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	<title>MA SAN BLOG</title>
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	<description>Blog eines Läufers – Reisenden – Schreibenden</description>
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		<title>Mission Baden Marathon #4 – mit der KI als Coach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 13:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftraining mit KI]]></category>
		<category><![CDATA[Marathontraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So, seit vier Wochen bereite ich mich also auf einen Marathon vor – ohne klassischen Trainingsplan! Oder besser gesagt: Mein Trainingspartner ist eine Künstliche Intelligenz. Das Ganze ist ein Experiment. KI hält inzwischen in fast allen Lebensbereichen Einzug – und natürlich auch im Sport. Ich höre immer häufiger von Läuferinnen und Läufern, die sich ihre Trainingspläne von einer KI erstellen lassen. Dabei fällt mir eines immer stärker auf: Die KI scheint Sportler häufig im Schonmodus zu behandeln. Das läuft ungefähr so: Sportler: „Hey KI, ich kann heute nicht trainieren. Ist das schlimm?“ KI: „Nein, überhaupt nicht. Deine Einheit vor zwei Tagen war super. Du bist auf einem guten Weg.“ Und genau da beginnt für mich die spannende Diskussion. Kann man so über sich hinauswachsen? Meine Meinung ist klar: Wird man mit so einer Einstellung über sich hinauswachsen? Läuft man damit vorne bei Wettkämpfen mit? Fällt damit die Sub-40 über 10 Kilometer? Die Sub-1:30 im Halbmarathon? Die Sub-3:30 im Marathon? Oder – in meinem Fall – die Sub-17 über 5 Kilometer, Sub-37 über 10 Kilometer, Sub-1:20 im Halbmarathon oder sogar die Sub-3 im Marathon? Ich glaube: Nein. Niemals. Wer dauerhaft nur Bestätigung sucht, wird selten an seine Grenzen gehen. Und genau dort entstehen aus meiner Sicht außergewöhnliche Leistungen. Longrun und Wochenumfang sind nicht verhandelbar Nach vier Wochen fällt mir außerdem etwas auf: Die KI lobt erstaunlich viel. Aus geplanten 25 Kilometern werden 20? Nicht so schlimm. Der Wochenumfang liegt unter 50 Kilometern? Kein großes Thema. Dabei sind genau das für mich zwei der elementaren Bausteine einer Marathonvorbereitung: Peter Greif schreibt bereits auf den ersten Seiten seines Countdowns sinngemäß: &#8220;Wer dauerhaft weniger als 50 Kilometer pro Woche läuft, braucht dieses Buch eigentlich gar nicht erst weiterzulesen.&#8221; Greif hat über Jahrzehnte tausende, vielleicht zehntausende Läuferinnen und Läufer zum Erfolg geführt. Das kann man nicht einfach ignorieren. Die große Frage unserer Zeit Was ich in meinem Umfeld beobachte, deute ich inzwischen so: Viele möchten immer weniger trainieren, immer weniger investieren und gleichzeitig maximale Ziele erreichen. Als Begründung heißt es dann oft: &#8220;Die KI hat gesagt, das reicht.&#8221; Für mich ist das fast schon ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Möglichst wenig Aufwand. Möglichst viel Ergebnis. Ich sehe das anders.Wer nicht bereit ist, im Training auch dorthin zu gehen, wo es unangenehm wird, wird niemals durch Leistung inspirieren. Natürlich muss Training intelligent sein. Aber es darf auch weh tun. Das eigentliche Experiment Genau deshalb mache ich dieses Experiment. Ich möchte selbst herausfinden, wohin mich die KI im Marathontraining führen kann. Nach vier Wochen fällt zunächst auf: Mein Wochenumfang ist mit rund 45 Kilometern ausgesprochen niedrig. Früher hätte ich darüber wahrscheinlich gelacht. Ich habe der KI bewusst gesagt: &#8220;Ich möchte möglichst wenig trainieren und trotzdem unter drei Stunden laufen.&#8221; Und überraschenderweise kam nicht die Antwort: &#8220;Das funktioniert nicht.&#8221; Stattdessen analysierte die KI meine komplette Laufhistorie: Und genau dort wurde es plötzlich spannend. Geschwindigkeit ist nicht dein Problem Die zentrale Aussage der KI lautete ungefähr so: &#8220;Deine Geschwindigkeit ist überhaupt nicht das Problem.&#8221; Deine Zeiten über 5, 10 und 21 Kilometer zeigen eindeutig, dass der Marathon aus dem Muster fällt. Eigentlich müsstest du deutlich unter drei Stunden laufen können. Interessant sei außerdem: Auch die sehr harten Greif-Vorbereitungen mit hohen Wochenumfängen und enormer Tempohärte hätten dich letztlich nicht ans Ziel gebracht. Bei vielen anderen Läufern würde dieses Training funktionieren. Bei dir offenbar nicht. Deshalb müsse sich der Fokus komplett verschieben. Nicht noch mehr Tempo. Nicht noch mehr Intervalle. Sondern: Longruns. Fueling. Trinken. Marathonpace. Das neue Konzept Seitdem besteht mein Training im Wesentlichen aus: Die harten Klassiker fallen praktisch komplett weg. Keine langen Intervalle mehr. Keine 15-Kilometer-Tempoläufe. Keine 6×2000 Meter. Keine brutalen Greif-Einheiten. Stattdessen soll jede Woche genau das trainiert werden, woran ich in meinen vergangenen Marathons gescheitert bin. Fueling statt Tempohärte Und genau dort merke ich inzwischen Fortschritte. Zu Beginn des Experiments lag ich bei ungefähr 60 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde. Mittlerweile vertrage ich fast 80 Gramm pro Stunde. Auch die Trinkmenge konnte ich deutlich steigern. Ich habe inzwischen komplett auf Kohlenhydratpulver umgestellt und laufe die Longruns mit Trinkrucksack und Soft Flasks. Zusätzlich nehme ich Elektrolyte deutlich strukturierter zu mir als früher. Der Magen mag eben keine Experimente. Er mag Gewöhnung. Und genau diese Gewöhnung funktioniert bislang erstaunlich gut. Die große Bewährungsprobe Im Idealfall passiert beim Marathon Folgendes: Ich kann mehr Kohlenhydrate aufnehmen als jemals zuvor. Der Magen bleibt ruhig. Und ich kann die 4:15er-Pace bis ins Ziel tragen. Meine Sorge ist allerdings eine andere. Vielleicht funktioniert das Fueling tatsächlich. Vielleicht hält der Magen. Aber fehlen mir am Ende die harten Tempoeinheiten? Fehlt mir das hohe Wochenpensum? Fehlt mir die Tempohärte? Und vielleicht vor allem eines: Das Messer zwischen den Zähnen. Die Trainingswoche Und hier noch die nackten Fakten der Woche: Wochenumfang: knapp 44 Kilometer. Mein Zwischenfazit nach vier Wochen Stand heute glaube ich: Wenn wir uns der KI in allen Lebensbereichen vollständig anvertrauen, entsteht häufig solides Mittelmaß. Ob das auch für den Marathon gilt? Keine Ahnung. Genau deshalb mache ich dieses Experiment. Fest steht: Es ist die entspannteste Marathonvorbereitung meines Lebens. Ob sie auch die erfolgreichste wird? Das sehen wir in Baden.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/07/03/mission-baden-marathon-4-mit-der-ki-als-coach/">Mission Baden Marathon #4 – mit der KI als Coach</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="948" data-end="1156">So, seit vier Wochen bereite ich mich also auf einen Marathon vor – ohne klassischen Trainingsplan! Oder besser gesagt: Mein Trainingspartner ist eine <strong data-start="1099" data-end="1125">Künstliche Intelligenz</strong>. Das Ganze ist ein Experiment. KI hält inzwischen in fast allen Lebensbereichen Einzug – und natürlich auch im Sport. Ich höre immer häufiger von Läuferinnen und Läufern, die sich ihre Trainingspläne von einer KI erstellen lassen. Dabei fällt mir eines immer stärker auf: Die KI scheint Sportler häufig im <strong data-start="1435" data-end="1449">Schonmodus</strong> zu behandeln. Das läuft ungefähr so:</p>
<p data-start="1489" data-end="1562"><strong data-start="1489" data-end="1502">Sportler:</strong> <em>„Hey KI, ich kann heute nicht trainieren. Ist das schlimm?“</em></p>
<p data-start="1564" data-end="1665"><strong data-start="1564" data-end="1571">KI:</strong> <em>„Nein, überhaupt nicht. Deine Einheit vor zwei Tagen war super. Du bist auf einem guten Weg.“</em></p>
<p data-start="1667" data-end="1722">Und genau da beginnt für mich die spannende Diskussion.</p>


<h2 class="wp-block-heading">Kann man so über sich hinauswachsen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Meinung ist klar: Wird man mit so einer Einstellung über sich hinauswachsen? Läuft man damit vorne bei Wettkämpfen mit? Fällt damit die Sub-40 über 10 Kilometer? Die Sub-1:30 im Halbmarathon? Die Sub-3:30 im Marathon?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder – in meinem Fall – die Sub-17 über 5 Kilometer, Sub-37 über 10 Kilometer, Sub-1:20 im Halbmarathon oder sogar die Sub-3 im Marathon?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich glaube: Nein. Niemals.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer dauerhaft nur Bestätigung sucht, wird selten an seine Grenzen gehen. Und genau dort entstehen aus meiner Sicht außergewöhnliche Leistungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Longrun und Wochenumfang sind nicht verhandelbar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach vier Wochen fällt mir außerdem etwas auf: Die KI lobt erstaunlich viel. Aus geplanten 25 Kilometern werden 20? Nicht so schlimm. Der Wochenumfang liegt unter 50 Kilometern? Kein großes Thema. Dabei sind genau das für mich zwei der elementaren Bausteine einer Marathonvorbereitung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der Longrun</li>



<li>das Wochenpensum</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Greif schreibt bereits auf den ersten Seiten seines Countdowns sinngemäß: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Wer dauerhaft weniger als 50 Kilometer pro Woche läuft, braucht dieses Buch eigentlich gar nicht erst weiterzulesen.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Greif hat über Jahrzehnte tausende, vielleicht zehntausende Läuferinnen und Läufer zum Erfolg geführt. Das kann man nicht einfach ignorieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die große Frage unserer Zeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich in meinem Umfeld beobachte, deute ich inzwischen so: Viele möchten immer weniger trainieren, immer weniger investieren und gleichzeitig maximale Ziele erreichen. Als Begründung heißt es dann oft: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Die KI hat gesagt, das reicht.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das fast schon ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Möglichst wenig Aufwand. Möglichst viel Ergebnis. Ich sehe das anders.Wer nicht bereit ist, im Training auch dorthin zu gehen, wo es unangenehm wird, wird niemals durch Leistung inspirieren. Natürlich muss Training intelligent sein. Aber es darf auch weh tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das eigentliche Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb mache ich dieses Experiment. Ich möchte selbst herausfinden, wohin mich die KI im Marathontraining führen kann. Nach vier Wochen fällt zunächst auf: Mein Wochenumfang ist mit rund 45 Kilometern ausgesprochen niedrig. Früher hätte ich darüber wahrscheinlich gelacht. Ich habe der KI bewusst gesagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Ich möchte möglichst wenig trainieren und trotzdem unter drei Stunden laufen.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und überraschenderweise kam nicht die Antwort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Das funktioniert nicht.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen analysierte die KI meine komplette Laufhistorie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>persönliche Bestzeiten,</li>



<li>frühere Marathonvorbereitungen,</li>



<li>Wettkämpfe,</li>



<li>Zwischenzeiten,</li>



<li>Pace-Verläufe.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau dort wurde es plötzlich spannend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschwindigkeit ist nicht dein Problem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Aussage der KI lautete ungefähr so:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8220;Deine Geschwindigkeit ist überhaupt nicht das Problem.&#8221;</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Zeiten über 5, 10 und 21 Kilometer zeigen eindeutig, dass der Marathon aus dem Muster fällt. Eigentlich müsstest du deutlich unter drei Stunden laufen können. Interessant sei außerdem: Auch die sehr harten Greif-Vorbereitungen mit hohen Wochenumfängen und enormer Tempohärte hätten dich letztlich nicht ans Ziel gebracht. Bei vielen anderen Läufern würde dieses Training funktionieren. Bei dir offenbar nicht. Deshalb müsse sich der Fokus komplett verschieben. Nicht noch mehr Tempo. Nicht noch mehr Intervalle. Sondern:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Longruns. Fueling. Trinken. Marathonpace.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das neue Konzept</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem besteht mein Training im Wesentlichen aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lockeren Junk Miles,</li>



<li>kurzen Marathonpace-Anteilen,</li>



<li>und einem Longrun als absolutem Mittelpunkt jeder Woche.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die harten Klassiker fallen praktisch komplett weg. Keine langen Intervalle mehr. Keine 15-Kilometer-Tempoläufe. Keine 6×2000 Meter. Keine brutalen Greif-Einheiten. Stattdessen soll jede Woche genau das trainiert werden, woran ich in meinen vergangenen Marathons gescheitert bin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fueling statt Tempohärte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau dort merke ich inzwischen Fortschritte. Zu Beginn des Experiments lag ich bei ungefähr <strong>60 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde</strong>. Mittlerweile vertrage ich fast <strong>80 Gramm pro Stunde</strong>. Auch die Trinkmenge konnte ich deutlich steigern. Ich habe inzwischen komplett auf Kohlenhydratpulver umgestellt und laufe die Longruns mit Trinkrucksack und Soft Flasks. Zusätzlich nehme ich Elektrolyte deutlich strukturierter zu mir als früher. Der Magen mag eben keine Experimente. Er mag Gewöhnung. Und genau diese Gewöhnung funktioniert bislang erstaunlich gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die große Bewährungsprobe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Idealfall passiert beim Marathon Folgendes: Ich kann mehr Kohlenhydrate aufnehmen als jemals zuvor. Der Magen bleibt ruhig. Und ich kann die <strong>4:15er-Pace</strong> bis ins Ziel tragen. Meine Sorge ist allerdings eine andere. Vielleicht funktioniert das Fueling tatsächlich. Vielleicht hält der Magen. Aber fehlen mir am Ende die harten Tempoeinheiten? Fehlt mir das hohe Wochenpensum? Fehlt mir die Tempohärte? Und vielleicht vor allem eines: <strong>Das Messer zwischen den Zähnen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Trainingswoche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier noch die nackten Fakten der Woche:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Dienstag:</strong> 6,9 Kilometer lockerer Dauerlauf (Ø 6:50/km) – reine Regeneration.</li>



<li><strong>Donnerstag:</strong> 8,2 Kilometer locker (Ø 6:00/km) – klassische Junk Miles.</li>



<li><strong>Samstag:</strong> 8,8 Kilometer mit einem längeren Abschnitt in Marathonpace (Ø 5:02/km) – die einzige gezielte Tempoeinheit der Woche.</li>



<li><strong>Sonntag:</strong> 20 Kilometer Longrun (Ø 5:17/km) mit Marathonpace gegen Ende. Der Fokus lag dabei vollständig auf Fueling, Trinken und dem langen Belastungsreiz.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wochenumfang:</strong> knapp <strong>44 Kilometer</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Zwischenfazit nach vier Wochen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stand heute glaube ich: Wenn wir uns der KI in allen Lebensbereichen vollständig anvertrauen, entsteht häufig solides Mittelmaß. Ob das auch für den Marathon gilt? Keine Ahnung. Genau deshalb mache ich dieses Experiment. Fest steht: <strong>Es ist die entspannteste Marathonvorbereitung meines Lebens.</strong> Ob sie auch die erfolgreichste wird? Das sehen wir in Baden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/07/03/mission-baden-marathon-4-mit-der-ki-als-coach/">Mission Baden Marathon #4 – mit der KI als Coach</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mission Baden Marathon #3 – Geschwindigkeit ist nicht das Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:03:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baden Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftraining]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Marathonverpflegung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht habe ich jahrelang am falschen Hebel gezogen. Wenn man lange genug Marathon läuft, entwickelt man gewisse Überzeugungen. Eine davon habe ich seit Jahren: Der Longrun ist die wichtigste Einheit der Woche. Dafür brauche ich weder eine KI noch irgendeinen Trainingsguru. Das wusste ich schon lange bevor ich meinen ersten Ultra gelaufen bin. Und ganz sicher lange bevor ich angefangen habe, mit ChatGPT über Marathontraining zu diskutieren. Deshalb bestand mein Training in den letzten Jahren auch nie aus einem wilden Sammelsurium von Intervallen. Die langen Läufe waren immer da. Teilweise sehr lang. Teilweise sehr viele. Teilweise so viele, dass ich Freitagabends losgelaufen bin, wenn die Familie längst auf dem Sofa saß. Der Preis für diese Einheiten war nicht selten hoch. Aber genau das erschien mir logisch. Wer Marathon laufen will, muss lange laufen. Punkt. Das eigentliche Problem war ein anderes. Kam am Ende nie die Zahl heraus, die ich mir erhofft hatte. Irgendwo zwischen Kilometer 30 und 35 wurde es regelmäßig kompliziert. Und genau deshalb ist die aktuelle Vorbereitung interessant. Nicht weil ich plötzlich entdeckt hätte, dass Longruns wichtig sind. Sondern weil ich zum ersten Mal ernsthaft hinterfrage, ob ich die Longruns bisher wirklich optimal genutzt habe. Dienstag – Bahn geht immer Die Woche in Woche 3 meiner Vorbereitung auf Karlsruhe begann auf der Bahn. 4 x 2000 Meter. Eigentlich genau die Art von Einheit, die ich mag. Tempo. Struktur. Leiden. Da gibt es kein Verstecken. Du läufst los und irgendwann wird es unangenehm. Sehr unangenehm. Genau deshalb mag ich solche Einheiten. Die Wiederholungen liefen ordentlich. Hart. Aber kontrolliert. Kein völliges Aus-dem-Leben-Schießen. Einfach ehrliche Arbeit. Und anschließend kam wieder dieser Satz von ChatGPT. Ein Satz, der mich mittlerweile fast verfolgt. „Geschwindigkeit ist nicht dein Problem.“ Wenn ich ehrlich bin, wollte ich das anfangs gar nicht hören. Denn Geschwindigkeit ist ein einfaches Problem. Geschwindigkeit kann man trainieren. Mehr Intervalle. Mehr Tempo. Mehr Belastung. Fertig. Leider sprechen die Zahlen inzwischen eine andere Sprache. Eine 37er-Zeit über 10 Kilometer passt nicht wirklich zu einem Marathonläufer, der permanent knapp an der Sub 3 scheitert. Eine Halbmarathonzeit um 1:22 ebenfalls nicht. Und genau deshalb wird die Frage langsam interessant: Vielleicht fehlt gar nicht die Geschwindigkeit. Vielleicht fehlt die Fähigkeit, diese Geschwindigkeit bis ins Ziel zu tragen Donnerstag – Der Lauf des Elend Donnerstag stand ein lockerer Lauf auf dem Programm. Zumindest theoretisch. Praktisch war es ein einziger Kampf. Schwere Beine. Kein Rhythmus. Mehrere Gehpausen. Einer dieser Läufe, bei denen man ständig auf die Uhr schaut und hofft, dass sie kaputt ist. War sie leider nicht. Die Pace war langsam. Die Beine fühlten sich noch langsamer an. Und natürlich begann sofort das Kopfkino. Bin ich platt? Verliere ich Form? War das alles zu viel? Die Antwort von ChatGPT war erstaunlich unspektakulär. „Vielleicht bist du einfach müde.“ Danke für nichts.😄 Aber wahrscheinlich war genau das die richtige Antwort. Die Bahn vom Dienstag steckte noch in den Beinen. Die Vorwochen ebenfalls. Und manchmal ist ein schlechter Lauf eben einfach ein schlechter Lauf. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Samstag – Die Einheit, über die niemand schreibt Samstag folgte ein lockerer Lauf über Feldwege. Nichts Besonderes. Keine Rekorde. Keine spektakulären Zahlen. Wahrscheinlich genau die Art von Einheit, die in den sozialen Medien komplett untergeht. Dabei sind es genau diese Kilometer, die langfristig den Unterschied machen. Nicht jeder Lauf muss eine Geschichte erzählen. Manche müssen einfach nur gelaufen werden. Sonntag – Die eigentliche Keysession Und dann kam der Longrun. Für mich schon immer die wichtigste Einheit der Woche. Daran hat sich nichts geändert. Geändert hat sich allerdings der Fokus. Früher ging es häufig um die Frage: Heute kommt eine weitere Frage hinzu: Wie bekomme ich im Wettkampf ausreichend Energie ins System? Der Longrun wird zum Ernährungslabor Die größte Veränderung dieser Vorbereitung hat nichts mit Pace zu tun. Und auch nichts mit Kilometern. Sie steckt in den Softflasks. Denn wenn ich auf meine vergangenen Marathons zurückblicke, fällt ein Muster auf. Die Form war meistens da. Die Geschwindigkeit ebenfalls. Trotzdem wurde es irgendwann schwierig. Deshalb trainiere ich aktuell nicht nur die Beine. Sondern auch die Energieversorgung. Nicht weil ich bei einem lockeren 25-Kilometer-Lauf Angst habe, leerzulaufen. Sondern weil ich den Magen darauf vorbereiten möchte, im Wettkampf deutlich größere Mengen Kohlenhydrate verarbeiten zu können. Der Longrun wird dadurch zu mehr als einer Ausdauereinheit. Er wird zum Testlabor. Diesmal landeten rund 65 Gramm Kohlenhydrate in den Softflasks. Dazu Wasser. Dazu etwas Buffer. Kein Hexenwerk. Aber ein weiterer Schritt. Denn genau solche Dinge habe ich früher häufig eher nebenbei behandelt. Mittlerweile bekommen sie dieselbe Aufmerksamkeit wie die eigentliche Trainingseinheit. Die spannende Erkenntnis: Der Test funktionierte problemlos. Kein Völlegefühl. Keine Probleme. Keine Warnsignale. Natürlich beweist das noch gar nichts. 25 Kilometer in lockerem Tempo sind nicht 42 Kilometer im Wettkampftempo. Aber genau darum geht es. Schritt für Schritt Belastung und Energieaufnahme zusammenzubringen. Nicht erst am Wettkampftag. Sondern schon Wochen vorher. Vielleicht funktioniert Greif für 95 Prozent Und bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: Nein. Das hier ist kein Anti-Greif-Artikel. Ganz im Gegenteil. Die hohen Umfänge haben mich stärker gemacht. Die vielen Longruns ebenfalls. Sonst würde ich heute nicht dort stehen, wo ich stehe. Trotzdem muss man irgendwann ehrlich zu sich selbst sein. Wenn man jahrelang auf einem ähnlichen Leistungsniveau unterwegs ist, darf man zumindest die Frage stellen: Fehlt wirklich noch mehr Training? Oder fehlt vielleicht etwas anderes? Genau diese Frage beschäftigt mich momentan. Denn möglicherweise liegt der größte Hebel nicht in einer weiteren Tempoeinheit. Nicht in weiteren 20 Kilometern Wochenumfang. Nicht in einem noch härteren Trainingsblock. Sondern in Dingen, die bisher eher nebenbei liefen: Gespräch der Woche Ich: „Kann es sein, dass du mich manchmal zu viel lobst?“ ChatGPT: „Wenn ich Unsinn lobe, wäre das ein Problem. Aber genauso falsch wäre es, Fortschritte zu ignorieren.“ Ich: „Muss mir das peinlich sein, dass ich seit Jahren keine Sub 3 laufe?“ ChatGPT: „Nein. Peinlich wäre es, immer wieder exakt dasselbe zu machen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“ Das blieb hängen. Vielleicht auch deshalb, weil es ein bisschen weh tat. Fazit Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche steht auf keinem Trainingsdiagramm. Vielleicht besteht der Weg nach Baden nicht darin, noch schneller zu werden. Vielleicht besteht er darin, die Geschwindigkeit, die längst vorhanden ist, endlich über die komplette Marathondistanz verfügbar zu machen. Das klingt deutlich weniger spektakulär als ein neuer Rekord auf der Bahn. Aber vielleicht liegt genau dort die Antwort, nach der ich seit Jahren suche. Wir werden sehen. Mission Baden Marathon läuft weiter. Nicht mit mehr Tempo. Nicht mit mehr Kilometern. Sondern mit der Hoffnung, endlich am richtigen Hebel zu ziehen. 🏃‍♂️💭</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht habe ich jahrelang am falschen Hebel gezogen. Wenn man lange genug Marathon läuft, entwickelt man gewisse Überzeugungen. Eine davon habe ich seit Jahren: <strong>Der Longrun ist die wichtigste Einheit der Woche.</strong> Dafür brauche ich weder eine KI noch irgendeinen Trainingsguru. Das wusste ich schon lange bevor ich meinen ersten Ultra gelaufen bin. Und ganz sicher lange bevor ich angefangen habe, mit ChatGPT über Marathontraining zu diskutieren. Deshalb bestand mein Training in den letzten Jahren auch nie aus einem wilden Sammelsurium von Intervallen. Die langen Läufe waren immer da. Teilweise sehr lang. Teilweise sehr viele. Teilweise so viele, dass ich Freitagabends losgelaufen bin, wenn die Familie längst auf dem Sofa saß. Der Preis für diese Einheiten war nicht selten hoch. Aber genau das erschien mir logisch. Wer Marathon laufen will, muss lange laufen. Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigentliche Problem war ein anderes. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Trotz Longruns</li>



<li>Trotz hoher Umfänge. Trotz vieler Kilometer</li>



<li>Trotz Wochen mit 100 Kilometern und mehr</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kam am Ende nie die Zahl heraus, die ich mir erhofft hatte. Irgendwo zwischen Kilometer 30 und 35 wurde es regelmäßig kompliziert. Und genau deshalb ist die aktuelle Vorbereitung interessant. Nicht weil ich plötzlich entdeckt hätte, dass Longruns wichtig sind. Sondern weil ich zum ersten Mal ernsthaft hinterfrage, ob ich die Longruns bisher wirklich optimal genutzt habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dienstag – Bahn geht immer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Woche in Woche 3 meiner Vorbereitung auf Karlsruhe begann auf der Bahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4 x 2000 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich genau die Art von Einheit, die ich mag. Tempo. Struktur. Leiden. Da gibt es kein Verstecken. Du läufst los und irgendwann wird es unangenehm. Sehr unangenehm. Genau deshalb mag ich solche Einheiten. Die Wiederholungen liefen ordentlich. Hart. Aber kontrolliert. Kein völliges Aus-dem-Leben-Schießen. Einfach ehrliche Arbeit. Und anschließend kam wieder dieser Satz von ChatGPT. Ein Satz, der mich mittlerweile fast verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Geschwindigkeit ist nicht dein Problem.“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich ehrlich bin, wollte ich das anfangs gar nicht hören. Denn Geschwindigkeit ist ein einfaches Problem. Geschwindigkeit kann man trainieren. Mehr Intervalle. Mehr Tempo. Mehr Belastung. Fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider sprechen die Zahlen inzwischen eine andere Sprache. Eine 37er-Zeit über 10 Kilometer passt nicht wirklich zu einem Marathonläufer, der permanent knapp an der Sub 3 scheitert. Eine Halbmarathonzeit um 1:22 ebenfalls nicht. Und genau deshalb wird die Frage langsam interessant:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielleicht fehlt gar nicht die Geschwindigkeit. Vielleicht fehlt die Fähigkeit, diese Geschwindigkeit bis ins Ziel zu tragen</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Donnerstag – Der Lauf des Elend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Donnerstag stand ein lockerer Lauf auf dem Programm. Zumindest theoretisch. Praktisch war es ein einziger Kampf. Schwere Beine. Kein Rhythmus. Mehrere Gehpausen. Einer dieser Läufe, bei denen man ständig auf die Uhr schaut und hofft, dass sie kaputt ist. War sie leider nicht. Die Pace war langsam. Die Beine fühlten sich noch langsamer an. Und natürlich begann sofort das Kopfkino. Bin ich platt? Verliere ich Form? War das alles zu viel? Die Antwort von ChatGPT war erstaunlich unspektakulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Vielleicht bist du einfach müde.“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke für nichts.<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f604.png" alt="😄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wahrscheinlich war genau das die richtige Antwort. Die Bahn vom Dienstag steckte noch in den Beinen. Die Vorwochen ebenfalls. Und manchmal ist ein schlechter Lauf eben einfach ein schlechter Lauf. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Samstag – Die Einheit, über die niemand schreibt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag folgte ein lockerer Lauf über Feldwege. Nichts Besonderes. Keine Rekorde. Keine spektakulären Zahlen. Wahrscheinlich genau die Art von Einheit, die in den sozialen Medien komplett untergeht. Dabei sind es genau diese Kilometer, die langfristig den Unterschied machen. Nicht jeder Lauf muss eine Geschichte erzählen. Manche müssen einfach nur gelaufen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sonntag – Die eigentliche Keysession</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kam der Longrun. Für mich schon immer die wichtigste Einheit der Woche. Daran hat sich nichts geändert. Geändert hat sich allerdings der Fokus. Früher ging es häufig um die Frage:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie weit?</li>



<li>Wie schnell?</li>



<li>Wie viele Kilometer?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Heute kommt eine weitere Frage hinzu: <strong>Wie bekomme ich im Wettkampf ausreichend Energie ins System?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Longrun wird zum Ernährungslabor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Veränderung dieser Vorbereitung hat nichts mit Pace zu tun. Und auch nichts mit Kilometern. Sie steckt in den Softflasks. Denn wenn ich auf meine vergangenen Marathons zurückblicke, fällt ein Muster auf. Die Form war meistens da. Die Geschwindigkeit ebenfalls. Trotzdem wurde es irgendwann schwierig. Deshalb trainiere ich aktuell nicht nur die Beine. Sondern auch die Energieversorgung. Nicht weil ich bei einem lockeren 25-Kilometer-Lauf Angst habe, leerzulaufen. Sondern weil ich den Magen darauf vorbereiten möchte, im Wettkampf deutlich größere Mengen Kohlenhydrate verarbeiten zu können. Der Longrun wird dadurch zu mehr als einer Ausdauereinheit. Er wird zum Testlabor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesmal landeten rund 65 Gramm Kohlenhydrate in den Softflasks. Dazu Wasser. Dazu etwas Buffer. Kein Hexenwerk. Aber ein weiterer Schritt. Denn genau solche Dinge habe ich früher häufig eher nebenbei behandelt. Mittlerweile bekommen sie dieselbe Aufmerksamkeit wie die eigentliche Trainingseinheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spannende Erkenntnis: Der Test funktionierte problemlos. Kein Völlegefühl. Keine Probleme. Keine Warnsignale. Natürlich beweist das noch gar nichts. 25 Kilometer in lockerem Tempo sind nicht 42 Kilometer im Wettkampftempo. Aber genau darum geht es. Schritt für Schritt Belastung und Energieaufnahme zusammenzubringen. Nicht erst am Wettkampftag. Sondern schon Wochen vorher.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht funktioniert Greif für 95 Prozent</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: Nein. Das hier ist kein Anti-Greif-Artikel. Ganz im Gegenteil. Die hohen Umfänge haben mich stärker gemacht. Die vielen Longruns ebenfalls. Sonst würde ich heute nicht dort stehen, wo ich stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem muss man irgendwann ehrlich zu sich selbst sein. Wenn man jahrelang auf einem ähnlichen Leistungsniveau unterwegs ist, darf man zumindest die Frage stellen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fehlt wirklich noch mehr Training?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder fehlt vielleicht etwas anderes? Genau diese Frage beschäftigt mich momentan. Denn möglicherweise liegt der größte Hebel nicht in einer weiteren Tempoeinheit. Nicht in weiteren 20 Kilometern Wochenumfang. Nicht in einem noch härteren Trainingsblock. Sondern in Dingen, die bisher eher nebenbei liefen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ernährung</li>



<li>Energieversorgung</li>



<li>Ermüdungsresistenz</li>



<li>Regeneration</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Gespräch der Woche</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich:</strong> „Kann es sein, dass du mich manchmal zu viel lobst?“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ChatGPT:</strong> „Wenn ich Unsinn lobe, wäre das ein Problem. Aber genauso falsch wäre es, Fortschritte zu ignorieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich:</strong> „Muss mir das peinlich sein, dass ich seit Jahren keine Sub 3 laufe?“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ChatGPT:</strong> „Nein. Peinlich wäre es, immer wieder exakt dasselbe zu machen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das blieb hängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht auch deshalb, weil es ein bisschen weh tat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche steht auf keinem Trainingsdiagramm.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht bei der Pace.</li>



<li>Nicht beim Puls.</li>



<li>Nicht bei den Intervallen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht besteht der Weg nach Baden nicht darin, noch schneller zu werden. Vielleicht besteht er darin, die Geschwindigkeit, die längst vorhanden ist, endlich über die komplette Marathondistanz verfügbar zu machen. Das klingt deutlich weniger spektakulär als ein neuer Rekord auf der Bahn. Aber vielleicht liegt genau dort die Antwort, nach der ich seit Jahren suche. Wir werden sehen. Mission Baden Marathon läuft weiter. Nicht mit mehr Tempo. Nicht mit mehr Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern mit der Hoffnung, endlich am richtigen Hebel zu ziehen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3c3-200d-2642-fe0f.png" alt="🏃‍♂️" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4ad.png" alt="💭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/26/mission-baden-marathon-3-geschwindigkeit-ist-nicht-das-problem/">Mission Baden Marathon #3 – Geschwindigkeit ist nicht das Problem</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das Klima hat sich schon immer verändert – warum dieses Argument ins Leere läuft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft, Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Erderwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandelleugner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während ich diesen Artikel schreibe, rollt wieder einmal eine Hitzewelle über Deutschland. Die Thermometer klettern auf Werte, bei denen man sich fragt, ob man noch in Mitteleuropa lebt oder bereits versehentlich nach Südeuropa umgezogen ist. Und wie zuverlässig die nächste Hitzewelle kommt auch das nächste Argument der Klimawandel-Skeptiker: Herzlichen Glückwunsch. Das ist tatsächlich richtig. Das Problem ist nur: Niemand behauptet das Gegenteil. Die Lieblingsausrede der Klimaleugner Wenn jemand sagt: „Das Klima hat sich schon immer verändert“, klingt das zunächst wie ein schlagendes Argument. Ist es aber nicht. Denn die Aussage beantwortet nicht die entscheidende Frage: Warum verändert sich das Klima gerade jetzt? Menschen werden auch seit Jahrtausenden krank. Trotzdem würde niemand behaupten, dass Rauchen deshalb keinen Lungenkrebs verursachen kann. Waldbrände gab es schon immer. Trotzdem kann ein Mensch einen Wald anzünden. Naturereignisse gab es schon immer. Das bedeutet nicht, dass menschliche Einflüsse ausgeschlossen sind. Blick auf die letzten 300 Jahre Schauen wir uns einmal an, was sich in den letzten Jahrhunderten verändert hat. Die erste Grafik zeigt den menschengemachten CO₂-Ausstoß seit Beginn der Industrialisierung. Was fällt auf? Über Jahrtausende war der menschliche Einfluss auf die Atmosphäre praktisch vernachlässigbar. Erst mit Kohle, Öl, Gas und der Industrialisierung schießen die Emissionen förmlich durch die Decke. Vor allem seit etwa 1950 sieht die Kurve aus wie eine Rakete. Und jetzt kommt der spannende Teil: Zur gleichen Zeit beginnt auch die globale Durchschnittstemperatur deutlich anzusteigen. Natürlich beweist eine Korrelation allein noch keine Ursache. Aber wir kennen die Ursache bereits. CO₂ wirkt als Treibhausgas. Das ist keine politische Meinung, sondern Physik. Wenn mehr CO₂ in der Atmosphäre ist, bleibt mehr Wärme im System Erde zurück. Die Überraschung wäre also nicht die Erwärmung. Die Überraschung wäre, wenn trotz massiv steigender Treibhausgase nichts passieren würde. Ja, das Klima hat sich schon immer verändert Kommen wir zum Lieblingsargument zurück. Natürlich hat sich das Klima schon immer verändert. Die Erde war bereits deutlich wärmer und deutlich kälter als heute. Es gab Eiszeiten. Es gab Warmzeiten. Niemand bestreitet das. Aber hier wird häufig ein entscheidender Punkt unterschlagen: Die Geschwindigkeit. Die zweite Grafik erzählt die eigentliche Geschichte Die zweite Grafik zeigt die Temperaturentwicklung seit dem Ende der letzten Eiszeit. Man erkennt deutlich, dass sich das Klima in der Vergangenheit tatsächlich verändert hat. Aber man erkennt noch etwas anderes: Diese Veränderungen verliefen meist über viele Jahrtausende. Nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg die globale Temperatur um mehrere Grad Celsius – allerdings verteilt über etwa 10.000 Jahre. Heute haben wir etwa 1,3 Grad Erwärmung innerhalb von rund 175 Jahren erlebt. Das ist, als würde jemand behaupten, ein Fahrrad und ein Formel-1-Wagen seien praktisch dasselbe, weil beide Räder haben. Die Größenordnung der Geschwindigkeit ist eine völlig andere. Warum die Geschwindigkeit wichtig ist Stellen wir uns vor, der Meeresspiegel steigt um einen Meter. Wenn das über 5.000 Jahre geschieht, werden Küstenstädte dutzende Generationen Zeit haben, sich anzupassen. Wenn das über wenige Jahrzehnte geschieht, sieht die Sache anders aus. Dasselbe gilt für Landwirtschaft, Infrastruktur, Wälder und Ökosysteme. Natur kann sich an Veränderungen anpassen. Aber Anpassung benötigt Zeit. Genau diese Zeit wird immer knapper. Der Elefant im Raum Was mich an vielen Diskussionen überrascht: Die gleichen Menschen, die beim Benzinpreis eine Veränderung von zehn Cent sofort bemerken, erklären gleichzeitig, dass ein globaler Temperaturanstieg um über ein Grad in historisch kurzer Zeit völlig bedeutungslos sei. Das erscheint zumindest bemerkenswert. Vor allem, wenn die Datenlage inzwischen sehr umfangreich ist. Wir messen steigende CO₂-Konzentrationen. An irgendeinem Punkt wird aus „kritischem Hinterfragen“ schlicht das Ignorieren von Daten. Selbst wenn die Skeptiker recht hätten … Machen wir einmal ein Gedankenexperiment. Nehmen wir an, die Klimaskeptiker hätten recht. Nehmen wir an, die aktuelle Erwärmung wäre vollständig natürlich. Dann bliebe trotzdem eine unbequeme Tatsache bestehen: Die Erde würde sich erwärmen. Die Folgen wären dieselben. Hitzewellen würden nicht verschwinden. Dürren würden nicht plötzlich harmlos werden. Steigende Meeresspiegel würden nicht zwischen natürlichem und menschengemachtem Wasser unterscheiden. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Ursache vollständig natürlich wäre, hätten wir weiterhin allen Grund, unsere Lebensgrundlagen zu schützen, Energie effizienter zu nutzen, Ressourcen zu schonen, Wälder zu erhalten und unsere Umwelt widerstandsfähiger zu machen. Der Astrophysiker Carl Sagan formulierte es einst treffend: „That&#8217;s here. That&#8217;s home. That&#8217;s us.“ „Das ist hier. Das ist unsere Heimat. Das sind wir.“ Wir handeln in vielen Bereichen nach dem Vorsorgeprinzip. Wir schließen Versicherungen ab. Wir tragen Sicherheitsgurte. Wir installieren Rauchmelder. Nicht weil wir wissen, dass etwas passieren wird. Sondern weil die möglichen Folgen groß sind. Warum sollte ausgerechnet beim einzigen Planeten, auf dem wir leben können, ein anderer Maßstab gelten? Der Blick von oben Vielleicht braucht man manchmal ein paar hundert Kilometer Abstand, um die Dinge klarer zu sehen. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat nach seinen Missionen auf der ISS immer wieder beschrieben, wie sich die Perspektive auf die Erde verändert, wenn man sie von außen betrachtet. Von dort oben sieht man keine Ländergrenzen. Keine politischen Lager. Keine Ideologien. Man sieht nur einen kleinen blauen Planeten in der Schwärze des Alls. Einen Planeten, auf dem alles stattfindet, was uns wichtig ist. Mehr haben wir nicht. Es gibt keinen Planeten B. Keine zweite Erde in Reserve. Nur diesen einen blauen Punkt. Gerade deshalb erscheint es seltsam, wenn manche Menschen jede Diskussion über Klimawandel reflexartig mit dem Satz beenden wollen: „Das Klima hat sich schon immer verändert.“ Ja, hat es. Aber wir leben nicht auf der Erde vor 20.000 Jahren. Wir leben auf der Erde von heute. Und für diese Erde tragen wir Verantwortung. Fazit Ja, das Klima hat sich schon immer verändert. Ja, es gab Warmzeiten lange vor Autos, Flugzeugen und Kohlekraftwerken. Aber daraus folgt nicht, dass die heutige Erwärmung ebenfalls rein natürlich sein muss. Das ist ungefähr so logisch, wie zu behaupten: „Es hat schon immer Waldbrände gegeben. Deshalb kann niemand einen Wald anzünden.“ Die Erde verändert sich ständig. Die eigentliche Frage ist, welchen Anteil wir daran haben. Und wenn man sich die CO₂-Kurve der letzten 300 Jahre neben die Temperaturentwicklung der letzten 20.000 Jahre ansieht, wird die Antwort ziemlich offensichtlich. Selbst wenn sie manchen nicht gefällt. Und noch was: Was ich hier schreibe ist keine Hysterie: Die Welt wird nicht untergehen, der Mensch wird nicht ausgerottet. Eines aber wird passieren, wenn das so weitergeht – die Welt wir dann zunehmend unbewohnbar. Wenn alle Systeme versagen (Jetstream, Golfstrom, usw.), dann werden vielleicht alle Lebensformen sterben auf der Welt – alle außer uns. Wir werden vielleicht Städte bauen unter riesigen Kuppeln und dort weiterleben, jedenfalls die Außerwählten unter uns. Jedenfalls werden wir Wege finden. Die Frage ist doch aber: WOLLEN WIR DAS? IST DIESE WELT DANN NOCH LEBENSWERT. Wir haben nur diese eine Welt. Da draußen ist nichts. Wir haben nur diesen kleinen, blauen Punkt, unser Zuhause!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd wp-block-paragraph">Während ich diesen Artikel schreibe, rollt wieder einmal eine Hitzewelle über Deutschland. Die Thermometer klettern auf Werte, bei denen man sich fragt, ob man noch in Mitteleuropa lebt oder bereits versehentlich nach Südeuropa umgezogen ist. Und wie zuverlässig die nächste Hitzewelle kommt auch das nächste Argument der Klimawandel-Skeptiker:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="isSelectedEnd wp-block-paragraph">„Das Klima hat sich schon immer verändert!“</p>
</blockquote>
</blockquote>



<p class="isSelectedEnd wp-block-paragraph">Herzlichen Glückwunsch. Das ist tatsächlich richtig. Das Problem ist nur: Niemand behauptet das Gegenteil.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lieblingsausrede der Klimaleugner</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn jemand sagt: „Das Klima hat sich schon immer verändert“, klingt das zunächst wie ein schlagendes Argument. Ist es aber nicht. Denn die Aussage beantwortet nicht die entscheidende Frage: <strong>Warum verändert sich das Klima gerade jetzt?</strong> Menschen werden auch seit Jahrtausenden krank. Trotzdem würde niemand behaupten, dass Rauchen deshalb keinen Lungenkrebs verursachen kann. Waldbrände gab es schon immer. Trotzdem kann ein Mensch einen Wald anzünden. Naturereignisse gab es schon immer. Das bedeutet nicht, dass menschliche Einflüsse ausgeschlossen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blick auf die letzten 300 Jahre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir uns einmal an, was sich in den letzten Jahrhunderten verändert hat. Die erste Grafik zeigt den menschengemachten CO₂-Ausstoß seit Beginn der Industrialisierung.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="794" height="404" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png" alt="" class="wp-image-10306" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image.png 794w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-300x153.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-768x391.png 768w" sizes="(max-width: 794px) 100vw, 794px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was fällt auf? Über Jahrtausende war der menschliche Einfluss auf die Atmosphäre praktisch vernachlässigbar. Erst mit Kohle, Öl, Gas und der Industrialisierung schießen die Emissionen förmlich durch die Decke. Vor allem seit etwa 1950 sieht die Kurve aus wie eine Rakete. Und jetzt kommt der spannende Teil: Zur gleichen Zeit beginnt auch die globale Durchschnittstemperatur deutlich anzusteigen. Natürlich beweist eine Korrelation allein noch keine Ursache. Aber wir kennen die Ursache bereits. CO₂ wirkt als Treibhausgas. Das ist keine politische Meinung, sondern Physik. Wenn mehr CO₂ in der Atmosphäre ist, bleibt mehr Wärme im System Erde zurück. Die Überraschung wäre also nicht die Erwärmung. Die Überraschung wäre, wenn trotz massiv steigender Treibhausgase nichts passieren würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ja, das Klima hat sich schon immer verändert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zum Lieblingsargument zurück. Natürlich hat sich das Klima schon immer verändert. Die Erde war bereits deutlich wärmer und deutlich kälter als heute. Es gab Eiszeiten. Es gab Warmzeiten. Niemand bestreitet das. Aber hier wird häufig ein entscheidender Punkt unterschlagen: <strong>Die Geschwindigkeit.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die zweite Grafik erzählt die eigentliche Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Grafik zeigt die Temperaturentwicklung seit dem Ende der letzten Eiszeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-1.png"><img decoding="async" width="795" height="409" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-1.png" alt="" class="wp-image-10307" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-1.png 795w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-1-300x154.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/06/image-1-768x395.png 768w" sizes="(max-width: 795px) 100vw, 795px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man erkennt deutlich, dass sich das Klima in der Vergangenheit tatsächlich verändert hat. Aber man erkennt noch etwas anderes: Diese Veränderungen verliefen meist über viele Jahrtausende. Nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg die globale Temperatur um mehrere Grad Celsius – allerdings verteilt über etwa 10.000 Jahre. Heute haben wir etwa 1,3 Grad Erwärmung innerhalb von rund 175 Jahren erlebt. Das ist, als würde jemand behaupten, ein Fahrrad und ein Formel-1-Wagen seien praktisch dasselbe, weil beide Räder haben. Die Größenordnung der Geschwindigkeit ist eine völlig andere.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Geschwindigkeit wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stellen wir uns vor, der Meeresspiegel steigt um einen Meter. Wenn das über 5.000 Jahre geschieht, werden Küstenstädte dutzende Generationen Zeit haben, sich anzupassen. Wenn das über wenige Jahrzehnte geschieht, sieht die Sache anders aus. Dasselbe gilt für Landwirtschaft, Infrastruktur, Wälder und Ökosysteme. Natur kann sich an Veränderungen anpassen. Aber Anpassung benötigt Zeit. Genau diese Zeit wird immer knapper.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Elefant im Raum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich an vielen Diskussionen überrascht: Die gleichen Menschen, die beim Benzinpreis eine Veränderung von zehn Cent sofort bemerken, erklären gleichzeitig, dass ein globaler Temperaturanstieg um über ein Grad in historisch kurzer Zeit völlig bedeutungslos sei. Das erscheint zumindest bemerkenswert. Vor allem, wenn die Datenlage inzwischen sehr umfangreich ist. Wir messen steigende CO₂-Konzentrationen. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wir wissen, dass der zusätzliche Kohlenstoff überwiegend aus fossilen Brennstoffen stammt.</li>



<li>Wir messen steigende Temperaturen.</li>



<li>Wir beobachten schmelzende Gletscher.</li>



<li>Wir beobachten steigende Meeresspiegel.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">An irgendeinem Punkt wird aus „kritischem Hinterfragen“ schlicht das Ignorieren von Daten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbst wenn die Skeptiker recht hätten …</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Machen wir einmal ein Gedankenexperiment.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir an, die Klimaskeptiker hätten recht. Nehmen wir an, die aktuelle Erwärmung wäre vollständig natürlich. Dann bliebe trotzdem eine unbequeme Tatsache bestehen: <strong>Die Erde würde sich erwärmen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen wären dieselben. Hitzewellen würden nicht verschwinden. Dürren würden nicht plötzlich harmlos werden. Steigende Meeresspiegel würden nicht zwischen natürlichem und menschengemachtem Wasser unterscheiden. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Ursache vollständig natürlich wäre, hätten wir weiterhin allen Grund, unsere Lebensgrundlagen zu schützen, Energie effizienter zu nutzen, Ressourcen zu schonen, Wälder zu erhalten und unsere Umwelt widerstandsfähiger zu machen. Der Astrophysiker Carl Sagan formulierte es einst treffend: </p>



<p class="wp-block-paragraph">„That&#8217;s here. That&#8217;s home. That&#8217;s us.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist hier. Das ist unsere Heimat. Das sind wir.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir handeln in vielen Bereichen nach dem Vorsorgeprinzip. Wir schließen Versicherungen ab. Wir tragen Sicherheitsgurte. Wir installieren Rauchmelder. Nicht weil wir wissen, dass etwas passieren wird. Sondern weil die möglichen Folgen groß sind. Warum sollte ausgerechnet beim einzigen Planeten, auf dem wir leben können, ein anderer Maßstab gelten?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Blick von oben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht braucht man manchmal ein paar hundert Kilometer Abstand, um die Dinge klarer zu sehen. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat nach seinen Missionen auf der ISS immer wieder beschrieben, wie sich die Perspektive auf die Erde verändert, wenn man sie von außen betrachtet. Von dort oben sieht man keine Ländergrenzen. Keine politischen Lager. Keine Ideologien. Man sieht nur einen kleinen blauen Planeten in der Schwärze des Alls. Einen Planeten, auf dem alles stattfindet, was uns wichtig ist. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unsere Familien</li>



<li>Unsere Städte</li>



<li>Unsere Geschichte</li>



<li>Unsere Zukunft</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr haben wir nicht. Es gibt keinen Planeten B. Keine zweite Erde in Reserve. Nur diesen einen blauen Punkt. Gerade deshalb erscheint es seltsam, wenn manche Menschen jede Diskussion über Klimawandel reflexartig mit dem Satz beenden wollen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Das Klima hat sich schon immer verändert.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, hat es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir leben nicht auf der Erde vor 20.000 Jahren. Wir leben auf der Erde von heute. Und für diese Erde tragen wir Verantwortung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, das Klima hat sich schon immer verändert. Ja, es gab Warmzeiten lange vor Autos, Flugzeugen und Kohlekraftwerken. Aber daraus folgt nicht, dass die heutige Erwärmung ebenfalls rein natürlich sein muss. Das ist ungefähr so logisch, wie zu behaupten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Es hat schon immer Waldbrände gegeben. Deshalb kann niemand einen Wald anzünden.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erde verändert sich ständig. Die eigentliche Frage ist, welchen Anteil wir daran haben. Und wenn man sich die CO₂-Kurve der letzten 300 Jahre neben die Temperaturentwicklung der letzten 20.000 Jahre ansieht, wird die Antwort ziemlich offensichtlich. Selbst wenn sie manchen nicht gefällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch was: Was ich hier schreibe ist keine Hysterie: Die Welt wird nicht untergehen, der Mensch wird nicht ausgerottet. Eines aber wird passieren, wenn das so weitergeht – die Welt wir dann zunehmend unbewohnbar. Wenn alle Systeme versagen (Jetstream, Golfstrom, usw.), dann werden vielleicht alle Lebensformen sterben auf der Welt – alle außer uns. Wir werden vielleicht Städte bauen unter riesigen Kuppeln und dort weiterleben, jedenfalls die Außerwählten unter uns. Jedenfalls werden wir Wege finden. Die Frage ist doch aber: WOLLEN WIR DAS? IST DIESE WELT DANN NOCH LEBENSWERT. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben nur diese eine Welt. Da draußen ist nichts. Wir haben nur diesen kleinen, blauen Punkt, unser Zuhause!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/26/das-klima-hat-sich-schon-immer-veraendert-warum-dieses-argument-ins-leere-laeuft/">Das Klima hat sich schon immer verändert – warum dieses Argument ins Leere läuft</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Baden Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathontraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trainieren mit KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einer Woche hatte ich noch große Pläne. Baden Marathon. Sub 3. Neue Wege gehen. Weniger Greif. Mehr KI. Weniger 100-Kilometer-Wochen. Mehr Vernunft. Zumindest war das der Plan. Die KI hatte jedenfalls einen. Ich eher nicht! Die Ausgangslage Die erste Trainingswoche war eigentlich klar definiert: Nichts Verrücktes. Nichts Heroisches. Nichts, was nachts um 23 Uhr mit Stirnlampe absolviert werden muss, während die Familie schon schläft. Also genau die Art von Marathontraining, die für einen Familienvater irgendwie vernünftig klingt. Doch bereits nach wenigen Tagen meldete sich mein innerer Schweinehund. Beziehungsweise mein innerer Bahnläufer. &#8220;Kann ich nicht einfach jede Woche Bestzeit laufen?&#8221; Ich hatte der KI von meinem letzten 10-Kilometer-Lauf erzählt. 37:11. Eigentlich völlig überraschend. Und plötzlich war da dieser Gedanke &#8220;Vielleicht laufe ich einfach jede Woche mal eine Bestzeit.&#8221; Die KI reagierte ungefähr so wie ein genervter Trainer, der zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage hört. &#8220;Nein.&#8221; Ich fragte erneut: &#8220;Aber ist ein 5-Kilometer-All-Out-Lauf nicht fast dasselbe wie Intervalle?&#8221; Die Antwort kam schnell: &#8220;Nein.&#8221; Ich bohrte weiter: &#8220;Vielleicht jede Woche abwechselnd 5 Kilometer und 10 Kilometer volle Granate?&#8221; Die KI wurde auffallend kurz angebunden. Ich hatte das Gefühl, sie verdrehte digital die Augen. Der große 10-Kilometer-Angriff Natürlich ignorierte ich sämtliche Warnzeichen. Es war warm. Die Beine waren müde. Die Vernunft sagte: Heute lieber locker. Mein Ego sagte: Heute fällt die 36. Also stand ich auf der Bahn. Nach sechs Kilometern war das Experiment beendet. 22 Minuten. 3:41er Pace. Eigentlich stark. Aber eben keine Bestzeit. Vor allem hatte ich plötzlich keine Lust mehr. Die KI analysierte die Daten und stellte fest: &#8220;Das war kein Scheitern. Das war ein Trainingslauf mit zu großer Überschrift.&#8221; Irgendwie hatte sie recht. Leider. Der Longrun nimmt eine überraschende Wendung Eigentlich hätte laut Plan ein langer Straßenlauf angestanden. 26 Kilometer. Ruhig. Kontrolliert. Marathonspezifisch. Stattdessen fand ich mich plötzlich im Pfälzer Wald wieder. 17 Kilometer. 885 Höhenmeter. Trail. Weil &#8230; naja &#8230; weil Trail halt cooler ist als ein Grundlagenlauf auf der Straße. Die KI seufzte hörbar. Oder zumindest bilde ich mir das ein. Das Fueling-Experiment Jetzt wurde es spannend. Denn eine meiner größten Baustellen bleibt der Marathon-Magen. In Frankfurt. In Köln. Im Spreewald. Immer wieder dieselbe Geschichte: Ab Kilometer 25 bis 30 wird mir schlecht. Schwindel. Leistungsabfall. Manchmal sogar Erbrechen. Greif hatte mir damals erklärt: &#8220;Trinken braucht man eigentlich nicht.&#8221; Die KI erklärte mir anschließend: &#8220;Vielleicht ist genau das das Problem.&#8221; Ein unangenehmer Gedanke. Also testete ich bewusst: Während des Traillaufs. Das Ergebnis: Kein Drama. Lediglich ein leicht flauer Magen auf der Heimfahrt. Die KI wertete das überraschend positiv. Die Beichte Irgendwann erwähnte ich beiläufig: &#8220;Ach übrigens &#8230; ich habe gestern zwei Bier getrunken.&#8221; Kurze Pause. Digitale Stille. Dann kam die Antwort: &#8220;Die zwei Bier erklären den flauen Magen wahrscheinlicher als das zweite Gel.&#8221; Fairer Punkt. Wirklich fairer Punkt. Die eigentliche Erkenntnis Das Verrückte ist: Die KI interessiert sich erstaunlich wenig für meine Bestzeiten. Mich interessieren sie ständig. Die KI dagegen fragt immer dieselben Dinge: Langweilige Fragen. Leider genau die richtigen. Denn vielleicht entscheidet sich mein Baden Marathon tatsächlich nicht bei Kilometer 5. Nicht bei Kilometer 10. Nicht einmal beim Halbmarathon. Sondern genau dort, wo bisher jedes Mal die Party vorbei war: Bei Kilometer 30. Zwischenfazit nach Woche 2 Die KI lebt noch. Ich auch. Die 36 vor dem Komma muss noch warten. Dafür gehe ich jetzt mal wirklich frühzeitig vor der eigentlichen Endvorbereitung in das gezielte Ernährungstraining während der Belastung. Und vielleicht ist das am Ende mehr wert als jede neue Bestzeit. Auch wenn mein Ego das noch nicht vollständig akzeptieren möchte. Fortsetzung folgt ..</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/14/road-to-baden-marathon-2-die-ki-wird-langsam-genervt-zwischen-bestzeitfantasien-bier-und-einem-trailrun/">Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Vor einer Woche hatte ich noch große Pläne. Baden Marathon. Sub 3. Neue Wege gehen. Weniger Greif. Mehr KI. Weniger 100-Kilometer-Wochen. Mehr Vernunft. Zumindest war das der Plan. Die KI hatte jedenfalls einen. Ich eher nicht!</p>


<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangslage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Trainingswoche war eigentlich klar definiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>lockere Läufe</li>



<li>ein Bahntraining</li>



<li>ein Longrun</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts Verrücktes. Nichts Heroisches. Nichts, was nachts um 23 Uhr mit Stirnlampe absolviert werden muss, während die Familie schon schläft. Also genau die Art von Marathontraining, die für einen Familienvater irgendwie vernünftig klingt. Doch bereits nach wenigen Tagen meldete sich mein innerer Schweinehund. Beziehungsweise mein innerer Bahnläufer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8220;Kann ich nicht einfach jede Woche Bestzeit laufen?&#8221;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte der KI von meinem letzten 10-Kilometer-Lauf erzählt. 37:11. Eigentlich völlig überraschend. Und plötzlich war da dieser Gedanke</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht laufe ich einfach jede Woche mal eine Bestzeit.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI reagierte ungefähr so wie ein genervter Trainer, der zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage hört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Nein.&#8221;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fragte erneut:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Aber ist ein 5-Kilometer-All-Out-Lauf nicht fast dasselbe wie Intervalle?&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort kam schnell:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Nein.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bohrte weiter:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht jede Woche abwechselnd 5 Kilometer und 10 Kilometer volle Granate?&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI wurde auffallend kurz angebunden. Ich hatte das Gefühl, sie verdrehte digital die Augen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der große 10-Kilometer-Angriff</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ignorierte ich sämtliche Warnzeichen. Es war warm. Die Beine waren müde. Die Vernunft sagte: Heute lieber locker. Mein Ego sagte: Heute fällt die 36. Also stand ich auf der Bahn. Nach sechs Kilometern war das Experiment beendet. 22 Minuten. 3:41er Pace. Eigentlich stark. Aber eben keine Bestzeit. Vor allem hatte ich plötzlich keine Lust mehr. Die KI analysierte die Daten und stellte fest:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Das war kein Scheitern. Das war ein Trainingslauf mit zu großer Überschrift.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie hatte sie recht. Leider.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Longrun nimmt eine überraschende Wendung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hätte laut Plan ein langer Straßenlauf angestanden. 26 Kilometer. Ruhig. Kontrolliert. Marathonspezifisch. Stattdessen fand ich mich plötzlich im Pfälzer Wald wieder. 17 Kilometer. 885 Höhenmeter. Trail. Weil &#8230; naja &#8230; weil Trail halt cooler ist als ein Grundlagenlauf auf der Straße. Die KI seufzte hörbar. Oder zumindest bilde ich mir das ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Fueling-Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt wurde es spannend. Denn eine meiner größten Baustellen bleibt der Marathon-Magen. In Frankfurt. In Köln. Im Spreewald. Immer wieder dieselbe Geschichte: Ab Kilometer 25 bis 30 wird mir schlecht. Schwindel. Leistungsabfall. Manchmal sogar Erbrechen. Greif hatte mir damals erklärt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Trinken braucht man eigentlich nicht.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI erklärte mir anschließend:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht ist genau das das Problem.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ein unangenehmer Gedanke. Also testete ich bewusst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>2 Gels</li>



<li>1 Liter Wasser</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Traillaufs. Das Ergebnis: Kein Drama. Lediglich ein leicht flauer Magen auf der Heimfahrt. Die KI wertete das überraschend positiv.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Beichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann erwähnte ich beiläufig:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Ach übrigens &#8230; ich habe gestern zwei Bier getrunken.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Kurze Pause. Digitale Stille. Dann kam die Antwort:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Die zwei Bier erklären den flauen Magen wahrscheinlicher als das zweite Gel.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Fairer Punkt. Wirklich fairer Punkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die eigentliche Erkenntnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verrückte ist: Die KI interessiert sich erstaunlich wenig für meine Bestzeiten. Mich interessieren sie ständig. Die KI dagegen fragt immer dieselben Dinge:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie war der Magen?</li>



<li>Wie waren die Beine?</li>



<li>Wie hast du getrunken?</li>



<li>Wie hast du gegessen?</li>



<li></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Langweilige Fragen. Leider genau die richtigen. Denn vielleicht entscheidet sich mein Baden Marathon tatsächlich nicht bei Kilometer 5. Nicht bei Kilometer 10. Nicht einmal beim Halbmarathon. Sondern genau dort, wo bisher jedes Mal die Party vorbei war: Bei Kilometer 30.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischenfazit nach Woche 2</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI lebt noch. Ich auch. Die 36 vor dem Komma muss noch warten. Dafür gehe ich jetzt mal wirklich frühzeitig vor der eigentlichen Endvorbereitung in das gezielte Ernährungstraining während der Belastung.  Und vielleicht ist das am Ende mehr wert als jede neue Bestzeit. Auch wenn mein Ego das noch nicht vollständig akzeptieren möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fortsetzung folgt ..</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/14/road-to-baden-marathon-2-die-ki-wird-langsam-genervt-zwischen-bestzeitfantasien-bier-und-einem-trailrun/">Road to Baden Marathon #2 – Die KI wird langsam genervt: zwischen Bestzeitfantasien, Bier und einem Trailrun</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 19:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Baden Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathontraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trainieren mit KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die macht man jahrelang. Und irgendwann fragt man sich, ob es vielleicht an der Zeit ist, etwas anderes zu machen, oder anders gesagt – etwas ANDERS zu machen. Bei mir ist das Peter Greif. Seit dem Spreewald-Marathon 2023 trainiere ich nach dem Countdown. Lange Läufe. Endbeschleunigungen. Harte Wochen. Viele Kilometer. Und um eines vorwegzunehmen: Das Training hat funktioniert. Sonst würde ich heute nicht auf Marathonzeiten zwischen 3:03 und 3:10 Stunden zurückblicken. Steffney brachte mich weit, Greif noch viel weiter bis knapp zum Ziel. Und trotzdem steht da noch immer diese verdammte Zahl: 3:00:00. Die magische Grenze. Die Schallmauer. Die fucking Sub 3. Und genau die habe ich bisher nicht geknackt. Frankfurt: Die Antwort steckt vielleicht in den Splits Mein bisher bester Marathon war Frankfurt 2024. 3:03:50 Stunden. Knapp vorbei. Damals war meine Schlussfolgerung einfach: Mehr trainieren. Härter trainieren. Noch konsequenter trainieren. Das habe ich gemacht – für Köln ein Jahr später! Und ging unter – 03:14. Fuck! Doch vor ein paar Tagen habe ich mir die Kilometerzeiten von Frankfurt noch einmal angesehen. Bis Kilometer 34 lief alles nahezu nach Plan. Erst danach ging langsam das Licht aus. War ich wirklich zu langsam? Oder bin ich einfach leer gelaufen? Die KI stellt unangenehme Fragen Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile habe ich meine Wettkampfzeiten, Trainingsdaten und Frankfurt-Splits einmal durch eine KI analysieren lassen. Die Antwort überraschte mich im Ansatz erst einmal nicht, in der weiteren Auseinandersetzung dann aber doch schon sehr. Die KI war der Meinung, dass mein Problem nicht unbedingt die Geschwindigkeit ist. So weit, so gut. Meine aktuellen Leistungsdaten: Dann wurde es unangenehm. „Wie viele Gels hast du in Frankfurt genommen?“„Zwei.“ Kurzes Schweigen. „Und wie viel hast du während des Rennens getrunken?“„Praktisch nichts.“ Wieder Schweigen. Selbst eine künstliche Intelligenz schien von dieser Strategie nicht restlos überzeugt. Mein Verpflegungsplan klang eigentlich genial Dabei war das kein Versehen. Das war mein Plan. Vor dem Start wurden über mehrere Stunden verteilt rund 1,5 Liter Flüssigkeit eingefüllt. Dazu Buffer, Guarana, L-Carnitin und diverse andere Wundermittel. Während des Rennens dagegen: möglichst wenig trinken. So hatte ich es gelernt. So hatte ich es über Jahre gemacht. Die KI formulierte es erstaunlich diplomatisch: &#8220;Vielleicht liegt genau dort das Problem!&#8221; 100 Kilometer pro Woche – aber zu welchem Preis? Als ich die Umfänge meiner Frankfurt-Vorbereitung herauskramte, standen dort Zahlen wie: Die KI war beeindruckt. Ich weniger. Denn diese Kilometer kamen nicht kostenlos. Teilweise lief ich meine langen Läufe am Freitagabend bis tief in die Nacht hinein. Nicht weil das besonders cool klingt. Sondern weil Familie, Beruf und Marathontraining gleichzeitig existieren wollten. Die ehrliche Frage lautet daher: Will ich wirklich noch einmal genau denselben Weg gehen? Nein! Das Baden-Experiment Deshalb werde ich für Baden etwas tun, was für mich fast schon revolutionär ist. Ich trainiere nicht härter. Ich trainiere anders. Die Wochenumfänge werden deutlich niedriger ausfallen als in meiner Frankfurt-Vorbereitung – oder für Köln. Dafür liegt der Fokus auf: Ich möchte herausfinden, ob mein Körper vielleicht schon längst für eine Zeit unter drei Stunden gut ist und ich bisher einfach an der falschen Stelle optimiert habe. Vielleicht muss ich gar nicht schneller werden Jahrelang dachte ich: Wer schneller laufen will, muss härter trainieren. Vielleicht stimmt das sogar. Hell yes, natürlich stimmt das! Aber vielleicht gilt für mich inzwischen etwas anderes: Wer schneller laufen will, muss aufhören, bei Kilometer 35 zu verhungern. Klingt weniger heroisch. Ist aber möglicherweise näher an der Wahrheit – für mich. Kann KI einen Marathon trainieren? Wahrscheinlich nicht. Zumindest noch nicht. Aber vielleicht kann sie dabei helfen, eingefahrene Überzeugungen zu hinterfragen. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus der Analyse war nämlich nicht: Du musst schneller werden. Sondern: Vielleicht musst du endlich anfangen zu trinken! Ob das funktioniert? Keine Ahnung. Vielleicht laufe ich 3:05. Vielleicht 3:10. Vielleicht lande ich wieder knapp über drei Stunden. Oder vielleicht stelle ich am 20. September in Baden fest, dass die fehlenden Minuten nie in den Beinen steckten. Sondern im Verpflegungsplan. Der erste Longrun mit zwei Gels steht bereits vor der Tür. Was nun kommen wird, wird ein Experiment sein, ein Dialog mit einer KI. Ich werde ihr Trainingsdaten geben, Gefühle mitteilen und schildern, wie es so läuft mit dem Magen und so. Und wie ein Coach wird sie &#8220;feintunen&#8221;, anpassen, analysieren und mir helfen. Das Pensum wird niedrig sein, eine krasse Abkehr von Greif. Und doch gibt es essentielle Gemeinsamkeiten, universelle Wahrheiten. Niemand kommt um Longruns herum mit Endbeschleunigung. Niemand kommt um krass gelaufene Intervalle herum. Wer nicht trainiert, erreicht nichts! Wie schon gesagt, Greif brachte mich weit, sehr weit. Und vielleicht ist das letzte Stück, das mir fehlt und für viele andere sicher funktioniert, für mich eben ein andrer Weg. Fortsetzung folgt &#8230;</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/08/road-to-baden-1-greif-raus-ki-rein-kann-das-funktionieren/">Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die macht man jahrelang. Und irgendwann fragt man sich, ob es vielleicht an der Zeit ist, etwas anderes zu machen, oder anders gesagt – etwas ANDERS zu machen. Bei mir ist das Peter Greif. Seit dem Spreewald-Marathon 2023 trainiere ich nach dem Countdown. Lange Läufe. Endbeschleunigungen. Harte Wochen. Viele Kilometer. Und um eines vorwegzunehmen: Das Training hat funktioniert. Sonst würde ich heute nicht auf Marathonzeiten zwischen 3:03 und 3:10 Stunden zurückblicken. Steffney brachte mich weit, Greif noch viel weiter bis knapp zum Ziel. Und trotzdem steht da noch immer diese verdammte Zahl: 3:00:00. Die magische Grenze. Die Schallmauer. Die fucking Sub 3. Und genau die habe ich bisher nicht geknackt.</p>


<h2 class="wp-block-heading">Frankfurt: Die Antwort steckt vielleicht in den Splits</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mein bisher bester Marathon war Frankfurt 2024. 3:03:50 Stunden. Knapp vorbei. Damals war meine Schlussfolgerung einfach: Mehr trainieren. Härter trainieren. Noch konsequenter trainieren. Das habe ich gemacht – für Köln ein Jahr später! Und ging unter – 03:14. Fuck! Doch vor ein paar Tagen habe ich mir die Kilometerzeiten von Frankfurt noch einmal angesehen. Bis Kilometer 34 lief alles nahezu nach Plan. Erst danach ging langsam das Licht aus. War ich wirklich zu langsam? Oder bin ich einfach leer gelaufen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die KI stellt unangenehme Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile habe ich meine Wettkampfzeiten, Trainingsdaten und Frankfurt-Splits einmal durch eine KI analysieren lassen. Die Antwort überraschte mich im Ansatz erst einmal nicht, in der weiteren Auseinandersetzung dann aber doch schon sehr. Die KI war der Meinung, dass mein Problem nicht unbedingt die Geschwindigkeit ist. So weit, so gut. <br><br>Meine aktuellen Leistungsdaten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Halbmarathon: 1:23:55 (die Bestzeit ist das nicht, aber meine letzte Performance)</li>



<li>10 km: 37:11 (aktuell, da ist Luft nach oben, auf diese Zeit kann ich also bauen)</li>



<li>5K: 17:30 (aktuell)</li>



<li>VO2max laut COROS: 59</li>



<li>Schwellenpace: 3:42 min/km</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wurde es unangenehm.<br><br><em>„Wie viele Gels hast du in Frankfurt genommen?“<br>„Zwei.“</em><br><br>Kurzes Schweigen.<br><br><em>„Und wie viel hast du während des Rennens getrunken?“<br>„Praktisch nichts.“</em><br><br>Wieder Schweigen. Selbst eine künstliche Intelligenz schien von dieser Strategie nicht restlos überzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Verpflegungsplan klang eigentlich genial</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war das kein Versehen. Das war mein Plan. Vor dem Start wurden über mehrere Stunden verteilt rund 1,5 Liter Flüssigkeit eingefüllt. Dazu Buffer, Guarana, L-Carnitin und diverse andere Wundermittel. Während des Rennens dagegen: möglichst wenig trinken. So hatte ich es gelernt. So hatte ich es über Jahre gemacht. Die KI formulierte es erstaunlich diplomatisch: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Vielleicht liegt genau dort das Problem!&#8221;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">100 Kilometer pro Woche – aber zu welchem Preis?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Umfänge meiner Frankfurt-Vorbereitung herauskramte, standen dort Zahlen wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>101 Kilometer</li>



<li>94 Kilometer</li>



<li>100 Kilometer</li>



<li>89 Kilometer<br></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI war beeindruckt. Ich weniger. Denn diese Kilometer kamen nicht kostenlos. Teilweise lief ich meine langen Läufe am Freitagabend bis tief in die Nacht hinein. Nicht weil das besonders cool klingt. Sondern weil Familie, Beruf und Marathontraining gleichzeitig existieren wollten. Die ehrliche Frage lautet daher:<br><br><strong>Will ich wirklich noch einmal genau denselben Weg gehen?</strong><br><br><strong>Nein</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Baden-Experiment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb werde ich für Baden etwas tun, was für mich fast schon revolutionär ist. Ich trainiere nicht härter. Ich trainiere anders. Die Wochenumfänge werden deutlich niedriger ausfallen als in meiner Frankfurt-Vorbereitung – oder für Köln. Dafür liegt der Fokus auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>langen Läufen</li>



<li>Marathonpace unter Vorermüdung</li>



<li>Fueling</li>



<li>Trinken</li>



<li>Magenverträglichkeit</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte herausfinden, ob mein Körper vielleicht schon längst für eine Zeit unter drei Stunden gut ist und ich bisher einfach an der falschen Stelle optimiert habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht muss ich gar nicht schneller werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrelang dachte ich: Wer schneller laufen will, muss härter trainieren. Vielleicht stimmt das sogar. Hell yes, natürlich stimmt das! Aber vielleicht gilt für mich inzwischen etwas anderes: Wer schneller laufen will, muss aufhören, bei Kilometer 35 zu verhungern. Klingt weniger heroisch. Ist aber möglicherweise näher an der Wahrheit – für mich. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann KI einen Marathon trainieren?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich nicht. Zumindest noch nicht. Aber vielleicht kann sie dabei helfen, eingefahrene Überzeugungen zu hinterfragen. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus der Analyse war nämlich nicht: Du musst schneller werden. Sondern:<br><br><strong>Vielleicht musst du endlich anfangen zu trinken</strong>!<br><br>Ob das funktioniert? Keine Ahnung. Vielleicht laufe ich 3:05. Vielleicht 3:10. Vielleicht lande ich wieder knapp über drei Stunden. Oder vielleicht stelle ich am 20. September in Baden fest, dass die fehlenden Minuten nie in den Beinen steckten. Sondern im Verpflegungsplan. Der erste Longrun mit zwei Gels steht bereits vor der Tür. Was nun kommen wird, wird ein Experiment sein, ein Dialog mit einer KI. Ich werde ihr Trainingsdaten geben, Gefühle mitteilen und schildern, wie es so läuft mit dem Magen und so. Und wie ein Coach wird sie &#8220;feintunen&#8221;, anpassen, analysieren und mir helfen. Das Pensum wird niedrig sein, eine krasse Abkehr von Greif. Und doch gibt es essentielle Gemeinsamkeiten, universelle Wahrheiten. Niemand kommt um Longruns herum mit Endbeschleunigung. Niemand kommt um krass gelaufene Intervalle herum. Wer nicht trainiert, erreicht nichts! Wie schon gesagt, Greif brachte mich weit, sehr weit. Und vielleicht ist das letzte Stück, das mir fehlt und für viele andere sicher funktioniert, für mich eben ein andrer Weg.<br><br>Fortsetzung folgt &#8230;</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/06/08/road-to-baden-1-greif-raus-ki-rein-kann-das-funktionieren/">Road to Baden Marathon #1 – Greif raus, KI rein. Kann das funktionieren?</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>GOING ULTRA – Platz 506 (32.AK) beim UTMB TRAIL ALSACE / TDC</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/05/26/going-ultra-platz-506-32-ak-beim-utmb-trail-alsace-tdc/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=going-ultra-platz-506-32-ak-beim-utmb-trail-alsace-tdc</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Trail Alsace]]></category>
		<category><![CDATA[Trail De Celtes]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning]]></category>
		<category><![CDATA[Ultramarathon]]></category>
		<category><![CDATA[UTMB]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ma-san.de/?p=10264</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kurz vor 19 Uhr sitzen wir auf dem Marktplatz in Barr und warten darauf, dass das Flammkuchen-Restaurant aufmacht. Wo lässt es sich besser warten als an einem VP bei Kilometer 110 eines 160-Kilometer-Rennens? Die Sonne scheint, die Atmosphäre ist entspannt und mit großen Lücken dazwischen trudelt das hintere Feld hier langsam ein. Nach 110 Kilometern und mehr als 24 Stunden Laufzeit lacht hier eigentlich keiner mehr. Keiner – außer einem. Der steht grinsend an der Absperrung, plaudert fröhlich und hat seine Sporttasche schon vor sich stehen. Der Mann steigt aus dem Rennen aus. Aber warum geht der jetzt raus, denke ich mir, so kurz vor dem Ziel? Wobei „kurz“ bei einem Ultralauf natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Morgen werden wir selbst einen 50-Kilometer-Ultra laufen. Für uns lang. Für die Typen hier? Eher Kurzstrecke zum Warmwerden. Unbreakable Das Interessante bei einem UTMB-Lauf wie diesem ist: Über die Startnummer erfährt man unfassbar viel über die Leute. Also schauen wir mal bei dem Mann nach. Und plötzlich erscheint eine Liste, bei der uns die Kinnlade runterfällt. Der Typ bewegt sich beim „Krassheitsgrad“ irgendwo in einem Paralleluniversum – und dass er hier aussteigt, juckt ihn offenbar exakt null komma null. Da steht unter anderem der Swiss Peaks Ultra Legend mit 397 Kilometern und 28.000 Höhenmetern. Zwei Wochen später lief er einfach noch einen Zweihunderter hinterher. Und die Liste geht endlos weiter. Ähnliches gilt für viele andere Läufer hier draußen. Menschen, die nach 110 Kilometern, einer bereits durchgelaufenen Nacht und einer weiteren bevorstehenden Nacht noch sieben, acht oder neun Stunden unterwegs sein werden. Komplett geisteskrank. Und gleichzeitig maximal faszinierend. Es geht los Mit diesem Eindruck gehen wir ins Restaurant, gönnen uns einen Flammkuchen mit Münsterkäse und dazu ein Meteor 0,5 – wie sich das bei Trailläufern gehört. Danach geht’s brav ins Bettchen, denn morgen um 7 Uhr fällt der Startschuss. Beim UTMB D’Alsace gibt es verschiedene Distanzen von 10 bis 160 Kilometern, alle mit unterschiedlichen Startorten, aber demselben Ziel: Obernai. Wir laufen den Trail des Celtes – nach den 100 Meilen und den 100K die drittlängste Distanz. Knapp 50 Kilometer mit dezenten 1.800 Höhenmetern. Der Wecker klingelt um 5 Uhr morgens. Erst mal duschen, dann Toast mit Butter und Marmelade sowie ein Glas Ultrasports Buffer. Danach beginnt das übliche Ultra-Ritual: Was muss mit, was nicht? Es ist kalt heute Morgen, gerade mal fünf Grad, später wird’s warm. Was zieht man an? Als ich den Trailrucksack aufsetze – den Salomon ADV Skin 5, völlig ausreichend für 50K – sitzt alles perfekt. Vorne die Flasks, hinten der Köcher mit den gut greifbaren Stöcken, dazu Handy, Gels, Snacks. Alles da. Los geht’s Richtung Start. Freakshow Es herrscht direkt diese echte UTMB-Atmosphäre, als sich die Läufer in den engen Gassen der Altstadt sammeln. Verschiedene Startwellen, sortiert nach UTMB-Index-Ranking. Ich stehe in Welle 2 und warte auf den Start. Kurz vorher taucht plötzlich ein Typ mit langen orangenen Haaren auf – null Equipment. Keine Weste, keine Stöcke, nichts. Shorts, T-Shirt, fertig. Er stellt sich ganz vorne rein. Der DJ ballert einen emotionalen Song über den Platz, alle bekommen Gänsehaut. Startschuss. Und der Typ mit den orangenen Haaren schießt los wie komplett irre. Später erfahre ich: Das ist Christian Allen, amerikanischer Trail-Eliteläufer. Er wird das Rennen gewinnen und die 48 Kilometer in 3 Stunden und 11 Minuten pulverisieren. Ich schaue mir später seinen Lauf auf Strava an. Bei jedem einzelnen Kilometer steht da eine 3:30er Pace oder schneller. Auch berghoch. WHAT. THE. FUCK. Der Mann hat einen Marathon in 2:09 stehen, einen Halbmarathon knapp über einer Stunde – und so geht das weiter. Das zeigt einfach brutal, was hier bei einem UTMB-Rennen unterwegs ist. Hier laufen Leute herum, die in der Weltspitze mitmischen können und Chamonix im Visier haben. Fitnesslevel, die komplett absurd wirken. Und gleichzeitig ist das maximal inspirierend. Hier werden Grenzen verschoben. Alle sind ein bisschen durchgeknallt. Aber genau das macht diese Szene so geil. Start und Renntaktik Und dann geht’s auch für mich los. Knapp 50K, 1.800 Höhenmeter. Let’s go. Die ersten 17 Kilometer gehen fast durchgehend bergauf – rund 1.000 Höhenmeter am Stück. Danach wieder runter. Und das Ganze später nochmal. Jeder Trail ist anders. Dieser hier lebt von zwei großen Anstiegen statt hundert kleiner. Nach dem Pfalz Trail vor ein paar Wochen, bei dem ich mich nach 20 Kilometern komplett abgeschossen hatte, ist das Learning jetzt angekommen: Sobald es richtig steil wird, höre ich auf zu laufen und gehe. Es geht zunächst hoch durch die Weinberge. Die Sonne liegt über der weiten Ebene. Was für eine Aussicht. Dann tauchen wir in den Wald ein. Vor mir eine riesige Schlange aus Läufern, langsam ziehen alle ihre Stöcke. Ich warte noch etwas ab, gehe im Eilschritt und stütze die Hände auf den Oberschenkeln ab. Uphill muss nicht langsam sein. Manche versuchen hier hochzurennen. Großer Fehler. Das sind Körner, People. Und die braucht man später noch. Irgendwann hole ich dann doch die Stöcke raus. Auch da kann man viel falsch machen. Wichtig ist, Druck auf die Stöcke zu bekommen, Kraft in die Arme zu verlagern und sich aktiv hochzudrücken. Die Stöcke nach hinten pressen, während die Beine nach oben arbeiten. So ziehe ich das über 1.000 Höhenmeter durch. Wo es flach wird, laufe ich. Steile Passagen gehe ich im Speedwalk hoch. Die Downhills lasse ich rollen. Nicht komplett wahnsinnig – aber schon ordentlich. Bis Kilometer 17 läuft das alles erstaunlich locker. An der VP lege ich den Rucksack ab, gehe aufs Klo, ziehe die Jacke aus und schlendere erst mal entspannt übers Buffet. „EAT AS MUCH YOU CAN“, hatte mir beim Grand Ballon mal jemand gesagt. Genau so halte ich das auch. Bis hierhin habe ich nur an den Softflasks genippt – Ultrasports Buffer und Wasser – plus ein Gel. Wenig, magenschonend. Jetzt wird nachgelegt. Puls runter, Magen beruhigen, Snacks rein. Danach geht’s weiter Richtung nächste 10 Kilometer. Und mir geht’s richtig gut. Grandiose Stimmung Immer wieder gibt es mitten im Wald kleine Spots, an denen Leute stehen und uns anfeuern. Sie sehen das kleine deutsche Fähnchen auf meiner Startnummer und sprechen mich direkt auf Deutsch an. „Super, Martin! Courage!“ Das ist etwas, das ich in Frankreich extrem feiere. Die Leute hier sind nicht ausschließlich auf Fußball fixiert, sondern – Tour-de-France-geprägt – generell begeistert von Ausdauersport jeder Art. Die machen sich mitten im Wald auf den Weg und feuern Menschen an, die sie überhaupt nicht kennen. „Courage!“ In Deutschland halten dich nicht wenige für komplett bescheuert, wenn du so etwas machst. Hier nicht. Hier bekommt jeder Respekt, der sich auf den Weg macht und versucht, etwas durchzuziehen. Man merkt das überall. Auf den Serpentinen im Elsass wird ein Radfahrer nicht als Störfaktor gesehen, sondern mit Respekt behandelt. Diese Begeisterungsfähigkeit fehlt mir bei uns oft. Mehr machen. Weniger nur bewerten. Frankreich hat für mich echten Sport-Spirit. Ruhig bleiben und Erfahrung ausspielen Ab jetzt beginne ich mitzuzählen: Wie viele Leute überhole ich – und wie viele überholen mich bis zur nächsten VP bei Kilometer 30? Die Vorsichtslampen bleiben weiter an. Noch ist hier gar nichts entschieden. Der zweite große Anstieg kommt. Auch diesmal bleibe ich eisern. Kein sinnloses Hochrennen. Sticks raus, Speedwalk, Puls unten halten. Das echte Rennen wird später entschieden. Dem Magen geht’s weiterhin gut. Ein paar Tropfen Iberogast, dazu immer wieder kleine Schlucke aus den Flasks. Nicht zu viel auf einmal. Neben mir steckt sich plötzlich einer den Finger in den Hals und kotzt. Wenig später sackt ein anderer mit Krämpfen zusammen. Ich frage kurz, ob alles okay ist. Alles gut. Weiter geht’s. Ab Kilometer 30 wird’s brutal downhill. 35 Läufer habe ich bis hierhin eingesammelt – jetzt dreht sich das Spiel. Meine Waden machen dicht, die Achillessehnen brennen. Downhill tut inzwischen richtig weh. Also lasse ich andere ziehen und nehme Tempo raus. Magen schonen. Beine irgendwie am Leben halten. Ist das überhaupt noch Rennen? An VP2 angekommen, snacke ich mich erst mal durchs Buffet. Essen fällt inzwischen schwer, der Magen rebelliert langsam. Also gehe ich erst mal ein Stück. Die Sonne knallt jetzt brutal rein. Noch 18 Kilometer. Ab hier läuft der Kurs in Wellen weiter. Kleine Anstiege, kleine Downhills. Die ganz großen Bretter sind geschafft. Rennen? Nee. Das hier ist inzwischen kontrolliertes Joggen mit Gehpassagen bergauf. Mit einem Straßenmarathon hat das nichts mehr zu tun. Dort läufst du konstant deine Pace durch. Hier geht es nur noch darum, sich nicht komplett zu zerstören. Wer jetzt noch eine 5er Pace laufen kann, kassiert hunderte Leute ein. Dazu gehöre ich definitiv nicht. Aber komplett eingehen tue ich eben auch nicht. Es ist heiß inzwischen. Kein Wald mehr. Nur noch Weinberge und Wiesen. Kein Schatten. Brutal. Aber hey: Mir ist nicht schlecht. Ich kann noch joggen. Viele andere gehen nur noch. Das Ding heimbringen Und so bringe ich das Ding nach Hause. So ein Ultra zieht sich brutal. Das ist irgendwann nur noch Kopfsache. Und dann taucht irgendwann Obernai auf. Man hört unten in den Gassen schon den Jubel. Ich rolle die letzten Hügel hinunter, laufe in die Altstadt hinein und schließlich ins Ziel, wo heute wirklich jeder einzelne Läufer herzlich empfangen wird. Und genau darum geht’s hier am Ende auch irgendwie. Nicht um Pace. Nicht um Platzierungen. Sondern einfach darum, dieses verdammte Ding nach Hause zu bringen KEEP ON RUNNING, PEOPLE! Ma San[/Avatar]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor 19 Uhr sitzen wir auf dem Marktplatz in Barr und warten darauf, dass das Flammkuchen-Restaurant aufmacht. Wo lässt es sich besser warten als an einem VP bei Kilometer 110 eines 160-Kilometer-Rennens? Die Sonne scheint, die Atmosphäre ist entspannt und mit großen Lücken dazwischen trudelt das hintere Feld hier langsam ein. Nach 110 Kilometern und mehr als 24 Stunden Laufzeit lacht hier eigentlich keiner mehr. Keiner – außer einem. Der steht grinsend an der Absperrung, plaudert fröhlich und hat seine Sporttasche schon vor sich stehen. Der Mann steigt aus dem Rennen aus.</p>
<p>Aber warum geht der jetzt raus, denke ich mir, so kurz vor dem Ziel? Wobei „kurz“ bei einem Ultralauf natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Morgen werden wir selbst einen 50-Kilometer-Ultra laufen. Für uns lang. Für die Typen hier? Eher Kurzstrecke zum Warmwerden.</p>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unbreakable</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interessante bei einem UTMB-Lauf wie diesem ist: Über die Startnummer erfährt man unfassbar viel über die Leute. Also schauen wir mal bei dem Mann nach. Und plötzlich erscheint eine Liste, bei der uns die Kinnlade runterfällt. Der Typ bewegt sich beim „Krassheitsgrad“ irgendwo in einem Paralleluniversum – und dass er hier aussteigt, juckt ihn offenbar exakt null komma null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da steht unter anderem der Swiss Peaks Ultra Legend mit 397 Kilometern und 28.000 Höhenmetern. Zwei Wochen später lief er einfach noch einen Zweihunderter hinterher. Und die Liste geht endlos weiter. Ähnliches gilt für viele andere Läufer hier draußen. Menschen, die nach 110 Kilometern, einer bereits durchgelaufenen Nacht und einer weiteren bevorstehenden Nacht noch sieben, acht oder neun Stunden unterwegs sein werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Komplett geisteskrank. Und gleichzeitig maximal faszinierend.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10268" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace2-75x75.jpeg 75w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es geht los</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Eindruck gehen wir ins Restaurant, gönnen uns einen Flammkuchen mit Münsterkäse und dazu ein Meteor 0,5 – wie sich das bei Trailläufern gehört. Danach geht’s brav ins Bettchen, denn morgen um 7 Uhr fällt der Startschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim UTMB D’Alsace gibt es verschiedene Distanzen von 10 bis 160 Kilometern, alle mit unterschiedlichen Startorten, aber demselben Ziel: Obernai. Wir laufen den Trail des Celtes – nach den 100 Meilen und den 100K die drittlängste Distanz. Knapp 50 Kilometer mit dezenten 1.800 Höhenmetern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wecker klingelt um 5 Uhr morgens. Erst mal duschen, dann Toast mit Butter und Marmelade sowie ein Glas Ultrasports Buffer. Danach beginnt das übliche Ultra-Ritual: Was muss mit, was nicht? Es ist kalt heute Morgen, gerade mal fünf Grad, später wird’s warm. Was zieht man an?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich den Trailrucksack aufsetze – den Salomon ADV Skin 5, völlig ausreichend für 50K – sitzt alles perfekt. Vorne die Flasks, hinten der Köcher mit den gut greifbaren Stöcken, dazu Handy, Gels, Snacks. Alles da. Los geht’s Richtung Start.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Freakshow</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es herrscht direkt diese echte UTMB-Atmosphäre, als sich die Läufer in den engen Gassen der Altstadt sammeln. Verschiedene Startwellen, sortiert nach UTMB-Index-Ranking. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stehe in Welle 2 und warte auf den Start. Kurz vorher taucht plötzlich ein Typ mit langen orangenen Haaren auf – null Equipment. Keine Weste, keine Stöcke, nichts. Shorts, T-Shirt, fertig. Er stellt sich ganz vorne rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der DJ ballert einen emotionalen Song über den Platz, alle bekommen Gänsehaut. Startschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Typ mit den orangenen Haaren schießt los wie komplett irre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später erfahre ich: Das ist Christian Allen, amerikanischer Trail-Eliteläufer. Er wird das Rennen gewinnen und die 48 Kilometer in 3 Stunden und 11 Minuten pulverisieren. Ich schaue mir später seinen Lauf auf Strava an. Bei jedem einzelnen Kilometer steht da eine 3:30er Pace oder schneller. Auch berghoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHAT. THE. FUCK.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann hat einen Marathon in 2:09 stehen, einen Halbmarathon knapp über einer Stunde – und so geht das weiter. Das zeigt einfach brutal, was hier bei einem UTMB-Rennen unterwegs ist. Hier laufen Leute herum, die in der Weltspitze mitmischen können und Chamonix im Visier haben. Fitnesslevel, die komplett absurd wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig ist das maximal inspirierend. Hier werden Grenzen verschoben. Alle sind ein bisschen durchgeknallt. Aber genau das macht diese Szene so geil.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10269" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace3-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Start und Renntaktik</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann geht’s auch für mich los. Knapp 50K, 1.800 Höhenmeter. Let’s go.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten 17 Kilometer gehen fast durchgehend bergauf – rund 1.000 Höhenmeter am Stück. Danach wieder runter. Und das Ganze später nochmal. Jeder Trail ist anders. Dieser hier lebt von zwei großen Anstiegen statt hundert kleiner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Pfalz Trail vor ein paar Wochen, bei dem ich mich nach 20 Kilometern komplett abgeschossen hatte, ist das Learning jetzt angekommen: Sobald es richtig steil wird, höre ich auf zu laufen und gehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht zunächst hoch durch die Weinberge. Die Sonne liegt über der weiten Ebene. Was für eine Aussicht. Dann tauchen wir in den Wald ein. Vor mir eine riesige Schlange aus Läufern, langsam ziehen alle ihre Stöcke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich warte noch etwas ab, gehe im Eilschritt und stütze die Hände auf den Oberschenkeln ab. Uphill muss nicht langsam sein. Manche versuchen hier hochzurennen. Großer Fehler. Das sind Körner, People. Und die braucht man später noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann hole ich dann doch die Stöcke raus. Auch da kann man viel falsch machen. Wichtig ist, Druck auf die Stöcke zu bekommen, Kraft in die Arme zu verlagern und sich aktiv hochzudrücken. Die Stöcke nach hinten pressen, während die Beine nach oben arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ziehe ich das über 1.000 Höhenmeter durch. Wo es flach wird, laufe ich. Steile Passagen gehe ich im Speedwalk hoch. Die Downhills lasse ich rollen. Nicht komplett wahnsinnig – aber schon ordentlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Kilometer 17 läuft das alles erstaunlich locker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der VP lege ich den Rucksack ab, gehe aufs Klo, ziehe die Jacke aus und schlendere erst mal entspannt übers Buffet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„EAT AS MUCH YOU CAN“, hatte mir beim Grand Ballon mal jemand gesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau so halte ich das auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis hierhin habe ich nur an den Softflasks genippt – Ultrasports Buffer und Wasser – plus ein Gel. Wenig, magenschonend. Jetzt wird nachgelegt. Puls runter, Magen beruhigen, Snacks rein. Danach geht’s weiter Richtung nächste 10 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mir geht’s richtig gut.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10273" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace4-1-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grandiose Stimmung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder gibt es mitten im Wald kleine Spots, an denen Leute stehen und uns anfeuern. Sie sehen das kleine deutsche Fähnchen auf meiner Startnummer und sprechen mich direkt auf Deutsch an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Super, Martin! Courage!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist etwas, das ich in Frankreich extrem feiere. Die Leute hier sind nicht ausschließlich auf Fußball fixiert, sondern – Tour-de-France-geprägt – generell begeistert von Ausdauersport jeder Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die machen sich mitten im Wald auf den Weg und feuern Menschen an, die sie überhaupt nicht kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Courage!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland halten dich nicht wenige für komplett bescheuert, wenn du so etwas machst. Hier nicht. Hier bekommt jeder Respekt, der sich auf den Weg macht und versucht, etwas durchzuziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man merkt das überall. Auf den Serpentinen im Elsass wird ein Radfahrer nicht als Störfaktor gesehen, sondern mit Respekt behandelt. Diese Begeisterungsfähigkeit fehlt mir bei uns oft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr machen. Weniger nur bewerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat für mich echten Sport-Spirit.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10272" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace5.jpeg 1211w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ruhig bleiben und Erfahrung ausspielen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab jetzt beginne ich mitzuzählen: Wie viele Leute überhole ich – und wie viele überholen mich bis zur nächsten VP bei Kilometer 30?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorsichtslampen bleiben weiter an. Noch ist hier gar nichts entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite große Anstieg kommt. Auch diesmal bleibe ich eisern. Kein sinnloses Hochrennen. Sticks raus, Speedwalk, Puls unten halten. Das echte Rennen wird später entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Magen geht’s weiterhin gut. Ein paar Tropfen Iberogast, dazu immer wieder kleine Schlucke aus den Flasks. Nicht zu viel auf einmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben mir steckt sich plötzlich einer den Finger in den Hals und kotzt. Wenig später sackt ein anderer mit Krämpfen zusammen. Ich frage kurz, ob alles okay ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles gut. Weiter geht’s.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10276" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace6.jpeg 1453w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ab Kilometer 30 wird’s brutal downhill. 35 Läufer habe ich bis hierhin eingesammelt – jetzt dreht sich das Spiel. Meine Waden machen dicht, die Achillessehnen brennen. Downhill tut inzwischen richtig weh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also lasse ich andere ziehen und nehme Tempo raus. Magen schonen. Beine irgendwie am Leben halten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10271" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace7.jpeg 2033w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist das überhaupt noch Rennen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An VP2 angekommen, snacke ich mich erst mal durchs Buffet. Essen fällt inzwischen schwer, der Magen rebelliert langsam. Also gehe ich erst mal ein Stück. Die Sonne knallt jetzt brutal rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch 18 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab hier läuft der Kurs in Wellen weiter. Kleine Anstiege, kleine Downhills. Die ganz großen Bretter sind geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rennen? Nee. Das hier ist inzwischen kontrolliertes Joggen mit Gehpassagen bergauf.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10275" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1536x1536.jpeg 1536w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-2048x2048.jpeg 2048w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace8-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Straßenmarathon hat das nichts mehr zu tun. Dort läufst du konstant deine Pace durch. Hier geht es nur noch darum, sich nicht komplett zu zerstören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt noch eine 5er Pace laufen kann, kassiert hunderte Leute ein. Dazu gehöre ich definitiv nicht. Aber komplett eingehen tue ich eben auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist heiß inzwischen. Kein Wald mehr. Nur noch Weinberge und Wiesen. Kein Schatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brutal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hey: Mir ist nicht schlecht. Ich kann noch joggen. Viele andere gehen nur noch.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="879" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg" alt="" class="wp-image-10274" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9.jpeg 879w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/Ma-San-Blog-UTMB-Trail-Alsace9-75x75.jpeg 75w" sizes="auto, (max-width: 879px) 100vw, 879px" /></a></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Ding heimbringen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und so bringe ich das Ding nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Ultra zieht sich brutal. Das ist irgendwann nur noch Kopfsache. Und dann taucht irgendwann Obernai auf. Man hört unten in den Gassen schon den Jubel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rolle die letzten Hügel hinunter, laufe in die Altstadt hinein und schließlich ins Ziel, wo heute wirklich jeder einzelne Läufer herzlich empfangen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau darum geht’s hier am Ende auch irgendwie. Nicht um Pace. Nicht um Platzierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern einfach darum, dieses verdammte Ding nach Hause zu bringen</p>



<p class="wp-block-paragraph">KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1.jpg" class="wp-user-avatar-link wp-user-avatar-file"><img data-del="avatar" src='https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2016/03/cropped-CSC_0951-1-150x150.jpg' class='avatar pp-user-avatar avatar-thumbnailwp-user-avatar wp-user-avatar-thumbnail photo ' width='150'/></a>Ma San[/Avatar]</p>



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		<title>KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 20:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalztrail]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es mit den Worten meines Lauf-Buddies zu sagen — und eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen: „Es hätte sich nicht so hart anfühlen dürfen.“ Platz 46 über 36 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter in 3:50:04 Stunden. Bei 182 männlichen Teilnehmern reicht das für die Top 25 Prozent. Und genau das beschreibt ziemlich gut, woran ich gerade merke: Das Metier Trail Running hat sich mir noch längst nicht vollständig erschlossen. Im Straßenlauf bewege ich mich über 5, 10, 21 oder 42 Kilometer normalerweise eher in den vorderen 10 bis 5 Prozent eines Feldes. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis heute eben nicht wirklich gut an. Eher so, als wäre man froh, überhaupt irgendwie durchgekommen zu sein. Nicht sauber.Nicht kontrolliert.Nicht „GEROLLT“, wie sich Laufen eigentlich anfühlen sollte. Wenn man bedenkt, dass ich einen Marathon in 3:03 Stunden laufen kann, müsste auf dem Papier bei einem Lauf wie dem Pfalz Trail eigentlich mehr drin sein. Okay — Marathons laufe ich nach strukturiertem Training und klaren Plänen. Für diesen Trail war das anders. Weniger Umfang, mehr Intuition, weniger spezifische Vorbereitung. Und trotzdem hat mich das Ding härter zerlegt als gedacht. Die Höhenmeter setzen mir brutal zu. Vor allem die steilen Passagen schießen mir die Muskulatur komplett zu. Dazu kommt der Magen, der durch das permanente Auf und Ab irgendwann nur noch rebelliert. Ab Kilometer 25 konnte man das bei mir ehrlich gesagt kaum noch „Laufen“ nennen. Es war eher ein Dahinschleppen mit regelmäßigen Gehpausen. Wenn man all das in die Waagschale wirft, passen Platzierung und Zeit vermutlich schon ganz gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Lauf eigentlich nur ein Appetizer war. Denn jetzt wartet der UTMB GRAND EST. Was immer vorher war – jetzt kommt THE REAL SHIT! Und Leute — ich bin brutal aufgeregt. Die letzten Mails trudeln ein, in Obernai im Elsass laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und für vier Tage trifft sich dort eine internationale Trail-Community, die es über Distanzen von 10 bis 160 Kilometern richtig krachen lässt. Allein das, was ich bislang rund um Organisation und Atmosphäre mitbekomme, lässt mich ahnen: Das könnte das beeindruckendste Laufevent meines Lebens werden. Und ganz sicher auch das härteste. (-; KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/">KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Um es mit den Worten meines Lauf-Buddies zu sagen — und eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Es hätte sich nicht so hart anfühlen dürfen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Platz 46 über 36 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter in 3:50:04 Stunden. Bei 182 männlichen Teilnehmern reicht das für die Top 25 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das beschreibt ziemlich gut, woran ich gerade merke: Das Metier Trail Running hat sich mir noch längst nicht vollständig erschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Straßenlauf bewege ich mich über 5, 10, 21 oder 42 Kilometer normalerweise eher in den vorderen 10 bis 5 Prozent eines Feldes. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis heute eben nicht wirklich gut an. Eher so, als wäre man froh, überhaupt irgendwie durchgekommen zu sein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-10258" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1024x1024.jpeg 1024w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-300x300.jpeg 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-150x150.jpeg 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-768x768.jpeg 768w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-1140x1140.jpeg 1140w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286-75x75.jpeg 75w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3286.jpeg 1332w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Nicht sauber.<br>Nicht kontrolliert.<br>Nicht „GEROLLT“, wie sich Laufen eigentlich anfühlen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bedenkt, dass ich einen Marathon in 3:03 Stunden laufen kann, müsste auf dem Papier bei einem Lauf wie dem Pfalz Trail eigentlich mehr drin sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Okay — Marathons laufe ich nach strukturiertem Training und klaren Plänen. Für diesen Trail war das anders. Weniger Umfang, mehr Intuition, weniger spezifische Vorbereitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem hat mich das Ding härter zerlegt als gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Höhenmeter setzen mir brutal zu. Vor allem die steilen Passagen schießen mir die Muskulatur komplett zu. Dazu kommt der Magen, der durch das permanente Auf und Ab irgendwann nur noch rebelliert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="750" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png" alt="" class="wp-image-10259" style="width:750px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312.png 750w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-300x300.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-150x150.png 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_3312-75x75.png 75w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ab Kilometer 25 konnte man das bei mir ehrlich gesagt kaum noch „Laufen“ nennen. Es war eher ein Dahinschleppen mit regelmäßigen Gehpausen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man all das in die Waagschale wirft, passen Platzierung und Zeit vermutlich schon ganz gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Lauf eigentlich nur ein Appetizer war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn jetzt wartet der UTMB GRAND EST. Was immer vorher war – jetzt kommt THE REAL SHIT!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Leute — ich bin brutal aufgeregt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Mails trudeln ein, in Obernai im Elsass laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und für vier Tage trifft sich dort eine internationale Trail-Community, die es über Distanzen von 10 bis 160 Kilometern richtig krachen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein das, was ich bislang rund um Organisation und Atmosphäre mitbekomme, lässt mich ahnen: Das könnte das beeindruckendste Laufevent meines Lebens werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz sicher auch das härteste. (-;</p>



<p class="wp-block-paragraph">KEEP ON RUNNING, PEOPLE!</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/05/11/kleiner-bericht-zum-pfalz-trail-2026/">KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 21:27:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[5K]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Laufinspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathoni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen lief ich – ich habe darüber berichtet – ziemlich überraschend eine PB über 10 km in 37:11. Überraschend deshalb, weil ich mich weder in einer Halbmarathon- noch in einer Marathonvorbereitung befinde. Stattdessen bereite ich mich – mehr schlecht als recht – auf zwei Trail-Wettkämpfe vor, laufe ein eher zu niedriges Pensum und fahre eine Art Notprogramm. Heißt: Ich versuche, mit Intervallen und Longruns zumindest die Key-Sessions irgendwie unterzubringen. Und dann gehe ich an einem Sonntagmorgen auf die Bahn und laufe die 10 km schneller als je zuvor. Wie ist das möglich? Ähnlich lief es am letzten Sonntag über 5 km. Der Longrun fiel mangels Zeit aus, stattdessen begleitete ich meinen Sohn zu seinem ersten offiziellen 5-km-Rennen. Am Nachmittag ergab sich dann doch noch ein Zeitfenster, und ich radelte – mein Sohn wollte mit – zur Bahn für einen schnellen Zehner. Die Stimmung war entspannt: Eine Gruppe Inder spielte Cricket, zwei Läufer waren noch auf der Bahn, und hinten am Basketballplatz warfen Jugendliche ein paar Körbe. Ich gab meinem Sohn ein High Five, der selbst ein paar Runden drehte, und lief los. Erster Kilometer: 3:41. Zweiter: 3:27. Langsamer laufen? Nope, mache ich nicht. Diese Einheit war so eine Art „schlechtes Gewissen“-Run. Eigentlich hätte ich auf dem Trail lang gehen sollen, stattdessen jetzt etwas Kurzes. Das wollte ich kompensieren – mit Tempohärte im Intervallstil. Warum? Um trotz fehlender Grundlagenausdauer einen Trainingsreiz zu setzen, insbesondere in Richtung Laktattoleranz. Besser als nichts. Ich brauche keinen Wettkampf, um mich zu motivieren – das funktioniert auch so. Es geht mir darum, die eigenen Grenzen zu spüren. Und irgendwie stellte sich genau dieses Gefühl hier und jetzt ein, in diesem etwas schrägen Setting. Ich spürte gar nicht, dass ich eine 3:27er-Pace lief – also machte ich genau so weiter. Kilometer drei: wieder 3:27. Irgendwann beschloss ich, es bei 5 km zu belassen – auch, weil mein Sohn inzwischen aufgehört hatte zu laufen und es sich in der Sonne gemütlich machte. Ihn jetzt noch 20 Minuten warten lassen? Eher nicht. Also: 5 km. Kilometer vier in 3:29, keine Anzeichen von Schwäche. Den letzten dann ebenfalls in 3:29 „runtergeknallt“, auf die Uhr gedrückt – 17:31. Da trainiert man die ganze Zeit für Trails oder Marathon – und dann passiert so etwas. Klar, das freut mich. Aber eigentlich hätte ich es gern umgekehrt. Manchmal ist das alles ein Rätsel, und ich verstehe nicht so ganz, warum. Wenn ich mir meine PBs anschaue, zeigt sich ein klares Bild: Die 5 km sind – gemessen an meinem Alter – meine beste Leistung. Danach kommt der Zehner, dann der Halbmarathon und erst danach, mit deutlichem Abstand, der Marathon als Ausreißer nach unten. Rein rechnerisch müsste ich, basierend auf den Unterdistanzen, einen Marathon irgendwo zwischen 2:50 und 2:55 laufen können – tue ich aber nicht. Meine Stärke liegt offenbar in der Grundschnelligkeit und Tempohärte. Je länger die Distanz wird, desto mehr baue ich ab. Vor allem muskulär und insgesamt physisch setzt mir das zu – mir fehlt da schlicht die nötige Resilienz. Das liegt wiederum daran, dass ich über das Jahr hinweg zu wenig Umfang laufe. Wenn ich dann in der Endvorbereitung im klassischen „Peter-Greif-Killer-Modus“ hochschraube, ist das vermutlich zu viel und zu abrupt – keine nachhaltige Anpassung an die Langdistanz. So erkläre ich mir das zumindest im Moment und nehme es erst mal so hin. Jetzt stehen zwei ziemlich harte Trail-Wettkämpfe an. Mal sehen, wie das läuft und wie ich mich schlage. Bock habe ich auf jeden Fall.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/27/und-noch-eine-pb-aus-dem-nichts-1731-auf-5k/">Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="0" data-end="477">Vor ein paar Wochen lief ich – ich habe darüber berichtet – ziemlich überraschend eine PB über 10 km in 37:11. Überraschend deshalb, weil ich mich weder in einer Halbmarathon- noch in einer Marathonvorbereitung befinde. Stattdessen bereite ich mich – mehr schlecht als recht – auf zwei Trail-Wettkämpfe vor, laufe ein eher zu niedriges Pensum und fahre eine Art Notprogramm. Heißt: Ich versuche, mit Intervallen und Longruns zumindest die Key-Sessions irgendwie unterzubringen.</p>
<p data-start="479" data-end="894">Und dann gehe ich an einem Sonntagmorgen auf die Bahn und laufe die 10 km schneller als je zuvor. Wie ist das möglich? Ähnlich lief es am letzten Sonntag über 5 km. Der Longrun fiel mangels Zeit aus, stattdessen begleitete ich meinen Sohn zu seinem ersten offiziellen 5-km-Rennen. Am Nachmittag ergab sich dann doch noch ein Zeitfenster, und ich radelte – mein Sohn wollte mit – zur Bahn für einen schnellen Zehner.</p>
<p data-start="896" data-end="1183">Die Stimmung war entspannt: Eine Gruppe Inder spielte Cricket, zwei Läufer waren noch auf der Bahn, und hinten am Basketballplatz warfen Jugendliche ein paar Körbe. Ich gab meinem Sohn ein High Five, der selbst ein paar Runden drehte, und lief los. Erster Kilometer: 3:41. Zweiter: 3:27.</p>
<p data-start="1185" data-end="1225">Langsamer laufen? Nope, mache ich nicht.</p>
<p data-start="1227" data-end="1568">Diese Einheit war so eine Art „schlechtes Gewissen“-Run. Eigentlich hätte ich auf dem Trail lang gehen sollen, stattdessen jetzt etwas Kurzes. Das wollte ich kompensieren – mit Tempohärte im Intervallstil. Warum? Um trotz fehlender Grundlagenausdauer einen Trainingsreiz zu setzen, insbesondere in Richtung Laktattoleranz. Besser als nichts.</p>
<p data-start="1570" data-end="1917">Ich brauche keinen Wettkampf, um mich zu motivieren – das funktioniert auch so. Es geht mir darum, die eigenen Grenzen zu spüren. Und irgendwie stellte sich genau dieses Gefühl hier und jetzt ein, in diesem etwas schrägen Setting. Ich spürte gar nicht, dass ich eine 3:27er-Pace lief – also machte ich genau so weiter. Kilometer drei: wieder 3:27.</p>
<p data-start="1919" data-end="2273">Irgendwann beschloss ich, es bei 5 km zu belassen – auch, weil mein Sohn inzwischen aufgehört hatte zu laufen und es sich in der Sonne gemütlich machte. Ihn jetzt noch 20 Minuten warten lassen? Eher nicht. Also: 5 km. Kilometer vier in 3:29, keine Anzeichen von Schwäche. Den letzten dann ebenfalls in 3:29 „runtergeknallt“, auf die Uhr gedrückt – 17:31.</p>
<p data-start="2275" data-end="2502">Da trainiert man die ganze Zeit für Trails oder Marathon – und dann passiert so etwas. Klar, das freut mich. Aber eigentlich hätte ich es gern umgekehrt. Manchmal ist das alles ein Rätsel, und ich verstehe nicht so ganz, warum.</p>
<p data-start="2504" data-end="2902">Wenn ich mir meine PBs anschaue, zeigt sich ein klares Bild: Die 5 km sind – gemessen an meinem Alter – meine beste Leistung. Danach kommt der Zehner, dann der Halbmarathon und erst danach, mit deutlichem Abstand, der Marathon als Ausreißer nach unten. Rein rechnerisch müsste ich, basierend auf den Unterdistanzen, einen Marathon irgendwo zwischen 2:50 und 2:55 laufen können – tue ich aber nicht.</p>
<p data-start="2904" data-end="3130">Meine Stärke liegt offenbar in der Grundschnelligkeit und Tempohärte. Je länger die Distanz wird, desto mehr baue ich ab. Vor allem muskulär und insgesamt physisch setzt mir das zu – mir fehlt da schlicht die nötige Resilienz.</p>
<p data-start="3132" data-end="3394">Das liegt wiederum daran, dass ich über das Jahr hinweg zu wenig Umfang laufe. Wenn ich dann in der Endvorbereitung im klassischen „Peter-Greif-Killer-Modus“ hochschraube, ist das vermutlich zu viel und zu abrupt – keine nachhaltige Anpassung an die Langdistanz.</p>
<p data-start="3396" data-end="3573">So erkläre ich mir das zumindest im Moment und nehme es erst mal so hin. Jetzt stehen zwei ziemlich harte Trail-Wettkämpfe an. Mal sehen, wie das läuft und wie ich mich schlage.</p>
<p data-start="3575" data-end="3604" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Bock habe ich auf jeden Fall.</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/27/und-noch-eine-pb-aus-dem-nichts-1731-auf-5k/">Und noch eine PB aus dem Nichts – 17:31 auf 5K</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Hitting the Trail and getting ready for the real shit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 20:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen, Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra&Trail]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel laufe ich aktuell – rein vom Umfang her – immer noch nicht. In den letzten Wochen standen meist etwas über 30 Kilometer pro Woche auf dem Plan. Mehr geht im Moment einfach nicht, mir fehlt derzeit die Energie. Trotzdem bin ich mit meiner Fitness zufrieden. Gerade in solchen Phasen versuche ich, den Spaß in den Vordergrund zu stellen – und möglichst effizient zu trainieren. Freitags steht weiterhin Schwimmen an, dienstags Intervall- und Tempotraining – parallel zum Leichtathletiktraining meines Sohnes, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Am Wochenende geht es dann zum Longrun auf die Trails. Am 3. Mai wartet mit dem Pfalztrail ein Lauf direkt vor der Haustür: rund 37 Kilometer mit knapp 1.000 Höhenmetern. Für mich ist das vor allem ein Trainingslauf mit Blick auf mein Jahreshighlight zwei Wochen später – den UTMB Grand Est. Dort stehen 50 Kilometer und etwa 3.000 Höhenmeter an. Ein Rennen, das mir alles abverlangen wird. Im vergangenen Jahr habe ich mit dem Trail du Grand Ballon ein ähnliches Kaliber bewältigt. Ich spüre heute noch, wie ich mich beim letzten Anstieg mit über 1.000 Höhenmetern den Berg hinaufgeschleppt habe – wie ein nasser Sack. Die Hoffnung ist natürlich, dass es dieses Mal besser läuft. Nach diesem Debüt bin ich auf jeden Fall ein Stück schlauer als noch vor einem Jahr. Der UTMB wird ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil es um Running Stones geht und damit um die Qualifikation für den UTMB in Chamonix. Was ich am aktuellen Training besonders schätze: Es ist deutlich intuitiver und macht mir mehr Spaß als ein klassisches Marathontraining. Jetzt im Frühling durch den Wald zu laufen, diese Landschaft zu erleben – das hat etwas Besonderes. Ich genieße jede Facette: die Anstiege, die Downhills, die Ruhe, die frische Luft. Auch der Druck ist ein anderer. Einen Trail-Wettkampf lässt sich kaum mit einer festen Zeitvorstellung greifen, wie es beim Marathon der Fall ist. Jeder Trail ist anders, jedes Rennen entwickelt eine eigene Dynamik. Ob wenige, harte Anstiege oder viele, dafür moderatere – all das verändert den Rennverlauf grundlegend. Es geht um Technik, um Effizienz bergauf und Kontrolle bergab. Und immer darum, sich bewusst zu machen: Das Rennen ist noch lang. Sehr lang. Im Elsass war ich letztes Jahr fast sieben Stunden unterwegs – eine Dimension, die man sich erst einmal klarmachen muss. Trailrunning ist anders. Es fehlt diese spezifische, fast sterile Härte eines Marathons. Stattdessen geht es ums Dranbleiben, ums Weitermachen. Laufen, gehen, laufen. Ein Rhythmus, der sich ständig verändert. Auch die Ausrüstung spielt eine zentrale Rolle. Welche Schuhe passen zu welchem Terrain? Brauche ich Stöcke – und wenn ja, wie setze ich sie sinnvoll ein? Was kommt in den Rucksack? Man merkt schnell: Das ist ein ganz eigenes Genre. Und genau das genieße ich. Letztes Jahr ins Elsass zu fahren, das Zelt aufzuschlagen, fast wie in einem kleinen Basislager – das hatte etwas Ursprüngliches. Draußen sein, in der Natur, und dann diesen Lauf bestreiten. Wie anders wirkt das im Vergleich zu großen Marathon-Events mit ihren Goodie Bags, Messen und dem ganzen Drumherum. Ich liebe den Marathon – als reine, athletische Herausforderung. Aber dieser zunehmende Kommerz? Der ist einfach nicht meins. Der Trail dagegen, dieses Draußensein – ich habe das Gefühl, das ist eher meine Zukunft. Vielleicht war es das schon immer. Nach den kommenden Rennen werde ich sehen, wo ich leistungsmäßig stehe. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die vielen Höhenmeter auf kürzere Distanzen und einen möglichen Herbstmarathon auswirken. Ein kleiner Hinweis kam schon neulich: Eine neue 10-Kilometer-Bestzeit – quasi aus dem Training heraus. Und das, obwohl der Fokus aktuell ganz klar auf dem Trail liegt.</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/hitting-the-trail-and-getting-ready-for-the-real-shit/">Hitting the Trail and getting ready for the real shit</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="150" data-end="530">Viel laufe ich aktuell – rein vom Umfang her – immer noch nicht. In den letzten Wochen standen meist etwas über 30 Kilometer pro Woche auf dem Plan. Mehr geht im Moment einfach nicht, mir fehlt derzeit die Energie. Trotzdem bin ich mit meiner Fitness zufrieden. Gerade in solchen Phasen versuche ich, den Spaß in den Vordergrund zu stellen – und möglichst effizient zu trainieren.</p>
<p data-start="532" data-end="753">Freitags steht weiterhin Schwimmen an, dienstags Intervall- und Tempotraining – parallel zum Leichtathletiktraining meines Sohnes, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Am Wochenende geht es dann zum Longrun auf die Trails.</p>

<div class="wp-block-image">
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<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Mai wartet mit dem Pfalztrail ein Lauf direkt vor der Haustür: rund 37 Kilometer mit knapp 1.000 Höhenmetern. Für mich ist das vor allem ein Trainingslauf mit Blick auf mein Jahreshighlight zwei Wochen später – den UTMB Grand Est. Dort stehen 50 Kilometer und etwa 3.000 Höhenmeter an. Ein Rennen, das mir alles abverlangen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr habe ich mit dem Trail du Grand Ballon ein ähnliches Kaliber bewältigt. Ich spüre heute noch, wie ich mich beim letzten Anstieg mit über 1.000 Höhenmetern den Berg hinaufgeschleppt habe – wie ein nasser Sack. Die Hoffnung ist natürlich, dass es dieses Mal besser läuft. Nach diesem Debüt bin ich auf jeden Fall ein Stück schlauer als noch vor einem Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UTMB wird ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil es um Running Stones geht und damit um die Qualifikation für den UTMB in Chamonix.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="750" src="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png" alt="" class="wp-image-10227" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225.png 750w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-300x300.png 300w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-150x150.png 150w, https://www-static.ma-san.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_3225-75x75.png 75w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Was ich am aktuellen Training besonders schätze: Es ist deutlich intuitiver und macht mir mehr Spaß als ein klassisches Marathontraining. Jetzt im Frühling durch den Wald zu laufen, diese Landschaft zu erleben – das hat etwas Besonderes. Ich genieße jede Facette: die Anstiege, die Downhills, die Ruhe, die frische Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Druck ist ein anderer. Einen Trail-Wettkampf lässt sich kaum mit einer festen Zeitvorstellung greifen, wie es beim Marathon der Fall ist. Jeder Trail ist anders, jedes Rennen entwickelt eine eigene Dynamik. Ob wenige, harte Anstiege oder viele, dafür moderatere – all das verändert den Rennverlauf grundlegend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Technik, um Effizienz bergauf und Kontrolle bergab. Und immer darum, sich bewusst zu machen: Das Rennen ist noch lang. Sehr lang. Im Elsass war ich letztes Jahr fast sieben Stunden unterwegs – eine Dimension, die man sich erst einmal klarmachen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trailrunning ist anders. Es fehlt diese spezifische, fast sterile Härte eines Marathons. Stattdessen geht es ums Dranbleiben, ums Weitermachen. Laufen, gehen, laufen. Ein Rhythmus, der sich ständig verändert.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Auch die Ausrüstung spielt eine zentrale Rolle. Welche Schuhe passen zu welchem Terrain? Brauche ich Stöcke – und wenn ja, wie setze ich sie sinnvoll ein? Was kommt in den Rucksack? Man merkt schnell: Das ist ein ganz eigenes Genre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das genieße ich. Letztes Jahr ins Elsass zu fahren, das Zelt aufzuschlagen, fast wie in einem kleinen Basislager – das hatte etwas Ursprüngliches. Draußen sein, in der Natur, und dann diesen Lauf bestreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie anders wirkt das im Vergleich zu großen Marathon-Events mit ihren Goodie Bags, Messen und dem ganzen Drumherum. Ich liebe den Marathon – als reine, athletische Herausforderung. Aber dieser zunehmende Kommerz? Der ist einfach nicht meins.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trail dagegen, dieses Draußensein – ich habe das Gefühl, das ist eher meine Zukunft. Vielleicht war es das schon immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den kommenden Rennen werde ich sehen, wo ich leistungsmäßig stehe. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die vielen Höhenmeter auf kürzere Distanzen und einen möglichen Herbstmarathon auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Hinweis kam schon neulich: Eine neue 10-Kilometer-Bestzeit – quasi aus dem Training heraus. Und das, obwohl der Fokus aktuell ganz klar auf dem Trail liegt.</p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/hitting-the-trail-and-getting-ready-for-the-real-shit/">Hitting the Trail and getting ready for the real shit</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</title>
		<link>https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MaSan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 20:03:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film, Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit A Complete Unknown gelingt etwas, das man bei einem so übergroßen Mythos wie Bob Dylan kaum für möglich hält: Der Film findet einen Zugang, der sich nicht in Ehrfurcht verliert – und gerade deshalb so nah geht. Allen voran trägt Timothée Chalamet den Film mit einer Intensität, die nie aufgesetzt wirkt. Er spielt Dylan nicht, er lässt ihn passieren – dieses Unnahbare, das Suchende, dieses ständige In-Bewegung-Sein. Es fühlt sich so, &#8220;sooooooo&#8221; echt an. Auch Boyd Holbrook als Johnny Cash bleibt hängen: kein bloßes Abbild, sondern eine Figur mit eigener Schwere, die sich leise in die Geschichte einschreibt. Und noch einer – Pete Seeger gespielt von niemand geringerem als Edward Norton.  Was den Film besonders macht, ist sein Mut zur Klarheit. Er versucht gar nicht erst, das gesamte Leben dieses Künstlers zu sezieren oder in kunstvolle Abstraktion zu flüchten. Stattdessen zeigt er einen Menschen, der scheinbar aus dem Nichts auftaucht, sich von seiner Zeit tragen lässt – und plötzlich selbst zur Stimme dieser Zeit wird. Nicht Ruhm, nicht Geld treiben ihn an. Es ist dieser innere Zwang, etwas ausdrücken zu müssen, egal zu welchem Preis. Und dieser Preis ist spürbar. Besonders in den zwischenmenschlichen Momenten. Seine Beziehungen zu Frauen wirken fast schmerzhaft unausweichlich – als würde da jemand immer weitergehen müssen, obwohl ein Teil von ihm sich nichts sehnlicher wünscht als anzukommen. Diese Spannung bleibt bestehen, löst sich nicht auf. Genau das macht sie so ehrlich. Auch der Bruch mit der Folk-Szene bekommt den Raum, den er verdient. Der Moment, in dem er sich nicht unterordnet, sondern weitergeht – selbst unter Buhrufen auf einem Festival – wirkt wie ein leiser Befreiungsschlag. Kein großes Pathos, sondern ein stilles Beharren auf Entwicklung. A Complete Unknown ist kein Film, der alles erklärt. Er ist einer, der etwas fühlen lässt. Und vielleicht ist genau das die treffendste Annäherung an Dylan: nicht als fertiges Bild, sondern als Bewegung. Und wen interessiert es, wenn der Film für ganze Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann? Mich jedenfalls nicht! Und das passt eigentlich ganz gut zu Dylan, der als einziger Musiker jemals den Nobelpreis für Literatur gewann und – nicht hinging. Der Film ist ein Must See und &#8220;Feel&#8221; für die Seele, people!!!</p>
<p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/">Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto [content-visibility:auto] supports-[content-visibility:auto]:[contain-intrinsic-size:auto_100lvh] R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" data-turn-id="request-WEB:7325db6b-4c3b-454f-ac39-92a9c1e25ce9-1" data-testid="conversation-turn-4" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
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<p data-start="265" data-end="733">Allen voran trägt <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Timothée Chalamet</span></span> den Film mit einer Intensität, die nie aufgesetzt wirkt. Er spielt Dylan nicht, er lässt ihn passieren – dieses Unnahbare, das Suchende, dieses ständige In-Bewegung-Sein. Es fühlt sich so, &#8220;sooooooo&#8221; echt an. Auch <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Boyd Holbrook</span></span> als <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Johnny Cash</span></span> bleibt hängen: kein bloßes Abbild, sondern eine Figur mit eigener Schwere, die sich leise in die Geschichte einschreibt. Und noch einer – Pete Seeger gespielt von niemand geringerem als Edward Norton. </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Was den Film besonders macht, ist sein Mut zur Klarheit. Er versucht gar nicht erst, das gesamte Leben dieses Künstlers zu sezieren oder in kunstvolle Abstraktion zu flüchten. Stattdessen zeigt er einen Menschen, der scheinbar aus dem Nichts auftaucht, sich von seiner Zeit tragen lässt – und plötzlich selbst zur Stimme dieser Zeit wird. Nicht Ruhm, nicht Geld treiben ihn an. Es ist dieser innere Zwang, etwas ausdrücken zu müssen, egal zu welchem Preis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dieser Preis ist spürbar. Besonders in den zwischenmenschlichen Momenten. Seine Beziehungen zu Frauen wirken fast schmerzhaft unausweichlich – als würde da jemand immer weitergehen müssen, obwohl ein Teil von ihm sich nichts sehnlicher wünscht als anzukommen. Diese Spannung bleibt bestehen, löst sich nicht auf. Genau das macht sie so ehrlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Bruch mit der Folk-Szene bekommt den Raum, den er verdient. Der Moment, in dem er sich nicht unterordnet, sondern weitergeht – selbst unter Buhrufen auf einem Festival – wirkt wie ein leiser Befreiungsschlag. Kein großes Pathos, sondern ein stilles Beharren auf Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>A Complete Unknown</em> ist kein Film, der alles erklärt. Er ist einer, der etwas fühlen lässt. Und vielleicht ist genau das die treffendste Annäherung an Dylan: nicht als fertiges Bild, sondern als Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wen interessiert es, wenn der Film für ganze Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann? Mich jedenfalls nicht! Und das passt eigentlich ganz gut zu Dylan, der als einziger Musiker jemals den Nobelpreis für Literatur gewann und – nicht hinging. Der Film ist ein Must See und &#8220;Feel&#8221; für die Seele, people!!! </p><p>The post <a href="https://www.ma-san.de/2026/04/23/ein-mensch-in-bewegung-a-complete-unknown-und-das-raetsel-dylan-filmrezension/">Ein Mensch in Bewegung: A Complete Unknown und das Rätsel Dylan (Filmrezension)</a> first appeared on <a href="https://www.ma-san.de">MA SAN BLOG</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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