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	<description>Blog eines Läufers – Reisenden – Schreibenden</description>
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		<title>Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einer Woche hatte ich noch große Pläne. Baden Marathon. Sub 3. Neue Wege gehen. Weniger Greif. Mehr KI. Weniger 100-Kilometer-Wochen. Mehr Vernunft. Zumindest war das der Plan. Die KI hatte jedenfalls einen. Ich eher nicht! Die Ausgangslage Die erste Trainingswoche war eigentlich klar definiert: Nichts Verrücktes. Nichts Heroisches. Nichts, was nachts um 23 Uhr mit Stirnlampe absolviert werden muss, während die Familie schon schläft. Also genau die Art von Marathontraining, die für einen Familienvater irgendwie vernünftig klingt. Doch bereits nach wenigen Tagen meldete sich mein innerer Schweinehund. Beziehungsweise mein innerer Bahnläufer. &#8220;Kann ich nicht einfach jede Woche Bestzeit laufen?&#8221; Ich hatte der KI von meinem letzten 10-Kilometer-Lauf erzählt. 37:11. Eigentlich völlig überraschend. Und plötzlich war da dieser Gedanke &#8220;Vielleicht laufe ich einfach jede Woche mal eine Bestzeit.&#8221; Die KI reagierte ungefähr so wie ein genervter Trainer, der zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage hört. &#8220;Nein.&#8221; Ich fragte erneut: &#8220;Aber ist ein 5-Kilometer-All-Out-Lauf nicht fast dasselbe wie Intervalle?&#8221; Die Antwort kam schnell: &#8220;Nein.&#8221; Ich bohrte weiter: &#8220;Vielleicht jede Woche abwechselnd 5 Kilometer und 10 Kilometer volle Granate?&#8221; Die KI wurde auffallend kurz angebunden. Ich hatte das Gefühl, sie verdrehte digital die Augen. Der große 10-Kilometer-Angriff Natürlich ignorierte ich sämtliche Warnzeichen. Es war warm. Die Beine waren müde. Die Vernunft sagte: Heute lieber locker. Mein Ego sagte: Heute fällt die 36. Also stand ich auf der Bahn. Nach sechs Kilometern war das Experiment beendet. 22 Minuten. 3:41er Pace. Eigentlich stark. Aber eben keine Bestzeit. Vor allem hatte ich plötzlich keine Lust mehr. Die KI analysierte die Daten und stellte fest: &#8220;Das war kein Scheitern. Das war ein Trainingslauf mit zu großer Überschrift.&#8221; Irgendwie hatte sie recht. Leider. Der Longrun nimmt eine überraschende Wendung Eigentlich hätte laut Plan ein langer Straßenlauf angestanden. 26 Kilometer. Ruhig. Kontrolliert. Marathonspezifisch. Stattdessen fand ich mich plötzlich im Pfälzer Wald wieder. 17 Kilometer. 885 Höhenmeter. Trail. Weil &#8230; naja &#8230; weil Trail halt cooler ist als ein Grundlagenlauf auf der Straße. Die KI seufzte hörbar. Oder zumindest bilde ich mir das ein. Das Fueling-Experiment Jetzt wurde es spannend. Denn eine meiner größten Baustellen bleibt der Marathon-Magen. In Frankfurt. In Köln. Im Spreewald. Immer wieder dieselbe Geschichte: Ab Kilometer 25 bis 30 wird mir schlecht. Schwindel. Leistungsabfall. Manchmal sogar Erbrechen. Greif hatte mir damals erklärt: &#8220;Trinken braucht man eigentlich nicht.&#8221; Die KI erklärte mir anschließend: &#8220;Vielleicht ist genau das das Problem.&#8221; Ein unangenehmer Gedanke. Also testete ich bewusst: Während des Traillaufs. Das Ergebnis: Kein Drama. Lediglich ein leicht flauer Magen auf der Heimfahrt. Die KI wertete das überraschend positiv. Die Beichte Irgendwann erwähnte ich beiläufig: &#8220;Ach übrigens &#8230; ich habe gestern zwei Bier getrunken.&#8221; Kurze Pause. Digitale Stille. Dann kam die Antwort: &#8220;Die zwei Bier erklären den flauen Magen wahrscheinlicher als das zweite Gel.&#8221; Fairer Punkt. Wirklich fairer Punkt. Die eigentliche Erkenntnis Das Verrückte ist: Die KI interessiert sich erstaunlich wenig für meine Bestzeiten. Mich interessieren sie ständig. Die KI dagegen fragt immer dieselben Dinge: Langweilige Fragen. Leider genau die richtigen. Denn vielleicht entscheidet sich mein Baden Marathon tatsächlich nicht bei Kilometer 5. Nicht bei Kilometer 10. Nicht einmal beim Halbmarathon. Sondern genau dort, wo bisher jedes Mal die Party vorbei war: Bei Kilometer 30. Zwischenfazit nach Woche 2 Die KI lebt noch. Ich auch. Die 36 vor dem Komma muss noch warten. Dafür gehe ich jetzt mal wirklich frühzeitig vor der eigentlichen Endvorbereitung in das gezielte Ernährungstraining während der Belastung. Und vielleicht ist das am Ende mehr wert als jede neue Bestzeit. Auch wenn mein Ego das noch nicht vollständig akzeptieren möchte. Fortsetzung folgt ..</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/14/road-to-baden-marathon-2-die-ki-wird-langsam-genervt-zwischen-bestzeitfantasien-bier-und-einem-trailrun/">Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Vor einer Woche hatte ich noch große Pläne. Baden Marathon. Sub 3. Neue Wege gehen. Weniger Greif. Mehr KI. Weniger 100-Kilometer-Wochen. Mehr Vernunft. Zumindest war das der Plan. Die KI hatte jedenfalls einen. Ich eher nicht!</p>


<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangslage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Trainingswoche war eigentlich klar definiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lockere Läufe</li>



<li>ein Bahntraining</li>



<li>ein Longrun</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts Verrücktes. Nichts Heroisches. Nichts, was nachts um 23 Uhr mit Stirnlampe absolviert werden muss, während die Familie schon schläft. Also genau die Art von Marathontraining, die für einen Familienvater irgendwie vernünftig klingt. Doch bereits nach wenigen Tagen meldete sich mein innerer Schweinehund. Beziehungsweise mein innerer Bahnläufer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8220;Kann ich nicht einfach jede Woche Bestzeit laufen?&#8221;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte der KI von meinem letzten 10-Kilometer-Lauf erzählt. 37:11. Eigentlich völlig überraschend. Und plötzlich war da dieser Gedanke</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht laufe ich einfach jede Woche mal eine Bestzeit.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI reagierte ungefähr so wie ein genervter Trainer, der zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage hört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Nein.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fragte erneut:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Aber ist ein 5-Kilometer-All-Out-Lauf nicht fast dasselbe wie Intervalle?&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort kam schnell:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Nein.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bohrte weiter:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht jede Woche abwechselnd 5 Kilometer und 10 Kilometer volle Granate?&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI wurde auffallend kurz angebunden. Ich hatte das Gefühl, sie verdrehte digital die Augen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der große 10-Kilometer-Angriff</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ignorierte ich sämtliche Warnzeichen. Es war warm. Die Beine waren müde. Die Vernunft sagte: Heute lieber locker. Mein Ego sagte: Heute fällt die 36. Also stand ich auf der Bahn. Nach sechs Kilometern war das Experiment beendet. 22 Minuten. 3:41er Pace. Eigentlich stark. Aber eben keine Bestzeit. Vor allem hatte ich plötzlich keine Lust mehr. Die KI analysierte die Daten und stellte fest:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Das war kein Scheitern. Das war ein Trainingslauf mit zu großer Überschrift.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie hatte sie recht. Leider.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Longrun nimmt eine überraschende Wendung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hätte laut Plan ein langer Straßenlauf angestanden. 26 Kilometer. Ruhig. Kontrolliert. Marathonspezifisch. Stattdessen fand ich mich plötzlich im Pfälzer Wald wieder. 17 Kilometer. 885 Höhenmeter. Trail. Weil &#8230; naja &#8230; weil Trail halt cooler ist als ein Grundlagenlauf auf der Straße. Die KI seufzte hörbar. Oder zumindest bilde ich mir das ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Fueling-Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt wurde es spannend. Denn eine meiner größten Baustellen bleibt der Marathon-Magen. In Frankfurt. In Köln. Im Spreewald. Immer wieder dieselbe Geschichte: Ab Kilometer 25 bis 30 wird mir schlecht. Schwindel. Leistungsabfall. Manchmal sogar Erbrechen. Greif hatte mir damals erklärt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Trinken braucht man eigentlich nicht.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI erklärte mir anschließend:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht ist genau das das Problem.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ein unangenehmer Gedanke. Also testete ich bewusst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>2 Gels</li>



<li>1 Liter Wasser</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Traillaufs. Das Ergebnis: Kein Drama. Lediglich ein leicht flauer Magen auf der Heimfahrt. Die KI wertete das überraschend positiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Beichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann erwähnte ich beiläufig:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Ach übrigens &#8230; ich habe gestern zwei Bier getrunken.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Kurze Pause. Digitale Stille. Dann kam die Antwort:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Die zwei Bier erklären den flauen Magen wahrscheinlicher als das zweite Gel.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Fairer Punkt. Wirklich fairer Punkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die eigentliche Erkenntnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verrückte ist: Die KI interessiert sich erstaunlich wenig für meine Bestzeiten. Mich interessieren sie ständig. Die KI dagegen fragt immer dieselben Dinge:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie war der Magen?</li>



<li>Wie waren die Beine?</li>



<li>Wie hast du getrunken?</li>



<li>Wie hast du gegessen?</li>



<li></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Langweilige Fragen. Leider genau die richtigen. Denn vielleicht entscheidet sich mein Baden Marathon tatsächlich nicht bei Kilometer 5. Nicht bei Kilometer 10. Nicht einmal beim Halbmarathon. Sondern genau dort, wo bisher jedes Mal die Party vorbei war: Bei Kilometer 30.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischenfazit nach Woche 2</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI lebt noch. Ich auch. Die 36 vor dem Komma muss noch warten. Dafür gehe ich jetzt mal wirklich frühzeitig vor der eigentlichen Endvorbereitung in das gezielte Ernährungstraining während der Belastung.  Und vielleicht ist das am Ende mehr wert als jede neue Bestzeit. Auch wenn mein Ego das noch nicht vollständig akzeptieren möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fortsetzung folgt ..</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/14/road-to-baden-marathon-2-die-ki-wird-langsam-genervt-zwischen-bestzeitfantasien-bier-und-einem-trailrun/">Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 19:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die macht man jahrelang. Und irgendwann fragt man sich, ob es vielleicht an der Zeit ist, etwas anderes zu machen, oder anders gesagt – etwas ANDERS zu machen. Bei mir ist das Peter Greif. Seit dem Spreewald-Marathon 2023 trainiere ich nach dem Countdown. Lange Läufe. Endbeschleunigungen. Harte Wochen. Viele Kilometer. Und um eines vorwegzunehmen: Das Training hat funktioniert. Sonst würde ich heute nicht auf Marathonzeiten zwischen 3:03 und 3:10 Stunden zurückblicken. Steffney brachte mich weit, Greif noch viel weiter bis knapp zum Ziel. Und trotzdem steht da noch immer diese verdammte Zahl: 3:00:00. Die magische Grenze. Die Schallmauer. Die fucking Sub 3. Und genau die habe ich bisher nicht geknackt. Frankfurt: Die Antwort steckt vielleicht in den Splits Mein bisher bester Marathon war Frankfurt 2024. 3:03:50 Stunden. Knapp vorbei. Damals war meine Schlussfolgerung einfach: Mehr trainieren. Härter trainieren. Noch konsequenter trainieren. Das habe ich gemacht – für Köln ein Jahr später! Und ging unter – 03:14. Fuck! Doch vor ein paar Tagen habe ich mir die Kilometerzeiten von Frankfurt noch einmal angesehen. Bis Kilometer 34 lief alles nahezu nach Plan. Erst danach ging langsam das Licht aus. War ich wirklich zu langsam? Oder bin ich einfach leer gelaufen? Die KI stellt unangenehme Fragen Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile habe ich meine Wettkampfzeiten, Trainingsdaten und Frankfurt-Splits einmal durch eine KI analysieren lassen. Die Antwort überraschte mich im Ansatz erst einmal nicht, in der weiteren Auseinandersetzung dann aber doch schon sehr. Die KI war der Meinung, dass mein Problem nicht unbedingt die Geschwindigkeit ist. So weit, so gut. Meine aktuellen Leistungsdaten: Dann wurde es unangenehm. „Wie viele Gels hast du in Frankfurt genommen?“„Zwei.“ Kurzes Schweigen. „Und wie viel hast du während des Rennens getrunken?“„Praktisch nichts.“ Wieder Schweigen. Selbst eine künstliche Intelligenz schien von dieser Strategie nicht restlos überzeugt. Mein Verpflegungsplan klang eigentlich genial Dabei war das kein Versehen. Das war mein Plan. Vor dem Start wurden über mehrere Stunden verteilt rund 1,5 Liter Flüssigkeit eingefüllt. Dazu Buffer, Guarana, L-Carnitin und diverse andere Wundermittel. Während des Rennens dagegen: möglichst wenig trinken. So hatte ich es gelernt. So hatte ich es über Jahre gemacht. Die KI formulierte es erstaunlich diplomatisch: &#8220;Vielleicht liegt genau dort das Problem!&#8221; 100 Kilometer pro Woche – aber zu welchem Preis? Als ich die Umfänge meiner Frankfurt-Vorbereitung herauskramte, standen dort Zahlen wie: Die KI war beeindruckt. Ich weniger. Denn diese Kilometer kamen nicht kostenlos. Teilweise lief ich meine langen Läufe am Freitagabend bis tief in die Nacht hinein. Nicht weil das besonders cool klingt. Sondern weil Familie, Beruf und Marathontraining gleichzeitig existieren wollten. Die ehrliche Frage lautet daher: Will ich wirklich noch einmal genau denselben Weg gehen? Nein! Das Baden-Experiment Deshalb werde ich für Baden etwas tun, was für mich fast schon revolutionär ist. Ich trainiere nicht härter. Ich trainiere anders. Die Wochenumfänge werden deutlich niedriger ausfallen als in meiner Frankfurt-Vorbereitung – oder für Köln. Dafür liegt der Fokus auf: Ich möchte herausfinden, ob mein Körper vielleicht schon längst für eine Zeit unter drei Stunden gut ist und ich bisher einfach an der falschen Stelle optimiert habe. Vielleicht muss ich gar nicht schneller werden Jahrelang dachte ich: Wer schneller laufen will, muss härter trainieren. Vielleicht stimmt das sogar. Hell yes, natürlich stimmt das! Aber vielleicht gilt für mich inzwischen etwas anderes: Wer schneller laufen will, muss aufhören, bei Kilometer 35 zu verhungern. Klingt weniger heroisch. Ist aber möglicherweise näher an der Wahrheit – für mich. Kann KI einen Marathon trainieren? Wahrscheinlich nicht. Zumindest noch nicht. Aber vielleicht kann sie dabei helfen, eingefahrene Überzeugungen zu hinterfragen. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus der Analyse war nämlich nicht: Du musst schneller werden. Sondern: Vielleicht musst du endlich anfangen zu trinken! Ob das funktioniert? Keine Ahnung. Vielleicht laufe ich 3:05. Vielleicht 3:10. Vielleicht lande ich wieder knapp über drei Stunden. Oder vielleicht stelle ich am 20. September in Baden fest, dass die fehlenden Minuten nie in den Beinen steckten. Sondern im Verpflegungsplan. Der erste Longrun mit zwei Gels steht bereits vor der Tür. Was nun kommen wird, wird ein Experiment sein, ein Dialog mit einer KI. Ich werde ihr Trainingsdaten geben, Gefühle mitteilen und schildern, wie es so läuft mit dem Magen und so. Und wie ein Coach wird sie &#8220;feintunen&#8221;, anpassen, analysieren und mir helfen. Das Pensum wird niedrig sein, eine krasse Abkehr von Greif. Und doch gibt es essentielle Gemeinsamkeiten, universelle Wahrheiten. Niemand kommt um Longruns herum mit Endbeschleunigung. Niemand kommt um krass gelaufene Intervalle herum. Wer nicht trainiert, erreicht nichts! Wie schon gesagt, Greif brachte mich weit, sehr weit. Und vielleicht ist das letzte Stück, das mir fehlt und für viele andere sicher funktioniert, für mich eben ein andrer Weg. Fortsetzung folgt &#8230;</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/08/road-to-baden-1-greif-raus-ki-rein-kann-das-funktionieren/">Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die macht man jahrelang. Und irgendwann fragt man sich, ob es vielleicht an der Zeit ist, etwas anderes zu machen, oder anders gesagt – etwas ANDERS zu machen. Bei mir ist das Peter Greif. Seit dem Spreewald-Marathon 2023 trainiere ich nach dem Countdown. Lange Läufe. Endbeschleunigungen. Harte Wochen. Viele Kilometer. Und um eines vorwegzunehmen: Das Training hat funktioniert. Sonst würde ich heute nicht auf Marathonzeiten zwischen 3:03 und 3:10 Stunden zurückblicken. Steffney brachte mich weit, Greif noch viel weiter bis knapp zum Ziel. Und trotzdem steht da noch immer diese verdammte Zahl: 3:00:00. Die magische Grenze. Die Schallmauer. Die fucking Sub 3. Und genau die habe ich bisher nicht geknackt.</p>


<h2 class="wp-block-heading">Frankfurt: Die Antwort steckt vielleicht in den Splits</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mein bisher bester Marathon war Frankfurt 2024. 3:03:50 Stunden. Knapp vorbei. Damals war meine Schlussfolgerung einfach: Mehr trainieren. Härter trainieren. Noch konsequenter trainieren. Das habe ich gemacht – für Köln ein Jahr später! Und ging unter – 03:14. Fuck! Doch vor ein paar Tagen habe ich mir die Kilometerzeiten von Frankfurt noch einmal angesehen. Bis Kilometer 34 lief alles nahezu nach Plan. Erst danach ging langsam das Licht aus. War ich wirklich zu langsam? Oder bin ich einfach leer gelaufen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die KI stellt unangenehme Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile habe ich meine Wettkampfzeiten, Trainingsdaten und Frankfurt-Splits einmal durch eine KI analysieren lassen. Die Antwort überraschte mich im Ansatz erst einmal nicht, in der weiteren Auseinandersetzung dann aber doch schon sehr. Die KI war der Meinung, dass mein Problem nicht unbedingt die Geschwindigkeit ist. So weit, so gut. <br><br>Meine aktuellen Leistungsdaten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Halbmarathon: 1:23:55 (die Bestzeit ist das nicht, aber meine letzte Performance)</li>



<li>10 km: 37:11 (aktuell, da ist Luft nach oben, auf diese Zeit kann ich also bauen)</li>



<li>5K: 17:30 (aktuell)</li>



<li>VO2max laut COROS: 59</li>



<li>Schwellenpace: 3:42 min/km</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wurde es unangenehm.<br><br><em>„Wie viele Gels hast du in Frankfurt genommen?“<br>„Zwei.“</em><br><br>Kurzes Schweigen.<br><br><em>„Und wie viel hast du während des Rennens getrunken?“<br>„Praktisch nichts.“</em><br><br>Wieder Schweigen. Selbst eine künstliche Intelligenz schien von dieser Strategie nicht restlos überzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Verpflegungsplan klang eigentlich genial</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war das kein Versehen. Das war mein Plan. Vor dem Start wurden über mehrere Stunden verteilt rund 1,5 Liter Flüssigkeit eingefüllt. Dazu Buffer, Guarana, L-Carnitin und diverse andere Wundermittel. Während des Rennens dagegen: möglichst wenig trinken. So hatte ich es gelernt. So hatte ich es über Jahre gemacht. Die KI formulierte es erstaunlich diplomatisch: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht liegt genau dort das Problem!&#8221;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">100 Kilometer pro Woche – aber zu welchem Preis?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Umfänge meiner Frankfurt-Vorbereitung herauskramte, standen dort Zahlen wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>101 Kilometer</li>



<li>94 Kilometer</li>



<li>100 Kilometer</li>



<li>89 Kilometer<br></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI war beeindruckt. Ich weniger. Denn diese Kilometer kamen nicht kostenlos. Teilweise lief ich meine langen Läufe am Freitagabend bis tief in die Nacht hinein. Nicht weil das besonders cool klingt. Sondern weil Familie, Beruf und Marathontraining gleichzeitig existieren wollten. Die ehrliche Frage lautet daher:<br><br><strong>Will ich wirklich noch einmal genau denselben Weg gehen?</strong><br><br><strong>Nein</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Baden-Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb werde ich für Baden etwas tun, was für mich fast schon revolutionär ist. Ich trainiere nicht härter. Ich trainiere anders. Die Wochenumfänge werden deutlich niedriger ausfallen als in meiner Frankfurt-Vorbereitung – oder für Köln. Dafür liegt der Fokus auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>langen Läufen</li>



<li>Marathonpace unter Vorermüdung</li>



<li>Fueling</li>



<li>Trinken</li>



<li>Magenverträglichkeit</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte herausfinden, ob mein Körper vielleicht schon längst für eine Zeit unter drei Stunden gut ist und ich bisher einfach an der falschen Stelle optimiert habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht muss ich gar nicht schneller werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrelang dachte ich: Wer schneller laufen will, muss härter trainieren. Vielleicht stimmt das sogar. Hell yes, natürlich stimmt das! Aber vielleicht gilt für mich inzwischen etwas anderes: Wer schneller laufen will, muss aufhören, bei Kilometer 35 zu verhungern. Klingt weniger heroisch. Ist aber möglicherweise näher an der Wahrheit – für mich. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann KI einen Marathon trainieren?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich nicht. Zumindest noch nicht. Aber vielleicht kann sie dabei helfen, eingefahrene Überzeugungen zu hinterfragen. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus der Analyse war nämlich nicht: Du musst schneller werden. Sondern:<br><br><strong>Vielleicht musst du endlich anfangen zu trinken</strong>!<br><br>Ob das funktioniert? Keine Ahnung. Vielleicht laufe ich 3:05. Vielleicht 3:10. Vielleicht lande ich wieder knapp über drei Stunden. Oder vielleicht stelle ich am 20. September in Baden fest, dass die fehlenden Minuten nie in den Beinen steckten. Sondern im Verpflegungsplan. Der erste Longrun mit zwei Gels steht bereits vor der Tür. Was nun kommen wird, wird ein Experiment sein, ein Dialog mit einer KI. Ich werde ihr Trainingsdaten geben, Gefühle mitteilen und schildern, wie es so läuft mit dem Magen und so. Und wie ein Coach wird sie &#8220;feintunen&#8221;, anpassen, analysieren und mir helfen. Das Pensum wird niedrig sein, eine krasse Abkehr von Greif. Und doch gibt es essentielle Gemeinsamkeiten, universelle Wahrheiten. Niemand kommt um Longruns herum mit Endbeschleunigung. Niemand kommt um krass gelaufene Intervalle herum. Wer nicht trainiert, erreicht nichts! Wie schon gesagt, Greif brachte mich weit, sehr weit. Und vielleicht ist das letzte Stück, das mir fehlt und für viele andere sicher funktioniert, für mich eben ein andrer Weg.<br><br>Fortsetzung folgt &#8230;</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/08/road-to-baden-1-greif-raus-ki-rein-kann-das-funktionieren/">Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>GOING ULTRA – Platz 506 (32.AK) beim UTMB TRAIL ALSACE / TDC</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Trail Alsace]]></category>
		<category><![CDATA[Trail De Celtes]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning]]></category>
		<category><![CDATA[Ultramarathon]]></category>
		<category><![CDATA[UTMB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz vor 19 Uhr sitzen wir auf dem Marktplatz in Barr und warten darauf, dass das Flammkuchen-Restaurant aufmacht. Wo lässt es sich besser warten als an einem VP bei Kilometer 110 eines 160-Kilometer-Rennens? Die Sonne scheint, die Atmosphäre ist entspannt und mit großen Lücken dazwischen trudelt das hintere Feld hier langsam ein. Nach 110 Kilometern und mehr als 24 Stunden Laufzeit lacht hier eigentlich keiner mehr. Keiner – außer einem. Der steht grinsend an der Absperrung, plaudert fröhlich und hat seine Sporttasche schon vor sich stehen. Der Mann steigt aus dem Rennen aus. Aber warum geht der jetzt raus, denke ich mir, so kurz vor dem Ziel? Wobei „kurz“ bei einem Ultralauf natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Morgen werden wir selbst einen 50-Kilometer-Ultra laufen. Für uns lang. Für die Typen hier? Eher Kurzstrecke zum Warmwerden. Unbreakable Das Interessante bei einem UTMB-Lauf wie diesem ist: Über die Startnummer erfährt man unfassbar viel über die Leute. Also schauen wir mal bei dem Mann nach. Und plötzlich erscheint eine Liste, bei der uns die Kinnlade runterfällt. Der Typ bewegt sich beim „Krassheitsgrad“ irgendwo in einem Paralleluniversum – und dass er hier aussteigt, juckt ihn offenbar exakt null komma null. Da steht unter anderem der Swiss Peaks Ultra Legend mit 397 Kilometern und 28.000 Höhenmetern. Zwei Wochen später lief er einfach noch einen Zweihunderter hinterher. Und die Liste geht endlos weiter. Ähnliches gilt für viele andere Läufer hier draußen. Menschen, die nach 110 Kilometern, einer bereits durchgelaufenen Nacht und einer weiteren bevorstehenden Nacht noch sieben, acht oder neun Stunden unterwegs sein werden. Komplett geisteskrank. Und gleichzeitig maximal faszinierend. Es geht los Mit diesem Eindruck gehen wir ins Restaurant, gönnen uns einen Flammkuchen mit Münsterkäse und dazu ein Meteor 0,5 – wie sich das bei Trailläufern gehört. Danach geht’s brav ins Bettchen, denn morgen um 7 Uhr fällt der Startschuss. Beim UTMB D’Alsace gibt es verschiedene Distanzen von 10 bis 160 Kilometern, alle mit unterschiedlichen Startorten, aber demselben Ziel: Obernai. Wir laufen den Trail des Celtes – nach den 100 Meilen und den 100K die drittlängste Distanz. Knapp 50 Kilometer mit dezenten 1.800 Höhenmetern. Der Wecker klingelt um 5 Uhr morgens. Erst mal duschen, dann Toast mit Butter und Marmelade sowie ein Glas Ultrasports Buffer. Danach beginnt das übliche Ultra-Ritual: Was muss mit, was nicht? Es ist kalt heute Morgen, gerade mal fünf Grad, später wird’s warm. Was zieht man an? Als ich den Trailrucksack aufsetze – den Salomon ADV Skin 5, völlig ausreichend für 50K – sitzt alles perfekt. Vorne die Flasks, hinten der Köcher mit den gut greifbaren Stöcken, dazu Handy, Gels, Snacks. Alles da. Los geht’s Richtung Start. Freakshow Es herrscht direkt diese echte UTMB-Atmosphäre, als sich die Läufer in den engen Gassen der Altstadt sammeln. Verschiedene Startwellen, sortiert nach UTMB-Index-Ranking. Ich stehe in Welle 2 und warte auf den Start. Kurz vorher taucht plötzlich ein Typ mit langen orangenen Haaren auf – null Equipment. Keine Weste, keine Stöcke, nichts. Shorts, T-Shirt, fertig. Er stellt sich ganz vorne rein. Der DJ ballert einen emotionalen Song über den Platz, alle bekommen Gänsehaut. Startschuss. Und der Typ mit den orangenen Haaren schießt los wie komplett irre. Später erfahre ich: Das ist Christian Allen, amerikanischer Trail-Eliteläufer. Er wird das Rennen gewinnen und die 48 Kilometer in 3 Stunden und 11 Minuten pulverisieren. Ich schaue mir später seinen Lauf auf Strava an. Bei jedem einzelnen Kilometer steht da eine 3:30er Pace oder schneller. Auch berghoch. WHAT. THE. FUCK. Der Mann hat einen Marathon in 2:09 stehen, einen Halbmarathon knapp über einer Stunde – und so geht das weiter. Das zeigt einfach brutal, was hier bei einem UTMB-Rennen unterwegs ist. Hier laufen Leute herum, die in der Weltspitze mitmischen können und Chamonix im Visier haben. Fitnesslevel, die komplett absurd wirken. Und gleichzeitig ist das maximal inspirierend. Hier werden Grenzen verschoben. Alle sind ein bisschen durchgeknallt. Aber genau das macht diese Szene so geil. Start und Renntaktik Und dann geht’s auch für mich los. Knapp 50K, 1.800 Höhenmeter. Let’s go. Die ersten 17 Kilometer gehen fast durchgehend bergauf – rund 1.000 Höhenmeter am Stück. Danach wieder runter. Und das Ganze später nochmal. Jeder Trail ist anders. Dieser hier lebt von zwei großen Anstiegen statt hundert kleiner. Nach dem Pfalz Trail vor ein paar Wochen, bei dem ich mich nach 20 Kilometern komplett abgeschossen hatte, ist das Learning jetzt angekommen: Sobald es richtig steil wird, höre ich auf zu laufen und gehe. Es geht zunächst hoch durch die Weinberge. Die Sonne liegt über der weiten Ebene. Was für eine Aussicht. Dann tauchen wir in den Wald ein. Vor mir eine riesige Schlange aus Läufern, langsam ziehen alle ihre Stöcke. Ich warte noch etwas ab, gehe im Eilschritt und stütze die Hände auf den Oberschenkeln ab. Uphill muss nicht langsam sein. Manche versuchen hier hochzurennen. Großer Fehler. Das sind Körner, People. Und die braucht man später noch. Irgendwann hole ich dann doch die Stöcke raus. Auch da kann man viel falsch machen. Wichtig ist, Druck auf die Stöcke zu bekommen, Kraft in die Arme zu verlagern und sich aktiv hochzudrücken. Die Stöcke nach hinten pressen, während die Beine nach oben arbeiten. So ziehe ich das über 1.000 Höhenmeter durch. Wo es flach wird, laufe ich. Steile Passagen gehe ich im Speedwalk hoch. Die Downhills lasse ich rollen. Nicht komplett wahnsinnig – aber schon ordentlich. Bis Kilometer 17 läuft das alles erstaunlich locker. An der VP lege ich den Rucksack ab, gehe aufs Klo, ziehe die Jacke aus und schlendere erst mal entspannt übers Buffet. „EAT AS MUCH YOU CAN“, hatte mir beim Grand Ballon mal jemand gesagt. Genau so halte ich das auch. Bis hierhin habe ich nur an den Softflasks genippt – Ultrasports Buffer und Wasser – plus ein Gel. Wenig, magenschonend. Jetzt wird nachgelegt. Puls runter, Magen beruhigen, Snacks rein. Danach geht’s weiter Richtung nächste 10 Kilometer. Und mir geht’s richtig gut. Grandiose Stimmung Immer wieder gibt es mitten im Wald kleine Spots, an denen Leute stehen und uns anfeuern. Sie sehen das kleine deutsche Fähnchen auf meiner Startnummer und sprechen mich direkt auf Deutsch an. „Super, Martin! Courage!“ Das ist etwas, das ich in Frankreich extrem feiere. Die Leute hier sind nicht ausschließlich auf Fußball fixiert, sondern – Tour-de-France-geprägt – generell begeistert von Ausdauersport jeder Art. Die machen sich mitten im Wald auf den Weg und feuern Menschen an, die sie überhaupt nicht kennen. „Courage!“ In Deutschland halten dich nicht wenige für komplett bescheuert, wenn du so etwas machst. Hier nicht. Hier bekommt jeder Respekt, der sich auf den Weg macht und versucht, etwas durchzuziehen. Man merkt das überall. Auf den Serpentinen im Elsass wird ein Radfahrer nicht als Störfaktor gesehen, sondern mit Respekt behandelt. Diese Begeisterungsfähigkeit fehlt mir bei uns oft. Mehr machen. Weniger nur bewerten. Frankreich hat für mich echten Sport-Spirit. Ruhig bleiben und Erfahrung ausspielen Ab jetzt beginne ich mitzuzählen: Wie viele Leute überhole ich – und wie viele überholen mich bis zur nächsten VP bei Kilometer 30? Die Vorsichtslampen bleiben weiter an. Noch ist hier gar nichts entschieden. Der zweite große Anstieg kommt. Auch diesmal bleibe ich eisern. Kein sinnloses Hochrennen. Sticks raus, Speedwalk, Puls unten halten. Das echte Rennen wird später entschieden. Dem Magen geht’s weiterhin gut. Ein paar Tropfen Iberogast, dazu immer wieder kleine Schlucke aus den Flasks. Nicht zu viel auf einmal. Neben mir steckt sich plötzlich einer den Finger in den Hals und kotzt. Wenig später sackt ein anderer mit Krämpfen zusammen. Ich frage kurz, ob alles okay ist. Alles gut. Weiter geht’s. Ab Kilometer 30 wird’s brutal downhill. 35 Läufer habe ich bis hierhin eingesammelt – jetzt dreht sich das Spiel. Meine Waden machen dicht, die Achillessehnen brennen. Downhill tut inzwischen richtig weh. Also lasse ich andere ziehen und nehme Tempo raus. Magen schonen. Beine irgendwie am Leben halten. Ist das überhaupt noch Rennen? An VP2 angekommen, snacke ich mich erst mal durchs Buffet. Essen fällt inzwischen schwer, der Magen rebelliert langsam. Also gehe ich erst mal ein Stück. Die Sonne knallt jetzt brutal rein. Noch 18 Kilometer. Ab hier läuft der Kurs in Wellen weiter. Kleine Anstiege, kleine Downhills. Die ganz großen Bretter sind geschafft. Rennen? Nee. Das hier ist inzwischen kontrolliertes Joggen mit Gehpassagen bergauf. Mit einem Straßenmarathon hat das nichts mehr zu tun. Dort läufst du konstant deine Pace durch. Hier geht es nur noch darum, sich nicht komplett zu zerstören. Wer jetzt noch eine 5er Pace laufen kann, kassiert hunderte Leute ein. Dazu gehöre ich definitiv nicht. Aber komplett eingehen tue ich eben auch nicht. Es ist heiß inzwischen. Kein Wald mehr. Nur noch Weinberge und Wiesen. Kein Schatten. Brutal. Aber hey: Mir ist nicht schlecht. Ich kann noch joggen. Viele andere gehen nur noch. Das Ding heimbringen Und so bringe ich das Ding nach Hause. So ein Ultra zieht sich brutal. Das ist irgendwann nur noch Kopfsache. Und dann taucht irgendwann Obernai auf. Man hört unten in den Gassen schon den Jubel. Ich rolle die letzten Hügel hinunter, laufe in die Altstadt hinein und schließlich ins Ziel, wo heute wirklich jeder einzelne Läufer herzlich empfangen wird. Und genau darum geht’s hier am Ende auch irgendwie. Nicht um Pace. Nicht um Platzierungen. Sondern einfach darum, dieses verdammte Ding nach Hause zu bringen KEEP ON RUNNING, PEOPLE! Ma San[/Avatar]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor 19 Uhr sitzen wir auf dem Marktplatz in Barr und warten darauf, dass das Flammkuchen-Restaurant aufmacht. Wo lässt es sich besser warten als an einem VP bei Kilometer 110 eines 160-Kilometer-Rennens? Die Sonne scheint, die Atmosphäre ist entspannt und mit großen Lücken dazwischen trudelt das hintere Feld hier langsam ein. Nach 110 Kilometern und mehr als 24 Stunden Laufzeit lacht hier eigentlich keiner mehr. Keiner – außer einem. Der steht grinsend an der Absperrung, plaudert fröhlich und hat seine Sporttasche schon vor sich stehen. Der Mann steigt aus dem Rennen aus.</p>
<p>Aber warum geht der jetzt raus, denke ich mir, so kurz vor dem Ziel? Wobei „kurz“ bei einem Ultralauf natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Morgen werden wir selbst einen 50-Kilometer-Ultra laufen. Für uns lang. Für die Typen hier? Eher Kurzstrecke zum Warmwerden.</p>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unbreakable</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interessante bei einem UTMB-Lauf wie diesem ist: Über die Startnummer erfährt man unfassbar viel über die Leute. Also schauen wir mal bei dem Mann nach. Und plötzlich erscheint eine Liste, bei der uns die Kinnlade runterfällt. Der Typ bewegt sich beim „Krassheitsgrad“ irgendwo in einem Paralleluniversum – und dass er hier aussteigt, juckt ihn offenbar exakt null komma null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da steht unter anderem der Swiss Peaks Ultra Legend mit 397 Kilometern und 28.000 Höhenmetern. Zwei Wochen später lief er einfach noch einen Zweihunderter hinterher. Und die Liste geht endlos weiter. Ähnliches gilt für viele andere Läufer hier draußen. Menschen, die nach 110 Kilometern, einer bereits durchgelaufenen Nacht und einer weiteren bevorstehenden Nacht noch sieben, acht oder neun Stunden unterwegs sein werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Komplett geisteskrank. Und gleichzeitig maximal faszinierend.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10268" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es geht los</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Eindruck gehen wir ins Restaurant, gönnen uns einen Flammkuchen mit Münsterkäse und dazu ein Meteor 0,5 – wie sich das bei Trailläufern gehört. Danach geht’s brav ins Bettchen, denn morgen um 7 Uhr fällt der Startschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim UTMB D’Alsace gibt es verschiedene Distanzen von 10 bis 160 Kilometern, alle mit unterschiedlichen Startorten, aber demselben Ziel: Obernai. Wir laufen den Trail des Celtes – nach den 100 Meilen und den 100K die drittlängste Distanz. Knapp 50 Kilometer mit dezenten 1.800 Höhenmetern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wecker klingelt um 5 Uhr morgens. Erst mal duschen, dann Toast mit Butter und Marmelade sowie ein Glas Ultrasports Buffer. Danach beginnt das übliche Ultra-Ritual: Was muss mit, was nicht? Es ist kalt heute Morgen, gerade mal fünf Grad, später wird’s warm. Was zieht man an?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich den Trailrucksack aufsetze – den Salomon ADV Skin 5, völlig ausreichend für 50K – sitzt alles perfekt. Vorne die Flasks, hinten der Köcher mit den gut greifbaren Stöcken, dazu Handy, Gels, Snacks. Alles da. Los geht’s Richtung Start.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Freakshow</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es herrscht direkt diese echte UTMB-Atmosphäre, als sich die Läufer in den engen Gassen der Altstadt sammeln. Verschiedene Startwellen, sortiert nach UTMB-Index-Ranking. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stehe in Welle 2 und warte auf den Start. Kurz vorher taucht plötzlich ein Typ mit langen orangenen Haaren auf – null Equipment. Keine Weste, keine Stöcke, nichts. Shorts, T-Shirt, fertig. Er stellt sich ganz vorne rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der DJ ballert einen emotionalen Song über den Platz, alle bekommen Gänsehaut. Startschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Typ mit den orangenen Haaren schießt los wie komplett irre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später erfahre ich: Das ist Christian Allen, amerikanischer Trail-Eliteläufer. Er wird das Rennen gewinnen und die 48 Kilometer in 3 Stunden und 11 Minuten pulverisieren. Ich schaue mir später seinen Lauf auf Strava an. Bei jedem einzelnen Kilometer steht da eine 3:30er Pace oder schneller. Auch berghoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHAT. THE. FUCK.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann hat einen Marathon in 2:09 stehen, einen Halbmarathon knapp über einer Stunde – und so geht das weiter. Das zeigt einfach brutal, was hier bei einem UTMB-Rennen unterwegs ist. Hier laufen Leute herum, die in der Weltspitze mitmischen können und Chamonix im Visier haben. Fitnesslevel, die komplett absurd wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig ist das maximal inspirierend. Hier werden Grenzen verschoben. Alle sind ein bisschen durchgeknallt. Aber genau das macht diese Szene so geil.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10269" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Start und Renntaktik</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann geht’s auch für mich los. Knapp 50K, 1.800 Höhenmeter. Let’s go.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten 17 Kilometer gehen fast durchgehend bergauf – rund 1.000 Höhenmeter am Stück. Danach wieder runter. Und das Ganze später nochmal. Jeder Trail ist anders. Dieser hier lebt von zwei großen Anstiegen statt hundert kleiner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Pfalz Trail vor ein paar Wochen, bei dem ich mich nach 20 Kilometern komplett abgeschossen hatte, ist das Learning jetzt angekommen: Sobald es richtig steil wird, höre ich auf zu laufen und gehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht zunächst hoch durch die Weinberge. Die Sonne liegt über der weiten Ebene. Was für eine Aussicht. Dann tauchen wir in den Wald ein. Vor mir eine riesige Schlange aus Läufern, langsam ziehen alle ihre Stöcke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich warte noch etwas ab, gehe im Eilschritt und stütze die Hände auf den Oberschenkeln ab. Uphill muss nicht langsam sein. Manche versuchen hier hochzurennen. Großer Fehler. Das sind Körner, People. Und die braucht man später noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann hole ich dann doch die Stöcke raus. Auch da kann man viel falsch machen. Wichtig ist, Druck auf die Stöcke zu bekommen, Kraft in die Arme zu verlagern und sich aktiv hochzudrücken. Die Stöcke nach hinten pressen, während die Beine nach oben arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ziehe ich das über 1.000 Höhenmeter durch. Wo es flach wird, laufe ich. Steile Passagen gehe ich im Speedwalk hoch. Die Downhills lasse ich rollen. Nicht komplett wahnsinnig – aber schon ordentlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Kilometer 17 läuft das alles erstaunlich locker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der VP lege ich den Rucksack ab, gehe aufs Klo, ziehe die Jacke aus und schlendere erst mal entspannt übers Buffet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„EAT AS MUCH YOU CAN“, hatte mir beim Grand Ballon mal jemand gesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau so halte ich das auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis hierhin habe ich nur an den Softflasks genippt – Ultrasports Buffer und Wasser – plus ein Gel. Wenig, magenschonend. Jetzt wird nachgelegt. Puls runter, Magen beruhigen, Snacks rein. Danach geht’s weiter Richtung nächste 10 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mir geht’s richtig gut.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10273" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grandiose Stimmung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder gibt es mitten im Wald kleine Spots, an denen Leute stehen und uns anfeuern. Sie sehen das kleine deutsche Fähnchen auf meiner Startnummer und sprechen mich direkt auf Deutsch an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Super, Martin! Courage!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist etwas, das ich in Frankreich extrem feiere. Die Leute hier sind nicht ausschließlich auf Fußball fixiert, sondern – Tour-de-France-geprägt – generell begeistert von Ausdauersport jeder Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die machen sich mitten im Wald auf den Weg und feuern Menschen an, die sie überhaupt nicht kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Courage!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland halten dich nicht wenige für komplett bescheuert, wenn du so etwas machst. Hier nicht. Hier bekommt jeder Respekt, der sich auf den Weg macht und versucht, etwas durchzuziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man merkt das überall. Auf den Serpentinen im Elsass wird ein Radfahrer nicht als Störfaktor gesehen, sondern mit Respekt behandelt. Diese Begeisterungsfähigkeit fehlt mir bei uns oft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr machen. Weniger nur bewerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat für mich echten Sport-Spirit.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10272" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5.jpeg 1211w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ruhig bleiben und Erfahrung ausspielen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab jetzt beginne ich mitzuzählen: Wie viele Leute überhole ich – und wie viele überholen mich bis zur nächsten VP bei Kilometer 30?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorsichtslampen bleiben weiter an. Noch ist hier gar nichts entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite große Anstieg kommt. Auch diesmal bleibe ich eisern. Kein sinnloses Hochrennen. Sticks raus, Speedwalk, Puls unten halten. Das echte Rennen wird später entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Magen geht’s weiterhin gut. Ein paar Tropfen Iberogast, dazu immer wieder kleine Schlucke aus den Flasks. Nicht zu viel auf einmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben mir steckt sich plötzlich einer den Finger in den Hals und kotzt. Wenig später sackt ein anderer mit Krämpfen zusammen. Ich frage kurz, ob alles okay ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles gut. Weiter geht’s.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10276" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6.jpeg 1453w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ab Kilometer 30 wird’s brutal downhill. 35 Läufer habe ich bis hierhin eingesammelt – jetzt dreht sich das Spiel. Meine Waden machen dicht, die Achillessehnen brennen. Downhill tut inzwischen richtig weh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also lasse ich andere ziehen und nehme Tempo raus. Magen schonen. Beine irgendwie am Leben halten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10271" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7.jpeg 2033w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist das überhaupt noch Rennen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An VP2 angekommen, snacke ich mich erst mal durchs Buffet. Essen fällt inzwischen schwer, der Magen rebelliert langsam. Also gehe ich erst mal ein Stück. Die Sonne knallt jetzt brutal rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch 18 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab hier läuft der Kurs in Wellen weiter. Kleine Anstiege, kleine Downhills. Die ganz großen Bretter sind geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rennen? Nee. Das hier ist inzwischen kontrolliertes Joggen mit Gehpassagen bergauf.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10275" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Straßenmarathon hat das nichts mehr zu tun. Dort läufst du konstant deine Pace durch. Hier geht es nur noch darum, sich nicht komplett zu zerstören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt noch eine 5er Pace laufen kann, kassiert hunderte Leute ein. Dazu gehöre ich definitiv nicht. Aber komplett eingehen tue ich eben auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist heiß inzwischen. Kein Wald mehr. Nur noch Weinberge und Wiesen. Kein Schatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brutal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hey: Mir ist nicht schlecht. Ich kann noch joggen. Viele andere gehen nur noch.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="879" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg" alt="" class="wp-image-10274" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg 879w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 879px) 100vw, 879px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Ding heimbringen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und so bringe ich das Ding nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Ultra zieht sich brutal. Das ist irgendwann nur noch Kopfsache. Und dann taucht irgendwann Obernai auf. Man hört unten in den Gassen schon den Jubel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rolle die letzten Hügel hinunter, laufe in die Altstadt hinein und schließlich ins Ziel, wo heute wirklich jeder einzelne Läufer herzlich empfangen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau darum geht’s hier am Ende auch irgendwie. Nicht um Pace. Nicht um Platzierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern einfach darum, dieses verdammte Ding nach Hause zu bringen</p>



<p class="wp-block-paragraph">KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1.jpg" class="wp-user-avatar-link wp-user-avatar-file"><img data-del="avatar" src='https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1-150x150.jpg' class='avatar pp-user-avatar avatar-thumbnailwp-user-avatar wp-user-avatar-thumbnail photo ' width='150'/></a>Ma San[/Avatar]</p>



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		<title>KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 20:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalztrail]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es mit den Worten meines Lauf-Buddies zu sagen — und eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen: „Es hätte sich nicht so hart anfühlen dürfen.“ Platz 46 über 36 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter in 3:50:04 Stunden. Bei 182 männlichen Teilnehmern reicht das für die Top 25 Prozent. Und genau das beschreibt ziemlich gut, woran ich gerade merke: Das Metier Trail Running hat sich mir noch längst nicht vollständig erschlossen. Im Straßenlauf bewege ich mich über 5, 10, 21 oder 42 Kilometer normalerweise eher in den vorderen 10 bis 5 Prozent eines Feldes. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis heute eben nicht wirklich gut an. Eher so, als wäre man froh, überhaupt irgendwie durchgekommen zu sein. Nicht sauber.Nicht kontrolliert.Nicht „GEROLLT“, wie sich Laufen eigentlich anfühlen sollte. Wenn man bedenkt, dass ich einen Marathon in 3:03 Stunden laufen kann, müsste auf dem Papier bei einem Lauf wie dem Pfalz Trail eigentlich mehr drin sein. Okay — Marathons laufe ich nach strukturiertem Training und klaren Plänen. Für diesen Trail war das anders. Weniger Umfang, mehr Intuition, weniger spezifische Vorbereitung. Und trotzdem hat mich das Ding härter zerlegt als gedacht. Die Höhenmeter setzen mir brutal zu. Vor allem die steilen Passagen schießen mir die Muskulatur komplett zu. Dazu kommt der Magen, der durch das permanente Auf und Ab irgendwann nur noch rebelliert. Ab Kilometer 25 konnte man das bei mir ehrlich gesagt kaum noch „Laufen“ nennen. Es war eher ein Dahinschleppen mit regelmäßigen Gehpausen. Wenn man all das in die Waagschale wirft, passen Platzierung und Zeit vermutlich schon ganz gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Lauf eigentlich nur ein Appetizer war. Denn jetzt wartet der UTMB GRAND EST. Was immer vorher war – jetzt kommt THE REAL SHIT! Und Leute — ich bin brutal aufgeregt. Die letzten Mails trudeln ein, in Obernai im Elsass laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und für vier Tage trifft sich dort eine internationale Trail-Community, die es über Distanzen von 10 bis 160 Kilometern richtig krachen lässt. Allein das, was ich bislang rund um Organisation und Atmosphäre mitbekomme, lässt mich ahnen: Das könnte das beeindruckendste Laufevent meines Lebens werden. Und ganz sicher auch das härteste. (-; KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/">KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Um es mit den Worten meines Lauf-Buddies zu sagen — und eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Es hätte sich nicht so hart anfühlen dürfen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Platz 46 über 36 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter in 3:50:04 Stunden. Bei 182 männlichen Teilnehmern reicht das für die Top 25 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das beschreibt ziemlich gut, woran ich gerade merke: Das Metier Trail Running hat sich mir noch längst nicht vollständig erschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Straßenlauf bewege ich mich über 5, 10, 21 oder 42 Kilometer normalerweise eher in den vorderen 10 bis 5 Prozent eines Feldes. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis heute eben nicht wirklich gut an. Eher so, als wäre man froh, überhaupt irgendwie durchgekommen zu sein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10258" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286.jpeg 1332w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Nicht sauber.<br>Nicht kontrolliert.<br>Nicht „GEROLLT“, wie sich Laufen eigentlich anfühlen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bedenkt, dass ich einen Marathon in 3:03 Stunden laufen kann, müsste auf dem Papier bei einem Lauf wie dem Pfalz Trail eigentlich mehr drin sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Okay — Marathons laufe ich nach strukturiertem Training und klaren Plänen. Für diesen Trail war das anders. Weniger Umfang, mehr Intuition, weniger spezifische Vorbereitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem hat mich das Ding härter zerlegt als gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Höhenmeter setzen mir brutal zu. Vor allem die steilen Passagen schießen mir die Muskulatur komplett zu. Dazu kommt der Magen, der durch das permanente Auf und Ab irgendwann nur noch rebelliert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="750" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png" alt="" class="wp-image-10259" style="width:750px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png 750w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-300x300.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-150x150.png 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-75x75.png 75w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ab Kilometer 25 konnte man das bei mir ehrlich gesagt kaum noch „Laufen“ nennen. Es war eher ein Dahinschleppen mit regelmäßigen Gehpausen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man all das in die Waagschale wirft, passen Platzierung und Zeit vermutlich schon ganz gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Lauf eigentlich nur ein Appetizer war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn jetzt wartet der UTMB GRAND EST. Was immer vorher war – jetzt kommt THE REAL SHIT!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Leute — ich bin brutal aufgeregt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Mails trudeln ein, in Obernai im Elsass laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und für vier Tage trifft sich dort eine internationale Trail-Community, die es über Distanzen von 10 bis 160 Kilometern richtig krachen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein das, was ich bislang rund um Organisation und Atmosphäre mitbekomme, lässt mich ahnen: Das könnte das beeindruckendste Laufevent meines Lebens werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz sicher auch das härteste. (-;</p>



<p class="wp-block-paragraph">KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/">KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 21:27:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[5K]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathoni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen lief ich – ich habe darüber berichtet – ziemlich überraschend eine PB über 10 km in 37:11. Überraschend deshalb, weil ich mich weder in einer Halbmarathon- noch in einer Marathonvorbereitung befinde. Stattdessen bereite ich mich – mehr schlecht als recht – auf zwei Trail-Wettkämpfe vor, laufe ein eher zu niedriges Pensum und fahre eine Art Notprogramm. Heißt: Ich versuche, mit Intervallen und Longruns zumindest die Key-Sessions irgendwie unterzubringen. Und dann gehe ich an einem Sonntagmorgen auf die Bahn und laufe die 10 km schneller als je zuvor. Wie ist das möglich? Ähnlich lief es am letzten Sonntag über 5 km. Der Longrun fiel mangels Zeit aus, stattdessen begleitete ich meinen Sohn zu seinem ersten offiziellen 5-km-Rennen. Am Nachmittag ergab sich dann doch noch ein Zeitfenster, und ich radelte – mein Sohn wollte mit – zur Bahn für einen schnellen Zehner. Die Stimmung war entspannt: Eine Gruppe Inder spielte Cricket, zwei Läufer waren noch auf der Bahn, und hinten am Basketballplatz warfen Jugendliche ein paar Körbe. Ich gab meinem Sohn ein High Five, der selbst ein paar Runden drehte, und lief los. Erster Kilometer: 3:41. Zweiter: 3:27. Langsamer laufen? Nope, mache ich nicht. Diese Einheit war so eine Art „schlechtes Gewissen“-Run. Eigentlich hätte ich auf dem Trail lang gehen sollen, stattdessen jetzt etwas Kurzes. Das wollte ich kompensieren – mit Tempohärte im Intervallstil. Warum? Um trotz fehlender Grundlagenausdauer einen Trainingsreiz zu setzen, insbesondere in Richtung Laktattoleranz. Besser als nichts. Ich brauche keinen Wettkampf, um mich zu motivieren – das funktioniert auch so. Es geht mir darum, die eigenen Grenzen zu spüren. Und irgendwie stellte sich genau dieses Gefühl hier und jetzt ein, in diesem etwas schrägen Setting. Ich spürte gar nicht, dass ich eine 3:27er-Pace lief – also machte ich genau so weiter. Kilometer drei: wieder 3:27. Irgendwann beschloss ich, es bei 5 km zu belassen – auch, weil mein Sohn inzwischen aufgehört hatte zu laufen und es sich in der Sonne gemütlich machte. Ihn jetzt noch 20 Minuten warten lassen? Eher nicht. Also: 5 km. Kilometer vier in 3:29, keine Anzeichen von Schwäche. Den letzten dann ebenfalls in 3:29 „runtergeknallt“, auf die Uhr gedrückt – 17:31. Da trainiert man die ganze Zeit für Trails oder Marathon – und dann passiert so etwas. Klar, das freut mich. Aber eigentlich hätte ich es gern umgekehrt. Manchmal ist das alles ein Rätsel, und ich verstehe nicht so ganz, warum. Wenn ich mir meine PBs anschaue, zeigt sich ein klares Bild: Die 5 km sind – gemessen an meinem Alter – meine beste Leistung. Danach kommt der Zehner, dann der Halbmarathon und erst danach, mit deutlichem Abstand, der Marathon als Ausreißer nach unten. Rein rechnerisch müsste ich, basierend auf den Unterdistanzen, einen Marathon irgendwo zwischen 2:50 und 2:55 laufen können – tue ich aber nicht. Meine Stärke liegt offenbar in der Grundschnelligkeit und Tempohärte. Je länger die Distanz wird, desto mehr baue ich ab. Vor allem muskulär und insgesamt physisch setzt mir das zu – mir fehlt da schlicht die nötige Resilienz. Das liegt wiederum daran, dass ich über das Jahr hinweg zu wenig Umfang laufe. Wenn ich dann in der Endvorbereitung im klassischen „Peter-Greif-Killer-Modus“ hochschraube, ist das vermutlich zu viel und zu abrupt – keine nachhaltige Anpassung an die Langdistanz. So erkläre ich mir das zumindest im Moment und nehme es erst mal so hin. Jetzt stehen zwei ziemlich harte Trail-Wettkämpfe an. Mal sehen, wie das läuft und wie ich mich schlage. Bock habe ich auf jeden Fall.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/27/und-noch-eine-pb-aus-dem-nichts-1731-auf-5k/">Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="0" data-end="477">Vor ein paar Wochen lief ich – ich habe darüber berichtet – ziemlich überraschend eine PB über 10 km in 37:11. Überraschend deshalb, weil ich mich weder in einer Halbmarathon- noch in einer Marathonvorbereitung befinde. Stattdessen bereite ich mich – mehr schlecht als recht – auf zwei Trail-Wettkämpfe vor, laufe ein eher zu niedriges Pensum und fahre eine Art Notprogramm. Heißt: Ich versuche, mit Intervallen und Longruns zumindest die Key-Sessions irgendwie unterzubringen.</p>
<p data-start="479" data-end="894">Und dann gehe ich an einem Sonntagmorgen auf die Bahn und laufe die 10 km schneller als je zuvor. Wie ist das möglich? Ähnlich lief es am letzten Sonntag über 5 km. Der Longrun fiel mangels Zeit aus, stattdessen begleitete ich meinen Sohn zu seinem ersten offiziellen 5-km-Rennen. Am Nachmittag ergab sich dann doch noch ein Zeitfenster, und ich radelte – mein Sohn wollte mit – zur Bahn für einen schnellen Zehner.</p>
<p data-start="896" data-end="1183">Die Stimmung war entspannt: Eine Gruppe Inder spielte Cricket, zwei Läufer waren noch auf der Bahn, und hinten am Basketballplatz warfen Jugendliche ein paar Körbe. Ich gab meinem Sohn ein High Five, der selbst ein paar Runden drehte, und lief los. Erster Kilometer: 3:41. Zweiter: 3:27.</p>
<p data-start="1185" data-end="1225">Langsamer laufen? Nope, mache ich nicht.</p>
<p data-start="1227" data-end="1568">Diese Einheit war so eine Art „schlechtes Gewissen“-Run. Eigentlich hätte ich auf dem Trail lang gehen sollen, stattdessen jetzt etwas Kurzes. Das wollte ich kompensieren – mit Tempohärte im Intervallstil. Warum? Um trotz fehlender Grundlagenausdauer einen Trainingsreiz zu setzen, insbesondere in Richtung Laktattoleranz. Besser als nichts.</p>
<p data-start="1570" data-end="1917">Ich brauche keinen Wettkampf, um mich zu motivieren – das funktioniert auch so. Es geht mir darum, die eigenen Grenzen zu spüren. Und irgendwie stellte sich genau dieses Gefühl hier und jetzt ein, in diesem etwas schrägen Setting. Ich spürte gar nicht, dass ich eine 3:27er-Pace lief – also machte ich genau so weiter. Kilometer drei: wieder 3:27.</p>
<p data-start="1919" data-end="2273">Irgendwann beschloss ich, es bei 5 km zu belassen – auch, weil mein Sohn inzwischen aufgehört hatte zu laufen und es sich in der Sonne gemütlich machte. Ihn jetzt noch 20 Minuten warten lassen? Eher nicht. Also: 5 km. Kilometer vier in 3:29, keine Anzeichen von Schwäche. Den letzten dann ebenfalls in 3:29 „runtergeknallt“, auf die Uhr gedrückt – 17:31.</p>
<p data-start="2275" data-end="2502">Da trainiert man die ganze Zeit für Trails oder Marathon – und dann passiert so etwas. Klar, das freut mich. Aber eigentlich hätte ich es gern umgekehrt. Manchmal ist das alles ein Rätsel, und ich verstehe nicht so ganz, warum.</p>
<p data-start="2504" data-end="2902">Wenn ich mir meine PBs anschaue, zeigt sich ein klares Bild: Die 5 km sind – gemessen an meinem Alter – meine beste Leistung. Danach kommt der Zehner, dann der Halbmarathon und erst danach, mit deutlichem Abstand, der Marathon als Ausreißer nach unten. Rein rechnerisch müsste ich, basierend auf den Unterdistanzen, einen Marathon irgendwo zwischen 2:50 und 2:55 laufen können – tue ich aber nicht.</p>
<p data-start="2904" data-end="3130">Meine Stärke liegt offenbar in der Grundschnelligkeit und Tempohärte. Je länger die Distanz wird, desto mehr baue ich ab. Vor allem muskulär und insgesamt physisch setzt mir das zu – mir fehlt da schlicht die nötige Resilienz.</p>
<p data-start="3132" data-end="3394">Das liegt wiederum daran, dass ich über das Jahr hinweg zu wenig Umfang laufe. Wenn ich dann in der Endvorbereitung im klassischen „Peter-Greif-Killer-Modus“ hochschraube, ist das vermutlich zu viel und zu abrupt – keine nachhaltige Anpassung an die Langdistanz.</p>
<p data-start="3396" data-end="3573">So erkläre ich mir das zumindest im Moment und nehme es erst mal so hin. Jetzt stehen zwei ziemlich harte Trail-Wettkämpfe an. Mal sehen, wie das läuft und wie ich mich schlage.</p>
<p data-start="3575" data-end="3604" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Bock habe ich auf jeden Fall.</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/27/und-noch-eine-pb-aus-dem-nichts-1731-auf-5k/">Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Hitting the Trail and getting ready for the real shit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 20:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel laufe ich aktuell – rein vom Umfang her – immer noch nicht. In den letzten Wochen standen meist etwas über 30 Kilometer pro Woche auf dem Plan. Mehr geht im Moment einfach nicht, mir fehlt derzeit die Energie. Trotzdem bin ich mit meiner Fitness zufrieden. Gerade in solchen Phasen versuche ich, den Spaß in den Vordergrund zu stellen – und möglichst effizient zu trainieren. Freitags steht weiterhin Schwimmen an, dienstags Intervall- und Tempotraining – parallel zum Leichtathletiktraining meines Sohnes, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Am Wochenende geht es dann zum Longrun auf die Trails. Am 3. Mai wartet mit dem Pfalztrail ein Lauf direkt vor der Haustür: rund 37 Kilometer mit knapp 1.000 Höhenmetern. Für mich ist das vor allem ein Trainingslauf mit Blick auf mein Jahreshighlight zwei Wochen später – den UTMB Grand Est. Dort stehen 50 Kilometer und etwa 3.000 Höhenmeter an. Ein Rennen, das mir alles abverlangen wird. Im vergangenen Jahr habe ich mit dem Trail du Grand Ballon ein ähnliches Kaliber bewältigt. Ich spüre heute noch, wie ich mich beim letzten Anstieg mit über 1.000 Höhenmetern den Berg hinaufgeschleppt habe – wie ein nasser Sack. Die Hoffnung ist natürlich, dass es dieses Mal besser läuft. Nach diesem Debüt bin ich auf jeden Fall ein Stück schlauer als noch vor einem Jahr. Der UTMB wird ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil es um Running Stones geht und damit um die Qualifikation für den UTMB in Chamonix. Was ich am aktuellen Training besonders schätze: Es ist deutlich intuitiver und macht mir mehr Spaß als ein klassisches Marathontraining. Jetzt im Frühling durch den Wald zu laufen, diese Landschaft zu erleben – das hat etwas Besonderes. Ich genieße jede Facette: die Anstiege, die Downhills, die Ruhe, die frische Luft. Auch der Druck ist ein anderer. Einen Trail-Wettkampf lässt sich kaum mit einer festen Zeitvorstellung greifen, wie es beim Marathon der Fall ist. Jeder Trail ist anders, jedes Rennen entwickelt eine eigene Dynamik. Ob wenige, harte Anstiege oder viele, dafür moderatere – all das verändert den Rennverlauf grundlegend. Es geht um Technik, um Effizienz bergauf und Kontrolle bergab. Und immer darum, sich bewusst zu machen: Das Rennen ist noch lang. Sehr lang. Im Elsass war ich letztes Jahr fast sieben Stunden unterwegs – eine Dimension, die man sich erst einmal klarmachen muss. Trailrunning ist anders. Es fehlt diese spezifische, fast sterile Härte eines Marathons. Stattdessen geht es ums Dranbleiben, ums Weitermachen. Laufen, gehen, laufen. Ein Rhythmus, der sich ständig verändert. Auch die Ausrüstung spielt eine zentrale Rolle. Welche Schuhe passen zu welchem Terrain? Brauche ich Stöcke – und wenn ja, wie setze ich sie sinnvoll ein? Was kommt in den Rucksack? Man merkt schnell: Das ist ein ganz eigenes Genre. Und genau das genieße ich. Letztes Jahr ins Elsass zu fahren, das Zelt aufzuschlagen, fast wie in einem kleinen Basislager – das hatte etwas Ursprüngliches. Draußen sein, in der Natur, und dann diesen Lauf bestreiten. Wie anders wirkt das im Vergleich zu großen Marathon-Events mit ihren Goodie Bags, Messen und dem ganzen Drumherum. Ich liebe den Marathon – als reine, athletische Herausforderung. Aber dieser zunehmende Kommerz? Der ist einfach nicht meins. Der Trail dagegen, dieses Draußensein – ich habe das Gefühl, das ist eher meine Zukunft. Vielleicht war es das schon immer. Nach den kommenden Rennen werde ich sehen, wo ich leistungsmäßig stehe. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die vielen Höhenmeter auf kürzere Distanzen und einen möglichen Herbstmarathon auswirken. Ein kleiner Hinweis kam schon neulich: Eine neue 10-Kilometer-Bestzeit – quasi aus dem Training heraus. Und das, obwohl der Fokus aktuell ganz klar auf dem Trail liegt.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/hitting-the-trail-and-getting-ready-for-the-real-shit/">Hitting the Trail and getting ready for the real shit</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="150" data-end="530">Viel laufe ich aktuell – rein vom Umfang her – immer noch nicht. In den letzten Wochen standen meist etwas über 30 Kilometer pro Woche auf dem Plan. Mehr geht im Moment einfach nicht, mir fehlt derzeit die Energie. Trotzdem bin ich mit meiner Fitness zufrieden. Gerade in solchen Phasen versuche ich, den Spaß in den Vordergrund zu stellen – und möglichst effizient zu trainieren.</p>
<p data-start="532" data-end="753">Freitags steht weiterhin Schwimmen an, dienstags Intervall- und Tempotraining – parallel zum Leichtathletiktraining meines Sohnes, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Am Wochenende geht es dann zum Longrun auf die Trails.</p>

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<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Mai wartet mit dem Pfalztrail ein Lauf direkt vor der Haustür: rund 37 Kilometer mit knapp 1.000 Höhenmetern. Für mich ist das vor allem ein Trainingslauf mit Blick auf mein Jahreshighlight zwei Wochen später – den UTMB Grand Est. Dort stehen 50 Kilometer und etwa 3.000 Höhenmeter an. Ein Rennen, das mir alles abverlangen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr habe ich mit dem Trail du Grand Ballon ein ähnliches Kaliber bewältigt. Ich spüre heute noch, wie ich mich beim letzten Anstieg mit über 1.000 Höhenmetern den Berg hinaufgeschleppt habe – wie ein nasser Sack. Die Hoffnung ist natürlich, dass es dieses Mal besser läuft. Nach diesem Debüt bin ich auf jeden Fall ein Stück schlauer als noch vor einem Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UTMB wird ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil es um Running Stones geht und damit um die Qualifikation für den UTMB in Chamonix.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="750" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png" alt="" class="wp-image-10227" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png 750w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-300x300.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-150x150.png 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-75x75.png 75w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Was ich am aktuellen Training besonders schätze: Es ist deutlich intuitiver und macht mir mehr Spaß als ein klassisches Marathontraining. Jetzt im Frühling durch den Wald zu laufen, diese Landschaft zu erleben – das hat etwas Besonderes. Ich genieße jede Facette: die Anstiege, die Downhills, die Ruhe, die frische Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Druck ist ein anderer. Einen Trail-Wettkampf lässt sich kaum mit einer festen Zeitvorstellung greifen, wie es beim Marathon der Fall ist. Jeder Trail ist anders, jedes Rennen entwickelt eine eigene Dynamik. Ob wenige, harte Anstiege oder viele, dafür moderatere – all das verändert den Rennverlauf grundlegend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Technik, um Effizienz bergauf und Kontrolle bergab. Und immer darum, sich bewusst zu machen: Das Rennen ist noch lang. Sehr lang. Im Elsass war ich letztes Jahr fast sieben Stunden unterwegs – eine Dimension, die man sich erst einmal klarmachen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trailrunning ist anders. Es fehlt diese spezifische, fast sterile Härte eines Marathons. Stattdessen geht es ums Dranbleiben, ums Weitermachen. Laufen, gehen, laufen. Ein Rhythmus, der sich ständig verändert.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Auch die Ausrüstung spielt eine zentrale Rolle. Welche Schuhe passen zu welchem Terrain? Brauche ich Stöcke – und wenn ja, wie setze ich sie sinnvoll ein? Was kommt in den Rucksack? Man merkt schnell: Das ist ein ganz eigenes Genre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das genieße ich. Letztes Jahr ins Elsass zu fahren, das Zelt aufzuschlagen, fast wie in einem kleinen Basislager – das hatte etwas Ursprüngliches. Draußen sein, in der Natur, und dann diesen Lauf bestreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie anders wirkt das im Vergleich zu großen Marathon-Events mit ihren Goodie Bags, Messen und dem ganzen Drumherum. Ich liebe den Marathon – als reine, athletische Herausforderung. Aber dieser zunehmende Kommerz? Der ist einfach nicht meins.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trail dagegen, dieses Draußensein – ich habe das Gefühl, das ist eher meine Zukunft. Vielleicht war es das schon immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den kommenden Rennen werde ich sehen, wo ich leistungsmäßig stehe. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die vielen Höhenmeter auf kürzere Distanzen und einen möglichen Herbstmarathon auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Hinweis kam schon neulich: Eine neue 10-Kilometer-Bestzeit – quasi aus dem Training heraus. Und das, obwohl der Fokus aktuell ganz klar auf dem Trail liegt.</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/hitting-the-trail-and-getting-ready-for-the-real-shit/">Hitting the Trail and getting ready for the real shit</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 20:03:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film, Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit A Complete Unknown gelingt etwas, das man bei einem so übergroßen Mythos wie Bob Dylan kaum für möglich hält: Der Film findet einen Zugang, der sich nicht in Ehrfurcht verliert – und gerade deshalb so nah geht. Allen voran trägt Timothée Chalamet den Film mit einer Intensität, die nie aufgesetzt wirkt. Er spielt Dylan nicht, er lässt ihn passieren – dieses Unnahbare, das Suchende, dieses ständige In-Bewegung-Sein. Es fühlt sich so, &#8220;sooooooo&#8221; echt an. Auch Boyd Holbrook als Johnny Cash bleibt hängen: kein bloßes Abbild, sondern eine Figur mit eigener Schwere, die sich leise in die Geschichte einschreibt. Und noch einer – Pete Seeger gespielt von niemand geringerem als Edward Norton.  Was den Film besonders macht, ist sein Mut zur Klarheit. Er versucht gar nicht erst, das gesamte Leben dieses Künstlers zu sezieren oder in kunstvolle Abstraktion zu flüchten. Stattdessen zeigt er einen Menschen, der scheinbar aus dem Nichts auftaucht, sich von seiner Zeit tragen lässt – und plötzlich selbst zur Stimme dieser Zeit wird. Nicht Ruhm, nicht Geld treiben ihn an. Es ist dieser innere Zwang, etwas ausdrücken zu müssen, egal zu welchem Preis. Und dieser Preis ist spürbar. Besonders in den zwischenmenschlichen Momenten. Seine Beziehungen zu Frauen wirken fast schmerzhaft unausweichlich – als würde da jemand immer weitergehen müssen, obwohl ein Teil von ihm sich nichts sehnlicher wünscht als anzukommen. Diese Spannung bleibt bestehen, löst sich nicht auf. Genau das macht sie so ehrlich. Auch der Bruch mit der Folk-Szene bekommt den Raum, den er verdient. Der Moment, in dem er sich nicht unterordnet, sondern weitergeht – selbst unter Buhrufen auf einem Festival – wirkt wie ein leiser Befreiungsschlag. Kein großes Pathos, sondern ein stilles Beharren auf Entwicklung. A Complete Unknown ist kein Film, der alles erklärt. Er ist einer, der etwas fühlen lässt. Und vielleicht ist genau das die treffendste Annäherung an Dylan: nicht als fertiges Bild, sondern als Bewegung. Und wen interessiert es, wenn der Film für ganze Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann? Mich jedenfalls nicht! Und das passt eigentlich ganz gut zu Dylan, der als einziger Musiker jemals den Nobelpreis für Literatur gewann und – nicht hinging. Der Film ist ein Must See und &#8220;Feel&#8221; für die Seele, people!!!</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/">Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto [content-visibility:auto] supports-[content-visibility:auto]:[contain-intrinsic-size:auto_100lvh] R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" data-turn-id="request-WEB:7325db6b-4c3b-454f-ac39-92a9c1e25ce9-1" data-testid="conversation-turn-4" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
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<p data-start="265" data-end="733">Allen voran trägt <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Timothée Chalamet</span></span> den Film mit einer Intensität, die nie aufgesetzt wirkt. Er spielt Dylan nicht, er lässt ihn passieren – dieses Unnahbare, das Suchende, dieses ständige In-Bewegung-Sein. Es fühlt sich so, &#8220;sooooooo&#8221; echt an. Auch <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Boyd Holbrook</span></span> als <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Johnny Cash</span></span> bleibt hängen: kein bloßes Abbild, sondern eine Figur mit eigener Schwere, die sich leise in die Geschichte einschreibt. Und noch einer – Pete Seeger gespielt von niemand geringerem als Edward Norton. </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Was den Film besonders macht, ist sein Mut zur Klarheit. Er versucht gar nicht erst, das gesamte Leben dieses Künstlers zu sezieren oder in kunstvolle Abstraktion zu flüchten. Stattdessen zeigt er einen Menschen, der scheinbar aus dem Nichts auftaucht, sich von seiner Zeit tragen lässt – und plötzlich selbst zur Stimme dieser Zeit wird. Nicht Ruhm, nicht Geld treiben ihn an. Es ist dieser innere Zwang, etwas ausdrücken zu müssen, egal zu welchem Preis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dieser Preis ist spürbar. Besonders in den zwischenmenschlichen Momenten. Seine Beziehungen zu Frauen wirken fast schmerzhaft unausweichlich – als würde da jemand immer weitergehen müssen, obwohl ein Teil von ihm sich nichts sehnlicher wünscht als anzukommen. Diese Spannung bleibt bestehen, löst sich nicht auf. Genau das macht sie so ehrlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Bruch mit der Folk-Szene bekommt den Raum, den er verdient. Der Moment, in dem er sich nicht unterordnet, sondern weitergeht – selbst unter Buhrufen auf einem Festival – wirkt wie ein leiser Befreiungsschlag. Kein großes Pathos, sondern ein stilles Beharren auf Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>A Complete Unknown</em> ist kein Film, der alles erklärt. Er ist einer, der etwas fühlen lässt. Und vielleicht ist genau das die treffendste Annäherung an Dylan: nicht als fertiges Bild, sondern als Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wen interessiert es, wenn der Film für ganze Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann? Mich jedenfalls nicht! Und das passt eigentlich ganz gut zu Dylan, der als einziger Musiker jemals den Nobelpreis für Literatur gewann und – nicht hinging. Der Film ist ein Must See und &#8220;Feel&#8221; für die Seele, people!!! </p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/">Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kurz weg, viel Gefühl – warum der Bodensee perfekt für kleine Fluchten ist</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/04/21/kurz-weg-viel-gefuehl-warum-der-bodensee-perfekt-fuer-kleine-fluchten-ist/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kurz-weg-viel-gefuehl-warum-der-bodensee-perfekt-fuer-kleine-fluchten-ist</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 20:11:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impressionen]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs mit Kids]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee mit Kindern]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen mit Kindern]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs mit Kids]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ankommen ohne Anreise-Stress Es gibt diese Orte, die sich nach Urlaub anfühlen, bevor man überhaupt richtig angekommen ist. Der Bodensee ist genau so einer. Keine endlose Fahrt, kein „Sind wir bald da?“ im Dauermodus – sondern ziemlich schnell dieses Gefühl von Weite, Wasser und: durchatmen. Gerade mit Kindern ist das Gold wert. Denn wenn der Weg nicht schon alle Energie frisst, bleibt mehr übrig für das, worum es eigentlich geht: gemeinsam unterwegs sein. Ruhig wohnen, frei losziehen Ein kleiner Bauernhof, ein ruhiges Dorf, viel Platz drumherum. Keine Animation, kein Programm – und genau deshalb so gut. Einfach die Tür aufmachen und draußen sein. Von dort aus: losziehen, ohne großen Plan. Und genau das hat erstaunlich gut funktioniert. Draußen sein, ohne großes Tamtam Manchmal sind es die unspektakulären Dinge, die hängen bleiben. Ein weitläufiger Wildpark, kostenlos, entspannt, mit Spielplatz und einem Blick, bei dem man kurz innehält. Keine Warteschlangen, kein durchgetakteter Tag – einfach laufen, schauen, entdecken. So fühlt sich ein guter Familienausflug an. Unterwegs im eigenen Tempo Ein kleines Highlight: ein elektrisches Lastenrad mieten und einfach losfahren. Ohne Zielstress, dafür mit vielen Stopps. Hier ein Spielplatz, da ein Eis, irgendwo ein Kaffee aus einem mobilen Wagen. Am Ende ging es bis nach Lindau – aber eigentlich war das egal. Dieses langsame Vorankommen, das Anhalten, wann immer es passt: genau das macht es besonders. Kein „wir müssen noch“, sondern eher ein „lass uns noch kurz hier bleiben“. Seezeit statt Programmpunkt Ein Tag am Wasser braucht keinen Plan. Decke ausbreiten, Füße ins Wasser, zwischendurch ein Eis holen, später vielleicht Pizza beim Italiener. Mehr passiert nicht – und trotzdem ist der Tag voll. Voll mit genau den richtigen Momenten. Boot fahren ja – Insel mit Abstrichen Die Bootsfahrt selbst? Ein echtes Erlebnis. Wind im Gesicht, Wasser, Bewegung – das funktioniert einfach. Das Ziel, die Blumeninsel, eher durchwachsen: ziemlich voll, ziemlich teuer und am Ende nicht ganz das, was man sich erhofft. Für Kinder ist – abgesehen von der Überfahrt – überraschend wenig geboten. Rund 90 Euro für Eintritt und Boot summieren sich schnell, und das merkt man auch im Gefühl danach. Wenn man es macht: unbedingt Essen mitnehmen. Oder überlegen, ob nicht schon die Bootsfahrt allein reicht. Sehr schön dagegen: Meersburg. Fast schon kitschig hübsch. Abends Pizza holen, ans Ufer setzen, auf den See schauen – fertig. Schön, aber nicht ohne Haken Der Bodensee kann teuer sein. Und voll. Gerade in der Hauptsaison vermutlich beides gleichzeitig. Aber: Man kann viel steuern. Fahrrad statt Parkplatzsuche, Picknick statt Restaurant, Zeit am See statt durchgeplanter Attraktionen. So wird aus einem eher teuren Ort plötzlich ein ziemlich entspannter. Warum sich der Bodensee trotzdem lohnt Weil er einfach funktioniert. Weil die Mischung stimmt: Wasser, Berge im Hintergrund, dieses fast schon südliche Licht. Es fühlt sich ein bisschen nach weiter weg an, ohne weit weg zu sein. Gerade für Familien ist das ein großer Vorteil. Kein großer Aufwand, aber viel Wirkung. Und vielleicht ist genau das das Fazit: nicht perfekt, nicht immer günstig, nicht überall ruhig – aber genau richtig für ein paar Tage raus. Mit genug kleinen Momenten, die bleiben. Und ja, es macht ziemlich Lust auf den Sommer.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/21/kurz-weg-viel-gefuehl-warum-der-bodensee-perfekt-fuer-kleine-fluchten-ist/">Kurz weg, viel Gefühl – warum der Bodensee perfekt für kleine Fluchten ist</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="wp-block-heading">Ankommen ohne Anreise-Stress</h2>


<p class="isSelectedEnd">Es gibt diese Orte, die sich nach Urlaub anfühlen, bevor man überhaupt richtig angekommen ist. Der Bodensee ist genau so einer. Keine endlose Fahrt, kein „Sind wir bald da?“ im Dauermodus – sondern ziemlich schnell dieses Gefühl von Weite, Wasser und: durchatmen.</p>
<p>Gerade mit Kindern ist das Gold wert. Denn wenn der Weg nicht schon alle Energie frisst, bleibt mehr übrig für das, worum es eigentlich geht: gemeinsam unterwegs sein.</p>


<h2 class="wp-block-heading">Ruhig wohnen, frei losziehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Bauernhof, ein ruhiges Dorf, viel Platz drumherum. Keine Animation, kein Programm – und genau deshalb so gut. Einfach die Tür aufmachen und draußen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von dort aus: losziehen, ohne großen Plan. Und genau das hat erstaunlich gut funktioniert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10215" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-768x1024.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-225x300.jpeg 225w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-1152x1536.jpeg 1152w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-1536x2048.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-1140x1520.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3171-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Draußen sein, ohne großes Tamtam</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sind es die unspektakulären Dinge, die hängen bleiben. Ein weitläufiger Wildpark, kostenlos, entspannt, mit Spielplatz und einem Blick, bei dem man kurz innehält. Keine Warteschlangen, kein durchgetakteter Tag – einfach laufen, schauen, entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So fühlt sich ein guter Familienausflug an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs im eigenen Tempo</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleines Highlight: ein elektrisches Lastenrad mieten und einfach losfahren. Ohne Zielstress, dafür mit vielen Stopps. Hier ein Spielplatz, da ein Eis, irgendwo ein Kaffee aus einem mobilen Wagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende ging es bis nach Lindau – aber eigentlich war das egal. Dieses langsame Vorankommen, das Anhalten, wann immer es passt: genau das macht es besonders. Kein „wir müssen noch“, sondern eher ein „lass uns noch kurz hier bleiben“.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10216" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids2-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Seezeit statt Programmpunkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Tag am Wasser braucht keinen Plan. Decke ausbreiten, Füße ins Wasser, zwischendurch ein Eis holen, später vielleicht Pizza beim Italiener.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr passiert nicht – und trotzdem ist der Tag voll. Voll mit genau den richtigen Momenten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Boot fahren ja – Insel mit Abstrichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bootsfahrt selbst? Ein echtes Erlebnis. Wind im Gesicht, Wasser, Bewegung – das funktioniert einfach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel, die Blumeninsel, eher durchwachsen: ziemlich voll, ziemlich teuer und am Ende nicht ganz das, was man sich erhofft. Für Kinder ist – abgesehen von der Überfahrt – überraschend wenig geboten. Rund 90 Euro für Eintritt und Boot summieren sich schnell, und das merkt man auch im Gefühl danach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man es macht: unbedingt Essen mitnehmen. Oder überlegen, ob nicht schon die Bootsfahrt allein reicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr schön dagegen: Meersburg. Fast schon kitschig hübsch. Abends Pizza holen, ans Ufer setzen, auf den See schauen – fertig.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10217" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids3-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Schön, aber nicht ohne Haken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bodensee kann teuer sein. Und voll. Gerade in der Hauptsaison vermutlich beides gleichzeitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber: Man kann viel steuern. Fahrrad statt Parkplatzsuche, Picknick statt Restaurant, Zeit am See statt durchgeplanter Attraktionen. So wird aus einem eher teuren Ort plötzlich ein ziemlich entspannter.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10218" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-768x1024.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-225x300.jpeg 225w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-1152x1536.jpeg 1152w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-1536x2048.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-1140x1520.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-San-Blog-Reisen-mit-Kids4-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum sich der Bodensee trotzdem lohnt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weil er einfach funktioniert. Weil die Mischung stimmt: Wasser, Berge im Hintergrund, dieses fast schon südliche Licht. Es fühlt sich ein bisschen nach weiter weg an, ohne weit weg zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für Familien ist das ein großer Vorteil. Kein großer Aufwand, aber viel Wirkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht ist genau das das Fazit: nicht perfekt, nicht immer günstig, nicht überall ruhig – aber genau richtig für ein paar Tage raus. Mit genug kleinen Momenten, die bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, es macht ziemlich Lust auf den Sommer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/21/kurz-weg-viel-gefuehl-warum-der-bodensee-perfekt-fuer-kleine-fluchten-ist/">Kurz weg, viel Gefühl – warum der Bodensee perfekt für kleine Fluchten ist</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie man ein Balkonkraftwerk auf dem Dach selbst installiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 06:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur & Design]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Balkonkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[PV]]></category>
		<category><![CDATA[Splaranlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe vor Kurzem ein Balkonkraftwerk mit Speicher bei uns zu Hause installiert – allerdings nicht am Balkon, sondern auf dem Dach. Kostenpunkt nach Förderung: 820 €.Erwartete Ersparnis: rund 360 € pro Jahr. Heißt: Nach weniger als drei Jahren ist das System bezahlt – und produziert danach kontinuierlich finanzielle Vorteile. Die eigentliche Idee hinter Balkonkraftwerken ist einfach: Jeder soll ohne großen Aufwand, ohne Bürokratie und ohne Handwerkerkolonne eigenen Strom erzeugen können. Was viele nicht wissen: Ein „Balkon“-Kraftwerk muss nicht am Balkon hängen. Es kann im Garten stehen, an der Hauswand montiert werden oder – wie in meinem Fall – auf dem Dach. Die Technik – kurz und verständlich Paneele: Verbaut sind zwei bifaziale Module mit zusammen&#160;900 Wp. „Wp“ steht für Watt Peak – also die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen. Unter idealen Voraussetzungen liefern die Module bis zu 900 Watt. Hochgerechnet ergibt das etwa&#160;900 kWh pro Jahr. Bifazial bedeutet: Die Module nutzen Licht von beiden Seiten. Auf meinem Dach bringt das kaum Vorteile, in anderen Setups (z. B. Garten) kann das jedoch relevant sein. Solar Bank: Die Paneele sind mit einer Solarbank mit&#160;2,7 kWh Speicher&#160;verbunden. Diese speist den Strom über eine spezielle Steckdose ins Hausnetz ein. Die Solarbank: Per App lässt sich alles steuern. Eine KI sorgt dafür, dass Strom sinnvoll genutzt oder gespeichert wird. Smart Meter: Ein Smart Meter im Stromkasten misst: So lässt sich in Echtzeit nachvollziehen, was im Haus passiert. App: Über die App habe ich jederzeit und von überall Zugriff auf alle relevanten Daten. Verschiedene Szenarien lassen sich einstellen, und mit der Zeit entsteht eine detaillierte Datengrundlage. Besonders interessant ist die transparente Darstellung: Was bringt das wirklich? 👉 Amortisation: unter 3 Jahren👉 Danach: laufender finanzieller Vorteil Was kostet es mit Handwerkern? Geschätzte Zusatzkosten: 👉 Gesamt: ~2.100 € zusätzlich Das würde die Amortisationszeit auf etwa&#160;8–9 Jahre&#160;erhöhen. Selbst aufs Dach Ich habe die Installation selbst durchgeführt. Voraussetzungen: Ich habe mich mit einem Klettergurt gesichert und die Module selbst montiert. 👉 Zeitaufwand: ca. 5 Stunden Die wichtigsten Schritte Anschluss 👉 Dauer: wenige Minuten Fazit Ein Balkonkraftwerk mit Speicher lohnt sich –&#160;wenn die Kosten niedrig bleiben. Wirtschaftlich sinnvoll ist es vor allem, wenn: Sobald viele Handwerker beteiligt sind, sinkt die Rentabilität deutlich bei einer kleinen Anlage wir meiner. Sicherheit Die Installation auf dem Dach ist nicht für jeden geeignet. 👉 Im Zweifel gilt: Sicherheit geht vor.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/05/balkonkraftwerk-auf-dem-dach-820-e-investiert-und-nach-3-jahren-im-plus/">Wie man ein Balkonkraftwerk auf dem Dach selbst installiert</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="506" data-end="639">Ich habe vor Kurzem ein Balkonkraftwerk mit Speicher bei uns zu Hause installiert – allerdings nicht am Balkon, sondern auf dem Dach.</p>
<p data-start="641" data-end="727">Kostenpunkt nach Förderung: <strong data-start="669" data-end="678">820 €</strong>.<br data-start="679" data-end="682" />Erwartete Ersparnis: rund <strong data-start="708" data-end="726">360 € pro Jahr</strong>.</p>
<p data-start="729" data-end="848">Heißt: Nach weniger als drei Jahren ist das System bezahlt – und produziert danach kontinuierlich finanzielle Vorteile.</p>
<p data-start="850" data-end="1190">Die eigentliche Idee hinter Balkonkraftwerken ist einfach: Jeder soll ohne großen Aufwand, ohne Bürokratie und ohne Handwerkerkolonne eigenen Strom erzeugen können. Was viele nicht wissen: Ein „Balkon“-Kraftwerk muss nicht am Balkon hängen. Es kann im Garten stehen, an der Hauswand montiert werden oder – wie in meinem Fall – auf dem Dach.</p>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-1024x802.jpg" alt="" class="wp-image-10195" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-1024x802.jpg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-300x235.jpg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-768x602.jpg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk4-1536x1203.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Technik – kurz und verständlich </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paneele:</strong> Verbaut sind zwei bifaziale Module mit zusammen&nbsp;<strong>900 Wp</strong>. „Wp“ steht für Watt Peak – also die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen. Unter idealen Voraussetzungen liefern die Module bis zu 900 Watt. Hochgerechnet ergibt das etwa&nbsp;<strong>900 kWh pro Jahr</strong>. Bifazial bedeutet: Die Module nutzen Licht von beiden Seiten. Auf meinem Dach bringt das kaum Vorteile, in anderen Setups (z. B. Garten) kann das jedoch relevant sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Solar Bank:</strong> Die Paneele sind mit einer Solarbank mit&nbsp;<strong>2,7 kWh Speicher</strong>&nbsp;verbunden. Diese speist den Strom über eine spezielle Steckdose ins Hausnetz ein. Die Solarbank:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>verteilt Strom</li>



<li>speichert Überschüsse</li>



<li>optimiert den Eigenverbrauch automatisch</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Per App lässt sich alles steuern. Eine KI sorgt dafür, dass Strom sinnvoll genutzt oder gespeichert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Smart Meter:</strong> Ein Smart Meter im Stromkasten misst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stromproduktion</li>



<li>Verbrauch</li>



<li>Netzbezug</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">So lässt sich in Echtzeit nachvollziehen, was im Haus passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>App: </strong>Über die App habe ich jederzeit und von überall Zugriff auf alle relevanten Daten. Verschiedene Szenarien lassen sich einstellen, und mit der Zeit entsteht eine detaillierte Datengrundlage. Besonders interessant ist die transparente Darstellung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>monetäre Ersparnis in Euro</li>



<li>erzeugter Strom (regenerativ)</li>



<li>Gesamtverbrauch</li>



<li>prozentualer Anteil erneuerbarer Energie</li>



<li>monetäre Ersparnis in Euro</li>
</ul>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk8-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="10199" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk8-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10199" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk8-1024x1024.jpg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk8-300x300.jpg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk8-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="772" height="1024" data-id="10202" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-772x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10202" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-772x1024.jpg 772w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-226x300.jpg 226w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-768x1018.jpg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-1159x1536.jpg 1159w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-1545x2048.jpg 1545w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-1140x1511.jpg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk2-scaled.jpg 1931w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></a></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was bringt das wirklich?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kosten:&nbsp;<strong>1.100 €</strong></li>



<li>Förderung:&nbsp;<strong>280 €</strong></li>



<li>Effektiv:&nbsp;<strong>820 €</strong></li>



<li>Leistung: ca.&nbsp;<strong>900 kWh/Jahr</strong></li>



<li>Ersparnis: ca.&nbsp;<strong>360 €/Jahr</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Amortisation: unter 3 Jahren<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Danach: laufender finanzieller Vorteil</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10194" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-1024x1024.jpg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-300x300.jpg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-150x150.jpg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-768x768.jpg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-1536x1536.jpg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-1140x1140.jpg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3-75x75.jpg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk3.jpg 1796w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Was kostet es mit Handwerkern? </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geschätzte Zusatzkosten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Montage: ~1.200 €</li>



<li>Anschluss: ~300 €</li>



<li>Elektriker: ~600 €</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Gesamt: ~2.100 € zusätzlich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das würde die Amortisationszeit auf etwa&nbsp;<strong>8–9 Jahre</strong>&nbsp;erhöhen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk7.heic"><img decoding="async" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk7.heic" alt="" class="wp-image-10198"/></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Selbst aufs Dach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe die Installation selbst durchgeführt. Voraussetzungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schwindelfreiheit</li>



<li>sicherer Umgang mit Werkzeug</li>



<li>Erfahrung mit handwerklichen Tätigkeiten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich mit einem Klettergurt gesichert und die Module selbst montiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Zeitaufwand: ca. 5 Stunden</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1014" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-1014x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10203" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-1014x1024.jpg 1014w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-297x300.jpg 297w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-150x150.jpg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-768x776.jpg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-1520x1536.jpg 1520w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-2027x2048.jpg 2027w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-1140x1152.jpg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_2933-75x75.jpg 75w" sizes="auto, (max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Die wichtigsten Schritte</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ziegel entfernen</li>



<li>Halterungen montieren</li>



<li>Ziegel anpassen</li>



<li>Schienen befestigen</li>



<li>Kabel verlegen</li>



<li>Module montieren</li>
</ul>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10200" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-1024x1024.jpg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-300x300.jpg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-150x150.jpg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-768x768.jpg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-1536x1536.jpg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-1140x1140.jpg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9-75x75.jpg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk9.jpg 1930w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Anschluss</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Solarbank anschließen</li>



<li>Steckdose verbinden</li>



<li>App einrichten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dauer: wenige Minuten</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Balkonkraftwerk mit Speicher lohnt sich –&nbsp;<strong>wenn die Kosten niedrig bleiben</strong>. Wirtschaftlich sinnvoll ist es vor allem, wenn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>man selbst installiert</li>



<li>wenig externe Kosten entstehen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald viele Handwerker beteiligt sind, sinkt die Rentabilität deutlich bei einer kleinen Anlage wir meiner. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="749" height="805" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk1.jpg" alt="" class="wp-image-10201" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk1.jpg 749w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Ma-SAn-Blog-Balkonkraftwerk1-279x300.jpg 279w" sizes="auto, (max-width: 749px) 100vw, 749px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Installation auf dem Dach ist nicht für jeden geeignet.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Risiken sind real</li>



<li>jedes Dach ist anders</li>



<li>Erfahrung ist entscheidend</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Im Zweifel gilt: Sicherheit geht vor.</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/05/balkonkraftwerk-auf-dem-dach-820-e-investiert-und-nach-3-jahren-im-plus/">Wie man ein Balkonkraftwerk auf dem Dach selbst installiert</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Über Leben – ein Abend mit Rheinhold Messner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 07:13:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft, Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Impressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Bergsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhold Messner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange stehe ich nicht in der Schlange. Zum Glück habe ich das Buch noch gefunden, das ich einst in Bozen auf Schloss Juval gekauft habe. Damals im Museumsshop – mit der vagen Vorstellung, dass er es mir irgendwann vielleicht signieren würde. Vielleicht an einem Lagerfeuer. Vielleicht für meinen Sohn. Und dann stand er plötzlich vor mir. Einfach so. Bei meinem Gang durch die Ausstellung. Ich sprach ihn nicht an. Der Moment war nicht richtig. Heute ist er es. Er sitzt vor der Lesung an einem Tisch und signiert Bücher. Als ich an der Reihe bin, blickt er nicht auf. Unterschrift folgt auf Unterschrift. Routine. Ich lege ihm mein Buch hin – nicht eines von hier, sondern das aus Bozen. Er nimmt es, mustert es kurz, schlägt die erste Seite auf, signiert. Ich warte. Nehme es nicht sofort. Will keine Eile in diesen Moment bringen. Er klappt das Buch zu, reicht es mir – und sieht auf. Nur ein kurzer Blick. Aber in diesem Blick liegt alles. Ein Mensch, der Dinge gesehen hat, die für die meisten von uns – mich eingeschlossen – unvorstellbar sind. Einer, der dem Tod näher war als dem Leben. Und der trotzdem immer wieder zurückgekommen ist. Der sich neu erfunden hat. Dem man zuhört, wenn er spricht. Weil seine Worte Gewicht haben. Reinhold Messner. ÜBER LEBEN Der Titel des Abends ist kein Zufall. „Über Leben“ – das ist beides: Überleben und Leben. Auf der Bühne: ein Sessel, eine kleine Lampe, ein Glas Wasser. Mehr nicht. Als Messner den Raum betritt, wird es schlagartig still. Hunderte Menschen – und man könnte eine Nadel fallen hören. Alle Altersgruppen. Alle aufmerksam. Es ist diese besondere Art, die er hat: unaufgeregt, klar, authentisch. Keine Inszenierung. Kein Pathos. Und genau deshalb wirkt es. Wenn er spricht, hört man zu. Weil man spürt: Das ist nicht erzählt. Das ist erlebt. Messner sieht sich nicht als Stellvertreter für all jene, die seine Wege gern gegangen wären. Im Gegenteil. Er spricht von einem Leben in Wandlung. Vom Extremkletterer zum Bergsteiger. Vom Bergsteiger zum Durchquerer der großen Ebenen. Später Museumsgründer, Entwicklungshelfer. Und heute: Geschichtenerzähler. Er vergleicht sich mit den Ältesten, die er auf seinen Reisen erlebt hat. Menschen, die am Feuer sitzen und erzählen. Und alle hören zu. Genau das passiert hier. Die Kunst, nicht zu sterben Messner spricht über Wildnis. Über das, was sie wirklich ist – und was wir heute daraus gemacht haben. Die Kunst, sagt er, bestehe darin, sich in Situationen zu bringen, in denen man sterben könnte – und es nicht tut. Ein Satz, der hängen bleibt. Er spricht über Kletterhallen. Über Plastikgriffe. Über Sicherheit. Und darüber, dass das nichts mit dem zu tun hat, was draußen passiert. Am Fels. Am Berg. Dort, wo es ernst wird. Schon als Kind ist er unterwegs. Mit seinem Bruder Günther. Tagelang. Die Eltern lassen sie gehen. Nicht aus Gleichgültigkeit – sondern aus Vertrauen. Oder vielleicht aus einer anderen Zeit heraus. Sie suchen nicht das Einfache. Sie suchen die Herausforderung. Lernen das Klettern selbst, steigern das Risiko. Immer weiter. Und dann diese Szene, die er erzählt: Ein Sprung. Ein Griff. 70 Meter Tiefe unter ihm. Wenn er ihn verfehlt – ist es vorbei. Für ihn. Für seinen Bruder. Er erreicht ihn. Und klettert weiter. Ich frage mich nicht, ob das verrückt ist. Ich verstehe, warum er das getan hat. Ein Leben im Tal, geprägt von Enge, Dunkelheit, Autorität. Kein Sonnenlicht im Winter. Die Berge dagegen: Freiheit. Licht. Weite. Oben stehen und ins nächste Tal schauen. Und sich fragen, was dahinter liegt. Ich verstehe das. Die eigentliche Frage ist eine andere: Hätte ich den Griff erreicht? Überleben Die ehrliche Antwort: nein. Und genau hier wird es spannend. Denn immer, wenn ich über Messner spreche, kommt irgendwann dieser Punkt: „Das ist doch verrückt. Dieses Risiko. Dieses bewusste Sich-in-Gefahr-Bringen.“ Ich sehe das anders. In „Free Solo“ sagt Alex Honnold, dass es nicht auf die Länge des Lebens ankommt, sondern auf seinen Inhalt. Ein Gedanke, der hängen bleibt. Was ist die Alternative? Ein sicheres Leben. Planbar. Kontrolliert. Risikoarm. Vielleicht lang. Aber ist es auch erfüllt? Der Mensch ist nicht für Stillstand gemacht. Nicht für ewige Sicherheit. Er ist ein Entdecker. Schon immer gewesen. Von den ersten Wanderungen durch unbekannte Landschaften bis zu den großen Expeditionen. Zu den Polen. In die Tiefsee. Auf den Everest. Zum Mond. Und irgendwann vielleicht noch weiter. Das, was Messner getan hat – Grenzen verschieben, immer wieder –, ist kein Wahnsinn. Es ist zutiefst menschlich. Von Bergen und Leere Dann spricht er über den Nanga Parbat. Den Berg, an dem sein Bruder stirbt. Die Geschichte ist bekannt. Und doch trifft sie, wenn er sie erzählt, anders. Direkter. Der Abbruch der Expedition. Seine Entscheidung weiterzugehen. Der Gipfel. Und dann: Günther. Unerwartet. Geschwächt. Ohne Sicherung. Kein Zurück mehr. Nur noch ein Weg nach unten – ein anderer, gefährlicherer. Was folgt, ist kein Abenteuer mehr. Es ist Überleben. Kälte. Erschöpfung. Angst. Ein Zustand am Rand. Und wieder stelle ich mir die gleiche Frage. Und wieder lautet die Antwort: nein. Später erzählt er von der Antarktis. Von endlosen Tagen. Vom Ziehen des Schlittens. Vom Weiß. Vom Wind. Von einer Monotonie, die alles verschluckt. Keine Dramatik mehr. Nur noch Durchhalten. Auch das ist eine Form von Grenzerfahrung. Der letzte Weg Es gibt nicht viele Menschen, denen ich wirklich gern zuhöre. Menschen, von denen ich etwas mitnehme. Messner gehört dazu. Vielleicht, weil er Klarheit hat. Weil er Dinge ausspricht. Weil er Haltung zeigt – auch wenn es unbequem ist. Als er über Grönland spricht, wird es kurz humorvoll. Kein Anspruch auf Besitz, sagt er. Ein trockener Seitenhieb. Und der Hinweis: Unter 3.000 Metern Eis gibt es dort ohnehin nichts zu holen. Dann wird es wieder ruhig. Er spricht über den Tod. Über seinen letzten Weg. Ohne Pathos. Ohne Angst. Er freue sich darauf, sagt er. Auf die Stille. Die Ruhe. Die Unendlichkeit. Ein Satz, der nachhallt. Der Abend endet. Aber eigentlich endet er nicht. Er wirkt nach. Wie damals in Bozen, am Lagerfeuer. Und vielleicht bleibt am Ende vor allem eines: Das Leben ist kurz. So oder so. Und vielleicht geht es nicht darum, es möglichst sicher zu verbringen. Sondern darum, es wirklich zu leben. Nicht immer nur sichere Ufer zu suchen. Sondern aufzubrechen. Auch im Kleinen. Und den Mut zu haben, Dinge zu verändern. Ma San[/Avatar]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="165" data-end="466">Lange stehe ich nicht in der Schlange. Zum Glück habe ich das Buch noch gefunden, das ich einst in Bozen auf Schloss Juval gekauft habe. Damals im Museumsshop – mit der vagen Vorstellung, dass er es mir irgendwann vielleicht signieren würde. Vielleicht an einem Lagerfeuer. Vielleicht für meinen Sohn.</p>
<p data-start="468" data-end="610">Und dann stand er plötzlich vor mir. Einfach so. Bei meinem Gang durch die Ausstellung. Ich sprach ihn nicht an. Der Moment war nicht richtig.</p>
<p data-start="612" data-end="628">Heute ist er es.</p>
<p data-start="630" data-end="925">Er sitzt vor der Lesung an einem Tisch und signiert Bücher. Als ich an der Reihe bin, blickt er nicht auf. Unterschrift folgt auf Unterschrift. Routine. Ich lege ihm mein Buch hin – nicht eines von hier, sondern das aus Bozen. Er nimmt es, mustert es kurz, schlägt die erste Seite auf, signiert.</p>
<p data-start="927" data-end="1002">Ich warte. Nehme es nicht sofort. Will keine Eile in diesen Moment bringen. Er klappt das Buch zu, reicht es mir – und sieht auf. Nur ein kurzer Blick. Aber in diesem Blick liegt alles.</p>
<p data-start="1116" data-end="1376">Ein Mensch, der Dinge gesehen hat, die für die meisten von uns – mich eingeschlossen – unvorstellbar sind. Einer, der dem Tod näher war als dem Leben. Und der trotzdem immer wieder zurückgekommen ist. Der sich neu erfunden hat. Dem man zuhört, wenn er spricht.</p>
<p data-start="1378" data-end="1409">Weil seine Worte Gewicht haben. Reinhold Messner.</p>


<h2 class="wp-block-heading">ÜBER LEBEN</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel des Abends ist kein Zufall. „Über Leben“ – das ist beides: Überleben und Leben. Auf der Bühne: ein Sessel, eine kleine Lampe, ein Glas Wasser. Mehr nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Messner den Raum betritt, wird es schlagartig still. Hunderte Menschen – und man könnte eine Nadel fallen hören. Alle Altersgruppen. Alle aufmerksam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist diese besondere Art, die er hat: unaufgeregt, klar, authentisch. Keine Inszenierung. Kein Pathos. Und genau deshalb wirkt es. Wenn er spricht, hört man zu. Weil man spürt: Das ist nicht erzählt. Das ist erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Messner sieht sich nicht als Stellvertreter für all jene, die seine Wege gern gegangen wären. Im Gegenteil. Er spricht von einem Leben in Wandlung. Vom Extremkletterer zum Bergsteiger. Vom Bergsteiger zum Durchquerer der großen Ebenen. Später Museumsgründer, Entwicklungshelfer. Und heute: Geschichtenerzähler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er vergleicht sich mit den Ältesten, die er auf seinen Reisen erlebt hat. Menschen, die am Feuer sitzen und erzählen. Und alle hören zu. Genau das passiert hier.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10180" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/Martin-Seibel-Reinhold-Messner-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Kunst, nicht zu sterben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Messner spricht über Wildnis. Über das, was sie wirklich ist – und was wir heute daraus gemacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kunst, sagt er, bestehe darin, sich in Situationen zu bringen, in denen man sterben könnte – und es nicht tut. Ein Satz, der hängen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er spricht über Kletterhallen. Über Plastikgriffe. Über Sicherheit. Und darüber, dass das nichts mit dem zu tun hat, was draußen passiert. Am Fels. Am Berg. Dort, wo es ernst wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon als Kind ist er unterwegs. Mit seinem Bruder Günther. Tagelang. Die Eltern lassen sie gehen. Nicht aus Gleichgültigkeit – sondern aus Vertrauen. Oder vielleicht aus einer anderen Zeit heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie suchen nicht das Einfache. Sie suchen die Herausforderung. Lernen das Klettern selbst, steigern das Risiko. Immer weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann diese Szene, die er erzählt: Ein Sprung. Ein Griff. 70 Meter Tiefe unter ihm. Wenn er ihn verfehlt – ist es vorbei. Für ihn. Für seinen Bruder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erreicht ihn. Und klettert weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich frage mich nicht, ob das verrückt ist. Ich verstehe, warum er das getan hat. Ein Leben im Tal, geprägt von Enge, Dunkelheit, Autorität. Kein Sonnenlicht im Winter. Die Berge dagegen: Freiheit. Licht. Weite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben stehen und ins nächste Tal schauen. Und sich fragen, was dahinter liegt. Ich verstehe das. Die eigentliche Frage ist eine andere: Hätte ich den Griff erreicht? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Überleben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehrliche Antwort: nein. Und genau hier wird es spannend. Denn immer, wenn ich über Messner spreche, kommt irgendwann dieser Punkt: „Das ist doch verrückt. Dieses Risiko. Dieses bewusste Sich-in-Gefahr-Bringen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe das anders. In „Free Solo“ sagt Alex Honnold, dass es nicht auf die Länge des Lebens ankommt, sondern auf seinen Inhalt. Ein Gedanke, der hängen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist die Alternative? Ein sicheres Leben. Planbar. Kontrolliert. Risikoarm. Vielleicht lang. Aber ist es auch erfüllt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch ist nicht für Stillstand gemacht. Nicht für ewige Sicherheit. Er ist ein Entdecker. Schon immer gewesen. Von den ersten Wanderungen durch unbekannte Landschaften bis zu den großen Expeditionen. Zu den Polen. In die Tiefsee. Auf den Everest. Zum Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann vielleicht noch weiter. Das, was Messner getan hat – Grenzen verschieben, immer wieder –, ist kein Wahnsinn. Es ist zutiefst menschlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Bergen und Leere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dann spricht er über den Nanga Parbat. Den Berg, an dem sein Bruder stirbt. Die Geschichte ist bekannt. Und doch trifft sie, wenn er sie erzählt, anders. Direkter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abbruch der Expedition. Seine Entscheidung weiterzugehen. Der Gipfel. Und dann: Günther. Unerwartet. Geschwächt. Ohne Sicherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Zurück mehr. Nur noch ein Weg nach unten – ein anderer, gefährlicherer. Was folgt, ist kein Abenteuer mehr. Es ist Überleben. Kälte. Erschöpfung. Angst. Ein Zustand am Rand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wieder stelle ich mir die gleiche Frage. Und wieder lautet die Antwort: nein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später erzählt er von der Antarktis. Von endlosen Tagen. Vom Ziehen des Schlittens. Vom Weiß. Vom Wind. Von einer Monotonie, die alles verschluckt. Keine Dramatik mehr. Nur noch Durchhalten. Auch das ist eine Form von Grenzerfahrung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der letzte Weg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nicht viele Menschen, denen ich wirklich gern zuhöre. Menschen, von denen ich etwas mitnehme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Messner gehört dazu. Vielleicht, weil er Klarheit hat. Weil er Dinge ausspricht. Weil er Haltung zeigt – auch wenn es unbequem ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als er über Grönland spricht, wird es kurz humorvoll. Kein Anspruch auf Besitz, sagt er. Ein trockener Seitenhieb. Und der Hinweis: Unter 3.000 Metern Eis gibt es dort ohnehin nichts zu holen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wird es wieder ruhig. Er spricht über den Tod. Über seinen letzten Weg. Ohne Pathos. Ohne Angst. Er freue sich darauf, sagt er. Auf die Stille. Die Ruhe. Die Unendlichkeit. Ein Satz, der nachhallt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend endet. Aber eigentlich endet er nicht. Er wirkt nach. Wie damals in Bozen, am Lagerfeuer. Und vielleicht bleibt am Ende vor allem eines: Das Leben ist kurz. So oder so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht geht es nicht darum, es möglichst sicher zu verbringen. Sondern darum, es wirklich zu leben. Nicht immer nur sichere Ufer zu suchen. Sondern aufzubrechen. Auch im Kleinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und den Mut zu haben, Dinge zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1.jpg" class="wp-user-avatar-link wp-user-avatar-file"><img data-del="avatar" src='https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1-150x150.jpg' class='avatar pp-user-avatar avatar-thumbnailwp-user-avatar wp-user-avatar-thumbnail photo ' width='150'/></a>Ma San[/Avatar]</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/03/ueber-leben-ein-abend-mit-rheinhold-messner/">Über Leben – ein Abend mit Rheinhold Messner</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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