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	<title>Herm's Farm</title>
	
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		<title>Pyroeffekte abwarten</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 18:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lauschmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Telesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal im Jahr gibt es eine kunterbunte Ausgeburt der Musiklandschaft. Da ist alles ein bisschen anders. In etwa so, als würde man seinen Wocheneinkauf in einem Sonderpostenmarkt machen. Nebenbei erwähnt gibt es in Berlin übrigens den Schnäppchenmarkt mit dem besten Namen: Die Insolvenzkiste. Aber zurück zur Musik. Verzeihung, &#8220;Musik&#8221;. Die Rede ist vom Eurovision Song [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bakublog.tv/wp-content/uploads/2012/05/euro1000341.jpg" alt="" /><br />
Einmal im Jahr gibt es eine kunterbunte Ausgeburt der Musiklandschaft. Da ist alles ein bisschen anders. In etwa so, als würde man seinen Wocheneinkauf in einem Sonderpostenmarkt machen. Nebenbei erwähnt gibt es in Berlin übrigens den Schnäppchenmarkt mit dem besten Namen: Die Insolvenzkiste.</p>
<p>Aber zurück zur Musik. Verzeihung, &#8220;Musik&#8221;. Die Rede ist vom Eurovision Song Contest. Ich habe viel Freude an dieser kleinen, absurden Parallelwelt jedes Jahr. Erst recht, seitdem <a href="http://bakublog.tv/">Lukas und Stefan dort ihr Unwesen treiben und darüber berichten.</a> Wer es noch nicht getan hat, sollte sich in Vorbereitung auf das Grand Prix Finale alle Folgen des <a href="http://bakublog.tv/">Bakublogs</a> anschauen. Los, los!</p>
<p>Auch ich habe in diesem Jahr wieder in meiner Funktion als Aussenreporter die beiden Halbfinals in mühseliger Kleinstarbeit analysiert. Die Ergebnisse kann man hier finden:<br />
&nbsp; &nbsp; &raquo; <a href="http://bakublog.tv/619/nur-noch-ein-mausklick-bis-zum-finale/">Halbfinale 1: Nur noch ein Mausklick bis zum Finale</a><br />
&nbsp; &nbsp; &raquo; <a href="http://bakublog.tv/680/mehr-beats-als-farben/">Halbfinale 2: Mehr Beats als Farben</a> </p>
<p>Und wenn man mich nach einem Ergebnistipp fragt: Die Omis aus Russland gewinnen natürlich und auf Platz 2 landet der Beitrag aus Schweden vor dem serbischen Beitrag. Hätten wir das also auch geklärt. Sehr empfehlen kann ich zudem <a href="http://www.eurovision.de/service/punktekarte113.pdf">diesen praktischen Bewerbungsbogen</a> (pdf) fürs Finale.</p>
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		<title>Zucker, Farbe und Bubbles</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 18:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen Moment habe ich heute einen großartigen Pakt mit der Physik geschlossen: Ich hatte meine Cola genau so lange im Tiefkühlfach, dass beim einschenken der Schaum gefror. Perfekt! Am liebsten hätte ich mir in diesem Moment 3 Sonnenbrillen übereinander aufgesetzt. Ich bin ja großer Fan von Softdrinks, insbesondere von Cola. Wenn mich eine Mücke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/sodapop-640x356.jpg" alt="" title="" width="640" height="356" class="aligncenter size-medium wp-image-7270" /><br />
Für einen Moment habe ich heute einen großartigen Pakt mit der Physik geschlossen: Ich hatte meine Cola genau so lange im Tiefkühlfach, dass beim einschenken der Schaum gefror. Perfekt! Am liebsten hätte ich mir in diesem Moment 3 Sonnenbrillen übereinander aufgesetzt.</p>
<p>Ich bin ja großer Fan von Softdrinks, insbesondere von Cola. Wenn mich eine Mücke sticht, dürfte die sofort einen Zuckerschock (und Diabetes) bekommen und voll auf Koffein sein. Keine Ahnung, ob das nur eine Angewohnheit von mir ist, aber ich probiere auch sehr gern diverse neue Sorten aus. Mittlerweile wohne ich seit einigen Jahren in Berlin und bin an Vielfalt also sehr verwöhnt, aber sobald ich irgendwo anders hin komme (vor allem in andere Länder) gehört es für mich zu den ersten Sachen überhaupt, nach interessanten Soft Drinks und Colasorten zu schauen. </p>
<p>Im Supermarkt bin ich, da ich keinen Alkohol trinke, auch jedes mal neidisch auf die Bier- und vor allem die Weinregale. Wenn es das doch nur voller Colasorten oder Soft Drinks gäbe! Mit so wunderbaren verschiedenen Etiketten und wenn man sich hiervon und davon mal eine Flasche als Genussmittel gönnt. Soft Drinks gibt es dann ja meist nur in riesigen Einheitsflaschen und die Kreativität dabei ist begrenzt. </p>
<p>Getränke wie <a href="http://www.tannenwald.de/">Wostok</a> oder (das aus verschiedenen Gründen beste Getränk der Welt) <a href="http://www.premium-cola.de/">Premium Cola</a> sind da erfrischend positive Beispiele, dass es auch anders geht. </p>
<p>Tatsächlich habe ich schon häufiger überlegt, wie toll es wohl wäre einen Colaladen oder gar eine Colabar zu haben. John Nese hat genau das gemacht. Er hat den Supermarkt seines Vaters vor vielen Jahren übernommen und hat daraus einen Soft Drink Supermarkt &#8211; den &#8220;<a href="http://www.sodapopstop.com/home.cfm">Soda Pop Stop</a>&#8221; &#8211;  gemacht. Also das Paradies für solche Menschen wie mich.</p>
<p>In der folgenden Doku wird er und sein laden vorgestellt und ganz ehrlich, ich könnte diesem wunderbaren alten Mann allein schon stundenlang dabei zu hören, wie er von verschiedenen Kohlensäurebläschen redet. Was ist &#8220;Kohlensäure&#8221; eigentlich für eine blöde Bezeichnung? Eww. Egal, viel Spaß bei der Doku:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/gPbh6Ru7VVM?rel=0&#038;showinfo=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>John Nese is the proprietor of Galcos Soda Pop Stop in LA. His father ran it as a grocery store, and when the time came for John to take charge, he decided to convert it into the ultimate soda-lovers destination. About 500 pops line the shelves, sourced lovingly by John from around the world. John has made it his mission to keep small soda-makers afloat and help them find their consumers. Galcos also acts as a distributor for restaurants and bars along the West Coast, spreading the gospel of soda made with cane sugar (no high-fructose corn syrup if John can avoid it).</p></blockquote>
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		<title>Milliardenideen und Bingo</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 14:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Internetkekse, auch in diesem Jahr habe ich gemeinsam mit Nilz einen hoch wissenschaftlichen Vortrag auf der re:publica gehalten. Die Aufzeichnung dazu ist nun online und kann im Folgenden betrachtet werden. Ich weiß nicht so ganz, ob das überhaupt lustig ist, wenn man es sich im Nachhinein als Video anschaut, aber der Vollständigkeit halber: Nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Internetkekse, auch in diesem Jahr habe ich gemeinsam mit Nilz einen hoch wissenschaftlichen Vortrag auf der <a href="http://re-publica.de">re:publica</a> gehalten. Die Aufzeichnung dazu ist nun online und kann im Folgenden betrachtet werden. Ich weiß nicht so ganz, ob das überhaupt lustig ist, wenn man es sich im Nachhinein als Video anschaut, aber der Vollständigkeit halber:<br />
<iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/i8KK6vf6OM4?rel=0&#038;showinfo=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nicht wundern, das eingespielte Video zu Beginn hat aus GEMA-rechtlichen gründen keinen Ton, da unsere Vortragsaufzeichnung zuvor (wegen George Michael, haha) auf YouTube gesperrt wurde. Das Video kann man sich aber einfach hier anschauen:<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/41480649?portrait=0&amp;color=ff0179" width="640" height="480" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Und noch eine Anekdote, oder eher ein Tipp, am Rande: Wenn man bei Google Mail ganz nach unten scrollt, findet man einen Menüpunkt namens &#8220;Details&#8221;. Dort kann man alle aktiven Sitzungen an diversen Rechnern wo man gerade eingeloggt ist, abmelden. Das ist zum Beispiel total praktisch, wenn man im Nachhinein mit Erschrecken fest stellt, dass man bei Deutschlands größter Nerdmesse noch auf dem Präsentationsrechner bei Googlee Mail und Co eingeloggt ist. Aber das nur am Rande. </p>
<p>An dieser Stelle noch mal vielen vielen vielen Dank fürs Erscheinen und Lachen. Das hat wirklich großen Spaß gemacht.</p>
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		<title>Sitzen bleiben!</title>
		<link>http://www.hermsfarm.de/blog/sitzen-bleiben/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 16:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende hatte ich Besuch aus dem Elternhaus. Ich war noch nie in meinem Leben betrunken, aber so stelle ich mir das dann in etwa vor. Bei Elternbesuch macht man nämlich Dinge und besucht Orte, auf die man vorher nie gekommen wäre. Dieses Mal war als einstiger Stolz der DDR der Friedrichstadtpalast an der Reihe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/dancedancedance.jpg" alt="" title="" width="640" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-7257" /><br />
Am Wochenende hatte ich Besuch aus dem Elternhaus. Ich war noch nie in meinem Leben betrunken, aber so stelle ich mir das dann in etwa vor. Bei Elternbesuch macht man nämlich Dinge und besucht Orte, auf die man vorher nie gekommen wäre. </p>
<p>Dieses Mal war als einstiger Stolz der DDR der Friedrichstadtpalast an der Reihe. Und wenn man schon mal dort ist, dann muss man sich auch eine &#8230; ich weiß gar nicht wie das heißt. Revue? Tanzdings? Ballett? Musical? Auf den Plakaten wird es schlichtweg als &#8220;Show&#8221; angekündigt. Nennen wir es also mal &#8220;Tanzshow&#8221;. </p>
<p><span id="more-7256"></span></p>
<p>Das ganze Jahr über hängen in Berlin überall Plakate für die jeweils aktuelle Tanzshow im Friedrichstadtpalast. Nahezu jeden Abend gibt es eine Vorstellung und die sind dann auch fast immer ausverkauft. Wer weiß, was da alles passiert!</p>
<p>Die aktuelle Show ist <em>&#8220;Yma &#8211; Zu schön, um wahr zu sein&#8221;</em>. Klang schon mal gut, ich mag das ja, wenn Sachen schön sind. Und ach, was Unterhaltung angeht bin ich ja so wie so recht offen. So lange es kein Musical ist. Aber ist das hier ja nicht, sondern eine &#8230; Show. </p>
<p>Und dann saß ich da.</p>
<p>Von der Decke wird eine Frau in einer Metallblüte herunter gelassen. Sie ist Yma und begrüßt alle in ihrer Welt. Oh, hallo Yma! Was jetzt so richtig in anders ist, in der Welt von Yma, habe ich anfangs nicht so ganz verstanden. Ich glaube, der wesentliche Unterschied war, dass da alle tanzen.</p>
<p>Nach den kurzen, einleitenden Worten, gab es eine okaye Coverversion von Pinks &#8220;Get This Party Started&#8221; (<em>Ahhhhhhmkamminapp!</em>) und zum ersten Mal zeigte sich die wirkliche Größe der Bühne des Friedrichstadtpalasts. Ich war stets von der Bühnengröße an sich begeistert, dann fliegt da auf einmal die Wand raus und dahinter ist eine riesige Turnhalle. ÜBERALL TANZEN LEUTE!</p>
<p>Die ersten 20 Minuten haben mich komplett überfordert. Auf einmal waren da 20 Frauen in Unterwäsche auf der Bühne. Also genauer gesagt in Korsett und Strapse. Die haben dann in einer Reihe getanzt und mehr als eindeutige Bewegungsabfolgen gemacht. Das alles, während ich in einem Saal mit mehreren hundert Rentnern saß. Wo war ich nur gelandet. Noch ehe der Feminist in mir das hätte irgendwie einordnen können, hatte ich einen hormonellen Meltdown.</p>
<p>Das geht doch so nicht! Die jungen Damen tanzten da die ganze Zeit über die Bühne und weil ich zuvor noch nie bei einer derartigen Tanzveranstaltung war, fühlte ich mich kurzzeitig wie in einem Club und wollte lieber mittanzen. (Wobei das ein sehr expliziter Club wäre, wo man auf einer Bühne vor einer Schar Rentnern tanzt.) </p>
<p>Mir war da jedenfalls eher nach mitmachen, als zugucken. Doch ehe ich den Gedanken weiter ausmalen konnte,  stürzten sich andere Männer auf die Bühne und tanzten mit. Es wirkte, als würden sie mir, ohne auch nur ein Wort zu sagen, entgegen schreien: &#8220;GUCK MAL WAS WIR FÜR MUSKELN HABEN UND WIE WIR DURCH DIE LUUFT FLIEGEN! PAM PAM PAM!BLEIB SITZEN DU MAYONAISEGESICHT!&#8221;. <a href="http://ragefac.es/43">Okay</a>.</p>
<p>Es folgten etwa 10 Minuten lang <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Non-penetrative_sex">dry humping</a> und während der ersten Proben müssen die in den Pausen die ganze Zeit Sex miteinander gehabt haben, alles andere würde mich sehr verwundern. Eigentlich war das sehr unterhaltsam. Die taten da die ganze Zeit so, als würden sie sich näher kommen und warfen sich dann durch die Luft und &#8230; ach was nicht alles. Dann haben sich die Tänzer ausgezogen und auf der Bühne geduscht.</p>
<p>Ich finde das ja sehr lustig, dass da täglich Reisebusse voller Rentner hingefahren werden, damit sie sich halbnackte, tanzende Menschen anschauen. Hihi. </p>
<p>Ich war dabei übrigens sehr positiv überrascht. Für gewöhnlich, zum Beispiel im Musikantenstadl (Wo ich doch immer meine Wissensgebiete habe, herrje.), sind das dann immer 20 junge Damen die weniger als das Nötigste tragen und dann einen komplett bekleideten Herren anhimmeln. Hier war das entgegen meiner Erwartungen überraschend anders. Also was das ganze Gender- und Sexismusthema angeht. Allerdings fühle ich mich hier irgendwie dann doch noch zu wenig bewandert um das tiefer gehend zu analysieren. Überrascht war ich aber allemal. Und übrigens: Yma selbst war transgender.</p>
<p>Aber zurück zum Tanz! Es soll hier nicht der Gedanke aufkommen, die würden da nur halbnackt tanzen. Nein da gibt es alle möglichen varianten. Und immer dann, wenn mir gerade langweilig wurde, wurde aus der Bühne irgendetwas gezaubert. Eine Pool, eine Feuershow, eine Bühne auf einer Bühne auf einer Bühne oder eine Trampolinshow. Oder ein Blütenfahrstuhl mit Gesangseinlage. Ähm.</p>
<p>Ein Musical war es aber nicht. Also gesungen wurde zwar aber die Geschichte dahinter habe ich dann doch nicht verstanden. Vielleicht war da ja eine, aber es waren eigentlich nur diverse Coversongs hintereinander. Was im Reich von Yma so vor sich geht, habe ich auch nicht verstanden. Wenn ich das richtig eingeordnet habe, werden da Tänzer/innen gefangen gehalten und die werden dann den ganzen Tag mit erhöhtem Hormonlevel aufeinander los gelassen. </p>
<p>Sehr toll waren übrigens noch die Artistikeinlagen. Erst recht weil Rentner ja noch viel besser zu beeindrucken sind. Jedes Mal ein Raunen wenn es auch nur für den kleinsten Bruchteil einer Sekunde so aussah, als könnte etwas schief gehen. Immer nach diesem Muster: <em>WooOAHHhoohh. (Ô_Ô) ~Applaus~</em> Aber wie schön die beiden Artisten da umher geflogen sind. Sollt eich mich je wieder verlieben, MUSS das so geschehen! Wie die beiden! Ich will dann auch an so Bändern durch die Luft fliegen und &#8230; hach.</p>
<p>Überhaupt fände ich das lustig, wenn ich Tänzer wäre. Also das wäre zwar ganz schlimm und sähe auch dementsprechend aus, aber ich würde das dann den ganzen Tag so durchziehen. Für die Cola am Morgen erstmal mit drei Saltos in den Kiosk rein geschossen und dann auf Händen raus laufen. hach. Wie auch immer, ich will jetzt jedenfalls mein eigenes Ballett haben.</p>
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		<title>Ich wäre dann so weit</title>
		<link>http://www.hermsfarm.de/blog/ich-ware-dann-so-weit-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 16:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankolophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Glück gibt es solche Begebenheiten nicht allzu oft, sonst würde ich wohl jede Woche zu einem hoch emotionalem Fußballpamphlet ausholen. Dann hieße das hier alles &#8220;Herms übertriebene, unreflektierte Fußballemotionen&#8221; oder so. Matze Knop dürfte aber nicht rein. Was für ein komischer Tag. Seit ich heute Morgen aufgewacht bin habe ich diese Aufregung in mir. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/536632_10150809668745679_521175678_9828546_1246718554_n-640x480.jpg" alt="" title="" width="640" height="480" class="aligncenter size-medium wp-image-7250" /><br />
Zum Glück gibt es solche Begebenheiten nicht allzu oft, sonst würde ich wohl jede Woche zu einem hoch emotionalem Fußballpamphlet ausholen. Dann hieße das hier alles &#8220;Herms übertriebene, unreflektierte Fußballemotionen&#8221; oder so. Matze Knop dürfte aber nicht rein.</p>
<p>Was für ein komischer Tag. Seit ich heute Morgen aufgewacht bin habe ich diese Aufregung in mir. Heute Abend ist noch irgendwas, sagt mir mein Körper und futzelt innerlich vor sich hin. Sollte es das Wort &#8220;futzeln&#8221; noch nicht geben, dann habe ich mir das gerade ausgedacht. </p>
<p>Ich musste kurz an meine Jugendweihe denken, da war man auch den ganzen Tag gefutzelt und am Abend war dann der große Moment. Blöder Vergleich. Noch eher fand ich mich da immer wieder in dem Gedanken, wie lustig das doch ist mit all dem Fußball. Was für eine absurd schöne Bindung ich zu diesem Sport habe. Man hat keinerlei Einfluss auf das Geschehen, dafür aber eine hoch emotionale Bindung, die sich einfach nicht rational Erklären lässt.</p>
<p>Wenn mich jemand fragt, was daran denn nur so toll wäre, kann ich meist nichts entgegen setzen. ich kann es einfach nicht erklären. Stattdessen erfinde ich dann lieber Wörter wie &#8220;futzeln&#8221;. Aber ich bin wirklich froh über diese Portion Extra-Emotionalität in meinem Leben. In traurigen Momenten natürlich eher weniger. Aber was gibt es Schöneres als große Freude am Ende, nachdem man ein Jahr lange jeden Tag, jeden möglichen, interessanten Schnipsel förmlich in sich aufgesaugt hat.</p>
<p>Ein bisschen ist es so, als würde man sich jede Woche zu einer AG in der Schule treffen und heute ist Tag der offenen Tür. Alle kommen reingestürzt und haben irgendwas zu vermelden. Sogar <a href="http://youtu.be/mLUwYCJXlDU">gruselige Marketingrobotervideos</a> gibt es, auf Sat1 stürzen sich seit gefühlt 4Uhr morgens johlende Fans in die &#8230; ähm &#8230; Berichterstattung und ich weiß gar nicht wohin mit all der Zuneigung.</p>
<p>Zumindest hoffe ich, dass es auch heute Abend etwas zu feiern gibt. Eins weiß ich jedenfalls: An den Tag oder wohl eher den Abend werde ich mich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit für den Rest meines Lebens erinnern. Eines dieser Kreuze auf der eigenen Landkarte. Einer dieser Tage &#8220;an denen Fußball ist&#8221;. Irgendwie ja auch ein lustige Bezeichnung. <em>&#8220;Ach ja, heute ist ja Fußball&#8221;</em>. Fußball <em>ist</em> so gesehen ja immer, nur heute eben umso mehr.</p>
<p>Ich verliere mich schon wieder im Pathos. Aber ich bin so futzelig im Kopf, irgendwo muss das doch hin. Vorhin habe ich mir, angetrieben von den inneren Geistern des Kapitalismus, noch das aktuelle Trikot des FC Bayern gekauft. Als sie vor einem Jahr vorgestellt wurden, las ich irgendwo davon, dass man sich das Gold, was beim Trikot verwendet wurde, ja eigentlich erstmal verdienen müsse und nicht von vornherein tragen solle. Ich denke, heute wäre ein ziemlich guter Abend dies zu tun.</p>
<p>Mein erstes Trikot habe ich im Alter von 9 Jahren bekommen. Das war ein gefälschtes Matthäus Trikot für 15 Mark, weil meine Eltern so stolz darauf waren, dass ich zur Matheolympiade geschickt wurde. Dieses rote Ungeheuer aus München wurde mir seitens meines Vaters in die Wiege gelegt, seitdem geht das nun schon so und gefühlt wäre heute ein guter Tag um Geschichte zu schreiben. Und jetzt kann es wirklich auch mal losgehen. Genug gefutzelt, es ist angerichtet.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/4GwwHLQDtWI?rel=0&#038;showinfo=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Überall Stifte!</title>
		<link>http://www.hermsfarm.de/blog/uberall-stifte/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Komherz]]></category>

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		<description><![CDATA[Arrrrrr! Sharrrrrpie, Verzeihung &#8230; Sharpie hat ein ganzes Paket Permanent Marker über mir ausgeschüttet, damit ich von nun an alles und jeden voll kritzeln kann. Oder wie ich es nenne: verbessern kann. Mit einer Hand voll Stifte habe ich mich in den Park gesetzt und ein paar Beobachtungen notiert: Wer sich jetzt fragt nebenbei, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/sharrrrpie1.jpg" alt="" title="" width="640" height="496" class="aligncenter size-full wp-image-7234" /><br />
<a href="http://www.hermsfarm.de/blog/komherz"><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/komherz.jpg" alt="" border="0" /></a><br />
Arrrrrr! Sharrrrrpie, Verzeihung &#8230; <a href="http://www.sharpie.com">Sharpie</a> hat ein ganzes Paket Permanent Marker über mir ausgeschüttet, damit ich von nun an alles und jeden voll kritzeln kann. Oder wie ich es nenne: verbessern kann. Mit einer Hand voll Stifte habe ich mich in den Park gesetzt und ein paar Beobachtungen notiert:<br />
<img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/sharrrrrpie2.jpg" alt="" title="" width="640" height="816" class="aligncenter size-full wp-image-7235" /><br />
Wer sich jetzt fragt nebenbei, was das überhaupt ist: Sharpie stellt seit 48 Jahren (wie ich feststellen durfte ziemlich gute) Permanent Marker in allen erdenklichen Farben und Formen her. Bisher bekam man sie in Deutschland nur vereinzelt bei American Apparel, in den kommenden Wochen dann aber auch an weitaus mehr Orten. (Wobei es eigentlich Sinn macht, die Marker nur bei American Apparel zu verkaufen, weil dort alles derart langweilig aussieht, dass man es umgehend &#8230; ähm &#8230; erweitern muss.) Mehr über Sharpie in Deutschland gibt es ab sofort auf der neuen Facebook Seite <a href="http://www.facebook.com/SharpieDeutschland">facebook.com/SharpieDeutschland</a>.</p>
<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/shrrrpie.png" alt="" title="" width="640" height="115" class="aligncenter size-full wp-image-7237" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Könnte lauter werden</title>
		<link>http://www.hermsfarm.de/blog/konnte-lauter-werden/</link>
		<comments>http://www.hermsfarm.de/blog/konnte-lauter-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lauschmusik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist endlich mal wieder Zeit für eine (verspätete) musikalische Empfehlung. Heute: La Dispute Die jungen Herren aus Michigan schaffen es für mich auf beeindruckende und fast schon einzigartige Art und Weise Emotionen musikalisch auszudrücken und damit sehr viel Druck aufzubauen. Herrje, was für ein langer Anlauf für eine Erklärung, aber wenn man sie einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/ladispute-640x426.jpg" alt="" title="" width="640" height="426" class="aligncenter size-medium wp-image-7229" /><br />
Es ist endlich mal wieder Zeit für eine (verspätete) musikalische Empfehlung. Heute: <em>La Dispute</em></p>
<p>Die jungen Herren aus Michigan schaffen es für mich auf beeindruckende und fast schon einzigartige Art und Weise Emotionen musikalisch auszudrücken und damit sehr viel Druck aufzubauen. Herrje, was für ein langer Anlauf für eine Erklärung, aber wenn man sie einmal hört (und etwas mit dieser Musikrichtung anfangen kann), merkt man recht schnell, was ich damit meinte.</p>
<p>Ihr Album &#8220;Wildlife&#8221; (komplett auf <a href="http://www.ladisputemusic.com/">ladisputemusic.com</a> zu hören) gehörte für mich zu den besten des letzten Jahres und das folgende Livevideo habe mich mir nun schon so oft angeschaut (mit Ton &#8211; das ist wichtig), dass ich mich dazu verpflichtet sehe, es hier zu präsentieren. Aufgepasst, tadaaaa:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/39357854?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=c9ff23" width="640" height="360" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Ich finde den Moderator ein bisschen absurd und unterhaltsam zugleich. Womöglich waren die da in einer Sendung mit versteckter Kamera und nur ich habe es nicht gemerkt. Meine Lieblingsszenen sind sein Blick und die damit verbundene Empathie am Anfang und seine Reaktion bei 8:44 Minuten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Elektrozauberer</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Komherz]]></category>
		<category><![CDATA[#NissanCar37X #NissanLeafTBTO]]></category>
		<category><![CDATA[TBTO]]></category>

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		<description><![CDATA[Ding! Ding! Ding! Ich habe erfolgreich die 1000km Marke meiner Testfahrerei geknackt! Nach 1000km Berliner Stadtverkehr habe ich folgende Dinge festgestellt: Wäre der Berliner Straßenverkehr, sagen wir mal, ein Dschungel, dann würde sich das Tierreich innerhalb kürzester Zeit versammeln und festlegen, dass man die Spezies der Taxifahrer irgendeiner Gottheit an einer Klippe opfert. Alles was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-7221" title="" src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/auuudooo-640x575.jpg" alt="" width="640" height="575" /> <a href="http://www.hermsfarm.de/blog/komherz"><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/komherz.jpg" alt="" border="0" /></a><br />
<em>Ding! Ding! Ding!</em> Ich habe erfolgreich die 1000km Marke meiner Testfahrerei geknackt! Nach 1000km Berliner Stadtverkehr habe ich folgende Dinge festgestellt:</p>
<ul>
<li>Wäre der Berliner Straßenverkehr, sagen wir mal, ein Dschungel, dann würde sich das Tierreich innerhalb kürzester Zeit versammeln und festlegen, dass man die Spezies der Taxifahrer irgendeiner Gottheit an einer Klippe opfert. Alles was sich an dunkler Materie im Straßenverkehr befindet, tritt in gebündelter Form in cremefarbenen Mercedes Benz mit schwarzen Ledersitzen auf. Wahnsinn!</li>
<li>Ich habe meine Vorliebe zu lokalen Oldie-Radiosendern wiedergefunden. Irgendwo läuft immer ABBA! Und was erstaunlich ist: Wenn man eine Zeit lang Oldie-Radio hört, denkt man irgendwann wirklich, dass es derzeit nichts wichtigeres als Spargel gibt.</li>
<li>Woah, Fahrradfahrer! Als Autofahrer merkt man ja gleich noch viel mehr, wie schlimm es zum Teil im Berliner Straßenverkehr um Fahrradfahrer bestellt ist. Es gibt so viele Ecken, wo man nahezu gezwungen ist, sich mies gegenüber Fahrradfahrern zu verhalten Und, ach ja, ich hab das vorher auch nur bedingt ernst genommen aber: Licht anmachen! Sonst kann das schnell lebensgefährlich werden.</li>
</ul>
<p>Ich glaube wirklich, dass sich nahezu alle dunklen Seiten einer Gesellschaft im Straßenverkehr widerspiegeln. So viel wie da statt Rücksicht und Einsicht lieber geschimpft und gehupt wird. Uah! Aber zurück zum Auto, denn mit so was habe ich ja gar nichts zu tun. Ich bin womöglich viel zu nett für Berlins Straßen.<br />
<span id="more-7195"></span></p>
<p>Meine Testphase ist jetzt etwa in der Hälfte angekommen und seit dem ersten Tag, erkläre ich nun beinahe täglich wieschnellfährtderdennwieweitfährtderkannderüberhauptfahrenistdaseinrichtigesautowielädtmandenauf? Jeden Tag! Immer wieder die gleichen Fragen! Cleverer Move, Nissan. Um mich selbst dabei bei Laune zu halten, habe ich in letzter Zeit damit angefangen, ab und zu noch ein paar Fehl- oder zumindest noch nicht ausprobierte Informationen zu streuen. Das läuft dann immer auf irgendwas mit Weltraumtechnik hinaus und ich sage dann solche Sachen wie, dass das Auto eigentlich zum Fliegen konzipiert wurde. Das Tolle ist nämlich: Weil das Auto aus der Zukunft kommt, wird einem darüber gleich viel mehr geglaubt.</p>
<p>Was ich aber auch gemerkt habe: Keine Information über dieses Auto ist so begeisternd, wie das Startgeräusch, wenn man den Power Button drückt. Wenn es nach mir ginge, hätte man hier gerne, den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fV2xx-d5ZwI">Startsound der Playstation 1 </a>integrieren können, immerhin der beste Startsound der Welt. Aber der vom Nissan Leaf ist auch nicht schlecht. <em>Bum bum bumbum</em> und schon sind alle Fahrgäste auf Zukunft eingestellt.</p>
<p>Der nächste große Bringer in meiner Odyssee von Erklärungen, ist das Fahrgeräusch des Autos. Also das nicht vorhandene Geräusch sozusagen. Umso mehr muss man dann aber auch auf Fußgänger und Fahrradfahrer aufpassen. Es ist mir jetzt schon 2 Mal in einer kleinen Gasse passiert, dass Fußgänger einfach vor mir auf der Straße stehen geblieben sind, weil sie dachten, ich hätte den Motor aus und würde da jetzt parken. Ähm ja. Ich parke jetzt hier. Einfach so. Mitten auf der Straße. PLATZ DA! BZZZZZZZZZZZ!</p>
<p>Ich habe mich auch dabei erwischt, wie ich mich manchmal zu etwas rasanter Fahrerei hinreissen lasse. Und zwar dann, wenn Leute im Auto neben mir an der Ampel die <em>&#8220;Hallo ich bin ein Elektroauto, guck mal!&#8221;</em> Informationen an der Seite des Autos lesen und dabei amüsiert/abfällig/kritisch bis verächtlich gucken. (Und das, obwohl in deren Autos meist sehr laute elektronische Musik läuft &#8211; warum also die Elektro-Missbilligung? Haha.) Bzzzzzzzz bin ich weg. Das ist zugegebener Maßen auch ein bisschen unfair, denn ich weiß gar nicht wie viel besser ein Auto mit Benzin und Co ausgestattet sein muss, um da mit zu halten. Die Beschleunigung macht beim Nissan Leaf wirklich großen Spaß und ich würde damit auch <a href="http://www.wired.com/autopia/2011/04/nissan-leaf-nismo-rc">gerne mal Rennen fahren</a>. Aber dann auch nur auf einer geraden Strecke. Ach ja, ich würde natürlich nie super rasant oder so mit meinem Auto davon düsen, schließlich habe ich das ja so in meinem Leihvertrag unterschrieben. Ich hab mir das alles <a href="http://www.youtube.com/watch?v=W2ALsQFm0_g">nur vorgestellt</a>.</p>
<p>Zurück zu meinem Dasein als Ritter aus der Zukunft. Ich habe bei mir in der Nachbarschaft langsam ein Muster erkannt: Alle Ladesäulen befinden sich gegenüber von oder direkt vor Bars und Cafés. Wenn es nun immer bessere Temperaturen werden, sitzen da am Abend jede Menge Leute dafür und ich erscheine da jedes Mal wie ein Zauberer, wenn ich mein leuchtorangenes Kabel aus dem Kofferraum auspacke um aufzuladen. Vielleicht sollte ich mir wirklich noch einen Zylinder anschaffen und total komische Handbewegungen machen, bevor ich den Ladestecker ins auto Stecke und dann in einer Rauchwolke verschwinden. Alles Zauberei! <em>&#8220;Fährt der mit Strom?&#8221;</em> Nein, mit Ahornsirup. Aus der Ladesäule kommt Ahornsirup. Erstaunlich oft entstehen rundherum aber kleine Gespräche, ist eben doch etwas sehr besonderes, so ein Elektroauto. Oder vielleicht doch Ahornsirupauto?</p>
<p>Wer weiss schon, was in den Ladesäulen wirklich drin ist. In der Zwischenzeit habe ich übrigens gelernt, dass aus allen Ladesäulen von RWE (die mit Nissan kooperieren) nur Strom aus erneuerbaren Energien fließt. Das ist sehr sehr löblich, denn nur so macht der Einsatz von Elektroautos auch wirklich Sinn. Allerdings leider nur ein kleiner Anfang, denn RWE ist der größte CO2-Emittent Europas und für ein Sechstel aller CO2-Emissionen Deutschlands verantwortlich. Da geht noch was, meine Damen und Herren.</p>
<p>Meine Ladeverhalten habe ich übrigens auch ab und zu ein wenig geändert. Statt über Nacht komplett zu laden, mache ich das einfach zwischendurch, wenn ich gerade irgendwo bin. Das hat dann den Nebeneffekt, dass man sich zum Beispiel einreden kann, man hätte mit Tanzen Energie erzeugt, wenn man nach 5 Stunden aus einem Club kommt und das Auto wieder komplett aufgeladen ist. Ausserdem ist es bei der Parkplatzsuche sehr praktisch, dass sich neben den Ladesäulen immer 2 Parkplätze befinden, wo ausschließlich Elektrofahrzeuge zum Ladevorgang parken dürfen.</p>
<p>Neulich erging es mir allerdings so, dass nichts funktionierte. Denn all die Vorab-Organisation nutzt nichts, wenn man von zu vielen Faktoren abhängig ist.</p>
<p>Ich bin nach Summt gefahren. Ich finde, wenn man ein Elektroauto hat, macht es total Sinn in einen Ort zu fahren, der &#8220;Summt&#8221; heisst. BzzzzzzzzzZZzZzz! Eigentlich aber noch eher, weil er kurz vor Berlin liegt und dort ein wunderbarer See ist. Perfekt für einen kleinen Wochenendausflug, bei dem man auch mal die Autobahn ausprobieren kann.</p>
<p>Zur Autobahn: Bei BzzzZzZzZZzz nach Summt, hat mich der Leaf ganz schön überrascht. Wenn man denn kann und will, fährt er sehr schnell sehr schnell. Ich hätte nicht gedacht, dass das derart gut funktioniert. Ehe man sich versieht hat man 100km/h und ehe man sich noch mal versieht, merkt man, dass der digitale Tacho bei 159 km/h aufhört. Da steht das Elektroauto dem herkömmlichen also in nichts nach. Aaaaaaaaaber &#8230; wenn man es Geschwindigkeitstechnisch gleich so auf die Spitze treibt, ist der Verbrauch absurd hoch. Auf 5 Kilometern verbraucht man da schon mal eigentliche 30 Kilometer Reichweite. Also: Immer schön vorsichtig fahren. (Ein Vorteil nebenbei übrigens: Auch auf der Autobahn ist es ruhig im Auto und man kann bestens Musik hören.)</p>
<p>In Summt war es aber so schön, dass ich an einem anderen Wochenende mit Freunden noch einmal dort hinfahren wollte. Nur musste das Auto zuvor aufgeladen werden. Über Nacht wollte ich es aber nicht an einer der Ladestationen stehen lassen schon gar nicht am 1. Mai vor irgendwelchen Bars. <em>&#8220;Oh, ein Stecker, was passiert, wenn man den zieht?&#8221;</em> Das ist doch viel zu verlockend.</p>
<p>Mein Alternativplan war es dann, das Auto nachts irgendwo sicher zu parken, es am Morgen an die Ladesäule zu stecken und am Nachmittag auf- und vollgeladen nach Summt zu summen. Neeeeek &#8211; Fehlanzeige. Leider werden die Halteverbotsplätze vor Ladesäulen nicht ernst genommen. Schon gar nicht an Feiertagen wo keine Kontrolleure unterwegs sind. Würde man einen Sonntag lang vor den Zapfsäulen einer Tankstelle parken, hätte man wohl circa nach 20 Sekunden ein mittelgroßes Problem und nach 40 Sekunden kein Auto mehr.</p>
<p>Bei elektrischen Zapfsäulen ist das noch etwas anders. Ist ja auch irgendwie klar. Schließlich gibt es, neben eifrigen Carsharing-Unternehmen, in Berlin bisher gefühlt in etwa so viele Elekrofahrzeuge wie Erstliga-Fußballvereine. Trotzdem ist es tierisch asozial, sich vor eine Ladestation zu stellen. Schließlich gibt es Menschen, wie mich zum Beispiel, die darauf angewiesen sind. Die kleinen Ladesäulen kann man leicht übersehen, nicht aber die Halteverbotsschilder daneben. Die haben sogar noch ein Schild drunter, auf das ein kleines Elektroauto gezeichnet ist!</p>
<p>So fuhr ich umher auf der Suche nach Strom und alle 3 Ladesäulen in meiner Nähe waren zugeparkt. Jeweils beide Parkplätze, während mein Ladestand dem einstelligen Bereich immer näher kam. Schönen dank auch. Aber dann mein Geistesblitz: Die Schnellladestation! Dafür musste ich zwar einmal durch die ganze Stadt fahren, machte aber nichts, weil da könnte ich ja superschnell aufladen und wäre immer noch im Zeitplan, obwohl ich schon seit 2 Stunden versuche, Strom in mein Auto zu bekommen.</p>
<p>Angekommen am Innovationszentrum musste ich feststellen, dass die Schnelladestation ebenfalls zugeparkt war. Das Auto was da stand, nutzte die Ladestation nicht und stand da einfach nur so übers Wochenende. Ziemlich smarter Move vom Innovationszentrum also, die Techniken, die man voran treiben möchte einfach mal zu blockieren und somit nicht nutzbar zu machen. Hoarr! Ich hoffe auf der riesigen Baustelle des Innovationszentrums wird künftig auch ein Mitdenkerzentrum gebaut, damit so etwas nicht mehr vorkommt. Hihi.</p>
<p>Das war es dann auch für meine Tagesplanung und es hatte sich ausgesummt. Eine Ladestation in der Nachbarschaft war dann zwar wieder freigeparkt, aber das Aufladen hätte zu lange gedauert, so wurde es dann eben doch nur der Park in der Nähe.</p>
<p>Und das ist halt auch eine der Achillesversen die neue Entwicklungen wie Elektroautos so an sich haben. Man muss vorab viel organisieren und ist dann auch noch auf viel angewiesen. Ich musste mir Gedanken machen, wann und wo ich wie viele Stunden auflade, konnte das letztendlich aber gar nicht, da die Ladesäulen nicht benutzbar waren. Im Endeffekt war ich einen halben Tag für nix unterwegs, dabei hätte es doch auch so einfach sein können.</p>
<p>Was ich aber auch, vor allem in meinem neuen Dienst als Taxifahrer im Freundeskreis, gelernt habe: Sollte man irgendwann keine Lust mehr haben, kann man auch die Sitze umklappen und ein Fahrrad überall mit hinnehmen. Das passt da wirklich rein! Und letztendlich ist Fahrrad fahren ja auch besser als irgendein Auto je sein wird.</p>
<p>Und noch ein Tipp zum Schluss: Es fühlt sich noch mehr nach Zukunft an, wenn man &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=eOrNdBpGMv8">The Avengers</a>&#8221; guckt und danach Elektroauto fährt.</p>
<p><iframe src="http://the-big-turn-on.de/blogger/markus-hermann/widget.html" frameborder="0" width="314" height="491"></iframe></p>
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		<title>Überall schwarzgelb</title>
		<link>http://www.hermsfarm.de/blog/uberall-schwarzgelb/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 08:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankolophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar schnelle, wirre und womöglich unzulängliche Gedanken zu gestern Abend, die ich mir vorm Frühstück von der Seele schreiben muss: Gestern war wieder so ein Abend an dem das Handy eher selten ruhig bleibt und man einen schwarzgelben Gruß nach dem anderen bekam. Manch einer war dann auch eher weniger schwarzgelb, sondern &#8230; welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar schnelle, wirre und womöglich unzulängliche Gedanken zu gestern Abend, die ich mir vorm Frühstück von der Seele schreiben muss: </p>
<p>Gestern war wieder so ein Abend an dem das Handy eher selten ruhig bleibt und man einen schwarzgelben Gruß nach dem anderen bekam. Manch einer war dann auch eher weniger schwarzgelb, sondern &#8230; welche Farbe hat eigentlich Häme? Wobei man mittlerweile das Gefühl hat, sie könnte mittlerweile durchaus auch schwarzgelb sein.</p>
<p>Aber so ist das eben als Anhänger des FC Bayern. Wenn es nicht gerade ein bedeutendes Spiel in der Champions League war, bekommt man dann entweder zu hören, dass es im Falle eines Sieges &#8220;Bayerndusel&#8221; war oder bei einer Niederlage bekommt man das an allen Ecken und Enden noch einmal breit aufs Brot geschmiert. </p>
<p>Aber das ist okay, damit muss man eben Leben, wenn man die Roten aus München unterstützt. Man muss damit leben, dass nach dem Moment, indem man sagt, dass man den FC Bayern gut findet, solche Aussagen kommen, wie <em>&#8220;Das war so geil damals in Barcelona gegen Manchester.&#8221;</em> Ja, du mich auch. Es gibt ja auch wirklich viele Gründe sie zu hassen, aber wenn ich eins nicht leiden kann, dann sind das solche Leute, die eigentlich für nichts, aber gegen Bayern sind. Meist sind das Leute, die sich ein St. Pauli Shirt beim EMP-Versand bestellt haben, weil <em>&#8220;die echt cool sind, mit Punk und so.&#8221;</em></p>
<p>Ich sollte jetzt nicht zu weit ausholen. All das macht es ja auch aus, das Fc Bayern Fan sein. Nick Hornby sagte eins den viel zitierten Satz: <em>„Seinen Verein kann man sich nicht aussuchen, der Verein sucht dich aus”</em>. Und so ist das eben auch. Das macht bei mir mit meinen Thüringer Wurzeln alles nur halbwegs Sinn, aber Dank meines Vaters wurde mir die Liebe zum FCB direkt mit in die Wiege gelegt. </p>
<p>Und seitdem ist das eben so. Es gab seitdem oft Erfolge zu feiern, aber erstaunlicher Weise ging es oftmals um anderes. FC Bayern Fan zu sein, ist ein bisschen so, als würde man ein total absurdes Kleidungsstück tragen. In Mailand, Paris und Wosonstnochalles gewinnt das andauernd Preise, ist sauteuer gewesen und man muss sich ausserhalb davon dann eigentlich nur anhören, wie scheiße es aussieht, was man da anhat. Das war jetzt aber ein ganz schön mieser Vergleich.</p>
<p>Womöglich sollte ich aufhören mit meinem Ärger im Bauch große Runden zu drehen und endlich mal auf den Punkt kommen: Alles Gute Borussia Dortmund. Und das nun schon zum zweiten Mal dieses Jahr. Und das auch schon zum zweiten mal sehr verdient. Erschreckend deutlich zum zweiten Mal.</p>
<p>Die Saison ist rum und irgendwie fühlt sie sich sehr komisch an. Mit 74 Punkten <a href="http://www.breitnigge.de/2012/05/06/koelsche-zweitklassigkeit-oder-die-saison-ist-um-und-das-ist-gut-so/">wäre man in 45 von 49 Jahren Deutscher Meister geworden</a>, was einmal mehr zeigt, was Borussia Dortmund da geleistet hat. Heieiei.</p>
<p>Ganz Berlin war gestern schwarzgelb und sehr zaghaft sah man dazwischen ein paar Rote. Wie sehr hatte ich mir an diesem Abend eine fußballerische Genugtuung erster Klasse gewünscht. Das musste einfach funktionieren. Die werden so heiss auf dieses Spiel sein, die wollen sich doch selbst nicht Deklassieren lassen.</p>
<p>Nichts wars. Was letztendlich dabei rauskam war <a href="http://burnster.de/2012/05/13/brennerpass-spezial-dfp-pokalfinale-2012">unangenehm bis peinlich</a>. Die Leidenschaft ist irgendwie abhanden gekommen und jetzt war das DFB Pokalfinale wohl doch nur ein kleiner Vorhof zum Champions League Finale, den man sich vielleicht lieber hätte sparen wollen. Was ist denn da bitte in den Köpfen los. Meine Güte.</p>
<p>Wie sehr hatte ich mir das ganze Spiel über den Bayerndusel gewünscht. Das ist erstaunlicherweise meistens nämlich nicht eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung und pures Glück mit einem Kopfball-Eigentor von der Mittellinie, sondern Leidenschaft und der viel zitierte Kampf. Man kann nicht in der vierten Minute der Nachspielzeit noch ein entscheidendes Tor erzielen, wenn man nicht noch einmal bis zur 4. Minute der Nachspielzeit voll reinhängt. </p>
<p>Gestern gab es das zu fast keinem Zeitpunkt. Es war sang- und klangloses Untergehen. Es war in allen vergangenen 5 Niederlagen gegen Dortmund niemals Unglück oder Dummheit, sondern jedes Mal waren die Dortmunder einfach verdammt gut und haben mit Leidenschaft alles platt gemacht.</p>
<p>Nicht nur deshalb wünschte ich mir die Genugtuung gestern Abend. Eher noch, weil Borussia Dortmund neben dem Double dem FC Bayern zwei weitere langjährige Titel in diesem Jahr abzunehmen scheint. Wer ist nicht alles Dortmundfan in letzter Zeit geworden. Hey, das mit den Erfolgsfans ist doch das große dunkle Machwerk des FC Bayern, hört auf damit! Und dann wäre da noch die stetig steigende Unsympathie. Man könnte fast schon neidisch werden, wenn einem an diesen vermeintlichen Zügen des FC Bayern etwas liegen würde. 11Freunde schrieb einen sehr guten Artikel darüber, wie man in Dortmund gerne mal die Nerven verlor und in den falschen Momenten unsportlich wurde: <a href="http://www.11freunde.de/bundesligen/151419">Adrenalin ist kein Argument</a>.</p>
<blockquote><p>
BVB-Verteidiger Neven Subotic stürmt auf Arjen Robben zu und brüllt ihm hämisch ins Gesicht. »Bastard«, kann man von seinen Lippen lesen, wenn man es denn lesen möchte. Was er genau gebrüllt hat, weiß warscheinlich nicht Mal Arjen Robben. Ganz sicher aber ist, dass er nicht sagte: »Ich habe keinen Bock auf Schwalben«, wie er es später im Fieldinterview mit einem Konfirmandengrinsen zu Protokoll gibt. Abgesehen davon, dass es keine Schwalbe von Robben war, gibt es viele Ausreden für diese unfaire Art mit dem Moment des eigenen Triumphes umzugehen. Allein, es macht das Ganze nicht besser.</p></blockquote>
<p>&#8230;</p>
<blockquote><p>
Das Bedenkliche ist, dass der BVB seine Chance, wahre Größe zu zeigen, zum wiederholten Mal verfehlt hat. Zu präsent sind noch die Szenen vom DFB-Pokal-Halbfinale gegen den Zweitligisten Greuther Fürth, der den BVB bis zur 120. Minute zur Weißglut trieb, ehe Ilkay Gündogan per Pikeschuss den glücklichen Siegtreffer erzielte. Auch damals beschränkte sich der BVB nicht auf die eigene Freude über den Erfolg. Kevin Großkreutz lachte Gerald Asamoah aus, Jürgen Klopp verhöhnte Fürth-Coach Mike Büskens mit Wechselgesten, im Anschluss grölte die Mannschaft in der Kabine kollektiv: »Torwartwechsel, Torwartwechsel«. Zur besseren Einordnung: Damals siegte der Tabellenführer der ersten Liga denkbar glücklich gegen den Spitzenreiter aus Liga zwei. Ein souveräner Umgang mit dem eigenen Erfolg sieht anders aus.</p>
<p>Na klar, dem Sieger kann es am Ende egal sein, was der Verlierer denkt. Mitunter wird natürlich auch über den Neid der Anderen gesprochen werden, über Emotionen, die doch nun mal auch zum Fußball dazu gehören. All das steht nicht zur Diskussion und dennoch sollte sich die Mannschaft des BVB einfach mal fragen, ob sie jemals Spieler des FC Bayern gesehen hat, die mit hämischen Gesten in Richtung der unmittelbaren Konkurrenz auffielen? Oder lacht der FC Barcelona seinen Erzfeind Real Madrid nach einem 5:1 im Clasico aus? Hat Manchester United sich nach dem dramatischen Champions-League-Finale 2008 mit Testoteron-Gesten vor den Rivalen des FC Chelsea aufgebaut? Die Antwort auf all diese Fragen könnte Borussia Dortmund helfen, eines Tages eine wirklich große Mannschaft zu werden.</p></blockquote>
<p>Nicht nur, um Machtverhältnisse wieder halbwegs gerade zu rücken habe ich mir einen Sieg des FC Bayern so sehr gewünscht sondern auch um dieser immer weiter aufkommenden schwarzgelben Selbstgefälligkeit Einhalt zu gebieten. Wenn da ein Klopp wie ein Kasper über den Platz rennt und sich über den gegnerischen Trainer lustig macht, weil man gerade einen Zweitligisten besiegt hat, Oder wie ein Herr Subotic einen Robben im tiefstmöglichen Zeitpunkt ins Gesicht schreit. Klar, Adrenalin und alles, aber eben auch höchst unsportlich und das hat da nichts zu suchen. Noch weniger die rassistischen Aussagen zweier Spieler, die dann als <em>&#8220;Nein nein hat der nicht gesagt, so einer ist er doch nicht&#8221;</em> abgetan werden. Mein persönlicher Klassiker ist immer noch, wie Roman Weidenfeller eine mildernde Strafe bekam, weil er nach eigenen Aussagen nicht <em>&#8220;Schwarze Sau!&#8221;</em> sondern <em>&#8220;Schwule Sau!&#8221;</em> rief. Ähm ja.</p>
<p>Aber aus all meinen Wünschen der Genugtuung wurde nichts. Stattdessen war Berlin Gestern zu Recht schwarzgelb und stattdessen brummte mein Handy wohl auch zu Recht so oft. Ich bin kein schlechter Verlierer, ganz im Gegenteil. Ich wollte hiermit nicht ausschmücken warum der BVB jetzt doof ist, obwohl er gewonnen hat. Viel eher wollte ich zeigen, was all den Ärger noch schlimmer macht. </p>
<p>Denn das da gestern war kein FC Bayern. Das war nicht mein FC Bayern. Das war eine ab und zu gut spielende Mannschaften, die in Belanglosigkeiten versinkt, wie die Interviews mit Christian Nerlinger nach dem Spiel. <em>Danke für nichts</em> muss man an solchen Stellen als Fan dann glaube ich phrasendreschermäßig immer von sich geben. Na ja. Scheiße war&#8217;s, ja. Und weh getan hat&#8217;s auch. Aber meine Güte haben die anderen auch Leidenschaft gezeigt. Das hätte bisweilen für 3 Mannschaften gereicht, beim FC Bayern dann eher so für &#8230; sagen wir ein lockeres 3 gegen 3 im englischen Garten.</p>
<p>Und das ärgert mich so. Wo ist er hin der FC Bayern? Ich hoffe nur, dass diese Ohrfeige erster Klasse genau der richtige Wachmacher vorm Champions League Finale war. Macht was draus Jungs. Und jetzt geht auf euer Zimmer und denkt drüber nach, was ihr da gestern gemacht hab. Los! Ab! Keine Widerrede!</p>
<p>(PS: Das ist so eine herrlich absurde Situation, die Beinahe fast gar nicht mehr FC Bayern sein könnte. Meisterschaft vergeben, im Pokalfinale untergegangen und jetzt &#8230; hey da ist noch die Champions League!)</p>
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		<title>Die besseren Dias</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 17:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag es sehr, wenn Illustratoren, Zeichner oder Wasauchimmer auf Reisen sind und ihre Gedanken und Erlebnisse auf Papier fest halten. In den meisten Fällen ist das gut tausendmal besser als einfache Urlaubsfotos, weil die kleine, wichtige Details gar nicht so in den Vordergrund rücken können. Ich würde mich jetzt nicht in einem Café über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/reise.jpg" alt="" width="640" height="185" class="aligncenter size-full wp-image-7209" /><br />
Ich mag es sehr, wenn Illustratoren, Zeichner oder Wasauchimmer auf Reisen sind und ihre Gedanken und Erlebnisse auf Papier fest halten. In den meisten Fällen ist das gut tausendmal besser als einfache Urlaubsfotos, weil die kleine, wichtige Details gar nicht so in den Vordergrund rücken können.</p>
<p>Ich würde mich jetzt nicht in einem Café über ein aufgeschäumtes Milchgetränk lehnen und sagen &#8220;wenn ich auf Reisen bin &#8230;&#8221; weil ich wirklich selten weg bin, aber ich kenne das. Wenn man reist hat man meist die besten Gedanken und Ideen. Von den Erlebnissen ganz zu schweigen. Es ist einfach mehr Zeit für Kleinigkeiten. Umso besser, wenn man diese dann irgendwie festhält.</p>
<p><span id="more-7196"></span></p>
<p>Vor langer Zeit habe ich das schon mal am Beispiel von <a href="http://niemann.blogs.nytimes.com">Christoph Niemann</a> und <a href="http://niemann.blogs.nytimes.com/2010/08/03/red-eye/">seiner kleinen Flugreise</a> gezeigt:<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-7197" title="" src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/05halifax.jpg" alt="" width="500" height="784" /></p>
<p>Sylvain Mazas hat gleich eine ganze Diplomarbeit in Form eines Comics über seinen Aufenthalt im Libanon geschrieben. Sein Buch &#8220;Dieses Buch sollte mir gestatten den Konflikt in Nah-Ost zu lösen, mein Diplom zu kriegen und eine Frau zu finden&#8221; ist in der 1. Auflage mittlerweile leider vergriffen, aber <a href="http://marmouzet.net/dieses_buch_web_shop">hier kann man</a> immerhin noch den ersten Artikel lesen.<br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-7198" title="" src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/libanon-640x480.jpg" alt="" width="640" height="480" /> <img class="aligncenter size-medium wp-image-7199" title="" src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/libanon1-640x480.jpg" alt="" width="640" height="480" /> <img class="aligncenter size-medium wp-image-7200" title="" src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/libanon2-640x480.jpg" alt="" width="640" height="480" /></p>
<p>Einer der großen Klassiker ist dabei auch <a href="http://www.dootdootgarden.com/">Craig Thompson</a>s &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1891830600/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=hesfa-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1891830600">Carnet de Voyage</a>&#8221; (&#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938511176/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=hesfa-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3938511176">Tagebuch einer Reise</a>&#8220;) in dem er seine Erlebnisse rund um die Reisen zu seinem Buch &#8220;Blankets&#8221; festgehalten hat.<br />
<img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/champagne1.jpg" alt="" title="" width="493" height="702" class="aligncenter size-full wp-image-7204" /></p>
<p>Oder das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1416575340/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=hesfa-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1416575340">French Milk</a>&#8221; in dem <a href="http://www.lucyknisley.com/">Lucy Knisley</a> davon erzählt, wie sie einen Monat lang gemeinsam mit ihrer Mutter zu Gast in Paris war.<br />
<img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/lucy-640x475.png" alt="" title="" width="640" height="475" class="aligncenter size-medium wp-image-7205" /></p>
<p>Und warum ich das jetzt überhaupt alles zusammen geschrieben habe: <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-1/">Lars Martinson</a> unterrichtet Englisch in Japan und zeichnet regelmäßig Comics darüber und sie sind schlichtweg großartig. <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-1/">Teil 1</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-2/">Teil 2</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-3/">Teil 3</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-4/">Teil 4</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-5/">Teil 5</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-6/">Teil 6</a>, <a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-7/">Teil 7 </a>. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem ersten Teil:<br />
<a href="http://larsmartinson.com/kameoka-diaries-1/"><img src="http://www.hermsfarm.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/lars.jpg" alt="" title="" width="640" height="1169" class="aligncenter size-full wp-image-7206" /></a></p>
<p>UND JETZT LEST DAS GEFÄLLIGST ALLES!</p>
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