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	<title>Henry Herkula</title>
	
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	<description>ein verücktes Leben</description>
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		<title>Geschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 18:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe heute ein Sachbuch über die europäische Geschichte gelesen. Also über alles, was Schulbücher so als wichtig erachten. Zunächst habe ich das alles relativ nüchtern betrachtet, habe Spaß gehabt, habe mir angeschaut, wie Weltreiche zusammenbrachen und wie neue entstanden, wie sich die Kirche teilte und was die Menschen eben so in ihrem Alltag bewegte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute ein Sachbuch über die europäische Geschichte gelesen. Also über alles, was Schulbücher so als wichtig erachten. Zunächst habe ich das alles relativ nüchtern betrachtet, habe Spaß gehabt, habe mir angeschaut, wie Weltreiche zusammenbrachen und wie neue entstanden, wie sich die Kirche teilte und was die Menschen eben so in ihrem Alltag bewegte. Doch dann überkam es mich. Ich weiß nicht, woran es genau lag. Ich kann es mir nicht erklären. Nein. Ich saß da, mitten im Unterricht, las ein Sachbuch über Geschichte; und Tränen liefen meine Wangen hinunter.<span id="more-425"></span></p>
<p>Es fing bei den Revolutionären aus Amerika, Frankreich und Deutschland an und zog sich bis in die heutige Zeit. Ich las die Texte mit einer mir beunruhigenden Anteilnahme und weinte über das Leid, die Schmerzen und vor allem aber über die Greifbarkeit dieser Taten. Das ist alles nicht einmal ansatzweise so weit weg, wie wir es in unserem Alltag wahrnehmen. Die Veränderungen der Welt in den vergangenen 200 Jahren sind für mich unfassbar. Neben der Bevölkerungsexplosion, dem Frieden der Großmächte in Europa und den sozialen und technischen Neuerungen, bleibt mir vor allem aber auch der Mauerfall im Gedächtnis.</p>
<p>Wenn ich die Menschen auf dieser Mauer sehe, wie sie sich nach so langer Zeit in den Armen liegen, dann ist das für mich einfach kein Ereignis wie jedes andere auch. Wie sie dort oben stehen, wo vorher bewaffnete Wachen standen, bereit zu töten. Ich kann diese Gefühle nicht einmal im Ansatz nachvollziehen, und trotzdem sitze ich hier, wische mir durchs Gesicht, schnaufe; und dieses wohlig leere Gefühl in der Magengegend. Ich glaube, vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, was hier geschehen ist: Nicht nur dass ein Atomkrieg abgewendet wurde und dass sich die beiden größten Konkurrenten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts versöhnt haben, nein, der Mauerfall ist gleichzeitig auch ein Denkmal der Gewaltlosigkeit, des friedlichen Protests und der absoluten Menschlichkeit. Vielleicht das größte überhaupt. Und das ist gerade einmal 22 Jahre her.</p>
<p>Ich weiß, dass ich dafür zwei Tage zu früh dran bin. Es ist mir egal. Ich habe <em>heute</em> über die vergangenen zwei Jahrhunderte nachgedacht. Ich habe über die Märzrevolution geweint, ich konnte mich beim Abschnitt über den Holocaust nicht zusammenreißen und dann immer wieder dieselbe Geschichte über den 9. November. Das kann Fiktion nicht. Sie hat bereits verloren. Keine Chance. Und dann das: Es steht alles in diesen verstaubten Geschichtsbüchern. In diesen beschissenen Geschichtsbüchern, die wir seit der Grundschule mit auf den Weg bekommen haben. Es verändert sich nichts, es bleibt dort enthalten, es ist nur so selten im Kopf der Menschen. Es ist unfassbar.</p>
<p>Ich würde euch gern dazu animieren, am 9. November einfach einmal ein Geschichtsbuch zur Hand zu nehmen. Und ja ich weiß, es gibt wichtigere Dinge in eurem Leben. Es gibt spannendere Beschäftigungen. Ja, die Arbeit erdrückt euch. Trotzdem, fünf Minuten. Bitte. Schmeißt es von mir aus danach in die Ecke und schaut es böse an! Macht was ihr wollt damit! Nur lasst euch diese Ereignisse nicht entgehen! Wenn ihr die Geschichte versteht, dann versteht ihr, was euch zu dem Menschen gemacht hat, der ihr heute seid.</p>
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		<title>Limbo</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 22:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Jonas' sehr eindeutiger Kaufempfehlung ("Tu es!") und Marcels überaus positiven Worten, habe ich mich letztlich doch dazu entschieden, Limbo eine Chance zu geben und es mir zuzulegen. Und das obwohl ich mir mit Braid schon einmal an einem mehr als gehypten Spiel die Finger verbrannt habe. Nicht das Braid schlecht gewesen wäre, aber na [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Jonas' sehr eindeutiger Kaufempfehlung ("Tu es!") und Marcels überaus positiven Worten, habe ich mich letztlich doch dazu entschieden, Limbo eine Chance zu geben und es mir zuzulegen. Und das obwohl ich mir mit Braid schon einmal an einem mehr als gehypten Spiel die Finger verbrannt habe. Nicht das Braid schlecht gewesen wäre, aber na ja. Limbo ist in diesem Fall nicht unbedingt das absolute Überspiel, doch es macht im Gegensatz zu den vielen anderen Plattformern da draußen einige Dinge verdammt richtig.<span id="more-414"></span></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/gilvceRXirI?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zunächst einmal das Offensichtliche: Limbo besitzt eine durchgehend minimalistische Ästhetik. Das äußert sich sowohl im Grafikstil, der in einer schwarz-weißen Optik mit Silhouetten und trist-trüber Umgebung gehalten ist, als auch in der flüssigen Spielmechanik, die mit genau vier Aktionen (vor, zurück, springen, benutzen) auskommt und dadurch Einsteigern die Möglichkeit gibt, sich im Spiel schnell zurecht zu finden. Nun gut, der Teil mit den Einsteigern ist gelogen, denn Limbo ist in Wirklichkeit ein hartes Rätselspiel, das ohne Erklärungen und Texte einen immer wieder vor neue Herausforderungen setzt und in manchen Momenten sogar zur Verzweiflung treiben kann. Aber wenigstens wird das alles schön in Szene gesetzt und ist nicht so nervig wie bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TLbExrbIgeg" class="liexternal">anderen Spielen</a>.</p>
<p>Nun spricht der Schwierigkeitsgrad aber nicht generell gegen das Spiel, schließlich bringen uns komplizierte Aufgaben zum Nachdenken und lassen dieses wohlige Gefühl entstehen, wenn man sie erst einmal bezwungen hat. Wie hieß das doch gleich? Genau, Zufriedenheit! Aber ja, ich weiß, ich bin keiner von diesen Typen, die Spaß daran haben, zwei oder mehr Stunden damit zuzubringen, die einzelnen Rätsel zu lösen und sich dann unglaublich zu freuen, weil man das ja alles allein geschafft hat. Danach am besten gleich noch die wenigen Freunde anrufen, die man hat, und erzählen wie toll und großartig man doch ist. Nein, so bin ich nicht, auf keinen Fall. Obwohl? Nein. Allerdings bedeutet das auch nicht, dass ich den Denkaufgaben keinen Respekt zollen würde und bei jeder kleinen Schwierigkeit zum nächstbesten Forum laufe. Jemand hat sich doch diese Schwierigkeiten extra für mich ausgedacht, und diese Menschen haben es verdient, dass man sich wenigstens ein ganz kleines Bisschen damit auseinandersetzt. Sobald ich jedoch das fünfzigste Mal bei der immer gleichen Rutschpartie des Todes mitmache, ist auch bei mir der Geduldsfaden gerissen, und das Internet wird zu meinem besten Freund.</p>
<p>Doch eigentlich möchte ich nicht so auf Limbo herumhacken. Es ist spielerisch wirklich ausgezeichnet, die Rätsel sind plausibel sowie gut platziert, und ich hatte nie den Eindruck, dass mir langweilig werden würde. Es gefällt mir eben, und insgesamt macht es einfach nur … — hm, Spaß ist vielleicht in dem Kontext das falsche Wort; ja, darauf komme ich gleich zu sprechen; ähm, dann eben das Gefühl von oben: Zufriedenheit. Es macht zufrieden; aber es stimmt mich in gewisser Weise eben auch nachdenklich, und das nicht aufgrund der Geschichte. (Übrigens: Spoiler!) Denn sobald ich mehrere große Insekten in ihre Bestandteile zerlege, bei der Erkundung der Welt häufiger auf brutalste Weise umkomme und einmal stilisierte Kinderleichen zum Rätsellösen benutze, fragt sich mein Inneres zwischendurch, ob das nun unbedingt notwendig gewesen ist. Gerade auch bei dieser Handlung.</p>
<p>Denn die Handlung hat da noch ihr ganz eigenes Wesen. Playdead Studios, Limbos Entwickler, geben als einziges vor, dass der vom Spieler gesteuerte Junge auf der Suche nach seiner Schwester ist, die ihm im Spiel möglicherweise mehrfach über den Weg läuft (man kann durch den fehlenden Text die Beziehungen nur erahnen). Doch das verwirrt mich persönlich nur noch mehr. So sehr ich auch den Minimalismus zu schätzen weiß, so sehr verletzt er in diesem Fall die Handlungsstruktur. Das Ende des Spiels ist zum Beispiel nicht so überraschend, wie ich es mir vorgestellt habe. Anfangs schon, da ich dachte, dass das Ende mit dem Anfang gleichzusetzen ist, was einem immer wiederkehrenden Durchleben einer überzeichneten Wirklichkeit, der ewigen Suche nach der Schwester im Limbus, gleichkäme. Fantastisch erzählt; deshalb die Stille — aus Überdruss; deshalb dieses Unermüdliche — aus Langeweile, möglicherweise absichtlicher Amnesie. Wow. Doch nachdem das Ende einen nicht zum wirklichen Anfang des Spiels zurückwirft und noch unbedingt eine zusätzliche Endsequenz an die Endsequenz des letzten Rätsels anheften muss, verwerfe ich diese unglaublich clevere Idee und bin vom Ende letztendlich nicht mehr so überrascht wie ich es anfangs erwartet hätte zu sein.</p>
<p>Und jetzt schaue ich auf dich herunter und muss zugeben, dass du doch nicht zu dem perfekten Spiel geworden bist, dass du in der kurzen Zeit, die ich dich gespielt habe, hättest werden können. Du bist nicht schlecht, wirklich nicht schlecht. Die Atmosphäre ist sogar atemberaubend. Doch die zu interpretationsoffene Handlung macht eine besondere Bewertung wiederum kaputt. Der Hype war in gewissen Bereichen sicherlich berechtigt, so habe ich zum Beispiel noch nie eine solch gut ausgearbeitete, aber dennoch einfach zu bedienende Steuerung erlebt, vom Stil her ganz zu schweigen, letztendlich muss ich aber überlegen, was es mir gebracht hat, und das ist wirklich schwierig einzuschätzen. Du hast mein Bild vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Limbus_%28Theologie%29" rel="nofollow" class="liwikipedia">Limbus</a> sicherlich verändert, nicht generell, aber ästhetisch. Du gabst mir ein paar nette Rätsel, die wunderbar ineinander verwoben wurden. Und du zeigtest mir, wozu ein Junge in solch einer düsteren Welt fähig ist, solange er logisch denkt und ruhig bleibt. Ich weiß nur nicht, ob das ausreicht, dich als etwas zu klassifizieren, was man unbedingt gespielt haben muss.</p>
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		<title>Geschichten</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 21:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Sache, die mich seit einiger Zeit nicht mehr loslässt, ist das Geschichtenerzählen. Ich bin davon beeindruckt, wie Menschen sich fremde Welten, andere Personen und komplizierte Konflikte ausdenken und wie man anfängt, sich mit diesen fiktionalen Ereignissen zu identifizieren, sie als kulturellen Zeitgeist anzusehen und darüber die unterschiedlichsten Diskussionen zu führen. Wenn man also die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Sache, die mich seit einiger Zeit nicht mehr loslässt, ist das Geschichtenerzählen. Ich bin davon beeindruckt, wie Menschen sich fremde Welten, andere Personen und komplizierte Konflikte ausdenken und wie man anfängt, sich mit diesen fiktionalen Ereignissen zu identifizieren, sie als kulturellen Zeitgeist anzusehen und darüber die unterschiedlichsten Diskussionen zu führen.<span id="more-409"></span></p>
<p>Wenn man also die großen Werke unserer Zeit betrachtet, dann wird man feststellen, dass man sie nicht nur allein aufgrund ihrer zugeschriebenen Bedeutung konsumiert, sondern vor allem mitreden möchte. Man möchte sich denselben Fragen stellen, denen sich bereits andere große Persönlichkeiten vor einem gewidmet haben. Das ist die eigentliche Magie, die hinter einem Klassiker steckt. Er besitzt nicht nur die Gabe, den Leser, Hörer, Zuschauer oder Spieler zu unterhalten, er schafft es vor allem durch seine Bekanntheit die verschiedensten Menschen zusammenzubringen.</p>
<p>Ob nun Fantasy, Science-Fiction, Thriller, Horror oder welches Genre auch immer, sie besitzen alle diese von ihren Autoren übermittelte Kraft und bringen Menschen dazu, ihre eigenen Wertvorstellungen immer wieder aufs Neue hin zu überprüfen. Dabei schaffen die Charaktere der Handlung eine mehr oder weniger glaubhafte Illusion der Wirklichkeit, die uns dabei hilft, die Erlebnisse anderer Personen durch ihre Wahrnehmung mit zu erleben. Wir werden durch die Charaktere zu einem Teil der Geschichte und machen sie damit zu einer Erinnerung von uns selbst.</p>
<p>Diese Vorstellungen bringen mich dazu, selbst kreativ zu bleiben, auch wenn es mir fast unmöglich erscheint. Und sie bringen mich dazu, meinem Wunsch treu zu bleiben, selbst ein Geschichtenerzähler zu werden. Ich weiß, dass ich noch lange nicht gut genug bin, um diesem Traum vollends gerecht zu werden. Ich arbeite jedoch jeden Tag daran und versuche mich auf die bestmögliche Art weiterzubilden. Vielleicht werde ich auch einmal ein Buch, einen Film oder ein Spiel produzieren, das Menschen zusammenführt. Das ist mein Ziel.</p>
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		<title>Untersuchung</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 21:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Morgen steht eine ärztliche Untersuchung an, und ich fühle mich nicht wohl dabei. Es muss sein, sagt man mir. Versicherungen brauchen Absicherungen. Äh, aber sind Versicherungen nicht eigentlich dazu da, mich abzusichern? — Hm, also kommen wir gleich zu Punkt Nummer zwei: Ich mag Versicherungen nicht. Das Konzept dahinter ist sicherlich nobel. Man schließt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen steht eine ärztliche Untersuchung an, und ich fühle mich nicht wohl dabei. Es muss sein, sagt man mir. Versicherungen brauchen Absicherungen. Äh, aber sind Versicherungen nicht eigentlich dazu da, mich abzusichern? — Hm, also kommen wir gleich zu Punkt Nummer zwei: Ich mag Versicherungen nicht. Das Konzept dahinter ist sicherlich nobel. Man schließt sich zu einer Gemeinschaft zusammen, die Geld sammelt, um im Notfall den Bedürftigen zu helfen. Die Umsetzung bereitet mir Kopfzerbrechen. Das Bild einer Versicherung ist das einer elitären Manager-Vereinigung, die sich nach meinem Geld verzehrt und mich dann unter Generalverdacht stellt, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und ich Teile dieses Geldes zurückhaben möchte.<span id="more-405"></span></p>
<p>Ja, wirklich, ich möchte keinen Unfall erleiden. Unglaublich, aber wahr. Aber das interessiert sie nicht. Sie möchten mich analysieren, um mit Wahrscheinlichkeiten meinen Anspruch auf das Geld zu ermitteln, und sie möchten sich bewusst in mein Leben einmischen, damit ich sie nicht in Anspruch nehmen muss. Sie wollen sich selbst überflüssig machen, solange ich nur weiter Geld einzahle. Sie hinterfragen alles und wollen alles wissen. Sie machen mir Vorwürfe für fehlendes Wissen und verstecken sich hinter ihrem Berg aus "ehrlichen, zahlungsfreudigen Kunden". Ich habe keine gute Beziehung zu ihnen, sie vermitteln sich als emotional und höchstprofessionell, doch ihre Werbung stinkt nach Blendung.</p>
<p>Es sind nicht nur Versicherungen. Es sind auch andere Einrichtungen, die mir dieses Gefühl vermitteln, ein Gefühl der Abhängigkeit, weil sie wissen, ich muss zu ihnen kommen. Ich muss mich versichern, ich muss das Geld zahlen, während sie mir weder Wärme entgegen bringen noch sich der Allgemeinheit öffnen. Es handelt sich schließlich um einen Wettbewerb, jede nach außen getragene Information ist tödlich. Ich will schließlich nur zu den besten Konditionen versichert werden, und wenn ich mich nicht versichere, dann bin ich ein moralisch Ausgeschlossener.</p>
<p>Versicherungen sind für mich furchtbar, weil sie unpersönliche Institutionen darstellen, die nicht versuchen mir die Angst vor dem Ungewissen zu nehmen, sondern mich dazu anleiten, sie noch mehr zu fürchten. Denn was passiert, wenn ich einmal einer solchen Situation gegenüber stehe? Man hilft mir und erhöht die Einzahlungen. Sie wollen schließlich das Geld zurück, das sie an mich durch den Unfall verloren haben. Ich bezahle sie doch schon im Voraus dafür, dass sie mir helfen. Warum dürfen sie den Vertrag verändern, wenn es nur darum geht, ihren Teil des Vertrages überhaupt einzuhalten?</p>
<p>Ich weiß, ich dramatisiere die Situation etwas, aber ich mag Versicherungen und größere sich undurchschaubar gebende Institutionen nicht. Ich habe Angst davor, aufgrund meiner Verfassung in eine Schublade gesteckt zu werden und nicht als der Mensch erfasst zu werden, der ich bin. Ich bin ein Individuum und kein Holzklotz, den man ohne Gefühle auf seine Anfälligkeiten hin untersucht. Es braucht Verständnis und kein System der Angst. Ich verschließe mich dabei auch nicht vor der Wirklichkeit, aber die angebrachten Begründungen um die Einsparungen und die Verbesserungen des Systems machen es für mich insgesamt einfach unsympathisch. </p>
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		<title>Hitze</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Zimmer ist das wärmste im gesamten Haus. Das ist für mich keine Neuigkeit, da ich es ja jedes Jahr aufs Neue miterlebe. Es ist aber jedes Mal gleich unangenehm, weil ich nichts dagegen tun kann. Gar nichts. Mein Zimmer liegt auf der Südseite des Hauses, was zwar bedeutet, dass ich jeden Morgen von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Zimmer ist das wärmste im gesamten Haus. Das ist für mich keine Neuigkeit, da ich es ja jedes Jahr aufs Neue miterlebe. Es ist aber jedes Mal gleich unangenehm, weil ich nichts dagegen tun kann. Gar nichts. Mein Zimmer liegt auf der Südseite des Hauses, was zwar bedeutet, dass ich jeden Morgen von der Sonne geweckt werde, sie aber auch gleichzeitig genügend Zeit hat, durch die riesigen fast die gesamte Wand einnehmenden Fenster zu scheinen. Man könnte ja davon ausgehen, dass sich die Hitze, wenn sie wenigstens einmal in meinem Zimmer ist, gleichmäßig im oberen Stockwerk verteilen würde, wenn ich schon die Tür öffne. Aber aus irgendeinem Grund (wahrscheinlich weil sie mich hassen) bewegen sich die warmen Teilchen einfach nicht aus meinem Zimmer heraus.<span id="more-400"></span></p>
<p>Natürlich, das kann ich nicht völlig leugnen, bin ich auch zum Teil (zu einem minimalen) mit daran schuld, dass die Temperatur in meinem Zimmer einen aushaltbaren Wert überschreitet. Aber trotzdem muss sich die Wärme da doch nicht so anstellen. Wenn ich zum Beispiel kein Fliegengitter an meine Fenster anbringe und sie deshalb nicht öffne, dann hat das einen völlig plausiblen Grund: Ich möchte mich nicht eingesperrt fühlen und auch nicht von Bienen gestochen werden, die vom Licht und den Gerüchen meines Zimmer angelockt werden. Und wenn der PC doch etwas länger an ist, dann habe ich auch dafür meine Gründe. Aber das gibt der Wärme noch lange nicht das Recht, sich so penetrant in mein Leben zu schleichen. Ich schleppe ja auch keinen Eisblock in die Wüste. Na gut, manche tun das, aber ich doch nicht.</p>
<p>Sie erscheint trotzdem immer wieder zur gleichen Zeit und schleppt Ungeziefer an. Man muss sich regelrecht zusammennehmen, damit man sie überhaupt ertragen kann, aber man kann sie natürlich auch nicht hinauswerfen. Die einzige Rettung besteht darin, sich selbst regelmäßig ins kalte Wasser zu stoßen, oder eben stoßen zu lassen, damit sie einen nicht völlig vereinnahmt. Aber das hilft mir gerade herzlich wenig, und der Ventilator kann ebenfalls nicht wirklich überzeugen. Er steht da, pustet warme Luft von einer Seite des Raumes zur anderen und freut sich darüber, mich mit Staubsaugerlautstärke zu nerven. Nein, kann sich da jemand nicht einen einfacheren Trick einfallen lassen, damit man sich nicht so fühlt, als würde man gerade gekocht werden? Und nein, Schwitzen funktioniert nicht; danke Evolution, dass du uns so ein lächerliches System zum Temperaturausgleich beschert hast.</p>
<p>Und was passiert, wenn es den ganzen Tag heiß ist? Die Wände heizen sich natürlich auch auf, und wenn dann mal der erlösende Regenschauer niedergeht und angenehme 26°C (<strong>26?!</strong>) zurücklässt, dann lassen es die Wände in meinem Zimmer natürlich nicht zu, dass es hier mal frisch drin wird. Nein, die ganze Wärme strömt wieder aus den Wänden in mein Zimmer hinein und hinterlässt ein noch unerträglicheres Wärmegefühl. Was man auch mit der Wärme anstellt, man macht es verkehrt.</p>
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		<title>Ulysses</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 21:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich komme mit dem Lesen von James Joyce' Roman nicht voran. Es ist ein unglaublich unverständliches Großwerk, dessen Bedeutung ich zwar durch mehrfache Wikipedialektüre mittlerweile nachvollziehen kann, dessen Wesen mir aber weiterhin verschlossen bleibt. Ebenso der Spaß. Es mag eines der großen Bücher sein, die den Roman des 20. Jahrhunderts umfangreich im Stil beeinflusst haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme mit dem Lesen von James Joyce' Roman nicht voran. Es ist ein unglaublich unverständliches Großwerk, dessen Bedeutung ich zwar durch mehrfache Wikipedialektüre mittlerweile nachvollziehen kann, dessen Wesen mir aber weiterhin verschlossen bleibt. Ebenso der Spaß. Es mag eines der großen Bücher sein, die den Roman des 20. Jahrhunderts umfangreich im Stil beeinflusst haben, aber es liest sich einfach nicht schön. Der ständige Wechsel zwischen personalem Erzählen und dem Bewusstseinsstrom ist eine ungemeine Anstrengung und verhindert das sachliche Verständnis einfachster Vorgänge. Natürlich lassen sich die einzelnen Handlungselemente dadurch außergewöhnlich gut rekonstruieren. Wenn ich aber jeden Abschnitt zwei oder drei Mal lesen muss, bevor es dazu kommt, dann hat das Buch seine Ausstrahlung meiner Meinung nach verloren.<span id="more-398"></span></p>
<p>Dabei ist die Geschichte eigentlich gar nicht so schlecht. Langweilig, ja. Schlecht, nein. Man muss sich nur darauf einlassen. Es geht um einen Tag in Dublin und den verschiedensten Begegnungen sowie merkwürdigen Zusammenhängen. Das ist bodenständig, fast wie eine Landschaftsmalerei und interessant (in den Bildern). Ich kann mich auch sehr wohl in die unterschiedlichen Figuren hineinfühlen, auch wenn sie meist in ihrer eigenen Welt herumtollen und nicht unbedingt dazu bestrebt sind, sich in Gesprächen großartig zu offenbaren. Aber vielleicht liegt es ja auch nur an mir? Ich lese eine deutsche Übersetzung und habe damit eigentlich schon den ersten Fehler begangen. Ulysses ist ein beeindruckendes Werk der englischen Literatur und sollte dementsprechend auch in Englisch gelesen werden. Es gibt zum Beispiel ein Kapitel, das von einer Geburt eines Kindes berichtet und sich dabei sprachlich aus dem frühsten Englisch bis hin zum modernen Englisch der damaligen Zeit entwickelt. Das empfinde ich als beeindruckend.</p>
<p>Aber nein, ich muss mir die deutsche Version kaufen. Weil ich zu faul bin. Und es stimmt ja auch, denn wahrscheinlich hätte ich im Original noch weniger verstanden und alle fünf Sätze Leo.org (wahrscheinlich sogar in noch kürzeren Abständen) um Rat gefragt. Ich kann jedenfalls keine Empfehlung für das Buch aussprechen. Vielleicht schreibe ich ja noch einen Anschlussartikel, wenn ich das Buch komplett durchgearbeitet habe, aber das wird meiner Meinung nach nur noch eine Fleißarbeit. Hey, nichts gegen eine Fleißarbeit, die aus dem Lesen von Büchern besteht. Ich habe mir aber von so einem wichtigen Buch einfach mehr erwartet. Wäre ich doch bloß bei den Sachbüchern geblieben, dort wird man wenigstens nicht so maßlos enttäuscht, da man schließlich ja schon weiß, was einen erwartet.</p>
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		<title>Ideen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 21:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe schon seit längerer Zeit ein neues Moleskine. Und ja, mit solch einem Notizbuch bin ich eindeutig besser als ihr alle zusammen. Natürlich bis auf die Menschen, die ebenfalls ein Moleskine besitzen; aber ich kenne keine. Deshalb bin ich besser als ihr. Jedenfalls. Seit einiger Zeit fallen mir immer mal wieder Ideen ein, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe schon seit längerer Zeit ein neues <a href="http://www.moleskine.com/" class="liexternal">Moleskine</a>. Und ja, mit solch einem Notizbuch bin ich eindeutig besser als ihr alle zusammen. Natürlich bis auf die Menschen, die ebenfalls ein Moleskine besitzen; aber ich kenne keine. Deshalb bin ich besser als ihr. Jedenfalls. Seit einiger Zeit fallen mir immer mal wieder Ideen ein, die ich dann ohne Umschweife aufschreibe. Zunächst habe ich dafür nur ein paar Notizzettel benutzt, aber das wurde mir nach einer Weile zu lästig, weil sie überall verstreut herumlagen. Jetzt schreibe ich alles ins Moleskine und bin glücklich. Juhu.<span id="more-396"></span></p>
<p>Damit könnte meine kleine <del datetime="2011-05-25T16:39:17+00:00">Werbebotschaft</del> Geschichte natürlich schon zu Ende sein. Aber nein. Ich frage mich, wie es dazu kommt, dass mir diese Ideen ständig in den Kopf schießen. Es ist ja schließlich nicht so, dass ich das erzwingen würde. Es passiert einfach, und dann kann ich nicht eher ruhen, bis ich meine Gedanken in vollem Umfang niedergeschrieben habe. Meist sind das abstrakte Botschaften, die mir als Erinnerungshilfe dienen. Doch manchmal fasse ich die Idee auch in zwei oder drei Sätzen zusammen. Je nachdem, was mir entsprechend weiterhilft.</p>
<p>Ich liege in der Nacht im Bett und denke über mein Leben, über meine Ziele nach. Manchmal stelle ich mir auch einfach nur vor, wie ich in einem Wald stehe, wie ich einen Spaziergang durch die verschneite Landschaft mache, die Blätter und Zweige unter meinen Füßen spüre und dann fühle ich es plötzlich. Es ist alles so klar und einleuchtend. Ich habe eine Idee, fange an sie mir genauer vorzustellen, genauer auszuarbeiten, ihre Vorteile, ihre Nachteile, einfach alles, was man sich nur in irgendeiner Weise darunter vorstellen könnte. Und dann schreibe ich sie auf.</p>
<p>Mir ist das auch schon häufiger mit Träumen passiert. Manche Träume leben länger, manche verschwinden sofort, nachdem ich aufwache. Sie stellen häufig Ideen dar. Bei ihnen komme ich aber in den seltensten Fällen dazu, sie aufzuschreiben. Nur wenn sie mich wirklich beeindrucken, bekommen sie einen Platz. Den Rest sehe ich als Unterhaltung, als Entspannung des Geistes. Ich fühle mich merkwürdig, wenn ich Ideen habe, denn ich habe immer das Verlangen, sie sofort umzusetzen. Ich kann daran nichts ändern. Ideen durchziehen mein gesamtes Leben und ich bin unglaublich glücklich darüber, dass ich schon lange keine Durststrecke mehr hatte, aufgrund der mir nichts mehr eingefallen wäre. Wenn ich wüsste, warum ich so viele Ideen habe, dann würde ich mich wahrscheinlich sehr viel besser fühlen, aber letztendlich ist es auch egal, denn ich bin glücklich, dass ich so bin wie ich bin. </p>
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		<title>Lehrreich</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 22:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mich kotzt Xesier derzeit an. Schönfeld und Marcel sind wie Steine, mit denen man zwar versuchen kann zu reden, aber sich dennoch nichts ändert. Johann und Martin geben sich Mühe, aber haben — denke ich mal — auch keine richtige Motivation mehr. Und alles läuft schleppend, ohne irgendeinen Innovationsgeist, ohne höheres Ziel, ohne sich produktiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich kotzt Xesier derzeit an. Schönfeld und Marcel sind wie Steine, mit denen man zwar versuchen kann zu reden, aber sich dennoch nichts ändert. Johann und Martin geben sich Mühe, aber haben — denke ich mal — auch keine richtige Motivation mehr. Und alles läuft schleppend, ohne irgendeinen Innovationsgeist, ohne höheres Ziel, ohne sich produktiv entwickelnde Gedanken. Für mich ist das schade und es demotiviert mich, weil Xesier nicht schon wieder nur ein Gemeinschaftsblog werden sollte, bei dem die Leute irgendwann das Interesse verlieren. Aus diesem Grund möchte ich hier die Frage in den Raum stellen, was man an Xesier verändern muss, damit die Autoren motivierter an einen Beitrag herangehen?<span id="more-392"></span></p>
<p>Es muss meiner Meinung nach auf jeden Fall ein persönlicherer Kontakt zwischen den Autoren entstehen, sonst verlieren die einzelnen Mitglieder das Interesse an einer Gemeinschaft und könnten auch ihr eigenes Ding durchziehen. Es muss ebenfalls eine konkrete Planung auf den Tisch. Was soll wie erreicht werden und wie erreichen wir es? Und erst wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, können wir vielleicht auch neue Ideen einführen. Ich möchte deshalb zunächst einmal erläutern, in welcher Weise Xesier für mich von Bedeutung ist und was es meiner Meinung nach bringt. Mir wurde die Frage erst kürzlich von Wiebke gestellt, und im ersten Moment wusste ich darauf keine konkrete Antwort. Das muss anders werden.</p>
<p>Xesier ist für mich eine Plattform, die Künstler dazu nutzen können, ihre Werke und Meinungen zu veröffentlichen. Es entstand aus der Notwendigkeit nach einem gebündelten Portfolio und soll mir vor allem dazu dienen, meine Veröffentlichungen, meine Filme und meine Musik leicht zugänglich zu machen. Es soll darüber hinaus, neue Ideen und Projekte vorstellen und persönliche Erfahrungen und Gedanken vermitteln. Es ist eine kreative Werkstatt und ein offener Ausstellungsraum, der dazu genutzt werden kann, eigene Werke auf unterschiedlichste Weise vorzustellen. Weiterhin sollen wir uns gegenseitig unterstützen und uns damit auch bei unseren verschiedenen Arbeiten inspirieren und motivieren.</p>
<p>Derzeit ist genau das Gegenteil der Fall. Ich hatte mir vorgestellt, dass Xesier durch seine Struktur zu einem Selbstläufer wird. Nun muss ich mich allerdings ständig darum kümmern, dass Beiträge rechtzeitig geschrieben werden oder dass die Autoren nicht generell die Lust an allem Kreativen verlieren. Es kostet mich einfach viel zu viel Zeit, Xesier am Leben zu erhalten. Zeit, die ich lieber in Dinge investieren würde, die mich künstlerisch voranbringen könnten. Es ist einfach anstrengend, sich ständig darum zu kümmern, dass Kleinigkeiten wie Schlagwörter oder der Twitter-Button beachtet werden. Anstatt nachzufragen, wird in den meisten Fällen einfach veröffentlicht, oder eben gar nichts gemacht. Es findet keine Kommunikation statt; der eigentliche Grund überhaupt mehrere Autoren in einem gemeinsamen Blog schreiben zu lassen, wird ausgehebelt.</p>
<p>Regelmäßige Skype– oder Chat-Konferenzen sind vielleicht ein Lösungspunkt. Diese könnten uns dabei behilflich sein, Probleme direkt anzusprechen, anstatt sie nur an uns vorbeigleiten zu lassen. Das könnte uns auch insgesamt zu einer gemeinschaftlicheren Struktur verhelfen, denn das braucht Xesier gerade am meisten. Doch wir müssen das wirklich machen. Wir müssen anfangen, Xesier als etwas zu betrachten, das uns Freude bringt und das bei Problemen behilflich sein kann. Das Gegenteil führt nur dazu, dass wir alle keinen Bock haben, das Projekt überflüssig wird und ich gestresst werde.</p>
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		<title>WWGT?</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 21:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Was würde Google tun? So heißt das Buch vom New Yorker Journalismus-Professor und Blogger Jeff Jarvis, und genau diese Frage wird gestellt, in allen Bereichen. Das Buch besitzt dabei zwei größere und einen kleineren Teil über Googles Ideen, mögliche Praxis am Beispiel unterschiedlicher Wirtschaftszweige und die Auswirkungen auf die nächste Generation. Es ist nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was würde Google tun? So heißt das Buch vom New Yorker Journalismus-Professor und Blogger Jeff Jarvis, und genau diese Frage wird gestellt, in allen Bereichen. Das Buch besitzt dabei zwei größere und einen kleineren Teil über Googles Ideen, mögliche Praxis am Beispiel unterschiedlicher Wirtschaftszweige und die Auswirkungen auf die nächste Generation. Es ist nicht nur ein Buch über Google, sondern vielmehr über das Internet und wie es unser Leben verändern könnte, wenn wir doch nur dazu bereit wären, Veränderungen in unser Leben zu lassen.<span id="more-386"></span></p>
<p>Jarvis postuliert dabei vier grundlegende Verhaltensnormen für Firmen im Internetzeitalter: Erstens, Jarvis Gesetz, die Kontrolle grundsätzlich dem Kunden zu überlassen, zweitens, Googles Herangehensweisen zu befolgen (Klein bedeutet neuerdings groß — durch das Internet Produktionskosten senken und mit weniger Kosten mehr wirtschaften; Masse der Nischen — nicht die Masse, sondern das Individuum in den Vordergrund stellen und damit den Kunden an die Firma binden; Offenheit und Transparenz — Bloggen, alles veröffentlichen und zur Plattform für kommunikative Menschen werden, die bei einer Problemlösung behilflich sein können; Vermittler überflüssig machen und alles direkt anbieten), drittens, Zuckerbergs elegante Organisation umzusetzen, dem Kunden also genau die Werkzeuge zu bieten, die er braucht, um sich selbst besser organisieren zu können und viertens, Craig Newmarks Grundsatz, dem Kunden aus dem Weg zu gehen und ihn das machen zu lassen, was er möchte.</p>
<p>Der zweite Teil beschäftigt sich mit der praxisnahen Anwendung dieser Grundsätze und versucht unter anderem ein Restaurant, eine Bank oder eine Fluggesellschaft zu googlefizieren. Es wird eine Zukunft erträumt, in der wir uns als Gäste eines Restaurants über die beliebtesten Speisen durch dynamische Bewertungen auf der Speisekarte informieren können. Oder wir werden zum Designer unserer eigenen Autos und besprechen mit den Entwicklern bestimmte Modifizierungen, die unser Auto einzigartig machen würden. Nach Jarvis führt die Googlefizierung sowie die Transparenz und Ordnung unserer Daten zu einer besseren, aufgeräumteren und pragmatischen Welt.</p>
<p>Jarvis ist großartig darin, Hoffnung hervorzurufen, und ich kann jedem dieses Buch empfehlen. Viele Themen sind fragwürdig und ihre Umsetzung so gut wie ausgeschlossen. Aber man sollte es so wie Jarvis sehen: Lasst uns darüber diskutieren! Lasst uns Probleme direkt angehen und sie lösen! Vielleicht machen wir durch unsere Ideen ja die Welt ein kleines bisschen besser. Und das halte ich für eine wunderbare Aussage. Das Buch streut viele dieser wunderbaren Ideen, und wenn man als Unternehmer gerade erst dabei ist, das Internet für sich zu entdecken, dann ist das Buch genau das richtige.</p>
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		<title>Anti-Lesen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 21:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es schon wieder eine Woche her? Ich habe natürlich nichts gelesen. Ich verbringe meine Zeit lieber damit gute Fortsetzungen zu spielen, die sich nicht wie Fortsetzungen anfühlen und mich über Selig– und Heiligsprechungen zu unterhalten. Sport darf wie immer natürlich auch nicht fehlen und so habe ich nach zwei Hockey-freien Ferienwochen zum ersten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es schon wieder eine Woche her? Ich habe natürlich nichts gelesen. Ich verbringe meine Zeit lieber damit <a href="http://xesier.de/2011-05-03/bioshock-2/" class="liexternal">gute Fortsetzungen</a> zu spielen, die sich nicht wie Fortsetzungen anfühlen und mich über Selig– und Heiligsprechungen zu unterhalten. Sport darf wie immer natürlich auch nicht fehlen und so habe ich nach zwei Hockey-freien Ferienwochen zum ersten Mal wieder einen Ball über ein Feld geschlagen. Es war toll.<span id="more-383"></span></p>
<p>Doch was hält mich noch so vom Lesen ab? Ich habe angefangen über ein neues Musikprojekt nachzudenken, abseits von moderner Elektro-Ambient-Klassik. Ich habe auch schon Johann gefunden, der mich dabei unterstützen würde. Wir wissen nur noch nicht, wie wir das letztendlich umsetzen werden. Aber das kommt noch. In der Zwischenzeit arbeite ich lieber noch an einer neuen 5-Track-Ep. <a href="http://www.flickr.com/photos/schnurrbart/5679003041/" class="liexternal">Schlaf</a> heißt das Schmuckstück, und es behandelt Traumwelten, Schwerelosigkeit und Nebel. Zustände, die sich nicht bestimmen lassen oder die sich merkwürdig anfühlen, die nicht zur Realität passen. Drei Lieder sind bereits fertig, sodass ich euch mit Déjà-vu hier auch einen kleinen Vorgeschmack auf den Klang der EP geben kann:</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8t5tMujXlzc?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/8t5tMujXlzc?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ansonsten passiert zurzeit nicht sehr viel in meiner kleinen Welt. Nächste Woche stehen neue Dreharbeiten für Notiz an, und ich kümmere mich auch so wieder um Bewerbungen. Ich habe heute Morgen sehr den Regen genossen und kurz auch überlegt, ob ich mir meine Kamera schnappen sollte, um ein paar Aufnahmen zu machen. Das Bett war mir dann aber doch etwas gemütlicher. An neuen Filmen habe ich mir "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vergiss_mein_nicht!" rel="nofollow" class="liwikipedia">Vergiss mein nicht!</a>" mit Jim Carrey angeschaut und für den besten Liebesfilm, der jemals gedreht wurde, befunden. Und "My Soul to Take", mittelmäßiger Horror-Slasher von Wes Craven. Ich habe auch eine Runde vom neuen Civilization gespielt. Mein Sonntag war dahin. Ihr merkt schon, sehr viel Medienkonsum, nichts wirklich, worüber ich gerade eben Stunden sprechen möchte. Mein Ziel besteht aber immer noch darin, Marcels Buch durchzulesen. Zum nächsten Mal wird das geschafft sein. Da bin ich mir sicher. Hoffentlich.</p>
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