert, so wie traurigerweise viele Alben diese Tage sind. Dan ist ein echter Metalhead! Er ist in unserem Alter und wuchs mit den gleichen Bands auf wie wir auch. Wir sind gro&amp;szlig;artig miteinander ausgekommen und er ist au&amp;szlig;erdem ein echt lustiger Typ.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class="bildlinks" src="bilder/002_interviews/486_After_All_Cover.jpg" border="0" alt="Cover After Alls Dawn Of The Enforcer" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Um noch mal an meine zweite Frage anzukn&amp;uuml;pfen: eines meiner eigenen Top Verkaufsargumente f&amp;uuml;r euer Album ist definitive das aufregende Coverdesign von Ed Repka. Welche Story verbirgt sich hinter dem Motiv? Habt ihr ihm einige Ideen an die Hand gegeben oder hatte er absolut freie Hand f&amp;uuml;r den Entwurf?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Mit Ed zusammenzuarbeiten war unglaublich. Wir sind wirklich stolz darauf! Ehrlich, ich hatte erwartet, dass er uns irgendein Artwork schicken w&amp;uuml;rde, das bei ihm bereits in der Schublade herum lag. Und tats&amp;auml;chlich h&amp;auml;tten wir es bestimmt klasse gefunden. Aber nein, Ed fragte uns, was wir wollten, was wir uns so vorstellten und was unsere Ideen waren. Er kam dann nur mit einer Bleistiftskizze zur&amp;uuml;ck. Die war genau, wie wir es beschrieben hatten, es war unglaublich! Er hat das dann weiter ausgearbeitet und wie du schon sagtest, das Resultat ist der Wahnsinn!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Hast du einige Favoriten unter den Metal-Arbeiten von Ed Repka?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Da gibt es so viele. Sicherlich Rust In Peace von Megadeth, aber auch Think This von Toxik, Annihilation Of Civilization von Evil Dead und Game Over von Nuclear Assault... es gibt wirklich so viele. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Lass uns einen kleinen Blick in die Zukunft riskieren. Gibt es ein bestimmtes Ziel, das ihr mit der Band unbedingt noch erreichen wollt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Na klar. Wir w&amp;uuml;rden liebend gerne live in den Staaten spielen. Wir wurden schon einige Male dazu eingeladen, aber jedes Mal ist am Ende was dazwischen gekommen. Hoffentlich k&amp;ouml;nnen wir das in den kommenden Monaten durchziehen. Und nat&amp;uuml;rlich w&amp;auml;re es cool mehr gro&amp;szlig;e Shows zu spielen, wie die eine, die wir mit Priest hatten. Es muss wirklich aufregend sein, eine Arena-Tour zu haben und jeden Abend vor so gro&amp;szlig;en Massen zu spielen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich dr&amp;uuml;cke die Daumen, dass ihr das noch hinbekommt und sage Dankesch&amp;ouml;n f&amp;uuml;r dieses Interview!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Gern geschehen! Danke f&amp;uuml;r das Interesse an unserer Band. Heavyhardes begleitet After All nun schon seit so vielen Jahren. Danke f&amp;uuml;r eure Unterst&amp;uuml;tzung!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wenn du eine letzte Nachricht oder vielleicht universelle Weisheit f&amp;uuml;r unsere Leser hast, kannst du sie hier gerne noch los werden...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dries: Wenn ihr auf Thrash Metal steht, dann verpasst nicht das neue After All-Album! Ihr werdet es wirklich nicht bereuen! Prost!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/HUjTpOG5jTw" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
									<link>http://feedproxy.google.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~3/HUjTpOG5jTw/interview-486.html</link>
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									<title>Interview mit Watch Me Bleed</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Nach dem starken Einstand Souldrinker konnten die Recken von Watch Me Bleed mit ihrem Zweitwerk Kingdom glatt noch einen oben drauf setzen. Und da sich die Herren bereits vor drei Jahren schon als redselige Zeitgenossen entpuppten, haben wir auch diese Mal wieder einen Schwung an Fragen auf den Weg gebracht, um m&amp;ouml;glichst viel &amp;uuml;ber das neue Album zu erfahren. Gitarrist Markus Pohl, Drummer Steffen Theurer und S&amp;auml;nger Chris Rodens teilten sich die Antworten und erz&amp;auml;hlten uns viel Wissenswertes rund um Kingdom, welchen Einfluss ein gewisses Strategiespiel auf das Album hatte und warum gerade das Booklet was f&amp;uuml;r Genie&amp;szlig;er ist...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="bildlinks" src="bilder/002_interviews/485_WMB_Band.jpg" border="0" alt="Bandfoto Watch Me Bleed" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Hallo zusammen und beste Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e aus dem Hause heavyhardes. Unser Interview nach eurem Deb&amp;uuml;t ist ja nun auch schon wieder eine Weile her. Ich hoffe nat&amp;uuml;rlich dennoch ihr erinnert euch an unser Magazin ... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Aber klar kann ich das, ihr mochtet "Burn Down Hope" nicht, einen meiner Lieblingssongs auf 'Souldrinker'... sowas vergisst man nicht so schnell hahahaha&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Aber davon abgesehen wurde Souldrinker ja sehr positiv aufgenommen und nicht nur bei uns. Das Album hat generell eine gute Presse bekommen, soweit ich es in Erinnerung habe. Hat euch das ein wenig unter Druck gesetzt, als ihr die Arbeiten am Nachfolger begonnen habt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Nicht einmal ansatzweise. Wir alle machen Musik, weil wir Bock darauf haben. Weil wir machen wollen, was uns Spa&amp;szlig; macht. Bei uns gibt es keinen k&amp;uuml;nstlichen Druck von au&amp;szlig;erhalb, der uns durchs Business treibt wie eine Sau durchs Dorf. Bei uns ist der Metal nun mal ehrlich, er kommt aus uns heraus, so wie er auf Platte ist. Daher ist der Druck, den wir beim Songwriting haben, hausgemacht. Allerdings macht das die Sache nicht einfacher. Wir selber sind unsere gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Kritiker und nicht selten sind ganze N&amp;auml;chte dabei draufgegangen, bis wir uns einigen konnten. Ich bereue aber nicht eine Sekunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie seid ihr Kingdom angegangen? Was stand zuerst - die Lyrik oder das kompositorische Ger&amp;uuml;st?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Ich f&amp;uuml;r mich sage: Die Musik. Am Anfang war das Riff. Egal, wie ein Song sp&amp;auml;ter geformt ist. Oft werfe ich das erste Riff dann auch wieder weg, aber damit beginne ich. Letztendlich entwickle ich einzelne Riffs beim Jammen im Proberaum, Anlage auf Stufe 667 und einfach nur aufnehmen. Sp&amp;auml;ter wird ausgewertet.&lt;br /&gt;
Daraus entwickle ich dann in meinem Homestudio einen Song, den ich an den Rest schicke. Dann wird ge&amp;auml;ndert, die Drums eingespielt, die Vocals draufgebr&amp;uuml;llt, wieder ge&amp;auml;ndert. Meistens arbeiten wir dadurch an mehreren Songs gleichzeitig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: In der Presseinformation war zu lesen, dass auch eurem Produzenten Eike Freese eine wichtige Rolle bei dem Album zugefallen ist. Inwiefern hat er sich denn eingebracht und wie viel verdankt ihm das Album?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Eike war ein Gl&amp;uuml;cksgriff, in allen Belangen. Er hat einfach einen tierisch guten Musikgeschmack und seine gitarristischen Vorlieben liegen genau auf meiner Wellenl&amp;auml;nge. Entsprechend hatten wir, was den Sound im Studio angeht, &amp;uuml;berhaupt keine Probleme.&lt;br /&gt;
Allerdings hat er eine weitaus gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Rolle gespielt als nur Kn&amp;ouml;pfchendreher zu sein. Von Beginn an war er schon voll integriert. Wir mussten ihn dazu erst &amp;uuml;berreden, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hatte, bei Bands ins Songwriting einzugreifen. Aber er merkte schnell, dass wir offen waren f&amp;uuml;r seine Vorschl&amp;auml;ge. Wir haben zwar  jede &amp;Auml;nderung selber nochmal kompositorisch neu erarbeitet, haben komplette Teile neu geschrieben, neue Vocals gemacht oder auch einmal den kompletten Song &amp;uuml;ber den Haufen geworfen. Aber letztendlich integrierte er sich als vollst&amp;auml;ndiger Part in der Band. Als f&amp;uuml;nfter Mann sozusagen und wir waren froh, den Schritt gegangen zu sein.&lt;br /&gt;
Auch wenn es manchmal schon hart ist, wenn ein f&amp;uuml;r dich perfekter Song umgekrempelt zur&amp;uuml;ckkommt. Aber ein gro&amp;szlig;es Ego hat bei uns in der Band eh keine Chance, dazu steckt zu viel Liebe zum Metal in uns. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Steffen: Eike war am Songwriting vollwertig beteiligt. Er hat damit einen wirklich gro&amp;szlig;en Teil zu den Songs mit beigetragen. Auch bei ihm im Studio hat er aus jedem Musiker noch etwas &amp;uuml;ber dessen Limit heraus gekitzelt. Man kann sagen, ohne Eike w&amp;auml;r's schon auch gut geworden, mit ihm war's dann aber erst richtig geil! Haha...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie w&amp;uuml;rdet ihr sagen unterscheidet sich Kingdom von seinem Vorg&amp;auml;nger? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Diesmal haben wir uns keine Grenzen gesetzt. Erst im Verlauf des Songwritings merkten wir, wie viel Rock'n'Roll, Blues und Rock eigentlich da drin steckt. Wir waren selber begeistert, weil wir es endlich geschafft hatten, beinharten Metal mit dreckig harten Riffs zu kombinieren. Und so war dann die Vorsicht weg, der Weg klarer, das Songwriting und die Art der Musik stand fest. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Steffen: Kingdom ist kompakter und geradliniger. Bei der ersten CD gab noch viele Parts, bei denen man aufmerksam zuh&amp;ouml;ren musste, wobei ich zur Kingdom auch einfach nur mal meinen Kopf kreisen lassen kann. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie lautet denn euer Anspieltipp bzw. wie lauten eure eigenen Favoriten, insofern ihr das so kurz nach der Fertigstellung &amp;uuml;berhaupt sagen k&amp;ouml;nnt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Jeder Song hat seine herausragenden St&amp;auml;rken, ich glaube nicht, dass ich einen Song benennen kann. Es hat meiner Ansicht nach auch kein Song verdient, von einem anderen &amp;uuml;berboten zu werden. Einem Fan steht das nat&amp;uuml;rlich zu, aber als Songwriter h&amp;auml;tte ich den schw&amp;auml;cheren Song st&amp;auml;rker machen m&amp;uuml;ssen oder vom Album werfen. Was &amp;uuml;brigens durchaus passiert ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Steffen: Ich finde Kingdom ist ein Album, das erst im Gesamten so richtig zeigt, was es kann. "Rack The Slide" und der Titelsong "Kingdom" sind f&amp;uuml;r mich jedoch die Songs, die auch f&amp;uuml;r sich stehen k&amp;ouml;nnen. Die beiden kann ich als Anspieltip absolut empfehlen. Sie geben einen guten Einstieg in das Album.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Im Review hab ich eure aktuellen Songs mit Arbeiten von Disbelief, Hate Squad und Pantera verglichen, die ja auch alle sehr groovebetonte Lieder schreiben. K&amp;ouml;nnt ihr mit diesen Vergleichen leben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Bei Hate Sqad muss ich mich raushalten, mit deren Material bin ich noch gar nicht vertraut, werde mir das aber gleich mal anh&amp;ouml;ren. Die M&amp;Uuml;SSEN dann ja gut sein hahahaha&lt;br /&gt;
Mit den anderen beiden Bands kann ich leben. Disbelief mag ich tierisch, sie haben f&amp;uuml;r mich eine ganz eigene Art der Musik, sehr sph&amp;auml;risch. Und privat kommen wir mehr als nur gut aus. Wundert mich bis heute, dass wir vor ein paar Jahren, als wir zusammen mit ihnen ein Festival in Italien spielten, nicht umgehend zusammen aus dem Hotel geflogen sind, hahahaha.&lt;br /&gt;
Zu Pantera muss ich leider sagen: Wir sind nicht w&amp;uuml;rdig. Nat&amp;uuml;rlich sind sie DIE harte Metalband, eine f&amp;uuml;r mich perfekte Symbiose aus H&amp;auml;rte und Dreck, Metal, Blues- und Rock-Einfl&amp;uuml;ssen. Besser geht's nicht. Wir sehen solche Vergleiche als Ehre und wissen aber genau, wo wir im Vergleich zu ihnen stehen. Und: Es gibt Schlechteres, mit dem man verglichen werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Von der Musik schwenken wir nun mal zu den Texten. Die sind ja plakativ, sehr kriegerisch, endzeitlich und meistens aus der Sicht des Zerst&amp;ouml;rers oder Schl&amp;auml;chters geschrieben. Alles nur ein Metal-Klischee, dass man so b&amp;ouml;se Verse wie nur m&amp;ouml;glich schreiben muss? Oder ist euch tats&amp;auml;chlich eine Art Elefantenlaus &amp;uuml;ber die Leber gelaufen, dass am Ende Phrasen stehen wie "Fuck the world, I'm done with it"?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Das muss ich doch unserem S&amp;auml;nger Chris &amp;uuml;berlassen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Einige der Texte sind in Worte gepackte Emotion... aus einem dieser Texte (f&amp;uuml;r den Song "The World Stops Moving") stammt auch der oben erw&amp;auml;hnte Satz. Als dieser Song entstand, hab ich einfach meiner Wut freien Lauf gelassen... und unsere 'sch&amp;ouml;ne' Welt ist nun mal kein Zuckerschlecken, da packt einen schon mal der Hass auf alles und jeden.&lt;br /&gt;
Die meisten Texte der CD sind allerdings von meiner Leidenschaft f&amp;uuml;r das Tabletop-Spiel Warhammer 40.000 beeinflusst. Das ist ein d&amp;uuml;steres Zukunftsszenario in dem st&amp;auml;ndiger Kampf und Krieg herrscht... Unterdr&amp;uuml;ckung, religi&amp;ouml;ser Fanatismus und st&amp;auml;ndiger Kampf ums &amp;Uuml;berleben spielen dort eine vorherrschende Rolle... alles in allem eine Zukunft, auf die unser Planet sowieso zusteuert. Ich erz&amp;auml;hle einfach ein paar Geschichten aus diesem Universum und wer sich mit dem Spiel auskennt, wird sicher einiges Bekanntes wieder entdecken. Und f&amp;uuml;r denjenigen, dem das alles nur spanisch vorkommt... was ist sch&amp;ouml;ner als bei einem Gig lauthals "War calls us" zu br&amp;uuml;llen und all seine Wut rauszulassen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was passiert deiner Meinung nach am 21.12.2012? Ich hatte beim Schm&amp;ouml;kern in euren Lyrics ja schon ein wenig den Eindruck, dass die Herren dem prophezeiten Weltuntergang gar nicht so abgeneigt w&amp;auml;ren...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Absolut gar nichts passiert. Meine Jahreskarte f&amp;uuml;r die Sauna l&amp;auml;uft erst im Mai 2013 ab... also KANN gar nichts passieren, haha. Und ehrlicherweise halte ich das wieder einmal  f&amp;uuml;r v&amp;ouml;llig &amp;uuml;berzogenen Bl&amp;ouml;dsinn, genauso wie die 'gro&amp;szlig;e Katastrophe' zur Jahrtausendwende. In Wirklichkeit richten wir unsere Welt langsam und systematisch zugrunde... dazu braucht es kein definitives Datum... der Untergang hat schon begonnen. Nimm nur die ganzen religi&amp;ouml;sen Fanatiker... sie streiten und k&amp;auml;mpfen um die Tatsache, wer den besseren imagin&amp;auml;ren Freund hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class="bildrechts" src="bilder/002_interviews/485_WMB_Cover.jpg" border="0" alt="Cover von Watch Me Bleeds Album Kingdom" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ja, dem kann ich nur beipflichten. Neben den Texten m&amp;ouml;chte ich auch noch zum optischen Aspekt von Kingdom kommen. Welcher Gedanke steckt denn hinter dem Coverartwork?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Wie schon vorher erw&amp;auml;hnt, viele der Texte erz&amp;auml;hlen einfach Geschichten aus dem Warhammer 40.000-Universum. Das Cover sollte das ganze bildlich wiedergeben und stellt ein Kriegsflagge einer fiktiven Warhammer-Einheit und gleichzeitg unserer Band dar. Unser Grafiker Matthias von Season Zero hat das perfekt umgesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Trifft das auch auf das Wappen auf der R&amp;uuml;ckseite zu?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Ja, das Wappen geh&amp;ouml;rt einfach zum Covermotiv, ein weiterer Teil der Warhammer/Kriegsthematik. Ich sollte mir vielleicht eine illuminatische Verschw&amp;ouml;rungstheorie dazu ausdenken, das macht sich besser... hahaha!!! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Schlie&amp;szlig;lich sind da noch die Illustrationen im Booklet, also diverse Fotos von einer h&amp;uuml;bschen jungen Lady. Ich denke mal, dass in ihren Posen quasi Links zu den einzelnen St&amp;uuml;cken enthalten sein sollen, so ganz schlau werde ich daraus z.T. aber dennoch nicht. Vielleicht k&amp;ouml;nnt ihr ein wenig Aufkl&amp;auml;rung leisten...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus: Die junge Lady ist sozusagen unser Bandmaskottchen geworden... ein 'Eddie' in h&amp;uuml;bsch und sexy, haha. Ihr Name ist Naima und sie arbeitet als Model. Sie war schon auf dem Cover und im Booklet unseres Deb&amp;uuml;ts und diese 'Tradition' wollten wir fortsetzen. Als unser Grafiker mit der Idee zum Cover ankam, wollte er im Booklet so etwas wie einen kleinen Stilbruch... etwas mehr Hochglanz und Style. Also haben wir uns mit einer guten Fotografin und unserem Model einen Tag im Fotostudio eingeschlossen und einen Haufen Bilder geschossen die alle einen losen Bezug zu einzelnen Texten oder der Albumthematik (Warhammer 40K) haben. Die genaue Interpretation der Bilder bleibt jedem selbst &amp;uuml;berlassen, es w&amp;auml;re ja langweilig alles im kleinsten Detail zu erkl&amp;auml;ren... und wem das zu m&amp;uuml;hselig ist, soll einfach nur hinsehen, schlie&amp;szlig;lich sind es auch Bilder, die man einfach nur anschauen und genie&amp;szlig;en kann... haha&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Das reicht mir auch an Erkl&amp;auml;rung und genossen hab ich eh schon, haha. Wir kommen zum Ende und da will man nat&amp;uuml;rlich immer ganz gerne wissen, wo man das Album oder zumindest Teile davon auch live zu h&amp;ouml;ren bekommt. Schon etwas in Planung?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Im Herbst planen wir eine kleine Tour und sind gerade am Buchen... nat&amp;uuml;rlich schauen wir auch, dass wir vielleicht auf eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Tour aufspringen k&amp;ouml;nnen, aber das ist nat&amp;uuml;rlich schwer, wenn man nicht bei den gro&amp;szlig;en Agenturen mitl&amp;auml;uft und die finanziellen Mittel eines gro&amp;szlig;en Labels hat. Wir sind sozusagen noch ein Do-it-yourself-Betrieb... und in Zeiten des Internet kann man sehr viel selber machen, aber im Musikbusiness l&amp;auml;uft vieles noch nach veralteten und &amp;uuml;berholten 'Gesetzen' und eines davon ist nach wie vor: Wer das Geld hat, sagt wo es langgeht... aber wir haben unsere F&amp;uuml;hler sozusagen schon ausgestreckt, haha!!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: O.K. - letzte Frage: Welche Bedeutung hat de Farbe Rot f&amp;uuml;r euer aktuelles Album und die Band an sich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Ist dir das aufgefallen... haha!!! Das ist unsere 'Macke'. Rot passt zum Bandnamen, rot ist Wut, Aggression und Gefahr. Und irgendwann haben wir angefangen alles in Rot und Schwarz zu gestalten... Cover, Shirts, B&amp;uuml;hnendesign... inzwischen sind sogar Teile unseres Equipments und unserer Cases rot. Das hat sich komplett verselbstst&amp;auml;ndigt und ist so eine Art 'Image' geworden. Rot ist sozusagen die Bandfarbe... nicht mehr wegzudenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ich sage herzlichen Dank f&amp;uuml;r das Interview. Die letzte Botschaft an unsere Leser &amp;uuml;berlasse ich euch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Chris: Checkt unser Album, schei&amp;szlig;t auf Mainstreammucke, lacht dem Teufel ins Gesicht und niemals vergessen: Here come the red!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/9CXoAeOQ8Gk" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
									<link>http://feedproxy.google.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~3/9CXoAeOQ8Gk/interview-485.html</link>
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  								<feedburner:origLink>http://www.heavyhardes.de/interview-485.html</feedburner:origLink></item><item>
									<title>Interview mit Anneke Van Giersbergen</title><description>&lt;p&gt;&lt;span class="em"&gt;Im Vorfeld zu ihrem Gig in der nordbayrischsten aller Bastionen Aschebersch stand uns die ehemalige Gathering-Frontelfe Anneke van Giersbergen zu einem geselligen Plausch zur Verf&amp;uuml;gung. Spannend war unter anderem auch, dass man als Gothic Metal Frontfrau in rosa Pl&amp;uuml;sch-Schlappen heruml&amp;auml;uft...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HH: Hallo, danke f&amp;uuml;r die Gelegenheit zum Gespr&amp;auml;ch. Beginnen wir mit dem nach wie vor aktuellen Album Everything Is Changing, wie zufrieden bist du damit? Und nat&amp;uuml;rlich haben wir auf dem Herweg Nighttime Birds von The Gathering geh&amp;ouml;rt, was ist der Hauptunterschied deiner Solo-Musik zu den Gathering-Sachen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Zun&amp;auml;chst mal bin ich sehr zufrieden mit dem neuen Album - ich habe in meiner Solo-Karriere, die jetzt f&amp;uuml;nf Jahre dauert, f&amp;uuml;nf Alben gemacht, und dieses Mal konnte ich erstmals alle Ideen, die ich hatte, auch wirklich umsetzen, ich konnte auch mit anderen Leuten zusammen schreiben, weil ich viele verschiedene Elemente kombinieren wollte - Rock, Pop, viele Gesangsharmonien, ich wollte sehr heavy und dunkel sein, aber auch positiv, und das ist mir alles gelungen. Deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem aktuellen Album. Der Hauptunterschied zu The Gathering liegt darin, dass The Gathering breitere, aus vielen Schichten bestehende Klangwelten erschaffen, weil die mit f&amp;uuml;nf Leuten schreiben und eine Million Ideen haben f&amp;uuml;r einen einzigen Song. Deshalb dauert die Arbeit an einem Album immer sehr lange, sie haben einen sehr reichen, vielschichtigen Sound. Meine Musik ist &amp;uuml;blicherweise einfacher, mehr pop-orientiert, das ist glaube ich der Hauptunterschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Du warst Support bei Within Templation auf der Unforgiving-Tour, erscheinst auf der Black Symphony-DVD als Gast und hast auch auf Tour ein Duett mit Sharon gesungen. Wie kommt diese Verbindung zustande, woher kennst du die Jungs und Sharon?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten, wir kommen ja aus der gleichen Ecke - The Gathering und Within Temptation waren die ersten Bands, die harte Musik mit Frauengesang verbunden haben [Anm.: naja, wie war das mit Warlock... aber lassen wir das], wir sind in der gleichen Szene gro&amp;szlig; geworden. Wir kennen uns schon so lange und haben erst jetzt angefangen, zusammenzuarbeiten... ich habe mit so vielen Bands zusammengearbeitet, Moonspell, Within Temptation, Devin Townsend, Enethema, Aerean - wir kennen uns schon so lange, wir sind alle in der gleichen Familie des Rock und Heavy Metal, und erst jetzt arbeiten wir zusammen, weil ich jetzt vollkommen alleine entscheiden kann was ich tun m&amp;ouml;chte. Wir spielen immer wieder mal zusammen, wir haben sie auf der Tour supported, und sie sind ja mittlerweile sehr erfolgreich und bekannt geworden...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Auf der Akustik-Scheibe An Acoustic Night At The Theatre ist ja auch ein Duett drauf, das war... &amp;auml;hem... [Anm. HH: schlecht vorbereitet Holgi!!]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: ...Somewhere...ja genau, das passt sehr gut weil unser Stil gut zusammenpasst. Auch scheint ihr Publikum auch uns zu m&amp;ouml;gen, also war es eine feine Sache, als Supportband f&amp;uuml;r sie aufzutreten, viele Leute haben uns auf diese Weise entdeckt. Man findet selten eine so hohe Entsprechung im Publikum, das war genial. Und eben weil wir gemeinsam aufgewachsen sind, sind sie auch sehr gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig zu uns, sie haben viele Fans und eine gro&amp;szlig;e Macht, sie ziehen gro&amp;szlig;e Shows auf und haben uns alle Gelegenheit gegeben uns zu pr&amp;auml;sentieren und als Band zu wachsen, das war cool.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Heute gibt's ja eher ein kleines Club-Konzert, ihr habt nat&amp;uuml;rlich auch schon auf gro&amp;szlig;en B&amp;uuml;hnen und bei Festivals gespielt, was gef&amp;auml;llt dir besser?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Beide, weil sie so unterschiedlich sind. Bei Festivals hast du viele Leute, jede Menge Energie, was positiv ist wenn jeder das gleiche f&amp;uuml;hlt. Club-Shows sind viel intensiver, du kannst jedem in die Augen schauen, du kannst auf ganz andere Art eine Verbindung herstellen. Ich mag beides gleich, weil es so unterschiedlich ist. Ich mache ja beides, so wird keine der beiden Varianten langweilig oder wiederholend, wir wechseln gerne ab. Ich mache auch viele Solo-Shows nur mit Gitarre, manchmal spiele ich da vor zehn Leuten in einem Museum, manchmal auch vor vielen - das ist sehr sch&amp;ouml;n, dieses immer ganz andere Publikum.&lt;br /&gt;
HH: Hilft das Gitarrespielen auch beim Songwriting?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Ja, ich habe fr&amp;uuml;her alle Songs auf der Gitarre und am Piano geschrieben, dieses Mal habe ich mit anderen zusammen komponiert. Das gibt einem Song mehr Dimensionen, und ich bin da auch sehr schnell zu begeistern, wenn jemand eine Idee hat und die ist gut, dann setzen wir das um. Ich habe die Interaktion sehr genossen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Was kommt zuerst, die Musik oder die Texte? [Anm.: Frage wurde von Gastredakteur Bernd eingestreut...]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Gute Frage!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Mann, du stellst eine Frage und die ist gleich gut!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Du hast auch sehr gute Fragen gehabt! Nein, die Frage stellt jeder, weil manchmal habe ich nur eine Gesangslinie im Kopf, manchmal nur eine Textzeile, aber meistens beginnt es mit der Musik, das wird schnell zu einer Gesangslinie, das wird dann schnell zum Text. Manchmal habe ich auch nur einen Drumloop, da denke ich mir dann ich m&amp;ouml;chte was Schnelles, uptempo, dann habe ich manchmal nur Drums und Gesangslinie, und ich schreibe Musik au&amp;szlig;en herum. Manchmal wache ich nachts auf nur mit einer Textzeile im Kopf, die schreibe ich mir dann auf, je nach dem wie es ist. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Hast du einen Lieblingssong den du besonders gerne spielst? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Das ist schwer... gute Frage...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Danke. Das musst du jetzt nicht sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke:  OK, ich spiele "Slow Me Down" gerne, aber live funktioniert das irgendwie nicht so gut, ich dachte das sollte live doch gut sein, aber irgendwie hat jeder Probleme den Takt zu halten. Was live wirklich gut funktioniert ist "Stay", und "1000 Miles From You" ist die gro&amp;szlig;e Ballade am Ende, da passiert viel und ich kann so singen "ohhhh", das mag ich gerne diese heavy-Balladen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Wie h&amp;auml;ltst du deine Stimme auf Tour in Form?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Ja, das ist nicht leicht, dieses Set ist sehr intensiv, das volle Programm f&amp;uuml;r fast zwei Stunden, ich versuche gut zu schlafen. Schlaf ist das Beste daf&amp;uuml;r, was ich &amp;uuml;blicherweise nicht gut kann - ich muss daf&amp;uuml;r sorgen dass ich Ruhe bekomme, und dass ich gut esse. Kurz gesagt, ich muss mich um einen K&amp;ouml;rper k&amp;uuml;mmern, das ist ja mein Instrument, und nicht so viele Interviews geben, haha&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Bleibt Ihr heute hier, oder fahrt ihr direkt nach Oberhausen? [Anm.: n&amp;auml;chste Station der Tournee]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: Wir haben diese Nightliner-Busse, also fahren wir nachts zum n&amp;auml;chsten Veranstaltungsort, und schlafen w&amp;auml;hrenddessen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Ok, wir hatten gesagt zehn Minuten, das h&amp;auml;tten wir jetzt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anneke: 9:52, sehr gut!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HH: Danke f&amp;uuml;rs Gespr&amp;auml;ch, und gutes Konzert heute! [Anm.: was es auch wurde, siehe &lt;a href="http://www.heavyhardes.de/live-570.html"&gt;den dazugeh&amp;ouml;rigen Bericht&lt;/a&gt;...]&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/HeavyhardesInterviewsRSS/~4/K5ZO02qDMVE" height="1" width="1"/&gt;</description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Interviews)</author>
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