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	<title>Mausmalerei.de</title>
	
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	<description>Hier geht's nur um das eine: Fotografie und ein bisschen mehr!</description>
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		<title>Die Sache mit der Verlängerung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann habe ich mal was vom Herrn Schwarzschild gehört. Er fand heraus, dass ein Film ein gewisses "Energieniveau" zum Belichten benötigt. Wenn wie bei der Fotografie mit der Lochblende nur wenig Licht auf das Filmmaterial trifft, verlängert sich zwangsläufig die Belichtungszeit ... oder muss die Blende geöffnet werden. Letztgenannte Option ist bei einer Lochkamera schwer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann habe ich mal was vom Herrn Schwarzschild gehört. Er fand heraus, dass ein Film ein gewisses "Energieniveau" zum Belichten benötigt. Wenn wie bei der Fotografie mit der Lochblende nur wenig Licht auf das Filmmaterial trifft, verlängert sich zwangsläufig die Belichtungszeit ... oder muss die Blende geöffnet werden. Letztgenannte Option ist bei einer Lochkamera schwer möglich.</p>
<p>Nachdem die analoge Lochblendenfotografie für mich zum Thema wurde, musste ich zwangsläufig Film-Datenblätter wälzen. Jeder Film verhält sich anders, daraus ergeben sich unterschiedliche Verlängerungsfaktoren. Was mich beim Studium der Zahlen wundert: Einige Hersteller geben Faktoren bezogen auf Zeiten, andere auf Blenden und wieder andere auf Zeiten und Blenden an. Das muss seinen Grund haben, aber welchen?</p>
<p>Ich muss also meinen Denkkasten bemühen: Da, wo Blendenstufen und Zeiten im Datenblatt angegeben sind, funktioniert das übliche Umrechnen nach dem Prinzip Lichtwert nicht. Die Zeiten fallen deutlich länger als das Äquivalent nach Blendenstufen aus. Das muss einen Grund haben ...</p>
<p>Mal kurz scharf nachgedacht!</p>
<p>Mit Belichtungszeiten länger einer Sekunde bewege ich mich in einem Extrembereich. Der Film benötigt eine gewisse Menge Licht, damit die Kristalle überhaupt auf Licht reagieren. Unter den Bedingungen macht es einen Unterschied, ob ich die Blendenöffnung vergrößere oder "nur" die Belichtungszeit verlängere. Physikalisch klingt die Erklärung für mich logisch, nur fehlt mich die Bestätigung.</p>
<p>Ich recherchiere im Dunstkreis der Lochfotografen und finde entsprechende Hinweise. Eine ordentliche Schulbildung und ein Studium sind schon was wahnsinnig praktisches, wenn man Naturwissenschaften nicht abwählen durfte. <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit der Erkenntnis stehe ich kurz vor der Fotosafari in Wünsdorf vor einem neuen Problem. Ich kann die Blende meiner Lochkamera nicht ändern, wie es das Datenblatt meines favorisierten Films vorgibt. Zudem ist der Anstieg des Verlängerungsfaktors gewaltig. Deshalb wähle ich einen Film, der sich etwas weniger korrekturbedürftig zeigt: Kodak T-Max 400! Es ist gut einen Vorrat am verschiedenen Marken zu halten ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_02_21x21.jpg" alt="" title="Das Treppenhaus der Kommandantur" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12270" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_08_21x21.jpg" alt="" title="Der Eingang zum Theater" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12271" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Später, genauer gesagt beim Scannen des Films zeigt sich, dass meine "Strategie" bei den Innenaufnahmen aufgegangen ist. Für die Aussenaufnahmen darf es ruhig etwas weniger Belichtungszeit sein ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Mutig mutig!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[eigentum]]></category>
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		<category><![CDATA[reform]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich mich über die aktuelle Diskussion zum Urheberrecht auskotzen. Die orangefarbene Fraktion findet es toll, wenn Lieschen Müller ganz ahnungslos gratis eine Datei lädt, die eigentlich etwas Geld kostet. Und weil sie so unschuldig wie die Jungfrau Maria ist, darf sie immer mal wieder die eine oder andere Raubkopie straffrei kopieren. Das tut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich mich über die aktuelle Diskussion zum Urheberrecht auskotzen. Die orangefarbene Fraktion findet es toll, wenn Lieschen Müller ganz ahnungslos gratis eine Datei lädt, die eigentlich etwas Geld kostet. Und weil sie so unschuldig wie die Jungfrau Maria ist, darf sie immer mal wieder die eine oder andere Raubkopie straffrei kopieren. Das tut ja keinem weh. Na gut, vielleicht dem Erschaffer des digitalen Guts, der ganz banal ausgedrückt um seinen Lohn gebracht wird.</p>
<p>Habe ich schon erzählt, wie ich immer einkaufen gehe ... wenn ich dann mal einkaufen gehe? </p>
<p>Ich packe den rollbaren Einkaufswagen randvoll und begebe mich am Ende der Shopping-Orgie zum Info-Stand des Großraum-Verbrauchermarkts. Hier lasse ich in einer dringenden Angelegenheit den Marktleiter ausrufen. Steht der dann vor mir, bitte ich ihn mir die Waren kostenlos zur Verfügung zu stellen. Aufgrund des reichhaltigen Angebots sollten die paar fehlenden Kleinigkeiten meines Einkaufskorbes nicht weiter auffallen. Den Einkaufswagen kann er natürlich gerne behalten.</p>
<p>Es hilft kein Jammern, wie grausam doch die Gehaltswelt geworden ist: Der Euro mutiert seit seiner Einführung heimlich, still und leise zum Teuro. Dann ist da ja noch diese Sache mit den undefinierten Verpackungsgrößen und die unmoralische Preiserhöhung bei fingierten 20% mehr Inhalt. Der Marktleiter bleibt hart:</p>
<p>„Wovon soll ich meine Angestellten bezahlen, wenn jeder Kunde so unverschämte Forderungen stellt wie Sie?“</p>
<p>„Im Internet funktioniert die Masche. Die Leute klauen sich ihren Warenkorb zusammen oder betteln mich permanent an. Es fragt kaum einer, was ich für Kosten habe.“</p>
<p>Wenn sich der geldgierige Marktleiter partout nicht erweichen lässt, mir mein zusammengestelltes Sortiment kostenlos abzutreten, hole ich mein MacBook und den Scanner aus der Einkaufstasche und lege los. Ich kopiere Obst und Gemüse, das Büchsenfutter für die Ableger und mein abendliches Naschwerk für den gemütlichen Fernsehabend. Sollen die Leute in diesem Saftladen doch auf ihren Scheiß sitzenbleiben und mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum das Zeug in die Tonne kloppen. Für das was ich zum Leben brauche bezahle ich nicht. Das wandert doch am Ende sowieso nur ins Klo. Mein Geld gebe ich für andere, für wirklich wichtige Dinge aus.</p>
<p>„Tja, Lebensmittel und so sind ja was ganz anderes als Lieder, Videos, Fotos oder Bücher?“</p>
<p>„Wieso, fallen die einfach so vom Himmel? Es sind jede Menge Leute damit beschäftigt, Lieder zu schreiben, die Musik einzuspielen oder Filme zu drehen. Die alle brauchen kein Geld, leben allein vom Glauben, etwas Kreatives erschaffen zu haben?“</p>
<p>„Die sind doch alle nur Sklaven der Verwertungsgesellschaften und Medienkonzerne.“</p>
<p>„Und du bist kein Sklave eines Arbeitgebers? Ich bin mir schon bewusst, mit meinem Tun den großen Bruder Google förmlich Geld in den Rachen zu werfen. Wenn der Inhalt so Lala ist, falle ich im Ranking. Ist es gut für Google’s Geschäft, gehts stattdessen aufwärts.“</p>
<p>„Die Künstler sollen sich selbst vermarkten, dann können sie die Kohle selbst einstreichen und bequem davon leben!“</p>
<p>„Sorry, aber auf welchem Planeten lebst du denn? Deine Vorstellung wie ein Text, Bild oder Musik entsteht ist abartig. Harry Potter oder Bibi Blocksberg können zaubern, das sind aber auch nur Romanfiguren. Oft steckt da monatelange, vielleicht sogar jahrelange Arbeit dahinter. Dann soll sich der Künstler gefälligst noch selbstvermarkten und Aufgaben der Verlage, des Managements oder eines Agenten übernehmen?“</p>
<p>„Die Verlage sind doch selber Schuld. Die haben die Entwicklung im Internet total verpeilt.“</p>
<p>„Verlage haben unterschiedliche Aufgaben und die bestehen nicht nur darin, ein Buch drucken zu lassen. Dann gibt es noch ein paar andere fragwürdige Monopole, wenn es zum Beispiel um den Ladenverkauf von Druckwerken geht.“</p>
<p>Ohne Zweifel haben Musik- und Buchindustrie den digitalen Knall in der Glasfaser nicht gehört. Auf der anderen Seite gibt es noch andere hausgemachte Probleme. Wo sind denn die guten Autoren von vor zehn Jahren oder so? Sie haben es aufgegeben zu schreiben, weil sich der Aufwand nicht mehr lohnt. Ein gutrecherchiertes Fachbuch braucht mindestens ein Jahr Zeit. Da erscheint aber wieder eine neue Programmversion. Vom Leser darf der Autor nicht erwarten, dass er seinen Kopf bemüht. Wie der Jungvogel im Nest hockend, erwartet er den vorgekauten Buchstabenbrei. Angesichts der Buchpreise ist die Einstellung irgendwie verständlich. Manch Vorgespräch zu einem neuen Buchprojekt ist schlicht und ergreifend am Faktor Zeit gescheitert. Schreibzeiten von drei Monaten liegen für mich unterhalb der Schwelle, wo ich mir noch nicht einmal ansatzweise Gedanken darüber mache, das Buchprojekt überhaupt interessant zu finden.</p>
<p>„Genau gegen diese Monopole sind wir. Ihr Künstler sollte ja euer Geld bekommen und davon das Leben bestreiten.“ </p>
<p>Wieso lasse ich mich auf die Diskussion mit einem Internetsüchtigen ein. Ohne vorher die Community zu befragen einen Standpunkt zu beziehen ist löblich. Doch der sollte nicht den Radius r = 0 besitzen. Es lässt sich vortrefflich über das geistig-kreative Eigentum anderer reden, wenn man nicht selbst kreativ in Wort und/oder Bild arbeitet und davon leben muss.</p>
<p>„Es macht keinen Sinn, nur Monopole aufzulösen, Verwerter zu entmachten und Verlage zu schließen. Die Arbeit jedes einzelnen wird gebraucht. Vielleicht auf einer anderen Ebene und mit einer menschenwürdigeren Grundeinstellung. Es macht genauso keinen Sinn, das Kopieren digitaler Daten als Fegefeuer zu verdammen und eine Armada von Anwälten auf Lieschen Müller zu hetzen. Es macht Sinn, wenn sich jede Fraktion im Streit um das Urheberrecht im Klaren ist, dass es auf allen Seiten ohne den Menschen nichts wird. Auch wenn es nur um Nullen und Einsen auf der Festplatte oder DVD geht, irgendwo hat jemand daran gesessen und die Zahlenkombi erschaffen. Genauso wie der Bauer Gemüse züchtet und der Bäcker aus Mehl Brot macht. Da kommt doch auch keiner auf den Trichter und fragt nach einer kostenlosen Kopie.“</p>
<p>Jetzt weiss ich wieder, warum ich nicht zum Thema Urheberrechte schreiben wollte. Fast jedes Argument, was ich bisher gelesen habe, war das absolute Beharren auf ein angestammtes oder erschlichenes Recht. Kein Konsens, stattdessen lieber bockig eine Initiative mit „abhängigen Gleichgesinnten“ begründet. Schreiben und knipsen kann ja heute jeder, im Internet veröffentlichen auch. Da braucht man nicht die Leute, die es vielleicht besser können.</p>
<p>Was habe ich mich gefreut, als mein letztes Buch durchweg positiv aufgenommen wurde. Was habe ich mich geärgert, als es wenige Wochen nach dem Start als PDF im Internet kursierte, die Verkaufszahlen jedoch zum finanziellen Suizid wurden. Klar, wenn ich meinem Gegenüber Glauben schenke, dann war der Verlag daran Schuld und das „Tauschen“ unter wahren Internetfreunden eine gute Werbung für mich. Vielen Dank, mein Einkaufswagen blieb (unkopiert) im Supermarkt zurück.</p>
<p>Ich lehne weder digitale Medien, Vertriebskanäle oder das Recht auf die Privatkopie ab. Mich ärgert es sehr wohl, wenn mich ein Hersteller zum „Freischalten“ und „Zwangsregistrierung“ nötigt. Ich wehre mich aber genauso gegen jede Form des digitalen Gratis-Wuchers, nur weil so eine Datei kein Packpapier oder TetraPak benötigt. Das soll nicht heissen, dass ich prinzipientreu keine kostenlosen Internetangebote nutze. Sehr wohl lausche ich hier und da beim Last.fm oder die SoundCloud rein. Durch beide Dienste lernte ich zum Beispiel Nine Inch Nails oder UNKLE kennen und lieben, kaufte mir später ihre Titel als CD oder Download. Die Betonung lag und liegt bei: ICH KAUFE und nicht ich klaue!</p>
<p>Es birgt sicherlich ein gewisses Risiko in sich, kreative Arbeit dem Nutzer über entsprechende Plattformen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Hat der jedoch eine gute Kinderstube genossen und weiß die Arbeit eines Künstlers zu schätzen, verfährt er so wie ich es tue! Doch genau hier sehe ich den Knackpunkt. Das kostet Geld und lässt sich dann nicht mehr versaufen oder die Omme mit Drogen zu knallen. Ui ... ich bediene Klischees, werde ordinär und beleidigend. Höchste Zeit, endlich mit dem leidigen Thema aufzuhören.</p>
<p>Ich bleibe beim Mut neue beziehungsweise andere Wege zu beschreiten. Zum Beispiel in Sachen Fotografie. Nein, ich gebe nicht meinen Knipser-Status auf und werde ein agenten- oder verwertungsgesellschaftgestützter Künstler. Das Wort Fotograf für mein Tun in den Mund oder in die Finger zu nehmen, dafür schäme ich mich. Aus Respekt vor denen, die die Lichtbildnerei wirklich erlernt haben. </p>
<p>Ich spreche von dem Mut eines Kameraherstellers, eine digitale <a href="http://de.leica-camera.com/photography/m_system/m_monochrom/" target="_blank">Schwarzweiß-Kamera</a> auf den Markt zu schmeissen. Hut ab, auch wenn schlappe 7.000 Euro ausserhalb meines knappen Knipser-Budget liegen ... </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Mehr Bräune ging wohl nicht?!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[bikini]]></category>
		<category><![CDATA[bräune]]></category>
		<category><![CDATA[h&m]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
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		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich akzeptiere für mich und andere, dass sich Zeitgenosse Mensch nicht immer über die Konsequenzen seines Handelns bewusst ist. Warum auch, er ist halt fehlbar und unbeständig was wo gibt! Prima Deutsch! Vergleichbar mit der aktuellen Bademoden-Werbung des Textileinzelhändlers Hennes &#038; Mauritz, kurz H&#038;M. Foto: 2012 Ronald Puhle Als vor ein paar Tagen das erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich akzeptiere für mich und andere, dass sich Zeitgenosse Mensch nicht immer über die Konsequenzen seines Handelns bewusst ist. Warum auch, er ist halt fehlbar und unbeständig was wo gibt!</p>
<p>Prima Deutsch! Vergleichbar mit der aktuellen Bademoden-Werbung des Textileinzelhändlers Hennes &#038; Mauritz, kurz H&#038;M. </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/extrabraun_hm.jpg" alt="" title="Gesund ist diese Bräune nicht" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12301" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Als vor ein paar Tagen das erste Plakat mich wie ein Nadelstich im Auge schmerzte, dachte ich zuerst an die Arbeit eines ambitionierten Hobby-Photoshopper, der Farbmanagement für einen Info-Point im Baumarkt hält. </p>
<p>„Du musst da Adobe-RGB einstellen. Da haste den größeren Farbumfang!“</p>
<p>Solch ein Niveaulimbo kann zu einer farblichen Entgleisung a la H&#038;M führen. Manchmal ist simples sRGB weniger und dennoch mehr. Aber das ist ein ganz anderes Thema.</p>
<p>Nach und nach tauchen weitere H&#038;M-Bikinis, allesamt in asphaltbraune Ausstrahlung gesteckt, auf. Ich glaube nicht mehr, dass die Hautfarbe der abgelichteten Damen irgendetwas mit Zufall zu tun hat. Hier geht es um mehr, steckt bestimmt ein gewiefter Plan dahinter, dessen kongeniale Muse mich noch nicht geküsst hat. </p>
<p>"Herr Kampffussel, bitte sachlich bleiben. Es geht um Werbung und nicht um Kunst!" </p>
<p>Sachlich: Ein großes schwedisches Handelsunternehmen für Kinder-, Damen- und Herrenmode wird sicherlich eine börsennotierte Werbe-Agentur damit beauftragt haben, die Verkaufszahlen mittels einer spektakulären Plakataktion anzukurbeln. Oh Wunder, oh Wunder der Sommer steht vor der Tür. Männer sehen in Bikinis und Badeanzüge denkbar unvorteilhaft aus, also stecken wir junge Frauen in die Badebekleidung. Mit viel Ausstrahlung versteht sich und, als kämen die Holden gerade von einer Urlaubsreise zurück, knackig braun! </p>
<p>Da kann nicht nur so ein sklavischer Hinterhof-Fotodesigner am Schaffen gewesen sein. Ich stehe vor einem Sieben-Siegel-Rätsel der Werbeindustrie, wie schon zur „Wärben Sie hier“-Aktion der Draussenwerber. Es muss etwas ausgekocht Psychologisches sein. Vielleicht möchte man in meinem Unterbewusstsein erreichen, dass ich mich permanent mit H&#038;M und deren Sommermode für Damen beschäftige, aber nie eine plausible Antwort auf meine Frage "Warum imitiert die Bildbearbeitung eine Maximalpigmentierung des weiblichen Europäers" finde. </p>
<p>Nach einem gefühlten 24 Stunden-Arbeitstag platzt mir auf der Heimreise in den Betonpalast innerlich der Kragen. An jeder großflächig beklebbaren Stelle sehe ich ein lasziv-Bademode tragendes Model, das mich an einen Nogger mit erhöhtem Kakao-Anteil im Schokomantel erinnert. Oder halt einen UV-Junkie auf Beta-Carotin. Egal wie ich versuche das Augen-Aua zu beschreiben: Das Mädel nebst naturidentischer Bräunung sieht für einen echten Durchschnittseuropäer nicht wirklich gesund aus.</p>
<p>Erst letztens hatte das investigative Vorabendprogramm über die "Sonnenbank-Sucht" berichtet. Wegen der potentiellen Augenkrebsgefahr beim Betrachten der lebenden Hautirritationen räume ich für diesen Beitrag freiwillig meinen Stammplatz auf der Wohnlandschaft. Ich fühle mich förmlich visuell vergewaltigt und trete die Flucht nach vorn an. </p>
<p>Heute wird fast alles zur Sucht erklärt, nur um mit den seltensten Abhängigkeitssyndromen in jeder beliebigen Form öffentlich aufzufallen ... eine Pseudo-Injektion mit dem Super-Serum "ADHS" für Menschen mit Minderwertigkeitskomplexe! </p>
<p>„Ich war schonmal im Fernsehen!“</p>
<p>„Toll und worum ging es?“</p>
<p>„Tanorexie"</p>
<p>"Oh und wo liegt das?"</p>
<p>"Wie wo liegt das? Es ging um meine Sonnenbank-Sucht!“</p>
<p>Jetzt mal Klartext getippt: Die Sonnenbank-Sucht, wegen meiner auch Tanorexie oder so genannt, eines gelangweilten Wohlstandsmenschen braucht eine besondere und dennoch ganz einfache Therapie ... natürlich eingecremt mit Lichtschutzfaktor 66 und extraweitem Sombrero auf dem Kopf:</p>
<p>1. Zur Erhöhung der Denkleistung dreimal täglich eine väterliche Schelle auf den Hinterkopf!</p>
<p>2. Die Zeit dazwischen wird mit einer netten gemeinnützigen Beschäftigungsmaßnahme inklusive körperlicher Betätigung verbracht!</p>
<p>„Geht nicht, hab Rücken!“</p>
<p>Eigenartig: Der Weg zum Sonnentempel wird problemlos im Sprint bewältigt, den Stadtpark vom Müll befreien ist eine zu harte Arbeit und nicht das Niveau eines Sonnenbank-Süchtigen? Ach ja, es war einmal ein Faultier mit dem Namen Mensch. Wir quatschen uns ins Delirium und hängen lieber gepflegt ab. </p>
<p>„Das perfekte Dinner“ kocht wieder. Diesmal zwei Hähnchen, jedes mit weit geöffnetem Hinterteil auf eine Blechdose geschoben. Irgendwann wird der hochmoderne Backofen geöffnet und zwei braune Etwas schauen totgekocht aus dem Rohr.</p>
<p>„Die sind ja total angebrannt ...“ gibt neben mir meine Angetraute zu bedenken.</p>
<p>„Die sind nicht angebrannt, sondern nur naturidentisch-braun wie aus dem UV-A/UV-B Karzinom-Bräter. Eben wie die sympathischen, melanomkolorierten Modelle der aktuellen H&#038;M-Modekampagne.“</p>
<p>Eins muss ich den Werbestrategen lassen. Ihnen ist es gelungen, dass ich die Plakate nicht ausblende, sondern wirklich wahrnehme! Als Beleidigung meiner sensiblen Sehnerven, was aber wiederum meine eigene Schuld ist. Ob sie geahnt haben, dass meine Wahrnehmung von Lidkrämpfen und nervösen Pupillenzuckungen begleitet wird? Eine Art allergische Überreaktion, die bei der aktuellen Plakatpräsenz bitterböse in einem Allergieschock und im plötzlichen bis unerwarteten Ableben meinerseits enden kann? Meine Gedanken kreisen mittlerweile um solch Dinge wie Körperverletzung, fahrlässige Tötung und millionenschwere Schadensersatzforderungen. </p>
<p>Es gab Zeiten, in denen H&#038;M-Plakate wegen der abgebildeten Ausstrahlung begehrte Sammlerobjekte waren. Bekanntlich ändern sich die Zeiten: Wenn ich heute in einen dieser Modeläden gehe, habe ich Angst Geblitzdingst zu werden und danach nicht nur mein Gedächtnis verloren zu haben. Statt „10%-Rabatt“ oder „Mehrwertsteuer zurück“ gibt es einen netten Hautkrebs gratis mit dazu. </p>
<p>Vielleicht bin ich wirklich nur zu stark künstlerisch infiltriert, nicht die wahre Botschaft hinter der weiblichen Herrenschokolade zu verstehen. Ähnlich der „Vielleicht-sein“-Werbung von Malboro. </p>
<p>Gut, die werbende Tabakindustrie hat es nicht gerade einfach ihre Botschaft an den Raucher zu bringen. Sie muss mich mit Horrorbotschaften vom Rauchen abhalten, ist mit reichlich Steueraufschlag gesegnet und möchte mir dennoch den Qualm der weiten Welt schmackhaft machen. Das klingt nach der unmöglichen Quadratur des Kreises. In der Notsituation darf man in großen Lettern nach "Maybe" und "Be" greifen, auch wenn die Mehrzahl der Plakatbetrachter nicht weiss, worum es hier eigentlich geht. Ich habe es auch noch nicht verstanden.</p>
<p>In diesem Fall bevorzuge ich die einfache, Hau aufs Auge-Methode: Polen liegt ca. 60 Kilometer von Berlin entfernt, ich bin der polnischen Sprache unmächtig und verstehe demzufolge nicht, was in dem schwarzumrahmten Kästchen steht. Das Rauchen nicht besonders gesund ist, wusste ich vorher und hab es auch nie geleugnet. Das ist eine Frage der Allgemeinbildung, denke ich.</p>
<p>Ernsthaft überlege ich, den sonnenlichtgebeutelten Schweden meine Dienste als Kunstknipser anzubieten. Mir geht es dabei nicht um ein unanständig hohes Honorar oder gar Ruhm und Ehre. Es soll eine Werbekampagne entstehen, die anders ist. Ich hätte lediglich den Wunsch, Zeit für diese Arbeit zu haben. Die schien beim letzten Wurf zu fehlen. Schade um die Bäume, die für diese Poster sterben mussten.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong><br />
In der Zwischenzeit wurde mir zugetragen, dass sich H&#038;M für die aktuelle Kampagne entschuldigt hat, sie dennoch nicht stoppen wird. </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Zweimal Licht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Workshops]]></category>
		<category><![CDATA[bildgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[flur]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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		<description><![CDATA[... und eine Perspektive! In 14 Tagen ist es soweit: Ich philosophiere vor einem Pankower Fotozirkel über den Ausbruch aus den Konventionen der Fotografie ... Sammelbegriff Bildgestaltung. Allmählich nimmt die Sache Form an ... Foto: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>... und eine Perspektive!</p>
<p>In 14 Tagen ist es soweit: Ich philosophiere vor einem Pankower Fotozirkel über den Ausbruch aus den Konventionen der Fotografie ... Sammelbegriff Bildgestaltung. Allmählich nimmt die Sache Form an ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5725_20x30.jpg" alt="" title="Zweimal Licht und eine Perspektive" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-12248" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Efharisto</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 10:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[euro]]></category>
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		<description><![CDATA[Dem Euro geht es seit einiger Zeit nichts so gut. Erst haben die Amis die halbe Welt mit ihren gefakten Kreditverträgen vom Abhang geschubst, dann schwappte Welle wie ein Tsunami auf Europa zu und riss die Iren mit. Oder war es Island? Auf alle Fälle war eine Finanzkrise geboren und halbwegs potente Staaten wie Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Euro geht es seit einiger Zeit nichts so gut. Erst haben die Amis die halbe Welt mit ihren gefakten Kreditverträgen vom Abhang geschubst, dann schwappte Welle wie ein Tsunami auf Europa zu und riss die Iren mit. Oder war es Island? Auf alle Fälle war eine Finanzkrise geboren und halbwegs potente Staaten wie Deutschland verstaatlichten Banken! Das klingt irgendwie nach Kommunismus mit kapitalistischem Antlitz. Oder nach schwarzem Schaf im Wolfsfell.</p>
<p>Es folgten die beinah-bankrotten Griechen. Verständlich: Sandalen sind Saisonware und ihre großen Philosophen werden heute nicht mehr gelesen. Dann noch diese alten Gemäuer oder homoerotische Inseln a la Lesbos; seit die Piraten für sich eine Spur auf der politischen Autobahn belegen, herrscht auf intellektueller Ebene Sodom und Gomorrha. Heil dir mein Internet, wo der Bürger noch Bürger sein darf!</p>
<p>Die Rettung lag so nahe: Der französische Louis de Funes-Verschnitt, zukünftig Ex-Präsident des Nachbarlandes, und unsere Bundeskanzlerin haben sich einfach zusammengetan, um Europa zu retten. Wie schon zur Finanzkrise werden Milliarden Euronen bewegt, um den Zaziki-Erfindern hilfreich zur Seite zu stehen. Ich sinniere: „Irgendwann werden die beiden heldenhaften europäischen Retter für alle Ewigkeit in Bronze gegossen, wie das berühmte sowjetische Denkmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiter_und_Kolchosbäuerin" target="_blank">Arbeiter und Kolchosbäuerin</a>“.</p>
<p>Dann durfte gewählt werden. Nein, es geht mir diesmal nicht um die Piraten. Die Franzosen waren dran, einen neuen Präsident zu bestimmen und die Griechen durften ihr Parlament neu ausknobeln. Wie sollte es anders sein, wenn es gerade mal in Europa nicht richtig rund läuft, wählt der undankbare Wähler nicht so, wie es die amtierende und rettungswillige Politik gern möchte. </p>
<p>Einzige Ausnahme ist Russland. Herr Putin und Herr Medwedew tauschen die Posten. Der eine wird wieder Präsident, der andere ... ja was eigentlich? Ministerpräsident oder so? Keine Ahnung, den wohl wichtigeren Posten hat der Wladimir. Zum dritten Mal, mit einer gesetzlich zwangsverordneten Pause. So viel Demokratie und Eintracht, trotz einiger ortsansässiger Nörgler. Die gibt es eben überall.</p>
<p>Es soll ja den Spaniern auch nicht so gut gehen. Seit der Stierkampf offiziell verboten wurde, ist die Hälfte der Jugend arbeitslos. Das schafft Probleme. Der untrügliche Indikator ist das Rating der Rating-Agenturen. Keine Ahnung, auf welcher Grundlage sie ihr „Tripple-A“ bis „Finger weg“ vergeben. Es hat bestimmt etwas mit Geld und Statistik zu tun. Beidem sollte man vom Grund her nicht trauen. Und wie es nicht anders zu erwarten ist, wenn die eigene Potenz herabgestuft wird, fährt halb Europa wegen der Übermacht der Rating-Agenturen einen Bock aus. Damit die Einstufung zukünftig nachvollziehbar, fair und gerecht erfolgt, braucht Europa eine eigene Rating-Kommission. </p>
<p>Holzauge sei wachsam! </p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass bei den europäischen Ratings kein europäisches Land unter den Status „Exzellent“ fällt, die USA und China dagegen gehörig abgestraft werden. Bei Geld und Statistiken hört halt die Freundschaft auf, auch unter den großen Nationen dieser Erde. Dafür haben wir alle unsere Nachbarn wahnsinnig lieb. Das gehört sich auch so, sind die uns doch territorial am nächsten. </p>
<p>Nach den besagten Wahlen könnte das alles anders werden. Diesem Francois Hollande kann man nicht trauen. Erstens: Er ist Sozialist! Zweitens: Nicolas hat seine Carla nach der gewonnenen Wahl geheiratet. Er steht also für geordnete Verhältnisse und für kein familiäres Kuddelmuddel. Drittens: Sein Nachname täuscht einen Niederländer vor.</p>
<p>Jetzt soll dieser Euro-Rettungsschirm neu geschnürt werden. Die armen Griechen! Rein aus Solidarität habe ich die letzten drei Wochen zweimal das Restaurant „Syrtaki“ besucht und der Schlußrechnung ca. 10% Trinkgeld aufgeschlagen. Des Weiteren habe ich diese beiden Male bei der Begrüßung auf die Einnahme des Gratis-Uozo verzichtet. Für beide geldwerten Zuwendungen lasse ich mir eine Spendenquittung ausstellen und rechne sie als meine persönliche Griechenland-Hilfe bei der nächsten Steuerklärung ab. </p>
<p>Apropos Steuererklärung und Absetzen. Das ist ja auch so ein statistischer Fake. </p>
<p>„Das kannst du von der Steuer absetzen!“</p>
<p>„Danke du kleines Finanzgenie. Aber hast du dir mal überlegt was ich noch alles ausgeben muss, damit dieses Absetzen überhaupt greift? Und dann gibt es auch nur einen gewissen Anteil erstattet.“</p>
<p>Jedes Jahr dieselbe Diskussion um die lieben Steuern. Wenn ich nicht für den Zweck der anteiligen Steuerersparnis erklärungskonform konsumiere, nutzt mir das Sammeln von Belegen und Quittungen überhaupt nichts. Den Aufwand der Buchführung lasse ich mal ausser Acht. Zeitverschwendung für eine Gutschrift von zwanzig Euro oder so?!</p>
<p>„Ich setze lieber meine Pauschalbeträge an, die hat das Finanzamt bisher immer akzeptiert!“</p>
<p>„Ja aber ...“</p>
<p>Ich unterbreche ungern, das Thema Steuern und die jährliche Erklärung hängt mir zum Hals raus.</p>
<p>„Darüber diskutiere ich nicht. Selbst wenn ich aufs Jahr gerechnet 20 Euro zurückbekäme, dann soll der Staat die Euronen eben behalten und wegen meiner Griechenland retten.“</p>
<p>Ich mag ja ausländisch Essen zu gehen. Außer vielleicht diesen Ersatz-Döner und Mc Donalds. Nur nervt mich eines an diesen Spezialitäten-Restaurants: Die ganze Zeit werde ich mich volkstümlichen Weisen zugedröhnt. Gerade die Griechen spielen immer solch getragenes Zeug. Zehn Prozent sensibler eingestellt und ich würde die gesamte Zeit des Restaurantbesuches vor Schwermut nur heulen. </p>
<p>Deutsches Restaurant mit deftig-deutscher Küche. Aus den Lautsprechern trällert Stefanie Hertel. Oder Heino. Gibt es eigentlich Restaurants mit typisch australischer Küche? Und spielen die dann die ganze Zeit AC/DC? „Highway to Hell“ zur wärmeunbehandelten Eierspeise im Hochsommer oder „Girls got Rhythm“, während ich mich am flambierten Känguru-Hoden erbreche?</p>
<p>Dann des Ambiente wegen lieber zu Burger King. Außer dem Gemurmel der Feinschmecker und dem Geklapper aus der Küche ist sonst nichts zu hören. Oder Multi-Kulti-Fresstempel mit n-tv in der Glotze, die vom Asia-Snack bis Pizza alles in ihrer Speisekarte an der Wand führen. Hier kann ich nichts falsch machen, es schmeckt alles gleich schlecht.</p>
<p>Im TV ist die Rede vom Dauer-Einheits-Kanzler Kohl. Unsere jetzige Kanzlerin ist ja so etwas wie sein Ziehkind. Wieder muss ich an die Wahlergebnisse in Frankreich und vor allem Griechenland denken. Ich sehe Parallelen zur deutschen Einheit und den blühenden Landschaften. Das hat Helmut Kohl behauptet und fast die Hälfte der Deutschen hat daran geglaubt. Nachdem die Blütenpracht ausblieb, wurde geschimpft, vorzugsweise auf sächsisch: </p>
<p>„Nu, das hat ja keena so gewollt. Früha woar alles bessa!“</p>
<p>Hää? </p>
<p>„Liebe Wählerin, lieber Wähler!<br />
Zu den Risiken und Nebenwirkungen einer Wahl schalten Sie bitte vor der Stimmabgabe ihr Gehirn ein oder fragen Ihren Historiker in der Nähe!“</p>
<p>Es gab sehr wohl kritische Stimmen, die klangen aber eher nach unbequemen Unkraut-Ex.</p>
<p>„Die Linken und Kommunisten haben doch immer was zu meckern!“</p>
<p>Mag sein, aber es gab nicht nur linkisch-kommunistische Gegenstimmen. Selbst im konservativen Lager rieben sich einige Leute den Schlaf aus den Augen, als Herr Bundeskanzler zum blühenden Landschaftsgärtner wurde. Der wiederum lies Kritik an seinem bulligen Körper abprallen, schob Kritiker auf’s Abstellgleis. Um die Wahl zu gewinnen war das ein cleverer Schachzug. Der Wähler wählt den Weg des geringsten Widerstand. Egal ob in Deutschland, Frankreich oder Griechenland. Demokratie halt, mit Ausnahme der Überdemokraten in Russland. Hier wird an der Wahlurne lediglich ein Platztausch legalisiert. </p>
<p>BILD titelt:</p>
<p>„Trotz Wahl-Wahnsinn - Heute gibt’s neue Milliarden für die Pleite-Griechen“</p>
<p>Höre ich da kritische Stimmen gegen die freie Meinungsbildung eines souveränen Staates in der Europäischen Union? Wie hätte nach BILD das Wahlergebnis aussehen sollen? Etwa 67% der abgegebenen Stimmen für die Politiker, die fürs mühsame Sparen, Verzicht auf Besitzstand und so sind? Da hätte man die wahlberechtigten Griechen aber vorher austauschen oder in die Ägäis treiben müssen. Rein menschlich betrachtet ist das Ergebnis voll OK. Wie die unblühenden Wüstenlandschaften des Altkanzlers.</p>
<p>Noch so eine tolle BILD-Headline - Bitte Vorsicht, Kontrastprogramm:</p>
<p>„Krebskranker Sohn - Für ihn habe ich mir den Kopf rasiert“</p>
<p>Als Mutter gibt man für sein Kind, sei es ein Hund oder was Menschliches, alles, selbst die abrasierten Haare ... auch wenn es wenig Sinn ergibt und nichts an der Krebserkrankung ändert! Dafür ist es eine tolle Story, an der ganz Deutschland mit einer kleinen Träne im Auge teilhaben muss. Loona sucht jetzt wieder nen echten Kerl und zieht sich, quasi als öffentliche Vorab-Fleischbeschau, für den Playboy barfuß aus.</p>
<p>„Wer ist Loona?“</p>
<p>„Irgend so eine hüpfende Singmaus. Die fand plötzlich Frauen und Büchsenklappern ganz toll. Das war wohl nicht ganz das Richtige ...“</p>
<p>Gibt es nicht gegen solch unqualifizierten Ausfälle irgendein Medikament, wegen meiner auch von den nervigen Ratiopharm-Zwillingen? Welcher PR-Stratege ist überhaupt auf die Idee gekommen, für die Arzneimittel-Werbung Zwillinge einzusetzen. Die haben so etwas von Risiken und Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel: </p>
<p>„In ganz seltenen Fällen kann es durch die Einnahme des Medikaments zu ungewünschten Klon-Effekten kommen. Uns sind aber keine Fälle bekannt, die zur zeitgleichen Geschlechtsumwandlung führen.“</p>
<p>Puh! Schwein gehabt, wenn Morgens neben mir mein eigener Klon aufwacht und wir beide weiterhin Mann sein dürfen. Es gibt wirklich Schlimmeres! Zum Beispiel der neue Berliner Flughafen am alten Standort Schönefeld: BER! Obwohl nun schon länger als geplant daran gebaut wird, legt der ohnehin überbewertete Brandschutzkram die postum-pünktliche Eröffnung auf Eis. So etwas kann und darf sich nur Berlin leisten. Hier bin ich gerne zu Hause!</p>
<p>Ich habe da sowieso meine eigene fliegende Meinung zu. Das Ganze ist eine kollektive Verschwörung der Gegner des BER und der Anhänger des alten Schönefelder, des noch geöffneten Tegler und dem bereits geschlossenen Tempelhofer Flughafen. Da haben selbst die fleißigsten Bauarbeiter und Brandschutzmeister keine Chance rechtzeitig fertig zu werden. Vielleicht strauchelt durch die feurige Aktion die im Sturzflug befindliche AirBerlin?! Vielleicht stecken sogar andere Airlines dahinter, die den Chef-Sanierer Hartmut Mehdorn nicht Leiden und deshalb straucheln sehen wollen? </p>
<p>Hier wittere ich ein Komplott der überirdischen Art und sollte an der Stelle einfach aufhören! Alles was ich schreibe, kann irgendwann gegen mich verwendet werden. Dennoch sag ich danke, dass ich diese abstrusen Gedanken in meiner virtuellen Fantasiewelt denken darf. Irgendwie steckt wohl ein kleiner Pirat in mir ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Die Sache mit dem verdammt kleinen Loch (II)</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 10:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Lochblende]]></category>
		<category><![CDATA[agfa isola]]></category>
		<category><![CDATA[lochkamera]]></category>
		<category><![CDATA[paul koza]]></category>
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		<category><![CDATA[wünsdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: 2012 Jeanette Dobrindt Warum habe ich mich für die umgebaute Agfa Isola anstelle der andiskutierten Zero 2000 6x6 entschieden? Von meiner digitalen Pinhole weiß ich, wie schwer das Anvisieren ohne entsprechende Hilfsmittel ist. Nur bei vollem Sonnenschein ist ansatzweise etwas zu erkennen. Aushilfsweise sehe ich durch den Winkelsucher meiner digitalen Variante etwas mehr. Digital [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/ich_mai_2012.jpg" alt="" title="Ronald Puhle beim Fotografieren ... von Jeanette Dobrindt" width="500" height="332" class="alignnone size-full wp-image-12205" /></p>
<p>Foto: 2012 <a href="http://www.jeanette-dobrindt.de/" target="_blank">Jeanette Dobrindt</a></p>
<p>Warum habe ich mich für die umgebaute Agfa Isola anstelle der andiskutierten Zero 2000 6x6 entschieden? </p>
<p>Von meiner digitalen Pinhole weiß ich, wie schwer das Anvisieren ohne entsprechende Hilfsmittel ist. Nur bei vollem Sonnenschein ist ansatzweise etwas zu erkennen. Aushilfsweise sehe ich durch den Winkelsucher meiner digitalen Variante etwas mehr. Digital kann ich mit mehreren Belichtungen aasen, analog ist das reine Verschwendung. </p>
<p>Die Isola hat einen Sucher, der mir ca. 90% der späteren Aufnahme anzeigt. Für den Luxus müsste ich bei der Zero 2000 ein paar Euronen drauflegen. Paul Koza stattet seinen Kameraumbau außerdem mit zwei Filtern aus (gelb und orange)! Zu dem Thema hat der <a href="http://www.mktrout.de/?p=3830" target="_blank">Trout ein eBook</a> geschrieben und ich könnte das Wissen endlich mal anwenden. </p>
<p>Dann ist da noch der Preisunterschied Isola-Umbau versus Zero 2000 generell, der mir allerdings bei der Isola die Möglichkeit der Mehrfachbelichtung nimmt. Deshalb gehe ich einen Schritt weiter: Die Isola wird durch einen Agfa Clack-Umbau ergänzt. Beide Lochkameras sind unter dem Strich immer noch günstiger ... </p>
<p>Aufgeregt wie ein kleines Kind musste ich noch am Tag der Aufnahme meinen ersten analogen Lochblendenfilm entwickeln: Um zwei Blenden schneller belichtet und dementsprechend im HCD new gebadet! </p>
<p>Der erste Blick nach dem Fixieren und ich konnte mir auf die Schulter klopfen. Schon ... oder noch in der Spule aufgewickelt sind Bildstrukturen zu erkennen. Mein innerlicher Kommentar: "Ich bin halt ne geile Sau"! <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_03_21x21.jpg" alt="" title="Analoge Lochblendenfotografie" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12210" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Sicherlich war die "neue" Belichtungsmessung mit dem Luxmesser und das ganze Um- wie Hochrechnen mit einem gewissen Risiko verbunden. Zumindest ein Messergebnis hatte ich mit meinem betagten Belichtungsmesser verifiziert. Es passte, also konnte rein theoretisch nichts schiefgehen. Trotzdem blieb die Anspannung bis zum ersten Blick auf das nasse Ergebnis! Auf der anderen Seite habe ich halt analog geknipst und der Film ist weitaus gutmütiger als eine digitale Belichtung. <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Be- und gestärkt entstehen neue Ideen in meinem Kopf, inklusive Menschenfotografie und wunderbare Bewegungsunschärfen ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>An der Stelle muss ich auch ein Lob in Richtung <a href="http://stores.ebay.de/pinhole-shop" target="_blank">Paul Koza vom Pinhole Shop</a> loswerden ... für seine gute Arbeit!!! </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Die Sache mit dem verdammt kleinen Loch (I)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[iPhoneography]]></category>
		<category><![CDATA[Lochblende]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[kamera]]></category>
		<category><![CDATA[kaserne]]></category>
		<category><![CDATA[lochblende]]></category>
		<category><![CDATA[wünsdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Da philosophiere ich in Auswertung des weltweiten Tag der Lochblendenfotografie über einen möglichen Schritt meinerseits, solche Fotos zukünftig auf Film aufzuzeichnen, denke in dem Artikel über eine ganz bestimmte Kamera nach, und ein paar Stunden später sind die Gedanken überholt! Tja, das Vorschreiben birgt ein gewisses Risiko in sich und was heute in der Mausmalerei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da philosophiere ich in <a href="http://www.mausmalerei.de/?p=12166" target="_blank">Auswertung des weltweiten Tag der Lochblendenfotografie</a> über einen möglichen Schritt meinerseits, solche Fotos zukünftig auf Film aufzuzeichnen, denke in dem Artikel über eine ganz bestimmte Kamera nach, und ein paar Stunden später sind die Gedanken überholt! Tja, das Vorschreiben birgt ein gewisses Risiko in sich und was heute in der Mausmalerei erscheint, ist für den real existierenden RoPu ein längst vergangener Kampffussel ... oder so! <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Dank an die Kommentatoren bezüglich ihrer Tipps in Sachen Lochkamera!!!</strong> <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Natürlich bleibe ich dabei, Pinhole-Aufnahmen zukünftig analog aufzuzeichnen. Nur in Sachen Kamera entscheide ich mich für einen Umbau einer Agfa Isola aus dem <a href="http://stores.ebay.de/pinhole-shop" target="_blank">Pinhole-Shop</a>. Drei Tage später liegt das gute Stück auf meinem Schreibtisch. Am nächsten Tag geht es nach Wünsdorf, die beste Gelegenheit, primär den Neuzugang auszuprobieren.</p>
<p>Auch bei der Belichtungsmessung gehe ich einen für mich neuen Weg. Statt mit meinem antiken Belichtungsmesser arbeite ich mit einem modernen Luxmesser und einer umfangreichen Umrechnungstabelle. Wie sagte <a href="http://www.jeanette-dobrindt.de/" target="_blank">Jeanette</a> unlängst so schön zu mir: "Streber!". Wenn ich schon viel Zeit, Gehirnschmalz und Geld in das intensive Ausleben meines Hobbys stecke, dann erwarte ich eine gewisse Ersatzbefriedigung durch die erzielten Ergebnissen. Dabei gehe ich auch gewisse Risiken ein, für mich kontrollierbare Risiken.</p>
<p>Zunächst fasse ich den Fomapan 400 ins Auge. Ein Blick in die Verlängerungsfaktoren bei Langzeitbelichtungen lässt Zweifel aufkommen. Es darf ruhig etwas kürzer sein, die Belichtungszeiten meine ich. Der Zufall hilft weiter: Ein fleißiger Zeitgenosse hat besagte Faktoren in einer Grafik gegenübergestellt. Demnach ist der Kodak T-Max 400 für mich die wohl bessere Wahl. Ohnehin ist schlechtes Wetter angesagt, ich möchte Innen- wie Außenaufnahmen machen und eine Blende 220 ist ein verdammt kleines Loch! </p>
<p>Bewaffnet mit vier Kameras geht es auf die Jagd: Meine ersten analogen Lochblenden-Aufnahmen ...</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_2860.jpg" alt="" title="Agfa Isola als Pinhole-Kamera umgebaut" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12189" /> </p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Morgen gibt es dann was echt Analoges aus dem Neuerwerb ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Brave Radfahrer</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strassenleben]]></category>
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		<category><![CDATA[radfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[spur]]></category>
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		<description><![CDATA[Da sage mal noch einmal jemand, alle Radler sind Rüpel- oder Rowdie-Radfahrer! Wenn die Pedaltreter wollen, können sie auch brav regelkonform! Foto: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sage mal noch einmal jemand, alle Radler sind Rüpel- oder Rowdie-Radfahrer! Wenn die Pedaltreter wollen, können sie auch brav regelkonform! <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_4021a_20x30.jpg" alt="" title="Regelkonformes Warten" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12200" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		</item>
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		<title>Bio-Licht vertrag ich nicht</title>
		<link>http://www.mausmalerei.de/?p=12095</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Subkulturen]]></category>
		<category><![CDATA[abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[bio]]></category>
		<category><![CDATA[körperkult]]></category>
		<category><![CDATA[lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich an das Jammern des Menschen gewöhnt. Nicht an mein eigenes wehleidiges Klagen, vielmehr an das der Menschen, die ich versuche abzulichten. Wenn ich ehrlich bin, fällt mir nur eine Dame ein, die die Ansicht ihres Portraits mit der Bemerkung: „So sehe ich nunmal aus, daran lässt sich nichts ändern“ kommentierte. Es gehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich an das Jammern des Menschen gewöhnt. Nicht an mein eigenes wehleidiges Klagen, vielmehr an das der Menschen, die ich versuche abzulichten. Wenn ich ehrlich bin, fällt mir nur eine Dame ein, die die Ansicht ihres Portraits mit der Bemerkung: „So sehe ich nunmal aus, daran lässt sich nichts ändern“ kommentierte. </p>
<p>Es gehört quasi zur Einstiegskonversation mir mitzuteilen, wo die jeweiligen Schwachstellen liegen. Meist kann ich den Ausführungen partout nicht folgen, geschweige denn zustimmen. Es gibt schlimmeres oder ich habe einfach kein Auge für die angesprochene Problemzonen. Vielmehr klingen die Ausführungen wie meine Entschuldigung vor dem Modell, dass ich einige Aufnahmen auf Film fotografiere und dafür vielleicht etwas mehr Zeit benötige.</p>
<p>„Ich lebe ja so gesund, treibe Sport und trotzdem siegt das Alter und die Erdanziehung über meinen Körper.“</p>
<p>Ich bin gezwungen den vor mir entblößten Körper genauer zu betrachten. Die junge Frau mustert sich währenddessen von oben bis unten, zerrt und schiebt an sich herum und wirkt irgendwie minimal verzweifelt.</p>
<p>„Naja, dann musst du eben mit Photoshop etwas nachhelfen!“</p>
<p>Mir fehlen die Worte. Besser gesagt ich verweigere das Widerwort und werde angesprochenen Photoshop wie gehabt spartanisch einsetzen. Eher zum Entwickeln als zur Retusche. Ich bin kein Mister Pimp. </p>
<p>„Ich werd schon darauf achten, dass beim Fotografieren so wenig wie möglich von den angeblichen Schwachstellen zu sehen ist.“</p>
<p>„Na guck doch mal hier. Ich habe eine Bauch und dann die Orangenhaut ...“ geht es weiter.</p>
<p>„Das ist ein Bauch“ spreche ich und fasse mir an mein einzigartiges One Pack.</p>
<p>„Du bist ein Mann, du darfst einen Bauch haben.“</p>
<p>„Wenn jetzt der Beckham mit freiem Oberkörper hier reinkäme, würdest du nicht mehr so reden.“</p>
<p>„Der ist aber auch ein Sahneschnittchen. Den würde ich nicht von der Bettkante schubsen.“ Endlich kehrt ein Lächeln, wenn auch süffisant, in des Modells Gesicht zurück.</p>
<p>„Und du meinst der sieht real wirklich so aus?“ </p>
<p>„Weiss nicht. Heute wird doch alles mit Photoshop retuschiert.“</p>
<p>„Vieles, nicht alles. Das sollte doch Ansporn genug sein, sich nicht an dem aufgemotzten Zeug zu orientieren“ gebe ich zum Besten und setze die Kamera zum ersten Schuss an. </p>
<p>„Hey! Ich bin noch nicht fertig.“</p>
<p>„Aber die Pose sah gut aus und da konnte ich nicht anders“ erwidere ich breit grinsend.</p>
<p>„Trotzdem ist es frustrierend. Ich esse kein Fleisch mehr, stattdessen viel Obst und Gemüse, Bio versteht sich, mache Sport und Wellness. Achte sogar bei der Kleidung darauf, dass keine giftige Chemie zur Herstellung verwendet wird. Und was ist das Ergebnis? Falten, Pickel, Cellulite, die Brüste beginnen zu hängen und ich hab einen Bauchansatz.“</p>
<p>Ich sehe in ein Gesicht purer Verzweiflung: „Ja ja, die liebe Chemie. Kunststoffe und die bösen Weichmacher, trendfarbenes Leder und die hässlichen Gerbstoffe, von Kinderhänden irgendwo in Asien geschaffen.“</p>
<p>Kam mein Model nicht in giftgrünen Halbstiefeln an? Allein die Farbe lässt nichts gutes erahnen, das muss ungesund sein. Ihre restliche Staffage sieht auch nicht nach naturbelassener Jute, ungebleichter Baumwolle oder gesunden Birkenstocks aus. </p>
<p>„Dieser Bio-Wahn ist doch auch nur Augenwischerei. Wie der Öko-Strom oder Bio-Diesel. Was aus meiner Steckdose kommt ist weiterhin ein Mix aus Atom, Kohle und Wasserkraft. Wenn ich ein Windrad oder Solarpanel auf dem Dach hätte und nur von diesem Strom leben würde, das wäre ökologisch.“</p>
<p>„Deswegen habe ich ja meine Ernährung umgestellt. Ich esse kein rotes Fleisch mehr, nur noch Bio-Sachen. Ich möchte wirklich etwas tun, aktiv meine ich.“ </p>
<p>Klingt für meinen Geschmack nicht wirklich logisch, geschweige denn konsequent. Ich hake nach: „Also rotes Fleisch wie Schwein und Rind ist passe. Hühner und Fisch aus der Bio-Metzgerei ist OK?“</p>
<p>„Nee, kein Geflügel. Nur was aus dem Wasser kommt. Alles was Augen hat, esse ich nicht mehr.“</p>
<p>Für mich wird es immer unlogischer: „Schwimmen Fische mit bandagierten Augen durch die Weltmeere? Das sind doch auch Lebewesen.“</p>
<p>„Es geht doch mehr um die Massentierhaltung. Die lehne ich total ab.“</p>
<p>„Löblich, aber hast du schon mal was von Fischfarmen gehört? Wo die Lachse und so züchten?“</p>
<p>„Nöö. Geht sowas überhaupt?“</p>
<p>„Denke schon.“</p>
<p>Deutschland und sein gestörtes Verhältnis zum Lebensmittel. Es hat etwas von dem subventionierten Futter für die Menschen zu DDR-Zeiten. Während andere Menschen Hunger leiden müssen, können wir gedankenlos Nahrungsmittel erwerben, um sie der Frische wegen vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zu entsorgen. Keine Frage: Genuss steht da nicht an erster Stelle, vielmehr geht es um puren Verzehr mit Frischegarantie. </p>
<p>An dieser Grundeinstellung ändert auch Bio recht wenig. Sicherlich ist es richtig und wichtig, auch ohne chemischer Keule Obst und Gemüse heranzuziehen. Was machen wir aber mit den Rückständen, die Jahrzehntelang in den Boden gepumpt wurden? Die Atmosphäre lässt sich auch nicht so ohne Weiteres austauschen? Dann soll und darf das Vegetarische ja auch noch sinnfreien EU-Normen entsprechen ...</p>
<p>Alles was nicht von einer Batterie angetrieben ist, versagt plötzlich den Dienst. Im ersten Moment frage ich mich, ob ich die letzte Stromrechnung bezahlt habe. Der Gedanke ist müßig, darf doch der Energieversorger bei mir abbuchen. Daran kann es also nicht liegen. Nebenan höre ich lautes Gepolter. Die Türen zum Hauptflur des Bürogebäudes, in dem meine Knipsbude beheimatet ist, gehen krachend auf. Lautes Gezeter um den fehlenden Strom macht sich breit. Nunmehr ist klar, es hat nicht nur mich erwischt.</p>
<p>„Müssen wir jetzt aufhören?“ fragt mich mein selbstkritisches Modell.</p>
<p>„Nein. Ich mache die Verdunklung weg und wir nutzen einfach das Sonnenlicht. Die digitalen Kameras laufen ja mit Akkus und bei dem herrlichen Wetter können wir auf zusätzliche Strahler verzichten.“ </p>
<p>Akkus, das ist auch so ein Thema. Jahrelang las ich das Magazin der Stiftung Warentest. Eines Tages haben die Akkus getestet und alle durch die Bank abgewertet. Begründung: Es befindet sich kein Hinweis auf dem Zylinder, dass der Akku nicht in den Hausmüll gehört. Ergebnis: Nachdem die Forderung zur Pflicht wurde, kann ich nichts mehr auf der Verpackung entziffern. Aus Protest, alles bewarnschildert bedrucken zu müssen, habe das Test-Abonnement gekündigt und die Zeitschrift nicht mehr angefasst. Ich kann so gnadenlos grausam sein.</p>
<p>Umweltbewusstsein soll und muss sein. Wenn der Schwachfug überhand nimmt, dann nutzt selbst das beste Bewusstsein nichts mehr. </p>
<p>Tot dem Glühobst! Energiesparlampen sparen Energie und halten deutlich länger! </p>
<p>Dass das Licht aus Mini-Leuchtstofflampen einfach mal hässlich und das ständige An- und Ausknipsen auch nicht so gut für die Lebensdauer ist, sei dem positiven Aspekt des Energiesparens wegen verziehen. Dass in so einem Teil oft etwas Quecksilber und zusätzlich Elektronik enthalten ist, fällt mir nun wieder schwer zu vergessen. Und dann möchte ich bitte die Energiesparlampe sehen, die wirklich solange lebt wie angegeben. Da nutzt mir auch Philips „Zehn Jahre Garantie“-Garantie nichts. In der Zwischenzeit ist der Kaufbeleg vom nervendem Energiesparlicht ausgeblichen.</p>
<p>Statt der Arzneimittel-Energiekonzerne-Automobilindustrie-Lobby sollte man mal für das Vernunftsinteresse in der Politik massiv werben. Wozu das ganze Pfandsystem, wenn der Großteil dann doch verbrannt oder ins billige Ausland abgeschoben wird. Warum muss ein Naturprodukt in seiner Form einer europäischen Norm entsprechen? Was haben die kleinen roten Wasserbälle mit Tomaten zu tun und warum bestehen Mangos darauf, um die Welt geflogen zu werden?</p>
<p>Ich rege mich nur künstlich auf. </p>
<p>„Für mich erfüllen viele Lebenseinstellungen nur gewisse Alibifunktionen.“</p>
<p>„Wie meinst du das?“ werde ich gefragt.</p>
<p>„Der Mensch ist von Hause aus bequem. Da nehme ich mich nicht von aus. Und um diese Bequemlichkeit zu rechtfertigen, wird sie kurzerhand zu einer Lebensphilosophie.“</p>
<p>„Aber was haben Bio-Nahrungsmittel und vegetarische Ernährung mit Bequemlichkeit zu tun?“ </p>
<p>„Der Mensch ist vom Wesen her ein Tier und gewisse animalische Züge hat er trotz seiner überlegenen Denkleistung bis heute nicht abgelegt. So bleibt er ein Allesfresser und ohne die entsprechende Nahrungsaufnahme führt das zu Mangelerscheinungen, die entsprechend ausgeglichen gehören. Das gibt es auch bei Tieren.“</p>
<p>Was ich da gerade zum Besten gebe, klingt nach einer Latrinenparole: „Ist es nicht absonderlich, dass sich Veganer aus Soja Schnitzelpresslinge basteln und diese als solche zu sich nehmen? Im Kopf ist die alte Ernährungsweise fest verankert und lebt munter im pflanzlichen Ersatzstoff weiter.“</p>
<p>„So etwas gibt es? Schnitzel aus Soja?“</p>
<p>Ich frage mich, wie vegetarisch mein Modell wirklich ist. Nur an Blümchen knabbern und dann zu glauben, etwas wirklich Gutes zu tun, behebt das eigentliche Problem nicht: „Nur weil ein Tier auf dem Boden rumrennen kann, heisst es noch lange nicht, dass die Haltung artgerecht ist. Das gilt auch für den Einsatz von modernster Technik, um eine artgerechte Tierhaltung zu imitieren. Trotzdem werden Tiere mit Mastmittel in kürzester Zeit hochgefahren, um nach ein paar Monaten geschlachtet zu werden. Nur kein Fett im Fleisch, Fett ist sowieso nicht gut für die Figur. Zum Dank gibt es ein paar Giftstoffe in den Eiern und Garnelen werden mit Medikamenteüberschuss gesund gehalten. Angesichts der Fettfreiheit nehmen wir diese Übel gerne in Kauf. Das ist doch Schwachsinn! Was nicht stimmt ist unser Weltbild. Daran müssen wir etwas ändern!“</p>
<p>Vegetation ist auch so etwas wie ein Lebewesen, nur dass es keine Augen hat. Deswegen darf ich es als Mensch bevorzugt fressen, weil mir Tiere so leid tun? Gott sei Dank wildern in unserer Natur keine Löwen herum. Ich könnte mir vorstellen, dass fanatische Veganer per Gesetz verbieten wollen, dass Herr Löwe an einem Zebra oder so knabbern darf. Raubkatzen sind in Zoos vegan zu ernähren! Nur weil ich sterben doof finde, kann ich nicht ein Leben lang dagegen protestieren. Ist so, Gesetz der Natur, Biologie. Wer aber das Fach abgewählt und stattdessen „Singen und Klatschen“ auf dem Stundenplan zu stehen hat, der kommt auf so blöde Ideen.</p>
<p>„Wenn ich etwas für Tiere, die dann auch noch meine Nahrungsgrundlage bilden, tun möchte, dann sollen sie im Gelände rumtoben können. Natürliches Futter, Gänseblümchen im Frühjahr, danach lecker Butterblumen und im Winter gibt es eben nur Heu. Aber nein: Milch muss weiss sein, der Verbraucher will es so wie braune Hühnereier und jeden Tag Bananen. Hast du mal auf die Zusammensetzung deiner Wild Berry-Schorle geguckt?“</p>
<p>Ich reiche dem Modell ihre Trinkflasche. </p>
<p>„Konzentrat, Hibiscus, Karotte, Zitronensäure ... “ mühsam liest sie sich durch die kleingedruckte Zutatenliste.</p>
<p>„So’ne Karotte ist eine richtig wilde Beerenfrucht. Genauso wie die Hibiscus-Beere, die ja eigentlich nur ne Blüte ist.“</p>
<p>Schweigen! </p>
<p>Ohne den naturidentischen Kunstgriff und einem irreführenden Namen käme wohl niemand auf die Idee, eine pink-klare Möhren-Hibiscus-Schorle zu trinken. Wir wollen manipuliert werden und fragen aus Bequemlichkeit nicht nach, was wirklich hinter solch farbenfrohen Bonbon-Wässerchen oder billigem Fettfrei-Fleisch steckt. Und wenn sich doch so etwas wie ein schlechtes Gewissen regt, dann wird das Böse einfach vegetarisch ausgeklammert, anstatt wenigstens eine Facebook-Gruppe zu gründen. </p>
<p>Es klopft an der Tür: „Der Strom ist wieder da. Die Sicherung war raus und ich habe wieder eine rein geschraubt.“</p>
<p>„Vielen Dank“ rufe ich. „Wir sind gerade bei der Arbeit. Ich komme nachher mal kurz vorbei.“</p>
<p>Mein Nachbar, vier Türen weiter. Geschäftsidee Online-Shop auf acht Quadratmeter und zwei Computer. Nichts mit Ware im Lager, eher Zwischenhändler. Trotzdem weiss er bescheid, zum Beispiel bei Kamera-Akkus. Nikon’s Originale kosten soviel Geld, als würde ich gleichzeitig Aktienanteile am Unternehmen erwerben. Das Plagiat der besseren Qualität ist um die Hälfte billiger.</p>
<p>„Du kannst nicht nach die Amperestunden gehen. Da steht oft falsch ...“ versucht er mir im gebrochenen Deutsch klar zu machen, dass meine Wahl nicht wirklich gut ist: „Du musst nach Gewicht gucken!“.</p>
<p>Alles klar, ich rufe bei Amazon an und bestelle: „Ein Kilo Akku für meine Nikon D200“. Herr Amazon: „Machen wir! Geht’s in einer umweltfreundlichen Papiertüte oder soll es ein Geschenk in Folie mit Wild Berry-Design sein?“.</p>
<p>Natürlich läuft es etwas anders. Ein höheres Gewicht des inoffiziellen Nikon-Akkus lässt darauf schließen, dass im Inneren mehr Zellen verbaut wurden. Es sei denn, ein chinesischer Hinterhof-Fälscher ist auf den Trichter gekommen, Hohlräume zwecks Gewichtstäuschung mit Beton oder umweltfeindlichem Blei auszugießen. </p>
<p>Wozu eigentlich dieses ganze asiatische Plagiatsunwesen und die überteuerten Originalteile? Ein Gerätehersteller hat mir mal erzählt, dass es weltweit nur noch ganz wenige echte Batteriehersteller gibt und es deshalb eigentlich egal ist, was für ein Label draußen klebt. Apple stellt ja auch nichts selber her, lässt stattdessen fertigen. Markenprodukt versus Weiße Ware eines Herstellers: Kann man sich nicht irgendwo in der Preis/Leistungs-Mitte treffen und dennoch etwas Ordentliches erwerben?</p>
<p>Mein Blick geht zum Kameradisplay: „Scheiße!“</p>
<p>„Was ist los? Irgendetwas kaputt gegangen?“ fragt mein Modell entsetzt.</p>
<p>„Nee. Ich habe vergessen die Kameraeinstellungen zu ändern, seitdem ich mit natürlichem Licht knipse.“</p>
<p>„Und ist nichts zu retten?“</p>
<p>„Alles überbelichtet, da geht nichts mehr ausser löschen.“ Ich fange an, die letzten Schnappschüsse ins Nirvana der Digitalwelt zu befördern.</p>
<p>„Zurück zur Natur und du kommst damit nicht klar“ feixt das Modell. </p>
<p>„Jepp, ich habe vergessen, dass Natursonne etwas ganz anderes ist und stattdessen wie gewohnt weitergeknipst. Das konnte nicht gut gehen ...“ </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_2268_20x30.jpg" alt="" title="Lichtlos" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12197" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Festtag der Lochblendenfotografie 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ursprünglich hatte ich ein anderes Motiv für meinen diesjährigen Beitrag zum WPPD 2012 im Hinterkopf. Irgendwie bin ich davon abgekommen. Ich schiebe mal dem praktizierten Heuschnupfen die Schuld in die Schuhe. Wir hatten uns für den Viktoriapark in und am Kreuzberg in Berlin verabredet. Von meinem letzten Besuch wusste ich um den Wasserfall. Ein adäquates [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich hatte ich ein anderes Motiv für meinen diesjährigen Beitrag zum WPPD 2012 im Hinterkopf. Irgendwie bin ich davon abgekommen. Ich schiebe mal dem praktizierten Heuschnupfen die Schuld in die Schuhe. <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir hatten uns für den Viktoriapark in und am Kreuzberg in Berlin verabredet. Von meinem letzten Besuch wusste ich um den Wasserfall. Ein adäquates Ersatzziel war gefunden:</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3942_20x30.jpg" alt="" title="Wasserfall - Lochblendenfotografie" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-12170" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3941_20x30.jpg" alt="" title="Wasserfall - Lochblendenfotografie mit der Nikon D60 und einer Pincap" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12171" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3943_20x30.jpg" alt="" title="Wasserfall - Lochblendenfotografie" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-12172" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Die erste der drei Aufnahmen habe ich bei den Organisatoren des Weltweiten Tags der Lochblendenfotografie eingereicht und der Beitrag wurde in die Galerie aufgenommen ... <a href="http://www.pinholeday.org/gallery/2012/index.php?id=848" target="_blank">Link zur Galerie</a>. <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie die Jahre zuvor setze ich eine Digitalkamera und meine Monochrom-Pincap ein. Allmählich kocht der Wunsch in mir hoch, eine analoge Lochblendenkamera besitzen und damit knipsen zu müssen. Nur welche soll es sein? Ausgenommen sind Bastelsätze aus Papier oder Kunststofflastiges aus der Holga-Lomo-Ecke. Ich denke eher an so ein Schmuckstück wie die <a href="http://www.monochrom.com/Zero-2000-6x6-Lochkamera.htm?websale7=mono-c&#038;pi=16360&#038;ci=000111" target="_blank">Zero 2000 6x6</a> oder so. Na mal gucken ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gut gemeinte Ratschläge und Kaufempfehlungen sind an der Stelle herzlich Willkommen!!!</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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