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		<title>Postmoderner Totalitarismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[online publizieren]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff „postmoderner Totalitarismus“ taucht in der jüngsten Debatte um Russland erneut auf. So äußert sich den Osteuropa-Historiker Karl Schlögel, der das gegenwärtige Herrschaftssystem in Russland als postmodernen Totalitarismus charakterisiert. Gemeint ist damit ein Regime, das einerseits an klassische totalitäre Traditionen anknüpft, zugleich aber mit zeitgenössischen, medial hochgradig flexiblen Formen von Propaganda und Desinformation operiert. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2910" style="width: 285px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2910" class="size-medium wp-image-2910" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-275x300.jpg" alt="Ausriss: taz von heute https://taz.de/Solidaritaet-mit-Protesten-in-Georgien/!6188255&amp;s=Schl%C3%B6gel/" width="275" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-275x300.jpg 275w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-939x1024.jpg 939w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-768x838.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-1408x1536.jpg 1408w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16-619x675.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-18-12-48-16.jpg 1520w" sizes="(max-width: 275px) 100vw, 275px" /></a><p id="caption-attachment-2910" class="wp-caption-text">Ausriss: taz von heute https://taz.de/Solidaritaet-mit-Protesten-in-Georgien/!6188255&amp;s=Schl%C3%B6gel/</p></div>
<p><strong>Der Begriff „postmoderner Totalitarismus“ taucht in der jüngsten Debatte um Russland erneut auf. So äußert sich den Osteuropa-Historiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Schl%C3%B6gel" target="_blank" rel="noopener">Karl Schlögel</a>, der das gegenwärtige Herrschaftssystem in Russland als postmodernen Totalitarismus charakterisiert. Gemeint ist damit ein Regime, das einerseits an klassische totalitäre Traditionen anknüpft, zugleich aber mit zeitgenössischen, medial hochgradig flexiblen Formen von Propaganda und Desinformation operiert. Wer sich mit der wechselhaften Geschichte der beiden Begriffe Postmodern und Totalitarismus etwas auskennt, der stellt sich mit dem heutigen Taz-Artikel natürlich die Frage, wie treffend denn diese plakative Zuschreibung sein kann, wenn innerhalb der Sozialwissenschaften keine Einigkeit vorliegt, was Postmodern oder Totalitarismus eigentlich bedeuten soll oder kann. </strong></p>
<p>In dem A<a href="https://taz.de/Solidaritaet-mit-Protesten-in-Georgien/!6188255&amp;s=Schl%C3%B6gel/" target="_blank" rel="noopener">rtikel der Taz zu Schlögels postmodernen Totalitarismus Begriff</a> wird diese Diagnose im Kontext einer Preisverleihung in Georgien aufgegriffen und knapp skizziert. Schlögel betont, wie das russische Regime ein ideologisch-kulturelles „Hybrid“ konstruiert, in dem sich Elemente orthodoxer Religion, imperialer Geschichtsbilder und antiwestlicher Rhetorik überlagern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die systematische Verwischung der Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Realität und Fiktion: Nicht mehr die eine verbindliche Doktrin steht im Vordergrund, sondern ein zynischer Umgang mit widersprüchlichen Narrativen, der jede stabile Orientierung untergräbt.<span id="more-2909"></span></p>
<p>Der Begriff „postmodern“ soll in diesem Zusammenhang markieren, dass diese Form der Herrschaft nicht mehr primär auf eine geschlossene Ideologie setzt, sondern auf die Auflösung, Fragmentierung und Hybridisierung von Deutungen. „Totalitarismus“ benennt wiederum den Anspruch, Gesellschaft und Individuum umfassend zu kontrollieren – nicht nur über Gewalt und Repression, sondern auch über permanente Bearbeitung der Wahrnehmung und des Diskurses. Schlögels Begriffsvorschlag lädt damit zu einer Verbindung von älteren Totalitarismus-Debatten mit aktuellen Diskussionen über mediale Manipulation, Desinformation und der zunehmenden Bedeutung von <a href="https://train-und-coach.de/fake-news.html">Fake News</a> ein.</p>
<h2>Kritik des Totalitarismus-Begriffs</h2>
<p>Der Totalitarismus-Begriff ist allerdings seit seiner Einführung in der Nachkriegszeit zum 1. Weltkrieg umstritten. In den 197oer-Jahren wurde kritisiert, dass er im Kalten Krieg zum politischer Kampfbegriff verkommen war: Er stellte kommunistische Regime mit dem Nationalsozialismus auf eine Ebene und sollte so eine symmetrische Gegenüberstellung von „Totalitarismus“ und „freiheitlicher Demokratie“ etablieren. <a href="https://www.pw-portal.de/demokratie-und-frieden/ueberblick/totalitarismus-im-20-jahrhundert_2857">Kritiker bemängelten nachvollziehbar</a>, dass damit historische und strukturelle Unterschiede zwischen verschiedenen autoritären Systemen nivelliert werden.</p>
<p>Hinzu kommt der Vorwurf der Überdehnung: Wenn zu viele und zu unterschiedliche Phänomene als „totalitär“ bezeichnet werden – von klassischen Diktaturen bis zu Tendenzen innerhalb demokratischer Staaten –, verliert der Begriff seine analytische Schärfe. In der Forschung wurde daher wiederholt versucht, den Begriff zu präzisieren, etwa über Kriterienkataloge (Monopol der Macht, monopolistische Ideologie, umfassende Kontrolle, Terror). Doch die normative Schwere des Begriffs bleibt: Wer ihn verwendet, trifft nicht nur eine analytische, sondern zugleich eine moralische Entscheidung. Das macht ihn in der politischen Kommunikation wirksam, aber wissenschaftlich oder analytisch schwer handhabbar.</p>
<div id="attachment_2915" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2915" class="size-large wp-image-2915" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514-1024x572.jpg" alt="Postmoderner Totalitarismus - eine Karikatur aus der Sicht von nano banana" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514-1024x572.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514-300x167.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514-768x429.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514-619x345.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260618-143514.jpg 1376w" sizes="(max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2915" class="wp-caption-text">Postmoderner Totalitarismus &#8211; eine Karikatur aus der Sicht von nano banana</p></div>
<h2>Kritik am Postmoderne-Begriff</h2>
<p>Ähnlich umstritten ist der Begriff der Postmoderne. Er wird seit Jahrzehnten als Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Entwicklungen in Philosophie, Kunst, Gesellschaftstheorie und Kulturkritik verwendet. Schon früh wurde moniert, der Begriff sei begrifflich unscharf: Meint er eine Epoche, einen Stil, eine Haltung oder eine Theorie? Je nach Autor und Kontext schwankt der Zuschnitt erheblich.</p>
<p>Zentral ist der Vorwurf des <strong>Relativismus</strong>. Kritiker sehen in der Postmoderne eine Abkehr von Wahrheitsansprüchen, von Vernunftorientierung und von universalen Normen. Stattdessen würden Pluralität, Differenz und Kontextualität betont – mit der Folge, dass jede starke normative Position unter Verdacht gerät. In politischen Debatten wird „postmodern“ daher häufig als Schimpfwort für angebliche Beliebigkeit, Identitätspolitik oder „alles ist nur Diskurs“ gebraucht. Dabei werden die eigentlichen theoretischen Debatten, etwa um Macht/Wissen-Konstellationen oder die Kritik an großen Fortschrittsnarrativen, oft verkürzt oder karikiert dargestellt.</p>
<p><strong>Fazit: Postmoderner Totalitarismus &#8211; schöne Begriffsbildung mit analytischer Flachheit?</strong></p>
<p>Wenn nun von „postmodernem Totalitarismus“ die Rede ist, treffen zwei bereits hoch umstrittene und semantisch überbelastete Begriffe aufeinander. Analytisch produziert das eine doppelte Hypothek. Der Totalitarismusbegriff trägt die Geschichte des Kalten Krieges und die Gefahr der Gleichsetzung sehr unterschiedlicher Regime mit sich. Der Postmodernebegriff wiederum steht für begriffliche Unschärfe und den Relativismusverdacht. In Kombination entsteht ein Label, das mehr Assoziationen weckt, als es präzise analytische Arbeit leistet.</p>
<p>Angewandt auf das Russland unter Putin hat Schlögel das gleiche Problem wie die Totalitarismus-Theoretiker, die nicht in der Lage waren, die konkreten Wandlungsprozesse der Nach-Stalin-Zeit noch verstehen zu können. War Stalin eine Abweichung von totalitaristischen Gesamtkonzept oder waren Männer wie Chruschtschow, Breschnew und Gorbatschow erfolgreich in der Überwindung des Totalitarismus? Angewandt auf Russland heute oder morgen: Können die Nachfolger von Putin den  postmodernen Totalitarismus überwinden oder erst zur Vollendung bringen?</p>
<p>Damit besteht die Gefahr, dass die totalitäre Postmoderne russischer Anmutung bestimmte Kontinuitäten und Näheverhältnisse verschleiert. Denkt man über den Atlantik hinaus oder in Richtung China, dann wird eher unklar auf wen sich die postmoderne Variante eines Totalitarismus überhaupt beschränken lässt. Trump und Xi Jinping halten nichts von der Postmoderne und wenden sie trotzdem im Sinne der Beliebigkeit der Begründung jeden Tag erfolgreich an. Und auch die demokratischen Führungskräfte des verbleibenden Westens wie Friedrich Merz, Keir Starmer und Emmanuel Macron greifen häufig auf Erklärungsmuster zurück, die empirische Begründetheit vermissen lassen.</p>
<p>Die von Schlögel beschriebenen Propagandapraktiken – die kontrollierte Mischung aus alten sowjetischen Mustern, staatlichen Medienapparaten und neuen Desinformationsformen – lassen sich durchaus mit klassischen Kategorien von Propaganda, autoritären Herrschaftstechniken und Medienmacht beschreiben. Die Rede vom „Postmodernen“ kann hier eher den Eindruck erwecken, es handle sich um etwas qualitativ völlig Neues, das sich alten Kategorien entzieht. Damit droht der Blick auf die sehr realen und tradierbaren Herrschafts- und Gewaltformen, die aus der sowjetischen und imperialen Vergangenheit fortgeführt werden, unscharf zu werden.</p>
<p>Der Begriff „postmoderner Totalitarismus“ mag publizistisch zugespitzt und eingängig sein. Sein analytischer Mehrwert ist jedoch begrenzt. Wer die Funktionsweise des russischen Herrschaftssystems verstehen will, kommt mit präziseren Begriffen – autoritärer Staat, hybrides Regime, propagandistische Kommunikationsstrategien, mediale Kontrolle – vermutlich weiter als mit der doppelten Metapher aus „Postmoderne“ und „Totalitarismus“.</p>
<p>Möglicherweise kann man diese Begriffsbildung auch als gewollte oder ungewollte ironische Wortschöpfung interpretieren, wie sie im Bereich der Publizistik und der (Geistes-)Wissenschaften seit Jahrzehnten oder schon länger üblich sind, um Aufmerksamkeit zu generieren. Doch dazu müsste man weiter ausholen und auf ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/John_Horgan_(Journalist)" target="_blank" rel="noopener">bemerkenswertes Buch von John Horgan vom Ende der 1990er-Jahre</a> zurückgreifen.</p>
<p>Hier sein nur noch angemerkt: Wer zur Aufmerksamkeitsgewinnung Begriffsbildung betreibt, die beliebig wirkt, der wird selbst Handelnder und Erleider einer postmodernen Relativität. Da Schlögel kein Philosoph ist wird er allerdings nicht jeden Tag mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstreferenzialit%C3%A4t">Problem der Selbstanwendung</a> kämpfen müssen.</p>
<p><em>Transparenzhinweis: Dieser Blogartikel entstand mit starker Unterstützung von <a href="https://www.perplexity.ai/search/die-berliner-taz-schreibt-heut-Jx_vWQVwQO.jWi5TMGfBbQ">Perplexity</a>, ob eine solche Vorgehensweise für Blogger angemessen, hilfreich oder gefährlich ist, wird in der Blase der Blogger bzw. Journalisten differenziert und emotional diskutiert. Bevor die Vorgehensweise in einem weiteren Blogbeitrag genauer erläutert wird, habe ich daher den entsprechenden Tread zum Nachlesen hier verlinkt. Die verlinkte Konversation zeigt Schritt für Schritt, wie die Argumentationslinie entstanden ist und wie das Werkzeug auch nach der Veröffentlichung noch hilfreich für Korrekturen sein kann.</em></p>
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		<title>Moderner Magazinjournalismus mit und über KI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit ChatBots]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[Es geht in diesem Blogartikel um einen Beitrag des Politik-Magazins Monitor, den man jetzt schon über YouTube abrufen kann. Es geht um KI und die Zukunft der Arbeitsplätze. Auch dieser Umgang des modernen Magazinjournalismus (mit oder ohne Künstlicher Intelligenz) folgt, wie schon seit langem, einem klaren Muster: Zuerst wird eine steile These gesetzt, dann folgt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2900" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Alter_Monitor_mit_Zimmerantenne_202606171056.jpeg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2900" class="size-medium wp-image-2900" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Alter_Monitor_mit_Zimmerantenne_202606171056-300x300.jpeg" alt="Monitor" width="300" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Alter_Monitor_mit_Zimmerantenne_202606171056-300x300.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Alter_Monitor_mit_Zimmerantenne_202606171056-150x150.jpeg 150w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Alter_Monitor_mit_Zimmerantenne_202606171056.jpeg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2900" class="wp-caption-text">Monitor</p></div>
<p>Es geht in diesem Blogartikel um einen Beitrag des <a href="https://www1.wdr.de/daserste/monitor/index.html" target="_blank" rel="noopener">Politik-Magazins Monitor</a>, den man jetzt schon über <a href="https://youtu.be/5nUep1QJsb4?si=nR6lSpxiLAQzLLI_" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a> abrufen kann. Es geht um KI und die Zukunft der Arbeitsplätze.</p>
<p>Auch dieser Umgang des modernen Magazinjournalismus (mit oder ohne Künstlicher Intelligenz) folgt, wie schon seit langem, einem klaren Muster: <strong>Zuerst wird eine steile These gesetzt, dann folgt eine Expertenstimme, anschließend eine Auswahl passender Zahlen oder Beispiele.</strong> Das ist journalistisch nicht neu, wirkt aber im KI-Kontext besonders stark, weil die KI-Technologie selbst so komplex ist und sich leicht in große Zukunftserzählungen einbauen lässt. Gerade im Fernsehen entsteht daraus schnell der Eindruck, man habe bereits eine belastbare Diagnose über die Zukunft von Arbeit, Staat und Gesellschaft vor sich, wenn man nur geschickt die Fragestellungen an Experten oder KI-Werkzeuge stellen könnte.</p>
<p><strong>Ein Beispiel <span id="more-2899"></span>dafür ist die Frage, ob KI vor allem die Effizienz von Unternehmen steigert oder zu Entlassungen führt</strong>. Ohne weiteren Kontext an ein KI-System gestellt, ist diese Frage offen, mehrdeutig und stark vorgeprägt. Die Antwort, die daraus entsteht, ist dann nicht einfach „die Antwort der KI“, sondern eine Reaktion auf eine ungenaue Eingabe. Genau an dieser Stelle beginnt das methodische Problem: Eine komplexe politische und ökonomische Frage wird auf einen einzigen <strong>Prompt</strong> reduziert, und die resultierende Reaktion wird als ausreichend belastbarer Befund behandelt. Das ist keine saubere <strong>Analyse</strong>, sondern eine Form von <strong>Inszenierung</strong>.</p>
<p>Tatsächlich wird mehrfach auf diese simple Methode zurückgegriffen, um eine eingängige These zu belegen. Ohne weiteren Kontext wird eine einfache Frage an &#8222;die KI&#8220; gestellt und &#8222;die KI&#8220; antwortet wie gewünscht. Wer es nicht glaubt, der schaue sich den Beitrag einfach in der 2. oder 5. oder 11. Minute an, für einen Beitrag von 17 Minuten ist das schon nicht ziemlich oft, um &#8222;die KI&#8220; als Autorität zu bemühen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KI und Arbeitsmarkt: Was passiert, wenn künstliche Intelligenz unsere Jobs übernimmt? MONITOR" width="660" height="371" src="https://www.youtube.com/embed/5nUep1QJsb4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Die steile These, die Stützung durch Experten oder die Stützung einer Black-Box-KI</h2>
<p>Hinzu kommt ein zweites typisches Element des Magazinformats: die Auswahl eines <strong>Experten</strong>, der die steile These stützt oder in eine bestimmte Richtung weiterentwickelt. Auch das ist nicht per se falsch und auch nicht neu oder innovativ. Im Gegenteil: Fachleute sind wichtig, wenn es um Arbeitsmarkt, Steuerpolitik oder Automatisierung geht. Problematisch wird es aber dann, wenn die Expertenstimme nicht dazu dient, Komplexität sichtbar zu machen, sondern vor allem die vorher gesetzte Dramaturgie abzusichern. Dann wirkt die Aussage nicht mehr wie eine <strong>Einordnung</strong>, sondern wie eine <strong>vorurteilsbehaftete Bestätigung</strong>. Dass es andere Experten mit anderen Einschätzungen gibt, bleibt mit dieser <strong>Formatierung</strong> unsichtbar.</p>
<p>Besonders deutlich wird das bei der Verbindung von KI, Arbeitsmarkt und Steuerpolitik. Aus der Annahme, menschliche Arbeit verliere an Wert, wird schnell die Schlussfolgerung gezogen, das Steuersystem müsse sich grundlegend verändern. Das kann man durchaus diskutieren ich bin schon langem dafür. Wenn Löhne als Steuerbasis schrumpfen, Kapitalerträge und Unternehmensgewinne aber steigen, entsteht zusätzlich noch mehr Verteilungs- und Finanzierungsprobleme. Die Frage, ob künftig stärker Arbeit oder stärker Kapital belastet werden soll, ist also legitim. Dennoch ist es etwas anderes, diese Frage als offene politische Debatte darzustellen oder sie mit selektiven Zahlen und zugespitzten Beispielen so zu <strong>rahmen(</strong>Stichwort <strong><a href="https://train-und-coach.de/framing.html">Framing</a>)</strong>, als sei die Antwort schon fast zwingend.</p>
<p>Gerade im Zusammenspiel von KI-Thema und Magazinbeitrag zeigt sich, wie stark Bilder, Zahlen und Einzelfälle die Wahrnehmung prägen. Ein Rechenzentrum von Microsoft in Deutschland wird dann nicht nur als Infrastrukturprojekt gezeigt, sondern als Symbol dafür, dass KI-Wertschöpfung lokal entsteht, die Gewinne aber global und steuerlich günstig verbucht werden. Ein solcher Fall ist real und politisch relevant. Aber er ist eben auch ein Beispiel, das sehr gezielt ausgewählt wurde, weil es die These stützt. Der Übergang von einem konkreten Fall zu einer allgemeinen Diagnose über die Zukunft der Arbeit ist journalistisch wirkungsvoll, analytisch aber nur begrenzt belastbar. Oder um es noch einfacher zu sagen: Niemand weiß, wie die Zukunft der Arbeit aussieht, weder <a href="https://www.linkedin.com/posts/saschalobo_schmetterlinge-activity-7325541154781839361-YyI5/?originalSubdomain=de" target="_blank" rel="noopener">Sascha Lobo</a> noch Marcel Fratzscher (kommt weiter unten). Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen &#8230;</p>
<div id="attachment_2908" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2908" class="size-medium wp-image-2908" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148-300x300.jpeg" alt="Prognosen sind schwierig insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen" width="300" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148-300x300.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148-150x150.jpeg 150w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148-768x768.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148-619x619.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Prognosen_sind_schwierig_zukunft…_202606171148.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2908" class="wp-caption-text">Prognosen sind schwierig insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen</p></div>
<p>Das heißt nicht, dass die späteren Thesen im Monitor-Beitrag falsch wären. Im Gegenteil: Viele der angesprochenen Punkte sind sachlich relevant. Dass KI Arbeitsprozesse verändert, bestimmte Tätigkeiten verdrängt, Qualifikationsanforderungen verschiebt und Steuerpolitik unter Druck setzen kann, ist plausibel und wird auch von seriösen ökonomischen Analysen diskutiert. Ebenso nachvollziehbar ist die Beobachtung, dass große US-Technologiekonzerne bei der KI-Entwicklung, bei Cloud-Infrastruktur und bei den finanziellen Gewinnen eine dominierende Rolle spielen. Auch die Frage, wie eine Gesellschaft diesen Wandel sozial abfedert, ist ernst zu nehmen.</p>
<p>Trotzdem bleibt ein Vorbehalt: Moderne und vormoderne Magazinbeiträge arbeiten häufig mit einer starken Dramaturgie. Sie verdichten eine komplexe Lage auf wenige, gut erzählbare Stationen (Stichwort <a href="https://train-und-coach.de/storytelling.html">Storytelling</a>). Das ist im Fernsehen verständlich, weil Zeit knapp ist und Aufmerksamkeit gewonnen werden muss. Ein 17-Minuten-Beitrag kann keine Sachbuch-Analyse sein. Er muss auswählen, gewichten und zuspitzen. Deshalb wäre es unfair, ihm dieselben Maßstäbe anzulegen wie einem wissenschaftlichen Gutachten. Aber dieselbe Kürze rechtfertigt nicht, dass eine nicht-kontextualisierte KI-Antwort wie ein objektiver Befund behandelt wird.</p>
<p>Gerade darin liegt die eigentliche Kritik: Nicht dass das Thema KI und Arbeit überschätzt würde, sondern dass die Form der Darstellung den Eindruck von Gewissheit erzeugt, wo eigentlich Offenheit und Unsicherheit angemessener wären. Ein guter journalistischer Beitrag müsste sichtbarer machen, was These, was Prognose, was Zahl und was Interpretation ist. Dann könnte er dieselben Fragen stellen, ohne sie durch die Form schon vorzuentscheiden. Es ist auch klar, dass man mit diese Methodik keinen überzeugen kann, der nicht schon überzeugt ist.</p>
<p>Am Ende bleibt für mich deshalb ein ambivalentes Urteil über den Monitor Beitrag. Der Beitrag ist methodisch irritierend, weil er mit einem kontextarmen Prompt beginnt und mit einer Reihe selektiver Verstärkungen arbeitet. Inhaltlich sind viele der späteren Thesen und Beispiele aber ernst zu nehmen. Die Kritik sollte also präzise sein: nicht pauschal gegen das Thema, sondern gegen die Art der Inszenierung. Genau dort liegt die Schwäche moderner Magazinberichterstattung über KI und mit KI &#8211; und zugleich ihre größte Wirkung.</p>
<p><em>Transparenzhinweis: Dieser Blogbeitrag ist zu einem großen Teil aus einer Interaktion übernommen worden, die ich im &#8222;Dialog&#8220; mit dem Recherche- und Text-Generierungs-Tools von <a href="http://Perplexity.ai" target="_blank" rel="noopener">Perplexity.ai</a>  bzw. <a href="https://notebooklm.google/" target="_blank" rel="noopener">NotebookLM</a> geführt habe.  Es hat also einiges an Zeit und Anstrengung gebraucht, um den Text so hinzubekommen, wie er hier steht. Deshalb wird in einem zweiten Blogpost eine Erläuterung geliefert, wie man entsprechende Blogposts &#8211; wie dieser hier oben &#8211; seriös entwickeln kann, ohne das man seine Denkkompetenz an „die KI“ ausgelagert hat.</em></p>
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		<title>Neuauflage der schwarz-grünen Pizza-Connection?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 18:22:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute hat die alternative Tageszeitung TAZ nach langen Jahren der Vergessenheit wieder mal die schwarz-grüne-Pizza-Connection in Erinnerung gerufen. Union und Grünen wird vom Chefreporter zugerufen: Esst mal wieder Pizza! Ich hatte bereits vor 16 Jahren auf die schöne ehemalige Bonner Lokalisation hingewiesen, aber eher mit Skepsis auf die Erwartungen der Potentiale von schwarz-grünen Koalitionen reagiert. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2898" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2898" class="wp-image-2898 size-thumbnail" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020-150x150.jpeg" alt="schwarz-grüne-Pizza, leider verbrannt, aber es gibt roten Wein" width="150" height="150" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020-150x150.jpeg 150w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020-300x300.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020-768x768.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020-619x619.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/gruen-schwarze-pizza_202606162020.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><p id="caption-attachment-2898" class="wp-caption-text">schwarz-grüne-Pizza, leider verbrannt, aber es gibt roten Wein</p></div>
<p>Heute hat die alternative Tageszeitung TAZ nach langen Jahren der Vergessenheit wieder mal die<a href="https://train-und-coach.de/schwarz-gruen-pizza-connection-bereitet-machtwechsel-vor.html?preview=true"> schwarz-grüne-Pizza-Connection in Erinnerung</a> gerufen. <a href="https://taz.de/Union-und-Gruene/!6187226&amp;s=pizza/" target="_blank" rel="noopener">Union und Grünen wird vom Chefreporter zugerufen: <em>Esst mal wieder Pizza</em></a>! Ich hatte bereits vor 16 Jahren auf die schöne ehemalige Bonner Lokalisation hingewiesen, aber eher mit Skepsis auf die Erwartungen der Potentiale von schwarz-grünen Koalitionen reagiert.<span id="more-2896"></span></p>
<blockquote><p>Ob es aber zur schwarz-grün-Perspektive der Pizza-Connection kommt, bleibt abzuwarten. Schließlich sind viele der Protogonisten der ehemaligen Pizza-Connection von schwarz-grün aus der Politik ausgestiegen und verfolgen eine schwarz-grün-Perspektive nur noch in Form von Schokoriegeln. Einer der Protogonisten der Pizza-Connection Schwarz-Grün ist aber nicht in die Privatwirtschaft abgewandert, sondern nervt seine Ministerkollegen mit Zurückhaltung beim atomaren Ausstieg aus dem Ausstieg.</p></blockquote>
<p>Dieser Protagonist wurde allerdings zwischenzeitlich von der Kanzlerin gefeuert, hat aber nach wie vor Einfluss in Berlin und konnte sich im Bonner Umfeld auch gegen parteiinterne Konkurrenten behaupten. Allerdings hat der Chefreporter der taz übersehen, dass es bei den gegenwärtigen Umfrageergebnissen mit Schwarz-Grün vorerst keine Mehrheitsperspektive gibt.</p>
<div id="attachment_2897" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2897" class="size-large wp-image-2897" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-1024x576.jpg" alt="Esst mal wieder Pizza" width="660" height="371" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-1024x576.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-300x169.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-768x432.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-1536x863.jpg 1536w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza-619x348.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Esst-mal-wieder-Pizza.jpg 1996w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2897" class="wp-caption-text">Esst mal wieder Pizza</p></div>
<p>Und (nun im Ernst gesprochen), es ist schon traurig, dass man heute noch ein paar mehr Farben braucht, um &#8222;alternative&#8220; Politikangebote zurückzudrängen.</p>
<p>Trotzdem hat mir die Analyse und der Vorschlag der TAZ  gut gefallen. Um die nicht gewünschten Alternativen zu verhindern, müssen nicht nur Grüne und Schwarze Pizza essen gehen.</p>
<p>Die große Pizza-Connection für Deutschland wird möglicher schneller kommen als das Karriereende des großen Friedrich: Grüne + Linke + CDU/CSU + SPD alle am selben Tisch – mit Merz, Klingbeil, Söder, Dröge und Reichinnek &#8230;., warten wir es ab, ob es vor 2029 schon nötig wird.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Fun fact zum Thema: Was bekommt ein Apotheker, wenn er ein Rezept einlöst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 17:24:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit ChatBots]]></category>
		<category><![CDATA[KI mit Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[geld verdienen]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[rechtliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Bisher habe ich nie darüber nachgedacht, was es eigentlich meine Krankenkasse zahlen muss, wenn ich für 5 Euro ein vom Arzt verschriebenes Medikament in der Apotheke bekommen. Löst ein sogenannter Kassenpatient ein Rezept ein, dann erhält die Apotheke als Bezahlung von den Krankenkassen das sogenannte Fixum – einen festen Beitrag von aktuell 8,35 Euro, egal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2894" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2894" class="size-medium wp-image-2894" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1-300x218.jpg" alt="Kundin löst Rezept ein." width="300" height="218" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1-300x218.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1-768x559.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1-619x450.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260616-191237-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2894" class="wp-caption-text">Kundin löst Rezept ein.</p></div>
<p>Bisher habe ich nie darüber nachgedacht, was es eigentlich meine Krankenkasse zahlen muss, wenn ich für 5 Euro ein vom Arzt verschriebenes Medikament in der Apotheke bekommen.<span id="more-2890"></span></p>
<blockquote><p>Löst ein sogenannter Kassenpatient ein Rezept ein, dann erhält die Apotheke als Bezahlung von den Krankenkassen das sogenannte Fixum – einen festen Beitrag von aktuell 8,35 Euro, egal was das Medikament kostet. Dazu kommt ein pauschaler Betrag von 3 Prozent des Einkaufspreises des Medikaments. Abgezogen wird der sogenannte Kassenabschlag, eine Art Rabatt, den die Apotheken den gesetzlichen Krankenkassen gewähren müssen, der liegt aktuell bei 1,77 Euro.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://taz.de/Apothekenreform/!6186488&amp;s=Apotheke/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/Apothekenreform/!6186488&amp;s=Apotheke/</a></p>
<h2>Man könnte sich nun die Frage stellen: Ist das viel oder ist das wenig?</h2>
<p>Heutzutage stellt man solche Fragen am besten einer sogenannten künstlichen Intelligenz, also z.B. <a href="http://Perplexity.ai" target="_blank" rel="noopener">Perplexity.ai</a>. Die Frage heißt dann Prompt und mit der Antwort des Chatbots beginnt ein Dialog:</p>
<blockquote><p>Nehmen wir an, der einzelne Patient benötigt 3 Medikamente, die jeweils 20 Euro kosten, wieviel Einnahmen durch die gesetzliche Krankenkasse geniert dieser Patient für den Apotheker?</p>
<div id="attachment_2892" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/rg1-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2892" class="wp-image-2892 size-full" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/rg1-1-e1781629528882.jpg" alt="Rechnung in Textform" width="600" height="430" /></a><p id="caption-attachment-2892" class="wp-caption-text">Rechnung in Textform</p></div></blockquote>
<p>Mit grafischer KI wie Nano Banana sieht es auch nicht wie eine Bleiwüste aus.</p>
<div id="attachment_2895" style="width: 670px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2895" class="size-large wp-image-2895" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920-1024x572.jpeg" alt="Rechnung_in_Diagramm_überführen" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rechnung_in_Diagramm_ueberfuehren_202606161920.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2895" class="wp-caption-text">Rechnung_in_Diagramm_überführen</p></div>
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		<item>
		<title>Gott=Deus ist nicht allmächtig …</title>
		<link>https://train-und-coach.de/gottdeus-ist-nicht-allmaechtig.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 12:47:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[verkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[… denn er scheitert bereits an der Straßenverkehrsordnung (STVG). Das hier ist die Geschichte hinter dieser absurden Behauptung. Der Bonner Oberbürgermeister heißt wie der Gott, das ist dumm für ihn, aber noch dümmer für ihn ist, dass er daran glaubt, wie Gott allmächtig und allwissend zu sein, möglicherweise wird im aber Menschenwerk, die deutsche STVG, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2889" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2889" class="size-medium wp-image-2889" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427-300x300.jpeg" alt="Gott scheitert an der STVG (KI generiert)" width="300" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427-300x300.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427-150x150.jpeg 150w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427-768x768.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427-619x619.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Gott_scheitert_an_STVG_202606141427.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2889" class="wp-caption-text">Gott scheitert an der STVG (KI generiert)</p></div>
<p><strong>… denn er scheitert bereits an der Straßenverkehrsordnung (STVG). Das hier ist die Geschichte hinter dieser absurden Behauptung. Der Bonner Oberbürgermeister heißt wie der Gott, das ist dumm für ihn, aber noch dümmer für ihn ist, dass er daran glaubt, wie Gott allmächtig und allwissend zu sein, möglicherweise wird im aber Menschenwerk, die deutsche STVG, zum Verhängnis werden. </strong><span id="more-2888"></span></p>
<h2>Von der grünen Vorherrschaft zur neuen Autofreundlichkeit</h2>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_D%C3%A9us">Deus</a> war sehr erfolgreich im Bonner Kommunalwahlkampf 2025, seine Vorgängerin, die grüne Überzeugungstäterin <a href="https://www.google.com/search?q=Katja+D%C3%B6rner&amp;oq=Katja+D%C3%B6rner">Katja Dörner</a> war wohl allzu forsch gegen die Autofahrerlobby und für die Fahrradfahrer (heute auch bekannt als <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Radfahrende">Radfahrende</a>) eingetreten, was zwar zu einem schönen Ergebnis, aber nur zum knappen 2. Platz reichte. Wahlsieger war der „Gott für die vierspurige Adenauerallee“ (Polemik aus Wahlkampfzeiten) Deus, der auch insgesamt durchblicken ließ, dass ihm die schnellen Zufahrts- und <a href="https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-so-koennte-die-adenauerallee-wieder-vierspurig-werden_aid-139187567">Durchfahrmöglichkeiten für <span style="text-decoration: line-through;">Autofahrende </span>Autofahrer ein Herzensanliegen</a> ist.</p>
<p>Opfer dieser Politik wären die Radfahrer, denn sie müssten z.B. auf der Adenauerallee wieder auf die alten und <a href="https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/zweirad/fahrrad-ebike-pedelec/vorschriften-verhalten/radwege/">lebensgefährlichen „Schutzstreifen“</a> ausweichen. Aber die Aussichten von Deus und seiner sehr knappen Mehrheit in der Bonner Stadtverordnetenversammlung (siehe Anmerkung 1 weiter unten) waren bis zum Mittwoch, den 3. Juni 2026 um 15:00 Uhr, noch beschränkt, dort dann wurde die <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/nahverkehr-bonn-kostenlos-100.html#:~:text=Die%20Bonner%20Nordbr%C3%BCcke%20musste%20am,das%20der%20Bonner%20Stadtrat%20beschloss.">Bonner Nordbrücke überraschenderweise für den kompletten Verkehr gesperrt</a>.</p>
<h2>MIV= Motorisierten Individualverkehr ohne körperliche Anstrengung</h2>
<p>Deus sah jetzt die Chance, sein dominantes Wahlkampfziel (absoluten Vorrang für den MIV also den <strong>Motorisierten Individualverkehr </strong>siehe Anmerkung 2) zum Durchbruch zu verhelfen. Als Notstandsmaßnahmen könnte man sogar daran denken, auf die Schnelle sämtliche Verbesserung aus der Zeit der grünen Dörner OB-Zeit abzuwickeln, so zumindest die naheliegende Interpretation der Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung, die Deus und seine Koalitionspartner am Donnerstag, 11. Juni 2026 durchbringen konnte, hier nachvollziehbar in einem YouTube-Video, das allerdings 5,5 Stunden Laufzeit hat.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Sitzung des Rates, Donnerstag,11. Juni 2026, 17 Uhr" width="660" height="371" src="https://www.youtube.com/embed/5lH3L2y4GTY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wir springen deshalb gleich rein in die den wirksam gewordene Beschluss, den man über folgenden Link abrufen kann:  <a href="https://www.bonn.sitzung-online.de/to020?TOLFDNR=2092728">https://www.bonn.sitzung-online.de/to020?TOLFDNR=2092728</a></p>
<p>Wichtig finde ich vor allem folgenden Satz, der gleich in mehreren Varianten auftaucht:</p>
<blockquote><p>Sollte der Radverkehr nicht (rechts-)sicher auf einem Radfahrstreifen und/oder einem Radschutzstreifen geführt werden können, soll der Radverkehr untersagt werden.</p></blockquote>
<p>Zur Anwendung soll diese Entscheidung an vielen Straßen kommen, z.B. auch an der besonders strittigen Radregelung auf der Adenauerallee.</p>
<blockquote><p>1.8. Der Verkehrsversuch auf der Adenauerallee wird beendet. … Die Verwaltung wird beauftragt, eine rechtskonforme 4-spurige Führung des KFZ-Verkehrs auf der Adenauerallee … umzusetzen. … Sollte der Radverkehr nicht von Beginn an (rechts-)sicher auf einem Radfahrstreifen und/oder einem Radschutzstreifen geführt werden können, soll der Radverkehr auf gesamter Länge übergangsweise untersagt werden. (Zitat gekürzt)</p></blockquote>
<p>Deus und seine politischen Unterstützer wollen also ggf. den Radverkehr verbieten, wenn sie nicht anders ihre engstirnige 4-Spurigkeit wirksam machen können. „So einfach kann das doch nicht sein“, dachte ich und deshalb fragte ich die KI meines Vertrauens <a href="https://www.perplexity.ai/">Perplexity</a>. (Da ich jetzt viel aus dem Chatverlauf hier modifiziert übernehme, werde ich das im Weiteren nicht extra Zitat und Fließtext trennen.)</p>
<p>Die erste Frage/der Eingangs-Prompt war: <em>Viele Bonner wechseln jetzt vom Auto aufs Fahrrad. Zur Strafe können sie die die Strecken, die bisher für Fahrradfahrer privilegiert waren, nicht mehr nutzen, also wechseln sie zurück zum Auto und vergrößern den Verkehrsinfarkt?</em></p>
<h2>Ist es überhaupt erlaubt &#8211; einfach so auf die Schnelle &#8211; ganz wichtige Straßen für den Radverkehr zu sperren?</h2>
<p>Antwort des Chatbots: Nein, eine einfache oder willkürliche Sperrung wichtiger Straßen für den Radverkehr ist rechtlich extrem hürdenreich und dürfte vor Gericht scheitern. [1]</p>
<p>Das deutsche Straßenverkehrsrecht sieht Fahrräder als gleichwertige Fahrzeuge an, die grundsätzlich die Fahrbahn benutzen dürfen. Ein pauschales Verbot oder eine Verdrängung kann eine Stadtverwaltung nicht „einfach so auf die Schnelle“ beschließen. Der Stadtrat hat zwar ein politisches Notfallpaket verabschiedet, die tatsächliche verkehrsrechtliche Umsetzung muss jedoch strengen gesetzlichen Kriterien standhalten. [1, 2]</p>
<h2>Warum das Vorgehen von Deus und seiner Mehrheit rechtlich angreifbar ist</h2>
<p>Die Hürden für Verbote im Straßenverkehr sind nach der <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/">Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)</a> sehr hoch: [3]</p>
<p>Grundsatz der Fahrbahnnutzung: Laut § 2 Abs. 1 StVO müssen Fahrzeuge die Fahrbahn benutzen – das gilt explizit auch für Fahrräder. [1, 2]</p>
<p>Nachweis einer qualifizierten Gefahrenlage: Um den Radverkehr von einer Straße per Schild (Verbot für Radfahrende, Zeichen 254) komplett auszusperren oder ihn per Radwegebenutzungspflicht auf Nebenstraßen zu zwingen, fordert § 45 Abs. 9 StVO den Nachweis einer „das allgemeine Risiko erheblich übersteigenden Gefahrenlage“. [1, 4]</p>
<p><strong>Das Paradoxon der Begründung: Wenn die Stadt argumentiert, dass das Radfahren auf der Adenauerallee zu gefährlich ist, weil man dort vier Autospuren markiert hat, hat sie diese Gefahr selbst geschaffen. </strong>Gerichte neigen in solchen Fällen dazu, die Sperrung für rechtswidrig zu erklären, da die Behörde verpflichtet ist, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, statt Schwächere einfach zu verbieten.</p>
<p>Leistungsfähigkeit von Parallelrouten: Eine rechtssichere Verweisung auf Nebenstraßen ist nur zulässig, wenn diese Routen die Verkehrsmenge auch tatsächlich sicher und ohne unzumutbare Umwege aufnehmen können. [5]</p>
<h2>Das drohende juristische Nachspiel der Deus-Strategie</h2>
<p>Dass die Stadt Bonn mit unzureichend begründeten Verkehrsregeln vor Gericht scheitert, hat die Vergangenheit bereits gezeigt. Das Verwaltungsgericht Köln kassierte in den Vorjahren mehrfach übereilte Maßnahmen der Stadt – damals allerdings umgekehrt, als eine Fahrradstraße in Ückesdorf gekippt wurde, weil die Stadt die Gefahrenlage für Radfahrende rechtlich nicht sauber begründet hatte. [6, 7, 8, 9]</p>
<p>Fahrradverbände wie der <a href="https://bonn-rhein-sieg.adfc.de/">ADFC Bonn/Rhein-Sieg</a> haben bereits angekündigt, jede einzelne verkehrsrechtliche Anordnung, die den Radverkehr beschränkt, juristisch intensiv zu prüfen und gegebenenfalls per Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht stoppen zu lassen.</p>
<h2>Der Effekt des „Verkehrsinfarkts“</h2>
<p>Diese quere Logik deckt sich mit den Warnungen von Verkehrsforschern: Wenn die mühsam aufgebauten Rad-Infrastrukturen zurückgebaut werden, bricht der Anreiz zum Umstieg weg. Die Folge ist der Rebound-Effekt: Radfahrer steigen aus Sicherheitsgründen zurück aufs Auto um und verstopfen genau jene Spuren, die man eigentlich für den Kfz-Verkehr freigeben wollte.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ganz nüchtern betrachtet wirkt das Vorgehen von Deus und seinen Unterstützern verkehrspolitisch und rechtlich ziemlich riskant.</p>
<p>Wenn eine Stadt ernsthaft versucht, Radverkehr kurzfristig von zentralen Achsen zu verdrängen, läuft sie gleich in zwei Probleme: Erstens die hohe rechtliche Hürde, die in der Praxis oft nicht sauber belegbar ist. Zweitens hat man ein <strong>planungslogisches Eigentor</strong>. Verkehr verhält sich nicht statisch – wer sichere und direkte Routen wegnimmt, bekommt nicht „weniger Radverkehr“, sondern häufig einfach wieder mehr Autoverkehr.</p>
<p>Der entscheidende Punkt ist die <strong>selbst erzeugte Gefahrenlage</strong>. Wenn eine Straße durch politische Entscheidung autozentrierter gemacht wird und dann als „zu gefährlich fürs Fahrrad“ gilt, ist das juristisch dünn und planerisch inkonsequent. Das widerspricht auch dem Grundprinzip moderner Verkehrsplanung: Risiken werden reduziert, nicht verlagert.</p>
<p>Der prognostizierte Rebound-Effekt ist aus der Forschung gut bekannt. Infrastrukturabbau führt oft dazu, dass Menschen auf das bequemste oder sicherste verfügbare Verkehrsmittel zurückgreifen – und das ist in vielen Fällen wieder das Auto. Damit verschärft sich genau das Problem, das man eigentlich lösen wollte.</p>
<p><strong>Unterm Strich sieht das weniger nach einer tragfähigen Strategie aus als nach kurzfristigem Krisenmanagement mit hohem Konflikt- und Klagerisiko. Nachhaltige Lösungen entstehen in der Regel nur, wenn alle Verkehrsarten mitgedacht werden – und nicht, indem man eine gegen die andere ausspielt.</strong></p>
<h2>Ende der Geschichte!?</h2>
<p>Damit ist die Geschichte vom Gott, der an der STVG scheitert, erst mal zu Ende, aber es stellen sich natürlich viele weitere Fragen, die für weitere Blogbeiträge gut geeignet wären: z.B. …</p>
<p>… warum der Bonner OB ein so merkwürdiges Weltbild zu haben scheint? Liegt es vielleicht daran, dass Deus die Welt nur aus der Froschperspektive eines <a href="https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-oberbuergermeister-deus-will-dienstwagen-mit-fahrer-v1_aid-140391713">BMW i5 xDrive40 Beifahrers</a> sieht? (Beifahrer, weil er einen teuer bezahlten Chauffeur hat?)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung 1: Deus hat eigentlich keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung von Bonn, denn die Mehrheitsfraktion, also quasi die Regierungsfraktion des Bonner Stadt-Parlaments (CDU+SPD+FDP) nur 31 von 66 Sitzen. Eigentlich hätte die alte Mehrheit (Grüne+SPD+Linke+Volt) mehr Stimmen, aber die SPD hat sich tragischerweise entschlossen, mit Deus und seiner CDU eine Koalition zu bilden, was dazu führt, dass sie jetzt Beschlüsse mitträgt, die ihren eigenen früheren Einsichten diametral widersprechen. Aber das kennen wir bereits aus Berlin, wo nicht Gott, sondern der Große Friedrich M. meint, die Geschicke der deutschen Politik bestimmen zu können.</p>
<p>Anmerkung 2: <strong>MIV</strong> steht für <strong>Motorisierter Individualverkehr</strong>. Damit ist der gesamte Personenverkehr mit motorisierten Fahrzeugen gemeint: vor allem Autos sowie Motorräder und Mopeds, aber keine E-Bikes, denn da muss man ja noch in die Pedale treten.</p>
<p>Anmerkung 3: <strong>Rebound-Effekt</strong>: man will etwas erreichen und ergreift Maßnahmen, die letztlich das Gegenteil des Gewünschten hervorrufen, sagt nicht nur die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rebound-Effekt_(%C3%96konomie)">Wikipedia</a>. Wenn viele Radfahrer durch die ständigen Nervereien von Deus aufs Auto umsteigen, dann ist der Stau auf den Straßen besonders stark, bei denen die Radspuren verkleinert oder ganz abgebaut wurden und zwar unabhängig davon, ob die verbleibenden Radfahrer diese Strecken noch legal oder schon illegal nutzen.</p>
<p>Quellen, die von der KI geliefert wurden</p>
<p>[1] [https://polizei.nrw](https://polizei.nrw/sites/default/files/2017-07/2017_Radweg_oder_Fahrbahn_neu.pdf)</p>
<p>[2] [https://www.bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/verkehr-mobilitaet/radverkehr-regeln-und-rechte.php)</p>
<p>[3] [https://polizei.nrw](https://polizei.nrw/en/article/more-protection-for-cyclists)</p>
<p>[4] [https://radverkehrsforum.de](https://radverkehrsforum.de/forum/thread/3350-fahrradstra%C3%9Fe-in-bonn-vom-vg-k%C3%B6ln-gekippt/)</p>
<p>[5] [https://www.bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/verkehr-mobilitaet/fahrradstrassen.php?loc=en)</p>
<p>[6] [https://www.datev-magazin.de](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/recht/fahrradstrasse-in-bonn-ueckesdorf-ist-rechtswidrig-130497)</p>
<p>[7] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=T3I3rCxUXso)</p>
<p>[8] [https://www.bonn.de](https://www.bonn.de/themen-entdecken/verkehr-mobilitaet/mit-dem-rad-unterwegs.php?loc=en)</p>
<p>[9] [https://www.bonn.de](https://www.bonn.de/pressemitteilungen/august-2024/bonner-fahrradstrassen-nrw-verkehrsministerium-haelt-markierung-fuer-rechtskonform.php?loc=en)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Arbeitsrechtliche Konflikte bei der staatlichen Erwachsenenbildung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[geld verdienen]]></category>
		<category><![CDATA[weiterbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nur wenige wissen es, aber für die betroffenen Lehrkräfte ist es seit Jahren oder Jahrzehnten ein großes Problem: Öffentlich finanzierte Einrichtungen der Erwachsenenbildung (z.B. staatliche Volkshochschulen oder private Bildungsträger) beschäftigen sogenannte Honorarkräfte, also Dozenten oder Kursleiter, die keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Dienstvertrag gemäß dem Paragrafen 611 und folgende des Bürgerlichen Gesetzbuches. Sie sind Honorarkräfte (auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2882" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2882" class="size-medium wp-image-2882" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-300x190.jpg" alt="Verwaltungsgebäude eines Bildungsträgers" width="300" height="190" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-300x190.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-768x486.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn-619x392.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/staatlich-finanzierter-privater-bildungstraeger-ausserhalb-bn.jpg 948w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2882" class="wp-caption-text">Verwaltungsgebäude eines Bildungsträgers</p></div>
<p><strong>Nur wenige wissen es, aber für die betroffenen Lehrkräfte ist es seit Jahren oder Jahrzehnten ein großes Problem: Öffentlich finanzierte Einrichtungen der Erwachsenenbildung (z.B. staatliche Volkshochschulen oder private Bildungsträger) beschäftigen sogenannte Honorarkräfte, also Dozenten oder Kursleiter, die keinen Arbeitsvertrag, sondern einen <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__611.html" target="_blank" rel="noopener">Dienstvertrag gemäß dem Paragrafen 611 und folgende des Bürgerlichen Gesetzbuches</a>. Sie sind Honorarkräfte (auch Vertrag über freie Mitarbeit genannt), was nichts anders bedeutet, dass sie formal juristisch wie Selbstständige angesehen werden, also nicht über die Vor- und Nachteile von Arbeitnehmertätigkeit verfügen können.</strong></p>
<p><strong>Inzwischen haben Bildungs- und Sozialpolitiker das Problem auf dem Schirm, aber es wird immer unklarer, wie eine Lösung aussehen könnte</strong>. <span id="more-2881"></span>Weitere  Details und Hintergründe erfährt man, wenn man sich dieses YouTube-Video in aller Ruhe mal anschaut.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Kursleiter*innenvertretungen: Orte der demokratischen Teilhabe?" width="660" height="371" src="https://www.youtube.com/embed/8c6YNI5KaBM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es diskutieren Betroffene verschiedener Einrichtungen über die Herausforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit als Honorarkräfte. Ein zentraler Punkt der Debatte ist das<a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/Herrenberg-Urteil/herrenberg-node" target="_blank" rel="noopener"> sogenannte <strong>Herrenberg-Urteil</strong></a>, dass für bestimmte Beschäftigungsverhältnisse bei Bildungsträgern eine Festanstellung als erforderlich ansieht und damit die einfache Lösung durch Honorarverträge ausschließt. Die Teilnehmer an der YouTube-Diskussion berichten von <a href="https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/wirtschaftspolitik/arbeitsmarkt/sackgasse-prekaere-arbeitsverhaeltnisse" target="_blank" rel="noopener"><strong>prekären Arbeitsverhältnissen</strong></a>, mangelnder Mitbestimmung sowie einer teilweise fehlenden Wertschätzung durch die Bildungseinrichtungen. Es gibt regionale Unterschiede in der gesetzlichen Verankerung von Dozentenvertretungen, aber überall ist die Notwendigkeit einer stärkeren gewerkschaftlichen Organisation wichtig. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass eine überregionale Vernetzung der Betroffenen essenziell ist, um faire Honorare und soziale Mindeststandards gegenüber ihren Auftraggebern und dem Staat durchzusetzen. Es wird die Bedeutung von öffentlicher Sichtbarkeit betont, um die Rolle der Erwachsenenbildung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in den Bewusstsein von allen Bürgern zu verankern.</p>
<p>Hier ist eine knappe und unvollständige Auflistung von konkreten Argumenten, die in der Diskussion rund um die Situation der Honorarkräfte vorgebracht werden:</p>
<p><strong>Vertretungen für Dozenten in der Erwachsenenbildung werden gebraucht</strong></p>
<ul>
<li>Vertretungen sind nötig, da die Behandlung von Kursleitern (z.B. bei krankheitsbedingtem Ausfall) oft von der persönlichen Sympathie der Leitungsebenen des Bildungsträgers abhängt.</li>
<li>Bei Konflikten, wie dem plötzlichen Entzug von Kursen, könnten die Vertretungen Verträge prüfen und die Rechte der Dozenten gegenüber den Einrichtungen kollektiv wahrnehmen.</li>
<li>Eine etablierte Vertretung kann essenzielle Verbesserungen wie Honorarsteigerungen (analog zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes) und Ausfallhonorare bei Krankheit aushandeln.</li>
</ul>
<p>Herausforderungen für die Umsetzung</p>
<ul>
<li>Blockade durch die Auftraggeber und deren staatlichen Finanzierungsquellen: Ohne gesetzliche Verankerung wird die Gründung von Vertretungen oft von den Geschäftsleitungen unterbunden oder nicht anerkannt.</li>
<li>Viele Honorarkräfte trauen es sich nicht zu, auf ihren Rechten zu bestehen (z.B. aus Angst vor Kursverlust) oder nehmen schlechte Bedingungen einfach hin.</li>
<li>Honorarkräfte sind örtlich oft stark verteilt und kennen sich untereinander selten genug gut. Eine erfolgreiche Organisierung gelingt fast nur in sehr großen Städten bzw. in Stadtstaaten (wie z.B. in Berlin, Bremen und Hamburg).</li>
<li>Nur wenige Dozenten sind gewerkschaftlich organisiert, was für die Durchsetzungsfähigkeit ihrer Interessen nicht hilfreich ist.</li>
</ul>
<p>Kritikpunkte am Umgang mit dem „Herrenberg-Urteil“</p>
<ul>
<li>Bildungsträger nutzen das Urteil als Vorwand, um Verbesserungen (z.B. Ausfallhonorare) rigoros abzulehnen, da diese als „betriebliche Eingliederung“ und damit als <a href="https://www.google.com/search?q=Scheinselbstst%C3%A4ndigkeit" target="_blank" rel="noopener">Scheinselbstständigkeit</a> gewertet werden könnten. Generell ist Rechtsunsicherheit immer passend, um seine Blockadehaltung zu stützen.</li>
<li>Um eine formelle Unabhängigkeit zu demonstrieren, werden den für die nachhaltige Bildung ihrer Teilnehmer Verantwortlichen  teilweise Aufenthaltsräume oder Schlüssel weggenommen.</li>
<li>Probleme beim <a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/referentenentwurf-bmas-neue-selbstaendigkeit-status-scheinselbststaendigkeit">in der Berliner Politik angedachten Konzept der „neuen Selbstständigkeit“:</a> Es wird deutlich gemacht, dass geplante rechtliche Neuregelungen Honorarkräfte noch abhängiger machen könnten, statt ihre Situation zu verbessern.</li>
<li>Da das Urteil bundesweite Folgen hat und aktuell vor allem die Interessen der Geldgeber (z.B. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge &#8211; BAMF) bedient werden (ewiges Argument: Kostenvermeidung), haben sich die Betroffenen zwingend überregional zu vernetzen, um eigene Interessen durchzusetzen.</li>
</ul>
<p>Strategien und Erfolgsfaktoren</p>
<ul>
<li>Wo Landesweiterbildungsgesetze (wie in Bremen oder Berlin) Mitbestimmung vorschreiben, müssen die Leitungsebenen der Bildungsträger diese tolerieren und unterstützen (z.B. Räume stellen).</li>
<li>Öffentlichkeitsarbeit ist unerlässlich: Proteste, Dokumentationen und das direkte Gespräch mit der Politik sind entscheidend, da Entscheidungsträger oft schlicht nicht wissen, wie prekär die Lage der Honorarkräfte ist.</li>
<li>Gewerkschaftliche Unterstützung: Gewerkschaften (wie die <a href="https://www.gew.de/">GEW</a> und <a href="https://www.verdi.de/selbststaendige/startseite">ver.di</a>) sind elementar wichtig, um Rahmenbedingungen für Wahlen und Versammlungen zu schaffen, selbst wenn die Mitgliederzahlen vor Ort gering sind.</li>
<li>Sichtbarkeit im Netz und (sofern noch vorhanden) auf Informationstafeln: Sinnvoll und notwendig ist es sicherlich, dass Einrichtungen verpflichtet werden, auf ihren Publikationsmöglichen  transparent auf die Existenz von Kursleitervertretungen hinzuweisen, damit Dozenten bzw. Honorarkräfte und die weitere Öffentlichkeit überhaupt davon erfahren.</li>
<li>Um das Ausbrennen von Aktiven zu verhindern („jahrzehntelanges Ackern“), müssen erreichbare Ziele gesetzt werden, durch die die Vertretungen und die Betroffenen ihre Selbstwirksamkeit spüren.</li>
</ul>
<p><strong>Als ehemaliger Interessenvertreter fällt mir dazu nur noch ein etwas ausgeleierter Spruch ein: Es gibt viel zu tun, packen wir es an.</strong></p>
<div id="attachment_2884" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2884" class="wp-image-2884 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335-1024x572.jpeg" alt="Es gibt viel zu tun, packen wir es an." width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Viel_zu_tun_packen_an_202606131335.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2884" class="wp-caption-text">Es gibt viel zu tun, packen wir es an.</p></div>
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		<title>Autoren-Relevanz einschätzen, ohne eine Zeile vom Autor zu lesen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 11:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[ &#8230; wie man Autoren-Relevanz einschätzt, ohne eine Publikation vom Autor zu lesen – und warum Detailtiefe in der Recherche den Relativismus der Philosophie widerlegen kann. Ein bekanntes Bonner Print-Medium berichtete kürzlich über einen jungen Autor, der an der Universität hier studiert und gleichzeitig mehrere Bücher auf dem Buchmarkt platzieren konnte. Die Frage drängt sich mir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> &#8230; wie man Autoren-Relevanz einschätzt, ohne eine Publikation vom Autor zu lesen – und warum Detailtiefe in der Recherche den Relativismus der Philosophie widerlegen kann.</strong></p>
<div id="attachment_2872" style="width: 242px" class="wp-caption alignright"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Philosophischen_Relativismus_Tex…_202606071234.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2872" class="size-medium wp-image-2872" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Philosophischen_Relativismus_Tex…_202606071234-232x300.jpeg" alt="Relativismus in der Philosophie" width="232" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Philosophischen_Relativismus_Tex…_202606071234-232x300.jpeg 232w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Philosophischen_Relativismus_Tex…_202606071234.jpeg 573w" sizes="auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px" /></a><p id="caption-attachment-2872" class="wp-caption-text">Relativismus in der Philosophie</p></div>
<p>Ein bekanntes Bonner Print-Medium berichtete kürzlich über einen jungen Autor, der an der Universität hier studiert und gleichzeitig mehrere Bücher auf dem Buchmarkt platzieren konnte. Die Frage drängt sich mir auf: Wie kann man erfolgreich studieren und gleichzeitig umfangreiche Titel veröffentlichen? Und vor allem: Hat der betreffende Autor überhaupt Relevanz, die eine Lektüre lohnen würde? Um diese Frage zu beantworten, muss man nicht unbedingt seine Bücher sofort lesen. Eine detailreiche Vorrecherche am PC und mit Hilfe des Internets genügt – und sie liefert objektive Schlussfolgerungen, die zugleich die lustige Konsequenz haben, den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Relativismus" target="_blank" rel="noopener">philosophischen Relativismus</a> zu destabilisieren.<span id="more-2871"></span></p>
<p>Bei Amazon fällt zunächst auf: Das aktuelle Buch des Autors &#8211; nennen wir ihn Mike -, das wenige Monate existiert, hat keine Rezensionen. Das bedeutet nicht automatisch etwas, aber es zeigt zumindest, dass kein Bestseller-Einschlag vorliegt. Ein älteres Buch des Autors zu seinem Studienfach ist schon fünf Jahre alt und hat genau zwei Rezensionen – beide mit fünf Sternen. Beim Nachschauen des ersten Rezensenten – nennen wir ihn Martin &#8211; erkennt man: <strong>Dieser Amazon-Rezensent hat 4 Rezensionen geschrieben, alle mit fünf Sternen, und alle betreffen Bücher vom Autor Mike</strong>. Der zweite Rezensent – nennen wir sie Tanja &#8211; trägt den gleichen Familiennamen wie der Autor. Ihre ungefähr 10 Rezensionen sind entweder fünf Sterne oder 1 Stern, 5 Sterne bekommt aber nur Mike, und das gleich für 3 Bücher.</p>
<div id="attachment_2873" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2873" class="wp-image-2873 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306-1024x572.jpeg" alt="Sockenpuppen-Account illustrieren" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Sockenpuppen-Account_illustrieren_202606071306.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2873" class="wp-caption-text">Sockenpuppen-Account illustrieren</p></div>
<p>Diese Muster sind eindeutig. Rezensenten, die ausschließlich einen Autor bewerten, alle mit fünf Sternen, sind höchstwahrscheinlich Bekannte oder Familienmitglieder, es könnte aber auch ein sogenannter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sockenpuppe_(Netzkultur)" target="_blank" rel="noopener">Sockenpuppen-Account</a> sein. <a href="https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=G3UA5WC5S5UUKB5G" target="_blank" rel="noopener">Amazon hat eine klare Richtlinie: Sockenpuppen-Accounts sind unzulässig; Freunde und Bekannte von Autoren dürfen nicht rezensieren.</a> Solche positiven Bewertungen wären ja auch keine unabhängige Rezeption, sondern Gefälligkeitsrezensionen. Sie sind für die Relevanz-Einschätzung eines Autors nicht aussagekräftig, bzw. schon aussagekräftig, wenn man erkennt, dass es Gefälligkeiten sind.</p>
<p>Auch andere Quellen-Recherchen bestätigen diesen vorläufigen Befund. Bei <a href="https://www.perlentaucher.de/" target="_blank" rel="noopener">Perlentaucher, der renommierten Sammlung deutschsprachiger Literaturkritiken</a>, taucht der Autor Mike gar nicht auf. Eine Google-Recherche ergibt nur eine einzige auffindbare Rezension, und sie stammt tatsächlich von einem sehr renommierten Leitmedium aus der Mitte von Deutschland. Allerdings ist diese Rezension ein <strong>Verriss</strong>. Der Rezensent, nennen wir ihn Janosch, kritisiert, dass der Autor hochgestochen Quellen seines Fachgebietes in übertriebener Weise in Fußnoten und Fließtext platziert, aber zum eigentlichen Thema nichts über allgemein Bekanntes hinaus sagen kann. Das einzige Lob ist, dass das Buch eine nette Zusammenstellung schon bekannter Positionen zum Thema ist. Keine Originalität, keine neuen Argumente, keine Substanz.</p>
<p>Aus diesen Details folgt eine vorläufige, aber objektive Schlussfolgerung: Der Autor hat keine messbare externe Relevanz. Keine unabhängige Rezeption, keine Perlentaucher-Treffer, ein Verriss von einem Leitmedium, möglicherweise manipulierte Amazon-Bewertungen. Der Bericht des Lokal-Mediums ist wahrscheinlich lokale Porträt-Berichterstattung ohne faktische Relevanzprüfung.</p>
<p>Dieses Ergebnis ist jedoch vorläufig. Die konkrete Lektüre der Bücher könnte diese Vorrecherche-Schlussfolgerung über den Haufen werfen. Wichtiger ist ein anderer Punkt: Diese Methode der Detailrecherche zeigt, dass <strong>philosophischer Relativismus – die Position, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern nur Perspektiven, bei denen man nicht entscheiden kann, was richtig und falsch ist </strong>– durch Detailtiefe in einer Recherche destabilisiert werden kann. Vor der Recherche war die Sache relativ: „Vielleicht relevant, vielleicht nicht.&#8220; Nach der Recherche ist sie objektiv entscheidbar oder entscheidbarer. Der Relativismus war nur Folge von Informationsarmut. Sobald man tief genug in die Details hineinguckt, wird also Wahrheit entscheidbarer. An dem Beispiel wird auch deutlich, warum einige Wissenschafts-Philosophen die Position vertreten, dass es Aufgabe von Wissenschaft ist, sich der Wahrheit zu nähern, was nur möglich ist, wenn es eine Wahrheit gibt: <a href="https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/wir-irren-uns-empor" target="_blank" rel="noopener">Wir irren uns empor,</a> so die verkürzte Formulierung, die gerne verwandt wird.</p>
<div id="attachment_2874" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2874" class="size-large wp-image-2874" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325-1024x572.jpeg" alt="Wir irren uns empor" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Wir_irren_uns_empor_202606071325.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2874" class="wp-caption-text">Wir irren uns empor</p></div>
<p>Man kann also nach Recherchen oder anderen Vorgehensweisen, die Zeit und oder Geld kosten, eine Aussage anders einordnen, als vor den Bemühungen oder Auseinandersetzungen. Oder um es wahrscheinlichkeitstheoretisch auszudrücken: Die Aussage &#8222;der Autor ist relevant&#8220; wird durch die Recherche weniger wahrscheinlich. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, sich weiter mit dem Autor auseinanderzusetzen. Möglicherweise ist der junge Mann ein Genie und spätere Generationen werden ihn als Pflichtlektüre im Leistungskurs lesen müssen.</p>
<p><strong>Investigative Vorrecherche ermöglicht objektive Einschätzungen auch ohne Lesen. Das gilt für Bücher, Autoren, Wissenschaftler – und für alle Fragen, bei denen man zunächst denkt: „Man kann es nicht entscheiden.&#8220; Detailtiefe macht Relativismus obsolet.</strong></p>
<p>Hier ein paar interessante weitere Quellen zur Thematik</p>
<ol>
<li><a href="https://www.buchinsider.net/2026/02/16/fake-rezensionen-erkennen/">Fake-Amazon-Rezensionen erkennen: 7 klare Anhaltspunkte</a></li>
<li><span aria-label="Woran du Fake-Rezensionen erkennst (und woran nicht)" data-state="closed"> <a style="font-style: unset;" href="https://www.lesen.net/ebook-news/woran-du-fake-rezensionen-erkennst-und-woran-nicht-25019/">Woran du Fake-Rezensionen erkennst (und woran nicht)</a></span></li>
<li><span aria-label="Wie Amazon echte Besprechungen und Fake ..." data-state="closed"> <a style="font-style: unset;" href="https://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-wie-amazon-echte-besprechungen-und-fake-rezensionen-unterscheidet/">Wie Amazon echte Besprechungen und Fake Rezensionen unterscheidet</a></span></li>
<li><span aria-label="Online-Buchhandel - Wie filtert Amazon gekaufte Rezensionen heraus?" data-state="closed"> <a style="font-style: unset;" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/online-buchhandel-wie-filtert-amazon-gekaufte-rezensionen-100.html">Online-Buchhandel &#8211; Wie filtert Amazon gekaufte Rezensionen heraus?</a></span></li>
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		<title>Wenn Bilder fehlen: Wie generative KI den Nachrichtenjournalismus verändert</title>
		<link>https://train-und-coach.de/wenn-bilder-fehlen-wie-generative-ki-den-nachrichtenjournalismus-veraendert.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 14:38:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein vertrautes Problem im tagesaktuellen Journalismus: Eine wichtige Meldung kommt rein, vielleicht sogar mit lokal hoher Relevanz – aber passendes Bildmaterial fehlt. Fotografen sind nicht vor Ort, Agenturen liefern verzögert, und das eigene Archiv gibt nichts her. Ein Beispiel: „Die marode Bonner Rheinbrücke wird bis auf Weiteres vollständig für den Verkehr gesperrt.“ Eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2867" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2867" class="size-medium wp-image-2867" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059-300x167.jpg" alt="So sollte man es nicht machen." width="300" height="167" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059-300x167.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059-1024x572.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059-768x429.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059-619x345.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-164059.jpg 1376w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2867" class="wp-caption-text"><strong>So sollte man es nicht machen.</strong></p></div>
<p>Es ist ein vertrautes Problem im tagesaktuellen Journalismus: Eine wichtige Meldung kommt rein, vielleicht sogar mit lokal hoher Relevanz – aber passendes Bildmaterial fehlt. Fotografen sind nicht vor Ort, Agenturen liefern verzögert, und das eigene Archiv gibt nichts her.</p>
<p>Ein Beispiel: „Die marode Bonner Rheinbrücke wird bis auf Weiteres vollständig für den Verkehr gesperrt.“ Eine relevante Nachricht, die unmittelbare Auswirkungen hat – aber ohne Bild bleibt sie abstrakt. Z.B. bei dem sehr guten Artikel vom Focus: <a href="https://www.focus.de/panorama/welt/ab-15-uhr-bonner-nordbruecke-wird-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt_3d3f8e57-bbb3-4629-857c-d82817522a59.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.focus.de/panorama/welt/ab-15-uhr-bonner-nordbruecke-wird-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt_3d3f8e57-bbb3-4629-857c-d82817522a59.html</a> sieht man zwar viele Bilder, aber nichts aktuelles und nichts spezifisches.</p>
<p>Genau an dieser Stelle kommt <strong>generative KI (Bildgenierung)</strong> ins Spiel.<span id="more-2863"></span></p>
<p><strong>Bilder in Echtzeit</strong></p>
<p>Tools wie <a href="https://labs.google/" target="_blank" rel="noopener">Nano Banana von Google</a> oder Image von OpenAI ermöglichen es, innerhalb von Sekunden visuelle Darstellungen zu erzeugen. Eine gesperrte Brücke, Absperrungen, Staus auf Umleitungsstrecken – all das lässt sich zumindest als plausible Szene visualisieren.</p>
<p>Für Redaktionen, Blogger oder lokale Medien ergibt sich daraus eine neue Option: Bilder genau dann zu haben, wenn sie gebraucht werden. Nicht irgendwann später, sondern im Moment der Veröffentlichung.</p>
<p>Das klingt zunächst wie eine elegante Lösung für ein altes Problem.</p>
<p><strong>Der Reiz der Verfügbarkeit</strong></p>
<p>Der größte Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Bilder entstehen parallel zum Text, nicht zeitversetzt. Gerade bei kleineren Themen oder lokalen Ereignissen, die keine große mediale Aufmerksamkeit bekommen, kann das entscheidend sein.</p>
<p>Hinzu kommt eine neue Form von Flexibilität. Statt auf vorhandenes Material angewiesen zu sein, lassen sich gezielt Szenen erzeugen, die eine Situation verständlich machen. Auch abstraktere Themen – etwa Infrastrukturprobleme oder Verkehrsfolgen – können anschaulicher dargestellt werden.</p>
<p>Für kleinere Redaktionen oder Einzeljournalisten ist das ein nicht zu unterschätzender Zugewinn.</p>
<p><strong>Zwischen Illustration und Wirklichkeit</strong></p>
<p>So überzeugend viele dieser Bilder wirken, sie haben einen grundlegenden Haken: Sie zeigen keine Realität, sondern eine erzeugte Vorstellung davon.</p>
<p>Das ist mehr als ein technisches Detail. Es betrifft den Kern journalistischer Arbeit. Ein KI-generiertes Bild kann plausibel sein, ohne korrekt zu sein. Es kann Details enthalten, die so nie existiert haben – von der konkreten Beschilderung bis zur Umgebung.</p>
<p>Damit verschwimmt die Grenze zwischen dokumentarischem Bild und bloßer Illustration. Und genau diese Grenze ist im Nachrichtenkontext entscheidend.</p>
<p>Erschwerend kommt hinzu, dass reine Textprompt wohl kaum zu einem plausiblen Ergebnis kommen können, denn dafür müsste die KI aus den wenigen Angaben genaue Rückschlüsse auf die empirische Wirklichkeit machen können, was nicht immer gut klappen muss. So kann es schnell passieren, dass Objekte wie das Hotel Dresen in Bonn-Godesberg auf der falschen Rheinseite landen.</p>
<div id="attachment_2865" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2865" class="wp-image-2865 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057-1024x765.jpg" alt="Prompt: Rheinhotel Dreesen aus der Vogelperspektive" width="660" height="493" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057-1024x765.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057-300x224.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057-768x573.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057-619x462.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260525-164057.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2865" class="wp-caption-text">Prompt: Rheinhotel Dreesen aus der Vogelperspektive</p></div>
<p>Das Bild ganz oben im Teaser ist ein besonders überzeugendes Beispiel wie es nicht geht. Die Brücke sieht anders aus, ist auch keine Eisenbrücke und die Sperrung muss wohl anders umgesetzt werden.</p>
<blockquote><p>Hier der gescheitere Prompt: Die marode Bonner Rheinbrücke wird ab sofort bis auf weiteres voll für den Verkehr gesperrt. Prüfungen haben strukturelle Schäden am Tragwerk gezeigt, sagte die Autobahn GmbH. Die Brücke behört zu Autobahn 565 und ist eine wichtige Verbindung für Köln/Bonn. Mache ein Bild von der Bonner Nordbrücke, wo diese journalistische Meldung gut verdeutlicht wird.</p></blockquote>
<p>Wenn man also zu guten Ergebnissen kommen will, dann braucht man nicht nur gute Prompts, sondern am besten ein echtes Bild der Objekte, Situationen und Anforderungen und verlangt über den Prompt eine gezielte Änderung, die über das Bild eine relevante zusätzliche Perspektive gibt. Und man braucht Transparenz.</p>
<p><strong>Transparenz als Voraussetzung</strong></p>
<p>Wenn KI-generierte Bilder eingesetzt werden, wird Transparenz zur Pflicht. Eine klare Kennzeichnung ist keine Kür, sondern Voraussetzung für Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Formulierungen wie „Symbolbild (KI-generiert)“ sind ein Anfang. Noch besser ist es, kurz zu erklären, was das Bild leistet – und was nicht.</p>
<p>Zum Beispiel:</p>
<div id="attachment_2866" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2866" class="wp-image-2866 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425-1024x572.jpg" alt="Die Abbildung zeigt eine KI-generierte Illustration einer gesperrten Rheinbrücke. Sie dient der Veranschaulichung und ist keine tatsächliche Aufnahme der Situation vor Ort." width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425-1024x572.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425-300x167.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425-768x429.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425-619x345.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/image-20260603-153425.jpg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /><p id="caption-attachment-2866" class="wp-caption-text">Die Abbildung zeigt eine KI-generierte Illustration einer gesperrten Rheinbrücke. Sie dient der Veranschaulichung und ist keine tatsächliche Aufnahme der Situation vor Ort.</p></div>
<p>Solche Hinweise schaffen Klarheit, ohne den Lesefluss zu stören.</p>
<p><strong>Mehr als nur Ersatz</strong></p>
<p>Interessant wird es dort, wo generative KI nicht nur als Notlösung dient, sondern als eigenständiges Werkzeug.</p>
<p>Sie kann helfen, Szenarien sichtbar zu machen, die es so noch nicht gibt – etwa geplante Bauprojekte oder mögliche Entwicklungen. Sie kann komplexe Zusammenhänge illustrieren und damit journalistische Inhalte zugänglicher machen.</p>
<p>In diesem Sinne verschiebt sich die Funktion von Bildern: weg vom reinen Beleg, hin zu einem ergänzenden Mittel der Erklärung.</p>
<p><strong>Die Kehrseite</strong></p>
<p>Mit diesen Möglichkeiten wachsen allerdings auch die Risiken. KI-Bilder können missverstanden, aus dem Kontext gerissen oder bewusst irreführend eingesetzt werden. Gerade in sozialen Medien verschwinden Hinweise auf ihren künstlichen Ursprung oft schnell.</p>
<p>Langfristig stellt sich damit eine größere Frage: Was passiert mit dem Vertrauen in Bilder, wenn ihre Herkunft immer schwerer erkennbar wird?</p>
<p>Für den Journalismus, der auf Glaubwürdigkeit angewiesen ist, ist das keine theoretische Debatte.</p>
<p><strong>Ein Werkzeug – keine Abkürzung</strong></p>
<p><strong>Generative KI kann helfen, Lücken zu schließen und Berichterstattung anschaulicher zu machen. Sie ist schnell, flexibel und vielseitig einsetzbar.</strong></p>
<p><strong>Aber sie ersetzt keine Fotografie und keine dokumentarische Evidenz. Wer sie nutzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er nicht Realität abbildet, sondern Interpretation erzeugt.</strong></p>
<p><strong>Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob man solche Bilder verwendet – sondern wie bewusst und transparent man damit umgeht.</strong></p>
<h2>Ergänzung zum Artikel am 5.6.26:</h2>
<p>Der Bonner Generalanzeiger berichtete gestern zutreffend, dass die Bonner Nordbrücke für allen Verkehr gesperrt ist, nicht nur für Autos, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer. https://ga.de/bonn/stadt-bonn/nordbruecke-in-bonn-gesperrt-folgen-fuer-pendler-klinik-oepnv_aid-149329625. Allerdings wurde zum Artikel ein Foto veröffentlich, wo man sehen kann, dass Radfahrer und Fußgänger noch die Nordbrücke benutzen.</p>
<div id="attachment_2870" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2870" class="wp-image-2870 size-medium" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_-300x156.jpg" alt="Screenshot-Ausriss der verlinkten Quelle: kein KI-Bild und trotzdem nicht unbedingt faktisch zutreffend" width="300" height="156" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_-300x156.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_-1024x533.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_-768x400.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_-619x322.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/FireShot-Capture-004-Nordbruecke-in-Bonn-gesperrt_-Ergebnisse-in-naechsten-zwei-Wochen-ga.de_.jpg 1151w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-2870" class="wp-caption-text">Screenshot aus dem Artikel des GA: kein KI-Bild und trotzdem nicht unbedingt faktisch zutreffend</p></div>
<p>Das faktisch zutreffende Bild war anscheinend kurz vor der endgültigen Sperrung aufgenommen worden, nur weniger Stunden später, war eine solche Aufnahme nicht mehr möglich, weil keine Fußgänger oder Radfahrer mehr auf die Brücke gelassen wurden. Hätte also der GA besser dieses Bild vor der Veröffentlichung mit KI bearbeiten sollen? In Nano Banana hätte folgender Prompt genügt: &#8222;Beseitige die Fußgänger und Radfahrer aus dem Bild.&#8220;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>KI richtig nutzen: Stephan Wiesners Prompt-Formel verstehen und einordnen</title>
		<link>https://train-und-coach.de/ki-richtig-nutzen-stephan-wiesners-prompt-formel-verstehen-und-einordnen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 12:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI mit ChatBots]]></category>
		<category><![CDATA[chatGPT]]></category>
		<category><![CDATA[foto]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[KI-Bildgenerierung funktioniert genauso schlecht wie KI-Textgenerierung, wenn man dem KI-Werkzeug zu ungenaue Vorgaben mache. Das ist scheinbar eine triviale Erkenntnis, aber wie macht man nun die genauen Vorgaben so, dass man ein einigermaßen berechenbares Ergebnis bekommt? Stephan Wiesner erklärt in einem kurzen Video, worauf man zu achten hat. Selten habe ich in so kurzer Zeit, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>KI-Bildgenerierung funktioniert genauso schlecht wie KI-Textgenerierung, wenn man dem KI-Werkzeug zu ungenaue Vorgaben mache. Das ist scheinbar eine triviale Erkenntnis, aber wie macht man nun die genauen Vorgaben so, dass man ein einigermaßen berechenbares Ergebnis bekommt? Stephan Wiesner erklärt in einem kurzen Video, worauf man zu achten hat. Selten habe ich in so kurzer Zeit, so prägnant beschrieben bekommen, worauf es bei einem guten Prompt ankommt. Deshalb lohnt sich das Video und diese einordnende Zusammenfassung, wenn man in Zukunft mehr gute Ergebnisse bekommen möchte.</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Gemini und ChatGPT KI mit diesem Rezept richtig nutzen" width="660" height="371" src="https://www.youtube.com/embed/9mw54GmFsuI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.zielfoto.com/zielfoto-crew/">Stephan Wiesner</a> verspricht in seinem Video nicht weniger als einen Kompetenzsprung: Wer seine Methode versteht, soll „besser als 90 % der User“ mit KI arbeiten können. Das sind eine steile These –<span id="more-2859"></span> und gleichzeitig ein guter Aufhänger für ein Video, das sich konsequent an Praktiker richtet.</p>
<p>Schon der Einstieg macht klar, worum es Wiesner geht: KI ist kein Ersatz für menschliche Arbeit, sondern ein Verstärker. Entscheidend sei nicht, <em>ob</em> man KI nutzt, sondern <em>wie gut</em>. Die eigentliche Bedrohung für die eigene Bequemlichkeit gehe nicht von der Technologie selbst aus, sondern von Menschen, die sie effizienter einsetzen.</p>
<p>Diese Argumentation ist inzwischen fast schon ein Topos in der KI-Debatte. Wiesner bringt das Argument solide. Interessanter ist eher, wie konsequent sein Konzept ihn im weiteren Verlauf operationalisiert: als 4-Schritte-Formel</p>
<p>Der Kern des Videos ist eine einfache, aber wirkungsvolle Struktur:</p>
<div id="attachment_2860" style="width: 239px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2860" class="wp-image-2860 size-medium" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rolle-definieren-Kontext-geben-Befehl-formulieren-Output-spezifizieren-e1780487943456-229x300.jpeg" alt="Rolle definieren Kontext geben Befehl formulieren Output spezifizieren" width="229" height="300" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rolle-definieren-Kontext-geben-Befehl-formulieren-Output-spezifizieren-e1780487943456-229x300.jpeg 229w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rolle-definieren-Kontext-geben-Befehl-formulieren-Output-spezifizieren-e1780487943456.jpeg 587w" sizes="auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px" /><p id="caption-attachment-2860" class="wp-caption-text">Rolle definieren &gt;Kontext geben &gt; Befehl formulieren &gt; Output spezifizieren</p></div>
<p>Wiesner illustriert das zunächst mit einem banalen Beispiel: ein Rezept mit Reis wird benötigt. Die Qualität der Antwort hängt nicht an der Frage selbst, sondern an der Einbettung. Ein „italienischer Koch“ liefert andere Ergebnisse als ein „indischer Koch“, und zusätzliche Informationen (Kind als Zielgruppe, Geschmack, Zutaten) verengen den Möglichkeitsraum sinnvoll.</p>
<p>Das Beispiel ist didaktisch geschickt gewählt, weil es sofort einleuchtet. Gleichzeitig bleibt es natürlich auf einem sehr niedrigen Komplexitätsniveau – der eigentliche Test ist, ob die Formel auch bei anspruchsvolleren Aufgaben trägt.</p>
<p>Genau das versucht Wiesner im Anschluss zu zeigen.</p>
<h2>Vom Spielzeug zur echten Anwendung</h2>
<p>Ein besonders starkes Beispiel von Wiesner ist die Kamerasuche. Statt einer generischen Frage („Was sind die besten Kameras?“) formuliert Wiesner eine hochspezifische Anfrage mit technischen und praktischen Einschränkungen: Gewicht, Baujahr, Objektivtyp, Einsatzzweck.</p>
<div id="attachment_2861" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2861" class="wp-image-2861 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404-1024x572.jpeg" alt="Spezifisch statt generisch" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Menschen_zu_Statement_formuliere…_202606031404.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2861" class="wp-caption-text">Spezifisch statt generisch</p></div>
<p>Das Ergebnis: keine „Larifari-Antwort“, sondern eine strukturierte Auswahl inklusive Tabelle.</p>
<p>Hier zeigt sich die eigentliche Stärke des Videos. Wiesner demonstriert nicht nur, dass bessere Prompts helfen, sondern auch warum: Der gute Prompt reduziert Suchraum und Ambiguität. Das ist letztlich ein <strong>epistemisches Argument</strong>(hochgestochen ausgedrückt): bessere Fragen erzeugen besseres Wissen.</p>
<h2>KI als Entscheidungspartner</h2>
<p>Besonders interessant wird es im Beispiel zur Heizungsreparatur. Wiesner nutzt KI, um ein Angebot zu bewerten – unter Einbeziehung steuerlicher Rahmenbedingungen und der persönlichen Situation.</p>
<p>Er beschreibt dabei einen entscheidenden Trick: getrennte Chats mit dauerhaftem Kontext. So wird die KI zu einer Art dauerhaft aktiv bleibenden Experten-System.</p>
<p>Hier bewegt sich Wiesner an der Grenze zwischen sinnvoller Nutzung und potenzieller Überschätzung. Die Idee, mehrere „Expertenrollen“ in einem System zu bündeln, ist praktisch – aber sie setzt voraus, dass die Antworten tatsächlich zuverlässig sind. Genau diese epistemische Unsicherheit blendet das Video weitgehend aus.</p>
<p>Trotzdem ist der Nutzen klar: Wiesner verschafft sich Gesprächskompetenz gegenüber echten Fachleuten.</p>
<h2>Kontext ist wichtig, aber das Kontextfenster muss beachtet werden</h2>
<p>Die KI kann nur so präzise sein wie das Material, mit dem sie arbeitet. Nutzer müssen oft „ihr halbes Leben erzählen“ – also Rahmenbedingungen wie Budget, Zielgruppe oder zeitliche Fristen (z. B. Haltefristen bei Immobilien) liefern –, um das System aus der Vagheit zu zwingen. Deshalb ist es oft besser länger in einem Chat zu bleiben, bzw. Chats für verschiedene Aufgabenstellungen parallel aufzubauen, meint Wiesner.</p>
<p>Wiesner hat aber nicht erwähnt, dass man das beschränkte Kontextfenster des KI-Werkzeugs beachten muss. Irgendwann vergisst die KI den Anfang des Chatverlaufs. Deshalb könnte es eine gute Idee sein, wenn man irgendwann eine Zusammenfassung des Chatverlaufs verlangt und diese Zusammenfassung zu einem neuen Chatbeginn nutzt.</p>
<h2>Output als unterschätzter Hebel</h2>
<p>Ein oft übersehener Punkt ist die Output-Form. Wiesner betont, dass es einen Unterschied macht, ob man eine lose Antwort bekommt oder ein direkt nutzbares Artefakt (PDF, Tabelle, Bild).</p>
<p>Seine Beispiele – Einkaufslisten fürs Holzprojekt, Visualisierungen für Lederarbeiten oder Raumgestaltung – zeigen, wie stark KI in den Bereich „Denkarbeit + Visualisierung“ hineinwirkt.</p>
<p>Das ist einer der stärksten Teile des Videos. Während viele Prompt-Guides bei Text stehen bleiben, erweitert Wiesner die Perspektive auf multimodale Outputs – ein realistischer Blick auf aktuelle KI-Nutzung.</p>
<h2>KI im beruflichen Kontext</h2>
<p>Im Bereich Akquise zeigt Wiesner, wie sich aus wenigen Stichpunkten professionelle Anschreiben generieren lassen. Besonders interessant ist hier die iterative Nutzung im selben Chat: vom Pitch über die Planung bis zum konkreten Drehkonzept.</p>
<p>Hier wird deutlich, dass der eigentliche Mehrwert nicht im einzelnen Prompt liegt, sondern im Workflow, in der Iteration, im „Dialog“ mit dem KI-Werkzeug. Wiesner beschreibt implizit eine Art dialogisches Systemdesign – das hätte man noch expliziter herausarbeiten können.</p>
<p><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2862 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419-1024x572.jpeg" alt="Externalisierung von Empathie" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Rucksack_mit_Chatbot_und_Kopfhoerer_202606031419.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a></p>
<p>Auch Wiesners Umgang mit E-Mails ist bemerkenswert: KI als „Empathie-Proxy“, der eigene kommunikative Schwächen ausgleicht.</p>
<p>Das ist ehrlich – und zugleich ambivalent. Die <strong>Externalisierung von Empathie</strong> an ein System wirft Fragen auf: Wird Kommunikation dadurch besser oder nur glatter? Wiesner stellt diese Frage nicht, liefert aber ein sehr reales Praxisbeispiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Push vs. Pull: Ein unterschätztes Konzept</h2>
<p>Ein besonders wertvoller Abschnitt ist die Unterscheidung zwischen „Push“ (man gibt alles vor) und „Pull“ (die KI stellt Fragen).</p>
<p>Gerade bei unbekannten Themen empfiehlt Wiesner, die KI aktiv nach fehlenden Informationen fragen zu lassen.</p>
<p>Das ist konzeptionell der stärkste Teil des Videos. Hier verlässt Wiesner die Ebene von Tipps und berührt tatsächliche Interaktionsdesign-Prinzipien.</p>
<h2>Fazit: Pragmatismus statt Theorie</h2>
<p><strong>Wiesners Video ist kein theoretischer Deep Dive, sondern ein praxisorientiertes Playbook. Seine Stärke liegt in konkreten, nachvollziehbaren Beispielen und einer klaren Struktur.</strong></p>
<p><strong>Verbesserungspotential liegt dort, wo er implizite Annahmen nicht reflektiert: etwa die Zuverlässigkeit von KI-Antworten oder die Grenzen solcher Systeme in komplexen Entscheidungssituationen.</strong></p>
<p><strong>Trotzdem bleibt der zentrale Punkt überzeugend: Gute Prompts sind keine Magie, sondern saubere Interaktion und Iteration. Wer Rolle, Kontext, Ziel und Ausgabe klar definiert, bekommt bessere Ergebnisse – nicht weil die KI „intelligenter“ wird, sondern weil die Anfrage präziser ist.</strong></p>
<p><strong>Und genau darin liegt vielleicht die eigentliche Pointe des Videos: Es geht weniger um KI-Kompetenz als um Denkkompetenz.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Socialbar Bonn 1.6.2026: Veranstaltung zur Datenschutzszene Bonn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 17:03:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[big data]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[social networks]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Socialbar Bonn führt ungefähr alle 2 Monate eine interessante und kostenlose Abendveranstaltung durch, am 1.6.2026 sollte es um die &#8222;Datensschutzszene in Bonn&#8220; gehen. Wer nach der Veranstaltung bei Google recherchiert, bekommt eine durchaus zutreffende Antwort von der Google-KI Gemini.  Am Montag, 1. Juni 2026, fand die 81. Socialbar Bonn zum Thema „Datenschutzszene in Bonn“ [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2857" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2857" class="size-medium wp-image-2857" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026-300x147.jpg" alt="Socialbar Bonn Juni 2026" width="300" height="147" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026-300x147.jpg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026-1024x501.jpg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026-768x375.jpg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026-619x303.jpg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/socialbar-Bonn-Screenshot-Veranstaltung-Juni-2026.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2857" class="wp-caption-text"><strong>Socialbar Bonn Juni 2026</strong></p></div>
<p><strong>Die <a href="https://www.google.com/search?q=Socialbar+Bonn&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8" target="_blank" rel="noopener">Socialbar Bonn</a> führt ungefähr alle 2 Monate eine interessante und kostenlose Abendveranstaltung durch, am 1.6.2026 sollte es um die &#8222;Datensschutzszene in Bonn&#8220; gehen. Wer nach der Veranstaltung bei Google recherchiert, bekommt eine durchaus zutreffende Antwort von der Google-KI Gemini. </strong></p>
<blockquote><p>Am <strong>Montag, 1. Juni 2026</strong>, fand die <strong>81. Socialbar Bonn</strong> zum Thema „Datenschutzszene in Bonn“ statt. Das etablierte Netzwerktreffen bot praxisnahe Vorträge sowie Raum zum Austausch für die lokale Szene.</p>
<p><strong>Details zur Veranstaltung</strong></p>
<ul>
<li><strong>Ort:</strong> Engagement Global, Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn</li>
<li><strong>Uhrzeit:</strong> 18:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)</li>
<li><strong>Kosten:</strong> Eintritt frei</li>
</ul>
<p><strong>Key-Vorträge &amp; Themen</strong></p>
<ul>
<li><strong>Datenschutzkonforme Altersprüfungen im Netz</strong> – Aline Sylla (Bundesbeauftragte für den Datenschutz).</li>
<li><strong>Datenschutz in der Kirche</strong> – Felix Neumann</li>
<li><strong>Datenschutz ist Menschenrecht</strong> – Einblicke in die Arbeit der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD) durch Reinhard Linz und Achim Klabunde.</li>
</ul>
<p>Die Socialbar Bonn vernetzt regelmäßig Akteure aus Zivilgesellschaft, Forschung und Praxis. Weitere Informationen und zukünftige Termine finden Sie direkt auf der offiziellen Seite der Socialbar Bonn. Zitatende Google</p></blockquote>
<p>Ich weiß, dass Gemini recht hat, weil ich selbst vor Ort war. <span id="more-2856"></span>Die Veranstaltung begann wie gewohnt mit einer Sammlung von Hashtags, statt einer Vorstellungrunde sagte jeder und jede 3 Begriffe, die ihre gegenwärtige Stimmungslage treffen soll. Gut fand ich z.B. den Hashtag &#8222;Neugier&#8220;, der ist so gut, dass man auf die weiteren 2 Hashtags verzichten kann.</p>
<p>Die Veranstaltung stand diesmal unter dem Titel „<strong>Datenschutzszene in Bonn</strong>“. Sie brachte Fachleute, Engagierte und Interessierte zusammen, um aktuelle Fragen des Datenschutzes aus sehr unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten: von Altersprüfungen im Netz über kirchlichen Datenschutz bis hin zur grundrechtlichen Bedeutung des Themas.</p>
<p>Treffpunkt waren die Räume von Engagement Global an der Friedrich-Ebert-Allee in Bonn. Der Eintritt war wie immer frei, die Veranstaltung begann ungefähr um 19  Uhr, doch viele kamen eher, denn neben den Vorträgen wird auch reichlich Raum für Austausch und Vernetzung bereitgestellt.</p>
<p>Die Socialbar Bonn ist seit Jahren ein fester Termin für Menschen, die sich mit digitaler Gesellschaft, Datenschutz, Zivilgesellschaft und technischer Praxis beschäftigen. Gerade der lokale Bezug macht den Reiz aus: Hier treffen sich keine abstrakten Debatten, sondern Menschen, die in Bonn und Umgebung konkret an digitalen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen arbeiten.</p>
<p>Die diesjährige Ausgabe zeigte besonders deutlich, wie breit das Feld „Datenschutz“ inzwischen geworden ist. Es geht längst nicht mehr nur um Formulare, Einwilligungen oder Datenschutzerklärungen, sondern um Grundfragen von Freiheit, Teilhabe, Vertrauen und Macht im digitalen Raum.</p>
<h2>Altersprüfung im Netz</h2>
<p>Den ersten inhaltlichen Schwerpunkt setzte der Vortrag von Aline Sylla aus der Behörde des <a href="https://www.bfdi.bund.de/DE/Home/home_node.html">Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit</a>. Nach der ersten Folie „Darf ich einmal Ihren Ausweis sehen?“ ging es um die datenschutzkonforme Gestaltung von Abfragepflichten bei persönlichen Daten.</p>
<p>Im Zentrum stand dabei die Frage, wie <strong>Altersprüfungen im Netz</strong> so umgesetzt werden können, dass sie den Schutzbedarf von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen, ohne unnötig viele personenbezogene Daten offenzulegen. Aline Sylla machte deutlich, dass Altersverifikationen ein risikoreiches Feld sind: Je stärker Identitätsdaten abgefragt werden, desto größer werden die Risiken für Profilbildung, Missbrauch und den Verlust von Anonymität.</p>
<p>Besonders wichtig war der Hinweis, dass es nicht nur um technische Lösungen geht, sondern immer auch um die Verhältnismäßigkeit. Altersangaben, Altersprüfungen und Altersverifikationen unterscheiden sich deutlich in ihrem Eingriffsgrad. In der Präsentation wurde deshalb auf datenschutzfreundliche Ansätze verwiesen, etwa auf Zero-Knowledge-Lösungen (das sind kryptographische Verfahren, mit denen jemand die Wahrheit einer Aussage nachweisen kann, ohne die zugrundeliegenden geheimen Daten preiszugeben) und KI-basierte Verfahren (z.B. Gesichts- oder Sprachprüfung). In jedem Einzelfall muss geprüft werden, ob die Bedingungen des Datenschutzes eingehalten werden.</p>
<p>Die Kernbotschaft war klar: <strong>Altersprüfungen dürfen nicht einfach als Vorwand dienen, immer mehr Daten abzufragen.</strong> Sie müssen datenschutzkonform, zweckgebunden und risikobewusst ausgestaltet sein.</p>
<h2>Datenschutz in der Kirche</h2>
<p>Der zweite größere Themenblock kam von <a href="https://fxneumann.de/ueber-mich/">Felix Neumann</a> und widmete sich dem kirchlichen Datenschutz. Schon der Einstieg war bemerkenswert: In den großen Kirchen gilt nicht die Datenschutzgesetzung so wie sonst in der Verwaltung oder Wirtschaft, sondern für die Kirchen gilt ein eigenständig entwickeltes Datenschutzrecht, eine Tatsache die kaum bekannt ist.</p>
<p>Neumann erklärte, wie dieses Sonderrecht historisch entstanden ist. Der Vortrag zeigte, dass kirchlicher Datenschutz eine eigenständige Rechtskultur hervorgebracht hat, die sowohl mit staatlichem Datenschutzrecht als auch mit der kirchlichen Organisationsrealität verflochten ist.</p>
<p>Ein spannender Punkt war die Frage nach alltäglichen Kommunikationswegen. Die Folie „Wieviel WhatsApp ist in der Kirche erlaubt?“ brachte das Dilemma sehr gut auf den Punkt: Auch kirchliche Organisationen stehen vor derselben praktischen Frage wie viele andere Institutionen auch, nämlich wie sie Kommunikation organisieren, ohne dabei Datenschutz und Vertraulichkeit zu vernachlässigen.</p>
<p>Felix Neumanns Beitrag machte außerdem deutlich, dass kirchlicher Datenschutz nicht nur juristische Detailarbeit ist. Er betrifft Transparenz, Rechtskultur und das Verhältnis zwischen Institution und Kirchensteuerzahlern.</p>
<h2>Datenschutz als Menschenrecht</h2>
<p>Den dritten Schwerpunkt setzte <a href="https://www.linkedin.com/in/achimklabunde/?originalSubdomain=be">Achim Klabunde</a> von der <a href="https://www.datenschutzverein.de/">Deutschen Vereinigung für Datenschutz</a> mit dem Vortrag „Datenschutz ist Menschenrecht“. Dieser Beitrag führte das Thema aus der konkreten Anwendung wieder zurück auf die Grundsatzebene.</p>
<p>Klabunde zeichnete zunächst die Entwicklung des Datenschutzes nach: vom ersten Datenschutzgesetz in Hessen über das Bundesdatenschutzgesetz bis hin zur Datenschutzgrundverordnung und den europäischen Grundrechtsnormen. Dabei wurde deutlich, dass Datenschutz nicht bloß eine technische oder administrative Frage ist, sondern eng mit dem Schutz der Persönlichkeit verknüpft ist.</p>
<div id="attachment_2858" style="width: 670px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2858" class="wp-image-2858 size-large" src="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten-1024x572.jpeg" alt="KI-generiertes Foto zum Thema Datenschutz" width="660" height="369" srcset="https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten-1024x572.jpeg 1024w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten-300x167.jpeg 300w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten-768x429.jpeg 768w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten-619x345.jpeg 619w, https://train-und-coach.de/wp-content/uploads/2026/06/Datenschutz_schuetzt_Menschen_nicht_Daten.jpeg 1376w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><p id="caption-attachment-2858" class="wp-caption-text">KI-generiertes Foto zum Thema Datenschutz</p></div>
<p>Besonders wichtig war der Bezug zur informationellen Selbstbestimmung, die das Bundesverfassungsgericht 1983 im Volkszählungsurteil als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts herausgearbeitet hat. In dieser Tradition steht Datenschutz als Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten.</p>
<p>Der Vortrag machte auch aktuelle Spannungsfelder sichtbar: Beschäftigtendatenschutz, Kommunikationsgeheimnis, Vorratsdatenspeicherung, Chatkontrolle und der Ruf nach „Bürokratieabbau“ wurden als Beispiele genannt, an denen sich zeigt, dass Datenschutz immer noch großen Nachholbedarf hat. Die Botschaft hier: Grundrechte dürfen nicht unter dem Etikett der Vereinfachung ausgehöhlt werden.</p>
<h2>Gemeinsamer roter Faden</h2>
<p>Trotz der unterschiedlichen Themen verband die Vorträge ein gemeinsamer Kern. Alle drei Beiträge zeigten, dass Datenschutz nicht als Hindernis, sondern als Rahmen für verantwortliches Handeln verstanden werden kann. Ob bei Altersprüfungen, in kirchlichen Strukturen oder im menschenrechtlichen Grundsatzdiskurs: Immer geht es darum, Macht über Daten zu begrenzen und Teilhabe zu ermöglichen. <strong>Datenschutz dient also nicht dem Schutz der Daten, sondern dem Schutz der Menschen vor der Macht der Verfügungsfähigen über die Daten.</strong></p>
<p>Auffällig war auch, dass die meisten Veranstaltungsteilnehmer kein Fachpublikum waren. Die Vorträge waren inhaltlich anspruchsvoll, blieben aber nah an praktischen Fragen. Gerade das macht die Socialbar Bonn so wertvoll: Sie schafft einen Raum, in dem juristische, technische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkommen.</p>
<h2>Bonn als Standort für Fragen zu Technik, Gesellschaft und Nachhaltigkeit</h2>
<p>Die Veranstaltung zeigte, dass Bonn mehr ist als ein politischer Verwaltungsstandort. Die Stadt verfügt über eine lebendige Szene aus Initiativen, Fachleuten und Institutionen, die sich mit digitaler Gesellschaft und Datenschutz beschäftigen. Engagement Global bot dafür einen passenden Rahmen, weil hier der lokale Austausch auf eine größere gesellschaftliche Perspektive trifft.</p>
<p>Gerade für eine Stadt wie Bonn ist diese Art von Netzwerktreffen wichtig. Sie macht Expertise sichtbar, vernetzt Akteure und sorgt dafür, dass Debatten nicht nur in Fachkreisen stattfinden, sondern in die öffentliche Diskussion getragen werden.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Die 81. Socialbar Bonn war ein Abend, an dem deutlich wurde, wie aktuell und vielschichtig das Thema Datenschutz geblieben ist. Die Vorträge spannten den Bogen von konkreten Praxisproblemen über kirchliche Sonderfragen bis hin zu den großen Grundrechtsfragen unserer digitalen Gegenwart. Man kann daraus ein starkes Fazit ziehen: Datenschutz ist auch in Bonn nicht bloß ein Verwaltungs- oder Spezialthema, sondern Teil einer lebendigen gesellschaftlichen Debatte. Die Socialbar zeigte, wie produktiv diese Debatte sein kann, wenn sie praxisnah, verständlich und offen geführt wird.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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