<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Heavyhardes.de - Reviews f�r Bayern und den Rest der Welt</title><link>http://www.heavyhardes.de</link><description>Heavyhardes.de - Metal News, Reviews, Interviews, Live-Berichte und Videos</description><language>de-de</language><copyright>Heavyhardes.de</copyright><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 00:00:07 +0000</pubDate><image><url>http://www.heavyhardes.de/logo/HH_Krebs.gif</url><title>Heavyhardes.de - Reviews f�r Bayern und den Rest der Welt</title><link>http://www.heavyhardes.de</link></image><atom:link href="http://www.heavyhardes.de/feeds/rss/heavyhardes_reviews_rss.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><item>
								<title>The Order - Empires</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 27. M&auml;rz 2026<br />Zeit: 45:51<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.theorder.ch" target="_blank">www.theorder.ch</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Gianni Pontillo kennt die Rockwelt als vorz&uuml;glichen S&auml;nger, wovon man sich hierzulande zuletzt bei Live-Aktivit&auml;ten der Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1900.html">Victory</a> &uuml;berzeugen konnte. Dort stand er f&uuml;r die beiden letzten Alben <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10381.html">Gods Of Tomorrow</a> und <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10540.html">Circle Of Life</a> hinterm Mikro und trug ma&szlig;geblich zur hohen Qualit&auml;t der beiden Dreher bei. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass das eigentliche "Baby" des Schweizers die Band The Order ist, mit der er nun das mittlerweile siebte Album in Position bringt.</p>
<p>Empires beschreitet den gewohnten Pfad zwischen Hardrock und Heavy Metal und stellt mit seinem Titeltrack ein erstes Ausrufezeichen an erste Stelle. Im Midtempo arrangiert, mit knackigen Riffs und griffigem Refrain ausgestattet macht die Nummer Lust auf mehr, was sogleich mit "Fight For Your Rights" befriedigt werden soll. Eine stampfende Rhythmik mit bluesigem Einschlag kennzeichnet die erste Single-Auskopplung, zu der es bereits ein Video im Netz gibt. Da zeigen sich die Routine und das handwerkliche K&ouml;nnen der Schweizer, die ihren Fokus weniger auf Innovation als vielmehr auf qualitative Umsetzungen legen. Das best&auml;tigt die k&auml;mpferische Hymne "Warriors" ebenso wie der flotte Melodic-Rocker "Thieves In The Night", der im Grunde auch auf dem letzten Victory-Album eine gute Figur abgegeben h&auml;tte. Stilistisch liegen beide Acts ohnehin eng beieinander.</p>
<p>Freilich lie&szlig;e sich ins Feld f&uuml;hren, dass einiges an Riffarbeit auf Empires altbew&auml;hrte Genre-Stangenware ist. Songs wie "Living For The Nightlife" oder "Of Martyrs And Tyrants" klingen daher ein wenig abgegriffen. Auch die Schmuse-Ballade "Wherever I Go" mit un&uuml;berh&ouml;rbarer 80er-Schlagseite vermag dieses Raster nicht zu durchbrechen. Nicht, dass die Nummer gr&ouml;bere M&auml;ngel aufzuweisen h&auml;tte, aber in Sachen 80er Rock-Balladen ist vermutlich alles gesagt, was die Menschheit je zu sagen hatte und k&uuml;nftig noch zu sagen hat. Da freut man sich glatt &uuml;ber die feurigen Riffs von "The Last Call", welches wieder etwas mehr Metall im Frachtraum hat.</p>
<p>Dieses Review darf nicht beschlossen werden, ohne den finalen Longtrack "The Bonehead's Back - Promises And Illusions" zu erw&auml;hnen. Die gut zehnmin&uuml;tige Nummer tanzt stilistisch n&auml;mlich ganz sch&ouml;n aus dem Rahmen, klingt progressiv und modern und zeigt Gianni Pontillo von einer ganz neuen Seite, wenn er uns in den Strophen aggressive Shouts anstelle seines &uuml;blichen, hochmelodischen Gesangs serviert.</p>
<p>Sein Engagement bei Victory hat der Frontmann zwischenzeitlich beendet, erhielt allerdings den Ritterschlag und darf k&uuml;nftig bei niemand geringerem als <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2860.html">Nazareth</a> den Posten am Mikro &uuml;bernehmen. Seinem "Baby" wird er dennoch erhalten bleiben und das ist auch gut so!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10619.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10619.html</guid>
					</item><item>
								<title>Tulus - Morbid Desires</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 27. M&auml;rz 2026<br />Zeit: 27.03.2026<br />Label: <a href="http://www.darknessshallrise.de" target="_blank">Darkness Shall Rise</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/TULUSband" target="_blank">www.facebook.com/TULUSband</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Tulus scheinen ihren Takt f&uuml;r neue Ver&ouml;ffentlichungen gefunden zu haben. Drei Jahre nach Fandens Kall erblickt nun Morbid Desires das Dunkel dieser Welt und zeigt das norwegische Black-Metal-Urgestein in altbew&auml;hrter Form.</p>
<p>"Salme II" er&ouml;ffnet das Geschehen als einer der wenigen Uptempo-Tracks des Albums, &uuml;berrascht und &uuml;berzeugt mit griffiger Melodie, angenehmem Klargesang im Refrain und kurzen Akustik-Einsch&uuml;ben aus Flamenco-Gitarrenspiel, ehe der Song gegen Ende in einen Moshpart &uuml;bergeht, der beinahe 1:1 von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1987.html">Sepultura</a><a href="http://www.heavyhardes.de/band-1987.html"></a>s "Roots Bloody Roots" &uuml;bernommen sein k&ouml;nnte. Diese stampfend-groovende Rhythmik wird im knochentrockenen "Skapp" fortgesetzt, durch gespenstische Keyboards und kurzes Solo-Spiel mit orientalischem Einschlag erg&auml;nzt, was der Nummer eine ganz eigene Atmosph&auml;re verleiht. Schlie&szlig;lich f&uuml;gt der Song "Tulus" als Repr&auml;sentant f&uuml;r das aktuelle Schaffen der Norweger jene rockenden Rhythmen und Gitarrenl&auml;ufe hinzu, welche auch die Marschrichtung der weiteren St&uuml;cke definieren sollen: Tulus spielen Black'n'Roll!</p>
<p>Diese Ausrichtung findet ihren H&ouml;hepunkt im ausnahmsweise flott herausgerotzten "Hedengangen", bei dem man glatt meinen k&ouml;nnte, S&auml;nger Blodstrup habe sich f&uuml;r diese Nummer mit den beiden verbliebenen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1459.html">Mot&ouml;rhead</a>-Schergen Mickey Dee und Phil Campbell im Studio verschanzt, um eine Nummer zu Lemmys Ehren einzuspielen. Eine weitere Hommage, n&auml;mlich an die Metal-Urv&auml;ter <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a> mag der finale Longtrack "Sabbat" darstellen, der das bisherige Tulus-Repertoire noch um Spuren von Doom und Blues, eine Mundharmonika inklusive, erg&auml;nzt und in einigen Passagen zweifelsfrei an die fr&uuml;hen Werke der Vier aus Birmingham erinnert.<br />
Obwohl sich die drei Norweger nicht hetzen lassen und Up-Tempo-Passagen die Ausnahme bleiben, hinterl&auml;sst Morbid Desires einen kurzweiligen Eindruck, was definitiv nicht nur an der &uuml;berschaubaren Spielzeit von 37 Minuten liegt. Leider kommt auch dieses Album nicht g&auml;nzlich ohne F&uuml;llmaterial aus und herausstechende Momente bleiben &uuml;berschaubar. Dennoch macht sich die jahrzehntelange Erfahrung der Akteure bemerkbar, wenn all die h&uuml;bschen kleinen Details und Blicke &uuml;ber den Tellerrand das aufs n&ouml;tigste reduzierte Songwriting bereichern und dem Album eine ganz eigene Stimmung verleihen. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4865.html">Sarke</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-595.html">Khold</a> oder aktueller <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1972.html">Darkthrone</a>-Alben k&ouml;nnen im Grunde bedenkenlos zugreifen!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10616.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10616.html</guid>
					</item><item>
								<title>Hanging Garden - Isle Of Bliss</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 20. M&auml;rz 2026<br />Zeit: 48:26<br />Label: <a href="http://www.agoniarecords.com" target="_blank">Agonia Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.hanging-garden.net" target="_blank">www.hanging-garden.net</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Auf ihrem neunten Album Isle Of Bliss gehen die Finnen von Hanging Garden einen Tick harscher und aggressiver an ihre Songs heran als bislang gewohnt. Das demonstriert uns sogleich der Opener "To Outlive The Nine Ravens", der mit fast schon schwarzmetallischen Blastbeats und fiesen Screams das Geschehen er&ouml;ffnet, ehe er dann doch das Tempo drosselt und die f&uuml;r Hanging Garden bekannt, schwerm&uuml;tige Atmosph&auml;re aufbaut.</p>
<p>Am Stil der Band hat sich grunds&auml;tzlich nicht viel ge&auml;ndert - ihren Mix aus Melodic Death, Doom und Gothic Metal erreichen die sieben Musiker/innen mit stampfenden Rhythmen, sp&uuml;rbarem Synthesizer-Einsatz, mit mehrstimmen Ch&ouml;ren und wundersch&ouml;nen Klarges&auml;ngen von Riikka und Toni, die eben immer wieder auf Tonis b&ouml;ses und tief grollendes Alter Ego treffen. Dabei erschaffen Hanging Garden durchaus progressive Strukturen, wenn sie ihre Songs bis knapp an die Sieben-Minuten-Grenze heranf&uuml;hren. So geschieht es schlie&szlig;lich auch bei erw&auml;hntem Einstieg, der vor allem in den rasanten Passagen und den daraus hervorgehenden Ch&ouml;ren &uuml;berzeugen kann. "Eternal Trees Of Turquoise" greift das flottere Tempo zun&auml;chst auf, ehe ab dem Titeltrack "Isle Of Bliss" doch deutlich gem&auml;chlichere T&ouml;ne angeschlagen werden. "To The Gates Of Hel" l&auml;dt mit seinen angenehmen Gesangsduetten und den eindringlich-schwerm&uuml;tigen Motiven zum Tr&auml;umen ein und zeigt die Band von ihrer gef&uuml;hlvollen Seite.</p>
<p>Die ruppigen Gitarren und der verst&auml;rkte Einsatz von Death-Metal-Growls stehen den Kompositionen gut zu Gesicht. Die vielschichtig arrangierten Songs stecken voller Kraft und Theatralik, schaffen es aber gerade w&auml;hrend der zweiten Albumh&auml;lfte nicht immer, die Relevanz bildende Spannung und Eing&auml;ngigkeit zu erzeugen. F&uuml;r zwischenzeitliche Durststrecken entsch&auml;digt allerdings der Rausschmei&szlig;er "Beneath The Fallen Sky", dessen schweres Doom-Riffing von angenehmen Gothic-Melodien und abermals bezaubernden Gesangseinlagen begleitet wird.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10621.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10621.html</guid>
					</item><item>
								<title>Gotthard - More Stereo Crush</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 13. M&auml;rz 2026<br />Zeit: 28:36<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.gotthard.com" target="_blank">www.gotthard.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Nach ihrem erfolgreichen 14. Studio-Album Stereo Crush, von welchem innerhalb eines Jahres satte 3,5 Millionen Tontr&auml;ger verkauft werden konnten, bringen Gotthard nun das Mini-Album More Stereo Crush an den Start. Darauf zu h&ouml;ren: f&uuml;nf neue Songs, zwei neue Versionen von Songs der Stereo Crush Tracklist und eine Nummer, die bislang nur als Video ver&ouml;ffentlicht wurde.</p>
<p>Was ein wenig wie Resteverwertung klingt, entpuppt sich allerdings schnell als vollwertiges Release, das weit mehr zu bieten hat als ein paar B-Seiten-Tracks, die es nicht auf das letzte Album geschafft haben. Also der Reihe nach: zum Einstieg serviert uns die erfolgreichste Band der Schweiz mit "Right Now" einen locker flockig und positiv drauf los rockenden Ohrwurm irgendwo in der Schnittmenge von Classic Rock und AOR. "Ride The Wave" startet eher zur&uuml;ckhaltend mit pumpender Rhythmik, mausert sich aber nach und nach zum waschechten Gassenhauer mit sagenhaften Gitarrenduellen in seiner zweiten Halbzeit. Nach Auskunft der Band durchlief diese Nummer mehrere Versionen und Aufnahmesessions bis endlich eine finale Fassung gefunden wurde. Ein Prozess, der sich gelohnt hat!</p>
<p>"Liverpool" war einer der Hits auf Stereo Crush und wurde nun mit zus&auml;tzlichem Beitrag von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2558.html">Krokus</a>-S&auml;nger Marc Storace eingespielt. Ein Schweizer Duett also, das wie eine Hommage an die Stadionhymnen der amerikanischen Glam-Rock-&Auml;ra in den 1980ern wirkt! Die erste Single dieses Mini-Albums h&ouml;rt auf den Namen "Smiling In The Pouring Rain" und entpuppt sich als gef&uuml;hlvolle und nachdenkliche Ballade, die einen geschickten Bogen um die gef&uuml;rchtete Schmalztopf-Falle macht und sich mit griffigem Refrain schnell ins Ged&auml;chtnis spielt. Das darauffolgende "Snafu" punktet mit simplen Versen und Strukturen und hat das Zeug, sich direkt in die Setlist der anstehenden Konzerte zu grooven. "Don't Miss The Call", ein weiterer Track mit Stadionatmosph&auml;re bereitet den Weg f&uuml;r "Mayday", ein kom&ouml;diantisches Rockbrett mit extraschweren Riffs und partytauglichem Refrain, zu welchem in deutlich k&uuml;rzerer Version schon vor zwei Jahren ein Video ins Netz eingespeist wurde. Auf Tontr&auml;ger war der Song f&uuml;r die Fans bislang aber nicht verf&uuml;gbar. </p>
<p>Zum Abschluss noch die Radio-Version der Stereo-Crush-Ballade "Burning Bridges" und fertig ist der Trittstein zum n&auml;chsten Studioalbum. Mit More Stereo Crush untermauern Gotthard ihren Status als absolute Rock-Profis, die keine Sekunde lang Gefahr laufen, ihren Ruf zu gef&auml;hrden, indem sie mit einer Handvoll Songs aus der zweiten Reihe noch ein paar Kr&ouml;ten aus den Fans quetschen wollen. Nein, dieses Mini-Album macht richtig Laune, bietet Neues und Erg&auml;nzungen mit Mehrwert und sollte schon deshalb seinen Weg in ein jedes Sammler-Regal finden.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10620.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10620.html</guid>
					</item><item>
								<title>Messticator - Total Mastery</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 13. M&auml;rz 2026<br />Zeit: 53:17<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/messticator" target="_blank">www.facebook.com/messticator</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Tut es nicht gut zu wissen, dass auch immer wieder talentierte Bands von der Basis nachr&uuml;cken? Total Mastery ist das zweite Album des Hamburger Quartetts Messticator und d&uuml;rfte einem jeden Death-Metal-Fan die Freudentr&auml;nen in die Augen treiben!</p>
<p>Nach kurzem Gitarrenintro mit dem verhei&szlig;ungsvollen Titel "The Pit Awaits..." holen Messticator den Kn&uuml;ppel aus dem Sack und ballern uns mit "... The Pitslayer" ein Feuerwerk an Blastattacken und fetten Gitarren-Riffs um die Ohren. Junge, dieser Opener wei&szlig; seinem Titel gerecht zu werden! Heavy und ausgewogen produziert, kommen die s&auml;genden Gitarren, das h&auml;mmernde Schlagzeug und die kraftvollen Growls gleicherma&szlig;en gut zur Gelten. Wenngleich "... The Pitslayer" zu den heftigsten Songs auf Total Mastery geh&ouml;rt, gibt er dennoch einen kleinen Vorgeschmack, was uns in Sachen Melodie auf diesem Album noch erwarten soll. Die wird n&auml;mlich im Camp der Hanseaten durchaus gro&szlig;geschrieben, so gro&szlig;, dass man auch den Term Melodic Death Metal problemlos ins Feld f&uuml;hren k&ouml;nnte.</p>
<p>Zun&auml;chst rauschen "High Ground" und "One-Shot-Kill" jedoch mit ordentlicher Thrash-Schlagseite um die Ecke. Die Band selbst beschreibt ihren Stil gerne auch als Thrashing Death und liefert mit diesen beiden rasant gezockten und mit messerscharfen Riffs best&uuml;cken Nummern quasi die Best&auml;tigung dazu. "Ruins Of Reason" legt den Fokus verst&auml;rkt auf eing&auml;ngige Melodien, f&auml;hrt dicke Gitarrenw&auml;nde ebenso auf, wie fingerfertiges Solospiel und l&auml;ssige Basslinien. Als erste, im Tempo deutlich gedrosselte Nummer setzt "Mass Human Extinction" auf Groove und eine dr&uuml;ckende Atmosph&auml;re, kann sich die eine oder andere Blast-Salve am Ende aber doch nicht verkneifen. Kalte Gitarrenteppiche und hymnische Melodien verpassen "Deathtouch" einen dezent schwarzmetallischen Anstrich, w&auml;hrend "The Tyrant's Scepter" uns vermittelt, dass Messticator auch einen auf Technik k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich liefert der Rausschmei&szlig;er "Cougar Claws (Return Of The Leather Milf)" eine dicke Ladung Heavy Metal mit Death-Growls und erweitert auf der Zielgeraden das stilistische Repertoire der Band um eine weitere Facette.</p>
<p>Was soll man sagen? No Filler, Just Killer - dieser Floskel kann Total Mastery durchaus gerecht werden. In Sachen Songwriting und handwerklicher Umsetzung lassen die Jungs aus Hamburg nichts anbrennen und bescheren uns im noch jungen Jahr ein erstes Highlight in Sachen Krach von der Basis. Checkt das coole Musik-Video zum thrashigen Nackenbrecher "Bloodsport" im Netz und &uuml;berzeugt euch selbst!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10611.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10611.html</guid>
					</item><item>
								<title>Myvalyir - The Past Tales</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 27. Februar 2026<br />Zeit: 36:07<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://https://www.facebook.com/myvalyir" target="_blank">https://www.facebook.com/myvalyir</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Myv... wie? Herrje, manche Bands machen es uns Konsumenten schon nicht gerade einfach mit ihrer Namenswahl! Auf Herkunft und Bedeutung von Myvalyir angeschrieben, h&auml;lt sich die Band mit Ausk&uuml;nften bedeckt. Offenbar handelt es sich um eine eigene Wortsch&ouml;pfung, die zwar durchaus eine Bedeutung besitzt, doch f&auml;nden es die Briten ganz prima, wenn die Fans eines Tages selbst in der Lage sind, das Geheimnis um ihren Namen zu l&uuml;ften.<br />
Daf&uuml;r muss man sicherlich erst einmal eintauchen in die Welt von Myvalyir. Deren Deb&uuml;t The Past Tales l&auml;sst durchblicken, dass die lyrische Komponente f&uuml;r die Band eine durchaus gro&szlig;e Rolle spielt. Die vorgelegten Songs drehen sich nicht nur um alte Geschichten im klassischen Stil, sondern ebenso um Mythen und jene K&auml;mpfe, die nicht auf Schlachtfeldern, sondern von uns selbst mit unserem Gewissen ausgetragen werden. Hierzu bedient sich das f&uuml;nfk&ouml;pfige Kollektiv einer Mischung aus Pagan und Melodic Death Metal, reichert dessen typisches Instrumenten-Repertoire jedoch um Violine, Cello und schwedische Nyckelharpa an und erschafft mit diesem Background eine epische, teils cineastische Klangkulisse.</p>
<p>Nach einem h&uuml;bschen Intro bl&auml;st die Band mit "Recollection" zum Angriff und l&auml;sst Gitarrenw&auml;nde zu rasanten Schlagzeugsalven wie Sturmwinde durch die heimischen Speaker fegen. Fast schon schwarzmetallisch im Auftakt, wird der Beelzebub aber recht schnell vom Boandlkramer auf seinen Platz verwiesen. Das folgende "Reign" geht die Sache schon weit weniger hektisch an, liefert neben Groove und Hymnik auch ruhige, akustisch intonierte bis gefl&uuml;sterte Passagen. Das Herzst&uuml;ck des Albums ist zweifelsohne "The Past Tales Pt. 1" - ein episches Werk von epischer L&auml;nge, in dem sich zu Kains kraftvollen Grunts auch zerbrechlicher Frauengesang gesellt. </p>
<p>Nach "The Past Tales Pt. 2", welcher das Geschehen des ersten Teils im Grunde nahtlos fortsetzt, aber deutlich k&uuml;rzer bleibt, liefert "The Mighty Never Fall" monstr&ouml;se Death-Metal-Riffs als Konterpart zur orchestral anmutenden Basis dieses Albums, ehe das Geschehen mit "Renascens" einen leisen Ausklang erlebt. </p>
<p>Unterm Strich haben Myvalyir auf ihrem Deb&uuml;t alles richtig gemacht. Die Songs sind spannend und stimmig arrangiert und entfernen sich mit ihrer progressiven Ausrichtung gerne vom typischen Songaufbau aus Refrain und Strophe. Freilich h&auml;tte man die einzelnen Songs hier und dort etwas komprimieren k&ouml;nnen, auch will den Kompositionen der unmittelbare Vorsto&szlig; ins Langzeitged&auml;chtnis noch nicht ganz gelingen, was vielleicht daran liegen mag, dass man sich f&uuml;r dieses Deb&uuml;t einfach zu viel vorgenommen hat. Das kompositorische und handwerkliche Potential der Band ist jedoch nicht wegzudiskutieren und ich bin sicher, dass man von Myvalyir noch h&ouml;ren wird. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-689.html">Moonsorrow</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-563.html">Insomnium</a> m&ouml;gen mit The Past Tales auf ihre Kosten kommen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10617.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10617.html</guid>
					</item><item>
								<title>Fat Rhino - Escape From A Smouldering Planet</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 08. November 2025<br />Zeit: 64:55<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.fatrhino.de" target="_blank">www.fatrhino.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Bei Fat Rhino denke ich unweigerlich an den alten Werbe-Slogan "Raider ist jetzt Twix, sonst &auml;ndert sich nix". Denn Fat Rhino hie&szlig; zuvor El Camino - der Name ist neu, aber das musikalische Rezept bleibt gleich. Wenn die vier aus L&ouml;ningen erst loslegen, dann prallen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2889.html">Danzig</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1289.html">Monster Magnet</a> auf ein dickes Fundament aus Doom, Groove, Schwermut und noch schwereren Riffs!</p>
<p>Diese Burschen leben ihre Musik, das wei&szlig; man noch aus Zeiten von El Camino und wird ein weiteres Mal davon &uuml;berzeugt, wenn sie ihren Erstling Escape From A Smoldering Planet mit dem pr&auml;gnanten und eindringlichen "Nash&ouml;rn" er&ouml;ffnen. Stoner Metal haben sich Fat Rhino auf ihr Banner geschrieben und das l&auml;sst sich problemlos unterstreichen! Die Riffs dr&uuml;cken unglaublich heavy durch die Membrane, w&auml;hrend sich eine melancholische Grundstimmung wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Wo sich beispielsweise "Rider" als dreckig gespielter Bastard zwischen Rock und Metal im Fahrwasser von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7409.html">Orange Goblin</a> oder Chrome Division empfiehlt, erweist sich "Crowes And Ravens" als extra-staubiger W&uuml;stenrocker, der sich ganz allm&auml;hlich aufbaut, mittendrin die Muskeln spielen l&auml;sst und mittels Slidegitarren einen l&auml;ssigen Abgang hinlegt. Den geradezu hypnotischen Momenten dieses Songs soll man auf Escape From A Smoldering Planet noch &ouml;fter begegnen. "Red Sabbath" deutet bereits an, dass es sich um eine Hommage an Black Sabbath handeln k&ouml;nnte. Das best&auml;tigen zun&auml;chst auch die doomigen Riffs, doch spricht der eing&auml;ngige Refrain eben doch eine eigene Sprache.</p>
<p>Fat Rhino liefern mit ihrem Deb&uuml;t einen ersten starken Eindruck mit viel Liebe zum Detail, eingebettet in einen dicht gesponnenen, organischen Sound. Leider fehlt unter den Songs der ganz gro&szlig;e Wurf, obwohl man sich von einem guten Teil &auml;hnlich gepolter Acts locker abheben kann. Beim Nachfolger sollte die Band jedoch darauf achten, ihr Material ein wenig zu komprimieren. Mit mehreren Longtracks im Gep&auml;ck, welche das Album auf stattliche 65 Minuten Spielzeit aufblasen, hat sich n&auml;mlich auch die eine oder andere L&auml;nge eingeschlichen, die den Konsum nicht gerade vereinfacht...</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10615.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10615.html</guid>
					</item><item>
								<title>AmongRuins - The Advent Of Chaos</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 20. Februar 2026<br />Zeit: 42:24<br />Label: <a href="http://www.theogonia-records.com" target="_blank">Theogonia Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.youtube.com/user/AmongRuinsOfficial" target="_blank">www.youtube.com/user/AmongRuinsOfficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p><a href="https://www.heavyhardes.de/review-10485.html">Land Of The Black Sun</a> z&auml;hlte f&uuml;r mich im Jahr 2023 zu den positiven &Uuml;berraschungen in Sachen Melodic Death Metal. Da bin ich schon gespannt, ob Album Nummer vier mit dem Titel Advent Of Choas den Erwartungen gerecht werden kann. </p>
<p>Tats&auml;chlich kn&uuml;pft die Scheibe beinahe nahtlos an seinen Vorg&auml;nger an. Der Titel sollte dabei allerdings nicht als repr&auml;sentativ f&uuml;r die Musik begriffen werden, denn bei den Griechen geht es im Gro&szlig;en und Ganzen schon recht geordnet zur Sache. Keyboards und der Klang wehender Winde bereiten den Weg f&uuml;r den Einstieg. Ein erhabenes Ohrwurm-Riff, die Leadgitarre stimmt mit ein und "Frozen To The Core" er&ouml;ffnet mit stampfenden Rhythmen und tiefen Growls das Geschehen. Wo andere Genre-Kollegen meinen, ihr Album mit einem Schlag ins Gesicht beginnen zu m&uuml;ssen, lassen es AmongRuins v&ouml;llig stressfrei mit einer Midtempo-Hymne angehen, die, nebenbei bemerkt, mit sechseinhalb Minuten auch der l&auml;ngste Song auf dem Album ist. </p>
<p>Besagter Schlag ins Gesicht folgt bei AmongRuins an der zweiten Stelle: der Titeltrack "Advent Of Chaos" nimmt an Fahrt und Vehemenz auf, liefert Melodic Death nach schwedisch-finnischem Vorbild, wie man es von AmongRuins zuletzt schon zu h&ouml;ren bekam. Dabei gibt es neben eing&auml;ngigen Melodien auch Klargesang und Gangshouts zu vernehmen. Mit "Red Divine" folgt das Album-Highlight, das seine feierliche Stimmung, die Ohrwurmriffs und ein sch&ouml;nes Solo in dreieinhalb Minuten auf den Punkt bringt! Ein erster Blick &uuml;ber den Genre-Tellerrand liefert "Into The Flame", wo Gasts&auml;ngerin Christianna von der Band Elysion mit Frontmann Sotiris ein h&uuml;bsches Duett vortr&auml;gt, welches in einem griffigen Refrain gipfelt. </p>
<p>Ja, mein Statement vom letzten Review l&auml;sst sich auch auf das aktuelle Material &uuml;bertragen. AmongRuins beschreiten sicheren Fu&szlig;es ihren Weg zwischen Angriffslust und Schwermut. Da auch The Advent Of Chaos wieder in Finnland von Saku Moilanen produziert wurde, lassen sich diese gewissen, "finnischen" Vibes nat&uuml;rlich auch erkl&auml;ren. Die entdeckt man schlie&szlig;lich auch, wenn die Griechen in "Open Wounds" Doom Metal spielen und George Prokopiou (Poem, Mother Of Millions), den man schon auf dem letzten Dreher zu h&ouml;ren bekam, gef&uuml;hlvollen Klargesang beisteuert. Leider schafft es die Nummer nicht ganz, den Spannungsbogen straff zu halten. &Uuml;berhaupt l&auml;sst das Album zum Ende hin geringf&uuml;gig nach, was aber auch daran liegen mag, dass die erste Halbzeit b&auml;renstark ausgefallen ist. So setzt der Rausschmei&szlig;er "Night Mother" abermals auf getragenen Midtempo-Rhythmik, sucht den Schulterschluss zum gelungenen Auftakt, kann diesen qualitativ aber trotz hinzuaddierten Ch&ouml;ren und klar gesungenen Passagen nicht ganz erreichen. </p>
<p>Dennoch kann Advent Of Chaos meine Erwartungen erf&uuml;llen! Genre-Fans, die gerne <a href="http://www.heavyhardes.de/band-563.html">Insomnium</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2645.html">Omnium Gatherum</a> oder vielleicht auch <a href="http://www.heavyhardes.de/band-363.html">Dark Tranquillity</a> h&ouml;ren, sollten die Lauscher spitzen und AmongRuins im Netz besuchen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10614.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10614.html</guid>
					</item><item>
								<title>Megadeth - Megadeth</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 23. Januar 2026<br />Zeit: 47:14<br />Label: <a href="http://www.spv.de" target="_blank">SPV</a><br />Homepage: <a href="http://www.megadeth.com" target="_blank">www.megadeth.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>50 Millionen verkaufte Alben weltweit, ein Grammy und Platten, die Platin und Doppel-Platin erreicht haben - wenn es nun so kommen soll, dass dies das letzte Megadeth-Album ist, so kann man sagen, dass einer der wirklich gro&szlig;en Big Player das Metal-Business verl&auml;sst.</p>
<p>In solch einem speziellen Fall d&uuml;rften die Erwartungen seitens der Fans enorm gewesen sein, doch nun hat das Warten ein Ende. Sechs Monate nach seiner Ank&uuml;ndigung ist es da, das vermeintlich letzte Werk von Dave Mustaine, welches kurz und b&uuml;ndig den Bandnamen als Titel tr&auml;gt. Also nichts wie rein damit in den Schacht, die Playtaste gedr&uuml;ckt und aufgehorcht! "Tipping Point", eine von bislang vier Singles, die im Vorfeld erschienen sind, er&ouml;ffnet das Geschehen mit pr&auml;gnantem Riff und entwickelt sich unmittelbar zum rasanten Ohrwurm-Thrasher, der Erinnerungen an Glanztaten der fr&uuml;hen 1990er, also an die Alben Countdown To Extinction und Youthanasia, weckt. "I Don't Care" liefert mit seinem Mix aus Thrash und Punk den n&auml;chsten Stoff zum Headbangen und zum Bearbeiten der Luftgitarre. Gleich einem roten Faden sollen sich schwindelerregende und technisch ausgefeilte Gitarrenduelle der Axtschwinger Mustain und M&auml;ntysaari durch alle Songs ziehen. Daf&uuml;r kennt man Megadeth, daf&uuml;r liebt man Megadeth. Wie gut sich der finnische <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1706.html">Wintersun</a>-Gitarrist Teemu M&auml;ntysaari in den klassischen Megadeth-Sound integriert, ist allerdings mehr als beachtlich!</p>
<p>Mit "Puppet Parade", "Another Bad Day" und "I Am War" finden sich auch einige bed&auml;chtigere Nummern, in denen Mega-Dave sich tats&auml;chlich anschickt, mit heller Stimme zu singen, anstelle zu sprechen oder knurren. Auch "Obey The Call" startet eher wehm&uuml;tig-balladesk, ehe zum Ende hin doch die Thrash-Keule geschwungen wird. Ganz anders "Let There Be Shred"! Textlich und musikalisch maximal plakativ gestrickt, kann man hier von der ersten bis zur letzten Note die M&auml;hne kreisen. "The Last Note", der retrospektive Abschiedssong, d&uuml;rfte manch langj&auml;hrigem Megadeth-Vasallen eine G&auml;nsehaut &uuml;ber die Glieder ziehen. Sp&auml;testens beim letzten Vers "I came, I ruled, now I disappear" sollte es uns d&auml;mmern, dass Herr Mustain seine Mission tats&auml;chlich ernst nimmt.   </p>
<p>Wer auf solch ein Verm&auml;chtnis blicken kann, wird nat&uuml;rlich niemals wirklich verschwinden, soviel ist mal klar. Als Bonus-Track serviert uns der Rotschopf seine Version von "Ride The Lightning", die er einst gemeinsam mit James Hetfield, Cliff Burton und Lars Ulrich geschrieben hat. Eine vers&ouml;hnliche Geste nach all den Jahren des Heckmecks rund um seinen Rauswurf bei <a href="http://www.heavyhardes.de/band-671.html">Metallica</a>! </p>
<p>So endet das Album Megadeth mit klassisch gespieltem Thrash Metal und lieferte auch zuvor manch ein Deja Vu. Hier und dort lie&szlig;e sich glatt von einem R&uuml;ckblick auf das eigene Schaffen sprechen, was bei einem Abschiedsalbum auch irgendwie Sinn ergibt. Dabei finden sich im Set etliche Songs mit Hit-Potential, die zwar an unsterbliche Klassiker wie "Synphony Of Destruction", "Peace Sells" oder "A Tout Le Monde" nicht ganz heranreichen, aber zumindest wieder besser und eing&auml;ngiger klingen als das Gros des Materials der letzten Studioalben. </p>
<p>Wenn es nun so kommen soll, dass dies tats&auml;chlich das letzte Megadeth-Album ist, so sehe ich meine Erwartungen als erf&uuml;llt. Wir alle kennen das Metal-Business und neigen aufgrund diverser Erfahrungen zu der Floskel "Sag niemals nie!". Gerade bei einem Querkopf wie Dave Mustaine sollte man aber doch darauf gefasst sein, dass er sein Ding durchzieht...</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10613.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10613.html</guid>
					</item><item>
								<title>In Aeternum - ...Of Death and Fire</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 06. Februar 2026<br />Zeit: 43:28<br />Label: <a href="http://www.soulsellerrecords.com" target="_blank">Soulseller Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.inaeternum.com" target="_blank">www.inaeternum.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Wer um die Jahrtausendwende seinen Metal gerne so deftig wie m&ouml;glich konsumierte, wird m&ouml;glicherweise &uuml;ber die schwedische Band In Aeternum gestolpert sein. Das satanische Kollektiv machte zu jener Zeit mit vier Studioalben und einigen EPs auf sich aufmerksam und lieferte mit ihrem Blend aus Black und Death Metal jene landestypische Kost, die schon von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2557.html">Dissection</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2086.html">Necrophobic</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-709.html">Naglfar</a> salonf&auml;hig gemacht worden war. Nach dem letzten Studioalbum Dawn Of A New Aeon wurde es dann allerdings recht ruhig um die Band. Mit gr&ouml;&szlig;eren Abst&auml;nden folgten noch zwei EPs und eine Split mit Behemoth, dann verschwanden die Schweden f&uuml;r zehn Jahre von der Bildfl&auml;che.</p>
<p>Immerhin hat das nun vorliegende Comeback namens ...Of Death And Fire dasselbe Line-Up aus David Larsson, Daniel Sahlin und Perra Karlsson aufzuweisen, welches zuletzt auf Dawn Of A New Aeon zu h&ouml;ren war. Dass es sich bei den drei Recken um &Uuml;berzeugungst&auml;ter handelt, demonstriert nach kurzem Intro gleich der Opener "Beneath The Darkened Tomb", in dem bei hohem Tempo geschickt Melodie und musikalische Kompromisslosigkeit aus ein und demselbem Grab gehoben werden. W&auml;hrend "The Day Of Wrath" noch eine zus&auml;tzliche Schippe Kohle ins Feuer wirft und die wohl heftigsten Momente des Albums liefert, zeigen "Spirits Of The Dead" und "Goddess Of Abomination", dass es mitnichten wilde Raserei ben&ouml;tigt, um richtig finster und unheilvoll zu klingen. Wenn tonnenschwere Riffs eine beklemmende Stimmung erzeugen, f&uuml;hlt man sich punktuell glatt ein wenig an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-274.html">Behemoth</a> erinnert - wom&ouml;glich hat die gemeinsame Split-EP, auch wenn sie schon zw&ouml;lf Jahre zur&uuml;ckliegt, ein wenig auf die Schweden abgef&auml;rbt.</p>
<p>Tempo, Melodie und eine gewisse Hymnik kennzeichnen "Bow To None" und "The Hourglass". Tats&auml;chlich k&ouml;nnen In Aeternum am besten &uuml;berzeugen, wenn sie f&uuml;r einen Moment lang vergessen, so b&ouml;se wie nur m&ouml;glich klingen zu m&uuml;ssen! Wenn sauber gespielte Gitarrensoli ihren Weg ins Repertoire finden und die Melodie das Ruder &uuml;bernimmt, macht das Material am meisten Spa&szlig;! So wird der finale Longtrack "To Those Who Have Rode On" mit Gastbeitrag von Erik Danielsson (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-3847.html">Watain</a>) nach einleitendem Akustikspiel vor der klanglichen Kulisse wehender Winde zum Album-Highlight, wenn In Aeternum zu rockender Midtempo-Rhythmik auch traditionell metallische Elemente einflie&szlig;en lassen und zum Ende hin dank sph&auml;rischer Keyboards eine feierliche Stimmung aufbauen.</p>
<p>Trotz der St&auml;rken, die man ...Of Death And Fire keinesfalls absprechen kann, h&auml;tten dem Album ein paar mehr denkw&uuml;rdige Momente gutgestanden. Was bleibt ist solide, scharf gew&uuml;rzte Hausmannskost aus dem nebul&ouml;sen Grenzland zwischen Death und Black Metal, welche Fans von bereits oben erw&auml;hnten Kapellen sicherlich munden wird.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10610.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10610.html</guid>
					</item><item>
								<title>Cyclone - Known Unto God (EP)</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 06. Februar 2026<br />Zeit: 20:26<br />Label: <a href="http://www.hho-records.de" target="_blank">High Roller Records</a><br />Homepage: <a href="http://https://www.facebook.com/people/Cyclone-official-bandpage/100063577267482" target="_blank">https://www.facebook.com/people/Cyclone-official-bandpage/100063577267482</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zugegeben; bisweilen reagiere ich leicht allergisch, wenn Musiker oder Promoter meinen, es reiche als Referenz v&ouml;llig aus, dass man in den 1980ern mal was ver&ouml;ffentlicht hat. Oft genug hat sich schlie&szlig;lich im Hier und Jetzt quasi nachtr&auml;glich gezeigt, warum eine Band damals nichts gerissen hat und schlie&szlig;lich &uuml;ber l&auml;ngere Zeit in der Versenkung verschwunden war.</p>
<p>Nun, diese Skepsis ist im Fall Cyclone tats&auml;chlich und erfreulicherweise nicht berechtigt! Die belgischen Thrasher waren bereits 1981 als Centurion am Start, benannten sich kurz darauf in Cyclone um und brachten nach einigen Demos schlie&szlig;lich 1986 und 1990 zwei Studioalben unters Volk, welche Zeitzeugen und Genre-Liebhabern m&ouml;glicherweise auch in Erinnerung geblieben sind.</p>
<p>Nachdem die Band vor einiger Zeit schon begann, live-haftig in Erscheinung zu treten, beinhaltet die EP Known Unto God nun das erste Studiomaterial seit 1990. Ein Comeback also, bei dem man den Namen Re-Union besser nicht in den Mund nehmen sollte. Schlie&szlig;lich ist S&auml;nger Giodo Gevels das einzig verbliebene Mitglied aus dem letzten Line-Up.</p>
<p>Die rundum erneuerte Band klingt so hungrig, als h&auml;tte sie 35 Jahre nichts zu fressen bekommen! Mit "Eliminate" bringen die Belgier sogleich ein amtliches Up-Tempo-Mosh-Monster in Position, dessen Riffs und Lyrics sich schnell in Ged&auml;chtnis h&auml;mmern. Da trifft fr&uuml;her Bay-Area-Thrash auf messerscharfes Riffing a la <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7322.html">Exumer</a> und wird mittels dezenter Westcoast-Hardcore-Einsprengsel auf Aggro geb&uuml;rstet. Die fette Produktion tut das &Uuml;brige, um einem jeden Thrasher ein gef&auml;lliges Grinsen ins Gesicht zu zaubern, das er im Grunde auch gar nicht abzulegen braucht. Der Titeltrack schl&auml;gt n&auml;mlich stilistisch in dieselbe Kerbe wie der Opener, ehe "I Fear Myself" an Fahrt aufnimmt und ein Plus an Melodie ins Spiel bringt. "Nothing Is Real" geht sie Sache schlie&szlig;lich gem&auml;chlicher an und liefert eine Extra-Portion an Heavy-Metal-Riffs. Dann noch ein letztes Mal die geballte Thrash-Ladung mit "The Truth Lies" und fertig ist das Lebenszeichen, welches Lust auf mehr macht und durchaus h&auml;tte etwas l&auml;nger ausfallen k&ouml;nnen. </p>
<p>Da kann man nur hoffen, dass die Band in ihrer aktuellen Besetzung nun am Ball bleibt. Es w&auml;re doch zu schade, wenn diese hoffnungsvolle Combo gleich wieder von der Bildfl&auml;che verschwindet.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10608.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10608.html</guid>
					</item><item>
								<title>Kreator - Krushers Of The World</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 16. Januar 2026<br />Zeit: 44:18<br />Label: <a href="http://www.nuclearblast.de" target="_blank">Nuclear Blast</a><br />Homepage: <a href="http://www.kreator-terrorzone.de" target="_blank">www.kreator-terrorzone.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>6 von 6 Punkten</p><p>Wann immer Kreator ein neues Album herausbringen, er&uuml;brigt sich im betreffenden Jahr zumeist die Frage nach der besten Thrash-Scheibe. Das geht so seit dem 2001er <a href="https://www.heavyhardes.de/review-871.html">Violent Revolution</a> und in aller Regel k&ouml;nnen da selbst die Big Four aus den Vereinigten Staaten nur schwer dagegen anstinken. Freilich sprechen die Verkaufszahlen eine andere Sprache, aber das mag wohl auch daran liegen, dass die Thrasher aus dem Pott bis heute eine ganze Ecke h&auml;rter und aggressiver klingen als ihre transatlantischen Kollegen, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a> vielleicht einmal ausgenommen.</p>
<p>Daran soll sich auch auf Kreators 16. Studioalbum Krushers Of The World nichts &auml;ndern. Dessen Opener "Seven Serpents", als erste Single schon eine Weile im Netz zu bestaunen, wird ein jeder Fan l&auml;ngst kennen: ganz gro&szlig;e Klasse, wie hier nach melodischem Ohrwurmriff H&auml;rte, Melodie und Hymnik verschmolzen werden! So muss der Einstieg in ein neues Album klingen!</p>
<p>Mit "Satanic Anarchy" demonstrieren Mille &amp; Co, dass sie kein bisschen altersm&uuml;de sind und hauen uns bei einer Spielzeit von 3:33 Minuten (Zufall?) einen giftigen Thrash-Brocken mit melodischen Leads und markantem Refrain um die Lauscher, ehe sich der Titeltrack mit extra-schweren Riffs, stampfender Rhythmik und einem Chorus zum Mitsingen geradewegs ins Langzeitged&auml;chtnis spielt. Als stilistischer Grenzg&auml;nger inkludiert "Tr&auml;nenpalast" Death-Grunts von Gasts&auml;ngerin Britta G&ouml;rtz (Hiraes) und Gitarrenl&auml;ufe, die den Schulterschluss zum Melodic Death suchen. &Uuml;berhaupt l&auml;sst das Gitarrenspiel von Mille und Sami auf diesem Dreher kaum W&uuml;nsche offen, klingt frisch und verspielt, steckt voller Energie und Einfallsreichtum. Man nehme exemplarisch das famose Solo in "Barbarian" - diese Nummer kann man sich nur f&uuml;r die anstehenden Live-Konzerte als Moshpit-Katalysator w&uuml;nschen. </p>
<p>Mit der Lobhudelei lie&szlig;e sich nun fortfahren, denn Aussetzer wird man auf Krushers Of The World nicht finden. Im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen scheuen Kreator auch den Blick &uuml;ber den Tellerrand und das dezente Experiment mit unterschiedlichen Stilmitteln nicht. So bekommt man in "Psychotic Imperator" endzeitliche Ch&ouml;re zu h&ouml;ren und im rasanten "Deathcscream" genau das, was der Titel eben verspricht, nat&uuml;rlich abermals von Britta G&ouml;rtz. Nach orchestralem Intro legt der Rausschmei&szlig;er "Loyal To The Grave" den Fokus auf Melodie und l&auml;dt, g&auml;nzlich im Midtempo arrangiert, ein letztes Mal ein, wahlweise die geballte Faust oder die Pommesgabel gen Himmel zu strecken und in den Refrain mit einzusteigen. </p>
<p>Das Jahr hat gerade erst begonnen und doch fragt man sich, wer soll da noch hinreichen in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Monaten? Die wilden Anf&auml;nge Kreators in aller Ehre, aber kompositorisch und musikalisch ist diese Band in den vergangenen 25 Jahren schlichtweg kaum zu toppen, zumindest wenn es um Thrash Metal geht. Im Kopf-an-Kopf-Rennen der letzten sieben Alben &uuml;berfl&uuml;gelt Krushers Of The World die meisten seiner Vorg&auml;nger und stellt sich in eine Reihe mit Glanztaten wie Violent Revolution oder Gods Of Violence. Ein Pflichtkauf also, und zwar bei weitem nicht nur f&uuml;r eingefleischte Fans, sondern im Grunde f&uuml;r alle, die H&auml;rte, Aggression und Melodie wie aus einem Guss erleben m&ouml;chten!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10612.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10612.html</guid>
					</item><item>
								<title>Full House Brew Crew - Glasgow Grin</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 06. Februar 2026<br />Zeit: 34:25<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/fullhousebrewcrew" target="_blank">www.facebook.com/fullhousebrewcrew</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Vageliss Karzis werden viele Metalheads als Gitarrist und Co-Shouter bei der finnischen Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a> kennen. Weit weniger popul&auml;r ist jedoch das zweite musikalische Standbein namens Full House Brew Crew, das sich der t&auml;towierte H&uuml;ne in seiner griechischen Heimat errichtet hat. Glasgow Grin ist allerdings schon das bislang f&uuml;nfte Album, welches die Band von ihrer bislang heftigsten Seite zeigen soll.</p>
<p>Gleich der Opener und Titeltrack erweist sich als beinhartes und kantiges Moshmonster, welches dank seiner Sperrigkeit den Einstieg in das Album nicht gerade einfach macht. Mit den beiden folgenden Nummern "No Gods, No Chains" und "The Tear" bringt die Full House Brew Crew ein wenig skandinavisch klingenden Death Metal mit ins Spiel ihres auf fettem Groove gebauten Metals. Vageliss br&uuml;llt ins Mikro als ob es kein Morgen g&auml;be und &uuml;berhaupt hauen die Athener mit ihren neuen Songs derma&szlig;en kompromisslos auf den Putz, als wollten sie die Akropolis in ihren Grundfesten ersch&uuml;ttern. Die Melodie bleibt trotz all der H&auml;rte nat&uuml;rlich nicht au&szlig;en vor. Ein feines Gitarrensolo hier, ein kurzer Akustikpart dort - so viel Zeit muss schon sein.</p>
<p>Bisherige Follower der Band werden sich an dieser Stelle vermutlich schon fragen, wo denn eigentlich der melodische Klargesang bleibt, wie man ihn zuletzt bevorzugt in den Refrains vernehmen konnte. Nun, was das betrifft, muss sich der werte H&ouml;rer noch etwas gedulden und au&szlig;erdem akzeptieren, dass der klassische Song-Aufbau aus Strophe und Refrain auf diesem Dreher nicht &uuml;berall zu finden ist. &Uuml;berraschend flott und technisch versiert nimmt die Abrissarbeit mit "The Other Side" an Fahrt auf, ehe es mit "Free Fall" maximal heavy zur Sache geht. Meine G&uuml;te, ein Robb Flynn m&uuml;sste sich vermutlich mit dem Wut-Virus infizieren, um mal wieder so brachial zu klingen, wie sein griechischer Kollege!</p>
<p>Dann endlich, im sechsten St&uuml;ck namens "Rain" zum ersten Mal die clean vocals im Refrain!  Sie soll man au&szlig;erdem in "Distant Star" und "Crawling" vernehmen, welche beide neben einem Plus an Melodie auch ein wenig finnische Schwermut transportieren, die Vageliss wohl von seinem letzten Einsatz bei Wolfheart mitgebracht hat. "Reign Of Terror" heizt, seinem Namen gerecht werdend, dann ein letztes Mal den Circle Pit an und n&auml;hrt die Erkenntnis, dass sich nach diesem Album die Band auch umbenennen k&ouml;nnte in Full Hate Brutal Crew.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10607.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10607.html</guid>
					</item><item>
								<title>Paganizer - As Mankind Rots</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 05. Februar 2026<br />Zeit: 39:22<br />Label: <a href="http://www.xtreemmusic.com" target="_blank">Xtreem Music</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Mit ihrem 14. Studioalbum As Mankind Rots schlagen Paganizer gewisserma&szlig;en ein neues Kapitel auf. Wurden die letzten vier Dreher noch unter den Fittichen des indischen Labels Transcending Obscurity eingezimmert, hat das schwedische Death-Urgestein nun ins Lager von Xtreem Music gewechselt. Warum das Kollektiv um Workaholic Rogga Johansson nun wieder bei einem relativ kleinen Label gelandet ist, bleibt r&auml;tselhaft. Immerhin haben sich Paganizer gerade im Lauf der letzten drei Alben massiv steigern k&ouml;nnen - <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10539.html">Flesh Requiem</a> z&auml;hlt zu meinen absoluten Death-Metal-Favoriten des Jahres 2024!</p>
<p>Mit dem Wechsel des Plattenlabels scheinen sich Paganizer au&szlig;erdem wieder ein St&uuml;ck weit an ihren rohen und brutalen Wurzeln zu orientieren, klingen im fr&uuml;hen Jahr 2026 allerdings weit besser als in ihren fr&uuml;hen Tagen! So l&auml;sst der Opener und Titeltrack "As Mankind Rots" keinen Stein auf dem anderen und pustet einem jeden Untoten mit fetten Riffs und Blastbeats das Fleisch von den Rippen. Das neue Album liefert im Grunde alles, was der Genre-Fan begehrt: Death Metal der guten alten Stockholmer Schule, gespickt mit Crust und dreckig rockenden Passagen, garniert mit morbiden Lyrics, die von Roggas tiefen Growls eindringlich inszeniert werden. </p>
<p>In diesem Schema liefert "Aftermath Bleeder" fette Gitarrenw&auml;nde und hymnische Melodik, w&auml;hrend sich "A Testament To Madness" als schwerf&auml;lliger Doom-Brocken erweist, in dessen Up-Tempo-Passagen sich glatt ein wenig <a href="http://www.heavyhardes.de/band-296.html">Bolt Thrower</a>-Feeling einstellt. Kultig und extra-crustig geht es zwischenzeitlich zu mit dem flott rockenden "Put On Your Gas Mask" inklusive Einsatz einer Luftabwehr-Sirene. Auf ausgiebige Soloarbeit braucht man mit As Mankind Rots nicht zu spekulieren. Die gibt es n&auml;mlich nur punktuell und meist recht kurz zu vernehmen, so zum Beispiel, wenn sie dabei hilft, das Blastgewitter in "Afterworld" oder das Riffmonster "One Way To The Grave" zu entschleunigen. Wer wird sich ein schelmisches Grinsen verkneifen k&ouml;nnen, wenn man an dessen Ende vernimmt, wie mit einer Schaufel Erde bewegt wird?</p>
<p>Freilich k&ouml;nnte man nun hergehen und sagen: zu viel Old School, zu wenig Innovation, zu vorhersehbar. Aber Leute, das Teil hier kracht vom Anfang bis zum Ende! Wenn die Songs gut gemacht und bravour&ouml;s umgesetzt sind, l&auml;sst sich &uuml;ber solche Kritikpunkte gut und gerne hinwegsehen. Apropos vorhersehbar: im Finale &uuml;berraschen die Schweden mit dem neu eingespielten "Vanans Makt", wenn Punk Rock mit Melodic Death kollidiert und Ammy Olofsson aka Bulten, Frontfrau bei der schwedischen Punk-Band Lastkaj 14, mit Rogga ins Duett tritt.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10606.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10606.html</guid>
					</item><item>
								<title>Udreka - Nieistnienie</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 30. Januar 2026<br />Zeit: 38:43<br />Label: <a href="http://www.godzovwarproductions.bandcamp.com" target="_blank">Godz Ov War Productions</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/udreka" target="_blank">www.facebook.com/udreka</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Es tut sich was im polnischen Untergrund! Nachdem Czart mit KI-generierten Videos und Songs derzeit das Netz aufmischen, geht es die Band Udreka (zum Gl&uuml;ck) noch traditionsbewusst an, komponiert und spielt ihre Lieder selbst, wie es eben auch sein soll. Dabei versuchen sich die vier Musiker zun&auml;chst rein optisch von den g&auml;ngigen Klischees einer Black-Metal-Band zu distanzieren. Ihr Schriftzug hat wenig gemeinsam mit einem konventionellen Black-Metal-Logo. Auch die Promo-Fotos entsprechen nicht dem &uuml;blichen Gehabe des Genres, zeigen stattdessen vermummte M&auml;nner im Jogginganzug mit Macheten vor alten Geb&auml;udefassaden, die mit Graffitis beschmiert sind.    </p>
<p>In musikalischer Hinsicht darf man sich dennoch auf eine geballte Ladung unverf&auml;lschten Black Metal freuen, der &uuml;ber gro&szlig;e Strecken hinweg vom Treiben der norwegischen Kollegen beeinflusst zu sein scheint. Nach verzweifeltem Schreien startet "Do Bolu" schnell und hektisch ins Geschehen, weckt Erinnerungen an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1281.html">Mayhem</a> und liefert neben Blastbeats auch allerhand Atmosph&auml;re, wilde Soli, schwere Riffs und unterschiedliche Tempi. &Uuml;berhaupt spielen die Polen gerne mit unterschiedlichen Stimmungen, lassen Dissonanzen in ihre Songs mit einflie&szlig;en oder rocken auch mal dreckig drauf los, w&auml;hrend s&auml;mtliche Lyrics in ihrer Landessprache verfasst werden. </p>
<p>Mit "Rozklad" folgt auf den wilden Einstieg zwar eine &uuml;berraschend ruhige, melodische und schwerm&uuml;tige Nummer, doch sollte man sich deswegen nicht in Sicherheit wiegen. Der Titeltrack "Nieistnienie" liefert Up-Tempo nach skandinavischem Vorbild, bleibt vor einer Kulisse aus klirrenden Gitarrenw&auml;nden eing&auml;ngig, kalt und grimmig. Sp&auml;testens an dieser Stelle d&uuml;rfte dem werten Konsumenten das handwerkliche und auch kompositorische Geschick dieser Newcomer aufgefallen sein, die sich zum Gl&uuml;ck f&uuml;r eine saubere und kraftvolle Produktion ihres Materials entschieden haben. </p>
<p>Es soll also spannend bleiben! Auch wenn herausstechendes Hitmaterial nicht zwingend zu entdecken ist, kommen Genrefans mit Nieistnienie auf ihre Kost. Das garantiert allein der beklemmende Rausschmei&szlig;er "Swiatlo", der sich &uuml;ber lange acht Minuten hinweg zum Finale hin regelrecht zu verdichten scheint und am Ende noch mit einem Hidden Track aufwartet, der bei unterirdischer Rehearsal-Tonqualit&auml;t so klingt, als h&auml;tten ein paar Zombies ihr letztes bisschen Grips zusammengenommen, um 40 Sekunden lang "Musik" zu spielen... Jetzt wissen wir zumindest, wof&uuml;r die Macheten gut sind! Die braucht man schlie&szlig;lich, um sich in einer endzeitlichen Welt seinen Weg durch Heerscharen von Untoten zu bahnen!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10609.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10609.html</guid>
					</item><item>
								<title>Total Annihilation - Mountains Of Madness</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 16. Januar 2026<br />Zeit: 40:43<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>H.P. Lovecraft lieferte mit seiner Horror-Novelle At The Mountains Of Madness den Grundstock f&uuml;r das Jubil&auml;umsalbum von Total Annihilation. 20 Jahre ist es nun her, dass die Band in Basel gegr&uuml;ndet wurde - f&uuml;nf Jahre sollte es dann noch bis zu ihrem Deb&uuml;t 84 dauern, mit dem die Schweizer an der Basis auch etwas an Staub aufwirbeln konnten. Der Link dieses ersten Albumtitels in die glorreichen 1980er funktioniert auch heute noch, jedoch geht das Kollektiv, welches S&auml;nger Daniel Altwegg als einzig verbliebenes Gr&uuml;ndungsmitglied vorzuweisen hat, anno 2026 doch um einiges versierter und vielleicht auch melodischer ans Werk als vor 15 Jahren noch.</p>
<p>Die Grundrezeptur f&uuml;r die totale Vernichtung made in Switzland ist allerdings durch die Jahre hinweg dieselbe geblieben: da wird Old-School-Thrash mit einem ordentlichen Schuss Death Metal abgeschmeckt und am Ende mittels schwarzer Tinte korrekt eingef&auml;rbt. Der fertige Blend erinnert an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2001.html">Venom</a> und fr&uuml;he <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1458.html">Sodom</a> ebenso, wie an j&uuml;ngere Kapellen a la <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2062.html">Legion Of The Damned</a>. Es geht also alles andere als zimperlich zu Sache, wie uns gleich der ungez&uuml;gelte Opener "The Art Of Torture" zu sp&uuml;ren gibt. Melodische Leads lassen innerhalb der der wilden Raserei aufhorchen und -atmen. Ihnen soll man im verlauf von Mountains Of Madness immer wieder begegnet, was die Zug&auml;nglichkeit des Materials doch ordentlich nach oben schraubt. Zwar f&uuml;hlen sich Total Annihilation im Up-Tempo am wohlsten, doch wissen sie auch in gedrosselter Taktung zu &uuml;berzeugen. Das stampfende "Chokehold" sei all jenen als Anspieltipp gegeben, denen Groove und Eindringlichkeit mehr am Herzen liegen als dauerhafte Raserei. </p>
<p>Die Balance zwischen Tempo und Atmosph&auml;re findet mit "Nyctophobia" einer der st&auml;rksten Albumtracks im Mittelfeld, den ein jeder Kuttentr&auml;ger mit Faible f&uuml;r die gute alte Zeit schon aufgrund seiner kultigen Riffarbeit einfach liebhaben muss. Die vielen Referenzen zu den Klassikern der 80er f&uuml;hren nat&uuml;rlich zwangsl&auml;ufig dazu, dass Mountains Of Madness ein wenig vorhersehbar wird. F&uuml;r eine &Uuml;berraschung sorgen da weniger die beiden grindigen Gewaltexzesse "Illusion" und "Lost Forever" mit zehn bzw. 37 Sekunden Spielzeit, als vielmehr das unheilvoll-atmosph&auml;rische Tasteninstrument am Anfang und am Ende von "Invisible Conflagration", welches gekonnt mit <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>'scher Riffarbeit verschmilzt und dem geneigten Konsumenten eine wohlige G&auml;nsehaut &uuml;ber die Glieder zieht.</p>
<p>Auf Mountains Of Madness wird die Thrash-Keule nat&uuml;rlich nicht neu gedrechselt, man darf davon ausgehen, dass die angepeilte Klientel derartige Erwartung auch gar nicht erst hegt. Wer auf gut gemachten Thrash der alten Schule mit garstig herausgespuckten Vocals, unterk&uuml;hlten Riffs und m&auml;chtig b&ouml;ser Aura steht, der kann mit Total Annihilation nicht allzu viel verkehrt machen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10605.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10605.html</guid>
					</item><item>
								<title>Blood Red Throne - Siltskin</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 05. Dezember 2025<br />Zeit: 45:27<br />Label: <a href="http://www.soulsellerrecords.com" target="_blank">Soulseller Records</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Fast ein Vierteljahrhundert lang bescheren uns die norwegischen Blood Red Throne nun schon ein Album nach dem n&auml;chsten, zumeist im Zwei-Jahres-Takt. So ist Stiltskin, der aktuelle Dreher, das bereits zw&ouml;lfte Studioalbum einer Band, die in den letzten Jahren kaum etwas ausgelassen hat und nicht nur f&uuml;r diverse namhafte Festivals oder als Support popul&auml;rer Kollegen engagiert wurde, sondern auch schon in S&uuml;damerika und bei der 70.000 Tons Of Metal ihr K&ouml;nnen unter Beweis stellte. Das Erfolgsrezept der Band: im breit aufgestellten Genre des Death Metals scheinen diese Burschen eine Art goldenen Mittelweg f&uuml;r sich gefunden zu haben. Ihre Songs sind technisch anspruchsvoll, besitzen aber zu viel Eing&auml;ngigkeit und Spielfluss um als reine Tech-Death-Kapelle durchzugehen. Das Material ist melodisch, aber unterm Strich eben doch zu bissig und brutal, um als Melodic Death abgestempelt zu werden. Stattdessen liefern Blood Red Throne ein bisschen von allem, was der Boandlkramer im Sortiment hat, und damit fahren sie ganz gut, wie Stiltskin uns vor Ohren f&uuml;hrt.</p>
<p>Gleich der Opener "Scraping Out The Cartilage" liefert mit seinen fetten Riffs und einem unwiderstehlichen Moshpit-Groove so ziemlich alles, was sich das verrottende Metal-Herz nur w&uuml;nschen kann. Ein bravour&ouml;ser Auftakt, den das Gros der folgenden Songs aber nicht so recht zu toppen versteht! Starke Momente erleben wir beispielsweise in den treibenden Nummern "Husk In The Grain" oder "Vestigial Remnants". Die Gesamtheit aller Songs betrachtend, scheinen bemerkenswerte Riffs und Solo-Parts oder technische Kunstgriffchen allerdings in einer gewissen Gleichf&ouml;rmigkeit des Albums zu verschwimmen. Lediglich der Rausschmei&szlig;er "Marrow Of The Earth" scheint dieses Raster zu durchbrechen, startet atmosph&auml;risch mit Riffs, die <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>'sches Unheil vermitteln, und ist in seinen Up-Tempo-Passagen &uuml;berhaupt erfreulich thrashlastig ausgefallen. So ist der Stiltskin am Anfang und am Ende seines Treibens am effektivsten. Dazwischen darf man sich auf bew&auml;hrtes und durch die Bank gutes, aber eben nicht spektakul&auml;res Material freuen. Wer den Norwegern zuletzt die Treue hielt, kann bei Stiltskin im Grunde bedenkenlos zugreifen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10604.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10604.html</guid>
					</item><item>
								<title>Agnostic Front - Echoes In Eternity</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 07. November 2025<br />Zeit: 27:27<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.agnosticfront.com" target="_blank">www.agnosticfront.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>In einer Welt, die sich immer schneller dreht, kann Best&auml;ndigkeit ein Anker sein.  Best&auml;ndigkeit und Verl&auml;sslichkeit sind zwei Eigenschaften, die sich zweifelsfrei auf Agnostic Front anwenden lassen. Seit 1982 wei&szlig; man im Grunde, was man von den New Yorker Hardcore-Pionieren zu erwarten hat, die Vorfreude der Fans ist deswegen aber kein bisschen geringer, wenn ein neues Album in die Regale kommt. Dabei ist es alles andere als selbstverst&auml;ndlich, &uuml;ber eine solch lange Zeit hinweg relevant zu bleiben. Agnostic Front schaffen das jedoch mit spielerischer Leichtigkeit, wie der neueste Output Echoes In Eternity unter Beweis stellt!</p>
<p>Ohne gro&szlig;artiges Vorgepl&auml;nkel geht der F&uuml;nfer mit "Way Of War" in die Vollen und demonstriert, dass fortgeschrittenes Alter kein Hindernis f&uuml;r Leidenschaft und pure Energie sein muss! Man braucht nur kurz die Augen zu schlie&szlig;en und kann sehen, wie diese Nummer aber auch weitere Riffmonster, etwa "Turn Up The Volume" oder "Obey", einen jeden Moshpit zum Brodeln bringen werden. Agnostic Front steht f&uuml;r Hardcore, Agnostic Front steht aber ebenso f&uuml;r Metal! So schleichen sich immer wieder feine Gitarrensoli in das hitzige Material und "Tears For Everyone" liefert im Grunde nichts anderes als lupenreinen Thrash!</p>
<p>F&uuml;r ihre Affinit&auml;t zum Punkrock sind die New Yorker ebenfalls bekannt und haben mit "Sunday Matinee" und "Skip The Trail" zwei coole Nummern im Gep&auml;ck, die auch diese Erwartung an das neue Album erf&uuml;llen. Was Agnostic Front auf Echoes In Eternity, &uuml;brigens der 13. Dreher seit ihrer Gr&uuml;ndung, abliefern ist einfach nur ansteckend, strotzt vor Kraft und Testosteron und d&uuml;rfte selbst den hartn&auml;ckigsten Spargeltarzan dazu animieren, in die n&auml;chstbeste Muckibude zu rennen und ein paar Gewichte aufzulegen. Glatt ertappt man sich bei dem Wunsch, die einzelnen Songs w&uuml;rden ein wenig l&auml;nger dauern als die maximalen 2:30 Minuten. Aber die kurzen Spielzeiten geh&ouml;ren bei Agnostic Front eben genauso dazu, wie die omnipr&auml;sente Aggro-Attit&uuml;de ihrer Songs. Drum muss sich auch Hip-Hop-Legende Darryl "DMC" McDaniels beeilen, um "Matter Of Live And Death" in ein amtlich groovendes Crossover zu verwandeln.</p>
<p>Der Einfluss von Agnostic Front auf die Hardcore-Szene ist unbestritten. L&auml;ngst hat sich das New Yorker Kollektiv selbst ein Denkmal gesetzt und so l&auml;sst sich auch der aktuelle Albumtitel problemlos auf die Band selbst beziehen. Mit ihrer Entschlossenheit und unb&auml;ndigen Spielfreude ist Agnostic Front ein Echo in der Ewigkeit!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10602.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10602.html</guid>
					</item><item>
								<title>Ronnie Romero - Backbone</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 24. Oktober 2025<br />Zeit: 39:51<br />Label: <a href="http://www.frontiers.it" target="_blank">Frontiers Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/ronnieromeroofficial" target="_blank">www.facebook.com/ronnieromeroofficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Backbone ist nun also das zweite Soloalbum von Ronnie Romero. Nachdem er bereits mit dem Vorg&auml;nger <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10498.html">Too Many Lies, Too Many Masters</a> die Phase einer reinen Cover-Band hinter sich gelassen hat, gibt es auch auf Backbone zehn Eigenkompositionen zu h&ouml;ren. </p>
<p>An erster Stelle steht sogleich der Titeltrack, der es sehr gut versteht, sich mit geruhsamer Taktung ins Ged&auml;chtnis zu spielen. Das klangliche Mikro-Universum von Namensvetter Ronnie James <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1234.html">Dio</a> kann Romero auch auf diesem Album nicht g&auml;nzlich hinter sich lassen. So schielen Dio, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-5969.html">Rainbow</a> nicht nur in "Backbone" um die Ecke, sondern haben auch an anderen Stellen ihre Spuren im Sound des Albums hinterlassen. Grunds&auml;tzlich ersteht zwar doch das Gef&uuml;hl, dass die Band um den umtriebigen Ausnahmes&auml;nger nach einer eigenen Identit&auml;t strebt, das Vorhaben erweist sich jedoch als ganz sch&ouml;n kniffelig. Schlie&szlig;lich kann Ronnie Romero seinen Hang zum Sound der 1970er und 80er einfach nicht &uuml;bert&uuml;nchen. Der ist und bleibt vermutlich auch das Steckenpferd bzw. das R&uuml;ckgrat des Musikers. Daher wundert es nicht weiter, wenn das eine oder andere Gitarren- oder Keyboard-Riff gewisse Erinnerungen weckt.</p>
<p>Davon abgesehen liefert die Band solides Songwriting und l&auml;sst auch in Sachen handwerklicher Umsetzung erwartungsgem&auml;&szlig; nichts anbrennen. &Uuml;ber Ronnies au&szlig;ergew&ouml;hnliches stimmliches Talent braucht an dieser Stelle wohl ohnehin kein Wort mehr verloren werden. Dass Backbone am Ende nicht ganz so gut z&uuml;nden will wie sein Vorg&auml;nger, liegt m&ouml;glicherweise daran, dass die meisten Nummern im selben, eher gem&auml;chlichen Rhythmus gefangen sind. Neben vielen balladesken Momenten auf Backbone schaffen es "Lonely World" oder "Eternally" mit dezent gesteigertem Tempo, ein wenig W&uuml;rze in die Angelegenheit bringen. Die pure Energie und Angriffslust, die das kitschige Fantasy-Cover vermitteln mag, kann jedoch bestenfalls der Rausschmei&szlig;er "Black Dog" transportieren.</p>
<p>Etwas mehr Drive, daf&uuml;r etwas weniger AOR und Wehmut h&auml;tten Backbone vermutlich ganz gutgetan. Was bleibt ist ein anst&auml;ndiges und unterhaltsames Rockalbum, das Fans von bereits genannten Kapellen, von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4095.html">Deep Purple</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1374.html">Whitesnake</a> oder eben von Ronnie Romero per se empfohlen werden kann.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10601.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10601.html</guid>
					</item><item>
								<title>Burning Death - Burning Death</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 05. Dezember 2025<br />Zeit: 29:58<br />Label: <a href="http://www.caligarirecords.com" target="_blank">Caligari Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.burningdeath.bandcamp.com/album/burning-death" target="_blank">www.burningdeath.bandcamp.com/album/burning-death</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Es leben die 80er! Ganz ohne Intro, ganz ohne Vorwarnung bomben uns Burning Death zur&uuml;ck in eine Zeit, als der Thrash Metal noch in seinen Kinderschuhen steckte und jene Bands, die heute zu den Matadoren des Genres z&auml;hlen, mit aller Gewalt versuchten, so heavy und evil wie nur irgendwie m&ouml;glich zu klingen. Ob fr&uuml;he <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1458.html">Sodom</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-610.html">Kreator</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2001.html">Venom</a>, mit solchen Referenzen im Gep&auml;ck schicken sich Burning Death an, ihr selbstbetiteltes Deb&uuml;t als Lehrst&uuml;ck in Sachen Blackened Thrash Metal in die Annalen eingehen zu lassen. So teutonisch ein Gros der Songs auch r&uuml;berkommen mag, Burning Death stammen - man h&ouml;re und staune - aus Nashville, Tennessee. Also nicht wundern, wenn hier und dort auch US-Kollegen, allen voran nat&uuml;rlich <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>, ein paar Spuren im Riff-Repertoire des w&uuml;tenden Trios hinterlassen haben.</p>
<p>Apropos Riffs: die gibt es auf diesem Album zuhauf! Nat&uuml;rlich stets zu 100% old school und meistens in atemberaubender Geschwindigkeit vorgetragen. Da braucht man sich nur den Opener "Genocidal Litany" oder das wahrhaft infernale "Vengeance Of The Inferno" reinziehen und wird sich fragen, wie oft sich diese Burschen bei den Proben schon die Finger verknotet haben. Schwankungen in Sachen Geschwindigkeit sind auf ihrem Deb&uuml;t eher marginal. Es herrscht Kompromisslosigkeit, die von Frontmann, Klampfer und Bassist Ethan Rock dank seiner geh&auml;ssigen Vocals und der satanisch hohen Screams noch unterstrichen wird. Wenn man nicht zu weit in der Vergangenheit kramen m&ouml;chte, lie&szlig;en sich schon aufgrund dieser radikalen Ausdrucksweise auch etwas j&uuml;ngere Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1688.html">Desaster</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7123.html">Destr&ouml;yer 666</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8736.html">Deathhammer</a> verlinken. </p>
<p>Wo viele &auml;hnlich geerdete Nachwuchskapellen dieser Zunft klingen, als h&auml;tten sie bei den Aufnahmen versehentlich ein verschwitztes T-Shirt &uuml;ber dem Raum-Mikro h&auml;ngen lassen, fahren Burning Death eine grobe, aber eben doch druckvolle Produktion auf. Das f&ouml;rdert die Durchschlagskraft der acht Hassbrocken und lenkt zumindest ein wenig davon ab, dass dem Album, all seiner Konsequenz zum Trotz, ein klitzekleines Plus an Abwechslung am Ende doch ganz gut gestanden h&auml;tte...</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10603.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10603.html</guid>
					</item><item>
								<title>Defecto - Echoes Of Isolation</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 42:05<br />Label: <a href="http://www.frontiers.it" target="_blank">Frontiers Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.defecto.dk" target="_blank">www.defecto.dk</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wer die aufstrebende Band Defecto ins Herz geschlossen hat, musste sich zuletzt in Geduld &uuml;ben. Schlie&szlig;lich liegt das letzte Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10276.html">Duality</a> nun auch schon wieder f&uuml;nf Jahre zur&uuml;ck. Wie nicht anders zu erwarten, wird der geneigte H&ouml;rer auf Echoes Of Isolation jedoch f&uuml;rstlich f&uuml;r seine Beharrlichkeit entlohnt.</p>
<p>Das mittlerweile vierte Studioalbum der d&auml;nischen Metaller um Frontmann Nicklas Sonne verfolgt ein Konzept &uuml;ber die Vertonung der dunklen Seiten der menschlichen Psyche und befasst sich mit Themen wie Schlaflosigkeit, Paranoia, Schizophrenie und Traumata. So finster und abstrakt, wie sich das nun anh&ouml;ren mag, sind die einzelnen Songs allerdings nicht geworden.</p>
<p>Der Einstieg erweist sich als etwas ungl&uuml;cklich: das knapp zweimin&uuml;tige Instrumentalst&uuml;ck "The Unraveling" ist f&uuml;r ein Intro zu lange, f&uuml;r einen regul&auml;ren Track allerdings zu kurz. Nicht weiter schlimm, denn sogleich fahren die D&auml;nen richtig schwere Gesch&uuml;tze auf, wenn sie sich als meisterhafte Grenzg&auml;nger zwischen Melodic Death, Thrash, Progressive und Power Metal ausweisen.</p>
<p>"Eternal Descent" besticht durch seine High-Energy-Performance und schneidiges Melo-Death-Riffing, welches auf vertrackte Gitarrenparts trifft. Noch einen Tick vehementer vorgetragen, erweist sich das folgende "Sacred Alignment" mit seinen rasiermesserscharfen Riffs als astreiner Thrasher mit grandiosem Refrain und einem schwindelerregenden, von klassischer Musik beeinflussten Soloteil. Eine tragende Rolle soll dabei einmal mehr die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Gesangsleitung von Goldkehlchen Nicklas spielen, der eben nicht nur wunderbar singen, sondern auch richtig b&ouml;se grunzen und schreien kann. Wie viel Melodie und Gef&uuml;hl er in seine Stimme stecken kann, zeigt er uns sogleich in "Eclipsed By The Void", einem Prog-Song wie aus dem Lehrbuch mit quirligen Gitarrenl&auml;ufen, h&uuml;bschen Keyboards und einem beinahe infekti&ouml;sen Ohrwurm-Refrain! </p>
<p>Man merkt schon, Defecto legen sich nicht fest, sondern bauen Br&uuml;cken zwischen unterschiedlichen Subgenres und entwickeln dabei einen ganz eigenen Sound, der immer wieder f&uuml;r &Uuml;berraschungen zu haben ist. Drum darf man im Folgenden mit einem fast schon poppig-eing&auml;ngigen Rocksong wie "Heart On Fire" ebenso rechnen, wie mit einem deftigen Groover a la "Through Cloak And Bones", der den Fokus auf fette Gitarren und Shouts in Death-Metal-Manier legt. Schlie&szlig;lich erweist sich der finale Titeltrack mit seinen knapp zehn Minuten Spielzeit als wahrer Twister, der zun&auml;chst als gef&uuml;hlvolle, aber keinesfalls pathetische Ballade beginnt, dann aber nach vier Minuten pl&ouml;tzlich Fahrt aufnimmt und sich zu einer progressiven, opulent inszenierten Metalhymne erhebt, ehe er das Album mit sanften Piano-Noten ausklingen l&auml;sst. Dieser Facettenreichtum steht gewisserma&szlig;en ein letztes Mal repr&auml;sentativ f&uuml;r das gesamte Album, welches immer neue Details entdecken l&auml;sst und nicht langweilig zu werden droht. Das ist auch gut so. Denn wer wei&szlig;, wie lange wir uns f&uuml;r neues Futter nun wieder gedulden m&uuml;ssen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10599.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10599.html</guid>
					</item><item>
								<title>Biohazard - Divided We Fall</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 17. Oktober 2025<br />Zeit: 38:15<br />Label: <a href="http://www.blkiiblk.com" target="_blank">BLKIIBLK</a><br />Homepage: <a href="http://www.biohazard.com" target="_blank">www.biohazard.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Lange dreizehn Jahre liegt das letzte Biohazard-Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-8262.html">Reborn In Defiance</a> nun zur&uuml;ck. Dass die Brooklyner Hardcore-Legende in dieser Dekade der Abstinenz keinesfalls verlernt hat, wie man ordentlichen Krach fabriziert, daf&uuml;r steht das neue Werk Divided We Fall, mit dem die Band keinen Stein auf dem anderen l&auml;sst.</p>
<p>Ein paar bedrohliche Riffs, gefl&uuml;sterte Verse und schon donnert "F**ck The System" mit maximaler und &uuml;berraschend metallischer Wucht aus den Boxen! Freilich kann man sich dar&uuml;ber wundern, dass die Band in ihrer Originalbesetzung so eine plump artikulierte Provokation, wie sie in Punk und Hardcore-Kreisen doch l&auml;ngst nichts Originelles mehr ist, gleich an erster Stelle platziert. Die Jungs haben es doch eigentlich nicht n&ouml;tig! Das ist aber schon das Einzige, was mir an Kritik an dieser Stelle einfallen will. </p>
<p>Divided We Fall ist an Atmosph&auml;re, Intensit&auml;t und purem, Ton gewordenem Testosteron kaum zu toppen! Wo das Brooklyner Kollektiv in gewohnter Manier Hardcore, Punk, Metal und Rap verwurstet, f&auml;llt doch auf, dass der metallische Anteil ein Gros der Songs dominiert und Rap bzw. Hip-Hop-Elemente eher sp&auml;rlich platziert wurden. Tats&auml;chlich f&auml;llt das Material streckenweise derart thrashig aus, dass Fans von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a> vor Freude glatt im Kreis springen d&uuml;rften. Hierzu bitte einfach mal den Videoclip zu "Eyes On Six" anspielen und diese Einsch&auml;tzung best&auml;tigen! Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass Matt Hyde an den Reglern sa&szlig;, der ja bereits f&uuml;r Slayer und Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-520.html">Hatebreed</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-644.html">Machine Head</a> t&auml;tig war.</p>
<p>Wenn Biohazard in die Vollen gehen, etwa mit "Forsaken", "World To The Wise" oder "Tear Down The Wall", dann sp&uuml;rt man f&ouml;rmlich, wie verschwitzte Oberk&ouml;rper im Circle Pit aufeinanderprallen. Groove und Tempo reichen sich die Klinke in die Hand, w&auml;hrend sich Billy und Evan die Vocals so l&auml;ssig und dynamisch zuspielen, als h&auml;tten sie die letzten dreizehn Jahre in ihrer Freizeit nicht anderes gemacht. </p>
<p>Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen Biohazard auch anders! "Death Of Me" ist eine tonnenschwere Riffwalze, die sich in gedrosseltem Tempo ihren Weg bahnt. "Fight To Be Free" spielt dagegen mit unterschiedlichen Speedmodi, liefert gerappte Verse, punktet dann aber ebenso mit Gangshouts und einem feinen Metal-Solo, womit die Band demonstriert, wie sie innerhalb von vier Minuten ganz unterschiedliche Styles ganz m&uuml;helos unter ein Cappy bringt. Beinahe hymnische dann das Finale mit "Warriors" und fertig ist das bravour&ouml;se Come-Back, mit dem Biohazard ganz unmissverst&auml;ndlich klarstellen, wer hier der Boss im Ring ist!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10598.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10598.html</guid>
					</item><item>
								<title>Stillbirth - Survival Protocol</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 35:37<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/StillbirthParty" target="_blank">www.facebook.com/StillbirthParty</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Mit einer Totgeburt hat das mittlerweile neunte Studioalbum der Band Stillbirth bei Leibe nichts gemeinsam, noch nicht einmal im &uuml;bertragenen Sinn! Schlie&szlig;lich verfolgen die Hagener Musikanten mit Survival Protocol wie es aussieht das Ziel, so laut, chaotisch und kompromisslos wie nur irgendwie m&ouml;glich zu klingen. Und was w&auml;re daf&uuml;r wohl besser geeignet als der bandtypische Mix aus Tech-Death und Grindcore?</p>
<p>Gleich der Opener "Existence Erased" definiert die Marschrichtung der insgesamt neun Kompositionen, wenn er m&ouml;rderm&auml;&szlig;igen Groove mit abgefahrenen Blast-Attacken kollidieren l&auml;sst. Ein kurzes Intermezzo von der Akustikklampfe, welches f&uuml;r einen Augenblick karibische Strand-Idylle suggeriert, und ab geht die Post aufs Neue. Das Protokoll will schlie&szlig;lich eingehalten werden! Dank einer m&auml;chtigen Produktion schlagen die Drums tiefe Krater, w&auml;hrend die Gitarren alles im Weg stehende kurz und klein schreddern. Dennoch spielt der Faktor Melodie inmitten dieser w&uuml;tenden Inszenierung eine nicht unbedeutende Rolle, wie sogleich die treibende Nummer "Trapped In Darkness" nach sph&auml;rischem Keyboard-Intro beweisen soll. Hier keimt doch tats&auml;chlich so etwas wie eing&auml;ngiger Spielfluss auf! </p>
<p>Zum Ausgleich liefert "Throne Of Bones" eine Extra-Portion Technik auf h&ouml;chstem spielerischen Niveau. Doch soll an dieser Stelle bei all der Lobhudelei &uuml;ber den instrumentalen Teil des Albums nicht verschwiegen werden, dass die Vocals von Frontmann Lukas eine mindestens so gewichtige Rolle f&uuml;r den Sound von Stillbirth spielen. Zwischen ultratiefen Growls und fiesen Screams deckt dieser Bursche die gesamte Palette abartiger, wenn nicht sogar au&szlig;erirdisch klingender gutturaler Laute ab, widerw&auml;rtige Pigsqueals in allen erdenklichen H&ouml;henlagen nat&uuml;rlich inkludiert. "Cult Of The Green" sei all jenen als Anspieltipp gegeben, welchen die verbalen Exzesse nicht extrem genug klingen k&ouml;nnen. Dass es Stillbirth auf der anderen Seite ganz vorz&uuml;glich verstehen, ihrem eigenen Chaos auch gewisse Grenzen aufzuzeigen, belegt der Song "Baptized In Blood", der mit akustischen Latino-Kl&auml;ngen ins Geschehen startet und obendrein noch zwei sauber gespielte Gitarrensoli im Gep&auml;ck hat.</p>
<p>Es sind diese gezielt platzierten Einsprengsel, so auch im Rausschmei&szlig;er "Kill To Rule", welche Verschnaufpausen bieten, Melodie, aber auch Humor vermitteln und Survival Protocol zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Angelegenheit machen. Wir erleben Sitllbirth auf dem H&ouml;hepunkt ihres bisherigen Schaffens, wenn sie immer wieder &uuml;ber den Tellerrand blicken und somit ihren Death-Grind beinahe schon salonf&auml;hig machen, ohne dabei an Brutalit&auml;t und Intensit&auml;t einzub&uuml;&szlig;en.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10596.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10596.html</guid>
					</item><item>
								<title>Werewolves - The Ugliest Of All</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 17. Oktober 2025<br />Zeit: 32:24<br />Label: <a href="http://www.backonblack.com" target="_blank">Back On Black</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/werewolvesinhell" target="_blank">www.facebook.com/werewolvesinhell</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zehn Alben in zehn aufeinander folgenden Jahren ver&ouml;ffentlichen - das ist die ehrgeizige Agenda der australischen Death-Metal-Band Werewolves. Da mag nun mach ein chronischer Unkenrufer den Finger heben und mit belehrender Gewissheit die Prophezeihung machen, dass solch ein Unterfangen am Ende doch nur auf Kosten der Qualit&auml;t durchgezogen werden kann. Wie? Du siehst das ganz genauso? Nun, dann geh schon mal in Deckung, denn die Werewolves hauen mit ihrem sechsten Streich einem jeden Skeptiker gleich neunmal voll eines auf die Fresse!</p>
<p>Hat man den ersten Durchlauf dieser Ton gewordenen Verw&uuml;stung erst &uuml;berstanden, kann man nur attestieren, dass Songtitel wie "Skullbattering" oder "Slaves To The Blast" nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern tats&auml;chlich Sinn ergeben. Zwischen brachialem Moshpit-Groove liefert The Ugliest Of All n&auml;mlich vor allem eines, und zwar eine Blastattacke nach der anderen. Der Death Metal der Australier ist technisch versiert aber eben nicht vertrackt und enth&auml;lt neben allen genretypischen Zutaten auch thrashiges Riffing und grindiges Chaos. Wenn sich bei Highspeed dann der ultratiefe Gutturalgesang und das geh&auml;ssige Keifen von Frontmann Sam Bean quasi die Klinke in die Hand geben, wird ein jeder Death-Lunatic vor Freude zu zappeln beginnen, sich die Luftgitarre schnappen und den Ventilator anwerfen. Einzelne Songs hervorzuheben ist in dieser Orgie der Zerst&ouml;rung, die immer wieder durch Sprachsamples erg&auml;nzt wird, im Grunde m&uuml;&szlig;ig, was schlie&szlig;lich den wohl einzigen akzeptablen Kritikpunkt liefert. </p>
<p>Neben der Tatsache, dass die Werewolves das Rad zu keine Sekunde neu erfinden, fehlt es dem Material am Ende ein wenig an Abwechslung und markanten Momenten. Diese Manko kann durch die allgegenw&auml;rtig sp&uuml;rbare Energie und die unersch&uuml;tterliche Inbrunst des Materials allerdings recht gut ausgeglichen werden. Good on ya! Fans von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2322.html">Sinister</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-710.html">Napalm Death</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-649.html">Malevolent Creation</a> k&ouml;nnen The Ugliest Of All gerne ihr Geh&ouml;r schenken und m&ouml;gen selbst urteilen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10592.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10592.html</guid>
					</item><item>
								<title>Danko Jones - Leo Rising</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 21. 2025<br />Zeit: 37:58<br />Label: <a href="http://www.warnermusic.de" target="_blank">Warner Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.dankojones.com" target="_blank">www.dankojones.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Von Danko Jones braucht man im Grunde weder gro&szlig;artige &Uuml;berraschungen noch Entt&auml;uschungen zu bef&uuml;rchten. Das gilt gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r das mittlerweile zw&ouml;lfte Studioalbum Leo Rising. Das legt mit der gro&szlig;kalibrigen Rockhymne "What You Need" sogleich einen nahezu perfekten Start hin, der uns vor Augen h&auml;lt, dass die drei Kanadier nach wie vor wissen, wie man die Audienz in ihren Bann zieht. Auf das kernige "Diamonds In The Rough" mit einem Gitarrenbeitrag von Mary Friedman folgt mit "Everday Is Saturday Night" der ultimative Partyrocker, der sich problemlos mit vergangenen Hits wie "My Little RnR" in eine Reihe stellen kann.</p>
<p>Das kaum weniger eing&auml;ngige "I Love It Louder" entpuppt sich rasch als gut gelaunte Hommage an Punkrock-Legenden wie die Sex Pistols. Gut gebr&uuml;llt Leo! Was Danko Jones und seine Kollegen bis hier hin aufgefahren haben, ist gro&szlig;es Rockkino! </p>
<p>Ein ganz eigenes Retro-Feeling vermittelt "I'm Going Blind", in dem sich zu l&auml;ssigem Rhythmus ein Deju-Vu an das andere zu reihen scheint und man sich zweitweise die Frage stellt, ob es sich hier wohl um ein CCR-Cover handelt. "Hot Fox" kommt da schon eine ganze Ecke h&auml;rter und kantiger um die Ecke, l&auml;utet nach dem bravour&ouml;sen Auftakt aber gleichzeitig auch die B-Seite des Albums ein. Soll hei&szlig;en: ab hier wird man mit gutklassigem Hardrock beschallt, der an die ersten f&uuml;nf Nummern aber nicht mehr so recht heranreichen mag. Bestens unterhalten wird man nat&uuml;rlich auch weiterhin, mal mit Groove, mal mit Speed, mal eher punkig, mal eher rockig. Da schafft es das schleppende "Pretty Stuff" noch am schnellsten, sich ins Ged&auml;chtnis zu rocken, w&auml;hrend weitere Nummern wie, "Gotta Let It Go" und "I Can't Stop" dank bew&auml;hrter Riffarbeit ein wenig wie Stangenware r&uuml;berkommen. </p>
<p>Auch wenn dem Dreher mit fortschreitender Spielzeit die Luft auszugehen scheint, ist am Ende trotzdem alles gut, denn schlie&szlig;lich wussten wir von vornherein: von Danko Jones braucht man eben weder &Uuml;berraschungen noch Entt&auml;uschungen zu bef&uuml;rchten!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10600.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10600.html</guid>
					</item><item>
								<title>Havamal - Age Of The Gods</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 21. November 2025<br />Zeit: 45:20<br />Label: <a href="http://www.artgatesrecords.com" target="_blank">Art Gates Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.havamalband.com" target="_blank">www.havamalband.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Der Name verpflichtet! Wenn man sich als Band nach einer altnordischen Gedichtesammlung benennt, liegt es wohl auf der Hand, dass sich auch die eigenen Lieder mit der Folklore und der Mythologie des hohen Nordens befassen. Dass sich auf Age Of The Gods, dem dritten Album der schwedischen Band Havamal, also Titel wie "Sigmund Fafnirsbane" oder "Lokis Damnation" finden, wird wohl niemanden &uuml;berraschen.</p>
<p>Havamal inszenieren diese Thematik auf gekonnte Weise, wenn sie feierliche Riffs, epische Synthesizer und schwermetallische Gitarrensoli auf den typisch kehligen Gesang einer Melodic-Death-Combo treffen lassen. Trotz der teils orchestralen Arrangements vermeiden die Musiker aber den Eindruck von zu viel Pathos oder eines romantisierenden Blicks auf das Treiben ihrer Ahnen.  Die finnischen Kollegen von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-444.html">Ensiferum</a> lie&szlig;en sich wohl am ehesten als Referenz f&uuml;r das Gebotene heranziehen.</p>
<p>Wo Havamal zumeist im Laufschritt das Schlachtfeld queren, bieten "The Day Of Reckoning" oder "Hymns Of The Fallen" in gedrosselter Taktung kurze Verschnaufpausen. Das gesamte Album erinnert ein wenig an einen sorgsam choreografierten Schwertkampf als Teil eines opulenten, cineastischen Abenteuers. Allerdings kennt man solche Szenen bereits zuhauf aus anderen Filmen und am Ende ist das Gebotene einfach nicht blutig oder brutal genug, um nachhaltig beeindrucken zu k&ouml;nnen. Was bleibt ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e unterhaltsames und gut gemachtes Popcorn-Klangkino, das bei einem jeden Hobby-Wikinger auf offene Portale sto&szlig;en wird. Ein paar mehr Scharten in der Klinge h&auml;tten diesem Langeisen sicherlich gutgestanden, aber dar&uuml;ber l&auml;sst sich gut und gerne hinwegsehen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10597.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10597.html</guid>
					</item><item>
								<title>Eisregen - Krebskolonie</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 26. September 2025<br />Zeit: CD1 53:17 - CD2 26:55<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.fleischhaus.de" target="_blank">www.fleischhaus.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>1998. Black und Death Metal stehen in voller Bl&uuml;te. Auch hierzulande dr&auml;ngen immer mehr Alben hiesiger Bands in die Verkaufsregale. Eines davon ist Krebskolonie der th&uuml;ringischen Band Eisregen, die kurz zuvor, im selben Jahr noch, ihr ruppiges Deb&uuml;t Zerfall pr&auml;sentiert hatten.</p>
<p>Auf ihrem Zweitwerk sollten die Musiker um Frontmann Michael "Blutkehle" Roth ihren Stil verfeinern und schafften es in zweierlei Hinsicht, aus der grauen Masse herauszutreten: Zum einen war da der konsequente Einsatz von Piano und Violine, welcher das Liedgut von den skandinavischen Kollegen distanzierte und teils sogar in Richtung Gothic Metal r&uuml;ckte. Zum anderen waren da die bizarren, blutr&uuml;nstigen und befremdenden Texte, auf poetische Weise ausschlie&szlig;lich in deutscher Sprache vorgetragen, welche sich bis heute als Alleinstellungsmerkmal festmachen lassen. An einigen Stellen waren die Blutfantasien der Bundeszentrale f&uuml;r Kinder- und Jugendmedienschutz allerdings zu viel des Guten bzw. B&ouml;sen und Krebskolonie landete auf dem Index. </p>
<p>Ein gutes Vierteljahrhundert sp&auml;ter ist es einem kleinen Zugest&auml;ndnis zu verdanken, dass Krebskolonie ein zweites Mal das Licht der Welt erblicken darf und zum 30-j&auml;hrigen Bandbestehen in &uuml;berarbeiteter Form den Fans zug&auml;nglich gemacht wird. Der umstrittene Song "Futter F&uuml;r die Schweine" wurde hierzu textlich entsch&auml;rft, das Material klanglich von Andy Classen &uuml;berarbeitet und schlussendlich von Svartir Andar Graphix auch optisch neugestaltet. </p>
<p>Aber wie erlebt man die Krebskolonie nach all den Jahren im Exil? Nun, dieses Album ist gut gealtert! Das mag daran liegen, dass es das stilistische Fundament f&uuml;r all die folgenden Eisregen-Releases legte und die Band wie kaum eine andere durch die Jahre hinweg aktiv blieb. Krebskolonie birgt Klassiker wie ein balladeskes "Scharlachrotes Kleid", die hymnische Ode an die Heimat "Th&uuml;ringen" und nat&uuml;rlich den alles &uuml;berragenden Titeltrack, der mit seinen eindringlichen Versen und dem finalen Twist, der Umkehr vom Opfer zum T&auml;ter, bis heute zu faszinieren wei&szlig; und im Grunde als Blaupause f&uuml;r einen jeden Eisregen-Song benannt werden kann.</p>
<p>Als Schmankerl f&uuml;r die Fans gibt es einen zweiten Tontr&auml;ger mit f&uuml;nf Live-Mitschnitten vom Wave Gotik Treffen aus dem Jahr 2000, welche die Band als mitrei&szlig;endes Kollektiv und Grenzg&auml;nger dokumentiert und gleichsam einen Vorgeschmack auf kommende Live-Events vermittelt. Denn nun, nach Aufhebung der Indizierung, d&uuml;rfen die Songs von Krebskolonie auch wieder auf die B&uuml;hne gebracht werden.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10590.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10590.html</guid>
					</item><item>
								<title>Die Apokalyptischen Reiter - Freie Repubilk Reitermania</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 31. Oktober 2025<br />Zeit: LP1 10:55 - LP2 15:31 - LP3 21:36 - LP4 39:05<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.reitermania.de" target="_blank">www.reitermania.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>30 Jahre Die Apokalyptischen Reiter! Das schreit nach einer Feier! Das schreit nach einem Geschenk, und zwar von den Reitern an ihre Fans. Schlie&szlig;lich gilt auch f&uuml;r diese Musiker der Grundsatz "Wir sind, weil ihr seid", wie nun auch der Titel eines neuen Songs lautet. Aber dazu kommen wir noch.</p>
<p>Besagtes Geschenk wurde mit viel M&uuml;he erdacht, ist auf 500 Exemplare limitiert und somit &uuml;beraus exklusiv! Freie Republik Reitermania hei&szlig;t die Sammlerbox, die neben vier Vinyl-Tontr&auml;gern auch ein eigens entworfenes Brettspiel inklusive handgefertigter Zinnfiguren enth&auml;lt. Au&szlig;erdem d&uuml;rfen sich alle Besitzer als Ehrenb&uuml;rger der fiktiven Freien Republik Reitermania f&uuml;hlen und bekommen dies sogar mit einem Reisepass, einer Urkunde und der Verfassung quittiert. Obendrein erh&auml;lt ein jeder Neub&uuml;rger einen Reitermaniac, also ein Exemplar aus der eigens ersonnenen W&auml;hrung, welche auf allen k&uuml;nftigen Headliner-Shows G&uuml;ltigkeit besitzt. Wenn das mal nichts ist!</p>
<p>Doch kommen wir zu den Tontr&auml;gern: LP 1 nennt sich Der Freiheit Vaterland und enth&auml;lt den gleichsam betitelten Song, der in seiner knapp elfmin&uuml;tigen Spielzeit einen weiten Bogen spannt von harschem Death Metal &uuml;ber ganz viel Melodie und ein wenig Pathos bis hin zum feierlichen Mitsing-Refrain. Hymnisch im besten Sinne geht es sogleich auf LP 2 weiter, deren Titeltrack "Rache An Der Wirklichkeit" ein echter Gassenhauer oder besser gesagt Gassenreiter geworden ist. Nicht minder metallisch geraten ist bereits erw&auml;hnte Danksagung an die Fangemeinde mit dem Titel "Wir Sind, Weil Ihr Seid". Dazwischen finden sich das melancholische Seemanns-Shanty "Wei&szlig;e Pferde" und der fr&ouml;hlich-flotte Folk-Rocker "Ich bin Dein Freund", welche allesamt auf ihre Weise &uuml;berzeugen k&ouml;nnen und nebenbei das breite stilistische Repertoire der gegenw&auml;rtigen Reiterschaft repr&auml;sentieren. Gut, anl&auml;sslich des Jubil&auml;ums h&auml;tte ein kleiner Link in die wilden und tats&auml;chlich apokalyptischen Anfangstage der Band auch ganz gutgetan. Aber da aus jener fernen Zeit au&szlig;er Volkmar und Fuchs kein Reiter mehr im Sattel sitzt, sei dar&uuml;ber hinweggesehen. </p>
<p>LP 3, Die Schatzinsel, beinhaltet sechs bislang unver&ouml;ffentlichte Aufnahmen, darunter der chillige Sommer-Rocker "Danke" und die stimmungsvollen Akustik-Versionen von "Erhelle Meine Seele" und "Komm". Das Techno-Remix von "Die Sonne Scheint" mag manch einen Fan vor den Kopf sto&szlig;en oder an seine Toleranzgrenze bringen. Doch sind wir mal ehrlich: wer den Reitern bislang durch die Jahre treu geblieben ist, d&uuml;rfte einiges gewohnt sein und wird auch diesen Exkurs verknusen. Entsch&auml;digung liefern unbek&uuml;mmerter Folkrock in "Das Kleine Spie&szlig;erlein" und eine brachiale Live-Aufnahme des Klassikers "Es Wird Schlimmer", auf genommen in Hamburg 2023. </p>
<p>Ein besonderes Schmankerl ist sicher LP 4 unter dem Motto Die Wanderer. Sie pr&auml;sentiert uns die Reiter von ihrer sensiblen und zerbrechlichen Seite, wenn sie 2015 in Jena zehn ausgesuchte Songs akustisch neu arrangiert zum Besten geben und dabei manch ein Schmuckst&uuml;ck geschaffen haben.  </p>
<p>Echte Reitermaniacs sollten in Anbetracht dieser Kollektion nicht lange z&ouml;gern, wenn sie eines der 500 Pakete ihr Eigen nennen wollen. Eines noch: Freie Republik Reitermania entstand ohne Beteiligung eines Plattenlabels und ist exklusiv &uuml;ber den Band-Shop zu beziehen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10594.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10594.html</guid>
					</item><item>
								<title>Mystic Circle - Hexenbrand 1486</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 46:43<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.mystic-circle.de" target="_blank">www.mystic-circle.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wann immer ich Musiker im fortgeschrittenen Alter mit Corpsepaint, massenhaft Nieten und Patronengurten so b&ouml;se wie nur irgendwie m&ouml;glich posieren sehe, stelle ich mir wie von selbst die Frage, ob man solch ein Gehabe nicht irgendwann einmal hinter sich l&auml;sst. Im Fall von Mystic Circle zaubert es mir allerdings ein wohlwollendes Grinsen ins Gesicht, wenn Graf Beezlebub und Kollege Blackwar dieses uralte Black-Metal-Klischee mit maximaler Akribie zu erf&uuml;llen versuchen. Schlie&szlig;lich wurde die Band von Anbeginn wie kaum eine andere gemobbt und des schweren Verbrechens des Posings ohne ernsthaften Prozess schuldig gesprochen. Es gleicht also einem dicken Stinkefinger, wenn sich die Musiker auch im vierten Jahr nach der Re-Union keinen Deut darum scheren, was andere &uuml;ber sie sagen. Soviel Selbstbewusstsein kommt nicht von ungef&auml;hr, schlie&szlig;lich werden die beiden schon ganz genau wissen, was sie f&uuml;r ein Brett am Start haben.</p>
<p>Hexenbrand 1486 ist - der Name verr&auml;t es bereits - ein Konzeptalbum &uuml;ber die mittelalterliche Hexenverfolgung. Genau das richtige Futter also f&uuml;r all jene, die mit Religiosit&auml;t nichts am Hut haben! Musikalisch schielt das Rheinland-Pf&auml;lzer Duo in Richtung seiner ersten drei Alben und liefert w&uuml;tenden, aber stets melodischen Black Metal. Der Synthesizer ist weit weniger pr&auml;sent, als in den sp&auml;ten 1990ern, wird stattdessen dezent aber effektiv eingesetzt, um hier und dort ein gewisses 70er Horrorfilm-Feeling zu erzeugen. Gelegentlich gesellen sich auch weibliche Vocals zu Beelzebubs heiseren Screams und zaubern schauderhaft sch&ouml;ne Momente. Keine Geringeren als Sarah Jezebel Deva (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-346.html">Cradle Of Filth</a>) und Karo Hafke (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-2039.html">Umbra Et Imago</a>) konnten f&uuml;r ein Stelldichein verpflichtet werden! Was dem traditionsbewusst schwarzmetallischem Material jedoch einen besonderen Stempel aufdr&uuml;ckt, sind die zahlreichen "sauber" gespielten Gitarrensoli, die ebenso gut auf einem klassischen Heavy-Metal-Album ihren Platz gefunden h&auml;tten.</p>
<p>Mit dieser Mischung - schnell und pointiert gespielter Black Metal, viel Melodie und Atmosph&auml;re, dazu manch ein Blick &uuml;ber den Tellerrand - erwachsen Songs wie  "Luciferian", "The Scarlet Queen Of Harlot" oder "Ghost Of Whitechapel" zu rabenschwarzen Gassenhauern. Bis hin zum Endspurt mit dem eindringlichen "Dance On The Wings Of Black Magic" halten Mystic Circle das Feuer am Lodern und beweisen, dass &uuml;berzeugender Black Metal nicht zwangsl&auml;ufig nach Skandinavien klingen muss. Das werden eingefleischte Underground-Verfechter, denen es nicht roh und primitiv genug klingen kann, freilich anders sehen. Black Metal ist eben ein weites Feld, in dem auch unterschiedliche Herangehensweisen toleriert werden sollten. Also transportieren wir die Hexenjagd doch nicht ins Hier und Jetzt, sondern freuen uns &uuml;ber ein Album, welches im ausklingenden Jahr 2025 als kleines Genre-Highlight gesehen werden kann.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10595.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10595.html</guid>
					</item><item>
								<title>Warrant - The Speed Of Metal</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 24. Oktober 2025<br />Zeit: 44:44<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.warrantrocks.com" target="_blank">www.warrantrocks.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Ist das also das Comeback nach dem Comeback? Mitte der 1980er Jahre hatten die D&uuml;sseldorfer Metallverarbeiter Warrant mit First Strike und The Enforcer zwei veritable Dreher geschmiedet, um sich kurz darauf f&uuml;r etwa 30 Jahre von der Bildfl&auml;che zu verabschieden. Das Album-Comeback erfolgte dann 2014 mit Metal Bridge, wobei Frontmann und Bassist J&ouml;rg Jurascheck als einziges &Uuml;berbleibsel der einstigen Besetzung verzeichnet werden konnte. Bis zum jetzigen Nachfolger The Speed Of Metal sollten wieder elf Jahre verstreichen, in denen sich das Besetzungskarussell um drei weitere Runden drehte und Jurascheck erneut als einzige Konstante im Line-Up stehen lie&szlig;.</p>
<p>Viel Zeit, um Energie und Kreativit&auml;t zu tanken! So gehen die vier Recken nach kurzem Akustik-Intro auch ohne weitere Umschweife in die Vollen. "Cut Into Pieces" liefert schn&ouml;rkellosen Heavy Metal mit un&uuml;berh&ouml;rbarer 80er-Schlagseite. Der Sound hat Schmackes, kann sich aber das w&uuml;nschenswerte Quantum Dreck bewahren, Jurascheck singt und schreit mit Kraft und Charisma und die Gitarrenfraktion wei&szlig;, wie man fingerfertige Soloarbeit in die straffe Rhythmik webt. Mit "Demons" erwartet uns schlie&szlig;lich ein Lehrst&uuml;ck in Sachen jener Subkultur, die in den 80ern als Speed Metal in die Annalen der Rockmusik eingehen sollte... v&ouml;llig unverf&auml;lscht, mit markantem Refrain und nat&uuml;rlich ganz viel Speed. Um noch eine Ecke extremer zu werden, schmei&szlig;t das folgende "Falling Down" schneidiges Thrash-Riffing in den nach wie vor rasant wirbelnden Pit. Beide Songs seien als Anspieltipp gegeben und sind im Netz als Video zu finden. </p>
<p>Eine ganze Ecke entspannter wird es erst mit "Windy City", einem Cover von The Sweet, welches unter der Regie des Henkers wunderbar metallisch und mit einem gewissen Accept-Vibe um die Ecke kommt. Selbes gilt f&uuml;r "It's Up To You", einer Nummer, die bereits 1988 geschrieben und '99 auf einem Demo enthalten war, aber nun neu eingespielt wurde. Dazwischen geben "Cry Out", "Salvation" und "Regain The Fire" mit hart und schnell gespieltem, traditionsbewusstem Schwermetall ordentlich was auf die M&uuml;tze, ehe der Rausschmei&szlig;er "Scream For Metal" mit Highspeed dem Albumtitel alle Ehre macht.</p>
<p>Abgesehen von wirklich bahnbrechendem Hit-Material hat The Speed Of Metal im Grunde alles zu bieten, was sich das Old-School-Metalheart nur w&uuml;nschen kann. Die Songs sind kantig und authentisch und wissen sich mit Hooks und Melodien schnell ins Ged&auml;chtnis zu spielen. Da freut man sich bereits jetzt schon, wenn der Typ mit dem Beil das n&auml;chste mal zum Schafott schreitet... in zehn oder zw&ouml;lf Jahren d&uuml;rfte es vermutlich soweit sein... wenn nichts dazwischenkommt.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10593.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10593.html</guid>
					</item><item>
								<title>Vintersorg - Vattenkrafternas Spel</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 26. September 2025<br />Zeit: 61:39<br />Label: <a href="http://www.hammerheart.com" target="_blank">Hammerheart</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>6 von 6 Punkten</p><p>Mit seinen Fr&uuml;hwerken Til Fj&auml;lls und &Ouml;demarkens Son kann Andreas Hedlund aka Vintersorg auf zwei unsterbliche Klassiker im Genre des Folk Black Metal blicken, die bis heute durch ihre unverwechselbare Ausdrucksst&auml;rke zu faszinieren wissen. Das darauffolgende Cosmic Genesis lie&szlig; bereits erste Ver&auml;nderungen im Konzept der Band erkennen. Pl&ouml;tzlich wurde auch englisch getextet und der Blick auf neue Themen gerichtet. Schlie&szlig;lich sollten Visions From The Spiral Generator und The Focusing Blur die Loyalit&auml;t der bislang treuen Fans auf eine harte Probe stellen. Beide Platten klangen mindestens so kompliziert wie ihre Titel und lie&szlig;en die musikalischen Wurzeln von Vintersorg weit hinter sich. </p>
<p>In den Folgejahren versuchte Mastermind Hedlund mit einer Reihe von Alben seine Urspr&uuml;nge mit aktuellen Ambitionen irgendwie unter einen Hut zu bringen, was mal mehr, mal weniger gut gelingen sollte. Dann 2017 eine klare Ansage: mit <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10023.html">Til Fj&auml;lls Del II</a> geht es back to the roots! Der tats&auml;chliche Schulterschluss mit den beiden legend&auml;ren Fr&uuml;hwerken soll Vintersorg allerdings erst acht Jahre sp&auml;ter gelingen, n&auml;mlich mit Vattenkrafernas Spell.</p>
<p>Auf seinem nunmehr elften Studioalbum klingt Mr. Vintersorg mit Unterst&uuml;tzung von Matte Marklund an der Leadgitarre und Simon Lundstr&ouml;m am Bass so frei und losgel&ouml;st wie seit den sp&auml;ten 1990ern nicht mehr! Gleich der Opener "Efter Dis Kommer Dimma" liefert wundersch&ouml;nen und stimmungsvollen Folk Black Metal und klingt wie eine logische und dennoch gereifte Fortsetzung von &Ouml;demarkens Son. Hedlund brilliert mit tollen Vocals zwischen glasklarer Sangesstimme und garstigen Screams, w&auml;hrend im Uptempo feierliche Melodien aufgefahren werden. Schlie&szlig;lich wird der zauberhafte Refrain noch von Gasts&auml;ngerin Johanna Lundberg, Frontfrau bei der Band Wytch, veredelt und fertig ist das erste gro&szlig;e Ausrufezeichen, das die Spannung auf das folgende Material ins nahezu Unertr&auml;gliche steigert.</p>
<p>Mit "St&ouml;rtsj&ouml;" und "Malstr&ouml;msbrus" bleiben die Schweden dem eingeschlagenen Pfad treu und servieren nordische Folk-Hymnen par excellence. Hedlund bleibt stimmlich variabel, singt hoch und tief und macht selbst vor Death-Grunts nicht halt. Bei aller Eing&auml;ngigkeit beh&auml;lt es sich der Songwriter jedoch vor, auch progressive oder orchestrale Einsch&uuml;be unterzubringen, was dem Material immer wieder einen nahezu cineastischen Anstrich verleiht. Selbst wenn man der Sprache nicht m&auml;chtig ist, vermitteln die Lieder den Eindruck, als w&uuml;rden Geschichten von Natur und Mythologie des hohen Nordens erz&auml;hlt. Vor dem inneren Auge entstehen reichhaltige Bilder wie jenes, das die Platte ziert. </p>
<p>Folklore in "Ur &Auml;lv Och Å" erweckt trotz schwarzmetallischen Parts auf geisterhafte Weise Kindheitserinnerungen an Ronja die R&auml;ubertocher zum Leben und "Regnskuggans Rike" wirkt mit all seiner Melancholie und der &uuml;ppigen Instrumentierung lange nach, ehe mit "Skyr&ouml;k" und "&Ouml;dsliga Salar" noch einmal dezent progressive Strukturen eingeflochten werden, ohne das harmonische Gesamtbild von Vattenkrafernas Spell zu st&ouml;ren. </p>
<p>Wom&ouml;glich war die l&auml;ngere Auszeit seit Till Fj&auml;lls Del II notwendig, vielleicht haben auch die Trennung von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-298.html">Borknagar</a>, wo Herr Hedlund zwischen 2001 und 2019 au&szlig;erdem t&auml;tig war, und vom langj&auml;hrigen Partner Napalm Records positive Impulse freigesetzt. Jedenfalls klingt Vattenkrafernas Spell wie ein Befreiungsschlag und ist wom&ouml;glich das Vintersorg-Album, auf das die Fans der ersten Stunde seit 25 Jahren gewartet haben.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10591.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10591.html</guid>
					</item><item>
								<title>Saltatio Mortis - Weltenwanderer</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 25. Juli 2025<br />Zeit: CD1 33:04 - CD2 77:06 - CD3 77:17<br />Label: <a href="http://www.welovemusic.de" target="_blank">We Love Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.saltatio-mortis.com" target="_blank">www.saltatio-mortis.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>Es ist gute 20 Jahre her, als ich eine Band namens Saltatio Mortis auf einer kleinen B&uuml;hne bei einem mittelalterlichen Burgfest gesehen habe. Das Kollektiv war damals noch recht jung, hatte, wenn ich mich recht erinnere, ihren zweiten Longplayer Das Zweite Gesicht gerade erst einget&uuml;tet und wusste die &uuml;berschaubare Zahl an Schaulustigen bestens zu unterhalten. Aus denen wird noch was, dachte ich mir damals und traf damit auch voll ins Schwarze.</p>
<p>Anno 2025 sind die Spielleute aus Ronneburg aus der hiesigen Mittelalter-Rock-Szene nicht wegzudenken und haben sich mit 13 Studioalben ein unersch&uuml;tterliches Denkmal gesetzt. Ihr 25. Jubil&auml;um feiern sie nun mit einer Best-Of-Compilation, welche von den Fans selbst zusammengestellt wurde. In einem Zeitraum von f&uuml;nf Wochen, konnte ein jeder Vasall n&auml;mlich seine pers&ouml;nlichen Favoriten &uuml;ber die sozialen Medien benennen und somit seinen Beitrag zu dem stattlichen Ergebnis leisten. Auf drei CDs bzw. f&uuml;nf farbigen LPs pr&auml;sentieren uns Saltatio Mortis 50 Songs, welche in f&uuml;nf Kapiteln, benannt nach Welten der nordischen Mythologie, zusammengefasst werden. In logischer Konsequenz ziert das Cover dieser mit Weltenwanderer betitelten Liedersammlung auch der Weltenbaum Yggdrasil.</p>
<p>Die f&uuml;nf Welten stehen dabei f&uuml;r die unterschiedlichen Schaffensphasen und vielen Gesichter der Band Saltatio Mortis - von den puristisch, mittelalterlich anmutenden Anf&auml;ngen bis hin zur poppig-rockenden Gegenwart. Selbst wenn man die Band kennt und schon seit Jahren verfolgt, wird einem angesichts dieser Zusammenstellung im Grunde erst so richtig bewusst, wie vielseitig diese Truppe in den letzten 25 Jahren unterwegs war. Als Schmankerl f&uuml;r Fans und Sammler enth&auml;lt Weltenwanderer die neu eingespielte Version von "Spielmannsschwur (United)", dann mit "Keine Regeln" auch die Kooperation mit Rapper FINCH, die bisher nur auf dessen Album Dorfdisco Zwei zu finden war, und zuletzt noch die bislang rein digital erh&auml;ltliche Nummer "Pray To The Hunter".</p>
<p>Die einheitlich saubere Klangqualit&auml;t aller enthaltenen Songs, aber auch die h&uuml;bsche Aufbereitung machen Weltenwanderer zum unverzichtbaren Sammlerst&uuml;ck f&uuml;r jeden eingefleischten Fan und zur lohnenden Investition f&uuml;r alle, die Saltatio Mortis erst noch kennen lernen m&ouml;chten.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10589.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10589.html</guid>
					</item><item>
								<title>Ültra Raptör - Fossilized</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 07. Oktober 2025<br />Zeit: 40:43<br />Label: <a href="http://www.fighter-records.com" target="_blank">Fighter Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/UltraRaptor" target="_blank">www.facebook.com/UltraRaptor</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>&Uuml;ltra Rapt&ouml;r? Nie geh&ouml;rt! Na hoffentlich verbirgt sich dahinter nicht ein &auml;hnliches Projekt wie Heavysaurus. Wenn man sich das Covermotiv mal ansieht, l&auml;sst sich solch eine Bef&uuml;rchtung nicht ganz von der Hand weisen. Schnell bemerkt ist aber auch das traditionsbewusst metallische Logo, in dem gleich zwei Umlaute verbraten sind. Das n&auml;hrt die Hoffnung auf eine Extra-Portion Old-School-Metal und genau darauf darf man sich auf Fossilized auch freuen!</p>
<p>Bis ins Mark retrospektiv, aber l&auml;ngst nicht fossil, ballert sogleich der Opener und Titeltrack durch die Membrane und gibt uns ab den ersten Takten einen Vorgeschmack, womit wir in den n&auml;chsten 40 Minuten zu rechnen haben. Die Truppe aus Quebec fr&ouml;nt dem Speed Metal der 1980er Jahre, schert dabei aber auch gerne in benachbarte Genres aus. So entpuppt sich das folgende "Spinosaurus" als astreiner Thrash Metal, wohingegen in "Hard 'N Fast" die traditionelle Metal-Keule geschwungen wird. Obwohl es auf Fossilized zumeist recht hitzig zur Sache geht, legen die Kanadier stets h&ouml;chsten Wert auf Melodie und Eing&auml;ngigkeit, was in Kombination mit der unb&auml;ndigen Spielfreude, mit kernigen Riffs und feurigen Soli einen jeden Headbanger zum Zappeln bringen sollte. </p>
<p>Frontmann Phil T. Lung klingt mit seinen erdig-rauen Vocals ein wenig nach Phil McCormack von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1415.html">Molly Hatchet</a>. Sein &uuml;berschaubares stimmliches Spektrum macht ihn zwar nicht unbedingt zum Kandidaten f&uuml;r die goldene Stimmgabel, er f&uuml;gt sich unterm Strich aber sehr gut in den ruppigen Sound der Band. Wenn die Kanadier in "Livin For The Riff" also mit maximaler Geschlossenheit auftreten und den Griff zur Luftgitarre provozieren, kauft man ihnen die Message dieses Titels auch ohne weiteres ab. Wer fr&uuml;her schon musikalisch gerne auf Speed unterwegs war, der sollte daher &Uuml;ltra Rapt&ouml;r sein Geh&ouml;r schenken und f&uuml;hlt sich vielleicht nach den ersten Noten bereits zur&uuml;ckversetzt in eine gl&uuml;ckliche Vergangenheit, als der Metal noch roh und schnell, aber das Leben selbst eine ganze Ecke langsamer und unkomplizierter war.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10586.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10586.html</guid>
					</item><item>
								<title>Deathhammer - Crimson Dawn</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 29. Juli 2025<br />Zeit: 39:46<br />Label: <a href="http://www.hellsheadbangers.com" target="_blank">Hells Headbangers</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/deathhammerofficial" target="_blank">www.facebook.com/deathhammerofficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Du stehst auf sch&ouml;ne Melodien, auf elegante Soli und eine glasklare Produktion? &Uuml;berhaupt bist Du im Allgemeinen ein eher harmoniebed&uuml;rftiger Mensch? Nun, dann brauchst Du an dieser Stelle im Grunde gar nicht erst weiterlesen.</p>
<p>Wem es allerdings nicht r&auml;udig und dreckig genug klingen kann, dann aufgepasst! Das norwegische Duo Deathhammer z&uuml;chtet auf ihrem sechsten Studioalbum Crimson Dawn aus DNA-Str&auml;ngen von Punkrock, Black, Thrash und Speed Metal acht unheilvolle Kreaturen, die einem jeden Feingeist das F&uuml;rchten lehren. Im 20. Jahr seines Bestehens steht der Name Deathhammer ein weiteres Mal f&uuml;r kanalisierte Wut, f&uuml;r ungeschminkte Kompromisslosigkeit und kontrolliertes Chaos. Dabei geh&ouml;ren die hastig heraus gew&uuml;rgten Vocals und die sirenenhaften Screams von Sergeant Salsten ebenso zum Markenzeichen der Band, wie das irrwitzige Gitarrenspiel und die rumpelnden Drums von seinem Kollegen Sadomancer. Dass am Ende dieser fast schon exzessiven Orgie aus Aggression und tollw&uuml;tiger Raserei keineswegs nur stumpfes Gepr&uuml;gel steht, daf&uuml;r stehen Songs wie das voll auf Speed getrimmte "Stygian Lust", der rabenschwarze Black'n'Roller "Nocturnal Winds Of Fire" oder der fast schon als melodisch durchgehende Titeltrack "Crimson Dawn".</p>
<p>Die im wahrsten Sinne urspr&uuml;ngliche Aufnahme lie&szlig;e sich als gut gemachtes Rehearsal-Tape vermarkten und zeigt einer jeden auf Perfektion und Transparenz ausgerichteten Produktion den Stinkefinger. Man muss also schon genau hinh&ouml;ren, um die technischen Feinheiten dieser beiden Recken herauszuh&ouml;ren, wird dann aber mit einem anerkennenden Kopfnicken attestieren, dass hier sicherlich keine Anf&auml;nger, sondern leidenschaftliche &Uuml;berzeugungst&auml;ter am Werkeln sind. Freilich k&ouml;nnte und muss man wohl den Rotstift ansetzen, wenn es denn um &uuml;berbewertete Eigenschaften, wie Abwechslung oder Experimentierfreude geht. In dieser Hinsicht kommen Deathhammer einfach nicht aus ihrer Haut. Daher f&auml;hrt dieser mit reinstem Stahl beladene G&uuml;terzug stets mit maximaler Zugkraft und h&auml;lt selbst auf kurviger Strecke dasselbe hohe Tempo. Auf ruhigere oder gar balladeske Momente braucht man also gar nicht erst zu spekulieren. Daf&uuml;r l&auml;sst sich im Rausschmei&szlig;er "Into The Blackness Of Hell" prima in den finalen Hail-Satan-Chorus einsteigen, w&auml;hrend die Gitarren allm&auml;hlich verstummen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10587.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10587.html</guid>
					</item><item>
								<title>Wolfheart - Draconian Darkness II</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 19. September 2025<br />Zeit: 20:30<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.wolfheartofficial.com" target="_blank">www.wolfheartofficial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Als kleinen Nachschlag zu ihrem letzten Hauptgericht Draconian Darkness serviert uns das finnische Kraftpaket Wolfheart nun die EP Draconian Darkness II. Darauf findet man zun&auml;chst zwei neue Songs im typischen Wolfspelz. Wie man Death und Black Metal mit Melodie und Epik verschmilzt, verstehen derart nur wenige Bands so gut wie eben Wolfheart! Dabei klingt der Opener "Carnivore" zun&auml;chst ungewohnt vertrackt, spielt mit unterschiedlichen Gesangsstilen und k&ouml;nnte in seinen ruhigen, orchestralen Zwischenst&uuml;cken glatt als hart gespielter Gothic Metal durchgehen. Daf&uuml;r liefert "Forefathers" jene eingeschw&auml;rzte Up-Tempo-Hymnik, f&uuml;r die man die Band kennt und sch&auml;tzt.</p>
<p>Dass es sich beim folgenden "Burning Sky" um eine Live-Aufnahme handelt, schnallt man im Grunde erst, wenn am Ende ein applaudierendes Publikum zu h&ouml;ren ist. Respekt, mit welcher Pr&auml;zision die Finnen ihre Songs auf die B&uuml;hne bringen! Die h&uuml;bsche Akustikversion von "The Gale", welches als Rausschmei&szlig;er auf dem letzten Album erschien, zeigt die harten Jungs von einer unerwartet angreifbaren und zerbrechlichen Seite. Lediglich die orchestrale und rein instrumentale Fassung der urspr&uuml;nglich mitrei&szlig;enden Hymne "Grave" klingt ein wenig nach Konservenfutter und gibt in Zeiten echter Orchester-Einspielungen eine eher bescheidene Figur ab.</p>
<p>Summa summarum ist Draconian Darkness II ein solider Trittstein vor dem n&auml;chsten Longplayer. Fans und Sammler werden ohnehin zugreifen, f&uuml;r Wolfheart-Einsteiger oder ein erstes Kennenlernen machen die beiden letzten Studioalben aber sicherlich mehr Sinn.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10588.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10588.html</guid>
					</item><item>
								<title>Demiurgon - Miasmatic Deathless Chamber</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 26. September 2025<br />Zeit: 35:37<br />Label: <a href="http://www.tometal.com" target="_blank">Transcending Obscurity Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/Demiurgon" target="_blank">www.facebook.com/Demiurgon</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zehn Jahre, drei Alben... das k&ouml;nnte freilich mehr sein. Allerdings muss man sich auch ernsthaft die Frage stellen, ob eine k&uuml;rzere Album-Frequenz f&uuml;r die werten Fans der Band Demiurgon nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden w&auml;re.</p>
<p>Die f&uuml;nf Italiener spielen technischen Brutalo-Death, der sich allerdings einen gewissen Spielfluss zu bewahren wei&szlig;. Nur der Ordnung halber: Spielfluss ist nicht automatisch gleichzusetzen mit Eing&auml;ngigkeit oder gar Melodie. Beides ist n&auml;mlich im besten Fall unterschwellig zu vernehmen, wenn Demiurgon ins Geschehen starten.</p>
<p>Dissonanzen und beklemmende Akkorde pr&auml;gen die sieben neuen Songs ebenso wie eine st&uuml;rmische Riff-Sequenz, das schwindelerregend wirbelnde Schlagzeug oder der brachiale Guttalgesang von Frontmann Stefano. Wo sich der Opener "Worldwide Grave" oder der Titeltrack "Miasmatic Deathless Chamber" zu einer brachial dr&uuml;ckenden Klang-Monstrosit&auml;t auft&uuml;rmen, fetzten "Flashforward To The End" und "Throne Of Derangement" derma&szlig;en rasant durch die Botanik, dass selbst die schnellsten Zombies der Filmgeschichte nicht hinterherkommen. Das Tempo und das hohe Technikma&szlig; lassen die Songs mit ihren im Schnitt f&uuml;nf Minuten Spielzeit zwar l&auml;nger erscheinen, als sie tats&auml;chlich sind, doch geht dies dennoch nicht auf Kosten einer gewissen Kurzweiligkeit oder Spielfreude.</p>
<p>Das spannende Artwork im Sci-Fi-Style von Giannis Nakos reflektiert mit seiner Detailverliebtheit die enorme kompositorische Dichte auf Miasmatic Deathless Chamber und rundet somit diese klangliche Apokalypse auch optisch gelungen ab. Technik-Fans, die Alben von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-353.html">Cryptopsy</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-3603.html">Origin</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1883.html">Necrophagist</a> im Regal stehen haben, k&ouml;nnen bei Demiurgons Drittwerk im Grunde bedenkenlos zugreifen.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10582.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10582.html</guid>
					</item><item>
								<title>Vittra - Intense Indifference</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 19. September 2025<br />Zeit: 33:36<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.vittraofficial.com" target="_blank">www.vittraofficial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Die schwedische Band Vittra hie&szlig; zun&auml;chst Vildvittra, also benannt nach den Wilddruden in Astrid Lindgrens Ronja, die R&auml;ubertochter. Der Name wurde schlie&szlig;lich auf Vittra verk&uuml;rzt, doch was blieb, ist das Interesse f&uuml;r Fabelfiguren der schwedischen Mythologie, welche immer wieder durch das Liedgut der f&uuml;nf Musiker geistern.</p>
<p>Intense Indifference ist das bereits zweite Album der 2017 gegr&uuml;ndeten Band, deren musikalische Herangehensweise im Grunde schnell durchschaut ist. Grundger&uuml;st f&uuml;r die zehn neuen Kompositionen bildet der landestypische Melodic Death im Fahrwasser von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8481.html">Gates Of Ishtar</a> oder fr&uuml;hen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-15.html">In Flames</a>, der allerdings gerne auch mit genre-fremden Elementen angereichert wird. So begegnet man in "Burn(h)er" einer ordentlichen Schippe Power-Metal, "Transylvanian Buffet" l&auml;sst es mitsamt flotter Pianokl&auml;ngen im Chuck-Berry-Style nicht nur rocken, sondern ganz geh&ouml;rig rollen. "Soul Searcher" macht selbst vor einem jazzig-improvisiert wirkendem Intermezzo nicht halt und deutlich finstere Songs wie "The Leap" oder "Piece By Piece" enth&uuml;llen den Thrash Metal als zweite gro&szlig;e Leidenschaft der Band. </p>
<p>Bei all den unterschiedlichen Einfl&uuml;ssen und der verspielten Umsetzung verstehen es Vittra sehr geschickt, auf den Punkt zu kommen. So bringen es die zehn Songs auf gerade einmal 33 Minuten Spielzeit, die dann tats&auml;chlich wie im Nu verfliegen und man geneigt ist, trotz fehlendem Hitmaterials mit "MOFO" noch einmal von vorne loszulegen und auf die wiederholte Aufforderung "Motherfucker, let's go!" brav die M&auml;hne zu kreisen!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10585.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10585.html</guid>
					</item><item>
								<title>White Mantis - Arrows At The Sun</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 22. August 2025<br />Zeit: 46:54<br />Label: <a href="http://www.hho-records.de" target="_blank">High Roller Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/white.mantis" target="_blank">www.facebook.com/white.mantis</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Ganze sechs Jahre hat sich die bayerische Combo White Mantis Zeit gelassen, um einen Nachfolger zu ihrem Deb&uuml;t Sacrifice Your Future einzuzimmern. Aber was lange w&auml;hrt, wird bekanntlich gut, selbst wenn in unserer schnelllebigen Zeit bei solch einer Spanne durchaus die Gefahr besteht, wieder in Vergessenheit geraten zu sein.</p>
<p>Also an all jene, die den bayerischen Vierer vergessen haben oder nun tats&auml;chlich zum ersten Mal mit ihm in Kontakt treten: White Mantis spielen Thrash Metal im klassischen Sinn. Ein bisschen fr&uuml;he <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2739.html">Megadeth</a> hier, ein bisschen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-610.html">Kreator</a>-Rhythmik dort, abgeschmeckt mit einem hohen technischen Anspruch und teils progressiven Songstrukturen, wie man es von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-383.html">Destruction</a> her kennen mag. Schlie&szlig;lich gibt es obendrauf noch eine geh&ouml;rige Portion Spielfreude und das n&ouml;tige Qu&auml;ntchen Wahnsinn, um am Ende trotz unverkennbarer Einfl&uuml;sse der Altvorderen eben doch ein ganz eigenes S&uuml;ppchen zu kochen. Songs wie der Opener "Nekrotornado" oder Abrissbirnen a la "Over Your Pale Bones" und "Roboticator" schlagen mit all ihrer Wut und Rasanz dem H&ouml;rer wie Sturmb&ouml;en entgegen. Zwar sind diese Schergen vorzugsweise im Up-Tempo unterwegs, doch liefern sie mit "Atavistic Power" und "Toxic Sniper" auch Songs, die es etwas langsamer angehen lassen, deswegen aber keinen Deut weniger gut funktionieren.</p>
<p>&Uuml;berhaupt sind White Mantis stets f&uuml;r eine &Uuml;berraschung zu haben. Tempo, Rhythmik und Gesang werden gerne auch innerhalb der einzelnen St&uuml;cke gekonnt variiert, sodass ein Aufkeimen von Langatmigkeit gar nicht erst zugelassen wird. Frontmann Matthias Pletz setzt mit seinen giftigen, teils hysterisch wirkenden Vocals dem hitzigen Material mitsamt seinen chaotischen Momenten das Sahneh&auml;ubchen auf, rundet den auditiven Frontalangriff quasi ab. Nicht auszuschlie&szlig;en, dass all das Temperament von Arrows At The Sun auch von dessen lyrischer Botschaft getragen wird. Als Technikkritiker und Fortschrittskeptiker verfolgen White Mantis n&auml;mlich auch ein gesellschaftspolitisches und seit Aufkeimen der KI hochbrisantes Konzept. So erkl&auml;rt sich schlie&szlig;lich auch das Coverartwork, das ein paar Steinzeitburschen zeigt, wie sie mit Pfeil und Bogen auf ein &uuml;bernat&uuml;rliches Lichtph&auml;nomen am Himmel anlegen.</p>
<p>Derart Retro ist die Musik von White Mantis am Ende allerdings nicht, sondern trotz diverser Links in die Vergangenheit durchaus zeitgem&auml;&szlig;. Das Wort "zeitlos" nehme ich an dieser Stelle lieber nicht in den Mund, sonst lassen uns die M&uuml;nchener am Ende wieder so lange auf ein neues Album warten...</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10584.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10584.html</guid>
					</item><item>
								<title>Ashes Of Ares - New Messiahs</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 18. Juli 2025<br />Zeit: 58:50<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/AshesOfAres" target="_blank">www.facebook.com/AshesOfAres</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>D&uuml;ster und majest&auml;tisch starten Ashes Of Ares in ihren vierten und mit New Messiahs verhei&szlig;ungsvoll betitelten Longplayer. Ist das Intro erst einmal verklungen, geht es mit dem Titeltrack sogleich aggressiv und heavy ans Eingemachte. Schell wird klar: die einstigen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-543.html">Iced Earth</a>-Recken Matt Barlow und Freddie Vidales haben ihre Trademarks beibehalten, gehen aber doch einen Schritt nach vorne. Das Songwriting wirkt kompakter, also weniger progressiv als zuletzt auf <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10392.html">Emperors And Fools</a>, was das Material zwangsl&auml;ufig wieder etwas n&auml;her an ihren fr&uuml;heren Arbeitgeber r&uuml;ckt. </p>
<p>Die St&auml;rken dieser Band liegen auf der Hand: zum einen ist da Matt Barlows markante Sangesstimme, die man unter hundert anderen sofort erkennt, zum anderen liefert Freddie Vidales eine kleine Armada an kernigen Riffs und fl&uuml;ssigen Soli, die sich in Sachen H&auml;rtegrad irgendwo zwischen US-Metal und Thrash verorten lassen. Wo das folgende und erneut im Up-Tempo arrangierte "Two Graves" mit einem pr&auml;gnanten Refrain Punkte sammelt, will es Ashes Of Ares an anderen Stellen leider nicht so recht gelingen, ein altes Manko abzusch&uuml;tteln: Gerade die Refrains wirken hier und dort kompliziert und wollen einfach nicht z&uuml;nden, die mehrstimmig eingesungenen Vocals erscheinen immer wieder unn&ouml;tig und zu dick aufgetragen und - sorry - das hohe Gejaule im Hintergrund kann manchmal ganz sch&ouml;n auf die Nerven gehen. Beispiele f&uuml;r ein paar Songs, denen eine Entschlackung gutgetan h&auml;tte, liefern "Infection, Deception" oder "Wake The Vultures".</p>
<p>An anderer Stelle gelingt es Ashes Of Ares aber doch zu &uuml;berzeugen. Wie schon in der Vergangenheit entpuppen sich die ruhigeren Momente als echte Glanzpunkte des Albums, an vorderster Stelle die ohrwurmm&auml;&szlig;ige Power-Ballade "Keep On Walkin'". Gerade im letzten Album-Drittel scheinen sich die st&auml;rksten Momente von New Messiahs zu konzentrieren. "The Hawk And The Dove" ist zwar wieder etwas progressiver gestrickt, &uuml;berzeugt aber mit einem intelligenten Songwriting und tollen Melodien, w&auml;hrend "From Hell He Rides" mit Power und Eing&auml;ngigkeit auf gefrorener Erde in Richtung Zielgerade galoppiert. Am Ende dann noch eine extravagante Coverversion: Bei Ashes Of Ares klingt Elton Johns Piano-Rocker "And The House Fell Down" wie ein Blend aus Metal und Blues, ohne die markanten Swing-Elemente des Originals zu ignorieren.</p>
<p>Was bleibt ist ein weiteres Album mit gro&szlig;artigen, aber auch mit nicht g&auml;nzlich &uuml;berzeugenden Momenten. Besser als Emperors And Fools geraten, zeigt New Messiahs aber definitiv den Weg in die richtige Richtung.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10583.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10583.html</guid>
					</item><item>
								<title>Jordfäst - Blodsdod Och Hor</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 25. Juli 2025<br />Zeit: 34:55<br />Label: <a href="http://www.blacklionproduction666.bandcamp.com" target="_blank">Black Lion Productions</a><br />Homepage: <a href="http://www.jordfast.net" target="_blank">www.jordfast.net</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Blodsd�d Och Hor, zu Deutsch "Blutvergie&szlig;en und Hurerei", ist das dritte Studioalbum der schwedischen Band Jordf&auml;st. Wie schon die beiden Vorg&auml;nger teilt sich auch dieses Werk in zwei Akte, jedoch mit dem Unterschied, dass dieses Mal nicht jeder Akt aus einem einzigen Longtrack besteht, sondern jeweils vier Lieder umspannt. Innerhalb dieser Titel sind die &Uuml;berg&auml;nge jedoch derart flie&szlig;end, dass man den Wechsel der einzelnen Songs gar nicht mitbekommt. Das mag zudem daran liegen, dass Jordf&auml;st sehr progressiv agieren, weswegen man einen klassischen Aufbau aus Strophen und Refrains lieber nicht erwarten sollte.</p>
<p>Geboten wird einmal mehr typisch nordischer Black Metal, der weite Teile des stilistischen Spektrums dieses Genres auszureizen versucht. So beginnt der erste Akt "Ett Altare Av Sk&auml;rvor" (Ein Altar aus Scherben) mit einem l&auml;ssigen Heavy-Metal-Riff, das zu rockenden Rhythmen in erhabene Chorges&auml;nge &uuml;bergeht, ehe sich die typisch nordische Raserei einstellt. Damit steht gleich der erste Track gewisserma&szlig;en programmatisch f&uuml;r das gesamte Album, auf dem sich Aggression, Melodie und Atmosph&auml;re die Waage halten. Folkloristischer Klargesang wird neben dem standesgem&auml;&szlig;en Keifen punktuell oder gerne im Hintergrund platziert, w&auml;hrend auch "ordentliche" Gitarrensoli das Material immer wieder auflockern.</p>
<p>Wo der erste Akt mit Fragmenten der V&ouml;luspa spielt und diese zu interpretieren versucht, widmet sich der zweite Akt, "Dit Gudarna Tr&auml;lar &Auml;r" (Wo G&ouml;tter Knechte sind), der kriegerischen Geschichte des Landes Schwedens und gestaltet sich konsequenterweise auch einen Tick vehementer und k&auml;lter als die erste Albumh&auml;lfte. Erst zum Ende hin entwickelt sich eine Art feierliches Fernweh, das abermals von stimmungsvollen, aber keinesfalls zu pathetischen Ch&ouml;ren begleitet wird.</p>
<p>Mit Blodsd�d Och Hor bescheren uns Jordf&auml;st ein spannendes, facettenreiches und ambitioniertes Werk, welches tief in den Traditionen des skandinavischen Black Metals fu&szlig;t, aber auch den fl&uuml;chtigen Blick &uuml;ber den Genre-Rand nicht scheut. Nat&uuml;rlich wird am Ende auch bei allem Engagement das Rad nicht neu erfunden. Zumindest ist es im Falle Jordf&auml;st gut gewuchtet und hat ordentlich Grip. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2203.html">Agalloch</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2053.html">Enslaved</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1366.html">Vintersorg</a> sollten der Platte daher ihre Aufmerksamkeit schenken.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10575.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10575.html</guid>
					</item><item>
								<title>Lord Belial - Unholy Trinity</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 27. Juni 2025<br />Zeit: 50:05<br />Label: <a href="http://www.hammerheart.com" target="_blank">Hammerheart</a><br />Homepage: <a href="http://www.lordbelial.com" target="_blank">www.lordbelial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Rasend schnelle Percussions, erbarmungslos s&auml;gende Gitarren, dazu technische Finesse und ein w&uuml;nschenswertes Quantum an Melodie - wenn Lord Belial mit "Ipse Venit" in ihr zehntes Studioalbum Unholy Trinity starten, sollte sich das f&uuml;r einen jeden traditionsbewussten Black-Metal-Fan anh&ouml;ren, als w&auml;re er gerade nach Hause gekommen. Wenn es denn um Aggression und Kompromisslosigkeit geht, so haben die schwedischen Szene-Veteranen gegen&uuml;ber ihrem 2022er Comeb(l)ack-Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10423.html">Rapture</a> nun sogar noch eine Schippe draufgelegt! "Glory To Darkness" klingt in Abschnitten nicht nur w&uuml;tend, sondern geradezu wahnwitzig, was aber nicht bedeuten soll, dass Unholy Trinity nicht auch die eine oder andere &Uuml;berraschung parat h&auml;lt!</p>
<p>Das nun folgende "Serpent's Feast" startet gem&auml;chlich, unheilvoll und atmosph&auml;risch ins Geschehen und wei&szlig; manch einen Stimmungswechsel zu erzeugen. "In Chaos Transcend" entpuppt sich mit gesprochenen Versen, hymnischen Gitarrenl&auml;ufen und einer gewissen Epik in der Melodief&uuml;hrung als bislang harmonischste Nummer des Albums. Standesgem&auml;&szlig;e Raserei h&auml;lt ein weiters Mal "The Whore" f&uuml;r uns bereit, zeigt aber aufs Neue, dass sich all die kleinen technischen Details und kompositorischen Kunstgriffe nicht unbedingt beim ersten Durchlauf erschlie&szlig;en lassen. In dieser Hinsicht hat Unholy Trinity n&auml;mlich mehr zu bieten, als man zun&auml;chst glauben m&ouml;chte!</p>
<p>Wo "Scornful Vengence" diesen gewissen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2557.html">Dissection</a>-Vibe durchblicken l&auml;sst, den man Lord Belial von Beginn an immer wieder nachgesagt hat, erweisen sich die beiden letzten Nummern "The Great Void" und "Antichrist" als passende Kost, f&uuml;r jeden der seinen typisch nordischen Black Metal gerne stimmungsvoll und feierlich genie&szlig;t. Aber Vorsicht, gerade weichgesp&uuml;lt kommt die Band auf ihrer Zielgeraden deswegen noch lange nicht um die Ecke! Der druckvolle, aber l&auml;ngst nicht zu Tode produzierte Klang der Scheibe, f&uuml;r den man Andy LaRocque hinzugezogen hat, rundet das boshafte Klangerlebnis ab und positioniert Lord Belial in der ersten Genre-Liga. Ein paar lyrische Klischees weniger w&auml;ren zwar sch&ouml;n gewesen, daf&uuml;r demonstrieren uns die Gebr&uuml;der Backelin mit Niclas Pepa Green an ihrer Seite, dass sie von Altersm&uuml;digkeit oder kreativit&auml;tshemmender Routine meilenweit entfernt sind.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10581.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10581.html</guid>
					</item><item>
								<title>Rise From Your Grave - The New Flesh Reborn</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 06. Mai 2025<br />Zeit: 57:27<br />Label: <a href="http://www.wearehorrorrecords.com" target="_blank">We Are Horror Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.risefromyourgrave.bandcamp.com" target="_blank">www.risefromyourgrave.bandcamp.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wenn es in Pittsburgh / Pennsylvania spukt, so ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die Horror-Punker von Rise From Your Grave ihre Finger mit im Spiel haben. The New Flesh Reborn ist das sechste Studioalbum der Band und ein gefundenes Fressen f&uuml;r alle, die es gerne gruselig und makaber m&ouml;gen, ohne dass das n&ouml;tige Qu&auml;ntchen Humor dabei auf der Strecke bleibt.</p>
<p>Ihr wollt haedbangen? Ihr wollt mitsingen oder einfach mal den Circle-Pit aufr&auml;umen? Mit The New Born Flesh findet ihr den richtigen Soundtrack! Hymnische Gassenhauer wie "The Creature", "I Am", "The Deep" oder "It's Me" liefern daf&uuml;r im wahrsten Sinne hieb- und stichfeste Beweise! Neben klassischem Punk-Repertoire haben Rise From Your Grave ihren Songs allerhand Riffs und Soli aus schwermetallischen Gefilden als kleine Grabbeigabe auf ihren Weg in die Ewigkeit verabreicht. Die technische Umsetzung l&auml;sst dabei keine W&uuml;nsche offen und distanziert das Material doch deutlich von jeder Vorstellung eines eher chaotisch inszenierten Punk-Rock-Albums. In Sachen H&auml;rte und Energie ist das Material hier und dort sogar vom Thrash Metal nicht mehr weit entfernt.</p>
<p>Zwar erz&auml;hlen Rise From Your Grave ihre Gruselgeschichten definitiv am liebsten im Up-Tempo, doch verstehen es die Musiker sehr gut, hier und dort auch mal das Tempo vom Gas zu nehmen, um geschickt ein paar spooky Einsch&uuml;be zu platzieren. Die LP-Version des Albums wird gar mit der Ballade "As I Crumble" zu Grabe getragen, w&auml;hrend es auf die CD drei weitere St&uuml;cke geschafft haben. Hier darf das furiose "In The Water" mit seinen zarten Pianokl&auml;ngen quasi die letzte Glocke l&auml;uten und beschlie&szlig;t ein Album, das allen Genre-Fans nur w&auml;rmstens an frisch aus der Brust gerissene Herz gelegt werden kann!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10579.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10579.html</guid>
					</item><item>
								<title>Nightbearer - Defiance</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 13. Juni 2025<br />Zeit: 46:08<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/nightbearer" target="_blank">www.facebook.com/nightbearer</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Nach den letzten Alben von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8840.html">Rats Of Gomorrah</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7691.html">Deserted Fear</a> kommt nun f&uuml;r alle Fans des melodischen Death Metals ein weiterer Leckerbissen aus deutschen Landen in die Verkaufsregale. Zun&auml;chst startet Defiance, der dritte Longplayer der Band Nightbearer, nach kurzem akustischem Intro allerdings &uuml;berraschen schwarzmetallisch mit Blastbeats und Keifgesang ins Geschehen. "His Dark Materials" hei&szlig;t diese erste Impression, mit der man sein Repertoire erweitert hat, wenn es darum ging, der dreiteiligen Roman-Reihe gleichen Namens von Philip Pullman einen musikalischen Stempel aufzudr&uuml;cken! Anders als es bei vielen Konzeptalben der Fall ist, hat man bei Nightbearer jedoch zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass die musikalische Eing&auml;ngigkeit dem literarischen Leitfaden geopfert wurde!</p>
<p>So rumpeln postwendend mit dem Titeltrack "Defiance", "One Church Over All" und "Dying Knowns No Bounds" drei astreine Death-Metal-Mosher im Schweden-Style durch die Membrane, ehe es mit "Reign Supreme" deutlich ruhiger in doomigen Gefilden zur Sache geht. Am Synthesizer wird auf Defiance &uuml;brigens nicht gespart, sodass den St&uuml;cken hier und dort eine gewisse Melancholie zu eigen ist und Nightbearer im Allgemeinen unerwartet atmosph&auml;risch her&uuml;berkommen. Das gilt schlie&szlig;lich auch f&uuml;r den neunmin&uuml;tigen Longtrack "Ascension", der abermals mit Black-Metal-Elementen spielt und trotz seiner L&auml;nge als Album-Highlight betrachtet werden darf.</p>
<p>Zum Ausgleich sorgt "Until We Meet Again" als reines Instrumentalst&uuml;ck mit seinen verspielten Gitarren f&uuml;r gute Laune, schlie&szlig;lich gibt es zum Abschluss mit "Republic Of Haven" noch einmal ordentlich eines auf die M&uuml;tze! Nightbearer spannen auf Defiance einen weiten Bogen von Moshpit-Groove, &uuml;ber Up-Tempo und Atmosph&auml;re bis hin zu ganz viel Melodie, sodass es w&auml;hrend der guten Dreiviertelstunde Spielzeit wohl niemandem langweilig werden d&uuml;rfte. Genre-Fans, die von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1230.html">Entombed</a> bis <a href="http://www.heavyhardes.de/band-108.html">Arch Enemy</a> so ziemlich alles konsumieren, was der Schweden-Death so hergibt, die sollten dieser deutschen Elchtod-Variante unbedingt Geh&ouml;r schenken!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10580.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10580.html</guid>
					</item><item>
								<title>The Dead Cowboys - The Dead Cowboys</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 21. Mai 2025<br />Zeit: 37:30<br />Label: <a href="http://www.shotgunimprint.bandcamp.com" target="_blank">Shotgun Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.thedeadcowboysband.com" target="_blank">www.thedeadcowboysband.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Ein neuer Sherif ist in der Stadt! Aus Los Angeles reiten The Dead Cowboys im Galopp in Richtung unserer Stereoanlage und haben ihr selbstbetiteltes Deb&uuml;t in der Satteltasche! Als "Heavy Western" bezeichnen sie ihren Sound, bei dem Heavy Metal auf Wild-West-Themen treffen soll. Ganz so heavy geht es am Ende allerdings doch nicht zu. Stattdessen erwartet uns ein melodischer und zumeist gut gelaunter Mix aus Country, Rock'n'Roll, Hard Rock und ja - hier und dort auch ein wenig Heavy Metal.</p>
<p>Der Opener "Bad Friends &amp; Good Times" ist so etwas wie das Aush&auml;ngeschild des Drehers, wurde im Vorfeld als Video ins Netz gestellt und macht mit seinem l&auml;ssigen Country Rock'n'Roll nicht nur Laune, sondern vor allem durstig! Abermals Country und eine dicke Ladung Southern Rock beschert uns "Super Country Cowboy", dessen Titel schon impliziert, dass es bei diesen Outlaws nicht immer bierernst zur Sache geht. Das h&ouml;rt man der Musik schlie&szlig;lich auch an! So sorgt im Song "Mexico" beispielsweise die bekannte Melodie von "La Cucaracha" f&uuml;r Party-Feeling und "Hot Rod Vega" regt mit seinen Hu-Hu-Ch&ouml;ren zum Mitsingen an.</p>
<p>Etwas deftiger und kantiger geht es dann tats&auml;chlich mit "Crazy Horses" und "The Lake" zur Sache, w&auml;hrend sich mit "Jensen Road" schlie&szlig;lich auch eine h&uuml;bsche Ballade inklusive einiger Links ins Lager von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1901.html">Lynyrd Skynyrd</a> ins Set geschlichen hat. Zum Ende hin macht "When The Crows Come Home" als geschmeidiger Country-Rocker den Griff zur Luftgitarre unvermeidbar und der coole Rausschmei&szlig;er "Demon Desperado" entpuppt sich als vielleicht st&auml;rkste Nummer dieses Deb&uuml;ts, wenn er galoppierende Rhythmen auf harte Riffs, Mariachi-Trompeten und einen griffigen Refrain treffen l&auml;sst. </p>
<p>Unterm Strich kann man diesen ersten Ausritt der Dead Cowboys als gelungenen Stilmix zusammenfassen, der zwar nicht zu jeder Zeit zu fesseln wei&szlig;, aber durchaus ein paar Highlights in petto hat. Da w&auml;re es doch sch&ouml;n, wenn die Burschen aus L.A. nicht im erst besten Saloon versumpfen, sondern die Musik im Auge behalten, um uns mit ihren Storys von Cowboys und dem wilden Westen auch weiterhin zu unterhalten.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10578.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10578.html</guid>
					</item><item>
								<title>Iku-Turso - Wolfheart EP</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 06. Juni 2025<br />Zeit: 29:46<br />Label: <a href="http://www.purity-through-fire.com" target="_blank">Purity Through Fire</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/ikutursobm" target="_blank">www.facebook.com/ikutursobm</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Achtung Verwechslungsgefahr! Im Jahr 2023 ver&ouml;ffentlichte die finnische Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a> ihre EP Iku-Turso, benannt nach einem Seemonster aus der finnischen Mythologie. Nun ver&ouml;ffentlichen diese Tage die Landsleute von Iku-Turso, einer Black-Metal-Band aus Oulu, eine EP mit dem Titel Wolfheart. Da soll noch einer durchblicken. Jedenfalls bezieht sich nachfolgendes Review auf letztgenanntes Release.</p>
<p>Die Band Iku-Turso wurde 2017 ins Leben gerufen und brachte seitdem neben drei Langeisen auch immer wieder neues Futter in Form von EPs auf den Markt. Wolfheart, das neueste Mini-Album, umfasst f&uuml;nf St&uuml;cke und bringt es auf 30 Minuten Spielzeit, ist also gar nicht mal so mini, sondern recht nahe an einem Longplayer dran. Der Opener namens "Pagan Beasts" macht seinem Namen alle Ehre und verweist mit seiner stampfenden Rhythmik und den archaischen Melodien an die Fr&uuml;hwerke des Pagan Black Metal und Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2053.html">Enslaved</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-3774.html">Kampfar</a>. Keyboardkl&auml;nge halten sich w&auml;hrend der rohen und traditionsbewussten Auff&uuml;hrung vornehm im Hintergrund, tragen allerdings ma&szlig;geblich zu jener gef&uuml;hlt authentischen Atmosph&auml;re bei, die den Song mitsamt seiner acht Minuten Spielzeit zu einem wahren Leckerbissen f&uuml;r all jene macht, die ihren Wikingermusik am liebsten grimmig kalt und frei von jedem &uuml;berfl&uuml;ssigen Pathos genie&szlig;en. "Gales Of Hail" zieht sogleich das Tempo sp&uuml;rbar an und liefert hymnisch-melodischen Black Metal zwischen genretypischer Raserei, M&auml;nnerch&ouml;ren und l&auml;ssig rockenden Passagen. Wer an dieser Stelle nicht zu zappeln beginnt, hat mit Black Metal vermutlich rein gar nichts an der M&uuml;tze!  </p>
<p>Kontrastprogramm: Tr&auml;gheit und Verzweiflung begegnen uns in "Grizzled Skies", wenn entr&uuml;ckte Schreie einen Blick in die tiefsten Abgr&uuml;nde der menschlichen Psyche erlauben. Sobald das Tempo anzieht, entwickelt sich jedoch auch hier eine feierliche Stimmung. Diese Metamorphose durchleben wir zwei Mal, ehe sich zum Ende hin folkloristische Fl&ouml;tent&ouml;ne ins Geschehen mischen und den Song bis weit &uuml;ber die Acht-Minuten-Marke tragen. So erhaben, wie das nun folgende "Midwinter" beginnt, so kurz ist dieses Zwischenspiel und bildet lediglich eine Br&uuml;cke zur finalen Coverversion von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-437.html">Emperor</a>s "Beyond The Great Vast Forest". Hier bewegen sich Iku-Turso mit maximalem Respekt m&ouml;glichst nahe am Original, um das selektierte Heiligtum blo&szlig; nicht zu besch&auml;digen, schaffen es aber trotzdem, ihre Adaption vollkommen harmonisch an das bislang Geh&ouml;rte zu kn&uuml;pfen.   </p>
<p>Ja, Wolfheart ist mehr als nur eine EP, die das Warten auf ein neues Studioalbum erleichtern soll. Hier besitzt eine jede Nummer ihren eigenen Charme zwischen Epik, Kampfeslust und Atmosph&auml;re. Dabei meistern Iku-Turso mit einer rohen und doch packenden Produktion, den Geist der 1990er ins Hier und Jetzt zu transportieren, ohne dabei angestaubt zu wirken. Die Promo-Fotos von vier bem&uuml;ht grimmig dreinblickenden Gesellen im klassischen Panda-Look k&ouml;nnten zwar klischeehafter kaum sein, dennoch muss ich attestieren: lange nicht haben mich 30 Minuten Pagan Black Metal derma&szlig;en gefesselt!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10577.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10577.html</guid>
					</item><item>
								<title>Degenerate - Rituals Of Rage</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 23. Mai 2025<br />Zeit: 41:25<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/Degenerate.Metal" target="_blank">www.facebook.com/Degenerate.Metal</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Nach sechsj&auml;hriger Pause ist Rituals Of Rage der zweite Dreher der niederl&auml;ndischen Band Degenerate. Ihr Anliegen formuliert das Kollektiv kurz und knapp, n&auml;mlich einen modernen Hybriden aus Thrash und Melodic Death Metal zu kreieren. Teufel noch eins! Das ist den Burschen gelungen... und zwar auf einem Level, das mehr als nur aufhorchen l&auml;sst!</p>
<p>Besagter Stilmix funktioniert gar pr&auml;chtig gleich im Opener "Servitor" und im folgenden, brachial durch die Boxen fegenden "Xenon Equilibrium". Beide Nummern strotzen nur so vor Wut und Spielfreude, womit der Titel Rituals Of Rage mehr ist als nur eine blo&szlig;e Phrase. Da treffen messerscharfe Gitarren auf harmonische Melodien und einen giftigen Gesang, Groove trifft auf Tempo und eine technisch versierte Handarbeit, vollgestopft mit filigraner Griffbrettakrobatik! </p>
<p>Wo sich hier Thrash und Death ann&auml;hernd die Waage halten, gibt es nat&uuml;rlich auch Nummern, die sich mal etwas weiter in die eine oder in die andere Richtung strecken.  "The Cult" und "Faceless Violence" liefern heftigen und doch melodischen Thrash Metal par excellence, wohingegen sich das vergleichsweise ruhig gestrickte "Claymore" dem Melodic Death der G&ouml;teborger Schule unterwirft und unweigerlich an <a href="">In Flames</a> denken l&auml;sst. Dagegen sucht das quirlig arrangierte "Sentence Of Death" mit seinen Keyboards und den Heavy-Einfl&uuml;ssen den Schulterschluss zu <a href="http://www.heavyhardes.de/band-328.html">Children Of Bodom</a> und bildet in gewisser Weise einen Gegenpol zum eher nachdenklich bis schwerm&uuml;tig wirkenden Rausschmei&szlig;er "The Desert".</p>
<p>&Uuml;berzeugen k&ouml;nnen Degenerate schlussendlich in jeder Stimmungslage! Dass dieses Brett von einem Album ganz ohne Label und in Eigenregie der Band auf den Weg gebracht wurde, legt die Vermutung nahe, Degenrate geben die F&auml;den nicht gerne aus der Hand. Die transparente und druckvolle Produktion sowie das Artwork haben sich die Niederl&auml;nder sicherlich etwas kosten lassen! Daher bleibt zu hoffen, dass diese vielversprechende Band nun am Ball bleibt und bis zum n&auml;chsten Output nicht wieder so viel Zeit verstreichen l&auml;sst. In unserer allt&auml;glichen Schnelllebigkeit neigt man zum Vergessen, was im Fall von Degenerate nur zu schade w&auml;re!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10576.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10576.html</guid>
					</item><item>
								<title>Falling From Grace - At The Edge</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 02. Mai 2025<br />Zeit: 38:21<br />Label: <a href="http://www.inverse.fi" target="_blank">Inverse Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/FallingFromGraceFIN/#" target="_blank">www.facebook.com/FallingFromGraceFIN/#</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Melancholie und typisch finnische Melodief&uuml;hrung? Fehlanzeige! Nach zwei EPs ist At The Edge nun das erste vollst&auml;ndige Album der im Jahr 2013 gegr&uuml;ndeten Band Falling From Grace, die trotz ihrer Herkunft ganz anders agiert als das Gros ihrer Landeskollegen. Diese f&uuml;nf Finnen stellen ihren Melodic Death Metal n&auml;mlich auf ein dickes Fundament aus Groove, Rhythmus und Testosteron!</p>
<p>Wenn gleich zu Beginn der Titeltrack oder das folgende "Final Hour" durch die Membrane dr&uuml;cken, walzen sie alles nieder, das ihnen in die Quere kommt. Mit "Downfall" sorgen zwar ein paar Synthesizer f&uuml;r feierliche Momente, doch r&uuml;ckt der F&uuml;nfer deswegen von seinem Kurs nicht weiter ab. Scharf geschliffenes Thrash-Riffing bereichert zudem immer wieder das Geschehen, so in "Egoistic" oder "The Abyss". Wo Falling From Grace die meiste Zeit &uuml;ber im komfortablen Midtempo agieren, treten sie mit "Shadow" das Gaspedal dezent nach unten und erinnern dank der melodischen Gitarrenl&auml;ufe in Ans&auml;tzen sogar an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-128.html">Amon Amarth</a>. Mit dem Rausschmei&szlig;er "The Creator" wird es schlie&szlig;lich doch ein wenig finnisch. Mit symphonischen Synthesizern, balladesken Einsch&uuml;ben und gesprochenen Passagen beschreiten Falling From Grace im Finale ein kleines Fleckchen musikalisches Neuland. </p>
<p>Das hilft jedoch nicht dar&uuml;ber hinweg, dass At The Edge im Gro&szlig;en und Ganzen ein wenig zu homogen geraten ist. So fehlt es dem Album nicht nur an herausstechendem Hitmaterial, sondern eben streckenweise auch an Abwechslung. Doch daran l&auml;sst sich arbeiten. Unterm Strich haben Falling From Grace ein veritables Deb&uuml;t geliefert und es sollte sich lohnen, die Band im Auge zu behalten.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10574.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10574.html</guid>
					</item><item>
								<title>Sacred Steel - Ritual Supremacy</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 25. April 2025<br />Zeit: 49:19<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.sacredsteel.de" target="_blank">www.sacredsteel.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Es war in letzter Zeit ein wenig ruhig geworden um das Ludwigsburger Kollektiv Sacred Steel. Der letzte Dreher Heavy Metal Sacrifice datiert auf 2016 - eine solch lange Albumpause gab es bei Sacred Steel seit ihrem 1997er Deb&uuml;t noch nie! Tats&auml;chlich drehte sich in den letzten Jahren auch das Besetzungskarussell, Bass und Gitarre wurden mit Toni Ieva und J&ouml;rn Langenfeld neu besetzt, sodass man nun gespannt sein darf, was uns das neue Line-Up beschert.</p>
<p>So viel gleich vorweg: Sacred Steel sind ihrem ungeschminkten Sound zu 100% treu geblieben. Gebot wird einmal mehr hart und ehrlich gespielter Heavy Metal, wie er eben gerne jenseits des Mainstreams geboren wird. Dabei zeichnet sich Ritual Supremacy, so der Titel des neuen und mittlerweile zehnten Langeisens, durch eine stilistische Varianz aus, die das Aufkommen von Langeweile im Keim erstickt. Nat&uuml;rlich findet man an der Grenze zum Thrash rasende und bandtypische Speed-Boliden wie "A Shadow In The Bell Tower", "Demon With Possession" oder den Titeltrack im Set. Daneben auch gedrosselte Groover wie "The Watcher Infernal" oder mit "Entombed Within The Iron Walls Of Dis" ein epischer Longtrack mit denkw&uuml;rdigem Er&ouml;ffnungs-Riff! "Bedlam Eternal" schwingt die tonnenschwere Doom-Keule und demonstriert, dass Sacred Steel in diesem Metier glaubw&uuml;rdiger agieren als manch ein &Uuml;berzeugungs-Doomster. Schlie&szlig;lich d&uuml;rfen auch Metal-Klischees nicht fehlen und werden in "Leather, Spikes And Chains" extra dick bis zur Grenze des Ertr&auml;glichen aufgetragen.</p>
<p>Zum Ende hin lassen sich zum flotten und gleichsam melodischen "Omen Rider" einmal mehr die geballten F&auml;uste in die Luft recken, ehe mit dem finalen "Blackness Come To Me" auch eine veritable und g&auml;nzlich schmalzfreie Ballade an den Start gebracht wird. Die neue Besetzung funktioniert also gar pr&auml;chtig! Wenngleich man auf Ritual Supremacy einen herausstechenden Hit nur schwerlich identifizieren wird, erlaubt sich die Band andererseits auch keinerlei Aussetzer und wei&szlig; &uuml;ber die gesamte Spielzeit zu unterhalten.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10573.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10573.html</guid>
					</item><item>
								<title>Eisenkult - Die H�lle Ist Hier</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 30. April 2025<br />Zeit: 44:26<br />Label: <a href="http://www.purity-through-fire.com" target="_blank">Purity Through Fire</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/eisenkult" target="_blank">www.facebook.com/eisenkult</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Die eigenwillige Herangehensweise der Band beginnt im Grunde gleich mit dem Intro "Vigil", das eben mehr ist als eine blo&szlig;e Einleitung und mit seinen klar gesungenen bzw. gefl&uuml;sterten Versen zu Pianokl&auml;ngen den Eindruck archaischen Minnegesangs vermittelt. "Ich W&uuml;nsch' Mir Alles Weg" startet sogleich standesgem&auml;&szlig; heftig ins Geschehen, liefert aber auch allerhand Melodie und gibt im ganz Groben die folgende Marschrichtung vor. Da trifft w&uuml;tender Black Metal immer wieder auf &uuml;ppige Synthesizer, aggressives Riffing auf h&uuml;bsche Melodien und geh&auml;ssiges Keifen auf pathetisch klar gesungene Verse. </p>
<p>Wo der Titeltrack oder "Kreuzb&ouml;ser D&auml;mon" ohne gro&szlig;e Experimente drauf losballern, schleicht sich Kirchenmusik in die Lieder "Von Gott Gehasst" und "Fl&uuml;gel Tragen Mich hinfort", was in Anbetracht des kompromisslos intonierten Umfelds doch ganz sch&ouml;n ungew&ouml;hnlich und provokant her&uuml;berkommt. Die durchwegs deutschen Texte und die stilistische Vielfalt auf Die H&ouml;lle Ist Hier wecken gelegentlich Erinnerung an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-56.html">Eisregen</a>, doch schaffen es Eisenkult zumeist recht schnell, sich von diesem Eindruck wieder zu distanzieren. </p>
<p>Es steckt viel Feinarbeit und Kreativit&auml;t in diesem Album, das offenbar das Ziel verfolgt zu polarisieren. Das gelingt den Akteuren am Ende gar vorz&uuml;glich, zumal sie sich mit ihrer Musik vom Gros der Szene distanzieren k&ouml;nnen und es obendrein noch hinkriegen, im Ged&auml;chtnis h&auml;ngen zu bleiben. Dennoch bleibt es f&uuml;r mich dabei: Eisenkult sind... irgendwie gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig.</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10572.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10572.html</guid>
					</item><item>
								<title>Deserted Fear - Veins Of Fire</title><description><![CDATA[ V&Ouml;: 25. April 2025<br />Zeit: 39:02<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.desertedfear.de" target="_blank">www.desertedfear.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Das Eisenberger Kollektiv Deserted Fear konnte sich in den vergangenen 13 Jahren einen hervorragenden Ruf in der hiesigen Death-Metal-Szene erspielen und begeisterte mit ihren Fr&uuml;hwerken <a href="https://www.heavyhardes.de/review-8610.html">My Empire</a> und <a href="https://www.heavyhardes.de/review-9696.html">Kingdom Of Worms</a> die Kollegschaft in unserer Redaktion. Mit Veins Of Fire, ihrem mittlerweile sechsten Studio-Dreher, gehen die Th&uuml;ringer den n&auml;chsten konsequenten Schritt und bescheren uns ihr bislang wohl harmonischstes Material.</p>
<p>Blaupause liefert dabei einmal mehr der Melodic Death Metal, wie er vorzugsweise in Schweden zu Tage tritt. Glatt k&ouml;nnte man sagen, Deserted Fear stehen regelrecht in Flammen f&uuml;r diese Spielart, was w&ouml;rtlich zu verstehen ist. Denn <a href="http://www.heavyhardes.de/band-15.html">In Flames</a> hinterlassen auf Veins Of Fire besonders tiefe Spuren im Sound von Deserted Fear, womit sich der Albumtitel schon aus diesem Blickwinkel erkl&auml;ren lie&szlig;e. Sucht man denn gezielt nach Parallelen zu anderen Bands, lie&szlig;en sich mit "At The End Of Our Reign" auch <a href="http://www.heavyhardes.de/band-108.html">Arch Enemy</a> und mit "Embrace The Void" gar <a href="http://www.heavyhardes.de/band-128.html">Amon Amarth</a> ins Feld f&uuml;hren. Alles gro&szlig;e Namen, was schon belegt, dass Deserted Fear mit ihrem neuen Album zum Sprung in die erste Liga ansetzen. Davon zeugen schon Gassenhauer wie "The Truth" oder das hymnische-aggressive "We Are One". </p>
<p>Trotz der vielen Links zu skandinavischen Kollegen bewahren Deserted Fear einen eigenen Stil, lassen immer wieder "modern" klingende Passagen einflie&szlig;en und wirken auf Veins Of Fire auffallend schwerm&uuml;tig und nachdenklich... als h&auml;tten sie einen Finnland-Urlaub gerade erst hinter sich gebracht. </p>
<p>So weit so gut. Deserted Fear beherrschen die Klaviatur der G&ouml;teborger Schule - das demonstrieren sie mit jeder einzelnen Nummer. Bei konstant hoher Qualit&auml;t in Sachen Songwriting fehlen dem Material allerdings ein paar Ausschl&auml;ge nach oben oder unten, wenn es denn um Tempo oder Emotion geht. Das Gros der Songs bewegt sich in einem best&auml;ndigen Midtempo-Bereich, was den Wunsch nach etwas mehr Varianz und vor allem nach etwas mehr Biss erzeugen mag. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau! Fans von Melodic Death Metal sollten Veins Of Fire ihr Geh&ouml;r schenken!</p>
 ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author>
								<link>http://www.heavyhardes.de/review-10571.html</link>
								<guid>http://www.heavyhardes.de/review-10571.html</guid>
					</item></channel></rss>