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	<title>Mausmalerei.de</title>
	
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	<description>Hier geht's nur um das eine: Fotografie und ein bisschen mehr!</description>
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		<title>Über Geld redet man nicht … eigentlich</title>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2012 10:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebook geht mit viel Tamtam und so an die Börse. Bevor es mit dem Schotter machen so richtig losgeht, warnen erste kritische Stimmen: Womit möchte das Unternehmen in Zukunft Umsatz generieren? Ich finde, eine gute Frage ... eine verdammt gute Frage sogar! Werbung! Davon gibt es bei Facebook nicht gerade sehr wenig. Trotz Ad-Blocker im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook geht mit viel Tamtam und so an die Börse. Bevor es mit dem Schotter machen so richtig losgeht, warnen erste kritische Stimmen: Womit möchte das Unternehmen in Zukunft Umsatz generieren? Ich finde, eine gute Frage ... eine verdammt gute Frage sogar! </p>
<p>Werbung!</p>
<p>Davon gibt es bei Facebook nicht gerade sehr wenig. Trotz Ad-Blocker im Browser sehe ich noch immer genug. Dazu die ganzen Spiele- und so genannten Anwendungshinweise, teilweise von „Freunden“ an mich herangetragen. Ich unterstelle keine böse Absicht, doch es nervt. Zugegeben, wer seine Zeit mit dem Hobby Internet verbringt, traktiert zwangsläufig den Mitmenschen, der die soziale Vernetzung nur als notwendiges Übel der Moderne toleriert und deshalb zwangsweise mitmacht. Es wird zwar niemand wirklich gezwungen, doch ohne virtuelle Kontakte steht man als Internet-Asozialer immer wieder am virtuellen Pranger.</p>
<p>Ich hatte ja immer die Vorstellung, dass ein Unternehmen mit irgendetwas Gegenständlichem Handel treibt. Deshalb verstehe ich es nicht, das Facebook bei seinem Börsenstart etwas über 100 Milliarden US-Dollar Wert sein soll! Wofür? Für was? Das ich Freunde en masse haben könnte, wenn ich Facebook’s Vernetzungsvorschläge annehme? Oder auf Lockangebote eingehe, die mich letztendlich nicht wirklich interessieren? So etwas ist 100 Milliarden amerikanisches Geld wert?</p>
<p>Facebook’s Gold sind keine Waren im klassischen Sinn. Es sind Daten, nackte Daten: Name, E-Mail, Anschrift, Geschlecht, Familienstand, Kontakte ... ja, auch die Kontakte, die „Freunde“ genannt werden. Mag meine Liste auch sonst wie lang sein, Herr Zuckerberg weiß genau, mit wem ich mich wirklich schreibe. Es ist eben nur eine Frage der Datenaufbereitung. So weiß der mittlerweile verheiratete Goldjunge auch, dass ich seine Einnahmequelle „Werbung“ blockiere und stellt mir deshalb mit anderen subtilen Mitteln nach. </p>
<p>Wie das geht? Holterdiepolter werden meine Privatsphären-Einstellungen geändert, natürlich zu meinem Vorteil aus dem Augenwinkel von Facebook betrachtet. Nachdem ich nahezu alle Spiele-Horoskop-Wahrsager-Anwendungen in der Nachrichtenleiste blockiert habe, nervt Facebook mit einer Sammelkategorie in meinen Favoriten, die ich nicht entfernen kann.  </p>
<p>„Bist doch selber Schuld. Meld dich ab ... „</p>
<p>Richtig, mit dem Gedanken spiele ich. Von Google+ und anderen Mitbewerbern habe ich mich mittlerweile verabschiedet. Dummerweise halte über Facebook mit real bekannten und geschätzten Mitmenschen echten Kontakt. Würde diese Verbindung nicht bestehen, gäbe es keine Kommunikationsmöglichkeit ausser der Reihe. Dumm, sehr dumm.</p>
<p>Nachdem Facebook ein paar Tage an der Börse online ist, fällt der Kurs um fast 20%. Facebook wäre damit nur noch schlappe 80 Milliarden US Dollar Wert. Schock schwere Not, mir kommen echt die Tränen. Nicht die feuchten Salztropfen im Auge, eher die sarkastischen Worttränen. Die Finanzjongleure wollen einfach nicht lernen, sind hochgradig belehrungsresistent. Schon das erste Internet erwies sich als Massengrab, nachdem die „Dot Com-Blase“ platzte. </p>
<p>Stehen wir vor einem FaceBlubb? Nicht ohne eine gewisse Schadenfreude wäre ich schon für einen Plopp. Es muss ja nicht im endgültigen Ende von Facebook enden. Normalerweise soll Mensch aus Fehlern lernen ... ausgenommen vielleicht Finanzakrobaten und sehr betont selbstbewusste Zeitgenossen. Wer einen dauerhaften Höhenflug für ein Unternehmen erwartet, das virtuelle Freundschaften verwaltet, der hat definitiv nichts dazugelernt.</p>
<p>„Google handelt auch nur mit Daten und ist 200 Milliarden schwer!“</p>
<p>Gegenargument: Google ist erdrückend dominant, wichtigster Informationshändler zwischen Inhaltsanbietern und Suchenden. Hier sehe ich schon etwas Greifbares und vor allem ein übermächtiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen Millionen Web-Sklaven und dem einen Herrn. Auf der anderen Seite sind die Suchmaschinenmacher nicht in der Lage, zum Beispiel ein Gegengewicht zu Facebook aufzubauen. Mal sehen, was nach der Motorola Mobility-Übernahme kommt. Irgendwie eigenartig und vergleichbar mit Microsoft’s Zune oder dem Versuch, ein brauchbares mobiles OS zu programmieren. </p>
<p>„Du Apple-Heini musst immer wieder auf Windows und Microsoft rumhacken.“</p>
<p>„Sorry, ich arbeite tagtäglich in beiden Welten. Bekomme immer wieder live vorgeführt, worin der Unterschied liegt. Ich möchte meinen Computer nur benutzen, wie eine Musikbox, Schreibmaschine oder Dunkelkammer ... mehr nicht. Und da stellt sich ein Rechner nebst Betriebssystem eben deutlich besser an.“</p>
<p>Solche Diskussionen sind so sinnlos wie die Frage nach der Kunst. Neulich las ich die Statusmeldung eines Vaters, der just an diesem Tag Geburtstag hat: Früher habe er tagelang für ein Geburtstagsgeschenk an seine Eltern gebastelt. Heute zaubert sein Sohn in 15 Sekunden ein Fraktal auf das iPad-Display und schenkt ihm das zum Jubeltag.</p>
<p>Auf der einen Seite faszinieren mich die Möglichkeiten, welche uns Hard- und Software bieten. Andererseits lässt sich das Herdentier Mensch zu leicht in eine Abhängigkeit treiben und akzeptiert undifferenziert alles Vorgekaute. Zwei oder drei Wischbewegungen mit dem Finger ersetzen das Malen auf Papier. Gut, für das kindliche Kunstwerk musste kein Baum sterben. Doch das ganze Elektronikzeug trägt auch nicht gerade das Gütesiegel „Bio“. </p>
<p>Statt mich ein paar Stunden mit Stiften zu mühen, werden vielleicht 79 Euro-Cent für eine App ausgegeben. Eine Minute später spuckt der Drucker dann doch ein Blatt toten Baums aus, danach ist Freizeit angesagt. Zum Beispiel bei Facebook, neue Freunde machen oder Online Spiele spielen. Ohne gleich wieder als digitale Miesmuschel abgestempelt zu werden: Wo bittschön liegt da der Sinn des Lebens?</p>
<p>Das ist so wie jedes Wochenende voll auf Familie machen. Keinen eigenen Freiraum haben. Kurz: LANGWEILIG!</p>
<p>„Und was hast du am Vatertag gemacht?“ werde ich gefragt.</p>
<p>„Ich war ein ... zwei Stunden knipsen. Was ausprobieren. Dann noch schnell den Film entwickelt und ansonsten einfach auf Ruhe gemacht.“</p>
<p>„Das war ja klar. Du warst fotografieren.“</p>
<p>„Jepp. Mit dem Bollerwagen durch die Lande ziehen und besoffen eine Großstadt zusammen grölen ist nicht mein Ding. Dann lieber was für mich getan und das Wissen erweitert.“</p>
<p>Ende der Diskussion.</p>
<p>Natürlich frage ich mich, warum ich mir mein Hobby antue.</p>
<p>„Wegen die nackischen Weiber ...!“ poltert jemand neben mir.</p>
<p>„Nee, ich würde sonst nur saufen und den Alltagsfrust in Alkohol baden!“</p>
<p>Immer wieder merkt man Mann seinen animalisch-treibgesteuerten Ursprung an. In dem Punkt funktionieren Adams Urururururenkel einwandfrei.</p>
<p>„Zeig ma no ma de Foddos uff dei Händie ...“</p>
<p>Ich brauche eine Atemschutzmaske. Die herbe Mischung neben mir aus Bier, Knoblauch und Männerschweiß benebelt nicht nur alle Sinne. Meine Brille beschlägt und der empfindliche Magen setzt zum doppelten Flic Flac an. </p>
<p>Das daneben ist also das edle Geschöpf unter den Menschen: Der Mann! </p>
<p>Warum laufen eigentlich der Mutter- und Internationale Frauentag so widerlich harmonisch ab? Wo bleibt da eigentlich die Emanzipation? Frauen sollen auch morgens mit einer Pulle Bier losziehen, dann die halbe Innenstadt unsicher machen, Männer hinterher brüllen und in den Abendstunden lauthals singend ihre baldige Ankunft dem ganzen Strassenzug verkünden. Der sich sorgende Lebenspartner steht erwartungsvoll in der Tür und begrüßt seine Weiblichkeit mit den lieben Worten:</p>
<p>„Wo kommst du denn jetzt her? Du bist ja total besoffen!“</p>
<p>Aber nein, zum Frauentag gibt es je nach Ausstrahlung eine halbvertrocknete Rose bis zum 5-Euro-Blumengebinde von der Tanke. Und zum Muttertag wird dem geliebten Wesen maximal der Abwasch des üppigen Sonntagsmahl erlassen. Die Welt ist so ungerecht.</p>
<p>Ich bin ernsthaft am überlegen, in Anlehnung an Facebook auch mit meiner Mausmalerei an die Börse zu gehen. Mein Handelsgegenstand sind Unmengen verbalen Dünnpfiffs, flankiert von masseninkompatiblen Knipswerken. Diese Konstellation hat einen gewissen Seltenheitswert, Alleinstellungsmerkmal und so. Damit versuche ich irgendwie Gewinn zu machen ... wenigstens ein One Night-Hoch auf dem Börsenparkett.</p>
<p>Apropos Gewinn. Facebook soll ja selbst am schlechten Börsengang Schuld sein. Angeblich hat man kurz vor Börsenstart eine Gewinnwarnung herausgegeben: Die Einnahmen durch Werbung sind um 5% gesunken! Muss ich später, also als börsennotierte Mausmalerei, ebenfalls eine Gewinnwarnung heraus tröten, wenn die Besucherzahlen um 5% sinken? Was tue ich, wenn das böse Google-Monster mein PageRank senkt? Insolvenz oder Kapitalaufstockung?</p>
<p>Na prima, jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, ein verdammt flaues Gefühl in der Magengegend. Immerhin habe ich mich vor ein paar Zeilen öffentlich als Nutzer eines Werbeblockers geoutet. Damit können sich Facebook’s Werbepartner nicht in meinem Browser präsentieren und mich zu einem Klick verführen. An der Stelle ist wohl eine Entschuldigung meinerseits fällig ... oder auch nicht. Marki Z. lässt sich bestimmt wieder was Neues einfallen, wie zum Beispiel die unlöschbaren Anwendungsfavoriten. Früher oder später kriegt er sie alle, auch mich!</p>
<p>Der alkoholisierte Stinker neben mir lässt nicht locker. </p>
<p>„Haste de Foddos selba jemacht?“</p>
<p>Ich möchte das Gespräch, was für mich wirklich nie eines war, möglichst schnell beenden: „Nee, aus’m Internet.“</p>
<p>Plötzlich wird es laut auf der Strasse. An der Ampel hält ein Auto mit Akustik-Antrieb. Das Bass-Booster lässt so die Bleche beben, dass sich die Karre auch ohne drehende Räder fortbewegt. Nicht an der Nase eines Mannes erkennt man seinen Johannes. Schau auf die Automarke und die Auspuffanlage: </p>
<p>Tiefgelegter BMW = kleiner Pillermann,<br />
zwei große Auspufftöpfe = Schwanzverlängerung!</p>
<p>An der Stelle muss ich betonen, dass diese Weisheiten nicht von mir stammen. Ich habe sie aus dem Mund einer offensichtlich Männer erfahrenen Frau gehört. Im Rahmen der Intertextualität des Vermarktungskonzeptes Mausmalerei muss ich zur Ranking-Förderung solche Parolen niederschreiben. Google liest das und verbindet die Mausmalerei in Zukunft nicht nur mit der Frage, wo Mann Frauen zum Schwängern findet. </p>
<p>Meine künstlerische Schreibvielfalt kennt halt keine Grenzen, wie sie auch keinen wirklichen Sinn ergibt! Das sind die idealen Voraussetzungen für einen Millionen schweren Mausmalerei-Börsengang!</p>
<p>Egal wie erfolgreich der wird, ich bemühe mich nach besten Wissen und Gewissen immer gleichgestellt, gleichberechtigt, genderkonform und minderheitensensitiv zu tippen. Früher hiessen die braunen Schokoladenhüllen mit aufgeschlagener Eiweißfüllung Negerküsse. Ja, dieses Wort und die Süßspeise habe ich als Kind nicht nur einmal in den Mund genommen. Heute geht das natürlich nicht mehr. Dieselbe Zucker-Eischnee-Bombe muss Schokokuss genannt werden ... wie ein damaliges DDR-Neubauviertel heute Ghetto zu heißen hat. </p>
<p>Das laute Party-PKW bewegt sich in Richtung Kreuzung, natürlich ist seine Ampel noch auf Rot. Regeln und Gesetze sind dazu da, gebrochen zu werden. Meine Einsicht des Tages: Gemeinsam gegeneinander um des eigenen Vorteils Willen. Strassenverkehr in der deutschen Hauptstadt ist Kunst. Der Wissenszuwachs klingt wie die Parole der KEPD - Der Kreativen Egoisten Partei Deutschlands. </p>
<p>Mein betrunkener Nachbar lässt nicht locker: „Eifon vier ess, waa?“</p>
<p>„Nein, ist nur das Vierer.“</p>
<p>„Hast Fäzbuck, die Scheisse?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Höa bloss uff mit dem Scheiss ...“ und er begann mir sein Leid zu klagen. Nach der Telekom-Volksaktie, Riester-Rente, Immobilienkauf, Einstieg in die Energiewende erlebt er nun mit seinen FaceBlubb-Aktien das nächste finanzielle Fiasko.</p>
<p>Auf der einen Seite tut mir der arme Schlucker Leid. Zwecks Altersvorsorge schickt er sein Geld spekulativ ins Rennen, um am Ende nichtnur nichts gewonnen zu haben, sondern schreibt herbe Verluste. Andererseits wäre er ein idealer Anleger in meine eigenen Mausmalerei-Papiere: Blauäugig und den Verlockungen des schnellen Geldes erlegen. Schade, ich werde meinen Börsengang wohl verschieben müssen.</p>
<p>„Jetscht will Fäzbuck de Börse wechseln.“</p>
<p>„Ich habe keine Ahnung von solchen Dingen. Für mich ist diese ganze Finanzwelt ein Buch mit sieben Siegeln. Meiner Erfahrung nach rechnen die dir dein Risiko schön und wenn du angebissen hast, ist es zu spät. Das Geld ist weg, hast einen Haufen Schulden und nur Ärger an der Backe.“</p>
<p>Eigenheim, keine Miete mehr zahlen und alles ohne Eigenkapital!</p>
<p>Vor Jahren lies ich mir die Sache mal durchrechnen. Von einer schwangeren Maklerin, die wohl vor dem Abferkeln noch einmal das Geschäft ihres Lebens machen wollte. Eigenheimförderung, geringe Tilgung, statt eigenes Geld einen Kredit der Hausbank auf dem freien Markt und dann noch ein paar Eigenleistungen selbst erbracht. Zwar hatte ich im zukünftigen Eigenheim der Doppelhaushälfte weniger Quadratmeter als in meinem Betonpalast, aber es ist mein Eigentum! So meinte jedenfalls die Maklerin. </p>
<p>Das war natürlich gelogen. Jeder Quadratmillimeter gehörte der Bank. Als vollfinanzierter Eigenheimbesitzer muss ich auch an Rücklagen denken. Irgendwann ist mal was zu reparieren oder muss erneuert werden. Da springt kein Vermieter, sondern mein Konto ein. Und wie schaut es aus, wenn die flüggen Ableger das Eigenreich verlassen und die Förderung ausläuft? </p>
<p>„Das finanzieren wir ihnen, natürlich zu den handelsüblichen Zinsen!“ argumentierte die Eigenheim-Dealerin. Sehr zur Verärgerung der Hausbau-Dame habe ich das tolle Angebot abgelehnt. Mir fehlt einfach die Weitsicht, die nächsten zehn Jahre ansatzweise vorherzusagen. Im Nachhinein ist man klüger und das Nachhinein gab mir mehr als Recht: Das Schönrechnen wäre nach hinten losgegangen. </p>
<p>Zweiter Versuch, diesmal ein Rechengenie am noblen Berliner Standort Gendarmenmarkt. „Sie verschenken Steuern!“ lautete das Argument. Deshalb das Angebot: „Sie investieren in die Sanierung kulturhistorischer Immobilien, zahlen später mit einem Teil der Mieteinnahmen die Finanzierung ab und der andere Teil fließt in ihre Altersvorsorge. Kein Risiko, alles easy!“.</p>
<p>Was mich an der Sache stutzig machte, war die federführende Bank. Kein unbekanntes Finanzhaus, groß, sehr groß und für mich eher unsympathisch. Warum sucht solch ein Finanzhaus kleine Risikoträger wie mich, obwohl sie selbst jedes Jahr Milliardengewinne einstreicht. Wenn die Sache wirklich so eine Null-Risiko-Finanzierung ist, dann würde ich sie als Bank und im Interesse des Billionengewinns selbst durchziehen.</p>
<p>Bedenkzeit und ein paar arithmetische Übungen mit dem Taschenrechner!</p>
<p>Irgendwie gefällt mir die Bilanz nicht. Ich trage ein bedeutendes finanzielles Risiko und zahle am Ende eigentlich nur drauf. Anders formuliert: Die unsympathische Großbank lässt sich das Risikoabwälzen auf den Rücken des plüschigen Kampffussels fürstlich entlohnen. Das macht in meinem Interesse keinen Sinn.</p>
<p>Zwar habe ich nie gebaut, doch die Sanierung eines bewohnbaren Kulturdenkmals stelle ich mir nicht so ganz billig vor. Auflagen der Denkmalschützer treiben primär die Kosten in die Höhe, was sich sekundär in der Miete niederschlagen wird. Hohe Mieten machen das Vermieten schwierig. Und wo befindet sich eigentlich das Objekt, welches ich mit meiner Steuerersparnis sanieren soll?</p>
<p>„Das können wir nicht sagen. Sie verstehen doch, wegen der Diskretion gegenüber der Bank.“</p>
<p>Moment. Ich soll also blind einsteigen, um später aus Gründen der Diskretion zu erfahren, dass die derzeitige Ruine in irgendeinem Kuhkaff am vorderen Ural steht? Ich bin zwar blöd, aber so bescheuert nun auch wieder nicht. Absage!</p>
<p>Bekannte sind auf diesen Deal eingegangen. Anfänglich wurde ich für meine Skepsis ausgelacht: „Du siehst immer nur schwarz. Denke positiv!“. Als sich kein Mieter für das hübsch sanierte Wohndenkmal fand, verschwand das Thema aus unseren Gesprächsrunden. Irgendwann wurde in einem Nebensatz erwähnt, dass endlich ein Mieter eingezogen ist. Der brachte aber kein Glück oder Geld, muss wohl ein Pirat oder so gewesen sein: „Scheiß auf Miete zahlen, jedem Bürger ein kostenloses Wohnrecht.“. Und um das Drama endlich beenden zu können, mussten die stolzen Besitzer immer bis kurz an den Ural reisen. </p>
<p>Ich denke mich über die Geschäftspraktiken einer Großbank in Rage. Ähnlich ergeht es meinem unfreiwilligen Gesprächspartner und seinem Glück in Finanzspekulationen. Mein Gehörgang steht auf Durchzug, weshalb nur Wortfetzen hängen bleiben: Euro-Umstellung, D-Mark in US-Dollar umgetauscht, Euro überraschend stark, Minusgeschäft. </p>
<p>„Mit dich kann ma sich eschd gut underhalde.“</p>
<p>Wenn der wüsste, dass ich ihm am liebsten meine Mausmalerei-Aktien im 10 Millionen Vorteilspack anbieten würde, dächte er jetzt bestimmt anders über mich ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' />  </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Geht nicht?!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 10:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akt]]></category>
		<category><![CDATA[frau]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
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		<description><![CDATA[Fotos: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten: Haben Sie Interesse an einem Fotoshooting? Ich suche Modelle, vorzugsweise aus dem Raum Berlin/Brandenburg und für eine langfristige Zusammenarbeit! Für weitere Informationen folgen Sie einfach den Links ... Modelle gesucht! Fotoshooting - FAQs]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_1460_20x30.jpg" alt="" title="Geht nicht?!" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12388" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_1391_20x30.jpg" alt="" title="Hand hoch ..." width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12399" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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<p><strong>Haben Sie Interesse an einem Fotoshooting?</strong> </p>
<p>Ich suche Modelle, vorzugsweise aus dem Raum Berlin/Brandenburg und für eine langfristige Zusammenarbeit! Für weitere Informationen folgen Sie einfach den Links ...</p>
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<a href="http://mausmaler.de/blog/?p=431" target="_top">Fotoshooting - FAQs</a></p>
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		<title>Wasserspiel</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 15:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Lochblende]]></category>
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		<category><![CDATA[springbrunnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Den so genannten Vatertag ziehe ich es vor, meinen Bollerwagen gegen die Kameratasche zu tauschen. Neben einer digitalen Möhre nehme ich meine Certo-phot und die Lochkamera mit. Statt lauthals darauf zu verweisen, dass ich in bombiger Laune bin, tauche ich am Strausberger Platz in meine Knipswelt ab ... Fotos: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den so genannten Vatertag ziehe ich es vor, meinen Bollerwagen gegen die Kameratasche zu tauschen. Neben einer digitalen Möhre nehme ich meine Certo-phot und die Lochkamera mit. Statt lauthals darauf zu verweisen, dass ich in bombiger Laune bin, tauche ich am Strausberger Platz in meine Knipswelt ab ...</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_4166_20x30.jpg" alt="" title="Wasserspiel" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12379" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/detail_berlin_01f_21x21.jpg" alt="" title="Springbrunnen am Strausberger Platz" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12380" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/brunnen_fomapan400_05_21x21.jpg" alt="" title="Strömendes Wasser" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12381" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/brunnen_fomapan400_10f_21x21.jpg" alt="" title="Brunnen" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12382" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Und</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 15:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[babybauch]]></category>
		<category><![CDATA[fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoshooting]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzweiss]]></category>
		<category><![CDATA[tuch]]></category>

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		<description><![CDATA["Was, du warst in der Schweiz? Wieso das denn?" "Fotografieren. Und ich wollte mal echte Ricola's lutschen." "Ah, Sightseeing und fotografieren." "Nein und ja." "Wie jetzt? Aber du warst doch in der Schweiz und hast nicht fotografiert?" "Doch, aber kein Sightseeing. Mein Sightseeing war eher in der Raucherpause eine Kreuzung in Basel beobachten. War auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>"Was, du warst in der Schweiz? Wieso das denn?"</p>
<p>"Fotografieren. Und ich wollte mal echte Ricola's lutschen."</p>
<p>"Ah, Sightseeing und fotografieren."</p>
<p>"Nein und ja."</p>
<p>"Wie jetzt? Aber du warst doch in der Schweiz und hast nicht fotografiert?"</p>
<p>"Doch, aber kein Sightseeing. Mein Sightseeing war eher in der Raucherpause eine Kreuzung in Basel beobachten. War auch lustig."</p>
<p>"Hä, ich versteh garnichts?"</p>
<p>"Ich wurde eingeladen, Fotoshooting und so. Hab dann anderthalb Tage fast ausschließlich Menschen geknipst, abends noch lecker gegessen und bin danach in meinem Hotelzimmer tot umgefallen."</p>
<p>"Ach so. Schade nur, dass keine Zeit für Sightseeing war."</p>
<p>"Die Zeit war schon."</p>
<p>"Und warum hast du es nicht gemacht?"</p>
<p>"Es hat fast ununterbrochen geregnet."</p>
<p>"Das ist ja schade. Nun biste schon mal aus deinem Berlin raus und dann regnet es."</p>
<p>"Bei meinem Glück darf es auch nicht anders sein."</p>
<p>"Und wie sind so die Schweizer?"</p>
<p>"Hab ja nicht viele gesehen, aber die, die ich getroffen habe, waren cool."</p>
<p>"Und?"</p>
<p>"Und was?"</p>
<p>"Sonst hast du nichts aus der Schweiz zu erzählen?"</p>
<p>"Doch."</p>
<p>"Und was?"</p>
<p>"Die Fenster sehen bei denen genauso aus wie bei uns!"</p>
<p> <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5675_20x30.jpg" alt="" title="Schwangere am Fenster" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12367" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5655_v2_21x21.jpg" alt="" title="Schwangere mit Tuch am Fenster" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12368" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5649_21x21.jpg" alt="" title="Orange" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12369" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Licht und Schatten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 15:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akt]]></category>
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		<category><![CDATA[frau]]></category>
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		<description><![CDATA[Foto: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten: Haben Sie Interesse an einem Fotoshooting? Ich suche Modelle, vorzugsweise aus dem Raum Berlin/Brandenburg und für eine langfristige Zusammenarbeit! Für weitere Informationen folgen Sie einfach den Links ... Modelle gesucht! Fotoshooting - FAQs]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/yvonne_kodak_tmax400_27022012_12_21x21.jpg" alt="" title="Akt einer Liegender" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12363" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
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		<title>Ich versteh kein französisch</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 15:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[friedrichstrasse]]></category>
		<category><![CDATA[u-bahn]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/berlin_21032012_03_21x21.jpg" alt="" title="U Bahnhof Französische Strasse in Berlin" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12360" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Der steile Weg nach oben</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 15:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Photowalks]]></category>
		<category><![CDATA[bäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[leiter]]></category>
		<category><![CDATA[wünsdorf]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5862_20x30.jpg" alt="" title="Der steile Weg nach oben ..." width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12356" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Parkett</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 10:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[babybauch]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoshooting]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzweiss]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil heute Sonntag ist, lass ich mal die Finger ruhen und schreibe (fast) nix ... Fotos: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten: Haben Sie Interesse an einem Fotoshooting? Ich suche Modelle, vorzugsweise aus dem Raum Berlin/Brandenburg und für eine langfristige Zusammenarbeit! Für weitere Informationen folgen Sie einfach den Links ... Modelle gesucht! Fotoshooting - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil heute Sonntag ist, lass ich mal die Finger ruhen und schreibe (fast) nix ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3839_20x30.jpg" alt="" title="Schwangere liegend" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-12254" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3862_20x30.jpg" alt="" title="Nackte Schwangere" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12255" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_3839_21x21.jpg" alt="" title="Schatten und Licht" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12256" /></p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5689_20x30.jpg" alt="" title="Werdende Eltern" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12263" /></p>
<p>Fotos: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Wer zu früh kommt …</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 10:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Available Light]]></category>
		<category><![CDATA[Lochblende]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[bildgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[fenster]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzweiss]]></category>
		<category><![CDATA[stuhl]]></category>
		<category><![CDATA[wünsdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Allmählich muss ich zu Potte kommen. Am 29. Mai halte ich meinen Vortrag zum Thema Bildgestaltung - Konventionen der Fotografie und Wege des Ausbruchs. Mir fehlt die Linie, der rote Faden. Aber warum eigentlich? Ich gestalte ja selbst (fast) jede Aufnahme, lasse selten wirklich Zufälle zu. Wo setzen eigentlich meine Gedanken zur Bildgestaltung an? Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allmählich muss ich zu Potte kommen. Am 29. Mai halte ich meinen Vortrag zum Thema Bildgestaltung - Konventionen der Fotografie und Wege des Ausbruchs. Mir fehlt die Linie, der rote Faden. Aber warum eigentlich? Ich gestalte ja selbst (fast) jede Aufnahme, lasse selten wirklich Zufälle zu. </p>
<p>Wo setzen eigentlich meine Gedanken zur Bildgestaltung an?</p>
<p>Ich studiere Literatur. Die in gedruckter Form und ins Internet gestellte Gedanken. Irgendwie liefern im Vergleich zu meiner Vorgehensweise (fast) alle nur Fragmente. Zur Hasskappe wird der Goldene Schnitt, obwohl ich mich selbst manchmal sklavisch daran halte. Nur sehe ich nicht die vier Punkte, auf die ein Teil des Motivs fixiert wird. </p>
<p>Stattdessen sehe ich neun Flächenelemente, die sich im Sinne des visuellen Harmoniebedürfnis des Menschen nutzen lassen. Aber die Konvention <em>Bildaufteilung</em> steht ganz am Ende meiner Gedankenkette zur Bildgestaltung.</p>
<p>Meine nächsten Fotostrecken stelle ich unter ein Motto: "Beobachte dich selbst!". Wann setzen die ersten Gedanken zum späteren Bild ein? Wie sieht es im weiteren Verlauf aus und kommt am Ende das heraus, was ich mir vorgestellt habe?</p>
<p>Ich bin ein launischer Knipser! </p>
<p>Viele Tage vorher gehe ich in Gedanken den Tag X durch. Üüberlege, welche Aufnahmemedien ich mir für das Motiv vorstellen könnte. Irgendwie kristallisieren sich mehrere Varianten heraus. Eigentlich sollte alles klar sein. Am besagten Tag X kann es wieder anders sein: Das Wetter spielt nicht mit, ich bin müde, hyperaktiv, habe gar keine Lust auf's Knipsen oder mir schießt eine völlig andere Idee in den Kopf. Eines bleibt jedoch festzuhalten: Die Entscheidung fällt mir immer dann am leichtesten, wenn ich weiß, was mich erwartet. Verständlich!</p>
<p>Auf die Wahl des Auszeichnungsmediums (Film, Sofortbild oder Bildsensor) folgt die Festlegung der mitzuschleppenden Kameras und Objektive. Im Grunde genommen ist hier schon die Marschrichtung der Bildgestaltung festgelegt. Im Kopf zeichnen sich erste Konturen ab, wie die Bilder am Ende aussehen werden. Ich meine, meine Kameras gut zu kennen, wie die Marotten ... den Charakter ... einer Teilzeit-Geliebten. Es geht nicht nur um die Frage Farbe oder Schwarzweiß, Schärfe oder Unschärfe. Sowie ich in Gedanken eine Knipskiste für die Aufnahmen avisiere, vermute ich, wie sie die Szene abbilden wird.</p>
<p>Dann sind da natürlich noch die Gedanken zum Motiv, dem Modell und all das, was eigentlich belichtet werden soll. Wenn ich es recht überlege, beinhaltet der Vorlauf weitaus mehr Zeit und Gehirnschmalz, als das eigentliche Knipsen. Irgendwie beame ich mich beim Knipsen in eine andere Welt, weitestgehend losgelöst vom Alltag und ganz für mich allein. </p>
<p>Grundsätzlich setze ich nie auf nur eine einzige Karte ... Kamera. Zumindest das iPhone + Hipstamatic begleiten mich. Entweder ich teste mit dieser Kombi die eigentlichen Aufnahmen vor oder mache die eierlegende Wollmilchsau zur Hauptkamera. Leider kann ich aus meinen aktuellen Fundus nicht alle fünfzehn "verschiedene" Kameracharaktere mit mir rumschleppen, möchte mir aber dennoch einen gewissen Spielraum lassen. Selbstverständlich gestalte ich mit der Belichtungszeit und Blende das Bild, gebe der Aufnahme eine gewisse Richtung vor.</p>
<p>Die nächste Phase der Bildgestaltung ist für mich die Entwicklung, analog wie digital. Während ich bemüht bin, den Film möglichst zeitnah auszuarbeiten, lasse ich die digitalen Knipswerke zunächst links liegen. Das liegt nicht daran, dass mir das Analoge mehr Freude bereitet. Ich bin einfach nur ein fauler Hund: Statt mir Notizen zur analogen Belichtung zu machen, versuche ich den "gefühlten Eindruck" im Gedächtnis zu behalten und danach die Chemie anzuwenden. Mit fast fünfzig Lenzen lässt die Gedächtnisleistung allmählich nach und bestraft meine Faulheit, obwohl ich ein Notizbuch (fast) immer mit mir rumschleppe.</p>
<p>In der Regel nach zwei bis drei Tagen werfe ich einen Blick ins Bildarchiv, picke mir Aufnahmen heraus, die in mein Auge springen. Der klassische Fall der Eyecatcher-Analyse, kombiniert mit einer gewissen Erwartungshaltung an das eine oder andere Motiv. Hier bin ich noch zu oft an die ursprüngliche Idee gebunden, versuche zunächst nicht, das Ergebnis offen für alles zu interpretieren. Je mehr zeitlichen Abstand ich gewinne, umso freier werden die Gedanken. Bildgestaltung bedeutet also auch Zeit lassen.</p>
<p><strong>Ein Beispiel!</strong></p>
<p>Entsprechend der Lichtverhältnisse kam für mich bei der digitalen Interpretation des Motivs nur diese Variante in Betracht:</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_5728_20x30.jpg" alt="" title="Der Stuhl am Fenster" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12286" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Im Analogen ist meine Erwartungshaltung deutlich höher. Mein "Handicap" bestand nur darin, zum ersten Mal mit einer analogen Lochkamera zu arbeiten. Ich wollte dem Motiv die Schärfe und den globalen Kontrast nehmen, zudem mich das Digitale förmlich zwingt. Sicherlich hätte ich mein HL-Objektiv oder das Lensbaby nutzen können, aber es sprachen praktische Gründe wie das Stativ, welches mit der Lochkamera benötigt wurde, dagegen. Mir fehlt eindeutig der Assistent, der mir mein Equipment ehrfürchtig hinterher trägt ... und leider auch die Zeit!</p>
<p>So sah dann, einem Tag nach den Aufnahmen mein erster analoger Wurf aus:</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_04_21x21.jpg" alt="" title="Lochkamera-Fotografie: Der Stuhl am Fenster" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12287" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Zunächst zufrieden, fehlte mir am nächsten Tag der gewisse Kick. Die Zufriedenheit resultierte wohl eher darin, dass der Film aus der Lochkamera nahezu <del datetime="2012-05-13T08:59:16+00:00">perfekt</del> optimal belichtet wurde. Die Unzufriedenheit sehe ich darin, dass noch nicht das in der Aufnahme herausgekommen ist, was ich mir vorstelle.</p>
<p>Drei Tage später wage ich einen erneuten Wurf:</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_04v2_21x21.jpg" alt="" title="Der Stuhl am Fenster ... zweite Variante" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12288" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Ich fühle mich einen Schritt weiter, nur setzt noch nicht ein gewisser Grad der Befriedung ein. Die Aufnahme steckt noch viel zu sehr im hier und jetzt, statt eine verlassene Kommandantur in Wünsdorf zu symbolisieren.</p>
<p>Bewusst lasse ich EIN Detail unretuschiert: Die Steckdose. Die fertige Aufnahme soll sie zeigen, soll der Hinweis auf die Moderne in der Szene sein. Überraschungseffekt, in Online-Communities oft als störendes Details niederdiskutiert. Punktabzug vom Bildseher, ein Zusatzpunkt vom selteneren Bildbetrachter, der sich Gedanken macht.</p>
<p>Eine Woche später kommt mir dann die Eingebung, wie ich zum Ziel gelangen könnte. Da das Negativ mit einer Mehrfachbelichtung eingescannt und außerdem als DNG auf meiner Festplatte liegt, habe ich den Spielraum zu dieser Interpretation:</p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/wuensdorf_tmax400+2_04_v3_21x21.jpg" alt="" title="Der verlassene Stuhl am Fenster" width="500" height="500" class="alignnone size-full wp-image-12290" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p>Ich lasse Licht sprechen und habe mich so und mit der Zeit an das erhoffte Ziel herangetastet. Der Weg dorthin war zwar nicht geradlinig und eher vom "Glück" bestimmt, aber garantiert nicht digital möglich. Digital simulierte Unschärfe und Alter müssen die Programmmacher noch üben. Gerade die Details-Umkehr in Adobe Camera Raw bringt die Vorlage zum Glühen statt "analogähnlich" aufzuweichen. </p>
<p>Bis hier hin war jeder Gedanken von der Bildgestaltung getragen und ich bin an einem Punkt, einem Schwachpunkt angekommen. Mir fehlt quasi der letzte Schritt, die Ausarbeitung des Bildes auf Papier. Auch hier kann ich die fertige Aufnahme gestalten.</p>
<p>Natürlich könnte ich dieses Bild in mein Fotolabor des Vertrauens geben. Aber es würde "nur" in einem Standardprozess auf 0815-Fotopapier ausbelichtet werden. Ich möchte der Aufnahme eine gewisse optische Haptik geben, die der Betrachter sehen und sich daran erfreuen kann. Obwohl mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden, fühlt es sich eher wie ein Coitus interruptus an ... leider! <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vom ersten bis zum letzten Moment kreisen meine Gedanken um die Bildgestaltung. Bewusst wie intuitiv nutze ich verschiedene Gestaltungselemente. Worin liegt aber nun das Besondere, das Künstlerische? </p>
<p>Ich kann die optischen Gesetze nicht ausschalten, muss mich an Entwicklungszeiten halten und Dateiformate verwenden. Meine kreative "Abartigkeit" besteht einzig und allein darin, Regeln anders auszulegen und Elemente zu verwenden, die nicht vom massentauglichen Zeitgeist in Besitz genommen sind. Ist doch eigentlich ganz einfach ... <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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		<title>Hier ist noch was frei</title>
		<link>http://www.mausmalerei.de/?p=12276</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kampffussel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strassenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[frei]]></category>
		<category><![CDATA[platz]]></category>
		<category><![CDATA[restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzweiss]]></category>
		<category><![CDATA[streetlife]]></category>

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		<description><![CDATA[oder: Da hinten sieht es ziemlich voll aus! Ist das jetzt Streetlife-Fotografie? Also Strassenleben-Knipserei? Keine Ahnung, ist mir auch egal. Ich knipse das, was mir gefällt und vor die Kamera kommt! Foto: 2012 Ronald Puhle Blitz-Voting Diesen Artikel bewerten:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>oder: Da hinten sieht es ziemlich voll aus!</p>
<p>Ist das jetzt Streetlife-Fotografie? Also Strassenleben-Knipserei? </p>
<p>Keine Ahnung, ist mir auch egal. Ich knipse das, was mir gefällt und vor die Kamera kommt! <img src='http://www.mausmalerei.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://www.mausmalerei.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_4006_20x30.jpg" alt="" title="Leere Plätze - Fehlende Gäste" width="500" height="750" class="alignnone size-full wp-image-12277" /></p>
<p>Foto: 2012 Ronald Puhle</p>
<p><strong>Blitz-Voting</strong></p>
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