<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Katja Zusset</title>
	<atom:link href="https://www.katjazusset.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.katjazusset.de/</link>
	<description>Autorin</description>
	<lastBuildDate>Sat, 13 Jan 2018 07:49:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Good to know &#8230; Wenn es darum geht, das Manuskript einzureichen</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/manuskript-einreichen-tipps/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/manuskript-einreichen-tipps/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 07:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Buch schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=677</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Manuskript einreichen ist der letzte Schritt, wenn man sein Buch nicht gerade über Selfpublishing veröffentlichen möchte. Egal ob bei einem Verlag oder einer Literaturagentur, gehören &#8211; ähnlich wie bei einer Bewerbung &#8211; verschiedene Anlagen dazu. Weshalb ich einen Beitrag zum Thema &#8220;Manuskript einreichen&#8221; schreibe liegt daran, dass die Frage doch immer wieder in den verschiedenen (Schreib-) Foren, in denen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/manuskript-einreichen-tipps/">Good to know &#8230; Wenn es darum geht, das Manuskript einzureichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Manuskript einreichen ist der letzte Schritt, wenn man sein Buch nicht gerade über Selfpublishing veröffentlichen möchte. Egal ob bei einem Verlag oder einer Literaturagentur, gehören &#8211; ähnlich wie bei einer Bewerbung &#8211; verschiedene Anlagen dazu. Weshalb ich einen Beitrag zum Thema &#8220;Manuskript einreichen&#8221; schreibe liegt daran, dass die Frage doch immer wieder in den verschiedenen (Schreib-) Foren, in denen ich mich herumtreibe, auftaucht. Daher dachte ich mir, ich fasse mein eigenes Wissen und die Ratschläge der Autoren hier so kompakt wie möglich zusammen.</p>
<p>Weitere Beiträge zum Manuskript einreichen folgen übrigens noch. Da gehe ich dann genauer auf die einzelnen &#8220;Teile&#8221; beim Manuskript einreichen ein. Also auf das Anschreiben, das Exposé und die Autorenvita. In diesem Beitrag gibt es zunächst &#8220;nur&#8221; einen Überblick, worauf man beim Manuskript einreichen grundsätzlich achten kann.</p>
<h2>Grundsätzliches zum Thema Manuskript einreichen</h2>
<p>Wer sein Manuskript einreichen möchte, der wendet sich an Verlage oder (Literatur-) Agenturen. Dazu sollte das Manuskript aber vorzeigbar sein. Nur: Was genau ist damit gemeint? Konkret möchte ich hier auf fünf Punkte eingehen. Auf die (inhaltliche) <em>Überarbeitung</em>, den <em>vollständigen Inhalt</em>, den <em>fehlerfreien Text</em>, die <em>Formatierung</em> und auf die Berücksichtigung der <em>Anforderungen von Verlag oder Agentur</em>.</p>
<h3>Die Sache mit der Überarbeitung vor der Einreichung vom Manuskript</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es gibt mehrere Schleifen in der Überarbeitung, bevor es überhaupt an das Manuskript einreichen geht. Und selbst danach geht es übrigens meist weiter. Kommt es zum Vertrag zwischen Autor und Agentur (oder Verlag) folgen nämlich ein Korrektorat und ein Lektorat. Danach geht es dann oft zum wiederholten Mal an die Überarbeitung durch den Autor. Bis das Werk also tatsächlich fertig ist, kann der Weg lang sein. <em>Aber wie läuft die Sache mit der Überarbeitung, bevor man sein Manuskript einreichen kann und sollte?</em></p>
<p>Bei mir waren es sieben Überarbeitungsrunden, die <a href="http://www.katjazusset.de/anessaiy-jugend-fantasy-serie/" target="_blank" rel="noopener">Anessaiy (Band 1)</a> durchlaufen hat, bevor es der mainbook Verlag überhaupt zu Gesicht bekommen hat. Die ersten vier Korrekturschleifen drehte ich im stillen Kämmerchen. Ganz allein und für mich. Danach ging mein Manuskript an ein paar <a href="http://www.katjazusset.de/testleser-teil-1-reihenauftakt/" target="_blank" rel="noopener">Testleser</a>. Mit deren Rückmeldungen zu Rechtschreibung, Grammatik und Inhalt setzte ich mich wieder an die Überarbeitung. Jetzt allerdings in drei Runden. Erst besserte ich die markierten Rechtschreib- und Grammatikfehler aus. Danach setzte ich mich an den Inhalt. Und dann ein letztes Mal an die Rechtschreibung und Grammatik (wegen möglicher Fehler durch die inhaltliche Überarbeitung).</p>
<p>Andreas Eschbach hat auf seiner Autorenseite übrigens ein paar FAQs zusammengestellt. Zum Thema &#8220;<a href="http://www.andreaseschbach.de/schreiben/fragen/ueberarbeiten/ueberarbeiten.html" target="_blank" rel="noopener">Überarbeiten</a>&#8221; vom Manuskript liefert er hier ganz tolle Antworten und Tipps. Aber auch in seinen anderen Rubriken kann man gut und gerne nach Infos und Tipps rund ums Schreiben stöbern.</p>
<h3><span style="color: #000000;">Warum sollte der Inhalt vom Manuskript vollständig sein?</span></h3>
<p>Um das zu erklären möchte ich gerne auf ein Beispiel aus dem echten Leben eingehen. Um genau zu sein auf eine Frage, die mir in der virtuellen Welt (in verschiedenen Foren) immer wieder über den Weg läuft:</p>
<p><em>&#8220;Ich habe schon X Seiten (für &#8220;X&#8221; hier bitte gedanklich 20, 50, 100 oder 150 einsetzen) geschrieben. Kann ich schon jetzt bei Verlagen und Agenturen mein Manuskript einreichen?&#8221;</em></p>
<p>Die Meinung der Forenmitglieder zu dieser Frage ist (bis auf wenige Ausnahmen) die gleiche: &#8220;Nein!&#8221; Aber warum ist das so? Auch die Erklärungen zur Meinung sind ähnlich. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist auch verständlich und logisch &#8230;</p>
<ul>
<li>Zeige erst, dass du ein ganzes Buch zu Ende schreiben kannst, bevor du dich auf den Weg zum Manuskript einreichen machst.</li>
<li>Du kannst womöglich keine verbindliche Aussage zum Fertigstellungstermin treffen.</li>
<li>Dein Plot kann sich während dem Schreibprozess ändern. Diesen könntest du also auch nicht final vorstellen.</li>
<li>Geforderte Eckdaten wie Seiten- und Zeichenzahl könntest du nur schätzen.</li>
</ul>
<p>Natürlich gibt es Ausnahmen was die Vollständigkeit zum Manuskript einreichen betrifft. Ein Sebastian Fitzek zum Beispiel kann vermutlich schon seine bloße Idee &#8220;verkaufen&#8221;, bevor er überhaupt mit dem Schreiben beginnt. Der (Bestseller-) Autor hat aber auch schon mehrfach bewiesen, dass er nicht nur schreiben kann, sondern dass er seine Bücher auch beendet &#8211; und die lassen sich am Ende auch noch gut verkaufen. Wer also nicht gerade zum Beispiel Follet, Grisham, Rowling oder Brown heißt (beziehungsweise ist), sollte sein Buch erst zu Ende schreiben, bevor er sich ans Manuskript einreichen wagt.</p>
<h3><span style="color: #000000;">Fehler können doch jedem mal passieren. Oder nicht?</span></h3>
<p>Klar können Fehler passieren. Die sind menschlich! Und wir sind ja keine Maschinen. Beim Manuskript einreichen gilt allerdings, dass der erste Eindruck zählt. Eine zweite Chance beim gleichen Verlag (oder der gleichen Agentur) für sein bereits vorgestelltes Manuskript gibt es nicht oft.</p>
<p>Wenn jetzt der Aufschrei kommt &#8220;Aber Verlag und Agentur machen doch noch ein Korrektorat und Lektorat&#8221;, muss ich mich vorsichtig äußern. Denn ich selbst komme nicht aus dem Verlagswesen. Daher kann ich nur Vermutungen anstellen. ABER: Ich komme aus dem betriebswirtschaftlichen Segment. Daher kann ich mir die Antwort auf die Frage des (nahezu) fehlerfreien Manuskripts herleiten:</p>
<p>Je mehr Fehler im Manuskript sind, desto unattraktiver ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Korrektorat und Lektorat führen nämlich Menschen durch. Arbeitskräfte also, die Personalkosten verursachen. Je mehr Fehler im Manuskript stecken, desto länger dauern Korrektorat und Lektorat. Und desto teurer wird es auch (wegen den Personalkosten) für den Verlag oder die Agentur. Beide Institutionen sind keine Sozialstationen. Sie machen ihre Arbeit nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie Umsatz und Gewinn erwirtschaften möchten. Ob ein Buch den &#8220;großen Erfolg&#8221; verspricht ist oft schon reines Glaskugellesen. Wenn jetzt aber noch Aufwand und Kosten in der Herstellung massiv ansteigen, stehen die Chancen auf einen wirtschaftlichen Erfolg eher schlecht. Und wirtschaftliche Misserfolge können sich nur die wenigsten Unternehmen leisten.</p>
<p>Das heißt also, dass ein mit Fehlern gespicktes Manuskript für den Empfänger (aus Kostengründen) unattraktiv ist. Und genau deshalb &#8211; und wegen dem ersten (guten) Eindruck &#8211; sollte das Manuskript bei seiner Einreichung zumindest weitgehend fehlerfrei sein.</p>
<h3><span style="color: #000000;">Wie jetzt? Warum ist denn die Formatierung wichtig?</span></h3>
<p>Hier gibt es ein großes Schlagwort: Die <a href="http://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/" target="_blank" rel="noopener">Normseite</a>. Gibt ein Verlag oder eine Agentur nicht an wie das Manuskript formatiert sein soll, kann man sich an der Faustregel der 1.800 Zeichen je (Norm-) Seite richten. Das sind 30 Zeilen zu je 60 Zeichen (inklusive Leerzeichen). ABER: Meist geben die Verlage und Agenturen auf ihren Websites ganz genau an, wie man das Manuskript einreichen soll. Also auch in Bezug auf Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand. <em>Warum aber ist die Formatierung überhaupt relevant?</em></p>
<p>Die Formatierung (auf Normseiten) ist als <strong><em>Vergleichsgröße</em></strong> für denjenigen wichtig, dem die Manuskripte zur Prüfung vorliegen. Durch unterschiedliche Einstellungen im Textdokument können 140 Manuskriptseiten zum Beispiel auch (nur) 80 Normseiten oder (sogar) 190 Normseiten sein.</p>
<h3><span style="color: #000000;">&#8220;Standard&#8221; ist hier schon irgendwie uncool &#8230;</span></h3>
<p>Ich weiß &#8230; Das Manuskript ist fertig und man brennt darauf, sein Werk bei Verlagen oder Agenturen vorzustellen. Wann immer ich mich mit anderen Autoren austausche höre ich auch raus, dass die wenigsten erst nur einem Verlag schreiben, sondern gleich mehrere kontaktieren. Oder zumindest direkt nach der erhaltenen Absage vom exklusiv angefragten Verlag die nächste Manuskripteinsendung rausjagen. Das ist an sich nicht verwerflich. Was aber ganz ungeschickt ist, sind vorbereitete Standard-Einsendungen.</p>
<p>Zum einen weil das Programm der Verlage, auf das man sich beim Manuskript einreichen auch gut und gerne im Anschreiben beziehen darf, ganz unterschiedlich ist. Zum anderen weil so eine Standard-Mail ziemlich plump &#8211; wenn nicht sogar unpassend &#8211; klingen kann. Unter uns: Ich würde mich ja auch nicht bei Porsche im Marketing mit dem gleichen Anschreiben bewerben, mit dem ich mich schon bei Daimler beworben habe. Warum? Weil sich mit ziemlich großer Sicherheit die Anforderungen an die Bewerber unterscheiden. Aber auch wegen den Unternehmensgrundsätzen und -werten, wegen denen ich mich möglicherweise genau dort bewerbe.</p>
<p><em>Noch ein Hinweis, weshalb &#8220;Standard&#8221; beim Manuskript einreichen uncool ist: </em>Die Anforderungen an Formatierung und Anlagen zur Manuskripteinsendung können ganz unterschiedlich ausfallen. Das fängt zum Beispiel schon bei der Schriftart an. Für einen guten (ersten) Eindruck sollte man also zumindest erst die Anforderungen checken, bevor man seinen &#8220;Standard&#8221; in die Welt hinausjagt.</p>
<h2>Der Vollständigkeit halber &#8230;</h2>
<p>Wer sein Manuskript also einreichen möchte, hält bestimmte Formalitäten (auch die Anforderungen an die Anlagen) ein. Diese stehen in der Regel auch auf der Website von Verlag und Agentur. Zu den Anlagen gehören beim Manuskript einreichen in der Regel</p>
<ul>
<li>ein <strong>Anschreiben</strong> (das unter anderem den Grund enthält, weshalb man sein Manuskript überhaupt &#8220;dort&#8221; vorstellt und eine Angabe, um welches Genre es sich handelt),</li>
<li>ein <strong>Exposé</strong> (das alle Fakten auf zwei bis drei Seiten über das Manuskript und den Autor enthält),</li>
<li>eine <strong>Autorenvita</strong> (die meist Teil des Exposés ist) und</li>
<li>eine <strong>Leseprobe</strong> (deren Länge sich nach den geforderten Angaben vom Empfänger richtet).</li>
</ul>
<p>Auch bei der Leseprobe sollte man übrigens dringend auf die Wünsche von Verlag und Agentur achten. Zwischen 10 und 50 Seiten habe ich schon fast alles gesehen. Die verschiedenen Formatierungswünsche zähle ich besser gar nicht erst auf.</p>
<h2>Nach dem Manuskript einreichen kommt das Warten &#8230;</h2>
<p>Das Manuskript einreichen kann ein langwieriger Prozess sein. Denn für eine Antwort, egal ob Zusage oder Absage, können teils mehrere Monate ins Land ziehen. Autoren müssen sich daher oft in Geduld üben. Aber wenn alle Formalitäten eingehalten sind, das Exposé überzeugt und sich die Leseprobe großartig liest, sollte sich ein Verlag oder eine Agentur für eine Zusammenarbeit finden &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/manuskript-einreichen-tipps/">Good to know &#8230; Wenn es darum geht, das Manuskript einzureichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/manuskript-einreichen-tipps/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Sache mit der Normseite</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 07:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Buch schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Normseite einrichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=667</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim Beitrag über die Normseite musste ich mich entscheiden, ob ich ihn in &#8220;Allerlei&#8221; stecke oder zum &#8220;Diskussionsstoff von Autoren&#8221; packe. Denn: Zur (Norm-) Seite gibt es immer wieder Fragen von Autoren. &#8220;Wie viele Seiten muss mein Manuskript haben, wenn ich es Verlagen anbiete?&#8221; Diese Frage lief mir in den letzten Monaten häufiger über den Weg. Zur Normseite möchte ich&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/">Die Sache mit der Normseite</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Beitrag über die Normseite musste ich mich entscheiden, ob ich ihn in &#8220;Allerlei&#8221; stecke oder zum &#8220;Diskussionsstoff von Autoren&#8221; packe. Denn: Zur (Norm-) Seite gibt es immer wieder Fragen von Autoren. <em>&#8220;Wie viele Seiten muss mein Manuskript haben, wenn ich es Verlagen anbiete?&#8221;</em> Diese Frage lief mir in den letzten Monaten häufiger über den Weg. Zur Normseite möchte ich mich aber gar nicht in die Diskussion begeben, sondern lege dazu einfach mal ein paar Fakten auf den Tisch &#8230;</p>
<h1>Basics zur Normseite</h1>
<p>Die Normseite gilt als einheitliche Regelung, um eine Textlänge durch Seitenzahlen zu definieren. Beispielsweise kann man sie als Basis zur Vergütung eines eingereichten Textes heranziehen. Aber auch Verlage und Agenten beziehen sich bei der Einsendung von Manuskripten, die der Autor vorstellen möchte, auf die Normseite.</p>
<h2>Zeilen und Zeichen in der Normseite</h2>
<p>Wer die Online-Suchmaschinen durchforstet, findet hauptsächlich drei unterschiedliche Definitionen, was die Zeichenanzahl in der Normseite betrifft:</p>
<ol>
<li><strong>1.800 Zeichen</strong> inklusive Leerzeichen umfasst (30 Zeilen zu je 60 Wörtern)</li>
<li><strong>1.650 Zeichen</strong> inklusive Leerzeichen umfasst</li>
<li><strong>1.500 Zeichen</strong> inklusive Leerzeichen umfasst</li>
</ol>
<p>Als die Normseite &#8220;erfunden&#8221; wurde, schrieben Autoren noch auf der Schreibmaschine. Darauf sind auch die weitläufig verbreiteten 1.800 Zeichen zurückzuführen. Da die Schreibmaschine mit fest eingestellten Zeilen- und Zeichenabständen arbeitete, waren die 1.800 Zeichen als einheitliche Größe gut heranzuziehen. Wie aber kommt es, dass man heute auf drei unterschiedliche Zeichenanzahlen stößt?</p>
<p>Dank technischem Fortschritt müssen wir heute nicht mehr auf die Schreibmaschine zurückgreifen. Änderungen oder Korrekturen im Text sind schnell gemacht. Und das, ohne alles nochmal mühsam abtippen zu müssen oder in Feinarbeit mit Tipp-Ex die Fehler zu übermalen und anschließend zu überschreiben. Allerdings sorgen die <a href="http://www.katjazusset.de/der-autor-und-das-schreibprogramm/" target="_blank" rel="noopener">Textverarbeitungsprogramme</a> auch dafür, dass jeder Nutzer ganz individuelle Seiteneinstellungen vornehmen kann. Jede Textdatei kann also unterschiedlich viele Zeichen umfassen. Eine einheitliche Norm lässt sich zwar definieren. Doch jeder kann davon abweichen. Im Verlagswesen ist es so, dass neben den gängigen 1.800 Zeichen heute auch (in der Regel) 1.650 Zeichen als Maßstab für die Normseite herangezogen werden. In selteneren Fällen sogar 1.500 Zeichen.</p>
<h3>Eine Normseite in Word einrichten</h3>
<p>Durch Hausarbeiten im Studium und meine Bachelor-Thesis wusste ich was es heißt, im Nachgang die Formatierung einer Word-Datei ändern zu müssen. Als ich mit meinem Manuskript zu <a href="http://www.katjazusset.de/anessaiy-jugend-fantasy-serie/" target="_blank" rel="noopener">Anessaiy (Band 1)</a> begann, wollte ich daher unbedingt vorher die Formatierung festlegen, mit der ich arbeite. Ich orientierte mich dazu an den 1.800 Zeichen. Also an den 30 Zeilen zu je 60 Wörtern je Normseite. Bis ich meine Einstellungen endlich so hatte, dass ich einen Arbeitsstatus vorweisen konnte, gingen ein paar Stunden ins Land. Um anderen ein bisschen Fummel-Arbeit abzunehmen verrate ich an dieser Stelle Schritt für Schritt, wie ich vorgegangen bin &#8211; und wie man in Word eine Normseite einrichten kann.</p>
<h3>Meine Seiteneinstellungen für die Normseite in Word</h3>
<p>Die Seiteneinstellungen von meinem ersten Manuskriptentwurf hatte ich <em><strong>&#8220;damals&#8221;</strong></em> über die Reiter <em>&#8220;Start&#8221;</em> und <em>&#8220;Seitenlayout&#8221;</em> in Word definiert.</p>
<ul>
<li>Schriftart: Courier New (über den Reiter &#8220;Start&#8221; &#8211; Rubrik &#8220;Schriftart&#8221;)</li>
<li>Schriftgröße: 12 pt (über den Reiter &#8220;Start&#8221; &#8211; Rubrik &#8220;Schriftart&#8221;)</li>
<li>Zeilenabstand: 24 pt (über den Reiter &#8220;Start&#8221; &#8211; Rubrik &#8220;Absatz&#8221;)</li>
<li>Seitenränder: Oben 2,19 cm | Unten 1,78 cm | Links 3,17 cm | Rechts 2,54 cm (über den Reiter &#8220;Seitenlayout&#8221; &#8211; Rubrik &#8220;Seite einrichten&#8221; &#8211; &#8220;Seitenränder&#8221; &#8211; &#8220;benutzerdefinierte Seitenränder&#8221;)</li>
</ul>
<p>Um nicht dauernd manuell nachzuzählen hatte ich mir zum &#8220;Check&#8221; übrigens die Zeilennummern im Dokument anzeigen lassen. Mit wenigen Klicks ist das ganz schnell gemacht &#8211; und lässt sich genauso schnell wieder rückgängig machen: <em>Reiter &#8220;Seitenlayout&#8221; &#8211; Rubrik &#8211; &#8220;Zeilennummern&#8221; &#8211; Haken setzen bei „Jede Seite neu beginnen“.</em></p>
<p>Bis <em><strong>&#8220;heute&#8221;</strong></em> hat sich meine Normseite im Layout übrigens minimal geändert. Statt Courier New (wovon ich auch die Befürchtung habe, eines Tages Augenkrebs zu bekommen) nutze ich inzwischen die Schriftart Verdana.</p>
<h3>Tipp: Orientierung an den Anforderungen von Verlag oder Agentur</h3>
<p>Wer sein fertiges Manuskript Verlagen oder Agenturen anbieten möchte, sollte in jedem Fall eine Blick auf die jeweiligen Anforderungen werfen. Denn oft findet man nicht nur die Anforderungen an das Exposé. Auch die Wünsche an die Formatierung des Manuskripts sind häufig auf den Webseiten hinterlegt. Und diese können abhängig vom &#8220;Empfänger&#8221; ganz unterschiedlich sein!</p>
<p>Sind keine konkreten Angaben auf den Webseiten hinterlegt, kann man sich gut und gerne an den 1.800 Zeichen der Normseite orientieren. Wer seine Normseite nicht selbst einrichten möchte findet übrigens zahlreiche Vorlagen zum kostenlosen Download im Internet. Im literaturcafe.de gibt es beispielsweise <a href="http://www.literaturcafe.de/normseite-dokumentvorlage-download/" target="_blank" rel="noopener">Mustervorlagen</a> zur Normseite zum kostenlosen Download für die Textverarbeitungsprogramme Microsoft Word, Apple Pages und OpenOffice Writer beziehungsweise LibreOffice Writer.</p>
<p>Foto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/">Die Sache mit der Normseite</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/normseite-einrichten-basics/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Am Anfang ist ein leeres Blatt</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/am-anfang-finden-leeres-blatt/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/am-anfang-finden-leeres-blatt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Dec 2017 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Buch schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=653</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8220;Ich schreib dann mal ein Buch!&#8221; &#8211; ist es tatsächlich so einfach wie es sich anhört? Jain! Zuerst sollte man eine Idee haben. Aber wie geht es dann weiter? Den &#8220;richtigen&#8221; Anfang finden ist oft gerade für (angehende) Autoren besonders schwierig. Aber warum ist das so? Und wie kann man diese Hürde überwinden? Auch wenn ich (noch) nicht viel Erfahrung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/am-anfang-finden-leeres-blatt/">Am Anfang ist ein leeres Blatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich schreib dann mal ein Buch!&#8221; &#8211; ist es tatsächlich so einfach wie es sich anhört? Jain! Zuerst sollte man eine Idee haben. Aber wie geht es dann weiter? Den &#8220;richtigen&#8221; Anfang finden ist oft gerade für (angehende) Autoren besonders schwierig. Aber warum ist das so? Und wie kann man diese Hürde überwinden? Auch wenn ich (noch) nicht viel Erfahrung habe versuche ich hier, ein paar Antworten zu finden und zeige, wie ich vorgegangen bin &#8211; und auch weiterhin vorgehen werde &#8230;</p>
<h1>Aller Anfang ist schwer</h1>
<p>Am Anfang steht die Idee. Sie ist vielleicht nur verschwommen und schwirrt irgendwo im Hinterkopf umher – doch sie ist da. Irgendwann wird sie vielleicht auch deutlicher und man hat den Wunsch, an ihr weiter zu arbeiten. Das ist die perfekte Grundlage, mit der sich (später) auch der Anfang finden lässt.</p>
<p>Einfach munter drauf los schreiben würde bei mir im reinsten Chaos enden. Ich brauche einen Fahrplan! Etwas, woran ich mich orientieren und durcharbeiten kann.</p>
<h2>Den Fahrplan erstellen</h2>
<p>Da ist es nun. Das weiße Blatt. In meinem Fall ist es sogar ein Blatt aus einem Skizzenblock. Daneben liegen Bleistift, Buntstifte und mein Füller mit blauer Tinte. Vom Schreiben des Textes bin ich jetzt noch sehr weit entfernt. Es ist der Teil des Schreibprozesses, den ich am spannendsten finde. Ich beginne eine Reise von der ich zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, wo sie hinführt. Ich fange an zu <em><strong>plotten</strong></em>!</p>
<p>Zentral und immer für mich sichtbar notiere ich mir dazu den Arbeitstitel, der schon bei der ersten Idee im Kopf herumspukt. Direkt darunter notiere ich die Grundidee in ein oder zwei Sätzen. Und dann geht es für mich so richtig los:</p>
<ul>
<li>Ich arbeite die <strong>Figuren</strong> aus. Aussehen, Charaktereigenschaften &#8211; ein ganzer Lebenslauf entsteht je Figur.</li>
<li>Da ich im Bereich Fantasy schreibe, gehört für mich die Ausarbeitung der <strong>Orte</strong> ebenfalls dazu. Ich erfinde eine neue Welt. Wie sieht sie aus? Welche Schauplätze gibt es dort, die ich für meine Geschichte brauche? Kommen reale Orte hinzu? Wenn ja, welche und wie &#8220;tief&#8221; muss ich sie beschreiben?</li>
<li>Stehen Figuren und Orte, arbeite ich die <strong>Handlungen</strong> aus. Dazu nutze ich gerne im ersten Schritt ein Mind Map, auf dem ich jedes einzelne Kapitel notiere und mit Stichworten versehe. Vom ersten bis zum letzten Kapitel steht der gesamte Handlungsablauf fest, bevor ich auch nur ein Wort geschrieben habe!</li>
</ul>
<p>Sobald mein &#8220;Fahrplan&#8221; mit Figuren, Orten und Handlungen steht, schreibe ich übrigens direkt im nächsten Schritt das Exposé. So verzettle ich mich später nicht, wenn ich (zu) tief in der Geschichte stecke. Anschließend lege ich Plot und Exposé für ein paar Tage weg, um alles sacken zu lassen. Nach den paar Tagen schaue ich nochmal auf meine Notizen und mache möglicherweise ein paar Änderungen. Dann bin ich bereit mit dem Schreiben zu beginnen!</p>
<h3>Nach dem Plot den Anfang finden</h3>
<p>Schon wieder stehe ich vor einem weißen Blatt. Diesmal zwar auf dem Bildschirm über das Textverarbeitungsprogramm. Aber weißes Blatt bleibt weißes Blatt. Egal über welches Medium! Dank meines Fahrplans fällt es mir nun aber gar nicht mehr schwer, den ersten Satz zu schreiben. Den Anfang finden ist keine Herausforderung, sondern etwas, worauf ich seit dem Plotten ungeduldig brenne! Übrigens: Den Anfang finden ist für mich gerade deshalb nicht schwer weil ich genau weiß, dass er sich bis zur Fertigstellung noch (teilweise mehrfach) ändert! Bei <a href="http://www.katjazusset.de/anessaiy-jugend-fantasy-serie/" target="_blank" rel="noopener">Anessaiy</a> (Band 1) Dunkle Zeiten war es sogar so, dass sich das gesamte erste Kapitel zwischen Rohfassung und veröffentlichtem Buch inhaltlich komplett geändert hat.</p>
<h2>Die Idee auf Papier bringen</h2>
<p>Wer seine Ideen auf das Papier bringen möchte, sollte sich wie schon beschrieben einen genauen Plan aufstellen. Das heißt, dass das Buch von Anfang bis Ende bereits durchstrukturiert ist, bevor der Autor seinen Anfang finden muss. Der Verlauf steht fest und auch die Handlungsstränge sind dem Autor bereits bekannt. Um dort hin zu kommen, kann man übrigens unterschiedliche Kreativitätstechniken nutzen. Ich selbst arbeite gerne mit dem Brainstorming, wobei ich</p>
<ul>
<li>den ersten Absatz detailliert durchspiele,</li>
<li>aussagekräftige Überschriften und Zwischenüberschriften für die einzelnen Kapitel (und Unterkapitel) suche,</li>
<li>manchmal mit einer Unterhaltung beginne oder</li>
<li>den „Ort des Geschehens“ beschreibe.</li>
</ul>
<p>Auch wenn der Buchanfang im ersten Schritt nicht über die Maßen gelungen erscheint, ist das kein Problem. Die Zeilen sind nicht in Stein gemeißelt und lassen sich jederzeit ändern. Allerdings kann es helfen, den Anfang zu finden – auch wenn er vorerst nicht ideal ist. Der zweite Satz läuft schon leichter von der Feder und die weiteren Absätze folgen (zumindest bei mir) nahezu von alleine.</p>
<h3>Die Angst verlieren und damit den Anfang finden</h3>
<p>Wer sich an das Projekt „das eigene Buch schreiben“ heranwagt, muss die Angst vor dem leeren Papier verlieren. Wer sich bewusst macht, dass es sich bei dem weißen Blatt um eine Chance handelt, findet auch häufig besser den Anfang: Leere Zeilen und weißer Hintergrund bedeuten, dass der Schriftsteller hier etwas neues, einzigartigen, wenn nicht sogar großartiges schaffen kann. Es ist die Chance, den Traum vom eigenen Buch zu erfüllen, die kreativen Ideen in ein literarisches Werk zu packen und möglicherweise eines Tages damit an die Öffentlichkeit zu gehen.</p>
<p>Foto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/am-anfang-finden-leeres-blatt/">Am Anfang ist ein leeres Blatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/am-anfang-finden-leeres-blatt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Testleser (Teil 3): Was kommt auf mich zu, wenn ich Testleser werden möchte?</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-3-rohfassung-reinschrift-testleser-werden/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-3-rohfassung-reinschrift-testleser-werden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Dec 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[von Bloggern]]></category>
		<category><![CDATA[Testleser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=486</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Autoren (in Teil 2 der Mini-Reihe &#8220;Testleser&#8221;) zu Wort kommen durften, sind nun die Testleser an der Reihe! Nach einer kleinen Zusammenfassung, was Testleser erwarten könnte, gibt es zwei fiktive Szenarien, in die sich die beiden Blogger Sarah (vom Buchblog Trimagie) und Christina (vom Buchblog Christinas Buchwelt) einfuchsen dürfen &#8211; und Antworten liefern. Dabei geht es um die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/testleser-teil-3-rohfassung-reinschrift-testleser-werden/">Testleser (Teil 3): Was kommt auf mich zu, wenn ich Testleser werden möchte?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die Autoren (in <a href="http://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/" target="_blank" rel="noopener">Teil 2</a> der Mini-Reihe &#8220;Testleser&#8221;) zu Wort kommen durften, sind nun die Testleser an der Reihe! Nach einer kleinen Zusammenfassung, was Testleser erwarten könnte, gibt es zwei fiktive Szenarien, in die sich die beiden Blogger Sarah (vom Buchblog Trimagie) und Christina (vom Buchblog Christinas Buchwelt) einfuchsen dürfen &#8211; und Antworten liefern. Dabei geht es um die Rohfassung und die Reinschrift vom Manuskript &#8230;</p>
<h1>Wenn man Testleser werden möchte &#8230;</h1>
<p>Puhh &#8230; Testleser werden. Wie funktioniert das überhaupt? Verschiedene Plattformen wie <a href="http://lovelybooks.de/" target="_blank" rel="noopener">Lovelybooks</a> oder <a href="http://vorablesen.de/" target="_blank" rel="noopener">Vorablesen</a> bieten zum Beispiel ein Netzwerk, auf dem Verlage und / oder Autoren mit Lesern zusammenkommen. Oft bevor das Buch auf dem Markt erscheint. Da können Testleser in Diskussion treten und direkt auf den Plattformen ihr Feedback abliefern. Allerdings führen die Meinungen hier in der Regel zu keinen Änderungen, da die Bücher bereits in Druck sind.</p>
<p>Also weiter. Gerade in den Sozialen Medien können Interessierte Gruppen beitreten, in denen Autoren gezielt nach Testlesern suchen. Facebook ist hier das Schlagwort! Möglicherweise kommen darüber auch längerfristige &#8220;Beziehung&#8221; zustande, bei denen Autoren gerne auch bei weiteren Projekten auf die ihnen bekannten Testleser zurückgreifen.</p>
<h2>Der Text zum Testlesen trudelt ein &#8230;</h2>
<p>Hier unterscheiden wir nun zwei Varianten voneinander:</p>
<ol>
<li><strong>Die Reinschrift,</strong> also die Version zum Testlesen, die sich bereits im Druckauftrag befindet: Hier sind in der Regel ein Korrektorat und Lektorat drüber gelaufen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sollten hier nicht zu finden sein. Da Schreiben und Lektorieren durch Menschen erfolgt, können sich hier allerdings auch noch vereinzelt Fehler eingeschlichen haben. Fällt einem Testleser diesbezüglich etwas auf, am besten direkt eine Info an die Autoren und / oder den Verlag schicken (je nachdem, mit wem man bereits in Kontakt ist). Abgesehen von den vereinzelten Fehlern gilt es hier vor allem, ein Feedback zum Inhalt zu geben. Sind die Figuren authentisch, ist die Handlung logisch, ist genügend Spannung vorhanden, etc.? Meist erhalten die Testleser einen Feedbackbogen als &#8220;Roten Faden&#8221; an die Hand, den sie gewissenhaft und ehrlich (zeitnah) ausfüllen sollten.</li>
<li><strong>Die Rohfassung,</strong> also das erste Manuskript in der Rohfassung, das noch kein Lektorat durchlaufen hat. Auch bei der Rohfassung ist das Feedback zum Inhalt extrem wichtig. Allerdings können sich hier mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben als in der Reinschrift. Daher sollte Testlesern bei der Rohfassung bewusst sein, dass hier möglicherweise ein höherer Aufwand auf sie zukommt. Denn nicht nur Fragen über Figuren und Handlungen nehmen Zeit in Anspruch. Auch Korrekturhinweise zur Rohfassung können einen entsprechend hohen Aufwand bedeuten. Die Autoren werden allerdings vermutlich alle Hinweise mit Kusshand entgegennehmen! By the way: Rückmeldungen die zur Rohfassung kommen, können zu entscheidenden Änderungen am Manuskript führen. Das heißt: Auch wenn der Aufwand beim Testlesen einer Rohfassung höher sein kann, kann man aktiv an der Geschichte mitwirken, die eines Tages in den Bücherregalen von (hoffentlich) begeisterten Lesern steht.</li>
</ol>
<h3>Die Reinschrift für Testleser</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-646 size-medium" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie-300x141.jpg" alt="" width="300" height="141" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie-300x141.jpg 300w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie-768x362.jpg 768w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie-1024x482.jpg 1024w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie-1050x494.jpg 1050w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Trimagie.jpg 2022w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Das Buch &#8220;Beispielbuch 1&#8221; steht kurz vor seiner Veröffentlichung. Im &#8220;Beispielverlag&#8221; laufen die Vorbereitungen für das Marketing auf Hochtouren. Die ersten Rezensionsexemplare wurden bereits gedruckt und sind auf dem Weg zu ihren Rezensenten. Auch Sarah vom Buchblog <a href="https://www.facebook.com/trimagie84/" target="_blank" rel="noopener">Trimagie</a> hat ihr Leseexemplar erhalten. Die (fiktiven) Anforderungen an Sarah:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Sarah hat das &#8220;Beispielbuch 1&#8221; am 15.12.2017 erhalten, da sie sich bei dem &#8220;Beispielverlag&#8221; darauf beworben &#8211; und &#8220;gewonnen&#8221; &#8211; hatte.</li>
<li>Ihre Rezension wird bis zum 29.12.2017 erwartet.</li>
<li>Die Kurzrezension wird erbeten, auf mindestens 3 Onlineshops veröffentlicht zu werden.</li>
<li>Die ausführliche Rezension soll auf mindestens 2 Buchplattformen (zum Beispiel auf Lovelybooks und dem eigenen Blog) veröffentlicht werden.</li>
<li>Alle Rezensionen sollen Unique sein. Also sich im Text voneinander unterscheiden.</li>
<li>Die Anforderungen an die Rezensionen wurden erst im Brief mit dem Rezensionsexemplar mitgeteilt. Diese waren Sarah vorher nicht bekannt.</li>
</ul>
<p>Liebe Sarah, nun ist es an dir, dich aus Sicht einer Rezensentin und Bloggerin zu äußern &#8230; Unser Interview beginnt:</p>
<p><strong>Katja: Was war dein erster Gedanke, als du die Anforderungen an das &#8220;Beispielbuch 1&#8221; gelesen hast?</strong></p>
<p><em><strong>Sarah:</strong> Mein erster Gedanke zu den Anforderungen war, dass das durchaus übliche Anforderungen sind. Was ich hingegen nicht als üblich empfinde ist, dass ich diese Anforderungen erst zusammen mit dem Rezensionsexemplar erhalte. Für gewöhnlich sind diese Angaben bereits im &#8220;Bewerbungsbeitrag&#8221; deutlich formuliert. Der einzige Punkt, den ich wissentlich noch nicht als Anforderung enthalten hatte war die Uneinheitlichkeit der geschriebenen Rezensionen. Für dieses Beispielbuch habe ich nun keine Seiten-/ Wortangaben der Länge, aber da ich mich vorab darauf beworben habe, gehe ich davon aus, dass mir das bekannt war.</em></p>
<p><strong>Katja: Wie würdest du auf diese Anforderungen gegenüber dem &#8220;Beispielverlag&#8221; reagieren?</strong></p>
<p><em><strong>Sarah:</strong> Ich bedanke mich (per E-Mail) für den Erhalt des Rezensionsexemplares, da diese oft als Büchersendung verschickt werden. So stelle ich sicher, dass mein Gegenüber genau weiß, dass dieses Exemplar mich erreicht hat und vor allem auch wann. Eventuell merke ich an, dass es für bessere Verlässlichkeit und Planbarkeit sorgen würde, die gestellten Anforderungen bereits im jeweiligen Bewerbungsverfahren zu verkünden. Falls ich eine Schwierigkeit mit einer Anforderung hätte, würde ich dieses bereits hier anmerken, um einen Versuch der gemeinsamen Lösung zu unternehmen.</em></p>
<p><strong>Katja: Was erlebst du in der Realität? Kannst du den Lesern einen Einblick geben, welche Anforderungen du von Autoren und / oder Verlagen bisher tatsächlich erhalten hast &#8211; und wie du damit umgegangen bist?</strong></p>
<p><em><strong>Sarah:</strong> Als allererstes möchte ich betonen, dass ich eine wie in der Ausgangsbeschreibung formulierten Situation noch nicht erlebt habe. Ein Großteil der mir bekannten Verlage und Autoren formulieren bei einer Vergabe von Rezensionsexemplaren ihre Erwartungen sehr konkret. Wenn ich mich für ein Buch selbständig interessiere oder die Anforderungen meines Gegenübers nicht konkret und klar formuliert sind, mir vielleicht wichtige Informationen fehlen, dann liegt es in meiner eigenen Verantwortung dies zu lösen. Das bedeutet im Klartext, dass ich es zum Thema mache und kläre. So umgehe ich selbst unklare Situationen oder die Nichteinhaltung von unausgesprochenen Erwartungen. Die gestellten Anforderungen unterscheiden sich, ebenso wie das Format des Rezensionsexemplares. Von größeren Verlagen sind auch gedruckte Bücher (Prints) oft möglich.</em></p>
<p><em>Handelt es sich um kleinere Verlage und / oder Selfpublisher, so sind es sehr oft digitale EBooks. Das resultiert aus dem Kostenfaktor und der Kosten-/ Nutzenrechnung. Ein Print als Rezensionsexemplar zu verschicken belastet das Budget um ein Vielfaches mehr, als ein EBook. Die häufigste Variante sind demnach digitale Rezensionsexemplare, die ich als E-Mail im benötigten Format erhalte. Gelegentlich bekomme ich (vermehrt von Verlagen) auch einen Downloadlink, über den ich mir dann die Datei im ausgewählten EBook Format runterlade.</em></p>
<p><em>Häufig sind diese Dateien personalisiert, also enthalten im vorderen Bereich den Hinweis, dass es für mich bestimmt ist. Außerdem dürfen diese Dateien keinem anderen Leser zugänglich gemacht werden, damit würde ich mich strafbar machen. Da wir auf unserem Blog zu zweit bloggen, stelle ich deshalb bei (fremden) Autorenanfragen schon vor dem Erhalt der Datei klar, wer von uns es lesen darf oder soll &#8211; nur einer oder beide. Bei gedruckten Büchern ist es übrigens fast ähnlich nötig, denn diese Rezensions-/ Leseexemplare dürfen nicht verkauft, manchmal nicht einmal verschenkt / weiter gegeben werden. </em></p>
<p><em>Die mir gestellten Anforderungen, die mit dem Erhalt eines Rezensionsexemplares einhergehen ähneln sich oft sehr. Zuerst einmal &#8220;natürlich&#8221; steht das Lesen. Dann wird mindestens eine Rezension &#8211; sehr oft auf Amazon als Portal – erwartet. Für gewöhnlich liegt die erwartete Dauer dafür bei 2 – 4 Wochen. Gelegentlich gibt es auch Abweichungen oder genauere Vorgaben für die Gestaltung der erwarteten Rezension, zum Beispiel derlei Formulierungen &#8220;Eine Rezension besteht nicht nur aus dem Klappentext und zwei weiteren Sätzen&#8221;. Ich persönlich finde es wichtig immer offene Kommunikation zu führen.</em></p>
<p><em>Wenn mich ein Autor selbst auswählt, dann setze ich voraus, dass er sich mit meiner Art der Rezensionen beschäftigt hat und genau diese Maßstäbe für gut befindet. Wenn ich ein Rezensionsexemplar eines Autors anfrage, weise ich bereits beim ersten Anschreiben auf die Übersicht meiner Rezensionen hin, bekunde Interesse am Buch und lade denjenigen ein, sich ein Bild meiner Arbeit zu machen. Falls demjenigen meine Arbeitsweise zusagt, besprechen wir das weitere Vorgehen.</em></p>
<p><em>Art des Rezensionsexemplares, Kontaktdaten, Zeitraum, Portale, Sonstiges. Bei meiner eigenen Bewerbung auf den Erhalt von Rezensionsexemplaren zum Beispiel über das Portal &#8220;Lovelybooks&#8221; sind die Anforderungen für gewöhnlich sehr klar und eindeutig formuliert. Unter anderem finden sich dort derlei geartete Sätze: &#8220;Der Erhalt dieses Rezensionsexemplares ist an die aktive Teilnahme der stattfindenden Leserunde gekoppelt. Bitte kommentieren Sie jeden Abschnitt und gehen auch auf die Diskussionsbeiträge ihrer Mitleser ein.&#8221; (kein Zitat, sondern Gedächtnisprotokoll) Da sind die Formulierungen beinahe grenzwertig vage, denn was bedeutet &#8220;aktiv&#8221; und &#8220;auf andere Beiträge eingehen&#8221;?</em></p>
<p><em>Ich nehme die gestellten Anforderungen ernst, leider gibt es -wie bei allem im Leben- einige, die diese Möglichkeit der Zusammenarbeit ausnutzen. Auf beiden Seiten. Ich habe noch nicht selbst erlebt, aber von anderen mir bekannten Bloggern miterlebt, wie die Anforderung für eine inhaltliche Gestaltung der Rezension nicht nur die Länge betraf, sondern auch die Bewertung. Davon distanziere ich mich. Wenn eine derlei geartete Anforderung formuliert werden würde, würde ich die Zusammenarbeit immer exakt mit dieser Begründung ablehnen.</em></p>
<p><strong>Katja: Dein Feedback an Autoren und Verlage: Was für Anforderungen an Rezensenten sind aus deiner Sicht realistisch und fair?</strong></p>
<p><em><strong>Sarah:</strong> Bevor ich hier Punkte nenne, die als übliches Standard angesehen werden können, möchte ich darauf hinweisen, dass es sich lohnt ein langfristige Zusammenarbeit auf zu bauen. Die gegenseitige Verlässlichkeit ist durch nichts anderes zu ersetzen. Eine Anfrage von mir bereits bekannten Autoren oder Verlagen darf auch gerne von der Norm abweichen. Eine Zusammenarbeit besteht aus gegenseitigem Respekt und der entgegengebrachten Wertschätzung. So behandle ich mein Gegenüber und setze das auch andersrum als Maßstab an.</em></p>
<p><em>Die grundsätzlich üblichen Anforderungen für mich als Rezensent sind lesen und rezensieren des erhaltenen Buches auf zwei Onlinepräsenzen (Blog &amp; Amazon) innerhalb von 2- 4 Wochen. Weitere Portale sind ebenso möglich, wie eine kürzere Zeitspanne &#8211; beides nach Absprache. Was weder fair, noch üblich ist und ich als Rezensent auch nicht in Erwägung ziehe, sind Vorgaben zur Bewertung, sowie der Verzicht auf den Hinweis, dass es sich um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt. Bislang zeichnet sich meine Arbeit mit den Autoren / Verlagen, die mir Bücher als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben aber auch eher durch ein vertrauensvolles Miteinander und wertschätzende Kommunikation aus.</em></p>
<p><em>Aus meiner Sicht als Rezensent / Blogger würde ich insbesondere unbekannteren Autoren ans Herz legen, sich über die Arbeitsweise von möglichen Rezensenten zu informieren. Über eine Kontaktaufnahme mit wertschätzenden Worten, (zum Beispiel über eine besonders gelungene Rezension) freue ich mich immer sehr und die Annahme von derlei gearteten Rezensionsanfragen führt öfter zum Erfolg &#8211; auf beiden Seiten.</em></p>
<h3>Die Rohfassung zum Testlesen</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-649 size-medium" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog-169x300.jpg 169w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog-768x1365.jpg 768w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog-576x1024.jpg 576w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog-1050x1867.jpg 1050w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Christina-Buchblog.jpg 1458w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></p>
<p>Das Manuskript zum &#8220;Beispielbuch 2&#8221; hat bereits mehrere Überarbeitungen durchlaufen. &#8220;Beispielautor X&#8221; ist allerdings mit seinem Werk hochzufrieden und möchte für den finalen Feinschliff Lesermeinungen zu seiner Rohfassung nutzen. Dazu greift er unter anderem auf Christina zurück. Ihren Blog <a href="http://christinas-buchwelt.de/" target="_blank" rel="noopener">Christinas Buchwelt</a> kennt &#8220;Beispielautor X&#8221; bereits durch die Sozialen Medien. Um Christina für sich und seine Rohfassung zu gewinnen, schreibt er ihr eine E-Mail:</p>
<p>Hallo Christina, ich finde deinen Blog toll! Ich schreibe gerade an einem Buch und mich würde deine Meinung als Bloggerin und Leserin brennend interessieren! Es ist ein Horrorthriller, den ich dir gerne als Word-Datei senden würde. Innerhalb der Datei könntest du dann Anmerkungen und Kommentare hinterlegen. Zusätzlich schicke ich dir einen Feedbackbogen, der je Kapitel (es sind 20 Kapitel) fünf Fragen enthält. Die Rückmeldung brauche ich innerhalb der nächsten vier Wochen. Hast du Interesse?</p>
<p>Liebe Christina, mit dieser Ausgangssituation begeben nun wir beide uns ins Interview <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong>Katja: Dein erster Gedanke, als du die (fiktive) E-Mail gelesen hast war &#8230;</strong></p>
<p><em><strong>Christina:</strong> Ich lese keine Horrorthriller.</em></p>
<p><strong>Katja: wie würdest du auf &#8220;Beispielautor X&#8221; im echten Leben reagieren?</strong></p>
<p><em><strong>Christina:</strong> Ehrlich? Gar nicht. Angeblich findet er meinen Blog toll, hat aber nicht gemerkt, dass ich in 6 Jahren Bloggen niemals einen Thriller gelesen habe? Da kann er sich ja nicht großartig umgesehen haben.</em></p>
<p><strong>Katja: Was ist dir in den letzten Jahren tatsächlich als Anforderungen zum Testlesen über den Weg gelaufen? Fallen dir spontan besonders lustige, aberwitzige oder grauenvolle Erlebnisse ein?</strong></p>
<p><em><strong>Christina:</strong> Was wohl jeder Blogger erhält, sind Bücher aus „falschen“ Genres, wie im Beispiel auch. Und unaufgeforderte Dateien. Was ich persönlich ganz schrecklich finde ist, wenn die Autoren noch nicht einmal die automatische Rechtschreibprüfung ihres Schreibprogramms benutzt haben. Gerade, wenn es (noch) nicht im Lektorat war, sind halt noch einige Fehler drin, das ist auch okay. Aber manchmal ist es schon wirklich übel.</em></p>
<p><em>Ich bin sehr direkt, im normalen Leben und auch beim Testlesen. Wer mich lesen lässt, bekommt gnadenlos meine Meinung. Sowohl gut als auch schlecht. Ich habe schon einige wirklich schlechte Bücher gelesen und das dann auch gesagt. Ich verstehe, dass ein Buch einem Autoren am Herz liegt, er hat ja auch viel Zeit und Herzblut investiert und seien wir mal ehrlich, wer wird schon gern kritisiert? Jeder bekommt lieber Lob als schlechte Kritik. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Autoren werden dann gern mal patzig und unfreundlich, wenn ihnen die Meinung eines Testlesers nicht gefällt.</em></p>
<p><em>Glücklicherweise sind die meisten Erlebnisse aber positiv und ich habe dadurch schon so einige Perlen gefunden. Und viele wunderbare Menschen (Autoren und andere Leser) kennengelernt.</em></p>
<p><strong>Katja: Und abschließend noch dein Feedback an Verlage und Autoren: Was für Anforderungen an Testleser sind aus deiner Sicht realistisch und fair?</strong></p>
<p><em><strong>Christina:</strong> Liebe Autoren und Verlage, bitte vergesst nicht, dass wir Testleser unsere Freizeit für eure Bücher &#8220;opfern&#8221;. Wir machen das gern und in den meisten Fällen auch kostenlos (ich habe zum Beispiel noch nie Geld verlangt!). Aber wir haben auch ein Leben, einen Job, der unsere Miete bezahlt, Hobbys, Familie, Freunde. Gebt uns Zeit und verlangt keine ausführliche Bearbeitung innerhalb von einem Wochenende. Das kann dann nur oberflächlich werden und das hilft euch nicht.</em></p>
<p><em>Außerdem schadet es nicht, einmal die automatische Rechtschreibprüfung drüber laufen zu lassen. Und bitte: unser Testlesen ersetzt kein professionelles Lektorat und Korrektorat. Niemals. Wir sind alle nur Laien. Wer mit einem Produkt Geld verdienen möchte, muss auch etwas hineinstecken. Ja, es ist teuer, aber wenn ihr vom Kunden erwartet, euch zu bezahlen, müsst ihr Leistung bringen. Oder würdet ihr den Maler bezahlen, der eure Wände schlecht gestrichen hat? Den Friseur, der eure Frisur verhunzt? Dort erwartet ihr auch Leistung für euer Geld.</em></p>
<p>Ich bedanke mich ganz herzlich, dass sich Sarah und Christina Zet genommen haben. Das Interview lief mit seiner Aufgabenstellung doch in eine eher andere Richtung. Daher ein ganz dickes Danke, dass ihr zwei dafür zu haben wart! Nicht nur, dass ich tolle Antworten bekommen habe. Auch der &#8220;Kontakt zwischendrin&#8221; mit euch hat mir großen Spaß gemacht!</p>
<p>Beitragsfoto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/testleser-teil-3-rohfassung-reinschrift-testleser-werden/">Testleser (Teil 3): Was kommt auf mich zu, wenn ich Testleser werden möchte?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-3-rohfassung-reinschrift-testleser-werden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autoren-Adventskalender Tag 23 Britta Khokhar</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-23-britta-khokhar/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-23-britta-khokhar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2017 23:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=262</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einen Tag vor Weihnachten präsentiert die Autorin Britta Khokhar das vorletzte Türchen im Autoren-Adventskalender 2017 &#8230; Per Klick auf ➨ diesen Link öffnet sich die Datei mit Britta Khokhars Kurzgeschichte &#8220;Der Eisbär, die Flüchtlingskinder, ihr Freund Abdul und Sevil&#8221; zum kostenlosen Download. Über Britta Khokhar Die 1957 geborene Stuttgarterin lebte zwar zwischenzeitig im Ausland, ist ihren Wurzeln aber letztendlich bis&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-23-britta-khokhar/">Autoren-Adventskalender Tag 23 Britta Khokhar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Tag vor Weihnachten präsentiert die Autorin Britta Khokhar das vorletzte Türchen im Autoren-Adventskalender 2017 &#8230;</p>
<p>Per Klick auf ➨ <a href="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Der-Eisbär-die-Flüchtlingskinder-ihr-Freund-Abdul-und-Sevil_Britta-Khokhar.pdf">diesen Link</a> öffnet sich die Datei mit Britta Khokhars Kurzgeschichte <em><strong>&#8220;Der Eisbär, die Flüchtlingskinder, ihr Freund Abdul und Sevil&#8221; </strong></em>zum kostenlosen Download.</p>
<h2>Über Britta Khokhar</h2>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-442" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Britta-Khokhar-198x300.jpg" alt="Britta Khokhar" width="165" height="250" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Britta-Khokhar-198x300.jpg 198w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Britta-Khokhar-768x1165.jpg 768w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Britta-Khokhar-675x1024.jpg 675w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Britta-Khokhar.jpg 844w" sizes="(max-width: 165px) 100vw, 165px" /></p>
<p>Die 1957 geborene Stuttgarterin lebte zwar zwischenzeitig im Ausland, ist ihren Wurzeln aber letztendlich bis heute treu geblieben. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Britta Khokhar heute in der (schwäbischen) Hauptstadt Baden-Württembergs.</p>
<p>Der dreifachen Mutter und Großmutter ist Familie besonders wichtig. Ihre Neffen und Nichten, die teilweise im Ausland leben, sind für sie wie eigene Kinder.</p>
<p>Neben Kurzgeschichten schreibt die Stuttgarter Autorin auch Romane, Erzählungen, Gedichte und Märchen.</p>
<p>Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann sie gerne auf ihrer Facebook-Seite <a href="https://www.facebook.com/Tintenfeder-1863914007164779/" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Seite &#8220;Tintenfeder&#8221;</a> besuchen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-23-britta-khokhar/">Autoren-Adventskalender Tag 23 Britta Khokhar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-23-britta-khokhar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autoren-Adventskalender Tag 22 Evelyn Buchholz-Dassen</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-22-evelyn-buchholz-dassen/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-22-evelyn-buchholz-dassen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2017 23:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=322</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie wurde aus dem Raubtier Wolf unser Lebensbegleiter Hund? Die Autorin Evelyn Buchholz-Dassen beschäftig sich im heutigen Gastbeitrag mit dieser Frage. Wir wünschen viel Freude bei der Kurzgeschichte &#8230; Die etwas andere Weihnachtsgeschichte oder Wie der Wolf auf den Mensch kam von Evelyn Buchholz-Dassen Es begab sich aber zu der Zeit, dass unter den Wölfen eine große Zählung stattfinden sollte.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-22-evelyn-buchholz-dassen/">Autoren-Adventskalender Tag 22 Evelyn Buchholz-Dassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wurde aus dem Raubtier Wolf unser Lebensbegleiter Hund? Die Autorin Evelyn Buchholz-Dassen beschäftig sich im heutigen Gastbeitrag mit dieser Frage. Wir wünschen viel Freude bei der Kurzgeschichte &#8230;</p>
<h1>Die etwas andere Weihnachtsgeschichte oder Wie der Wolf auf den Mensch kam von Evelyn Buchholz-Dassen</h1>
<p>Es begab sich aber zu der Zeit, dass unter den Wölfen eine große Zählung stattfinden sollte. Es war notwendig geworden, weil auch die stärksten Wölfinnen oft nur ein Junges bekamen und dieses manchmal noch nicht einmal überlebte. Schuld daran waren die vielen außergewöhnlich harten Winter, die alle schwächten und viele sterben ließen. Aber auch die Menschen töteten die Wölfe,<br />
wo sie nur konnten. So stimmte eines Tages der Große Wolf ein lautes Geheul an, das weiter und immer weiter getragen wurde, bis schließlich alle Wölfe auf dem Weg zum Großen Sammelplatz waren, den aber nicht jeder erreichte, da er unterwegs in die Ewigen Wolfsgründe abberufen wurde.</p>
<p>Da machte sich auch auf Aktra, ein wunderschöner großer, kräftiger Wolfsrüde, und seine Gefährtin Kishka, die tragend war. Sie hatten längst kein Rudel mehr; einer nach dem anderen war für immer fortgegangen. Für Kishka war der Weg besonders beschwerlich, da diesmal ihre Trächtigkeit ganz<br />
anders verlief. Dabei wusste sie, dass sie nur EINEN Welpen bekommen würde. Ihr war oft Atanja, die alte, weise Wölfin, die schon vor vielen Wintern gestorben war, im Traum erschienen. Zuerst hatte Kishka nicht auf ihre Träume geachtet, doch die Botschaften von Atanja wurden immer intensiver, so dass sich Kishka anfangs sehr fürchtete. Auch erzählte Atanja ihr im Traum unglaubliche Dinge über Freundschaften zwischen Menschen und Wölfen &#8211; eine absurde und schreckliche Vorstellung!</p>
<p>Schließlich, eines Tages, schrie Kishka so im Schlaf auf, dass Aktra knurrend aufsprang und sie wild verteidigen wollte. Als er aber sah, dass Kishka nur aufgrund eines Traumes so geschrieen hatte, wollte er endlich wissen, was mit ihr los war.</p>
<p>&#8220;Ach, Aktra, ich traue es mir gar nicht zu sagen, du hältst mich bestimmt für verrückt!&#8221;<br />
Doch da Aktra weiter drängte, berichtete sie ihm schließlich alles, auch vom letzten schrecklichen Traum, in dem Atanja zu ihr gesprochen hatte: &#8220;Dein Junges, das du zur Welt bringen wirst, ist kein<br />
gewöhnliches Wolfsjunges. Ja, er ist sehr stark, dein Sohn, aber das muss er auch, denn er hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Er wird der erste Wolfsfreund des Menschen sein, und aus ihm werden viele Nachkommen entstehen, die enge Freunde der Menschen sind und mit ihnen spielen, jagen und ihnen dienen. Dafür werden er und seine Nachkommen immer genug zu essen haben und nicht ums Überleben kämpfen müssen. Du wirst es nicht erleben, aber eines Tages werden die Menschen die Wölfe in Ruhe lassen, weil sie erkannt haben, dass sie in das Große Gefüge der Welt gehören, und die Wölfe werden niemals aussterben. Doch dafür müssen wir ein Opfer bringen, das kein so großes Opfer mehr sein wird, weil das Ziel gut ist. Die Nachkommen deines Sohnes werden HUNDE heißen, und sie werden in ihrem Leben genauso glücklich sein wie du in deinem.&#8221;</p>
<p>Als Kishka ihren Bericht beendet hatte, sprach Aktra lange Zeit kein Wort. Doch dann sagte er langsam: &#8220;Kishka, ich habe davon gewusst, schon vor langer, langer Zeit, aber ich habe nie jemandem davon erzählt, um nicht als verrückt zu gelten. Später habe ich nicht mehr daran denken wollen und es auch vergessen, weil wir ein normales Leben führten. Auch mir ist Atanja im Traum erschienen, als ich noch ein junger Wolf war, und ich hatte Angst, als Verrückter aus dem Rudel ausgeschlossen zu werden. Was das bedeutet, weißt du ja. Deswegen habe ich so lange geschwiegen. Nun müssen wir aber auf unsere Träume und auf Atanja hören, es ist uns so vorbestimmt. So haben wir unsere Aufgabe zu erfüllen, damit wir Wölfe überleben können. Es ist eine große Aufgabe, und ich werde dir beistehen!&#8221;</p>
<p>Damit war alles gesagt, und die Wanderung musste weitergehen. Als sie endlich am Großen Sammelplatz ankamen, staunten sie über die große Anzahl ihrer Artgenossen, die aber nur ein Bruchteil der Menge war, die sonst in den Wäldern und Bergen gelebt hat. Aktra suchte eine Höhle, einen Schutz für IGsilka, doch nirgends war Platz. Sie wurden immer wieder weiter geschickt, weil auch so viele Wölfe geschwächt waren. Kishka merkte, dass sie an der Zeit war, um zu wölfen, und drängte Aktra, aber es war nichts zu machen.</p>
<p>Da erspähten sie am Rand einer Lichtung, für Wölfe geFührlich nah an den Menschen, einen von ihnen gemachten Unterschlupf, eine Art Höhle. Sie roch noch unangenehm nach dem gefährlichen Mensch, wenn auch schwach, weil er schon lange, lange nicht mehr dagewesen war. Doch Kishka konnte nicht mehr, und so ließen sie sich nieder.</p>
<p>Die anderen Wölfe trauten sich nicht dort hin, aber der Große Wolf erzählte ihnen von der Legende über die Freundschaft zwischen den Menschen und den Wölfen. Es sollte auch ein großes Licht über der Stelle erstrahlen, an der der Vater aller Hunde geboren wird. Viele Wölfe murrten und meinten, jetzt sei der Alte übergeschnappt und müsse seinen Platz hergeben, doch wagten sie es<br />
nicht, dies offen auszusprechen. Stattdessen entfernten sie sich etwas von der Gruppe, um zu beraten, was sie machen sollten.</p>
<p>Plötzlich rief einer von ihnen: &#8220;Seht doch, seht doch, was ist das für ein Licht über der Menschenhöhle?!&#8221; Und tatsächlich, über Aktras und Kishkas Lagerstatt leuchtete ein Stern so hell, dass er bis zum Sammelplatz schien. Neugierig wollten die Mutigsten unter den Wölfen dorthin laufen, doch der Große Wolf allein hatte das Vorrecht. Und was er erblickte, zaubertiec h kann ein Lächeln auf sein altes, weises Gesicht, und er sprach: &#8220;Nun ist die Prophezeiung füllt, und<br />
beruhigt in die Ewigen Wolfsgründe wandern. Ein anderer wird meinen Platz einnehmen, und dieser wirst du, Aktra, sein. Mit deiner Gefährtin wirst du alle Wölfe dieser Erde führen, bis es wieder an der Zeit ist, dass ein anderer kommt. Es wird niemals wieder so sein wie früher, jedoch nicht schlechter. So lebt nun wohl und habt Dank, dass ihr mir meinen Frieden gegeben habt!&#8221;</p>
<p>Dann ging der Große Wolf und kam nie wieder.</p>
<p>Endlich durften auch die anderen Wölfe das große Wunder bestaunen, das aus einem h nach zwei wunderhübschen, starken Welpen bestand. Kishka und Aktra liebten ihren Sohn, doch nach zwei Monden kam die Zeit der Trennung. Kishka zerbrach es fast das Herz, als sie mit ihrem Sohn darüber sprach. Doch wie erstaunt war sie, als er antwortete: &#8220;Mutter und Vater, ich kenne meine<br />
Aufgabe, auch mir ist Atanja im Traum erschienen. Doch ich habe keine Angst, macht euch keine Sorgen. Ich werde euch auch bald besuchen und berichten, wie es mir bei den Menschen ergeht. Nun lasst mich allein, ich werde bald von den Menschen geholt.&#8221;</p>
<p>Und so geschah es, wobei alle Wölfe zu einem großen Geheul anhoben &#8211; aus Trauer, aber auch aus Hoffnung. Es waren Menschenwelpen, die das Wolfsjunge entdeckten. Sie nahmen es mit, zogen es auf, spielten mit ihm, gaben ihm genug zu fressen und waren überhaupt sehr freundlich, wie auch die übrigen Mitglieder des Menschenrudels.</p>
<p>Als Kishka und Aktras Sohn erwachsen war, hielt er sein Versprechen und besuchte die anderen Wölfe in den Wäldern, um von seinem neuen Leben zu berichten. Die Menschen nahmen es ihm nicht übel, kam er doch immer wieder zu ihnen zurück und war freundlicher als zuvor. Eines Tages kam er von seinen Ausflügen mit einer Gefährtin zurück, die das Blut von Atanja und dem Großen<br />
Wolf in sich trug, und die ihm viele Nachkommen schenkte. Sie erzählte ihren Kindern die Geschichte ihrer Vorfahren und ihres Hundwerdens, auf dass sie nie in Vergessenheit gerate. Auch die Wölfe in den Wäldern und Bergen trugen sie in ihren Reihen von Generation zu Generation weiter, so dass alle Wölfe und Hunde bis auf den heutigen Tag die Geschichte von der Entstehung des Menschenbegleiters kennen.</p>
<p>Und sie alle sprechen nur mit Ehrfurcht von Kishka, Aktra und ihrem Sohn. So kommt es, dass zu ihren Ehren alle Wölfe jedes Jahr zur selben Zeit ein Großes Geheul anstimmen, dessen Grund die Menschen nicht wissen und niemals wissen werden &#8211; das Geheul des Großen Wunders, des Wolfssohnes und Stammvaters aller Hunde &#8211; CANIS PRIMUS.</p>
<h2>Über Evelyn Buchholz-Dassen</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-356 size-medium" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Evelyn-Buchholz-Dassen-235x300.jpg" alt="" width="235" height="300" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Evelyn-Buchholz-Dassen-235x300.jpg 235w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Evelyn-Buchholz-Dassen.jpg 289w" sizes="auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px" /></p>
<p>Liebe Leserin, lieber Leser, die gute Fee Fantasie begleitet mich seit meiner Kindheit und ist mir auch nach meinem Erwachsenwerden nicht von der Seite gewichen. Warum sollte sie es auch tun, denn ich ernähre sie immer noch, indem ich Bücher verschlinge, Alltagsszenen und was mich bewegt in Geschichten umsetze und dabei meinen so geschaffenen Figuren durchaus auch zugestehe, ein Eigenleben zu entwickeln. Da ich mit und für Menschen vom Kind bis zum Senior tätig bin und dazu seit 25 Jahren auch meine Hunde einsetze, schöpfe ich gern aus dieser Quelle. Meine Freundin Fantasie mag es, für viele Menschen da zu sein, so dass sie gerne Kinder erfreut, sich aber auch ganz spitzbübisch skurrile Geschichten für Erwachsene ausdenkt, die schon mal etwas Gänsehaut hinterlassen. Ich kann sie verstehen, denn sie muss sich gegen ihre Konkurrentin Sachlichkeit durchsetzen, die für Fachartikel und Lehrmaterial über Tiergestütze Intervention mit Hunden und Training von Hunden zuständig ist. Allerdings können auch beide zusammen mit mir arbeiten, zum Beispiel bei meinen Generationen verbindenden Theaterprojekten mit Hund.</p>
<p>So leben Fantasie, Sachlichkeit und ich in trauter Einigkeit zusammen mit meinen zwei- und vierbeinigen Familienmitgliedern unter einem Dach, welches man in einem kleinen, aber feinen Badeort finden kann, den man auch das &#8220;Bad der unverstandenen Frauen&#8221; nennt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich hoffe, Sie hatten Freude beim Lesen der Geschichte hinter diesem Adventstürchen, die auch im Wolfmagazin der bekannten Wolfsforscherin und Buchautorin Elli Radinger erschienen ist, und verbleibe mit den herzlichsten Weihnachtsgrüßen und verbunden mit den besten Wünschen für 2018!</p>
<p>Ihre Evelyn Buchholz-Dassen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-22-evelyn-buchholz-dassen/">Autoren-Adventskalender Tag 22 Evelyn Buchholz-Dassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-22-evelyn-buchholz-dassen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Literaturwettbewerbe als Einstieg für Autoren?</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/literaturwettbewerbe-einstieg-autoren/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/literaturwettbewerbe-einstieg-autoren/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2017 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Buch schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=618</guid>

					<description><![CDATA[<p>Meine erste Veröffentlichung als Autorin kann ich durch die Teilnahme an einem Literaturwettbewerb verbuchen. Im Jahr 2016 suchte ich das Internet ab. Thematisch ansprechende Literaturwettbewerbe waren schnell gefunden. Bei einem dieser Literaturwettbewerbe machte ich spontan mit. Und siehe da &#8230; Was es grundsätzlich mit den Literaturwettbewerben auf sich hat Ganz frei ist man als Autor bei den Literaturwettbewerben meist nicht.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/literaturwettbewerbe-einstieg-autoren/">Literaturwettbewerbe als Einstieg für Autoren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine erste Veröffentlichung als Autorin kann ich durch die Teilnahme an einem Literaturwettbewerb verbuchen. Im Jahr 2016 suchte ich das Internet ab. Thematisch ansprechende Literaturwettbewerbe waren schnell gefunden. Bei einem dieser Literaturwettbewerbe machte ich spontan mit. Und siehe da &#8230;</p>
<h1>Was es grundsätzlich mit den Literaturwettbewerben auf sich hat</h1>
<p>Ganz frei ist man als Autor bei den Literaturwettbewerben meist nicht.</p>
<ul>
<li>Sie werden zum Beispiel von Verlagen, Städten oder Organisationen ausgeschrieben,</li>
<li>geben in der Regel ein konkretes Genre vor und</li>
<li>tragen oft bereits einen bestimmten Arbeitstitel, den die Autoren umsetzen sollen.</li>
</ul>
<p>Wer sich an den Deutschunterricht erinnert, hat damit einen ganz guten Vergleich für Literaturwettbewerbe. Bei Aufsätzen gab es von den Lehrern ein bestimmtes Thema beziehungsweise eine konkrete Aufgabenstellung. Dazu sollten die Schüler einen Text schreiben. Im Gegensatz zum Schulunterricht bekommen Autoren allerdings keine Noten, sondern werden mit unterschiedlichen Preisen belohnt. Welche Preise es zu gewinnen gibt, hängt vom Veranstalter und der Ausschreibung selbst ab. Konkrete Angaben zu den Gewinnen, aber auch zu den Regeln vom Wettbewerb, veröffentlichen die Veranstalter fristgerecht. Oft bereits Monate im Voraus. Wer Literaturwettbewerbe sucht, kann entweder direkt auf den Webseiten von Verlagen vorbeischauen oder hilfreiche Seiten zu Rate ziehen. Zwei dieser Seiten sind zum Beispiel die <a href="https://www.autorenwelt.de/verzeichnis/foerderungen" target="_blank" rel="noopener">Autorenwelt</a> oder die <a href="http://www.wortmagier.de/ausschreibungen-wettbewerbe.html" target="_blank" rel="noopener">Wortmagier</a>. Mit aktuellen Ausschreibungen bestückt, lassen sich hier laufend neue Literaturwettbewerbe mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Anforderungen finden.</p>
<h2>Warum Literaturwettbewerbe für (angehende) Autoren hilfreich sein können</h2>
<p>Literaturwettbewerbe bieten (angehenden) Autoren verschiedene Vorteile und Chancen. Neben dem Thema &#8220;Übung macht den Meister&#8221;, können Autoren durch die Teilnahme an Wettbewerben ganz unterschiedlich profitieren. Zum Beispiel in Hinblick auf</p>
<ol>
<li><strong>Erfahrung:</strong> Schreiben ist ein Handwerk, das es zu beherrschen gilt. Vermutlich stimmt mir (fast) jeder Autor zu wenn ich behaupte: &#8220;Autoren entwickeln sich mit jedem verfassten Text weiter&#8221;. Egal ob Kurzgeschichte, Blogbeitrag &#8211; oder ein ganzer Roman. An jedem Text wird gefeilt und geschliffen. Wer den Feinschliff aufmerksam vornimmt, lernt in der Textbearbeitung bereits vieles über sich und sein Schreiben. &#8220;Fehler&#8221; fallen auf und lassen sich künftig (besser) vermeiden. Beim Schreiben ist es übrigens wie bei den meisten anderen Dingen im Leben auch. Wer kontinuierlich &#8220;übt&#8221;, sich weiterentwickelt, beherrscht sein Handwerk immer besser.</li>
<li><strong>Feedback:</strong> Literaturwettbewerbe haben den Charme, dass sie ein direktes Feedback mit sich bringen. Gerade für die Gewinner heißt das ganz klar, dass Idee und Umsetzung überzeugen konnten. Dass man sein Handwerk so weit beherrscht, um sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt zu haben. Doch auch, wenn man nicht zu den Wettbewerbsgewinnern zählt, erhält man möglicherweise einen konkreten Hinweis. War man gut &#8211; die anderen aber einfach besser? Ist das Handwerk nicht so gut beherrscht wie gedacht? Möglicherweise gibt es darauf Antworten, mit denen die Autoren weiter an sich arbeiten können.</li>
<li><strong>Veröffentlichungen für die Vita: </strong>Wer sein fertiges Manuskript Verlagen vorstellt, liefert auch die Autoren-Vita. Ein Teil davon ist eine Übersicht der bisherigen Veröffentlichungen. Auch Texte, die im Rahmen von Literaturwettbewerben veröffentlicht sind, gelten als solche! Nehmen wir als Beispiel eine veröffentlichte Kurzgeschichte in einer Anthologie. Für &#8220;den Gewinner&#8221; heißt das, dass die Geschichte so gut war, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Für den Veranstalter war die Geschichte gut genug, um sie für ein (breites) Publikum zu &#8220;produzieren&#8221;. Damit hat der Autor eine Referenz, die von <em><strong>Qualität</strong></em> zeugt.</li>
</ol>
<h3>Bei welchen Wettbewerben lohnt sich die Teilnahme?</h3>
<p>Diese Frage ist schwer zu beantworten. Autoren verfolgen mit der Teilnahme an Literaturwettbewerben unterschiedliche Ziele. Abhängig vom Ziel gibt es Wettbewerbe, die sich mal mehr, mal weniger lohnen. Allerdings gibt es ein paar Merkmale, auf die man bei der Suche nach geeigneten, &#8220;lohnenswerten&#8221; Wettbewerben achten kann:</p>
<ul>
<li><strong>Art des Wettbewerbs:</strong> Die Gewinner von einem Literaturwettbewerb können zum Beispiel mit (Sach- oder Geld-) Preisen, Stipendien oder der Veröffentlichung in einer Anthologie honoriert werden. Möglicherweise ist ein Autor aktuell auf finanzielle Unterstützung für eine Recherchereise aus. In dem Fall könnte es Sinn machen, nach Literaturwettbewerben zu suchen, bei denen man ein Stipendium für eine Recherchereise oder Geldpreise gewinnen kann.</li>
<li><strong>Genre:</strong> Fantasy, Krimi, Thriller, Kurzgeschichte, &#8230; Die Liste an Genres in Wettbewerben ist lang und vielfältig. Möchte man etwas Neues ausprobieren? Oder doch lieber in heimischen Gefilden bewegen?  Eine Eingrenzung der Suche nach Genre macht beides schneller und übersichtlicher möglich.</li>
<li><strong>Veranstalter:</strong> Städte, Gemeinden, Organisation, Verlage. Möglicherweise hat man bereits Wünsche, bei welchem Veranstalter sein Können unter Beweis stellen möchte. Zum einen lassen sich dabei zum Beispiel Kontakte zur Branche (Verlage) knüpfen. Zum anderen kann man sich beispielsweise regional (bei durch Städte organisierte Literaturwettbewerbe) als Autor präsentieren und Aufmerksamkeit erzeugen.</li>
<li><strong>Anforderungen:</strong> Textlänge, Teilnahmebedingungen, Fristen. Das alles können mögliche Anforderungen sein, die bei der Suche nach passenden Literaturwettbewerben eine Rolle spielen können. Wird zum Beispiel ein 10.000 Wörter Text in &#8220;einer Woche&#8221; benötigt bin ich mir unsicher, ob das mit entsprechend hoher Qualität umsetzbar ist.</li>
</ul>
<p>Bei allen möglichen Suchkriterien gilt: Wichtig ist, dass einem das Thema liegt und man Spaß am Schreiben hat! Nur so lassen sich wirklich gute Texte schreiben.</p>
<h3>Literaturwettbewerbe und die Sache mit der Teilnahmegebühr</h3>
<p>Vorsicht geboten ist übrigens bei Literaturwettbewerben, die eine Teilnahmegebühr voraussetzen. Hier sollte man sich genau über den Veranstalter und den Wettbewerb informieren. Seriöse Literaturwettbewerbe sehen in der Regel keine Teilnahmegebühr vor. Und unter uns: Warum auch? Angenommen der Preis ist eine Veröffentlichung in einer Anthologie. Diese Anthologie verkauft der Veranstalter später in der Regel auch. Ohne, dass die Teilnehmer am Umsatz beteiligt sind. Heißt: Daran kann der Veranstalter bereits Geld verdienen. Weshalb also noch zusätzlich Einnahmen durch die Teilnehmer generieren?</p>
<h3>Mein erster Literaturwettbewerb war ein persönlicher Erfolg</h3>
<p>Ich selbst habe in 2016 an einem Literaturwettbewerb vom Sperling Verlag teilgenommen. Mit meiner Fantasy-Kurzgeschichte zum Thema &#8220;Feen und Elfen&#8221; habe ich es tatsächlich unter die Gewinner geschafft. In der im September 2016 erschienenen Anthologie &#8220;Elfentanz und Feenstaub&#8221; strahlt also meine erste veröffentlichte Kurzgeschichte &#8220;Die Legende des Nehamas&#8221;. Für mich persönlich ein voller Erfolg. Ich konnte alle drei oben beschriebenen Vorteile und Chancen für mich nutzen:</p>
<ol>
<li>Erfahrungen sammeln</li>
<li>Feedback erhalten</li>
<li>Referenz für die Autoren-Vita erhalten</li>
</ol>
<p>Die Teilnahme an meinem ersten Literaturwettbewerb war übrigens bisher auch meine letzte Teilnahme. Ursprünglich wollte ich zwar an weiteren Wettbewerben teilnehmen. Doch es kam alles anders &#8230; Nachdem ich mit dem <a href="http://www.katjazusset.de/mainbook-verlag-verlagssuche/" target="_blank" rel="noopener">mainbook Verlag zusammenkam</a>, war ich mit meinem Romanprojekt beschäftigt. Meine zweite Veröffentlichung ist also ein eBook. <a href="http://www.katjazusset.de/anessaiy-jugend-fantasy-serie/" target="_blank" rel="noopener">Anessaiy</a> Dunkle Zeiten (Band 1) ist der Auftakt meiner eBook Serie. Am zweiten Teil schreibe ich aktuell. Daher kann ich mir im Moment wieder keine Zeit für Wettbewerbe freischaufeln. Aber wer weiß &#8230; Womöglich klappt es in ein paar Monaten wieder.</p>
<p>Foto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/literaturwettbewerbe-einstieg-autoren/">Literaturwettbewerbe als Einstieg für Autoren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/literaturwettbewerbe-einstieg-autoren/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autoren-Adventskalender Tag 20 Heike Sonn</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-20-heike-sonn/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-20-heike-sonn/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 23:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hinter dem heutigen Gastbeitrag, einem Gedicht für den Autoren-Adventskalender 2017, verbirgt sich die Autorin Heike Sonn. Mit ihrem Gedicht wünschen wir eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit! Mehr Infos über die Autorin gibt es im Anschluss an das Gedicht &#8230; Adventstraum Dezember &#8211; Weihnacht ist in Sicht, den ganzen Trubel will ich nicht! Ich atme durch, diesmal ist Zeit, ganz&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-20-heike-sonn/">Autoren-Adventskalender Tag 20 Heike Sonn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem heutigen Gastbeitrag, einem Gedicht für den Autoren-Adventskalender 2017, verbirgt sich die Autorin Heike Sonn. Mit ihrem Gedicht wünschen wir eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit! Mehr Infos über die Autorin gibt es im Anschluss an das Gedicht &#8230;</p>
<h1>Adventstraum</h1>
<p>Dezember &#8211; Weihnacht ist in Sicht,<br />
den ganzen Trubel will ich nicht!<br />
Ich atme durch, diesmal ist Zeit,<br />
ganz viel Minuten steh&#8217;n bereit.</p>
<p>Die Weihnachtskarten längst geschrieben,<br />
am Strand, auf Vorrat, an die Lieben.<br />
Kekse lagern lang im Eis,<br />
gebacken im Juni, mit viel Schweiß.</p>
<p>Adventskalender &#8211; wird gekauft,<br />
&#8216;ne Kerze tut&#8217;s als Deko auch.<br />
Der Jahresrückblick &#8211; in vier Zeilen -,<br />
lädt nur als Mail ein zum Verweilen.</p>
<p>Den Pflichten &#8216;ne lange Nase gemacht,<br />
zum „Muss“ einfach mal Nein gesagt.<br />
In diesem Jahr wird alles anders!<br />
Ich teil&#8217;s mir ein, ganz klar, ich kann das;</p>
<p>so dass die Zeit noch übrig bleibt,<br />
wo ich vergnügt viel Schönes treib.<br />
Lesen, malen, musizieren,<br />
will ich adventlich praktizieren.</p>
<p>Vom Schreiben will ich auch nicht lassen,<br />
und mal die Zeit einfach verprassen,<br />
mitten am Tag spazieren geh&#8217;n,<br />
mit Genuss ein Schaumbad nehm&#8217;.</p>
<p>Ich träum&#8217;, ich schalt das Handy aus,<br />
der Einkauf kommt zu mir ins Haus,<br />
kochen wird heut&#8217; mal die „Minna“,<br />
ein herrliches, perfektes Dinner.</p>
<p>So wünsch&#8217; ich mir mal den Advent &#8211;<br />
und nicht so, dass ich allzeit renn&#8217;.<br />
Klingt doch ganz einfach, ich schöpf&#8217; Mut<br />
heut&#8217; fang ich an und tu mir gut!</p>
<p>Kauf&#8217; nur noch schnell den Weihnachtsbaum &#8230;<br />
… ach, Advent und Zeit, das bleibt ein Traum.<br />
Geschenke sind noch zu besorgen,<br />
verschieb&#8217; ich lieber nicht auf Morgen.</p>
<p>Ich fürchte, ändern wird&#8217;s sich nimmer,<br />
es bleibt wie&#8217;s war und zwar &#8211; wie immer.<br />
Aber am ersten Weihnachtsfeiertach,<br />
da hol&#8217; ich einfach alles nach.</p>
<h2>Über Heike Sonn</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-299" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Hieke-Sonn-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Hieke-Sonn-300x200.jpg 300w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Hieke-Sonn-768x512.jpg 768w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Hieke-Sonn-1024x683.jpg 1024w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/10/Hieke-Sonn-1050x700.jpg 1050w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Für die Bremerin Heike Sonn sind Wörter schon immer die wichtigsten Komponenten in ihrem Leben gewesen: die geschriebenen und die selbstgeschriebenen. Sie schreibt für Fachmagazine und Kurzgeschichten für Anthologien. Ihr Debütroman ist unter Vertrag bei einer Literaturagentur.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>➨ <a href="http://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-2017/" target="_blank" rel="noopener">Hier geht´s zum Autoren-Adventskalender</a> mit allen (bisher) geöffneten Türchen. Bis zum 24.12.2017 öffnet sich täglich ein neues individuell bestücktes Türchen der teilnehmenden Autorinnen und Autoren. Vorbeischauen lohnt sich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-20-heike-sonn/">Autoren-Adventskalender Tag 20 Heike Sonn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-20-heike-sonn/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Testleser (Teil 2): Worauf sollten Autoren bei der Auswahl von Testlesern achten?</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 05:46:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[von Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Testleser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=484</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im ersten Teil meiner Mini-Testleser-Reihe hatte der Autor Lars Mielke bereits verraten, worauf er bei der Auswahl von Testlesern achtet. Doch auch bei diesem Thema gibt es verschiedene Vorgehensweisen, unterschiedliche Meinungen und differenzierte Vorgehensweisen. Welche das beispielsweise sind? Lest selbst! Am Ende gibt es übrigens wieder ein Interview &#8211; diesmal mit zwei Autoren, die sich den Fragen über die Auswahl&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/">Testleser (Teil 2): Worauf sollten Autoren bei der Auswahl von Testlesern achten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.katjazusset.de/testleser-teil-1-reihenauftakt/" target="_blank" rel="noopener">ersten Teil</a> meiner Mini-Testleser-Reihe hatte der Autor Lars Mielke bereits verraten, worauf er bei der Auswahl von Testlesern achtet. Doch auch bei diesem Thema gibt es verschiedene Vorgehensweisen, unterschiedliche Meinungen und differenzierte Vorgehensweisen. Welche das beispielsweise sind? Lest selbst! Am Ende gibt es übrigens wieder ein Interview &#8211; diesmal mit zwei Autoren, die sich den Fragen über die Auswahl von Testlesern stellen.</p>
<h1>Wie kommen Autoren und Testleser im echten Leben zusammen?</h1>
<p>Wer nicht gerade ein berühmter Bestseller-Autor ist, dem rennen die potenziellen Testleser auch nicht unbedingt die Bude ein. Wie auch? Man kennt einen ja nicht! In Teil 1 der Testleser-Reihe haben wir zwei wesentliche Gruppen definiert &#8211; die &#8220;Freunde und Verwandten&#8221; und die &#8220;Fremden Dritten&#8221;. Wie man Freunde und Verwandte als Testleser gewinnen kann, sollte logisch sein. Da reicht meist ein Anruf, ein kleiner Plausch am Kaffeetisch oder man fragt per Kurznachricht auf dem Smartphone &amp; Co. nach. Aber wie verhält es sich mit den &#8220;Fremden Dritten&#8221;? Hier kann es knifflig werden. Doch gerade dank Social Web lassen sich zum Beispiel auf verschiedenen Plattformen Testleser finden. Zum Beispiel in Facebook-Gruppen, auf &#8220;Reading-Plattformen&#8221; wie Lovelybooks &#8211; oder man knüpft Kontakte zu &#8220;Viellesern&#8221; oder Buchbloggern, die sich beispielsweise auf Instagram herumtreiben oder eigene Blogs betreiben.</p>
<h2>Mögliche Kriterien bei der Auswahl von Testlesern</h2>
<p>Bevor es zum Interview kommt, schauen wir uns aber erst noch die möglichen Kriterien bei der Auswahl von Testlesern an. Was sollten Testleser mitbringen, um den Autoren einen echten Mehrwert zu liefern?</p>
<ul>
<li><strong>Interesse am Genre:</strong> Wer sich noch nie für Liebesromane begeistern konnte, sollte sich auch nicht als Testleser für Liebesgeschichten melden. Die Kritik daran dürfte bereits im Voraus klar sein.</li>
<li><strong>Zuverlässigkeit:</strong> Autoren müssen oft Deadlines einhalten. Wer als Testleser zusichert, Feedback zu geben, der sollte das auch machen.</li>
<li><strong>Pünktlichkeit:</strong> Die Zuverlässigkeit führt gleich zum nächsten Punkt &#8220;Pünktlichkeit&#8221;. Wenn zum Beispiel ein Datum für das Feedback vereinbart wurde ist es enorm wichtig, dieses Datum auch einzuhalten. Nach den Rückmeldungen der Testleser müssen die Autoren nämlich womöglich nochmal teils große Änderungen am Manuskript vornehmen. Und das machen sie oft erst, wenn ihnen alle Rückmeldungen vorliegen.</li>
<li><strong>Ehrliches Feedback:</strong> Auch wenn man die Gefühle der Autoren nicht verletzen möchte, ist ein ehrliches Feedback enorm wichtig. Hat dem Testleser etwas nicht gefallen, sollte er das auch ehrlich kommunizieren. Übrigens ist negative Kritik oft viel wertvoller, als wenn man alles einfach nur toll findet. Dadurch können die Autoren nämlich am Text feilen und nicht nur ihr Buch, sondern auch sich selbst weiterentwickeln.</li>
<li><strong>Konstruktive Kritik:</strong> Vorsicht beim ehrlichen Feedback! Es sollte dennoch fair und konstruktiv sein. Eine Rückmeldung wie &#8220;gefällt mir nicht&#8221; bringt die Autoren kein Stück vorwärts. Wichtig ist hier zu wissen, WESHALB es nicht gefallen hat!</li>
</ul>
<p>Diese fünf beispielhaften Kriterien bilden in Kombination mit der Frage zur Auswahl von Testlesern nun die Basis für das folgende Experteninterview &#8230;</p>
<h3>Erfahrungsaustausch: Interview mit den Autoren Ursula Konder und Dennis Kazek</h3>
<div id="attachment_602" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-602" class="size-medium wp-image-602" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Dennis-Kazek-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Dennis-Kazek-200x300.jpg 200w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Dennis-Kazek.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-602" class="wp-caption-text">Autor Dennis Kazek</p></div>
<p>Heute befinden sich zwei Autoren im Interview, die kaum unterschiedlicher sein könnten: <a href="https://www.uko-art.de/alles-%C3%BCber-uko-art/" target="_blank" rel="noopener">Ursula Konder</a> bewegt sich im Bereich der Lyrik. <a href="http://www.rising-death.de/" target="_blank" rel="noopener">Dennis Kazek</a> hingegen veröffentlichte bisher einen Zombie-Roman und arbeitet aktuell an einer Low-Fantasy-Reihe. Und dennoch haben sie etwas miteinander gemeinsam: Beide schreiben leidenschaftlich gerne &#8211; und können sich in den Erfahrungsaustausch über die Auswahl von Testlesern begeben &#8230;</p>
<p><strong>Katja: Mal eine Frage zum Aufwärmen: Könnt ihr bei den fünf möglichen Kriterien zur Auswahl von Testlesern mitgehen und warum?</strong></p>
<p><em><strong>Ursula:</strong> Ich finde die fünf Punkte absolut zutreffend. In meinem Fall ist es nicht ganz einfach Testleser zu bekommen, denn Lyrik ist ein schwieriges Genre. Mir wurde einmal gesagt, so etwas lesen nur Feingeister. Immer wieder bekomme ich auch zu hören &#8220;Gedichte lesen ist nichts für mich&#8221;. Und andere meinen, wenn es sich nicht reimt, ist es kein Gedicht. Und dennoch gibt es die Lyrik-Leser oftmals da, wo man sie nicht vermutet.</em></p>
<p><em> Ich habe einige als Testleser gefunden, und auf die kann ich mich in den genannten Punkten voll und ganz verlassen. Allerdings muss man vorher genau definieren, auf was geachtet und was bewertet werden soll. Denn ein Feedback &#8220;Es hat mir gut – oder gar nicht &#8211; gefallen&#8221; ist eine subjektive Meinung. Was dem einen gefällt, muss dem anderen nicht gefallen. Da muss genau gesagt werden, wie es zur Bewertung kam. Nur so kann der Autor das eine oder andere nochmals überdenken. Zum Punkt Verlässlichkeit beziehungsweise Pünktlichkeit: Es ist furchtbar wenn du auf das notwendige Feedback wartest um endlich zum finalen Endspurt ansetzen zu können. Das ist wie auf heißen Kohlen sitzen. Testleser sollten keine Zusagen machen, die sie zeitlich nicht bedienen können.</em></p>
<p><em><strong>Dennis:</strong> Absolut. Du hast sehr gut zusammengefasst, worauf es mir als Autor bei Testlesern ankommt. Wichtig ist mir ehrliches Feedback, das mir auch bei meinem Roman hilft. Am „verhasstesten“ ist immer: „Ich fand ihn gut“. Das hilft einem gar nicht. Zum Glück wissen das viele Testleser. Zudem erwähne ich es direkt bei der Erstbesprechung.</em></p>
<p><strong>Katja: Fallen euch weitere Kriterien ein, auf die ihr bei euren Testlesern Wert legt?</strong></p>
<p><em><strong>Ursula:</strong> Ich bin immer sehr dankbar, wenn ich nochmals Hinweise auf Stolperstellen bekomme und mit meinem Testleser über mögliche Verbesserungen diskutieren kann. Ich hatte im <strong>Das Gürteltier</strong> eine Passage die ich immer und immer wieder überarbeitet habe. Dennoch blieb es holprig. Meine Freundin las und hatte sofort die Lösung. Darüber war ich sehr dankbar. Auch was die Typographie betrifft oder den Umbruch habe ich ein offenes Ohr. Selbst wird man ja oftmals betriebsblind.</em></p>
<p><em><strong>Dennis:</strong> Sie sollten auf jeden Fall die Zeit und Lust haben, sich mit dem Buch auseinander zu setzen. In der Regel lege ich einen Fragebogen bei, der ihnen helfen soll, sich zu orientieren. Ansonsten hast du schon alles Wichtige notiert.</em></p>
<p><strong>Katja: Freunde und Verwandte oder &#8220;Fremde Dritte&#8221; &#8211; Welche Testleser-Gruppe bevorzugt ihr?</strong></p>
<div id="attachment_608" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-608" class="size-medium wp-image-608" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Ursula-Konder-280x300.jpg" alt="" width="280" height="300" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Ursula-Konder-280x300.jpg 280w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/12/Ursula-Konder.jpg 765w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" /><p id="caption-attachment-608" class="wp-caption-text">Autorin Ursula Konder</p></div>
<p><em><strong>Ursula:</strong> Ich hatte bei meinem ersten Lyrik-Band Freunde, Familie und Fremde mit im Boot. Das war auch gut so. Meine Freunde und meine Familie kennen mich und haben vieles kritisch hinterfragt und mich auch oftmals darauf hingewiesen, dass ich sehr viel von mir preisgebe. Wir haben das dann diskutiert und ich konnte nochmals darüber nachdenken, ob ich das tatsächlich wollte. </em></p>
<p><em>Letzten Endes ist es dabei geblieben, denn gerade in der Lyrik fließt auch sehr viel Autobiographisches mit ein. Wie sonst könnte ich Gefühle beschreiben, wenn ich sie nicht selbst durchlebt hätte. Die Fremden waren tatsächlich Fremde, die mich nicht kannten. Sie haben mit Abstand zu mir gelesen und konnten mir so gut sagen, ob ich sie auf der Gefühlsebene erreicht hatte. Das war mir sehr wichtig. Wenn eines meiner Gedichte dich auch noch Stunden danach beschäftigt, dann habe ich erreicht, was ich erreichen wollte. Die Menschen zu (be)rühren, ihnen Mut zu machen, Halt zu geben oder sie aufzufordern, ihren Frust oder ihre Wut zu artikulieren.</em></p>
<p><em><strong>Dennis:</strong> Am liebsten „Fremde Dritte“. Die wenigsten Freunde sind so knallhart, wie Fremde. Wie schon gesagt, bringt es mir aber nichts, wenn der Testleser mich verhätschelt, die Amazon Rezensionen dann aber vernichtend sind.</em></p>
<p><strong>Katja: Und nun noch ein Plausch aus dem Nähkästchen: Habt ihr besonders tolle und / oder besonders grausame Erfahrungen mit Testlesern gemacht? Erzählt doch mal (natürlich, ohne Namen zu nennen) <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p>
<p><em><strong>Ursula:</strong> Oh, da habe ich ein wunderbares Beispiele parat. Obwohl die Leserin zur unfreiwilligen Testleserin wurde: Ich war in diesem Jahr in einer Kurklinik. Mit im Gepäck hatte ich meinen Lyrik-Band da ich ein Büchlein der Klinik für die Bibliothek stiften wollte. Als einige Mitpatienten und ich nachmittags bei einem Kaffee zusammen saßen erzählten wir reihum, was wir so machen. Viele waren auch künstlerisch tätig. Als sie hörten, dass ich ein kleines Buch herausgebracht hatte, wollten es alle sehen. Also holte ich es und wir redeten über das Schreiben an und für sich. Als wir die Kaffeetafel auflösten, blieb der Lyrik-Band auf dem Tisch liegen. </em></p>
<p><em>Erst kurz vor dem Abendessen fiel er mir wieder ein und ich wollte ihn holen gehen. Als ich ins Foyer kam, hörte ich eine Frauenstimme, die mir sehr bekannte Worte vorlas. Ich kam näher und sah sechs Frauen die andächtig lauschten, als die Vorleserin die letzten Worte vorlas: &#8220;&#8230; am Ende der Tränen steht das Leben&#8221;. Was für wundervolle und große Worte, meinte sie. Ich setzte mich dazu und fragte, ob sie mir das Gedicht nochmals vorlesen wolle. &#8220;Wenn du solche Gedichte magst, gerne&#8221;, erwiderte sie. Sie las, ich hörte meine Worte aus ihrem Mund. Die Verse hatten sie offensichtlich tief berührt und sie wollte wissen, wie es mir gefallen habe. Ich musste schmunzeln: &#8220;Na ja, es muss mir ja wohl gefallen, denn ich habe es geschrieben&#8221;, verriet ich und sie bekam den Mund nicht mehr zu. </em></p>
<p><em>Was dann kam, machte mich nur noch glücklich. Alle gratulierten mir so spontan und ehrlich, wollten alle ein Buch mit Signatur und erzählten den anderen, dass eine echte Autorin in der Klinik sei. Für mich war das einer der schönsten Momente in meinem noch jungen Autorendasein, denn ich erfuhr in diesem Moment und noch Tage danach aufrichtige Wertschätzung. Das werde ich nie vergessen.</em></p>
<p><em><strong>Dennis:</strong> Ich glaube, dass ich ein richtig „böser“ Testleser bin. Ein Kollege war nach meinem „Lektorat“ richtig angefressen und seine Frau ebenfalls. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis er sich dazu durchgerungen hat, meinem Feedback eine Chance zu geben. Seither sind wir aber sehr gute Freunde und er hat sich ordentlich revanchiert. Denn dank seiner unglaublichen Hilfe konnte ich meinen Debütroman <strong>Rising Death</strong> zu einem klasse Buch machen. Er hat mir ebenfalls die Augen in Bezug auf meine Fehler geöffnet. Ich konnte sehr viel für meine Fantasy-Reihe <strong>Sirana</strong> übernehmen, um nicht nochmal die selben Fehler zu machen. Als Autor muss man sich immer weiter entwickeln, sonst wird es für einen selbst und den Leser öde, finde ich.</em></p>
<p>Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt! Damit lasst ihr uns nicht nur an euren Erfahrungen teilhaben, sondern bietet zeitgleich Einblicke in euer Autorenleben. <strong>Teil 2</strong> der Mini-Reihe über die Auswahl von Testlesern &#8211; mit Fokus auf der Autorensicht &#8211; ist nun beendet. Der dritte Teil zum Thema &#8220;Testleser&#8221; mit weiteren Experteninterviews steht aber bereits in den Startlöchern!</p>
<p>Beitragsfoto © <a href="http://martina-brunow.de/" target="_blank" rel="noopener">Martina Brunow Fotografie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/">Testleser (Teil 2): Worauf sollten Autoren bei der Auswahl von Testlesern achten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/testleser-teil-2-auswahl-von-testlesern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Autoren-Adventskalender Tag 16 Susanne Faust &#038; Carolin Lockstein</title>
		<link>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-16-susanne-faust-carolin-lockstein/</link>
					<comments>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-16-susanne-faust-carolin-lockstein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2017 23:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren Adventskalender 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Lockstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.katjazusset.de/?p=330</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hinter dem heutigen Gastbeitrag verbergen sich die Autorinnen Susanne Faust und Carolin Lockstein. Mit Musik tanzen die Finger der beiden mainbook-Autorinnen viel zielsicherer über die Tastatur. Deshalb sagen viele, ihre Texte haben Groove. Für den Adventskalender treten sie im Duett auf und präsentieren ihre Top 16 für alle Stimmungslagen. Top 16 Am Ende des Jahres sind auch viele Beziehungen am&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-16-susanne-faust-carolin-lockstein/">Autoren-Adventskalender Tag 16 Susanne Faust &#038; Carolin Lockstein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem heutigen Gastbeitrag verbergen sich die Autorinnen Susanne Faust und Carolin Lockstein. Mit Musik tanzen die Finger der beiden mainbook-Autorinnen viel zielsicherer über die Tastatur. Deshalb sagen viele, ihre Texte haben Groove. Für den Adventskalender treten sie im Duett auf und präsentieren ihre Top 16 für alle Stimmungslagen.</p>
<h1>Top 16</h1>
<p>Am Ende des Jahres sind auch viele Beziehungen am Ende. Meist ist eine dritte Person im Spiel. Einer feiert das Leben, der andere bleibt traurig zurück und ahnt noch nicht: Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang!<br />
Denn spätestens im Frühling steigt mit den Temperaturen ein Gefühl von Freiheit und Lebenslust auf. Der Roman von Susanne Faust und Carolin Lockstein beschreibt die Zeit zwischen Minusgraden bis Hitzewelle: Das Leben der Protagonistinnen Anne und Ellen ist mehr Rock’n’Roll als Klassik. Auch zu Weihnachten machen sie keine Ausnahme, damit eine gute Party gelingt. Egal, ob Küchendisco oder Festessen – hier ihre Top 16 to be merry till new year’s day:</p>
<ol>
<li>„Go“ von Chemical Brothers</li>
<li>„Before I Fall to Pieces“ von Razorlight</li>
<li>„Joe le Taxi“ von Vanessa Paradis</li>
<li>„I Love You for Sentimental Reasons“ von Karl Zéro</li>
<li>„Giving You Up“ von Kylie Minogue</li>
<li>„40 Day Dream“ von Edward Sharpe &amp; The Magnetic Zeros</li>
<li>„Don’t Make a Fool Out of Me“ von Kitty, Daisy &amp; Lewis</li>
<li>„Praise You“ von Fatboy Slim</li>
<li>„Rock &amp; Roll Queen“ von Subways</li>
<li>„Burning Love“ von Elvis Presley</li>
<li>„Blister in the Sun“ von Nouvelle Vague</li>
<li>„Northern Girls“ von Belleruche</li>
<li>„Song 2“ von Blur</li>
<li>„O.P.P.“ von Naughty by Nature</li>
<li>„Apocalypse“ von Cigarettes After Sex</li>
<li>„The End“ von Allison Weiss</li>
</ol>
<h2>Über Susanne Faust und Carolin Lockstein</h2>
<div id="attachment_349" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-349" class="wp-image-349 size-medium" src="http://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Susanne-Faust-und-Carolin-Lockstein-300x225.jpg" alt="Susanne Faust und Carolin Lockstein" width="300" height="225" srcset="https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Susanne-Faust-und-Carolin-Lockstein-300x225.jpg 300w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Susanne-Faust-und-Carolin-Lockstein-768x576.jpg 768w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Susanne-Faust-und-Carolin-Lockstein-1024x768.jpg 1024w, https://www.katjazusset.de/wp-content/uploads/2017/11/Susanne-Faust-und-Carolin-Lockstein-1050x788.jpg 1050w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-349" class="wp-caption-text">© Jan Rickers, privat</p></div>
<p>Die Autorinnen Susanne Faust und Carolin Lockstein arbeiten als Journalistenteam in Hamburg. Beim Schreiben gibt’s auch mal dicke Luft, aber sie verdampft, sobald der Computer aus ist. Ihr Sachbuch „Relax!“ war ein Bestseller und wurde in neun Sprachen übersetzt. „Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang” ist ihr erster Roman.</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/Das-Ende-vom-Lied-485225064874748/" target="_blank" rel="noopener">Das Ende vom Lied</a></p>
<p>Amazon: <a href="https://www.amazon.de/Ende-Lied-kein-schlechter-Anfang/dp/3944124715/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1396676048&amp;sr=8-1&amp;keywords=das+ende+vom+lied+ist+kein+schlechter" target="_blank" rel="noopener">Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>➨ <a href="http://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-2017/" target="_blank" rel="noopener">Hier geht´s zum Autoren-Adventskalender</a> mit allen (bisher) geöffneten Türchen. Bis zum 24.12.2017 öffnet sich täglich ein neues individuell bestücktes Türchen der teilnehmenden Autorinnen und Autoren. Vorbeischauen lohnt sich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-16-susanne-faust-carolin-lockstein/">Autoren-Adventskalender Tag 16 Susanne Faust &#038; Carolin Lockstein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.katjazusset.de">Katja Zusset</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.katjazusset.de/autoren-adventskalender-tag-16-susanne-faust-carolin-lockstein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
