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			<title>jugend:sprache</title>
			<description>Hier spricht die Jugend: Jugendliche schreiben über Themen wie Politik, Gesellschaft, Unterhaltung und den Alltag.</description>
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			<title>Reformstau auf der Regierungsbank</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die vier Jahre der Großen Koalition waren geprägt vom einzigen wirklichen gemeinsamen Konsens der beiden Koalitionspartner, dass man halt irgendwie durchhalten muss - bis zur nächsten Wahl. Es gab hier und da ein paar Kompromisse, es wurden de ein oder andere Übergangslösung gefunden, hier ein wenig nachgebessert, da ein bisschen umgestellt, echt große Reformen gab es nicht, konnte es nicht geben. Schließlich sei diese Partnerschaft nur aus Mangel an Alternativen entstanden, man musste sich eben eine Legislaturperiode lang zusammenraufen, Kompromisse schließen eben. Wirklich weiter gehen sollte es mit dem Regieren dann nach der Wahl, wenn es der Wähler hoffentlich wieder schafft, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden und dieser eine regierungsfähige Mehrheit gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und tatsächlich: Er hat es geschafft. Seit September 2009 gibt es wieder eine - wenn auch knappe - bürgerlich-liberale Mehrheit im Bundestag. Es kann also wieder regiert werden, Ziele haben sie schließlich auch mehr als genug!, die Union wie die FDP. Vor allem natürlich letztere, bei der sich die Reformvorschläge aus über 10 Jahren Opposition nur so stapeln. Aber auch CDU und CSU versprachen eine Menge: Die CSU setzte alles daran im Wahlkampf die FDP beim Steuersenken noch zu übertrumpfen, die CDU versuchte derweil nicht allzu konkret zu werden, versprach dafür aber überall ein bisschen was. Nur Angela Merkel versprach nichts, sondern sagte nur, was es alles nicht geben würde: Keine Steuererhöhungen, keine Mehrbelastungen, keine Krise mehr, keinen Streit,…&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;Und damit ist sie nun die einzige, die zumindest teilweise Wort gehalten hat; denn &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; gibt es vieles: In der Tat keine Steuererhöhungen, (noch) keine bzw. kaum Mehrbelastungen, vor allem aber keinerlei Reformen und keine großen Projekte: kein Fortschritt beim Klimawandel, keine Steuerreform, keine Gesundheitsreform, keinen echten Plan für Afghanistan, keine Lehren aus der Wirtschaftskrise und noch nicht einmal den Schimmer einer Idee wie man den Haushalt wieder in den Griff bekommen will. Nur dass man sich irgendwann später einmal darum kümmern will, darüber besteht Konsens, aber jetzt auf keinen Fall!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor allem aber gibt es kein Stückchen Einigkeit in der selbsternannten Wunschkoalition: Nicht &lt;em&gt;wo&lt;/em&gt;, nicht &lt;em&gt;wann&lt;/em&gt; und schon gar nicht &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; man die vielen anstehenden Projekte anpacken soll. Ist der eine dafür, ist der andere dagegen. Die FDP bringt eine Forderung nach dem anderen vor, die CSU hält alles für Blödsinn was von den Liberalen kommt, selbst wenn sie am Vortag noch das selbe gefordert hat, und die CDU möchte vor Mai sowieso nichts machen, noch nicht einmal darüber reden, was man danach eventuell machen könnte. Und so kommt es, dass seit dem letzten und gleichzeitig bisher einzigen größeren Projekt von schwarzgelb - &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/73"&gt;dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz&lt;/a&gt; - keine auch nur ansatzweise nennenswerte Entscheidung mehr zustande gekommen ist – und mit den zentralen Punkten eben diesem Gesetz will mittlerweile auch schon keiner der Verantwortlichen mehr etwas zu tun haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der einzige, der überhaupt noch ab und zu verzweifelt versucht irgendeine Debatte anzustoßen, ist mittlerweile Guido Westerwelle. Doch der schafft es mit &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/80"&gt;seiner populistischen und undifferenzierten Ausdrucksweise&lt;/a&gt; höchstens in Erinnerung zu rufen, wo noch überall ein Problem seiner Lösung harrt. Eine nur halbwegs sachliche und ergebnisorientierte Diskussion wird dadurch jedoch gar nicht erst zugelassen. Und so wird inzwischen auch gar nicht mehr &lt;em&gt;über seine Vorschläge&lt;/em&gt;, sondern nur noch &lt;em&gt;über seine Person&lt;/em&gt; gestritten. Mutti Merkel schaut derweil einfach nur zu und gefällt sich weiter in ihrer in Zeiten der Großen Koalition lieb gewonnenen Rolle der großen Moderatorin, die nur dann beschwichtigend eingreift, wenn zwei Mitglieder ihrer Koalition sich zu sehr in die Haare zu geraten drohen, und ansonsten völlig neutral und meinungslos bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass sie jetzt aber eigentlich gar nicht mehr als Moderatorin einer Zweckgemeinschaft, sondern als Kanzlerin einer Wunschkoalition gebraucht wird, dass sie als Kanzlerin mehr als nur eine repräsentative Aufgabe, nämlich die in ihrer Regierung &lt;a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_65.html"&gt;die Richtlinien der Politik vorzugeben&lt;/a&gt;, das scheint sie nicht bemerkt zu haben, nicht zu bemerken wollen. Denn es würde bedeuten Entscheidungen treffen zu müssen, schwierige, oft auch unpopuläre Entscheidungen: Das Gesundheitssystem muss umgebaut werden, der Klimaschutz vorangetrieben, bei Harz IV nachgebessert werden – und überall muss eingespart werden, wenn die Regierung ihr selbst gestecktes Ziel die Schuldenbremse nicht schon in deren erstem Jahr außer Kraft setzen zu müssen. Doch Einsparen tut immer weh, und der, bei dem gespart werden soll, wird davon nie begeistert sein! Aber das passt halt nicht zum Mutti-Image. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei sind es im Endeffekt genau die Entscheidungen und Reformen, die gerade jetzt vom griechischen Ministerpräsidenten Papandreou angekündigt wurden, für die er vom Ausland – auch und gerade von Angela Merkel – gelobt wird, für die ihm aber vom eigenen Volk großer Widerstand entgegen schlägt. Da bewundert Merkel offenbar etwas, das sie selbst nicht hat - den Mut zu einschneidenden Reformen - und macht dabei genau das, was man jetzt den Griechen vorwirft - nämlich trotz immer schneller wachsender Schuldenlast so weiter leben als wäre nichts gewesen und darauf hoffen, dass sich die Probleme irgendwann von alleine lösen. Und das, wo man doch gerade eben so wunderbar sehen kann, warum man die Dinge anpacken muss, solange man noch Entscheidungsspielraum und –zeit hat, und nicht erst dann, wenn man keine andere Wahl mehr hat. Und vielleicht wäre sogar genau jetzt der bestmögliche Zeitpunkt dazu. Schließlich fordern die meisten Deutschen von den Griechen große Sparanstrengungen - da müsste es doch auch möglich sein uns klar zu machen, dass wir ebenfalls auf das ein oder andere verzichten müssen, wenn wir nicht irgendwann zu noch viel größeren Einschnitten &lt;em&gt;gezwungen&lt;/em&gt; sein wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Regierung tut jedoch nichts der Gleichen: Sie ist weiterhin der Meinung, dass man dem Volk echte Reformen nicht zumuten kann – wenigstens nicht vor der nächsten Wahl – und dass es vollauf genügt schöne Versprechungen von Steuersenkungen und einem ohne große Sparanstrengungen erreichbaren ausgeglichenen Haushalt zu machen, deren Umsetzung man gleichzeitig auf "irgendwann" – mit Sicherheit aber auf nach der Wahl verschiebt. &lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;Ob diese Strategie aufgeht, darf jedoch bezweifelt werden: Der Wähler ist möglicherweise doch schlauer als man denkt. &lt;a href=http://wahltool.zdf.de/Politbarometer/mediathekflash.shtml?2010_03_12&gt;Nur noch 27% der Deutschen würden sich noch eine Wiederauflage von Schwarzgelb wünschen&lt;/a&gt;, über 40% hätten dagegen lieber wieder eine Große Koalition – also ausgerechnet die Regierung des gefühlten Dauerübergangs und fast völligen Stillstandes. Schwarzgelb hat es offenbar geschafft noch weniger für Fortschritt zu stehen als der Stillstand – vielleicht weil sie jetzt nicht einmal mehr darauf verweisen können, dass es doch spätestens nach der nächsten Wahl wieder vorangehen wird, wenn man erst mal die nötige Mehrheit hat; &lt;br/&gt;
weil diese zum Handeln nötige Mehrheiten längst vorhanden wäre...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/4Z3T8KwI9Bk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2010-03-17T09:20:56+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Aufwisch #1: Westerwelle, Rüttgers, Käßmann, Mixa</title>
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			<description>&lt;p&gt;Was soll man dazu sagen? Guido Westerwelle als Debattenführer, als Taktgeber, politischer Meinungsmacher. Die Medien waren dankbar dafür, dass ihnen endlich einer ein neues Thema gegeben hat - Hartz-IV. Gut, manche werden sich jetzt fragen, ob das Thema wirklich so neu ist. Ist es natürlich nicht. Es ist eigentlich abgedroschener als ein Feld nach Erntedank, aber was solls'.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuerst beschwörte er die Angst vor &lt;em&gt;spätrömischer Dekadenz&lt;/em&gt; (&lt;q&gt;Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, der lädt zu spätrömischer Dekadenz ein&lt;/q&gt;, ergänzte, alle Arbeitnehmer wären die Dummen angesichts dieser Entwicklung; und Arbeitslosengeld-II Empfänger könnten ja mal Schneeschippen gehen.&lt;br/&gt;
Merkels Distanzierung war alles Andere als eine solche (&lt;q&gt;Das ist nicht mein Duktus&lt;/q&gt;) und die Springer-Presse griff die &lt;q&gt;Debatte&lt;/q&gt; dankend auf, um zu titeln: &lt;q&gt;Bin ich dumm, wenn ich noch arbeite?&lt;/q&gt; (&lt;a href="http://www.bildblog.de/16388/rhetorische-fragen/"&gt;Mehr dazu im BildBLog&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für mich sind bei der Debatte noch einige Fragen offen geblieben, vor allem, was man dann im Sommer mit den ALG-II-Beziehern macht, wenn kein Schnee liegt - oder warum Westerwelle, wenn er doch findet dass &lt;q&gt;Arbeit sich wieder lohnen muss&lt;/q&gt;, so vehement gegen den Mindestlohn ist, der garantieren würde, dass Arbeitende mehr bekommen als mit ALG-II.&lt;br/&gt;
Aber auch sonst war die sogenannte &lt;q&gt;Debatte&lt;/q&gt; absoluter Kindergarten. Außer Stammtischparolen und Halbwissen kamen keine Fakten auf den Tisch, die man nicht schon vor Jahren gehört hätte. Westerwelles Nebelgranate hat trotzdem funktioniert: Keiner redet mehr von Mövenpick, Atommüll oder schlechten Umfragewerten - und am 7. Mai ist ja schließlich auch Wahl in NRW.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis dahin muss ein anderer sein Image auch noch ein wenig aufpolieren - Jürgen &lt;q&gt;rent a&lt;/q&gt; Rüttgers. Weil er sich Interviews gut sponsern ließ, wurde jetzt der Generalsekretär der NRW-CDU Hendrik Wüst gegangen. Der soll übrigens auch für das &lt;a href="http://www.wdr.de/themen/politik/parteien/cdu/sponsorentermine/100223.jhtml"&gt;Sonderangebot an Firmen für Exklusivgespräche gegen Bezahlung&lt;/a&gt; schuld sein. Ob man das glaubt, bleibt jedem selber überlassen. Ich glaub da nicht dran. Das ändert natürlich sowieso nichts daran, dass Rüttgers Ruf jetzt noch kaputter ist als vorher. Ich habe ja im letzten Blog-Eintrag schon über seine Rolle als &lt;q&gt;Arbeiterführer, Opel-Retter und Rumänen-Schelter&lt;/q&gt; gesprochen. Redlich bemüht der arme Herr Rüttgers jetzt, die Angst vor Rot-Rot in NRW zu schüren. Ach, das alte Kommunisten-Argument. Das zieht doch auch nicht mehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Irrfahrt ganz wörtlicher Art hat Margot Kämßmann, ex-Chefin der Evangelischen Kirche in Deutschland hinter sich. 1,54 Promille Blut im Alkohol - oder vielleicht doch nur Alkohol im Blut, naja egal. Der Teufel hat den Alkohol erfunden, und die Schlange hat sie verführt, beschwipst Auto zu fahren. So muss es gewesen sein. Jedenfalls hat sie jetzt abgedankt. Weißen Rauch wie im Vatikan gab es zwar nicht, aber ein Nachfolger ist ja schnell gefunden. Wasser predigen und Wein trinken; die Kirche kann mir gestohlen bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die andere Kirche macht ja neuerdings auch so von sich reden. Die Zahl der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg, einer katholischen Einrichtung, häuft sich. Mindestens 115 Opfer (Quelle: Focus) haben sich inzwischen gemeldet, der Missbrauch soll von den 60er bis zu den 80er Jahren stattgefunden haben. Viele Taten sind dummerweise verjährt. Bischof Walter Mixa hat wie immer eine erhellende, eigene Ansicht zum Thema: &lt;q&gt;Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.&lt;/q&gt;. Ja, was soll man dazu noch sagen? Ja so sagte doch schon dereinst unser Herr Jesus Christus: &lt;q&gt;Lasset die Kinder zu mir kommen&lt;/q&gt;. Die katholischen Pater am Kolleg haben das dann halt ein wenig freier ausgelegt. Im Schutze der Verkündigung der Nächstenliebe und Humanität, Würde und Moral mal eben an den eigenen Schützlingen vergangen. Man muss sich ja nicht so ernst nehmen - und Bischof Mixa, den muss am besten gar nicht mehr ernst nehmen.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/LDCl_7xqL3o" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2010-02-28T16:28:06+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Rüttgers, Pinkwart: Gemeinsam für den Sieg des Proletariats</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;div style="font-size:1.1em; font-weight:bold; padding:5px; background-color:#D6DDE0; border-bottom:1px solid #6C848E;"&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;... S A T I R E ...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Arbeiterbündnis Nordrhein-Westfalens, die Koalition aus CDU und FDP, bangt um den Wahlerfolg. Das Bundesland mit der größten Einwohnerzahl Deutschlands darf unter keinen Umständen fallen. Doch wenn am 9. Mai gewählt wird, droht die Mehrheit für Schwarz-Gelb nach neuesten Rundfunkumfragen auf 45 Prozent wegzubrechen. Genossen, lasst es nicht so weit kommen! Der Sieg naht, denn die reaktionären Kräfte aus den grünen und roten Fraktionen, die zusammen 50 Prozent erzielen könnten, haben die Rechnung ohne die glorreichen Arbeiterführer Rüttgers (Ministerpräsident NRW) und Pinkwart (FDP-Vizechef) gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Grund für die Schieflage des Arbeiterbündnisses: Unseriöse Splittergruppen der Parteien haben in Berlin, unter dem Deckmantel der &lt;q&gt;Wachstumsbeschleunigung&lt;/q&gt;, Finanzspritzen für Hoteliers durchgesetzt. Rüttgers und Pinkwart zeigen sich empört. Wie konnte es geschehen, dass die Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde? Und was haben &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672756,00.html"&gt;diffuse Parteispenden&lt;/a&gt; von 1,1 Millionen Euro durch die Mövenpick-Gruppe, mitsamt ihrer Hotels, an die FDP damit zu tun? Nichts als Sabotage!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Kader drängen auf Investigation. Saboteure unter den Eidgenossen. &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/fdp-hoteliers-kommentar"&gt;Pinkwart kämpferisch&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Gute Politik korrigiert sich, wenn ein Gesetz den Praxistest nicht besteht
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ein genialer Schachzug. Die Kampfansage vereint Rühmung und Tatendrang. Doch erneute Sabotage ist im Verzug: Reaktionäre Kräfte aus dem FDP-kontrollierten Gesundheitsministerium fordern einen Zusatzbeitrag der Kassenpatienten; denn der Plan weist ein Finanzloch auf. Scharlatane! Sie fallen dem Parteigenossen in den Rücken! Das Proletariat ächzt schon jetzt unter der Gängelung durch &lt;q&gt;das Kapital&lt;/q&gt;. Unsere Arbeiterführer greifen durch; fordern eine Aussetzung der Mehrwertsteuersenkung und des Zusatzbeitrages für Kassenpatienten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Böse Zungen aus der kapitalistischen Presse giften, es ginge nur um den Wahlerfolg, vermuten die &lt;q&gt;Bourgeoisie&lt;/q&gt; hinter den selbsternannten Arbeiterführern. Schon früher machte sich Arbeiterführer Rüttgers höchstselbst dubioser Machenschaften auffällig. Im Fokus der erzkonservativen Wikipedia: &lt;a href="http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,hjvqc1lce9qpcpzi~cm.asp"&gt;Gesetzesänderungen für einen Kraftwerksbau der e.on&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
In die Negativ-Schlagzeilen kam Rüttgers auch, indem sein Kabinett bestehende Gesetze anpasste &amp;#8211; ganz im Interesse des Energiekonzerns E.ON. Dieser steckt beim Bau von Europas größtem Kohlekraftwerk in Datteln in gerichtlichen Auseinandersetzungen: das Oberverwaltungsgericht Münster erklärte den Bebauungsplan [...] für ungültig. Zusammen mit E.ON-Vorstand Bernotat hatte Rüttgers wenige Jahre zuvor den Grundstein gelegt. So wurde das Landesentwicklungsgesetz überarbeitet: Abschnitte wie der &amp;#8222;Klimaschutzparagraf&amp;#8220; oder &amp;#8222;Regionale Energiekonzepte&amp;#8220; wurden ersatzlos gestrichen [...]
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Rüttgers straft sie alle Lügen! Bereits &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,432854,00.html"&gt;2006&lt;/a&gt; bekräftigt er, Steuersenkungen führten nicht zu mehr Arbeitsplätzen. &lt;br/&gt; 
Er macht sich weiter stark; entdeckt 2009 den Feind der deutschen Arbeiterklasse. Nachdem Nokia seine Handyproduktion von Bochum nach Rumänien verlagerte, erkennt er messerscharf: &lt;q&gt;Im Unterschied zu den Arbeitnehmern hier im Ruhrgebiet kommen die in Rumänien eben nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen und wissen nicht, was sie tun.&lt;/q&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;»Eine Entgleisung«. Opposition empört über Rumänien-Schelte von Rüttgers", SZ 5. September 2009, S. 5&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
Die faulen Rumänen sind am Niedergang der Arbeiterklasse in NRW schuld - ein brillantes Manöver, Sternstunde der neuen Arbeiterbewegung! Bereits im letzten Wahlkampf polarisiert er im Stile der großen Vordenker Marx, Engels, Liebknecht: &lt;q&gt;Kinder statt Inder!&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch warum will die Arbeiterschaft ihm die Unterstützung in diesem Wahlkampf versagen? Hatte er sich doch &lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/880034/Ruettgers-Opel-Werke-muessen-bleiben"&gt;für Opel stark gemacht&lt;/a&gt;, wollte den &lt;q&gt;volkseigenen Betrieb&lt;/q&gt;! &lt;br/&gt; 
Auch hier aller Orten Saboteure. Genosse Karl-Theodor zu Guttenberg, jung, dynamisch und aufstrebend, hält eine Opel-Rettung für &lt;a href="http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/opel-guttenberg-haelt-an-kritik-fest_aid_404052.html"&gt;riskant und unnötig&lt;/a&gt;. Wie kann er Rüttgers nur so in die Parade fahren? Dazu kommen Angriffe aus dem kapitalistischen Dunstkreis. Sigmar Gabriel, SPD, wettert in der F.A.Z.: &lt;q&gt;Rüttgers will den Staat zur dauerhaften Lohnsubvention von Armutslöhnen missbrauchen. Rüttgers ist ein Scheinarbeiterführer&lt;/q&gt;. &lt;br/&gt;&lt;p&gt;Gemeint sind Rüttgers Versuche, die Hartz-Reformen sozialer zu gestalten. Er will Zubrote für die ausgebeuteten Arbeiter durchsetzen - ohne Erfolg. Er bedenke nicht, dass Zuverdienste keine Lösung für den Mangel an Vollzeitstellen seien. Was für eine törichte Unterstellung!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf zum letzten Gefecht, Genossen. Das sozialistische Bündnis droht zu scheitern. Lasst es nicht so weit kommen! Deswegen am 9. Mai 2010 CDU wählen! Wer einen starken Arbeiterführer will, wählt Rüttgers! Nieder mit den Vertretern des Finanzkapitals! &lt;br/&gt; 
Wer mehr über den Kampf des Ministerpräsidenten für die Arbeiterschaft erfahren will, der lese auf &lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5983407/Arbeiterfuehrer-ohne-Arbeiter.html"&gt;Welt Online&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mit sozialistischem Gruß&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/nK8K8SIFkos" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:date>2010-02-02T14:41:25+01:00</dc:date>
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			<title>Reggae auf bayerisch</title>
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			<description>&lt;p&gt;Einer der wohl bekanntesten Musiker und Kabarettisten aus Bayern kam also ins schöne Schwabenland. Direkt aus seiner Heimatstadt, die vor gut 4 Jahren durch den tragischen Einsturz einer Eislaufhalle in ganz Deutschland bekannt wurde. Der Unfall im Kurort forderte 15 Menschenleben und noch heute ist die Schuldfrage nicht vollständig geklärt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dem guten Ruf des bayerischen Bob Marley, wie Söllner auch genannt wird, war also eine komplett ausverkaufte Dillinger Stadthalle zu verdanken. Dem Anschein nach lag die Auslastung sogar über 100 Prozent, denn einige Gäste mussten sich auf den Treppen niederlassen oder die Show im Stehen genießen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses kleine Problem schadete dem Auftritt des Oberbayers aber keineswegs. Mit Kopftuch, Gitarre und der aktuellen Ausgabe des Boulevardblattes &amp;#8222;Bild am Sonntag&amp;#8220; bewaffnet, kam er auf die Bühne und schon nach wenigen Minuten war wohl allen Besuchern klar, dass dies ein sehr schöner Abend werden sollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der selbsternannte &amp;#8222;Polizeiwitze-Erfinder&amp;#8220; machte seinem Namen alle Ehre und gab einige Tipps mit dem Umgang gegenüber unserer Freunde und Helfer zum Besten. So könnte es zum nächsten Weihnachtsfest gut passieren, dass einige verhasste Schwiegereltern eine Hausdurchsuchung geschenkt bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganze 41 Minuten dauerte es, bis der Mann des Abends das erste Lied, übrigens mit Unterstützung seiner Band &amp;#8222;Bayaman&amp;#8217;Sissdem&amp;#8220;, anstimmte. Diese Zeit überbrückte Söllner gewohnt Gesellschaftskritisch und vor allem unsere Deutschen Politiker wurden des Öfteren als Zielscheibe verwendet. So machte er beispielsweise Bundeskanzlerin Angelika Merkel prompt zum Mann in rosa Schweinchenhaut oder Band Reichenhalls Bürgermeister Dr. Herbert Lackner zum unbekannten Wichtigtuer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Titeln wie &amp;#8222;Lass fliag&amp;#8217;n deine Dreads&amp;#8220; und &amp;#8222;A Jeda&amp;#8220;, die sich wie gewohnt an der Musikrichtung Reggae orientierten, wurde das Publikum zusehends begeistert. Als Hans Söllner dann seinen Hit &amp;#8222;Mei Vodda hod an Mariuhanabaam&amp;#8220; präsentierte, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Niemanden in der Halle hielt es mehr auf seinem Platz und das Publikum zeigte sich sehr textsicher. Wohl darum beugte sich der bayerische Rastafari den lauten Rufen nach einer Zugabe und verlängerte die Show noch um insgesamt 30 Minuten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach letztendlich fast drei Stunden beendete Söllner seinen Auftritt und bedankte sich noch einmal herzlich bei den, seiner Meinung nach, großartigen Zuschauern, die diesen tollen Auftritt erst möglich machten. Diese verließen nun nach und nach, sichtlich gut gelaunt, die Halle und freuten sich schon auf den nächsten Musik-Kabarett-Abend mit &amp;#8222;ihrem&amp;#8220; Hans.&lt;/o&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Y0IGq_lt99U" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2010-01-30T13:59:00+01:00</dc:date>
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			<title>Schwarz-Gelb? Da krieg ich die Krise</title>
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			<description>&lt;blockquote&gt;
Das vergangene Jahr stand im Zeichen der weltweit größten Finanzkrise unserer Zeit, 2010 wird sich entscheiden, wie wir aus dieser Krise herauskommen.Ich sage es sehr offen: Wir können nicht erwarten, dass der Wirtschaftseinbruch schnell wieder vorbei ist. Manches wird gerade erst im neuen Jahr erst schwieriger, bevor es wieder besser werden kann. Aber wir können mit guten Gründen hoffen, dass Deutschland diese Krise meistern wird; dass unser Land stärker aus ihr hervorgehen wird, als es in sie hinein gegangen ist; dass sich eine solche Krise nie mehr wiederholt.
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aus Merkels Neujahrsansprache, Ausschnitt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Krisenbegriff&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Angela Merkel wird nicht müde, &lt;q&gt;die Krise&lt;/q&gt; zu beschwören. Für sie gab es keine Subprime-Krise, es gibt auch keine Wirtschaftskrise - da ist einfach &lt;strong&gt;die&lt;/strong&gt; Krise. In ihrer Neujahrsansprache kann man es ebenso wiederfinden, &lt;a href="http://www.bundeskanzlerin.de/nn_683636/Content/DE/Interview/2009/11/2009-11-14-interview-bk-faz.html"&gt;wie&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,660431,00.html"&gt;in&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Schwarz-Gelb-CDU-FDP-CSU-Regierungserklaerung;art122,2946824"&gt;jedem&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Podcast/2009/2009-11-28-Video-Podcast/2009-11-28-video-podcast.html"&gt;Interview&lt;/a&gt;, jeder &lt;a href="http://www.welt.de/politik/article2783926/Deutschland-laut-Merkel-fuer-die-Krise-geruestet.html"&gt;Regierungserklärung&lt;/a&gt;, Pressekonferenz (,...) 2008 und 2009 - und garantiert auch in jedem Interview 2010. Sogar einen &lt;q&gt;&lt;a href="http://www.derwesten.de/nrz/politik/Kanzlerin-laedt-zum-Krisengipfel-id2122943.html"&gt;Krisengipfel&lt;/a&gt;&lt;/q&gt; hat sie schon gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Merkel hat sich durch diese Gebetsmühle &lt;q&gt;der Krise&lt;/q&gt; als große Mutter der Nation inszeniert. Die Lenkerin, die Bescheid weiß. Im Prinzip immer das selbe Geplapper: Ja, wir haben eine Krise. Es wird nicht leicht, sie zu überwinden. Wir arbeiten daran, die Krise zu meistern. Wir müssen jetzt mehr beisammenstehen, als je zuvor. Zumindest für die ein oder andere Schlagzeile reicht es ja noch, stets mit der Krise zu drohen wie mit dem erhobenen Zeigefinger. Ihr Herumreiten auf dem Begriff ändert nichts daran, dass bisher außer Steuersenkungen keine Lösung angeboten wurde. Doch Ökonomen &lt;a href="http://www.pnn.de/wirtschaft/230954/"&gt;bezweifeln den Nutzen von Steuersenkungen&lt;/a&gt;. Als harter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standortfaktor" rel="nofollow"&gt;Standortfaktor&lt;/a&gt; geraten Steuern aber zunehmend ins Hintertreffen. Synergien sind heute wichtiger, denn in einem der vielen Länder der Erde sind die Steuern immer niedriger.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Klientelpolitik&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine Idee, was &lt;q&gt;die Krise&lt;/q&gt; jetzt genau ist, hat sie sowieso nicht. Sie hat auch keine Lösungen. Sie hat Klientelpolitik. Ihr Klientel hat sie gewählt, denn von Wahlkampf konnte ja keine Rede sein. Und wer mit dem drittschlechtesten Wahlergebnis der CDU in der Geschichte des Deutschen Bundestags trotzdem wiedergewählt wird, der muss seinen Wählern voll einschenken.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wachstumsbeschleunigung durch Finanzspritzen für Reiche?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Was ich damit meine, ist zum Beispiel das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Zuerst haben wir da Steuergeschenke für Hoteliers - die entrichten für Übernachtungen jetzt sieben Prozent, anstelle von neunzehn Prozent. Das hat keinen ökonomischen Nutzen, denn abgesehen von Messetourismus und Städtetourismus ist Deutschland keine etablierte touristische Destination. Die Wirtschaft weist auch keinen überdurchschnittlich hohen Anteil des Tourismussektors auf - Deutschland ist eher touristisches Quellgebiet. Im Grunde werden die Steuervorteile für reiche Hoteliers verpuffen in einer bürokratisierteren Buchführung. Die Preisvorteile werden sowieso nicht an die Kunden weitergegeben.&lt;br/&gt;
Dazu kommen erhöhte Kinderfreibeträge. Das &lt;a href="http://www.informelles.de/2009/11/10/den-seinen-gibt-es-die-tigerente-im-schlaf/"&gt;Alles ist auf informelles.de gut dargestellt&lt;/a&gt;. Von den erhöhten Kinderfreibeträgen profitieren nur die, die auch mehr verdienen - die typischen Wähler von Schwarz-Gelb. Die 20&amp;#8364; mehr Kindergeld versickern bei Allen, die ALG-II beziehen, wieder, denn sie werden mit dem ALG verrechnet, so wie jedes erwirtschaftete Einkommen sonst auch.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Posten-Poker&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Grunde hat Schwarz-Gelb, seitdem sie die Regierungsverantwortung übernommen haben, damit zugebracht, Posten zu verschachern und die eigenen Wähler zu beschenken. Der Verteidigungsminister wurde Arbeitsminister, überstand dann dummerweise nicht mal die ersten 100 Tage (&lt;q&gt;Kundus-Affäre&lt;/q&gt;). Die Familienministerin wurde dann Arbeitsministerin - beide Ressorts sind ja quasi dasselbe, oder? Der Wirtschaftsminister wurde Verteidigungsminister, damit er der Kanzlerin durch seinen erlangten güldenen Schleier nicht die Show stiehlt. Dafür wandert der Innenminister in die Wirtschaftsabteilung, wo er nicht mehr Imageschädigend über seine neuen Überwachungsphantasien lamentieren kann. Merkel begründet die Entscheidung: &lt;q&gt;Weil diese Person mein Vertrauen hat.&lt;/q&gt; &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs"&gt;An diese verflixten 100.000 D-Mark&lt;/a&gt; kann Schäuble sich trotzdem bis heute nicht erinnern, aber wo Geld einfach so verschwindet, ist für einen Finanzminister ja auch nicht die entscheidende Frage. Gesundheit macht jetzt ein ex-Wirtschaftsminister aus der Länderebene, Rösler. Außen ist jetzt Guido Westerwelle; der will ungern Englisch sprechen und sagt seine Teilnahme an der Afganistan-Konferenz fix ab (nicht wenige munkeln, er wolle nru der neue Genscher werden). Vielleicht überlegt er es sich nochmal, wenn die Anderen ihn mitspielen lassen. &lt;br/&gt;Merkel kommt das recht, immerhin reist er jetzt - wenn auch ohne Guidomobil - ständig durch die Weltgeschichte, und kann deshalb nicht in ihrem Stillstand rumpfuschen. &lt;br/&gt; Für die freien Posten wurden größtenteils Leute aus der Ära Kohl wiederbelebt oder zumindest geschniegelt und gestriegelt. Diese Leute verstehen nichts von Zukunftspolitik, denn sie haben schon vor 12 Jahren keine Zukunftspolitik gemacht. &lt;q&gt;Kohls Mädchen&lt;/q&gt; heißt Merkel sogar im Volksmund - kein Wunder, dass sie da sein Kabinett reanimiert und seinen Stillstand bis ins neue Jahrzehnt verlängern wird.&lt;/p&gt;    

&lt;h2&gt;Atomkraft - das strahlende Nachspiel&lt;/h2&gt;  

&lt;p&gt;Die Asse hat Merkel &lt;a href="http://www.dielinke-maerkischer-kreis.de/fileadmin/kvmaerkischerkreis/Dokumente/Merkel_Asse.pdf"&gt;als Umweltministerin absaufen lassen&lt;/a&gt;. Als ehemalige Umweltministerin möchte sie komischerweise trotzdem die Atomkraft als Brückentechnologie verkaufen. Das dabei eine riesige Fehlallokation vorliegt, alleine schon, weil für die Entsorgung des Atommülls, anstelle der Energieversorger, die Allgemeinheit aufkommt (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trittbrettfahrerverhalten" rel="nofollow"&gt;Trittbrettfahrerverhalten&lt;/a&gt;), ist klar. Dazu kommen &lt;a href="http://www.oekosmos.de/artikel/details/brasilien-uranabbau-verseucht-bevoelkerung/"&gt;Misstände beim Uranabbau in Brasilien&lt;/a&gt; bezüglich der Volksgesundheit, sowie eine Aushebelung der erneuerbaren Energien. Mit günstiger Atomkraft wird jeder Energieversorger auf den Energiewandel einen feuchten Kehricht geben. Die Preisvorteile bei der Atomkraft gibt man natürlich nicht an die Kunden weiter, aber durchsetzen muss Schwarz-Gelb die Laufzeitenverlängerung trotzdem, hatte man doch großzügige &lt;a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=787445"&gt;Wahlkampfspenden aus der Industrie&lt;/a&gt; erhalten. Die Fehlallokation wird abgerundet durch die faktisch nicht gegebene &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit" rel="nofollow"&gt;Nachhaltigkeit&lt;/a&gt; der Atomkraft. Die sozialen und ökologischen Probleme stehen in keine Verhältnis zur ökonomischen Dimension (fette Gewinne für die Atomlobby) (Kosten-Nutzen).&lt;/p&gt; 

&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die ganze Komplexität der Verirrungen von Schwarz-Gelb kann hier gar nicht mehr erfasst werden. Nehmen wir einfach die Begriffe Nachhaltigkeit, Kosten-Nutzen und Kompetenz aus dem vorangegangenen heraus, dann können Sie ja selbst einschätzen, wie viel davon die Regierung gerecht wird. Stillstand sehe ich aller Orten, und das ist ein Patentrezept Helmut Kohls: Denn wer sich bewegt, hat schon verloren...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Q3azb4Ir-BE" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2010-01-24T14:05:59+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Qualitätsjournalismus einkaufen</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die neue Ausgabe eines populären deutschen Nachrichtenmagazins erscheint immer Montag - und das Titelthema klang spannend. Vor der Schule war aber keine Zeit mehr gewesen, die neue Ausgabe zu kaufen. Und da ich durchaus über ein Girokonto verfüge dachte ich mir: &lt;q&gt;Holste dir's ePaper.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spätestens seit dem Amazon Kindle sind elektronische Schriftstücke ja im Trend. Und technisch gesehen kann es ja nicht so schwer sein, dem geneigten Leser die neue Ausgabe auch online anzubieten. Zuerst mal registrieren, kein Problem. eMail mit Passwort für Login kommt eine halbe Stunde später - aber okay. Dann der erste Witz: Das ePaper kostet genau 10 Cent weniger als die Printausgabe. Jetzt nicht der Rabatt, den ich mir erhofft hatte. Immerhin entfallen Kosten für Druck und Distribution (abzüglich umgelegte Betriebskosten der Server versteht sich) - außerdem gibt es keinen Mittelsmann wie zB den Kiosk, der mitverdient.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da das ePaper in der kurzen Freistunde während der Schulzeit aber einfacher zu bekommen ist, mache ich trotzdem weiter. Ich hatte jetzt eigentlich ernsthaft erwartet, dass wenn ich beim besagten Magazin schon einen Account eröffne, ich meine Bankverbindung eintrage und wie bei Amazon direkt &lt;q&gt;einkaufen&lt;/q&gt; kann. Spräche nichts dagegen. Stattdessen muss ich mich bei einem externen Dienstleister anmelden, der quasi treuhänderisch eine Art Konto führt und über diesen soll ich dann bezahlen. Schön, dachte ich mir, PayPal hast du ja. Stand nur nicht zur Auswahl.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bilanz: Ich soll mich zwei Mal registrieren, mich tausendmal durchklicken - und das für 10 Cent Rabatt und ohne die Garantie, dass der Bezahldienstleister nicht erst meine Bonität prüft oder die personenbezogenen Daten abgleicht. Da hab ich mir dann gedacht: Ihr könnt mich mal kreuzweise, hab mich zum Laden geschleppt und die Ausgabe gekauft. Ich frag mich nur, wie man mit diesem Vertriebsmodell ernsthaft bestehen will, im 21. Jahrhundert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man hätte die Vorteile des Direktvertriebs nutzen können: Ein wenig Rabatt zum Locken der Kunden, einfache Abwicklung. Zum Beispiel über einen Mehrwertdienst mit dem Handy (SMS, Rufnummer) die dann einen Key ausgibt, den man nur einzugeben braucht und der dann den Download freischaltet. Oder eben mich einfach meine Kontodaten eintragen lassen und los geht's. Na aber so nicht meine Freunde...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/dS9_RXwxo7A" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2010-01-24T14:05:29+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Nackte Haut gegen El-Qaida</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/ACGmIL5_cek/</link>
			<description>&lt;p&gt;Umar Farouk Abdulmutallab (23) hatte am 25. Dezember versucht, einen Flug der Delta Airlines in Chicago in die Luft zu sprengen - konnte jedoch überwältigt und festgenommen werden. Heute wurde bekannt, dass sich El-Qaida zu dem versuchten Anschlag bekannt haben soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Soweit so gut. Abgesehen davon, dass für Bus- und Bahnverkehr keine Kontrollen gelten, obwohl auch da Milliarden von Menschen jährlich befördert werden, ist der jetzige Aktionismus der Politik bemerkenswert. Kaum fällt das Wort El-Qaida, gibt es nur eine logische Antwort der Politik: Mehr Kontrollen, mehr Sicherheit, mehr Kameras, mehr Spürhunde, mehr Beamte. Als ich heute die Nachrichten abgerufen habe, dachte ich zuerst an ein Dèjá-Vu. Mehr Kontrollen? Mehr Beamte? Mehr Sicherheit &lt;q&gt;für die Bürger&lt;/q&gt;? Das hatte ich doch schon Mal gehört, nach so einem gewissen 11. September 2001, oder nachdem 2004 zwei russische Passagierflugzeuge nach Sprengstoffanschlägen abgestürzt waren, nachdem 2006 Anschläge auf britische Ferienflieger vereitelt worden waren, und so weiter. Google News sollte da weiterhelfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Frage, die sich mir jetzt berechtigterweise stellt, ist die, wie viel &lt;q&gt;besser&lt;/q&gt; die Sicherheitsvorkehrungen nach den vollmundigen Versprechen der letzten Jahre noch werden können:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Alle Arten von Flüssigkeiten, Pasten, Gels, Cremes etc. müssen in Behältern mit einem maximalen Fassungsvolumen von 0,1 Liter (= 100 ml), in einer durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastiktüte, deren Fassungsvermögen nicht größer als 1 Liter betragen darf, transportiert werden.
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ja, sowas in der Art haben die Politiker inzwischen durchgesetzt. Und die Anderen Verschärfungen und die Verschärfung der Sicherheitsverschärfung, alles schon gehört aus der Politik. Wenn man trotzdem nicht verhindern kann, dass ein Nigerianer in Detroit seine Arme in Brand setzt, was inzwischen auch die Politik begriffen hat, dann könnte man daraus schließen, dass der beste Schutz vor Anschlägen das Ausräumen sozialer Disparitäten auf der Welt wäre.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Politik sieht das wie immer nicht so. Immerhin hat die CDU ja in vergangenen Wahlkämpfen hübsch mit &lt;q&gt;Sicherheit&lt;/q&gt; aufgemacht, und die Amerikaner fürchten sich ja notorisch vor allem, was &lt;q&gt;Abdul&lt;/q&gt; im Namen trägt. Und da man dem Volk nicht ewig erzählen kann, die verschärften Schutzmaßnahmen wären wieder mal radikal verbessert worden (wer glaubt denn das noch), muss neuer technischer Ramsch her: Der &lt;q&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Körperscanner"&gt;Nacktscanner&lt;/a&gt;&lt;/q&gt;. Nach den tagesaktuellen Medien wird gerade wieder diskutiert, ob die längst wegen der verfassungsrechtlichen Bedenklichkeit eingestellten Tests und Planspiele nicht wiederbelebt werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es wäre doch gelacht, wenn man mehr Überwachung und weniger Freiheit nicht ein weiteres Mal durchsetzt, indem man die Angst im Volk schürt. Wie war das noch? &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/USA_PATRIOT_Act"&gt;Patriot-Act&lt;/a&gt;, Videoüberwachung, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/498/397284/text/"&gt;Quasi-Verteidigungsfall&lt;/a&gt;, ...&lt;br/&gt;
Wie gesagt - der Attentäter steht 1 zu 4.200.000.000 Flugreisenden. Aber was solls. Mal eine Gegenfrage zum &lt;q&gt;Wer schützt die westlichen Bürger?&lt;/q&gt;: &lt;strong&gt;Wer schützt die Afghanische und Irakische Bevölkerung eigentlich vor unseren Kampfkommandos?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/ACGmIL5_cek" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/terro/75/</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-12-30T10:23:42+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Der Tod der Individualität</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/OkpELoV2ZTY/74</link>
			<description>&lt;p&gt;Ironischerweise ist es gerade die Jugend, die von sich behauptet, völlig unabhängig von den Medien zu sein, sich nicht beeinflussen zu lassen. Und leider sieht genau diese Jugend nicht das, was sie eigentlich sehen sollte. An ihr ist die Individualität zu Grunde gegangen. Selbstverständlich ist das nicht nur die heutige Jugend, das Phänomen begann bereits vor einigen Jahren. Und selbstverständlich sind nicht allein die Medien schuld, ich wage aber trotzdem zu behaupten, dass sie in einigen Bereichen einen großen Teil dazu beitragen. Selbstverständlich hüte ich mich auch vor dem, was ich selbst nicht leiden kann, dem Pauschalisieren. Natürlich ist mir klar, dass glücklicherwesie längst nicht alle Jugendlichen davon befallen sind. Ich habe ohnehin die Vermutung, dass das Phänomen stark abhängig vom sozialen Stand ist. Ist also der Verlust der Individualität eine rein soziologische Erscheinung? Ich stimme dieser These im Großen und Ganzen  tatsächlich zu, und zwar mit folgendem, nicht pauschalisierend zu verstehenden Argument: Wer sich nicht so leicht beeinflussen lässt, der hat in der Regel genug im Kopf, um festzustellen, dass die Verschiedenheit ein kostbares Gut ist, das es zu bewahren gilt. Solche Leute schlagen meistens eine höhere Schulbildung ein und sind dort unter Ihresgleichen. Den &amp;#8222;dümmeren&amp;#8220; Menschen bleibt diese Schulbildung meistens verwehrt, sie landen dann meistens auf niedrigeren Schulformen. So entsteht dann die immer größer werdende Kluft zwischen Gymnasien und den anderen Schulen. Ich wiederhole nochmal, dass ich hier niemanden über einen Kamm scheren will. Ich weiß selbst, dass es einige Hauptschüler gibt, denen allein die Missgunst der Grundschullehrerin die Aussicht aufs Gymnasium verwehrt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem, und da werden mir wohl die Meisten zustimmen, sind Menschen ohne messbare Intelligenz leichter beeinflussbar und anfälliger für mediale Propaganda. Immerhin sind wir heute tatsächlich schon so weit, dass die Leute erkannt haben, dass nicht alle Menschen gleich sind, sondern sich in unterschiedliche Gruppen einteilen lassen. Trotzdem, was treibt die Menschen zu dem Glauben, dass jeder in irgendeine Gruppe oder Bewegung eingeordnet werden muss? Viel zu oft hört mann &amp;#8222;Igitt, ein Hopper!&amp;#8220; oder &amp;#8222;Bah, ein Emo!&amp;#8220;. Die Leute sehen nicht mehr das Individuum an sich, sondern ordnen es gleich in eine Schublade ein, in der die Vorurteile und Stereotypen bereits vorgefertigt bereitliegen. Meistens wird der Charakter nach der Musik bestimmt, die der Betreffende hört. Meiner Meinung nach ist es vielmehr umgekehrt: Der Charakter bestimmt die Musik, die man gerne hört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch hier, in der Musik, sieht man, wie die Individualität gnadenlos unterdrückt wird. Mittlerweile wird für jede Band einzeln eine allgemeingültige Bezeichnung für eine neue Musikrichtung angelegt, weil die Musik sich so gar nicht in irgendeine der bisherigen Richtungen einordnen lassen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich sage hier natürlich nichts gegen die Neuerschaffung von Musikrichtungen, sondern gegen die Einordnung eben jener. Natürlich ist es schön, das es bands gibt, die Dinge ausprobieren, die bisher noch niemand gemacht hat, doch ich finde es absolut unsinnig, deshalb für 20 Bands 20 Bezeichnungen zu erfinden. Klar, jede neue Art der Musik muss irgendwie benannt werden, da habe ich auch nichts gegen. Aber warum sagt man &amp;#8222;Band XY macht Heavy Metal mit Elementen aus Crunk, Industrial und Progressive Metal&amp;#8220; anstatt &amp;#8222;Band XY macht Musik, wie Band XY sie eben macht, wie die Band eben ist&amp;#8220;? Eine Band macht halt eben einfach die Musik, die sie macht, und die ist meistens eben unnachahmlich und lässt sich eben nur beschreiben, nicht aber benennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber nun wieder zurück zur Jugend. Leider sind dort die Menschen noch nicht so weit, für jeden Jugendlichen eine neue Jugendbewegung zu erfinden, denn das wäre ja immerhin eine halbwegs angemessene Anerkennung der Individualität. Dummerweise sind aber auch viele Jugendliche noch gar nicht zu der Erkenntnis gekommen, dass sie gegen ihren vermeintlich eigenen Willen doch so sind wie alle anderen. Zwar behauten sie alle genau das, jedoch werden diejenigen, die wirklich anders sind, schlichtweg ausgeschlossen, ignoriert, teilweise auch gemobbt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es scheint also so, als müsste die Jugend das Anderssein, die Individualität erstmal selbst erkennen, tolerieren und akzeptieren, bevor einer von ihnen wirklich wissentlich anders sein kann.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/OkpELoV2ZTY" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/74</guid>
			<dc:creator>Yann-Simon</dc:creator>
			<dc:date>2009-12-23T22:07:14+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Einfach niedriger und schlechter</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/euf987B9eqc/73</link>
			<description>&lt;p&gt;Wenn man dem Steuermann Schäuble glauben darf, eher nicht. Denn der fährt momentan lieber auf Sicht &amp;#8211; und die ist nicht sonderlich weit, reicht genau genommen noch nicht einmal bis 2010. Zwar weiß der Finanzminister &amp;#8211; natürlich &amp;#8211; bereits, dass dann gespart werden muss, und zwar massiv, aber &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt;, das kann oder will er nicht sagen &amp;#8211; nicht vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen jedenfalls. Danach wird sich der Nebel &amp;#8211; hoffentlich &amp;#8211; ein wenig lichten und es wird sich zeigen, was uns unsere Regierung da eingebrockt hat mit dem jetzt eingeschlagenen Kurs.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viel bringen wird es nicht, da sind sich nicht nur nahezu alle Experten einig, auch der Finanzminister möchte zumindest mit Teilen dieses Gesetzes lieber nicht in Verbindung gebracht werden: Es sei nicht seine Idee gewesen, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/944/497252/text/"&gt;sagt er zum Beispiel zu der Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen&lt;/a&gt;. Die scheint sowieso kaum jemand nachvollziehen zu können, selbst die Hoteliers sind nicht uneingeschränkt glücklich darüber und befürchten steigende Bürokratie, da die niedrigere Mehrwertsteuer ja nur für &lt;em&gt;Übernachtungen&lt;/em&gt; nicht aber beispielsweise für das Frühstück gilt. Aber, so heißt es, man müsse eben Wahlversprechen einhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein nobles Ziel eigentlich &amp;#8211; auch wenn man sich die Frage stellen darf, wie viele die CSU wirklich gerade wegen &lt;em&gt;diesem&lt;/em&gt; Wahlversprechen gewählt haben &amp;#8211; doch bricht die Regierung damit mit ganz anderen, und viel gewichtigeren Vorsetzen und Versprechungen. Da wäre zum einen das &lt;a href="http://www3.ndr.de/sendungen/extra_3/media/extra1446.html"&gt;jahrelang von Union und FDP propagierte Mantra&lt;/a&gt; &amp;#8222;Steuersenkungen auf Pump sind Unfug&amp;#8220;, das insbesondere Gerhard Schröder immer und immer wieder zu Hören bekam. Was ist mit dem passiert? Vergessen, verschoben, verdrängt &amp;#8211; geopfert dem Wunschdenken von sich durch Wachstum selbst finanzierende Steuersenkungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum anderen wäre da aber auch noch &lt;a href="http://blog.zdf.de/toll/2009/09/toll-westerwelle-schreibt-gesc.html"&gt;Westerwelles Lieblingsversprechen&lt;/a&gt; aus dem vergangen (bzw. eigentlich &lt;em&gt;jedem&lt;/em&gt; bisherigen) Wahlkampf von einem
einfacheren, niedrigeren und gerechteren Steuersystem. Ohne ein solches hätte es eigentlich keine Regierungsbildung mit Beteiligung der FDP geben sollen &amp;#8211; und nun? &lt;br/&gt;
Die FDP ist an der Regierung beteiligt, das ist sicher &amp;#8211; ebenso sicher ist  aber auch, dass ein &lt;em&gt;einfacheres&lt;/em&gt; Steuersystem im nächsten Wahlkampf &lt;em&gt;wieder&lt;/em&gt; als Versprechen wird dienen können; denn einfacher wird es bis dahin mit Sicherheit nicht geworden sein. Eher komplizierter, wie man am Beispiel der &lt;em&gt;zusätzlichen&lt;/em&gt; neuen Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer sehen kann. &lt;br/&gt;
Niedriger wird es möglicherweise &amp;#8211; für Hotelbesitzer - und ein bisschen auch für Familien. Das ist schön, aber vermutlich nur eine kurze Freude. Denn verschiedene Beitrags- und Abgabenerhöhung (etwa für &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E4621C745EC8D430F802EFEC386C38CFB~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews"&gt;Krankenkassen&lt;/a&gt;) zeichnen sich bereits ab und auch Steuererhöhungen sind für 2010 beim derzeitigen Schuldenstand alles andere als unwahrscheinlich. &lt;br/&gt;
Und gerechter? Ist es natürlich auch nicht, ist es schon jetzt nicht, da insbesondere die entlastet werden, die eh schon mehr Geld haben, und ist es ganz besonders &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;, wenn man den Blick auf die Zukunft richtet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn, mag beim Abbau der Schulden auch die Frage nach dem &amp;#8222;wie?&amp;#8220; noch ungeklärt sein, die Frage nach dem &amp;#8222;wer?&amp;#8220; ist es nicht! Zahlen dürfen die zukünftigen Generationen, wir, die jungen von heute und insbesondere die, die noch keine Stimme haben &amp;#8211; weil sie noch nicht geboren sind.
Und genau die sind es auch, bei denen man sich noch am ehesten traut Einsparungen vorzunehmen. Bei der Bildung, zum Beispiel. Offen traut sich natürlich auch das niemand zu sagen, aber was ist es anderes als Einsparungen bei der Bildung, wenn den Ländern im Gegenzug für ihre Zustimmung zum angeblichen Wachstumsbeschleunigungsgesetz die Möglichkeit eingeräumt wurde, so &lt;a href="http://www.zeit.de/wissen/2009-12/bildungsgipfel-2009?page=all"&gt;bei ihren Bildungsausgaben zu tricksen&lt;/a&gt;, dass sie die versprochene Ausgabensteigerung auf diesem Gebiet schon jetzt so gut wie erreicht haben ohne nur einen Cent mehr zu zahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht ist es besser so, wenn man dumm bleibt, bei der Zukunft &amp;#8211; sonst müsste man sich nur unnötig aufregen (unnötig, weil zwecklos) und das ist wieder schlecht für den Blutdruck &amp;#8211; und das Gesundheitssystem muss doch schließlich auch sparen&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/euf987B9eqc" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/73</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-12-23T20:05:27+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/73</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Ist die Würde des Menschen noch unantastbar?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/bC9jClpEa7k/enke</link>
			<description>&lt;p&gt;Alle wollten sie ihr Stück vom Kuchen abbekommen. Vor allem die Macher des &lt;q&gt;Web 2.0&lt;/q&gt;, also Leute wie du und ich. Mehr oder weniger gerissene Nutzer von YouTube hatten wie immer eine super Idee. Unter dem Titel &lt;q&gt;R.I.P Robert Enke&lt;/q&gt; verzeichnet ein Video knapp 460.000 Aufrufe. Mit Windows Movie Maker hat man ein paar Bilder wahllos aneinandergereiht, dazu gibt es &lt;q&gt;Niemals geht man so ganz&lt;/q&gt; von &lt;q&gt;Trude Herr&lt;/q&gt;. Am Ende steht in Blau-Weiß &lt;q&gt;Ruhe in Frieden&lt;/q&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerade den will man seiner Familie und ihm aber um keinen Preis lassen. Nach drei Tagen bringt es das Video auf über 7.000 Kommentare, darunter besonders schlaue wie &lt;q&gt;schon traurig das depressionen einen zu selbstmord bringen können&lt;/q&gt;. Die Stimmung heizt sich auf. Ein User wünscht einem Anderen, dass dieser sich bald selbst umbringen möge. Der nächste droht einem Benutzer, den er als &lt;q&gt;PISSER&lt;/q&gt; bezeichnet (O-Ton): &lt;q&gt;[...]wir sollten dich mal vor einen zug stellen um zu schauen wie gut du halten kannst!&lt;/q&gt;
&lt;br/&gt;
Die Perversion im Internet kennt sowieso keine Grenzen mehr Unter dem angeblichen &lt;q&gt;Trauervideo&lt;/q&gt; wirbt ein Spamaccount für &lt;q&gt;Free Porn&lt;/q&gt; im &lt;q&gt;Fuckheaven&lt;/q&gt;. Ein Kanadier rät dem Toten, nächstes mal solle er &lt;q&gt;per Flugzeug reisen&lt;/q&gt; (O-Ton: &lt;q&gt;Next time travel by airplane.&lt;/q&gt;)
&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Bei weitem nicht das einzige Video. Das nächste mit Movie Maker gefertigte Video hat dieselben Bilder, dieses mal gibt es wider der Nutzungsbestimmungen von YouTube einen Song von Johnny Cash - nur knapp 33.000 Views, schade für den &lt;q&gt;Kreativen Kopf&lt;/Q&gt;, da kam er wohl zu spät im Theater der individualisierten Perversion im modernen Massenmedium.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In einem dritten Video (alle befinden sich unter den auf der YouTube-Startseite angepriesenen &lt;q&gt;Beliebten Videos&lt;/q&gt;) geht es endgültig über das Grundgesetz hinaus, und damit gegen den gesunden Menschenverstand. Ein Nutzer kommentiert das Video im Bezug auf die Geschlechtsteile des Torhüters; man müsste sich schämen, den Originalton hier noch wiederzugeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich werde den Uploadern hier jedenfalls nicht den Gefallen tun, die Videos noch zu verlinken. Aber jeder Beteiligte muss sich eines fragen: Wir teilen unsere Hobbys im Internet, unsere Vorlieben und Abneigungen, Fotos und Texte, inzwischen intimstes. Aber ist der Werteverfall schon so weit fortgeschritten, dass kollektive Trauer sein muss? Und muss sie in Anfeindungen, Heuchelei und Spam enden? Haben wir die Würde des Menschen nur aus den Augen verloren - oder sie absichtlich mit Füßen getreten?&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/bC9jClpEa7k" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/72/enke</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-11-13T19:47:53+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Kanzlerduell 2009</title>
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			<description>&lt;div style="text-indent:-1em; margin-left:1em;"&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:25&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; ...und bin schon zu spät, denn die Vorberichte haben bereits begonnen! &lt;br/&gt;
Gerade wird die Sache mit dem Wahlkampf noch mal ganz einfach erklärt: Im Kanzleramt, da gibt es einen schönen großen Schreibtisch. An dem sitzt seit vier Jahren die Angela und die möchte da noch einmal vier Jahre bleiben. Aber der Frank findet den Tisch auch schön und darum will er jetzt auch mal da sitzen dürfen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:26&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Der Countdown am oberen rechten Bildschirmrand informiert mich darüber, dass ich das noch 4 Minuten über mich werde ergehen lassen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:27&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Noch 3 Minuten...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:28&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; 2 Minuten...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:29&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Der Start steht unmittelbar bevor: Eine kurze Belehrung über die wichtigsten Regeln (die Kandidaten haben 90 Sekunden Antwortzeit, jeder &lt;del&gt;darf&lt;/del&gt; muss gleich viel sagen, das Duell läuft im Stehen ab) und es geht los:&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:30&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Schwungvoll fährt die Kamera in die Arena ein. Die Duellanten stehen sich &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; gegenüber, sondern nebeneinander, was mir für ein Duell etwas unpraktisch erscheint. &lt;br/&gt;
Aber vielleicht wollen die beiden auch nur etwas näher zusammenrücken - eingeschüchtert davon, dass vor ihnen gleich &lt;em&gt;vier&lt;/em&gt; Moderatoren Aufstellung genommen haben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:31&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Offenbar müssen nicht nur die Redezeiten von Steinmeier und Merkel exakt ausgeglichen sein, sondern auch die der Moderatoren Maybrit Illner, Frank Plasberg, Peter Kloeppel und Peter Limbourg. &lt;br/&gt;
Man macht sich als gemeiner Zuschauer ja keine Vorstellungen, aber wahrscheinlich waren die Vorverhandlungen zwischen CDU und SPD nichts im Vergleich mit denen zwischen ZDF, ARD, RTL und Sat 1.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:32&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Gleich zu Beginn der erste Pluspunkt für Steinmeier: Er zeigt ansatzweise so etwas wie Schlagfertigkeit ("Warum soll Angela Merkel nach der Wahl nicht mehr Bundeskanzlerin sein?" - "Weil's eine bessere Alternative gibt - nämlich mich"). Allerdings verspielt er diesen gleich wieder indem er sofort danach in das sorgfältig vorformulierte und unglaublich eintönig vorgetragene sogenannte "Eingangsstatement" verfällt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:34&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Merkel dagegen versucht es erst gar nicht mit Schlagfertigkeit und hält sich auch nicht mit etwas derart unbedeutendem wie der ihr gestellten Frage auf, sondern trägt wie auf Stichwort ihren Text vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:35&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Außerdem stellt sich gleich einmal klar, wer hier der Chef ist: Sie hat gar nicht vor auf irgendwelche Fragen zu antworten. Was sie sagen will, bestimme immer noch sie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:36&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Erste, unglaublich tiefgründige Frage: "Duzen Sie sich eigentlich?" (Antwort: Nein)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:40&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; So, jetzt haben Sie die Kurve doch noch gekratzt und kommen zu so etwas wie Inhalten. Erstes Thema: Wirtschaftskrise und soziale Marktwirtschaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:45&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Antworten gab's zwar irgendwie keine - aber trotzdem nächstes Thema: soziale Gerechtigkeit"&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:46&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Auf die eigentliche Frage ("Welche Schulnote würden Sie Deutschland im Fach 'Soziale Gerechtigkeit' geben?") geht Merkel nicht ein (was ich ihr bei &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Fragestellung nicht einmal verübeln kann), lässt aber immerhin verlauten, dass sie Arbeitslosigkeit nicht gut fände, denn Arbeitslosigkeit schaffe soziale Ungerechtigkeit - ach was?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:48&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier deutet immerhin so etwas wie eine Antwort auf die Frage an: Vor einem Jahr hätten wir uns gerade von befriedigend zu gut bewegt, als uns die Krise zurückgeworfen hat. Daraus folgernd vermute ich eine momentane Lage zwischen 3 und 4 - das ist ja fast schon konkret!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:51&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Die Kanzlerin redet wieder - Frage habe ich schon wieder vergessen (ist aber eh egal) - jedenfalls bezieht auch sie endlich mal etwas, was man unter Umständen eine Position nennen könnte: Sie ist gegen Mindestlöhne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:53&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steilvorlage für Steinmeier: Er ist überraschenderweise &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; einen Mindestlohn, denn ohne Mindestlohn sei die "Würde der Arbeit" gefährdet - wieder was gelernt, ich dachte immer, das Ding hieße "Würde des Menschen" - na, was soll's&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:54&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steilvorlage für Steinmeier: Er ist überraschenderweise &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; bevor es hier noch zu so etwas wie einer Diskussion kommt ein schneller Themenwechsel: Opel.&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:55&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Gerade kommt die erste Zwischenzeit herein:
&lt;span style="; display:block; text-align:center;"&gt;Merkel: 9:27 - Steinmeier: 9:10&lt;/span&gt;
die Zeit der Moderatoren wird nicht eingeblendet - sie liegen aber offenkundig bereits deutlich hinten.&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:57&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Dummerweise möchte Merkel aber unbedingt diskutieren und kommt völlig ungefragt einfach noch mal auf den Mindestlohn zurück - Unverschämtheit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20:59&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Geschafft: Sie sagt doch noch was zu Opel: Die Rettung war richtig!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:00&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier möcht ergänzen: Opel nicht zu retten wäre teurer gewesen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:01&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Merkel möchte ergänzen: Opel nicht zu retten wäre &lt;em&gt;deutlich&lt;/em&gt; teurer gewesen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:02&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Jetzt wird's aber interessant (behauptet zumindest Frank Plasberg) und möglicherweise sogar kontrovers. Es folgt: Der Atomausstieg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:03&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Plasberg fragt, ob das mit der Endlagerung und den Pannenkraftwerken nicht ein wenig gefährlich sei, und Merkel antwortet, dass man Pannenkraftwerke wie Krümel natürlich abschalten müsse, aber die anderen &lt;em&gt;total sicher&lt;/em&gt; seien - bei der Frage nach der Endlagerung bleibt sie ihrem Kurs treu: sie ignoriert sie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:04&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Nachfragen gibt's ...äh... keine - wenigstens Steinmeier erinnert sich noch an die eigentliche Frage und betont noch einmal wie gefährlich Asse sei und dass er am Atomausstieg festhalten wolle - bin auf die Reaktion von Merkel gespannt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:05&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Zu früh gefreut - neue Zwischenzeit (Ausgleich: 13:19 zu 13:19) und Themawechsel: Managergehälter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:06&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Beide wiederholen das, was sie schon unter "soziale Gerechtigkeit" gesagt hatten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:07&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Das musste ja so kommen: Investigativer Journalismus II - "Wie war das mit dem Abendessen mit Ackermann?" &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:08&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Merkel gewinnt erstmals Sympathiepunkte indem sie eine Frage einfach übergeht - nämlich die Letztgenannte. &lt;br/&gt;
Leider lassen ihr die Moderatoren das erstmals &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; durchgehen und fragen nach: "Wird Josef (Joe) Ackermann auch seinen 65. Geburtstag im Kanzleramt feiern dürfen?" (Antwort klingt nach einem Ja - dann bringt Merkel die Moderatoren aber auf das eigentliche Thema zurück...)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:11&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Nächste Frage, gleiches Thema: Warum gibt es keinen Malus für schlecht wirtschaftende Manager? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:12&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier wäre dafür, konnte sich in den letzten Jahren aber nicht durchsetzen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:13&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Merkel wäre &lt;em&gt;auch dafür&lt;/em&gt; - ich bin verwirrt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:14&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; WARUM KOMMT DA EIGENTLICH KEINE NACHFRAGE? &lt;br/&gt;
Da stehen vier Journalisten rum und keiner kommt auf den Gedanken, dass man da vielleicht mal vorsichtig nachhacken könnte, warum sie das dann nicht einfach gemacht haben, wenn sie doch beide dafür sind...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:18&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Illner fragt, ob die SPD wirklich für Börsenumsatzsteuer und Rentengarantie sein kann wo doch &lt;em&gt;die Linke&lt;/em&gt; etwas Vergleichbares fordert. &lt;br/&gt;
Steinmeier ist leicht irritiert - auf eine derartig abwegige Frage wäre er wohl nie gekommen - mir geht es ähnlich...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:21&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Habe Hunger (oder vielleicht auch nur Langeweile), brauche jedenfalls was zu Essen. &lt;br/&gt;
Schalte auf RTL um in der Hoffnung, dass dort gerade Werbung kommt - kommt aber nicht. Egal, ich werde wohl nichts verpassen...&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:23&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; ... bin wieder da. Merkel redet gerade über Wirtschaftswachstum - sie ist dafür!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:26&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier meint, &lt;del&gt;Geschichte&lt;/del&gt; Politik wiederhole sich nicht - er sich schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:29&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Die letzte Antwort von Frank-Walter Steinmeier entspricht offenbar nicht der Antwort, die Maybrit Illner erwartet hatte. &lt;br/&gt;
Also muss sie erst einmal darlegen, welche Antwort sie erwartet hätte, damit ihre Überleitung passt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:35&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Investigativer Journalismus Teil III: Ulla Schmidts Dienstwagen &lt;br/&gt;
Plasberg will zwar (angeblich) gar nicht danach fragen und Steinmeier nicht darauf antworten, sie reden aber trotzdem darüber. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:37&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;Ergebnis: Steinmeier hält diese Sache für nebensächlich, Plasberg ebenfalls und ich auch - toll, wir sind uns einig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:39&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; neue Zwischenzeit: 27:03 zu 26:14 für Angela Merkel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:40&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Radikaler Themenwechsel: Von Gesundheit zu Afghanistan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:41&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier ist für einen Truppenabzug, irgendwann mal - aber auf keinen Fall kopflos (da werden die Soldaten erleichtert aufatmen) &lt;br/&gt;
Merkel nickt zustimmend...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:43&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; ...und bestätigt in ihrer Antwort noch einmal, dass sie genau der gleichen (selben?) Meinung wie ihr Außenminister ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:44&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Ob Franz Josef Jung nach der Wahl Verteidigungsminister bleibt möchte sie nicht sagen - sie möchte das Fell des Bären erst verteilen wenn der Wähler erlegt ist - oder so ähnlich...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:45&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Selbst Peter Limbourg hat jetzt schon gemerkt 8oder es ins Ohr geflüstert bekommen), dass die ganze Veranstaltung mit einem Duell nicht wirklich was zu tun hat. &lt;br/&gt;
Er fragt, ob man nicht noch einmal eine Große Koalition machen könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:45&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Steinmeier sagt: Auf gar keinen Fall!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:46&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Merkel sagt: Mit der FDP wäre es schöner, worauf eine kurze Pause folgt, die perfekt mit dem Halbsatz &lt;em&gt;mit der SPD ginge es aber auch&lt;/em&gt; gefüllt werden könnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:46&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Daraufhin betont Steinmeier, dass Opposition das allerschlimmste wäre, worauf eine kurze Pause folgt, die perfekt mit dem Halbsatz &lt;em&gt;sogar schlimmer als Große Koalition&lt;/em&gt; gefüllt werden könnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:53&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Skandal! bei der Frage nach einer möglichen rot-roten Koalition unterbricht Steinmeier Merkel während &lt;em&gt;ihrer&lt;/em&gt; Redezeit! &lt;br/&gt;
Hinter den Kulissen ist jetzt vermutlich der Teufel los - wie soll man das nur auf die Redezeitkonten umrechnen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:55&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Man diskutiert soeben darüber, ob man schwarz-gelb auch "Tigerenten"-Koalition nennen kann. &lt;br/&gt;
Mir gefällt der Begriff irgendwie, aber die Kanzlerin ist der Meinung, dass man über ein derart ernstes&amp;nbsp;(!) Thema keine Witze machen sollte!&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:57&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Endlich!&lt;/strong&gt; Die Schlussstatements:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21:58&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Der Herausforderer beginnt: &lt;br/&gt;
Zunächst stellt er klar, dass er ehrlich zu uns sein möchte, dann folgt ein "Best-of-SPD-Wahlkampfslogans"&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22:00&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Dann die Kanzlerin: &lt;br/&gt;
Zunächst stellt sie klar, dass sie den Bürgern danken möchte, dann folgt ein "Best-of-CDU-Wahlkampfslogans"&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22:02&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Es ist überstanden! &lt;br/&gt;
Wir haben leicht überzogen, die Zeitkonten sind ausgeglichen, es gibt aber keine Verlängerung &lt;br/&gt;
&lt;stronh&gt;Mein Fazit:&lt;/strong&gt; Das Duo Merkel-Steinmeier gewinnt klar vor dem Quartett Illner-Plasberg-Kloeppel-Limbourg, wenn auch &lt;del&gt;auf&lt;/del&gt; unter  &lt;del&gt;überraschend&lt;/del&gt; zu erwartend niedrigem Niveau.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;br/&gt;


&lt;p&gt;Die Moderatoren geben zurück in die angeschlossenen Funkhäuser, es folgen die Nachberichte - die ich mir aber sparen kann, denn ich habe mich schon entschieden: &lt;br/&gt;
Ich wähle &lt;del&gt;Horst Schlämmer&lt;/del&gt; die Simpsons - hätte nie gedacht, dass ich einmal so froh sein würde, dass es noch ein politikfreies Pro7 gibt...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Sg_7zhfj21Q" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/71/kanzlerduell-2009</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-09-16T16:26:03+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/71/kanzlerduell-2009</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Superwahljahr 2039</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/xQ8T50J_zLM/superwahljahr-2039</link>
			<description>&lt;p&gt;Angefangen hat das Jahr, wie mittlerweile jedes Jahr, mit Landtagswahlen in Bayern, in deren Folge &amp;#8211; ebenfalls wie jedes Jahr &amp;#8211; der Spitzenkandidat der CSU zurücktrat und stattdessen irgendein bislang völlig unbekannter Regionalpolitiker Ministerpräsident wurde. Dieser hat dann auch gleich das Nichtraucherschutzgesetz abgeschafft und dafür das Büchergeld wieder eingeführt, sodass auch für die nächste Legislaturperiode schon für Arbeit gesorgt wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem dann bei den Wahlen in Sachsen, Thüringen, Nordrhein-Westfahlen und im Saarland laut übereinstimmender Auskunft der Spitzenpolitiker aller Parteien entgegen jedweder mathematischer Logik wieder einmal sämtliche Parteien einen glorreichen Sieg für sich verbuchen konnten, läuteten die Parteien in den letzten Tagen &amp;#8211; wie erwähnt &amp;#8211; die (angeblich) "heiße" Phase des Wahlkampfes ein. &lt;br/&gt;
Während es hierbei die meisten Parteien allerdings bei leeren Versprechungen beließen, ließ die Union den Worten Taten folgen &amp;#8211; und hängt seitdem Plakate mit einer (angeblich) heißen Abbildung ihrer Spitzen und Kanzlerkandidatin auf. Immerhin etwas, wenn diese auch bereits 20 Jahre alt ist &amp;#8211; also die Abbildung, nicht die Spitzenkandidatin. Denn die hat mit ihren 85 Jahren schon fast das derzeitige gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht...&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;


&lt;p&gt;Ansonsten scheinen die Prognosen jedoch Recht zu behalten &amp;#8211; es wird, wieder einmal, Langeweile-Extrem &amp;#8211; was wohl auch daran liegt, dass es derzeit einfach keine heißen Themen gibt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Opel-Rettung beispielsweise befindet sich derzeit an einem toten Punkt. Die Bundesregierung hat zwar bereits eine ganze Reihe an Rettungsschirmen aufgespannt - sodass mittlerweile jedem Opel-Arbeiter ein eigener Schirm zur Verfügung gestellt werden könnte (was jedoch zugegebenermaßen auch mit dem leichten Mitarbeiterrückgang in den letzten Jahren zusammenhängen könnte) &amp;#8211; aber &lt;a href= http://www.main-blog.de/2009/08/25/opel-oder-der-unendlichen-geschichte-teil-1736/ &gt;momentan wartet man noch auf eine Entscheidung von GM&lt;/a&gt;...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Frage nach der Endlagerung des radioaktiven Abfalls konnte noch erfolgreich auf die nächste Legislaturperiode verschoben werden (um diese äußerst wichtige Angelegenheit aus dem Wahlkampf herauszuhalten, wie die Regierungsparteien betonen). Und zwar indem all das, was nach dem Höhleneinsturz im sogenannten &amp;#8222;Kurzzeitendlager&amp;#8220; Asse noch geborgen werden konnte, vorübergehend in &amp;#8222;absolut sicheren&amp;#8220; Zwischenlagern deponiert wurde &amp;#8211; freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Iran und Nordkorea...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ein Truppenabzug aus Afghanistan steht momentan sowieso nicht zur Debatte, nachdem der deutsche Wiederaufbaueinsatz doch gerade kurz vor dem entscheidenden Erfolg steht. Erst vor ein paar Tagen konnte wieder einmal ein Talibankämpfer getötet werden, der sich in einer Kleinstadt verschanzt hatte. Die Kanzlerin äußerte sich diesbezüglich bereits dahingehend, dass dies ein großartiger Erfolg für den Wiederaufbau Afghanistans sei, sie es aber gleichzeitig auch bedauern würde, &lt;em&gt;falls&lt;/em&gt; bei der Zerstörung besagter Kleinstadt auch unbeteiligte Zivilisten ums Leben gekommen sein &lt;em&gt;sollten&lt;/em&gt;. &lt;br/&gt;
Auch die Verteidigungsministerin stellte in Aussicht dieses &lt;em&gt;möglicherweise&lt;/em&gt; zu bedauern &amp;#8211; auch wenn sie es für &lt;em&gt;äußerst&lt;/em&gt; unwahrscheinlich halte, dass es in Afghanistan überhaupt noch Zivilpersonen gäbe, die zu Schaden hätten kommen können. Außerdem, betonte sie noch, möchte sie unbedingt feststellen, dass in Afghanistan &lt;strong&gt;kein Krieg&lt;/strong&gt; herrsche &amp;#8211; nur vorausgesetzt irgendjemand käme auf den vollkommen abwegigen Gedanken etwas Derartiges zu vermuten...&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;


&lt;p&gt;Insgesamt ist jedenfalls nicht anzunehmen, dass dieser Wahlkampf eine Ausnahme in der langen Reihe der vergangenen Wahlkämpfe darstellen und noch irgendwie interessant werden wird. Spannend bleibt nur die Frage, ob es nach der Wahl zu einer Neuauflage von Schwarz-Rot kommen wird, oder ob es nicht doch zu einer &lt;em&gt;Großen&lt;/em&gt; Koalition kommt. Die Union hat sich hierbei noch alle Optionen offen gehalten, eine mögliche Rot-Rote Koalition ist jedoch von der Linkspartei bereits kategorisch ausgeschlossen worden, da die SPD einfach nicht regierungsfähig sei...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/xQ8T50J_zLM" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/70/superwahljahr-2039</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-09-09T12:01:08+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/70/superwahljahr-2039</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>In den Nachrichten nichts Neues</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/rvxCmq_5Nfk/69</link>
			<description>&lt;p&gt;Der Aufmacher ist &amp;#8211; mal wieder &amp;#8211; &lt;a href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,643383,00.html"&gt;das &amp;#8222;mysteriöse Geisterschiff&amp;#8220;&lt;/a&gt;, das jetzt zur allgemeinen Verwunderung genau dort aufgetaucht ist, wo man es schon seit ein paar Tagen vermutet hat. Es hat sich zwar irgendwie ein wenig verfahren, aber die Besatzung ist anscheinend wohl auf &amp;#8211; trotz zweier Piratenüberfälle hat es keine Toten, ja nicht einmal Verletzte gegeben &amp;#8211; was jetzt ein wenig blöd für die Medien ist, weil man &lt;em&gt;damit&lt;/em&gt; ja nun wirklich keine Topstory machen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also heißt es nun zwangsläufig doch zum politischen Teil übergehen; ganz vorsichtig aber nur, selbstverständlich. Da fängt man am besten mit etwas an, was zwar nach Politik aussieht, aber eigentlich überhaupt nichts damit zu tun hat: Ulla Schmidt. Neueste &lt;q&gt;Recherchen&lt;/q&gt; haben nämlich ergeben, dass die Bundesgesundheitsministerin bereits &lt;em&gt;dreimal&lt;/em&gt; mit ihrem Dienstwagen in Spanien war, dieser dabei aber &lt;em&gt;nur einmal&lt;/em&gt; gestohlen wurde! &lt;br/&gt;
Aus den Reihen von Union und FDP werden auch schon die ersten Forderungen nach &amp;#8211; Überraschung &amp;#8211; Rücktritt ... naja, &lt;q&gt;laut&lt;/q&gt; kann man das eigentlich nicht nennen, aber, wenn die großen Tiere außer Haus sind, hört man eben selbst die Läuse reden. Und diese fordern nun, wie gesagt, vehement den Rücktritt von Ulla Schmidt aus dem Schatten&lt;del&gt;kabinett&lt;/del&gt; des angeblichen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Sie soll also von einem Posten zurücktreten, der nur aus Schatten besteht und genauso verantwortungsvoll ist, wie es sein Name erahnen lässt, nämlich gar nicht &amp;#8211; faszinierend! *gähn*&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt aber wird es richtig politisch: Die neuesten Umfrageergebnisse sind eingetroffen und &amp;#8211; da liegt die &lt;q&gt;Horst-Schlämmer-Partei&lt;/q&gt; bei 18% (&lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/18-prozent/"&gt;was zwar &lt;em&gt;so&lt;/em&gt; gar nicht stimmt&lt;/a&gt; &amp;#8211; aber man will den Zuschauer ja nicht mit unnötig genauen Detailinformation belasten). Die Umfrageergebnisse der SPD verschweigt man dagegen lieber &amp;#8211; vermutlich aus Pietät.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraufhin lässt man noch kurz &lt;a href="http://www.focus.de/politik/zitate/horst-seehofer-zurueck-zur-planwirtschaft_aid_422937.html"&gt;Horst Seehofer zu Wort kommen&lt;/a&gt;, der sich entschieden dagegen verwahrt, dass man Politik durch Planung ersetzt, oder so ähnlich, und dann &amp;#8211; vermutlich der politischen Ausgeglichenheit wegen &amp;#8211; &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,7616033,00.html"&gt;noch Peer Steinbrück&lt;/a&gt;, der &amp;#8211; für mich &lt;em&gt;völlig&lt;/em&gt; überraschend &amp;#8211; erklärt, dass die ganzen schönen Steuersenkungsversprechen von Union und FDP gar nicht bezahlbar seien, worauf man, um den Zuschauer nicht allzu sehr mit &lt;em&gt;neuen&lt;/em&gt; Dingen zu verwirren, schnell wieder auf etwas Bekanntes umschwenkt: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wirtschaftskrise, die laut den angeblich &lt;em&gt;neuesten&lt;/em&gt; Zahlen aus irgendwo so gut wie überstanden sei, wozu ein &amp;#8211; laut eigener Aussage &amp;#8211; renommiertes  Wirtschaftsforschungsinstitut bemerkt, dass uns, ganz im Gegenteil, das Schlimmste eigentlich erst noch bevorstehe, woraufhin ein offenbar weltweit &lt;del&gt;gesuchter&lt;/del&gt; anerkannter Wirtschaftsexperte feststellt, dass man momentan im Grunde überhaupt nichts mit Sicherheit sagen könne, &lt;em&gt;außer&lt;/em&gt; dass &lt;em&gt;er&lt;/em&gt; es ja schon immer gewusst hat...&lt;/p&gt;
&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;&amp;#8230;und dann ist es doch passiert: Ich bin eingeschlafen &amp;#8211; und hatte einen völlig irren Traum: &lt;br/&gt;
Es ist Bundestagswahl und die OECD schickt Wahlbeobachter nach Deutschland. Diese ersparen sich jedoch das Beobachten indem sie einfach mal in Karlsruhe nachfragen, &lt;a href="http://www.zeit.de/online/2009/28/wahlrechtsreform-gescheitert?page=all"&gt;wie das denn so sei mit dem Ablauf der Wahlen&lt;/a&gt;.&lt;br/&gt;
Unmittelbar darauf schickt die UN Blauhelme nach Deutschland, die sofort nach ihrem Eintreffen das alte Regime entfernen und kommissarisch Horst Schlämmer zum Bundeskanzler ernennt, weil neueste Umfragen ergeben haben, dass sich eine Mehrheit der Deutschen vorstellen könnte, dass 50% der Deutschen bei einer repräsentativen Umfrage unter 10 Deutschen aussagen würden, dass sie sich vorstellen könnten irgendwann einmal irgendwo Horst Schlämmer zu wählen&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/rvxCmq_5Nfk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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		<item>
			<title>Der Letzte macht das Licht aus</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/ESGHSrNgjXI/67</link>
			<description>&lt;p&gt;Aus der Pressemitteilung des &lt;q&gt;Informationskreis Aufnahmemedien, gekürzt&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
Durchbruch bei der Vergütungspflicht von Speicherkarten und USB Sticks
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Bei ihrer Gesellschafterversammlung am 16. Juni 2009 in Düsseldorf haben die Hersteller und Importeure von Speichermedien die jüngsten Ergebnisse der Verhandlungen über Speicherkarten und USB Sticks zwischen den Verwertungsgesellschaften und dem Branchenverband Informationskreis AufnahmeMedien (IM) begrüßt. 
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Im Mai 2009 hatten sich die beiden Verhandlungspartner auf die Höhe der Vergütungssätze für Speicherkarten und USB Sticks geeinigt. Danach ist künftig für diese Speichermedien unabhängig von deren jeweiliger Kapazität ein Vergütungssatz von 0,10 &amp;#8364; je Stück zu zahlen. 
[...]
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Es ist so einfach und so absurd zugleich. Für alle die nicht im Thema stehen: USB-Sticks und Speicherkarten wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SecureDigital"&gt;SecureDigital (SD)&lt;/a&gt; oder CompactFlash (CF) sind mehr oder minder die Nachfolger der 3,5-Diskette. Inzwischen haben diese Flashspeicher-basierten Medien eine Kapazität von 16 Gigabyte überschritten. Beliebt sind sie etwa, um mobiles Linux zu nutzen, Office-Dokumente von A nach B zu bewegen oder einem Freund die Bilder der letzten Feier zuzuspielen. Bei Schulungen kann der Dozent so Arbeitsergebnisse einsammeln oder Übungsaufgaben verteilen - manche haben ihre halben &lt;q&gt;Eigene Dateien&lt;/q&gt; aus Windows kopiert und auf dem Stick zur Verfügbarkeit liegen. Sie erleichtern den Dateiaustausch zwischen Schule und Zuhause, sich selbst und Freunden. Und Speicherkarten dienen bekanntermaßen in Digitalkameras als Bildspeicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SecureDigital"&gt;Verwertungsgesellschaften&lt;/a&gt; (in Deutschland knapp über ein Dutzend) vertreten grundsätzlich die Urheberrechte und daraus entstehenden Folgerechte für Reproduktion, Vorführung, Verkauf auf die von einer spezifischen Klientel erzeugten Güter (zumeist Kulturgüter wie Musik, Fotografien, Filme,...) - vor allem im Bezug auf den monetären Gewinn durch Reproduktion der erzeugten Güter. Dieses Klientel ist je nach Verwertungsgesellschaft verschieden und hat eine dezidierte Ausrichtung (zB das Klientel der weltweiten Musiker, Musikproduzenten und Plattenfirmen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Verwertungsgesellschaften fordern im Interesse ihrer Klientel Gebühren bei öffentlicher Aufführung der Werke, bei Sendung (zB auf YouTube) oder bei Verwendung der Songtexte. Es spielt dabei keine Rolle, ob etwa ein Film zur Bildung zB im Unterricht verwendet wird. Rein theoretisch müssten Lehrer für das Zeigen eines Dokumentarfilms im Unterricht Abgaben an die entsprechende Verwertungsgesellschaft zahlen. Auch Jugendliche, die in ihrem Kurzfilm auf YouTube die neueste Platte vom angesagten Rapper verwenden, müssten theoretisch pro Besucher des Videos eine Gebühr für die Verwendung des Liedes zahlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Grundsätzlich sind diese Ansprüche verständlich, weil daraus die Künstlerinnen- und Künstler einen Teil ihres Lebensunterhaltes bestreiten, weil eine vernünftige Vertriebsinfrastruktur gewährleistet ist oder weil sich so nicht jeder am geistigen Eigentum des Anderen sorglos bedienen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun fordern die Verwertungsgesellschaften also auch auf Speichermedien wie USB-Sticks gebühren. Der Gedankengang ist einfach: Auf diesen Medien kann Musik gespeichert werden, können Kunstwerke als Bilder gesichert werden, können Spielfilme transportiert werden oder, oder, oder.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim Kauf werden demnächst also 10 Cent mehr fällig, was für mich eine Unverschämtheit ist. Der Nutzen eines Mediums wird hier von seinem allgemeinen Zweck der Datenspeicherung jeglicher Art soweit gekürzt, dass eine Abgabe gerechtfertigt werden kann. Anders gesagt: Es wird die Hypothese aufgestellt, dass man das Medium nutzt, um die geschützten Werke zu speichern. Ob man dies aber tatsächlich tut, ist eine andere Frage. Aufgrund reiner Spekulation bzw. gegebener Möglichkeit, aber nicht absoluter Tatsächlichkeit wird das Recht beansprucht, auf einen Teilnutzen des Gerätes eine Zusatzgebühr einzuführen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;10 Cent sind zwar wirklich nicht die Welt, aber der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht. Und die Gefahr besteht, dass Abgaben Wildwuchs annehmen. Wenn ich zB eine Musik-CD erwerbe, warum sollte ich dann nicht das Recht dazu haben das erworbene Gut zwischenzuspeichern? Etwa um die Musik auf ein Netbook zu übertragen, was kein CD-Laufwerk hat. Ich erwerbe auch Lebensmittel oder Schreibwaren. Aber weder Edeka noch Lamy fordern auf die von mir bereits gekauften Güter noch Lagergebühren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Führt man den Gedanken weiter, hätten bald etliche Unternehmen ein Recht darauf, auf Speichermedien auch ihrerseits Gebühren zu erheben. Jeder Internetblog könnte Gebühren erheben - denn: Man kopiert einen Text, speichert ihn als .txt und kopiert ihn auf den USB-Stick. Warum also eine Sonderbehandlung für Verwertungsgesellschaften? Warum eine Zweitgebühr auf bereits erworbene Güter?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kaum war diese Meldung verhallt, kam auch schon der nächste Vorschlag:&lt;/strong&gt; Der CEO des Axel Springer Verlages fordert eine &lt;a href="http://winfuture.de/news,48232.html"&gt;Gebühr auf neue PCs&lt;/a&gt;, von der journalistische Angebote im Internet profitieren sollen. Zuvor hatte Verleger Hubert Burda kritisiert, dass Suchmaschinen mit Werbung mehr verdienten als journalistische Angebote im Web, obwohl diese den Content und Suchmaschinen nur den &lt;q&gt;Wegweiser&lt;/q&gt; liefern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für mich stellt sich jetzt die selbe Frage wie bei der Gebühr auf USB-Sticks und Co. Aus welchem Grund wird auf einen theoretischen Zweck eines Gutes versucht, eine Gebühr zu erheben? Und unter welchem fadenscheinigen Argument? 
&lt;br/&gt;
Es hat niemand die Verlage und die Zeitungen im speziellen; oder irgendeine andere Firmen gezwungen, ihre Inhalte auch online bereitzustellen. Und ein neuer PC ist ja nicht automatisch ans Internet angeschlossen. Und selbst wenn er das ist, muss der Besitzer ja kein BILD-Leser sein. Hier sind also 3 Eventualitäten umgangen worden. Wenn die Verlage Geld mit ihren Inhalten machen wollen, müssen sie ihre Online-Angebote an ein Online-ABO o.ä. knüpfen - nur wie lange überleben sie dann noch? 
&lt;br/&gt;
Und ist es nicht eher so, dass die Newsmeldungen der Zeitungen erst durch Google u.a. so leicht und sortiert erreichbar sind, dass eine hohe Zahl an Besuchern auf deren Seiten ströhmt?  
&lt;br/&gt;
Da ist es durchaus legitim, dass Suchmaschinen mehr Werbeinnahmen haben. Immerhin stellen sie eine gigantische Masse an Servern, Mitarbeitern und ihrer Suchtechnologie kostenlos bereit -also Infrastruktur wie sonst Straßen. Nur KFZ-Steuer muss halt für Suchmaschienn keiner zahlen. Nutznießer sind hier also v.a. auch die Onlineangebote der Zeitungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele dieser Firmen, gerade auch Verlage und die Musikbranche haben den Internethype einfach verschlafen und versuchen nun, aus dem letzten Kehricht noch irgendwie Geld zu machen. Etabliert sind im Internet längst andere. Blogs und andere liefern schnelle Informationen, sind unabhängig, persönlich.
&lt;br/&gt;
Außerdem zeigt das Web 2.0, dass viele Internetnutzer an Menschen &lt;q&gt;wie du und ich&lt;/q&gt; interessiert sind. Sie lesen deswegen vermutlich auch lieber Meinungen und Berichte von Personen, die sie kennen oder die zumindest weitaus persönlicher sind als Autoren großer Magazine und Zeitungen.
&lt;br/&gt;
Außerdem bedienen sich die Onlineausgaben von Zeitungen etc. gerne auch der Ergebnisse von Blogs, Twitterern (siehe u.a. die Wahlen im Iran) und recherchieren höchstwahrscheinlich auch mit Google.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die self-made Nnchrichten aus dem Internet haben im Gegensatz zum klasischen Journalismus nur zwei große Probleme:&lt;/strong&gt; Sie sind &lt;strong&gt;nicht kanalysiert&lt;/strong&gt;. Jeder Blog hat meist nur ein Ressort oder nur ein Teilgebiet des Ressorts in seinem Repertoire. Zwar gibt es Blogrolls u.a., aber man muss sich seine Blogs mühsam selbst zusammensuchen, wenn man sich &lt;q&gt;ganzheitlich&lt;/q&gt; informieren will. Außerdem sind die wenigen Versuche, alle Blogs zu kanalysieren, etwa digg und co, noch anfällig für Manipulation etc. Das zweite große Problem: &lt;strong&gt;Jeder kann etwas im Internet publizieren&lt;/strong&gt;. Welche Meinung ist profund? Wem kann man überhaupt vertrauen? Was sind die Quellen? Welches Milieu vertritt der Blogger? Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man die Angebote nutzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der klassische Journalismus zeichnet sich eben durch diese Sortierung, Vielfalt und Vertrauenswürdigkeit aus. Sortiert nach Ressort, ganzheitlich und die Top-News stehen auf der Startseite. Die Quellen sind ersichtlich und die Nachrichten werden mit professionellen Bildern, Videos, Interviews und so weiter aufbereitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andererseits wird der Ruf des Journalismus durch Nebenverdienste von zB Anchormen (ARD und co. sind aktuell unter Kritik), geschalteter Werbung etc. beschädigt. In der Vergangenheit gab es mehrfach Fälle, in denen offensichtlich kritische Berichterstattung über eigene Werbekunden ausbleibe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Misere wird relativ schnell deutlich&lt;/strong&gt;: Am Internet und an der digitalen Revolution allgemein partizipieren wollen alle - Verwertungsgesellschaften im Auftrag der Künstler und großen Firmen, klassiche Medien wie die Zeitung oder das Fernsehen - und eben die Internetgemeinde. Aber dafür tun möchten sie meist nichts.
&lt;br/&gt;
Wenn es darum geht, die Gewinne herauszupressen sind alle vorne dabei. Wenn es aber darum geht, selber etwas bereitzustellen, geht man gerichtlich vor, verhängt strafen von bis zu 2000&amp;#8364; pro verwendetem Musikstück etc. Ohne Fangemeinden im Netz, Foren oder YouTube bliebe für die Künstler eine Menge gratis-Publicity aus. Und ein großer Teil der Musik wird heute online bezogen, über Musicload, ITunes und andere. Trotzdem kriminalisiert man Jugendliche, die Musik in ihren Filmchen verwenden, verlangt selbst bei Aufführung in Schulen Gebühren, schließt inoffizielle Fanforen oder kooperiert nicht mit YouTube.
&lt;br/&gt;
Dabei ist es erwiesen, dass die Besucher von YouTube zB dazu tendieren, eine CD eines Künstlers zu kaufen, wenn man einen Teil seiner Musik dort gehört hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei den Verlagen ist es nicht anders. Sie profitieren von der Suchtechnologie von Google, recherchieren auf Wikipedia und nutzen Blogs und CO. mehr und mehr als Quellen. Ihre Angebote werden erst durch Suchmaschinen häufig geklickt. Und geht es so weiter, wird es bald (über)lebenswichtig, online präsent zu sein. Wer kauft noch Zeitungen, wenn es so vieles online zu lesen gibt. Wer kauft Zeitungen, wenn das Internet mit UMTS und HotSpots jederzeit abrufbar ist, wenn es nicht ein Mal täglich erscheint sondern sekündlich tausende neue Informationen liefert?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es muss ein Interessensausgleich geschaffen werden. Natürlich muss ein Künstler Geld mit seinen Werken verdienen, aber von mir gekaufte Musik muss ich auch speichern können ohne Geld auf USB-Sticks zu zahlen. Natürlich muss sich Qualitätsjournalismus noch lohnen, denn wer stellt professionelle Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung? 
&lt;br/&gt;
Aber nur wenn man sich Technologie auch in Zukunft leisten kann, kann der erst 15 Jahre alte &lt;q&gt;Markt Internet&lt;/q&gt; weiterhin wachsen. Nach gut-dünken Gebühren auf alles was damit zu tun hat zu erheben, weil im internet ja nur raubritterturm betrieben wird (zumindest nahc Ansicht einiger Vertreter der Industrie) erstickt die digitale Revolution - und dann kann keiner mehr profitieren. Auch 12-jährige Bubis zu ermahnen, Eltern tausende Euro Strafe zahlen zu lassen, Fanvideos sperren zu lassen oder Foren zu schließen bedeutet eienn erheblichen Imqageschaden. Die null-toleranz hat sich nicht ausgezahlt. Man kann einfach nicht alle kontrollieren, irgendwo werden auch in deiser Sekunde Musikstücke in Videoportale eingestellt. 
&lt;br/&gt;
Die sehr sehr junge Geschichte hat aber leider gezeigt, dass Interessenausgleiche nirgendwo gelingen. Beim Rauchverbot kennt die Politik fast nichts als Extreme: Entweder überall doer gar nicht. Klimaschutz? Entweder fossile Energie oder nur noch Erneuerbare. Entweder Steuersenkungen oder Erhöhungen. Es wird nciht nach dme meisten Nutzne gefragt, es wird das eigene Interesse meist zum späteren eigenen schadne rigoros durchgesetzt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn es in Zukunft nicht gelingt, im Bezug auf Urheberrechte einen Konsens zu finden, dann schadet das allen. Ein Vertriebsmedium wie das Internet sucht seinesgleichen. Es ist das dominierende Medium der Zukunft - aber es bricht unter Bürokratie und nutzlosen Gebühren zusammen. Klassischer Journalismus hat angesichts der beschränktheit der Printmedien ganz allein keine Zukunft mehr, nur im Verbund mit Onlineangeboten gelingt es. Und werden immer mehr Gebühren erhoben, kann sich eh bald keiner mehr dessen Nutzung leisten - oder er traut sich nicht mehr, vor Bürokratie, Abmahnanwälten und Verfolgung. Und dann macht der Letzte das Licht aus...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/ESGHSrNgjXI" height="1" width="1"/&gt;</description>
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		<item>
			<title>Und wer rettet die Zukunft?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/YWP2hbG7hLA/cdu-regierungsprogramm</link>
			<description>&lt;p&gt;Stolze &lt;em&gt;50 Milliarden&lt;/em&gt; Entlastung verspricht die Union da dem &lt;del&gt;Wähler&lt;/del&gt; Bürger für die nächste Legislaturperiode. Dass sie damit Begeisterungsstürme auslösen wird, steht für sie dabei offenbar jetzt schon genauso fest wie, dass sie dann erneut die Regierung stellen wird. Denn mit einem &amp;bdquo;Wahlprogramm&amp;ldquo; gibt sie sich erst gar nicht ab und bringt stattdessen gleich ein &lt;a href="http://www.regierungsprogramm.cdu.de/" title="CDU/CSU - Regierungsprogramm 2009 &amp;#8211; 2013 (pdf)"&gt;&amp;bdquo;Regierungsprogramm 2009-2013&amp;ldquo;&lt;/a&gt; heraus.
Wer könnte, denken sie sich wohl, auch ein derart verlockendes Angebot ablehnen? Mehr Kindergeld, mehr Bildung, mehr Familienförderung &amp;#8211; und das alles bei &lt;em&gt;weniger Steuern&lt;/em&gt;! So was bekommt man nicht mal bei der Linken! &lt;br/&gt;
Und für mich bleibt da eigentlich nur noch &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; Frage offen:&lt;/p&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Halten die uns tatsächlich für &lt;em&gt;so&lt;/em&gt; dumm, für wie die uns hier verkaufen wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br/&gt;
&lt;p&gt;Offenbar, ja! Deren Vertrauen in die bildungssenkende Wirkung von BILD, RTL und G8 geht sogar so weit, dass sie für die Wahl im September anscheinend auf eine totale geistige Sonnenfinsternis beim Wähler setzen und noch nicht einmal den Ansatz eines Versuches unternehmen eine wie auch immer geartete Gegenfinanzierung vorzulegen. Stattdessen hofft man wohl einfach darauf, dass niemand auf die abwegige Idee kommt, die Umsetzbarkeit ihres Programms auch noch zu hinterfragen. &lt;br/&gt;
Innerhalb der Union herrscht zu diesem Thema mittlerweile offenbar ein regelrechtes Diskussionsverbot und, &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,7599210,00.html"&gt;wenn es doch einmal jemand wagt&lt;/a&gt;, die Worte &amp;#8222;Steuern&amp;#8220; und &amp;#8222;Erhöhung&amp;#8220; irgendwie in Verbindung miteinander auszusprechen, muss derjenige wohl schon froh sein, wenn sich die große Vorsitzende &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,633276,00.html"&gt;mit einem demütigen Widerruf zufrieden gibt&lt;/a&gt; und nicht auf den sofortigen Parteiausschluss besteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als dann noch der derzeitige Finanzminister &lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/783076?inPopup=true"&gt;im heute-journal&lt;/a&gt; mehr oder weniger unumwunden zugab, dass man zwar selbstverständlich nach der Wahl Steuern erhöhen und Ausgaben kürzen müsse, dies aber vor der Wahl leider nicht aussprechen könne, dachte ich der Gipfel der Unverschämtheit wäre endgültig erreicht - bis plötzlich ein Pofalla vor mir auftauchte und mal eben &lt;a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/989632/"&gt;&lt;em&gt;jedwede&lt;/em&gt; Steuererhöhung für die nächsten 4 ½ Jahre kategorisch ausschloss&lt;/a&gt;. &lt;br/&gt;
Da weiß man als Bürger und potentieller Wähler wirklich nicht mehr, ob man jetzt lachen, weinen oder Amoklaufen soll. Was für ein Glück, dass unsere Volksvertreter wenigstens bei der angeblichen Verschärfung der Waffengesetze keine populistischen Entscheidungen getroffen haben, sondern lieber den echten &lt;del&gt;Lobbyisten&lt;/del&gt; Experten vertraut haben - sonst fiele selbst diese &lt;em&gt;Wahl&lt;/em&gt;möglichkeit weg! &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber vielleicht sehen unsere Volksvertreter das alles ja auch einfach nur realistischer als wir - haben sich schon mit dem unvermeidbaren Ende Deutschlands abgefunden? Sind nur noch als Palliativpolitiker tätig und sagen sich: Wenn&amp;#8217;s eh schon zu Ende geht, dann können wir davor doch wenigstens noch ein letztes Mal richtig auf den Putz hauen. &lt;br/&gt;
Aber selbst wenn es so wäre, wäre ein wenig mehr Offenheit nicht schlecht. Denn einem todkranken Patienten gegenüber sollte man doch zumindest ehrlich sein - damit er wenigstens noch sein Testament schreiben kann, um festzuschreiben, wer sein Erbe einmal ganz sicher &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; bekommen soll!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber wahrscheinlich werden sie&amp;#8217;s uns &lt;em&gt;genau&lt;/em&gt; deswegen nicht sagen. So können sie den Karren zuerst in aller Ruhe an die Wand fahren, mit ihrer Staatskarosse Fahrerflucht begehen und sich dann mit einer üppigen Rente und einem kleinen Nebenjob bei Gasprom und Konsorten irgendwo im Ausland zur Ruhe setzen. &lt;br/&gt;
Auf dem Schuldenberg werden dagegen wir sitzen bleiben &amp;#8211; und ich bin mir sicher, auf diesem wird Platz genug für uns alle sein. Und zum Zeitvertreib gibt's für jeden gute 1000 Seiten Quelle-Katalog, mit lauter schönen Dingen, die wir kaufen könnten &amp;#8211; wenn es noch irgendwo Geld gäbe&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/YWP2hbG7hLA" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/68/cdu-regierungsprogramm</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-07-01T20:14:28+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Hey, hast du da ein IPhone? </title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/wd9w8b4vH7M/iphone</link>
			<description>&lt;p&gt;Ja, hinreichend cool zu sein ist ja immer eine zentrale Lebensaufgabe. Ab 219 Euro gibt's deswegen aus dem Silicon Valley in San Franciso, Kalifornien aus Steve Jobs Designmanufaktur &lt;q&gt;Apfel&lt;/q&gt; was gesundes - den I-Pod Touch. Unfassbar, der hat tatsächlich einen Touchscreen. Und noch unglaublicher - der hat 8 Gigabyte Speicher! Das hieße, man könnte bis zu 7.000 Songs abspeichern - theoretisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gut, es hat sich jetzt noch niemand die Frage gestellt, wer denn 7.000 Songs am Stück hören kann und ob es wirklich 7.000 hörenswerte Songs gibt. Aber das spielt bei dem, was ich auf den meisten I-Pods so sehen oder hören kann auch keine Rolle. Die ganze Musik ist da eh scheiße. Es hat sich auch noch niemand gefragt, warum man mit einem 3,5 Zoll Display ins Internet gehen muss. Vielleicht hat auch noch kaum einer der Besitzer darüber nachgedacht, dass vergleichbare MP3-Player nur die Hälfte kosten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiter geht's mit dem oberstylischen &lt;em&gt;I-Phone&lt;/em&gt; - sowas wie &lt;q&gt;Ich-Telefon&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Innovation-Telefon&lt;/q&gt;, je nachdem wofür das I gerade steht. Am Montag kam, (unglaublich, oder??!!) die dritte Generation des 600&amp;#8364;-Schmuckstücks raus. Neben zighundert sogennanten &lt;q&gt;Apps&lt;/q&gt; (etwa Wasserwaage, Taxi-Ruf und Ausgabenrechner) gibt's da dann auch noch eine Kamera, die aktuell zwar keine Videos aufnehmen kann, aber was macht das schon bei 2 Megapixeln. Mit dem &lt;q&gt;3G[s]&lt;/q&gt; geht das ja jetzt alles, nur eben wieder etwas teurer. Warum ein Mobiltelefon neuerdings auch schlechte, rauschende Bilder aufnehmen können muss, weiß der Geier. Die Fachpresse jedenfalls lauert schon wie eine Meute Geier auf das neue Gerät für 1200 D-Mark, gut, wenigstens ohne Vertrag. Mit geht's billiger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Krone der Apfelschöpfung ist gewiss der Macintosh, ein Personal Computer nur mit schniekem Design und einem megatollen Betriebssystem. Der billigste kostet dich 599 Euro, also etwa 1200 D-Mark. Dafür gibt es dann ein Betriebssystem, dass eigentlich nur mit Apple-eigener Software nützlich wird. Gut, beim Browser &lt;q&gt;Safari&lt;/q&gt; haben die Kollegen zumindest in der Version 3 bei Opera abgeschaut. Und IPhoto ist auch nur Picasa mit anderem Namen. Aber wen stört's.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin können alle Apple-Produkte vor allem eins: &lt;q&gt;Megageil&lt;/q&gt; aussehen. Eloxiertes Aluminium, Glas, Shining-Displays, klare Konturen (ich gerate gleich in Ekstase). Und sie kosten einiges. Aaaaber...die Jugend sieht damit auf jeden Fall gut aus. Und man muss sagen, jedem Apple-Besitzer sieht man seine Bonität direkt an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andererseits haben es einem die größten Erzfeinde aus Redmond, Washington nicht wirklich schwer gemacht, der Versuchung zu verfallen, das gesamte Taschengeld umgehend Steve Jobs auszuhändigen. Windows Vista war zwar für mich ein tolles Betriebssystem, aber die Software die mit eienm Mac kommt ist wirklich wesentlich schöner und produktiver. Auch passt alles toll zusammen. Man muss auch keine nervige Produktaktivierung durchführen, wenn man seine Grafikkarte wechselt. Und der &lt;q&gt;Zune&lt;/q&gt;, angeblicher I-Pod-Killer von Microsoft, hat's nicht so ganz drauf. Ihn gibt's deswegen auch nicht einmal in Europa.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ja, richtig neidisch muss ich zugeben, dass mein Medion-PC nicht so stylisch und flink ist wie ein Mac. Die Hardware passt halt mal besser mal schlechter auf's Betriebssystem.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem ist es mir das echt nicht wert, und ich bleibe bei meinem Nokia 3310, dem 128MB MP3-Player und einem Windows Vista...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/wd9w8b4vH7M" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">technik/66/iphone</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-06-20T09:36:29+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/technik/66/iphone</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Wenn Parteien Werbung machen ...</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/2z7vvUIdJdA/europawahl-werbung</link>
			<description>&lt;p&gt;... schließlich genügt es nicht, zu wissen, dass es eine bestimmte Partei gibt, man muss auch überzeugt werden, warum man gerade diese wählen soll. Zum Lesen ganzer Wahlprogramme wird jedoch kaum jemand Zeit haben und so böten die etwa 1:30 langen Werbespots, die jeder Partei im öffentlich rechtlichen Fernsehen zustehen, doch eigentlich die ideale Plattform dem Wähler das eigene Programm zumindest in groben Zügen näher zu bringen, &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;eigentlich&lt;/em&gt; ...&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:right; text-align:center;"&gt;Werbespot der CDU: &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UHZOb6fN6KE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/UHZOb6fN6KE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Fangen wir an mit der Partei, die sich &amp;#8211; &lt;a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/7125/umfrage/sonntagsfrage-zur-europawahl/"&gt;den Umfragen zur Folge&lt;/a&gt; &amp;#8211; die größten Chancen ausrechnen darf: Der CDU. Inhalte braucht es dazu offenbar nicht - zumindest sind diese im TV-Spot der Union rar gesät. &lt;br/&gt;
Aber warum sollte man auch etwas verändern, wenn doch eh schon alles bestens ist? Und wenn wir auch diesmal unser Kreuz brav an der rechten Stelle machen, dann wird das auch für immer so bleiben. Dies zumindest scheint der Spot vermitteln zu wollen. Zu sehen gibt es hier vor allem viele lachende Gesichter, die frohen Mutes ihrer Beschäftigung nachgehen, dazu eine Stimme aus dem Off, die uns sagt wie schön doch alles sei und ... zum Schluss darf noch Angela Merkel eine Botschaft an ihr Volk richten. Warum weiß ich auch nicht - schließlich tritt sie am Sonntag ja gar nicht an, aber wahrscheinlich hat sie sich einfach aufgedrängt - denn wenn unsere Bundeskanzlerin eine Kamera sieht, dann kann sie gar nicht anders, dann muss sie einfach irgendetwas rein sagen - egal, was. &lt;br/&gt;
Insgesamt wirkt der Spot auf mich ein wenig wie die Werbekampagne einer Supermarktkette &amp;#8211; und vor allem: genauso glaubhaft.&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:left; text-align:center;"&gt;Werbespot der SPD (Teil 1): &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/65fij17NfRg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/65fij17NfRg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Der Spot der anderen sogenannten großen Volkspartei wirkt dagegen wie eine animierte Collage der besten SPD-Wahlplakate - was in diesem Fall aber gar nicht so schlecht ist, da diese durchaus sehenswert sind. Zwar wird einem die Wahl der Sozialdemokraten hierbei nur nach dem Ausschlussprinzip nahegelegt, aber dafür ist es wenigsten unterhaltsam. &lt;br/&gt;
Im &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=N6ukRNHJ5KA"&gt;zweiten Teil&lt;/a&gt; wird dann, wenn auch nur oberflächlich, so etwas wie ein "Programm" zumindest gestreift und - Überraschung - sogar der Spitzenkandidat für die Europawahl, kommt kurz zu Wort bevor auch hier der Kanzlerkandidat den Abschluss bildet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber, das kann man schon noch als Europa-Wahlkampfspot gelten lassen - zumindest, wenn man ihn mit dem von der CSU vergleicht:&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:right; text-align:center;"&gt;Werbespot der CSU: &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/04EeSu5hdG0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/04EeSu5hdG0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Hier wird man nämlich gleich vom Parteivorsitzenden (der selbstverständlich &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; zu Europawahl antritt) begrüßt und am Schluss wieder von ihm verabschiedet. Und dazwischen gibt es - genau! - noch mehr Seehofer! &lt;br/&gt;
Die CSU hat nämlich offenbar jede Kosten und Mühen gescheut und lässt einfach ihren Vorsitzenden einen 1:18 langen Monolog in die starr auf ihn gerichtete Kamera und an das spätestens nach den ersten Worten eingeschlafene Fernsehpublikum sprechen - an eine wie auch immer geartete Botschaft kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. &lt;br/&gt;
Irgendwie scheint es fast so, als hätte sich die CSU schon damit abgefunden, dass sie es diesmal an der deutschlandweiten 5%-Hürde scheitert und es nicht mehr ins EU-Parlament schafft - der fast flehende Aufruf, doch bitte die CSU zu wählen, am Schluss lässt zumindest mich mit diesem Eindruck zurück...&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:left; text-align:center;"&gt;Werbespot der Linken: &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n0grbGRc-BA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/n0grbGRc-BA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Nach einem weiten Sprung auf die andere Seite des politischen Spektrums finden wir dann &lt;em&gt;ausgerechnet&lt;/em&gt; bei Linkspartei so etwas wie Inhalten. Die haben zwar nur wenig bis gar nichts mit Europa zu tun, sondern betreffen vielmehr zu großen Teilen bundespolitische Themen, aber dann können sie den Spot immerhin im Herbst wieder verwenden. Und, das soll auch noch lobend erwähnt sein, die Linke traut sich immerhin nach den obligatorischen Auftritten von Gysi und Lafontaine auch ihren &lt;del&gt;Opa&lt;/del&gt; Kandidaten kurz zu zeigen - &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; er darf sogar seinen Slogan für den Europawahlkampf verkünden:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&amp;bdquo;Gemeinsam für den Wechsel&amp;ldquo;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Na, dann machen wir das doch gleich mal - und wechseln von rot nach gelb, zu den Kollegen von der FDP:&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:right; text-align:center;"&gt;Werbespot der FDP: &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/J9OIxeU-2fI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/J9OIxeU-2fI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Und immerhin - den Liberalen kann niemand vorwerfen, sie würden ihre Spitzenkandidatin verstecken - vielmehr beherrscht Silvana Koch-Mehrin fast den ganzen Spot. Sie ist allerdings vermutlich auch die einzige Spitzenkandidatin, der es gelungen ist deutschlandweit Bekanntheit zu erlangen - wenn auch &lt;a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/fdp132.html"&gt;nicht gerade auf positive Weise&lt;/a&gt;. &lt;br/&gt;
Zwischen ihrer Begrüßung und ihrem Schlussmonolog im Guido-Knopp Stil (Halbsatz - Schnitt - andere Kameraeinstellung - Halbsatz - Schnitt - andere Kameraeinstellung - Halbsatz...) präsentiert sie dem Wähler ein Best-of der Leistungen der FDP: Deutsches Grundgesetz, deutsche Wiedervereinigung und Deutschland wird Fußballweltmeister - all das verdanken wir offenbar der FDP (&lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/fdp-three-points/"&gt;angeblich möchte sie uns sogar zu besseren Ergebnissen beim Eurovision Song Contest verhelfen&lt;/a&gt;) und wenn wir auch weiterhin so tolle Erfolge haben möchten, dann sollen wir wohl FDP wählen. &lt;br/&gt;
Irgendwie scheint die FDP wohl eine Mischung aus den beiden Schwesterparteien der Union zu sein - zumindest in Punkto Wahlkampfspots.&lt;/p&gt;

&lt;div style="; padding:5px; font-style: italic; color: #888; float:left; text-align:center;"&gt;Werbespot der Grünen: &lt;br/&gt;
&lt;object width="240" height="160"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0KJMj9nsPjg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/0KJMj9nsPjg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="240" height="160"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Konsequenterweise erinnert der Werbespot der Grünen stark dem der Sozialdemokraten: Eine - durchaus witzig anzuschauende - Animation führt dem Zuschauer vor Augen, was ihn erwartet, sollte er nicht die Grünen wählen: &lt;br/&gt;
Eine Dominoday-Apokalypse! &lt;br/&gt;
Und die einzigen die dieses &lt;del&gt;TV-Spektakel&lt;/del&gt; Katastrophen-Szenario aufhalten kann, sind natürlich die Pappkameraden von den Grünen und ihr Wahlkampfslogan:&lt;/p&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="; font-size:250%; line-height:100%; color:#1C4A14; font-weight:bold; text-align:center;"&gt;WUMS!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Toll! &lt;br/&gt;
Eines muss man den Grünen aber zu Gute halten: Sie haben tatsächlich verstanden, dass bei der Europawahl &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; die Spitzenkandidaten für den &lt;em&gt;Bundestag&lt;/em&gt; zur Wahl stehen und möglicherweise sind sogar die Kandidaten für das EU-Parlament am Schluss noch kurz zu sehen - sicher bin ich mir aber nicht, &lt;br/&gt;
schließlich hab ich die ja noch nie gesehen...&lt;/p&gt;

&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;Irgendwie scheint das &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Trend in diesem Wahlkampf zu sein - bloß nicht die eigenen Kandidaten zeigen. Und das aus gutem Grund: Denn dann würde ja jedermann sehen können, wie wichtig die Parteien die EU in Wirklichkeit nehmen - nämlich gar nicht! &lt;br/&gt;
Und es steht zu befürchten, dass viele Bürger zumindest diese Botschaft der Parteien verstanden haben und sich lieber ein schönes Wochenende machen, als zur Wahl zu gehen. &lt;br/&gt;
Wer könnte es ihnen verdenken?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Übrigens: Eine Übersicht mit den Wahlkampfspots aller Parteien gibt es auf &lt;a href="http://www.wahlumfrage.de/?p=1494"&gt;Wahlumfrage.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/2z7vvUIdJdA" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/65/europawahl-werbung</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-06-06T12:35:32+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/65/europawahl-werbung</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Und dann...bauten sie eine Shoppingmall</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/6jol-KAN_Kg/shoppingmall</link>
			<description>&lt;p&gt;Es ist um das Jahr 1900, als die Geschäfte noch familiär sind. &lt;q&gt;Antiquariat Müller&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Stoffe &amp; Nähgarn Meier&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Lebensmittel Bergmann&lt;/q&gt; heißen die Läden, zwischen denen die Bürger in der Einkaufsstraße pendeln. Jeder kleine Laden führt andere Güter, hat sich spezialisiert und steht seit langem in Familienbesitz - so will es die Tradition. Die Gebäude passen architektonisch gesehen wunderbar zusammen, auch wenn jedes seinen individuellen Charakter besitzt. Es geht weder um ausschweifendes Flanieren noch um zielgerichtetes Gestürme durch die Läden.&lt;/p&gt;

&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/gesellschaft/shoppingmall-1.png" desc="Stadtbild 1900"&gt;&lt;/img&gt;

&lt;p&gt;Was dann kommt, ist so bemerkenswert wie einmalig. &lt;strong&gt;Die Antithese&lt;/strong&gt; des Marktes quasi - einige der Einzelhändler expandieren.
&lt;br/&gt; 
Darunter unter anderem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_Tietz"&gt;Leonhard Tietz&lt;/a&gt;, jüdischer Abstammung und ausgestattet mit einem &lt;strong&gt;einzigen&lt;/strong&gt; Textilgeschäft in Stralsund, 1879. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft stirbt er 1914, doch von seinem Sohn Alfred Leonhard Tietz wird das Geschäft fortgeführt. Bereits 1930 war Tietz an 43 Standorten präsent, mit 15.000 Mitarbeitern. Mit Gerhard Tietz leitete er das Unternehmen, bis es 1933 von den Nazis enteignet wurde. Der Zerschlagung des Konzerns &lt;q&gt;Leonhard Tietz AG&lt;/q&gt; entging man mit der Umbenennung in die &lt;q&gt;Westdeutsche Kaufhof AG&lt;/q&gt; - &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhof"&gt;Kaufhof&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus der gleichen Familie schreibt ein andere Mann eine ähnliche Geschichte - &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Tietz_(Hertie)"&gt;Hermann Tietz&lt;/a&gt;. 1882 finanzierte er das Warenhaus seines Neffen Oscar Tietz in Gera mit. Oscar wiederum war Bruder von Leonhard (s.o.). Auch Hermann Tietz expandierte, baute prunkvoll am Alexanderplatz in Berlin, begründete das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alsterhaus"&gt;Alsterhaus&lt;/a&gt; in Hamburg. Zusammen kontrollierten Oscar und Hermann den Südosten der Republik mit ihren Kaufhäusern, den ersten ihrer Art in Deutschland neben denen von Leonhard im Westen. Oscar Tietz übernahm 1927 schließlich das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_des_Westens"&gt;KaDeWe&lt;/a&gt; in Berlin. 1933 wurde auch dieser Teil der Familie Tietz enteignet, von den Nazis. Der Konzern &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hertie_Waren-_und_Kaufhaus"&gt;Hertie&lt;/a&gt; (Zusammengesetzt aus &lt;q&gt;&lt;strong&gt;Her&lt;/strong&gt;mann &lt;strong&gt;Tie&lt;/strong&gt;tz&lt;/q&gt;) ging nach dem Krieg trotz herber Filialverluste wieder auf. &lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;1881 startete ein dritter Großer, ganz klein - &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolph_Karstadt"&gt;Rudolph Karstadt&lt;/a&gt;. &lt;q&gt;Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt&lt;/q&gt; hieß sein erstes Geschäft in Wismar - noch heute Stammhaus von Karstadt. Anstatt auf das übliche Feilschen um die Preise zu setzen, wie viele es taten, setzte Karstadt neben der Familie Tietz auf damals gänzlich ungewöhnliche &lt;strong&gt;Festpreise&lt;/strong&gt;. In 24 Städten Norddeutschlands konnten schnell Filialen errichtet werden. Ab 1911 kamen Eigenfabrikationen von Bekleidung zum Verkauf. Nach der Akquise der Hertie-Warenhäuser 1994 und einer Fusion mit Quelle entstand der heutige Arcandor-Konzern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der vierte große Warenhauskonzern startete spät, aber fulminant - &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horten_AG"&gt;Horten&lt;/a&gt;, benannt nach Gründer Helmut Horten, der übrigens im Düsseldorfer Kaufhaus Leonhard Tietz gelernt hatte. 1936 übernahm er das jüdische Kaufhaus Alsberg in Duisburg, bei dem er nach seiner Lehre Angestellter gewesen war. Bis 1939 übernahm er 6 weitere Warenhäuser u.a. emigrierter Juden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere Kaufhausketten der ersten Stunde waren: Der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wertheim-Konzern"&gt;Wertheim-Konzern&lt;/a&gt;, das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hansa_AG"&gt;Kaufhaus Wonker&lt;/a&gt; (oder auch: Hansa AG) und das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Althoff"&gt;Kaufhaus Althoff&lt;/a&gt;.

&lt;p&gt;Dies alles führt uns auf die &lt;strong&gt;Variatio&lt;/strong&gt; für &lt;q&gt;Kaufhauskonzern&lt;/q&gt; zu. Bei Kriegsende stehen &lt;strong&gt;vier&lt;/strong&gt; große Warenhauskonzern in den Innenstädten, dazu mehrere kleinere. Mit den besten Standorten sind es Karstadt, Kaufhof und Hertie, leicht abgeschlagen und blutjung Horten. Aus Einzelhändler zwischen Dutzenden anderen in den Innenstädten hatten sich wenige davon aufgemacht, ein ganzes Land mit Waren zu versorgen - bis 1933 ist quasi von einer &lt;q&gt;Gründerzeit&lt;/q&gt; zu sprechen. Noch bemerkenswerter war, dass die Innenstädte nicht merklich litten. Eine gewisse Synergie zwischen Einzelhandel und Kaufhäusern ist wohl ebenso zu bemerken, wie die absolute Stimmigkeit mit der &lt;a href="http://www.dhm.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/DieZuspitzungDesKaltenKrieges/Wirtschaftswunder/"&gt;Wirtschaftswunderzeit&lt;/a&gt; um 1955.&lt;/p&gt;

&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/gesellschaft/shoppingmall-2.png" desc="Innenstädte um 1950"&gt;&lt;/img&gt;    

&lt;p&gt;Die Architektur der meisten dieser Warenhäuser ist eindeutig der Wirtschaftswunderzeit zuzurechnen, noch heute. Orange, Beige, Braun. Messinggriffe, Schwingtüren, ein Restaurant in jedem Warenhaus, dieser leicht muffige, aber willkommene Geruch beim Betreten. Vor allem die Horten AG blühte in dieser Zeit auf. Geld war zwar immer noch knapp, aber zum Flanieren, dem ausführlichen Shoppen reichte es. Mit einem Restaurantbesuch  konnte ein Einkauf auch einen halben Tag dauern; die Geschäfte waren für damalige Verhältnisse modern und sehr gut besucht. Alles an einem Ort, auf 10.000 und mehr Quadratmetern. Kaufhäuser und Einzelhandel gingen Hand in Hand, die Käufhäuser fügen sich auch architektonisch gut ins Stadtbild ein.&lt;/p&gt;  

&lt;p&gt;Das Ende des Wirtschaftswunders spätestens mit Ende der 70er Jahre markiert auch das Ende dieses Märchens von expandierenden Kaufhauskonzernen. Mit der wirtschaftlichen Flaute kam vor allem eines wieder auf: Zielgerichtetes, sparsames Einkaufen. Neben der Boomzeit der Lebensmittel-Discounter ist dies auch die Zeit der Depression der Kaufhäuser. Irrentable Standorte wurde aufgegeben, dem Billigsegment wurde sich u.a. in Gestalt der Merkur und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhalle_AG"&gt;Kaufhalle&lt;/a&gt; AG angeglichen. Der Mittelakt des Dramas. Das Problem war aber nicht in den Griff zu kriegen. Geschäfte mit mehr als 10.000 Quadratmetern setzen eine starke Kundenfrequenz voraus, lange und ganzheitliche Einkäufe (klassische Warenhäuser wie eben Kaufhof sind Vollsortimentler, bieten alles an, also muss der Kunde auch alle angebotenen Güter nachfragen) gleichermaßen. In der Wirtschaftsflaute war Schluss damit, Schluss mit dem Flanieren. Filialschließung brachte keine Heilung, also blieb nur eine zweite Flucht nach vorne, die zunächst nur das größte Opfer der Krise erkannte: Horten. 1988 brachte sie einen neuen Typ von Warenhäusern auf den Markt: Galeria. Die Galeria-Horten trugen diese Namenszug deutlich sichtbar am Neonschild, zunächst waren es nur Heidelberg und Münster.
&lt;br/&gt; 
&lt;em&gt;Klassische Warenhäuser&lt;/em&gt; sind künstlich belüftete, fensterlose, meist noch mit abstoßendem Teppich und Neon-Beleuchtung ausgestattete Komplexe. &lt;em&gt;Die Galeria-Filialen waren ganz anders&lt;/em&gt;. Helle, freundliche Farbgebung meist in Weiß und mit die-Monotonie-brechenden Fensterelementen. Dazu kommen Einzelhändler im Warenhaus, etwa Lottostellen oder Friseure. Pflanzliche Ausgestaltung und frische Dekoration waren weitere Merkmale. 1988 war die Krise der Warenhäuser aber schon zu weit fortgeschritten, das Galeria-Konzept kam zu spät. Und so setzte ein, was in der Marktwirtschaft immer in Krisenzeiten einsetzt: &lt;strong&gt;Konzentration des Marktes&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die perfekte Synthese findet statt. Karstadt schluckt 1994 die Warenhäuser von Hermann Tietz, also die Warenhauskette Hertie. Leonhard Tietz' Kaufhof übernimmt Horten - eine Ironie, hatte doch Horten bei Tietz gelernt und dann jüdische Geschäfte übernommen. Horten hatte zuvor bereits die Geschäfte von Salman Schocken übernommen, Hertie hatte vor der Übernahme durch Karstadt den Wertheim-Konzern übernommen...und so weiter und so weiter. Die Spirale drehte sich, drehte sich bis 1994. Status: Von 4 großen Warenhauskonzernen und etlichen kleinen Ketten waren nur die Stärksten geblieben: Karstadt und Kaufhof. Kaufhof aber auch nur als Teil eines weit größeren Konzerns, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_AG"&gt;Metro&lt;/a&gt;.   

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und dann...bauten sie eine Shoppingmall...&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;   

&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/gesellschaft/shoppingmall-3.png" desc="Innenstadt 1980-heute"&gt;&lt;/img&gt;  

&lt;p&gt;Es ist in jeder erwähnenswerten Stadt das gleiche Spiel. Sie bauten eine Shoppingmall...und die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fußgängerzone"&gt;Fußgängerzone&lt;/a&gt; mit den Einzelhändler &lt;strong&gt;und&lt;/strong&gt; den Warenhäusern starb. Ein Einkaufszentrum vereint Einzelhändler, nur eben die moderneren. &lt;q&gt;Confection Müller&lt;/q&gt; wird eben &lt;q&gt;H&amp;M&lt;/q&gt;, dazu noch ein Coffee-Shop, ein Schmuckladen, ein Eisverkäufer und jede Menge andere &lt;q&gt;trendige&lt;/q&gt;, kleine Läden. &lt;strong&gt;Nicht, dass man sie nicht in der Fußgängerzone hätte ansiedeln können, da wäre Platz gewesen. Es wäre halt nur nicht so prestigeträchtig gewesen.&lt;/strong&gt;&lt;q&gt;Unsere Stadt hat jetzt...ein Einkaufzentrum&lt;/q&gt;, klingt natürlich nach etwas. In den Ohren der Shoppingtouristen, in den Ohren der Bürger, in den Ohren der Politiker. Natürlich, jeder liebt es. Alles an einem Ort, perfekt inszeniert, überdacht. Kulinarisches, Bekleidung, Elektronik und Haushaltsbedarf. Es tat nur der Innenstadt nicht gut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuerst setzt eine &lt;strong&gt;Abwanderung&lt;/strong&gt; ein, in meiner Stadt war es so, wahrscheinlich auch in deiner oder Ihrer. Geschäfte mit hohem Anspruch und meist Teil einer Kette wandern ins Einkaufszentrum ab. Dadurch sinkt die Attraktivität der innerstädtischen Einkaufsstätten wie eben Fußgängerzonen, weil diese Magneten fehlen. Den umliegenden Geschäften fehlt nun ein überragendes, Kunden-anziehendes Geschäft, welches für sie einige seiner Kunden zusätzlich abwirft. Die Synergie ist gebrochen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann kommt es zur &lt;strong&gt;Substitution&lt;/strong&gt;; zumindest wird der Versuch dieser unternommen. Der &lt;q&gt;50Pfennig-Shop&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Alles Saubillig, megabillig, am billigsten&lt;/q&gt; ziehen in ehemals attraktive Ladenlokale. Die Mieten sind aufgrund der Abwanderung niedrig, Nährboden für eben solche &lt;q&gt;Heuschrecken&lt;/q&gt;. Das Problem ist, dass kaum jemand hier einkaufen möchte. Die Qualität ist gering, viele Produkte erfüllen gar keinen Nutzen, ein Einkauf hier ist im Bürgertum verpönt. Diese Nachbarschaft ist für verbleibende Geschäfte von besserem Ruf Negativwerbung, der Standort gilt von nun an als Chancenlos. Alles was Rang und Namen hat ist nun, außer eben den großen Kaufhäusern, im Einkaufszentrum. Insolvenzen und weitere Abwanderung führen zu fatalem Ladenleerstand, die Innenstadt verkümmert an der Geltungslosigkeit des Standortes für die Wirtschaft. Verfall der Gebäude ist ebenso Folge wie eine Abwertung des gesamten Bezirks.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenig angepasst, und dies muss man klar dem Missmanagement zurechnen, haben sich in dieser Situation auch und entscheidend die Kaufhäuser. Es waren eh nur zwei Konzerne, aber diese gelten inzwischen als absolut eingestaubt - &lt;q&gt;alte-Leute-Laden&lt;/q&gt; schimpft man bei mir in der Stadt gerne. Die Architektur und Innenausstattung noch aus den 60ern und 70ern, das Warenangebot konservativ und an Standorten, denen die Malls den Rang abgelaufen haben. Die Güter die man im Warenhaus bekommt gibt es in moderneren, ansprechenderen, und besser-positionierten Shops im Einkaufszentrum. Architektonisch und Städtebaulich passen die alten Fassaden der Kaufhäuser längst nicht mehr ins Bild, vielleicht hast du ja mal von den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hortenkachel"&gt;Horten-Kacheln&lt;/a&gt; gehört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwischenzeitlich belebte Karstadt den alten Namen Hertie (s. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hertie_GmbH"&gt;Hertie GmbH&lt;/a&gt;) wieder, was aber rein gar nichts mehr mit Hermann Tietz altem Imperium zu tun hatte. Irrentable Karstadt-Filialen wurden in den Namen Hertie abgeschoben. Anschließend ging alles an XY-Investoren, die dieses Jahr damit endgültig Pleite machten - Hertie starb ein zweites Mal, nur im Zwecke einer vermeintlichen Gesundschrumpfung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch Nobelstandorte wie das KaDeWe, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oberpollinger"&gt;München-Oberpollinger&lt;/a&gt;, das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carsch-Haus"&gt;Carsch-Haus&lt;/a&gt; (trägt übrigens als einzigstes Gebäude überhaupt noch das alte Horten-Logo) oder München am Bahnhof können die Konzerne nicht retten. Ab 2008 erwägte die Metro eine Abstoßung von Kaufhof, aber die Finanzkrise brachte sie vorläufig zum Umdenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Damit haben wir den Status von heute erreicht - willkommen zurück im Jahr 2009&lt;/strong&gt;. Heute stehen wir erneut mitten in der Krise - wie 1980. Die Innenstädte haben keine städtebauliche Harmonie mehr. In Dutzenden und Aberdutzenden Großstädten haben die Stadtplaner versagt, als sie Shoppingmalls auf die grüne Wiese oder in die Innenstädte setzten. Die Wirtschaftskrise ab den 80er-Jahren brachte die Warenhäuser fast zu Fall, die Malls vernichteten die Fußgängerzonen. Leerstand, Verfall, Verschiebung der Zentren. Dieses Mal sind es zwei Krankheiten, die die Kaufhäuser einholen. Die Wirtschaftskrise seit 2008 - und die Überalterung des Image dieses ehemaligen Boom-Business. Die Standorte wurden vielfach nicht gepflegt, Sortimente kaum angepasst. Karstadt braucht Geld, vom Staat, so sagt der Konzern.&lt;/p&gt;      

&lt;p&gt;Es gibt in diesem Drama keinen Deus-ex-Machina. Wozu auch? Der Staat kann nicht alle retten. Vor allem eine Branche, die sich seit Hortens Galeria-Konzept nicht mehr verändert hat, und die seit den 80er/90ern im Bewusstsein der jungen Generationen tot ist, muss sich nun selbst retten. Nur wie? Die Zeichen stehen wieder auf Konzentration - Karstadt und Kaufhof sollen eventuell (die Gerüchte ändern sich täglich) fusionieren. Es wäre ein wichtiger Schritt. Synthese aus der Antithese von 1900. Das Drama &lt;strong&gt;kann&lt;/strong&gt; hier sein Finale finden. Ich spreche von Chance.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Fusion beider wäre überaus nützlich. Wo beide Konzerne vor Ort sind, kann nur die bessere Filiale gehalten werden, sodass Konkurrenz wegfällt. Das Firmenimage kann bei einem neuen Konzern auch neu definiert werden. Ein neuer Name, eine neue Corporate-Identity, Renovierung der Standorte, neue Sortimente und neue Erlebnisse. Gemeinsamer Einkauf spart Geld. Um Wegrationalisierung wird man nicht herumkommen, dafür ist es 20 Jahre nach dem eigentlichen Weckruf zu spät. Hätte man ihn lieber gehört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was sowieso nie jemand einsehen wollte, außer Horten mit dem Galeria-Konzept: Man muss nicht mit den Einkaufszentren konkurrieren. Diesen Kampf verliert jeder Vollsortimentler. Man muss etwas ganz anderes und doch so ähnliches bieten: Ein unvergleichliches Einkaufserlebenis. Den Besucher entführen in eine Welt von Qualität, guten Geschmacks, exzellentem Service, ausgewogenem Sortiment, kurzen Laufwegen, sinnlicher Dekoration, schmeichelnder Tagträumerei. Der Kunde muss im Haus verweilen. Nimmt er keinen neuen Reisekoffer mit, dann zumindest etwas aus der Süßwarenabteilung. Kommt ein Durchreisendender in eine Stadt muss es das Warnehaus sein, an dem er diese Stadt messen wird. Es muss ein Prestige-Nutzen für eine Stadt sein, solch ein Haus zu beheimaten. Discount sind andere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war einmal in diesem Land...als sich einige aufmachten, das Land mit Waren zu versorgen. Es war einmal, eine Wirtschaftswunderzeit, Märchen. Ob ich selbige erzählt habe, kannst du ja beurteilen. Es war einmal ein Stadtbild. &lt;strong&gt;Und dann...bauten sie eine Shoppingmall.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;          
  
&lt;p class="blur small"&gt;
Quellen: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite"&gt;Wikipedia, die freie Enzyklopädie&lt;/a&gt;; Alle Skizzen sind Anfertigungen des Verfassers.&lt;br/&gt;
Dieser Artikel ist argumentativ-wertend. Es wird kein Anspruch auf Richtigkeit und Aktualität der Angaben erhoben - Irrtümer nicht ausgeschlossen.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/6jol-KAN_Kg" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-06-05T20:09:13+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Green Day’s 21st Century Breakdown</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Band Green Day wurde 1987 als &lt;em&gt;The Sweet Children&lt;/em&gt; gegründet und gleich zwei Jahre später zum heute noch aktuellen Namen umbenannt. Die Punkrocker waren lange Zeit ganz &lt;q&gt;gewöhnliche&lt;/q&gt; professionelle Musiker, die alle Jahre wieder ein Album rausbrachten &amp;#8230; bis 2004, als das die ominöse Platte &amp;#8222;American Idiot&amp;#8220; erschien und die dreiköpfige Band, damals bestehend aus Billie Joe Armstrong, Tré Cool und Mike Dirnt, zum internationalen Durchbruch verhalf. Dementsprechend lag ein grosser Druck auf der Band, ein ebenbürtiges, wenn nicht noch besseres Album rauszubringen, als den Geniestreich des Vorgegangenen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um die drei Jahre dauerte die Aufnahme von  &lt;q&gt;Breakdown&lt;/q&gt;. Die &lt;q&gt;most ambitious LP&lt;/q&gt;, wie &lt;a href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/showbiz/sftw/article2393003.ece"&gt;The Sun&lt;/a&gt; berichtete. Sie nannten es &lt;q&gt;entmutigend&lt;/q&gt; und schienen auch gar nicht fit zu sein &amp;#8230; sie gründeten sogar eine zweite Band, quasi als Jux um von den Arbeiten von Breakdown Abstand gewinnen, andere Gedanken zu kommen.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Ich verabrede mich mit einem Freund, ebenfalls Green Day Fan, zwei Tage nach dem Release von 21st Century Breakdown, im exlibris, um ein kollektives Kaufvergnügen zu veranstalten. Nach einem Spottpreis von 20CHF schweben wir im siebten Himmel, sind aber auch sehr neugierig, was uns die Band diesmal zu bieten hat. Wir warten auf eine fette, powerchord-geprägte CD mit viel Verzerrung und eine politischen Nachricht, ganz im Stil von American Idiot. Zu Hause angelangt wird gleich der Player angeschmissen. Ein komischer Song, gerademal eine Minute lang, eröffnet das so perfide Album. Aber dann geht es mit dem ersten Akt los: Unverzerrte Gitarre, es wird Spannung aufgebaut, immer lauter, Schlagzeug kommt vom Hintergrund, mit grossem Tamtam, ja ich muss sogar das Volumen verringern, bricht Billie und singt vom 4. Juli, sehr implizit und den Bastarden von 1969. Nächster Song repräsentiert gleich die erste Single-Auskopplung genannt &lt;q&gt;Know your Enemy&lt;/q&gt; mit einem breiten Schlagzeug und einem coolen Offbeat. Mein Kollege und ich sind uns einig: Das ist ohne Zweifel Green Day. Man hört, wie man es sich gewohnt ist. Es ist super. Es ist absolut genial, mit jedem weiteren Song.
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Hörtipps: Viva La Gloria; Peacemaker
&lt;/p&gt;


&lt;h3&gt;Resümee&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Eine Meisterleistung, ein Werk der Mozarte des Punkrock. Man merkt den grossen ja gigantischen Aufwand, den die Jungs da reingesteckt haben. Der Teufel steckt im Detail: Hier ein &lt;q&gt;Yeah&lt;/q&gt;, da ein Backgroundchor, da ein Piano (was übrigens zum ersten Mal bei der Band vorkam) &amp;#8230; und so weiter; einfach perfekt. Es enthält viel Wahrheit verpackt in einen rockigen Sound, der jedem gefallen wird. Einen Vergleich mit American Idiot ist gar nichtmal so einfach &amp;#8230; oder vielleicht doch, nur will ich es fast nicht glauben, dass ich das neue Album &lt;em&gt;noch&lt;/em&gt; besser finde. Es ist komplexer und breiter, vielleicht mal einen Akkord mehr, als nur die Powerchords, vielleicht mal ein Klavier im Hintergrund, vielleicht ist es einfach besser. Ich danke Green Day viele Male für diese LP, die einen ganz speziellen Platz in meinem Regal und, ein wenig emotional gesprochen, in meinem Herzen, gefunden.
&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/tTKnNNzBLk8" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Stefan G.</dc:creator>
			<dc:date>2009-05-22T11:06:51+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Warum ich mir George W. Bush zurück wünsche</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/3WAwDAWw_bw/george-bush</link>
			<description>&lt;p&gt;Aber heute? Heute möchte ich immer am liebsten weghören, wenn irgendwelche Nachrichten aus den USA kommen; weil man da ja nur depressiv davon wird. Die haben&amp;#8217;s gut: Einen jungen, dynamischen und zukunftsorientierten Präsidenten! Und was haben wir? &lt;br/&gt;
Angela Merkel - eine Kanzlerin, die seit 4 Jahren im Großen und ganzen &lt;em&gt;nichts&lt;/em&gt; tut, deren einziges gehaltenes Wahlversprechen darin besteht, die Mehrwertsteuer erhöht zu haben und die dafür &lt;a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1489/umfrage/direktwahl-des-bundeskanzlers/"&gt;von 51% der Deutschen für die bessere Kanzlerin gehalten wird.&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
Gut, man sollte vielleicht dazu sagen, dass die Alternative Frank-Walter Steinmeier heißt, weshalb man das kaum als echte Wahl bezeichnen kann, sondern es mehr wie eine Entscheidung zwischen Cholera und Pest ist, aber trotzdem...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher, da war das noch so einfach: Wenn man mit den gewählten Volksvertretern, deren Politik oder einfach der Gesamtsituation unzufrieden war (also im Grunde immer), musste man nur kurz schauen, was in den USA gerade so los ist &amp;#8211; und schon war man wieder heilfroh über das, was bei uns regiert. War auch immer eine super Ausrede &amp;#8211; wenn irgendwas auf der Welt schief lief, schuld waren natürlich die dummen Amis! Hunger, Wirtschaftskrise, Umweltverschmutzung, Terrorismus, Privatfernsehen &amp;#8211; schuld waren immer die Amis! &lt;br/&gt;
Zugegeben &amp;#8211; unsere Banken waren mindestens genauso gierig wie die amerikanischen, und gerade unsere Landesbanken waren ganz vorne mit dabei, wenn es darum ging Rendite und Risiko zu maximieren. Aber das war doch nicht unsere Idee mit diesem bösen Turbkapitalismus &amp;#8211; den haben doch die Amerikaner erfunden und uns vor 60 Jahren damit infiziert &amp;#8211; da können &lt;em&gt;wir&lt;/em&gt; doch nichts dafür! &lt;br/&gt;
Gut, wir haben auch nichts für den Umweltschutz getan &amp;#8211; aber doch nur, weil der Bush nicht mitgemacht hat, und es ohne Amerika ja eh keinen Sinn gehabt hätte. Und auch die Merkel hat doch ihr Möglichstes getan und auf jedem noch so kleinen Gipfel alle anderen Länder ermahnt, dass sie endlich etwas tun müssten, gegen den Klimawandel. Und wir hätten da auch ganz sicher mitgemacht, &lt;em&gt;wenn nur&lt;/em&gt; die Amerikaner angefangen hätten! Ist doch nicht &lt;em&gt;unsere&lt;/em&gt; Schuld, dass die nicht den ersten Schritt getan haben! &lt;br/&gt;
Okay, ein paar Agenten vom BND waren auch dabei, als der CIA seine Gefangenen &amp;#8222;verhört&amp;#8220; hat. Aber gefoltert haben nur die Amerikaner &amp;#8211; wir haben nicht gefoltert, sondern nur die dabei gemachten Aussagen aufgeschrieben. Und das hätte doch auch nichts geholfen, wenn man sie nicht verwendet hätte, &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt; weil sie unter Folter entstanden sind. &lt;em&gt;Wir&lt;/em&gt; haben die Menschenrechte nie verletzt! &lt;br/&gt;
Egal um was es ging, der Schuldige saß immer im weißen Haus und hörte auf den Namen George W. Bush.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber jetzt? Jetzt haben die einfach einen neuen Präsidenten gewählt, einen Schwarzen, der auf den Namen Barack Obama hört, und plötzlich sind die USA die Guten: Sie sind gegen den Turbokapitalismus, für Umweltschutz und gegen Folter. Sogar das Gefängnis Guantanamo möchte Obama nun schließen. &lt;br/&gt;
Das haben wir alle zwar schon jahrelang gefordert, aber wer hätte denn ahnen können, dass das wirklich mal jemand macht. Und jetzt will Obama auch noch, dass wir ihm dabei helfen, indem wir auch ein paar Gefangene bei uns aufnehmen. Das kommt aber selbstverständlich überhaupt nicht in Frage. Denn, &lt;a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video441144.html"&gt;meint der Schäuble&lt;/a&gt;, wer 5 Jahre lang zu Unrecht in Guantanamo gewesen ist, der ist dadurch natürlich noch viel gefährlicher geworden als ohne eine solche Leidenszeit. Logisch, und deswegen sollte man die auch lieber gleich eingesperrt lassen! Aber nein, Obama will unbedingt den Gutmenschen spielen und sie freilassen. &lt;br/&gt;
Und Umweltschutz will er jetzt auch noch betreiben, der Obama. Da ist unsere Bundeskanzlerin natürlich etwas überrumpelt &amp;#8211; so hat sie das doch auch wieder nicht gemeint. Nur weil sie sagt, man müsse etwas für das Klima tun, heißt das doch noch lange nicht, dass da auch Deutschland mitmacht. Das könnte ja Arbeitsplätze kosten! &lt;br/&gt;
Überhaupt, diese ganzen Reformen in den USA &amp;#8211; das geht halt viel zu schnell für unsere arme Große Koalition, die in den letzten 4 Jahren nicht nur eine &amp;#8222;Politik der ruhigen Hand&amp;#8220;, sondern auch gleich eine des stehenden Fußes, des schlafenden Kopfes und der großen Klappe gepflegt hat. Da kommt sie einfach nicht mehr mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vermutlich ist sie ja noch nie mitgekommen &amp;#8211; nirgendwo! Aber früher hat man das halt nicht bemerkt, weil niemand da war, der es besser machte, sondern nur einer, der es noch schlechter machte. Und da war man dann wieder froh, dass man wenigstens diejenigen hatte, die es nur &lt;em&gt;ein bisschen schlecht&lt;/em&gt; machten. Das waren noch Zeiten. &lt;br/&gt;
Aber jetzt &amp;#8211; jetzt sind uns die Augen aufgegangen und wir erkennen, dass auch wir die Regierung haben, die wir verdienen. Keine schöne Erkenntnis! &amp;#8211; manchmal wäre es schöner die Augen geschlossen zu halten, denn dann könnte man wenigstens noch träumen. Träumen -  davon, dass alles besser sein würde, wenn, ja wenn nicht immer die Amerikaner im Weg wären &amp;#8211; und man nicht die Augen öffnen müsste um zu sehen, dass man sich vielmehr selbst im Weg liegt und man selber aufstehen müsste, um in eine bessere Zukunft gehen zu können. &lt;br/&gt;
Und darum wünsche ich ihn mir zurück &amp;#8211; den Bremsklotz auf dem Weg in die Zukunft, den Sand in den Augen der Erkenntnis und den Sündenbock für alles: &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Ich wünsche mir George W. Bush zurück&amp;#8230;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/3WAwDAWw_bw" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-05-21T11:16:35+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Und es hat Bang gemacht ...</title>
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			<description>&lt;p&gt;Es ist zwanzig Uhr fünfzehn, als die ARD sich mit dem &lt;q&gt;Countdown&lt;/q&gt; zum Eurovision Songcontest (kurz ESC) meldet. Das Grinsegesicht auf der Bühne ist dieses Mal nicht Thomas Hermanns, aber das ist kein wirklicher Trost. Thomas Anders substituiert gekonnt, gekonnt schlecht. Unvorteilhaft schwenkt die Kamera über einen nur mäßig gefüllten Platz. Perfekt in Szene gesetzt die Werbestransparente des NDR.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Perfekt scheint auch das Ensemble an Stars, dass die ARD irgendwie überredet hat, anzutanzen. Als ich Namen wie &lt;q&gt;Mark Medlock&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Paul Potts&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Daniel Schumacher&lt;/q&gt; und &lt;q&gt;HP Baxxter&lt;/q&gt; (Scooter) höre, staune ich zunächst über die Popularität dieser Gäste. Aber ist die ARD inzwischen so arm dran, dass sie sich komplett bei den Privaten mit Live-Acts eingedecken muss? Schumacher und Medlock kommen ihres Zeichens aus der Schmiede von RTL und deren, von ARD-Funktionären und ÖR-&lt;q&gt;Größen&lt;/q&gt; wie Thomas Gottschalk, regelmäßig als &lt;q&gt;sadistisch&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;unmenschlich&lt;/q&gt; und &lt;q&gt;zu kommerziell&lt;/q&gt; bezeichneten Format &lt;strong&gt;&lt;q&gt;Deutschland sucht den Superstar&lt;/q&gt;&lt;/strong&gt;. Paul Potts kommt seines Zeichens auch aus einer dieser verteufelten Castingshows, &lt;q&gt;Britains got Talent&lt;/q&gt; (Das Supertalent).&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Und eben diese sind es dann, die wenigstens für kurze Zeit Glanz auf die Bühne mitten auf der Reeperbahn zaubern. Sobald die steifen deutschen Zuschauer auf dem &lt;q&gt;Festplatz&lt;/q&gt; mal ein wenig in Fahrt sind, kommt direkt wieder Thomas Anders auf die Bühne und bremst die Stimmung durch langweiliges Gefasel und irrelevante Einspieler wieder auf das peinlich-prüde Niveau von zuvor. Der Auftritt von &lt;q&gt;Guildo Horn&lt;/q&gt;, einem Z-Promi wie er im Buche steht, gerät zur Farce als er es wagt die russische Polizei für das kurz-und-klein Knüppeln der Proteste von Homosexuellen zu rügen. Ich war überrascht, dass in der Sendezentrale keiner den roten Knopf gedrückt hat, um für &lt;q&gt;Signalstörung&lt;/q&gt; zu sorgen. Anders versucht die Situation zu retten, indem er einschiebt: &lt;q&gt;Naja vielleicht kann man dieses Menschenrechtsbewusstsein ja durch so eine Großveranstaltung födern!&lt;/q&gt;. Dummerweise hatte auch ein gewisser Jacques Rogge (Internationales Olympisches Kommittee) selbiges von Olympia in China behauptet - auch da hatte eine Großveranstaltung mustergültig &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; zur Lageverbesserung beigetragen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Richtig in Grund und Boden schämen konnte man sich spätestens kurz vor Neun, als irgendein XY-Russe auf die Bühne trat; von Thomas Anders als prominent angepriesen. Dieser versuchte dann ernsthaft, für die zweifelhaften Aktionen der russischen Staatsmacht Entschuldigungen zu finden: &lt;q&gt;Bitte habt Geduld, die Russen lernen es erst gerade. Sie haben immer noch Minderwertigkeitskomplexe!&lt;/q&gt; stellte er für sich fest, und war damit in Deutschland zur falschen Zeit am falschen Ort.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kaum war der geneigte Zuschauer (unter immerhin knapp 6 Millionen Deutschen an jenem Abend) endlich vom überflüssigen &lt;q&gt;Countdown&lt;/q&gt; erlöst, kam auch schon der nächste herbe Rückschlag. Inmitten ungewöhnlich stilsicherer Auftritte nehzu aller teilnehmenden europäischen Staaten waren &lt;q&gt;Alex swings Oscar sings&lt;/q&gt; um den Musiker Alex C (u.a. &lt;q&gt;Du hast den schönsten Arsch der Welt&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Beweg dich Baby&lt;/q&gt; und &lt;q&gt;Du bist so Porno&lt;/q&gt;) der absolute Tiefpunkt. Zur tanzenden &lt;q&gt;Heather Renée Sweet&lt;/q&gt; (eigentlich Dita von Teese), einem billigen Covergirl, gab's entgegen der Empfehlung jedes diplomierten Ohrenarztes &lt;q&gt;Miss Kiss Kiss Bang&lt;/q&gt; (offenbar ganz im Stil von Herrn Alex C) auf's Gemüt. 120 Millionen Zuschauer europaweit sahen, wie tief Deutschland wohl schon gesunken sein musste.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Immerhin holte die Combo Platz 20 von 25 - wesentlich besser also als die No Angels letztes Jahr. Besser allerdings nur, weil wir beim letzten Mal eh ganz hinten gestanden hatten - auf dem letzten Platz...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Q5aWuoXjTZw" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">medien/62/songcontest-2009</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-05-18T20:42:24+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Kinderporno-Sperren, Umfragen und Qualitätsjournalismus</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/6Iu7xV3Owk0/kinderporno-sperren</link>
			<description>&lt;p&gt;Die geplanten Kinderporno-Sperren in Deutschland sind seit Wochen ein dominante Thema in der politischen Debatte, insbesondere innerhalb der deutschsprachigen Blogosphäre. Kaum ein Thema erregt so sehr die Gemüter. An dieser Stelle möchte ich aber gar nicht inhaltlich auf die Sache eingehen. Sowohl die &lt;a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867"&gt;Argumente der Befürworter&lt;/a&gt; als auch die &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/252/462865/text/"&gt;Befürchtungen der Kritiker&lt;/a&gt; wurden schon ausreichend breitgetreten. &lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Viel mehr soll es hier um eine &lt;a href="http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/aktuell/mehrheit-befuerwortet-sperrung-kinderpornografischer-seiten/"&gt;aktuelle Umfrage&lt;/a&gt; zum Thema gehen, die im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe durchgeführt wurde&lt;sup&gt;(1)&lt;/sup&gt;. Dass die Deutsche Kinderhilfe zu den größten Befürwortern der Kinderporno-Sperren zählt und massiv &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-demagogie-der-deutschen-kinderhilfe/"&gt;politische Meinungsmache betreibt&lt;/a&gt;, ist bekannt. Dennoch gehe ich davon aus, dass die Umfrage zumindest nicht bewusst so konstruiert wurde, dass am Ende das gewünschte Ergebnis herauskommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Welt am Sonntag titelte &lt;a href="http://www.welt.de/wams_print/article3753604/92-Prozent-der-Deutschen-fuer-Sperrungen-im-Internet.html"&gt;&lt;q&gt;92 Prozent der Deutschen für Sperrungen im Internet&lt;/q&gt;&lt;/a&gt;. Die Zahl ist auf dem ersten Blick beeindruckend. Aber wirklich nur auf dem ersten Blick. Die vermeintliche Qualitätszeitung verabsäumte jedoch ein kritisches Hinterfragen der Ergebnisse &amp;#8211; obwohl sicherlich klar war, welches Interesse der Auftraggeber mit der Veröffentlichung der Ergebnisse verfolgten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den ersten Mangel erkennt man bereits, wenn man sich die zweite Fragestellung in der Umfrage ansieht. Bei einer Wahl zwischen &amp;#8222;völlig freiem Internet&amp;#8220; und &amp;#8222;Kontrolle und Sperrung bestimmter strafbarer Inhalte durch den Staat&amp;#8220; sprachen sich nur noch 84% für Letztes aus. Ein völlig freies Internet wollten hingegen 9% (der Rest war unentschlossen oder machte keine Angabe). Dieses Ergebnis findet aber keine Erwähnung. Klingt schon weniger beeindruckend, und weist darauf hin, dass die Unvereinbarkeit von freiem Internet und Kinderporno-Sperren nicht allen klar ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wesentlich ist aber auch, dass die Intensität der Präferenzen in den Ergebnissen nicht zum Ausdruck kommt. Das Ergebnis berücksichtigt nicht, ob es sich um eine schwache Tendenz handelt, oder doch um eine feste Überzeugung. Es ist anzunehmen, dass es sich bei den Gegnern von Netzsperren um eine Überzeugung handelt. Befürworter haben jedoch oftmals nur eine schwache Tendenz. Sie reagieren in den meisten Fällen nur auf das Reizwort Kinderpornos und haben sich nicht näher mit den möglichen Konsequenzen und der Wirksamkeit der geplanten Maßnahme auseinandergesetzt.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solange die Intensität der Präferenzen sowie die Intensität der Beschäftigung mit der Frage unberücksichtigt bleiben, handelt es sich um stark vereinfachte Ergebnisse. Vereinfachte Ergebnisse, welche die Wahrnehmung des Bürgerwillens stark verzerren. Natürlich frage ich mich, ob das so bewusst gewollt ist, oder ob Meinungsforscher  solche essentiellen Dinge bei der Konzeption einer Umfrage grundsätzlich ignorieren? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu rügen sind neben dem Umfrageinstitut vor allem jene Medien, welche die Ergebnisse unkritisch widergegeben haben. Das gilt für die &amp;#8222;Welt am Sonntag&amp;#8220; ebenso wie für die Deutsche Presseagentur. Und alle anderen Redaktionen, welche später nachgezogen haben. Da stellt sich doch die Frage: ist das jener Qualitätsjournalismus, für den wir auch in Zukunft Geld bezahlen sollen? Denn solch unreflektiertes Widerkäuen von Aussendungen bringt jede beliebige Schülerzeitung zustande.  Das, was eigentlich die bezahlten Journalisten machen sollten, holen hingegen die Blogger nach: Beispielsweise bei &lt;a href="http://blogs-optimieren.de/2009/05/18/92-prozent-der-deutschen-fuer-eine-kinderporno-sperre/"&gt;Blogs-Optimieren&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wwwut.wordpress.com/2009/05/17/weltbearbeitung-gescheitert/"&gt;Wut!&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.gulli.com/news/umfrage-angeblich-92-prozent-f-2009-05-17/"&gt;gulli:news&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.fixmbr.de/deutsche-kinderhilfe-jetzt-wirds-schmutzig-zensursula/"&gt;F!XMBR&lt;/a&gt; und einigen anderen mehr ...&lt;/p&gt;

&lt;p class="blur"&gt;&lt;sup&gt;(1)&lt;/sup&gt; Durchgeführt wurde die Umfrage von Infratest dimap. Es wurden 1000 computergestützte Interviews ausgewertet. Als Stichprobe wurde eine repräsentative Zufallsauswahl von 1000 Befragten aus der Grundgesamtheit &amp;#8222;Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland&amp;#8220; herangezogen. Die Details sind &lt;a href="http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/aktuell/mehrheit-befuerwortet-sperrung-kinderpornografischer-seiten/"&gt;dieser Übersicht&lt;/a&gt; zu entnehmen. &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/6Iu7xV3Owk0" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/61/kinderporno-sperren</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2009-05-18T13:55:36+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/61/kinderporno-sperren</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Bitte recht freundlich! Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges!</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/uH_4VGiJuvc/60</link>
			<description>&lt;p&gt;Nun sitze ich also im InterCity von Düsseldorf nach Mannheim. Drei Stunden Fahrt habe ich vor mir, genug also, um den Versuch zu wagen, jegliches Geschehen in meinem Blickfeld eingehend zu Papier zu bringen. Ja, in der Tat! Selbst im Jahre 2009 gibt es noch Leute, die Texte zuerst mit Tinte sichtbar machen, dann erst schwarze Pixel daraus entstehen lassen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kaum sitze ich auf meinem Platz, kommt auch schon die Schaffnerin und fragt mich nach meiner Fahrkarte &amp;#8211; ihr gutes Recht. Nach eingehender Betrachtung Derselben bittet sie mich, ihr meine BahnCard zu zeigen, welche ich ihr zu diesem Zeitpunkt bereits gefühlte 5 Minuten noch immer freundlich lächelnd entgegenhalte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kaum habe ich den lang ersehnten Zangenabdruck, höre ich, dass ein Fahrgast hinter mir den Versuch unternimmt, sich ohne Ausweis auszuweisen &amp;#8211; welch jämmerliche Gestalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich lasse meinen Blick schweifen und entdecke einen Rubick&amp;#8217;s Cube, der aus mir nicht ersichtlichen Gründen gegen das Licht der zu diesem Zeitpunkt noch erbärmlich schwach scheinenden, weil mit dichtem Nebel zu kämpfen habende Sonne gehalten wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Handy klingelt. Eine ältere Dame, wahrscheinlich eine Büroangestellte im Ruhestand geht ran und teilt dem gesamten Waggon mit, dass sie im IC sitze. Bravo, Oma! Dank Dir weiß jetzt auch der letzte Trottel hier, dass er soeben einen InterCity der Deutschen Bahn gestiegen ist! Wer hier also nur aus Versehen sitzt, der weiß spätestens jetzt, dass er ganz bald die Türen nach draußen suchen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vorm Kölner Hauptbahnhof hält der Zug auf der Hohenzollernbrücke. Ein überaus freundlicher Zugbegleiter teilt uns per Lautsprecher mit, dass diese Brücke tatsächlich &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;nicht&lt;/span&gt; der Hauptbahnhof ist und wir doch bitte die Türen geschlossen halten sollen. Soll das etwa heißen, dass der Zugführer bereits die Türen entriegelt hat? Was für ein Held!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der berühmten &amp;#8222;ßänk ju foa tchäweling wiß da Kompanie Deutsche Bahn&amp;#8220;-Ansage fügt der Herr noch hinzu, dass mich das Servicepersonal im Bordbistro &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;gerne&lt;/span&gt; bedient. Ich traue meinen Ohren nicht. Gerne? Soll das heißen, dass das Servicepersonal &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;Spaß&lt;/span&gt; daran hat, mir einen Kaffee zu machen? Ich wage mein Glück kaum zu fassen. Wie kann ich nur so primitiv sein, zu denken, die Leute würden das nur machen, um Geld zu verdienen? Nein, also wirklich! Die haben sicher auch volles Verständnis dafür, dass ich nicht vorhabe, dort etwas zu kaufen, weil es 1. total überteuert ist und 2. ich es höchstwahrscheinlich ohnehin nicht essen werde, weil ich Veganer bin. Natürlich werden sie das verstehen. Sind ja alles Philanthropen bei der Bahn.
Kaum vollende ich die letzte Zeile, kommt auch schon wieder die Durchsage, die mich mit der Tatsache vertraut machen will, dass wir &amp;#8222;in Kürze Bonn Hauptbahnhof&amp;#8220; erreichen. Unbeeindruckt von meinem Widerwillen, hier umzusteigen, zählt der Zugbegleiter mir trotzdem sämtliche Möglichkeiten der Weiterfahrt auf. Ich könnte nicht behaupten, dass mir eine davon sonderlich zusagt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein gewagter Blick un die Zeitschrift meiner ungefähr gleichaltrigen Sitznachbarin. Ich sehe Haare. Schwarz gefärbte, kreisrund angeordnete Haare. Und in der Mitte ist ein Kopf. Kann es sein?? Nein! Das ist doch nicht... Das wird doch nicht Bill sein? Der &lt;del&gt;Säger&lt;/del&gt; Sänger von Tokio Hotel? Die gibt es &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;immer noch&lt;/span&gt;? Ich war der Meinung, die wären irgendwann am Erfolg erstickt und in der Versenkung verschwunden! Oder aber, und das halte ich für wahrscheinlicher, meine Nachbarin liest eine Zeitschrift von vor drei Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als nächstes gibt es Rehmagen. Ach nein, der nächste Halt ist Remagen. Sicher bin ich der erste, dem diese witzige Homophonie aufgefallen ist. Ist ja auch ein klasse Witz. Ein Witz mit Klasse. Ein Schenkelklopfer für Beinamputierte und Gehörlose.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Sitznachbar auf der anderen Seite des Ganges erfreut sein klingelndes Handy, indem er den grünen Knopf drückt. Und erlöst damit den gesamten Waggon von einem Klingelton, der dermaßen fremdartig und außergewöhnlich klingt, dass er bestimmt den avantgardistischen, innovativen Namen &amp;#8222;Rrring 2&amp;#8220; trägt.
Der Zugbegleiter bittet mich, auf die Lautsprecheransagen in Remagen zu achten. Guter Mann, das kann ich gerne tun wenn ich etwas mehr Zeit habe, aber wenn ich schon nicht auf Ihren Rat höre und nicht in Bonn aussteige, dann werde ich doch kaum in Remagen aussteigen. Steht nicht auf der kleinen Anzeige über meinem Sitz deutlich genug &amp;#8222;Düsseldorf &amp;#8211; Mannheim&amp;#8220;? Sehen Sie, deshalb werde ich auch erst kurz vor Mannheim wieder etwas frische Luft an die Sitzfläche des Sitzes lassen. Was nicht heißen soll, dass ich bisher nur Luft daran gelassen habe, die nicht frisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein älterer Herr, der gerade in einem Affenzahn über den Gang gedüst ist, betrachtet durch den Spalt zwischen zwei Sitzen skeptisch die zentralen Abschlussprüfungen im Fach Deutsch, die die Dame hinter ihm, häufig aus dem Fenster blickend, um den Anblick des durch Nebel unsichtbaren Rheintals zu genießen, mehr oder weniger gewissenhaft korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der lustige Zugbegleiter teilt mir mit, ich solle in Andernach nur auf der rechten Seite aussteigen. Beruhigend zu wissen, dass in den anderen Bahnhöfen der Ausstieg auf beiden Seiten möglich gewesen wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir fällt linker Hand eine Burg ins Auge, schon stehen wir in Andernach. Die Andernacher sind so primitiv, dass man dort stets nur auf einer Seite des Zuges ein- und aussteigt. Außerdem stellen sie hier gekonnt ihre mathematischen Fähigkeiten unter Beweis. Wer weiter als bis 3 zählen kann, der weiß natürlich, dass nach der 3 selbstverständlich die 24 kommt. Zumindest in Andernach. Die vier Gleise in dem kleinen Bahnhof wurden von 1 bis 24 durchnummeriert, also 1, 2, 3, 24. Sicher soll damit der unglaubliche Boom veranschaulicht werden, den Andernach in den letzten Jahren erfahren hat. Frage einen Amerikaner nach deutschen Städten und er nennt Dir Berlin, Andernach, Hamburg, vielleicht noch Köln und München.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie beim Schreiben doch die Zeit vergeht: Schon bin ich in Koblenz. Damit dieser Beitrag nicht zu lang wird, werde ich jetzt eine Pause einlegen und erst irgendwo hinter Mainz wieder weiterschreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während es für Euch nur ein Zeilenwechsel war, ist für mich seit der letzten Zeile eine gute Stunde vergangen. Ein Mädchen im Vorschulalter spielt auf ihrem Nintendo DS. Im Gegensatz zu der verdorbenen Jugend lernt sie etwas dabei und unterscheidet lediglich zwischen &amp;#8222;dem roten&amp;#8220; und &amp;#8222;dem gelben Spiel&amp;#8220;. In 15 Jahren wird sie nur noch &amp;#8222;Die Sims 7&amp;#8220; oder &amp;#8222;Need for Speed Revolution Counter&amp;#8220; kennen, den 28. Teil der Serie, bei dem nach &amp;#8222;Need for Speed Turbo Charger&amp;#8220; und &amp;#8222;Need for Speed Methanol Injection&amp;#8220; den Machern endgültig die Namen ausgegangen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Schaffner bittet gutgläubig nur um die Fahrkarten jener, die in Mainz zugestiegen sind. Ihn würde keiner gerne belügen, nicht in sein zerknittertes, von der Freude an der Arbeit gezeichnetes Gesicht. Wie gesagt, alles Philanthropen bei der Bahn, vom Müllaufsammler mit Mindestlohn bis nach ganz oben, zum Planeten Mehdorn, zu dem ja in den letzten Monaten bedauerlicherweise die Funkverbindung abgerissen zu sein scheint &amp;#8211; schade eigentlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#8222;Mama, kann ich Nintendo spielen?&amp;#8220; Nein Balg, kannst Du nicht! Deine Mutter spielt gerade! &amp;#8222;Mama, du bist fertig, darf ich jetzt wieder?&amp;#8220; &amp;#8211; &amp;#8222;Moment, nur noch ein Spiel&amp;#8220;. Schön zu hören, dass die Sucht nach elektronischen Unterhaltungsgeräten nicht nur ein Jugendproblem ist. Leider steht die Mutter so im Bann von Nintendo, dass ihr völlig entgangen ist, dass ihre Kinder sich unterdessen darum prügeln, wer als nächstes spielen darf. Gut so, Mama! Deine Kinder lernen schon im frühen Kindesalter, wie man Entscheidungen fällt! Bewundernswert!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich in 20 Minuten meinen vorläufigen Zielbahnhof Mannheim erreicht haben werde. Deshalb werde ich jetzt den Stift niederlegen bzw. einpacken und freue mich schon, fünf Seiten handschriftlich verfassten Text abtippen und überarbeiten zu dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer hier noch liest, den entlasse ich zurück in die Umwelt. Und denke daran: Lächele ruhig zurück, wenn Dich ein Bahnmitarbeiter überschwänglich begrüßt, denn er hat Dich lieb und allesamt haben sie Riesenspaß an ihrer Arbeit!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/uH_4VGiJuvc" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/60</guid>
			<dc:creator>Yann-Simon</dc:creator>
			<dc:date>2009-05-13T10:09:05+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>A Clockwork Orange</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/Qdy_tdXQdp8/clockwork-orange</link>
			<description>&lt;p&gt;Alex, der Anführer seiner Jungendgang, den sogenannten &lt;q&gt;Droogs&lt;/q&gt;, lebt in einem zukünftigen London. In ihrer Freizeit dreht sich alles um Sex und Gewalt. Oft verprügeln sie aus Spass wehrlose Zivilisten. Mit der Zeit aber bauen sich Spannungen in der Gruppe auf, woraufhin Alex durch einen Hinterhalt der anderen ins Gefängnis kommt.&lt;br/&gt;
In der Haft hört er von einer Kur, die es ermöglicht, aus einem Verbrecher einen anständigen Bürger zu machen. Also schmeichelt er sich beim Gefängnispastor ein und erreicht somit sein Ziel, erstes Versuchskaninchen bei der sogenannten Ludovico-Methode, zur Reintegration und &amp;#8222;Säuberung&amp;#8220; vom eingefleischten Verbrecher, zu sein. Er wird einer Therapie unterzogen, die es ihm später unmöglich macht, gegen jemanden Gewalt anzuwenden. &lt;br/&gt;
Durch ein geschicktes Einfädeln Kubricks, gelangt dann die Story wieder in die Ausgangssituation, worauf sich dann die Geschichte erneut in einem völlig neuen Raster abspielt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl der Film viele Auszeichnungen und Nominierungen bekommen hat, war er sehr umstritten. Die Ästhetisierung der Gewalt kommt in diesem Film wie in fast keinem anderen zum Zuge. &amp;#8222;Glorifizierung von Gewalt&amp;#8220;, heisst es. In vielen Staaten erhielt A Clockwork Orange einen FSK18 oder wurde später in Grossbritannien von Kubrick selbst sogar beschlagnahmt. In der katholischen Kirche hat den Film sogar quasi &lt;q&gt;exkommuniziert&lt;/q&gt;, sodass ihn keiner derer Anhänger konsumieren darf. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie es zu dem etwas sonderbaren Titel des Filmes kam, zeigt dieses Zitat:&lt;br/&gt;
 &lt;q&gt;&lt;em&gt;1945, als ich von der Army kam, hörte ich einen achtzigjährigen Cockney in einem Londoner Pub von jemandem sagen, er sei schräg wie eine aufgezogene Orange&amp;#8216; (as queer as a clockwork orange). Der Ausdruck faszinierte mich als eine Äußerung volkstümlicher Surrealistik. Die Gelegenheit, die Redensart auch als Titel zu benutzen, kam 1961, als ich mich daran machte, einen Roman mit dem Thema der Gehirnwäsche zu schreiben. Der Mensch ist ein Mikrokosmos, er ist ein Gewächs, organisch wie eine Frucht, er hat Farbe, Zerbrechlichkeit und Süße. Ihn zu manipulieren, zu konditionieren, bedeutet ihn in ein mechanisches Objekt zu verwandeln &amp;#8211; eine Uhrwerk-Orange.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; (Anthony Burgess, Uhrwerk Orange, Heyne Buch Nr.928, Deutsche Erstveröffentlichung, 1972)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Standley Kubrick ist einer der bedeutendsten Regisseure aller Zeiten. Bekannt wurde er als Perfektionist und durch seine Symbolik in seinen Filmen, die er immer zur impliziten Botschaftsübermittlung gebrauchte. Des Weiteren lässt sich von Kubrick berichten, dass er seine Akteure immer bis an die Grenzen trieb. Als gutes Beispiel dient sein Film &amp;#8222;Shining&amp;#8220;, für den er sogar eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Himbeere&gt;Goldene Himbeere &lt;/a&gt;&lt;q&gt;gewann&lt;/q&gt;. Komischerweise merkte man beim Dreh nach Angaben von Alex-Schauspieler McDowell nichts, da er sich scheinbar mit Kubrick recht gut verstanden haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mir persönlich gefällt der Film sehr. Die ständige Niederlage des autoritären Alex könnte das Schauspiel fast in ein Drama verwandeln. Er zieht sich durch den Film, als ständiger Verlierer. Trotzdem kriegt er, jedenfalls am Anfang, nicht genug der Gewaltverherrlichung. Das Ganze wirkt schockierend. Genau so, wie es Kubrick mag. Schockierend und auf eine geheime Art und Weise elegant. Die leise Anspielung auf aller Vereinigungen Verlangen nach Gewinn, auch auf  Kosten von Einzelnen, wurde meiner Meinung nach wunderbar integriert. Vorneweg bleiben dann halt noch die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrwerk_Orange_(Film)#Sonstiges"&gt;leisen Leckerbissen&lt;/a&gt;, die im Grunde nichts mit dem Film zu tun haben, jedoch als Wundertüte von kleinen Überraschungen dienen. Und zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass praktisch das ganze Debakel immer mit klassischer Musik untermalt ist, mir als I-Tüpfelchen auch gleich noch gefällt.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Qdy_tdXQdp8" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/58/clockwork-orange</guid>
			<dc:creator>Stefan G.</dc:creator>
			<dc:date>2009-04-19T18:11:30+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Der verkannte Mozart</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/JsgkRsLjayY/talentforderung</link>
			<description>&lt;p&gt;Es beginnt schon im Kindergarten. Förderung und Anerkennung konzentrieren sich auf den Kreis der Kinder, die besonders gut malen können oder die sportliches Talent haben. Ein typisches Statement ist hier &lt;q&gt;Der kickt ja wie die Großen! Schon mal über einen Verein nachgedacht?&lt;/q&gt;. Kinder die still mit sich selbst beschäftigt sind und vielleicht einen größeren Wortschatz haben als andere, werden mit Spott bedacht. Sie werden nicht verstanden oder sollen nicht verstanden werden, weil ihre Talente sind nicht unmittelbar ausschlachtbar. Hier gehen die Statemnts in eine andere Richtung. &lt;q&gt;Albert Zweistein&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Neunmalkluger Professor&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Sondelring&lt;/q&gt; trifft es sie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um es überspitzt auszudrücken: Eine mit einem Fußball zerschossene Scheibe ist nur Kollateralschaden auf dem Weg zu Borussia Dortmund. Korrigiert aber ein Kind den falschen Gebrauch des Genitiv, heißt es hinter vorgehaltener Hand &lt;q&gt;Der Junge nervt!&lt;/q&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie so vieles stammt dieses Gefälle in der Wertigkeit von Fertigkeiten und Talenten aus den tausenden Jahren Menschheitsgeschichte. Klammert man das antike Athen und Rom aus, zählten bis zum Ende der Wirtschaftswunderzeit vor allem Körperliche Stärken. Jagen (Steinzeit), Kämpfen (Sparta), später Handwerk (Mittelalter), zu Hitlers Zeiten &lt;q&gt;gestählte Körper, zäh wie leder und hart wie Kruppstahl&lt;/q&gt; und noch später Ballkunst und Grazie beim Eiskunstlauf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst um die Zeit, in der der Wiederaufbau abgeschlossen war, entdecke man auch diejenigen wieder, die man schon zwei Jahrtausende zuvor in Athen gefördert hatte: Musische, künstlerische und sprachliche Talente. Zumindest gibt es seitdem wieder ein wenig Beachtung für diejenigen. Wenn auch ungleich weniger.&lt;p&gt; 

&lt;p&gt;Mit dem 21. Jahrhundert hat eine Zeitrechnung begonnen, die die alten Ideale der Leistungsgesellschaft ausgehebelt hat. Das Big Business wird im tertiären Sektor gemacht, den Dienstleistungen. Mit dem Schlagen der Takte im Prozessor werden nahezu alle Güter und Vermögenswerte bewegt. Computer halten die Welt am Laufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Lohn dafür ist gering. In Schulen können die jungen Computergenies den Rektoren gerne gestohlen bleiben. Von &lt;q&gt;Windo&lt;/q&gt; und &lt;q&gt;Inta-Dingsbums&lt;/q&gt; verstehen diese ja eh nicht besonders viel. Da wird aktuell lieber in Ideale des letzten Jahrhunderts investiert. Für die Musiktalente gibt es da Bläser- und Streicherklassen, finanziert aus Mitteln der Stadt und des Fördervereins, eigene Keyboardräume mit 20 Geräten werden eingerichtet und in allen zwei Musikräumen gibt es Parkett, einen Flügel und ein Schlagzeug. Wohlgemerkt: Für jeden einen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unterdessen sieht es in den Computerräumen anders aus: Auf den 200 Megahertz-Rechnern mit Windows 2000 lässt sich dank der verstopften Kugelmäuse und durch Magnetismus lila-eingefärbte CRT-Monitore nicht arbeiten. Wenn ein mal im halben Jahr einer der Lehrer von mehr als 10 Fächern als einzigster doch mal auf die Idee kommt, die Computer sinnvoll in den Unterricht zu integrieren, hängen 30 Teilnehmer an einer DSL-2000er Leitung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Problem der Fehlförderung ist, dass Musikförderung auch nur musikalische Talente interessiert. Dafür gäbe es aber Musikschulen. Für ausufernden Schulsport gäbe es Vereine. Aber Computer-Kompetenz wird nur an wenigen Schulen vermittelt, obwohl für immer mehr Berufe zwingend notwendig, oder zumindest von Vorteil. Aber wie soll man mit teils nicht-sachkundigen Lehrern und minderwertiger Ausstattung die Schüler an den Computer gewöhnen, sie in der Benutzung schulen? Dabei wäre es bei vielen bitternötig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbst wenn sich die Computerinteressierten zu Hause damit außeinandersetzen wollen, geht das nicht. &lt;q&gt;Geh doch mal raus, ist so schönes Wetter!&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Treib Sport, wie willst du sonst wer sein?&lt;/q&gt; heißt es. Mehr als eine Stunde Computer am Tag und man ist ein Freak. Sich Programmiersprachen aneignen, dann ist man sogar ein Nerd. Und bei dieser Missachtung, nicht-Förderung und sogar Behinderung im Fröhnen des eigenen Hobbys und somit der Unterbindung von Persönlichkeits- und Talententfaltung wundern sich schockierte TV-Moderatoren noch darüber, dass 16-jährige eigene Computerviren konzipieren oder die Schulserver knacken?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abgesehen mal davon: Sagen Sie in ihrem nächsten Bewerbungsgespräch doch einfach mal: Bitte keine Tätigkeit, die mit Computern zu tun hat. Oder antworten Sie auf die Frage nach ihren Office-Kenntnissen mal &lt;q&gt;Die habe ich jetzt nicht vorzuweisen, aber wissen Sie, ich spiele Klavier und Geige.&lt;/q&gt;. Sie werden überrascht sein...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/JsgkRsLjayY" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/57/talentforderung</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-04-08T20:50:05+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das ist doch der Gipfel</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/noreOBrMv5Q/nato-gipfel</link>
			<description>&lt;p&gt;Gespräche, Konferenzen und Verhandlungen sind out &amp;#8211; &lt;em&gt;Gipfel&lt;/em&gt; müssen es heutzutage sein: Bildungsgipfel, Klimagipfel, Finanzgipfel, NATO-Gipfel &amp;#8211; immer wenn man wo nicht weiter weiß, macht man einen Gipfel. Das führt zwar nur in Ausnahmefällen zu greifbaren Ergebnissen, aber dafür gibt&amp;#8217;s da viel wichtigere Dinge: Schöne Bilder, tolle Fotos und &amp;#8230; äh &amp;#8230; super Aufnahmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und weil die NATO dieses Jahr auch noch ihren 60. Geburtstag feiert, reicht da natürlich so einfacher Gipfel nicht mehr aus, da braucht es schon etwas Besonderes: &lt;a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,7552186,00.html"&gt;Einen Doppelgipfel&lt;/a&gt;! Erst einen Tag in Baden-Baden, dann einen Tag in Straßburg &amp;#8211; und zwischendurch noch einen kurzen Abstecher auf den Nebengipfel Kehl &amp;#8211; verhandelt wird auf dem zwar nicht, aber es gibt noch mal ein Extrafoto. &lt;br/&gt;
Ist aber auch eine super Idee, so ein Treffen gleich auf mehrere Städte zu verteilen. Ist zwar für die Bürger nicht unbedingt erfreulich, logistisch etwas komplizierter und kostet noch eine Kleinigkeit zusätzlich, aber dafür kann man &lt;em&gt;doppelt so viele Fotos&lt;/em&gt; machen &amp;#8211; jeden Tag mit einer anderen Stadt im Hintergrund &amp;#8211; super!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So eine tolle Stimmung lässt man sich dann selbstverständlich auch nicht von diesen Nörglern vermiesen, die meinen, das ganze brächte zu wenige Ergebnisse, sei zu aufwändig, und vor allem: viel zu teuer &amp;#8211; also schlicht: überflüssig! Und die so abstruse Vorschläge bringen, wie, dass sich die Herren Staatschefs doch einfach &lt;a href="http://www3.ndr.de/sendungen/extra_3/media/extra896.html"&gt;auf irgendeinem Schiff weit draußen im Meer treffen könnten&lt;/a&gt; oder halt sonst irgendwo, wo sie niemanden stören. &lt;br/&gt;
Aber &lt;em&gt;das&lt;/em&gt; geht natürlich überhaupt nicht &amp;#8211; da könnte man schließlich gar keine guten Fotos mehr machen: Immer der gleiche Hintergrund, keine idyllische Landschaft als Kulisse und keine echten Gipfel; höchstens ein paar Wellenberge, aber die sorgen höchstens dafür, dass die Firstladies seekrank werden, und das macht sich dann auch nicht so gut &amp;#8211; auf den Gruppenfotos.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nein, da bleibt man doch lieber bei den Gipfeln auf dem Festland. Das ist gerade auch im Wahlkampf eine super Sache. Da kommt man schön in der Welt herum und muss sich somit nicht dauernd mit irgendwelcher lästigen Innenpolitik rumschlagen, man kann irgendwelche wichtig klingende Dinge in die ständig bereitstehenden Mikrophone sagen und &amp;#8211; ich glaube, das erwähnte ich bereits &amp;#8211; schöne Bilder machen und nach Hause ans Wahlvolk schicken.&lt;br/&gt;
Da ist es kein Wunder, dass unsere Bundeskanzlerin da ganz vorne mit dabei ist, bei den Bergsteigern. Keinen Gipfel lässt sie aus bei ihrer Krisenbergtour: G8, G20, K2, Ü60, usw. usf. &amp;#8211; man fragt sich, wie sie das nur alles schafft &amp;#8211; Gut, sie besteigt die Gipfel ja auch nicht selbst, sie lässt sich lieber einfliegen, mit einem Helikopter, von einem Gipfel zum nächsten. Die mühevollen Aufstiege davor, die schwindelerregenden Gradwanderungen dazwischen, und die gefährlichen Abstiege in die Untiefen der realen Politik oder gar hinab bis zum einfachen Volk, die überlässt sie lieber ihrem Stuntman, dem Steinmeier &amp;#8211; Bilder davon gibt es allerdings leider nicht, denn da unten sind die Lichtverhältnisse einfach zu schlecht zum Fotografieren&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/noreOBrMv5Q" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/56/nato-gipfel</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-04-05T16:18:58+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Kenne deinen Nächsten wie dich selbst</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/_4krkAJB52o/kenne-deinen-nachsten</link>
			<description>&lt;p&gt;Schon am Anfang stand die Angst. Studien belegen: Hat der Mensch die Wahl zwischen Sicherheit und Freiheit, wählt er die Sicherheit. Betritt ein Mensch ein Restaurant, sucht er sich immer den Platz mit dem Rücken zur Wand aus - so kann er alles überblicken und muss keine Gefahr von hinten fürchten.Was uns dabei leitet sind die uralten Instinkte, die der Mensch ursprünglich auf der Jagd brauchte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einst hatte der Mensch Angst vor wilden Tieren, die unser Leben bedrohten. Die Ängste haben sich in der modernen Gesellschaft gewandelt. Vor Raubtieren muss sich in der zivilisierten Welt keiner mehr fürchten. Wenn man einmal von den Raubtieren als Metapher für die menschliche Gier absieht. Eine der &lt;q&gt;modernen Ängste&lt;/q&gt; ist beispielsweise die Angst vor Terrorismus. Eine Angst, die wohl durch systematische Übertreibung geschürt wird. Terroranschläge sind für weniger Schicksalschläge verantwortlich als Alkohol am Steuer oder die Abzocke von Kreditnehmern. Diese Ängste können allerdings nicht so leicht instrumentalisiert werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die wirkliche Hysterie beginnt mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschläge_am_11._September_2001" rel="nofollow"&gt;11. September 2001&lt;/a&gt;. Was folgte waren nicht nur zweifelhafte militärische Interventionen. Was folgte war der Ausbau der Überwachung der Bürger durch den Staat. Denn Wissen reduziert Unsicherheit. Je mehr man über einen Bürger weiß, desto eher kann man sein Verhalten vorhersagen. Ist doch eine klasse Sache, wenn man anhand des Lebenslaufes einen ehrenhaften Bürger vom Terroristen unterscheiden kann. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und so kommt es nicht verwunderlich, dass Staaten aus allen Teilen der Welt immer mehr Daten sammeln. Wie erst jetzt bekannt geworden ist, sind nach dem 11. September sind millionenfach Kundendaten der Deutschen Telekom an das BKA weitergereicht worden. Um Schläfer in Deutschland zu enttarnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wie hoch ist der Preis der Sicherheit? Den &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/498/397284/text/"&gt;Quasi-Verteidigungsfall&lt;/a&gt;, der das Abschießen gekaperter Flugzeuge ermöglichen sollte, den haben wir zum Glück doch nicht im Grundgesetz stehen. Vieles andere schon - Massendatenspeicherung von E-Mails und Telefonverbindungen. Die Vorratsdatenspeicherung. Andere Staaten wie England möchte jetzt sogar weiter gehen  und Instant Messanger à la ICQ, WLM sowie Skype überwachen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um die moderne Art, mit der Waffe hinter dem Fließbandarbeiter zu stehen, geht es bei den vielen vielen bekanntgewordenen Datenaffären von Unternehmen seit 2008. Am &lt;a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article1838977/Datenschuetzer_ermitteln_gegen_Lidl_Spitzel.html"&gt;26. März 2008&lt;/a&gt; wird bekannt, dass Lidl mithilfe von Detektiven private Telefongespräche und deren Arbeitsweise (wer geht wie oft auf Toilette, wie werden die Regale eingeräumt, ...) überwachen ließ. Am &lt;a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Siemens-Prozess-Betriebsr%E4te/623243.ht.ml"&gt;9. Juni 2008&lt;/a&gt; wird offenbart: Siemens ließ Betriebsräte bespitzeln. Am 11. Oktober selben Jahres: Sicherheitslücken im Telekom-Netzwerk erlaubten es, Millionen Kundendaten auszulesen und zu manipulieren. Um die Telekom wird außerdem bekannt, dass tausende Kundendaten durch Unbekannte verkauft wurden - u.a. Telefonnummern von Günther Jauch und anderen Prominenten. Man ergänze: In den Jahren 2005 und 2006 hatten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Überwachungsaffäre_der_Deutschen_Telekom" rel="nofollow"&gt;Verbindungen mit Journalisten&lt;/a&gt; im Fokus gestanden, man überwachte Gespräche um Lecks interner Kommunikation zu schließen. Weitere Fälle: Bei der &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/812/463420/text/"&gt;Deutsche Bahn&lt;/a&gt; hatte man es 1998, 2002 und 2003 auch nicht so mit dem Datenschutz - bekannt geworden ist das im Jahr 2009. Dann wäre da noch der &lt;a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/03/1109947.html"&gt;Fall Airbus&lt;/a&gt;, bekannt geworden am 2. April 2009. Und Tags darauf im Spiegel konnte man schon wieder den Kopf schütteln: &lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,617347,00.html"&gt;Lidl legte interne Krankenakten an&lt;/a&gt;, nachdem der Konzern nach den Enthüllungen von 2008 Besserung gelobt hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Frage ist nur, wann die Massendatenspeicher über die Kommunikation per eMail und Telefon mal angezapft werden und man diese Daten dann um Social-Network (StudiVZ, facebook, MySpace,...) Profile ergänzt. Bald wird der Bürger nicht gläsern, er wird eine öffentliche Bibliothek. Von der Geburt bis zum letzten Atemzug wird ja schon eh alles erfasst - in Urkunden, in Krankenakten, in Bild- und Ton. Auf der Arbeit wird seine Arbeitsmoral überwacht und seine Verbindungen mit Journalisten erfasst. Im öffentlichen Raum seine Bewegungen mit Kameras verfolgt und seine Kommunikation privat zur Vorsicht mal protokolliert. Fingerabdruck im Pass - vielleicht aber auch nicht. Jede Aktion, die in irgendeiner Form über das Denken hinausgeht kann erfasst, gespeichert und ausgewertet werden. Kann, nicht muss. An der Zahl der bereits bekannten Datenaffären, teils mehrfach bei nur einem Konzern und den durch Schäuble initiierten Maßnahmen ist die Wahrschienlichkeit groß, täglich hunderte von Spuren zu hinterlassen. Jede physische Aktivität wird in Nullen und Einsen gegossen, auf irgendwelchen Servern.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Und diese Server? Wie sicher sind sie? Gut, die Sicherheitsmaßnahmen dürften umfassemd sein. Aber wie kommt es, dass auch diese immer wieder geknackt werden? Selbst die besten Sicherheitsvorkehrungen helfen nicht immer. Sie konnten weder einen britischen Autisten, noch chinesische Spione an erfolgreichen Hackerangriffen hindern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und über den Privatbereich sollten wir erst gar nicht reden. Was passiert mit gesammelten Daten durch Spyware-Clients? Und dann gibt es da noch den einen Mächtigen, vor dem die Bundesdeutschen auch Angst haben: Google. Mehr als 95% der Deutschen Internetuser nutzen Google trotzdem. Dazu kommen User aus aller Welt, Nutzer von Chrome, Nutzer von Android, Nutzer von YouTube, Seiten die mit AdSense werben. Wie viele dieser Daten nutzt Google tatsächlich, um Personenprofile zu erstellen. Das weiß keiner so genau.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Web 2.0 senden wir selbst unnötig viele persönliche Daten ins Netz. Und der &lt;q&gt;Content&lt;/q&gt; kann nur wachsen. Unsere Profile liegen überall. Daten in Form von Profilen, in Form von Gruppenzugehörigkeiten, in Form von Videos und Bildern. Das freut die Arbeitgeber und die Datensammler (manchmal ja auch in einer Person vereint). Wir selber geben von uns noch so unwichtige Banalitäten vor einem Millionenpublikum preis - angefangen bei  unserem Musikgeschmack über unsere Lieblings-Limonade, über das was wir hassen und mögen, über unsere Freundschaften und &lt;q&gt;Freundesfreundschaften&lt;/q&gt; (wie Daniel Aminati sie im TV bewirbt) bis hin zu unseren Ticks (Fetischismus, sich Ritzen und so weiter und sofort).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was bleibt? Der Bürger ist ein offenes Buch. Schon der, der nur über ein einziges Telefon ohne Internetanschluss, nicht über ein Handy verfügt und sonst sich kaum öffentlich bewegt - schon der ist ein offenes Buch. Die, die auch nur halbwegs modern leben, sind eine ganze öffentliche Bibliothek - und die ganze Welt hat einen Bibliotheksausweis. Und die Bücher, die es nur unter der Hand beim dubiosen Bibliothekar gibt, an die kommt dann ausgerechnet derjenige, den es nicht zu interessieren hat. Und das Problem: Die Bibliothek will wachsen - und sie tut es, durch unser Zutun oder auch ohne unsere Erlaubnis.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/_4krkAJB52o" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-04-04T18:04:35+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Ausbildung zum Ausbeuter</title>
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			<description>&lt;p&gt;Angenommen wir sind Unternehmer. Als sogenanntes wirtschaftendes Subjekt ist unser oberstes Interesse die Gewinnmaximierung &amp;mdash; das heißt, Produktivität steigern, Cashflow optimieren, Gewinnmarge erhöhen und letztlich Shareholder Value steigern. Doch wie funktioniert das in Deutschland, wo es lästige Auflagen bezüglich der Umwelt, Gesundheit, Arbeitsbedingungen und Löhne gibt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu müssen wir die Globalisierung möglichst positiv betrachten. Zuerst verlagern wir unseren Standort in einen Staat, in dem uns keine Umweltauflagen und Gesundheitsbestimmungen (und erst recht nicht angemessene Löhne!) die Laune vermiesen können &amp;mdash; wir gehen nach Taiwan, China (oder wenn uns beliebt auch nach Mexiko, Ecuador oder Südafrika).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier wohnen die Angestellten direkt auf dem Betriebsgelände, die Miete ist somit schon Teil der Entlohnung. Bis zu 10 Arbeiter teilen sich ein Zimmer mit Hochbetten, aber ohne Tisch, Stühle oder Waschbecken. Der Geruch nach Schweiß ist zwar beißend und die Hitze im kärglich belüfteten Raum unerträglich &amp;mdash; aber besser als gar kein Einkommen und auf der Straße hungern, oder? Das gesamte Arbeiterwohnheim verfügt unter günstigsten Bedingungen vielleicht über eine Gemeinschaftstoilette und einige Duschen für alle Bewohner &amp;ndash; auf dem Flur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Produktion wird ohne Atemschutz ein bestimmtes Gut &lt;q&gt;G&lt;/q&gt; erzeugt, mit in Deutschland verbotenen und hoch krebserregenden Bleichmitteln, Kunststoffen und mit minderwertigsten Rohstoffen &amp;mdash; welche wiederum aus Dritte-Welt-Ländern über den Seeweg importiert werden. Die Arbeitszeit liegt jenseits der 12 Stunden, die Entlohnung pro Stunde lässt sich gerade aber noch in Cent ausdrücken. Am Fließband überwacht ein Aufpasser die Arbeiter und sorgt stets für hohes Arbeitstempo &amp;mdash; mit deutlichen Worten und schlagkräftigen Argumenten sorgt er für hohen Güteroutput pro Zeiteinheit.&lt;/p&gt;           

&lt;p&gt;Das Gut wird nun auf Containerriesen verladen und unter exobitantem Dieselverbrauch am Hamburger Hafen entladen. Hier beginnt für uns als Unternehmer der kostenintensive Teil &amp;mdash; was wir bisher für das Gut bezahlt haben, ist ein verschwindend geringer Betrag. Wir zahlen nämlich aufgrund der riesigen Bestellmengen einen sehr geringen Einzelstückpreis an die (rechtlich gesehen unabhängigen) Produzenten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Deutschland muss natürlich der Vertrieb organisiert werden. Dazu gründen wir mithilfe kommunaler Förderungen und Länderzuschüsse unsere Firmenzentrale &amp;ndash; auf ehemals fruchtbarem Lössboden mit artenreicher Vegetation und vielfältiger Tierwelt, den wir unter geringpreisiger Ablöse von ein paar Bauern und Waldbesitzern erworben haben. Die Angestellten der Firmenzentrale erhalten zuerst Auskunftsverbot bei Interviewanfragen der Pressevertreter und beziehen anschließend ihre Büros im Gebäude. Ihre Entlohnung beträgt pro Stunde um die 5 Euro. Hier wird das noch immer luftdicht in Folie verschweißte Gut zu Hunderttausend Stück mit Speditionen in alle Teile Deutschlands transportiert &amp;ndash; alles per LKW.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schön und gut, wir haben mit dem mickrigen Lohn von um die 5 Euro zwar gespart, aber dennoch hat und die Logistik bis jetzt schon ein Vielfaches der reinen Erzeugungskosten gekostet. Nun muss dieses tolle Produkte noch an den Kunden.&lt;/p&gt;      

&lt;p&gt;Problem ist, dass in Deutschland mancherorts noch Bewusstsein für Qualität herrscht. Wir gründen unsere Filialen deshalb in Migrantenvierteln und Plattenbausiedlungen. Die Bewohner haben gar keine Wahl, sie müssen wegen ihres Verdienstes oder wegen Hartz-IV dort einkaufen gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitarbeiter in den Filialen arbeiten meist allein oder zu Zweit auf mehr als 80 Quadratmeter mit minimalistischen Regalen und muffigem Teppichboden. Die Mitarbeiter aller Filialen dürfen keinen Betriebsrat gründen und erhalten ebenfalls um die 5 Euro pro Stunde. Wer versucht einen Betriebsrat zu gründen wird ohne Grund entlassen, Direktionsverwalter überwachen die Filialen stichprobenartig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Öffnen der Güterumverpackung (Folien) müssen unsere Mitarbeiter Atemmasken und Handschuhe tragen, weil die intensiven Ausdünstungen nach Kunststoffen, Lacken und dem verwendeten Material in den ersten Minuten an frischer Luft zu gesundheitsschädlich werden. Dieser Geruch erwartet den Kunden (zum Glück in stark abgeschwächter Form, wir wollen niemanden verscheuchen) beim Betreten des Ladens. Zu guter Letzt wird der Kunde in den nächsten Tagen auf unerklärliche Weise Ausschläge bekommen, weil sich durch Hautkontakt im feuchten Milieu ein paar harmlose Säuren freigesetzt haben. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles verinnerlicht? Dann können wir nur noch sagen: Herzlichen Glückwunsch!, Sie haben nun die Ausbildung zum &lt;q&gt;Global Player&lt;/q&gt; abgeschlossen und haben es verstanden, Umwelt und Menschen gleichermaßen in Erzeuger- und Abnehmerlander auszubeuten. Viel Spaß bei der Profitmaximierung und dem weiteren Ausbau Ihres Unternehmens!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Qt_2c8IbX0Y" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-22T17:44:59+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Der Hip-Hop und die Musik</title>
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			<description>&lt;p&gt;Allgemein kann man sagen, dass die Ursprungsform des Hip-Hop eine Weiterentwicklung des Gospels ist. Die von der Gesellschaft größtenteils ausgeschlossenen oder als &amp;#8222;minderwertiges Leben&amp;#8220; betrachteten Afroamerikaner wollten ihre Unmut zum Ausdruck bringen und nutzten dazu alle Mittel die ihnen zur Verfügung standen &amp;#8211; in diesem Fall nur ihre Stimme. Geld hatten sie kaum bis gar nicht, die Anschaffung von Instrumenten war also unmöglich. So gesehen besteht eigentlich so gut wie gar kein Unterschied zwischen Gospel und Hip-Hop, bei beiden liegt das Hauptaugenmerk auf dem Text, dazu kommen meistens recht einfache und einprägsame Melodien, die schon nach dem ersten Hören mitgesungen werden können. Quasi an sich schon ein Erfolgsgarant. Dazu kommen Texte, die vielen Leidensgenossen aus der Seele sprechen. Insofern kein Wunder, dass Hip-Hop sich so schnell verbreitet hat, auch wenn er an dieser Stelle noch weit weg davon ist, Millionen Dollar in die Kassen zu spülen und von der Kommerzialisierung noch keine Rede ist. Der Hip-Hop war hier vielmehr noch eine in sich geschlossene Kultur, deren Priorität mehr auf den Protest gelegt wurde als auf die Verbreitung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst als jamaikanische Einwanderer in den Bronx anfingen, mithilfe mehrerer Plattenspieler Instrumentalstellen aus Reggae-Liedern durch Wiederholung in die Länge zu ziehen und darüber aus den Stegreif zu rappen, begann diese Art des Hip-Hop, populär zu werden. Der neu geschaffene musikalische Stil hatte sich innerhalb weniger Jahren etabliert.
Der Stil hat sich mit der Zeit gewandelt, heute gibt es grob zwei Arten von Hip-Hop, eben den Hip-Hop im ursprünglichen Sinne und das, was häufig fälschlicherweise R&amp;#8217;n&amp;#8217;B genannt wird. Letzteres wollen wir für unsere Definition benutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein gutes Beispiel für diese Musik sind The Product G&amp;B, bekannt vor allem durch &amp;#8222;Maria, Maria&amp;#8220;, was sie zusammen mit Carlos Santana aufgenommen haben. Die beiden sind in der Lage, eine Passage fünfmal hintereinander ohne hörbaren Unterschied einzusingen, so dass selbst das Vibrato exakt übereinstimmt. Bei einem solchen Talent kann man wohl ohne Frage von Musik sprechen. Doch leider geben sich nicht alle Musiker und Produzenten so viel Mühe, weshalb viele Hip-Hop-Produktionen vielmehr auf Kommerz als auf musikalische Originalität abzielen. Dies ist dann auch in der fertigen Produktion hörbar. Und eben diese Produktionen liefern Hip-Hop-Gegnern dann den Stoff für den Vorwurf, Hip-Hop habe nichts mit Musik zu tun.
Fazit ist also: In der Tat ist es bei vielen Produktionen, die heute auf dem Markt sind, mit dem Begriff &amp;#8222;Musik&amp;#8220; weit hergeholt, jedoch gibt es ebenso Musiker, die sich noch um eine musikalisch nicht ganz einfältige Produktion bemühen. Nur leider werden die selten richtig bekannt.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/rQqLEnMl-JQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Yann-Simon</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-22T12:14:56+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>24 Stunden Komalaufen der Medien</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/TrmFIbE1ZEk/amoklauf-winnenden</link>
			<description>&lt;p&gt;Es ist wirklich erstaunlich, was da am Mittwoch vor sich ging. Wie eine Horde vollkommen ausgehungerter Löwen stürzten sich die Medien auf den Fall, rissen sich noch um die unbedeutendsten Neuigkeiten und sendeten jedes noch so inhaltsleere Interview. Völlig egal, ob das Gesendete von Bedeutung ist, den Tatsachen entspricht ist oder überhaupt jemanden interessiert - Hauptsache man ist der schnellste, aktuellste und exklusivste, denn heutzutage ist Geschwindigkeit alles, was zählt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Offenbar geht da eine große Angst um, unter den professionellen Journalisten; die Angst sie könnten von den &amp;bdquo;neuen Medien&amp;ldquo; überholt werden - von Bloggern, Twitterern und Co. Ganz unbegründet ist diese Furcht - zumindest was die Geschwindigkeit betrifft - auch nicht, denn in der Tat &lt;a href="http://www.zweipunktnull.org/blog/2009/03/11/winnenden-beweist-twitter-ist-bose/"&gt;fanden sich die ersten Informationen zum Amoklauf wohl auf Twitter&lt;/a&gt;. Doch anstatt auf ihren größten Vorteil - die größere Seriosität und Glaubwürdigkeit - zu setzen, lassen sich die Medien auf einen Wettlauf ein, den sie niemals werden gewinnen können. Und &lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/03/12/der-amoklauf-als-wetterbericht-notizen-zum-ausnahmezustand.aspx"&gt;auf der Strecke bleibt ausgerechnet die Qualität der Berichterstattung&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor allem aber sind es auch die ethischen Werte, die bei dieser Art der Berichterstattung ganz hinten anstehen muss. Denn eine reißerische Schlagzeile ist hier offenkundig mehr wert als eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung, die &lt;a href="http://www.bildblog.de/6413/wie-bild-den-amoklauf-in-szene-setzt/"&gt;Präsentation geklauter Bilder aus StudiVZ&lt;/a&gt; weitaus wichtiger als der Schutz der Persönlichkeitsrechte und der Menschenwürde und das Non-Plus-Ultra ist natürlich so ein super modernes "Video", direkt vom Ort des Geschehens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei dem ganzen Aufwand den man für eine derart umfangreiche "Recherche" betreiben muss bleibt selbstredend keine Zeit mehr für andere, unwichtige Dinge - wie zum Beispiel mal einen kurzen Blick in die moralischen Richtlinien des Journalismus zu werfen - &lt;a href="http://www.presserat.info/pressekodex.0.html"&gt;den deutschen Pressecodex&lt;/a&gt;. Und das ist ein bisschen schade, denn dort stünden durchaus ein paar interessante Dinge drin, wie unter Ziffer 11:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid.&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Es mag ja Grenzfälle geben, in denen sich darüber streiten lässt, was eine &amp;bdquo;unangemessen sensationelle&amp;ldquo; Berichterstattung ist, aber dass diese Grenze hier deutlich überschritten wurde - das zumindest sollte eigentlich jedem klar sein.&lt;/p&gt;

Außerdem gibt es ja noch mehr lesenswerte Passagen, wie beispielsweise &lt;a href="http://www.presserat.info/88.0.html"&gt;in der genaueren Ausführung zur Ziffer 11&lt;/a&gt;:
&lt;blockquote&gt;Bei der Platzierung bildlicher Darstellungen von Gewalttaten und Unglücksfällen auf Titelseiten beachtet die Presse die möglichen Wirkungen auf Kinder und Jugendliche.&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Gerade das sollte man in einem Fall wie diesem eigentlich ganz genau bedenken, denn hier geht es nicht nur darum, dass Heranwachsende vor der Darstellung übermäßiger Brutalität geschützt werden sollen, sondern insbesondere darum, dass der Täter nicht zu einem Vorbild für andere wird - denn bei kaum einer anderen Straftat dürfte die Gefahr von Nachahmungstaten so groß sein, wie bei einem Amoklauf. Doch das erkennen leider &lt;a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-amoklauf-medien-ID1236859953477.xml"&gt;nur die allerwenigsten&lt;/a&gt; und so &lt;a href="http://www.hanno.de/blog/2009/guten-abend-meine-damen-und-herren-sie-sehen-die-abendnachrichten/"&gt;bleibt es den Bloggern überlassen&lt;/a&gt;&amp;#32;&lt;a href="http://www.stoibaer.de/die-uebliche-routine.html"&gt;sich kritisch mit der Berichterstattung auseinanderzusetzen&lt;/a&gt;. Die großen Medien beschäftigen sich derweil lieber damit, ihre Qualität auf ein Niveau hinabzudrücken, welches die "neuen Medien" schon längst verlassen haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und selbst diejenigen, bei denen man eigentlich meint, schlimmer ginge es gar nicht mehr, schaffen es doch immer wieder neue Tiefpunkte zu erklimmen. Ich spreche (wie sollte es anders sein) von der BILD, die für ihren Internetauftritt extra  &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/news/amoklauf-winnenden/button-amoklauf__11736973-1236771203-v1.gif"&gt;einen eigenen Banner&lt;/a&gt; ausgegraben hat:&lt;/p&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;img src="http://i261.photobucket.com/albums/ii69/rumoBilder/Banner.png" alt="" /&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Screenshot-Ausschnitt von einem &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/14/winnenden/grosseltern-von-amoklaeufer-tim-kretschmer/familie-spricht-er-war-doch-ein-ruhiger-junge.html"&gt;Artikel auf bild.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;
&lt;p&gt;War wohl noch von der letzten Fußball-EM übrig, aber was soll's? Schließlich ist ein Amoklauf für die Medien doch eh kaum etwas anderes als ein sportliches Großereignis: Eine prima Möglichkeit die Auflagenzahl respektive Quote in die Höhe zu treiben...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/TrmFIbE1ZEk" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">medien/53/amoklauf-winnenden</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-14T19:46:45+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Chrono Trigger - Equipmentmadness</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/SKoPQryg4X4/</link>
			<description>&lt;p&gt;Hach &amp;#8230; Chrono Trigger &amp;#8230; Was hab ich das auf dem SNES geliebt. Ein wunderbares Spiel auch, wenn es die eine oder andere Schwäche aufweist. Als ich erfahren habe, dass eine Portierung für den NDS erschienen ist war die Freude groß. &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;Das&lt;/span&gt; Chrono Trigger! Immer dabei! Der absolute Wahnsinn.&lt;br/&gt;
Doch der Euphorie folgten sogleich Zweifel, die mich unter anderem zu diesem Schrieb hier bewegt haben (der zugegebenermaßen quer durchs Genre pflügt und sich nicht nur auf Chrono Trigger beschränkt). Ich habe zwar gehört, dass es die eine oder andere Neuerung geben soll und auch die Story leicht abgewandelt ist aber ob da auch die essenziellen Schwächen ausgebügelt wurden? Vor allem die Klassiker auf dem SNES wie etwa Secret of Mana hatten damals ja immer und immer wieder dieselben Marotten und daran hat sich im Genre der RPGs bei so manchem Titel bis heute nichts geändert.&lt;/p&gt;

&lt;div class="links"&gt;&lt;img src="http://img72.imageshack.us/img72/4913/castler.png" alt=" " /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Ich spreche von diesem mysteriösen Equipment, welches man nach und nach aufliest und deren Bedeutung man wohl nie erfahren wird, bis man es in einer riskanten Aktion einfach mal ausprobiert und dann feststellt, dass man seinen alten Speicherstand neu laden sollte, weil man gerade irgendein unheimlich mächtiges Artefakt verschleudert hat. Das läuft in etwa so ab: Man findet irgendwo eine blaue Kugel, deren Beschreibung lediglich ein nichts sagendes &amp;#8222;Eine seltsam schimmernde Kugel&amp;#8220; enthält. Neugierig wie man nun mal ist, setzt man sie ein und bekommt sage und schreibe seinen kompletten Manabalken aufgefüllt! Blöd nur, dass man zu dem Zeitpunkt lediglich ein paar Manapünktchen verwendet hat. Ergo: Kugel für die Katz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genauso sieht es bei den Waffen und Rüstungen aus. In irgendeiner schwer bewachten Schatztruhe, die hinter einer Monstermeute rumlungert findet man ein Schwert, das weder sonderlich toll aussieht, noch mit den Werten der Waffe mithalten kann, mit der man ohnehin schon ausgerüstet ist. Was macht man also damit? Grummelnd zum nächsten Händler stampfen und wenigstens ein bisschen Gold dafür einheimsen. Und wozu das ganze? Nur um anschließend festzustellen, dass dies ein magisches Schwert war, welches einem einen zukünftigen Bosskampf erheblich erleichtert hätte. Aber wie hätte man es auch besser wissen sollen, stand in der Beschreibung doch nur &amp;#8222;Eine alte, rostige Klinge mit verziertem Griff&amp;#8220;? Als Strafe für seine Torheit darf man sich nun mit einem nahezu unbezwingbaren Boss herumschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solcherlei Ärgernisse sind aber bis heute noch nicht ausgemerzt. Vor einiger Zeit hab ich mir Castlevania &amp;#8211; Portraint of Ruin gekauft. Hatte immerhin einen &amp;#8222;Best of E3 2006&amp;#8220; Sticker auf dem Cover. Soweit so gut. Wirklich schönes Spiel. Motiviert mich sogar soweit, dass ich selbst nach Abschluss der Story im Untergrund einen Boss nach dem anderen lege, meine Charas über Lv. 80 bringe, jede Waffe meistere, alle Zauber sammle und alle Monster so lange in den Staub trete, bis sie mir jeden einzelnen Drop geben, den sie zu bieten haben. Mit anderen Worten: Ich hab mir einen perfekten 100% Spielstand erarbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und weil mir das Spiel so gut gefallen hat (mein erstes Castlevania Spiel wohlgemerkt) hab ich mir auch gleich den nächsten Teil der Reihe gekauft. Castlevania &amp;#8211; Order of Ecclesia. Hier ist das Kampfsystem etwas anders, man spielt nur noch einen Chara und man reist nicht mehr in Draculas Schloss bzw. speziell in PoR in magischen Bildern, sondern bewegt sich in einer Weltkarte von Schauplatz zu Schauplatz. Ja, man nimmt sogar Aufträge in einem Dorf an, deren Bewohner man nach und nach befreit. So lange gibts das in der Castlevania-Reihe ja auch noch nicht. Zuvor war man soweit ich weiß meist ausschließlich in Draculas Schloss unterwegs. Aber auch in PoR konnte man schon Aufträge von einem Geist annehmen. Mir gefällt das Ganze aber recht gut.&lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts"&gt;&lt;img src="http://img10.imageshack.us/img10/4549/f00ddq8.png" alt=" " /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Wie zuvor aber schon angedeutet stößt man auch hier sehr schnell wieder auf altbekannte Mängel, wenn auch etwas abgewandelt. Es gibt Unmengen Nahrungsmittel! Wirklich &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;Unmengen&lt;/span&gt;! Tee, Pudding, Reisbälle, New York Steaks, Pilze, Curry, Ramen, Kaffee, Hot Dogs, Dosenspinat, Piyoko, Maissuppe ect, ect. Ich könnte diese Liste noch um dutzende Items erweitern! Gut, es ist mehr oder weniger klar, dass all diese Dinge dazu da sind um Trefferpunkte (TP) und Magiepunkte (MP) wiederherzustellen aber wie viel genau jetzt eigentlich?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbst bei Tränken, die eigentlich immer sehr genau beschrieben sind, steht nur &amp;#8222;Stellt einen Teil der TP wieder her.&amp;#8220; Ganz zu schweigen von den sonstigen Lebensmitteln, bei denen man nur ungefähr anhand der Beschreibung und des Aussehens erraten kann, ob sie viele Punkte oder nur sehr wenige zurückgeben. Und selbst dabei liegt man oft total daneben. Ein weiteres Problem stellt sich einem bei der Frage, ob dieses Gericht nun TP oder MP auffüllt. Feste Mahlzeiten sind eher für TP und Getränke für MP aber zu was zählt Minzeis oder eine Suppe? Tja, da hilft wieder nur ausprobieren. Ganz zu schweigen davon, dass man selbst dann noch nicht genau sagen kann, wie viel Punkte man jetzt zurückbekommen hat. Es sei denn natürlich man führt feinsäuberlich Buch darüber. So kommt es dann, dass man eine sehr nahrhafte Mahlzeit verzehrt, obwohl man nur ein paar TB nötig hätte oder man sich mit Kleinkram durchschlagen muss, den man sich als vermeindliches Ass aufgehoben hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei den Rüstungen verhält es sich in etwas abgeschwächter Form ähnlich. Wenn man ein Rüstungsstück oder eine Waffe auswechselt bekommt man angezeigt, welche Werte dadurch sinken bzw. steigen würden. Aber wie viel ein bestimmter Wert von einem Gegenstand nun profitiert oder wie viel er dabei einbüßt lässt sich nur durch Nachrechnen mithilfe der Grund- und Endwerte erschließen. Wäre es zu viel verlangt in der Werteliste nicht nur anzugeben, auf welchen Stand ein bestimmter Wert angehoben wird, sondern auch wie die Werte des Gegenstandes selbst aussehen? Gut, es ist nicht absolut zwingende Notwendigkeit aber dem Komfort des Spiels würde es ganz bestimmt nicht schaden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch das ist ja nicht nur bei DS-Titeln so. Diese Unzulänglichkeiten ziehen sich quer Beet durch das komplette Genre und tauchen immer wieder dann auf, wenn irgendein Programmierer sich einen kleinen Spaß erlauben wollte. Man erhält irgendwelchen Unrat und weiß überhaupt nicht, wohin damit. Wenn &amp;#8211; ja wenn &amp;#8211; man Glück hat offenbart sich der Nutzen irgendwann im Verlauf des Spiels von selbst aber meistens bleibt nur Ausprobieren. Lustigerweise bekommt man dann manchmal noch zu allem Überfluss zu hören, dass man den Gegenstand im Moment nicht einmal benutzen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da lob ich mir Soul Blazer (auch ein steinaltes RPG auf dem SNES). Dort gab es eine sehr überschaubare Anzahl an Rüstungen und Schwertern aber alle hatten ihren eindeutigen Nutzen, der einem so auch begreiflich gemacht wurde. So musste man ab und an eine spezielle Rüstung anlegen, um unter Wasser reisen zu können oder sich an anderen besonderen Orten fortbewegen zu können. Oder man musste ein anderes Schwert verwenden, um bestimmten Gegnern Schaden zuzufügen. Alles aber wunderbar erklärt in der Itembeschreibung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine weitere Problematik, die vielen Programmieren scheinbar Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage, ob die Ausrüstung Einfluss auf das Aussehen des Charakters haben soll. Im wahrsten Sinne ein zweischneidiges Schwert. Wenn ein Charakter immer gleich aussieht, egal ob er einen Eisenpanzer oder Stofflumpen trägt, spart das einiges an Arbeit. Für die Hobbydesigner unter den Spielern würde es aber sicherlich von Belang sein, wenn sie das Aussehen ihres Helden verändern können. Das Problem hierbei ist aber nicht nur die damit verbundene Programmierarbeit, sondern auch die Gefahr, dass sich der Spieler von einer lieb gewonnenen Waffe oder einer Rüstung trennen muss, weil sie einfach zu schwach für den Spielverlauf geworden ist. Geht man jetzt auf Nummer Sicher und lässt den Chara immer gleich aussehen oder riskiert man, dem Spieler überflüssige Frustration zu bescheren, indem man ihn zwingt seine Lieblingsausrüstungsgegenstände gegen welche einzutauschen, die ihm nicht gefallen?&lt;/p&gt;
&lt;div style="text-align:center;"&gt;&lt;p&gt;&lt;img src="http://img168.imageshack.us/img168/615/equipfail.png" alt=" " /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Aber auch hierfür müsste man sich nur ein neues Konzept einfallen lassen. Jetzt mal schnell aus dem Ärmel geschüttelt wäre es doch möglich die Statuswerte von Rüstungen und Gegenständen nicht an den Ausrüstungsgegenständen selbst festzumachen sondern sie in irgendwelchen Orbs zu verpacken. Diese magischen Orbs &amp;#8222;beseelen&amp;#8220; dann die Ausrüstung und verleihen ihr dadurch erst Statuswerte. So könnte man durch das einfügen bzw. herausnehmen dieser Orbs immer seine Lieblingsausrüstung tragen und wenn mal bessere Werte gefragt sind wechselt man zu einem stärkeren Orb. Dieses System ließe sich auch wunderbar in eine Story integrieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tja &amp;#8230; ich für meinen Teil habe mir jetzt Chrono Trigger für den DS bestellt und sobald mir die liebe deutsche Post das Paket zugestellt hat, werde ich es genüsslich zocken. Mit oder ohne den RPG-Macken, die die SNES-Version, und das muss dem Spiel wirklich zugute halten, ohnehin nur in geringem Maße aufgewiesen hat. Trotzdem eine unnötige Schwäche, die einen als RPG Spieler schon manchmal ein klein wenig nerven kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz erinnere ich mich noch schmachtend an die Zeit zurück, als ich in Chrono Trigger auf dem SNES durch die Zeit gereist bin und sowohl Mutanten in der Zukunft als auch Dinosaurier in der Vergangenheit aufgemischt hab. Ich bin schon mal sehr gespannt darauf, inwiefern sich die Story und das Gameplay von der SNES-Version unterscheiden. Hoffentlich hat sich das Spiel ausschließlich zum (noch) Besseren entwickelt.&lt;br/&gt;
Mögen diese glorreichen Zeiten auf dem DS wiederkehren!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/SKoPQryg4X4" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">medien/spiele/49/</guid>
			<dc:creator>Robert</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-14T19:36:20+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die spannendste Liga der Welt</title>
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			<description>&lt;p&gt;23 Spieltage ist diese Saison nun alt und ein klarer Kandidat auf die Meisterschaft ist noch immer nicht gefunden. In der Hinrunde sah es lange Zeit so aus als würde der TSG 1899 Hoffenheim &amp;#8211; ein Aufsteiger &amp;#8211; die Sensation gelingen und den großen FC Bayern abhängen. Als es dann in die Winterpause ging waren beide Clubs gleichauf, doch noch drei andere Vereine waren ihnen mit höchstens 3 Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Von diesen dreien hätten die meisten Experten aber auch nur auf den Hamburger SV gewettet. Dass die Werkself aus Leverkusen und der Hauptstadtclub aus Berlin sehr intensiv vorne mitmischen war dagegen eine große Überraschung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis zum 20. Spieltag konnten die Hoffenheimer ihre Tabellenführung noch behaupten, mussten sie aber durch eine Niederlage gegen Leverkusen an die Hertha aus Berlin abgeben. Spätestens jetzt staunte ganz Fußballdeutschland nicht schlecht, denn die Münchener standen durch eine Niederlage gegen eben diesen neuen Tabellenführer nur noch auf Rang vier.&lt;p&gt;

&lt;p&gt;Das Glück der Hauptstädter sollte eine Woche später aber schon wieder vorbei sein, denn nun verlor man gegen die zweite Werkself der Liga, den VfL Wolfsburg, der sich mit kleinen und leisen Schritten der Tabellenspitze näherte. An dieser stand nun aber der HSV, vor Hoffenheim. Die Münchener dagegen kamen dank einer Niederlage gegen vermeintlich schwache Kölner nicht von der Stelle und schlugen ihre Wurzeln auf dem vierten Rand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Wurzeln halfen aber nichts, denn schon eine Woche später mussten die Bayern auf Platz fünf umziehen. Nachdem man unter der Woche noch mit einem 5:0 gegen Lissabon in der Champions League glänzte, kam man nicht über ein 0:0 gegen Werder Bremen heraus. Anzumerken sei auch noch, dass die Hanseaten über 75 Minuten lang nur mit 10 Mann spielten und über die ganze Saison gesehen sehr enttäuscht hatte. Der 11. Tabellenplatz nach 22 Spieltagen deckte sich jedenfalls nicht mit den Ambitionen auf eine Teilnahme in der Champions League.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An der Spitze dagegen kam es erneut zu einem Machtwechsel. Die Berliner setzten sich wieder ganz nach oben und entthronten den HSV. Hoffenheim rutschte gleichzeitig auf den dritten Platz ab und spürte nun den Atem der Wolfsburger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An diesem Wochenende ging der 23. Spieltag zu Ende und es ist so spannend wie nie. Zwar ist Berlin mit 46 Punkten nun Tabellenführer und hat 4 Zähler Vorsprung auf den, nein die zweiten, aber wer sich den Saisonverlauf ansieht, wird wohl kaum an einen Durchmarsch glauben. Den zweiten Rang belegen Punkt- (42) und Differenzgleich (+18) der FC Bayern München und die TSG 1899 Hoffenheim. Mit ebenfalls 42 Punkten folgt Wolfsburg auf dem vierten Rang. Fünfter sind die Hamburger &amp;#8211; mit 42 Punkten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es werden also noch heiße 11 Spieltage und ich bin mir sicher, dass der deutsche Meister auch erst am letzten Spieltag gekrönt wird. Zu oft dachten Fans und Experten, dass die Münchener nun endlich davonziehen würden. Auch ich als &amp;#8222;Roter&amp;#8220; war natürlich überzeugt davon, dass wir in der Rückrunde nichts mehr anbrennen lassen. Doch nach 3 Niederlagen in 5 Spielen sieht es nicht so aus, als würde die Mannschaft es in dieser Spielzeit noch schaffen die Liga zu dominieren. Mir würde es dagegen schon reichen, wenn die Bayern nach einem spannenden letzten Spieltag die Nummer eins sind, vielleicht sogar zum ersten Mal in dieser Saison. Als Vizemeister könnte die Hertha aus Berlin folgen, verdient hätten es die Jungs ja.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/LPIjKrgDk14" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-09T20:54:20+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Wirtschaftskrise - ein erfrischend Ding?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/To2of-96r1A/geldverbrennung</link>
			<description>&lt;p&gt;Wie wäre es zum Beispiel, auf benutzte Taschentücher Abwrackprämie zu zahlen? Abgewrackt sind sie ja dann. Wer 1 Kilo Taschentücher abliefert erhält eine Packung Taschentücher gratis. Oder die Saudis zahlen eine Spritverbrauchsprämie. Wer am meisten Benzin verfeuert erhält auf Superbenzin einen Zuschuss von 10 cent/liter - gut für den Geldbeutel der Saudis und für den Ölpreis. Hausse an der Börse!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Überhaupt. In Zeiten wo die Wirtschaftskrise über fünf Ecken gedacht sogar Restaurants betrifft, weil Kantinenbesucher aus von Kurzarbeit geplagten Autoteilezulieferfirmen ausbleiben, sollte doch nichts mehr unmöglich sein. Das die Mentalität des Geldverbrennens mit System nicht so schlimm ist, zeigt ein Blick auf die deutsche Schuldenuhr. 1595 Milliarden Euro waren es im Moment, in dem ich diesen Standpunkt verfasste. (Quelle: &lt;a href="http://www.steuerzahler.de/webcom/show_softlink.php/_c-33/i.html"&gt;Bund der Steuerzahler&lt;/a&gt;) Was machen da 100 Milliarden Auffangfonds für &lt;q&gt;notleidende Unternehmen&lt;/q&gt; aus, oder 50 Milliarden für die HRE?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Sparen ist vorbei! Haut raus was rauszuhauen ist. Warum richten wir uns nicht einen Quizsender ein, wie 9live? Wir verschenken Kunjunkturpakete:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Leeeeute! Anrufen jetzt. 2 Kunjunkturpakete plus Geldleitung. Wie heißen die dümmsten Banken der Welt? Auf unserer Flipchart ist noch massig Plaaaatz! Meeensch, auch wenn ich jetzt Ärger mit der Regie bekomme, noch ein drittes Konjunkturpaket für den ersten Anrufer!
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Aber was rede ich da? Das Geld ist scheinbar so wenig wert, das wir auch gleich direkt damit heizen können. Geldkraftwerke, die nicht ganz umweltfreundliche und auch nicht billige Alternative. Nicht umsonst heißt das Geld im Volke ja &lt;q&gt;Kohle&lt;/q&gt; oder nach erfolgreichem Heizvorgang: &lt;q&gt;Asche&lt;/q&gt;. So viel wie wir im Moment verfeuern; doch eine echte Alternative. Was bei Geldkraftwerken übrig bliebe wäre heiße Luft - eben genau so wie bei den Worten zahlreicher Manager und Politiker. Der Schuldenzuwachs pro Sekunde liegt in Deutschland bei 4439 Euro (laut Bund der Steuerzahler).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tafelsilber hat Deutschland ja eh nicht mehr - Telekom weg, Bundespost weg. Die Bahn ist noch da - gut das wir um die Privatisierung mitten in der Finanzkrise nochmal herumgekommen sind. Vom &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/4/bahn-borsengang"&gt;Bahn-Börsengang&lt;/a&gt; ist jedenfalls keine Rede mehr, dessen Nutzlosigkeit haben jetzt wohl alle erkannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt schlägt die Stunde der SED-Kräfte. Mein Freund der Plan! Ist am Ende ein Plan der Planlosigkeit besser als Planlosigkeit ohne Plan? Ein Rezept haben alle Experten - keines wirkt. Mal wird gesagt, alles wird nur noch schlimmer - mal wird gesagt jetzt geht es aufwärts. Die Börsenkurse geben eh nur noch Überblick darüber, welcher Tiefststand mal wieder unterboten wurde. Grund könnte ja auch die Fiktivität des Handels sein. Warum zum Henker wird Milch am globalen Markt gehandelt - und wie bitte konnte 2008 eine Milchknappheit aufkommen, angeblich wegen chinesischer Nachfrage, wenn den meisten Chinesen doch das laktosespaltende Enzym fehlt? Und wen lässt Paul Potts Stimme über Spitzelei hinwegsehen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich persönliche fühle mich durchweg für dumm verkauft. Die Partei, die die Freiheit der Wirtschaft, Deregulierung etc. forderte steht jedenfalls plötzlich auf der Seite: Das Geld muss raus! Wer es braucht ist schon seit Jahren das Volk. Eine zunehmende Schere zwischen Arm und Reich bedeutet, dass die breite Käuferbasis wegbricht. Das ist Absatzgrundlage - Absatzgrundlage ist Wertschöpfungsdeterminant Nummer eins; und nur wo Werte geschöpft werden müssen Leute beschäftigt werden, die die Werte-bringenden Güter erzeugen. Nur wo Güter durch Arbeitnehmer erzeugt werden ist Geld zum Ausgeben da - durch Löhne, nur da entsteht Gemeinwohl. Besser ist es natürlich das Geld denen zu geben, die uns in den buchstäblichen Arsch getreten haben und in China produzieren ließen - oder sonstwo. Erzeugung im Ausland, Abschöpfung des Volkseinkommens durch Verkauf in Deutschland, Zahlung der Winzigstgehälter (toller Neologismus meinerseits) im Ausland und Steuerflucht in die Schweiz. Wo soll das deutsche Volkseinkommen da noch herkommen? Ganz abgesehen davon, dass der Gütertransport aus Übersee unsere Umweltprobleme weiter anheizt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun rächt sich jedenfalls das Volk mit Umfragewerten. Vom Hoch der Union ist nichts mehr zu spüren - und allen voran Herr Oettinger kritisiert nun Kanzlerin Merkel. Nicht etwa für verfehlte Politik, sondern für das Umfragetief. Grund ist vielleicht die unsoziale Politik. Obwohl auch die SPD den eigentlichen sozialen Auftrag zugunsten einer schwachen Macht in der Regierung anstelle einer starken Macht als Opposition aufgab. Wir sind von Höcksken auf Stöcksken gekommen - ist aber nicht meine Schuld! Der Markt ist ja jetzt global, da ist nunmal alles vernetzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Vorschläge: Abwrackprämien auf alle Verbrausgüter - hilft der Wirtschaft und beschleunigt den Staatsbankrott. Eine Abwrackprämie auf Zigaretten, werden erst geraucht und die Kippen kann man sich dann vergüten lassen. Förderlich für die Gesundheit keineswegs, aber hey - so kommt mehr Tabaksteuer rein! Keine gute Idee? Ach menno! Ein einziges Pleiteopfer um das es mir dann doch nicht Leid tut ist die NPD, die nahezu zahlungsunfähig ist (nach Berichten von Spiegel Online) ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/To2of-96r1A" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/50/geldverbrennung</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-09T20:50:44+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die Ärgernisse der Augsburger</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/ZBB4dT8sKak/arbeiter</link>
			<description>&lt;p&gt;Eigentlich dürfte ich mich gar nicht beklagen, denn an sich geht es mir richtig gut. Als Azubi im öffentlichen Dienst bekommt man tolle Einblicke in den verschiedensten Einsatzbereichen, die von der öffentlichen Beleuchtung bis hin zur Technik von Straßenbahnen führt. In Augsburg gibt es wohl keine besser Alternative die dreieinhalb Jahre Lehrzeit hinter sich zu bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Bürger ober- bzw. altbayerischer Abstammung hat man es aber wirklich schwer das kleine Völkchen vom Lech zu verstehen. Von deren Seite wird das gerne auf unseren &amp;#8211; noch sehr ausgeprägten &amp;#8211; Dialekt geschoben, der wohl im ganzen bayerischen Sprachraum einzigartig ist. Nirgendwo anders vermischen sich zwei verschiedene Dialekte (südbayerisch und schwäbisch) so stark, wie im Landkreis Aichach-Friedberg. Der eigentliche Grund sind aber die ganzen komischen Eigenschaften der Augsburger, die ich in dieser Serie näher bringen will.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu Beginn der Serie möchte ich einen Fall vorstellen, der mich persönlich auch ein wenig betrifft, da ich zur Zeit bei der öffentlichen Beleuchtung meinen Horizont erweitern darf. Schnell zusammengefasst geht es hier darum die Beleuchtung der ganzen Stadt in Schuss zu halten. Allen voran gehen hier wohl die Straßenlaternen, die jeden Tag aufs Neue Pflege benötigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch was wäre die Stadt ohne ihre netten Bewohner, die sich dafür einsetzen, dass alles in Ordnung ist? Genau, nichts. Darum melden diese auch immer wieder Störfälle, die die Angestellten nun bearbeiten dürfen. Oftmals sind es sogar nur einfache Dinge, wie eine Wanne, die wieder befestigt werden muss oder eine kaputte Glühbirne. Manchmal aber streikt auch das Innenleben der Leuchte, wodurch diese natürlich erst demontiert werden muss um in der Werkstatt wieder repariert zu werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Reparaturen sind meistens auch ziemlich schnell erledigt, wodurch der Laternenmast im Grunde nicht länger als einen Tag auf seine Leuchte warten muss. Nach der erneuten Montage muss diese aber noch einmal auf ihre Funktion getestet werden um weitere Fehler auszuschließen. Das bedeutet also, dass die Laternen einer ganzen Straße mal eben für wenige Minuten angeschaltet werden müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An sich wäre das natürlich nicht sonderlich schlimm, wären da nicht wieder diese netten Mitbürger, die sich für die Stadt einsetzen. Diese haben nämlich plötzlich Angst, dass irgendwer durch das Licht geblendet werden und dadurch einen Unfall verursachen könnte. Deshalb wird auch schon die nächste Beschwerde vorbereitet. Dieses Mal nicht aber wegen einer defekten Leuchte, sondern wegen der Inbetriebnahme eben dieser.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun fragt man sich als Arbeiter natürlich, ob man es den Einwohnern dieser schönen Stadt überhaupt noch Recht machen kann. Würden die Leuchten nämlich nachts angebracht, dann müssten erst einmal sämtliche Laternen abgeschaltet werden, um überhaupt einen sicheren Arbeitsplatz zu gewähren. Außerdem ist auch der Störfaktor für die Anwohner enorm größer, denn immerhin  bekommt man solche Dinge bei Nacht viel besser mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Lösung für dieses Problem wurde noch nicht gefunden, denn diese wird ja gar nicht verlangt. Nein, es reicht, wenn der Abteilungsleiter einen netten Entschuldigungsbrief an die Betroffenen schreibt und dort die verzwickte Lage schildert. In diesem Text steht dann zwar, was uns der normale Menschenverstand schon sagt, doch schriftlich sieht es an der Wand einfach viel besser aus. &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/ZBB4dT8sKak" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">leben/augsburger/48/arbeiter</guid>
			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-04T16:46:07+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/leben/augsburger/48/arbeiter</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Sind wir nicht alle ein bisschen Zumwinkel?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/DdQJefvKcww/zumwinkel</link>
			<description>&lt;p&gt;Die Empörung war groß, als vor einem Monat &lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,603265,00.html"&gt;das Urteil gegen den ehemaligen Postchef Klaus Zumwinkel verkündet wurde&lt;/a&gt;:  &lt;em&gt;Nur&lt;/em&gt; eine Bewährungsstrafe, kein Gefängnis - und das, obwohl er wohl mehrere Millionen Euro an Steuern hinterzogen hat. Schnell war die Rede von einem &amp;bdquo;Abgekarteten Spiel&amp;ldquo;, einer Justizpanne und überhaupt war es ja mal wieder klar: 
&lt;q&gt;Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.&lt;/q&gt; &amp;mdash; &lt;em&gt;aber&lt;/em&gt;, stimmt das wirklich?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Teil? Klar, sieht man ja, die Großen laufen doch alle noch frei herum, sogar die Manager von Hypo Real Estate sind noch auf freiem Fuß - und die müssten nun wirklich schon längst hängen. Aber, wie ist das mit dem ersten Teil? Hängt man die Kleinen wirklich? Wenn ja, dann sollte eigentlich &lt;em&gt;ein Drittel&lt;/em&gt; der Deutschen hängen, respektive sitzen. Denn laut &lt;a href="http://www.iwkoeln.de/tabid/2277/ItemID/22928/language/de-DE/Default.aspx"&gt;einer neuen Studie&lt;/a&gt; beschäftigt jeder dritte Deutsche Schwarzarbeiter &amp;#8211; hinterzieht also Steuern, müssten folglich längst hinter schwedischen Gardinen sitzen &amp;#8211; was jedoch, ganz offensichtlich, nicht der Fall ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eigentlich müsste man doch jetzt erwarten dürfen, dass ein Aufschrei durch Deutschland geht, überall von einem Versagen der Kontrollbehörden gesprochen wird und &amp;#8211; natürlich &amp;#8211; härtere Strafen gefordert werden. 
Aber, nichts von all dem ist der Fall. Die Medien streifen das Thema (wenn überhaupt) nur kurz und wenden sich sofort wieder wichtigeren Themen, wie einer entlassenen Kassiererin in Berlin oder &lt;a href="http://jugendsprache.net/film/filmpreise/43/oscar-missverstandnis"&gt;der Oscarverleihung&lt;/a&gt; zu. Und aus der Politik gibt es überhaupt keine nennenswerten Reaktionen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seltsam ist das &amp;#8211; offenbar gibt es hier einen großen Unterschied zwischen &amp;bdquo;einem Steuerhinterzieher&amp;ldquo; und &amp;bdquo;vielen Steuerhinterzieher&amp;ldquo;. Wenn es nämlich nur &lt;em&gt;einer&lt;/em&gt; ist, dann kann man prima auf ihm herumhacken, ihm sein Fehlverhalten wochenlang um die Ohren hauen und ihn als den Universalsündenbock hinstellen. Wenn es dagegen &lt;em&gt;viele&lt;/em&gt; sind, &lt;em&gt;dann&lt;/em&gt; sieht die Sache selbstredend ganz anders aus &amp;#8211; schließlich sind auch Steuerhinterzieher Wähler.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Beschäftigen von Schwarzarbeitern (im Gegensatz zum Steuersparen in Lichtenstein) gesellschaftlich völlig akzeptiert zu sein scheint: Als Schwarzarbeit vor ein paar Tagen das Thema im Hörerforum &amp;bdquo;Tagesgespräch&amp;ldquo; war (&lt;a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2009_02/2009_02_26_14_10_04_podcasttagesgesprcham260209_a.mp3
"&gt;Podcast&lt;/a&gt;), empfanden es fast alle Anrufer als vollkommen in Ordnung, wenn ein Handwerker mal &amp;#8222;ohne Rechnung&amp;#8220; arbeitet oder man dem Finanzamt die ein oder andere Einkommensquelle verschweigt. Häufig mit dem Argument, dass die Steuern sowieso viel zu hoch seien und der Staat außerdem eh nicht mit dem Geld umgehen könne. Sieht man ja, wie der jetzt den Banken das Geld hinterher schmeißt, und überhaupt&amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was viele dabei offenbar völlig vergessen, ist, dass wir schon lange nicht mehr im Absolutismus leben, sondern vielmehr in einer Demokratie. Und das heißt vor allem, dass der Staat nicht mehr irgendein abgehobener und nur um sein eigenes Wohl besorgter Monarch ist, sondern vielmehr &lt;em&gt;das Volk&lt;/em&gt; der Staat ist. Wer also den Staat betrügt, betrügt seine Mitbürger, oder genauer diejenigen, die ihre Steuern ehrlich zahlen. Denn von denen holt sich der Staat das Geld, das er zu wenig bekommt, einfach über noch höhere Steuern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder, was noch wahrscheinlicher ist, der Staat macht einfach noch mehr Schulden und bürdet deren Rückzahlung einer fernen nächsten Generation auf.
 Na, da danke ich aber &amp;#8211; da ist mir ja der Zumwinkel noch lieber. Denn der hat mittlerweile all seine Steuerschulden plus eine weitere Million Strafe zurückgezahlt und, vor allem: &lt;em&gt;Er&lt;/em&gt; hat &lt;a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/25/zumwinkel_ermittlungen/090122b.jhtml"&gt;mittlerweile eingesehen&lt;/a&gt;, dass das 
&lt;q&gt;der größte [...] Fehler&lt;/q&gt; seines Lebens war.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/DdQJefvKcww" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/44/zumwinkel</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-03-01T14:17:16+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/gesellschaft/44/zumwinkel</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Die Methoden der Arbeitgeber</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/gkRcFLbyhnw/arbeitgeber-methoden</link>
			<description>&lt;p&gt;Ich kenne jemanden, der wiederum jemanden kennt, der bei einem bekannten Unternehmen in Düsseldorf arbeitet. Einem Unternehmen, das u.a. Medienwerke zum Thema Computer herausbringt. Dieser Bekannte arbeitet dort als kompetenter Informationstechniker in der Zeitschriftenredaktion, schreibt also Artikel für Zeitschriften.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun dürfte die Finanzkrise an keinem Unternehmen spurlos vorbeigegangen sein: Was macht ein Unternehmen, wenn es in Geldnot kommt als erstes? Es spart. Und zwar nicht zuerst, wie viele behaupten, bei den Löhnen oder den Mitarbeitern, sondern bei der Werbung, die ja kostet, auch wenn sich diese eigentlich rentieren sollte.&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Bei besagtem Arbeitgeber ist das anders: Die Zeitschriftenredaktion finanziert sich zum einen natürlich durch den Verkauf, zum anderen - damit die Zeitschriften nicht zu teuer werden - durch Werbung. Wenn jetzt die anderen Unternehmen an Werbung sparen, bekommt auch jenes Medienunternehmen nicht mehr so viel durch Werbung rein. Folglich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder den Preis anheben &amp;#8211; und damit Leser verlieren oder zumindest verärgern &amp;#8211; oder aber Mitarbeiter entlassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zurück zu unserem Mitarbeiter: In seiner Redaktion ist er mit 52 Jahren mit Abstand der Älteste. All seine Kollegen sind gut 25 Jahre jünger. Da unser Mitarbeiter allerdings schon bei diesem Unternehmen gearbeitet hat, als seine Kollegen noch nicht einmal geboren waren, ist sein Gehalt mit der Zeit auch dementsprechend gestiegen. In Klartext: Er verdient mehr als doppelt so viel wie seine Kollegen. Nun wäre es für den Arbeitgeber ein Leichtes, ihm zu kündigen. Damit würde er zwar den dienstältesten und erfahrensten Mitarbeiter rausschmeißen, allerdings würde somit auch die Zahl der entlassenen Mitarbeiter so gering wie möglich bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Problem ist: Wenn der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer entlässt, ist er verpflichtet, eine Abfindung zu zahlen, die in unserem Fall nicht gerade wenig ist. Deshalb möchte der Arbeitgeber natürlich, dass unser Mitarbeiter selbst aus freien Zügen kündigt, was man sicherlich von keinem Arbeitnehmer erwarten kann, dem Arbeitgeber allerdings eben auch die lästige Abfindung ersparen würde. Also haben sich die Chefs Gedanken gemacht und unseren Redakteur zur jährlichen Besprechung gerufen, die normalerweise viel Lob und kaum Kritik beinhaltet, meistens auch mit einer Gehaltserhöhung einhergeht. Diesmal allerdings blieb das Lob aus, stattdessen hagelte es Kritik. Es fielen Kommentare wie "Sie werden natürlich auch älter, vielleicht sollten Sie überlegen, eine Ihrem Alter angemessenen Arbeit zu ergreifen. Es ist ja bekannt, dass Senioren in der Regel keine Ahnung von Computern haben". Eine Gehaltserhöhung gab es diesmal nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Etwas überrascht von dieser Besprechung ging er zurück zu seinem Arbeitsplatz, wo ihn seine Kollegen mit einem unangenehmen Lächeln empfingen. Sie waren wie ausgewechselt, gaben u.a. hämische Kommentare ab und kritisierten seine Arbeit, alles in allem kann man das wohl mit Recht Mobbing nennen. Später beim Ausleeren des Mülleimers fand er darin zufällig eine Notiz eines Chefs bezüglich der jährlichen Besprechung. Darauf standen die Punkte, die die Chefs bei jedem einzelnen Mitarbeiter umsetzen wollen. Für unseren Mitarbeiter gab es nur eine einzige Notiz: "Herrn X dazu bewegen, freiwillig zu kündigen".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich selbst war geschockt, dass derartige Methoden an deutschen Arbeitsplätzen eingesetzt werden, bin aber der Überzeugung, dass das nicht nur bei diesem Unternehmen Usus ist. In diesem Zusammenhang verweisen wir übrigens auch auf den  &lt;a href="http://jugendsprache.net/wirtschaft/46/mitarbeiterabbau-telekom-ausstria"&gt;aktuellen Bericht&lt;/a&gt; über fragwürdige Methoden beim Mitarbeiterabbau beim österreichischen Mobilfunkunternehmen Telekom Austria.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/gkRcFLbyhnw" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/45/arbeitgeber-methoden</guid>
			<dc:creator>Yann-Simon</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-25T16:43:35+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Mitarbeiterabbau à la Telekom Austria</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/rYjjcz6sSuQ/mitarbeiterabbau-telekom-ausstria</link>
			<description>&lt;p&gt;Zugegeben, die Festnetzsparte der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telekom_Austria" rel="nofollow"&gt;Telekom Austria&lt;/a&gt; hat es nicht leicht. Immer mehr Menschen verzichten auf einen Festnetzanschluss und verwenden nur noch ein Mobiltelefon. In Anbetracht der Kampfpreise am österreichischen Mobilfunkmarkt ist das auch kein Wunder. Weniger  Festnetzanschlüsse bedeuten &lt;strong&gt;weniger Kunden&lt;/strong&gt; für die Festnetzsparte der Telekom Austria. Und wenn ein Unternehmen weniger Kunden hat, braucht es auch &lt;strong&gt; weniger Mitarbeiter&lt;/strong&gt;. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Problem: Als &lt;strong&gt;ehemaliger staatlicher Monopolist&lt;/strong&gt;  hat die Telekom Austria noch zahlreiche &lt;strong&gt; pragmatisierte Mitarbeiter&lt;/strong&gt;  &amp;#8211; sie sind praktisch unkündbar. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das natürlich schlecht (abgesehen von der Ungerechtigkeit gegenüber den kündbaren Mitarbeitern).  Die Telekom Austria hat laut eigenen Aussagen rund 1200 Mitarbeiter, die nicht mehr gebraucht werden, aber auch nicht gekündigt werden können. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Abbau der Mitarbeiter setzt die TA vor allem auf sogenannte &lt;strong&gt; Golden Handshakes&lt;/strong&gt; : Für eine freiwillige Kündigung erhalten pragmatisierte Mitarbeiter &amp;#8211; je nach Alter &amp;#8211; zwischen 36 und 45 Monatsgehälter. Wer für sich gute Chancen auf den Arbeitsmarkt sieht, wird dies als attraktives Angebot auffassen. Wer jedoch nur über wenig gefragte Qualifikationen verfügt und zudem schon zu den älteren Arbeitsnehmern gehört, bleibt angesichts der tristen wirtschaftlichen Situation lieber bei seinem sicheren Arbeitsplatz.   &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und so bleiben der Telekom Austria nach eigenen Schätzungen rund 800 Mitarbeiter, die nicht gebraucht werden, nicht gekündigt werden können, und auch nicht umgeschult oder an andere Unternehmen &amp;#8222;verleast&amp;#8220; werden können. Was macht die Telekom Austria mit diesen Mitarbeitern? Sie werden nach Hause geschickt, wo sie &lt;strong&gt;einfach nichts arbeiten&lt;/strong&gt; . Auf dem Capital Market Day am 29. Jänner fragte ein Investor, ob es denn keine &amp;#8222;klügeren Wege&amp;#8220; gäbe, und ob diese Maßnahme zur Annahme der Golden Handshakes bewegen soll. Die Antwort von &lt;a href="http://unternehmen.telekom.at/Content.Node/unternehmen/vorstand/schieszler_de.php"&gt;Gernot Schieszler&lt;/a&gt; (in seiner Funktion als Finanzvorstand und Personalverantwortlicher) sorgt für &lt;a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502852/"&gt;Aufregung&lt;/a&gt;, nachdem das Thema diese Woche von den großen Medien &lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=4518&amp;amp;alias=wzo&amp;amp;cob=398844"&gt;entdeckt&lt;/a&gt; wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sXK_ko50uGM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/sXK_ko50uGM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sinngemäß wiedergegeben: Das primäre Ziel des Managements sei eine &lt;strong&gt;Wertsteigerung des Unternehmens&lt;/strong&gt; , und nicht sinnlos jene Mitarbeiter zu beschäftigen. Man hätte daher entschieden, diese Leute aus dem Arbeitsprozess zu nehmen. Wenn es keine andere Verwendung gäbe, würde man sie eben zu Hause sitzen lassen. Am Anfang würden sich die Betroffenen noch wohl fühlen.  Doch im Februar würde man beginnen, die Leute anrufen und sie für ein paar Tage zur Arbeit rufen. Diese würden dann &amp;#8222;&lt;strong&gt;am Telefon krank werden&lt;/strong&gt;&amp;#8220;, woraufhin man sie zum Arzt müssen. Der Arzt wird jedoch keine Krankheit feststellen, und dann werde die Telekom beginnen, &lt;strong&gt; rechtliche Schritte&lt;/strong&gt;  gegen die Betroffenen einzuleiten. Schieszler kann sich vorstellen, dass diese Vorgehen dazu führen wird, dass mehr Mitarbeiter als bisher die Golden Handshakes annehmen würden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aussagen wurden von Medien und Kommentatoren scharf kritisiert. &amp;#8222;Fragwürdige Methoden&amp;#8220; gehört da noch zu den milden Urteilen. Die &lt;strong&gt;Vorwürfe&lt;/strong&gt;  gehen in Richtung systematisches Mobbing bzw. &lt;a href="http://www.rhetorik.ch/Bossing/Bossing.html"&gt;Bossing&lt;/a&gt;. Hätte dieses Prinzip tatsächlich so angewandt werden, wäre dies natürlich ein unglaublicher Skandal. Ob die Telekom Austria tatsächlich das vorhatte, worüber Schieszler referierte, lässt sich nicht beweisen.  Das &lt;strong&gt; Unternehmen dementierte&lt;/strong&gt;  naturgemäß. Eine &lt;a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090224_OTS0210&amp;amp;ch=panorama"&gt;entsprechende Pressemitteilung&lt;/a&gt; ließ nicht lange auf sich warten.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Telekom Austria TA AG weist jegliche Vorwürfe, die im
Zusammenhang mit einem Video auf Youtube entstanden sind, auf das
Schärfste zurück. Im Zuge der Personalrestrukturierung wurden
umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um den Personalabbau möglichst
sozial zu gestalten. Mitarbeiter, die vom Abbau betroffen sind,
bekommen im Rahmen eines Sozialplanes attraktive Golden Handshakes,
Vorruhestände, Karenzierungen und in einer Arbeitsstiftung
Weiterbildung und Jobvermittlung angeboten. Mitarbeiter, die diese
Angebote nicht annehmen, werden bei fast vollen Bezügen vom Dienst
frei gestellt. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Jobcoaches begleiten alle betroffenen Mitarbeiter. Darüber hinaus
steht mit Hilfe des Wiener Kriseninterventionszentrums allen
Mitarbeitern professionelle anonyme Beratung zur Verfügung.
Zusätzlich wurde mit dem Leiter des sozialmedizinischen Zentrums
Wien, Herrn Prof. Michael Kunze, eine Vereinbarung über ein
unabhängiges sozialmedizinisches Auditing getroffen. Herr Prof. Kunze
überprüft die sozialmedizinische Verträglichkeit aller mit dem
Jobabbau in Zusammenhang stehenden Maßnahmen.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Heute gab es dann auch erste Konsequenzen: Schieszler muss die Personalagenden an Hannes Ametsreiter abgeben, bleibt jedoch weiterhin Finanzvorstand. Telekom Austria CEO &lt;a href="http://www.telekomaustria.com/group/boris-nemsic.php"&gt;Boris Nemsic&lt;/a&gt; bezeichnete im Ö1-Mittagsjournal die Aussage als &amp;#8222;&lt;strong&gt;Fehler im Inhalt und Form&lt;/strong&gt;&amp;#8220;. Die Telekom Austria ist um &lt;strong&gt;Schadensbegrenzung&lt;/strong&gt;  bemüht. Letztendlich bleibt aber der Eindruck, dies geschehe wegen seiner reputationsgefährenden Aussagen, weil Schieszler auf eine weichspülende Marketingsprache verzichtet hat. Dass systematisches Mobbing in vielen Unternehmen mittlerweile nicht mehr außergewöhnlich ist, darüber wird nicht geredet. Eine gute Seite hat diese Geschichte jedoch: Eine tatsächliche Umsetzung dieser Maßnahmen wird bei der Telekom Austria damit unmöglich, denn das Unternehmen steht jetzt diesbezüglich &lt;strong&gt;unter Beobachtung&lt;/strong&gt;. 

&lt;p&gt;Die erste &lt;a href="http://www.rappelkopf.at/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=484&amp;amp;Itemid=1&amp;amp;ed=1"&gt;Satire zum Thema&lt;/a&gt; ließ übrigens nicht lange auf sich warten. Der Blog &lt;a href="http://ethik360.blogspot.com/2009/02/blamable-mitarbeiterfuhrung-bei-telekom.html"&gt;Ethik360&lt;/a&gt; spricht von einem &lt;q&gt;Blamablen Führungsstil bei Telekom&lt;/q&gt;, die &lt;a href="http://wissenslounge.blogspot.com/2009/02/imageschaden-durch-die-neuen-medien.html"&gt;Wissenslounge&lt;/a&gt; beleuchtet den Imageschaden. Weitere Meinungen und Gedanken gibt es zudem bei &lt;a href="http://strategylife.blogspot.com/2009/02/mediendisaster-bei-der-telekom.html"&gt;Communication, Rhetoric and Oops...&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.solino.at/?p=38"&gt;Solino&lt;/a&gt;. Und auch &lt;a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/YoutubeSkandal-in-sterreich/story/24406651"&gt;ausländische&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/die-miese-masche-der-telekom-austria/"&gt;Medien&lt;/a&gt; berichten bereits. &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/rYjjcz6sSuQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/46/mitarbeiterabbau-telekom-ausstria</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-25T14:27:00+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das Oscar-Missverständnis</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/YSig0AjAcEs/oscar-missverstandnis</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small" style="text-align:right;padding-left:5px;"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/oscar.gif" alt="Oscar-Statue" /&gt;&lt;br/&gt;Oscar-Statue&lt;br/&gt;von &lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oscar_icon.svg"&gt;Rei-artur&lt;/a&gt;, GPL&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die meisten Leute glauben ja, die Oscars würden an die besten Filme des Jahres verliehen. Das ist jedoch falsch. Damit meine ich gar nicht, dass manche Filme nach meinem subjektiven Empfinden besser wären. Die Academy stellt gar nicht den Anspruch, die allerbesten Filme weltweit auszuzeichnen. Eine Einschränkung ergibt sich bereits aus den formalen Anforderungen: Zur Wahl stehen &lt;strong&gt;nur englischsprachige Filme&lt;/strong&gt;, ausgenommen in der wenig beachteten Kategorie für den besten fremdsprachigen Film. Zahlreiche großartige anderssprachige Filme fallen damit schon weg.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für eine Nominierung muss ein Film in der Vorauswahlphase in der jeweiligen Kategorie unter die fünf meistgenannten Filme kommen. Um oft genannt zu werden, muss ein Film vor allem &lt;strong&gt;Aufmerksamkeit&lt;/strong&gt; auf sich ziehen. Die Filmstudios wollen die begehrten Preise natürlich bekommen, wegen des Prestiges und weil es die Ticket/DVD-Verkäufe ankurbelt. Daher versuchen die Studios mit eigens konzipierten &lt;strong&gt;Oscar-Werbekampagnen&lt;/strong&gt;, diese Aufmerksamkeit zu bekommen. Dafür wählen die Studios natürlich jene Filme aus, von denen sie glauben, dass sie gute Chancen auf einen Oscar haben (siehe nächster Absatz). Das Resultat: unter den Nominierungen sind vor allem Filme, die ein großes Filmstudio im Rücken haben, welche sich eine entsprechende Werbekampagne leisten können. Mäßig gute Filme wie &lt;a href="http://jugendsprache.net/film/37/benjamin-button"&gt;Der seltsame Fall des Benjamin Button&lt;/a&gt; erhalten dann die &lt;a href="http://www.insidekino.com/Oscar/OscarSpitzenreiter.htm#Die_Filme_mit_den_meisten_Oscar-Nominierungen_"&gt;drittmeisten Nominierungen der Oscar-Geschichte&lt;/a&gt;, gehen im großen Finale aber in den wichtigen Kategorien leer aus. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was übrig bleibt: Die Oscars stellen meiner Ansicht nach den &lt;strong&gt;Preis für den besten englischsprachigen Film im Mainstream-Kino dar&lt;/strong&gt;. Wobei wirklich großartige Mainstream-Filme wie The Dark Knight oftmals ignoriert werden, weil sie zu unprätentiös sind.  Weil es kein Film jener Art ist, welche die Oscar-Jury so sehr liebt. Keine dramatischen Persönlichkeiten (à la Benjamin Button oder Forrest Gump), keine historischen Verbrechen (besonderes Plus: Nationalsozialismus), keine vordergründigen gesellschaftlichen Probleme (wie in L.A. Crash). Schlussendlich werden die Oscars unter einer handvoll Filme aufgeteilt, die bereits aus der Ferne nach &lt;strong&gt;&amp;#8222;made for Oscar&amp;#8220;&lt;/strong&gt; riechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um das nicht falsch zu verstehen: Die Oscar-prämierten Filme sind in der Regel &lt;strong&gt;wirklich sehenswerte Filme&lt;/strong&gt;. Am großen &lt;a href="http://www.imdb.com/features/rto/2009/oscars/"&gt;Gewinner dieses Jahres&lt;/a&gt;, Slumdog Millionaire, ist sicher nichts auszusetzen, er wird durchwegs als &lt;a href="http://www.moviepilot.de/content/filmspot/articles/slumdog-millionaire-ein-wuerdiger-oscars-gewinner-102094"&gt;würdiger Sieger&lt;/a&gt; gesehen. Auch nicht an anderen Gewinnern der letzten Jahre.  Aber die Oscars sind einfach nicht die ultimativ besten Filme des Jahres &amp;#8211; wer sich beispielsweise die Auszeichnungen bei den &lt;a href="http://www.imdb.com/features/rto/2009/isa"&gt;Independent Spirit Awards&lt;/a&gt; oder beim &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europäischer_Filmpreis_2008" rel="nofollow"&gt;Europäischen Filmpreis&lt;/a&gt; näher ansieht, wird zahlreiche Perlen entdecken, die den Oscar-Gewinnern qualitativ um nichts nachstehen.   &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/YSig0AjAcEs" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/filmpreise/43/oscar-missverstandnis</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-23T13:58:32+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das Superwahljahr hat seinen ersten Karnevalisten</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/HDTWFYO3ACE/missfelder</link>
			<description>&lt;p&gt;Philipp Mißfelder, 29 und CDU-Politiker - zur Zeit Vorsitzender der jungen Union, soll bei einem Treffen des CDU-Ortsverbands Haltern (NRW) die Erhöhung der Hartz-IV Regelsätze folgendermaßen bezeichnet haben:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Pikant. Viele stimmen ihm zu, ebenso viele verteufeln ihm. Fakt ist, dass diese Äußerung eine ganze Bevölkerungsschicht einem Stereotyp zuordnet. Sie sagt aus, dass alle ALG-II Empfänger saufen und rauchen - dem Bild angelehnt dann das des faulen, auf der Couch hängenden Arbeitslosen der den ganzen Tag fernsieht, Kinder verwahrlosen lässt und Jobs ablehnt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zugegeben: Mit Zusammenschließen von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe unter den von Peter Hartz mitgestalteten Hartz-IV Reformen hat die damalige Rot-Grüne Regierung den Boden für eine Klassifizierung geschaffen: Alle Verlierer der Gesellschaft, ob eigenverschuldet oder durchs pure Schicksal, wurden am beinahe-Existenzminimum zusammengeschlossen. Seitdem haben Boulevardblätter, Tv-Formate wie &lt;q&gt;Punkt 12&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Die Oliver Geissen Show&lt;/q&gt; erst einen neuen Begriff für die &lt;q&gt;neue Unterschicht&lt;/q&gt; - Hartz-IV-Empfänger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber alle diese Menschen so mit Klischees zu titulieren, weil wenige aufgetauchte Schmarotzer aus den Medien so sein mögen, grenzt an Herabwürdigung dieser. Und so ganz uneigennützig war dieses Statement des Herrn Mißfelder wohl nicht. 2009 sind Europawahlen, Kommunalwahlen und Bundestagswahlen. Je eher wir anfangen die Stammtischparolen zu bedienen, desto besser dachte man sich. Am Ende steht, dass es in Deutschland wieder machbar zu sein scheint, das Klassendenken zu reaktivieren. Das Wahljahr hat seinen ersten Narren gefunden - denn wahrlich waren diese Äußerungen närrisch - nur gab es keinen Tusch, keinen Applaus und kein dreifach &lt;q&gt;Hellau&lt;/q&gt;, sondern sich zurecht beleidigt und herabgewürdigt fühlende Menschen...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/HDTWFYO3ACE" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/wahljahr-2009/42/missfelder</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-22T11:42:10+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/wahljahr-2009/42/missfelder</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Ludwig Erhard? Leute, die Zukunft hat begonnen.</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/5jd7pO5cm3o/41</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/wirtschaft/erhard.jpg" alt="Ludwig Erhard (auf einer Briefmarke der Deustchen Post)" /&gt;&lt;br/&gt;Ludwig Erhard (auf einer Briefmarke&lt;br/&gt; der Deustchen Post)&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Tja. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Erhard" rel="nofollow"&gt;Erhard&lt;/a&gt; (Mitbegründer der &lt;strong&gt;sozialen Marktwirtschaft&lt;/strong&gt; und Autor von &lt;q&gt;Wohlstand für alle&lt;/q&gt;, Bundeskanzler 1963-1966) würde sich tatsächlich im Grabe umdrehen. Darüber, wie versucht wird, möglichst wenig Initiative - möglichst wenig revolutionäres zu versuchen. Als &lt;q&gt;Wohlstand für alle&lt;/q&gt; 1957 erschien, waren die Ideen revolutionär. Das Ausbleiben von Innovationsproblemen etc., aber soziale Sicherung wie im Kommunismus - nur eben ohne Honecker - Rentenkassen, Krankenversicherung, Arbeitslosengeld.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die von ihm, aber auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Müller-Armack" rel="nofollow"&gt;Alfred-Müller-Armack&lt;/a&gt; eingeleiteten Reformen führten mitunter zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder#Deutsches_Wirtschaftswunder_um_1955" rel="nofollow"&gt;Wirtschaftswunder&lt;/a&gt;. Doch sich jetzt auf Ideen der 50er Jahre zu berufen ist fatal. Erhard war revolutionär, zu Guttenberg lebt in der Vergangenheit. Ich glaube es ist nicht Erhards Intention gewesen, mit alten Systeme die Probleme der zukunft zu lösen - oder nutzte er etwa die Wirtschaftsausrichtung der Weimarer Republik?&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.
Ludwig Erhard (*04.02.1897-&amp;#8224;05.05.1977), ehem. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Bisher hat die durch die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subprime-Krise" rel="nofollow"&gt;Finanzkrise&lt;/a&gt; (Subprime-Krise, Pleite von Lehman-Brothers, Automobilabsatzkrise, Rezession 2009) stark geschädigte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Real_Estate" rel="nofollow"&gt;Hypo Real Estate Holding&lt;/a&gt; 102 Milliarden Euro &lt;q&gt;bezogen&lt;/q&gt;. Allein dies ist eh schon ein Eingriff in die Marktwirtschaft - weshalb die Behautung, die Enteignung der HRE wäre der erste Schritt in Richtung Manipulation der Marktwirtschaft, längst hinfällig ist. Die Frage ist eigentlich nur, was schlauer ist. Für Dividenden der Aktionäre (warum auch immer ein Finanzinstitut selbst durch Finanzinstitute an den Märkten gehandelt werden muss?) und unter Führung eines eh gescheiterten Managements (das die Krise nie hätte kommen sehen können) Geld systematisch zu verbrennen und nachzuheizen (ursprünglich hatte die HRE 50 Milliarden Euro im November 2008 erhalten, nun sind es nach weiterer Aufstockung diesen Monat 102 Milliarden) - oder aber zu versuchen, die Profitscheffelei durch Aktionäre zu beenden und eine vernünftige Stabilisierung nach Enteignung zu versuchen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Spekulieren ist kein Spiel, es ist eine Maßnahme zum Schutz des Vermögens.
André Kostolany, (*1906-&amp;#8224;1999), Börsenguru
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Überhaupt ist die soziale Marktwirtschaft in dieser Form nicht mehr aktuell. Die soziale Komponente wird immer aktuell sein - nämlich dass in Not geratene gestützt werden, dass die Gemeinschaft Sozialleistungen finanziert und so eine gewisse soziale Gerechtigkeit entsteht. Die marktwirtschaftliche Komponente; dass dem wirtschaftenden Subjekt größtmögliche Freiheit gelassen wird, damit dieser im Eigeninteresse das Gemeinwohl durch Investitionen in heimische Standorte erhöht ist nicht mehr aktuell. Die Rechnung klingt einfach: Investition durch unternehmerische Freiheit = Arbeitsplätze = höhere Sozialleistungen = höhere Kaufkraft = höhere Nachfrage = mehr absatz = mehr Gewinn = mehr Investitionen.&lt;p&gt;

&lt;strong&gt;Eine Wirtschaft, die als rücksichtslos wahrgenommen wird, hat eine kriminogene Wirkung.
Kai Bussmann, Universität Halle. Bussmann in einem Artikel auf »SPIEGEL ONLINE«, 06.11.2006&lt;/strong&gt;

&lt;p&gt;Das Problem ist, dass die Globalisierung dem wirtschaftenden Subjekt so viel Freiheit gab, dass die Standorttheorie Alfred Webers (&lt;a href="http://www.mihahome.de/Downloads/doc00482.pdf"&gt;Über den Standort der Industrie&lt;/a&gt;, 1909) außer Kraft gesetzt ist. Diese besagt, dass Arbeitskosten eine untergeordnete Rolle spielen - stattdessen Nähe zu Rohstoffen und Vetriebsmärkten wichtiger sind. Günstige Massentransporte über den See- und Luftweg ermöglichten es aber, Standorte zu verlagern - nach China, Taiwan, Mexiko, Polen - der Produktionsfaktor Arbeit ist wesentlich entscheidender, da er heute einer der größten Determinanten in der Preisbildung eines Gutes ist. Gründe sind billige Energie, billige Transporte,etc.&lt;br/&gt;
Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen in den dritte-Welt Staaten wesentlich besser als in Deutschland. Das ist eine zentrale These der Marktwirtschaft im Sinne von 1950-1970. Immer hieß es &lt;q&gt;der Staat muss nur Rahmenbedingungen schaffen.&lt;/q&gt; Das muss er, aber auf die wenigen positiven Rahmenbedingungen die Deutschland noch bereitstellt (qualifizierte Arbeit, gute Infrastruktur und stabiles politisches System) können Unternehmen verzichten, wenn sie woanders billige Arbeit, wenige Umweltauflagen, hohe Subventionen und weniger sonstige Bürokratie vorfinden?&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Die Börse schwankt zwischen Gier und Angst. Angst, alles zu verlieren, und der Gier, noch mehr Geld zu machen.
Unbekannt&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Der Punkt dabei sind die Kosten. Wir sind zu teuer. Nicht zur Wirtschaftswunderzeit, wo es gar nicht möglich war, kostengünstig aus fremden Kontinenten zu liefern oder schnell miteinander Datenmengen auszutauschen. Aber selbst verbliebene Triebkräfte der deutschen Wirtschaft können Manpower &lt;q&gt;outsourcen&lt;/q&gt;. Durch Glasfasernetze ist es seit dem 21. Jahrhundert möglich, dass inzwischen hoch gebildete Inderinnen- und Inder deutschen IT-Kräften den Rang ablaufen. Dienstleistungen werden virtuell ausgeführt. Ansagen am Franktfurter Flughaufen kann man outsourcen. Systempflege für PCs kann man outsourcen. Architekturaufträge. Sogar Müsli kann man jetzt online bestellen - gut, das hat mit Outsourcing nichts zu tun - aber zeigt die Dimensionen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen.
Milton Friedman (*31.07.1912-&amp;#8224;16.11.2006), amerik. Ökonom, Nobelpreisträger
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wir haben einfach völlig andere Bedingungen als zur Zeit Erhards. Und ausgerechnet diese Ideen, alte Ideen (erfolgreich aber nicht mehr passend) sollen nun eine Wirtschaftskrise aus der Gegenwart lösen? Es wird nicht funktionieren. Gebraucht werden neue Ideen, neue Definitionen. Als erstes müssen wir unser Wirtschaftssystem neu begreifen. Ich würde es (bestimmt gibt es den Begriff irgendwo schon, aber ich behaupte mal ich nenne ihn trotzdem als einer der Ersten) als &lt;strong&gt;&lt;q&gt;Systemintegrative Globale Wirtschaft&lt;/q&gt;&lt;/strong&gt; bezeichnen. Systemintegrativ, weil es keine Rolle mehr spielt, welches System herrscht. Das kommunistische China produziert für das urkapitalistische Amerika, das sozialwirtschaftliche Deutschland liefert über Handelsbeziehungen know-how in diktatorische Staaten und die Schweiz als unabhängiger Staat bestätigte unlängst die neuen Schengen-Staaten und öffnete sich damit weiter. Global deshalb, weil die Verstrickungen nicht mehr regional (wie 1800), auch nicht national (etwa 1900-Gründung der EU), noch kontinental (wie zur Gründung der EU) sondern global sind. Deutsche Unternehmen produzieren Weltweit. Diese Standorte des deutschen Unternehmens wiederum werden via Outsourcing von tausenden Kilometern entfernten Dienstleistern unterstützt, während der Vertrieb in die ganze Welt abläuft. Kooperiert wird dort wieder mit lokalen Unternehmen, aber auch anderen &lt;strong&gt;global playern&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegenteil. Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Menschen von der Arbeit zu befreien.
Götz W. Werner (*05.02.1944), Gründer von »dm-drogerie markt«, Unternehmer
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Die Wirtschaftskrise ist größtenteils bedingt durch Fehlspekulationen, faule Kredite. Aber sie wirkt sich auf die Realwirtschaft aus. Verstärkend ist aber das Problem, dass der Standard in Deutschland gehalten werden soll, die Profite der Unternehmen immer steigen sollen - aber das unter Standortverlagerungen etc. Wir werden uns entscheiden müssen. Entweder senken wir unseren Standard bezüglich Löhnen, Umweltauflagen, technologischer Entwicklung und Ansprüchen auf ein Niveau, dass den Rahmenbedingungen entspricht, die die aktuellen Boom-Countries offerieren, oder aber wir versuchen unsere Stärken als &lt;q&gt;Skillset&lt;/q&gt; zusammenfassen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Es geht darum, dass wir in unserer sozialen Marktwirtschaft wieder stärker die Marktkräfte betonen.
Josef Ackermann (*07.02.1948), Bankier, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank. Ackermann im Interview mit der Zeitung »Die Welt« am 15.10.2005
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das bedeutet, dass wir auf voll und ganz nur in Deutschland produktive Zweige umzusteigen. Absoluter High-Tech, absolute Präzisionsarbeiten, absolute Qualität. Dazu wäre ein überlegenens (ich meine kein gutes, sondern ein allen Staaten überlegenes) Bildungssystem notwendig. Im Moment sieht es so aus: Die Bundesregierung gibt bestimmte Vorgaben. Bildungs ist aber vor allem Ländersache. Jedes Bundesland ist eigeteilt in auch für Bildung zuständige Regierungsbezirke. Jeder Regierungsbezirk macht nochmal eigene Musik bezüglich der Schulbücher usw. - und jede Schule im Regierungsbezirk kann nochmal selbst etwas entscheiden. Und jeder Lehrer führt dann das ihm übergebene Curriculum nochmal zeitlich anders durch, schreibt andere Klausuren, nutzt andere Quellen. Dann muss Informationstechnik gefördert werden. Schüler der Klasse 11, die mir sagen, sie hätten nie an PowerPoint gearbeitet, wären in dieser spezialisierten Wirtschaft verloren. Aber im Moment entdeckt man in Deutschland gerne das Konservative wieder. Da wird dann eine Menge Geld in Musikförderklassen gesteckt - dafür vergammeln die Computerräume mit Windows 2000 und 128 MB Ram, am Computer gearbeitet wird wegen dem schlechten Zustand der Räume und dem Unvermögen vieler Lehrer gerade mal jeden Monat. In der spezialisierten High-Tech, High-Skill Wirtschaft wäre auch Infrastruktur wichtiger denn je. Hochgeschwindigkeits-Zugverkehr. VDSL. DSL-Anbindung selbst von Dörfern. Gute, breite Straßen und Autobahnen. Stauvorwarnsysteme. Branchen dieser so speziellen Wirtschaft sind Green-Tech (erneuerbare Energieträger in Herstellung und Nutzung), Informationstechnik, Logistik, Management, Bildung, Systemintegration und Prozessoptimierung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles in allem nützt uns also Sozialträumerei nichts. Unseren Standard halten wir bei anhaltenden Standortverlagerungen und dem rasanten Aufholen bezüglich des Know-Hows durch Staaten wie Indien nicht - also weniger Sozialleistungen etc. Aber konservatives Geschwätz und das Anwenden von Konzepten von gestern helfen noch weniger. Wir müssen uns gänzlich neu positionieren, reformieren. So wenig wie jetzt getan wird hilft nicht. Die Politik erkennt die Tragweiten nicht, investiert nicht in die wirklich hohen Güter wie Bildung. Und nebenbei zur Verstaatlichung: Zu Erhards Zeiten gab es ja gar keine Staatsunternehmen, außer: Deutsche Bundespost, Deutsche Telekom, Deutsche Bahn,...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/5jd7pO5cm3o" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/41</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-18T16:41:46+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Kartenhaus Deluxe</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/4M36z08X7EU/kartenhaus-deluxe</link>
			<description>&lt;p&gt;Vor einiger Zeit war ich auf einem überaus interessanten Vortrag von Herrn Dr. Radtke, zur Frage &amp;#8222;Brauchen wir ein neues Menschenbild?&amp;#8220;. In der nachfolgenden Podiumsdiskussion hat eine Frau, welche Altenpflegerin ist, immer die Definitionen beprangert, die im Gesetz zu dieser Thematik verankert sind. Es hörte sich gar so an, als wolle sie Definitionen ganz allgemein abschaffen. Hier muss ich aber sagen ist extreme Vorsicht angebracht, denn ohne Definitionen würde absolut alles zusammenbrechen. Mir ist klar, dass sie es sicherlich nicht so gemeint hat, dass man Definitionen komplett abschaffen sollte aber es hörte sich für mich so an und ich befinde es als eine Notwendigkeit ein wenig genauer darauf einzugehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wage ich zu bezweifeln, dass sie sich darüber im Klaren war, was für eine unglaublich tragende Rolle Definitionen in unserer gesamten Existenz haben. Sie regeln einfach alles. Definitionen sind es nämlich, die es uns überhaupt erst ermöglichen, unsere Umwelt halbwegs zu erfassen und zu begreifen.&lt;br/&gt;
Ein einfaches Beispiel: Wohl jeder wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass ein Baum, wie beispielsweise eine Buche, im Sommer grüne Blätter hat. Und jetzt die alles entscheidende Frage: Wer kann mir auch tatsächlich beweisen, dass der Baum grüne Blätter hat? Die Antwort ist klar: Niemand. Denn der Eindruck, der grünen Blätter wird zuerst einmal über die Augen, also das Sinnesorgan aufgenommen. Hier haben wir die erste Instanz, die das tatsächlich vorhandene verfälscht und subjektiv macht.&lt;br/&gt;
Nun wird der Sinneseindruck in elektrische Nervenimpulse umgewandelt, die über die Nervenbahnen ins ZNS, Zentrale Nervensystem also das Gehirn, geleitet werden. Somit haben wir den zweiten Vorgang, der die Realität womöglich verzerrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu guter letzt haben wir das, bereits erwähnte, Gehirn selbst. Es nimmt den, durch die Nervenbahnen verfälschten Impuls, der von dem fehlbaren Sinnesorgan Auge aufgenommen wurde und wandelt ihn nochmals in das um, was wir dann tatsächlich glauben zu sehen.&lt;br/&gt;
Dieses, relativ simple Beispiel, zeigt wiederum, dass das, was wir glauben wahrzunehmen um mindestens 300% verfälscht und damit alles andere als objektiv ist. Sprich: Objektivität ist eine Illusion und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln niemals zu erreichen. Das, was wir dann letztendlich sehen ist nichts weiter als eine Interpretation dessen, was tatsächlich existiert. Eine Definition.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich ist es keine sehr reizvolle Vorstellung, dass alles um uns herum nur ein Streich unserer Sinne ist. Mehr als verständlich also, wenn man sich weigert dies zu glauben. Aber seien wir mal einen lang Augenblick ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch, als ein Wesen, welches im Grunde nichts anderes kann als Destruktion zu verbreiten, unter allen Lebensformen diejenige ist, welche die Wirklichkeit zu erfassen vermag ist meiner Meinung nach gleich 0. Daher rührt, denke ich, auch der Satz &amp;#8222;Ich weis, dass ich nichts weis.&amp;#8220;. Ohja, ich habe lange gebraucht, um die Bedeutung dieses Satzes zu begreifen. Lange Zeit glaubte ich, ihn zu verstehen, bis mir seine, meine Meinung nach, tatsächliche Bedeutung plötzlich einleuchtete. Nämlich die Erkenntnis, dass alles, was wir zu wissen glauben nichts weiter als ein verfälscht-verschwommenes Bild dessen ist, was man gemeinhin als &amp;#8222;Realität&amp;#8220; bezeichnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was aber, wenn der Mensch nun versucht, Dinge zu erfassen, die uns wesentlich komplexer erscheinen, als die Farbe eines Blattes wie eben &amp;#8222;Gibt es Gott/Götter?&amp;#8220;, &amp;#8222;Wann darf Sterbehilfe geleistet werden?&amp;#8220; oder &amp;#8222;Wann untergräbt ein Menschenbild die Würde des Einzelnen?&amp;#8220; Nun &amp;#8230; wenn wir schon bei so grundlegenden Aussagen wie der, dass ein Blatt grün ist fehlbar sind so kann keine von Menschenhand geschaffene Definition wahrhaftig sein. Hierbei gilt folgendes: Der Mensch ist kein Wesen, das erkennt. Der Mensch ist ein Schöpfer. Er erschafft Definitionen für Dinge, die ihn umgeben und wichtig erscheinen und baut so sein ganz persönliches, wackeliges Kartenhäuschen. In unserer speziesinternen Evolution hat sich ein Verständnis der Umwelt herauskristallisiert, welches folglich ausschließlich aus subjektiven Definitionen besteht. Sie sind die einzelnen Karten, aus denen das Haus gebaut ist. Eine Definition in Frage zu stellen bedeutet also, im selben Atemzug einen Orkan auf das perfide und empfindliche Kartenhaus, das wir Menschen uns über jahrtausende hinweg aufgebaut haben, loszulassen Würde es einstürzen, hätte das zur Folge, dass absolut alles, woran wir uns so verzweifelt klammern einfach zusammenbrechen würde. Mit anderen Worten: Der Mensch wäre augenblicklich lebensunfähig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbst wenn der Mensch in der Lage wäre den Verlust all seiner Definitionen zu verkraften wäre er dazu gezwungen sich neue einfallen zu lassen um bestehen zu können. Bei der Gestaltung der neuen Kärtchen würden logischerweise individuelle Differenzen auftreten, die in totale Anarchie mit Krieg, Streit und allem, was dazu gehört auswarten würden. Das passiert zwar jetzt auch schon immer wieder, wenn einzelne Definitionen, darunter fallen natürlich auch Werte, Normen, Glaubensgrundsätze, ect., angezweifelt werden aber allgemein gültige Karten, auf denen beispielsweise geschrieben steht &amp;#8222;Bäume haben im Sommer grüne Blätter&amp;#8220; grenzen den Brandherd zumindest ein klein wenig ein, sodass im Grunde nur noch über Dinge gestritten wir, die man nicht als endgültig erachtet. Dennoch kann man sich jetzt so ungefähr das Chaos ausmalen, dass der Verlust aller Definitionen nach sich ziehen würde, wenn das Rütteln an einzelnen oft schon gewaltige Konflikte heraufbeschwört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings muss man dazu auch sagen, dass es wohl niemals vorkommen wir, dass das gesamte Kartenhaus auf einmal umgeschmissen wird. Sehr wohl aber kommt es oft genug vor, dass an einzelnen Karten gerüttelt und über sie debattiert wird, wie eben in der Podiumsdiskussion über das Menschenbild.
Doch muss, und ich habe es bereits anklingen lassen, wo eine Karte weicht, eine neue diese Lücke füllen, da ansonsten unser Kartenhaus der Wirklichkeit instabil wird. Man könnte das auch als eine Art Axiom bezeichnen. Um wieder die Kurve zum eigentlichen Thema zu kriegen: Wenn wir ein Menschenbild, sprich eine Definition, oder was auch immer in Frage stellen müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass eine neue Definition, im Beispiel ein neues Menschenbild, den Platz der alten einnehmen muss. Ebenso müssen wir uns gewahr werden, dass in solchen komplexen Angelegenheiten niemals, und ich wiederhol mich ungern aber ich machs' trotzdem, niemals, niemals, niemals, eine einheitliche, für alle zufrieden stellende, Lösung kreiert werden kann. Denn da kommt uns etwas ganz entscheidendes in die Quere. Man kann es als Segen, Fluch oder als das Hauptproblem, mit dem die Menschheit seit ihrer Entstehung kämpft, bezeichnen. Der Individualität.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solange die Menschen, bis zu einem gewissen Grad, individuell sind, kann keine endgültige Lösung gefunden werden und zwar im Bezug auf alles. Ja, auch im Bezug auf die Farbe des Buchenblattes. Wenn man allen anderen die eigene Theorie aufzwingen würde, wären wir ganz schnell wieder in einer Art Nationalsozialismus oder anderen immer noch bestehenden, ähnlichen Systemen (ohne dass wir uns deren Existenz wirklich bewusst sind), in denen ein einziger Mensch die Definitionen vorgibt und alle anderen sie schlucken. Und selbst dann gäbe es, wie immer und überall, Menschen, die gegen die gängigen Definitionen aufbegehren. Ich wage sogar zu behaupten, dass man nicht mal eine Mehrheit zufrieden stellen kann, solange man ihren Willen nicht bricht oder sie sonst wie gefügig macht. Denn umso mehr Menschen man mit einbezieht, umso mehr Widersprüche in persönlichen Einstellungen werden sich auftun.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zusammenfassend kann man sagen: Der Mensch lebt mit und, in erster Linie, von Definitionen. Wie die im konkreten aussehen unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Eine einheitliche Lösung ist ausgeschlossen und so baut jeder sein ganz eigenes, buntes Kartenhäuschen.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/4M36z08X7EU" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/40/kartenhaus-deluxe</guid>
			<dc:creator>Robert</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-17T18:50:30+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/gesellschaft/40/kartenhaus-deluxe</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Film: Und täglich grüßt das Murmeltier</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/FBZ__m-gVF0/murmeltier</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/murmeltier.jpg" alt="Und täglich grüßt das Murmeltier(Poster)" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Phil Conners soll in seiner Funktion als Nachrichtensprecher vom jährlichen Wetterlesen des Murmeltiers &lt;q&gt;Phil&lt;/q&gt; berichten. Es ist aber nicht sein erster, und auch nicht sein zweiter, oder gar dritter Bericht von diesem Event. Und so ist der eh schon zynische Conners, begnadet verkörpert von Schauspieler Bill Murray, auf dem Stimmungslevel null angelangt. Seine naiven Knechte - so sieht er zumindest seine Assistenten - Rita (Andie MacDowell) und Larry (Chris Elliott) senken seine Laune nur weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch es kommt wie es kommen musste: Conners erhält die gerechte Strafe für seinen menschenverachtenden, selbstzerstörerischen und geltungslosen Lebensstil. Er beginnt, den Murmeltiertag jeden Morgen neu zu erleben. Morgen wird für ihn heute sein. Dasselbe Radioprogramm, dieselben Sprüche der Menschen. Um zu entrinnen versucht er alles. Und jede Aktion verändert alles. Alles an nur einem Tag, denn Conners erkennt nicht, dass weder das Gewinnen von Jackpots, noch das Retten von Kindern oder die geheuchelten Flirtversuche an Rita die Mittel sind, ihn sein Leben fortführen zu lassen...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Film bietet durch das Gefangenheits-Szenario des Phil Conners und seiner draufgängerischen Aktionen, Sprüche und der immer neu verlaufenden Ergeinisketten ein unglaubliches Erlebnis - kurzweilig, lustig, traurig, lehrreich.&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;h4&gt;Fakten zum Film&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regie:&lt;/strong&gt; Harold Ramis&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Länge:&lt;/strong&gt; 101 Minuten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FSK&lt;/strong&gt; ab 6 Jahren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Titel:&lt;/strong&gt;&lt;q&gt;Groundhog Day&lt;/q&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/FBZ__m-gVF0" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/schmetterlingseffekt/38/murmeltier</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-15T20:36:30+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/film/schmetterlingseffekt/38/murmeltier</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Der seltsame Fall des Benjamin Button</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/wtz8AGXvn38/benjamin-button</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/benjamin-button.jpg" alt="Der seltsame Fall des Benjamin Button (Poster)" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Benjamin Button wurde &amp;#8222;unter ungewöhnlichen Umständen geboren&amp;#8220;, am Ende des ersten Weltkriegs. Benjamin Button ist keineswegs ein normales Baby. Sein Körper entspricht, abgesehen von seiner Körpergröße, dem Körper eines Greises. Er leidet bereits bei der Geburt an Arthritis, sein Gesicht ist voller Falten. Die Ärzte bescheinigen ihm nur ein kurzes Leben, seine Mutter stirbt bei der Geburt und sein Vater setzt das Baby einfach aus. Doch wie durch ein Wunder verstirbt Benjamin nicht frühzeitig, sondern sein Körper verjüngt sich während der Junge geistig reift.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alleine die Ankündigung, dass Regisseur David Fincher die Kurzgeschichte von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F._Scott_Fitzgerald" rel="nofollow"&gt;F. Scott Fitzgerald&lt;/a&gt; verfilmen würde, versetzte Cineasten in Ekstase. Fincher gilt immerhin als &lt;a href="http://www.hollywoodsaloon.com/podcastEP14.html"&gt;begnadeter Regisseur&lt;/a&gt;, er hat mit Fight Club, Se7en und Zodiac  mehrfach sein herausragendes Können unter Beweis gestellt. Bereits seit dem Jahr 2007 wurde der Film in einschlägigen Diskussionsforen als potentieller Oscar-Anwärter genannt. Neben einer fantastischen Geschichte und einem tollen Regisseur sprach auch die hochkarätige Besetzung für  den Film: Brad Pitt in der Hauptrolle, dazu Cate Blanchett, Julia Ormond und Tilda Swinton in Nebenrollen. Zumindest in Bezug auf die Oscars hatten die Filmfans recht &amp;#8211; unglaubliche  &lt;a href="http://www.imdb.com/features/rto/2009/oscars"&gt;dreizehn Oscar-Nominierungen&lt;/a&gt; sind es geworden.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch &amp;#8222;Der seltsame Fall des Benjamin Button&amp;#8220; kann den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Rein technisch gesehen ist der Film brillant &amp;#8211; die Bildsprache ist umwerfend, &lt;a href="http://www.benjaminbuttonfx.com/site.html"&gt;Maske und Spezialeffekte&lt;/a&gt; machen den Alterungsprozess der Darsteller optisch glaubwürdig. Dennoch mangelt es dem Film an dem gewissen Etwas, das ich rational kaum erklären kann. Benjamin Button ist &amp;#8211; trotz seiner fantastischen Geschichte &amp;#8211; schlicht und einfach eine todlangweilige Figur.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Button wird ausschließlich durch das kuriose Faktum definiert, dass er jünger statt älter wird. Über Buttons Innenleben erfahren wir hingegen nichts. Dies führt schlussendlich dazu, dass erst in den letzten 10 Minuten des rund 160 Minuten langen Films erstmals Gefühle beim Zuschauer aufkommen. Fincher konnte mit seinen Thrillern zwar die Zuschauer auf die Folter spannen, bei der Gefühlswelt seiner Filmfigur besteht jedoch akuter Nachholbedarf. Ebenso störend war die Rahmenhandlung: Retrospektiv gesehen ist diese eigentlich recht gut, aber während des ersten Sehen des Films nervten die Unterbrechungen einfach. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht wäre der Film ja besser gewesen, wenn er sich stärker an der &lt;a href="http://www.readbookonline.net/read/690/10628/"&gt;Vorlage&lt;/a&gt; orientiert hätte: Da durfte Button in den ersten Jahren seines Lebens bereits rauchen. Da erzählt Fitzgerald von Buttons Erfahrungen an der Universität. Die Filmversion wurde hingegen großteils auf eine Liebesgeschichte reduziert. Ein bisschen mehr Zynismus hätte dem seltsamen Film über Benjamin Button möglichweise geholfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Film retten jedoch die zahlreichen Figuren in den Nebenrollen. Während Button eine unglaublich langweilige Figur ist, gilt das für die Figuren in Buttons Umfeld keineswegs. Buttons Lebensabschnitte werden über ihm nahestehende Personen definiert. Erst die Pflegemutter Queenie (gespielt von Taraji P. Henson), dann die junge Daisy (Jungschauspielerin Elle Fanning), der Captain Mike (Jared Harris), die unglücklich verheiratete Elizabeth Abbott (eine überragende Tilda Swinton) und schlussendlich wieder Lebensliebe Daisy (diesmal Cate Blanchett) sowie Tochter Caroline (Julia Ormond). Sie sind es, die den Film sehenswert machen. Das ist auch mein Resümee: Sehenswert, aber nicht überragend. Ein Forrest Gump des 21. Jahrhundert, nur eine Spur schlechter.&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;h4&gt;Fakten zum Film&lt;/h4&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Wertung&lt;/strong&gt;: 8/10 Punkte&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regie&lt;/strong&gt;: David Fincher (&lt;q&gt;Fight Club&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Se7en&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Zodiac&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Panic Room&lt;/q&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Darsteller&lt;/strong&gt;: Brad Pitt, Cate Blanchett, Julia Ormond, Tilda Swinton, Elle Fanning&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lauflänge&lt;/strong&gt;: 166 Minuten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Erscheinungsjahr&lt;/strong&gt;: 2008 (USA), 2009 (Deutschland/Österreich)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Jugendfreigabe&lt;/strong&gt;: ab 12 Jahren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Weitere Kritiken&lt;/strong&gt;: &lt;a href="http://www.ankegroener.de/?p=3673"&gt;Anke Gröner&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2009/01/29/der-seltsame-fall-des-benjamin-button/"&gt;Fünf Filmfreunde&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.blog-ha.us/?p=2158"&gt;Das Bloghaus&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/wtz8AGXvn38" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/37/benjamin-button</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-14T15:58:29+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/film/37/benjamin-button</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Valetinstag? Pah, ohne mich!</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/hwC7H-Ol-5k/36</link>
			<description>&lt;p&gt;Die Realität sieht aber so aus, dass viele Teenager sich gar nicht erst trauen. Und einer von denen bin dann wohl ich. Jeden Tag gehe ich in die &lt;q&gt;Penne&lt;/Q&gt;, die Schule. Erstaunlich gerne im Vergleich mit allen Anderen. Und das Problem oder der Vorteil, je nachdem auf welcher Seite man steht ist, dass man seinen halben Tag mit mehr oder minder fremden Jungen und eben Mädchen verbringt. So weit, so schlecht. Denn eigentlich hatte ich vor, meine Zeit dort, gerade zu Beginn der Oberstufe, völlig unbemerkt zu fristen. Und vor allem: Ohne Verwicklungen wie (igitt!, hätte man als Grundschüler noch gesagt) sich in sonstwen, die man eh nicht kennt, zu verknallen. Aber wenn man 5 Tage die Woche bis zu 10 Stunden mit einer gleichbleibenden Ansammlung von Jugendlichen verbringt, die zu allem Überfluss auch noch die gleichen Kurse gewählt haben, dann steht man vor einem Problem: Ob man will oder nicht, fast ganz ohne bewusstes Denken, gibt es da jemanden den man irgendwie doch nett findet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil das nicht das erste mal war, hab ich's früh genug bemerkt um mich bewusst dagegen &lt;q&gt;zu wehren&lt;/q&gt;. Was natürlich nichts genützt hat. Und so, Tag ein Tag aus, geht man in eine Institution, in der man(n) dem Unterrichtsgeschehen, entgegen all seiner Bemühung, immer weniger Aufmerksamkeit zukommen lässt. Alles nur, um ein Mädchen anzustarren, auf ihre hübsche Stimme zu hören, zu versuchen, ihren Blicken peinlich berührt auszuweichen und ihre Unterrichtsbeiträge möglichst nicht zu kommentieren - weder positiv noch negativ. Irgendwann geht das so weit, dass man sich auf Montage freut, weil man sie dann wieder sieht. Witzigerweise ist einem diese Person, die man nun für klug, hübsch und unerreichbar hält vorher nie aufgefallen und nun trifft man sie jedes mal auf dem Korridor. Nur um da mit möglichst versteinerter Mimik und möglichst langem Schritt weiterzugehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann fangen irgendwann Gedanken an wie &lt;q&gt;Sprich sie an!&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Nee, mach es nicht - du blamierst dich, du Idiot!&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Was wäre wenn ...?&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Ach, die hat sowieso schon einen Freund ...&lt;/q&gt;. Das ganze wird so mies und unerträglich das es eigentlich nur zwei Konsequenzen gibt: Sich der Droge entziehen, kalter Entzug, oder endlich mal mit ihr reden ohne, dass es im Unterricht nötig wäre. Schließlich ist es der Feigling, der meist obsiegt und man verbringt den Rest der Wochen bis zu den Ferien mit einer verkrampften Magengrube und dem Blick richtung Boden (sie bloß nicht ansehen!) nur damit das ganze nach den Ferien wieder losgeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da jetzt nach den Winterferien, vor den Osterferien und vor eben dieser nutzlosen Weltgedenktag-Valetinstag (durchkommerzialisiert wie alles, aber was solls?) ist, sind die Magenschmerzen wieder besonders groß, der Blick erst recht gen Boden gericht und die auffällige Unauffälligkeit des schizophrenen Kampfes in einem, in mir oder so, wieder besonders schlimm. Solange ich so bleibe wie ich bin ist auch der 14. ein Tag ohne mich - oder ohne sie ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/hwC7H-Ol-5k" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">leben/36</guid>
			<dc:creator>Anonym</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-10T19:58:41+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/leben/36</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Eine Kreuzfahrt auf der MS Germany</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/xe55p72DnpU/</link>
			<description>&lt;p&gt;&amp;#8230; behaupten zumindest diejenigen, die im Ausguck sitzen (auch Experten genannt). Die werden zwar die Letzten sein, die nasse Füße bekommen, aber dafür schreien sie (wie immer) am lautesten; was vermutlich daran liegt, dass sie sonst nichts können - außer eben großes Geschrei machen. Den Überblick haben sie nämlich schon lange verloren und selbst kurz vor der Kollision haben sie der Kapitänin noch zugerufen: &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;Wetter spitze, Meer ruhig, keine Hindernisse in Sicht &amp;#8211; volle Kraft voraus!&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;
Und dann hat&amp;#8217;s gerummst &amp;#8211; und zwar gewaltig. Aber das hat selbstredend niemand vorhersehen können, dass da urplötzlich so ein kilometerhoher Eisberg vor dem Schiff auftaucht -  vor allem dann nicht, wenn man gar nicht zum Schauen kommt, vor lauter Geld zählen. Aber jetzt sind natürlich alle ganz furchtbar aufgeregt, das Schiff hat Schlagseite und die Kapitänin hat eine sofortige Bestandsaufnahme angeordnet &amp;#8211; wie es denn so um den Zustand des Schiffs bestellt ist. &lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Am Oberdeck&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Schauen wir uns also mal etwas um, auf dem Boot, in dem wir alle sitzen:
Wobei das eigentlich schon nicht ganz stimmt &amp;#8211; das mit dem sitzen, denn es sitzen gar nicht alle. Die auf dem Oberdeck zum Beispiel nicht, was nicht nur daran liegt, dass sie noch nie gestanden haben, sondern auch daran, dass es dort so super Liegestühle gibt. Logisch, ist ja auch das Sonnendeck ganz in der Nähe der Kapitänskajüte und es gibt jede Menge Platz. Klar, Oberklasse können sich auch nur die Wenigsten leisten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun, auch das Oberdeck hat die Kollision nicht ganz unbeschadet überstanden; die Reling hat sich etwas verbogen, die Bordwand hat ein paar Schrammen davon getragen und einigen ist sogar vor Schreck das Sektglas aus der Hand und über Bord gefallen. Aber, keine Sorge, die Kapitänin hat sofort reagiert, neue Sektgläser aus Bootsmitteln bereit gestellt und ein großes Sicherheitsnetz aufspannen lassen, damit uns auch keiner verloren geht, und verteilt kostenlose Rettungsschirme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gut, bei einem hat nicht mal das gereicht, der war offenbar sogar für dieses Netz zu schwer, und der ist dann irgendwie unter die Räder gekommen. Aber ansonsten sind auf diesem Deck keine größeren Verluste zu beklagen und die Party kann weiter gehen - während wir uns ein Stockwerk tiefer begeben.
&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;In der Mittelklasse&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;
In der Mittelklasse: Da ist es schon etwas voller, der Platz dementsprechend enger und auch die Sonne erreicht dieses Deck schon nicht mehr ganz so strahlend, sondern nur noch durch die Bullaugen. Vom Oberdeck ist dieser Bereich durch einen starken Sperrzaun getrennt, damit sich nicht aus Versehen jemand auf das falsche Deck verirrt und nicht mehr zurück findet. Dafür gibt&amp;#8217;s einige Balkons, auf die jeder ein paar Mal im Jahr darf, und von wo aus man (gute Sichtverhältnisse vorausgesetzt) bis zum Oberdeck sehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die durch die Kollision entstandenen Schäden treten hier schon deutlicher zu Tage. In den Wänden zeigen sich Risse, der Boden ist an manchen Stellen brüchig geworden und in eingen Kajüten steht sogar schon das Wasser. Aber auch hier hat die Kapitänin bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen: wer freiwillig seinen Ballast abwirft, der bekommt einen Bonus, wenn er sich neuen anschafft, und wer sich die halb unter Wasser stehenden Kajüte neu tapezieren lässt muss nur noch halb so viel für die Überfahrt zahlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ansonsten sind auch hier die Schäden noch zu verkraften &amp;#8211; über Bord gegangen sind nur wenige &amp;#8211; allerdings sind einige im morschen Boden eingebrochen und eine Ebene tiefer gefallen&amp;#8230;
&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Die unbekannte Ebene&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;
Diese Ebene war bis vor kurzem den Experten vom Oberdeck (und insbesondere auch der Kapitänin) noch gänzlich unbekannt, was insofern etwas überraschend ist, als dorthin eigentlich eine große, kaum zu übersehende Tür führt, die (natürlich nur von der Seite des Mitteldecks) auch immer offen ist. Und auf dieser Tür prangt ein großes, rotes Warnschild mit der Aufschrift: &lt;/p&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Achtung, abgehängtes Präkariat! &lt;br/&gt;
Vorsicht &amp;#8211; hungrig! &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;
Dort unten sieht es auch etwas anders aus als auf den oberen Decks. Es ist dunkler, denn es dringt kein Sonnenlicht mehr in diese tiefen Ebenen, es ist eng und voll, sehr voll - und wird immer noch voller, denn immer wieder fallen neue Passagiere durch die Decke aus dem Mitteldeck herunter. &lt;br/&gt;
Auch gibt es hier keine Fangnetze und keinen Rettungsschirm, dafür aber eine hübsche Klappe am Ende des Schiffs, wo &amp;#8222;Privatinsolvenz&amp;#8220; drauf steht und die immer für alle geöffnet ist. Das ist ganz praktisch, denn da kann man einfach rein springen und muss nicht lange leiden &amp;#8211; direkt darunter ist nämlich die Schiffsschraube.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Folgen der Kollision merkt man hier erstaunlicherweise kaum &amp;#8211; was vermutlich daran liegt, dass ein Wassereinbruch nicht sonderlich schlimm ist, wenn einem das Wasser sowieso schon immer bis zum Hals stand. Auch die Risse in den Wänden stören hier niemanden, ja, manch einer macht sogar noch zusätzliche in die Wand, da er sich sagt: Wenn wir schon sinken, dann soll doch das ganze Schiff mit sinken.
&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Verbrennt alles, was wir nicht haben!&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Ja, so geht&amp;#8217;s zu auf der MS Germany. 
Wobei, &lt;strong&gt;M&lt;/strong&gt;otor&lt;strong&gt;s&lt;/strong&gt;schiff stimmt eigentlich nicht mehr so ganz &amp;#8211; schließlich hat der Motor grade einen Totalschaden. Daher &lt;del&gt;gümbelt&lt;/del&gt; dümpelt das Schiff derzeit völlig ziellos auf dem Mehr herum. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;Macht nichts&amp;ldquo;&lt;/span&gt;, sagt unsere Kapitänin, &lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;dann feuern wir den Motor ab sofort eben an, indem wir  unser Hab und Gut &amp;#8211; oder besser noch das der Passagiere - verbrennen!&amp;ldquo;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;
&lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;Halt!&amp;ldquo;&lt;/span&gt;, meint da der Schatzmeister, &lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;das geht nicht, weil wir haben gar nichts mehr.&amp;ldquo;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;
&lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;Egal&amp;ldquo;&lt;/span&gt;, antwortet die Kapitänin, &lt;span style="color:#666666;"&gt;&amp;bdquo;das hatten wir bislang auch schon nicht &amp;#8211; und das Schiff ist trotzdem gefahren, also: verbrennt alles, was wir nicht haben!&amp;ldquo;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;

&lt;p&gt;Und tatsächlich, das Schiff fährt wieder Volldampf &amp;#8211; weiß zwar keiner wohin, aber wir werden mit Sicherheit als Erste da sein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nur, wenn dann irgendwann mal wir Jungen das Steuer übernehmen wollen, dann ist der Dampfer vermutlich abgefahren. Da wird uns dann das Wasser bis zum Hals stehen (und das nicht nur wegen dem Klimawandel) und vielleicht wird ganz weit weg in der Ferne am Horizont ein Schiff vorbeifahren, und auf der Rehling wird einer stehen und uns zu rufen: &amp;bdquo;Tut mir leid, das Boot ist voll &amp;#8211; aber lernt doch einfach schwimmen&amp;#8230;&amp;ldquo;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/xe55p72DnpU" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/wirtschaftskrise/32/</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-06T12:12:56+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/wirtschaft/wirtschaftskrise/32/</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Streik legt Bayerns öffentlichen Nahverkehr still</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/F6gKuUtz1Ag/warnstreik-bayern</link>
			<description>&lt;p&gt;9,5 Prozent, mindestens aber 250&amp;#8364;, mehr Lohn fordert die Gewerkschaft &lt;strong&gt;ver.di&lt;/strong&gt; von den Arbeitgebern. Diese wollten auf die Forderung aber nicht eingehen, sondern boten lediglich einen Inflationsausgleich bei erhöhter Arbeitszeit an. Darüber war die Gewerkschaft natürlich nicht erfreut und wies das Angebot sofort zurück. Außerdem wurden sofort Warnstreiks angekündigt, die am Montag nur noch auf ihre Bestätigung warteten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ab der ersten Schicht, die um circa 3:30 Uhr begann, war es in den bayerischen Städten München, Nürnberg, Augsburg, Schweinfurt, Landshut, Regensburg, Passau und Schweinfurt dann endlich so weit. Busse, Straßen- und U-Bahnen standen still &amp;#8211; für 24 Stunden. Für viele Menschen bedeutete das, dass sie zu spät oder gar nicht zur Arbeit erscheinen konnten. Andere mussten längere Zeit auf Busse anderer Firmen warten oder sich eine Fahrgelegenheit bei Bekannten verschaffen. Außerdem war es den Schülern sogar erlaubt zu spät zu kommen, sofern sie nicht direkt um die Ecke wohnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Radio und Zeitung wurde sogar vor einem möglichen Verkehrschaos gewarnt. Diese Warnungen wären laut Angaben der Polizei dagegen gar nicht nötig gewesen. Zwar gab es in allen Städten vereinzelte Staus, doch der Verkehr lief sehr gut. In Augsburg, der Stadt mit einem der größten deutschen Schienennetze, ging es ohne Straßenbahnen stellenweise sogar zügiger voran als sonst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn der Streik wohl ein Zeichen gesetzt hat, sieht es derzeit nicht nach einer Einigung im Tarifstreik aus. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass spätestens Mitte März die öffentlichen Verkehrsmittel erneut still stehen werden. Sollte das der Fall sein, ist es mit einem Tag wohl nicht getan. Außerdem wird es auch keine Ankündigung mehr geben.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/F6gKuUtz1Ag" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/35/warnstreik-bayern</guid>
			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-04T19:47:51+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die Schrottprämie</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/xODvwGRoF5c/schrottpraemie</link>
			<description>&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Wirtschaftskrise&lt;/strong&gt; dominiert derzeit das politische Geschehen. Wenn Konsum und Investitionen zurückgehen, muss der Staat intervenieren. Zumindest falls das gesamtwirtschaftliche Einkommen nicht einbrechen soll. Denn andernfalls würde die &lt;strong&gt;Arbeitslosigkeit&lt;/strong&gt; in die Höhe schnellen, was es aus sozioökonomischer Sicht tunlichst zu vermeiden gilt. Da die Möglichkeiten der Geldpolitik (Bestimmung von Zinssätzen über die Geldmenge) ausgeschöpft sind, gibt es keine vernünftige Alternative zu &lt;strong&gt;höheren Staatsausgaben&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deren Notwendigkeit wird von niemanden mehr abgestritten. Selbst die vehementesten Vertreter einer konservativen Wirtschaftspolitik haben sich mit &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus" rel="nofollow"&gt;keynesianischer Wirtschaftspolitik&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; angefreundet. Zumindest für den Moment. Eines sollten die Akteure jedoch beachten: Der Staat muss seine Ausgaben erhöhen, allerdings sollte dies nicht unüberlegt geschehen. Es ist nicht egal, wohin das Geld fließt. Daher: Maßnahmen ja, Aktionismus nein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nehmen wir das Beispiel des &lt;q&gt;&lt;strong&gt;Betonkeynesianismus&lt;/strong&gt;&lt;/q&gt;. In früheren Wirtschaftskrisen wurde das Geld in den Infrastrukturausbau gepumpt. Also vor allem in Straßen und damit in Beton, daher der Name. Das hat damals recht gut funktioniert. Doch heute sind in der Baubranche wesentlich mehr ausländische Gastarbeiter und Unternehmen beschäftigt als damals. Diese schaffen das natürlich Geld zu einem guten Teil in das Ausland. Dadurch bleibt jedoch weniger Geld für die inländische Wirtschaft, wodurch sich die Wirksamkeit dieser Maßnahme verringert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Länder mit einer starken &lt;strong&gt;Automobilindustrie&lt;/strong&gt; haben derzeit ein massives Problem. Bei den Autos wird in Krisenzeiten zuerst gespart, die Autoindustrie ist massiv betroffen. Jetzt will der Staat natürlich nicht diese Arbeitsplätze verlieren. Also muss die Branche gefördert werden, die Idee der &lt;strong&gt;&lt;a href="http://de.news.yahoo.com/1/20090114/tbs-verschrottungsprmie-gilt-ab-sofort-3cc71f2.html"&gt;Verschrottungsprämie&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; war geboren. Das war vom Prinzip her in Deutschland nicht so dumm, zudem es hier einen ökologischen Aspekt gab. Bevor ich zur Kehrseite komme, möchte ich noch einen gesonderten Blick auf Österreich werfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die österreichische Regierung scheint an Einfallslosigkeit nicht zu überbieten zu sein. Nachdem Deutschland die Verschrottungsprämie eingeführt hatte, nahm sich &lt;strong&gt;Österreich&lt;/strong&gt; daran ein Beispiel. Die &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/osterreich/5/neuwahlen-in-osterreich"&gt;regierungsfreundlichen&lt;/a&gt; populistischen Massenmedien sind begeistert. Was sie übersehen haben: In Österreich spielt die Automobilindustrie nicht einmal annähernd die gleiche Rolle wie in Deutschland. Die österreichische Wertschöpfung an hierzulande verkauften Autos beträgt bestenfalls 10 Prozent. Die anderen 90 Prozent gehen an das Ausland. Zu allem Überfluss fällt der ökologische Aspekt weg. In Österreich gibt es selbst beim Kauf eines neuen Spritfressers eine Verschrottungsprämie &amp;mdash; die im Angesicht ihrer Sinnlosigkeit wohl eher &lt;strong&gt;Schrottprämie&lt;/strong&gt; heißen sollte.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Doch auch Deutschland hat die sprichwörtliche Rechnung ohne dem Wirt gemacht. Die Verschrottungsprämie hat lediglich zu höheren Autopreisen geführt. Der &lt;strong&gt;Handel&lt;/strong&gt; schöpft diese Prämie für sich ab, mit der Argumentation &lt;q&gt;höhere Nachfrage führt zu einem höheren Preis&lt;/q&gt;. Abgesehen davon, dass diese Prämie trotz des minimalen ökologischen Aspekts auch ein falsches Signal enthält: Gefördert werden Autofahrer, während &lt;strong&gt;Benutzer des öffentlichen Verkehrs&lt;/strong&gt; keinen Nutzen davon haben (in Österreich ist derzeit sogar eine Erhöhung der Ticketpreise im Gespräch).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zumal haben wir hier wieder ein klassisches Beispiel von &lt;strong&gt;Strukturerhaltungspolitik&lt;/strong&gt;. In Krisenzeiten werden normalerweise schlecht aufgestellte Unternehmen am stärksten getroffen, sie verschwinden zuerst am Markt. Zahlreiche Autohersteller haben die Innovationen und Trends der letzten Jahre verabsäumt, vor allem zu wenig spritsparende Modelle gebracht. Diese Strukturen wären ohne staatliche Stützen jetzt nicht mehr haltbar. Durch die mittelfristige Erhaltung der Arbeitsplätze kann man dies rechtfertigen, aber andererseits werden veraltete Strukturen erhalten und innovative Unternehmen bekommen nicht den Lohn ihrer Arbeit. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Geld fließt wieder an die &lt;strong&gt;falschen Empfänger&lt;/strong&gt;. Der Staat sollte die Chance ergreifen, &lt;strong&gt;nachhaltige Maßnahmen&lt;/strong&gt; durchzusetzen, welche früher der budgetären Disziplin zum Opfer gefallen sind. Dazu gehören Investitionen in Bildung, Forschung, erneuerbare Energien, die thermische Sanierung von Altbauten, den sozialen Wohnbau und in den öffentlichen Verkehr. Denn nur so werden Konjunkturbelebung, Ökologisierung, die &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/27/am-rockzipfel-von-russland"&gt;Reduktion der Energieabhängigkeit&lt;/a&gt;, die langfristige wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit und die Sicherung des sozialen Friedens unter einen Hut gebracht. Die Schrottprämie hingegen ist zu kurzfristig gedacht und reiner Aktionismus. &lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/xODvwGRoF5c" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/wirtschaftskrise/34/schrottpraemie</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2009-02-03T15:48:44+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/wirtschaft/wirtschaftskrise/34/schrottpraemie</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Film: Lola Rennt</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/Oq99ghetrZA/lola-rennt</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/lola.jpg" alt="Lola rennt (Poster)" class="screen" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Lola, eine flippiges &lt;q&gt;Girly&lt;/q&gt; aus Berlin ist seit längerem mit dem dubiosen &lt;q&gt;Manni&lt;/q&gt;, der als Geldkurier und Drogendealer für Kriminelle arbeitet, ein Paar. Sie weiß von seinen krummen Dingern, aber als Manni eines Tages 100.000 Mark in einer Plastiktüte verliert und ein Obdachloser sie aufliest, steckt er &lt;q&gt;in der Scheiße&lt;/q&gt;. Sein Gangsterboss droht, wenn er das Geld nicht bis High Noon, also 12 Uhr Mittags besorge, ihn niederzustrecken. Während Manni auch um 20 vor 12 noch nicht das Geld auftreiben konnte, ruft er Lola an und teilt ihr mit, dass er aus seiner Hilflosigkeit heraus einen Supermarkt überfallen wird. Sie sagt ihm, sie werde sich schon etwas einfallen lassen und bittet ihn, noch ein wenig zu warten bevor er sein Leben aufs Spiel setzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier setzt dann jeder der 3 Handlungsstränge ein - Lola beginnt zu rennen. Je nachdem welche Ideen ihr kommen, wird das Filmende gänzlich variieren - je nachdem, wessen Leben sie kreutzt, wird auch seines sich radikal verändern. Eine Passantin die sie trifft wird eines Tages Lottomillionärin, doch halt: Im anderen Zeitstrang wird sie drogenabhängig und obdachlos? Wie kann das sein? Und warum auf einmal nicht 100.000, sondern 200.000 Mark im Spiel sind, ist auch etwas dass du herausfindest, wenn du den Film anschaust!&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;h4&gt;Fakten zum Film&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regie:&lt;/strong&gt; Tom Twyker (auch &lt;q&gt;Das Parfum&lt;/q&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Länge:&lt;/strong&gt; 81 Minuten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FSK&lt;/strong&gt; ab 12 Jahren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Titel:&lt;/strong&gt; Lola Rennt &amp;mdash; &lt;strong&gt;International:&lt;/strong&gt; Run Lola, Run&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Oq99ghetrZA" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/schmetterlingseffekt/33/lola-rennt</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-24T09:59:10+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/film/schmetterlingseffekt/33/lola-rennt</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Bemerkenswerte Aussagen (Episode 1)</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/WgUUL86KCIQ/epsiode-1</link>
			<description>&lt;p&gt;Folgendes ist wirklich so geschehen, gerade erst vor 2 Tagen, bei uns an der Schule. Der Erdkunde-Lehrer sagt sinngemäß:  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sie halten nun ihre Klausur in den Händen. Ich will ihnen ja mal eins sagen: Was ich da bei der dritten und damit letzten Aufgaben hab lesen müssen ist katastrophal. Es ging hier um die zunehmenden sozialen Misstatände durch die Verarmung der Kaffeebauern in Komlumbien bedingt durch den Verfall des Weltmarktpreises um 2001. Viele dieser Farmer bauen nun Coca- und Mohn an, um ins Drogengeschäft einzusteigen. Jetzt lautete ihre Aufgabe: Skizzieren Sie Möglichkeiten, die Verarmung der Bauern aufzuhalten. Ein Schüler hat jetzt aber folgendes geschrieben, Herrschaften:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
Ich finde die Plantagenbesitzer sollten mehr Coca- und Mohn anbauen.
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Da denke ich mir: Na klar! Wenn man als Diagnose Leberzirrhose erhält, genehmigt man sich am besten erst mal einen doppelten Drink darauf. Hexenschüsse therapiert man demnächst mit einem Hieb auf den Rücken und Arbeitslosigkeit bekämpfen wir demnächst, indem wir Harz IV-Empfänger zu einem Beruf erheben. Weiter so!&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;p&gt;Ein anderes Statement stammt von der offiziellen Website des Weißen Hauses. Dort gibt es &lt;a href="http://www.whitehouse.gov/about/presidents/"&gt;Profile aller 44 US-Präsidenten.&lt;/a&gt; Im Profil von George Bush heißt es dort:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
President Bush worked with the Congress to create an ownership society and build a future of security, prosperity, and opportunity for all Americans. He signed into law tax relief that helped workers keep more of their hard-earned money
[...]
On the morning of September 11, 2001, terrorists attacked our Nation. President Bush took unprecedented steps to protect our homeland and create a world free from terror. He was grateful for the service and sacrifice of our brave men and women in uniform and their families. The President believed that by helping build free and prosperous societies, our Nation and our friends and allies can succeed in making America more secure and the world more peaceful.
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ich denke, die US-Amerikaner leben aufgrund der zwei Kriege in Afghanistan und im Irak unsicherer denn je. Alleine schon bezogen auf die Soldaten und im erweiterten Sinne auch durch die höhere Terrorbereitschaft radikal-islamistischer Organisationen. Eine Welt frei von Terror hat Bush garantiert nicht geschaffen ... aber wie könnte man auch von offizieller Seite Bushs wahres Werk darstellen?&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/WgUUL86KCIQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">leben/aussagen/31/epsiode-1</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-23T11:25:27+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/leben/aussagen/31/epsiode-1</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Film: Zurück in die Zukunft</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/q9_TfncP96U/zuruck-in-die-zukunft</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/back-to-the-future.jpg" alt="Frequency (Poster)" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Der Teenager Marty McFly (Michael J. Fox) ist ein guter Bekannter des verrückten Dr. Emmett Brown (Christopher Lloyd), &lt;Q&gt;Doc&lt;/Q&gt; genannt. Eines Tages ist dieser nicht wie üblich zu Hause anzutreffen, bei einer seiner wilden neuen Erfindungen, sondern bittet Marty per Telefon ihn auf einem Parkplatz zu treffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dort wird Marty durch die Zeitmaschine, einen getunten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/De_Lorean"&gt;DeLorean DMC-12&lt;/a&gt; überrascht. Dieser kann, wie Brown behauptet, durch einen Plutonium-Antrieb (&lt;q&gt;Flux-Kompensator&lt;/q&gt;) in die Vergangenheit und Zukunft reisen kann. Doch Brown hatte das Plutonium illegal von islamischen Kämpfern beschaffen lassen, diese aber nicht bezahlt - und so wird er direkt vor Martys Augen erschossen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser versucht, vor den Terroristen zu fliehen und nutzt dafür unbedacht den DeLorean, der daraufhin auf eine Zeitreise von 1985 ins voreingestellte Jahr 1955 geht. Dort steckt Marty nun fest, da es kein Plutonium für die nötige Energiebeschaffung gibt. Er muss sich also an Doc Brown, bzw. dessen jüngeres selbst wenden. Allerdings trifft er auf etliche bekannte Gesichter, nur eben deutlich jünger - und muss sich hüten, die Vergangenheit nicht so zu verändern, dass das Jahr 1985 sich nachhaltig verändert. Doch zu allem Überfluss verliebt seine eigene Mutter, damals noch Teenager, in ihren zukünftigen Sohn...&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;h4&gt;Fakten zum Film&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regie:&lt;/strong&gt; Robert Zemeckis (&lt;q&gt;Forrest Gump&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Cast Away&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Der Polarexpress&lt;/q&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Soundtrack:&lt;/strong&gt; Ein absolutes Highlight von Alan Silvestri (auch für &lt;q&gt;Bodyguard&lt;/q&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Länge:&lt;/strong&gt; ungf. 111 Minuten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FSK&lt;/strong&gt; ab 12 Jahren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DE:&lt;/strong&gt; Zurück in die Zukunft I &lt;strong&gt;EG:&lt;/strong&gt; Back to the Future Part I&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/q9_TfncP96U" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/30/zuruck-in-die-zukunft</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-15T22:02:34+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/film/30/zuruck-in-die-zukunft</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Film: Frequency</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/Itzyhzl-tkY/frequency</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/film/frequency.jpg" alt="Frequency (Poster)" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Frequency (übersetzt &lt;q&gt;die Frequenz&lt;/q&gt;) ist ein US-Amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2000.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;1999: Dem NYPD-Cop John Sullivan (James Caviezel) geht es - auf Deutsch gesagt - ziemlich beschissen. Sein Alltag nervt ihn, sein Vater starb als Feuerwehrmann bei einem Brand vor 30 Jahren. Noch immer ist er nicht darüber hinweg, er lebt weiterhin im Haus seiner Kindheit. Eines Abends tauchen in New York &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polarlichter"&gt;Polarlichter&lt;/a&gt; auf, eine völlig ungewöhnliche Naturerscheinung für den Big Apple. Das Polarlicht inspiriert Sullivan dazu, das alte Funkgerät seines Vaters zu nehmen und auf dessen alter Sendefrequenz einige Sätze ins nichts zu funken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Plötzlich antwortet ein mysteriöser Fremder auf die Signale, der angibt, 30 Jahre in der Vergangenheit zu leben. Schließlich finden sie heraus: Es ist Johns eigener Vater, Frank Sullivan (Dennis Quaid) . Es ist wenige Tage vor dem großen Brand bei dem sein Vater sterben wird. John versucht nun, ihn zu retten. Das klappt auch, und in Johns Kopf verändern sich die 30 vergangenen Jahre Erinnerungen. Doch das Grab seines Vaters ist nicht verschwunden. John findet heraus: Trotz allem ist sein Vater gestorben, dieses mal vor wenigen Jahren an Lungekrebs - denn er war starker Raucher. Wieder nimmt John Kontakt über das Funkgerät auf, denn noch immer scheinen die mysteriösen Polarlichter über NY City. Doch das Leben schreibt seine Geschichten selbst, und etwas Unerwartetes geschieht...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein unglaublich starker Film, der tief bewegt, verwirrt und in die Materie des Chaos eintaucht. Die schauspielerische Leistung wurde von Kritikern durchweg sehr gut beurteilt. Und eines wird dem Zuschauer schnell klar werden: Ein Detail kann alles verändern. Und eine Veränderung bringt unerwartete Konsequenzen unter dem Schein der Polarlichter...&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;h4&gt;Fakten zum Film&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regie:&lt;/strong&gt; Gregory Hoblit (&lt;q&gt;Das Tribunal&lt;/q&gt;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Länge:&lt;/strong&gt; ungf. 118 Minuten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;FSK&lt;/strong&gt; ab 12 Jahren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;DE:&lt;/strong&gt; Frequency &lt;strong&gt;EG:&lt;/strong&gt; Frequency&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Itzyhzl-tkY" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">film/schmetterlingseffekt/29/frequency</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-11T13:34:42+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/film/schmetterlingseffekt/29/frequency</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Schmetterlingseffekt und Filme zum Thema</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/rS8CQE3oC40/schmetterlingseffekt</link>
			<description>&lt;p&gt;Der Schmetterlingseffekt (engl. &lt;q&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Butterfly_effect"&gt;Butterfly Effect&lt;/a&gt;&lt;/q&gt;) ist einfach ausgedrückt die Theorie, dass jede Entscheidung größere Dimensionen erreicht, als nur lokale temporäre Effekte auszulösen. Der erste Wissenschaftler der diesen Effekt beschrieb (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_N._Lorenz"&gt;Edward N. Lorenz&lt;/a&gt;) den Effekt mit folgendem Satz:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Kann ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Mexiko auslösen?&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Fälschlicherweise wird dieses Zitat in zahlreichen Zusammenhängen entfremdet. Dieser Effekt ist dabei der Chaosforschung entlehnt. Verallgemeinert könnte man auch sagen: Kann eine veränderte Anfangsbedingung den Verlauf und die zwischenzeitlichen Auswirkungen radikal verändern? Hierbei handelt es sich nicht um eine gesicherte Erkenntnis. Der Gegenpol zum Schmetterlingseffekt wäre der Glaube an eine Form von Schicksal. Hierbei wird angenommen, dass es trotz veränderter Anfangsbedingungen bzw. Entscheidungen nur eine einzig mögliche Endsituation geben kann; also egal was man tut, am Ende dasselbe Resultat steht.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Ein gutes Beispiel um den Schmetterlingseffekt zu veranschaulichen ist folgendes:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Angenommen die Mutter von George Bush hätte Bush Senior nicht kennengelernt, wäre George W. Bush nie geboren worden. Wäre er nie geboren worden, gäbe es zwei Kriege weniger. Dadurch wären zahlreiche Menschen nicht gestorben. 2020 wäre eines der nicht durch die Kriege gestorbenen Kinder in Bagdad studieren gegangen und hätte durch seine enorme Intelligenz das perpetuum Mobile kreiert.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Beim Schmetterlingseffekt wäre jetzt zu diesem Szenario eine weitere Chaosentwicklung vorstellbar:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Das Kind wäre zwar geboren worden und hätte eigentlich durch sein Studium das Perpetuum mobile erfinden können, wird jedoch auf den Straßen Bagdads durch Anhänger einer rivalisierenden Religionsgemeinschaft niedergestreckt.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Natürlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Basierend auf der Theorie, dass kein Schicksal sondern nur Chaos existieren kann, wäre jede einzelne entscheidung von George Bushs Mutter, George Bush, dem irakischen Kind, den Gangs und jedem anderen Weltbürger, Wettereffekt, kosmischer einwirkung etc. in der Lage, den Handlungsverlauf entscheidend zu manipulieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch die Vielzahl an Möglichkeiten, die man ab einem gewissen Zeitpunkt &lt;q&gt;Z&lt;/q&gt; bemerken wird, sind unendlich viele Abläufe möglich. Dadurch wird  letztendlich eine Widerlegung des Schicksals und ein Beweis des Butterfly Effect unmöglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ginge man jetzt davon aus, dass Schicksal existiert, müsste bei veränderten Anfangsbedingungen zu irgendeinen Zeitpunkt auf dem Zeitstrahl zwischen Anfang und temporärem Ende eine Reaktion der übergeordneten Macht (&lt;q&gt;Schicksal&lt;/q&gt;) auf die veränderten Anfangsbedingungen erfolgen - damit der Handlungsverlauf wieder in Richtung des vorgesehenen temporären Endes verbogen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Irrwitzigerweise wäre eine Zeitmaschine die einzige Möglichkeit, Schicksal oder Schmetterlingseffekt zu beweisen. Zugleich wäre sie die einzigste Möglichkeit, nachdem man die Resultate veränderter Anfangsbedingungen gesehen hat, die Anfangsbedingungen wieder so zu manipulieren, dass für den Handelnden persönlich das beste temporäre Endergebnis erzielt wird.&lt;p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wir haben nun betrachtet, wie komplex die Thematik ist. Aber das ist gar nicht das eigentliche Thema. Denn der Effekt wurde in zahlreichen, größtenteils sehr guten Filmen behandelt. Und im nächsten Teil dieser Reihe werde ich den ersten dieser Filme empfehlen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/rS8CQE3oC40" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wissen/28/schmetterlingseffekt</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-09T19:43:03+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/wissen/28/schmetterlingseffekt</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Am Rockzipfel von Mutter Russland</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/N06hZ9vZCnI/am-rockzipfel-von-russland</link>
			<description>&lt;p&gt;Es ist bekanntlich nicht das erste Mal, dass Russland der Ukraine das Gas abdreht. Es kommt einem fast ein wenig so vor, wie beider Sendung &lt;q&gt;Raus aus den Schulden&lt;/q&gt;, wo es auch des öfteren vorkommt, dass Ernergieversorger den Schuldnern den Hahn zudrehen. Umso lächerlicher ist es dann, wenn das einem ganzen Staat passiert - und dass im 21. Jahrhundert. Und jetzt wird bekannt, dass trotz der Zusagen des russischen Staatsmonopolisten in Sachen Gas, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gazprom" rel="nofollow"&gt;Gazprom&lt;/a&gt;, seines Zeichens Sponsor von Schalke 04, Lieferengpässe in Griechenland, der Türkei, Österreich und den Balkanstaaten entstehen.&lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/ergas-anlage.jpg" alt="Erdgasverarbeitungsanlage" /&gt;&lt;br/&gt;Erdgasverarbeitungsanlage auf Melkoya&lt;br/&gt;Fotograph: &lt;a href="http://flickr.com/photos/7503534@N02/"&gt;Joakim Aleksander&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de"&gt;Lizenzbedingungen CC&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Fest steht: Die Ukrainer können sich den fossilen Stoff aus dem die Wärme kommt (nicht etwa aus dem die Träume sind) nicht leisten. Und fest steht auch: Gazprom, eines der größten Unternehmen Europas und größter Arbeitgeber Russlands, hat die Macht es abzustellen.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Dabei sollte man eigentlich meinen, dass man zumindest aus dem letztjährigen Gaslieferstopp (ebenfalls durch den Streit Ukraine-Russland) gelernt hätte. Oder vielleicht aus dem Klimawandel, die Pest der seit 2006 in aller Munde ist und die eigentlich Wahlkämpfe entscheiden könnte. Man hätte vielleicht auch aus den exobitanten Ölpreisen 2007/2008 lernen können; vielleicht auch einfach aus der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ölkrise" rel="nofollow"&gt;Ölkrise&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das was man hätte lernen können ist gleichzeitig so banal wie es essenziell für das moderne Leben ist: Fossile Rohstoffe sind a) ein knappes Gut, b) Umweltschädlich und c) Machen uns abhängig von den exportierenden Nationen und deren Lobby (OPEC und ForumGasExportierenderLänder). Irgendwann kann man einfach erwarten, dass diese Lektion einmal gelernt wird. Wenn man sich als Baby die Hand an einer eingeschalteten Herdplatte verbrennt, wird man die Hand kein zweites Mal absichtlich darauf legen.
Schaltet man im Fahrschulwagen einmal vom ersten in den vierten Gang, dann macht man das bestimmt auch kein zweites Mal. Aber in Sachen fossile Ernergien sind die Nationen, bis auf die Schweiz, dumm genug denselben Fehler immer und immer wieder zu machen - sich nach jedem erneuten Schlag ins Gesicht erneut auf sie zu verlassen, anstatt sich von ihr unabhängig zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir hören wie Babys nicht auf, uns an ihnen zu säugen, sie sorglos zu genießen, uns immer weiter abhängig von ihr zu machen. Wir sind inzwischen weit über 100 Jahre mit der Nutzung der fossilen Brennstoffe vertraut, seit mindestens 80 Jahren sind sie nicht mehr wegzudenken, ob in Form elektrischer Energie, Brennstoffen für Automobile, Rohstoffe für Stahl- wie Plastikfertigung &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich, irgendwie klar. Angeblich ist fossile Energie ja billiger als die erneuerbaren Energien. Was vielleicht auch stimmt, aber höchstens auf kurze Frist betrachtet. Das Problem mit den Kosten der Umweltverschmutzung ist folgendes: Der Ausstoß von Emissionen verusacht keinerlei Kosten, die dem Individuum zurechenbar sind - keine Kosten, die in der Buchhaltung oder Kostenrechnung des Unternehmens zu finden sind. Doch während die individuellen Kosten gleich Null sind, sind die sozialen Kosten (alle Kosten die wir als Gesellschaft durch die Umweltverschmutzung und -zerstörung in der Zukunft haben werden) weitaus höher - was man in der Ökonomie eine negative Externalität nennt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um jetzt diese externen Kosten zu internalisieren, wurden die  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsrechtehandel" rel="nofollow"&gt;Verschmutzungsrechte&lt;/a&gt;  (eine Art &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pigou-Steuer" rel="nofollow"&gt;Pigou-Steuer&lt;/a&gt;) eingeführt. Wer die Umwelt verschmutzen in einem bestimmten Ausmaß will, muss sich diese Verschmutzungsrechte kaufen. Solange diese jedoch vom Staat verschenkt werden, verpufft der Lenkungseffekt. Schlussendlich refinanziert er das durch eine höhere Steuerlast, aber die direkte Zurechenbarkeit fehlt. Die Umweltverschmutzung wird in der Kostenrechnung zu keinem Kostenverursacher, den man abbauen muss. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trittbrettfahrerverhalten" rel="nofollow"&gt;Trittbrettfahrer&lt;/a&gt; erwirtschaften weiterhin auf Kosten der Gesellschaft einen Profit für die Firmen-Teilhaber. Hauptprofiteure neben ihnen sind großen Energiekonzerne (die davon Politikern ihre Aufsichtsratsposten bezahlen und sich wunderschöne Konzernzentralen errichten) und die Lieferanten aus Saudi-Arabien, Russland, und Iran (wodurch der sein Atomforschungsprogramm bezahlen kann).

&lt;p&gt;Richtig macht es die Schweiz. Hier kommen rund 60% der genutzten Energie alleine aus Wasserkraft (in Deutschland gerade einmal 3,2% in 2006) - und in Sachen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie" rel="nofollow"&gt;Geothermie&lt;/a&gt; ist man hier scheinbar um Jahrzehnte weiter als in Deutschland, wo Politiker, Lobbyisten und Energiekonzerne scheinbar einer Meinung sind: Energie macht erst richtig gute Laune, wenn sie ordentlich qualmt. Es gibt etliche Minister oder hochrangige Politiker die nach ihrer Amtszeit in Aufsichtsräte der großen Vier (EnBW, e-ON, Vattenfall, RWE) kamen. Laurenz Meyer etwa zu RWE, Wolfgang Clement zu RWE Power, Dr. Norbert Lammert (CDU/CSU) bei der Ruhrkohle AG (RAG). Wenn du wissen willst, ob dein Lieblingspolitiker bei einem der im Energiegeschäft beteiligten Konzernen mitmischt, schau doch einfach auf der Website &lt;a href="http://www.nebeneinkuenfte-bundestag.de/"&gt;Nebeneinkünfte Bundestag&lt;/a&gt; nach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir lernen also nie aus den Fehlern mit fossilen Brennstoffen. Und so kommt es eigentlich überhaupt nicht überraschend, dass uns jetzt wieder die Probleme unserer Abhängigkeit einholen. Die Liefermengen aus Russland werden kleiner, weil nur ein einzelner Kunde nicht zahlen kann - was ist dann erst, wenn &lt;em&gt;wir&lt;/em&gt; uns den Rohstoff nicht mehr leisten können? Und was passiert wenn der Rohstoff ausgeht? &lt;a href="http://www.peakoil.de/"&gt;Peak Oil&lt;/a&gt; ist hier das Stichwort. Wir nähern uns dem Punkt an dem die maximale Fördermenge X überschritten wird und es nur noch berab geht, wo die Preise steigen werden weil die Nachfrage hoch ist aber die Menge abnimmt, wo es sogar Kriege um Rohstoff geben könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Warum also lernen wir nicht endlich aus den zahlreichen Problemen der Vergangenheit, dem Lieferproblem ganz aktuell und den Prognosen für die Zukunft?&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Abhängigkeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Baldige Erschöpfung der Ressourcen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stärkung preistreibender Kartelle&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Umweltzerstörung (Klimawandel)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Indirekte Finanzierung potenzieller Terrorstaaten (Iran,...)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt; 

&lt;p&gt;... die Liste ist lang. Und Deutschland ist weltweit führend auf dem Gebiet der Herstellung erneuerbarer Energieträger - nur nicht in deren Nutzung. Das Haus der Zukunft hingegen könnte zentral gelegene Geothermie- und Solartechnologie aus heimischer Herstellung nutzen, um Wärme zu gewinnen, Photovoltaik und extern gelegene Wind-, Wasser-, Gezeiten- und Biogaskraft für elektrische Energie. Und das alles schadet der Umwelt in keinster Weise. Und es spült Geld in unsere eigenen Kassen, statt in die der Saudis und Russen. Wenn wir sie herstellen und vermarkten (wie wir es im Moment als Weltmarktführer tun) und sie auch selbst nutzen, in großem Stil, nicht in kleinem Stil, fördern wir nachhaltig und umweltschonend unsere eigene Wirtschaft, schaffen also auch Arbeitsplätze. Die Wirkungsgrade erneuerbarer Energien sind traumhaft, im Vergleich zu den Unmengen verpuffter Wärme bei konventionellen Kraftwerken. Und steigt durch die starke Förderung der erneuerbare Energien die Nachfrage, werden dank Skalenerträge und weiteren Investitionen in technologische Innovationen auch die Preise sinken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Klingt das nicht wie ein Traum? Ja, das ist der Stoff aus dem Träume gemacht sind.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Und wir können ihn wahrmachen - wir müssen nur damit anfangen. Bester Anlass ist unsere Bedrängnis durch den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Bei dem Skiunfall von Althaus forderte man direkt Helmpflicht für Skifahrer, man wollte direkt aus Fehlern lernen. Warum fordert jetzt kein Politiker direkt lernen zu wollen? Es ist mir ein Rätsel.
Anscheinend ist es uns Deutschen lieber, die Paläste, Wolkenkratzer und Kunstbauten wie &lt;q&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_World_(Inselgruppe)" rel="nofollow"&gt;The World&lt;/a&gt;&lt;/q&gt; zu finanzieren und gleichzeitig unseren Planeten zu zerstören. Der letzte macht das Licht aus!&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/N06hZ9vZCnI" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/27/am-rockzipfel-von-russland</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2009-01-06T18:42:58+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Ruhm und Rühmung im Web 2.0</title>
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			<description>&lt;p&gt;An Big Brother hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Voyeurismus inszeniert vor einem Millionenpublikum, schamlose Selbstausbeutung und zweifelhafte Selbstdarstellung  für den großen Reibach und zweifelhaften Ruhm. Auch die sogenannte Doku-Soaps, wobei man das Doku durchaus durch &lt;q&gt;Gaffer&lt;/q&gt; ersetzen könnte sind inzwischen im Mainstream angekommen. Und ich gebe zu: Auch ich schaue gerne in die Imbissbuden dieses Landes herein, oder in die XXL Restaurants, Speditionsfirmen, Friseurläden und wessen Alltag sonst noch so beleuchtet wird.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Doch kein Medium schafft es wie das Internet, dem noch einen gehörigen Batzen draufzusetzen. Das Web 2.0 ist allwissend! Hier kann jeder Privatmann seine ganz persönlichen Fehltritte, Ticks und Komplexe für Selbstdarstellung nutzen. Ich weiß inzwischen gar nicht mehr ob das Ganze nur mit reiner Gier nach Anerkennung, maßloser Selbstüberschätzung oder dem gänzlichen Verlust des Verstandes zu begründen ist, was ich so täglich vorfinde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein besonders gutes Mittel sind da etwa die Gruppen in sozialen Netzwerken, die jeder gründen kann, damit sich Gleichgesinnte dort solidarisieren können. Ich halte das für eine super Idee, nein echt jetzt. So kann man eigene Lobbys schaffen, eigene kleinste Subforen für eine Gruppe von Individuen. Deswegen sind auch Gruppen wie &lt;q&gt;Der VW-Vento Club&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Ich gucke DominoDay&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Nokia - ohne Bochum ohne uns&lt;/q&gt; und andere eine super Sache.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Es gibt da aber durchaus auch Gruppen, deren Gründunsidee  nicht einmal im schmierigsten Käseblatt, dem abgegriffensten TV-Format oder im Hirn von Batmans Gegenspielern zu finden gewesen wäre. Ein gutes Beispiel etwa sind &lt;q&gt;Ich rauche meine Kippe bis zum bitteren Ende&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Tod und Hass dem S04&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;Wenn ich 18 bin durchlöchere ich mich gnadenlos&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;Chillen ist auch Sport&lt;/q&gt;. Es gibt da noch einige wesentlich schlimmere Vertreter und ich weiß nicht, welche Hirne auf solche Ideen kommen. Die Mitgliederzahlen zeigen aber: Es müssen hunderttausende von Wahnsinnigen sein!&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Besser ist da eigentlich nur noch das Phänomen der Selbstvermarktung, Zurschaustellung, Anpassung an Stereotypen und die Heroisierung seiner selbst. Unter endgeilen Nicks performen die Members der COM. Übelst krass auf Pics, mal mit ner Pulle im Rachen, mal gleich mit dem ganzen Eimer Sangria, gerne auch mit nem Johhny oder dem Schlagring mit Totenköpfen. Als Bildtitel findet man erstaunlicherweise eigentlich immer &lt;q&gt;that's me&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;ich&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;der checker lol&lt;/q&gt;.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Am bemerkenswertesten ist dann, wie viele dutzend verlinkter Freunde aus der Profilseite in den &lt;q&gt;Kommis&lt;/q&gt; beipflichten, wie megakrass, hart und abgezockt ihre &lt;q&gt;KollegaZ&lt;/q&gt; doch seien. Klickt man dann auf deren Profilseiten findet man dieselben Buben als Freunde, dieselben Gruppenzugehörigkeiten, dieselben Fotos nur mit anderem &lt;q&gt;Face&lt;/q&gt; und dieselben &lt;q&gt;KommentZ&lt;/q&gt;. Die Krönung der Selbstdarstellung sind dann &lt;q&gt;Shootings&lt;/q&gt; mit der &lt;q&gt;geilen Bitch alias Freundin&lt;/q&gt;, wo man sich möglichst Wirksam vor der Kamera intim zeigt; ganz gleich wer den Mist dann tatsächlich auch noch sehen will. Paris Hilton oder Britney Spears sind dagegen doch Kleinkinder!&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Perfektioniert wird das Image einer völlig kaputten Person mit Fotos mit Sonnenbrille, Fotos vom &lt;q&gt;heftigem Bling-Bling Krams&lt;/q&gt;, dem &lt;q&gt;schnibbidischnapp Kehle-durch Messer&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;bang bang Album&lt;/q&gt; des neuesten &lt;q&gt;Gangstah Rappers&lt;/q&gt; und Kommentaren wie &lt;q&gt;morgen vor dem Vorglühen erstmal mit Voddi vorglühen&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;wie geil das war als die olle bitch den Boden vollgereiert hat&lt;/q&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die wirkliche Funktion des Web 2.0, die eigentlich eine Menge für sich hat, bleibt da gänzlich außen vor. Das ist nämlich nicht dazu gedacht, sich selbst wie bei Big Brother auszubeuten, und das noch als Teenager, sondern als tatsächlicher Kommunikations-, kennenlern- und Spaßfaktor. Was beim sogenannten &lt;q&gt;dissen&lt;/q&gt;, &lt;q&gt;performen&lt;/q&gt; und &lt;q&gt;checken&lt;/q&gt; noch von dieser Idee übrig bleibt vermag ich jedenfalls nicht zu erkennen. Es ist bei der aktuellen Jugendkultur aber wohl nur ein Fragment des ganzheitlichen Verdummungsprozesses...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/x1yJVqQOAt8" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/26</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-12-21T21:12:34+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Von Wolken und Universen</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/vdjhoo3A9z8/wolken-und-universen</link>
			<description>&lt;div class="rechts small blur" style="width:210px; padding-left:2em;"&gt;&lt;p&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/leben/wolken.jpg" alt="Wolken am Himmel" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fotograph: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/User:Fir0002" rel="nofollow"&gt;Fir0002&lt;/a&gt;, Lizenz: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License" rel="nofollow"&gt;GFDL&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Bewölkte Tage haben für mich immer etwas Ehrfurcht gebietendes. Wenn die Wolkendecke von einem Horizont zum anderen reicht und der gesamte Himmel grau erscheint und man sich bewusst wird, wie absolut gigantisch groß diese Wolke ist, dass sie eine derart riesige Fläche von Horizont zu Horizont abdecken kann. Wie riesig ist diese Wolke im Vergleich zu uns Menschen. Für unsere Verhältnisse absolut gigantisch. Doch schaltet man den Wetterbericht ein bekommt man ein Satellitenbild von Deutschland zu sehen. Auf diesem Bild befindet sich ein kleiner weißer Fleck. Dieser kleine weiße Fleck stellt die absolut gigantische Wolke dar, die von Horizont zu Horizont reicht und den gesamten Himmel grau färbt. Doch obwohl sie so groß ist deckt sie nur einen winzigen Teil dessen ab, was wir Deutschland nennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Holt man jetzt einen Atlas heraus, schlägt die Seite auf, auf der die komplette Erde abgebildet ist und sucht Deutschland muss man erstaunt feststellen, das es nur ein winzigkleines Land auf dem ist, was wir Erde nennen. Auf dieser Weltkarte würde die Wolke, welche groß genug ist um von Horizont zu Horizont zu reichen, gerade mal einen weißen Punkt darstellen, den man im Zweifelsfall mit einer Lupe ausfindig machen müsste. Und trotzdem ist diese Wolke, welche global betrachtet so winzig ist, für unsere Verhältnisse gigantisch groß.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Erde wiederum ist ein Teil dessen, was wir Sonnensystem nennen. In diesem Sonnensystem stellt die Erde nur einen kleinlichen Punkt dar. Ein Punkt, der im Vergleich zur dem, was wir Sonne nennen, im Grunde nichts weiter ist als ein Partikel. Erst recht, wenn man ihn mit den Maßstäben des gesamten Sonnensystems misst. Bereits hier haben wir Ausmaße erreicht, die sich nicht mehr viele Menschen tatsächlich vorstellen können. Im Sonnensystem hat die Wolke, welche doch so groß ist, das sie von Horizont zu Horizont reicht keine Bedeutung mehr, so klein ist sie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dennoch ist das Sonnensystem nur ein nichtiger Bereich dessen, was den Namen Galaxie, oder Milchstraße, trägt. Diese Galaxie ist so unvorstellbar groß, das weder die Wolke, die von Horizont von Horizont reicht, noch der Planet Erde, noch das gesamte Sonnensystem eine bedeutsame Rolle spielen. Geschweige den der Mensch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem ist diese Galaxie, welche größer ist, als alles, was sich die meisten Menschen vorstellen können, ein völlig unbedeutendes Nichts, misst man es mit dem, was wir Universum nennen. Im Universum gibt es unzählige dieser Galaxien, manche sogar um einiges größer als die unsere. In diesen unzähligen Galaxien gibt es unzählige Sterne, oder auch Sonnen genannt, um die sich unzählige Planeten scharen. Das Universum hat schlichtweg Ausmaße, welche sich nun letztendlich tatsächlich kein Mensch mehr so wirklich vorstellen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angefangen haben wir bei einer Wolke, welche so groß ist, dass sie von Horizont zu Horizont reicht und aufgehört haben wir bei etwas, in dem diese Wolke nicht einmal mehr den Hauch einer Rolle spielt. Aufgehört haben wir bei etwas, das so groß ist, dass man es sich nicht einmal mehr vorstellen kann. Dem Universum.&lt;br/&gt;
Doch was, wenn unser Universum nicht das einzige ist? Was, wenn es noch andere Universen gibt? Welten, die parallel zu unserer existieren aber in einem anderen Raum-Zeit-Gefüge, sprich Paralleluniversen. Wenn es sie gibt, so lautet die nächste Frage, wie viele es davon gibt. Gibt es unendlich viele, unendlich große Paralleluniversen? So viele, dass ein Universum, unser Universum, für sich allein wie ein unbedeutender, kleiner Hauch von Nichts erscheint?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wenn sogar etwas, was größer ist, als alles, was sich ein Mensch vorstellen kann zu einem nichtigen Fragment verblasst, welche Rolle spielt da noch eine Wolke, welche auf dem Planeten Erde von Horizont zu Horizont reicht? Oder was viele Menschen noch mehr interessieren dürfte: Welche Rolle spielen wir? Nun ... wir sind schlichtweg so unmerklich klein im Vergleich dazu, dass man sich fragen muss, ob wir überhaupt auch nur den Hauch einer Rolle spielen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch lassen wir diesen Gedanken einmal im Raum stehen. Ebenso die Theorie der Paralleluniversen und gehen zurück zu unserem eigenen.&lt;br/&gt;
Unser Universum. Größer als alles, was sich ein Mensch vorstellen kann.&lt;br/&gt;
So groß, dass eine Galaxie, wie unsere Milchstraße darin verblasst.&lt;br/&gt;
So groß, dass ein Stern, wie unsere Sonne darin verblasst.&lt;br/&gt;
So groß, dass ein Planet, wie unsere Erde darin verblasst.&lt;br/&gt;
So groß, dass ein Land, wie Deutschland darin verblasst.&lt;br/&gt;
So groß, dass eine Wolke, wie die, die von Horizont zu Horizont reicht, darin verblasst.&lt;br/&gt;
So groß, dass ein Mensch, wie du und ich, darin verblasst.&lt;br/&gt;
Ein Ort, der so groß ist, dass all dies zu einer unbedeutenden Nebensächlichkeit verkommt. Und wenn man das nun erst einmal begriffen hat, wie kann man dann nur behaupten, unser Planet sei der einzige im Universum, auf dem Leben entstanden ist?&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/vdjhoo3A9z8" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">leben/25/wolken-und-universen</guid>
			<dc:creator>Robert</dc:creator>
			<dc:date>2008-12-21T10:11:22+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das Glühbirnen-Dilemma</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/DB_ti5rk6PY/gluehbirnen-dilemma</link>
			<description>&lt;p&gt;Die Menschen in den Industriestaaten verbrauchen &lt;a href="ww.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/private-haushalte.pdf "&gt;zu viel Energie&lt;/a&gt;. Damit steigt zugleich auch der Verbrauch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie"&gt;fossiler Brennstoffe&lt;/a&gt; an. Dies ist erstens nicht für die Umwelt gut, und kann zweitens auch nicht ewig weitergehen. Aber auch die Flucht zur Atomenergie ist nicht gerade das Wahre. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien ist daher Energie sparen notwendig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch freiwillig sparen  nur wenige Energie &amp;mdash; das wirksamste Argument sind hier noch die Kosteneinsparungen, welche mit einem geringeren Energieverbrauch verbunden sind. Doch selbst so einfache Dinge wie das Abstecken von elektrischen Geräten anstelle des Standby-Modus scheint von manchen Menschen noch zu viel verlangt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und so ist es eigentlich begrüßenswert, wenn die Europäische Union gegen unnötige Energieverschwendung vorgehen will. Das neueste EU-Vorhaben sieht ein &lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,595133,00.html"&gt;Aus für ineffiziente Lichtquellen&lt;/a&gt; vor. Davon betroffen ist auch die klassische Glühbirne, welche von 2009 bis 2012 schrittweise aus dem Handel verschwinden soll. Auch in anderen Ländern wie Kalifornien, &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EE45F51C0985F4F6488361B044DEE1BE7~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt;Neuseeland&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/australien-aechtet-die-gluehbirne;1227376"&gt;Australien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://www.steckdose.de/blog/20080328/schweiz-verbietet-ab-2009-gluhbirnen/"&gt;Schweiz&lt;/a&gt; gibt es bereits ähnliche Beschlüsse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unbestreitbar ist, dass die &lt;a href="http://www.ipp.mpg.de/ippcms/ep/ausgaben/ep200504/bilder/lampen_im_kostenvergleich.pdf"&gt;Energieeffizienz&lt;/a&gt; der Glühbirnen zu wünschen übrig lässt, gerade 5% der Energie werden tatsächlich in Licht umgewandelt. Die höheren Anschaffungspreise der Energiesparlampen gleichen sich aufgrund der Energieeinsparungen und der höheren Lebensdauer im Laufe der Zeit aus (auch wenn die versprochene Lebensdauer nur theoretischer Natur ist, und gefühlsmäßig deutlich niedriger ausfällt). Allerdings stellt sich die Frage: Warum konnte sich die Energiesparlampe auf dem freien Markt nicht durchsetzen, obwohl sie angeblich so vorteilhaft ist? Liegt es nur daran, dass die Menschen irrational sind und sich von den Anschaffungspreisen abschrecken lassen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tatsächlich haben die Energiesparlampen einige Haken. Zuerst wäre da einmal die Quecksilber-Belastung. Ist es wirklich wünschenswert, Energie zu sparen, indem wir Giftmüll anhäufen? Die Erfahrung zeigt: Der Mensch neigt dazu, ein Problem auszuräumen, indem wir neue Probleme schaffen. Atomkraft statt fossiler Energie, Pestizide und Gentechnik sind da nur eine kleine Auswahl an Beispielen. Der &lt;a href="http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/pressemitteilungen/artikel/eu-gluehlampenverbot-gute-entscheidung-fuer-klimaschutz/"&gt;Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland&lt;/a&gt; begrüßt übrigens das Aus für die Glühbirnen, fordert aber auch eine Reduktion des Quecksilber-Gehalts und merkt an, dass Energiesparlampen mehr &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrosmog"&gt;Elektrosmog&lt;/a&gt; erzeugen als herkömmliche Glühbirnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings darf angezweifelt werden, dass Umwelt-Bedenken den durchschnittlichen Menschen vom Konsum abhalten. Viel mehr liegt es wohl daran, dass das Licht von alternativen Lichtquellen als unangenehm und zu schwach empfunden wird. Was von den Befürwortern der Energiesparlampen natürlich vehement abgestritten wird - welche Argumente hier richtig sind, ist selbst für interessierte Konsumenten nur schwer nachvollziehbar. Tatsache dürfte sein, dass &lt;a href="http://www.lichtbiologie.de/gluehlampe.pdf"&gt;herkömmliche Glühbirnen dem natürlichen Lichtspektrum viel näher kommen&lt;/a&gt;. Dieses ist für das menschliche Auge viel &lt;a href="http://www.lichtbiologie.de/LICHT%20Vollversion.pdf"&gt;gesünder&lt;/a&gt; als das Licht der Energiesparlampen, in dem Blau-/Violettanteile überwiegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich stelle daher einmal die provokante Frage: Ist eine erwartete Energieeinsparung von 1-4% in Privathaushalten (je nach Quelle) trotz ihrer &lt;a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/09/kommt-bald-das-verbot-fuer-gluehbirnen-ein-kommentar/"&gt;geringen Wirkungsfähigkeit&lt;/a&gt; wirklich mehr wert als unsere Gesundheit? Steht das nicht im krassen Widerspruch zu anderen Gesetzesvorhaben, die uns um jeden Preis einen gesünderen Lebensstil aufzwingen wollen &amp;mdash; Stichwort Raucherschutz (dem ich als Nichtraucher grundsätzlich positiv gegenüberstehe)? Und warum geht man dann nicht gegen die Spritfresser unter den Autos wesentlich vehementer vor (ja, wohl zum Schutz der heimischen Autoindustrie), warum wird nicht gegen die &lt;a href="http://konsumentenschutz.clients.liip.ch/blog/archive/2008/12/09/lichterloeschen-im-2009.html"&gt;unnötige Ganztages-Beleuchtung von Geschäftsauslagen&lt;/a&gt; vorgegangen? Fragen über Fragen ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/DB_ti5rk6PY" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/24/gluehbirnen-dilemma</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2008-12-09T17:45:24+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/24/gluehbirnen-dilemma</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Horst Seehofer rettet die Welt</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/MJCdHotDWzM/horst-seehofer</link>
			<description>&lt;p&gt;... so oder so ähnlich könnten tatsächlich aktuelle Schlagzeilen über Horst Seehofer lauten. Denn er ist der Mann, der einfach alle Wünsche erfüllen kann. Gut, der rote Mantel und der Rauschebart fehlen noch, aber ansonsten ist er auf einem guten Weg. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch was ist passiert? Der ehemalige Gesundheitsminister (1992-1998) und wenig später mit dem Amt für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (2005-2008) betraute gebürtige Ingolstädter verteilt aktuell Gesetzeslockerungen wie der Weihnachtsmann Zuckerstangen. Kurz nach der desaströsen Wahl 2008 in Bayern, nach der die CSU im Freistaat nur noch mit Hilfe der FDP regieren konnten (wir berichteten), kündigte Seehofer unlängst an, das Nichtraucherschutzgesetz zugunsten von Kneipen wieder zu lockern. Natürlich, muss man doch einem Stimmstarken Klientel ein Angebot unterbreiten, das es nicht ablehnen kann &amp;#8211; Vorsorge für die nächste Wahl schon nach der letzten. Es erscheint logisch, dass sich ein ehemaliger Gesundheitsminister eigentlich solche Bonbons nicht erlauben kann &amp;#8211; eigentlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besser war da noch Seehofers neuester Vorschlag: Neue Kredite für uninnovative deutsche Autobauer und zudem ein Aussetzen der CO2-Grenzwerte für Neuwagen.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;Das Kalkül ist einfach: Bayern beheimatet viele Autobauer, viele Autobauer = viele Arbeitsplätze = viele Steuern = politischer Einfluss. Wen stört es da schon, dass die deutsche Autoindustrie seit Jahren der Technologie aus Japan hinterherhinkt. Kaum Hybrid-Modelle, nur wenige Modelle unter 130g CO2/km und spritsparend ist auch was anderes. Es ist ja nicht die Schuld der Autobauer aus der Heimat von Carl Benz, Gottlieb Daimler und Adam Opel, sondern die der bösen Umweltschützer. Mussten die doch mit so &amp;#8222;spinnerten&amp;#8220;  Ideen wie &amp;#8222;Globale Erwärmung&amp;#8220; um die Ecke kommen und, ach du grüne Neune, mussten die Spritpreise so stark steigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das die namenhaften Tycoons der Autoindustrie das nicht vorhergesehen haben wie japanische Konkurrenten kann man ihnen wirklich nicht anlasten, auch, dass sie seit Bekanntwerden der Problematik 2006 nicht mit innovativen Konzepten, sondern verschleierten Messwerten aufwarten, ist nicht ihre Schuld. Auch den Trend zu billigen Automobilen, die sich tatsächlich das Volk leisten kann, wurde verschlafen. Kleinwagen statt Luxuslimousine ab 27.000&amp;#8364;&amp;#8230;
Deswegen ist es folgerichtig, das Gesetz des Marktes durch Kredite und Lockerung der Auflagen auszuschalten: Heute besteht halt nicht mehr der innovativste und absatzstärkste Konzern (immerhin stehen allerorten die Bänder still), sondern der mit der größten politischen Geltung. Horst Seehofer hat das kleine 1mal1 des Versprechens und Belohnens offensichtlich gut verstanden&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/MJCdHotDWzM" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-12-01T21:42:28+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Leise rieselt der Schnee...</title>
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			<description>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/gesellschaft/schneechaos.gif" alt="Das Schneechaos" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ja, früher hieß das noch Winter &amp;#8211; heute heißt das Schneechaos. Früher gab&amp;#8217;s das auch noch jedes Jahr und es war eine Jahreszeit, heute gibt&amp;#8217;s das dank Klimaerwärmung nur noch jedes zweite aber dafür gilt es als Naturkatastrophe. Klar, denn mit einem Wintereinbruch oder gar nur einem einfachen Winteranfang lockt man heutzutage keinen Hund und schon gleich gar keinen BILD-Leser mehr hinter dem Ofen hervor. Ein Chaos ist da schon das mindeste, eine Katastrophe noch besser. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und schließlich tatsächlich die erste Schneeflocke den Boden berührt, dann geht es erst richtig los: So schnell kann der kleine Eiskristall auf dem von der letzten Herbstsonne noch warmen Erdreich gar nicht schmelzen, da wird schon der Ausnahmezustand ausgerufen, alle Rundfunkstationen schmeißen ihr gesamtes Programm um und senden Heerscharen von Spezialsonderaußenreportern aus, die wie die apokalyptischen Reiter das Land durchstreifen - immer am Brennpunkt des Blizzards und jederzeit bereit auf Sendung zu gehen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da müssen dann natürlich auch alle anderen Themengebiete zurückstecken; aber wen interessieren denn weltweit fallende Aktienkurse und die Abkühlung der Weltwirtschaft, wenn &lt;em&gt;deutschlandweit&lt;/em&gt; die Temperaturen fallen und wir uns eine kalte Nase hohlen? Wer will schon die unzähligen unverkäuflichen Autos auf den Verkaufsflächen der deutschen Automobilhersteller sehen, wenn es doch super Liveberichte von tollen Massenkarambolagen auf den deutschen Autobahnen gibt. Und kein Mensch wird doch etwas von tausenden hungernden und vom Bürgerkrieg bedrohten Afrikanern im Kongo hören wollen, wenn doch hunderte Deutsche mit ihren sommerbereiften Autos auf der A8 festsitzen und von ADAC, THW und DRK &lt;del&gt;bedroht&lt;/del&gt; versorgt werden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganz ungefährlich ist dieses Spektakel aber selbstredend auch nicht. Gerade unsere G8-geschädigten Schüler, bei denen die Vokabel &amp;quot;Winter&amp;quot; leider aus dem Lehrplan gestrichen wurde, wissen sich überhaupt nicht mehr zu helfen und können unmöglich mit diesem radikalen Wetterumschwung fertig werden. Deshalb hat auch das bayerische Kultusministerium in vorauseilender Besorgnis - schon zwei Tage vor dem prognostizierten Weltuntergang - verkündet, dass die Schulen notfalls auch ausfallen könnten, wenn der Weg zur Schule aufgrund der akuten Gefahrenlage nicht mehr zumutbar ist. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da sind unsere Schuldirektoren aber aufgeschreckt, aus ihrem Büroschlaf, haben sofort reagiert und schon mal vorsorglich reihenweise &lt;del&gt;einen Tag blau gemacht&lt;/del&gt; ihre Schulen geschlossen. War aber auch eine nachvollziehbare Maßnahme, denn ab folgenden Tag kam er wirklich: der Schneesturm! Gut, Sturm hatten wir eher nicht, genau genommen nicht einmal Wind, sondern eher eine &amp;#8211; Flaute, aber Schnee ist tatsächlich gefallen, und das 1cm hoch - wenn nicht weniger!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei solch dramatischen Zuständen hilft eigentlich nur eins: Ab nach Hause, Notfallvorräte anlegen, Fenster und Türen verbarikatieren und warten bis der Winter vorbei ist&lt;br/&gt;
Nur darf man sich dann keinesfalls zu früh freuen, denn kaum ist das Schneechaos vorbei, schon gibt es die ersten Hochwasserkatastrophen (ehemals Frühling), die Dürre- und Hitzewellen (in alten Zeiten unter dem Namen Sommer bekannt) und die Jahrhundertstürme (in vergangenen Tagen auch Herbst genannt)...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/sQw0QItWFHM" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/21/schneechaos</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2008-11-26T19:58:25+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die Teuerung schlägt zurück!</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/6nKIld7Vjtg/teuerung-und-piraterie</link>
			<description>&lt;p&gt;Es war im Frühjahr 2008, da war die Teuerung zumindest in Österreich ein medialer Dauerbrenner. Kaum ein Tag verging, an dem uns keine der reichweitenstärksten Zeitungen vorrechnete, wie teuer das Leben geworden ist. Ob Benzin, Nachrungsmittel oder Kindergarten &amp;mdash; einfach alles ist teurer geworden. Der Höhepunkt der Jammerei war dann im Juni 2008 erreicht worden, die Inflationsrate erreichte laut &lt;a href="http://www.statistik.at/web_de/presse/031872"&gt;Statistik Austria&lt;/a&gt; die Marke von 3,9% im Jahresvergleich&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu dieser Zeit standen in Österreich &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/osterreich/5/neuwahlen-in-osterreich"&gt;Neuwahlen&lt;/a&gt; vor der Tür, die Teuerung war folglich das zentrale Wahlkampfthema. Eine populistische Allianz aus Sozialdemokraten und den Rechtsparteien FPÖ und BZÖ versprach den inflationsgeplagten Bürgern die Bekämpfung der Teuerung. Diese drei Parteien waren dann auch die Wahlgewinner. Was im Ausland ausschließlich als Rechtsruck wahrgenommen wurde, obwohl ein wesentlicher Teil des Stimmzuwachses auf Sozialpopulismus zurückzuführen ist. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus volkswirtschaftlicher Sicht waren die Versprechungen großteils kontraproduktiv. Es handelte sich nicht um strukturpolitische Maßnahmen, vielmehr ging es um &lt;q&gt;Teuerungsabgeltungen&lt;/q&gt;, welche aus der Staatskasse bezahlt werden. Mehr Staatsausgaben und ein höheres Defizit bekämpfen nicht die Inflation. Staatdessen steigt das Preisniveau noch weiter an. Nur kurzfristig wurden die Leiden der Inflation durch ein höheres Nominaleinkommen gelindert. Das Realeinkommen wird davon mittel- und langfristig nicht höher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch inzwischen ist einiges geschehen. Die Finanzkrise macht sich nun auch in Europa bemerkbar. Jetzt wo Arbeitsplätze in Gefahr sind, ist die Inflation wieder nebensächlich. Tatsächlich ist sie mittlerweile gesunken, in den &lt;a href="http://www.statistik.at/web_de/presse/034177"&gt;offiziellen Zahlen für Oktober&lt;/a&gt; wurde sie mit 3,1 Prozent beziffert. Und sie wird wohl weiter zurückgehen, denn ein gehemmtes Wirtschaftswachstum dämmt die Inflation ceterius paribus ein. Die staatliche Konjunkturförderung soll dagegenhalten &amp;mdash; dass derartige Maßnahmen das Preisniveau nach oben treiben, interessiert jetzt niemanden mehr, wenn man Angst um den Job hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nun zu den Piraten: Jüngst wurde der saudi-arabische Supertanker &lt;q&gt;Sirius Star&lt;/q&gt; von somalischen Seeräubern gekapert. Die Entführer verlangen 25 Millionen Dollar Lösegeld. Auf dem Spiel stehen: Einige Menschenleben, eine Fracht im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar und ein befürchteter Ölteppich auf dem Meer. Und Letztes ist wohl das, was den Involvierten die meisten Sorgen bereitet. Eine Lösegeldzahlung könnte in die Ausrüstung der Piraten investiert werden, keine Lösegeldzahlung könnte zu einer Umweltkatastrophe führen. Eine klassische Zwickmühle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vereinzelt wird ja versucht, die Piraterie wieder zu romantisieren. Da gibt es sogar Versuche, dies als Racheaktion gegen die Umweltverschmutzung durch die westliche Welt darzustellen. Tatsächlich ist die Meeresverschmutzung  ebenso wie die Piraterie eine Folge der &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-kommentar/anarchie-auf-hoher-see;2092993"&gt;Anarchie auf See&lt;/a&gt;, aber sicher nicht das Motiv für diese Schiffsentführung. Nachvollziehbar ist hingegen der Zusammenhang mit den katastrophalen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Somalias" rel="nofollow"&gt;ökonomischen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Somalia#Gesundheit" rel="nofollow"&gt;humanitären Zuständen&lt;/a&gt; in Somalia. Rund 15 Jahre nach der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Mogadischu" rel="nofollow"&gt;Schlacht von Mogadischu&lt;/a&gt; interessiert sich der Westen wieder für die Situation in diesem durch Bürgerkriege gebeutelten Land.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht nachvollziehbar scheinen hingegen angebliche Klagen der Piraten über die &lt;a href="http://www.weissgarnix.de/?p=717"&gt;hohen Kosten der Aktion&lt;/a&gt;. Mit diesen wird nämlich die hohe Lösegeldforderung begründet. Man hätte hohe Beträge für Waffen, Sold, Ausrüstung und Hinweise ausgeben müssen. Man könnte doch fast Mitleid mit den armen Piraten haben. Noch fragwürdiger erscheint es aber, wenn manche Stimmen als Reaktion auf solche Meldungen einen Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Misere Somalias und der Teuerung in Wohlfahrtstaaten zeichnen ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/6nKIld7Vjtg" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wirtschaft/22/teuerung-und-piraterie</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2008-11-23T13:29:19+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die unbekannten Bekannten</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/3UgxlfW5fgs/die-unbekannten-bekannten</link>
			<description>&lt;p&gt;Es ist Montag und ca. 06:45 Uhr. Der Zug kommt endlich an und ich steige ein. Wie schon beim Warten am Bahnhof sehe ich bekannte Gesichter. Ein Mann mit seinem Rucksack auf dem Schoß sitzt gegenüber von mir. Ein anderer, der wahrscheinlich aus meinem Dorf kommt, ein Stück weiter links neben ihm. An der nächsten Haltestelle steigen noch ein Junge in meinem Alter und eine ältere Frau ein &amp;#8211; wie jeden Tag. Beide nehmen den gleichen Platz wie immer ein. Eine Station vor mir steigen, wie gewöhnlich, einige Leute aus, die sich immer bei den Viererplätzen niederlassen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Warten zur Weiterfahrt geht jetzt auch schon los, denn genau hier dauert es immer bis es weitergeht. Aus diesem Grund kommen wir auch immer 4 Minuten zu spät. Nachdem es dann doch endlich weitergeht nähern wir uns auch schon dem Zielbahnhof. Aus Gewohnheit stehen einige der Mitfahrer schon bei der Ansage auf, der Rest bleibt noch ein bisschen sitzen. Nach dem Aussteigen verteilen wir uns nun alle auf die verschiedenen Busse und auch hier warten wieder bekannte Gesichter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So geht es nun schon eine ganze Zeit lang. Jeden Tag sehe ich die gleichen Personen und immer mehr fallen mir ihre verschiedenen Eigenschaften auf. Ob es nun der Stammplatz ist oder nur ein gewisser Punkt, der immer wieder angeblickt wird, immer mehr werden mir diese völlig unbekannten Leute bekannt. Nicht durch irgendwelche Gespräche, sondern durch ihre Wege zur Arbeit bzw. Schule oder durch Gewohnheiten, die ich im vorherigen Satz schon genannt habe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist komisch, doch irgendwie fällt es mir sofort auf, wenn zum Beispiel jemand fehlt. Es ist einfach ungewohnt plötzlich einen leeren Platz vorzufinden, wo normalerweise jemand sitzt oder eine der Haltestellen ohne die gewohnten Einsteiger zu verlassen. Da kommt dann doch die Frage nach dem &lt;q&gt;Warum&lt;/q&gt; auf, denn irgendwo verbindet uns alle etwas, auch wenn es nur der gemeinsame Weg am Morgen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht ist es ja genau diese stumme Verbindung, denn wir kennen uns doch alle irgendwie. Zwar kommt nie viel mehr als ein Gruß zustande, doch irgendwo gewöhnen wir uns an die Anwesenheit der Personen um sich herum. Es heißt doch immer, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und wenn das wirklich stimmt, dann ist das bestimmt einer der Gründe, warum mir plötzlich jemand abgeht, obwohl ich ihn nicht kenne. So ganz genau kann ich mir das selbst aber wirklich nicht erklären.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es könnte ja auch nur daran liegen, dass ich nicht gerne irgendwelche Dinge ohne Grund hinnehme. Es gibt so viele Möglichkeiten, die man gar nicht alle durchgehen kann und solange noch alles glatt läuft wird es auch keinen Grund geben sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Eines ist am Ende aber sicher, die scheinbar Unbekannten sind uns bekannter als wir vielleicht wahr haben wollen.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/3UgxlfW5fgs" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">leben/20/die-unbekannten-bekannten</guid>
			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2008-11-15T17:42:33+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das Adam Smith Problem</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/hiF4nYHrz8E/adam-smith-problem</link>
			<description>&lt;div class="rechts small blur" style="width:210px; padding-left:2em;"&gt;&lt;p&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/wirtschaft/adam-smith.gif" alt="Adam Smith" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Adam Smith&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Als Begründer der modernen Ökonomie gilt ohne Zweifel &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Smith"&gt;Adam Smith&lt;/a&gt; mit seinem Meisterstück, dem &lt;em&gt;&lt;strong&gt;"Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations"&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; - also "Der Wohlstand der Nationen". Lange Zeit beriefen sich Manager, Konzernchefs und Finanzmogule auf ihn und eben dieses eine Werk. Mehr Deregulation, weniger Bürokratie, weniger Sozialleistungen und gerechtfertigter Egoismus - also im Endeffekt die "dicken Bonuszahlungen" die die BILD immer anprangerte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie alle sind verstummt, nachdem sich der deregulierte Markt selbst vor die Wand gefahren hat. Und ausgerechnet der Staat, "der sich aus allem rauszuhalten hat" muss nun retten. 1,3 Billionen US Dollar wurden im großen Stil verzockt - so Schätzungen des internationalen Währungsfonds. Eine Summe, die nun durch den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulson-Plan"&gt;Paulson-Plan&lt;/a&gt; (700 Milliarden Dollar), das deutsche &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzmarktstabilisierungsgesetz"&gt;Finanzmarktstabilisierungsgesetz&lt;/a&gt; (400 Milliarden Euro) und Zinssenkungen aufgefangen werden soll - doch warum zögern die Banken?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Antwort ist: Adam Smith. Sich auf ihn zu berufen und Deregulation zu fordern war lange Hobby Nummer 1 der "dicken Bonzen", wie sie im Proletariat heißen. Nun wo die Realwirtschaft in eine Rezession zu fallen droht, deren Auswirkungen nach übereinstimmenden Schätzungen von Spiegel und Finanzminister Peer Steinbrück noch bis Ende 2009 zu spüren sein werden, ist es eine Blöße zugeben zu müssen, das man sich getäuscht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wer sich geirrt hat ist nicht etwa Adam Smith, sondern die großen Bosse. Noch vor dem "Wohlstand der Nationen" erschien nämlich "The Theory of Moral Sentiments" (Theorie der ethischen Gefühle). Im Wohlstand der Nationen spricht Smith davon, dass dem wirtschaftenden Subjekt größtmögliche Entscheidungskompetenz eingeräumt werden sollte. Davon ausgehend dass ein Mensch als wirtschaftendes Subjekt nur aus eigenem Egoismus, also Streben nach Gewinn und schlussendlich persönlichem Reichtum, Antrieb erhält die Wirtschaft zu fördern und in die Güterproduktion zu investieren beschreibt er in seinem weltberühmten Werk das sich der persönliche Egoismus durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, das Erreichen von Innovation und Weiterentwicklung und das Zahlen von Steuern und Reinvestitionen in das Land das ihm diesen Freiheiten gewährt der persönliche Egoismus und das "knallharte wirtschaften" zum Wohle aller, auch der ärmsten auswirken wird - bis hin zum Gemeinwohl der gesamten Nation. Dazu sei es unabdinglich, dem Unternehmer alle möglichen Freiheiten einzuräumen, also Abschaffung staatlicher Kontrolle, Lohn- und Preisniveau in Eigenverantwortung und ähnlichem. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Grundidee Smith's ging im Urkapitalismus der USA auf, dem dereinst mächtigstem und reichstem Land der Erde. Bis heute ist kein Wirtschaftsmodell erfolgreicher gewesen - der Kommunismus hat bis heute nie funktionieren können. Und wer sich da auf China beziehen möchte, dem sei gesagt, dass wir hier von einem völlig neuen, nicht mit dem Urkommunismus vergleichbarem System reden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um nun zurück auf die Finanzbosse zu kommen: Meine ursprüngliche Aussage lautete, das nicht Smith irrt - sondern die mächtigen Verwalter des Kapitals. Denn wie gesagt: Noch vor "Der Wohlstand der Nationen" erschien die "Theorie der ethnischen Gefühle". 
In ihr zeichnet Smith ein anderes Bild vom Menschen. Seine Vorstellung vom Menschen sieht er von Moral geprägt. Um sein eigenes Wesen (also auch Gier nach Reichtümern) leben zu können, müsse der Mensch nach ethnischen Grundsätzen in der Gesellschaft leben um von ihr akzeptiert zu werden und um in ihr seinem Wesen nachgehen zu können. Anders gesagt: Das Individuum muss sein Auftreten und seine moralischen Werte um gebilligt zu werden den Gegebenheiten anpassen und nach von der Gesellschaft geforderten Idealen handeln. Er bezeichnet derartig allgemein gebührliches Verhalten als "Fairness und Anständigkeit", die sich als Gemeinsinn - dem &amp;#8222;common sense&amp;#8220; zusammenfassen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser augenscheinliche Widerspruch zwischen seinem frühen Werk "Theorie der ethischen Gefühle" und dem späteren Werk "Wohlstand der Nationen" wird gemeinhin als "Adam Smith-Problem" bezeichnet. Doch hat sich Smith selbst widersprochen? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nein, hat er nicht. Das Menschenbild aus dem Frühwerk widerspricht dem des "profitgeilen Wirtschaftssubjekts" nicht. Um seinem Gewinnstreben nachgehen zu können und damit ihm Freiheiten gewährt werden können, muss demnach laut Smith das Handeln des egoistischen Subjektes ein moralisches Mindestmaß erfüllen. Was hat das nun mit der weltweiten Wirtschaftskrise zu tun? Dazu muss weiter ausgeholt werden.&lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts small blur" style="width:210px; padding-left:2em;"&gt;&lt;p&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/wirtschaft/finanzkrise.gif" alt="Kredite ohne asureichende Bonität? Kein Problem!" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kredite ohne asureichende Bonität? Kein Problem! &lt;br/&gt;&lt;em&gt;Fotograph&lt;/em&gt;: &lt;a href="hhttp://commons.wikimedia.org/wiki/Image:P060708_22.03-02-retouched.jpg"&gt;&lt;q&gt;Meisterkoch&lt;/q&gt;&lt;/a&gt;, lizenziert unter Creative Commons SA-3.0.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die Geschichte der Krise beginnt etwa im Jahr 2001. Bis dahin war der Leitzins auf Kredite in den USA stark gesunken; im Jahr 2003 betrug er gerad einmal 1%. Darum witterten kleinere und mittelgroße Immobilienfinanzierer die Chance auf große Gewinne. Die Finanzierer vergaben Kredite für den Häuserkauf oder Häuserbau selbst an Kunden, deren Bonität unter normalen Voraussetzungen nicht ausgereicht hätte. Unter anderem war der geforderte Eigenanteil an der Finanzierung (Eigenkapital) sehr gering. Aufgrund der niedrigen Zinsen konnten diese Geringverdiener die Kreditraten trotzdem bedienen. Diese risikobehafteten Kredite wurden "Subprime-Kredite" genannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die günstigen Konditionen und die sorglose Vergabepraxis holte immer mehr träumerische Häuslebauer ins Boot. Dadurch stieg die Nachfrage nach Immobilien sprunghaft. Doch das Angebot bereits verfügbarer - also schon gebauter Häuser und Wohnungen genügte der gigantischen Nachfrage nicht. In Folge dessen stiegen die Immobilienpreise in astronomische Höhen. 
Jeder Eigentümer hatte nun die Aussicht, seine Immobilie gewinnbringend weiterzuverkaufen. In Aussicht auf steigende Preise für Wohneigentum gewährten die Kreditgeber jetzt auch gänzlich ohne Eigenkapital Kredite (immerhin bestand als Sicherheit eine stetig im Preis steigende Immobilie); was wiederum zusammen mit den steigenden Preisen noch mehr potenzielle Eigenheimbesitzer anzog. Immerhin bestand nun die Aussicht, das eigene Haus oder die eigene Wohnung sehr gewinnbringend weiterzuverkaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch die Zinsen auf die Kredite sollten nicht lange niedrig genug bleiben damit die stolzen Eigenheimbesitzer sie zurückzahlen konnten. Der Leitzins stieg wieder an und viele der Subprime-Kunden konnten die Kreditraten nicht mehr bedienen. Die Immobilienfinanzierer waren faktisch pleite, da sie sich das Geld für die vergebenen Kredite wiederum von höher gestellten Immobilienfinanzierern wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers"&gt;Lehman Brothers&lt;/a&gt; geliehen hatten. Die letzte Chance bestand für sie darin, den Besitz der Eigentümer einer Zwangsräumung zu unterziehen und die Kredite durch Verkauf des Hauses zu begleichen. Da durch den höheren Leitzins und den vorangegangenen Boom aber kaum Nachfrage nach Immobilien bestand, bleiben viele Immobilienfinanzierer reihenweise (im wahrsten Sinne des Wortes) auf ihren Häusern sitzen. Die wenigen Häuser die sie verkaufen konnten erzielten nicht den erwarteten Preis; denn das Angebot war durch die massenhaften Verkäufe durch Überschuldung rapide gewachsen. Eine große Masse verfügbarer Immobilien stand nun sehr geringer Nachfrage gegenüber - nach dem Gesetz des Marktes führte dies also zu kleinen Preisen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um die drohende Pleite abzuwenden verkauften die kleinen bis mittelgroßen Immobilienfinanzierer die Kredite mitsamt deren Kreditnehmern als "Kreditpakete" an übergeordnete, landesweite Tycoons wie "Lehman Brothers". Somit hatten sie ihr Risiko auf größere Finanzierer abgewälzt, die mit den Krediten das große Geschäft witterten. Für diese stellten sich die Kredite jedoch bald als fauler Deal heraus. Sie mischten daher einen Teil der risikoreichen Subprime's mit weniger risikobehafteten Krediten und verkauften sie wiederum als Pakete von Krediten an Großbanken weiter. (Viele der Kredite wurden weiterhin nicht oder nur unzulänglich bedient, Gewinne durch die Kredite waren nicht in Aussicht) &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Banken vermuteten ihrerseits große Gewinnspannen und nahmen die Pakete dankend an. Bis zu diesem Punkt wurde das Risiko nur verschleppt. Aus der anfänglichen Subprime-Krise war durch das Weiterreichen der Kredite bereits die US-Hypothekenkrise geworden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es kam wie es kommen musste: Die große Blase platzte. Jedes Glied der Kette hatte sich vom übergeordneten Glied Geld leihen müssen um die Kredite zu kaufen und die unrentablen aufzufangen, aber auf der höchstmöglichen Instanz - den Großbanken gab es keinen Spielraum zum Weiterreichen der Kredite. Da diese noch immer nicht bedient werden konnten (zurückzuführen auf die geringe Bonität der Kreditnehmer und die steigenden Leitzinsen) mussten die Großbanken Milliardensummen abschreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Folge dessen konnten die Großbanken aus Verlustangst und geringer Bilanz weniger Kredite an die Hypothekengeber wie Lehman Brothers vergeben, die wiederum ihrerseits den Kreditkreislauf mit den kleineren Finanzierern und Banken nicht aufrecht erhielten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch gegenseitiges Vertrauen und damit auch gegenseitige Vergaben von Krediten sind im Finanzmerkt des 21. Jahrhunderts unabdingbar. 2007 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von der großen Pleite, als diejenigen die die Subprime-Kredite vergeben hatten pleite gingen&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht, kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ein Eingreifen 2007 hätte vielleicht vieles verhindern können. Doch dazu kam es nicht, denn die Dimensionen wurden von den Banken aus Furcht vor Kursverlusten der eigenen Aktien verschleiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst um den September 2008 kam es zur großen Offenbarung, als Lehman Brothers "pleite machte". Plötzlich war die Welt in Aufruhr. Das große Bankensterben war schon im Gange. Der Dax verlor mehr als die Hälfte seines Wertes, Dow Jones und Nikkei, alle Indizes weltweit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seitdem wurden stetig weitere Pleiten bekannt. Die Kursverluste sorgten für Unruhe bei weiteren Anlegern und Privatinvestoren. Gleichzeitig ist der Firmenwert gesunken und nötige Darlehen um die Produktion auszuweiten oder am laufen zu halten blieben aus. Zugleich entzogen Anleger panikartig ihr Investitionskapital dem Markt, weiterer Kursverlust war die Folge. Zuletzt befand sich der DAX bei 4000 Punkten. Die Bankenpleiten führten zeitgleich dazu, dass Kunden in den USA ihre Einlagen verloren. Denn eine Sicherung der Einlagen wie in Deutschland (20.000 &amp;#8364;) existierte nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;De Fakto ist Island inzwischen Bankrott, da eingeforderte Kredite vom Staat aus nicht zurückbezahlt werden können. Grund ist die Rettung der größten Banken des Landes. Dem Finanzmerkt fehlten also von vielerlei Seiten Einnahmen und Einlagen. Die Kreditvergabe, die unabdingbar ist, geriet ins Stocken. Und so wurden die großen Finanzspritzen nötig, die ich eingangs erwähnte. Noch immer herrscht Unsicherheit. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer hat sich geirrt? Adam Smith oder die Finanmogule von heute? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Adam Smith Problem. Smith irrt nicht. Er machte soziale Verantwortung, Vernunft und Rationalität in seinem Frühwerk als Essentiell deutlich und in seinem Spätwerk begründete er die heutige Marktwirtschaft. Viel mehr also haben sich die profitgierigen Wirtschaftssubjekte getäuscht. Freiheit des Marktes und Deregulierung ja, Konkurrenz und freies Lohnniveau ja, aber nicht ohne soziales und rationales Handeln. Doch das haben die Manager, Konzernchefs und Aufsichtsräte aus den Augen gelassen. Deswegen konnte es so weit kommen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind schon da. Bei Opel, Daimler, GM und BMW stehen die Bänder still. Durch Unsicherheit, Verluste und mangelnde Kredite brechen die Umsätze ein. Mehr als ein Dutzend DAX Unternehmen haben ihre Gewinnprognosen deutlich gesenkt. Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2009 mit der ersten weltweiten Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt seit September signifikant.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es verbleiben wenige Szenarien:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1)&lt;/strong&gt; Adam Smith rettet uns: Der Markt fasst wieder gegenseitiges Vertrauen und erleichtert den Kreditfluss wieder. Die Kurse steigen und Anleger investieren wieder Geld in die Unternehmen, wodurch die Produktion weiter verbessert und erhöht werden kann. Zugleich locken niedrige Preise, staatliche Zuschüsse und weniger Steuern die Konsumenten zum kaufen neuer Produkte. Eine Folge ist der Bedarf nach mehr Humankapital. Die weltweite Arbeitslosigkeit sinkt, wodurch das Volkseinkommen steigt. Der Konsum wird dadurch weiter angeregt, sodass die Unternehmen mehr Gewinne machen. Profiteure sind die Anleger, die daraufhin ebenfalls Gewinnsteigerungen erhalten. Die Zahl der Anleger steigt dadurch wieder und der Staat kann die Steuern wieder erhöhen. Gleichzeitig können die faulen Subprime-Kredite ohne große Beanspruchung der Hilfspakete getilgt werden. Aus der Krise resultiert eine Gegenbewegung.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Keine Gesellschaft kann gedeihen und glücklich sein, in der der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2)&lt;/strong&gt; Wir kommen mit einem blauen Auge davon: Unternehmen müssen zwar weiterhin Gewinne abschreiben, der Staat muss das Volumen der Hilfspakete ausschöpfen um die Subprime Kredite zu tilgen. Das Vertrauen in den Markt ist von Grund auf erschüttert, sodass der Staat eine höhere Regulierung einführen muss um das Vertrauen zu stärken und Investitionen zu fördern. Die Rezession kommt, jedoch hat sie eher geringe Auswirkungen. Die Arbeitslosigkeit steigt auf das Niveau von 2004/ 2005, der Staat kann sein Ziel schuldenfrei zu sein nicht einhalten. Dennoch ist der Wohlstand des Volkes und damit die Kaufkraft eher geringfügig gesunken. In den nächsten Jahren kann daher wieder langsamer Aufschwung stattfinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3)&lt;/strong&gt; Der Super Gau: Unsicherheit und Kursabstürze sorgen für den Wertverlust an den Transfermärkten. Anleger entziehen dem Geld reihenweise das Kapital, der Unternehmenswert taxiert stetig geringer da die Kurse fallen. Somit fehlt wichtiges Kapital zur Investition. Um den Trend aufzufangen, entlassen die Unternehmen reihenweise Arbeiter. Damit steigt die Arbeitslosigkeit auf ein untragbares Maß. Der Staat kann seine Sozialleistungen nicht mehr zusichern. Das Volkseinkommen sinkt massiv, sodass die Kaufkraft auf ein historisches Tief einbricht. Dadurch stehen den verfügbaren Gütern nur wenige Käufer entgegen, die es sich überhaupt leisten können. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Preise fallen, jedoch kann immer weniger abgesetzt werden. Die ersten Unternehmen gehen in Insolvenz, wodurch weitere Arbeitslosigkeit grassiert. Der Staat erhält in Folge dessen immer weniger steuern. Die Anleger verlieren nahezu das gesamte Investitionskapital, weil die Papiere durch geringen Absatz und Firmenpleiten keinen Wert mehr haben. Erste Engpässe entstehen durch die Unterproduktion essentieller Güter. Es kommt zur totalen Armut der Unter- und Mittelschicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus Unmut über die Zustände finden Plünderungen statt, die Arbeitsämter sind überfüllt. Kurz nach ihrer Wahl tritt die Bundesregierung bereits wieder geschlossen zurück. Der Staat ist Pleite. Die Haushalte können sich kaum noch ernähren. Durch die fehlenden Exporte kommt es zur Hungersnot in strukturschwachen Staaten. Die Welt sieht sich damit einer schwereren Krise als 1920 entgegen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Adam Smith hat nicht geirrt. Doch im Profitstreben wurde der soziale Ansatz von Smith vergessen. Entlassungen in Zeiten exorbitanter Gewinne, Ausbleiben von Gehaltserhöhungen für Arbeiter, aber Erhöhung der Managerbezüge, Entlassungen durch Mechanisierung, Hoffnung auf Gewinne durch Kreditvergabe an Haushalte mit geringer Bonität, Hoffnung auf Gewinne durch Weiterverkauf ganzer Kreditpakete. Die Liste könnte noch beliebig länger sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ein Mann steht nun im Kreuzfeuer all dessen: Der erste schwarze Präsident in der Geschichte der USA - Barack Hussein Obama. Auf ihm ruht die Hoffnung des amerikanischen Volkes, ein Stück weit die der gesamten Welt. Kann er nicht halten was er versprochen hat, und kann das Vertrauen in den Markt nicht nachhaltig gestärkt werden, dann kommen dunkle Zeiten auf uns zu.
Doch Hoffnung besteht: Die Börsen legen bereits wieder zu, die staatlichen Hilfspakete werden endlich angenommen. Die gesamten Spareinlagen der Deutschen sind vom Staat gesichert worden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In diesem Sinne ... in eine sichere Zukunft für uns alle.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/hiF4nYHrz8E" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-11-09T16:58:29+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Internetverbot für die Öffentlich-Rechtlichen</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/cQdsf1cupYY/internetverbot</link>
			<description>&lt;blockquote&gt;Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind Bestand und Entwicklung zu gewährleisten. Dazu gehört seine Teilhabe an allen neuen technischen Möglichkeiten in der Herstellung und zur Verbreitung [&amp;#8230;]&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;So steht es zumindest im &lt;a href="http://www.juraforum.de/gesetze/RStV,NI/staatsvertrag_f%FCr_rundfunk_und_telemedien_(rundfunkstaatsvertrag)_.html"&gt;Rundfunkstaatsvertrag.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher waren die "technischen Möglichkeiten" einfach Fernsehen und Radio und damit hatte es sich, mittlerweile ist aber noch ein Drittes Medium hinzugekommen: Das Internet - und seit dem Jahr 2000 ist es auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erlaubt Inhalte über das Internet zu verbreiten. Dieses Recht wurde ausgiebig genutzt und inzwischen besitzen die meisten Sender großangelegte Internetauftritte. Neuerdings sind hierbei vor allem die Mediatheken im Kommen, also Video- (bzw. Audio-) Archive, in denen ein breites Spektrum der ausgestrahlten Sendungen zum Nachhören respektive Nachsehen bereit steht. Vorreiter war hierbei das ZDF, welches bereits vor gut 7 Jahren eine erste Mediathek startete, die sich, vor allem seit der großangelegten Überarbeitung und Erweiterung im letzten Jahr, einer steigenden Beliebtheit erfreut. Auch die anderen, sowohl öffentlich-rechtlichen, als auch privaten Sender, haben seitdem nachgezogen und besitzen nun fast ausnahmslos eigene Videodatenbanken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch genau diese Mediatheken bilden nun einen Stein des Anstoßes. Allen voran der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) aber auch die EU sehen in den Internet-Aktivitäten der gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten eine Wettbewerbsverzerrung und möchten diese daher weitestgehend einschränken. &lt;a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,558952,00.html"&gt;Ein erster Vorstoß&lt;/a&gt; hierzu wurde nach einem diesbezüglichen Aufruf der EU-Medienkommissarin bereits im Juni diesen Jahres gestarten, das ganze wurde dann aber auf den Oktober verschoben.
Jetzt also war es an der Zeit sich erneut zusammenzusetzen und endlich eine endgültige Entscheidung zu treffen. Am vergangenen Donnerstag war es dann soweit: &lt;a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1224776295989"&gt;Die Bundesländer hatten sich geeinigt&lt;/a&gt; und verkündeten die 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrags. Ein zentraler Punkt ist, dass den öffentlich-rechtlichen einerseits das Recht bestätigt wurde auch im Internet tätig zu sein, sie allerdings nur Informationen mit Bezug auf ihre Sendungen verbreiten dürfen. Desweiteren sollen die TV-Sendungen ab sofort nur noch für einen begrenzten Zeitraum im Internet verfügbar sein - nämlich 7 Tage bzw. nur 24 Stunden bei Berichten über sportliche Großereignisse. Schlussendlich wurde festgeschrieben, dass jeder Inhalt, bevor er ins Internet gestellt werden kann, einem Prüfverfahren, dem sogenannten Drei-Stufen-Test, unterzogen werden muss, der sicherstellen soll, dass das Angebot dem öffentlich rechtlichen Auftrag entspricht, dem publizistischen Wettbewerb dient und finanzierbar ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erwartungsgemäß stieß diese Entscheidung auf ein sehr geteiltes Echo, wenn sich auch beide Seiten darin einig waren, dass sie unzufrieden damit sind: Während zum Beispiel &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2618383/ARD-und-ZDF-erhalten-Freibrief-fuer-das-Internet.html"&gt;die Welt&lt;/a&gt; den Beschluss als "Freibrief für das Internet" bezeichnet und &lt;a href="http://www.vdz.de/startseite_nachricht.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=58370&amp;tx_ttnews[backPid]=4&amp;cHash=ceceac3a1e"&gt;der VDZ&lt;/a&gt; "eine praktisch unbegrenzte Expansion [öffentlich-rechtlicher Anstalten] im Internet" befürchtet, &lt;a href="http://www.tagesschau.de/inland/rundfunkaenderungsstaatsvertrag102.html"&gt;meint die ARD-Onlinekoordinatorin Heidi Schmidt&lt;/a&gt; das sei "[k]ein Erfolg für die Gebührenzahler" und der &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7393680,00.html"&gt;ZDF-Intendant Schächter ist der Auffassung&lt;/a&gt;, dass dadurch der "Entwicklung im Netz [für] uns enge Grenzen gesetzt" wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich persönlich halte diesen Beschluss für mehr als Fragwürdig. Gerade in der heutigen Zeit, in der die &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/26/0,3672,7248570,00.html"&gt;Bedeutung des Internets immer mehr zunimmt&lt;/a&gt;,  kann es nicht der richtige Weg sein, die öffentlich rechtlichen Anstalten davon fern zu halten. Es ist vielmehr wichtig für diese hier vertreten zu sein. Denn hier haben sie die besten Chancen die Zielgruppe anzusprechen, mit der sie ansonsten die wenigsten Berührungspunkte haben: Jugendliche und junge Erwachsene. Um diese aber auch wirklich anzulocken, braucht es auch eigens für diese zugeschnittenen Inhalte, und nicht einfach nur ein paar Zusatzinformationen zu den "normalen" Sendungen, wie es der neue Rundfunkstaatsvertrag vorschreiben wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch widerspricht die zeitlich beschränkte Verfügbarkeit von Inhalten ganz entschieden meinem Verständnis des World Wide Webs. Inhalte verschwinden dort normalerweise nicht einfach wieder - was einmal dort eingestellt ist, bleibt dort auch. Bei den Angeboten die jetzt in der Mediathek zu finden sind, wird das nicht anders sein - wenn sie nach siebenTagen dort gelöscht werden, wird man sie zwar auf den Seiten der Rundfunkanstalten nicht mehr finden, sie werden dann aber dafür bei YouTube und vergleichbaren Seiten zu finden sein, wie das jetzt schon bei Sendungen von Sendern ohne echte Mediathek, wie zum Beispiel dem Bayerischen Rundfunk zu beobachten ist. Und ob es wirklich wünschenswert ist, dass die mit Gebühren finanzierten Inhalte unkontrolliert kreuz und quer durchs Netz wandern und nur an einem Ort nicht sind - nämlich da, wo sie produziert wurden - das halte ich doch eher für fraglich.
Schlussendlich frage ich mich auch, wie man eigentlich darauf kommen kann, dem Bürger Produktionen vor zu enthalten, die ihm eigentlich gehören. Denn über die Rundfunkgebühren hat der Zuschauer all die Sendungen ja bereits bezahlt und damit meiner Meinung nach auch ein Recht darauf diese zu sehen - und zwar wann immer er will und wie oft er will. Vorbildlich umgesetzt hat dieses Prinzip bereits der NDR, der ausgewählte &lt;a href="http://www1.ndr.de/ratgeber/technik/creativecommonsindex2.html"&gt;Beiträge unter der CreativeCommons Lizenz zum freien Download bereit stellt&lt;/a&gt; und dem Zuschauer (und Gebührenzahler) das gibt, was ihm auch gehört. Die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags will nun aber genau die andere Richtung einschlagen ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt kann man diese also nur als Sieg der Lobby von privaten Sendern und kommerziellen Nachrichtenseiten sehen, denn genau diese werden die Profiteure sein. Diese werden schließlich auch den frei werdenden Platz einnehmen, wenn die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wieder einen Schritt zurück aus dem Internet machen müssen. Und das kann man, gerade in einer Zeit, in der wieder vermehrt über die fehlende Qualität der Sendungen in eben diesen Privaten Sendern diskutiert wird, doch nicht wirklich wollen.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/cQdsf1cupYY" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">medien/18/internetverbot</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2008-11-04T12:48:03+01:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Moderne Sklavenhaltung</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/SN5yWetKt3I/moderne-sklavenhaltung</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;q&gt;&lt;em&gt;Ground Zero - Alle fangen nochmal bei Null an.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; Mit diesen Worten beschreibt Tyler Durden in &lt;em&gt;'Fight Club'&lt;/em&gt; das Ziel von seinem Plan, genannt Projekt Chaos, der das Vorhaben verfolgt, alle Zentralen der Kreditkartenunternehmen in die Luft zu sprengen und so das Finanzwesen zu kollabieren lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;q&gt;&lt;em&gt;Arbeitgeber, Vermieter, Banken und das Finanzamt.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; - in diesen Vieren sah Tom Voltz, Verfasser des Artikels &lt;em&gt;"Moderne Sklavenhaltung"&lt;/em&gt; (DIE ZEIT vom 29. Dezember 1991) die Sklavenhalter der heutigen Gesellschaft. Desweiteren fordert Voltz ein radikales Umdenken in der Wirtschaft, welches sich an den wirklichen Bedürfnissen der Menschen orientiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wobei handelt es sich bei diesen Bedürfnissen? Im schwäbischen Volksmund ist oft von &lt;q&gt;&lt;em&gt;Schaffa, Schaffa, Häusle baue - ond net noch d Mädle schaue!&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;. Sind das die Bedürfnisse des Menschen: Haus, Auto, zwei Wochen in den Urlaub in den Sommerferien? Das ist sicherlich alles schön und gut, doch nicht erforderlich, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Die Werbeindustrie bombardiert einen täglich mit Statussymbolen und falschen Vorbildern, die jeder unbedingt haben muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das löst folglich Minderwertigkeitskomplexe aus, wenn es für das eigene Haus eben nicht reicht und man für ein Ed Hardy Shirt nicht das nötige Kleingeld übrig hat. Die Werbung und die Wirtschaft hat mit uns also eine Mehrklassengesellschaft gezüchtet, die eigentlich schon als überwunden geglaubt war. So wurde der Bürger zum braven Konsumenten gemacht, der nun verzweifelt und mit viel Fleiß versucht, seiner Klasse zu entrinnen, indem er viele schöne Dinge kauft und sein hart erarbeitetes Geld ohne große Umschweige den Global Players der Wirtschaft in die Taschen steckt - nur um die falsche Gewissheit zu haben, er sei durch seine neue Rolex etwas besseres als sein Kollege.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Freiheit wird heutzutage auf die Suche nach einem Logenplatz in der Wirtschaft reduziert - nicht in der Gesellschaft - es ist wie schon damals bei den Höhlenmenschen - der mit der größten Keule, bzw. heute der mit dem meisten Geld, regiert. Leider ist das nicht sehr demokratisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Welche Rolle sollte die Wirtschaft im Leben der Menschen spielen?
Was sind die wahren Bedürfnisse der Menschen? Das sind Fragen, über die sich jeder mal ein paar Gedanken machen sollte. Vielleicht mag der ein oder andere zu dem Ergebnis kommen, dass es nicht unbedingt immer die Schokolade von Milka sein muss ...die billige bei Lidl tuts doch auch, oder dass man jetzt nicht gleich zum nächsten Autohaus rennen muss und sich einen Renault Kangoo kaufen muss, nur weil sich die Simpsons in der Werbung auch einen zulegen.
Der Mensch kann auch so glücklich sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie wäre es wohl, wenn es - wie im Film - ein Projekt Chaos geben würde ... wenn alle nochmal bei Null anfangen würden? Sei es nun der einfache Angestellte oder der Manager aus der obersten Etage ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/SN5yWetKt3I" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/17/moderne-sklavenhaltung</guid>
			<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
			<dc:date>2008-10-31T14:18:11+01:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/gesellschaft/17/moderne-sklavenhaltung</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Sinn und Unsinn des Überspringens einer Klasse: Teil 4</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/i-RaCkiKpFc/klassen-ueberspringen-4</link>
			<description>&lt;p&gt;Zwischen dem Überspringen einer Klasse und dem Turbuabitur ("G8" oder auch "Abi mit 12 Jahren" genannt) gibt es erschreckende Parallelen. Nach Einführung des verkürzten Abturs uberschlugen sich die deutschen Leitmedien mit berichten überlasteter Schüler und verzweifelter Eltern. Gleicher Arbeitsaufwand ist es natürlich, wenn man eine Klasse überspringt - in beiden Fällen entfällt 1 Jahr. Dazu lesen sie folgende Berichte:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.stern.de/politik/panorama/593647.html?q=Abitur%20in%2012%20Jahren"&gt;Abitur mit 14 - "Wunderkind"? Das kann jeder (STERN)&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;Der Artikel berichtet von einem hochbegabten Mädchen, dass mit 6 Jahren in die 3. Klasse eingeschult wurde. Ihr fast schon obligatorisches Einser-Abitur machte sie mit 14 Jahren. Anschließend wollte sie auf eine Eliteuniversität, doch...&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.stern.de/presse/vorab/610703.html?q=Turbo%20Abitur"&gt;G8 Reform- Die Turbo Schule ist quatsch (STERN)&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Doris Schröder-Köpf und Reinhold Beckmann, beides anerkannte Größen im politischen Dialog, beklagen in einem Gespräch mit dem Stern die enorme Belastung, der Eltern und Kinder in der heutigen Schule ausgesetzt sind. Überlegen sie gut, ob sie diese Belastung unnötigerweise herbeibeschwören wollen
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,529460,00.html"&gt;Stressjob Schüler- Wir Turboabiturienten (SPIEGEL)&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Freunde? Hobbys? Ausland? Keine Zeit. Für Marthe Deutschmann, 16, müsste jeder Tag ein paar Stunden mehr haben. Die Hamburgerin ist eine der ersten Schülerinnen, die das Abi in 12 Jahren macht. Ihr Urteil: Das Turbo-Abi nervt. &lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Warum aber sollte man sich also den Ärger aufhalsen, den die Turbo Abiturienten auf sich nehmen müssen. 
Bei den jetzigen Schülern, die ihr Abitur in 12 statt in 13 Jahren machen, ist der Lehrplan wenigstens auf die verkürzte Lerndauer abgestimmt. Bei Überspringern ist er das nicht. 1 Jahr Stoff aufzuholen, in einem Lehrplan der darauf nicht abgestimmt ist. Denke da mal drüber nach... &lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Abschluss&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Unser Leben besteht aus einer Vielzahl von Entscheidungen. Je nachdem, welche Entscheidungen wir treffen, verläuft unser Leben. Die einen sind rational, die anderen weniger. Wir alle wünschen uns für uns selbst und für unsere Kinder die richtigen Entscheidungen. Das Überspringen einer Klasse ist etwa eine solche Entscheidung. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Manche geblendete Menschen mögen behaupten, es gebe bei Entscheidungen weder richtig, noch falsch. &lt;strong&gt;Natürlich gibt es falsche und richtige Entscheidungen!&lt;/strong&gt; Entscheidungen kann man fast immer in richtig und falsch einteilen. Nur hängt richtig und falsch vom Standpunkt des Betrachters ab. Die Thematik verschärft sich gerade Richtung Oberstufe. Das habe ich belegt. Richtig und Falsch hängt hier, beim Überspringen also von dem Standpunkt ab. Aber kein Standpunkt kann diesen Abschnitt ausräumen: &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jemand, der von Klasse 10 zu 11 Überspringt, dem mangelt es ganz einfach wie schon beim einfachsten Fall, dem Primarstufler, an körperlicher Entwicklung. Dazu musste ich mir zuletzt eine sehr bornierte Aussage anhören:

&lt;blockquote&gt;&amp;#8222;Wieso, mit 16 müsste man auch im Sportunterricht der Klasse 11 mitmachen können!&amp;#8220;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Solcher Dummschwätz! Mit körperlicher Entwicklung ist nahezu alles menschen-typische gemeint; alles, nach dem wir beurteilt werden: Der erste Eindruck sozusagen. Körpergröße, Muskelaufbau, Hirnentwicklung.
Der Körperbau ist direktes Mittel der &lt;strong&gt;Körpersprache&lt;/strong&gt;. Die Bedeutung der Körpersprache ist beim intelligenten Menschen eindeutig unterschätzt worden. Es ist unverkennbar, welche körperliche Entwicklung jemand in einem Jahr zurücklegt. Respekt von Anderen ist nicht zuletzt durch derartige körperliche Faktoren bedingt.&lt;/p&gt;

&lt;P&gt;Aber auch die geistige Entwicklung ist zurück. Gegenüber den Anderen. Der Unterrichtsstoff ist wie schon in der Grundschule trivial. Natürlich ist es unwichtig, was Dürrenmatt für Werke geschrieben hat. Wen interessieren Logarithmen? Wofür brauche ich Kernphysik? &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber dahinter stehen vielfältige Verfahren und pädagogische Methoden&lt;/strong&gt;. Selbstständige Recherche. Auseinandersetzung mit Gruppenarbeit und Gruppenmitgliedern. Dass ist einer der Punkte, der den Genies die meisten Probleme bereitet. Sie sind die perfekten Individualisten. Sie können alleine effizient und schnell arbeiten. Aber darauf kommt es im Leben nicht an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem dienen Thematiken im Unterricht oft einfach der Diskussion. Ich hab einige Leute gesehen, die ihre Meinung überhaupt nicht ausdrücken konnten wenn es um eine mündliche Argumentation ging. Sie konnten den Argumenten der schlechtesten Schüler nicht widerstand leisten - sie können dies nur verschriftlichen, aber nicht ververbalisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur geistigen Entwicklung zählen wie schon beim Grundschüler die Erlebnisse und Erfahrungswerte, die einzig und allein durch das Alter kommen. Diese Werte, die sich unter dem Begriff Weisheit zusammenfassen lassen sind elementar für den Unterricht. 1 Jahr weniger Erfahrung stellt ein erhebliches Defizit dar. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schule soll vor allem auf das Studium oder einen Beruf vorbereiten. Zum Berufs und Studentenleben zählen Stress, unangenehme Situationen, Problemlösung u.v.m. Jemand der von Klasse 10 zu Klasse 11 überspringt, verpasst damit die zentralen Abschlussprüfungen der 10. Er hat außerdem kein Zeugnis der 10-2. Sie haben außerdem das &lt;strong&gt;Schulbetriebspraktikum übersprungen&lt;/strong&gt;. Es würde mich wundern, wenn dieses nachgeholt wird. Falls doch, schimpfe man kurz mit mir.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jedenfalls haben die Überspringer damit wichtige Schritte ins Berufsleben bzw. zur Universität übergangen. Im festen Glauben an die Hochbegabung und die eigene Klugheit haben sie sich damit vom Erfolg in der 11-2 abhängig gemacht. Lehrer, Eltern und Schüler haben alles auf ein späteres Studium ausgerichtet. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn ohne Zeugnis der 10-2 keine Bewerbung. Mit dem Schulbetriebspraktikum fehlen den Überspringern Erfahrungswerte für ein Berufsleben. Das Überspringen ist folglich ein wortwörtlicher Sprung ins Dunkle. Viele wissen zwar gar nicht, was sie studieren wollen oder welchen Beruf sie ausüben wollen, aber sie verkürzen ihre Bedenk-, ihre Lehrzeit; ihre Zeit zur Selbstfindung um 1 Jahr. Ohne einen genauen Plan. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Schule ist Instrument zur Selbstfindung. Was wollt ihr später machen? Wohin soll es gehen? Welche Werte sind dir persönlich wichtig?
Es ist wichtiger zu wissen, was man machen will, was einen interessiert, als sich im Unterricht nicht zu langweilen. Was nützt ein 1er Abitur mit 18 anstatt mit 19, wenn man nicht weiß, was man machen will?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Beruf und auch ein Studium erfordert noch ganz andere Sachen als die Schule. Man braucht PC Kenntnisse (u.a. MS Office, Kenntnis von Betriebssystemen,...); man braucht einfach diese Erfahrung. Man braucht Stärke und Durchsetzungsvermögen. Dazu ist Gruppenarbeit gut. Dafür die Diskussionen in der Schule. Man braucht eine enorme Selbstständigkeit. Recherchen, Vorträge, derartige Dissertation wie sie sie gerade vor sich finden, Planung, Gerissenheit und auch einen gewissen "Arschloch-Faktor". Das klingt zuerst wenig plausibel. Aber im Leben wird einem nichts, aber auch gar nichts geschenkt. Außer in der Schule. &lt;/p&gt;

&lt;P&gt;Die Schule macht so viele Zugeständnisse, Sonderregelungen. 
Im wahren Leben, und das fängt nach Klasse 13 an, muss man auch einfach mal Arschloch sein. Sich nicht unterkriegen lassen. Andere Leute auflaufen lassen, ihre Arbeiten in den Dreck ziehen, sie kritisieren und aggressiv Diskutieren. Niemand wird für dich, für sie oder für mich eine Sonderregelung auf der Uni oder im Job treffen, wie sie das Überspringen darstellt. &lt;strong&gt;Nach Klasse 13 heißt es ganz einfach friss oder stirb. &lt;/strong&gt;
Kein Krankfeiern mehr, weil es ja so langweilig ist. Aufgaben werden gemacht, egal wie trivial sie uns erscheinen. Man muss morgens einfach zur Arbeit oder zu Vorträgen erschienen. Sie werden sich auf ganz intensive Weise mit anderen Menschen auseinandersetzen müssen. Hart an der Grenze diskutieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Überspringer fasst man mit Samthandschuhen an. Sonderregelung hier, entgegenkommen dort. Bloß das rohe Ei nicht zerbrechen. Das führt nicht zuletzt zu einer realitätsfremde bei derartig sonder behandelten Schülern.Warum aber muss man 1 Jahr sonst (außer aus Langeweile) überspringen? Es bringt auf jeden Fall mal viel Lob mit sich. &amp;#8222;O Sehet her!&amp;#8220;. Lob und Begeisterung für die eigene Person nehmen sicherlich zu. Man ist jetzt was besonderes. Man übertrifft jetzt alle anderen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man kann sich unglaublich erwachsen fühlen. Man ist ja was besonderes. Theoretisch ist man auch 1 Jahr länger am arbeiten als die Anderen. Allerdings könnte man satte 2 Jahre länger arbeiten, als die anderen, wenn man die Realschule oder die Hauptschule besuchen würde. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Effektiv verkürzt man sich seine Jugend um 1 Jahr. Man nimmt sich also im Grunde nur 1 Jahr Erfahrung, 1 Jahr Spaß mit Freunden, ein Jahr unbeschwerte Kindheit.&lt;/strong&gt; Später fragt sich einmal ein Jeder, was er hätte anders machen können. Vielleicht wird der ein oder andere dann das 1 Jahr mit den Eltern, das eine Jahr Unbeschwertheit vermissen. Erwachsen bist du noch lange genug, Kind bist du nur während deiner Schulzeit!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist aber überdies ärgerlich, dass man alle Klassenkameraden in den persönlichen Ego-Trip mit hineinzieht. Stetig kreuzen die Überspringer auf. Nehmen teilweise noch am Unterricht ihrer alten Klasse teil. Sie stiften Verunsicherung und lenken die Lehrer vom effektiven Unterricht ab. 
Sie hinterlassen ein Loch in der alten Klassengemeinschaft und bohren ein neues in die Kurse, die sie wählen.
Sie halsen sich Nachholarbeit auf. Sie gehen das Risiko ein, es nicht zu schaffen. Oder es nur mit mäßigem Erfolg zu schaffen. Das Überspringen ist ein Russisch Roulette mit der eigenen Zukunft. Man hat zumeist nur eine Chance, warum diese dann verspielen oder zumindest riskieren?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es kann gut gehen, aber auch nicht. Und tatsächlich kann sich das Blatt radikal wenden. &lt;strong&gt;Anstatt 1 Jahr zu gewinnen, verspielt man vielleicht eines.&lt;/strong&gt; Man sorgt für weitere Unruhe in der alten Klassengemeinschaft, sofern die Rückversetzung erfolgt. Man muss vielleicht 1 Jahr wiederholen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das alles für 1 Jahr. Ein Jahr, dass einem so viel bringen könnte, würde man es voll ausschöpfen, anstatt es wegzuwerfen für etwas mehr Forderung. Unterfordert ist ein Unwort. Unterforderung erscheint so individuell wie pures Desinteresse. Überinteresse, Talent &amp;#8211; Unterforderung: Sie lässt sich anders kompensieren, als dadurch, dass man Kollegium und Klassengemeinschaft eine erhebliche Mehrarbeit bereitet.   &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe gezeigt, dass Unterforderung als Argument nicht haltbar ist. Ich habe die Relativität der Hochbegabung gezeigt. Es wurden etliche negative Aspekte erörtert. Und bisher habe ich nicht einen triftigen Grund von Überspringern gehört, der ihr Entscheidung rechtfertigt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt noch so viel mehr zu sagen, doch meine Zeit ist endlich. Ich habe so vieles anschaulich gemacht und zahlreiche Thesen aufgestellt. Natürlich ist dieser Text allgemein. Es gibt so viele Abweichungen von dem, was ich geschildert habe. Ich habe auch nicht die Weisheit gepachtet &amp;#8211; Menschen machen Fehler. Es gibt einiges, was nur teilweise zutrifft. Ich erwähnte ja bereits mehrfach die Individualität. Die Individualität eines auch dementsprechend benannten Individuums ist nicht allgemein zu erfassen. Wir haben mit diesem Text gemeinsam an der Schale gekratzt. Aber was dabei bereits zu Tage kam, ist enorm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich könnte allen Überspringer jetzt Glück wünschen. Ich glaube nicht an etwas wie Glück. Wie gesagt; das Leben besteht einfach aus einer gigantischen Anzahl von Entscheidungen. Wir alle müssen für uns wissen, was die richtige Entscheidung ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder ist damit seines Glückes Schmied. Und ich kann nur hoffen, dass alle die richtige Entscheidung treffen. Aber ich habe noch ein Angebot für sie:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anstatt den Schulalltag an ihrer Schule zu stören und die Klassenkameraden beim Lernen zu behindern; schicken sie ihr Kind doch auf eine Eliteschule. Hier bietet sich das &lt;a href="http://www.salemcollege.de/"&gt;Internat Schloss Salem&lt;/a&gt; in Bayern an - die Angebote werden sie überzeugen. Es gibt eine Vielzahl an AGs, fast keine Unterrichtsausfälle, gemeinsame Aktionen, ausländische Mitschüler und aktive Persönlichkeitsförderung. Hierfür werdne auch jährlich im März Stipendien vergeben, sodass die Kosten minimal gehalten werden können.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe dir meine Meinung nicht vorenthalten. Ich habe mir die Mühe gemacht. Nun bist du dran. Verteidige die Gegenposition, oder gehe mit mir d'accord. Ich bin offen für Antworten. Denn auf die Diskussion kommt es an. Einfach alle meine Aussagen zu verurteilen und mich für einen Spinner zu erklären ist allerdings wenig angebracht. Argumentierst du jedoch, es wäre seit Jahrzehnten bewährt, dass Klassen übersprungen würden, so sage ich nur: Fresst Scheiße Leute, Millionen fliegen können nicht irren! Mache nicht diesen Fehler. Mach es besser! 
In diesem Sinne ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;...ist deine &lt;q&gt;Schulzeit&lt;/q&gt; fast vorbei. Doch heute gibt's Hausaufgaben. Denke über das nach, was ich hier dargelegt habe ... und triff die Entscheidung für ihre Kinder, triff für dich, die beste Entscheidung!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/i-RaCkiKpFc" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:date>2008-10-23T20:51:27+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Sinn und Unsinn des Überspringens einer Klasse: Teil 3</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/qz6YvWMqO48/klassen-ueberspringen-3</link>
			<description>&lt;p&gt;Anlass für diese argumentative Schrift ist das aktuell anlaufende Schuljahr und die daraus resultierenden Überspring-Vorgänge. Ich lehne diese kategorisch ab; und werde nun folgend meine Ansichten und hinreichend abgedroschene Phrasen zu einem wertenden Text zusammenfassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allgemein geht man davon aus, dass zum Überspringen einer Klasse vor allem folgende Eigenschaften erforderlich sind. Sie sind nach Vorstellung zahlreicher dekadenter Eltern, wie nach Vorstellung versnobter Kinder oder tatsächlich hochbegabter und eher schüchterner Kinder für das Überspringen qualifizierend:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Hochbegabung/ herausragende Intelligenz &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Guter bis sehr guter Notenspiegel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leistungsbereitschaft/ Fleiß&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Nach oben genannten Personen sind dies die Säulen, auf denen das Überspringen steht. Tatsächlich aber sind, die in drei Stichpunkten zusammengefassten Voraussetzung längst nicht mehr ausreichend. Für diejenigen, die nur die Notensprache verstehen: Alle Schüler mit diesen Eigenschaften bekommen von mir eine &lt;q&gt;4&lt;/q&gt;.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das 21. Jahrhundert hat die Werte und Tugendvorstellung des 20. Jahrhunderts gänzlich erschüttert&lt;/strong&gt; - gar antiquiert. Wir leben in heute in einer Gesellschaft, die ganz andere Maßstäbe erfordert.
Es hat mich immer gestört, dass noch immer fast ausschließlich die konservativen und traditionellen Familien ihren Kindern Zugang zu höherer Bildung ermöglichen. Dass auch immer noch fast nur Konservative und Traditionelle, die Technokraten und oberen 10.000, ihre Kinder ins exorbitante, fast ins unmenschliche pushen und, metaphorisch gesehen, ihren Kindern für ihre Intelligenz und ihre Leistungen damit auch noch zusätzlich "in den Arsch treten". Auch wenn die Meinung ihrer Kindern bemerkenswerterweise immer mit der eigenen Meinung korreliert; und die Kinder ihr Überspringen dann gerne ebenfalls mit obig erörterten Tugenden und den abgedroschenen Argumenten der Eltern rechtfertigen wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und die Konservativen geben mir erst Grund, die obigen Tugenden zu erschüttern. 
In der heutigen &lt;strong&gt;Informationsgesellschaft&lt;/strong&gt; kommt es auf Technikverständnis, Mobilität, Liberalität und Felxibilität an. Gerade die erzkonservativen Eltern verschließen ihren Kindern jeglichen Zugang zu den essenziellen Grundlagen der Gesellschaft und Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kinder, die zwar Notendurchschnitte von 1,0 bis 2,0 aufweisen, die fleißig sind und hochintelligent; die aber aufgrund des Elternhauses weder Zugang zu Computern, noch zum Fernsehen, zu Technologie wie etwa Mobiltelefonen, Navigationssystemen, Spielekonsolen o.ä; die sind für mich auf dem Gymnasium, und insbesondere beim "Sonderzug Überspringen" deplatziert.
Mit anderen Worten: Kinder, die aufgrund des Elternhauses oder aufgrund eigenen Desinteresses keine Kenntnis von Computern, dem Internet und sonstiger Technologie haben, sollten selbst bei Hochbegabung und jährlichen Spenden für den Förderverein nicht Überspringen dürfen, geschweige denn aufs Gymnasium gehen dürfen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn Kenntnisse von Windows, MS Office, Software und Internetanwendungen und der Bedienung und Ausnutzung des Potenzials des Internets im allgemeinen zählen heute nicht mehr zu den Zusatzqualifikationen, die bilden eine Grundvoraussetzung nach der &amp;#8222;kein Schwein&amp;#8220; mehr fragen wird. In GL &lt;em&gt;[Anmerkung: Schulfach der gymnasialen Sekundarstufe 1]&lt;/em&gt; etwa müssen eigenständig Informationen recherchiert werden, in Office oder mit Programmen wie &amp;#8222;Mediator 8&amp;#8220; aufbereitet und dann auch präsentiert werden. Bei der Präsentation und Gruppenarbeit ist Kommunikation per eMail unerlässlich; ebenso wie ein mehr als nur ein Bibliothekenausweis.
Auch in Politik, Erdkunde oder Englisch wird das Internet als Informationsquelle der Schüler heuer als selbstverständlich vorausgesetzt; und die Schüler mit der Informationssuche dort beauftragt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist nicht akzeptabel, dass Schüler teils ohne Kenntnis von Internet, Computern und Fernsehen, eine Klasse überspringen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Überspringen von Klasse 10 zur Klasse 11 findet nach dem 1. Halbjahr statt, zumindest auf der Schule, die ich besuche. Das ist mehr als nur unglücklich. Bereits vorher stören sie den Unterricht ihrer künftigen Klasse durch das "Hospitieren" (Besuchen des höherstufigen Unterrichts, vergleichbar mit einem Praktikum).
Dann, mitten im Schuljahr verlassen die Willigen ihre alte Gemeinschaft; &lt;strong&gt;reißen dort also quasi eine Lücke auf&lt;/strong&gt;, erschüttern das Klassengefüge. Zusätzlich bringen sie eine Form von Unruhe in die Kurse die sie wählen. Es ist dieselbe, wenn nicht eine stärkere Symptomatik wie in der Grundschule.  
&lt;strong&gt;Neid, Zorn und Unverständnis&lt;/strong&gt; wirken sich negativ auf die Produktivität der betreffenden Schüler aus. 
Diese Aussage ist natürlich sehr pauschal, da es durchaus auch Akzeptanz und Bewunderung geben wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwer haben es die Überspringer aber auf jeden Fall in freundschaftlicher Hinsicht. Sie sind auf ihre anderweitigen Freunde und ex-Klassenkameraden angewiesen; da sie höchstwahrscheinlich keine neuen Freunde finden werden. Das wirkt sich logischerweise auf die Effizienz von Gruppenarbeiten aus. Arbeiten und Fremden ist wenig förderlich. Natürlich könnte man gut mit dem Freundeskreis der vergangenen Stufe auskommen. Die ehemaligen Klassenkameraden fühlen sich zurecht verschaukelt, wenn die Überspringer dann trotzdem noch auf sie zurückkommen und in den Freistunden gerne mal kurz vorbei schauen. Das bringt weitere Unruhe. Gewiss nicht für sich selbst. Man ist ja &amp;#8222;eins mit sich&amp;#8220;. Man denkt auch nicht darüber nach, wie es den anderen ergeht &amp;#8211; warum sollte man? Die Unruhe, die entsteht, ist gewaltig &amp;#8211; ob sie es glauben, oder nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Entzauberung der Gegenargumente - Desillusionierung geblendeter Lehrer&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Unterforderung ist das universelle; das omnipräsente Argument der Überspringer und deren Eltern. Doch wenn ich sehe, dass angeblich unterforderte, auch einmal 3en schreiben; dass sie sich in Sport oder ihnen nicht genehmen Fächern offensichtlich nicht bemühen, dann darf ich durchaus an der Unterforderung zweifeln. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn dann aus angeblicher Unterforderung auch noch Hausaufgaben &lt;strong&gt;nicht gemacht werden&lt;/strong&gt;, oder krankgefeiert wird, dann ist das inakzeptabel. Ein Schüler hat immer seine Leistung abzuliefern, egal ob ihm die Standards seines Schuljahrgangs genehm sind, oder nicht. Dazu kommt dann die allgemeine Anfälligkeit der Unterforderten für Rückschläge. Merkwürdigerweise schreiben sie ja nicht permanent 1en und 2en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unterforderung stellt in meinen Augen eher eine Art &lt;strong&gt;Leistungsüberbereitschaft oder &amp;#8222;Schaffensdrang&amp;#8220;&lt;/strong&gt; dar. Dieses Potenzial (es ist nämlich keine unlenksame Eigenschaft), denn nicht mehr und nicht weniger stellt es für mich dar, kann ein Kandidat für das Überspringen &lt;strong&gt;anderweitig einsetzen&lt;/strong&gt;, kann sich &amp;#8222;auspowern&amp;#8220;. Etwa in Arbeitsgemeinschaften, Schulprojekten, Förderangeboten; in seiner Freizeit bzw. bei seinen Hobbys. Es besteht kein Anlass, ein Potenzial als Eigenschaft anzusehen und diese dann durch Überförderung in einer höheren Jahrgangsstufe zu kompensieren.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst wenn die absolute Ausschöpfung selbst durch AG`s, Projekte o.ä nicht erreicht wird, kann über ein Überspringen diskutiert werden. 
Im übrigen gründet sich die Unterforderung auf einer &lt;strong&gt;sehr subjektiven Einschätzung&lt;/strong&gt; des Schülers selbst, die grundsätzlich von den &amp;#8222;soft teachern&amp;#8220; untermauert wird, die den Eltern gerne alles und das jederzeit bescheinigen. Tatsächlich kann sich eine Unterforderung als Aufmerksamkeitsdefizit offenbaren, bzw. als pures Desinteresse. So mag manch einer gerne seine mangelnde Begeisterung für einzelne Themen rechtfertigen.
Oder die Noten, die dann gern als nächstes angeführt werden. Den schlaueren Schülern werden ihre Noten gerne zementiert. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einmal eine 1, immer eine 1&lt;/strong&gt;. Die einstige Einstufung wird von den Lehrern gar nicht erst hinterfragt. &amp;#8222;Der/die ist ja sowieso so schlau&amp;#8220;. &amp;#8222;Der/die wird&amp;#8217;s eh schon wissen&amp;#8220;. Deswegen nehmen diejenigen gerne auch eine Jokerfunktion bei der geneigten Lehrerschaft ein. Weiß es die Klasse nicht, wird immer und überall der Joker (der Einserkandidatt) befragt &amp;#8211; die Anrufung der Gottheit quasi - dadurch entsteht bei ihm der Eindruck, er sei der "deus ex machina", der durch seine Güte den Unterricht unfassbar weit voranbringe. Dem ist nicht so.
Ein weiterer Grund warum die Arbeitsleistung einer Klasse nach dem Überspringen der Joker schließlich gen 0 sinken wird; ein weiterer Grund, warum dies also nicht sinnvoll ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Überspringer &lt;strong&gt;haben damit den übrigen Schülern ihr eigenes Potenzial genommen&lt;/strong&gt;, die Dynamik in Eintönigkeit gewandelt. Andere &lt;strong&gt;bekommen gar nicht die Chance&lt;/strong&gt;, sich zu beteiligen, selbst nachzudenken, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und versinken deshalb in Halbschlaf, während der "deus ex machina" dann eine Frage nach der anderen beantworten darf. Was wiederum für die Zementierung ihrer automatisch notierten Eins bis Zwei sorgt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil die Joker sich dann natürlich durch die Monotonie des auf sie fokussierten Unterrichts gelangweilt fühlen, wird aus der Mücke ein Elefant gemacht. Schlauheit fungiert in Augen von übereifrigen Schülern, Lehrern und Eltern dann als Unterforderung und Hochbegabung, die unbedingter Förderung bedarf. Dass das &lt;strong&gt;Problem hausgemacht&lt;/strong&gt; ist, sieht man nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie werden nun argumentieren, dass man gerade wegen dieser Jokerfunktion dem Kind ein Überspringen ermöglichen sollte. Das ist allerdings ich-bezogene Politik. Würde die Lehrerschaft den Unterricht vom &amp;#8222;Joker&amp;#8220; ablenken und eine allgemeine Diskussion fördern, andere Schüler mehr dran nehmen und den etwas Klügeren einfach gesondert Aufgaben stellen, so würde die Monotonie aufgebrochen. Eine liberale und breit gefächerte Diskussion, ein tatsächliches Unterrichtsgespräch anstelle eines berieseln lassen würde entstehen. In einem derartigen Klima keimen weder Langeweile noch Unterforderung auf. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem: Derartige Jokerkinder lernen nie, dass sich die Welt nicht um sie, sondern um die Sonne dreht. Das Genie der Familie, das Aushängeschild der Klasse, der Genius in der Musikschule und überall sonst. Im späteren Leben wird auch niemand den Weg derartig bereiten wie es förderwütige in der Schule tun. Es ist nahezu anklagbar, wie man diejenigen die es nicht nötig haben um jedne Preis fördert-  die aber, die gefördert werden müssten durch die Förderung der "Stars der Schule" vernachlässigt und schier verdummen lässt!&lt;/p&gt;

&lt;strong&gt;Ergo:&lt;/strong&gt; 

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Potenziale auf Hobbys und AGs übertragen. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leistungen und Noten hinterfragen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Jokerfunktion durch den ganzheitlichen Dialog in der Klasse auflösen - ALLE am Unterricht gleichermaßen teilhaben lassen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Monotonie durch bessere Schulung der Lehrerschaft auf diese Situation aufbrechen&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ansichten die dargelegt werden können immer kontroverser Diskutiert werden, immer mehr Faktoren spielen eine Rolle, jetzt wo sie in Klasse 10 sind. Wir haben gesehen: Die Grenzen zwischen den subjektiven Eindrücken verschwimmen. Und mittendrin sind wir alle, die als Steuerzahler und damit Geldgeber des Bildungssystems, Schüler, Eltern - Lehrer. Da sollte es unser aller Interesse sein, einmal kritischer nachzufragen als: "Fühlst du dich unterfordert?". In diesem Sinne. Im nächsten Teil werde ich für sie als Oberstufenschüler Alternativen aufzeigen. Bis dahin ist die Schule aus - keine Hausaufgaben. Stühle hochstellen...&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/qz6YvWMqO48" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:date>2008-10-20T19:36:53+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Sinn und Unsinn des Überspringens einer Klasse: Teil 2</title>
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			<description>&lt;p&gt;Auch in der Grundschule besteht die Möglichkeit, Jahrgänge zu überspringen. In diesem Fall fallen noch gravierendere Probleme an, als bei einer frühen Einschulung. Der Stoff von einem Jahr Grundschule erscheint lächerlich nutzlos, ist vielleicht auch leicht nachzuarbeiten. Aber hinter dem Stoff stehen &lt;em&gt;Verfahren&lt;/em&gt;, die gelernt werden sollen, stehen Fähigkeiten die trainiert und fokussiert werden müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man stelle sich vor, Henry Maske hätte vor seinem grandiosen Comeback gegen Virgil Hill ein ganzes Jahr weniger trainiert. Man stelle sich vor, Ärzte würden ihre Operationen nicht vorbereiten. In einem Fall hätte jemand wohl ziemlich viel Prügel bezogen. Im anderen Fall würden Ärzte nach dem Tupfer suchend im OP Saal herumwandern, während der Patient mit geöffneter Bauchdecke da liegt und gemächlich stirbt. Ich vermute, wir wollten uns beides lieber nicht wünschen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die angesprochenen Verfahren und Fähigkeiten sind beim Menschen wie bei Tieren &lt;em&gt;alters- und erfahrungsbezogen&lt;/em&gt;. Dazu gehören etwa die kritische Betrachtung Fehler aufweisender Texte, die Fähigkeit sich Gedichte oder Geschichten zu merken und sinngemäß nachzuerzählen, Logische Tat-Folge-Zusammenhänge erkennen; sowie Verfahren wie das Benutzen von Lexika, Anwendungen am Computer bedienen zu können, problemlöserische Kompetenzen, u.v.m.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was passiert aber, wenn angeblich Unterforderte ein Jahr, vielleicht zwei Jahre an Vorbereitung und Training verpassen? Sicherlich können die meisten im nächsten Jahrgang erfolgreich mitarbeiten. Aber ihnen fehlt das Training. Training ist etwas Talent unabhängiges und ist im Sport, wie beim &lt;em&gt;Denk&lt;/em&gt;sport unerlässlich. Das beinhaltet im Fall der Grundschule Dinge, die in der Gesellschaftslehre als &amp;#8222;soft skills&amp;#8220; definiert werden. Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsstärke, Konfliktverhalten, Ordnung &amp; Sauberkeit und die restlichen &amp;#8222;deutschen Tugenden&amp;#8220; etwa. Das Fundament auf dem unsere Volkswirtschaft steht und offensichtlich auch gut gedeiht. Deutschland ist Exportweltmeister und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ergo: Ein primarstuflicher Überspringer mag mit großem (oder auch geringen Erfolg) im Stoff einer oder zweier höherer Klassen mitarbeiten können. Aber er kann sich nicht gegen Mitschüler durchsetzen, er kann nur schwer mit ihnen kooperieren und entwickelt sich im ungünstigsten Fall zu einem Außenseiter oder Problemkind - ihm fehlen eventuell aber auch einfach Kompetenzen die in der Schule nicht abgefragt werden, er aber später abrufen muss. Gerade wenn man bedenkt, dass ein Überspringer die gefestigten Strukturen einer eingeschworenen Klassengemeinschaft aufbricht, sich integrieren muss. Integration gründet sich auf Akzeptanz. Akzeptanz stellt schon in Klasse Eins ein Problem dar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Misstrauen, Neid und Vorurteile (&amp;#8222;Alter Streber!&amp;#8220;) hindern die Überspringer eventuell an der Eingliederung in ein Sozialgeflecht von ein bis zwei Jahre älteren Schülern. Hier kommen weitere Barrieren hinzu. Es fehlt ebenfalls wieder an außerschulischen Erfahrungswerten (der typischen Lebenserfahrung, die alte Menschen als schlau erscheinen lässt. Schlauheit in diesem Falle verwechselt mit reiner Weisheit...)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch sonst wird der/diejenige nicht dieselbe körperliche Entwicklung vorweisen. Das hindert im Sportunterricht (der zu häufig an Schulen als eine Art &amp;#8222;Könnensbeweis&amp;#8220; fungiert). Das führt dazu, dass Freundschaften nicht entstehen können. Gleichaltrige bleiben gerne unter sich &amp;#8211; wie sollte es anders sein. Keine Einladungen zu Geburtstagen, zum Beispiel, sind eine Folge. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die alterstypischen Verhaltensweisen und Interessen überschneiden sich nicht. Das Alter ist außerdem in der Grundschule wie auch später eine Art &amp;#8222;Symbol&amp;#8220;. (&amp;#8222;Ich bin schon 10&amp;#8220;, &amp;#8222;Ich bin 3 Monate älter als du&amp;#8220;,..) Diese Tatsachen gründe ich auf allgemeingültige Prinzipien und den gesunden Menschenverstand. Intelligenz ist eines für eine gute Schullaufbahn; Erfahrung und Alter ein anderes &amp;#8211; und im Fall des Überspringens von Klassen sind Erfahrung und Alter weitaus nützlicher. &lt;/p&gt;

&lt;h2 class="h4"&gt;Hochbegabung als Rechtfertigung &amp; Hauptgrund&lt;/h2&gt;

Der &lt;a href="http://lvh-bw.de"&gt;Landesverband Hochbegabung&lt;/a&gt; definiert die Voraussetzungen für ein Überspringen folgendermaßen:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Hoch begabte Kinder unterscheiden sich von anderen Kindern nur durch das Ausmaß ihrer Intelligenz. Sie sind schüchtern oder vorlaut, frech oder brav, mutig oder ängstlich, sportlich oder musikalisch wie alle anderen Kinder auch. Mit anderen Worten: sie sind eigentlich ganz normal. 
Und trotzdem verblüffen manche Kinder ihre Umgebung z.B. durch ein besonders gutes Gedächtnis. Manche Kinder beschäftigen sich in sehr frühem Alter &amp;#8211; das kann durchaus zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr beginnen &amp;#8211; mit Zahlen und Buchstaben und einige von ihnen lernen auch sehr schnell lesen und rechnen. Es gibt Kinder, die interessieren sich buchstäblich für alles und fragen ihre Eltern Löcher in den Bauch. Manchmal fragen sehr junge Kinder nach komplexen Zusammenhängen oder existentiellen Dingen, wie dem Tod oder dem Sinn des Lebens. Dies alles können Anzeichen für eine mögliche Hochbegabung sein, wobei die Betonung auf &amp;#8222;können&amp;#8220; und nicht auf &amp;#8222;müssen&amp;#8220; liegt. &lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ich finde, dass eine angebliche Hochbegabung nicht die Verschwendung eines ganzen Jahres der ohnehin nur kurzen Jugend rechtfertigt. Warum müssen gerade die Begabten möglichst von Lehrern und Eltern in den Zusammenbruch gefördert und gepusht werden? Warum lässt man diesen Hoffnungsträgern nicht Raum zur Entfaltung, anstatt sie in übermotivierte Maßnahmen zur Förderung zu zwängen, sie in ihrer Freizeit einzuengen und zu beschneiden? In Freiheit - und nur in Freiheit, gedeiht die Hochbegabung, die Kunst, der Fortschritt. Das ist vergleichbar mit freier Marktwirtschaft und Kommunismus. In der DDR gab es 40 Jahre lang dieselben Autos &amp;#8211; es gab ja nur einen wirklichen Hersteller. Kein Fortschritt, dank engen Schemata und Unfreiheit der Wirtschaft. Durch die Konkurrenz in der freien Marktwirtschaft; und eben durch die Freiheiten in Forschung, Lohnentwicklung usw. entsteht Fortschritt, Vielgeistigkeit und Wohlstand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach meiner Theorie erzeugt das Überspringen damit genau den gegenteiligen Effekt. Durch Beschneidung der von den Kindern gewohnten Freiheit, durch Einengung, Leistungsdruck und mehr Arbeit durch das Nachholen von Lernstoff; und nicht zuletzt durch die Instrumentalisierung der Kinder durch die Eltern als Objekt zum Prahlen und zur Schau stellen (&amp;#8220;Oh schaut her, meine Tochter überspringt jetzt!&amp;#8220;) wird der Wissenshunger der Kinder ausgelöscht, tritt an die Stelle der Begeisterung die Desmotivation und wird das Talent in den Ruin gefördert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Interesse der Kinder, ihre Begabungen und Besonderheiten beruhten nämlich einzig auf der Freiheit und Freizeit, auf dem eigenen Interesse. Wird Interesse zur Pflicht, Begabungen zum Instrument, so macht Lernen keinen Spaß mehr &amp;#8211; dabei lernten die Kinder nur aus Spaß so viel, wurden zu dem, der sie waren. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu einem ähnlichen Schluss in einer ganz ähnlichen Situation kommt man auch im Film &amp;#8222;Der Club der toten Dichter&amp;#8220; mit Robin Williams:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Der Zentral- und Lehrsatz dieses Films ist Carpe diem (lat., Nutze den Tag). Der Mensch sollte aus seinem Leben etwas Besonderes machen; jedes einzelne Leben sollte ein außergewöhnliches sein oder werden. Keating will seine Schüler zu Freidenkern erziehen. Sie sollen Dinge von anderen Standpunkten aus betrachten.&lt;br/&gt;
Damit in Zusammenhang steht die Poesie, die Keating seinen Schülern versucht, nahe zu bringen. Poesie könne man nicht mit starren wissenschaftlichen Methoden erfassen, man müsse sie leben, erleben. Man solle die Poesie zu einem Instrument für sich selbst machen; zu einem Instrument, mit dem man Gefühle ausdrücken und vermitteln kann.&lt;br/&gt;
Hier führt dies zur entscheidenden Konfrontation: auf der einen Seite die erzkonservativen Eltern und das Internat, auf der anderen Seite die Ideen des Freigeistes, der Individualität.&lt;br/&gt;
Keating versucht, für seine Schüler auf diesem Weg &amp;#8211; auf dem Weg zu mehr geistiger Freiheit und der Schönheit und Kraft der Poesie &amp;#8211; ein Führer zu sein, ein Lenker, also ein Kapitän:&lt;br/&gt;
&amp;#8222;&amp;#8218;O Captain, mein Captain&amp;#8216; Wer weiß, von wem das ist?. .. Wer weiß es?. .. Keine Ahnung?. .. Es ist aus einem Gedicht von Walt Whitman über Mr. Abraham Lincoln. Also, Sie sprechen mich entweder mit Mr. Keating an &amp;#8211; oder, wenn Sie etwas mutiger sind, sagen Sie: &amp;#8218;O Käpt'n, mein Käpt'n!&amp;#8216;&amp;#8220; (Keating zu seinen Schülern) &lt;/blockquote&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie, gekürzt.&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Während also konservative Eltern und Direktoren versuchen, schematisch vorzugehen, und damit im Grunde das Feuer der Wissbegierde zum Erlischen bringen, eröffnet Keating freiheitliches Denken und fördert damit tatsächlich; anstelle durch harte Lehrmethoden...   &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiteres lässt sich die Feststellung einer angeblichen Hochbegabung kritisieren und gänzlich erschüttern:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Eine Hochbegabung ist selten: nur zwei bis drei von 100 Kindern sind hoch begabt. Das heißt bei einem Intelligenztest haben rund zwei Prozent aller Kinder einen IQ über 130 und gelten damit als hochbegabt.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;So definiert es zumindest der &amp;#8222;Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.&amp;#8220; Der Mensch maßt sich also platt gesagt an, über dumm und klug mithilfe des IQ zu urteilen. Damit, nämlich mit den &amp;#8222;IQ Tests&amp;#8220;, soll Intelligenz also messbar sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Thermometer kann aufgrund einer klaren Skala und wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen tatsächlich eine gewisse Wärme bzw. Kälte für uns als Temperatur in Celsius deutlich machen. Intelligenz ist aber deutlich weniger greifbar, fühlbar, als Temperatur. &lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Durchströmt uns Intelligenz?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ist Intelligenz tatsächlich ein Wert?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ist Intelligenz eine berechenbare Größe?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ist Intelligenz überhaupt wirklich definierbar?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Nein. Intelligenz ist eine Vage Vorstellung von geistigen Fähigkeiten und Wissen. Wissen ist relativ. Auf dem Bereich der Rechtswissenschaft ist ein Richter mit 20 Jahren Erfahrung durchaus Intelligent, jedenfalls nach unserer Vorstellung. Das macht ihn aber nicht allgemein Intelligent. Der Richter hat wahrscheinlich keine Ahnung von Biochemie, Astrologie oder der Bedienung eines Flugzeuges. Weil er also nicht weiß, wie man einen Airbus A380 fliegt, ist er dumm. Zumindest sagt das metaphorisch gesehen ein IQ Test aus. Nämlich dass jemand aufgrund von willkürlichen Fragen quer durch alle Reihen schlau oder dumm ist. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Messbarkeit von Intelligenz ist ein Hirngespinst - eine fiktive Vorstellung. Natürlich ist Intelligenz tendenziell gut einschätzbar, eben auch durch IQ Tests. Aber deswegen rechtfertigt die Zahl 130 nicht, dass einzelne über andere gestellt werden, dass sie ihre Jugend um ein Jahr verkürzen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;...denn nur eine genaue Diagnostik durch einen Test gibt ein genaues Ergebnis. Checklisten, anhand derer Lehrer oder Eltern erkennen sollen, ob das Kind hochbegabt ist, bieten wirklich nur erste Hinweise. Oft bleiben echte &amp;#8222;Underachiever&amp;#8220;, das sind Kinder, die trotz ihrer hohen Intelligenz nicht die erwartete Schulleistung erbringen, unentdeckt. Also wenn Zweifel bestehen, kommt man um einem Test nicht herum, der gerade aber den hochbegabten Kindern meistens viel Spaß macht. Wir hören hinterher oft die Reaktion der Kinder: &amp;#8222;Da möchte ich jetzt immer hin. Hier war´s richtig interessant!&amp;#8220; &lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;...das sagt der &amp;#8222;Landesverband Hochbegabung e.V.&amp;#8220; zur Genauigkeit von Tests. Der Test gibt keineswegs ein genaues Ergebnis. Wie sollte das möglich sein, wenn mam bedenkt, dass die Fragen eindeutig nur dann von Kindern beantwortbar sind, wenn sie derartiges schon einmal gehört haben &amp;#8211; also wenn sie überhaupt die Möglichkeit hatten, Zugang zu derartigen Informationen zu bekommen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kinder der Unterschicht sind also dumm, weil ihre Eltern sich keine Tageszeitung leisten können und keinen Internetzugang haben? Sie sind also in der staatlichen Schule den &amp;#8222;intelligenteren&amp;#8220; Überspringern untergeordnet, weil ihr Vater Bauer oder LKW-Fahrer ist? Das kann und darf; und es wird nicht die soziale Gerechtigkeit sein! Viele erhalten nicht die Möglichkeiten, nicht die Gelegenheit, sich Wissen anzueignen, können nicht für etwas Eifer aufbringen, dass sie vielleicht gar nicht kennen. Das macht sie nicht dumm, sondern nur benachteiligt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie kann es dann sein, dass man denjenigen die schon Zugang zu den vielfältigsten Bildungsangeboten haben, ihre ZUkunft verbaut und sie gleichzeitig den Benachteiligten überornet - vielleicht sogar deren Unterrichtung durch einen Überspringer stört - richten sie ihre Augen mehr auf Förderung Benachteiligter anstatt auf Förderung Bevorteiligter!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der IQ-Test würde eben den Benachteiligten eindeutig Dummheit attestieren. Sie wissen ja nicht was 5² ist. Sie kennen ja Konrad Röntgen nicht. Was hat Konrad Röntgen mit Intelligenz zu tun? Der IQ Test definiert Intelligenz als Wissen. Damit wäre jeder 1 Million Euro Gewinner bei &amp;#8222;Wer wird Millionär?&amp;#8220; automatisch hochbegabt. Ein Test, der Intelligenz durch Allgemeinwissen messbar machen will, hat keine Aussagekraft und Existenzgrundlage! &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damit scheidet Hochbegabung als Rechtfertigung und Grund für ein Überspringen aus. Die Hochbegabung ist nicht eindeutig feststellbar. Wer mit Hochbegabung argumentiert, der benachteiligt sozial schwächere, stellt sich selbst höher als er ist und Vertraut auf Tests, die die Genauigkeit von Horoskopen haben. Zudem:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Im August 2002 hat der Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. (LVH) unter seinen Mitgliedern mit bereits schulpflichtigen Kindern u.a. auch zum Schulverlauf hoch begabter Kinder eine Umfrage durchgeführt. In dieser Umfrage wurden in 217 Familien 164 Überspringervorgänge erfasst. 
[...]  auf die 17 Überspringer im Gymnasium entfielen zwei Rückversetzungen (12%).&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;12% Rückversetzungsquote bei einer nicht repräsentativen Umfrage in einem Lobbyverband, Notenverschlechterungen nicht eingeschlossen. Ebenso wenig wie psychischer Stress; der nicht statistisch erfasst wurde...&lt;/p&gt;

&lt;strong&gt;...die Maßstabe werden größer, die Bandbreite des grundlegenden Problems weitet sich auf viele Lebensbereiche aus und mitten im Sturm stehen sie jetzt als Viertklässler. Im nächsten Teil kommen sie auf das Gymnasium...und für heute ist die Schule aus...Beginn des Unterrichts an ihrem neuen Gymnasium: Morgen!&lt;/strong&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/1tm7ZKORGXQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/14/klassen-ueberspringen-2</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-10-18T11:46:59+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Sinn und Unsinn des Überspringens einer Klasse: Teil 1</title>
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			<description>&lt;p&gt;Im Kern dieser Reihe, die aus 4 Teilen besteht, geht es um die Auseinandersetzung mit Argumenten von Überspringern, deren Eltern und den Konsequenzen dieser weitreichenden Entscheidung. Beginnend mit der Einschulung möchte ich detailliert meine Ansichten darlegen, Wertungen finde, meine Adressaten kritisieren und Hintergründe offenbaren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Deutschland erfolgt die Einschulung normalerweise im Alter von 6 Jahren. Allerdings kann es auch zu leichten Abweichungen kommen, da das Einschulungsjahr von einem Stichtag abhängt, der zwischen &amp;#8222;dieses Jahr Einschulung&amp;#8220; und &amp;#8222;nächstes Jahr Einschulung&amp;#8220; differiert. Kinder, die sich bereits im Kindergarten &amp;#8222;unterfordert&amp;#8220; fühlen, können auf Antrag von Eltern laut Ländergesetzen bereits mit 5 Jahren eingeschult werden.&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Doch bereits hier werden erste Probleme deutlich. Im Alter von 5 Jahren ist der Unterschied zwischen Faulheit und Unterforderung kaum auszumachen, ebenso wenig wie die tatsächliche Belastungsgrenze eines Individuums. Langweilt sich ein Kind vielleicht bei Bildergeschichten und Sandburgenbau, kann es ebenso gut mit Mathematik und Rechtschreibung um ein vielfaches überfordert werden. Schule ist ein allgemeines Feld, dass basierend auf Standards und exakt definierten Curriculi Wissen und Kompetenzen (etwa Logik, Konzentrationsvermögen und Fleiß) vermitteln will. Die im Kindergarten bemühten Kompetenzen und Eigenschaften eines Kindes sind weitaus individueller. Unterforderung ist dort sektorisiert, bzw. bezogen auf Interessen. Zuhören mag das eine Kind unterfordern, vielleicht ebenso wie das &amp;#8222;Buddeln im Sand&amp;#8220;, jedoch muss dass nicht von früher Reife oder Intelligenz zeugen &amp;#8211; denn im Kindergarten werden Angebote gemacht, die je nach dem kindlichen Interessenfokus vom einen Kind wahrgenommen werden, vom anderen aber abgelehnt werden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das heißt, dass ein Kind auf einem Gebiet vielleicht weiter &amp;#8222;entwickelt&amp;#8220; ist, als andere, es jedoch auf anderen Gebieten weniger &amp;#8222;begabt&amp;#8220; ist und hier vielleicht sogar Verständnislücken oder pures Desinteresse (Anstelle von Unterforderung) an den Tag legt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#8222;Engagierte Eltern&amp;#8220; möchten Desinteresse, &amp;#8222;Langeweile im Kindergarten&amp;#8220; oder tatsächlich punktuell vorhandene Unterforderungen gerne als Intelligenz, frühe Reife und Omni-Talententiertheit fehldeuten &amp;mdash; ein kapitaler Fehler. 
Denn wenn das Kind dann mit 5 Jahren seine schulische Laufbahn beginnt, so beginnt auch das starre Konstrukt aus Curriculi &amp; Standards. Das setzt voraus, dass ein Kind in allen Bereichen aufnahmebereit und wissbegierig ist und grundlegende Fähigkeiten, wie etwa ein Mindestmaß an Konzentrationsfähigkeit und Fleiß mitbringt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst einmal in der Schule, genießen Kinder weniger Freizeit, haben mehr Pflichten und stehen unter einem ganz anderen Druck, als in der &amp;#8222;Lounge-Atmosphäre&amp;#8220; des Kindergartens. Das hat zur Folge, dass Kinder, die mit 5 Jahren eingeschult werden, vom Regen in die Traufe kommen. An die Stelle leichter Unterforderung und &amp;#8222;früher Reife&amp;#8220; treten zu oft Überforderung und Zerstreuung - was an dem großen Grad zwischen Kindergarten und Schule liegt.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;1 Jahr Lebenszeit sind 365 Tage Lernen, Entdecken und Wachsen&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Denn Kinder im Grundschulalter lernen täglich dazu. Sie erlernen motorische Fähigkeiten (das Zeichnen am Lineal, Balancieren, Schaukeln, Seilchensprung... sind klassische Beispiele) und machen ihre individuellen Erfahrungen (etwa Bekanntschaften mit Insekten, von der Gesellschaft geforderte Verhaltensweisen gegenüber Autoritätspersonen, Freundschaften &amp; Feindschaften,...). Die Grundschule setzt vieles, wenn nicht nahezu alles von dem voraus. Das bedeutet, dass früher eingeschulten Kindern gänzlich oder teilweise die Grundvoraussetzungen fehlen. Oder sie einfach um viele wichtige Erfahrungen ärmer sind als die Sechs-jährigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt immer Ausnahmen; tatsächlich 1 Jahr weitere Kinder. Doch bedenken sie, dass es so gut wie immer die 1 Euro Teile sind, die an Formel-1 Wagen zu Bruch gehen, dass es Cent-wertige Bauteile sind, die Missionen ins Weltall haben scheitern oder verzögern lassen. Fehlen den früh eingeschulten Kindern nur wenige dieser Fähigkeiten, wie ich sie oben erörtert habe, so kann sich das allzu schnell auf den Lernerfolg auswirken. Was anfangs gut gemeint war, oder von den Eltern als &amp;#8222;chic&amp;#8220; wahrgenommen wurde, endet schnell in einem Trümmerhaufen. Kinder diesen Alters sind zerbrechlich wie Porzellan. Auch kleinere Misserfolge oder Hänseleien wirken sich kapital auf das Wesen und die Motivation aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wird Mobbing in der Grundschule von zu vielen noch als &amp;#8222;unbedeutendes Ärgern&amp;#8220; aufgefasst, so kann es doch mehr sein. Jüngere werden in den Klassengemeinschaften oft mir Argwohn und Missbilligung betrachtet. &amp;#8222;Schau der/die da hält sich wohl für super schlau&amp;#8220;. Hinzu kommt dann der Spott, wenn der ABC-Schütze nicht wie die anderen turnt, Fußball spielt oder malt ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/N61U32Wvbxw" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-10-14T17:46:02+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Dem Urknall auf der Spur</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/Wvnj1F7Eajs/large-Hadron-collider</link>
			<description>&lt;p&gt;LCH steht für Large Hadron Collider, was auch schon etwas über seine Funktionsweise vermuten lässt: Das Ungetüm mit einem Umfang von rund 27 Kilometern, welches aus finanziellen und ökologischen Gründen unterirdisch erbaut wurde, lässt Hadronen, also vergleichsweise besonders schwere Elementarteilchen wie etwa Protonen, miteinander zusammenstoßen, um Rückschlüsse über die Ursprünge des Universums zu ziehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ungeklärte Fragen sind hierbei nämlich, wie Masse entstanden ist oder wie sich die &lt;a href="http://www.atlas.uni-wuppertal.de/oeffentlichkeit/4Kraefte.html"&gt;vier fundamentalen Kräfte&lt;/a&gt; einheitlich beschreiben lassen. Insbesondere die Gravitationskraft fällt dort nämlich gewissermaßen aus dem Rahmen. Weiterhin besteht das gesamte Universum nur zu 4% aus sichtbarer Materie, was bedeutet, dass der Rest durch dunkle Materie oder dunkle Energie ausgemacht wird. Die beiden letzten Probleme würden sich durch die so genannte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Supersymmetrie"&gt;Supersymmetrie&lt;/a&gt; beweisen lassen, die der LHC nachweisen könnte. Auffällig ist ebenfalls, dass bei weitem mehr &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/7/7675/1.html"&gt;Materie als Antimaterie&lt;/a&gt; vorhanden ist, obwohl nach allen Vermutungen ein ausgeglichenes Verhältnis herrschen müsste. Zu guter Letzt soll ein Zustand erreicht werden, der direkt nach dem Urknall existiert habe: In einem &lt;a href="http://www.quantenwelt.de/klassisch/aggregat/quark_gluon_plasma.html"&gt;Quark-Gluon-Plasma, in dem Quarks sich frei bewegen können&lt;/a&gt;, während sie ohne dieses Plasma an andere Teilchen gebunden sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um diese Dinge zu erforschen, ist es nötig, dass schwere Teilchen mit einer enormen Geschwindigkeit aufeinander treffen. Doch warum gerade Protonen oder Blei-Ionen? Die Teilchen werden mittels elektrischer Kräfte beschleunigt, weshalb sie unbedingt eine Ladung haben müssen. Weiterhin sollen sie möglichst schwer sein: Protonen sind ca. 2000-mal so schwer wie Elektronen. Dieses höhere Gewicht schützt sie nämlich vor Energieverlust durch &lt;a href="http://www.desy.de/expo2000/deutsch/dhtmlbrowser/webthemen/07_hasylab/synchrotronstrahlung.htm"&gt;Synchronstrahlung&lt;/a&gt;. Energieverlust bedeutet auch gleichzeitig Geschwindigkeitsverlust. Deshalb sind schwere Teilchen wesentlich einfacher zu beschleunigen, weil ihre kinetische (Bewegungs-) Energie länger erhalten bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um ein Teilchen annähernd auf Lichtgeschwindigkeit zu bringen, sind mehrere Beschleuniger vonnöten. In einigen Linearbeschleunigern werden die Protonen sehr stark in Bewegung gesetzt, dann in den LHC gebracht und dort im bzw. gegen den Uhrzeigersinn weiter beschleunigt. Mit jeweils sieben Billiarden Elektronenvolt Energie treffen die Protonen dann aufeinander. Zum Vergleich: dies ist die Bewegungsenergie eines kleinen Insekts, etwa einer Mücke; nur dass sie hierbei in einer um Unmengen kleineren Masse gebündelt ist. Detektoren nehmen dann die Informationen auf und lassen sie von international verteilten Computern verarbeiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kritiker sehen das Experiment jedoch nicht durchgehend positiv: sie behaupten, die schwarzen Löcher, die während der Versuche entstehen könnten, könnten Gefahrenpotential beherbergen. Studien aus den letzten zehn Jahren ergaben jedoch, dass keine Gefahr bestünde. Im Gegenteil: die Erzeugung von schwarzen Löchern hat durchaus auch positive Seiten. Schwarze Löcher entstehen, wenn ein Objekt eine gigantische Masse hat. Da die Masse proportional zur Gravitationskraft ist, wird die Anziehung dieses Objekts so enorm stark, dass selbst das Licht nicht mehr entweichen kann, weil die Fluchtgeschwindigkeit, also die zum Entkommen aus dem Gravitationsfeld nötige Geschwindigkeit, größer als die Lichtgeschwindigkeit ist. Sollte die Vermutung stimmen, dass beim Zerfall eines schwarzen Loches Remanente (lat. remanere = zurückbleiben) übrig bleiben, könnte man die Masse in Strahlungsenergie umsetzen. Da der größte Teil der Remanente in Energie umgewandelt werden könnte, wäre diese Form der Energiegewinnung sehr effizient: mit nur ca. 10 Tonnen herkömmlicher auf der Erde vorhanden Materie ließe sich der Jahresenergieverbrauch der Gesamten Weltbevölkerung decken. Ob das aber funktioniert, ist noch unklar, denn es werden nicht allzu viele stabile Remanente erwartet. Dennoch wurde für diese Form der Energiegewinnung bereits ein Patent angemeldet. Man ist zuversichtlich, dass das, was heute noch undenkbar ist, schon bald alltäglich sein wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der LHC war noch nicht lange in Betrieb, als er schon stillgelegt werden musste. &lt;a href="http://www.haz.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,689552"&gt;haz.de&lt;/a&gt; berichtet, dass Schäden bei der Energieversorgung des Geräts aufgekommen sein und es deshalb einer zweimonatigen Reparatur unterzogen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In wie weit der LHC den Physikern helfen kann, den Ursprung der Materie aufzudecken und Energie für uns nutzbar zu machen, bleibt noch offen. Eines bleibt aber sicher: diese Maschine ist ein weiterer Schritt zur vollständigen Erkundung unserer Welt.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/Wvnj1F7Eajs" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">wissen/12/large-Hadron-collider</guid>
			<dc:creator>Dominik</dc:creator>
			<dc:date>2008-10-14T17:22:48+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Jörg Haider ist tot</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/8MdV6n2gelk/jorg-haider-verstorben</link>
			<description>&lt;div class="rechts blur small"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/haider.gif" alt="Dr. Jörg Haider" /&gt;&lt;br/&gt;Dr. Jörg Haider, BZÖ Pressefoto&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Jörg Haider ist tot. Der Landeshauptmann von Kärnten und Parteiobmann des &lt;a href="http://www.bzoe.at/"&gt;BZÖ&lt;/a&gt; ist in der Nacht des 11. Oktober 2008 &lt;a href="http://orf.at/081011-30456/index.html"&gt;in Folge eines schweren Autounfalls verstorben&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Rechtspopulist polarisierte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg_Haider" rel="nofollow"&gt;Dr. Jörg Haider&lt;/a&gt; wie kaum ein anderer, zuletzt mit seiner &lt;a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2008/10/06/2629936.xml"&gt;Sonderanstalt für straffällig gewordene Asylanten&lt;/a&gt;. Für seine Anhänger war Haider ein Held, für viele andere ein Feindbild. Unbestritten bleibt, dass Haider in den vergangenen 25 Jahren die österreichische Innenpolitik wie kaum ein anderer geprägt hat. Das Ende seiner politischen Karriere kommt überraschend und ist menschlich tragisch.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="h4"&gt;Reaktionen auf den Tod&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;So sehr Haider polarisierte, so unterschiedlich fallen auch die ersten Reaktionen auf seinen Unfalltod aus. Das Spektrum reicht von beschönigend über &lt;a href="http://u9tupfing.blogspot.com/2008/10/jrg-haider-1950-2008-tod-nach.html"&gt;differenziert&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.rainersche-post.de/restderwelt/haider-hat-sich-totgefahren.php"&gt;unverändert kritisch&lt;/a&gt; bis zu pietätlos. Sehr treffend drückte es Nationalratspräsidentin Barbara Prammer aus: Politische Differenzen und konkurrierende Wertvorstellungen würden durch den Tod nicht aufgehoben, aber entscheidend relativiert. Die politischen Gegner aller Parteien zeigten sich durchaus respektvoll. Dieses Ende ist &lt;a href="http://haraldwalser.twoday.net/stories/5248359/"&gt;kein passender Zeitpunkt für eine politische Abrechnung&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den weniger respektvollen Kommentaren schwingt unterschwellige Freude über den Tod des - zuletzt gemäßigten - rechtspopulistischen Aushängeschilds mit. Doch Grund zur Freunde besteht selbst für erbitterte politische Gegner nicht. Mit Jörg Haiders Tod verliert die rechte Bewegung nur eine Person, ein Gesicht. Dahinter stecken jedoch Ideen, und Ideen lassen sich bekanntlich nicht ausrotten. Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Nationalsozialismus ist Ausländerfeindlichkeit im kleinen Rahmen leider noch immer gesellschaftsfähig, auch wenn diese im öffentlichen Diskurs mittlerweile verurteilt wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="h4"&gt;Haiders große Erfolge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Seit Haider 1986 an die Spitze der damals liberal ausgerichteten FPÖ kam, konnte das &lt;q&gt;rechte Lager&lt;/q&gt; an Bedeutung gewinnen. Die Höhepunkte aus deren Sicht waren die Wahlerfolge bei den Nationalratswahlen im Jahr 1999 (27% für die Haider-FPÖ) und 2008 (18% für die Strache-FPÖ, 11% für das Haider-BZÖ). Zudem war Haider von 1989 bis 1991 sowie von 1999 bis zu seinem Tod Landeshauptmann von Kärnten, wo er besonders großen Zuspruch fand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es wäre jedoch ein Fehler, Jörg Haiders politisches Wirken und seine Erfolge auf seine kompromisslose Ausländerpolitik zu reduzieren. Denn die beiden ganz großen Erfolge verdankt Haider meiner Ansicht nach nicht der Ausländerpolitik, sondern der Ausrichtung als Protestpartei. Haider wetterte stets gegen verkrustete politische Strukturen, gegen den aufgebähten Verwaltungsapparat, und gegen abgehobene EU-Politik (an dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Haider beim Beitritt Österreichs zur EU zu den größten Befürwortern zählte). Sowohl 1999 als auch 2008 kam im Wählervotum der Frust über die große Koalition zum Ausdruck, die jeweils in den vorangegangen Jahren durch unnötige Streits nichts bewegen konnte.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="h4"&gt;Auswirkungen auf die Regierungsbildung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zwei Wochen nach der &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/osterreich/5/neuwahlen-in-osterreich"&gt;Nationalratswahl&lt;/a&gt;, welche einen Rechtsruck brachte, befindet sich Österreich ohnehin in einer heiklen innenpolitischen Phase. Da kommt der Tod von Jörg Haider in einem besonders ungünstigem Moment. Die Möglichkeiten zur &lt;a href="http://www.kurier.at/interaktiv/kommentare/210591.php"&gt;Regierungsbildung&lt;/a&gt; sind sowieso begrenzt: Eine große Koalition (welche die Protestparteien weiter stärken könnte), eine Dreierkoalition des Wahlverlierers ÖVP mit den Rechtsparteien FPÖ und BZÖ, oder eine Minderheitsregierung der SPÖ unter Duldung von Grünen und BZÖ waren die einzig realistischen Varianten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die alles entscheidende Person bei Regierungsvarianten abseits der großen Koalition: Dr. Jörg Haider. Er trat an, um eine Neuauflage der großen Koalition zu verhindern. Dafür war er für jede andere Regierungsvariante zu haben, dafür gab er sich zuletzt sogar gemäßigt, damit ihn alle Parteien als Partner akzeptieren könnten, wenn sie über seine Vergangenheit hinwegsehen. Doch Haiders BZÖ ist ohne dem Gründer Haider gesichtslos. Keiner weiß, wie es jetzt mit dieser Partei weitergehen wird. Von einer Wiedervereinigung mit der weitaus extremeren FPÖ über eine Entwicklung zu einer liberalen Partei nach dem Vorbild der deutschen FPD bis zum Versinken in der Bedeutungslosigkeit ist alles möglich. Doch aufgrund dieser Ungewissheit ist das BZÖ kaum ein zuverlässiger Partner &amp;mdash; womit eine Neuauflage der &lt;a href="http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/andreaskhol/399881/index.do"&gt;gescheiterten Großen Koalition&lt;/a&gt; näher rückt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch ein interessantes Detail am Rande: Mit Haiders Tod vollzieht sich in der österreichischen Parteienlandschaft der Generationenwechsel. Nach den Rücktritten von Gusenbauer (SPÖ-Parteiobmann von 2000 bis 2008), Van der Bellen (Bundessprecher der Grünen von 1997 bis 2008) und dem Tod Haiders (seit 1986 mit Unterbrechungen Parteiobmann von FPÖ bzw. BZÖ) ist jetzt Heinz-Christian Strache der längstdienende Bundesparteiobmann einer Parlamentspartei (FPÖ-Parteiobmann seit 2005).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Weitere Berichte, Reaktionen und Kommentare zum Unfalltod von Jörg Haider gibt es u.a. bei &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,583501,00.html"&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://neuwal.com/index.php/2008/10/11/zu-frueh-jorg-haider-ist-tot/"&gt;NEUWAL&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://feuerhaken.org/2008-10-11/joerg-haider-tot/"&gt;Feuerhaken&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.rigardi.org/?p=639"&gt;Rigardi&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.loub.at/?p=359"&gt;Gerhard W. Loub&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.readers-edition.de/2008/10/11/joerg-haiders-tod/"&gt;Readers Edition&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://polilog.wordpress.com/2008/10/11/jorg-haider-todlich-verungluckt/"&gt;Politik in Österreich&lt;/a&gt; und vielen anderen mehr ...&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/8MdV6n2gelk" height="1" width="1"/&gt;</description>
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			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
			<dc:date>2008-10-11T14:06:07+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Bayern: Der Tag nach der Wahl</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/D3rDhE0_GDk/bayern-nach-der-wahl</link>
			<description>&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/wahlergebnis-bayern-2008.png" alt="Wahlergebnis in Bayern 2008" class="rechts" /&gt;

&lt;p&gt;Da staunt der Fachmann und der Bayer wundert sich: Die CSU weit unter 50%, ja wo gibt&amp;#8217;s denn so was? Nun, seit letztem Sonntag im bayerischen Landtag! Dass es für die CSU diesmal nicht so wahnsinnig gut laufen würde, das war wohl allen klar (außer Beckstein und Huber vielleicht), aber mit solch einem Ergebnis hatten nicht einmal die pessimistischsten Meinungsforscher gerechnet. Und so ließen die Journalisten seit dem Wahlabend eine ganze Armada an Naturkatastrophen über unser schöne Bayernland hereinbrechen: Von Erdrutsch über Erdebeben bis hin zu einem Tsunami - alles war dabei und es schien, als sollte da der Untergang des christlichen Abendlandes geradezu herbeigeschrieben werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei ist es doch gar nicht so schlimm &amp;mdash; zumindest im Vergleich zum derzeitigen Kurssturz an den Aktienmärkten. Da hat es nämlich auch ganz ordentlich gerumpelt, und so manch einer meint, dies seien nur die ersten Vorboten des richtigen Gewitters. Bei der CSU dagegen ist das Auge des Orkansvermutlich schon vorbeigezogen und das Schlimmste &amp;#8211; sprich Beckstein, Huber und Hadertauer - scheint überstanden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es war ein Jahrhundertgewitter, oder zumindest ein Halbjahrhundertgewitter, denn gut 50 Jahre ist es her, dass die CSU ein ähnlich schlechtes Ergebnis eingefahren hat und erst zweimal in ihrer gesamten Geschichte stand das Wasser der CSU höher. Damals aber streckte dafür die SPD ihren Kopf aus dem Wasser, heute dagegen hat sie den Kopf aus Angst vor dem Donner nur umso tiefer eingezogen und ist nun völlig in den Fluten verschwunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dort unten ist sie dann einigen schon längst vergessen geglaubten Oppositionsleichen begegnet, die der Sturm wieder kurzzeitig nach oben gespült hatte. Auch einige neue Tiefseegründler, die sich Freie Wähler nennen, wurden aus weiter Ferne herbeigetrieben. Und schon glaubt sich die SPD in der Lage, alle zu einen und den gestutzten Riesen CSU gänzlich unterzutauchen. Dabei übersieht sie (vermutlich wegen des aufgewirbelten Schlamms in den Augen) nur, dass ihre Mitkonkurrenten, anstatt auf das Signal der Genossen zu hören und sich zum letzten Gefecht zu sammeln, eher immer weiter auseinander treiben. Somit wird es der CSU, sobald erst wieder ein Kopf auf ihren Schultern sitzt, ein Leichtes sein, auf einen der im Schlamm ziellos Umherrschwimmenden zu steigen und mit dieser kleinen Stützte wieder zu alter Größe emporzusteigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Kopf der CSU aber ist, wie gesagt, erstmal ab. Genauer gesagt: die &lt;em&gt;beiden&lt;/em&gt; Köpfe, die schon vor dem Sturm nur noch locker auf dem geschwächten Riesenkörper saßen, sind nun endgültig vom Rumpf gerissen worden, treiben derzeit noch ein wenig auf dem trüben Wasser umher, werden aber vermutlich schon bald darin versinken und dann mit all den anderen vom Sturm Aufgewirbelten als Sedimentschicht auf dem Boden der Tatsachen landen. Schlussendlich wird von ihnen nicht viel mehr bleiben als kleine Fossilien in der langen Ahnenhalle Bayerns. Geschadet haben dürfte diese radikale Operation der CSU aber nur kaum &amp;#8211; schließlich stinkt der Fisch, wie man so schön sagt, immer vom Kopf her &amp;#8211; und wenn der erstmal ab ist, dann ist der Rest vielleicht noch zu retten. Mit dem Umetikettieren von Gammelfleisch hat man in Bayern ja Erfahrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also sucht die CSU jetzt einen neuen Kopf und für das kommende Casting haben sich auch bereits 3 Kandidaten angemeldet. Die besten Chancen wird wohl jemand haben, der sich nicht so quer &lt;em&gt;gegen&lt;/em&gt; den Wind stellt, sondern sich immer schön wie ein Wetterhahn &lt;em&gt;mit&lt;/em&gt; dem Wind dreht. Und da hat Horst Seehofer natürlich bei weitem das beste Blatt. Denn mit Hähnen kennt sich unser Landwirtschaftsminister, der nebenbei auch gerne den Hahn im Korb spielt, sowieso aus und drehen kann der sich, dass man dank seiner Windkraft ein ganzes Atomkraftwerk einsparen könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit den Oppositionsparteien käme er auch prima aus: Mit Frau Paulis Ehe auf Zeit zum Beispiel könnte er sich sicher ohne Weiteres anfreunden. Und zeitlich begrenzt wird auch die noch zu bildende Koalition sein, denn sobald erst wieder Partei und Freistaat in Personalunion vereinigt sind, wird die CSU schnell wieder erstarken und erneut wie der Fels, auf den Bayern gebaut wurde, in der Brandung stehen, während die vielen Partikel, die der Sturm aufgewirbelt hat, sich nach und nach wieder absenken und in der Bedeutungslosigkeit versinken werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ist das ganze wohl eher kein Weltuntergang, sondern lediglich eine ordentliche &amp;#8222;Watschn&amp;#8220; g&amp;#8217;wesen die der Bayer seiner CSU da verpasst hat. Davon mag sie vorübergehend ein wenig angeschlagen, vielleicht sogar ein wenig niedergeschlagen sein, aber so eine kleine Rauferei zwischendurch gehört in Bayern eben zur Tradition wie&amp;#8217;s Rauchen und Saufen und wenn man sich da mal eine blutige Nase holt, dann wird das auch bald schon wieder verheilt sein&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/D3rDhE0_GDk" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/10/bayern-nach-der-wahl</guid>
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			<dc:date>2008-10-07T21:13:26+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Rush: Moving Pictures</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/HDFqyvLUQ-w/rush-moving-pictures</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.rush.com/"&gt;Rush&lt;/a&gt; ist eine kanadische Progressive-Rock-Band, die aus den drei Musikern Geddy Lee (Bass, Synthie, Gesang), Alex Lifeson (Gitarre) und Neil Peart (Schlagzeug) zusammengesetzt ist und 1968 gegründet worden ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Lieder sind durch häufigen Taktwechsel und Gitarrensoli geprägt, sowie der vor allem auf früheren Alben sehr grellen und kreischenden Stimme von Geddy Lee. Die Songtexte sind oftmals philosophisch gehalten, praktisch alle werden von Peart geschrieben. Rush ist eine auffallende Live-Band, die stets nur zu dritt spielt. So kommt es nicht selten vor, dass Lee Singt und gleichzeitig alle Hände voll zu damit zu tun hat, den Synthesizer und seinen Bass in einem Song zu spielen. Die besten Alben der Band entstanden nach Ansicht vieler in den Jahren 1978 bis 1981. Mir Permanent Waves, Hemispheres und Moving Pictures prägte sie die Progressiv-Szene massgeblich.&lt;/p&gt;

&lt;h2 class="h4"&gt;Moving Pictures&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Platte Moving Pictures, aus dem Jahr 1997, eröffnet mit dem bis heute wohl berühmtesten Song &lt;a href=" http://www.youtube.com/watch?v=9mF0wINF0wg"&gt;Tom Sawyer&lt;/a&gt;. Kurz nach dem schweren Start in den Song, durchflutet auch schon das erste rhythmisch sehr anspruchsvolle Solo die Gehörgänge: Wechsel von 13/16-Takt in einen 7/8 und wieder zurück, das ganze mit Punktierten und Triolen verfeinert. Die Stimme des einzigen Vokalisten der 3-Mann-Band liefert wie üblich fast kreischende Song-Phrasen die die Fans und Kritiker in Uneinigkeit derer Professionalität lassen. Im Songtext wird von einem modernen Tom Sawyer gesprochen, wobei man dazu natürlich die Geschichte &lt;a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Sawyers_Abenteuer"&gt;&lt;em&gt;The Adventures Of Tom Sawyer&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; kennen sollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das nächste Stück ist mit gute sechs Minuten relativ lange und heisst &lt;a href=" http://www.youtube.com/watch?v=Xe_csQvx0go"&gt;Red Barchetta.&lt;/a&gt;. Es handelt von einem Jungen, der mit dem roten Auto vom Typ Barchtta seines Onkels eine Spritztour unternimmt. Bis auf einen kleinen Interlude von ¾ und 4/4 Takten gibt&amp;#8217;s musikalisch nichts mehr, das sonderlich herausstechen könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Titel des nächsten Stückes ist auf den ersten Blick sehr sonderbar: &lt;a href=" http://www.youtube.com/watch?v=Xe_csQvx0go"&gt;YYZ&lt;/a&gt;. Auf den zweiten schon weniger. Dieses Stück wird von vielen Kritikern als bestes Instrumental-Stück aller Zeiten angesehen. Wem also die Stimme von Geddy Lee nicht gefällt, kann sich dieses Stück ruhig mal zu Gemüte führen &amp;#8230; Der Titel des Songs rührt vom &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IATA"&gt;IATA&lt;/a&gt;-Code von Toronto, der ebenfalls die Buchstaben YYZ trägt. Das Intro ist derart unverwechselbar, weil es schlicht die Morsefolge der Buchstaben ist: Y (- . - -), Y (- . - -), Z (- - . .) Dieser Sound in ein unförmiges 5/4-Raster gezwängt ergeben einen phänomenalen Startschuss in ein Lied, bei dem alle Instrumente, Gitarre, Bass und Schlagzeug gleichermassen zum Zug kommen. Die prächtig platzieren Fill-ins von Geddy&amp;#8217;s des öftern sogar verzerrten Basses, das orientalisch klingende Gitarren Solo Lifeson&amp;#8217;s und das rhythmisch perfekte Solo Peart&amp;#8217;s lassen das Herzen eines jeden Progressive-Rock-Fans, und manch&amp;#8217; anderem höher schlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fast sieben Minuten später beginnt &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=0mwiURyX2B4"&gt;Limelight&lt;/a&gt;, das wohl auf diesem Album am meisten kritisierte Werk. Es beinhaltet ruhige, sowie rockigere Parts, wovon auch wieder einer einem Gitarren-Solo gilt bei dem Alex Lifeson in einem Interview angab, dass es sein Lieblingssolo sei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=o92nUObIWBI"&gt;Tthe Camera Eye&lt;/a&gt; ist eines der längsten Stücke von Rush und dauert beinahe elf Minuten. Es ist geprägt von einem sehr langen Fade-in, respektive Intro und beinhaltet auch sonst viel Instrumentales. Bei etwa 8:52min ist ein kleines Easter-Egg eingebaut, wo man zwei NewYorker miteinander einige Worte austauschen hört, was auch in den Kontext der Lyrics passt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Vw4UAtKBfug "&gt;Witch Hunt&lt;/a&gt; ist der dritte Teil der Tetralogie namens &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fear_series"&gt;Fear&lt;/a&gt;, welche sich über mehrer Alben hinwegstreckt. Das Stimmengewirr am Anfang ist übrigens in Wirklichkeit Lärm, den sie während den Aufnahmen ausserhalb des Studios beim Trinken aufnahmen. 
Der letzte Songs der Platte, &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=e6DtVRm5m9A"&gt;Vital Signs&lt;/a&gt;, wurde durch einen eigenen ein wenig reggae-artigen Stil beeinflusst. Es enthält musikalisch keine grossen Höhepunkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;

&lt;h3 class="h4"&gt;Mein Resümee&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Mir gefällt das Album bis aufs I-Tüpfelchen. Beim Headbang kommt man doch immer wieder ins Schwitzen, weil man sich den schwierigen Rhythmen anpassen muss, die rockigen Sounds bleiben als Ohrenwurm zurück. Wenn man sich mal an die Vocals gewöhnt hat, erscheinen einem die ganzen Gesangsparts auch nicht wirklich &amp;#8222;nervend&amp;#8220;. Die Lyrics sind durch und durch spannend zum mitverfolgen und jeder Song ist eine Abwechslung zum nächsten. Eines der besten Alben von Rush, einer meiner Lieblingsbands.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/HDFqyvLUQ-w" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">musik/9/rush-moving-pictures</guid>
			<dc:creator>Stefan G.</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-30T12:25:09+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/musik/9/rush-moving-pictures</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>Wählen ab 16: Gerechtfertigte Skepsis?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/xwDyA7pOdg4/wahlrecht-jugendliche</link>
			<description>&lt;p&gt;Österreich ist das erste Land der Europäischen Union, in dem man mit dem vollendeten 16. Lebensjahr das Recht hat, nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf Bundesebene zu wählen. Somit ist ein Großteil der 180.000 Erstwähler, die am Sonntag bei den &lt;a href="http://jugendsprache.net/politik/osterreich/5/neuwahlen-in-osterreich"&gt;Neuwahlen in Österreich&lt;/a&gt; den zukünftigen Nationalrat mitbestimmen können, noch nicht 18 Jahre alt. Viele trauen dieser Wählerschicht, die nicht einmal ganz 2% aller Wahlberechtigten ausmacht, nicht zu, sich eine "richtige" eine Meinung bilden zu können. Zurecht?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den letzten Tagen konnte man viele Artikel in Zeitungen lesen, in denen Jugendliche selbst einmal dazu Stellung nahmen. &lt;q&gt;&lt;em&gt;Ich wähle HC-Strache, weil er ein echter Österreicher ist und sich super um uns kümmert würde&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; oder &lt;q&gt;&lt;em&gt;Ich wähle, was meine Mama wählt&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;. Am öftesten war von den Jugendlichen aber Folgendes zu hören: &lt;q&gt;&lt;em&gt;Ich bin gegen das Wahlrecht ab 16. Ich denke, dass man zu leicht manipulierbar ist.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im letzten Zitat ist wohl tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit verborgen. Hochjubelnd hören sich ganze Klassen im Informatik-Unterricht den Song &amp;#8220;Viva HC&amp;#8221; von Hans Christian Strache (der rechtspopulistischen FPÖ) an und denken danach, er sei die richtige Wahl für Österreich. Die Grünen punkten mit verteilten Kondomen, auf deren Packung &amp;#8220;grüner Abfangjäger&amp;#8221; steht. Zugegeben, originell sind beide Ideen. Aber darf man auf Grund dieser Aktionen eine Partei wählen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber vielleicht muss ja gar nicht immer so offensichtlich sein. Es reicht schon, wenn am Esstisch zu Hause der Vater 10 Minuten lang die angeblichen Vorteile der Österreichischen Volkspartei predigt oder die Mutter, wie oben geschrieben, sagt, was sie wählt und der Jugendliche macht das Kreuzchen an der gleichen Stelle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So rückt mehr denn je rückt eine Forderung in den Vordergrund, die es schon seit Jahren gibt: Ein Pflichtfach &amp;#8220;Politische Bildung&amp;#8221; an Schulen. Dafür fehlen jedoch die geeigneten Lehrkräfte, da es einer guten pädagogischen Ausbildung bedarf. Nun aber plötzlich im Wahlkampf fordern alle Jugendorganisationen der Parteien das Fach. Irgendwie unglaubwürdig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht hätte man es einfach nicht so überhastet angehen sollen. Wenn man weder eine politische Bildung an den Schulen einführt, noch versucht, Jugendliche für die Politik zu begeistern, darf man sich nicht wundern, wenn das daraus resultierende Ergebnis schlecht sein wird. Man versucht geradezu verzweifelt, der ins Nichtwählertum abziehenden Bevölkerung entgegenzuwirken, indem man den Jugendlichen einen schnellen Zugang gibt. Dieser ist jedoch sinnlos, wenn die Politik die Erstwähler verschreckt und viele schon gar nicht mehr der Thematik folgen können und im Endeffekt auch nicht wollen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So wirkt die Politik für viele einfach "weltfremd", wenn die Politiker in der TV-Diskussion erklären, warum unsere Zukunft dann und wann schrecklich aussehen wird, warum laut einer Partei Asylanten das Problem sind und wieso es den Menschen besser geht, wenn die Milch um 5 Cent billger wird (Vorschlag von SPÖ-Spitzenkandidat Faymann, die MwSt. auf Lebensmittel zu halbieren). Bildung, Studiengebühren, Arbeitsplätze für die Zukunft. Das interessiert Jugendliche. Doch statt dass eine Diskussion darum geführt wird, stimmt heute, Mittwoch, das Parlament über die Abschaffung der Studiengebühren ab, ohne dass die SchülerInnen wissen, ob das nun gut für sie sein wird oder nicht. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem all dieser negativen Aspekte darf nicht vergessen werden, dass sich auch ein großer Teil der Erstwähler sehr wohl eine ordentliche Meinung bilden wird. Nach dem Motto: In der Schule haben wird darüber geredet und im Freundeskreis diskutiert man weiter. Interesse ist durchaus gegeben.
Damit überrascht es auch nicht, dass ein großer Teil der Neuwähler plant, den Urnengang zu tätigen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Anteil jener, die sich eine eigene Meinung gebildet haben, die nicht auf einfachstem Populismus begründet ist, möglichst groß sein wird.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/xwDyA7pOdg4" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/8/wahlrecht-jugendliche</guid>
			<dc:creator>Michael</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-25T18:37:50+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Das Bayern-Duell</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/tZ5O8lizYv4/bayern-duell</link>
			<description>&lt;p&gt;Ein Duell, so definiert das zumindest &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Duell&amp;amp;oldid=50687308" rel="nofollow"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;, ist &lt;em&gt;&amp;#8222;ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln&amp;#8220;.&lt;/em&gt; Tradition wird in Bayern ja schon immer groß geschrieben und das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten gilt auch als große Ehre, also war es eigentlich nur konsequent, dass sich eine gute Woche vor der bayerischen Landtagswahl Ministerpräsident Günter Beckstein und Herausforderer Franz Maget  zu einem (TV-) Duell getroffen haben. &lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts blur small" style="width:200px;"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/beckstein.jpg" alt="Dr. Günther Beckstein bei einem Diskussionsabend des RCDS in Würzburg" /&gt;&lt;p&gt;Dr. Günther Beckstein bei einem Diskussionsabend in Würzburg; Fotograph: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:VisualBeo" rel="nofollow"&gt;VisualBeo&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ein großes Ereignis war diese &amp;#8222;Premiere für ganz Bayern&amp;#8220; für den Bayerischen Rundfunk und so hat sich zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr der Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens Sigmund Gottlieb (zu diesem später) persönlich mit den beiden Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten getroffen um mit diesen über eine breite Palette an Themen zu sprechen: die absolute Mehrheit der CSU, Wirtschaftspolitik und der Münchner Flughafen, soziale Gerechtigkeit und die Pendlerpauschale, Atomausstieg, Bildung, Innenpolitik und zum Schluss auch noch mögliche Koalitionen &amp;#8211; ein etwas sehr großes Themenspektrum für eine schlappe Dreiviertelstunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angefangen aber hat das Duell mit einem kurzen Statement beider Kandidaten und mit Ministerpräsident Beckstein, der mit seinem extrem wie ein schlechtes Schülerreferat anmutenden Vortrag schon einen guten Vorgeschmack auf die restlichen 45 Minuten gab. Wie auswendig gelernt leierte er in 1:20 fast ohne jede Betonung eine Potpourri der abgedroschensten CSU-Wahlkampfphrasen herunter, die sich auch einfach zusammenfassen ließen mit: Bayern ist spitze &amp;#8211; dank CSU! Auch im weiteren Verlauf gibt Beckstein kaum etwas anderes als heiße Luft von sich: Diese besteht insbesondere aus inhaltsleeren Zahlen (z.B. irgendwelche Durchschnittszahlen zu Klassenstärken, die jedoch nur bestätigen, dass die Klassen zu groß sind, was aber nicht so schlimm sei, da es ja Wahlunterricht gebe &amp;#8211; Hä?), dem konsequenten Ignorieren auch nur ansatzweise kritischer Fragen (wie die Frage nach der Endlagerung, die er einfach mit einem Verweis auf die Zuständigkeit des Bundes abtut) und dem Schönreden von CSU-Politik und Umfrageergebnissen. Nur kurzzeitig wird er wirklich emotional, als er keine Antwort auf die Frage weiß, wohin die CSU die neuen Atomkraftwerke bauen wolle, die unsere Energie Versorgung für die Zukunft sicher sollen. Statt darauf einzugehen bezeichnet er Franz Maget indirekt als jemanden, der entweder ein Verleumder sei oder nicht alle Tassen im Schrank habe &amp;#8211; welch&amp;#8217; hohe Rhetorik &amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die im Grunde nicht vorhandene Reaktion auf diese Provokation zeigt auch schon deutlich, wie sich der Herausforderer in diesem Duell geschlagen hat &amp;#8211; gar nicht nämlich! Der war so brav &amp;#8211; man hätte meinen können, wir hätten in Bayern auch schon eine große Koalition. Immerhin, so hat es zumindest den Anschein, war er deutlich besser vorbereitet als sein Konkurrent von der CSU und wusste zumindest zeitweise ein wenig Interesse beim Zuschauer zu wecken. Nichtsdestotrotz fehlten einfach echte Angriffe auf die CSU-Regierungen, obgleich deren mannigfaltiges Versagen in letzter Zeit (Landesbank, G8, Nichtraucherschutz, usw.) noch genug Angriffsziele geboten hätte  &amp;#8211; da hätte man gerade von einem Oppositionspolitiker schon etwas mehr erwarten können. Manchmal konnte man sich des Gefühls nicht erwehren, dass Franz Maget nach den Jahren auf der Oppositionsbank jedwedes Rebellentum aufgegeben hat. Besonders deutlich wurde dies, als Beckstein behauptete die SPD wolle die Grundschule abschaffen, und Magets sowieso schon kümmerlicher Protest gegen diese abwegige Behauptung vom Moderator einfach unterdrückt werden konnte. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Apropos Moderator: Eigentlich sollte man ja erwarten können, dass sich der Moderator in einer solchen Diskussion möglichst neutral verhält, und gerade beim Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens könnte man doch hoffen, dass dieser weiß, dass Objektivität eine der wichtigsten Tugenden eines jeden Journalisten ist. Umso enttäuschender war es, dass sich Sigmund Gottlieb nicht einmal die Mühe zu machen schien, die enge Verbindung des Bayerischen Rundfunks mit der Regierungspartei zu verbergen: Nicht nur dass die an Beckstein gerichteten Fragen fast durch die Bank deutlich weniger kritisch klangen als die an Franz Maget, er ließ auch jede noch so abwegige Behauptung des Ministerpräsidenten einfach so im Raum stehen und hackte  nicht einmal dann nach, wenn Fragen (wie die nach dem Sinn des Flughafenausbaus oder die nach der Endlagerung) einfach ignoriert wurden. Außerdem wurde dem CSU-Kandidaten, immer wenn er das wünschte, gestattet, noch "kurz mit einem Satz" (durften dann aber auch gerne mal 10 oder mehr sein) auf die Antwort seines Konkurrenten einzugehen, wogegen diesem das immer mit Verweis auf die kurze Sendezeit verwehrt wurde. Kurz, mit echtem Journalismus hatte das nur noch am Rande zu tun, und ich finde Sigmund Gottlieb sollte es besser seinem Kollegen Alex Dorow von der Rundschau nachtun und gleich zur CSU wechseln &amp;#8211; das wäre zumindest ehrlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nicht nur der Moderator, das ganze Sendekonzept war ziemlich eindeutig auf eine Bevorzugung der CSU ausgelegt: So war Franz Maget fast ausnahmslos derjenige, der zuerst gefragt wurde, womit Beckstein den Vorteil hatte auf die Vorwürfe des Herausforderers einzugehen, während dem SPDler im Verlauf der gesamten Sendung nur ganze zwei mal (!) dieser Vorteil zu Teil wurde. Gänzlich lächerlich wurde das Ganze zum Schluss noch dadurch, dass zwar auf die Sekunde genau die Redezeiten gestoppt worden waren, aus der Feststellung aber, dass Günter Beckstein 1:40 länger (immerhin ~10% mehr) geredet hatte als Franz Maget, keinerlei Konsequenzen gezogen wurden &amp;#8211; obwohl es doch ein Leichtes gewesen wäre, dem Benachteiligten als Ausgleich z.B. das Schlusswort zu überlassen. Was wohl passiert wäre, wenn Maget länger geredet hätte?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viel übrig bleibt von diesem Duell am Ende jedenfalls nicht, außer dem dumpfen Gefühl 45 Minuten des eigenen Lebens verschwendet zu haben. Zur Wahlentscheidung dürfte es wohl kaum beigetragen haben und ein echtes Duell war es schon gleich gar nicht. Denn das Wort als die gewählte Waffe war ganz sicher nicht tödlich &amp;#8211; nicht einmal potentiell, es sei denn es hätte jemanden zu Tode gelangweilt ...&lt;/p&gt;

&lt;P&gt;Wer das Duell trotzdem gerne "nachsehen" möchte kann dies auf der &lt;a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/landtagswahl-duell-video-ID1221749373236.xml"&gt;Seite des Bayerischen Rundfunks&lt;/a&gt; tun, deutlich hörenswerter wäre allerdings &lt;a href="http://www.stoibaer.de/maget-gegen-beckstein.html"&gt;die Zusammenfassung des Kabarettisten Erwin Pelzig&lt;/a&gt;, die ich bei Stoibär entdeckt habe.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/tZ5O8lizYv4" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/7/bayern-duell</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-23T20:56:49+02:00</dc:date>
		<feedburner:origLink>http://jugendsprache.net/politik/7/bayern-duell</feedburner:origLink></item>
		<item>
			<title>CSU - Wohin gehst du?</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/npF4G_O8d9A/csu</link>
			<description>&lt;p&gt;Landtagswahlen in Bayern sind normalerweise nicht wirklich von nennenswertem Interesse, schließlich kommt die seit über 50 Jahren allein regierende CSU schon &lt;a href="http://www.statistik.bayern.de/wahlen/lw/lt0gesst.htm"&gt;seit 1970 bei jeder Wahl konstant auf 50%+X&lt;/a&gt; und die einzig spannende Frage ist regelmäßig, ob die SPD die 5%-Hürde überspringen wird. Und als die Christsozialen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Bayern_2008#Ausgangssituation"&gt;2003 unter Stoiber sogar die &lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;/&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;-Mehrheit&lt;/a&gt; erlangten, schien das bayerische Einparteiensystem endgültig gefestigt.&lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts"&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/csu-krise.gif" alt="CSU" /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Doch jetzt kommt plötzlich alles anders: Stoibers 60%+X sind in weite Ferne gerückt und &lt;a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kontrovers/bayerntrend-juli-2008-DID1217499860676/bayerntrend-landtagswahl-sonntagsfrage-ID1217489307959.xml"&gt;jetzt ist sogar die absolute Mehrheit in Gefahr&lt;/a&gt;, und es scheint bereits denkbar, dass die CSU nach den Landtagswahlen im September nur noch in einer Koalition regieren könnte. Was für normale Parteien immer noch ein großartiger Erfolg wäre, wäre für die CSU ein Katastrophe: Die Regierungsbänke mit irgendwelchen dahergelaufenen FDPlern teilen zu müssen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber wie konnte es überhaupt soweit kommen? Nun die Antwort ist schnell gegeben: Wildbad Kreuth, Januar 2007, Stoibers Sturz! Seit dem sind auch die Umfrageergebnisse der CSU immer weiter abgestürzt und das Tandem Huber-Beckstein rollt scheinbar unaufhaltsam abwärts. Das ist auch kein Wunder, schließlich muss man auf einem Fahrrad auch kräftig treten um bergauf zu kommen. Aber wie das bei einem Tandem so ist, lehnen sich beide zurück in der Meinung, der andere werde die Arbeit schon machen &amp;#8211; &lt;strong&gt;so&lt;/strong&gt; kommt man aber selbstverständlich nie voran (außer natürlich es geht bergab). Um die CSU noch zu retten, müssten die beiden also endlich mal anfangen zu treten &amp;#8211; und zwar &lt;strong&gt;zurück!&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Kabarettist Urban Priol hat es in der Anstalt &lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/465160"&gt;(Video)&lt;/a&gt; einmal folgendermaßen ausgedrückt, womit er meiner Meing nach völlig Recht hat:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Jahre lang war das so klar: Du konntest an Besenstiel hinstellen oder eine Mülltonne - sie kriegen bei der Wahl immer 60% plus X!
Dann hat irgendeiner den Fehler gemacht und hat Besenstiel und Mülltonne durch Beckstein und Huber ersetzt... &lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt; Mochte der bayerische Wähler sich noch so sehr über die Politik der Staatsregierung aufregen und mochte die CSU noch so viele Fehler gemacht haben, kaum stand die Wahl an, hat er ihr alles wieder verziehen und sein Kreuz wie jedes Mal an der richtigen Stelle gemacht. Da konnte die Opposition machen, was sie wollte, ihre Chancen an die Regierung zu kommen waren genauso groß, wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Theresienwiese beim nächsten Oktoberfest zur alkoholfreien Zone erklärt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber all das, was die Opposition in mehr als einem halben Jahrhundert nicht geschafft hat, das haben Beckstein und Huber jetzt in knappen zwei Jahren erreicht: Sogar an den bayerischen Stammtischen wird schon auf die CSU geschimpft, vor allem dann, wenn man wieder mal aufstehen muss um raus zum Rauchen zu gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Rauchverbot ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie es dem Duovirat gelingt alle Seiten gegen sich aufzubringen. Zuerst die Raucher, weil sie ihnen das Rauchen mit dem "strengsten Rauchverbot Deutschlands" fast komplett verbieten, dann die Nichtraucher, weil diese dank der aufgrund irgendwelcher obskurer Ausnahmeregelungen überall aus dem Nichts (oder besser aus dem blauen Dunst) entstehenden Raucherclubs überhaupt nicht mehr Essen gehen können, und schließlich noch alle zusammen, indem sie es jetzt doch wieder irgendwie anders oder zumindest mit mehr Ausnahmen oder am besten gar nichts regeln wollen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So etwas hätte es unter Stoiber oder Strauß auch nicht gegeben: Eingestehen, dass man einen Fehler gemacht hat und eigene Entscheidungen rückgängig machen. Früher hätte man einfach eine Wahlperiode gewartet und dann die Korrektur als großartige Reform gefeiert. Aber unser fränkisch-niederbayerisches Chaosduo ist ja fast nur noch damit beschäftigt, Korrekturen vorzunehmen, Maßnahmen zurückzunehmen und Fehler einzugestehen. Rauchverbot, Büchergeld, Landesbank, &amp;#8230; kaum hat der eine eine Entscheidung verkündet, macht sie der andere schon wieder rückgängig.
Und das ist etwas, was der Bayer gar nicht mag, wenn sein Weltbild einer unfehlbaren CSU ins Wanken gerät. Denn wenn man sich auf die eh nicht mehr verlassen kann, dann kann man ja auch gleich eine andere Partei wählen. 
Jetzt nicht unbedingt die SPD, das wäre dann doch etwas zu gewagt. Und so können die Genossen von der Schwäche der Konservativen auch nicht wirklich profitieren und &lt;a href="http://www.infratest-dimap.de/?id=149"&gt;stecken weiterhin bei knapp über 20% fest&lt;/a&gt;. Nein, links wählt der Bayer nicht einmal in der größten Not, aber praktischer Weise gibt es in Bayern noch die Freien Wähler: Die haben den Vorteil, dass sie im Prinzip das gleiche sind wie die CSU, nur halt anders heißen &amp;#8211; so kann man die Schwarzen abstrafen und gleichzeitig genauso wählen wie schon immer (und das ist schließlich das Wichtigste für einen Bayern).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass man die da von den Freien noch gar nicht kennt, ist diesmal auch nicht so schlimm, denn die CSU-Oberen sind mittlerweile auch schon fast alle durch irgendwelche gesichtslosen Niemande ersetzt worden, die kein Mensch mehr kennt, ja die noch nicht einmal je etwas geleistet haben (nicht auch nur den kleinsten Skandal haben die in ihrem Leben zustande gebracht). Die alte Regierung ist im Exil in Brüssel (Edmund Stoiber) und Berlin (Michael Glos), hat irgendwelche Ministerien ohne Geschäftsbereich bekommen, wie der bayerische (!) Europaminister (Markus Söder) oder Wissenschaftsminister (Thomas Goppel), der eigentlich nur noch für die Hochschulen zuständig ist, die sich aber sowieso selbst verwalten, oder ist gleich in die Wirtschaft gewechselt (Otto Wiesheu). Und so wird Bayern jetzt von einer Riege aus No-Name-Produkten regiert, die, wenn man überhaupt mal was von ihnen hört, nur lauwarme Luft von sich geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unwissenheit ist aber vielleicht auch die letzte Hoffnung der CSU; nämlich dass viele Wähler nach den Jahrzehnten der CSU-Alleinherrschaft gar nicht mehr wissen, dass es noch andere Parteien gibt, dass es auch nach der Liste 1 noch Möglichkeiten gibt sein Kreuz zu machen. Und so wird vermutlich auch nach dem 28. September weiterhin eine, zwar geschwächte, aber immer noch regierende CSU im Maximilianeum sitzen &amp;#8230; und sitzen und sitzen und warten und &amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/npF4G_O8d9A" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/6/csu</guid>
			<dc:creator>Rumo</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-20T15:54:51+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Neuwahlen in Österreich</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/U0_4KnM7WyA/neuwahlen-in-osterreich</link>
			<description>&lt;p&gt;Nach sieben Jahren in einer Regierungskoalition mit der FPÖ bzw. dem BZÖ musste die regierende ÖVP bei der österreichischen Nationalratswahl im Jahr 2006 eine bittere Wahlniederlage einstecken. Im Jahr 2002 wurde sie mit 42,3% noch stärkste Kraft im Bund, 2006 &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Legislative-elections-AUT.png&amp;amp;filetimestamp=20070109092233" rel="nofollow"&gt;rutschte&lt;/a&gt; sie dann mit 34,3%  auf Platz 2 hinter der SPÖ.  Ein überraschendes Ergebnis; sämtliche Meinungsumfragen vor der Wahl hatten der Österreichischen Volkspartei die relative Mehrheit prognostiziert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Votum der Wähler setzte die Führungsriege der ÖVP mit einer Majestätsbeleidigung gleich. Die Bereitschaft der Volkspartei den Juniorpartner für die wieder erstarkte SPÖ zu spielen war von Anfang an gering. Die Wahlarithmetik ließ aber keine anderen realpolitisch  machbaren Koalitionen zu, und eine riskante Neuwahl wollte die ÖVP dann doch nicht provozieren. Doch  anstatt die Führungsriege komplett auszutauschen, wurde Parteiobmann Schüssel lediglich zum Klubobmann umfunktioniert, und seine rechte Hand Wilhelm Molterer als neuer Parteiobmann installiert. Auch dessen Kooperations-Bereitschaft war gering, er wird heute noch mit den &lt;a href="http://bedenkebedacht.myblog.de/bedenkebedacht/art/5832575"&gt;Worten&lt;/a&gt; &lt;q&gt;&lt;em&gt;Wir haben [...] einen roten Bundeskanzler. Dieser Fehler muss korrigiert werden, liebe freunde&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; zitiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch die SPÖ konnte ihr eigenes Glück nicht fassen. Parteiobmann Alfred Gusenbauer stand überraschenderweise unmittelbar davor, seinen &amp;#8222;Sandkastentraum&amp;#8220; Bundeskanzler zu verwirklichen. Doch die ÖVP bockte, und wollte - wie bereits erläutert - Gusenbauer nicht so recht zum Kanzler machen. In der SPÖ wusste man, dass die einzige Alternative eine Minderheitsregierung gewesen wäre, die aber nicht lange überlegt hätte. Und so kam es, dass man der ÖVP zahlreiche Zugeständnisse machte, um die Braut doch noch zu erweichen: Erstmals in der österreichischen Nachkriegsgeschichte war der Posten des Finanzministers nicht in der Hand der größeren Partei. Zudem erhielt die ÖVP die Schlüsselressorts Innenministerium, Außenministerium und Wirtschaftsministerium. Für die SPÖ blieben neben zahlreichen &amp;#8222;kleinen&amp;#8220; Ministerien nur noch das Bundeskanzleramt und das Sozialministerium.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch bei der Veröffentlichung des Regierungsprogramms konnte man den Eindruck gewinnen, dass die ÖVP die stärkste Partei in Österreich sei. Zwei zentrale Wahlversprechen, die Abschaffung der Studiengebühren und die Stornierung des umstrittenen Eurofighter-Kaufs, mussten von der SPÖ aufgeben werden. Die &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,459307,00.html"&gt;gebrochenen Wahlversprechen&lt;/a&gt; sind den Österreichern bis heute im kollektiven Gedächtnis hängen geblieben. Während der gesamten Regierungsperiode, die nicht einmal zwei Jahre halten sollte, erweckte die ÖVP den Eindruck, dass sie der SPÖ keinerlei Erfolg vergönnen möchte. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die logische Folge: Die Sozialistische Partei Österreichs verlor in den Sonntagsumfragen stetig an Boden. Wegen der schlechten Werte wurde Kritik aus der eigenen Partei laut, die Kritik schadete Gusenbauer, und die Umfragewerte sanken weiter. Eine Spirale nach unten. Schlussendlich wurde Gusenbauers Abmontage vorbereitet und &amp;#8222;Regierungskoordinator&amp;#8220; &lt;a href="http://www.kurier.at/nachrichten/195852.php"&gt;Werner Faymann&lt;/a&gt; als neuer Parteiobmann der SPÖ in Position gebracht. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der designierte Parteiobmann verdankte seinen Aufstieg jedoch nicht den Parteigenossen, sondern den Medien. Faymann hat &lt;a href="http://weltbeobachterin.blog.de/2008/08/18/informationspolitik-ala-fay-4606645"&gt;hervorragende Kontakte&lt;/a&gt; zu Krone-Herausgeber Hans Dichand; die beiden sollen sogar schon mehrmals gemeinsam auf Urlaub gewesen sein. Dichands Kronen-Zeitung hat eine weltweit einmalige Reichweite von rund 50%. Eine Position, die Dichand für Kampagnen-Journalismus zu nutzen weiß. Auch andere reichweitenstarke Tageszeitungen wie das Gratisblatt &amp;#8222;heute&amp;#8220; und das junge Medium &amp;#8222;Österreich&amp;#8220; waren Faymann auffallend zuvorkommend gesinnt. Bis dahin war es in Österreich (etwa im Gegensatz zu den USA) ungewöhnlich, sich so vehement für eine Partei stark zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine der langjährigen Kampagnen der Kronen-Zeitung richtet sich gegen die Europäische Union. Tagtäglich wird hier mit meist einseitiger Berichterstattung eine negative Stimmung erzeugt. Vor allem gegen den EU-Reformvertrag wird bis heute gewettert, obwohl dieser bereits durch das negative Votum der Iren auf Eis liegt. Und so munkelt man, dass Dichand dem Herrn Faymann versprochen haben soll, er würde ihm zum Kanzler schreiben, wenn er eine Volksabstimmung zu künftigen Reformverträgen und dem eventuellen Beitritt der Türkei versprochen würde. Faymann stieg auf den fragwürdigen Deal offensichtlich ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von einem Tag auf den anderen änderte die SPÖ ihre bis dahin europafreundliche Parteilinie. Die Pikanterie an der Angelegenheit: Dieser Schwenk der SPÖ wurde ausgerechnet in einem &lt;a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3393035"&gt;Leserbrief an die Krone&lt;/a&gt; bekannt gemacht, unterzeichnet von Faymann und dem Noch-Parteiobmann Gusenbauer. Eine große österreichische Partei hat sich mit dem größten österreichischen Printmedium ins Bett gelegt. Die ÖVP, starke Befürworterin der EU, nahm diesen &lt;q&gt;&lt;em&gt;Bruch der bisherigen SPÖ-Linie zur europäischen Integration&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; als willkommenen Anlass, um die Koalition für beendet zu erklären (Molterer am 7. Juli 2008: &amp;#8222;Es reicht!&amp;#8220;) und gleichzeitig der SPÖ die Schuld in die Schuhe zu schieben. Der Zeitpunkt war günstig gewählt, die ÖVP führte zu diesem Zeitpunkt in den Meinungsumfragen deutlich. Der verschmähte Kanzler Gusenbauer verzichtete auf eine nochmalige Kandidatur, Faymann wurde auch formal Spitzenkandidat und Parteiobmann der Sozialdemokraten. Für eine Suche nach personellen Alternativen war vor der Wahl keine Zeit mehr. Auch wenn es unter vorgehaltener Hand kritische Stimmen gab, sah man die dadurch gewonnene Medienunterstützung in Anbetracht der Umfragewerte als Rettungsanker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 28. September 2008 wird gewählt. Zwei Wochen davor befinden wir uns in der heißen Phase des österreichischen Wahlkampfes. Werner Faymann wird in &amp;#8222;Krone&amp;#8220; und &amp;#8222;Österreich&amp;#8220; weiterhin mit unglaublicher Penetranz als Messias verkauft. Im Parlament regiert das Spiel der freien Mehrheiten. Am 24. September 2004 will die SPÖ noch vor der Wahl sündteure &lt;a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/340072/index.do"&gt;Wahlzuckerl&lt;/a&gt; beschließen, die das Budget ohne Gegenfinanzierung nicht verkraften würde und von sämtlichen unabhängigen Wirtschaftsforschern kritisiert wird. Medienwirksamer Aktionismus statt zukunftsorientierter Politik ist dank Faymann und Krone angesagt. Und viele Österreicher(innen) werden dieses Verhalten wohl belohnen &amp;#8211; die Sozialdemokraten liegen &lt;a href="http://neuwal.com/index.php/aktuelle-wahlumfragen/"&gt;in aktuellen Umfragen&lt;/a&gt; wieder vor der Volkspartei, welche unter Führung des Vizekanzlers Wilhelm Molterer ausgesprochen farblos agiert. Am Ende wird es wahrscheinlich eine Neuauflage der großen Koalitionen zwischen ÖVP und SPÖ mit geben, obwohl beide Parteien im Vergleich zu 2006 verlieren werden. Nur das Personal wird teilweise ausgewechselt. Irgendwann wird auch diese Neuauflage scheitern, und die Rechtspopulisten dürfen sich die Hände reiben. Denn dann könnten sie im Rennen um Platz 1 vorne mitmischen. Armes Österreich.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/U0_4KnM7WyA" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/osterreich/5/neuwahlen-in-osterreich</guid>
			<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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			<title>Privat statt Staat: Der Bahn-Börsengang und seine Folgen</title>
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			<description>&lt;blockquote&gt;Der Bund ist - ich will es mal lieb ausdrücken - in Geldnot. Deshalb sagen wir: Hey, Bund, verkauf einen Teil deines Vermögens, damit wir uns frisches Kapital aus dem Markt holen können - zum Wohle von Kunden und Steuerzahlern.&lt;/blockquote&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Bahnchef Hartmut Mehdorn in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin »Stern«.&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die Privatisierung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bahn" rel="nofollow"&gt;Bahn&lt;/a&gt; ist in Deutschland seit jeher ein heiß diskutiertes Thema. Befürworter und Gegner streiten sich vom privaten Kreise bis hin zur politischen Bühne um den &lt;a href="http://www.zeit.de/2005/49/Verkehrspolitik"&gt;Börsengang der Bahn&lt;/a&gt;. Und jeder Unfall, und jede Preiserhöhung liefert neuen Zündstoff für eine Diskussion, die weitreichender ist als mancher glaubt ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die als &amp;#8222;Bahnreform&amp;#8220; bezeichneten Gesetze sind beim Bürger zumeist nur im Bezug auf die Privatisierung der ehemaligen Bundesbahn bekannt. Doch die Privatisierung begann nicht erst 2008, sondern wurde bereits 1994 mit der Fusion der Deutschen Bundesbahn &amp;#8222;DB&amp;#8220; (BRD) und der Deutschen Reichsbahn &amp;#8222;DR&amp;#8220; (DDR) und deren Umwandlung in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft zur &amp;#8222;Deutschen Bahn AG&amp;#8220; eingeläutet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit jenem Tag gliedert sich das Unternehmen in viele Teilbereiche: DB Fernverkehr AG (Im Besitz der IC und der ICE-Züge, Vermarktung und Durchführung des Fernverkehrs), DB Regio AG (Im Besitz aller Regionalzüge und S-Bahnen, Zuständig für Vermarktung und Durchführung des Regionalverkehrs in den Bundesländern sowie zuständig für S-Bahn Verkehr in Großstädten), DB Netz AG (Streckennetz, Streckenausstattung wie Oberleitung und Signale, Schaltstellen), DB Station &amp; Service (Bahnhöfe, DB Sicherheit) und Railion (Gütervekhr). Hinzu kommen Tochterunternehmen der übergeordneten Bereiche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Zuge der Diskussion um die Privatisierung wurde überlegt, einen oder mehrere dieser Teilbereiche zu privatisieren (d.h. Aktien der Gesellschaften anzubieten), weshalb man stets von Teilprivatisierung spricht. Nachdem die Bundesregierung seit 1994 verschiedene Modelle entwicklet hatte, wurde im April 2008 das sogenannte &lt;a href="http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/argumente/holding-modell.php"&gt;Holding-Modell&lt;/a&gt; verabschiedet.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Wir sagen: Lieber Aktionär, wenn du uns kaufst, garantieren wir dir, dass du die marktüblichen Zinsen bekommst plus einen Schnaps drauf.&lt;/blockquote&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Hartmut Mehdorn&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Es sieht vor, die Deutsche Bahn mit ihren 4 Haupt- und dutzenden Unterbereichen in 2 Kategorien zu gliedern: Die Deutsche Bahn AG (Netz, Bahnhöfe, Energie,...) und DB Mobility Logistics AG (Regionalverkehr inkl. S-Bahnen, Fernverkehr und Güterverkehr).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;24,5% der Aktienanteile an der DB Mobility Logistics AG werden dabei dem freien Handel an der Börse zur Verfügung gestellt, während die restlichen 75,5% an der DB Mobility Logistics sowie 100% der Bereiche Netz, Bahnhöfe und Energie beim Bund verbleiben.
Der Erlös des Börsengangs soll zu je einem Drittel ins Kapital der DB, in den Haushalt des Bundes und in die Erneuerung der Infrastruktur fließen.
24,5% Der Anteile an den wichtigsten Sparten (Güter, Nah und Fernverkehr) der DB sollen also veräußert werden. Das klingt nicht viel. Doch die Spaltung in 3 Bereiche, nämlich staatlicher Verkehrsanteil von 75,5%, privatem Anteil von 24,5% und dem Verbleib der Bahnhöfe, Energie GmbH und Netze ist kompliziert und bürokratisch.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Es gibt immer sieben Wege zum Ziel. Aber der Börsengang ist der beste.&lt;/blockquote&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Hartmut Mehdorn, Deutsche Bahn AG. Mehdorn auf die Frage, ob ein Börsengang für die Kapitalbeschaffung zwingend sei. Interview mit dem »Stern«, 07/2006.&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Aber der Börsengang hat eine für uns als Kunden eine höhere Dimension: Wer Aktien verkaufen und die Kurse steigen lassen will, der muss am Parkett eine gute Bilanz &amp;#8211; sprich Gewinne und noch mehr Gewinne vorweisen. 2007 erwirtschaftete die DB etwa 1 Milliarde Euro Reingewinn. Doch wie macht man hohe Gewinne? &lt;/p&gt;

&lt;div class="rechts small blur" style="width:210px; padding-left:2em;"&gt;&lt;p&gt;&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/technik/ice.jpg" alt="ICE Zug" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei den Zügen müsste gespart werden. Originalfoto: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:ICE_3_Oberhaider-Wald-Tunnel.jpg" rel="nofollow"&gt;Sebastian Terfloth&lt;/a&gt;, lizenziert unter Creative Commons SA-3.0.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Möglichkeit 1: Über Kosteneinsparungen. Sprich, Verringerung des Personals im Bereich Reinigung, Service-Points und Ticketcenter sowie harte Lohnpolitik (hierbei sei an den fast 1 jährigen Konflikt zwischen GDL und Bahn erinnert).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine weitere Möglichkeit zur Kosteneinsparung ist, notwendige Investitionen aufzuschieben. Bedeutet, im Regionalverkehr altes Zugmaterial zum Einsatz zu bringen (ich fuhr unlängst mit einem Zug der mit offener Tür verkehrte) und Wartungsintervalle zu verkürzen. Hier sei die Inspektionsverlängerung der ICE3 Flotte von anfänglich alle 60.000 Kilometer auf 300.000 Kilometer genannt, oder die Weigerung das Achsproblem bei den Mehrsystemfähigen ICE3 ohne Klos zu sperren zu lösen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Möglichkeit 2: Preiserhöhungen. Fast jedes Jahr zum Fahrplanwechsel gibt die Bahn neue Preiserhöhungen bekannt. Dieses Jahr durchschnittlich 3,1% mehr pro Ticket. Preiserhöhungen sind für Gewinnerhöhung unerlässlich. Wer es in seiner Geldbörse merkt sind dann die Kunden. Teuerung sind aber auch insofern kontraproduktiv, da es der Verlagerung des Verkehrs auf die umweltfreundlichere Schiene sicherlich nicht dienlich ist.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;Wir können, wollen und müssen an den Kapitalmarkt.&lt;/blockquote&gt;
&lt;div class="zitatquelle"&gt;Hartmut Mehdorn, Deutsche Bahn AG. Mehdorn auf der Bilanzpressekonferenz im März 2007.&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ein Börsengang kann aber noch weitreichendere Folgen haben. Ganz abseits der Heuschrecken. Eine privatisierte Bahn gehört vielen. Deswegen entscheiden viele. In England führte die Privatisierung der Staatsbahn dazu, dass in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Unternehmen aus der ehemaligen Großbahn entstanden. Diese stimmten untereinander weder Fahrzeiten noch Verkehrsplanung ab. Mobilitätsverlust des Kunden und Unfälle waren die Folge. Teilweise verkehrten irrentable Züge nach Wales oder Schottland plötzlich nicht mehr, weshalb die englische Eisenbahn vom Rest der Insel abgeschnitten war. Der Rückkauf durch das Unterhaus zur ehemaligen Staatsbahn kostete Unsummen und ist noch ncith beendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Folgen könnten in Deutschland ähnliche sein; ganz zu schweigen vom weiteren Serviceabbau, mangelnder Sicherheit durch schleifende Wartung und geringe Investition zwecks Gewinnmaximierung. Dem gegenüber stehen eher bescheidene Vorteile einer Privatisierung:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Könnte der Bund durch den Börsengang Schuldenabbau betreiben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Könnte die Bahn neues Kapital zur Re-Ivestition in den Fuhrpark und das Netz erwirtschaften.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kann jeder Bundesbürger, sofern er das will, zumindest theoretisch an der Bahn teilhaben.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Auswirkungen bemerkt man schon jetzt, ohne dass nur eine Aktie gehandlet wurde: Verlängerung der Wartugsintervalle &amp;mdash; Folge war ein &lt;a href="http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/ice-achsbruch.php"&gt;Achsbruch&lt;/a&gt; eines mit bis zu 300km/h verkehrenden ICE im Kölner Hauptbahnhof, weniger Service &amp;#8211; Preiserhöhungen. Trotzdem ist die Teilprivatisierung beschlossen. Gegen den willen von fast 70% der Bundesbürger, wie erst vor kurzem eine Umfrage belegte. Wenn all dies schon jetzt bemerkbar ist, was passiert dann nach Börsengang? Wir dürfen gespannt sein ...&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/8OlhRDpdxfU" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/4/bahn-borsengang</guid>
			<dc:creator>Raphael</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-12T11:47:02+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Die SPD in der Krise</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/FqKInRiAXGA/spd-in-der-krise</link>
			<description>&lt;p&gt;Früher war die SPD eine große Volkspartei &amp;mdash; groß ist sie aber schon länger nicht mehr, vom Volk ist auch nicht mehr so viel übrig und wenn sich nicht bald etwas ändert, dann geht die Partei bald auch noch Rente. In den Umfragen erklimmen die Genossen immer neue Tiefstpunkte und wenn Kurt Beck  demnächst &lt;a href="#produkte"&gt;seine Biografie&lt;/a&gt;  veröffentlicht, sollte er sie eigentlich &lt;q&gt;&lt;em&gt;Reise zum Tiefpunkt der Umfragen&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; nennen. Zumindest hat er jetzt mehr Zeit zum schreiben, schließlich ist er gerade noch zurückgetreten, bevor er von seinen Parteifreunden zurück getreten wurde. Ob das allein aber schon die Rettung für die SPD ist?&lt;/p&gt;

&lt;img src="http://jugendsprache.net/images/inhalte/politik/spd-krise.png" alt="SPD in der Krise" class="rechts" /&gt; 

&lt;p&gt;Im Moment ist kurzfristiges Aufatmen angesagt: &lt;a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/deutschlandtrend398_mtb-1_pos-3.html"&gt;In den neuesten Umfragen&lt;/a&gt; erhält sie 2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat August &amp;#8211; das sind dann insgesamt schon 26%, also doppelt so viel wie die Linkspartei und nur schlappe 10 Prozentpunkte hinter der CDU. Wie es andere ausdrücken: &lt;a href="http://blog.fdog.org/2008/09/09/der-steiger-kommt-wieder-und-die-pfalzer-leberwurst-geht/"&gt;Der Implosionsprozess hat eine Atempause eingelegt&lt;/a&gt;. Auf Landesebene sieht es nicht ganz so rosig aus: In Hessen zum Beispiel hat die SPD fast 9 Prozentpunkte verloren, aber das ist kein Grund zur Besorgnis, denn mit 28% steht sie ja immer noch weit über dem Bundesdurchschnitt. So schlecht sieht es also gar nicht einmal aus. Zumindest, wenn man daran denkt, dass die Lage der SPD bereits schlechter war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von einer &lt;em&gt;Volk&lt;/em&gt;spartei kann man bei den Roten aber kaum noch sprechen, denn vom Volk ist da nicht mehr viel zu sehen. Nicht, dass es den Schwarzen jetzt so viel besser ginge &amp;mdash; zusammen kämen die beiden Parteien der so genannten Großen Koalition nur noch auf 62% (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Landtagswahl_in_Bayern_2003&amp;amp;oldid=50027531" rel="nofollow"&gt;die CSU hat im bayerischen Landtag alleine fast ebenso viel&lt;/a&gt;) &amp;mdash; aber auch wenn es den Konservativen nicht so gut geht, den Genossen geht es immer noch ein Stückchen schlechter. So hat die SPD mittlerweile erstmals seit der Gründung der Bundesrepublik &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/901/303880/text"&gt;weniger Mitglieder als die CDU&lt;/a&gt; &amp;mdash; nicht mehr viel da also, vom Volk in dieser Partei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wäre Politik Fußball und die SPD ein Fußballverein, hätte Kurt Beck schon viel früher seinen Hut nehmen und sein Amt an den Nagel hängen müssen. Aber im Gegensatz zum Fußball, wo es nie ein Problem ist einen neuen Trainer zu finden, hatte die SPD keine Wahl: Nachdem Schröder, Müntefering und Platzeck in immer schneller werdender Folge das Handtuch geworfen hatten, war Beck wohl der Letzte, der noch da war. Und seit er das Steuer übernommen hatte, war die SPD führerlos und fuhr im Zickzackkurs von einem Stimmungstief zum nächsten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei der politischen Positionierung hat es die SPD aber wirklich nicht einfach. Möchte sie nach rechts in die von Schröder für seine Partei beanspruchte Mitte, steht da schon die Merkel und ruft: &lt;q&gt;&lt;em&gt;Ätsch, ich bin schon längst da &amp;mdash; ich bin die Mitte und die Mitte ist hier&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;. Möchte sie dann wieder nach links steht der Lafontaine schon da und ruft: &lt;q&gt;&lt;em&gt;Ätsch, ich bin schon da &amp;mdash; &lt;strong&gt;wir&lt;/strong&gt; sind die wahren Sozialdemokraten!&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;. Und so hetzt die SPD wie der Hase im Märchen &lt;q&gt;Der Hase und der Igel&lt;/q&gt; hin und zurück, findet jeden Platz immer schon besetzt und wird wenn sie so weiter macht irgendwann tot in der Mitte zusammenbrechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da möchte man ja eigentlich meinen, dass jemand wie Kurt Beck, die personifizierte Ruhepause, gerade der Richtige gewesen wäre, aber das exakte Gegenteil war der Fall. Vielleicht ist es gerade diese vollkommene Ruhe, die da in der Mitte der SPD stand, die die Genossen immer wieder dazu brachte sich in Bewegung setzen zu wollen, und entweder nach Rechts oder Links aus diesem vollkommenen Stillstand auszubrechen. Und so kreiste die SPD immer schneller werdend um ihren Schwerpunkt, wie ein Körper um ein schwarzes Loch kreist, das ihn immer näher anzieht und in dem die Zeit vollkommen still steht. Da war es eigentlich nur konsequent, dass es irgendwann zur Kollision kommen musste, dass irgendwann der große Knall kommt. In diesem Fall nun war es Kurt Beck, der den Kürzeren bei diesem Zusammenstoß gezogen hat, und &lt;a href="http://tagesthemen.de/inland/spd370.html"&gt;der jetzt grade noch gegangen ist&lt;/a&gt;, bevor er gegangen wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurt Beck ist dieser Schritt sicherlich nicht leicht gefallen, schließlich geht er in eine ungewisse Zukunft. Zwar ist er noch Ministerpräsident im schönen Rheinlandpfalz, wo er sogar &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinlandpfalz#Landtagswahlen"&gt;mit absoluter Mehrheit&lt;/a&gt;  regieren kann, aber auch hier ist der Beck-Faktor voll auf die SPD durchgeschlagen und so sind auch die Pfälzer Genossen schon &lt;a href="http://www.infratest-dimap.de/?id=163"&gt;weit hinter die CDU zurückgefallen&lt;/a&gt;. Für die SPD dagegen war der Schritt deutlich leichter &amp;mdash; denn wo bislang mangels Alternative mit Beck Vorlieb nehmen, ist jetzt völlig unerwarteten ein neuer Stern aufgegangen über dem Willy-Brandt-Haus: Franz Müntefering, der tot geglaubte, ist wieder auferstanden und wird von der SPD nun begrüßt, wie ein neuer Messias. Unter Jubel ist er wieder in die Parteizentrale eingezogen, aber Vorsicht: Wer heute noch Hosianna ruft, mag morgen schon &lt;q&gt;kreuziget ihn&lt;/q&gt; schreien. Andererseits sind Politiker ja immer froh, wenn sie angekreuzt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurt Beck hatte sich das wohl irgendwie &lt;a href="http://www.zeit.de/online/2008/37/beck-erklaerung"&gt;anders vorgestellt&lt;/a&gt;. &lt;em&gt;Zusammen&lt;/em&gt; mit Steinmeier &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; Müntefering wollte er die SPD in einen erfolgreichen Wahlkampf führen. Dabei hätte gerade er es doch besser wissen müssen, schließlich &lt;a href="http://de.wikiquote.org/w/index.php?title=Kurt_Beck&amp;amp;oldid=349962"&gt;sagte er einmal&lt;/a&gt;  über die Machtkämpfe innerhalb der CSU: &lt;q&gt;&lt;em&gt;Bei Triumviraten wird immer einer umgebracht.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; &amp;mdash; und genau das ist ihm jetzt passiert. Und was soll er jetzt machen? Zumindest weiß er, wie man einen Job findet: &lt;q&gt;&lt;em&gt;Wenn Sie sich waschen und rasieren, haben Sie in drei Wochen einen Job.&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;, meint er zumindest. Notfalls werden es die Parteifreunde schon richten, quasi als Dankeschön für den mehr-oder-weniger freiwilligen Rücktritt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber auch seine beiden Nachfolger sollten sich in Acht nehmen. Denn nicht nur Crassus hat &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Triumvirat&amp;amp;oldid=50375123#Das_Erste_Triumvirat" rel="nofollow"&gt;das Triumvirat&lt;/a&gt; nicht überlebt (er fiel im Kampf), auch Pompeius wurde irgendwann beseitigt und Caesar durfte schlussendlich auch nicht auf natürliche Weise von dieser Welt gehen. Und selbst wenn nach dem Ausscheiden des ersten, die beiden anderen zusammenarbeiten, verheißt ein solches Tandem noch lang keinen Erfolg. Vorbei ist die Zeit der Uneinigkeiten für die Genossen also vermutlich noch lange nicht, die Krise der SPD wird sich prolongieren.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/FqKInRiAXGA" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">politik/3/spd-in-der-krise</guid>
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		<item>
			<title>Leben mit 132 Euro im Monat</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/kG2UhWoHYDk/leben-mit-132-euro</link>
			<description>&lt;p&gt;Immer wieder gibt es Studien über mehr oder weniger interessante Dinge. Es geht zum Beispiel darum, wie viel Sprit man mit einem Fähnchen am Auto mehr verbraucht. Aber auch das Land mit dem höchsten Bierkonsum und die Ausmaße des Klimawandels werden immer wieder ermittelt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor Kurzem wollen Professoren der Technischen Universität Chemnitz herausgefunden haben, dass &lt;a href="http://www.radio-utopie.de/2008/09/05/hartz-iv-machen-wir-doch-einfach-mal-ein-konjunkturprogramm/"&gt;Hartz IV-Empfänger&lt;/a&gt; zu viel Geld bekommen. Der Regelsatz von 351 Euro sei mehr als zum Leben notwendig. Auch bei großzügiger Berchnung kommen die &amp;#8222;Experten&amp;#8220; nur auf 278&amp;#8364;. Da das aber auch noch zu hoch ist, denn ein Langzeitarbeitsloser sollte  &lt;a href="http://www.netzeitung.de/politik/1143977.html"&gt;mit 132 Euro über die Runden kommen&lt;/a&gt;. Für ein Kind würde weiters ein Aufschlag von 79 Euro reichen. Meinen zumindest die Studienautoren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei solchen Studien frage ich mich schon manchmal, ob die selbsternannten Experten nicht jeglichen Realitätssinn verloren haben. Mich würde es nämlich wirklich interessieren, wie jemand mit 132&amp;#8364; im Monat überleben sollte. Es sollte doch allgemein bekannt sein, dass man in Deutschland beim Einkauf oftmals auch etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Der Mensch braucht nicht nur Lebensmittel, sondern auch Hygieneprodukte und Kleidung; Telekommunikationsmittel und geringfügige Freizeit-Ausgaben sollte man ihm auch zugestehen. Preise vergleichen alleine wird da nicht reichen, um mit den genannten Beiträgen auszukommen, zudem hier im außerstädtischen Bereich Fahrkosten hinzukommen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die einzige Möglichkeit wäre wohl, dass sich Betroffene nur noch kleine Mahlzeiten gönnen dürfen und auch hier schon auf gute Qualität verzichten müssen. Auch die Wohnung dürfte über kein warmes Wasser verfügen und auf den Strom müsste so geachtet werden, wie auf die Einteilung der Nahrung. Hygiene würde wohn auch zu einem Fremdwort mutieren. Zeitungen oder gar Bücher wären nicht mehr leistbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt frage ich mich bei solchen Voraussetzungen natürlich eines: Wie stellen sich die lieben Professoren die Arbeitssuche vor? Wenn es nicht schon am Schreiben der Bewerbung scheitert, dann spätestens beim Vorstellungsgespräch. Immerhin legen Arbeitgeber Wert auf gutes Auftreten, zu dem auch saubere Kleidung und Körperhygiene gehört. Doch gerade diese Dinge wären Luxus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier haben uns unsere geliebten Forscher mal wieder eine Studie zum Schmunzeln gegeben. Ich hätte übrigens nichts dagegen, wenn man diese Regelung irgendwann einführen würde, aber bitte erst nach einem mehrjährigen Praxistest an unseren Professoren aus Chemnitz. In jedem Fall hat die Studie eine heftige Debatte ausgelöst &amp;mdash; für den einen &lt;a href="http://tachseite.blogspot.com/2008/09/skandal-des-tages.html"&gt;der Skandal des Tages&lt;/a&gt;, ein anderer begrüßt, dass damit zumindest &lt;a href="http://dermorgen.blogspot.com/2008/09/endlich-bewegung-in-der-hartziv-debatte.html"&gt;Bewegung in die Hartz-IV-Debatte&lt;/a&gt; kommt.&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Jugendsprache/~4/kG2UhWoHYDk" height="1" width="1"/&gt;</description>
			<guid isPermaLink="false">gesellschaft/2/leben-mit-132-euro</guid>
			<dc:creator>Fabian</dc:creator>
			<dc:date>2008-09-10T17:45:33+02:00</dc:date>
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			<title>jugend:sprache</title>
			<link>http://feedproxy.google.com/~r/Jugendsprache/~3/7JCEN29nsoo/vorstellung</link>
			<description>&lt;p&gt;Im Internet gibt es bereits ein unüberschaubare Anzahl an Blogs. Abertausende Blogger schreiben zu praktisch allen Themen, über die es etwas zu sagen gibt. Obwohl immer wieder &lt;a href="http://www.blogschrott.net/1176/allerorten-nachwuchsblogger-gesucht/"&gt;Nachwuchsblogger gesucht&lt;/a&gt; werden, stecken hinter den meisten bekannten Blogs doch Erwachsene. Verständlich, denn neben rechtlichen Problemen ist das Betreiben eines Blogs abseits von Gratisanbietern nicht nur mit einem zeitlichen, sondern auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit &lt;em&gt;jugend:sprache&lt;/em&gt; rufe ich jetzt einen neuen Gemeinschaftsblog ins Leben. Unter dem Motto &lt;q&gt;&lt;em&gt;Hier spricht die Jugend&lt;/em&gt;&lt;/q&gt; wird hier eine Gruppe von Jugendlichen über alle möglichen Themen schreiben. Da es sich hier um sehr unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Interessen handelt, werden die behandelten Themen sehr unterschiedlich sein. Von Beiträgen über aktuelle politische Diskussionen bis zu persönlichen Berichten aus dem eigenen Leben wird das Themenspektrum reichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich werden wir auch Themen ansprechen, welche Jugendliche in besonderen Maß betreffen. Nichtsdestotrotz ist es unser Ziel, einen Blog entstehen zu lassen, der Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen anspricht. Wir hoffen auf reges Interesse und wollen mit einer Vorstellung der beteiligten Jungblogger (in alphabetischer Reihenfolge) beginnen. In nächster Zeit werden noch weitere Jugendliche dazustoßen, vor allem die Frauenquote soll noch verbessert werden ;-)&lt;/p&gt;

&lt;hr/&gt;

&lt;!-- &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Charly&lt;/strong&gt; ist 16 Jahre alt und besucht ein Berliner Gymnasium mit einem Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Seine Interessen sind sehr vielseitig: Außerhalb der Schule arbeitet er als Webprogrammierer, trainiert Karate, lernt Japanisch und ist von Zeit zu Zeit in einem Kinder- und Jugendzirkus tätig. Er schreibt gerne über Politik und Wirtschaft, aber auch über Technologie, Sport und andere Themen.&lt;/p&gt; --&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;David&lt;/strong&gt; ist im Jahre 1990 geboren und bereitet sich gerade auf das Abitur vor. Er wohnt derzeit im schönen Bundesland Rheinland-Pfalz, welches er ab und an auch mit dem Auto unsicher macht. Zu seinen Hobbys zählt u.a. die Beschäftigung mit den Weiten des Internets und Computern. Bekannnte schreiben ihm einen sehr ausgeprägten, manchmal aber auch etwas übertriebenem Humor zu, welcher ihn jedoch nicht daran hindert, ernsthafte Themen adäquat zu behandelt. Zu den Hauptinteressengebieten zählen Internet, Technik, Naturwissenschaft und Geschichte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dominik&lt;/strong&gt; ist 17 Jahre alt und derzeit Schüler der zwölften Klasse an einem Gymnasium der Stadt &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marl" rel="nofollow"&gt;Marl&lt;/a&gt;. Seine schulischischen Interessen sind insbesondere Mathematik und Physik; in diesem Bereich sieht er auch seine berufliche Zukunft. Weitere Interessen liegen im Sport, besonders Inline-Skating, und dem Debattieren, bei dem er bereits an einem Landeswettbewerb teilgenommen hat. Unser Hobby-Phsyiker Dominik wird hier wenig überraschend über Technik sowie Anekdoten aus dem Leben schreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fabian&lt;/strong&gt; ist im Februar des Jahres 1993 geboren und wohnt in der bayrischen Gemeinde &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dasing" rel="nofollow"&gt;Dasing&lt;/a&gt;. Im September 2008 hat er eine Lehre zum Elektroniker für Betriebstechnik begonnen. Interessen von Fabian sind der PC, Fußball, Musik und elektronische Geräten im Allgemeinen. Auf einen bestimmten Themenbereich will er sich beim Schreiben von Artikeln jedoch nicht festlegen, denn es gibt zu viele Themen, zu denen ihm immer wieder interessante Gedanken kommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Michael&lt;/strong&gt;  ist 16 Jahre alt und lebt in Österreich, genauer gesagt im schönen Bundesland Salzburg. Besonders interessiert ist er an den Themen Politik und Gesellschaft, die sich seiner Meinung nach immer zu ergänzen haben. Außerdem ist er selbst an der Schulpolitik interessiert und war auch schon Schulsprecher. Michael ist vor allem für seine kritische Betrachtung der Welt bekannt, mit der er uns sicher noch oft erfreuen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Raphael&lt;/strong&gt; ist 17 Jahre alt und stammt aus &lt;a href="http://www.hamm.de/"&gt;Hamm in Westfalen&lt;/a&gt;. Er interessiert sich für Medien aller Art (v.a. für die Gestaltung von Webinhalten), Sozialwissenschaften, gute Filme, Videospiele und Formel 1 sowie spezielle Themen wie den &lt;a href="http://de.wi
