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	<title>Mathias Richel</title>
	
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		<title>In der Verlängerung: Stellen Sie Social Media Berater ein!</title>
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		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/31/in-der-verlangerung-stellen-sie-social-media-berater-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 17:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmierblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[Feuern Sie Ihren Social Media Berater]]></category>
		<category><![CDATA[Fire Your Social Media Consultant]]></category>
		<category><![CDATA[SMS 10]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Berater]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Summit 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Thesen]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Lünenbürger]]></category>

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		<description><![CDATA[

Wolfgang Lünenbürger hat im Rahmen der #sms10 zeh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/4072103434_bcf2e7789f.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3538" title="4072103434_bcf2e7789f" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/4072103434_bcf2e7789f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Wolfgang Lünenbürger hat im Rahmen <a href="http://twitter.com/#search?q=sms10" target="_blank">der #sms10</a> <a href="http://www.haltungsturnen.de/2010/08/feuern-sie-ihren-social-media-berater.html">zehn plausible Kündigungsgründe für jeden Social Media Berater entworfen</a>. Kann man machen, wenn man es sich leicht macht. <a href="http://twitter.com/mathiasrichel/status/22629971162">Finde ich</a>. Schwieriger ist es jedoch, die richtigen zu finden, zwischen all den Quacksalbern und Erfolgsversprechern.<br />
<a href="http://twitter.com/_jrg/status/22630068991"> Jörg</a> und <a href="http://twitter.com/luebue/status/22630025537">Luebue</a> dagegen sagen, dass die Antwort doch im Ansatz selbst zu finden ist: Das Ironie-Ding, ihr wisst schon. *twinkle, twinkle*. <br />
Das finde ich gut, da mach ich mit.</p>
<p>Aber dazu drehen wir den Spieß um:</p>
<h3>Stellen Sie Social Media Berater ein!</h3>
<p><strong><em>Wolfgangs Kündigungsgrund = WK<br />
Logisches Einstellungskriterium = LE</em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>1. Feuern Sie ihn, wenn er die gleiche Geschichte als seine erzählt, die Sie schon kennen. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>1. Stellen Sie ihn ein, wenn er Sie mit einer völlig neuen Geschichte blendet, die er gerade gestern bei Slideshare aus einer neuen US-Präse geklaut hat. Für mindestens 48 Stunden sind Sie mit Ihm Thesen-Early-Adopter.</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>2. Feuern Sie ihn, wenn er Sie nicht als erstes nach Ihrer Kommunikationsstrategie fragt. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>2. Stellen Sie ihn ein, wenn er Sie nach Ihrer Kommunikationsstrategie fragt, drei Minuten zuhört und Sie dann mit dem Satz vom Tisch fegt: &#8220;Alles falsch, Sie müssen fischen wo die Fische sind.&#8221; Oder ähnlichen Bullshit.</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>3. Feuern Sie ihn, wenn er meint, Sie müssten Ihr Business neu denken. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>3. Stellen Sie ihn ein, wenn ihm Ihr Business scheißegal ist. Das ist auch super, das trifft auf die meisten Social Media Berater zu.</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>4. Feuern Sie ihn, wenn er sagt, Sie müssen auf jeden Fall auf Facebook sein. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>4. Ja bitte Autohof Niederlehme, <a href="http://twitpic.com/250lvt">befolgen Sie WK 4</a>.<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>5. Feuern Sie ihn, wenn er erst 2005 oder noch später angefangen hat zu bloggen. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>5. Bitte stellen Sie Ihn nur ein, wenn er Turbo Pascal kann und wenn er Ihnen erzählt, dass er ganz doll vernetzt ist in der Blogosphäre, wegen seiner jahrelangen Präsenz. Da kann man dann auch schön eins, zwei Sachen gemeinsam drehen. *twinkle*<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>6. Feuern Sie ihn, wenn er von Digital Natives redet. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>6. Stellen Sie ihn ein, wenn er <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ryiuuUKQJy0">Prof. Kruse fehlerfrei rezitieren kann</a>. Und das Lolcat of the Day.<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>7. Feuern Sie ihn, wenn er Ihnen mit Kryptonite oder Jack Wolfskin Angst machen will. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>7. Stellen Sie ihn ein, wenn er Dell als gutes Beispiel anführt. PS: Nicht nach mehr fragen, kennt er nicht bzw. stand nicht in der Slideshare-Präse (siehe LE1).<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>8. Feuern Sie ihn, wenn er Jugend für ein Qualitätsmerkmal hält. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>8. Stellen Sie ihn ein, wenn er Ihnen aufgrund Ihres Alters nicht widerspricht.<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>9. Feuern Sie ihn, wenn er bei Ihnen im Kapuzenpulli auftaucht. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>9. Stellen Sie ihn ein, wenn er Ihren Casual Friday total dufte findet. So locker. Einfach menschlich. Und so.<br />
</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>WK: </em></strong>10. Feuern Sie jeden, der sich Social Media Berater nennt. </span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong><em>LE: </em></strong>10. Stellen Sie ihn ein, wenn er kein Problem damit hat, Abteilungsleiter &#8220;Neue Medien und Cyberspace&#8221; zu werden.</span></li>
</ul>
<p></strong></p>
<p><strong>Zusatz:</strong></p>
<ul>
<li><strong><em>LE: </em></strong>11. Stellen Sie ihn unbedingt ein, wenn er fetzige Listen aufstellen kann, egal zu welchem Thema. Listen sind pfiffig und flott.</li>
</ul>
<p><em>PS: Ist doch nur Spass!  *twinkle*</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/armandas/4072103434/"><em>Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.</em></a></p>
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		<title>Folge 10: Don Dahlmann</title>
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		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/23/folge-10-don-dahlmann/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 21:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Wort zum Sonntag]]></category>

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		<description><![CDATA[

Eine sehr lange, zwei stündige Folge, die bosch un [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/dawozuso_mit_dem_don.jpg"><img src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/dawozuso_mit_dem_don-1024x673.jpg" alt="" title="dawozuso_mit_dem_don" width="800" height="525" class="alignnone size-large wp-image-3524" /></a></p>
<p>Eine sehr lange, zwei stündige Folge, die <a href="http://boschblog.de/">bosch</a> und <a href="http://blog.mathias-richel.de">mir</a> sehr viel Spaß gemacht hat. Wir haben argumentative Haken geschlagen, bloghistorische Bogen gespannt, ausschweifende Elegien der Technologie gesungen, im Wandel von Anspruch und Wirklichkeit des Ganzen. Und all das und ohne nicht möglich: Mit dem <a href="http://www.racingblog.de/">wundervollen</a> <a href="http://www.dondahlmann.de/">Don Dahlmann</a>.</p>

<p><a href="http://mathiasrichelspodcast.podspot.de/files/Folge%2010%20-%20Das%20Wort%20zum%20Sonntag.mp3">Hier klicken zum Download (55,4MB)</a></p>
<p>Der RSS-Feed von &#8220;<a href="http://mathiasrichelspodcast.podspot.de/rss">Das Wort zum Sonntag</a>&#8221;<br />
Hier könnt ihr &#8220;Das Wort zum Sonntag&#8221; <a href="http://itunes.apple.com/us/podcast/ein-podcast-von-mathias-richel/id355294181">auf iTunes abonnieren</a>.</p>
<p><em>Das Foto kommt von @<a href="http://twitter.com/da_niesl">da_niesl</a>.</em></p>
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		<title>Wie ich einmal aufwachte und alles toll fand.</title>
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		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/23/wie-ich-einmal-aufwachte-und-alles-toll-fand/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 10:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmierblatt]]></category>

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		<description><![CDATA[

Tolle Melodie. Angenehme Radiostimme. Schön hell.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/pixelspin/90294641/"><img src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/90294641_e5983ca988_b.jpg" alt="" title="90294641_e5983ca988_b" width="1024" height="768" class="alignnone size-full wp-image-3518" /></a></p>
<p>Tolle Melodie. Angenehme Radiostimme. Schön hell. Noch irre viel Zeit. Guter Wasserdruck, angenehme Temperatur.  Angenehme Borsten auf dem Zahnfleisch.<br />
Saubere Küche.  Kaffee ohne krümeln in die Schraubkanne.  Saubere Klamotten, aprilfrisch. Passende Socken. Eiskalte Milch kennt kein Haltbarkeitsdatum. Zucker im Haus. Immer noch genug Zeit für die Lieblingstasse. Keine Mails. 35 Retweets, 15 Favs, 7 Replys, 8 Kommentare.  Super Neuigkeiten. SpOn verkündet sie. MoMa ohne Schmiese. Kein Kabelbruch. Saft auf dem Akku. Genug Kleingeld für das Ticket. Immer noch genug Zeit.  Meine Lieblingssneaker. Schlüssel eingepackt. Sonnenschein. Sonnenbrille am Mann. Ich sehe die Bahn, ich bekomme die Bahn. Sitzplatz. Kein Schulanfang. Keine Kontrolletis. Das Akku hat genug Saft, ich genug Zeit.  Kein Stau. Kein Geruch, kein Schweiß. Nur Lieblingslieder. Kein skippen. Aussteigen, Ampeln nur auf grün. Keine Pisse auf der Oberbaum, keine zerfeierten Touris unter ihr. Überhaupt: Das Watergate ist schon zu, davor gefegt. Keine Hundescheiße. Nirgends. Freie Brötchenwahl. Warm aus dem Ofen. Immer noch genügend Kleingeld und Zeit. Das kleine Tor ist aufgeschlossen. Der Fahrstuhl steht unten, mitfahren. Die Jura hat Bohnen, Wasser, einen leeren Behälter. Sie ist vorgeheizt und startbereit. Keine Mails.</p>
<p>Es ist Freitag.</p>
<p>Alle da, gut gelaunt. Der Papagei hält Winterschlaf im August. Feedback, Abnahmen, Briefings, Meetings, immer Kekse. Antworten auf Fragen, die richtigen Fragen auf falsche Antworten.  Feedback, Abnahmen, Meetings, die guten Kekse. Mittagspause. Immer noch genug Geld. Sonnenschein. Sonnenbrille am Mann. Pasta-Überraschung in fünf Minuten. Lange nicht gesehen, wie geht es, wirklich nett dich zu treffen. Major im Lokal. Frei-Espresso aufs Haus. Genug Zeit. Die Kippe schmeckt. Kippe aus. Der Fahrstuhl steht unten, mitfahren. Keine Mails. Feedback, Abnahmen, Briefings, Meetings, keine Kekse. Feierabend. Sonnenschein. Sonnenbrille am Mann. Kein Kabelbruch. Saft auf dem Akku. Ich sehe die Bahn, ich bekomme die Bahn. Sitzplatz. Kein Schulschluss. Im Briefkasten ein Brief der Hausverwaltung. Sie machen alles. Gern. Sie schon zu Hause. Bier kalt. Platte frei, eine Runde Tischtennis. Tisch frei, eine Runde aufs Haus. Treffen wir uns? Alle da, pünktlich. Ein Plan.</p>
<p>Es ist Freitagnacht.</p>
<p>Keine Schlange. Nicht die Ältesten. Guter DJ. Gute Band. Guter Rap. Guter Beat. Gute Leute. Gute Preise. Gute Zeit. Sofort ein Taxi. Ein gutes Gespräch. Keine Schlange. Nicht die Ältesten. Guter DJ. Gute Beats. Gute Leute. Gute Preise. Gut unter Strom. Guter Schweiß. Kein Geruch. Guten Morgen.</p>
<p>Es ist Samstagmorgen.</p>
<p>Keine Melodie. Keine Radiostimme. Schön hell. Keine Schmerzen. Noch irre viel Zeit.</p>
<p><em><a href="http://www.flickr.com/photos/pixelspin/90294641/">Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.</a></em></p>
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		<item>
		<title>Sie haben Jehova gesagt. Zur Streetview-Debatte.</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MathiasRichel/~3/K-3DMAHgnO4/</link>
		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/19/sie-haben-jehova-gesagt-zur-streetview-debatte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 03:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Streetview]]></category>

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		<description><![CDATA[

Ich möchte an dieser Stelle auch einen redundanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/doerte-schroeder/214313353/"><img class="alignnone size-full wp-image-3504" title="214313353_5c16081f57_z" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/214313353_5c16081f57_z.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a></p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle auch einen redundanten Beitrag zur Jehova-Debatte in den Ring werfen. Ich reihe mich damit ein, in die schon endlos lange Schlange der Meinungshaber und Besserwisser. Zwar weiß ich noch nicht, was es da am Ende oder Anfang dieser Schlange zu holen gibt, aber ich stehe jetzt schon mal hier, also kann ich auch bleiben.</p>
<p>Ähnlich verrannt  hat sich diese Jehova-Debatte. Auf gleiche Art geführt von den anscheinend nur zwei Parteien dieser Diskussion: der Dafür-um-jeden-Preis-Diskutierer und die Weg-mit-dem-Dreck-Phrasierer. Zwischendrin wabern als aufzuladendes Feld noch die Medien, bespielt von ein paar populistischen Politikern.</p>
<p>Selten habe ich eine unnützere Diskussion erlebt, als die über Jehova. Nicht, dass es sich nicht lohnen würde über <a href="http://blog.mathias-richel.de/2010/02/16/offentlichkeit-%E2%89%A0-privatsphare/">Privatsphäre und Öffentlichkeit</a> zu diskutieren, aber so bekloppt wie um Jehova herumargumentiert wird, habe ich noch keine Auseinandersetzung über ein Netzthema empfunden.</p>
<p><strong>Zunächst mal zu den Befürwortern:</strong><br />
Sagt mal, seit wann ist es chic geworden, sich für die monetären Interessen eines Quasi-Monopols, einer weltumspannenden Internetfirma so dermaßen ins Zeug zu legen?  Denn wacht auf, darum geht es nur: Geldmaximierung. Und um nichts anderes. Vergesst den ganzen Quatsch von „Don´t be evil“ – Bullshit. Totaler Bullshit sogar. Und dieser Bullshit ist sogar legitim, absolut nachvollziehbar und nicht einmal zu kritisieren. Sich aber vor den Karren von Google spannen zu lassen und für die den Weg von Ignoranten, Falschverstehern, Tatsachenverdrehern und Populisten frei zu boxen – Fuck it! Das ist Googles Job!</p>
<p>Wo war denn Googles Aufklärungskampagne? Wo Googles öffentliche Jehova-Vorstellung in Deutschland? Wann haben sie versucht die Menschen mitzunehmen? Nirgendwo und niemals.<br />
Sie sind einfach mit ihren Opels durch die Gegend gefahren, mit einem riesigen Aufbau oben drauf und haben losfotografiert. Das kann man so machen, nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn sich die Leute fragen was das soll und das dann Menschen kommen, die diese Wissenslücke mit ihrer Interpretation der Dinge befüllen. Dieses PR-Desaster muss sich Google selbst an die Hutkrempe schmieren und sollte nicht für Herzkasper und schlaflose Nächte bei selbsternannten Rettern des Internetabendlandes sorgen.</p>
<p>Denn natürlich sind alle Bedenken der Menschen gegenüber Google Streetview legitim. Ja, die Menschen haben Angst. Sie haben Angst, weil sie nicht wissen was sie erwartet. Wer möchte ihnen das verübeln. Es erklärt ihnen ja auch keiner. Nirgends.</p>
<p>Weder Google (und nein, <a href="http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/">diese 2/1-Anzeige mit den sechs Absätzen mit Markentingblabla zählt nicht</a>), noch die besagten Retter. Nein, stattdessen ist es wichtig, sich als Verfechter der Maximalposition „Dafür“ zu präsentieren, um sich seine progressive, total visionäre Sichtweise auf den Stand der Dinge zu beweisen. Lame Duck.</p>
<p>Die richtige Arbeit wäre es, statt auf Twitter etc. rumzulamentieren, <a href="http://saschalobo.com/2010/08/10/google-street-view-widerspruch-widerspruch/">von Tür zu Tür seines Mehrparteienhauses zu latschen</a> und die <a href="http://twitter.com/PickiHH/status/21256407957">Leute über Google Jehova aufzuklären</a>, um so zu verhindern, dass irgendein Mitmieter im Haus die sinnlose Verpixelung beantragt. Dem hilft nämlich kein selbstgefälliger Tweet zur eigenen Standortbestimmung, der braucht Wissen. Dem muss man die Angst nehmen.<br />
Und nein, die Angst nimmt man niemanden, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,712426,00.html">in dem man zurückfotografiert</a> und verpixelte Häuser doch ins Netz stellt. Wer glaubt, so etwas zu verändern, hat wenig verstanden, wenn es darum geht Menschen von etwas zu begeistern, oder wenigstens zu überzeugen. Er wäre garantiert auch kein guter Lehrer.</p>
<p>Nein, zurückfotografieren ist wie die zusammen gerollte Zeitung für den Hund. Das ist eine Bedrohung und gibt den Bürgern das Gefühl der Entmündigung.<br />
Ihr wollt, dass Deutschland im Internetzeitalter ankommt? Tja, dann nehmt die Leute mit und gebt ihnen nicht das Gefühl, entrechtet zu werden. Denn ja, darum geht es hier nur: Gefühle. Und wenn diese unbegründet sind, dann wird es ja wohl ein leichtes sein, sie argumentativ hinfort zu fegen. Sowohl von Google als auch von den Netzrettern.</p>
<p><strong>Und jetzt zu den Jehova-Gegnern:</strong><br />
Euch möchte ich gern in zwei Gruppen einteilen: Die unschuldigen Gegner und die populistischen Idioten. Euch unschuldigen Gegner fällt mir schwer, etwas vorzuwerfen. Ihr habt euch einfach nicht informiert, ihr kennt Google-Jehova nicht und habt es noch nie benutzt. Ihr wisst also einfach gar nicht über was ihr redet. Es sagt euch aber auch keiner. Im Gegenteil: Ihr werdet ausgelacht, wenn<a href="http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Buergerprotest-gegen-Google_aid_892897.html"> ihr euch reichlich naiv in der Zeitung mit vollem Namen und vor eurem Haus als Gegner von Jehova präsentiert</a> und das dann auch in der Online-Ausgabe erscheint. Aber eine Frage: Hat sich jemand von diesen Auslachern danach mal bei euch gemeldet und euch Jehova gezeigt und erklärt? Oder war wenigstens mal Google da, um eine gute Nachricht für sich zu kreieren? Nein? Schade.<br />
Macht aber nichts, eure Angst wird sich bei Einführung von Jehova legen und vielleicht werdet ihr es sogar nutzen. Auf alle Fälle werdet ihr aber fasziniert sein. Wie schon damals, bei Google Earth.</p>
<p><strong>Und jetzt zu euch, ihr populistische Idioten:</strong> Und damit meine ich euch Politiker im Sommerloch und Medien mit Kalkül. Jetzt nach Regulierungen für Jehova zu schreien ist wohl der durchsichtigste Dünnpfiff auf diesem Planeten. Für was denn? Für die Länge der Widerspruchszeit? Da lacht doch Google … dafür braucht es keine gesetzliche Regelung, dafür braucht es nur ca. fünf Werksstudenten, die ein halbes Jahr länger die Einsprüche bei Google bearbeiten. Und danach nur noch zwei von ihnen, um diese nach Einführung wieder rückgängig zu machen, wenn zum Beispiel der Tourismusverband am Rad dreht, weil <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/08/17/bielefeld-does-not-want-to-exist%E2%80%A6-on-google-streetview/">Bielefeld nicht bei Jehova sein wird</a>, während alle anderen Nachbarstädte es sind. Ein Furz im Wind.<br />
Aber er stinkt. Und ihr macht das aus Macht erhaltenden Interessen, mindestens aber weil ihr gern die Deutungshoheit über die Dinge, auch von denen ihr keine Ahnung habt, behalten wollt. Es widert mich an. Und damit meine ich auch eure „Oppositionsarbeit“ in dieser Frage, liebe Sozen und Grüne.</p>
<p><strong>Und ihr, liebe Medien.</strong> Jetzt so nach der WM, nach Lena und mitten im Sommer: Nichts zu schreiben, wa? Und da helfen schon mal ein paar ängstliche Rentner, aufbrausende Politiker in Badeshorts und mit Hitzschlag gegen euren Lieblingsgegner Google. Sind das nicht auch die, von denen ihr behauptet, sie würden euren Verlagen die Geschäftsmodelle im Netz unmöglich machen, oder gleich stehlen? Eure Spiele mit der Angst der Bürger zu eurem Vorteil ist das widerlichste, was noch unter der Flagge Journalismus auflaufen darf.</p>
<p><strong>Jehova!</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="505" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SohMW2aa9IQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="505" src="http://www.youtube.com/v/SohMW2aa9IQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/doerte-schroeder/214313353/"><em>Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.</em></a></p>
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		<title>Die Parabel von der Netzpolitik.</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 19:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[

Es war einmal ein kleines Dorf, das von allen ander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/roel1943/653777420/"><img class="alignnone size-full wp-image-3477" title="653777420_512ec721bf_z" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/653777420_512ec721bf_z.jpg" alt="" width="640" height="361" /></a></p>
<p>Es war einmal ein kleines Dorf, das von allen anderen Dörfern in der Gegend bewundert wurde. Denn in diesem Dorf wohnten die besten Sternegucker. Die Bewohner des Dorfes wussten immer schneller Bescheid: Wann es regnen wird, wann die Saat auszubringen war, wie lange die Trauben noch hängen und wann das Vieh geschoren werden musste. Die Fähigkeit in die Zukunft sehen zu können und so frühzeitig Gefahren und Kriege zu verhindern, ließ dieses Dorf immer größer, stärker und reicher werden.</p>
<p>Dieser Wohlstand schürte aber auch den Neid der anderen Dörfer. Die Bewohner der umliegenden Gemeinden kannten nur die traditionellen Techniken, um ihre Felder zu bestellen und wurden meist von den Naturereignissen überrascht. So manche Ernte wurde überschwemmt, oder Keimlinge vertrockneten. Sie nahmen diese Widrigkeiten aber hin und machten das Beste draus. Sie waren zwar allesamt nicht arm und darbten nicht am Hunger aber sie lebten eben nicht im Luxus.</p>
<p>Ganz anders das Dorf der Sternegucker. Dennoch konnten auch sie nicht autark in ihrem Dorf nicht leben. Ihr Reichtum wuchs durch den Handel mit Wissen, dessen Ursprung in ihrer hellseherischen Fähigkeit bestand. Mit diesem Wissen um die Zukunft ließen sich hervorragende Geschäfte machen. Das Wissen wurde zum Beispiel gegen Fisch getauscht, über den sie selbst nicht verfügten oder gegen andere Naturalien gehandelt, die sie selbst nicht verarbeiten konnten. Sie waren gefragte Experten der Naturwissenschaften und über das Land hinaus bekannte Heiler und Schreiber. Über die vielen Jahre blieben aber ihre Lesetechniken nicht geheim, denn die Dorfältesten der anderen Gemeinden schauten sich einige Methoden ab und entwickelten ihrerseits eine leidliche Fähigkeit der Sternleserei. Das Wissensmonopol des Sterngucker-Dorfes war dadurch in akuter Gefahr.</p>
<p>Die Dorfältesten der Anderen fühlten sich gestärkt durch die neuen Fähigkeiten, auch wenn sie oft nicht verstanden, was sie taten und diese zum Schaden aller anwendeten. Nicht selten führten ihre Fehlprognosen zu größeren Katastrophen, als es die, ursprünglich mit der Prophezeiung zu verhindernden, jemals getan hätten. Diese falschen Entscheidungen spürten auch die Bewohner des Seherdorfes, wenn zum Beispiel der Fisch aus der Fischerdörfer nicht kam, weil die Schleusen zu früh geöffnet wurden, oder das Mehl aus den Mühlen der Region nicht pünktlich eintraf. Die Bewohner des Seherdorfes beschlossen daher die Stadtmauern zu erhöhen, die Stadtgräben zu vertiefen und die Bürgerwehr zu verstärken. Man schottete sich ab, vor den Eingriffen der mächtiger werdenden Dorfältesten, um den Wohlstand in der eigenen Siedlung zu sichern. Sie erschwerten damit aber auch den Austausch von Waren und den Handel mit ihrem Wissen.</p>
<p>Die Mächtigen der anderen Dörfer erkannten das als ihre historische Chance und schlossen sich zusammen, um vor den geheimnisvollen Menschen hinter den Mauern des Seherdorfes zu warnen und deren benutzten Techniken zu verteufeln. Stattdessen erhoben sie ihre eigenen Fähigkeiten zum heiligen Gral des Handelns, an dem jetzt alles andere zu messen war. Ihre Seher-Fähigkeiten verbesserten sich aber natürlich nicht mehr, weil die wahren Seher immer öfter ausblieben und sich stattdessen hinter die eigenen Mauer zurückzogen. Und so wurde gefährliches Halbwissen zum allgegenwärtigen Handeln.</p>
<p>Die Menschen verließen sich irgendwann nicht mehr auf das traditionelle Wissen, das ihnen wenigstens ein anständiges, wenn auch nicht luxuriöses Leben ermöglichte, sondern nur noch auf die Proklamationen der Herrschenden, die über das ganze Land verkündet wurden. Und so musste mit immer mehr Missernten gekämpft werden, die Infrastrukturen verfielen und die Bevölkerungen verarmten zusehends.</p>
<p>Nach langer Zeit des Niedergangs regte sich Widerstand. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war das gemeinsame Ansinnen der Mächtigen und der Innung der Straßenbauer, unterschiedlich hohe Zölle für die Benutzung der Wege durch das Land zu verlangen. Dabei sollte der oberste Stand am wenigsten bezahlen und der niedrigste Stand am meisten. Sie begründeten das damit, dass die Reichen zumeist schon mit den neumodischen gefederten Rädern an ihren Kutschen fuhren und so weniger Schäden auf den Straßen verursachten, als die Bauern, die immer noch mit ihren beschlagenden Holzrädern unterwegs waren.</p>
<p>Ein paar Menschen wollten sich nun nicht mehr von dieser Dummheit und der Ignoranz regieren lassen und kritisierten diese geplante Ungerechtigkeit scharf. Sie wussten aber, dass sie noch nur eine kleine Minderheit waren – schwach und schlecht gerüstet im Kampf gegen die Dorfältesten. Sie mussten sich Verbündete suchen und das konnten nur die Bewohner des Seherdorfes sein. Nur sie hätten das Wissen, um die Mächtigen zu stoppen und die Fähigkeit die Menschen zu überzeugen, so dachten die Aufständischen und so machten sie sich auf den langen beschwerlichen Weg in das Seherdorf.</p>
<p>Als sie vor den hohen Stadtmauern um Einlass baten, um ihre Vorhaben vorzutragen, entbrannte innerhalb der Mauern ein heftiger Streit zwischen den Sehern. Sollte man die Aufständischen empfangen, um sie zu unterstützen, oder sollte man die Tore geschlossen halten, um das eigene Wissen und den eigenen Wohlstand zu behüten?  Einige der Seher waren es leid, nur noch von den Speisen zu leben, die sie selbst anbauen konnten. Sie sättigten zwar, aber schmeckten auf Dauer nicht. Den anderen war es wichtiger, das eigene Wissen zu bewachen und sie vertrauten den Menschen vor den Toren nicht.</p>
<p>Würden sie sich verbünden, könnten sie vielleicht die Bevölkerung aller Dörfer überzeugen, gegen die Vorhaben und das Handeln der Mächtigen aufzubegehren. Die Seher sollten die Argumente liefern und die Aufständische wollten diese übersetzen und verständlich machen,  damit alle begreifen konnten, was für die Zukunft auf dem Spiel stand, ließe man die Dorfältesten weiter so gewähren. Die Aufständischen würden auch besser die Strukturen kennen, die es bräuchte um mit eigenen Proklamationen durchzudringen und so in das Bewusstsein  aller zu gelangen, argumentierten sie vor dem Tor. Durch diese Verbindung von Wissen und Einfluss sollten so die Mächtigen gestoppt werden.</p>
<p>Einige Seher konnten die Aufständischen überzeugen, einige jedoch nicht. Und so machte sich ein kleiner Trupp aus Aufständischen und überzeugten Seher auf um Unterstützer für ihr Vorhaben in der Landbevölkerung zu finden. Schnell wuchs ihre Zahl auf eine beträchtliche Armee, dennoch war sie viel zu klein, um schlagkräftig vorzugehen. Trotzdem erschienen binnen kürzester Zeit zahlreiche Proklamationen im Land, die vom Wegzoll-Vorhaben der Mächtigen und dem Widerstand dagegen berichteten und viele Menschen verstanden so zum ersten Mal, was der neue Wegezoll für sie selbst bedeuten würde.</p>
<p>Die hinter den Mauern zurückgebliebenen Seher bestätigten sich indes noch, dass es richtig war, sich den Aufständischen nicht anzuschließen. Man konnte den Menschen, auch wenn es glaubhafte Widerständler waren, nicht vertrauen. Zu groß waren die Verletzungen der letzten Jahre.</p>
<p>Ein Ass hatten aber die Dorfältesten noch im Ärmel gegen die immer lauter werdenden Aufständischen und Seher. Und das zogen sie jetzt. Sie lenkten mit einer landesweiten Proklamationskampagne den Blick der Menschen auf die Gilde der Kartografen, die das Land vermessen und aufzeichnen wollten, um dadurch ein Gesamtbild aller Ländereien zu erhalten. Das sollte helfen Wege zu verkürzen, Landschaften kennenzulernen und Menschen zu verbinden. Die Herrscher schürten Ängste in den Menschen, warnten vor Wegelagerern, die dieses Wissen für Überfälle nutzen könnten. Die Bevölkerung beachtete immer weniger die Aufständischen und die mitreisenden Seher, sondern schlief nun in Sorge vor den Kartografen schlecht ein.</p>
<p>Die Aufständischen und die Seher drangen mit ihren Forderungen immer schwerer durch, fanden kein Gehör mehr bei den Menschen. Und die Innung der Straßenbauer wusste zusätzlich diese Situation vortrefflich  für sich zu nutzen.</p>
<p>Überall traten sie nun in den Hinterzimmern der Gemeindehäusern und Dorfkirchen auf, sprachen bei die Prioren und Dorfältesten vor und beklagten die vornehmliche Ungerechtigkeit der bisherigen Bezollung der Wege, bei der alle dasselbe für die Abnutzung zahlten, weil die Straßen auch von den Steuern aller erbaut wurden und verlangten, dass ihr Modell der abgestuften Besteuerung einzuführen und durchzusetzen sei. Sie verwiesen dabei auch immer wieder auf den Haufen, der sich da zusammengetan hatte, um gegen die Vorhaben zu opponieren. Sie betonten permanent die Zerstrittenheit der Seher untereinander und ächteten die aufständigen Verräter.</p>
<p>So einer Truppe konnte man nicht trauen, ganz anders als der ehrwürdigen Innung der Straßenbauer, auf die stets Verlass gewesen sei und die auch in Zukunft alles tun würde, um die Macht der Herrschenden zu erhalten, versprachen sie. Von den Straßen des Landes sollte auch weiterhin keine Gefahr ausgehen. Dieser Argumentation folgten die Machthaber nur zu gern und schlugen rasch den um die entzogene Unterstützung der Bevölkerung geschwächten Widerstand der Aufständigen und Seher nieder.</p>
<p>Die überlebenden Aufständischen zogen sich in ihre Heimatgemeinden zurück und versteckten sich vor den Häschern. Die geschlagenen Seher verkrochen sich wieder in ihre Festung, in der sie schon von den zurückgebliebenen Sehern mit einem hämischen Grinsen empfangen wurden. Sie hätten ja gesagt, dass das alles nichts brächte und das den Aufständischen nicht zu trauen sei und die aufständischen Seher sein selbst schuld, an ihrem Zustand. Die schwere Tore schlossen sich und das Seherdorf schottete sich wieder ab.</p>
<p>Währenddessen errichtete die Innung der Straßenbauer die neuen Zollstationen und setzte ihr Prinzip der gestaffelten Bezollung durch. Viele Bauern konnten sich diese erhöhten Zölle nicht leisten und verließen deshalb kaum noch ihr Dorf um Handel zu treiben. Nachrichten verteilten sich nicht mehr im Land und Wissen verkümmerte.</p>
<p>Noch manchmal erzählen heute die damals dabeigewesenden, altgewordenen Aufständischen ihren Enkeln diese Geschichte, während sie ihre tagtäglich immer gleiche Brühe schlürfen, immer verbunden mit der Hoffnung, dass unter ihren Enkeln einer ist, der die Fähigkeit hat, alle zu verbünden und den Dorfältesten die Stirn zu bieten. Was aus dem Dorf der Seher geworden ist, kann aber keiner erzählen – nichts drang mehr aus ihren Mauern.</p>
<p><em><strong>Bitte dazu auch lesen:</strong></em><em><br />
Björn Böhning </em><a href="http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/16/pro-netzneutralitat-raus-aus-der-nische-die-mitte-gewinnen/"><em>&#8220;Pro Netzneutralität: Raus aus der Nische – die Mitte gewinnen!&#8221;</em></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/roel1943/653777420/"><em>Bild unter CC-Lizenz auf Flickr</em></a>.</p>
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		<title>Pro Netzneutralität!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Kaum ein Thema wird für die Zukunft des Internets [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/"><img class="alignnone size-medium wp-image-3464" title="Logo Initiative Pro Netzneutralität" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/logo1-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/"></a>Kaum ein Thema wird für die Zukunft des Internets, so wie wir es heute kennen und uns für morgen vorstellen können, so entscheidend sein wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t">Netzneutralität</a>. (⇒ <em><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/infos">auch hier kurz erklärt)</a></em></p>
<p style="text-align: left;">Wenn man diesen Begriff heute laut in der U-Bahn ausspricht, wird man meist noch angeguckt wie der Leibhaftige aus der Vorhölle der Theorie. Tatsächlich muss aber dieses, wieder einmal viel zu sperrige Wort, für etwas, für das es doch so viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu sammeln gilt, eben auch solche, die nicht tagtäglich mit Nerdisms um sich schmeissen, also dieses Wort muss so schnell wie möglich Einzug in das Bewusstsein der internetnutzenden Menschen halten.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/so-konnte-ein-netz-zugang-ohne-netzneutralitat-aussehen/">Denn</a> <a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E97A055C2FD7149AEB6F7FF18BCEF7D72~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">die</a> <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,710998,00.html">Netzneutralität</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/netz-depeschen-der-groesste-skandal-in-der-geschichte-von-google-1.985744">ist</a> <a href="http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2010/08/joint-policy-proposal-for-open-internet.html">in</a> <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/der-google-und-verizon-deal-zu-netzneutralitat/">akuter</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4gyhXhJiZzE">Gefahr</a>.  Was zunächst fatalistisch klingt, bedroht das freie Internet meiner Meinung nach mehr, als es beispielsweise all die angedrohten deutschen Zensursulas jemals könnten.</p>
<p style="text-align: left;">Deshalb gehöre ich zu den 21 Erstunterzeichnern der<br />
<a href="http://pro-netzneutralitaet.de/"><strong>Initiative Pro Netzneutralität</strong></a>:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;"><strong>Netzneutralität ist der Schlüssel zur Wahrung des freien Internets!</strong></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;">Wir wollen ein freies und offenes Internet sicherstellen. Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;">Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit das Innovationspotential des Internets. Die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft wird gestärkt wenn Entwicklungen frei online verfügbar sind und auch in neuen kollaborativen Ansätzen weiterentwickelt werden können. Innovationen brauchen Offenheit – die Möglichkeiten des Internets auf einige wenige Priviligierte zu beschränken, läuft dem entgegen.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: left;">Netzneutralität ist in unserer heutigen Gesellschaft sozial geboten. Sie verringert die digitale Spaltung, da die Übertragung von Internetinhalten nicht allein von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Anbietenden oder Nutzenden abhängig ist. Netzneutralität sichert somit den Zugang zu Wissen und Informationen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsort, Einkommen, sozialer Schicht und ökonomischer Leistungsfähigkeit.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><strong><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/erklaerung">Die vollständige Erklärung bitte hier weiterlesen!</a></strong></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><em>(Oder auch <a href="http://www.mathias-richel.de/blog/wp-content/uploads/100811_Erkla%CC%88rung_Initiative_ProNetzneutralita%CC%88t.pdf">hier als PDF-Direktdownload runterladen</a>.<br />
Zum weiterversenden, ausdrucken und ins Büro hängen.)</em></p>
<p style="text-align: left;">Bitte unterstützt diese Initiative mit eurem Namen! Helft mit, sie dort zu verbreiten, wo ihr euch bewegt &#8211; ob nun im Netz, oder in der U-Bahn.</p>
<p style="text-align: left;">Sensibilisiert die Menschen für dieses Thema, denn: Diese Diskurse um das Internet werden nicht geführt, wenn sie nicht selbst von den Internet-Nutzern angestoßen werden!</p>
<p style="text-align: left;">Und ich hab wirklich keine Lust darauf, mir das Geheule durchzulesen, wenn plötzlich YouTube-Zuschläge oder Einzelvideonachweise auf den Monatsrechnungen des Providers deiner Wahl bei dir aufschlagen. <a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">Tue jetzt was!</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/"><strong>Gleiche Rechte für alle Daten!</strong></a></p>
<p style="text-align: left;">Soviel Pathos muss sein.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Ein besonderer Dank geht an </em><em><a title="Dennis Morhardt" href="http://www.dennismorhardt.de/">Dennis Morhardt</a> (<a href="https://twitter.com/gigalinux">@gigalinux</a>)</em><em>,<br />
der die Unterstützerseite gestaltet und aufgesetzt hat.</em></p>
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		<title>2011: BarCamp Berlin4?!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 14:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[#bc3# Social Media Week]]></category>
		<category><![CDATA[#bc4]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin BarCamp 4]]></category>
		<category><![CDATA[re-publica]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt seid ihr dran? Wollen und brauchen wir ein Berlin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/2865451246_d7f1fda654_z.jpg"><img src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/2865451246_d7f1fda654_z.jpg" alt="" title="2865451246_d7f1fda654_z" width="640" height="640" class="alignnone size-full wp-image-3382" /></a></p>
<p>Das letzte Mal, dass ich mit Menschen über ein mögliches BarCamp Berlin 4 gesprochen habe, war hoch oben über der Stadt, bei der <a href="http://compuccino.com/aktuell/2009/11/24/zwei-jahre-compuccino">Geburtstagsparty von Compuccino</a> und noch vor der <a href="http://socialmediaweek.org/berlin/">Social</a> <a href="http://www.flickr.com/search/?q=Social%20Media%20Week%20Berlin&#038;w=all">Media</a> <a href="http://blog.mathias-richel.de/2010/02/03/twitterwalls-sind-unhoflich/">Week</a>. Allerorten hörte man ein: &#8220;Ja, das wäre schon toll so ein #bc4, aber das muss man ja auch organisieren, …&#8221; Das stimmt und das ist eine Herausforderung. Und nein, um das gleich vorwegzunehmen &#8211; ich würde das auch nicht machen. Allein.</p>
<p>Aber, und jetzt kommt eben dieses immer wichtige, aber eben auch alles entscheidende Aber: Wenn man eruieren könnte, ob vielleicht unter Umständen eventuell ein größeres Interesse an einer solchen Veranstaltung  bestehen könnte, obwohl wir die schon traditionelle <a href="http://blog.mathias-richel.de/tag/republica/">re:publica</a>, vielleicht ja auch wieder und wünschenswert eine Social Media Week und zuzüglich zahllose B2B-, Branchentreffs und Conferences zum Thema haben, also wenn da tatsächlich sich bei euch dennoch ein breites Interesse finden würde (zum Beispiel artikuliert hier in den Kommentaren, bei <a href="https://twitter.com/#search?q=bc4">Twitter unter dem Hashtag #bc4</a>, oder in eigenen Blogbeiträgen mit euren Meinungen dazu), ja dann, könnte man ja tatsächlich ernsthaft mal darüber nachdenken, ein Team zusammenzutrommeln, das bereit ist, sich dieser eben nicht leichten und an vielen Stellen sicher auch undankbaren Herausforderung zu stellen. Ich wäre dabei.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/zephyrance/2865451246/sizes/z/">Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.</a></p>
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		<title>Das Wort zum Sonntag – Folge 9</title>
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		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/05/das-wort-zum-sonntag-folge-9/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Wort zum Sonntag]]></category>
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		<description><![CDATA[

In dieser Folge haben wir unseren ersten Gast bei u [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dawozuso.de/wp-content/uploads/2010/08/Foto1.jpg"><img src="http://www.dawozuso.de/wp-content/uploads/2010/08/Foto1-1024x697.jpg" alt="" title="Foto" width="640" height="435" class="alignnone size-large wp-image-63" /></a></p>
<p>In dieser Folge haben wir unseren ersten Gast bei uns. Und was für einen! Nämlich<a href="http://www.gefuehlskonserve.de/"> Deef Pirmasens</a>. Richtig, der <a href="http://twitter.com/deef">Deef</a>. Und dieser <a href="http://blog.br-online.de/quer/">Deef</a> und auch dieser <a href="http://blog.mathias-richel.de/2010/02/09/ein-gesprach-mit-deef-pirmasens-uber-helene-hegemann-und-einer-entschuldigung/">Deef</a>.</p>
<p>Und wir reden gut gelaunt und durcheinander (also vor allem ich <- daran wird gearbeitet)über Sprache, Google, Firefox und Chrome, Bürgerbegehren und Volksbegehren, Bildungsbürger, Angela Merkel und CDU und so, Facebook, anonyme Kommentare, Foren und Communitymoderationen und Diskussionskultur.</p>
<p>Viel Spaß dabei.</p>

<p><a href="http://mathiasrichelspodcast.podspot.de/files/Folge%209%20-%20Das%20Wort%20zum%20Sonntag.mp3">Hier klicken zum Download (33,5MB)</a></p>
<p>Der RSS-Feed von &#8220;<a href="http://mathiasrichelspodcast.podspot.de/rss">Das Wort zum Sonntag</a>&#8221;<br />
Hier könnt ihr &#8220;Das Wort zum Sonntag&#8221; <a href="http://itunes.apple.com/us/podcast/ein-podcast-von-mathias-richel/id355294181">auf iTunes abonnieren</a>.</p>
<p><em>Das Bild hat so ein Typen aus ´ner Falafelbude mit meinem iPhone gemacht.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fass dir mal an dein eigenes soziales Medium!</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MathiasRichel/~3/vQd6fabslI0/</link>
		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/04/fass-dir-mal-an-dein-eigenes-soziales-medium/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfang]]></category>

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		<description><![CDATA[

Es ist Zeit sich zu wundern. Dieser Text könnte be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/kirmesheld/4630806929/"><img src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/4630806929_579caa3586_z.jpg" alt="" title="4630806929_579caa3586_z" width="571" height="381" class="alignnone size-full wp-image-3367" /></a></p>
<p>Es ist Zeit sich zu wundern. Dieser Text könnte beginnen wie so viele, die von der Kommunikationsveränderung, dem gesellschaftlichen Wandel, die neuen Interaktionsmöglichkeiten der Menschen durch die sozialen Netzwerke/Medien handeln &#8211; tut er aber nicht. Er könnte die Grenzenlosigkeit der Chancen, der Vielfalt der Meinungen und die Zugänglichkeit von Informationen hochhalten &#8211; tut er aber auch nicht. </p>
<p>Dieser Text wundert sich. Er wundert sich über euch, euch Nutzer. Zumindest über einen Teil von euch. Er wundert sich über euren mangelnden Glauben an das, was ihr jeden Tag in der Schule, in der Mensa, am Essenstisch eurer Eltern, in Meetings vor Kunden, oder im Büro verteidigt: Nämlich die tatsächlichen Chancen und Möglichkeiten dieser neuen Medien.</p>
<p>Dieser Text regt sich über die Arroganz der  Erwartungshaltung gegenüber anderen auf, sich verdammt noch mal zu ändern und anzupassen, weil man sonst wahlweise abgehängt wird, pleite geht, unnütze alte Werte bewahrt und/oder abgewählt wird. Er versteht ihn nicht mehr, den komplexen Forderungskatalog an Entscheidungsträger, zur Anerkennung dieser Entwicklungen. Er verachtet das elitäre Gesabbel, den erhobenen Zeigefinger, die mahnenden Worte, die Diktate und Benotungen. Dieser Text akzeptiert Kritik, kackt aber auf eure eigenen Schranken im Kopf.</p>
<p>Dieser Text versteht einfach nicht, wie man behaupten kann, die Suche nach einem vermissten, diabeteskranken, behinderten, permanent auf Hilfe angewiesenen alten Mann in den sozialen Medien würde nichts bringen.  </p>
<p>Die Grenzen verlaufen nicht zwischen on- oder offline, sondern zwischen Verstehen und Verachten.</p>
<p>Bei allen anderen möchte ich mich aus tiefsten Herzen bedanken!</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/kirmesheld/4630806929/"><em>Bild unter CC-Lizenz auf Flickr.</em></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Herr Kaleita wird vermisst! Update 17:41Uhr: Herr Kaleita wurde gefunden!</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/MathiasRichel/~3/3apNHPcLTso/</link>
		<comments>http://blog.mathias-richel.de/2010/08/03/herr-kaleita-wird-vermisst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 05:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmierblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Kaleita]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauer-Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Vermisst]]></category>

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		<description><![CDATA[

UPDATE: Die betreuende Einrichtung von Herrn Kaleit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/bernd_kaleita_600.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-3357" title="bernd_kaleita_600" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/bernd_kaleita_600.jpeg" alt="" width="400" height="600" /></a></p>
<p><strong><em>UPDATE: Die betreuende Einrichtung von Herrn Kaleita hat es mir soeben telefonisch bestätigt. Herr Kaleita wurde gesund aufgefunden. Großartig! Ich danke euch für eure zahlreichen Retweets und Verlinkungen. Danke.</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong><em>Beste Grüße<br />
Mathias Richel</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Als ich gestern feierabendversunken die Schlesische Straße in Kreuzberg runtertrottete, entdeckte ich diese Vermisstenanzeige an einem Baum gepinnt.</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;"><a href="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/Herr-Kaleita.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-3356" title="Herr Kaleita" src="http://blog.mathias-richel.de/ftp://mathias-richel.de.dd10824.kasserver.com/html/blog/wp-content/uploads/2010/08/Herr-Kaleita-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" /></a></span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Als ich kilometerweit entfernt im Prenzlauer Berg, in der Dunckerstraße noch mehr Zettel fand, dachte ich mir, vielleicht können wir ein wenig helfen. Vielleicht sieht jemand meiner Follower den Mann und kann ihn ansprechen, oder es bei der Polizei melden. Dafür muss Öffentlichkeit her, damit so viele Menschen wie möglich, von Herrn Kaleita erfahren und wissen wir er aussieht.</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Deshalb schwirrt seit gestern die Vermisstenanzeige <a href="https://twitter.com/#search?q=%23herrkaleita">auf Twitter</a> und <a href="http://twitpic.com/2b17da">Twitpic</a> umher. Bitte verteilt die Links unter euren Followern! Twittert unter mit dem Hashtag #herrkaleita.</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Außerdem gibt es jetzt eine Facebook-Seite, damit wir auch dort Herr Kaleita Verschwinden bekannt machen können. <a href="http://www.facebook.com/pages/Herr-Kaleita-wird-vermisst/145315892161727">Diese Seite findet ihr hier</a>. Dort versuche ich auch, alle Informationen, die ich bekomme zu sammeln. Das Gleiche könnt ihr natürlich auch tun. Bitte verteilt auch diese Seite unter euren Facebook-Freunden.</p>
<p>Und abschliessend noch einmal der Text der Vermisstenanzeige der Polizei:</p>
<p>&#8220;Wer hat Bernd KALEITA gesehen?</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Mit der Veröffentlichung eines Fotos bittet die Polizei um Mithilfe bei der Suche nach dem vermissten Bernd KALEITA. Der 61-Jährige hat sich am 1. August 2010 gegen 11 Uhr aus der betreuten Wohneinrichtung „Via“ in der Ahlbecker Straße 17 in Prenzlauer Berg in unbekannte Richtung entfernt. Bernd KALEITA ist geistig behindert. Er kann sich kaum artikulieren und nur einzelne Wörter sprechen. Da er zudem Diabetiker ist, benötigt er dringend Medikamente. Der Vermisste ist 1 Meter 60 groß, schlank und hat graues lichtes Haar. Besonders auffällig ist sein „x-beiniger“ Gang.<span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Herr KALEITA trug zum Zeitpunkt seines Verschwindens eine beigefarbene Latzhose, dunkle orthopädische Schuhe und ein beige-grün gestreiftes T-Shirt. Er trägt zudem diverse bunte Bänder und einen Brustbeutel um den Hals.</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Die Polizei fragt:<br />
Wer hat Bernd KALEITA seit seinem Verschwinden gesehen?<br />
Wer kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen?</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Hinweise nehmen die Kriminalpolizei der Direktion 1 Am Nordgraben 7 in Wittenau unter der Telefonnummer (030) 4664 – 171 100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.&#8221;</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Vielleicht können wir ja ein bisschen helfen. Die größten Chancen dafür, dass Herr Kaleita schnell wieder gefunden wird, gibt es dann, wenn viele Menschen nach ihm suchen. Danke für eure Hilfe.</span></p>
]]></content:encoded>
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