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	<title>Heimatverein Treuenbrietzen e.V.</title>
	
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		<title>Aus dem Vereinsleben</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 07:40:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Heimatverein beteiligte sich aktiv an den „Sabinchenfestspielen“ der Stadt Treuenbrietzen. Zunächst wurde aber erst einmal ein Auswärtstermin wahrgenommen. Gemeinsam mit den „Flämingfreunden“ aus Jüterbog folgten die „Mönche“ des Vereins einer Einladung zu „Luthers Hochzeit“ nach Wittenberg. Zur gemeinsamen Abfahrt trafen wir uns am Samstag den 12. Juni um 13.00 Uhr auf dem Parkplatz des [...]


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<p>Der Heimatverein beteiligte sich aktiv an den „Sabinchenfestspielen“ der Stadt Treuenbrietzen.</p>
<p>Zunächst wurde aber erst einmal ein Auswärtstermin wahrgenommen. Gemeinsam mit den</p>
<p>„Flämingfreunden“ aus Jüterbog folgten die „Mönche“ des Vereins einer Einladung zu „Luthers Hochzeit“ nach Wittenberg. Zur gemeinsamen Abfahrt trafen wir uns am Samstag den 12. Juni um 13.00 Uhr auf dem Parkplatz des „Nettomarktes“ in Treuenbrietzen. Auch die amtierende Flämingkönigin weilte in unserer Mitte.</p>
<p>Zur gleichen Zeit waren andere Vereinsfreunde mit dem Aufbau und den Vorbereitungen für unseren Kuchenstand am Gildenhaus beschäftigt.</p>
<p>In Wittenberg angekommen nahmen wir Aufstellung zum Festumzug der uns dann durch die gesamte Altstadt führte. Unsere „Brüder“ aus Jüterbog führten den „Tetzelkasten“ mit und mit lustigen Sprüchen wurde versucht einen „Ablasshandel“ in Schwung zu bringen, leider erfolglos.</p>
<p>Am Straßenrand konnten wir auch Treuenbrietzener Gäste von „Luthers Hochzeit“ entdecken, die uns freundlich grüßten.</p>
<p>Nach der Besichtigung des Mittelaltermarktes und einer wohlverdienten Stärkung ging es zurück nach Treuenbrietzen.</p>
<p>Dort angekommen wurde unser Kuchenstand gerade abgebaut. Trotz des ungünstigen Wetters konnten wir ein sehr gutes Erscheinungsbild des Standes feststellen. Allen die uns den leckeren Kuchen gespendet haben und der wackeren Mannschaft um Kerstin Franz sei hiermit herzlich gedankt.</p>
<p>Bei „Schusters Meisterschaft“ konnten wir leider nicht mitmachen, da einige Vereinsfreunde krankheitsbedingt absagen mussten. Nur die Sandalen von Abt Wolfgang sind noch mal zum Einsatz gekommen als der TSV und der Feuerwehrverein um Punkte kämpfte.</p>
<p>Beim Festumzug am Sonntag waren die Mönche und Waschweiber des Vereins planmäßig nur spärlich vertreten. Wir konnten allerdings eine andere Figur aus der Treuenbrietzener Geschichte präsentieren und zwar den „Tanzmeister aus Treuenbrietzen“, dargestellt von Klaus Meissner. An seiner Seite eine Dame aus der Zeit um 1900. Alle anderen Vereinsfreunde waren mit den blau-weißen Vereins T- Shirt bekleidet.</p>
<p>Auch im nächsten Jahr wird sich der Heimatverein bei den Sabinchenfestspielen präsentieren und vielleicht gibt es dann eine neue Überraschung beim Festumzug.    <br />W. Ucksche</p>

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		<title>Treuenbrietzen vor 85 Jahren</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 21:36:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus Der Chronik der Stadt Treuenbrietzen, Teil II von Ortschronist Ernst-Peter Rabenhorst Schulwesen Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt den Bau eines neuen Stallgebäudes auf dem Schulgelände. Der alte Stall war reparaturbedürftig und wird abgerissen. Damit vergrößert sich der Schulhof. Der neue Stall entsteht neben dem Abortgebäude. (TZ,03.04.1925) Veränderungen bei den Lehrern Durch Verfügung der Regierung wird Lehrer [...]


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<p><em>Aus Der Chronik der Stadt Treuenbrietzen, Teil II von Ortschronist Ernst-Peter Rabenhorst</em> </p>
<p><strong>Schulwesen</strong>    <br />Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt den Bau eines neuen Stallgebäudes auf dem Schulgelände. Der alte Stall war reparaturbedürftig und wird abgerissen. Damit vergrößert sich der Schulhof. Der neue Stall entsteht neben dem Abortgebäude. (TZ,03.04.1925) </p>
<p><strong>Veränderungen bei den Lehrern</strong>    <br />Durch Verfügung der Regierung wird Lehrer BREDERLOW zum Konrektor der hiesigen Gemeindeschule ernannt. (TZ,19.09.1925)    <br />Mittelschullehrer EWERT scheidet aus dem Dienst an der Volksschule aus und wird an die hiesige Mittelschule versetzt. Frl. Anneliese CAESAR, bisher am Privatlyzeum der Kaiserin- Augusta- Stiftung tätig, erhält eine Lehrerinnenstelle an der Treuenbrietzener Volksschule. (TZ,21.04.25). Lehrer UNGER wird für drei Monate beurlaubt, um an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik zu hospitieren. Seine Vertretung übernimmt Schulamtsbewerber Karl WEISSENBORN aus Berlin. (TZ,27.04.1925)    <br />Lehrer LICHTE wird als Konrektor, erster Organist und Kantor nach Niemegk versetzt. Für ihn kommt Lehrer SEEGER aus Niemegk an die Schule nach Treuenbrietzen. Lehrer LICHTE hatte 11 Jahre in Treuenbrietzen gearbeitet. Mit ihm verliert auch der Gesangverein Liederkranz- Concordia seinen Dirigenten. Deshalb nimmt Lehrer WACHE den Dirigentenstab noch einmal in die Hand. (TZ,14.10.1925) </p>
<p> <span id="more-383"></span>
</p>
<p><strong>Kirche</strong>    <br />Versuch einer Umpfarrung    <br />Niebel und Niebelhorst sollen auf Grund einer Verfügung des Konsistoriums vom Pfarramt Treuenbrietzen losgelöst und nach Buchholz umgepfarrt werden. „Die Gemeinden erklären sich mit der Umpfarrung nicht einverstanden…Niebel und Niebelhorst gehören schon seit 300 Jahren zum Pfarramt Treuenbrietzen und sind auch mit Treuenbrietzen durch geschäftliche Beziehungen eng verknüpft.“ (TZ,02.01.1925) </p>
<p>DIBELIUS in Treuenbrietzen    <br />Der oberste Geistliche der Kurmark, Generalsuperintendent Dr. DIBELIUS, stattet nach Übernahme seines hohen Amtes auch der Gemeinde Treuenbrietzen einen Besuch ab. Er wird von Superintendent Dr. BUCHHOLZ willkommen geheißen. Die Schulgemeinde hatte die Marienkirche festlich geschmückt. Ein feierlicher Gesang des Kinderchors unter der Leitung von Lehrer LICHTE bildet den Auftakt. Rektor STEINDORFF weist auf das freundschaftliche Verhältnis zwischen Kirche und Schule hin. (TZ,07.05.1925) </p>
<p><strong>Gesundheitswesen     <br /></strong>Einrichtung von Fleischbeschaubezirken    <br />Die Stadt Treuenbrietzen wird ab jetzt in drei Fleischbeschaubezirke eingeteilt. Den Bezirk I übernimmt Tierarzt MAASS. Zu dem Bezirk gehören die Fleischermeister BAADE, Neue Marktstraße; BEYER, Großstraße; Albert WUCKE, Großstraße; Hermann HOLZAPFEL, Leipziger Straße; WAGENKNECHT und FRIEDRICH, Leipziger Straße; Traugott RICHTER, Großstraße; HÄNDEL, Vogelgesangstraße sowie Rossschlächter HÖHNE, Ringstraße 14. Den Fleischbeschaubezirk II übernimmt Fleischbeschauer ZERLING, ihm unterstehen die Fleischermeister Oskar RICHTER, Großstraße; Ernst MANSFELD, Großstraße; WOLF, Grünstraße; WENZEL, Bäckerstraße; BRÜCKMANN, Großstraße; HANISCH, Töpferstraße; HEYER, Töpferstraße sowie sämtliche Schlachtungen in Haushalten, Schankstätten und Gastwirtschaften. Den Bezirk III übernimmt Dr. WINTER. Dazu gehören die Fleischermeister Reinhold HOLZAPFEL, Böllrichstraße; Hermann RÖSLER, Großstraße; GALLIN, Vogelgesangstraße; HENKEL, Vogelgesangstraße; JACOB, Berliner Straße sowie Hermann WUCKE, Bäckerstraße. (TZ,01.08.1925) </p>
<p>Dentist MÜHLHOFF   <br />Der Dentist R. MÜHLHOFF aus der Berliner Straße 6 bietet künstliche Zähne, Kronen und Brücken an. Er ist zur Behandlung der Kassenmitglieder zugelassen. (TZ,10.01.1925). Später verlegt er seine Zahnpraxis nach der Großstraße 37, bei Tischlermeister GÖTZE, und 1930 zieht er in das Haus von Brauereibesitzer SCHULZE in die Großstraße 39. (TZ,13.08.1930) </p>
<p><strong>Soziales: Streik und Arbeitslosigkeit     <br /></strong>Wegen Lohnstreitigkeiten tritt das Personal der Firma GEHRE- Dampfmesser- Gesellschaft in den Ausstand. (TZ,18.02.1925). Der Streik bleibt ergebnislos, da der Betrieb auf den Tarifabschluss zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber hinweist.     <br />Die Arbeitslosigkeit wächst in der Stadt. Bürgermeister JENNER bittet deshalb nochmals alle Bürger der Stadt, „jede Arbeitsgelegenheit dem städtischen Arbeitsnachweis im Magistratsbüro anzuzeigen und dort Arbeitskräfte aus dem Bestande der Erwerbslosen anzufordern.“ (TZ,09.12.1925) </p>
<p><strong>Sport</strong>    <br />Noch eine Schwimmabteilung    <br />Der Arbeiter- Turn- und Sportbund ruft in Treuenbrietzen eine Schwimmabteilung der Freien Turnerschaft „Hoffnung“ ins Leben. Die Versammlung findet im Lokal von HEESE statt. Vorgesehen sind Männer-, Frauen-, Jugend- und Kinderabteilungen. Anfragen zur Mitgliedschaft sind an Otto LINKE, Vogelgesangstraße 15, zu richten. (TZ,15.05.1925) </p>
<p>Einweihung einer Kegelbahn   <br />Das Restaurant und Café W. WACKERMANN in der Leipziger Straße 202 weiht eine neue Verbands- Parkett- Kegelbahn ein. Zur Eröffnung findet ein großes öffentliches Preiskegeln statt. Den ersten Preis, ein Herrenfahrrad, gewinnt Otto MEHLIS mit 42 Holz. (TZ,07.07.1925) </p>
<p>Start zum „Hermannslauf“   <br />16 Vereine mit über 300 Turnerinnen und Turnern nehmen am Probelauf für den Hermannslauf teil. Er führt vom Borussia- Denkmal bei Hagelberg über Klein- Glien, Belzig, Niemegk und Treuenbrietzen nach Potsdam. Warenhausbesitzer SLOTOWSKI stellt der Gauleitung sein Auto zur Verfügung, so dass sie den Lauf vom Auto aus begleiten kann. Der Eilbotenlauf zum Hermanns- Denkmal ist für den 14.August geplant. (TZ,28.07.1925)</p>

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		<title>Rechenschaftsbericht zum Vereinsjahr 2009</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 21:30:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Allgemeinen ist der Monat Februar eines jeden Jahres der erste Höhepunkt im Vereinsleben. Im Jahr 2009 war es anders. Durch den Jahreswechsel bedingt, war es schwierig die dreiwöchige Ankündigung der Jahreshauptversammlung vorzubereiten. Da es der Vorstand versäumt hatte, einen Vortrag für den Monat März zu organisieren, konnten wir am Donnerstag, dem 05. März 2009, [...]


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<p>Im Allgemeinen ist der Monat Februar eines jeden Jahres der erste Höhepunkt im Vereinsleben. Im Jahr 2009 war es anders. Durch den Jahreswechsel bedingt, war es schwierig die dreiwöchige Ankündigung der Jahreshauptversammlung vorzubereiten. Da es der Vorstand versäumt hatte, einen Vortrag für den Monat März zu organisieren, konnten wir am Donnerstag, dem 05. März 2009, unsere Jahreshauptversammlung ordnungsgemäß durchführen. Es wurde Rechenschaft über das schwierige Vereinsjahr 2008 abgelegt und der Vorstand entlastet. Drei Vorstandsmitglieder hatten ihr Amt niedergelegt. Der Vorsitzende bedankte sich bei den drei Vereinsfreunden für die geleistete Arbeit. Eigentlich hätten wir unsere ordnungsgemäße Vorstandswahl durchführen müssen, das sahen aber einige Vorstandskollegen anders. </p>
<p> <span id="more-382"></span>
</p>
<p>Am 23. April gedachten wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung den erschossenen Treuenbrietzener Bürgerinnen und Bürger. Viele Vereinsfreunde waren auch am 26. April dabei, als gemeinsam mit der Botschaft der Republik Italien und Russlands den Opfern der schlimmen Ereignisse vom April 1945 gedacht wurde. </p>
<p>Mit einem Gottesdienst in der St. Marienkirche begann unsere Himmelfahrtstour. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns, so dass wir doch etwas nass wurden.   <br />Einige unserer sportlichen Mitglieder wählten dann einen längeren Weg, der Rest fuhr über Schlalach nach Treuenbrietzen zurück, wobei wir bei unserem Vereinsfreund Matthias Lindemann noch vortrefflich mit Gegrilltem und allerlei Getränken versorgt wurden. Dafür einen herzlich Dank. </p>
<p>Am 11. Juni wurde die Vorstandswahl nachgeholt. Der Heimatverein hatte nun wieder einen vollzähligen und neuen Vorstand, der auch gleich seine ersten Aufgaben zu erledigen hatte. Am 13. Juni hatten wir im Rahmen der Sabinchenfestspiele einen Kuchenstand organisiert, wir nahmen, leider erfolglos, an „Schusters Meisterschaft“ teil und waren auch im Festumzug vertreten. </p>
<p>Wie gewohnt, war im Juli und August Sommerpause. </p>
<p>Der Monat September stand ganz im Zeichen der Bundes-, Landtags- und Bürgermeisterwahl. Die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Treuenbrietzen, Frau Beate Rahn und Herr Michael Knape, stellten sich den Mitgliedern des Heimatvereins vor und erläuterten ihre Pläne und Ziele zur Entwicklung der Stadt. </p>
<p>Am 24. Oktober wurde vom Landkreis Potsdam Mittelmark die Veranstaltung „Feuer und Flamme für unsere Museen“ durchgeführt. Während im Museum die Veranstaltung mit dem Titel „Museumsreif“ lief, wurde zuvor vom Heimatverein ein ordentliches Feuer vor dem Museum entfacht und mit der entsprechenden Musik für diese Veranstaltung geworben. Herzlichen Dank an Familie von Schütz für die Unterstützung. </p>
<p>Zum Volkstrauertag am 15. November gedachten wir der Opfer der in den Weltkriegen gefallenen Soldaten. Wir besuchten die Kriegergedenkstätte an der Jüterboger Straße, den ev. Friedhof an der Belziger Straße und wir fuhren zum Gemeindefriedhof nach Lüdendorf. Hier in Lüdendorf sprach der Vereinsvorsitzende über die Arbeit im Bereich der Kriegsgräberfürsorge und wie aktuell diese Arbeit sein kann. Wie der Presse zu entnehmen war, hat ein Sohn das Grab seines von Rotarmisten ermordeten Vaters jahrelang gesucht und mit unserer Hilfe schließlich gefunden. Die renovierte Grabplatte konnte an diesem Tag wieder angebracht werden. </p>
<p>Am 28./29. November wurde unser Adventsstand erstmals am Museum aufgebaut. An zwei Tagen konnten wir unsere Artikel anbieten und auch eine gute Menge Glühwein wurde verkauft. Im Sitzungsraum des Museums hatten wir am Sonntag eine Kaffeestube eingerichtet, die sehr gut angenommen wurde. Ein Dankeschön an alle, die zum Erfolg beigetragen haben. </p>
<p>Die Weihnachtsfeier am 03. Dezember beendete das Vereinsjahr. Wieder einmal ließen wir uns die selbstgebackenen Pfannkuchen von Familie Päpke und andere Leckereien schmecken. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer. </p>
<p>Der Heimatverein hat zur Zeit 64 Mitglieder. </p>
<p><strong>Wolfgang Ucksche, Vorsitzender</strong></p>

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		<title>Der Hohenzollernbrunnen in Treuenbrietzen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 18:16:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Presse war in den vergangenen Wochen häufig zu lesen, dass es doch schade wäre, wenn Sabinchen dem Kurfürsten wieder weichen muss wenn es gelingen sollte die Figur des Kurfürsten zu finanzieren. Dem ist nicht so. Die Stadtverordneten haben beschlossen, sollte die Figur des Kurfürsten wieder auf seinen angestammten&#160; Sockel aufgestellt werden, bekommt Sabinchen [...]


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<p>In der Presse war in den vergangenen Wochen häufig zu lesen, dass es doch schade wäre, wenn Sabinchen dem Kurfürsten wieder weichen muss wenn es gelingen sollte die Figur des Kurfürsten zu finanzieren. Dem ist nicht so. </p>
<p>Die Stadtverordneten haben beschlossen, sollte die Figur des Kurfürsten wieder auf seinen angestammten&#160; Sockel aufgestellt werden, bekommt Sabinchen einen geeigneten Platz im Stadtzentrum. Sabinchen bleibt uns also auf jeden Fall erhalten. </p>
<p>Das macht auch Sinn, da die Sabinchenmoritat auch weiterhin vermarktet werden soll. Die Finanzierung der Figur muss ohnehin ausschließlich aus Spendenmitteln erfolgen. Die Stadt kann dazu keinen Cent beisteuern. </p>
<p>In der MAZ vom Freitag, den 05. Februar 2010, Seite 15 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Treuenbrietzen wäre nicht mehr treu“. Autorin war Frau Rita Buchweitz, Treuenbrietzen. Kurze Zeit später erschien der gleiche Artikel im „Blickpunkt“, Autorin war Frau Rita Buchweitz aus Güstrow. </p>
<p>Es scheint, als wenn diejenigen die eine Kampagne gegen den Kurfürsten führen, auch auswärtige Personen animieren für Sabinchen Partei zu ergreifen, leider fehlt es dann unter Umständen an der nötigen Sachkenntnis. Frau Buchweitz fragt, Zitat: „Lothar Sell ist noch kein Jahr tot und schon will man sein sehr persönliches Werk an den Hakenbuden verstecken?“. </p>
<p>Sabinchen soll nicht in der „Friedrichstraße“ aufgestellt werden sondern am Marktplatz auf einem Sockel erhöht und mit einem kleinen Wasserspiel versehen. Von verstecken kann somit keine Rede sein, das Gegenteil ist der Fall. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Meinung des Erbauers der Sabinchenfigur. Herr Lothar Sell weilte auf Einladung des Heimatvereins im November 2003 in seiner Heimatstadt Treuenbrietzen. Anlass war der 90. Jahrestag des Hohenzollernbrunnens. </p>
<p>Auf einer Veranstaltung im Heimatmuseum wurde unter anderem Herr Sell gefragt, was er denn zu den Plänen zur Umgestaltung des Hohenzollernbrunnens sagt. Zitat Lothar Sell: „Ich habe überhaupt kein Problem wenn Sabinchen einen neuen Standort erhält, weil ich schon immer Bauchschmerzen hatte, da die Figur nicht zum massigen Sockel passt. Ich konnte aber seinerzeit aus technischen Gründen nicht größer brennen“, Zitat Ende. </p>
<p>Von einer „groben Kränkung“ Herrn Sell gegenüber, wie Frau Buchweitz schreibt kann überhaupt keine Rede sein. Es wird weiter argumentiert, sollte Sabinchen nicht auf dem jetzigen Sockel bleiben, hätte Treuenbrietzen seinen Beinamen „Treu“ nicht mehr verdient.</p>
<p>Hierzu möchte ich anmerken, dass die Bürger der Stadt „Brietzen“ in den Zeiten des Krieges treu zu ihrem Landesherrn gestanden haben und nicht zum Sabinchen.</p>
<p><em>Wolfgang Ucksche, Vorsitzender des Heimatvereins     <br />Treuenbrietzen</em></p>

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		<title>Zu „Gleiche Wurzeln“, MAZ vom 04. Januar 2010</title>
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		<comments>http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/2010/01/28/zu-%e2%80%9egleiche-wurzeln%e2%80%9c-maz-vom-04-januar-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 08:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[päpke]]></category>
		<category><![CDATA[rietz]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem Artikel vom 04. Januar 2010 stellt der Autor aus Rietz Herr H. Päpke fest, dass Rietz in Tirol und Rietz im Fläming die gleichen Namenswurzeln haben. Päpke erinnert an einen Gedenkstein am Ortseingang der auf die Erwähnung des Gewässers ( Rietzer Bach ) in einer Urkunde des Kloster Zinna vom 03. Mai 1303 [...]


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			<content:encoded><![CDATA[
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<p><span style="font-family: arial; font-size: small">In seinem Artikel vom 04. Januar 2010 stellt der Autor aus Rietz Herr H. Päpke fest, dass Rietz in Tirol und Rietz im Fläming die gleichen Namenswurzeln haben.     <br />Päpke erinnert an einen Gedenkstein am Ortseingang der auf die Erwähnung des Gewässers ( Rietzer Bach ) in einer Urkunde des Kloster Zinna vom 03. Mai 1303 hinweist.      <br />Er schreibt. Zitat. „Der Gedenkstein wurde 700 Jahre später (2003) vom Kulturverein Rietz gestiftet“.      <br />In der Leserpost von Herrn Päpke „Mehrdeutige Quellen“ im Flämig-Echo vom 13./14.Juni 2009 S. 14 schreibt er zur gleichen Problematik. Zitat: „Zur Erinnerung daran ließ der Kulturverein Rietz im Jahre 2003 am 800.Jahrestag am 03. Mai einen von ihm finanzierten Gedenkstein am historischen Ort setzen“. Hieraus ergibt sich eine Differenz von 100 Jahren.</span></p>
<p> <span id="more-359"></span>
<p><span style="font-family: arial; font-size: small">Die gleiche Ungenauigkeit ergibt sich bei der Ersterwähnung des Dorfes Rietz. Herr Päpke als damaliger Ortschronist hat für die Ersterwähnung die Urkunde von 1388 herangezogen und somit wurde im Jahr 1988 600 Jahre Rietz gefeiert. Ich hatte damals schon meine Zweifel und fragte bei der „Amtlichen Stelle“ im Brandenburgischen Landeshauptarchiv nach.     <br />Der damalige Hauptverantwortliche, der verehrte Herr Dr. Falk bestätigte mir schon damals, dass als Ersterwähnung von Rietz die Urkunde von 1334 in Betracht käme.      <br />Zum einen wollte der damalige Museumsbeirat den Rietzern den Spaß an ihrer Feier, nicht verderben, da man wusste wie schwer es war so ein Jubiläum zu organisieren und zum andern konnte man einem Parteisekretär und SED Mitglied nicht einfach wiedersprechen da die Partei ja bekanntlich immer recht hatte.      <br />Nach der Wende bot sich nun die Gelegenheit die Ersterwähnung des Ortsteils Rietz richtig zu stellen. Die Ortschronistin Frau Rita Schipanski hatte dazu die Unterlagen an das Brandenburgische Landeshauptarchiv in Potsdam mit der Bitte zur Prüfung geschickt.      <br />Nach vier Wochen traf die Antwort ein. Es wurde mitgeteilt, dass die Interpretation korrekt sei und die Urkunde von 1334 als Ersterwähnung von Rietz herangezogen werden kann.      <br />Somit war das Jubiläum 675 Jahre Rietz 2009 „Amtlich verbrieft“ und das Alter des Dorfes Rietz ist vielleicht beim Autor umstritten in der neueren Forschung ist es das nicht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial; font-size: small">Wolfgang Ucksche     <br />Treuenbrietzen</span></p>

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		<title>Sabinchen war ein Frauenzimmer – die Treuenbrietzener und ihr Sabinchen – Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 09:27:50 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Heimatblätter]]></category>
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		<description><![CDATA[I. Sabinchen und ihr Lied Persönliche Erlebnisse Beginnen möchte ich mit zwei persönlichen Erlebnissen, wie sie jeder andere Treuenbrietzener in dieser oder jener Form auch schon erlebt haben mag. Ich wollte&#160; meinen Urlaub im Steigerwald verbringen, rufe bei einer privaten Vermieterin in Wiesenbronn an. Die Frau am anderen Ende möchte von mir Namen und Wohnort [...]


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<p><strong><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/SABINCHENPostkarte1.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="SABINCHEN Postkarte1" border="0" alt="SABINCHEN Postkarte1" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/SABINCHENPostkarte1_thumb.jpg" width="288" height="193" /></a> I. Sabinchen und ihr Lied</strong>     <br /><em>Persönliche Erlebnisse</em>     <br />Beginnen möchte ich mit zwei persönlichen Erlebnissen, wie sie jeder andere Treuenbrietzener in dieser oder jener Form auch schon erlebt haben mag. Ich wollte&#160; meinen Urlaub im Steigerwald verbringen, rufe bei einer privaten Vermieterin in Wiesenbronn an. Die Frau am anderen Ende möchte von mir Namen und Wohnort wissen: „Wo wohnen Sie? Könnten Sie es noch einmal langsam wiederholen?“ Ich tue es. „Ach“, sagt sie, „kommt da nicht das Sabinchen her?“ – Ein anderes Mal sitze ich als Urlaubsvertretung in unserem Heimatmuseum. Ein Besucher steigt die knarrende Treppe empor. Er sei aus Koblenz, teilt er mir mit, arbeite dort ehrenamtlich bei den Jagdhornbläsern. Für den nächsten großen Auftritt brauche er dringend den Text des Sabinchenliedes. Ob ich ihm helfen könne? Natürlich konnte dem Manne geholfen werden. Mit einer Postkarte, auf der sich Text, Noten und sogar noch eine bildliche Darstellung der grausigen Moritat befanden.     <br />Das Lied vom Sabinchen hat Treuenbrietzen scheinbar in ganz Deutschland bekannt gemacht, auch wenn nicht einmal feststeht, ob das besungene Frauenzimmer tatsächlich aus dieser Stadt stammt. Fest steht nur, sofern man dem Text Glauben schenken kann, dass der Schuster, dieser „rabenschwarze Hund“, aus Treuenbrietzen daher kam. Wo er seine grausige Tat verübte bleibt im Dunkeln. Das hat in der Vergangenheit oft zu ärgerlichen Reaktionen der hiesigen Schuhmacher geführt, die meinten, ihre Zunft und ihre Stadt würden durch diese Verse verunglimpft.</p>
</p>
<p> <span id="more-349"></span>
</p>
<p>&#160;<em>REICHHELM erkennt den Marktwert</em>     <br />Doch es gab auch Treuenbrietzener, die frühzeitig erkannten, welchen Wert es hatte, die Sabinchenfigur ungeachtet ihrer ungeklärten Herkunft im Interesse der Stadt zu vermarkten, sie zu einer Art „Schutzpatronin“ der Stadt zu küren. Zu den Wegbereitern dieses Kultes gehört wohl der Treuenbrietzener Zahnkünstler und Heimatforscher Karl REICHHELM (1867 – 1940), der bereits im Jahre 1934 schreibt: „Wie so manche Stadt, ohne dazu Grund gegeben zu haben, im ganzen Lande bekannt geworden ist, so ist es auch Treuenbrietzen ergangen. In Kommersbüchern der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts findet sich zuerst die erschütternde Ballade vom Sabinchen und dem treulosen Schuster aus Treuenbrietzen, ein Gedicht, dessen genial holprige Knittelverse nur noch von der noch genialer holprigen Musik übertroffen werden, so dass es als Kneiplied für vorgerückte Stunden oder als gruslige Mordgeschichte in der Art der Jahrmarktsvorführungen sich vortrefflich eignet.     <br />Der Name Treuenbrietzen ist lediglich des Reimes wegen hinein geflochten worden und hat mit dem Inhalt nicht das Geringste zu tun. Aber ebenso wie andere Städte sich nicht scheuen, mit Gedichten, die ihren Ort erwähnen, wenn es nur in ulkiger und drolliger Weise geschieht, Reklame für sich zu machen&#8230;liegt auch für Treuenbrietzen kein Grund vor, sich nicht des Liedes zu bedienen, um den Namen der Stadt bekannt und auf die Bekanntschaft mit der Stadt neugierig zu machen. Das Lied, dessen Verfasser und Vertoner unbekannt sind, ist anscheinend in Thüringen in studentischen Kreisen entstanden.“ (ZFH,08/1934)</p>
<p><em>BRACHWITZ forscht nach der Herkunft</em>     <br />Anfang der 40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts berichtet der Mittelschullehrer und Heimatforscher Oskar BRACHWITZ (1890 – 1946) über seine Erfahrungen: „Das Sabinchenlied hat Treuenbrietzen bekannt gemacht. Gar mancher Einwohner unserer Stadt hat auf Reisen fern von unserer Heimat Volksgenossen angetroffen, die Text und Melodie des Liedes beherrschten und freudestrahlend ihn damit begrüßten. So erging es dem Schreiber dieser Zeilen, als er im Sommer des vergangenen Jahres in einem Reichsschulungslager in Westfalen mit Kameraden aus dem Saarland, aus Westfalen, der Steiermark, aus Brandenburg und Schlesien zusammen war. Aus dem Saarland und Westfalen kannten alle das Lied, aus Schlesien einige, die Steiermärker hatten es noch nie gehört. In Westfalen war das Lied vor etwa 40 Jahren auf den Jahrmärkten als schaurige Moritat von Bänkelsängern gesungen worden…“ BRACHWITZ forschte auch nach der Herkunft des Liedes. Er fand heraus, dass es wohl erstmals um der Mitte des 19.Jahrhunderts in Studentenliederbüchern veröffentlicht worden war. Offen blieb für ihn, ob es dazu einen historischen Bezug gab, etwa die Mordtat eines Schuhmachers aus Treuenbrietzen. (ZFH, 02/1940)</p>
<p><em>Sabinchenlied im Bilderbogen</em>     <br />Kindheitserinnerungen wurden 1940 bei Ernst HEINISCH wieder wach. Er schreibt: „Zur Sabinchen-Angelegenheit vermag ich folgende Angaben zu machen: Um das Jahr 1880 erhielt ich als siebenjähriger Junge in meinem Heimatstädtchen Baruth vom Lumpensammler einen Neuruppiner Bilderbogen (Gustav KÜHN), der das Sabinchenlied in grellen, bunten Bildern darstellte…In der Mark Brandenburg ist das Lied allgemein bekannt, überall, wo ich später als Postbeamter weilte, wurde das Lied gesungen. Bei einer Rügenfahrt sang uns unser Hotelwirt in Putbus zum allgemeinen Gaudium das Sabinchenlied vor, als er uns bei der Fremdenanmeldung als Treuenbrietzener erkannt hatte“.&#160; (ZFH,03/1940)</p>
<p><em>„Sabinchen“ klassisch</em>     <br />Sogar ein bekannter Komponist setzt das Thema in Noten um. Im Rundfunk erklingt 1930 in der Silvesternacht das Musikstück „Sabinchen“ von Paul HINDEMITH. Dem im Juni 1930 in Berlin uraufgeführten Stück liegt die Moritat des „Sabinchen von Treuenbrietzen“ zugrunde. (TZ,31.12.1930)</p>
<p><em>Begrüßung mit Sabinchenlied</em>     <br />Es hat sich sogar bis in die Partnergemeinde im westfälischen Nordwalde herumgesprochen, dass das Sabinchenlied die heimliche Hymne von Treuenbrietzen ist. Das bekam bereits 1995 der damalige Furiermeister der hiesigen Schützengilde Karl- Jochen MASSWIG zu spüren, als er als Gast an einem Schützenfest in Nordwalde teilnahm. Nachdem er&#160; den Partnern eine Festschrift von 1924, die anlässlich der 500-Jahr-Feier der Schützengilde Treuenbrietzen gedruckt worden war, übergeben hatte, wies man ihm einen Ehrenplatz am Königstisch in der Festhalle zu und spielte ihm zu Ehren auf der Festwiese von Nordwalde das Sabinchenlied. (TN,06.09.1995)</p>
<p><em>Sabinchen in alter Fassung</em>     <br />Es gibt zahlreiche, mehr oder weniger voneinander abweichende Fassungen des Sabinchenliedes. Deshalb soll hier eine der ältesten Versionen stehen, die&#160; ein Herr ZERLING aus der Bäckerstraße in Treuenbrietzen 1928 in einem Buch mit dem Titel „Musenklänge aus Deutschlands Leierkästen“ gefunden hatte. Es war bereits die 18.Auflage des genannten Buches. Nach Mitteilung des Verlages erschien die 4.Auflage 1855. Damit ist zu vermuten, dass die 1.Auflage bereits um 1847 herauskam. Das Buch enthält ausschließlich Moritaten und sonstige Schauergeschichten, die von Bänkelsängern gesungen und von Studenten als heitere Vortragslieder gesammelt wurden. Die Textfassung des Sabinchenliedes hat dort folgenden Wortlaut:     <br /><em>„Höchst schauderhafte Begebenheit, welche vorigtes Jahr am dreißigsten Februar ist begangen worden nebst Beschreibung von der Verlaufung der ganzen Sach’.      <br />Ihr Leute, merkt und nehmt zu Herzen       <br />Die traurige Geschicht’;       <br />Der Diebstahl, der bringt große Schmerzen       <br />Und nie kein’ Segen nicht.</em></p>
<p><em>Sabine war ein Frauenzimmer,      <br />sie war auch tugendhaft;       <br />Deshalben war zufrieden immer       <br />Mit ihr auch die Herrschaft.</em></p>
<p><em>Da kam einstmals von Treuenbrietzen      <br />Ein junger Mann daher       <br />Und sprach: „Ich möchte Sie besitzen!“       <br />Er war ein Schuhmacher</em></p>
<p><em>Sie hat sich nicht sehr lang bedenket      <br />Und sprach: „Es mag so sein!“       <br />Sie hat so leicht Vertrau’n geschenket       <br />Des Schusters falschen Schein.</em></p>
<p><em>Er kommt allnächtlich zu Sabinen      <br />Und seufzt: „Ich steck’ in Not!“       <br />Gerührt von seinen bittern Mienen       <br />Gibt sie ihm, was sie hot.</em></p>
<p><em>Da tat er es sogleich verschwenden      <br />In Schnaps und auch in Bier;       <br />Und tut sich nochmals an sie wenden:       <br />Will wieder Geld von ihr.</em></p>
<p><em>Sie kann nicht mehr kein Geld sich leihen,      <br />Drum geht sie auf die Stell’       <br />Und muss der Herrschaft veruntreuen       <br />Zwei silberne Löffel.</em></p>
<p><em>Als aber sind zwei Tag’ vergangen,      <br />Da kommt der Diebstahl raus.       <br />Die Herrschaft jug mit Schimpf und Schanden       <br />Sabinen aus dem Haus.</em></p>
<p><em>Sie klagt’s in ihren Gewissensbissen,      <br />Ihr ist das Herz so schwer;       <br />Doch jetzt will nichts mehr von ihr wissen       <br />Der Treuenbrietzener.</em></p>
<p><em>Sie seufzt: „Du böser Pflichtvergess’ner,      <br />Du rabenschwarze Seel’!“       <br />Da nimmt er schnell ein Transchiermesser       <br />Und schneid’t ihr ab die Kehl’.</em></p>
<p><em>Das Herzblut tut sogleich rausspritzen,      <br />sie sinket um und um.       <br />Der falsche Schuster von Treuenbrietzen,       <br />der steht um sie herum.</em></p>
<p><em>Sie tut auch gleich die Glieder strecken,      <br />Nebst einem Todesschrei;       <br />Den bösen Wicht tun jetzt einstecken       <br />Zwei von der Polizei.</em></p>
<p><em>In Ketten und in Eisenbanden,      <br />bei Wasser und bei Brot,       <br />Hat er reumütig eingestanden       <br />Die schwarze Freveltot.</em></p>
<p><em>Am Galgen wurd’ der Treuenbrietzner      <br />Gehängt durch einen Strick;       <br />Dazu hat ihn gebracht die Untreu’       <br />Und auch die falsche Tück’.</em></p>
<p><em>Drum soll man keine Kehl’ abschneiden,      <br />Es tut nie gut ja nicht. –       <br />Der Krug, der geht so lang zum Wasser,       <br />bis ihm der Henkel bricht.“</em></p>
<p>Woher die Herausgeber des Buches den Text genommen haben, bleibt weiter unklar.</p>
<p><strong>II. „Sabinchen“ und ihr Name</strong></p>
<p><em>Namensschutz für „Sabinchen“</em>     <br />Der Bundestagsabgeordnete Jürgen TÜRK rät 1994 auf einer Veranstaltung im „Bürgergarten“ der Stadt Treuenbrietzen, den Namen „Sabinchen“ stärker zu vermarkten. Die Stadt könne als „Sabinchenstadt“ auftreten und müsse den Mut haben, auch größere Feste unter diesem Markenzeichen zu organisieren. Hannelore HEINRICH spricht sich für eine „Fläming- Straße“ aus, welche die Städte Jüterbog, Treuenbrietzen, Niemegk, Belzig und Wiesenburg touristisch verbinden soll. (FE,09.03.1994)     <br />Der damalige Bürgermeister CORNELIUS teilt am 1.November 1999 der Stadtverordnetenversammlung&#160; mit, dass er für 700 DM Namensschutz für den Begriff „Sabinchen“ beantragt habe. Der Schutz gilt zunächst für 10 Jahre. Zwei Jahre später beschließt der Hauptausschuss, den Namen „Sabinchen“ auch für die Verwendung als Geschäftsname schützen zu lassen. Bisher war der Titel in vier von 42 möglichen Klassen beim Patentamt als Markenzeichen angemeldet. (FE,11.12.2001).</p>
<p><em>Eine Klause für Sabinchen      <br />Sabinchen folgt EILERS       <br /></em>Auch schon zu DDR- Zeiten sollten mit dem Namen „Sabinchen“ Gäste angelockt werden. So erhielt 1950 die neu eröffnete HO- Gaststätte in der Großstraße 66 den Namen „Sabinchenklause“. Das Haus konnte auf große Traditionen zurückblicken, befanden sich dort doch die 1876 gegründete Honigkuchen- Bäckerei A. PROTZ, das 1926 eröffnete „Casino-Café“&#160; von SCHUSTER und seit 1934 das „Café EILERS“. Und dann das Ende: 1939 schließt Hans EILERS sein Geschäft mit Bäckerei, Konditorei und Café wegen Einberufung zur Wehrmacht. (Streiter,23.09.1939)</p>
<p><em>PARUSEL übernimmt Sabinchen      <br /></em>Für viele Jahre ist Georg PARUSEL ab 1958 Leiter der HO- Gaststätte „Sabinchenklause“. Er kann 1980 auf eine 30-jährige Tätigkeit im staatlichen Handel zurückblicken. Am 1.April 1950 begann er als Einkäufer und Verkäufer in der HO- Geschäftsstelle Treuenbrietzen. (MVS,01.04.1980). Zeitzeugin Gerda BERKHOLZ erinnert sich: PARUSEL kommt aus der Verwaltung der HO. Er wollte aber wieder praktisch arbeiten und bewarb sich deshalb um die Leitung der Sabinchenklause, die er lange Jahre erfolgreich mit seiner Frau betreibt. Als er älter wurde, war ihm der Gaststättenbetrieb zu aufreibend. Deshalb übernahm er den „Delikat“- Laden in der Großstraße 14 (ehemals Gaststätte FELGENTREU, später „Evas Schuhladen“). Hier arbeitete er bis zur Wende.</p>
<p><em>Sabinchen besiegt IFA</em>     <br />Bereits 1968 gab es erste Bestrebungen, die „Sabinchenklause“ zu schließen und die Räume der Verkaufsstelle für Kfz zu übergeben, die über Platzmangel klagte. Auch das Konsum- Textilkaufhaus suchte zu dieser Zeit für die Erweiterung seines Angebots neue Räume. (MVS,09.01.1968). Aber „Sabinchen“ blieb dieses Mal siegreich. Nach gründlicher Renovierung, die das Anbringen einer Wandmalerei vom traurigen Schicksal Sabinchens einschloss, kann die HO- Gaststätte „Sabinchenklause“ am 24.Februar 1969 erneut ihre Pforten öffnen. (MVS,21.02.1969). Und es kommt noch besser: Die Verkaufsstelle des IFA- Vertriebs in der Großstraße/Ecke Töpferstraße wird auf das Grundstück FELLER verlegt. Dadurch werden Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die „Sabinchenklause“ eine größere Küche und einen weiteren Gastraum erhalten kann. (MVS,15.02.1978)</p>
<p><em>Sabinchen im neuen Gewand</em>     <br />Die „Sabinchenklause“ zeigt sich nach der Renovierung im Februar 1977 im neuen Gewand. Gaststättenleiter Georg PARUSEL erhält Fleisch vom Konsum- Fleischwarenbetrieb gegenüber, zum Mittagessen kommen auch die Kollegen von der PGH „Haarpflege“ und von der ZBO hierher. Die Gaststätte ist sehr gefragt, in der Küche, in den Gasträumen und am Buffet wird zweischichtig gearbeitet. Küchenkräfte sind Regine KOSCHARE, Hilde KURING, Rita HOFFMANN und Käte HORCY. Für freundliche Bedienung sorgen Hilde PEISER, Marianne BLOCK und Petra KOSCHARE. Hinter dem Buffet stehen abwechselnd Gertrud BEIER und Waltraud PARUSEL. Um saubere Gasträume kümmert sich die Rentnerin Elisabeth FRIESE. 1966 wird die Besatzung der „Sabinchenklause“ als erstes Kollektiv im Gaststättengewerbe des Kreises Jüterbog mit dem Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“ ausgezeichnet. Der Titel kann danach acht Mal verteidigt werden. (MVS,09.04.1977). Sogar über Übernachtungsmöglichkeiten wird nachgedacht:&#160; „Der Rat stimmte dem Vorschlag zu, in den Jahren nach 1980 in den oberen Räumen der HOG ‚Sabinchenklause‘ Voraussetzungen für eine Hotelunterbringung zu schaffen.“ (Protokoll Ratssitzung vom 18.05.1977)     <br />Auch unter der neuen Leitung von Gerhard MAUER erringt die “Sabinchenklause” den Sieg im Gaststättenwettbewerb der “Märkischen Volksstimme”. 14 Mitarbeiter sind am Erfolg dieser Gaststätte beteiligt. (MVS,05.09.1981)     <br />1984 wird die Gaststätte “Sabinchenklause” noch einmal vergrößert und in neuem Gewande wieder eröffnet. Leiter ist jetzt Wolfgang HEINZE. Statt 72 können hier künftig 92 Gäste Platz finden. Es gibt jetzt ein “Sabinchen- Zimmer”, wo man den Text vom Sabinchenlied nachlesen kann. Auch die Küchenräume sind größer geworden. (MVS,17.04.1984)</p>
<p><em>Zusammengetragen von Ernst- Peter Rabenhorst</em></p>
<p><em>wird fortgesetzt</em></p>

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		<title>Sabinchen in Brachwitz</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 07:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatblätter]]></category>
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		<category><![CDATA[sabinchen]]></category>
		<category><![CDATA[treuenbrietzen]]></category>

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<p>Es ist seit einigen Jahren zu einer schönen Tradition geworden, dass ein Tag der Sabinchenfestspiele in einem der Dörfer stattfindet, die jetzt als Ortsteile zur Stadt Treuenbrietzen gehören. In diesem Jahr wanderte „Sabinchen“ nach Brachwitz.</p>
<p>&#160;<a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0021.jpg"><img title="clip_image002" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="290" alt="clip_image002" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image002-thumb1.jpg" width="215" border="0" /></a>    <br /><em>Ortschronist Helmut RUHLE&#160; vor der Ausstellung zur Dorfgeschichte</em></p>
<p>Zunächst ging es in den Mittelpunkt des Dorfes, in die Kirche. Dort erwartete Ortschronist Helmut RUHLE am 20.Juni ab 11.00 Uhr bereits ungeduldig die Gäste. Er hatte drei Ausstellungen vorbereitet, um über Besonderheiten der Ortsgeschichte zu informieren. Die zentrale Ausstellung befindet sich vor dem Altar der Kirche. Sie zeigt die Originalfotos von zwei Kaseln und erläuternde Informationen zur Geschichte der Kaseln. Die beiden aus dem späten Mittelalter stammenden Kaseln, die den Priestern als liturgische Gewänder dienten, waren hinter dem Altar der Brachwitzer Dorfkirche so sorgfältig versteckt worden, dass sie dort die Jahrhunderte überdauerten und erst Ende des 20.Jahrhunderts bei Sanierungsarbeiten in der Kirche wieder zum Vorschein kamen. Heute lagern die beiden Kaseln als wichtige und nur schwer zugängliche Ausstellungsstücke im Domstiftsarchiv des Doms zu Brandenburg. Ortschronist Helmut RUHLE gelang es nach beharrlichen Bemühungen, die Erlaubnis zum Fotografieren zu erhalten, sodass er anlässlich der Sabinchenfestspiele in der Lage war, die Originalfotos der beiden Kaseln mit Schenkungsurkunde an die Kirchengemeinde zu überreichen. </p>
<p> <span id="more-344"></span>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0025.jpg"><img title="clip_image002[5]" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="208" alt="clip_image002[5]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0025-thumb.jpg" width="304" border="0" /></a><em>Kasel- Foto mit Schenkungsurkunde</em></p>
<p>Eine zweite Ausstellung im Kirchenraum hat Helmut RUHLE gemeinsam mit Günter KAUSMANN vorbereitet, der sich anschickt, das Werk des Ortschronisten fortzuführen. Auf mehreren Tafeln stellen sie heimatgeschichtliche Vorarbeiten für die Erarbeitung einer Chronik des Dorfes Brachwitz vor. Zu sehen ist u. a. das Dokument über die 1327 erfolgte Ersterwähnung von Brachwitz im Treuenbrietzener Schöppenbuch in der Übersetzung von Dr. FALK. Hinzu kommen Berichte über die Ableitung des Namens „Brachwitz“ vom altsorbischen Wort „brat“, das für „Bruder“ steht, und über die Verwendung des Raseneisensteins beim Bau der Brachwitzer Dorfkirche.&#160; Ausgestellt sind auch Fotos, die die Brachwitzer Lehrer DRESKE und BÄR hinterlassen haben.    </p>
<p align="center"><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0027.jpg"><img title="clip_image002[7]" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="181" alt="clip_image002[7]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0027-thumb.jpg" width="244" border="0" /></a><em>Fotos der Kaseln auf dem Altar vor der Kanzel</em></p>
<p>Die dritte Ausstellung des Ortschronisten befindet sich im Eingangsbereich der Kirche und dokumentiert eine Episode aus der jüngsten Geschichte des Ortes. Es handelt sich dabei um die Auswirkungen des Wirbelsturms KYRILL,&#160; der in und um Brachwitz besonders schwere Schäden anrichtete. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, über 32 Hektar Wald erlitten Totalschäden und mussten neu aufgeforstet werden. Für diese Ausstellung sammelte Helmut RUHLE&#160; Bilder, Fotos und Dokumente aus mehreren Quellen. Da sind die Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes, die darstellen, wie „Kyrill“ vom Atlantik kommend über Europa hinwegraste und eine Spur der Verwüstung hinterließ. Da sind die Berichte von Oberförster TIPPMANN aus Borkheide, der die Waldschäden registrierte. Da sind die Dokumente über die gefahrvollen Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr am Katastrophenabend, die die durch umgestürzte Bäume versperrten Verbindungsstraßen nach Brachwitz wieder frei räumten. Und da sind nicht zuletzt die vielen Fotos, die die Brachwitzer Bürger zur Ausstellung beigesteuert haben.   <br />&#160;</p>
<p align="center"><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0029.jpg"><img title="clip_image002[9]" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="180" alt="clip_image002[9]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0029-thumb.jpg" width="261" border="0" /></a><em>Bildtafeln der Kyrill- Ausstellung im Vorraum der Kirche</em></p>
<p>Ferdinand RÜGER begleitete die Ausstellungen mit einer Orgelvorführung und einem kleinen Orgelkonzert. In den Pausen zwischen den Orgelstücken tragen Günter KAUSMANN und der Pfarrer i. R. Volker KUNICK geistliche Gedichte der Brachwitzer Bauersfrau Elsa EULENBURG vor, die kürzlich durch Zufall gefunden wurden.    <br />&#160;</p>
<p align="center"><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00211.jpg"><img title="clip_image002[11]" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" height="161" alt="clip_image002[11]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00211-thumb.jpg" width="244" border="0" /></a><em>Günter KAUSMANN und Pfarrer KUNICK beim Vortragen der Gedichte</em></p>
<p>Aber nicht nur die Kirche leistete ihren Beitrag zum „Brachwitz- Tag“ von Sabinchen. Das ganze Dorf war einbezogen, zahlreiche Bewohner hatten ihre Höfe geöffnet, um es den Besuchern aus Nah und Fern möglich zu machen, einen Blick hinter die sonst verschlossenen Mauern zu werfen. Ortchronist RUHLE gab bereitwillig zusätzliche Auskünfte zu den einzelnen Höfen. Der Rundgang durchs Dorf beginnt bei René BESCHNITT, dem Chef der Nieplitztaler Musikanten. Ein farbiges Wandbild an seinem Hause legt Zeugnis davon ab, wer seine großen Vorbilder sind: die Kastelruther Spatzen. Zünftig werden die Gäste dort mit Blasmusik zu einem Frühschoppen begrüßt   <br />Dann geht es zum Haus Nr. 17, direkt gegenüber der Kirche. Hier befand sich bis&#160; Ende der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts die alte Dorfschule. Danach wurde das ehemalige Schulgebäude bis Mitte der 90-er Jahre als Gemeindehaus mit großem Vereinsraum genutzt. Heute gehört das Anwesen Herrn PFAU, der für Sabinchen seinen Hof in eine Weinstube, ein Kasperle-Theater und einen Trödelmarkt verwandeln ließ.</p>
<p>Das Haus Nr. 24 diente bis 1961 als Gaststätte. Nachdem der Besitzer in den Westen Deutschlands gegangen war, zog dort die&#160; LPG mit einem Schweinestall ein. Heute bewirtschaftet die Familie HÖROLD in ökologischer Weise den Hof, dessen größte Attraktion die Hirsche sind. Am Fest beteiligten sie sich mit dem Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse, darunter insbesondere die aus eigenen Erdbeeren hergestellte Bowle. </p>
<p>Wer den Hof von Bruno WILLE (Nr.35) betritt, stößt auf eine Sammlung alter Mopeds, Oldtimer und Fahrräder. Angefangen hat er mit dem Sammeln, als er in Belzig im Rahmen einer ABM Fahrräder zu reparieren hatte. Die Beteiligung am Sabinchen- Tag ist die erste öffentliche Ausstellung des Mannes, der heute als „Ein- Euro- Jobber“ mit dafür sorgt, dass die Stadt ihr sauberes Aussehen behält.</p>
<p>Die Gastwirtschaft von Christa MÜLLER (Nr. 38) ist noch heute in Betrieb. Sie lädt zum Spargelessen ein, während vor der Gaststättentür ein Mini-Trödelmarkt seine Waren ausgestellt hat. Weiter geht es in das Innere des Vierseithofes von RESCHKE (Nr. 39), wo noch heute vier Generationen unter einem Dach zusammenleben. Es folgt ein weiterer sehr gut erhaltener Vierseithof (Nr. 44), der der Familie STEINBERG gehört. Der Jagdpächter zeigt dort eine kleine Wildausstellung und serviert dazu ein am Spieß gebratenes Wildschwein. </p>
<p>Auf dem Reiterhof WUKASCH (Nr. 47) kann man sich über alles informieren, was mit Pferden zusammenhängt. An diesem Tage widmet sich Ralf WUKASCH, der sich gleich nach der Wende in Brachwitz niederließ und den Hof kaufte, vorrangig dem Kinderreiten. </p>
<p>Von der Einfahrt des Hauses Nr. 49 schallt uns ein lautes und freundliches „Kikeriki“ entgegen. Enrico WOLTER fährt gerade mit seinem „Kikeriki-Wagen“ auf den Hof. Der gelernte Fleischer hat die Nachfolge der Dorfkonsum-Läden angetreten und versorgt mit seinem mobilen „Tante- Emma- Laden“ zahlreiche Flämingdörfer mit Fleisch und Lebensmitteln. Zu Ehren von „Sabinchen“ bietet seine Familie auf dem Innenhof selbst zubereitete Kartoffelpuffer an. Die Nachfrage ist so groß, dass sich zeitweise regelrechte Wartegemeinschaften bilden. </p>
<p>Zum längeren Verweilen lädt der Garten von Christa und Peter KLIPPEL ein. Der Ingenieur für Frisch- und Abwasserwirtschaft begann bereits in den 60-er Jahren, sich sein „Feierabendheim“ in Brachwitz einzurichten. Zugute kam ihm dabei, dass seine Frau nicht nur als Lehrerin tätig, sondern dass sie auch als Floristin reiche Erfahrungen sammeln konnte, darunter auf dem Rosengut Langerwisch. So konnte sein Traum von einer Gartenlandschaft mit Schwimmbad in Brachwitz Wirklichkeit werden. Und für einen Tag öffnete sich am Sabinchentag der Garten auch für Besucher und lud sie zum Mitträumen ein, wenn sie durch den Garten wandelten und zum Abschluss ein Stück selbst gebackenen Kuchens in den Laubengängen gegenüber dem überdachten Schwimmbecken verzehrten.</p>
<p>Gegenüber der Feuerwehr konnte man noch einen Blick in die offene Schmiede werfen, die Willi WIRTH bis Mitte der 70-er Jahre betrieben hatte. Sie ist noch angefüllt mit Geräten und Werkzeugen, die bis zur damaligen Zeit im Gebrauch waren und die heute leise vor sich hin rosten. Doch seit den 1980-er Jahren zieht alle zwei Jahre für eine Tag Leben in die alte Schmiede ein. Dann werden dort Eier gebraten für die Schweizer Fußballmannschaft, die sich zum traditionellen Kräftemessen mit „Goldbrand“ Brachwitz auf dem Rasen des Brachwitzer Sportplatzes trifft. Beim ersten Versuch verbrannten noch die Eier mit der Pfanne, waren sie der Schmiedehitze nicht gewachsen. Doch inzwischen hat man Erfahrungen gesammelt, hat man es auf bis zu 444 gebratenen Eiern an einem Abend gebracht. </p>
<p>Auf dem Hof von ERDMANN (Nr.8) wird für Solarwärme geworben und im Haus Nr. 4 können bei Kerstin und Heinz WILLMANN Motorräder bestaunt werden, ein langjähriges Hobby der Hausbesitzer. Über den Sportplatz geht es am Festzelt vorbei, in dem gerade die „Nieplitztaler“ spielen und die Alt-Borker Tanzgruppe sich auf ihren Auftritt vorbereitet und vor dem der Brachwitzer Heimatverein Kaffee und Kuchen anbietet, zum Hause der Hobby-Imkerin STEINHAUS (Nr. 59), die dort ihren Honig feil hält.</p>
<p>Abschließend besichtigen wir den Innenhof des künftigen Ortschronisten Günter KAUSMANN. Hier hatte „KYRILL“ besonders heftig gewütet. Die Scheune stürzte unter der Wucht des Tornados ein und begrub die dort gesammelten historischen Landmaschinen unter sich. Günter KAUSMANN hat sie unter dem Schutt der Scheune wieder herausgebuddelt, neu aufpoliert und als Ausstellungsstücke für Sabinchen-Besucher zur Schau gestellt. Sein zweites Hobby sind eine Vielzahl seltener Pflanzen, die man in seinem Garten besichtigen konnte. Dazu gehören etwa 40 Holzarten, darunter Koniferen, Heckensträucher und Obstbäume.</p>
<p>Auf dem Rückweg ging es noch einmal&#160; am Gebäude der Feuerwehr vorbei. Es lag etwas verwaist da. Die Kameraden der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr hatten an diesem Tage Wichtigeres zu tun. Sie sorgten für die notwendigen Absperrungen und übernahmen die Einlasskontrolle an den Ortszugangsstraßen sowie die Einweisung auf die extra angelegten Parkplätze.</p>
<p>Insgesamt kann man wohl mit Recht sagen, dass „Sabinchen“ ein Frauenzimmer ist, das viel mehr kann, als für einen Schuster Esslöffel zu stehlen. Es kann auch dazu beitragen, ein ganzes Dorf zu bewegen, sich seiner alten und neuen Geschichte zu erinnern und sich noch stärker in die Stadt Treuenbrietzen zu integrieren.</p>
<p>Ernst- Peter Rabenhorst</p>
<p>Erschienen in den Treuenbritzener Heimatblättern 07/09</p>

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		<title>666 Jahre Bäckergilde Treuenbrietzen am 16.12.2008 – Teil 3</title>
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<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00218.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002[18]" border="0" alt="clip_image002[18]" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00218-thumb.jpg" width="216" height="163" /></a><strong>Bäckereien und Konditoreien in Treuenbrietzen ab 1900      <br /></strong>In Treuenbrietzen gab es stets eine erstaunliche Anzahl von Bäckereibetrieben. Heute im Jahr 2009 existiert als einziger der Bäcker- und Konditorbetrieb Timo Sieberhein.&#160; Es ist zum Teil sehr schwierig, genaue Angaben über die eingegangenen Bäckerhandwerksbetriebe zu ermitteln. Im Vergleich zu den in den Akten der Bäckerinnung, der Broschüre „650 Jahre Bäckerinnung in der Stadt Jüterbog“ und in den „Chroniken der Stadt Treuenbrietzen“ von Pischon (1871) sowie von Ernst-Peter Rabenhorst (2009) erfassten Handwerksbetriebe konnten hinsichtlich der Standorte in Treuenbrietzen insbesondere die in der Zeit ab etwa 1900 vorhandenen Bäckereien erfasst und nachfolgend benannt werden:</p>
</p>
<p> <span id="more-332"></span>
</p>
<p><strong>Beerbaum, Fritz, Großstraße 88      <br /></strong>Eine bekannte Bäckerei und Konditorei.&#160; Vorbesitzer waren Unger, dann Tempel. Die Bäckerei wurde 1927 von Fritz Beerbaum übernommen. Von ihm wurden als Konfekt die bekannten „Sabinchentränen“ kreiert. 1953 wurde der Betrieb von ihm aufgegeben. Die Einrichtung&#160; wurde später als HO-Gaststätte „Sonneneck“ genutzt. Fritz Beerbaum war von 1936—1945 Obermeister vom Kreis Zauch-Belzig</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image002.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002" border="0" alt="clip_image002" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image002-thumb.gif" width="482" height="333" /></a></p>
<p>Bäckerei Hermann Tempel, Großstraße 88, vor 1910</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0026.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[6]" border="0" alt="clip_image002[6]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0026-thumb.gif" width="440" height="268" /></a></p>
<p>Bäckerei Fritz Beerbaum, Großstraße 88, vor 1940</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0028.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[8]" border="0" alt="clip_image002[8]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0028-thumb.gif" width="471" height="302" /></a></p>
<p>Gebäude der ehemaligen Bäckerei um 1960</p>
<p><strong>Brauer, Hans, Großstraße 21</strong>     <br />A. Brauer übernahm 1864 die Bäckerei vom Bäckermeister Fr. Schmidt auf der Großstraße 21. Es handelt sich hier um eine sehr alte Backstelle. Ab 1924 betreibt Hans Brauer in dem Gebäude eine Dampfbäckerei und Conditorei. Feine Kuchenwaren, Torten, Bonbons, Schokolade und Pralinen wurden zum Verkauf angeboten. Bäcker Brauer starb während des 2. Weltkrieges. Die Bäckerei arbeitete nach Kriegsende für eine sowjetische Militäreinheit. Seine Witwe führte die Bäckerei bis 1953 weiter.</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image002.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002" border="0" alt="clip_image002" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image002-thumb.jpg" width="260" height="345" /></a></p>
<p>&#160;</p>
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<p>Ehemalige Bäckerei Hans Brauer, Großstraße 21</p>
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<p><strong>Hinze, Karl, Großstraße 69,      <br /></strong>Eine alte Backstelle, welche um 1910 eingegangen ist. Hier befindet sich jetzt eine Backwarenverkaufsstelle der Landbäckerei Schwarz aus Zülichendorf.</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0026.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[6]" border="0" alt="clip_image002[6]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0026-thumb.jpg" width="424" height="319" /></a></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Karl Hinze, Großstraße 69</p>
<p><strong>Knape, Fritz, Breite Straße 52</strong>     <br />Die Bäckerei wurde in diesem Haus 1894 von Gottfried Knape ge¬gründet. Gottfried Knape übernimmt 1894 das bisher dem Bäckermeister Fritz Mohnkopf gehörige Bäckereigeschäft und setzt es in seinem Hause in der Breiten Straße Nr. 52 fort. Zuvor hatte Stellmachermeister Helm dort seinen Betrieb. Gottfried Knape wird 1908 zum Beauftragten der Handwerkskammer Berlin für das Bäcker- und Konditor- Handwerk in Treuenbrietzen und den zu dem Bezirk der Innung gehörenden Ortschaften ernannt. In Treuenbrietzen war er bis 1926 Obermeister. Sein Sohn Fritz Knape übernahm 1932 den Betrieb. Von 1958 führte dessen Sohn Fritz Knape jun. den Betrieb weiter. Fritz Knape jun. gab die Bäckerei am 17.06.1960 auf. Seitdem ist die Bäckerei erloschen.</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00210.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[10]" border="0" alt="clip_image002[10]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00210-thumb.gif" width="427" height="312" /></a></p>
<p>Bäckerei Gottfried Knape, Breite Straße 52, um 1900</p>
<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00212.gif"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002[12]" border="0" alt="clip_image002[12]" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00212-thumb.gif" width="221" height="139" /></a></p>
<p>Bäckerei Fritz Knape, Breite Straße 52, um 1941</p>
<p>&#160;</p>
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<p>&#160;</p>
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<p><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0028.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[8]" border="0" alt="clip_image002[8]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image0028-thumb.jpg" width="420" height="316" /></a></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Fritz Knape, Breite Straße 52</p>
<p><strong>M a ß w i g, Wilhelm, Bäckerstraße 9</strong>     <br />Eine alte Backstelle, die im 17. Jahrhundert gegründet wurde. Vorbesitzer sind unbekannt. 1850 übergab ein Bäcker Lehmann die Bäckerei an Fritz Ebel. Dieser Betrieb wurde 1897 von Wilhelm Maßwig sen. übernommen, der diesen 1935 an Wilhelm Maßwig jun. übergab. Von 1954 &#8211; 1959 war die Bäckerei an Karl Scholz verpachtet. Karl Scholz zog danach nach Baruth und 1963 weiter nach Luckenwalde, wo er jeweils eine Bäckerei pachtweise innehatte. Die Bäckerei Maßwig erlosch 1959. Nachdem die Bäckerei eingegangen war, wurden der Aufgang und die Tür zum Laden zugemauert.</p>
<p><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[10]" border="0" alt="clip_image002[10]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00210-thumb.jpg" width="424" height="319" /></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Wilhelm Maßwig, Bäckerstraße 8</p>
<p><strong>Protz, Ernst, Großstraße 66</strong>     <br />Eine alte Backstelle, die später als Konditorei und Kaffee genutzt wurde. Bäckermeister August Protz eröffnet 1884 zum Weihnachtsfest seine Honigkuchen-Bäckerei in der Großstraße Nr. 66 mit einem breiten Honigkuchen-Sortiment. 1902 übernimmt&#160; Ernst Protz die Bäckerei und Konditorei seines Vaters. 1910 erweitert er seine Bäckerei und Konditorei um ein Café. Ausgeschenkt wurden dort nur alkoholfreie Getränke. Nach Protz übernahm Bäckermeister Bernhard Fincke von 1923 bis 1925 den Betrieb. 1925 brannte die Bäckerei ab. Nach dem Wiederaufbau übernahm Fritz Schuster den Bäckerbetrieb. Er war Ober¬meister von 1934 &#8211; 1936. Ab 1938 hatte Hans Eilers den Betrieb inne. Die Bäckerei ist 1944 eingegangen. Nach 1945 wurden die Räumlichkeiten als HO-Kaffee „Sabinchenklause“ genutzt.     <br /><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00212.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[12]" border="0" alt="clip_image002[12]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00212-thumb.jpg" width="422" height="318" /></a></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Ernst Protz, Großstraße 66</p>
<p><strong>T r i n k l e r, Hans, Vogelgesangstraße 79</strong>     <br />Die Backstelle soll um 1809 gegründet worden sein. 1884 strebte Hans Trinkler eine Verpachtung oder den Verkauf der Bäckerei an. Bäckermeister Wilhelm Senst aus der Zeughausstraße übernimmt erst 1889 zunächst pachtweise die Bäckerei von Hans Trinkler. Später kauft die Bäckerei der Bäckermeister A. Blumenau. Das Gewerbe ist um 1900 erloschen.     <br /><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00214.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002[14]" border="0" alt="clip_image002[14]" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00214-thumb.jpg" width="270" height="359" /></a></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Hans Trinkler, Vogelgesangstraße 79</p>
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<p><strong>Unger,&#160; Paul,&#160; Breite&#160; Straße 65</strong>     <br />1862 wird das den Erben des verstorbenen Bäckermeister Gottfried Wilhelm Schmidt gehörige Wohn- und Brauhaus in der hiesigen Gerichtsstelle verkauft. F. W. Unger übernimmt 1867 selbst die bisher verpachtete Bäckerei. 1887 bietet der Konditor Hermann Unger dort unter anderem gebackenen Baumbehang zum Weihnachtsfest an. Später übernimmt der Sohn Max Unger die alte Backstelle. 1910 erlischt das Gewerbe. <a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00216.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: 0px; border-left-width: 0px; margin-right: 0px" title="clip_image002[16]" border="0" alt="clip_image002[16]" align="left" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00216-thumb.jpg" width="283" height="374" /></a></p>
<p>Gebäude auf dem Grundstück der ehemaligen Bäckerei Paul Unger, Breite Straße 65</p>
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<p><strong>Wolter,&#160; Gustav,&#160; Grünstraße&#160;&#160; 11</strong>     <br />In der Zeitung erfolgt 1862 die erste Mitteilung über die Bäckerei. Wegen hohen Alters will der Bäckermeister Friedrich seine Bäckerei ab 1.Oktober 1862 verpachten. Bis 1876 wird ein Bäckermeister A. Henning erwähnt. Ebenfalls in der Zeitung empfiehlt 1908 der Bäckermeister Otto Baade Honigkuchen und Baumbehang aus eigener Produktion. 1910 übernimmt Gustav Wolter die Bäckerei von Bäckermeister Baade. Die Familie Wolter betreibt die Bäckerei bis 1955. Die Bäckerei war ein sehr kleiner Betrieb. Das Brot wurde in der Stube verkauft. Gebacken wurden nur Brot und Brötchen. 1955 ist die Bäckerei eingegangen.     <br /><a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00220.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="clip_image002[20]" border="0" alt="clip_image002[20]" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/clip-image00220-thumb.jpg" width="418" height="314" /></a></p>
<p>Ehemalige Bäckerei Gustav Wolter, Grünstraße 11</p>
<p>Fortsetzung folgt.    <br />Geschrieben von Eberhard Brendel, Mitglied im Heimatverein Treuenbrietzen</p>

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		<title>Die Sanierung des Hohenzollernbrunnens</title>
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<p> <span id="more-294"></span>Die Burg Beuthen ergab sich kampflos. Die bewaffneten&#160; Bürger der Stadt Brietzen hatten einen Anteil daran und waren somit&#160; die Vorläufer der&#160; noch heute existierenden Schützengilde. Denn der Kurfürst sah auch die Bürger der Städte in der Verantwortung für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Viele Schützengilden wurden in dieser Zeit gegründet und standen unter dem Kommando des jeweils regierenden Bürgermeisters. Die Schützengilde zu Treuenbrietzen wurde im Juni 1424 gegründet. Auch in der heutigen Zeit ist der Gedanke durchaus wieder aktuell, vor allem in den Großstädten.  <br />Das der Kurfürst seinen ältesten Sohn Johann mit Prinzesin Babara, der Tochter des mit ihm verbündetem Fürsten Rudolf von Sachsen verheiratete, dürfte auch kein Zufall gewesen sein. Die Hochzeit fand hier in Treuenbrietzen statt und als Leibgedinge wurde der Braut verschrieben, dass die Stadt Treuenbrietzen für immer zu Brandenburg gehören sollte. In Treuenbrietzen wurde damals aktive „Landespolitik“ gemacht und unter der Herrschaft der Hohenzollern konnte sich die Stadt gut entwickeln.  <br />Nun soll unser Sabinchen aber wegen dem Hohenzollernstandbild nicht aus dem Stadtzentrum verschwinden, sondern einen neuen Startort&#160; zwischen der Stadtinformation und dem Bistro „zu den Hakenbuden“ erhalten. Wenn es gelingen würde, noch ein kleines Wasserspiel mit zu verwirklichen, könnte die Stadt Treuenbrietzen in Zukunft auf zwei Attraktionen, einen Hohenzollernbrunnen und einen Sabinchenbrunnen verweisen. Welche Stadt von der Größe Treuenbrietzens kann dass schon. <a href="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/sabihake2.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="sabihake2" border="0" alt="sabihake2" src="http://www.heimatverein-treuenbrietzen.de/wp-content/uploads/sabihake2-thumb.jpg" width="231" height="208" /></a>  <br />Nach meiner Auffassung können die Historischen und Touristischen Belange am besten mit der Verwirklichung der Variante 3 umgesetzt werden.  <br />Die Stadtverordneten die letztendlich über die Gestaltung der Innenstadt entscheiden, sollte die einmalige Chance nutzen um zum Wohle und zum Ansehen der Stadt&#160; einen Beitrag leisten und alle Belange gründlich prüfen.
</p>
<p>Wolfgang Ucksche</p>

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		<title>Aus der Chronik der Stadt Treuenbrietzen</title>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem konnte Herr Ernst-Peter Rabenhorst den 1. Teil der „Chronik der Stadt Treuenbrietzen“ im Rathaus seinem Publikum vorstellen. Diese Chronik ist eine Anknüpfung an die bereits 1871 veröffentlichte Chronik von Nathanael Pischon. Sie ist interessant zu lesen und in der Buchhandlung Treuenbrietzen käuflich zu erwerben. Bürgermeister Hempel und die Zeit nach der März-Revolution (1848-1853) [...]


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<p>Vor kurzem konnte Herr Ernst-Peter Rabenhorst den 1. Teil der „Chronik der Stadt Treuenbrietzen“ im Rathaus seinem Publikum vorstellen. Diese Chronik ist eine Anknüpfung an die bereits 1871 veröffentlichte Chronik von Nathanael Pischon.    <br />Sie ist interessant zu lesen und in der Buchhandlung Treuenbrietzen käuflich zu erwerben.</p>
<p><strong>Bürgermeister Hempel und die Zeit nach der März-Revolution (1848-1853)     <br /></strong>Auszug aus der Chronik der Stadt Treuenbrietzen Teil I (1848 – 1917) von Ernst-Peter Rabenhorst, erschienen 2009, Treibgut Verlag Berlin, ISBN 978-3-941175-09-9</p>
<p> <span id="more-300"></span>
<p><strong>Suspendierung von Bürgermeister HABERLAND</strong>    <br />Zum ersten Mal erheben die Stadtverordneten im Revolutionsjahr 1848 nachdrücklich ihre Stimme. Sie fordern disziplinarische Untersuchungen gegen den damaligen Bürgermeister HABERLAND. Anfang Februar 1848 wird HABERLAND von der Königlichen Regierung suspendiert und Wilhelm HEMPEL als interimistischer Bürgermeister eingesetzt. Gleichzeitig weist die königliche Regierung an, dass dem suspendierten Bürgermeister HABERLAND nur die Hälfte seines Gehaltes zu zahlen ist. Die andere Hälfte soll dem interimistisch eingesetzten früheren Bürgermeister von Oranienburg Johann Friedrich Wilhelm HEMPEL zusätzlich zu dessen Diäten gezahlt werden.    <br />Da sich aber lange Zeit nichts bewegt, richten die Stadtverordneten am 26.Mai 1848 einen „Notschrei“ an die Königliche Regierung. Darin heißt es:     <br />„Im November v. J. veranlasste die Königl. Regierung zu Potsdam, auf Antrag der Stadtverordnetenversammlung , eine genaue Revision, der auf eine grenzenlose Weise verlüderten hiesigen Geschäftsverwaltung des Magistrats. – Die Königl. Regierung suspendierte den Bürgermeister HABERLAND, Anfang Februar d. J., angeblich wegen grober und anhaltender Amtsvernachlässigungen, hat sich indes bis jetzt, also nach Verlauf von circa 4 Monaten, noch nicht genötigt gesehen, in dieser Disziplinar- Untersuchung ein Urteil zu fällen, und den nachlässigen Beamten, entweder nach dem Gesetz vom 29sten März 1844 abzusetzen, oder aber, was nach den Vorlagen kaum glaubbar ist, ihn wiederum einzusetzen.    <br />Durch dies Verfahren aber erwachsen unserer Stadt nicht allein doppelte Kosten, sondern sie steht jetzt, in den Zeiten der Gefahr und Unruhe auch, trotzdem sie sogar 2 Bürgermeister, nämlich einen suspendierten und einen stellvertretenden hat, eigentlich ohne Oberhaupt da. – Seit 4 Monaten haben die Stadtverordneten die Königl. Regierung 4 mal schriftlich, und mehrere Ober- Regierungsräte und den Herrn Oberpräsidenten von MEDING durch eine Deputation mündlich, um die höchste Beschleunigung, dieser für unsere Stadt so hochwichtigen Angelegenheit dringend ersucht, demohnerachtet gelangt diese nicht um einen Schritt weiter; auf die letzte Eingabe an die Regierung, vor 3 Wochen abgegangen, erfolgte nicht einmal ein Bescheid.    <br />Wohin soll dies Verfahren der Behörde führen? Rufen dieselben nicht gewaltsamerweise Beschwerden und Unzufriedenheiten der Untertanen hervor, wenn sie höchst wichtige Sachen solange verschleppen? oder haben diejenigen Unterbeamten, welche goldene Uhren und silberne Service geschenkt bekommen, wirklich den Einfluß und so lange Arme, dass sie die angeblich getroffenen Entscheidungen der Behörden, verschleppen und verzögern können? O, dann steht es noch mit Preußen sehr schlecht.“ (Veröffentlicht in der Beilage zur Königlichen privilegierten Zeitung vom 30.Mai 1848).    <br />Am 15.Juni 1848 wendet sich auch der Magistrat an die Königliche Regierung in Potsdam: „Die Zeiten werden anscheinend immer verwickelter und trüber, wir haben daher den dringenden Wunsch, dass wir endlich wieder ein festes Oberhaupt in hiesiger Stadt erhalten, bitten Euer Königliche Hochlöbliche Regierung daher hiermit ganz gehorsamst nochmals, das Entlassungsgesuch des bisher suspendierten Bürgermeisters HABERLAND vom 2-ten d. Mts. hochgeneigtest recht bald an unsere Stadtverordnetenversammlung gelangen zu lassen, damit eine neue Wahl umgehend erfolgen kann.“</p>
<p><strong>Wilhelm HEMPEL wird Bürgermeister     <br /></strong>Schließlich wird von der Königlichen Regierung die Wahl eines neuen Bürgermeisters auf den 8.Juli 1848 festgesetzt. Es gibt drei Kandidaten:     <br />1. Den interimistischen Bürgermeister HEMPEL    <br />2. Bürgermeister KARSCH aus Luckenwalde    <br />3. Bürgermeister JÄNICHEN aus Niemegk.     <br />Alle Kandidaten hatten ihre Unterlagen zuvor eingereicht und sich vor dem Wahltermin in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Zur Wahlhandlung sind sämtliche 24 Stadtverordneten erschienen. Auf HEMPEL entfallen 21 Stimmen, er ist damit für die nächsten 6 Jahre zum Bürgermeister gewählt. Nach der Bestätigung durch die Königliche Regierung leistet Wilhelm HEMPEL am 5.August 1848 in einer außerordentlichen Magistrats- Sitzung als Bürgermeister von Treuenbrietzen seinen Amtseid: &quot;Ich Johann Friedrich Wilhelm HEMPEL schwöre zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden daß, nachdem ich zum Bürgermeister von Treuenbrietzen bestellt worden, seiner Königlichen Majestät von Preußen unseres allergnädigsten Herrn, untertänig, treu und gehorsam sein und alle mir meines Amtes obliegenden Pflichten nach meinem besten Wissen und Gewissen genau erfüllen will. So wahr mir Gott helfe durch seinen Sohn Jesum Christum. Amen.&quot;    <br />Zu den lange Zeit nachwirkenden Leistungen von Bürgermeister HEMPEL gehört die Anregung, in Treuenbrietzen eine Stadtsparkasse zu gründen. Sie nimmt am 2.Januar 1851 unter Leitung des Kämmerers ihre Arbeit auf. Für Kämmerei und Sparkasse wird ein feuer- und diebessicherer Tresor angeschafft.    <br />Doch bereits im März 1853 lädt Bürgermeister HEMPEL zu einer Collegiumssitzung ein und teilt dort mit, dass er schon bald aus dem Amt ausscheiden werde. Am 14. April 1853 verlässt er Treuenbrietzen, um künftig in der pommerschen Hauptstadt Stettin als Stadtrat tätig zu sein. (BLHA, Rep. 8 Treuenbrietzen Nr. 148).</p>
<p><strong>Bürgermeister HEMPEL wird erster Ehrenbürger     <br /></strong>Auch wenn er nur fünf Jahre in Treuenbrietzen wirkte, weiß die Stadt doch, was sie ihrem Bürgermeister HEMPEL zu verdanken hat. Und so nimmt es nicht Wunder, daß sie seine besonderen Verdienste um die Stadt mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft würdigt. In der Begründung des Magistrats vom 15.März 1858 heißt es dazu:     <br />Der ehemalige Bürgermeister HEMPEL wurde im Februar 1848 von der königlichen Regierung als interimistischer Verwalter des Bürgermeister- Amtes nach Treuenbrietzen gesandt, „um die total vernachlässigte städtische Verwaltung wieder in Ordnung zu bringen.“ Er brachte wieder Ordnung in die städtische Registratur und ordnete auch die anderen Zweige der städtischen Verwaltung. Die Stadtverordnetenversammlung schätzte seine Arbeit und wählte ihn bald darauf zum Bürgermeister hiesiger Stadt. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Abgang nach Stettin am 15.April 1853. Neben seinen dienstlichen Aufgaben fand er noch Zeit, solche gemeinnützigen Anstalten wie die Sparkasse ins Leben zu rufen. Das alles macht ihn würdig, in unserer Stadt den Reigen mit der Ehrenbürgerschaft zu eröffnen.     <br />Die Stadtverordnetenversammlung stimmt dem Vorschlag am 20.März 1858 zu und schlägt zusätzlich vor, die Ehrenbürgerurkunde in Stettin durch eine gewählte Deputation der Stadt Treuenbrietzen zu überreichen, die aus je zwei Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung besteht. Der Magistrat billigt den Zusatzvorschlag, verknüpft das aber mit der Bedingung, dass die Deputation die notwendigen Repräsentationsmittel erhält, um die Stadt in würdiger Weise vertreten zu können. Das betrifft sowohl die Anreise als auch die Unterbringung in Stettin, das ja bekanntlich eine teure Stadt ist. Dafür soll jeder Deputierte zusätzliche Diäten in Höhe von 20 Talern erhalten, wovon er alle Kosten bestreiten muß. Als geeigneten Termin der Übergabe schlägt der Magistrat den 5.Juni vor, da an diesem Tage Wilhelm HEMPEL seinen 48.Geburtstag begeht. Die Stadtverordnetenversammlung nominiert für die Deputation die Herren SCHWARZSCHULZ und SCHEER, der Magistrat entsendet Bürgermeister ROSENTHAL und den Beigeordneten KRÜGER. </p>
<p>Die Ehrenbürgerurkunde soll der Königliche Hof- Kalligraph Ernst SCHÜTZE anfertigen. Er teilt am 7. Mai 1858 mit, dass er für die in Aussicht gestellten 30 Taler nicht in der Lage sei, die Urkunde mit Arabesken oder Allegorien zu garnieren. Stattdessen schlägt er eine kalligraphisch ausgeführte Urkunde vor, in „groß Folio auf Pergament mit schön gemaltem Wappen nebst dazu gehörigem reich vergoldetem Einbande in Sammet und vielleicht roter Farbe.“ Sollten die gewünschten Attribute der Landwirtschaft und Jagd hinzugefügt werden, wie es der Magistrat vorschlägt, würde sich der Preis auf 50 Taler erhöhen. Nachdem der Magistrat diesem Vorschlag mit Schreiben von Bürgermeister ROSENTHAL vom 8.Mai 1858 zugestimmt hat, übersendet Ernst SCHÜTZE am 2.Juni die fertige Urkunde. Bereits am 5.Juni erhält er die zugesagten 30 Taler für seine Arbeit.</p>
<p>Am gleichen Tage berichtet die „National- Zeitung“ aus Stettin: In der heutigen Sitzung des Magistrats wird dem Stadtrat HEMPEL eine besondere Ehrung zuteil. Durch eine Deputation der Stadt Treuenbrietzen unter Leitung von Bürgermeister ROSENTHAL wird ihm für seine segensreiche Tätigkeit als Bürgermeister von Treuenbrietzen das Ehrenbürger- Diplom verliehen. Die Urkunde wurde vom Hof- Kalligraphen SCHÜTZE in Berlin äußerst geschmackvoll angefertigt. „Am Schlusse des Aktes brachte der Bürgermeister ROSENTHAL ein Lebehoch auf seine Majestät den König aus, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten.“   <br />Der Ehrenbürgerbrief hat folgenden Wortlaut:    <br />„ Wir Bürgermeister, Beigeordneter und Ratsherren der königlich preußischen Stadt Treuenbrietzen urkunden und bekennen hiermit, daß wir auf den Antrag der hiesigen Stadtverordnetenversammlung dem Manne unsere Hochachtung und Liebe, welcher mit klarem Blute, treuem Eifer und festem Willen in einer bewegten Zeit nämlich in den Jahren 1848 bis 1853 zum Besten unserer Stadt gewirkt und ihrer Verwaltung in rastloser Arbeit getreulich vorgestanden, auch das Gemeinwohl durch zweckmäßige Einrichtungen und Anstalten gefördert, und somit, ohne sich durch Widerwärtigkeiten und Anfechtungen mancher Art in seinem Streben beeinflussen zu lassen, in seiner Stellung Segen gestiftet und sich ein Anrecht auf unsere Anerkennung erworben hat, Herrn Johann Friedrich Wilhelm HEMPEL, königlicher Hauptmann a. D. vormals Bürgermeister hier selbst, jetzt Stadtrat zu Stettin, kraft unserer Eigenschaft als Ortsobrigkeit durch gegenwärtige Verleihungsurkunde das Ehrenbürgerrecht hiesiger Stadt mit allen damit verbundenen Gerechtsamen als ein Zeichen unserer Dankbarkeit und Verehrung erteilt haben.    <br />Urkundlich und mit der Stadt Insiegel und unserer Unterschrift ausgefertigt.    <br />So geschehen Treuenbrietzen, den 5. Juni 1858.“     <br />Am 11.Juli 1858 bedankt sich Ex- Bürgermeister HEMPEL für die ihm überreichte Auszeichnung. Er habe seinen Dank der Stadt Treuenbrietzen gern persönlich übermitteln wollen, erhielt aber aus dienstlichen Gründen keinen Urlaub. Von der Verleihung des Ehrenbürgerrechts sei er zutiefst überrascht gewesen. Er glaube, dass er nur seine Pflicht getan habe. Eine doppelte Auszeichnung für ihn sei es, dass er der erste Ehrenbürger der Stadt Treuenbrietzen ist. </p>
<p>Auch 25 Jahre später, als Wilhelm HEMPEL im Juli 1883 stirbt und auf dem Garnisonfriedhof zu Berlin in der Linienstraße beigesetzt wird, ist er in Treuenbrietzen noch in guter Erinnerung. Auf Vorschlag des Beigeordneten Carl August PAUCKERT übermitteln Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der Familie des Verstorbenen am 6.August 1883 ein Beileidsschreiben. Darin heißt es u. a.: „Der Verewigte hat sich zur Zeit, wo derselbe lange Jahre hindurch als Bürgermeister unsere Communal- Angelegenheiten in so ausgezeichneter Weise ordnete und leitete, durch seinen ehernen treuen Fleiß, seine große Umsicht und Sachkenntnis einen ruhmvollen unvergänglichen Ehrenplatz in den Annalen unserer Stadtverwaltung gesichert, so wie er uns allen durch seinen hochachtbaren edlen Charakter und sein mustergültiges Familien- Leben ein leuchtendes Vorbild gewesen ist.“ (BLHA, Rep. 8 Treuenbrietzen)</p>

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