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	<title>MainPlog</title>
	
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	<description>Ich bin ein Eierkopf, sie sind die Eierköpfe, ich bin ein Walross, GRUNZ!</description>
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		<title>[Kein Titel]</title>
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		<comments>http://blog.mainp.de/2010/07/25/kein-titel/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 16:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
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		<description><![CDATA[Die meisten in meiner Twitter-Timeline haben gestern entweder geschwiegen, sich aus dem Thema herausgehalten, oder die Medienberichterstattung kritisch begleitet. Die einzigen, die sich daneben benommen haben, waren (mal wieder) die Vertreter der klassischen Medien: »OH, ES IST JA SO SCHRECKLICH! KLICKEN SIE HIER FÜR DIE 1000 SCHRECKLICHSTEN BILDER!!! http://bit.ly/ganzschrecklichebilder «. Ich kann gut verstehen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten in meiner Twitter-Timeline haben gestern entweder geschwiegen, sich aus dem Thema herausgehalten, oder die Medienberichterstattung kritisch begleitet. Die einzigen, die sich daneben benommen haben, waren (mal wieder) die Vertreter der klassischen Medien: »OH, ES IST JA SO SCHRECKLICH! KLICKEN SIE HIER FÜR DIE 1000 SCHRECKLICHSTEN BILDER!!! http://bit.ly/ganzschrecklichebilder «.<br />
Ich kann gut verstehen, dass ihr Twitter an einem solchen Tag schließt, aber nicht, weil ihr mit dem Tenor eurer Timeline unzufrieden seid. Offenbar folgt ihr den falschen Menschen. Menschen, die ein Mitteilungsbedürfnis haben, das ihr nicht akzeptieren könnt. Warum folgt ihr denen?<br />
<a title="Huck Haas bei Twitter" href="http://twitter.com/stijlroyal">Huck Haas</a> twittert: »<a title="Stijlroyals Status bei Twitter" href="http://twitter.com/stijlroyal/status/19436134216">Unglaublich wieviel Stuss hier einige zu den Ereignissen in Duisburg von sich geben.</a>«. Ja, da haben einige viel Stuss von sich gegeben. Lesen muss das niemand. Ihr wisst doch vorher, wes Geistes Kind die von euch Verfolgten sind.<br />
Lisa Rank bloggt: »<a title="Niemals geschlossene Schuhe. im Blog von Elisabeth Rank" href="http://mevme.com/lizblog/niemals-geschlossene-schuhe/">Wem soll ich so sein ernsthaftes Entsetzen abnehmen? Wen darf ich dann nicht Heuchler nennen, wenn im ersten Moment geschrieben wird ›Oh wie schrecklich!‹ und im zweiten ›Oh ein Regen!‹?</a>« Völlig richtig, das ist Heuchelei und es ist verdammenswert. Dennoch: ihr seid selbst dafür verantwortlich, wem ihr folgt oder nicht folgt und welchen Grad von Stuss ihr euch selbst antut. Ich lese doch auch nicht die BILD und beschwere mich anschließend über deren Heuchelei. Na ja, ich würde mich schon beschweren, aber deshalb lese ich sie ja auch nicht.<br />
<a title="Coffee And TV: silence." href="http://www.coffeeandtv.de/2010/07/25/silence/">Lukas Heinser sekundiert</a> Lisa in einem eigenen kurzen Blogeintrag – vorhersehbar angesichts der Art von Artikeln, die er in den vergangenen Monaten zu dem Thema verfasst hat. Vor knapp einem Jahr hat er deshalb sogar seinen letzten Tweet gebracht und sein Twitter-Konto mittlerweile komplett gelöscht. Vorhersehbar, aber nicht nachvollziehbar. Wie er vor zwei Wochen »<a title="Coffee And TV: In Sachen Facebook" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/07/09/in-sachen-facebook/">in Sachen Facebook</a>« ausführlich darstellte, achtet er doch »ziemlich genau darauf, wen [er] bei Facebook als ›Freund‹ hinzufüg[t]«.* Jeder und jedem sei die Freiheit gegönnt, sich aus einer Sache zurückzuziehen, die ihr und ihm keinen Spaß mehr macht und keinen Sinn mehr gibt. Nicht in Ordnung finde ich die grundsätzliche Verdammung einer Sache, weil man selbst an ihr gescheitert ist. Im Februar schon <a title="Coffee And TV: Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/">schrieb Lukas über ein anderes Thema</a>: »es grenzt an ein Wunder, dass sich die ›#fail‹s bei Twitter bisher in Grenzen halten.« Auch damals kommentierte ich verwundert: »<a title="Kommentar 12 zu Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten bei Coffee And TV" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/#comment-37256">Klingt da ein wenig Frust durch, dass du nicht das vorgefunden hast, was du dir für ein stimmiges Gesamtbild gewünscht hättest?</a>« und ergänzte später: »<a title="Kommentar 16 zu Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten bei Coffee And TV" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/#comment-37261">Wie man so hört, soll Twitter ja durchaus [heterogene] Ansätze haben.</a>«<br />
Bei Twitter sind halt auch nur Menschen zugange. Wenn ihr mit deren Gedanken nicht klar kommt, entfolgt sie, straft sie mit Ignoranz, geigt ihnen die Meinung, was auch immer. Aber schließt nicht auf die Schlechtigkeit und Grausamkeit der Welt, wenn ihr euch in den falschen Vierteln rumtreibt. Das ist der gleiche Instinkt, mit dem auch CDU-Politikerinnen und -Politiker am liebsten das Internet abschalten wollen würden, weil wegen Pornos und Gewalt und Gottlosigkeit.<br />
Manchmal entstehen auf Twitter wunderbare Aphorismen und die will ich lesen. Also folge ich den Menschen, die ich verdächtige, solche schöngeistigen Ergüsse hervorbringen zu können. Ich folge nicht den Spammern, den Social-Media-Experten, jenen, die nur bei Twitter sind, um bestimmte Stichworte und Namen in die Trending Topics zu bringen und den kleingeistigen Alleskommentierern. Was ist daran so schwierig?<br />
P.S.: Aus der Sache selbst halte ich mich, wie auch bei Twitter, mangels Kenntnis und Involvierung raus. <a title="Sascha Lobo: Zur Loveparade in Duisburg" href="http://saschalobo.com/2010/07/25/zur-loveparade-in-duisburg/">Sascha Lobo hat dazu etwas geschrieben, das ich teile.</a></p>
<p>* Ich habe den entsprechenden Satz nach Lukas’ Hinweis in den Kommentaren umformuliert, weil zuvor ein in Anführungszeichen gesetzter Begriff als Zitat aufgefasst werden konnte. Das ist nicht der Fall. Da ich den Begriff selbst ziemlich ungeschickt fand, habe ich ihn nun komplett aus dem Satz entfernt. Tut mir leid, wenn es da zu Missverständnissen gekommen sein sollte.</p>
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		<title>Ein Meisterwerk: »The Third &amp; The Seventh«</title>
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		<comments>http://blog.mainp.de/2010/01/06/ein-meisterwerk-the-third-the-seventh/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 01:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Rendering]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[CG]]></category>
		<category><![CDATA[The Third & The Seventh]]></category>

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		<description><![CDATA[Kiefer runterklappen, Kopf schütteln, Luft anhalten, … Dieser Film verleitet zu unkontrolliertem Multitasking, denn obgleich mir allein bei den Bildern, die ich sehe, schon die Superlative fehlen, steigert sich meine Begeisterung noch einmal immer dann, wenn ich mir vor Augen führe, dass nichts von dem, was ich dort sehe, echt ist. Da eine HD-Einbindung leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kiefer runterklappen, Kopf schütteln, Luft anhalten, … Dieser Film verleitet zu unkontrolliertem Multitasking, denn obgleich mir allein bei den Bildern, die ich sehe, schon die Superlative fehlen, steigert sich meine Begeisterung noch einmal immer dann, wenn ich mir vor Augen führe, dass nichts von dem, was ich dort sehe, echt ist.<br />
Da eine HD-Einbindung leider unterbunden wird, möchte ich euch alle so herzlich wie eindringlich bitten, <a title="Vimeo: The Third &amp; The Seventh" href="http://vimeo.com/7809605">mir zu Vimeo zu folgen, um »The Third &amp; The Seventh« von Alex Roman in voller Pracht auf Vollbild zu erleben</a>.</p>
<p>Der Meister war so freundlich, seinen Bildschirm abzufilmen, während er an einem der Gebäude arbeitete. Auch wenn ich keine Ahnung von 3D-Rendering und diesem ganzen anderen neumodischen Kram habe, saß ich die gesamte Viertelstunde gebannt vor der verschnellerten Demonstration davon, wie man so etwas macht:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8217700&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8217700&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/8217700">Exeter Shot &#8212; Making Of</a> from <a href="http://vimeo.com/user1337612">Alex Roman</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Ein Aspekt ist für mich besonders spannend: Zu Beginn ist zu sehen, dass der Ausgangspunkt der Arbeit ein <a title="Phillips Exeter Academy Library von Google 3D Warehouse - Google 3D-Galerie" href="http://sketchup.google.com/3dwarehouse/details?mid=6e3f666c69da10fbebd451a5d6eebdae&amp;hl=de&amp;ct=lc">simples, mit Google SketchUp erstelltes 3D-Modell</a> ist, das »ganz einfach« mit neuen Texturen, besseren Lichtverhältnissen und diesem ganzen anderen neumodischen Kram, von dem ich keine Ahnung habe, bearbeitet wird, bis es nicht mehr von der Realität unterschieden werden kann.<br />
Was heute noch Stunden oder gar Tage mühseliger Feinarbeit bedeutet, wird sich aber – bedingt durch immer bessere Rechnerleistungen – schon in wenigen Jahren automatisieren lassen. Ich glaube allerdings nicht, dass deshalb noch in meiner Lebensspanne eine u- oder dystopische Zweite Welt entstehen wird, denn dazu fehlt noch etwas, an dem die Wissenschaftler bisher verzweifeln: die Haptik. Sicher habe ich auch schon diese Vorführungen von <a title="Pump up the volume | Spreeblick" href="http://www.spreeblick.com/2010/01/04/pump-up-the-volume/">aufblasbaren Knöpfen</a> und ähnlichen Spielereien gesehen, aber für eine wirklich realistische Haptik müsste es ja möglich sein, gleichzeitig das Plätschern von Wasser auf der Haut und einen Nadelstich zu simulieren. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das möglich sein soll.<br />
Ich schweife ab – und das hat der Film wirklich nicht verdient. Da ich gehört habe, dass es Menschen geben soll, die nicht gerne auf Links klicken, sich den Film aber dennoch gerne ansehen möchten, binde ich mal doch die Version in schlechterer Qualität ein. Wäre zwar wirklich schade, wenn ihr euch das nicht in bester Qualität anschaut, aber was weiß ich, welche Gründe ihr habt – und besser schlechte Qualität als gar nicht. Also bitte: schauet und staunet.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7809605&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7809605&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/7809605">The Third &amp; The Seventh</a> from <a href="http://vimeo.com/user1337612">Alex Roman</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>(<a title="The Third &amp; The Seventh | Design Tagebuch" href="http://www.designtagebuch.de/the-third-the-seventh/">via »Design Tagebuch«</a>)</p>
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		<title>Gedankenreise durchs Jahr, das kommende Jahrzehnt und die Jahrhunderte</title>
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		<comments>http://blog.mainp.de/2009/12/23/gedankenreise-durchs-jahr-das-kommende-jahrzehnt-und-die-jahrhunderte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 18:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jackson]]></category>
		<category><![CDATA[Schallplatte]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Über René bin ich auf den Spiegel-Artikel von 1977 gestoßen. Darin steht der Satz: Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten in Bonn, [sic] gedenkt die Musikbranche des Tages, an dem der Erfinder Thomas Alva Edison vor 100 Jahren zum erstenmal „Mary Had A Little Lamb“ auf eine Tonkonserve sang. »Nanu,« dachte ich, »das kommt mir aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nerdcore: Hometaping is killing Music – Artikel von 1977 auf spOnline" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/12/23/hometaping-is-killing-music-artikel-von-1977-auf-sponline/">Über René</a> bin ich auf den <a title="Klangsupermarkt zum Nulltarif" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40915958.html">Spiegel-Artikel von 1977</a> gestoßen. Darin steht der Satz:</p>
<blockquote><p>Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten in Bonn, <em>[sic]</em> gedenkt die Musikbranche des Tages, an dem der Erfinder Thomas Alva Edison vor 100 Jahren zum erstenmal „Mary Had A Little Lamb“ auf eine Tonkonserve sang.</p></blockquote>
<p>»Nanu,« dachte ich, »das kommt mir aber bekannt vor, habe ich diese Tonkonservengeschichte nicht kürzlich noch in einer Hausarbeit angerissen? Aber ja doch, und ich habe doch sogar schon einen Sprechstundentermin mit der Dozentin vereinbart, um die Arbeit durchzugehen. Wann war der noch? Mhm, mal im Kalender nachschauen.<br />
Seltsam, steht nichts drin. Also kurz die E-Mail finden, in der sie das Datum genannt hat. Ah, das ist sie ja. Mhm, 21.12. Welchen haben wir denn heu… Waaaas, 23.? Warum stand das nicht im Kalender? Ach, stimmt, da ist noch eine Mail, sie hat die Sprechstunde ja ins Neue Jahr verschoben. Also schnell in den Kalender eintragen, bevor ichs wirklich verpasse.<br />
Oh, der andere Termin ist aber ungünstig, warum ist mir das denn nicht früher aufgefallen? Muss ich sie wohl mal anschreiben, ob sich das verschieben lässt. Jetzt vor Weihnachten ist allerdings blöd, sie schaut ja sicher nicht über die Feiertage ihre E-Mails nach – und dann geht meine Mail anschließend bestimmt unter. Kann ich ja dann nächstes Jahr in einem Wusch mit den Klausuranmeldungen abarbeiten. Ach, stimmt, da muss ich ja auch noch ein paar Dokumente zusammensuchen. Die müssten in dem einen Ordner sein. Wo war der noch? Ich glaub, den habe ich auf die externe Festplatte ausgelagert. Hm, habe ich die Sachen nicht noch irgendwo ausgedruckt rumfliegen? Könnte drüben bei den Schallplatten sein. Oh, ich muss dran denken, morgen die Bing-Crosby-Platte aufzulegen. Überhaupt hab ich schon wieder viel zu lange keine Platte aufgelegt. Würde sich doch jetzt anbieten. Was haben wir denn da? Ah, was könnte zum Ende dieses Jahres besser passen als ›Thriller‹?«<br />
Also legte ich »Thriller« auf und genoss den immer noch superben Sound, als mir wieder einfiel, wie ich denn überhaupt in die aktuelle Situation gekommen war: durch einen Spiegel-Artikel von 1977, der so beginnt:</p>
<blockquote><p>Die Musikbranche feiert den 100. Geburtstag des Tonträgers und wagt sich nicht einzugestehen, daß das „Jahrhundert der Schallplatte“ zu Ende geht.</p></blockquote>
<p>Im Folgenden wird dann der Siegeszug der Tonband-Kassette beschrieben.<br />
Wenn alle Vorhersagen so zutreffend wären, bräuchten sich die Verlage ja nicht vor der kommenden Dekade fürchten, über die so mancher Verlagsmanager jetzt schon rumheult, dass in ihr aufgrund des Medienwandels so manche Zeitung zum letzten Mal erscheinen wird, wenn nicht die bösen, bösen Nicht-mehr-Leser staatlicherseits dazu gezwungen werden, Totholz zu kaufen.</p>
<p>Über Tonband-Kassetten spricht kein Mensch mehr; die Schallplatte ist aktuell wie eh und je. Warum? Weil die Menschen Beständigkeit und Qualität schätzen und dafür bereit sind, etwas zu bezahlen. Da habt ihrs, Verlage: Beständigkeit und Qualität. Frohes Fest.</p>
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		<item>
		<title>Das kleine Gute (und Schlechte) an Snow Leopard</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 11:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Dock]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X]]></category>
		<category><![CDATA[QuickTime X]]></category>
		<category><![CDATA[Snow Leopard]]></category>
		<category><![CDATA[Spotlight]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 28. August ist Snow Leopard auf dem Markt und es gibt kaum ein Thema, über das ich seitdem (aber auch schon in den Wochen davor) mehr gelesen habe. Der schnellere Finder, das schnellere Runterfahren, der Regler zur Größenveränderung der Vorschaubildchen im Finder, … ich hätte beinahe schon einen VHS–Kurs „Snow Leopard für Fortgeschrittene“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 28. August ist Snow Leopard auf dem Markt und es gibt kaum ein Thema, über das ich seitdem (aber auch schon in den Wochen davor) mehr gelesen habe. Der schnellere Finder, das schnellere Runterfahren, der Regler zur Größenveränderung der Vorschaubildchen im Finder, … ich hätte beinahe schon einen VHS–Kurs „Snow Leopard für Fortgeschrittene“ anbieten können, ohne je eine Minute mit Apples neuem Betriebssystem verbracht zu haben. Vor zehn Tagen habe ich dann aber endlich selbst dem Leoparden ein weißes Fell übergezogen – und mittlerweile kann ich sagen: was ich gelesen hatte, stimmt soweit, allerdings bestätigt sich die alte Weisheit (ich behaupte einfach mal, dass es eine Weisheit und die noch dazu alt ist), dass die wahrhaft bedeutenden Änderungen in den offiziellen Verlautbarungen stets unter „sonstige Detailverbesserungen“ zusammengefasst werden.<br />
Jedenfalls sind mir in diesen zehn Tagen so einige Dinge aufgefallen, die ich vorher noch nirgendwo gelesen hatte – und das ist auch schon der Grund, warum ich sie aufschreiben möchte:</p>
<p>Eine der vielen kleinen Spielereien in OS X ist seit 10.5 das 3D–Dock, dessen Symbole sich wahlweise (und voreingestellt) wie ein Magnet in Richtung des Mauszeigers bewegen. Außerdem neu seit Leopard war die sogenannte Gridansicht, mit der man beliebige Ordner direkt im Dock öffnen kann. Ihr merkt schon: Ich tu mich schwer mit einer Beschreibung, deshalb ein kleines Bild:<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/dock.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1531" title="dock" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/dock.png" alt="dock" width="832" height="688" /></a></p>
<p>Hier habe ich zum Beispiel einen Ordner ins Dock geschoben, in dem Verweise zu einigen meiner häufiger genutzten Programme liegen. Funktioniert also so ähnlich wie das Startmenü in Windows. Wenn ich diese Gridansicht öffnete und dann zum Beispiel auf „Systemeinstellungen“ klicken wollte, war das in Leopard gar nicht so leicht, denn durch den Magneteffekt des Docks bewegte sich auch die Gridansicht, wenn ich die Maus (bzw. die Finger auf dem Trackpad) bewegte – zumindest so lange, bis sich der Mauszeiger oberhalb der Symbole im Dock befand, denn dann hörte der Magneteffekt auf und die Gridansicht „ploppte“ um ein ganzes Stück eine andere Richtung – und zwar grundsätzlich so, wie ich es nicht erwartet hatte, sodass ich mit meinen vorausschauenden Planungen („Okay, wenn ich jetzt so tue, als ob ich den QuickTime–Player öffnen wollte, obwohl ich die Systemeinstellungen öffnen will, dann müsste sich der Mauszeiger ungefähr da befinden, wo das Systemeinstellungen–Bild sein wird, wenn der Magneteffekt aufhört.“) grundsätzlich falsch lag.<br />
Offensichtlich war ich nicht der einzige, den dieser Teil am Magnetismus gestört hat, denn seit 10.6 ist die Gridansicht unempfindlich für den Dock–Magnetismus und bleibt schön an einer Stelle. Ja, das ist nur eine Kleinigkeit und ja, das hätte eigentlich selbstverständlich sein müssen, aber ich freu mich trotzdem jeden Tag aufs Neue, wenn ich die Systemeinstellungen auch wirklich direkt so anwählen kann. Die anderen – groß angepriesenen – Neuerungen der Gridansicht (ein Klick auf einen Unterordner öffnet nicht den Finder, sondern zeigt den Ordner direkt im Grid an; wenn in einem Grid zu viele Elemente für die Größe des Bildschirms sind, kann man einfach nach unten scrollen. Bisher wurden die Elemente, die nicht mehr passten, einfach nicht angezeigt) benutze ich dagegen so gut wie gar nicht.</p>
<p>Nächste Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit: Der Flash–Player ist augenscheinlich besser ins System integriert. Bisher war das Zusammenspiel von Browser und Flash–Player ziemlicher Quark. So war, wenn man ein Flash–Video in Vollbild gesehen hatte und danach wieder zur normalen, eingebetteten Version zurückkehrte, das Browserfenster, in dem das Flash–Video abgespielt wurde, irgendwie inaktiv, obwohl es als aktiv angezeigt wurde. Ich musste also stets noch einmal ins Browserfenster klicken, bevor ich beispielsweise das Tab schließen konnte. Das war jedoch noch harmlos; ohne den zweiten Klick passierte ja einfach nichts. Benutzte ich dagegen die Tastenkombination zum Tabschließen, Cmd+W, fragten mich die Browser – sofern ich mehrere Tabs geöffnet hatte – ob ich wirklich alle 173 Tabs schließen wollte. Ich hab keine Ahnung, warum das so war, jedenfalls ist es seit Snow Leopard weg, man kann die Browser ohne Zusatzklicks direkt nach Flash–Vollbild wieder bedienen. Einzig der Druck auf die Zurück–Taste hat (noch) keine Wirkung. Wo sie im „normalen“ Browserbetrieb dafür sorgt, dass man zu der Seite geleitet wird, von der man kommt, bleibt sie im Kurz–nach–Flash–Vollbild–Modus wirkungslos; ein zusätzlicher Klick muss wieder her. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, so lange freue ich mich erst einmal über den jetzigen Schritt – auch wenn ich mich immer noch dabei ertappe, wie ich vor weiteren Interaktionen mit dem Browser<br />
noch einen kleinen, verschämten Klick tätige.</p>
<p>Noch eine Pawlow’sch antrainierte Gewohnheit, die ich mir nicht innerhalb von 10 Tagen austreiben konnte: Der unglaublich praktische Rechner in der Spotlight–Suche erkennt Punkte nicht mehr als Dezimaltrenner an. Was heißt das? Spotlight, die Mac–Suchfunktion versteht einfache (aber auch ein paar schwierigere) Rechenaufgaben und gibt unmittelbar die Antwort bekannt. Sieht dann ungefähr so aus:<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/spotlight.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1532" title="spotlight" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/spotlight.png" alt="spotlight" width="370" height="148" /></a></p>
<p>Natürlich kommt es nun auch manchmal vor, dass ich nicht 1+1 errechnen lassen will, sondern, 2,5+2,5. Bisher musste ich dafür „2.5+2.5“ eingeben. Seit Snow Leopard dagegen verlangt der Rechner ein Komma als Dezimaltrennzeichen. Immerhin, so weiß auch der Vorsitzende der Partei, <a href="https://twitter.com/hermsfarm/status/4706774669">deren Mitglieder früher mit Plemo gespielt haben</a>: Es ist Deutschland hier.<br />
Ich habe dann nachher erfahren, dass man das auch in den Systemeinstellungen (unter „Sprache &amp; Text“ =&gt; „Formate“ =&gt; „Zahlen“ übrigens, falls jemand danach suchen sollte) ändern kann, aber das wusste ich zu Punkt–Zeiten, also unter Leopard, noch nicht – und jetzt will ich es nicht mehr zurück zum Punkt ändern, weil das Komma ja einfach richtig ist. So gebe ich also jedes Mal munter einen Punkt als Dezimaltrennzeichen ein, wundere mich, warum „keine Treffer gefunden“ werden konnten, bemerke meinen Fehler und denke, dass ich das aber nun beim nächsten Mal wirklich kapiert haben und dran denken werde, was natürlich völlig utopisch ist. So wird das geschätzt zwei Jahre weitergehen. Ich kenn mich ja.</p>
<p>Apple hatte die verschnellerte Verbindung mit drahtlosen Netzwerken ja vielfach herausgestellt. Die angeblichen 55 Prozent Geschwindigkeitszuwachs konnte ich bisher nicht feststellen; schon vorher war ich immer direkt mit dem Router verbunden, da war eigentlich gar keine Steigerung mehr möglich. Es hat sich trotzdem etwas verändert: die kleinen „Funkwellen“ in der Menüleiste (<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/airport.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1533" title="airport" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/airport.png" alt="airport" width="31" height="21" /></a>) blinken manchmal ganz seltsam, wenn man sich neu mit einem Netzwerk verbindet. Das sieht dann ein wenig aus, als würde durchgezählt ob noch alle da sind, weil von unten nach oben jede der vier Wellen einmal aufblinkt. Meist sind sie sich nicht sicher, ob sie richtig gezählt haben, dann wird auch noch ein zweites, drittes, viertes Mal durchgeblinkt. Die genaue Funktion dieser Hektik am oberen Bildschirmrand habe ich noch verstanden, aber es ist sicher total irrsinnig absolut unerlässlich, warum sollte Apple mich sonst so ablenken und verwirren? Also bitte.</p>
<p>Eine weitere große Neuerung in Snow Leopard: der völlig neue QuickTime–Player. Neben einer grundlegend neuen Benutzeroberfläche ist vor allem die Fähigkeit, Bildschirmaufnahmen anzufertigen, auffällig. Was Apple jedoch sorgsam verschwiegen hat: diese Bildschirmaufnahmen lassen sich kaum benutzen; die Farben werden erheblich verfälscht aufgenommen. Wie erheblich? So erheblich:<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/originalfarbe.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1534" title="originalfarbe" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/originalfarbe.png" alt="originalfarbe" width="178" height="36" /></a><a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/bildschirmaufnahme.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1535" title="bildschirmaufnahme" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/bildschirmaufnahme.png" alt="bildschirmaufnahme" width="178" height="36" /></a><br />
Links ist das Original, rechts das, was die QuickTime–Player–Bildschirmaufnahme daraus macht. Für die Farbgeeks unter euch zum eigenen Vergleich: es sollte eigentlich #B43426 sein. Für eine professionelle Bildschirmaufnahme muss man also weiterhin auch auf ein darauf spezialisiertes Programm zugreifen. Schade.</p>
<p>Herbe enttäuscht hat mich auch die systemweite automatische Rechtschreibkorrektur. Erstens: Nix systemweit, nur in einigen wenigen Programmen funktioniert das, zum Beispiel im Textverarbeitungsprogramm TextEdit. Zweitens: Ich habe bisher kein Programm oder ein Untermenü in den Systemeinstellungen gefunden, in dem ich selbst einstellen kann, was korrigiert werden soll. So kann ich das „Auslassungshäkchen“ zum Beispiel überhaupt nicht ausstehen. Der Duden schreibt die Verwendung nicht vor – aber Apples Rechtschreibkorrektur kennt nur einen wahren Weg und lässt sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Was passiert, wenn ich „Wie gehts, wie stehts?“ in TextEdit eingebe? Das Programm erkennt „gehts“ und „stehts“ nicht und macht folgendes daraus: „Wie geht&#8217;s, wie stehst?“ – auch noch nach dem zehnten Mal.<br />
In anderen Fällen ist es lernfähiger: Wenn ich einen Text verfasse, in dem sowohl englische als auch deutsche Sätze vorkommen, korrigiert TextEdit eine der beiden Sprachen konsequent in etwas um, was es für die jeweils andere Sprache hält. Zumindest eine Zeit lang; irgendwann merkt es offenbar, dass das alles so gar nicht passt und hält sich ganz raus aus Sprachangelegenheiten. Die zuvor „korrigierten“ Wörter bleiben allerdings in ihrer ganzen Pracht stehen.</p>
<p>Abschließend die allerallerwichtigste und allerallerschlimmste der „sonstigen Detailverbesserungen“: Apple hat nach gefühlten 100 Jahren das Gamma des Standard–Farbprofils von 1,8 auf 2,2 erhöht und sich damit dem Industriestandard angepasst. Das ist soweit bekannt und es ist ja auch logisch, dass dadurch alles etwas dunkler erscheint, woran man sich meist schon nach zwei, drei Tagen gewöhnt hat. Mit einer der dadurch hervorgerufenen Farbveränderungen kann ich mich jedoch partout nicht anfreunden:<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/menu.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1530" title="menu" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/10/menu.png" alt="menu" width="290" height="164" /></a></p>
<p>Der blaue Hintergrund des „gehoverten“ („überfahrenen“ hört sich so blutig an) Menüeintrags hat einen lila Stich bekommen. Ist das nicht furchtbar? Ich glaube, ich kann des Lebens nicht mehr froh werden.</p>
<p>Fazit: Die erheblichen Verbesserungen des Bestehenden erfreuen mich jeden Tag aufs Neue. Vieles läuft einfach flüssiger, runder und durchdachter und nimmt weniger Zeit in Anspruch. Die wenigen wirklichen Neuerungen (oder, wie unser aller Lieblingsfranzose Bertrand Serlet sie auf der WWDC 2008 nannte: <a href="http://static.arstechnica.com/20090828/no-new-features.wav">„Noe niu fietsches“</a>) dagegen können (noch) nicht überzeugen.</p>
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		<title>David, Goliath, schwarz, weiß und der Rest vom Kuchen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 22:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The current battle for how the Internet will “monetize” news divides pretty cleanly between managers of established media properties and people who spend their working lives in the new-media business. Das schreibt Michael Wolff in einem sehr guten Portrait über Rupert Murdoch – und Recht hat er. Meine weitergehende Behauptung: die Schlacht spielt sich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The current battle for how the Internet will “monetize” news divides pretty cleanly between managers of established media properties and people who spend their working lives in the new-media business.</p></blockquote>
<p>Das schreibt Michael Wolff in einem sehr guten <a title="Vanity Fair: Michael Wolff on Rupert Murdoch" href="http://www.vanityfair.com/business/features/2009/11/michael-wolff-200911">Portrait über Rupert Murdoch</a> – und Recht hat er.<br />
Meine weitergehende Behauptung: die Schlacht spielt sich nicht nur zwischen jenen ab, die ihren Tag hauptsächlich im Netz verbringen, und den „Digital Naïves“, sondern auch zwischen den eher konservativen und den eher links–liberalen Medien und Verlagen. Paradebeispiele hierfür sind natürlich auf der einen Seite Murdoch und sein <a title="News Corporation" href="http://www.newscorp.com/">Medienimperium</a>, auf der anderen Seite der ebenfalls im Portrait genannte liberale <a title="Guardian" href="http://guardian.co.uk">Guardian</a>.<br />
Aber auch in Deutschland kann man diese Grenze, wenn auch nicht ganz so schwarz–weiß, sehen: Einerseits der Axel–Springer–Verlag, der Mitte August begonnen hat, seine <a title="iPhone-Ticker: BILD mit erstem kostenpflichtigen App: Mein Klub Premium" href="http://www.iphone-ticker.de/2009/08/14/bild-mit-erstem-kostenpflichtigen-app-mein-klub-premium/">iPhone–Applikationen kostenpflichtig</a> zu machen und den Nutzer alsbald möglich auch für seine Artikel bezahlen lassen möchte, andererseits „Die Zeit“, deren kürzlicher <a href="http://www.zeit.de/administratives/2009-09/relaunch">Online–Relaunch</a> von vielen Experten für seine Handreichung an die Leserschar gelobt wurde, weil er sich der Partizipation und der Diskussion auf Augenhöhe verschrieben hat.<br />
Wieviel von den ursprünglichen guten Vorsätzen einmal überbleiben wirde, ist mindestens fraglich – ebenso, ob der <abbr title="Axel–Springer–Verlag">ASV</abbr> wirklich bald eine Mauer um seinen Inhalt ziehen wird, oder ob es sich nicht nur bloß um die üblichen Spielchen handelt, um Möglichkeiten auszuloten. Aus wissenschaftlicher Sicht sind jeweils zwei (noch dazu recht arbiträre) Beispiele sicherlich verwerflich, aber wir sind ja hier nur eine Klowand des Internets*. Also: diese zwei unterschiedlichen Herangehensweisen sind die Extreme, wie man als Medienmensch mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umgehen kann. Repressiv–verweigernd oder kooperativ–aufgeschlossen. Konservativ oder liberal.<br />
Meine (nicht allzu gewagte) Prognose: Wenn die liberalen Medien den Mut und den entsprechenden Atem haben, den in diesen Tagen eingeschlagenen, durchaus unwegsamen Pfad weiterzugehen; die konservativen Medien aber blind Onkel Rupert in seine Bezahl-Sackgasse folgen, gehen die Ersteren als Sieger hervor.<br />
Sollten es die Murdoch–Anhänger dagegen schaffen, die Liberalen mit kurzfristigem Geldsegen in die dunkle Gasse zu locken, werden die Liberalen nichts mehr zu lachen haben, denn: die mit den schlechteren Argumenten schreien lauter und werden eher gehört. Das bekomm ich zwar leider nicht in meine Pfad/Sackgassen–Metapher gepresst, aber ihr, die intelligentesten LeserInnen der gesamten Welt, werdet es natürlich trotzdem verstehen.<br />
Fürs Fazit kommt trotzdem noch eine neue Metapher um die Ecke: Bezahlinhalt als vergifteter Apfel. Schön, nicht?</p>
<p>(<a title="Indiskretion Ehrensache" href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2226">via Indiskretion Ehrensache</a>)</p>
<p><strong>Nachtrag, 0:25 Uhr:</strong> Soeben <a title="Twitter: Simon Columbus’ Statusnachricht" href="http://twitter.com/simoncolumbus/status/4638922222">über Simon Columbus</a> auf ein Zitat von <a title="Website von Scott Monty" href="http://www.scottmonty.com/">Scott Monty</a> gestoßen, das dieser beim mir bisher unbekannten <a title="MIMA Summit" href="http://www.mimasummit.org/">MIMA Summit</a> gebracht hat und das den Bezahlinhalts–Unterstützer noch mal gut einen vor den Latz knallt. Seid stolz darauf, dass die Leute euch lesen und bestraft sie nicht dafür, dass ihr euch den Werbemarkt durch die Lappen habt gehen lassen: „If you love your content, set it free. If it loves you, it will come back. If not, hunt it down &amp; kill it.“</p>
<p><strong>Nachtrag, 11. Oktober:</strong> Wie zu erwarten, war meine Schwarz–Weiß–Malerei natürlich viel zu unausgereift. <a title="carta.info: Wolfgang Blau: “Der ideologische Widerstand, eigene Rollenbilder zu überdenken, ist groß.”" href="http://carta.info/16015/wolfgang-blau-zeit-online-journalismus-medienwandel/">Wolfgang Blau, Chefredakteur von „Zeit Online“, im Interview auf carta.info</a>: </p>
<blockquote><p><em>Was planen Sie noch in Sachen Paid Content?</em><br />
Nahe liegend sind natürlich iPhone-Apps, weil die Bezahlstruktur dahinter schon vorhanden ist. Wir haben da mehrere Projekte in der Pipeline.</p></blockquote>
<p>Ich fasse zusammen: „Zeit Online“ (die ich als positives Beispiel für eine liberale und auf Werbeerlösen ausgerichtete Seite angeführt hatte) will iPhone–Apps kostenpflichtig machen (wofür ich <abbr title="Axel–Springer–Verlag">ASV</abbr> gescholten hatte). Tja, Patrick, Thema verfehlt, 6, setzen.</p>
<p>* „Klowände des Internets“ stammt übrigens von Jean–Remy von Matt. Ja, der Jean–Remy von Matt, dessen Werbeagentur „Jung von Matt“ den Werbeslogan „BILD dir deine Meinung“ entwarf.</p>
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		<title>Asynchron</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 01:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was würdest du sagen, wenn du wie jeden Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holst, dich mit einer aufweckenden Tasse Kaffee an den Küchentisch setzt, die tägliche Lektüre in froher Erwartung aufschlägst – und mit Schrecken feststellen musst, dass sämtliche Artikel alleinig aus dem automatischen Hinweis bestehen, dass die Übertragung der Texte vom Rechner des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was würdest du sagen, wenn du wie jeden Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holst, dich mit einer aufweckenden Tasse Kaffee an den Küchentisch setzt, die tägliche Lektüre in froher Erwartung aufschlägst – und mit Schrecken feststellen musst, dass sämtliche Artikel alleinig aus dem automatischen Hinweis bestehen, dass die Übertragung der Texte vom Rechner des Redakteurs zur Druckerpresse eingestellt worden ist?<br />
Genau das ist mir heute passiert. Gut: Es war nicht Morgen, ich trank keinen Kaffee, ich saß nicht am Frühstückstisch und ich wollte auch keine Zeitung aufschlagen. Das Objekt, aus dem ich meine tägliche Dosis Information ziehe, ist mein Feedreader, <em>NetNewsWire</em>. Sein größter (aber bei weitem nicht einziger) Vorteil: Er kann synchronisieren. Das bedeutet: Ich kann auf meinen selbst zusammengestellten Mix aus Nachrichtenseiten, Blogs und sonstigem Blödsinn von überall zugreifen und muss keinen Text doppelt lesen, da <em>NetNewsWire</em> mit dem Abfragen nach neuen Inhalten auch gleichzeitig an einen Server des Herstellers <em>NewsGator</em> sendet, was ich schon gelesen habe.<br />
Datenschutzbedenken hin oder her: Das ist einfach ungemein praktisch, zumal es <em>NetNewsWire</em> auch für mobile Endgeräte gibt. Ich kann also auf dem Heimweg in der Bahn schnell die Feeds durchgehen, von denen sowieso nicht zu erwarten ist, dass ich jeden Artikel genau durchlesen werde (also vor allem Nachrichtenseiten) und habe dann, wenn ich zuhause den Rechner anmache, nur noch das übrig, was mich brennend interessiert und was ein konzentriertes Lesen auf einem Bildschirm vernünftiger Größe erfordert.</p>
<p>Die Probleme begannen, als die mobile <em>NetNewsWire</em>–App vor wenigen Tagen auf Version 2.0 gehoben wurde. Erfreut wollte ich sofort updaten, warf aber zufällig noch einen Blick auf die bisherigen Bewertungen. Fast durchgängig las ich dort vernichtende Kritiken. Von sehr aufdringlicher Werbung war da die Rede und davon, dass man sich im runderneuerten Design überhaupt nicht mehr zurecht finde. Am schockierendsten aber: Man könne jetzt nicht mehr direkt mit dem „richtigen“ <em>NetNewsWire</em> synchronisieren, sondern nur noch über einen Google–Reader–Account.<br />
„Na gut,“ dachte ich, „da will wohl jemand seine bisher begeisterte Kundschaft vergraulen. Aber nicht mit mir. Bleibt meine Version halt bei der 1 vor dem Punkt, ich bin ja sehr zufrieden mit dem Programm.“<br />
Aber <em>NewsGator</em> hatte noch nicht genug: Ich wollte vorhin schon ins Bett gehen und hatte bereits begonnen, geöffnete Programme zu beenden, klickte dann aber noch einmal auf den Aktualisierungs-Knopf in <em>NetNewsWire</em>, weil ich wissen wollte, ob es etwas Neues vom <a title="Tagesschau.de: Tsunami trifft Samoa" href="http://www.tagesschau.de/ausland/seebeben106.html">Seebeben im Südwestpazifik</a> gäbe.<br />
Dann der Schock: Statt der üblichen Artikel tauchten überall dort, wo es eigentlich neuen Inhalt gab, nur kurze Mitteilungen von <em>NewsGator</em> auf, die mich darüber aufklärten, dass NewsGator sein Synchronisierungsangebot eingestellt habe. Das wurde vorher nicht mitgeteilt; es werden im Text (und auch <a href="http://www.newsgator.com/productinfo/producttransition.aspx">auf der verlinkten Seite</a>) keine Gründe genannt. Einfach nur: So, Leute, hier ist Schluss mit lustig. Schafft euch ’n Google–Reader–Konto an oder ätschibätsch.<br />
Was ich der Geschichte positives abgewinnen konnte: Wegen der Uhrzeit waren nur etwa zehn neue Elemente im Feedreader aufgetaucht, ich konnte also recht einfach direkt die entsprechenden Seiten ansteuern und mir die nicht im Feedreader angekommenen Artikel selbst raussuchen.<br />
<del datetime="2009-09-30T00:15:59+00:00">Durch beherztes Eingreifen konnten die Einsatzkräfte Schlimmeres verhindern</del> Da ich geistesgegenwärtig direkt in den Einstellungen die Synchronisierung stoppte, kamen die Feeds dann bei der nächsten Aktualisierung wieder „normal“ rein, denn als „herkömmlicher“, nicht synchronisierender Feedreader funktioniert <em>NetNewsWire</em> zum Glück. Noch. Wenn <em>NewsGator</em> diese Vergraulungsstrategie weitertreibt, würde es mich nicht wundern, wenn bald ein kostenpflichtes Zwangsupdate um die Ecke kommt, bei dem 50 % der Fläche mit Werbung zugedeckt sind und bei dem man nur noch Feeds abonnieren kann, die von <em>NewsGator</em> selbst zur Verfügung gestellt werden.<br />
Ihr merkt: Ich bin augenblicklich echt frustriert, dass mir dieses tolle Programm mit dem noch tolleren Alleinstellungsmerkmal „kostenlose Synchronisation unabhängig von Google“ weggenommen wurde. Ich will meine Zeitung auch zukünftig in der Bahn lesen, ohne dass ich gezwungen bin, mir den gleichen Inhalt zuhause noch einmal durchzulesen. Das kann doch nun echt nicht zu viel verlangt sein.</p>
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		<title>Das Referrer-Problem</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 01:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Instant Messenger]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, was ein Referrer ist. Für alle anderen wurde der Hypertext erfunden, der den Strich unter dem euch unbekannten Begriff mit Sinn füllt. Ich möchte außerdem schon vorauseilend auf den mittelbar anschließenden Überschuss an Technik-(Schein-)Anglizismen hinweisen. So, jetzt gehts los. Noch kein Problem ist: Klicke ich mich von einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, was ein <a title="Wikipedia: Referrer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Referrer">Referrer</a> ist. Für alle anderen wurde der Hypertext erfunden, der den Strich unter dem euch unbekannten Begriff mit Sinn füllt. Ich möchte außerdem schon vorauseilend auf den mittelbar anschließenden Überschuss an Technik-(Schein-)Anglizismen hinweisen. So, jetzt gehts los.<br />
Noch kein Problem ist: Klicke ich mich von einer Seite zur nächsten, kann ich immer den Zurück-Button betätigen, um nachzuschauen, wie ich denn überhaupt zu der aktuellen Seite geraten bin.<br />
Ein kleines, aber leicht lösbares Problem ist: Mit der Erfindung von Tabs (bzw. streng genommen ja auch schon mit mehreren geöffneten Browserfenstern – ja, so etwas gab es früher mal, Kinder) wurde es schwieriger, die Ursprungsseite nachzuvollziehen, von der man auf die augenblickliche geraten ist – sofern man es nicht noch aus dem Kopf weiß. Um dieses Problems Herr zu werden, gibt es das schöne Firefox-Plugin <a title="mozilla.org: Tab Mix Plus" href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1122">TabMix Plus</a>, bei dem man einerseits neue Tabs grundsätzlich direkt neben dem Ursprungstab öffnen und andererseits die Reiter auch in der gleichen Farbe wie den Reiter des Ursprungstabs anzeigen lassen kann. Das hört sich kompliziert an – aber ihr solltet es (sofern ihr es nicht schon habt und sofern ihr gegen augenkrebserzeugende Farbkombinationen zumindest theoretisch immun seid) einfach mal ausprobieren, wenn ihr regelmäßig mit vielen Tabs hantiert. Mir zumindest hat Tab Mix Plus schon viel Rätselraten erspart.<br />
Ein wirkliches Problem ist (abgesehen davon, dass ich zum täglichen Surfen eher Safari einsetze, für den es nichts <abbr title="Tab Mix Plus">TMP</abbr>-artiges gibt): Selbst Tab Mix Plus versagt, wenn ein neuer Tab gar nicht durch einen Link im Browser geöffnet wurde, sondern vom (nicht browserbasierten) Feedreader, Instant Messenger, Twitter-Client, Sonsteinlustigeswortdasniemandversteht. Wenn man dann den Link nicht sofort konsumiert, sondern erst einmal beispielsweise weiter durch die Twitter-Timeline scrollt und möglichst noch zehn, 20 weitere Tabs im Hintergrund öffnet, steht man vor dem Referrer-Problem:<br />
Man sieht eine Seite und denkt: „Wie bin bloß ich hierher gekommen?“ Das kann manchmal völlig egal sein: Der Inhalt ist interessant; man liest den Text/ schaut sich das Video an/ lacht über das Bild – und kümmert sich nicht darum, wer diese Seite verbreitungswürdig fand. Ich habe aber oft genug auch die Situation, dass es für das Verstehen eines Inhalts elementar ist, den Verweiser zu kennen, also zu wissen, wer mich auf diese Seite geschickt hat. Gerade bei Twitter weiß man ja – dank der URL-Shortening-Services – selten ganz genau, was sich hinter einem Link verbirgt.<br />
Jetzt hab ich ja von Technik auch nicht so viel Ahnung, aber ist es denn wirklich unmöglich, systemweite Referrer einzuführen? Wie angenehm wäre es, beim Klick auf die Zurück-Taste im Browser automatisch beim verweisenden Tweet in meinem Twitter-Client zu landen? Oder aber zum Beispiel in der Titel- oder Statuszeile den verweisenden Tweet oder zumindest den zum Tweet gehörigen Twitterer anzuzeigen? Irgendwo wird schon Platz dafür sein. Und wenn nicht, dann muss ihn halt jemand schaffen. Einem solch wichtigen Anliegen muss entsprechender, großzügiger Raum zugestanden werden.<br />
Ihr Entwickler der Welt, ihr Entwickler in Berlin, in London, in Mountain View, in Cupertino: Schaut auf dieses Problem.</p>
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		<title>Die Kommunalwahl aus Sicht eines Möchtegern-Statistikers</title>
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		<comments>http://blog.mainp.de/2009/08/31/die-kommunalwahl-aus-sicht-eines-mochtegern-statistikers/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 03:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Oerschkes]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Heyes]]></category>
		<category><![CDATA[KRZN]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Mittwoch sind folgende Worte im Blog zu lesen: […] ich würde mich nicht wundern, wenn 72,28 % am Sonntag die längste Zeit eine hohe Zahl gewesen ist. Es war zwar nicht so richtig riskant, diese Schlussfolgerung zu ziehen – und doch überrascht mich das Ausmaß, mit dem die Bürgermeisterwahl am gestrigen Abend die 72,28 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Mittwoch sind folgende Worte <a title="MainPlog: Willicher Wahlfrieden" href="http://blog.mainp.de/2009/08/26/willicher-wahlfrieden/">im Blog zu lesen</a>:</p>
<blockquote><p>[…] ich würde mich nicht wundern, wenn 72,28 % am Sonntag die längste Zeit eine hohe Zahl gewesen ist.</p></blockquote>
<p>Es war zwar nicht so richtig riskant, diese Schlussfolgerung zu ziehen – und doch überrascht mich das Ausmaß, mit dem die Bürgermeisterwahl am gestrigen Abend die 72,28 % zur nicht mehr ganz so großen Zahl degradiert hat: Josef Heyes wurde mir 83,51 % im Amt bestätigt. In jedem einzelnen der 24 Wahlbezirke hat er mehr als 72,28 % der Stimmen bekommen – mit <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterwahlergebnis im Ratswahlbezirk 9070" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep280/einfach/280-151-BUW-KW-d9070.html">75,67 % als geringstem Stimmenanteil</a> und <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterwahlergebnis im Ratswahlbezirk 9110" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep280/einfach/280-151-BUW-KW-d9110.html">90,85 % in seinem eigenen Wahlbezirk</a> als oberste Markierung.<br />
Das ist – egal, wie man zu Josef Heyes und seiner Politik steht – beeindruckend. Sofort drängte sich mir die Frage auf: Ist es auch einzigartig?<br />
Leider gibt es nirgendwo eine Seite mit Wahlergebnissen, die eine offene Schnittstelle zur automatischen Ausw… ähm. Jedenfalls ist mir keine Seite bekannt, auf der ich jedes einzelne Bürgermeisterschaftswahlergebnis aus allen Bundesländern seit Bestehen der Bundesrepublik einzeln nachsehen kann. Aber die Ergebnisse in den 40 Städten und Gemeinden am Niederrhein, in denen gestern ein neuer Bürgermeister gewählt wurde und die beim <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Kommunalwahlen 2009" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/">Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein</a> abzurufen sind, die kann ich mir durchaus mal anschauen. Ergebnis:<br />
Es gibt tatsächlich vier Gemeinden und eine Stadt, in denen ein Bürgermeisterkandidat mit mehr Prozentpunkten gewonnen hat. Allerdings muss man die Besonderheiten dieser fünf Wahlen beachten: In den Gemeinden <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterschaftswahlergebnis in Bedburg-Hau" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep510/einfach/510-151-BUW-wgkz.html">Bedburg-Hau</a> und <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterschaftswahlergebnis in Niederkrüchten" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep290/einfach/290-151-BUW-wgkz.html">Niederkrüchten</a> sowie in der <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterschaftswahlergebnis in Rheinberg" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep120/einfach/120-151-BUW-wgkz.html">Stadt Rheinberg</a> gab es jeweils nur einen Bewerber; in den Gemeinden <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterschaftswahlergebnis in Sonsbeck" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep170/einfach/170-151-BUW-wgkz.html">Sonsbeck</a> und <a title="Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: Bürgermeisterschaftswahlergebnis in Schermbeck" href="http://wahl.krzn.de/kw2009/wep480/einfach/480-151-BUW-wgkz.html">Schermbeck</a> gab es zwar jeweils einen Gegenkandidaten – beide gehören aber der FDP an und nicht – wie in Willich – der SPD, die sich selbst als Volkspartei sieht. Gut, diese Differenzierung mag – zumal in einer immer noch ländlichen Stadt, in der der SPD einfach ihr Stammklientel fehlt – etwas kleinteilig erscheinen. Aber dann gibt es trotzdem gerade einmal zwei vergleichbare Fälle am gesamten Niederrhein. Komm mal klar, Willich.</p>
<p>Sonst noch erwähnenswert:</p>
<ul>
<li>Die Grünen haben in Wekeln und im Nordwesten von Anrath, also nördlich von Jakob-Krebs-, Raiffeisen- und Bogenstraße, ihre größte Anhängerschaft, während die NPD in diesen Gebieten am schwächsten ist.</li>
<li>Die SPD ist in Alperheide sehr stark, liegt aber selbst da noch mindestens (nämlich bei der Ratswahl) zehn Prozentpunkte hinter der CDU. Bei der Bürgermeisterwahl beträgt der Rückstand sogar wieder 55 Prozentpunkte und sorgt damit auch in Alperheide für (fast) „normale“ Willicher Verhältnisse.</li>
<li>In Niederheide und Knickelsdorf sind die Einwohner anscheinend sehr unabhängig: 1,48 % der Stimmen hat die <abbr title="Unabhängige Wählergemeinschaft Kreis Viersen">UWKV</abbr> dort bei der Kreistagswahl bekommen – und damit mehr als irgendwo sonst im Stadtgebiet.</li>
<li>Bei der Ratswahl in der Alt-Willicher Stadtmitte hat der stellvertretende Bürgermeister und ehemalige Willicher Schützenkönig Thomas Brandt von der FDP den SPD-Kandidaten Norbert Waldhausen haushoch, nämlich um 5 Prozentpunkte, geschlagen. Hat ihm aber nichts genützt: Dr. Paul Schrömbges hat zwar für CDU-Verhältnisse wenige Stimmen bekommen, aber dennoch locker die absolute Mehrheit erreicht. (Brandt zieht übrigens als Listenerster seiner Partei natürlich trotzdem in den Rat ein.)</li>
<li>Josef Heyes hat nicht nur bei der Wahl zum Bürgermeister seinen Gegner deklassiert; auch als Rats–Direktkandidat in seinem Wahlkreis hat er es geschafft, alle drei anderen Bewerber mit um die die 5 % nach Hause zu schicken – übrigens mit der zweithöchsten Wahlbeteiligung der Stadt.</li>
<li>Noch lieber als die Menschen im Südosten Schiefbahns – also Heyes’ Wahlkreis – gehen nur die Menschen in Neersen wählen. In Münchheide und Stahlwerk Becker dagegen haben sie anscheinend lieber Gewerbe gespielt. Wobei die sich aufdrängende Frage lautet: Wo leben denn in Münchheide und Stahlwerk Becker überhaupt Menschen?</li>
</ul>
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		<title>Willicher Wahlfrieden</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 22:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Oerschkes]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/ Die Grünen]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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		<category><![CDATA[Willich]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag werden in Nordrhein-Westfalen „die Räte der kreisfreien Städte, die Bezirksvertretungen für die Stadtbezirke der kreisfreien Städte, die Kreistage und die Gemeinderäte der kreisangehörigen Städte und Gemeinden“ gewählt. Viel interessanter und prägnanter: Bei der kommenden Kommunalwahl steht in den meisten Städten der Bürgermeisterposten* zur Wahl. Das ist zum Beispiel im kleinen niederrheinischen Städtchen Willich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag werden in Nordrhein-Westfalen <a title="Wikipedia: Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunalwahlen_in_Nordrhein-Westfalen_2009">„die Räte der kreisfreien Städte, die Bezirksvertretungen für die Stadtbezirke der kreisfreien Städte, die Kreistage und die Gemeinderäte der kreisangehörigen Städte und Gemeinden“</a> gewählt. Viel interessanter und prägnanter: Bei der kommenden Kommunalwahl steht in den meisten Städten der Bürgermeisterposten* zur Wahl.<br />
Das ist zum Beispiel im kleinen niederrheinischen Städtchen Willich so. Seit 1999 regiert hier Josef Heyes von der CDU. 2004 wurde er mit 72,28 % im Amt bestätigt. Keine leichte Aufgabe für seinen SPD-Herausforderer Alexander Oerschkes, sollte man meinen. Das wird sich wohl auch Alexander Oerschkes gedacht haben und zieht daraus die überraschende Konsequenz, auf jegliche Abgrenzung von seinem Konkurrenten zu verzichten. Gut erkennen kann man das an Interviews, die dieser Tage in den Regionalzeitungen <em>Westdeutsche Zeitung</em> und <em>Rheinische Post</em>, aber auch im Anzeigenblättchen <em>Willicher Nachrichten</em> erscheinen, teilweise als <a title="Rheinische Post: Schlagabtausch der Kandidaten" href="http://www.rp-online.de/public/article/kempen/747329/Schlagabtausch-der-Kandidaten.html">„Schlagabtausch“</a>, also gegenseitiges An-den-Kopf-Werfen von Komplimenten, deklariert.<br />
Oerschkes’ Schwierigkeiten in der Ausbildung eines eigenen Profils hängen hauptsächlich damit zusammen, dass es Willich nicht schlecht geht. Natürlich kann man sich als Einwohner einer Stadt immer über vieles ärgern, aber es ist – bei allem Respekt – einfach nicht zu erwarten, dass Alexander Oerschkes die Probleme der Stadt anders angehen würde als Josef Heyes.<br />
Dazu kommt aber ein weiteres Problem: Er würde nicht nur in Zukunft alles genauso machen wie Heyes, er und seine Partei machen genau jetzt – nämlich im Wahlkampf – alles schlechter als Heyes und sein „Wahlkampfteam“.<br />
Das sieht im Einzelnen so aus:</p>
<ul>
<li>Die Wahlplakate der SPD sind unfasslich konservativ und uninspiriert. Kein Wunder, dass der Willicher Kommunikationsdesign-Student Chris Grabinski sich angesichts der versammelten Langweiligkeit zu folgender Aussage hinreißen ließ: <a title="Twitter: Chris Grabinski über ein SPD-Wahlplakat" href="http://twitter.com/chrisgrabinski/status/2845069171">„25 inkompetente Alternativen […] So ein Rentnerverein“</a>.<br />
<br />
<a href="http://twitpic.com/bmya7"><img src="http://twitpic.com/show/full/bmya7.jpg" width="460" height="648" alt="TwitPic: Willicher SPD-Wahlplakat"></a><br />
<br />
Die CDU kann mit ihren Plakaten bei mir zwar wahrlich auch keine Begeisterungsstürme auslösen, aber sie hat mit ihrer Fixierung auf einen „anpackenden“, „sich kümmernden“ Josef Heyes und einfache, klare Sprüche eine solide, professionelle Kampagne. Einzig das Ausrufezeichen hinter dem Wahlspruch „Gute Arbeit“ stößt mir wirklich auf.</li>
<li>Die CDU ist der SPD kreativ meilen- und jahreweit voraus. Ich kenne die genauen Umstände nicht, aber am Willicher Markt hat seit ein paar Wochen ein „Café Jupp“ geöffnet, das <a title="CDU Willich: CDU eröffnet Café Jupp" href="http://www.cdu-willich.de/front_content.php?idcat=2&#038;idart=167">laut CDU Willich</a> „das kommunikative Zentrum der CDU-Wahlkampagne“ ist und in dem z.B. am vergangenen Mittwoch der Bürgermeister (natürlich inklusive anschließender Presseberichte) seinen <a title="Flickr-Bildergalerie: Geburtstagsparty für Josef Heyes im Cafe Jupp" href="http://www.flickr.com/photos/teamjupp/sets/72157621983550381/">Geburtstag gefeiert</a> hat.<br />
Liebe Leute von der SPD, könnt ihr einen Ort vorweisen, an dem ihr den Bürgern in entspannter Atmosphäre eure Themen nahebringt? Sicher, so etwas wird nicht billig sein und die direkten Auswirkungen dürften sich auch in Grenzen halten, weil in so ein Café wohl hauptsächlich die Menschen gehen, die eh nicht mehr überzeugt werden müssen. Aber man bringt sich ins Gespräch, man zeigt Bürgernähe, man gewinnt Sympathien durch Kreativität. Das sind einfache Sachen. Man muss kein Café eröffnen, um sie zu erreichen; man muss sich nur anstrengen. Etwas eigenes auf die Beine stellen, die Menschen erreichen, Präsenz zeigen. Mit anderen Worten: modernen Wahlkampf machen.</li>
<li>Bei der Kommunalwahl dürfen Jugendliche ab 16 Jahren wählen. Wo wirbt man am zielgerichtetesten um Jugendliche? Richtig. Schauen wir uns mal die Websites der beiden Bürgermeisterkandidaten an:<br />
<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/08/vergleich_heyes_oerschkes.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1483" title="vergleich_heyes_oerschkes" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/08/vergleich_heyes_oerschkes.png" alt="vergleich_heyes_oerschkes" width="600" height="445" /></a><br />
<br />
<a title="Website von Josef Heyes" href="http://josef-heyes.de">josef-heyes.de</a> hat ein modernes, ansprechendes Design mit professionellen Bildern und prägnanten, durchdachten Texten. Auf der Startseite stehen seine neuesten <a title="Josef Heyes bei Twitter" href="http://twitter.com/josefheyes">Tweets</a>, außerdem ist er bei <a title="Josef Heyes bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/teamjupp/">Flickr</a>, <a title="Josef Heyes bei meinVZ" href="http://www.studivz.net/Profile/3c15d439b723cd56">dem VZ-Netzwerk</a>, <a title="Josef Heyes bei Facebook" href="http://www.facebook.com/josef.heyes">Facebook</a> und <a title="Josef Heyes bei YouTube" href="http://www.youtube.com/user/teamjupp">YouTube**</a> (mal mehr, manchmal allerdings auch gar nicht) aktiv, zumindest aber angemeldet. Ich will nicht sagen, dass ein Account bei einem sozialen Netzwerk per se etwas Gutes ist und auch der Nutzen ist vielleicht in einer Stadt mit 40.868 Wahlberechtigten*** eher beschränkt, aber es ist ein Versuch, sich der Lebenswirklichkeit von netzaffinen Menschen am Beginn des 21. Jahrhunderts anzunähern.<br />
Die Überschrift von <a title="Website von Alexander Oerschkes" href="http://alexander-oerschkes.de">alexander-oerschkes.de</a> ist zwar „Bürgermeisterkandidat 2009“, aber die Seite sieht aus, als wäre sie per Zeitmaschine aus dem vorigen Jahrtausend eingeflogen worden. Die Überschrift zum Beispiel ist gar keine Überschrift, sondern (wie auch der gesamte übrige Inhalt) eine Tabellenzeile. Anstatt selbst kreativ zu werden (oder noch besser – wie die CDU – einen ortsansässigen Kommunikationsdesign–Studenten anzuheuern), hat man sich bei der Willicher SPD gedacht, dass im Jahr 2009 doch ein (obendrein zumindest in Safari und Firefox auch noch mit Darstellungsfehlern versehenes) Uralt-Template von der „Rundum-Sorglos-Plattform für Politik und Wahlkämpfe im Internet“ der SPD, <a href="http://www.nrwspd.net">nrwspd.net</a>, reichen sollte, um im Web Wahlkampf zu machen. Bemüht „lustige“, dadurch aber nur unseriös und lächerlich wirkende Texte ohne Sprachgefühl sowie <a title="Alexander Oerschkes" href="http://alexander-oerschkes.de/db/zufallsbilder/ft_06_503.jpg">Amateurbilder, die den Kandidaten nun wirklich in einem schlechten Licht dastehen lassen</a>, runden das Gegenbild eines modernen Wahlkampfes gekonnt ab.</li>
</ul>
<p>Oerschkes will die Bürgermeisterwahl gewinnen, doch selbst ein Blumentopf ist für ihn – bei der völligen Überlegenheit Heyes’ in allen Belangen – schon eine unlösbare Aufgabe. Das kann zwei Sachen bedeuten, die sich Ei–und–Henne–gleich einander bedingen und beeinflussen:</p>
<ul>
<li>Die SPD erachtet es in Anerkennung der politischen Realität in Willich überhaupt nicht als sinnvoll, einen Heyes gleichwertigen Gegner aufzustellen und einen Wahlkampf zu fahren, der begeistert</li>
<li>Der Wahlkampf der SPD ist so altbacken, dass überhaupt keine Chance besteht, politische Bedeutung zu erlangen, die über eine saturierte Oppositionsführerschaft hinausgeht</li>
</ul>
<p>Das ist schade und ich würde mich nicht wundern, wenn 72,28 % am Sonntag die längste Zeit eine hohe Zahl gewesen ist. Warum, liebe SPDler, überlasst ihr das Feld so unglaublich kampflos der CDU? Ich habe das Gefühl, ihr habt die einzelnen Wortbestandteile von „Wahlkampf“ noch nicht aufgedröselt und glaubt, es hieße „Wahlfrieden“. Kann das sein?****</p>
<p>Noch schnell ein Wort zu den kleineren Parteien:</p>
<ul>
<li>Noch altbackener als die Plakate und Broschüren der SPD sind nur die der FDP. Die Liberalen haben für die Wahlplakate ihrer Landratskandidatin tatsächlich ein Bild genommen, das aussieht, als wäre es mal eben mit der 90-Euro-Kamera vom Lidl im heimischen Wohnzimmer aufgenommen worden. Man sieht sogar den Schatten des Kopfes auf der Rauhfasertapete. Gruselig.</li>
<li>Die Grünen setzen nicht auf Personen, sondern auf Themen – und das durchaus geschickt. Am Schwimmbad zum Beispiel, das in dieser Saison sein Freibad neu eröffnet und bei der Gelegenheit gleich mal die Preise beinahe verdoppelt hat, hängt folgendes Plakat:<br />
<br />
<a href="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/08/IMG_0188.JPG"><img class="alignnone size-large wp-image-1475" title="IMG_0188" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/08/IMG_0188-759x1024.jpg" alt="IMG_0188" width="607" height="819" /></a><br />
<br />
Von den anderen Parteien vernachlässigte Themen, mit aktuellem und örtlichem Bezug: Chapeau.</li>
<li>Die Linke hat anscheinend den Sinn einer Kommunalwahl nicht so ganz verstanden und plakatiert mit Sprüchen von bundes- oder gar weltpolitischer Bedeutung – wie üblich in wenig ansprechender, rot–weiß–gelber Haudrauf–Gestaltung</li>
<li>In Schiefbahn hängt ein Plakat der NPD</li>
</ul>
<p>* Nur echt mit Betonung auf der dritten Silbe und weichem „g“.<br />
** Beim YouTube-Profil zum CDU-Wahlkampf ist zwar noch kein einziges Video hochgeladen worden, aber immerhin hat das „TeamJupp“ schon einen Favoriten, nämlich ein Filmchen vom Besuch Jürgen Rüttgers in Willich, gedreht von der NRW-CDU:<br />
<object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/-o8xBLJe1no&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/-o8xBLJe1no&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object><br />
(<a title="YouTube: 4. Etappe der Heimat-NRW-Tour" href="http://www.youtube.com/watch?v=-o8xBLJe1no">direkt zum YouTube-Video</a>)<br />
Sehr interessant dabei, wie offensichtlich das nur eines von vielen Fließband-Filmchen ist, was der aufmerksame Zuhörer allein daran erkennen kann, dass der Sprecher offenbar noch nie etwas von Wekeln gehört hat und bei 1:25 einfach mal ganz selbstsicher vom „Ortsteil Wekelen“ spricht. Gut, es ist nur ein einziger kleiner Vokal, aber er ist trotzdem ein deutliches Indiz dafür, dass mit der Produktion dieses Films kein Mensch beschäftigt war, der in Wekeln überhaupt (zumindest geistig) dabei war.<br />
*** Zahl aus den heutigen <em>Willicher Nachrichten</em>.<br />
**** Nicht, dass ich etwas gegen Frieden hätte. Aber ich kann doch auch nichts dafür, dass sich jemand den Begriff „Wahlkampf“ ausgedacht hat.</p>
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		<title>Nun sag, wie hast dus mit dem Grundgesetz?</title>
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		<comments>http://blog.mainp.de/2009/08/04/nun-sag-wie-hast-dus-mit-dem-grundgesetz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jurk]]></category>

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		<description><![CDATA[Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon: „Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.“ Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen. (abgeschrieben vom Lawblog, via @furukuma)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><del>Du bist ein herzlich guter Mann,</del> allein ich glaub, du hältst nicht viel davon:</p>
<blockquote><p>„Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.“</p>
</blockquote>
<p><a title="freiepresse.de: Koalitionen stehen nicht auf dem Wahlzettel – Wahlchat-Abschluss mit Thomas Jurk" href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/HINTERGRUND/HINTERGRUND26/1554595.html">Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen.</a></p>
<p>(abgeschrieben vom <a title="Lawblog: „Dann nehme ich das in Kauf“" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/03/dann-nehme-ich-das-in-kauf/">Lawblog</a>, via <a title="Twitter: Furukamas Tweet mit Link zum Lawblog" href="http://twitter.com/furukama/status/3111765217">@furukuma</a>)</p>
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	<item><title>BILD3544 [Flickr]</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~3/wjgIaTKulm4/</link><dc:creator>MainPlog</dc:creator><pubDate>Thu, 21 Feb 2008 09:29:33 PST</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2005:/photo/2281421551</guid><creativeCommons:license xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule">http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en</creativeCommons:license><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/people/mainp/"&gt;MainPlog&lt;/a&gt; posted a photo:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/mainp/2281421551/" title="BILD3544"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3159/2281421551_fdfb4c9b5b_m.jpg" width="240" height="180" alt="BILD3544" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Digital camera&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MainPlog/~4/wjgIaTKulm4" height="1" width="1"/&gt;</description><dc:date.Taken>2008-02-07T10:35:51-08:00</dc:date.Taken><feedburner:origLink>http://www.flickr.com/photos/mainp/2281421551/</feedburner:origLink><enclosure url="http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~5/fmHiejjh0K0/2281421551_3890502ee6_o.jpg" length="0" type="image/jpeg" /><feedburner:origEnclosureLink>http://farm4.static.flickr.com/3159/2281421551_3890502ee6_o.jpg</feedburner:origEnclosureLink></item><item><title>Microsoft klaut bei Firefox [Flickr]</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~3/Cm-4uuMzLlE/</link><category>logo</category><category>firefox</category><category>microsoft</category><category>volta</category><dc:creator>MainPlog</dc:creator><pubDate>Tue, 05 Feb 2008 06:10:11 PST</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2005:/photo/2244423260</guid><creativeCommons:license xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule">http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en</creativeCommons:license><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/people/mainp/"&gt;MainPlog&lt;/a&gt; posted a photo:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/mainp/2244423260/" title="Microsoft klaut bei Firefox"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2327/2244423260_a873cc4d8c_m.jpg" width="160" height="240" alt="Microsoft klaut bei Firefox" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Microsoft Volta Logo (http://labs.live.com/volta/?).&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MainPlog/~4/Cm-4uuMzLlE" height="1" width="1"/&gt;</description><dc:date.Taken>2008-02-05T15:10:11-08:00</dc:date.Taken><feedburner:origLink>http://www.flickr.com/photos/mainp/2244423260/</feedburner:origLink><enclosure url="http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~5/tL4wwbDdYu0/2244423260_04aeaef6d8_o.gif" length="0" type="image/jpeg" /><feedburner:origEnclosureLink>http://farm3.static.flickr.com/2327/2244423260_04aeaef6d8_o.gif</feedburner:origEnclosureLink></item><item><title>fahrrad [Flickr]</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~3/HuyB4jEhj0w/</link><category>fahrrad</category><category>willich</category><category>gebloggt</category><category>stahlwer</category><dc:creator>MainPlog</dc:creator><pubDate>Thu, 17 Jan 2008 13:03:30 PST</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2005:/photo/2199703815</guid><creativeCommons:license xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule">http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en</creativeCommons:license><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/people/mainp/"&gt;MainPlog&lt;/a&gt; posted a photo:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/mainp/2199703815/" title="fahrrad"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2387/2199703815_052dc7cbd8_m.jpg" width="240" height="96" alt="fahrrad" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MainPlog/~4/HuyB4jEhj0w" height="1" width="1"/&gt;</description><dc:date.Taken>2008-01-17T22:03:30-08:00</dc:date.Taken><feedburner:origLink>http://www.flickr.com/photos/mainp/2199703815/</feedburner:origLink><enclosure url="http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~5/x6j8pVQc6qk/2199703815_f4c7626953_o.png" length="0" type="image/jpeg" /><feedburner:origEnclosureLink>http://farm3.static.flickr.com/2387/2199703815_f4c7626953_o.png</feedburner:origEnclosureLink></item><item><title>damals [Flickr]</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~3/7Lg6DY7Oz1Q/</link><dc:creator>MainPlog</dc:creator><pubDate>Thu, 17 Jan 2008 06:33:26 PST</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2005:/photo/2199817068</guid><creativeCommons:license xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule">http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en</creativeCommons:license><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/people/mainp/"&gt;MainPlog&lt;/a&gt; posted a photo:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/mainp/2199817068/" title="damals"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2221/2199817068_82628d1cd7_m.jpg" width="240" height="96" alt="damals" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MainPlog/~4/7Lg6DY7Oz1Q" height="1" width="1"/&gt;</description><dc:date.Taken>2008-01-17T15:33:26-08:00</dc:date.Taken><feedburner:origLink>http://www.flickr.com/photos/mainp/2199817068/</feedburner:origLink><enclosure url="http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~5/RQ_XTqWTS5o/2199817068_9d2e3852cf_o.png" length="0" type="image/jpeg" /><feedburner:origEnclosureLink>http://farm3.static.flickr.com/2221/2199817068_9d2e3852cf_o.png</feedburner:origEnclosureLink></item><item><title>langeweile [Flickr]</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~3/ZCdkDwdsyRs/</link><category>fahrrad</category><category>langeweile</category><category>gebloggt</category><category>wekeln</category><dc:creator>MainPlog</dc:creator><pubDate>Wed, 16 Jan 2008 07:26:39 PST</pubDate><guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2005:/photo/2196958697</guid><creativeCommons:license xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule">http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en</creativeCommons:license><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/people/mainp/"&gt;MainPlog&lt;/a&gt; posted a photo:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/mainp/2196958697/" title="langeweile"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2244/2196958697_46b2e28ed0_m.jpg" width="240" height="96" alt="langeweile" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/MainPlog/~4/ZCdkDwdsyRs" height="1" width="1"/&gt;</description><dc:date.Taken>2008-01-16T16:25:45-08:00</dc:date.Taken><feedburner:origLink>http://www.flickr.com/photos/mainp/2196958697/</feedburner:origLink><enclosure url="http://feedproxy.google.com/~r/MainPlog/~5/r1pSFDh_qNs/2196958697_2b5a611ece_o.jpg" length="0" type="image/jpeg" /><feedburner:origEnclosureLink>http://farm3.static.flickr.com/2244/2196958697_2b5a611ece_o.jpg</feedburner:origEnclosureLink></item></channel>
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