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		<title>Die wunderschöne Kirche in Ahrweiler – und die Frage, wie lange sie bleibt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 14:17:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich vor kurzem die St.-Laurentius-Kirche in Ahrweiler betrete, bin ich sofort beeindruckt. Heller Kalksteinboden, restaurierte Figuren, ein durchdachter, moderner Innenraum, der trotzdem die Geschichte des Ortes intuitiv vermitteln kann. Die Kirche ist nicht nur für die echten Gläubigen wunderschön – und jedermann (und jede Frau) spürt, wie viel Sorgfalt in diese Sanierung geflossen ist. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor kurzem die St.-Laurentius-Kirche in Ahrweiler betrete, bin ich sofort beeindruckt. Heller Kalksteinboden, restaurierte Figuren, ein durchdachter, moderner Innenraum, der trotzdem die Geschichte des Ortes intuitiv vermitteln kann. Die Kirche ist nicht nur für die echten Gläubigen wunderschön – und jedermann (und jede Frau) spürt, wie viel Sorgfalt in diese Sanierung geflossen ist.</p>
<div id="attachment_3007" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ae/Ahrweiler_Laurentiuskirche_Innenraum.jpg/1920px-Ahrweiler_Laurentiuskirche_Innenraum.jpg?utm_source=de.wikipedia.org&amp;utm_campaign=index&amp;utm_content=thumbnail" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3007" class="wp-image-3007 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia-1024x872.jpg" alt="Quelle Wikipedia - freie Lizenz - ohne KI verbessert" width="660" height="562" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia-1024x872.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia-300x255.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia-768x654.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia-619x527.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/wikipedia.jpg 1250w" sizes="(max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-3007" class="wp-caption-text">Quelle Wikipedia &#8211; freie Lizenz &#8211; ohne KI verbessert</p></div>
<p>Erst im Nachhinein, bei der Recherche, kommt die andere Seite ins Bild: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat auch diese Kirche schwer getroffen. Jetzt steht sie wieder da, saniert, mit neuen Böden, Feuchtesperrschichten und einem Konzept, das bei künftigen Hochwassern alles in und an der Kirche schneller reinigt bzw. wiederherstellt.</p>
<h2>Aber reicht das um die wunderschöne Kirche in Ahrweiler nachhaltig zu sichern?</h2>
<p><span id="more-3006"></span></p>
<h3>Zunächst zur  Einschätzung der Verantwortlichen vor Ort</h3>
<p>Die Antwort der lokalen Hochwasser-Verantwortlichen ist überraschend offen: Auf die Frage, ob sich eine Katastrophe wie 2021 wiederholen könne, heißt es aus der Stabsstelle Hochwasserschutz des Kreises Ahrweiler im Sommer 2026 klar: „Nach heutigem Stand – fünf Jahre danach – lautet die Antwort: Ja.“ (<a href="https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/hochwasserschutz-an-der-ahr-hat-sich-nach-flutkatastrophe-kaum-verbessert-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Text und Podcast beim SWR</a>)</p>
<p>Auch in Medienberichten wird das immer wieder so zusammengefasst: „Einen echten Schutz vor einer erneuten Flut, wie 2021, gibt es aber nicht.“ Oder: „Einen deutlich besseren Schutz vor Hochwasser gibt es bislang aber immer noch nicht.“ (<a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ahrtal-zwischen-wiederaufbau-und-ernuechterung-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Tagesschau-Bericht Juli 2026</a>)</p>
<p>Das ist keine Kritik von außen, sondern im Kern die Selbsteinschätzung derer, die verantwortlich sind.</p>
<h3>Was bisher getan wird – und wo es nicht reicht</h3>
<p>Es gibt viele Maßnahmen:</p>
<ul>
<li>Das Flussbett der Ahr wird verbreitert, Ufer umgestaltet, Auen werden reaktiviert, was nicht nur für den Tourismus interessant ist.</li>
<li>An einigen Orten entstehen zusätzliche Prallwände, falls die Ahr mal wieder in Wallung gerät, und mobile Schutzwände, die bei Bedarf aktiviert werden können.</li>
<li>Der Katastrophenschutz sollte deutlich verbessert werden: bessere Vorwarnzeiten, klarere Alarmstufen, festgelegte Evakuierungswege.</li>
</ul>
<p><strong>Gegen mittlere Hochwasser hilft das</strong>. Gegen eine Extremflut wie 2021 aber nicht wirklich.  Experten sagen, dafür bräuchte es große Regenrückhaltebecken im Oberlauf – 17 bis 18 Stück, mit riesigen Dämmen, geschätzte Kosten mindestens 1,7 Milliarden Euro. Doch was ist eine Extremflut im Vergleich zu einem normalen Hochwasser? Normale Hochwasser gibt es immer mal wieder, so alle 5 bis 10 Jahre.  Kann auch mal 20 Jahre dauern, oder nur 2. Aber eine Extremflut wie 2021, die sollte es nur alle 100 &#8211; 1.000 Jahre geben. An der Ahr gab es sie 1804, 1910 und 2021. Gegenwärtig könnte man also sagen, 2135, da sind wir alle tot, kann uns doch egal sein. Es spricht aber ziemlich viel dafür, dass sich Extremwetterereignisse wie die Ahr-Katastrophe häufen, da kann man höchsten noch froh darüber sein, wenn es einen selbst nicht betrifft, sondern nur noch die Enkel.</p>
<h2>Zurück in die Gegenwart, die Verantwortlichen vor Ort haben zumindest die nächsten Jahrzehnte im Blick</h2>
<p>Diese Rückhalte-Becken am Oberlauf der Ahr sind geplant, Standorte sind identifiziert – aber bis Mitte 2026 ist noch keines gebaut, die Finanzierung ist nicht auch nicht gesichert. Die Kreisverwaltung selbst sagt: Bis ein wirklich sicherer Schutz erreicht ist, werde es „noch Jahrzehnte“ dauern. Warum fällt mir an dieser Stelle der Überlegungen Wolfgang Schäuble und die schwarze Null ein?</p>
<h2>Der Blick von Ahrweiler nach Berlin</h2>
<p>Wenn man von dieser lokalen Lage den Blick nach Berlin richtet, wird das Bild noch ernster. Auf Papier gibt es eine Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel, mit vielen guten Sätzen über „klimaresiliente Infrastrukturen“ und „langfristige Vorsorge“. Hier ist das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/erstes-bundesweites-klimaanpassungsgesetz" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Umweltbundesamt</a> verantwortlich, aber das Geld, wie wir alle wissen, wird im Bundesfinanzministerium und im Kanzleramt verteilt, bzw. zusammengehalten. Kein leichtes Problem, denn <a href="https://train-und-coach.de/schuldenbremse-nordbruecke-mehrheiten-warum-ueberall-das-zoegern-alles-immer-teurer-macht.html" data-wpel-link="internal">dort kämpft man immer noch mit der schwarzen Null bzw. &#8222;Schuldenbremse&#8220;</a> .</p>
<p>In der politischen Praxis im Bundesland Rheinland-Pfalz und auf lokaler Ebene im Ahrtal dominiert weiter das Prinzip: erst bauen, dann über Risiken nachdenken. Hochwasserschutz wird oft als lokale Baustelle behandelt, nicht als Ausdruck eines grundlegend veränderten Klimas. (<a href="https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/hochwasserschutz-an-der-ahr-hat-sich-nach-flutkatastrophe-kaum-verbessert-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Text und Podcast beim SWR</a>)</p>
<p>Studien zeigen: Extreme Regenereignisse wie 2021, die früher statistisch etwa alle 400 Jahre zu erwarten waren, sind durch den Klimawandel heute bis zu 9-mal wahrscheinlicher, kommen dann also alle 50 Jahre oder vielleicht schon in 5 Jahren. Bei weiterer Erwärmung steigt das Risiko noch einmal und zwar exponentiell. (<a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ahrtal-zwischen-wiederaufbau-und-ernuechterung-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Tagesschau-Bericht Juli 2026</a>)</p>
<p>Das bedeutet: Die Art, wie wir alle (egal ob im Berliner Verkehrsministerium oder im <a href="https://train-und-coach.de/kann-ein-gott-vor-gericht-gestoppt-werden.html" data-wpel-link="internal">Bonner Stadthaus</a>) bisher Infrastruktur geplant haben – auch Kirchen, Häuser, Brücken – ist auf ein Klima ausgerichtet, das es so nicht mehr gibt, und das auch in den nächsten Jahrhunderten nicht mehr wiederkommen kann.</p>
<h3>Eine Kirche als Symbol</h3>
<p>Die sanierte Kirche in Ahrweiler ist ein starkes Symbol:</p>
<ul>
<li>Sie zeigt, was möglich ist: sorgfältige Sanierung, sensible Gestaltung, Respekt vor Geschichte.</li>
<li>Sie zeigt aber auch das Dilemma: Selbst wenn das Gebäude heute „hochwasserrobuster“ ist, bleibt die große Frage offen, ob das gesamte Tal auf Dauer so bestehen kann, wie wir es kennen.</li>
</ul>
<p>ZDF-heute meint dazu, dass angesichts der Besonderheiten der Geografie im Ahrtal und angesichts des schon zu weit fortgeschrittenen Klimawandels es in den nächsten Jahrzehnten keine wesentlich bessere Sicherheit hergestellt werden kann als 2021. (<a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/flut-hochwasser-ahrtal-wiederaufbau-hochwasserschutz-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">ZDF-heute im Juli 2026</a>). Man kann aber die Vorwarn-Möglichkeiten verbessern und darauf hoffen, dass es in den nächsten 50 Jahren keine Starkflut wie 2021 geben wird.</p>
<p>Versicherungsexperten und Wissenschaftler sagen ganz offen: Ohne konsequente Prävention – vor allem Wasserrückhalt im Oberlauf – sei echte Resilienz nicht zu erreichen. Die Erwärmung führe dazu, dass mehr Wasser in der Atmosphäre sei und Starkregenereignisse häufiger würden. (gleiche Quelle)</p>
<h2>Warum das Grundproblem, der Klimawandel oder die Klimakatastrophe,  kaum noch in den Medien vorkommt</h2>
<p>In der öffentlichen Diskussion taucht das Wort „Klimakatastrophe“ immer seltener auf. Stattdessen redet man von „Extremwetter“, „Hochwasservorsorge“, „Anpassung“. Das ist sprachlich gemäßigter, aber es verdeckt den Kern: Der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass er jede bisherige Vorgehensweise in Frage stellt – von der Raumplanung bis zur Frage, wo und wie man noch baut.(<a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-das-ahrtal-zwischen-wiederaufbau-und-ernuechterung-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Tagesschau-Bericht Juli 2026</a>)</p>
<p><strong>Im politischen Mainstream, nicht nur in Berlin, wird das oft nur noch als Hintergrundrauschen behandelt. Dabei ist es die eigentliche Geschichte hinter Ahrweiler und dem Ahrtal: eine wunderschöne Kirche in einem Tal, dessen langfristige Sicherheit niemand wirklich garantieren kann. Auch die Einordnung des Ahrtal-Problems in die Klimakrise ist nicht so das Thema, man streitet lieber um die &#8222;Rente mit 63&#8220;, die möglichen Koalitionsoptionen die für die CDU nach dem Herbst der Landtagswahlen oder die n<a href="https://train-und-coach.de/tatsachen-und-prognosen-ueber-friedrich-merz.html" data-wpel-link="internal">eusten Fehltritte des Kanzlers</a>.</strong></p>
<p><em>Transparenzhinweis: Auch für diesen Beitrag wurden KI-Werkzeuge eingesetzt, diesmal war es vor allem Perplexity, immer noch das beste Werkzeug, um Ergebnisse und Einschätzungen zu prüfen oder um gute Quellen für steile und nicht so steile Thesen zu finden. </em></p>
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		<title>Kann ein Gott vor Gericht gestoppt werden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 21:40:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[In Bonn vielleicht schon. Denn auch wenn sich Oberbürgermeister Deus gerne göttlich gibt: Beim Rückbau der Rad- und Busspuren entscheidet nicht der Himmel, sondern demnächst das Verwaltungsgericht der heiligen Stadt Köln. Der allgemeine deutsche Fahrrad Club ADFC und sechs Bürger klagen gegen die neue Verkehrsführung – aus Sorge, dass Radfahrer künftig zwischen Autos, Lastwagen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3004" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ga.de/bonn/stadt-bonn/radwege-in-bonn-fahrradverband-und-buerger-verklagen-stadt-wegen-rueckbaus_aid-152755335" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3004" class="size-medium wp-image-3004" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-300x211.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-1024x721.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-768x541.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-1536x1082.jpg 1536w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn-619x436.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn.jpg 1636w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3004" class="wp-caption-text">Ausriss-Screenshot-URL-General-Anzeiger-Bonn</p></div>
<p>In Bonn vielleicht schon. Denn auch wenn sich Oberbürgermeister Deus gerne göttlich gibt: Beim Rückbau der Rad- und Busspuren entscheidet nicht der Himmel, sondern demnächst das Verwaltungsgericht der heiligen Stadt Köln. Der allgemeine deutsche Fahrrad Club ADFC und sechs Bürger klagen gegen die neue Verkehrsführung – aus Sorge, dass Radfahrer künftig zwischen Autos, Lastwagen und parkenden Fahrzeugen um ihr Leben beten müssen. (<a href="https://ga.de/bonn/stadt-bonn/radwege-in-bonn-fahrradverband-und-buerger-verklagen-stadt-wegen-rueckbaus_aid-152755335" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">GA-Bonn</a>)</p>
<p>Ob Deus am Ende das Wunder gelingt, die Autos schneller über die <strong>einspurige</strong> Kennedybrücke nach Beuel zu bringen, bleibt abzuwarten. Vielleicht holt das Gericht den genialen Verkehrsplaner auf den Boden der Tatsachen zurück. Es bleibt also nicht nur für Theologen interessant: Braucht göttliches Verwaltungshandlungen richterliche Kontrolle?</p>
<p>Doch Spaß beiseite, man soll nicht auf Basis von Namen Witze machen. Deus hat es sicherlich nicht leicht, aber was mich ärgert, ist, dass durch dieses systematische Vorgehen nicht nur den Radfahrern das Leben schwer gemacht wird. Auch der öffentliche Nahverkehr wird ausgebremst, obwohl dieser dringend gebraucht wird, nachdem die Nordbrücke für fünf bis zehn Jahre gesperrt bleiben muss.</p>
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		<title>Ab sofort: KI-Inhalte müssen gekennzeichnet werden, wenn &#8230;</title>
		<link>https://train-und-coach.de/ab-sofort-ki-inhalte-muessen-gekennzeichnet-werden-wenn.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 21:22:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit ChatBots]]></category>
		<category><![CDATA[KI mit Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[rechtliches]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; man sie öffentlich macht und dies als mit einem &#8222;beruflichen&#8220; Interesse eingeordnet werden kann. Sie verstehen nur Bahnhof, dann lesen Sie weiter und erleben Sie einen ersten Einstieg in die wunderbare Welt des Online-Medien-Rechts. Ich bin kein Jurist, daher kann ich darf ich hier auch keine rechtlichen relevanten Tipps geben, aber als Mensch und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; man sie öffentlich macht und dies als mit einem &#8222;beruflichen&#8220; Interesse eingeordnet werden kann. Sie verstehen nur Bahnhof, dann lesen Sie weiter und erleben Sie einen ersten Einstieg in die wunderbare Welt des Online-Medien-Rechts. Ich bin kein Jurist, daher kann ich darf ich hier auch keine rechtlichen relevanten Tipps geben, aber als Mensch und Bewohner in einem Gebiet, wo A<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">rtikel 3.3 der Grundgesetzes</a> gilt, sag ich mal hier meine Meinung.</p>
<h2>Einige Meinungen von mir zur neuen EU-Regelung, dass KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen</h2>
<p>Die geschieht mit den allseits beliebten Frage-und-Antwort-Vorgehen, also hier Frage und Antwort für alle, die Inhalte veröffentlichen und das sind letztlich <strong>alle, die Online-Schreiben oder Online-Platzieren von Text oder Bild so viele erreichen, dass sie nicht mehr ganz genau wissen können, wer das ist, den sie erreicht haben. </strong>Der folgende Text ist stark von KI beeinflusst, insbesondere das vertrauliche Du ist sonst nicht so meine Art hier beim Bloggen, aber ich lass das mal hier so stehen.</p>
<h1>Kennzeichnung von KI-Inhalten: Was ändert sich für Blogger, Nutzer und Autoren?</h1>
<h2><strong>Frage:</strong> Was ändert sich für Leute, die heute Bilder, Fotos oder Texte veröffentlichen?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Die wichtigste Änderung ist nicht, dass alles verboten wäre, sondern dass Inhalte, die mit Hilfe von KI erstellt oder verändert wurden, in bestimmten Fällen transparent gekennzeichnet werden sollen. Mehr dazu in den <a href="https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/guidelines-transparency-ai-generated-content" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">EU-Leitlinien zu Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte</a>.</p>
<h2><strong>Frage:</strong> Gilt das auch für private Menschen, die einfach nur gelegentlich posten?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> In der Regel nicht in jedem Fall. Entscheidend ist oft, ob der Inhalt rein persönlich ist oder ob er in einen öffentlichen, beruflichen oder journalistischen Zusammenhang fällt. Eine gute Übersicht bietet der <a href="https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/de/ai-act/article-50" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Artikel-50-Überblick des EU AI Act Service Desk</a>.</p>
<h2><strong>Frage:</strong> Was ist mit einem Blog oder einer eigenen Webseite?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Ein Blog ist ein Grenzfall, weil er zwar oft persönlich ist, aber trotzdem öffentlich sichtbar. Wenn du dort KI einsetzt, kann es sinnvoll sein, dies transparent zu machen. Die <a href="https://artificialintelligenceact.eu/article/50/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Artikel-50-Übersicht</a> beschreibt, wann KI-generierter Text offengelegt werden muss.</p>
<h2><strong>Frage:</strong> Was ist mit Fotos oder Bildern?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Bei Bildern ist die Lage oft noch sensibler, weil visuelle Inhalte leicht als echt wahrgenommen werden. Wenn ein Bild mit KI erzeugt, bearbeitet oder stark verändert wurde, sollte das möglichst direkt beim Bild kenntlich gemacht werden. Die Regeln dazu stehen auch in den <a href="https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/factpages/quick-facts-transparency-rules-ai-systems" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Quick Facts zu Transparenzregeln für KI-Systeme</a>.</p>
<h2><strong>Frage:</strong> Muss ich Angst haben, wenn ich KI nutze?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Nein, Angst ist nicht der richtige Ansatzpunkt. Es geht vor allem um Transparenz. Wer offen damit umgeht, dass KI geholfen hat, liegt meist auf der sicheren Seite. Die Regeln gelten ab sofort, also sollte sich jeder und jede jetzt Gedanken machen, wenn er oder sie etwas veröffentlichen.</p>
<h2>Frage: Wie sieht es mit privaten E-Mails und privaten WhatsApp-Nachrichten aus?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Private E-Mails und private WhatsApp-Nachrichten fallen in der Regel unter den persönlichen Bereich und sind normalerweise nicht wie eine Veröffentlichung zu behandeln. Die Transparenzpflichten im EU AI Act zielen vor allem auf Fälle, in denen KI-Inhalte öffentlich verbreitet werden oder Menschen direkt mit einem KI-System interagieren.</p>
<h2>Frage: Und wie ist es mit WhatsApp-Statusmeldungen?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Ein WhatsApp-Status ist technisch eine Veröffentlichung an einen begrenzten Kreis von Kontakten. Rechtlich spricht aber viel dafür, dass private Statusmeldungen eher dem persönlichen Bereich zuzuordnen sind. Bei öffentlich oder beruflich wirkenden Inhalten kann eine Kennzeichnung dagegen sinnvoll sein. Wer allerdings nicht mehr überschaut, wer alles dieses Statusmeldungen liest oder lesen kann, der ist auf dem besten Weg zur Veröffentlichung und muss sich überlegen, ob er die Kennzeichnung anbringt. Außerdem sollte man bedenken, dass WhatsApp Statusmeldungen über Screenshots gespeichert, weiterverarbeitet und geteilt werden können. Da ist man schnell auf dem Weg in die Veröffentlichung, wobei natürlich der Verantwortliche sich auch ändert kann.</p>
<h2>Frage: Gibt es dafür eine Faustregel?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Ja: Private Nachricht = meist keine Kennzeichnung. Status oder Post mit öffentlicher Wirkung = eher prüfen, ob ein Transparenzhinweis sinnvoll ist. Je stärker ein Inhalt öffentlich, werblich oder journalistisch wirkt, desto eher sollte man ihn kennzeichnen. Wenn ich im privaten Kreis ein Foto hochhalte und das sehen dann 5 Leute, die ich kenne, dann ist das privat. Zeige ich dagegen das Foto einer Gruppe von Menschen, z.B. als Vortragender auf einer Konferenz, dann ist das eher öffentlich. Hier ist auch zu beachten, dass solche Fotos (oder auch Texte) gerne fotografiert werden, damit ist dann der Weg in die Öffentlichkeit gebahnt, z.B. durch Facebook oder andere sogenannte &#8222;soziale Netzwerke&#8220;.</p>
<h2>Frage: Wie relevant ist es, ob ich einen Text oder ein Bild mit KI modifiziere oder komplett erstellen lasse?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Es ist relevant, aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bei Texten und Bildern kommt es vor allem darauf an, wie stark die KI den Inhalt geprägt hat und ob der Inhalt nach außen wie eine echte menschliche Aussage oder ein echtes Foto wirkt. Die EU-Regeln unterscheiden dabei zwischen bloßer Unterstützung und einer wesentlich KI-geprägten Erstellung oder Veränderung.</p>
<h2>Frage: Macht es einen Unterschied, ob ich nur etwas verbessern lasse oder alles von der KI machen lasse?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Ja, dieser Unterschied kann wichtig sein. Wenn du einen eigenen Text nur von der KI korrigieren oder glätten lässt, ist das etwas anderes, als wenn die KI den ganzen Inhalt erzeugt. Je stärker die KI den Kern des Inhalts bestimmt, desto eher wird eine Kennzeichnung sinnvoll oder nötig.</p>
<h2>Frage: Und wie ist das bei Bildern?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Bei Bildern ist der Unterschied oft noch deutlicher, weil sie schnell als echt wahrgenommen werden. Ein vollständig KI-erzeugtes oder stark bearbeitetes Bild kann täuschender wirken als ein nur leicht angepasstes Foto. Genau deshalb sind bei Bildern die Transparenzanforderungen besonders wichtig.</p>
<p>Nicht jeder kleine KI-Einsatz wird gleich behandelt. Ein leichter sprachlicher Feinschliff durch KI ist etwas anderes als ein vollständig generierter Artikel oder ein täuschend echtes KI-Bild. Die praktische Frage lautet deshalb meist: Wie stark hat KI den Inhalt tatsächlich geformt?</p>
<h2>Frage: Wie wichtig ist der Prompt, beziehungsweise die Abfolge der Prompts?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Der Prompt ist sehr wichtig, weil er die Richtung, den Stil und die Qualität der Antwort stark beeinflusst. Bei mehreren Schritten zählt nicht nur die letzte Frage, sondern auch der gesamte Vorlauf, weil die KI den bisherigen Kontext mitverarbeitet. Gute Prompt-Strukturen und klarer Kontext verbessern die Ausgabe deutlich. Mehr dazu auch in Erklärungen zu <a href="https://www.ionos.de/digitalguide/websites/web-entwicklung/was-ist-ein-prompt/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Prompts und Prompting</a> sowie zu <a href="https://cloud.google.com/discover/what-is-prompt-engineering?hl=de" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Prompt Engineering</a>.</p>
<h2>Frage: Wenn ich über 22 Schritte hinweg mit der KI diskutiere, zählt dann nur das letzte Ergebnis?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Nein, normalerweise nicht. Das Ergebnis entsteht aus dem ganzen Verlauf, also aus Rückfragen, Korrekturen, Beispielen und Nachbesserungen. Deshalb ist ein langer Dialog oft eher ein gemeinsames Arbeitsergebnis als eine einzelne KI-Antwort.</p>
<h2>Frage: Kann man dann überhaupt noch angemessen bestimmen, wie viel KI im Ergebnis steckt?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Nur sehr grob. Wenn du viele Teile selbst auswählst, umstellst, kürzt und redigierst, wird der Anteil deiner eigenen Leistung größer, auch wenn die KI viel Rohmaterial geliefert hat. Bei so einem Prozess ist ein exakter Prozentwert meistens künstlich und kaum sinnvoll.</p>
<h2>Frage: Was ist für die Einordnung wichtiger als ein Prozentwert?</h2>
<p><strong>Antwort:</strong> Entscheidend ist meist, ob die KI den Kern des Inhalts geprägt hat oder nur als Hilfsmittel diente. Je stärker du selbst auswählst, ordnest und bearbeitest, desto eher ist das Ergebnis ein Mischprodukt aus eigener Arbeit und KI-Unterstützung. Die Frage ist also eher: Wie stark hat die KI den Inhalt geformt?</p>
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		<title>Sparen ja — aber bitte ohne Lebenszeit-Märchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 13:06:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[geld verdienen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Focus-Artikel ist interessant, er zeigt auf, dass man mit konsequent eingehaltener Sparquote viel gewinnen kann, allerdings taugt das Konzept nicht zur Universalformen für jede und jeden, um insgesamt am Todestag zum maximalen Erfolg gekommen zu sein. https://www.focus.de/finanzen/boerse/wie-unscheinbare-ausgaben-sie-jahrzehnte-ihres-lebens-kosten_c3365bf7-3584-4606-af09-3a54d490796a.html Der Focus-Artikel hat einen wichtigen Punkt. Wer heute bewusst spart, gewinnt morgen Freiheit: mehr Puffer, mehr Gelassenheit, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3000" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.focus.de/finanzen/boerse/wie-unscheinbare-ausgaben-sie-jahrzehnte-ihres-lebens-kosten_c3365bf7-3584-4606-af09-3a54d490796a.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3000" class="size-medium wp-image-3000" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung-300x291.jpg" alt="focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung" width="300" height="291" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung-300x291.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung-1024x992.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung-768x744.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung-619x599.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3000" class="wp-caption-text">focus-online-website-ausriss-screenshot-guter-Artikel-versteckt-hinter-Werbung</p></div>
<p>Dieser Focus-Artikel ist interessant, er zeigt auf, dass man mit konsequent eingehaltener Sparquote viel gewinnen kann, allerdings taugt das Konzept nicht zur Universalformen für jede und jeden, um insgesamt am Todestag zum maximalen Erfolg gekommen zu sein. <a href="https://www.focus.de/finanzen/boerse/wie-unscheinbare-ausgaben-sie-jahrzehnte-ihres-lebens-kosten_c3365bf7-3584-4606-af09-3a54d490796a.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">https://www.focus.de/finanzen/boerse/wie-unscheinbare-ausgaben-sie-jahrzehnte-ihres-lebens-kosten_c3365bf7-3584-4606-af09-3a54d490796a.html</a></p>
<p>Der Focus-Artikel hat einen wichtigen Punkt. <strong>Wer heute bewusst spart, gewinnt morgen Freiheit: mehr Puffer, mehr Gelassenheit, mehr Optionen.</strong> Das ist die eigentlich starke Botschaft des Textes, und die überzeugt mich auch. Wer seine Ausgaben im Griff hat, muss nicht jeden Job, nicht jede Entwicklung und nicht jede Zumutung einfach hinnehmen.</p>
<p>Genau deshalb ist der Artikel in seiner Grundtendenz richtig. <strong>Er erinnert daran, dass Konsum nicht nur eine Frage des Geldes ist, sondern auch der Prioritäten.</strong> Ein kleinerer dauerhafter Lebensstandard kann tatsächlich bedeuten, dass man schneller handlungsfähig wird. <strong>In diesem Sinn ist Sparen keine Askese, sondern eine Form von Selbstbestimmung. </strong></p>
<p><strong>Problematisch wird der Beitrag dort, wo aus einer nützlichen Faustregel ein scheinbar exaktes Lebenszeitmodell gemacht wird.</strong> <span id="more-2999"></span>Die Rechnung mit 5 Prozent Rendite nach Inflation, der sicheren Entnahmerate und den langen Arbeitsjahren wirkt mathematisch sauber, ist aber in Wahrheit hochgradig voraussetzungsabhängig. Schon kleine Änderungen bei Rendite, Inflation, Steuern, Krankenkasse, Börsenphasen oder Lebensverlauf können das Ergebnis massiv verschieben. Der Text verkauft also Gewissheit, wo nur Annahmen stehen.</p>
<p>Besonders schwach ist die Suggestion, man könne Ausgaben direkt in Jahre Lebenszeit umrechnen. Das klingt eingängig, ist aber nur als grobe Denkhilfe brauchbar. Wer 200 Euro im Monat spart, gewinnt nicht automatisch „acht Jahre Leben“; er verändert lediglich einen Finanzpfad unter bestimmten Modellbedingungen. In der Realität gibt es kein sauberes Umrechnen von Restaurantbesuchen, Autokosten oder Wohnfläche in Lebensjahre.</p>
<p>Hinzu kommt: <strong>Die Zukunft ist offen.</strong> Wer spart, kann gut investieren — oder auch schlechte Entscheidungen treffen. Wer glaubt, jede Ersparnis sei automatisch ein Baustein für frühe Unabhängigkeit, blendet das Risiko von Fehlanlagen, Krisen und biografischen Brüchen aus. Und ja: Auch Krankheit, frühes Sterben oder andere unvorhersehbare Entwicklungen können jede Langfristrechnung sprengen. Gerade deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn aus einer Lebensstilthese eine <strong>quasi naturgesetzliche Finanzformel</strong> gemacht wird.</p>
<p>Die stärkste Gegenrede gegen den Artikel ist aber nicht pessimistisch, sondern realistisch: Der Nutzen von Sparen liegt nicht erst in der fernen finanziellen Unabhängigkeit, sondern schon im nächsten Jahr. Mehr Rücklagen bedeuten mehr Auswahl, mehr Ruhe und mehr Widerstandskraft gegen Krisen. <strong>Dieser qualitative Effekt ist plausibel und wichtig — die spektakulären Zahlen im Artikel braucht es dafür gar nicht. </strong></p>
<p>Auch viele Kommentare gehen am Kern vorbei. Einige verteidigen jedes Konsumniveau mit dem Hinweis, dass man ja „auch leben“ müsse. Das stimmt — aber der Artikel sagt gerade nicht, dass man möglichst wenig ausgeben soll. Andere reagieren mit Einzelfällen, als widerlege ein teures Auto oder eine glückliche Lebensform die Logik von Sparquoten. Das tut es nicht. Wieder andere tun so, als sei jede langfristige Planung sinnlos, weil die Zukunft unberechenbar ist. <strong>Das ist zu kurz gedacht, denn Ungewissheit ist kein Argument gegen Planung, sondern ihr eigentlicher Grund. </strong></p>
<p>Deshalb bleibt am Ende eine klare Unterscheidung: Die <strong>qualitative</strong> Aussage des Artikels ist richtig, die <strong>quantitative</strong> Überhöhung ist fragwürdig. Sparen schafft Freiheit, ja. Aber niemand sollte so tun, als ließe sich Lebenszeit präzise in Monatsraten und Renditeannahmen berechnen. Wer seriös über Geld spricht, sollte nicht nur mit Lebenszeit argumentieren, sondern auch mit Unsicherheit.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Focus-Artikel trifft einen wichtigen Punkt: Sparen schafft Handlungsfähigkeit und Freiheit. Falsch wird er dort, wo aus dieser richtigen Lebenshaltung eine mathematisch exakte Lebenszeitrechnung gemacht wird. Die Annahmen sind zu optimistisch, die Zukunft zu offen und die Formel zu glatt, um als Wirklichkeit zu gelten.</p>
<p><em>Transparenzhinweis: Auch dieser Beitrag nutzt KI-Werkzeuge, allerdings erst nachdem mit dem Werkzeug Perplexity auf Basis meines Kommentars die Recherche begonnen wurde. Falls außer dem Screenshot der Focus-Webseite hier noch ein Bild vorkommen sollte, ist es mit KI-generiert.</em></p>
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		<title>Tatsachen und Prognosen über Friedrich Merz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 13:03:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Friedrich Merz hat turbulente Tage hinter sich gebracht, überall, wo man sich umhört wird gesagt, dass die gerade ablaufende Regierungsumbildung in Berlin alles andere als glücklich verlaufen ist. Doch was sind die Fakten? Und welche Prognosen lassen sich auf die Fakten ableiten? Früher musste man für ähnliche Fragestellungen auf den Montagmorgen warten, da war dann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Friedrich Merz hat turbulente Tage hinter sich gebracht, überall, wo man sich umhört wird gesagt, dass die gerade ablaufende Regierungsumbildung in Berlin alles andere als glücklich verlaufen ist. Doch was sind die Fakten? Und welche Prognosen lassen sich auf die Fakten ableiten?</strong> Früher musste man für ähnliche Fragestellungen auf den Montagmorgen warten, da war dann das neue Spiegel-Heft im Briefkasten oder man bekam es an jedem Kiosk und in jedem Supermarkt. Heutzutage ist es bereits am Freitagabend (online-Ausgabe) oder Samstagmorgen so weit, die neue Ausgabe hat man in der Hand oder auf dem Displays seines Mobilgerätes. Bei mir war es diesmal der Supermarkt und die Print-Ausgabe, ich gehe aber davon aus, dass die PDF-Ausgabe und die <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-wie-die-cdu-an-ihrem-kanzler-verzweifelt-a-a67e797f-9d56-4d05-bbee-35cd107094f8" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Online-Zugriffsmöglichkeit für Abonnenten</a> das gleiche Ergebnis liefern.</p>
<p>Ein sehr schön geschriebener Artikel, gut lesbar und mit sehr plastischen Beispielen, beispielsweise mit einer ausführlichen Auseinandersetzung mit diesen Loriot-Sketch:</p>
<p>Nach <a href="https://www.srf.ch/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Wikipedia</a> findet man den Sketch schnell auf einer Schweizer Website:</p>
<p>https://www.srf.ch/play/tv/news-clip/video/das-bild-haengt-schief?urn=urn:srf:video:fa88c9fe-0581-49df-996c-8e938b720d32</p>
<p>Aber es geht natürlich auch mit YouTube, wenn ich den Link &#8222;https://youtu.be/KYaToR9XlXk?si=S8yS5TDt4ns5Nlig&#8220; hier eingebe, wird das Video durch meine WordPress-Version in den Blogbeitrag eingebettet, was aber nicht so zu verstehen ist, dass dies ein eigenständiger Inhalt dieser Website ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="5459236.flv" width="660" height="495" src="https://www.youtube.com/embed/KYaToR9XlXk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Doch zurück zu Friedrich Merz.</strong> Ich empfehle ausdrücklich die eigene Lektüre der ungefähr 4 Seiten aus der gedruckten Ausgabe, die Online-Ausgabe kann ebenso eingesehen werden (in öffentlichen Bibliotheken) oder man kauft sie hier beim Verlag direkt. <a href="https://shop.spiegel.de/zeitschriften/der-spiegel/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Print</a>/<a href="https://abo.spiegel.de/digital-abos/e-paper" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">E-paper</a>.</p>
<div id="attachment_2997" style="width: 1057px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2997" class="size-full wp-image-2997" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457.jpeg" alt="Früher wurde der Spiegel offline bezogen." width="1047" height="402" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457.jpeg 1047w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457-300x115.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457-1024x393.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457-768x295.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/08/Der_Spiegel_in_mailbox_offer_202608011457-619x238.jpeg 619w" sizes="auto, (max-width: 1047px) 100vw, 1047px" /><p id="caption-attachment-2997" class="wp-caption-text">Früher wurde der Spiegel offline bezogen. Bild KI generiert</p></div>
<p>Interessant ist der Artikel von Konstantin von Hammerstein und Christian Teevs vor allem wegen der dort gemachten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsachenbehauptung" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Tatsachen-Behauptungen</a> und den daran aufbauenden Prognosen. Die werden im folgenden kurz reproduziert. Mich interessieren vor allem die Prognosen, man wird noch im Lauf des Jahres sehen können, wie gut sie sind und spätestens zum Weihnachtsfest 2026 wird man ein Fazit ziehen können, ob der Artikel insgesamt recht hat.</p>
<p>Sofern in den nächsten Tagen an den behaupteten Tatsachen noch Korrekturen kommen, werde ich diese in den Kommentaren aufführen. Auf die Prognosen gehe ich in Kommentaren ein, wenn sie sich bestätigen oder als falsch erweisen.</p>
<h2>Sind das Tatsachen?</h2>
<p><span id="more-2996"></span></p>
<p>Mit dem Rücktritt vom Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn ist Merz überraschend schnell einen Widersacher losgeworden.</p>
<p>Bundeskanzler Friedrich Merz wollte mit einer erfolgreichen Kabinetts-Umbildung in die Sommerpause gehen. Es musste aber wegen des überraschenden Abgangs von Spahn seine Kabinettsumbaupläne vorziehen.</p>
<p>Merz schlug Thorsten Frei als Nachfolger von Jens Spahn vor, um eine bedingungslosen Unterstützer an die Fraktionsspitze zu bekommen.</p>
<p>Frei war als Kanzleramtsminister nicht erfolgreich gewesen, möglicherweise weil er nicht genügend Organisationsgeschick hat.</p>
<p>Nina Warken war Gesundheitsministerin und wird mit erst nach einer längeren Nachdenkpause und Familienrücksprache Kanzleramtsministerin.</p>
<p>Merz schlug Carsten Linnemann als Nachfolger für Warken vor. <a href="https://www.zdfheute.de/politik/linnemann-gesundheitsminister-eignung-aussage-100.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Linnemann hatte unmittelbar nach der letzten Bundestagswahl erklärt, das er als Gesundheitsminister wahrscheinlich nicht erfolgreich sein könnte, weil er keine Ahnung von der Materie habe.</a> Das hatten die Planer des Kabinettsumbaus nicht auf dem Schirm oder als unbedeutend eingeordnet.</p>
<p>Linnemann ist nicht begeistert, als er für seinen Job vorgestellt wird, da er bisher mit Begeisterung Generalsekretär gewesen war.</p>
<p>Franziska Hoppermann aus Hamburg soll neue Generalsekretärin werden, aber dort im Amt gibt es starke Vorbehalte gegen sie.</p>
<p>Merz wollte Patrick Schnieder als Verkehrsminister loswerden, weil dieser ihm mal im Beisein von anderen widersprochen hat.</p>
<p>Fritz Güntzler sagte erst zu, Verkehrsminister zu werden und dann wieder ab, worauf hin hektisch ein Ersatz für den Ersatz gesucht werden musste.</p>
<p>Schnieder bat öffentlich um seine Entlassung, um zu verhindern, dass Merz weitere Schwierigkeiten bekommt, wenn er den Posten des Verkehrsministers neu besetzen muss.</p>
<p>Die CDU in Rheinland-Pfalz reagierte entsetzt auf diese Entwicklung, der Ministerpräsident ist der Bruder des Verkehrsministers. Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz sagte ein Treffen mit Merz ab.</p>
<p>In Präsidium und Vorstand der CDU gab es Kritik an Merz. Gordon Schnieder, Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und Bruder des herausgeworfenen Verkehrsminister griff Merz im Präsidium der CDU direkt an.</p>
<p>Das oben verlinkte Video wird innerhalb der CDU breit geteilt und soll ein Symbol sein für das Agieren des Bundeskanzlers.</p>
<p>In der CDU ist die Hoffnung entschwunden, dass Friedrich Merz noch das Ruder rumreißen kann.</p>
<p>Etwa 20 Abgeordnete kritisierten Merz in der Fraktionssitzung.</p>
<p>Niemand verteidigte Merz in dieser Aussprache.</p>
<p>Merz lobte die Aussprache später öffentlich als gut und respektvoll.</p>
<h2>Sind das Bewertungen, Meinungen oder Einordnungen?</h2>
<p>Die Kabinettsumbildung ist nicht erfolgreich verlaufen.</p>
<p>Friedrich Merz ist mit seiner Politik und seinem Vorgehen in eine Krise gekommen.</p>
<p>Der Artikel nennt Merz’ Vorgehen ein Versagen. Was bei Ludwig Erhard 1966 Monate gedauert hat, dauert bei Friedrich Merz 2026 nur Wochen.</p>
<p>Merz ist der Verursacher des Chaos.</p>
<p>Die Aussagen über Unprofessionalität, Unfähigkeit und Inkompetenz sind Wertungen aus verschiedenen Ebenen von Verantwortungsträgern bei der CDU. Einige Schlagworte: Merz ist im Tunnel, im Verhältnis zu den einfachen Mitglieder und Verantwortungsträger ist etwas zu Bruch gegangen.</p>
<h2>Werden sich diese Prognosen bewahrheiten?</h2>
<p>Merz’ Autoritätsverlust ist kaum umkehrbar.</p>
<p>Die Lage für Merz wird sich weiter verschlechtern, insbesondere im September (Landtagswahlen im Osten einschließlich Berlin).</p>
<p>Merz kann in der CDU kaum noch Mitglieder oder Aktive erreichen.</p>
<p>Merz könnte nach den Landtagswahl zum Rücktritt gezwungen werden.</p>
<p>Merz könnte noch vor Weihnachten nicht mehr im Amt sein.</p>
<p>Die aktuelle Dynamik wird in der Bundestags-Fraktion immer kritischer gegenüber dem Kanzler.</p>
<p>Im gegenwärtigen Zustand kommt fast nur Hendrik Wüst als Ersatzkanzler in Frage.</p>
<p>Für Wüst ist der Zeitpunkt des Wechsels von Düsseldorf nach Berlin ungünstig, aber unvermeidbar.</p>
<h2>Fazit und Disclaimer</h2>
<p>Das Fazit könnte sein, Friedrich Merz ist bereits Geschichte, aber wir müssen noch bis Weihnachten und auf jeden Fall bis Ende September 2026 warten, um zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen.</p>
<p>Transparenzhinweis: Ich nutze gelegentlich KI-Werkzeuge zur Textentwicklung, Textbearbeitung oder Bildbearbeitung. Alle Inhalte werden von mir redaktionell verantwortet. Das gilt auch für diesen Beitrag <strong>der überwiegend als Sekundärtext zu verstehen ist</strong>, Bildbearbeitung oder Bilderstellung wurden nur zurückhaltend verwendet bzw. konkret gekennzeichnet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ist die &#8222;Neue Selbständigkeit&#8220; schon veraltet, bevor sie überhaupt wirksam werden kann?</title>
		<link>https://train-und-coach.de/ist-die-neue-selbstaendigkeit-schon-veraltet-bevor-sie-ueberhaupt-wirksam-werden-kann.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 12:52:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[geld verdienen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[weiterbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor ungefähr vier Monaten gab es ein paar Tage helle Aufregung, weil die verantwortliche Berliner Politik so wirkte, als ob man ein jahrzehntealtes Problem kurzfristig lösen könnte. Das Problem heißt &#8222;Scheinselbständigkeit&#8220; und die Lösung sollte sein &#8222;neue Selbständigkeit&#8220;. Nun hört man nichts mehr davon, vielleicht haben die Verantwortlichen in Berlin die Sache schon längst vergessen? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ungefähr vier Monaten gab es ein paar Tage helle Aufregung, weil die verantwortliche Berliner Politik so wirkte, als ob man ein <a href="https://train-und-coach.de/arbeitsrechtliche-konflikte-bei-der-staatlichen-erwachsenenbildung.html" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">jahrzehntealtes Problem</a> kurzfristig lösen könnte. Das Problem heißt &#8222;<a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Arbeitnehmer-und-Selbststaendige/03_Selbststaendige/scheinselbststaendigkeit" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">Scheinselbständigkeit</a>&#8220; und die Lösung sollte sein &#8222;<a href="https://www.verdi.de/selbststaendige/rechtssichere-erwerbsformen/schafft-neue-selbststaendigkeit-nun-klarheit" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">neue Selbständigkeit&#8220;</a>. Nun hört man nichts mehr davon, vielleicht haben die Verantwortlichen in Berlin die Sache schon längst vergessen? Eine aktuelle Recherche, auch mit Hilfe von sogenannter künstlicher Intelligenz (hier perplexity.ai) zeigt, dass dem nicht so ist. Allerdings zeigt das Recherche-Werkzeug auch, dass für eine kurzfristige oder mittelfristig umsetzbare<strong> neue Selbstständigkeit</strong> kaum eine Chance besteht.</p>
<h2>Wird es keine &#8222;neue Selbständigkeit&#8220; geben, weil man in Berlin andere Baustellen zu bearbeiten hat?</h2>
<p><span id="more-2994"></span></p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Kurz gesagt: Das Thema ist keineswegs „vom Tisch“. Es gibt weiterhin eine Übergangsregelung, die <strong>bis Ende 2027 verlängert werden soll </strong>(bzw. verlängert wurde), und es gibt konkrete politische Bestrebungen, eine neue Form der Selbstständigkeit einzuführen – allerdings ist der aktuelle Gesetzentwurf stark umstritten und nach Ansicht vieler Verbände noch nicht praxistauglich.[<a href="https://www.volkshochschule.de/meldungen/selbstaendigkeit-von-lehrkraeften-uebergangsregelung-verlaengert.php" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">volkshochschule</a>]</p>
<h3 id="was-aktuell-gilt-stand-juli-2026" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Was aktuell gilt (Stand Juli 2026)</h3>
<ul class="marker:text-quiet list-disc pl-8">
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Die rentenversicherungsrechtliche „Amnestie“ für Lehrkräfte im Bildungsbereich wurde bis <strong>31.12.2027</strong> verlängert. Solange Auftraggeber und Lehrkraft beim Vertragsabschluss übereinstimmend von Selbstständigkeit ausgehen und die Lehrkraft dem ausdrücklich zustimmt, gilt während der Übergangsphase gesetzlich eine <strong>fingierte Selbstständigkeit</strong> – auch wenn die Rentenversicherung im Einzelfall später eine Beschäftigung feststellt.[<a href="https://www.gkd-rechtsanwaelte.de/aktuelles/scheinselbstaendigkeit-bei-lehrkraeften-2026-2027geltungsdauer-von-%C2%A7-127-sgb-iv-verlaengert-was-jetzt-zu-tun-ist/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">gkd-rechtsanwaelte</a>]</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Die Wirkung einer solchen Feststellung tritt dann erst <strong>ab 1.1.2028</strong> ein. Für die Zeit davor sind Nachzahlungen für die Rentenversicherung im Kern ausgeschlossen (bzw. bereits entrichtete Beiträge gelten als rechtmäßig).</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Praktisch heißt das (<em>Meinungsaussage &#8211; keine Tatsachenbehauptung</em>): Das Problem ist nicht „gelöst“, sondern <strong>um ein weiteres Jahr vertagt</strong>, damit politisch eine tragfähige Dauerlösung gefunden werden kann, oder alles beim alten bleibt, also dem ungelösten Problem.</p>
</li>
</ul>
<h3 id="gibt-es-bestrebungen-fr-eine-neue-selbststndigkeit" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Gibt es Bestrebungen für eine „neue Selbstständigkeit“?</h3>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Ja. Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) arbeitet an einem Gesetzentwurf, der eine <strong>neue Form der Selbstständigkeit</strong> für Lehrkräfte schaffen soll, um die Unsicherheit nach dem sogenannten <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/Herrenberg-Urteil/herrenberg-node" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external"><strong>Herrenberg-Urteil</strong></a> des Bundessozialgerichts aufzulösen.[<a href="https://www.volkshochschule.de/meldungen/selbststeandigkeit-gesetzentwurf-braucht-korrektur.php" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">volkshochschule</a>]</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Kernidee: Eine gesetzlich definierte Kategorie, die es Volkshochschulen und anderen Bildungsträgern erlaubt, Dozentinnen und Dozenten weiter als Selbstständige zu honorieren, ohne dass automatisch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unterstellt wird.</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Allerdings gibt es massive Kritik:</p>
<ul class="marker:text-quiet list-disc pl-8">
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top"><strong>23 Verbände</strong> (darunter der Deutsche Volkshochschul-Verband DVV) sehen den vorliegenden Entwurf als <strong>nicht ausreichend</strong>, weil er nebenberuflich tätige Lehrkräfte nicht gut genug schütze und zu streng an den Kriterien für Hauptberuflichkeit orientiert sei.</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Die Verbände haben einen <strong>eigenen Gegenvorschlag</strong> vorgelegt, der nebenberufliche selbstständige Tätigkeit in geringem Umfang freistellen will.[<a href="https://www.volkshochschule.de/meldungen/selbststeandigkeit-gesetzentwurf-braucht-korrektur.php" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">volkshochschule</a>]</p>
</li>
</ul>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Kurz: Es wird sehr wohl an einer neuen Selbstständigkeits-Regelung gearbeitet – aber sie ist politisch noch nicht konsensfähig und damit nicht beschlossen, was nicht anderes bedeutet, dass es unklar ist, ob es sie je geben wird.</p>
<h2 id="was-bedeutet-das-fr-integrationskurse-und-vhs-lehr" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Was bedeutet das für Integrationskurse und VHS-Lehrkräfte?</h2>
<ul class="marker:text-quiet list-disc pl-8">
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Für <strong>Integrationskurse</strong> gilt dieselbe Unsicherheit wie für andere VHS-Angebote: Viele Dozentinnen und Dozenten arbeiten faktisch stark eingebunden (feste Curricula, vorgegebene Termine, wenig eigene Gestaltungsspielräume), was klassisch nach abhängiger Beschäftigung aussieht.[Viele Anbieter im Internet werben bei VHS-Dozenten um Kunden, damit diese ihr Statusfeststellungsverfahren unfallfrei überstehen].</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Durch die verlängerte Übergangsregelung bleibt aber bis <strong>Ende 2027</strong> erst einmal „Ruhe“, was Nachforderungen angeht – unter den genannten Voraussetzungen (einvernehmliche Selbstständigkeitsannahme + Zustimmung) kann also gegenwärtig nicht genau gesagt werden, was letztlich rauskommt, wenn es zu einem Statusfeststellungsverfahren kommen sollte.</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Ab <strong>2028</strong> droht deshalb -weiterhin wie bisher &#8211; ohne neue gesetzliche Grundlage, dass viele dieser Lehrkräfte als abhängig Beschäftigte eingestuft werden – mit entsprechenden Konsequenzen für die Träger und natürlich auch für die Kurslandschaft. &#8222;Droht&#8220; ist hier eigentlich ein falsches Ausdruck, falls die Lehrkräfte faktisch abhängig Beschäftigte sein sollten, &#8222;droht&#8220; ihnen, dass ihr Auftraggeber die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge für sie zahlen muss und alle weiteren Vorteile, die Arbeitnehmer haben: Kündigungsschutz und bezahlter Urlaub.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2882" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn.jpg" alt="Verwaltungsgebäude eines Bildungsträgers" width="948" height="600" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn.jpg 948w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-300x190.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-768x486.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-619x392.jpg 619w" sizes="auto, (max-width: 948px) 100vw, 948px" /></li>
</ul>
<p>Verwaltungsgebäude eines Bildungsträgers</p>
<h2 id="deine-einschtzung-im-kern" class="font-semibold leading-tight text-pretty mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Zurück zur Ausgangsfrage: Ist die &#8222;Neue Selbständigkeit&#8220; schon veraltet, bevor sie überhaupt wirksam werden kann?</h2>
<ul class="marker:text-quiet list-disc pl-8">
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">„Veraltet und nicht mehr relevant“ trifft es nicht. Das Thema ist <strong>weiter hochaktuell</strong>.</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Es gibt <strong>sehr wohl Bestrebungen</strong>, eine neue Selbstständigkeit einzuführen, aber der aktuelle Entwurf ist umkämpft und wird von der Praxis als unzureichend bewertet.</p>
</li>
<li class="py-0 my-0 prose-p:pt-0 prose-p:mb-2 prose-p:my-0 [&amp;&gt;p]:pt-0 [&amp;&gt;p]:mb-2 [&amp;&gt;p]:my-0">
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:inline-block [&amp;_strong:has(+br)]:align-top">Ja, das konkrete Vollzugsproblem wird <strong>de facto um ein bis zwei Jahre vertagt</strong> (jetzt bis Ende 2027), während die politische Suche nach einer Dauerlösung weitergeht oder wegen anderen Baustellen immer wieder vertagt werden muss. Schließlich ist das Problem ja wesentlich älter als das Herrenberg-Urteil. Als Betriebsrats eines privaten Bildungsträgers hatte ich das bereits in den 1980er-Jahren auf dem Schreibtisch.</p>
</li>
</ul>
<p>Morgen haben wir den 1. August 2026 , was heißt, der Gesetzgeber hätte noch mehr als ein Jahr Zeit, ein jahrzehntealtes Problem endlich zu einer vernünftigen Lösung zu führen. Allerdings braucht das Gesetzgebungsverfahren normalerweise erheblich länger für ein so komplexes Verfahren: Bundestag, Ausschüsse, Anhörungen, Bundesrat, erste, zweite, dritte Lesung, Streitverfahren mit der Bundesrat und Probleme mit der Unterschrift des Bundespräsidenten &#8230;</p>
<h2>Kann bei einem normalen Gesetzesverfahren nicht damit gerechnet werden, dass am 31.12.  nächsten Jahres eine Lösung vorliegt? Und falls diese Lösung doch vorliegen sollte, droht ihr möglicherweise recht schnell juristischer Schiffsbruch?</h2>
<p>Normaler Ablauf (stark verkürzt):</p>
<ul>
<li>Erste Befassung Bundesrat: 6 Wochen Beratungsfrist, falls von dort die Initiative ausgeht</li>
<li>Gegenäußerung Bundesregierung: ca. 1 Woche</li>
<li>Erste Lesung Bundestag, Ausschussüberweisung, Anhörungen, Beratungen: mehrere Wochen bis Monate, Monatszahl kann auch über ein Duzend liegen</li>
<li>Zweite und dritte Lesung Bundestag, Abstimmung</li>
<li>Zweiter Durchgang Bundesrat (bei zustimmungsbedürftigen Gesetzen nochmals Ausschüsse, Plenar, ggf. Vermittlungsausschuss): nochmals 3 Wochen Frist plus praktische Vorlaufzeiten</li>
<li>Ausfertigung durch Bundespräsident, Verkündung im Bundesgesetzblatt, Inkrafttreten nach dort genanntem Datum. Eher selten: Der Bundespräsident verweigert Unterschrift wegen Verfassungswidrigkeit, könnte hier aber relevant werden.</li>
</ul>
<p>Man sieht, auch 17 Monate sind für ein so komplexes Problem möglicherweise sehr knapp. Hinzu kommt bei der aktuellen Lage, mehrere Landtagswahlen im Osten der Republik. dass die Regierung Merz, beziehungsweise die Handlungsfähigkeit des gegenwärtigen Bundeskanzlers schnell zu Ende gehen kann. Nach den gegenwärtigen Prognosen kann Merz auf jeden Fall nicht mehr darauf vertrauen, dass er nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (6.9.26) seine bisherige Politik, Brandmauer gegenüber der Partei &#8222;Die Linke&#8220;, noch aufrechterhalten kann. <a href="https://train-und-coach.de/schuldenbremse-nordbruecke-mehrheiten-warum-ueberall-das-zoegern-alles-immer-teurer-macht.html" data-wpel-link="internal">Im Gegenteil, nicht nur Experten ist klar, dass die CDU-Politik der doppelten Brandmauer bereits jetzt Geschichte ist.</a> Aber sorry, ich bin allzu weit vom Hauptthema &#8222;neue Selbständigkeit&#8220; abgedriftet.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>17 Monate Restzeit sind für ein normales Gesetzgebungsverfahren bei diesem Thema sehr ambitioniert, um eine politisch und rechtlich tragfähige Dauerlösung zu verabschieden.</p>
<p>Die Verlängerung der Übergangsregelung bis Ende 2027 ist ein Eingeständnis genau dieser Realität: Man braucht mehr Zeit, um den „juristischen Schiffbruch“ hinauszuzögern oder zu vermeiden.</p>
<p>Wenn die neue Selbstständigkeits-Regelung doch noch kommt, aber erst später, ist die gegenwärtige Unsicherheit eher ein „Rettungsmanöver“ für die Zeit danach – nicht eine Lösung &#8230;</p>
<h2><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCchenzuruf" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">Küchenzuruf</a> nach Henry Nannen</h2>
<p><em>&#8222;Die spinnen wieder mal in Berlin, die wollen doch tatsächlich eine neue Selbständigkeit einführen für Leute, die besser angestellt wären, damit sie ihre Arbeit gut voranbringen können.&#8220;</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Weil es keine Linke gibt, bleibt nach allen nur ein Strohmann übrig</title>
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					<comments>https://train-und-coach.de/weil-es-keine-linke-gibt-bleibt-nach-allen-nur-ein-strohmann-uebrig.html#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 16:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Texte, die nicht nur gelesen, sondern sofort diskutiert werden. Der Gastkommentar von Zara Rahman in der taz vom 27.7.26 gehört in diese Kategorie. Die Autorin zieht nach 15 Jahren einen Schlussstrich unter ihr Leben in Deutschland und begründet das nicht allein mit dem politischen Rechtsruck, sondern vor allem mit dem, was sie als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2991" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://taz.de/Migrantisches-Leben-Warum-ich-Deutscland-nach-15-Jahren-verlasse/!6199140/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2991" class="size-medium wp-image-2991" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_-300x256.jpg" alt="Ausriss Taz der verlinkten Webseite vom 27.7.26" width="300" height="256" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_-300x256.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_-1024x874.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_-768x656.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_-619x528.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/FireShot-Capture-009-Migrantisches-Leben_-Warum-ich-Deutschland-nach-15-Jahren-verlasse-_-taz.de_.jpg 1436w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2991" class="wp-caption-text">Ausriss Taz der verlinkten Webseite vom 27.7.26</p></div>
<p>Es gibt Texte, die nicht nur gelesen, sondern sofort diskutiert werden. Der <a href="https://taz.de/Migrantisches-Leben-Warum-ich-Deutscland-nach-15-Jahren-verlasse/!6199140/" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">Gastkommentar von Zara Rahman in der taz vom 27.7.26</a> gehört in diese Kategorie. Die Autorin zieht nach 15 Jahren einen Schlussstrich unter ihr Leben in Deutschland und begründet das nicht allein mit dem politischen Rechtsruck, sondern vor allem mit dem, was sie als Selbstbetrug und Heuchelei eines liberalen, urbanen Milieus beschreibt.</p>
<p>Genau genommen müsste man hier schreiben, es geht um bzw. gegen</p>
<blockquote><p>Die &#8222;deutschen Gesellschaft, die sich für progressiv und liberal hält. &#8230; Es sind die linksgerichteten Aktivist:innen, die mir ernsthaft sagen, dass sie natürlich gegen Gewalt sind – außer gegen die, die sich gerade gegen Pa­läs­ti­nen­se­r:in­nen richtet. (Zitat gekürzt)</p></blockquote>
<p>Zara Rahman stört sich daran, dass sich dieses Milieu nicht daran stört, was die arabische Bevölkerung in Israel und in den besetzten Gebieten zu erleiden hat, womit dieses Milieu &#8222;Israels Genozid unterstützt&#8220;. Da hat sie einen Punkt, genau solche Leute gibt es und sie sind bis in höchste Regierungsreihen überaus einflussreich, aber in vielen Fällen keine Linken (wie Friedrich Merz oder Volker Beck z.B.).</p>
<p>Genau daran entzündet sich nun die Debatte: Trifft Rahman einen wunden Punkt — oder schießt sie über das Ziel hinaus? Leider ist es nicht so, dass eine so einfache Antwort wie, sie hat Recht, schießt aber zugleich über das Ziel hinaus, heutzutage noch möglich erscheint.</p>
<p>Der Streit über ihren kurzen Text ist mehr als eine Reaktion auf einen einzelnen Kommentar. Er berührt die größere Frage, wie sich eine politische Linke in Deutschland verstehen könnte, wo ihre blinden Flecken liegen und wie weit persönliche Enttäuschung in allgemeine gesellschaftliche Kritik noch wirksam werden kann.</p>
<h2>Was kritisiert Rahman genau?</h2>
<p><span id="more-2990"></span></p>
<p>Rahmans Text richtet sich nicht primär gegen die AfD oder den offenen Rechtsextremismus. Ihr Vorwurf ist subtiler und zugleich schärfer: Sie kritisiert jene gut ausgebildete, oft städtisch und kulturell liberale Mitte, die sich selbst für tolerant, antirassistisch und progressiv hält, im Alltag aber wegschaut, wenn es um Rassismus, Islamfeindlichkeit und diskriminierende Routinen geht.</p>
<p>Das ist ein starker Vorwurf, weil er nicht die üblichen Verdächtigen trifft. Rahman beschreibt nicht die offensichtlichen Gegner einer offenen Gesellschaft, sondern die sich moralisch als gut verstehende Seite. Gerade dadurch bekommt ihr Text Gewicht. Er behauptet im Kern: Das Problem liegt nicht nur rechts oder rechts außen, sondern mitten im selbstzufriedenen Mainstream.</p>
<h2>Wer könnte  mit „links“ gemeint ist? Womöglich fühlt sich niemand angesprochen, oder vielleicht fast alle?</h2>
<p>Ein zentraler Punkt der Debatte ist die Unschärfe des Begriffs „links“. Gemeint ist in diesem Fall offenbar nicht in erster Linie eine Partei, die sich die Linke nennt, sondern ein gesellschaftliches Milieu: akademisch geprägt, urban, sprachsensibel, politisch wach (woke), zumindest im Selbstbild. Menschen, die gegen die AfD demonstrieren, korrekte Sprache mit vielen * und : schätzen und sich auf der Seite der Offenheit verorten.</p>
<p>Gerade das macht den Begriff so heikel. Denn viele, die sich in diesem Sinne links verstehen, würden sich in dieser Beschreibung nur teilweise oder gar nicht wiederfinden. Andere hingegen, die sich links aus gewerkschaftlicher oder parteipolitischer Tradition einschätzen, schütteln verwundert den Kopf, schließlich gehören sie zu denen, die von dem neuen linken Woke-Sein schon lange genervt sind. Die einen engagieren sich aus ehrlicher Überzeugung gegen Diskriminierung. Andere leben ihre politische Haltung vor allem als kulturelle Zugehörigkeit. Wieder andere sehen sich zwar als progressiv, meiden aber jede Konfrontation, die das eigene Milieu wirklich verändern würde.</p>
<h2>Warum der Vorwurf manchmal die Richtigen trifft</h2>
<p>Trotz aller Überzeichnung hat Rahmans Kritik einen realen Kern. Es gibt in progressiven Milieus tatsächlich eine Tendenz zur moralischen Selbstentlastung. Wer sich selbst als „auf der richtigen Seite“ erlebt, neigt leicht dazu, sich gegen Kritik zu immunisieren. Dann wird aus Antirassismus eine Haltung, die vor allem das eigene Gewissen beruhigt, aber wenig an den realen Verhältnissen ändert.</p>
<p>Hinzu kommt die bekannte Lücke zwischen Worten und Taten. Viele bekennen sich öffentlich zu Vielfalt und Fairness, verhalten sich aber im privaten oder institutionellen Alltag deutlich vorsichtiger. Das zeigt sich bei Wohnvierteln, Schulen, kulturellen Netzwerken oder der Frage, wen man in die eigenen Kreise wirklich hineinlässt. In diesem Sinn ist Rahmans Text weniger eine Ausnahmekritik als eine Zuspitzung eines bekannten Widerspruchs.</p>
<h2>Wo der Text angreifbar wird</h2>
<p>So nachvollziehbar diese Diagnose ist, so problematisch wird sie dort, wo aus einem spezifischen Milieu ein allgemeines Bild „der Linken“ entsteht. Denn die politische Linke in Deutschland ist kein homogener Block. Sie reicht von sozialdemokratisch geprägten Wählern über grüne Milieus bis hin zu parteipolitisch und außerparlamentarisch organisierten Strömungen. Wer diese Vielfalt auf ein einziges Verhaltensmuster reduziert, verkennt die Wirklichkeit total.</p>
<div id="attachment_2992" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2992" class="size-full wp-image-2992" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814.jpeg" alt="Strohmann KI generiert" width="1024" height="1024" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814-300x300.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814-150x150.jpeg 150w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814-768x768.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Scarecrow_as_political_metaphor_202607281814-619x619.jpeg 619w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-2992" class="wp-caption-text">Strohmann KI generiert</p></div>
<p>Genau hier liegt die Gefahr des <strong>Strohmann</strong>s. Wer sich links versteht und sich im eigenen linken Umfeld umschaut, der kennt oft viele Linke, die einerseits selbstkritisch, solidarisch und wenig dogmatisch auftreten. Er kennt aber auch viele andere, die unkritisch, unsolidarisch und dogmatisch ihre Positionen pflegen. Der Text trifft dann nicht die reale Breite dieses Spektrums, sondern eher eine bestimmte, lautere und sichtbarere Teilmenge, die es für gut und richtig finden, wenn man in Deutschland besonders sensibel mit dem Nahost-Thema umgeht, weil wir müssen ja unsere nationale Schuld mit einem Konzept von Staatraison umsetzen, das schon per Definition keine Differenzierung zulässt. Das das viele junge Leute und viele Leute mit palästinischen Bekannten nicht nachvollziehen könnte, kann da wenig überraschen.</p>
<p>Trotzdem ist das Thema ziemlich gut geeignet, um nach Feinden Ausschau zu halten, denn egal wie man sich hier positioniert, man hat viele Ansatzpunkte, auch weil die zugespitzte Form rhetorisch gut funktioniert. Als empirischen Bezug kann man beispielsweise auf Twitter mal auf die Flaggen achten, die hinter den Namen stehen. Tauchen dort die israelische oder die palästinische auf, dann kann gleich damit rechnen, dass zwar rhetorisch geschickt aber unterkomplex argumentiert wird. Das gilt aber fast für jede Flaggenverwendung. Wer Flaggen hinter seinem Namen zeigt, der zeigt zugleich, dass er bestimmte Grundpositionen vertritt, die er nicht diskutieren möchte. Aber was beschwere ich mich, für sinnvolle Diskussionen ist Twitter eher selten geeignet gewesen und seit Twitter X heißt braucht man hier eigentliche keine Erwartungen mehr zu hegen.</p>
<h2>Die Israel-Frage als Zündstoff</h2>
<p>Besonders brisant wird die Debatte also dort, wo sich die Kritik mit der Frage nach Israel, Zionismus und Antisemitismus verbindet. In diesem Feld verlaufen die Trennlinien nicht sauber entlang klassischer Links-Rechts-Schemata. Es gibt pro-israelische Linke, antizionistische Linke, antideutsche Positionen, du zugleich auch antilinks oder prolinks formatiert sind, und es gibt antiimperialistische Traditionen und viele Zwischentöne.</p>
<p>Gerade weil diese Debatte so aufgeladen ist, verengt sie oft den Blick. Wer in einem bestimmten Umfeld ständig erlebt, dass Kritik an Israel schnell als antisemitisch gewertet wird, entwickelt leicht den Eindruck, das sei nun „die Linke“. Tatsächlich handelt es sich aber oft um eine bestimmte Szene, eine bestimmte mediale Öffentlichkeit oder ein besonders sensibles politisches Milieu. Die Erfahrung ist real, die Verallgemeinerung aber nicht automatisch belastbar.</p>
<h2>Biografische Wahrheit, politische Zuspitzung</h2>
<p>Vielleicht liegt die Stärke und Schwäche des Textes genau in dieser Spannung. Rahmans Abschied ist als persönliche Bilanz verständlich. Wer über Jahre Enttäuschung, Widerspruch und moralische Erschöpfung erlebt, schreibt nicht mit wissenschaftlicher Distanz. Ein Gastkommentar lebt gerade davon, pointiert zu sein, nicht ausgewogen wie eine Studie.</p>
<p>Doch wer so schreibt, muss damit rechnen, dass die Zuspitzung auf Widerstand stößt. Was als biografisch ehrlicher Befund gemeint ist, kann als pauschale Abrechnung gelesen werden. Und was als Kritik an einer spezifischen sozialen Erfahrung gedacht war, erscheint anderen als Angriff auf das eigene politisches Lager unter Verwendung unterkomplexer Argumente. Genau darin liegt die Spannung zwischen persönlicher Wahrheit und öffentlicher Lesbarkeit.</p>
<h2>Mein Fazit</h2>
<p>Der taz-Text von Zara Rahman ist interessant, weil er einen echten Konflikt sichtbar macht: den zwischen moralischem Selbstbild und gesellschaftlicher Praxis. Er trifft einen Nerv, weil viele progressive Milieus sich gern als reflektiert verstehen, aber bei unangenehmen Fragen erstaunlich viele Wahrnehmungslücken aufweisen.</p>
<p>Gleichzeitig bleibt der Einwand berechtigt, dass der Text zu pauschal wird, wenn er aus einem bestimmten Milieu eine allgemeine Diagnose über „die Linke“ macht. Der Vorwurf kann also zugleich wahr und überzogen sein: wahr, weil er einen blinden Fleck anspricht; überzogen, weil er die Vielfalt der Varianten von Linkssein unterschätzt.</p>
<p>Gerade deshalb ist die Debatte so aufschlussreich. Sie zeigt, wie dünn die Linie zwischen Kritik und Verallgemeinerung sein kann. Und sie erinnert daran, dass politische Milieus nicht nur an ihren Überzeugungen gemessen werden sollten, sondern auch an der Bereitschaft, sich selbst kritisch zu betrachten.</p>
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		<title>Früher war alles besser &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 22:23:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[big data]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser seltsame Gedanke beschlich mich heute, als ich für einen Kurzurlaub fünf Übernachtungen in einem Apartment in Trier buchen wollte und dabei die Erfahrung machte, dass Digitalisierung vieles anders, aber nicht besser macht. Früher hätte man einen Anbieter recherchiert, angerufen und alles telefonisch geklärt. Später konnte man eine Buchung per E-Mail oder Formular meist schnell [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2986" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2986" class="wp-image-2986 size-medium" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017-300x224.jpeg" alt="Der Mann will auch nur buchen, doch der Algorithmus scheint nicht so mitzuspielen zu wollen" width="300" height="224" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017-300x224.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017-1024x765.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017-768x573.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017-619x462.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/Older_user_puzzling_computer_screen_202607280017.jpeg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-2986" class="wp-caption-text">Der Mann will auch nur buchen, doch der Algorithmus scheint nicht so mitzuspielen zu wollen (KI-generiert)</p></div>
<p>Dieser seltsame Gedanke beschlich mich heute, als ich für einen Kurzurlaub fünf Übernachtungen in einem Apartment in Trier buchen wollte und dabei die Erfahrung machte, dass Digitalisierung vieles anders, aber nicht besser macht. Früher hätte man einen Anbieter recherchiert, angerufen und alles telefonisch geklärt. Später konnte man eine Buchung per E-Mail oder Formular meist schnell und sicher erledigen. Man hatte das Gefühl, es geht flott voran, und wusste jederzeit, wo man im Prozess steht.</p>
<p>Heute ist das anders. Man wählt ein passendes Apartment aus und beginnt den Buchungsprozess mit einem Login. Am besten am Desktop-Rechner, weil man dort noch einfacher auf andere Informationsquellen zurückgreifen kann. Noch geht das — demnächst vielleicht nur noch mit einer speziellen App.</p>
<p>Also erst einmal Login. Aber nicht mit E-Mail-Adresse und Passwort, sondern mit einem Bestätigungscode, der per E-Mail verschickt wird und den man in einem anderen Tab abrufen muss. Schon an dieser Stelle kann man den ersten Fehler machen: nicht die E-Mail-Adresse anzugeben, die das System erwartet, also die, mit der man früher schon einmal angemeldet war. Eine andere Adresse funktioniert zwar auch, aber dann hat man unversehens einen zweiten Account angelegt — was später durchaus noch relevant werden kann.<span id="more-2984"></span></p>
<p>Dann also buchen. Doch halt: Zuerst müssen die Profilangaben ergänzt werden. Ist man Mann, Frau oder divers? Auch Geburtsdatum und Adresse werden dringend benötigt. Danach folgen die nächsten Hürden: Newsletter, Mietwagenangebote, Gutscheine für Veranstaltungen. Man klickt das weg, aber die Hoffnung, damit sei es erledigt, ist trügerisch. Im weiteren Verlauf tauchen solche Angebote immer wieder auf, als wolle das System einen um jeden Preis von der eigentlichen Aufgabe abbringen.</p>
<p>Ist das schließlich überstanden, kann man bezahlen. Wählt man PayPal, folgt dort der nächste Login. Für PayPal ist das natürlich schön, und auch dort wird man gleich wieder mit Angeboten konfrontiert: Gutscheine, Newsletter, Zusatzinfos. Ist schließlich bezahlt, braucht man noch den Login beim Vermieter. Der teilt einem freundlich mit, dass man keinen Schlüssel brauche, aber vielleicht doch einen Mietwagen, den man zwar nicht direkt vor der Haustür parken könne, aber kostengünstig im großen Parkhaus um die Ecke. Ein weiterer kleiner Umweg, verbunden mit der nächsten Gelegenheit, erneut zu sagen, dass man keinen Mietwagen braucht.</p>
<p>Alles ist dann erledigt. Aber man möchte ja doch noch in der App des Reisevermittlers nachschauen, ob die Buchung dort sauber erscheint. Das wird schwierig, weil man dort inzwischen mit einer anderen E-Mail-Adresse unterwegs ist. Also möchte man diese Adresse ändern. Doch auch das geht nicht so einfach, weil die andere Adresse bereits von einem anderen Kunden verwendet werde — der man natürlich selbst ist, nur weiß der Computer davon nichts. Woher auch?</p>
<h2>Es ist nochmal gut gegangen</h2>
<p>Nachdem man sich ungefähr viermal in App und am PC an- und abgemeldet und jedes Mal den Bestätigungscode aus der E-Mail eingegeben hat, hat das System schließlich erkannt, dass es sich um denselben Account handelt. Seitdem wird die gebuchte Reise bei jedem Login angezeigt, ganz gleich, welche der beiden E-Mail-Adressen man verwendet. Das ist tatsächlich bemerkenswert: Offensichtlich sind zu viele Kunden in genau dieser Schleife gelandet, und die Programmierer haben in vielen Nachtschichten daran gearbeitet, die Probleme eines Logins ohne Passwort auszubügeln.</p>
<h2>Systemlogik dominiert und nicht kontextbezogene Flexibilität</h2>
<p>Diese Geschichte zeigt perfekt die kumulative Komplexität moderner Systeme:</p>
<p>Die scheinbar irrelevante E-Mail-Auswahl und die asynchrone Bestätigung verhindert erst mal, dass es richtig weitergeht, wovon man aber nichts erfahren kann. Stattdessen wird man mit Nebenfragen beschäftigt, die mit der eigentlichen Buchung nichts zu tun haben.</p>
<p>Das ist die Systemlogik, die meinen Kontext ignoriert: Das System weiß nicht, dass ich nur „schnell buchen&#8220; will es behandelt jede neue E-Mail-Adresse als potenziell neues Konto.</p>
<h2>Die tiefere Frage: Warum ist das so?</h2>
<p>Nicht aus technischer Notwendigkeit, sondern aus den Zwängen einer ökonomischen Verwertungslogik.</p>
<p><strong>Datenökonomie</strong>: Jede Interaktion wird zum Datenpunkt, jeder Datenpunkt zum Rohstoff. So wächst der Wert des Kunden nicht als Person, sondern als kalkulierbare Größe im System.</p>
<p><strong>Up-Selling</strong>: Jede Einblendung, jede Empfehlung, jede Werbung ist der Versuch, aus dem eigentlichen Vorgang noch eine weitere Buchung herauszupressen.</p>
<p><strong>Haftungslogik</strong>: Jede Bestätigung sichert das Unternehmen rechtlich ab. Aus dem Nutzer wird nicht ein mündiger Kunde, sondern ein Protokollfall.</p>
<p><strong>Plattformökonomie</strong>: Jede Verknüpfung bindet stärker an die Plattform. Der Ausstieg wird erschwert, die Abhängigkeit verfestigt sich.</p>
<p>Das ist <strong>Kapitalismus in seiner digitalen Form</strong>: nicht Technik als neutrales Werkzeug, sondern Technik als Vollstrecker einer Logik der Profitmaximierung. Die Controller und Entscheider erscheinen darin als funktionale Exekutoren eines Systems, das nicht auf Verständlichkeit, sondern auf Verwertung ausgerichtet ist.</p>
<div id="attachment_2985" style="width: 971px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2985" class="size-full wp-image-2985" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/rosa-system.jpg" alt="Hartmut Rosa: System und Konstellation - Ausriss Verlagsseite" width="961" height="492" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/rosa-system.jpg 961w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/rosa-system-300x154.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/rosa-system-768x393.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/rosa-system-619x317.jpg 619w" sizes="auto, (max-width: 961px) 100vw, 961px" /><p id="caption-attachment-2985" class="wp-caption-text">Hartmut Rosa: System und Konstellation &#8211; Ausriss Verlagsseite</p></div>
<h2>Vom Marxismus zur Soziologie, wie schätzt Harmut Rosa hier Situation und Konstellation ein?</h2>
<p>Es sollte einfach sein: Ein Apartment in Trier buchen, fünf Tage Urlaub, nichts weiter. Aber was als banale Online-Reservierung begann, entwickelte sich zu einer Odyssee durch die digitale Moderne. Erst die spontane Auswahl der falschen E-Mail-Adresse – vom System freudig als ‚neuer Kunde&#8216; begrüßt. Dann die Erkenntnis nach zwanzig Minuten: Beide Adressen gehören wohl doch zusammen. Nur: Die Buchungshistorie zeigt sich trotzdem nur bei der alten Adresse.</p>
<p>Was wie ein technischer Makel wirkt, ist symptomatisch für unsere Zeit. Der Soziologe Hartmut Rosa nennt es das ‚<strong>Verschwinden des Spielraums</strong>&#8218;: Immer öfter geben uns Algorithmen Entscheidungsmuster vor, und wir verlieren die Möglichkeit, zu handeln. Aus Handelnden werden Vollziehende. Diese These lässt sich am Beispiel einer Apartment-Buchung überraschend konkret nachvollziehen.</p>
<h2>Handeln war früher, heute ist vollziehen angesagt</h2>
<p>Der entscheidende Moment: Ich wähle nicht die E-Mail-Adresse, die das System kennt, sondern eine andere. Ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit – und das System reagiert nicht mit einer Warnung („Diese Adresse kennen wir nicht, meinten Sie vielleicht …?&#8220;), sondern nimmt intern einen neuen Kunden auf. Fehlt nur noch die Begrüssung.</p>
<p>Das ist keine Bosheit, sondern Systemlogik. Das System kann nicht urteilen im Sinne von: ‚Das ist wahrscheinlich dieselbe Person, die gerade nicht genau genug sich erinnert hat.&#8216; Es kann nur vollziehen: ‚Neue E-Mail = neuer Kunde.&#8216; Hartmut Rosa nennt das die ‚konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen&#8216;. An die Stelle situationssensiblen Überlegens tritt das binäre Muster: bekannt vs. unbekannt.</p>
<p>Interessant wird es nach zwanzig Minuten: Das System erkennt, dass beide E-Mail-Adressen zur gleichen Person gehören. Es ist intelligent genug, um Muster zu erkennen, aber nicht intelligent genug, um die Konsequenzen zu ziehen. Die Buchungshistorie zeigt sich weiterhin nur bei der alten Adresse. Halbherzige Resonanz – das System schwingt mit, aber nicht voll.</p>
<h2>Hartmut Rosa, einige Zitate, die passen</h2>
<blockquote><p>„An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen.&#8220;</p>
<p>„Handelnde werden zu Vollziehenden.&#8220;</p>
<p>„Das System kann nicht urteilen, es kann nur vollziehen.&#8220;</p>
<p>„Wenn Ermessensspielräume verschwinden und die Kreativität menschlichen Handelns eliminiert wird, wächst das Gefühl der Ohnmacht.&#8220;</p></blockquote>
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		<title>KI in der Medizin: Sowohl Experten wie Patienten profitieren massiv, wenn sie die Werkzeuge richtig nutzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 10:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit ChatBots]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[weiterbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist ein KI-Werkzeug wie ChatGPT oder eine medizinisches Informationswerkzeug hilfreich oder schädlich? Die Antwort hier ist wie so oft im Leben: Es kommt darauf an. Oder: Wenn man das Werkzeug richtig anwendet, dann ist es unverzichtbar. Dass dies auch für KI-Werkzeuge gilt und dass diese gleichermaßen hilfreich für Experten (Ärzte) wie für Laien (Patienten) sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist ein KI-Werkzeug wie ChatGPT oder eine medizinisches Informationswerkzeug hilfreich oder schädlich? Die Antwort hier ist wie so oft im Leben: Es kommt darauf an. Oder: Wenn man das Werkzeug richtig anwendet, dann ist es unverzichtbar.</strong> Dass dies auch für KI-Werkzeuge gilt und dass diese gleichermaßen hilfreich für Experten (Ärzte) wie für Laien (Patienten) sein können, macht dieses Gespräch deutlich, das auf YouTube leider nur wenig Resonanz erfährt (359 Aufrufe, 7 Likes).</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KI in der Medizin: Was kann sie leisten? - exkurs-Gespräch mit Prof. Felix Nensa" width="660" height="371" src="https://www.youtube.com/embed/w6KohqaSQfg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>KI ist für mich als Patient hilfreich bei der Vorbereitung eines Arzttermins</h2>
<p>Auf die pseudo-provokante Einstiegsfrage, ob Werkzeuge wie ChatGPT die der bessere Arzt sei, antwortet der Protagonist des Videos (Prof. Felix Nensa ist leitender Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie an der Uni-Klinik in Essen) mit einem klaren &#8222;<strong>Nein</strong>&#8222;. <span id="more-2982"></span>Das ist auch nicht der Sinn von KI-Werkzeugen, sie sollen keine Menschen ersetzen, sondern deren Arbeit verbessern, möglichst auf eine höhere Qualitätsstufe anheben.</p>
<p>Felix Nensa ermuntert die Patienten ausdrücklich dazu, KI-Tools (wie ChatGPT und ähnliche Systeme) vor einem Arztbesuch zu nutzen, um Symptome zu recherchieren. Er erklärt, warum dies heute viel sinnvoller ist als das klassische Googeln (bekannt auch als &#8222;Dr. Google&#8220;):</p>
<blockquote><p>Wenn ein medizinischer Laie Symptome googelt, fehlen ihm oft die richtigen Fachbegriffe, was früher oft zu schlechten Ergebnissen oder unzureichend ausgerichteten Laienforen führte. KI-Modelle können jedoch laienhafte Beschreibungen aufgreifen, in medizinische Terminologie übersetzen und so sehr effizient relevante Informationen aus Fachdatenbanken extrahieren. (kein wörtliches Zitat)</p></blockquote>
<p>Wichtig ist das auch für die Gesprächsführung und das gilt für beide Seiten.</p>
<blockquote><p>Durch diese Vorabinformation können Patienten auf Augenhöhe mit ihrem Arzt sprechen und werden im Gespräch souveräner. Zudem kann die KI dabei helfen, überhaupt erst den richtigen Facharzt (z.B. Kardiologe vs. Orthopäde) zu bestimmen.</p></blockquote>
<p>Allerdings &#8230;</p>
<blockquote><p>Man muss es psychisch aushalten können, dass die &#8222;KI-Expertin&#8220; – ähnlich wie ungeliebten Beipackzettel – mögliche beängstigende Diagnosen einem auflistet. Auf jeden Fall ist eindringlich davon abzuraten, als Laie eigenmächtige Interventionen (wie eine Selbsttherapie oder Medikamenteneinnahme) aus den KI-Ergebnissen abzuleiten. Die KI-Ergebnisse müssen stets mit menschlichen Experten besprochen und validiert werden.</p></blockquote>
<p>Da kann man richtigerweise ergänzen: gute KI-Systeme und gut geprompte KI-Systeme würden sich sowieso weigern, dass zu unterstützen. Allerdings kann man jedes KI-System dazu bringen, diese internen Schranken zu durchbrechen. Aber der Prof. hat natürlich recht und man kann es nicht oft genug sagen: <strong>KI-Systeme können keine Entscheidungen treffen und wir müssen alles tun, damit dies auch niemals möglich wird, dass Computer-Systeme Entscheidungen treffen können.</strong> Und falls es solche Systeme schon geben sollte, dann müssen sie schnellstmöglich rückabgewickelt werden.</p>
<h2>Medizinische Bilderkennung mit KI &#8211; Mythen dominieren den Diskurs, die Realität sieht völlig anders aus</h2>
<p>Felix Nensa lächelt verschmitzt, als er die Anekdote vom Nobelpreisträger erzählt, der alle Radiologen arbeitslos machen wollte. Er ist selbst  Professor für Radiologie mit Schwerpunkt KI am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin und weiß daher genau, dass weltweit Radiologen händeringend gesucht werden und dass seine Studierenden hier gute und lukrative Berufsperspektiven haben. Nensa erklärt, dass Bilderkennung in der Radiologie eine Form der &#8222;schmalen KI&#8220; (Narrow AI) ist: Sie werden eher als spezialisiertes Werkzeug zur Arbeitsentlastung bei repetitiven Aufgaben (wie dem Vermessen von Organen) genutzt, und sind keinesfalls eine Super-KI ist, die alles im einem Gus erledigen kann. Beispielsweise tun sich KI-Werkzeuge oft schwer mit dem Erkennen von Tumoren, da im Gegensatz zu gesunden Organen jeder Tumor völlig anders aussieht und die Trainingsdaten bei vielen seltenen Krebsarten oft fehlen.</p>
<h2>Viele Revolution im Arzt-Patienten-Gespräch durch Large Language Models (LLMs)</h2>
<p>Während die Bilderkennung eher eine Nische für den medizinischen Nerd bleiben wird, sieht Felix Nensa Large Language Models (wie ChatGPT) als revolutionäre Mehrzweck-Technologien (&#8222;General Purpose Technology&#8220;). Ein zentrales Problem aktueller Arztbesuche sei, dass Ärzte fast ununterbrochen auf einen Bildschirm schauten und tippten, was die Zwischenmenschlichkeit störe und von beiden Seiten als störend empfunden werde. In Zukunft (und teils schon heute in den USA) sollen &#8222;Ambient Scribes&#8220; (z.B. in Form eines intelligenten Lautsprechers im Raum) das Gespräch aufzeichnen und die Dokumentation komplett automatisieren, sodass sich Arzt und Patient wieder frei unterhalten könnten. Noch beeindruckender sei dieses Szenario: Die KI könnte dem Arzt in Echtzeit über eine AR-Brille oder Smartwatch Hilfestellungen geben, beispielsweise wenn der Arzt vergisst, nach der Schmerzskala von 1 bis 10 zu fragen. Weiter gedacht könnte die KI das Gespräch nachträglich für den Patienten in einfache Sprache übersetzen oder an die Medikamenteneinnahme erinnern.</p>
<p>Soweit der Prof, der hier meiner Meinung nach in seiner Euphorie deutlich über das Ziel hinausschießt. Mich stört es nicht, wenn der Arzt die Gesprächs- und Diagnoseschritte in seinen PC eintippt, während er oder sie mit mir spricht. Allzu viel Technik würde mich hier stören, auch wenn sie scheinbar unsichtbar ist. Deshalb würde ist dieses Zukunfts-Szenario eher als gruselige Anekdote einordnen wollen.</p>
<h2>Fazit und Handlungsempfehlungen</h2>
<p>Am Ende des Videos gibt Prof. Nensa einen klaren Rat an Patienten und medizinisches Personal: &#8222;nutzen, nutzen, nutzen, !!!&#8220;. Die rasante Entwicklung lässt sich nicht aus Büchern oder in der Uni lernen, sondern nur durch das eigenes Ausprobieren und Sammeln von Erfahrungen. Während Ärzte die KI-Ergebnisse aufgrund ihres Fachwissens leichter überprüfen können, müssen Laien vorsichtiger sein, wenn das Tool in eine falsche Richtung abdriftet.</p>
<p>Das kann ich zu 100 Prozent unterschreiben, die Zeit ist vorbei, sich abseits von Technik Gedanken darüber zu machen, wie schlimm sich die Welt entwickelt hat (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xyZZa_0fduA&amp;t=8s" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">Heidegger, sei hier als abschreckendes Beispiel genutzt</a>). Seit Ende 2023 hat jeder und jede die Möglichkeit, KI praktisch und sogar kostenlos zu testen. Die Zeit der bezugslose Spekulation sollte vorbei sein, wir können die Chancen und Risiken der KI jeden Tag erfahren, nutzen, auch erleiden, aber wir sind nicht mehr darauf angewiesen, dass andere uns erklären, wie wir mit diesem Potential umzugehen haben.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Auch im Bund geht bald nichts mehr ohne die LINKE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 13:26:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Linke, die Mitte und ein zu grober Vergleich Peter Unfried beschreibt in seinem Text im Kern eine politische Lage, die man durchaus ernst nehmen sollte: Die demokratischen Parteien der Mitte ringen darum, sich klar voneinander und von den &#8222;Rändern&#8220; abzugrenzen, während sich zugleich die politischen Lager in ihren Kommunikationsstilen immer weiter verhärten. Das ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2981" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://taz.de/!6195072/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2981" class="wp-image-2981 size-medium" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-300x218.jpg" alt="Unfried von Taz: Im Bund gehts nicht mit den Linken" width="300" height="218" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-300x218.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-1024x743.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-768x557.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-1536x1115.jpg 1536w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002-619x449.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/07/20260725_120002.jpg 1997w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2981" class="wp-caption-text">Ausrissfoto: Taz von 25.7.26</p></div>
<p><strong>Die Linke, die Mitte und ein zu grober Vergleich</strong></p>
<p>Peter Unfried beschreibt in seinem Text im Kern eine politische Lage, die man durchaus ernst nehmen sollte: Die demokratischen Parteien der Mitte ringen darum, sich klar voneinander und von den &#8222;Rändern&#8220; abzugrenzen, während sich zugleich die politischen Lager in ihren Kommunikationsstilen immer weiter verhärten. Das ist präzise beobachtet und gut zugespitzt. Auch sein Blick darauf, dass die politische Mitte nicht so tun sollte, als gäbe es die gesellschaftliche Breite außerhalb der eigenen Milieus nicht, ist ein wichtiger Hinweis.</p>
<p>Gerade deshalb liest man den Text mit Gewinn. Unfried formuliert pointiert, ohne dabei bloß zu eskalieren, und er trifft einen realen Nerv der gegenwärtigen Debatte. Wer sich mit der strategischen Lage der Linken beschäftigt, findet in seiner Analyse durchaus viel Brauchbares: den Hinweis auf die Bedeutung politischer Anschlussfähigkeit, die Gefahr der Selbstisolierung und die Frage, wie eine linke Partei in einem fragmentierten politischen Feld überhaupt noch mehrheitsfähig werden kann.</p>
<blockquote><p>Der Abstand zur Mitte ist die Geschäftsgrundlage der AfD und im Bund auch der Linkspartei. Für die Rechts­driftenden ist alles ab Friedrich Merz „links“, für die Linken ist alles ab Robert Habeck unter <span class="underline hover:opacity-70 cursor-pointer" tabindex="0" title="https://taz.de/!6189956&amp;SuchRahmen=Print/" role="button" aria-haspopup="dialog" aria-expanded="false" aria-controls="radix-_r_a2_" data-state="closed">Faschismusverdacht</span>, die Union sowieso. Beide Seiten tun in ­ihrer Kommunikation so, als gäbe es die breite Mehrheitsgesellschaft nicht, die es ja nun mal (noch) gibt und die halt von linksemanzipatorisch bis rechtskonservativ reichen muss. Zitat Ende. Zitat von Unfried aus dem <a href="https://taz.de/!6195072/" target="_blank" rel="noopener external noreferrer" data-wpel-link="external">taz-Artikel von heute</a></p></blockquote>
<p>An einem Punkt aber ziehe ich nicht mit. <span id="more-2980"></span><strong>Und zwar nicht nur aus politischer Intuition, sondern aus empirischen Gründen.</strong> Die These, der Abstand zur Mitte sei für die AfD und im Bund auch für die Linkspartei gleichermaßen die „Geschäftsgrundlage“, überzeugt mich so nicht. Das ist selbst bei großzügiger Auslegung zu grob geraten. Empirisch lässt sich der Abstand der AfD zum demokratischen Mittelfeld nicht einfach mit dem der Linkspartei gleichsetzen. Wer das tut, verwischt einen zentralen Unterschied zwischen einer Partei, die sich in einem klar demokratischen Spektrum bewegt, und einer Partei, deren Verhältnis zur demokratischen Ordnung dauerhaft problematisch bleibt.</p>
<p>Noch deutlicher widersprechen muss ich der Unterstellung, die Linke bzw. ihr Mainstream stelle alles, was rechts von Robert Habeck (einschließlich Habeck) liege, unter <strong>Faschismusverdacht</strong>. Das ist so pauschal nicht haltbar. Natürlich gibt es am linken Rand Aktivisten und Stimmen, die sehr schrill und politisch unklug argumentieren. Aber sie bestimmen nicht den Mainstream der Partei. Maßgeblich sind die offiziellen Führungskräfte, frühere und aktuelle Parteivorsitzende, und die wissen sehr genau, dass man Demokratie nicht gegen die Mehrheit der CDU oder erst recht nicht gegen die Mehrheit der Grünen verteidigen kann.</p>
<p>Genau hier wirkt der Satz auf mich wie ein Rückfall in eine eher schwache Form der <strong>Hufeisen-Theorie</strong>. Schwach deshalb, weil es nicht die grobe Behauptung ist, links und rechts seien identisch, aber doch die Tendenz, die sogenannten politischen Extreme über einen Kamm zu scheren und die Unterschiede zwischen demokratischer Kritik, radikaler Zuspitzung und echter Demokratiefeindschaft zu nivellieren. Das ist analytisch ungenau und politisch unklug. Wer linke Politik ernst nimmt, muss sehr wohl zwischen scharfer Kritik an Merz, Söder oder Dobrindt einerseits und einem absurden Faschismusverdacht andererseits unterscheiden.</p>
<p>Und genau deshalb ist dieser eine Punkt für mich nicht nebensächlich, sondern zentral. Kritik an der politischen Rechten (CDU/CSU) ist selbstverständlich legitim, oft auch notwendig und in vielen Fällen sogar dringend geboten. Aber sie ist eben nicht automatisch gleichbedeutend mit einem Angriff auf die demokratische Grundordnung. Die Linke wäre schlecht aufgestellt, wenn man ihr ein solches Bild unterschieben könnte — gerade weil sie sich nur dann als ernsthafte politische Kraft behaupten kann, wenn sie zwischen harter Auseinandersetzung und ideologischer Überzeichnung sauber trennt.</p>
<p><strong>Unfrieds Text bleibt deshalb insgesamt lesenswert und anregend. Ich würde ihm in fast allem zustimmen. Nur an dieser einen Stelle halte ich seine Diagnose für zu pauschal, zu sehr verkürzt und empirisch nicht belastbar. Genau dort beginnt für mich der Widerspruch.</strong></p>
<p>Transparenzhinweis: Ich nutze gelegentlich KI-Werkzeuge zur Textentwicklung oder Bildbearbeitung. Alle Inhalte werden von mir redaktionell verantwortet. Das gilt auch für diesen Beitrag und das einzige Bild, das diesmal ohne KI, nur mit einem Smartphone erstellt wurde.</p>
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