<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><rss xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" version="2.0"><channel><title>JöDös BLOG</title><description>Neues von mir und aus dem Netz. Viel Spass!</description><managingEditor>noreply@blogger.com (JöDö)</managingEditor><pubDate>Thu, 5 Sep 2024 12:24:14 +0200</pubDate><generator>Blogger http://www.blogger.com</generator><openSearch:totalResults xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/">277</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/">1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/">25</openSearch:itemsPerPage><link>http://doelfer.blogspot.com/</link><language>en-us</language><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Neues von mir und aus dem Netz. Viel Spass!</itunes:subtitle><itunes:owner><itunes:email>noreply@blogger.com</itunes:email></itunes:owner><item><title>Warm anziehen ...</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/11/warm-anziehen.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Sun, 1 Nov 2009 21:04:00 +0100</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2054088137568675174</guid><description>... muss man sich bei einem Stadion-Besuch dieser Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2472/4064844817_1f8d836865.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2472/4064844817_1f8d836865.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2472/4064844817_1f8d836865_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Preisfragen</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/11/preisfragen.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Sun, 1 Nov 2009 20:56:00 +0100</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-9080855125055593660</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welches Detail auf der Kutte des St.Pauli-Fans passt irgenwdie nicht so recht dorthin?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2434/4064798103_800ba13a50.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 307px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2434/4064798103_800ba13a50.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;In welchem Stadion sind die folgenden Sitzschalen in etwas unorthodoxer Reihenfolge montiert? Und in welchem Stadion waren sie zuvor im Einsatz?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3523/4064843881_127edd0547.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3523/4064843881_127edd0547.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3649/4065594552_c0f3323f47.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3649/4065594552_c0f3323f47.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2434/4064798103_800ba13a50_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">1</thr:total></item><item><title>Letzter Artikel vor der Autobahn</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/letzter-artikel-vor-der-autobahn.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 30 Sep 2009 12:54:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-7819008736587857151</guid><description>Es regnet in Strömen und mein Urlaub neigt sich leider dem Ende zu. Mit mehreren gekühlten Six-Packs Bier bewaffnet, ohne Alkohol kann ich nicht flüssig und wirr schreiben, nutze ich diese Gelegenheit, letzte Berichtsnotizen zu vervollständigen und ins Netz zu stellen. Auf der einen Seite freue ich mich darauf, Freunde und Bekannte wieder zu treffen – auf der anderen Seite hat das aber auch einen bestimmten Preis, ihr wisst schon ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiIc0Bv7gCwovtqSnl3i-_YeH_jVBFw6-wC2XcCCfzV2onN9YWysKNwUqpfzwhCow7qVGwJZZ1UkIuiMZ6zv_QQwysYbOnyl8uGMuioDR_yRNUBalO_SvCDdfPPM_XjrhxfnZXtuA/s1600-h/dintaifung-essen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiIc0Bv7gCwovtqSnl3i-_YeH_jVBFw6-wC2XcCCfzV2onN9YWysKNwUqpfzwhCow7qVGwJZZ1UkIuiMZ6zv_QQwysYbOnyl8uGMuioDR_yRNUBalO_SvCDdfPPM_XjrhxfnZXtuA/s320/dintaifung-essen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387212850882075106" /&gt;Familie Lin und ich nach dem Essen bei &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Din Tai Fung&lt;/span&gt; (&lt;span style="font-style:italic;"&gt;http://www.dintaifung.com.tw&lt;/span&gt;) meinem absoluten Lieblingsrestaurant – unbedingt hingehen, falls ihr mal in Taipei seit!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgang mit Strassenkarten und Landkarten &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der im Westen übliche Standard, nach dem Karten eingenordet angebracht werden, hat in Taiwan, China und Japan keine Gültigkeit. Umgebungspläne von Haltestellen oder Wanderkarten werden so aufgehängt, wie man gerade Bock hat: Mal ist Norden auf diesen Karten rechts, mal links, oft unten und so gut wie nie dort wo erwartet, nämlich oben. Zusätzlich wird gerne darauf verzichtet, die nördliche Himmelsrichtung (etwa durch eine Kompass-Rose) auszuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist seltsam für ein Volk, das immerhin den magnetischen Kompass erfunden hat. Als Reisender sollte man daher eine Karte als erstes anhand bekannter Landmarken einnorden, bevor man ihr vertraut. Sehr oft bin ich die immer gleich aussehenden Straßen in die falsche Richtung gelaufen bis ich meinen Fehler bemerkte. Im Großstadtdschungel kann man sich nicht immer am Lauf der Sonne (ist in den Unterführungen und Tunneln nicht zu sehen) oder an den Wetterseiten von Bäumen (gibt es nicht) orientieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt im chinesischen zwar Wörter für die vier Himmelsrichtungen, im täglichen Umgang werden sie aber nicht genutzt. Auch scheint keiner eine imaginäre Landkarte im Kopf zu haben. Als ich mich in den Straßen in der Nähe des Daan-Park einmal verlaufe und per Handy Navigationshilfe von Chi Hsuen anfordere stolpern wir unerwartet in ein kleines Kommunkationsproblem. Meine Aussage, das ich mich auf der westlichen Begrenzungsstraße des Daan-Parks in südliche Richtung bewege wird einfach nicht verstanden („Ist da eine Hochstrassse?“ „Nein“ „Eine Hochbahnhaltestelle?“ „Auch nicht“ „Wo bist du denn?“ „Westlich vom Daan-Park, ich laufe in südliche Richtung“ „Häh?“ „Also ich laufe links vom Daan Park nach unten, wenn ich den Park im Rücken habe, dann ist auch der 101 Wolkenkratzer hinter mir und ich schaue in Richtung der untergehenden Sonne ...“ „Du solltest aber den 101 Wolkenkratzer vor dir haben und eine Hochstraße sehen!“ „Nein, laut meiner Karte gibt es nur südlich des Parks so etwas wie eine Hochstrasse ... Ok, wir treffen uns am Hauptbahnhof“). „Westlich vom Daan-Park“ ist seitdem unsere interne geflügelte Bezeichnung für Kommunikationsprobleme dieser Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Taxifahrer können Karten nicht lesen. Sie vertrauen einzig ihrer dynamischen Ortskenntnis oder ihrem Navigationssystem. Auf einer (chinesisch beschrifteten) Straßenkarte auf das gewünschte Ziel der Fahrt zu zeigen hat keinen Sinn, Dialoge der Art „Also, wir sind jetzt genau hier (zeigen auf der Karte) und ich möchte nach dort (zeigen auf der Karte)“ sind wenig zielführend. Am Besten, man hat eine Visitenkarte mit der Zieladresse dabei.Oder man steuert eine bekannte Haltestelle der U-Bahn in der Nähe des gewünschten Ziels an und weist dann dem Taxifahrer den Weg zum eigentlichen Ziel.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Bus fahren in Taiwan&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dem Thema habe ich mich vor kurzem ja bereits ausgelassen. Selbst Taiwanesen scheuen das mühselige entziffern der kryptischen Fahrpläne und Fahrrouten und nutzen nur die ihnen bekannten Buslinien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Busse sind durch eine eindeutige Routennummer identifiziert. Diese unterliegen keiner erkennbaren Systematik. In der Umgebung meiner Wohnung notiere ich mir die Nummern der vorbeifahrenden Busse. Möchte ich hierher zurückkehren, so schaue ich kurz auf dieser Liste nach und finde so häufig einen passenden Bus der zumindest grob in die gewünschte Richtung fährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi0-h4R5-ihykdK6v4yqTyVkr4LEPxEYMAVdJE2td1TRdeuDOkKZj7IVYKOWIFb9Ml2uuHUfwmK9CTib_L4u8gjwVlRaIysWoGqa1fv0wKBnm5iHgtCJ7zMPfOSzOyn-sOtLymwSg/s1600-h/IMG_1238.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi0-h4R5-ihykdK6v4yqTyVkr4LEPxEYMAVdJE2td1TRdeuDOkKZj7IVYKOWIFb9Ml2uuHUfwmK9CTib_L4u8gjwVlRaIysWoGqa1fv0wKBnm5iHgtCJ7zMPfOSzOyn-sOtLymwSg/s320/IMG_1238.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387214067869365042" /&gt;Müssen leider draußen bleiben: Die Mitnahme von Buntspechten und Stockenten ist in Taiwans Bussen leider strikt untersagt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezahlt wird ein Einheitsbetrag beim ein- oder aussteigen. Hierbei muss man auf ein bestimmtes Zeichen achten. Wechselt das Zeichen während der Fahrt, was bei größeren Routen der Fall ist, so zahlt man doppelt beim ein- und aussteigen. Das ist einfacher als es vielleicht klingt. Wer kein chinesisch kann, zahlt am Besten immer dann, wenn der Busfahrer ihn wild fuchtelnd dazu auffordert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Müllentsorgung in Taipei&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öffentliche Mülltonnen sind in Taipei leider nur in homöopathischen Dosen vorhanden. Gerne wird daher einfach das Fenster geöffnet und der Müll direkt im Hinterhof oder in einer der offenen Kloaken der Stadt entsorgt. Das freut die Ratten der Stadt, die so immer einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Im Hinterhof meiner Unterkunft hat sich so ein Müllkomposthaufen gebildet dessen Analyse verschiedener Müllschichten in ein paar hundert Jahren den ein oder anderen Archäologen beschäftigen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhuMs6l-AEtyY3flBzNigsoBaWEj9HSbhnQSSN7WVYYN3FPs82gFrFxsJMjNlgdtfmfxQMAIBVH5nJcIURY7cTuJUvSo-UT6gww44afpm7XwiZdyS8Vs6TYU7CKNh5iR8Vpror3QQ/s1600-h/IMGP8736.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 213px; height: 320px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhuMs6l-AEtyY3flBzNigsoBaWEj9HSbhnQSSN7WVYYN3FPs82gFrFxsJMjNlgdtfmfxQMAIBVH5nJcIURY7cTuJUvSo-UT6gww44afpm7XwiZdyS8Vs6TYU7CKNh5iR8Vpror3QQ/s320/IMGP8736.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387214550705716786" /&gt;Heraus mit dem Müll, diese Waschmaschine wird nicht mehr benötigt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Müllentsorgung wird inzwischen auf modernes Recycling gesetzt. Die Kategorien sind einfach: Papier, Dosen &amp; Flaschen, Restmüll. Je nach Stadtviertel werden die größeren Hauptstrassen täglich von Müllwagen abgefahren. Diese machen sich durch lautes Dudeln von Beethovens „Pour Elise“ bemerkbar, klingt in etwa so wie in Deutschland im Sommer die Eiswagen. Hört man dieses markante Jingle so packt man sich den Müll und bewegt sich  zügig aber ohne Hast zur nächst größeren Straße. Dort wirft man seinen Abfall in die im Schritttempo vorbeidefilierenden Müllwagen – fertig. Mülltonnen pro Haushalt oder Wohngebäude gibt es keine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Recycling und Wertschöpfung der besonderen Art wird in den zahlreichen Tempeln praktiziert. Im Eingangsbereich kann sich der Gläubige neben Räucherstäbchen mit Gaben wie frischem Obst und allerlei Lebensmitteln versorgen. Besonders beliebt sind anscheinend Thunfischkonserven und Büchsen mit Malzbier. Ein Tempelbediensteter räumt diese auf einem reich gedeckten Tisch dargebotenen Opfer dezent jede Stunde ab, verschwindet mit ihnen durch einen Seitenausgang und stellt sie im erwähnten Shop am Tempeleingang wieder neu zum Verkauf. Diese Rotation erklärt  so  das schon seit vielen Jahren abgelaufene Haltbarkeitsdatum diverser geopferter Fischkonserven. Vermutlich gleicht das buddhistische Walhalla inzwischen einer Intensivstation für Lebensmittelvergiftungen. Andererseits währe die einmalige Nutzung aber auch eine sündhafte Verschwendung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Fernsehen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im kabelgespeisten Fernsehprogramm gibt es meistens unverständliches in Mandarin oder Taiwanesisch. Trotzdem leicht verständlich und nicht minder bedeppert als in Deutschland sind die hiesigen Verkaufskanäle. Komplizierte technische Geräte wie Notebooks, Betriebssysteme oder Spiegelreflexkameras werden hauptsächlich von leicht bekleideten Schönheiten weiblichen Geschlechts präsentiert. Die machen zwar selten einen kompetenten Eindruck, aber das ist ja Nebensache. Hauptsache ist Animation: Telefonnummer anrufen, Kreditkartennummer durchgeben und dann darauf warten, das der Postbote drei mal klingelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem obligatorischen CNN empfange ich Spielfilme am laufenden auf den Sendern HBO, Hollywood Classics und Star Movie. Unerwartet kann ich so endlich den B-Movie Schinken &lt;a href="http://www.imdb.de/title/tt0365653/"&gt;Dinocroc&lt;/a&gt; bis zu Ende sehen. Den habe ich vor vier Jahren auf einer Busfahrt in Thailand nur zur Hälfte mitbekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Geheimtip mit spannender Handlung: In einem See ist aus unerfindlichen Gründen ein Krokodil zu einem gefährlichen Dinosaurier mutiert und terrorisiert nun die dort lebende Bevölkerung. Neben den üblichen Teenagern, die Abends zu knutschen an den See fahren, gehören  auch einige Fischer des Dorfes und unschuldig am See spielende Kinder zu seinen Opfern. Wie schon vor vier Jahren erwartet aber damals verpasst räumt der Held am Ende aber kräftig auf und besiegt das fiese Monster in einem dramatischen Endkampf. Warum dieser wegweisende Film nur 2.4 von 10 möglichen Punkten bei IMDB abräumt bleibt mir schleierhaft. Der Film ist rettungslos unterbewertet. Kaufen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Themen-Gastronomie: Toilettenrestaurant&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hippe bei Jugendlichen schwer angesagte Ausgehviertel Ximeding ist reich an Beispielen für asiatische Verspieltheit. Die albern geschminkten Zwitterwesen der Band Tokio Hotel würden hier optisch nicht weiter auffallen. Tattoos, Piercings, skurille Outfits, Bongs, Spielesalons, Karaoke-Restaurants – hier gibt es alles und noch ein bischen mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgefallen ist die Idee eines Toiletten-Restaurants. Das Interieur ist dem einer Toilette nachempfunden: Sitzgelegenheiten sind Schüsselkeramiken, die man sonst eher intim zum kacken besteigt. Das sollte man hier aber besser unterlassen, denn die Keramiken sind nicht an eine Wasserversorgung angeschlossen. Statt Tellern und Schalen wird das Essen in Miniatur-Toiletten gereicht. Stilecht getrunken wird aus Plastikbechern, die sonst in Altersheimen oder Krankenhäusern bei Patienten, die es nicht mehr selber zur Toilette schaffen, zur Entsorgung des Urins verwendet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhAmw6S1sF-8gdBa5EsCxs6QcIbClRNf-5kNaUWkLD3qCIkLwzOUnumkNZdbsv7gL_NhHolqPkrZbXGBTwgTi2VQY3u0Dt-g9r-_LNj_XZAEP8FhOFDWLTN52zFKCwPiJWvoaIZfA/s1600-h/ximding-toilettenrestaurant-gruppenphoto.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 180px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhAmw6S1sF-8gdBa5EsCxs6QcIbClRNf-5kNaUWkLD3qCIkLwzOUnumkNZdbsv7gL_NhHolqPkrZbXGBTwgTi2VQY3u0Dt-g9r-_LNj_XZAEP8FhOFDWLTN52zFKCwPiJWvoaIZfA/s320/ximding-toilettenrestaurant-gruppenphoto.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387214965647670802" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frisches Essen, drapiert wie die verschiedenen Spielarten des Stuhlgangs vom Dünnschiss bis zur konzentrischen Wurstpyramide, wird aus der Küchenetage von einem kleinen Fahrstuhl angeliefert. Akkustisch wird das eintreffen der Gerichte durch ein lautes Spülgeräusch untermalt. Ein sehr spezielles Themen-Restaurant. Da es das meines Wissens in Deutschland noch nicht gibt: Wer es mal ausprobieren möchte, der nimmt sich sein Essen zum Beispiel bei McDonalds einfach mal mit auf die Toilette und verspeist es dort. Den toilettentypischen Gestank muss man sich dann aber wegdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Innlandsflüge&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Innlandsflüge sind genau so billig wie in Deutschland, alle Orte der kleinen Insel Taiwan kann man in wenigen Minuten erreichen. Anders als in Deutschland sollte man den Gepäck-Schein aber aufbewahren. Während man sich bei uns nach der Landung vom Transportband unkontrolliert so viel Gepäck mitnehmen kann wie man möchte wird das hier strengstens kontrolliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bordservice spottet jeder Beschreibung. Die Saftschubsen reichen Wasser oder Tee, sonst nichts. Elektronische Geräte sind während des gesamten Fluges auszuschalten, Walkman hören ist also nicht. Am Besten etwas zu lesen mitnehmen, denn Filme werden keine gezeigt – was bei den kurzen Flugdauern auch wenig Sinn ergibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Besuch beim Doktor&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends will Chi Hsuen noch einmal bei ihrem Doktor vorbeischauen. Der Bursche ist schwer im Geschäft und arbeitet jeden Abend bis 1:00 Uhr. Um diese Zeit sollten eigentlich nur noch Programmierer ihrer Tätigkeit nachgehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die lokalen Straßenhändler haben sich auf diese Arbeitszeiten eingestellt und bieten ihre Ware vor der Praxis feil. Die nicht selten stundenlange Wartezeit kann man sich so beim shoppen oder schlemmen verkürzen. Der Arzt selbst ist auf mich etwas esoterisch wirkende traditionelle chinesische Medizin spezialisiert. Akupunkturen, Massagen und gekonnte Griffe sonst wohin sollen auch gegen Übergewicht helfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist ja was dran, die Klienten scheinen jedenfalls dran zu glauben und lassen sich auch durch lange Wartezeiten nicht abschrecken. Zwei Kundinnen mit Problemzonen im Hüft- und  Oberschenkelbereich zur Behandlung ihres Übergewichts haben scheinbar ein großes Vertrauen in die Fähigkeiten des Doktors. Vor und nach der Behandlung verspeisen sie große Mengen von fettem Essen beim Strassenhändler. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Karaoke&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist in Asien generell beliebt, und hier in Taiwan ist das nicht anders. In Taipei gibt es dazu eigene Hotels deren Zimmer stundenweise vermietet werden. Anheimelnd ausgestattet sind die Zimmer mit einer großen lederner Sitzgarnitur, der eigentlichen Karaoke-Anlage und einem WC. Für vier Stunden bezahlt man in etwa das, was hier vor Ort die Übernachtung in einem Vier-Sterne Hotel kostet - das dann allerdings keine Karaoke Anlage hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Singen verkommt hier oft zur Nebensache. Man trifft sich mit Freunden zum Gedankenaustausch um vor allem: zu Essen. Die heimelige Atmosphäre des Zimmers ist kein geeigneter Ort für intime Stunden. Ständig schneit eine Service Kraft herein, bringt bestellte Ware oder fragt, ob man nicht etwas bestellen möchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Auswahl an englischen Titeln ist übrigens sehr beschränkt. Will man selber einmal singen, dann darf man keine großen Ansprüche an den vorhandenen Musikkatalog stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JLmamUPs9Gc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/JLmamUPs9Gc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4_G8XjTZ7mY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/4_G8XjTZ7mY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Schweinegrippe&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es hier auch und die Angst vor der Ansteckung ist weit verbreitet. SARS hat hier in Asien besonders stark gewütet, und diese Erfahrung steckt den Leuten hier noch in allen Knochen. Auch wenn auf großen Postern, Fernsehspots und Aufklärungsartikeln in den Zeitungen von offizieller Seite versucht wird, die Hysterie etwas einzudämmen, läuft hier ein drittel der Bevölkerung mit  einem Mundschutz herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh1X0-115gIk4lP94qwEdX7R3NjwO2lhdN63SXLEG9a4FJ8oVKJQ1siu21SE9XkGBE7hOaEJ9uETqoHF6g3cIOnDV86wxtckFgZ_JoyFe73JKjUmymB9jeaPgvkcEyS0GoVYbDq3g/s1600-h/IMG_0791.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh1X0-115gIk4lP94qwEdX7R3NjwO2lhdN63SXLEG9a4FJ8oVKJQ1siu21SE9XkGBE7hOaEJ9uETqoHF6g3cIOnDV86wxtckFgZ_JoyFe73JKjUmymB9jeaPgvkcEyS0GoVYbDq3g/s320/IMG_0791.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387216230850239938" /&gt;Hilft vielleicht nicht gegen Schweinegrippe, ist aber trotzdem kleidsam&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nur sinnvoll, wenn man selber eine Grippe hat und andere schützen möchte. Viel hilft bekanntlich viel, weshalb auch Gesunde in der Öffentlichkeit ihr Gesicht hinter diesen Masken verstecken. In Gebäuden wird einem der Zutritt schon mal verwehrt, wenn bei der Eingangskontrolle eine erhöhte Temperatur festgestellt wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Taipei und Wandern&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZQjuJe6K0koXEMumjpwgADZ15MG4dBCl8yg0OeA7JrWJYzCOaQ8Aw2cupbk4Hr8qX-IwSsfar47PHGC2_wkwLQNEcElcevJs3Y6Vnmwp3pwnoEZeoffX1G0iUpliV0sZxTOsBgw/s1600-h/IMG_0288.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiZQjuJe6K0koXEMumjpwgADZ15MG4dBCl8yg0OeA7JrWJYzCOaQ8Aw2cupbk4Hr8qX-IwSsfar47PHGC2_wkwLQNEcElcevJs3Y6Vnmwp3pwnoEZeoffX1G0iUpliV0sZxTOsBgw/s320/IMG_0288.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387216245649807506" /&gt;Taipei von oben&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von einem Flieger oder von der Spitze des 101-Wolkenkratzers aus betrachtet wirkt Taipei seltsam monochrom: In allen Himmelsrichtungen dehnt sich eine scheinbar strukturlose Wüste von Gebäuden aus. Gar nicht so viele hohe, oft nur vier- oder fünfgeschossig. Eine markante Skyline gibt es nicht, einzig der 101 Wolkenkratzer ragt einem Leuchtturm gleich aus der Masse und ist von überall aus zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach Farbflecken in diesem hauptsächlich asphaltgrauen Einheitsbrei benötigt man eine Lupe, einen Feldstecher oder besser noch ein Mikroskop. Mit etwas Geduld kann das geübte Auge dann klitzekleine grüne Oasen in Form vereinzelter Parks erkennen. Erst die Nacht breitet gnädig einen Schleier aus Dunkelheit über diese Schäbigkeit und verwandelt Taipei in einen pulsierenden bunten Pixelteppich, gespeist aus unzähligen Neonleuchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt wirkt, als ob sie am Computer mit der „Sim City“ Simulation entworfen wurde. Anscheinend hat man dabei aber erst jüngst entdeckt, das es auch einen Knopf zur Anlage von Grünflächen gibt. Das man  zum Leben in einer Stadt etwas mehr braucht als den monotonen Rhythmus aus Schlafen, Arbeiten, Fressen und Ficken. Entlang der zu offenen Kloaken mutierten Bäche und Flüsse werden daher seit kurzem Fahrradwege und öffentliche Sportplätze angelegt,  hauptsächlich für Basketball und Baseball. Auch an der Verbesserung der Wasserqualität wird gearbeitet, ein Aufenthalt im Grünen ist ja auch nur mäßig amüsant wenn von nebenan her aus dem Kanal permanent ein Duft schlimmer als ein Bierfurz nach durchgezechter Nacht herüberweht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Stadtentwicklung lässt sich auch schwierig planen, wenn man quasi über Nacht um ein paar Millionen neue Einwohner wächst, welche auf der Flucht Festlandchina verlassen haben. Und wie das mit Provisorien so ist müssen sie oft Jahrzehnte länger halten als gedacht. Während Taiwan in etwa so groß wie Baden-Würtemberg ist so drängeln sich heute etwa acht Millionen, also fast vierzig Prozent, der Bevölkerung des Landes im Norden der Insel in und um Taipei.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgTeeqzB8vbFN6_jQCiaBdJgfr6v86rhKVpywymXgmSS_uywh05sik_sHPhWVK0rR32e5tnJpJF93NBpTEfl6GdlR52MWk1LOT0Jcnl0iFa2nHrRp6tHe2Bg-tKKo1fmbHsGovqCQ/s1600-h/IMG_1114.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgTeeqzB8vbFN6_jQCiaBdJgfr6v86rhKVpywymXgmSS_uywh05sik_sHPhWVK0rR32e5tnJpJF93NBpTEfl6GdlR52MWk1LOT0Jcnl0iFa2nHrRp6tHe2Bg-tKKo1fmbHsGovqCQ/s320/IMG_1114.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387216252266388338" /&gt;Dschungel in den Maokong-Bergen südlich von Taipei, keine 10 Busminuten von der Zivilisation entfernt&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natur gibt es an den Rändern dieses Ballungszentrums, dort, wo das Krebsgeschwür der Stadt noch nicht hingewuchert ist. Im Norden durch ein Vulkan-Massiv und im Osten und Süden ist Taipei durch weitgehend unbewohnte Berge eingekreist. Diese Ecken der Stadt kann man in wenigen Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Der Wechsel von Großstadt- zu natürlichem Dschungel ist oft fließend, bisweilen abrupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem joggen in der smogverseuchten Stadt kam ich lange Zeit nicht klar. Früh am Morgen, wenn es Luft- und witterungstechnisch noch möglich ist, sich ernsthaft sportlich zu betätigen, komme ich einfach nicht aus dem Arsch. Und Abends, meiner bevorzugten Tageszeit für etwas Sport, wenn es wieder etwas kühler ist, verbringe ich meine Zeit lieber mit Chi Hsuen. Da es hier schon gegen 18:00 dunkel wird macht es außerdem keinen besonderen Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Alternativ-Programm um halbwegs in Form zu bleiben wandere ich daher nun täglich tagsüber durch den kühlen Dschungel an den Rändern der Stadt. Es gibt eine Menge erschlossener Wanderwege die man auch schnell erreichen kann. Während sich Touristenführer auf die Auflistung der besten Fressgelegenheiten spezialisiert haben werden diese schönen Ecken leider von offizieller Zeit totgeschwiegen. Was ein Jammer ist, denn immer gibt es interessantes zu entdecken: verlassene Dörfer, verborgene Wasserfälle, atemberaubende Perspektiven auf die Stadt oder die Bergwelt und nicht zuletzt die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Für diese oft nur den Eingeborenen bekannten Ecken muss man sich alles andere als schämen und sollte sie auch chinesisch-unkundigen Touristen offiziell näher bringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj-Q7Z5KjPrnVycuiJa8uELlZzhs7V7ffkhItUP28479IqwTx_M-u1s1j6bjBTp2bBuPrW0r5bWpWM2CShJ0dhGWlCRTrQdlwV63UQ4bl7XoRXJBaU5vSRGBY0BRsx-mmOFgOTt3A/s1600-h/IMG_1211.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj-Q7Z5KjPrnVycuiJa8uELlZzhs7V7ffkhItUP28479IqwTx_M-u1s1j6bjBTp2bBuPrW0r5bWpWM2CShJ0dhGWlCRTrQdlwV63UQ4bl7XoRXJBaU5vSRGBY0BRsx-mmOFgOTt3A/s320/IMG_1211.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387216255289914834" /&gt;Ein wenig schwindelfrei sollte man auf dem Huangdi-Pfad sein, der 30cm Breite Pfad fällt zu beiden Seiten steil ab&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wanderwege sind oft gut erschlossen. Immer beginnen sie mit Treppen, die auf einen Berg oder Hügel führen. Was schon von beginn an eine schweißtreibende Angelegenheit darstellt, je nach Pfad klettert man bis zu einer Stunde in die Höhe, unter einer halben Stunden Kletterei kommt kein Pfad aus. Besonder Ansprüche an die Bekleidung werden dabei nicht gestellt. Eigentlich ist man immer mit Turnschuhen ausreichend gut ausgestattet. Ich schwitze hier regelmäßig wie ein Schwein, und das oft schon fünf Minuten nach dem Start. Trikots sind daher Baumwoll-T-Shirts vorzuziehen, und genügend Getränke sollte man außerdem mit sich führen. Mehr braucht es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Taipeis urbane Tierwelt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An lebendigen Tieren kann man in der Stadt vor allem wild lebende Ratten, Straßenköter und frei herumstreunende Katzen beobachten. Tom und Jerry müsste hier in Taipei umgeschrieben werden, denn anders als im Westen üblich jagen die Ratten die Katzen in die Flucht. Vielleicht sind die Ratten hier einfach selbstbewusster oder stärker, da sie in den offenen Kloaken Taipeis ideale Lebensbedingungen finden. An toten Ratten kann man besonders gut ihre überdurchschnittliche Größe und muskulösen Körperbau bewundern. Wie sie in Ermangelung natürlicher Feinde gestorben sind, diese Frage denke ich lieber nicht zu Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi9_AxA7ehJG2Ee4RTChv9mkwL4R9U5t7Eh44cjYPKfDWswKEQl-kdUosHBQhN-3Ir_z_8ypun6rCun5807xqMBeihyphenhyphen0aiNZ7KsgnYwvOE8Xw_aGHzXCJBRInXT-LfaW61GWL7OqA/s1600-h/strassenkoeter.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 213px; height: 320px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi9_AxA7ehJG2Ee4RTChv9mkwL4R9U5t7Eh44cjYPKfDWswKEQl-kdUosHBQhN-3Ir_z_8ypun6rCun5807xqMBeihyphenhyphen0aiNZ7KsgnYwvOE8Xw_aGHzXCJBRInXT-LfaW61GWL7OqA/s320/strassenkoeter.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387217649094383026" /&gt;Straßenköter beim pennen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Straßenköter sind hier hauptsächlich devot und stumm. Sie bellen nie und geben keinen Laut, so als ob ihnen die Stimmbänder operativ entfernt worden sind. Vermutlich haben sie daher Angst vor allen Zweibeinern und verkriechen kuschend auf die andere Straßenseite wenn ihnen ein Exemplar dieser Gattung entgegenkommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg-7_-hY-Xuik4pw2qZ-BHFJblzLLSn4vWh5UQqXcyeg1pYzHtl9kRBJLV8sJkER7X_IBvLliqpm4n1RNCSkOi3Eeu76qPHwSR7sQ1_Z-UuF1oWp_Oe5aNmg0LKF7MJYScZu4zd3Q/s1600-h/tinkerbell.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg-7_-hY-Xuik4pw2qZ-BHFJblzLLSn4vWh5UQqXcyeg1pYzHtl9kRBJLV8sJkER7X_IBvLliqpm4n1RNCSkOi3Eeu76qPHwSR7sQ1_Z-UuF1oWp_Oe5aNmg0LKF7MJYScZu4zd3Q/s320/tinkerbell.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387217653070182018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Hausgebrauch sind vor allem Pudel und rattengroße Hunde vom Kaliber von Paris Hiltons Tinkerbells beliebt.  Eben die Art von Viechern die in Taschen mit sich herumgetragen werden müssen (bevorzugt werden natürlich Markentaschen, unter eine hässlichen Louis Vuitton geht mal gar nichts) und die mit einem Löffel gefüttert werden. Vielleicht ergibt sich so schon bald eine eigenständige Rasse von degenerierten Tamagotchi-Kötern die absolut zu nichts zu gebrauchen sind, sich selbständig nicht fortbewegen können und die zu Preisen ähnlich denen von Koi-Karpfen gehandelt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch was die Bewohner der Luft angeht sieht es in Taipei eher mau aus. Tauben gibt es hier nur sehr wenige. Stattdessen kann man Abends regelmäßig Fledermäuse, die ihr eigenartiges Blindenballett im hellen Schein der Strassenlampen vorführen, beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Taiwans nicht-urbane Tierwelt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht unerwartet geht es im Vergleich zur Stadt im Dschungel in Sachen Tierwelt wesentlich abwechslungsreicher zu. Ständiger Begleiter ist fremdes Vogelgezwitscher, das erfolgreich einen akustischen Beitrag zur exotischen Atmosphäre leistet. Zu Gesicht bekommt man die gefiederten Sänger allerdings selten. Den Luftraum teilen sich die scheuen Gesellen mit den den meistens eher stummen Schmetterlingen. Hübsch anzusehen und friedlich umkreisen sie in großer Schar den Wanderer durch den Dschungel. Manche sind handtellergross mit fast schon fleischigen Schwingen, vermutlich sind das aber eher gedopte Motten und keine Schmetterlinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Handtellergross und bunt sind auch viele Spinnen. Da Menschen nicht auf ihrem Speiseplan stehen nehmen sie aber meistens in Deckung wenn ich mich annähere. Überhaupt scheint es weniges  zu geben, vor dem man sich in Acht nehmen muss. Kein einziges Mal wurde ich von einem Moskito belästigt oder gebissen. Warnschilder weisen zwar auf handtellergrosse Bienen hin, aber auch mit diesen machen ich auf meinen Wanderungen keine nähere Bekannschaft.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ernst nehme ich inzwischen den Hinweis auf Schlangen. Auf so ziemlich jeder größeren Wanderung bin ich über eine gestolpert. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin weiß ich auch nicht genau, ob diese giftig sind oder nicht. Ich lasse mich von meinem natürlichen Respekt leiden und gehe lieber auf Abstand, wenn ich auf eine treffe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Strategie deckt sich mit der der Schlange, die durch den Dschungel trampelnde Menschen schon meilenweit entfernt wahrnehmen und sich verpieseln. Der Hinweis, die Wanderwege nicht zu verlassen, ist allerdings etwas irreführend. Gerade der warme Asphalt und die durch die Sonne aufgewärmten Treppensteige sind scheinbar bevorzugter Aufenthaltsort für die Biester um richtig auf Touren zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgSxMvDdjPf01LwM4SacdAZDrcURIjfHTIwTKxJX1v26AVNgEYXE_ZDAiLOtSCcJDPHfX9OCKUjEOsepZwIEE9sHW9QePLOEKTzxOkn1X2KHZ5L36umN2gRaisSIZiG2P9BUyEHfg/s1600-h/bambusnutte.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 186px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgSxMvDdjPf01LwM4SacdAZDrcURIjfHTIwTKxJX1v26AVNgEYXE_ZDAiLOtSCcJDPHfX9OCKUjEOsepZwIEE9sHW9QePLOEKTzxOkn1X2KHZ5L36umN2gRaisSIZiG2P9BUyEHfg/s320/bambusnutte.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387216236049790562" /&gt;Vermutlich irgendeine ungiftige Natter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Yangmingshan versperrt mir so plötzlich ein mehrere Meter großes Exemplar den Weg. Hatte ich es von weitem als einen heruntergefallenen Ast interpretiert, so kann ich im letzten Augenblick eine Kollision vermeiden. Erschrocken mache ich einen Schritt zurück und stolpere über einen echten Ast. Die Schlange wird wach und schiebt ihren schuppigen Körper daraufhin in meine Richtung. Vermutlich angelockt durch meinen beissenden Schweißgeruch angelockt verharrt sie eine Handbreit entfernt von mir, während ich den Teil des sprichwörtlichen Kaninchens in diesem Schauspiel gebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Moment wiederstehe ich auch dem Reflex, nach meiner Kamera zu greifen und spiele lieber den toten Mann. Abgesschreckt vom bereits erwähntem abstoßendem Schweißgeruch vrzieht sie sich endlich. Glück gehabt, denn in diesem vulkanischen Nationalpark sind laut Informationsbüro so ziemlich alle Schlangen irgendwie giftig. Giftschlangen bilden sonst in Taiwan die absolute Ausnahme, hier scheint das aber anders zu sein. Verschwörungstheoretiker haben das zum Anlass genommen, das Märchen von abrückenden japanischen Truppen, die hier angeblich Geheimlabors hatten, und der dort gezüchteten giftigen Schlangenbrut die Freiheit schenkten, in die Welt zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem ungeplanten Rendezvous lernend habe ich zukünftig immer einen Wanderstock in Form eines Regenschirms dabei. In hohem Bogen befördere ich damit alles mir suspekt erscheinende sicherheitshalber aus dem Weg. Ich hoffe, der ein oder anderen Schlange bei dieser unfreiwilligen Flugeinlage nicht das Rückgrat gebrochen zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgp17aHfetxZRF-B3leyAogjTfw22qtdkSrWMx702D-lLhlPW-NstWFw8JoGlUsGGnR0POaQ_iB60kBTi38oZ5AKzb6YdUQk0cl4Jd2q4ZVFJ5djsbzt-3ufiuts9co5-C3PRjtfA/s1600-h/IMGP8784.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 235px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgp17aHfetxZRF-B3leyAogjTfw22qtdkSrWMx702D-lLhlPW-NstWFw8JoGlUsGGnR0POaQ_iB60kBTi38oZ5AKzb6YdUQk0cl4Jd2q4ZVFJ5djsbzt-3ufiuts9co5-C3PRjtfA/s320/IMGP8784.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387218601240488514" /&gt;Gottesanbeterin&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Jg_HLYuU7jLFmMwrbVoMFheFvUyFnM3HHQrMjAW3rbW4OnhyphenhyphenlH1c7NbKT5VPoc9qfCxyLTQQd3K-Bmb_y4Okf4kPj9XOuONlFkPsrBPrWlV4RnCNcXQ-dxqf8VqhSoM0JiNjww/s1600-h/IMG_0522.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg4Jg_HLYuU7jLFmMwrbVoMFheFvUyFnM3HHQrMjAW3rbW4OnhyphenhyphenlH1c7NbKT5VPoc9qfCxyLTQQd3K-Bmb_y4Okf4kPj9XOuONlFkPsrBPrWlV4RnCNcXQ-dxqf8VqhSoM0JiNjww/s320/IMG_0522.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387218593026040050" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjR5IL0tanQ_6EKspinBHFogDvBQ7-6d5wg5ZIEPwUN6wQdoOC8AXGyANlmIEcjBsUv-EKSRoQFN1I2Nnd6lKAd04syxUoLKn-uG0swHuLaDSq9LHic7c7g5rXxPi-hJndjXuPfJw/s1600-h/IMG_0624.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjR5IL0tanQ_6EKspinBHFogDvBQ7-6d5wg5ZIEPwUN6wQdoOC8AXGyANlmIEcjBsUv-EKSRoQFN1I2Nnd6lKAd04syxUoLKn-uG0swHuLaDSq9LHic7c7g5rXxPi-hJndjXuPfJw/s320/IMG_0624.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387218583798221874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wild lebende Säugetiere kann ich hier leider nicht beobachten. Ein spezieller Wanderweg wirbt mit einer größeren Population hier frei lebender Taiwan-Makkaken. Diese Affen sehen ungefähr so aus wie ich, haben lange Haare und einen dicht behaarten Körper. Hier muss dieser schöne Vergleich aber schon enden, denn sie sind wesentlich kleiner als ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinweisschilder erklären den richtigen Umgang: Angeblich sind diese Tiere, die immer im Rudel auftreten, seltsam aggressiv und sollten besser nicht gefüttert werden. Freudiges wedeln mit dem Schwanz, ist als ein Anzeichen für Angriff zu interpretieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei prächtige Exemplare von ihnen, die sich vor mir über den Wanderweg trollen, fressen meine mitgebrachte Banane aus meiner Hand. Dabei entpuppen sie sich leider bei näherer Betrachtung als drei Amerikanerinnen, die mit ihren kehligen tarzan-artigen Affenlauten dieselben nur anlocken wollten. Selber sind sie keine Affen. Diese Strategie entpuppt sich allerdings als Rohrkrepierer, denn mit ihrer unqualifizierten Parodie haben sie alle Affen erfolgreich verscheucht. Auch nach stundenlangem warten treffe ich an diesem Tag keine mehr an.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiIc0Bv7gCwovtqSnl3i-_YeH_jVBFw6-wC2XcCCfzV2onN9YWysKNwUqpfzwhCow7qVGwJZZ1UkIuiMZ6zv_QQwysYbOnyl8uGMuioDR_yRNUBalO_SvCDdfPPM_XjrhxfnZXtuA/s72-c/dintaifung-essen.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Museen in Taipei</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/museen-in-taipei.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Tue, 29 Sep 2009 02:16:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2521269191364518183</guid><description>In Taiwan gibt es nur wenige Museen die einen Besuch wert sind. Sehr interessant ist das "&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://www.discovery.taipei.gov.tw/web/index.html"&gt;Discovery Center of Taipei&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;" in unmittelbarer Nähe zum 101-Wolkenkratzer. Der Eintritt ist umsonst und auf zwei Etagen erfährt man alles Wissenswerte zu Taiwans Hauptstadt. Sehr spannend, denn auch wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, so erschliesst sich die zugebaute und versteckte Geschichte der Stadt nicht ohne Hintergrundwissen das man hier bekommen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunstinteressierte sollten einen Blick in die Ausstellungen des "&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://www.tfam.museum/"&gt;Taipei Fine Arts Museum&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;" oder des "&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://www.mocataipei.org.tw/"&gt;Museum of Contemporary Art Taipei&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;" werfen. Zur Zeit gibt es im ersteren eine Austellung zu den &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Trickfilmwelten von PIXAR&lt;/span&gt; (bekannt von Filmen wie "Findet Nemo" oder "Toy Story").&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas unbekannter, aber nicht weniger interessant, sind die Stücke zur &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Austellung über Parodien&lt;/span&gt;, welche  gerade im MOCA zum Thema Parodien ausgestellt sind. Highlight sind die Beiträge der russischen Künstler-Combo "The Blue Noses Group": Die parodierten Darsteller sind bekannt aus Funk und Fernsehen, über die Bedeutung kann sich jeder Betrachter seine eigenen warmen Gedanken machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2531/3958864818_0d115fb025_m.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 180px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2531/3958864818_0d115fb025_m.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Monitoren bekämpfen weibliche Ninjas irgendwelche Bösewichte in Comic-Manier ("Puff","Zonk",...). Sehr amüsant anzuschauen, auch wenn ich den Inhalt absolut nicht verstehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2555/3958863692_425e8e09db_m.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 180px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2555/3958863692_425e8e09db_m.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vermutlich eine allegorische Darstellung des zweiten Weltkriegs: Das Hitler von Stalin in den Arsch gefickt wird kann ja nur bedeuten, das Deutschland den Krieg gegen Russland verliert. Herr Lenin ist überflüssig wie das fünfte Rad am Wagen und darf nicht mitmachen. Eine weitere Bedeutungsebene öffnet sich, wenn man sich überlegt, warum Herr Hitler den Körper einer Frau bzw. Brüste hat. Diese Ebene kann man aber sofort wieder verlassen, denn sie bedeutet einfach gar nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2652/3958863798_1e13e3c529_m.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 180px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2652/3958863798_1e13e3c529_m.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Blue Noses Group stellt sich auch aktuellen politischen Themen wie dem Umgang der USA mit Al Qaida. Die Außenministerinnen nehmen hier Herrn Laden in die Zange. Letzendlich verpuffen ihre diplomatischen Bemühungen, bei denen sie sogar ihr letztes Hemd geben, aber ergebnislos. Herr Laden lässt einfach seinen natürlichen Charme spielen und behält die Oberhand, vielleicht erzählt er auch einfach nur einen versauten Herrenwitz, denn die drei von der Tankstelle scheinen sich ja prächtig zu amüsieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2504/3958088493_0b7d3b5a9e_m.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 180px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2504/3958088493_0b7d3b5a9e_m.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine vorweggenommene Schlüsselszene aus dem noch nicht veröffentlichten achten Band "Harry Potter und der Analzauberstab". Auf diesen abschliessenden Roman dürfen alle Fans weltweit gespannt sein: Harry und seine Freunde werden aus der Zauberschule geschmissen und müssen sich ihren Lebensunterhalt fortan in drittklassigen Sexshows verdienen.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2531/3958864818_0d115fb025_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Die Tarokko-Schlucht</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/die-tarokko-schlucht.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 23 Sep 2009 13:43:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2770093341134740706</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Tarokko Schlucht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taiwans Antwort auf den Grand Canyon ist die Tarokko Schlucht an der Nordostküste. Eine Sehenswürdigkeit, die ein Tourist eigentlich nicht auslassen darf. Auf meiner dritten Reise hierher fehlt mir dieses Mal eine Ausrede, sie nicht zu besuchen. Also buchen wir uns in Hualin in einer schönen Pension ein und fahren Freitag Abends mit dem Zug von Taipei dorthin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Mal, das ich überhaupt einen Zug verpasse, obwohl wir pünktlich am Gleis stehen. Auf dem Bahnsteig in Taipei albern wir zu lange rum. Bis der Zug schließlich pünktlich und ohne uns abfährt. Irgendwie haben wir verpennt einzusteigen. Beim nächsten Zug, der eine halbe Stunde später in die gleiche Richtung geht, machen wir dann alles richtig. Zur Strafe müssen wir zwei Stunden im voll besetzten Zug stehen. Eine Reservierung, wie sie für den Wochenendverkehr angezeigt ist, hatten wir leider nur für den ersten Zug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2674/3918336847_79c05d8d1c.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2674/3918336847_79c05d8d1c.jpg" border="0" alt="" /&gt;Abendessen um Mitternacht auf dem Nachtmarkt in Hualin&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tarokko-Schlucht ist nicht so weitläufig wie der Grand Canyon, dafür tiefer und verwinkelter. Auf einer Länge von vier Kilometern vom Pazifik steigen die Berge hier auf eine Höhe von 3.000 Metern an. Tief eingeschnitten in diese hat sich ein kleiner Fluß, welcher derzeit nicht wesentlich mehr Wasser führt als die Rethlage zu Hause in Pivitsheide. Statt öde Wüste im Grand Canyon säumt wilder grüner Dschungel die Hänge der Schlucht. Zusammen mit dem Blau des Himmels eine betörender Kontrast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2643/3918337503_066c1ebfbf.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2643/3918337503_066c1ebfbf.jpg" border="0" alt="" /&gt;Tempel in pittoresker Lager trohnend  über der Tarokko Schlucht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tarokko heißt in der Sprache der hier ansässigen Ureinwohner „Schöne Schlucht“. Und das ist eher eine Untertreibung. In den 60er Jahren hat man in der Entwicklung der Insel eine kleine Straße durch dieses Tal gebaut. Hört sich einfacher an als es ist: Dazu mussten einige Tunnel und Brücken gebaut werden und an vielen Stellen ist diese Straße so schmal, das man nur einspurig auf ihr verkehren kann. Nach fünf-jähriger Bauzeit war es dann zum ersten Mal möglich, die Insel Taiwan auf einer Strasse von der Ost-Küste bis zur West-Küste zu durchqueren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3507/3918339473_350e4ac52f.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3507/3918339473_350e4ac52f.jpg" border="0" alt="" /&gt;Straße durch die Schlucht: Sieht aus wie Beton, ist aber purer Marmor&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Bau der Strasse wurden enorme Marmor-Vorkommen entdeckt. Der Versuchung, diese abzubauen und industriell zu nutzen, wurde seltsamer weise und taiwan-untypisch wiederstanden. Stattdessen wurde diese Region in den 80er Jahren als Nationalpark deklariert und seitdem touristisch genutzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weise Entscheidung. Statt durch Lastern sind die Strassen heute durch unzählige Reisebusse und PKWs verstopft. Dazwischen drängeln sich die üblichen Motorroller. Sehr beliebt sind in jüngster Zeit Fahrradtouren. Reisegruppen von der Größe des Starterfeldes der Tour de France fahren auf ihren Rennrädern durch die engen Schluchten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer es etwas ruhiger mag, der sollte unter der Woche hierher kommen und das Wochenende meiden. Abseits von der Straße gibt es einige Wanderwege zu Tempeln und Quellen. Im kalten,  frischen und  kristallklaren Wasser kann man sich beim schweißtreibenden Wandern denselben entfernen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2434/3919121604_2c223a7b55.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2434/3919121604_2c223a7b55.jpg" border="0" alt="" /&gt;Wackelige Wanderwege abseits der Straße&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2547/3919121756_103479c631.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2547/3919121756_103479c631.jpg" border="0" alt="" /&gt;Erfrischendes Bad in der Tarokko Schlucht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Entlastung des touristischen Verkehrs wurden vor wenigen Jahren eine Hilfsaterie in Form einer   parallelen Straße gebaut. Weniger spektakulär als die klassische Originalroute verbindet sie  mit  mehreren Tunneln die wichtigsten neuralgischen Punkte des Tals. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3443/3919123172_53656729ec.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3443/3919123172_53656729ec.jpg" border="0" alt="" /&gt;Alte und Neue Straße durch die Schlucht&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen uns von unserem Herbergsvater in seinem Wagen kutschieren, einem intimen Kenner des Geländes der vor allem die nicht von den großen Reisegruppen angesteuerten Kleinode des Nationalparks kennt. Je nach Wunsch können wir so lange auf abseitigen Wegen den Park erkunden oder Baden gehen, er überbrückt die Wartezeit gelassen indem er sich dem Rausch der Betel-Nuss hingibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2608/3918339047_6d38be27ed.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 292px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2608/3918339047_6d38be27ed.jpg" border="0" alt="" /&gt;Teil unserer Reisegruppe aus Hongkong&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2642/3918339113_c3b68c6eef.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 319px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2642/3918339113_c3b68c6eef.jpg" border="0" alt="" /&gt;Chi Hsuen et moi in der Tarokko-Schlucht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit von der Partie sind zwei Geschwister aus Hongkong, welche in der gleichen Pension wie wir übernachten. Sie sind beide locker drauf und scheuen auch keine schweißtreibenden Wanderungen abseits der Hauptroute. Leider können sie kein Englisch (dachte immer, dass das jeder in Hongkong spricht), halbwegs radebrechend kriegen wir das aber auch auf chinesisch und mit Händen und Füßen hin. Der Herbergsvater erzählt im Auto einige Witze, deren Inhalte und Pointen ich leider überhaupt nicht verstehe. Trotzdem lache ich aus Höflichkeit mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast genauso spannend wie die atemraubenden natürlichen Schönheiten des Tals ist es, die Reisegruppe zu beobachten. Alle fünf Meter springen sie aus ihren PKWs oder Bussen, fluten die enge Straße und machen in aller Ruhe Familien-Porträts, häufig mit auf Stativen befestigten Kameras und Selbstauslösern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2584/3919122674_50136c89bb.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 305px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2584/3919122674_50136c89bb.jpg" border="0" alt="" /&gt;Erinnerungsfoto quer auf der Straße mit Kind und Kegel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verkehr wird dabei komplett ignoriert. Auf den Luxus, einen Parkplatz zu suchen, wird verzichtet und der PKW einfach auf der Straße abgestellt. Eine Familie treibt dieses Spiel dann aber doch auf die Spitze: Der Verkehr staut sich in beide Richtungen auf mehrere Kilometer und den sonst so gelassenen Taiwanesen platzt der Kragen und sie verlieren die Geduld. Nach einer halben Stunde hat der wütende Mob die Verursacher des Chaos ausgemacht. Anwesende Polizisten können über Handgreiflichkeiten und wüste Beschimpfungen hinausgehendes verhindern und den Stau auflösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2519/3918338091_d2bc305748.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2519/3918338091_d2bc305748.jpg" border="0" alt="" /&gt;Eher schlechter Parkplatz ...&lt;/a&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2674/3918336847_79c05d8d1c_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Lu Dao und Deaflympics</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/lu-dao-und-deaflympics.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 16 Sep 2009 12:32:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-3009065047650939231</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lu Dao – Die Grüne Insel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2614/3919116374_1439fb8b29.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2614/3919116374_1439fb8b29.jpg" border="0" alt="" /&gt;Der Leuchtturm von Lu Dao&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zu Taiwan gehörenden kleinen Inseln sind derzeit neben dem Norden des Landes, da von Taifunschäden weitesgehend nicht betroffen, einige der wenigen Orte die man noch besuchen kann. Die Insel Lu Dao liegt mitten im Pazifik, etwa 35 KM östlich etwas außer Sichtweite von Taidong, einer der größeren Städte an der Ostküste Taiwans. Ungefähr so groß wie Norderney reist man normaler weise mit einer Katamaran-Schnellfähre an, ähnlich den Dingern die zwischen Hamburg und Helgoland verkehren. Da das Hafenbecken Taidongs derzeit aber noch durch  mehrere angeschwemmte Festmeter Holz in Form von Baumstämmen aus dem Landesinneren blockiert ist steigen wir standesgemäß auf einen kleines Flugzeug um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Anreise und Unterkunft&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wackliger kurzer Flug von 15 Minuten in einer kleinen klapprigen Dornier 28 bringt mich an einem Freitag Morgen alleine nach Lu Dao. Beim Flug wird sofort ersichtlich, das nicht nur das Hafenbecken Taidongs voller Baumstämme ist. Gleiches gilt auch für Taiwans Ostküste: Als ob Riesen eine Partie Mikado begonnen, dann aber die Lust verloren und das Spielgerät einfach liegen gelassen haben bedecken sie den Strand vor Taidong bis zum Horizont in nördlicher und südlicher Richtung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3456/3919119180_ffd03fef72.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3456/3919119180_ffd03fef72.jpg" border="0" alt="" /&gt;Dornier 28 Schiffsschaukelflieger&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch heftige Böen schaukelt der kleine Flieger wie eine Schiffsschaukel in einem Vergnügungspark. Er taucht und steigt munter von einem Luftloch zum nächsten. Die Kotztüte muss ich zum Glück trotzdem nicht zum Einsatz bringen. Hier hilft der alte Seefahrertrick gegen Seekrankheit: Einfach geradeaus über die Schulter der Piloten die Horizontlinie mit dem Auge fixieren und die Bewegungen der Maschine antizipieren. Ein räumlich getrenntes Cockpit gibt es in der kleinen Schleuder genauso wenig wie unnötiges Bordpersonal in Gestalt von Saftschubsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landepiste des Flughafens entpuppt sich als eine Parallelstraße der einzigen Straße der Insel welche die Küstenlinie nachahmend die Insel umrundet. Von der Straße ist die Landepiste durch einen einfachen Jägerzaun getrennt. Eigentlich soll ich ich vom Flughafen abgeholt werden, das klappt aber irgendwie nicht wie geplant. Chi Hsuen, die erst am Abend nachreist, hat uns im Hostel eines Bruders des Schwagers einer Freundin (oder so ähnlich) untergebracht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst reisst eine ältere Frau ungefragt an meiner großen Tasche und will dieses und mich auf ihren klapprigen Roller zerren (Taxis gibt es hier keine). Wie beim Tauziehen zerrt sie meine Tasche auf den Roller, ich ziehe sie zurück und halte dagegen, sie zerrt die Tasche und mich in einem weiteren Anlauf auf den Roller, ich steige ab und ziehe meine Tasche wieder zu mir zurück und ramme meine Füße in den Boden usw. Bald gibt sie auf und verzieht sich laut schimpfend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwann kommt dann doch das bestellte Abholkommando in einem rostig weißen Mitsubishi um die Ecke. Offensichtlich unter Drogen stehend, hier kauen alle den lieben langen Tag Betelnüsse und schlagen so erfolgreich benebelt Zeit und Hitze tot, deutet sie mir an, meine Klamotten in den Kofferraum zu verfrachten. Die Fahrt stoppt nach keinen drei Minuten auf dem Hof einer Mischung aus schäbig stinkendem Restaurant und Tauchbedarfsverleih. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zeige ihr auf der Karte, wo ich eigentlich hin möchte – nämlich auf die ganz andere Seite der Insel. Sie zuckt mit den Achseln und verlässt das Auto. Zusätzlich weigert sie sich, später am Abend Chi Hsuen vom Flughafen abzuholen – wir seien schließlich nur zu zweit und keine Gruppe, sie möge sich doch einen Motorroller mieten und selber hierher kommen wenn sie nicht zu Fuß laufen möchte, vom Transfer von mehreren Personen wisse sie nix (weshalb ich ja versuche, es ihr zu erklären – was schwierig ist, da sie kein Englisch spricht und ihr dialektbehaftetes chinesisch schwer verständlich ist, was aber auch am ständig vollem Mund voller Betelnüsse und dem damit einhergehenden nuscheln liegen kann).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2616/3918333293_d6e9243cdd.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2616/3918333293_d6e9243cdd.jpg" border="0" alt="" /&gt;Strandpromenade Nan Liaos direkt vor Jacks Hotel am Abend&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also packe ich meine sieben Sachen und suche mir eine andere Unterkunft zu Fuß. Ein paar hundert Meter weiter finde ich sie in „Jacks Hotel“, das ich an dieser Stelle nur weiterempfehlen kann: Den Flughafen verlassen, die einzige Straße in südliche Richtung durch die Ortschaft Nan Liao folgen, nach etwa 1.5 KM liegt es auf der linken Straßenseite – 300m nach dem obligatorischen „Familiy Mart“ den es ja in jeder Kaff gibt. Das Hostel ist geschmackvoll eingerichtet und Jack hilft bei allem, das man hier braucht: Vermietung eines Motorrollers (braucht man hier unbedingt, sonst geht gar nichts!) und Teilnahme an Tauchgängen. Auch bei der Abreise zum Trocknen aufgehängte und vergessene Klamotten schickt er bei Bedarf, also bei uns, gerne mit der Post hinterher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später stellt sich heraus, das die Betreiberin des Hostels, das wir ursprünglich aufsuchen wollten, angeblich ganz kurzfristig in Taipei zu tun hat und gar nicht auf der Insel  ist. Daher hat sie die  Freundin eines Bruders ihres Schwagers (oder so ähnlich) gebeten, Chi Hsuen und mich bei sich im Hotel aufzunehmen und uns vom Flughafen abzuholen. Dumm nur, das sie uns von der Alternativunterbringung in abgeranzter Lage mit Meerblick nicht unterrichtet hat. Eine gute Möglichkeit dazu wäre der Anruf am Morgen der Abreise gewesen – da war aber noch alles in Ordnung, es sei alles organisiert und wir sollten uns keine Sorgen machen. Anlass zur Sorge bietet die Unterkunft in Jacks Hotel auch keine, hier fühlen wir uns pudelwohl und können das Wochenende auf der Insel geniessen.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Tauchen und Felsen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Wer als Tourist auf diese Insel kommt der hat vor allem Tauchen im Sinn. Je nach Lust und Laune kann man sich beim Schnorcheln von dem Zauber der Unterwasserwelt anfixen und lassen und dann direkt zum Flaschentauchen umsteigen – oder einfach sofort mit letzterem beginnen. Keine  fünfzehn Meter vor der Küste bieten Korallenriffe perfekte Reviere dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnorcheln kostet pro Stunde etwa fünf Euro und ist was für jeden. Auch Nichtschwimmer, also geschätzte 95 Prozent der Taiwanesen, kommen hier auf ihre Kosten. Zunächst wird man komplett mit Neoprenanzug, Schwimmweste, Taucherbrille und Schnorchel ausgestattet. Schwimmflossen gibt es nur für die Aufpasser, man braucht sie auch nicht da man sich eh nicht im Wasser bewegen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man legt sich dann bäuchlings auf das Wasser, schaut nach unten und hakt in die vom Aufpasser mitgebrachten Schwimmreifen mit einem Arm ein. Dieser Schleppverband von Schwimmreifen und eingeklinkten Amateurschnorchlern wird dann von den dabei rauchenden Bademeistern durchs Riff und am Ende wieder zurück zum Strand gezogen. Sind am Ende genauso viele Schwimmreifen wie Personen anwesend, so hat der Tauchwart alles richtig gemacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls nicht so hat er ein Problem. Leider wird die Ausrüstung nicht zum privaten Gebrauch verliehen, wer auf eigene Faust schnorcheln will muss sich seine Ausrüstung selber mitbringen. Wegen negativer Erfahrungen mit verschwundenen Touristen ist der unbewachte Verleih daher verboten. Auch wenn es so einfach aussieht und man sich im Besitz des Seepferdchen-Schwimmabzeichens befindet sollte man von der Idee besser Abstand nehmen. In nur zehn Minuten reglos auf dem Wasser treibend wird man von der starken Strömung schnell ein paar hundert Meter in Richtung offenes Wasser abgetrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von dem Zauber der Unterwasserwelt gefangen kann man da als Unbedarfter schneller die Orientierung verlieren als einem Lieb ist, obwohl es auch keiner übermenschlichen Kraftanstrengung bedarf um wieder zurück in Richtung Küste zu schwimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte nie gedacht, keinen Steinwurf von der Küste entfernt in einem touristisch doch stark frequentiertem Abschnitt wie hier so viele, wirklich hunderte, Fische zu sehen. In allen Farben, Formen und Größen, Barakudas, „Findet Nemo“-Clownfische, Skalare. Phantastisch geformte Korallenstrukturen durch deren Tunnel und Löcher Schwärme von Fischen elegant fliegen. Ich beginne zu verstehen, warum viele, die einmal getaucht sind, es immer wieder tun. Dieser Sucht kann man leicht verfallen. Wir schnorcheln an diesem Wochenende mehrmals, auch wenn es immer wieder im gleichen Strandabschnitt ist wird es nie langweilig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere lohnenswerte Freizeitbeschäftigung ist das herumheizen mit dem Motorroller. Dazu gibt es eine Küstenstraße, die auf einer Strecke von 18 Kilometern einmal um die Insel führt und diese, mit teilweise spektakulären Aussichten,  umrundet. Muss man nicht schwimmen können um zu schnorcheln muss man hier auch keinen Führerschein vorzeigen um sich einen Roller zu leihen. Hinsetzen, Gas geben und Spaß haben, kinderleicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2549/3918332283_27176fce3e.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2549/3918332283_27176fce3e.jpg" border="0" alt="" /&gt;Felsformation „Der hockende General“&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Pazifik nagt mit Macht am porösem Vulkangestein und hat einige imposante Felsformationen geschaffen bzw. modelliert noch immer an diesen. Das Wasser ist kühlblau, türkis mit einem Stich ins grünliche wenn es sich mit weißer Wellenkrone schäumend überschlägt und laut gegen die Felsen klatscht. Findige Geister haben den prominentesten Felsen sperrige Namen wie „Schönheit neben dem Pekinesen-Hund“ oder „Der hockende General“ gegeben. Warum ist mir nicht ganz klar, vermutlich weil die Felsen aussehen wie alles mögliche, aber auf keinen Fall wie ein hockender General. Mit weniger Phantasie könnte es auch ein profaner Müllmann oder Eisverkäufer sein. Imposant ist das Form und Farbenspiel aber auf jeden Fall, egal, wie man das Kind nun nennt und ob überhaupt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2611/3919117072_e2739cfbd1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2611/3919117072_e2739cfbd1.jpg" border="0" alt="" /&gt;Ich nenne diese Felsformation „Das aufgetauchte U-Boot“, die offizielle Bezeichnung habe ich gerade nicht zur Hand&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Gefangen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So touristisch idyllisch es heute auf der grünen Insel zugeht, so freidlich war es hier nicht immer. Die abgeschirmte Insellage animierte Chiangs KMT Partei, nach Besetzung Taiwans zur Nutzung als Gefängnisinsel. Inhaftiert waren hier die politischen Häftlinge in der Zeit des heute so genannten „Weißen Terrors“, der Zeit des Polizeistaats von 1950 bis Mitte der 80er Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine bunt gemischte Gruppe aus Intellektuellen, Schriftstellern, Regimegegnern und Kommunisten. Einfach alles, was der herrschenden Klasse nicht in dem Kram passte. Ausreichend war dafür oft eine Denunzierung oder der bloße Verdacht, ein Kommunist bzw. ein kommunistischer Spion zu sein. Etwa 10.000 Taiwaner verschlug es so hierher, einige waren Jahrzehnte in Haft, glücklichere nur ein paar Jahre. Weniger glückliche verstarben auf der Insel. Niemand wusste, was mit ihnen geschah und wer hier einsaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3491/3919118208_d8e44e0999.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3491/3919118208_d8e44e0999.jpg" border="0" alt="" /&gt;Gefängnis für politische Gefangene&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Offenlegung dieses dunkelsten Kapitels aus der Geschichte Taiwans hat sich vor allem die bis zuletzt regierende Oppositionspartei DPP verschrieben. Heute gibt es ein Mahnmal das alle hier inhaftierten aufzählt und das leer stehende Gefängnis wird zu einem Museum umgebaut. Der letzte Präsident Taiwans hatte selber ein paar Jahre hier abgesessen. Noch heute gibt es ein Gefängnis auf dieser Insel, in diesem sitzen aber keine politischen Häftlinge, sondern gerichtlich verurteilte Schwerverbrecher ihre Strafe ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vergangenheit als Gefängnisinsel wird ansonsten touristisch mit dem üblichen Klim-Bim ausgenutzt. Ein Eiscafe hat die Form einer Gefängniszelle mit schwedischen Gardinen durch die Gäste ihre Eisportionen gereicht bekommen. Ich kaufe mir ein T-Shirt mit einem „Sperrt die Scheiss-Kommunistenärsche weg!“-Slogan (frei übersetzt). Irgendwas anderes muss auch noch draufstehen, denn mir wird geraten, es nicht bei einem Besuch in der Volksrepublik China zu tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Deaflympics 2009 in Taiwan&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Taipei wird schon seit Wochen auf Plakaten und Bussen für die Ausrichtung der Deaflympics, der olympischen Spiele der Gehörlosen, geworben. Diese wurden am Samstag, während ich auf Lu Dao weilte, offiziell eingeweiht. Ausländische Athleten in Trainingsanzügen der jeweiligen Nationen für die sie an den Start gehen, prägen seitdem das Stadtbild. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Eröffnungszeremonie muss sich nicht hinter der anderer sportlichen Großveranstaltungen wie der Olympiade oder einer Fußball Weltmeisterschaft verstecken, sie fällt nur im Maßstab etwas kleiner aus. Beim obligatorischen Einmarsch der Sportler glänzen nur die chinesischen Athleten durch Abwesenheit. Wie bei einem Kindergeburtstag: China war bockig, weil im Nachgang des Taifuns der Dalai Lama nach Taiwan eingeladen wurde um mit den Überlebenden der Katastrophe zu beten. Und auch wenn er geschickt sämtliche provokanten politischen Themen bei seinem Besuch ausklammerte reagierte Beijing gewohnt unsouverän und wollte Taiwan nun ein bisschen ärgern. Offiziell hatten die chinesischen Sportler es nicht pünktlich zur Eröffnungsfeier geschafft da es zu wenig Flüge gab und konnten deshalb nicht im Rahmen der Eröffnungsfeier auflaufen. Teilgenommen hat die chinesische Mannschaft an den Spielen und auch an der Abschlussveranstaltung dann aber trotzdem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittelpunkt der Eröffnungszeremonie waren die üblichen Massen-Tanzveranstaltungen und Feuerwerke mitten in der Manege. Da in Taiwan das Essen so wichtig ist gab es konsequent eine Gruppe von Tänzern, welche als Dim Sum verkleidet um einen überdimensionalen Reistopf tanzten. Andere waren Sojasauce verkleidet oder zwängten sich in überdimensionale Essstäbchen-Kostüme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr amüsant. Das hätten wir in Deutschland bei der Ausrichtung der letzten Fußball WM 2006 auch so machen sollen. Bitte für die nächste Großveranstaltung auf heimischen Boden vormerken: als Bratwürste, Bierflaschen und Schweinshaxen verkleidete Kinder tanzen und rollen sich im Kreis um einen großen Topf mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. Am Ende springen sie in den Topf und werden gegessen. Falls ich mal eigene Kinder haben sollte würde ich sie dafür aber nicht zur Verfügung stellen. Sich in jungen Jahren vor einem Millionenpublikum als Bratwurst verkleidet zu erniedrigen – da bekommt man doch einen Knacks fürs Leben. Der Einsatz als Auflaufkind ist im direkten Vergleich dazu erstrebenswerter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Abschlussveranstaltung ging es natürlich nur wieder um eins: ums Essen. Diesmal gab es echtes Essen im Rahmen eines riesigen Banketts für alle teilnehmenden Sportler. Neben kleinerer organisatorischer Mängel und Fehlplanungen (eine für Millionen neu gebaute Schwimmhalle direkt neben dem Stadion konnte nicht für die Schwimmwettbewerbe genutzt werden, die Bahnen waren schlicht zu klein – Ausrede der Bauherren: Die Halle sei nur zum Aufwärmen gedacht, tatsächlich fanden die Schimmwettbewerbe an einem 20 KM entfernten Ort statt) war es eine beeindruckende Veranstaltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das olympische Motto, lieber Tod als Silber - Kommerz und Werbung bis die Schwarte kracht, hat bei den Deaflympics keine Gültigkeit. Stattdessen steht wirklich der weltweite Austausch junger Sportler im Vordergrund. Es gab keine Barrieren zwischen Fans und Athleten, ein Veranstaltung zum Anfassen. Nicht selten feuerten sich die Sportler und Anhänger rivalisierender Nationen an oder zollten der Leistung des Gegners Respekt. Eine erfrischende Abwechslung zum sonst gewohnten Popanz unter den fünf Ringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Gehörlosen-Fußball&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde Suche finde ich auf der unterirdisch schlecht strukturierten offiziellen Homepage der Deaflympics den Veranstaltungskalender der Fussballmannschaften. Bis auf die Finals sind alle Spiele umsonst, sie beginnen wegen der Hitze früh morgends um 9:30 oder nachmittags. Wie lange schon habe ich kein Fußball schauen können, während Pauli zu Hause die Liga rockt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2431/3918336313_f85d8fb106.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2431/3918336313_f85d8fb106.jpg" border="0" alt="" /&gt;Deutsche Sportler auf der Tribüne&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den bekannten 90 Minuten Spielzeit gibt es die Möglichkeit einer zweiminütigen Trinkpause, dieser kann ein Schiedsrichter je nach Bedarf bis zu einmal pro Halbzeit ansetzen. Wichtigstes Instrument für den Unparteieischen ist nicht seine Trillerpfeife, sondern eine gelb/rotes Tuch. Damit signalisiert er den Sportlern optisch sichtbar die Entscheidungen, die er sonst akustisch mit seiner Pfeife zum Ausdruck bringt. Gelbe und Rote Karten gibt es aber nach wie vor, und sie werden auch gebraucht. Abgesehen von diesen kleinen Änderungen gibt es keine nennenswerten Unterschiede zum Nicht-Gehörlosen-Fussball.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tribüne füllt sich vor den Spielen meistens mit einer Handvoll ausländischer Touristen der jeweiligen Länder die gerade spielen. Lautstärkste Unterstützer ihrer Teams sind hier die USA. Pro Spiel und Mannschaft wird außerdem eine lokale Grund- oder Oberschulklasse zum Support-Dienst vergattert und mit den benötigten Flaggen zur optischen Anfeuerung versehen. Man sitzt direkt neben den Sportlern und Trainern auf der Tribüne und kann sich, wenn man der Gebärdensprache mächtig ist, mit diesen Unterhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Viertelfinale der deutschen Herrennationalmannschaft ist eine Delegation deutschsprachiger Schulkinder der örtlichen deutschen Schule zum Anfeuern im Stadion. Die aus Kinderkehlen gekrähten Anfeuerungen vom Schlage „Deutschland vor – noch ein Tor!“ sind zwar erbarmungslos einfallslos, aber die Akustik spielt hier zum Glück ja nur eine untergeordnete Rolle. Brav werden deutsche Fahnen geschwenkt und Nationalmannschafts-Trikots getragen (die Variante mit Ballack auf dem Rücken erfreut sich der größten Beliebtheit). Vereinzelt mischen sich auch DDR Fahnen unter die Menge, was der Absicht der Anfeuerung aber keinen Abbruch tut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2451/3918336541_38cf122742.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2451/3918336541_38cf122742.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nach dem Viertelfinalsieg gegen Argentinien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sportlich überraschend schaffen es die Herren leider nicht ins Finale und scheitern knapp an der russischen Mannschaft (die ebenso im Finale gegen die Ukraine den kürzeren zieht). Im kleinen Finale um denn dritten Platz besiegen sie aber die französische Mannschaft deutlich und reisen verdient mit einer Bronze-Medaille zurück nach Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niveauschwächer, aber erfolgreicher im Vergleich ist die Darbietung der Frauen. Im Halbfinale liegen sie bereits 3:0 gegen die favorisierte russische Mannschaft zurück, kämpfen sich aber nach einer tollen zweiten Halbzeit und Verlängerung mit 4:3 zurück ins Spiel und ins Finale. Das geht zwar, wie schon das Eröffnungsspiel, gegen die USA mit 4:0 verloren (die Herberger-Taktik geht wohl auch wegen mangelndem Regen nicht auf). Auf die Silbermedaille können die Sportlerinnen aber zu Recht stolz sein.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2614/3919116374_1439fb8b29_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Bilder aus Taiwan</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/bilder-aus-taiwan.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:43:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-3447635811007989572</guid><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2643/3918337503_066c1ebfbf.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2643/3918337503_066c1ebfbf.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/sets/72157622240223309/"&gt;Best Of Taiwan 2009&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf flickr kann man eine Menge Bilder von mir finden. Sind ne ganze Menge geworden, so das man leicht den Überblick verlieren kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meiner Meinung nach besten Fotos aus Taiwan habe ich &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/sets/72157622240223309/"&gt;in einem eigenen Fotoalbum gebündelt&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß &amp; schöne Grüße aus Taipei!</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2643/3918337503_066c1ebfbf_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Kinmen und Cihu</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/kinmen-und-cihu.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Fri, 11 Sep 2009 05:25:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-6647882894405769203</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Chinesisch-Chinesische Grenze in Kinmen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleine Gesichtsstunde zum Taiwankonflikt. Heute können die wichtigsten Orte dieser Auseinandersetzung auf der Insel Kinmen besucht werden, die aber auch unabhängig ihrer historischen Relevanz einen Besuch wert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Exkurs: China und Taiwan – ein geteiltes Land oder zwei souveräne Länder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem  zweiten Weltkrieges wurden weltweit einige Grenzen neu gezogen. In vier Fällen – Korea, Vietnam, China und Deutschland - verliefen neue künstliche Grenzen mitten durch bis dahin zusammenhängende Staatsgebiete: Diese Grenzen waren Teil der Trennlinien der neuen bipolaren Weltordnung des kalten Krieges, sie trennten Völker und Familien. Kalt war der kalte Krieg, was bewaffnete Grenzkonflikte in diesen Ländern angeht, eigentlich nur in Deutschland. In Vietnam, Korea und China wurde an diesen Grenzen heiß gekämpft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der eiserne Vorhang in Europa ist seit nun fast zwanzig Jahren geöffnet, Deutschland ist friedlich wiedervereinigt und hat das Merkel. In Vietnam wurde diese Grenze zu Gunsten des kommunistischen Lagers nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen in den 70er Jahren beseitigt. Auf der koreanischen Halbinsel hat die Trennung in Nord- und Südkorea noch heute Bestand. Beide Länder befinden sich nach wie vor im Krieg. Dieser ist zwar seit über 50 Jahren durch einen Waffenstillstand unterbrochen, formal aber wurde er nie beendet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vierte dieser Grenzen teilt Taiwan von der Volksrepublik China ab. Nach der Befreiung von den japanischen Besatzern im zweiten Weltkrieg brach zwischen den chinesischen Führern Chiang Kai Shek und Mao Zedong ein blutiger Bürgerkrieg um die Vorherrschaft in China aus. Von dem  Kampf gegen die japanischen Besatzer geschwächt konnte Chiangs Nationalarmee der kommunistischen Volksarmee Maos nichts entgegensetzen. Auch – eher halbherzig gewährte - amerikanische Militärhilfe verpuffte effektlos. Maos Truppen waren disziplinierter und erfolgshungriger. Chiangs Armeen demgegenüber ein Musterbeispiel an Disziplinlosigkeit, moralisch degeneriert und vor allem des langen Kampfes müde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Krieg gegen Japan hatte sich Mao vornehm zurück gehalten und in aller Ruhe die eigenen Truppen aufgerüstet während Chiang die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Jetzt war Maos Chance gekommen und er nutze sie brutal. Als legitimer gewählter Vertreter der Republik China setzte sich Chiang daher 1949, von den Kommunisten geschlagen, endgültig mit den verbleibenden Resten seiner Armee und seiner Partei KMT (Chinesische Nationalpartei) nach Taiwan ab. Mao konnte in Festlandschina die bis heute existierende Volksrepublik China ausrufen und etablieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mao und Chiang blieben sich seitdem spinnefeind. Beide glaubten an ein China zu dem auch Taiwan gehörte. Ein Anspruch an die Integrität des chinesischen Staatsgebiets wie er bis heute unter dem Chiffre „Ein China“ formuliert wird. Unterschiedlich jedoch war die Perspektive auf diesen Anspruch: Aus Sicht Maos  ist Taiwan Teil des kommunistischen Staates den er 1949 proklamierte und dessen sechzig jähriger Geburtstag dieses Jahr im Oktober sicher mit großem Trara gefeiert werden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Chiangs Perspektive hat die Republik China nie aufgehört zu existieren. Die Ausrufung Volksrepublik China war unrechtmäßig und diese nur eine temporäre Episode die es zu korrigieren galt. Erst einmal musste er dazu aber Kraft tanken, sich auf Taiwan neu organisieren und sammeln. Den Anspruch der Rückeroberung Chinas hat er dabei nie aufgegeben, auch wenn die Chancen auf die Umsetzung dieses Plans mit der Zeit immer unwahrscheinlicher wurden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3497/3908021417_2632a20cb4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 199px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3497/3908021417_2632a20cb4.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis heute nennt sich Taiwan daher offiziell R.O.C – Republic Of China. Ein Staat, der  in seiner Existenz nur von politischen Schwergewichten vom Kaliber eines Vatikanstadt oder den Marshall-Inseln offiziell als solcher anerkannt wird. Alle anderen Länder haben zu Gunsten der Volksrepublik China diplomatische Beziehungen zu Taiwan abgebrochen bzw. pflegen sie auf der Ebene von Büros zum Kulturaustausch. Die R.O.C. hat damit de facto qua mangelnder Akzeptanz und Aussenwirkung der wichtigsten Länder der Welt aufgehört zu existieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Staat, der von nur wenigen als solcher gesehen wird, ist ein witzloses Konstrukt. Obwohl Taiwan alle Attribute eines legitimen Staates besitzt: Ein klar abgegrenztes Territorium, politisch legitimierte Führung, Währung, Rechtssprechung, Militär, Polizei, etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage, wie sich Taiwan heute selbst versteht, ist nicht so einfach zu beantworten. Zum einen sind sämtliche gewählten Vertreter der ehemaligen Regierung der R.O.C. inzwischen gestorben und der Anspruch, Nachfolger der R.O.C. im Wartestand zu bis zur Wiederherstellung derselben auf dem Festland zu sein, lässt sich historisch nicht mehr aufrecht erhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taiwanesen begreifen sich heute wohl in der Mehrheit als auf Taiwan geborene Chinesen, welche zwar historisch und ethnisch mit China verbunden sind, mit der Volksrepublik China aber nichts  am Hut haben und haben wollen. Aber nur wenige fordern explizit einen eigenen und unabhängigen Staat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Taiwanesen haben sich mit dem Status Quo arrangiert und ein eigener Staat ist ihnen schlichtweg egal. Ging es also früher um ein China inklusive Taiwan – in einer kommunistischen oder republikanischen Ausprägung - so hat lautet die aktuelle Frage eher, ob Taiwan ein eigener Staat sein soll oder nicht. Beijings Sicht der Dinge ist klar: Taiwan und Tibet gehören zum Territorium der Volksrepublik China. Basta.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Formal hat Taiwan seine Unabhängig nie erklärt und sitzt nun zwischen den Stühlen und damit in der Tinte: China droht im Falle einer Unabhängigkeitserklärung mit einem Militärschlag mit dem Ziel der Eroberung Taiwans – und diese Drohung ist sogar in der chinesischen Verfassung verankert. Auf der anderen Seite benötigt Taiwan aber eine eigene staatliche Identität, die sich nur durch eine Unabhängigkeitserklärung erlangen lässt. Man ist sich nicht klar darüber, ob man das wirklich will und verharrt in einer Art Duldungsstarre – ohne klare Vorstellung oder ernsthafte Ambitionen, diesen Zustand aufzulösen.Taiwan selbst ist auch zu schwach, sich hier gegen den stärkeren Nachbarn bzw. Bruder behaupten zu können, und könnte wohl auf wenig externe Hilfe hoffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Kinmen als Schauplatz des Taiwan-Konflikts&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kleinen Insel Kinmen (sprich: „Dschiemän“, früher auch mit „Quemoy“ lateinisiert) ist eine  Bühne für die bisherigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Volksrepublik China und Taiwan. Dieses kleine, schmetterlingsförmige Eiland ist mit 1.7 KM Entfernung zur chinesischen Küste der Teil Taiwans, welcher der Volksrepublik am nächsten kommt. Taiwan selbst ist mit knapp 300 Kilometern etwas weiter weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2553/3869970219_de1b31af62.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2553/3869970219_de1b31af62.jpg" border="0" alt="" /&gt;Angriff Chinas auf Kinmen im Jahr 1949&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon 1949, noch im Jahr der Ausrufung der Volksrepublik China, versuchten die Kommunisten, diese Insel einzunehmen. Für zwei Tage konnten sie einen Brückenkopf im Nordwesten der Insel behaupten, wurden dann aber in der folgenden Gegenoffensive wieder von der Insel vertrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Vertreibung der rotchinesischen Sturmtruppen wird heute in der Geschichte Taiwans als eine Art heldenhafter Gründungsmythos in Ehren gehalten. An die entscheidende Schlacht um den Ort Ku Ning Tou erinnert heute ein Museum, inklusive verherrlichender Darstellungen der damaligen Vorkommnisse. Da damals anscheinend wenig fotografiert wurde sind die wesentlichen Elemente der Schlacht nachträglich auf überdimensionalen gemalten Bildern festgehalten worden und diese lassen die damaligen Ereignisse im Museum noch einmal Revue passieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2631/3870752900_e3ea816856.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2631/3870752900_e3ea816856.jpg" border="0" alt="" /&gt;Ausbau von Kinmen zur Festung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2609/3870752988_eb9c2819fe.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2609/3870752988_eb9c2819fe.jpg" border="0" alt="" /&gt;Schlacht um Strandabschnitt nahe Ku Ning Tou&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3546/3870752764_4a5208fffb.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3546/3870752764_4a5208fffb.jpg" border="0" alt="" /&gt;Chiang höchstselbst präsentiert sich in einer Parade den siegreichen Truppen ...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2485/3870752830_3ee4b44f98.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2485/3870752830_3ee4b44f98.jpg" border="0" alt="" /&gt; ... während die geschlagenen Rotarmisten (man beachte das Abzeichen der chinesischen Volksarmee auf der Mütze) nach Hause oder in Kriegsgefangenschaft geschickt werden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Folge der erfolgreichen Schlacht um Kinmen wurde die Insel zu einer Festung ausgebaut. Chiang wollte diesen Ort, quasi als Stachel im chinesischen Festlandsfleisch, unbedingt halten. Nur so lies sich ernsthaft sein Plan zur Rückeroberung Chinas aufrecht erhalten. Das gesamte Areal wurde zum militärischen Sperrgebiet erklärt und spielte in der Folge eine immer skurrilere Rolle in der taiwanesisch/chinesischen Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Nagelprobe galt es keine zehn Jahre später zu bestehen. 1958 beschoss China die Insel vom Festland aus mit heftigem, mehrere Monate anhaltendem Artillerie-Feuer. Insgesamt verfeuerte China aus 350 Geschützen eine halbe Million Granaten auf Kinmen – gut verteilt auf eine Fläche etwa so groß wie Bremen! Parallel sollte eine Seeblockade die Insel von der Außenwelt abschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rotchina brauchte vor allem ein Ablenkungsmanöver um von dem innenpolitischen Desaster des großen Sprungs nach vorne und seinen Folgen abzulenken. Außerdem sollte die Bündnistreue der USA mit Taiwan getestet werden. Kinmen hielt stand und schoss zurück. Dieser Episode wurde von beiden Seiten als Erfolg verbucht: Tatsächlich musste Taiwan zwar die kleineren Dachen Inseln in der Nähe von Kinmen räumen, konnte aber von Kinmen nicht vertrieben werden. Kleinere Scharmützel und Artillerieduelle wurden bis 1978 fortgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2665/3869974821_42bb7bb41b.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2665/3869974821_42bb7bb41b.jpg" border="0" alt="" /&gt;Propagandagranate&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2672/3908021463_63576779ff.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2672/3908021463_63576779ff.jpg" border="0" alt="" /&gt;From Taiwan With Love ...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2588/3908021537_b99460d831.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2588/3908021537_b99460d831.jpg" border="0" alt="" /&gt;... und Rotchinas Antwort darauf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die interessantesten verwendeten Geschosse in diesem Konflikt waren spezielle Propagandagranten. Sie explodierten nicht, sondern  liessen metallene Kapseln gefüllt mit diversem Propaganda-Nippes an kleinen Fallschirmen zur Erde segeln.Verhandlungen mit der UN wurden mit dem Ergebnis abgeschlossen, nur noch jeden zweiten Tag zu schießen. An Tagen ungeraden Datums wurden daher der Beschuss auf Propaganda-Munition umgestellt, ansonsten scharf geschossen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 1978 einigte man sich auf den kompletten Verzicht von scharfer Munition und auf folgenden Plan: Taiwan durfte Montags, Mittwochs und Freitags Propaganda-Granaten Richtung China feuern, China konnte Dienstags, Donnerstags und Samstag antworten. Als Ruhetag ohne irgendwelchen Propaganda-Beschuss war der Tag des Herrn vorgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Rotchina zu ärgern montierte man ab 1978 auf dem höchsten Berg der Insel die größten Neon-Schriftzeichen Taiwans. Diese waren bei Nacht gut vom Festland aus zu sehen und ein aufmerksamer Beobachter konnte von dort die erste Zeile der taiwanesischen Nationalhymne entziffern. Tatsächlich beschwerte sich die chinesische Großstadt in Sichtweite dieser Installation Hsia Men (früher bekannt als Amoy) als diese überdimensionierte Leuchtreklame 1990 abgeschaltet wurde. Über Nacht hatte man die größte Touristenattraktion verloren. Zum Glück beließ man es bei einem Protest, weitere kriegerischen Handlungen wurden deswegen nicht aufgenommen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Kinmen heute&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der massive geregelte Einsatz von Propaganda konnte den Verlauf der Geschichte nicht maßgeblich beeinflussen und so blieb Kinmen bis heute ein Teil Taiwans. 1992 wurde die militärische Sperrzone aufgehoben und ist seitdem frei zugänglich. Zusätzlich wurde Kinmen als Nationalpark deklariert und seitdem touristisch erschlossen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Spuren der kriegerischen Auseinadersetzung sind noch allgegenwärtig und werden teilweise als Attraktion genutzt. Bunker, die meisten verlassen und mit Wasser vollgelaufen, gibt es an allen Ecken und Enden. Unter der Hauptstadt Kin Cheng kann ein 3 Kilometer langes Tunnelsystem besichtigt werden, welches die Schulen der Stadt, das Rathaus, den zentralen Busbahnhof und das Büro der KMT Partei verbindet (die Dependance der Oppositionspartei DPP verfügt über keinen solchen exklusiven Evakuierungsanschluss).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den 50.000 Einwohnern sind immer noch die Hälfte Angehörige der taiwanesische Streitkräfte. Ein großer Teil von ihnen leistet hier seinen Wehrdienst ab. Das Aufgaben-Spektrum hat sich eher in den zivilen Bereich verschoben: Heute ist jeder hier stationierte Soldat Parte eines Baums und kümmert sich so um die Begrünung der Insel. In der Freizeit sind die Soldaten häufig in den Internet-Cafes der Hauptstadt anzutreffen und halten sich dort für den Ernstfall mit einschlägigen Ballerspielen a la Counterstrike fit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3551/3870754752_555c31dece.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3551/3870754752_555c31dece.jpg" border="0" alt="" /&gt;Minenverseuchten Strände der Insel laden zum Schwimmen aus&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flankiert von markigen Propaganda-Sprüchen vom einprägsamen Schlage eines „Gib mir mein Land zurück!“ können Touristen heute durch Fernrohre und durch Bunker gesichert einen Blick in Richtung China werfen. Heute tummeln sich chinesische Fischerboote in der 1.7 KM breiten Wasserstraße zwischen Taiwan und China und das einzig heiße an der Grenze ist das Wetter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abseits von all dem militärischen bietet sich für Architektur interessierte das vermutlich einzig nennenswerte Ziel Taiwans. Wurden traditionelle Bauten andernorts einfach platt gemacht hat hier die militärische Isolation einzigartige Bauten konserviert (bzw. wurden diese nach Beendigung der Bombardierung wieder orginalgetreu aufgebaut). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3546/3870755610_50b7b782fd.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3546/3870755610_50b7b782fd.jpg" border="0" alt="" /&gt;Doppelzimmer unserer Unterkunft in Shui Tou&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2517/3869973273_022f7c5633.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2517/3869973273_022f7c5633.jpg" border="0" alt="" /&gt;Tee zum Frühstück&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2451/3870755722_28abc06023.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2451/3870755722_28abc06023.jpg" border="0" alt="" /&gt;Straße in Shui Tou&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2465/3869973223_78b98d37a0.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2465/3869973223_78b98d37a0.jpg" border="0" alt="" /&gt;Innenhof unserer Unterkunft in Shui Tou&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Empfehlenswert ist das Dorf Shui Tou, in dem sich Gebäude im klassischen fukienesischem Stil (erkennbar an langgestreckten Giebeln in Schwalbenschwanzform) dicht aneinander drängen. Ein lebendiges Freilichtmuseum in das sich Chi Hsuen und ich uns für zwei Tage einmieten. Für sparsame 80,- Euro kann man hier ein schönes und stilvolles Wochenende verbringen. Als Besucher hat man hier eher den Eindruck, in China und nicht in Taiwan zu sein. Es erinnert eher an Beijings Huton-Viertel als an die hässlichen seelenlosen Betonquartiere Taipeis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3447/3870755390_d98cd59f3e.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3447/3870755390_d98cd59f3e.jpg" border="0" alt="" /&gt;Essen auf Kinmen, eine der wenigen McDonalds-Buger King-Subway-Starbucks freien Zone Taiwans: Gegrillter Schweinedarm ist der kulinarische Hammer &lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Hirseschnaps und Bomben zu Küchenmessern &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonderheiten der lokalen Industrie und damit beliebte Souveniers sind aus Granaten hergestellte (Küchen)messer und ein speziell hier destillierter Hirseschnaps.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine überdimensionale weiße Schnapsflasche ist das erste, was ein Besucher Kinmens auf dem Weg vom Flughafen zur Hauptstadt sieht. Der aus lokal angebauter Hirse gebrannte Schnaps hat 58 Umdrehungen und heißt deswegen der Einfachheit halber auch 58. Schmeckt eher wie Wodka und weniger wie Whiskey. Gan Bei!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schmied Wu kam auf die originelle Idee, aus der Not der Bombardierung eine Tugend zu machen. Fleißig sammelte er die Granatenhülsen und Reste ein und schmiedete daraus alles messerförmige vom Taschenmesser über Küchenmesser und Macheten bis hin zum Samurai-Schwert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu werden beim Schmieden besonders aufwändige Faltungstechniken angewendet die zu sehr hartem und scharfem Stahl führen, analog dem Herstellungsprozess von Toledo-Stahl. Besonders gut eignen sich die Propaganda-Granaten: Der Stahl dieser Granaten ist hochwertiger und weniger porös, denn sie sollten ja nicht in Schrappnelle zerplatzen sondern schützend ihren Propaganda-Tinnef ins Ziel bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Stahl einer Granate können in etwa 800 Messer produziert werden. Dank der halben Millionen Granaten aus der Bombardierung herrscht an diesem Rohstoff in den nächsten hundert Jahren kein Mangel. Ein Besuch der Schmiede ist Pflicht, hier kann man Meister Wu höchstselbst bei der Arbeit über die Schulter schauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2555/3869974295_2a410b5538.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2555/3869974295_2a410b5538.jpg" border="0" alt="" /&gt;Schmieden des Stahls&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3472/3870756724_b3c026c0df.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3472/3870756724_b3c026c0df.jpg" border="0" alt="" /&gt;Zurechtschneiden der Klinge&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3459/3870756774_71ce1baf80.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 375px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3459/3870756774_71ce1baf80.jpg" border="0" alt="" /&gt;Schleifen der Klinge&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3640/3869974643_57042b44a3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 375px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3640/3869974643_57042b44a3.jpg" border="0" alt="" /&gt;Das fertige Messer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Chiangs Obersalzberg in Cihu&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taiwans Obersalzberg befindet sich gut 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt in einem kleinen verborgenen Tal nahe der Ortschaft Cihu. Der ehemals streng gesicherte und hermetisch abgeriegelte Rückzugsort von General Chiang und seinen Freunden kann heute besichtigt gewerden und ist quasi ein Muss für jeden halbwegs an Geschichte interessierten Reisenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Busfahrt nach Cihu (und Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln insgesamt)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Dasi per Bus ist ein kleines Abenteuer, denn in Dasi wird gerade der Busbahnhof renoviert. Von Renovierungstätigkeiten sollte man übrigens, egal was man plant, immer ausgehen. Irgendwas gibt es hier immer zu tun und ständig sind irgendwelche Pforten verschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde finde ich in Dasi die richtige Ersatzhaltestelle zur Weiterfahrt in Richtung  Cihu. Leider gibt es dort nur einen pinkfarbenen Waschzettel auf dem so etwas wie „Ersatzhaltestelle“ auf chinesisch steht. Auf den Aushang von Fahrplänen, denen man Fahrtrouten oder Abfahrtszeiten entnehmen kann, wurde konsequent verzichtet.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2513/3842306382_8f0e70b959.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 385px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2513/3842306382_8f0e70b959.jpg" border="0" alt="" /&gt;Übersichtliche Fahrpläne weisen den Weg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte also einfach jeden vorbei fahrenden Bus an, um zu fragen, wohin er fährt. Busse muss man hier wie ein Taxi mit exakt im 90 Grad Winkel ausgestrecktem rechtem Arm heranwinken - sonst halten sie nur, falls zufällig gerade jemand aussteigen will. Da mich die Busfahrer trotz  mustergültig ausgeführter Haltesignale meinerseits ignorieren ändere ich meine Taktik und springe bei jedem vorbei fahrenden Bus mit beiden Händen über dem Kopf winkend auf die Strasse. Öffnet ein so gestoppter Bus die Tür, so frage ich nach der Fahrtroute. Meistens fahren die Busse aber einfach unbeeindruckt weiter wenn ich die Fahrbahn freigebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Hartnäckigkeit zahlt sich trotzdem aus: nach weiteren 50 Minuten in sengender Hitze hat ein Fahrer erbarmen und nimmt mich mit. Während ich noch den Fahrpreis nachfrage strömt hinter mir eine Gruppe von ca. 56 Rentnern undiszipliniert in den Bus. Ihrem Gepäck nach zu urteilen waren sie in Dasi auf dem Wochenmarkt und wollen ihre Errungenschaften nun nach Hause in Sicherheit bringen. Ich verstelle ihnen aber den Weg wie ich auf der Eingangstreppe des Busses stehe und mit dem Fahrer verhandele. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehrere Hände begrapschen und schieben an meinem Hintern rum, doch ich weiche keinen Zentimeter. Manche kriechen sogar zwischen meinen Beinen durch, eine beachtenswerte akrobatische Meisterleistung mit nicht aus der Hand gelegten Plastiktüten und sowas in hohem Alter. Aber auch ein mit Einkäufen voll beladener Hackenporsche, mehrmals mit Schmackes in meine Kniekehlen gerammt, fällt mich nicht. Eine Ruhe ist erst, als ich meine Sonnenbrille abnehme und mich, Blickkontakt suchend, umdrehe. Betretenes Schweigen, zum Boden gesenkte Köpfe und Ruhe auf die Frage, wo denn das Problem sei. Es gibt anscheinend keines – oder außer mir spricht hier keiner Deutsch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht bin ich schon zu lange hier. Habe ich noch in den ersten Wochen meinen Sitzplatz für Bedürftige bereit gestellt so ist meine Bereitschaft, das auch weiterhin zu tun, auf dem Nullpunkt angekommen. Die „Hoppla, hier komm ich - nach mir die Sintflut“-Mentalität ist ansteckend. Die Taiwanesen benehmen sich hier keinen Meter zivilisierter als ihre festlandschinesischen Brüder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss mich den fremden Sitten und Gebräuchen anpassen, wenn ich hier nicht als kompletter Freak negativ auffällig werden will. Also steige auch ich genau dann in einen S-Bahn Waggon sobald sich die Tür öffnet – und ohne Rücksicht auf aussteigenden Fahrgäste (und manchmal drücke ich sie einfach zurück in den Zug und sie müssen sich eine andere Öffnung zum aussteigen suchen). Wartet man in aller Ruhe, bis alle Fahrgäste die Bahn verlassen haben, um danach einzusteigen, so wird man nur von hinten geschubst, angepöbelt oder schlicht zur Seite gedrängt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es neuerdings so genannte „Priority Seats“. Priorität bei der Besetzung dieser Plätze haben Ältere, Behinderte, Schwangere oder Frauen mit Kindern. Sitze ich auf einem solchen Platz und nähert sich ein Bedürftiger gemäß dieser Priorisierung, so zeige ich ihm lachend den Vogel, mache mich noch etwas breiter und starre aus dem Fenster. Das mit dem Lachen und Vogel zeigen habe ich als neues Element hinzugefügt, vielleicht macht es bald Schule. Wenn einem die Mitmenschen so egal sind, so sollte man es auch zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das normale beobachtbare Verhalten von Taiwanesen in einem solchen Fall ist es, mit versteinertem Gesicht aus dem Fenster zu schauen und sich so tot stellend alles um einen herum demonstrativ zu ignorieren. Plakataktionen, die das gewünschte korrekte Verhalten in solchen Fällen anmahnen, sollen das Verhalten in diesem Punkt ändern. Der pädagogische Effekt ist jedoch gleich null. Auch sehr beliebt: In einer Zweierbank den Gangplatz besetzten, den Fensterplatz frei lassen und versteinert nach vorne schauen. Sollen die anderen doch rumturnen und etwas Einsatz zeigen, wenn sie auf den freien Platz wollen – ohne Fleiß, keinen Preis. Nach mehrmaliger Ansprache werden manches mal wenigstens die Beine etwas zur Seite bewegt und so ein wenig Platz gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wird ein Sitzplatz in einem Verkehrsmittel aber auch einfach nur als temporärer privater Raum im öffentlichen verstanden. Taiwanesinnen entpuppen sich hier als pragmatische Meister im Zeitmanagement und machen dort das, was man bei uns eher bei sich zu Hause macht bevor man losgeht: Schminken und parfümieren zum Beispiel. Ich übe mein chinesisch in dem ich positives Feedback wie „Sehr hübsch!“ oder „Dein Parfüm riecht wie eine noch nicht vergammelte Lotusblüte am Morgen!“ abgebe. Das ist natürlich glatt gelogen, denn wie eine Lotusblüte – noch dazu eine vergammelte – am Morgen riecht weiß vielleicht einer der Leser, ich jedenfalls nicht. Für elaboriertere oder passendere Komplimente ist mein chinesischer Wortschatz einfach zu begrenzt, es wird aber jeden Tag besser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ich gerade beim Thema bin: Sehr beliebt ist es auch, in Fahrstühlen den „Tür schließen“ Knopf beim halten nervös dauerzuklicken. Auch wenn andere gerade aus- oder zusteigen wollen findet sich immer eine Hand, die diesen Knopf permanent in der Hoffnung, die eigene Fahrtzeit zu verkürzen, betätigt: Was interessieren mich die anderen – ICH will nach oben und nicht dauernd anhalten! Das die Steuerung eines Fahrtstuhls auch dann nicht schneller auf diesen Knopf reagiert wenn man ihn mehrfach schnell hintereinander drückt ist anscheinend noch keinem aufgefallen. Also bitte nicht weitersagen, damit ich mich bei diesem Anblick weiterhin erfreuen darf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Den Chiangs ihre Privatresidenz in Cihu&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Chiangs hat die Gegend um Cihu auf Anhieb gut gefallen, erinnert sie den alten Kai Shek doch in Vegetation und Geographie an seine alte Heimat. Prompt wurde daher das Tal militärisch abgeriegelt, ein kleiner Stausee zu Chiangs Plaisir ausgebaut und Bungalows mit Blick auf See, Berge und Dschungel angelegt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2469/3908801570_65334f9247.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2469/3908801570_65334f9247.jpg" border="0" alt="" /&gt;See mit Floss für Paddelspaß in Cihu&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer Mitgliedern der Oberschicht aus der KMT Nomenklatura wurde keinem Normalsterblichen hier Einlass gewährt. Auch dem Bündnispartner USA blieb verborgen, wie der alte Stratege Chiang  hier seine Militärs Pläne zur Rückeroberung Chinas schmieden ließ. Als 1962 die Volksrepublik China durch den großen Sprung nach Vorne und den Folgen dieser exklusiven Spinnerei Maos geschwächt am Boden lag und das Hauptaugenmerk in der Region auf den Vietnam-Krieg lag sah der Generalissimo endlich seine Chance gekommen. Es sollten zwei-/drei Städte erobert und von dort ein Umsturz des kommunistischen Regimes gestartet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendjemand muss diese Pläne jedoch an die chinesische Volksarmee verraten haben, denn sämtliche Eliteeinheiten, die eine erste Welle der Rückeroberung in der Operation „Morning Glory“  einleiten sollten, wurde komplett aufgerieben. Auch konnten Landungsschiffe nicht wie geplant unentdeckt durch die Straße von Taiwan vorrücken und die taiwanesische Marine holte sich eine blutige Nase. Derartig militärisch geschwächt wurde die Aktion dann erst einmal abgeblasen und mehrfach verschoben. Zuletzt hatte man sich 1971 die Rückeroberung Chinas ernsthaft vorgenommen, musste aber auch diesen Termin ungenutzt verstreichen lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute werden andere, wesentlich defensivere Pläner verfolgt. Derzeitig ist das Militär schon froh, wenn es ansatzweise das Kräftegleichgewicht halten und China vor einem Angriff abschrecken kann. Das ist schon jetzt aus eigener Kraft nicht mehr möglich und klappt eher schlecht als recht auf Basis von Schutzgarantien Washingtons. Und da sämtliche Länder der Welt (inklusive der USA) in Kotaustellung vor der Regierung in Beijing erstarrt sind können dringend benötigte moderne Waffensysteme nicht angeschafft werden, obwohl Mittel und der politische Wille zum Kauf dieser vorhanden sind. Beim Besuch des Militärmuseums in Taipei empfindet man tiefes Mitleid angesichts des zur Verfügung stehenden veralteten, dürftigen Waffenarsenals der taiwanesischen Streitkräfte. Die Herren in Zhong Nan Hai lassen weiter ihre Muskeln spielen und werden dazu demnächst wohl auch Paraden zum 60. Jahrestag der Republik Ende Oktober propagandistisch nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2622/3908021693_c2c9ebb54d.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2622/3908021693_c2c9ebb54d.jpg" border="0" alt="" /&gt;Hunderte wiedergänger Chiangs sind in Cihus Skulpturpark gestrandet&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Gelände in Cihu befindet sich heute ein kleiner Park in dem aus dem ganzen Land zusammengetragene Statuen und Büsten Chiang Kai Sheks, manchmal auch welche von Sun Yat Sen, ausgestellt sind. Entgegen seiner Zeitgenossen von Hitler über Stalin bis Mao hat Chiang nie einen Personenkult um seine eigene Person forciert oder gefordert und hat zu Lebzeiten immer etwas befremdlich auf derartige Darstellungen reagiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig spektakulär und fasst schon spartanisch fällt dementsprechend auch seine Ruhestätte aus. Ein einfacher Sarg, ein kleines Kreuz (seiner Frau zu Liebe konvertierte Chiang zum Katholizismus, der hier auf Taiwan  nach den Philippinen wohl seine größte Verbreitung in Asien genießt). Das andere Despoten die letzte Ruhestätte wesentlich pompöser gestalten wusste er wohl selbst, nur war Selbstdarstellung ja nicht sein eigentliches Ziel. Dieser Ort ist daher auch kein Wallfahrtsort wie das Grab anderer Führer Asiens vom Schlage eines Kim Il Sungs oder Mao Zedongs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Bungalows, welche früher zur Sommerfrische der oberen 100 dienten, sind heute interessante Ausstellung zur Geschichte Taiwans untergebracht, in den ehemals geheimen Tunneln schlafen tagsüber nachtaktive Fledermäuse. Für Taiwanesen wichtig: ein Restaurant mit Blick auf den See. Ohne Essensmöglichkeit würde es sie nicht an diesen Ort verschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das damals abgeriegelte Gelände ist übrigens auch heute nicht komplett frei zugängig. Das Militär übernimmt hier die Öffentlichkeitsarbeit. Und wie immer, wenn Militärs beteiligt sind, kriegen die das nur mit mäßigem Erfolg auf die Reihe. Als Besucher muss man sich vorher auf einer nur in Mandarin verfügbaren Homepage registrieren. Die Führungen kosten 2,- € und sind auf 40 Teilnehmer pro Stunde begrenzt. Findige privatwirtschaftliche Geschäftsleute haben daher das komplette Kontigent bis zum Ende des Jahres aufgekauft, ich finde trotzdem noch eine Nische und mir wird nach drei Wochen Wartezeit Zutritt in dieses Inner Sanktum gewährt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon nach der Eingangskontrolle seile ich mich aber von der Gruppe ab und erkunde das Areal auf eigene Faust. Später treffe ich nach zwei Stunden die Gruppe wieder – beim Essen im Restaurant. Tatsächlich haben die zwei Stunden in einem Bungalow gesessen und sich in aller Ruhe den See angeschaut und sind damit keinen Meter mehr gelaufen als unbedingt notwendig. Für den zwei Kilometer langen Anmarsch wurden anderthalb Stunden benötigt, dieses Schneckentempo ging mir ungeduldigem Geist derart auf den Sack das ich mich einfach selbständig machen musste.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3497/3908021417_2632a20cb4_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">1</thr:total></item><item><title>Karaoke für Anfänger: Werbung</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/09/karaoke-fur-anfanger-werbung.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Thu, 10 Sep 2009 15:14:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2159265775847605455</guid><description>&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WB61OJ2u6mc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/WB61OJ2u6mc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;比菲多 比菲多 QQQ&lt;br /&gt;bi(3) fei(1) duo(1)  bi(3) fei(1) duo(1) q q q&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;比菲多 比菲多 QQQ&lt;br /&gt;bi(3) fei(1) duo(1)  bi(3) fei(1) duo(1) q q q&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Tarantino:  Inglourious Basterds</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/tarantino-inglorious-bastards.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 26 Aug 2009 11:32:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-8391795689381575983</guid><description>Mal eine Frage zum neuen Film von Tarantino: Der ist hier vor kurzem angelaufen und ich habe mich, beginnend mit der ersten Einstellung, weggeschmissen vor lachen.&lt;br /&gt;Hier in Taiwan gibts im Kino nur Untertitel, synchronisiert wird aus Prinzip nicht. Das finde ich gerade für diesen Film auch sehr passend. Mal ein bischen Englisch, mal italienisch, mal ein wenig französisch und deutsch. Alles sehr leicht zu verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und nun zur Frage an die Leser, welche den Film in Deutschland gesehen haben: Wird er dort synchronisert gezeigt? Hoffentlich nicht, das würde bei dem Film ja so ziemlich jeden Gag kaputt machen. Oder ist er partiell synchronisiert, d.h. die italinieschen und französischen Anteile nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde mich mal interessieren - wers weiss: lasst mich hier nicht dumm sterben...</description><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">1</thr:total></item><item><title>Zu Besuch auf dem Nachtmarkt</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/zu-besuch-auf-dem-nachtmarkt.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 26 Aug 2009 10:43:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-1558614362847431530</guid><description>Nachtmärkte gibt es unzählige in der Stadt, in allen erdenklichen Größen. Wenn es dunkel wird, also zur Zeit so gegen 18:30 Uhr, trifft man sich hier mit Freunden um - na was wohl? - richtig: zu Essen. Außerdem kann man sein Geld in unzubereitete Lebensmittel (die feilgebotenen Waren reichen von Fisch über rohes Fleisch bis hinzu aller erdenklichen exotischen Arten von Früchten) und Produkte der Bekleidungsindustrie investieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3529/3858733824_627c6fdf43.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3529/3858733824_627c6fdf43.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nachtmarkt: Gut gekleidet&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Taiwan ist man gerne zeitgemäß gekleidet. Gut aussehen für wenig Geld, das ist kein Widerspruch wie oben abgelichtetes Modell eindrucksvoll demonstriert. Dieses stimmige Outfit für alle Lebenslagen, vom Strandbesuch bis zum Büroalltag, ist tutti completti für schlappe 25,- € zu haben - und mit wenig Verhandlungsgeschick sogar noch billiger!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straßenhändler bieten auch Markenware beliebter Designer-Labels und diese oft zu einem Bruchteil des Preises, der sonst in vom Hersteller authorisierten Geschäften abgerufen wird, an. Und ganz bestimmt handelt es sich dabei immer um Originalware und keine billigen Fälschungen, wie einem jeder Händler auf Nachfrage versichert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2422/3858735048_f015bcfac3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2422/3858735048_f015bcfac3.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nachtmarkt: Grillware&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Körperteile vom Rind, Schwein oder Huhn kann der hungrige Kunde direkt auswählen und sich so indviduell, ähnlich einem großen Buffet, zusammenstellen. Ein Zettel vermerkt Art und Umfang der ausgewählten Mahlzeit. Mit diesem Coupon in der Hand kann man sich dann wenige Minuten später die fertig gegrillte Ware abholen. Kinderleicht! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufpassen sollte man jedoch etwas bei der Auswahl der Speisen: Wenn etwas wie ein Hühnerfuss aussieht, dann ist es auch meistens einer. Und wie man sowas ißt weiss ich immer noch nicht - also Finger weg und lieber altbekanntes auswählen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2610/3858734778_4f16e8eba4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2610/3858734778_4f16e8eba4.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nachtmarkt: Kleine Brötchen (1)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2043/3857944777_22035e6ff9.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2043/3857944777_22035e6ff9.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nachtmarkt: Kleine Brötchen (2)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Lieblingsspeise: Bao Tse. Kleine, heiße, gefüllte Brötchen. Gefülllt mit Zwiebeln und Gehacktem, mit Kohl, mit allem möglichen. Frisch gedämpft und so lecker wie es aussieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2427/3858735132_f525ecc02e.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 314px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2427/3858735132_f525ecc02e.jpg" border="0" alt="" /&gt;Nachtmarkt: Taiwanesische Currywurst&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hier eine Curry-Wurst oder überhaupt eine Bratwurst sucht wir nicht fündig werden. Das gibts hier nicht, wegen genügend guter Alternativen vermisst man es aber auch nicht. Das Ding auf dem Plakat kommt der Curry-Wurst noch am nächsten, inklusive Ketchup und Mayonaise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2428/3857943885_4f6c15eccb.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2428/3857943885_4f6c15eccb.jpg" border="0" alt="" /&gt;Rauchen verboten!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rauchen ist in Gebäuden generell verboten, in vielen Kneipen aber erlaubt. Wer sich nicht dran hält bekommt Besuch von der oben abgelichteten Dame. Und wird vermutlich mit dem Knüppel bestraft weil man unartig war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist praktisch, denn oft muss man (in Deutschland) für eine solche "Bestrafung" in einschlägigen Etablissements inklusive asiatischer Verkleidung der Bestraferin viel Geld bezahlen. Hier ist es ein Gratis-Service in dessen Genuss man durch das Abbrennen einer Zigarette kommen kann. Wenn sich das erst einmal rumspricht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2676/3857944165_eafe795e82.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2676/3857944165_eafe795e82.jpg" border="0" alt="" /&gt;You are in the army now!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Plakat will mit der dargestellten Strandszene zum freiwilligen Dienst in der Armee animieren. Wer also gerne halbnackt am Strand liegend mit anderen Jungs eine menschliche Pyramide bildet und dafür auch noch bezahlt werden möchte, für den ist die taiwansische Armee vielleicht der ideale Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob man auf sowas steht oder eher doch nicht kann man leicht im Rahmen des regulären Wehrdienstes ausprobieren. Der dauert hier ein Jahr. Der Bassist einer Rockband, den ich neulich auf einem Konzert kennen gelernt habe, muss ab September seinen Dienst antreten, sieht der ganzen Sache aber entspannt entgegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders ein in den USA lebender Exil-Taiwanese. Um seinen taiwanesischen Pass behalten zu können ist er hier aufgekreuzt, hat sich gegen etwas Geld untauglich mustern lassen und reist nun wieder zurück in die USA.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3529/3858733824_627c6fdf43_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Bilder und ihre Geschichten</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/bilder-und-ihre-geschichten.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Mon, 24 Aug 2009 11:39:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-8022846378200792926</guid><description>Wie der geneigte Leser auf meiner &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/sets/72157621904130513/"&gt;FLICKR Seite&lt;/a&gt; sehen kann habe ich bisher fleißig meinem liebsten Hobby, dem fotografieren, frönen können. Der Versuchung, Geld für neue Linsen oder andere Gerätschaften auszugeben, habe ich bisher wiederstehen können. Anbei heute im folgenden ein paar Bilder mit erläuterndem Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3432/3833215685_45d2abafec.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3432/3833215685_45d2abafec.jpg" border="0" alt="" /&gt;Zweites AKW Taiwans nahe Taipei&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Taiwan wird nach wie vor unerschrocken auf Strom aus Kernkraftwerken gesetzt. Im Bild ist das zweite von insgesamt vier Atomkraftwerken des Landes zu sehen. Die Anti-Atomkraftbewegung war ein wesentlicher Teil der Demokratisierungsbewegung welche in der Gründung der DDP Partei mündete. Die DDP Partei hatte die amtierende KMT Partei Ende der 90er Jahre erfolgreich  aus dem Amt jagen können und hatte ihrem Wahlversprechen folgend den Bau eines fünften AKWs mit dem Hinweis, in Sachen „Energiepolitik möge man zukünftig lieber von Deutschland lernen“ (Präsident Chen Shiu-bian), gestoppt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derzeit mit der KMT in Regierungsverantwortung erlebt die Nutzung von AKWs wieder eine gewisse Renaissance. Einig ist man sich darüber, das es auf der Insel keinen sicheren Platz für neuere Kraftwerke gibt. Diese wie bisher praktiziert in die Nähe von großen Städten, in nicht Erdbeben- und Erdrutsch-sicheren Gebieten zu errichten ist aus Gründen der Sicherheit gerade jetzt, nach dem schweren Taifun, politisch jedoch nur schwer umsetzbar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher wurde der Atommüll auf kleinere, zu Taiwan gehörende, Inseln im Pazifikraum verschifft. Die Yami-Ureinwohner auf der Orchideeninsel kann man heute allerdings nicht mehr so leicht täuschen wie das in der Vergangenheit der Fall war: eine als Fischkonservenfabrik deklarierte Endlagerstätte für schwach radioaktiven Atommüll auf der Orchideen-Insel wurde dann doch auffällig als keine Fischkonserven die Anlage verliessen. Außerdem hat man einen Wiederspruch zur gewünschten touristischen Nutzung dieser Inseln erkannt. Auch hier kann man von Deutschland lernen und sollte vielleicht eine Delegation in das „Kernkraftwunderland“ nach Kalkar entsenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2578/3834007434_b2eb9e27da.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2578/3834007434_b2eb9e27da.jpg" border="0" alt="" /&gt;Beleuchtung eines Kraken-Kutters&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fische und andere Meeresbewohner sind ein integraler und extrem beliebter Bestandteil taiwanesischer Küche. Um Kraken in allen erdenklichen Größen zu fangen bedarf es jedoch eines Tricks: Bei Nacht fahren mit überdimensionierten Glühbirnen ausgestattete Kutter aufs Meer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eingeschaltete Christbaumbeleuchtung dieser Kutter simuliert den Kraken ein Vollmondszenario das sie zum auftauchen in fanggerechte Wassertiefen animiert. Wieso die Kraken seit Jahren auf diesen wenig subtilen Trick hereinfallen und nicht merken, das mehr Lampen an sind als das Monde um die Erde kreisen habe ich noch nicht verstanden. Der Erfolg dieser Fangmethode gibt den Fischern augenscheinlich Recht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2541/3838738645_f09a79fac3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2541/3838738645_f09a79fac3.jpg" border="0" alt="" /&gt;Tanzsaal unter der Autobahn I&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2607/3839528028_fb439cd20d.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2607/3839528028_fb439cd20d.jpg" border="0" alt="" /&gt;Tanzsaal unter der Autobahn II&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mangelt in Taipei an Parks, davon gibt es nur eine handvoll. Sie scheinen eher zufällig entstanden zu sein und machen nicht den Eindruck, als verdanken sie ihre Existenz einer planerischen Handlung. Oft wurde wohl einfach vergessen, eine entstehende freie Fläche zuzubetonieren oder dort ein Hoch-/Wohnhaus zu errichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Parks haben aber bei den vorherrschenden Wetterbedingungen auch einige Nachteile, weshalb man ihr Fehlen hier wohl nicht über die Maßen groß vermisst: Ihre Unterhaltung kostet Geld, sie können nur wenig Schutz gegen die Sonne und das schweineschwülheiße Wetter bieten,&lt;br /&gt;und bei Regen sind sie außerdem weitesgehend unbenutzbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pragmatische Lösungen um trotzdem öffentlich nutzbaren Raum im Freien für die Bürger Taipeis zu schaffen sind in die Stadtautobahnen integrierte Plätze: Unter den Auffahrten für diese Schnellstraßen sind mit Bänken und Deckenventilatoren ausgestatte Freiflächen eingebaut. Die Grundflächen sind grasgrün angestrichen, kniehohe einrahmende Betonblocker verhindern eine Überflutung im Falle eines Regengusses und das befahren der Fläche mit Motorrollern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Straßenlärm trotzend kann man hier feine Partys feiern und stört keinen Anwohner durch zu lauten Lärm. Über einen in die Wand integrierten Münzfernsprecher können bei Bedarf weitere Gäste hinzu- oder ausgeladen werden. Mahnend weist eine Wandinschrift darauf hin, an diesem Ort bitte nicht zu grillen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beliebt sind diese Orte vor allem bei älteren Mitbewohnern der Stadt die sich hier in sich für mich nicht erschließenden Abständen zu Tanzveranstaltungen verabreden, vergleichbar in etwa mit den  samstäglichen Rentnertanztreffen in „Planten und Bloomen“ in Hamburg. Der glatte Bodenbelag eignet sich tatsächlich gut dazu, hier das Tanzbein zu schwingen. Auch früh Morgens beim Sonnenaufgang werden diese Flächen gerne im Rahmen kollektiver Frühgymnastik (Tai Chi) genutzt. Was hier Abends so abgeht oder auch nicht habe ich bisher nicht beobachten können. Vermutlich wird einfach gegrillt, denn in Taiwan wird gerne gegegessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3532/3834009402_d59223b8ae.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3532/3834009402_d59223b8ae.jpg" border="0" alt="" /&gt;Sonnenschutz durch Schirm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Wichtigster Schutz gegen die Sonne sind Schirme. Auch bei feinstem Sonnenschein und positivstem Wetterbericht verlassen vor allem Taiwanesinnen nicht das Haus ohne eine Regenschirm der bei Regen und bei Sonnenschein getragen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grund hierfür ist weniger die nachvollzielbare Schatten und damit Kühle spendende Wirkung der Schirme, sondern ihr Schutz gegen UV Strahlung und eine damit einhergehende Bräunung der Haut. Sonnencreme habe ich in einschlägigen Drogeriemärkten bisher nicht im Sortiment gefunden, stattdessen dominieren Regalmeter an Weissmachcreme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einem westlichen Standards nicht kompatiblem Schönheitsideal folgend wird Hautbräunung nicht als erstrebenswert hübsch sondern vielmehr als hässlich empfunden. Angestrebt wird eine alabasterweiße Hauttönung, idealer weise nicht gestört durch Sommersprossen. Hersteller von Sonnenbänken und Betreiber von Bräunungs-Studios können daher Taiwan ersatzlos aus ihren Business-Plänen streichen.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3432/3833215685_45d2abafec_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Wie ich in Taipei lebe</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/wie-ich-in-taipei-lebe.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Sun, 23 Aug 2009 17:48:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-8779598975071595368</guid><description>Ein paar Eindrücke aus meinem direkten Wohnumfeld in Taiwan. Die Wohnung befindet sich in einer Seitengasse neben der U-Bahn Station „Da Ping Lin“ (frei und wörtlich übersetzt „Grosse Quadratmeter Wald“, ein Wald – vor allem ein großer - steht hier aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr). Von hier sind es 15 Minuten mit der Bahn zum Hauptbahnhof, was so etwas wie ein Zentrum Taipeis ist. Obwohl man hier ein Zentrum oder eine Innenstadt, wie man es aus europäischen Städten vielleicht gewohnt ist, nicht kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2434/3838738993_5ce95dd78a.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2434/3838738993_5ce95dd78a.jpg" border="0" alt="" /&gt;Mein Zimmer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Penthouse-Loft auf Studentenbuden-großen 15 qm (250,- € für zwei Monate) – so riesig, das es nur mit Mühe durch ein Weitwinkel-Objektiv auf ein Bild passt. Das Schaumstoff-Futon „Sultan“ habe  ich vom örtlichen IKEA, wichtigstes Ausstattungsmerkmal ist die Klimaanlage welche den Raum auf Wunsch auf herrlich kühle 25 Grad Celsius herunterkühlt. Ohne geht’s gar nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2474/3833218445_27c50aa7fa.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2474/3833218445_27c50aa7fa.jpg" border="0" alt="" /&gt;Taiwans Antwort auf die Erfindung des Stacheldrahtzauns&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherheit geht vor: Glasscherben sollen verhindern, das sich Unbefugte durch überspringen der zwei Meter hohen Mauer Zutritt zum Hinterhof verschaffen. Neben blutigen Händen würde ein potentieller Dieb dort auch nur Müll (hauptsächlich Beton und alte Sachen wie Kühlschränke die vor sich hinrosten) vorfinden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Türen werden in Taiwan durch von außen angebrachte Stahlgitter doppelt gesichert, letzteres gilt auch für alle Fenster. Um meine Wohnung zu betreten benötige ich ein sechs Schlüssel umfassendes Schlüsselbund: Zwei für die Stahltür und das Gitter zur Haupttür des Wohnblocks, zwei für das Stahlgitter und die Holztür zur Etage auf der ich wohne und zwei Schlüssel schließen das Stahlgitter und die Tür zur eigentlichen Wohnung auf. Mehr Sicherheit geht nicht, wer dieses einmal in Deutschland simulieren möchte: Einfach Scheiße bauen und in ein Gefängnis einliefern lassen - das spart außerdem hohe Reisekosten und die fällige Monatsmiete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2592/3839528166_d0fc8d36c2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2592/3839528166_d0fc8d36c2.jpg" border="0" alt="" /&gt;Straße zu meiner Bude&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straße, in der sich meine Wohnung befindet, ist eine verkehrsunberuhigte Einbahnstraße. Manche Verkehrsteilnehmer halten sich an die aufgetragene Fahrtrichtung, auch die anderen Verkehrs- und Straßenschilder werden von jedem Europäer verstanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3471/3838738779_32935a90e9.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3471/3838738779_32935a90e9.jpg" border="0" alt="" /&gt;Bach vor der Haustür&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Direkt neben der Straße der Grund für ihre Einbahnbefahrbarkeit: Ein malerischer Bach, von mehr Brücken überspannt als es in ganz Venedig gibt und garantiert ohne irgend welch geartetes Zeichen von Leben: Keine Fische, keine Vögel, keine Pflanzen begrünen das betonierte Bachbett. Nach Regenfällen mutiert das kleine Rinnsaal binnen Minuten zu einem reißenden Strom.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2624/3817085243_c8d81df464.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2624/3817085243_c8d81df464.jpg" border="0" alt="" /&gt;Frischfleisch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Schlachterladen gibt es hier nicht, dafür ein paar mobile Fleischerstände direkt an der Straße. Man kann dem Schlachter bei seiner Arbeit zuschauen und sich direkt die besten Stücke aussuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3543/3838738931_2b9d8e3edf.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 332px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3543/3838738931_2b9d8e3edf.jpg" border="0" alt="" /&gt;Ölbohrung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Tagen haben Arbeiter in der Straße nebenan zufällig Öl gefunden und bohren nun nach der Quelle. Vermutlich handelt es sich bei den ersten Funden nur um ins den Boden gesickertes Altöl, welches hier immer direkt in den Bach verkappt wird. Es gibt wahrscheinlich gar keine natürlichen Vorkommen. Trotzdem wird fleißig weitergebohrt und gesucht.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2434/3838738993_5ce95dd78a_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Studieren und Straßenverkehr</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/studieren-und-straenverkehr.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 19 Aug 2009 09:17:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-5434032712627476175</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lernen popernen – Fleißige Chinesen im Lesesaal&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer meiner Ziele während meines Aufenthalts hier ist das Lernen der chinesischen Sprache (Mandarin, also hochchinesisch, um genauer zu sein). Eine gute Umgebung hierfür ist der Lesesaal der Nationalbibliothek. Er bietet große Tische, gute Stühle und ist vor allem klimatisiert. Zusätzlich ist er prall gefüllt mit anderen Studenten die auch fleißig Bücher wälzen. In einer solchen Umgebung habe ich keine Ablenkung jedweder Art zu fürchten und kann mich gut auf das angepeilte Lernpensum konzentrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das fotografieren in der Bibliothek ist leider verboten, weshalb folgende textuelle Beschreibung ausreichen muss. 90 % der Lernenden (weiblich und männlichen Geschlechts) trägt seltsamer weise eine Brille, bevorzugt Modelle mit dickem schwarzem Plastiksteg, Rand und Bügel. Von der Seite sehen sie aus wie Sonnenbrillen, aber die braucht man drinnen als Bibliotheksstubenhocker natürlich nicht wirklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch auf einem abendlichen öffentlichen Konzert einer Abschlussklasse eines lokalen Colleges, vergleichbar der Abgangsklasse eines Abitur-Jahrgangs, im Daan Park tragen alle Schüler eine ähnliche Brille. Nur der aus Japan angereiste Dirigent ist brillenlos. Brillenträger sind hier offensichtlich alle Bücherwürmer. Mao Zedong lag also goldrichtig, als er alle Brillenträger unter den Generalverdacht des Intellektuellentums stellte um derartige Elemente zu entfernen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgenommen wird die Brille im Lesesaal nur zum schlafen. Oder, besser gesagt, um ein Nickerchen zu machen. Das gehört hier ganz natürlich zum Lernprozess dazu: Erst wird eine halbe Stunde gebüffelt das die Schwarte kracht, dann kurz im sitzen für ein paar Minuten am Tisch gepennt, darauf geht das Spiel wieder von vorne los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angeblich ist hier in Taiwan das schlafen sogar am Arbeitsplatz üblich. Als Arbeitgeber westlicher Prägung mag man denken, „Ich bezahle euch doch nicht fürs Schlafen!“, doch hier wird in regelmäßigen Abständen, dem eigenen Körperempfinden gehorchend, eine kurze Schlafpause eingelegt.Von den Profis lernend habe ich mir jetzt abgeschaut und tue es ihnen gleich: Erst die Sonnenbrille absetzen, dann den Kopf in den Armbeugen versenken und ein paar Minuten pennen. Am Feintuning muß ich noch ein wenig schrauben, auf Anhieb verschlafe ich so eine volle Stunde. Das ich danach wieder sie Sonnenbrille aufsetze und weiterlerne sieht zwar extrem albern aus, aber eine andere Option sehe ich als nicht-brillenträger nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Irrer Verkehr&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2610/3834012084_2fb10710ea.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 332px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2610/3834012084_2fb10710ea.jpg" border="0" alt="" /&gt;Platzsparendes Fortbewegungsmittel Nr.  1: Der Motorroller, zu 99.9 Prozent aus japanischer Produktion passen bis zu vier Verkehrsteilnehmer auf ein solches Gefährt. Normale Besatzung als Familienkutsche: Zwei Kinder stehend zwischen Sitz und Lenkrad, Vatti vorne auf der Bank, an seinen Rücken gelehnt schmiegt sich Mutti an&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Taiwan wird wie bei uns auf der rechten Seite gefahren und es gelten generell die gleichen Verkehrsregeln wie aus Deutschland bekannt. Am Straßenverkehr möchte ich aber trotzdem nicht teilnehmen, was nicht nur an fehlenden formalen Kriterien wie meinem nicht-internationalisierten Führerschein liegt (in dem auf dem 18 Jahre alten Passfoto zu meiner Überraschung ein fetter „Hello Kitty“ Aufkleber prangt – keine Ahnung wann und wie der dahin gelangt ist, aber ob mit oder ohne diesem Aufkleber bin ich sowieso nicht anhand des Bildes identifizierbar).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel mehr Angst machen mir die vielen Motorroller (man sagt hier „Scooter“ oder auf chinesisch „Moto che“ dazu), deren Verhalten im Straßenverkehr mir unerschließbar chaotisch vorkommt Vom Taxi oder einem Bus aus betrachtet umkreisen sie jedes Fahrzeug mit vier Rädern im fließenden Verkehr von allen Seiten: Auf Umlaufbahnen denen von Neutronen um ihren Atomkern gleich sind sie mal links, mal rechts, mal hinten und mal vor einem Fahrzeug. Mit Gewissheit kann man nur sagen, das sie einem Fahrzeugführer nie in Geisterfahrermanier entgegen kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schaltet eine Ampel auf Rot und kommt der natürliche Verkehrsfluss zum erliegen so fliessen sie Wassergleich nach vorne und halten in tief gestaffelten 10er Reihen direkt unter der Ampel. Grün ist immer dann, wenn eine Rollerarmada den sich hinter ihr aufstauenden Verkehr anführend die Kreuzung überquerend ins Getümmel stürzt. Das ist auch ein guter Zeitpunkt für Fußgänger, nicht nur der Ampelanlage beim überqueren der Straße zu vertrauen und vor betreten derselben einen prüfenden Schulterblick nach links und rechts zu wagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser scheinbar nur wenigen Regeln gehorchende Verkehrsfluss kann man nur als ein dynamisches, sich selbst reuglierendes System begreifen und es ist ersteunlich, das es zu so gut wie keinen kleineren oder größeren Unfällen kommt. Auf den entlegenen Inseln werde ich mir demnächst selber mal einen Roller mieten, hie im Stadtverkehr beschränke ich mich auf eine Verkehrsteilnahme als Fußgänger. Fahrräder sind hier im Neupreis mit um die 100,- € zwar lachhaft günstig, aus oben genannten Gründe verzichte ich aber auch hier lieber gleich.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2610/3834012084_2fb10710ea_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Freischwimmer: Taiwanesen und das Wasser</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/freischwimmer-taiwanesen-und-das-wasser.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Tue, 18 Aug 2009 12:13:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-4227874332084879265</guid><description>Der „Lonely Planet“ weiß zu berichten, das Taiwanesen in der Regel Nichtschwimmer und in seltenen Fällen miserable Schwimmer sind. Trotz der Insellage und dem Faible für Fische und Meeresfrüchte auf der Speisekarte hat sich die Idee der Bewegung eines Menschen im Wasser ohne technische Hilfsmittel wie Boote etc. hier anscheinend nie richtig durchsetzen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weshalb es auch nur wenige Schwimmstrände gibt. Meistens Bereiche, in denen man knietief im Wasser steht. Das ist dann aber auch oft schon das höchste der Gefühle, mehr planschen als schwimmen. Laut Reiseführer springen Taiwanesen  immer dann ins Wasser, wenn sie dort andere Menschen sehen: ungeachtet ihres eigenen Schwimmvermögens denken sie dann, so Lonely Planet, das es hier sicher sei, denn die anderen gehen ja auch nicht unter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das eine unzulässige Übertreibung ist weiß ich nicht. Es scheint aber doch ein Stück weit zu stimmen. In einem beliebten Reisesendung im lokalen Fernsehprogramm gab es neulich einen Bericht über die „Grüne Insel“ - einstmals Gefängnis und Folterstube des Regimes eine Bootstunde südöstlich vor Taiwan ist diese Insel heute ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders beliebt: Schnorcheln im Korallenriff, keine 30 Meter vor der Küste dieser Insel. Problem: Man benötigt rudimentäre Schwimmkenntnisse. Die Hälfte der im Film porträtierten Reisegruppe war trotzdem, neben Neoprenanzug, Flossen, Taucherbrille und Schnorchel mit ein bis zwei Rettungsringen ausgestattet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chi Hsuen bestätigte mir, das es der volle Ernst sei und die jetzt tatsächlich Schnorcheln, obwohl sie nicht schwimmen können („Die Reiseveranstalter der Schnorcheltouren werben sogar damit, das es keiner Schwimmkenntnisse bedarf!“). Und wirklich: Ein Rettungsring um die Hüften, den zweiten fest in den Händen paddelten sie das Gesicht nach unten durch das Wasser. Ein Hund im Wasser bewegt sich eleganter und würdevoller. Seltsamer weise scheint es auf dieser Insel keine Schwimmschule zu geben – eine Marktlücke welche die vielen Tauchschulen vor Ort vielleicht einmal besetzen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen habe ich einen Trip auf diese Insel planen können. Das ist wegen den Taifunschäden nicht so einfach gewesen, aber in drei Wochen werde ich mir vor Ort selber ein Bild machen können. Ob das Fernsehen in diesem Fall lügt wird sich dann zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfgYZ2wTPvxxW5lOQBcJ9EtxFtWJLveanb5Bcaoz0RB_bYnzY8lzeZlW73FFuPP2N_BbD7s98h9fP8wbvo3TzA1CKxeXVReMXBpnnNhRTXCrV9S29LKv3aIhHG2_AxTY4sV7gCHA/s1600-h/IMGP8248.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfgYZ2wTPvxxW5lOQBcJ9EtxFtWJLveanb5Bcaoz0RB_bYnzY8lzeZlW73FFuPP2N_BbD7s98h9fP8wbvo3TzA1CKxeXVReMXBpnnNhRTXCrV9S29LKv3aIhHG2_AxTY4sV7gCHA/s320/IMGP8248.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5371245304082542178" /&gt;Lin Tian Zheng, der Held von Yehliu&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht illustriert auch die Geschichte von Lin Tian Zheng das Schwimmvermögen der Taiwanesen. An der Nordküste wird er wie ein Held verehrt und ihm zu Ehren ist sogar eine Bronzeplastik aufgestellt worden. Am 18.3.1964 fiel ein Student dort beim fotografieren ins Wasser und drohte zu ertrinken. Herr Lin, von Beruf Fischer, der gerade in der Nähe seinen Tagesfang verticken wollte, sah dieses und sprang beherzt hinterher um den Ertrinkenden zu retten. Eine lobenswerte Tat die zu Recht mit einem Denkmal gewürdigt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dumm war nur, das Herr Lin nicht schwimmen konnte. Also ertranken an dieser Stelle beide. Heute erinnern neben der Statue aufgestellte Rettungsringe an den selbstlosen Einsatz Lin Tian Zhengs. Und letztere sind vermutlich zukünftig besser geeignet, das sich diese Geschichte dort nicht wiederholt.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfgYZ2wTPvxxW5lOQBcJ9EtxFtWJLveanb5Bcaoz0RB_bYnzY8lzeZlW73FFuPP2N_BbD7s98h9fP8wbvo3TzA1CKxeXVReMXBpnnNhRTXCrV9S29LKv3aIhHG2_AxTY4sV7gCHA/s72-c/IMGP8248.JPG" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Taiwan - Shocked By The Thermik</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/08/taiwan-shocked-by-thermik.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Fri, 14 Aug 2009 07:40:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-3116358883547596201</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wetter: Taifun und Regenzeit&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder ordentliche Reisebericht und jede Postkarte beginnt natürlich mit dem Wetter. Denn Wetter ist bekanntlich immer, und jeder hat eine Meinung dazu. Derzeit ist Hochsommer und damit Regenzeit. Vom Pazifik kommend wandern zu dieser Jahreszeit tropische Wirbelstürme, Taifune genannt, nach Osten in Richtung China. Auf ihren halbkreisförmigen Bahnen streifen sie fast immer Japan und Taiwan, je nach Radius auch die chinesische Küste oder sogar das Hinterland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während bei uns Hoch- und Tiefdruckgebiete alternierend einen Frauen- oder Männernamen verpasst bekommen, so denken sich auch die asiatischen Wetterkundler Namen für jeden Taifun aus. Der welcher letzte Woche Freitag über Taiwan gebraust ist heißt „Morakot“. Welche Sprache das ist, weiß ich nicht so genau. Bei mir weckt dieser Name jedenfalls biblische Assoziationen, vielleicht ist es tatsächlich hebräisch? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Biblisch würde jedenfalls passen, denn seitdem geistern Bilder apokalyptischen Ausmaßes durch alle Medien. Der Sturm selber war in Taiwan nicht so schlimm - es gab einen Tag schulfrei (Taifun-Holiday), das ist so etwas wie bei uns Hitzefrei, beschränkt sich aber nicht nur auf die Schule sondern gilt auch auf für Arbeitnehmer die an einem solchen Tag zu Hause bleiben dürfen.&lt;br /&gt;Dramatisch hingegen waren bei Morakot die unwahrscheinlich großen Regenmengen die er im Schlepptau hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese haben alles unter Wasser gesetzt, Bäche mutierten über Nacht zu reißenden Tsunamis und Erdrutsche begraben alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Gegen die Bilder, die hier derzeit die Medien dominieren, war das Elbhochwasser 2002 ein Kindergeburtstag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wassermassen haben im Süden und Osten der Insel so ziemlich jede Brücke oder Strasse unterhöhlt und zum Einsturz gebracht. Komplette Häuser schwimmen wie eine Arche Noah durch die Flüsse. In zwei Fällen wurden komplette Dörfer verschüttet (ok, das ist eine Übertreibung – von den 327 Häusern des Dorfes blieben ganze zwei stehen). Ganze Landstriche sind von der Außenwelt abgeschlossen und müssen aus der Luft vom Militär per Hubschrauber versorgt werden. Mindestens 250 offizielle Tote gibt es bisher, die Vermissten sind ungezählt und am Ende werden wohl bis zu tausend Opfer zu beklagen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ironie des Schicksals: Noch vor kurzem wurde die sommerliche Wasserknappheit beklagt und über eine Rationierung des Wasserverbrauchs für die  Landwirtschaft nachgedacht. Bei den übervollen Stauseen ist das jetzt natürlich kein Thema mehr. Vielmehr kursiert die Angst, das einige Dämme brechen könnten. Für meine weitere Reise werde ich mich auf den vom Taifun nicht betroffenen Norden beschränken müssen. Mindestens so lange, bis die Straßen wieder repariert oder passierbar sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nass ist es hier während der Regenzeit aber auch im Norden Taiwans. Mindestens einmal pro Tag und nicht unter drei Stunden dauert ein solche Schauer hier. Der Regen ist laut wie ein großer Wasserfall und übertönt mühelos den nicht gerade leisen Verkehr. Das Wasser steht knöchelhoch in den Straßen und Schirme schützen bestenfalls für kurze Zeit die Frisur. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Einrichten: Shoppen bei IKEA&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Lost in Translation: die Bude, die ich für 250 € pro 2 Monate gemietet habe ist keine 30, sondern 13 qm groß. Klein aber sehr sauber, inklusive Fernseher mit englisch-sprachigen Programmen, Internetanschluss ohne IP Adresse („Mei you IP“ - verstehe ich zwar, eine Lösung für das Problem hat die Vermieterin aber auch nicht zur Hand, später kriege ich das technische Problem in den Griff indem ich kurzerhand den DSL-Router neu boote). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am wichtigsten bei dem Wetter (siehe oben) sind aber: eine (gut funktionierende)  Klimaanlage, eine eigene Dusche  und eine Waschmaschine. Auch wenn man jedes mal einen Schock bekommt wenn man die schützende Wohnung verlässt. Pro Tag gehen mindestens zwei T-Shirts durch und muss die Dusche zwei Mal genutzt werden, darunter geht es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr spartanisch ist das Bett. Einfach ein Holzbrett, ohne Matratze. Die hat Chi Hsuen auch nicht besorgt weil sie denkt, das man die nicht braucht. Ich probiere es nach dem Flieger aus und erhole mich etwas vom Jetlag. Dann sind nach ein paar Stunden Schlaf auf einem kieferfurnierten Holzbrett doch die Knochen etwas stark belastet. Ich kann ja wenn ich müde bin auf allen möglichen Unterlagen pennen - auf der Erde, auf Bänken, alles kein Problem – aber hier brauche ich für die nächsten Monate eine tragfähigere Lösung. Sie heißt „Sultan“ und ist ein aufrollbares Schaumstoff-Futon von IKEA für 25 €. Darauf schläft man tatsächlich sehr königlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich es mir heimelich gemacht habe schaut doch noch einmal die Vermieterin auf einer Art Kontrollbesuch vorbei. Ich scheine diese Prüfung zu bestehen, singe eben noch ein paar Takte aus dem Lied „Ni shou shenme“ (das kennt hier jeder, eine zuckersüße 70er Schnulze in der sich die Sängerin wortreich darüber beklagt, dass sich ihr Geliebter nicht mehr bei ihr meldet) im Duett mit ihr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Sport im Sprawl&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;35 Grad schon morgends um 9:00 Uhr, sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ich will einfach einsteigen und laufe zum eingewöhnen erst einmal eine halbe Stunde. Fühlt sich nicht gut an, vielleicht habe ich noch den Jet Lag in den Knochen oder sollte nicht mit nüchternem Magen laufen &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalerweise bin ich nach dem laufen Fit und könnte Bäume ausreissen. Heute bin ich schlapp wie ein Ball aus dem die Luft gelassen wurde und kotze nach dem Lauf schleimigen Mageninhalt auf den Boden. Nach 10 Minuten Ruhe im Schatten ist mir auch nicht mehr schwarz vor den Augen. Ich werde es etwas ruhiger angehen und vielleicht erst einmal etwas wandern statt gleich in die Vollen zu gehen. Die Luft ist auch echt zum kotzen (das ist wortwörtlich gemeint) und unglaublich schlecht, ich sollte einen der größeren Parks und zu einer anderen Tageszeit – vielleicht früher oder spät am Abend – Sport treiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sollte ich zum laufen den nächstgelegenen Friedhof ausprobieren. Er ist um eine kleine Hügelgruppe gebaut, von dort hat man außerdem einen schönen Blick auf die Stadt Taipei. Dort zu wandern oder spazieren zu gehen würde einem Chinesen niemals in den Sinn kommen, auf solch eine Schnapsidee kann nur ein Europäer kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Friedhöfe werden hier als Wohnstädte der Geister der Verflossenen angesehen. Der einzige Grund sie zu betreten ist die Ehrung der Gestorbenen an ihren Grabstädten, man bringt ihnen Rauchopfer in Form abgebrannter Räucherstäbchen und betet für sie. Ansonsten verlässt man das Areal des Friedhofs und bleibt nicht länger als für eine solche Prozedur eben nötig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grabpflege ist daher auch ein Fremdwort, die Friedhöfe wirken eher wie vom Dschungel überwachsene verlassene Städte. Das Gras steht kniehoch um die Grabsteine. Ganz anders als bei uns, wo Friedhöfe nebenbei einen parkähnlichen Charakter haben und auch zur Erholung aufgesucht werden. Chinesen sind sehr geschockt, wenn sie auf Deutschlandreise wie selbstverständlich zu grossen Friedhöfen geschickt werden - Geister und ihre Heimstadt sollte man in Ruhe lassen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;German Gemütlichkeit at „Zum Fass“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem eingängigen Slogan buhlt die laut Eigenwerbung einzige deutsche Kneipe Taipeis erfolgreich seit 1975 um taiwanesische Kundschaft. Ab und zu verirren sich auch Landsleute, die sich längere Zeit hier im Auslandseinsatz aufhalten, und deutsche Touristen wie ich in dieses Schankwirtschaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das dargebotene Deutschlandbild lehnt sich an die bekannten von den USA in die Welt gesetzten Stereotype an: Deutschland gleich Bayern, rustikale Gemütlichkeit bei Schweinshaxe und Bier. Das Personal hat über „Bitte“ und „Danke“ hinausgehende szenetypische Phrasen wie „Wohl bekomms!“ und „Prost!“ im Repertoire.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dem Restaurant selbst gibt es nichts auszusetzen, es wirkt sehr authentisch und könnte so 1:1 auch in einer süddeutschen Stadt wie München stehen. Alles andere als ein künstlich zusammengeklaubtes Disney-Abziehbild des Hofbräuhauses. Die Atmosphäre ist derart authentisch das mir gar nicht das im Hintergrund laufende Radioprogramm von Bayern 3, das neben Staumeldungen aus dem Großraum München die Ergebnisse des letzten Spieltags der Bundesliga aus bayrischer Sicht diskutiert. Erst als mich Chi Hsuen darauf aufmerksam macht fällt mir auf, das ein solches Programm hier in Taipei üblicher weise wohl nicht in einer Kneipe gespielt wird. Und das ich ja gar nicht mehr in Deutschland bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einziger Wermutstropfen: Es gibt kein gutes Bier. Kein Pils, kein Astra, kein Becks. Auf der Suche nach gutem Bier bin ich also noch nicht fündig geworden. Stattdessen steht die gesamte bayrische Bierpalette vom Weißbier bis zum Weizenbier aus dem Hause Erdinger auf der Getränkekarte. Warum kann man nicht mal ein paar Steuergrossen investieren und den Bayern beibringen, wie man ein richtiges Bier braut? Am Ende denkt die ganze Welt noch, das wir Deutschen dieses süße, cola-gleich klebrige Weizenbier-Zeug gerne trinken und, schlimmer noch, das das Bier sei! Das ist doch mal eine sinnvolle Entwicklungshilfe, zu Beginn könnte man Erdinger und Co einfach verstaatlichen und einfach dicht machen. Es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, warum bei dem vielen leckeren Bier, das in Deutschland gebraut wird, solch ein Dreck produziert werden und sich Bier nennen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;„Spaß beiseite“ - Die chinesische Perspektive auf Deutschland&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es draußen regnet oder zu heiß ist, dann verzieht man sich am Besten in einen der vielen vollklimatisierten Einkaufstempel Taipeis. Diese gibt es für alle Arten von Produkten, hauptsächlich techniklastige Geschäfte vom Schlage eines Saturn oder Media-Markts. Mein absoluter Favorit hier ist der eslite Shop: Bücher, Musik; Andenken und Designkrempel auf vier Etagen inkl.einer Fressmeile im Keller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Stöbern stoße ich dort auf ein Buch mit dem Text „Spaß beiseite“ neben vieler für mich nicht verständlicher chinesischer Schriftzeichen auf dem Titel. Es entpuppt sich beim durchblättern als ein sehr aktuelles Faktenbuch das dem geneigten Leser die wichtigsten Aspekte zeitgenössischer deutscher Kultur beibringen und ihn so auf einen möglichen Kulturschock im Falle einer Deutschlandreise möglichst schonend vorbereiten soll. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Untertitel wird (auf Chinesisch) der Anspruch  „Das einzige Buch das sie brauchen um Deutschland zu verstehen“ formuliert. Damit ist die Messlatte sehr hoch gelegt, ich werde neugierig und habe automatisch ein schönes Geschenk für Chi Hsuen - deren Hilfe ich für das Verständnis des Inhalts benötigen werde, denn nur ab und zu stehen für mich verständliche deutsche Namen und Wörter im Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das die Autorin eine intime Kennerin der Materie ist und mit einem mir spontan sympathischen Humor zur Sache geht erschließt sich schon zu Beginn: Auf einer Karte sind alle 17 Bundesländer und ihre Hauptstädte aufgelistet. Inklusive Mallorca. Praktischen Wert dürfte für den Leser auch die  Übersetzung wichtiger Phrasen wie „Öffnen der Ware verpflichtet zum Kauf!“, „Draußen gibt’s nur Kännchen“ oder „Im Stehen pinkeln verboten“ haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ich lerne neues über meine Heimat: Auf der Liste der 50 erfolgreichsten deutschen Filme gemessen an der Zuschauerzahl befindet sich auf Platz vier „Schulmädchenreport – Was Eltern nicht für möglich halten“ - direkt hinter Herbigs Winnetou und StarTrek Persiflagen und „Otto – der Film“. Der zweite Schulmädchenreport schafft es immerhin noch in die Top 20, der analog aufgebaute Ruhrgebiets-Softporno „Lass jucken, Kumpel!“ behauptet sich in der Top 30.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem lerne  ich, wie man „Reeperbahn“ und „FC St.Pauli“ auf Chinesisch übersetzt. Vielleicht lasse ich mit letzterem Ausdruck die Rückseite meines Pauli-Trikot beflocken? Da Fußball hier nicht König ist und ich mir daher als Souvenir kein Trikot einer taiwanesischen Mannschaft mitbringen kann ist das vielleicht ein passender Ersatz.</description><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Sommer in Hamburg</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/07/sommer-in-hamburg_07.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Tue, 7 Jul 2009 00:29:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-8094619948872583552</guid><description>&lt;div style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;"&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3685943907/" title="photo sharing"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2598/3685943907_2039d285bf_m.jpg" alt="" style="border: solid 2px #000000;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 0.9em; margin-top: 0px;"&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3685943907/"&gt;alster&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ursprünglich hochgeladen von &lt;a href="http://www.flickr.com/people/joedoe12/"&gt;jödö&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;Der Sommer darf gerne noch etwas bleiben.&lt;br clear="all" /&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm3.static.flickr.com/2598/3685943907_2039d285bf_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Slowenien Teil 4: Adria-Küste</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/slowenien-teil-4-adria-kuste.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Thu, 28 May 2009 19:29:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-5577764172193536400</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Regentag in Ljubljana&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern hat es den ganzen Tag geregnet, was eine erfrischende Abwechslung und ein guter Grund für überdachte Aktivitäten war. Also habe ich ein paar Museen und eine Kunstausstellung besucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3595/3570288704_c9d0771544.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3595/3570288704_c9d0771544.jpg" border="0" alt="" /&gt;Eine gewisse Lara Croft stellt ihre Werke dieser Tage in Ljubljana aus, ob der Künstlername bewusst die berühmte sportliche attraktive Computerheldin referenziert oder nicht weiss ich allerdings nicht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Public Viewing&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends gabs natürlich Fussball. Barcelona ist hier bei den Einheimischen sehr beliebt. Nebenbei erfahre ich, das der FC Maribor dieses Jahr slowenischer Meister geworden ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschaut wird in dem großen Innenhof einer Sportkneipe, das auch bei uns übliche Public Viewing eben. Es herrscht eine gute Stimmung und die am Anfang deutlich lautstärkeren Manchester-Supporter geben bald Ruhe und können sich nur noch ab und zu zu einem müden "You are dead!" Schlachtruf in Richtung der zahlenmässig überlegenen Barcelona Anhänger durchringen. Eine leere Drohung, denn sterben tut heute keiner, stattdessen gibt es Bier im Überfluss und es wird mir mit Freude von allen Seiten ein frisches in die Hand gedrückt sobald ich eines geleert habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Auf zur Küste&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei besserem Wetter das auch bald meine latent vorhandenen Kopfschmerzen vertreibt geht es heute zu einem letzten Ausflug in Richtung Meer. Ich habe eine kleine Reisegruppe gebucht und ein Fahrer kutschiert mich bereitwillig den ganzen Tag durchs Land an all die Plätze, die ich ihm anweise. Neben dem Fahrer und mir besteht die Reisegruppe noch aus einem älteren Ehepaar aus Kanada, mehr Leute wollen heute  und in der Nebensaison nicht reisen. Ich habe fast das Gefühl, einen persönlichen Fahrer gebucht zu haben. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich alle diese Orte kaum bereisen und mit einem gemiteten Wagen, das ausserdem auch teuerer währe, würde ich sicher bald hinter dem Steuer einpennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Highlights dieses Ausflugs im Folgenden in Form kommentierter Bilder:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3574/3573087051_562a125afb.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3574/3573087051_562a125afb.jpg" border="0" alt="" /&gt;Eingang zur Karsthöhle&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine riesige Karsthöhle für die man eine Stunde braucht um sie zu durchschreiten. Inklusive eines unterirdischen Flusses. Die Anlage steht mit Recht auf der UN Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler. Von ihrer Dimension beeindruckt inspirierte sie Jules Verne zu seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Genauso kommt es mir auch vor, hier unten verliere ich bald komplett die Orientierung. Aber groß verlaufen kann man sich hier zum Glück nicht - auf der einen Seite rein, dem Weg folgen und überraschend an einer anderen Seite wieder raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2452/3573893964_ab104ed88f.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2452/3573893964_ab104ed88f.jpg" border="0" alt="" /&gt;Herde von Lipizaner Pferden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3298/3573087397_7a59835417.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3298/3573087397_7a59835417.jpg" border="0" alt="" /&gt;Lipizaner Pferd mit eingebrannter Seriennummer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pferdefreunde aufgehorcht: Die berühmten weissen Lipizaner-Pferde werden hier nicht verwurstet, sondern liebevoll in einer einzigartigen Umgebung gepflegt. Auch ein ausgeweisener Pferde-Misantroph wie ich bin von ihnen beeindruckt. Jedes Tier bekommt eine Serien-Nummer eingebrannt. So kann man später immer den genauen Stammbaum nachvollziehen. Billig sind diese Viecher bestimmt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3359/3573089377_aed7718374.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3359/3573089377_aed7718374.jpg" border="0" alt="" /&gt;Blick vom Campanile auf die Adria&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3584/3573895538_c984ea41b8.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 333px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3584/3573895538_c984ea41b8.jpg" border="0" alt="" /&gt;Straßenszene aus Piran&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3586/3573089899_9d62a79739.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3586/3573089899_9d62a79739.jpg" border="0" alt="" /&gt;Marktplatz von Piran&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2136/3573897662_e2669c8538.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2136/3573897662_e2669c8538.jpg" border="0" alt="" /&gt;Piran von oben&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Piran ist eine Perle und südlichster Punkt des Landes. Seine venizianische Herkunft versteckt sie nicht und stülpt sie stattdessen selbstbewusst nach außen. Wer hat der kann und es ist auch hier wirklich unbeschreiblich schön. Selbst der untalentierteste könnte hier Postkartenmotive am laufenden Band knipsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, jetzt ist er einmal wieder Sendepause. Über das Nachtleben Ljubljanas zu dem Budapests werde ich mich am Samstag in Richtung Hamburg aufmachen. Schöne Grüße aus einem kleinen schönen Land das der geneigte Leser ruhig einmal in seine nächste Urlaubsplanung integrieren kann.</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3595/3570288704_c9d0771544_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">2</thr:total></item><item><title>Slowenien Teil 3: Back in Ljubljana</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/slowenien-teil-3-back-in-ljubljana.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Wed, 27 May 2009 15:45:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-6622384852954743233</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;26.5. - 29.5.2009: Ljubljana&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Sloweniens gefährliche Tierwelt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bären habe ich noch keine in freier Wildbahn getroffen, obwohl es hier die größte Population an frei lebenden Braunbären in ganz Europa geben soll. Für Wanderer aber weitaus gefährlicher sind Kühe, vor allem die braun gescheckten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Jahr kommen in Slowenien mehr ahnungslose Touristen durch Kühe um als durch Schlangenbisse oder Problembärattacken zusammen. Sie trampeln ihre Opfer einfach tot oder setzen sich so lange auf ihre wehrlosen Opfer bis die Lunge oder andere lebenswichtige Organe platzen. Danach wenden sie sich wieder ihrer Haupttätigkeit, dem wiederkauen von Gras, zu. Und vermitteln dabei die so trügerische Illusion von harmloser Friedfertigkeit &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zoologen der Universität von Ljubljana stehen diesem Phänomen ratlos gegenüber und können über die Motive der Tiere nur mutmaßen. Einstweilen handelt das Ministerium für Tourismus und Fremdenverkehr indem es eine Aufklärungskampagne startet: In allen Hotels liegen einschlägige Informationsbroschüren aus welche Touristen für das gefährliche Thema sensibilisieren. Schilder mit Verhaltensregeln wurden zusätzlich an allen einschlägig gefährdeten Orten aufgestellt. Slogan der Kampagne ist „Hvala lepa – te grin frrt“ (auf Deutsch etwa: „Wenn es bimmelt - dann nix wie weg“): Alle Kühe tragen dazu diese pittoresk anmutenden Kuhglocken um den Hals und jeder Wanderer ist angehalten, schnellstens das Weite zu suchen wenn er diese Glocke hört. Ich beherzige diesen Ratschlag und daher ist mir zum Glück noch nicht viel passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Soca entlang... &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3561/3570288562_49163172a5.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3561/3570288562_49163172a5.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früh morgends verlasse ich Bohinj mit dem Zug in Richtung Nova Gorice. Das ist eine klassische europäische Eisenbahnroute die mit viel Aufwand zu Hochzeiten der östereichisch ungarischen Doppelmonarchie gebaut wurde und den Adria Hafen Triest mit der Hauptstadt Wien verbandt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Filetstück dieser Strecke und beim durchfahren ereignislos wie eine U-Bahn Fahrt zwischen Jungfernstieg und Hauptbahnhof ist ein etwa echs Kilometer langer Tunnel durch die Alpen. Danach wird es jedoch auf einen Schlag spektakulär: Dem Soca Fluss folgend schlängelt sich die Bahn weiter nach Süden und verlässt peu a peu den alpinen Teil Sloweniens. Oft zähmen Staudämme und Wasserkraftwerke den türkis schimmernden Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm3.static.flickr.com/2437/3569475529_704f47eedc.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2437/3569475529_704f47eedc.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Endbahnhof in Nova Gorice (Neu trägt die Stadt deshalb im Namen da die Stadt Gorice nach dem 2. Weltkrieg zugeschlagen wurde – also wurde nebenan eine komplett neue Stadt gebaut und diese nach Berliner Vorbild vom eigentlichen Gorice durch eine Mauer getrennt) kommt mir wie eine Reise in eine andere Welt vor. Vorbei die Sennen Hütten alpiner Prägung, in diesem Teil des Landes geht es wesentlich mediteraner zur Sache. Städte die sich um einen Campanile gruppieren,  Weinfelder und eine Architektur und Landschaft die es locker mit der Toskana aufnehmen kann prägen die Landschaft beim Blick aus dem Busfenster von Gorice nach Ljubljana. Die Toskana kenne ich nur von Postkarten, aber das hier kommt diesen Bildern am nächsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;... direkt in den Knast&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das Celica Hostel, in dem ich für die letzten Tage des Urlaubs absteige, ist in dem bis 1995 genutzten städtischen Gefängnis untergebracht. Entsprechend klein sind die Zellen, welche jeweils zwei Gäste auf Pritschen beherbergen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Räume sind individuell von slowenischen Künstlern gestaltet worden, ansonsten dominiert Ikea typisches modernes Interieur. Beibehalten wurden die schwedischen Gardinen an Tür und Fenster und der Stacheldraht auf den Mauern, welche die Anlage einzäunen. Heute trinkt man im Hof gemütlich ein Bier, lauscht Live-Musik oder frühstückt wo es früher eine Stunde Freigang im Kreis pro Tag gab. Eine bombensichere Unterkunft, stilsicher und sehr liebevoll gestaltet. Heute muss man sich in der Dusche nicht mehr ängstigen wenn man sich, nun ja, nach der Seife bückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3587/3569485063_f08fc18cc2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 333px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3587/3569485063_f08fc18cc2.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3353/3570297676_27d768c2f6.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 333px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3353/3570297676_27d768c2f6.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zellengenosse ist Eric aus den USA. Was wir für unsere Einleiferung hier verbrochen haben ist nicht klar, aber wir kommen gut miteinander aus. Er reist auf seine alten Tage einfach so in der Welt herum und ist dieses Mal hier gestrandet. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er aus dem Erlös des Verkaufs seines Hauses, welches er zum Glück vor zwei Jahren und vor Beginn der Wirtschaftskrise versilberte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenan dominiert in diesem Stadtviertel in Bahnhofsnähe ein alternativer Lebensstil. Die nach dem Abzug der jugoslawischen Armee nicht benötigten Gebäude wurden kurzerhand von jungen Leuten besetzt. Heute tummeln sich in den mit einschlägigem Grafitti bemalten Gebäuden die für solche Anlagen üblichen Künstler, Punker und Drogenabhängige. Ein sehr lebendiges Viertel das ich einem Reisenden auf jeden Fall empfehlen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ljubljana - Stadt der Brücken&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Stadtbild von Ljubljana ist durch unzählige Brücken, welche über den gleichen  Fluss gespannt sind, geprägt. Jede dieser Brücken hat eine eigene Geschichte die ich mir aber nicht alle merken kann. Eine Brücke heißt Kopfsteinpflasterbrücke, obwohl Kopfsteine das einzige Baumaterial sind, welches  in dieser Brücke nicht verbaut wurde. Legendär und einzigartig ist die Dreier-Brücke: Direkt links und rechts flankierend neben eine bestehende Brücke hat man einfach zwei weitere, identisch aussehende, Brücken gebaut. Der Ljubljaner und Tourist hat heute die Qual der Wahl zwischen diesen dreien wenn er trockenen Fußes auf die andere Seite will. Alternativ kann er ab auch einfach eine von den anderen Brücken nehmen, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Brücken dienen heute dazu, Gäste von der Bar auf der einen Flussseite zur einer Bar auf der anderen Flussseite (oder umgekehrt) zu bringen. Damit sind sie die einzigen Orte am Fluss, an denen man sich nicht hinsetzen und ein Getränk bestellen kann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Slowenien: Land der Pferdewurst&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur die weltberühmten Lipizaner-Pferde habe hier in Slowenien ihre Heimat. Pferde sind hier vor allem auch integraler Bestandteil der Speisekarte. Und in vielen Schnellimbissen wird der Hamburger selbstverständlich mit Pferdewurst-Bulette beleget (wenn man sich nicht explizit etwas anderes wünscht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mache ich natürlich nicht und tue gut daran. Pferdefleisch schmeckt hervorragend, warum ist das bei uns in Deutschland nicht auch weiter verbreitet? Ich muss hiermit meine Meinung zu Pferden revidieren: Diese stolzen und edlen Tiere sind doch zu etwas gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3375/3570296122_0410e8d70f.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3375/3570296122_0410e8d70f.jpg" border="0" alt="" /&gt;Die Tischkicker-Industrie liegt derzeit am Boden und bereitet der Regierung größte Kopfzerbrechen. Pragmatische Lösung: Das letzte noch funktionstüchtig verbliebene Gerät der Stadt wird, jeweils stundenweise, zwischen den vielen Bars ausgetausscht. Bisher hat das auch noch keiner gemerkt.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier endet der vorletzte Teil der Reiseberichte aus Slowenien. Morgen werde ich mich noch etwas im Lande umschauen. Ob Lipizaner-Pferdehamburger genau so gut schmecken wie die in welchen ordinäre Pferde verwurstet werden und ob Barcelona die Champions-League gewonnen hat erfährt der geneigte Lese demnächst hier oder ganz wo anders ...</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3561/3570288562_49163172a5_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Slowenien Teil 2:Bled &amp; Bohinj</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/slowenien-teil-2bled-bohinj.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Mon, 25 May 2009 19:14:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2310384176346604836</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;22.5. - 23.5.2009: Bled&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Raus aus der Stadt, ran an den Nationalpark&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bus bringt mich morgends um 7:00 Uhr nach Bled. Allgegenwärtig sind in Slowenien Bars und Cafes, jede Straße hat mindestens fünf davon. Entspannt verkürzt man sich hier die Wartezeit oder schlägt einfach so die Zeit tot, wenn es nichts zu warten gibt. Da ich am Bahnhof von Ljubljana zu so früher Stunde auf Burger von McDonalds keinen Hunger habe und auch keinen Kaffee trinke setzte ich mich in eines der drei Cafes mit Blick auf die Gleise, bestelle mir ein erstes Bier und beobachte die Pendler auf ihrem Weg zur Arbeit in die Stadt. Es funktioniert: Die Zeit vergeht wie im Fluge und ein paar Biere später steige ich gut gelaunt in den Bus nach Bled.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3562924223/" title="IMGP6136 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3364/3562924223_184a3928b9.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP6136" /&gt;Der Triglav (deutsch: etwa "Dreikopf"), mit 2900 m höchster Berg Sloweniens der es sogar auf die nationale Flagge geschafft  hat. Eine Frage der Ehre für jeden Slowenen: mindetsens einmal im Leben den Triglav besteigen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Bled: Burg und Insel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bled, quasi Queenstown Sloweniens, ist das östliche touristisch perfekt erschlossene (manchmal zu perfekte) Einfallstor in den Triglav Nationalpark. Der action-orientierte Reisende kann zwischen Aktivitäten wie Abseiling, Rafting oder Paragliding wählen. Ich ignoriere Dienstleistungen dieser Art und entscheide mich für die Klassiker, die eher kleingedruckt als Fußnote auf der Speisekarte der angebotenen Aktivitäten stehen: Rad fahren, Minigolf und simples Wandern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Idyllisch an einem See umrahmt von den Ausläufern der Julianische Alpen gelegen wirkt der Szenerie mit einer Burg und einer kleinen Insel mit eingebauter Kirche (laut Reiseführer eine von zwei Inseln überhaupt in Slowenien) wie an einem Reißbrett nach Vorgabe von Walt Disney oder eines B/Hollywood-Regisseurs entworfen. Eine Spur zu kitschig um real zu sein (obwohl mit 1000 Jahren auf dem Buckel doch authentisch und nicht künstlich), Neuschwanstein nicht unähnlich. Aber sehr schön, ein echter Hingucker. Eigentlich flitzt man hier den ganzen Tag nur rum und fotografiert die Insel, die Burg oder einfach beides aus wechselnden Perspektiven, dem Sog dieser Sehenswürdigkeiten kann ich mich nicht erfolgreich entziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3556523295/" title="IMGP5942 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2463/3556523295_533ea084f2.jpg" width="333" height="500" alt="IMGP5942" /&gt;See, Insel, Burg und Kirche üben eine unwiederstehliche Anziehungskraft aus...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Bleibe in Bled und Nightlife&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bled gönne ich mir ein Einzelzimmer in einem der vielen Hotels. Weil hier noch Nebensaison ist und das Angebot die Nachfrage stark übersteigt komme ich mit günstigen 35,- € pro Nacht aus. Ein sehr fairer Deal: Inklusive Frühstück, Benutzung gut gepflegter Mountain Bikes so lange man will und Internet-Zugang. Das blickt man lässig über das kitschige kiefer-imitat alpineske Interieur hinweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3556525091/" title="IMGP5961 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3604/3556525091_615c114460.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP5961" /&gt;Gentrifizierung mal anders: Althergebrachte Architektur lässt man verrotten, modern wirkendes wie dieses (Hotel Berc im Hintergrund) achiessen allerorten aus dem Boden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betreiber und Namensgeber des Hotels ist Josis Berc der besser Deutsch als Englisch spricht. Mit breitestem slawischen Akkzent verkündet er beim Einchecken, das ich ruhig später zahlen kann „Ärst das Värgnjügen, spähter die Koole“. Kreditkarten nimmt er ebenso wenig wie auch sämtliche Bankautomaten der Stadt meine EC und Kredit-Karten konsequent ignorieren. Als Ass im Ärmel führe ich noch eine Postbank Sparcard mit mir und löse das finanzielle Problem bis zum Ende des Urlaubs indem ich auf einen Schlag 800,- € abhebe. Das ist deutlich mehr als ich in den nächsten Tage brauchen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Einzeltourist bleibt man weitesgehend alleine und verschwindet anonym in der Masse der Pauschal-, Gruppen- und Familientouristen. Wer Geselligkeit und Anschluss sucht sollte daher besser in einem Hostel absteigen. Davon gibt es in Bled genau eines das auf den schönen und einladenden Namen „George Best Backpacker“ hört. Ich entdecke es aber zu spät und es ist mit ein paar Kilometern vor der Stadt zu abseits gelegen als das ich mal eben spontan auf ein Bier vorbeischauen kann. Bei dem sympathischen Namenspatron Best („Mein ganzes Geld habe ich für Frauen, Alkohol und schnelle Autos ausgegeben – und den Rest habe ich verprasst“) würde ich ein Fußballaffines Publikum oder zumindestens Betreiber erwarten. Leider bleibt die Gelegenheit aus, diese Theorie zu verifizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Internet hörend nehme ich die Ergebnisse des letzten Spieltages, den Abstieg Bielefelds und den Meistertitel Wolfsburgs, zur Kenntnis. Ersteres ist wahrlich kein Grund zu feiern und Lokalrunden zu schmeißen, aber wer nur rekordverdächtige vier Male als Sieger vom Platz geht und am letzten Spieltag zu Hause nicht einmal die Trümmertruppe Hannover schlägt hat es auch nicht besser verdient. Also freue ich mich auf zwei Begegnungen zwischen Bielefeld und Pauli die zuletzt in der Saison 2000/2001, wenn ich mich recht erinnere, in einem Ligaspiel aufeinander trafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Nachtleben ist in diesem Ort spielt sich in einem Casino, welches mein Geld verschmäht und mir den Eintritt verweigert (und ich bin zu Stolz, ein zweites Mal in Hemd, Anzug und Krawatte anzutanzen – obschon ich diese Bekleidung in meinem Gepäck mitführe), und in einer Handvoll von Cafes und den obligatorischen Diskos ab. Noch bis spät in die Nacht flanieren Touristen an der See-Promenade und bewundern das nächtlich beleuchtete Schloss. Die einheimische Jugend hängt einen Steinwurf entfernt in Cliquen in ihren privaten PKWs ab und verbringt die Nachtstunden mit selbst mitgebrachtem Bier und selbst abgespielter Bass-lastiger Musik – also ähnlich wie bei uns.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Musik und Kulturaustausch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt Musik: Im „Art Cafe“, in dem ich den Samstag Abend verbringe, bezieht man den Namen nicht als Anspruch an die Musik und verlässt sich auf Radio-kompatiblen Euro-Trash Beschallung. Mit bohleskem Modern Talking und Bonnie Tyler liegt man selten daneben und kann wenig falsch machen. Außerdem bin ich ja nicht zum tanzen hier. Öfter höre ich diese Tage in den lokalen Radios und Kneipen ein Lied in dem eine Sängerin lasziv ihr Poker Face besingt. Zwischendurch rappt sie hilflos „Pa Pa Pa Pa Pa Poker Face“. Ob sie wirklich ein solches hat oder nur davon singt kann ich nicht aufklären, denn ich kenne die Künstlerin nicht und auch das dazugehörige Video ist mir fremd. Text und Musik sind jeweils ausreichend banal das es für einen Sommerhit 2009 dicke reichen sollte.&lt;br /&gt;Gerade als ich dieses schreibe, spielt das Radio „Where do you go my lovely?“. Ein Klassiker der  auch gerne mal häufiger im deutschen Radio gespielt werden darf. Bei den anwesenden Slowenen kommt dieser Chanson ähnliche Titel gut an. Was vermutlich vor allem an der tragenden Verwendung eines Akkordeons liegen mag, das ist hier nationales Instrument Nummer eins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein bescheidener Beitrag zur Völkerverständigung und zum Kulturaustausch besteht in der Nachfrage nach einem „White Russian“. Auch wenn dieser nicht auf der Karte steht sind die Betreiber doch sehr flexibel und bereiten ihn mir nachdem ich geheime Details zur Mischung („Very simple: 1/3 Wodka, 1/3 Kalhua and 1/3 Milk – thats it“) bereitwillig preisgebe und nach skeptischer Nachfrage („Milk???“ „Yes, Milk!“ „Are you sure?“ „Ist der Papst katholisch“?). Kreativ packen sie eine Zitrone dazu, abgesehen davon schmeckt der weiße Russe aber ausgezeichnet und sie können ihn nun bedenkenlos auf die Getränkekarte aufnehmen. Lediglich ihre Preispolitik sollten sie noch einmal überdenken, denn 3,- € pro halben Liter ist für dieses königliche Getränk doch etwas billig – schließlich ist dieser edle Tropfen ein vollwertiger Cocktail und kein arme Leute Gesöff. Es darf preislich gerne in Regionen eines „Sex on the Beach“ (5,- €) vorstoßen. Zu diesem Vorzugspreis gehört der Abend nach ein paar Litern mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Sehenswertes in Bled&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall der See inklusive Burg und Kirche am See. Der Schweiß, den Burgberg zu erklimmen und einen Berg nahe der Insel mit Blick auf beides ist gut investiert. Auf den Almen in den umliegenden Bergen weile ich, per Mountainbike erklommen, für Stunden allein mit der grandiosen Aussicht, Gott, mir und der Welt halbnackt während mein T-Shirt auf der Wiese trocknet. Alleine die Abfahrt, das kühle Wasser aus den Brunnen so das ich nur knapp der Versuchung, mich im Auffang-Trog zu wälzen, wiederstehen kann. Welch Erfrischung, mir fehlen die Worte! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die nahe Gebirgsklamm 5 KM vor Bled ist einen Abstecher wert. Kubikmeter von Wasser zusammengepresst die sich urgewaltig durch die engen Bergspalten quälen. Dazu das ohrenbetäubende Geräusch ähnlich eines startenden Flugzeugs, der zornige weiße Schaum auf dem kühlen türkisen Nass. Und die schattige Kühle dort unten in der Klammen die brennenden Außentemperaturen von 27° erfolgreich achselzuckend trotzt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Sonstiges nebenbei&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland spreche ich Deutsch, im Ausland aus Prinzip Englisch (denn das jemand außerhalb Deutschlands Deutsch spricht ist für mich keine Selbstverständlichkeit). Das ist hier nicht notwendig, denn häufig ist das touristisch geschulte Personal und auch die Mitarbeiter in den Läden der deutschen Sprache mächtig. Das ergibt Sinn, denn viele Reisende kommen tatsächlich aus deutschsprachigen Ländern (meistens aus Österreich) und so sind auch die Speise- und Getränkekarten oft dreisprachig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher wurde ich zwei Mal als Tscheche und einmal als Russe eingeschätzt (was vermutlich an meinem „Gazprom St. Petersburg“ T-Shirt lag). Und um nicht in einen Topf mit meinen Landsleuten geschmissen zu werden spreche ich weiterhin konsequent Englisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutsche Touristen fallen mir vor allem negativ durch Wörter wie „Frechheit!“ und „Unglaublich!“ auf wenn sie die Preisgestaltung der Getränke-/Speisekarten kommentieren. Bier ist hier gut und billig (etwa 2 € pro halben Liter), an bestimmten Brennpunkten wird aber auch gerne mal 3 € verlangt. Das ist in alpinen Klausen, in denen die Anlieferung mit Eseln und Seilbahnen durchgeführt wird, auch in Ordnung. Kein Grund, zu meckern. Und wenn es sich vermeiden lässt möchte ich mich mit diesen meckernden Jammer-Freaks auch nicht über Gebühr gemein machen. Sich sprachlich abzugrenzen ist dazu eine funktionierende Möglichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine neue Gruppe von Touristen sind neuerdings Chinesen. Chinesische Individualtouristen bin ich bisher noch nicht über den Weg gelaufen. Bevorzugt reisen sie im Schutz des Rudels und bleiben unter ihres gleichen. Der Führerin folgen sie wie Lämmer und bringen ihr Staunen durch Laute wie „Ohhh“ und „Ahhh“ zum Ausdruck. Um das zu verstehen braucht man keinen Chinesisch Kurs. Eine Chinesin fragt ihre Freunde in Budapest neben mir, ob die Aussicht nicht atemberaubend schön ist. Ich pflichte ihrer Einschätzung bei und gehe weiter, denn für weitergehende Konversation in Mandarin sind meine Sprachkenntnisse doch zu begrenzt. Trotzdem komme ich mit dem ein oder anderen Reisenden ins Gespräch. Eine Reisegruppe aus Chengdu ist derzeit auf einem „Europe in 10 Days“ Trip. Diese scheinen alle in Paris zu starten und zu enden. In Deutschland waren sie auch schon. Die meisten Gruppen chinesisch reisender kommen anscheinend aus Taiwan. Schade, das sie meistens des Englischen nicht mächtig sind und es so nur zu sehr rudimentären Gedankenaustausch, meistens das Wetter und die Herkunft betreffend, kommen kann. Aber die Freude, in der Fremde unerwartet mit zwei drei Brocken schlecht gesprochener chinesischer Sprache konfrontiert zu werden ist doch ersichtlich und für mich eine willkommene ungefragte Übung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;25.5. - 26.5.2009: Bohinj &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tiefer rein in den Nationalpark&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Bled war nur der Anfang, heute reise ich tiefer rein in den Nationalpark rund um den Triglav-Berg. Südlich dieses Massivs findet sich ein weiterer See, der Alster.große See nahe Bohinj (auf alten deutschen Karten als Wochheimer See bekannt). Ähnlich Bled, aber ohne Burg und Insel und viel verlassener. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3562914055/" title="IMGP6051 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3657/3562914055_9e5edddb99.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP6051" /&gt;Kurz vor dem Aufstieg zum Triglav, warum dieser Berg erst im 18. Jahrhundert das erste mal bestiegen wurde bleibt mir unverständlich, aber immerhin&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Ort ist touristisch nicht so überlaufen obwohl er ein sehenswerteres Panorama bietet. Abends ist hier der Hund verfroren, außer ein paar Bier beim Sonnenuntergang geht  hier ab Abends ab 10:00 Uhr nichts mehr. Der nächste Ort mit mehr als 80 Einwohnern und Bahnanschluss ist eine halbe  Stunde mit dem Bus (derzeit 4x täglich) entfernt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Kulinarisches&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Standard: Gutes Frühstück im Hotel am Morgen, tagsüber halte ich mich mit Crackern, Obst, Käse und Salami aus den örtlichen Supermärkten über Wasser. Und Abends suche ich ein richtiges Mal in einem Restaurant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kulinarisch eine Katastrophe ist das einzige Restaurant hier am Platz. Ein guter Grund, um den Hungertod zu sterben. Das Fleisch ist von der miesestens Qualität vor Fett triefend dass ich es nicht herunterbekomme. Die Krönung ist der Djuvec Reis: Vermutlich in der Mikrowelle erhitzt und pampig bis zu dorthinaus stinkt er unappetitlich und bestätigt dieses Vorurteil beim kosten (mehr als eine Gabel von diesem Zeuch schaffe ich nicht). Ich muss spontan an eine Fernsehsendung wie „Die Restauranttester“ (oder so ähnlich, irgendwas zwischen RTL2 und Pro 7), in die ich vor kurzem hereingezappt bin, denken: Die hätten hier eine Menge zu tun, wegen der Monopolstellung gibt es aber keinen Anlass, hier aktiv zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3562921113/" title="IMGP6116 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2442/3562921113_564471b2b1.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP6116" /&gt;Gemse heisst auf Slowenisch "Zlatorog", sie kann an allen Orten in der freien Wildbahn oder in Bronze gegossen bewundert werden.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Sehenswertes im Bohinj See&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der See selbst und sein Alpenpanorama. Von hier kann man überall die Gipfel der Julianischen Alpen, also besonders den Triglav, sehen. Wegen der Nationalparkzugehörigkeit darf auf dem See nur ein Schiff mit Elektro-Motor fahren.&lt;br /&gt;Die Quelle der Savic die in einem imposanten Wasserfall in den See herunterpoltert. Und diesen Gletschersee permanent mit frischem Wasser versorgt. Das ist ein Charakteristikum der Kalksteinberge hier: Alles Wasser mündet irgendwann im See, manchmal vorher in einer unterirdischen Höhle gespeichert, dann aber doch. Hier versickert kein Wasser im Grund, sondern es wird über Stein immer dem See zugeliefert. Der hatte so zuletzt 1996 einen Höchstand, in dem das Wasser nur 20 cm unter der Brücke des Ortes abfloss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der See ist mit 45 m unüblich tief. In diese Tiefen stoße ich jedoch nicht herab als ich ein Bad im derzeit 13° C warmen Gewässer nehme. In Unterhose, ist ja eh keiner da, den das stören könnte. Sehr erfrischend, aber auch kühl wie ein Kneipp-Bad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3562920331/" title="IMGP6112 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2442/3562920331_fa12263b0e.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP6112" /&gt;Die Zlatorog (deutsch "Gemse"), ganzer Stolz der slowenischen Binnenschiffahrtsmarine. Ein Land mit handtuchgroßer Küste von etwa 40 KM beschränkt sich halt auf das wesentliche, das Schiff war in den 60ern in Deutschland in Berchtesgarden im Einsatz.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Berg Vogel (wird auf slowenisch „Wogel“ ausgesprochen). Auf dem Plateau liegt auch jetzt immer noch meterweise hartnäckiger Schnee (und das Ende Mai!) der vom Ende der letzten Eiszeit anscheidend nichts mitbekommen hat. Ich stapfe drei Stunden tapfer auf den Hügel um dann festzustellen, das ich hier nicht mehr weiterkomme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgerechnet meine treuen Doc Martens, die mich weltweit schon so weit begleitet haben, geben hier ihren Geist auf. Die rutschige Gummisohle ist gebrochen und lässt Schnee und Wasser in den Schuh und die Socken. Auf den Schneefeldern, auf denen ich ab und zu knöchel- bis kniettief einsinke geben mir den Rest. Ohne besseres Schuhwerk werde ich die letzten 100m zum Gipfelkreuz nicht erklimmen können (ich versuche es trotzdem und gebe nach 30 Minuten frustriert auf). Der heute morgen frisch gekaufte Käse ist schimmelig und ich hisse die weiße Fahne. Ausnahmsweise geht es mit der Seilbahn runter ins Tal und zurück zum See. Die Erstbesteigung durch mich muss sich noch ein wenig gedulden. Aber der Frust verraucht ob der schönen Aussicht und spätestens nach einem Bad in dem See schnell.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/joedoe12/3562921777/" title="IMGP6126 von jödö bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3640/3562921777_a47fa70cc3.jpg" width="500" height="333" alt="IMGP6126" /&gt;In der Nähe des Vogels, ganz auf den Gipfel komme ich leider nicht.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Wettertechnisch gehören hier Gewitter zum guten Ton. Obwohl tagsüber die helle Sonne knallt zieht sich der Himmel regelmäßig ab 16:00 Uhr zu. Es folgen Gewitter die ihres gleichen suchen und nach einer Stunde ist der Spuk regelmäßig beendet...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Alle Bikder meines Urlaubs gibts auf &lt;a href="http://www.flickr.com"&gt;flickr&lt;/a&gt;. Morgen reise ich zurück nach Ljubljana&lt;/span&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3364/3562924223_184a3928b9_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">1</thr:total></item><item><title>Slowenien Teil 1: Auf nach Ljubljana</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/slowenien-teil-1-auf-nach-ljubljana.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Fri, 22 May 2009 20:08:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-2923724019328693556</guid><description>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Prolog: Auf nach Slowenien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meinem hohen Resturlaubsberg  war es nur eine Frage der Zeit, bis man mich bat, Teile davon zu nehmen. Das ist letzte Woche plötzlich passiert und spontan habe ich mich nach einem lohnenden Reiseziel umgeschaut. Bei einem Kurzurlaub kommt nur ein nahes Ziel in Europa in Frage. Auch wenn ich auf meiner Reiseliste despotischer Willkürregime gerne hinter Weißrussland einen Haken machen möchte ist dieses ohne ein Visum im Pass so schnell nicht zu erreichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einen kurzen Blick in den Lonely Planet Osteuropa fällt die Wahl daher auf Slowenien, dem Eintrittstor zum Balkan. Ein bescheidenes, kleines und sehr unauffälliges Land das sich sehr erfolgreich zwischen Österreich, Italien und Kroatien versteckt. Etwa so groß wie eine Sachsen oder eine australische Schaffarm kennt man es vielleicht bestenfalls von der Durchreise. Und da ich Slowenien immer nur durch eine mühsam konstruierte Eselsbrücke von der der Slowakei (weiter oben neben Tschechien) unterscheiden kann muss ich da einfach mal hin und aktiv an diesem Manko arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;21.5.2009: Hamburg – Ljubljana (via Budapest&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Budapest und ungarische Salami&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der ungarischen Malev geht es in einer kleinen Fokker erst einmal nach Budapest. Die Wartezeit von sechs Stunden vor dem Weiterflug verkürze ich mit einer kurzen Stippvisite in der kosovarischen Hauptstadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist brutal heiß, ähnlich wie in Kiew, vermutlich schwitzt man sogar in der Wüste weniger. Statt Heizpilzen im Winter sind die Aussenflächen der Cafes deshalb großflächig durch Schatten spendende Sonnenschirme und grotesk große Ventilatoren mit einem halben Meter Durchmesser ausgestattet. In letztere hat man kleine Wasserpistolen integriert welche Wasser zerstäuben und so effektiv für eine gute Luftfeuchtigkeit sorgen. In diesen Oasen kann man es aushalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweißflecken im Achselbereich bekomme ich beim besteigen des Burgbergs der pittoresk über der Stadt thront. Im Gepäck einheimische Salamiwurstware, Käse und Apfelstrudel die ich mir in der sehenswerten alten Markthalle gekauft habe und beim Blick über Budapest verputze. Vielleicht muss man die Wurst hier vor dem Verzehr waschen, pellen oder anderweitig bearbeiten. Oder es liegt am Reisemagen. Jedenfalls blockiere ich später beim Flughafen die Männertoilette für geschlagene 20 Minuten und lasse zwei Sudokus lösend dem Durchfall freien Lauf. Die leckeren Spezialitäten bleiben somit im Lande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Werder Fans auf dem Heimweg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Budapester Flughafen stolpere ich über ein paar übernächtigt und geknickt wirkende hier gestrandete Werder Bremen Fans. Fan-Schal (total bekloppt bei Außentemperaturen von 30°C + x) und Trikot tragen sie vermutlich seit 48 Stunden oder noch länger. Auch die beste sportliche High-Tech Funktionskleidung kann hier eine Bestimmung der Tragedauer allein durch den Geruch nur schwer unterbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine aufmunternden teilnehmenden Worte verpuffen wirkungslos. Grundtenor: Spiel Scheiße, Istanbul noch mehr viel mehr Scheiße und chaotisch bis zum dorthinaus. Den HSV Fans, welche vor Wochenfrist in Vorfreude auf die UEFA-Cup Finalteilnahme noch „Istanbul ist schöner als Berlin“ sangen, sei gesagt, das dem nicht so ist. Man muss das dem Werder Fan, der nun beide Städte kennt,  einfach glauben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Rüber nach Slowenien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Turboprop Maschine brasilianischer Bauart (EMBRAER) geht es von Budapest Richtung Alpen. Der Flieger ist so klein das ich nicht einmal meinen Handgepäck-Rucksack mit in den Innenraum nehmen darf. Er passt einfach nicht in die Schuhkartongroße Hutablage über den Sitzen. Die Stewardess sieht das aber nicht so eng: ich darf ihn einfach auf einen der freien Plätze legen und muss ihn auch nicht anschnallen. Freie Platzwahl da heute Abend nur etwa 18 Reisende (17 Slowenen und ich) nach Ljubljana wollen. Nur ein drittel der verfügbaren Plätze sind besetzt und je nach Flugrichtung wechsele ich während des Fluges mehrfach auf einen anderen Fensterplatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bord-Service ist familiär intim. Man scheint sich persönlich zu kennen und häufiger zusammen die Strecke zu fliegen. Der Stewardess ist es heiß und sie entledigt sich ihrer Kostümjacke und ihrer Weste (die darunter liegende weiße Bluse lässt sie aber an). Dann greift sie in einen Pappkarton und schmeißt jedem Fluggast ein Tetrapack Orangensaft, andere Alternativen gibt es nicht, auf Zuruf zu, dabei etwas russisch klingendes wie „Opa Opa“ (auf deutsch etwa „Hopp Hopp“) rufend. Wer nichts trinken möchte fängt das Ding einfach nicht auf. Als Snack gibt es eine aufwendig in Plastik verpackte Pfeffernuss. Vielleicht ist die noch vom letzten Weihnachten über, bis zum nächsten christlichen Wiegenfeste ist sie jedenfalls nicht mehr haltbar. Von dem Lebkuchen- und Zimtgeschmack stellt sich bei mir eine adventliche Grundstimmung ein die so gar nicht recht zur Jahreszeit und auch nicht zu den hochsommerlichen Temperaturen passen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kleine Flieger schlingert beim Start mächtig auf dem Rollfeld. Die Propeller geben sich sichtlich Mühe, genug Kraft zum Abheben zu erzeugen. Kurz vor Ende der Laufbahn gelingt es ihnen schließlich und man kann ihnen nun beim Kampf gegen die Schwerkraft zuschauen, mühsam schraubt sich der kleine Flieger im Steigflug Zentimeter um Zentimeter höher in die Luft. Der Anflug auf die durch den Sonnenuntergang rötlichgelb glühenden Alpen würde einen Extrazuschlag auf den Flugpreis rechtfertigen. Bevor wir aber in die Berge am Horizont knallen entschließt sich der Pilot, doch ordnungsgemäß den Landeanflug einzuleiten, er dreht bei und ähnlich holperig wie der Start gelingt die Landung ohne Probleme. Keiner der Passagiere klatscht, aber diese peinliche Unsitte aus der Zeit, als Fliegen für Otto Normalverbraucher eine seltene Außnahme darstellte, sind gottlob vorbei. Nach der Landung warte ich entspannt vor alpiner Kulisse bei einem kühlen Bier auf den Bus in die Stadt und es stellt sich erstmals eine Vorfreude-geschwängerte Urlaubsatmosphäre ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Roxy Zeppelin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hostel meiner Wahl heißt „Zeppelin“, hat aber außer dem Namen rein gar nichts mit dem guten alten Fluggerät gemein. Hier lege ich einen perfekten Urlaubsstart hin: In der Stadt gibt es heute ein  Konzert einer lokalen Rockgruppe for free und dort wird laut der Hostel-Betreiberin Anna auch White Russian ausgeschenkt - und da es nicht nur ihr Lieblingsgetränk ist kann sie auf meinem Stadtplan weitere Bars und Kneipen, wo es diesen gibt, mit kleinen Kreuzen markieren. Nebenbei ist das Hostel sehr sauber und die wenigen abgestiegen Gäste sehr freundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Konzertlocation hört auf den schönen „Roxy“. In Deutschland ist dieser Name vor allem bei Dorfdiscos beliebt, diese spontane Assoziation führt aber hier in Ljubljana aber ins Leere. Die Band ist gut, spielt eigenes Material und covert den ein oder anderen Smash-Hit. Der Sänger trägt einen schönen inspirierenden maßgeschneiderten roten Anzug, der Drummer hat eine Fliegerledermütze auf dem Kopf und schaut so durchgeknallt aus der Wäsche als ob er nach dem Konzert direkt wieder eingeliefert wird. Beide beherrschen ihr Handwerk. In den Spielpausen gibt es AC/DC vom Band. Geraucht werden darf hier übrigens nur draußen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tür macht ein etwa 50jähriger vierschrötiger kompakter Mann der augenscheinlich früher mal in der Roten Armee sein Handwerk gelernt hat bevor er in den Security Bereich gewechselt ist. Er spricht kein Wort und schaut streng, nickt aber höflich beim Abschied. Probleme gibt es an diesem Abend keine. Und auch sonst kann ich mir das schwer vorstellen, die Slowenen legen eine Laos nicht unähnliche Gelassenheit an den Tag die zu einer friedfertigen Atmosphäre führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Spanier&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann gegen elf schaut dann noch eine Polizeistreife vorbei. Zu laut ist es eigentlich nicht. Die beiden Beamten verlassen ihr Fahrzeug, setzen sich die Mütze auf und rücken ihre Kleidung zurecht. Zielsicher greifen sie sich den Türsteher heraus der sie in einen nahen Hauseingang begleitet. Einer der Beamten macht sich Notizen, der Türsteher drückt dem anderen Polizist ein paar Geldscheine in die Hand und das war's.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damien, den Betreiber des Hostels, den ich hier treffe kann dazu auch nichts erhellendes beitragen und wundert sich ebenso wie ich. Aus Barcelona stammend lebt er erst seit zwei Jahren hier in Slowenien und ist mit den lokalen Riten und Gebräuchen auch noch nicht so gut bekannt. Er ist der Stimme seines Herzens gefolgt und betreibt mit seiner Freundin Anna, die hier aus der Stadt kommt, das Hostel Zeppelin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Besuch ist sein Freund Juan aus Wien, auch er ist Spanier (was bei dem Namen ja Nahe liegt). Zwei nette Kerle und ein gelungener Abend bei nicht zuviel Bier. Nächsten Mittwoch werde ich beide eingefleischten Barcelona-Fans zum Champions-League Finale in eine örtliche Kneipe begleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wars fürs Erste. Ich habe jetzt Hunger und werde mir was zu Essen besorgen. Morgen mehr - und auch erste Bilder (die derzeit noch entwickelt werden müssen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPdDdxfXrhmgHdzmqFAUBuz8BJwpKMFHJpKLqZm4kkp9XvDkEIylQ28Vvt2MkqEz5cTu48awQbRj0TWPgoZ5CZ-9Vbaz-w3U9xm5djiUMl0V1PLf5JrqX1qV_Dj9kDSC-qUagVbw/s1600-h/IMGP5755.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 322px; height: 400px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPdDdxfXrhmgHdzmqFAUBuz8BJwpKMFHJpKLqZm4kkp9XvDkEIylQ28Vvt2MkqEz5cTu48awQbRj0TWPgoZ5CZ-9Vbaz-w3U9xm5djiUMl0V1PLf5JrqX1qV_Dj9kDSC-qUagVbw/s400/IMGP5755.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338713699026070690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEibBIxZRXveCjFPmXocfgEQ-IITtKLiC0Mw2DkRAo4KML0T2zTPMFdxt4XuK86H0E3rkOBa7BsLhmSsjEVz5uKJP-Mrmrcf8PycpUxW1jIBxfXqjbbCA3x6ZuKywYTqF5YLVuIp7Q/s1600-h/IMGP5901.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 266px; height: 400px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEibBIxZRXveCjFPmXocfgEQ-IITtKLiC0Mw2DkRAo4KML0T2zTPMFdxt4XuK86H0E3rkOBa7BsLhmSsjEVz5uKJP-Mrmrcf8PycpUxW1jIBxfXqjbbCA3x6ZuKywYTqF5YLVuIp7Q/s400/IMGP5901.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338713691592749314" /&gt;&lt;/a&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiPdDdxfXrhmgHdzmqFAUBuz8BJwpKMFHJpKLqZm4kkp9XvDkEIylQ28Vvt2MkqEz5cTu48awQbRj0TWPgoZ5CZ-9Vbaz-w3U9xm5djiUMl0V1PLf5JrqX1qV_Dj9kDSC-qUagVbw/s72-c/IMGP5755.JPG" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Über Budapest nach Ljubljana</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/uber-budapest-nach-ljubljana.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Thu, 21 May 2009 22:22:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-6852598863763721547</guid><description>Dobre Dan, Freunde!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spontanurlaub zum Urlaubsbergabbau und Auslastungssteuerung. Also hab ich fix meinen Rucksack geschnürt und bin nach Slowenien gefahren. Bisher eine goldrichtige Entscheidung, mehr dazu bald an dieser Stelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe meinen eee-PC dabei. Das ist sehr praktisch: Ich brauche nicht mehr in miefigen Internetcafes Geld und Zeit ausgeben, kann die WLANs der Hostels für umme benutzen und in Reisepausen direkt die Berichte schreiben die ich sonst in eine Kladde mit meiner Sauklaue festhielt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute bin ich über Budapest gereist. Hier erste Impressionen aus der albanischen Hauptstadt mit kurzen Kommentaren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhkJoMMxSzTl3qpgm6iRhAlfveB-CPwr6MKhCNIr5aLjCK_Ei0-EU2zgaelt-ipLeruYx1y5GkxzOAvRtgvxW7orlv4pRu-kSj9gnopwWrG4tUzf6Esd9NPPxuMPyskF-Glt-FqhQ/s1600-h/IMGP5748.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 266px; height: 400px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhkJoMMxSzTl3qpgm6iRhAlfveB-CPwr6MKhCNIr5aLjCK_Ei0-EU2zgaelt-ipLeruYx1y5GkxzOAvRtgvxW7orlv4pRu-kSj9gnopwWrG4tUzf6Esd9NPPxuMPyskF-Glt-FqhQ/s400/IMGP5748.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338377675403146562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf ungarisch heisst "Gemüse" wirklich "Fözelek"! Hab das immer für einen infantilen Walter Moersschen Witz gehalten (siehe "Pimeperanto" in "Schöner leben mit dem kleinen Arschloch", sehr empfehlenswert). Auf dem fotografierten Schild eines Etablissements in Bahnhofsnähe handelt es sich also um die Speisekarte eines Restaurants in welchem auf Wunsch Gemüse als Beilage gereicht wird. Nicht zu verwechseln mit ähnlich lautenden sexuellen Dienstleistungen in anderen Etablissements, die sich üblicherweise auch in Bahnhofsnähe befinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiY9cV4biVG7aBCg6uxDeE5-1Quz8G8R3xVWoNeRBDfVY21-pchHHHkjii95dL4Fupy1or-8Js0QY_epcUg4RTEU6vwRt3grCnX9yZ5pbXhQfA5qRfXFqc0Bzn_B0THEuimKxX1Uw/s1600-h/IMGP5668.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 266px; height: 400px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiY9cV4biVG7aBCg6uxDeE5-1Quz8G8R3xVWoNeRBDfVY21-pchHHHkjii95dL4Fupy1or-8Js0QY_epcUg4RTEU6vwRt3grCnX9yZ5pbXhQfA5qRfXFqc0Bzn_B0THEuimKxX1Uw/s400/IMGP5668.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338377676624621634" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der berühmte Eiffel-Turm in Budapest. Hier kann man das Original bewundern, welches von Istvan Eiffel 1886 als Funkturm konzipiert und in der Nähe des alten habsburgischen K&amp;K Hauptpostamt erichtet wurde. Weltweit gibt es unzählige billige Kopien - z.B. in Paris (errichtet von Istvans Cousin Gustav Eiffel) oder aus kleinen bunten Steinen im Legoland - doch das ungarische Original schlägt diese plumpen Fälschungen um Längen. Mit 458m ist es nicht nur Budapests, sondern gleichzeitig Europas grösstes Gebäude. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiOu5pTNlEhOtcsKEHPRCnCiH3LVI6EcXJatESzdaeR5XqGFzN4iAfxLCmD6zVnTgHgZvZZCNPqQK0kPkSYZnbOKXcwKyu6wfBhSLn3BfyKFWIvijkf7aRQovJvHUFa1KKJqZwfBg/s1600-h/IMGP5667.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiOu5pTNlEhOtcsKEHPRCnCiH3LVI6EcXJatESzdaeR5XqGFzN4iAfxLCmD6zVnTgHgZvZZCNPqQK0kPkSYZnbOKXcwKyu6wfBhSLn3BfyKFWIvijkf7aRQovJvHUFa1KKJqZwfBg/s400/IMGP5667.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338377671465494386" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungarischer Wursthimmel. Salami in allen Farben, Konsistenzen und Geschmäckern der Welt. Ich kaufe fünf und scheisse vor dem Weiterflug nach Ljubljana das Terminal 2a halbstündig zu (siehe auch Reisebericht aus Yekaterinenburg, September 2004). Das Terminal ist inzwischen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet und meine Reiseapotheke ist um eine Tablette "Imodium Akut" ärmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjXPAQCTdT_mOYiroNIRSXW7BUVG7mW4Amg97dV0-QdSl5UtxiiiqxbIBJxacW-BewJeNnTWsAviuhqG-DCeMAMTlHwUXGOPVnacU6lQHnlVPSXxF1iL_pQjprInntNA01DuGnB3Q/s1600-h/IMGP5719.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjXPAQCTdT_mOYiroNIRSXW7BUVG7mW4Amg97dV0-QdSl5UtxiiiqxbIBJxacW-BewJeNnTWsAviuhqG-DCeMAMTlHwUXGOPVnacU6lQHnlVPSXxF1iL_pQjprInntNA01DuGnB3Q/s400/IMGP5719.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5338377669457276786" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Worte - es gibt unzählige schöne Gebäude in Budapest (auf deutsch heisst das übrigens soviel wie "Albaniens stolze Perle", glaub ich).</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhkJoMMxSzTl3qpgm6iRhAlfveB-CPwr6MKhCNIr5aLjCK_Ei0-EU2zgaelt-ipLeruYx1y5GkxzOAvRtgvxW7orlv4pRu-kSj9gnopwWrG4tUzf6Esd9NPPxuMPyskF-Glt-FqhQ/s72-c/IMGP5748.JPG" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Nippel tapen</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/05/nippel-tapen.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Tue, 5 May 2009 23:20:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-903356831130464617</guid><description>&lt;a href='https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg8JYvyb977Z2zdco39UyANxT3Ebh2qDP0RioawW9okRONMQJT1HREcGAvxvU1iG5F7Bfs0ZBJfEdnPL2ZyTm1WukuxCV2nJY4oi1PI5dMuvX3OEI9D9DoisT5fnLYMzBmORsr0YA/s1600-h/IMGP5655.JPG'&gt;&lt;img src='https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg8JYvyb977Z2zdco39UyANxT3Ebh2qDP0RioawW9okRONMQJT1HREcGAvxvU1iG5F7Bfs0ZBJfEdnPL2ZyTm1WukuxCV2nJY4oi1PI5dMuvX3OEI9D9DoisT5fnLYMzBmORsr0YA/s320/IMGP5655.JPG' border='0' alt=''style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;' /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Joggen hatte ich heute so ein merkwürdiges ziehen auf Höhe der Brustwarzen. Hab mir wohl einen Wolf gerieben. An der federleichten und anschmiegsamen Oberflächensturktur des transnistrischen Fussballtrikots ("Sheriff") kann es nicht gelegen haben. Das hat immerhin umgerechnet 4 € gekostet, mehr war vom Zwangsdevisenumtausch auch nicht mehr übrig. Muss ich mir also in Zukunft einfach die Nippel tapen. Oder mir einen Sport-BH zulegen.&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEg8JYvyb977Z2zdco39UyANxT3Ebh2qDP0RioawW9okRONMQJT1HREcGAvxvU1iG5F7Bfs0ZBJfEdnPL2ZyTm1WukuxCV2nJY4oi1PI5dMuvX3OEI9D9DoisT5fnLYMzBmORsr0YA/s72-c/IMGP5655.JPG" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Wenn dir St. Pauli auf den Geist fällt</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/04/wenn-dir-st-pauli-auf-den-geist-fallt.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Sun, 26 Apr 2009 12:35:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-1619776545968320299</guid><description>Schönes Lied, von dem ich erst heute über das Video gestolpert bin. Schön im alten Millerntor Stadion, ohne Südtribüne. Herrlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7ji1vvxhlsA&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/7ji1vvxhlsA&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item><item><title>Ausnüchtern</title><link>http://doelfer.blogspot.com/2009/04/ausnuchtern.html</link><author>noreply@blogger.com (JöDö)</author><pubDate>Sat, 25 Apr 2009 13:20:00 +0200</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-6926173.post-4452802373004617816</guid><description>Ein oder zwei Bier mehr als notwendig gehabt gestern. Aber zum Glück gibt es ja in Hamburg schöne Plätze zum ausnüchtern. Der japanische Garten erspart den weiten Flug in die Ferne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3647/3472454553_7646a8258c.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 500px; height: 333px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3647/3472454553_7646a8258c.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3626/3472454773_e9a693f977.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 333px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3626/3472454773_e9a693f977.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://farm4.static.flickr.com/3614/3473263766_69e718ba5e.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 333px; height: 500px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3614/3473263766_69e718ba5e.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;</description><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" height="72" url="http://farm4.static.flickr.com/3647/3472454553_7646a8258c_t.jpg" width="72"/><thr:total xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0">0</thr:total></item></channel></rss>